„/kklhett, W«hlßa»», stld»! str II»." «r. ««. Mittwoch, ? Z««t t8SA. VIII Jahrgang vie in» „Marburger Zeitun ," erscheint ieden Sonntag, Mi twoch und Kre tog. P e se — für Marburg: ganzjährig S fl.. Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: » anzjahrig ^ fl., halbjalirig 4si., vikrtelial, ig 2f!. D»e in Mal mit Iv, bei zweimaliger mit 15, bei dreima iger m t LV tr. berechnet, wozu fiir jedesmalige Einschaitui, h lbjöh,g g fl.. viertelj-hrig 1 fl. 59 kr; für SuKellung gespaltene Varmondzelle wird de» einmaliger Einschaltung g LV lr. Jnseraten'Etempelgebühr kommen. Z«r widerl's;lich.S Zeugniv d»r sozialen Neubildung, tvelche sich in den Tiesu, der sranzönschen Ge seUfchaft vollzieiit. wenu auch die Oberftäche unter dem eisernen Druck des taiserlichkN RegitNkS eine einförmis;e Rulle betvahrt. ... Es ist Nicht allein das Kaisrlthum. welche» lu den Waijlen seine Berurthnlung s.'Nv, tSist Vielmehr die Monarchie unter jeder gorm Dic greßen LandtS Jntelesscn haben sich unter dem Banner d»r publik zu« s «mmrngtfuadkn, woltlbem rtt unter dem der wirtlich demokratiichen, velche den berechti t n Forderungen der arbeltenden t^l"ffea Rechnung krägt. De eigentliche B d utung der Wavlea von 186!) ivird erst in der neun Tp uche hcrvort«etca. ivelche dic Adgeordütten sübr-n lverden; sie ist sodann zu ittlben in dcm Vrrbältn'ffe der Stil, men, welche für c»le kand dat n dcr R gie ung und j ne der Oegner abgegeben wokden. Bci 8 Millionen Wählern betläg» die R gierungsmebrl) it g g nlvärtlg nur M'hr stimmen Wknu das geg n rä'liqe Syst m einst- ltilln nolt >n dcr ltammrr die M hrheit hat, so »st es dcm Punkte, wo » im Lande die Miuderi»eit besitz n wird, sehr nat»cgerückt. Der Tag von W«Keistrttz Marburg, l. Juni. ..Der Himmel begünstigt unsl" — mit diesem Areudenruf begrüßten sich All. die an dt' Maijahrt nach W.-F tslsitz cheilnaiimen. Bon V az taMk» drei^ vn Mit.lieber d«» demokralilchen Benins, darunter die Herren: Dr. Altmaun. Huber. Dr.P tei». Oskar Schmi dt. Dr. Schloff.r; Al. L ol'hudt und H. Dreifalti.keit sandten fünf Parteigenossen; von Mar' U g bcnüKten Urb,ig dir Tij.ubatin. sechzig fulircn auf t»e'en A'hi «ich auf zivan^ig belirf; Äj'aiirenberg. Wusern, Laibach. Äch-ten,v.ud. Tüffer, C til (104). Sonob.tz. Rvhilfch. Pettuu . . . waren v.rtrettn. Am Baltnliofe zu Prag rlio? standen acht und vierzig-Wagen, um c^i, Gäste nach W.'K inrip zu befürd'rn. Bn dem Mautilbause vor der Atadt »vnlde ausgestiegen. D«t Mitglieder de» Festausschuss s empslngtn unS. Diesrr Ausschuß b.stand au» d n Herren; Aarl von FoiM"a«er. (Obmann) VülgeiMeister Üovatschitich. B llo,th Iultu» Baum lnn. Bin-ecnz Bauminn. Änlon Ht.^eniva«tb, Iagodiisch, Eduaid 3.nah. Klimesch, Mlaker. Micha l Nasto. Jotiann Sern A, Ltarky. Ltig.r und Ioimnn Tschernischet. Die Mitglieder d » F.stau»!chuss«» waren mit ive ß^»run n Lchieifen gezielt. Die Miiglieder des ^eängkivlici«» in W.'Atistrjß Rath Nraunstein und Famitie. vo» E. Fritze. (3. Fortsei ung.) Der Enthusiasmus für den „Jemand" begann zu verrauchen. Sie eilaubte es sich schon, den „Ärmand" zu tadeln, daß er seinen jungen Freundet», laut genug, um cs in derG.sellschatt überall zu hö en. Ultizelle übci^ ihie Mutter und über sie mitgetijeilt llattc. Zwar wollte dcr be-wundeinde Blick seiner schönen dunk.ln Augen, den «r, auffallend beivtgt. immer wieder auf sie heftete, als er, freilich ^u sp^U. erfaliren hatte, iver ftine Nachbnlin sei. seinen zaubernden Einftuß «vi d'r geltend m.'ch'N jivar wollte die siaitliche Huldigung, die in leinetn ganzen Wesen sich ausprägte, wieder verführerisch ihre Seele umgarnen ', aber — tS stand lin Ball bevor, ivo sie als Königin der Laiiou zu glänzen lioffen konnte ein Ball, der schon im Bort»eschmack ilirc Seele zu berauschtN saliig '^ar Sie gab zuerst nur den Befehlen der MttMa nach un^ erklärte sich beieit. diesen Ball unter dcr Bedingung besuchen zu wollen, ivenn t'er Herr Lieutenant von Fahrenhorst leinr ljeihe Liebe für slc dadurch bcntlese. daß er sich ganz kall gegen sie benähme. „AlberNtS Beri. ngen l" l.'chte die Rälhin. im Jnnei/n seflenvergnügt über die Modsikation der töcht'rlikltn Hält? und Aonl qu iiz. ..Heißt tas: er soll nicht mit Dir tanzen? Nun." suhr sie fo t. »il» H>rtnine. von ihren eigenen Stricken gef.»ng n. mit der Autivo t zoihert.