slt. 2fti. Donnerstag, 13. November 1890. 109. Jahrgang. Macher Zeitung. ""'?bn" n"','"'"": Mi« Postverlendun«: »onziahr!« fi. lli. halbjährig st. ? «,. Im erun«I'«.""b t. Apostolische Majestät haben dem ^rilnili. ""p^praltikantrn '" Troppau Freiherr,, ^ttill, ?!! ^°" Weichs zur Wenne die Käm- "ve taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. haben mit Mf«Z? Entschließung vom 4. November d. I. dem " Or?^'''^^ '" Graz Dr. Johann Zindler 'Ültgnizx "s, ber eisernen Krone dritter Classe taxfrei "°W zu verleihen geruht. ^lhöcks^ ^ ^' Apostolische Majestät haben mit Mnaru ^ Mchmg vom 31. October d. I. dem »wichen w^^resianischen Akademie. Hofzahnarzte "uz de« c^"be Dr. Philipp Rabatz das Ritter-"'Kl, ^H^nz.Ioseph,Ordens allergnädigst zu ver- Nichtamtlicher Hljeil. ^ Krainischer Landtag. tunte Sitzung am 11. November. Iss t (Fortsetzung.) ^.Ndkle Us?A" ltrledlgung der Tagesordnung be. >Wmae a» lk'ler sei„en Antrag, wonach als Ms vom ^""dbuchssachen im Sinne des Reichs. »hen sei,5 I""' 1690. R. E. Bl. Nr. 109. jene X . "de an«. '^ °" ""lchen der in der betreffenden L °der?"^ ^trag einer Forderung oder der ?^ ilbks^ ^"^ emer Liegenschaft oder eines I^b" a'" die Summe von 100 fl. ohne Zinsen Z outfiX" "'^t "bersteigt. Der Antrag wurde ^"ss^urV" «Gründung dem Verwaltung«. v°tl^do n'^°lhung zuwiesen. 2^" Eik,.?^.^ «bg. Svetec seinen in der 5?" laut« .A. ""^brachten selbständigen Antrag. ldonli ") dem N'-^. ^ Legierung wird ersucht, sie slei» H in n^ "chslathe eine Vorlage unterbreiten. ^>n ^. d" nie wusste, ob seine Mieter zu ll>hte' D* ^ die Thüre endlich in ihren An-'cick ^ tt lni.s ^'ldhauer erschien an der Schwelle, b't^lonnte s< von Thon beschmutzte Hand nicht 'H freundsi^^ " mir die Handwurzel entgegen. ^ Aöre? driickte. ^'l'rLlv?« ^ "ichl? Haben Sie keine Sitzung?» V lleuua ' "" diese Stunde sehe ich nicht mehr '5H ^ir ein ""! "ach Modell arbeiten zu können. ^"We^'chbin entzückt. Sie zu sehen!» -^ ^ He m 3 Mmuten an der Thüre trommeln. ^>n. """I nicht gehört oder schliefen Sie?» -!°b ."Nt e't.,s ch ^iwmte.. Barcas sprach die letzten 3> I"''" Stimme, was mich bei diesem sonst z'^>^ngen "berraschte. ^le ""°Kn?" "»en düsteren Raum. der als Vor-» ^ inz V,? ?""ner zugleich diente, durchschritten. ^Ü>8^ "'er. Weit entfernt modern, lm 6e ^ i'l er,./" <"n. oder gar an die Avenue be Whupßen "n. a"« das Atelier weit eher emem '^,'« Alt z^'f den weißqetünchten Mauern em.ge ""t> l> V/n b^lile hingeworfene Skizzen. Andeu-"'l«h«?en ,^9"^. Udr"sse„ '^u Modellsitz",nnen ^^"l n ^ck ^sicher Fayence, eine lap°' 5°" dt^wWchen Uiret«. welche den ach- " Malerei mit Sonnenschein beschmutzten, Auf Tannenbrettern aufgeschichtet staubige, verstümmelte und ärmlich aussehende Gipsabgüsse, die stch zu schämen schienen, dass sie zusammengedrängt, wleste waren, ganz und gar den Reiz ihrer edlen, durch Iahrhunder e bewunderten Stellungen eingebüßt halten. Em Ant'nous. bedeckt mit einem schmierigen, ein A'A «"hüllenden Oute hatte ein ganz besonders verdrießliches Aussehen. Ein alter Speisetisch. dessen entmulh'gte Aalte gleich abaetraqmen Stiefeln nach allen Seiten Rise zeigte, boa sich unter einem Haufen von geätzten Kupferplatten. Büchern. Journalen. Albums. St.zzen, Entwü.fen. C,r. ü>l" Bleifedern, trockenen Brotkrumen und andercn O.'aenständen. welche ein Tintenzeug u»o emen monumentalen Tabakstopf bestürmten, dessen Fuß stch m emem Urwald unentwirrbaren Zmgs verlor. Die Einrichtung wurde vervollständigt (?) durch einen Strohlehnstuhl, zwei Sessel a»s verblasstem Rips n Canape, überzogen mit einem kas — ich weiß nicht warum — algerisch heißt, ein Elavier. auf welchem in ehrerbietiger Isolierung eme Oivlfwr Nodius thronte, und durch emen von Asche m,d Kohlenstaub umgebenen gußeisernen Ofen der ,m Mr.mde des Weges des dichten Decembernebels bereits dämmernden Z>,nmcrs glühn.droth bullerte. In einem Winkel ein Besen, desfm Jungfräulichkeit feme rem durative Rolle bezeugte. Unter der breiten, den Pla-s"d durchbrechende,, GlaLd.cke ein Modelliertlsch. alte Säbel m, Kübel mit Thon. ein Wassereimer. eme m „asse Tücher geschlagene Figur uud auf cmem Schemel die lanm begonnene Büste einer alten Frau. Varcas stand unbeweglich und rauchte gelstes-abwescud. ohne em Gespräch anzuknüpfen, aus der Pfeife Ich fiel ihm offenbar lästig. Was zum Teufel möchtc ihm nur fehlen? Ich brach endlich das Süll- schweigen: «Sie wissen, dass ich nur auf einen Sprung zu Ihnen komme.» Keine Antwort. «Ich kam, um mich über Ihre Statue zu erkundigen» — ergriff ich wieder das Wort. mit dem Stocke nach der verhüllten Figur hinweisend. «Schreitet Ihre Mrrnerin^ vorwärts?» Der Künstler schien zu erwachen. «Meine ,Kärr-nenn'? ... Ach ja ... vollkommen. . . Das heißt ... vor einem Monat starb mir die Mutter und seitdem . . . habe ich mich nicht viel mit meiner ,Kärr-nerin^ befasst.» Seine Lippen zitterten und seine sonst so sanften und treuherzigen Augen waren düster und hart a/wor-den. Ich hatte die innige Freundschaft zwischen Mutter und Sohn. die sich nie verließen und ausschließlich für einander lebten, gekannt und errieth den brennenden Schmerz unter dieser