Läinflltilung: «athausgasse Wr. 5 Iflutia Sir. >1. istcruxtoH. Sm« vn eoati- a. gete«. tngt> t*n 11—12 Mr-torm. TOnKn nicht i»Tli(J|IC3rtnt. samnilo!« Sin-Ie5>»n««i »>rrf»Pf '••»sa!» SO.«PO. Ar. 48 Mi. Witlwoch, 16 Juni 1909. Bcrwalluug: Ratkau«„asse Nr. 5 lclcvh-n Nr. »>, ialerirrd»». vezugsdedinguiigen Durch die P«ft d>-,oz«n: Virrleljävn, , . . K 9 M Haldjichriz . . . . K «'40 l«oml lins . . . . K li 80 Für «NI i »il ZusteU-a« in« H»u« -.... Il 11, «terleliidrig . . , Il 3 -{■ItUiil , . . K ©attil4l|rlä . . , . K lt.— SUi* «u#l«at -i»S»-a s>» »>' »;>>I«qrdiIhrea um die h»l> re» i>rrie ^»a»»-üZrra, «!»gelcilele «w»> eme'l>> eelltR dit »ut «'deftell»»!,. 34. Jahrgang. Eine nrur Erliäudrsttner in Sich!. Im Steuerausschuß des Abgeordnetenhauses hat Finanzmiuister Dr. v. Biliuöki seine Ab-ficht betreffs der Gebäudesteuerreform ansein-andcrgesttzt. Der Minister will die HauSklasseu-steuerverlage von der HauSziuSsteuervorlage trennen, die erstere mit einigen Abänderungen vorlegen, die letztere aber erst nach Anhörung der diesbezüglichen Ansichten im SteneranS-fdjuffc ms Auge fassen. Die Einbringung der HauSklassensteuervorlage scheint nach der Be-stimmtheit der Erklärungen dcS FiiianzministerS beschlossene Sache zn sein, doch sind gegen früher folgende Aenderungen geplant: Die oberen acht Klaffen werden mit einer starken Progression aufrecht erhalten. Von der achten Klaffe au wird eine Degressiv» eintreten und die zwei letzten Klaffen, die 17. und 18. (ganz kleine Landwohnuugen) sollen unter gewissen Voraus-sttzungen steuerfrei ausgehen. Nur dann wird auch in der 17. und IS. Klosse die Steuer aufrecht bleiben, wenn ein Besitzer mehrere in diese Steuerklasse fallende Häuser sein eigen nennt, oder wenn das Häuschen ein Boluptuar (Luxus Häuschen, LaudhäuSchen, Jagdschlößchen und dergleichen) ist. Im letzteren F.ille (Volnp-tuarbesitz). würde die Steuer sogar um 5) Prozent erhöht werden, und dieselbe Erhöhung würde bei Voluptuarbesitzeu auch in allen übrigen Klaffen eintreten. In dieser Gestaltung würde die Honsklossenstcuervorlage einen Entgang von Import europäischer Adetiger- Bon Willy Grünes. Er war schon zwei Monate in Amerika und hatte noch immer nicht daS Geld auf der Straße gesunden; das sah sich von Europa entschieden eichter an. Hugo machte ein melancholisches Gesicht; er hat es sehr selten, denn es stand ihm nicht gut; außerdem hat es keine« Zweck. Also war er immer lustig und sah bezaubernd aus. Momentan aber dachte er nicht an sein Gesicht, das ihm hier in Amerika noch nichts genutzt hatte. Er hatte sich '.eingebildet, daß schon im Hasen die Millionärstöchter ständen und er nur zu wählen brauchte. Peinlich, wenn man quittieren muß, ohne Geld oder irgendwie eine Zukunft zu haben; beides hatte er sich in Amerika erhofft. Bis [jetzt sah sie noch miserabel auS, seine Zukunft. Na, wen» das Geld alle ist, muß man schließlich doch ins Hotel, wo Grafen und Barone als Kellner Stellung finden. Ist doch gut, wenn man Baron ist! Das waren die Gedanken des Hugo Freiherr» von Hilms. Seine Erwägungen waren trübselig und blieben resultatlos: so schmiß er sie in die Ecke, steckte sich eine Rose ins Knopfloch und sah die Zeitungen durch, in welches Theater er gehen sollte. Beileibe nicht des Bergnügens wegen, bloß um sein biSchen Englisch zu vcrvollkommcnen. Er ging ins elegante Bestibül des Palasthotels, hinab (Hotels zweiten und dritten Ranges waren ihm scheußlich) und lungerte ein wenig herum. Der Portier kam mit einem Herrn aus ihn zu. rund 7 Millionen für den Staat bedeuten, welcher Betrag als Passivpost in den gesamten Finanzplan einzustellen wäre. Der Fiuanzmimster erklärte, er sei darüber, ob er auch die HanSzinssteuervorlage wieder ein» bringe, im Zweifel und wünsche eine Aussprache mit dem AnSschuffe. Hier seien die Meinungen, ob die alte Borlage genüge, geteilt und auch die Hausbesitzerschaft selbst habe zwar die Wieder-aufnähme der alten Borlage, gleichzeitig aber viele und wesentliche Aenderungen verlangt. Es sci zn fürchten, daß die Grundlagen der anto-nomen Zuschläge zu stark erschüttert würden, wenn man alle diese Aenderungen berücksichtigte. Eine eingehendere Aussprache über diese Mitteilungen konnte nicht stattfinden, da die Ausschußsitzung durch den Beginn der HauSsitzung unterbrochen wurde. Doch wurde eine baldige besondere Sitzung über diesen Punkt verlangt. Zu diesen Erklärungen deö Fin-nzministerS äußerte sich Abgeordneter Lößl: So viel kann man aber schon heute dazu sagen, daß man zwar den kleinsten ländlichen Hausbesitzern die beabsichtigte Erleichterung vom Herzen gönnen kann, ober eine Erledigung des einen Teiles der Gesamtvorlagen der HauSklassenstener, wenn nicht gleichzeitig der andere (die Hauszinssteuer) mit in Angriff genommen wird, keineswegs zn begrüßen ist; denn eine Verschleppung der durch Jahre sehnsüchtig gewünschten HanSzinösteuer-resorm wäre dann wohl gcwiß, llud an ihr haben nicht bloß die städtischen Besitzer und Mieter, sondern nach Aeußernngen agrarischer Vertreter auch diese selbst ein Interesse, weil durch den fürchterlichen Steuerdruck der letzten Zeit auch auf dem stachen Lande schon WohnuugS-k.rlzmitäten eintreten, da einfach niemand viehr vermieten oder bauen kaun. „Der Herr fragt nach Ihnen", sagte er und verschwand. Hugo fand sich einem glattrasierten, unheimlich mageren Menschen gegenüber, der ihm den Pfeifen-dampf ins Gesicht blies und seine Worte im Telegramm-stil hevorgurgelte. „Baron Hilm?", fragte er. Hugo verneigte sich verwundert und raffte in aller Eile seine Sprachenkenntniffe zusammen. „Habe mit ihnen zu reden," sagte der Mann mit der Pfeife. Sie ließen sich hinauflifteu und gingen in Hugos Zmmer, wo der Amerikaner seine Beine übereinanderschlug und sein Notizbuch hervorzog: „Ich bin Fowler, Importhaus sür europäische Adelige. Hugo sah sehr verständnislos drein. Mr. Fowler sprach unbekümmert weiter: „Sie mußten drüben quittieren und sind zu uns nach New-Hork. Was haben Sie hier bis jetzt gemacht?" Hugo waren die inquisitorischen Fragen zuwider. „Nichts", antwortete er trotzig, New-Aork hab' ich mir angeschaut, amüsiert hab ich mich." „Ausgezeichnet", sagte Mr. Fowler vergnügt und spnckte kunstvoll in eine Ecke. „Ihre paar Dollar hätten nicht besser angewendet werden können. Sie müssen gesehen werden. Bleibt man in seinen vier Wänden, so kann man nicht in die Höhe kommen." Er schwieg und paffte erschrocken mächtige Rauchwolke« hervor, erschrocken deshalb, weil er so uiel Nichtgeschäftliches geredet hatte. „Kalkuliere, Sie wollen sich verheiraten?" spritzte er zwischen den Zähnen hervor. Radikalnaliimalt Bekre-bungcn der slonrnischen Wlköpartei. AuS Laibach wird geschrieben: Die Deutschen in Kraili sind in einer bedauerus» werten Lage, denn sie müffen immer die Kosten des Wettstreites zwischen den beiden sich bekämpfenden slovenischeu Parteien aus ihrer Tasche bezahlen. Um sich die deutschen Porstellungen im LandeStheatcr und eine Vertretung im Landesschulrate zu sichern, hatten die Deutschen im Landtage mit den slovenischen Liberalen in den beiden vorletzten Landtagsperiode« ein Bündnis geschlossen, daS den slavischen Liberalm zur Herrschaft verhalf, die Deutschen jedoch vor slo-venischen Vorstößen nicht schützte, die nun sowohl von den in die Minderheit gedrängten Klerikalen — um das