^. „nun. so ivi'st Du unausbleibliki' in der Polonaise siKen dl iben. dtnn l)ci der übeiall anerkannten Bewerbung des Htrrn von F.'hrtnhotlt tvlrd rs Niemand iragen. »hm den Borrang abzulausen." Hermine hing das Aöpschcu. Wie? In der Polonaise sitzen bleiberi. nachdem sie davon plian. tasirt hatte, den Ball zu eröffnen? Dieser Gedanke war doch nicht zu ertragen! Was schadete es denn, »renn sie mit Herrn von Fahrenljvist d.n B»>ll eröffnete? K.ck hob sie das gesenkte ltöpfchtu ivieder aus. „Gut. Herr von Fahrenhorst mag die Erlanbn'ß haben, mich zur Polonaise zu engag ren." entschied sie kurz und ihre Wan-^en bedeckltrn iich mit tiefem Rothe. Die Ratlttn hielt dies nicht für bedeutungslos. „Und den Kotilion? ' fragte sie n ck nd. „Den tanze lch gar nicht." fi l Hermine hanig ein. „Unsinn. Kind, Unsinnl- tief die Rättiin. „Du tanzest den Kotillon tNit Bruno, und so «Vahr ich lebe Du ivirst ihn gern mit Bruno ianzen. dcun 'hr werdet unb'stlittcu daS schö»stk Piar abgelten!" HerMim sah nachdenklich vor stch Ni.der. D ese Bemerkung enthielt das Z.'uberwort. da» vi» kleinen und groß«n Gerster d.r Eitelkeit aus drn Slilupfivinteln ihrrs Annern Ivieder tzervortriev. ivohin sie dieselben ve«bannt liattk. Wie schineichelnd tönten die Worte „das schöpfte Paar" ! Ab r dos junge Mädchen raffte sich hero jch auf. Ihre lZrinnerung traf auf einige ander» lautende Wort-, die ein ,.).M 'Nd" ot)ne Scheu sein n Fr unoen Mitgetlirilt hatte Mit dek K aft des Donner» rollten sie air iitr m iuneren Ohre volüber: „Der Ratli Braut'st.in zählt zu unser» tüchtigsten Jurist'n," hüite si. »euilich wie damals. „"Uein er !oll da» U »iluck hauen, e.ne Gaiiin und eine Tachter zu beutzen. d't seiaen Wertii keineswegs d.greis,n. soi l^ein «lzlen T «umpl» darcin s tzcn, die giövt n Mode» unt> P.itznai'inntn zu s in." Hatte Nl nch n cht ins .eiieim den S aivnr abgelegt dies d^rte llrth il du'ch iltr flr' eres Bert)»».! n zu en t äst n? War sie nickt von dee wahr« llafi kdein P»sö llchkcit d » ungen rten j^r iit r» deig.sta t brz ubert. daß sie ium niiit aU.i« nicht zü n n v rmo te. sond rn iin im Lt llrn ,u,n R.chter iizres H "0e>' » erlio»? Gut w s wu de er lagen, wenn er IM Ltande ll'äre. die I kons qnenz ii>"r Handln gen beurth iltn? Das jait.e Mä''ä^»mitten: „Ich möchte nicht zum B 'il g b n. Mutt r i tz mö^ie meinen lZnt' sch'üfsu» tr.u bleiben — l 'ft mi ch, ttö e m inen Feied n n'cht. ich >»'ill ni>Dt zum B ll l — Ach bitte Dich, mir ,u eil^ude>». daß ich me'N voreilig g g'benes B'ssp «ctt.n zurnckne^me l " „Nlerns thürin ive kau st Du mch und I^ich so quä>tn!" rief die Räiti n gleich wieder >n Hiß g raiti nd. „Dein Gluek ruhi in meiner Hand und. glaube mir. dort ruht cS sicher. Ers..ijtung macht klug! Ich hotten sich diesiM Ausschuß zur Verfüg,vnst gestellt. Alt stch die Oiiste aesammelt. wurde ukter den KiAns^kn der Hodt'schen Muiitü^prUe der We», nach Tivoli eingesidlaj^en und dort einige Zeit gcrkst t. Um N'/, Uhr zogen wir. eine ivtibt,lünr Fatlne an der Spißk. dr,i Mann hoch IN die Aostiiche Stadt, die im srouslen Schinuck prangte. Arüaze, Gewinde von Flcdt,n^wtiA,n, unzählige gatlnen (schiva'zrotl»golo, sch'vorzlteib. weißgrün.. ) bekundeten die Ffrude dcr '^ewo.^ner. Araueu und Mädchen jp^nditen Blumen und giußttN mit Hand und Tücher, wehen. Lt'uter Zu'uf Miichte sich in di, K änge der Muslt. Vln Haue in der Schulgaffe trug dte sinnige Jiischrist: S»alf und fiel. Recht U! d tr.u Un'ere Losun., sei. Die Reitschule war zur Fe!«Halle liergrr:chttt. mit Vlumcn, Kichtkn« reis. Fahnen und Wappen grschmückt ivo>d,n. Die F stlasel zätilte vier-hundert und zehv Gedecke und saßen die Thelntlimer oennoch ttt,r bequtM. Allgem-ineS Lot» tvulde der Fcstwirtliin. Kr. u Nendl. gespendet unc» den Mitgliedern de» Kest.'ueschusle». die Nicht bloß oldkttcn, jond^lu auch in anstrengendster Weise ttiät g iunren. Das Aestmatll b gann um 1V, Uhi'. Die Muilkkapelle spirlte als erstfs Stück den „Sril'lma'sch". ivrtchen der Leiter derselben, Hcrr Albert Holil, eigens zu di sem Ztvccke gedichtet. Der Vürqermeist'r. H rr Novatikvitsch. ergiiff zueist das Wort und sprach im N^men s imr Mitbiirgcr „das herzlia^ste Willkommen" au»; er dankte sür daS Vertrauen, iv?lchcs so viele und so ivackcrc B isassung»-und Baterl,,ndsfreunde der Ltudt gejch nkt und schloß Mit einem drii-maligen „Hol) auf Seine Majestät de«i Kaiser und auf Ilzre Majestät die Kaiserin Eiisabetb!" Herr gr'rdrich Vrandstätter rechtfertigte das Unteriiehmen, zu dem wesentlich dt, Frage bestimmt habe, ot, die Steirrmark zerissen ivrrdtN soll odkk nicht. Auf die Frage drs R'tnerS: „Wrrc>tn w»r unser H.il durch diese Losieißung erreichen" oonntrt, wiederholt d »s einstimmige: „Nie. nie!" Herr Brandstätter Versicherte. ,^daß knne S at der glvietracht und dee Hasses hier grftreut werden soll. Wir b ziv.cktN nur die Äierstänvigun.». nur das Wolil des Einz lnen und Aller zu sörderti; es wird eine Zeil kommen wo man dtN Männern dankbar s in wiro, welche sich di.s » Ziel gesellt. Nur auf dem Boden der Be'fasiung und in der Sieiermaik ^ werden wir. wc'd«n auch die Vegncr d.,s Heil sinoen. Ich dringe d^r ungctheilten Steiermark und seiner g'ücklichen Zukunft ein treimaligeS Hoch." — Nachdem der Sturm d.