E^etst/FRblS: wocbcnla^i It Rpl . SaiMt«|.SouiUg II Rpf iMiitgtt 3ntuna Amtliches Organ dos 9j2a® Badgiase Nf» fl, Femrufs 33-87, äSi.K • i.fi?? yj* bcliriftleltüiii nur tut Fernruf Nr. 28-6"} cirachbar. — UmrMangtt Zutdirlftto wtrdcn nicht rflckgesandt, — Bei Anfrajeo üt das Rttckpono btizulegeiu — Postscheckkonto Wien Nr. 64.608. Steirischen Heimatbundes Erscheint wOchentUcb techsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der bonn. und Feiertage). Bezugspreis (Im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl Postoe. blihr: bei Lieferung im Streifband zuzügl. Porto; bei Abholen in der Uesctiftttsstelle RAI l—k Altreich durch Post monatlich RM 2.10 luzügl, 36 Rpt. Zustellgebühr Jtt. 160 3ttQr5uro-!Prou, iPonner i8.3unl 1042 Rampfwerk Sililrien vor Sewastopol erstOnnt 80 schwor beschädigt, daß mit Ihrem Verlust zu rechnen Ist. Weitere sechs Kriegsschiffe und sechs Handelsschiffe erhielten Bomben- oder Torpedotretfer. In Luftkämpfen mit den zur Sicherung der Qelclte eingesetzten Jagdflugzeugen wurden von der deutschen Luftwaffe 33 feindliche Fluigzeuge abgeschossen. Zehn deutsche Flugzeuge gingen verloren. An diesen Erfolgen haben die unter dem Oberbefehl des Gcncralfeldmarschalls Kesselring und unter der Führung des Generals der Flieger Lörzer, des Generals der Flieger Oelßlcr und des Generalleut- nants Hoffmann von Waldau stehenden Fliegerverbände besonderen Anteil. An dem Erfolg ist ferner das Unterseeboot des Kapitänleutnants Reschke mit der Versenkung eines feindlichen Kreuzers beteiligt. Vor der englischen Südküste beschädigte die Luftwaffe bei Tages- und Nachtangriffen drei Handelsschiffe mittlerer 111000 trt ml 7 Rrlegsscliilfe verlini D«r Verteuf ctor dcuttchan Angriff* Mif dl« brhltchan G«l«lt> tilg« Im jGeteitzugschlacht im Mittclmeer und versenkten dabei drei Einheiten "•i* J" — 0»teh«ll«n* SowJ«tangrlff« am Welchew und llmm*SM — R«lch« Beul« b«l Ain «I Gaiala — Ob«r <000 Mann g«fang«n Führerhauptqudrtjer, 17. Juni brt versenkt Außerdem wurden ein Zer- Das Oberkommando der Wehrmacht störor und acht Handelsschiffe aurch torgibt bekannt: pedo getroffen, In Brand geworfen oder Der Angriff dcf deutschen und rumänischen Truppen gegen die Festung Sewa-stopol wurde trotz erbitterten Widerstandes und bei großen Geländeschwierigkeiten weiter vorgetragen. Die Elnbruchs-stcllen in das feindliche Verteidigungssystem wurden stark verbreitert und aus ihnen heraus tiefe Kelle in die Befestigungs-llnien getrieben. Stark verteidigte Höhen-.»itellungen und Forts -wurden auf beiden Angriffsflügeln In schweren Kämpfen genommen. In den heutigen Morgenstunden wurde das bedeutende Kampfwerk Sibirien erstürmt. Die Luftwaffe unterstützte den Kampf der Infanterie in hervorragender Weise. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden versprengt« felndHche Gruppen im rückwärtigen Frontgebiet vernichtet. Feindliche Angriffe südlich des llmen Sees scheiterten. An der Wolchow-Front versuchte der Gegner erneut mit starken Kräften die von deutschen Truppen seit Wochen Im sumpfigen Waldgelände zäh verteidigte Riegelstellung zü durchbrechen. Alle Angriffe blieben ohne Erfolg. Der Ring um die feindlichen Kräfte, die nördlich der Ricgelstellutig umschlossen sind, wurde enger gezogen. Kampf- und Schlachtflieger fügten südostwärts des Ilmen-Sees und am Wolchow dem Feind erhebliche Verluste zu. An der Eismoerküste wurde im Hafen von Jokonga ein feindliches Handelsschiff von 3(KK) brt durch Bombenwurf verisenkt. In Nordafrika scheiterten Ausbruchsver suche der westlich Acroma eingeschlossenen britischen Truppen. Bisher wurden in den Kämpfen der letzten Tage um die Ain-el-Gazala-Stellung über 6000 Mann gefangengenommen. Außerdem wurden erbeutet oder vernichtet 224 Panierkampf-wagen, 35 Geschütze und über 5(K) Lastkraftwagen. Im Raum von El Adern wurden feindliche Stellungen trotz hartnäckiger Verteidigung genommen. In Luftkämpfen verloren die Briten 21 Flugzeuge. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versetzten Verbände der deutschen Luftwaffe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine im Zusammenwirken mit italienischen Luft- und Seestreitkräften der britischen Flotte und der feindlichen Versorgungsschiffahrt im Mittelmeer schwere Schläge. In der Zeit vom 13. bis 15. Juni wurden aus stark gesicherten britischen Geleitzügen von deutschen Luft-und Seestreitkräften vier Kreuzer und Zerstörer, zwei Bewachungsfahrzeuge und sechs Handelsschiffe mit zusammen 5öO(K) Zuditliaasslraleii in ARliara Ankara, 17. Juni Das Urteil Im Prozeß de« am 24. Februar in Ankara gegen den deutschen Botschafter von Papen verübten Sprengstoffattentats wurde am Mittwochabend verkündet. Die Hauptangeklagten, die Staatsangehörigen der Sowjetunion George Pawlow und Leonid Kornilow, wurden auf Grund des Artikels 450, Absatz 4, des türkischen Strafgesetzes wegen unmittelbarer Beteiligung an einem Anschlag gegen das Leben einer dritten Person zu je zwanzig Jahren Zuchthaus verurteilt. Die beiden türkischen Angeklagten, Ab-durrahman und Suleyman, wurden zu je zehn Jahren Zuchthaus wegen erwiesener Verbindung und Unterstützung des Attentäters verurteilt. Sämtlichen Ani?eklagten steht das Recht der Berufung z 82.3olbroono £acfte 5^Aiasiea! Marburg, 17. Juni Nt^h am Soiimtag taten die Briten, die Sowjets und die Nordanieriikancr in ihren faliiwngeschniüoktcn Hauptstädten so unendlich begeistert, überschlugen sich förnnlich bei ihrem »Tag der vereinigten Nationen« im einem Rciklatnc-taumcl, der stark an die Stimmung Ertrinkender erinnerte, die nach Strohhalmen greifen. Acli, trotz aller geheuchelten Zuversicht, die Roosevelt, Churchill und Stalin zum besten gaben oder durch iiirc Presse austronuncln ließen. Größe durch Bombenwurf. Bei Brighton seschlagencr ÄS .Ä1.Ä" S ÄSÄr Jssr'": der letzten Nacht Störangriffe auf westdeutsches Gebiet. Nachtjäger und Flakartillerie brachten neun der angreifenden Bomber zum Absturz. teilt das Oberkommando der Wehrmacht weitere Eln^eHi^ten mit. Fast zur selben Zeit versuchten die Briten, von Gibraltar und Alexandria aus zwei von zahlreichen Kriegsschiffen geschützte Geleitzüge nach Malta bzw. fo-bruk zu führen. Der aus Alexandria ausgelaufene britische Geleitzug wurde bereits am 13. Juni ^uf seiner Fahrt in Richtung Tobruk von deutschen Aufklärungsflugzeugen gesichtet. Tag und Nacht hielten die Aufklärer zusammen mit Einheiten der deutschen Kriegsmarme Fühlung mit diesem britischen Geleit, bis auf der H5he von Tobruk die ersten schweren Angriffe deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge erfolgte. Durch die erste Welle der deutschen Luftangriffe am Vormittag des 14. Juni wurden bereits mehrere große Handelsschiffe und Bewachungsfahrzeuge in Brand geworfen, sodaß sie dem Geleit nicht mehr folgen konnten. Munition fliegt in die Uift Am Nachmittag d^s gleichen Tages wurde bei erneuTen Angriffen deutscher Sturzkampflugzeuge trotz heftiger Abwehr der britischen Bordflak ein vermutlich mit großen Mengen Munition und Treibstoff beladenes Fahrgastschiff von 10000 bis 12000 brt • schwer getroffen. Die Aufbauten dfis Schiffes stürzten In sich zusammen, während starke Brände und explosionsartige Brandwolken aus dem Schiffsinnem hervorschlugen. Mit starkor Schlagseite senkte sich das Heck des Schiffes langsam unter Wasser. Zwei weitere Handelsschiffe wurden etwa zehn Minuten später von Bomben getroffen und blieben brennend hinter dem Oeleitzug zurück. Bei weiteren Angriffen gegen 18.30 Uhr wurden ein Frachter von 10 cMX) brt und zwei Handelsschiffe mlttle- dcs Judentums. Eine Art Requiem also, zu detii Roosevelt, der angcblödelc Possenreißer des Galgenliuniors, ein goltcslästcrlichej »Gebet« beisteuerte — dumm, wio man 1 es von diesem Abniornialcn auf dem Prä-sidcntenstuli'l nicht anders erwarten darf, und abscheulich, wie eben jede Gotteslästerung ist. Aber wiedereinunal hatten die Kriegsschuldigen In London, Washington und ' Mosikau ein ausgesprochenes Pech. Nocli , _ ^ „ , w, ... 1 letzte großmäulige Hetzlüg» durch Bombentreffer schwerer Kaliber.' dieses Tages nicht verhallt, das letzte Gleichzeitig fielen diesem Angriff zwei aufmunternde Trara ihrer Agitations-weitere Handelsschiffe zum Opfer. Die trompete nicht verklungen und die letzte restlichen noch schwiinmfähigen Schiffe Rakete der »Freude« — vermutlich über des Geleitzuges versuchten daraufhin, Charkow oder Libyen oder über die durch Zickzackkurs den mit unvermm- Midways und Aleuten - nocli nicht zer-dcrter Heftigkeit durchgeführten deut-1 stoben, da kam die Wahrheit mächtig hatte sich der der britischen sehen Luftangriffen zu entgehen. Dabei j 2,, vVort. Iii Nordafrika wurde ein a s ^hlachtschiff getarnter. Kj„g starke Teile Frachter von 10000 brt durch mehrere Bomben schwer getroffen, daß er nach heftigen Explosionen sank. Ein einziges Bild der Zerstörung Der völlig auseinandergesprengte Ge- Streitkräfte gesclilossen und im Mittel-m^r sanken die britischen Kreuz>2r, Zerstörer und Transporter zweier großer Qeleitzüge auf den Meeresgrund, während schwer angeschlagene weitere bri- leitzug bot nunmehr ein einziges Bild der ^ tische Einheiten — darunter ein Schlacht-Zerstörung. Auf der Flucht der noch un-| schiff, Flugzeugträger und Kreuzer beschädigt gebliebenen britischen Kriegsfahrzeuge griff das Unterseeboot unter Führung des Kapitänleutnants Reschke aus kürzester Entfernung einen britischen Kreuzer an und traf ihn mit drei Torpedos. Nach schweren Explosionen sank dieser Kreuzer innerhalb weniger Minuten. Während der schweren Angriffe der deutschen Luftwaffe auf den von Alexan dria ausgelaufenen britischen Geleitzug bombardierten andere Verbände deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge den bereits durch italienische Luft- und Seestreitkräfte schwer angeschlagenen feindlichen Geleitzug, der vom Atlantik kommend In Richtung Malta fuhr. Dabei wurden von deutschen Kampfflugzeugen in den Nachmittagsstunden des 14. Juni zwei Handelsschiffe durch mehrere Bombentreffer in Brand geworfen. Nochmaliger Angriff auf den Rest Als die Reste dieses zusammengeschlagenen britischen Schiffsvertjandes im Laufe der^ Nacht das Seegebiet südwestlich von Malta erreichten, wurden sie am frühen Morgen des 15. Juni erneut von deutschen Kampf- und Sturzkampfflugzeugen bombardiert. Dabei wurden drei rer Tonnage auf Bug und Heck so schwer, Handelsschiffe vön je 80(X) bis 10000 brt getroffen, daß sie mit schwerer Schlag Seite außerhalb der Sicherungen des Geleltzuges Hegen blieben. Zur Umkehr gezwungen Die ununterbrochenen Angriffe der deutschen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge, die auch in den frühen Morgenstunden des 15. Juni auf der Höhe von Derna fortgesetzt wurden und bei denen zwei weitere britische Handelsschiffe versenkt wurden, zwangen die Führung des britischen Oeleltzuges zu einer Kursänderung um 180 Grad. Wiederum griffen deutsche Sturzkampfflugzeuge den bereits schwer mitgenommenen Geleitzug gegen 17 Uhr an so schwer beschädigt, daß sie sofort stoppten und brennend liegen blieben. Ein viertes Handelsschiff von über 10 000 brt sank nach schweren Bombentreffern. Nachdem noch mehrere kleinere Frachter bei einem zweiten deutschen Luftangriff so schwer beschädigt worden waren, daß sie Ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen konnten, erreiclitcn nur zwei britische Frachtdampfer dieses Oeleit-7Utjes den Hafen von Malta. Damit büßten die Briten durch die An-cjriffe der verbündeten deutschen und italienischen Luft- und Seestreitkräfte im Mittelmeer 14 Handelsschiffe mit 111000 Bruttotonnen und sieben Kriegsschiff-einheiten ein. nach ihrem Ausgangshafen zurüokflücii-ten mußten. Das war der abschließende Beitrag, den Deutschland und Italien in treuer und sicgesinutiRcr Waffenbrüderschaft zu dem engliscli-ajmcri'kani.scli-sowjctischen »Fest« lieferten. Churchill, Roosevelt und Stalin werden cino üble Nacht gehabt haben nach diesem Tas der Ungewißheit, da sie wußten, was im Mittehneer für die Briten und für sie alle auf dem Spiele stand, da ihnen die Angst vor "einer neuen Katastrophe im Nacken saß, während sie wie traurige Bajazzos laclien und tollste Qrhiiasscn schneiden mußten. Was iin Englands Mäfcu an Kriegs-schittcn rasdi verfügbar war, man hatte es zusammengerafft zur Siclierung des Cieleitzuges, der von Gibraltar ostwärts seinen Weg nahm. Und gleichr-itig ging ein anderer nicht minder stark geschützter Konvoi von Alexandria gegen Westen. Man