Prällumrraltlill» - Prnlk: Kür LaidaL Saa«ährig . . . 6 ft. — Halbjährig . . . z , — Lierreljährig. . . i „ Lü Manailia . . — „ Lv Laibacher Mit der Post: Ganzjährig . . . 9 fl. Halbjährig . . . 4 „ Vierteljährig. . . 2 „ — kr. 50 . Für Zustellung rnS Haus vierteljährig 25 kr., monatlich 9 kr. einzelne Nummern 5 kr. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. L cd» kl i ov: Lahnholgaffe Nr. 1S2 Lkvcditioii und Zulcralru Lurran: HrugretzPlay Nr 81 lBnLdau! g Sun I. r. L ^.Bauidcr^, Zuscrliouspccisr: Fitr die einipalllge Petll,ci!e z Ir. dei zweimaliger EiniLainmg >> 5>!>. dreimal L 7 li. Znlerlicntslemvcl jedesmal »» sr. Lei gröberen Iuleraien und österer EinsSallung entlvrechender Rabatt Nr. 85. Freitag, 15. April. — Morgen: Charsamstag. 1870. Ein mageres Programm. Die „Novice" stimmt mit uns überein, daß die Zeiten schwer und wichtig seien, aber unfruchtbar und wenig erschöpfend scheint uns die Aufgabe, die sie in solcher Lage den Slovenen stellt, und höchst oberflächlich ihre Retrospektive auf die jüngsten Ereignisse im Parlamente und im Ministerium. In letzterer Beziehung wollen wir uns heute nicht weiter auslassen. Wir haben in diesen Tagen unsere Anschauungen über die — um mit der „Novice" zu reden — loyale Thätigkeit der Slovenen bei Herbeiführung der jüngsten Krise ausführlich entwickelt, ohne daß dieselben bis jetzt entkrästigct worden wären, und auch darüber, daß ReichSrath und Ministerium nur zum Unheile und Schaden deS Landes gewirkt hätten, kann man füglich mit Stillschweigen hinweggehen, solange dieses lakonische Urtheil nicht etwas näher begründet wird, und That-sachen, die niemand zu leugnen vermag, das Ge-genthcil beweisen. Aber in der Zukunft, was sollen die Slovenen da thun? Sie sollten bloS trachten, daß sie stark in den Landtagen dastehen, meint die „Novice," welches Streben aber höchstens in unserem Landtage in Erfüllung gehen könnte, La die Slovenen in allen anderen die ersehnte Stärke ganz gewiß nicht erreichen werden. Somit wäre der äußerste praktische Erfolg nur wieder die Majorität in der krainischen LandeSvertretung. Was sonst geschehen soll, darüber erfahren wir bedauerlicher Weise nichts. Soll etwa eine klerikale Majorität in einem künftigen Landtage abermals alles, was nicht in ihren Kram paßt, mit beispiellosem Terrorismus niederstiwmen uud Wahlordnungen ersinnen, wodurch das arme Volk noch bequemer unter das Kommando der schlauen Arrangeure gestellt werden könnte, und eine entsprechende Bildung der Jugend durch päda- gogische Ungeheuerlichkeiten unmöglich machen und die Schule mit gebundenen Händen dem Klerus überliefern, und jedes freisinnige Gesetz mit reaktionären uud ultramontanen Schnörkeln bis zur Unkenntlichkeit entstellen? Hätten also die Slovenen, um das Ihrige für Land und Reich zu thun, wirklich sonst keine andere Ausgabe, als mit einer klerikalen Majorität im Landtage in der allen Weise sortzuwirthschasten? Sollte es sich an den sloveni-schen Politikern erwahren, daß Mit wenig Witz und viel Behagen Dreht jeder sich im engen Zirkelranz. Vielleicht aber hat die „Novice" noch höhere Pläne. Haben die Slovenen erst wieder eine klerikale Landtagsmajorität, mag sie sich denken, dann läßt sich wohl auch mehr erreichen und man kann den Faden dort ausnehmen, wo ihn im vorigen Jahre die Parze in Gestalt des damaligen verhaßten, jetzt abgetretenen Ministeriums abgeschnitten hat, man kann Slovenien gründen. Das wäre freilich eine kühne Idee, das herrlichste Arkanum, welches eine klerikale Landtagsmajorität unserm kranken Va-terlande bieten könnte. Aber wie es dem armen Kranken applizicen? Als einfache Resolution bliebe die Wirkung gewiß etwas zweifelhaft und ein anderer Modus dürfte sich schwerlich finden lassen. Denn nehmen wir selbst den unerhörten Fall an, es käme je eine Regierung ans Ruder, welche die Idee eines „Slovemen" akzeptirte, so würde sogar das nicht viel nützen, denn die Landtage von Steiermark und Kärnten, um von anderen nicht zu reden, würden niemals der klerikalen damischen Landtags-majoriläl zu Liebe einen politischen Selbstmord begehen und in die Zerstücklung ihrer Länder willigen. Auf verfassungsmäßigem Wege könnte also auch dieses schöne Projekt niemals realisirt werden und das Hinderniß, das unter allen Umständen dagegen steht, ist nichts geringeres, als eine Rechtsverletzung. So blcibt also das neueste Programm der „Novice," man mag cs drehen nnd deuten, wie man will, immer steril und lückenhaft. Es ist nirgends ein fruchtbarer Gedanke, nirgends ein Punkt von dem man einen größern Uebe,blick gewinnen könnte. Es ist wenig genug vom Lande und gar nicht vom Reiche die Rede. Was nntz, die Mahnung allein, in dem Landtage „die nationalen Heiligtümer zu veriheidigen?" Ein österreichischer Politiker, der gehört werden will und das Herz am rechten Fleck hat, der muß jetzt anderes und besseres zu sagen wissen, und mit einer engherzigen Kirch-thurmpolitik gibts kein Auslangen mehr. Sonst könnte es am Ende geschehen, daß, während in den Land tagen die nationalen Hciiigll,inner vertheidigt werden, das Reich verloren ginge. Potoeki's Aktionsprogramm. Das neue Ministerium hielt vorgestern seine erste Sitzung. Die „Tgpr." erhält über dieselbe von bewährter Hand