MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES YaflM mi4 Sckrlftlcituaf Marburt •. 4. Dm, ladyaiM Ni. • P«ranili Nr. )S-67, 2S-M, IS-M. Ab tt Uhr (tigllo- auB«« Samstag) lal dl« ScbrIfUaltuiig aut auf Parnm' Nr. n-S7 arralrhLai Dovarlangta Zuichrtftan wardan bIcK tUckgaacsdt. M ataitUcbaa Anfragan tat daa Mckpert *«rb«lehlsb«b«r der aevea I. Armee SV d«B Japanern llbargelreten Domei weist in einem weiteren Bericht von der vordersten Front in der nordchinesischen Provinz Schansi auf die Bedeutung der Vernichtung der 24. Heeresgruppe Tschungkings in f)ord-ehina hin. Der Oberbefehlshaber der neuen 5. Armee und einige hundert Offiziere seien zn den Japanern übergetreten. Hierdurch sei die Moral der feindlichen Truppen, die ohnehin bereits sehr gesunken sei, weiter herabgemindert worden. Die japanischen Operationen haben nicht nur auf militärischem, sondern auch auf politischem Gebiet große Be- Gruss der Nationen Telegramm Wechsel zwischen dem Ffihrer und dem Tenno zum 1. Mai Berlin, 1. Mai hat zum I. Mai an den folgende Telegramm ge- Der Tenno Führer das richtet: »Es ist mir eine Freude, Eurer Exzellenz anläßlich des nationalen Feiertages des Reiches meine wärmsten Glückwünsche mit meinen aufrichtigen Wün-schen!^ die Ich Euer für Ihr persönliches Wohlergehen und für das Gedeihen Ihres Landes hege, zu übermitteln. Bei dieser günstigen Gelegenheit möchte ich Eurer Exzellenz meine wärmsten Wünsche für den Erfolg Ihrer tapferen Armeen und gleichzeitig meinen festen Entschluß, unseren gemeinsamen Feind zu vernichten, zum Ausdruck bringen. gez Hirohito.« Der Führer hat hierauf wie folgt geantwortet: * »Eure Majestät bitte Ich, für die mir zum nationalen Feiertag des deutschen Volkes übermittelten Glückwüsche meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen Mit Eurer Majebtät eins in dem unerschütterlichen Entschluß, den gemeinsamen Feind zu vernichten und durch unseren Sieg eine gerechte Ordnung der Welt und einen dauernden Frieden zu erreichen, erwidere ich sie mit meinen aufrichtigen Wünschen für das persönliche Wohlergehen Eurer Ma|estät_unfl einer glücklichen Zukunft der tapferen japanischen Nation. Gez.; Adolf Hitler.« m ■M? M-PK-Zalckaunt Friti Fr^cdal (Seh) So sank der USA-Flugzeugträger »Ranger« Von Tier Torpedos des Unterseebootes des KapltÄnleutnants Otto von Bülow gelroiiaa, sank der 14S00 Tonnen große USA-FlugxeugtrAgei: »Ranger« in die Tiefe des Atlantik Auch zahlreiche ausländische Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Staatsmänner haben dem Führer mit in herzlichen Worten gehaltenen Telegrammen zum nationalen Feiertag des deutschen Volkes Glückwünsche und Grüße übermittelt. Die in Berlin beglaubigten ausländischen Vertreter brachten durch Eintragung in das in der Präsidialkanzlei des Führers ausgelegte Besuchbucb ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker zum Ausdruck. deutimg, daß die nadi Millionen zählende, In dea Grenzgebieten' von Honan, Hupeh und Schansi wohnende Be-völkenmg mit der nationalchinesiachen Reglenmg sympatislert. Im westlichen Teil der chinesischen Provinz Hupeh gelang es japanischen Truppenverbänden. eine 15 000 Mann starke kommunistische Truppe einzuschließen. Die Japaner besetzten 23 feindliche Stützpunkte. Im Rahmen der Säuberungsaktionen in Nordchina nahmen japanische Truppen am 30. April den letzten feindlichen Stützpunkt der 27. Tschungking-Armee ein. über 1000 Gefallene wurden ge zählt. 46 USA-Plagzeage zerstört Wie das kaiserliche Hauptquartier bekanntgibt, hat die japanische Armee-luftwaffe am 26. und 2C April die USA-Luftbasis in Yuenranyeh in der südchinesischen Provinz Yuennan angegriffen und fünf Feindmaschinen im Luftkampf abgeschossen sowie 41 am Boden zerstört. An den militärischen Einrichtungen wurde schwerer Schaden angerichtet. Die Japaner verloren nur zwei Flugzeuge. Schwere Tschungking-Verlaste In SUd-Schansl Das kaiserliche Hauptquartier gibt zu den Operationen, die von Mitte April bis zum 28. April in den Grenzgebieten der chinesischen Provinzen Schansi und Honan bzw. Schansi und Hupa gegen etwa 93 000 Tschungking-Streitkräfte durchgeführt wurden, folgendes Ergebnis bekannt: Feindverluste 5000 Tote, 7600 Gefangene — einschließlich General Sun Tienying, des Befehlshabers der neuorganisierten 5. Armee — sowie 19 Geschütze und 200 Maschinengewehre. Sowjetische Bomben auf Karlskrona Neue Nentratitits-iEcrletziiii^ durch bolschewistische und britische Flugzeuge Osterfeiertag hat die schwedische Gesandtschaft auch m London um schleunige Untersuchung ersucht. Die oppositionelle »Dags Posten« stellt fest, daß die jetzige Neutralitätsverletzung gerade dadurch besonders ernst werde, da es sich nicht um die erste Ihrer Art handelt. Sie fordert daher den Einsatz von Jagdflugzeugen. Wozu sei eigentlich die schwedische Jagdwaff^ aufgebaut worden, so fragt es, werm nicht ^u dem Zweck, das Land aus dem Kriege herauszuhalten. In englischen Meldungen ,ist die Rede von »bereith praktisch gewordener Zusammenarbeit zwischen der englischen Luftwaffe und den Sowjets«. Ferner werden aber indirekt Drohungen gegen Schweden laut weil schwedische Flak teilweise in Wirksamkeit gewesen sei. Die eng tischen »Fragen« haben nur einen be stimmten politischen Charakter: sie bilden, genau wie die Bomben gegen Karlskrona, eine Fortsetzung in dem Pressionsfeldzug der angelsächsisch-sowjetischen Liga gegen Schweden, der seit Wochen eine besondere Intensität angenommen hat. Stockholm, 2. Mal Die Luftabwehrabteilung des Verteidigungsstabes gibt eine Mltteilimg heraus, nach der in der Nacht zum Donnerstag ein voh Osten einfliegendes fremdes Flugzeug im SchArengebiet von Karlskrona zunächst Leuchtbomben und anschließend einige Sprengbomben auf den südlichen Teil der Insel Verkoe abwarf. Bei der nun abgeschlossenen Untersuchung von Bombensplittern durch den schwedischen Wehrmachtstab stellte es sich, wie die Luftabwehrabteilung des schwedischen Wehrmachtstabes bekanntgibt, heraus, daß zwei Teile von ;wei verschiedenen Splitterbomben Aufschrif ten in russischer Sprache trugen. Gefim-dene Reste einer Brandbombe zeigen, daß es sich um einen russischen Typ handelt Das schwedische Außenministerium gibt hierzu bekannt, daß die schwedische Gesandtsrhaft In Kuibischew angewiesen wurde, im Namen der schwedischen Regierung wegen der Dberfllegung schwedischen Gebietes zu protestleren. Aus Anlaß der Uberfliegung Mittel- und Westschwedens durch »nosländlsche Flugzeuge« In der Nacht zum zweiten Können die USA Handelskrieg führen? Von Konteradmiral a. D. Tägert >Die Politik des Präsidenten Rooscvclt eilt der amerikanischen Flotte um 100*/« voraus.« So erklärte vor einigen Jahren ein amerikanischer Admiral beim Besuch seines Geschwaders in Australien. Die bisha-riiten Maßnahmen der Vereinigten Staaten liefen Japan zei((ten, daß diese Ba-urteilunfj auch jetzt noch jjilt. »Wir werden im Pazifik die Japaner zum Angriff Kwin){en«, hatte Roosevelt noch im Januar erklärt. Anjicgriffen haben die Japaner, aber der ErfoljJ war j{anz anders, all man von amerikanischer Seite erwartet hatt«. Die Kämpfe im Sfidwestpazifik haben In den Schlachten im Korallenmeer, bei d«n Salomonen und der Rennetl-Inscl den Amerikanern nach japanischen AnKaben allein an Total Verlusten nicht weniger ab sechs Schlachtschiffe, vier Flu^seu^träter, 34 Kreuzer, 21 Zerstörer und etwa 12 U-Boote (gekostet. Rechnet man die schweren Verluste hinzu, welche die «inst so mächtige amerikanische Pazifikflotte ({leich bei Beginn des Kricfies durch den japanischen Überfall auf Pearl Harbour erlitt, so bleiben kaum noch nenncniwarla Seestreitkräfte übrif2, j{ei{enfiber «tner Japanischen Schlachtflotte, die in wsaenl-lichen intakt ist. Es ist also rerstindlieh, dafl ssaa «kii auf amerikanischer Seite zu einer besehei-deneren Art von SeekriejfQhmnl aal* schließt. »Die amerikanische Kriegsmarina wird jetzt mit allen Kräften den Handelskrieg ge{{en die japanisch« Schiffahrt aufnehmen«, hat der Marineminister Knox erklärt. Bisher wurde, ganz besonders auch im U-Boot-Krieg, die Überraschung als ein besonders wichtiges Erfolgsmomant bewertet. Knox hat sich nüt seiner dienen Ansage nicht hieran gekehrt Daher kommt es wohl, daß man, obgleich die Ankündigung schon vor Wochen bekannt wurde, von besonderen Erfolgen der asuee Kriegsart noch wenig gehört hat. Die Verwendung der U-Boote, dieser »Waffe dar Schwächeren«, wie man sie drüben nennt, ist von den Amerikanern stwss geria|-sch&tzig behandelt worden. Daß mao A ausgiebig plante, zeigt die re^e Entwicklung, die das Unterseebootswesen in der amerikanischen Marine genommen hat. Die etwa 60 Boote, mit denen die Ver^ einigten Staaten zur Zeit rechnen können, haben eine Wasserverdrängung von 1100 bis 1475 t, starke Armierung und verfügen über Fahrtstrecken von 10 000 bis 14 000 Seemeilen. Dazu treten noch sechs U-Kreuzer von 2000 bis 2700 t, derea einer, »Argonaut«, bei den Kämpfen im tSüdwestpazifik als versenkt gemeldet wurde. Die Geschwindigkeit wird bei allea Einheiten mit 17 bis 18 Seemeilen angegeben. Stützpunkte in günstiger Entfernung von den japanischen Nachschul^ linien sind vorhanden. Aber große Schwierigkeiten wird es machen, diese letzteren richtig zu besetzen Die japanischen KA-stengewässer dürften stark gesichert sein, und außerhalb von ihnen sind die möglichen Reiserouten so mannigfach, daB ein svstematisches Absuchen bei den großen Entfernungen wenig Aussicht aaf Erfolg bietet. Für die Operationen bleibt im srseent liehen übrig, daß man die U-Boots aaf die Nähe des Kampfgebietes konzentriert. Hier aber sind nun wieder, ganz besonders im Südwestpazifik, die navigatorischen Verhältnisse sehr ungünstig. Weite Scestrecken sind nur unvollkommen vermessen. Man behilft sich dort damit, daB man nach der F.irhe des Wassers navigiert. helle Streifen als Untiefen vermeidend, eine primitive Art, die nur bei Sonnenschein durchführbar ist. Ankern ist bei den manchmal sehr großen Wasser-tiefen oft auf weite Strecken ausgeschlossen, auf Grund-Legen der Boote wird bei den spitzen Korallenböden leicht gefährlich, DaZu kommen wenig erforschte oft ganz unvermutete starke StrSmungen. Die Rudeltaktik, mit der wir so groAs Erfolge haben, wird in diesen unsicheren Gewässern kaum anwendbar sein. Der ganze U-Boot-Krieg wird ein sorgflltiges Netz von Bcobachtungs- und Nachrichtenstationen brauchen, und ob sich diese einrichten lassen, scheint bei der eingehend durchdachten Verteilung der japanischen Stützpunkte zweifelhaft. Die Vereinigten Staaten sind eben mr See die Schwächeren geworden. Wenn sie den ursprünglich beabsichtigten Kampf um die Seemacht verschieben wollen, bis ihre Schlachtflotte die Verluste wieder aufgefüllt hat, so werden sie dulden müssen, daß die Japaner ihre Eroberungen immer weiter ausbauen und dadurch die spätere amerikanisthe Offensire imncr schwieriger wird. Die Japaner aber können der angekündigten Bedrohung mit dem Handelskrieg in Ruhe entgegensehen Ihr Schiffbauprogramm ist entstehenden Verlusten durchaus gewachsen Ihr» größte Schiffahrtsgesellschaft, die »Nip-pon Yusen Kaisha , die mit etwa 100 Schiffen von 70 000 brt eine der bedeutendsten Reedereien der Welt bildet, weist in ihrem kürzlich veröffentlichten neuen Geschäftsbericht einen erheblichen Rein-(tfwinn auf und ätißert sich hoffnungsvoll über die weitcru Vurkchrsuntwicklung, be- Seite 2 * Nr. 123 * 3. *Wi r!An!:uncER zeitui:^ •oodcn auch die nach äein Südwestpazifik. Ein halbamtliche* Unternehmen — die cni^iische Üezeichnucg lautet >Ea»t Sea Trantport Company« — ist mit einem Kapital ron IPO M'll' open Yen Jui eine n. .k Grundlage (gestellt word. n Sc n«r THl.jJ-Vrrit umfaßt auch den Veikt.hr nach den Siidseeländcrn und wurde ebenfalls rcc'it günstig beurteilt Die japanische Handcli-sohiffahrt fühlt sich oMcnhar sitlier unter dem starken Schuir einer Ki legsfloltc, die einen mächti){en Ce^^ner rarvTi!2i1 des Slabchcfs Lutze Brrlm, 2. M li Der Stdbschpf dpr SA, Viktor Lut/e, *'urde am 1 Mai nnchmittag auf dji Rückkehr von ejior Dienstreise in dor Ncihe von Potsdam boi einem Kraftwa geiiunloii schwer verletzt. Der Führer, der sich sofort über den Unfall Bericht erstatten ließ, hat Stabschef Lut7c telegraphisch die besten Wünsche tüi eine bdluige Genesung übermittelt. Eichenlaubttäger Hauptmann Wolfgang Tonne starb den Fliegertod Berlin. 