hoffte whi in London, daH dann wenigstens ein Teil eines der beiden Geleitzügc sein Ziel erreichen würde. Man ist ja bescheiden geworden, schon im Hoffen. Und das Ergebnis? — Die untergegangenen Kriegsschiffe und Frachter, Wracktrümincr, Hunderte in den P'luten treibenc^Jr Engländer und Nx^n Bomben und Torpedos getroffene Britenschiffe, von denen so manche kcineu Hafen mehr anlaufen werden. Wie viel muß für England In Nord-afri'ka auf dem Spiele st»?lien, wie schrecklich nmß die Niederlage, die Rommel den Briten bereitet. In Lond'^n wirken, daß man dort ein solches Risiko auf sich nahm! In Tobruk, In der Mannarica und in Malta wird dringend Hilfe Kcbraucht. Für den »sicheren« Weg um das Kap fehlen di«5 Schiffe. Es bleibt nichts anderes übrig als das Wagnis des Transportes durcli das Mittelnicer. Aber das Seite 2 i-Marburger Zeitung« Tfi. Ji«ri 1942 Nummer 169 Mittelinecr ist ffesiperrt für England, hier vernichten deutsche und Halienische Luft- und Seestreitkräfte die kostbaren britischen (leieitzüse, Mso noch weniger Schiffe als zuvor und keine Hilfe für robruk, für die Briten in der Marmarica und für Malta! Ohne Aussicht auf ein ^-ntrin1len sieht sich London, sehen sich mit ihm Washington und Moskau in solch fürchterlichem Kreis ffefanp^n. Und jrcÄcn diese ehernen Tatsachen kiinipfcii die Krieffslietzer Churchill, Stalin und Rooscvelt natürlich gewaltig an — mit Lüjjcn, Lachen und Bajazzo-Possen, A. Gerschaok Vor einem ilalieniscben Schlachl-gesdiwader geflohen Rom, 17. Juni Der italicnischc Wehnnachtbcricht fjibt bekannt: In der Marntarica verlaufen die Operationen der Truppen der Achscnuiächte weiterhin günstig. Im Abschnitt von AiTonia tmd von Iii Adeni wurden bc-lestigte, erbittert verteidigte Stellungen nach harten Kiinipfen erobert. Die in der Aktion, die zur Eroberung von Ain el Ga-zala führte, bisher festgestellte Beute be-trJigt 224 Panzer und Straßenpanzer, 35 (leschütze, mehrere hundert Kraftwagen, die vernichtet oder eingebracht wurden. Die Zahl der bisher in den Gefangenenlagern eingelieferten Gefangenen über-s(eigt.600f). Deutsche Flugzeuge schössen in der Nähe der Insel lanosa ein englisches Flugzeug ab, dessen Besatzung gefangen-genommen wurde. In den Gewässern des Kanals von Sizilien, in denen die siegreiche Luft- und Seeschlacht stattfand, die ihren Namen nach der Insel Pantelleria erhalten wird, wurden einige hundert englische Offiziere und Matrosen der in Brand gesetzten oder versenkten Kriegs- und Handelsschiffe geborgen. Darunter sind etwa hundert mehr oder weniger verwundet. Der aus Alexandrien ausgelaufene, aus etwa 50 Einheiten bestehende Geleitzug, der auf seiner Fahrt nach Malta bereits von der italienischen und deutschen Luftwaffe angegriffen wurde, drehte, als er feststellte, daß ihn eines unserer mächtigen Schlachtschiffgeschwader in den Gewässern von Kreta entgegenfuhr, ab und verzichtete darauf, sein Ziel zu erreichen. Während er in rascher Fahrt auf seinen Ausgangshafen zusteuerte, wurde er erneut von der Luftwaffe angegriffen, die »liiu schwere Schäden zufügte. Die Ver-histe dieses Geicitzuges können wie folgt zusammengefaßt werden; Von der di^utschen Luftwaffe wurden vier Kreuzer und Zerstörer sowie zahlreiche Handelsdampfer versenkt und viele weitere Schiffe getroffen und be-scliiiiligt. Außerdem wurde ein Kreuzer von einein deutschen U-Bof>t versenkt. Unsere l'lieger versenkten einen Zerstörer und beschädigten fünf Kreuzer und vier Dampfer schwer. Englands leuersfer Krieg Stockholm, 17. Juni Itn Unterhaus beantragte Schatzkanzlor Sir Kiiigsley \\'ood eine weitere Milliarde Pfund für Kriegszwecke. Die Vorlage wurde vom Haus bewilligt. Kingsley Wooa" hafte in seiner Begründung darauf hingc-^viesen, daß Englands wöchentliche Ausgaben für den Krieg 68''J Millionen Pfund ausmachten. Ks sei der teuerste Krieg dem Standpunkte stehe, daß sich die Bri-klärt. Selbstverständlich haben auch die Dominien ihren Teil an den Kosten des Plutokraten-Krieges zu tragen. So gab {.'as kanadische Rüstmigsministerium kürzlich d^^ Kriegskosten Kanadas mit 3,45 Milliarden Dollar an. Diese Summe wurde ausgegeben für Verträge und Verpflichtungen in ilein Zeitraum von Juli 1030 bis März 1042. Ungefähr -ein Drittel der Summe entfällt auf Bestellungen für Rech-ntmgs l^nglands. Pandil N«hra sdilleill keinen KompromiH Stockholm, 17. Juni Pandit Nehru, der Führer der Kongreßpartei, brachte am Mittwoch in Bombay öffentlich seine Übereinstimmung mit Ganühi zum Ausdrnck, der .wieder auf dem Sandpunkle stehe, ilal^ sich die Briten aus Indien zurückziehen müßten. Nehru erklärte, daß die Entfernung der Engländer aus Indien eine v<'tllige Über-Iragun'f der politischen Macht an Indien hei'euten würne, »Das Wesentliche ist, daß ire britische Regierung die Unabhängigkeit eines ungete'lten Indien annimmt. Es wird zu keinem Frieden zwischen uns künuuen, es sei denn auf dieser Basis.s: Enttäuschung und Nervosität in London Die deutsch-italienischen Erfolge flndenin der neutralen Presse stärkste Beachtung — England hat keine Chance mehr in Nordafrika Berlin, 17. Juni Der Stand der Kainipfe in Nordafri'ka und das Scheitern des verzweifelten britischen Versuches, durch zwei Ocleit-züge den dringend benötigten Nachschub auf kürzestem Wege an die Mittelmeerfront zu bringen, wird in der neutralen Presse aufs stärkste hervorgehoiben und ausführlich besiprochen. Alle Versuche des Ocnerals Ritchlc, so schreibt z. B. die Madrider Zeitung »ABC«, die Truppen Kommcls aufzuhalten. seien vergeblich gewesen. Die englischen motorisierten Divisionen seien den bess»oren deutschen Panzern und den besseren deutschen Geschützen durchaus unterlegen imd hätten ihre größte Schlappe in der Nacht vom Sonntag zum Montag bei Knightsbridge erlitten. Dem militärischen Genie Rommels sei es g»c-lungen, sämtliche Frontstellungen der f!ngländer in eine eiserne Zange zu nehmen, die nur noch eine Öffnung nach dem Meere habe. Ekwt aiber t>3herrsd]e die deutsche Luftvx'^ffe den Raum. Man gehe dalier nicht fehl in der Annahme, so schließt das Blatt, wenn man einen für Großbritannien katas^trophalen Ausgang der Rom-melschen Offensive voran sselw. London habe allen Grund, über das Schicksal Libyens, das Tor zum Mittleren Orient, im höchstem Grade nervös tind beunruhigt zu sein. CtiKlands Nachschtibsort^n fnr Nordafrika In London muß man nun zugeben, so meldet der KorresixMident der Madrider Zeitung -»YA«, daß General Rommel auch die dritte Phase der Schlacht in Libyen R»-wonnen habe. Die Dringlichkeit einer Verstärkung für die britischen Truppen könne man am besten daraus ersehen, daß man trotz der Bedrohung durch die deutsche und italienische Ltrftwaffe diesen Durclibruch versucht hätte. Die große Zahl der eingesetzten Kriegsschiffe Freclie Verletzung dertürkiscliei ülentralilil USA-Bomb«r überfliegen auf dem Wege von Syrien lum Schwarzen Meer türkisches Hoheitsgebiet Ankara, 17. Juni Der erste Versuch amerikanischer Bombenflugzeuge, den bedrängten Sowjets zu Hilfe zu kommen, hat in der türkischen öffentlichikeit große Unruhe hervorgerufen, denn er führte, wie sich jetzt herausstellte, zu einer mn^s'ven Verletzung der türkischen Neutralität. Am 12. Juni vormittags landeten, wie bereits gemeldet, offenbar aus Benzinmangel, orei viermotorige amerikanische Bomber auf dem Flugplatz von Ankara. Ein weiteres ging in der Nähe von Ada-pazar nieder. Ein fünftes versuchte, auf deni Flugnlatz von Adana zu landen, erreichte aber noch syrisches Gebiet. Sie kamen von einem Angriffsflug zurück, den sie von Nordsyrien aus gegen die Nordküste des Schwarzen Meeres unternommen hatten. Der amerikanische Rundfunk versuchte zunächst cie Sache so hinstellen, als hätten die Amerikaner der Türkei damit noch einen Dienst erwiesen, weil diese auf solche Weise in den Besitz moderner amerikanischer Bomber gekommen sei. Andere amerikanische Meldungen gaben dann zu, daß sich die Bomber, von deutschen Jägern bis an die Grenze tier türkischen Hoheitsgewässer verfolgt, auf türkisches Gebiet gerettet liälten. Aus der Lage der Flugplätze, de von .Adapazar über Ankara nach Adana auf einer Linie liegen, die mitten durch die Türkei geht und aus der weiteren Tatsache, daß es mehreren anderen amerikanischen Bombern gelang, über türkisches (jebiet nach Norcisyrien zu entkommen, ergibt sich, daß ilie Amerikaner rücksichtslos ihren Weg über die Türkei genommen und damit deren Neutralität absichtlich verletzt haben. Aus der Lage iler Abflughäfen in Nnrdsyrlen imd den Angriffszielen an der Nordküste c'es Schwarzen Meeres ergibt sich ferner mit höchster Wahrscheinlichkeit, daß dje Amerikaner auch bei ihrem Hinflug die Türkei überflogen haben. In türkischen Kreisen mißt man diesem Vorfall insofern besondere Bedeutung zu, als man darin einen Versuch der Amerikaner erblickt, durch vollendete Tatsachen einen Präzendenzfall zu schaffen und" auch künftig ihre Flüge über die Türkei fortzusetzen. Es ist bezeichnend, daß eine amerikanische Nachrichtenagentur von dieser Demonstration amerikanischer Machtmittel sich verspricht, daß sie »ihre moralische und psychologische Wirkung« auf die neutrale Türkei nicht verfehlen werde. • Die Besatzungen der Flugzeuge verweigern bezeichnenderweise gegenüber den türkischen Behörden jed'e Aussage. Ob die Beschädigungen des einen Bombers durch die deutsche oder türkische Abwehr verursacht wurden, ist noch nicht bekannt. Besdieldene WOnsche Genf, 17. Juni Im englischen Oberhaus fand dieser Tage eine Aussprache über die englischamerikanisch-sowjetischen Verhandlungen statt, die unter der Führung von Mo-lotow in den letzten Wochen in London und Washington abgehalten wurden. Da-tx-i äußerte Lord Barbazon u. a.: In Übereinstimmung mit der Regierung befürworte ich eine Erklärung an die Welt, daß die USA, Sowjetrußland und England die Luftherrschaft der ganzen Welt zu übernehmen wünschen. Es muß endlich mit der veralteten Vorstellung aufgeräumt werden, daß die Luft über den einzelnen Ländern auch diesen gehört. In so krasser Form ist der Wille der US.A und Englands einer Verteilung der Macht gemeinsam mit der Sowjetunion über den ganzen Erdball noch nicht ausgesprochen worden und man muß sich allen Ernstes fragen, ob etwa Mr. Rooscvelt seine unverschämte Verletzung der türkischen Neutralität nunmehr aufgrund solcher Erklärungen für berechtigt halten möchte. ZermflrbDngsscIiiaclil Osllicli Neugninea Verzweifelte Abwehr der Amerikaner trotz schwerster Flug Zeugverluste Tokio, 17. Juni des Marinekorre Wie aus Berichten spondenten von »Kokumin Schimbun« her vorgeht, finden im Räume zwischen Rabaul und der Insel Horn (Nordwestecke des Korallen-Meeres) seit fende Jänner nnausgesetzt zähe Kämpfe statt, bei denen die Amerikaner in verzweifelter Abwehr weder Menschen noch Material schonen, um ihre australischen Stellungen zu halten. Trotz ihrer großen Flugzeugverluste wiederholen sie ständig ihre Gegenangriffe gegen vorgerückte japanische Stützpunkte und werfen immer wieder neue Verstärkungen in den Kampf, der sich, wie der Korrespondent betont, zu einer Zermürbungsschlacht entwickelt hat. Zur gleichen Zeit führen die Japaner mit Langstreckenbombern unermüdliche Angriffe gegen feindliche militärische Anlagen durch. Seit Anfang Mai wurden im Räume von Port Moresby über 150 feindliche Maschinen abgeschossen oder am Boden zerstört. Japan baut moderne Küstenverteidigunfifs-schiffe Die japanischen Marinebehörden beschlossen nach »Tokio Asahi Schimbun« den Bau besonderer Küstenverteidigungsschiffe, die nach den modernsten Entwürfen konstruiert werden und die für diese Zwecke bisher benutzten Kreuzer oder Schlachtschiffe ablösen sollen. Tschungking immer titizufriedener Der offizielle Sprecher Tschungkings, der in das Lager der mit der anglo-ameri-kanischen Kriegführung Unzufriedenen übergegangen ist, erklärte, der Offensive im Pazifik müsse die gleiche Bedeutung beigemessen werden wie einer Offensive auf den anderen Kriegsschauplätzen. Der Sprecher befürchtet, daß die Stellung Japans im Pazifik sich mit jedem Tag festigt, den die USA und England ungenutzt verstreichen lassen. Er wirft den »Alliierten« unter Hinweis auf die bisherigen Niederlagen Mangel an Vorsicht vor mid verlangt eine größere Aktivität» ( sollte um ^en Preis den Erfolg sicliern. Die »Daily MaiU, so meldet der »YA«-Berichter, führe dieses Unternehmen im Mittelmeer außerd^sm auf den Mangel an Schiffsraum zurück, denn die britische Admirailität, könne es sich nicht mehr