nachstehende Mitteilungen: Als seine nächste Ausgabe betrachtet cs das Mi nisterinm, genau die Konzessionen zu präzisiren, welche man an die Autonomie der Länder zu machen gedenkt, und zwar nur unter der Bedingung, die als conditio sine W3. non gilt, daß von Seite der Landtage der Schaffung eines aus direkter Wahl hervorgegangenen Parlamentes keine Hindernisse in den Weg gelegt werden. Betont wird dabei, daß das Ministerium nicht von dem Grundsätze ausgeht, wonach die an Galizien zu machenden Zugeständnisse auch den anderen Ländern gewährt werden müßten. Die Konzessionen an Galizien sollen größere oder geringere sein, je nachdem dieses Land die direkten Wahlen sür den Reichs rath zugesteht oder ablehnt. Feuilleton. Das slovenische Theater. Ueber das slovenische Theater bringt diein Wien erscheinende belletristische Zeitschrift „Zvon" eine beachtenswerthe Kritik, die im Gegensätze zu den gewohnten Lobhudeleien der naiioualen Blätter als Anzeichen gelten mag, daß sich in den die wahre Volksbildung anstrebenden jüngeren slovenischen Kreisen die Ueberzeugung Bahn zu brechen beginne, es könne nur durch eine sreimüthige Besprechung so manches, was „saul ist in Slovenien," behoben werden. Die Bemerkungen des „Zvon" lauten: „Bei uns hat man bisher jedes Schauspiel übersetzt, was einem just in die Hände kam, ohne Rücksicht darauf, ob das Stück an und für sich einen Werth habe, und ob es unseren Verhältnissen angemessen sei. Und so kam es denn, daß unsere junge Thalia fast lauter werthloses Zeug aufzuweifcn hat, dessen Kritik keineswegs angenehm und außerdem höchst überflüssig wäre. Einige Uebersetzer lassen sich sogar verleiten, sich bei den Czechen und Polen den Stoff zu holen. Leider Gott herrscht auch bei unseren Brüdern in der Dramatik große Ärmulh. Die Ezechen und Polen ahmen die Engländer, die Franzosen und insbesondere« die Deutschen nach, und sie sollen uns zum Muster dienen? Da wäre es doch geralhener, gleich zur Urquelle zurückzugehen, die sicherlich reiner, wenn auch nicht jederzeit ganz ungetrübt sprudelt. Wer daher unsere armselige slovenische Literatur bereichern will und nicht in der Lage ist, ein Originalstück zu schreiben, der möge wohl bedenken, was er übersetzen will, ob das Drama, an das er sich wagt nicht etwa den gesunden Sinn und den Geschmack verletzt, ob es einen kräftigen Kern besitze, oder nicht ein Abklatsch schaler oder seichter Späße zur Unterhaltung der Kinder oder Köchinnen sii. Sagen wir es gerade heraus, es ist eine wahre Schande, mit welcher Kost unser Volk in einem-sort gefüttert wird, obwohl es einer besseren Nahrung werth ist. Es ist zu besorgen, daß sein angeborener gesunder Geschmack ganz verdorben werde, daß es schließlich uicht zu unterscheiden wissen wird, was gut, was schlecht sei. Was andere Nationen bereits in den Kehricht geworfen, das klauben wir auf, das ist unsere N>h>ung an den Festtagen. Das Theater soll eine Schule des guten Geschmak- kes, der scinereu Sitten sein, das läßt sich auch durch geringe Hilfsmittel erreichen, man bedarf l,iezu keines PrachtgebäudeS aus gehauenem Stein, keiner überraschenden Dekorationen nnd glänzenden Kostüme. Auch in der hölzernen Bude kann das Herz der Zuschauer erhoben und erschüttert werden. Wie sah cs mir dem Schauspielhause aus, wo Hamlet, Lear, Macbeth, Cäsar, Romeo und Julie, Othello das Licht der Welt erblicklen? Nicht blos die großartigen Tragödien, auch das einfache Schauspiel kann den Menschen veredeln und erheben. Doch leider Gott, bei uns denkt man nicht daran. Unser Hauptaugenmerk soll vor allem jedenfalls auf Originalstücke gerichtet sein, ein zwar schwieriges, jedoch keineswegs unmögliches Unternehmen. In der niederen strohgedeckten Hütte spielen sich Tragödien eben so gut ab. als in den glänzenden Palästen, denn das menschliche Herz ist ja doch jederzeit eines und dasselbe. Wirf dich daher ins volle Menschenleben, beobachte Leid und Freude de« Volkes, fühle als Mensch mit dem Menschen, und es wird dir nicht an Sloff sür Tragödien, für das crnste und heitere Schauspiel sehlrn. Welch unerschöpfliche Mille gesunden, urwüchsigen Humors besitzt unser Volk! Beobachte und Für dieWahlresor m ist die liberalste Basis angenommen. Die Verdoppelung der Gruppe der Großgrundbesitzer wurde im Wahlreform-Projekte des Grafen Potocki nicht figuriren. Die Parlamentsreform würde sich weiters auch auf das Herrenhaus erstrecken und soll in demselben das Prinzip eines Läuderhauses zur Geltung gebracht werden. Die Ausarbeitung der Vorlagen, welche Galizien betreffen, hat der Ministerpräsident sich Vorbehalten ; die Punktationen bezüglich der Erweiterung der Autonomie der übrigen zisleithanischen Länder wird Graf Taaffe formulireu; während Herr von Tschabuschnigg die Gesetzentwürfe über die Parla-meutsreform vorbereitet. Sobald diese Elaborate fertig sind uud die vor-gäugigc Genehmigung Sr. Majestät erhalten haben, gedenkt die Regierung die Häupter der deutschen sowohl, als der oppositionellen Parteien zu einer Konferenz cinzuberufeu und dieser die Entwürfe vorzu legen. Gelingt eS nun, in dieser Konferenz zu einer Verständigung zu gelangen, so werden Reichsrath und Landtage in ihrer jetzigen Zusammensetzung wieder einberufeu und die Resultate der Konferenz