« 4« Areitag den 2. Aprit 1880. XII. Jahrgall,^ D'e ,Marbur>j«r Leitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — st^r Marburg ganzjiihrig 6 sl., halbjährig > si., vierteljährig 1 sl. tll kr. I für Zustellung ins HauS nionatlich 10 kr. — mit Posiversendung: ganzjährig 8 sl., hnlbjiihrig 4 kl., vierteljährig 2 fl. Jiisertiontgebiihr v kr. per Zeile. Zahlungsonsähigktit dcs Staates? Marburg, 1. April. In Kreisen der Abgeordnetenmehrheit soll man — wie die „Deutsche Zeitung" berichtet — ganz ernsthaft an eine „einseitige Reduktion dsr vom Staate übernommenen Schuldverpflichtungen" denken. Dies wäre der StaatHbankerott — wäre die Zahlung«unsähigkeit, weil die Ausgaben viel größer sind, als die Einnahmen, weil die Steuer« schraube versagt, weil die Schuldenlast riesig angewachsen und der Kredit untergraben ist. Ein Bankerott verträgt sich nicht mit der Ehre und da die Ehre mehr gelten soll, als das Leben, auch nicht mit dem Fortbestande des Staates, desien Feinde kein Ereigniß glllhender herbeiwlinschen, als seinen Bankerott. Die Zahlungsunfähigkeit des Staate« soll also nach dem Bekenntnisse und nach dem Plane der Gegner erklärt werden. Der Zusammen, bruch ist allerdings unvermeidlich, - wenn der Staat noch sortwirthschastet, wie bisher. Wir jedoch wollen uns nicht in diesen Abgrund twrzen lassen. Noch an dem äußersten Rande geben wir die Hoffnung nicht auf, haben wir »och eine Wahl, sehen noch eine Rettung: die Verminderung der Ausgaben, die Ermäßigung der Steuern, die Regelung derselben nach den geläutertsten Grundsätzen der Wissenschast und den besten Lehren der Erfahrung. Wir glauben noch an die Erleichterung und gerechte Lertheilung der Staatsbürden und lautet unsere Botschaft kurz und bUndig: eine wirkliche Volksvertretung und die verfassungs. mäßige Entscheidung der zahlungspflichtigen Wähler über die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses. Die Verfassung, wie sie noch ist, hat bis« her die Mißwirthschaft nicht zu hindern vermocht — die verfassungstreue Partei, wie sie als herrschende war, hat das Steuer der Re. gierung überlassen die feudal klerikal-nationale Partei, wie sie als herschende ist, treibt das Äaatsschiff noch eiligeren Laufes der Brandung, den Klippen entgegen . . . Vor dem Scheitern bewahrt uns nur die rasche Anerkennung, die felbstthätige Ausnützung des Volksrechte». Franz Wiesthaler. Zur Zeschichl,; des Tages. Die Fusron soll nun auch in Ungarn versucht werden und will man die gemäßigte Opposition mit der Regierungspartei versöhnen. Die Furcht vor den „Unabhängigen" und vor den Nationalitäten ist es angeblich, welche diesen Plan ausgeheckt. Die Fusion der Dcakpartei mit der Linken hat bekanntlich die Mitglieder der letzteren auf die Sessel gebracht — hoffen die Fitlzrer der gemäßigten Opposition den gl ei» chen Ersolg? Die Erneuerung der Freundschaft zwischen Deutschland und Rußland soll durch eine Zusammenkunst beider Herrscher ihren deutlichsten Ausdruck finden. Bleibt die Allianz Deutschlands mit Oesterreich-Ungarn ausrecht, dann können und werden bei Verschiedenheit der Meinllngen zwei Stimmen ge^en eine entscheiden und diese eine wird die Stimme Oesterreich.Ungarns sein. Bititnarck hat durch sein Bllndntß mit Oesterreich-Ungarn auch den Vortheil eingeheimst, daß er uns Frankreich entfremdet. Das sranzöl'lsche Ministerium hat die Ä e-sellschastJesu anfgelöst: die Ordenshäuser müssen binnen drei Monaten, die Lehranstalten bis längstens Ende August geschlossen und geräumt sein; die sremdländischm Mitglie» der können aber im Lande sich aushalten. Die Regierung wird es noch bereuen, diese« Zuge« ständniß gemacht zu haben. Glaubt sie Venn, die Ieluiten werden sich jetzt ministersreundlichen Betrachtungen über die NothwendigkeU der Auslösung hingeben? Die große Zahl der Jesuiten, ihre geheime und treffliche Organisation, ihre geistige Kraft und unberechenbaren Geldmittel und die Bigotterie der Masse können diese ge-fährltchsien Gegner der Republik und der radikalen Ncgierung nur ermuntern zuin Kampfe gegen Freiheit und Kultur. Vermischte Nachrichten. (Vergnügungen in Sibirien.) Der „Kölnischen Zeitung" wird aus Peterelurg — 23. März — geschrieben: Wer zu stehlen versteht, muß sich nach Rusjland wenden, denn hier lelien Spitzbuben mit erobertem Velde herrlich und mit Freuden. Die gewöhnliche einfache Verschickung nach Sibirien ist eigentlich gar keine Strase; man amüsirt sich dort ebensogut