2 Mai Den Flietjertod starb in Tunesien Hauptmann Wolfgang Tonne, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader und Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub. Tapfer und kühn wie er ijptner war, errang er weiterhin Sieg auf Sieg, bis ihn unbesiegt Tom Feinde, der Fliegertod dahinraffte, ein schwerer Verlust, aber unvergessen für immer und ein Vorbild allen jungen Kameraden, die in seinem Geiste weiterkämpfen. Rflckgabe des von den Bolschewisten geraubten Eigentums an estnische Haus- beiitzer. Im Rahmen einer Kundgebung in Reval, wurde im Zug der Privatisierung Im Estlr^nd eine Reihe estnischer Hausbesitzer das ihnen vom Bolschewismus geraubte Privateigentum zurückgegeben. General Pranco besucht SUdspanlen. Gensrai Fr'inco ist am Samstagvorroittaq nach Sfldspanien abgereist und traf am nachmittag m Cordoba ein. Terrorangriffe teuer bezahlt Criten verloren in z?ho Nächten 233 Bomber und 1600 Mann Fluifpersooal — Der »Erlolfj« der Mordbrenner: Zerstört« Wohnviertel, Krankenhäuser und Kircbcn Berlin, 2. Mai D e hriHst hen Bombenangriffe gege; ids Ke tli,.r|el)iet richteten sich im Laufe es Moiials April fast ausächÜePlich geqe 1 r dciitschj Ziviibevölkerug D e^ü Tal arlie wird Lesonders klar und anschau < h I;ri e ner rückblickenden Betrach jnci iibor die Schäden, die in den zehi .piilniicliion. in denen die Briten da .pichsqoblot angriffen, entstanden. Ne ^11 vir pn H'indprton von Wohnhäu cm wLi ("an im Voilaul dieser Terroi tnfiui e vor alloui Krankonheiusei, Ld iirllr snwie Zcihlreirbe Kirchen un> ndere Knltursttitlen zerstört. Allein n incr Nnrlit wurden in einer Stadt zwe .ir(hr>n uprt zwei Krankenhäuser Sthwe |6troff(?n. Dei Bevölkerung der ange ji'iffeneii Gebiete wurde schwere« Leit nqoluqt Nach einwandfreien deutschen Fest Icllungen büi'Ue der Feind nur übr lern Reichsgebiet in diesen zehn Nach on mindestes 233 Bombenflugzeug n. über 80 Prozent dieser vernichte en feindlichen Flugzeuge waren vier iiotorige Bomber. Zur Herstellung ei ;es solchen Bombers sind annähernr' 00 000 Arbeitsstunden notwendig. Au ler dem Material- und Arbeitsverlus ''ndenfef die E''nVinR'» von 23'^ mehr mntorigen Feindbombern noch den Ausfall von 1600 Mann langjährig usgebildeter Flugzeugbesatzungen. Die von deutscher Seite festgestellte Vhschüsse umfassen aber noch nich las gesamte Ausmaß der von den Bri 'en in Wirklichkeit erlittenen Verluste denn infolge der durch Flaktreffer unr' N^ichtjägerbesrhuß erlittenen Peschädi jungen gingen auf dem Rückflug noch zahlreiche weitere Maschinen über dem Meer oder der englischen Insel verlo en, die de» deutschen Beobachtung entzogen sind. Aber selbst wenn man diese für uns nicht kontrollierbaren feindli-, "hen Ausfalle unbeachtet läßt, so bedeutet doch die Vernichtung von 233 Bombern, das sind etwa drei kriegsstarke Luftgeschwader mit Maschinen und Personal, einen Aderlaß, den dir britische Luftwaffe nicht ohne ernste Auswirkungen verschmerzen kann. Den Beweis dafür, wie empfindlich di' britische Luftwaffe durch diese in zehn Nächten im April erlittenen Verluste getroffen worden war, liefern zahl- reiche britische Pressestinvnen die sogar davon sprechen, daß die wachsenden Verlustziffern die Produktion zu iibersteiqen beginnen Au Jeden Fall wird in der britischen öffentlichke t rnmi^T häufige eine Frage laut, ob die krtegsmäßig zumindest sehr zweifelhal-en Erfolge diese« näditlichen Bomben Krieges überhaupt die hohen und stän-Ug steigenden Verluste rechtfertigten. Bomben tm Notwuri ausgelöst Im Laufe des 1 Mai errangen unsere 'äger und Flakartilleristen an der wesl-ranzösischen und an der norwegischen vüste besondere Erfolge. Bei derAi)vseh tarker britischer und nordamerikani eher Bomber- und Torpedoflugzeugver '>ände, Sie schössen nach blshedgen Meldungen 23 der angreifenden Plug-euge ab während nur ein eigenes Jagd 'lugzeug in den schweren LuftkAmpfen verloren ging. Bei beiden Vorstößen bekämpfte unsere • Luftverteidigung die cindltchen Verbände so wirkungsvoll daß sie ihre Bomben und Torpedos xneisi im Notwurf auslösten und über See zu -•ntkommen veruchten. Britische Mordbrennerei bereits 1937 geplant Zum Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung verweist »Peking Chronicle« luf die Reuter-Erklärung, daß dies^ Art ler Luftkriegführung bereits 1937 geplant worden sei und GroBbritannien von jeder anderen Nation an die Konstruktion schwerer Bomben zu diesem ^weck herangetreten tei Wo bleibt die Ritterlichkeit? Erinnerung an die Greueltaten in Ostasien Tokio, 2. Mai Tomokazu Hori, der Sprecher des In-formationsamtes, erinnerte an der »brutalen« Fliegerangriff amerikanischer Heeresluftstreitkräfte auf Japan vor einem Jahr, der, so betonte er, erkennen iieß, daß die USA von Furcht befallen ieien und zu dieser Art des Angriffs gegriffen habe, um die Moral des japanischen Volkes durch Terroriirous zu erschüttern. Er stellte fest, daß »die britische Methode« des Angriffs nur dazu geführt habe, den Entschluß des japani sehen Volkes, den Krieg bis un End- „Erst Freiheit, dann Projekte" /«rabische Antwort ge|{en Englands Spiel und die USA-Einflüsse nach Kairo 'Bagdad zustellen — was inzwischen geschah — erfolgte aus propagajidistd-schen Gründen zur Bo-einflussung dar arabischen Öffentlichkeit, da Nuri es Said den ägyptischen Vorschlägen schon vorher grundsätzlich zugestimmt hatte. Nachdem in den vergangenen Wochen von britischer Seite immer wieder für die Hinberufung einer arabischen Konferenz agitiert worden war, wird diese Propagandanote für den Besuch Nuri es Saids in Kairo diesmal nicht betont. Augenscheinlich haben sicti nach britischer Ansicht die Verhältnisse in verschiedenen arabischen Ländern — daiunter vor allem Syrien — rvicht gebessert. so daß die britische Nahost-Politik jetzt nur ungern Diskussionen auf einer deratigen Konferenz sehen wüide, bei denen trotz aller Sicherheitsmaßnahmen Kritik an der britischen Nahost-Politik nicht zu vermeiden wäre. Um bei den Vorbesprechungen sicher zu gehen, sind nach dem Plan Nahas-Pa-schas vorerst Syrien, Palästina und der Libanon ausgeschlossen, deren Teilnahme jm arabischen Zusammenschluß einer zweiten Phasen.» vorbehalten wäre Diese Planung geschieht in der Absicht, oppositionelle arabische Stinunen von vornherein aus7usrhließen. Was auf den Besprechungen In Kairo zu erwarten ist, hat der britische Nahost-Minister Casey mit der Erklärung vorweggenommen, daß Nuri es Said die Rom, 2. Mai Das bisher an theoretischen Erörterungen ebenso reiche wie an konkreten Tatsachen arme Projekt eines engeren Zusammenschlusses der sogenannten selbstäadigen arabischen Staaten zu einer arabischen Staatenkonföderation auf der Grundlage mehrseitiger Verträge nimmt mit der Reise des irakischen Ministerpräsidenten Nuri es Said nach Kairo erstmalig eine gegen-itändUchere Form aa. Es handelt sich bei den in Kairo geplanten Besprechungen zwischen dem ägyptischen Ministerpräsidenten Nahas Pascha und Nuri es Said, zu denen weitere England genehme arabische Politiker gebeten werden sollen, jedoch nur um tastende Vorver-sucha zur Prüfung gewisser von dem ägyptischen Ministerpräsidenten ausgearbeiteter unverbindlicher Pläne Die Raise Nuri es Sai<;s nach Kairo stellt dabed nur wenig mehr vor als ein vor dar arabischen Welt aufgplührtes Schauspiel zur Fortsetzung der von Ägypten in Sachen eines arabischen Zusammenschlusses seit länger, m ergriffenen Initiative Nuri es Said wurde sich mit Nahas Pascha über die Präliminarien des »a»-ab»schen« Zusammenschlusses bereits anläßlich seines letzten Aufenthaltes in Kairo einig. Die damals von ihm geäußerte Bitte, die Kairoer Regierung möge die Vorschläge schriftlich ausarbeiten und sie der Regierung in Schlüsselstellung im Sfiden der Ostfront Zwischen Asowschem und Schwarzem Meer erstreckt sich )enei südlichste Frontabschnitt der deutschen Ostfront der seit Monaten unter dei Bezeichnung »Kuban-Brückenkopf« als Schauplatz heftiger Abwehrkämpfe gi!gen den bolsche-Wistisciien Angreifer genannt worden ist Dieser Brückenkopf im äußersten Nordwestkaukasus, der sich in seiner Abwehr auf das versumpfte Niederungsgelände des Kuban, auf die zahlreichen Wassprläufe und linken N»>hpnarroe dieses Flusses vor seinem Delta und im Süden auf den Eckpfeiler Noworossijsk stützt, besitzt rückwärtige Frontverbindung über die Straß« von Kertsch mit der Krim Im nordwestkaukasischen Gebiet des Feindes bildet er einen Unruheherd, gegen den die bolschewistische A SOWSCH £5 M ££ R Afschujetr ^Timoschfwy XAMAN vjvorossisk'': f Oschvts katlei Dchn«n-Dicn(l Heeresführung seit längerem mit erbitterten Masseneinsätzen vergeblich angreifen läßt. Während sich die ersten verlustreichen Vorstöße der Sowjets Ende März gegen die sumpfige Norciiront des Ku-ban-Brückenkopfes richteten, erfolgte Ihr Angriff zu Beginn und bis in die Mitte des April gegen die östlichen und süd-öslliciien Abwehrstellungen der deutschen Truppen, und zwar im Raum von Krymskajd bei stärkstem Panzer- und Schlachtfliegereinsatz. Seit dem 17. April verschob sich das Schwergewicht der Kämpfe dann in den Südraum von Noworossijsk. In allen diesn harten Kmpfeswochen haben sowohl unsere Erdtruppen als auch unsere Luftstreitkräfte dem angreifenden Feind, wie wir an Hand der Wehrmachtberichte verfolgen konnten, schwerste Verluste an Menschen und Material zugefügt. Der starke Einsatz pder deutschen Luftwaffe kommt nicht nur in unmittelbar unterstiitzender Funktion der kämpfenden Erdtruppe, sonciern auch im vernichtenden Kampf gegen den feirbdlichen Nachschub zur See und über die unteren Kuban führenden Eisenbahnlinien sowie gegen seine Marinestützpunkte im Schwarzen Meer zur Wirkung. Auch für die im Schwarzen Meer stationierten leichten deutschen und italienischen Seestreitkräfte haben sich zahlreiche erfolgreiche Angriffsmöglichkeiten gegen den Transportverkehr der Sowjets ergeben. Welchen Einsatz an Waffen der Feind im Kampfgelände von Noworossijsk konzentriert, Ist aus der hohen Verlustzahl an Flugzeugen erkennbar geworden. die er in den letzten Wochen über diesem Kampfraum eingehüllt hat. Nuri es Saids Schaarcis« stlrkst« Stfitz« dar britisdaeo Orient- poliLik »ed. In diesem Sinne fördert London die Pläne zu einem »arabischen« Zusammenschluß, der als Riegel gegen eine weitere Ausbreitung des Einflusses der USA im NalMti Osten wirken soll. Eine erste von' England unbeeinflußt« arabische Stellungnahme Uegt la diesem Zusammenhang von dem Führer der in Ägypten leberiden arabischen Patrioten des Libanon vor, der die Araber seines Vaterlandes auffordert, gegen liches Projekt der sogenannten panarabischen Union vorzugehen, da ctte Araber des Libanon keiner derartigen Union, sondern, wie er sagte, der »vor allem absoluten und uneingeschränkten poUti-v sehen Unabhängigkeit des Libanon bedürfen«. Auch die Haltung der natiooa-len Bewegung Syriens ist in diesem Sinne gegen das Projekt gerichtet. Die Verjudung des Libanon Antakya, l.Mai Die Verjudung de« Libanon ist bereits so weit fortgeschritten, daß die öffentlichen Ämter in Libanon aus Anlaß d« jüdischen Passah-Festes geschlossen waren. sieg weiterzuführen. zu verstärken »Durch die unterschiedlose Bombardie rung und Beschiel^ung unschuldige NichlkSmpfer und spielender Schulkir ier«, so sagte Hori u, a., »hiben dies Flieger die Illusion der durch die Agi Lation immer wieder herausgestellter USA-Moral und -Ritterlichkeit völlii vernichtet.