MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES o-di.n„,isr^ s..'^i'ssr...*5s*"5r Ä.Ä'Ä'r^ä tr^asr rsjs Ä'S STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ■^^Bt ««rkUgllcb It MorgraiatluBO ■«lugfprati (Im votiim talilbari monatlicb RM 2,10 ctucblteftllcb IM M r«^Uw0M«Mhri btl Ll«rcruiig in Strslfbiod tuiflgllch Porto, b«i Abhoiro Ib <1«i GetrhlftiMalla J.IO Idnichl 19,a Rp Fonialtuogagabflhr) Dad W Bpf Zuitall qBbOki ümlaurar» »bHcb aar ««gM VoralaMBdung dM BtoHlpr« a«* a«H Hm Portnaaalaqm fuoaKmd«t Nr/145 — 84, Jahrgang Marbnrg-DraUi Mittwoch, 24. Mai 1944 Einzelpreis 10 Rpi eine glückliche Zukunft Telegramm Wechsel zum fünften Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch" italienischen Freundschafts- und Bündnispaktes dnb Berlin, 23. Mal Aua Anlaß dei ttinfteo Jahrettaget d*r Unterzeichnung des deuts(Ä-ltalieni< •oben Freundschaft»- und BUn^iepaktei fand «in Telegramm Wechsel zwiechen dem Führer und dem Duce statt. Der Relrhemlniister des Ausw&rtigen von Rlbbentrop und der DUce «owl« der UnteretaatMekretlr Im itettenlschen AuOenmlniaterlTim, Manollnl, tauschten fl«icl^tig Telegramm« ans. Der Fflhrer an den Daoet Dttoei kl den Tor fOnf Jahren abgesdtloe-aenen Preundschafts- und Bündnlipakt haben uneeie beiden Völker Ihren Wll-taa bekundet, für alle Zelt, zur Wahrung nd Sicherung Ihrer Lebensrechte In Freundachait und Eintracht zusammeiuni* stehen. Im Gedenken an diese geschichtliche Stunde übermittle ich Ihnen, auch im Namen des ganzen deutschen Volkes, meine aufrichtigsten und herzlichsten GrüBe und Wünsche. Zugleich gebe ich meiner unbeirrbaren Gewißheit Ausdruck, dafl ungeachtet aller Schwierigkeiten, die es zu überwinden gibt, am hde dieses schicksalhaften Kampfes der 8l«g der DreierpaktmAchte als sicherste Gewähr für eine glücklich und freie Zukunft unserer VOlker stehen wird. Adolf Hitler Der Duce an den Fflhrer: Zum Jahrestag der Unterzeichnung d«s Freundschafts- und Bündnispaktes zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien, die durch gemeinsame Ideale geeint ui&d durch den Willea\, den ihnen Tom Schicksal Torgeseidmeten Weg bis ans Ebde lu gehen, verbunden sind, möchte ich Ihnen, Führer, erneut auch Iffl Namen der ItalieDischen Sozialiepu-bUk, Asb tlefeo Glauben an den Sieg det Wanea des Reiches und seiner Verbündeten aussprecben, wihrend die neuen Formationen des republikanischen Italiens im Begriffe stehen, Bich für die g*-nelnsane Sadte elnsusetsen. Muasollni. Reichsaufianminlster von Rlbbentrop an dan Duce: Zum fünften Jahrestage der Unter-Zeichnung des deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnispaktes bitte Ich Sie, Duce, meine aufiichttgsten und hsnlidisten GrüBe sntgegenxunehmsn. Bs Ist heute mehr denn Je meine Uber-•eugung, daB der schlckMlhafte Kampf für Europas Freiheit mit unserem Siege über den gemeinsamen Feind enden und damit einer glücklichen Zukunft unserer Völker den Weg bereiten wird. Der Duce an den Relchsaußenmlnleter: Aus AnlaB der Wiederkehr des Tages, an dem zwischen unseren beiden Ländern der Freundschafts- und Bündnispakt abgeschlossen wurde, möchte ich ihnen. Exzellenz die Versicherung abgeben, daß das republikanische Italien fest im Glauben seinen Weg an der Seite des befreundeter Deutschlands bis la Jenem Siege fortsetzen wird, der den i&hm, heldenhaften Willen des Reiches und seiner Verbündeten zu einer gerechten und besseren Welt krönen wird. Der ReicheauBenmlnistei an Unter-staatasekretAr Mazzolini: Anläßlich des Tage«, an dem sich der Abschluß des deutsch-italienischen Der »geeignete Weg« dnb Genf, 23. Mai Die englische Wochenzeitschrift »Time and Tide« greift die vor einigen Wochen vom »Observer« veröffentlichte Erklärung des Sowjetbotschafters Gusew auf, wonach die deutsche Wehrmacht in Zwangsarbeiterbataillone für die Sowjetunion zusammengefaßt werden soll und ergänzt sie dahin, daß die Sowjets nicht nur die deutsche Armee, sondern auch einen Teil der Bevölkerung zu dieser Zwangsarbett verschleppen wollen. Gusew habe dazu erklärt, daß Moskau die Haltung der Westmächte in dieser Frage als Prüfstein ihrer Aufrichtigkeit betrachte. Die englische Zeitschrift begrüßt den Plan der Sowjets, Millionen kräftiger Deutscher für Sklavenarbelt in der Sowjetunion zu rekrutieren, als den geeigneten Weg, die deutsche Bevölkerungszunahme auf diese Weise einzudämmen und so die biologische Grundlage des deutschen Volkes zu untergraben. Man kann nur dazu sagen; Herrschaften, geduldet euch! Vorläufig habt ihr noch keine Aussicht, Deutsche in die Sklaverei zu schleppen, denn noch gibt euch das deutsche Heer Prügel überall dort, wo ihr glaubt, in die deutsche Welt einbrechen zu können. Wenn ihr aber glaubt, durch dieses Gerede über das, was ihr möchtet, wenn Ihr könntet, uns klein und mürbe zu machen, so Irrt ihr euch — wie bei eurem Terrorkriegl Freundschafts- und Bündnispaktes zum fünften Male jährt, send« ich Eurer Exzellenz mein« aufrichtigsten QrüAe und Wünsche. Den vereinten Kräften unserer Völker wird et — dies ist meine feste Überzeugung — zusammen mit unserem japanischen Verbündeten gelingen, den endgültigen Sieg davonzutragen. Mazzolml an Rlbbentrop; Anläfildch der ^ederkehr de« historischen Tages, «n dem dl« Gemeinsam-kslt des S^cksals zwischen dem netto* nalsoztallstlschen Deutschland und dem faschlstischett Italien hergestellt wurde, möchte ich Ihnen, Exzellenz, meinen Glauben an dan Sieg und meinen Willen, begeistert an der Mission der Kultur und Gerechtigkeit mitzuarbeiten, tu der unsere unsterblichen Länder mit ihren Verbündeten berufen sind, erneut bestätigen. Feierstunde in Berlin dnb Berlin, 23. Mal Anläßlich der fünften Wiederkehr des deutsch-Italienischen Freundschafts- \ind Bündnispaktes fand eine Feierstunde statt, an der in Vertretung des Reichsministers des Auswärtigen von Rlbbentrop der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Steengracht. der italienische Botschafter Filippo Anfuso, zahlreiche Vertreter < der faschistischen Organisationen sowie von Staat. Paxtei und Wehrmacht teilnahmen. In seiner Begrüßungsansprache hob der Präsident der Deutsch-Italienischen Gesehschaft, St«at«minister Dr. Meifiner, hervor, dafi d«t deutsch-italienische BUndniepakt vom ^ 22 Mai 1939 auch heute eine leb^ndlnf politische Wirklichkeit sei, de fli.suf einer geschichtlichen Notwendiqkflt und auf dem revolutionären LebeaMdllen zweier lunger Völker begründet sti. Der stirkste Garant dieser Kaup^eineinschaft sei die in harten Probea. bewährte Freundschaft des Führer« und des Duce. Der Leiter der kulturpolitischen Abteilung des Ausirtiligcn Amtes, Professor Dr Six, zeicluete in grollen Linien die Geschichte d0i für die europäische Kultur ent«cheide^den deutsch-ltalieni* sehen Kuiturbeziehungen. Botschafter Anfoso betonte, dafi die besten Kräfte Iteliens nach der schweren, durch den Badoqllo-Verrat heraufbeschworenen Krise heute »ehr eis Je entschlossen s«l#n, ihre durch den vor fünf Jehren «ftK|eschlos«eae& Freiindschafts- und BttadnlspaOit eiiHtcaangenM Verpflichtimgen etotulösen, auch geoen die Kräfte in Italien, die sich dieser Verpflichtung nicht mehr erinnern wollten. inalf Sultnona Capistnei CastBldid rrasaccovmC:; MinhirfKiJ0D5/;/yL "TIV /FWIfW m/nBUrrl ^ ^ Hilomeiec E E R ^:^Mond Kampfraum Süditalien WeUbild-Gli Die Schlacht in Italien Von unserem militärischen K. S,-Mitarbeiter Gedämpfter Siegesjubel • In Italien nach wie vor geschlossene Verteidigungslinie« dnb Stockholm, 23. Mal Presse und Rundfunk in London haben offensichtlich Anweisung erhalten, den durch dl« Besetzung von Monte Caseino «nieut hervorgerufenen Optimismus der breiten *Mas«B nach Müqlich-k«it SU dämpfen, um spätere Enttäuschungen auszuschalten Die Berichterstattung der letzten Tage stand In keinem Verhältnis tu diesem taktisch eng begrenzten Einzelerfolg, der nicht einmal durch die eigenen Truppen in offenem Kampf errungen worden ist. Der englische Rundfunksprecher Thomas Cadett gibt in seiner Lagebetrachtung vom Montagmorgen zu, es sei auch diesmal nicht möglich gewesen, Monte Csssino hn Frontalangriff zu erobern. Der Rundfunksprecher Godfey TaHtot er» klärt: »Nach sieben Tagen srbJttertea Kampfes muB man sagen, daB die Deutschen auch nach Ihrer Absetzbewegung nach wie vor über eine geschlossene Verteidigungslinie bis zum Meere verfügen. Sie halten diese Linie noch genau so energisch wie am Beginn der Schlacht.« Der Funkkorrespondent Vaug-han Tomas, der sich im Brückenkopf von Anzio befindet, sagt in seinem Montags-stimmungsbild, die bei Anzin und Nettuno stehenden englischen Truppen stünden den überoptimistiechen Prophezeiungen gewiMer Londoner Blätter sehr kritisch gegenüber, sie wüßten ganz genau, dafi die Berichte über einen bevorstehendes Zusammenbruch der deutschen Front in Italien Legenden seien. London enttiatcht dnb Madrid, 23. Mal Der Londoner »Ya<(-Korrespondent schreibt, daß man in London über den Verlauf der KCmpfe in Italien enttäuscht sei Man habe gMlaubt, auf Grund einer gewaltigen Überlegenheit die deutschen Befestigungen über den Haufen tu rennen ai^d auf Rom mer-'tchieren m ktenen,' ntAsa« jetet eher eliip sehen, »dafi noch eine Serie vm laa^ wierJgen Schlachten bevorstehe«, die ebenso »viele Verluste« kosten würden, wie sie für die Anfangserfolge der Offensive bezahlt werden mufitan. »Des NaehtgeschlfT« Englischer Sergeant nimmt kein BUtt vor den Mnnd dnb Genf, 23, Mai Im »Daily Herald« spricht ein Sergeant in einem offenen Brief sehr drastisch aus, was der englische Soldat denkt. Er anriebt: »Wenn das Parlament UiAker die Inflation vermelden will alt den Krieg gewinnen, dann ist das seine Angelegenheit. Aber diese Politik sollte nicht auf Kosten von Tonuny Atkins, Spitzname für den englischen Soldaten, gemacht werden. Er ist ohnehin achon das Nachtgeschirr für wirklich allzuviel Klubsesselstrategen«. Auigabe der SA Berlin, 23. Mal Vor einem großen Zuhörerkreis einer Verwaltungsakademie sprach der Stabschef der SA, Wilhelm Schepmann, über Aufgaben der SA. Im Volke tief verwurzelt, so erklärte der Stabschef,, fühlt die SA sich besonders berufen, ihre groB« vom Führer klar umrlseene Aufgabe m erfüllen. Genau wie In der Kampfzelt steht sie euch heute wieder mit in vorderster Linie im Kampf gegen den Bolschewismus. Mit einem ungeheuren Aufwand an Maberial traten die Aniglo-Amerikaner au der neuen Offensiv-Schlacht an, mit dar sie, nach ihren eigenen Aussiagen, in Süd-Italien »die Dinge in FluB bringen« wollten. Bla dahin hatte der Feind erfahren müssen, dafi seine RechenetiftS' kriegfOhrung am harten deutschen Widerstand zerschellen mußt«. Man hatte ursprünglich geglaubt, mit edner bs-stiimmten Anzahl von Granaten und Bomben das Kampfgelände Quadratmeter für Quadratmeter so umpflügen zu können, daB jeder Widerstand erstickt würde. Dia Aufrechterhaltung des Widerstandes der deutschen Truppen unmittelbar nach den schwersten Bombardements hatte diese Rechnuno Fehlap^ulatlon erwiesen. Daraufhin hat die anglo-amari-kanistihs Truppenführung zu anderen NotbaluUM gegriifen, die im Augan-bUok das Kennkeichan der' •Odltalieni-schen Kämtife ausmachen. Phantasialos, wie die Anglo-Amerika-ner nun einmal auch in der Kriegfüh-i nsng eind, griffen eie auf die Erfahrun-1 gen des eisten Weltkrieges zurück und er6ffnet«o eine Materialschlacht größten Stils. Zusammengefafite Artlllerleeinhei-ten bereiteten mit heftigen Feuerschlägen dan Offensivstofi vor, der das Herantragen beweglicher ArtillerlekräJte mit Hilfe von Kanonenpanzam zum