ö Beifalls sich gelegl, spielte die Musit-kapelle die kriegtrische Wus, „liaprej Llnvs l". die mit sclteiiem Jubel aufg'nommrn lvurde. El» stclrlscher Walzer folgte, dann btstirg Herr Dr Ö^kar Schmiedt die Rednrrbühttt. Herr Schmiedt nannle dieses tz.ft dvs großartigste. tvelcheS die Steier' niark noch grsehrn. dankte sür den Ztiruf aus der Vlrsammlulig, be-m^rkle, es habe sich von selbst vristtinden, daß er alS Äb„rordneter, der auch von W.'Aelstritz geirählt woror Euch einzulichlen, daß ivir heute übrr acht Zage »n P. sinc»." Unter dem Aufslammrn zornigen CchrrckenS hatte die Rathin und unter t^em nervöjen ^ ltrrn einer grcißen und sehr sltudi,»cn Uebtiraschung das Fräulein diese Aukündigiing vernommen. „In acht Tagen — das ist nnmogii b I" schrie Erstere. ganz brhcrrlcht von der Furcht, ilre lang gcl)'glen Wünichc an diesem ttitrr»v.lrttttn Eriignil'e sche tern zu sehen. „Nach P ?" slüstcite daS Mädchen. „nach P. ? Giz Präsident in P. ?" In P. stand nämlich der „Ätmand". der sich so Uiiveraniwoltlich dreist in ihre Phantasie eingenlst.t halte, als Asstssor beiur AppeCalivNS' geeichte. „ES muß möglich s'in." entgegnete der Rath seincr Gemahlin, iräh-rend er li,bko!end über He^minet'S heißes G.sichl strich. „Es ist durchaus nicht möglich." r'piiz>rie eigenwillig die Nälhin. „Ich habe noch viel lurr zu o dN'N — auch ist heilte über acht T^ge der erste Ball -- eS wird am besteti selti. Du rusest allein uno iiiir kommen später nach.'' anknüpfend an die Inschrift, die er ätn Hause eiiies schlichten Büßers ge« funden; Seien «vir stark im Vertrauen auf unsere Kraft — srel. wie es Männern gezicmt — thun wir recht und seien Ivir gerecht gegen jede Ueberzeugung-^ vor Allcm seien wir treu der Devise, die wir auf unser Banner geschrieben. Ich bringe dem Bereinsleben in dee Steiermark ein Hoch!" H.rr Varon Hammer Purgstall (Landtagsabgeordneter) erklärte: „Ich stehe unler dem Banner der Verfassung und des Fortschrittes. Die Ber-fassun» kann aber Nicht Früchte tragen, so lange die Volksschnle nicht gehoben ist. Ich werde nicht zufrietien sein mit halben Maßregeln und »rblicke das Heil sür Orst rreich und sür die Steiermark nur in der gänz-lichen Aushebung des Konkordats. (Stürmischer Beifall) Ich bin Katholik aus tikfinnigster U''berzeugung und N'cht obgleich ich Katholik, sondern weil ich Katholik bin, p.rhorreszire ich das Konkordat, welches nicht allein die Rechte d r Krone und des BolkeS verletzt, sondern auch die Würde o,r Religion Ich ehre dr Landtagsnbgeordneter Seidl wurde bei seinem Auftreten mit Zuruf iN beiden Sprachen be.irübt ; er sagte u. A.: „D'e Landgemeinde» d.r B.ziike M.'rburg. St. Leonhardt und W.Feistritz haben mir die Ehre erwiesen, mich zu ihrem Vertreter im Landtage zu ivählen. Diese Wahl hat keine Bedeutung, was die Person betrifft, fie ist aber von unendlicher Wichtigkeit, wo es sich um die Sache handelt. Der Sieg unleree Partei war ein Sieg der Liberalen. Dieser Sieg hat im Loger der Klerikalen große Bestürzung zur Folge gehabt, die schon dos ganze ^^and als ihr ei^en bctracht't. Die Verzweiftung der Klerikalen ist auch d.ßivegen groß, ivril wir ii» unser Programm aufgenommen: Eintracht uno Fieunvschaft zivischen beiden in der Steiermark lebenden Nationalitäten. Man schilderte uns dein slovenischen Bauer als Slovenenfresser, die seine Sprache rauben, ihn von Haus und Hsf vertreiben wollen. Wir k.nneu tn der Sache der Freiheit keine Nationalität; die Freiheit ist nur ine. und diese ist es, der wir anhängrn. die wie zu vertheidigen haben. Der S7. g bruar war kein Sieg der D'Utschen über die Slovenen, es war ein Sieg d.r Liberalen gegen die klerikalen. ?)ch bin nicht darauf vorbereitet. hier ein politisches Glaubensbekenntnis abzulegen ith bitte nur um Eines, daß mir die Wähler, so lange sie Nicht vom Gegentheil überzeugt find. it,r Vertrauen erhalten; ich werde, wie ich es bereits ver-iprochen. nach jeder Landtagssesston in jedem Gerichtsbezirke vor einer