« Hori erinnerte dann an die von Feinde seit Beginn des Krieges began genen Greueltaten, von denen er ak Beispiel den Massenmord unschuldige) japanischer Bürger in Java beim Begin; des Krieges erwähnte, das überfahrei verwundeter japanischer Soldaten ir Guadalcanar mit einer Dampfwalze Massen^rschießungen unbewaffneter Japaner in einem neuseeländischen Gefan genenlager, die unentschuldbaren Tagesangriffe auf deutlich bezeichnete La-:arettschiffe und die unterschiedlose Bombardierung bewohnter Viertel ih furma. Kinder mußten ihr eigenes Grab schaufeln t JOdlsch« Sowjetkommlssar« «artem Frauen und Kinder Pleskau, 2. Mai Ober bestialisch« Grausa^eltcn jOdi-Bcber Kommissare an Frauen und Kindern der «inheimischcn Bevölk«run|( b«-richt«t di« im Ostland «rschcinendc Z«i-tung >Sa Rodinu« am 23. M&rx. Selbst Kinder und alt« Frauen, so meldet das Blatt, war«B d«n t«ufUsch«n Greucltat«n der Sowjet« ausgeliefert. Ein Flflchtling, der sich aus einem Dorf in der Nlh« von Charkow nach tag«lang«r Flucht ra den deutschan Trupp«n durchschlagen könnt«, beriehtet von satanischen Bestialititen der Bolschewistce. Kaum waren di« Sowjets in ihr Dorf gerflckt, da wurden sogenannte »Vern«hmung«n« d«r Zivilb«vfilk«rung durchg«fQhrt Ein« alt« Fra«, di« fflr dcutsclM Soldaten Wisch« jfewaschen hatt«, wvrd« sur Straf« am Tflrpfostcn ihr«« Haus«« «rhingt. Ein«ai Bauern, so beriehtat «Sa Rodinu« w«it«r, d«r ein Schwcin an di« d«utschen Soldat«e verkauft«, wurden erst di« Hind« abge«chlag«n, dann wurd« «r durch Bajonettstich« in den Leib und im di« Brust getßtct. Mehrere Kinder, von denen behauptet wurde, daß sie sich mit deutschen Soldaten unterhalten bitten, muB* ten sich ihr Grab in der hart g«fror«n«n Erd« s«Ib«r back«n und wurden dann von dem JIdischen Kommissar mit der Pistole erschossen. Dies« Grub«, in d«r di« nur schw«r v«rl«tzt«n Kinder lag«n, sollt« nun wi«d«r zug«schfltt«t w«rdcn. Ein Rotarmist, d«r di« Kind«r durch einen »Gna-denschufi« von ihren Qualen befreien wollt«, wurde daraufhin von dem jüdischen Kommissar mit, einem Säbel als »Verriter« niedergeschlagen. , In der Ausgabe vom 22. April meldet »Sa Rodinu«. »Wihrend der deutschen Gegenoffensive auf Charkow geriet eine Gruppe Rotarmistan in Gefangenschaft, di« aufschluSreiche Angaben Ober die Methoden der jüdischen Kommissare geben konnten, mit denen diese die Bolschewisten zum Widerstand antrieben. Die Gruppe, der auch die Gefangenen ange-hßrten, war unter Führung eines jfidi-sohen Kommissars von ihrem Verbände abg«spr«ngt und von den deutschen Soldaten umzingelt worden. Die Bolschswi-sten wollten sich ergeben, da sie die Zwecklosigkeit des Kampfes einsahen. Als der ^disch« Kommissar diese Absicht bemerkte, warf er plßtzlich mehrere Handgranaten in die ahnungslos in Grap^n zusammenstehenden Rotarmisten. Der größte Teil von ihnen wurde gefßtet. Um ihr Leben «u retten, erschlugen daraufhin die überlebenden Bolschewisten den jüdischen Kommissar und liefen su den deutschen Truppen über. Kostenlos um die herrliche Erde Mit Reisebüro Intelllgence Service Madrid, 2. Mai Seereisen dürfen heute in Anbetracht 1er Umstände einige Schwicrij^eiten oiit >ich brinifen Nun es .ein Mittel, um •'anz kostenlos einmal andere Gegenden .iieser herrlichen Erde kennenzulernen Man braucht nur etwas nach 5. Koipnne luszusehen, schon hat einen der allgegenwärtige Intelligence Service arn Kragen, und schob gehts los' Ein Spanier allerdings, der für eine argentirtische Textil-(irma vor einiger Zeit am Karibischen Meer herumreiste, mochte alles andere im Kopf haben als eine Seereise auf Kosten Seiner britischen Majestät. Das konnte nber . die vorsichtigen Engl&nd^ ' nicht kümmern. Sie schnappten ihn, und ehe er sichs versah, saß er als »gefährlicher Spion« in Südafrika hinter demselben Sta-cneldraht, der einst Frauen und Kinder der Buren schützend beherbergte. — Ein Weilchen dauerte es, bis man in London dahinter kam, daß man an den Falschen geraten war. Freilich, ein Spanier am Karibischen Meer, einem der sich«rst«n. Te-deateiche der plutokratischen Flotten — wer sollt« da nicht V«rdacbt scköpfaoi — Offenbar war die Angelegenheit wn Londoner Herren recht peinlich, und Mi der exakten Arbeit der Agenten eines noeh exakteren Abschluß su geben, «rbot man sich, den Reisenden nach einem beliebigen Ort der Welt zu befördern. iW Mann hatte aber genug von britiseber Gaal-fr«undliohkeit, er Uaß sieh auf sobMllstam Wege nach Argentinien rarückbriaieaf we er wohl noch darüber nachdenkt, wi« man es wohl anstellen muß, um als SfMaie« an Karibi«eh«n Meer nicht als Spien «eriiai-tet su werden. Kurze Ntichrichten H«nog rom CoBMegkt jwtuifct«. BIb naher Verwandter dm so^JMdtaohaa Königshauses, dar Henog von CoB-naught, starb, wie Reuter aus Ottawa meldet, ganz unerwartet wihraod «ines Besuches in Paiaet de« G«oeraH}aiiver-neurs Graf voa Athlone. Der Heraog ist 1914 geboren. Pflr seinan Titel M kein Erbe vorhanden, ba Alter Ton 85 Jahren verschied am Montag anflerdam der Herzog von Portland. Br gelt ale einer, der r«ichsten Minner Boglands. »% Analphabetea Im im «nglliciieB Armee. Di« engUach«B Militirb^teden haben einer LondoMr Mekking de« »Svenska Dagbladetc zufolge liamUch« Sorgen mit den »Kriegsanalphebetan«, für die Jetst die Binrichtiing von Spe-sialkurs«B geplant wird. Dtesa Analphabeten, die weder I—tan da sind, mit Uiren Angehörigen su korraapondleren, noch sich das Gedankengut atniacher Bücher zueigen zu mactifln, sollen in den ' «nglischian * Tnippanverbinden 3 % ausmachen. Diaae triurigar Erscheinung In einaasT angebllcfa so hbch-kultivierten Land wird damit tMgiündet, daß viele dieser jetzt 17jihiigen Jtag-linge im Alter von 13 Jahren des Lesens und Schreiben« kundig gewesen seien, es aber im Laufe vierjihriger In-tesislver Kriega^eit Ito Psbrikaii und dergl. vergessen bitten. Wer lacht da nichtl Bergarbeiterstreik la den USA. Nack Meldungen aus Washington Ist !■ den Vereinigten Staaten von' Afloarlka ein Bergarbeiterstreik größten Auamaßaa ausgebrochen. Rund eine halbe Million Bergarbeiter sind bisher wegen Lohn-Streitigkeiten in den Ausstand getreten. Die Plutokratenregierung Roosevelt hat daraufhin sofort die bestreikten Gruben beschlagnahmen lassen und dl« Anordnung erteilt, daß auch bei den Kohlenbergwerken, in denen der Ausbruch e^ nes Streiks zu befürchten steht, In ihn-licher Weise vorgegangen werden soll. Strassen der Panik Unermfidlich ]{reUen deutsch« Ji^er Im Tlefflag an « In Tuneeien, im Mai 1943 »The Messersciunitt-Streets€ — diesen Ausdruck haben die Gegner selbst geprägt, und er ist jenseits der Frontlinien in Tunesien zum festen Begriff geworden! »The Messerschmitt-Streets« — mit Unbehagen, ja — mit leichtem Schaudern sprechen die Engländer von Ihnra, wie wir von den Gefengenen immer'Wieder bestätigt hören. »The Messerschmitt-Stree^s« — das sind die Straßen und Wege der BnglÄn-der und Amerikaner, die zu den vorderen Frontabscliriitteh führen und im steten Angriffsfeuer deutscher Tiefflieger liegen. Immer wieder starten unsere Jäger, sobald es die Wetterlage nur einigermaßen zuläßt, 7ura Angriff auf feint«< Jagdflieger weiter, »da konnta loh dan Eriolg unseres Angriff« etat rickttg ar-messen und den Spaden la sai^fr vollen Größe übersehen, der dam Gegnor durch den ersten Angriff unaairar Flugzeuge eyitstanden wer! Überall braontea und qualmten Fahrzeuge, di« die Straß« nunmehr verstopfteni Soldaten waren dabei, sie von der, Straße weg In den Graben zu kippen oder aufs freie Feld zu schieben. Zum zweiten Mal fegten wir über sie hinweg, zum zweiten Mai spielten sich vor unseren Augen unvergeßliche Bilder der Panik abl Die Vierlings-MG.'s ihrer Abwehr, die teils auf ihren Fahrzeugen aufgebaut waren, kamen wohl zum größtan Teil garnicht zu Schuß — wenigsten« konnte ich es bei dieser Geschwindigkeit nicht beobachten — möglicherweise söhossen sie nach, ich "weiß es nicht. Jedenfalls — was wir hinter uns ließen, ww ®lne Straße, gekennzeichnet von Schrecken, Trümmern und Qualm. Währemi der augenblicklichen harten Abwehrkämpfe im tunesischer Kampfraum richtet sich der Schwerpunkt der deutschen Luftangriffe wie immer wieder aus d<^m Wehrmachtsbericht zu entnehmen ist — gegen feindliche Truppenansammlungen und Marschkolonnen. Und so ist manche weitere Straße des Clegners zur »Messerschmitt-Street« geworden. ' Kriegsberichter Harold Wachsmuth, PK Druck u. Vnilag Marbiitqei Verlaqt- u. Druckerel-a«i m, b. H — Verlan*leltunfl E(jon Baumqartner, Inuptsrhrlttteltunq Anlon G*r«rh«ck, i. Zt. in Jrlatib, »lollv I r.iiiplschrtfUplfnt Roberl Krnlterl. alle in Maiburq a. d Drnu. Badtjasse 6 £uf Zeil tUr Anreigpn dl« Prelgllitn Nr 3 vom 10 Apnl 1043 tjtilUfl Autlall Her Lieferiitiq dnt fllallp li«i hohorur Gowalt oder nptrieb8»liirung jlUt sciiion Anbjiruch 'iiif Rlirkzahtung dei Be^ugt-gelUui. MARBURGER ZEITUNG Montag, 3. Mai ♦ Nr. 123 * Seite 3 Heimatliche Rundschau Das Blütenwunder Wenn dM groß« BlütcDwundar de* Frühlings erst b«goDnea hat, hört der bunte Biüteiueigen viel« Wochen lang nicht auf. T&yhch erblühen jetzt an unterem Wege neu« Blumen, neue Blüten-bäum«. Schon schütteln die Obstbäume den weißeo Blütenschnee von den Zweigen, unstand (1935) rund 46,5 Millionen Besuche zu verzeichnen, davon allein im Jahre 1942 über 10 000 000. In dieser Zahl liegt eine Unsumme an Arbeit und edelstem Dienste am Volke. Viel junges und wertvolles Leben blieb durch diese Aufklärung und ärztliche Beratung erhalten. Auch den werdenden Müttern und Wöchnerinnen gilt die Sorge der NSV. Waren es im Jahre 1935 nur 174 000 junge Frauen die die Hilf* der NSV in Anspruch genommen hatten, so stieg diese Zahl im Jahre 1942 auf 510 677. Die Mflt-terverschickung stieg von 40 000 im Jahre 1934 auf 62 975 im Jahre 1942. Im vergangenen Jahre wurden auch t0 6.30 Kleinkinder und Säuglinge gemeinsam mit den MOtte/n auf Erholung geschickt. Die Gemeindepflegestationen, die vo" erfahrenen Schwestern geleitet werden, Entspannung für die Schaffenden Mai-Veranstaltungen im Kreis Marburg-Land Im Monat Mai finden im Rahmen des Steirischen Heimatbundes in den Ortsgruppen des Kreises Marburtf-Land zahlreich« Veranstaltuniien statt. Am 1 Mai gab du Musiktemcinschaft Windischiei-•triti in Gonobitz ein Unterhaltungskon-sert. Am 2. Mai {{elan^te in* Gonobitz ein •Heiterer Wiener Ahend« mit Walter SimmliB|«r zur Durchführung. Ferner wirkte (Tie Wiener Operettcnflingerin Lia Bayer mit. In Hohenmauten wurde am 2. Mai als Nachmittagsvorstellunjl »Der Seitensprung ins Paradies« aufgefflhrt. Das Steiriack« Landeatheater gibt am S, Mai in Mahrenberg als Abendvorstellung das E>rama *Der Bahnmeister« von Hermann Boßdorf. Das Stfick gelangt asi 6. Mai auch in Windischgraz als Ab«n<}-Vorstellung zur Aufführung. Am S. Mai spielt die Steirischc Volksbühne Graz in Pöltschach in einer Abendvorstellung den »Witwentröster« In Oonobitc gibt das Steirische Landestheater am 8. Mai den »Bahnmeister«. Hohlcnstein hat am 9 Mai in einer NachmittaiJsvorstcDuntf die Stci-fische Volksbühne Graz mit oem »Witwentröster« zu GaKt. Zu Ehren des großen steirischen Heimatdichters, dessen lOO, Geburtstag sich ari 31. Juli jihrt, werden Veranstaltungen unter dem Titel: »Heimatabend Petet Ro-segger« durchgeführt, und zwar am 16. in Mahrenberg, am 22 Mai in Win-dischfeistritz, am 23. Mai in Gonobitz und Witschein, am 29, Mai in Lorenzen und am 30 Mai in Windischgraz. Windi«ch|}raz hat am 11. Mai das Steirische Landcs-thcater mit dem »Bahnmeister«' zu Gast Die Liebhaberbühne Hohenmauten gastiert am 15. Mai mit dem »Seitensprung ins Paradies« in Mahrenberg. Die Steirische Volksbühne Gras spielt am 15 Mai in V'indischgraz das Lustspiel »Der Floh im Ohr«, Die Laienspielilemcinschaft HoUcn-st^fn spielt am 16. Mai in Gonobitz den »Helratskrieg«. Waldegg hat am 16 Mai nachmittag ein Blaskonzert unter dem Titel »Bunte KlÄnge*^, *Der Seitensprung fnr Paradies« wird am 23, Mai als Nachmittagsvorstellung von der Liebhaberhühnr Hohenmauten in Rast gegeben. Ein groBe^ RAD-Konzert mit Herma Handel-Wieder-bofer und Poldl Kern findet am 23. Mai in Windischgraz statt. In Hagau wird am 23. Mai in einer Nachmittag Vorstellung der »Heiratskrieg« von der Laienspielge-meinschaft Hohlenstein gespielt. Die Win-dischgrazer Liebhabcrhühne gastiert mit dem Singspiel »S'Nullerl« am 23. Mai in Mahrenberg. Am 29. Mai hat Gonobitz einen interessanten Vortrag, Es spricht Herr Altmann Ober das Thema »Ostasien«. Außerdem bringt die Liebhaberbühne Gonobitz im Laufe des Monats Mai in Pöltschach und Gonobitz das neu einstudierte Lustspiel »Die ansteckende G'suidheit* zur Aufführung. Eine Fülle von Veranstaltungen bietet somit auch in diesem Monat allen Schaffenden in fast allen Ortsgruppen des Kreises Erholung und Entspannung. sind seit dem Jahre 1934 unaufhörlich ausgebaut worden und betragen beute weit über 6000 Stationen mit über 7000 Schwestern Eine besonders starke Entwicklung haben die Kindertagesstätten der NSV seit dem Kriege zu verzeichnen. 1935 gab es im Reichsgebiet 1061 Dauerkin-dertagesstätten mit etwas über 42 000 verfügbaren Plätzen und insgesamt 1878 Fach- und Hilfskräften. 1939 waren es schon 8122 Dauerkindertagesstätten mit 374 516 Plätzen und 16149 Dauerkinder-tagesstätten mit 735 535 verfügbaren Plätzen und 48 432 Fach- und Hilfskräften gestiegen. Eine ähnlich starke En' Wicklung haben auch die Emtekinder-tagesstätten zu verzeichnen, die von 597 auf 9951 gestiegen sind. In der gleichen Zeit (1934—1942) sind die dort verfügbaren Plätze von 17 538 auf 293 969 und die Fach- und Hilfskräfte von 728 auf 15 177 angestiegen. Die Hilfskindertagesstätten, eine Einrichtung der NSV In der Kriegszeit, sind seit dem Jahre 1939 von 1949 auf 4799 mit 167 190 verfügbaren Plätzen auf 10 147 Fach- und Hilfskräften angewachsen. So hat die NSV bald auch in das kleinste deutsche Dorf ihre Rune gepflanzt. In der Jugcnderholungspflege hat die Vesschickung erholungsbedürftiger Kinder auf das Land einen breiten Ra'om. Gemeinsam mit der Reichszentrale »Landaufenthalt für Stadtkinder e, V.