wie in andern Provinzen Rüßlands. Mail kann aus die Jagd gehen, Bälle besuchen, Champagner trinken und manches Andere. Herr Ju-chanzeff, der bekanntlich in der Bodencredit-anstalt 2'/« Millionen stahl, ist nun endlich, wie „Ntdelja" meldet, in KraSnojarSk eingetroffen. Im besten Wohlsein und heiterer Ge-müthsstimlnung besuchte er gleich am ersten Tage einen Maskenball, wo er von dei, Masken und der dortigen Aristokratie bewillkommt wurde. Die Herren O. Sh. und R. drückten ihm im Vorzimmer die Hand. Votn Herrn R. hängt die Bestimmung des Ortes ab, wo Juchanzeff sich aufzuhalten hat. Juchanzeff trifft übrigen» in KrasnojarSk mit einem seiner würdigen Kumpane, dem altetl Owsjannikoff zusammen. Owsjannikoff besaß und besitzt Millionen, wurde aber in Folge einer Feuersbrunst, die er mit Hilfe von Streichhölzern und andern Brennstoffen zu Stande gebracht, nach Sibirien verschickt, wo er schon seit lange eine Ehrenstellung in der Gesellschast einniinmt und überall zu sehen ist. Owsjannikoff bot einmal sogar der Regierung an, eine Brücke über den Jenisei aus eigenen Mitteln Ichlagen zu lassen, wenn ihtn dasür volle Rehabilitirung würde. Das Neuilleton. Morgtnroth. von Herman Schmid. lSortsetznng.) Dieselben Figuren befanden sich aus einem Würsel und die Loosenden versuchten ihr Glück, das ihnen Gläser, Kämme und andere Kleinig-ktlten bescheerte. Ein minder harmloser Kreis würfelte gebratene Gänse oder ein dustendes Spanserkel ans; alle Zusallspiele waren vom Knrsürsten bei strengster Strase verboten, — darum hatte die unbezähmbare Neigung des Volkes sich diesen lustigen Ausweg erfunden. Andere standen neben der Wohnung des die Kapelle bewachenden Klausners, der einen kleinen Kram von allerlei geistlichen Waaren aufgeschlagen hatte. Da gab es Lukaszettelchen und Brullsäcllein zur Abtvrhr von Hexerei und Bezauberung, Amulete, welche gegen den Blitz schützten und vor Kreuzweh bewahrten, Äilder der Gottesmutter und der Helligen, Alles gar zierltch ausgerichtet zivlschen Rosenkränzen und Ekapulieren, bunten Wachsslöcken und Gel)el-büchern. Den; Klausner fehlte es auch nicht an heimlicher, unberechtigter Mitbewerbung, denn unweit des Kircheneinganges hatte sich ein altes Weib aus ein Stühlchen gepflanzt und bot kleine Wachskerzen feil, welche dann die Andächtigen wie zuln Sinnbilde ihrer flammenden Herzen vor dem Marienbilde in der Kap.'lle aufsteckten und anzündeten. Die Münchner kannten alle die Frau Grnbhoferin nur zu gut und wußten, daß der Kerzenhandel nur ein Vorwand war. Die Alte war itn Besitz eines lKrdspiegelS, aus welchem sie wahrsagen und gestohlenes Gut wieder herbeischaffen konnte, wenn es noch nicht ül)ers Wasser gekommen war; sie verstand Gewitter, Ritten und Mäuse zu bannen, und bei wein die Schwindsucht noch nicht zu sehr überhand genoinmen, den wußte sie davon zu besreien. Sie bedurfte nur einige Blutstropfen von ihln, die in einen angebohrten Bauin gegoffen wurden lt'ld wenn sie dabei ihre Sprüche machte, war dein Leidenden ui,fehlbar geholfen. Eine kleinere Auzahl konnte sich noch immer von den Heiligthümern nicht trennen, an detien ihre ganze Seele hing; sie knieten in oder vor der Kirche, unbeirrt dilrch das Lachet» und Stiinmengewirr. das voin Schenkplatze herüber scholl oder sie standen vor der an der Außenwand der Kapelle angebrachten Tafel und erzählten sich von dem Ursprünge der Wallfahrt, wie das Marienbild in einer holen Eiche verborgen war und ein bayerischer Herzog es auffand, einen Edelhirsch jagend, der sich dahin flitchtete. So kam der Rachtniltag und mit ihm die Zeit heran, sich wieder zur Rückkehr zu rüsten. Schon begannen die Gruppen sich zu lösen und umzubilden, die Ministranten und Träger sahen nach ihren Fahnen, als Nieder mit dein Kainin-kehrerinetster von einein Spaziergange durch den weithin schattenden Eichenwald zurückta,n. Er hatte den Tag über vergeben« aus eine Gelegenheit geharrt, mit Marie allein zu sprechen. Das Mädchen war freundlich, heiter und liebenswürdig, aber sie schien keinen andern Siiin zu haben, als für den frominen Zweck des Aus-s'lugeü, keinen andern Gedanken, als stille Samin-lung und innerliche Einkehr. „On.ii8sim0", sagte der Meister jetzt, in-döln er Nleßer's Hano ergriff. „Er werß, wie viel ich halte aus die Maria! Ihre Mutter iN die Schwester von meiniger Frau, Gott Hab' sie selig, — ich habe sie lieb wie mein eigenes Kind: darnln liegt mir ihr Schicksal am Herzen und wenn