Hauptziel hatte. Aufiardem vermied man den Angriff auf die stärksten Abwahr-etelhmgen und versuchte sich mit Umgehungstaktiken. Schliefilich ging man auch von der bisherigen Methode des Krältesparens ab und schickte starke In-fanterieverbände, vor allen Dingen aus Hilfsvölkern und farbigen Truppen zusammengesetzt, gegen d^s deutsche Feuer vor. Diese Methode ist, wie bekanntlich schon im ersten Weltkrieg erwiesen wurde, außerordentlich blutig und muß zwangsläufig zu sehr schweren Verlusten führen. Trotzdem haben die Angk>-Amerikaner «ie gewählt, als den nach Ihrer Meinung letzten Aueweg aus dem für sie nutzlosen Stellungskrieg. Deutscherseits hat man die Entwicklung der Kämpfe in Süditallan mit beinahe völliger Gewifiihelt vorausgesehen und sich entsprechend darauf eingerichtet. Die deutsche Verteidigung Ist keineswegs, wie die Feinide es behaupten, an ganz bestimmt« Befesttgiuigslinlen gebunden, sondern stützt sich auf ein Der deutsche U ehrmacktbericht Auch bei Nettuno schwere Kämpfe An der Südfront der Feind zurückgeworfen — Durchbnichsversuche zerschlagen Bei Terrorangriffen auf Kiel, Dortmund und Braunschweig 68 Bomber abgeschossen Portsmouth erneut bombardiert dnb Führerhauptguartier, 23. Mai Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Landekopf von Nettuno steigerte der Feind seine Arti|lerietätigkeit In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages bis zum Trommelfeuer ^ Tnter Einsatz von Schlachtfliegem sowie starken Infanterie- und Panzerkräften trat er sodann südwestlich und westlich Aprilia und im Abschnitt Cisterna—Littoria zum Angriff an. Die Kämpfe sind in vollem Gange. An der Südfront wurde ein Versuch des Feindes, sich in überraschendem Vorstoß in den Besitz von Terracina zu setzen, vereitelt. Nordöstlich Terracina konnte der Gegner sich In den Besitz einer Höhe setzen. Der Schwerpunkt des Großangriffes lag auch gestern Im Abschnitt Lenola—Ponterorvo und bei Pledlmonte. Unsere tapferen Truppen warfen den mit starken Infanterie, und Panzerkräften nach heftiger Artlllerle-und Jagdbombervorbereitung angreifenden Feind In harten Kämpfen zurilck und fügten ihm schwere Verluste zu. Wo ihm an einzelnen Stellen örtliche Ein- brüche gelangen, wurden diese abgeriegelt oder im Gegenstoß bereinigt. Besonders erbittert tobten dl« Kämpfe bei Pontecorvo und bei Pledlmonte. Alle durch stärkstes Artilleriefeuer und rollenden Fliegereinsatz unterstützten Durch-bruchsversuche des Feindes wurden dort Im zusammengefaßten Werfer- und Ar-tillerlefeuer zerschlagen Die in diesem Abschnitt eingesetzten Truppen unter dem Befehl des Generals der Gebirgs-truppen Feurstein haben sich In den tagelangen schweren Kämpfen hervorragend geschlagen und besonders ausgezeichnet Im Osten verlief der Tag bei geringer örtlicher Kampftätigkeit ruhig. Nach Säuberung der Fluß-Schleife am unteren Dnjestr wurden die Kämpfe südlich Dubosari beendet. Infanterie-und Panzerverbände zerschlugen hier, von deutsch-rumänischen Kampf- und Schlachtfliegem hervorragend unterstützt, mehrere Schützendivisionm und eine Panzerbrigade. Der Feind hatte hohe blutige Verluste und verlor außerdem 2000 Gefangene. 47 Panzer, 71 Geschütze und umfangreiches Kriegsmaterial. Ein Kampffliegerverband führte in der letzten Nacht einen Angriif geqen den Bahnhof Dshankoi auf der nördlichen Krim, der Brände und Explosionen hervorrief. Nordamerikanische Bomber richteten am gestrigen Tage einen Terrorangriff gegen das Stadtgebiet von Kiel Es entstanden besonders in Wohnvierteln Schäden und Verluste unter de< Bevölkerung. Bei schwierigen Abwehrbedin-gungen wurden 22 feindliche Flugzeuge abgeschossen. In der vergangenen Nacht griffen britische Bomber mehrere deutsche Städte an. Besonders in Dortmund und Braunschweig wurden Schäden in Wohngebieten und Personenverluste verursacht. Luftverteidigungskräfte vernichteten 46 viermotorige Bomber Starke Verbände schwerer deutscher Kampfflugzeuge griffen In der letzten Nacht erneut den britischen Hafen Portsmouth an. Ausgedehnte Brände und Zerstörungen wurden in den Zielräumen beobachtet. Schnelle Kampfflugzeuge setzten die Bekämpfung von Einzelzielen in Ostengland fort tief geetaffeites Verteidiqunqesystem, das dem Feinde im Verlauf seiner Italien-Offensive noch eine Fülle von Überraschungen zu bieten vermag Eine der Artlichen Sperrsteliungen war Cas-slno, die sich zu einem schweren Aderlaß für die Angreifer ausgewirkt hat aber es war nur eine von sehr vielen Wenn der Feind jetzt versucht, an dei Küstenfitraße die Pnntinisrhen Sümpfe zu erreichen und gleich7eitiq das Liri Tal aufwärts marschiert mit der Absicht, eine weitere Straße nach Rom zu qewin-nen, dann rückt er damit lediglich den weiteren Vorfeldern de« deutschen Ver teidigungssystems näher Seine Blutopfer haben also weder eine taktische, geschweige denn eine strategische Bedeutung, Die Tatsache, daß das Trümmerfeld von Cassino dem Feirvde überlassen wurde, ohne daß der Feind die deutschen Truppen auch nur mit einem em-zigen Schnß hierzu gezwungen hat, beweist, wie sehr die bewegliche Kriegführung In Süd-Italien von der Initiative der deutschen Truppenführunq beherrscht wird. Dementsprechend find die Töne der Sieqesfanfaren im Feindlaqer auch schon bedeutend dünner geworden, denn es gefällt der anglo-amerikanischen Truppenführunq durchaus mcht, daß die deutschen Verteidiger ihnen mit Hilfe einer Aueweichtaktik das Gesetz des Handelns aufzwingen. Immer mehr erweist sich dann, diaß der Feind trotz seiner gewaltigen Stärke an Menschen und Material noch viel zu schwach Ist um sich zur Beherrschung des Kampf geschehens im süditalienischen Raum aufzuschwingen. Der qewaltige militärische Apparat, der von den Anglo-Ame-rikanem über den Ozean hinweg mit den Etappen in England und Afrika schließlich über das Mittelmeer mit seinen Spitzen nach Süd-Italien hineinreicht. bedarf — und das ißt die qroßp Lehre der neuen Schlacht in Italien — sowohl einer Verstärkung der Fund« mente als auch der Außenm^uern und der Stützpfeiler, um eine entsprechend starke Kampfspitre in Süd-Italien «elbfil tragen ru können. Inzwischen setzt »ich ein« verhältnifi-mäßig kleine Schar deutscher Verteidi ger mit dem Materialkrieg der Feindf auseüiander. In heldenmütigem Einsat? ringt der deutsche Einzelkämpfer um Weingärten und Ollvenhaine An Berg abhängen kleben die Schützennester und gut getarnte, weniqe MG-Stellungen be herrschen ganze Talqründe Die unge heuren Nervenbelastungen der stunden lang dauernden Trommelfeuer werden mit verbissener Wut ertragen, die eich für den Feind doppelt verderblich aus wirkt, wenn er zum Angriff antritt Die se Kampfesweise benötigt nur den Einsatz kleiner, entschlossener Einheiten die sich allerdings mit ihrem ganzer Können und Sein der feindlichen Mate rialwucht entgegenzustommen haben Gerade deshalb wird jeder Verlust alf^ besonders schmerzlich empfunden und selbst die CewAheit, daß der Feind eir Vielfaches an Opfern zu bringen hat kann kein Ausqleich hierfür «ein Di' Tatsache jedoch, daß eine deutsch Minderheit einem sehr starken Feim ihren Willen aufzwingt und tagtäglirl ihre llberleqenheit in einem Maße dokii mentiert die e^; der deutschen Gesaml fühninq ermöqlicht, große Reservpeu^ heiten für andere Aufnähen Turürk/ubc halten und dennoch dem Ausqanq dr Schlacht in Italien mit vöHqer Ruhe en' qeqenziisehen, kann als einer der qröO ten Erfolqe in der Geschichte Krieges oewertel werden Neue Eichcnlaubträf^er dnb Berlin, 23, Ma Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als 479. Soldaten der deutschen Wehrmacht an #f-Hauptsturmführer Walter Schmidt, Bataillonskommandeur in einem Panzerregiment der ^^-Panzerdivision »Wi-kmg« MARBURGEF ZEITUNG Die Kriegsschuld Roosevelts Der Chef der USA'Heereiflotte plaudert aus der Schule dnb Gsof, 23. Mai D«r Ch«f d«r USA-Hecreflluftflottt G»-&»ral Arnold ging in «iner Rede In Chicago, wie Reuter raeldet, auf dan Ttr-rorluftkrieq geqen Deutschland ein und benutxtR die Gelagflnheit. um «ich dabei gebührend Int rechte Licht zu rücken. (TberlaMen wir es Arnold, die USA-Bürger In Illutionen zu wiegen und be-•chr&nken wir un» auf folgende inter-esfidnte Feitatellunq, die er im Laufe seiner Ausführungen machte; »Ich entsinne m^ch*, so prklSrte Arnold. »auf einen Taq im Sommrr 194t, auf einen Brief de«; Präsidenten, doch einmal fe«tjii*te]len, was lür die Nioder-ringung Deutschlands gebraucht werden würde, falls die USA in den Kripfi verwickelt würden,« Dieser Satz verdient festgehalten zu werden. Arnold sprach von einem Tag Im Sommer 1941. Lamals also hat sich Roofievell bereit« sehr intensiv mit dem r.pdanken he5chü^tiqt, alles nur Mögliche vorzubereiten, um Im Falle e'nei Kriagieintritts der USA nn der Niederringung Daiutschlands mithalfen ni kfln-D«n. Da die USA »rat Im Dezember 1941 In dan Kriag eintraten, bedeutet diaf« Erkltrung Amoldi ainan wlchtigao Haiti ag zur Proge der Knegsfchuld Rooea-velt». Wenn uns Arnold auch nichts Ntfuei damit erzÄhlt, daß Roosevelt «ich schon Monate vor Kriegseintrltt der USA mit den Kriegsvorberaitungen bechiftigta, so verdient doch Jede Äuftenlng feetga-halten xu werden, die Roosevelt all ai* nen Infamen Heuchler entlarvt, der nicht nur den USA-Bürgern, sondern auch der Welt einzureden versucht hat, dal^ die Vere'nfgfen Staaten sich au« dem Kriege heraushalten würden, während er qleichzeitiq im Cieheiman mit «einen jüdischen Helfershelfern und den USA-Militärs emsig an der Arbeit war, um die letzten VorhereMnnqen für den von vornherein beabsichtigten Krieg gegen Deutschland und seine Verbündeten zu Ende zu führen. Da hat also der-General Arnold einmal aus der Schule qe-plandert, und wir werden sein Zeugnis gewisaenhaft zu den vielen anderen legen, durch die da« Kriegsvorbrachen RootavallB und seiner Komplizen festgestellt wird. Flagrante Völkerrechtsbrüche Systematische Angriffe auf Einrichtungen de§ Roten Kreuzes dnb Berlin, 23. Mai Dia Angriffe anglo-amerikäniecher Flugzeug« auf deutsche Lazdretteiorich-tuugan nehmen in der letzten Zeit dermaßen überhand, dten VölkerrechtsverieUungen dieser Art durch die britische und nordameriküiu-•che Luftwaffe J.ui Kenntnis der Welt-öifentUchkait zu brmgeo. Es handelt sich bai dan nachstehend aufgeiuixrteo FeiUen Bur um ainwandfrai faalgastellta V«i-■töfla gagaox das VAlkarrecht lnoaxbalb Ton dr«i Moaatan. Am 24. 1. 1944 muAta dax dautacha Haaraavarbandtplatz Villi Latini wagaa •tirken BaichuMei aufgegeben wardea. Am 9. 2. 1944 Beschuß auf Krankenwagen bei Guardapassi, östlich Aprilla. Am 17. 2. 