scheinbaren Gleichgiltigleit. «Und Sie habt« mir das Unglück, von dem Sie betroffen wurden, nicht mitgetheilt? Und Sie schickten mir nicht einmal die Einladung, ihr die letzte Ehre zu er-weisen?» i «Weder Ihnen noch sonst jemandem. Entschuldigen Sie mich. Wertester, aber Sie tmnen ja meinen Abscheu vor den welllichen Banalitäten. Diese Ceremonien langweilrn immer jene. die man geladen, zumal im November; es überdies zu fühlen, dass man mit we-nigen Ausnahmen hinter sich Gleichgiltige habe. die gähnen, jeden Nilgenblick auf die Uhr sehen, über ihre klein-lichen Geschäfte plaudern oder auch halblaut lachen, während Sie ... nun, ich habe es vorgezogen, sie allein hmabzugeleiten. Für sie bedeutete übrigens ich die Welt. und sie schien mit diesem letzten, von nieman« dem gestörten Zwiegespräch zufrieden zu sein. «Gleichwohl.» — Zürnen Sie mir nicht, denn ich wülde, wenn ich überhaupt eine Ausnahme gemacht Latdacher Fettung Nr. 26l. 2174 13 November l89^ höchste Sanction ertheilt werde. 7.) Der Bericht des Landesausschusses vom 11. October wird zur Kenntnis genommen. In der Debatte über diese Anträge meldete sich zunächst Abg. Hribar zum Worte. Derselbe empfahl die Einführung des elektrischen Lichtes im neuen Landestheater, da dieselbe sowohl für das Auge günstiger als auch gefahrloser und billiger sei als das Oaslicht. Der Redner verlas eincn Kostenvoranschlag der Firma Krizek in Prag, wonach sich die Kosten — für hundert Vorstellungen gerechnet — für die elektrische Beleuchtung auf 1630 fl. belaufen würden, während nach der Berechnung des Abg. hribar das Gas« licht für ebenso viele Abende auf 2700 fl. zu stehen tame. Die Installation des elektrischen Lichtes käme allerdings auf 30.000 fl., allein dieses Capital wäre gut investiert, da auch die Versicherungsprämie für elektnsch beleuchtete Theater bedeutend geringer sei. Der Antrag Hribars wurde jedoch nicht hinlänglich uutcr-Nützt und kam daher nicht in Verhandlung. — Abg. Dr. Tavkar stellte den vom Hause einstimmig accep» tierten Antrag, es sei der krainischen Sparcasse für die munificente Subvention von 20,000 fl., durch welche die sofortige Inangriffnahme des Theaterbaues ermög» licht wurde, der Dank des Landtages auszusprechrn. Nachdem noch Referent Freiherr von Schwegel seine Bedenken gegen die sofortige Einführung der elektri» schen Beleuchtung zum Ausdrucke gebracht und die Hoff« nung ausgefprochen hatte, dass es vielleicht in nicht zu ferner Zukunft möglich sein werde, die elektrische Beleuchtung auch in unserem Theater einzuführen, wurden die früher angeführten Anträge des Ausschusses angenommen. Abg. kais. Rath Murn it referierte namens des Finanzausschusses über die Petition der Fachschule für Holzindustrie in Gottschee um Subvention. Da die erwähnte Fachschule in jeder Beziehung Fortschritte auf-zuweisen habe und auf die Entwicklung der Industrie von wohlthätigem Einflüsse sei, beantragte der Referent auch für das kommende Jahr eine Subvention von 250 fl., welchem Antrage das Haus ohne Debatte zustimmte. — Se. Excellenz Abg. Freiherr von Schwegel referierte namens des Finanzausschusses über die Pe« tition des Antiquitätensammlers P cnik in Gurlfeld um Bewilligung einer Remuneration. Nachdem der Referent conftatiert hatte, dass Pecnit sich um die Sammlungen des krainischen Landesmuseums bedeutende Verdienste erworben, stellte er den Antrag, es sei dem Landes-ausschusse zum Ankaufe von durch Pecnik gesammelten Antiquitäten ein Credit von 200 st. zu gewähren. Der Antrag wurde vom Hause angenommen. Namens des Finanzausschusses berichtete sodann Abg. Viinikar in Angelegenheit der Straßencorrec-tur an der Strecke zwischen Werlschitsch und Tscher-nembl und inbereff der Bitte des Möttlinger Straßen« ausfchusses wegen Umlegung der steilen Semitscher Bezirksstraße und Kategorisierung derselben mit ihrem weiteren Zuge bis Tscheruembl als Laudesstraße. In der Sitzung vom 9. October 1888 hat der Landtag den Landesausschuss aufgefordert, nach geschehener Tracenrevision durch den Oberingenieur Witscht, das fertiggestellte technische Operat nebst Kostenvoranschlag dem Landtage vorzulegen. Die vorgenommene Revision der für die besprochenen Umlegungen proj ctiertcn Trccm, welcke in ihrem Zuge theils Vergwiesen und Weingärten, theils Acker», Wald- und Weibenland durchschneiden, hat im allgemeinen ergeben, dass sich dieselben in dem gruppierten Terrain mit thunlichst günstigen Gefällstttrhiiltnissen entwickeln und mit Rücksicht auf den Beginn und das Ziel der umzulegenden Strecke» die Möglichkeit der Wahl einer anderen günstigeren Tracenrichtuug, mit Ausnahme eines Fragmentes in del Länge von 1707 Meter, geradezu ausgeschlossen ist. Nachdem jedoch mit Beziehung auf de>, § 22. Punkt 1 des Straßengesehes vom 28. Juli 1889. für die Um-legung eiuer bestehenden Landes» oder Bezirksstrahe nn LandeKqssetz erforderlich ist und der Einbringung desselben bezüglich der öffentlichen und militärischen Rücksichten die Vernehmung der betreffenden Behörden vor« anzugehen hat. so wird d?r Landesausschuss im Sinue der erwähnten gesetzlichen Bestimmung vorzugehen haben, und wenn