« IZS Wittivoch dm S. MovemVer 1879. xvill. Jahrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch nnd Freitag. Preise — siir Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. SV kr.; fiir Zustellung ins Hans monatlich !0 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl.. halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebuhr 8 kr. per Zeile. ZV« Abgang im Staatshaiishaltk. Marburg, 4. November. Abgänge im Haushalte des Staates ge^ hören zu jenen Eigenschaften, welche Oesterrclch unter den Großmächten eine hervorragende Stelle sichern und zeichnen sich nebstdem noch dadurch aus, daß man zwischen ordentlichen und außerordentlichen unterscheidet. Der Boranschlag, welcher im Hause der Abgeordneten vorgelebt worden, besagt einen Abgang von zwölf Millionen und siebenmal^ hunderttausend Gulden. Die „Okkupations-Koften" sollen eine besondere Vorlage bilden und betragen acht Millionen im Ganzen, wovon also sttnf Millionen und eine Halde auf Oesterreich entfallen. Für die Wiener Hochschule und da» Reichsraths-Gel)äude soll ein Psandbries-Darleihen von drei Millionen ausgenommen werden. Der Gesammtabgang beziffert sich demnach, soweit er schon bestimmt nachweisliar ist, auf mehr als einundzwanzig Millionen. ^ Wird's bei diesem Voranschlags wohl auch ^ sein Bewenden haben? Ja! unter den Voraus-- setzungen, daß die neuen Steuern alle zusammen ^ bewilligt werden — daß die Steuerschraube nicht versagt — daß namentlich die Zölle, wie die Verheißung lautet, wirklich eine Mehreinnahme von vier Millionen zweimalhunderttau-! send Gulden und die Verzehrungssteuern, wie der Voranschlag ebenfalls in Aussicht stellt, wirklich eine Mehreinnahme von sechs Millio« « nen und einmalhunderttausend Gulden liefern, . daß endlich in den Delegationen wirklich kein Nachtragskredit gefordert wird. Letztere» kann ' der Voranschlag natttrlich nicht versprechen und ist nach der bisherigen Ersahrung wohl kaum l zu hoffen, gleichwie auch die anderen Voraussetzungen sich schwerlich elsllllen ollrsten. Die Ordnung im Haushalte des NechtS-und Wirthschaftsftaates verlangt, daß zuerst die Einnahmen verbucht werden, daß sich die Ausgaben nach den Einnahmen richten, daß die Steuern nicht die Kraft der Pflichtigen erschöpfen und daß dir Ausgaben nur einem Zwecke dienetl, welcher von den Staatsbürgern als nothwendig erkannt werden muß. Die Dringlichkeit der Ausgaben und die Beitrags' fähigkeit zu beurtheilen, gibt es kein besseres Versahren, als die Abstimmung der Pflichtigen selbst. Wäre die Entscheidung über die fraglichen Beschlljsse des Abgeordnelenhauses bereits in die Hände der Wähler gelegt, so hätten wir z. B. sllr das Jahr 1880 einen Voranschlag unbewaffneten Friedens, fruchtbringender Arbeit und gedeihlicher Staatswirthschast. Franz Wiesthaler. Worllli Europa zu Grunde geht. Während der Adreßverhandlung im Abgeordnetenhause wurde von einem Vertreter der Mehrheit auch von dem Einflüsse der amerikanischen Verhältnisse aus die wirthschastliche Krise gesprochen, waS den Generalredner Dr. Herbst veranlaßte, bezliglich dieses Punktes u. A. Folgetides zu entgegnen: „Ich möchte nicht glauben, daß die Krise des Jahres 1873 durch diese Entwicklung herbeigeführt wurde; aber etwas, was ich glaube und sttrchte, ist, daß die neue Krise in den Verhältnissen des alten Europa durch die Ent-wicklnn^Ameri^s, nnd zwar in einer ungeahnten Raschheit und gat^z ungeahnten Größe sich entwickeln wird. Es ist diese Anilcht ttb-rigens nicht ganz neu; der Großmeister der deutschen Dichtkunst hat sie schon vor mehr als zwei Menschenaltern in prophetischem Geiste erkannt, und die Verse sind so bezeichnend und aus unsere Verhältnisse so passend, daß ich mir nicht versagen kann, mit Genehmigung des Herrn Präsidenten diese wenigen Verse vorzulesen. Sie lauten: „Amerika, du hast es besser als unser Kontinent, der alte. Hast keine versallenen Schlösser und keine Basalte, Dich stört nicht im Innern zu lebendiger Zeit Nnntjtzes Erinnern und vergeblicher Streit." (Lebhafter Beifall und Heiterkeit links.) Ist das nicht das Motto sür unsere Ver-fassangskämpfö und paßt nicht auf uns, daß NN» „in lebendiger Zeit stört die Erinnerung an längst vergangenen und unnühen Streit?" (Rufe links: Sehr gut i) Aber das, was damals galt und bezogen tvurde auf die Neste der Vergangenheit, die noch in unsere Gegenwart herüberragen, versallene Schlösser vergangener Zeit, unnützer Streit über lSewesenes, über Historisches, steht nicht