Nr. 181. Freitag, 9. August 1889. 108. Jahrgang. MMchm Zeitung. s«n,sterium des Innern Karl Frechern, von H..^ "°uhel genannt Henfler zu Rasen zum t^c """'Uhrer des Ministerrachcs unter gleichzeitiger M,.s^ < "^'"^ des Titels und Charakters eines ger>cht W an denselben allcrgnädigst zu ernenllen '' Taaffe m. s». M^, l- und t. Apostolische Majestät haben mit NM" Entschließung vöm 2. Ä.lgust d. I. dem ll',8 U.^?^'"'" in l5h"so Dominik Stipanich slant, ^^. Wner Versetzung in den bleibenden Ruhe-leihe,, ^„slberne Verdienstkreuz allergnädigst zu ver- Aichtamllicher^heil. FM. Philippovio. der Ltt^"^"ster Josef Freiherr von Philippovii. chischkn ? ,<"'^ welche den Waffrnrock des österrei-Gabe' , ^' ^tragen, wird heute in Prag zu doll«. wM ^"c>""^"' Entsprossen jenem Krieger« ^ Vtunn ^- Jahrhunderte lang die Orientgrenzen ^rsallkn^ ^^^"^ niemals wankender Treue und nie H"M . « Heldenmuth beschirmt und die Fahnen ">ch knis s?7 """' Schlachtfeldern Enropa's rnhm-Weste« V,, ^t. hatte Josef Philippovic von der leinem M "°^" an die Liebe zur Armee und zu ^llebfek?,. "°,^n in seinem Herzen getragen und zur Erzog' /" '"«es Thuns und Wollens gemacht, alten Gr!n - herrlichen Suldatenschule. welche die ^lqeu ""^""enter bedeuteten, kannte er nur Einen ^s Kriw^l ^rn gleichzuthun in der Uebung ^eich Z'"^'ens, u: der Hingebung an Kaiser und OcherreiH "°"chen Helden 'und 'Heerführer daukt besten ^'?^'" "lten Grenzlande, und unter den waren di? ?«! ^^ «uten Geistes in der Armee Zeiten. ^"e jenes Soldatenlandcs zu allen In diesem Geiste wurde Josef Philippovic' herangebildet ; er ist soznsagen aufgewachsen unter den Waffen, sie waren sein erstes Spielzeng. sie wurden seine unzertrennlichen Gefährten. Den Rock des Kaisers hat er getragen in seinen Knabenjahren und niemals abgelegt in seinem thatcnreichen Leben. Niemals aber hat er auch den Blick abgelenkt von den Idealen seiner Jugend. Hell und freundlich hat ihm sein Vlücks-stern geleuchtet auf seiner Bahn. aber nicht das Glück uud der Zufall allem bestimmte das Gelingen all seiner Unternehmungen. Sein tapferer Arm. sein Feuer-geist, seiue Kühnheit, Energie und Ausdauer, vor allem aber der aufopferude. glühende Patriotismus, der ihn beseelte und zu glänzenden Thaten begeisterte, dies führte ihn von Erfolg zu Erfolg, begründeten seine ungewöhnlich rasche und große militärische Carriere. Seinem Kaiser treu uud uützlich zu dienen, des Heeres Macht und Ehre. Oesterreichs Größe zu mehren, das waren die Wünsche seines Herzens, die er bis an sein Lebensende mit dem Aufgebote seiner ganzen Kraft zu erfüllen strebte. Baron Josef Philippovic hatte nicht das Glück, nur Freunde, aber keinen Feind zu besitzen. Die Tugenden jedoch, die wir geschildert, und die Bedeutung seiner thatsächlichen Erfolge wirb ihm niemand abzustreiten vermögen. In dem Streben, das Höchste zu erreichen im Dienste seines kaiserlichen Herrn, wurde er streng in den Ansprüchen an seine Untergebenen; was er von sich selbst im äußersten Maße forderte, rücksichtslose Pflichterfüllung und grenzenlose Hingebung an den Dienst, das forderte er auch von den anderen. Philippovic selbst konnte als die Incarnation des österreichischen Soldaten und Patrioten gelten, er kannte keine andere als die ernste Soldatenpflicht, keine andere politische Meinung als den unbedingten Gehorsam, die unerschütterliche Treue für seinen Mon< archen. Diese Tugenden und Vorzüge hat Baron Philippovic bewährt, wohin immer ihn des Kaisers Befehl gerufeu. Seit 55 Jahren hatte er sein strenges Sol-datcnleben geführt, seit 41 Jahren zählte er zn den tapfersten Kriegern, seit 31 Jahren zu den besten Führern der Armee. Die größte That seines inhaltreichen Lebens war zweifellos die Occupatiou Bosniens und der Hercegovina, deren glückliche und siegreiche Durchführung seinem Namen einen Ehrenplatz in der Geschichte unseres Heeres und Reiches gesichert hat. Selbst ein Sproß aus altem nnd edlem bosnischen Stamm, erblickte er hohe Gnade und Auszeichnung in dem Worte des Monarchen, das ihn an die Spitze des Occupationscorps berief. Oesterreich-Ungarn wollte seine Soldaten nicht als Feinde und Eroberer aussenden; als Mandatar Europa's wollte es geordnete und fried» lichc Zustände herstellen und sichern in jenen Landen, in denen so mancher ernste europäische Conflict ent» facht worden war. Nicht an blutige Kämpfe, an einen friedlichen culturcllen Sieg dachte man und war beinahe verfucht, den militärischen Apparat, der dabei doch nicht entbehrt werden konnte, gänzlich zu unter« schätzen. Feldzeugmeister Baron Philippovic dachte sich die Action nicht so leicht und glatt, an der Spitze eines wohlgerüsteten Corps überschritt er die Grenze, und bald sollten die Ereignisse beweisen, dass auch diese Macht zu unbedeutend war angesichts der kriegerischen und kriegsfreudigen