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Weil nun in der Wählerliste eingetragen ist: „Karl und Friederike Teppei", Frau Teppei aber gestorben ist, so erklärte die Wahlkommission, daß Herr Teppei dadurch das Wahlrecht verloren habe, ein Standpunkt, welcher nirgends im Gesetze den leisesten Schimmer einer Berechtigung findet und der mit der gesamten bis-herigen RechtSsprechung deS BerwaltungSgerichtShofeS im direkten Widerspruche steht. Die Wahlkommission wurde vom RegierungSkommissär Dr. Breschar ein-gehend belehrt und trotz seines Widerspruches wurde Herr «arl Teppei zurückgewiesen. Die Vollmacht der Südbahngesellschast war nach den Statuten derselben von zwei Ver« waltnngSräten ordnungsgemäß unterfertigt. Sie wurde jedoch zurückgewiesen, weil Herr D. Benkovic verlangte, daß sie legalisiert sein müsse. Dr. Benkovic behauptet nämlich, daß Vollmachten, welche in einem anderen Kronlande ausgestellt find, legalisiert werden müssen. Diese juristische Weisheit erregte großes Aussehen. Außerdem war die eine Unterschrist aus der Vollmacht nicht gut leserlich, weshalb die Mehr, heit der Wahlkommission beschloß in Zweisel zu ziehen, ob die zweite Unterschrift tatsächlich von einem Verwaltungsrate herrühre. Wie man sieht, sind das lauter bei den Haaren herbeigezogene Entscheidungen, welcher jeder Rechtsgrundlage entbehren und welche ganz selbstverständlich ausgehoben werden. Von deutscher Seite werden gegen diese Wahl alle Rechtsmittel ergriffen werden, es wird aber (Nachdruck verboten) per Aartholomäustag Von Paul Holst«. Wenn die Felder abgemäht sind und die ersten Frühherbstuebel zu brauen beginnen, dann stellt sich ein guter Freund bei uns ein: der BartholomäuStag, der am 24. August an da» Tor des Sommers pocht, diesem verkündend, daß es mit seiner unumstrittenen Herrschast nun die längste Zeit gedauert habe. Früher im Mittelalter brachte der BartholomäuStag — die früher einbrechende Dunkelheit, verkürzte den Arbeit«, tag in der freien Natur — auch noch den Verlust einer Mahlzeit: Bartholomä — Befperkost ade! Ebenso heißt e« auch im selben Sinne und in der gleichen Bedeutung: Am Bartholomätag Bersteck nur deinen Vespersack! Dasselbe besagt auch schließlich die folgende alte Bauernregel: BartholomieS Verbietet Butter und KieS (Käs). Doch nicht nur dieser Rückblick aufs Mittelalter erschöpft unseren Tag. an dem auch sonst noch zahl, reiche Sitten und Gebräuche beobachtet werde». Meistens haben freilich alle diese Rudimente aus altheidnischer Zeit eS ausschließlich mit den Freuden und Scherzen der Ernteperiode zu tun. Und als Ernteheiliger tritt uns denn auch St. Bartholomäus iu mehr oder weniger verhüllter Form oftmals ent. gegen. Da hat er gar viele verwandte Züge mit dem alten Germanengott Wodan, der im deutschen Erntekult bekanntlich keine kleine Rolle spielt; man braucht nur an das alte Erntewort zu denken, da» da »autet: Wode Hole dinem Rosse nu Fode. Aber auch noch andere Typen der altgermani schen Mythologie spielen bei den Gebräuchen unsere» TageS eine Rolle. Zuvor aber wollen wir erst der kirchlichen Bedeutung unseres Heiligen gerecht werde». Dieser war der Sohn deS Thalmai und einer der zwölf Apostel Christi. Er soll als erster die Lehre des Heilands im glücklichen Arabien gepredigt haben; in Armenien soll er dann den Märtyrertod dadurch erlitten haben, da» er bei lebendigem Leibe geschun. den wurde. Die römische Kirche begeht seinen Ge-dächtniStag am 24.. die griechische hingegen am 25. August. Geschichtlich bekannt und interessant ist auch die sogenannte Bartholomäusnacht (24. August 1572), die den Anfang macht, zu jener surchtbaren Metzelei, in der 30.000 franzöfische Protestanten von ihren katholischen Mitbürgern in etwa vier Wochen ermordet wurden. Schließlich seien im Anschluß hieran auch noch die sogenannten Bartliolomiten er« wähnt, ein Orden der reformierten Armenier, welcher in Italien angetroffen wird, wo er 1307 in Genua eine eigene Kirche erhielt. Die Bartholcmiten haben einen Gottesdienst nach ihrem eigenen Kult und Ritus. 35 Jahrgang. auch dafür gesorgt werden, daß die StaalSanwalt» chaft von allen jenen Fällen Kenntnis erlangt, in denen Uebertretnngen des WahlschntzgesetzeS vorge« ommen find. Der Erfolg der deutschen Sache liegt darin, saß unsere Gegner nur durch eklatante RechtSbrüche legen konnten. Die Znknnst wird lehren, daß dies ein Pyrrhussieg war. Wir werden unentwegt fort« arbeiten an der Eroberung der Gemeinde Umgebung Eilli, eingedenk deS Spruche», daß kein Baum auf einen Streich fällt. Die gesamte Wahl vom Wahlvorbe-reitungSversahren bis zum Schlüsse des Wahlaktes hat aber den deutlichen Beweis erbracht, daß diese Wahl in gesetzlicher Weise nur dann wird durchge-führt werden können, wenn sie von einem Regie« rungSkommlssär geleitet wird. Mit Rücksicht aus die gesetzwidrigen Borgänge bei der Wahl im Jahre 1906 hätte die Regierung schon jetzt zu dieser Maßregel greisen müssen, wenn sie hier nur halbsoviel Ob» jektivität an den Tag legen würde, als sie durch die Nichtbestätigung deS Bürgermeisters Hribar gezeigt hat. Es muß Ordnung werden in der Gemeinde Umgebung Cilli und die Ordnung kann nur dann eintreten, wenn eine Gemeindevertr.'tung aus Grund eines ordentlichen Wahlversahrens zustand« kommt, wenn Männer gewählt werden, welche sich ehrlich und selbstlos der Wirtschaft in d«r Gemeinde widmen, bei denen ein Abgang von Gemeindegelderu nicht zu befürchten ist. Solange aber ein paar Studenten und Advvkatenschreiber die eigentlichen Herren in der Gemeinde sind, solange ist es Pflicht der Steuer» träger, mit aller Macht darauf hinzuarbeiten, daß eine andere Herrschast, eine ordentliche Wirtschaft in dieser so entwicklungSsähigen Gemeinde Platz greift. Der BartholomäuStag kann ein Spätsommer« tag genannt werden. In südlichen Gegenden ist er nicht nur der Tag der Traubenreife, sondern sogar der Tag der nsten Mostbereitung. Das Scherzwort ist allgemein bekannt, das da sagt: „N. N. wisse, wo Bartel, den Most sich holt." Aber auch sonst (ibt es eine reiche Anzahl von Reimen und Sprüch-lin, die da unseren Tag charakterisieren. Freilich ist er, soweit eS sich um nördliche oder südliche Ge-genden handelt, als Erntetag verschieden geartet. Die einzelnen Bauernregeln und Wetterreime, von denen wir hier einige zitieren wollen, werden un< nach dieser Richtung hin am besten insormieren. Man höre: Gewitter nach BartholomuS Bringt Schaden und keinen Genuß. Auf den nahen Herbst deutet der solgend« Spruch hin: Bartholomä Bringt Reif und Schnee. Bon einer regnerischen Zeit spricht eine andere Bauernregel: Bartholomäus hat'S Wasser parat Für den Herbst bis zur Saat. Doch kann dieser BartholomäuSregen auch Segen bringen: Wenn'S an Bartholmi regnet auf den Hut, Geraten die Kartoffeln gut. Seile 2 Windische Gemeinde- Schon seit längerer Zeit war das Gerücht ver-breitet, daß in der Gemeinde Umgebung Cilli bei einer Revision sich der Abgang eines Betrages von mehr als 20 »0 K aus der Gemeindekaffe herauSge-stellt hat. ES