mehr allein. Es ist ein ganz neuer Faktor hinzugekommen, welcher Europa mehr und mehr krank erscheinen läßt. Ich kann mich darüber offen aussprechen — die Krankheit, die europäische Krankheit ist der Militarismus. (Rufe littts: Sehr richtig!) Am Militarismus kann und wird Europa zu Grunde gehen. (Rnse links: Sehr richtig!) Neues Kulturleben ersteht in Amerika. Die Geschichte wiederholt sich nicht, sie schafft stets neue Gebilde. Die Entwicklung, die in Amercka in den letzten Jahren stattsnnd, hat sich in lZuropa in Hunderten und Hunderten von Jahren vollzogen, während sie sich dort in wenigen Jahren vollzieht. Wer hätte vor drei Jat,ren geahnt, daß die europäischen Getreidepreise sich nach den Preisen der Getreidebörse in Amerika reguliren werden? Was in der Zukunft vor sich gehen wird, wissen wir nicht. Amerika, schwer geschädigt durch eine Baumwoll-Krise, durch einen Krieg qegen die Sklaven-Barone beS Si'idenS, von dessen Dimensionen wir keine Ahnung haben können, belastet durch eine vonl Krieg herbeigeführte große Vecschnlvung gegen-ltber dem Auslande, hat sich in wenigen Iah- S e u i r c e t o n. Aus dem rngtischlu Arirgrrltben im Kriege und im Frieden. (Schluß.) Ich erinnere mich eines solchen Versteckes sech» Fuß ties, nicht größer, als ein ru!t0er Tisch, während des ganzen Tages von aller Möglichkeit benachbarter Hltlse abgeschlossen. Von den vier Bewohnern derselben litt der Eine fürchterlich an rother Nuhr, der Andere hielt mlt dem rechten seinen zerschmetterten linken Arm, der Dritte jammerte unter den sürchter-ltchsten Schmerzen über ein von einem Splitter ausgeschlagenes Auge, der Vierte starb au Cholera. — Einmal war ich in einer Höhle hundert Uards von den russischen Schanzen, aus welchen wir so scharf bewacht wurden, daß Niemand nur seine Mütze über die Oeffnung zeigen konnte, ohne daß ein Dutzend Bltchsenkugcln herum pfiffen. Unter uns lag ein Ossizier nicht selten ohnmächtig auf dem Schöße eines Soldaten unter den sürchterlichsten Schmerzen der Nnhr. Da fiel es ihm plötzlich ein, daß heiszer Kaffee ihm gut thue, ihn retten werde. Kaffee fand sich, ier backt er gemächlich, mit dem Nücken gegen die Nüssen, einen Span nach dein andern ab. Offenbar waren die Nüssen im ersten Augenblicke ganz erstaunt über dieses stupide, kalte Blut, bald aber knatleite ein bleiener Platzregen um den Holzhacker herum, der aber noch ganz ruhig eine Zttt lang abhackte. Die Russen, dadurch nur noch lvüthender gemacht, seuerten nun um so leidenschasllicher >md selbst dreimal mit der Kanone, ohne daß sich unser Freund deßhalv im Geringsten lieeilte. Endlich sah er sich die abgehackten Späne an, schien zu überlegen, ob es genug seien, kaueite dann nieder und sammelte da» Holz in seinen l^.roßen Feldmantel, lahtschte zurück durch die ununterbrochenen Salven und sprang unversehrt mit seinem Schatze wieder lierab. Ein nrerkwürdiger Zufall, an welchem d e Leidenschaftlichkeit der Nüssen wohl ihren Antheil hatte, da sie nicht gezielt haben mochten, hatte ihn aus tanseitd Toden gerettet. Ich sah's ihm deutlich an, ec hatte nicht die geritlgste Vorstellung davon. Er schmunzelte blos über die Lobeserhebungen, meinte aber, das sei doch weiter gar nichts, so ein Bischen Holz zu holen. (Ich weiß nicht genau, wann und wo es war, erinnere wich aber genau, daß einst preußische Soldaten, belagert und beschossen, öfter auf FestungSmauern stiegen, dein Kugelregen des Feindes den Nücken kehrten, etwas Kleidnng von ^inem gewisseli jrörpertheile abzo^^en, nnd sich so vor dem Feinde nnd deren Kugeln gegenüber die höhnenvsten Blößen gaben, obgleich Mancher dabei herunter purzelle. und die Wie» dcraufstehung des Fleisches vergaß.) „Beiln ersten Bombardement i)on Sebasto-pol war ein Schiff mit thätig. das Mit 1500 Bomben befrachtet war, ganz gegen dcn Befehl des Avmlrals. Der Offizier de?!elben war aiiS Liebhaberei mitten unter deil Negen der glühenden Kugeln gekomtnell, „um ein Bischen mit-zulnachen." Endlich beinerkte der Admiral die stupide Verwegenheit dieses Sch fses nnd gab plijtzlich Befehl zu dessen Nückzug. Während es sich langsanr ans dein glühetlden Kugelregen entfernte, kam der Stewart mit militärischer Sleisheit aus die Näderbrücke — es war ein Dampfschiff — zeigte tnit denl Finger nach seiner Mütze, stellte sih dann steif auf und tneldete: „l^lnuvr is lenä)", (Mittagessen ren so entwickelt, daß kaum ein europäischer Staat exis^irt, der einen ähnlichen Kredit hat, der zu ähnlichen Zinsen