sich hiebet ein Anstand mcht ergibt, in der nächsten Session den Entwurf des bezüglichen Landes» gcsetzes sowie die weiteren Anträge w^gen der Bauausführung dem Landtage zur B^schlussfassung unter« breiten können. Der Referent stellte sonach namens des Finanzausschusses folgende Anträge, welche nach einer kurzen Befürwortung feitens des Abg. Dragos an» genommen wurden: 1.) Die Umlegung der im Straßenkategorisierungs-Gesetze vom 28. Juli 1689, L. G. Bl. Nr. 18, unter Post 15 vorkommenden Landesstraße in der Strecke zwischen Wertschitsch bis zur Abzweigung der über Semitsch fühlenden B^zirtsstraße wird nach dem vom k. k. Ingenieur Wirznihly verfassten, jedoch rücksichtlich der Kostenbezifferung einer Umarbeitung zu unterziehenden Proj^cte genehmigt und der Landesausschuss beauftragt, in dieser Angelegenheit nunmehr im Sinne der Bestimmungen des § 23 des Strußengesehes vom 28. Juli 1889. L. G. Bl. Nr. 17, das weitere Amt zu handeln und dem Landtage in der nächsten Session im VeglNstande weiteren Bericht zu erstatten, beziehungs» weise den Entwurf des erforderlichen Landesa/setzes vorzulegen sowie in Absicht auf die Bauausführung den geeigneten Antrag zu stellen. 2.) Der Landes lusschuss wird mit Beziehung auf die zweite Abtheilung des besprochenen technischen Operates beauftragt, wegen Ausfiudigmachung einer günstigeren Trace, welche sich vom Niveaupunkte 250 in der Lehne weiter in der Richtung gegen Roschauz zu entwickeln hätte, um dann an einem geeigneten Punkte in die bestehende Straße einzumünden, die nothwendigen Erhebungen und Aufnahmen, und zwar womöglich durch die eigenen Techniker pflegen zu lassen. In den, Falle, als letzteres nicht thunl'ich sein sollte, wird der Landesaukschuss ermächtigt, zu dem ge-dachten Zwecke eine anderweitige technische Kraft auf-zunchmen und die bezüglichen, im vorhinein zu verein, barenden Kosten aus dem Credite für Strahenzweck«! bestreiten zu dürfen. 3.) Der Landesausschuss wird ermächtigt, dem Möttlinger Straßenausschusse zum Zwecke der Erlan. gung eines technischen Operates für die Umlegung drr steilen Semitscher Bezirksstraße nach der angedeuteten Trace, welche an jene der zweiten Abtheilung des aci 2 be. sprochenen Projectes ober Winkel anzubinden haben wird, einen Veitrag von 250 fl. aus dem Credite für Straßenzwecke flüssig zu machen. 4) Der vom Möltlinger Straßenausschusse ein« gebrachten Bitte wegen Einreihung der zu corrigiereu- d,u Semitscher Straße mit ihrem weiteren Z"?^ ^ Krupp vorbei über Seitendorf bis Tschernemw "> Kalorie der Landesstraßen wird keine Folge M (Schluss folgt.) ^ Politische UeberNcht. (Im sleirischen Landtage) begrilndett^ qeordneter Iermau den Antrag auf AbänderM Geschäftsordnung. Den Slotmien. sagte er. geM« Rechtswegen 20 Mandate; gegenwärtig seien ste «> ,, todt. Die zur Antragstellung erforderlichen U"tM^ ten seien von zehn auf sechs herabzumindern. V ^ trag wurde dem Gemeinde-Ausschüsse zugewiesen- ^ geordn.ter Posch begründete dm Antrag wesM ^ setzung eines Landesculturrathes. führung von Ackerbaukammeru. Die Landwm"^ Gesellschaft könne beim besten Willen die 3"«^ d.'r Landwirtschaft nicht entsprechend fördern. "« Gleichheit der Landwirte mit anderen InM^ bl Gruppen müsse hergestellt werden. Der Antrag ' ^ dem Landescultur - Ausschusse zugewiesen, ^ev ^, Autrag des Abg, Robic betreffs Eiutheilung d" " iff schulm in Gehaltsclassen referierte namens "^ H,^, ausschusses Ab> Cndres und beanlraqte die M"' ^ Abg, Robic warf d>>m Landesmissch"sse ^aM ^. Objectivität vor, was Abg. Dr. von Sch«'"" <^ wies. welch'r auch betonte, die Ablehnung des "" ^ werde nicht durch eine ungünstige Stimmung ^^j L hrer, sondern durch die Incompetenz des ^" ^, veranlasst. Abg. Ierman beantragte, die P"'' ^. slovenischeu Lührervereines dem Landesausschllli,^< weisen. Schließlich wurde d<>r Antrag des u ausschusses angenommen. . Ale' (Zur Tauernbahn-Frage.) ^ DA graph hat av siert. dass der Abg.BondY vo"^,,. ^ im böhmische«, Landtage einen Antrag ^M ap^ Tauernbahn - Frage eingebracht hat. Dem M u^ hel schen Aviio zufolge müsste man annehmen. . ^,, Autrag sich zu Gunsten der Tauernbahn "'^,l Es ist aber das Gegentheil der Fall. Der ^^ des Antrages ist nämlich folgender: '^r a d>« ausschuss wird beauftragt, bei der l. k. RMN ' ^l erforderlichen Schritte zu veranlassen, ' ^ W!"lü möglichst kurze Verbindung des Königreiches ^ mit dem Triester Hafen durch Ergänzung des. ,^ bahnnetzes mit den Runteu Divaca«Lack-Klagen^cll Thalheim. Roltmann und Ablehnung anderer ^. der Tauernbahn thunlichst bald herbeiführen ' ^L Diesen Aotrag hat Abg. Boudy vorgestern " tage begründet. ^ «. (Eine neue Ka iser »Begegn"N"'/sWl Kölner Telegramm des «Fremdenblaltes» , zlM dass außer dem Kaiiec Wilhelm und dem i""" «dl von Sachsen auch Ka.ser Franz Josef als ^„tttf^ Fürsten Pleß erwartet wird. Der Tag des " ^ der drei Herrscher sei noch nicht festgesey''.,, iM sichtlich werde jedoch die Zusammenkunft nocy Monate stattfinden. zzloyU (Oestcrreichisch - ungarischer ^v Das .Fremdenblatt, tritt den Mittheilung" ^,F Auflösung des österreichisch-ungarischeu W' M. und erklärt, dass die beuorstehndsN """ ^ die Stärkung deS «Lloyd» sowie auch ve beM'cken.