1944 Bombenvolltreffer eines Jagdbomber« auf Krankenwagen. Am 19. Februax 1944 Angriff von Flugzeugen auf einen Krankenwagen auf der Straße Caslell Romano—Castell di Leva, Am 22. Hibruär 1944 Tieffliegerangnff auf Krankenwagen. Am 3. März 1944 Taeffliegeranqriff gegen 14 Uhr auf Krankenwagen zwischen Gallicano und der Via Cdselina. Am 11, Marz 1944 Eunibenangriff auf alnen Lazareitzug un Bahnhof liuienz— Rifredi, Am 17. März 1P44 Tielflieqerangrilf auf Krankenwugen einer Sanitdlskornpü-nfa 6 KilometBr vor'Todl, Am 20, Marz 1944 Tielflieqerangrlff aui eine SaTiitdlt»kolonne auf der Via Tiberina, kurz vor Sdu Gininii, Am 28. Maiz 1944 FeueiÜberfall auf eine Krankentrügergruppe einer Saiii-tcttskompanie. Am 30 Mdiz rM4 Ticfangrill von zehn USA-riugzeucjen auf Krankenwagen einer Sanitälbdbleilung auf der Sttfilie Rom—Terni, 15 Kilometer nördlich Rom. Am 2. April l'J-44 Angiiti von zwölf Jagdbombern auf Kiankenwagen aul dtir Via Cdsäia bei Briicciano. Am 3 April 1944 Tielflieqeranqriff von vier Flugzeugen auf einen Verbandsplatz bei Fjco, 23 Kilomelei eudwesllich Lassino. Arn 8. April 1944 Tieffliegeranqriff auf ein Verwundeten-Transportauto etwa 40 Kilometer nördlich Rom. Am 10 April 1944 Angriff auf einen Lazarettzug «udlich Teronlola in der Gegend des Trasimenischen Sees, durch sechs Zerstöierlluqzeuqe mit Jagdschutz. Am 11. April 1944 erneuter Tielflieger-angrilf auf einen La/arettzug. Am 12. April 1944 Tieffliegerangriff auf Krankertvvaqen auf der Fahrt von Aqudftpartd nach Civila Castcllana. Am 12. April 1944 Tieffliegerangriff auf einen Lazareltzug, Am 13. April 1944 Tieffliegerangriff auf eine Sanitütskolonna auf der Straße etwa 2 Kilometer nördUch Monte Var-chi. Am 14. April 1944 Tleffllagerangriff auf eine Krankenwagenkolonna bei Monte Varchi, 40 Kiiometer südlich Florenz. Diese Aufstellung schließt mit dem 14. April. Seit dieaem Tage haben tlch die Uberfälla dar Anglo-Amerikanar auf La-zaratlainrlchtungan fast täglich wiederholt, Wia tlch am dar Anhäufung dieaar Völkarrachtibrücha aait dam 2. April ar-gibt, Bind dia lagio-amarikaniachiao Aa- Siiffa aui untar dam Schutt dai Rotao [rauxai atahaada Blnrichtungan und Transporta garadexu Syatem gawordea. Kein Verbandsplatz, kein Lazarattzug und kein Verwundatantransport iat mehr sicher vor den Ubarfüllen anglo-ameri-karuecher Flieger, In allen Fällen waren die angegriffenen Ziele durch die Zeichen des Roten Kreuzes weithin aichtbar gemacht sodaß die anglo-amerikanischen Piloten und Bordschützen in jedem einzelnen Fall genau den Charakter dea von ihnen angegriffenen Zieles erkennen konnten. Die Briten und Nordamerikaner geben sich im übrigen auch gar keina Mühe mehr, die von ihnen beabsichtigte Völkerrechtsverletzung abzustreiten. So wurde am 7. Mai vormittag gegen 10 Uhr aul der Straße etwa 1 Kilometer siid.ustlichfSan Apollindi« ein deutscher Sanitälskraftwagen, der dpn Anglo-Ama-rikanern als Sanitätsfahrzeug bekannt war, sogar durch nordamerikanische Artillerie gezielt unter Feuer genommen. Die systematischen Uberfälle britiach-nordamerikanischcr Flugzeuge auf deutsche Lazaretteinrichtungen liegen auf einer Linie mit den Angriffen auf Laza-rettechiffo, von denen in letzter Zeit allein vier, nämlich die »Wiril«, die »Hai-laren«, die »Mbla« und die »Christina«, Ziele angio-amerikanißcher Boraben- und Bordwalfenangriffe waren. Frecher Verleumduii||sversuch Anglo-amerikanische Greuelhetze Um Monte Casslno dnb Bern, 23. Mal Exchange Telegraph versucht unter Heranxiehunq eine« Berichtos eines Vertreter» der USA-Nachrichtcnaqentur Associated Press narhträqlich die Recht-rnäHiqkeit für die verbrecherische Bombardierung des Klosters von Monte Cassino durch die Anqlo-Amerikaner zu konstruieren. Wie erinnerlich, wurde da« Kloster damals von den englischen und amerikanischen Trunpen vollkommen in Trümmer qeleqt, obwohl «Ich kein deutscher Soldat nachweislich im Kloster befand. Es handelte sich also hei der Ver- nichtung de« ehrwürdigen Klosters um e'nea der vielen Kulturverbrechen' der Anqlo-Amarikanar, dia lur Kriegführung der Geqnar gehören. Nachdem nun dar Krlagakorratpon-deot von. Aasociatad Pra««, dar maam-man ikilt.dan alMlartan Truppan ali Br- •tar XU den Trtiinmara voo Monta C«»ii-no galangt sein w^, barlchtat hatta, ar habe in linlgen Sälen dea Kloitari »Tornister, Dadcen, Gawadira, Munl-tionskiaten und andaraa axia dam Waf-fenbeständ der deutachan Arma«« und in einem Raum gegenüber dar Kapalla »leichte Granaten fflr Mlnenwarfer« ga-fundF>n, benutzt dia angliicha Nachrichtenagentur diesen Bericht, ujn daran eine Ohle Greuelhetze zu knüpfen. Zusammen mit der USA-Nachrichtenagentur bemüht sich Exchange Telegraph, den deutschen Truppen ein Kriegsverbrechen anzuhängen und die Dinge so darzustal- Icn, ak sei die Auffindung ein Baweii dafür, daß daa Kloatar von Monta Casslno doch von den Dautschen tu nUlltärl-•chen Zwecken benutzt wofdan iat t>ia Qraualfabrikantan iMban dabai flbariahaB, daB dar dautacha Wahiaacht* barlcht ToiB 16. Fabruar, dar dia nich-loia ZaratAnjng daa hlatorlachan Bau-warki durdi dai Taitraebarlfcha anglo-amartkaniacha Bomhardamant veneelch-neta, allar Walt bekanntgab, daB dia Ruinen nunmebr In (Ha dautache Virtaidl-gungill&la alnbazogan wordan aalan. Bi badautat demnach nicht*, wenn In den Trömmeni von Caaalno ain paar Tomi-•tir odar Munltlonsklaten xwrückgeblla-han lind. Dar Bawaii dar falndliichin Brunnenvergifter lat alao gründlich mißlungen. Gs iat das schlechte Gewissen der Kriegsverbrecher, die sich von ihrer ungeheuerlichen Schuld nachtränllch noch, zu befreien versuchen. Front blickt auf die Jugend Schwerterträger Oberstleutnant Bärenfän[{er zur schaffenden Jugend dnb Berlin, 23. Mfli Auf dem Relchsappell der schaffenden Jugend sprach der erste aua dar Infanterie harvorgegangena Trägar daa Rlt-tarkretiizea mit Bfchenlaub uihI Schiwar-tarn, Obaratlauiiiant BIrenfängar, m dar in der Rüstung und Krlegaproduktllttllcheim Kampf stehen, später einmal Lebanskameradinnen aeln sollt. Dann werdet Ihr neben Jenen heldischen Kämpfern nur bestehen können, wann ihr Euch aelbst durch eine kkre Haltung das Recht dazu durch ein reines Leben bewahrt habt. Beherzte Kämpfe in Süditalien ' 'fm Kam^ Mejo Werfer und Panzerj&ger zerschlagen feindlichen Panzersloß ~ Grenadiere im Nahkampf dnb Berlin, 23 Mal Bei den schweren Kämpfen in Südila-llen haben oft kleine Kampfgruppen, ja sogar einzelne beherzle Grenadiere und Maschinengewehrschützen die Angriffe überlegener feindlicher Kräfte stundenlang aufgehalten oder durch Gegenstoß der Führung die Möglichkeit zum Ergreifen die Lage klärender Maßnahmen gegeben. Als zu Beginn der Schlacht der Feind nach mehrstündigem schwerem Trommelfeuer am Monte Mejo, einen der in den letzten Wochen im Casslno-Abschnltt am heißesten umkämpften Berge, eingebrochen war, erhielt eine Füsilierkompanle den Befehl, die Höhe wiederzunehmen und solange zu halten, bis die Trosse das gefährdete Stellungs-stück verlassen halten Trotz schwerem feindlichem Feuer stürmten die Füsiliere bergan, warfen den Gegner von der Höhe herunter und hielten sie 15 Stunden lang gegen fortgesetzte Angriffe, deren stärkster von drei Bataillonen geführt wurde. Als der Kompanieführer die Meldung erhielt, daß die Trosse In Sicherheit seien und sich die Kompanie absetzen solle, stießen die Füsiliere noch einmal in die gerade angreifenden, meist aus Negern bestehenden Wellen hinein und zwangen sie Im Nahkampf zu Boden. Dann erst zogen sie lich auf die neuen Linien zurück. Nicht weniger erfolgreich war der Kampf eines Grenadierbataillons, das, von starken feindlichen Kräften angegriffen, durch die an den Flügeln vorstoßenden Panzer abgeschnitten wurde. Als weiterer Widerstand sinnlos erschien, täuschten sie den Feind durch einen Gegenangriff und brachen dann mit allen Waffen durch einen Bachgrund aus. Die heftig feuernden feindlichen Panzer drangen noch weiter von alten Seiten in den völlig leeren Kessel ein und hatten durch hochgehende Minen empfindliche Verluste. Die härtesten Kämpfe entwickelten sich aber Immer wieder bei der Abwehr feindlicher Panzerkeile. Während des Großangriffes am letzten Freitag griffen an einer Stelle nach mehrstündigem Artilleriefeuer etwa 50 britische Panzer im Schutz künstlichen Nebels an. Das schlagartig einsetzende Feuer unserer Werfer brachte aber den Vorstoß zum Stehen. Die von Weinbergen, Gärten und dem Qualm tauiender krepierender Granaten der Sicht entzogenen Pakgeschütze vernichteten 16 der vordringenden Panzar. Der Gefreite Kaiser schoß dabei sechi Panzar, darunter zwei Sech-zlg-Tonnar, ab und fünf Panzer vernichtete ein eintalnee, infolge Verlust des Puakoerttfi gani auf ilch gastellias Geschütz. Dia Masia dar angreifenden Panier wurde Ton unieren Warfern tum Abdrehen gezwungen. Einige der kanadischen Kampfwagtn brachen Jedoch in die Stellung unserer Grenadiere ein. Drei von ihnen erschienen plötzlich vor dem Gafechtsstand einer Kompanie, die gerade den Befehl erhalten hatte, sich etwa 600 Mater abzusetzen. Dil Grenadiere machten sofort kehrt und stellten lieh erneut den Kampfwagen entgegen. Der Kommandant des vordersten feindlichen Panzers öffnete Im Glauben, daß die Kampfstände vernichtet wären, den Turradeckel und forderte die deutschen Soldaten auf, sich zu ergeben Mit Kopfschuß sank er In den Panzer zurück, der daraufhin sofort abdrehte. Die beiden anderen Kampfwagen zogen sich nunmehr ebenfalls zurück, Unweit dieser Stelle hatte sich die den Panzern folgende Infanterie unmittelbar vor den deutschen Widerstandsnestern festsetzen können. eines von ihnen wurden zwei ungenau gezielte Handgranaten geworfen. Ein Oberleutnant warf darauf selnar-Mlts zwei Handgranaten surflck, ichob lieh zvriechen einigen Erdbrocken ror und ichofi knapp Ober die Deckung hinweg mit leiner Maschinenpistole auf die wenige Meter vor Ihm liegenden Briten. Die Schüsse trafen so gut, daß sich die feindlichen Infanteristen in tiefere Trichter zurückzogen. Diesen Augenblick benutzten dia Grenadiere dazu, zwischen den hinter Ihnen kurvenden Panzern durchzuitoBen und den bereite verlorengegangenen Batalllonsqefechts-stand zurückzugewinnen. Von hier aus stürmten sie jetzt gemeinsam mit einem Sturmgeschütz wledar vor und rletfen die noch im Zwlichengellnde iltzenden Briten auf. In und hinter der vrlederher-gaetellten altaa Linie HaB dar Feind nhlralcha Tote nnd lerechoeiena Pan-i«r forflek. VoB BobchnrlttM duilpl«rt dnb Bttkaraet, 22. Mai Rumlnischa Rflckwander«r melden ad- na von bolichenrlstlachen Untermen-ichen verübte Schreckenstat aus dar Gegend nördlich Jaiiy. Bei einem Erkundung« voritoB machten rumänische Ge-brigsjäger In d«r Näha von Vladenl an der Bahnlinie Jasiy-Danqeni eine furchtbare Entdeckung, In einem verlassenen Gehöft fanden il« die Leichen einer großen Anzahl Frauen, die alla auf grausamste Art und Walle zu Tode gefoltert waren, ejnige Frauen waren bis zum Hals in Lahmerde eingegraben und ihr« Schädel aufgespalten. Anderen Frauen fehlte daa Kopfhaar, denn die Bestien hatten sie bei lebendigem Leihe skalpiert, Wieder anderen fehlten die 'N.lgel an den Fingern. Diete waren den unglücklichen Frauen mit Zangen herausgerissen worden. Da dieae Foltern schon 1940 während der bolachewlstlachen Besetzung Lettlands von den Juden angewendet wurden, ist die Annahme nur zu berechtigt, daß diese Verbrechen auch in dem vorliegenden Falle von Juden verübt worden sind. Über Dänemark abgeschossen dnb Kopenhagen, 23. Mal In der Nacht zum Montag sind wiederum zwei britische Flugzeuge über Dänemark abgeschossen worden. Zwei Flieger wurden in der Nähe von Assens auf Westfünen als Leichen gefundeni acht weitere Leichen befinden sich vermutlich in den Trümmern des Flugzeuges. Außerdem wurde In der Gegend von Vele in Ostjütland ein viermotoriger Bomber in Brand geschossen. Er stürzte ab und explodierte beim Aufschlag auf der Erde, Vorläufig ist dia Leiche eines britischen Fliegers gefunden worden. Druck Q V«ilag M^rbutgai Varlagi- u Drurkerel-Get mbH- Veriagsl^ltung Egon Baumgarlner, HaupUrbrlltlfltung Aaton Gerichact. beide Ui Marburg • d Orta. Badga«i« B Kautschuk um jeden Preis Von Dr. Friedrich Thanner Die Vereinigten Staaten Nordamerikas haben mit Iii Mittel- und Südamerikanischen Stfl.iten, Lieierunqfiverträno für Wildkaulschuk abijeschlosseti. Um die l.ust zur Samnilunq des Kautschuks zu steigern, werden nicht nur sehr hohe Preise lür don Rohkautschiik be/ahit, «sondern dfirüber hinaus noch hohe Prämien bei Erreichung bestimmter (Juanti-tiiten. WdSfierfluqieuqe fitchen zur Vt»r-lüqunq, die das Rohmateriiil aus dem Innern de^< Landes tin die Küste brinnen sollem wo es auf dem kürzesten Weg nach den USA. 7ur Woiterverarbeltunq neiangpri sf)ll, Kur/, die Parole lautet dermalen: »Koiitsflmk um jeden Preis'. Und trotzdem konnton die USA Im Jahre 1940 diie Mittel- und Sudamerika tiowie Afrika, bloß 22 00(1 Inns, UM3 nmfl 30 000 tons, Wildkaiitschuk aufbrinnen, während m.in tiir 1044 hofft auf 3.') OOO tons 7u kommen Dazu komm! eine Kiin5tkautscluik-Cizeu(iuiu( prti 19^.M in den tISA von rund 45 000 tons. sii d.iß ein Gesamt Kaulsrhuktntantum v(>n rund 7.') 