Elemente, welche sich nun kräftig regten, um den Oesterreichern zu trotzen. Aus dem Friedenszuge war plötzlich em Kriegszug geworden, und eine ernste Sache ist es mit einem Feldzuge in einem Lande, das in seinen natürlichen Tcrrainverhältnissen und bei dem primitiven Zustande aller Verkehrswege einer regulären Truppe ungezählte, unberechenbare Hemmnisse entgegensetzt. Die militärische Uebcrmacht vermag hier keineswegs alles; die Kriegführung nimmt einen eigenartigen Charakter an. und nur die sichere Hand und der scharfe Blick des Führers entscheidet. Ein fein erdachter, sorgsam ausgeklügelter Operationsplan kann hier schmählich in die Brüche gehen; Philipftovic hätte auch kaum die Muße gefunden, ihn im Dränge unerwarteter Ereignisse zu ent» werfen. Trotzdem hatte er unter dem Eindruck der ersten blutigen Zwischenfälle rasch und energisch seine Entschlüsse gefasst. Ein großer Schlag mufste gewagt, ein mächtiger Erfolg erzielt werden, wenn das öster-reichifche Prestige hergestellt und der österreichische Name den Ausständigen imponieren sollte. Dieser Schlag war die Einnahme der bosnischen Landes» Hauptstadt, auf welche der Feldherr mit rücksichtsloser Cunsequenz losmarschierte, obwohl er keineswegs ein ruhiges, gesichertes Land hinter sich wusste und oh. wohl die erbetenen Verstärkungen, die zu formierende «zweite Armee» noch keineswegs zur Stelle waren. Und der kühne Zug gelang; bald wehte das Banner Oesterreichs auf den Zinnen Sarajevo's. Feuilleton. Als ^ AlWst-Metcore. ^ ^85 "ki^"' Abendstunden des 27. Novem« V"upftei,rrae., ^lt durch eineu förmlichcu Stern-^"wältiaH .. überrascht wurde, der einen geradezu °"l alle Beschauer'machte, 'l??"en 9 aturl^ ?"^"sse an diesem großartigen und ^Aa t N""'p'"e alle Krei e der menschlichen n ""ch wie s VV'""-te ^ «"ch um diese Zeit recht n"NschenE,^'"'"terlich gerade dies Gebiet der 3" H't herein "''^7 jahrhundertelang und bis in °en war. ^"' ^" der Wissenschaft behandelt wor-», ^äli^pi,fv s . wl'gen die E^.? . ""bercn großartigen Naturcrschei-d?3'u^.te dn Mns.^ Erscheinung längst zum in Aieteorfätt,n .- "Wh"! 3"vordeu war. lageu bei ses^ ""her B ' . 5 Elchen Erfolge der Wissenschaft «.?'u^t^ , 7'' e«t. als dass sie schon die alten 3"'Urn der N ^"'schen als naturgemäßen An 3lc»t,v ""d doch si„! i" "erdrängen imstande gewesen "sch n!.'"^ die 1 Ä,,^- ""'?. Aufschlüsse über die an'^ "«'en so i?« ^ überraschende» Himmels-H'rV "ner'P ' "lw'ter Art. dass sie beim Her< «ine ^ V ""l»^" ^chmmugm 'n"d1° "lgemei'n^^"."e oder Sternschnuppen sind Abend« ^"en HM ^!'"'?' dass mm, namentlich Man anglich „^, '? wahres, an keinem klaren "Nger.3 "" knr/e Z./3'"" ""schallen wird. wenn v°>n 9 l. bekamt js? "?", H"""'el betrachtet. Ebenso ' U.Ana?s/2. bass in den Abendstunden 'Mt alljährlich sich diese fliegenden Sterne in viel größerer Menge zeigen, und dass in noch größeren Mengen, aber anch in Pansen von 5N Jahren, im November die Erscheinung auftritt. Wenn man aber nach der Ursache, >mch der Natur dieser Erscheinung fragt, so findet man die wmlderbar-sten Vorstellungen verbreitet. Selbst b.i Leuten, welche den Ergebnissen der Naturwissenschaften nicht fremd g.genüberstandcu, lraf man vielfach anf die Anschau-uug. wouuch die Sternschnuppen wirklich fallende Sterne sein sollten. Als die weltlörpcrliche Natur der Sterne des Himmels dann nicht mehr in Zweifel ge-zogen werden konnt", schrieb man den Sternschnuppen eine irrlichtartigc Natur zu, indem man sie als in uuscrer Atmosphäre verbrennende Gase oder schweflige Dünste ansah. Diese Ansicht reichte bis in nnscr Jahrhundert herein, und es hat lange gedanert. bis die zuerst von dem Physiker Chladni' vertretene Ansicht, wonach die Sternschnuppen ganz ähnliche Körpcr sein müssten wie die Meteorsteine uud Feuerkugeln, die zuwelleu anf die Erde herabfallen, und also Boten aus dem fernen Weltraume sind, selbst bei den Gelehrten Eingang gc-funden Hai. Die Frage war nur d,e. wie so tlrme aus dem Universum zu uns kommende Körpcrchen zum Leuchten in uuserer Atmosphäre kommen löunlen. Aber wenn die großen Steinmeteurileu. welche öfter mehrere hundert Pfuud wogen, bci ihrer Bahn durch unser Luftmrer sich bis zum Glüheu erhitzen konnten, so ist umso leichter eiuzuseheu. dajs kleinere Kmperchen. welche mit derselben Geschwindigkeit die Atmosphäre durch-schneiden, eine bis zur völligen Verbrennung gestclgerte Wärm? entwickeln mögen.' Freilich ist der Beweis dafür, dass ein Körper, wenn er sich mit großer Geschwindigkeit im widerstehenden Mittel, wie es unsere Atmosphäre ist, bewegt, einen Theil seiner Geschwindigkeit in Wärme verwandeln muss, erst zu erbringen gewesen, seit die neuere Physik gezeigt hat, dass die Wärme selbst nichts anderes als eine Art der Bewegung der kleinsten Theilchen des erwärmten Körpers ist. Dass aber die großen Meteore