Nr. 197 Mittwoch, 29. August 1917. 136. Jahrgang Mbacher Zeitung V»H»un»r»tl«n»pr«t«: M!» P°s X. halbjähri,, lb II. Im ttonlor: »anzjähr!» « X. lialbjiihrig ^i ll. ssür dir Zusielluny in» Haut aanz^Iirig « X. — I»s«7tto»»g»vühr: Wr Heine I>'irraer Tonn- und sseieriage. Die A>«i«< »»»»«on befind« sich Vlil!°«'<'!trllke Nr, IS: dii- ßl«>»»»«o» Millosiüstrahe Nr. 1«. Npiechstnndei, der Medaillon von « bi» l« Uhr »vrmitlnßK. Untranlierte Briefe werben nicht angenommen, Manuskripte nicht zurüclgeftellt. «»l»ph»«-P«. >e« V»>«KN«» 32. Politische Uebersicht. Laib ach, 26. August. Seine Majestät Kaiser Karl hat dem deutschen Kriegshilfslomitcc in Wien durch den kaiserlich deutschen Botschafter eine Spende von 10.000 K. zugehen lassen. Aus Budapest wird gemeldet: Ministerpräsident Dr. Welerle äußerte sich gegenüber einem Mitarbeiter des „Az Est", daß die ncuc Regierung sich wahrscheinlich am 10. September dem Abgeordnetenhause vorstellen werde. Die Regierung wird erst im Oktober die neue Indcmnitätsvorlage einreichen und beabsichtigt, nach deren Ablauf ein ordentliches Budget zu unterbreiten. Der Amerikaner Whitnay Warren hat au die „Westminster Gazette" ' eimn Brief geschickt, den er vom Chef des italienischen Marincstabcs Admiral Thaon di Revel erhalten hatte. Der Admiral schreibt darin: Wir kämpfen um unsere Einheit. Tricut und Trieft sind Tore unseres Hauses. Beide hat der Feind in Besitz genommen und verhindert uns, sie zu schließen. Wenn wir unser Land jetzt nicht befreien, werden wir es nie können. Wir werden kämpfen, so lange es Italiener gibt, die noch kämpfen können. Was Trieft und Trient zu Lande sind, ist die Adria für uns zu Wasser. Die zwei Lungen Italiens sind das Tyrrhenische Meer und die Adria. Italien verfügt in der Adria nicht über Hafen, die für moderne Kriegsschiffe groß und tief genug sind, wogegen Öster-reickMngarn von Pola und Eattaro ans die Adria bis Korfu beherrscht. Wir führen keinen Eroberungskrieg (!). Wir kämpfen, um die Eindringlinge aus nn-serem Hause zu vertreiben, oic sich dort eingenistet haben, als wir noch Kinder waren. Das Streben Italiens stimmt in allen Hinsichten mit den Kriegszielen der Vereinigten Staaten übcrcin. Diese können gewissermaßen Schiedsrichter zwischen zwei Zivilisationen sein: Entweder die lateinische Kultur, indem sie die Adria in den Händen der Barbaren lassen oder die germanisch-kroatische Kultur zurückdrängen, die weit über die ihr gestellte Grenze vorgedrungen ,st. DieSchwcizcnschcDepeschenagcnturmeldet: Samstag den 25. August fand eine Konferenz der Vertrc» ter der Hauptiu'dustrien und der wirtschaftlichen Verbände statt, welche das neue Wirtschaftsabkommen einer eingehenden Besprechung unterzog. Der Rat von Flandern' veröffentlicht zur Fric-dcusuote des Papstes Erklärungen, in denen es heißt: Die heutige belgische Regierung in Le Havre lehnt die ticfbegrüudeten Forderungen der belgischen Volts-wehl'heit, nämlich der Vlämcn, nach der vcrfafsungs-lnäßigeu Gleichheit im Staate ab. Wir stützen uns auf die Überzeugung, daß ein selbständiges Flandern neben einem selbständigen Wallonien eine dauernde Bürgschaft für den Frieden und für unsere Unabhängigkeit schaffen kann. Die Niederländische Tclegraphenagentur meldet aus Vlissingen: Sonntag um halb 12 Uhr wurden von einem Flugzeuge unbekannter Nationalität einige Vombcn dicht bei Franze auf den Boden der Gc« meinde Gadzaud geworfcu. Sie fielen auf offenes Feld uud richteten leinen Materialschaden an. — Eine Mitteilung des niederländischen Ministeriums des Äußern legt die Tatsachen der wiederholten Verletzungen holländischen Gebietes am 18. August durch deutsche und Entcntcflugzcuge dar. Die deutsche Negierung hat bereits ihr Bedauern ausgesprocheu. Die holländische Regierung erhob in Berlin Einspruch gegen die Verletzungen nnd wünscht weitere Auflläruugcn. Die holländischen Gesandten in London, Havre und Paris sind beauftragt, den betreffenden Regierungen die Frage vorzulegen, ob Flugzeuge ihrer Luftflotten au einem Luftgefecht über holländischen» Gebiete teil-genommen und Bomben geworfen haben. Die gefundenen Bombenfcherben werden durch die militärischen Stellen auf ihre Herkunft untersucht. „Petit Parisien" meldet: Aus einem Berichte des Prisengcrichtes in Nochefurt geht hervor, daß das französische Patrouillcnschiff „Anjou" am 17. August dieses Jahres auf der Höhe des Kap Brelon auf eine Mine gestoßen und gesunken ist, wobei sieben Mann der Besatzung ums Leben kamen. Die Bedeutung des Beschlusses der englischen Arbeiter für die Teilnahme an der Stockholmer Konferenz wurde in der Unterhaussihung vom 10. August vom sozialistischen Deputierten Snowdeu folgendermaßen präzisiert: „Das Votum zu Gunsten der Beschickung Stockholms war das einer Körperschaft, deren überwiegende Majorität vormals Anhänger der Politik des,Knock-out blow' (völligen Niedcrfchlagens) waren, nnd die Bedeutung des Votums ist, daß diefe Leute, an die Möglichkeit eines militärischen Sieges nicht mehr glaubend, eine Gelegenheit wünschten, um zu sehen, ob der .Erieg nicht durch andere Mittel als durch die Entscheidung des Schwertes beendigt werden könnte. Über die Vorgänge in Rußland liegen folgende Nachrichten vor: Auf der Staatstmlsercnz in Moskau bemerkte Minister des Innern Atsentjev, das augenblickliche Problem, vor dem der Minister des Innern stehe, sei, das Leben in der Provinz auf Grundlage von Gesetzen zu organisieren, welche die Regierung auf verschiedenen öffentlichen Gebieten schaffen werde, und in der Gefctzgcbuug aller lokalen Behörden vollkommene Einheit zu erzielen. Minister für Handel und Industrie Protupovii sagte: Mit dem Eintritte in das vierte Kriegejahr haben wir etwa 40 bis 50 Prozent der gesamten materiellen Werte aufgebraucht, die das Land erzeugt und die es ernähren. Finanznnnister Nekrasov begann seine Rede mit der Feststellnng, daß seit der Revolution die Staatsausgabcn beträchtlich gestiegen seien. Tatsächlich habe man in jedem Kriegsmonat dcs Kriegsjah« res I914 ungefähr 219 Millionen, in jedem Monat des Kriegsjahrcs 1915 223 Millionen und des Iah. rcs 1916 ungefähr 290 Millionen Noten in Umlauf geseht. In