wie Amerika Geld zu beschaffen im Stande isi. Aber freilich, was geschah in Europa? Dieser fürchterliche Krieg war zu Ende und ein Jahr darauf hatte Amerika nahezu kein stehendes Heer. Europa starrt in Waffen, entzieht seine Jugend dem bürgerlichen Berufe, verwendet Milliarden und Milliarden auf die Erhaltung dieses „Volke» in Waffen", und die Frage ist nur die: Wie lange vermag Europa das zu tragen? Ich begreife, daß ein Staat nicht isolirt in Europa dastehen darf, aber es wird die Zeit kommen, und bald kommen, wo die Ueberzeugung eine allgemeine sein wird, daß Europa, daß Oesterreich diese Last nicht mehr zu tragen im Stande ist. Wa» Amerika weiter groß macht, ist die in Folge der Belastung immer mehr zunehmende Aus» Wanderung nach Amerika, wodurch diesem Lande persönliche Krast und Kapital zugeführt und Europa entzogen werden, welche dort neuerdings Frischte tragen und gefahrdrohend für Europa werden. Ich verkenne also durchaus nicht die Gefahr, von welcher der sehr geehrte Herr Abgeordnete sprach, aber ich glaube, daß der Borwurf doch ungerecht ist, der daran geknüpft ist. nämlich der, daß man schon srühsr hätte wissen sollen, was geschehen wird." Zur Zeschichle des Tuges. Bezüglich des Wehrgesetzes huldi« gen Taaffe und die Mehrheit des Abgeordne' tenhauses der Anstcht, daß zur Beschlußfassung die einfache Mehrheit genüge, während die verfassungstreuen Abgeordneten und die Mehrheit des Herrenhauses die Zustimmm^g von zwei Dritteln stir nöthig erachten. In der Haupt« fache dürfen wir jedoch weder von der einen noch von der anderen Seite einen befriedigen» den Beschluß erwarten, weil beide für ein stehendes Heer sich erklären. Der Winter herrscht nun auch über Novi-Bazar und zeigt die Okkupationspolitik in seinem Lichte. Zu Plevlje und Priboj werden die „Unterkünste" erst demnächst liergestellt sein, UN', die Uebcrwinterung unserer Truppen noth-dürstig zu ermöglichen. Was aber Priepolje betrifft, so wird in Sarajevo noch derathen, ob es nicht besser, die Besatzung nach Bosnien zurückzuberufen und im Frühling wieder in das Zeltlager zurückzusenden. ist fertig), llnter 1500 Bomben, aus welche die glühenden Kugeln herabprafselten, hatte man Enten und Truthühner gebraten, welche beim Essen sehr gelobt wnrden, während Erde und Meer ringsherum noch fortzitterten. Das Vaterland verlangt, daß Jeder seine Pflicht ihne. Der Schiffskoch hatte demgemäß auch während der feurigsten Thellnahme am Bombardement die Truthühner weder roh, noch verbrennen lassen." Hiermit habe ich einige der Mittheilungen des Invaliden von Stande im Zusammenhange nachgeschrieben. Das Leben, Fragen, Lachen und Hänseln dazwischen und andere Kleinigkeiten habe ich weggelassen. Auch mache ich zu guter Letzt noch einen Sprung, um rasch zum Schlüsse zu kommen. Als gevorncr Fürst mit Zmirnhandschuhen holte ich während des ganzen Abends keinen Verdacht erregt. Ich benahnr mich aber auch: „Jeder Zoll ein König" uno beantwortete die Frage eines der Herren, „ob in Deutschland preußisch gesprochen werde-, mit eben so viel Würde als Sachkenntlnß. Daß bei dieser Kenntniß Deutschlands das Ländchen des Fürsten von Thnrm-taxen-Teklenbnrg" eiile günstige Lage in der dunkeln Phantasie der Herren bekam, scheint mir unzweifelhaft. Dieser Herr wollte mir mit Gewalt zeigen, was Leben sei und nölhigte mich daher, die halbe Nacht mit ihm und dem Maler in den feinsten Kreisen Londons herumzufahren. Wir tranken bei seiner Nicht-Zukünf-tigen Thee. Sie hatte einen Palast sür sich allein. Diener mit künstlichen Waden, gelben Sammelkniehosen und goldlreffenbesetzten Röcken Die Freundschaft zwischen der Türkei und Oesterreich-Ungarn, welche zur Zeit des Vormarsches unserer Truppen nach Vtovi'Bazar am halbamtlichsten geblüht, soll wieder einer Auffrischung bedürfen. Unter den nichtigsten Vorwänden hat die Pforte bisher die Abfendung jener Bevollmächtigten ver-zögert, mit welchen über den Abschluß eines Zoll-, Handels- und Telegraphenvertrages in Betreff Bosniens und der Herzegowina berathen werden soll. Ihrer Verfchleppungspolitik getreu hat die Pforte die letzte Note Oesterreich»Un» garns noch gar nicht beantwortet. Vermischte Zlachrichte». (FeindederunterfeeischenKabel.) Das Fachblatt „L'Electricitv" macht über die Feinde der unterseeischen Kabel solgende Mittheilungen: Das Meer ist von mikroskopischen Thieren bevölkert, welche stch auf den Kabel-stränge»» ansiedeln und die Guttapercha-Umhül-lungen langsam zerstören. Der