Nr- 271 Donnerstag, 25 November 1915. 134. Ialiraanq. Zeitum '"'^AA»"«»»»»»,»! '^ P°slv»r1eno»<>» «»»zjHhri» «« ll hald,ähli» lz,ä!,l<» I ^>'« 'iiaidachei Leitung, rrscheili! «««lich «n «nsnalzms der Könn nub ^lertaoe Die »v»»»»»»«»««» b^l»^ U. "«"An« ^ K, Für dle nlst.llun» !»« Hau« ^nzjähri» » I. ^»,«s»,o».»,vich»: .^fül lleine Insl«>t, ^ sich VNN°i<öft^e Nr. IS: dir «tb°l.ion 0till°ilö^°he /ir. ,ß. SprechstN der ^b«"" °?"",?W bl« zu vier ZeUen », k. «roher, per Zt«e t» b: bei «fkln, «lederholunzen «r »eile 8 l» f »oimitta«,, Unfr°n,'erte «riefe »»rbennicht angmom««n, Manuswptt n«KN«<, 32. Amtlicher Geil. t>run>^" ^ November I9!b »ird in der Hof. und Staat«. «^Vl^ ^^ ^^.^, und ^I.III. Stücl der polnischen sowie das be» c> ^"^ ber slovciliichen Ausgabe des NeichSgejetzblattes ^>'ahvssanl,es 1^15 <,ui>aea»'tirn und veiiendet. Nichtamtlicher Heil'. ^esetzliche Regelung des Versicherungsvertrages. ^ Die Regierung hat im Jahre 19N7 einen Gesetzentwurf be/t Versicherungsvertrag im Herrenhaus« eingebracht, 3«Ia "^ "'^^ ^ verfassungsmäßigen Verabschiedung, ^ i3 ^^ Bedürfnis nach einer geschlichen Regelung H, ^sichcruligsvertrages besteht in unvcrmindcriem ^°e fy^ und der Mangel einer Ordnung dieses Rechts, ^crl^ ^^ ^°^ ^" Versicherungsanstalten wie von den , !,lH«r!ingsi,el)mern ^n gleichem Mähe empfunden. Die !rkl»'^ ^Urschriften, die das allgemeine bürgerliche Ge» bain ^ ^'" Versicherungsverträge widmet, entsprechen der ^rsck" " Auffassung dieses Vertrages als eines gewagten lln» ^' seither haben die Versichcrungseinrichlungen forn^ ^'2kr Veränderung der Grundlagen und Betriebs, Ums/" ^n. ungeahnten Aufschwung genommen. Dieser! Vertr ^"lll »un zu einer geschlichen Regelung des, ^nde"^^' ^ ^'^ wirtschaftliche Stellung der vcrlragschlie-! ^,h " "Ue »»gleich gewesen ist. Der Vcrtragsinhalt wird r^z, " ""sschiichiich oun den Gesellschaften festgesetzt, wäh. ^«r x ^lnzclne, der eine Versicherung eingehen will, »n '^ ^"hl gestellt ist, sich den von den Gesellschaften ^ ^^" Ichriebenen Bedingungen widerspruchslos zu unter«! ^r,i^ ^^ ""f bcn Versicherungsschutz überhaupt zu ^sel,?^"' ^"" »rundliche Abhilfe kann nur von ciner ^id " Regelung des Versicherungsvertrages erwartet ^cl>i" .^^^ bietet beiden Vertragsparteien Vorteile. Sie ^^? ^ Stellung des Versicherungsnehmers jener des ^chr ^^ gleichwertig, indem sie der Vertragsfreilicit "llnl ^^""'^- War es denn möglich? Durften seine j ^en,^ ^'^" dulcklen Weg gehen? Er machte einej doch ^ "N. als wenn er sie von sich abschütteln nu'.ßle,! ^ dem - "' wicdlir und blieben. Da wnr der Abcnd,! ^uss„» beiden Männer nach Äreitcnbachs eigener ^t.e :^ ""^ lnilcinandcr zusammcn^ewcscn waren, der ^lbenb '"^ Vetters Leben. Sie hallen sich an diesem ^ be r^^'k!' ^'^ Vrciimbach behauptete, — auf ^esftrz'">ahrt im Eisenbahncoupo getroffen, waren im, ^ lote ^""llcn auf oinem Wege, dci in der 3!äho " Aelt" ^ vorübcrführte, und am loten See war ^lte sei, "'"°^ct worden. Ein wunderbarer Zufall n "" l,i?r Hllseschrei zum Schlosse, zu den Ohren seiner l "nd ü'!, » """en lassen. Es war Vrcitcnbachscw "^ ^rül, f ?°^"' auf dein er gestorben war. Der ein-^ V»il^ q"^ legte die .hand nor die Aussen, als nxnn ^ er n, 7"^s'^cbildo forlschc-uchcn müßw. Doch ^ scher A'^ "'^" fluten und hob den Kopf, laut, ^"Ncil m^«7'"" b"^l, sagend: „Nein, ich will den; ^lich ml^ ^ ^^"' Ich will öia Spur verfilgen/ ^ ^lnub^ ""' ^"" '^ schwach «"mg gewesen lin, "ven an eine Schuld von ihr - von ihr! -> beeinflußt haben, einen festen Anhaltspunlt gewährt. Der Mongcl an einer solchen Regelung ist in der gegenwärtigen Heit doppelt fühlbar gcwurdcn. Auf dem Gebiete t>cr Bebens- und Schadenvcrsicherung werden zihlreich? Ansprüche gegen die Versicherungsanstalten erhoben. Die Be. nricilung dieser Ansprüche auf Grund der bestehenden, für Fricdenszeiten berechneten Versichcrnngöbedingungen muß vielfach zu