Gchktftlttt-Ig: ^ausgaffe Str. 5 [(Canrcr'far« («II. ,«»«>», ««», ndi tjm In ««'Ja- ». dorr-j Kl 11—If Bit »>r» Elften snM »Ich! uaualafc HP i turnt tcriMAn«! Mi Bastlna« Hin Kl MDijB fe«. (StftfOk IKlilaam «ntf- ____ «>'ch«»i ■ff cm Ctmta U*.too. 9txwRwn%: «athdausgaff. Nr.» (Ca»tt*(Ae< 4>u<). •imiä&rij IM CM 8()nf|it(tiB8u«(«: v»ich Mt P,» teiogcnr «tnt(I|U)rt| . . I« »II. «litt nUJUbBia« tu « H»u«! «»»,!«« —-M •tattfilM« . . . «. I-SO MMafä •««tiUril l Mt*« mulUs» M Hl i?ctn ;ö ;fMieten M* d» 8tisrmt«ii»l-*«»u»«. Hlr. 3S. Mi. Sonntag, 21 Aprit 1901. 26. Jahrgang. Per heutigen Dummer der „Deutscheu }V* liegt Ar. 16 der Beilage „pie Sudmark" | dem Ztomaue: Ähre Hpfer, Sei. ßine neue Hegenreformation? Während der deutsche Kronprinz in der öfter» hischen Kaistrstadt die Versicherung der BundeS-entgegennahm, hat sich ein „österreichisches" gnis vollzogen, das dem hohen Gaste au» dem >1chen Reiche begreiflich machen konnte, dass er einige Tage in — Osteuropa oder besser ge-in — Westasien geweilt habe; ein Ereignis, Oesterreichs culturelle und politische Rückstän« eil ebenso grell beleuchtet, wie t« ein charakte-lischeS Schlaglicht in die Zukunft Kl—österreichs Am Mittwoch veröffentlichte die Wiener pichsociale „ReichSpost" die Aussehen erregende »Heilung, dass der Thronfolger, Erzherzog tanz Ferdinand das Protectorat des Uholifchen SchulvereineS über» Immen habe. Ueber Wunsch deS Erzherzogs der Bischof von St. Polten. Dr. RösSler, der «r Protector diese« Vereine» war, seine Stelle zelegt und begnügt sich mit der zweiten jflle als geistlicher Protector dieses Vereines. Abordnung des Katholischen SchulvereineS, gekommen war, um dem Erzherzoge den Dank die Uebernahme deS Protektorates auSzu« den. sagte der Thronfolger Folgende«: „Schon je habe er mit großem Wohlgefallen Wirksamkeit deS Katholischen SchulvereineS ver-I», dessen politische und religiöse Thätigkeit er Wachmittag in der Kaide. Bon I. I. horschick. Gestern gieng ich durch bj» Haideland und nie mich an den mächtigen, ragenden Tannen, lispelnden Espen und Birken und den rothen, ~ en Kiefern. Und wie ich weiter gieng, kam ich eine dunkle Waldwies,, die vor mir im rothen c lag und ernst wie ein sehnsuchtsvolles mouge in die Bläue de» Himmels blickte, dunkle», sasiige» Gra» glich einem Teppich, nur selten, wie au« Langweile, eine schöne zenhand ein kleine» Blümelein einwebte. Drüben Osten bewegte sich zitternd die Luft, denn e» sehr schwül unv die Erde dürstete. Im Westen leuchteten einige rothe Ziegeldächer den Fichten, und weiter draußen auf der breiten, »gen Landstraße rollten Wagen und Wagen, waren schwer beladen mit goldenem Korn und Weizen. Dampfend zogen die Pferde die ren Lasten und fluchend trotteten die Knechte iher. Aber hier, unter den dunklen, rothen Kiefern die Kühle und die Stille; und kein Laut störte S-ille. Nur die Nadeln rauschten. Da knisterte e» im Moose; neugierig kam eine Mernde, kleine, smaragdene Eidechse, und mit listigen, waldunschuldigen Augen blinzelte sich an. Ob sie sich fürchtete? Am Hange drüben eine Amsel, kreischend flog sie über die Wiese, die Blumen streifend. Vom Strauche siel ein I. Langsam tänzelte e» zur Erde nieder; nun jtete e« mit seinem rothen Gelb im Wiesengra». war ein JaSminblatt; aber lustig sprang daS 'Eichhörnchen zu einem anderen Aste. Und ich gieng weiter. Sehnsüchtig nach Ruhe Stille gieng ich weiter, denn ich suche die l« im Walde und die Schönheit in der Stille. anerkenne und gutheiße, namentlich in der Zeit der Lo« von Rom-Bewegung, die zugleich eine £ot von Hekerreich Bewegung sei und nicht genug bekämpft werden könne. Darum sei es nothwendig, die Bestrebungen des Katholischen SchulvereineS zu unterstützen. Der Verein möge wie bisher fortfahren und könne sich versichert halten, dass der Erzherzog dem Vereine nicht nur als ein Protector dem Namen nach, sondern auch mit aller Thatkraft fein werde. Er stehe dem Vereine bei eventuellen Schwierigkeiten mit Rath und That g e r n e z u r V e r f ü g u n g." Der Erzherzog er« mächtigte den Obmann deS Katholischen SchulvereineS, Dr. Caspar Schwarz, diese seine Worte in geeigneter Weise der Oeffentlichkeit zu übergeben. Die österreichische ,Pref»freiheit" und nament-lich der hervorragende Pflichteifer der Cillier Staatsanwaltschaft machen es un« unmöglich, die Gedanken, welche die Worte de» Erzherzog» in jedem modern konstruierten Gehirne wecken müssen, klipp und klar niederzuschreiben. Dass Erzherzog Franz Ferdinand so denkt, wie er nun für die Oeffentlichkeit gesprochen hat, war schon längst bekannt. Denn der österreichische Thronsolger hat eine streng jesuitische Erziehung genossen und daher für die nun offiziell bezo-gene Kampfstellung aus klerikaler Hochwacht die nöthige Vorbildung und Geistes—fchulung erhalten. Anlässlich der vielen Reden Kaiser Wilhelm II. hat ganz besonders die clerical feudale Presse Oester-reich» die „unbeabsichtigten Wirkungen" solcher Kaistrworte mit der schärsftm Kritik bedach». Vor mir wurden die Birken zahlreich«?; auf den Höhen bildeten sie kleine Wäldchen. Asyle der Haide« sinken. Nun sangen sie dort, die lustigen Finken, jubilierten und tirilierten und spotteten um die Wette. Und sie verspotteten alle: die Nachtigallen, die Zeisige, die Drosseln und die Waldtauben; ja selbst die Sperlinge, diese kecken Straßenjungen, waren nicht sicher vor ihnen. Der Staar verachtet sie deswegen, denn er ist ein ernster Mann, grübelt gerne. Er lebt auch nicht in der Haide, sondern da draußen, wo am Mühldamm die Pappeln stehen. Dort lebten auch seine Vorsahren schon, Generation von Generation; und wie die alten Ahnen da draußen hoch oben in der herrlichen Abendluft ihre weisen Gespräche hielten und mit Geringschätzung aus die anderen Vögel herabsahen, so machen »S auch jetzt noch die Jungen. Die Staare ... Sie gehören nicht zu den Halben, die Concessionen machen und auf Ver» gleiche eingehen — und nicht zu den Memmen, die im entscheidenden Augenblick feige verzagen. — Die Staare . . . Wenn ich so einen Kerl auf den Pappeln sehe, wie er aus die Welt da unten pfeift, so bekomme ich immer einen großen Respect. E» sind herrliche Vögel diese Staare l In die Haide kommen sie nur selten. Aber wenn die Walbstände, die Mücken, die Käser, die Bienen Eidechsen. Frösche und Vögel zum Thinge ziehen, dann kommen auch die Staare. Natürlich möchien sie sich sofort an den Präsidentensitz setzen und die Glocke ergreifen, aber diese» Recht hat nur der Storch, der würdige, strenge Storch, der Mädchenfreund. Am Thinge herrscht der Gotte»friede, und e» soll manchesmal vorkommen, dass »in so ernster Herr, wie unser Freund von den Pappeln, mit einer Lachtaube tanzt und ihr den Hof macht. Endlos dehn» sich die Haide. Plötzlich hörte ich ein keckes Wispern vor mir. Es waren die Auch die Rede deS Erzherzog Ferdinand wird solch» unbeabsichtigte Wirkungen zur Folge haben und wir wollen hier nur einige dieser Wirkungen kurz streifen, um unserem ehrlichen Bedauern dar-über, dass dem Staate durch Unvorsichtigkeit neue, schwere Gefahren heraufbeschworen wurden, AuS-druck zu verleihen. Vor allem muss — ganz in Uebereinstimmung mit dem Jdeengange Kaiser Wilhelms — jeder geordnete Staatsbürger in Sorge gerathen, wenn die Autoritäten in den Parteienkampf hinabsteigen und dadurch nur die in Zeiten socialer Umsturz« bewegungen den geordneten Staat»bürgern so drin-gend nothwendige Beihilfe der Autorität geradezu illusorisch machen. Die Rede de» Erzherzog» kann doch unmöglich bezweckt haben, die Autorität, die ja auch eine wesentliche Stütze seine» künftigen Throne» sein wird, wankend zu machen. Eine weitere unbeabsichtigte Wirkung ist die Beunruhigung, welche durch die Worte de» öster-reichischen Thronfolger» in den Reihen der eoan-gelischen Staatsbürger hervorgerufen werden muss, indem die Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche als Ausdruck der S«aai»seindlichkeit hingestellt wird. Die Aeußerung de» Erzherzog», das» die ,,Lo» von Rom'-Bewegung eine ,LoS von Oesterreich"-Be« wegung sei, beweist, dass die Verdächtigungen seudal-adeliger Naderer wie Rhomberg und Nostitz — Gehör finden. Wenn übrigens Erzherzog Ferdinand den Kampf gegen die „LoS von Rom"-Bewegung — richtiger Ausbreitung der Evangelischen Kirche ankündigt, so gibt er einerseits damit schon den Vertretern der Evangelischen Kirche daS Recht der Haidefinken, die da sannen: Fmkferltng, sink, sink, pink, finkferling, pink, sink!--- Aber da kam der Buntspecht, der geschäftige Zimmermann, und befahl Ruhe, denn die Finken stören ihn an der Arbeit und wecken die Borken-käser. Und diese Letzteren sind schnelle Gesellen, deswegen will er sie in ihrer trägen Ruhe über-raschen. UeberdieS ist er der Abgesandte der Haide, denn auch die Haide hat ihre Gesandten, ihre Cor-porationen, HauSgesetze und ihre Polizei. Der Bunt« specht befahl Ruh». Alle schwiegen — nur der weiße Fink. d»r unartige Schwätzer, konnte nicht sein Schnäbelchen halten. Er wisperte und piepte in einem fort, schalt auf die Sperlinge, die nach seiner Meinung Denuncianten wären und räusperte sich, als wollte er eine Rede halten. Wahrscheinlich memorierte er seine Rede für die Revolution. Vor einigen Wochen piepte er immer: „Werst Feuer ins Land! Geist in die Seelen! Feuer inS Land!" Der alte Waldheger wurde leichenblass, als er den Kerl so sprechen hörte und kam ganz verwirrt in die Walvschänke. Dort er-zählte er eS unS. Stumm bekreuzte sich die Wirtin, denn sie glaubt, dass der Fink den Wald aus-wiegeln wird. „Glücklicher Weis« sind diese weißen Finken sehr selten', sagte der Waldheger und stopft« sich «in« neue Pfeife. Die Finkenweibchen, diese zarten, haushälterischen Damen können ihn nicht leiden, denn sie lieben den Frieden deS Neste». Sie wollen sich ganz der Erziehung der kleinen Piep-matzchen widmen und hassen am meisten den Streit. Auch die Männchen sind bescheiden und lieben ihre kleinen Frauen. Nur der weiße Finke ist der Ruhe-störer. „Ich bin ein Napoleon", sagte er unlängst: als es die Nachtigall hörte, meinte sie zum Stieglitz: ,Er ist ein scheußlicher Schreier, dieser Hagelstolz!