wurde daher beim LandesauSschusie eine Anzeige eingebracht und um Revision der Kasse ersucht. Das Ergebnis dieser Revision ist ein so verblüffendes, daß man mil Recht staunen muß, daß in einer so großen Gemeinde eine derartige geradezu gewissenlose und unverantwortliche Geldgebahrung möglich ist.' Es erinnert dieser Mangel an Kontrolle an die Vorgänge in der Cillier BezirkSvertrrtung. in welcher bekanntlich Dr. Sernec und Dr. Dccko viele Tausende von Kronen ersetzen mußten. Der Landesausschuß hat über diese Revision an die Ge-meinde Umgebung Cilli nachstehenden Erlaß hinaus« gegeben: Zl. 27239. An das Gemeindeamt Umgebung Cilli Ger. Bez. Cilli. Der Landesausschuß hat sich infolge einer an ihn gerichtete» Anzeige veranlaßt gesehen mit dem Erlasse vom 27. April 1910, Zl. 16861 eine unvermutete Skontrierung der Kaffe der Gemeinde Um-gebung Cilli anzuordnen. Bei der hierüber am 30. April 1910 durchgeführten Skontrierung wurde festgestellt, daß die Ge-meindekassebestände den für den bezeichneten Tag er-mittelten Rechnungsstand überstiegen. Insofern nicht in den Ansgabeubuchungen ein Irrtum unterlaufen ist, ist also die Verrechnung von Einnahmen der Ge-meinde verabsäumt worden, was auSstellig bemerkt werden muß. Dai Gemeindeamt wird beauftragt dasür Sorge zu tragen, daß die Rechnung für daS Jahr 1909 ehestens der Erledigung zugeführt werde. Sonach ist durch den Gemcindeausfchuß eine neuer« liche Kaffeskontrierung vorzunehmen, über deren Er-gebniS hieher binnen 3 Wochen zu berichten ist. Ferner wurde anläßlich der erwähnten kom-missionellen Lkontrierung festgestellt, daß rücksichtlich der Gebahrung mit dem auf daS Einlagebüchel Nr. 2516 der Posojilnica v Celji angelegten Guthaben folgende, die Gemeinde schädigende Fehler unter-lausen sind. Die Einlagen und Behebungen, die aus daS be-zeichnete Büchel vorgenommen sind, wurden bis ein-schließlich der am 27. Februar 1900 erfolgten, unter I. A. 47/06 im Gemeindekassabuche verrechneten Ein-läge von 2000 X und der am gleichen Tage er-folgten, unter I. A. 40/06 verrechneten Behebung von 44 X 41 b sämtlich verrechnet. Weiter wurden die am 11. Jänner 1907 erfolgte Behebung von 146 X 21 h, die am 23. März 1908 erfolgte Behebung von 18 X 11 1, und die Nur für die Weinernte bietet allzuviel Feuch-tigkeit keine guten Chancen: Regen an St. Bartholomä Tut den Trauben weh. Wiederum auf den Herbst weist eine andere Wetterregel hin: Wie St. Bartholomäus sich verhält, So ist der ganze Herbst bestellt. Dasselbe besagt auch der folgende Reim: Wie sich das Wetter um Bartholomäus stell« ein, So soll'S den ganzen Herbstmond fein. Auf den Gemüsegarten spielt ein anderes Spruch-lein an: Bartholomä Treibt das Kraut in die Höh. Mit der Obsternte haben es zwei Sprüche zu tun. Der eine lautet: Bartholomus Pflückt die Nuß. Der andere hingegen heißt: Bartholomei Schüttelt Aepfel und Birnei (u). AeHnliche Bartholomäusbauernregeln gibt eS noch viele. Wir haben schon eingangs den Bartholomäus-tag als abschließenden Erntesesttag charakterisiert. Einzelne Bräuche illustrieren daS noch offensichtlicher. So z. B. das um unseren Heiligeutag herum viel- . Kemlche xoaast am 17. August 1908 erfolgte Behebung'von 350 K im Gemeindekassabuche unter I. A. 16/o7 bezw. 89 und 317/08 verrechnet. Nicht verbucht wurden hin-gegen die Einlage vom 31. Mai 190S mit 2500 K und die Behebung vom 1». November I9uö mit 4400 K, voin 3. August 1907 mit 154E» K und vom 2. November 1907 mit (»00 K Durch Nichtver» rechnung dieser Einlage von 2500 X mifc der erwähnten Erhebungen im Betrage von zusammen 5l4ii X wurde die Gemeinde um einen Benag von 2645 X ges'ädigt. Die Nichtverrechnung der bezeichneten Beträge wurde bereits im Jahre 1908 in der BezlrkSauS-schußkanzlei bemerkt. Mit dem Erlasse deS RtgierungS-kommissärs sür den Bezirk Cilli vom 6. Juni 1908 Zl. 643 wurde das Gemeindeamt hieraus ausmerk-sam gemacht, wonach in der Nachweis«tg über die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde für daS Jahr 1907 in Einnahmslubrik 12 dw folgende Post eingetragen wurde: Unter I A. 47 es 1906 eiuge» legier und irrtümlich alS Ausgabe verbuchter Beirag von 2000 K Demgemäß wurde auch im Äasjabuch» am Schlüsse deS Rechnungsabschlusses für das Jahr 1907 der Betrag von 2000 X dem ermittelten Ueber-schuffe zugerechnet. Durch dies« RechnungSrichtig-stellung erniedrigt sich lie vorstehend mit 2645 K ermittelte Schädigung der Gemeinde um 20u0 K auf 645 K (Sechshundertvierzigjünf Kronen). Dieser Betrag ist unter der Bezeichnung: Nachträglicher Ersatz für die in den Jahren 1906 und 1907 auf das Einlagebüchel Nr. 2516 der Poso-jilnica v Celji behobenen, jedoch nicht verrechneten Beträge und unter Zitierung dieses Erlasses im Ge-meindekafsebuche in Einnahme zu stellen. Eoferne sich bei der neuerlich vorzunehmenden Kasse-Skontrierung nicht ein diesen Betrag deckender Ueberschuß ergibt, wäre vom Äemeindekassier der entsprechende Ersatz zu leisten. Zu einer weiteren RechnungSüberprüsung findet der Landesausschuß keinen Anlaß ES muß jedoch bemerkt werde«, daß die erwähnten Fehler nicht hätten unterlaufen können, wenn seitens der Gemeindever-tretung der Bermögensgebahrung der Gemeinde einige Aufmerksamkeit zugewendet worden wäre. Der Um-stand allein, daß zur Zeit der erwähnten Skontrie-rung die Eintragungen in den Kassabüchern für daS Jahr 1909 nicht einmal summiert waren, genügt zum Beweise, daß die Gemeindevertretung während des ganzen JahreS keine Kasseskontrierung vorge-nommen, und niemals Anlaß genommen hat, sich von dem Rechnungsstande im Laufe deS Jahres zu überzeugen, fondern Vielmehr die Verantwortung für die Richtigkeit der Gemeinderechnung ausschließlich und allein dem die Kassebucheintragungen besorgenden Gemeindesekretär überlassen hat. Bei dem bedeutenden Geldumsätze der Gemeinde von mehr alS 30.000 li fällt diese Nachläffigkeit umso schwerer inS Gew!cht. UebrigenS ist bei dem erwähnten Umstände der Geldgebahrung der Gemeinde sach beliebte Gänserichreiten oder Hahnenreiten. Zu diesem Brauch werden Hähne oder Gänseriche mit den Füßen an eine wagerecht hängende Stange fest-gebunden. Reiter jagen heran und suchen sie los-znreiße». Wer ein Tier fängt darf eS behalten. Diese etwas grausame Sitte ist hier und da in der Weife modifiziert worden, daß man Papptiere oder auch Holztiere aufhing, die nachher dem glücklichen Ge« winner gegen entsprechende lebende Tier« eingetauscht wurden. Auch daS Hammelreiten, ebenso das Ton-neineiten und ähnliche Volksbelustigungen gehören hierher. Selbstverständlich spielen auch zahlreiche uralte Feldkulte, die sich entweder auf die neue Feldbe-stellung oder aus noch ausstehende Ernten beziehen, am Bartholomäuötage eine große Rolle, Meist sind diese Bräuche Sitten, die an alte Brotopfer erinnern; aber auch solche, die aus Tieropser hindeuten, sehlen nicht, wie ja die oben geschilderten Gebräuche in ihren Grundformen auch nichts iveitrr als Tieropser zu Ehren der glücklich beendeten Ernte gewesen sein dürften. Immerhin handelt es