Bündnis zn sprengen — als auch von den „verbündeten" Liberalen — um dessen Unge» fährlichkeit zu beweise« — ununterbrochen gemacht wurden. Wegen der Hinterhältigkeit Hribars, die so weit ging, daß er schließlich sogar öffentlich leng-, nete, das Uebereinkommen mitunterschrieben zu haben — wosür er sich allerdings kürzlich in der Laibacher Handelskammer eine empfindliche Bloßstellung holte — veranlaßte endlich die Deutschen, mit den stove« nischen Liberalen zu brechen und einer Landtags-wahlresorm zuzustimmen, durch welche die bisher obstruierende sloveuische Volkspartei zur uuum-schränkten Herrschaft gelangte. Man sollte nun Hugo lächelte fröhlich, doch wurde er gleich wieder ernst: „O ja, aber wie macht man das hier?" „Reine Geschäftssache," erwiderte der Mann mit demTelegrammstile, „unterzeichnen Sie den Kon-ttakt". Damit legte er ihm einen Schein vor, welcher besagte, daß sich Hugo Freiherr von Hilm im Auftrage der Firma Fowler zu heiraten ver-pflichte, wann und wem es b-zeichnete Firma für für gut fände. Hugo unterschrieb und macht ein dummes Gesicht. „Unterdrücken Sie diese, sagte Mr. Fowler, .sie steht Ihnen schlecht. Lächeln Sie. ich verpflichte Sie dazu. — Heute abends gehen Sie ins Deutsche Theater aus Loge Nr. 3 und starren die Dame nebenan auf Loge Nr. 4 an; nachher begeben Sie sich zn Mr. Cow. Hier die Einladung. Morgen vormittags machen Sie Fensterpromenade vor Mr. Cows Haus, Washington Street Nr. 168, abends gehen Sie wieder ins Deutsche Theater und starren die Dame auf Loge Nr. 4 bewundernd an. Weitere Verhaltungsmaßregeln folgen. Diener stelle ich bei. Hier die Logenbillete und Scheck aus 500 Dollar. Datum der Hochzeit wird bekanntgegeben." Damit verschwand Mr. Frowler und Hugo fühlte sich total unfähig, sich daS alles erklären zu können. Zwanzig Minuten später stellte sich der Diener Bob vor: Hugo runzelte die Stirn nnd schüttelte fassungslos den Kopf. Mit einem Satz war Bob bei ihm, glätte ihm die Falten und sagte in energischem Tone: „Die Firma Fowler wünscht Sie in vorteilhaftestem Zustande zu erhalten." Dann begann er ihn sürs Theater herzurichten. Hugo saß Seite ~ Deutsche Wacht meinen, daß diese Partei infolgedessen weniger darauf angewiesen sei, durch Radikalismus zu glänzen, um sich der Gefolgschaft der breiten Massen zu ver-sichern. Allein trotz ihrer oft gefestigten Stellung als Mehrheitspartei kommt sie doch willfährig allen radikalen Wünschen entgegen und übertrumpft manches-mal sogar ihre Rivalin (die Partei Hribars) in An« schlügen gegen die Deutschen und gegen den GellungS-bereich der deutschen Sprache bei den staatlichen und autonomen Behörden. Der Abgeordnete Dr. Krek predigt im Land-tage den Trialiömus und verlangt die Einbeziehung der „slovenischen Länder" in den künftigen südsla-vischen Staatskörper, ein Plan, dessen Ausführung den politischen Tod der Dentschen in den Alpen-ländern zur Folge haben müßte, und der krainische Landesausschnßbeisitzcr Dr. Lampe rühmte sich in einer am 6. d. M. in Laibach abgehaltenen Ver-sammlung der Erfolge, die seine Partei gegen die Deutschen in der kurzen Zeit ihrer Herrschaft er-ruugen hat. „Die Slovenische Volkspartei habe in einem Jahre mehr getan, als früher in zehn Jahren geschehen sei. Der Landesausschuß habe dem deut-schen Theater die Subvention entzogen, die Anzahl der dentschen Spieltage auf drei herabgesetzt und so dem slovenischen Theater Gelegenheit gegeben, sich unbehindert zn entwickeln; er habe die Frage der reinslovenischen Straßentafeln erledigt und sich für die slovenische Amtsführung eingesetzt und die flo-venische Amtierung in den Landesämter» erweitert; er habe gegen die krainische Finanzprokuratur wegen deutscher Amtienrng Stellung genommen; er habe die Einschaltung deutscher Ofserteinladnngen und Kundmachungen in den Blättern eingestellt; er fördere die Herausgabe von slovenischen Mittelschul-lehrbücheru durch Honorierung der Verfasser nnd dnrch Ermöglichnng der Drucklegung. Die Partei werde eine Reform der Gemeindeordnnng ausarbeiten, wodurch die ungerechte Uebermacht der Deutschen in einzelnen Gegenden falle» soll; sie werde endlich die Errichtnng von slovenischen Klassen an der Ober-realschnle in Laibach durchsetzen, hab« im Landes-schnlrate den Gebrauch der slovenischen Sprache im Einklänge mit den nationalen Verhältnissen gefordert und vom LandeSpräsidenten auch die Zusicheruug erlangt, daß berechtigten Wünschen Rechnung getragen werden soll; schließlich sei im Landesschulrate die deutsche Ucbernuichl (!) durch die Entsendung zweier weiterer Vertreter des Landesausschusses gebrochen worden." — Der letzterwähnten Angelegenheit liegt folgender Tatbestand zngrunde: Die vom gewesenen UnterrichtSminister Dr. Marchet unterstützte Syste-misiernng einer deutschen LandeSschnIinspektorstelle. wodurch den Deutschkrainern in Erfüllung einer seil Jahren erhobenen Forderung für ihr hochentivickelteS Schulwesen ein ständiger Vertreter gewährt wurde, veranlaßte die Slovenen beider Paneirichtungen zu einer umfassenden Aktion, die darin gipfelte, daß im Landtage gegen die Stimme der Deutschen beschlossen vorschriftsmäßig in Loge Nr. 3 und hinter ihm, in einer Ecke verborgen, Bob. „Lächeln Sie nach Nr. 4 hinüber", flüsterte dieser kurz, und Hugo lächelte nach Nr. 4 hinüber — In Mr. Cows Hause sah Hugo seinen Bedienten im Frack unter den Gästen uud empfing Anweisungen von ihm. „Verbeugen Sie sich vor der Dame im weißen Empirekleide und werden Sie rot." Dagegen protestierte Hugo. „Das kann ich nicht auf Befehl", sagte er. „Also tun Sie verlegen." „Aber was soll ich reden?" „Nichts, das sieht verliebter ans." N»d Hugo ging hin, verbeugte sich und wnrde verlegen. Das junge Ding vor ihm war wirklich ver-teuselt hübsch und sv tat er wirklich ganz natürlich verliebt. Er erhielt noch ein paar Anweisungen von Bob der gar nicht bedientenmäßig mit ihm herumkom mandierte, und durfte dann nach Hause fahren, nach dem ihm Bob einige Visitkarten abgefordert hatte um die Sendung von Blumeu an die Dame veran lassen zu können. Am nächsten Tag machte Hugo die vorgeschrie bene Fensterpromenade in der Washington Stret vor 168 und abeuds war er im Deutschen Theater und starrte pünktlich das reizende Mädchen auf Loge Nr. 4 an. Einige Tage hatte er sehr viel zu tun, dann trat eine Pause ein, bis ihn Mr. Fowler besuchte und einen Zettel vorlegte: „Schreiben Sie das ab, aber in erregter, undeutlicher Schrift; Bob wird bey wurde, die Zahl der vom Landesausschusse in den Landesschulrat zn entsendenden Vertreter von zivei ans vier zu erhöhen, obgleich, wie Dr. Lampe selbst Zugibt, dnrch die Ernennung des deutschen Inspektors >as Stimmenverhältnis im Landesschulrate nicht verändert werde, da von den drei Inspektoren immer nur zwei stimmberechtigt sind. Gelegentlich der neuer« ichen Ausrollung der Angelegenheit im Budgetaus-chnsse durch den Abgeordneten Zitnik betonte der UnterrichtSminister Graf Stürgkh am 8. Juni, „daß ?eu Slovenen kein Unrecht geschehen, den Interessen der Deutschen dagegen einwirkliches Opser auferlegt worden sei. Dennoch habe die Regierung keinen An» land genommen, diese Schnlaufsichtsnovelle der Sanktion zn uuterbreiteu." Während nämlich früher der Landespräsident mit den Stimmen der Beamten-Mitglieder gegenüber den autonomen Vertretern zu »irimieren in der Lage