• Aber auch der Stieglitz ist ein Schwätzer. Er flog eilends zum weißen Fink und erzählte ihm, was die Nachtigall sagte. Seite 2__^___^ ^ Gegenwehr, anderseits gibt er un« aber zu staunen, das« wieder einerseits die katholische Congregatio de propaganda tide aU kirchliche Institution geachtet werden mus«, während auf der anderen Seite dem Bestreben nach Ausbreitung des evangelischen Glaubens ohne irgend welchen erfindlichen AnlasS ein geradezu staatsfeindliches Motiv unterlegt wird. Eine zweifellos ganz unbeabsichtigte Wirkung ist der Zweifel an der Geltung der bestehenden Gesetze, der durch die Worte deS Thronfolgers in fo manchem Zeitgenossen wachgerufen werden kann. Der Kaiholische Schulverein wurde seinerzeit als Gegenverein deS Deutschen SchulvereineS ge-gründet und hat die principielle Best im-mung, unser freiheitliches Reichs-volk«fchulgefetz gerade in seinen frei-heitlichen Bestimmungen außer Gel-tung zu bringen, «aiser Franz Josef wurde im ganzen Reiche noch niemals fo allgemein, fo be-geistert gefeiert, als im Jahre 1894 als Spender des ReichSvolkSfchulgefetzeS, welches er fanctioniert und unterschrieben hat. Kaiser Franz Josef wurde also alS Spender eine« Gesetzes gepriesen, welche» von einem Vereine, besten Protectorat der Thron-folger übernommen ha», auf da« schärfste bekämpft und al« „Ungerechtigkeit gegen 'den Katholicismus" bezeichne» wird. Der Katholische Echulverein ist ein unpolitischer Verein, der von der Behörde ausgelöst werden mus«, wenn er seinen unpolitischen WirkungSkrei« über-schreitet und politisch wird. E« wäre denn, das« die Gesetze nur für — mis«liebige Elemente bestehen! Nach der ausdrücklichen Erklärung deS Thronsolger«, das« er „die p o l i t i s ch e und (!) reli-giöse Thätigkeit de« Katholischen SchulvereineS an-erkenne und gutheiße", kann man nun wohl nicht mehr daran zweifeln, das« der Katholische Schulverein seinen Wirkungskreis überschreite und wir fordern daher die politische Behörde ganz ent-schieden auf, den Katholischen Schulverein wegen politischer Agitation sofort aufzulösen. Aller-ding«, wenn Erzherzog Ferdinand die „politische Thätigkeit" eines unpolitischen Vereine« „gutheißt", so kann man sich deS beklemenden Verdachtes nicht erwehren, dass unser Vereins ge setz nur für misS-liebige Vereine gilt. Eine ganz unbeabsichtigte Wirkung der erz-herzoglichen Worte wird auch das ekelerregende Da gab e« einen Zank im Walde. Unter den Birken blüte daS Haidekraut. Ich gieng weiter und pflückte mir ein Sträußchen. Rothe« Haidenkraut. Mit seinen rothen Blüthen lächelte eS mich an und schaute empor zu den weißen Birkenstämmen. Leise kam ein Lüftchen und wiegte sich im Grase. Wie schön ist doch die Haide, wenn der Wind leise durch die Blüten weht, in den Farrenkräutern raunt und dann die kleinen rothen Glöcklein der Haiveblümlein bewegt. Man sagt, das« dann ein Singen über die Haide zieht und das« die Nymphen an den Quellen ihre Liebchen anitimmen. E« sollen süße Liebchen, unschuldige Schelmenliedchen fein. Rothe« Haidekraut und silberne Birken. Mädchenltppen und weiße Mädchenarme-- „Auch beute dachte ich an dich, Förster-mädchen! Ich sah dich wieder über die Haide gehe» in deinem weißen Sommerkleide. Ich sah dich wieder ein Sträußchen für die Mutter pflücken und deine rothen Lippen singend bewegen. O, wie an» dächtig lauschte damals die Haide; nur die Birke, dort, die schlanke war e«. bückte sich und stahl dir einige blonde Haare au« deine» Locken. O, wa« gieng damal« für ein Leuchten au«! Förstermädchen 1 Las«l mich, Gedanken! Las«t mich! Ich bin ja nur allein, allem!" E« dunkelte. Murmelnd sprang ein Bächlein bergabwärts, landeinwärts. „Warum verlässt du deine Waldeinsamkeit, Bächlein? Du gehst, woher ich komme. Ich hasse und meide dieses Land — und du gehst dahin. Auch du wirst es hassen lernen!" Aber eS zog lachend weiter. In seinem Bette lagen große schwarze Steine? mit dunklem Ernste stemmten sie sich den Wellen entgegen; aber diese sangen und raunten, schmeichelten und erzählten ihnen lose Schäkereien. > Da lachten die Ernsten und frugen, wa« da« ___»Deutfcke Wacht" ____ Auswuchern niedrigsten Streberthum« sein, welche« sich die consessionell-politischen Anschauungen de« Thronfolger« in möglichst erfolgreicher Weife zu Nutze machen wird. Der Reich«rath hat in seiner Sitzung am Don« ner«tag zur Rede de« Thronfolger« sofort Stellung genommen. Die Deutsche Volk«partei hat eine von allen VerbandSmitgliedern unterzeichnete Interpellation eingebracht, in welcher eS heißt: „In der Wiener „ReichSpost" wird mitgetheilt, das« Se. kaiserl. Hoheit der Herr Erzherzog Franz Ferdinand da« Protectorat de« Katholischen Schul-vereine« übernommen haben soll. Der Katholische Schulverein ist jedem unbefangenen Beobachter der Dinge als Kampfverein der clericalen Partei be-kannt, der sich in«befonder« die Bekämpfung de« Reich«volk«schulgesetze« zur obersten Aufgabe stellt. Die Uebernahme de« Protectorat?« über diesen clericalen Kampfverein würde daher lebhafte Be-unruhigung in allen jenen Kreisen erwecken, welche die Gefährlichkeit de« Clericali«mu« für Staat und Gesellschaft anerkennen. Die Gefertigten richten daher an Se. Exltllmz den Herrn Ministerpräsidenten die Anfrage: Ist die oben erwähnte Nachricht der „Reichs-post", die, nebstbei gesagt, schon vorher in preußi-schen clericalen Blättern erschienen ist, den That-fachen entsprechend? Ist dieser Schritt Sr. kaiserl. Hoheit mit vor-wissen Sr. Excellenz des Herrn Ministerpräsidenten erfolgt, und wa» gedenkt Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident zu unternehmen, wenn diese Nach-richt wahr ist?" Die Alldeutschen griffen den Gegenstand in einer mündlichen Anfrage an den Präsidenten auf. Abg. Herzog erinnerte den Präsidenten daran, dass da» Schlagwort von der Arbeit«willigkeit de« Hause« mißbraucht werde. Die erste Sitzung de» Abgeordnetenhauses hätte schon vor acht Tagen einberufen werden können, die Diäten für die ver-säumten, verluderten und verfaulenzten Tage sind dem Volke einfach aus der Tasche gezogen worden. (Zustimmung bei den Alldeutschen.) Redner fragt nun dtn Präsidenten, welche Urfachen und Einflüsse maßgebend waren, das» man erst sür heute die erste Sitzung »ach Ostern einberufen habe. Noch ein andere« Ereignis bewege nicht nur die Müllermädchen macht, wa« da« Fischlem nascht und da« Käserlein speist; dann frugen sie nach der Bachstelze und dem schönen E>«vogel. Aber die lustigen Wellen hatten e« eilig, sehr eilig. Darum umfassten sie die brummigen Alten und küs»ten sie und zogen weiter — weiter — weiter —. Sie möchten die Libellen sehen aus den Sonnenteichen, die Libellen in ihrer fommertrun-kenen Liebe. Die Meere wollten sie sehen und die Schiffe der Heimat tragen, wo daS Sternenbanner weht und die Möven kreisen, südlich der großen Wüste. Aber dort, dort werdet ihr zurückdenken an die Haide — vielleicht mit großer, großer Sehn» sucht. Ich gieng in der Haide. So wurde eS dunkel, dunkler und immer stiller. Silbern breiteten sich die weißen Nachtnebel und bedeckten daS Gefild. Wie dem Wanderer auf hohen Bergen die Seele schwillt und klingt, so schwoll und klang eS in mir. Und wie dem Kinde, da« die Kirche verlässt, zu Herzen ist — so ward eS mir. Drüben am Himmel gieng ein Sternlein aus, dann folgte ein zweite«, dritte«, plötzlich geh« ich unter «inem großen, gewaltigen Heere von flim-mernden, glitzernden Sternchen. Und ich 'gieng unter ihnen und fuchte die Schönheit. Ich hatte die Stille in mir und durfte die Reinheit suchen. Im dunklen Grün, aus rothem, blühendem Haideland, in ernster, heiliger Nacht- stille suchte ich die Reinheit---und hab« st« f,«funden. Nacht in der Haide, in der deutschen Haide. | Ich habe die Reinheit gesunden! _______Nummer 31 Alldeutschen, sondern alle freihti lichtn Elemente in diesem Haufen versetze sie in tiefst« Entrüstung. heutige „Vaterland" enthalte einen Bericht fl den Empfang einer Abordnung de« KathiW Schulvereine«, der bekanntlich eiu clericilt Kampfverein ist (lebhafte Zustimmung bot Alldeutschen), beim Erzherzog Franz Ferdiiu von Oesterreich. Der Erzherzog hat der Aborl» auf ihre Anfragt «ine Erwiderung gegeben, bin hier zu besprechen umsomehr verpflichtet sind, > der Erzherzog au«drücklich am Schlüsse der AM gesagt hat. dass alles überall veröffentlicht mit könne, was er der Abordnung gesagt habe. ({# Hört! bei den Alldeutschen.) Redner v«rli«st nun den Bericht de« lande«", der mit obigen Mittheilungen übn» stimm«. Al« Abg. Herzog erwähnt, dast! Erzherzog gesagt habe, er verfolge die WirksM de« Katholischen Echuloerein?