den ersten zwei Monaten dcs Jahres 1917 betrugen die monatlichen Notenausgaben 423 Millionen und vom März angefangen wurdeu durchschnittlich 832 Millionen im Monat ausgegeben. Hierauf begrüßte der Bürgermeister von Moskau Rudnev die Versammlung mit m,cr Ansprache, worin er erklärte, die Bevölkerung der alten Hauptstadt lüune nicht solidarisch sein mit einer anarchistischen Minderheit, die durch Ausstände die Bedeutung der Konferenz zu schmalem suche. — Am Vortage dcs Zusammentrittes der Staatslonferenz erließen der Bürgermeister der Stadt sowie die sozialrevolutionäre nnd sozialdcmo-lratischc Partei Ausrufe an die Bevölkerung nnd an die Arbeiter und Soldaten, worin diese aufgefordert werden, Ruhe zu bewahren und der Regierung sowie der Konferenz eine ungestörte Arbett zum Heile des Vaterlandes zu ermöglichen. Trotzdem halten die maxi-malistischen Sozialistcn und der Gewcrtschastsrat, die tags zuvor eine Vcrwahrungslundgebung gegen die als Veranstaltung der Bourgeois und der Gegenrevolution bezeichnete Konferenz gefaßt hatten, einen Teil. ausstand in Moskau durchgesetzt. Zahlreiche Fabriken und Werkstätten feiern. Der Straßenbahnvertehr ist stillgelegt. Die meisten Hotels sind geschlossen. Die Ma'ximalistcn machen alle Anstrengungen, um den Streik zn verallgemeinern. — „Aftonbladet" meldet aus Haparanda: Der ukrainische Zentralrat hat bo schlössen, trotz der Aufforderung der provisorischen Regierung an der Staatslonferenz in Moskau nicht teilzunehmen. — Stockholmer Blätter melden aus Petersburg: Da die Boljsevili die Staatskonferenz in Mostau dazu benutzen wolllen, Unruhen hervorzu. rufen, erließ der Minister des Innern einen Aufruf, worin er die Unterdrückung jedes derartigen Versuches mit allen zu Gebote stehenden Mitteln anordnet. Der Bürgermeister von Moskau forderte die Miliz auf, ihre Schuldigkeit zu tun. Das sozialrcvolutionäre und das sozialdemokratische Komitee hatten die Arbeiter ermahnt, Ruhe zn bewahren. Ein allgemeiner Streit, den die Boljseviti beabsichtigten, ist zwar nicht ausgebrochen, doch wird die Lage gleichwohl als sehr ernst betrachtet. — „Novoje Vr'emja" begrüßt die Moskauer Konferenz als letzte Hoffnung auf Rettung dcs Reiches. Das Blatt gibt ein verzweifeltes Bild der Lage. Es verweist auf die ernsten Vorgänge an der Rigaer Front, auf den Aufruhr in Finnland und die Erklärungen Vynmkenlos, daß im ukrainifchen Zentralrat vier deutschfreundliche Mitglieder sind, kurz, das Reich biete ein schreckliches Bild des Verfalles. — „Stockholms Tidningen" meldet aus Helsingfors: Der Prokurator Swinhufvnd hat in einer großen Versammlung eine aufsehenerregende Wahlrede gehalten, worin er die vollständige Lostrennung Finnlands von Rußland verlangte. Die russische Anarchie drohe nach Finnland verpflanzt zu werden. Die einzige Möglichkeit einer Entwicklung Finnlands sei vollständige Freiheit. Finnland brauche keinerlei Vormundschaft ! weder vom Osten noch vom Westen. Swinhusoud stellte dabei folgende Forderungen auf: Eigener Präsident, eigene Gesetzgebung, Trennung von Venoal-tung und Rechtsprechung uu^ Verantwortlichkeit des ! Senats vor dem Landtag. — Der „Temps" meldet: Das Zentralkomitee der Sozialistenpartei Finnlands hat einen Aufruf bezüglich der Wiederaufnahme der Arbeit des Landtages an das ganze finnifche Voll gerichtet. Im Manifest wird erklärt, die vorläufige Petersburger Regierung habe durch die Auflösung dcs Landtages nur eine Beschränkung der Freiheiten Finn, lands im Auge gehabt. Der Landtag könne die Ge> setzlichkeit der Auflösung nicht anerkennen. Der „Temps" meldet aus Athen: In der Kam« mcrsitzung vom 24. August hielt Stratos eine sechs« stündige Rede. Er bestritt darin die Gesetzlichkeit der jetzigen Kammer. Die Kammer spendete den Erwide« rungen des Ministerpräsidenten Veniselos Beifall, während die Rede des Stratos nach der französischen Meldnng einen wahren Entrüstungssturm entfesselte. Buss ions, der Abgeordnete von Kozani, ehemaliges Mitglied der türkischen Kammer und Mitunterzeich'ner der Antwort der Minderheit auf die Thronrede, er. klärt, er anerkenne den Wechsel auf dem Thron nicht. Kasondaris sprach für die Mehrheit. Er legte die Beschwerden gegen den flühercn König bar. Veni» selos sagte, die revolutionäre Bewegung sei das einzige Mittel gewesen, dem König den Willen des Volkes anfzuzwingen. Nach dem „Algemcen Handelsblad" meldet „Daily Chronicle" aus Athen, daß zwölf Neservistenjahr-gange unter die Waffen gerufen wurden. Nach einem Bericht des „Petit Parisien" aus Salonichi ist dort das Elend unbeschreiblich. 15.000 Personen sind noch immer ohne Obdach, 05.000 notdürftig bei ihren Glaubensgenossen untergebracht. Zur Verhütung der Ausbreitung von Seuchen wurden die strengsten Maßnahmen getroffen. „Progres de Lyon" meldet aus Salonichi: König Alexander ist hier ein-getroffen, um den durch den Brand verursachten Schaden in Augenschein zu nehmen. Der König wurde von General Sarrail sowie von den russischen und englischen Generalen empfangen. Laibllcher Zeitung Nr. 197 1234 29. Auaust 1917 Lokal- und Provinzial-Nachrichten. Der Vorgang bei Errichtung von Soldatenheimen. Ein Wort zur Aufklärung. Im Auftrage des „Österreichischen Zentralkomitees für Errichtung von Zoldatenheimen", von einem Mitgliede drs Arbeitsausschusses. Einen selten glücklichen Fortgang hat die Tätigkeit der Soldatenheimaltion bis heute genommen. Obgleich die vaterländische Oftferwilligleit des Hinterlan« des seit Ausbruch des Krieges bereits einer großen Anzahl von durch die Prüfungszeit notwendig gewordenen Fürsorgeunternehmungen reichliche Mittel zur Verfügung gestellt hatte, obgleich die Härten des Krieges auch im Hinterlande mit jedem Monat fühl« barer wurden, obgleich endlich auch die eigenartigen Terrain- nnd Verkehrsverhältnisfe an unseren Fronten eher abraten mußten, hat man dennoch, um unseren braven Kämpfern an der Front zu zeigen, wie sehr das Hinterland ihre Opfer zu würdigen wisse, beschlossen, zur Verringerung der im Felde zu bringenden Opfer an der ganzen Kampffront Soldatenheime oder, wo dies nicht angeht, wenigstens Soldatenstuben zu errichten. Nach kaum halbjähriger Dauer der