Nummer 51. > etta «. jg 21. De,e«ber 1902. Xlll. I»tzrs«»ß. PettauerZeitung. «Erscheint jeden Sonnrsg. Prei» für Peitau mit Zustellung in» Hau«: Monatlich 80 h, vierteljährig K 2.40, halbjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—, mit ^oftwr'endung im Inland«: Monatlich 6S h, oifrtfljihrig K 2 50, haldShrig K 6.—, ganzjährig K 9.äO. — Änzeln» Nummern 20 ii. Handschristen werben nicht zurückgestellt, «atündigvngen billigst berechnet. — Beitrüge find erwünscht und wollen längsten« bU Freitag jeder Woche eingeiandt werde». DaK Christentum und die Germanen. Dir alte» Deutsche» wäre» ein fromme«, gottbedürstige» Volk. Der Deutsche, der inmitten von Wald und Sumpf aus dem Gruude der Bäter faß, hielt unaemein zätie an dem alten Götterglaube» fest. Derselbe erschien ihm unzer-störbar, wie die Kraft seine« Bolke«, wie der Stein der Berge seiner Heimat. Wahlscheinlich hat jeder deutsche Stamm vom Christenglanben Kunde erhalten, ehe er den ersten christlichen Sendboten in seinen Dörfern erschaute. Bon der Schein» und Donaugrevze her brachten ibmische ^ Legionssoldaten den Christenglauben in die ger-- manischen Wälder. Geheimnitvoll und dunkel war 'die Kunde. Sie mögen derselben so erstaunt ge-lauscht haben, wie die Hirten den Engeln in Bethlehem. Allvater hatte eine» neuen Sohn nach der Erde gesandt; neue Lehre und neue We>«heit brachte er ; der neue Glaube macht stark in Männerart. stark in der Schlacht und im Tode. E« ist Pflicht eine» jeden, dem alten Glaub,» zu entsagen uud dem neuen Gotte als Mann und Knecht zuzn-schwöre». Denn ein gewaltiger Lohnspender ist dieser Sohn de« Allvater«, der seinen Getreuen hier aus Erden nnd droben in de« Himmel« Anen reichen Lohn zu geben weiß. Diejenigen deutschen Völkerschaften, die ihre heimischen Sitze verließe» und in fremde Länder zogen, verloren gar bald ihren alten Gvlterglau-den. denn dieser war festgewurzelt in dem hei» matlichen Boden und sank mit der Veränderung de« Wohnsitze» dahin. Aber auch in s>inem Dorfe, vor seiner Hütte sah der Deutsche den christlichen Sendboten. Ein od«r mehrere meist englische Von schönen Frauen und schönen Männern. Bon einem ausländischen ScheiduugSrichter wurde» kürzlich am selben Tage nicht weniger al« zehn Ehen getrennt, in den n der Mann als «fchnlviger Teil" bezeichnet werde» mußte. Und unter di,sen zehn Sünderin wieder da» sechste Gebot befand sich ein halbe» Dutzend sogenannter .schöner" Männer. Dieser Umstand gibt zu denke». Richt allein deutet er daraus hin. daß die mit großen äußere» Borzüge» ausgestattete» Vertreter de« starke» Geschlechte» in der Tat häufiger in Beriuchung geraten, ihren besseren Hälften die Treue zu brechen, er liefert auch wieder einmal den Beweis für vie Berechtigung der Annahme, e» tue selten gut. wen» eine Frau einen ungewöhnlich hübschen Mann heirate. Die Ehen zwischen häßlichen Männern und schönen Frauen werden ja in den meisten Fälle» recht glücklich. Wen» ein wirklich hübsche« Mädchen. da«, ob reich ober arm. immer unter vielen Bewerbern die Wahl hat und sich durch-au» nicht z» beeilen braucht, die goldene Freiheit gegen noch so rosig scheinende Fesseln rinzutau-scheu, einem unschönen Manne zum Altar solgt, Mönche kamen dahergezogen, suchten den Schutz de» Häuptlinges uud errichteten eine Ansiedlnng. Ihr Auftreten war beicheide», ihr Leben mäßig, ja dürstig. öffentlich verkünden sie da« Evau-gelium, stolz rede» sie von ihrem Gott zu den Hohen, wie den Niedrigen, zu den Freien, wie den Knechte». Sie versiehe» Gaite» und Feld zu bestellen, sind Meister in verschiedenen Künsten und gewinne» al» Ärzte, Pfleger der Kranken, Beichützer der Bersolgten, bald die Herze» der Männer und Frauen. Staune» nnd Bewunde-rung wird diese» fremden Mönchen zuteil, die i» treuer und selbstloser Arbeit für da» Reich ihres himmlische» König« wirken. E« mußte etwa« Große« fein, da« fühlte der Germane, da» den fremden Mann zu ihm geführt, da« ihn angesie-delt ani Sanme de« Bergwalde», wo die Wölfe feine Hütte umkreisen und fein Wall feindlichen Angriffen wehrt. Gar viel im Evangelium er-schien dem Deutschen vertraut und heimisch, manch.« natürlich mutete ihn fremd a». ja e« erregte sogar feinen Widerwillen. Aber die große» Gedanke» de« Evangeliums: Liebe. Wohltun, Erbarmen, die reine selbstlose Sittlichkeit, erhoben mächtig da« Herz de» Germanen, während ihm vielleicht die Lehre von der FeindeSliebe ganz unbegreifllich. ja unsinnig erschien. Die heidnische» Sachsen wurden durch Karl den Große» mrt dem Schwerte zur Annahme de« EhriitenlumS gezwungen und doch ersolgt auch bei ihnen, die so »»gemein fest an ihrem heidnischen Gölterglaubeu hingen, in kurzer Zeit die innere Aneignung de» christlichen Glaubens. Die absterbende Römerwelt Hatte da« Christentum verstandeSmäßig erlaßt, die auf-strebende» Germanrn ergriffen rt mit Herz und Gemüt. Roch war da« Geschlecht der Sachsen, da» für den alten Glauben mit de» Franken hart so l,eichitht das wohl zumeist aus wahrer Liebe. Und so leicht verfliegt eine tiefe, echte Leiden-jchaft bei einem weiblichen Wesen doch nicht, wie man hänfig anzunehmen scheint. Freilich qibt e» auch schöne Frauen, von denen man nicht sagen kaun, sie flechten ihrem Eheherrn Roien in« irdische Leben. E« sind jene kalte», selbstsüchtige» Rainren, die nur aus Be> rechnung de» Bund schließe», der für ei» edle« Weib der Inbegriff de« höchste», heiligste» Älü-cke» ist. da» ihn, zuteil werde» faii». Solche ge-seierte Schöne, i» deren herrlichem Körper keine ebenbürtige Seele wohnt, verlangt von ihrem Manne im besten Falle, nämlich, ivenn sie ihn ans ihre Art liebt, daß er als ihr devotester Sklave unter der Schaar ihrer Verehrer ihre bestäuoig wechselnden Launen und Wünsche erfilllt. Unannehmlichkeiten von ihr fern hält, niemals einen eigenen Willen bekundet und beileibe nicht von einer anderen Fiau behauptet, daß sie schön fei. Ost abe» wird der bedauern«>vertc Gaite nur seine» RamenS, seiner Stellung oder seine« Reichtum« wegen von einer viel umschwärmten Beautö genommen und dann dürste er wohl die Hölle aus Erden haben. Da« entzückende Geschöpf, i» welchem der verliebte Bräutigam eine» a»be-tung«würdigen Engel fah, zeigt sich nur zu bald gestritten halte, nicht au«grstorbe». al« einer au« dem Sachienvvlke den liebliche» Gesang von Gölte» .Friedekind" anstimmte. Welch' tiefe innere nationale Auffassung des Christentum« »ritt »n« im .Helliand" entgegen! Christus ist der HcUiand, der Heilende, Rettende. Gölte« eigen Kind, der seinen Manen hier den Sieg und einst auf de« Himmel« Auen den Lohn verheißt. Das Verhältnis de« Gläubige» zu Chriftu» als unwandelbare Hingabe, unverbrüch-liche Treue tritt allüberall als altgtrmaiujchc Diensttreue hervor. E« gilt al» des Gefolgma»»k5 schönster Ruhm, treu bei dem Herrn auszuhalten, mit ihm festzustehen, zu sterben, ihm zu Ehre». Die englischen Mönche und ihre Schüler haben mit großem Segen unter den Deutschen gewirkt; ihnen verdanken wir die geistige Bildung de« Mittelalter«. Durch sie wurde der christ, liche Glaube wahrhast germanisiert» d h. um deutschem Gemüt erfüll». Freilich ein Mönch aus edlem angelfächjischen Geschlecht« hat auch die so entstandene deutsche lkirche von Rom abhängig gemacht uud dadurch manche» Unsege» über da« deutsche Bolk Heraus? beichwore». Doch dem sei. ivie ihm wolle, da« F r i e d e k i n d kommt wieder, wohl u»«. wenn wir die Feier der Ankunft desselben mit so rei-»er aufrichtiger Helzenssrrude erwarten, wie die« bei den bekehrten Germane» in längst entschwun-denen Zeiten der Fall war! Aus aller Welt. Die Einberusungen der