« hat die NSV seit dem Jahre 1933 über 10 000 000 deutsche Kinder zur Erholung auf das Land verschickt. Dazu kommen noch etwa 1,88 Millionen Kinder, die im Rahmen der erweiterten Kindorlanrlvcr-schickung Erholung gefunden haben und eine gewaltige Reihe von sozialen Einrichtungen. Was der Krieg auch noch bringen wird — die NSV wird dort sein, wohin ihr Gewissen sie ruft. Ob es sich darum dreht, Bombengeschädigten mit Rat und Tat beizustehen, ihnen nach schwerem Erleben wieder Mut und Daseinsbeja-hung zu geben oder verwundete Solda- ten zu betreuen, sie wird immer in Erscheinung treten, wenn sie gebraucht wird. Die Zahl ihrer Mitglieder ist von 3 7 20 000 im Jahre 1934 auf 16 894 000 gestiegen. Jeder selbstbewußte Deulsche , wird es bald als seine Ehrenpflicht betrachten, Mitglied der I^V zu sein, j Auch dem steirischen Unterland wurden ! durch die Volkswohlfahrt im Steiris^en | Heimathund trotz des Krieges t^ereits viele große Wunden der Vergangenheit geheilt. Der Reichsjuj^endführer spricht Reichsjugeodführer Artur Axmann spricht in einem Reichsappcll am Montag. 3, Mai, zur schaffenden Jugend. Aus diesem Anlaß findet für sämtliche Jut^end-liche in den Betrieben ein Gemeincchafts-empfang statt Alle Betriehsfuhrcr des Handwerks und des Handels, die .Tu((end-liehe beschäftigen, sowie alle Hausfrauen mit Junghausgeh'lfinnen sind verpflichtet, diese rechtzeitii! *um Appell zu senden und für diese Zeit frei zu geben. m. Untersteirlsche Bevölkerungsbr wegung Vor dem Standesamt in Tüf 'er schlossm Jakob >eklar, Ifnterdrau '>urg, und Katharina Schadowtschar Losrhah dem Bund fürs Leben. In Lo ^charh verstarb die 60jährige Helenr Sknfitsch und in Sabresch bei Römei I)ad rler 52 Jahre alte Vinzenz Iwschel; — In Bad Neuhaus verstarben die 5^^ fahre alte Franziska Pesiak aus Go-riza, der 91 Jahre alte Alhert Pirz unt! der 55jährige Martin Wicher, beide aus Lipie. m. Todeatall !■ lohltach. In Rohltach starb nach einem arbeits-|und erfolgreichen Leben Forstrat Josef Hollmann jm Alter von 77 Jahren. Der Verstorbene war ein guter Deutscher, unbeug-snm in der Zeit der Fremdherrschaft. Mit ihm verliert der Markt Rohitsch einen .Mann, der allen unvergessen bleiben wird. Die Maifeier in Olli Altes Brauchtum wieder lebendig geworden Auch ta Cilli wurd« einem alten schönen Brauche folgend der Maibnum feierlich eingeholt. Den ganzen Tag über herrschte vor dem freien l*latz des Gasthofes »Grünt Wiese« lebhaftes Leben und Treiben. Der Maibaum wurde geschmückt, Kränze gewunden und alles für die Einholung vorbereitet, Am Nachmittag des 30. April sammelte sich um den Maibaum die Deutsche Jugend. Frohe Lieder klan-i^en auf. Die MsJel marschierten mit Blumen geschmückt an, die Burschen bereiteten die Zunftzeichen vor, die im Festzug mitgetragen werden seilen. Punkt 18 Uhr erfolgte der Abmarsch, der im feierlichen Zug den Ober 30 Meter hohen Maibaum vor das Kreishaus Ge$!t:nderhaltun;$ des deutschen Volkes Der Frauenhilfsdienst für Wohlfahrts- und Krankenpflege besteht fünf Jahre gerinnen und Gemeindeschwestern beigetragen. Neuerdings wächst die Zahl der bei den sozialen Betriebsarbeiterinnen zur Fürsorge für unsere werktätigen Frauen eingesetzten Fraucnhilfsdienstm&del. V^on den im Jahre 1942 ausscheidenden In diesen Taljen besteht der Frauenhilfsdienst für Wohlfahrts- und Krankenpflege fünf Jahre. Dieser von der Reichs frauenführerin ins Leben gerufene Ehrendienst hat sich in dieser Zeit als wertvolle Hilfe in der gesundheitlichen und pflcje-rischen Betreuung unseres Volkes erwiesen. Da der Mangel an Fachkräften durch die vielfachen Auf(;abcn, die unter anderem auch die neu hinzu^tkommcnen Gebiete stcllan, nicl't naohjjelasscn hat, kommt ihrer IJntersti'i'znnc} durch die Fraucnhilfsdipnstmädel natli wie vor Bedeutung zu. Seit Br »rhen der Eirrichlunö konnten rund 12G00 FraucnhiHsdiensImädcl eingesetzt werden, davon 40 v H, in Krankenhäusern, Lazaretten und Säuglingsheimen 13 V. H. widinolen S'cli der Betreuung von Kindein in K'nderfärten und -heimen. 32 V, H, vraren in Gcmeindcstat'onen und sonstigen Dienststellpn der NS-Volks-wohlfahrt tätig und haben besonders auf dem Lande zur Entbstung der Volkspfle- Mädeln gingen 73 v, H. in eine pflegerische und soziale Berufsausbildung über oder verblieben in sozialpflegerischer Arbeit, teilweise an ihren alten Arbeitsstellen. Ein Teil ehemaliger Frauenhilfsdienstmä-del hat sich für den Einsatz im Osten, insbesondere in Kindergärten, zur Verfügung gestellt. Mit Rücksicht darauf, daß die gesteigerte Einschaltung weiblicher Kräfte in den Arbeitsprozeß auch stärkere Anforderungen an die gesundheitliche und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Familien stellt, behält der Frauenhilfsdienst auch weiterhin seine Aufgabe, die Fachkräfte in ihrer Arbeit an der Gesunderhaltung des deutschen Volkes zu unterstützen. bracht«, wo er durch ain Monat als Zeichen und Symbol deutscher Arbeitsfreiheit und uralten deutschen Brauchtums aufgestellt wurde Voran marschiert« der Ma-sikzug der Standart« Cilli, dem sich «ia Trupp Wehrmänner anschloß, Pimpfe trugen die Zunftzeichen, dann folgten Jungmädel und M&del in bunter Reihe. Alle mit Frflhlingsblumen geschmückt und frohe Lieder singend. Der Maibaum, von buntgeschmückten Pferden ^zogeo, war von Jungmädeln flankiert, ^ schlössen sich einige Fähnlein und Gefolgschaften I an. Den Abschluß bildete eine Abteilung I der Organisation Toth, die für den rei-, hungslosen Transport des Maibaumes gesorgt hatte. Der festliche Zug bewegte sich am Hotel Post vorbei über den Bismarck-' platz. Bahnhofgasse, Adolf-Hiller-Platr Fim Kaiser-Josef-Platz vor das Kreishaus. Die Gehsteige waren von einer dichten Menschenmenge besetzt, die sich an dem schönen Zug erfreuten Während der Maibaum aufgestellt wurde, spielte der Musikzug der Wchr-mannr.chaft Märsche und Lieder. Die Mädel und Jungen sangen abwechselnd Maienlicder, während die Kleinen der Kindergruppe allerliebste Singtäuze vorführten, I Der Kaiser-Josef-Platz war gedrängt voll von Menschen. Manch einer erinnerte sich wieder daran, daß der Maibaum auch in der Untersteiermark schon immer aufgestellt wurde, daß die einzelnen Dörfer untereinander wetteiferten, bis dnnn eine vülksfremde Regierung das Maibnumset-zcn verbot Noch durch Jahre wurden in dunkler Nacht von den Burschen in den Dörfern Maibäume tfesetzt, bis nicht drakonische Strafen diesen schSnen alten deutschen Brauch auch in der Untersteiermark fast vergessen ließen. In der glücklich befreiten Heimat wird er nun wieder Allgemeingut des Volkes. E. P Leistung im Beruf ist Kriegseinsatz Abordnung der achaflendea Jugend beim ReichsJugendtUhrer Zum Tag der nationalen Arbeit weilte eine Abordnung der schaffenden Jugend des Reiches auf Einladung des Reicha-jugendführcrs Azmann io der Reicha-hauptstadt. Die Abordnung setzte sich zusammen aus Jungen und Mädeln aller Berufe und Gaue, viele von ihnen ausgezeichnet als Sieger des Reichsberuiswett-kampfes oder für hervorragende Leistim-gen in der Erzeugiingsschlacht. Mit der Einladung dieser Abordnung zum 1. Mai würdigte der Reichsjugendführer die Leistungen der schaffenden Jugend. Die Anerkennung «rurde unterstrichen durch einen Empfang, dem mehrere Ritterkrenx-träßer der Wehrmacht und der Ritterkreuzträger zum Kriegsverdienstkreuz Landwirtschaftsführer Lefflert beiwohnten. Spare in der Zeit.,. Das alte gute Sprichwort »Spare ia der Zeit, dann hast du in der Not« gilt anck für die Kohlenversorgung. Für die Ersen-gung von Waffen, Benzin, Kautschuk and für sonstige kriegswichtige und krieg«-entscheidende Fertigungen ist Kohle and Koks unentbehrlich. Die Deutsche Reichsbahn benötigt für Truppen- und Materi*!-transporte und zur Versorgung der Frofit voa Jahr zu Jahr in höherem AaameB Brennstoffe. Auch unsere Bundesgenoss«a müssen mit Kohle und Koks versorgt werden. Zur Deckung dieses gewaltig«« Kriegsbedarfcs müssen die Hausbrandverbraucher in dem vom 1. April 1943 bia 31. März 1944 laufenden Kohlenwirtschaftsjahr Einschränkungen gegenüber dem Jahr 1943-43 auf sich nehmen. Auch Sortenwünsche werden nur mehr zum Teil befriedigt werde« können. Die Verbraucher werden daher schon jetzt aufgefordert, mit den ihnen im Sommer gelieferten Brennstoffmengen auf das luBerste hauszuhalten. Wer sich fetzt einschrtnkl, sorgt für den Winter vor, jeder Verbraucher erfährt bei seinem Kohlet»-hindier jen« Brennstoff menge, die ihai laut behördlicher Anordnung voranaeicht-lieh im Jahr 1943/44 zugeteilt wird. & erfährt bei seinem Lieferanten des weiteren, in welchen Zeitabschnitten er dies« Kohle beziehen kann. Den Verbrsuchera wird dringlichst empfohlen, sich bei ihreca Kohlenhändler Aber die voraassichtlicb« Liefermenge zu erkundigen und entsprechend dieser Liefermenge den Kohlenverbrauch fflr die Zeit vom 1, April 1943 bia 31. März 1944 einzuteilen. Da «in Anspruch auf jene Kohlen- «nd Koksmeng«, deren Zuteilung vorgesehen ist, nicht Gesteht und keinesfalls mit der Litfenm^ einer größeren Brennstoffmeng« gerechiMt werden kann, ist größte Sparsamkeit am Platz. Ihr helft hierdurch euren vor dem Feinde stehenden Brüdern, Minnem and Vätern, ihr stärkt durch eure Haltung di« Heimatfront im Schicksalskampf «naer«« Volkes! Der Maibanm in Pettan Auch di« Pettaucr waran am Prettag- nachmittag all« auf d«n StraAen, mm sich am festlichen Umzug der Jugend balia Einholen Maibaumes m «rfreuen. Wie in allen Ortsgruppen dea Unterlandes gab es am 1, Mai in Pettau adiM Reihe von Kindemachmittagen imd fröhlichen Singstunden auf den Straßen und Platzen. m. Einkaufsnetze und -taschaa aiad ^unktfrel. Es waren Zweifel entstanden, ob Einkaufsnetze aus Papier and Spinnstoffen und Papier-Einknufstaachen piinkfpMirhtig sind. Die Reichsslelle fO* Kicidiinq hat nunmehr mitgeteilt, daA ifiese Netze und Taschen — abento wt« die ganz aus Spinnstoffen angefertigten Netze und Taschen, die aber üoa Kriege nicht mehr hergestellt werden — nicht beziiqsbeschränkt, also punkir und be7ngscheinfrei lind. Auch Rollos-Schnur, f'iizdichlnngsstreifen und Gar-iinenfransen sind punktfrei. Dagegen erfordert OdrdinenbortR »Punkte und i«t nach der für Ränder vorgesehenen B«-punktung zu bewerten. m. Todesfalle. In Drnuweller bei Marburg, Rosengase 10, rerchied der 76 Jahre alte Reichsbahnpensionist Jakob Augustiner. — In Kölsch bei Marburg ist die 49jährige Anna Vaupot geborene Hauer gestorben. URII» Das Geheimnis um Dina Itaucli Copyright by Albarl Langea — Georg MatUr-VerUg Münch««. II, Fortsetzung Er spürte nur eine plötzliche Erleichterung bei dem Gedanken, uoch nicht helmgeben zu müssen in sein kaltes At«lier, wo die Einsamkeit umging und die Erinnenmg. Seit einiger Zeit litt er an Budenangst. Abend für Abend saß er bia zur Sperrstunde in irgendeinem Kaffeehauswinkel, bia der Kellner die Lichter ausdrehte. Etwa« wie Geborgenheit beschlich ihn, als «r den einfach-möblierten Raum betrat, aus dem die junge Schauspielerin sich mit Hilfe von Bildern, Blumen und allerhand persönlichen Dingen ein wirkliches Zuhause gemacht hatte. »Nun, gefallt Ihnen mein Bungaloco?» fragte sie vergnügt. »Machen Sie sich's bitte, bequem. Ich muß arbeiten, damit wir was zu essen bekommen,« Während sie den Tisch deckte, Butterbrote strich und den her\mlergebrann-ten Ofen wieder in Schwung brachte, ging Bert im Zimmer umher und betrachtete die Bilder an den Wanden Bs waren größtenteils Landschaften kleine Aquarelle, die in ihrer Zartheit fast wie Pastelle wirkten. Bert ver stand ziemlich viel von Malerei Sein Vater, der alte Sanitätsrai Losson, war am großer Kunstfreund und hatte ihn schon als Sekundaner in die Biiderga- lerJen und Goinäldeausslellungen tait-genommen. Er war ganz überrascht, als ♦Hella diese Arbe.ten füi ihre eigenen erklärte. Soviel Talent hatte er dem kleinen Ding garnicht /.ugelrtiul. Sie habe sich ursprünglich yonz der Malerei widmen wollen, erzählte sie. Aber der Arzt hatte ihr das Landschaftern verboten, nachdem sie sich bei dem vielen im Freien henimsit/.en einen Lungenspit-zenkdtrirrh cirholl halte. Der sej nun freilich längst auskuriert — aber . ,« Bert betrachtete sie prüfend, der Arzt in ihm meldete sich. Ja, sie halt»* einen etwas phthisischen Habitus, diese Kleine, — es war ihm noch nie so autgelallen wie jetzt. Armes Ding' Natürlich war das Theaterleben erst recht kein Beruf füi sie. Sie hatte auch in ihrem Wesen so gar nichts von einer Schauspielerin, fand er. Unii das machte das Zusammensein mit ihr besondors angenehm Zum ersten Mai seit Wf»»"hrn aß er wiedei mit Appetit, genoß »r die Wohltat einer warmen menschlichen Nähe, Es kam ihm plötzlich zun" BewufStsein, daß er mit Dina einentiicl nie eine so harmonische Stunde verbracht halle Immer war etwas Reunnihigondes von ihr ausgegangen. ein süflei und quJlonder Reiz, der ihn lorktp und abstieß zugleich und kfi'ne mensrhiiche Vertiefung ihrei Be zifhung au[!:onimen ließ. Er war bis zur Besesfonheit an sie gebunden gewesen, er war es noch immer. Oft packte ihn die Sehnsurht nach ihrer Umcirnning «tn heftig, t aD er hätte iiiifsrhreien mögen vor Schmerz. Aber war er jemals glück-lii-b mit ihr gewesen, hannlos olücklich, wie dudete Licbespauro ihres Allers? Wus wußte er denn überhaupt von Itir? So gut wie nichts. Daß sie allein stand, ohne Familie, und sich schwei hatte durchschlagen müssen, lun ihr Bühnon-•studium zu ermöglichen — das war so /.ieinlich alles, was er sich aus ihren sparsamen Äußerungen zusammenreimen konnte. Nie hares Verlangen, von Dina zu sprechen — er wußte selbst nicht warum. Hella Spielmann war auf diese Frage so unvorbereitet, daß sie vor Verwirrung die Farbe wechselte. Sie beugte sich über den Spirituskocher, auf d'?m sie gerade den Tee bereitete, und zögerte mit der Antwort. Dina R luch ? Mein Gott, schwer zu »agenl Außerhalb des Theaters war man ja kaum miteinander in EVerührung g»»kommein. Unmög lieh selbst den unkompliz'ertesten Menschen auf so flüchtige Eindrücke hin zu beurteilen — und erst gar eine Künstlerin! »Als Schauspielerin habe ich sie sehr bewundert«, erklärt« sie ausweichend, — »vielleicht, weil sie micfti immer edn wenig an die Arden erirmerte, die ich von all unseren Berliner Künstlerinnen dm meisten verehre. Mag sein, daß auch das Äußerliche dabei mitspielte. Ich habe nun mal eine Schwäche für schöne Menschen.