sich aber bei allen diesen Dinge» um eine ganze Festperiode, und nur in beschränkterem Sinne um einen einzelnen T»g, wie der BartholomäuStag einer ist. Bartholomäus selbst ist gewissermaßen ein Doppeltag: auf der einen Seite präsentiert er sich als Schlnßtag der Ernte-sestlichkeiten, aus der anderen Seite als AnsangStag der volkstümlichen KirmeSbelnstigungen. So schwankt sein Bild hin und her, bleibt aber »ach beiden Rich-tungen hin ein durchaus sympathisches, freundliches nnb in jeder Weise ansprechendes. Soll aber alles gut gelingen und zur allge-meinen Freude von statten gehen, dann muß der Ninmner 68 eine Uebersicht- über die jeweilig noch «uShaftende» Verpflichtungen und eine Begleichung der tvl sächlichem Gebahrung mit dem Voranschläge oh« Führung, eines Hauptbuches wie ciu solches bis jwn Jährt 1890 in der Grmemde geführt worden ganz und> gar auSgeschldsitn, wcshulb das Gemeindeamt bcauf-tragt werden» wuß^ bi»»e» längstens 3 Wochen dir Anlage einei solchen Hauptbuches sür die Gebahrung. vom 1. Jänn» 1910' au zu veranlassen und hier» über hieher z» berichte»». Mit Rücksicht auf M? erwähnten, dem gesamten GemeindeauSschusse zu? fcttst zu legenden Mchläsfig» leiten und Uttgchürigkei»,» sinder der LandeSouSjchu» die (Gemeinde zum Ersatz« der für die bezeichnete Kassa« Skontrierung erwachsenen KommisiimiStosteu im Betrage ven K SN'ZY zu verhalten und daS Ge-meindeamt ju beauskrag«», diesen Betrag binnen 3 Wochen auS der fkmetadetafse an daS Landes» obereinnehmeramt in Gcaz abzuführen. Hievon wird unter »mem der Regier«>gstom-missär für den Bezirk Cilli und der Beschwsdeführer in die Kenntnis gesetzt. Gr az» am 10. August 1910. Vom steiermärkiichen LandeSaus^chusse. Die Lo)ialdrmokratie und die slawische Gefahr in Drsterrrich. (Sechste Fortsetzung.) DaS bisher über das volksverräterische Treiben der Sozialdemokraten deutscher Zunge gebotene Bild wäre nicht vollständig, wenn man nrcht auch der Versuch« gedächte, den üblen Eindruck, den die direkt deutsch-feindliche Haltung der führenden Männer und Bertreter im Abgeordnetenhcmfe und in den Landtagen selbst aus die eigenen Genosien machen mußte, zu verwischen Es haben sich immer wieder einige gefunden, die in Reden und in Schrift daS antinationale Vorgehen der Socialdemokratie als Partei zu bemänteln suchten. ES sind auch Fälle zu verzeichne», in denen di; Sozialdemokraten einzelner Bezirke, bort, wo man daS nativnak-feindliche Vor-gehen der Parteileitung oder der sozialdemokratifcheu Abgeordneten unmittelbar zu spüren bekam, sich zu natianalen Aeußerungen aufrafften. Diese Rolle natürlich im Einverständnisse mit der Parteileitung möglichst gut zu spielen, hat das vom Abgeordneten Schuhmeier herausgegebene Parteiorgan .Die Volks-tribüne" übernommen. Während man in der „Ar-beiter-Zeitung" höhnende Artikel über die Deutschen in Niederöstereich. die sich gegen die frechen nationalen Vorstöße der eingewanderten Tscheche» zu wehren begannen, zu lesen bekam, hat die .Bolkstribüne" SchuhmeierS ziemlich unverblümt zu verstehen ge- BartholomäuStag namentlich vom Wetter begünstigt fein. Er muß mit dem Regen sparen und darf auch nicht mit allzu großer Hitze nahen, denn sowohl daS eine wie das andere ist nicht in allzu großem Ueber-schwänge willkommen. Und wie alles in seiner Art sein muß, soll man seine Frcude daran haben, so auch die beendete Ernte. Nur, wenn diese gut und zur allgemeinen Zufriedenheit ausgefallen ist, kann man sich ganz den Freuden und Belustigungen des BartholomäuStageS hingeben, ohne sorgend in die Zukunft schauen zu brauchen. Und in diesem Sinne sagen denn auch wir: BartholomäuStag bring u»S Glück! Schaff uns den goldenen Sommer zurück! Dehne ihn aus und halte ihn fest, Daß nicht entlaubt sich das grüne Geäst! Daß der Vögel wandernder Sinn Sich nicht richtet zum Süden hin! Daß der Sonne goldener Schein Lange noch glitzert in Hag und in Hain! Daß noch manch froher, lieber Genuß Lockend uu« bietet den freundlichen Gruß, Wie ihn ein Sommertag biete» nur mag, — Glück bring' uns BartholomäuStag! Somit wolle» denn auch wir schließen. Möge der scheidende Hochsommer, der nunmehr dem Alt-weiberfommer die Bahn frei machen will, uns noch manchen schönen Tag und noch viele frohe Stunden bescheren. Das ist ein Wunsch, den wir an den BartholomäuStag richten und um deffen Erfüllung wir ihn bitten. _ Nummer 68 flentsdjc Wacht Seit« S geben, daß sich in Niederösterreich die Deutschen als Herren sllhlen und den Tschechen doch nur die Rolle der Gäste zufalle. Andererseits bestellt man sich ab und zu nationale Kundgebungen i« Gebieten, wo mit der nationalen Richtung auch iu der Arbeiter« schast gerechnet werden muß. Wenn man es »u Parteizwecken braucht, nimmt man auch das deutsch« nationale Programm und geht damit aus Wähler-fang aus. Haben ja doch die schlesischen Sozial-demokraten es nicht verschmäht, sich iu einem Wahlaufrufe als „einziger Schützer der Heiligkeit aller Religionen" hinzustellen, nur um für eine Stichwahl auch christlichsoziale Stimmen zu erhalten.*) Mehr als bei irgend einer anderen Partei heiligt eben bei den Sozialdemokraten der Zweck das an« gewendete Mittel. In diesem Sinne sind auch fast alle Versuche, natioual zu erscheinen, anszusassen. Im übrigen ist die Haltung der ganze» Partei, und mSbesouderS die maßgebenden Führer, gründ -lich darnach, daß man über den wahren Charakter der sozialdemokratischen Partei, über ihr direkt volkS-verräterisches Treiben iu nationaler Beziehung gar nicht im Zweifel geraten kau», wenn man nur einiger-maßen genau das Treiben der Partei verfolgt. Ist 's denn nicht Heuchelei vollständigster Art, wenn der sozialdemokratische Vizepräsident des Abgeordnete!»-Hauses gerade in der Zeit ostentativ dem Deutsche» Schulvereine, dessen Grüuder er einst war und anS dem dann er ausgeschieden ist, weil er als Sozial-demokrat doch einem nationalen Bereine nicht ange-hören konnte, wiederum beitnit. als die „Arbeiter-Zeitung" erklärte, der Deutsche Schulverein habe seine ursprüngliche Bahn verlassen und sei ins national-chanvinistische Fahrwasser geraten. Um die eigenen Genossen zu täuschen, iverdcn auch noch gewagtere Kunststücke ausgeführt. Ein Beispiel hiesür sei im folgenden gegeben: Im Ab-geordnetenhanse hatte bei der Budgetdebatte im Jahre 1908 der Abgeordnete Wolf einen Antrag gestellt, in welchem die Regierung ausgefordert wird, die Prager Kunstakademie in eine deutsche und ?» eine tschechische zu teilen. Der Antrag wnrde ange« nommen, zum größten Aerger d,r Tschechen. Dieser kehrte sich aber diesmal nicht so sehr gegen die Deutschen, die in voller Geschlossenheit für den An trag Wolfs gestimmt hatte», als vielmehr gege» zwei tschechische Realisten, die ebensalls sür den An-trag gestimmt hatten. Die gegen diese seitens der übrigens tschechischen Parteien eingeleitete Hetze hat nnn die „Arbeiter Zeituug" ans das schärfste ver« urteilt und ließ sich schreiben, daß die Wähler der beiden Abgeordneten das gegen die beiden Realisten eingeleitete Kesseltreiben