und die Sternschnuppen nicht wesentlich ver-schiedene Körper sind, zeigt ein Fall. der sich am 30sten Jänner I8W zugetragen hat. Um diese Zeit fiel in Russisch'Polen — in Pul-tusk — nach einem furchtbaren Knalle ein wahrer Stcinregcn zur Erde nieder, als Schlussact einer großen Meteorerscheinung. wie sie nur selten beobachtet wurde. Dieses selbige große Meteor erschien um diese Zeit ferner gelegenen Orten als gewöhnliche Feuer» tugel, und noch weiter entfernte Orte fahen es nur als helle Sternschnuppe, Freilich gehören ganz andere Ge< schwindigkeiten dazu, um einen Körper durch die Reis l ilug in der Atmosphäre zum Leuchten zu bringen, ale wir sie auf der Elde zu erzeugen vermögen. Selbst di stärksten Krupp'schen Kanonen vermögen ihren Geschossen keine hiefür in Betracht kommende Wärme-Erhöhung durch die Flugbahn zu ertheilen. Aber die Geschwindigkeit, mit der die Stern« schnuppen an der Grenze unserer Atmosphäre au« dnn Weltraume anlangen, ist eben auch enorm viel höher - man kann sie zu sechs Meilen in der Secunde an« nehmen. Wäre nun die Atmosphäre in den Höhen, wo die Sternschnuppen zu leuchten beginnen, schon so dicht wie an der Erdoberfläche, so müsste die Reibnnq bci dieser überirdischen Geschwindigkeit eine so enorme sein. dass binnen einer Stunde die Sternschnuppen eine Temperatur-Erhöhung von Millionen von Graden erlitten. Allein die Atmosphäre wird nach oben stetig, leichler, dünner, und so hat Schiaparelli in Mailand, l'aibacher Zeitung Nr. 18l. 1546 9. August 1889. Uild nun begann Philippovic, dem allmählich die imposante Macht einer ganzen Armee zngebote stand, das Pacificierungswerk. War es auch kein ebenbürtiges Heer, das er sich gegenüber hatte, der Ruhm des Sieges war nicht geringer als jener einer großen, offenen Feldschlacht. Vielfach ist unterschätzt und ver» kannt worden, was für harte und ernste militärische Arbeit hier zu verrichten war: Der Kenner Bosniens wird anders urtheilen und verständnisvoll einstimmen in das große und wohlverdiente Lob, das dem glücklichen Feldherrn nach dem Abschluss seines kriegerischen Werkes von maßgebenden Seiten zutheil geworden ist. Und was er mit den Waffen errungen, das hat Philippovic an der Spitze der Administration des Landes zu festigen gewusst; er hat auch den friedlichen, den culturellen Sieg Oesterreichs in Bosnien und der Hercegovina begründet, ei hat die erregten Gemüther beruhigt, die Herzen dem «Fremden» qc-wunnen, den man misstrauisch kommen sah; er hat kräftig und glücklich jenen vorgearbeitet, die nach ihm gekommen find und nun so glänzend vollendet haben, was er erfolgreich begonnen. Diese Kriegs- und Friedensthaten sichern Philippovic ein unvergängliches Andenken, einen unsterblichen Namen in der Geschichte Oesterreichs uud der occupier« ten Provinzen. Im irdischen Leben ist er vorgedrungen zu den höchsten Zielen des hochstrebenden Soldaten; er hat erreicht, was wenigen beschieden, und ist im Vollbesitze des Erreichten, auf einem hohen und verantwortungsreichen Posten von dem Tode ereilt worden, dem auch der glücklichste Feldherr nicht widersteht. Sein Tod wird schmerzlich empfunden heute und wird schmerzlich empfunden werden, wenn einst wieder die Waffen entblößt werden sollten zum Streite. Wir haben einen unserer tapfersten Soldaten, einen unserer kühnsten Heerführer verloren. Der Anthropologen-Congress in Wien. Wien, 7. August, Die heutige gemeinsame Sitzung des Anthropologen« Congresses, in welcher Geheimrath Virchow den Vorsitz führte, war nahezu ausschließlich den Gräbern aus der Bronzezeit und der wissenschaftlichen Besprechung der Bronze selbst gewidmet. Die Vortragenden führten ihre Zuhörer auf die Friedhüse der verschiedensten Weltgegenden, jene Friedhöfe, deren Grabhügel mit ihrem Inhalte uns über das Leben und die Culturstufe der Menschheit zur Zeit der sogenannten Nronzcperiode einigen Aufschluss zu geben vermögen. Als erster hielt Professor Dr. Julius Naue aus München einen höchst interessanten Vortrag über Gräber und Leichen aus der Bronzezeit in Baiern. Er sagte unter anderem: «Die eingehenden Studien in diesem Fache konnten an 280 geöffneten Grabhügeln in Ober-baiern gemacht werden. Die Fricdhöfe aus der ältern Bronzezeit sind immer mit Steinen geschlossen. Die Grabhügel sind nebeneinander und bestehen aus Steinschichten, in der Art, dass auf jede Stein- eine Lehmschicht folgt, in der Regel fünf Schichten. Die Grabhügel stehen sehr häusig in parallelen Reihen nahe aneinander; auch ra< gen sie nicht allzu hoch über dem Boden hervor. In den Gräbern herrschte gleiche Bestattung und gleicher Rang. i Die Skelette liegen meistens nach Westen oder Süden und tragen spiralartig gewundene Halsketten aus Bronzedraht. Jeder Leiche sind zwei Nadeln mit kugelförmigen und geschwollenen Hälsen beigegeben, die Spitzen der