Härten für den Versicherungsnehmer führen. Es ist dringend notlvcndig, die mildernden Vorschriften der Versicherungsordnung dem Versicherungsnehmer bei der Abwicklung der durch den Krieg veranlaßten Vcr° sicheruiigöfällc zugute kommen zu lassrn. Die Vcrsicherungs. a»stalten wiederum bereiten sich auf eine starte Ausdehnung ihrer geschäftlichen Tätigkeit in den neu erschlossenen Wirtschaftsgebieten vor. Es wäre für sie schwer, dort mit Anstalten anderer Staaten, in denen der Versicherungsvertrag schon gesetzlich geregelt ist, in Wettbewerb zu treten, loeun nicht auch ihnen die fachgemäße und billige Ordnung der priuatrechtlichen Fragen durch Gesctzesvorschrift zustatlen käme. — Diese Erwägungen waren dafür be» stimmend, den Gesetzentwurf über den Versicherungsvertrag jetzt durch eine kaiserliche Verordnung in Wirksamkeit zn setzen, die gestern im Reichsgesctzblatte und m der «Wiener Zeitung" Verlautbart wurde. Daß sämtliche Vorschriften der VcrsichciungSurdnuna, schon in naher Irit ins Leben treten, ging allerdings nicht an. Trotzdem war cö möglich, cinc Reihe von Vorschriften schon »lit 1. Iän» ner 1916 wirtsam werden zu lassen und deren Rückwirkung auf liestehcnde Verträge anzuordnen. Ein Nberblicl über diese Vorschriften zeigt, daß sie zu den wichtigsten Bestimmungen gehören, die dem Versicherungsnehmer eine billige und gerechte Ordnung seines Rechtverhältnisses verbürge»'. DieL gilt insbesondere von den Vorschriften über die Anzeige vom VersicherungLfalle, die gegenüber den im Vertrage bedungenen Fristen eine Ausdehnung und wesentliche Erleichterung schaffen, ferner von den Vorschriften über die Geltcndmachung von Ansprüchen, durch welche die sonst gewöhnlich vereinbarten Ausschlußfristen für die Anmeldung der Ansprüche erweitert und nur unter bestimmten Vorschriften für maßgebend erklärt werden, von den Vorschriften über das schiedsrichterliche Verfahren, über die stillschweigende Verlängerung deS Vertrages, über die Fortdauer dcS Versicherungsverhällnisses beim über, gang unbeu»eglichcr Sachen im Erbwcg?, über die Fällig« kcit der Leistung des Versicherers und desseu Pflicht zur Leistung ciner Abschlagszahlung und anderes. mir einflüstern zu lassen, so will ich nun auch Mut genug haben, um uicht Halt Zn machen vor diesem Verdachte, weil er auf einen Edelmann fällt." Elftes Kapitel. Der erste Zug, de>r am nächsten Morgm drrthin abging, brachte Vassow nach Garchim zurück. Eb war ihm, als wenn er dort ctwis versäumte durch sein Flir.-sein, als wenn wichtige Dinge auf ihn warteten. Uw eingestandene Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit der Aaroniu arbeitete mit, ihn uorwäris zu leiben, und unerträglich langsam erschien ihm die Fahrt. Es war erst noun Uhr vorüber, als er wieder in seinem Arbeitszimmer am Fenster stand, an diesem Fenster, das or liebte, weil es ihn zum anderen Flügel des Schlosses hinübcrblickcn ließ, wo die Aaronin wohnte, und weil er von hier aus ennn großen Teil des Partes übersehen koimle. Die Gewohnheiten seiner zugleich nahen und fernen Hausgenossin waren ihm jetzt bekannt genug, daß er sie häufig schon auf einem Gange durch den Park heimlich hatte beobachten können. Vei jedem Wetter pflegte sie zu fester Stunde regelmäßig diesen Gang zu machen, - er stand, er wartete, und richtig, dort war sie! Aber heute, hielt er es auf seinem stillen Vcobachtungsplcchc nicht aus; er nahm eilig seinen Hut, und ging hinunter in den Part. Sie war offenbar überrascht, ihn zu sehen. Ein leichtes Not stieg in ihr Gesicht empsr, oas meist noch immer bleich war nach der schweren, aufregenden Zeit. , Die Regierung tonnte sich zur Inkraftsetzung des Go ' setzentwurfcs über dc'» Versichcrunntzvrrtlan, um su eher entschließen, alö er seit längerer Zcii der Öffentlichkeit be. ! taunt war, von den interessierten Kreisen zustimmend be. grüßt wurde, in beiden Häusern des