Ak« tion bestehen heute bereits über 700 Heime, die von Hunderttausenden unserer Krieger als unschätzbare Wohltat empfunden werden. Das goldene Österreicher» herz, das im Wohltun sein eigen Glück findet, hat wieder einen glänzenden Triumph gefeiert. Aus wiederholten Zuschriften aber glaubt das Zentralkomitee erfchcn zu müssen, daß über den Vorgang bei Errichtung von Soldatenheimen mancherlei Zweifel bestehen, weshalb hiemit folgende Leitgedanken mitgeteilt seien: I. Bei Errichtung eines Soldatenheimes wirken zusammen das „Österreichische Zentralkomitee für Errichtung von Soldatenheimen" (Wien, IX., Wasagasse Nr. 2), das Kriegsfürsorgeamt XIII. 8. (Wien, IX., Schwarzspanicrstraße 16) und die Verwaltung des betreffenden Truppenkörpers, und zwar stellt das Österreichische Zentralkomitee sämtliche Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Bilder bei, das KriLgsfürsorgeamt liefert die Spiele, Musikinstrumente u. dgl. und besorgt den Transport an die Front, der Militärverwaltung endlich obliegt es, für geeignete Räume Sorge zu tragen und die notwendigsten Einrichtungsgegenstände zu beschaffen. II. Daraus leiten sich von selbst für die Verwendung von Stiftungsgeldern folgende Grundsätze ab: 1.) Der Stiftungsbctrag selbst (1000-2000 K.) wird nicht dem Truppenkärper (Regiment, Bataillon usw.) überwiesen, sondern für die Beschaffung der Aus« stattungsgegenstände (Bücher, Bilder, Spiele nsw.) verwendet. (A dürfte übrigens wenig bekannt sein, daß in der Regel dieser Stiftungsbetrag hiezu nicht ausreicht, sondern oft der Bücherwcrt allein den Stif-tungsbetrag weit übersteigt. Gleichwohl wird der Spender des Stiftungsbetrages im Heim selbst als Stifter namhaft gemacht. 2.) Wird für einen Truppen körp er, für den bereits von einem Gönner ein Heim gestiftet wurde, neuerdings der Stiftungsbetrag erlegt, so ergeben sich fol« gende Möglichkeiten: ».) Handelt es sich um ein größeres Heim, bei dessen Errichtung die Höhe des Stiftungsbetrages bedeutend überschritten wurde, so kann es einen zweiten Stifter erhalten und als solcher wird der neue Wohl« täter verlautbart. d) Sollte es aber ein Spender vorziehen, als selbständiger Stifter eines Heims zu gelten, so kann er die Stiftung einem anderen Truppenkörper zuwei« sen, der noch kein Heim besitzt; am besten überläßt er die Wahl eines solchen dem Zentralkomitee, das ihm geeignete Vorschläge unterbreiten wird. o) Mit besonderer Befriedigung wurde bereits in mehreren solchen Fällen, in denen ein Stifter einem bestimmten Trnppenkörpcr, der schon ein Heim an der Front besah, eine Wohltat zuweisen wollte, der Vor-schlag aufgenommen, diesem Truppentörper ein Sol» datenheim im Hinterlande zu gründen oder zu dessen Gründung beizutragen. Diese Heime sind auch berech, net für die Fricdenszeit und können darum von den Garnisonen als besonders schützenswerte Wohltat empfunden werden. Wer jedoch einen Geldbetrag im baren dem Truppenkörper zukommen lassen will, möge dazu einen ihm geeignet scheinenden Weg wählen; doch kann eine solche Spende nicht als Unterstützung der Aktion für die Er« richtung von Soldatenheimen angeschen werden. 3.) Da für den Bücherbestand in den Soldaten« Heimen das Österr. Zentralkomitee die Verantwortung trägt, sind Bücher nicht unmittelbar an die Soldatenheime, sondern an das Österr. Zentralkomitee zu sen« den, das die für geeignet befundenen mit ihrer Stampiglie versieht und an die Front weiterleitet. Bei weiteren Zweifeln wende man sich an das Österr. Zentralkomitee (Wien, IX., Wasagasse 2), das jederzeit gerne Auskunft erteilen wird. Soldatenfreunde des Hinterlandes! Großes habt ihr durch Errichtung der schon bestehenden Soldatenheime getan, den Kämpfern, die fchon das vierte Kriegsjahr beginnen, habt ihr damit eine Wohltat erwiesen, die sie euch nie mehr vergessen werden. Bedenkt aber, daß noch viele Truppen sehnsüchtig auf Errichtung eines Heimes warten. Ruhen wir nicht, bis möglichst alle Kampfer einen Ersatz für die Heimat an der Front haben! Zum Dank für die Heimat, die wir ihnen gefchickt, werden sie auch ferner mit starker Hand den Feind von unserer Heimat abwehren. — (Zur Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit.) Durch Beschluß des Abgeordnetenhauses vom 6. Juli 1917 haben die Kaiserlichen Verordnungen über die Militärgerichtsbarkeit ihre provisorische Gesetzeskraft verloren. Diese Frage hat kürzlich die Obersten Gerichtshöfe beschäftigt.' Der Oberste Gerichts» und Kas-sationshof ist der Ansicht des Obersten Landwehrgerichtshofes beigetreten, daß für die strafgerichtlichen Untersuchungen, die auf Grund der Kaiserlichen Ver« ordnungen vom 25. Juli und 4. November 1914 wider Zivilpersonen bei Militärgerichten entfallen und durch ein militärgerichtliches Ertennlnis noch nicht endgültig erledigt sind, nunmehr wieder die Zuständigkeit ües Zivilstrafgerichtes eingetreten und die Fortsetzung des Verfahrens und die Entscheidung durch ein Militärgericht somit unzulässig ist. Der Lösung der Zuständigkeitsfrage in den Fällen, in denen schon ein Urteil des Militärgerichtes vorliegt, das noch nicht rechtskräftig ist. soll jedoch mit dieser Entscheidung nicht vorgegriffen werden. — (Überprüfung der Enthobenen.) Die Grazer „Tagespost" meldet:' Die Enthebungsgruppe im Lan-desverteidigungsministenum, der die Überprüfung aller Enthebungen obliegt, wird mit Ende September ihre Arbeiten in der Hauptsache zum Abschlüsse gebracht haben. Maßgebend für alle Enthobenen bis zum 37. Lebensjahre ist allein der Tauglichkeitsgrad, Alle Enthobenen dieser Jahrgänge, gleichgültig, ob sie im Staatsdienste stehen oder in der Kriegs- oder Privatindustrie beschäftigt sind, deren Enthebung nicht schon vor dem 3l). September aufgehoben worden ist, werden damit zu rechnen haben, daß sie im Herbst zu einer Überprüfung ihres Tauglichlcitsgrades vor eine militärärztliche Kommission vorgeladen werden. Der Befund dieser Kommission ist für die fernere Enthebung entscheidend. Nur Frontdienstuntaugliche werden weiterhin, und zwar wahrscheinlich auf Kriegsdauer,! enthoben werden, während alle anderen Enthobenen eingezogen werden. Für Enthobene vorgerückten Alters (über 