Wählerv.rsammlung R chenschast ableg n über mein Verhallen im Land» tag ; ich weide Adioiutlon verlangen und mein Stolz wird es sein, wen» ich mir itigen tars; du hast deine Wähler befriedigt. Ich schließe mit einem Hoch auf die Wäl)ler von Marburg, tzt. Leonhaedt und W.. Feistrtzl" Herr Huber. Mit.ilied des demokratijchln Vereins in Graz sprach IN lottger, gediegener Rede über d-e Nothivendigteit desgusammenhaltens, der Parteiglieocrung, d,r Gründung von politischen Vereinen, größerer Versammlungen. uno wurde sein Antrag, im Verlaufe dieses Sommers line Landesv rsammlung der steirrmärkischen Bolkspartei i» Graz abzn. haltet», einstimutig angenommen. Herr P.os llor Mareck ans Silli sprach unter dem rauschendste» Beifall der Versammlung über die Forderungen dre Slovenen: Gleich- Der Rath ivars einen Blick auf seine Gemahlin, der niederschmetternd in ihre Seele drang. „Wir reisen zusammen," erwiderte er^dann. „Unsere Möbel und HauSglriithe vertrauen wir sichern Händen zur Berpaekung und lSersen-dung. Kleidung und Wäsche hingegen nehmen wir gleich mit. Wir werden dort so lange Quartier im. Gasthofe nehmen, bis wir ein Logis gesund n haben." Sprachlos starrte die Rülhin aus ihren Mann. So besonnen hatte er in seinem ganzen Srben noch nichts entworfen. waS nicht in sein Fach schlug. Was war sür ein Wunder geschehen, das solche Umtvandlnng bewirkt hatte? Einige Momente sah sie in sein offenes und entschlossenes Auge, dann aber brach sie eben so entschloffen und dabei hartnäckig in die entschiedenste Widerrede aus. Sie erklärte schließlich, daß sie überhaupt "icht gelonnen sei. Blauberg ohne Weiteres zu verlassen, da es für sie de,» Inbegriff nllrr L benssreuden beherberge. Sie sähe nicht ein. weshalb sie eine Äellnng ve«andern solle, die sie genügend beglücke »volle ihr Herr Gemal se.nen misanthropischen Sinn in andere Welten tragen, so habe sie nichts dagegen, aber sie würde sich mit allen Kräften dagegen aufl.hnen, Blauberg mit seine» Annehmlichkeiten, ivozu sie auch ihr brillant ausgestattetes Haus zahle, auszugeben. Nach dieser Relation erivartete die Dame nichts gewisser, als eine Nachgiel»tgktit. seiner srülZlren Indolenz entsprechend, von ihrem Gatten. Alltin sie irrte. Der Herr Gemahl gab ihr eine Probe, daß er aller Indifferenz in Bezug auf seine Tochter Ht»mine entsagt hatte und nur WiUtNS schien, sie selbst ihrem Schicksale zu überlassen, im Falle fie sich g neigt zeigen sollte, ihren ttops au'zus.tzen. Die traurig einsame Lebensweise seiner vergangenen Tage war zu Vortheilhaft von den Bildern einer h.ilern Zukunft v.rdrängt. alS daß er nicht Alles daran setzen tvollte. um diese wilder zu realisiren. Der R>»th Braunslein schloß seine Diskussion mit der ernst ivieder-holten Aufforderung an beide Dumen. „sich zur Abreise am neunund-zwanzigsten Oktober bereit zu l»alten." und machie Miene, nach dieser lakonischen Rede das Zimmer zu verlassen^ Herm'ne ivnr taktvoll genug, den Abglanz innerer Fröhlichkeit über ein Ereigniß, das ivie ein Stern in eine umnachtele Zukunft hinein- stell»«ß der Natiosalitatea, Ei»führu«g der slovenischm Vprache in Stule u«d Amt. Loslreaaung des Unterlandes und V reivigung desselben mit Krain und de« übrigen Slovenen. Die erst, gorderun,, s,i gewährt, die zweite auch, «ad wenn die gänzliche Durchführung des Veseßes noch nicht habe erfolgen töanen. so trage die mangelnde Ausbildung dir Lp,ach, selbst die Schuld. Gegen die Lostrennung erklärte fich Herr Mareck mit aller Entschiedenbeit. De? Rednel schloß mit den WortlN des Dach'tem. liede« und die Musittapelle tiug die Weise vor. welche von den Fest-geuofsen mitgesungen wurde. (Wir bringen die Nedln der Herren Hublr und Mareck nächstlns ausführlich.) Herr Dr. Leltmaier aus CiUi hielt eine slovenische Rede und zeugten die Ausrufe und der allgemeine Beifall von der zündenden Wirkurrg. Er sprach über die Heili»,teit der Mutlersprache, üder die ^^lebe zu derselben über die Rothwendigteit der v.utschen Sprache sür das Folt kommen in der Welt, für die geistige Bildung. Die heilige gr,iheit sci die gleiche für Alle, für Deutsche und Slovenen. „Es led,n die DlUtsch»n und die Slov nen der Steie'mark es lebe unier schün-s. reiches, grü nes Steirerland!" Die MuKker stimmieu; Tnstav» Ll»vo" an. Herr Brandslätter verlaS folgendes telegramm; „Hoch den vir-foffnngstrenen Deutschen und Slovenen. Hoch die Bei fallung. Hoch die Untheildsrteit der Steiermark. Die Beriafsungsfreunde der slovenischen Gemeinden Vösenwinkel. Neifnigg. Jobannisderg