Landtage sind unter« zeichnet und einige derselbe» bereit« erfolgt. E« find folgende Termine angejetzt. Die Landtage von Steiermark. Böhme», Galizie», Salzburg und Schlesien wird am 2V.d. jlt.derRiedeiösterrei» in seiner ivahren Gestalt, an der nicht» Engel-haste« mehr zu entdecke» ist. Wu« nun in unsere» gut bürgerliche» Krei-se» die Heiraten zwischen ungewöhnlich hübichei, Frauen nnd häßlichen Männern anbetrifft, so dars man wohl lagen, daß sie im allgemeines weil eher z» dauerndem Glück führen, als die zwischen auffallend schönen Vertretern de« starken Geschlechtes und weuiger hübsch«» Vertreter-innen de» schwache». Der schöne Mann, an den die Versuchung beständig in mehr oder minder verlockender Gestalt herantritt, der sich vor deu Nachstellungen der zahlreichen in ihn verliebte» Mägdelein zwischen fünfzehn und fünfzig Lenzen kaum zu retten w«iß, muß schon außerordentlich charakterfest sein unv die erkorene Gattin gren» zeiilos lieben, sonst wird diese kaum Ursache habe», mit dein Los, das sie in der Ehelotterie gezogen, zufrieden zu sein. Man studiere den wirklich schönen und sich seiner Schönheit bewußten Mann einmal ansmerkiam in seinen verschiedene» Roll«g al« Verliebten, als Freund, al« Sohn, Bruder und Gatten und frage außerdem seine nächit«si weiblichen Angehörigen, die freilich nicht vernarrt in ihn sein dürse». ob sie sich glücklich preis«» an eine» solchen Liebling der schaumgeboreueM Göttin durch Bande de« Blute», der Freundschaft oder der Liebe gefesselt zu sein. Staunen wird I ^ f* chische Landlag würd« am lv.. bet Landtag von Mähren am 20. d M einberufen Cbaöslerreich Görz und Vorarlberg werd,» morgen den 22. De-xember ihre Sitzungen eröffnen, während die winbrrufuii^termitie für die übrig«» Landtag« vorläufig »och nicht bekannt find. Die kriegerisch«» Verwicklungen mit Vene- Juela dauern fort. Die Beleidigunaen der eiigli- he» Haiidelsflagae wurde» durch die Jnfchuttle-gung der Haf,nbefe»i.iunqen vo» Puerto Kab,llo gesühnt. Das gtkapperle Schiff »Restaurabor' se> gell nunmehr unter d«»tsch«r Kriegsflagge. Prä« sidknt Kastro hat bereit« Rachqibigleit gezeigt. in-dem er dem deutsche» G fichtigte, uin Nachforschungen wegen de« Sparkaff,-buche« zu pflegen. Die Klagensuiter »Freien Stimme»- veröffentlichen in ihrer letzt«,, Riimmer eine Zufchrift de« Pfarrer« Struad. worin dieser au«führt, e« fei unnxchr, daß er dem Kaplan Mafchek wegen Entwendung de« Sparkassabüchel« mit der Strafanzeige gedroht habe. Dann heißt e« in bieier Zufchrift de« Pfarrer« weiter: .Wahr ist hingegen, daß ich am Samstage vor den, Ver-giftung«versuche z» Mittag in feiner (Mafchek«) vieqenwart ein Telegramm aufgefetzt, (welche« auch er aelef-n hat) und e« nachmittag» abge-schickt hab«, des Inhalte«, daß ich am nächsten Dienstag »ach Prag abreise» werde, um dortselbst bei der Sparkasse mich über den Stand meine« man über da« Resultat einer derartigen Rundfrage. Die Braut oder gar die »heimliche' Ver» lobte eines schönen Manne« zahlt einen gar t?u-ten Preis dafür, einen Apollo kaptiviert zu ha-ben. Sie wird offen und versteckt beneidet und erkennt doch selber nur zu bald, daß sie nicht« weniger al« beneidenswert ist. Da sie in einem Zustande beständiger Furcht für die Glaubhaftigkeit de« Geliebte» lebe» «uß, den sie bei jeder Gelegenheit vo» zahllosen mehr oder minder hüb-scheu und interessanten Nebenbuhlerinnen förmlich belagert steht, kommt sie kaum dazu, sich ihre« „Glück«' zu freuen. E« bleibt ihrem durch die Eifersucht doppelt geschärfte» Auge nicht verbor» gen, daß e« .ihm' geradezu Bedürfniß ist. von einer Schaar verliebter Frauen umschwärmt zu sein und obwohl er sich auch au« keiner von ihnen viel macht, hat er e« doch gern, wenn ihm da« zarte Geschlecht recht ostentativ die Kour schneidet. Und wie manche« liebe Mal muß die Braut eine« solchen Abgotte« der Damenwelt ab-fichtlich in ihrer Näh« deutlich vernehmbar ge-äußerte Bemerkungen anhöre», wie: .Wa« sieht der schöne Herr R. . . nur in dieser sommersprossigen. langweiligen Person!' oder: „E« ist doch komisch, daß gerade die hübschesten MS»-«er meist so häßliche Frauen heirate» l Zu ihrem Schmerz aber entdeckt die junge Gattin, daß ihr Ehegefpon« durch«»« nicht ge« sonnen ist. den größten Teil feiner freien Zeit Kapitale« zu erkundigen. Die« dürfte die Ursache gewesen sein, mich früher mundtot zu mache», damit sein Verbrechen nicht an« Tage«licht komme.' An Stelle de« zurückgetretene» Frei Herrn von Krieghammer wurde FML. R. von Pi et reich zum Kriegsminister ernannt In eingeweihten «reisen galt die Stellung Krieg-Hammer« schon lange al« erschüttert, namentlich zeigte sich die« in den Delegationen. Die Diffe-reiizen zwischen Krieghammer und Beck hatte» darin ihren Grund, daß da« Tempo zur Be-schaffung der netten Geschütze ei» zu langsame« ist. Freiherr von Kneghammer hatte schon im Herbst mit Rücksicht aus feine erschütterte Ge-fundheit .die Demission eingereicht und er wäre den ursprünglichen Dispositionen gemäß nur bi« zur Erledigung der Wehrvorlage im Amte ge-blieben. Die Erledigung war damal« für Oktober oder November in Au«sicht genommen. Da die Wehrvorlage heuer nicht mehr zur Erledigung gelangt und auch im nächsten Jahr« bi« zum zweiten Quartal nicht erfolgen bürste, scheint Kneghammer die Erledigung seine« Demission«-gefuche« urgiert zu haben. Wie der Draht am 18. und 10. d. Ml«, meldete, hat in Turkestan ein groß,« Erdbeben die russische und Eiiigeborenenstadt Andifchan vollständig in Trümmer gelegt. 150 Personen, meist Kinder, wurden getödlet und gegen 300 verwundet. Außer den Reg>eru»gsgrbaud,n wurden 9000 Häuser von Eingeborene» und 160 Russe» gehörende Privatgebäude zerstört. Aus Stadt und Land. (tririttRig.) Der Kaiser ha« zum Land^-hauplman» der Steiermark Geheim rat Edmund Graf A t t e m « ernannt und zu defien Stellver» treter den flovenifchen Recht«anwalt von Pettau, Dr. Franz I u r t e l a berufen. „» wrihmichlsfeier) findet am 26. Dezember 11 Uhr im Musik-verei»«faale durch Herrn Vikar Mahnert statt. Der Zutritt if» jedermann gestattet. (Ctfnfil.) In Sauntsch ist am 13. d. M der weit und breit bekannte und beliebte Lehrer Franz P r i st e r n i k gestorben. Da« ve-gräbni« fand Montag »n, 2 Uhr nachmittag« statt. Oilfritr irs )ratschen Ctrn-9rrriir«.) Die P T. dentichkn Bewohner vo» Pettau, welche au« Versehen keine Einladung zur Iul» feier de« deutschen Turnvereine« erhalten haben, und ihr zu widmen. Er hat ja so viel« Verplichtun-gen gegen alle lieben«würdige» Dame», die ihn. al« er noch Junggeselle war. stet« mit so großer Herzlichkeit bei sich aufnahmen und in deren Heim er so manche unvergeßlichen Stunden verlebte. Natürlich versau »t man e« nie. die liebe Gattin mitein^uladen, da man ja auch ihre Gastfreund' fchaft in Anspruch nehmen muß, wen» man die Gesellschaft de« »bezaubernde»' Herrn Souiidfo recht oft genießen will. Kommt man zu ihr. da« he>b>, zu ihrem Gatten, dann muß sie auch be« ständig darauf gefaßt sein, kleine Dolchstich zu empfangen, deren harmlosester etwa in dem nai-ven Au«ruf besteht: »O welche reizende« Kinderl' — Ein flüchtig«? Seitenblick streift die Mutter. — »Die Aehnlichleit mit dem Bater (schwärme-r,scher Augenaufschlag zu dem stolz lächelnden Adoni«) ist ja unverkennbar." Ebensowenig Veranlassung hat ein weibliche« Wesen, da« selber nicht mit allen Reizen Aphro-dile« ausgestattet ist. eine» auffallend schönen Bruder al« ein Gnadengeschenk de« Himmel« zu betrachten. Die vielleicht recht hübsche Schwester eine« Apollo wird infolge der allgemeinen Anbetung, die man diese« darbringt, fast ganz i» den