nicht billigen, daß sie mii der „vernünftigen und ganz sachgemäßen Haltung" der beiden Abgeordneten vollständig einverstanden-sind. Die „Arbeiter-Zeitnng" selbst billigte die Ab-stimmung der beiden tschechischen Realisten. So weit war die Sache in Ordnung. Ganz anders nimmt eS sich aber aus, wenn man sich die Tatsache vor Auge hält, daß die tschechischen Sozialdemo» kraten gegen den „vernünftigen und sachgemäßen" Antrag des Abgeordneten Wolf stimmten, ohne auch nur den leisesten Tadel seitens deS Organes des Herrn Adler zu finden. Die dentschen Sozialdemo-traten haben also in der unvernünftigen Haltung ihrer tschechischen Genossen nicht das geringste aus-zusetzen gehabt. DaS ist ein weiteres Beispiel von Furcht der Sozialdemokraten deutscher Zunge vor den Genossen tschechischer Zunge, die jeden Partei« grundsatz in den Hintergrund drängt. *) Es war bei der Ersatzwahl nach dem versiorb nen Abgeordneten Kaiser im siebenten schleichen Wakllreise im Juli 1008, Sa wurde in der Stichwahl seitens der Lozialdemotnite» ein Wadlausrul r>»rje>cd»et, in welchem sollende» front): 9!t n. Tie £o.;iaieeiiiolrattn sind die e>n>igen Schlixer der Heiligkeit aller Religionen. Die sozialdemo-lratijchen Abgeo>dn-len waren e», die sich gegen ven gegen die Veisilichlcit geti int n «anjelparagraptien und die sich für die Zulassung des JesuilenordenS >n Deutschland aus-aefptodien haben- Jkder wahre El) ist wählt alio den Kandidaten der LoMldemoUaikn." Die Schamlosigkeit, m>t der d>er Gesinnungslumperei getrieben wir», am« nur »och üderbolen durch eine Rede, die der iozialdemoli-atische Abgeordneie Eldersch zur Unlerstuyang des Äanoidaten seiner Partei hielt und in der er sagie: „ffisr Lo.ialdemotralen beschützen die Aeligion, während es gerade die deut,ch srei-heitlichen Parteien >>nd, welche die Los von Aom Bewegun i propagieren.- Hier paart sich G.i,n»u>g«iumpelet auss innigste mit Bernaderung des Freisinns. ^Fortsetzung solgt.) politische Rundschau. Inland. Die Landtage. Die ersorderlichen Einleitungen wegen Einbe-rufung der Landtage sind bereits erfolgt. Den Landes chesS wurde mitgeteilt, daß sür die Landtage die .^eit von Mille September bis Mitte Oktober zur Ver-sügttug stehen werde. Der Zeitpunkt der Einberufung der einzelnen Landtage wird festgesetzt, sobald die Aeusierungen der Landcschess vorliegen werden. Nach Abschluß der Landtagssession, alsö anfangs Rovem-ber, Ist der Zusammentritt dcs Reichsrates in Aussicht genommen. U.ber den Zeitpunkt dcs Zusammentrittes der relegatio» wurde eine Entscheidung nicht getroffen. Hribar zum Bürgermeister von Laibach nicht bestätigt. Der Vizebürgermeister von Laibach, Landtags-abgeordneter Dr. Tavcar, der sich gegenwärtig aus seine»! Gute Visoko aushält, erhielt Sonntag von der Regierung die telegraphische Aufforderung, Mon-tag vormittags in Laibach von der Landesregierung eine sehr wichtige Mitteilung entgegenzunehmen. Vizebürgermeister Dr Tavcar kehrte Montag srüh nach Laibach zurück. Unt 10 Uhr vormittags wurde ihni ein Dekret zugestellt, worin' der Gemeinderat von Laibach benachrichtigt w rd, daß der Kaiser die Wahl des Abgeordneten Hribar zum Bürgermeister der Stadt Laibach uicht bestätigt habe und daß da« her eine Neuwahl des Bürgermeisters vorzunehmen sei. Die bezügliche kaiserliche Entschließung ist vom 6. d. Mts. datiert, am 19. d. Mts. wurde vom Ministeriuin dcs Innern die Landesregierung von Krain verständigt und deren Mitteilung an die Stadt Laibach trägt das Datum vom 21. August. Die Laibacher Bürgermeisterfrage. Die Wiederwahl deS bisherigen Bürgermeisters vvn Laibach, Johann Hribar, erhielt nicht die kaisel lich« Bestätigung. — Da Demonstrationen befürchtet werden, hat die Behörde umfassende Vorkehrungen getroffen. Im Gebäude der Landesregierung wurde zahlreiche Geudaimtiie auS gan; Krain konsigniert. Außerdem ist unter Führung des Hofraies Manusji aus Trieft eine größere Abteilung von Zivilpolizisten ringen offen. Gestern rückten in Laibach zwei ESka dronen des 6. DragonerregimenteS auS RaltmannS-dorf ein. Ausland. Annexion Koreas. Wie aus Tokio gedrahtet wird, ist die Annexion Koreas seitens Japans nun endgültig erfolgt. Japan halte ivenige Monate nach Beendigung des russisch-japanischen Krieges die Leitung der auswärtigen Politik Koreas übernommen und Marquis Jto, der bekanntlich später dem Attentat eineS fanatischen Koreaneis zum Opfer fiel. alS Generalrefidenten nach Söul entsendet. Der koreanische Kaiser wurde vor drei Jahren zur Abdankung gezwungen und nach dem Abschluß deS russisch-japanische» Vertrages waren die letz?en Hindernisse geschwunden, die der vollständigen Angliederung Koreas an Japan noch im Wege gestanden waren. Aus Studt und Land. Evangelischer Bürgerabend. Am Frei-tag findet im Turmzimmer des Deutschen Hauses der zweite Vürgerabend statt. Herr Pfarrer May wird dabei sprechen über: „Was man in Gaslein alles erleben kann." Auch sonst wird mancherlei geboten werden. Hiezit sind alle Freunde der evan-gelischen Sache herzlich eingeladen. Personalnachrichten. Wie uns mitgeteilt wird, wnrde der Oberlehrer in Zirkowitz an der Drau Herr I. Her« zum Schultufpektor für den Bezirk Pettau-Luttenberg und der bisherige Schul inspektor in Pettan Herr Johann Dreslak sür den polnischen Bezirk Marburg ernannt. Todesfall. Am 21. August starb hier der k. k. Bergdtreltivuskassier i. R. Herr Alexander Seilel. Bom steirischen Mittelschuldienste. Der Laudesausschuß hat den Suppleuteu Artur Stiebler am Kaiser Franz Joses Landesgymnasium in Pettau zum wirkltcheu Lehrer an der genannten Anstalt ernannt. Verband deutscher Hochschüler. Frei« tag den 26. August Kegelndend im Deutschen Hause. Beginn halb 9 Uhr. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Tillier Athletiksportklub veran. staltete am Sonntag den 21. d. M. auf der Fest-wiese ein Fußballwettspiel mit dem Marburger Sportvereine, welches zugunsten deS letzteren mit 5 : 2 endete. Zu unserem größten Erstaunen hatte unsere Mannschaft diesmal fast gänzlich versagt und wir hoffen, daß ihr diese Niederlage sür daS nächstemal ein Ansporn sein wird, ihre Aufgab« besser zu ersüllen und mit mehr Ernst sich der Sache zu widmen. Die Marburger lieserten ein wirklich schönes Spiel, weshalb wir sie zu dem Ergebnis beglückwünschen. Wohl jedem einzelnen von ihnen müssen wir Anerkennung zollen, besonder« aber ihrem Tormaune Herrn Groß, welcher, ob-wohl er erst kurze Zeit diesem Sporte widmet und erst daS zweite Wettspiel mitgemacht hat, ganz Hervorragendes leistete. Nachdem die Cillier durch Herrn T r o b i s ch gleich in der 6. Minute das erste Tor erzielten, gelang eS Herrn Bürger in der 10. und 20. Minute sür Marburg zwei Tore zu schießen, so daß die erste Halbzeit mit 2 :1 zu-gunstea der Marburger endete. Wie in der ersten talbzeit setzten die Marburger auch in der zweiten albzeit scharf ins Spiel ein nnd schon in der ersten Minnte konnte Herr U r b a n ein Tor sür Marburg erreichen. Hieraus wogte der Kamps sast eine halbe Stunde bald bei einem