Teredo und die Jmmaria haben eine unglaubliche Zerstörungs« kraft. Aber nicht alle Feinde des Kabel sind mikroskopisch. Es ist, als ob alle Ungeheuer drr Meerestiefe zur Vernichtung der Telegra-phen-Leitungen sich verbündet hätten. Die Linie von Cayenne nach Para wurde durch große Fische zerstört, deren scharfe Zähne Abdrücke auf der Jsolirung zurücklies^en. Sägefische erprobten ihre Waffen an dem Kabel in der Nähe der Antillen. Schildkröten haben die Leitung von Kay West nach Havanna zerstört. Das Kabel im perstschen Meerbusen wurde von einem Wallfische zerrissen; derselbe schwamm jedenfalls zu rafch, um es zu bemerken, denn er fuhr mit solcher Heftigkeit gegen das Kabel, daß er sich selbst den Tod gab. Das zerissene Tau umschlang den riesigen Wallfisch und erwürgte ihn. Aber auch Elementar-Ereigniffe erweisen stch als Feinde des Kabel. So hat im Mittelländischen Meere der Blitz zweimal die Kabelleitung zerstört; ein Gleiches geschah in Südamerika durch Erdbeben. Andere submarine Leitungen gingen durch Meeresströmungen zu Grunde, welche das Tau so lange an scharsen Fclskanten riebeir, bis es riß. Wie man sieht, sind die Aussichten sür den ungestörten Bestand gar mancher Kabel keine besonders erfreulichen. ^ (Vom englischen Schwurgerichte.) Der „Trades-Union-Kongreß" in Edinburgh hat den Antrag, den Geschwornen eine billige Entschädigung zu gewähren, der nächsten Jahres- öffneten Thüren. Von der Hausthtlr bis zum Wagen rollte sich plötzlich ein Teppich als Weg auf, weil es gerade geregnet hatte. Aus den Treppen innen lebensgroße Slatüen mit Gasflammen in der Hand, im Besuchszimmer ein Meublement, wie man es sich in Feenpalästen nicht luxuriöser träumen kann. Theeservlce, ganz von Silber, goldene Theelöffel u. s. w. Die Fee, von überraschender Schönheit, in einem blauen Sammtkleide mit weißem Schmuck und Diamanten in den dunkelblonden Locken. Kurz, eine Pracht, eine Verschwendung, die unglaublich klingt und mir jetzt selbst nur noch wie ein lebhafter Traum erscheint. Solcher Nichtzukünf« tigen für einzelne und für mehrere der obersten Zehntausend, die England sind, giebt cs in sürstlicher Pracht Hunderte im Westend Londons, von Cavendish-Square bis Hyde-Park, Hunderte, welche so zurückhaltend und schüchtern sind, daß sie nur nach den mächtigsten Empfehlungen und nachdem der Aufwartende eine Fünfzig- manchmal eine Hundertpfund-Note unten als Em« pfehlungsschreibeu abgegeben hat, einen Besuch annehmen. Hunderte solche! Tausende, die wöchentlich höchstens 1 Thlr. 10 Sgr. verdienen, wenn sie die halbe Nacht hindurch mit nähen, um sich ihr elendes Leben und ihre ver« achtete Tugend zu fristen. — Kann diefe so geschichtete englische Gesell-schast, in der Zehntausend den Schweis; der Millionen in der skizzirten und in der üblichen politischen und diplomatischen Weise verprassen — noch lange so konservativ bleiben, bestehen, gedeihen? Nach Natur- und Sitten-Gesetzen nicht. _ Versammlung zur Behandlung überwiesen. Diese Bestrebung, den Geschwornen eine Vergütung zu bewilligen, steht nicht vereinzelt. Es kann hier jedoch nur von Strafsachen die Rede sein, denn in Zivilsachen werden die Geschwornen auf Kosten der Parteien für ihren Zeitverlust in entsprechendem Maße entschädigt. Auch in anderen Theilen des Landes macht sich die Anstcht geltend, daß die im öffentlichen Interesse geleisteten Dienste auch aus den öffentlichen Fonds zu bezahlen sind und daß man dem Geschwornen nicht das verweigern könne, was man dem Sachverständigen, dem Zeugen u. s. w. gewähre. Der Gesichtspunkt, daß das Amt eines Geschwornen ein Ehrenamt sei (welcher namentlich in Frankreich so vielfach verkehrterweise hervorgehoben und damit auf die dortige Entwicklung der Jury von uachtheiligstem Einfluß wurde) tritt in England völlig zurück; es ist allein die Pflicht, deren Erfüllung von jedem Bürger, der den gefetzlichen Voraussetzungen entspricht, erzwingbar ist. Die englischen Geschwornen betrachten ihr Amt als eine Last, die sie ebensowenig wie die. Steuer oder andere Lasten dem Staate verweigern dürfen. Damit entfällt auch jener Glorienschein, welcher die Häupter der französischen Geschwornen umgibt; die Erledigung eines Iurysalles ist nüchternes Tagwerk, frei von jedem Nimbus. Den englischen Parteivertretern wird e« daher auch nie beifallen, die Geschwornen in der Weise zu apo-strophiren, wie dies in Frankreich und manchen arrderen kontinentalen Staaten der Fall ist. Damit hängt auch die Nüchternheit der