der vcrfassuugsmäßigeu Behandlung zugewiesen. Gclingt die Verständigung in der Konferenz nicht, dann wird die Regierung die Landtage und den Reichsrath auflöseu und an die Völker des Reiches appelliren. Ungarn und die Krise. „Noch nie," so schreibt man der „N. Fr. Pr." aus Pester Abgeordnetenkrcisen, „hat sich die tausendfältige Jnteresfen-Gemeinschaft zwischen beiden Reichs-Hälften so deutlich gezeigt, wie jetzt, während der österreichischen Verfassuugskrife. Allerorten, in allen Kreisen, in allen Blättern, mögen sie deutscher oder magyarischer Lettern sich bedienen und welcher Partei schattiruug immer angehören, bildet diese Krise den Hauptgegenstand der Diskussion. So gerne man es auch ableugnen möchte, gegen die schwerwiegende Macht der Thatsachen hilft kein Streiten und kein Sträuben; sie macht sich immer und überall geltend. Selbst den enragirtesten magyarischen Chauvinisten bangt es gewaltig vor dem Eruste des Augenblickes uud so sind es nur ganz vereinzelte Zeitungsartikel, welche — und auch diese nur verschämt und halblaut - den üblichen übermüthigen Ton gegen Deutsch - Oesterreich anschlagen. Die Sorge vor dem Kommenden hat in ganz eigcnthüm-licher Weise das sonst in unserer Regicrungsprcsse so mangelhafte Verständniß für die zisleithanischen Dinge geschärft und dies allein erklärt, daß plötzlich die „Reform" — wie ich höre, damit den Gedanken einflußreicher Mitglieder der Majorität wiedergebend — beklagt, daß die Februar-Verfassung viel zu föde belausche cs fleißig, und ein Lustspiel ist bald fertig. Doch cs bedarf dcs Studiums und vor allem des Talente«. Ist dieses vorhanden, so gehe man vor allem in die Schule und nehme sich Shakespeare zum Lehrmeister, der ja dock der Anfang und das Ende aller Dramatik ist." Schließlich gelangt „Zvon" zu folgenden bitteren Anklagen: „Leider macht sich bei uns im Thun und in der Schreibweise eine Roheit, Gemeinheit und ein flegelhafter Ton breit, über dessen Folgen man erschrecken muß. Einige scheinen der Ansicht zu sein, daß alles was roh, gemein und ungehobelt, auch volksthümlich und echt national sei. Der Himmel bewahre uns vor solcher Nationalität! Wie froh wäre der Slovene in der Fremde, in den ans seiner Heimat ihm zukommenden Blättern den echten Volksgeist zu finden, wie sehr zwingt er sich dazu, doch es geht nicht. Wenn Buffons Ausspruch: 1-6 komme o'sst 1e stvle. wahr ist, was können wir von solchen heimischen Schriftstellern denken? Gott gebe eS, daß bald ein Umschwung cinticten möge." ralistisch ist uud im zentralistischen Sinne resormirt werden müsse. Vielleicht hat zu diesem Verständniß unserer Angelegenheiten ein in der neuesten „Zastava," dem Organe des ungarischen Abgeordneten Miletics, enthaltener Artikel beigetragen, welcher konstatirt, daß es große slavische Patrioten „gab," welche den Bestand Oesterreichs für eine Nothwendigkeit hielten, daß aber jetzt niemand mehr au dieser Ansicht fcst-halte, daß vielmehr die Slaveu sich „gegenwärtig in einer solchen oppositionellen Strömung befinden, welche, nach allen Simptomen zu urtheileu, zur Revolution führt." Oesterreich (d. H. die ganze Monarchie) habe kein Recht, von seinen Bürgern Treue zu fordern. Die flavischen Völker müßten ihre Blicke nach anderwärts richten und für ihre Sicherheit einen Modus suchen, möge nun derselbe selbst den Untergang Oesterreichs bedeuten. Es liege den Slaveu nicht ob, dafür zu sorgen, in welcher Weise Oesterreich eine europäische Kouflagration erwarten könne. Es genüge, herauszusagen, daß den Staat in einem äußeren Kriege eine sichere Niederlage erwarte. „Wir glauben (so heißt es am Schlüsse wörtlich), die Apathie der Slaveu gegenüber diesem Staate ein wenig ins Klare gebracht zu haben und es ist nur die nothwendige Folge davon, wenn wir sagen, wenn im letzten Augenblicke unsere (nach diesem Worte steht ein Fragezeichen) Staatsmänner nicht eine andere Richtung einschlagen, so werden wir uns sowohl vom nationalen, wie auch vom allgemein Humanitären Standpunkte nur sreuen und die Niederlage eiueS solchen Staates wünschen." Eine preußische Stimme über die österreichische Krise. Die Berliner „Bolkszeitung" kennzeichnet unsere absonderlichen Zustände in folgender Weise: „In der Reichövertreiung ist die Majorität durchwegs, seit Herstellung der Verfassung, ministeriell. Die Opposition, in der Minorität, gibt jede Hoffnung auf, die Majorität zu erhalten, und bethä-tigi ihre politischen Tendenzen durch Arbeitseinstellung, indem sie den ReichSrath verläßt. Diese Opposition ist eine außerparlamentarische, die ihre Krast in den Separatismus der Nationalitäten verlegt." In dem Siege dieser Opposition sicht das Blatt „einen Sieg der parlamentirenden Minorität gegen die Regierung, welche die parlamentarische Majorität sür sich hat." Indem die „Volkszeitung" den Grnnd dieser Erscheinung zunächst auf deu Memorandenstreit und die Publikation dieser Schriftstücke znrücksührt, gibt sie darüber folgendes treffende Unheil ab: „Die Veröffentlichung einer solchen Denkschrift war ein schwerer, nnparlamema-rischer Streich Ein parlamentarisches Ministerium, wenn eö zurücktntt, hat die Pflicht, den nachfolgenden Ministern mit den Sitzen, die es ihnen überläßt, auch den Spielraum zu lassen, das Si-stein