bald beim an-deren Tore, bis es endlich Herrn Joses Krell das zweite- und leytemal gelang, den Ball sür Eilli inS feindliche Tor einzusenden. Bald konnten die Marburger wieder ersolgreich gegen das Cillier Tor dringen, so daß binnen drei Minute» Herr Schöuegger und Herr Burger je ein Tor erzielten. Die zweite Halbzeit schloß hiemit wieder zugunsten der Marburger mit 3: 1. Die Revanche dieses Wettspieles findet am 4. September in Mar« bürg statt. Als Schiedsrichter fungierte Herr Geometer Slama aus Graz, welcher das Spiel in ausgezeichneter und höchst unparteiischer Weise geleitet hatte. Es wird ihm von Seite des Athletik« sportklnbs für seine großen Bemühungen der herz-lichste Dank ausgesprochen. — Nach dem Wettspiele sand im Garten des Hotels „Mohr" ein sogenanntes Sportfest statt, das vom Cillier Athletilsportklub veranstaltet wurde. Die Beteiligung war sehr rege und in kürzester Zeit bemächtigte sich der Festteil» nehmer eine heitere Stimmung, die bis spät in die Nacht sortdauerte. Beim Bestkegelschieben bemerkte man ein ununterbrochenes Gedränge und auch dem „Tanzboden", aus welchem Herr Eduard Jnterberger in entgegenkommendster Weise die Tanz« musik besorgte, wurde trotz der - hohen Augusthitze eifrig zugesprochen. Die mannigsachen Beste beim Glückshasen und bei der Glücksfischerei riefen große Heiterkeit hervor. Um dieses Fest hatte sich Haupt« sächlich der Obmann des Athletiksportklubs, Herr Franz Rebeuschegg verdient gemacht, dem es de-sonders zu verdanken ist, daß das Fest einen so schönen Verlauf nahm. Die Mitglieder des Ver-eines standen ihm sehr tätig zur Seite. Herr Betschwar erwarb sich durch seine infolge seiner Praxis sehr ersolgreiche Mithilfe große Verdienste um den Verein. Auch mehrere Fräulein« stellten sich unter der Führung der Frauen Pelle, Perisich und Obal in anerkennenswerter Weise in den Dienst der guten Sache; es sind dies die Fräuleins Mizzi und Fanni Pelle, Pozner, Poldi und Fini Baum« garluer. Ebenso hat auch Herr Fritz Jakonntsch d. I. seine bewährte Kraft zur Verfügung gestellt. Die deutsche Bevölkerung der Stadt trug durch thre liebenswürdige Mithilfe sehr viel zum Gelingen des Festes bei. Der Klub dankt alle» Spendern wärmstenS mit der Bitte, auch sernerhin ihm Interesse und Gunst zu bewahren. 50jähriges Geschäftsjubiläum. Die Dameukleidermacherin Fräulein Maria Butola be-treibt in Eilli seit dem Jahre 1860 das Damen-kleidermachergewerbe und ist seit dem 28. April 1886 Mitglied der Cillier Kleidergenossenschaft. Meteor. Freitag den 19. d. M. wurde um 8 Uhr 44 Minuten bei klarem Himmel in der Richtung Südbst - Nordwest ein herrlicher Meteor gesehen, der ganz ungewöhnlich groß war und in einer sehr starken Helligkeit erstrahlte. Der Anblick war ein prachtvoller. — Wie auS Wieling mitgeteilt wird, ist der Meteor in der Nähe dieses OrteS niedergefallen und besteht die Hoffnung, den-selben zu finden. Beim Baden ertrunken. Aus Stein« brück wird gemeldel: Sonnlag nachmittag badete» in der Sann die Fräuleiu Nina Krämer und Ma« rica Sulsic. Fräulein Krämer wagte sich zu weit hinaus und ertrank. Die Verunglückte war die Braut eines Südbahnbeamten. 1 Seite 4 Deutsche Wacht Bürgerliche Schützengefellschaft. Wir machen nochmals auf die heute '/,9 Uhr im Deutschen Hause stattfindende außerordentliche Vollversammlung der bürgerlichen Schützeugesellschaft aufmerksam. Der Gegenstand der Beratung ist daS Bestschießen, welches schon am 3. Seplember stattfinden soll, es ist daher vollzähliges Erscheinen der Mitglieder dringend not-wendig. Cillier Männergesangverein. Die nächste Uebung findet Freitag den 26. d. M. um '/,9 Uhr abends statt. Die bevorstehenden Veranstaltungen: Jubelfeier der Hauskapelle am 3. September. Bundessingen am 23. Oktober nnd Wolfgedenkfest am 7. November, machen ein voll-zähliges Erscheinen nnbedingt notwendig. Freie deutsche Schule. Daß das Gefühl der Notwendigkeit von durchgreifenden Aenderungen in unserem Unterrichtssystem in Lehrerkreifen mehr und mehr um sich greift, beweist ein Vortrag, den Direktor Dr. Beber auf dem letzten VerbandStag der akademisch gebildeten Lehrer Deutschlands über da« Thema «Schule und HauS" gehalten hat. Darin gibt er offen zu, daß die Schule, weil sie eine Staatsanstalt ist, dem Hause gegenüber bisher stets die Stellung des Herrscher« eingenommen, die Rechte der Eltern beschränkt und tief inS Familienleben eingegriffen hat. Demgegenüber verlangt er, daß die Schule dem Haufe wiedergebe, was ihm zukomme und alle Bestimmungen entferne, die nicht unbedingt zur Aufrechterhaltung eines geordneten Unterrichts-betriebe« notwendig seien. Solcher Bestimmungen führt er eine beträchtliche Zahl an, die man noch vergrößern könnte, wenn man die unserem sozialen Empfinden besonders peinlichen Fälle anführen wollte, wo durch »nberechiigte pekuniäre Anforderungen der Schule den weniger mi! Glücksgütern und dafür mehr mit Kindern gesegneten Familien es erschwert wird, ihren Kindern eine höhere Bildung zuteil werden zu lassen. Manchem mögen solche Dinge als Kleinigkeiten erscheinen. Gewiß sind sie eS manchmal. Aber das HauS hat an der Last, die ihm die Schule aufbürdet, so schon so schwer zu tragen, daß es nicht ratsam ist, durch solche Nadel« stiche den natürlichen Gegensatz zwischen beiden noch zur Gegnerschaft zu verschärfen. Das heutige un-erquickliche Verhältnis zwischen Schule und Haus kann nur gebessert werden durch reinliche Scheidung der beiderseitigen Kompetenzen. Die Schule soll zu Arbeit und Ordnung und strenger Pflichterfüllung erziehen und aus der Befolgung aller dafür wirklich notwendigen Vorschriften streng bestehen; aber sie soll sich dabei auch nur aus daS beschränke», was ihr von rechtswegen zukommt. Wenn das erreicht werden soll, muß aber das Elternhau« selbst seine Rechte zu wahren suchen und den Mut haben, Uebergriffen der Schule ans diesem Gebiete ent-gegenzutreteu. Trafikanten zahlen keine Erwerb-euer. Der Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: ie Tabakverleger sind im Dienstverhältnisse stehende Verschleißorgane deS Staate« und eS liegt bei ihnen eine selbständige, die Erzielung eines Unternehmer« gewinne? ermöglichende ErwerbSunternehmnng nicht vor. Der Verschleiß der ärarischen Tabakfabrikate unterliegt daher nicht der Erwerbsteuer. Italienische Parallelklassen am (Sörzer deutschen Gymnasium? Der Unter-richtSminister soll dem ReichSratsabgeordneten der Stadt Görz, Ussai, mitgeteilt haben, daß die Re-gierung ihre Zustimmung zur Eröffnung eines ita-lienischen Kommunal - Gymnasiums versage und daiür am deutschen StaatSgymnasium italienische Parallelklassen einzuführen gedenke. Aus einem Testament. Das k. k. Bezirksgericht in Graz hat an den Deutschen Schul-verein solgende Verständigung gerichtet: „Der am 22. Juni 1910 verstorbene Herr Rudolf Anner hat in seinem Testamente vom 21. Februar 1910 folgende Verfügung getroffen: ... 