Nadeln sind gewöhnlich nach oben gekehrt. Am linken und rechten Arm je ein Armband, die mit eingravierten Ornamenten verziert sind. Ferner finden sich in jedem Grab doppelte Gürtelplatten. Als Kopfschmuck dient ein fischblasenförmiges Diadem, das über der Stirne durch zwei Spiralen zusammengehalten wird. Waffen finden sich sehr wenig, ebenso Schwerter und Lanzen, häufiger dagegen trifft man dreieckige Dolche. Sehr wichtig ist das Auftreten des Bernsteins. In Oberbaiern wurde ein Bernstein-Amulett und außerdem in jedem Grabe eine blaue Perle gefunden. Die Grabgefäße sind sehr einfach. Das ist die erste Periode der ältern Bronzezeit. Die zweite Periode zeigt einen weitern Fortschritt in der Technik der Gegenstände und der Weiterbildung der Form. Dabei treten auch in der Bestattung andere Verhältnisse auf. Die Skelette sind theilweise angebrannt, die Leichen dürften auf ein im Verlöschen begriffenes Feuer gelegt wordeu sein, das vielleicht vorher zum Opsermahl gedient hatte. In der jüngern Bronzezeit liegen die Gräber sehr tief und sind nur aus Stein. Anstatt der Leichenbestattung findet sich jedoch hier ausnahmslos Leichenverbreummg. Dabei trifft man eine große Anzahl von Schmuckgegenständen, darunter zum erstenmale Messer. Im allgemeinen enthalten die Gräber aus der jüngern Bronzezeit ein reicheres Inventar.» (Lebhafter Beifall.) Große Aufmerkfamteit fand der nachfolgende Red< ner, Professor Virchow, der über Funde aus Trans-laulasien sprach. Diese Funde, meinte Virchow, bieten an und für sich sowie in ihrem Verhältnisse zu anderen ähnlichen Funden lebhaftes Interesse dar. Er erinnert zugleich an seine erste Bekanntschaft mit dem Custos des Oesterreichischen Museums, Herrn Heger, den er auf dem internationalen Congress in Tiflis kennen lernte. Heger habe seitdem sehr reiche Funde gemacht und ausgezeichnete Bilder derselben entworfen. Virchow besprach nun die drei großen Gräberfelder aus der Bronzezeit im Kaukasus. An der Hand einer von ihm auf der Tafel entworfenen Zeichnung der Localverhältnisse führte er die Zuhörer auf die drei Gräberfelder. Das erste, in der Nähe des Kasbek gelegene Gräberfeld von Kuban hat ein hervorragendes Interesse gewonnen, weil es über. wiegend der letzten Bronzefteriode angehört und die ersten Ansänge der Eisenzeit merken lässt. Die Wiener Sammlung ist an Funden aus diesen Gräbern sehr reich. Ihre Geschichte reicht bis auf etwa ein Jahrtausend vor Christi zurilck. Bayern, der eigentliche Entdecker der prähistorischen Gräber im Kaulasus, fand ein zweites Gräberfeld, dasjenige von Samatavro. Die Gräber sind in mehreren Etagen übereinander und enthalten Dinge, die von denen in Kuban Wesentlich verschieden sind. Ein dritter Punkt ist das sogenannte Redkinlager. Unter den daselbst ge« fundenen Gegenständen befindet sich eine besondere Specialität: der Antimon, wodurch ersichtlich wurde, dass das Antimonmetall schon im Alterthume bekannt war. Man fand dieses Metall in Babylon, ferner in Egypten, wo es als Farbe verwendet wurde. Im Tempel von Beinhassa findet sich ein Wandgemälde, welches einen Zug semitischer Wanderer zum Statthalter vorstellt, dem die Wanderer als wertvollstes Geschenk Mestem (Antimon) '^— bringen. Man fand übrigens auch Knöpfe aus AntiM" in den Gräbern bei Kuban, ferner Gürtel mit wunm-baren Verzierungen aus Email. ^, Es folgte sodann ein Vortrag des Grasen W«. backer Wurmbrand über die Formverwandtschaft der ye mischen uud fremden Bronzen. Seit 20 Jahren verM es Redner, dem Räthsel der Bronze und namentlich ° Technik der Bronze näher zu kommen. Unser Gen « Uchatius, sagte Wurmbrand, hat sich nach zwei Punli^ über die Bronze ausgesprochen. Er meinte, ^>^. Alten die Bronze in einer Weise zu härten verstau ^ die wir nicht kennen und die er, Uchatius, sich als 1 Geheimnis gedacht hat. Zweitens constaticre er, "^,^ nicht imstande, den Guss der Bronze in so feiner^ durchzuführen wie die Alten. Man sehe dies an Schw _ tern und Kesseln aus Bronze. Soweit Uchatius. M g jedoch auch noch eine oberflächliche Behandlung der B" ^ und zwar seien dies Umgussversuche, die zur P>aG gemacht wurden. Ich selbst brachte es zustande, «rM zu schmelzen und empfieng dabei den Eindruck, dass Volk zur Steinzeit die Bronze durch Umgießen zu wenden pflegte. Gras Wurmbrand empfahl schlieM ^ Bronze in Oesterreich einer näheren Aufmerlsamlen Anthropologen. ,.