Hintergrund gedrängt und kommt neben ihm Überhaupt nicht z«r Geltung. Bo» ersten Mo-ment an. da er als reizende« Baby die wunder-vollen Augen auftut. ist er da« Idol feiner ver-narrten Mutter, die in ihm einen Engel sieht und für alle sich bald bemerkbar machenden Unarten solche beanspruchen, können dieselbe heute bi« 8 Uhr Rachmittag im Geschäfte de« Goldschmiede« Josef G f p a 111 behebe», wo auch Tombola-Beste entgegengenommen werden. (O. <|a«ü>«rg,) der berühmte Komiker am Klavier, kouzrrtirt am Donnerstag den 27. d. M im Deutsche» Heim. Der Künstler veranstaltete während der letzten Saison Konzerte in Berlin. Wie». Dr,«den, Leipzig, Graz. München. ,c. überall von der Elite de« Publikum« beiucht. vor überfülltem Hause u»d unter stürmischem Beifall der Zuhörer, über seine Konzerte schrei-ben die »Münchener N. Nachrichten:" »Im Fest-saale de« Hotel« Bairischer Hos veranstaltete der 8lavier-, (besang«- und Deklamationi-Hnmorist tto Lamborg an« Wien eine musikalisch-humoristische Soirüe. Lamborg« Leistungen, fpe-ziel! auf dem Gebiete der Kunst Parodie, sind so bekannt, daß sie einer «iugkhend«» Schilderung nicht erst bedürfe». E« hatte de«halb auch die große Stadtflucht, die da« prächtig, Wetter an dem gestrigen zweite» Weihnacht«feiertage veran-laßte. keine» Einflnß auf de» Besuch. In dichten Scharen strömte da« Publikum herbei uud füllte Saol und Gallen?. Auch Mitglieder des kö-nigliche» Haufe« waren erschienen. Da« Audi-torium erwärmte sich von Rummer zu Nummer mehr und spendete Lambvrg reichen und enthusiastisch«« Beifall. Man schnldete ihm aber auch wahrlich Dank dafür, daß er sein Versprechen, da« Publikum lachen zu mache», so getreulich erfüllte. Au» dem umfangreichen Programm ho-be» sich wieder ganz befondp--ndk». mit denen man den Be»»sta!ter der So,r6e bedachte.' <„ffimgfil*r«.") Anzengrnber« schöne« Weihiiacht«stück »H e j m g f » „ d e n', wrlche» hier »och nicht aufgeführt worden ist. wird am 25. Dezember, am ersten Weihnachi«seieNage. in Szene gehen. Die Handlung de« Stücke« spielt zur Weih»acht«zeit uud eignet sich infolgedessen für di, Feiertage. E« wird un« der Weihnacht«, markt darin vorgksührt. s,ru,r sehe» wir mit an, wie die Vorbereitungen für den Ehristabend ge-tröffe» werden u. s. w. Direktor Gärtner läßt da« Stück entsprechend »««statten uud hat nicht« al« Liebkosungen und Zärtlichkeiten hat. In Familien, in denen e« mehrere Töchter, aber nur einen Stammhalter gibt, dem die Götter in die Wiege legten, wa« sie den weibliche« Sprößlinge» versagten, da haben e« die letzteren selten besonder« gut. Sie müssen e« mitansehen, wie der .e»tzücke»de' Junge von den Eltern, vo» Verwandten uud Bekannten verhätschelt «rird, wie ihm alle« zufliegt, wonach sie sich vergeben« sehnen, wie er bei jeder Gelegenheit den Borzug hat. während man st, beiseite schiebt. Die her. anblühenden Jungfrau,« matten umsonst daraus, daß der liebe Bruder nette Freunde in« Hau« bringt, die ihnen de« Hof macheu und sich eventuell al« akzeptable Freier enveife». Der .Herrliche' hat eben genug mit sich selbst zu tun und kommt bei dem »ernborraa de riebene» an Fr,u»dinnen gar nicht dazu, sich auch Freunde zu gkwinuen und warm zu halten. Den Brenn-Punkt de« allgemeine« Intereffk« aber bildet stet« der schöne Bruder und seine Schwestern müssen zufrieden fein, einigermaßen zivil behandelt zu werden. Hätte die fafhionable junge Dame be« XX. Jahrhundert« die Wahl, so würde sie wohl ohne Zögern sich ,i«u nicht übermäßig häßliche«, aber auch nicht sonderlich hübschen, recht gntrnütigen. bescheidenen Bruder wünschen, der überall gern den Rücksitz einnimmt, den ihm die selbstbewußt auftretende Schwester zu überlassen gervht. auch für eine gute Besatzung der Rollen gesorgt. Wie i« allen leinen Stücken, versteht e» auch der große Bo>k»dicht garn, Wien. Graz. tunlichst 'pezifiziert werden. 5. Die Adresse» sind womöglich unmittelbar ans die Emballage selbst zu schreiben und nur wo die» nicht möglich ist, darf die Adresse aus ein Stück Papier geschrieben werden, welche» jedoch mit der ganze» Fläche aus da» Paket haltbar ausgeklebt werben muß. 6. Adreßsahne» müssen an» Holz, Leder oder starkem Pappendeckel gesertigt sein und genügend befestigt werden. Unter allen Umstän-den, besonder» bei schnell verderbenden Gegen-stände» ist im Pakete eine ziveite Adresse zu hinterlegen. »m bei Verlust der Originaladresse den-noch die Anstellung de» Pakete» zu ermöglichen. Schließlich wird darauf aufmerksam gemacht, daß e» sich im Interesse einer kurSmäßigen Weiter-besörderung empfiehl», zur Aufgabe der Fahr-Postsendungen möglichst die Bormittagsstunden und die Zeit von 2—4 Uhr Nachmittag» zu benützen, da in der Zeit vom 20. bi» 25. Dezember l. I. nach 4 Uhr aufgegebene Sendungen ihre Weiter» leitnng mit dem Postzuge um 5 Uhr 14 Minuten nicht mehr finden können und erst am nächsten Morgen we,terb«förd«rt werden. Sonnlog den 21. d. M. wird der Fahrposttchalter an»-iiahm»weise von 8—12 und von 2—5 Uhr geöffnet sein. (Iheaferoachrichl.) Heute wird da» Lust-spiel .Im weißen Rößl" wiederholt; sür die WeihnachtSwoche hat die Direktion wieder ei» sehr gediegene» Repertoire zusammengestellt. Am ersten WeihnahnachtSfeiertage wird Azeiigruber'S .H e i m g f u » d e n," worüber wir a» anderer Stelle berichten, gegeben, während am zweiten Tage da» ausgezeichnete Volksstück „Bruder-Martin" zur Aufführung gelang». Am Nachmit-tage de» StesanitageS wird als Kindervorstellung ein W'ihnachtSmärche» gegeben, da» wohl die Jugend zahlreich besuchen dürfte; den» ma» wird wohl fr» kleinen Lieblingen eine solche Weihnacht»-frende mit Vergnügen gewähren. — Samstag den 27. Dez. wird die Lustspielnovität .Miß Hobb»" mit Frl. G r o ß in der Titelrolle in Szene gehen; die Neuheit, welche von ei^em englische» Dichter herrührt, wurde überall mit durchschlagendem Ersolge gegeben und ist ein beliebte» Repertoir-stück de» deutschen VolkStheaterS in Wie», der Grazer Bühnen u. j. w geworden. Allüberall wurden die äußerst geistreichen Pointe» de» mter-essante» Dialoge» hervorgehoben und namentlich der dritte Akt, welcher in einer SchiffSkajüle spielt, in der die Männrrfrindi» uud emaiizipirte Miß HobbS klein zugebe» muß und eine» Bessere» brlehr» wird, wirkt sehr erheiternd. Wir sind schon sehr gespannt auf dieses amüsante Lust-spiel. — Die Theaterdirektiou erläßt a» dieser Stelle daS höfliche Ersuchen an jene P. T. Lo-geiipächter, welche ihre Logen während der bei-de» Feiertage nicht zu benützen gedenkt», ihm dieselben zur Bersügung stellen zu wolle», da diese Vor'ellungen bekanntlich immer sehr gut besucht sind und es daher gewöhnlich an Plätzen mangelt. („petfaner Nrnigkriten.") Unter diesem Titel bringt die .Pest" solgende Notiz. .Aus dem schwarzen Breite in der Aula der Grazer Universität ist eine Bittschrift de» deutsches StndenttnheimeS zu Pettau asfichiert. worin sich die Knabe» de« Petlauer Stube»-tenheimcS an die U»iversilätSschülcr mit dem Ersuche» wenden, ihnen Mensur-Säbel zu spen-den. um sich im Duellieren übe» zu können. Wa« sogt die Gymnasialleitung in Pettau dazu? Dies, Notiz muß der .hochwürdige" Redakteur entschieden selbst geschrieben habe», denn soviel Dnmm-heit bringt ein anderer in den paar Zeilen nicht zustande. Also eine Bittschrift d<» deutsche» Studentenheime« zu Pettau ist affichiert, worin die Knaben ein Ersuchen stellen? Der Ausschuß de« dentschen Studentenheime« besteht au« wohl-angesehenen Herren, zumeist Bürgern uuferer Stadt, also Männern und nicht Knaben und haben diese niemals ein darartige« Ersuchen gestellt? völlig die Frage, .wa« jagt