war, haben jetzt diese (die Anhänger der Slovenischen VolkSpartei) die Mehr-heil und verfügen daher über das Schulwesen, ins-besondere bezüglich der Volksschulen, ein Umstand, der den Deutschen, gleichzeitig aber auch den Slo-venischliberalen, gegen die der Schachzug des Doktor Sustersic ebenfalls gerichtet war, sehr zum Nachteile gereicht. Ebenso wie die klerikalslovenische Partei, be-tätigt sich auch deren Presse in der Bekämpfung aller Dentschen. Der „Slovenec" versäumt selten eine Gelegenheit, das Deutschtum zu verunglimpfen. DaS Blatt hat sich teilweise auch der vou den Liberalen betriebenen Boykotthetze angeschlossen, die es beispielsweise dadurch unterstützt, daß eS wöchentlich eine Liste der reinflovenifchen Geschäfte veröffentlicht. Es scheut sich namentlich auch nicht, wo es nur angeht, den braven „Belgiern" eins anzuhängen, damit, gleich dem liberalen „SlovenSki Narod", die Absicht ver-solgend, das verfemte deutsche Regiment womöglich hiuauSznckeln. Schließlich sei erwähnt, daß mit AuS-nähme einiger Aerzte kein einziger Deutscher sich in LandeSdiensten befindet. — Alle diese Tatsachen verraten keineswegs die Versöhnlichkeit, Gerechtigkeit nnd nationale Duldsamkeit, deren sich .die Slove-uische Bolkspartei nach wiederholten Behauptungen ihrer Führer, insbesondere des Dr. Sustersic und Krek, gegen die Deutschen zu befleißigen vorgibt. Insbesondere ist es unter solchen Umständen geboten, für den Fall einer Heranziehung der Südslaven znr Parlamentsmehrheit zuvörderst ein objektiveres Ver-hallen der tonangebenden, in Krain wurzelnden Slovenischen Volkspartei gegenüber den dentschen Belangen sicherzustellen. Stavische Vorstökr. In ganz unauffälliger Weise vollzieht sich die Aufsaugung eines bisher in deutschen Händen be-findlichcn Unternehmens durch eine slovenische Or- Brief befördern. Ihre eigene Adresse aber schreiben deutlich." Hugo schrieb das ihm vorgelegte Konzept ab; es war ein glühender Liebesbrief, den ein deutscher Dichter abgefaßt haben mußte; so rührend poetisch war er. Jetzt erst erftchr Hugo, daß seine ihm znge-teilte Angebetete Bridget Cow hieß nnd die Tochter des MnltimillionärS Cow war. Tags darans kani Mr. Fowler nnd begann im geschäftsmäßigem Tone: „Ihren Bries, den Sie nach unserer Vorschrift kopierten, haben wir dem Vater, Mr. Cow, in die Hände gespielt. Er ist wütend nnd wird in wenigen Augenblicken bei Ihnen sein; er bemüht sich persönlich her, nm Ihnen tüchtig den Standpunkt klar zumachen. Sagen Sie, daß Sie seine Tochter wahnsinnig lieben. Er wird Sie Huugerleider und Baron schimpfen; werden Sie grob nnd nehmen Sir Boxerstellung an; das im-poniert ihm. Im übrigen wird Bob mi Zimmer versteckt sein und Ihnen eventuell fousilieren. Mr. Cow ist außer sich." Mr. Fowler versuchte ein Lächeln. „Er ist nämlich Präsident des Antimillionärstöchterexport-klnbS", fügte er zu einer Erklärung hinzu und ging schleunigst Tür rechts ab ins Schlafzimmer, da Mr. Cow Tür Mitte hereinkam. Die Szene verlief prvgrammäßig und endete mit Boxerstellung Hugos. Als Mr. Cow draßen war, kam Mr. Fowler rechts herein und zog einen Zettel hervor, indem er knurrte: „Sie geben jetzt zum Rendevouz mit Miß Bridget. Bob wird Sie führen. Sie sprechen mit der Dame zum erstenmal. Hier auf dem Papier ganisation. Laut einer Wiener Mitteilung der „Tages-post" vom 12. d. M. wird die bedeutendste Brauerei in Srain, jene der Firma KoSler mit mehreren anderen Brauereien zusammen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Aktion werde — so heißt eS — von der Laibacher Filiale der Kredit-anstalt geführt. Es sei in Aussicht genommen, dem neuen Unternehmen die nationalen slovenischen Brau-ereien anzugliedern, nm in Hinkunft den nationalen Kampf auf wirtschaftlichem Gebiete hintanzuhalten. Diese Meldung muß mit jenem Interesse ausgenommen werden, daS alle derartigen wirtschaftlichen Vorgänge in Krain verdienen. Sie scheint nur in eiuer Beziehung etwas ungenau zu sein; denn nicht die Laibacher Filiale der Kreditanstalt, sondern die Laibacher Kreditbank, an deren Spitze der Bürger meisler Hribar steht, dürfte im Mittelpunkte der Aktion stehen. Den großflovenifchen Kreisen paßt eS schon lange nicht mehr, daß die Brauerei KoSlcr sich noch in deutschen Händen befindet. Gegen sie richtete sich auch die Wut in den Septembertagen des vorigen Jahres; damals verstieg sich der „Slo-venski Narod" zu der Behauptung, „die Dragoner seien mit Kosler-Bier betrunken gemacht worden", um desto eifriger auf das slovenische Volk loSzugehen. Da die Agitation gegen das Kosler-Bier dem Unter-nehmen nicht wesentlich schadete, wogegen aber die sogenannten nationalen Brauereien sich nie recht entwickeln konnten, ja jene in Sachsenfeld sogar vor dem Krach Hand, ist es begreiflicherweise das Be-streben der Großslovenen, durch Zusammenfassung mehrerer Branercien, nnter diesen der KoSlerschen, zwei Fliegen mit einem Schlag zu treffen, nämlich die bisher deutsche einzuheimsen und dnrch das Gegengewicht dieses guten Geschäftes die schlechten slovenischen zu sanieren. Sie nennen dies harmlos die „Beseitigung deS nationalen Kampfes auf wirl fchaftlichem Gebiete": In Wirklichkeit bedeutet die Aktion die neuerliche Einengung des deutschen Besitz-standes in Krain und die nationale Erdrosselung eines seit jeher deutschen Industrieunternehmens. Glaubt man denn, Hribar mache die wiederholten Reisen nach Petersburg zu seinem Vergnügen? Die Deutschen in Krain, Untersteier, Kärnten und Trieft werden die Ergebnisse bald am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Die Laibacher Kreditbank, der Ableger der Zivnostenska banka. beginnt mit ihren Filialen sich schon jetzt bemerkbar zu machen. Sie wird anders auftreten könne», wenn hinter ihr die „Allslavische Bank" steht, welche Hribar in Peter»-bürg propagiert hat._ Politische Rundschau. Parlamentarisches. Das Abgeordnetenhaus ist am ZamStag nach Erlediguug des letzten der vorliegenden Obstruktions ist das, was Sie sagen werden. Sprechen Sie innig, herzergreifend und zeigen Sie Leidenschaft. Memorieren Sie die Rede ganz genau.^ Nun wurde Hugo böse: „Sagen Sie mir, wie komme ich dazu, Miß Bridget eine Liebeserklärung zu machen?" Mr. Fowler wurde der überflüssigen Frage wegen unwillig. ..Miß Bridget hat sie öfters ge-sehen, sich verliebt und mich mit der Ausführung der Heirat beauftragt. Der Vater ist nämlich da-gegen. Aber verziehen Sie das Gesicht nicht, Sie bekommen einen häßlichen Zug. Ich habe sie mit lächelndem Gesichte engagiert." Hugo wurde grob und begann zu schreien, so weit er nicht durch ein sehlendes Wort gehindert wurde: „Ich pfeife auf ihre Vorschriften, ich verliebe mich nicht auf Kommando l" „Konveniert Ihnen Miß Bridget nicht?" fragte Mr. Fowler eisig. „Im Gegenteil, ich bin wirklich verliebt in sie und deshalb paßt es mir durchaus nicht, Ihre An-weiiungcn zu befolgen. Ich verliebe mich jetzt auf eigene Faust!" Mr. Fowler lächelte sanft; er sah. das Ge schäst war richtig. „Also gehen Sie zum Rendezvous und sprechen Sie selbst. Sie sind wunderbar im Feuer; aber rasch, sonst verpufft die Leidenschaft. Die Geschichte wickelte sich tadellos ab und Mlg Bridget zahlte an Firma Fowler 10.000 Dollar Vermittlungsgebühren. Und Hugo erzählte semer Frau Bridget und allen Bekannten, die eS hören wollten, daß er seine Frau liebe und sie