Neichsratcs sorgfäl. tig burchberaten und gebilligt wurde und nur durch widrige Verhältnisse die verfassungsmäßige (Genehmigung nicht erlangen tonnte. Tagcsucuisslcitcn. lDer elektrisch beleuchtete Schutzmann.) Die Lon- z doner, die zlvar durch die dichten Winternebcl seit jeher ! gehörig an ein gewisses „Duster" gewohnt waren, sehen ' sich nunmehr infolge der Zcppelinfurcht allabendlich einer l fast ägyptischen Finsternis gegenüber. Die mit der Al>-! lvehr von Luftangriffen beauftragte Verteidigung Londons ! hat die Straßenbeleuchtung in sol.chcm Maße erstickt, daß sich die Spalten der Blätter immer mehr mit den Berichten über Strahenunfälle lullen. Um :um diesem Übel wc. nigstcns einigermaßen abzuhelfen, hat man in London eine neue Erscheinung ins Leben gerufen, nämlich den elet-irisch beleuchteten Schutzmann. Wie aus einem Bild in den „Daily News" zu ersehen ist, tragen die Londoner Schutzleute auf dem Rücken eine elektrische Lampe in M-,' ftalt eines kleinen Scheinwerfers. Ob die elektrische Beleuchtung der Schutzleute den gewünschten Erfolg haben wird, erscheint mehr als zweifelest, da Wagen»»fälle ! sich ja auch dort ereignen könne», wo gerade lein Schuh-, mann steht. Jedenfalls aber luerden die in London sehr zahlreichen Taschendiebe durch die leuchtenden Schutzleute weniger überrnscl^end bei ihrer dunklen Tätigkeit gestört werden können. — (Eine merlwülbiye Verwechslung) Die Zeitung „Le Cri de Paris" erzählt folgendes Geschichtchen: Die französische Negicrung hatte jüngst dem Oberlommandan-ten ciner Armee eines Verbündeten eine gewisse Anzahl von kreuzen der Ehrenlegion zur Verteilung an seine Offiziere übergeben. Der General lieauftragte seinen Ge-ncralstabschcf, eine Liste der Vorzuschlagenden aufzustel« Icn, die der Ordenslanzlei übergeben wu^de. Kurze Zeit darauf erhielten denn cruch einige dreißig Offiziere unseres Verbündeten das Patent der Auszeichnung; aber zur großen Überraschung des Ob«tommanoanten und seines Generalstal'schcfs war darunter lein einziger der von ihnen Vorgeschlagenen. Man ging der Sache ver-schwiegencrlocisc luich und bald war des Rätsels Lösung Einen freudigen Abglanz weckte dies Rot auch auf sei-ucn Zügen, und fröhlich rief er: „Ja, Baionin, da bin ich schon wieder." „Ich bin überrascht, Sie zu sehen. Abcr ich freue mich, Sie, so heiter zu finden. Sie strahlen ja wie ein Siegel." „Veinahc fühle ich mich auch so. Aber meine Haupt freude -" „Warum sprechen Sie nicht weiter?" „Ich darf das nicht sagen, will es nicht ,l^r„. Und cigcutsich sollte ich Ihnen auch von dem Resultat meiner Fahrt nichts erzählen, — ebensowenig wie Sie mich hineinblicken lassen in Ihre Geheimnisse." „Sie wissen ja, weshalb ich noch schweige. Doch nur, weil ich bisher nicht beweisen kann, was ich glaube." Er trat ein wenig näher zu ihr heran und sprach mit leiser Stimme: „Sie brauchen es mir nicht mehr zu sagen, Baronin. Ich weiß es auch ohne das, — ja, ick lcnue jetzt Ihien Verdacht." „Wirklich? Täuschen Sie sich nicht?" .Ich will Ihnen sagen, wo ich gewesen bm, - ur-teilen Sie dann selbst. Ich war in Acrl.n be, der ttran-kenpflcgerin Barbara Zinsmeister und habe b.e Aufzeichnungen der unglücklichen Eugenic Neubeck m lchtei ^"^Siei^ünen dies« Schrift? Aber sie ist ja in meinem Besitz." Das Original, gewiß. Eme Abschr,ft hat s,ch bil Schwester zurückbehalten und mir gegeben." SaibaAer Rcitunq ^r. 271 1954 25. Mobcmbcr I9jj_ gefunden: Im Hauptquartier war verschiedener Listen« kram zu erledigen gewesen, darunter auch die Liste dcr Auszuzeichnenden und eine Liste von Offizieren, ole sich der Impfung gcgen Typhus unterziehen sollten. Unglücklicherweise hatte man beide listen verwechselt und die Impfliste an die Ordenslanzlei gesandt. „Hoffen wir." meint „Le Cri de Paris", «daß die so ihrer Ausz-icbnimg verlustig gegangenen Offiziere zum Ersatz hiefür besonders gut geimpft worden