« schon lange. «« lebhafter Beifall und Händeklatschen beim Gmm Gelächter und Zwischenrufe bei den fUlDouft folgen. Präsident: Ich bitte, sich aus eine L-fa zu beschränken. (Stürmischer Widerspruch bei» Alldeutschen.) Abg. Wolf: Da« ist ja eine Anfrage! Abg. Jro (Alld. Ver.): Fürchten Sie vitlltch den Dr. Lueger, weil er Sie gestern angegriffen^ Abg. Herzog: Der Erzherzog hat auSvrM gewünscht, das« e« überall veröffentlicht werk folglich werde ich auch darüber sprechen toiw» Redner fährt in der Verlesung fort, wobei eiijtia Stellen wieder von der Katholischen Voltyu» mit Beifall begleitet, von den Alldeutsche» |föo* mit lebhasten Zwischenrufen unterbrochen werd» Wenn der Bericht im „Vaterland" auf WaW beruht. — fährt Abg. Herzog fort — dann hab» wir es hier mit einem Vorgange zu thun, te allen Veifassungsbegriffen auf da« schärfste mita» spricht. (Beifall bei den Alldeutschen.) W-lche flüsse dabei maßgebend waren, haben wir niihl j> entscheiden." Abg. Malis (D. Volk«p.): E« war jedeasM eine bodenlose Taktlosigkeit! Abg. Herzog: E« hat hier offenbar iiber p Heime Einfluss« der schwarzen Camarilla ein ffi» glied deS Kaiserhauses in einer gänzlich uncoistitA „Werde ich auch die Schönheit sind»?" „Einst fand ich die Schönheit!" „Förfl» Mädchen?" Drüben kam der Mond herauf. Meine AH bebten, meine Lippen pressten sich fest ausewmt» Ein Beben umwebte mich. Und ich gieng weiter, weiter. Da sah ich plötzlich vor mir ei» ach!« Sommerkleid, lange blonde Locken und ein r«M Sträußchen. Vom Lichte des Mondes übergössen staub» unter der ragenden Fichte und bl'ckie nach Dia Da» Förstermädchtn!Jste« das Förstermädchev?— Da gieng ich auf da« Mädchen zu, und ick e« da stand, unter den ragenden Fichten imSfow der sommerlichen Haidenacht, da war «ir. <ü käme ein Ton zu mir von jenem Schelmenliedchen da« die Nymphen an der Quelle singen. Und al» ich mich niederbog, da blickte et »4 an mit seinen Wunderaugen, in denen die Reizida lag und — leise — leise - pres»ten Lippe» an Lippen. Murmelnd zog das Bächlein landeinsävt, säuselnd flog der Wind vor un« her und la»gi»U langsam giengen wir dem Hause zu. Al« wir jedoch den Hügel hinunter«,»»»», lachte der Nachtwind mit heftigem Munde in: überstreute un« mit Ja«mindlütt«. ÖiütenboltKn. und rothtn, dunklen Rosenblättern.--- E« war in der Haide, wo ich dit Stille, bu Schönheit und die Reinheit fand. Wo ich da« Förstermädchen fand. — Aremde im Kaufe. Von einer kleinen parlamentarischen Botdeit, die vor Jahren gegen den jetzigen König Eouard Vll. | von England verübt worden »st, erzählt der Pnl» mentS-Ehronist de« Londoner .Strandmaaaz»" « I üZmsrk. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung sur Haus und Familie. H»««tagsbeilage der „Deutschn, Wacht" i« Killt. Vr. 16 .Die Eüdmark" encheinl jeden Sonntag al« unentgeltliche Beilage für die Leser der «Deutschen Wach«". — Einzeln ist „Die Südmar!" nicht läusUch. 1901 Ihre Opfer. Roman aus dem Englischen von lZortsesung.) Zwei oder drei, aus grobes, graues Papier mit ungelenker Hand und vielen Fehlern geschrieben, trugen die Ueberschrist: „Mein liebster George \" und die Unterschrist : „Deine dich liebende Mary." Ottilie wusste das« ihre Mutter Mary geheißen und mit tiefer Rührung, betrachtete sie die vergilbten Blätter, die wie sie nicht anders glauben konnte, ihre Mutter noch alS Braut an ihren Vater George Moore geschrieben. Und dann machte sie eine seltsame Entdeckung; ein auf viel feineres Papier und in flotter, fehlerloser Schrift geschriebener Brief trug die Anrede: „Meine liebe, süße Marie! und die Unterschrift des kurzen Schreibens, welches nur heiße Liebesbeteummgen enthielt, lautete: „Dein bis in den Tod getreuer Francis!' Verwirrt blickte Ottilie auf daS Schreiben — wem mochte dasselbe gelten? Wer, außer ihrem Vater, dürfte ihre Mutter in dieser Weise anreden? Die einzige Möglichkeit einer natürlichen, beledigenden Erklärung konnte darin liegen, dass ihre Mutter vielleicht, bevor sie sich mit George Moore verheiratete, einen anderen Manu geliebt hatte, aber weshalb hatte sie dann Moore geheiratet — war der mit „Francis" Unterzeichnete ihr vielleicht untreu geworden, oder gar gestorben? Begierig forschte sie nach dem Datum des so eben ge-lesen«, Briefes — dasselbe lag um etwa zwanzig Jahre zurück. Also traf diese Annahme nicht zu, denn ihr Vater hatte ihr oft erzählt, er habe mit seiner unvergeßlichen Mary zehn Zahre lang in glücklichster Ehe gelebt — daS Datum des Briefes wies aber auf daS letzte Lebensjahr ihrer Mutter!--- Zu fieberhafter Aufregung forschte Ottilie nach weiteren Briefen dieses .Francis"; sie fand deren noch drei oder vier, welche alle leidenschaftliche Liebe athmeten und dann — dann stockte der Herzschlag der jungen Frau l Ein kurzes Billet in derselben Handschrift trug alS Unterschrift außer dem Namen Francis einen zweiten und dieser zweite Name lautete — Orme —-- A> Geisel. ocrbotfti. Francis Orme — so hieß der vornehme Herr, der sie einst als Kind mit »ach Brighton in fein schönes HauS genommen — weshalb hatte er es gethan — was war sie ihm? Tausend widerstreitende Gedanken und Empfindungen strömten aus Ottilie ein — hatte Lord Orme mit George Moore's Gattin — mit ihrer Mutter in einem unerlaubten Verhältnis gestanden und war sie, Ottilie, die Frucht dieser Verbindung? Zn fieberhafter Erregung durchforschte sie Zeile um Zeile, Wort um Wort der wenigen Briefe, aber sie fand keinen Schlüssel zur Lösung des Räthsels! Doch halt — ganz unten in dem Papierumjchlag, der die Briefe barg, befand sich noch ein steiseS, zusammengefaltetes Blatt; die junge Frau entfaltete dasselbe mit zitternder Hand und stieß einen leisen Schrei aus, indem sie den In-halt las — daS Blatt enthielt einen Auszug aus dem Kirchenbuche eines ihr fremden Dorses in Sussex und bestätigte, dass Herr FranciS Orme am so und so vielten November deS Jahres l8 . . mit Mary Oswald, Tochter eineS Landmannes auS einem Dorfe bei LeweS in Suffe eine rechtmäßige Ehe geschlossen habe — als Zeugen waren ein gewisser Peter Sims und — George Moore unterzeichnet!---Ottilie zweifelte keinen Augen- blick daran, dass sie die Tochter dieser Mary Oswald und des jetzigen Lord Orme sei, wenn auch kein Schrift-stück, welches diese Thatsache bestätigte, vorhanden war. Dass ihre Mmter gestorben war. als sie selbst kaum wenige Monate gezählt hatte, wusste sie — vermuthlich hatte Lord Orme eS als vortheilhast erachtet, niemanden erfahren zu lassen, dass er schon einmal und zwar mit einem Landmädchen verheiratet gewesen, alS er seine zweite „hochgeborene" Gemahlin heimführte! O, welche Schmach, einen folch' erbännlichen, pflichtvergessenen Vater zu haben — Ottilie empfand bitteren Haß gegen den Mann, der ihr daS Leben gegeben und sie dann jederzeit verleugnet hatte! Gottlob — an Liebe hatte es ihr nicht gemangelt — mit heißen Thränen gedachte 2 fir dankbar George Moor«'», ^er ihr VätkktkkUk UNd Zärtlichkeit bewiesen und sie nie hatte empfinden lassen, daiS sie nicht in Wirklichkeit seine Tochter war!-- In dieser Nacht kam kein Schlaf in die Augen der jungen Frau; sie grübelte darüber nach, wie eS geschehen konnte, dass ein Vater so unnatürlich verfuhr. Und Lord Orme hätte keine unglücklichere Zeit für seinen Besuch in Auriel wählen können, als den dieser durchwachten Nacht folgenden Tag. Ot t ilie zuckte zusammen, als die alte Sally meldete. eS sei ein Herr draußen, der sie zu sprechen wünsche; im nächsten Augenblick trat Lord Orme ins Zimmer und nach einer Trennung von mehr alS sechs Jahren standen Vater und Tochter ein-ander zum erstenmale gegenüber. „Ich weiß nicht, ob Sie mich noch kennen, Fräulein Moore," begann Lord Orme in sichtlicher Verwirrung das Gespräch „mein Name ist Orme." Ottilie verbeugte sich schweigend — Lord Orme'S ausgestreckte Hand schien sie nicht zu sehen. „Ich höre, dass ihr Vater gestorben ist/ fuhr Lord Orme fort, „und dieser Verlust betrübt mich auf-richtig; George Moore war mir sehr lieb und wert." „Er war mein einzigcr Freund." sagte Ottilie mit dumpfer Stimme. Kam es Lord Orme nur so vor, oder hatten Ottiliens Augen wirklich einen verächtlichen Ausdruck, als sie auf Lord Orme ruhten. „Ich hoffe, Sie werden mir um ihreS Vaters willen gestatten, Ihnen zu helfen, wenn sich die Gelegen« heit dazu bieten sollte," sagte er dann fast bittend. „Dazu wird keine Veranlassung sein," entgegnete Ottilie kalt. ..Sie stehen ganz allein in der Welt," fuhr Lord Orme demüthig fon, „und ich möchte Sie inständigst bitten, mich als ihren Bankier anzusehen." „Stehe ich wirklich so ganz allein in der Welt Lord Orme?" fragte Ottilie langsam, jedes einzelne Wort schwer betvnend Lord Orme fühlte, wie ihm der Angstschweiß aus-brach. „Was wollen Sie damit sagen?