nur durch seine wahnsinnige Liebe allein errungen habe. Nummer 48 antrage zur Tagesordnung übergegangen und hat die erste Lesung des „Finanzplancs' um ein gutes Stück vorwärts gebracht. Die Gegnerschaft der Parteien wider das Projekt des Finanzministers ist in der Zwischenzeit nicht schwächer geworden nnd die Steuervorschläge werden nach wie vor mit Recht in schärfster Form abgelehnt. In den letzten Tagen der vorigen Woche und zn Beginn der letzten Woche war das österreichische Abgeordnetenhaus wieder der Schauplatz heftigster Stürme. Die MinisterstÜrzer waren an der Arbeit, allen voran Sustersic, der Führer der slovenischen Klerikalen und der Tschechen-sührer Kramarsch, hinterdrein der Jude Dr. Adler mit keinem sozialdemokratischen Troß. Es handelt sich um die sehr ernste Angelegenheit der bosnischen Agrarbank, iu der alle Parteien einig waren. Aber der Führer des slavischen jtlerikaliS > us, der porte-seuilltlusterne Dr. Sustersic, wollte diese Sache zn seinen Zwecken ausnützen und deshalb scheiterten alle Versuche, das ganze Parlament zu einer gemein-sameu Kundgebung zn einigen, an dem Widerstande der slavischen Union. Auch durch Vermittlung der Polen gelang e» nicht, eine Einigung herbeizuführen, und so sind unter dem Kommando des klerikalen Slavenführers Sustersic die slavische Union und die Sozialdcmokraten ins Feld gezogen. Am Freitag der letzten Woche brachte der slavisch-sozialdemakratische Block durch Znsälligkeiten eine Mehrheit von einige« Stimmen auf, und bei der endgiltigen Abstimmung am Dienstag blieb er mit einigen Stimmen in der Minderheit. Der Ministerstreber Dr. Sustersic und die von nngezügelter Herrsucht erfüllten Tschechen, sowie deren sozialdemokratische Gefolgschaft hatten sich vergebens bemüht, die politischeu Verhältnisse umzustürzen nnd eine Zeit herbeizuführen, in welcher sich die slavische Erpresserpolitik wieder breit machen kann. Stown und Sozialdemokraten sind gründlich abgeblitzt, aber geblieben ist der Flnch, daß durch Parieiegvismus und Kulissentreiberei ein einmütiges Vorgehen aller Parteien des österreichischen Abgeordnetenhauses i» einer wichtigen Angelegenheit ver. hindert worden ist. In der Montagsttzung gedieh die Debatte über den Finanzplan bis zur Wahl der Generalredner. Die Obmännerkonferenz faßte den Beschluß, die Budgetdebatte aus 10 Tage mit 76 SitznngSstuiiden auszudehnen. In der gestrigen Vollsitzung wurde der Rest der Debatte über den Finanzplan der Regierung und der Dring-lichkcitsantrag Ästlina erledigt. Die Slovenen abgeblitzt. Die Slovenifchklerikalen haben bekanntlich im BudgtlauSschusse eine Aktion eingeleitet, um für St. Lorenzen die Errichtnng einer Pserdeznchtanstalt zu erwirken, die gewissermaßen als Konkurrenz für die Beschälstation St. Leonhard gedacht ist nnd darauf berechnet erscheint, die Interessen von der deutschen Station abzuziehen. Wie von wohlinsor-minter Seite versichert wird, wurde das betreffende Verlangen der Abg. Ploj und Genossen sowohl von der Regiernng als von den steirischen Landesbehördcn als vollkommen gegenstandslos ad acta gelegt. Die einfprachigen Strahentafeln in Laibach. Der VerwaltuugSgerichtShof wies die Beschwerde der deutschen Genieinderatsmitglieder in Laibach Dr. Binder und Dr. Eger gegen die Entscheidung des krainischen LandeSauSschusseS, hinsichtlich der Einsprachigkeit der Straßentafeln in Laibach, als unbegründet ab. _ Aus Studt und Land. Cillier Gemeinderat. Am Freitag, den 18. d. M., um 5 Uhr nachmittags, findet eine ordentliche öffentliche Ge-meindeansschußsitzung mit folgender Tagesordnung statt: Mitteilung der Einläuft: Berichte des RechtSausschusses über 1. eine Eingabe des Stefan Straschek um Schaden-ersatzleistung anläßlich seiner Delogierung und 2. ein Ansuchen des Anton Stryek und der Frau Elise Pogatschnigg um Ausnahme in den Gemeindeverband der Stadt Cilli. Berichte des Bauausschusses über 1. eine Eingabe des Josef Temerl um Mehrbeleuch-tung der Gifelastraße in ihrer Fortsetzung gegen Ostroschuo. 2. AmtSbericht in Angelegenheit der Ausgestaltung der Neugasse und 3. eine Eingabe des 'Volkssparkasse- und VorschußvereineS um Be- Deutsche Wacht willigung von baulichen Veränderungen im Hause Nr. 7 Grazerftraße. Berichte des FinauzauSschusses über 1. eine Eingab« der Wach- und Schließgesellschait nm Uebertragung der Ueberwachnng der Stadt-gemeindehäuser. 2. Anträge in Angelegenheit der Verpachtung des Fischereirechtes und 3. eine Ein-gäbe des Deutschen SchulvereineS wegen Unterstützung. Berichte des Gewerb e- und M a u t a n S-schnsses über: l. eine Eingabe des Alois Petrak um Verleihung einer Stellenvermittlungskonzession. 2. eine Eingabe des Wirtschastsverbandes in Cilli in Angelegenheit der Markt- und Wohnnngsverhält« nisse und 3. eine Eingabe des Odoriko Znzzi um Anweisung eines andereu Standplatzes. Berichte des F r i e d h o s S a u s s ch u s s e s über eine Eingabe der Frau Fauni Schiininger in Angelegenheit des Wiederverkaufes einer Grabstelle und eine Eingabe der Frau Josefine Stefanitfch betresiend die Erhaltung des Grabes des Karl Gras Stnbik. Der össentlichen solgt eine vertrauliche Sitzung. Wastian gewählt! Bei der am Samstag in Graz vorgenommenen Stichwahl wurde der Land-tagsabgeordnete Heinrich Wastian mit großer Stimmen-Mehrheit zum Abgeordneten gewählt. Das Wahl-ergebniS ist folgende»: Znsgesamt wurde» 2359 gil-tige Stimmen adgtgebe» Auf Heinrich Wastian ent-sielen 223'» Stimmen, auf Raimund Neunten'el 124 Stimmen. Blieb die Wahlbeteiligung für den deutsch« freiheitlichen Wahlwerber gegen die Hauptwahl auch zurück, so ist es immerhin erfreulich daß ihm nur 56 Stimme» weniger zufielen als das erstemal. Und »och eine andere erfreuliche Tatsache lehrt das Wohl-ergebniS: Abgeordneter Wastian hat seine Wahl ausschließlich den Deutschsreiheitlichen zu danken. Wastian ist weder mit fozialdemokratischer noch christ-lichsozialer Hilfe durchgedrungen. Mit Wastian zieht ein schneidiger ftä>> pser in die Reihe» der deutsch-nationalen Abgeordneten unseres ReichSrateS ein. Mit heller Freude wird die Wahl WastianS auch im Unierlande begrüßt. Während bisher nur zwei Abgeordnete eS waren, welche die weitverzweigte Sorge um das Deutschtum im Unterland« im Par-lamenle zu tragen hatte», kouimt zu den unermüd-tiche» und wackere» Vertretern unserer Interessen Marckhl und Malik noch eine neue Parlaments« traft h! »zu. Bon Wastian wisse» wir, daß er des steirischen U»terlandes nie vergessen wirst, denn er ist ein Mitfühlender, der unsere Leiden kennt und unS seine fteuudnachbarliche Hilfe nie versagen wird. Heil Wastian! Evangelische Gemeinde. Kommenden Sonntag wird Herr Pfarrer May im HauptgotteS > dienst über den „Segen der Arbeit- sprechen. Um 9 Uhr findet ein KindergoileSdienit statt. Geistliches Konzert. Das von uns bereis angekündigte große Kirchenkonzert des Organisten Eduard Jnterderger — unter Leitung des Herrn M. Schachenhoser — findet endgiltig DienStag den 22. ds.. 8 Uhr abends, in der evangelischen Christus-kirch: statt. Dank des freundlichen Entgegenkommens zahlreicher Cillier Kunstkräfte — wir nennen hier Frau Halm, Herrn Dr. Fritz Zangger und Herrn Moriz Schachenhofer — fowie der gütigen Mit-Wirkung deS Orchesters des hiesigen Mu'ikvereines, des deutschen MännergesangvereineS, der Frau Rita Stiger, des FräuleinS Rosa Dimetz