000 Inns zur Vertiinunq «leht, Zum Vergleich eclen narhio qende Z f-fern gebracht: Vor dem Ki'ifn wurde eine Weltproduk'ion an Rr>hka\il«irhuk von eineinviertel (l'iil Mül'onen tun« aufnebracht, wovon in den USA allein rn 750 000 ton« veibraurhi wu'den, 1943 «landen somit bloh ein Zehntel /ur Ver-fünunn Der Wildkfuit«chiik wächst in den lie-bergeÄchwangerten Urwäide»'n Brasilien«, am Amazonas, am Paran^, am Paraguay und fern von Siedlungen in unwegsamen Gegenden Mitlelamnrika«. Die Sammler sind grof^en Slrapn/en und Fnlbehrung"n ausgeaetzt. Seuchen wüten unter ihnen. es ifit ein schwerer, gefahrenvoller Kampf gegen den «ich wehrende i Urwald. Dazu kommt noch, daß die Kautschuk liefernden Bäume niemals in dichten Gruppen beisammen stehen, sondern verein-/elnt unter den anderen Uiwaldriesen und Lianen wachsen und mühsam aul-ciesucht werden^müssen ^ies alles erschwert die Aul^ringung, so daß es oft vorkommt, daß die Flugzeuge sehr lan-cie Wtirten müssen, ehe sie mit einer nennenswerten Fracht zur Küsle abfiie-tjen können Zu .ill drm kommt no h der Mringel fUi Arlinitskr^flen welcher so groß ist, (Itif^ die in der Fordplantage stehenden h.lOOO Bäume im abgelaufenen Jahr nifhteinmal abgezapft werden konnten. Kautschuk Ist wie das Rohöl, seit der Molnrisierung ein vielbegehrter .\rtikel geworden, n-inz abgrseh 'n von den lOO(M) Artikeln, die ans Kautschuk und Hartgimmi; erzeunt weiden, erfor-flert d'e RTpifunn df'r motorisierten Pithr/eurje in^goheure Mannen d'eses Rohstofle« Er wird aus de? M Ich'ihson-fierunq einpr Reihe von Pllanzen gewonnen die den Familien f^er Euphor-b'a/een, Aporynazpen und Mor.tzeen angehören und rirftRlentells au« Siidamerl-»i'imrnnn ntirrh Finsrhnittc oder Korben in die R nde, oder teilwei"p Wettbewerbe, die die Untersteiermark auftichreibt, noch folgende Wettbeweibe ausgetragen: Dichtung, Spielzeug, Zeiduten und Malen, Ple«tik, Werkarb*itunq und Kunsthandwerk, Techniecher Wettbe-weit). Arbeiten für diese Wettbewerbgruppen können an die Abteilung III der Bundesjuqendfühninq qesandt werden, von wo «i« zur Bewertung qelan-fleo. Die Bewertung der Leistungen In den Wettbewerbgruppen der Untersteiermark geschieht nicht nur nach dem fachlichen Können. Genau so ausschlaggebend ist der Eindruck, den der Bfw*»Ther, bzw. die Einheit dur<'h dr»s äuRere Erscheinungsbild: Haltung, Kleidunq, Sprache usw. erweckt, % In der Zeit vom 9. bis 11. Juni kommen in Pettau die besten kulturellen Einheiten und Einzelwettbewerber der Gruppe Musik au« der qanzen Unterstei-ermark zusanunen. In den Bannen laufen augenblicklich die Vorentscheide. APFERE UNTERSTE RER Freude unseren Müttern Würdige Gedenkstunden im Unterland Radein und Kreuzberg Dorfnachmittaq nahm einen guten Ver- Die Einheiten der Deutschen Jugend veranstalteten anläßlich des Muttertages zwei Abende. In Kreuzberq wurden die Mütter im Eingang des Örtsgruppensaales von Jungmädeln begrüßt, die jeder Mutter einen Blumenstrauß überreichten. In Radeln begrüßte Ortsgruppenführer und Stammführer Wiedner im Lichtspielsaal der Kuranstalt die GAste und sprach über die Bedeutung des Muttertages. Mit Liedern, Musik, Mädel- und Jungmädeltänzen waren die Abende ausgefüllt. Den Höhepunkt blldetAn die Märchenspiele, In Radeln der „Gänsemarkt" und in Kreuzberg das „Dornröschen". Die gutbesuchten Abende fanden bei den Müttern dankbaren Beifall. Feiern In Frauheim Am 20. Mai fand im Heimatbundaal zu Frauheim die Muttertagsfeier statt. Fanfarenklänge, Sprüche, Chor und Lieder umrahmten die Feier, in deren Mittelpunkt die Rede des Ortsgrxippenfüh-rers stand, der über die Bedeutung und StelUinq der Mutter im Reiche Adolf Hitlers sprach. Die Kleinen aus dem Kinderqarten und die Junqmädel überreichten sodann den Müttern Blumensträuße. Die Jungmüdel und Mädel der Deutschen Juqend führten die Märchenspiele »Rotkäppchen« sowie »Schneeweiß-chen« und »Rosenrot« auf. Für das Zu-standekoinmen de« Kindertheaters in Frauheim g«bührt der JungmAdelführe-rln Bretebener Brigitte und der Lehrerin and BDM'Pührerin Grete Pauer Dank und Anerkennung. Di« im Aufbau begriffene Sattler-Kapelle erfreute während der Paueen und nach dem Theater die Mütter. . , . nnd in Jakobstal Am 20. Mai wurden auch in der Ortsgruppe Jakobstal, Kreis Marburg-Land, von den Jungmädeln und Frauen die Mütter der Gefallenen, Mütter, die in dieoesn Jahr ein Kind geboren haben, besucht, das Haus geschmückt und jeder Mutter ein Liedlein vorgesumgen und ein Spruch dazu gesprochen, worüber die Mütter «ehr erfreut waren. Am 21. Mai wurde die Muttertagsfeier in der geschmückten Dienststelle durchgeführt. Die Mütter wurden eingangs vom Orts-giuppenführer auf herzlichste begrüßt. Durch die Mitwirkung der Kinder au« der Kindertaqesstätte, die Liedchen und Sprüche aufsagten und der Junqmädel-gruppe durch Aufsagen von Gedichten, wurde die Feier verschönt. Nach der Feier wurden die Mütter und die Kleinen vom Amt Frauen bewirtet. Dei Orts-frau wurde als Betreuerin aller Frauen ein Blumenstrauß überreicht. Am vergangenen Sonntag wurde ein »Lustiger Dorfnachmlttag« durchgefühlt. Mädelgruppen und ^wei Harmonikaspieler sorgten fOr eine lustige Stimmung Der lauf. Es waren rund 250 Besucher gekommen. Für das DRK wurde bei dieser Gelegenheit ein Betrag von RM 501.50 gesammelt. ♦ Am Muttertag 500. Entbindung. Im Entbindungsheim öblarn wurde die Bäuerin Lutzmann tob Ihrem siebenten Buben entbunden. Br tat da« dreizehnte Kind der gesegneten Pamllle und dae 500. Kind, das in dem kleinen, erst wenige Jahre bestehenden Entbindungsheim zur Welt kam. Die Bäuerin Lutzmann übrigen« weilt schon zum dritten Male in der hilfreichen Geborgenheit dieser Einrichtung, Am Muttertag fanden sich aus diesem Anlaß Kreisleiter Secbacher, der Leiter des Kreisamte« für Volkswohlfahrt mit einigen seiner Mitarbeiter, der Ortsgruppenleiter, der Bürgermeister und der Standesbeamte von ÖWarn zu einer kleinen Feier ein, in der i der Kreislelter nach der Begrüßung durch die Heimleiterin und einem Gemeinschaftslied die Sorge der Partei um den kostbaren Besitz unseres Volke«, «eine Mütter und Kinder, zum Ausdruck brachte. die sich in solchen Einrichtungen und solchen frohen Ereignissen äußere. Mutterlaqsfeler In Kerschbach. Bei dem Bericht in unserer gestrigen Aus- gabe ist nachzutragen, daß diese Mutter-taqsfeier nicht in Windischfeistritr. sondern in Kerschbach zur DurcWilhrunq kam und von der dortigen Volkeschule gestaltet wurde. Die Spielschar der Win-dischfeistritzer Hauptschule war mit den Lehrkräften nach Kerschbach gekommen und nahm als Gast an dieser schönen Feier teil, die her7lichen Beifall bei den vielen Anwesenden fand. Kleinkind In heißer Lauge tödlich ver-brflht Am Montag ereignete «Ich In Gradweln ein bedauerlicher Unfall. In einem unbewachten Augenblick fiel der drei Jeihre alte Knabe HenoMnn Puch« rückllngi In ein am Boden stehendet Schaff, das mit heißer Lauge gefüllt war. Das Kind erlitt Brandwunden zweiten und dritten Grades am ganzen Körper. Da« Kind i«t gestorben. Ins MarlNirger Gaukrankenhaut wurden eingebracht: Das achtjährige'Arbel-terstöchterchen Tati.ana Planinschek aus Roßwein 3 fiel und verletzte sich die rechte Schulter. — Ein Block fiel auf den linken Unterschenkel dem 32jährl-gen Holzarbeiter Josef Wretschko aus Schleinitz am Bachem. — Durch Sturz brach «ich den linken Arm der 29jährlge Hilfsarbeiter Josef Ekart aus St. Nikolai 6, Gemeinde Schleinitz. — Die 67jährlge Geimischtwarenhändlerln Antonie Stan-deker au« Tresternitz 63 bei Marburg erwischte einen Fuchs im Hühnerstall und wurde von Meister Reinecke kräftig in die rechte Hand gebissen. Rege Arbeit der Marburger Imker Musterblcnenttftckt d«r Ortsfach grunpe Pettaus Frauen freudig im Einsatz Weitere Aufgaben für die Ortsfrauenamtsleiterinnen Mit großer Regelmäßigkeit werden im Kreis Pettau die Appelle der Ortsfrauen-amtslelterinnen einberufen und durchgeführt. Welche Bedeutung Kreisführer Bauer dem Wirken der Frauen beimißt, geht daraus hervor, daß er den letzten Appell wie alle früheren dazu benutzte, den Kameradinnen aus den Ortsgruppen, die vollzählig erschienen waren, die politische Lage aufzuzeigen und ihnen ihre Auswirkung auf das Arbeitsgebiet der Frau darzulegen. Die Krelsfrauenamtslelterln, Kam. Pl-rlch, baspracH hierbei die praktische Durchführung der augenblicklich vordringlichsten Arbeiten und ging vor allem auf ihr eigenes Arbeitsgebiet Volks-Hauswirtscliaft ein. Sie machte den Frauen ihr Mitwirken bei den Altstoffsammlungen besonders zur Pflicht und da eben zu der wieder laufenden, bei der jeder kleinste Betrag wichtig sei für die Gesamtwirtschaft. Dann kamen noch die einzelnen Abteilungsleiterinnen zu Wort, sodaß dadurch die Arbeit in den Kindergruppen und Im Hilfsdienst In ihren neuen Richllinien eindeutig festgelegt wurde Wesentlich zur Klärung schwebender Fragen trugen die Ausführungen der Vertreterin des Arbeitspolitischen Amtes, Pgn Rosser, bei. Die Verbindungsfrau zum Deutschen Roten Kreuz, Pgn. Scharner, rief die Frauen TU erhöhtem Mitwirken bei der Einkochaktion für Lazarette auf. Daß die Frauen von Pettau bei Truppen- und Lazarettbefcreuung seit langem besonders freudig anr Werk sind, dafür zeugen die schon zur Selbstverständlichkeit gewordenen Fahrten nach Neu-Cilli, wo das Kommen der Frauen des Kreise« Pettau von den Verwundeten stets mit gleicher, nie enttäuschter Freude erwartet wird. Aber auch bei jeder anderen Gelegenheit beweisen die Frauen des ganzen Kreises eine alle Erwartungen übersteigende Einsatzbereitschaft und dies trotz des totalen Einsatzes, der in seinen direkten odef indirekten Auswirkungen in Stadt und Land alle stärker in Arbeit stellt als je zuvor. Dl« OrtafacbgrupM taakar Marbwg hielt vergangenan Sonntag Ihr« «rate diesjährige Wand'>rveraammlung am Musterbienenstande des Kmd. Sepp Hol-zinger in Roßbach ab. Der Vorsitzer, Kamerad Otto Tschrepinko, konnte eine stattliche Anzahl der Imker b' jrüßen, die sich an dem Vortrag beteiligten und den Musterbienenstand eingehend besichtigten. So manches Imkerherz lebt« innerlich auf, als Kmd. Holzinger die Bienenvölker zeigte, die durchwegs auf dem Höhepunkt der Entwicklung standen und eine fachgem&fie Betreuung verrieten. Ksmerad Tichrepinko behandelte tn seinem Vortrag da« »Schwärmen der Bienen« und warnte die Imker, die Bienen nach Lust und Liebe schwärmen zu lassen, denn mancher Imker kam durch das übermäßige Schwärmen seiner Bienen nicht nur um die Honigemte, sondern auch schon oft um den ganzen Bienenbetrieb. Nachdem aber jeder Imker verpflichtet ist, aus «einem Bienenstand die höchstmögliche Ernte herauszuholen, um dadurch für die Volksgemeinschaft den notwendigen Honig sicherzustellen, ist es nicht gleich, wie geimkert wird, denn nur durch rationelle Bienenzucht kann der Imker seinen Verpflichtungen bei der Honigabgab« nachkommen, und