3. vermache ich ferner den Betrag von 2000 Kronen, sage zwei-tausend Kronen, dem Deutschen Schnlverein". — Daß Herr Anner feines angestammten Volkes in solcher Art gedachte, ehrt ihn, den wackeren Stammes-genossen, übers Grab hinaus und sichert ihm den Dank aller volksbewußten Deutschen. Der Rosegger-Denkstein in Jägern-darf zerstört. Aus Jägerndorf wird gemeldet: Der von den deutschen Eisenbahnern aus dem Hasel-berge (jetzt Roseggerbcrg) errichtete R^segger-Denk-stein wurde von Bubenhand verstümmelt. Unbe-kannte Täter haben den Granitsockel bestiegen und mit stumpfen Gegenständen das Marmormedaillon, das Rofegger im Relief zeigt, zertrümmert nnd auch den Sockel in unflätiger Weife beschmutzt. In allen nationalen Kreisen hat diese Tat Empörung hervor- gernseu. Man beabsichtigt, da« Marnwrmedaillon durch ein Kupferrelief zu ersetzen. Einlieferung von acht fahnenflüch-tigen Husaren. In der vergangenen Woche wurden von dem in Marburg stationierten Husaren-regiment acht Husaren flüchtig. Sie trieben sich einige Tage am Pettauer Felde herum. Als ihnen da« Geld ausging, meldeten sie sich freiwillig beim Gendarmerieposten in Zirkovetz am Draufelde. Die angebliche Ursache der Fahnenflucht soll die schlechte Behandlnng durch einen Zugssührer fein. Bon einer Eisenbahnbrücke herab-gestürzt. Am 14. d. M. um halb 5 Uhr früh wurde, wie die „Marburger Zeitung" meldet, der aus Kurafchitsch, Bezirk Wischan, in Mähren ge-bürtige Franz HauSlicek, Südbahnassistent in Fresen, vom Bahnwächter Bernhard Gradischnig 20 Meter vom Bahnhöfe Fresen entfernt in der Richtung gegen Mahrenberg bewußtlos gefunden; er war von der dortigen Eifenbahnbrüae abgestürzt. Am Abende vorher zechte HanSlicek von 8 bis halb 12 Uhr nacht« im Gasthause der Antonia Grögl in Fresen, und zwar in Gesellschaft deS JohanncSberger Besitzer« Josef Kotz und einiger anderer. Nach halb 12 Uhr gingen alle zu Kotz, wo HauSlicek bi« 1 Uhr früh verweilte, worauf er über den Bahnkörper den Heimweg antrat. Bon der er-wähnten, geländerlosen Brücke stürzte er in eine Tiefe von acht Nietern. In bewußtlosem Znstande wurde HanSlicek mich Marburg ins Allgemeine Krankenhaus überführt. Hier wurde festgestellt, daß HanSlicek einen Schädelbruch nnd einen Bruch der rechten Hand erlitten hatte. Er ist bis heute noch immer nicht zum Bewußtsein gekommen und dürfte wahrscheinlich nicht am Leben erhalten werden können. Arbeitsnachweis für Reservisten. Um der im September zur Beurlaubung gelangenden Mannschaft deS Heeres und der Landwehr das Erlangen eine« landwirtschaftlichen Dienstplatzes oder einer Stelle sür gewerbliche Arbeiten :c. zn erleichtern, ford"rt die Arbeitsvermittlung des Landesverbandes für Wohltätigkeit in Steiermak, Graz Hofgaffe 14, diesmal im Vereine mit dem Zweigvereine Steter-mark der österr. Gesellschaft vom ,Silbernen Kreuze" die Arbeitgeber auf, solche Stellen, welche im Sep-tember zur Besetzung kommen, längstens bis 1. Sep-tember in der Kanzlei der Arbeitsvermittlung, Hof-gaffe 14, schriftlich oder mündlich (telephonisch Telephonnummer 2207) anzumelden. Die ArbeitS-Vermittlung wird diese offenen Stellen zur Kennt-)*i« der Urlauber bringen. Die Anmeldung hat zu enthalten: Die Art des Dienstplatzes, den Lohn, den Zeitpunkt des Dienstantrittes und die genaue Adresse des Arbeitsgebers. Die Durchführung der Ver-mittlnng erfolgt vollständig kostenlos. Pettau. („S t a j e r c". Zünde r.) Der hiesige Preßverein „Stajerc" hat beschlossen, Wirt-schaftszündhölzer zu Verei»Szwecken zu verkaufen. Die Schachteln sind in der Form der Südmark-schachteln und haben eine Etikette, aus der in grüner Farbe ein Bild Pettans mit der aufgehenden Sonne, rechts davon eine Bauerngruppe und links das Kaiser Joses-Denkmal aufgedruckt sind. Diese Zünd-Hölzer werden mit der Absicht herausgegeben, die windischnationalen WirtschastSgegenstände zu ver-drängen. Bor Sammelturmdieben wird ge-warnt. In letzterer Zeit haben mehrere Orts-grnppen des Deutschen Schnlvereines — nicht allein aus Böhmen — an die Hauptleitung die unan-genehme Mitteilung gelangen lassen, daß ihnen Sammeltürme, die in öffentlichen Lokalen aufgestellt waren, entwendet wurden, ohne daß der Dieb aus« findig gemacht werden konnte. Es handelt sich nun nicht allein um den Schaden, der dem Schulverein durch den Verlust des Turmes und des darin ge-sammelten Geldes erwächst, sondern insbesondere auch darum, daß mit dem Sammelturme auch weiterhin der größte Unfug getrieben und der Name des Vereines in verbrecherischer Weife mißbraucht werden kaun. Der Deutsche Schulverein richtet daher an seine Ortsgruppen und Tischgesellschaften das dringende Ersuchen, für eine zuverlässige, aus-merksame Betreuung der Sammeltürme zn sorgen und dieselbe» möglichst oft — etwa jede Woche — zu entleeren. Allerdings ist anch ein freundliches Entgegenkommen der Gastwirte notwendig, damit die Türme nicht auf dem Fensterbrett oder in irgend einem Winkel ihren Platz finden, sondern aus wohlbefetzten Stammtischen; schon deswegen, damit sie recht häufig „gespeist" werden. Der Deutsche Schulvereiu kann es wirklich brauchen. Das Ende des Trinkers. Am Sonntag erschoß sich in Kitzerberg bei Peitau der Besitzer Lorenz Habjanitfch. Nachdem ihm vor einigen Tagen seine Frau durchgegangen war, da er sie schr schlecht behandelte, wollte er seine Tochter miß-brauchen. Zwischen dem kaum 17jährigen Mädche» und dem Vater entspann sich ein Kamps aus Leben und Tod; schließlich gelang es der Tochter, zu entkommen. Habjanitsch steckte nun das Wirtschaftsgebäude in Brand, ging in den Keller und feuerte zwei Kugeln gegen seine Schläfe ab; er blieb sofort tot liegen. DaS angrenzende Wohngebäude konnte von den herbeieilenden Banern gerettet werden. Habjanitsch war vor Jahren in der Stadt bedienstet, seitdem er aber selbständiger Besitzer geworden war. ergab er sich dem Trnnke. Er dürste die Tat auch im Rausche begangen haben. Tüffer. In der am 22. August stattgefunden e« Gemeindeausschußsitzung wurde an Stelle des nach Graz übersiedelten hochverdienten Arztes Herrn Dr. Ernst Schwab, Herr Dr. Hermann Zangger, ein gebürtiger Cillier, als sein Nachfolger in Tüffer bestimmt. Der scheidende Arzt Dr. Schwab wurde ob seiner Verdienste zum Ehrenbürger von Tüffer ernannt. Markt Tüffer. (Von der Gemeinde.) Am Montag fand hier eine Gemeindevertretungs-sitzung statt, in welcher der in kurzer Zeit von unS scheidende Arzt Herr Dr. Ernst Schwad einstimmig zum Ehrenbürger der Marktgemeinde Tüffer ernannt wurde. Herr Dr. Schwad wirkte durch 32 Jahre als Gemeinde- und Distriklsarz segensreich in Tüffer. Sein Abgang aus Tüffer wird allgemein bedauert. Herr Dr. Schwab zieht 'ich in den Ruhestand nach Graz zurück In der gleichen Sitzung wurde Herr Dr. Hermann Zangger, derzeit Arzt in Oder-Pulsgau. als Gemeinde- und Distriktsarzt nach Tüffer ernannt, ferner wurde in dieser Gemcindesitzung auch be-schlössen, im Markte Tüffer einen Wochenmarkt ein-zuführe», der jeden Freitag am Valoaforplatze stattfinden soll Schleinitz. (Ergänzung der Benennung des Postamtes.) Die Benennung des Postamtes Schleinitz im politisches Bezirk Cilli wurde auf .Schleinitz. politischer