________ .^^"^ff hätte, gewiss an Sie gedacht haben; kann ich es doch! nicht vergessen, wie Sie mir in der Presse unttr die, Arme griffen, als sich um meine Statuen noch niemand kümmerte und wir, die arme Frau und ich am Hunger« tuche nagten.» «Und woran ist sie gestorben? Obschon bei Jahren, war Ihre Frau Mama doch noch immer rüstig,, — «Sie? Sie hätte auch hundert Jahre erleben können. Sie starb ... an dem rothen Bande, welches miri verweigert wurde. Das überrascht Sie? Nun, nehmen > Sie einen Augenblick Platz, ich muss Ihnen die Ge-^ schichte erzählen; allein behalten Sie sie, wenn ich bitten darf, für sich, denn sie ist so lächerlich, dass sie einen Stein rühren und die meisten meiner Kameraden-anekeln müsste. ...» > Ich llrh mich am kleinen Canape's nieder. Der! Bildhauer wusch sich die Hände und begann, nachdem er sie in den Schößen semer Blouse getrocknet, mit großen Schritten auf» und abzugehen, die LuctVu, die sich gegeu eine correcte Haltung sträubten, ab und zu zurechtslreichend. «Sie kennen mein Liben.» begann er, ohne mich anzublicken. «Ich verschone Sie daher mit Elnzelnheiten. Sie w,ssm, dass meine Mutter, eine vermögenlose Wltw'. als ich erst drei Jahre zählte. Wunder voll. brachte, um mich aufzuziehen und dem Krüppel, der ich war, die Gesundheit zurückzugeben. Die Erzählung vun der Witwe und Waise ist ein oft gehörtes Refrain, aber ein trauriges Refrain, wenn man ihn «ach dcr Wlrkl'chlei! singt. Die wackere Frau wer unterrichtlt, wohlerzogen, intelligent, aliein sie verstand lein G» werd,.» «T« gab Clavier, und Svrachstunden. codierte Rollen, schrieb Adressenschleifen für Journale. Mit Actionen, zu einem Franc und mit Abschriften zu zwei Sous für die Seite kommt mau in Paris nicht weit, besonders wenn man keine Haube und Nrbeiterlittel tragen kann, und die Krankheit den Apotheker bereichert. Es gab denn auch mehr schwarze, denn rosige TagGim Hause. Ich erinnere mich noch der Beleidigungen durch dm Hausmeister, wenn wir in der Miete im Rückstände waren; der Scenen, die uns Bäcker und Fleischer machten, wenn die Rechnungen nicht be> zahlt waren; der Mahnungen des Censors, wenn das vierteljährige Schulgeld im Lyceum auf sich warten ließ; der Drohuugeu der Executoren, die schrien, dass mau uns die Möbel verkaufen würde. Und trotz alle-dem nie entmuthigt, nie niedergeschlagen; ja sie war eine tapfere Frau, meine Mutter, wir trösteten uns gegenseitig, und sie belebte ihre Energie immer wieder, indem sie mich küsste.» «In materieller Hinsicht fehlte es mir an nichts, deun wenn die Noth einstürmte, versetzte sie ein Meld, um mir eine Fleischbrühe vorzusehen, die sie selbst nie berührte Die Jugend ist selbstsüchtig; ich fand das Wohlleben, mit dem sie mich umgab, natürlich, und es verblüffte mich nicht, zu sehen, wie die Mutter, wenn sie vom äußersten Ende der Stadt durchnäjst. lothbespritzt, frierend und uou ihren Leclioneu erschöpft heimkehrte, ohne auch nur den Hut abzulegen, denn dle Stunde drängte si>, während ich, im Ofenwinkel warm zusammengekauert, einen Huhnflügel oder ein Beefsteak gierig verschlang.» Vaicas velstummtc einen Augenblick. Ich begriff, warum ihm die Worte in der Kehle stecken blieben. Er schürte das Feuer, zündete die ausgegangene Pfeife wieder an und fuhr dann, gleichsam i" ^^ M sprechend, sort: «Gleichwohl sah ich mit ""^llel ^ zehnten Jahre ein, dass die von meiner -^d^ führte Existenz eines Lastthieres nicht ewlg ^egl.e^ konnte. Als ich mein AbiturienteN'Examen .^ ^ nur um ihr ein Vergnügen zu bereiten, "l l^ ,^ hielt w^nig auf den Schwindel — setzte ^ ^> d>n Kuvf, einige Sous zu verdienen. ^ zchtd^ war. Musiler zu werden, allein ich st""^,ich ^A denn sie hätte alle« daran gesetzt, un, " .„ l<»'f B^ruf. wie sie zu sagen pflegte, verfolg" ^c und j'nes Gewerbe war nicht geeignet, oa ^ unsere Mühle zu leiten.. ^g,eli> / «Ich suchte im Handel unterzuwm ^ ^ Handel, desseu Bedeutung mir "W H^hatte. ^ und vor dem ich einen instinctive» AbM^ft.e!/ mir gleichbedeutend mit Wohlstand. 39 ^ hie ^ nicht zögern. Unglücklicherweise lackten "' A" ^ welchen ich mich vorstellte, sobald 'H "^ ^ i^ — stotternd und erröthend — erwaym'^^ Nase. Nach dreißig vergeblichen We«en^' ^H enollch eiurn Dsoquisten 6n gro» aus, . ^, suchöweise aufnahm. Welch ein HttiiMa" ^ ^ ,j «Man bezah!te mir monatlich ^ ^ '!' anc.cMu werde. Nach acht Maaten M^e!^ Mutter, erbitte, t darüber, meine w-'v"' " ^ " ^ stellt zu sehen, dem Droczuisten Volste" ^ »e wurde ich zur Thüre hiuausqeworfeN, tläruug, dass ich zu gar nichts tauge' ^wcher Zeitung Nr. 261. 2175 13. November 1890. eM. böhmische Landes-Ausstellung) w? 3" °u^ Prag telegraphiert wird, in der l,ida ^"lle eine neuerliche Besprechung. «Hlas Na« D?,?.'^ 'Politik, erklären, dass die Drohungen der iy"^" mit der Abstinenz von der Ausstellung nicht slus« c imponieren und nicht den geringsten Ein-M-n Ä> ^^ Verhalten der Ezechen im Landtage ^m!'^ c aestkiqertem Eifer werde selbst die schlimmste Gel?^ ""schädlich gemacht und der Ruhm und das H 'U" der Jubiläumsausstellung gesichert werden. c.