auch dl« Reichtfachgruppe Imker kann dann ihrem Motto entsprechend »Wo Not, dorthin Honig« unaerer Volksgemeinschaft Honig zur Verfügung stellen Der Vortrag, der nicht nur theoretische, sondern auch praktische Winke den Imkern vermittelte, war höchst anregend, und mancher Imker mußte »Ich sagen, daß noch immer viel hinzugelernt werden muß, um die Bienenzucht zu meistern, und dadurch die Ernte zu sichern. Am Schlüsse zeigte der Vorsitzende den Imkern, wie Kunstschwärme (Ableger) gemacht werden und jeder Imker konnte die Überzeugung gewinnen. in welch kurzer Zelt der Vorsilzen- d« atnan Kuaatacbwarm zuaammeng«-zaT4>«rt hatt«, dar in aben«o kurzer Zelt Aber «in« jung« Königin verfügen wird und eigentlich da« Muttervolk nicht den geringsten Schaden verspürt, so daß die Honigemte dieses Muttervolkes absolut geelchert erscheint. Kamerad Sepp Holzinger, der auch die vereammelte Imkergemeinschaft herzlich willkommen hieß, berichtet« Über den Werdegang seiner Bienenzucht, die eigegntlich In kurz«r Zeit durch Fleiß und Autdauer und durch ration«lle Betreuung von «ln«r primitlv«n zur must«r-gültig«n Bienenzucht wurde. Ddeter Vortrag bewies wieder, wl« notwendig «olche praktische Vorführungen für die Imker «ind, und ist der Wunsch sämtlicher Imker, recht bald wieder zusammenzukommen ,um wieder etwas zu sehen, um dadurch die Bienenzucht auf die Stufe zu bringen, die den vollen Erfolg verbürgt. Die Ortsfachgruppe Imker hat bereits vorgesorgt. Die nächste Wanderver-Sammlung findet am Musterbienenstande des Vorsitzenden, Kameraden Otto Tschrepinko in Roßwein be^ Marburg (Besitz Josef Kuhn) am 18. Juni 1944 statt, wo der Vorsitzende der Landes-fachgruppe Imker, Pg, Hans Groyer au« Graz über allgemeine Bienenzucht «pre-eben wird. Au« der Ortsgruppe V, Kreis Marburg-Stadt, wurden mit dem E]6ernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet; Oberqefreiter Engelbert Wampel, Obergefreiter Schniidi Gustav und Gefreiter Fischer Herbert. Aus der Ortsgruppe Leonhard, Kreis Pettau. wurden Oberqefreiter HaraW Hirschmann und Gefreiter Johanir Roech-karitsch aus Unterqasterei mit dem Ei sernen Kreuz II. Klasse ausqezeichnft Gleichfalls mit dem Eisernen Kreu> II. Klasse wurde ausgezeichnet der Ge freite Georg Leban, Marburg, Edmund Schmld-Gasse 9 wohnhnil Fünfjähriger trank die SchnapHzutei lung. Eine Frau in Elz (Nassau) hattp sich ihre BranntweinxutPihmq geholt unrl das Fläschchen daheim verwahrt, narh dem sie einen Schluck daraus gpnom men hatte. Einige Zeit später mußte «if TU einer Besorgung das Hau« verlassen und ließ ihren fünfjährigen Jungen allein. Auf der Suche nach einem Spiel zeuq fiel dem Kind die Flasche in dif Hand. Es machte sich über den Inhal! her und trank eifrig davon. Als die Mutter wieder zurückkehrte, sah sie da« Unheil und holte sofort einen Arzt, der aber das Kind nicht mehr retten konnte Die Alkoholvergiftung führte zum Tode Filw der IPocffe Das Tagebuch der Ejaronin W. Um in Stil de« Films zu bleiben: höchst amüsaiH uul Mcht pikaat, «in« ▼on Witz durchbUtit« Setlr«, l«t di« G«schclcht« dl«««« Tagebuch«, das nach dam Tode de« Miniaterpräsident«!} die Gemüter am kleJnen Fürstenhofa in Aufruhr versetzt. Jeder und jede fühlt sich betroffen, jeden treibt sein •chl«cht«s Gewissen, und io Angst und Aufregxing ▼«rrlt so mancher, was er unt«r den Schleiern der Vergangenheit versunken wähnte. Bald alngt und tänzelt und pfeift e« durch alle Ecken und Winkel und eo-gar die Tauben gurren e« von d«n DA-chem; »Oh Exzellez, oh Exzellenz, hi ihrer kleinen Residenz, da stimmt was nicht . . .U An der Spitze der SchuldbewuBten steht der Oberhofmarschall höchstselbst, der aich bereit« in der Sonne des Nachfolgers wärmte und «loh beeilt hatte, dl« Günstlinge des Verstorbeneu — die Baronin Windegg, die Geliebte und Dr. Weber, den jungen Privatsekretfir — zu »entlassen«. Nun, da diese beiden »Unmöglichen« «ich plötzlich als Besitrer solch ominöser Memoiren entpuppen, werden eie alri)ald honlgaüB umworben. Bei einem Peat, tu dem eogar Qu« Hoh«lt«n axachalnen — «an kann ja nicht wiiaaat — (lb«rg]bt dl« Baronk das Tagebuch grofiaitltlg den Flasunea. Brlelchtart b«ob«cfatan all«, wie dl« gefährlichen Memoiren vom Feuer verzehrt werden, ohne tu ahnen, daB ihr Vp'-M«'.^er nicht die Selige Htzellenz,, sonrlr-n der alte Caaanova war . . . Hüde Hildebrand v«rlelht ihrer Baronin scharmante imd geistreiche Züge. Jugendlich, voll stiller Überlegenheit zeigt Wolfgang Liebeneiner sich all Dr. Weber. Eine Gestalt von kö«tUch«r, unnachahmlicher Prägung Ist der Oberhof-maracball von Walt«r Stalnback. Uen Dey«r« iat Webers hübsche Braut. Als Hofrat Buzbaum «teilt Bugen R«i den prftchtlgen Typ eines auf dem mageren Amtsschimmel altgewordenen Bürokraten. Nicht minder echt sind der todla arrogante, teils dienernde Lakai des Wilhelm Bendow, der grob-gradlinige Oberhofjftgermeister Ed. v. Winterstein«, der fesche Adjutant H J. Büttners sowie Olga Limburgs Gattin des Marschalls. Kurz und gut: jede einzelne Gestalt der glänzenden Satire Ist gelungen und dem Leben abgeguckt. Man unterhält sich wirklich gut bei diesem von Hanns H. Zerlett nach dem Bühnenstück von Rudolf Presber gedrehten Film, der von der graziösen Musik von Leo Leu* begleitet wird, (Marburg, Bsplanade). Marlanne von Vesfeneck Jungen erleben die Alpen Über 5000 Steircr und Untersteirer in vormilitäriichen Schilehrgängen Durch vier Monate, von Anfang Januar bi« Ende April, wurden in den See-thaleralpen einwöchige Lehrgänge für die vormilitärische Winterausbil^ung der steirischen Hitler-Jugend abgehalten, in denen über 5000 Jungen dus allen steirischen Bannen einschließlich der Untersteiermark erfaßt wurden. Aus-bildner der Wehrmacht und der Waf-fen-^f vermittelten den Jungen die Technik de« alpinen Schilaufs. Der Geblrgs-stock der Seethaleralpen mit dem Zlr-bitzkogel, den verschiedenen Neben-gtpfeln und den weiten Hochtälern bildet ein ideales Ausbildungsgelände Während der Rast wurden die Jungen über Iglubflu, Orientierung im Gelände, Zeitbestimmunq sowie über Lawinen-und sonstige Gefahren der Alpen unterrichtet. An den Abenden sprach der Lagerführer über den Kampf der Bewegung, zeigte an Hand einer Europakarte das Werden Großdeutschlands oder erzählte von eigenen Fronterlebnissen im hohen Norden. In jedem Lehrgang wurden auch Lehr-Tonfilme vorgeführt, die den Jungen Ratschläge für den Schilauf, da« Biwakieren und den KäUechutz gaben. Auch die Singstunden fehlten auf keinem Lager. Am letzten Tag wurde jeweils eine größere Schiwanderung unternommen, die den Erfolg der Lehrgänge'zeigte. Der herrliche Rundblick war für die meisten Jungen da« erste Bergerlebnit, und die Abfahrt gab ihnen das stolze Bewußtsein, während der einen Woche gute Ergebnisse Im Schilauf erzielt zu haben. Mit einer guten Vorbildung für ihren späteren soldatischen Einsatz kehrten die Jungen an ihre Arbeitsplätze in den Workatätten, Betrieben und Schulen zurück. Zuchthaus für Schwarzschlächter Vor dem Gericht In Marburg (Drau) hatten sich kürzlich folgende Personen zu verantworten; der 34jährige Franz Kainich, Besitzer aus Kirchberg in den Büheln, Kreis Pettau, wegen Schwarzschlachtung zweier Kälber im Gewichte von je 60 kg und wegen Beihilfe zur Schwarzcchlachtung von fünf Rindern und fünf Kälbernj ferner der 34jährige Josef Lorentschitsch, Winzer au« Scha-gau bei Kirchberg, wegen Schwarzschlachtung von sechs Rindern geringen Gewichte« und wegen Beihilfe zur Schwarzschlachtung srines Kalbe«, der 4ßjlhrlge Fnanx Sattler, Winzer aus Schagau, wegen Schwarzschlachtung eines Kalbes im Gewichte von 50 kg und wegen geringfügiger Mitwirkung bei der Aufarbeitung des Fleisches zweier schwarzgeschlachteter Rinder und tchließlich der 31 jährige Vinzenz Fraß, Keuschlcr «ua Schagau, wegen Aufbewahrung eines Teiles des Fleisches einer schwarzgeschlachteten Kuh. Als «r-achwerend.wurde die große Menge des beiseitegeschafften Fleiaches, als mildernd bed sämtlichen Angeklagten das Geständnis und ihre Unbescholtenheit angenommen. Das Gericht verurteilte Kainich zu dreieinhalb Jahren Zucht-ham und 500 RM Geldstrafe, im Unein-bringllchkeltsfalle zu weiteren fünf Monaten Gefängnis, Lorentschitsch zu drei Jahren Zuchthaus und 500 RM Geld- strafe, Im Unainbrlngllchkalttfalla Zi weiteren fünf Monaten Gefängnl«, Sati ler zu eineinbalb Jahren Zuchthaus unc Fraß zu zehn Monaten Gefängnis. Die Beihilfe des Fraß erblickte das Gerichi darin, daß er etwa ein Viertel eines schwarzgeschlachelen Rindee zum Auf bewahrungsort trug. Eine weitere Mit hllfe konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Bei Sattler wurde als erwiesi^n angenommen, daß er bei der Zerteilunq des Fleisches von zwei ohne seine Mit hilfe schwarzgeschlachteten Rindern zeit weise mitgeholfen hat. Die verhängten Strafen zeigen, dar Schwarzschlächter und Saboteure nnse rer Ernährungswirtschaft keine Gnadf zu erwarten haben. Sie stellen aber gleichzeitig auch eine ernste Warnung für Leichtsinnige und Unbesonnene dar oft nur für ein Trinkgeld oder ein bis zwei Kilogramm Fleisch das Treiben die ser Schädlinge durch die geringste Hand reichunq oder Hilfeleistung welcher An immer zu unterstützen, da nicht nur der Schwarzschlächter als Kriegswirtschaft* Verbrecher schwerer Strafe verfällt, »on dem auch jener, der hierbei eine auch wenn noch so geringfügige Hilfe leistet sei es auch zum Beispiel nur dadurch, daß er ein Messer für die Schlachtung leiht oder nach der Schlachtung das Blut beseitigt oder die Gedärme und Abfälle wegträgt. Noch vier Taoc Splnnstoffsaminlung! Auch »eine Spriide soll niclil lernen Noch heafe bedinnf Daizio eurrii Kisfcn und Nasten noch JUmoilen.Niei. iuntfssfockcn. refren d«w,. tfcnn onch 401 oBSChcinhorsfc Stock wiri heiKNim Seile 4 * Nr. 145 * Mittwoch, 24 Mai 1914 MARBURGER ZEITUNG (tilei IDch Meleor täuscht Luftangrifl vor. Vor wenicfen Tdqen wurde d-e Bevolkerunq von Un^fl in Schw^drn nachts durrh pin" ^tnrkp l.ichf*'''srheinunq am Mimmrl in Schrecken ver^pt/V Jpdfrmann qlauh-tr vor irqpndw^'Irhpn Aktionen nirht-•(hw«d«chrr Liiftstreitkrade zu stehen. Alf kun darauf ein itarke« Krachen ertönte und mehrfre heftige Stöße d'« Erde erachUtterten, «achten die Men-icheji die Luffschwtzkeller auf In dem Cilauhen, daß die wichtigen Bahnnnlacjen «nc|cgr'ff''n wiirdpn. EI« konnten jpdorh am Hcii'htilPn Titrie kpincrlni Spuren ri-nfs Rnmlipn Großhändler ein Trugschluß. Wollte der Einzelhändler oder gar der Verbraucher stets unmittelbar beim Produrenten bpstellen, so würdeiT durch die notwendige Violzahl kleiner Sendungen eine erhebliche Steigerung der Transportkosten eintreten und schliefMich muffte der Produzent zur Bewältigung der vielen Sendungen einen umfangreichen Ver-sandapparat aufbauen, dar sich ja auch auf die Preisgestaltung auswirkt Allein schon die so entstehenden Mehrkosten wiirflen die bei den großen Urnsäf/en prozentual ja geringe Verdienstspanm^ rles Ciroßhändlers — die früher lier freie Wettbewerb und heule die Preisbildungs- Neue Verdienslspannen im Weinhandel Der Reichfckoniinifeicir lür die Preis-bildiituj hdt mit einer am 1 .luui 1944 in Kraft lietenden Anoulnuny über und nahm ihn mit nach Haime Dorf zeig- | VVeinverteiterspannen bejm Verkaut l« et ihn in der Küche seiner Ehefrau und deutscher Weine die Verdionslspannen «einen beiden Kindern, einem t3jährlgpn Jungen und einer etwas lünqeren Toch- ' ter, und legte ihn dann auf das Fenster- ! hrett. Nach etwa einer halben Stunde explodierte der Zünder und verletzte den Sohn schwer Auch die Tochter erlitt erhebliche Ve:lef/iingen Der Vlann wurde jetzt wegen ftihrlassiger Körperverletzung vom Strafrichter zu zwei Wochen Gefängnis ve-urteilt. des Weinhandels beim Verkauf dieser Weine neu gereijelt. Die ucuh der bi«i-her geilenden Aiio.dnung zuqewdchhO-iieii beweglichen DurchscIinitSsp'iiinen sind durch einfache pro7entu.ile Höchst-dulhchljge, die ndi.h Einstdiidspjeisen in 3 Gruppen gestaifclt sind, abgelöst worden. M.ißgebeud für die Aulqjbe des hörigen Kdlkuldtioiispiinf ps ist bis-dei Echte und unechte Wolken Wenn Wolken über den Himmel wandern, haben die Menechen für «ie die Ttnchledenflten Namen. Sie sprechen Ton »Wolkenbergen«, »Schieierwolken« oder »SchSfchent, die wissenschaftlichen Namen für alle dieee Wolkenbildunqpn •ind etwa« and^r«, und m^.n hat !