die Gymnasialleitung in Pettau dazu." zeigt die echt klerikal, Schreibweise. Wir stellen die glktchtvertige vollberechtigte Frage: Wa« sagen denn die hochwürdige» Jesuiten dazu. daß in den Gymnasie», welche von ihre» Patre» geleitet werden, tagl.ch Fechtübnngen der Zöglinge stattfinden? Wa« sagen die PaireS Benediktiner dazu, daß an ihren Kvnvikten die Schüler sogar österSein.Schaufechten'veranstalte» ^iejeHerren scheinen denn doch ein wenig inehr Einsehe» zu haben al« der Marburger Expräfekt. weil sie wisse», daß da» Fechten eine getunde Leibe«. Übung ist. bei der kein verständiger Mensch an« Duellieren denkt. (Fe«er»ehrake«d.) Wie un« mitgeteilt wird, findet der Feuerwehr abend am 6. Jan-»er 1903 im .Deutsche» Heim" statt. Hiebei wird eine reichhaltige Tombola mit übera»« schöne» Gewinnsten veranstalte! werde». Da a» diesem Abende die Pettaner Musikvereinikapelle unter der Leitung de» bewahrten Herrn Kapell-meister« H o h b e r g. sowie der .Liederkranz" der Feuerwehr mitwirken werden, so dürfte der Abend jedenfalls sehr animirt verlaufen. Da« Programm hiezu bringen wir in der nächsten Nummer. (Eilte LeamtrnokrnaSkruug) in, großen Stile leistet sich ein Pettauer slovenischer Advo-kat im vorletzte» „Narod" a» leitender Stelle. Ob dieser abermalige Angriff aus unsere» Rich-»erstand voll Lügen und Gemeinheiten nicht wieder unter den Auspizien eines gewissen .Fritzl' ausgeführt wurde, bleibe dahingestellt. Wir konime» darauf »och zu sprechen. (Etwas vom „Stajm.") In der letzten Nummer des ,ötaj>rc" lesen wir, daß diese« fortschrittlich gesinnte, deutschfreundliche Bauern-blatt von, neue» Jahre an in verstärkter Au»-gäbe erscheinen wird. Da« Abonnement de» Blatte» wird deshalb statt wie bisher 1 Krone 20 Heller 2 Kromn betragen. Wir mache» alle unsere Leser auf dieses Blatt, welche» bisher in der uneigennützigste» Weise für den Frieden der beiden Nationen im Unterlande eingetreten ist, ausmerk-sam. indem wir überzeugt sind, daß jeder Deutsche nach Möglichkeit den edlen. lauteren Znxck diese« Unternehmen« unterstützen wird. (Brand.) Letzte» Montag 8 Uhr vormittag» entstand im Weingarten de« hiesigen Photo- Szphe» und Ha»«besitzer» Herrn Johann inkler in Slatina (St. Barbara in der Kolo») auf bi»her unaufgeklärte Ä ise ein Schadenfeuer. Da» Wohnhan», da» Pießgebäude und die Presse wurde» vollständig eingeäschert, auch die Zimmer.inrichtung, Getreide und Fässer wurden dabei vernichtet. Der Besitzer war um eine» allerding» niedrigen Betrag versichert. (Wahl de« Aand«l«gehilfenau»schu»se».> Am 17. d. M. abends sand im Holet „Stadt Wien" die Wahl de« Ausschusses der Handel«-gehilsen der Stadt Pettau statt. Den Borsitz hiebe, führte der AmtSvorstand Herr E b e r h a r-t i n g e r. Die slovenijche» Handelsgehilfen »»serer Stadt waren, obgleich selbe sonst keine Ber-sammlung der Handetsgchilsen besuchen, vollzäh-lig erschienen, da sie glaubte», daß sie einen Sieg erringe» werde». Wie dieselben bemerkten, daß die deutschen HandelSaiigestellten stramm zu-saminenhalte», verließe» sie ostentativ den Saal. Da» Wahlergebnis ist folgende»: Obmann Herr Karl Steiner. Obmannstellvertreter Herr August Deifinger. Ausschüsse die Herren: Juli»« Pammer. Alexander S a i k o, Joh. S ch a » d a. Friedrich S l a w > t s ch. Franz A r t e n j a t und Franz G u l d a. (pktlaurr Marktbericht.» Vieh nnd Schweine markt am 17. Dezember 1902. Aufgetrieben wurdtn 40 Pserde. 527 Stück Rinder nnd 322 Stück Schweine, alle» schöne deutsche Rare, zum größten Teile au» der Pettaurr Umgebung stammend. Die Preise waren im Verhältnisse zur guten Ware sehr billig und wurde daher auch alle« glattweg verkaust. — Fleisch- und Speck» markt (Specharen) am 19. Dezember 1902. Der Markt war selten« der Speckbauern sehr gut be-schickt >i»d hätte auch, ob'vohl ziemlich viele fremde Säufer am Platze waren, einer größere» Nachfrage Stand gehalten. Geboten wurde nur Primaware. Preislagen: Prima-Zpeck (ohne Schwarte) 58—60 kr., Schmeer 62—05 kr.. Schinken 50—52 kr., Schulter 47—49 kr.. Rücken-Fischfleijch 88—72 fr.. Wurst-Fleisch 56 —58 fr. Nächster Schweinemarkt am 24. Dezember 1902. Fleisch- nnd Speckniarkt am 24. Dez. Eine sehr rege Beschickung ist vora»«sich»lich und Private» je. sehr z» empfehlen. Auskünfte erteilt bereitwilligst das städtische Marktkommissariat. (Vom Schwungrad erfaßt.) Der Grundbe-sitz« Andrea» Kroll i» Schibniegg bei St. Georgen wurde dieser Tage vo» dem Treibriemen eine« Mühlwerke« ersaßt und wie er jeibl't an-gibl, gegen fünfzigmal l>erumgefchlrnderl. Der Schwerverletzte wurde in da« Cill'er Krankenhaus überführt, wo ihm mehrere Gliedmaße» abge-Kommen werde» mußte». Sein Zustand ist ei» sehr bedenklicher. (Dem k. k. Lrjirksgerichtr eingelirfert.) Der kaum 13 Jahre alte Bäckerlehrling Johann Sagorüek au« Borovetz wurde von der hie-sige» Sicherheitswache dem k. k. Bezirksgerichte eiiigelieftrt. weil er dem Bäckergehilfen feine» Meister« au» dem versperrten Koffer eine Zehn-krönen Note gestohlen hat. Das Geld verwendete der jugendliche Dieb zu einer Fahrt nach Graz und zurück. — Der Bauernsohn Franz Berlak au« Pnchdorf wurde von der hiesigen Sicher-heilswache anfgegriffen, weil er 6 gestohlene Hafen zum Verkaufe gebracht hatte. Der Wild-dieb wurde dem k. k. Bezirksgerichte eingeliefert. (In Erftickungsgefahr) waren vorgestern die Gehilfen und Lehrlinge deS hiesigen Bäckermeisters Herrn F ü r t h n e r. Einer derselben trug nämlich ohne Wisse» des Meiner» die au» dem Backofen herausgezogene Holzkohleuglnt in einem offene» Becken in ba» Schlafzimmer der Bediensteten. Al» sich die Geselle» nnd Lehrlinge schlafen begaben, entfernte» sie da» ttohlenbeckeu aus dem Schlafgeinacht und lösten sich zur Ruht. Die entwickelten Gase hätten je» doch ohne Zweifel ihre» Tod verursacht, wenn nicht «ach beiläufig einer Etuiide ein G> Hilfe, durch da» Röcheln eine« feiner Kollegen geweckt, aufgeslandeu wäre «nd fokort die Thilre geöffnet hütif. Nachdem er rasch feine Kollegen geweckt, eilten alle in« Freie, woselbst sie ermattet zu Boden lanken. In der frischen Luft waren alle balv wieder hergestellt, sie werden sich jedoch ktinftigliin jedenfalls überlegen, ihr Schlafgemach auf eine derartige Weise erwärmen zu wolle». r i ch. Rotlsührer R e i s i n g e r. Fkiier» anmeldüngeu sind in der S>chcrheit«wachst»br zn ernatten. Vermischtes. (vas Älphabrl irr p«rlamr»larischtn Nrir-weise.) Dem „Präger Tagblalt" zufolge b.ab-sichtigt ei» österreichischer Abgeordneter, ei» Wör-terbnch jener Kraitausdriicke herauszugeben, de» re» sich manche BolkSveNreter zu bedienen pfle-gen. Da« moderne parlamentarische Wörterbuch sei übrigen» sehr leicht zusammenzustellen; mit Zuhilsenahme de« Alphabet« lasse sich feispiel«-weist au» den Sitzuug«berichten de» hohe« Hanfe« iu Wie» folgende Blutenlese auswälilen: Aasgesicht, Dranniwkiiier, Kanaille. Dieb«gesindtl. Ehrabschneider, /allot, Galgenstrick, Antschrnlchleu» derer, Idiot, Iud>nknecht. Aarp». blöder, fau«. bub, elendiger. Meuchelmörder. Radkrrr. Gchie». »reifer. Pierdedieb, goliziicher, Guadrateiel. Uau» berSbua. Aaujud. Trottel, Ritrottel, DiechSkerl. Wai'cheugesicht, Hajchreier, Zwiebelkrowot. Eine» Eelumpsworte« mit I können wir »in«, so schreibt da» Prager Blatt. a>>» den Berichten nicht er» innern und wir müssen e« dem Herau«geber de» Wörterbuch?