sie Ihn nimtnt, Herr Supernuinerar, so soll es mich von Herzen srenen, denn Er ist ein ordentlicher Meiisch uiid wird bald haben eine AnsteUuug ulid seiu ordentliches AuSkotn-men . . . aber Er muß halt sein (Hlück bei ihr tonnte nun freilich nicht geschehen; dageqen gaben vor zwei Jahren in KraSnojarsk politische Verbrecher auf der Durchreise ein yroßeü Festmahl nnt Toasten und sonstigem Zuliehiir. Die Geschichte wurde freilich zu bekannt und kostete den Polizeiminister und einige andere Beamte die Stellung. Heute würden politische Verbannte die Krasnojarüker nicht mehr in solche Unge-legeuheit bringen können, denn heute hängt man die Elfteren einsach. So sind bekcinntlich neuesten» in Kiew zweie junge Leute zum Tode durch den Strang verurtheilt worden, die nichts als die Verbreitung einiger Proklamationen des Exekutiv'KomiieS verschuldet hatten. (Der S o h n des Maischals Massen a.) Graf Massena, ein eblicher Sohn des berühm-te»l Marschalls von Frankreich, ist kürzlich im Armenhause zu Salem (Nordamerika) gestorben. Der junge Massena erhielt eine sorgfältige Erziehung. Später trat er, schon vou feinem Drange nach Abenteuern s.etrieben, in ein Kloster ein, das er indeb balo verlieb, um sich nach Rom zu begeben, wo er au die Spitze der Inquisition gkstellt wurde. Auch hier litt eü ihn indesi nicht lange; er entsagte dem geistlichen Stande und siedelte sich in l^ngland an. wo er als Conferencier austrat und sich auch verheiratete. In den Vereinigten Staaten, wohin er sich später begab, v.'rsuchte er verschiedene Unternehmungen, welche indek mit einem groszcn finanziellen Mißgeschick endeten. Sein Charakter verbitterte sich demzufolge in solchem Maße, daß jeder gesellige Verkehr mit ihm unmijglich wurde und scine Verbitterung in Grausamkeit ausartete. Die Freimaurer weigerten sich daher, ilin anzuerkennen, und versagten sogar seiner Frau, welche als Magd bedienstet ist, jede Unterstiitzung. Massena selbst sank von Stufe zu Stnse und mußte endliä) sein Leben durch Betteln fnsten. Zuletzt zwang ihn eine Krankheit, im ^rankenhanse sich aufnehmen zu lasten, und da ist er an Waffersuchl gestorben. (Opser des Gotthardt-Tunnels.) Es wird berechnet, daß bis Ende Dezember 1878 beim Gotthard-Tunnelbau 106 Arbeiter yetödtet und bei 300 verletzt worden seien uud dab bis zum Durchbruch ves Nichtstollens die Zahl der Getödteten aus annähernd 150, die der Verwundeten auf ^00 gestiegen sein diirfte. (Fleischsrage. Oefsentlichkeit als MUtel gegen wiUkiirliche Vertheuerung.) Um regel-mäßige Veröffentlichungen der stattgehabten Verkäufe auf Lebeudgewicht zu erreiche«, empfiehlt Dr. Eisbein folgendes Vorgehen: Die Landwirthe lzaben sich durch Vermittlung der Vereinsvorständö dahin zu vereinigen, daß ein Jeder den Viehhändlern oder Fleischern gegen« über sich fest an den Verkauf nach Lebendgewicht hält; in den weitaus meisten Fallen wird je- selbst versuchen und das wird schwer halten, fürcht ich! Die Klostergedauken steckten ihr gar zu tief im Kopf . . . aber ein hübfcher junger Mensch, wie Er, kann viel ausrichten! Wenn Er ihr so zureden kann, wie gestern in der Komödie, so hat Er gewonllen .. Ein Bekannter rief den Meister an; Nießer trat zur Kapelle, wo nur noch Maria an den Altarstnfen kniete. Alles rlisicte sich zum Auf-brllch, das dursie ihn wohl entschuldigen, wenn er sie uuterbrach: er war entschlossen, ihr seinen Antrag zu niachen und die bangen Zweifel seines Gemüths auf einmal zu beseitigen. Eben als er ihr nahen wollte, erhob sie sich vom Gebet und trat ihm an der Schwelle entgegen. Sie schien verwundert, ihn hier zu treffen und ihr Auge ruhte wie fragelrd, aber ruhig auf seinem Angesicht. „Ich habe Sie aufgesucht, Jungfer!" sagte Franz mit gedrucktem Tone, „ich habe eiwas aus dem Herzen, das ich Ihr gern sagen möchte, — schon den ganzen Tag trag ich'S auf der Znnge herum, und kani, die Gelegenheit nicht finden, es los zu werden utid mir den Stein vom Her» zen zu wälzen!" „Da hat der Herr die Zeit nicht gut ausgesucht", erwiderte Maria nlit gesenktem Blick. „Es ist so froinm und ljsilig in dem kleinen Kirchlein und rund herum in dem groben Wald, doch das fette Vieü von den Reflektanten im Stalle oder auf der Weide des Verkäufers besichtigt. Ist diese Vereinigung zu Stande gekommen, so folgt der zweite Schritt. Sämmt-liche Viehiiesitzer, beziehungsweise Vereinsmitglie« der, welche gröbere Viehbestände halben, erhalten gedruckte Formulare, die