durchzusühren. In Oesterreich geschah das Ge-gentheil. Die abtretenden Minister warfen den Nachsoigern nicht bloS einen Stein in den Weg, sondern regten die Feinde derselben zu einem verstärkten Widerstand ans. Sic zeigten den Abgrund, über dem der Staat schwebe, und ermuthigten das wahrhaft landesverrälherische Gebühren der Czecheu. Die Denkschrift, bis zur LandeSverräthcrei unparlamentarisch, hat denn auch dem Parlamentarismus eine fast unheilbare Wunde beigebracht. Der österreichische Staatsverband ist wirklich in Gefahr. Stände ihm ein auswärtiger Feind entgegen, so würde die innere Zertrümmerung die äußere schnell herbeisühren und die Ministerkrisis würde zur StaatSkrisiS werden. Vielleicht hätten wir Ursache, diese Situation wenig zu bedauern, wenn die Krisis nicht zugleich cine deutsche Krisis wäre. Den Ezechen ihre Forderungen gewähren, heißt nichts anderes, als den deutschen Theil Böhmens der Willkür uii^ioilisirkcr Massen preisgeben. Den weniger fanatischen, aber doch politisch unreifen Polen große Zugeständnisse machen, heißt Rußlands Feind- schaft heranssordern in einer Situation, wo von e;echischcr Seite der volle Verrath zn befürchten ist. Dem deutschen Wesen aber ist der schwerste Schlag versetzt; denn entweder werden die Deutschen genö-thiget sein, die Verfassung durchzusühren und mit Gewaltmaßrcgeln den Widerstand der Slaven zu brechcn, oder sie verfallen einer neuen Reaktion, die ihnen die neu errungene Freiheit des Versas-sungSlebenö raubt." Politische Rundschau. Laibach, 15. April. Mit dem letzten Lloyddampfer „Australia" ist der Statthaltercileiter Baron Fluck von Leidenkron in Zara angekommen und hat die Direktion der Landesregierung sofort übernommen In allen Städten Dalmatiens herrscht die tiefste Ruhe. Der Bau der zerstörten Häuser in der Znppa wurde in Angriff genommen. Der „Pester Lloyd" erfährt aus bester Quelle, daß die ungarischen Bischöfe nach Ostern nach Rom zurückkehren, um, durchdrungen von der großen Gefahr der Unfehlbarkeitserklärung für Staat und Kirche, dort im Verein mit den deutschen, französischen und nordamerckanischen Bischösen entschieden dagegen zu opponiren. Jedenfalls wollen sic sest-halten an dem bisherigen KonzilSgrundfatze der Stimmeneinhelligkeit für Dogmcnvcrkündung. Primas Simor's Uebertritt zu den Infallibilisten wird dcmentirt; er meidet zwar die Versammlungen der Opposition, doch nur, um zu vermitteln und die Kurie zu bestimmen, die UiifclilbarkcitSciklärung aus eigenem Antriebe fallen zn lassen. Man beschäftigt sich in Deutschland mit dem in der Badesaison bevorstehenden Fü rstenr ende zvous zu Ems. Der König von Preußen wie der russische Czar werden dort ihren gemeinschaftlichen Aufenthalt nehmen. Auch sind die Besuche mehrerer anderer deutschen Fürsten dort bereits signalisirt; unter ändern gedenkt auch der König von Baiern aus seiner projektirten Rundreise an den deutschen Höfen einige Zeit am Hoslager zu EmS zu verweilen. Man bringt diese Begegnungen sowobl mit der russisch-preußischen Allianzfrage als auch mit dem Anschluß der süddeutschen Staaten an Norddeutschland in Verbindung. Der Herzog Ernst von Koburg-Go-tha denkt bereits eifrig daran, sich zurückzuziehen uud seine beiden unvereinbaren Herzogthümer an Preußen zu überlassen. Er läßt bereits die Do-mänensragc regeln, um nach dem Aufhören der Sou-veränetät einen Theil der Domänen den zu bildenden KreiSgemeinden zu sichern. Der Herzog hat in dieser Richtung die weitgehendsten und bestimmtesten Acußcruiigcn gethan. Ein zwingender Grund freilich zu dem Entschlüsse, die Herzogthümer an Preußen zu überlassen, liegt in der hoffnungslosen Finanzlage derselben, deshalb sind auch die entschiedensten Liberalen der Herzogthümer für ein Aushören der koburg-gothaischen Sonderexistenz. Ueber das Einschreiten der preußischen Regierung demKonzil gegenüber berichtet der römische Berichterstatter der „Morning-Post," die Einleitung zn dem 8eIu,E äö äoetrina, cAtiw-liog, sei die Veranlassung gewesen und Graf Bismarck habe in aller Ruhe den preußischen Gesandten angewiesen, er möge den Bischöfen des norddeutschen Bundes zu wissen thun, daß ihre Zustimmung zu der bewußten Einleitung Suspension von der Ausübung ihrer bischöflichen Funktionen und Verbot der Rückkehr auf preußisches Gebiet nach sich ziehen werde. Außerdem, bemerkt der Korrespondent, habe der Gesandte auch für Antonelli Instruktionen erhalten und dem Kardinal-StaatSsekre-tär mitgetheilt, nach welchen er die diplomatischen Beziehungen mit Rom abzubrecheu und mit seinem ganzen Gesandtschastspersouale Nom zu verlassen hätte, falls die mißliebige Einleitung angenommen werde. Auf diese doppelte Einwirkung hin seien denn die norddeutschen Bischöfe zu den Kardinal-legaten geeilt, um diesen ihre Noch zu klagen, und diese obersten Autoritäten des Konzils hätten sich darauf entschlossen, die Einleitung bei Seite zn lassen und gleich mit der Abstimmung an die erste Klausel des Schema selber zu gehen. In Paris wurde die Kammer bis zu dem auf den Tag des Plebiszits folgenden Donnerstag vertagt, nachdem Jules Favre den Minister Ollivier heftig angegriffen hatte. An Stelle Daru's soll Lagueron-niöre Minister des Aenßern werden. Die Kommission zur Prüfung der