« überlassen, eine« zu finden, < fall« er sich mit dem Beiwort« x beinig nicht begnügen will. Eine andere Fragt ist e« aller-ding«, ob die Herausgabe eine« solchen Lixikon« wirklich einem Bedürfniss? entspricht, denn die Abgeordnete» verfügt« auch obne Wörterbuch Über einen reiche» Wortschatz E« wärt denn, daß sie da« Lexikon benützr», nm e« den Geg. nern a« den Kops z» werfen. <„vrri Achritt' vom fribr!") Um de» Eoldatenmißhandlungen vorzubeugen, hat der kommandierende General de« 18. feutiche» Ar-meekorp», General der Infanterie v. Lindeqnist, eine Verfügung erlassen, welche besonder« für die Ausbildung der R>krute» in Betracht kommt. E« wird bestimmt, daß die zur Ausbildung kommaii-dierten Unterofsiziere während de« Dienste« sich drei Schritte vo» den Ma»»schasten fernezuhal-ten hoben. Der die Aussicht führende Osf'jier hat strenge auf die Befolgung dieser Bestimmung zu achten. (Keine Verpflichloig i»r Vsrlage »«» ßi-laajrn für )ir dlorrbrnfQaig.) Infolge Ein-greisen» de« Zentralverbande» österreichischer In-dustrieller hat da« Finanzministerium rntschiefen: „1. Da» Verlange« um Vorlage der Bilanzen und Gestaltung der Büchereinsicht bei Eiiikomnien-fikuerbemessunge» ist al« im Gesetzt nicht begrün-det nicht z« erfüllen. Geldstrafen, welche wegen Abweisung diese« Verlangen« Über die Parteien schon verhängt wurden, können zurückgefordert werden. 2. E» besteht keine gesetzliche Verpflich-tung offener Handelsgesellschasten zur Vorlage der Bilanzen für die Bemessung de« Gebühren- — 4 — äquivalente«" Zum Schlüsse wird gesagt, da» Finanzministerium habe gestattet, daß jene Par-ttien, an wtlche die Aufforderung zur Vorlage von Bilanzen schon ergangen ist. dieser Auffor-ferung — ohne daß die Ergreifung eine« Re-k urfe« notwendig wäee — keine Folge zu leisttii haben. (Ein sontrrdarer 3nfall) treiguete sich kürz» lich vor einem Londoner Polizeigericht. Unter der Beschuldigung öffentlich gebetttlt zu Hafen, stand ein vierzig Jahre alter Killiitr, »amen« William Buxton, vor dem Richter. Al« d>e Sache aufge:ufen wurde, fragte der Richter den An,»klagten. ob er nicht einmal bei einem Herrn Rendel-fedienstet geweie» sei. William Buxton bejahte die Frage, woraus ihm der Richter ein Zeitu»g«blatt zeigte, in welchem er einige Tage rorher zufällig gelesen hatte, daß die Erben de» Rendel eine» der srüherrn Tüner ihre« Vater«, namen« William Buxio», suchte«, wtlchtin der Verstorbene 40.000 Kronen hinterlassen hatte. Der Richter ließ den glücklichen Erbe» sofort frei, nachdem diesi-r versprochen hatt,, daß er nicht mehr fettel» wtrdt. . Theater. Vergangenen Samstag ging der Schwank Blumenlal« „Die strengt» Herren" al« Venefice» Vorstellung de« Regisseurs und Schauspieler« Herr» Dieffenbacher in Szenr. Herr Dies-fenbacher wurde von dem ziemlich gut besuchten Hanse bei stinem Erscheinen mit lebhaftem Ap> Plan» begrüßt. Gespielt wurde natürlich sehr brav. Herr Di,ff»nbacher bot nn« al« Hettner eine Leistung, wie wir dieselbe von ihm scho» ge-wöhnt sind. Durch eine überau« gelungene Ma»ke erfreut? un« Herr Friedrich (Weruicke). Die» fer Herr hat sich in dtr kurzen Zeit srinr« En-ga.,tmt»t« durch sein ruhig.«, überlegte« Spiel gewiß die Sympatien aller Zuschauer erworben. Die Dame» Groß und K > n d l er, sowie die Herren D u schek ». Su » dt fpiellen mit Lust und Wärme. Herr Krieger (Abgeordneter Bach) bot »»« eine vorzügliche Repräs,ntation«figur. Auch die kleineren Rollen waren durch die Heere« Exuer.Jona«, Mikul «ki n»d Schütz entiprechend besetz«. Günther« »Max und Moritz' al« Sonn» tognachm»tog«vorstellung wurde» gUt gegeben, ebenso wurde abend« beim „Lumpazivagabundu«" recht tüchtig gelacht. Besonder« Frl. Groß (Knierim) erregte wahre Lochstürme. Nachdem da« Gast'piel de» Hofschauspieler« F i a l a wegen dessen Krankheit unterbleiben mußte, wurde Donner«tag Sudermann« au«ge» zeichnete« W«seurr' natürlich bei schlecht besuchtem Hanse gegeben. Die Darstellung war sehr gut. Da« Heimchen de« Frln. K r a i n z war eine Glanzleistung. Diese Rolle scheint dem Fräulein, wie man so sogt, auf den Leib geschrie» den zu sein. In alle» Szenen vo» der erste» bi« zur letzte», bot sie un« in dieser schwierigen Rolle eine sehr sympahtische Erscheinung, der Ton de« Vortrage« war ein vortnfflich gewählter, kurz, man sah. da« Frl. hat diese Rolle a»«ge-zeichnet ansgesaßt. Herr Dieffeubacher. Herr S u n d t und Herr Duschek waren ebenso am Platze und Fil Kindler bot uns eine allerliebste Trude. Frau Steiner und Frau K v ch l-L u b i « spielten sehr gut. Von viele» Theaterbesuch« rn wird der Übel-stand gerügt, daß nach de« abgespielten Musikslücke» vor dem Schlußakte de« jeiveiligeu Stücke« von einige» Musiker» die Instrumente mit ent» sprechendem Lärme beiseite gelegt werden und, daß von ihnen da« Theater bei offener Szene verlaffe» und dadurch ein« unnotwendige Störung verursach! wird. Wir ersuche» den Kapellmeister, die« in Zukunft zu verbieten. — Auch wäre e« er-wünlcht, wenn die Theater Heizer ihre« Amte« eifriger walten würden, im Theater ist e« zu-meist höchst u»behaglich; kalt. Ledrjunge au» besserem Hause, mit guter Schulbilvung, beider Landessprachen mächtig, wird aufgenommen in der Eiseiihandlung V. Ueposcha, Dettau. Aus dem Nachlasse des Hofgelgenbauers A. Hörlein-WUrzburg sind mir mehrere @ gute Violinen 0 zum Preise von 50—100 Mark zur Ansicht, event, zum Verkaufe angeboten worden. Reflektierende wollen »ich an den Unter zeichneten wenden. MAX HOHBERG, Kapellmeister. Empfehle zu Weihnachten und Neujahr feinste Champagner aus derChampagnerksllerei WOLOEMAR HINTZE, Pettau: Elite-Seet.........K 5.— Uintze-Sect.......... 3.— Mastbanzker-Chain pagner . . . . , 2.40 Carolinenhofer-Scfaanawein . . . „ 2.— Achtungsvoll j. KASIMIR, Pettau. Nützlichstes Weihnachtsgeschenk. ongmai Singer - Nähmaschinen für Familiengebrauch nnd jede Branche der Fabrikation. 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Um recht zahlreiche Beteilig«'« an diese« wohltätigen Unternehme« wird höflichst ersucht. Auch Mehrbeträge werden dankend anste-«Mimen. Armenrat bet Stadt Pettau, am 6. Dez. 1W2 Der Lorsitzende: $. Oriiß Rheumatismus, Halsleiden, TubArknloM, Manenlelden, Blasenleiden, Influenza, Wunden, HautkrankheltM weiben durch meinen seit 10 Iabrrn direkt au» Australien bezogenen garantiert reinen Eucalyptn» in den Karfaiaiiaatea Fällen geheilt. Umfangreiche Broschüre mit ttijjenlchafilidxit Abhandlungen de-rühmter medizinischer Autoritäten, sowie Kopie I»»« unverlangt tingemingener Dllt und JUtT-ktaa«t|tid»rtlkt« über enlelte mikrf»lft« sendet auf Wunsch jederniann »e»t«elkll«d und »onokrel "Ernst Hess, Klingenthal, ssohm, Eucalyptus-Importeur. 3euguisaüsd)rifl. Geehrter Herr vee8> Da ich zu meiner großen Freude so ziemlich geheilt bin, von meinem schweren Lungenleiden n«d Äageolchmerzen, so sag« ich Ihnen hiermit meinen herzlichsten Dank. 'Roßlau o. 8t t*. Frau Im HaNuemnaa. jä Eptlepti. 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GIGIGIGIGIGIGIGIGIGIGIG Herausgeber und verantwoNticher Schriftleiter: Joses Pauk» Druck: v. Blanke. Pettau. 