englischen Parteivorträge zusammen; selten Deklamationen, man spricht sür die Geschwornen, nicht für da» Publikum, nicht für die Preffe. Das Zitiren poetischer Aussprüche (bei un» nicht ungewöhnlich) ist dort ein so seltene» Ereigniß, daß sich darüber bei den letzten Assrffen zu Nor-wich ein sehr heiterer Zwischenfall abspielte. Ein geachteter Architekt stand unter der Anklage, an seiner Ehegattin aus Eifersucht einen Mord versucht zu haben. Die Affaire war glücklicherweise unblutig abgelaufen, da die Pistole verfugte. Der beredte Vertheidiger Mr. Philipps berief sich nun in feinem Vortrag auf die bekannte Stelle in Shakfpeare's „Othello", worin der Dichter die Qualen der Eifersucht in so unübertrefflicher Weise schildert. ^Jft Shakspeare eine Rechtsautorität?" unterbrach ihn launisch der Vorsitzende Field (die englischen Nichter sind im Allgemeinen dem Scherze nicht abgeneigt). — „Nein, Mylord", antwortete schlagfertig Mr. Phil'pps, „so wenig als Ihre Frage eine Rechtsfrage ist." — ..Nun denn", replizirte Se. Lordschaft, „damit Ihr rührende» Zitat nicht verloren gehe, wollen wir annehmen, daß die Ermordung der schönen Desdemona durch Othello in den Annalen unserer Strafrechtspflege verzeichnet sei nnd daß Sie diesen Kriminalprozeß zitirt hätten." (Gesandtschaften. Wie eine afrikanische Großmacht würdig vertreten wird.) In Berlin ist dieser Tage eine marokkanische Gesandtschast angekommen und vom Kaiser bereit« empfangen worden. Die marokkanifchen Gesandten, erzählt ein Berliner Blatt, gefielen dem Kaiser und dem ganzen Hose recht wohl. Sie führten sich bester auf als alle vorhergehendkn zivilisirten Gäste ähnlicher Art, und auch den Berlinern gefielen die jovlalen Weißbärte, die von den Fenstern des Restaurant Poppenberg der unten versammelten Atenge so gemüthlich zutranken. Se. Majestät nöthigte den alten Führer der Gesandtschaft bei der Audienz zum Sitzen, während er sell)st mit seiner Tochter, der Frau Grobherzogin von Baden, vor ihm. stand. Nur wußte der alte marokkanische Würden-Träger freilich auf die Fragen, die Se. Majestät durch den Dolmetsch an ihn richten ließ, gar wenig zu sagen, und der gewandte Juterpret gab meist die Erwiderung aus eigener Erfindung. Das hatte nun fteilich feinen Haken, und der schlaue armenische Jude gab dem alten Mohammedaner einen moralischen Nippenstoß mit den Worten, er möge doch wenigstens den Mund aufthun, und wenn er anders nichts auf die an ihn gestellten Fragen zu sagen wisse, seinen Viehstand aufzählen, damit die hohen Herrschaften das grausame Spiel nicht gewahr würden. Der Alte that so und die Unterhaltung mag man sich nun in folgender Weise vorstellen. Der Kaiser: „Wie gefallen ihnen denn die Berliner?" Der Alte (arabisch): „200 Pferde, viele Esel, 1000 Stlick Rindvieh, 3000 Schafe." Der Dolmetsch: „Die Berliner, Euer Majestät, sagt Sidi, gefallen ihm ganz gut; sie sind liebenswürdig und arbeitsam und haben schöne und tugendhasle Weiber." (Kolsuth» Denkwürdigkeiten.) Der Verleger des »Atheneum" in Pest hat die Herausgabe dieser Denkwürdigkeiten übernommen, unter Bedingungen, durch welche Kossuth aller materiellen Sorgen enthoben ist und mit aller Seelenruhe an die Ordnung seiner Schriften gehen kann. Kossuth arbeitet täglich zehn Slun« den hindurch und macht Alles selbst. Selbstverständlich muß er sehr Viele» überschen, auch dies besorgt er selbst; nur einen kleinen Theit der englischen Urkunden überläßt er seinen Söhnen. Der größte Theil der Schristen bezieht sich auf die Zeit nach dem Befreiungskriege, jedoch nimmt Kossuth hiebei auch auf den Unlchhängigkeitskrieg selbst und dessen Vorgeschichte Nücksicht. Die Arbeit schreitet so rasch vorwärts, daß der erste Band noch in diesem Jahr erscheinen wird. Es haben sich bereits hervorragende deutsche, englische, französische und italienische Firmen um da« Verlagsrecht gemeldet. (Tarisirung der Lebensmittel.) Das daierische Abgeordnetenhaus hat mit großer Mehrheit dem Antrage beigestimmt: es sei beim Bundesrathe dahin zu wirken, daß dlr Landes-Gesetzgebung in den Bundesstaaten die Vcsugnid eingeräumt werde, die amtlichen Tarifirungen der uttLntbehrlichKen Lebensmittel wieder einzn-führen. (Ein Parlamentsredner, wie er sein soll.) Unter jenen Rednern des Abgeordnetenhause», welche sich sür die Adresse der Mehrheit eingeschrieben, besand sich auch Graf Dubsky und ereignete sich, als die Reihe an ihn gekommen, folgende Szene: Präsident: Der Abg. Graf Dubsky hat daS