und der Herren Viktor Lwozilek, Gustav Fischer, Rudols Puch, Anton Stryeck und Adolf Neubauer wird dieser Abend ein künstlerisches Ereignis für unsere Stadt bedeuten. Die Bortragsordnung wird in der nächsten Blatt-solge bekannt gegeben werden, doch sei darauf hin« gewiesen, daß unter anderen Bach, Mendelssohn und Schumann zu Worte kommen werde». Karten zum Konzert sind von Freitag ab in der Buchhandlung Georg Adler im Vorverkauf zu hoben. Trauungen. Am Montag wurde Herr Eduard Jonke mit Fräulein Amalie Keppa getraut. — Gestern vermählte sich der städtische Sicherheit-wachmanu Herr Jakob BoSnitsch mit Fräulein Marie Mrawlag Sonnwendfeier. Die von den deutschen Ver-einen veranstaltete Feier der Sommersonnenwende findet unwiderruflich am Mittwoch den 23. ds. statt. An die einzelnen Vereine und an die deutsche» Volks-genossen, Frauen und Mädchen ergeht auch an dieser Stelle die Einladung, sich an dieser völkischen Feier recht zahlreich zu beteiligen. Sommerfest. Das am Sonntag den 13. ds. im Waldhause vom dcutschvölkische» Handlungsgehilfen-verbände veranstaltete Sommerfest verlief in schönster Weise. Trotz der Ungunst des Wetters waren alle Räume des Waldhauses dicht besetzt. ES hatten sich Seite 3 tatsächlich alle Kreise der deutschen Bevölkerung CilliS im Waldhause ein Stelldichein gegeben. Die deutsche Bürgerschast bewies auch wieder bei diesem Anlasse, daß sie stets regen Anteil nimmt an allen völkischen Unternehmungen und daß sie sich selbst durch ein finsteres Gesicht des Wettergottes nicht beirren läßt, wenn cs gilt völkischen Gemeingeist zu betätigen. Ad>r auch unsere stramme» Vororte blieben nicht zurück. Mit Freude bemerkten wir sehr viele Ve-suchrr auS Store, Steinbrück, Hrastnigg, Heilenstein und anderen Orten. Es lohnt« sich aber auch wirk-lich, das Fest zu besuchen. Der rührige Ausschuß hatte allen Wünschen Rechnung getragen. Für die leibliche Wohl'ahrt war durch Trink- und Eß-buden, denen wacker zugesprochen wurde vorgesorgt. Ein reich ausgestatteter Glückshafen winkle den Liebhabern harmlosen Glückspieles und eine „Glücksischerei" bereitete Jung und Alt viel Sp^ß. Reizeude Mäd-chen schmückten die Festteilnehmer mit Kornblumen-sträußchen. Es ist daher ganz erklärlich, daß alle Besucher kehr bald eine ungezwungene, heitere Stim-mu»g erfüllte und das fröhliche Fefttreibe» bis in die späten Nachtstunden währte. Die Cillier Musik-vereinSkapelle, die flott und unermüdlich auffpielte, trug wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei. selbstverständlich fehlte auch die nun schon unver» »leidlich gewordene Koriandolischlacht nicht und — last not least — ein flotteS Tänzchen. Außer dem rührigen Festausschüsse, an dessen Spitz* Herr Betschwar stand, ist der schöne Erfolg den Frauen und Mädchen zu tanken, die sich opfermütig in den Dienst der guten Sache stellten. ES sind dieS Frau Sophie Ve.ichwar und die FräuleinS Frieda Sager, Luise Gras, Rosa Stanek, Mizzi II«ch, Frieda Louugin, Irma Degen, Paula Pelko und Elisabeth Gollob. Richt zuletzt aber gebührt voller Dank der wackere» deutschen Bürgerichast Cillis die stets »»-verdrossen in den Sack greift, um völkische Unter» nehmungen zu fördern und zu unterstützen Ausnahme in die erste Klasse des fc. k. Staatsobergymnafiums. Die Aus-nähme findet im Lommerrermine am it. Juli von 10 biS 12 Uhr vormittag» statt. Die Aufnahms-Werber haben in Begleitung ihrer EUern oder Vor-münder in der Direklionskanzlei deS Gymnasiums zu erscheinen und den T a u s s ch e i n (Geburtsschein), das FrequentationSzeuguiS der Volks-schule oder die voischristsmäbig ausgestellte» Schul-nachrichten vorzulegen. Ausgenommen können nur Schüler werden, die zehn Jahre alt lind oder we-nigstens innerhalb des Jahres 1909 das zehnte Lebensjahr vollende». Die A u s n a h m S p r ü s u n g beginnt am 3. Juli um 2 Uhr nachmittags. gur 60jährigen Gründungsfer des Cillier Männergesangsvereines. Der Mar-burger Münnergesangverei» hat einstimmig beschlossen, sich vollzählig an der Jubelseier seines BrudervereiueS in Cilli zu beteiligen. Er wird hier beim Festkonzerte Hegers Pracktchor „Kaiser Karl in der Johannis-nacht" zum Vortrage bringen. Für die Leonharder deutsche Schule. Fürst Fürstenberg hat dem Abgeordneten Malik 400 Kronen sür die deutsche Schule in St. Leonhard, Freiherr von Oppenheimer 300 Kronen sür diesen Zweck zur Versügung gestellt. Neue Südmark-Karten. Außer einer Pfingstkarte, die unS weniger zusage» kann, hat der Verein in jüngster Zeit noch vier andere Postkarten herausgegeben. Es sind alle vier recht hübsch: ein einsamer Wanderer blickt von einsamer Höhe in daS schattendunkle Tal, ein anderer grüßt aus ragender Zinke die hoheitvolle Bergwelt; dann das deutsch« Heim zu Rann mit dem Südmarkwahlspruche und das Arminsdenkmal auf der Grotenburg im Teuto-burger Walde. Demnächst wird auch eine Sonnwend-karte erscheinen. Hoffentlich erfreut diese ihre Ab-nehmcr doch wieder einmal durch ein Papier, ans dem die Schrift nicht zerfließt. Allen deutschen Vereinen zur Nach-ahmung. Der Halleiner VolksbildungSverein (Salzburg) faßte in der Hauptversammlung den Be-lchluß, alle feine Schreiben mit der Wehrfchatzmarke des deutschen Schulvereiues zu versehen. Außerdem wurde beschlossen, dem deutschen Schulverein mit einem Jahresbeitrag von 5 Kronen beizutreten. Enthüllungen über den Abgeordneten Hribar. Aus Laibach wird geschrieben: Während die in der Sitzung der Laibacher Handelskammer am 21. Mai ersolgte Feststellung, daß Hribar 8 Behauptungen, er hätte niemals eine» politischen Ber-trag mit den Deutschen mitunterschrieben, eine grob« Unwahrheit ist, noch immer in nachhaltigster Weis« besprochen wird, kommt eine neue Angelegenheit ans Tageslicht, die für Abg. Hribar, ihre Richtigkeit vor-ausgesetzt, sehr kompromittierend ist. — Der LandeS- Seite 4 -Baust ai:-Tr.Jt 48 ausschußbeisitzer Dr. Lampe erzählte in einer am 6 d M. stattgesundenen Versammlung. Abg Hribar hätte sich dem klerikalen Parteigänger Pavslar in Urainburg, der infolge kostspieligerWasserkrastaulagen in Bedrängnis gekommen war, zu einer Zeit, als er von der liberale» Partei auf das Heftigste befehdet wurde, erbölig gemacht, ihm gegen eine Provision von Hunderttausend Kronen aus der Klemme zu helse».' Dr. Lampe stellte die Frage, mit wessen Gelde Hribar dieS zu tu» beabsichtigte und ob er bei der' geplanten allslavischen Bank wohl wieder solche Nebenabsichten verfolge. Begreiflicherweise rief diese Mitteilung die größte Sensation hervor und bestärkte das Gerücht, daß Hribars Stellung in der eigenen Partei insolge seiner sich häufenden Affairen unhaltbar geworden sei. — Hribar hat btSher aus Dr. Lampes Enthüllung noch nichts erwidert. Die Nosegger Sammlung. Nun scheint in die Nosegger-Sammlung ein flotterer Zug zu komme», nachdem die ersten Hundert Zeichner als Pioniere sür die Ausbreitung des guten Gedankens gesorgt haben. Für die Festungsbauten an der Sprachgrenze widmeten bisher 120 Zeichner 1 Bausteine zu je 2000 Krone». Ein guter verheißungs-voller Ansaug für das zweite Hundert der Zeichner bedeuten jene beiden Spender, die gleich mehrere Bausteine widmeten; es sind dies: Fürst Max Egon Fürstenberg. der 12.000 K u»d Fabrikant Karl Dittrich in Schö»linde, der 10.000 K für die Zwei-Millionen-Sammlung zeichnete. Findet Noseggers Aufruf derart sinngemäße