sie sofort nach dem Abschlüsse eines Haitdels aus Lelieildgewicht an den Vereinsvorstand des Kreises (Bezirkes, Amte» zc.) einsenden. Der letztere stellt die eingegangenen Nachrichten am Schlüsse der Woche zusammen lind senktet eine kurze Notiz darüber an die gklesenste nächste politische Zeitung sowohl als auch an das F-ichblatt des Vereines, sofern es eine Wochenschrift ist. Dieses Ver» fahren wurde seit mehreren Mo-iaten in der Umgegend von Köln eingesührt und hat sich vollständig bewährt. Die Schluh-Nevaktion besorgt sogar ein Kölner Fleischermeister. Die Kölnische Zeitung bringt jeven Dienstag die ihr libermittelten bezüglichen Nachrichten nnd ha! bereitwilligst die nöthigen Formulare sowohl slir die einzelnen Landwirthe als auch flir den die eingkhenden Rapporte zusammenstellenden Fleischer gratis geliefert. Den Landwirlhen der benachbarten Kreise sowohl, als den Fleischern der umliegenden Städte sind diese Notizen na« türlich sehr willkommen, die von den kleineren Blättern dann gleichfalls zur Kenntniß ihrer Leser gebracht werden. Diese Einrichtung läßt sich ohne Schwierigkeit leicht einfiihren; es gehört von Seite der Betheiligten nur guter Wille dazu und sollte derselbe anfänglich bei den Känfern von fettem Vieh fehlen, so muß ein kleiner Strike seitens der Landwirthe nachhelfen. (Heerwesen. Die künftige Wehrkraft Dentfchlands.) Die künftige Stärke des Deu« tschen Heeres wird sich nach den Anträgen des Militärausschusses, welche der Reichstag voraus« sichtlich genehmigt, folgendermaßen gestalten: Die Neuformation von 11 Infanterie-Regimen» tern und 40 Batterien selzt Deutschland in den Stand, i^0 Linien-Armeekorps innerhalb 8 bis 10 Tagen an feinen Grenzen zu konzentriren; die Ausbildung der Ersatz-Reservisten erster Klasse verstärkt innerhalli dreier Jahre die Zahl seiner kriegstüchtigen Soldaten um zirka 150.000 Mann, tiesert ihm also da« Material, seine Znsanterie-Negimenter aus die Stärke von 4 Bataillonen zu bringen und aus diesen vierten Bataillonen wiederum sechs neue Armeekorps zu sormiren. Was ferner die Landwehr anlangt, so können die Regimenter der älteren preußischen Provinzen iln Kriegsfall fofort auf drei Bataillone gebracht werden, so daß selbst nach Abzug der zum Feftungsdienst erforderlichen Bataillone aus der Landwehr zwölf Armeekorps hergestellt werden können. Hinter dieser Armee, die nicht weniger als 38 Armeekorps in sich daß ich meine, man sollte gar kein weltliches und unheiliges Wort anhören darin l — Laß' es der Herr nur gut seilt, bis wir daheim sind.. „Nein, Maria!" rief Franz eifrig, „ich ertrage die Ungewißheit nicht länger! Es ist gewiß auch nichts Unheiliges, was ich zu sagen hade! Und Sie mutz es jetzt erfahren, wenn Sie es noch uicht weiß, wenn Sie es mir noch nicht an tneinen Augen abgelesen hat . .. ich liebe Sie, Jungfer Maria, und will Sie in alleit Ehren gebeten haben, mir Ihr Jawort zu gebett, daß Sie meine Frau werden will ..." Maria erröthete, aber sie erhob die Augen nicht. „Ich will keines Menschen Frau werden", sagte sie leise, „mein Gespons ist der himmlische Bräutigam!" „Sage Sie das nicht Jungser! Warum will Sie sich iier Welt entziehen, in die Sie doch eintnal gesetzt ist? Wer Sie nicht kennte, möchte glauben, das wäre Stolz und geistlicher Hochlnuth von Ihr, daß Sie sich sür zu gut hält und Keinem vergönnt . . . aber ich kenne ja Ihr Herz: ich weiß, daß Sie die Güte uud Bescheidenheit selbst isi — daruin weiß ich auch, was Sie da sagt, ist auch nicht Ihr Ernst, sondern nur erne augenblickliche Ueber-spannung!" schließt, flehen mehrere hunderttausend Ersatz« mannschasten und der Laudsturni, der immerhin eine halbe Million kriegsgeübter Soldaten zählt. (Vom Saatenstand.) Aus allen Thei-len der Monarchie liegen nunmehr die ersten Berichte über deil Stand der Saaten nach der Ueberwinterung vor, uud alle konstatiren, dal; sowohl Weizen wie Akoggen ganz gut überwintert haben, daß Naps dagegen einigen Schaden erlitten hat. Diese Schäden, welche theilweise schon im Herbste eingetreten sind, werden beim NapSanbau durch die wiederholten Fröste im Monate März noch vermehrt, da die Aecker bereits von Schnee befreit waren, so daß wohl manches Felo ganz auSgeackert werden muß und der künftige Ertrag dieser Pflanze bedeutend geschmälert erscheint. Der Weizen hat den langen strengen Winter gut überdauert, und auch die ungilnstigen WitterungSverhältnisse des abgelausenen Monats l^aben der