^F°lltll. schreibt ferner: Wir wünschen wohl eine unh^ Apposition nicht herbei, allein es hieße blind lchl'kb "' ^^" u'"" s^ ber Ueberzeugung ver-i^ ^" wollte, dass der Tag. an welchem wir wieder biirfr^"s wird Dr. Miquel seine Steuerreform- "lch'eden^ ^"'. Der Landtag wird sich auch mit 5v (Erüsf"""sch'n Fragen zu beschäftigen haben. A«riech,sU"ung der griechischen Kammer.) 5?>tede ^ 7°"""^ wurde vorgestern eröffnet. Die li? hebt b^^",! b'e Geburt eines Enkels des König« ^ Äezieb , °"' ^^ Griechenland stets freundschaft- ^lel sei ^ ?? i" unterhalten wünsche. Der Minister-^ ^ Nela, '^ b'e bei den letzten Wahlen zum Aus-?. Minist?.; ^"lksmeinung herbeigeführt worden. Ml^h'^um werde zu einem auf dem alten Vsernna d '""-^" Wahlsysteme zurückkehren. der ^^^ u oer .s...«,...^ ^^^ ^^. ^^nisation des nationalen Vertheidigungs-Systemes seine Aufmerksamkeit zuwenden. Die Thronrede wurde beifälligst aufgenommen. (Der spanische Marineminister) unter, breitete dem Cabinete seinen FlotteN'Reformplan. Da» nach sollen zwei Panzerschiffe, mehrere Kanonenboote und eine größere Anzahl von Torpedos erster Classe neu erbaut werden. Drei Hauptquartiere sollen in Cadix. Ferol und Cartagena organisiert und neue Forlificationen auf der Vibraltarstrahe angelegt werden. (Das allgemeine Stimmrecht in Belgien.) An der vorgestrigen Brüsseler Demonstration für das allgemeine Stimmrecht nahmen 15.000 Arbeiter und Bürger theil. Dieselben überreichten dem Bürgermeister Buls eine Petition um Einführung des allgemeinen Stimmrechtes. Es kamen keine Ruhestörungen vor. Die Garnison war consigniert. (Der König von Italien) hat. um die Finanzen des Staates nicht zu belasten, darauf verzichtet, für den Kronprinzen anlässlich seiner Groß« jährigkeitserklärung eine Apanage vom Parlamente zu beanspruchen. (Südamerika.) Wie aus Lima gemeldet wird, habe der peruanische Congress einen neuen, am 1. Februar 1891 in Kraft tretenden Zolltarif angenommen, durch welchen auch ein Prohibitivzoll auf Schweinschmalz gesetzt werden soll.____________ Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Osservatore Triestino» mittheilt, der freiwilligen Feuer» wehr in Monfalcone 100 st. und zum Nengusse der alten Glocken und znr Herrichtung des Kirchlhurmes in Muscoli 100 fl. zu spenden geruht. — (Martinigänse) Wie alljährlich am Sanct Martinstage wurden auch vorgestern einer althergebrachten Sitte gemäß von der israelitischen CultuSgemeinbe zu PresSburg die sür den Kaiser bestimmten Martinigänse in der Hosburg abgeliefert. Zwei Vorstandsmitglieder dieser Gemeinde überbrachten die Gänse, wahre Pracht« exemftlare, und übergaben dieselben in der «Kammer» des Kaisers. Das Geschenk wurde von einem Kammer« diener in Empfang genommen. Die Gänse waren mit Bändern in den ungarischen Farben weiß-roth grün reich geputzt und auf weißer, zierlich geordneter Unterlage gebettet. Wie es heißt, ist eine der beiden Gänse sür die Kronprinzessin.Witwe Stephanie bestimmt, während die zweite in ihr Heimatland Ungarn zurückwandert, nach Gödöllö. wo jetzt der Kaiser weilt. — (Der Leichnam im Fasse.) Aus Nancy wird gemeldet: Vor drei Wochen verschwand hier die Frau des hiesigen SpirituosrnhändlerS Leb on, von der belannt war, dass sie von ihrem Manne misshandelt wurde. Die VolleSslimme beschuldigte Lebon. die Galtin ermordet zu haben, doch ergaben die wiederholten Hausdurchsuchungen nicht den geringsten Anhaltspunlt dafür. Vorgestern er. hielt ein Einwohner des Nachbarortes Marsam m, Fals der Firma Lebon. das er nicht bestellt hatte. Trotzdem öffnete er dasselbe und fand darin den Leichnam der Frau Lebon wohlerhalten in Alkohol. Bevor d«e Pollze, den Lebon festnehmen konnte, hatte sich dieser eine Kugel in den Kopf gejagt, doch wurden vier Bedienstete der Firma sowie zwei verwandte Frauen der Ermordeten, als ber Mitschuld verdächtig, verhaftet. — (Der Koch'sche Impfstoff.) Nach Vlätter. Meldungen wirb der Koch'sche Impfstoff in nächster Zeit an irden Arzt verabfolgt werben. Der Preis eines Flusch-chens mit 20 bis 30 Injectionen soll 25 Mark betragen Die Heilung von Tuberculose der Haut. Knochen und Gelenke erfolgte in einzelnen Fällen schon nach fünf Tagen. Der frühere Oberbürgermeister von Danzig ift in Berlin eingetroffen und hat sich der Koch'schen Ve-Handlung unterzogen. — (Eine entsetzliche Katastrophe,) welcher sechzig Menschenleben zum Opfer fielen, hat sich, wie «Pesti Hirlap» meldet, im Markte Bistrih an der Waag ereignet. Bei dem Dorfe Orsowa liehen sich ungefähr siebzig Bauern mit Wagen und Pferden über den hoch angeschwollenen Fluss sehen. In der Mitte des Flusse« fieng die stark überladene Fähre zu sinken an, und bald schlugen die Wellen über die Unglücklichen, welche ihre Hilfe- und Iammerrufe ertönen ließen, zusammen. Kaum fünfzehn Personen vermochten sich zu retten, die übrigen fanden in den Wellen den Tod. Die Schuld an ber Katastrophe trifft einzig und allein die Fährleute. — (Aus Agram) wird telegraphiert: Iu Sanct Peter.Kerstec wird neuerdings das Märchen von ber Erscheinung der Mutter Gottes verbreitet. Das Voll strömt in großen Massen dahin und wirb von Franz Iakcin, einem