• sragte er bang. „Können Sie daS wirklich noch fragenrief Ottilie bitter auslachend, „o, über den zärtlichen Vater j Anstatt der verstoßenen Tochter Brod zu geben, bietet er ihr einen Stein! Behalten Sie Ihr Geld. Lord Orme." fuhr sie dann verächtlich fort, „ich habe nur nach Vaterliebe verlangt." „Ich • ich verstehe Sie nicht," stammelte Lo rd Orme in tödtlichem Schrecken. „Ach — Sie sind also nicht nur ein elender Feigling, sondern auch ein Lügner, Lord Orme!" rief Ottilie außer sich. „Sie wissen sehr genau, dass ich nicht ver-maiSt bin, denn Sie leben noch und Siesind mein Batcr! Gott weiß es, dass ich nicht stolz auf diese Verwandtschaft bin und dass mir nichts ferner liegt, als mich Ihnen aufdrängen zu wollen! Gehen Sie Lord Orme und gebe der Himmel, dass wir einander nie wieder begegnen!' Hochaufgerichtet, mit blitzenden Augen in der Haltung einer Königin stand Ottilie vor dem Vernichteten; un-sicher erhob er sich und gieng der Thür zu, hier aber blieb er nochmals stehen und sagte bittend und leise: „Lassen Sie nie jemanden erfahren, welche seltsamen Vermuthungen Sie in Betreff meiner Beziehungen zu Ihnen hegen — ich —" »Seien Sie ohne Sorge," unterbrach Ottilie ihn fest und schneidend, „ich würde vor Scham in die Erde sinken, wenn jemand ahnte, dass ich einen solchen Vater habe!' Wie von einem Peitschenschlag getroffen, zuckte Lord Orme zusammen und schweigend schlich er hinaus. Zweiundzwanzigstes Kapitel. Ottilie blieb, nachdem Lord Orme sich entfernt hatte, in verzweifelnder Stimmung zurück; die Thatsache, dass er sie direct verleugnete, während er auf der anderen Seite doch Furcht hegte, die Welt könne von der An-gelegenheit hören, schlug ihrem Stolz und Selbstgefühl tiefe Wunden und es war ein wirkliches Unglück für die junge Frau, dass sie sich gegen niemanden aus-sprechen konnte. Wäre Tom an diesem Tag gekommen, dann hätte er ihren GemüthSzustand unfehlbar bemerkt und es würde ihr Erleichterung gewesen sein, ihm ihren Kummer mitzutheilen. Allein Tom blieb aus — er kam auch am nächsten Tage nicht und inzwischen war Ottilie zu dem EntschlusS gelangt, das, wie sie glaubte, sie tief beschämende Verhalten Lord Orme'S niemanden ahnen zu lassen. Tom Mowbray erschien erst wieder in Auriel, nachdem Lady Diana Holme-Park verlaffen hatte; sie war nach London gegangen, wo Rosa und Amalie Orme für einige Tage ihre Gäste waren, während Lord Orme aus seinen Gütern Verschiedenes zu ordnen hatte. Die Schwestern hatten Lady Dianas Einladung nur ungern angenommen, da aber Amalie einen großen Ball, zu welchem sie geladen waren, um keinen Preis versäumen mochte, weil der Herzog von Grandacre sie gefragt hatte, ob er sie dort sehen würde und ste nicht ohne Grund hoffen durste, er werde sich baldigst erklären, blieb ihnen keine Wahl. Beim Abschied von Lady Diana hatte Tom. dessen Urlaub in wenigen Tagen ablief, sie dringend gebeten, schon jetzt den Tennin für ihr nächstes Zusammentreffen zu bestimmen, daraus aber wollte die Dame sich absolut nicht tinlaffen. „So lang« Rosa und Amalie meine Gäste sind, kannst du nicht kommen," hatte sie mit ruhiger Be» stimmtheit erklärt; „ich werde dir schreiben, wenn ich dich erwarte." „So werde ich dir einmal schreiben, Diana," sagte Tom Mowbray enttäuscht, als aber Lady Diana beim Abschied überströmende Zärtlichkeit entfaltete, hellte fein Gesicht sich auf und ihrem Wagen nachblickend, murmelte er entzückt: „Sie ist doch ein herrliches Weib und ich liebe sie grenzenlos." Nach ihrer Abreist dachte Tom mit einigen Ge-Wissensbissen an Ottilie, die er so lange nicht gesehen und rasch entschlossen machte er sich auf den Weg nach Auriel. Die junge Frau stieß einen Freudenschrei aus, als sie ihn erblickte und feine Versicherung, dass er dienstlich verhindert gewesen sei bezweifelte sie nicht einen Augenblick. Er blieb während der beiden nächsten Tage fast ohne Unterbrechung in Auriel und ritt nur noch nach Holme-Park hinüber, um sich zu verabschieden und seinen Burschen anzuweisen, mit dem Gepäck direct in die Garnison zurückzukehren. — Während seiner Anwesenheit in Auriel schrieb Tom auch an Lady Diana und in seiner Sorglosigkeit verlor er diesen Brief, als er denselben mit verschiedenen anderen zur Post geben wollte. Er bemerkte seinen Verlust nicht; der Brief war zur Erde gefallen und blieb da während der Nacht, in welcher es heftig regnete, liegen; am nächsten Morgen fand Sally, die ins Dorf gieng, um Einkäufe zu machen, das Schreiben, und nachdem sie es von den Schmutz-flecken, die der Regen hervorgerufen, durch Reiben mit ihrer Schürze gereinigt hatte, bei welchem Prozess das Eouvert sammt der Adresse in Verlust gerieth, legte sie den Brief auf den Tisch des Wohnzimmers. Hier fand Ottilie das Schriftstück, als sie von einem Gang durch den Park heimkehrte. — Tom war, nachdem er sie eine Strecke weit begleitet hatte, nach Holme-Park geritten, um dort Adieu zu sagen und hatte versprochen, gegen Abend wiederzukommen. Arglos daS Blatt, auf welchem sie TomS Schriftzüge erkannte, aufnehmend, las Ottilie erst gleichgiltig, dann mit sich stets steigernder Auf-regung einen nicht an sie selbst, seine rechtmäßige Gattin, sondern an eine andere Frau gerichteten LiebeSergusS deS Mannes, der ihr Treue fürS Leben gelobt, es waren grausame Worte, die gleich Messern in ihr Herz drangen und sie für den Augenblick fast der Besinnung beraubten. .Du brauchst nicht eisersüchtig zu sein auf die arme Kleine in Auriel," lautete ein Passus deS Briefes; „die Liebe, die ich für dich, meine herrliche Diana fühle, wird durch sie nicht beeinträchtigt und ich zähle die Stunden bis zu dem Augenblicke, der uns wieder vereinigt." Hatte Ottilie je in ihrem Leben schon einen so endlos langen Tag verbracht, wie den heutigen? Und doch war dieser Tag nur der Anfang deS Daseins, welches sie ferner führen musste — um ihre Liebe be» trogen — verrathen von dem Manne, dem sie ihr Herz zu eigen gegeben — verrathen um einer Dirne willen, denn wer sonst konnte diese Diana sein, die die Liebe eines verheirateten ManneS alS ihr recht in Anspruch nahm? — AlS der Abend hereinbrach, fragte sich Ottilie mit zuckender Lippe: Wie soll ich ihn empfangen, wenn er jetzt heimkehrt? Soll ich'S ihm ins Gesicht schleudern, dass ich seine Falschheit kenne ? O, das ich sterben könnte, ohne noch einen Blick in die Züge, die ich so heiß geliebt, thun zu müssen!" Jetzt klang Hufschlag auf dem Kiesweg vor de« Hause und gleich daraus vernahm die junge Frau den raschen Schritt ihres Gatten. Ein lustiges Liedchm summend, trat er in das dämmernde Gemach; Ottilie war unwillkürlich in die fernste Ecke desselben zurück» gewichen und als Tom jetzt beim Eintreten rief: „9hm Schätzchen — wo bist du?" da verschlang sie die Hände auf der keuchenden Brust und blieb stumm. „Wo mag sie sein?" murmelte Tom verstimmt: „sie ist doch sonst stetS da, wenn ich komme, vielleicht wartet sie ihm Garten auf mich!" und laut Ottiliens Namen rufend, gieng Mowbray in dm Garten. Kaum war er verschwunden, alS Ottilie sich er» hob und hinauf ins Schlafzimmer eilte; sie konnte ihn jetzt nicht sehen. Vor dem Bett in die Knie sinkend, schluchzte sie bitterlich, aber die Thränen erleichterten ihr daS Herz und nach kaum einer Viertelstunde betrat sie ruhig und gefasst daS Wohnzimmer, in welchem Tom ungeduldig auf- und abschritt. AlS Ottilie die Thür öffnete, rief er lebhast: „Aber Kleine — wo bleibst du denn — ich suche dich schon seit einer halben Stunde vergeblich." Schweigend trat Ottilie an den Tisch; als der Lampenschirm auf ihr bleiches Gesicht fiel, sagte Tom erschreckt: „Liebchen — bist du krank — du siehst ja wie ein Geist ans!" „Ich habe Kopsschmerzen." entgegnete Ottilie matt; wie oft wird der Kops vorgeschützt, wenn uns das Herz brechen möchte vor Kummer und Weh! „Armes Herz," sagte Tom zärtlich, indem er sie an sich zog; sie zuckte zusammen, aber sie ließ es ge-schehen und dann machte sie sich an die Bereitung deS Thees und sorgte in jeder Weise für seine Behaglichkeit. Nach beendeter Mahlzeit — Ottilie hatte nur zum Schein einige Bissen gegessen — setzte Mowbray sich neben Ottilie an die Sophaecke und den Arm um ihre Schulter legend, meinte er bedauernd: „Ich wollte, mein Urlaub gienge noch nicht zu Ende — ich bliebe so gerne noch hier." coup<' zu fetzen." Nummer 32 __ onellen Weise in da« politische Parteigelriebe ein-gegriffen, und noch dazu jene« Mitglied, da« ein« «al die Völker diese« namenlosen Staate« »amen-los glücklich machen soll, gegen eine Partei und gegen eine Bewegung der Geister Stellung ge-»ommen in einer Form, die nicht scharf genug ver» «theilt werden kann. (Beifall bei den Alldeutschen.) Präsident: Ich kann diese Aeußerung nicht Massen. Abg. Herzog: Wir Alldeutsche sind für diese Enunciationen dankbar (Beifall bei den Alldeutschen), deswegen, weil wir wissen, wa« wir einmal in der Z»kunst zu erwarten haben. (Zwischenrufe bei den Alldeutschen.) Wir und alle freiheitlichen deutschen Elemente in Oesterreich werden wissen, wessen man fich einmal zu versehen haben wird. (Beisall und Händeklatschen bei den Alldeutschen.) Ich schließe »ii der Anfrage an da« verehrte und wohlver-schanzte Präsidium, ob e« geneigt ist, den Minister« Präsidenten zu veranlassen, un« heute noch darüber Auskunft zu geben, ob der Bericht de« „Vater-lande«" auf Wahrheit beruht oder nicht. Die Schlüsse werden wir un« selber ziehen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen bei den Alldeutschen. Lebhafte Zwischenrufe.) Ministerpräsident Körber beantworiete die l Interpellationen sofort in folgender Weise: „Inder heutigen Sitzung haben die Abgeordneten Kaiser und Genossen an mich eine Interpellation gerichtet, »elche die in den heutigen öffentlichen Blättern enthaltene Meldung, betreffend di« Protectorat«-Uebernahme des Katholischen SchulvereineS durch den Erzherzog Franz Ferdinand zum Gegenstände hat. Ich habe die Ehre, in Beantwortung dieser Ittterpellation zu erklären, dass die Regierung von dem Entschlüsse keine Kenntnis hatte («Hört! Hört!