Anwendung, dann wird auch jener unberechtigte Pessimismus schwinden, wie er sich kund gibt bei Betrachtung der Rosegger nach, geahmten Gruneivald-Sammlung des polnischen Schul-Vereines, die bereits über eine halbe Million Kronen betragen soll. Darunter allein zeichneten die Pro-sessoren der Krakauer Universitäe 50000 Die gegen uns gerichtete Grunewald-Sammluug des polnischen Cchulvereines sollte, ivie Nosegger schreibt „Den größten Druck aus unsere deutschen Bürger ausüben! Wir müssen durch um jeden Preis!" Von diesem Grundsatz ließ sich auch Landesgerichtsrat Dr. Franz Freyer in Eger leiten, wenn er schreibt: »Ich bin nicht derart mit Glücksgüteru gesegnet, daß ich ohne weiters einen Betrag von 2000 K entbehren und wegschenken könnte. Allein ich habe durch Substituierung einer Richterstelle, welche unbesetzt war. den Betrag von 2235 K ins Verdienen gebracht und habe diele Substitionsgebühr durch einen Prozeß, welchen ich beim k. k Reichsgericht in Wien angestrengt habe, ersiegt. Aus Freude über diesen Sieg der Wahrheit und Gerechtigkeit, widme ich gern den Betrag von 2000 8 dem deutschen Schulvereine für die Rosegger stistung," In den letzten Tagen wurden uns außer den oben erwähnten noch folgende neu hinzugelretene Zeichner von je 2000 K bekannt: Die Schlosfer-warenfabrik Gebrüder Grundmann in Herzogenburg, ein ungenannt sein wollender Fabrikant unter „G. 11.", Frau Amalia von Gunz in Graz: Großindu-strieller Alexandrr Richter und Sparkassenoberdireklor Dr. Element. Karl Elaudi in Prag (letztere beide durch die Lese- und Redehalle der dentschen Studenten übermittelt), ferner ein ungenannter unter „H. T " in Wien, Gutsbesitzer Rudolf Borsch in Altbnch— Döbernetz bei Königinhof a. d. E. Ingenieur L. Otto in Weidenau a. d Sieg (Deutschland», die Schlarafsra „Thayana" in Znaim. Eduard Robert Strache in Warnsdorf, die Fabrikanten Dr Richard Faber und HanS Faber in Lettowitz Mähren) zu-sonnen einen Baustein, dann ein „Ungenanter S. K. auS Prag" durch die oben genannte Lese- und Rede Halle deutscher Studenten in Prag, Weilers widmeten Bausteine wie uns mitgeteilt wird: Die Beamten-schaft der FabrikS-A. G. Bartelmus und <£o. in Pilsen, der oderösterreichisch« Sängerbund in Linz, der Wiener Männergesangverein und die Aklienbrauerei in Pilsen. Der abgeführte Dr. Brumen. Er hat wirklich Pech, der Herr Dr. Brumen, der Pdtauer Narodnjak. Aber dieses Pech ist nicht aus äußere Umstände, aus Zufälligkeiten zurückzuführen, sondern e» ist in der Person des Dr. Brumen, in seinem eigenen Intellekt begründet. Man könnte ihn daher allerdings bemitleiden, aber schließlich und endlich ist er an seinen Blamagen selber schuld. Vor einiger Zeit brachten die „Marburger Zeitung" und der „Stajerc" die Nachricht, daß der windische Advokat Dr. Anton Bruurcn am Stadtberg bei Pettau^ von einigen — windischen Burschen eine tüchtige Tracht Prügel erhallen habe. Dr. Brumen sandte hieraus dem „Stajerc" eine § 19-Bcrichtigung. Der verant-wörtliche Schriftleiter deS .Stajerc". Herr Linhart, nahm die Berichtigung nicht auf, da ?ie den gefetz-lichen Bestimmungen nicht entsprach. Brumen klagte und ließ sich noch obendrein durch seinen Freund Dr. Rosina aus Marburg vertreten. Der ..Stajerc' chreibt, er sei bei Erhalt dieser Berichtigung im Zweifel gewesen, ob sie vom Advokaten Dr. Bnrme» oder von'dessen — Köchin geschrieben wurde. Diese „Berichligung" muß den,»ach den Gipfelpunkt deS-enigen dargestellt haben, was man von der juridischen öerichtigungskunst eines Advokaten, dem die Be-chäitigung mit den Narodnjakangelegenheiten die Hauptsache ist, nicht erwarten kann Dr. Rosina. der Vertreter deS Dr. Brumen, hatte dasür anscheinend auch nicht das richtige juridische Gefühl, worüber man ich auch nicht zu wundern braucht, denn er wurde, wie der „Stajerc" schreibt, mit seinen Berichtigungen ebensallS schon oft lächerlich gemacht: rrotzdem hat Dr. Rosina auf das Angebot, ihn kostenlos im Be-richtigungswefen zu unterrichte«, noch nicht reagiert. Der Richter wies natürlich die »loge kostenpflichtig ab. was ja jeder halbwegS Verständige den beiden NarodnjakS Dr. Brumen und Dr. Rosina hätte vor-aussagen können. Jetzt hat Dr. Rosina die Blamage und Dr. Brumen ebensallS, dazu aber noch die Kosten! Und der „Stajerc" macht sich jetzt mit Recht über die beiden Narodnjak-..Gelehrten" lustig! Ja, Hetze gegen die deutsche Bevölkerung zu treiben, ist eben leichter, alS sich in die Bestimmungen des Be-richtiguiigsparagraphen zu vertiefen! Landesverband fürFremdenverkehr. Laut Zuschrift des Landesverbandes sür Fremden-verkehr in Steiermark vom 15. Mai 1909, ZI 658. mehren sich i» letzter Zeit die Klage» über Beschädi. gung von Wegweisertafeln, Bänken. Unkennllich-machung von Wegmakierungen u. dgl. Die Unter-behörden werden daher beauftragt, an alle Gemeinde-vorstehuttgen, k. k Gendannerieposten und Schul-leilungen zwnkentsprechende Weisungen mit dem Auf-trage ergehen zu lassen, Sorge zu tragen, daß die Wegmarken, Wegweisertaseln, öffentlichen Sitzgelegen-heilen und sonstige dem Fremdenkehr dienende Bor-kehrnngen geschont und nicht mutwillig beschädigt oder wohl gar zerstört werden. Auch ist die Bevöl-kerung entsprechend zu belehren, daß die mit großen Geldkosten verbundene Tätigkeit der touristischen und VerschönerungS Bereine nicht nur im Interesse des Fremdenverkehrs gelegen ist, sondern auch zum größte» Teil der ansäßigen Bevölkerung zugute kommt, da ja mit der Hebung des Fremden- und Touristen-verkehreS auch die Hebung des Volkswohlstandes Hand in Hand geht. Fremdenverkehrsausschuß Cilli. Da die Zeit der Vermietung von Sommerwohnungen all. mählich herannaht und die Ansragen von auswärts sehr stark einlausen, ergeht hiemit an alle Parteien, die Sommerwohnungen zu vergeben gedenken, daS Ersuchen, sie bei den unlen angegebenen Auskunft-stellen, wo entsprechende Dnicksorten aufliegen, unver-züglich zur Anmeldung zu bringen. Auch jene Parteien, die überhaupt die Absicht haben, im Laufe deS SommerS Räumlichkeiten an Fremde zu vermieten, wenn auch der Vermietetermin im Juni und Jmi erst erfolgen kann, werden ersucht, ihre Anmeldungen schon jetzt zu machen, da sich die meisten Fremden schon lange vor ihrem Eintreffen durch Brieswechsel paffende Wohnungen sichern. Die Wohnungsvermittlung geschieht kostenlos, nur ersucht der FremdenverkehrauSschuß jene Parteien, die eine bereits angemeldete Wohnung vergeben oder anderweitige Verfügungen getroffen haben, diese sosort bei der Anmeldungsstelle anzumelden, um dem Ausschusse in rücksichtsvoller Weise seine Aufgabe zu erleichlern. Auskunftsstellen sind? Fritz Rasch, Buchhandlung; KaffeehauS Merkur und Jofef Krell, Stadtamt. Tödlicher Messerstich. Michael Arsenschek, 23 Jahre alt, landwirtschaftlicher Arbeiter in Spitalic, kam^ in der Nacht vom 10. aus den 11. ds. mit dem Stiefvater Jakob Kukovic in Streit und wurde von diesem mit einem Messer in den Bauch gestochen. Arsenschek wurde in schwerverletztem Zustande in das Cillier Krankenhaus gebracht u»d dürfte dieser Ver-letzung erliegen. Sein Zustand ist ein derartiger, daß kaum deffen gerichtliche Einvernahme möglich sein wird, obwohl er zeitweilig bei Besinnung ist. Blitzschlag und Brände. AuS Windisch-ftistritz beuchtet man unS: Donnerstag gegen 9 Uhr abends saß dcr Besitzer Josef Rafolt aus Gladomes. Bezirk