türkisch-montenegrinischen Grenzfrage ist konstituirt. Die bestreffenden Konsuln haben von den in Konstantin o p e l akkreditirten Gesandten ihre Instruktionen empfangen. Zur Tagesgeschichte. — Der Rücktritt des Ministeriums Hasner soll in dem neugewählten Prager Bürgermeister Dittrich den Entschluß zur Reise gebracht haben, auf feine Stelle zn resigniren, um der getroffenen Verabredung gemäß den Dr. Klandy wieder auf den früher innegehabten Primalorstuhl zu bugsiren. Daß letzterer nunmehr die Bestätigung erhalten wird, daran zweifelt in Prag kein Mensch. —- Für die Abschaffung der Trommel plaidirt ein Artikel der neuesten Nummer der Militärzeitschrist „Vedette" mit so glücklich gewählten Gründen, daß man bei dem Lesen desselben wirklich staunen muß, wie sich die Kalbsell-Raßlerei in der Armee so lange erhalten konnte. Zuerst ist es nämlich so schwierig, einen guten Tambour heranzubilden, daß m der Regel jedes Regiment höchstens einen einzigen wirklich guten Tambour besitzt, uud zum Ueberflusse ist auch dieser unnütz. Die Jäger und technischen Truppen, die keine Tambours haben, marschiren gewiß eben so gut wie die Infanterie; ja diese wird von schlechten Tambours oft geradezu in Verwirrung gebracht. Im Kriege darf die Trommel sehr oft gar nicht gebraucht werden, um dem Feind nicht die Manövers zu verrathen, und endlich kann sie nicht gebraucht werden, wenn cs regnet. Das erinnert an die Revolutionen, die aus Maugel an gutem Wetter unterblieben. Außerdem kostet sowohl die Anschaffung als die Erhaltung der Trommel bedeutend mehr, wie die eines HorneS oder einer Trompete. — Die Einwohner großer Städte haben gewiß für den rohen Lärm der Trommel ebenfalls wenig Simpathien. — In Graz ist eine Anzahl von Männern znsammengetreten, welche sich verpflichten, insgesammt aus der katholischen Kirche auszutreten, wenn die Unfehlbarkeit des Papstes wirklich zum Dogma erhoben wird. — Die Reichenberger S tadtvertretnn g beschloß eine Petition an das Präsidium des Ministeriums zu richten mit der Erklärung, daß sie der Resolution des Herrenhauses, der Adresse des Abgeordnetenhauses und der Rede Kaiserfelds zustimme. — Eine Volksversammlung in Leitmeritz nahm den bereits erwähnten Antrag des Ausschusses des deutschpo-litischen Vereines an. Zum Schluß wurden Hochs auf den Kaiser und die Verfassung ausgebracht. — Die Troppauer Gemeindevertretung hat den abgetretenen Minister Dr. Giskra zum Ehrenbürger ernannt. — In Folge eines versöhnenden Aufrufes Lie-big' S arbeiten wieder alle Arbeiter in Swarow. — Affaire Hompesch-Müller. Der „Tagesb." aus Mähren schreibt: Wann dieser Pro- zeß endlich seinem Schlüsse zugesührt werden wird, läßt sich noch immer nicht bestimmen; es heißt, daß bis zur Schlußverhandlung wohl noch ein paar Monate verstreichen werden. Ueber den Widerspruch, der sich in den Aussagen mancher Zeugen Herausstellen soll, gehen allerlei Gerüchte um, die allerdings nicht beachtet werden können, da ja vor der öffentlichen Verhandlung hierüber nichts mit Bestimmtheit angegeben, werden kann. Herr Müller ist mit seiner Familie , »ach Jglan übersiedelt, was natürlich auch nur hemmend auf die Beschleunigung der noch nöthig erachteten Erhebungen und Vernehmungen einwirken kann. — Im Großherzogthume Baden liegt bekanntlich! schon seit Jahren der Klerus niit der Regierung im ^ Streit, weil der Staat die Emanzipation der Schule' vou der Kirche austrebte. Nachstehender Fall spricht eben nicht zu Guusten geistlicher Erziehungsanstalten; wie nämlich aus Freiburg im Breisgau gemeldet wird, stand dort am 7. d. der katholische Geistliche Leuthner vor dem Schwurgerichtshofe, angeklagt wegen des Verbrechens der Knabenschändung. Lenthner war srüher Jnstitutsvorsteher und halte als solcher sein Verhältniß zu den Zöglingen der Anstalt in schnödester Weise mißbraucht. Er wurde der That überwiesen und zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt. — In Posen ist folgendes drastische Mittel gegen den Selbstmord mit Erfolg angewendet worden. Bor kurzem ging ein dortiger Einwohner über die Wallischeibrücke, als er bemerkte, wie in der Nähe des dortigen Kruzifixes eiu Mann sich aus die Barriere schwang, nm sich von da in die cngeschwolle-nen Flnthen zu stürzen. Aber kurz entschlossen versetzte ihm der Vorübergehende mit seinem Stock einen außerordentlich kräftigen auf denjenigen Körper-theil, von welchem viele Lehrer behaupten, Mutter Natur habe deuselbeu nur zu pädagogischen Zwecken geschaffen. Die Wirkung dieses Schlages war eine wunderbare; der Lebensmüde sprang von der Barriere auf die Brücke herunter und schimpfte seinen Lebensretter weidlich aus, indem er heftig den empfindlich berührten Körpertheil rieb. Den Gedanken an Selbstmord schien der kurz vorher so Lebensmüde vollständig aufgegeben zu haben. — Nach einem bei Marathon in Griechenland zwischen Gendarmen und Briganten stattgefundenen Konflikte nahmen die Briganten den englischen und italienischen Legationssekretär, feiner noch andere drei reifende Engländer uud zwei Frauen gefangen und verlangen ein hohes Lösegeld. Feldmarschall Heß 's. Die österreichische Armee hat einen ihrer berühmtesten Veteranen verloren; von dem kleinen Häuflein tüchtiger, kenntnißreicher und von dem Schlachtenglücke