leisten, die wenigen Schiffe auf dem weiteoi Utmweg über das Kap zu schicken und damit diö Ausnutzung des Schiffsraumes noch mehr zu vermindern. Für die Wirkung, die die neuen großen Erfolge der Achsenmächte im Kampfe wn das Mittelmeer hi türkischen Kreisen hervorgerufen habefi, legt der Leü-artiiketl des Albgeordneten Aitay hi der offiziösen Zeitung »Uhis« beredtes Zeugnis ab. Er schreibt, die Propheten, die einen Sommerkrieg hi Nordafrika als unmöglich betrachteten, hätten sich geirrt. Nach den Erfdgen Rommels sei bei den Engländern nicht mehr di»3 Rede davon, ihn jtu besiei^en, sondern nur noch davon, daß man Ägypten retten woilile. Daher schickten die Engländer unter Mißachtung iedes RisJkos jetzt sogar Geleitzüge in das Mittelmeer. Die Engländer müßten.ihre größte Kraft auf die Verteidiguing Ägyptens konizentrieren. Wie der Londoner Korrespondent der Stodkholmer Zeitung »Dagens Nyheter« meldet, wartet man mit Unruhe auf die nächste große Operation der Achsen-truippen. Man gebe zu, daß die Kän^fe in Libyen in ihr bisher kritischstes Stadium getreten seien. »Evening Standard« erinnert an die hoohHiegenden britischen Hoffnungen, wenn das Blatt schreibt, »was auch in der Wüste schehen mag, in Betrachtung des britischen Rückzuges verschwinden unsere Chancen, Tripolis zu erobern«. Der Kor-restpondent des »Daily Telegraph« bei der 8, Armee macht darauf aufmerksaflu, daß die Engländer wepsn des Tonnagc-mangels kaum eine größere Armee als die derzeitige in Nordafrika halten können. »Evening News« klagt, man habe Temen müssen, daß das Unerwartete eintreffen kann. UnbescbreibUches Durcheinander im Wüstenstaub Der Kairoer Korrespondent der »Times« schildert die Vernichtung eines großen Teiles der britischen Panzerwagen durch das konzentrierte deutsche Artilleriefeu»2r in der Nähe von Knightsbridge mit folgenden Worten: »Das Blitzen und Donnern der Geschützc zcrrili das Dunkel gewaltiger Staubwolken, die von den explodierenden Granaten aufgewirbelt wurden, und erhöhte noch weiter das unbeschreibliche Durcheinander. Die Führer der Kajiipfwagen machten äußerste Anstrengungen, um ihre Verbände aus dem höllischen Feuer zu ziehen. Die langsani*s-n Kampfwagen und lie durch den Staub halb erblindeten Mannschaften befanden sich in ehier sehr ungünstigen Lage.« Der militärische Mitarbeiter der »Tinves« fügt hinzu, konzentrierte Tankformationen seien in einem Bewegungskrieg selt»jn in solcher Art und Weise überrascht worden. Der miilitärische Mitarbeiter des »Daily Express« meint: »Vier Faktoren scheinen die Ursache dafür zu bilden, daß das Blatt sich, wenigstens vorübergeh^ind, m Gunsten der Achse gewendet hat: 1. Die Luftüberlegenheit, die den Briten entrissen worden ist. 2. Das plötzliche Erscheinen zahlreicher 8,8 cm-Geschütze, die stärker sind als jedes Feldgeschütz, das wir in der Wüste besitzen. 3. Die Verwendung deutscher Flakgeschütze für die Panzerbekämpfung. 4. Mehr schwere Panzer, als sie Ritchie zur Verfügung stehen. Der Militärkorrestpondent dieses Blattes äuß';^rt sdiließlich die kleinlaute Ansicht, die letzten Nachrichten aus Libyen hätten den Eindruck aufkommen lassen, daß weitere Rückschläge für die 8. Armee zu erwarten seien. Bombenanschläge In Blocmfonteln. In den frühen Morgenstunden des Mittwoch fanden in Bloemfontein (Südafrika) einine Boinben-attentate statt. Eine aus einem Stück Eiseii-rohr gefertiKte Bombe wurde durch das Fenster einer Druckerei im Stadtinnern geworfen. Die Explosion verursachte beträchtlichen Schaden. Eine zweite Bombe wurde in ein Warenhaus geworfen, krepierte jedoch nicht. Qleichzeitig brachen drei Brände aus. zwei in Läden und ein dritter it>i Gerlclitsgebäudc. Druck und Verlax: Marburaer VerlaRS- und Druckerei-Oes. m. b. H. — VcrlansleitunK; Egon Bnumsartner* nauotschrlltlelter- Anton Qersctrack: olle In Marburr __a. d. Dran Badeassf 6__ Zur 7elt (Or Anzeigen die Preisliste Nr I vom I Juni 1041 KültiK. Ausfall der Lieferung des Blattes bei höherer Gewalt oder Befrlebsstörune Eibl keinen Anspruch au» SUcktabluna dat B«>DEia*lTe er den österreichischen Volksliedern, die er eifrig sammelte und aus allen Windri:hMin-gen der Donfiiiländor zusammentrug, um dieses srliöne Volksgut geordnet und fein gebündelt lijr immer der deutschen Vachwelt 7\\ ühoil.isser), Er komponierte zahlreiche Lirder und Chöre; vieles wird von ihm heute gesufifTrn, ohne d«iß wir wissen, daß er von K'.i! Zeller stonunt. Dos gldlte Parkett der Dreivierteltakt-Opeiette betrat pr mit der dreiaktigen Ope-rf'tte ,,König Nico)"; „Der Vogelhändler", „Der Vagdijund" und ,,Der Obersteiger" folg-7U denen M. West die Librettos schrieb. Im Niirhlfiß friud man die Operette „Der Kel-If^rmeister", die im ersten Dezenium unseres Jtihrhunderis, zu Girardis Zelten gerne und viel gespielt wurde. „Der Vogelhändler" und ( Der Obersteiger" werden in der deutschen f^perette wohl ewig bleiben, denn Humor, Her/ und Gemüt, srliftnc Melodien, Lieder unrl Wal/er pulsieren in ihnen. Karl Zeller wurde am 19. Juli 1842 In St. Pefrr in der Au geboren, das im jetzigen Nierlerdonau fielegtn ist. Er genoß an der kriisorlichen Holkapelle in Wien musikali-brhen l'nterrirht, studierte dann die Rechte, war an verscliiedenen Gerichtshöfen tälig und •wurde srhiicßlich k. k. Ministerialrat, l'.r starb am 1?. August IHOR in Baden bei ien im .Mter von 5b Jahren. Eine Aossfellnnq des Museoms der Kriegsmarine HaR der Knnipf zur See, wie Deutschland ihn jtl/t Itihri, dem deuti^cheti Volk nk'hts I roiiulcs ist. ja, tlai^ liie l.ust zum Secfahre.i li'id die lüiiiSl der Scliilfahrt Hrh;;ut der Gcr-Tiirncn ist, und sie das Meer als Ijrückc der Welt fnuli'ti lieB, laiijjst bevor die erste eri;(-li.'^che Scliiffsniannsthaft sich zu.sammenfand, zt an beweiskrättiircii nnd ansciiaulichen lU'leestiiekeii eine Sonderschau des Museums der Krietisniaiiue, tlie mit außerordentlicher Sf»r},'falt im Kaiscr-l'riedrich-jMuseum in Ber-liM /usa'iinien,i(etraKcn wurde. IHt Besucher erliäll ein lebendiges Bild von den Scekariipfen der Cirnß^'ernianen/eit, von der Seelierrschaft der Wikinger in Europa, von (Il-u Seefalirertaten der wehrhaflen Hanse und iler ersten Krie.ysflottu Kurbran-ilei'.burRs, die tier (jrolk Kurfürst in wei'-sciiauentlen F'lätien f,'escliaffcn hatte und die u:iR lioiite noch verpfliv'hlender Atitrieb ist. Mpii erlelit in dieser Aiisstelltinji die tjc-si'liichte iler deutsclien See^eltunf.; von ihren ersten Atifanjren an. ' .Am vielen .Mfulellen. Tafeln und F:rinne-runjjsstiK ken ist der Aufbau der maritimen Wehrkraft iititer iler (genialen l'iihrunK von 'l irpitz darßetan. die sieh im Weltkrieg 1014-is yej^eii die stärksten Seemächte der Weit Lehrer für das Volk aus dem Volk Der Lehrerberuf lat kein Mangelberuf mehr Durch die Anordnung des Führers vom auch zur Hitlerjugend als Trägerin der Herbst 1940 ist der Beruf des Volk»schul-! neuen Erziehungsideen in ein änderet Ver-lohrers durch Umwandlung der Hochschule hältnls tritt als bisher. In der Anordnung des für Lehrerbildung in Lehrerbildunasanstalten Reichserziehungsministers über die Auslese von der Voraussetzung des Abiturs gelöst ""d Einberufung für die Lehrerbildungsund die Lehrerausbildung unabhängig von i anstalten heißt es, daß diese in enger Zu-drr sozialen Lage der Eltern gemacht wor-' sammenarbeit mit der Hitler-Jugend erfolge, den. Die neuen Lehrerschulen haben somit . Eine weitere Vereinbarung zwischen dem eine ganz andere soziale Basis erhalten: Sie | R^ichsjugendführor und dem Reichserzie-dringen in die Breite der Bevölkerung, zie- j hungsmlnißter über die Lehrerbildungsanstal-hen wieder In starkem Maße die jungen pS-1 ten steht kurz vor dem Abschluß. Die Leh-daqoqlschen Talente aus den Kreisen der |'"erbildimgsanstalten sind damit zu einem Arbeiter und Bauern und schöpfen also mit Musterbeispiel des gemeinsamen Vorgehens von Hitler-Jugend und Schule geworden. In ihnen wird die Einheit der Erziehung verwirklicht. Der Erzieher der nächsten und weiteren Zukunft soll nicht nur Hitler-Jugend-Führer oder nur Lehrer sein, sondern beide Eigenschaften in seiner Person vereinigen. Die Jungen und Mädel, die für den wichtigen Beruf des Volksschullehrers die erforderliche Neigung und Begabung mitbringen, sehen damit ein klares Ziel vor Augen. Durch die Einführung der Haupt-schulo finden sie auch neue Aufstiegsmöglichkeiten vor. Der Volksschullehrer kann sich hocharbeiten zum Hauptschullehrer, zum Erziehe^r an, einer Lehrerbildungsanstalt, zum Hauptschulleiter oder andere führende Stellungen in der Schulerziehung und Schulaufsicht erreichen. Auch aus diesen Gründen werden die Lehrerbildungsanstalten einen immer zahlreicheren und mit wachsender Zahl auch besser ausgelesenen Nachwuchs erwarten können. Der jährliche Bedarf wird auf 15—20 000 geschätzt, eine Zahl, die bei Fortsetzung der günstigen Entwicklung der letzten beiden Jahre sehr wohl erreicht werden kann. Der Lehrerberiif ist wieder begehrt, der Alpdruck ist gcwicheh; man braucht nicht mehr Jeden zu nehmen, der sich meldet, sondern kann sich auf diejenigen beschränken, die in Wahrheit berufen sind, Erzieher der Jugend und damit des ganzen Volkes zu sein. weit größerer Sicherheit, als dies früher ae schehen konnte, die für diesen Beruf wirklich geeigneten Kräfte ab. Die Erfahrung der letzten 2 Jahre beweist das. Die Jahrgflnge 1941 und 1942 der Lehrerbildungsanstalten haben tatsächlich ein ganz andere.^ soziales Gepräge als die frühere Belegschaft der Hochschulen für Lehrerbildung. Gefördert wurde diese Entwicklung vor allem aber auch dadurch, daß die Unterbrinnung der Jimgen und Mädel in Helmen das Elternhaus von allen weiteren Ausgaben für das betreffende Kind entlastete. Die beiden Jahrgänge fallen aber noch In anderer Hinsicht aus dem gewohnten Rahmen. Sie zeigen, daß aus einem ausgesprochenen Mangelberuf, dessen Nachwuchsbedarf auf das äußerste gefährdet war, fast über Nacht ein Aufstiegsberuf mit starkem Zimang werden kann. Nicht nur die Hochschulen für Lehrerbildung sind abgelöst, sondern auch die ehemaligen Aufbaulehrgänge für Volks- und Mittelschüler in Lehrerbildungsanstalten umgewandelt und zahlreiche Anstalten zusätzlich errichtet worden. Laufend werden Neu-eröffnungen vorgenommen, aber noch immer können die Anwärter nicht vollzählig berücksichtigt werden, Die Neuordnung der Lehrerbildung war also richtig und notwendig. Zu dem sozialen Moment kommt hinzu, daß der Junglehrer hehaiiptete. In einer besonders umfangreichen Abteilung wird der Neuaufbau der Kriega-marine unter der Flagge des Dritten Reiches gezeigt, ihre Waffen — auch die Innenräume eines deutschen JiOO t-U-Bootes sind in natürlicher Größe in einer Nachbildunj? zu sehen — ihre Soldaten, die Stützpunkte, die Wissenschaft im Dienst der Krießsmarine und schließlich ihr heldenhafter' und siegreicher Hinsatz im jetzigen Kriege. Sclion am ersten Tage ihrer F.röffnung hatte die Ausstelhirg, die einem lebendigen Bedürfnis des deutschen Volkes entspricht, einen außerordont-licl) starken Besuch. « Tnusendmal Julius Patzek. K^mmersän-jrer Julius Patzek tritt atn ?0. Juni zum tausendsten Mal in der Münchner Staatsoper auf. Der beliebte Tenor cehört dem Institut seit 1. .luni 10?S an. Fast unwahrscheinlich mutet die Tatsache an, daß der hervorragende Siimrer in seiner stiminliclicn und darstellerischen Ausbildung völliger Autodidakt ist. Oeiifsrhe Kulliirnimf an« Ramaiifrii, Tin Minv(M-nr'hnwn mit der riMiiriniselieu Begir-iMiTig wonioii rh'iveil in Btinifinieti von der Wien-I'ilin z.woi Knlhirrünio jTefli-otil. Die .S|)ii>ll(>ilunR hal l)r. riricli Kaysnr, dir ManuskriplP schrieb Dr. Pielsrliinnmi. Vom runnuiischrn Pmnngand;^^Iin^s1erium wurde ein Sarlib^^arhoilor beiyef^etM^n, Der tM'sle Im Im .,l)er Strom als llorrsehor und (leslaller im Uonanrtelln** rei^t das T.oben lind den eigenartigen Rcir, der Landschaft urn die Donauniünduiic, Der zweite Film „Fisr.hcrparndies Bulla gibt einen inlcres-sanlen Hinblick in das rumänische Volks-Icben, Mit dem Rnndlonh dordi deolsdie fiaoe Die neue Sendefolge „Am Sonntag-Nachmittag mit Verwundeten" — Jeden Sonntag in einer anderen Stadt Die großen Sonntag-Nachmittag-Sendun- gen „Wunschkonzeit" und „Fortsetzung folgt" sind durchschlagende Erfolge gewesen. Viele Tausende von Verwundeten haben den Großen Sendesaal des Berliner Funkhauses besucht und das Auftreten berühmter Künstler von Bühne, Film und Konzertsaal miterlebt. Allerdings wajen das in erster Linie die Verwundeten der Berliner Lazarette, die