1902 WZ MM Weilclgeutr Pcttaitcr Seitettg. ^jvi Vertat) Bau W, Blanke in Pettau. *ro M •ÄS Der lVeihnachtsengel. von a i». X aub«(. tRmddruck verboten ) rabeSstille herrsche im nächtlich dunt» len Wald. Mühsam bricht das Mond-. licht durch das dichte Äeäst der Tannen ^ und überstimmert die weiße Schnee-decke mit silbernem Vlanz. Der Wald erbebt sich hinter den letzten Häuschen des kleinen «ebirgsdorses Er zieht sich über die erst sanft ansteigende Höhe hinan und krönt die runde Kupve de» Berges. Die ärmlichen Häuser sind zumeist ans Holz gebaut und liegen unregelmäßig zerstreut zu beiden Seiten der einzigen Dorfgasse. Es sind sehr arme Leute, die hier wohnen, größtenteils Holzarbeiter. Sie fällen die Bäume aas den Höhen, zersägen die gewaltigen Stämme, und bringen dann das so gewonnene Holz mit-tel« Handschlitten zu Thal. Aber es ist eine sehr gefährliche, hals-brecherifche stabrt. als Lenker des schwer be-ladenen Holzschlittens die oft steilen Abhänge hinabzufause». und so mancher arme Mann hat ^ dabei den Tod gefunden, oder er wurde durch schwere Verletzungen zum arbeitSunfähigey Krüppel. Und bei aller Gefährlichkeit und Mühe ist der Lohn ziemlich karg. Zwischen zwei jungen Fichten auf der Anhöhe hinter dem Dorfe kauert reguugSlo«. gleichsam zusammengesunken, ein Mann. Lb er schläft? In der eisig kalteu Wiuternacht, im Bald dranßen? Rein. Seine Augen sind weit offen und blicke» mit gespannter Anfmerksamkeit umher. Die froststarren Hände halten einen läng-lichen Gegenstand, der im bleiche» Mondschein von Metall auf-blitzt. So kauert der Mann stundenlang geduldig frierend da. Jetzt regt eS sich zwischen den dunklen Baumstämmen — Rehe sind es. die dem nahen gutterplatze zustreben. Die Forstleute sorgen im harten Winter treulich für die armen, hungernden Tiere des Waldes durch die Errichtung zahlreicher Futterplätze. Borsichtig nnd mißtrauisch späht der Anführer de» kleinen Rn-del«, ein stattlicher Bock umher, ob die Luft rein sei — er .sichert', wie eS in der Jägersprache heißt. Ta knallt ein Büchsenschuß durch die stille Nacht, und in wilder Flucht springen die Rehe davon. Eine» der zierlichen Tiere .schweißt"; die Kngel des ungeschickten Schützen hat e» am Blatt gestreift, aber es läuft trotz des Schmer-zes. den die Schußwunde ihm verursacht, eine Strecke weit mit den andern. .Verwünscht — dös war wieder umsonst .. . t triff hall amal nix und nir ... da wird'« halt a koan WeihnachtSbraten geben dahoam,' murmelt der Mann in den Bart. Langsam und schwerfällig erhebt er sich von dem Häufche» Tannenreisig. da» seinen Sitz bildete. Die von der scharfen Kälte erstarrten «lieber wollten sich kaum bewegen. De» Schießprügel unter dem alten. zerschlissene» Ueberrocke bergend, so gut es geht, schleicht er leise weiter. Doch so vorsichtig nnd langsam er dahinschleicht, seine Tritte knirschten dennoch auf dem festgcfrorenen Schnee. Und nun kommt eine Lichtung. .Halt! Steh'n bleibe» — oder ich schieße!' donnert eine mar- kige Männerstimme hinter ihm. die ihm nur zu wohl bekannt ist. Ein sinnloser Schreck erfaßt den Uebelthäter Und dann kommt eine wilde Waghalsigkeit, ein blinder Zorn über ihn — es reißt ihn herum. Einige Schritte hinter ihm steht der Oberförster, fein Arbeit« g:ber. mit dem Gewehr an der Wange — zum Zchnß bereit. .Markl — also Ihr seid der Wilddieb, dem ich schon ein paar-mal nachgeh'!' ruft er erstaunt. Da kommt der sinnlose, blinde Grimm de» Mmumw zum AuS-b.uch. Blitzschnell reißt er seine Büchse en» por nnd legt auf den Forstbeamten an. *3«tz' is's schon alle» au».' murmelt cr siuster. Zwei Schüsse krachen fast zu gleicher Zeit. Stöhnend vor Schmerz sinkt der Getrof-feue — eS ist der Oberförster — nieder, und die weiße Schneedecke unter und neben ihm färbt sich rot von Blut. Entsetzt nnd feige ssieht der Wildschütz in weiten Sprüngen Stätte seiner Unthat, den hilf-lofen Verwundeten feinem Schick» sal überlassend. ruchlose von der Ein einziges Fenster de» statt lichen. im Schweizer Stil gebau ten ForsthauseS ist noch erleuch-tet zu der vorgerückten Nacht-stunde — e» gehört zu einem klei-neu, tranlichen. Hübich ausgestat' tete» Midcheustiibchen. Die blonde, elfenhaft zierliche Tochter des Oberförsters sitzt noch eifrig lesend an de», kleinen Ta-menschreibtisch. Eine seltsame Lektüre sesselt daS junge Mädchen: Ibien« .Kronprätendenten'. Die blonde Elsa schwärmt »a-türlich für Ibsen und Hanvtmann. Leider kann sie die lebensvollen Gestalten der Dichter nicht, wie die glücklicheren Städter, auf der Bühne wandeln und handeln sehen, denn sie lebt ja wie leben-big vergraben im einsamen, weit-fernen, verlassenen GebirgSnest. Rnr das Lesen der Stücke ist ihr vergönnt, und sie verwendet dazu oft die halbe Nacht. Plötzlich schreckt sie jäh zuiam-nie» — es hat soeben a»s Fenster geklopft Wer mag es fein? Zu so später Stunde? Der Bater klopft nicht, der hat seine» Schlüssel. Noch ein paarmal wiederholt sich das Klopse», zuletzt laut und dringend. Elsa ist kein Hasenfuß. Ent-schlössen erhebt sie sich von ihrem beaneme» Sessel und späht durch die Spalte» der Jalousie» hinaus. , ,i , Ml ' . «' IN o 1 ill . I lll lk-i.1l «" ... 1 lütt iii t • fi ' :er will denn t>v• vli-ti i ■ a.i.t >.h.>> int ki'tti turn •>' ihm di'ch trttitcll .» .wir!" ruft hieraiji eint «trauen 'tiiunie. «lf Per M'liti ist lilisl braiii;cu „Wu. tut» beim ?" ititii; iif littst i i. Pie »trslitsltii'Jlrm vackenb. ,,Vlt geh mit td» uiii'*,Xh!:en. wa » i:-." I,k- Weih riitDuon ittii bett .iöhncit t'i»t Vlitfrr iinngnitbui'r «iutntNt ;nr virticrmiii' Angst :? I'I Mit» »III llltillii fouvtf angelangt. ?.• ;itm <»ü f ttiti leirttt tu 'eine Clvriiiri'ter wird sorgsam liitd» VMI'C ii-tt\: i'.'it itiift VCibilltiVu j"tue tiiii;iilireefte. iilur ri'inl'. i- Jnelner trübet tugleirt» nadi 'ein V!: -,i. Pet tutliclt »tttiOi'tnufi! ciitierut nnt||i:t „,"\tli hall' b,*:i verdammten >terl g,t>• ttirht treffen tunlleii utt-- 'itiiffidtt ttiti ieiiie grosse 'ntmil > ich hab alin it:tt einen riii'abgefeuert aber fr fiwlit gleich ardfiitlidi a«I • iit» irnnlilt P- mirfii-anite ilt' .. liituittu't (t'ftii : i.ICUI £.' -fit cl.- CtMl »• uhitianill • *. it Mftflülich fiel» e* i>< f!>, ,f> •. ((ttlt bi i.r is sei Miiibit ist ; tu..! . .- :.;.;ti ; st., f > üegt n< !'nn1tsttu".;i aei/liiiceli. . u l ...et , :i ge. lutlt aui Puii iiir,i.ie:. ilteiir »ti. durstigen 'i'-ctrc. II:tb be» »«ater ir't »flu'ü nvihniliiitfl nicht im er iit im nie fält«; »i*. aii.teüa i> 'Vu.t.'w . in.'» itr ben: Cbedurftet »eiitrut VltlU'iiiii' . v j.i'-: I ii 5.1 VUtlU'itiieli' i Pe.' gatiie» Tvrfe ?te Vriit« wann «llic . tttrt.'ti t über Pcn ?.',a.tl. der hrtnuhi \uiti i.cr geuunPe» tuiit; ?, C .lerii'i'fet ;•'( im aUgeine-u. recht i' liebt im Cne r. Ii.tt i.l s:\ niel.it "Wtte- riU'icffn au-teiltet eiaemtt önihe Abe> " tu !!. hü Pie Itrmi' - MittPet Per itftlPeiero l»!!i: ' im' •listen J er nlteite ,\ttita« ist Ua«Pc. fi« »unannter „Jutttel": irfrtttn mrlit ueiiiit.ic liili »utetliei!, um lallen. uuP fielt ttirtit »nviich mndnu iilv iuu'itiiltefte Mmb. eilt Wubdiett. ist •,»' raliitit Kein jtn-;rtmiiiiltlirti. \itbeiii immer fiiint Vtüruerlirt» uttb tieiiti« itiriiikti« »liebrtt iinb ittlr vier Ein i)itu>tduuPfr MiruÜMliti bi'le '.tut t'üiirlidi Po» lieitPeti, eiv f.tUiti ''iiiinu reibst Pa. fteiuftr •l:etuileiiiiiiiiiii:elien fehlt Itui fehlt >t» iilleut Chile yjalirttiht »iiP ^Heite haben bie Mittber be» ?ii,t ;tiae braiiit hiltlv» »tir uerlaiiett li«.,it die fntufe Knitter auf Pein rtivi' ll»P ivie -i. iii iiOi\>tiia:i uuP iu bittttviee Veruvi'iiitittit Pn lifstt. zaubert fei JraiimnüU uiiileiPi t eine »di;>ue *v:i'ihnarf]t feiet in Pie diittere rinl'e (iitt licitteiHtalileuPet ^itiiiu. mit Hülfe», x'leofeltt »üb ;{m!e; werk rcirli behiiiiiieu, steht ant Pein Zische uuP ti.Mvitmhet liej -i« viele niiiMidte Gescheute ini Pie Mi •ber, warme ileibn»,;-Mitiefe rihiilte. 3triitnpii. llnc> ans lUitfiev ruiiiüel ei < köstlicher »'taten nebeit Tellern mit tttirheti titib Cbtt. ja >!>,',at eilte ^lairite Sveiti vant unter all Den .venlidireitcu ecivm. llitP eine 0'i!,tel--«testnlt itelit int rtitbdteti. Pl. fenh l'evfuitbetib ruft .'.Hui. 