*) und das« dieser als ein rein persönlicher und namentlich die beim Empfange des Präsidiums des genannten Vereines gebrauchten Worte nur al« private zu betrachten waren (Abg. Wolf ruft: »Der Thronfolger mus« vorsichtiger sein bei pri-vaten Aeußerungen!'), für welche die verfassung«-»äßige Verantwortlichkeit der Regierung nicht an-gerufen werden kann. Ich kann aber bei dieser Ge-legenheil nicht umhin, meinem tiefen Bedauern Au«druie nationalen Aorderungen der Deutschen. Vor Ostern haben die deutschen Parteien nach den mit dem Ministerpräsidenten gepflogenen Besprechungen den Beschluss gefasst, die nationalen und cul-turellen Forderungen der Deutschen für sämmtliche Kronländer Oesterreich« Punkt für Punkt zu formu- Seite 4 ^ __ _^ ^ lieren. Dieser Beschluss wird in den nächsten Be-rathungen der Deutschen Volkspartei, der Deutsch,n Fortschrittspartei und de« deuischrn Grobgrund-besitze« zur Ausführung gelangen. E« wird jeden-falls einigt Wochen dauern, bis die gesammte Lifte aufgestellt worden ist und der Regierung überreicht werden kann. Vorläufig werden als solche Förde-rungen genannt: Durchführung der sprachlichen Gleichberechtigung in Prag, die Ausgestaltung der Prager deutschen Technik und der deutschen Technik in Brünn, die Verstaatlichung der Gymnasien in Aussig, Teschen und Rumburg. Errichtung einer Oberrealschule in Rtichenberg, eine« HauptzollamieS in Leitmeritz, einer StaatSgewerbeschule in Bröx, Förderung deS Reichenberger Kunstgewerbemuseums, Flussregulierungen, Ausgestaltung des Verkehrs-netze« der deutschen Provinzen, Berücksichtigung de« deutschen Elemente» bei allen Ernennungen für die Central». Staat«, und LandeSbehörden. Auslassung der slavischen Mittelschulen in Troppau und Cilli u. f. w. Eine erschöpfende Aufzählung der deutschen Forderungen ist derzeit, wo sie erst von den Ver-treiern der Länder festgestellt werden müsse», natür» lich noch nich? möglich. Die wichtigste Forderung der Deutschen bleibt jedoch unter allen Umständen die Forderung nach gesetzlicher Festlegung der deutschen Staatssprache in allen deutschen Ländern, also «it Au«nahme von Galizien, der Bukovina und von Dalmatie?. Davon, das« die Forderung der deutschen Staatssprache in erster Linie gestellt und alle sprachlichen Einzelsorderungen aus diese Cardinalforderung begründet werden, wird u. a. auch die Stellung der Alldeutschen zu dem Poktu-laten-Programm abhängen. Die Zugeständnisse der Regierung an die Tschechen, namentlich sie Beran-staltung der Kaiserreise nach Prag, die Schaffung der Prager Kunstgallerie, welcher nun auch «ine ähnliche Thai für Lemberg, also sür die Polen, folgen sollte, haben in den deuischnationalen Kreisen Böhmen«, sowie bei der Deutschen Volk«parlei und d«r Alldeutsch«» Vereinigung eine Verstimmung gegen da« Ministerium hervorgerusen, welche zu beseitigen diesmal nicht so leicht fallen wird. Die Deutsche Volkspartei wird bereit« nächste Woche daran g«^«n. di« Ford«rung«n der deutschen Wählerschaft länder-wtis« festzustelle» und zu berathen. 3>« Aesnch des deutschen Kronprinzen an, Wiener Hofe hat auch eine innerpolitische Heden-tung. wenn man damit den gleichzeitigen Besuch de« Kölner Männergesangvereine« in der Haupt-stadt Oesterreich« zusammenhält. Bei dem überaus herzlichen GesühlSauStausch zwiiche» den öste.rei-chifchen und den deutschen Sänger» war,» ebenso, wie bei den zu verschi«denen Anlässen gehaltenen osficitlltn Reden und Trinksprüchen stark und unoer-bohlen ausgedrückte nationale Accente vernehmbar. Aber nicht allein in dem entschiedenen Betonen de« nationalen Standpunktes hüben unv drüben liegt die Bedeutung der Sängerzufammenkunfl, sondern mehr noch darin, dass da» Hervorheben des nationalen Momente» von feiner Seite Widerspiuch erfuhr. Die Anwesenheit de« deutschen Kronprinzen in Wien hat den deutschfeindlichen Kläffern, die sonst bei jeder Gelegenheit bellen, Schweigen aus» erlegt. Ein gräflicher Aernaöerer. Der kath-pol. Berein für Böhmen hielt in Prag sein« Haupt-Versammlung ab, in welcher geg«» die Lo« von Rom-Bewegung lv«gezoge» wurde. Graf Karl Erwin Nostitz hielt eine längere Medc dagegen, in der er u. a. sich zu der Aeußerung verstieg. Los von Rom sei gleichbedeutend mit .Lo« von Gott" (!) und „Lo« von Oesterreich". (Nach dieser Logik wäre also Papst gleich Gott und Rom gleich Oesterreich!) Diese Politik muffe zum Verderben Oesterreich« führen; e« sei höchste Zeit, das« die Regierung endlich diese Leute so beim Schöpfe packe, wie sie «« vtrdienen. weil da« Endziel der Radikalen die Revolution und Republik (l) fei. Klaubens- und Gewissensfreiheit ist in Hesterreich llaatsgrundg,schlich gewährleistet. Diese Freiheit schaut nun. sowie manche andere Freiheit, im liebe« Oesterreich gunz merkwürdig au«. E« kann nämlich jedermann gezwungen werden, auf öffentlicher Straße an den ReligionSü^unge» einer GlaubenSgenossenjchast «hnlzunehmen. Allerdings beschränkt sich diese «Duldsamkeit" nur aus die „alleinseeliguiachende", daher allein unter gesetz» lichem Schätze stehende römisch katholiche Kirche, und e« ist auch keine andere so ausdringlch, ihre religiösen Uebungen und Gebräuche auf die Gasse zu verlegen. In jüngster Zeit fällte der Oberste Ge» richi«hof al« Beru'ungSstelle zwei unsere GlaubenS-freiheit kennzeichnende Enifcheidungen. In Troppau wurden im Vorjahre 2 Männer zu je 14 T gen Arrest veruriheilt, weil sie vor dem Frohnleich- «Me»tfche Macht" namSzuge den Hut nicht lüfteten. Ebenso wurde in Marburg ein Protestant zu 1 Woche Arrest ver« urtheilt, weil er einen auf einem Versehgange sich befindlichen Priester nicht grüßte. In beiden Fällen wurde die Nichtigkeitsbeschwerde verworfen. Ja. der Hilfsgeistliche Johann Groltsch zu Seefeld in Niederöfterreich verklagte sogar «inen jüdischen Hausierte wegen Nichtbeachtung seiner Person bei einer Fahrt zu einem Kranken, und derselbe entgieng der Vtruriheilung nur au« dem Grunde, weil er so weit entfernt war, das« er den Zuruf de« Geist-lichen nicht hören konnte. — So soll sich alle« vor den aufdringlichen Gebräuchen der katholischen Kirche beugen, und nicht einmal die Staatsbehörden getrauen sich, gegen Nebergriffe derselben auszu-treten, wie die Hetzpredigten de« P. Freund in der Peter«kirche zu Wien und die Anfragebeantwortung des Verwesers für Gerechtigkeit im Abgeordneten-hause zeigen. Der altkatholisch« Pfarrer Jschka in Prag wurde hingegen vom Altare hinweg vorGe-richt geschleppt, weil seine Thätigkeit dem kaiho-lischen Psaffenthum ei« Doin im Auge war. Ptt Wiener Lehrer»erein hat in seiner letzten LeitungSsitzung die nachstehende Entschließung gefasst: „Die Erklärung des Bürgermeisters Dr. Lueger im Gemeinderathe: „Der Lehrer darf nicht Socialdemokrat oder kein sogenannter Alldeutscher sein!" nöthigt den Wiener Lehrerverein zur entschiedenen Stellungnahme und Abwehr. Durch die angeführten Worte nimmt der Herr Bürgermeister einen einseitigen politischen Standpunkt ein »nd stell« sich außerhalb der SiaatSgrundgesetze. Die Maßregelung der Aml«genossen Rehling, Seitz und anderer durch die christlichsociale Partei ist ver AuSflus« politischer Unduldsamkeit und mangelnder GesetzeStreue. Durch diese Behandlung der Lehre?» schast wi»d die RechtSunsicherheit vermehrt, die Schule geschädigt und daS Volk in seinen wichtig-sten Interessen benachtheiligt. Die Wiener Lehrer-schast legt daher entschiedenen Proiest gegen diese» ungesetzliche, freiheil«- und bildu»g«seindliche Vorgehen ein und wird wie bisher im Rahmen der bestehenden Gesetze für wahre Freiheit und Ge-rechtigkeit muthig weiterkämpfen und da« bestehende Reich«volk«schulgesetz vertheidigen. Er betrachtet e« al« Pflicht aller freiheitlichen Lehrer, im gleichen Sinne zu wirken und fordert zum Ausharren in dem gegenwärtigen harten Kampfe auf." Einoer-standen I Kine Aündßöhchtnltener. Wie der Wiener Correspondent der „Boh." melde«, wird im Finanz« Ministerium di« Einführung einer Zündhölzchensteuer erwogen und diese Frage eifrigst studiert. Die neue Steuer soll eventuell zur Bedeckung de« au« verschiedenartigen neuen Investitionen erwachsenden Mehrecsordernisse« herangezogen werden. Nach den bisherigen Erhebungen dürfte die Steuer gegen drei Millionen Kronen tragen. Gegen den Hinweis aus die dadurch erfolgte Vertheuerung eines so wichtigen Consumartikel« wird geltend gemach», dass in Frank-reich der Preis der Zündhölzchen bedeutend höher sei, al« in Oesterr«ich. Aus Stadt und Nummer 32 nelen Ringstraßentheile« vom Pvftqebäuse i>i4j ehemali un Löwen-Gastbofe zunäist ou-chzustj» Zur Tagesordnung übergeh, nd wird die Si eines Mitgliedes ,n den SparkasseauSschust i Stelle deS verstorbenen Anton F e r j e n corp nommen und es wird der Holzhändler und H«i besitzer Josef Jarmer gewählt, worauf I Bürgermeister die Sitzuna für geschlossen erklärt. ßillier Stadtverlchöneruugsverei«. Derjdl hielt Donnerstag abend« im Hoiel „Erzkq Johann" seine diesjährige satzungSmäßige & Versammlung. Der Obmann, Herr Fritz Nl begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder herzlichen Worten und e> stattete hieraus den La de« Au«schusse« über da« abgelaufene Vereinch Der gegenwärtige Mitgliederstand beträgt 340. U Andenken der verstorbenen Mitglieder Alviit Dominig, Fritz MatheS, Franz Rakiii Dr. Sajowitz und Willner wird von» Anwesenden durch Erheben von den Sitzea gteja Bezüglich deS Herrn Fritz Mathe« wurde iick sonder« hervorgehoben, das» «r bei der Gründ» de« Vereine» mitgethan hat und durch lange Jad al» Vorstandsmitglied und zwar al» O>cono« ida war. Im abgelaufenen Jahre hat sich der schuf« daraus beschränkt, da« bereu« Geschafft« erhalten; Neues