und Rottenberg." Herr Professor R>eck sprach im Namen d«s politisch «Vereins „gort-schritt" über die Bedeutung des gesttS: der ivärmite Dank, duh auS ein,r ««schuldigen Maifahrt eine so großartige Kundgebung geivorden. g bnhre der gastlichen Stadt V'ketstritz. iveiche die Veleg«nlitit dazu geboten daß eine so zahlreiche Versammlung tage. Herr P,of. Rieck brachte den „Bürgern von W. Feistriß. die uns so freunolich rmpfaugen. ei« Hoch!" Herr Bez>rtso^u«kt Ballogh erwiderte im Rum»« der Stadt iiv.' Feistrch. welche der Versammlung den verbindlichsten Dank aussprech n lasse Das gestmahl war um 4'/, Uhr zu Ende. Drei Biertelslunden später wurde die Boiksverfdmmlung eröffnet. Herr Brandftälter wurde zum Obman«. Herr Dr. Eraf (Landtagsabg,ordnete») zum Schristsühler ge» wädlt. Ordner waren die Herren Michael Wreßl und granz grangejch iHulsgau) und die Mitglieder des Aestausschnsse». Ais Bertr ter der Regier«ag war der Vezirkshauptmann Herr Seeder erschieneu. Die Reit schule war gedrängt voll und hat die Zahl der lheilnehmer in derselben wohl über ZVVV betragen. Vor der Reitschule harrte ltopf an Kopf eine ungeheure Menge. Uebrr dtn ersten Gegenstand dee Betiiandlung: Untheilbarkeit der Steiermark, iprachen die Herren; Vretzl. Dr. Leitmaier (slovenisch), Herr Hiebet aus V.'Keiftritz — üder den zweiten: die ko«'fessioa»UenVelrße sind ein Fortschritt, die rasche Durchführung derselhen und die ,gänzliche Auf Hebung des Konkordates ist nothw»ndig die Herren: Dr. Leltmaier (flovenisch) und Baron Hammee Burttftall über den dritten: Gründung von Lesevereinen und politischen BereiNkN. Herr Professor Rieck. Dr. Leit» maier (slovenisch.) Der vierte Punkt des Programms; Wanderversamm« luuge« der Partei, tvurde von Herrn Profeffor Mareck au»fi»hllich eiör« tert «nd fand sein Antrag, die nächste Versammlung möge in der ver« saffungStreurn. gastfreundlichen Stadt Eilli tagen, allgemeine Zustimmung Die Herren: Baron Hammer»Purgstall, Dr. Leitmaier (slovenisch) sprachen mit Begeisterung dafür. — Sämmtiiche Anträge wurden einstimmig angenommen. — Herr Proslssor Mareck erklärte sich dereit, die Bitte um gastliche Aufnahme den Bürgern von C»lli üb,r. bringe« zu ivolle«. Herr Baron Hammer Burgstall dankte nllen Theil-nehmer«. bespnderS ober den Parteigenossen in W. Feillritz Herr Dr. Leitmaier gab dem Dankgesühl in siovenijcher Sprache Ausdruck. H rr Brandstätter sprach das Schlußwort: Dank für das Gelingen. Hoffnung für eine schöne ^ukunit. Herr Karl von Aarmader brachte folgendes Telegramm zur K»nn»niß der Bcrsämmlua,: „Hoch Zt ierm'rk frei und nngetheilt. Hochven Mann rn. die dafür einsteven. M>t deutschem H rnd« schlag: R chvaute" Von Laibach wu>d Nachstehendet an Herr» Sr»ger in W Fentritz telegrapvirt: „V rkündea Ä e «den dort versamm lten Ver-iaffungsfieunden UutersteierMl^rkS die herzlichsien G>üße un0 lebhafte Zu-Nimung. Di, Veifassungsfr un^e." — „Die Turner LaibachS d,n eben dort v rsammklten Vcrfafsungssreunden der Untersteiermark ein kräftiges Gut H,il!" Di, Bolksversammlung d.merte fast eine Stunde. Di, gelt bi» zur Alirris- d r Gäste wurde Mit fröhlichem G läge, Musik. Tanz und Gesang veijubelt. De» Männern in V F,istritz noch einmal U' sein Dank Die großen Erivartungen der A stgenosscn wurden übe'tioffen — tie Hoffnungen der P.rtei erfüllt — die bösen Wü-sche der Gegner zu Schanden. Marburger Berichte. (S ch üb ling e.) Im vorigen Monat find 20 Schüblinge, darunter 5 »veiblichen G^schlechis von vier fortgeführt ivoid.n. (G e iv er b e.) 3m veiftoffenen Monat hoben beim hi,siege« Stadt-amt Geverbe a«gem'ld»t: Franz H'ischmann. Ssneiderei. Kärntner» Vor^ stadt — Malbias Vresch. Schuhmachcrei. Gramer Vorstadt — 3 Gattzer, Bäcker« i. St -dt. Kaseinplap — H Kcappek. Puatozr.'phic, Grazer Borst. — Heinrich Kr.immer, Vttfrrtigung von Regenschirmen. Stadt. Herr.ngaffe ^ 3ohaan Rirpuck und JuiluS »Melun, Erz'ugung von Sodawasser. (Äerei«seecht.) In der letzten Sitzung de« ArbcilerbildungS' Vereins sollt, u. A auch vom Obmann. Franz WieSthaler. ein Votteag Über daß allgemeine Stimmrecht abgehalten werden. Dieser Vottr-A. konnte jedoch nicht stattfiuden. weil derstloe vom Stadtamte alS politischer Auisichlsvehi^rde verboten wurde: Vorträge über politische Gegenstände Pürsten nach der Meinung deS StadtamteS nur in politischen Vereinen g,Hullen werden. Der Ardeiterbildungsverein mußte sich einsttveilen sügen, beschloß aixr sofort, stch b,schwerend an die Statthalter i und nöthigeu' falls an das Ministerium zu