sind..." — Mädchen in Uniform.) Schon im Laufe des vergangenen Winters lasen die Italienerinnen nicht ohne heimlichen Neid in ihren Abendblättern, wie die Damen an der Seine sich geistreich und geschmackvoll mit Kostümen bekleideten, deren Motive den Uniformen der verschiedenen verbündeten Heere, der Briten, Schotten, Gurkhas, Senegalesen, Kanadier ufw. entlehnt waren. Kaum war aber Italien mit feiner Streitmacht ins Feld gerückt, fo zog auch die militärische Mode in feine tonangebenden Kreise ein, mit dem Unterschied nur, daß, wie Italien nur seinen eigenen Krieg, l» gusi-ra. noätra, führen wollte, auch die dunniiw alisßi-y, die frühlichen Mädchen der Apenninhalbinfel nur die nationalen Uniformen zum Vorbild für ihre neuen verführerischen Kostüme nahmen. Man lonnte bald in den großen Städten Oberitaliens die verweiblichten Uniformen der beliebtesten Waffengattungen des Heeres in verlockendem Glänze auf den Hauptstraßen spazie« ren sehen. Auf einmal geschah aber etwas Unerwartetes. Eine Zeitung erhob Einspruch gegen solche Entweihung der Uniform durch die liebenswürdigen Freundinnen ihrer berufenen Träger, andere Blätter glaubten, nicht an hoher Gesinnung zurückstehen zu sollen und stimmten ihr bei, so daß bald ein Feldzug gegen die kriegerisch-vaterländischen Modelaunen der äounins allßgr« im Gang war. Und der Pressefeldzug wirkte weiter; wie die Zeitungen Italien in den Weltkrieg hineingetrieben haben, fo trieben sie jetzt die Behörden zum Kampf gegen die fröhlichen Mädchen in Uniform. Die Polizei des Herrn Salandra verbot ihnen die italienischen Militärkostüme, und in Mailand hat sie am vergangenen Sonntag eine Dame, die in Nersaglicri-Tracht einherstolzierte, turzweg verhaftet. Es bleibt den Damen nur noch übrig, mit Hilfe irgend eines Abgeordneten in der bevorstehenden Parlamcntstagung Einspruch zu erheben gegen solche Polizeiübergriffe in die verfassungsmäßigen Freiheiten, ' oder sich nach Pariser Muster damit zu beguügen, daß sie sich in die Umformen der verschiedenen farbigen und weißen Kulturucrbiindeten kleiden. — ^Eins, zwei, drei .. .) Ein erschütterndes Erlebnis hatte diesertage eine Frau in einem Zuge zwischen Bremen und Oldenburg. In dem Abteil, in das sie einstieg, saßen bereits ein paar junge Mädchen, und ein Mann in Begleitung einer Frau stieg noch ein. Diese Frau sah nicht lange, dann begann sie langfam an den Fingern zu zählen: „Eins, zwei, drei" und wiederholte das in kurzen Zwischenräumen immer wieder. Die jungen Mädchen kicherten und machten untereinander Bemerkungen über das souder-bare Gebaren der Frau, so oft diese ihre Finger vornahm, obgleich sie sich schließlich wohl hätten sagen können, daß da etwas nicht seine Richtigkeit hatte. Dem Begleiter der Frau ward es schließlich zu viel und er fuhr die jungen Dinger an: „Sie werden Ihr dummes Lache» ja wohl lassen, wenn ich Ihnen sage. daß meine Frau drei Söhne im Felde verloren hat. Ich bringe sie in eine Anstalt." Da ward es entsetzlich still in dem Abteil .. . Lolal- und ProuinM-NachnMru. — lKriensauszeichmmße».) Seine Majestät ber Kaiser hat dem Leutnant w der Reserve Andor Kozmci des IN 17 das Militärverdienstkreuz dritter Klasse mit der Krieysdetoration verliehen. Weiters hat Eeine Majestät anbefohlen, daß den, Rittmeister Elifäus Scutter von Lochen des DR 5, dem Hauptmann Emil Knific des IN n und dem Leuwant m der Reserve Josef Mandl die Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben werde. Schließlich hat Seme Majestät dem Regimentsarzte Dr. Salomon Herz-mann des FKR 7 und dem Assisteiyarzt in der Reserve Dr. Leopolo Ie^e des IR 17 das Goldene Verdienst-kreuz nnt der Krone am Vande der Taftferreits.nedaille, dem Nechnungsuntcroffizier erster Klaffe Ioscf Rüstl des IR l7 das Silberne Verdi cnsrlreuz mit dcr Krone am Bande dcr Taftfcrkcitsmedaille und dem Zugsführer Anton Pctkoo ^iek des IN 17 das Silberne