der verurtheilten Rädelsführer bei den vorjährigen Excessen, haranguiert. Derselbe gibt an. die Mutter Gottes sei ihm erschienen. Die Behörde traf umfassende Vor-lehrungen, um den drohenden AuSbruch von neuerlichen Excessen zu verhüten. — (Telephon Paris-London.) Die telephonische Verbindung zwischen Paris und London wirb, wenn die Arbeiten ohne Störung vor sich gehen, Mitte Februar dem Verkehre übergeben werden. Die Leitung wird auf ber französischen Seite von Calais ausgehen und England in Dover erreichen, von wo der Draht, ebenso wie über den Canal, oberirdisch nach London ge-sührt wird. Die Verbindung wird Tag und Nacht func-tionieren, auch am Sonntag, wiewohl in England an diesem Tage alle Arbeiten ruhen. — (Vrotnoth in Lissabon.) Eine Depesche aus Lissabon meldet: Die Nahrungslrisis erweckt lebhaftere Besorgnisse. Zahlreiche Bäcker kündigten die bevorstehende Schließung ihrer Geschäfte infolge Mehlmangels an. Die Regierung trifft neuerlich Maßregeln zur Beschleunigung billigen Mehl-Imports. — (Eine amerikanische Doctorin) hatte jüngst in Veszvrim um die Erlaubnis angesucht, dort pralticieren zu dürsen. Die 28jährige hübsche Dame war mit der Zigeunerkapelle des Kis Iancso, die in Südamerika concertiert hatte, aus Vuenos'Nyres nach Ungarn gekommen. Sie erhielt aber den Bescheid, dass ihr Diplom hierzulande ungiltig sei, und sie ist nun gezwungen, wieder nach Amerika zurückzukehren. — (Von Göza Somoskeöy.) Unlängst mel-beten wir, dass in Pari« ein gewisser Vesey als ber berüchtigte Hochstapler Giza von Somosleöy wegen verbotener Rücklehr verhaftet wurde. Der Verhaftete wird nun gegen Erlag einer Caution von 50.000 Francs freigelassen werden. Vesey behauptet, ber von den Behörden gesuchte Somoskeöy sei sein Bruder und daher stamme die Aehnlichkeit. (Das ist Schwindel.) Vesey ist mit einer reichen Engländerin verheiratet. — (Defraubation.) In Budapest endete vorgestern die fünftägige Verhandlung gegen den Director >^ Nachdruck verboten. ^rstoßen nnö Verlassen. w°m°n von «mile «ichebourg. t>i, ^ich"n?^.?"l bis sechs Jahre her sein. da len wHx « wichen Franlreich die Bekanntschaft ^ .lkbte 3^?nnes Namens Drivot. der in Mar-heil l sich "° sich spiit^ in Paris niedergelassen hat. sii >r>? Drl^ "" Spiel des Zufalls - Gelegen-ilh^n er sX, ^ "lien kleinen Dienst zu erweisen, >ch Igelte ?/^ dankbar zeigte. Als er nach Paris V" es 'u?"e er mich auf. ihn dort zu besuchen; t>«k, ,°lich n^ " "elite mir seine Frau vor. nebst b>lz s^"°ch em schönes junges Mädchen, welches ^2au? bls siebzehn Jahre alt sein mochte und i^, Die w'" nannte.. ' W"ten M "bebte. Laurence hatte die Mutter ^ 'Aatwi^'ben. ^I^'hrlha 7 sagte ich Herrn Drivot manches "il "°ch sii. ^" die junge Dame. welche ich da-^e>kr U d'e Tochter der beiden hielt. ,Sie .st l,ef>en^lwkmd!' sagte Herr Drivot in be-!'^^zch c."nd fiigte dann hinzu dass vornn-l'"l,i ^ Wmd- 3-^n in Marseille in finsterer Nacht <<^^e " ' 3rau. die allem Anschein nach wähn-2 ? hah/ A Kind ihnen übergeben und ste be-l^r l^"r dasselbe Sorge zu tragen, da sie "en könne.» Die Marquise zitterte und war leichenblass, ihre Augen aber leuchteten. . ««„. , «Dieses Ehepaar Drivot und dieseS junge Mädchen, wo sind sie jetzt?» «Immer noch in Paris!» , . .Wo? Können Sie mir die Adresse geben?» «Ich bin deshalb hierher gekommen. Ich hatte die auten Drioots nur zwei- oder dreimal aufgesucht u„d sie dann vollständig aus dem Gesicht verloren. Nachdem ich aber jene seltsame Geschichte über Ihre Frau Tochter vernommen, schickte ich mich an. in Erfahrung zu brm. aen was aus ihnen geworden fei. Ich begab mich m die 'Wohnung, welche sie vor sechs Jahren innegehabt. Dort sagte man mir. dass sie ausgezogen und jetzt Rue de la Vale Nr. 18 wohnten.» .. <. . Mit fieberhafter Hand fchrieb die Marqmse diese Adresse auf ein Blatt Papier. ^ ,» .. « . «Sind Sie auch ganz sicher, dass d,e Leute noch immer dort wohnen ?. fragte sie mit bebender Stimme. «So sicher, als nur irgend möglich, denn ich habe sie erst gestern Abend gesprochen. Auch das junge Mädchen habe ich gesehen und war ganz überrascht, welche Verändsnmg die Jahre mit sich gebracht. Ich habe sie tausendmal hübscher und anmuthiger gefunden, als früher.» . «Haben Sie von mir gefprochen, mem Herr/» «Nein, ich hielt es für klüger zu schweigen, denn es kann ja sein, dass ich mich trotz allem täuschte. An Ihnen allein ist es. Frau Marquise, zu sehen und stch ein Urtheil zu bilden.» c . c c. . Die alte Frau war begreifllcherwelse Uef bewegt. «O, mein Herr.» rief ste, «wenn sie es wäre. wenn jene» Mädchen meine Enkelin wäre!» «Ich wünsche es vom ganzen Herzen, Frau Marquise!» Trotz des Aufruhrs in ihrem Innern erinnerte sich die Marquise, dass ihr alter Freund, der Marquis von Premorin, sie gewarnt hatte, dem Erstbesten zu vertrauen. Sie richtete ihre Augen durchbohrend auf den Grafen Grüder und fragte ganz unversehens: «Kennen Sie Pierre Daraß?» In den Zügen deS also Angeredeten verrieth sich auch nicht die leiseste Bewegung und er entgegnete mit vollster Aufrichtigkeit: »Ich kenne keinen Pierre Daraß. Frau Marquife; ich höre diesen Namen heute zum