Pflanze nichts angehabt, da sie bisher in der Entwicklung glücklicherweise zurückgeblieben ist. Beim Roggen dagegen kommen als Folgen des rauhen Märzmonats manche Lücken vor, die jedoch für den Anbau im Allgemeinen nicht von großer Bedeutung sind. Das trockene Wetter der jüngsten Wochen war dem Landwirthe wohl erwünscht, allein die häufigen Fröste haben den Boden in einen Zustand versetzt, welcher bewirkte, daß die Arbeiten sür den Anbau der Sommersaaten nur langsatn von statten gingen und immerhin noch weit zurückgeblieben sind. Mildes Wetter ist nun erwünscht, datnit die Wintersaaten krästiger sich entwickeln und die Versäumniß in den Feldarbeiten nachgeholt werden kann. (Lc^ndwirthschaftliches Kreditwe-^fen in Böhmen.) Die Fachmänner, welche der landwirthschastliche Klub für Böhmen zur Berathung des Kreditwefens berufen, haben nachstehende Beschlüsse gefaßt: 1. Das Direktorium des landwirthschaftlichen Klubs wird ersucht, selbständig und durch zweckverwandle Organe dahin zu wirken, dcß der Lanvwirth rücksichtlich seines Kredit!.'edürfniffes auf die in Böhmen stehenden Hypothekar- und Kreditinstitute, welche bereit» zu einem billigen Zinsfuß Kredit gewähren, in aufklärender Weise aufinerksam gemacht wert)e, wobei spezielle Institute in» Auge zu fassen sind. 2. Die Enquvte nimmt gern Akt von der schriflichen Mittheilung de» Generaldirektors der böhmischen Hypothekarbank, daß dieses Institut lebhaftes Interesse an der Lösung der aufgeworfenen Frage nehme, fowie von den Erklärungen der anwesenden Vertreter der böhmischen Bodenkredit-Gefellschaft und der landwirthschaftlichen Kreditbank für Böhmen, dahin lautend, daß dieselben den Bestrebungen des landwirthschaftlichen Klubs in dieser Frage nach „Laß' Er mtch so was nicht wieder hören — sonst müßte ich Ihn für einen von den bösen und ungläubigen Menschen halten, — die . . ." «Der bin ich nicht, Jungfer, aber ich darf wohl ein offenes Wort mit Ihr ret>en: der Oheim weiß ja, was ich will und ist damit einverstanden! Also schlage Sie sich diese Gedanken aus detn Sinn — sehe Sie mit den klaren Augen, die Jl)r Gott gegeben, recht klar in seine schöne Welt hiuein und frage Sie sich selbst, ol) es Jh»n gefallen kann, wenn man freiwillig sich von ihr absperrt und von all' der Schönheit, die Sein Werk ist? . . . Ueder-lege Sie's erst noch einlnal: ich kann Ihr recht bald eine anständige Versorgung bieten nehme Sie meinen Antrag an ... ich liebe Sie ja so sehr!" In Maria'ö Gesicht wechselte die Farbe, aber ihre Augen suchten noch immer den Boden. „Es hat ein Jedes seinen Beruf in der Welt", sagte sie. „der meinige ist einlnal das Kloster! Wenn ich es so anschaue und ulir so recht überlege, wie gut der liebe Gott ist mit dem Menschengeschlecht — wie es hienieden Tag und Nacht nichts Anderes thun sollte, als dankend aus den Knieett liegen und beteu .... und wenn ich mir dann wieder vorstelle, wie viele Leute da» Gebet vernachlässige»?, über der Arbeit, Möglichkell Rechnung tragen werden. 3. Es und nachstehende Erleichterungen in Hypothekar'Dczr-lehensgeschäften im Interesse besonders des Kleingruttdbesitze» anzustreben: a) liehufs leich« terer und womöglich kostenfreier Bewerthung der Hypothek ist iin Gutsbestandsblatt des neuen Grundbuche» bei den Katastralnummern die Area und der Katastralreinertrag anzufügen; d) es ist dahin zu wirken, daß die böhmische Hypg, thckarbank Dailehen unter 500 fl. auch auf ktlrzere Zeit und wenn möglich nur gegen Ver-zinjung (ohne Amortisation) gewähre, wie das bereits seitens der böhmisqen Bodenkcedit-Ge-seUschast und der Landwirlhschaftlichen Kreditbank geübt wird; e) zur Förderung und Ver-wohlseilung des kleineren Hypothekar-Darlehen-fleschäftes ist es unbedingt nothwendig, daß die Stempel- und Gebührensreiheit für Hypothekar-Darletten unter 500 fl. gesetzlich normirt werden. 