Verdienst-lreuz am Bande der Tapferkettsmedaille vnNehen. — Verliehen wurden: die Goldene Taftferkeitsmedaille dem Kadetten in der Reserve Theobald Dellefant des FIN 7; die Silberne Taftfe^itsmedaille erster Klasse dem Zuysführer Anton La vri<- des FIV 7; die Silberne Tapferfcitsmcdaillc zweiter Klasse dem Korporal Titularzugssihrcr Adolf Kos, den Korporalen Franz Marko, Johann Wcingerl und dem Draper Austin Stun,, alien vier de^ DR 5; dem Fähnrich in dcr Reserve Wenzel Zartner des FIV 7; den Zugsfuhrern Josef Fefch, Karl Schirmbacher, dem Korporal Wilhelm Zepf und dem Infanteristen Anton Rcchbcrger — allen vier des IN 27; dem Einjssrw. Dragoner ^.'/.i.laittacht-meister Heinrich Ritter Plessing »on nd..., Plcsse, dem Zugsführcr Martin Roscnfcldcr — leiten des DR 5; dein Zuasführer Karl Zach, dem Zugsführcr Titulllr-feldweliel Gottfried Liebinann — leiden des IR 27; die Bronzene Tapfertcitsmeoaille dem Fähnrich in der Reserve Andreas Sftincich, dem Sanitätskasten in der Reserve Vela Parragh von Verhida, dem Zizsführcr Josef Vizaj. dcn Korporalen Paul Rast, "lloett Hauzen-liichl, dem Gefreiten Titularkorftoral Otto Neutamp, dem (befreiten Josef Iante, den Infanteristen Josef Hop. pichln, Anton Wolfsberger, Augustin V^ber, Johann Friedl, Nikolaus Voglhuber, Matthias Mandl, Johann Sommer, Anton Preah, Johann Demmel, Michael Stanal, Franz Goiner, Patrih Mosböcthofcr, Matthias Vbcndorfer. Matthias Vlakovu', Ferdinand Ofner, Johann Bribaß und Wenzel Wodinsky — allen 24 des IR Nr. 27; dcn Zligssührcrn Stephan Schneeberger, Alois Gombotz, dem Patrouillcführcr Titularlorftoral Lurcnz Kricßmann, dem Patron illefiihrer Franz Scheuchcr, den Dragonern Franz Nidmur, I»ftf 5tultcr>.'r, Jakob Molz, Andreas Fischer, Franz Stcngg und Michael Grnschcr-gcr — allen zehn des DR 5; dem Feldwebel Peter Hackl, dcn Zugsführcrn August Vricger, Roman Rinnbacher und dem Korporal Alois Wonnisch — allen vier des IN 27; dcn Zugsführern Ludwig Korb, Rudolf Kainz, Rudolf Soklcncr, dcn Korporalen Hranz Nauschnig, Georg Wagcnnaier, Simon Lesicck, den Eskadronstrom-pctcrn An, dcn Feldwebeln Joses Schcriner, Franz Ia.^^'l.acl'.cr, dcn Zussssiihrcri Titularfeldwcbcln Ernst Neuhold, Viftor Nottcnbacher, Johann Vcitschcggcr, den Z!i',^'i')','cs:l Alois Nciihold, Otto Mandl, Ioscf Zottler, Ignaz itrasser, den Korporalen Titulnrzugssührcrn Joses Salmhofer, Johann Fetz, den Korporalen Johann ^homa, Johann Vcrg-hofer, dcn Gefreiten Titnlarkorftoralen Glistav Vl'ihm, Ioscf Doppclhofer, Karl Mittereggcr, dcn Gefreiten Franz Schandl, Franz Gschicl, Matthias Pcinhoftf. Franz Wallischer, Michael Schweiger, Simon Tablcr, Johann Heschll, Johann Lehrhofer, Aug'isl Riegler, Franz Roht, Johann Kollmann, Koloman Friedrich, Vinzenz Vrumhofcr, Martin Schöllnast, Franz Schranz, dcn Infanlcristen Titulargcsrciten Frai^z Vlooer, Ala-sius Naki5-, Raimund Prib>.'k, Franz Lehmbachcr. Ale-rander Kratzer, dcn Infanteristen Johann Fussi, Justin Rukcr, Gotisricd Walchhütlcr, Josef Kern, Michael Jantschcr, Johann Vrcitoui<:, Franz Schciblhofcr, August Sporner, Matthäus Wilflina, Matthias Pfeffer, Vartholomäus Veinboftf, Franz Ring, Heinrich Weber, Michael Mitterbachcr, Adalbert Vreinfalk, Simon Tnim-mer, Peter Hertner, Peter Lueger, Peter Gruber, Io> hann Gößler, David Schaffer, Karl Stoll, Heinrich Ste chcr, Issnaz Paar, Peter Vürgstaller und August Schreib^ meycr — allen 62 des IN 27. — (Proteltoratöübcrnahme dllrch unsere» Thronfolger.) Seine k. und f. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog - Thronfolger Karl Franz Ioscf oon Österreich Este hat vor einigen Tagen das Protektorat über die „Kam«adschaflsr»ereiniauna. ehemaliger Angehöriger, des k. u. ?. Infanterieregiments Nr. 27 in Wien" übcrnonrmen. — (AllfstcllllNss von Infanterieausbildunqstursen für chcmaliffe Offizieve »»nd Osfizicrsaspiranten dcs Sol-daienftandeo des zweite» Aufssebotes.) Die Verhciltnisse, die seinerzeit fiir die in Aussicht qenonunene Aufstellung von Iusanicrieausb'lldungslursen für vorzeMg einrül-lcnde ehemalige Offiziere uno Offiziersaspirantm des Soldatenstandcs maßc^cbp.nd waren, haben sich seUher sse^ ändcri, indem dic Vinbemfunli des Meilen Aufgebotes Weiler hinausgeschoben wurde, als ursprünglich benl'sich tigt war und die Geburtsjahrgänge !872 (bezw. auch 187Z und 1«7>t) Anfang Dezember 19l5>, dia ülriaeu Geburlsjahrssänne voraussichtlich nicht vor Mitte Jänner 1918 einberufen werden; ferner indem nicht alle ehe-maligen Offiziere und Offiziersaspiranten des Solda^ tenstandcs dcs zweiten Aufgebotes bei der Infanterie (Iägertruftve) eingeteilt, sondern zum Teile e'me andere Verwendung finden werden. Mit Rücksicht auf die Zahl dcr Angemeldeten werden drei Infanteri^uM!-. dungsrurse errichtet, und zwar in Wien für den Militär-lommandobcreich Wien, in Graz fiir die Militärkom-mandobcreiche Graz, Nastyvarad (Lemoerg), Innsbruck u. Mostar, in Leilmcritz für die Militärkom!N«nidobereichc Krakau, Prag, Leilmerih und Przeinysl. Diese Kurse haben zu frequentieren: :l) Alle Ängcmeldet.'n, die seinerzeit in der Infanterie (Iägertruppe, Landwehrinfan-tcrie) ihre Dienstzeit beendet haben; I>) alle Angemeldeten, die anderen Waffen- und Truftftena.altunn.cn entstammen und sich auch dermalen noch für den Dienst bei der Infanterie melden; c) alle ehemaligen Offiziere (Aspiranten) der Geburtsjahrgänge 1872, ^ '^ 1874, die der Infanterie (Iäyertmftpe, 2andwclMs<^ teric) entstammen, bereits aus dcr LandsturinPflM 8 treten waren und erst durch die Landstmmnooclu vo^ 1. Mai !9l5) wieder landstnrmpflichtist wur^n "«d «"^ mehr auf Grund dcr allgemeinen Einbcrust'Nst ^ Jahrganges einrücken und für die Ernennung s"^^?^, stunnoffizier (Kadett) zweifellos in Vetracht lanM^ Die im Absah <: Nezeichnckn, wclcho sich nicht f>^ °r" Dienst bei der Infanterie melden, werden zu den ^ sahkörftcrn ihrer Stanunwaffcn, zum, Teil zu ben^la c^sal)dcftots nach Weisung ihrcr voxgasclMi Mlui^ lommandos einzunicken haben. Die Kurse werden s). Dezember N>15> bcssinnen. Diejenigen chcnmlisse-n ^ fiziore und Offizicrsaspirant.m des Soldatcnstandes ^ zweiten Aufgebotes, die sich fiir eine vorzeitige O'^ kung freiwillig gemeldet haben, haben am 9. ^cn« nach dcn Bestimmungen ihres LandstulmleMmanon blattes cinznriiclcn. . ^ — (slanuszierunn von Soldatenlcichen.) Die lo"r crsch'cncnc Nuinmer IV dcs Tableaus oer ^^?.'^ fthien unuekalnitcr verstorbener Soldaten und im ^so« des Heeres befindlich gewesener Zivilpersonen wu^ samt dcn dazugehörigen Personcnbeschreiliungcn an k. k. NeziMhauptmannschaftcn in Kram und an . Stadtmagistrat in Laibach zwecks Aufleauna l,cr>m" ' wo sie von dcn Interessenten eingesehen wcrocn lan,^ — (Die hiesiae Filiale der K. K. priv. ^erre'^ schen (sredii-Anftalt Kr Handel und Gewerbe) "^ Spenden sowohl für das Krlegssürsorsseamt '" ^< wie auch fiir den türkischen Halbmond und für "A«^-aarische Note Kreuz entgegen und führt sie deren «^ munss zu. . e»zt — (Das li7. RegiernnssOjubiliium Tcinrr ^alr" des Kaisers Franz Josef I.) wird dic Erste sta"' ^ floucnischc Knabcnvollsschule am 2. Dezember ""A^ Ncndem Pronranun bcnehcn: I. Um 9 Uhr ^"" ^ko' nut Tedeum und Kaiscrlicd. N. Schulfeier in "« ^. ricrten Turnhalle: 1.) Erqolienh^itslnndqeb'lNll ^ Tchullnacnd und der Lehrerschaft; 2.) „Otrowva / sarsüa pcsnn" (Gesang); Z.) „Ob naslopu vlM"^ (DcNamalion); ^.) „Popotnica voja,"?a" (Gcs""N/'V „Ob N7lctnem vladarslcnr jubileju" (Dekl"""'" ^ sl.) „Ena pti<'ra prilctcla" (Gcsana,); 7.) .0dl'lo"°V (Deklamation); 8.) „Rca,!m?nt po ccsti ssre" >H'^ ,a 9.) „V dncuih bojcv" (DcNamation); 10.) ^s^ci' la^liin aridem" (Gcsann); 11.) „Prostovoljm 'l ^ (Deklamation); 12.) „Oj ta soldaNi boben" l^c> .