erstenmale!» Frau von Saulüu sah einen Augenblick träumerisch vor sich hin und stellte sich dabei die Frage, ob die Mittheilung, welche der geheimnisvolle Dienstmann Frau Daraß gemacht, in einer Verbindung stehe mit der eben erhaltenen Enthüllung. «Herr Graf.» bemerkte sie nach einer Pause, «ich kann keinerlei Anspruch erheben auf Ihre Hingebung. Indem Sie mir bekanntgeben, wo ich die Enkelin finde, welche ich feit so langer Zeit suche und beweine, erweisen Sie mir einen jener Dienste, welche sich mit nichts gutmachen lassen, als mit ewiger Dankbarkeit. Sie müssen aber wissen, dass ich reich bin. sehr reich und dass ich großartig bezahlen kann.» «O. Frau Marquise.» unterbrach Grüder die alte Dame. indem er eine beleidigte Miene annahm, «thun Sie mir nicht die Kränkung an, mir von irgend einer Belohnung zu sprechen. Ich schätze mich nur zu glücklich, das erfüllen zu dürfen, was ich als meine Pflicht anjehe». (Fortsetzung ^gt.) l'ütwchcr Heilung Nr. 261. 2176 13. November 1890. der Csaczaer Sparcasse, Eduard Eichenwald, den Präsidenten des Aufsichtsrathes Michael Löwe und den Secretär Adolf Roth, die in Gemeinfchaft 24.000 fl. von den Sparcassegeldern defraubiert hatten. Eichenwald wurde zu vier Jahren Zuchthaus, Löwe zu drei Jahren und Roth zu sechs Monaten Kerkers verurtheilt. — (Schreckensthaten eines zehnjähri« gen Knaben.) Aus Cannes berichtet man unterm 9len d.M.: Der zehnjährige Knabe Jules Riffel w>,r heute früh 7 Uhr mit einem eilsjährigen Spielkameraden in Streit gerathen, zog ein Taschenmesser, tödtete den Schul' lameraden durch fechs Stiche, worauf er sich an dem nächsten Baume mittels seines Hosenträgers erhängte. — (Der Totalisateur in Frankreich.) Die Abgabe von zwei Hundertstel von den Wellen auf den Rennbahnen soll schon über sechs Millionen ergeben, obwohl die Wetten polizeilich eingeschränkt werden und von vielen auch die Abgabe nicht entrichtet wird. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Krainischer Landtag.) Morgen findet die zehnte Sitzung des krainischen Landtages statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a.: Vericht des Verwaltungs-ausschusses über die Regelung des Sanitätsdienstes in den Gemeinden; Nericht des Verwaltungsausschilsses über die Petition des Direktoriums «des Verbandes der slo« venischen Lehrervereine in Gurkfeld», betreffend die Zusammenstellung einer Enquete behufs Herausgabe slove-nischer Schulbücher; Vericht des Finanzausschusses, be-treffend den Bau der Landwehrkaserne in Laibach; Bericht des Finanzausschusses über die Errichtung einer Taubstummen« und Blindenanstalt; Bericht des Finanz« ausschusses, betreffend die Umlegung der Straße über den Wagensberg, und Bericht des Verwaltungsausschusses über die Petition der Sanitätsvertretung von Gottschee betreffs Errichtung eines Krankenhauses in Gottschee. — (Philharmonische Gesellschaft.) Wie bereits gemeldet, findet das erste Mitglieder'ppelexftedition bestehen soll. Der Herr Gesandte hegt die zuversichtliche Hoffnung, dass diese argentinische Doppelcxpebition von Erfolg begleitet sein werde. — (Vom Beamten verein.) Wie man uns mittheilt, findet die bereits angekündigte gesellige Zu» sammenlunft der Mitglieder der krainischen Beamten» vereins.Filiale aus Anlass des 25jährigen Gründungs. Jubiläums des Beamtenvereines am kommenden Samstag in Laibach. Hotel «Stadt Wien» (im neuen Gastlocale), um 8 Uhr abend« statt. Der Localausschuss und der No> stand des Spar« und Vorschuss Consortiums des ^«^«"«^^ 2"b°ch laden die Mitglieder zur dem Beifügen ein, dass Freunde des Vereines, welche von Mi° nien untergegangen. .^ Newyort, 12. November. Stanley hielt heute '« Opernhause vor zahlreichen Zuhörern einen V""^' Der Vortragende wurde mit lautem Vnfallebeg^ Angekommene Fremde. Am 11. November. ^ Hotel Elefant. Ex.cell. Pürcker, FgM.. Graz. - Rosanis. MM' sseistadtl. Kaufleute, Wien. — PMovtt, Pfarrer. AgrM. Mally. Neumarltl. — Spinetti, Generalmajor, G"z.-"" . Siofok. - Sckumiga. Prag. — Giovanovich, AvotlM.Ü Hotel Stadt Wien. Heif,, Südbahu-Insftector: Veer. ?^ "^ lovsly, Goldmann. Kaufleute; Molche?. Kaserer, Ne^Mr Stern, Wien. — Eckler. Kaufmann, Brunn. — A"U°> Luttenberg, — Tavcar, VeSnica. -- Kavcnil. k. l. ^, a.er,'chts«?ldjunct. s. ssrau. Krainburq. ^»„nM' Hotel Siidlillhnhof. Klein. Kaufmann, ssiume. ^ A^njel Lengenfeld. — Peris. Weinhändler. Iasca. — ^ M' Edler v.. Pola. — Schidlof, Kaufmann, Wien. "^ wander, Zeichner, Trieft. Verstorbene. „ Den 1 1. Notiember. Maria Kralar, «"l 40 I., Kuhthal 11, Carcinoma uteri. Im Spitale: ^ I, Den 10. November. Iofef Pavlin, Inwohner. Marasmus. Volkswirtschaftliches ^, Laibach, 11. November. Aus dem heutigen Marlk >!>'!'^h nen: 9 Wagen mit Getreide, 6 Wagen mit Heu un und 12 Wagen mit Holz. Durchschnitts'Preifc. si., lr. »l., ll'. ^772^'" Wetzen pr. Hettolit. 6 6b 6 «9 Butter pr. Kilo - ^ « -^ Korn » 4 85 b — Eier pr. Stück - - ^ h ^ -" «erste . 4 70 4 60 Milch pr. Liter - - ^ gs) ^ haser . 3j— 3,15 Rindfleisch pr. Kilo ^^^-" haldfruchl »-------b 20'Kalbfleisch ' ^ßg^^ Heiden > 4 39 5 61 Schweinefleisch » ^36^^ Hirse » 4 55 5 51> Schöpsenfleisch » "45^"' Kuluruz » b 20 5 42 Hilhndel pr. Stus ^h ^ Erdäpfel 100 Kill 2 41-------Tauben ' ^61^ Linsen pr. Heltolit 10-----------Heu pr. M.