ivend.n. Sollte anch l'tziereS das V rbot venätigen, dann bliebe dtM Arbeiterbildungsoereine nur noch em Mittel übriju er würde nämlich den ReichSralh ersuchen, die fragliche Vestimmuag des BereiNsgesetzes auszulegen. (Kranken- undJnvalidenkasse für Arbeiter.) I« der letzien Sitzung drs ArveiterbildungsvereinS (ZS. Mai) wurden die Satzungen der Kranken- und Zuvalid-nkaffe welche der Ausschuß eutworfen. durchberathen und mit unw.sentlichen Aenderungen angenommen. Es könnten diesen Satzungen zufolge auch Arbeiterinnen «ud Arbeilgeberi«nen dtM' Krank. nuate ftützuNt»sv,reine beitreten und iverde« wir die Sotzu«gen bekannt geben, sobald der Verein seine Tilätigkeit beginnen darf. (Handelskammer-Wahl.) Wahlberechtigte Marburger haben am 29. Mai hirr über dies,« Getleisland berathen und die Fahrt nach W-Fetstritz dazu benützt, um detzlvegen mit Wahlberechtigte« dieser Stadt, sowie auS P ttau. CiUi, Gonobitz und Mahrenberg Rücksprache z« pflegen. Füe die Wahl, die am 12. Juni stattfindet, werden alS Vertr>ter der unter n Steiermark folgende Herrn empfohlen; Ferdinand Staudinger. Lederfabrikant in Marburg. 3ohann Wobak, Glasfabr kant in St.Lor,ajen. 3 M. Wokan. Kohlengeiverk in Lilli, August Frey. Geiverksdirekior i« Store (tür Bergbau und gabrikei»). — Julius Psrimer. Weindändler in Marburg. 2os,ph Wundsam. Kaufmann in Maiburg. Karl Flucher Lande»produttändler in Martiurg, Gustav Gollilfch. Kaufmann in Eilli. V. SeUinschegti.Kaufmagn in Pelta«. 3. Deller. Kaufmann in Radkersdurg leuchtete, hinreichend zu verberge«, allein ste empfand plötzlich den Mutb. für diese Zukunft tapfer in die Schranken zu treten, als ihre Mutter, über alle Begr ffe heftig aufbraufend. ganz enlschiedrn mit dem Vorlutze hervortrat. Äaublrg niemals zu verlasse»», und stch lieber in elne ewige Trennung von ihrem Gatten zu fügen, als Verhältnisse, in denen sie allein ihre Seligkeit fä«de. zu zerreißen. Der Rath sah ste mit ruhiger Hoheit unverivandt an. indeß Hermine sie mit Thränen in den Augen beschwor, ihre Hchigkeit zu mäßigen. „Ich habe bis dahin des traurigsten Geschickes Last getragen!" rief die verblendete Frau mit Emphase. „Ich habe mich bcttnügt —" „Womit begnügt. Laurette?" firl der Ratli rasch ein und stört, damit den erhobenen Gedankenflu,; der armen Räthin gänzlich. Ganz verdutzt gemacht, sah sie zu dem Gatten auf. welcher lächelnd fortfuhr: „Mit dems'lben und vielleicht größerm R chtc könnte auch ich sage»: ich habe mich begnügt, allein ich will gerechter sein, und die Hälft, der Schuld auf meine Achseln nehmen. Luß U"S nilit mit einander rechten sondern laß unS vergessen. waS geschelien ist, und ohne gegknse,»ige Vor-würfe eine neue Bahn voll friedlichen GlülkeS suchen. Sieh d»n Weg dazu »m Dasein unserer Hermine „Ganz recht." unterbrach ihn die Räthin. etwas gesänsligt. „Eben Hermine ist die Ursache meinkr Weiterung, vlaubert, zu v rlassen. Her-miuens Glück keimt bier — ich muß diesen Keim pftetvn. um ihn zur Blüthe und R'ife kommen zu sehen. — 3ch bitte Dich deshalb, mir nachzugeben ^ ja, ich will mein Glück und Wohlsein gern opfern und Dir spüterl»in sol,ien — aber sür jetzt fordere ich. daß Du allein reisest, daß Du ohne mich und Hermine nach P. übersie^'elst. Ich foidere die» von Dir und werde von Deiner Eimvilligung meinen Entschluß abhängit» machen, frrnerhin mit Dir zu leben." Eine so bittere Demülb'gung mochte der Rath Brannstein, trotz aller Befürchtungen, toch nicht erwartet haben. Das war also dos Ende aller romantischen Liebe der Jugendjahre! Dazu liatte er elf Zuhie mit Entsagungen aller der 3ugendfreuden, die etn junger Mann liebt, ver-bracht, um nun. nach einer beinahe zwanzigjälirigen Ehe. wie eine abge« nutzte Waare weggeworfen zu werden? Vielleicht hätte er gütiger und liebkvoller verfahren kön'»en. um di,E>bf inde f ineS Eheglückes. Putzsucht und Eitelkeit, zu bekämpfen, aber bki alledem verdiente er es nicht, so schmachvoll ausgegeben zu iverden, i.m einem Schwiegersöhne Platz zu mach n. der „Ze.t und Luft" dazu liattc. sich in die Regionen einzu-vürgern. die ein Paradies sür die geistige Oderftächlichkut der Dame bargen. „Ist dies Dein letztes Wort in diesem traurigen Zerwürfniß. Laurette?" fragte der Ra-H grlall n. „3a, mein letzter Varschlag zu einer Einigung!" rief sie laut und phatetisd. Der Rath tvendete sich zu seiner Tochter, die in fieberhafter Aufregung dicht bei ihrer Mutt r stand. „3n eine Scheidung der Ehe in aller Form »villige ich für jetzt nicht, bi» Deine Muiter zue vollständigen Besinnung kommt und iM Stande ist, zurechnungsfähig zu handeln; aber, meine liebe Hermine, eine Entscheidung muß ich auf Dein jun^jes H rz teaen. da eS sich, nach dem Ausspruche Deiner Mutt r, uin Dein Glück handelt. 