Änq«t genau die Eigenschaften und »Gepflogenheiten« der vererhiedenen Wolken-arten ergründet Da gibt es Wolken, die sich In allen Höhen«chichten aufhalten. Wir kennen sie alie. F« sinrf die Kumulus- oder HaufenwoTlcen, deren Gipfel d'e Form einer Kiippn haben, während die Grundfläche meist waagerecht ist. Vfanrhe Wolken pfienen «ich niu in unteren Luftsrhichten iintei 20nr) Metrr 1 lohe aufzuhalt'^n di'' Stra'us oder Schichtwolken, d'> einer glelrh'önnigpn Wolkenschicht gleichen einem Nebel ähnlich, der at)pr nicht r'em Roden aufliegt. Auch die dicken Rallen der Stra-tfikumuludwolken mei Mtokumiilus«! ihre Bahn, die dif koren, weißen oder biaßgrauen Ballen, die am Rande oft in tarte Flocken übergehen. Auch unter den Woik^n werden Höhenrekorde aufge«tellt. Manche von ihnen dringen bis in die Fiölien ül er 6000 Meter vor Zunächst die fe'nen Haar- oder Federwolken, die »Zirruswolken«, Sie gleichen einem zarten, faserigen Gewebe, Federn gleich uud im allgemeinen sind «ie weiß Den feinen «tändiq «uehreitet und dern qinzen Him mel ein weißliches Aiiesehen gibt oder die Struktur eines verworrenf^n Filze« annimmt, nennt man »Zirrostratust Zu ihm nesellen sich in den höch';ipn Höhen Zirrokumiiius, die zus-nnmengeballten, flockenforminen Masseri die tri Grupnen oder Reihen über r!en HinmiPi ziehen. Zuweilen geschieht es. daß am Himmel verschiedene Wolkenarten aufeinan-dere^oßen Dann entsteh! sin ««o verworrene« Wo'kengedränge daß man von e'nem *chao'i«chen Himmel« spricht. Und schließlich sei erwähnt daß es nicht nur «echte« sondern auch »un-prhtP" Wolken gibt Die echten sind ienr die auf nplürliche Weise eitstehen, nämlich du'-ch Anhäufung von W.ie-sertröpfchnn oder E'enadeln in rler Luft, die durch Verdichiung fler LuU-feuchtinkeit infolne Abkilhliinri unter d^^n Taupunkt entstehen Daneben werden getpgpntlich snn leuchtende Nach'wol-kpn beobachtet, die iedoch keine e'nent-lichen Wolken «Ind. sondern fein verteilte vnlkan'sche Asrhen dar^tp'len, dir in Höhen bis zu fiOflOO Mec hneliere Umschlag der Weine, der in Normdlzeiten bewegliche, den Qua-lildtsve äiulüiungen der Weine gerecht werdende Hreibberechnung nicht mehr erforderlich macht. Die mit der Neuregelung verbundene Ve eintachung der Bftitinimungen und dei Fortfdll der bisher zu lührenden Spanneiinachweise weiden wegen der PeisxHidJvefknapung in,den Weinverteilcibetrieben sicherlich begrüßt werden. Dd die neuen Verdieiistspdimeu ins-bphondüre bei mittleren und besneren Weinen erheblich herabgesetzt worden «ind, Werden die den L zeuyern gewdhj-ton Preisdulbesserungen für die Verbraucher nicht spürbar. Reisezahlungsmlttel lür das Ausland Nach einem RdF-Erlaß vom 26 April 1944 dürfen Reisescheck«, Reicekredit-biiefe, Akkreditive, Hotolguttjcheine und Gutscheine für Pauschal- und Gesell-^ fichaJtsreisen ' von den Devisenbanken weißlichen Schleier, der sich bald _voil- ( und Reisebüros gruiidaetzlich nur noch gegen Vorlage von Devisengeiiehminun-gen der Gauwirtschaftskamniern oder Wirtschaftskammern abgegeben werden. Reisezahlungsmittel «olien allgemein nicht mehr durch die Deutschen Ausga-die Schjfchen- oder Lämmerwolken. i bestellen im Reisepaß des Erwerbers ein- rrefr.igen werden. D't« .Ausfuhrkontrolle der Reifiezahlunrfsmiftel ist von den Aus-gdbe- und Verrechnungsstellen vorzunehmen. Die erweiterte Reifeefrcigren/e darf zur Zeit von Personen m Anspruch genommen werden, die Rei«ezahlu"gs-mltlel auf Grund dei mit Rumänien und Bulgarien bestehenden Reiseverkeh sab kommen erworben haben Einheitliche Preise fll. Werkzengsfühle. Der Preifikommissar hat neue einheitliche Preise für Werkzeiuislahle fesf-gesetzf. die für alle neuen Aufträge vom 1, Juni 1944 ab gelten sollen. Die neuen Preise bedeuten im Mittel eine Preissenkung um 5%, zugleich wird der Preifiaufbnu wesentlich vereinfacht. Prelsregelunq für Eisen- und Stahl*-drähte 2. Wahl. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat durch eine An Ordnung rl'p Pre se für E'sen- und St.ihl-dräh'e 2 Wflhl, d s. fehlerhafte Drühte, deren normale Verwendbarkeit beeinträchtigt, jedoch nicht ausgeschlossen ist, sowie für Ausschuß- und Ausfaü- behörden steuern — Werfen auf die kriegsgebundenen Aufgaben des Großhandels. Wenn es heute beispielsweise so gut wie überhaupt nicht vorkommt, daß zwar Marken für irgendwelche Waren, diese selbst aber nicht da »ind, so wirkt auch hier ein gut leil die Arbeit des Großhandels mit, der über seine üblichen Aufgaben hinaus den die Produktion und die Verteilung bteuern-den Stellen mit seinen täglichen Beob-«chtungen wertvolles Material liefert. Mangel an Transportgelegenheiten, Schwierigkeiten bei der Reichsbahn und vieles andere stellen naturgemäß auch an den Großhandel bei Fortdauer des Kriegc?s tcifjlich immer neue und größere Anforderungen Transporlgemeinschaften, Ncichbarschdftshilfi» hallen über alle Konkurrenzgesichlspunkfc^ hinweg aber mit, auch diese Schwierigkeiten zu meistern. So ließe sich noch vieles sagen. Die wenigen hier herausgesfolllen CJesichls-puiikte Idsson dber doch schon klar erkennen, welcha große Bedeutung der Großhaiuiel dls Glied unserer oiganisch aufgebdulen Volkswirtschaft hat, drähte geregelt. Danach düifen Drähte 2. Wahl nür mit Genehmigung der Draht-gemeiiischaf t verkauft werden Diese setzt (Ion jeweils ein7U''ciuineu(lGii Nachlaß lest Füi gpgliihlo, unsortierte Ci-senausschuß- odci -ausfalldrählc darf höchstens ein Prcue von 12 RM je 100 Kilogramm, für St'ihlau; srhuß- oder aus-faÜd-ähtr höchstens ein Preis von 10 Reichsmark je lOn kg berechnet werden Für ungpglühte Urähte dieser ,\rt ist ein rtugemesicnei .Abschlaci einzuräumen, mindestens in Höhe der in rter je-weil*, --lültigen Pre'sl'sle der Drahtgp-meinsrhafl vorc,(S'."henpn Mehipreise lür Gliihnn Fiir verzinkte Ausschuß-und -.Ausfalldrähte darf ein Aufsch'ag von 2 RM je 100 kt) berechnet werden, Die P'pisp f[elten ab Werk bar ohne Abzug Durch die gle che Anordnung wenden sodann hländlerhöchslpreise lostgesetzt. Neue Treibriemen nur gegen Ablieferung aller. Die dem Reichsnährstand angehören und nicht gewerblich organl-eie. t sind, d ^rfen bei Ersatzbeschaffung von Treibrien.en nach einer Anordnung des Reichsbeauftragten für Lederwirlschaft unbeschadet der Erwerbsscheln-pfllcht neup TreibrlempR nur gegen Ab-iiefernnq alter, nicht mehr gebrauchsfähiger Treibriemen beziehen Die Ablie* ferung de« alten Treibriemens hat rii erfolgen. Sofern nach den Vorschriften der Anordnung V 43 ein Antrag aul Be-will gung eines Erwerbsscheines zu stel-leii ist, hat der l-iiidwirtsch Elnkiiifsausweises für Kinder, Ju-gendlirhi* und Erwachsene, wird für die Zeit vom 23. Mai 1944, bis 31. Mal 1944, eine Zltronenansqabe aufgerufen. Die Abgabe-mengp beträot nro Person 100 Gramm. Die Ausgabe erfolgt heim GemOseUlelnverteller, bef welchem der Versorqunqsbe-rechtlgle in die Kundenllsle eingetragen ist. Bei der Ausgabe ifl der »0«.Absrhnilt vom Klelnvertelier zu entwerte» Anstaitsbetriehe, Helme, Werkskllchen und Gemeln-schaflhverpf.egnngcn erhallen die entsprechenden Mengen, narh der Verpflegsstärke, durch einen Berechtlqunqssrheln de« Ernährungsamtes B, Kemstockgasse 2, direkt durch die Firma KUNTNER ausgeliefert, 2,537 Ciia<;lsr{lttenhetrlebe können vorerst nicht berilcksichtigt werden Irn Auftrage: gez. NllzscheDer Leiter des Ernährungsamle«' T 20'44. Einleitung des Veriabrens zum Reweise des Todes Ban AndrMS, geboren am 21, November 1883 in Zurmowz-Sromle, zuatändig nach Packeruiteln, Kreis Cilli, ehelicher Sohn des Markus Ban und der Anna, geborene Kolar, seit 19. November 1922 mit Maria Podgor/tchek, geborene Mandelz verheiratet, zuletzt als Landwirt in Packensteln-Llnterberg Nr, 15 wohnhaft hat im Tahre 19.10 seine Ehefrau veriassen und seither kein Lebenszeichen von sich gegeben. Im Jahre 1932 oder 1933 erzählte der Frau de« Verschollenen Maria Ban eine Frau, deren Anschrift ihr nicht bekannt Ist, daß ihr Mann zusammen mit dem Maon de« Verschollenen m einem Ge-fännni» in Kroatien eingesperrt gewesen sei und dort verstorben sein soll. Ban Andrea« ist seither verschollen. Da es hiernach wahrscheinlich Ist, daß Ban Andreas den Tod gefunden hat, wird auf Ansuchen'der Ehegattin des Verschollenen Maria Ban, Landwirtin In Packensteln-Unterberg Nr 15, das Verfahren zum Beweise des Todes de« Verschollenen einnelpitet. Es wird demnach die allgemeine Aufforderung erlassen bis zum 1, August 194 4 dem Gerichte über den Verschollenen Nachricht zu geben. 2539 Nach dem I. August 1944 wird über neuerlichen Antrag der Maria Ban und nach Aufnahme der Beweise über den Beweis des Todes entschieden werden. GERICin MARBURG-Dr., Abtl, 5, den 18, Mai 1944. i44inoHg.i>e\Shesii>teii dai geht noturiicti nKht £mdhr«n S<* Ihr Kina nach der tntwoh-fwjng mit .Kufekm" und fnsdt»t MifcW S« fördern damit do$ Gedeihen Ihre* Kindas „Kufektt" braucht mon nur kvn ou/zu-kochen So Sport mon Feuerung und Eiiurgi&versorgung Südsleiermark Akllengesellschoft Gaswerke Marburg und Cilli Die lioltsTcrbroiKhcr .^chaflsjahres 1944'45 entfallenden Teil ihres Koksanspruches (1 April bis 30. Juni 1944) abzunehmen, da er sonst verfällt und darüber anderweitig verfügt wird, Ndchtrdgliche Rekla-matwncn werden nicht berücksichtigt. Marburg Drau, den 24. Mai 1944. 25.38 Die Gaswerke Marburg und Cilli Schmerzerfüllt geben wir die traurige Nachricht, daß unsere innigstgeliebte Mutter, Groß-inuller, Tante, Frau Helene Koschitscli geb. Ufschakcr am 18. Mal im Alter von 88 Jahren für immer von uns gegangen ist. Das Begräbnis fand am Samstag, den 20. Mdi um 10.30 Uhr statt, 2535 Römerbfld, 18 Mai 1944 In tiefster Trauer: Alois und Maria, Kinder; Maria qeb. Rudgorschek, •^rbwiegerlochter! Steianla, Maria, Louis, Enkelkinder und alle übricien Verwandten ledcr Oeir*eb* fitbrer soll das IferDPdnurgt' um Sintslilot des Chets dci ilvllvrrwaltun In dci Hnfrr äfelermurl« lesen ticzuvf orrls monHtlliil UM Bc- -■llunjjen sin an die Gc- '«chilftsstrll) des Verord- lunft»' und \mf8blBttrs l" MarburQ'Drai Hadiiasse t «u rtcbfen Anzeigen Snden durch die Morburqei Z e i I u n g weites • - MARBURGFI? 7.ETTUN0 Mitlwoch, 24, Mai 1941 ♦ Nr. 145 ♦ Seite 5 UNTERSTEfKlSCHt LICHTSPIELTHEATER MAKUUftj-UK BURG.LICHTSPIELE H«ut> H 17 tO 19 4S IJhi___ _Ftrnru* t7V: Ir«B» TOB M«T«Bdortf AaBrIl«*« WaniM Pu^ttarar JoNrt SIpber tu Um 9 kommt Harald Bin myttariAMr Mordfall und laina Ubarraachanda Klärung' i ■' n "iiiii i<)-st-n' Sondarvorstclinng; Mittwoch um 11.43 Uhr Hans Mater Kurl Melial, lUa *on MAHendorl, Prili Kampert tn dem tnllen Luitspi''' Das Ekel PUt Jug^ndllcli« iiigvltf.tkimt ESPLANADE So 1.1 17.30 19 45 Uhf Wo IS 17 <0, 11 «S Um Mlllwoch, 24. und Donn«ratag. 