«2tt. . ^78^"" Erbsen » 10-----------Stroh » - ' Fisolen . 8-----------Holz, hartes. pr- . A ^ Nindsschmalz Kilo — 86------- «las'ec ^^ Schweineschmalz» —68-------—weiches, » ^^ Speck, frisch. » - 60-------Wein, roth,, I00^lt. ^ ^. Zo — geräucherl « — 72------^ weider. ' Meteorologische BeobachtuM« in i^!> -------------———----------------------^—"- ^ 3 "Z W«^ ! ^ """" !""" sje ^ ^Z « ,____ ^_ ^^-"'?1^^/il> 7 u"M ' 731 51 " 0 »' ' windstill' He 0^ 12 2 . N. 731 8 ! 34 ! W. schwach bewm > 9 . A. 734 0 ! 3 6 ! windstill bew>>l^^ Tag trilby nebelig. — Dai> Lagesmittel der ^^ 2 6, um 18 unter dem Normale. Neraulwortlicher Nrdacleur: I. Nagllc^^^< Farbige Seidenstoffe von per Meter — glatt und gemustert (ca. 250" " ^» i,, und Dessins) - uers. roben< und stückweise p"'^sties" frei das Fabril.Depüt tt. U«nn«1»«rß k. »no ^'"Vort"' zO 2ürieb. Muster umgehend. Briefe losten 1" "- ^ 11^> Außerstande für die zahlreichen VcwHH he« Theilnahme, die uns au« allen Kreise» °»'" »"0 Hinscheibens unseres unvcrgesslich»'« ^ Bruders, des Herrn l, und l. Artillerie Haupt" a zu^ckomnnn sind, persönlich zu danlc», '^ssust^« hirmit allen, die an unserem h""" hi,,.^!"'„ iliarme» Antheil nahmen, den theuren ^ " ,„it °^ denen zur lebten Nuhl,- begleiteten «nd ^ .^ ^!«" prachtvoll, n Kranzspenden einen lchtcn " ^^g, ten, unseren innigste, tiefgefühlten 2?an Die trauerllden Hiuterblleb^ 2177 Course an der Wiener Börse vom 12. November 1890. «°«^m ^en«,«»«,«««, Veld War, EtllM-AnIchtll. z^^>eM!cht «en« in Noten ,x« ?s. X» 95 ^t?^""""' stluei'iei . 1N7 7!^ „'? 9. ^"»«ltr.t «ilenbah». ^""ldvttllhreibnnaen. zl°3Wn w «.steuerfrei . 1,, 90 ,„'4«. >°««« «lllm »«485 '«'°R^?^° ... ">«40 1.«U. ^0,,^"'°"" «tulle , . °«-bl» ',?-- °t«. U.,"^bl?« "" ^ l°« s <>' >«. '»» b,„ ,»9 - ^^-«"t 4°» »no n. l«7 - ,»7 l,<> Veld war, Gnmdentl.-Obliylltllmen (für ,W N. «M.), z°/, g»lizi!ch«...... ,N4_ ic>^5l> ö°/„ mHlir niederösterle!ck!<6 — k°/« s!ebenbür°i,chl . , , . ^-ll ^>_. z"/^ leuieler Vllnal , , .... __._ »»/« u,!!,llri!ct>c...... 8,.^ p» _ Nudere iifsentl. Nnlehen. Donau'Nea..Losc 5"/^ 100 fl. . ,z,_ izz — d:o, «lnleide 1878 . . ,s,z 75 ,o«.5<> Nnlchen d,r Vtadl Vörz . . ,'Vinl, b. Otadtgem. wlen 14g zz l4».?> Vbt:«nl>al> ll»ltl>s!! verlo«, s>°/, l,z ^ 99 zn Pfandbriefe (für l0<> st.), V°l,ti!si, all«, «tt, 4°/„ H ,,4 7^ ,,^ z^ btc, » 4'/,°!, - 1N0 5N >0l -. dt«>. > 4°, . . , si? zy n«^ dto. Prüm..LchuIdv«Ichl. 8°/« ,„875 1^9,^ l.rst, ^>ypvlhelenb2Nl lOj. Ll>°/, __.^ __^. l),sl ung, «anl v«l, 4>/,"/» , „m„,, ,„!» 7ft delto » 4°/, . 99 80«NN»»> del!« 5Njal!l, » 4°« , 99ßy „s, ,s> Prlorttllts-Obliglltiouen (für l»l> ft), fltld!na>!b< Nnrdlmhi, Em. >88» 99 40 99 y< VallzjjHs parl.«»dw!<,.«ah« <»m l«f«l 8<><> f>, L. 4>/,<>„ . 9« 75 99 »b »eld ware Oesterr. Nvrdweftbahn , , . ,nk 50 los bs> 3taat«l>abn..... . ,88— ^-^ Vübbahn ä »"/^.....15^,5 I« «k> ., » ^ 5°/„.....„<,-50 „?'50 Unll.-galiz. Nahn . . , . 100 zo lil 3l> Dwrrfc L«fe lver Stuck) «lreditlosr loo fi..... «84 - <84 k»n llllrt»-i!°lt 40 fl...... »4 »^ «» «b 4"/., Donail'Dllmpflch. »W fl, . «9« — >»»'- Laibacber Pröm,°«nleb, «0 fl, 28"» 24 - Olrncr Lose 4« fl..... 5«— li?'-! PnIffU.Lose 40 fl..... 54'^ !l4 7^, -«"tbei, »reuz. «ft. V,s. v., »Oft >8 cl> l9-- «udolph Lose 1U N..... ,»'— 19 d>' Vlllrl.j!l>l, 40 fi..... 59 s>0 »N 5« Kt..Gel!oi»'Li>Ie 40 ft , si»-— N3'— Walbstkln°L°lf 2« fl, 3«'«>» 3« 75 Windilch.VlHtz-lluse !iN f«. , . 47 76 48 ?<> «ew.'Lch. b.2"/»Piäm,'3chulb' v,r fl.. . ,i8 7» l<9 b" . KNfi 3«4 »» «" ?<» «lrcditbanl, yliß, un«. „,w fl »zu-«» »»!'--DcpoNtrnbllül, Uüg. ÄUU l — «comprr u!,s,,vid^!ift. 500 si. . «<>«'- «0? — Giro»«««»,?:»),. Ultn,r »o« ft. »l4 — »<2 - Veld Ware Pvvotbeltnb.. »ft. »Nil». »5°/»« «9— 7l) _ lUlnderbanl, «ft. »00 fi. ». . . ««80 2i8 8c vefterr.'llngar. Nanl so» ss. . 964- »«8- . Untonbanl »li9 bD l«o brbb. l0!»U fl. «W, ,77« ,7°,, l»lll.«lail.Ludw.-V. «00fl. «N. ,s,..'.z ,«..°^ 2emb..Izern°w. Küdbahn «UN fl. sllbti. . . «I..« 7?? ,. 3üd.«orbb.Verb.'«.Ä<»0fl.i 1»b'5v 3nbnftrleft. lNO fl. 8» — 84-. «allbitl lkisen» unb Vtahl-Ind. in Wlen lO0 fl......79.^ „.^ I. Moiltan»«llelell,, öfterr.»alpin, 54 ,0 94 5» ljralltl st 39ü^_ »»4 — 3»lllo.Iar<. Gtelnlohlen »0 ft 4,z- _ 4»« — '3chU!gl«ühl», Paplerf, »00 fl 195 ^ »l>^ — «Gttyrermühl'.Papierf.uV.'K ,«k «in ll»? »n trif«iler «ohlenw-Gel. ?u fl. ,49— lbl — W»ffens..«,,Otft,in«le!il00fl, 47z — 47» — W»»llon»üe!h2nft,. «ll«, in Peft »Ost.........8« 75 « - Wr. Ullugelelllchllft lNV fl. . . 74 zz 75,5 Menerber«« gie,el.«ctien.»el »8» .. l» ?b Devise». beuticht Pl«»e ü« «z «-?l iionbon........ill» »0 «ld »0 «ari«.........4l b». « »?, Valuten. Ducattn........ »47 »'« »o.ssranc»»Ttüat .... » l4 »l^. Deutscht «elch»banlm>ten . »»-«. «?<» Papler.Nubll..... l 4Ui 140, Italienisch,'«»nlnolen l«X) «,) 4i ll>! 4»«^ f Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten eoten und Valuten empfiehlt sich bestens die (87ßl) 300-57 ffecttie des Bankliauses Manier & Sclattera WIEN, I., Kärntnergtraaae ZO.