im größeren Stile konme ml geschaffen werden, weil die Mittel zu knapp am Die Anlagen im Stadtparke und am Reiitnti wurden in Stand gehalten. Die Anlagen am jisi berge, welche leider den Deoastetionen snt-nt 1 dort verkehrenden Herrschaften arg ausgesetzt itil werden jetzt in Stand gesetzt. Auch die uirnji Anlagen in d«r Stadt z. B. am Wokaunplatz« m den entsprechend in Ordnung gehalten. I« Pui selbst waren größere Reparaturen nothwendig. Zeugstäli« musSl« v«rgröß«rt wtrden, die Paiild, wurden untermauert, der alte Musikpavillon »dp tragen. Dem Tenni« Club wurde der zweite Sffte) platz zur Verfügung gestellt; die bor, aicheittt Hütte wird an einen anderen Platz überstellt, » sie nicht stört. Die vom Vereine gepachtete Kische-bat Herr Teppei nun ganz auf eigene Rechm übernommen. Im Vorjahr« hat da« Hoch«äß im Parke «inen ganz bed«ut«ndrn Schad:« i»? richtet; dieser konnte jedoch durch den Ertrag e» eingeleiteten Sammlung mit 682 K und eine» > Waldhause abgehaltenen Concerte« mit 115 Ki kürzester Zeit wieder gutgemacht werden. Tat t Waldhause au«gebrochene Schadenfeuer konme i Entstehen unterdrückt werden. Die Reparatur» i Waldhause erforderten wieder einen namhafte» ß« trag. Von der Schuld für da« Waldbau» das» noch 11.640 K aus. An größer«» Spende-« jv eingelaufen: von der Sparcasse 540 X. vo» N Gemeinde eine Unterstützung durch Zuwende » Lohnes für den Parkwächter, eine Zpend- « Officiercorp« ver Landwehr mit 32 K. fon>.« m größere Spende von der Firma Makesch t Hiijl mann. Der Berichterstatter sagt den Ssenial wärmsten Dank. Der Gärtner Keller ist au« tal Dienste getreten, an seiner Stelle wurde der (Sarrnil Dirnberger ausgenommen, welcher seine Schulz« keil gtthan hat. Der Bericht erwähnte noch )«l Devastation de» Wetterhäuschens und kündisi Besserung der Vermögenslage de« Vereine« nie It. I Haltung eine« großen Volksfeste« im heurige» §t»| mer an. Hierauf erstattete der Oeconom Herr Wl Pallo« den Detailbericht. Die Verschönen», I de« Platzes von der Grafei hat der Gememtecch» im vorigen Frühjahre in liebenswürdigster Äßl durchgeführt. Der Verein hat fein Augenmerk Haupt auf die Abstellung mehrertr Uedelstäde» der Stadt selbst gerichtet und wird mit deM«h» Anlrägen an die Gem«ind« herantreten. E sich um die Beleitiyuug der „Pissoir«' m diversen Ecken, um die Unterleiiung der wäss«r, uni die AuSbeffnung d«r Bürgerst,i;e i» die Ausbesserung und Regulierung von inftqD jährlichen Gartcnmauern in der Schul»'a>se «M Gaitengafs.-. Der Verein benöthigt zur T»ch> führung feiner allerdringendsten Ausgabe» »i d»s»I Jahre mindestens 3000 K. An Neuanlage» fcuninl durchgeführt werden: Die sehr schöne PriWi!!,» am rechten Sannuser bis zur Landorfer 4iii<2r l eine Verlängerung der Ther.sienallee vom di» zum Sannhose, von dort recht« abbiegei-b iterl da« Stiger'sche Grundstück zur Reich«ftraße. hl Stelle des alten Musikpavillon« ist schon hnie rial Gruppe ausgezeichnet. Die Bäume am Maximili^»-1 ,^riedhofe gehören dem VerfchönerungSverelii« si« I find im Einvernehmen mit Herrn Abt Ogradi zesch l worden. Der Caist r Herr Karl Ferjen berich«! üd?r die Geldgeb^rung. Die Einnahmen deirngsl 8854 86 davon fcie B-iträ e 2101 K; die ilii> I gab«» 8407 66 K, davon die Löhne und SchchD [ Nummer 32 HUftdü* Seite ) allein 4486 X. Der Rechnungsprüfer Herr Juliu« kakufch hebt in wa:mempfu»denen Worten hervor, das« zu einer »logischen Stimmung im Verschöne-amg«verein kein Grund vorliege. Den» der Verein habe doch nur die Ausgabe, die sich alljährlich er-gebenden Arbeite» durchzuführen und hiezu werden die nöthigen Mittel immer aufgebracht werden. Das« da» vorige Jahr mit einem größeren Cassa-salpo abgeschlossen ha», sei auf da» Legat zurückzu-sthren. welche« der hochherzige Freund der Ttadt Cilli Herr Lininger dem Vereine zugewendet habe. Herr Ra kusch verweist auf die ausgezeichnete Thätigkeit des Ausschusses, auf die tadellose Rech-«ng«führung de» Calsier» Herrn Karl Ferjen und Heimtragt, diesem sowie dem Ausschüsse die Ent-lastung zu ertheilen. Wird einstimmig ange» aommcn. Ueber Antrag de« Ausschusses wird defchlvssen, iai heurigen Sommer und zwar am l. August im Siadtparke ein große» Volk»fest abzuhalten, dessen Ertrag dem Vereintsäckel zuge-»endet werden soll. Mit den Vorarbeiten wird der Autschus» betraut. Namen» der Siadtgemeinde sprint Herr Vicebürgermeister Juliu« R a k u s ch, sür den am Erscheinen verhinderten Herrn Bürger-»elfter S t > g e x, dem Au»fchufse für seine au<-gezeichnete Thätigkeit den wärmsten Dank au». Sodann gelangien noch mehrere Anregungen zur Erledigung. D.r Weg auf die Burgruine wird ober dem Fanninger'schen Weinganhause gangbarer gemacht und die Aufschrift auf der Seidlquelle neu über strichen weiden. E» wurde beschlossen, an di« Gemeinde Umgebung Cilli mit dem Ansuchen heran-Mlreten, das» die Gemeindestraße vom Wopleina-siege bis zur Tüchererstraße in einen besseren Zustand oeisetzt werde. Der Promenadeweg am rechten Sann» »ifer von der Seidlquelle bi» nach Lendorf wird e»lsprechevd ausgebessert, bezw. angelegt, falls die ito»h«,>en Mittel vorhanden sind. Deutsches Studentenheim. Für da« hiesige Deutsche Studentenheim hat Herr Bürgermeister L t i g e r neuerlich zwei Kupferstiche gespendet. Herr O e ch« widmete sech« Bilder Alpenblumen. Beiden Herren sei an dieser Stelle der beste Dank für ilire lieben«würdigen Widmungen «»«gesprochen. Krannng. Donnerstag um 7 Uhr abend« fand m Graz die Trauung deS Herrn Hubert Skalat b. I., Südbahn-RestaurateurS in Divacca, mit Fräulein Anna Pilz statt. Beistände waren die Herren Josef Drolz, Realitätenbesitzer in Markt Züsser, «nd Josef Martschitsch, Postosficial in Graz. Tie kirchlich« Ceremonie nahm der Stadtpsarrpropst Domherr Joses Frühwirth vor, der an da« Braut-paar ein e herzliche Ansprache hielt. Im Festsaale 0(4 Hotel« .Zum goldenen Engel" vertinigttn sich Dir HochizeilSgasle zu einem fröhlichen Madie. ?»« llei ermärkische« Landesschnlrathe In ver am 14. März d. I. abgehaltenen Sitzung hat Vec steieirmärkifche LandeSschulrath die Errichtung einer «imclassigen. in di« zwtite OriSclasse einzu-reihendem öfftntlichen Volksschule in der Ortschaft Eroscham, Bezirk Umgebung Marburg, angeordnet; über die? Gesuche um Befreiung von der Entrichtung de« Schulgelde« am k. k. zweiten Staat«- {ymnasiium in Graz und am k. k. Staat«gymna-um in Cilli. sowie über eine Anzahl von Gesuchen »n Zue?rken»ung von Dienstaller«zulagen und Er-z>ehung«»d«iträgen, dann um Gewährung von Geld-au«dilfern enischieden. Angestellt wurden: Al«Ober-lehrer a,n der Volksschule in Trofin, Bezirk Mahren» berg, den definitive Lehrer und Schulleiter Martin Re orSeel dortselbst; al« Lehrer, beziehungsweise Lehreriiu: au der Volksschule in St. Margarethen, Bezirk Mmgebung Pettau, der provisorische Lehrer Ludwig Sijanec donselbst; an der Volksschule in Ei. Wodlsgang, Bezirk Umgebung Pettau, der pro-i-lsorischy« Lehrer Carl KoroSec dortselbst; an der BoltSschhule in Mahrenberg der definitive Lehrer Othmarr Herbst in Kainach; an der Volk«schule m öt. '.Leu, Bezirk Umgebung Pettau, die definitive,» Leiehrer Rudolf Kotzmulh in Sibika und Johann Rlci.or$4et in Jaring; an der Volksschule in Heil.» Kreuz, y Bezirk Umgebung Marburg, der provisorische Lehrer 5 Johann Robnik dortselbst; an der Volks-schule imn Groß-Sonntag, Bezirk Frieda», der defi» mtive L Lehrer Jakob Preindl in Kötsch; an der BolkSschchule in Et. Peter, Bezirk Tüffer, die defi-uitiv« L Lehrerin Anna Hrevatin in Dobje; an der BolkSschchule in Jaring, Bezirk Umgebung Marburg, di« Lehrhrersupplentin Anna Wauda dortselbst; an der Votolttsthul« in Heilenstein. Bezirk Franz, die prooisororische Lehrerin FranciSka Gonf^ dortselbst; an der er Volksschule in Et. Georgen am Tabor, Bezirk Franz, die provisorische Lehrerin Marie Eiupan,v vortselbst; an der Volksschule in Prihooa, Bezirk <2 Äonoditz, die provisorische Lehrerin Helene Dolenc ic dortselbst; an der Volksschule in Etranitzen, Bezirk 8 Sonoditz, die provisorische Lehrerin Antvnie Valencia dortselbst. Die definitive Lehrerin Marie Konfchegg in Mahrenberg wurde über ihr Ansuchen in den dauernden Ruhestand vrrsetzt. „Fakttostgkeit". Die windische Presse kann sich noch immer nich« über die angebliche Takt-losigkeit trösten, welche darin gelegen haben soll, das« nicht der Cillier Gemeinderaih, sondern der Deutsche Verein die zweite Versammlung be«>ess« der Action zur Verstaatlichung der Eisenbahn Cilli—Wöllan einberufen habe. Wir haben die An-gelegenheit schon vollständig aufgeklärt. Das« die Betheiligung der Slovenen durch ein nachträgliche« Votum de« windischen HofkriegSrathe« unterblieb, geht schon auS der albernen Au«rede hervor, das« die Herren die bekannten Worte Dr. v. Jabornegg« in der Wöllaner Versammlung nun „überhört" haben wollen. Diese« „Ueberhören' wird ganz besonder« durch den Umstand illustriert, das« sich noch zwei Tage vor ver Cillier Versammlung Herr Dr. Sernec mit Herrn Dr. v. Jabornegg wegen Vertheilung der Petition in« Einvernehmen sehte. Unsere Gegner haben nicht da» geringste Recht von politischer Taktlosigkeit zu sprechen. Solange die Cillier Bezirk« Vertretung im Narodni Dom lagt und damit ihre feindselige und gehässige Haltung gegen die Deutschen Cilli« dokumentiert, so lange erklären unsere Gegner eine autonome Körperschaft al« ein ganz gleiche« Parteigebilde, wie e« z. B. auch der Deutsche Verein ist. Killier