« »Auch wenn dieser »schöne Mensch« im übrigen keinen Groschen wert ist?« »Das dürfen Sie nicht sagen, Rainer, Sie am wenigsten.« »Wenn einer es sagen darf, dann bin ich es. Mir scheint, ich habe Grund genug dazu. Eine Frau, die sozusagen noch mit dem Kuß ihres Freundes auf den Lippen in Nacht und Nebel mit einem andren durchgeht — mit irgen>r die .o Priilunqen nicht he-s "'it, kdnn s p Wiederholen, und zwfir iriib d «'S dm Lridp des zweiten Stiidien-M'mr>stprs qnsrhchen. Die Sonderreite-p ul;inq q.it o!s nicht bestanden, wenn ri r Vv cil(>rhr(lunq einer Semestralprü-f.iTM oiirntrilts negativ ausgeht. Das Zrii'in s iiher die Sonderreitepriifunq ist rl irfiulh'ii vom Rektor einzuziehen. Ist d o-'^r Fcill einqetreten, dann kann der Kursteilnehmer die Znirtssung zum Sturimm mir noch nach Ablequng einer fi-'lealiirbi n Reiteprüfung als Nicht-silr.iU'r crliuiqon tu. z.wolf i..iiickinderyärten In Mur-n K. bfi clci lei/.leii ivieiSiiuldrbüjier-bi..»ticciiuug sieJitü Kieisieitej bchuiun-riiT unioi oiiueveiii in der Bannniddel-iiiiiieiiii limridfü Jfcller und in Kieis-perboiidldnilsiciler Luyen Kichler zwei nouü iN'iitaibeiiei vui und appellierte an (ifu.n l;uibereitschdll unü Ftlichtbe-VMiüib'jui. üei Kreisobmcinn der NbV, L^ulsth, beiitlilute ubei die Errith-tm g vün 12 brntekindergdrlen im kie.se Mureck, die er als firziehungs-Blallen dei N.Sl>AF dei besonderen Uo-hut tior Pdrtüi euipldhi. m Beiuisausbiuung niuB gesichert biMOL'ii. üer ueneidibtivollindchiigle lu. din Arbeitseinsatz hat die Arbeitsam tci in einem ürMU vom 22. Marz dardU, h.iKjewioäi-'U, daß auch im totaleii Kiiegscmsdtz die ordnungsgemäße Be nu'suusbiiclung gesichert bleiben mun dn-tiii in Mrirbiirn als Winzer heschSf-tio'e lind in Schleinitz 1 wohnhafte 4.'i Jr>hie alte .Fohrinn Semlitsch stand wäh rmd dos 'Schlafes im traumhaften 7u-st'ind von setner l.aqerstättp auf und Iior[.ih sif h '/um offenen Fenster seiner in e'sten Stock qelenenen Wohnuno von wo er herunterstürzte. Semlitsrb VMTlr» mit einer WirbelsäuleverletTunq i)"d dtirchbif'ener Zunqp vom Deut srhnn Roten Kmiiz ins Mqrburger Kran kf'nh >us gebrücht. ni. Von einem SHer anqefallen. In W iuliein im Drautdl wuide der 45 Jdhrr tn Landarbeiter Alexander Piirsch au' f'rr Weide von einem Stier angeffll Ion, nierle:gestoßen und mit den Flör-ncrn derartig bearbeitet, daß er neben ande-en schweren inneren und äußeren Verletzungen auch einen Bruch de' V'.'irhelsiiule davontrug. Dar Verun-rfliirkte wuide in dds Gaukrankenhatis Clraz einqelirfert, wo er hoffnungslop d.rniederlieqt. m Mitlfer und K'nd In Flammen. AI« d'e ^3 J.Thre alte Franziska Mittag aus Sifirntnersdor! in ihrer Wohnung einen Spiritii«;korher anzündete, ergoß sich e'n Teil der Fliif-sitikeit auf die Kleirler der r-raii. flie sofort zu brennen anfingen Die Fldmmeii erfaßten auch das Kleid di's ein .lahro allen Kindes, das die Nliilter duf ihren Armen trug. Mit s( hweren Verbrennungsersrheiungen wurden Mutter und Kind in das nächstp Krankenhaus eingeliefert. m Vom Heuboden gefallen. Die 5.3 Jfllue alte Resitzersqaliin Antonia Do-nviiiiko aus Parlin 26, C>emeinde Mal-Anberg, liel npstern bei den üblichen Arbeitr^n vom Heuboden und erlitt dabei Rippenbrilche. — Ferner brach sich hei der ArbfHt rlas Bein der .Ifljährigo Fiimz Sorsrhak aus Ober-Pulsgau. — Auch in d'es«^n beiden Fällen besorote das Peufsche Rote Kreuz die überfüh-ning ins Marbiirger Krankenhaus. m. Srhwar/handel mit Tahakwaren. Vom Lanrlgericht Wien wurden vier Kellner, die an Kaffeehausgäste zu erhöhten Preisen Zigaretten abgegeben halte, wegen unbefugten Verkaufes, teilweise auch wegen Übertretung gegen das T.iliflksleuergesetz, zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt. Der Oberkellner eines Kaffeehauses, der «r Stiimmn^ste Zigaretten geqen annemes srnes Trinkgeld verribfolgte, erhielt 50 RM. rier Servif»'keilner eines anderer Kiffe^ii iu'^r s um RM. ein d'itter K'ell-per 300 RN1 und der Kellner eine' Kaffenh'Tuses in Marlnhüf 500 RM Geld strafe. Fine Kaffeeschfinkerin, die lOf Z'garettnn gegen zwei Flaschen Weip e nge'ansrhf h.it'o, wurde zu 3.50 RM Geldstrafe verurteilt. Stuart und lurfien Letzter Abschied vom Reidissportführer In der vom Führer zur letzten Ruhestätte bestimmten Langemarck-Mallo auf dem Reichs.sportfeld erfolgte am Sonntag-mittag die feierliche Beisetzung der Urne des verstorbenen Reichssportführers Hans von Tschammer und Osten. Mit einer GedenBfeier nahmen Deutschland un(% der deutsche Sport Abschied von I einem der treuesten Mitkämpfer des [Führers, Die sterblichen Uberreste von i Tschammer und Osten ruhen nun in der Iden Toten von Langemarck geweihten I steinernen Ruhmeshalle zu Füßen des I hochragenden Olymplatiirme« auf dem Reichssportfeld, jener Stätte seines lang I jähriaen rastlosen Wirkens, an der die aus Zersplitterung zur Einigkeit zusammengeführte, natlonalsoTlallstisch dus-inerirhtete deutsche Sportbewegung ihre höchsten Triumphe feiern konnte. Der dpntsrhe Snort in seiner Gesamtheit aber nedachte dieses zehnten Jahrestanes der Berufung von Tschammer und Osten zum Reichssportffihrer In öffentlichen Feler-I stunden, die nach AhschhiB der Bel-se^T^ngsfeieTl1^^^■eit Im ganzen Re^cbs-gehiet stattfanden und die nach dem 'ausdrücklichen Wunsch des Verstorbe- Beisetzung der Urne in der Langemarck-Halle ncn von frischem turnerischem und der Glocke mischten sich die schraet- sportlichem Leben erfüllt waren. ternden Rule der Olympia-Fanfare, Auf dem großen Platz vot dem Mallen- dem Lied der Jugend »Auf, hebt bau waren die Abordnungen der Berliner uns re Fdhnen« nahm deV Stellvertreter und der angrenzenden märkifcchen NSRL- Reichshportführers, Arno Breitmeier, Vereine geschlossen mit ihren Fahnen Wort zu einer Gedenkansprache, in aufmarschiert. Die ehernen Klänge der Lebensbild des Verstorbenen Olympia-Glocke, hoch oben im Turm, zeichnete und seine Verdienste um da« begleiteten auch den letzten Weg |^ejc)i ^nd den Sport würdigte. Er über-von Tsrhammer und Osten, dessen nahm gleichzeitig die Urne mit der Ver-Aschennrne vom Hause des deutschen Sicherung daß es dem NSLR eine heilige Sports zum Sockel in der Halle heran- Verpflichtung sein werde dem Werk geführt wurde, getragen von einem per- yQj, Tschammer und Osten in Treue ver-^önlichen Freund des Verstorbenen, ge- banden zu bleiben. Der Reichssport-folgt von der Gattin, den Anverwandten führer habe zu jenen Männern unseres und einem besonderen Ehrengeleit. So Volkes gehört, die sich In schicksalnahm von Tschammer und Osten noch hafter Zelt unablässig bewährten. Am einmal seinen Weg durch seine Turner orgar^schen Neuaufbau des Sports habe und Sportler und seine Jungen und MÄ- vom Vertrauen des Führen getragen, dei von der HJ. deren Fahnen sich nun niit seiner lebendigen Persönlichkeit alle zum Abschiedsgruß vor ihm senkten. Kreise und Kräfte zur freiwilliger Mit-Währond das Lird vom guten Kamera- arbeit gewonnen So habe sich In dem den erklang, wurde in der Ruhmeshalle knappen Zeltraum eines Jahrzehnts eine d« Held« von Un<,fm.rcl. dl. Ume In Wpi,(l„„g »„Itogm, in d.r«, V.rW den it.il dem H.lienkreui geschmückten. Sporlhewetiung bl. In Ibre von Blumen umgebenen Steinsockel eingelassen. In die ausschwingenden Töne Rosenfal wieder voran Rapid-Marburg unterliegt mit 0:1 — Fühningswcchsel in der steirischen Fußballmeisterschaft Im Marburger Rapid-Stadion kam e# am Nationalfeiertag zu einem erbitterten Punktekarapf zwischen den beiden führenden Mannschaften der Gruppe B der steirischen Gauklasse, Rapid-Mar-bürg und der BSG Rosental, Rapid mußte diesmal mit einer neuen Läuferreihe antreten, die sich nur teilweise durchsetzen konnte. Die verläßchste Stütze hatte die Mannschaft diesmal Im Tormann Margutsch und in dem Verteidigerpaar Konitsch—Kramberger. Im Sturm zeichnete sich vor allem Oblak aus, der aber bald eine schwere Verletzung abbekam und dann doch nicht mehr sein Können voll entfalten konnte. In den Reihen der Rosentfller gab es einige tüchtige Kämpfer, die sich gleich ener- gisch einsetzten und gar oft gefährliche Aktionen vortrugen, die aber von dem Rapid-Hinterspiel zur Gänze vereitelt werden konnten. Nur einmal mlDglückte ein taktisches Manöver des Tormanns und die Folge davon war, daß die Gäste — kaum sechs Minuten vor Schluß — zum einzigen Erfolg des Tages kommen konnten. Die Marburger Elf stellte zwar sofort energische Versuche an, den Vorsprung des Gegners aufzuholen, doch war es nun zu spät. Mit 1:0 (0:0) siegreich brachten die Rosentaler beide Zähler an sich und verdrängten nun wiederum Rapid von der Spitze der Tabel-lenreihung. Den einzigen Treffer des Tages schoß Schrinhl. Schiedsrichter Lo rek. Zuschauer 1000. Cillier Sie.^ über Leibnifz SG Cilli — TuS Leibnitr 4:3 (1:1) Am Sonntag trafen die SG CUM und TuS Leibnitz in einem Spiel um die stei-»■tsfhe Meisterschaft auf dem Sportplatz Festwiese« in Cilli aufeinander. Obwohl die Cillier mit drei Ersatzleuten antreten mußten, gelang e« ihnen, einen knappen Sieg über die Leibnitzer sicher-/iit.tfH1pn. ri» s Spiel war außergewöhnlich spannend und zeigte besonders bei der Cillier Mannschaft eine gute Zusammenarbeit aller Mannschaftsteile. Der Schiedsrichter hat sich außergewöhnlich gut bewährt. Tore für Cilli schössen: Tschater 2 und Pressinger 2. Für Leibniti waren erfolgreich: Adam 2 und Jaunlg 1. 700 zufriedene Zuschauer säumten den Platz. 9:2-Sieg gegen Graz Marburger Reichsbahner fertigen den Grarer SC überlegen ab Ein flott geführter Kampf Das zweite Marburger Punktespiel i auch diesmal der beste Mann im Mar-führte am Sonntag die Abt. Reichsbahn burger Sturm war, schaffte es in der 10 der Marburger Sportgemeinschaft und den Grazer SC zusammen. Die Marburger Reichsbahner behielten nach ausgezeichnetem Spiel mit 9:2 (4tO)-Toren glattweg die Oberhand und bestätigten aufs neue ihren anhaltenden Formfortschritt. Das Treffen, dem abermal^ über 1000 Zuschauer beiwohnten, brachte einen schwungvollen Kampf, in dem beide Mannschciften ihr ganzes Können aufzeigten, Die Reichsbahner kamen bereits in dpr neunten Minute durch Krischan in Führung, doch Heß noch lange nichts darauf schließen, daß sie den Kampf zu hoch gewinnen würden. Die Grazer zeigten sich vielmehr von ihrer besten Seite und führten ein flüssiges Kombinationsspiel vor, in dem es auch an taktischen Einfällen nicht mangelte. Aber in der' 30. Minute brachte ein Treffer von Koüer den Umschwung, denn die Reirhijbnhner gingen nunmehr aufs ganze und ließen dann bis zur Pause nicht mehr locker. Koller war bis dahin noch zwfimal erfolgreich Frst nach Seitenwechsel glückte den Gästen das erste Tor durch Lohnhoffer, doch setzte sich das bessere Angriffsspiel der Reichsbahner immer durch. Türk, der VercItinVe'unf*! Wir verdunkeln von 22 bis 4 Uhr! Erster Start der Leichtathleten In Cilli Würfen am Sonntag anregende Leich'alhletikkHmpfe abgewickelt, die namentlich die Cillier Wettkämpfer in gioßpr Form sahen. Die Durchführung ging glatt von statten, die Teilnahme wdr überraschend zahlreich und auch die Leistungen zeigten angesichts des Beginn* des neuen Leichtathletikjahres besonderes Foimat In die Siegerliste konnte sich in den einzelnen Disziplinen eintragen: 100 Meter: Knkot 12.1; Kugelstoßen; Kokot 10; 3000 Meter: Steiner Weitsprung; Kokot 5.60; 100 Me'er- Premschak 1:02 4; Handgranatenwerfen: Tomich 48.IOi Frauen-Lau-fpn 7.5 Vieter: Kahr 12. Gle'f hreit g fanden die Prüfungen für den Crwerb des Reichssportabzeichens statt. Hflndball in Cilli Am 1. Mai trat die Handballmann-schalt der SG Cilli zum ersten Male in einem Spiel geqen die gewiegte BSG Westen an Die komplette Westen-Mannschaft halte sehr leichtes Spiel und bezwang ihu»n Pariner mit 20.3 11^:01. Die Spieler der Sportgeme'nschaft kafnen erst In der zweiten Halbzeit zur Geltung tind bemühten sich, ein gutes Zusnmmen-spiel vorzuführen. Im Vorspiel trat die SG Cilli 2 gegen BSG Westen In einem Fußballspiel an. Crgcbnis 4:2 (2;0) für die SG Cilli, und 17 Minute auf 6:1, worauf Koller sein viertes Tor anbrachte. In der 25. Minute war wiederum Türk und zehn Minuten später noch Terpin erfolgreich. Fünf Minuten vor dem Abpfiff drückte Matejka das Ergebnis auf 9:2 (4:0) herab. In den Reihen der Reichsbahner bewährten sich noch besonders Tünne-mann im Tor sowie Türk in der Dek-kung. Das Spiel leitete Schiedsrichter Horwat aus Graz. letzten Zellen hinein mit nationalsozialistischem Geist erfüllt werden konnte. »Das begonnene Werk«, so schloß Breitmeier, »wollen wir nun mit allen unseren Kräften der endgültigen Verwirklichung entgegenführen. So soll er mitten unter uns leben. Sein vertreibender Impuls, seine qlöhende Begeisterung und sein mitreißender Schwung sollen uns weiter beflügeln. Wir danken ihm von ganzem Herzen mit dem Gelöbnis, sein Werk als köstliches Vermächtnis an das denttche Volk zu wahren und w mehren.