4. Da die schwierige Geltendmachung der Hypothekarforderung erfahrungsgemäß den Hy« pothekarkredit beeinträchtigt und überdies dem Hypothekarschuldner übermäßige Kosten verursacht, so erachtet es die Enquöte als nothwen-dig, die Verordiiung des Staats« und Justiz' Ministeriums vom 28. Oktober 1865 über die AusnlZhmen von den aUgemeitlen Justizgesetzen dahin zu erweitern, daß ».) alle Anstalten, welche unter den Artikel 1 dieser Verordnung falten, mittelst der Auszüge aus ihren Hauptbüchern über die Ziffer der ihnen zustehenden Hypothekarforderungen vollen Beweis erbringen, und anf Grund dieser Auszüge sofortige Exekution erwirken können; d) das; bei Nealfeil» bietungen anläßlich solcher Hypothekarforderun» gen lediglich zwei Termine mit der Sanktion anberaumt werden, daß beim zweiten Termine die Realität auch unter dem als Ausrufspreis angenommenen Belehnungswerth hintangegeben werden können. Bezüglich der Punkte 3 e) und 4 sind Petitionen an den Reichsrath, und bezüglich des Punktes 3 a) und b) ist eine Petition an den Landtag zu richten. (StrafrechtS-Pflege. Aus dem Tagebuch eines Vagabunden.) Der „Deutschen Zeitung" wird von Schwechat b>?richtet: „Martin Schröck, ein wiederholt abgestrafter Schneide? gehilfe, ans dem Wiener Polizei-Nayon für immer abgeschafft, hat sich wegen verbotener Rückkehr zu verantworten. — Ric'ljter: Wie oft sind Sie abgestraft worden? — Schröck: I kunt'S wirkli nöt auswendig sagen, al>er in mein' Notizbüchel stehl's eing'schrieben. (Dieses wird nun herbeigeschafft.) — Nichter (nachdem er dasselbe durchblältert): Ich finde hier lauter kurze Zeiträume eingetragen; waren ih5e Abstrafungen von fo kurzer Dauer? — Angekl.: 's is a so: i Hab' nur die Zeit eing'schrieben, die i in Freiheit war. — Nichter: Ah so! Nun, da haben Sie bereits eitie ziemliche Zeit oder aus Launigkeit und Härtigkeit des Herzens . . . dann steht es ganz deullich vor mir, daß ein einfältig schwaches Geschöpf, wie ich, nichts Besseres thun kann, als beten, damit von der großen Schuld und Versäumnis wieder ein Sandkorn wegkommt! — Will Er mir davon abreden?" „Der Gedanke ist eines so edlen Gemüthes, wie das Ihrige, voltkommen würdig — aber indem Sie an das Ferne denkt, verliert Sie darüber nicht das ganz nah Liegende aus den Augen? Sie will mitwirken an dem Glücke aller Menschen in der weiten Gotteswelt und macht doch Einen darunter zum UnglückUchsten von Allen .. „Das will ich nicht l" rief Maria und ein rascher Blick streifte sein zu ihr hingeneigtes Antlitz. „Er wird auch nicht unglücklich sein... Er wird stch trösten und beruhigen!" „O ja, das wird geschehen", erwiderte Nießer bitter, „was kann die Zeit nicht aus dem Menschen machen! Was liegt auch daran? Eine Täuschung mehr oder minder — es ist ja Alles Tänschung l Wohl habe ich mir manch-nml in einem glückticheir Augenblick eingebildet, Sie aline, daß ich Sie lietie, und es kränke Sie nicht und es rege sich in Ihr wohl gar ein Gesühl der Erwiderung ... es war nichts als Selbstliebe, Eitelkeit, nichts als eine Täuschung! im Gesängniß zugebracht; die Schneiderei scheinen Sie wenig betrieben zu hc»ben? — Angekl.: Mein Gott, wer kann dasur? — Stichler: Doch nur Sie ollein. — Angekl.: Das i« l;alt Bestimmung; bin jetzt schon I I Jahr vocirend und mi haben's halt alleweil glei. — Nichter: Was bedeuten diese Ziffern t^ier in Ihrem Büchel? — Angekl.: Dös san die Nummern von alle meine Zellen, zum Lotteriesetzen Hab' i's ausg'schrieben. — Nichter: Hier ist die Zahl 32 mit Notbstift mehrfach unterstrichen, was bedeutet das? — Angekl.: Ah. dös san 32 Knödel, im Landesgericht rechnen wir mit Knödeln. Richter (verwundert): Wie das? — Angekl.: Jeden Freitag kriegen wir 4 Knö del, so san 32 Knödel 8 Wochen zum Absitzen. (Heiterkeit.) — Der Nichter v-!rurthiitt ihn zu 6 Wochen Arrests. „San 24 Knödel", meint er geringschätzend zu dem ihn abführenden Ge-fangen-Auffeher." (Aus dem Gerichtssaal. Der Netter eines Hundes.) Am lü. April gelangt in Wien (Bezirksgericht Josephstadt) ein seltener Fall zur Verhandlung. Während eines Streiszuges des Wasenmeisters durch die Straßen dieses Bezirkes hatte ein Mann, von Mitleid ergriffen für einen Hund, aus welchen der Schinder tie-reits mit der Schlinge zuging, das bedrohte Thier dnrch einen kräftigen Tritt aus die Ge-sahr aufmerksam gemacht, worauf dasselbe selbslverstäudlich Neißaus nahm und nicht mehr eingeholt werden konnte. Auf Grund dieses Neltungswerkes ist nun gegen den Thierfreund die Anklage anf Einmengung in eine Amts-Handlung erhoben worden. Zlkarbui-iicr Berichte. (Gegen die Steuerbefreiung der Süd bahn.) Die landwirthschaftliche Filiale Leibnitz hat dem Abgeordnetenhause (durch Karlon) eine Petition gegen die Steuerbefreiung der Südbahn überreichen taffen. (Ein Rächer feines Vaters) Peter Barth, Dienstkk^echt in Oberburg, der wegen Beleidigung seines Vaters dem Grundbcsijjer Mlchael Bodigai mit einem Stemmeisen das rechte Auge ausgeschlagen, wurde von den Ge-schwornen für schuldig erklärt und von den Strafrichtern zu schwerem Kerker auf 18 Monate verurthetlt. (Brandlegung.) Beim Grundbesitzer N. Goßag in Ziegelstatt, Gerichtsbezirk Wind.