Bezirk Cilli," ergänzt. Rann. (Spenden.) Die vezirksoertretung Rann und der derzeitige Regieruugskommissär Alfred Freiherr von Mosco», Gutsbesitzer in Pisttiätz. haben anläßlich deS 80. GedurtStages des Kaisers je 100 Kronen dem ÄezirkSvereine Rann für Kinder-schütz und Jugendfürsorge gewidmet. Hrastnigg. (UnglückSfall.) Ein hiesiger Fuhrmann fühlte vorgestern nachmittags sür den Gastwirt I. Bantan zwei Halbenfäsfer Wein von der Station Hrastnigg, als plötzlich bei einer Wen-dnng an der ziemlich ansteigenden, von der Hrast» nigger Bezirksstraße abzweigenden Doller Gemeinde-straße der Wagen durch die große Last rückwärts ins Rollen kam und über die ziemlich steile, etwa 25 Meter hohe Löschung in den Wernitzbach stürzte. Nur dem Umstände ist eS zuzuschreiben, daß weiter kein größeres Unglück geschah, als die vollen Fäfser vom Wagen gleich heradrollten, wodurch der entlastete Wagen samt den Pferden im Gestrüpp der Böschung liegen blieb, wobei die Fässer wohl ganz zerschellten, die Pferde jedoch unversehrt geblieben sinv. Die Stelle im Bache, an der die Fässer zerschellten, ist immer von zahlreich badenden Kinder» besetzt und ist eS wohl einem großen Glück zuzuschreiben, daß keines von den Kindern getroffen wurde. Die Schuld an diesem Unglücke, wobei der Gastwirt Bantan einen namhaften Schaden erleidet, trifft wohl nicht den Knechten allein, welcher es unterließ, den Wagen einzudremsen, sondern die windische Äemeindevertre-tung von Doll, welche wohl für verschiedene unnot-wendige moderne Bauten, als Gemeindehaus. Isolier-spital usw. viel Geld ausgibt, für Straßengeländer an so gefährlichen Stellen jedoch nichts übrig hat. Bemerken möchten wir, daß dies in kurzer Zeit schon der zweite Fall ist. daß ei» Wagen samt Pferden in den Bach stürzte u. zw. unweit obiger Stelle, wobei die Pferde getötet wurden. Deutsche Volksgenossen! fördert da« Deutsche Haus durch Spenden, Mitgliedschaft und regen Besuch. Nummer 68 Gewerbliches. (Die Treibriemen der Maschine) hallen bedeutend länger, wenn sie während des Stillstandes der Maschine abgenommen werden. Dann hört naturgemäß die Spannung in ihnen aus, sie ziehen sich etwas zusammen und behalten ihre Elastizität bedeutend länger. Bei regelmäßig abgenommenen Treibriemen ist, wie dies Versuche ergeben haben, das lästige und zeitraubende Nach-spannen nur ganz selten notwendig. Selbstentzündliche Metalle. Ueber ein eigentümliches Verhalten einer Metallegieruug berichtet Dr. Ernst Scheurer an die „Chemiker-Zeitung'. Er feilte etwa 2 Gramm einer Blei-bariumlegierung auf eine Papierunterlage. Solange das Pulver auf dem Papier verteilt war zeigte sich nichts, sobald eS aver zu einem kleinen Hausen zusammengeschichtet wurde, begann es dunkel zu werden, aufzuquellen nnd das darunterliegende Papier zu entzünden. Diese Selbstentzündung konnte auch nach längerem Liegen der Feilspäne noch beobachtet werden, so daß es ausgeschlossen war, daß die beim Feilen entstehende Wärme die Ursache abgab. Dauerschmiervorrichtung sür HalS-lager schnellausender Spindeln. Diese Schmiervorrichtnug kennzeichnet sich durch einen an der Spindel unterhalb deS Holzlagers vorgesehenen Sammelbehälter, aus dem das Oel bei der Spindel-drehnng durch eine ansteigende Schraubennut an der Spindel durch das HalSlager hindurch nach der Pfanne steigt und von hier durch einen Kanal in den Sammelbehälter wieder zurückkehrt, aus diese Weise einen Kreislauf vollziehend. Die Borteile der gesetzlich geschützten Vorrichtung bestehen im wesentlichen darin, daß die vorzügliche Schmierung eine richtige Tourenzahl der Spindeln und eine gleichmäßige Drehung des Garns zur Folge hat. wodurch außerdem durch die Gleichmäßigkeit des Gai^eS der Stühle weniger Abfall vorkommt und, da diese schneller lansen können, eine erhöhte Pro- Deutsche Dacht duktion eintritt. Bei der guten Schmierung wird auch Kraft und infolge des KreiSlanfe« des Oels an letzterem gespart, sowie an Arbeitskräften ge-wonnen, weil das Schmieren der Halslager viel seltener als früher nötig ist. Ferner werden die Spindelschnüre geschont und ein sauberes Arbeiten erzielt, da das Oel »ach dem Durchstießen durch das Halslager nicht umherspritzen kann. Die Um-ändernng alter Halslager in die neue Danerschmier-Vorrichtung ist mit geringen Kosten verbunden, die gegen die mannigfachen Vorteile nicht ins Gewicht fallen. UnentzündlicheS Zelluloid wird nach einer Mitteilung Dr. BotrelleS in der Pariser Akademie der Wifsenschasten hergestellt, wenn man bei der Fabrikation des Stosses statt des gewöhn-lichen Aethers Ethyl- oder Mothyl-Silicat verwendet. Polieren von Marmor. Marmor wird nach der „Werkm.-Zeitung" erst mit künstlichem Bimsstein feinster Sorte mit Wasser so lange ge-schliffen, bis weder Schrammen noch Risse sichtbar sind. Etwa sich zeigende Poren sind mit dünn in Leimwasser angerühriem GipS auszufüllen. Nachdem alle Schrammen entfernt sind, nimmt man einen langen Streifen alter Leinwand, rollt ihn zu einem Polster fest zusammen und reibt mit der ge-raden Fläche unter Auftrage» von Schwefelblüte bei festem Druck und gleicher Bewegungsrichtung, bis der Glanz erscheint, ivas bei kräftigem Auf-drücken nach kurzer Zeit erreicht wird. Nach einem anderen Verfahren bereitet man eine Masse, be-stehend aus 10 Teilen reinem BienenwachS oder weißem Wachs, L Teilen japanischem Planierwasser (japanisches Gold) und 88 Teilen TerpentinfpirituS. Diese Mischung wird mit einem Flanellappen aus die zu polierende Fläche gerieben und gibt eine» hohen Glanz. Vor dem Polieren sind die Gegen-stände mit Seisensiederlauge, gemischt mit frisch gelöschtem Kalk, zn reinigen. Seite b FRITZ RASCH, im CILLI. Schrifttum. Die Iulischen Alpen und Karawanken haben bisher keine ordentliche Karte gehabt, die in ihren Gebieten orientiert hätte. Wie an so manchem anderen Punkte, hat auch hier die bestbekannte k. u. k. Hos-Kartographische Anstalt G. Freytag und Berndt, Wien VII/,, Schottenfeldgasse 62, Abhilfe geschaffen durch Herausgabe eines ebenso genauen, schön gearbeiteten al« weitreichenden Karten-blattes. G. Frcytag'S Touristen-Wanderkarte der Julischen Alpen und Karawanken 1 : lOO.OOO, Preis gcsalzt Kronen 4 —, auf Leinwand in Taschen-sormat Kronen 5'40, reicht von Hermagor—Villach— Wörther See bis Pontase^—Tolmein—RadmannS» dorf und Feistritz im Rosental, enthält also alle die Glanzpunkte dieses Gebietes vom Wischberg, Monte Caniu, der Villacher Alpe (Dobratsch), dem Triglau mit seiner ganzen Umgebung usw. bis zum Hvchstuhl (Stol) in einer ganz prächtigen Ausführung. Eine detaillierte Felfenzeichnung, deutliche Terrain-darstelluiig durch Höhenschichten von SO zn 50 Meter, außerordentlich eingehende Nomenklatur, Angabe der bewirtschafteten mw nicht bewirkst!, >stete« Hütten, Führerstationen, RettnngS- und Meldestellen, endlich Aufdruck der Wegmarkierungen in den wirklichen Farben sind Vorzüge der Karte, die sie zu einer ganz brillante» Leistung dieses Musterinstitutes stempeln. Die Karte ist zu obigem Preise vom Verlage