^ 1Z.) „Na boj. na boj!" (Deklamation); 1^>> <^l,ni l'xwicc niso lal' lefte" (Gesang); 15>.) „Ob >° vojni" (DcNamation): 16.) „Cesarska pcscw - . ^ - (Ällerseclenspcnde.) Die Hcrrcn Iosc'^i'iM hann Krisper haben anstatt der GräberW „l llnläßlich Allerseelen dem Noten Kreuze W<) K"' spendet. ^t a"' — (Kranzablösuna..) Herr Peter Krislp^chM statt eines Kranzes für den verstorbenen He^^-Friedrich 5cMj dem Rolcn Kreuze 20 ^ lle'p^ngc' — (Die Auszahluna. der Militärbequ«"' ,sftl>tc gebühren) beginnt auf dem Laibacher StadtMvM! wieder Freitag dcn 10. Dezcmlicr im städtlM ^il)' tälbequarliemngsamle (Rathausplatz 27, W"" ^a-und zwar: für Parteien im I. Stadtbezirke ^ ^' Dienstag den 14. und Mittwoch dcn 15. D?z '' c^ M l6. Dczcinber angefangen für Untcr^i^ l''^^ ^ jcne, die an den genannten Tagen am ^^' ^^ 3 ^ hindert waren. Die Auszahlungen crfol.M ^ !>^ s> Uhr nachmittags; die Parteien werden strenge an diese Ncstimmungen zu halten. ^ j^e' — (Petrolcumverlauf.) Die wleres^^ ^ werden darauf mismcrisam gemacht, daft >n ^ i schcn Kriegsverkaussstelle am Auerspersspl^ ft ^ trolcum nur noch im Laufe dieser Woche,''" ^ssN"' VefalNltlich kostet ein Liter 64 He5cr. ^l>" ^^ Fett, Fisolen und Rollgcrstc an die Ne'hc^.^ ^ — lVerftorbene in Laibach.) Zorka P<" grezn'^ rechnunysoffiziaI3^altin. 29 Jahre; ^"'^M A"'^ Magb, 27 Jahre; Ianos Zörge, Il'fantcrlst: «^ ^^ I^' Sieche. 76 Jahre; Juliana 3imnovcc. Str'cte -^^ _____________________ ._________-------^ schlN«^ «in Voltbmittel. Nls solches d"f ^^/bestbelsti stillende. Muslcl nnd Nerven lrästissende E'"« ^ ^^, ° .^e . Molls ssranzl> ranntw«in u » d ,^ " ^„^ett allss^. ^, Miedcrrcihell undden andelenssolssenvol'ltlM" ^asch^Ml» und eifolssreichsie Anwendün« findet. Pre's "'^«othcl" "^p< Täglicher Veviand gr^n Postnach„°hme ourw ^^ he" ^ u'" l. u. k. Hoflieferant'. Wie», !.. TMm'b" "^ ^ PlöPH^ , der Provinz Verlaine mail nusdrücklich ^ ^-^ dessen Schuhnilllte uud Uute,^chnst, —--^ liefert prompt -g j( I. Elfer, Wien, !., MP*m Laibachcr Zeituna Nr. 271 1955_________________________________25. November 1915 ^ lls ttriegshilfSbureau unb die neuen Wappen.) ^ab grohe Iirteressc, das die neuen Staatsluappen im Publikum finden, voraussehend, hat das Kriegshilfsbureau as österreichische mittlere und kleine sowie das ssemein, wne «ittlcre und tleine, Wappen in Schloarzdruck in einer "app« nebst erläuterndem Texte zum Preise von 50 H. '"Handel gebracht. Änsichtslartcn mit diesem Wappen ."ften 10 H. I» turzem nxrden die Wappen auf Karten " ^" Giöhe ^8 : 36 in Farben erhältlich sein. Der Prciö ^r Hllnstdructe in neun Farben mit Gold und Silber ler «lättern samt Text betragen. Ansichtskarten werden H. losten. VesteNnngen werden schon jetzt entgegen» «enammen. In den nächsten Tagen wird das KricMilfs- Ureuu das kleine österreichische Wappen in Emailaibeit "" Abwichen zum Preise von 3 K. auf den Markt bril^ «e« und damit die erste Verwendung des Wappens liefern. " (Die Lehrtriiftc drr nicht eröffneten Mittelschulen ^" ^"wandten Lehranstalten.) In cinem an die Lan- ^?!chulbchordcn vor einigen Tassen erssangenen Rrnb- uall Seiner Exzellenz des Ministeis für Kulws "nd nl/^cht wurden die Landesschulräte beauftragt, alle Mrüfte (Direttoren, wirkliche Lehrer, Professoren!, ^"pplenten, Assistenten) der wegen der Kriegsverhält- st^r. Schuljahre 1915/16 vorläufig nicht eröffneten Dichtn Mittelschulen, Lehrerbildungsanstalten und L lileicharligcn Schulen, die für dio Dauer ihrer c"l»rhrlichlcii an der eigenen Anstalt in einem anderen ^ »vlllig gewählten Ort Aufenthalt genommen haben, ^"« «"zuweisen, sich persönlich oder schriftlich derjeni- ?