Law» Fennis gtnv. Wie wir ver' nehmen, sind die Voiarbeiten zur Eröffnung der heurigen Spielzeit, di« mit I. Mai l. I. beginnen soll, fast zum Abichlusse gelang«. In der letzten Sitzung Hai der Au«schui« sowohl die Gruppen zusammengestellt, al« auch die Siundeneintheilung entworfen, doch konnte die endgiltige Feststellung leider nicht erfolgen, weil feiten« der Mitglieder nur in sehr wenigen Fällen di« die«sälligen Wünsche bekannt gegeben wurden. Der AuSschuf» legt die Entwürfe der Gruppen» und Stundeneiniheilung beim Diener auf dem Tenni»platze den Mitgliedern zur Einsicht auf und ersucht, wegen allsälliger Aen« derungen in der Zusammenstellung der Gruppen bi« längsten« 25. d. M. die Wünsche bekannt zu geben. An demselben Tage um 2 Uhr nachmittag« findet auf dem Tenni«platze die Auslosung der Gruppenbezeichnung statt und wollen die einzelnen Gruppen biShin ihren, zu diesem Zwecke Bevoll-mächtigten, dem Ausschüsse namhaft machen. Bis 28. d. M. sind die Erklärungen der Gruppen, ob und welche der vorbehaltenen Stunden seitens der» selben im Monate Mai nicht in Anspruch genvm-men werben, in einem beim Platzdiener bereitliegenden Buche abzugeben, wie dies bei jeden 28. für den kommenden Monat, für jede Beitritt«erklärung, Stundenvormerkung, sonstige Wünsch« und B«-fchwerden seilen« der Mitglieder und Gäste aus diesem Wege dem Au«schusse zur Kennini« gebracht werden können. Der bisherige Besuch de« Spiel-platze« läs«t bei geordneter Ordnung der Dinge eine eifrige Beiheiligung an dem beliebten Spiele erwarten. Unvorsichtiger Antomobikfahrer. Da« Aulo-mobil de« Peier Majdit wurde Freitag nach» mitlag von fo unfttfchickier Hand geleite», dass e« den Stand de« Südfrüchtenhändler« vordem Holel Etefant geradeweg« über den Haufen rannte. Der Stand wurde gänzlich zertrümmert und die Waren am Boden herum zerstreut. Eine Frau, welche ge« rade einen Einkauf machen wollte, wurde gestreift und erlitt einen furchtbaren Schreck. Der Schade beträgt 122 Kronen. Südslavische ßtnSkindekei. „Slov. Narod" schreist: „Da« fchöne Spi-l Higo»Migo beginnt letzt zwischen dem Ploj-Spinciö'ichcn und dem Schusterfchitz-Szajer'schen Club. Einer wird ver-suchen, dem anderen irgend ein Mitglied zu ent» reißen. Au« dem Fiumaner „Novi List", welcher natürlich freundschaftliche Beziehungen zu Spinciö ha«, einnehmen wir, das» der kroalisch-sloveuische Club den Berk« undTickar auf die Mücke ge« nommen hat und sie dafür gewinnen will, das« sie sich von Schusterschitz trennen. Zu diesem Zwecke und damit ihnen der Uebertritt erleichtert wird, behauptet „Novi List", dass die Kroaten auf keinen Fall in« .Centrum" gehen, daf» daher diejenigen, welche eine Bereinigung wünschen, in den kroaiisch-slooenischen Club kommen müsse«'. Wir werden sehen, wie diese» Spiel enden wird. Mit 2icfar geh« e» nach unserem Urtheile schwer, weil dieser unter dem Commando de» Marburger Bischof» steht; mit Berk» aber geht e» sehr leicht, da« heißi, wenn R. v. Berk» noch immer mehr Vertrauen zur Cillier Pofojilnica al» zur Schusterschitz'schen .Ljudska posojilnica' (Volk«vorschus«cafse) hat. Lannerconcert. Heute Sonntag den 2l. d.M. veranstaltet der Cillier M»s»kvereln zur Feier de« 160. Geburt«tage« de« beliebten und so sehr populär gewordenen Wienerweisen-Componisten Lanner im Saale de« Hotel« Elephant ein Lannerconcert. E« werden nur heitere Stücke zum Vortrage ge» bracht und e« kann daher wohl mit Sicherheit er-wartet werden, das« sich da« musikliebende Publikum bei dem köstlichen Pil»ner und Schilcher diesmal noch zahlreicher und — ausdauernder versammeln wird, al» bei dem letzten Concerte. Koncerte der Klagenfnrter Stadtka^elle. Die au» 36 Mann b>stehende Klagensurter Stadt» kapelle wird Montag den 22. und DienStag den 23. d. M. im Hoiel Tusche! zwei Concerte veranstalten. Der Kapelle geht ein vorzüglicher Ruf voraus. Steckbrief. Martin Cel} vulgo Kralj, 34 Jahre alt, geboren in Podvinzen. Bezirk Pettau, zuständig nach Podvinzen Nr. 19, katholischer Religion, ledigen Standes, mittlerer Größe, von starkem Körper» bau, ovalem Gesicht, gesunder Gesichtsfarbe, braunen Haaren, grauen Augen, proportionierter Nase und Mund, schadhaften Zähnen, Schnurbart, ovalem Kinne und keinen besonderen Kennzeichen. War bekleidet ländlich. Ist deS Verbreche»? de« Todtschlage«, begangen dadurch, das« er am 3. März 1901 gegen Johann 6'eh in Podvinzen derart handelte, das« darau« dessen Tod erfolgte, drin» gend verdächtig, festzunehmen und an da« k. k. Krei«c>ericht in Marburg einzuliefern. Ane Krdveöenjeitnng. Eine Monatsschrift, »Die Erdbebenwarte", erscheint vom April diee« Jahre« an in Laibach. Herausgeber ist Professor Albin Belar. „Die Erdbebenwarte' wird inSbe-fondere alle Beobachtungen, die am Laibacher Herde (gegenwärtig vielleicht dem interessantesten in Europa) gemacht werden, behandeln; eS sollen auch Beben-ereignisse, die sich in nahen und fernen G-bieten abspielen, entsprechend gewürdigt werden. „Die Erdbebenwarte" wird auch historische Erdbeben-berichte sammeln und veröffentlichen, damit e« mög-lich wird, mit der Zeit an der Hand der älteren und gegenwärtigen Erdbebennachrichten einen Ein, blick in die Sei«micität einzelner Bebengebiete zu gewinnen. Ein ganz besondere« Augenmerk wird der Entwicklung der modernen, exacten Erdbeben» forschung mit Hilfe der Instrumente gewidmet wer« den. E« sollen daher alle Neuerungen und Ver-besserungen auf diesem Gebiete, wie insbesondere auch die praktische Verwendung der Erdbebenmesser in den verschiedenen Industriezweigen, zur Be» sprechung gelangen. Hffertansschreibnng. Da« Landesgericht»-Präsidium in Laibach hat die Tischlerarbeiten sür den Gerichtsbau in Laibach im Offertwege zur AuS» fchreibung gebracht. Offerten sind bi« längsten« 25. d., 12 Uhr mitlag«, bei genanntem Präsidium zu überreichen. Pläne und schriftliche Behelfe, wie Auskünfte können bei der Bauleitung behoben, respec-tioe ertheilt werben. Aahr- und ZNeßmirkte in Steiermark. Am 26. April: Graz, Stechviehmarkt nächst dem Schlachthause. — Drachenburg, I. it. V. Am 27. April: Graz, Geireide», Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Rann, Schwtinemarkt. Am 28. April: Klöch, Bez. RadkerSburg, I. Am 29. April: Doll, Bez. Tüffer, I. — Gamlitz, Bez. Leibnitz, I. u. V. Am 1. Mai: Graz. Getreide», Heu- und Stroh» mark» am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. vermischtes. Hin dreifacher Morder. Dieser Ta^e fand vor dem Wiener Schwurgerichte die Verhandlung gegen den Mörder Stefan Wanyek statt. Derselbe war am 8. Jänner l. I. »n eine Wohnung in Favoriten gedrungen, um dieselbe auszurauben, fand aber »ine andere Frau darin, al« die, welche er bestehlen wollte, und machte sich davon. Al« ihm die Frau schreiend über di« Stiege nachlief, drehte er sich um, fchof« auf sie und traf sie in die Brust. Andere, die inzwischen durch da« Schreien der Frau herbeigelockt worden waren, verfolgten Wanyek. der sich auf der Slraße wieder umdrehte und von neuem fchof«, wobei er zwei der Verfolger. Fischer und Marek mit Namen, »ödteie. Weil im Revolver kein Schus« mehr war, schlug er jetzt mit der Waffe den ihn festnehmenden Wachmann aus di« Schläfe und in« Auge. Ein Complice Waneyk'«, der mit einem Messer nach dem Wachmann stach, entkam. Vor Gericht entwickelte Wanyek. der alle« leugnete, einen frechen Trotz. Er sagte frech: „Macht e« kurz und verurtheilt mich zum Tode! Ich will nicht im Zuchthau« leben!" Aus wiederholte« Befragen ge» stand er zwar, er habe mit dem Revolver, wenn Seite 6 Nummer 32 die Tache schiel stienq. fidj s-l^st löMen rucsli«. Er habe auch mehrere Male geqen sich adgedrück», ab'r der Revolver versagte jedesmal. Erst al» er gegen andere zielte, gieng die Waffe lo». Die Geschwo» renen verneinten die Schuldfrage auf Mord im Falle d-r Frau, bejahten aber in allen dre^Fällei» den Todtschlag. Ler Gerich»»hof verurtheilte Wanyek zum Tode durch den Strang. Als nach erfolgten« Todeturiheil der Präsident den Berurtheilten fragte, ob er Rechtsmittel gegen da« Urtheil ergreife, fagie er mit letztem Trotz: „Ich verzichte!" — ES sei noch rrwähn», das« Wanyek auch in der Unter-suchung«hast ein freche» Attentat aus einen Wärter verübt hatte. Erst Justizsoldaten konnte» diesen von dem Wülherich befreien. Per Napst schnupft. Auch der größte Mann ha« seine kleinen Schwächen. So schnupft z. B. der Papst Leo XIII. unmäßig. Al« er eine« Tage« einen schönen Kranz von Cardinälen um sich ver-sammelt hatte, zog er seine Tabaksdose heraus, nahm eine lange Prise und r«ichte dann den Emi-nenzen die Dose hin. Alle schöpften daraus und «haten fo; nur ein französischer Cardinal wie« da« Anerbieten mit einer liebenswürdigen Geberde z irück. „Wie? Sie schnupfen nicht?" fragte der Papst. — .Nein, heiliger Vater, diese« Laster habe ich nicht/ — »Ein Laster?" versetzte Leo XIII. lachend. „Wenn e« ein Laster wäre, so würden Zie schon längst damit vertraut sein!" Die Eminenzen konnten kaum ihr Lachen unterdrücken, denn jener Cardinal Halle, wie man erzählt, al« Ofsicier eine stürmische Jugend gehabt. JHt Arsachcn der HFcommunication Hol-ltois. Ueber den Schri«« de« russischen Heiligen synod«. der so große« Aufsehen in der gebildeten Welt erregt, wird dem .Berliner Local>Anz." ge-schrieben: Die Excommunicaiion Tolstoi« ist auf die beiden letzten Werke de« Dichter« zurückzuführen. Diese Werke sind zwar noch nich« im Druck er« schienen, ihr Inhalt wurde jedoch