Windilchfeistritz, bei seinem offenen Fenster und sah dem herannahenden -Gewitter zu. Ein Krach und der Blitz schlug durch das Fenster ein und warf Rafolt zu Boden, der am Rücken und an den Schen-sein furchtbare Brandwunden erlitt. Sofort war das ganze 5ms in Flammen und alleS Mobilar, Futter und sonstige Vorräte sind dem Brande zum Opser gefallen. Auf allen Vieren rettete sich dcr Schwer-verletzte inS Freie. — Samstag gegen Mittag brach beim Besitzer Lukas Korsche in Klopze. Bezirk Win-dischseistritz Feuer aus, das das ganze Hab und Gut des Eigentümers verzehrte. DaS Feuer ist beim Brot-backen insolge UeberhitzenS ausgebrochen. ES entstand zuerst ein Kaminfeuer, das aber nicht mehr gedämpft werden konnte. Der Besitzer erleidet eine» großen Schaden, da er nur teilweise versichert war. Windische Geständnisse. Unsere windischen Nachbarn sind wie die kleinen Kinder, die jedes schöne Spielzeug. daS sie erblicken, gerne besitzen möchten; sie ahmen alle Einrichtungen, die bei an-deren Völkern bestehen nach, ohne zu bedenken, daß die Wenden für vieles »och lange nicht reis sind. DaS klerikale Kreutzköpfel Dr. Krek laS einmal irgend etwas über Konsumvereine, und. ohn« die Sache zu verstehen, schritt er sofort zur Gründung von Bauernkonsumvereine». die bestimmt waren in Krain und im steirischen Unlerlande den deutschen Kaufleuten den Garaus zu bereiten. Allein gar bald spürten Dr. Kreck und die übrigen Anstifter jener Aktion die Folgen ihres leichtsinnigen TunS. Dutzende ihrer Konsumvereine, schlecht geleitet und schlecht beraten nahmen ein unrühmliches Ende und die armen Bauern, die so unvorsichtig waren, sich aus den geistlichen Schwindel einzulassen, mußten büßen und Tausende schwitzen, während die Verführer mit heiler Haut davonkamen. Jetzt sehen die klerikalen Per-vaken endlich auch selber ein, welche» Unsi>ni sie damals begangen haben. >L0 sagte der Abgeordnete Dr. Verstovsek in einer Versammlung in «ankt Jakob im Roseniale Folgendes: Schlechte Ersah-rungen haben wir mit den Konsumvereinen gemacht und danken wir Gott, daß wir deren Untergang schon einigermaßen verschmerzt habe». Grundsätzlich sind die Konsumvereine ja allerdings von groger Bedeulung. allein bei unS haben sie sich nicht bewährt, sie haben überall geschadet und gerade daS Gegenteil von dem bewirk«, was wir anstrebten." Ebenso ließ er sich auch über die „Narodni domS" aus: „schlechte, ja sehr schlechte Erfahrungen haben wir auch mit den Narodni doms gemacht, obgleich sie anfänglich überall mit Begeisterung begrüßt wurden. Nun aber kennt sie d t große Menge deS VolkeS gar nicht. d,e Jn-lelligenz weicht ihnen ebenfalls aus und an stelle der Begeisterung und frischen Bewegung, die wir »ach den Worte» der Begründer erwartet haben, ist überall Leere u»d Oede." Freilich zog Dr. Verstovsek aus seine» Anssührungen nicht die richtige Schluß-folgeruug. Anstatt seine» Leute» zu raten, dre tzetz-arbeit einzustellen, waS für sie daS Gefcheidlesre wäre, forderte er zur Errichtung von Verciiishäufern an Stelle der Narodni doms auf, als ob nicht zu be-fürchten wäre, daß auch diese ebenso schlimm enden werden, wie die verödeten Narodni doms, in denen nun Wanzen, Mäuse und Ratten ein behagliches Dasein sühren. „ . Auf nach Windischfeistritz! Am Sonntag den 20. ds. wird im strammen Windischfeistritz eine hocherireuliche völkische Veranstaltung stattfinden. Dre deulsche» Gewerbetreibenden des Unterlandes haben sich in unserer Nachbarstadt an diesem Tage ein Stelldichein gegeben. Der Marburqer Gewerbeverern. der Eillier und Pettauer Gewerbebund und hoffem lich auch recht viele Gewerbetreibende aus anderen Orten deSUnterlandeS werden am Sonnlag inWmdi'ch-feistritz sich zusammenfinden, um in dem ebenso hart-bedrohten wie stets stets siegreichen, urdeulschen «-ladt, che» ein Fest der Verbrüderung zu feiern. Es t|t der erste Fall, daß sich die deutschen Gewerbetreibende dc« Unterlandes, diese mächtige Stütze unsere» Volk»-tumes, im Gefühle sozialer und volkricher Zusammengehörigkeit in begrüßenswtrter Einmutrgke l ent-schlössen haben, einem hartbedrohten Orte deS Unter-landeS durch ihren Besuch Ehre und Dank für deffen mutiges Kämpsen und Ausharren zu zollen, ^«ndisch-ftistritz wird an diesem Tage nicht nur fein Festkleid an-ziehen, sondern alleS aufbieten um den lieben Gallen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu macherr Es ergeht daher nicht nicht nur a» alle Gewerbetreibende sondern auch an alle Volksgenossen des Unterlandes die herzlichste Bitte. Sonntag der strammen Burge^ schaft von Windischfeistritz steundnachbarlichen Besuch abzustatten. Der herzlichsten Ausnahme kann jeder versichert sein. . .... Todesfall. I» Sachsenseld verschied am Sonntag den 13. d«. Frau Sophie Fischer, geborene Hifler, Gattin des landschaftlichen BczirkSt.erarzles Hans Fischer im jugendlichen Aller von Zähren. Gedenket Wette« «ad Legate«! Nummer 48 Aus dem Unterlande. Steinbrück. (Verhaftung eines Fahne » slüchtlingS.) Der hiesige Gendarmerie-Posten hat den Fahnenflüchtigen Matthäus Egger, der eine Reihe von Einbrüchen verübt hat und vor einigen Wochen aus dem Garnis0!,sar>este in Klagen-furt ausgebracht» ist, verhaftet und dem Station»-kommando in Cilli eingeliefert. Wöllan. (Z o n n e n w e n d f e i e r) Die heurige Sonnenwendfeier findet am 29. d. und zwar bei Herrn Fra»; Skafa in Selle statt Der rührige Festausfchuß hat für mannigfache Zerstreuung und Unterhaltung in bester Weise vorgesorgt. Das Fest beginn, um 3 Uhr nachmittags. Ein allfälligeö Rein-?rträgnis wird der hiesigen deutschen Privatvolksschulc zugewendet. Es ergeht an alle deutschen Völlige. ,,offen, insbesondere an i»nc in Cilli das dringende Ersuchen, sich an diesem Feste recht zahlreich zu be. «eiligen, und mögen st« dadurch den strammen Wöl-lauern bezeugen, daß sie dem hartgefährdeten Orte ftetS treue Waffenbrüderschaft halten. Windischfeistritz. (Besuch deutscher Ge-w e r b e t r e i b e n d e r.) Zufolge einer von dem hiesigen Verschönerung»- und FremdenverkehrSvereine ergangen«, Einladung an den Gewerbeverein in Marburg wird dieser am 20. dS. unsere Stadt mit seinem Besuche beehren. Die Ankunft erfolgt um 9 Uhr früh. Zur Begrüßung der liebwerten Gäste weiden sich unier anderem Bürgermeister Stiger und der BereinSobmann Dr. Murmayr am Bahnhof ein-finden. Dann erfolgt der Einmarsch unter Voran-tritt der Pettaucr Knabenkapelle und der Kapelle der Mart'.rger „Uutcrlandler' in die beflaggte Stadt; hieiaus am Hauptplatz- in den fchattigen Anlagen Frühschoppen ant Konzert; Rundgang durch die Stadt. 