3ch frage Dich, w.irne Dich dabei vor jeder Uebkreilung: willst Du bei Deiner Muiter in Vlauberg bleiben oder tvillst Du mit Deinem Vater nach P.... gehen!" „Mit Dir. mein Vater — mit Dir nach P..!" rief das Mädchen mit dem Aec'nte der zärtlichsten Hingebuug. flo», auf den Bater zu. und ichlug beide Arme um seinen Racken Der Ratl) zog sie f'st an fein Herz und trUj» sie so in seinen Armen htNiuS bis in sein gimmer hin« über, da» er sogleich h nter sich verschloß. Machtlos. ,lner Mtchlos n Bestürzung hingegeben, stand die Räthin Mitten im Aimmer und sah ihnen nach. Ihre Blicke iriten dann, wie suchend umtier — sie sind sich allein. Hai» Und Groll eriii.'chten in ihr«r Brust! Haß gegen den Mann, den sie so lange geliebt — Groll geg n das Kind. ivelcheS sie glücklich zu machrn gedacht datte! Auch sie verschloß nun ihr Zimmer und setzte jsich rachebrütend, so lan,,e sie hestig ivar. in eine Ecke de» D'vanS nieder, dann aber, als ihre Aufregung nachließ, iveinte sie lange und schmerzlich. (Fortsetzung folgt.) (Handel). — Eduard Aanschitz. Buchdrucker in Marburg, Franz Lind-lfchntr. S^ifensteder iu Marbur,^. Anton ^^aßai.i, Ledirer in E'Ui Aolianti Sima in Pettau. A. Hebenftreit in Wlndisch'FcjstliA. Georg Mischat in ÄonoblK (G-»v rbc.) (A u » d er Ge m e in d kst u b e.) In d,r SiK«Nl^ drs Vemeinde-ausscbufles. di^ mor,,en stnttfii'det.- kommen n. A. zu» ^irrtiandlung: Aort-seKung der Kaisesft'abe bis zum Bahnhof. Nachtia^^ z»r L'egräiinißordnung, Errichtung einer Beschiilstation. (Lehrerverein.) Morj^ea Vormittl'n 10 Uhr versamm-lt sich der Lehrervuein; Gk,;,nstä'»dt d,r Berlitnidlung sind: Pctiliou an den LandtnA blttefftttd vcn Gcbalt und Rullktt halt der L'hrer — Zuschrift vom ständig«» Aufschub de» ösirlr,lÄ>itchen LelirtitagkS. betreffend oie Abhaltung d ss'lbrn Herr Ingenieur Unger wird über den österreichlschen Beamienverein sprechen. Letzte Post. Die AdreKverhandlung i« Pest soll nächsten Areitag beendigt werden. Der Vrotestantenversammlung tn Worms haben 20,««0 Aremde beigewohnt. Egypten beantragt, daß der T«ez?anal für neutral erklärt werde. Geschäftsberichte. Marburg. 29. Mai. iVochen markt Sberi cht.) Weizen fl. 3.60. Korn fl. 2.70. YerNe fi. 2.80. Hafer fl 1.8S. Änturnv st. 2.6S, Heiden N. 2 70, Hirscbrein fl. 4.—, SrdSpfel fl. 0.90 pr. M-pen. Stindft-isch 2S tr.. Kalbfleisch .^S kr., Schwein, fleisch jung kr. vr. Pfnnd. Holz, liart »0" fl. 0.— . 13- fl. 4.VV. detto weich 80" fl. 0.—, fl. 8 30 pr. Klafter. Holzkolileu liurt fl. 0.70. weich fl. 0.50 pr. Metzen. Hen fl. 1.10, Stroh, Lnger- fl. 1.10, Streu, fl. 0.70 pr. Centiier. vMelzeiliz« VermIiei'iiiiN Vmi« erlaubt sick äsm ?. ?. klidliicum deicsvut 2U xedsQ, äags er äie L»vpt-^v»tAvd»K kür Ll»rdurx uvä VmKSdQvA aa Nerru jSvI»vi I»«nm am Dorgplah üdvrtraxeQ dat, ^eieder «u Ävm uieärixiteQ ?rltwivv»At»e Oodäuüo» 1^k»rvu1»x«r» HodLUvu etv. aufnimmt, uuä laäet äas ?. 'I'. ?ul)lilcum 2U reelit ledliaklisr Ikviluallmv ein ! 1863 Die virsktion. lok beskro Iviod viv«m ?. ?. ?lldlillum «niuitzissM, 仫 iol» i« llkn»« 6e» Rvrrv ptelilrr vi» SrZsvsr'sK» «nÄ «!RiI^rsiA'»Eomptoir t« Wie«, »«tichtlf. Kaunißgnffc Rr. g im 1. Stock. (SIS LII« viuneil?otl«tt»il 361 »Verden im Hause Nr. 118. Hcrrengaffe, gfgenübrr dem „Hotel Mohr", aufs Beste c,ngeferti)st. unl) wird um werthe Aufträge höflichst gebeten. Auch werden Lehrmädchen im Weißuähen, Schneiderei uvd Schnitt zeichnen unterrichtet. ^^^ie für den 8. Juni 1869 beim Anton Wutt'schrn Berlaßiveingarten s^-^ausgeschriebcne Vieh', Fahrnissen' und Weiniizitation hat an diesem Tage nicht statt. (362 Itzltok Salvonw» (347 in 8 bis 10 verschiedenen Gattungen, sowie den' beliebten L1>»^»Lks empfiehlt Zu ForM'Gefrornen liegen die verschiedensten ForM'N zur Au^nvahl be reit, als; Obst. Henne mit Juni^en, Tauben. Erdapfel mit Butter zc. zc. Das Spielen der allerneuesten herzoglichen Brannscbweiger Ttaats- Prämienloose ist i», allen Staaten gesetzlich erlanbt. 330 Rur 4 Thlr. Pr. «rt. kostet ein ganzes Original-StaatSlooS (keine Anzahlun^i. noch weder mit den verbotenen Promessen zu vert^leichen. sondern jeder Tlicilnchmer bekommt von mlr die Brannsekweigiseken -Original Loose sell'st in Händen) der vom Staate Brannschweis^ qenelimiqten und garantirten großen deren Gewinnziehnng schon am 10. nn!