ins Berliner Funkhaus kommen konnten. Alle anderen saßen zusammen mit vielen Millionen anderer deutschen Volksgenossen und lauschten am Lautsprecher den Künstlervorträgen. Nun wird das anders werden. Heinz Goedecke, der Leiter der Abteilung „Trup-perlnetreuung" beim Großdeutschen Rundfunk, hat zusammen mit der Reichskulturkammer und dem Deutschen Roten Kreuz am Sonntag eine neue Sendereihe gestartet. „Am Sonntag-Nachmittag mit Verwundeten" heißt sie. Diesmal werden nicht die Verwundeten zum Rundfunk, sondern der Rundfunk zu Verwundeten kommen, oder vielmehr wird eine gemeinsame Fahrt von Rundfunk, Verwundeten und Künstlern unternommen. Am Sonntag fuhren 7w6i Dampfer mit über 600 Verwundeten, 180 Künstlern, mit Krankenschwestern und einigen Angehörigen nach der alten preußischen Soldatenstadt Potsdam, dem traditionellen Ausflugsziel der Berliner. Jeden Sonntag-Nachmittag wird sich die Sendung im gleichen Rahmen wiederholen, und zwar jedes Mal in einer anderen Stadt oder einem anderen Gau. Vorläufig werden Fahrten von München aus nach dem Isartal, von Frankfurt aus nach Wiesbaden, von Wien aus nach dem Helenental, von Hamburg und von anderen Großstädten aus geplant. Während bisher hauptsächlich nur die Berliner Künstler an den großen Sonntag-Nachmittag-Sendungen auftraten, werden jetzt jedesmal die besten Kräfte aus den entsprechenden Gauen auftreten. Tausende von Verwundeten im ganzen Reich werden somit der Freude des unmittelbaren Kunst- und Rundfunkerlebnisses teilhaftig werden. Musikfreudiges Cilli Der Tag der Musik ein besonderes Ereignis Am Freitag, den 19. Juni wird, wie schoji boriehtel, in Cilli zutn ersten Mal der ,.Tafi der Musik" l>egangcn. Iis soll ein FosUag aller nuisizieiTndeii nnd musik-fivudigen CMlicr werden. Um i/g? Thr früh zieht der Fanfarciizug und die Singschar der Doulschen Jugend durch die Siraßen der Stadl und liäll ein rröhlichcs Moroeii-wocken. Die Leliror.scliall und die SanV lorschaft der Kreismusikscluile für Jugend und Volk stellt sich in einer Musizier-sluiide im Deulscheti Haus um '/«lO Ubr vor. Die Schiller wollen dabei oflentlich unler Beweis slelk'ii, was sie in tliesem JaliT'C erarbeitet; haben. Zu «lieser Veranstaltung ist vor allem die Jugend zu Gast geladen, um selbst Freude am eigenen Musiziejvn zn gewinnen; aber auch alle F'llern und Musikfreude sind dazu herzlich eingeladen. Der Musikzug der Wehrmaiuiscliaft vcr-anstultel soilann unter Leilimg von Direktor Gustav Müller um 12 Tin* in eburr groLk'u Halle der babrik Westen für die Gefoli^schiil't des Helrielies ein Werkpausen, konzert. Das ,,Cillier Slreielii|uarteU" wird am Nachmiltiig im Beservelazaretl Ncu- Cilii für die Verwundeten und Kranken spielen. Hin Vortrag des Musikbeauftraglen für die Unlersleiermark, Pg. Romich, .soll um 18 Uhr in Aufgabe, Aufbau und Ziel des Steirischen Musikschniwcrkes einfüb-i-en. I^r Alx?nd dieses Tages der Musik .wird mit einem großen Symphonie-IConzert des Slädtisclien Symphonieorchester im Deutschen Hause beschlossen. Wieder wird der Leiter der Kreisniusikschule, G. Müller, dirigieren; als Solisicn wirken mit Fräulein Hilde F'örsler aus Judenburg (Klavier) und Frau Maria Tutta, früher Laibach, jetzt Tri[ail fGcsang). So will dieser Tag der Musik die i^emeinschnftbildende Kraft der Tonliunst enidringlich machen und die Verbundenheit echter Kullur;u*l>e(t mit dem Volke sinnfälllf« darstellen. Fr soll Frohsinn imd Freude bereiten und zugleich auch für die Arbeit unseres Steirischen Mtisikschnhverkes werlnMi. Ks sei darauf hingewi<'sen, daß die KreismnsiK-schule Cilli in iluvm ersten Jahre Ikcreils über 270 Schüler aufweist mul s()el>en als <'rsle Tochtergründung die Musikschule in Schönslein mit 78 Sehülern eröffnen konnte. DAS SUMPFORGELWEIB Roman von A\aria Bcrchtenbreiter Urlicbcr-Rcclilsschulz (IutlIi Verlas O. Meisier, Werdau ('»'l l'ortsetzutig) Sein rilick w;ir schon wieder klar. Und weil es ihn slürlo, daß sie nicht allein waren, vMn'de er nicht ganz seiner Scheu imd Zurückiiaitunj^ Herr, obwohl sein Her/, den) ihrigen gleich Antwort ^jegeben hatte, Walp! Bist jetzt endlich 'kommen, U'alp? Sic saß an seinem Bett und betrachtete mit furchtsamen Augen die merkwürdige Vorrichtung, die man da getroffen hatte, denn er lag noch Im Strcckverband. Ihre Hand unischlof^ still und warm seine feuchte, unruhige. Aber sie redeten geraume Weile gar nichts und wußten, daß es auch nicht notwendig war. Dennoch mochte iler Peter fühlen, daß die Walp jetzt in jiller Stille einen stolzen Traum begrub: das Bild, das sie immer vor sich gesehen hatte, den ruhig schreitenden Mann hinter dem Pflug, den kraftstrotzenden, herrenmilßigcn, der dem Moor seinen Meister zeigte, der es mit l'.isen schlug, atifriß bis ins Letzte, wo die verborgene Fruchtbarkeit saß. "«Wirst mich nimmer brauchen können, Walp, wenn ich ein Krüppel bleib —« sagte der l\Mcr zögernd. Aber die Walp l.lrhelte. Und da wußte s'c nun pl(")f/lieh, rl.'iß ein Diner Uber Hof und l'.rde und ein weit firrißeres war — das Größte unter allen, nicht gebunden an den Staub <— der selige Flügelschlag des Herzens, die Liebe. Sie nahm sein Gesicht zwischen ihre rauhen, zerarbeiteten Hände. »Hat mancher Bauer schon im Krieg sein Bein verloren und ist doch ein Bauer blieben —«. »Und überhaupt wirst wieder gesund!« Fs war die Pake, die das sagte. Sic zw.'ingte die Walp beiseite und legte den Mistelbuschen auf das Ducket, gerade an die Stelle, wo es sich so hoch und bedenklich spannte Uber dem zerbrochenen Bein. Aber das inwendige Gewisper, das niemand hiirte, das man kaum aus einem Zucken der Mundwinkel ablesen konnte, das war der uralte heidnische loBe-spnich«: Bein zu Beine soll sich fügen, Blut zu Blute soll sich regen —. Als die Alte solcherart ihre Pflicht getan zu haben glaidite, wurde sie lebendig und plauderflink wie ein Mühlwasser. Sic redete dem Peter tröstend zu, füllte ihn bis obenan mit ihrem festen Olauben und Hoffen, sie sagte ihm, daß Uber eine kleine Weil* das Frühjahr k.lme und damit auch der steigende Saft in den .Vlen-schenleibern. s-Mast ja g'sundes Rkit, Peter! Das kittet dir den Beinbruch zusammen, daß keine Naht mehr 7U spliren ist —«. »Aber laufen lernen muß ich wieder wie ein kleines Kind —« •hDann bist einstweilen mein Kind, Peter'-^ ]")')«; corrto (l?r> und all*'' drei mußten laut dariiher lachen. Als die .Alte und die Junge abends im Onuiibus wieder heimfuhren, war die Walp recht getröstet und fühlte an der Stelle, wo sie morgens noch ihr schweres Herz wie einen Stein gespürt hatte, etwas ganz Neues, Größeres und Reicheres als vordem, etwas wie ein Licht, das Wärme und Gutscin ausstrahlte. Unversehends fiel ihr die Flis ein. Und aus ihrem tiefen Herzensdank heraus, den sie gegen das Schicksal hegte, weil es ihr den Peter gelassen hatte, versprach die Walp in aller Stille, daß sie auch der Flis helfen wolle, einzutreten in den gleichen Glanz der Liebe, der sie nun selber schmückte und beglückte. Bloß eine einz'ge Schwester habe ich! dachte die Waln. Und d'e sollt' ich mir nicht gewinnen? FJnen so blutnahen Menschen —. »Gleich wenn ich heinikomm', red' ich mit ihr!« sagte die "Walp aus ihrem tiefen Nachdeken heraus. »Die Flis soll auch heiraten. Werden wir schon einen Richtigen finden für sie. Braucht ja nicht grad der T.orenz zu sein.« »Willst sie denn noch einmal aussteuern, wo sie doch schon mehr g'kriegt hat, wie ihr zusteht?« »Ich will nicht so genau sein bei ihr. Ich mag überhaupt nimmer soviel rechnen. Was steht denn am hürtesten zwischen den Menschen? Alleweil dns Geld«. Alit einer unbewußt schenkenden Gebärde öffnete die W\ilp ihre tna.gere Hand, der sie bisher nur das Festhalten, das Wehren imd Wahren beigebracht hatte. Jetzt vNar diese Hand in einer Schwenderlaune. Die Walp wollte schenken und opfern, ein Rausch der Hingabe hatte sie erfaßt, der mit dem Peter alle Welt einschloß. »Du nuißt selber wissen, was der Hof vertragt!« Die Rake sagte es hart und abschließend. Das rechte sich nun, daß die Flis sich mit der Alten nie verstanden hatte; denn dieser dünnlippige Altweiber-niund verriet jetzt ein böses Geheimnis, das die Elis in dieser Stunde das so jäh und warm erwachte Herz der Schwester kostete. Rakc erzählte die Geschichte jener Spuknacht auf dem Moorhof. »Warum sagst mir das erst heut'?« Rauh fragte die Waln. Auf ihrem Gesicht lag der zornig rote Widerschein von re-penschn-erem .\hend'^en'Ö"''. das durch die Omnibusfenster schimmerte. »Ich hab's mir fllr eine besondere Stund' verspart —«. Befriedigt leckte die Alte mit ihrem snitzen Zünglein sich über die trockenen Lipen. »Ich weiß n'cht, ob das jetzt gut war, Rake«. sagte die Walp. In ihrer St'nime war Trauer. Sie stiegen aus an einer Bedarfshaltestelle, die eine der.einsamsten und abgeschiedensten war, nichts als eine verwa-« schene Tafel mit den unleserlichen Fahrzeiten und daneben ein morscher Wecr-wciser. Hier verschäumte zwischen Buschwerk und Baumkrünrieln die jade-grünc oder torfbraune Brandung des großeil Moof-c; Und da hinein wanderten Rake und Walp. ^M&rtmrftr Cdtmifc f«. Jnnl IMf Sefte 5 .j4as Stadt und £cmd Liebe zo den kleinen Dingen Wir kennen sie alle, diese Liebe zu d6ii kleinen Dingen, oft so unscheinbar, füllen »ie doch einen großen Teil des Lebens aus. Im ersten Schuljahr hing mein ganzes Herz an einem Radiergummi. An meinem Geburtstag war er auf dem Gabentisch gelegen. Viel wertvollere Geschenke ließ ich unbeachtet, aber diesen einfachen Gummi hatte ich besonders lieb, schon weil auch ein so schöner roter Hahn darauf gezeichnet war, Immer wieder nahm ich ihn zur Hand, bog ihn nach allen Seiten und wenn die ersten Buchstaben im neuen Schrelbhcft nicht ganz nach Wunsch geraten waren, da wischte Ich voller Glück mit dem Gummi über sie hinweg und die Stelle im Heft war wieder weiß und rein. Ich hatte ihn wirklich lieb, diesen kleinen, schlichten Radiergummi. Diese Liebe zu den kleinen, unscheinbaren Dingen und Helfern behalten die meisten Menschen ihr ganzes Leben lang. Nur daß wir nicht darüber nachdenken und, wenn wir es einmal merken, über uns selber lächeln. Da gibt es zum Beispiel würdige Män-' ner, die Tüchtiges im Leben leisten und dabei eine verborgene Vorliebe für Blelstift-reste haben. Richtiger gesagt für das Restchen, das sie meistens in der Tasche tragen. Sie haben natürlich alle einen, In vielen Fällen sogar mehrere wunderschöne Bleistifte, Stifte In silberner Hülse, Patentblei-stifte, wie sie patenter gar nicht sein können, bei sich. Sie haben auch auf ihrem Arbeitstisch absolut sachliche und vertrauenerweckende, vorbildlich angespitzte Bleistifte, aber bei wichtigen Verhandlungen und Abrechnungen ziehen sie das unansehnliche StOmpfchen aus der Tasche und werfen damit Schlagworte und Zahlen auf dfas Paplei'. Diese Liebe zu kleinen Dingen trifft man aber nicht nur bei Männern an. Auch die Frauen schätzen sie. Bei ihnen ist es mancher Löffel, das alte, abgeschliffene Küchenmesser und manches unscheinbare, oft wertlose Gerät, an das sie ihr Herz hängen. Und unsere kleinen Jungen und Mädel? Von ihnen wissen wir am besten, daß sich die merkwürdigsten und unscheinbarsten Dinge ihrer besonderen Liebe erfreuen. Das kann eine leere Schachtel sein, die bei ihnen mehr wert ist als das schönste und teuerste Spielzeug. Immer kommt es bei der Jugend wie bei den Erwachsenen darauf an, wie man die Dinge sieht. Behalten wir uns deshalb diese Liebe zu den kleinen Dingen, sie sind oft ein goldener Sonnenstrahl mitten in den grauen Alltag und gewinnen uns Immer wieder ein glückliches L&cheln ab. t m. Arbeit der Technischen Nothilfe in Windischgraz. Durch den Ortsgruppenleiter der Technischen Nothilfe, Kameraden Sitzenfrei, wurden Montag, den 15. Juni 1942 die Männer des Stabes zur ersten Arbeit einberufen. Zweck der Zusammenkunft war die Aufbringung und Aufteilung der Helfer auf die einzelnen Gruppenführer. Weiters wurden die Pläne für die Hinrichtung und teilweise auch für das Inventar der Ortsgruppe vorgelegt und die entsprechende fachliche ^Gewerbe-gruppe mit der Ausführung beauftragt. Dr. Ley in der Gauhauptstadt D^r R^ichtorganitatlonsMUr sprach vor dam Politischan FUhrarkorpt dar Stalarmarfc: ,Wann dia Manschhait laban will, muss Juda fallan!" Qraz, 17. Juni Reichsorxanlsationslciter Dr. Ley traf Mittwoch nachmittag, von Kärnten kommend, in Graz ein. Aii der Qaugrenze auf der Packer Höhe wurde Dr. Ley von Gauleiter Dr. Ulberreither, ferner vom Stellvertretenden Qauleiter und Gauoibraann