Wort. Abg. Graf Dubsky (sich von seinem Sitze erhebend, nach einer minutenlangen Pause): Höh:» Hau»! (Lange Pause). Auf den Boden dcr Versöhnung stehend. . . (Lange Paufe). Aus dem Boden der Versöhnung . . . (Der Redner stockt neuerdings. Tiefe Stille und große Spannung. Alles erwartet, daß Gras Dubsky nun da» Programm der „Versöhnungspartei" entwickeln würde. In der That zieht der Abg. Graf Dubsky auch ein mit Schlagworten beschriebenes Blatt Papier aus dcr Tasche hervor, um das ihm verloren gegangene Konzept wieder zu gewinnen. Der Redner ist jedoch so befangen, daß er e» vorzieht, sich auf dem Boden der Versöhnung, auf dem zu stehen er foeben erklärt hatte, sprachlos niederzusetzen.) (Die Landwirthe im Abgeordne» ten Hause.) Der „Verband" dieser Landwirthe hat sein Programm versandt. Aufj^abe des Verbandes ist, alle auf die Landwirthschast oder die landwirthschastliche Industrie unmittelbar bezugnehmenden Vorlagen des Abgeordnelenhause» in regelmäßigen, sowie auch erforder-lichensalls in außerordentlichen Versammlungen seiner Mitglieder einer fachmännischen Berathung und BeuNheilung zu unterzikhen. Eine weitere Aufgabe seiner Thätigkeit sendet dersetbe in der Erstattung von Initiativ - Vorschlägen, welche innerhalb der vorbezeichneten Kompelenzgrenze gelegen sind und dem einen oder anderen der im Abgeordnelenhause bestehenden politischen Klubs zum Behuse eventueller Antragstellung im Hause mitgeiheilt werden können." Ueber da» Verhältniß de» „Verbandes" zu den Klubs wird Folgendes normirt: „Der „Verband der Landwirthe des Abgeordnetenhauses" erblickt in seinem Bestände lediglich die durch ihn geschaffene Möglichkeit, daß Fachgenossen unbeschadet ihrer poluischeu Anschauung und Parteistellung im Abgcordnetenhause und unter ausdrücklicher Wahrung und Aufrechthaltung der von ihnen als Angehörige einer Klub - Verbindung übernommenen Verbindlichkeiten aus dem Boden gemeinsamer wirthschaftlicher Interessen zu deren Pflege und Wahrung sich zusammenfinden. Der- selbe wird daher immer bestrebt sein, zu den politischen Parteien des Abgeordnetenhauses jene sreundschastliche Stellung einzunehmen, welche durch die Zwecke seines Bestandes geboten und durch seine Zusammensetzung gewährleistet ist." ZUlNburtier Z^icrichte. (Schubstation Marburg.) Seit 1. Jänner wurden von hier 1008 Schüblinge weiter befördert — um 67 mehr als in der gleichen Zeit de» Vorjahres. (Gewerb e.) Im verflossenen Monat wur-den beim hiesigen Stadtamt folgende Gewerbe angemeldet: Vrunnenreparatur, Kärntner-Vor^ stadt, Andreas Kormann — Schuhmacherei, St. Magdaletm, Mathias Jursche — Schuhmacherei, Grazer - Vorstadt, Tegetthoffstraße, Jakob Laufer — Verschleiß von Nlrrnberger Waaren, Stadt, Herrengasse, Adols Friedmann — Verkauf von Uhren und Bildern, Stadl, Herrengaffe, Ferdinand Dietingcr — Verfertigung v?ki Zement- und Gipswaaren, Grazer-Vorstadt, Mellingerstraße, Andreas Pierotli — Verfertigung von Modewaaren, Stadt, Herrengasse, Maria Fialla. (W einbau schule.) An der Weinbauschule zu Marburg sind mit Beginn des nächsten Unterrichtsjahre» (1. März 1880) vier ganze landschaftliche Stipendien im Betrage von je 146 fl. und fünf halbe im Betrage von 73 fl. erledigt. Bewerber um diese Stipendien müssen Zteiermärker sein, wenigstens sechzehn Jahre alt, geimpft, unbescholtenen Rufes und im Besitze jener Kenntnisse, welche in der Volksschule gelehrt werden. Gesuche werden bis l. Dezember l. I. persönlich dem Direktor der Anstalt übergeben. (Verunglückt.) Im Kohlenbaue zu Deutschenthal bei Nömerbad ist der Hauer Mathias Lukautsch durch stürzende Kohlen zu Tode getroffen worden. Der Verunglückte war verheiratet und Vater von zwei Kindern. (Getäuschtes Vertrauen.) Am Freitag kaufte hier auf dem Sophienplatz eine Unbekannte eine Steige Hühner um den geforderten Preis und erklärte dem Verkäufer: bezahlen werde sie augenblicklich, nur müsse sie vorher noch mit ihrem Sohne im Kloster sprechen; der Bauer möge nur im nächsten Wirlhs-haus warten und dort auf ihre Rechnung trinken. Der Verkäufer that, wie ihm gefagt worden, und wartete stundenlang; wer absr nicht erschien, war die holde Unbekannte, welche sich mit der Steige auf dem Rücken am Kloster vorüber in südlicher Richtung entfernt hatte. (Uln Nevision des W ehrges etzes.) Die Gemeindevertretungen von Nensiist und Ober-Kappel liaben das Abgeordnetenhaus un» Revision des Wehrgesetzes ersucht. (Ueb erfallen.) In Bijchosdors, Groß' Pirschitz und St. Kunigund habe.u am 26. und 28. v. M. Uebersälle auf offener Straße und Körperverletzungen stattgesundeik, von mehreren Burschen verübt, welchen die Angegriffenen nicht den geringsten Anlaß gegeven. Die Grundbesitzer Franz Resar, Michael Toman und die Bäuerin Kunigunde Grobelnik liegen in Folge dieser Uebersälle schwer krank danieder. (Selbst gestellt.) Der Postexpeditor Anton Marx in Cilli, welcher nach Veruntren-ung von Amtsgeldern am 29. September flüchti.