'tiitbee bao lihiittfiitb iit .» eudt iiefnmm fliitfll Per krausen Avan iii. .iunirbia laut nnb Peuilidi itl bie Chreii: ..i'liti, »linder Hilft bie rtiiunie. bie Pa» i*etheiniiti!toUi>lle 4s?urt ruft, fitiumt ihr ii» besannt tu«t 3ie hebt Pie miiben VtPei A,s>. ?u uittiaef "vtt. ist Pie%* Penn 'Wirflidif it? ?nii .ini Pein •mitetrlHimteii Zijil) steht luahrhaittfl ein •tralilett Per ttuP reidi aeidiiuiieftet > ifliriftbaiint. " • L~ A j ii, unPParuttter P-i '&al'euP ei': »tiiler, salter Weih iiadttvMtbeub im «»W'bivae ?a Heine, iueltuerlttreue Jurf liegt fast nair, un 2dtite vergraben .'»!! be« i'u :il i in it MVliauiutigeu fitn u bie Le ite l eitn "'iahl J- . i . u, : uve tvitft at> > einer gti'fiet: rrtisiifcl iielöiült, »tiP bt.it wefi:> irtiiseite gekachte i'P. .-.elnaieiie waitflfielu i'eiii'eift, Pi> ani bett utt lePeistcn, aber >n Ehren Pe liliriüiefte:- retnge heuerten Jii-'.t au.-,51 •' .tk 1 iinb. ,\ePe 1?«iii» tdiiilt 'id: Pie ebl.'ii Miiullr;ifriidite ielbfi ab n;i; Pein SU« ! Pi 'Mei! i'ftet *>i'i •»« I• ■ ?ie „Wi'hllMbeuPrn' ba- Iteiiii Piejeiiiue», bi-ine >titl» idr .liege l eitn. , ai'nuei: iidt an ieleltem Jitiie im Ii uu'hl eine "i'ildn»f»*e ' IIP eil e t rter-, *• rihiitarrn Cber ii> t^tieii P'-iln „»ijinluelii", it . t.t "."iileiifiufee e; hertlidte von alt iinb jung luu'.te '»inlil;cit i'ilPei' i ie 'J\ .1 eiuii.i in ,»»> it rein armielig. Pa-> >l>i.:. Ciiniieiibäitiitsiieu hälftig mit i.'e;iige:: Vloiu -Itt, 1: * n 11.1P >>i i!l lliielientignren behäng, 11 ' >ie Vluiieit Pe- Minder leuchte» treitbig bei einem «In!' k 3"11 Cr. - difeuen ichritseu «iitrtiiPt: .trsu---. iie ii :P »>. f>!i iii.:! ki'itnte» iiian.ln 5. an eit Jt».i;>e;n,'i>.i> in i'ien >."->« die< cuilH'hrcit Ia> eitge Ptttnw ' rthbchet: ber Familie Äa:. lieh ..».z nitb aat nicht ümai'uliel, ,?•: Pa t»'.r.''rt>en •! ti.ifit.-il. but-a- Äst Jtiiiifai Ü«ier l'iiu1» . .! m»:-..,'.e. 1:' <>.:> :? ei'ui'ittf 'linbrr ."I . tt! e fttM liiib dt fte'- flutn • >>i'l ' a. * .«!, .' e : .i'. r.i II1 "e *•, ,i. i.t it. 7.. t er•»c ---- \ (iamrni \nr $tfd)truM||! ,.L>. jemand da?" nagt fit1 sehr laut. Ein undeutliches IVirtuurutcl dringt au ihr feines Chr, u»d (iiuii öffnet sie da» Fenster »ud sagte: .Wer will denn was?" „Ach Gott, Fränl'n Elsa ... ei» großes ll »glück ... Ihr Herr Pater liegt draußen im Wald — er is ang'schos' sen .. . koni-men S' ihni doch schnell zu Hilf'!" ruft hieraus eine Iraiien-stimme. Wie der Blitz ist Elsa drangen. „Wo. wo denn?" fragt sie hastig, dir FranamArm packend. .Ich geh' »lit — ich zeig's Ihnen, wo'S is." Das Weib klappert mit den Zähnen vor Aufre-gung und vor Angst Elsa eilt ins Ha»« zurück, »m den Forstassistenten zu benachrichtigen, der im Obergeschoß wohnt. In knr.zer Zeit ist'man am lliiglilcksorte angelangt. Der zum Glück mir leicht verletzte Oberförster wird sorgsam »ach Hause getragen und verbunden. seine tieseischreckte. aber resolute lochler sendet sogleich nach dem Arzt, ver freilich stundenweit entfernt wohnt. ,3<1) hab' den verdammten Merl gar nicht treffen wollen — ans Rücksicht ans ieine große Familie ... ich hab' also >mr einen Schreckschuß abgefeuert--aber er knallt gleich ordentlich ans mich los," erzählt der Forstbeamte. Es ist Weihnachtsabend -- ei» stiller, kalter Weih »achlsabeiid im Gebirge. Das kleine, weltverlorene Torf liegt fast ganz im Schnee vergraben. In de» ärmlichen Behausungen sitzen die Leute beim Mahl. Die Brrnnsuppe wird auS einer große» Schüssel gelöffelt, und dazu iverde» trockene, gekochte oder gebratene Kartoffel» verspeist, die ans den »»-gedeckte», aber zu Ehre» des Ehristfestes reuige« scheuerte» Tisch ausgeschüttet sind. Jede Person schält sich die edlen Mnolleusrüchte selbst ab mit dem stiel des Bleck oder Holzlöffels. Die .Wohlhabenden", das heißt diejenige», die eine ttnh oder Ziege besitze», gönne» sich a» solchem Tage auch wohl eine Milchiuppe und eine» Sterz »der «chmarrn. Oder sie backen derbe .Wnchtelu", dir mit Milchkaffee eine herrliche, von alt und jung geschätzte Mahlzeit bilden. Die Bescherung ist znmeist recht armselig, das kleine Tauuenbäumchen dürftig mit wenige» Aepseln, Nüsse» »ud Hviiigkilcheiistgiiren behänge». Aber die A»ge» der Kinder leuchte» freudig bei seinem Anblick. Die Erwachsene» schenke» einander nicht«: sie sind schon sroh, wen» sie die paar Mleiuigkeite» für die Minder »nd ei» besseres Essen für die Festtage be-schaffe» kuimte». so manche der arme» Dor»bewoh»er müsse» selbst dies entbehre». Tas enge, diimpse «tübche» der Familie Martl sieht ganz nnd gar nicht weihnachtlich ans: da herrschen Krankheit, bittere Not und Trübsal. Pier bleiche, schmutzige, in Lumpen gehüllte Minder kaiiern »nd sitzen still und apathisch aus der plnnivcii Holzbank. In der Riihe steht die kleine Wiege, in der da:. Jüngste schlumme.!. Die armselige Manuner gleicht mehr einem schuppe» als einem Wohnranni; schmutzig, unordentlich sielic es darin ans. den» die Mutter der Minder ist seit mehreren Tagen krank, sie liegt von Fieberschauern geschüttelt, von schmerze» geguält an» dem einzige», mehr als düntige» Bette. Und der Pater ist schon wochenlang nicht daheim — er sitz! im Gefängnis, angeklagt des Mordversuchs an dem Oberförster, seinem Arbeitgeber, eigentlich der Arbeitgeber des ganze» Dorses Die Leute wäre» alle entrüstet über de» Mark!, der beinahe zum Mörder geworden wäre. Der Oberförster i't im allgemeine» recht beliebt im Orte; er hat schon vielen Gutes erwiesen ans seiner eigenen Tasche. Aber nun müssen die arme» Kinder der Wilderers Hunger» uud friere». Der älteste Iuuge ist blöde, ein sogenannter „Trottel"; er kau» nicht verständlich spreche», nur lalle», uud sich nicht »ützlich mache». Das zweitälteste Mi»d, ei» Mädchen, ist zwerghast klein und schwächlich, zudem immer krank. Körperlich und geistig zurückgebliebe» siild alle vier. Ei» verlöschender Kieitspahu beleuchtet spärlich den elende», eis-kalte» Raum, selbst das kleinste Petroleumlämpchen fehlt hier. Es fehlt an allem. Ohne Wahrung uud Pflege haben die Kinder den Tag znge-bracht: hilflos und verlassen liegt die kranke Mutter aus dem Stroh. Uud wie sie tu todesmatt und in dumvier Verzweiflung da-liegt, zaubert der Traumgott mitleidig eine schöne Weihnachtsfeier in die düstere Stube. Ei» lichterstrahleuder Baum, mit Nüssen, Aepselu und Zucker-werk reich behängen, steht an» dem Tische und ringsnniher liegen viele nützliche Geschenke für die Minder, warme MleidiliigSstücke. Schuhe, Strümpfe. Und ans großer Schüssel ein köstlicher Braten neben Teller» mit Küche» »nd Obst, ja sogar eine Flasche Aei» ragt unter all de» Herrlichkeiten empor. Und eine Eugelsgestalt steht im Stübchen, die froh verkündend ruft: ..Auf, Kinder — das Ehristkind ist zu euch gekommen!" Es klingt der kranken Frau merkwürdig laut und deutlich in die Ohren: .Auf. Kiuder —" Und die Stimme, die das verheißungsvolle Wort rust, kommt ihr so besannt vor. Sie hebt die milden Lider. Ach. Du gütiger Gott, ist dirs denn Wirklichkeit? Tort ant dem uugeicheuerteu Tisch steht wahrhastig ei» strahle»' der u»d reich geschmückter Christbaum, und darunter Bor Weihnackitc» UMlcrnicfio. besiudeu sich schöne »tihlichc Geschenke, Kleider, Braten, Wein, Weinbrot. Küche» »nd andere Esjwaren. Und vor der üolzbauk steht ein blondes, seingliedrige» Mädchen, die Tochter des Lbersörsier». Mitleidsvoll blickte sie aus die vier Kinder, die blöde, mit offenem Mnnd dreinstarren. nnd reicht ihnen dick mit Butter nnd Houig bestrichene Weihbrotichnitte». .Eßt, Kinder — ihr werdet Hunger haben." Taun tränt sie der Mntter eine fräftiuc Supve hin. die sie im sorgfältig verschlossene» Blechgefäs, noch dampfend warm hierher« gebracht. Ter kranke» Frau stürze» die Thräne» aus den Auge»! sie seht sich mit äußerster Anstrengnnq im