in russischen Blä>-tern mitgetheilt und da« genügte dem Synod, um die Excommunication auSzusprechen. Es sind ein Roman „Pater SergiuS" und da« Drama „Der Leichnam". In dem Romane „Pater Sergiu»" handelte e« sich um die traurig« Geschichte eine« Lebemanne«, der sich in die Slille be« Kloster» flüchtet; er findet aber im Klosterleben keinen Halt, in der Religion keinen Trost, so dass er auch in drr kirchlich«» Abgeschlossenheit seine Leidenschaften nicht ertödten kann und an den Folgen der inneren Kämpfe zugrunde geht. Tolstoi zieht in diesem Roman die Schlußfolgerung, das« die orthodoxe russische Kirche mit ihrem äußeren Glanz« nicht im-slande sei, di» inneren Bedürfnisse einer gläubigen Zeele zu befriedig»». Ebenso scharf urtheil« der Dichter über die orthodox« russisch« Kirche in feinem Drama „Der Leichnam". Hier wendet er sich gegen die Ehesatzungen der Kirche, die da« Weib zur Sclavin de« Manne« machen und zwingen, an d«r Seit- de« verkommensten Manne« ein qualvolle» Dasein zu führen. K»nig als Mittet gegen Pipötheritis. Vor einem Jahre, beriefet?» Dr. K. Kreb« au« Leipzig» Eutritzsch in der „Leipzig»? Bienenzeitung", wurde mein Töcklerchen von einer drsiig»» Diphterili« be-fallen. Di» vom Arzie verschriebene Arznei wa? ein himbeerfarbene«, fremdartig schmeckende« Ge» tränk, und mir war e» darum völlig begreiflich, al» da« Kind den Genus« de« Getränke« ablehnt». Die Diphtheriti« aber nahm offenbar zu, und »« drohte Erstickung«g»sahr. Wa« war zu «hun? Ich erinnerte mich »in»« Glas»« Honig, welche« un« ein verwandier vienenzüchler erst vor kurzer Zeit ge-schenkt hat!?, und fragte die Kranke, ob sie ein wenig wünsche. Auf die B'jahang meiner Frage reichte ich ihr eine ganz» Untertasse voll, welche auch bald ausgelöffelt war. Nunm»hr besah ich mir di» Mundhöhle wieder, tonnt« aber auch nicht »in» Spur deS früh»ren Belage» mehr entd«ck»n. Dieser offenbar« Erfolg veranlasste mich, der Kranken eine weil«« Portion Honig anzubielen, sie wie« ihn jtdoch zurück. Warum wohl? Der Honig hatte bei seiner Heilwirkung auf di« erkrank»?« HalShäute gtwis« zu kräftig eingkwirkt und »in leise» Schmerz-gksühl hervorgerufen. Ich that daher den Honig in warme Milch, woraus ihn die Kranke sehr gern« nahm. Abknd« kam der Arzt wieder, blickie mit Hilf« einer recht hellen Lampe in die Titsen der Mundhöhl« und sagte endlich erfreut: „Na, die Arznei ha» gut angeschlagen! Bon Diphtherili« ist kaum noch etwa» zu sehen!" Ich erwiderte, das» di« Kranke di« Arznei nicht genommen hab«, wa« den Arz« sehr überrascht«. „Da ist wohl »in Wunder gescheht»?" fragte er fo»schend. Nun erzähl!« ich den schon bttichikten Hergang, und der Arzt mein!» daraufhin dankbar: „Du» will ich mir m rken, namentlich zur Behandl, !?g kleiner Kinder!" Di ganze Nacht hindurch schlief mein Töchterchen sehr gut und erhielt am Morgen aus« neu» Honig in warm»r Milch. Miitag«, also 24 Stunden nach der Feststellung der Diphtheriti«, m»int» der Arzt nach neu»r sorgfältiger Untersuchung: „Ich gratulier»! E« ist nicht »in» Spur von Diphtheriti« mehr vorhanden I" Wie »vohl mir aus dies« Nachricht würd«, und wi« erfreut ich darüber war, da« sühlt wohl jeder Vat«r mit mir! Der Wert der frische» Gemüse. In unseren Hauptmahlzeiien spielt da» Fleisch eine hervorragende Rolle, weil bisher dessen Eiwcibgehal» für da» höchst« Ideal aller Nährstoffe gehalten wurde. Eine wirtlich nahrhafte Speise mus» aber neben Eiweißstoffen einen hohen Bestand von Kohlenbvdraten enthalten, und darum ist auch eine reichliche vegetarische Kost ralhlam. Unser Körper bedarf zu feiner gesunden Ernährung der Mineralstoffe oder Nährfalje, da« find Kali, Nalwn. Kalk. Eisen und phosphorsaure Salze, wie solche im Gemüse, Salaten und Obst enthalten sind. Zur Zeit der jungen, frischen Geinüir sollte es daher jede Haus-frau al» eine wichtige Pflicht erachten, möglichst oft und viel davon namentlich den Kindern aur die Speise-tafct zu bringen. An der Spitze der Gemüse steh« der Kopfsalat. Er wirkt verdauunzSfördernd, blutreinigend, anregend und erfrischend auf den ganzen Organismus. Die gute Wirkung darf aber nicht durch Hinzufügen von schlechtem, allzuscharfem Essig oder übermäßig viel Gewürz vermindert werden. Auch Spinal und Sauer-ampfer find zu empfehlen. Ihr hohe« Eisengehalt wirkt günstig auf die Blntbildung und mach» dies Gemüse zu einem Heilmitlel sür blutarme Kinder und bleiche süchtige Mädchen er Aakoöiner. „Sagen Sie mal, lieber Kitzewitz, wer hat denn »igentlich da« erlaubt, das» di» Arbeiter alle, äh, und da» Gestndel, äh, überhaupt in Reich««ag wähle» darf?" — „Aeh, da» ha« Bismarck erlaubt, äh, i« »in» Dummheit von Bi«marck g»iv»s»n." — .Na, da war »r — wie heiße» doch di» K»rl» in d«r französischen R«oolu° tion, äh. di« so »oll« Mützen auf dem Kopfe hatten — äh. — na, warten Sie — Jodanniierl" — »Hähä — ne, nicht Johannitir — Jakobiner." — »Aeh, richtig. Jakobiner l Na. da war Bi»marck auch so'» Jakobiner." — „Nuürlich war er '» Jikob n»r." „ickierer.' bitte. Bon Frida Schanz. — Etwas von Osten» i den Osterfestbräuchen. Bon Marie H. von — Eine AnschauungSleclion. Bon Klara DSsters (Schlus».) — Wollstaubbilder. — KokoSmattes. • Wie Großstadlkinder ihre Geburt anzeigen. 9m i Hochfelden. — Fest im Sturm. Erzählung vom M seestrand Von Fannv Klink Lütetsburg. sFortsq — Zum Einzüge in eine neue Wohnung. Von! Gnoll. - Wie schützt sich der in einer kleine» oder auf dem Lande Wohnende vor geistiger Der? und dem Ausgehen in Neinlichem Wesen? (1. setzung.) — HauSwirtschaftliche». — Facto-Th — Zu Geschenken geeignete Dinge. — Antworten i unsere Wirtschaftlagen. — Neue Bücher fit I Hausfrau. — Unsere Wohnung. — Modetheil, haltend über 80 Illustrationen und einen $4 musterbogen. — Zierstich Nähmaschinen. — fliri < Hochzeitü Zeitung. Menü. — Inserate Der Tübinger Professor Liebermeister veröss in der .Gartenlaube^ einen Aufsatz, in:«»» Über die Entstehung und das Wesen deS Fieber» l Ausschlüsse gieb» und für dessen Behandlung bea werte Rathschläge ertheilt. Der Artikel ist ge»«i ständlich abgefafS« und verdier« um der ernste» I dentunz willen, welche das Fieber als Begleiters fo vieler Krankheiten ha«, die weiteste Bert AuS AnlasS de« l 00jährigen Todestages N« (Friedrich von Hardenberg»), dessen geistliche noch heule gesungen weiden, hat Dr Karl Busse < mit Porträt geschmückten LebenSabrifS des Tichien I gesteuert. I. Braun plaudert an der Hand von > bildungen über das Thema „Modernes Zierzi und Dr. Paul CchellbaS ist mit emem höchst inten Artikel, »Völkertyve» in gegenseitiger Betrag vertreten, zu dem A. Schmiedhammer ch-ralierisv Bilder gezeichnet ha». AlS vorzügliche fesselnde I erweisen sich der Roman I. E. Heer» „Felix und Adolf WilbrandtS von feinem Humor butd Erzählung ,DaS Uitaeil des Pari»". Auch mj gewählter Bilderschmuck, an dem die besten beteiligt sind, zeichne» die „Gartenlaube au«. s»t sie auch nach dieser Richtung hin al« ein Bolketck Mittel ersten Range» bezeichne« werden darf. FRITZ HASCH, fiuchluRilliina, Schrifttum. Bon der Wiener Wochenschrift „Die Zeit* (Herausgeber Prof. Dr. I. Singer, Dr. Max Burckhard, Dr. Heinrich Kenner, Prof. Dr. Richard Mulher) ist das 341. Heft erschienen. Abonnements auf diese Woch»n schuf«, Viertels. G K, nehmen die Post, alle Buchhan -lungen und die Administralion, Wien. IX/3, entgegen. — Einzelnummern 60 1». — Probenummer grati» und franko Lechner'S Generalkarte von Kärnten l : 300.000. In der Eolleelion österreichischer Krön-landSkarten. welche die Firma R. Lechner (Wilh. Müller), k. »i. k. Hof- und llniversitäts Buchhandlung in Wien, herauSgib» und in welcher bereits früher jene von Steiermark ! : 300.000, Niederöfterreich 1 : 300.000. Mähren und Schlesien l : 400.000, Krarn I : 300.000, Küstenland l : 300.000 und Salzburg I : 300.000 erschienen sind, reih« stch in gleich schöner Ausführung die Generalkarte von Kärnten im Maße I : öOO.OOO an, Auch diese, hauptsächlich die BerkehrSverhältnisse berücksichligende Karte ist in einem Maßstab gehalten, der die Ausnahme von möglichst vielen Ortsnamen und Eommunicationen gestallet. Lau« Mittheilung der Verlagsfirma wurde derselben bei Publiealion dieser Karle von Kärnten feiten» der k. k. Landesregierung die «hatkräfligste Unterstützung zu Theil, so das» selbe nicht nur mit Hinsicht auf die politischen und gerichtlichen Abgrenzungen, sondern auch bezüglich der statistischen Angaben alS ganz neu gellen kann. Diese letzterschienene Karte basier» ans der im Er cheinen begriffenen neuen Geue, alkarte von Mitlel Europa l : JOO.tKX), ist be jüzlich der Eommunicalionen bis zum Tage der Druck-legung in Evidenz gehalten und eignet sich daher nicht nur zum Gebrauche im Bureau und Comptoir, sondern kann zufolge ihrer Genauigkeit au» aus Reiten mit gulem Erfolge in Perwendung genommen werden. Auch enlhäl» selbe, obwohl ohne Terraindarftellung alle Namen der GebirgSzüge, Berge, Pässe, sowie zahlreiche Höh. Preis vierteljährig kr. Einzelne Hefte 10 kr. Inhalt des Heftes 14: Mädchen- Pczierbilö ) Mein Bräut!qam wollte mich mit Papa hier Wo mögen die Beiden nur fein? Zur SiiIhoii ! a AlOiS WaliäDÜ.Cilll Batlbass^ainl das anerkannt kräftige Marburger-OarnpfrntU OO »I»«*riell llopprl- \nll OO C. Scberbanrn 4 Sohne in OrigluI-PrdseB p&ateaHirferte .Hiiasralim-Theebutter I Alpen-Rindselimali und reinen Tropf-Huaigl schönste Rotinen, Ziwebon. 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