2S. Mal — der Film i)'*s k' ''e onin \(J mtt tlltde Hlldebrdnd, Wnifgang Llebenelnvr, Arthur Srhrfider u a. — Für- JugondHrhe nicht lugelansenl I/Ichtsotolfi IRninrdorf Die Vorstelliinqen beqlnneni Montaq b1» Freltaq l?).15 Uhr, SdniHlan 17, 19.15 Uhr, Sonntag 14.30, 17, 1U.4S Uhr Mlllwoch, 24. lind Donnerilag, 35. Mal Mädchen in Weiß Plf ivgeadl cba ualiti 14 Jalireu alchl tugelaMenl Burg-Lichtspiele Cilli S«rh»«*nt<»trtpi tlraB» Achtaagl Ab Praltag, M. Mal 1044 B««a Iplaliallaai Wochantagi um 18 und 20.30 Uhr, Sonn- und Faler- U.iji. um i.*> .;U, 1» unti l'O l.*) Uhi Mltlwocli. 24. und Ooonertlag, 29. Mal Die Hochstaplerin Bin Tobltfllm mit Sybille Schmlti. Karl Ludwig DIekl, Will Oohm, Elsa Wagnat Metronol-Lichtsoicle CilH _Splali«Hj_W 1T.30 und 20 Ubn S IJ. 17.30 und JO^Uhr Mittwoch, 24. und Donnerdag, 29. Mal Ihr Privatsekretär Ein heilerer rDF-Püm mjt Guatnv Frflhllrh, Flla Bnnkholl, Maria Andf-rgait, Theo Llngen, Paul Hpnckelf, Rudolt Carl und Caista LSck. PUt Jugendliche nltht zugclaiflenl Lichtspieltheater Gorkfeld M, aa4 DvHafatafl, M. Mal Mädchen in Weiß ■M Itafto c«k*taft. Iwaa ratvwilack, HU«« v. BMa, Oaara AUzutfar Haas Jaakaniaaa v. a Ptr JaiaaiUcha aalac 14 Jalirea alckt lagalaiMal Leonhard i. d. Büheln _ Mlllwoch, 24. und Donnerilag, 2S. Mai um 20 Uhr Wintemachtstraum mit Hanl Mocer, Magda Schneider, Woll Albacb-Balty und Theo Llngen. Fflr Jugendliche unter IB Jahran nicht «agelaMent Lichtspiele Luttenber{{ Mittwoch, 24. und Donnerstag, 25. Mal Vielfalt und Bunthoit lesselndpr Erlpbnl^sa in dorn • Dokumentarfilm: Geheimnis Tibet PUr Jugendliche zugeldisenl__ Ton-Lichtspiele Stadttheater P e 11 a u Spielzelt- W 17 la.a.S tihr. S 14 30, 1?. 19.45 TJht Mittwoch, 24. und Donneritiig, 25. Mal Angela Sallokar und Emil Jannlngi in dem ipannen- den Film Zum schwarzen Walfisch „rilr Jugondllrhe Pichl lugelaiitonl^^^ n—- — Lichtspiele Rann Mlllwoch, 24. und Donnerilag, 25. Mal Gern hab ich die Frauen li^ekülit mit Iwan Potrowich, Elisa llliard. Theo Lingvo u. a. Für Jiigendlicbu lugvlaistnl_ Lichtspiele Sachsenleld Vorstellungen an Wochentagen um 19 Übt, Sonn-und Feiertags um H, Ifi.aO und l?> (Thr__ Mlllwoch, 24. und Donnerstag, 25. Mal Himmel, wir erben ein Schloß Anny Ondra und llani Brauiewaller ali verlielitca und verianklp« Ehepärchen, dem 8 Millionen über drn Kopf wnchion , . FOr Jugendliche unter 14 Jahren nicht lugelatsenl Lichtspieltheater Trifail Mlllwoch, 24. und Donnerstag, 25. Mal KontfosExnrelt Fln Ufa-Film mit Willy Birgel, Ren4 Dellgen und Marianne Hoppe. — Spiellnltungi Eduard v. Borsiidv. —' Musik: Werner Rochmann. Für Jugendliche tugelaisenl Filn^tbPBtcT Tiif^er Spleliaiti Wo_l7.30. 19 4S Uhr, So 15, 17.30, lg.43 Uhf Mitlwoch, 24. und Donnerstag 25. Mal Himmel, wir erben ein Schloß FQr Jugendliebe unicr 14 Jahren nicht lugelaisenl . Unter stcAver ! Ächtung ! Verordnungsund Amtsblatt dei Chet> dei ZlvUverwdltuoq lo dei Unter^Ieierroftrk Nr, 11, vom 18. Mai 1944 INHALT; Anordnunq über die Einführunq der Juqendtiesiindheitspfleqe in der Unter-sleierinark vom 2 Mai 1944 — Dieiistan-weisuiui zur Ausliihnmq der .luqendqe-♦iundheitsDfleqe in der UntoiSteiermark vom 2. Mai l?)44. — Anordnunq üher Freizeitge-währunq an Beamte und Anqeeteüle de« öffentlichen Dieiisles, die von ihren Familien qetrcnnt «ind, vom 11 Mai 1944 — Bekann tmathunq über die Anwendbarkeit der Verordnunq über die voriäufiqe Reqelunq der Verqebunq von Wohn- und Geschäftsräumen in der Untersteiermark vom 3 Mai 1944 — Annrdniinci bctreitend die Beitraqs-ordnunq dp' Hdup'voreiniqunq der deutschen Milch, lind Fettwirtsrhaft vom 5. Mai 1944. — Verbot des Abmähons von unroifeni Getreide und unreifen Ölfrüchten vom 6 Mal 1944 — B^kanntmachunq über Biiupieifibildunq vom 26 April 1944. — E n/elpreis 10 Rpf. E hältllch beim Schalter der Marhurger Verlatjs- und Drnck«'ret-Ges. m. b, H., Marhi)iq/DrciM. 2.t,_^3962:2 Dreistockhaut In Marburg, Werkstättenetraße 24, tausche für dementsprechendes Hau« oder landwirtschaftlichen Besitz in Kärnten. 4092-2 Zu verkaufen Briefmarken 125 verech, D, R. und Europa und 25 verech. Saarqpibiet, für 18.50 RM zuzüql. N.-N.-Geb. v. Sammler zu verkaufen. E. Troemei, St. Wende] (Saar), Kaeernenetraße 27. 2535-3 Klndersltzwagen, qut erhalten, um 50 RM lu verkaulMi. The-MP, Ovv«ra—ga^M 4. 4071-S SlgMplna tu ▼•r^aufenl — Seihet abzuholen b«l NSPK — Mtthlq. 29.__4072-3 21ähriqe Fiiodendra mit 7 Blättern, um 30 RM zu verkaufen. Werkstättenstraße 12, I. Stock, Unk^ von 18—19 Uhr._4080-3 Melkkuh verkäuflich bei Posch, Roßbachhof, Game bei Marburg (Drau). 4031-3 Zu kaufen gesucht Kaufe funqen ungarischen Schäferhund. Korber, Gratzer-fitraße 126, Marburq-Dr. 4083-4 Fässer für 2000 Liter zu kaufen oder qeqen Holz zu tauschen gesucht. 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Mai um 11 Uhr vorruittaq, vom (oder im) Papierqe^chaft Karbeutz b>« Burg-Trafik abhanden gekommen Der ahrliche Finder erhält qute Belohnung Abzugob. bei Hans, Reiaerstraße 14, Par- ^rre,_linkS;______ Am 22, Mai mittags wurde Da-menbandtasche mit ca 35 RM, Kleiderkarte, Brotkarte, Perto-neniusweic vom Geschäft Meutz, Tegetlholfstraße b zum Wirtschaftsamt und von da nach Gnms verloien. Der ehrliche Finder wird ereucht, dieselbe qcq Belohnung an: Franz Würzer, Scheidwald 7, P. Bene- «Kinderliebend« an die Geschäftsstelle der »M Z.« 24Ö9-6 4069-13 Kindersommerschuh Nr. 23 — „ weiß — wurde am Samstag Weibliche tnänniiche nachmittag verloren. Der ehrli- Kan^lelkrdfl w|rd sofort auf- Findet wird qebeten, den- genommen bei Heinrich Hutter, bei der »M, Z.*, abzu- N^burg-Thesen _ „ 2431-6 ^^gben. 4070-13 I.ehr|unge mit ertsprechender Verschiedenes Offene Stellen Die Einstellung von Arbeüs-kräften ist an die Zustimmung des zuständigen Arbeitsamtes gebunden Zaituoqsaustragerln für den In- Schulbildunq wird aufgenommen bei Josef Lanqerachek — Mahrenberq 97._4035-61 MotiT-Rolltepplch geqen Her- Veriamiche Verkäuferin (mittle- ren- oder Damenfahrrad zu ren Alters) für Milchwarenge-' tauschen gesucht, Anfr.: Hnns-schäft per sofort gt'sucht. —j Sachs-Gasee 18, Marburq-Dr, Schriftliche Angebote an die' 4063-14 Verwaltung der »M. Z.« unter »Milchgeschäft«. 4103-6 Wäschel Wer besorgt für alleinstehenden Slteren Bpnmten die Wäarhe? Waschen, Ausbessem, Büqeln! Angeb. unter »Sauber« an die »M. Z,«. 4066-M Zu mieten gesucht Für Pereönlichkeit in leitender Stellung wird erstklasaiqee mö-j Elcktr. 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IJnlprzpirhnete ma-cbo aiifmerk«am, d jß ich gnirien dlle, die über mifh liisrhe Ge-rürhlp VPrbreil'»r, (Tf An/eine erfitatte Poldi Lnschir.n Riid:-spU "IH, Schleinitz i)o; M-nhiirg-D_r^au ainn-14 »Ausflügler, nehmt Ettbe- At>f.;l!..! steck mit!« l-h Ha mache ddrülif s, lu.eirif-r aufmerksam,daß ^hsrhrnttp Tp*. ich Mitlaq- und AhendPMJPn an Metrtite, Aiisflüa^pr nur ohne Eßbesteck fj,>fhrt,i(e und verabreich^ Scb'ifwnll»'ktiufl Beschwerden laufend jede dao^o^ri fl\iia Alois zwpcklo«. Alo's /\rbeiieT Vlar* Mnitzen, Ga«t- Dratiq 5, haus »Npue ppiefnn 2(. 23 Po«t« Römer- 14 bad (Stmk I ----— 249B-H fW^KJEmSW^ 4077-8 neran Bezirk Marburq-Dr., drin-Be4untaT aucht par aofort oder | ache qeqen 20 Grammophon-g*nd gcaucht. Vorzustellen Im Varlaq dar tM Z.«, Marburq (Drau). -8 ZwH Lehrlnnqen werden sofort aufqenommon. Jakob Koß — Kupferschmiederei, Marburq-Dr., Adolf-Hitier-Platz 4. 4065-6 Wirtschafterin qesucht zu älterem Herrn mit Eigenheim .Adr. in de^»M. 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Z.«, unter »Lederhose«. _ 4073-14 Herrenfahrrad, qut erhalten, tausche gegen Damenfahrrad. Unterrotweinerstraße ?l • Neudorf, Marburg-Dr. 4079-14 Fotoapparat, 6X9, mit Vergrö-ßerunqsapparat wird für Damenfahrrad gelauscht, Knrber, Grazerstraße 126, Marburq-Dr. 40R4-14 Nach lanqem Warten auf ein Wiedersehen, erhielten wir am 20 Mal 1944 die erschütternde Nachricht, daß mein inmqstqeliebter Gatte, unser Vati, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Ludwig M4arko Grenadier Im Alter von 25 Jahren, nach schwerer Verletzung an der Ostfront in einem Lazarett qestorben ist. Wer unseren Ludwig kannte, weiß was wir verloren haben. In unseren Herzen wird er weiterleben! Marburg-Dr., Wien, Pettau. den 23. Mai 1944, In tiefer Trauer-Karollne, Gattin) Traude, Töchtercheni Konrad und Franziska, Geechwiateri Maitin, Schwcvqerj Kalha-rine, Schwäqerin, im Namen aller übrigen Verwandten. 4064 lährtin, die in der Lnqe ist, zw. 1 Kamqarn-Gehrock (Frack), qut späterer Ehe, den Haushalt so- erha'ten, schwarz, samt Wiste, gleich zu übernehmen. Inter- ' taueche gegen Rock und Hose essentinnen, die vor allem qut für 7 oder I2)ähriqpn Knaben, kochen können, werden gebp- | ev. verkaufe um 60 RM. Magien Zuschr. mit Lichtbild a, d. j dalenengasse 61.____4074-14 »M Z.«, unter »Volksdeutscher f Hengst, 6 'Jahre alt, mittel- Unterstelrer« zu richten. 1 schwer, für ebensolche Stute zu _ 2541-12 ttuisrhGri gebucht, Kirschbaum Angestellter, 45jährig, ohne | 59, bei Kranichsfeld, 4090-14 Kinder, sucht Bekanntschatt Herrenarmbanduhr, tadello«, 15 einer 30—40-jdhrigen Frau mit 1 Rubis, umzutauschen für Hereigener Wohnung. Zuschriften I renfahrrad, gut erhalten. Anunter »Gutes Herz« an die fragen zu richten: Hotel Mohr, »M. Z.n 4102-12 Pn-tier. 4018-14 Schwär traf una die traurige Nachricht, daß unser geliebter Sohn und Bruder Alois Turin Gefreiter In einem Geblrgsjäqer-Reqlment am 30. April 1944 im Alter von 20 Jahren an der Oatfront den Heidentod fand. Lieber Alois, Du ruhst in fremder Erde, doch in unseren Herzen wirst Du immer weiterleben! Pöltschach-Schöngraben, am 22, Mai 1944. In tiefer Trauer: Franz und Theresia Turin, Eltern 1 Franz, dzt. im Felde, Max, Brüderj Maria, Anna, Alolsia und Juliane, Schwe«lern, und alle übrigen Verwandten. Zwei nimmermüde Hände nihen, 7wei müde Augen hfiben sich für immer geschlossen, meine liebe und treubesorqte Tante, unsere Schwester, Frau Josefine tViecll öeb. Ernst ILotolbesltzerln hat uns nach lanqem, schwerem Leiden, In ihrem 80, Lebensjahre, für immer verldseen. Die Beisetzung findet am Donnerstaq, den 25. Mai 1944, um 15 Uhr, am Städtischen Friedhole in Drauweiier statt. Die Seelenmesse wird Freitaq, den 26. Mai 1944, um halb 9 Uhr, in der Franziskaner-Pfarrkirche gele-sen werden. 4095 Marburq-Dr., am 23. Mai 1944. Horheqqer Ernst Adolf, Adoptivsohn; Franz und Stefan, Brüder, im Namen aller übriqen Verwandten. Wirum macltrii C»lcU-T»blettfn Nr, I die Kuhmilch fUf drn SluKlIn); k> |ut vtr» ff*(rllch? OirUtxf Möder In dtf GxkixFSeSi, ,r , ® CHEMOSAN-UN'ION A-G- Vl'IEISI III-K01BIGA5SE IQ/ Der Reichsmlnistci fiJr P.üstung und Kiiegviirorhiktion, Che! ('er Tr«n'=pnrii*inh('itt'n Spee»-, Berlin NW 4U, Alsensti 4, lelclon N r. 11 6 .S a 1, sucht' KraltfahiP', raiUaliranlern-linge, Tcu hkr.iHe tler Aulo-bisnrhe al ■ Art, \ i'lkaiti-seiite, Slellm'i'"lici, lng^''nleti-re, Masf bl'U'uhuf nhalte' (-in-nen), Adienus- Prageri-innen), Abrechnpr(-inii(')t|, Buchluil-ler und l.ahnhiichl!rilter(-iii-ncn), gelernte Kaufletite, ZahnlecliiiiktM (-helle-), A n-k-rnlinge tiir Zahniechniker, Köche, Si-im Ii mach er, Kon-lorislinnnn, SIeunhplsfInnen, Schneidirl-innen). Rügler(-innen). F.iiiHritz im ,Re!cb uid den hescl/ion Gebieten Mt.l-dung .-uich liiier das zustnn-d ge Aibeitsamt, 2;<'.'9 AiSes=SC^ Danksa0un)^ Für die herzliche Anteilnahme und die schönen Kranz- und Blumenspenden anläßlich des schweren Verlustes unserer liehen Mutter, Großmutter und Tante, Frau ADELE TSCHANTSCIl erlitten haben, f-prechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. 