Bette aus. „O, Fränl n Elsa,' schluchzt sie ties ergriffe». .Z» un» komme» Z' — zu »ns! ... Und beicheuke» uns so reich . . . n»d mein Man» hat doch — - .Still davo» . .. «ir können doch nichts dafür • .. mein lieber gefallen." Tamit ging er .,ur Treppe, wendete sich dann noch ei»> mal um. »ahn, de» Hut ab n»d sagte: »Gute Nacht, Kinder!" Am ander» Morgen um drei Uhr stieg er mit dem Prinzen von Braunschweig die Treppe herab, »m abzureisen. Mitten a»s der Treppe blieb er stehen »ud beauftragte de» Landrat. ihn» den Bürgermeister zu rufen. Ka»fs>»a»» eilte herz» und der König srng: „Wie balanciert sich denn die Tnchiabrik mit denen fahren vor den« Krieg? Als Kausimann erwiderte, dan die Tifferenz un-gesähr siinihnudert Stück weniger betrüge, suhr der König sort: .Wie steht es mit dem ausläudiiche» Tebit?" „In Leipzig und Naumburg in er geringer, Ew. Majestät" „Aas vor llrsache mag da sein?" „Weil die sächsischen Srädte Robwein »nd Leinnig sich auch jevt aus die melierten «orten legen, die wir auf dortige Messen bringen." „Rokweiu? Ta bin ich bekannt. Da seilt viel Raschmacher. Die Wolle ist aber dort teurer wie hier!" Ifrnfct lh>ntin habe euch schon sage» lasten, das» ich z» euch komme» werde. ^Ijr könnt euch darauf verlassen, es wird a»s meiner Rundreise geschehen, da werde ich euch sprechen! Wriiftt mir die Freistädter uud sagt ihnen, sie solle» Mut sasse». ich werde helfen!" Mit diesen Worten ging er zum Wage». Als der uönig in schweiduiv mit seinem schtesischen Minister von -chlabrendorif zti-sammeutras. war e» sein erste», da» er zn ihm sagte: »Höre Er. Zchlabrendorff, da huben sie mir in Griinberg gesagt, das: die -5 204 .)• Cbristnacbt. stille Cbristnacht! Cslundertraum! Jn meinem Stübchen glänzt der Baum, Ans fenster rieseln weisse flocken. Und ferne läuten (sleibnacbtsglochcn, Und künden neu die alte ITl.ir: ..Vom Himmel hoch, da komm' ich her!" Vom Himmel hoch, da kommt er her Und lasst die Seinen nimmer leer: Mo Litern ihm und Kindlein dienen, j^jDa ist er mitten unter ihnen. 6s webt um sie der Seist des Herrn, Ob ihrer Hütte strahlt der Stern. Vom Himmel hoch, da komm' ich O töne fort, du Gngelsmär! Cs läuten ferne deibnacbtsglochen, Hns fenster rieseln weisse flocken . Jn meinem Stübchen glänjl der Baum -0 stille Cbristnacht, {Uundertraum! Helene von 6ngelhatdi. sachien in Romvein den Anszilg der Grüubergschr» Tuche sehr i vermindern. Wie samt das denn fein, in Rvftwein mache» sie ja inebreiiteils Rasche. Ueber diese Sache »miß (!r »midschaft ein ziehe». Da miissen wir zusehen, daß die Sachse» .»jcht das Prä (Vorzug) kriege».- - u T. geube rraö^licljo Geschichle, (tine» lagt» besaiib sich bcr alle, «Vertriebene) Lanbgrai »an fcfflen beim Ztnnt»fanzler bau Harbenberg, al» Heim »ach seiner Gewohnheit eiligst hereintrat. Ter Staa!«kanzler stritte betn l'aiibgrafeit ben Arzt Dar, woraus Heim sagte: .Sinb Sie bor Landgraf mit bem ZobfV — Trehe» Zie sich buch einmal her. um! Kbiinett Zie mir nicht, wie Sie e« andern zugeslaube«, ellichr van ^hre« Uiiieriiiane» überlassen, damit ich mebizinisdie Versuche mit ihnen anstelle?" Ter Landgraf Seelenverkäufer war vor (irftnunen (tan( stumm nnd konnte kein Wort hervorbringe». St. Verfehlte Zpetulalio». .Mein !>rünlein, barf ich Ih„en bei diesem schlediteu Wetter meinen Schirm anbieten?' — »Ich nehme mit Vergnügen an, mein Herr, aber ut unter ber Bedingung, baß Zie mich nicht begleiten- .^»r Zeit ttdHifl Franz I. von Frankreich (f 1547) waren brei Wagen iu Pari». ber eine gehörte ber Sönigi», der zweite der schöne» Ilnnn van Poltier« »nd ber britte bem Präsibeirten Ren«> be (laval, ber wegen seiner außerorbentlichen Ticke weder zu Fuß nach zu Pferde fortkommen konnte. R. Aiatliebeebliite. Lehrer: .Ravoleon ließ ben Buchhändler Palm erschienen, um ihn emzufchUdjtftit " rmpinnut?igf8 \ ÜSJS (5rliste Weil|itnd)len. Wie hat sich Kleiir-Lie»d»en auf da» Weihnacht«-lest, aus ben grünen, geschmückten uud beleuchtete» Tanuenbauin iinb ans bie t!bristbescher»ug gefreut Besonder« »ach einer großen P»vpe, bie ihr ba» tlhrillkinb beschere» sollte, war tfir Sehne» und Trachten gerichtet, Doch de» Leben» ungetrübte Freude wirb keinem Sterbliche» zu teil. Die Wahrheit dieler Worte mußte auch »tlei»t»festr an einem bbtartigcu Lieber erkrankte Mütterchen hat bange Ztunben um ihrenj Liebling verbracht »nb manche Thräne ii» ver-borgene» um ihr Sterthtikchrn vergossen. Besvnber» al» iie ben Weihnacht»-bäum ftiv ihr kranke» Tüchlerche» schmückte. ba war ihr « gar traurig um» Herz, denn sie wußte nicht, ob fidj ihr Herzblätld»eu »ach an betn bunten Lrchlerglauz erfreue» wirb. Hexte ist t!hristabenb und Freude tiberall: tan-senb glückliche Bind« umjubel» bet, grüne» Tannenbaum, nur in Lie»d»eit» »ranke»,immer herricht 2d>weigetr und ernste Ztille, Zie hält teilnahm»!»» bie Puvpe in ber Hand nnb blickt srenblo» ans den geschmückten, hellerleudi-teteit Wethnachlsbauin. loälireitb die Mtitter imi'inlergruude bittere Thränen vergießt. Ter Arzt ist eingetreten »nd uitnntt am ftiiinkenliettc, bie kleine Patientin aufmerksam betrachtend, Platz, Er fühlt den Pul« der Kranken, steht ihr in die Augen und mit sichtlich besriedigler Miene verläßt er batt» die ttttinkeustubr, „Iie ttrisi» ist gottlob übeiftanben!" ruft er der besorgten Mutter zu, bie mit einem ^reubenschrei in bie Amte de» Arzte» sinkt und «Ott au» vollstem Herzen für da» herrlichste Weih»acht»gejche»k dankt. Zt. Kleine Brezeln, j Hier werben hart gekocht, von der Schale und dem Wet&en befreit und die Xattcr alsdann durch ein feine» Sieb gestrichen. Tann knetet man au» LN<> Gramm Butter, ebensoviel Mehl unb betreiben Portion Zucker einen Zeig, in ben man ba» Eigelb unb ein ttlal Weißwein mischt, nebst S Aramm tlitroneu-schale»- ober Biltermandeleitrakt. Ist bie Masse gut burchgearbeltet, so schneibet man bavou lange Streifen, formt kleine Brezeln, bestreicht sie mit etwa» geschlagenem Si, streut gewiegte Mandeln unb bfiuueti Zucker batübet: nnb bäckt bie Brezeln aus bem Backblechen! Ofen schnell lichtbraun, .Hotiigtuche« Rezept. Man nimmt bazu I Liter Houig, llitiend ,\nt «Hatten «rsniiden. flat' ^ ehr- ^ I'ch stlnt IJt- tt glück- bie ten sucht be nur blut den »nß muß trie- mach. anj'" lp-if! toou. 1 im c»e. las- fst mit lie. tu- Iri ' fcrm sich schal- de sie» heil rer fl»n be»' mit ... «, teil «end be 1 !)fir mit rollr- er- ffl'tlDlt «*• ichin- toti»- Ghirnfee. Heinrich Bogt. In » ttrflc nenurt dir ein Ctnan. ?a« trill-'t du an dem lietc uit. I.r» Unti'ie fiüjit dir öand oft an«, «choti vi-I »nhtl! entstand daran», 2a* iNanv ist ein Ichlauer Wicht, Qr melde! sin« Ni« ?nft««lichl, Unb ,ieht durch Irin« unsrem Straßen, «^i>t WirtSha»«?. Watt: »HerrWir», kaum bi« Ich eingetreten, da Hai mit .'Un Kellner schon einen Teller heiße 2»vpe über bie Hosen gegvileu." Wirt fzitnt itellner): .Frib. 3ie dürfen bie tröste uidt! gar zu wann begrüßen/' (kin Borsichiiger. A.: ,^ih kann glitte» nur raten, kanieu Zie doch da» -onimerhotel. S» ist die reinste Goldgrube.- — B „Man kau» unrti iu lUulbgiuben liineinsalle»!- 2*vin allen Heim. Franz von Raumer erzählt vom alten Heim, welcher bekanntlich eine der orignellslen Charakterfiguren seiner Zeit gewesen ist, soI er ihm die Herd«» oralen. Ouliu» <")al» KuDitrjtich, t'ferfprcht, Pfuichrr. KrIijrtj. Kftlier, Ruvrtctit. Mettrist. T«i#e, Jupiter, «'litsire Hirsch, Itr tlhnradt: Wrtier, Horn, Jüdtivbuni -- Te» Logo,irlvh«: ffit.t, Sitj. Mit;. »Ute 'llechre umdenalien. •erotnmortllAe Ulrtinftlon tson Ornft '9»(tflcr. netitiKft und l)fiau»j(jtbeii t>n:t UM ruifr k ülciiitr tu siuttjart