begüngstigter Generale, welche diese Armee im Laufe der Zeiten besaß, ist einer der bedeutendsten dahingeschieden, Mittwoch Morgens ist Feldmarschall Heinrich Freiherr v. Heß im 83. Lebensjahre einem langwierigen Leiden erlegen. Schon vor ungefähr zwei Monaten befürchtete man, daß der Tod des greisen Feldherrn eintreten werde, aber derselbe erholte sich wieder so weit, daß er das Bett verlassen konnte. In den letzten Tagen aber trat das frühere Leiden in viel heftigerer Weise auf und vorgestern war der Zustand des Kranken so bedenklich, daß mit jeder Stunde der Auflösung desselben entgegengesehen wurde. Um Mitternacht verlor der Feldmarschall das Bewußtsein und verschied um 4 Uhr Morgens in den Armen seiner Frau und seiner Schwester, der greiser^ioch selbst kranken Freifrau v. Dill er-Heß. Im Laufe des Mittwoch Vormittag kam Feldmarschall Erzherzog Al-brecht mit seinem Adjutanten in die Wohnung des Verstorbenen und betete an dessen Leiche. Um 12 Uhr fand sich auch der Kaiser bei der Leiche ein und verweilte bei derselben gegen eine halbe Stunde. Mil dem Verstorbenen ist Einer der wenigen Repräsentanten des alten Oesterreichs, die noch in unserer Mitte leben, zu Grabe gegangen. Während der fünfziger Jahre einer der gefeiertsten Männer des damaligen Militärregimes, stand Heß im Nordergrunde aller politischen Ereignisse des Tages. Ter Kaiser ehrte ihn durch die höchsten Auszeichnungen; der Hof nahm ihn uuler seine Lieblinge auf und die Armee vergötterte ihn neben Radetzky, als dessen rechte Hand, als den geistigen Urheber des ruhmvollen Sieges von Novara, welcher Oesterreich das kleine Königreich Sardinien auf Gnade und Ungnade zu Füßen legte und der italienischen Revolution den Garaus machte. Aber nicht blos die offiziellen und militärischen Kreise ^ waren damals bestrebt, dem General Heß ihre Ver- - ehrung zu bezeugen, anch in der Bevölkerung war der Mann bis zn einem gewissen Grade populär geworden. Er war eben kein Soldatenschinder; der gemeine ^ Mann liebte in ihm vielmehr seinen väterlichen Für-! sorger, und diese Simpathien verpflanzten sich auch auf das nichtmilitärische Publikum. Heß' Porträt war in den fünfziger Jahren in allen möglichen Formaten erschienen, es stand auf dem Toilettetische der vornehmen Dame und diente auch mancher armen Hütte zum Schmucke, ein Beweis, daß Heß einer der Löwen der Tage von damals war. Nach dem Sturze des Absolutismus, nachdem sich Heß in Folge der Krankheit und Altersschwäche ge-nöthigt sah, seine hohe Stelle in der Armee mit einer Hofwürde zu vertauschen — er wurde nämlich Kapitän der Trabanten-Leibgarde und der Hofburgwache — hatte die Oeffentlichkeit wenig Anlaß, sich mit dem greisen Veteranen zu beschäftigen, der bei Hof noch immer aus- und einging, in der Armee aber einflußlos geworden und bei der Bevölkerung daher so ziemlich in Vergessenheit gerathen war. Am Ostersonntag Nachmittags 2 Uhr findet das Leichenbegängniß stall, zu welchem unler Kommando Sr. k. Hoheit des Feldmarschalls Erzherzog Al brecht die gesammte Garnison der Residenz ausrücken wird. Die Leiche wird auf den Währinger Ortsfriedhoi überführt und daselbst in der eigenen Gruft beigesetzt. _______________________________________________(Tgbl.) Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Undank der Vo lks s ühre r.) Dr. E. H. Costa dennnzirt in seinem Leibjournal „Triglav" den slovenischen Literaten Levstek, daß dessen demnächst in Wien erscheinendes slavisches Witzblatt, das einer Wetterwolke gleich ober den Häuptern der Volksführer zu schweben scheint, aus dem DiSpositionsfonde sein Leben fristen werde. „Slovenski narod" macht zu dieser Denunziation unter anderen folgende Bemerkungen: „Es muß mit der Moral in Laibach weit ge- kommen sein, wenn ein „Triglav" sich erkühnt, einem Levstek und seinem Blatt die Garantie des Disposi-tionssondes vorzuwerfen." „Slovenski narod" will weiters wissen, die Regierung habe den Versuch gemacht, den Herrn Levstek für die Redaktion eines Regierungsblattes zu gewinnen, doch schlug dieser, obgleich in den kümmerlichsten Verhältnissen lebend, den Antrag aus, während ihm seine »ermöglichen Landsleute jeden literarischen Erwerb unmöglich gemacht hatten, und darunter sich sogar Personen befanden, denen Levstek zum schriftstellerischen Ruf verholfen hatte. Für solche böswillige Verlogenheit und perfide Denunziation reiner Charaktere gibt es nur eine Antwort, nämlich das Grenter'sche „Pfui!" Nach dieser Enthüllung des Organes der Jungslovenen wäre man fast versucht zu glauben, daß Dr. Ethbin Heinrich Costa, den die Klerikalen urplötzlich zu einem vorzüglichen slovenischen Schriftsteller (ixvMtsa gestempelt haben, obwohl seine Landtagsreden als haarsträubende slovenische Sprachatlentate bezeichnet zu werden verdienen, seine bisherigen slovenischen Aufsätze nicht selbst verfaßt, sondern daß dieselben aus Lev-steks Feder geflossen seien. Es wäre wohl zu wünschen, daß „Triglav" nächstens seinen Herrn und Patron von diesem Verdachte rein wasche. — (Für die freiwillige Feuerwehr) wurden 5 fl. von Herrn Johann Baron Grimschitz, k. k. pensionirtem Statihaltereirath, gespendet. — (Der Rchn'schen Privatmädchenschule Hieselbst) wurde vom Unterrichtsministerium das Oe ff e n t l i ch k e i