^ geworden, hat sich am 30. Oktober l'eim Uiiter suchungSgerichte selbst gestellt. (Theater.) Im hiesigen St.idttheater beginnen die Vorstellungen von heute ab nur 7 Uhr, Kassaeröffnnng findet nm 6 Uhr statt. Morgen Donnerstag gelangt daS bei seiner ersten Aufführung mit so außerordeutlichem Beifall ausgenornmene Lustspiel „Durch's Ohr" zur Wiederholung. Den Schluß des Aheiids bildet das höchst amüsante einaktige Lustspiel „Eine fixe Idee." (D a m p f s ä g e.) Die Südbabn errichtet neben der hiesigen Werkstätte eine Danipsfäge. (Gemeinde wah l). Am 24., 26. und 28. November finden hier die Ergänzungswahlen sür die Gemeindevertretung statt. Theater. (—ß.) Samstag den 1. November. „Der Müller und sein Kind." Volksschauspiel in 5 Akten von Dr. E. Raupach. Es ist einmal an den meisten Bühnen Sitte geworden, dieses Stück an dem oder einem darauffolgenden Tage aufzuführen und es hat sich diesbezüglich auch das Burgtheater in Wien noch nicht emauüpirt und wir können im Grund genommen nichts dagegen haben, denn dieses Volksstück ist der Stimmung de« Tages gut angepaßt. Wohl aber müssen wir uns gegen die Art der Aufführung in unserem Muskntempel aussprechen; gerade bei der Bekanntheit des Stückes isl es nothwendig, daß die Rollen studiert ui;d gut ausgearbeitet werden, damit sich ein Ersolg zeige. Das war nun bei mehreren Kräften nicht der Fall und es wickelte sich das Stück von Mitlerdigen belächelt klang- und farblos ab. Frl. Henle spielte die Maria so, wie sie eben nicht gespielt werden soll und kokettirte im Vereine mit Frl. M. Bacher nach Thunlichkeit mit dem Souffleur, der überdies ncch durch Zurufe „lauter" zu wirksamerer Thätigkeit angespornt wurde. Herr Schwarz (Neinhold) halte sich gut maskirt, outrirte jedoch in etwas sein Spiel und führte stellenweise eine zu kräftige Sprache. Herr Baum (Konrad), welcher die Rolle des Herrn Bollmann übernommen hatte, welcher Tausch übrigens gewohnheitsgemäß dem Publikum bekannt zu geben gewesen wäre, leistete, wa» er vermochte. Herr Nedelto gab den Todengräber und Herr Conard den Pfarrer in einer entsprechenden Weise. Eine raschere Jnszenirung bei Verwaudlungen wäre sür die Folge nur wünschenswerth. Das Haus war gut besucht. Ueber das Sonntag und Montag aufgeführte Ausstattungsstück „Die Kinder des Ka-pitän Grant", das seiner prachtvollen Dekorationen wegen sehenswerth ist, werden wir in nächster Nummer ausführlich zu sprechen kommen. Letzte Post. Die Grazsr Handelskammer hat sich gegen die Errichtung eines Veikehrsminist^riuuls ausgesprochen. Im Voranschlage des Kriegsministers werden sich mehrere Posten sllr die Befestigung dsr Grenze von Siidtirol eingestellt finden. Der schweizerische Bundesrath hat auf Beschwerden mehrerer Gemeinden deir StaatSrath von Tessin ausgesordert, dasür zu sorgen, daß die Niederlassung landesfremder Kapuziner unterbleibe, widrigenfalls beantragt würde, die Bestimmung der Bundesverfassung, betreffend das Verbot staatsgefährlicher ftemder Orden zu vollziehen. Die Albanier sind von den Montenegrinern über Brezovitza hilmus zerstreut worden. Der englische Botschafter Layard ha! auf Grundlage der auf snner Rundreise in Kleinasien gesammelter Wahrnehmungen die Pforte unter Androhunq, die Flotte zu berufen, zur unverzüglichen Durchführung der Reformen aufgefordert. ^ cl t! ri n ^ kl D., 4. Xc>veml)or 187!.». >v0mit iell moino Heilen lZeZeliät^tstreunde in Ilatlcs liegt eine Lotterie-Anzeige von Valetttin u. i^omp. in Hamburg bei. Sonntag den 9. November zum letzte« Male hier. Im Salon der ?um ersten Anlv kier! I'UII PUI^ Aaalomislhcs Hlusvaw nosKe^tellt tn k xrnssen ^btlivllunKt'N. 1. Abtheilttttg: Die Embryologie, Entwicklung des Menschen. 2. „ Echnologische Gallerte sämmtlicher Völker und Menschenracen. 3. „ Chirurgie und Geburtshilfe; die interes- santesten Operationen. 4. „ Pathologische und auatomische Abtheiluug. 5. „ Sammlung von Schädeln, Skeletten und Natur-Präparaten. 