der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Portscliy, sowie Gau-organisationslciter S t e i n d 1 begrüßt. Einen besonders reizenden Empfang bereitete ihm bei seiner Amkimft in Graz in der Halle des I1o^:ils eine Kinder-gruT>pe der NS-Frauenschaft, die ihn mit Bloc'kfiötenspiel und einem steirischen Lied überraschte und ihm FeldWumen-sträuße als Gruß der Steiermark darbot. Grostappall Im Stafanlansaal Am Nachmittag siprach Dr. Ley in einem Großappell vor d'Sn Politischen Leitern im Stefaniensaal. Die Rede bedeutete eine packende Abrechnung mit Juda und den DumkelmUnnern unserer Zeit. Der Hitler-Jugend-Gebictsmusiik-zuff bot den festlichen Auftakt mit dem »Freiburger BlüserspieU. Den Will-ktommgruß der Steiermark entbot in herzlichen Worten Gauleiter und Reichs-statthalter Dr. U i b e r r e i t h e r. Die Rede des Relchtorganisationsiehers Herzlich begrüßt gab Dr. Ley eine eindrucksvolle Deutung des Kampfes, der heute zwischen zwei Welten ausgetragen wird und In dem es um das Ganze geht. Diesmal wird gekämpft bis zum Letzten. Auf beiden Seiten setzen die Menschen alles ein, was sie haben. Es ist ein Kamipf um Leben und Tod. Hier gibt es kein Ausweichen, hier gibt es nur ein Entweder-Oder. Heute erleben wir wieder einen seltenen Höhepunkt unserer Geschichte, zu dem uns Adolf Hitler führte. Mit hinreißenden Worten stellte Dr. Ley der Welt des Rassenchaos und des Verbrechertums die Ouelle unserer Kraft gesf^nüber. Das Wissen von einem gesetzmäßigen Geschehen aus Rasse und Blut läßt uns den Juden als den Anti- poden der Menschheit erkennen. Die Jii-den gehören zu den Parasiten und Schmarotzern, die wie die giftigen Bakterien und Bazillen oder wie das Ungeziefer ausgerottet werden müssen. Daher veniichten wir im Juden nicht etwas, was der Natur in ihrem Aufbau hilft, sondern wir vernichten etwas, was die Natur zersetzt und zerstört. Deshalb müssen sich alle Menschen \'Creincn, um diese Parasiten, die nur wm Blute der Menschen leben, zu vernicliten. Wenn die Menschheit leben will, muß Juda Kämipfe ausführten, im ganzen genom-rri'wn w'aren sie sich doch einig. OcEcn diese Welt des Rassenchaos und de-j Verbrechertums trat der Deutsche aus der Kraft seines einheitlichen Blutes an. Auf dieser Welt beruht im großen unsere Voliksgemeinschuit. Aus ihr erst kann entstehen jene Welt der Ordnung, der Disziplin, der Arbeit und Leistung, des schöpferischen Könnens und des Sol-datentums. Dr. Ley scliloß daran eine packende Darstellung von den Härten und dem Leben der Front im Winter, das für unsere Soldaten eine Hölle bedeutete, Hin Mensch, ein Mann, Adolf Hitler, bezwang diese Hölle. Hier hat ein Mensch bewiesen, was d»3r Wille vermag, dall er stärker ist als alle Katastrophen. In großartiger Schau hob Dr. Ley zum Schluß die elnnialise Größe dieses Kann>-fes heraus. Wir müssen dem Schicksal dankbar sein, daß wir mit Adolf Hitler im braunen und grauen Rock für diese neue Welt kämpfen können. Es ist eine herrliche, wundervo-lle, große und einmalige Zeit. »W^enn es den Hinmiel gibt und das Paradies — schöner als Deutschland kann das Paradies und der Hinmie! iiietnals sein!« Dank das Gaulaitars Ein wahrer Beifallssturm setzte nach fallen und mit ihm fäHt auch seine Weit her Rede des ReiclisorganisationMeitcrs und die seiner H'Jiershelfer. die W c t tlem nauicitcr Dr. U i b c r r e i t Ii c r der Dunkelmanner, die V\ elt des Hol-1 dafür dankte, daß er uns wieder aus der Alltagssorgen herausgeführt sich diese Welten auch zu j hat und die großen Zusammenhänge am-arnen verstanden und unt?reniander»kümofen dürfen. „Reilere Ralender-Gesctiichlen" in Harborg Zum bunten Abend im Heimatbundsaal am Samstag Samstag, den 20. Juni, findet, wie bekannt, im Marburger Heimatbundsaal unter dem Titel »Heitere Kalender-Geschichten« ein bunter Abend mit Musik und Gesang im Rahmen eines lustigen Jahrbuches statt. Mitwirkende sind Gertrud Krit-zett, Erna Seidler, Gerhard Wilhelm und Toni Bartos. Alles Nähere ist aus den Plakaten ersichtlich. m. Aus dem Schulwesen des Kreises Marburg. In einem Aufruf im heun^en AnzcigenlPil werden alle ehemaligen jugoslawischen Lehrer und Lehrerinnen des Landkrtises Marburg, die vor einem Jahr zurückgestellt worden sind, aufge-. , fordert, ihr Ansuchen um Zulassung zur m. Vergünstigung für kriegsversehrte'Prüfung umgehend zu wiederholen. Die Landwirte und OHrtner. Kriegsversehrte, j Überprüfung der Neueinstellung in den die ihrem Beruf als praktischer Landwirt^ Lehrerberuf ist für Mittwoch, den L Juli, oder Gärtner nicht mehr nachgehen kön- vorgesehen. — Die Erziehungsberechtig-nen, werden bei der Aufnahme-in eine hö- ten der scimipflichtig werdenden Kinder here Landbau- oder höhere Garten-, Obst- (des Jahrganges 1936) werden in einer und Weinbauschule Erleichterungen ge- Bekanntmachung im heutigen Anzeigenwährt, um ihnen damit die Möglichkeit zu teil aufgefordert, die Kinder bei den zueröffnen, l.ehrer an landwirtschaftlichen ständigen Schulleitungen zur Einschrei- oder gartenbaulichen Berufsschulen zu werden. Die Mappe des Hertens Von Heinrich Zcrkaulcn Nicht das Taacbuch meine ich, Freunde. Von meinen Mappen will ich erzählen. Die micli einmal in nieuien vier Wänden besuch- bung zu bringen. Bei der Anmeldung sind die Geburtsurkunde und die Impfzeug- eines Monats. Man entdeckt dabei, wie o(t-nials die Wichtigkeit einer Sache nach vicr-und/.wunzis Stunden sclion in ihr Gegenteil umschlagen kann, so, daß es uns nicht mehr der Mühe weit erscheint, eine solche Nicli- nisse des Kindes vozulegen. Wer seitens I m. Drei Gewinne von je 50 000 Reichs-der Erziehungsberechtigten die Anmel-lmark gezogen. In der dritten Kla.sse der 7. dung versäumt, hat mit Strafe zu rech- Deutschen Reichslottcrie fielen drei Genen. Wie verlautet, beginnt der Unter- winne von ic 50,000 Pcichsmark auf die rieht am Samstag, den 29. August. I Nummer 8.'57fi4. Weitere Punkte sind freigegeben Bezugsabschnttt Nr, 1—20 der 3. Reichskleiderkarte ab 1. November 1942 fällig — Geltungsdauer der 2. Reichskielderkarte um ein weiteres Jahr verlängert In einer im Reichsanzciqer vom 17, Juni veröffentlichten 19, Durchführungsverordnunfr des Sonderbeauftragten für die Spinnstoffwirtschaft zur Verordnung über die Verbrauchsregelung für Spinnstoffwaren sind die mit dem Aufdruck „Gültig nach Aufruf" versehenen Bezugsflbschnilte Nr. 1 bis 20 der 3. Rpichsklciderkarte für Männrr, Frauen, Knaben, Mtidchen und Kleinkinder aufgerufen worden. Der Zeitpunkt der Fälligkeit dieser zwanzig Be/ugsabschnilte ist lür alle drillen Reichskleiderkarten einheitlich auf den 1. November 1942 festgesetzt worden, In der gleichen Durchführungsverordnung des Sonderbeatiflragten für die Spinnstoff-Wirtschaft ist die Geltungsdduer der zweiten Roichskleiderkarle für Münner, Frauen, Knaben, Mädchen und Kleinkinder und der zweiten Zusatzkleiderkarlo für Jugendliche über den 31. August 1942 hinaus um ein weiteres Jahr bis zum 31, August 1943 verlängert worden, Unausgenützte Bezugsahschnille der zweiten Reichskleiderkarle und der zweiten Zusdlzkleiderkarte iür Jugendliche können also neben den Bezugsrechlen der dritten Reichskleidorkarte auch nach dem 31. August tiftkeit aufzubewahren. Manchnml freilich wird diese Erkenntnis erst nach Jahren zu leU' rinm'rrt''" siel/'dnscÄn ' .sein u,.d sie trä.l dann .clunerz- a L 1 Etmüuscliunic oder hcülückci.dcn Ue- niuliten. Aber dann begannen sie doch /u blüttcrn in den Mappen, hielten inne, bliclv ten uuf, stut/Aen, fraeten nacii diesem und jenem. Und längst vergangene Tage wurden wach, BeteRiiunien schienen sich zu wieder winn ein. Das, was wir für «roß hielten, »st über Nacht klein geworden und das, w.is wir als klein erachteten, wurde ins Beherrschende Kesteigert. Wie der Groschen, den einer holen, Menschen^und tirlebnlsse tauchten auf | aus seltsamer UnwahrschelnÜchkeit, Verican ueniieit wollte Cicsenwart sein. Docii meine ich auch nicht das Uästebuch, von dem Ich erzählen möchte. Es handelt sich um eine Art IMittelding von allem, ein Lebcnsbuch, Sagen wir viele Bücher in einem, die jeder von uns sich anlegen kann — und sollte. t:s begann eines l'ages damit, daß ich Ordnung sciiaffeti wollte. Dort lag ein Bild herum, hier ein mir wichtig und wertvoll erscheinender I3rief oder eine Unterschrift, auch eine Postkarte, die ich mir geikauft hatte, um sie wollt zu bewahren zur ftrin-nerunK an d'esc oder ienc Stadt. Aber es zeiiite sich bald, daß Kisten und Kasten um und um gewendet sein wollten, bis man das Rechte fand Vieles war so gut - oder so schlecht - aufbewahrt wortlen, daß es für inmier verscIiwunden blieb. So also kam ich /u meinen Mappen, leere Hlätter, die aul Hild oder lirief, Unterschrift oder Postkarte nur vu warten scliienen, Per Reihe nach wurde alles ein^jcordiiet. Oftiiials ceniiKt eine kleine Suiiule am Aheiul. ntn iliis zu sictUeii, nas die W'ociic über sieli antes.uumcU hat odci wälireiiJ Zinsen wieder neue Zinsen — so ergeht es uns mit den kleinen und großen Erinnerungen des Lebens, auf den weißen Blättern solcher Mappen festgehalten. Manch ein Erlebnis hat sich da eingeschrieben, daran wir eine Stunde, einen Abend lang, einen Tag oder ein ganzes Jahr vielleicht glaubten — hernacli ist dieses Erlebnis ausgelöscht. Oder es steht da wie ein verläßlicher Meiienstein, immer noch riclitungweisend, dem gleichen, guten Ziele c;il;;c^cn. Vielleicht katni man in Tagebuchaufzeich-nunsen, sofern man sie regehnüßig führt, doch nicht schoimnuslos und ehrlich genug sein. Eilr die riirliolikeit solclier Maiipen überinnimt die Xeit alle schonungslose Cia-rantie. Sie bleibt unerbittlich, sie lügt niclit. Mit der Sicherheit einer '/lihhnaschitie registriert sie Niederlagen und l'.rfolKc, Schmerzen und l'reiulen. Und wir köimen an ihrer Kurve die Stufen des Lehens ah'esen wie der Arzt die Tenn^eratur an der ["icherkurve, Petni gibt es nicli* in iedes Menschen i,e-hen Xeiteii. da er glaubt, tief unten itn Tal daliinw ander;! zu müssen, fern der Sonne. nuitl(»s. nlinc Scli\\'nn'..r des Herzens iintl der 1942 lür Anschaffungen verwendet werden-Die Vorarbeiten tür die Herausgabe der vierten Reichskleiderkarte sind bereits aufgenommen worden. Auf Ntihmittelabschnltl „c" für 30 Bpl Nähmittel Wie die Reichsstelie für Kleidung weiter bekannt gibt, können aiif den seit 1. Juni geltenden Nahmiltelabschnilt „c" der dritten Kleiderkarte tür 30 Rpf Nahmiltel oinqekault worden, Nähseiden und Seldenglanzncthgarne (letztere in Längen bis zu 100 m) dürfen für 60 Rpf abgegeben werdtMu Es gilt also fiir den Abschnitt .,t" dieselbe Regelung wia für die bereits früher zum Linkauf freigegebenen Abschnitte „a" und ,,b" der dritte® Kleiderkarte. Verbraucher, die noch Nährait-telabschnitlu auf 'hrer zweiton Kleiderkarte oder noch den Sonderal)schnilt I der zweiten Kleiderkarto haben, können darauf nocli bis zum 3!. August Nähmittel kaufen. Beim Nähmitteleinkauf auf zweite Kleiderkart« genügt die HiMarbupger Zdtung« 18. >inJ 1942 Nummer 10a leil« Sckok eiae Unlallhllfssfelle Im Kreis Pettau ist die vom Deutschen Roten Kreuz einheitlich angeordnete Maßnahme, in jeder Schule eine Unfallhilfsstelle zu errichten, nunmehr sichergestellt, nachdem 22 Lehrerinnen in zweitägiger Schulung die Grundausbildung für Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes bekamen. Den Kurs leitete DRK-HF Dr. Blanke, dessen theoretische und praktisch:: Lehrgänge durch Vorträge von Prim. Dr. Wesscly und Dr. Fellbaum ärztlich ergänzt wurden. Über Aufbau, Organisation und Sinn des Deutschen Roten Kreuzes sprach DRK-WF Reiter zu den Kursteil-nchmcrinnen, die sich am Ende der inhaltsreichen Schulung der Verantwortung voll und freudig bewußt waren, die sie besonders am Lande zu tragen berufen sind. Ein oelungener Dorlabend in Zellnilz Lieder, Marschmusik und altsteirische Tänze Lin Fragen und Raten. Was kann das nur sein? Donnerstag, den 11. Juni, strömte alt und jung zum Heimatbund-hcim in Zcllnitz. Erwartungsvoll blickten Die Sobotha<, das von Stamm- und Hähnleinführern des JungvollSein Leben lassen« hat zweilache Bedeutung. Nicht nur das Sterben für die Heimat und deutsches Land ist damit gemeint: wir fassen es auf als ein Einsetzen unseres Lebens für unsere Freunde, für Heimat, Volk und Führer, Tag für Tag und Jahr für Jahr in harter, froher Arbeit nnd schwerem Kampf, ohne müde und lau zu werden. So stellt auch dieses Spiel »Die Sobotha« an ims die Frage: Können wir das? Haben wir CS stets gekonnt? Immer neu müssen wir unser Leben