ts r e ch t verliehen. — (Verunglückt.) Vorgestern Abends gerieth am Bahnhöfe der ' Wagenkuppler I. B. bei Zusammenstellung eines Lastenzuges an der Drehscheibe gegenüber dem Waarenmagazin zwischen die Pufser zweier Waggons und wurde dabei schwer und lebensgefährlich verletzt. Die strafgerichtliche Untersuchung wurde eingeleitet. — (Dr. Wilhelm Jordans Rhapsodien) werden von dem Tichter nächste Woche im Saale des Kasino zum Vortrage gebracht werden. Progra mm. Erste Rhapsodie: Dienstag, 19. April, 8 Uhr Abends. Erklärung des Stabreim - Verses. Gesang 1. Vorspiel. Die Insel Brunhilds. Volant und die Götterversammlung in Walhalla. Ein Lügentraum. Freya's Liebeszauber. — Der Hof König Günthers in Worms. Das Harfenband. Der Rhein und die Soge. Die Tarnkappe. Der Hinderberg. Der Geist der Mutter. Der Zaubergarten. Brunhildens Erwartung. Volkers Botschaft. — Epilog. — Zweite Rhapsodie: Donnerstag, 21. April. Sigfrids Ankunft in Worms. Der Traum Krimhildens. König und Findling. Der wilde Gast. Ter Willkommbecher. Liebeszauber. Das^ Mahl. (Pause.) Mimes Erzählung von Sigfrids Kindheit. Die schwimmende Wiege. Das Habichtnest. Die' Amme. Der Schmiedelehrling. Die Schwertprobe. Die Seherin Oda. Die Hirschkuh und die Schlange. — Epilog. — Dritte Rhapsodie: Freitag, 22sten April. Anknüpfung. Vorspiel zum zweiten Theil. Die Sorgen Günthers. Nixengeplauder. Brunhildens Steinwurf. Hageus Lügenmähr vom rothen Kreuzchen. (Pause.) > Die beiden Königinnen im Bade. DaS Balderslied. Sigfrids letzter Abschied von Krimhild. Helgi der Kleine und die Sonnenblume. Berichtigung. Im Sonett der gestrigen Nummer dieses Blattes wolle 'man statt„Dem Licht Hosauna klang, mit frohem Schalle" — Dem Licht Hosanna klang mit frohem Schalle, — lesen.__________ . Mvrqen am (^liarsamötag wird das Tagblatt" um 4 Uhr auögeflcben. Für die arme Witwe sind weiters eingegangen : Von einem Ungenannten 2 fl. Anzekomuieire Fremde. ÄM 14. April. Dr. Hauser, Oberarzt, Cattaro. — Scheiner, Ingenieur, Radmannsdorf. — Siegel, Ober-Ingenieur, Wien, — Tagenz, Zivil-Ingenieur, Görz. — Polakuer, Reisender. - Br. Schmidbuig, k. k. Oberlien tenant, Agram. — Äambeli, Kaufmanns-Gattin, Triest. Obermann, Realitätenbes., Gvttschee. — Wallbaum, Baunnternehm., Wien. - Moretli, Bannnternehm., Aßling. — Reiß, Ingenieur, Fiuinc. — Roschir, Be- zirksvorsteher, Reifniz. — Simon, Privat, Marburg. — Grünhut, Juwelier, Wieu. - Schwarz, Kfm., Wien. Verstorbene. 5^eu 13. April. Andreas Polanz, Armenpfründner, alt 73 Jahre, im Zivilspital, an den Folgen des Schlag- flusses. Den 14. April. Dem Herrn Johann Kos, Kondukteur, seiue Gattin Maria, alt 45 Jahre, in der St. Peters Vorstadt Nr 106 an der Entkräftung. Eingesendet Keine Krankheit vermag der delikaten lisvkltzs-oiöi'tz äii LLi ry zu widerstehen und heilt dieselbe ohne Medizin und Kosten alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma. Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarr-höcn, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht. Fieber, Schwindel, Blutaussteigen, Ohrenbraufen Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht. Bleichsucht. — 72,000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zeuguiß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Graseu Pluskow, der Marquise de Brühan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalescwre bei Erwachsenen und Kindern 50mal ihren Preis in Mediziniren. Zertifikat vom Herrn Dr. Medizine Jofcf Biszlah. Szelevenh, Ungarn, 27. Mai 1867. Meine Frau, die 'mehrcre Jahre an Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, allgemeiner Schwäche und Schmerzen gelitten uud alle Medikamente und Bäder vergebens versucht hatte, ist durch Du BarrNs RsvLlsseitzrk! gänzlich hergestellt worden nnd kaun ick dieses exzellente Nahrungsmittel jedem Leidenden bestens empfehlen. Im tiefstem Dankgefübl verbleibe ich mit Achtung ergebenster Diener Josef Viszlay, Arzt. In Blechbüchsen von Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. sl. 4.50, 5 Psv. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Lövaleseisrv 6IiooolLtL6 in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tasseu fl. 36. -- Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsnmeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagensurt P. Birubacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brüun Franz Eder; in Graz Oberrauz-meyer, Grablowitz; inLemberg Nottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Post-uachnahme. Wir machen lnerdnrch aus die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren S. Tteindeiter » Hamburg besonders aufmerksam. Es handelt sich hier um Staats-Lose zu einer so reichlich mit Haupt-Gewinnen ans-gestatteten Lerlosnng, daß sich auch m unserer Gegend eine sehr lebhafte Betheiligung voranSsetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient um so mehr das volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind nnd auch vorbenann-tes Hans durch ein stets streng reelles Handeln und Aus-zahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.