€ Die Fanfare des Breslauer Tum- und Sportfestes 1938, ein Mahnwort des Reichssportführers über Sinn und Wert der nationalsozialistischen Leibesübungen und die Lieder der Nation beschlossen die Feier. . Blick nach Südosten o. Guter Stand d«r ObstkullarM in der Slowakei. Nach einem Bericht des staatlichen Forschungsinstitutes für Obst- und Gemüsebau verzeichnen die Obstkulturen In der Slowakei einen guten Stand Die Pflege der ObstbÄume wird in gesteigertem Maße betrieben. Insgesamt wurden 250 000 neue Obstbäume gesetzt. o. Eröffnung des kroatischen Auslands presseklubs. In Anwesenheit von Journalistenabordnungen aus Deutschland, Italien und Ungarn wurde in Agram der von der Pressestelle des kroatischen Außenamtes gegründete Auslandspresseklub eröffnet. Die ausländischen GAste verbleiben mehrere Tage in Agram, um die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verh<nisie Kroatiens kennenzulernen. o. Deutsche Fachschule Hlr Ktnder-gjtrtnerlnnen in Essegg. Das Amt für Schulwesen der Deutschen Volksgruppe in Kroatien bat in Essegg eine Fachschule für KindergSrtnerinnen eingerichtet. Außerdem wird für MÄdel, die noch nicht die erforderliche Vorbildung haben, eine »Vorschule für Kindergärtnerinnen« angegliedert. Vienna setzt sich durch Im deutschen Fufiballsport wurde am Sonntag die erste Vorrunde zur neuen deutschen Fußballmeisterschaft zur Abwicklung gebracht. Im Wiener Praterstadion, wo sich 30 ODO Zuschauer eingefunden hatten, traten Vienna und der Militir SV Brünn zum Kampfe an. Die Wiener Stürmer lieferten ein sehr schönes Spiel und sorgten für «inen klaren 5;2 (4:1)-Sieg der Vienna durch Tore Ton Pitcher, Decker und Silzler. _ Weitere Ergebnisse waren; FFR Mannheim—1, FC Nürnborg 3:1, DFB KÄnigt-berg—SG Neufahrwatser 1919 3:1, LSV Pütnlz—BSV 2:2, Dresdner SC—Dessau 05 2:1, ETUF Essen-^-Rot-Weiß Köln 3:2. Frauen-Handball im Anmarsch Erstauftritt der-^Marburger Handballerinnen — Knapper 6j4-Sieg der Grazerinnen Im Marburger Reichsbahnstadion feierten die Marburger Handballerinnen in einem KrSftemessen gegen Graz In recht imponierender Weise Ihr Debüt. In dem wechselvollen Spiel, in dem eine aus Spielerinnen von Rapid-Marburg und der Detrlebssportabteilung Marburg zusammengestellte Elf und die Reichsbahn Graz die Gegnerinnen abgaben, gab es auf beiden Seiten herausragende Leistungen, so daß man lange nicht wußte, welcher Elf der Sieg zufallen werde. Erst gegen Schhifi glOckte den Grazerinnen ein knapper Vorsprang, den lie dana auch bis zum Ende in behaupten T«r-mochten. Ihre beste Kraft hatten die GAste in ihrer Mittelitflrmeria Frank, die allein alle sechs Tore erxlelte. Auf der Seite der Marburgerlnnen letchiieteB sich vor allam Alblne Bajde Im Stuni sowie Inge Rungaldler ha der Deckung aua, auch die Torhüterin Hrastnlk zeigte zeitweise gutes Können. Spielleiter war der Vorktmpfer de« Marburger Hand-ballsports Ing. Bnmnflicker. Trifaller siegreich in Graz Die Fußballelf der SG Trifail weilte am 1. Mai in Graz und bestritt ein Gast-apiel tiefen die starke Fußballmannschaft (Ter Rcichsbahn SG Graz, Die Trifailer, die sich als unerschrockene Kämpfer zeifjtfn, sicfSten mit 3;1 (1:0) und feierten damit einen recht eindrucksvollen Sie^, : In dor steirischen Ganklatse fand in der Gruppe A ein Spiel statt, daß den GAK gegen Pohnsdorf mit 3:2 (30) siegreich sah. B.SG Donawitz schlug die Post SG Graz 6:4 (3:1). Das erste Rundstreck enradreanen der Reichshauptstadt hatte am 1. Mai im Häusermeer Berlins einen grofien Erfolg. Saager gewann das 33-kra-Ren-nen in 51:46 vor dem Eisschnellaufmeister Eggerland und dem deutschen Plie-germeister Purann. Sieg der Relchspoetler Die Abt Reidkipoat der Maibnrgar Sportgemeinschaft tmg am Sonntag eis Freundschaftsspiel gegen die twelta Mannschaft voa Reichsbahn Marbaif atis und feierte mit 3:1 (1:0) einen recht eindrucksvollen Sieg, der tot allem auf das überragende Spiel der Stürmer Mayer, Dörfel und Kneser zurückzuführen ist : Das ziralte ■atfsplel wm Me HaaA- ballmelstenchaft des Warthdaadaa zwischen Lltzmannstadt and Posen kam nicht zur Durchführung. Die SGOP Llti-mannstadt wird den Gau als die hn ersten Endspiel siegreiche Mannschaft hi den Spielen um die deutsche Handball-meisterschaft vertreten. : Bei den Berliner BerelcheaMlster-schaften Im Fechtea gewann Hoops nach lingerer Pause das Sibelfechten. Wirtschaft An wen darf der Erzeuger Getreide verkaufen ? Wichtig ifir den untersteirisclicn Landwirt Die Versorgungslage zwingt dazu, die vorhandenen Futtermittelmengen dort einzusetzen, wo sie am zweckmäßigsten verwertet werden, das heißt zur Versorgung der Rinder- und Schweinebeatän-iiej denn die aus dieser Viehhaltung anfallenden Fleisch- und Fettmengen kom-iT>pn dor allgemeinen Versorgung zugute. Es macht sich aber im Laufe de« Krieges verstärkt das Bestreben weiter Kreise von Volksgenossen bemerkbar, ihre eigene Versorgungslage durch die Haltung von Kleintieren zu verbessern, ein Bestreben, gegen das insoweit nichts einzuwenden ist, als die Kleintiere mit Abfällen aus Haus, Garten und Feld gefüttert werden, die für die allgemeine Fulterversorgung nicht eingesetzt werden können. Bedenklich ist es aber, wenn tür diese Zwecke Nahrungsmittel oder auch Futtermittel eingesetzt werden, die der allgemeinen Versorgung entzogen werden. Der Verkehr mit Getreide zwischen dem Erzeuger und dem Verbraucher ist daher weilgehenden Beschränkungen unterworfen, auf die von amtlicher Stelle hingewiesen wird. Brotgetreide (Roggen, Weizen und Gemenge daraus) und Ger-"ste dürfen überhaupt nicht zu Futter-^worken veräußert werden. Aber auch die anderen Getreidearten, insbesondere Hater, darf der Erzeuger nicht beliebig veräußern. Selbst wenn er seine Abtie-terungspflirht erfüllt hat, darf er Getreide aller Art nur gegen Abliefenings-bescheiniqungen abgeben, deren Vordrucke durch die Getreidewirtschaftsverbände und Kreisbauernschaften an solche Betriebe ausgehändigt werden, d'o zum Getreidekauf berechtigt sind. Eine Ansnrihme gilt nur für die Abgabe nn die Empfänger eines Deputats oder Le'bacdlnqes für deren eigenen Bedarf im Rahmpp der hierfür vorgesehenen Mannen Die unmittelbare Beliffening eJncs brauchers mit Getreide oder Getreidoerzeugnissen aller Art durch den Erzeuger ist hiernach grundsätzlich untersagt. Entsprechende Vorschriften gelten auch für Hülsenfrüchte, Heu, Stroh und für Futterrüben. Erlaubt ist die Abgabe nur dann, wenn der Getreidewirtschaftsverband sie aus bestimmten Gründen genehmigt und dem Käufer für diese Zwecke die erforderliche Ablieferungsbescheinigung zur Verfügung gestellt hat. Wer diesen Vorschriften zuwiderhandelt und sich um seines eigenen Nutzens willen in unerlaubter Weise Futter vom Erzeuger zur Verfütterung an seine Kleintiere verschafft, schädigt damit die Versorgung der Allgemeinheit mit den wichtigsten Nahrungsgütern wie Brot, Fleisch und Fett. Er versündigt sich an der Volksgemeinschaft und hat deshalb schärfste Bestrafung zu erwarten. Die Strafandrohung richtet »ich sowohl gegen die Erzeuger als auch gegen die Käufer. X Vorläufig keine Änderungen im Stückgutverkehr. Wie NWD erfährt, soll der von der Reichsbahn angekündigte Frankaturzwang, d. h. der Zwang, die Fracht für alle Stückgüter am Aufgabe-bahnhof zu zahlen, nicht eingeführt werden, da er die Absender, Spediteure und Empfänger mit zusätzlichen Arbeiten belasten würde. Statt dessen wird nun erwogen, die Frachthezahlung grundsätzlich an den Empfangsort zu verlegen. Dabei sollen die sehr verschiedenen Transportgepflogenheiten der Wirtsrhaft so weit wie möglich berücksichtigt werden. Um diese Erwägungen In Ruhe fihsrhließen zu können, werden vorläufig die bishei geltenden Abferti-qnngshestimmiingen In Kraft bleiben. Es sind ako bis auf weiteres frankierte und unfrank erte Sendungen möglich. Vcin iViuiiiiMiiJiif Im Kelrh. h l'ieihalters oder sonstigen Ver- 'ersten Vierteljahr 1943 sind für 5 843 010 RM. Pünfzigpfennigstückc aus Aluminium geprägt worden, an Zinkmünzen wurden geprägt für 8 110 000 RM. Zehnpfennlg-stücke, für 3 186 973 RM. Fünfpfennigstücke und für 2 011 742,18 RM. Einpfennigstücke. Der gesamte Münzenumlauf stellte sich unter Berücksichtigung der Neuprägungen und nach Abzug der wio-dereingezogenen Stücke für Ende März 1943 auf Fünfmarkstücke in Silber im Werte von 1C88 938 235 RM., Zweimarkstücke im Werte von 272 514 702 RM. Fünfzigpfennigstücke aus Aluminium waren im Umlauf für 178 972 099 RM. An Alumlnlum-Bronze-Münzen liefen um für 54 818 746,20 RM. Zehnpfennigstücke und für 33 780 079,05 RM. Fünfpfennigstücke. Der Umlauf an Zinkmünzen hatte bei Zehnpfennigstücken einen Wert von 133 310 621,50 RM., bei Fünfpfennigstük-ken 44 309 074,50 RM. und bei Einpfennigstücken 23 929 440,47 RM. X VerlAngeruog der Dauer der kroatischen Einfuhrbewilligungen. Die kroatische Regierung hat einige Neuregelungen in der technischen Abwicklung des internationalen Warenverkehrs getroffen. Mit Wirkung ab 1. Mai wurde die Dauer der Einfuhrbewilligungen auf 3 Monate, die der vorherigen Zustimmung zur Einfuhr auf 4 Monate verlängert. Die Gebühren wurden für ordentliche Einfuhrbewilligungen bi« auf weiteres auf 2 % des Fakturenbetrages festgesetzt. Für Waren aus Deutschland dürfen diese Gebühren auf Wunsch erst beim Verzollen der Einfuhrwaren erstattet werden. X Bulgariens Welnprodnktinn Im Jahre 1942. Die Monge des* 1942 in Bulgarien gewonnenen Weines wurde endgültig ermittelt, Sie beträgt nind 170 Mill. Liter, also um 70 Mill. Liter weniger als man ursprüglich annahm. Der Qualität nach gehört der 1942 erzeugte Wein zu den besten in den letzten zehn Jähren. riARBuncri? zevtvug Mont?^, 3 i'ai < Nr. l':3 c .*• Wir hören im Kundfunk Mnnlag, 1. Mai |t,-{ch***ad«rt 12.3S-12.45: D«r Berich! lur Lage. |5_ 16; Von Räch bli I.itil iSoliilenmutik). 16 bis 17, brkaoolc KonzcrUtückc. 17 1)—tS.JO: T*nf- und Clntcrhaltung. Dazwlichro IS—18.10; Cbarlotl* KAhn-Bckttni; Unoiurt hinter seinotn Herrn ms Was&ej. lind ea goldng ihm IdSdclilich, der ichweren, bewußtlosen Körper ans Ufe zu ziehen, wo helfende Hände seine!: Herrn in Sicherheit brachton, d. Stammutter von etwa hundert Nach kommen. Die Landwirlswitwe Karolint. Keßler In Hirsrhegg im Kleinen Wal-sertal konnte dieser Tage ihien 91. Gr burtstag begehen. Die hochb.etagte Ju bilarin, die sich noch guter Gcsundhoi und Rüstigkeit erfreut, ist Mutter voi 13 Kindern, Stammutter von etwa hun dert Nachkommen und zugleich die älteste Person des Kreirs Sonthofen. An ihrem Geburtstag war sie umgtbfn vor ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln. a. 40 000 Muskeln — ein Lle.anten-rflssel. In dem Rüssel des Elefanten liegt die stärkste Muskelkraft, deieii eines der auf der Welt lebenden V/e sen fähig ist, Dieses Wunderwerk setzt sich aus nicht weniger als rund 40 000 Muskeln 7usammen| das ist etwa das Sechzigfache der gesamten Muskeln, die den menschlichen Körper aufbauen. Die bewundernswerte Verschiedenartiqkeit der Leitung des Küsseis liegt darin, daß der Elefant mit ihm sowohl dicke Baume ausreißen, aber auch die winzig sten Gegenstände behutsam vom Boden aufnehmen kann. a. Launen eines Kugelblitzes. Dieser Tage schlug ein Kugelblitz in das Anwesen des Landwirtes Emanuel Augustin in Bochdalau, Böhmen, ein und nahm einen recht seltsamen Weg, der durch beträchtliche Zerstörungen gekennzeichnet war. Er fuhr durch das Fenster, zerschlug Geschirr und andere Gegenstände und zertrümmerte schließlich den Ofen Ein beim Ofen stehender Arbeiter des Landwirtes kam mit dem bloßen Schrecken davon, von dem aufgewirbelten Ruß sah er allerdings wie ein Neger aus. Damit hatte aber dieser Kugelblitz noch nicht genug. Er fuhr in das benachbarte Anwesen des Anton Hanus, wo in diesem Augenblick dessen Frau die Tür öffnen wollte, beim Anfassen der Klinke getroffen und auf der Stelle getötet wurde. Ihre zwei Kinder, die neben ihr standen, blieben anverletzt. Der Blitz sprang zum Schlul5 noch in die Küche über, wo er sämtliches Geschirr und Möbelstücke zerschlug, ohne ZV zünden. Das in der Küche anwesende dritte Kind des Landwirts blieb wie durch ein Wunder unverletzt. s. Gift nicht immer giftig. Der menschliche Körp«T kann sich an die stärksten Gifte, wenn sie lange Zeit oingenommen werden, so gewöhnen, daß der Körper gegen die Giftwirkung immun wird. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, daß ein Morphinist, ohne den geringsten Schaden zu nehmen, die zehnfache Menge des Gifte» zn sich nehmen kann, an der ein gewöhnlicher Mensch unweigerlich stirbt. I'iim D.'c T^^cli^'nschau »vVir yMubt n an dt.a giobei, uijut-schtii Sieg, weil wii an dtn t-üii er gldul)uul« V'vorie spucttt keims- ministei Ür. Ciocuufis u. uei F*;.eialujitJe dei i>iSUAl' am Voiiilitiiid aet. f-iiürei-ytbu!ti»logfs, 'A.ihretid aic Ka.ueid uuer t.ie /.i.iioier hingeleilet und uas itldit;, ejuschiusjcne G'Sichter zeigt, aubge-richtet auf em Z.ei. bs ^eht iiiiabld»sig weiter. Schon ibt im Osuii die Scnlamm-pPKode bl endet, vuid uiisere SoJdd und Vernichtung spie^'oln, so gelöst dankbar und heiter strahlen sie in diesen wenigen Urlaubstagen auf, beglückt von dem Lachen deutscher Frauen und Her Anmiit deutscher Landschaft. Sie werden zurückkehren m die stählerne Wand unserer Soldatnn im Osten, werden neugestärkt kämpfen, und es geht weitw, unormüdlich, wärmeren Monaten zu, neuer Bewahrung zu bis mm Siege. Fritz Gay Nicht eitel EimaJ bewart» Gottfried Keller sidh mn einen Literaturpre s Es war um das .fahr 1850 und »Der grüne Heinrich«, der Roman, der dem Dichter boühmt gemacht hat, war noch nicht gf^chrioben. Und da sagte einmal einer von Kellers zahlreichen Mitbewerbern gelegentlich eines Gespräches ru ihm: »Na, Herr Keller, wir wolle« wim-sched, das der Tüchtigste von uns den Preis bekomjDtU »Im Gogemteill« erwidert« Keller le-cliend. »Da« wünsche ich g&r mchtl Ich bin auch nicht so eitel, mich für den Tüchtigsten zu halten. Ich möchte nur haben, daß ich den Preis gewiruie, alle« andwo ist mar gleich.f 'miiimwi iiiiiii im um m i hbw UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURO-DRAU I BURG-LICHf SPIELE Haute It, tfl.M. 20 «.'S Uhr Fatnfmf Mit Hall Flnkuiellw, Hu« Momi, HU ■«akkoil, fasi HArblgar und Thaa Ungea !■ 4«ai Lustiplal tottstar Varwlcklungan; Opernball PIr JagastfllclM alcht logelaiMsl Montdg, Dlenitag und Mittwoch t3.45 Uhr; INDIANER. Bin Film wie aut tinero Paradiett Packend«» und nnvargeDlicha Sxanen vom Leban und Treiben d«r Urelnwohnei Amerikaa. Fflr Jngendllche lugelansenl KULTUltFILM-SONDERVORSTn.LUNGHN ESPLAWADE Heul« 16 I8.»(, 20 ITii Femiuf 7f-29 Geiahrtin meines Sommeni na Bailln-Film mit Aana Daaunaa, Fa«l HartaiaBB, Gailav Katilh, Viktoria t. Ballaak«, Wollgaag Lakacky, O. 1. Hatta, MaaN v. Wlataratela. Dia dramatiachen Schirkaala iweier nagawAhnllchar Manachen, daran Ueba alch arat nack Stflrmaa and Konflikten erfOIlnn durfte. FJ»^|a£«afflJcka^iBler^4^|alir»«^Bldrt^mjelaa8«il Elcli<«pielc KadeHcnschulc MoaUf Verj^ifl mein nicht eine.s iirufltm SAngnrt: fSIdll und Magda Srhnal4er PRr Jugendliche alchl lagelasaanl Bnrg-Lickispiele €i!li ___SachaentelderilraBa a. Mal IS43 Der Kampf mit dem Drachen Bit Adel« Sandrock, Lade Bngllack nnd Joa StBckel Nr Jagendlicke alcht lagelaaaent Nelr<»pol-Eicliiete Olli BU 1. Mal; * Zwei in einer (großen Stadt Maalka Biirg Kart Joka. Marianne Slaaioa, Hanil Weadler. Kfllbe Haack POr JagendHrhe lugelatieal Ion - Eich aut dem Ortsfriedhof statt. Die hl. Seelenmesse wird Montag, den 3. Mai, um 8 Uhr, gelesen werden. Kötsch, den 1. Mal 1943. In tiefer Trauer; Franz Vanpot, Gatte. Wir teilen allen Bekannten mit, daB mein lieber Gatte, Herr Josef Hollmann Forstrat L R. am Freitag, den 30 April 1943, Im 78 Leben»tahre, nach schwerer und langer Krankheit, gestorben ist. Das BegrAbnls fand Sonntag, den 2. Mai, um 16 Uhr, vom Trauerhause aus statt. R o h 111 c h, den 30 April 1943. Die trauernde Gattin und sämtliche Verwandten. Altere Frao sucht nett, inöbl, Zimmer ev. mit Kost und Familienanschluß. ZuFchr ein die Verw d. »M. Z.«. — Marburg (Drau) unter »Vertraglich«. M 8 ohnunqsiaus« h Tausche sehr schöne 2 H-Zimmerwohnung Im Neubau, mit B.idezimmer und NebenrÄum-lichkeiten, im Zentrum von Clin gegen gleichwertige la Marburg. Antr. an die Verw. untei »Tausch«. &55-9 l*un«le - lerluste Eine DamentescD« mit Ausweispapieren, lautend auf Pauline Koletnik, zwischen Tüchern und Cilli verloren. Abzugeben geqen gute Belohnimg: Ciiii, Frit7-Zanqgei Platz Ml. 165-13 \ er»f hSctlcpes (wlavierharmonika geqen Fahrrad zu tauschen gesucht. Karl Kowatschitsch, Marburg, Rot-weinetstr< ße 08. 27-5-H Wir geben allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber, guter Vater. Großvater, Urgroßvatei und Schwiegervater, Herr Jakob Augustiner Eisenbahnpensionist nach langem, schwerem Leiden, im 77. Lebensjahre, uns für immer verlassen hat. Die Beerdigung des lieben Toten findet Montag, den 3. Mai 1943, um 15.30 Uhr, auf dem Drau-weller Friedhof statt. Marburg/Drau-Graz-Klagenfurt. den 2. Mai 1943. In tiefer Trauer: Lolsl, Mena, Franz, Marie und Grete, Kinder. Peter Hiebler, Karl Krieger, Max Jelltsch, Josef Hermann, Schwiegersöhne. Marie Augustiner, Schwiegertochter. Paula, Werner und Brigiite, Enkelkinder, sowie alle Übrigen Verwandten. ) f V. r> e -i ) Uj. JMK3B T^imur OiHSSSi U f'-' (> Ii ^ If i kolloidaler f'( - aigcr Scliwtf cl «< g < n 0'jium ' A^ ^chCTlch flttug Ht'.dtl Oft II «f'na Seite 6 « Nr. 123 « Montag, 3. Mal MARBURGER ZEITUNG Von reiteoden Boten, Postkutscheo, Pos'illioneii Kleines Kapitel der deattchen Postgeschicht« — Ein Gang durch dat Wiener PcMtmvsenm Dem Wiener Poitmuseum alt Unterabteilung des Poctmuseuma in Berlin kommt beute eine erhöhte Bedeutung EU, da et mit teinen wertvollen Sammlungen VCD den frühen Anfängen der Pott bii zum heutigen modernen Welt-pottTerkehr wichtige Anhaltspunkte lür einen neuen Zweig der Wissenschaft, nAmlich die Erforschung der Postge-tchichte, bietet. In Wien itt ein eigenes Sachgebiet für Erforschung der Postge-•chichte herausgebildet worden und ein Lehrauftrag an der Hochschule für Welthandel befaßt sich ebenfalls mit diesem Kapitel. Auch an die Errichtung eines postgeschichtlichen Institutes in Wien wird gedacht. Der Sachbearbeiter der Reichspost, Postrat Dr. Riedel, führte dieser Tage Vertreter der Wiener Presse durch das Ton Ihm geleitete Postmuseum. Es ist ein Irrtum zu glauben, daB die Pott, also die Beförderung von Briefen •nd Nachrichten über kürzere oder weitere Entfernungen, etwa die Errungenschaft erst unserer Zeit sei. Schon die Römer verfügten über ausgezeichnete Straßen und besondere Einrichtungen für die Beförderung von Nachrichten und Briefschaften. Anders wäre die Organisation dieses riesigen Weltreiches gar nicht denkbar gewesen. Die Tabulare, die römischen Postboten, versahen ihren Dienst sehr gewissenhaft und übten dabei auch gewisse politische Kontrollrechte aus. Man muß, um den Begriff Pott klar umreißen zu können, zwi-■chen Botenanstalten, postähnlichen An-ftalten und der echten »Post« unterscheiden. Botenanstalten gab es schon in der frühesten Anfangsgeschichte der Menschheit und der Dienstmann von beute ist immer noch eine Botenanstalt. Postihnliche Anstalten waren Einrichtungen, die zum Beispiel nur Landesherren oder Verwaltungen dienten. Als Maximilian I. eine reitende Post ins Leben rief und die Thum und Taxis mit diesem Auftrage bedachte, gründete er lediglich eine postähnliche Anstalt. Die clgentliche Post aber ist dadurch gekennzeichnet, daß sie Jedermann gegen die entsprechende Gebühr benutzen kann. Als et im Jahre 1624 um die Finanzen des Römischen Reiches deutscher Nation xiemlicb schlecht bestellt war, wurde tai Herrn von Paar der erste erbliche Ge-neralhofpostmeister berufen, um durch die Einrichtung der öffentlichen Post der Staatskasse neue Einnahmen m verschaffen. Festgesetzte Postgebühren hingegen gibt es erst seit 172.3. Das Wiftner Postmuseum gtbt über den langen Entwicklungsweg des deutschen Postwesens erschöpfende Auskunft. Man findet hier eine Anordnung det letzten Babenberqers Ober den Botendienst und die Beschaffung von Pferden, femer Bildnisse von Boten einzelner deutscher Städte. In Wien läßt sich ein derartiger Botendienst schon um das Jahr 1360 nachweisen. Stundenpässe aus dem Jahre 1.506 kennzeichnen den Weg der reitenden Boten und berichten über Tag und Stunde der Ubergabe der Briefschaften von einem Boten an den anderen. Postamtschilder kennt man seit 1748. Die Postmeister begnügten sich anfangs zumeist mit dem ihnen von ihrem kaiserlichen Herrn verliehenen Titel und bezogen als Einnahme lediglich kleine Anteile der Postgebühren. Von einer Staatspost In Österreich kann man er*t seit 1813 sprechen. Felleisen. Geldbehältnisse, Postkutschen, Uniformen erinnern an die selige Zeit des Postillons, wobei freilich bemerkt sei, daß eine Reise in der Postkutsche durchaus nicht zu den Annehmlichkeiten zählte und mit der Postkut-schenromnntik nicht immer übereinstimmte. Auch an persönlichen Streitigkeiten und ZuständiqkeitBkrieqen fehlte et nicht. Der eigentliche Reichspostmei-iter von Paar wollte es nicht wahr haben, daß im Westen die Herren von Thum tmd Taxis gleiche oder ähnliche Titel beanspruchten, und auf dem Reichstage zu. Regensburg kam es Ober dies« Frage zu peinlichen Auseinandersetzungen. Schließlich mußte die Donaumonarchie als eigentliche Rechtsnach- folgerin det ehemaligen Reiches den Herren von Paar eine Abfindung von 66 000 Gulden gewähren und noch bis zum Jahre 1918 hohe Renten für dat gleiche Getchlecht aufwenden, um alle aus der Post sich ergebenden Rechte für den Staat zurückzuerwerben. Unter dem aiifierordentlich umfangreichen Urkundenmaterial über die Anfänge der Post befindet tich auch die Postbezugsquittung für eine Zeitung, die auf sage und schreibe sieben Gulden lautet. Dat entsprach um die Mitte des 18. Jahrhunderts etwa dem Preise eines ausgewachsenen Ochsen. Das Zeitungslesen war damals wirklich nicht Sache der kleinen Leute. Zur Beförderung des geschriebenen Wortes, also des Briefes, gesellten sich um die Mitte des sogenannten technischen Jahrhunderts Telephon und Tele- graph. In der Kinderzeit des Telegraphen waren zur Verbindung zweier Sta-Uonen über dreißig Drähte notwendig, um jeweils nur ein Telegramm befördern zu können Heute kann auf einer einzigen Leitung mit Hilfe neuzeitlicher Geräte, unter anderem der Hochfrequenzröhre, eine Vielzahl von Telegrammen gleichzeitig befördert und am Empfangsort säuberlich autgeschrieben werden. Die Schau primitiver Geräte aut der Anfangtzeit det elektrischen Nachrichtenwesens tmd ein Blick auf die neuzeitlichen Geräte läßt erkennen, welch ungeheure Fortschritte gerade auf diesem Gebiete in den letzten 50 Jahren gemacht wurden. Auch die Rundfunkabteilung des Wiener Postmuseums vermittelt einen vielseitigen Einblick in das gewaltige Arbeitsgebiet der Deutschen Reichspost. Einst bedeutendster Kupferstecher Wiens Zum 150. Geburtstage von Josef Axmann Als Napoleon im Jahre 1806 Brünn weilte, wurde ihm erzählt, daß sich In der Stadt ein Junge von auffallend starkem Zeichentalent befände. Er ließ sich den Knaben vorführen und gab ihm den Auftrag, Pläne zu zeichnen. Der hohe künstlerische Emst, mit dem der Junge ans Werk ging, und die Reife seiner Arbeiten überraschten den Kaiser, der seiner Umgebung empfahl, der Jungen Begabung weiterhin 'Aufmerksamkeit zu schenken. Der Knabe wer der 1793 geborene Josef Axmann, damals 13 Jahre alt und Schüler am Brünner Gymnasium. Den ersten zeichnerischen Unterricht erhielt er von dem Brüimer Historienmaler Weidlich. Nach AbschluB der Mittelschulstudien ging Axmann nach Wien, wo er die Akademie der bildenden Künste besuchte. Die In der Nähe seiner Vaterstadt gelegene romantische Landschaft der Mazocha wurde ihm Vorwurf zu einem seiner bedeutendsten Stiche. Die Meisterschaft, die ans der Arbeit sprach, sicherte Ihm ein Stipendimn nnd damit die weitere Ausbildung. Axmann hat im Verlauf der Jahre nicht nur in dem neuen Verfahren des Stahlstichs wahre Meisterschaft bewiesen, er hat nicht nur mit dem Atzen von Daguerro-typen beachtenswerte Erfolge zu erringen vermocht, sondern er hat darüber hinaus ein völlig neues Hochätrverfah-ren saf Zink und Kupfer entwickeR. Dem begabten Künstler eröffnete sich bald ein menschlich und künstlerisch wertvoller Freundeskreis, in dessen Mittelpunkt Adalbert Stifter stand. Stifter war von den Arbeiten Axmaiuis begeistert, er schwärmte von Ihm in einem bei ihm sonst nicht wahrzunehmenden Maße und nannte ihn den bedeutendsten Kupferstecher