unserem Dienste, unseren Brüdern, unserer Heimat angeloben, immer neue Wurzeln fassen in unserer Heimat, die hart umkämpft ist seit alter Zeit, dieser nntersteirischen Heimat, die uns den Weg zeigt zu Volk und Staat, zum freien deutschen Vaterland. Zu diesem Kampf brauchen wir Größe, daher müssen wir, die Jugend, Härte forden gegen uns sHhst, denn ohne Härte keine ürößc. Nur diese tiefe Bereitschaft ftir das Vaterland gibt unserem Leben seinen inneren Wert. Als dann die letzten Klänge verhallten und Fackelträger die Schar der Feiernden aus stiller Runde führte, da stieg das Gelöbnis auf, selbst Fackelträger zu sein durch diese Sturnizeit, Wegweiser für unsere Kameraden zu heldenhaftem Einsatz für unser Großdeutschland, das uns der Führer schenktc, für unsere untersteirische Heimat, die auf ewig ein Teil dieses herrlichen Reiches ist. Allen Mitwirkenden und dem Gestalter dieser Feierstunde, Dr. Krebs, gebührt der Dank für alles Wertvolle, das den weit über tausend Hörern vermittelt wurde. kr. m. Jäger, herhören! Die Jägermeister haben den Revierinhabern die Abschußpläne bereits zugemittelt. Weil der Winter unter dem Schalenwild schwere Opfer forderte, war es notwendig, den Abschuß im heurigen Jahr nur auf geringe und schwache Stücke einzuschränken. Jeder Abschuß von Schalenwild ist binnen drei Tagen dem Jägermeister schriftlich zu melden. Meldunigsformulare sind bei den Jägermeistern zu beziehen. Trophäe mit Unterkiefer für die spätere Pflichtschau ist aufzubewahren. m. Ausbildungslager in der Bannführerschule Rann. Für das Siedlunigsgebiet B wurde vom 12. bis 15. Juni in der Bannführerschule in Rann ein Scharführer-Lehrgang der Deutschen Jugend des Stei-rischen Heimatbundes durchgefiihrt. ^0 Jungen erhielten die Grundausbildung in Sport und Dienstgestaltung. Bannführer Oskär Sturm sprach zu den Führern über die großen Aufgaben die sie in ihren Standorten zu erfüllen haben. m. Unfall auf der Straße. Mittwoch nachmittag glitt auf der steilen Bergstraße oberhalb der Adolf-Hitler-Brücke die 33-jährige Gastwirtin Josefine Kuder aus Marburg, Josefstraße 8, derart unglücklich aus, daß sie beim Sturz eine Schnittwunde ober dem linken Auge sowie Hautabschürfungen an beiden Händen erlitt. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz überführte sie ins Marburger Krankenhaus, worauf sie nach Anlegung eines Verbandes in häusliche Pflege übergeben werden konnte. Überlege dir jeden Tag, ob deine Arbeit nicht noch besser und schneller erledigt werden kann. Aus dem Feldpostbrief eines Marbnrgers Von einem Marbur|tfi\ der an der Ostfront stellt, gelangte wieder ein Schreil>en an das Kreisamt Frauen, das den Frauen von Marburg den herzlichsten Dank für übersandte Päckchen und Briefe brachte. Aus dem langen, interessanten Brief seien einige Stellen entnommc^: ,,Inzwischen ist es bei uns ganz Frühling ge\vorden. Nach Sclmoe, Kälte und Schlamm folgt jetzt Hi|ze^ und Staub. Also Abwechslung gibts bei uns immer dafür sorgt auch der Bolschewik... Große Freude erleblcn wir vorige Woche, ein Frontkino besuchte uns. Aus einer llolzbaracke war im Nu d^ Lichtspiel-saal hergestellt. Ein Vory>ieI, Wochenschau und der herrliche Film „Wunsch-tonzert" gal)«n ein abwechslungsreiches Programm. Für uns bedeutet es ein Erlebnis nach monatelanger Einsamkeit wieder deutsche Frauen spiel^ singen und sprechen zu hören. Zwei Strmdräi vergißt man in der Sowjetunion mit seiner Not Elend und Schmutz. Ihr sollt mal misero Soldaten i^ehen, wie die Augen leuchten vor Freut, hier im 0.stea, trifft man säe an... Am HAuptver' bandplatz, in dwi Feldlazaretten, mf Bahnhöfen, ülx^rall betreuen und mnsor-^n sie unsere Kameraden, immer ein gutes Wort oder ein Lächeln für uns und wie wohl das tut. Dabei haben sie genau so den strengen Winter mitgemacht, alleStra- {)azen des Ostens erlebt Das ist stillest ieldentum. Wir sind stolz mid froh^ daß Deutschland solche Frauen hat' Was heule noch abseits steht und den Emst des heutigen Ringens um imsere Freiheit nicht versteht oder vers beben will, ist nur verschwindend klein. Die große Masse deutscher Frauen hilft mit uns und steht lx!i ims im Kampf mn Großdeutschland. Ob Rüstungsarbeiterin, Kontoristin, Bäuerin, Schwester o^r Hausfrau, alle tun sie ihre Pflicht auf Sirem Posten. Zum Schluß bitte ich Euch einen Teil dieses Briefes in Eurem Heimatblatt zu veröffentlichen. Mein letzter Feldpostbrief hat, wie ich aus Zuschriften Amts-stellen mid Privaten sehe, gnoDen Anklang bei der Bevölkemng Unlersteiemiarks funden. Als ehemaiUger alter Mitarl)eiter beim Steirischen Hcimatbund möchte ich auch an der Front mitteflnehmen an der Aiifbau«rt>eSt UntersteDernttrks. Besonders, möchte icb no^ grüßen iJ&e IRraoen des Amtes. Aof frohes Wiedersehen fa der Heimat Euer Eamapod Ii M. Hast Dn schon Deine Spende znr Ahkleidev- nnd Sjwnnstofeainmlnng abgegeben? Warte nicht damit auf den letzten Taj;! Streng« Strafe wegn eigeiiiilcHlinr Aolgahe des Arbeitsplalies Der 47-jährige Franz Josef Ratz aus Mellau in Vorarlberg ist für einen Rüstungsbetrieb in Brcgenz dienstverpflichtet. Er blieb jedoch dem ihm zugewiesenen Arbeitsplatz ohne Grund fern und hat damit eigenmächtig ohne Zustimmung des Arbeitsamtes dieses Dienstverhältnis aufgelöst. Ratz, der bereits einmal wegen Vergehens nach der Verordnung über die Beschränkung des Arbeitsplatzwechselns bestraft wurde und auch sonst keinen guten Leumund genießt, wurde vom Landgericht» Feldkirch zu einer Strafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt, m.Wegen unheilbaren Leidens den Tod gesucht. In ihrer Wohnung in Feistritz bei Lembach wurde eine etwa 50 Jahre a'tr Frau mit durchschnittener Schlagader am linken Arm und schweren Verbrennungen in der Mundhöhje bewußtlos aufgefunden. Die Unglückliche, die schon seit längerer Zeit schwer leidend ist, war in der Nacht Wiederum von heftigstem Unwohlsein befallen worden. In ihrer Einsamkeit rief sie um Hilfe, doch ehe sie vernommen und ihr Hilfe geboten werden konnte, griff sie in ihrer Verzweiflung zum Messer und durchschnitt sich die Ader im Handgelenk, nachdem sie zuvor eine größere Menge Essigsäure getrunken hatte. Der tragische Zwischenfall trug sich in der Nacht zum Mittwoch gegen 2 Uhr nachts m und löste allseitiges Mitleid bei den Hausbewohnern aus. Wie man erfährt, dürfte die Frau, die noch in der Nacht vom Deutschen Roten Kreuz ins Marburger Kranken hau« überführt wurde, trotz ihres ernsten Zustande» von den Ärzten am Leben erhalten werden. — Am 15. Juni 1942 Vormittag hat der Besitzer Peter Jesenitschnik in Unter-dolitsch 24, Gemeinde Weitenstein, Kreis Marburg, in seiner Tenne diurch Erhängen Selbstmord verübt. Jesenitschnik war sehr melancholisch veranlagt und dürfte die Tat in Sinnesverwirrung begangen haben. Er hinterläßt eine Gattin und 7 Kinder im Arter von 6 Monaten bis 11 Jahren. m. Unglücksfälle. Mittwoch vormittag ereignete sich an der Straßenkreuzung Domplatz — Theatergassc ein schwerer Verkehrsunfall, der glücklicherweise noch glimpflich ablief. Das 16-jähriigc Dienstmädchen Rosalie Kowatsch aus Marburg, Lissagasse 23, wollte mit ihrem Fahrrad die Einmündungsstelle der .Theatergassc in den Domplatz Überqueren. In diesem Augenblick kam durch die Theatergassc ein dreirädriger Lieferkraftwagen herangefahren, sodaß ein Zusammenstoß unvermeidlich war. Das Mädchen, das vom Fahrrad geschleudert wurde, erlitt hierbei eine schwere Verletzung des rechten Knies sowie sonstige kleinere Verletzungen. — Dem in einem Großbetrieb in Thesen beschäftigten Mechaniker Stefan Fink aus Roßwein fiel beim Abladen ein schweres ßisenstück auf den rechten Fuß, wobei er eine Quetschung des rechten Oberschenkels erlitt. — In beiden Fällen leistete das Deutsche Rote Kreuz den Venmglück-ten die erste Hilfe und fiberführte sie ins Marburger Krankenhaus. !fMe du Jeau Wie beiestift man Gardinen? Gardinen werden am besten so aufKcsteckl, daß sie sich ziehen lassen. Man benötigt hierzu Eisenstangen, Ringe und Zugschnüre oder benutzt die besonders für diesen Zweck vorgesehenen Stangen mit Zugvorrichtung. Steckt man Gardinen ohne Zugvorrichtung auf, so befestigt man sie am besten so, daß man Leinenband mit kleinen Nägeln auf eine Holzleiste nagelt und daran die Gardine mit rostfreien Stecknadeln feststeckt. Ebenso kann man durch einfache Eisenringe Leinenband ziehen, die Ringe gleichmäßig an der Gardinenstange verteilen und nun die Gardinen an den Enden des Leinenhandes feststecken. Die äußersten Enden der Gardinen greifen kreuzweise übereinander. Diese Art eignet sich sowohl für Zuggardinen, wie für festgesteckte. Kleine Scheibengardinen versieht man mit kleinen Ringen und zieht sie so über die am Fensterrahmen befestigten Stangen oder man zieht über die Stangen Ringe, in die die Scheibengardinen nur eingeklemmt werden. GRAUES HAAP wird nofurfcftrbiQ durch 207'i HMf'RegenMatoi, Wortmarke Schnt^weitt, Verlangen Sie ausdrucklich die Slllierpackuiig Einfache Anwendunff. — $•!! NMhr alt 2S Jahrm •rprebt. Vollkommen unschädlich. Erbftltlieh ia Drogerien, Parfflmerleii wenn nleht vorrlUf, Bezug durch den Hauptvertrieb: Joief Holelmaycr, Erzeugung chem.*techn. Artikel, Wien VI., MillergaMe 31 Fernruf B 28-8-'14 Viimmer 16^ »Marburßer Zeltunp;« 18. Juni 1042 Seite 7 lOielscAatt X Englands Schiffsbaukosten steigen. Wie das führende Blatt der französischt-n Handelsmarine »Imirnal de la Marine-iMarchandec mitteilt, hahen sich seit Krieesbeglnn in Engf-land die Baukosten für Schiffe um 50«/n erhöht. Eine Tonne Stahlblech, die im jahrp IWO noch 10 Pfund kostete, muß heute mit 16 Pfund bezahlt werden. Außerdem erhöhten sich die Löhne in den Werften um fiO«/». — In den USA fordern Fachleute immer lauter den sofortigen Bau von hölzernen f'racht-schiKcn. In einem Brief an die Newyorker »Daily News-K wird die Tatsache hervorgehoben, daß das auKenblickliche USA-Schiffs-bauproRramm seihst bei bester Durchführunfj nicht ausreiche, den Krieg zu gewinnen. Deshalb sei der Bau von halbhölzernen Schiffen zu empfelilen, der jedoch von den Schiffs-bauern und Stahlindustriellen bisher aus Konkurrenzneid sabotiert wurde. X Das Volk soll Roosevelts Krieg bezahlen. Wie der Newyorker Nachrichtendienst bekanntgibt, schlägt das Schatzamt der USA weitere Steuern auf Zucker, Salz. Tee, Kaffee, I-Jektrizität, Gas und weitere Güter des täglichen Bedarfs vor, um das Defizit von 2 A^il-liardcn Dollar für das Jahr 1942 zu decken. Kork — ein wertvoller Rohstoff Spanien und Portugal erzeiiKen 70 v. H. der Welt-Ernle Seit geraumer Zeit ist Kork zu einem sehr wichtigen Baustoff kcworden: bei der Herstellung von Schiffen, Autos, Eisenbahnwagen ist er, in seiner Leichtigkeit und denkbar hohen Isolationfähigkeit, heute ebensowenig zu entbehren, wie beim Wohnungsbau. Kühlschränke sind ohne Kork kaum mehr denkbar und eine Korkwand in der Wohnung von nur 5 cni Stärke hat die Isolierwirkung einer Zenientniauer von einem Meter! Jedenfalls:' Kork hat rascli die Rolle eines wichtigen Rohstoffes gewonnen. Der Bedarf an Kork hat sich seit dem ersten Weltkrieg seinen erweiterten Verwendungszwecken entsprechend in fast un-unterbrootiener Toige gesteigert, bis zu einer Welterzeugung von zuletzt etwa 280 000 t im .lahre, einer (bei der Leichtigkeit des Materials) schwer vorstellbaren Menge. Von dieser Menge entfallen rund 125 000 t auf Portugal und 60 (XHJ t auf Spanien. Ks folgen in Abständen Algerien und Korsika. Die Korkeiche verlangt das mediterrane Klima. Die USA haben bereits seit 185S An-bauversuche in Kalifornien, mit dem Ergebnis einer Jalireserntc von rund .'S Tonnen. Führer, wir Bilder vom Bannsportfest in Cilll dir Aus allen Orten des Bannes Cilli strömten am Sanistag und Sonntag Jungen und Mädel dir Deutschen Jugend nach der Sannstadt, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen und Zeugnis über die sportliche Erziehungsarbeit in der untersteirischen Jugend abzulegen. Gläubigen Herzens hat sie sich eingereiht in den Marschtritt der Zeit; sie ist pflichtbewußt und freudig bereit, in Zucht und Disziplin ihre Kraft in den Dienst unseres großen deutschen Volkes zu stellen. Das'konnte jeder Teilnehmer des Sportfestes sehen. Der Samstagabend vereinigte alle Jungci und Miidel auf der Festwiese nach hartem Kampftage zu einer besinnlichen Abendfeier, die, wie Oberstammführer Sepp Jellenz in seinen Worten sagte, dazu dienen sollte, Rückschau zu halten und für den neuen Kampf-tai; neue Kräfte zu sammeln. Die Feier wurde von l.iedern, Sprechern