G. Freytag und Bernd», Wien VII/,, Schottenfeldgasse 62, der auch einen Wegweiser für Alpentonren und Sommerreisen an Interessenten kostenlos nnd portofrei versendet, wie von jeder Buchhandlung zu beziehen. Gedenket Wetten und Legaten! Ein Stärkungsmittel für MM Magenschwache JM|| und (oie&f, bis sich bulch Erkältung ober Ueberladung be» .Magen«, buich Genub nianaeldasier, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen eine Unpäßlichkeit des Magen», wie Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, Blähungen usw. zugezogen haben, stellt das Dr. Englische Baldriannm in hohem Maße bar. Baldrianum erweist sich bei solchen Unpäßlichkeiten d s Magen«, wenn sie noch im Keime sind, als ein guier Magenwein von vorjOglicher Wirksamkeit unb verhütet somit auch beren Holgeeridieinungen, wie Reriosilitt, Echlll-lofizleit, Sch«i«dklausälle, Brklemmuugen nlw Infolge seiner Zusammensetzung aus bestem Camisweiu mit Valdriin-triifen, Himbeersirup und Kirschsaft wirkt ^«ldkian»» auch fSrde>Iich bei StahlverstiPsung unb zugleich siürienb aus ben ganze« Organismus deS Mensche». Da« Dr. Engel'sche «alkrtinum enthält absolut feine fchäkliitri S'tftauMfile und kann auch von schwachen Peisonen und Kindern selbst bei längerem Gebrauche gut vertragen werden. Am besten nimmt man e« sräh-morgen« nüchtern und abends vor dem Schlafengeben in einem Quantum bi« »» einem Litörglase voll. Kindern und schwächlichen Personen verdünnt man Bald««»»« angemessen mit heißem W»sser und versüßt ei noch mit etwa« Zucker. Da« Dr. Kngel'sche Baldrianum ist in Flaschen ü K S — unb 4 — in aüeii Apothelen, Drogenhanblunge» unb bess> re» Kaujma»n«geichäfl,n Eteiermaik» zu haben : in C i l l i. Bad N e u d a u s. G > n d. L a n d S b e r a. WinbiIch » Fei ftr i tz, Go nob itz. Rohitsch, Winbi schgraz, Marburg usw. in den Apoibeten. Auch versenden bieApotheke» in Cilli 3 unb mehr Flaschen Dr. Engel'schtS Baldriaium zu Originalpreisen nach allen Orlen Oesterreich Ungarns. IW Vor Nachahmungen wird gewarnt 1 -M> Man verlange ausdrücklich Dr. Engel'sches Baldrianum. ZI. 8304. Kundmachung. Aas Gründen der öffentlichen Sicherheit wird hiemit da« Fuhren mit Koll«cliuli<»ii unmittelbar vor dem Bahnhöfe Oberhaupt und am Bismai kplatze während des Aufenthaltes der Personenzüge in der Station Cilli untersagt. Uebertretungen dieser Verfügung werden im Sinne des § 47 des Gemeindestatutes för die Stadt Cilli vom 21. Jänner 1867 L.G. BI. Nr. 7 mit Geldbusaen bis zum Betrage von 100 Kronen oder im Falle der Zahlungsunfähigkeit mit Arrest bis zu 10 Tagen bestraft. Stadtamt Cilli, am 1. August 1910. Der Bsirgermeisterstellvertreter: Max Rauscher m. p. E 5 Plan abonniert jederzeit auf das schönste und billigste E Tamilien-Witjblatt l9 jj TCeggendorfer-Blätter Jj München ss Zeitschrift für Humor und Kunst. 5 vierteljährlich 13 Hummern nur K 3.60, bei direkter s> Zusendung wöchentlich vorn Verlag X 4 — SRbonnement bei alten Behandlungen und Poftanftattrn. verlangen Sie eine ßrahs-Probe-M nummer vom Verlag. München. Iheatinerltr. «l 5 Kein velucker der Stadt München sollte es verstumm, die in den Räumen der Redaktion, 5lhratincrftra$e «l"> bcflndlidu, äußerst interessante Rus-Itellung von Origlnalzcidinungen der Meggendorfcr-BUtter zu besichtigen. ^ BV* läglidi geöffnet. Eintritt für jedermann frei! I ■ I 1 M 2 S Keusche pod)t Nummrr 68 Seite 6 WARNUNG! Ich erkllre hiemit, da*» ich unter keinen C inhtämlen Bestellungen, die ron Heinrich J o s t i n in meinem Nsmem gemacht werden, anet kenne nnd hieffir auch nicht Zahler bin. Bad Neuhaus bei Cilli. •__FranaOrosH. Ein besseres Mädchen zur zahnärztlichen Assistenz gesucht. Anzufragen bei Dr. Rudolf Sadnik, Cilli. 16757 1 Speiseauszug - Tisch aus hartem Holz, 4 azu passende Sessel, 1 Nachtkastl mit Marmor-platte, 1 eisernes zusammenlegbares Bett, wegen Abreise billig zu verkaufen. Seilergaase 2, II. Stock. Sehr guter KOSTPLATZ ftr 1 oder 2 Fräulein, sonnige Wohnung, kräftige, reichliche Kost,Famili>nanechln*s, liebevolle Pflege, bette Ansticht u. 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Anschrift in der Verwaltung des Blattes. Zuschriften unter «Postfach 79', Ci li. P. Gymnasial - Studenten aus besseren Häusern, werden in gewissenhafte Pflege genommen. Anst age Kathausgasse 4, I. St. rückwärts am Gang. Dortselbst ist ein nett möbliertes Zimmer sofort zu vermieten. 16730 Möbel 1 alldeutsches Speiszimmer, 1 Fremdenzimmer in Metall und diverse Möbel sind zu verkaufen. Auskunft: K. k. Tabak Trafik, Spitalgasse 2. Schöne Besitzung 20 Minuten von der Stedt entfernt, Ho-cheneggergegend, am Walde gelegen, mit guter, gam an die Besitiung grenzenden Granderde nnd jungen Ob»tbäumen ist in verkaufen Die Be>iUung ist betreüs ge-sonder Wildlage besonders für Pensionisten geeignet. Adresse in der Verwaltung des Blattes. 16751 Junger Kommis der Eisenbranche, wird fslr das Magazin einer Armaturenfabrik gesucht. Alter zirka 20 Jahre, Kenntnis der slowenischen Sprache Bedingung. Anbote mit Gehaltsan-sprQchen an Max Samassa, Laibach. Fahrkarten- nd FracMn naoh Amerika kOnigl. belgischer Poetdampfer der R«d Star Linie1 von Antwerpen, direet nach New-Vork nnd Boston jooeeea. von der hob. k. k. Ost*™. Regiern' g Man wende eich wegen Krachten uid 'Virkarten an die 10V1 Re4 Klar Iiiitle in Wie», IYn Wledaergttrt«l » ullua Popper, 8fi4küutraiM > li Imbriek, Frans Dalem, Batihobtrsis« 4) ta Lslbaek Kundmachung; betreffs Regelung des Musikspiels und Singen« zur Nachtzelt. Das Singen und Musikspiel, sowie Qbeihaupt jede lärmende Unterhaltung nach 10 Uhr nachts, ist sowohl in öffentlichen Lokalen wie in Privathäusern nur bei geschlossenen Fenstern und Tflren und wenn dadurch die Nachtruhe nicht gestört wird, gestattet; ausserhalb der geschlossenen Räume aber verboten. Bei Produktionen und Veranstaltungen, für die eine polizeiliche Lizenz erforderlich ist, wird von Fall zn Fall bei Bestellung der Lizenz vom Stadtamte die erlaubte Dauer festgesetzt. För die Einhaltung dieser Bestimmungen haftet der Veranstalter, bezw. der Geschäfts- oder Wohnungsinhaber. Uebertretungen dieser Vorschrift werden im Sinne des § 47 des Gemeindestatutes för die Stadt Cilli vom 21. Jänner 1867, L.G.BI. Nr. 7 mit Geldbnssen bis zu 100 K, im Nichteinbringungsfalle der Geldbosse bis zu 10 Tagen Arrest bestraft. Gegen diese VarfQgung kann im Beschwerdefalle binnen 14 Tagen von dem, dem Anschlage desselben an der Amtstafel nächstfolgenden Tage an gerechnet, beim Stadtamte einzubringende Rekurs an den steierm. Landesansschusa in Graz ergriffen werden. Stadtamt Cilli, am 13. Juli 1910. Der BQrgermeisterstellvertreter: M. Rauscher. -Bestandteilen selbst montiert Bestandteilen selbst montiert Grösstes Spezialgeschäft in Nähmaschinen und Fahrrädern. Fa h r räd er originai-N eger Fahrräder.».Puch F a hrr äd er- Sty ria Kayser Nähmaschinen Singer-Nähmaschinen.°° 65 K Grosse Reparaturwerkstätte. Anton Neger Mechaniker Cilli, Herrengasse Nr. 2. 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