^ Es sprachen Fräulein Sophie von Torma ' Schristzeichen auf thraco-dacischcn Funden und He^ > Martin Kriz über geschnitzte und gravierte Knochen " Renthiergeweih-Fragmente aus den mährischen V^ Kulna und Kostelil. Auf Wunsch des Redners wurde" Commission zur Prüfung der Echtheit und den amy pologischen Wert dieser Funde eingesetzt. ,^ Um halb 4 Uhr nachmittags fanden sich s^""^ Congressmitglieder zum Besuche des Parlaments «M ^ stibule desselben ein. Nach halbstündiger Besichtig""^ ^ gaben sich die Gäste ins neue Aurgtheater, wo dle, ^ von Baron Hasenauer persönlich durch alle Räuwe ^ Gebäudes geführt wurden. Den Schluss bildete d'e sichtigung der neuen Universität. ^^. Politische Ueberstcht. ^ (Zur Lohnbewegung) schreibt """ ^ü aus Trifail: Unter den Arbeitern uud den 3°' ' ,st derselben herrscht großes Elend. Als am l- "'^ in St. Katharina die Schulmesse stattfand, !"" ^M iu der soust nur von der Schuljugend besuchte» ^sl über hundert Knappen ein, die mit wahrer "!1 ,,d>, uud auch unter Thränen um eine glückliche -i) -^ gung dieser schlimmen Lage beteten. Ällgemei" '1^^ doch die Ansicht der streikenden Arbeiter, dass i" ^ mit einer achtprocentigen Aufbesserung die Arbeit ^ aufnehmen können. Wenn man einzelne DetaU ^ fährt, so darf man sich nicht wundern, dass «'H^st, Sympathien nicht der Trifailer Kohlenwerts-GeseM^ sondern den Arbeitern zugewendet haben. ^7 ^» Terpotih in Trifail, ein Ehrenmann und bel ^ Knappen wie ein Vater beliebt, war ursprüngM ^ eine 25procentige Aufbesserung, wodurch der ^ , einstellung sicherlich sofort ein Ende bereitet '" ^ wäre, als jedoch von Wien Inspector DrascY ^ wurde eine acht' bis zehnpcocentige Erhöhung ^ Löhne angeboten, mit der sich die Arbeiter "H^»f, friedengeben zu können erklärten. Ueber den^^ dem, wie wir sogleich sehen werden, der gewaltigste Fortschritt in der Erforschung der Steruschnnppeu-natur zu danken ist, berechnet, dass in der That die Temperatur-Erhöhung der Meteorsteine auf ihrem! Laufe durch die Lufthülle nur einige tausend Grade i in der Sccuude erreichen wird. Dass aber eine solche für unsere Vorstellung immerhin euorme plötzliche Temperatur-Steigerung ausreicht, die kleineren Körper, welche die Sternschnuppen bilden, zum Leuchten, ja zum Verdampfen zu bringen, wird ohneweiters einleuchten. Diefe Geschwindigkeit, mit der die Sternschnuppen aus dem Weltraume auf unfere Erde losschießen, ist es nun auch recht eigentlich gewesen, welche uns über den Ursprung dieser schausten Himmelserscheiuuug belehrt hat. Die Geschwindigkeit von etwa sechs Meilen in der Secunde ist nämlich fast um die Hälfte größer als die planetarische Geschwindigkeit, also die der Erde in ihrer jährlichen Bahn um die Sonne. Und da nnn gerade die Geschwindigkeit, mit der sich ein Himmelskörper in seiner Bahn bewegt, ein unterscheidendes Merkmal für seine besondere Natur bietet, so müssen wir schon deshalb nach einer anderen Classe von Himmelskörpern suchen, welche ähnliche Bahngeschwindigkeiten aufweifen wie die Sternschnuppen und Meteore. Eine solche Kategorie von Himmelskörpern, welche sich mit größerer als planetarischer, nämlich etwa sechs Meilen pro Secunde betragender Geschwindigkeit in der Bahn bewegen, sind aber die Kometen, und zwar fiu det sich unter diesen eine Anzahl, welche in zwar langgestreckten, aber doch geschlossenen Bahnen die Sonnc umkreist nnd dieselbe Bahngeschwindigkeit besitzt wie unsere August-Meteore. Es ist nun eine Hauptaufgabe der heutigen Astronomie, die Vahnen der Himmels- körper so genau wie möglich zu bestimmen, uud es ist ihr die Lösung dieser Aufgabe mit einem geradezu erstaunlichen Grade von Schärfe und Sicherheit gelungen. So sind alle jene Kometen, welche, wenn auch nur wenige Wochen oder Monate dem menschlichen Auge sichtbar wurden, so genau bemessen und berechnet worden, dass man die Lage und Dimensionen ihrer Vahnen im Raume sehr genau kennt. Es ist aber auch, nachdem man auf anderem Wege die wahre Größe der Bahngeschwindigkeit der Sternschnuppen ermittelt hatte, gelungen, diejenige Bahn zu bestimmen, welche der Sternschnuppenschauer, der alljährlich um den 9. bis 11. August auf der Erde erscheint, um die Sonne beschreibt. Kaum hatte man aber dies letztere Resultat ge-fuudeu, als man auch sofort eine völlige Uebereinstim' mung zwischen dieser Sternschnuppenbahu und derjenigen fand, in welcher sich der dritte Komet des Jahres 1862 um die Soune bewegt. Die Uebereinstimmung der beiden Bahnen, die nur bezüglich der Umlaufszeit (wegen der schwierigen Bestimmung dieses Elementes aus den Sternschnuppen-Beobachtungen) noch einer Bestätigung bedürfte, war so schlagend, dass man nicht mehr zweifelhaft fein konnte über den ursächlichen Zu« sammcnhang beider Erscheinungen. Bide Himmelskörper laufen iu derselben Bahn um die Sonne — entweder sind sie ursprünglich em Ganzes gewesen und haben sich voneinander losgelöst, oder der Komet hat sich aus dem Meteorrmg durch Verdichtung der Meteor, materie gebildet. Beides lst möglich. Denn denken wir uus, dass ein Komet nut semen äußerst zarten Theil-chen iu die Nähe eines großen Plan ten. des «Jupiter., kommt, so wird der den Planeten näherliegeude Theil des Kometen weit starker augezogen als' das andere Ende. Auf diese Welse könnte daun ganz wohl eine Loslösung einzelner Theile staltfinden, ^ ^h» in einiger Entfernung von der Hauptmasse '7?