« Feistritz, wurde zur Nachtzeit Feuer gelegt und beläust sich der Schaden des Nichtversicherten auf 2000 fl. Vier Kinder des ElgenthümerS haben Brandwunden erlitten und schweben in Lebensgefahr. (Murbrücke in Nadkersburg.) Diese Brücke, durch den Eißstoß beschädigt, ist nun — Oder wäre doch etwas dara«» gewesen?" fuhr er inniger fort, als er sah, daß Maria erröthete und eine Thräne sich durch die ge« senkten Wimpern drängte. „Hab ich mich denn doch nicht getä^lscht? Bist Du mir wirklich gut, Maria?' Sie schlug die Augen fest und entschlossen auf und blickte durch ihre Thränen mit mildem ^^ächeln in sein Angesicht. „Warum soll ich es leugnen?" hauchte sie. „Ja, Franz, recht von Herzen gut!" „Und dmnoch willst Du mich zurückstoßen und Dich im Kloster begraben?" „Hätte mein Entschluß denn einen Werth im Auge Gottes, wenn er mich leicht ankäme? Ich opfere Jhin mein schwaches Herz — dring nicht wieder in mich: ich lasse Dir den irdischen Kranz und gebe ihn dahin sür den himmlischen Schleier! Lebe wohl — sei recht glücklich — vergiß tnich nicht ganz, wie ich stets Dciner gedenken w.'rde — im Gebete!" Sie ging, denn der Meister kam uild der wieder geordnete WalisahrtSzug setzte sich in Bewegung. Nießer verinochte nicht zu solzen — seine Stirn glühte, seine Brust flog, er mußte sich an den Stamm der nächsten Etche lehnen, denn die Kniee drohten ihn: zu versagen. „Da geht sie hin!" rief er leidenfchaftlich. ^Geht dahin wieder hergestellt und dem allgeineinen Verkehr übergeben worden. (Waldbrand.) Auf dem Acker des Auszüglers Georg Schuster in Gairach, Gerichtsbezirk Tüffer, wurde dürres Gesträuch verbrannt; der heftige Wind trug aber Funken in den benachbarten Wald, Gras und Laub fingen endlich Feuer uud wurde das Gehölz im Flächenmaße von zwölf Joch verheert. (Unterschlagung von G eldbriesen.) J'l Citli wurde der dortige Postexpeditor Kaspar G. wegen Unterschlagung von Geldbriefen verhastet. (Einbruch.) In Samarko, Gerichtsbezirk St. Leonhard, deckten mehrere Strolche das Hausdach des Grundbesitzers Peter Weber ab, drangen in das Wohnzimmer, mißhandelten letzteren und forderten unter Androhung des Todes Geld. Die Durchsuchung der Kälten blieb in Bezug auf Baarschaft ohne Erfolg; dann raitdten die Thäter zwei Zentner verhackten Spcck, Tischzeug, Bettwäsche und Kleider. (Hüt ten vermalt UN g Cilli.) Nach dem Antrage des Budgetausschusse» sollen sür die Hüttenverwaltuug Cilli solgende Beträge in den Voranschlag eingestellt werden: Ersor-derniß: 71.300 fl., Bedeckung: 94.350 fl. — Ball und Betrieb des zweiten SiemeuSl'senS: 50.000 fl., Bedeckung: 25.000 fl. (Sparkasse-Auswels.) Int Monate März wurden von 513 Pa-teien eingelegt fl. 129.021 77 und von 836 Parteien herausgenommen fl. I56.l)97!)9. (Aushilfska s se-Verein.) Der hiesige Anshilfskaffe-Verein hat im verflossenen ersten Quartal 111335 fl. 59 kr. eingenoinmen und 112603 fl. 52 kr. ausgegeben — zusammen 223939 fl. 11 kr. Letzte Polnische Blätter erklären, der Polenklub müsse bei der Verhandlung des Voranschlages verlangen, daß dem Minister sür Galizien alle galizischen Agenden vollständig abgetreten werden. Der Gemeinderoth von Pest hat di-m Gesuch um Erneuerung der.Konzession sür das deutsche Theater nicht entsprochen. Kaiser Wilhelm hat Hofbeamten gegenüber geäußert, der Streit z^vifchen Kirche und Staat werde in Kurzem beigelegt sein. Die übergroße Mehrheu der bulgarischen Opposition verwirft jeden Koalitionsgebanken. Der französische Minister des Innern hat die Präfetten beauftragt. Umgehungen des Jefuilendekretes nicht zuzulaffen und tadelnde Beschlüsse der Generalräthe als ungesetzlich zu erklären. mit den Trümmern meines Löbensglücks, daß sie zerbrochen hat und rühmt sich der guten That. die sie gethan! O Menschenherz, wie undurchdringlich bist Du ... wie liegen Gut und '.vöse, Jatttmer und Entzücken so ununterscheid-bar in Dir — ach und so untrennbar!" „Schau, schau!" unterbrach ihn die derbe Stimme de» Metzger Halmberger, der sich noch beim Kruge verspätet hatte, „der Herr Super-numerar spielen wohl heut auch noch Komödie? Machen Sie, daß wir sie einholen, sonst müssen Sie allein hiuterdreiilhumpeln!" Damit eilte er, ohne sich weiter um ihn zu küminern, den Uebri-gen nach. „Ja, ich spiele Komödie!" rief Nießer schmerzlich nnd warf sich unter der Eiche ins Glas. „Warum