37 Jahre) kommt zwar ebenfalls die Tauglichkeit in Frage, doch entscheidet hier vor allem die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Enthebung selbst. — (Berufsbcratungsstcllc für kricgsbcschä'digte Offiziere.) Über Ersuchcu dcs k. und t. Kriegsministe« riums und Genehmigung des t. t. Handelsministeriums, Z. 17.687/IV ex 1916, wurde im September 1910 bei der Direktion der l. l. Exportakademie in Wien, 19/1, Exportakadcmiestraße 1, eine Bcrufsberatungs' stelle für kri^sbeschädigte Offiziere errichtet, die kriegs» beschädigten Offizieren fchriftliche und mündliche Auskünfte in Belufsberatungsangelegenheiten erteilt. Im abgelaufenen Jahre wnide diese Stelle von triegsbe-sch'ädigten Oberoffizieren und Stabsoffizieren häusig benützt, die sich über die verschiedenen Ausbildungs-, Möglichkeiten, die Vorbildungen für einzelne Berufe, die Aussichten und den Studiengang sowie die Möglichkeit ihrer Unterbringung informierten. Bei schrift-lichen Anfragen wird die Angabe des bisherigen Lebenslaufes und die Mitteilung von besonderen Wünschen, Fähigkeiten oder Kenntnissen erbeten. Auf Grund der mehrjährigen Erfahrung in der Berufsberatung kriegsbeschäd'igter Offiziere soll im nächsten Studienjahre an der t. k. Exportakadcmie ein zwei-bis dreiwöchentlicher Bcrufsbcratungsturs stattfinden, über welchen seinerzeit vor Eröffnung nähere Mitteilungen an sämtliche Tagesblätter ergehen werden. — (Regimentsausichtskartcn.) Unser heimisches Artillerieregiment (früher k. u. k. Feldlanouemegiment Nr. 7, jetzt k. u. k. Feldhaubitzregiment Nr. 28) hat zur Unterstützung von Witwen und Waisen nach den im jetzigen Kriege Gefallenen und Verstorbenen einen „Kriegssürsorgefonds des FHN Nr. 28 (früher FKR Nr. 7)" gegründet. Zur Förderung dieser Aktion wurden eigene „Regimentsansichtstarten" verlegt, die zum Preise von 20 Heller per Stück für diesen patriotischen nnd humanitären Zweck zum Vertriebe gelangen. — Das P. T. Publikum wird auf diese Karten, die in den meisten Laibacher Ansichtskarten-Verkaufsstellen erhältlich sind, aufmerksam gemacht und eingeladen, die Altion durch Ankauf der Karten nach Möglichkeit zu fördern. - (Tuberknlose-FUrsorgestellcn in Österreich.) gab es nach den Ausweisen der Österreichischen Vereinigung zur Bekämpfung der Tuberkulose im Juni 1917 folgende: 6 in Wien, 1 in Trieft, 3 in Prag, je eine in Aufsig, Komotan, Tetschen, Warnsdorf, Brunn« Mährisch-Ostrau, Troppau, Teschen, Nielih, Iägcrndorf, Üemberg, Krakau und Nowy Targ. Es sind also insgesamt 23 Fürsorgestellen in Betrieb; in Errichtung begriffen sind weitere 27, u. a. 4 in Krain, u. zw. in Laibach (Landesverein, Stadtgemeinde, Krankenkasse), in Aßling (Krankenkasse, Iu« dustriegesellschaft), in Gottschee und in Sagor von „Zweckuereinen". — Die Errichtung dcr Fürsorgestellen geht weit überwiegend von den bereits lange auf diefem Gebiete tätigen Vereinen aus; von den bereits bestehenden Fürforgestellen sind es nur drei, die anderen Organisationen ihre Entstehung verdanken. Von den in Errichtung befindlichen Fürsorgestellen werden 10 von den Tuberkulosevereinen, 3-von einem dieser Vereine gemeinsam mit anderen Organisationen (Rotes Kreuz, Gemeinde, Krankenkasse), eine von Krankenlasse und Industriegesellschaft gemeinsam, zwei von „Zweckvcreinen" ins Leben gerufen. Die Tuberkuloseoereine sind an 33 Fürsorgestellen, das Nute Kreuz an 7, Krankenkassen an 3, Gemeinden an 1, Firmen an 2, besondere Vereine an 2 Fürsorgestellen beteiligt, wozu noch weitere 7 in Galizien kommen. 108 Fürsorgestellen sind in Aussicht genommen. — (K. k. Exportakadcmic.) All der k. l. Exportakademie findet die Eröffnung des 20. Studienjahres Anfang Oktober im neu errichteten eigenen Gebäude, Wien, 19/1, Exportatademiesttahe 1, statt, wozu die Anmeldungen vom 1. bis 3. Oktober entgegengenommen werden. Das Programm nnd Vorlesungsverzeichnis ist im September in der Atademietanzlci erhältlich. Die Vorlesungen beginnen am 4. Oktober. — (An die Wirtschaftlichen HilföbMeaus für Ein-» gerückte) können sich Offiziere lind Soldaten, welche» vor der Einrückung oder vom Felde aus ihre ftrivatrechtllchen Angeleghnheitcn zu ordnen mlßcrstanoe sind, sowie deren Familicilangehörissc wenden, damit diese deren Ordnung im Namen der Eingerückten in die Hand nehmen. In Fällen, welche nach gesetzlichen Vorschriften den Beistand eines Advokaten erheischen, insbesondere bei Durchführung von Nechtsstteitinteiten vor Gerichtshöfen und bei Überreichung von Beschwerden an den k. k. VerwalumgK-gerichlshof gegen Entscheidungen der Unterhaltslommis-sionen, kann die Beigabe, eincö Rechtsvertreters durch die ! Wirtschaftlichen Hilssbmeaus erlangt werden. Wirtschaftliche Hilfsbureaus bestehen in Laib ach (Verichtsge-bäude, Amtsstube Nr. 121, und Rathaus), am Sitze txr Vezirkshaufttniannschaften nnd am Sitze der größeren Ge« incmdetiolstetMgen. — (Lcichcubca.aua.uis.) Gestern nachmittags wurde der eines jähen Todes verblichene Herr Oberleutnant i. d. Res. Ioo Hrasovec, der einzige Sohn des Vorstandes des Vahnbetriebsamtcs Laibach Stb., Herrn Inspektors Viktor Hraöovec, auf dcin Fried« Hofe zum Hl. Kreuze zur ewigen Ruhe bestattet. An dem Leichenbegängnisse, das vom hiesigen Staatsbahnhofe aus stattfand, beteiligten sich neben den Familienangehörigen folgende Herren: Oberst Edler von Klein schrobt und Oberstleutnant Theiß mit dienstfreien Offizieren, Staatscisenbahndirektor Hofrat Schmitz mit zahlreichen Eifcnbahnbeamten, Handels« und Gewerbekammerpräsident Knez und Landtags« abgeordneter Dr. Novak, writers sehr viele Damen. Der militärische Kondukt war von einer Halblompanie beigestellt worden. — (Bcsihwcchscl.) Die Waldherrschast „Kanter" (ehemals Fuchsschcr Besitz) wurde von der Kärntner Sparkasse an den Grafen Lamezan verkauft. — (Die Mchluerkäufcr) werden eingeladen, sich znverlählich Samstag den 1. September um 9 Uhr im städtischen Beratungssaale einzufinden. — (Flcischvcrtcilunll.) Die städtische Approvisio« nierung wird heute nachmittags von halb 2 bis halb 8 Uhr in der Iosefitirchc billigeres Rindfleisch auf die roten Legitimationen ^ lind die gelben Lcgitimatio« nen ^ abgeben. — Weiters erfolgt