Wiens. Zwischen dem Dichter mid dem Meister des Kupferstichs entwickelte sich ein reger Briefwechsel, der sich zum größten Teil im Besitze des Brünner Stadtmuseums befindet. Auch mit Grillparzer war Axmann freundschaftlich verbunden. Zu den bedeutendsten seiner Arbeiten zählen der schon erwähnte Kupferstich »Die Mazocha«, viele Arbeiten aus dem alten Prag und Wien, femer Stahlstiche von Gutenstein, Rauhenstein nnd Greifenstein, zahlreiche Porträts, darunter 'lie bekannten Blätter von Stifter und Grillparzer und nicht zuletzt BaitrSge tu ien Werken Stifters, Schillers, Stolbergs und Hormayrs. Schließlich hat Axmann 7ahlreiche bedeutende Platten, Banknoten und Briefmarken für die Wiener Hof- und Staatsdruckerei ausgeführt. Insgesamt sind von Ihm 539 Stiche bekannt. Die vollkommenste Sammlung besitzt die Wiener Hofbihllothek, bedeutende Teile seiner Lebenswerkes verwaltet die Wiener Albertina und viele Blätter sind im Besitz des Brünner Stadtmuseums, dem sie der Sohn des Künstlers, der Historienmaler Ferdinand Axmann, zum Geschenk gemacht hat. Das Jahr 1943 ist im Zusammenhange mit dem Wirken Axmanns In rweifacher Hinsicht bedeutungsvoll: es jährt sich in ihm der Geburtstag des Künstlers zum ISO. Male und sum 70. Male sein Todestag. Die mährische Landeshauptstadt gedenkt aus diesem Anlafi ihres berühmten Sohnes und veranstaltet eine in diesen Tagen eröffnete Ausstellung von Kupferstichen, Stahlstichen und künstlerisch wertvoller Gebrauchsgraphik alter und neuer Meister. Im Mittelpunkt der Schau stehen Arbelten Axmanns, um die sich Blätter der bekanntesten deutschen Kupferstecher der Gegenwart sammeln. Guido Rtif -f M. Oebwtstaf iea Gtasasalen Ul«. Der Meister der Glasmalerei Prof. Carl Ule in Karlsruhe konnte seinen 85. Geburtstag begehen. Er leitete viele Jahre in München eine eigene Anstalt für Glasmalerei ondMoeaik und war ab 1905 an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe als Lehret auf diesen Kunstgebieteo titig. HldMT AntbHck b dW Indito Wdt Jugend in Frankreich — auf iweierlei Wegen Die Jugend tn Frankreidi Ist seit einem Jahrhundert stark ins Hintertreffen gekommen, schon dämm, weil sie xahlen-m&Aig in Vergleidi zu der anderer L&n-der viel zu gering ist Das bevAlkerungs-politische Absinken der französischen Nation, das sttndige Zunehmen dei älteren Menschen an Zahl gegenflbei den Jflngeren erklärt sdwn aas sich die sozusagen »unmodemec Einstellung der Nation n allem Zeitgeschehen, zu allen sozialen Problemen, n aller Wand-hmgsfShigkeiL Alte Levte sind mm einmal naturgemAfi starrer, eigensinniger, vorurteilsvoller als junget <1^ sind die Fehler des Alters gegenüber seinen vielen anderen Vd^gen. Diese Vorzftge bestehen vielleicht darin, daß Prankreich eine alte Kultur hat, ja, sich selbst voll Stolz ein altes Land nennt Doch mit den fortschreitenden Jahren wird die alte Kultur unfruchtbarer, verstaubter, sra-seumshafter. Und die Jagend, die dagegen engehen sollte, ist zahlenmäßig so gering, dafi sie schon von sehr revolutionärem Temperament sein mflfRe, wollte sie Erfolg mit Ihrem Streben haben. In den letzten runden hundert Jahren hat sich der Anteil der Sechzigjährige und ilteren an der Gesamtbevölkerung Prenkreichs beinahe verdoppelt. Die Nation als solche gesehen vergreist In einem vergreisenden Slaet het es die Jugend doppelt schwer. Sie merkt jedoch nicht immer, wie schwer sie es hat, den man versucht ihr einzureden, daß Altwerden ein Vorzug sei. Man lobt die Kinder, die ilter und erwachsener wirken als sie sind. Man bemüht sich, aus den Kindern kleine Erwachsene zu machen Man ist bestrebt, die Jugend früh selbständig zu machen, damit sie sich umso früher zu einem behaglichen Rentnerdasein niederlassen kann. Man glaubt, der Jugend einen Dienst zu erweisen, wenn man ihre hervorragenden Eigenschaften — Ideallsmus, Romantik, Freiheit, Unbefangenheit, Naturwüchsig- keit — sorgfihig beschneidet danlt sie in die Welt passe, damit sie sich rechtzeitig dem Alltag beugen, sachlich und praktisch denken lerne. UimI die Jagend, der Führung bedürftig, liflt sich zom gro5en Teil ihr Bestes nehmen, am ein frühes Alter nit Klugheit obne Weisheit defflr einsutaaschaa. In diesani Stil vec» lauft der grA0te Teil der franzAsiechen Jugenderziehung, soweit von einer be-wofiten Erziehong die Rede ist Doch ee gibt noch eine sodere |paaB5-sische Jugend. Sie iet allerdfaigs weit weniger zahlreich als die dressierte nnd altkluge Jugend. Diese endere Jugend schliefit sich in den Chentiers de Jeunesse zasamntsn. Im frensösischeta Arbeitsdienst die Ihre Angehörigsn echt Monate lang verpflichten, ihnen die Idee des Gemeinschaftslebens geben, ihnen Kameradschaft beibringen, Freude an der Natur, Freude an ihren gegenseitigen Ideen, wenn sie anch nicht praktisch in Geschäfte umzusetzen sind. Hier verjOngt sich Frankreichs Jagend, um mitzuerbeiten em Aufbau der eigenen Nation im Zusammenwirken ndt dem ganzen Neuen Europa. E. Wiener Volkstheater In Grai Mit Carlo Goldonis »Loeendiera« Oberaes reizvolle Abwechslung brachle •in Gastspiel des Wiener Volkitheaters in den Spielplan der Grezer Stidtischen Bühnen, das in drei Aafffilirangen fflr KdF und Wehrmacht 0. E. Grohs ■Reizende Wirtin« (nach der Halieniscben Komödie »La Loeendiera« von Goldoni) Grazie, Heiterkeit und beschwingte Anmut auf eins eWnto originell wie tfldllndiseh-luftig aufgebaute Dnhbfihne stellte. Schon durcn dat itilticher entworfene Bühnenbild, dat IMution auf gerades« kaprisiSe-raffinierte Art in bestem Theatertinn erregte (die venezianische Locanda erschien in graziler, loggiengeschmflekter Bauart direkt von den Lagunen omapillt), versetzte in die Welt des freundlienen Komö- dieadiehters GoldonLder seine Kruft w4s •einen treHsidierea Wils aus der Yelke-seek sefa&pft Das euch k deuiecher Fw •uug plastissh heraesgearbehete Spist deseeu VerwurMleni mit der alten Sle|-reifkomftdie der Itaiieuer verteÜhalt nur andeutungsweise zur Gelteug koasmt, ver» mag In erster Linie wohl dureh wfrfcUsh flotte, )a tsrnpermmcntvolle Dnrstslluni aaf uns Heutigte su wirken. So nur kaen die sehlichte Handlung von dar fssehse, leedien Wirtin, desen drei Glste und Verehrer drei bekaunle knmisshs Cherahtesu des altitalieBleehen Lustspiels sind, au lee-sein. Christi Mi^ayn, vesi Fifan her kannt, der LeonnÄera ihr Mendlges« lebensbefahendee, schslkhaft weftUAss Tempereinest und seiehneto ohne feds Obertrefbong dks BUd dsr Ibtenreiebee und kkigen rrau srit einmaligem Cbarasa. Im Trie der Anbeter'gllnste Carl als bekehrter und genarrter We' Ripafratia dureh s«da Myeholoilssh tieftes, echt humorite S(^L 0»ar Wef»^ roetek war ein biederer, geldprotaender' Albalierila, Egon von Jordan Jeder Zefl ein aristokratisoher Hohlkopf FerHpopoM — wlhrend schli^SUch Miha0 Popeee« als tretMT Fabrizio mit einnehmendstem Auf-trelsn die umschwtrmte »rsiaende Wfaüa« heimholen durfte. GsrÜ Sehwung und Margot Jahneas vervollstindlfisu das vergnAft^ Ensemble aus Wien, das ftr seine gediegene und harmonleehe l.sistand stArmtecben Beifall und swieAendursi aueh rekhUeb Sneneneppkus erutete. Dr. E^tnm IFeftsr •f Wku ehff heimatliche enlSfilich des echtzlgjahrlgan der KQnstkrhaaaes von der Stedt Wkn gestifteten drei Meisterpreise der hft-denden Kunst wurden In dloeem Jahr vom Reichsletter BaMw vuu Schinch an folgende Kflnetler vertlehaui dsr Waldmüller-Preis an den Maler Prof. dolf Bacher, der Raifael-DoMer Preis an den Bildheoer Prof. Joeef MtlIhMr med der Kriehuber-Prek an den Graphito Prof. Leo Switbert Lobiseur. Die fek^ Hebe überreichang der Ktestkrprski nahm der Leiter des Kulturamtes dss Stadt Wkn fan Rehmen einer Feier vor. Zirkus im Frühling — und im Krieg Von Erich Winter Es gfnjl auf den Morj^cn zu. Zuerst kreischte der Papagei, etwas später wieherten die Trakehner, dann erst fchrillte der Wecker im grünen Wohnwagen des Bajazzo. Sein Mund war froh auch ohne den Schwung des Schminkstiftes. Es ging auf Tournee! Der kleine Wanderzirkus verließ sein Winterquartier, die zerfallene Fabrik am Stadtrende. Der Direktor stand schon draußen. Seine Stiefel blitzten, seine Stimme funkelte und sein Schnurrbart war hochfjerwirbell vor Erwartiin({en. Im Knall der Peitsche ruckten die Waffen an, zockelten durch das Tor der backsteinroten Fabrik und erreichten die StraBe. Das Dromedar trank sich noch einmal satt im Bach unter den buschijjen Weiden, dann trottete es hinter der Wa-g^enkarawane her. Der Affe auf seinem Kücken trieb zur Eile. 250 kleine Wanderzirkusse knarren über die deutschen Landstraßen, sobald die letzten schmutzifien Schneereste in den Ackerfurchen verschwunden sind. Ein paar reisen sogar auf Flüsien. Eine Flottille von drei bis vier Schleppkähnen, bunt gestrichen und den klani'vollen Namen des Zirkus am Büß, so treiben sie stromabwärts und werfen Anker vor den Holzstegen der kleinen Städte. Die Kähne rük-ken zusammen, Planken Verden ausgelci(t, und abends steht das scnwimmende Zelt Ober dem gurtfeinden Walser, mit samt-beschlagenen Pisten und üher'ittliten Sitzreihen, gesau wie auf fetter Erde, nur der Boden der Manege dröhnt dumpfer unter den Hufen der galoppierenden Apfelschimmel. Reisen die kleinen Wanderzirkusse meist ohne feste Marschroute, so ist es unerläßlich, daß der Weg der 24 deutschen Großunternehmen lange vor Saisonbeginn bis in alle Einzelheilen festgelegt wird. Im Geschäftszimmer der Fachschaft Artistik in Berlin hängen zwei ^oße Deutschlandkarten. Die geplante Gastspielreise eines Zirkus wird mit Fähnchen in bestimmter Farbe abgesteckt, und ein Blick auf die Karte genfigt, um ärgerlich« und kostspielige Überschneidungen zu verhindern. Es sah vor der Machtöbernahme bitterböse um die Zukunft des deutschen Zirkus aus. Von 48 Großunternehmungen waren 39 unter den Hammer gekommen, alles alte Zirkusdynastien, die Taifune und Pamperos in fremden Zonen überstanden hatten und nun auf deutscher Erde tränenden Auges mitansehen mußten, wie die gefleckten Tigerschecken und marmornen Lippizaner zum Abdecker wanderten oder in der Deichsel eines Müllwagens Dienst taten, die kostbaren Raubtiergruppen zu Schleuderpreisen ver-stei(^ert wurden oder vergiftet werden mußten. Artisten, Musiker, Stallburschen und Zeltarbeiter standen auf der Straße, ohne Hoffnung, jemals wieder von Trapez zu Trapez schwingen, die geliebte Trompete vor den Mund setzen oder die gelb-m&hnigen Löwen streicheln zu können. Selbst die Trentleute hockten zu dieser Zeit lethargisch in den niedrigen Stuben ihrer böhmischen Dörfer. Seit über hundert Jahren stellen sie die Zeltarbeiter für die deutschen Zirkusunternehmen, heute noch mehr als früher tefragt, da der Krieg das deutschblfiti|^ Stammpersonal an die Front rief, ArtUten der Geschwindigkeit sind die Trentleute aus dem Böhmischen, die in ein paar Stunden die riesigen Vier-Masten-Zelte aus dem Boden stampfen und sich nach getaner Arbeit schnell in den Musikantenfrack werfen, um auf der silberbestickten Empore mit vollen Backen den Gladiatorenmarsch su blasen. Sommertags ist außer den Krüppeln und Greisen kein Mann in den Dörfern um Stachau zu finden. Alle tind beim Zirkus, und erst im frühen Winter kehren sie zu frisch gefüllten Wie^n zurück. Wir sagten es tchon; der Krieg riß auch den deutschen Artisten mitten aut dem wirbelnden Salto Mortale, ein Junger sprang im Trikot det Debüttanten in die Lücke oder der Direktor meldete ein Aua-landsgesprich an: »Hallo — Rossi, haben Sie keinen Kautschukmann für mich. Bitte? Ausgezeichnet! Schicken Sie ihn her. Wann kann er da tein? Hallo — Roß — — ja, wir waren getrennt!« Italienische, bulgarische, dänische, schwedische und lettische Artisten tollten über die geharkten Sägespäne. Dat aut den USA importierte tinnverwirrende Mehr-Manegensystem verschwand, die rauschenden Ausstattungsrevuen und himbeersüßen Wasserpantomimen wurden gestrichen, und die Arena war wieder frei'für die alten zircensischen Künste, Die verschüttete Liebe zum Pferd, der schönsten Schöpfung Gottes, wurde von der Wehrmacht geweckt, und schnell eroberten sich wieder die Freiheitsdressuren den viel-umjubelten Mittelpunkt des Programms. Für diejenigen Artisten und Zirkusarbeiter, die nicht den Wohnwagen mit I dem Bunker vertauschten, ssaiat ilkre, ergreute Veteranen der Manege, gab es natürlich ein doppeltes und dreifaches Arbeitspensum. Aber das Leben hatte sk nie zart angefaßt. Gewohnt nach den Regeln einer strengen sportlichen Askese zu leben, wurden sie auch mit den durch den Krieg multiplizierten Aufgaben fertig und ließen sich auch nicht vor einer sprühenden Brandbombe bange madien, die plötzlich dat Wag«ndach durchtchlug. Das heiOti so plötzlich fiel die Bombe nicht. Auch der Zirkus ist immer luftschutzbereit, Bei Voralarm verständigt die Telefonzentrale sofort die Dirckti den dürfte als die Peisonaidat^...