auch nicht? Alles ist Komödie, nicht mehr als eine Szene, die vorübergeht! — O. es müßte Einem wohl ums Herz werden, zu wissen, daß man immer und immer nnr Komödie spielt!" Er barg das Antlitz im Grase und achtete nicht Gesang nnd Gebet des W^ill-fahrerzuges, der durch den inr Adendroth rauschenden Eichwald dahinschritt mit den wehenden Bannern des Friedens. Fortsetzung Eingesandt. Um die durch di« Wahlbeweguiig anläßlich der Ergänzung des Direktoriums der Ge-meinde-Sparkasse erregten Gemuther Zu beru-lnaen erkläre ich unter Ehrenwort, daß der Bau eine» Gyninasiums 'n ^?rbura durch«»,« keinen Gegenstand meiner Proiekte bildete Marburg, 1. Aprü 1S8V. (3S2 Dadl. 8ianl> äor Kvilleinlagvn »m 31. Mr^ 1«8V: (3S6 O«. xv. ^ 13rvisoll fsfäinsnä 8taullingvr Ein möblirtes Zimmer ist sogllich zu b-zithen: (SSV Schillerstrabe Nr. partirre links. Wohnuugc« mit 2 und 3 Zimmern in den Gasteiger-schen Häusern in der Pfarrhofgasse Nr. 19 und Kärntnervorstadt Nr. 40. Anzufragen Pfarrhosgasie Nr. 19, I.Stock. Eine freundliche Wohnung in der Kärntnerstrahe HauS Nr. 9 neu im 1. Stock, bestehend in 4 Zimmern. Sparherdtuche. Speisekammer. Holzlege, Keller- u. Bodenantheil, ist billig zu vermiethen und mit 1. zu bezielien. ^ Auskunft daselbst bei Ant. H ohl lM 1. Stock. Wohnungen in der Bnrgeefiraße. Nr. 46 Hochparterre, 3 Zimtner, KiHe, Holz- läge und Boden — 18 st. 70 kr. Nr. 48 detto detto Nr. 48 2 Souterrain-Wohnungen, je 10 fl. 20 kr. ?!r. 37 1 Souterrain-Wohnung, 2 Zimmer, Kiiche, Holzlage und Boden — 8 fl. Mit 1. April 1880. Auskunft bei der Administration im Hause Abonnements-Ginlnäung nujs ."Zssustlii te Dnmen- uiiti Zltodeii-Zeitung. Aboniicilienlspreis vierteljährig nur 2 Mark (in Oesterreich nach E»«r«.) Jchrlich erscheinen: 24)wmmcrn m. Moden u^Handartie^tttl^ ^ 24 Supplemente, 300 Achnittmuster, ' 24 Nummern mit Nnterlialtung, ^ 24^ettagtn. IT colorirte Modenbilder. Nestessungen auf diese öetieöte und wettvervreitete Modenzeitung nehmen alVe ZSuchyandfungen und Zkoflümter jederzeit entgegen. (1500 Nr. 50, verl. Herrengasse. (369 Eine schöne Wohnung, 1. Stock, 2 Zimmer, Küche, Keller- und Gar-tenantheil mit 15. April zu vermiethen Mühl-gajse Nr. 34. Anfrage beim Eigenthttmer Zranz Gretner „zur alten Bierquelle." (385 Attkündigung. stMjschtn vormals Vastkigkr'schrn HanjeNr.20, Schmiederergasse, ist in,I.Stock eine hofseitige Wohnung mit einem Zimmer, Küche und Holzlage, nebst einem Dachboden-llnd KeUerantheile sogleich, — dann ein eben« erdiges, großes Magazins-Lokale vom Z. April 1880 an zu vergeben. (302 Anzufragen bei der Stadtkasse am Nathhause. Schöne Wohnung zu vermiethen in der Schulgafse Ne. 2. (340 Anzufragen bei Mathias Prosch. WM jGßMß «MMOMßxsUGN»' k. k. ansschr. priv. echter gereinigter von HVNIkvKnU FlttttKvi* Ii» ItViVii, von ä»n «r»ton w«6icilli?elioll.^utorltitoo xftnrftft unck »«tner HVOßxen »uott kür Xivclvr doftonl!«r» onipkomnn unä varoränot »I» reiv«t«, dssta,^) vittür-Uodtits un(i »nerkitnllt ,sirlc>«itmsts Aittel z«?k'n «»»»»»t- unä xexsn ^kr«» nIZvI», u. V. ii>t — «It« W'INH«'!»« »» t l». — iu moivor Vt'lvn, IltiiiiiiiKrlkt IVi». in ,?«>» invintell Xtwtdvicsll uitä r«ll0wwirt«u VLurell-Uauäluujjvu vkU2, ; pvtiau: IZonL! Ledrdallc, II. Lliasek, ^potk.; l!^rnv8t Lekl, .lur^a, liauü.; kaäl(vl'8bui'g: Koller's I^rben. *) t'üUöll in uousrer ^eit mekrvrs li'irmsn einsli ^svökvliolieu uvxsreiuixtev l^edortkran in äreicoliißo I^wselien unä LULksn llenskldsn als solitsn xsrei- nißten Oorsok lsbsi rau" (Zsm ?udILKum -u verkaufen. Dm einer solvken vebervor» tlieilunßs ?u entxeken, wolle man ssütiAst nur ^'ens li'Iageken als mit eedtem ^ersinixten I)()rs(:lilkl)ertttran" ßssMIIts averlienneu, tiei velolwn auk cZsl' li'lasokv, l^til^uetts, Versekluss-Kapsel unä Vvl^rauvkg.^nv^siLunA äer I^ame stskt. Oasellast lieknäet sied auvti äas (?elleral«I)spüt 5ür äis östsrl'..uvx. ^onarodsi vov äer ^Internationalen Vsrdaii6stvfk.Wadrill in LoliaLkliausen", von äer „Lo^oäont-I?^adr1ll- von Lall S: Ruvlcel in I^sv-?orlc unä von äer „l-exuminose-k'»dril^- von llartenstvin >I'8 Kartens»!«» empfiehlt seine pl)otographlschett Ärtieilen. D werden gichtiscke, rhematische Lei- dcn nebst deren Folgeir mit äußern Mitteln, wodurch seit 30 Jahren Tausende von ihrenl oft jahrelangen Leiden befreit wurden und wo andere Mittel ^wirkungslos blieben,.was mit zahlreichen Anerkennungsschreiben bewi^^sen wird. 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