heute nachmittags die Fleischabgabc auf die gelben Legitimationen Ii in nachstehender Reihenfolge: von halb 3 bis 3 Uhr Nr. 1 200, von 3 bis halb 4 Uhr Nr. 201—400, von halb 4 bis 4 Uhr Nr. 401—600, von 4 bis halb 5 Uhr Nr. 601—800, von hall, 5, bis 5 Uhr Nr. 801—1000, von 5 bis halb 0 Uhr Nr. 1001 bis 1200, von halb l, bis 6 Uhr Nr. 1201-1400, von li bis halb 7 Uhr Nr. 1401 bis zum Ende. Die Familientarten sind vorzuweisen. Laibacher Zeitung Nr. 197 _____________ 1235 29. August 1917 — (Paradicsäpfelvcrkanf) Die städtische Appro, visioniernug hat hotte mit dem Paradiesäpfclvertaufe auf denl Markte begonnen. —le. — (Die verschwundene Brieftasche.) Ein Besitzer aus Ravuil ging diesertage in der Absicht, ein Paar Ochsen zn kaufen, nach Neudorf und nahm einen Geldbetrag von 3400 K. mit, den er in einer schwarz-ledcrnen Brieftasche in der inneren Westentasche verwahrt hatte. In Neudorf lehrte er mit einigen Ve-. kannten in ein Gasthaus ein und trank einigen Wein. Als er aber zum zwciteumalc zahlen wollte, bemerkte er, daß ihm die Brieftasche samt dem Inhalte aus der Westentasche verschwunden war. „Die Gespensterstunde" im Kino Central im Landesthcatcr. Das Kino Central si'chrt heute nnd morgen den neuesten, von höchstmöglicher Spannung erfüllten Urban Gad-Film „Die Gespensterstunde" vor. Einen gnten Besuch auch fiir diese zwei Tage verspricht nicht nur die spauucude, an anfregendcn Szenen reiche Handlung, sondern und vielleicht fogar in erster Linie das musterhafte Spiel der Damen Olga Engel nnd Marie Widal. Die spielende Leichtigkeit, die bezaubernde Natürlichkeit, womit die letztere Dame ihre Nolle verkörpert, ist bewunderungswürdig. Das Stück soll nur für Leute mit starken Nerven sein; nun, diejenigen von uns, die solche nicht besahen, haben sich in den letzten drei Jahren ohnehin schon längst begrabeil lassen, und wir, die Überlebenden, sind so starknervig und dickhäutig geworden, daß die gruselige Geschichte mit ihren Vorgängen im Spuk-zimmcr uus nicht mehr schaden kann. Eine Dame, die im Schaufenster eines Schuhgeschüftcs ein Paar Schuhe um 80 K. sieht, braucht, wenn sie abends im Lichtspiel die Schrectensszcnc im „Braunen Zimmer" miterlebt, uicht zu fürchten, daß sie in Ohnmacht fallen werde. Kino Ideal. Fortsetzung der berühmten Tragödie eines künstlich erzeugten Menschen. Olaf Fönns im Film „Homunkulus". Heute: Homunkulus, :l. Teil; außerdem ein komischer Trickfilm und allerucucste Kriegswochenbcrichte. — Morgeu Homunkulus, vierter Teil, usw. täglich eine Fortsetzung bis Samstag. — Letzte Vorstclluug im Garteu um halb 9 Uhr abeuds mit Orchesterbcgleitung. Kino Ideal. Der Krieg. spondenz »Muren«». Oesterreich - Nnftarn. Bon den Kriensschcnlplähen. Wien, 28. August. Amtlich wird Verlautbart: 28. August. Östlicher Kriegsschauplatz: Bei Sovcja muhte vorgesteru eine gewouncuc Höhe vor überlegenen Angriffen wieder geräumt werden. Bei der Armee des Generalobersten Kritek entrissen österreichisch-ungarische und deutsche Regimenter den Russen in heißen Kämpfen das Dorf Bojan und dle Stellung auf dem Dolzot. Es wurden über 1000 Gefangene, <: Geschütze und zahlreiche Maschinengewehre eingebracht. Italienischer Kriegsschauplatz: Durch Zuschnb neuer Kräfte verstärkt, setzte der Iwlicuer auf der Hochfläche von Baiusizza-Heiligcu-geist alles daran, feinen zu Beginn der elften Ifonzo^ Schlacht unter gi oßeu Opfern errungenen Raumgewinn zu erweitern. Fast in allen Teilen dicfcr Front stürmte der Fewd gegen unfere Truppen an. In erbittertcu Handgrauaten- uud Bajonetttämpfcn maß sich die in zehntägiger Schlacht ungebrochen gebliebene Widerstandskraft uuferer Streiter mit der 'italienischen Mer-macht. Die braven Verteidiger gingen auf der ganzen Linie als Sieger hervor. Der Gegner wurde überall geworfen. Er flüchtete stellenweise völlig aufgelöst. Auch östlich von Görz mißglückte den Italienern ein mit beträchtlichen Kräften uuteruummcncr Vorstoß, — Im Gebiete des Stilfscr Joches führte ein unter bedeutcndcu alpinen Schwierigkeiten ins Wer! gefetztes Unternehmen zu vollem Erfolg. KaiscrsclMen hobeu iu Eis und Schuce überraschend'einen feindlichen Posten aus uud brachten 2 italienische Offiziere, 20 Alftini, 1 Mafchinen. gewehr und 1 Scheinwerfer zurück. Der Ehef des Generalstabes. Wien, 26. August. Aus dem Kricgsprcsseauarticr wird gemeldet: Italienischer Kriegsschanplatz: Gestern nachmittags wnrde auf dem Plateau Vainsizza-Heili-üengeist, dann um den Monte San Gabriele erbittert gekämpft. Alle Angriffe der Italiener zerschelllcn. Der Wcsthang des Hügels 54l» bildet den steilen Talrand des oberen Ifonzo füdlich Selo. Dagegen stürmteu zehnmal die Italiener. Helden des IR 47 (Marburg) und des IR litt (Ungvar) waren die Verteidiger. Den Monte San Gabriele wieder versuchten die Italiener von Britof aus vergebens zu erobern. Sie wurden nnter schweren Verlusten zurückgeschlagen. In voller Unordnung fluteten ihre Abteilungen westwärts. Der italiexifche Heeresbericht vom 20. August mel» det die Elbeutung von zwei 30,5-Mörsern. Dies entspricht uicht den Tatsachen. Wir überließen den Italienern nur eiue uudrauchbar gemachte Lafette eiues solchcu Mörsers. Alle anderen fchafften wir zurück. Dies war um so leichter möglich, weil wir damals planmäßig uud ohne Eiuwirluug des Gegners zurückgingen. Östlicher Kriegsschauplatz: Ein glückliches Unter-uehmcu zwischeu Dnjestr uud Pruth verbesserte wesent-lich unsere Stellungen östlich Ezcrnowitz. Hiezu griffen wir die Höhe DolM uud das Dorf Bojau planmäßig an. Nach starler Artillerievorbereituug eroberten gcsteru vormittags östrrreichisch-ungarifche uud deutfche Iufauteric in zweistündigem Klampfe die feindlichen Slclluugeu im Raume Dolzot^Vojau. Unter den mehr als 1000 Gefangenen befinden sich 21 Offiziere. Wien, 28. August. Aus dem Kriegspresfcquarticr wird am 28. August abends mitgcleilt: Auf der Hochfläche von Heiligcugeist und östlich von Görz bei nnveränderter Lage sehr heftige Kämpfe. Berichte des italienischen Gcncralstalics. Wien, 28. August. Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Fciudlicher italienischer Generalslabs-bcricht vom 27. August. Auf der Hochebene von Bain-sizza nahm die Heftigkeit des Kampfes zu. Der Feind vcrfuchtc mit äußerster Erbitterung und weitcstgehen-der Kräfteentwicklung uufcr Vorrücken gegen den Osl-rand aufzuhalten. Unsere Trupvcu traten dem neuen feiudlichen Widerstand entschlossen entgegen uud störten ihn an mehreren Pnntten. Die Alpini-Bataillone des Tonale und Pasubio zeichneten sich durch ihre heroische Haltung aus. Am gestrigen Tage machten wir neuerdings 500 Gefangene. Unsere Flugzeuge brachten durch wiederholte und mörderische Bombardements Zerstörung in die Hinterlinie des Gegners, wodurch die Unordnuug des überstürzten Rückzuges erhöht wurde. Wicn, 28. August. Aus dem Kriegsprrssequartier wird gemeldet: Feindlicher italienischer Geucralstabs-bericht vom 28. August. An der ganzen Schlachtfront spielte die Artillerie die Hauptrolle. Auf der Hochebene von Vainstzza fetzten unfere Truppen ihre Vor-rückuug fort und nahmen cugerc Fühlung mit dem Feinde. Starke Teilmlgriffe sicherten uns den Besitz einiger Stellungen, die uns der Gegner mit seinen Gegenangriffen nicht entreißen tonnte. Die ungünstigen atmosphärischen Verhältnisse behinderten die Tätigkeit uuferer Flugzeuge beträchtlich. Königlich polnische Gerichte. kubliu, 26. August. Seine Majestät der Kaiser hat die Ermächtigung zur Erlassuug einer Verordnung erteilt, kraft deren die Justizverwaltung nnd das Gerichtswesen polnischen Behörden, nud zwar dem Iustiz-departement des Staatsrates übertragen werden. Die königlich polnischen Gerichte treten am I. September an die Stelle der bisher im österreichisch-uugarischeu Okkupationsgebiete bestellten Gerichte nnd werden im Namen der polnischen Krone Recht fprcchen. Deutsches Reich. Von den Krieasichauplätzen. Berlin, 28. August, Das Wolff-Bureau meldet: Großes Hauptquartier, 28. August. Westlicher Kriegsschauplatz: Hecrcsgrnppe des Kronprinzen Rnpprecht von Bayern: Iu Flandern brach frühmorgens an der Straße Ypern-Menin ein starker englifcher Angriff verlustreich zusammen. Nachmittags setzte schlagartig stärkstes Trommelfeuer gegen die Kampfzone zwischen Langhemarck uud der Äahu Roulcrs-Ypcru cm. Unter Vcrwcuduug zahlreicher Pauzerwageu und tieffliegender Flugzeuge trat bald darauf die englische Infanterie auf dieser Front zum Sturm an. In zäher Verteidigung warfen uufere Truppen den Feind, der feinem Angriffe durch Vorführen starker Reserven daucruden Nachdruck zu geben versuchte, überall zurück. Abends setzte unter nochmattyer gewaltiger Feuersteigerung ein zweiter geschlossener Ansturm gegen dieselben Abschnitte ein. Das Ergebnis der bis in die Nacht hinein dauern- den Kämpfe ist, daß bis auf eine unbedeutende Einbuchtung nordöstlich von Frenzcnberg unsere Stellun-gen restlos behauptet wurden und die Engländer eine blutige Niederlage erlitten. Der Erfolg des Tages ist der ausgezeichneten Haltung württembergischer Trup-pen und der vernichtenden Wirkung unseres zusammengefaßten Attillcriefeuers zu danken. Westlich von Le Catelct scheiterten neue französische Vorstöße vor un-fcren Linien. Heeresgruppe des Deutscheu Kronprinzen: Im Westen des Ehemin des Dames versnchteu die Franzosen am Wege Allemant-Sancy in Regi» mentsbreite zum Angriff vorzubrechen. Sie wurden durch Feuer abgewiesen. Südlich von Eourtecon und südöstlich vou Ailles verlief ein Stohtrllppenunter-nehmen für uus erfolgreich. Vor Verdun herrfchte tagsüber nur geringe Gefechtstätigleit, nachdem die Frühlämpfe um das von uns zurückgewonnene Dorf Beaumont abgeschloffen waren. Die dort eingebrach« ten Gefaugcuen gehörten drei französischen Divisionen an. Abeuds nahm auf dem Ostufer der Maas der Artillerielampf wieder große Heftigkeit an. Bei erfolglosen Teilangriffcn, die westlich der Straße Beau-mont'Vacherauville vorbrachen, erlitten die Franzosen erhebliche Verluste. In den letzten Tagen errang Leutnant Vvß feinen 38. Luftsieg. Östlicher Kriegsschauplatz: Hcercsfront des Gencralfcldmarschalls Prinzen Leopold von Vayern: Von der Dttna bis zum Dnjestr war die Ge« fechtstätigkeit nur in wenigen Abschnitten lebhaft. Auf dem Norduscr des Pruth nahmen bayrische und österreichisch-ungarische Regimenter die stark verschanzten russischen Stellungen auf der Dolzol.Höhe nnd das Dorf Aojan im Sturm. Hartnäckiger Widerstand der Russen wurde auch auf den Hügeln nordöstlich des Dol^ok nach hartnäckigem Kampfe am Abend gebrochen. Mehr als 1000 Gefangene, « Geschütze und zahlreiche Maschinengewehre fielen in unsere Hand. Die Verluste des hinter den Ralitna-Abschnitt zurück, geworfenen Feindes find fchwer. Front des Generalobersten Erzherzog Josef: Nördlich von Sovcja im Susita-Tale wurden un« sere Sicherungen von kürzlich genommenen Höhen durch überlegene feindliche Angriffe verdrängt. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen: In einigen Abschnitten rege Nrtillerietätigleit. Mazedonische Front: Zwischen Prespa- und Dojran-See lebte mehrfach das Feuer auf. Westlich des Vardar bei Ljumnka angreifende feindliche Abteilungen wurden von den bulgarischen Posten abgewiesen. Der Erste Generalquartiermeister: v. Ludendorff. Berlin, 28. August. Das Wolff-Bureau meldet-Trotz aller Mißerfolge und schwerer Verluste setzten die Engländer an der flandrischen Front ihre ver-zweifelten Angrisse erbittert fort. Nachdem am Morgen des 27. August beiderseits der Straße Ipern—Menin ein starler tiefgegliederter Angriff blutig zusammen-gebrochen war, setzten die Engländer in dem granaten« zerrütteten Gelände zwischen den beiden Bahnlinien Boesiughe-Staadeu über Ypcrn—Noulers zu neuen Durchbruchsversuchen an. Um 3 Uhr nachmittags brach auf der Front von Dreaibanl bis zum Kanal von Hollebeke schlagartig ein Feurrorlan aus. Ein schwerer Augriff folgte; aber ungeschwächt durch die englische Artillerie, fetzte die deutfche Abwehnvirlung ein. Ein Granaten- und Schrapnellhagel schlug den anstürmenden Massen entgegen. In erbitterten Nahlämpfeu stürzten sich die deutschen Reserven auf die Engländer und warfen sie überall zurück. Um 8 Uhr abends ver« fuchten die Engländer nach nochmaligem gewaltigen Trommelfeuer einen zweiten Angriff. Bis 10 Uhr hielten die Kämpfe an, in denen bis auf eine geringe