und Darbietungen des Musikzuges umrahmt und fand mit der Verpflichtung der Wettkämpfer ihren Abschluß. [)er Sonntagvormittag war ausgefüllt mit leichtathletischen Kämpfen der Mädel und tntscheidungskämpfen der Jungen. Ein bunt-bewegtes Bild bot sich den Zuschauern: Hier kämpfte man verbissen um Zentimeter am Hochsprungseil, dort ertönten die Startschüsse für eine Staffel oder einen Lauf und sehnige Gestalten sausten auf der Aschenbahn. Man fühlte, hier erwächst eine Front gesunder, gläubiger Menschen, würdiger Nachfolger der tapferen Helden der Front. Der Nachmittag brachte den großen Ab-schlußappell mit Vorführungen und Siegerehrung in Anwesenheit des Kreisführers und Oberbannführers Dorfmeister und vielen Gästen. Den Platz umsäumten viele Hunderte von Zuschauern, die alle begeistert das bunt wechselnde Bild auf der sonnenbeschienenen Wiese verfolgten. Der Fanfarenzug eröffnete die Veranstaltung mit einem schneidigen Marsch und dann erklang das Lied »In den (Ostwind hebt die Fahnen« über den Platz. Nach der feierlichen Flaggenhissung ergriff Bannführer Dr. Zetter das Wort und führte in eindringlichen Worten den angetretenen Einheiten noch einmal vor Augen, daß, gemäß dem Willen des |-"ührers, im Unterland eine widerstandsfähige Jugend erzogen werden muß. Sport ist heute nicht mehr Privatangelegenheit, sondern Plliclit. Die Jugend will für harte Zeiten bereit sein, um die dee des Führers auf Jahrtausende hinaus zu erhalten. Dann wurde es auf dem Rasen lebendig und in bunter I-olge wickelten sich die Vorführungen flott ab. Da tummelten sich braungebrannte Pimpfe bei lustigen Wettspielen, die Jungmädel in ihren bunten Dirndlkleidern zeigten einen Klatschtanz. Sehr gut war die Grundgymnastik der Mädel, die am Schluß noch einmal wiederholt werden mußte. Die vielen schmucken Mädel boten in der Harmonie der Bewegungen ein wunderbares Bild. Besonderen Beifall erhielten die Jungen beim Geräte- und Bodenturnen für die gezeigte Sauberkeit und E.xakthtit. Beim Raufbail wäre jeder gern angetreten. Auch die Mädel in ihren farbenfrohen Kleidern beim Mädeltanz und offenen Walzer begeisterten noch-einmal alle Herzen. Nachdem die Namen der Sieger aufgerufen worden waren, richtete der Kreisführer und Oberbannführer Dorfmeister einige Worte an die ip geraden Reihen ausgerichtete Jugend. Wie die Jungmädcl und Pimpfe, die Jungen und Mädel heute sind, führte er aus, solche Männer und Frauen werden sie einmal sein. Die Ausbildung und Erziehung der Jugend des Führers sind Dienst an der Zukunft des Volkes uncf haben lediglich den Zweck, die Gemeinschaft voranzutreiben. Nach, der Verteilung der Preise an die Sieger grüßten alle Augen noch einmal die Fahne, die eingeholt wurde und das Sportfest der Jugend war beendet. t'rKPhnl»sct SporUlclie Urcikämpfc den I>culsclicn JuiiBvolkes (MunnschaftswerlunE): 1. l'ülmlein Cilli/ KOttiiiR (l) 1832 Punkte, 2, rälinlcln Cilli/SchlnllberK (i) 1H16 Punkte. 3. Bann Ciili/LcitbcrK (3) 1795 1'iitikte. rtintkumpf der Dcntsclien JuRcnd (Mannscliuflswer-tuntr): I OcfolKscliaft Cilil/KöttinK (2) M.W Punkte 2. OcfolRschrift Cilll/LeitberK (3J 14 4^4 Punkte. 3. Ge-foksclinit Ciill/Tüffcr (6^ 14 2J0. 5 F'nnktc, FUnfkiuiipf der Deutsciicn Juiicnd (ninzeiwcrtuuK): Kokol (Uefolsbcliaft b) Puuktc 2. Tbunicb (Qc- fnlRschaft 1) 3576 Punkte, J. Mcdwcscii (Gefolgscliait 4) 34.'58 Pmikle. Wehrwcttkämpfe; I. acfolgsdiatt Franz (19) 53.0 Punkte. 2. Schlollbers (2) 53,2 Pnitklc, 3. liad Ncu-»aus (46) 53.3 Punkte. Leicli(athletik (Kinzclwettkänipfc) der Dcutsclien Ju-Kend: l(>Oin-Lnuf: 1. Taischck 11,8 Sek., 2. Medwescli 12 Sek.. 43. FcIrI 13,05 Sek.: 400 in-Laui: 1. Mcdwesch .'ifi.2 Sek.. 2. Taischck 5().3 Sek., 3. Oroschcn 61,0 Sek.: WK» m-Lanf: Drüttiinel 2 Min, 21 Sek.; 1500 m-Laiif: I, Konct/, .S:0<). 2. Üolei 5:11,3. 3. Wulenscliitsch 5:11,4: 4 maK 100 ni-Laut: 1. Üef. 2 .'53.4 Sek., 2. Qcf. 24 58.5 Sek.; MoctisprunK: 1. Schwarz l(i5 cm, 2. Koknl HiO cni, 3. Rakiiscli 150 ein; W'eitsprnnE: 1. Medwescli 5,55 in. 2. Kokol 5.30 in, 3. Toniicli 5.13 in; KuKcIstoBcn: 1. Tomicl) 10,92 in, 2. Schwarz 10,37 m, 3. OosdiniRR 10.13 in: Speerwerfen: 1. Toniich 3R,90 m. 2. Rchwi-schay 3S,37 in, 3. Tonicli 37,45 in; Kenlenwcitwiirf: 1. Scliwiscliarte .54,5 m, 2. Toinich tiricli 54 in, 3. Toinich WolfganK 51,5 ni. Dentschc Jugend, 75ni-t,auf: t. Svolschik 10,9 Sek., 2. Ocrlaiitz 11.2 Sek., 3. (Johitnik 11,2 Sek.; Weitsprung: 1. Kotsche 4.13 ni, 2. Gerland 3.9') in, 3. Pan-litsch 3,<>5ni: Sclilagball-VVcitwurf: 1. Oerland .S<),5 m, 2. Krominer 5i),5 m, 3. Krakkocs 54.0 ni; HoctisprunR: I. Gcriand 125 cm, 2. Tekautz IJOcni. 3. Krammer IJO cm, 4. SchallhaD 120 cm. Sporfergebnisse des Barnes Marburg-Laiiil Das Sportfest des Bannes Marburg-Land, über das wir gestern berichteten, zeitigte folgende Ergebnisse: Mannscli.if«skiiinpfe im Reichssportwcdkanipf der DJ: I. Wiiidischfeislritz mit l'JSS Punkten (Wanderpreis dc.s Kreisfiihrcrs). 2. Oonobiiz mit 1711 Punkten, 3. Win-dischgraz mit 1375 Punkten. Mannschaftskiinipfe im Reichssportwettkanipf des JV: I. W'inUischKra/, mit 16(12 Punkten. 2. Zellnit/./Urau mit 1614 Punkten, 3. Hohenniautlien mit 1.S5K Punkten. Koiiibinatioii-SchicUcn der DJ: 1. Schaiintscli. »ann-stab mit 89 KinRcn, 2. Miklawitsch, Pöltschach mit «5 KinEen. 3. Hauak, Windischfeistritz mit 80 Ringen. Schwimnistaffel der DJ: 1. Rast mit 3:52 Min. Laufen, 4xlli() m-Slaffel der DJ: 1. VN'indischfcistritr mit 51,4 Sek., 2. Mast mit .52,7 Sek., 3. \ViiidischKraz mit 54.•> Sek, Maiidball; 1. Dann.stab (nannsiegcr), 2. Mannschaft Windiscligraz. l'iiUball: 1. Üonobitz (Uaniiiicger), 2. W indiscligraz, 3. Pragcrliof. I.eiclitalhletik: IdOm-Lauf; 1. W'cingert, Ran/eiibcrg, :nit 12.1 Sek.. 2. Hoinig, Pulsgaii. mit 12,4 Sek.. 3. Krentschilsch, K'an;rpnberg, mit 12.t) Sek.: 400 m-l,au(: 1. Kirschner, Flannstab. mit ."^8 Sek.. 2. Pocanm. R.i\t, mit tii) Sfk., 3. I'ogaiscli. llolicnmautlicn, mit 61,4 Sek,; WcilsprunR: 1. Mninig. PuLsyau. mit 5.111 m, 2. Pisanctr, (ionobit/, mit 4,<>5 ni, 3. Pocaniii, Rast, mit 4,80 m; Ifochsprung; 1. Iloinig, Pulsgau, mit 1,47 m, 2. Atschko. Windischieistrilz. mit 1,40 m. 3. Kotnik, Pulsgau, mit 1,38 m; Keulenwerfen: 1. Kroneggcr. Cinnnbit?:, mit 51,.50 m: 2. MoiiiiK. Pulsgau. mit 51 in, 3. Trabr. Zell-iiit/, mit 50.(15 m; KiiBplstoCen: 1. llirstlicßRcr. Uami Stab, mit 1,^5 m. 2. ZiCgler. Hannstab, mit '',50 m, 3. Vcrdel, Wiiidischfcistrit/.. mit 8,25 m; Diskuswerfen: 1. flirscliegeer, B,iunstah, mit 2'',06 in. Schwimmen, Brust 100 ni: 1. Schetoritsch. Rast, mit 1:58,3 Min., 2. Scbalovnik, Rast, mit 2:10.1 Mm.. 3. Ja-kobiiscli. Rast, mit 2:11,7 Min.: U10 m Kraulschwimmen; I. h'urlan, Franheim. mit 1:45,8 Mm,, 2. Schetontscli, Rast, mit 1:67,3 Min. Leichtathletik Jungvolk: Schlafirhall: 1. Krantschan. Rast, mit (>3 m, 2. Paulitsch, Hohenniautlien. mit 60 ni. 3. Jurak, Hagau, mit 55 m; Weitsprung: 1. Wiintschina, Windischfeistrit/. mit 4,30 m. 2. Schnideritsch, Mah-reiiberg, mit 4,15 in. 3. Turin, Windischfeistritz, mit 4,10 m; 60 m-Lanf: 1. Strutz. Windisctigraz. mit 0,1 Sek., 2. Skot, Zcllnitz, mit 9,2 Sek., 3, Siegel, Win-discligraz, mit ">,4 Sek.; Mannscliaftswehrwettkümpfc im SchieUcn DJ: 1. ^\ in. dischgraz mit 1:41,30 Stund.. 2. Bannstab mit 1:40.00 Stund., J MahrenbcrK mit 1:15,.10 Stund. Maniischaft.skampf — Reichssportwettkampf für Mädeln: 1. Pulsgau mit 1721 Punkten. 2. Malirenberc mit 1()85 Punkten, 3. Holilenstein mit 16.53 Punkten. Mannscbuftskampf — Reichssnorlwettkampf für Jung-inüdcln: I, Mahrenberg mit PMil Punkten. 2. hrauhcim mit 17(\1 Punkten, 3. Rauzenberg mit lli38 Punkten. Leichtathletik: Hochsprung Mädel; 1. Tuppeliorn, Mahrenberg, mit 1,25, 2. Obrovnik, Pul.sgau. mit 1.22; Weitsprung Mädel; 1. Bruntschko Cliristl. Windisch-gra/, mit 4,25 in, 2. Fischer. Franheini. mit 4,15 m, 3. Painik, Zcllnitz, mit 4,12 in: Laufen 100 m, Müdol: 1. Bruntschko, W indischgraz, mit 13.7 Sek., 2. Painik, Zellnitz, mit 14 Sek., 3. Skazenoiiik, Hohenmauthen. mit 14,4 Sek.: KugcHtoUen, Müiiel- l, Schachcl, Weitenstein, mit *>,43 III, 2. Komaril?»chki, Mahrenlicrg, niit 7,08 m, 3. Obrovnik, Pulsgau. mit 7,95 in; Schlagball, lungiiiüdel': 1. Peruschek, Zellnitz, mit 39.20 m, 2. Stifter. Ranzenberg, mit 34..50 m, 3. Rupnik. Mahrenberg. mit 32.50 m; Lauf 60 m, Jiingmädel: 1. Schicker, l.orenzen. mit 0.5 Sek.. 2. Wabitsch. rrauheim, mit Q,8 Sek., 3. Winschek. Mahrenberg. mit 10,1 Sek.; Weitsprung, Jungmildel: I. Smolnikar. Richterberg, mit 3,05 m. 2. Roiko, Ranzenberg, mit 3,60 m, 3. Winschek, Mahrenberg, mit 3,51) m. * Wie wir bereits schon kurz berichteten, fand Samstag, den 13. Juni, auch im Bann Li.ttenberg das Bannsportfest der Deutschen Jugend statt. Schon am frühen Morgen traten die Jungen und Mädel zu den Kftmpfen an und erzielten hiebei große Leistungen, die einen I-unchtlichen Aufschwung auf dem Gebiete des Sportes bedeuten. Auch anderswo ist der Versuch niililungen. Die Korkeiche setzt (noch stärker als unser Nußbaum) die denkbar RröBte Zeitspanne zwischen Pflanzung und Ernte voraus. Volle vierzig Jahre vergehen bis zum ersten bescheidenen Nutzen. Die erste Rindenschiiluiig ist kauni verwertbar, danach müssen wieder neun Jahre bis zur zweiten Mrnte vergelien und immer noch nicht ist das Produkt vollwertiger Kork. Auch fernerhin, nun im nnr-nialen Turnus, verRelien zwischen den f:rn-teil jedesmal 9—10 volle Jahre. ^ielb>Ht wenn man berücksichtigt, daß die Korkeiche 120 bis 150 Jahre ertragfähig ist, so kann man immerhin nur mit acht bis zwölf Ernten reclinen. In Spanien wird nur der kleinere Teil der erzeuRten Rinde im l.ande selbst weiter verarbeitet. Das übrige wird roh exportiert. Das heißt: Der Kork wird In großen Kesseln gekocht, keimfrei Remacht. etwaige Molz-reste werden abgelöst; später wird er geschnitten und zu Platten in gewissen Größen verarbeitet. Sevilla und Algeciras sind die Rolmiittelpunkte, dagegen Katalonien das verarbeitende Zentrum, wobei allein 95 v. H. der Fabriken sich in Clerona, das man als die »Korkstadt« be/eichnen kann, befinden. Die Korkindustrie gehüct entschieden zu den blühendsten Zweigen der spanischen Wirtschaft. Der Bürgerkrieg hat schwere Schäden insbesondere an den Fabrikanlagen verursacht, sie waren fast alle auf roter Seite, während die Erzeugung auf nationaler lag. Spanien führte bis zum Bürgerkriege für jährlich durchschnittlich 68 Millionen Qold-pesetas Kork und Korkerzeugnisse aus; 1940 waren es immerhin wieder I6V2 Millionen geworden (davon K nach den USA); 1941 waren es schon 35 Millionen Goldpesetas (was vor allem im starken Steigen des Korkpreises von 0,70 für das Kilo auf über das Doppelte begründet ist). Spanien ist stark am Wiederauf- und Aushau seiner Kork-Veredelungsindustrie interessiert; neue Fabriken sind geplj^t und gleichlaufend damit Drosselung des Rohexports. Wohl steckt natürlich noch manche Schwierigkeit hinter diesen Plänen, doch ist zu hoffen, daß auch aus dem Kork ein wc-sentliclies Element des Aufbaues für das befreundete Spanien sich ergeben wird. X Rumänien sichcrt die Maisversorgung. Bisher hatte der rumänische Staat 50 v. H. der Maismengen, die noch bei den Erzeugern lagerten, für sich beschlagnahmt. Nun ist der gesamte freie Handel des Maises untersagt worden. Oer Staat wird die noch vorhandenen Vorräte aufkaufen. l.)urch diese Maßnahme soll, gleichgültig, wie die neue Ernte ausfällt, die Versorgung der ärmeren Bevölkerung mit dem für sie wichtigsten Nahrungsmittel sichergestellt werden. Spor/ und Turnen Beadite im Kleingaiten... ... daß abgestande?nRs Wasser drn Pflanzrii zuträglicher ist als Irisch aus der Leitung oder dem Brunnen komrnerides. .., daß man beim Gießen darauf zu achten hat, den Wasserstrahl von oben herab unri weich auf die Blatter fallen zu lassen. Der harte Strahl aus der Nähe zerschlägt die Bldttcr und macht den Boden hart. ... daß nicht bei hoher Sonne qegossen wird. Am gunstigsten ist das Gießen abends und morgens. ... daß die Ernte an Blumen, Gemüse, Sd-laten, Beeren usw. am günstigsten morgens zwischen sechs und sieben Uhr eingebracht wild. Es ist dann alles am frischesten und haltbarsten. .. daß Paradeiser, die zwischen Kohl- und Krautpflanzen stehen, Raupen fern hallen. ... daß Dungguß im Garten nur bei feuchter Erde Zweck hat und am besten kiir.j nach einem Regen gegeben wird. An trockenen Tagen verliert er viel von seiner Wi»-kung. ... daß Begießen mit heißer Salzlösung die Wege allmählich gründlich von Unkräutern befreit. ... daß alle Abfalle von Tabak im Kampfe gegen Blalllciusc willkommen sind. Man laugt die Tabakrestc in warme.m Wasser aus und spritzt dann mit dieser Lauge die Obcr-und die Unterseite der Blätter ah. ... daß junggesetzte Pflanzen gegen die Mittagssonne bei heißem Welter abgedeckt werden sollten. Dazu genügt von elf bis dreizehn Uhr ein überstülpen von Papiersäckcn oder dergleichen. ... daß leere Gemüsebeete ab Juni und Juli fleißig mit Wintergemüse besetzt werdt^n sollten (Erbsen, Kohlrabi, Buschbohnen, Winterkohl). Natüilich müssen abgeerntete Beete gründlich gejätet, umgestochen und gedüngt werden. .., daß sich überall an den Rreträndern noch eine Rabatte von Salat oder Küchenkräutern anlegen läßt! » X Britisches Kolonialreich in Afrika wird amerikanisiert. Zwischen den USA und England wurde auf amerikanisches Betreiben hin eine neue Organisation geschaffen, die den USA eine stärkere wirtschaftliche Durchdringung des britischen Kolonialbesitzes in Afrika erlauben s<)ll. Diese neue Organisation soll dafür Sorge tragen, daß die Vereinigten Staaten in diesen afrikanischen Kolonien Englands einen Ersatz für die Produkte finden, die sie nicht mehr aus den in Ostasien verlorengegangenen Gebieten beziehen können. Schon im laufe der kommenden Tage soll diese gemischte englisch-amerikanische Organisation auf amerikanisches Betreiben hin feste Entschlüsse fassen. Den Amerikanern kommt es vor allem darauf an, grnRe Anbau-gebietc aus britischem Besitz in ihre eigenen Hände zu bringen. Radfahrer starten am Bachern Sonntag Brr^rennm um Die Badrontizeit zeitigt, am kommenden Sonnlug wieder einen ihrer großen Ilöhe-pnnklc. .