^^ weiterziehen würden. Bei folgenden Annäye ^e an einen massenhaften Weltkörper würde sich, ^M Process wiederholen, und so könnte im ^ause ^ Jahrhunderte allmählich die ganze Bahnst"" ^i'-Kometen mit losgelösten Theilchen angefüllt »" ^ Da nun die Erde ebenfalls eine V"^itte" die Sonne beschreibt, welche die Bahn des , j» Kometen von 1862 in demjenigen Punkte schn"^ so welchem sich unsere Erde am 10 August besiN" .^ muss die Erde um diese Zeit durch diese konw ^,„ oder meteorische Materie hindurchgehen, die ba"' '^ der enormen Geschwindigkeit, mit der die Krellz ^, beide» Vahnen stattfindet, in unferer Atmospya^^e" brennen muss und so das Schauspiel eines Sternschnuppensalles bewirkt. „W^ Dass sich das August-Phänomen der Ster"! ^t»e pen in jedem Jahre wiederholt, sobald nur ^ an diesem Puukte ihrer Nahn angekommen '^ ^ Mist, dass die Vertheilung der Kometenthell^^dcll reits auf die ganze elliptische Bahnstrecke st""M"r hat, wenn auch die Zahl der in den genannten ^> Tagm in verschiedenen Jahren beobachteten ^ ^ schnuppen eine verschiedene ist. Die VerM ^te, dem Äahnringe ist also eine noch keine gl"^^ und man kann daher nicht voraussagen, "b . ^ ^l>' ten Tage einen reichen oder eineil mäsN^ schuuftpenfall bringen werden. nete"^ s Diefe Auflösung der Kumettheilchen M "" t^ Materie würde auch eine natürliche ^"^ch s<^, mchrfach beobachtete« Erscheinung bieten. "^ ^e" ^ beschweifte Kometen, wenn sie nach vielen ^W" Erdnähe zurückkehren, viel von ihrem früher ^, 55. verloren haben. ^Wlllw Zeitung Nr. 1«l. 15,47 9. August 188!'. w ^ ? ^erwaltuugsrath an die Knappen erlassen hat, rat? >'? ^' "^"^'ll aenrtheilt. Der Verwaltuugs-j!,/,^hmt sich darin einiger Verdienste, die entweder m? » ^er unbegründet sind. Wenn er ein auf-?,.'""',? Ohr hat. so mag er hören, was die Vevöl-^mcz ubrr sein Gebaren sagt. Dass es bei gntcm "'"k" möglich ist, mit den Arbeitern gnt auszukom-«^ dafllr liefern Beweise die chemische Fabrik in vra!Nua.c<. die dortige Glasfabrik, der Kohlengewerkc "M ,^ Nrczno und Hilda Jama, dessen Verwalter der «loeitseulstellung dnrch eine billige Erhöhung der "M wcht im vorhinein vorbeugte.' Wo Arbeiter Aus-Zungen uud Gewaltthätigkeiten begehe,,, wird sie rmand m Schuh nehnieu, aber die große Masse ^s.^sigen Arbeiter ist gut geartet, uud der Vcr-^"""Usrath der Trifailer Gesellschaft hätte durch h^ ^"tgegrnkomlnen die jetzige trostlose Lage ver- «^./3eldzeugmcister Philippovie.) Vor-be ? ^"uUwgs erschieu der Statthalter vou Böhmell Kailp? ^"oniu Philippovic, um das Beileid des wrd "Mudrttckcu, sodauu erschieu Erzherzog Franz am K ""^ ""^ Deplltatiou von Offizieren, legte h.c ss?"^' rinen Palmenkranz nieder uud verweilte w, ? "'seller Andacht. Beileidstelegramme laugt.u dem 3" ^zberzogen Albrecht, Friedrich uud Rainer. Ie„ ,?egsmluister. dem OberstlaudmarschaN. Genera« ara^Uchofs-Confcreuz.) Eiu Prager Telc-lit!, ".^ldel: ^"^ ^uter Quelle, erfährt die «Po-ber^m 3- ^^ österreichischen Bischöfe vor Begiun der wn '^". ^^ Rcichsrathes in Wieu zu einer Co„. treten , ?""'b die cuufcssiouelle Schule, zusammeu- näl^^°ncessiou für Schiffahrts-Ca- lnit ^ ml- Handelsmluisterium ^^ 'l" Einvernehmen drm s, s.> !""sterien des Innern und des Ackerbaues PMn?ldl'H autorisierten Civiliugeuicur Iohau» Mm,?, ^" "°" Kaschaubcrg neüerdiugs die Be-dieM?..^ Voruahme techuischer Vorarbeite» für Donai 3'"uug sch'ffbarer Wasserstraßen zwischen der der E f.» ^" Elbe, der Donan und der Oder, dann die No.. . bem geplauten Donau-Odercauale auf ^auer eines Jahres ertheilt, bi? A>,^'^ balmatlnische Landtag) nahm »der Nr ^ "^eu des Gaues der Bahne» Knin-Novi tuvic-U c^'""^ara, Sarajevo-Spalato und Met Monti's V^cche °" und lehnte den Antrag Vaja-uich Neri^ ^'^ Tagesordnung, die Gesehesvorlagen ^ di. ^? "" ^" Landtag in beiden Landessprachen f/bgeordneteu vertheilt werdeu. rMsl""^ dem Occupationsgebiete.) Der "klle A« "'"^ '" Sarajevo. Bakuuiu. ist ohne offi-'PreNp ?^ ""ch der Hercegovina abgereist. Die hiezu. es sei dafiir Sorge ge-Horden'n,:?'.^ "'s^che Fmictiouär vou alleu Be-n!.t eingehender Aufmerksamkeit behandelt werde, dtt^'l'r Franz Josef in Berlin.) Bei ^lftftm^°? ^'l"s Franz Josef in Berlin bilden wich e-.,. s^ardecorps Spalier. Auf dem Bahuhofe ^"ftamlic. ^""wmpagnie, vor dem Schlosse eine lMeU"?^ als Ehrcn^ Kaiser uns? > ^"' ^°r dem Wagen der beiden ^rdinaud r^ ^ .^'" 2U"l,en des Erzherzogs Franz °^ Vrank !. ""^ Escadron. Bein, Einfahren in gegeben 3' ."^" ^hor werden 101 Schüsse ab-?"sarcn N.v >"^^ lNoW Zapfenstreich statt. Vom ^""osficier,'?" ^"^r Franz Josef versehen sechs (Di,^"' dienst vor den Gemächern. Wder I.,,^lkaustaateu.) Das offtciöse Ael-^ über?« !?^t" enthält eineu iuspiricrten Ar-^°päische>, lk ^"hältnis der Valkanstaatcn zu deu '".