Einbuchtung nordöstlich Freezenberg die deutschen Slelluugen restlos gehalten wurden. — An derübri-gen Frönt kam es zu leinerlei Infantericlämpfen. Im Artois vcrfuchten die Kanadier bei St. Auguste einen ueuerlicheu Teilangriff. Zwischen den zerschossenen Hau-scrn der Urveitertolome kam es zu äußerst blutigen Kämpfen — Mann gegen Mann. Wiederum mußten die Kanadier sowie am Tage vorher unter Ein-büße zahlreicher Toter nud Verwundeter zurück. Auch nördlich St. Qucntin wurde um 4 Uhr nachmittags eiu iu der Gegend Eologne-Fermc nach heftigem Feuer überall einsetzender englischer Angriff im Gege»- Laibacher Zeitung Nr. 197 _________________ 1236________ ________^^ 29. August 1917 stoß geworfen. An der Aisne-Front versuchten die Franzosen am Morgen des 27. August bei Menne-jean-Ferme sowie südöstlich von Ailles verschiedene Teilvorstöße, die sämtlich scheiterten. Am Chemin des Dames hielt das Artilleriefeuer Tag und Nacht an. Vor Verdun haben die erbitterten Kämpfe um Beaumont mit einem vollen deutschen Erfolg geendet. Die Deutschen halten den ganzen Südrand von Beaumont, nur am Ostausgange ist den Franzosen ein kleines Schützennest geblieben. Nach . diesem schweren Mißerfolg erneuerten die Franzosen ' ihren Angriff nicht. Erst gegen Abend versuchten die Franzosen zwischen der Höhe 344 und dem Chaume-Wald einen nenen Angriff. Die französischen Sturmwellen wurden überall glattweg abgewiesen. — Im Osten ist mit der Einnahme der wichtigen Dolzot« Höhe sowie des Dorfes Nojan, die mit sehr geringen eigenen Verlusten erkämpft wurden, eine wichtige Frontverbesserung erzielt worden. Verliu, 28. August. Das Wolff-Bureau meldet: 28. August, abends. Im Westen bei Sturm geringe Gefechtstätigkeit. In der Moldau wurden dem Feinde einige Höhenstellungen am Rande des Gebirges nordwestlich von Focsani entrissen. _________ Der See- nnd der Luftkrieg. Neue U-Booterfolge. Verlin, 28. August. Das Wolff-Bureau meldet: Durch unsere Unterseeboote wurden im Sperrgebiete um England wiederum 24.500 Bruttoregistertonnen versenkt. Unter den versenkten Schiffen befanden sich ein englischer bewaffneter Tankdampfer vom Aussehen der „Hyrcania" (5227 Tonnen), der aus der Sicherung herausgeschossen wurde, der bewaffnete italienische Dampfer „Trento" mit 4800 Tonnen Kohlen von Cardiff nach Genua, dessen Geschütz heruntergeholt und dessen Kapitän gefangen genommen wurde, ferner ein großer unbekannter Dampfer, der an der Spitze eines starten Geleitzuges fuhr. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Flugzengangriffe im Rigaischen Meerbusen. Verlin, 28. August. Das Wolff-Vureau meldet: Unsere Flugzeuggeschwader an der lurländischen Küste haben in der letzten Zeit zahlreiche erfolgreiche An« griffsflüge gegen die Befestigungen. Flugstationen und militärischen Anlagen auf der Insel Oefel ausgeführt. Dabei wurden auch die im Gebiet des Rigaischen Meerbusens gesichteten russischen Seestreitkräfte erfolgreich mit Bomben belegt. Bei diefen Angriffen wurde ein Zerstörer der Nowit-Klasse durch einen mit hoher Stichflamme bei den hinteren Schornsteinen beobachteten Bombentreffer zum Sinken gebracht. Ein russisches Werkstattschiff wurde so fchwer beschädigt, daß sein Sinken ebenfalls mit Sicherheit angenommen werden kann. Trotz stärkster feindlicher Gegenwirkung durch Land- und Schiffsabwehrgeschütze und verschiedener Luftgefechte mit ruffischcn Flugbooten und französischen Kampfeinsitzern, wobei ein feindliches Flugboot bei der Insel Abro am Rigaischen Meerbusen zum Landen gezwungen und so sehr beschädigt wurde, daß die Besatzung über Bord sprang, sind unsere Flugzeuge sämtlich ohne Verluste oder Be« schädigungen in ihre Stationen zurückgekehrt. Rußland. Die Moskauer Konferenz. Petersburg, 27. August. (Agentur.) In der Sitzung vom 27. d. erklärte der Abgeordnete der ersten Duma Zabotov, die Abgeordneten der ersten Duma weisen mit Entrüstung jeden Gedanken an einen Sonder, frieden zurück. Wenn sich ein ehrenvoller Friede biete, so wollen sie, daß er nicht ein deutscher Friede, das heißt, das Ergebnis eines deutschen Sieges, sondern eine Folge des Triumphes Rußlands und seiner Verbündeten sei. Der Abgeordnete der zweiten Duma Alexinslij erklärte, die Abgeordneten dieser Duma hätten ihn beauftragt zu erklären, sie würden nur eine Regierung unterstützen können, die sich von folgenden Grundsätzen leiten ließe: 1. Fortsetzung des Krieges in enger Gemeinschaft mit den Verbündeten bis zur vollständigen Vertreibung der feindlichen Truppen aus Ruhland und den verbündeten Ländern. 2. Bildung der obersten Gewalt auf Grundlage einer Koalition und der Landesverteidigung. Generalifsimus Kornilov stellte vor allem fest, daß die Todesstrafe, deren Wiederherstellung er verlangt habe, und die anderen Mahnahmen, die von den schrecklichen Übeln der Desorganisation und Insubordination betroffene Armee einigermaßen geheilt haben. Das Übel halte jedoch noch die russischen Truppen in seinen Klauen. Die Gefahr neuer Zusammenbrüche lastet stets über dem Lande. Die Lage an der Front ist so, daß wir ganz Galizien und die ganze Bukowina, alte Früchte unserer letzten Siege, verloren haben. An mehreren Punkten hat der Feind unsere Grenze überschritten und bedroht unsere fruchtbaren südlichen Provinzen. Der Gegner trachtet die rumänische Armee zu ver» nichten; er pocht an die Tore von Riga und wenn unser Heer uns nicht hilft, die Küste des Golfes von Riga zu halten, wird der Weg nach Petersburg breit offen liegen. London, 28. August. Die „Times" melden aus Moskau: Kerenskijs Rede auf der Konferenz hat allgemeine Enttäuschung hervorgerufen. Man urteilt, daß er eine glänzende Gelegenheit verpaßt habe, starken Eindruck auf die, die wirtlich russisch fühlen, zu machen. Die Extremen, die die Abhaltung der Konferenz in Petersburg unmöglich gemacht hatten, versuchen hier dasselbe zu tun. Die Straßenbahnen, die Arsenale, Spinnereien und Fabriken hatten die Arbeit eingestellt. Nach einem späteren Bericht hat gestern der Streit wieder aufgehört. Tagesneuigkeiten. — (Päpste als Friedensvermittler.) Es ist nicht das erste Mal, daß ein Papst die Aufgabe des Friedensvermittlers übernimmt. Der