6. „ Sammlung abnormaler menschlicher Phä- nomene und mumificirter Präparate. Außerdem eine großeVallkrie iuteressanterZchauftücke. Im Ganzen über R OtVtt Kunst-Ge genstände. Täglich geöffnet von 8 Uhr Früh bis 9 Abends. Freitag den 7. Nov. Letzter Damentag. Eintritt I«»«> iermit maelie ivli einem ?. ?tldlilenw äie ergebene ^öiß^e, (tass ieli am 1. ^ovemder n. e. (las Iiier desteltenc^e »^pvT5Si*vj! zxvschvli »tt von Ileri'n übei'i»0wmen Iiade miä für meine keelinunK ^eiterkülire. leli ditte ein ?. I'. k'nblilcnm, dem (^esektifte dislier ^eselienkte Vertrauen kvnf wioll ^ütiKst ndertraKen 2U wollen, unä >^erctrung nnd Stärkung. für Lungeuteidende. Wei M4genHeschW<»rö^«, Werdauungsmanget, NnterreivsSeschwerden, Käworryoideu ist das Malzeztrakt GesundheilSbier, auch die Malz'E.l)okolade. daS alldemeiil lierordnete Helltttihruli^,Smlttel; bei Küsten, Keiserkekt und Katsseiden wirken die Brnstnlalzdonlions vorziiglich. Lei altem Nrustteiden daS concentrirte WafzeTtralit. — „Ich habe", schreibt Herr Rechnung^^süljrer H»lmpsinger in Schönwerder, „seit Gebrauch Ihres MalzeztraktS den Magenkrampf nicht »vieder gehabt. Ihre MalzboubonS vertrieben lnir den Husten, der Schleim ist fort und ich athme »vieder frei." (1l84 All die. kaiserliche und röN'kttche Hof'Malzpräparaten-Fabrik und Brauerei von Johatin Hoff in Aerlin, Neue Willzelmslrabe 1. Fiir die kaiserlicheki österreichischen Staaten Haupt-Fabriks-Geschäft, Wien, Graben, Bräunersirajze Nr. 8. Depot für IlilArtiurg bei Herrn fr. lZittsr. Neuer sehr süßer Lultenberger — Ligontisu im KMzuük W eMmii I-öveil 1267 Da86lb8t jvllvn 8am8tag fri8ekv I.vbvrwiirLts. »«wvoril«! ck UM. L>^ LvIilAuvIl« omptislilt in vor^ilßliedLter iZualität: /August 8attlvi', Krs?, Lsi-I l.ui>«»ig-l?ing, 15. <1244 AIsn bivto ckvm klSoke 6io Nallck! 400,000 Slsrli Hanpt-Gewittn im glinstigen Falle bietet die aUcrneutste große Geldverloosung, welche von der hohen Regierung genehmigt und garantirt ist. (1142 Die vortheilhafte Einrichtnng des neuen Planes ist derart, daß im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verlosnngen zur sicheren Entscheidung kommell, darunter befinden sich Hanpttreffer von eventuell R.-^. 400,000, speziell aber 1 Gewinn 1^250,000, 1 Gewinn ^1150,000, 1 Gewinn ^100,000, Gewinn Ail 60,000, 1 Gewinn U 50,000, 2 Gewinne ^ 40,000, 2 Gewinne ^1 30,000, 5 Gewinn N 25,000, 2 Gewinne N 20,000, I2Gcwinne 15,000, 5000, 3000, 2000, 1000, 500, 300, 138, 1 Gewinn ^12,000, 24 Gewinne 1^10,000, 5 Gewinne ^ 8000, 54 Gewinne AI 65 Gewinne Al 213 Gewinne VI 631 Gewinne Iii 773 Gewinne Iii 950 Gewinne Iii 26,450 Gewinne li-l etc. «to. Die Gewinnziehungen sind planmäßig amtlich festgestellt. Znr nächsten ersten Gewinnziehung dieser großen vom Staate garantirten Geldverloosung kostet 1 ßskniiss Original-LooS nur 6 oder 1 „ 8 „ 1^/4,, »z 1 viertel „ „ „1'/, ,, 90 I^r.Q Alle Aufträge werden 80sort gegen ^illeeuäunx, li'ostsltt^.alilunx o6vi' äes östrAxos init der größten Sorgfalt anSgesährt und erhält Jeder lnann von nttS die init dem Staatswappen versehenen Orixinal-liuvss selbst in Händen. Den Bestcllnngen werden die erforderlichen aint-lichen Pläne graliö beigefilgt und nach jeder Ziehnng sende»» »vir nusercn Interessenten unaufgefordert aint-liche Listen. Die AnSzahlung der Gewinne erfolgt stets prompt uQtlZi' Ltl>.at8-()arantis und kann durch direkte Zu-sendungen oder auf Verlaugen der Interessenten durch unsere Vlrbindul»gen au alleu größeren Plänen Oester reiches veranlaßt werden. Unsere Cvllecte »var stets vom Glücke begl'lnstigt und hatte sich dieselbe unter' vielen auclersn de-tleuteuden ^e^vinnen ostmals ljsi' ei'stvll llauxt» treLler zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direkt ausbezahlt »vurden. Voraussichtlich kauu bei eine»n solchen auf der«o Utltivten Nuvits gegründete» Unternehmen Überallans eine sehr rege Bctheiligung »nit Bestimmtheit gerechnet lverdi'n, uud bitteu »vir daher, um alle Aufträge auS sühreu zu können, nnS dle Bestellungeu baldigst uitd jedeusallS vor dem IS. ilu<»», Kmlk- uud Wechstigeschüsl in Hamliurg, l^ili- ui»». Wir danken hierdurch für das uuS seither geschenkte Vertraueu und indem wir liei Beginn der neuen Vcrloasnng zur Betljeiligung eillladeu, lver-den wir uuö auch fernerhi,» bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung dle volle Zltscleden-hcit unserer geehrte»» Interessenten zu erlangen. NK'O! Q!-Z 1" IT / / ries'bel'g gtjssli!'l!ism 8«Il«!e kirmen als Verlreler erviinsclit. OerantworUiihe >te»aktio»> Druck u»d Birla» von Eduard Zaiischiß i« Marburg. ««ktS