__________ Wlttcrung. Laibach, 15. Äpril. Sternenhelle Nacht. Morgens Halbheiten. Gegen Mit tag starker Wind. Wärme: Morgens 6 Uhr -s- 7.4", Nachmittags 2 Ui'r -j- ,1.2" (IM 18.8", 1»ü8-j- 10.1"). Barometer 327.30'" im steigen. Das gestrige Tagesmit-tel der Wärme ->-8.2", um <>.9" über dem Normale. Gedenktafel über die am 2 0. April 1 870 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Jnrsic'sche Real., Schcrendors, 163 st., PG. Landstraß. — 1. Feilb., Cehovin'sche Real., Goce, 1730 fl., BG. Wippach. — 3. Feilb., Kosak'sche Real., Bicje, 1900 Gulden, BG. Laibach. — Minnendo-Lizitation wegen Hintangabe der Konservatiousarbeiten iu der Agramer- uud Karlstädter Reichsstraßc des Baubezirkes Rudolfswerth. Mündl. uud schristl. Offerte. 10 ", Kaution an die Bezirke-hauptmannschaft Rndolsswerth. Nsä.-Vr. iLHLsr, Dozent an der Grazer Universität, wohnt hier «1s TI nnd ordi- »irt täglich von 8 Uhr früh bis 5 Uhr Abends. (123—8) Laibach, den 6. April 1870. JE" Der Aufenthalt dauert noch bis 23. d. M. (Ende der Osterwoche.) Die Wacher KwMMMck übernimmt Gelder in laufende Rech nunft (Oonto oori'ont) und vergütet bis auf Widerruf: bei ^tägiger Kündigung 4"/« ,, ,, „ 4 '/z O/o „SV „ „ 5"/o (ioi ) Die Direktion. In Cilli find Ä alte vierfitzige k3I-ut86tlKN, von denen eine noch sehr Ivohlerhalten ist, billigst zu ver kaufen. (139—3) Bei wem'? erfahren Reflektanten durch die Expedition dieses Blattes. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-75) heilt brieflich der Spezialarzt für Epilepsie Doktor «. ILillliü«-»» in Berlin, jetzt: Louiseustraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. IVlou88ö - Kiei'pipkn von (27—7) Anton Wiesner in Wien sind stets vorräthjg >,„d zum ^-abrikSpreiS zi haben bei 8MNÄ88L in I^aidaeli. /u Ivrrul'on unci ru 8s>i6len ei'Iklubt. Man kiele äem riiv HainU SS«««« ü>s lwe.Iisten Oewinn bietet die neueste gnosse kelll-Verlosimg, welidie van der Koben kegierung geneb-migt und gsrantirt ist Ls werden NU,' Oewin»e geroden, und /war pliin-jzemiiss komme» in wenigen sonsten lKH.t-OO rur e», I^ntsekeidunz, darunter betillllen sieli Illiu^ltrell'er vo» >l. 230.000, ti»0 IlOO, >00.000, 30.000, 40.000, 30.000, 23 000, 2 M!>I 20.000, 3 mal 13.000, 4 mal 12 000, 4 mal 10 000, 5 in»! 8001», 7 mal «000, 21 »>r>> 5000, 35 Mül 3000, 126 mal 2000. 205 mal 1000, 255 mal ZOO, 350 n,al 200, 13.200 ».»l l lO ete. liie nsotistk 6ewinnriel,ung dieser Flüssen vom 8t:>ate garsntirten Oeld-Vürlosunx ist smtlivk festgestellt und lindet 8o!ion am 20. ^pnil 1870 8iat1, »>».! kostet Iiler/n 1 gün/.es Ongittül 8t,i!>ts-l^oos nur ll. 4, 1 liebes „ „ „ „ 2, 1 vierte» „ „ „ „ „ 1, ^-e^e» Linsenllung <>es Iietr!>j;es. ^»e ,Vuftei!ge weiten sofort mit »ier ^rosste» 8oeZs^>>t .iiis^efiilu't erl,H>t .>e6eri».ittn v»n uns >>ie Ori^innl 8t!>»ts-1>o»se selbst in INindeu. l>ei> l!estell>ui>;e» vverile» llie erlorderliebe» umt->ieliei> l'lu>>e ^r.itis >ieit;el!i^t »»d «!ie>> geiler /.ieli»»!; senden >vir unseren Interessenten unsulßelordert üint->ielie I,isle». (115—6) >>ie ^usr.ildunj; der Oevvmnv ertnigt stets ^rninsit unter 8tssl8-6»rsntie »,„> k»n» dure.i, direkte 2u-sendnn;;en oder inis Verl-ingen der Interessenten dureli innere Ver!>ii»Iunj;en un niieu grösseren l'Iiit/.on »eutseldands vernnlssst werden. Unser Ilekit ist stets vom 6>ueke kegunstizt nnd Imtten wir erst vor kurrem wieder»»! unter vielen anderen bedeutenden Kewinnen 3 mal llie ersten llsupttreffer in 3 Xiebn,^«» >»ut ofUriellen Le^eisen erlangt l»»I unseren Interessenten selbst »usbexüblt Voruussielitlieb Ii!»>n bei einem soleben nnl der »««»I»«>««»«» ^'eFriindeten v»ternebmen Üb>^r3ll !»d' eine sebr rez;e lietbeiligunj; mit üestimmt-beit ^ereebniit werden, ma» beliebe duber sidio» der »srnlii«-:»« ulle >»lt,iiFe !»»>- /u ri>!,te» !>» 8. L ( onizr.. Wanli- und Wechsel-Geschäft in Kam bürg ullt! Vol'Iout' ltlloi' äl.i3t8ot)!i^ritionen, uncl ^»Iek^n8l008t;. Um Innungen vonrubeugen, demenken wii' au8 (trückliob, lisss I Älsöld-Fium. Bahn . L»ka.Qädr1sks. , Nation. o.W. verloSb. llng. Lod.-Treditanst. ' Allg.öst.Bod.-Crekit. Geld l Ware 60.45 69.70 »0.50 ?6 10 6<>.ü5 69.d0 9,.- 96.20 105.50 106.— 119.80! ILO.- 93.50 86.— 94. 78.75 78.L5 Oeft. Hyporh.^Bank . brlorltLts-Vvris- Südb..Ges.zu500Fr. dto. BonS6r>Et. Nordb. (lOO fl. i§M.) Sieb.-B.(200sl.ö.W.) Nudolsöb.(300st.ö.W.) Franz-Jos. (LOOfl.S.) 83.50 75.50 84.— 76.— 714.— 716.- !S54.80 L55.-865.- 868.-52'..50^321.— !380.— 385.— 245.—! 250.— LLIo! 2220 204 80 205. 188 50 189.— 235 50 236.— 166.50 167.— 185.50 186. 178.-! 178.50 172 50 172 75 93.20! 93.40 90.75 91.-107 20 1<»7.50 90 >5 90.50 «Aeld Ware 98.—' 99.— 117.5t' 118.— 217.50 848 -V4.— 94.50 90.75 91.— 93.25 93.50 9S.60 »5.80 r.o»o örevit 100 fl. ö. W Don.-Dampssch.-Ges. zu ivo fl. CM. . . Lriester 100 fl. CM. . dto. 50fl. ö.W. . 'fener . 40 fl. ö.W. Ealm . „ 40 . P°Iffy . , 40 . Älary . „ 40 „ St. GenoiS„ 40 ^ Mndischgräy 20 „ Waldstein . 20 » ^eglevich . io . Nudolssstist. 10 ö.W. (sMon.) AugSb. l00fl.südd.W. Franks. 100 fl. . ^ vondon 10 Bf. Sterl. Paris 100 ArancS . Lais.Münz-Ducaten. 20-KrancSftück. . . BereinSthaler . . . Silbn . . . 158.75 159 25 99.50 100.— 127.— 129.— 61.—', 63.— 33.50 34.50 40.—j 41.— 30.50 31.— 36.—! 37 — 29.50^ 30.50 20.50 22.- 17.50 102.50 102.60 123 6' 18 95 5 8L 9.87 1.81 120-50 21.— 22.50 18.50 102.60 102.75 123 80 49.— 5.87 9.88 1.81 120.75 Eerleg-r und kür vie SLedattion verantwortlich: Ottomar B