2542 Cilli, am 22. Mai 1944. Die trauernden Hinterbliebenen. üfC alte und repardturfählqe :We in ,|Vun 30—2000 Liter in jcdoi ' Menoe PETER TOMASCHflZ, Meli bin g-Dr., Mühlqasse 39. Danksagung TIefqerührt über die überaus herzliche Anteilnahme am Verluste und Heimgange unserer unvergeßlichen geliebten MARIA GRASCllITZ danken wir vor allem den vielen Kranz und Blumenspendern sowie auch allen Teilnehmern am Begräbnisse zutiefst. 4073 Marburq-Dr., Rotwein, den 22. Mai 1944. FAMILIE OTSCIIKO. Danksagung Wir danken auf diesem Weqe allen, die unsere liehe Mutter, Schwieger- und Großmutter ROSA KOWATSCH duf ihrem letzten Weqe begleiteten. vor allem der Führung des Deutschen Roten Kreuze«, der weiblichen Bereitschiift und der Frauenschaft de« Steirischen Heimatbundes. Besonders danken wir noch füi die zahlreichen Kranr- und Blumenspenden. 4085 Marburg-Dr., am 23. Mai 1944. FamiHpn; KERLE, KAISER und KOWATSCH. WWm. 24 Mai 1944 MARBURGER ZEITUNO Unsere lebendige deutsche Sprache Hochdeutsch — sondern Mundart und Hochdeutsch in ihrer ursprünglichen Reinheit und Frische und ihrer ganzen starken Aus-drucksfahigkeit erhalten. Man muQ bedenken, dafl die Mundarten der verschiedenen deutschen Gaue Ja die Umgangssprache der alten deutschen St&mme waren, und lo ist das, was am,Nieder- und Mittelrhein und am Main als Mundart gesprochen wird, nichts als eine Fortentwicklung der fränkischen Mundart unserer Vorfahren, oder am Obeirhein, in Württemberg und der oberen Donau das Alemannisch, das schon vor anderthalb Jahrtausenden in einer älteren Form derart gesprochen wurde. Die hochdeutsche Sprache, die als Ausdrucksform der Wissenschaft und des Geistes sich so viel mit Gedanklichem zu befassen hat, hat nicht ganz der Gefahr widerstehen können, „von des Gedankens Blässe" angekränkelt zu werden, Begriffe ohne ursprüngliche Anschauung zu bilden. Und diese Begriffe ohne Anschauung sind nach einem Wort des Philosophen Kant „blind". Aus dieser Blindheit zum Licht der ursprünglichen Sprache kann uns aber die Mundart herausführen, die noch fest verwurzelt ist mit der ganzen ursprünglichen Kraft des naturnahen Volkes, das sie spricht. Auch Luther hat Ja bei seiner Bibelübersetzung „dem Volke aufs Maul gesehen", das heißt, er hat dessen ursprüngliche Ausdrucksweise zur recht sinnfälligen Darstellung der untergegangenen Welt der beiden Testamente benutzt. Deshalb hat das Volk auch mit einer so leidenschaftlichen Begeisterung diese Lutherbibel gelesen, weil in ihr die Sprache gesprochen wurde, die es selbst sprach. An zwei kleinen, ganz alltäglichen Beispielen soll gezeigt werden, wieviel wir an altem Sprachgut verloren haben. Durch die lateinische Kirchensprache des frühen Mittelalters ist in einer sonst sprachgesch^chtlich ganz folgerichtigen > Weise aus dem Lateinischen das Wort Vater in unsere hochdeutsche Sprache gekommen. Wir haben aber ein altgermanisches Wort für Vater, das der Bischof Ulfilas auch in seiner gotischen Bibelübersetzung aus der Mitte des 4. Jahrhunderts gebraucht hat, „atta", und das gotische Vaterunser fängt an „atta unsa". Dieses gotische Wort ist noch erhalten in dem Namen des Hunnenkönigs Attila, der soviel wie Väterchen bedeutet, aber auch heute noch in unseren Mundarten. Im Alemannischen und in vielen Gebieten des Fränkischen nennt man den Großvater noch den Ette, oder in Verdoppelung auch den Ettevater. Ein anderes Beispiel; Wir haben kein Wort, das den Zustand bezeichnet, in dem sich ein guter Käse beim Genuß befinden soll. „Wir sagen der Käse ist reif" oder „er ist durch", und das sind sehr blasse und nichtssagende Ausdrücke. Im schwäbischen Dialekt aber gibt es heute noch einen Ausdruck dafür, das heißt „räs" Auch dieses Wort ist germanisches Gemeingut) es hat sich bis ins späte Mittelalter erhalten und bedeutet soviel wie würzig, scharf, beißend. Und würzig, scharf, beißend, das soll Ja ein guter Käse sein. So darf die Losung nicht lauten: Hochdeutsch oder Mundart, sondern: Hochdeutsch und Mundart. Dabei kann die Mundart ruhig auf ihr Recht der Erst-' gehurt stolz sein, und der, der Hoch-i deutsch spricht, sollte wissen, daß nur in Kenntnis oder wenigstens in Verständnis für die Mundart sein Hochdeutsch eine Daseinsberechtigung hat. Denn „ohne Mundart wird der Sprachleib zum Sprachleichnam" sagte der Mann, der sich als erster zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts mit dem Studium der deutschen Sprachvergangenheit befaßt hat und dem die deutsche Sprache einen reichen Zuwachs an auf alten Sprachformen beruhenden neuen Sprachbildungen zu verdanken hat, der Turnvater Jahn. C E. Zur Musikgeschichte Deutschlands Hans Joachim Moser — Lehrer, Forscher und Volkserzieher dürften im Laufe der Jahre eine Millionenleserschaft erreicht haben — erfuhr seit einigen Jahren eine sinnvolle amtliche Bestätigung. Als Generalsekretär wirkt Moser jetzt in der Musikabteilung des ReichsjninisteiTiums für Volksaufklärung und Propaganda und entfaltet dort in der Reichsstelle für Musikbearbeitungen eine segensreiche Tätigkeit, indem er schürfend und anregend, beratend und prüfend versunkene« Musik-qut wieder in die Praxis des Bühnen-und Konzertlebens heraufhebt, musikalische Publikationen von großer Reichweite steuert und ein Leben der Forschung, der Lehre und de«: künstlerischen Schaffens als Volkser^ieher krönt. J. J. Die Kranzler-Fcke in Berlin Ein Zuckerbäcker aus dem alten Österreich war ihr Gründer Nun ist dem blindwütigen Bomberterror unserer Feinde auch die historische Kranzler-Ecke zum Opfer gefallen, die fast 125 Jahre lang einer der populärsten Treffpunkte der Berliner und der Fremden war. Jedoch dürfen wir heute schon sicher sein, daß damit das bekannte Cafe an der Ecke Unter den Linden und der Friedrichstraße keineswegs sein Ende gefunden hat. Aus den Ruinen wird neues Leben entstehen, und was dem Berliner lieb und wert war, wird auch im künftigen Berlin wieder seinen Platz haben. Vor drei Jahren erst erinnerte sich Berlin des 75. Todestages des Begründers dieses berühmten Caf^s, des späteren Hofkonditormeisters Johann Georg Kranzler, der als Zuckerbäcker aus dem Altösterreichischen nach Berlin gekommen war und im Jahre 1825, nachdem er für 25 Taler das Berliner Bürgerrecht erworben hatte, Unter den Linden 25 seine Konditorei eröffnete. Er tat die Eröffnung durch ein Plakat ,,einem hohen Adel und werthen Bürgerpublikum kund und zu wissen" und versprach in dieser Ankündigung „alle Getränke und diverse Leckereien", vor allem aber ,,Bedienung von zarter Hand". Das war für Berlin ebenso eine Neuerung wie die Einrichtung eines besonderen Rauchzimmers, die besonders begrüßt wurde, weil da- mals das Rauchen auf den Straßen noch als unstatthaft galt. Bald erwies sich das Haus für die vielen Gäste als zu klein, und 1834 ließ Kranzler dem Gebäude einen neuen Stock aufsetzen und einen Balkon anbauen. Später fügte er noch eine Rampe vor die Konditorei, damit seine Gäste Im Freien sitzen konnten. Diese Rampe, für die damalige Zeit eine besondere , Atfraktion", erhob sich eine Stufe über dem Bürgersteig und war von einem Geländer eingefaßt. Als Kranzler 1866 starb, führten seine Söhne den Betrieb weiter. Der eine starb bereits drei Jahre später, der zweite führte die Konditorei bis 1911 und vermachte das Kranzlerhaus testamentarisch der Stadt Berlin mit der Bestimmung, hier ein Findelhaus einzurichten. Damit waren aber die Töchter des Sohnes Martin nicht einverstanden und fochten das Testament mit Erfolg an Von I8.S0 an hatte die Konditorei jenen Ruf und Charakter den sie auch bis in unsere Zeit bewahrte. An die Wiener Staatsoper verpflichtet Wilhelm Loibner, der Opernchef des Salzburqer Lantlesthenters, wurde als Kapellmeister an die Wiener Staatsop<>r verpflichtet Der Wundergeiger von Marburg Es ist nicht das ausschließliche Verdienst der Italiener, Geigen nahezu zau-herhalten Wohlklanges gebaut zu haben. Wohl nahm da besonders Cremuna eine Vorzugssteiie ein, aber Violinen, von der Hand des Tiroler Meisters Jakob Stai-ner, haben es dann an Güte mit jedei Stradivari oder Amati aufgenommen. Auch die Steiermark verfügte über mehrere ganz hervorragende Geigenbauer, deren Erzeugnisse heute nur noch ganz vereinzelt und daher nur zu Liebhaberpreisen zu haben sind Alois Max Paif-ner, ein Geigenmacher unserer Tage in der Grazer Zinzendorfgasse, hat eine Geschichte des steirischen Geigenbaues geschrieben, die in der Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark erschien. Darin ist auch die Geigenbaukunst und das Leben eines Musikers namens Franz Kaudetzky aufgezeichnet, der von 1837 bis 1842 in Marburg gelebt hat. Kaudetzky spielte mit einer von ihm selbst gebauten Geige in untersteirischen Schenken auf. Sein Spiel, der Wohlklang seines Instrumentes, begeisterte eines Abends einen Marburger so sehr, daß dieser ihm die Violine gegen teures Geld abkaufte und dem Wirtshausmusikanten riet, sich doch ganz auf den Geigenbau zu verlegen. Kaudetzky befolgte diesen Rat und ist ein reicher Mann geworden und berühmt noch dazu. Vor hundert Jahren kannten ihn alle Leute am Wiener Hofe nur all den „Wundergeiger von Marburg". Denn Kaudetzky griff doch selber auch immer noch zum Fiedelbogen, und wenn er den Fürsten und anderen hohen Herren aufspielte, dann regnete es Dukaten. Auch als Lehrer Im Geigenspiel hat der ehemalige Wirts-hausmusikant aus der Untersteiermark viel Geld verdient Nicht Jedes Holz eignet sich naturge mäß zum Geigenbau, aber Holz, das vom Feuer eines Großbrandes angesengt wurde, soll — so behaupten wenigstens noch heute die Instrumentenbauer — soll voll sattem Echo und inniger Resonanz sein. Auch Kaudetzky verfertigte seine Zaubergeigen aus solch angesengten Trambäumen, die er nach einer Feuersbrunst in der damaligen Marburger Altstadt um spottbilliges Geld erworben hatte. Die Grazer Geigenbauerzunft von ehedem verwendete Holz vom abgetragenen alten Burgtor als Rohstoff zu ihren vielbegehrten Erzeugnissen. Sehr wichtig für den Wohlklang einer Geige aber ist auch die Zusammensetzung des Lackes, mit dem sie bestrichen wird. Seine Zusammensetzung wahren und wahrten die Geigenbauer stets ais kostbares Geheimnis. Kaudetzkys Geigen zierte ein gelb-brauner Lack, wenn er ihn herstellte, dann pflegte er bei hejlstem Tageslicht die Fenster seiner Wohnung zu verhängen und die Türen sorgsam abzuschließen Und wena er den Lack dann auf eine Geige aufzutragen begann, schwang er sie zwischendurch immer wieder wie ein Windrad in der Luft. Zwei Monate rührte er sie dann nicht an. Kaudetzky starb in Wien, mitten in seiner Arbeit hatte den Mann ein Herzschlag ereilt. Man mußte die Wohnung gewaltsam aufbrechen Kaudetzky hatte in der einen Hand einen Pinsel, in der anderen eine Geige, die er bestrichen hatte, fest umkrampü. Dt. Werner Morokutti Wertvolle Neuerwerbungen der Wiener Stadtbibliothek. In den letzten Monaten hat die Wiener Stadtbibliothek ihren Beständen wieder interessante Handschriften, Musikhandschriften und Notendrucke einverleiben können, so das 117 Großquartseiten umfassende eigenhändige Manuskript des Wallen-steinromanes »Der Friedländer« von Friedrich Schreyvogel oder einen Brief Erwin Guido Kolbenheyers, der über die innigen Beziehungen des Dichter« zu Wies Aufschluß gibt. Unter einer Anzahl von Karten bekannter Wiener Persön lichkeiten Ist vor allem eine aus dem Jahre 1899 stammende erwähnenswert die die Unterschriften Schönerer« unrl sämtlicher damals in Wien wirkender bedeutenden Schönerianer trägt Die Wiener Staafsoper Zum 7SJ