^!"l f?i^^""ch^u und erklärt, die Balkaustaateu "uem ordn..^ ^ einträchtig ihre Augelegcuhciteu Mmdrn ^:!' ,- ^ '" die'unter den Großmächten k l schlies't?/"^"' "icht hin.inmische>i. Der Ar-I "". wet ,.c ^"sicheruug. dass die Valkan-?!'^ n»r dp« < ?"^' bm europäischen Großmächten el/?' 'ln Ge' N" ^'""b zur Ve»ur..higuug zu ,?lt sind meldet, dass vom 10. Angllst angefangen 70,000 Mann der stehenden Armee unbeschränkten Urlanb erhalten, woraus hervorgehe, dass die Befürchtung, der Friede könne gegenwärtig gestört werden, nicht ernst zu nehmen sei. Der ehemalige Minister des Aeußern. Cairoli. ist in Neapel gestorben. Cowcs, 8. August. Bei dem Festmahle desYacht-Geschwader-Clnbs toastete der Prinz von Wales anf den Kaiser Wilhelm und bemerkte, hoffentlich würden die große deutsche Armee und die britische Flotte zur Erhaltung des Weltfriedens beitragen. Der Kaiser erwiderte. Deutschland besitze eine. seinen Bedürfnissen entsprechende Armee; wenn England eine, seinen Erfordernissen entsprechende Flotte besitze, werde dies von Europa im allgemeinen als ein höchst wichtiger Factor zur Aufrechthaltung des Friedens betrachtet werden. Pcttlhof, 8. August. Der Vermählung des Groß« fürsten Peter mit der Prinzessin Mlica von Monte» negro wohnten sämmtliche Mitglieder des Kaiserhauses, die anwesenden Anverwandten, das diplomatische Corps und viele hohe Würdenträger bei. An der Hochzeitstafel nahmen auch die Botschafter Deutschlands nnd Englands theil. Athm, 8. August. D,e Pforte beschloss, auf Kreta den Belagerungszustand zu verhängen. — Reuters Office erfährt: Die Diplomatenlreife glauben, dass. ob- wohl noch keine Macht irgendeine Action betreff« W kretensischen Frage vorgeschlagen, doch alle Cabmete ei^ schlössen seien, nicht znzngrben, dass die Aufruhrb«» !> anf Kreta den Frieden' Curofta's bedrohliche Dmtt" sionen annehme. England beantwortete bereils v griechische Circular. Die Form der Autwort ist Mw haltend und ermuthigt keinesfalls die Haltung ^ chenlands in der kretensischen Frage. ^- Angekommene Fremde. Am 7. August. <«^ Hotel Stadt Wicu. Flesch. Kauf,», Prag. - b"M' ! , sender, Wien. - Vosan, Gutsbesitzer, Rrisnih, — ? ,,„d Hotelier, Vcldrs. — Cambosi. Wellisch, Stepancl, «"l Skribar, Kaufleute; Afchner. Jurist. Wien. — I""" M Professor, Svalato. — Kurlebuch, Kcmsm., Franks»" ". — Umlauf, Kaufm,. Klagenfnrt. - Novak, Gymnastalpwl^! Sarajevo. — Rosexfeld, Kaufm., Nürnberg. <>.>:»„. Hotel Elefant. Perlo, Kanfm.. Pettau. - Köniqsbergcr, "^ — Hambrusch. St. Veit. -- Fabris, Priester, TrM, Vrrsec, Sparcassc-Director, Cilli. — Baldini " Smarje. - Col, Inspector, Stein. — Kaus, Sch"^ Smarjc. ^iy, Hotel Slidbahlchof. Wunke, l. k. Oberlieutenanl, Agram. ^^" Landstras;. - Amou, Vozen. - Irrd s. Frau ""^'Hcl, Wieu. — Nustia, Lehrer, Trieft. — Oglar sammt Scl!>", Krainburg._________________________________^^— Aelftarlmis. .„h. Den 7. A >l g u st. Joses Nozie, Kaischler, 41 I- ^ thal 11, Luugentuberculofc. — (5. Iatlic, Agcnteus-^i 4 Mon., Tneftersirnsie 37. l'.kl^i-i'ini» iiitoklmi^i»^^.^^ Vottozichuug vom 7. August. Brunn: 55 18 36 26 85^^ Wolkswirtschastliches. Lailmch, 7. August. Auf dem heutigen Markte lU'd "'H »ei,.- « Wageu mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stlv'i tt Wagen und A Schisse mit Holz. __________Dnrchschnitls'Prei^e,______»—»1«^ Mit.- Mg,.. Mt' ^ Weizen rr. Hrltolit. l; <;ti 7 2-> Butter pr. Kilo - - « - ^ Korn » 4 lit! 5, 5 Eier pr. Stüct . . — ^ ^ Gerste » 4 15 5 — Milch pr. Liter . . " l ^ Hafer » 3 — »! 15 Rindfleisch pr. Kilo - ^ ^ ^ Hlltt'frncht .-------li I5> Kalbfleisch » ""^ ^ Heiden » 5 2l) 6 2l> Schweinefleisch » " A . ^- Hirse . 5 10 5 10 Schöpseusleisch » " A.^ .Nulnruz » 4 «5 5 15 Händel pr. Stilcl . ^- '" ^, ^ Erdäpfel l(X) Kilo 2 25-------Taudcn » ^ '^ ^ ^ Linsen pr. Helwlil, 12-----------Heu pr. M.-Clr. . 2 A ^ Crlisen » 1A-----------Stroh . ..2^ Fisolen » l 1-----------Holz, hartes, pr. ,, ^ ^ Aindsschinalz Kilo —«4------- Klafter ^,^^ Tchweineschmalz » —70-------—weiches, » ^98^ Speck, frisch, . — 50-------Wein,roth,,UX)i!it. ^ ^ ^ ^ — geräuchert » —70-------1 — weister, » BeMchNmssell in Miach^ "77 u. Mg^?^"ii M?l ND^ ^mz'iiewMt, ^ gl) » .i . N. 7W 5 24 0 NO. theilw. l»elt" i» . M>. 737 5 1!) 5 Ost j l'ewüllt ^s Morgens bewölk«; tagsüber wechselnde Bewölk»^' ,ss>c, Tagesmittel der Nürme 20-6«, um <)-«" über dem ^ Verantwortlicher Nednetenr: I. ^ a c, l < i ^^,-«-^' Ueber Saccharin. . .^, OM Wohl selten hat eine Erfindung aus chclN'sa"'^ ^M ein so berechtigtes Aufscheu erregt, wie das Saccharin- ,,ge»^ iu letzter Zeit viel ilber dieses Präparat, welches dcu ^, pso schaftcn der luoderncu Chemie zur größten Zierde N" ^ ^ . und <-.<>»!!