12 Uhr Mittagefseu in den verschiedenen Gasthäusern. Um 2 Uhr nachmittag Abmarsch vom Hauptplatze in WnhoscheggS Gasthausgarteu; daselbst Gartenkouzert. Um 7 Uhr abend «öuzert der Marburg« Unter, landler in Jeglitsch' Saal. Der Cillier Ge i erbebund wird am gleichen Tage einen Ausflug hierher machen Schönstein. (Besuch.) DonnerStag den 10. dS. hatte Deutsch - Schönste!» das Vergnügen, liebwerte deutsche Volksgenosse» als Gäste zu be-grüßen, und zwar den Gesangverein ..Liedertafel' von Windischgraz, der hier eine Liedertafel zu wohl-tätigen Zwecken veranstaltete. Am Bahnhofe wurden die Gäste von dem hiesigen Gesangvereine empfangen und mit Musikbegleitung in das Deutsche HauS geführt. Im sortlge» Guttcn entwickelte»^ bald reges Lebe»; Chor folgte au? Chor, trefflich gesungen; die rührigen Damen suchten durch Verkauf von Ge-genständen eine gute Einnahme für den Deutschen Schulverein und die Südmaik zu erzielen Die Eangcspausen füllte die Schönstem» Musik aus. Ge-richtsvorsteher Dr. Stepischnegg begrüßte als Vor-steher des Schönsteiner Gesangvereines die Gäste mit warmen Worten. Ingenieur Pauki, Windischgraz. dankte in gleicher Weise für die gastliche Aufnahme. Kernige Worte richtete auch Bürgermeister Ingenieur Pototschnig, (Windischgraz,) an die Anwesenden. Allen Liedervorträgen und Reden zollte man großen Bei-fall. Dieies nationale Fest kann mit Recht als eineS der gelungendsten und gemütlichsten, die je in Schön-stein abgehalten wurden genannt werden. Mit allge-meiner Freude erwartet man den Tag. an dem die lieben Gesinnungsgenossen aus Windischgraz hier die Schillerieier abhalten werden. verstorbene im Monat? Mai 1909. Prvkop Pokorny. 85 Jahre alt, k. 11. k. Major i.P. Angela Janschek, 2 Monate alt, Fleischermeisterskind. Josef Mozina, 4 Jahre alt, Beamtenkind. Maria Kral 2 l/f Jahre alt, Kellermeisterskind. Elisabetl» Jeuschenak, 76 Jahre alt, Inwohnerin. Jakob Skasa, 27 Jahre alt, Monteur. Katharina Schwärzt, 54 Jahre alt, ApothekerSgattin. Karoline Tögl, 75 Jahre alt, Pvstosfizialswitwe. Franz Horwath, 5 Monate alt, MalerSkind. 3m allgemeinen Krankenhaufe: Franz Miklausch, 56 Jahre alt, Fabriksarbeiter. Agnes Braeie, 58 Jahre alt, Taglöhnersgattin. Max Koroschetz, 15 Jahre alt, Schüler. Maria Bouk, 55 Jahre alt, Taglöhnerin. Agnes Zelic, 50 Jahre alt, Taglöhnersgattin. Maria Znrcj. ''2 Jahre alt, Fabriksarbeitersgattin. Johann Znpan. 5S Jahre alt. Knecht. Angela Cuden, 10 Monate alt, Kind. Johann Tement, 23 Jahre alt, k. u.k. Infanterist. Theresia Koziker, 3'/, Jahre alt, Kind. Theresia Kodrie, 6 Monate alt, Kind. Josef Spanowitz 52 Jahre alt, Taglöhner. Anton Jnreak, 43 Jahre alt. Maurergehilse. Franz Hren, 20 Jahre alt, OrtSarmcr. Helena Zelic, 48 Jahre alt. Inwohnerin. Christine Gobee, 52 Jahre alt, Bedienerin. Franz Gregorn, 69 Jahre alt, Gemeindearmer. Franz Koznh, 13 Jahre alt, Gymnasialschüler. Theresia SpehS, 77 Jahre alt. Gemeindearme. Baria Loncar, 73 Jahre alt, Inwohnerin. Johann Farenik, 4 Jahre alt, Kind. Anna Zehar, 36 Jahre alt. Taglöhnerin. Matthäus Thoman, 86 Jahre alt, OrtSarmcr. Herichtssual. Die teure Petersilie oder ein begehrens-werter Nachbar. Dienstag fand beim BezirkSderichte in Windisch-seistritz eine Verhandlung statt, die trotz ihrer Ge-ringfügigkeit wert ist, der Oeffentlichkeit preiszugeben. Der Hausbesitzer und Kaufmann Herr Hermann Straßgüttl ließ an feinem Hanse, das an die Be-hansung des »taufmauneS Pinter anschließt, einige schadhaste Ziegel durch neue ersetzen. Unglückseliger-weise sind abeu einige Stücke dcr schadhaften Ziegel in den sogenannte» Garten (!?) des Herrn respektive der Frau Pinter gefalle» nnd haben einige Stück „Petersilie", besser gesagt „Hnndspetersilie" be-schädigt, deren Schaden von, Handelsgärtner Herrn Bischof auf 50 Heller geschätzt wnrde. Jedoch Herr Pinter oder seine Frau waren etwas teurer nnd verlangten gleich zehn Kronen für das Grünzeng und zehn Krone» für die Sachverständigen, die der Rechtsfreund Herr Dr. Lemez nach seinem Schreiben an Herrn Straßgüttl bereits an die Sachverständigen bezahlt habe, was sich aber als unwahr herausstellte, denn sie begnügten sich mit je zwei Krone». Herr Straßgütl zahlte de» von den Sachver-ständigen angegebenen Schaden per fünf Kronen nebst vier Kronen Schätznngskosten, ohne es auf ein Urteil ankommen zn lassen, so daß ihm die drei Reliquien von einer Perfilie auf neun Kronen zu stehe» kommen. Wenn also nach unserer Meinung, ganz Windlschfeistritz einen Monat von Petersilie des Gartens des Herrn Pinter leben möchte, so könnte es kann« mehr ausmache» als nenn Kronen. Aber wir leben ja im 20. Jahrhnndert, im Zeitalter der Teuerung! Also wer billiges Grün-zeug braucht, der gehe zum Kaufmann und Narodnjak Pinter. Deutsche Volksgenossen! Nach jlhrelanger freudig geleisteter Arbeit und Dank der opferwilligsten Beihilfe national bewußter Volksgenossen ist der Bau de« Deutschen Dauses bis jvr Vollendung gediehen. Die prächtigen Riume des stolzen Baues sind ihrer Bestimmung übergeben worden. FreigemuteS, frisches. vötkischeS Leben ist in daS Hau« eingezogen, da» für daS aanze deutsche Cilli und alle Freunde dieser Stadt, sür die deutschen Vereine, für alle Schichten der deutschen Bevölkerung bestimmt ist, als Heimstatt deu>s s t st e 11 e r in Aegypten verunglückt. Wie aus Kairo gemeldet' wird, ist der Schriftsteller Haus Withalm, ein Sohn deS Chefredakteurs der „Grazer Montags» zeitnng", im Sudan tödlich vernuzlückt. In Esne or ESne nabm er die Einladung eiueS Scheichs zur Jagd an. Bei dem Ritte ins Jagdgebiet stürzte er so unglücklich vom Pferde, daß er nach wenigen Minute» starb. Er wurde im Orte begrabe». Seine beiden Begleiter. Ingenieur Kryptomauns und Pro. sessor Dr. Mühler. verständigten die Behörde und setzten dann die Reise fort. Die Pellagraepidemie in Südtirol. Aus Trient wird 'berichtet: Im Bal Vcstino grassiert die Pcllagra derart, daß Lelbstmorde der von der Krankheit befallene» nicht selten sind. In Val Vcstino stürzte sich erst vor einigen Tagen ein jnnger Man» namens Ghczzino von einem 60 Meter hohen Felsen aus diesem Grunde herab. Die durchwegs sehr armen Bergbewohner, die sich nur von unreifem Mais ihre Speisen zubereiten können, erhoffen von der Re» gierung Hilfe. _ Deutsche Volksgenossen! fördert daS Deutsche Haus durch Spenden, Mitgliedschaft uud regen Besuch. Eingesendet. Kennen Sie schon Perfil, daS gute, moderne, unschädliche Waschmittel? Der Waschtag, bisher ein Tag der Unbeqnemlichkeit, wird jetzt ein Tag deS Vergnügens. Persil erfreut jede Hausfrau mit blendend weißer Wäsche und erspart zwei Drittel der bisherigen Dauer des Waschens, u»d Zeit für andere Arbeit ist gewonnen. Rnhiftrhpr erzeugt Appetit und „nuniibin&i ]eichte Vpr(lstUling und Tempelquelle regelt den Stoffwechsel. Vertrete 11g f. Steiennark: Ludwig Appl. Gr«. T^ndhau*. Es ist im Leben hässlich eingerichtet. daß selbst unier prangenden Blumen Gefahicn lauern, die verhängnisvoll werden tonnen, sommererkäl-gS lunqen sind lotche Erfahren, sie werden nur leider ^ nicht ernilhasl genug genommen und die Nackleile 9m. bleiben nie au*. Den bequem»«« und angeneiimsten ilkj Weg iu ihrer Betümpfung bietet der Gebrauch von "T Fgy» ächten Sodener Mineral PaftiUen, die man in W j>ber Apothete, Trogerie und Mineralivafseibandlung W& }slr K 1*26 die Schachtel l;aben kann. - Wenetal« repräsentanj für Oesterreich-Ungarn: W. Th. Gunyert, Wien. IV/I, Große Neugasse 17. _ ____^NATÜRLICHES BITTERWASSER Mild abführende Wirkung.Vorzüguch Gegen Cohstipation.GestörteVerdauunq.Congestionen.etu. 48 Deutsche Wacht ii-ie 7 Manufakturwaren, M, Herren- lä DadiÄtln, Modeartikel empfiehlt in grösster Auswahl und besten Qualitäten Warenhaus JOHANN KOSS Cilli,Bismarckplatz. i y Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. Die Cillier Gemeinde-Sparkasse befindet sich im eigenen Anstaltsgebäude, Ringstrasse Nr. 18. Die Spareinlagen werden mit 4°L verzinst; die Renten-Steuer trägt die Anstalt Der Einlagenstand betrug mit Schluss des Jahres 1908 K 11,076.029,04. 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