\uf der Baehernstrulie, iinci zwar in ihrer (iesiimthlnge von Reka bis Sl. Ileinrieh üIkt 15 Iviloinelrr worden on- und Donangane erstmals (Iii'. lU'rviehs-Bergmoislersehafl 7\ir Enlscheidiing bringen. Im Rahmen orlgenn'insehari Marburg, die fiisher bereits Zusagen «Um- l>i'-kannli'steii Wiener inid (u'aziM'"ib^nnfalirer erliallt'n iial, sodal.\ das Rennen latsärhlieli die Ik'sIc Klasse der o«slmärkisrhen Renn-fahiTr am Start vereinigen wird. Berlins Ooppelerlolo in den Meden-und Pdnsgensplelen Die aut den Plätzen des Berliner Schlifct-schuh-Klubs veranstalteten inoftiziellen Tennis-Mannschaftsmeisterschaften der Männer und Frauen, die Moden- und Pönsgensptele, brachten Berlin-Mark Brandenburg abermals den Sieg. Bei den Männern wurde der Gau Donau-Alpenland 3:2 besiegt. Der jetzt für Berlin kämpfende frühere Kölner Eppler schlug Dr. Egert 6:0, 5:7, 6:1 und Planner 8:6, 6:1, Den entscheidenden dritten Punkt errang Bartkowiak 6:3, 7:5 gegen Dr. Egert. Die Punkte der Wiener brachten Dr. Egert-Planner durch einen 6:1, 6:2-Erfo!g über Werner Menzel-Eppler und durch einen 4:6, 6:4, 5:4-Sieg über Bartkowiak. Die Vorschlußrunde der Frauen ergab am Vormittag die 3:0-Erfolge von Berlin-Mark Brandenburg über Nordmark und von Nic-dersachsen über Sudetenland. Der Endsieg fiel 2:1 an Berlin-Mark Brandenburg. ; Auch die steirischen Tennisvereinc tragen als Gaugruppe Süd einen Mannschaftskampf für Frauen und Männer aus. : KAC verlor in Aßling 5:0. Mit viel Ersatzspielern mußte der KAC seiner -Meister-schaftsverpflichtung in Aßling nachkommen. Die Klagenfurter hatten sich doch zu viel zugemutet und verloren gegen die SüdkUrntner mit 5:0 (2:0) Toren. _ : DttniscIiPr rußhuIlpokulsi^iiOT w urde in Kopenhagen der viellaclie Laiidesine'ister IJoldklubnen civr .Vkademisk Rold- klnblK'i» knapp mit 3:2 (0:0) Toren besiegle. : Rapid-Bukarest — Rumäniens Meister. Der Wettbewerb der rumänischen Fußballvereine um den Bessarabien-Pokal, der zugleich als Meisterschaft gewertet wurde, schloß mit einem Sieg von Rapid-Bukarest. ; Ungarn und Kroatien spielten unentschieden. Auf der Franzstädter Anlago wurde, am Sonntag der Fußballanderkampf zwischen Ungarn und Krodtion ausgetragen, der vor 12 000 Zuschauern unter der Leitung dPi deutschen Schiedsrichters Albert Multor (Landau) !:1 (0:0) unentschieden endefn. ; Ungarischer Handbaltsieg üljer Kroatien. Im Vorspiel zum Fußball-Länderkampf zwischen Ungarn und Kroatien standen sich auf dem Franzstädter Sportplatz in Budapest vor 20 0(*) Zuschauern die beiden Handballauswahlmannschaften gegenüber. Die Ungarü besiegten die Kroaten in ihrem ersten Länderspiel mit 9:0 (4:0). : Rumänien Mitglied der Appc. Nunmehr hat auch (Rumänien seinen Austritt aus der IBU erklärt und ist gleichzeitig dem soeben in Rom gegründeten neuen europäischen Be-rufsboxverband beigetreten. ; Italien ohne Romanoni. Italien wird den Rom-F'ok.'ilknnipf gegen Ungarn am Sonnabend bis zum Montag in Rom ohne seinen Meister Romanoni bestreiten, der durch Cu-celli ersetzt werden soll. : Asbolh ffrselilu|«en. Der allgenu'in als Europanu'ister angesehene ungarische Tennisspieler .\slx>tli wurde in Genua vom Italiener Cue.elli in der Vorsehlul.\nnulo ül)errascliond mit ():;{, ge.schlagen. Cucelli trifft in der Entscheidung auf Romanoni. der auch nicht ganz erwartet Milic 7:5, ansge.srhaltet halle. Das Endspiel der I'rauen wurdo von .Anneliese Bossi-Ullslein mil 6:1, 5:7, gegen Man-fix?di gewonnen. Das MämiordoptH^I holtni sich Cneelli-Del Reih) .'):7, 6:1, tiiil, *.»:(), gegen .\slK)(h-Dr. Maier, die vorher Miiie« I^illada (5:1, 6:4 geschlagen hallen. : Beim Proßbiirger Teniiistiinilcr siegte im It-ndkampf des EiimMs der Runuine Rurac. über seinen Laiulsmann Tanaseseu 2:0, 7:5, 7:P, 0:2. Rei den l'rauen war Magda Rurac siegreich 5«tte ö »Marburgcr Z^tuflgc 18. Juni 1^42 Nummer 16t Urpferde mit zehn Zehen I*>bäiidcrungen und Auslese schufen die Arten D}« Anflicht, daß die heute lebenden Tiere und Pflanzen sich aus früher lebenden, einfacheren Fornieii entwickelt Ilaben, ist noch par nicht so alt. Noch im Jahre 1809 rannte I.amarck vergebens rc-^;cn den eingewurzelten Glauben an die rnverändcriichkeit der Arten an, die Gott viin Anfang« erschaffen habe. Erst 50 Jahre später dran«? Darwin mit dem Ent-n icklungsgcdanken durch, als er zugleich in der Auslese den trcibetiden Faktor für die Entwicklung angab. liinen klaren Oberblick über die zali-liiscn Beweise, die wir heule ftir die Be-linuplung haben, das i.eben auf der Erde habe sich aus einfacheren Formen bis 7um heutigen Stande entwickelt, geben die erdgeschichllichen i'unde der vergangenen Zeit. Sie zeigen, dali es z. B. vor 60 bis 70 AAillioiien Jahren noch keine der heute lebenden Arten gnf), und daß die damals lebenden Tiere nicht nur anders, sondern auch einfacher gebaut waren. In vielen F'ällen läßt sich wenigstens eine Teilentwicklung lückenlos verfolgen; so haben wir kleine Vorfahren unserer Pferde, von der Größe unserer Kaninchen und mit den sonst üblichen zehn Zehen. Wir kfhinen verfolgen, wie sich stufenweise der heutige Einhufer herausgebildet hat. Interessant sind auch die Misch- und Übergangsformen, die sich im Anfang der Entwicklung der einzenen Arten finden. So sind die sogenannten »Dachschädler« (Stegocephalen) ein Bindeglied zwischen Knorpelfleisch und Reptil. Der — übrigens nicht riesige, sondern nur taubengroße — »Urvogel« ist eine Zwischenform von Rep-lil und Vogel. Audi der Mensch nimmt in dieser Entvvlcklungsreihe keine Sonderstellung ein: wir können seine Entwicklung Uber den Neandertaler und den Vorbzw. Affenmenschen zurückverfolgen bis zu Vorfahren, die wir mit den heute lebenden AU'nschcnaffen gemeinsam haben. Wann die Abzweigung erfolgt ist, ist freilich noch immer strittig. Die Ähnlichkeit im Bau der heutigen Eebewescn ist nur durch Verwandschaft, also durch Entwicklung aus gemeinsamen Stammformen zu erklären. Auch über die treibenden Kräfte der Entwicklung sind wir heute im wesentlichen im Bilde. Bloß umweltbedingte »Modifikationen« vererben sich nicht. Es treten aber im Erbgut selbst immer wieder Abänderungen auf, die zunächst richtungslos sind. Die »Auslese« im Sinne Darwins trifft unter den so entstehenden Formen eine mehr und mehr ausgerichtete Auswahl. Sie wird damit zur Grundlage für di« Bildung neuer Arten, für die in den anderthalb Milliarden Jahren der Entwicklung des Lebens auf der Erde auch hinreichend Zeit war, selbst wenn solche Erbänderungen nur selten und in kleinen Schritten auftreten. .Aas atlee lOeÜ a. Modernstes Krankenhaus in den bayrischen Alpen. In Berchtesgaden wurde eines der schönsten und neuzeitlichsten Krankenhäuser nicht nur Deutschlands, sondern wohl auch Europas, das Dletricli-Eckart-Kranken-haus, durch Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner seiner Bestimmung übergeben. Das landschaftlich hervorragend gelegene Helm verfügt bei einer Frontlänge von nicht weniger als 205 Metern über 200 Betten in ausschließlich nach Süden gerichteten, höchstens vierbettipen Krankenzimmern. Ein eigener Trakt enthält die Operationssäle, die Röntgen- und Infektionsstation sowie eine Kinder-nnd Wöchnerinnenabteilung. Während der Kriegsdauer dient das Dletrich-Eckart-Kran-kenhaus der Wehrmacht als Lazarett. Die Gesamtleitung hat die NS-Volkswohlfahrt. a. Der Erfinder des deutschen Stahlhelms. Am 13. Juni konnte der in Hannover wohnende Erfinder des deutschen Stahlhelms, Professor em. Dr. Ing. e. h. F. Schwerd, seinen 70. Geburtstag begehen. Durch seine Erfindung des Stahlhelms im Weltkriege, der erstmals von unseren Soldaten am 23, November 1015 getra^n wurde, ist Professor Schwerd in ganz Deutschland bekannt geworden. Seine Verdienste um die deutsche Wehrmacht hat der Führer am 23, Novtm« her 1935 durch Übersendung seines Bildes mit eigenhändiger Ujiterschrift besonders an« erkannt. Vattrs Uatersckrlfl „Anntmarie schwätzt dauernd während der Stunde'und stört dadurch deo Unterricht", schreibt der Lehrer in das Heft einer Schülerin und sagt streng: „So — und das läßt du von deinem Vater unterschreiben!" Am nächsten Tage bringt Annemarie dem Lehrer das Heft. Der Vater hat lyiterschrie-ben. Unter seinem Namen aber steht noch ein Nachsatz: „Verehrter Herr Lehrer — da sollten Sie erst mal die Mutter kennenl" Hochheben eines Armes: für Verkehre« tellnehmer in der vorher freien Richtung: »Anhalten I«; in der vorher gesperrten Richtung: »Achtung!«; für in der Kreuzung befindlichen Verkehrsteilnehmer: »Kreuzung frei machen!« Auch Im Urlaub woll«ii Si« dlm '»Mjarburg^r Zeitung" les«n! Wenn Si# verraismf melden St« Ihr« neue Anschrift (AnschrifUnderung) dem zuständigen Postamt. MartnirgBr ZellunB" Vertriebsabtellung j Stadtth»atei Marburg/Draii ' - Donnerstac, den 18. Juni, um 30 Uhr Lisa, benimm dich! liin musikalisches Lustspiel in einem Vorspiel und 3 Akten von Ernst Friese und Ludwig Weys. — Ahisik von Hans Lang. Frcitae. den 19. Juni, 20 Uhr Lsk Traviata Uper üi 4 Akten vOn Giu^ppe Verdi An die Aufgeber von Anzeigen! Die Anzeijgfenabteilang: behält sich Ablnderun- aie anf Grund uie AuzeipenaDteuang: oenaii ai ffen des Anzeigenteztes, soweit der bestehenden Vorschriften nStijjf sind» vori ohne daß der Anzeigenaufgeber hie von immer verstandigt werden kann. „Marburger Zeitung", Anzeigenabteilung Amtliche Bekanntmachungen Kieiier Inzelger Wortortti tlltblf eo 19 Bdcbttibcfl M wort. ^Iffercebfltir (Kea«irort) SS Pof. oel Stetteiifesaehea ff RpL rBr ZoseodDtit ton Kenavortbriatea verdta 80 Rpl Porto btrecliflei AazerReD'AfinihRiiflcblaSt Am Tai« vor CrscbeiDea out It Uhr. »Klalq« An-zeicen« wcrdeo nor tercs VorelnMiitvfll 4ea Betraf«! (aoeb Iv cflKIfCB Briefmarken) BDtrcnommen 'MlndeslKcbObr fOr efae Klein» Äntefre ffM 1 yjiftsHiiidtMii Wer tauscht init mir? Meinen Koffergrammophon tausche ein ni Stück Lino- leum um. Adresse iti der Verwaltung. 5730-1 fti küuftff ft&uthf DER LANl>RAT DES KREISES MARBURG (DRAU) Drr Ucauftraf;lR für die Schule S<*I)url>>ju]irgunKrs l*>3ö aii dem von der /iisländigcti Scliullriliiiii^ aiigcgeltrnen J aj; zur LlliihchrriliunK r.ii lirinscn. MilziiltrinRru biiuI dir (irhurliiiirkuiidr und Inipfüeu|tnisso. Jrnr Kr/iphuiin«lirrr«I>liglcii, di« Bcluilpfliplilipt! Kinder nicht jtjui Schulbc>iing zur Priifunp; sofort (Fpülesteni) bis 27. Juni 19(2) an den Scbulbeauftragten des Landkreise« l^arkgasse l, euirurrichrn. THe tJbrrpriifung für die Neueinstellung in erfolgt am Millwocb, den 1. Juh 1912, um 9 l hr, in der Volk*-»rbiile Lriter^bers in Marburg. Papier utul Scbreibgerale sind niitiubringen. r>T,1l In) Auftrage; g««. Schaeidcr DKlt l?i:RGEUMf:iSTi:R IN WEITEiNSTF.IN " "ouoö enB bis 27. Juni / Marburg (Drau), I ilrn Lrhrberuf » Niicfdi Nachtportier sucht ruhiges Tageszimmer in Cilli. Kaufe dunkelgenuisterten Herrenanzug. 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