erste Papst, der in der neueren Zeit diese Rolle für sich in Anspruch nahm, war Pius IX., der aber nicht inmitten des Kampfes mit seinen Vorschlägen Heroortrat, sondern sich bereits vor Ausbruch des Krieges von 1870 sowohl an den König von Preußen wie an den Kaiser der Franzosen mit dem Ersuchen wendete, die Dinge nicht auf die Spitze zu treiben, sondern mit seiner Hilfe einen Weg friedlicher Vermittlung zu suchen. Von beiden Seiten erhielt er eine kühle Ablehnung. Beharrlicher zeigte sich Papst Leo XIII., der im Spanisch-Amerikanischen Kriege nicht weniger als dreimal mit Vorschlägen zur Beilegung des Krieges hervortrat, Vorschlägen, die er der Königin-Negentin Maria Christina von Spanien sowie dem damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten MacKinley unterbreitete. Wohl erkannte man seine menschenfreundlichen Bestrebungen von beiden Seiten an, man lehnte sie aber höflich und entschieden ab. Den gleichen Mißerfolg erzielte Leo XIII. bei seinem Versuch, im Kriege zwischen Italien und Abessimen zu schlichten. Diese Vermittlung trug ihm damals nichts weiter als ein Schreiben des Negus Menelit ein, das ein Meisterstück diplomatischer Kunst genannt zu werden verdient und an dessen Abfassung der damalige Ratgeber des Negus, der Schweizer Ilg, hauptsächlich Anteil hatte. Weiterhin machte dann Leo XIII. als Friedensvermittler während des Burenlrieges von sich reden. Er wendete sich in einem eigenhändigen Schreiben an die Königin von England, die er persönlich kannte. Die Königin, die für den Papst die größte Wertschätzung hegte, dankte in den verbindlichsten Worten für das menschen« freundliche Anerbieten des Heiligen Vaters, bedauerte jedoch, ungeachtet ihres Wunsches, dem Blutvergießen ein Ende zu machen, von diesem Anerbieten leinen Gebrauch machen zu können. Auch der unmittelbare Vorgänger des heutigen Papstes, Pius X. versuchte es, beim Beginn des Weltkrieges, unmittelbar nach der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien, Frieden zu stiften. Er tat das allerdings nicht durch eine direkte Mitteilung an die Staatsoberhäupter, son« dern wählte den Weg der diplomatischen Verhandlungen. Am 29. Juli 1014 begannen in seinem Auf« trag denn auch Besprechungen des päpstlichen Staatssekretärs mit dem österreichisch-ungarischen Botschafter beim Vatikan. Sie verliefen aber ergebnislos. — (Den Ehrentitel eines Nekord-Pfcifcnrauchersj hat sich, wie der „Gaulois" berichtet, einer der in Frankreich eingetroffenen amerikanischen Offiziere erworben. In einem Gespräch mit französischen Offizieren erklärte er nämlich, daß er wette, ein ganzes großes Paket Tabak für 50 Centimes in einer halben Stunde aufzurauchen. Die Wette in der Höhe von 100 Franken wurde auch glänzend gewonnen, und der „Gaulois" meint, wenn die Amerikaner im Kampfe ebensoviel leisten wie im Pfeifenranchen, hätte man die deutschen Armeen nicht mehr zu fürchten. — (Othello im Wilden Westen.) Ein amerikanische Schmierentruppe fünften Ranges berührte auf ihren Wanderzügen auch den „fernen Westen" und führte dort in einer Scheune, die als Theatersnal her« gerichtet war, den „Othello" auf. Das Publikum bestand aus Cowboys, Goldgräbern, Negern, von denen die meisten noch nie in ihrem Leben ein Theaterstück hatten aufführen sehen, die aber gleichwohl der Handlung mit gespanntem Interesse folgten. Als nun, nachdem Iago sich das Taschentuch erschlichen hatte, die Eifersucht des Mohren znm Ansbruche kam und er der armen Desdemona sein: „Wo ist das Taschentuch? Wo ist das Taschentuch?" zubrüllte, glaubte es einer der Zuhörer, der dem Stücke mit Hingabe gefolgt war, mit einer langweiligen Unter« brechung des Schauspieles zu tun zu haben, und schrie mit der gesamten Kraft feiner Lungen: „Znm Teufel auch mit Deinem Taschentuch! Schneuz' Du Dich nur getrost in die Finger und dann mach', daß Du weiterspielst!" — (Der Heiratsmartt ani Brunnen.) Aus Leipzig wird berichtet: Der Aufmerksamkeit eines zufällig am Mende«Brunnen"auf dem Leipziger Augustusplatz vorbeikommenden Kriminalschuhmannes gelang die Entdeckung und Verhinderung eines argen Unfugs. Abends 8 Uhr bemerkte er dort eine große Zahl fe'in-gekleidetcr Herren und Damen, jene mit Rosen im Knopfloch, die, um den Brunnen promenierend, sich gegenseitig mit forschenden Blicken betrachteten. Als Mestna hranilnica Ijubljanska naznanja pretužno vest, da je njen marljivi nadoficijal, gospod Viljem Trtnik b. kr. nadporoènik v nekem èrnovojniskem pešpolku, imetnik vojaškega zaslužnega križca III. razreda, pohvalnega priznanja z meèl ltd. dne 9. avgusta 1917 na rumunskem bojišèu pri Tifesti padel èastne smrti za domovino ter bil pokopan v Pur- celesti ^. Casten mu spomln Z "')T V Ljubljanl, dne 28 avgusta 1917 RaVfiatCljStVO. Laibacher Zeitung Nr. 197 1237 29. August 1917 der Beamte in der Nähe hinter einem Busch einen Mann bemerkte, der sich anschickte, die.Versammlung heimlich zu photographieren, nahm er diesen fest. Dieser hatte zwei Heiratsanzeigen erlassen, in denen Herren mit Damen und Damen mit Herren zwecks Heirat in Verbindnng zu treten wünschte». Die in großer Zahl sich Meldenden hatte er alle an den Mende-Vrunnen bestellt, nm sie dort zn photographieren. Der Beamte trat mit dem Festgenommenen vor die Versammlung und erklärte den Anwesenden, daß sie das Opfer eines großen Unfugs geworden seien, worauf sich der moderne Marlt von Richmond schnell leerte. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtet. Mit 1. September 1917 beginnt ein neues Abonnement auf die llaibacker Teilung. Die Prcinumerations»Nedingungen bleibn, unverändert und betragen: mil Postoersendung: für Laibach, abgeholt: ganzjährig . . »«» X — l, ganzjährig . . 22 II — k halbjährig ..»»»—» halbjährig . . I« » — » vierteljährig . 7 » 5<» » vierteljährig . li , l5N » monatlich. . , » » k<» » monatlich. . . > » 8l5 » Für die Zustellung ins Haus für hiesig« Abonnenten per Jahr 2 Kronen mehr. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Pränumerationsbctrag für die —3 Zu sofortigem Eintritt wird 22H2 2-2 eine Erzieherin u. eine Korrespondentin, event. 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