^ 11. Juni deginnt, wo jedes gezogene Laos nnliedingt fltwinnen mnß, nnd folgende Hanpitreffcr, als ev.: ZNS 80,000 70,000 «?«,000 öl?,000 65,000 04,000 (>2,000 «1,000 40,000 20,000 12,000 2 10,000 2 k 8000 2 k 6000 2 5000 4 k 4000 3 il 2500 12 k 2000 23 k 1500 105 k 1000 5 500 15« ^ 400 13 300 271 ^ 200 320 Zl 100 und über 20,000 Gewiline k 80 K0 50 40 Thlr. Pr Crt. ic. :c. zur Entscheidung^ kommen. Frankirte Aufträge werden s.e^ien Si»sendung de»Betrages sclbsi niich den entferntesten Gegenden prompt nnd versil'wiettcn cillt^gesiilirt. und sende nach vollen-deter Zielinng die amtliche Lifte nebst Gewinngelder prompt zn. ! Meme Intertssenten hat>e allein in Deutschland die allergrößten Hnipttreffer und erst wiedernm, am 14. April d I., daß grobe Loo» auf Nr. 7775 in hiesiger Gegend persönlich au5l)ezal»lt nnd eS ist lilierall bekannt, daß d>e meisten Hauptgewinne stets in meinem Dedit fallen. Man wende sich baldigst direkt an ! (ÄoIclLur'Ii), __Staatseffekten-Handlung in llsrn Zu sämmtlichen von den verschiedenen Staaten angekiindigten Berloosnngen slttd dieselben Original-StaatS-Prämienloose stetS vorthetll)aft von mir direkt zu beziehen. s «« ExMjxx Versteigemng. Vom t. k. Bezirksgerichte Mt,rburg wird hiemit bekannt gemacht: Es sei wegen schuldiger 2466 fl. 88 kr. Oesterr. Währ, sammt Anhang sie exekutive Berstiigerung der der Frau Anna Waidacher gehörigen, mit gerichtlichem Pfandnchte b'legtcn. auf 5334 fl. geschätzten Realität Urb. Nr. 568 aä Burg Marburg und der auf 2543 fl. geschätzten Realität llrb. Nr. 567 aä Burg Marburg bewilliget, und hirzu drei FcilbietungS-^agscitzungen auf den Iv. Juni, SV. Juli und iW». August jideSmal BortnitlagS vvn 11 biS 12 Uhr, die beiden ersten im ditsgirichtllchi^n AmtSlokale. die dritte am Orte der Realitäten iu WolfS-thtil mit dem Anbringe angeordnet «vorden, daß die Pfandrealitäten be» dir dritten Feilliictung auch unter dem Schätzwerthe hintangegeben werden. Wer auf die Realität Urb. Nr. 538 aä Burg Marburg bieten will, hat ein Vadium von 333 fl.. wer auf die Realität Urb. Nr. Ü67 aä.Burg Marburg bieten »vill. ein Padium von 254 fl. in Baarem, Einlagtbücheln der Sparkasse für Steiermark, od.r Pfandbriefen des steiermärkischtn Spark.'ssevcreinks. odcr in österreichischen StaatSschuldver-schreibungen, oder Grundentlastungsobligationcn, oder Pfandbriefen der Nation.ilt)ant nach dem Courstverlhe zu Handcn der LizitationS Kommission erlegen; die übrigen LizitationSbedingnisse und daS Schätzungs-Prolotoll können in der diesgerichtlichen Registratur eingesehen werden. K k. Bezirksgericht Marburg am l. April 1869. Das Haus Nr. 93 in de.r Grazeivoistadt, Mellingerstraßt', gegenüber der Cichorienfabrik, ist nebst Bauplatz auS freier H nd zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt der Eigenthümcr selbst. M7 Z. 5184. Editt. (353 Vom k. k. B zirkSgerichte Marburg wird hiermit bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Herrn Matliias Trethan die mit Bescheid vom 17. Jänner d. 3. Z. 665 bewilligte, jedoch tlftirte Aeilbietung der der Frau Anna Waidacher gehörigen Realitäten Urb. Nr. 567 und 568 aä Burg Marburg unter den früheren BediNgnissen reassumirt, zu deren Bornahme drei Fcilbictun.^STligsatzunge». am IS. Juni. 20. Juli und 23. August 1869. jedesmal von 11— 12 Uhr Vormittags, die erste und zweite irn dieSgerichtl. Amt,s>lotale, die dritte am Orte der Realität in W^lfstlial mit dem früheren Anhange angeordnet. Im Uebrigen beruft nian sich auf das Edikt vom 17. Jänner 1869 Z. 665. 5t. k. Bezirksgericht Marburg am 22. April 1869. vi?«' pi?i.»iK»lieli« iiielttit/j Vauvrnäo LL15o ^oxon »vxuvilv 8okvkoll«! vis Orij^inal ausgabs äos in Ä0. ^uilsAk vrsokivvvnvn, LÜrZ »leäormann nüt/Iicken üuoks: von I^aKFr'STKttRKlS. . ^erstliolior katkzskori txenannt „1 1 in Lin ösnä von LS2 Seiten mit 60 au»t. ^bdiläunxsn. In VmLodlsx! vvrsivxslt. ?rsis 1 10 ^zr. ---- A. 3 40 xr., ist äurek »Iis Üuok-^ k anä 1 u nx VN, in von «vrolei ^ Ltekanspl»«?, LU bt-üivken ^257 /^utlnßr« n! Diese 1»o1io 2iKor Mko1»t ^nproisun^^ übei tiiissix. .lellt?» Lxemplar 6or 0r!xinalallsß^at»s von! l^aursntins muss mit üsixsllruelrtsm Ltvmpol vvni«xs1t sein, ^vorauf 2U kcl.tvn. Schöne, neue Wohnungen mit freundlicher Aussicht, zu 4 und 7 Zimmern mit Sparherdküchen und Holz! gen. ferners ein Ber?a«fsgewölbe zu vergeben in der Vrazervorstadl. T' gettl'offstraße Haus Nr. 109. (356 Verantwortlicher Redakteur: Kranz WieSthaler. 2. vt. U. Ä^'ruck und Vertag von Ednard Ianschiß in Marburg