-» geschrieben, allein das Schlussresultat ""^s >'c' uud insbesondere von berufenster Seite als riu N,^,.,"U''^ zeichnet. Einen Beweis hiefilr liefern die wisfenschaftu^fM' suchilngl'", welche au der mediciuischeu Abtheilung des ^ ,,^stt Dräsche im l. l. allgemeinen Kranlenhansc in Wi"' ".^.iilpl Zeit angestellt wurdeu. Das Endergebnis derfelbrn stN>' ^„scy sächlich in folgenden Punkten: Das Saccharin schadcf °/' ^ilM' lichen Organismus nicht, wirkt nicht störend auf b"v^hi't, ^ hat sich bei Magen- und Darmlatarrhcn vorzüglich^'^>>e!o ein ausgezeichnetes diätetisches Mittel bei Fettsucht. ^D!'" mc-IIl!>^ ?c., ein wertvolles Ersahmittel für Z>>cl"^'» ^ Scorbut. Krankheiten der Zähne und des I. Klaner erfüllt die tta>ma.e Psl^n Ableben feines langjährigen Commis, des v" Andreas Simonöiö belauutzugeben, welcher gestern vorlnittags n« ^^^„ gem, schwerem Leiden, «ersehen mit den ^M der heiligen Religion, verschieden ist. ^„>'M' Das Leichenbegängnis findet morgen ^-.M» den ll), d. M., nm 4 Uhr nachmittags vc>>» l) Ciuilspitalc aus statt. Lail> ach am i>. Augllst 1889. ^s 1549 Course an der Wiener Börse vom 8. Angnst 1889. M« dem «Menen «o«^«««« ----------—.______ T!i««.»«. ^"d War, „ ^Nllts-Aulehen. 2b« st' ,3^,«b" > /" U'zc 5N0st, iW.139s». ""'^,.^, i,"5« W, 1»«.,.. ,.,8.50 „ 100 st, ^?«!«.', ,ü»,.,. Gelb Wars Grundcntl.-Oliligationen (siir IN!» st. 'Vn mährische...... 110 25 110 75 5/>/„ »rain und Küstenland . . —'— —'— 5"/„ nieberöslerreichischr . . . 109 50 110 50 5"/, steirische...... --.- —-— 5"/^, kroatische und slavonische , l«b' - ll)8 — 5"/„ slcbenbttsnische .... W4»0 10520 5"/« lemeser Uana» .... 104 «0 10ä 20 5"/„ ungarische...... 104 «» l0l>2« Andere össcntl. Anlchen. Donau Mess, llose 5>"/„ 100 st, . 12221, Ili» 2ft dto. «»Irihc 1»7« . . 10? üU 1!>« !il> Nxlrlien drr Cwd< GNrz , . >li) - —-- Vlulrhen d. Stadlnslüsiüds Wien K'«<. Präm, VInl, d, Swdiai»!!,, W!e,i 143 ^5 143 7!, Vössrxbail «»Ich»'!, lirrlo«, 5>"/„ »ü-75 W l>0 Pfllndliriefc (für 100 st,), Äok!>»rr, aNg, »st. 4"/„ V, , , llü - 120 — dto. » 4>/,"/„. , . ll)<> l»n ini-«> dtll, » 4"/n , . . »« ?k »9 25 dto. Prüm.-Tchllldverschr. 3°/n 10» 25 109 '/5 Ors», Hypotheleüballl l«j. bu»,^ 101 — IN2 - Ofst'un«. Vanl vrrl, 4>/,"/n . w, 7l> 1^2 25 drtto » 4"/„ . , 100-50 1»«-> dc!»o !>0iähr, » 4"/„ . . Uw's.0 101-- Priorltäts-Obligationcu «ür 10<» st,). Nsrblnnxd« Nordbah» Em. 1»»<> 100 :>0 100x0 «alizische lfarl'Ludwlss Val^» /,"/„ . >00'bo 101 — «elb Ware Oesterr, Nordwestbah«! . . . ing 10 10« L<' Swatsbahn....... li^» - i!»»"?5 Südbahn il 3°/n..... 144 25, 144 5.» » ^5°/»..... I!iu>2 U»a.h„ Palss^Losr 40 st...... ,„.,,.5 <^^ Rothen tti-e»z, «st. Ges. 0., 10 st, ,z 75, ,!,._ Mndolph iiose «0 st..... 21-.' 2^ ^ Salm Uole 4« st...... „« ^, ,„,_ S<,Genu!»LoIe 40 fl, , . . «.. ^. °,... Waldstein «nse 20 fl..... ...^. .... Wiüdijch G,'6H Lose 20 st, . . 57>_ z«. _ «,'w, Lch. d,.'!"/„Präm, Schuld- dersch d, Vobeucn'dltanstalt . 17, _ ,j<,_ Vllnl - Nctien (per Etiicl). Ansslovest, Vanl liOO st, l><»"/„ E, 125 75 12« - Unnlverei», Wiener 100 fl. . . 10» — 109 ?ü Äoner. «»st, üst, liuo fl, E, 40"/,. - -- Ordt, Vlnst, f. Hand. ». <8. inost. 50z — »l»5 ^> LrsdÜl'llnl, Alla, «ng, 200 st. . Nl9 25 »I»» 50 Devositendanl, Vlll«. 200 st. . ,«7 - ift9 - «« ü0 Oestcrr,5U»8llr, Äanl «00 st. . 9^,8—«,<;- Unionbllnl 200 st...... »26 i»0 22«: 75 Ncrlehrsbanl, »llg. l« fl. . . l«0 — 181 — Acticn von Transport-Unternehmungen. (per Stück). «lbrech» Vahn 200 st. Lllber . -' - - - slMo tinman. Älll,n 200fl, L. 800 — 801 - Vulim, Nordbali» 1l>0fl. , , . 23"--. z»»i> . ' Wrstbllt,!, 200 si, . , . 3NL — »24-'~ Buschtiehrader Gis, k.00 st. llM, looi iu0x dto. slit, u.) 200 fl. . 364 — ».z - Dona» - Dampsschisssahrl - Ges., vesterr. 500 fl. llM. . . . »75 - 377-- Draü-ltis. (Ä, I>l>, Z) 200 st. S 19«. ,99 - D«l Bobenb, Eis Ä, 200 fl, S. «l» - 495 -Ferdinand« Nordb, UX'O st, EM. 2!>30 8üi0 wal.Varl li»dw,Ä, 200 fl, EM. 193-l.o 194-Lemli, Ezernow, ° Iasj>i ltisen- bahn GeseNsch, 20« fi. V. . . ».«; - L3N bl» Lloyd.Vsl. n»g,,Tr!esl500fl.llM. 40« - 408 - Oesterr, NordweNb, 200 fi. Vilb, <90'<>c> 191-- - dto, (lit, U,) 200 st, 3, . . «1« 2; 2l« 75 Praa, D»r,er Visenb. 150 ss. Eilb, l!3'bU f>4 50 Nndolph Bahli li<»00 fl. Sührr 8L4'öN NN«> Siid Vlmbb.Verb. U.200st.EM. um 75^1N9 iü Trainwa», Gts.,Wr.,170fl«. W. «30 — «30 5<» » neue Wr., PriurilHt«. «ctirn lon fi...... 9S l»o tseimlhl», Papiers, u. ».'«. bü b0 bl» 50 kiesinarr Vrauere! 100 fl. . . 105 50 1N6 b0 Mmüan - Gesell, österr.-alpine 7:', — 75 c>U Praarr «isen-^nd.'Vrs. 200 fi. «i'»'75 »ei ?b Salao llllj. Strinlohlen »0 st. 344 — 350 — «Schlüalmnhl», Papiers. 200 fi.----------------- »ElenrermuhI»,Pllpisrs.u.V.««. l»»>t>0 :»ll>bi» Irisailer »ohlenw.-<»es. 70 fl. . Ill >- lll'il) Wafscns. V.,0est.inW» Deutsche «eichlbantnoten . . b« «n b» lli Papier Rubel...... l »»,, I »3,» ItaUenische «anknoten (100 L) 47'lb 47 „b