^ «andesschulbchörde zu melden, in deren Verwal- ^^ebiet sich ihr gegenwärtiger Aufenthaltsort befin- ^ Sofern derartige Lchrlräfle nicht ohnehin schon von ^..""ch ihrein Aufenthaltsort zuständigen Landesschul- «n ^ ^ k'"k einstweilige lehramtliche Vcrlucndung ^^atlichen oder auch an mit dem Offtnllichlcitsrccht ^lstaltetcn Lehranstalten herangezogen worden sind, ^ "en solche Lehrkräfte der eonntucllen Einberufung ^rrw^ ^^^ Landesschillbchö^de behufs ennstwciliger Ic^^bung an einer Lehranstalt unverzüglich Folge zu ^trn «n"^^"- Die vorübergehende. Annahme einer pri- ist?! ^kbenbcschäftigung im jeweiligen Aufenthaltsort »v^^ehrlräften der bezeichneten Art dann gestattet, ben, ^ Lehrtätigkeit ni6)t fur cine staatliche oder mit tiyj /^Nentlichfcitsrccht ausgestattete Lehranstalt beuö^ ^n« t^' ^'c Annahme einer solchen Äebenbeschäfti- b 'n dn vorgesetzten Landesschulbehörde anzuzeigen. ^ 77 lBtauunz, im Zivilgütcrverlehre.) Der unter den tclnd?^^" auherordentlichen Verhältnissen sich abwil. ^erf z^° Herbstvcrlehr hat zu (Uüteranhaufunaen und «en z ^"unyen geführt, die weitgehende Einschränkun. ^isr»^ ^"^^berlehres notwendig machen. Das l. l. öchln- '"'stcrium 'ft bestrebt, diese auherortu'nü'.hen ^/"'«leiten mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu «tat« "' ^""" "^ ^"^ angestrebte Ziel einer möglichst tzl^" ^Wicklung des IivilgütervcrlchreS ohne die werk. t,^ Mithilfe der Interessenten selbstverständlich nicht z, «Yen. I„ Anbetracht des bekannten Personal« und Ar« ^ "anssel, sowie dcr bedenklich langsamen Abfuhr der ^iH,^°" ^" Bahnhöfen erscheint eine lessening der ^lsse wohl nur dann möglich, wenn die Interessen- ten in der nächsten Zeit bloh jene Güter zur Aufgabe bringen, deren Verfrachtung wirklich unalisschicbbar ist. In vielen Fällen dürfte cS den Interessenten auch möglich sein. ihren unmitielwren Bedarf in dem Orte. wo sich ihre Unternehmen befinden, selbst zu beziehen oder ihn doch mindestens aus in ihrer unmittelbaren Nähe gelegenen Bezugsquellen Zu bellen. Theater. Kunst und Literatur. — („Die fünf Franlfurtcr.") Lustspiel von Karl Nößlcr. — Das Dienstag gegebene Stück?rantt für den, der die Zeit und die Verhältnisse von 1822 tonnt, an der unsinnigen Voraussetzung, als sei eine Vermählung eines souveränen Herzogs mit einer Tochter eines Bantiers Rothschild irgendwie denkbar. Ein Lustspielverfasser, der die Handlung auf einer so unsinnigen Voraussetzung aufbaut, kann auch sonst nicht stilecht sein. Uns erscheint das Stück aus einer Fülle hübscher Einzelzüge mosaic artig zusammengcscht, um doch in semer (Hes^mtheit starr und tot zu wirken, wozu auch die schließliche Losing — Verheiratung dcr Nichte mit dem Onkel — eine für unser Enwsinden höchst anstößige Ehe, kommt. Genießbar kann ein solches Stück nur durch eine meisterhafte Darstellung werden. Aber da kommt nun dcr zweite große Haken. Wessen Wiege in der Nähe Frankfurts stand, der erlebt naturgemäß in diesem Stück sein blaues Wunder. Es kann unseren vielgeplagten Vchauspiclliäften doch unmöglich die Beherrschung sämtlicher deutscher Dialekte zugemutet werden. Da kommt denn ein unmögliches Kauderwelsch heraus, wenn ein ganz fernliegender Dialekt, wie hier der Frankfurter, verlangt ist. Der Kritiker streicht aber in diesem Fall gern sein Segel. Erstens hat das Stück seine glänzende Zugkraft überall erwiesen und zweitens hat es in seiner hiesigen Darstellung, soviel wir hören konnten, sehr gut gefallen. Die Spielleitung hatte auch alles Mögliche zewn, um einen solchen Erfolg zu erzielen. Die Aufführung war sehr hübsch inszeniert und die Darsteller boten ersichtlich ihr Bestes. Die alte Frau Gudula von Frl. Maria Frolda hatte viele sehr anziehende, künstlerisch vornehme Momente, ohne nach unserem Geschmack in ihrer Gesamtheit völlig glaubhaft zu wirken, was bei dcr Massenproduktion von wöchentlich vier neuen Komödien auch bare Unmöglichkit ist. Allerliebst war als Charlotte Rothschild Frl. Annie Wipp er ich: die junge Dame entwickelte so viel Mun-ierkcit und Reiz, daß das allgemeine Lob wohl verständlich ist. Schwerer wird es uns, die männlichen Rallen, die alle nicht leicht zu spielen sind, gerecht zu charakterisieren. Da war z. V. der Hofmirschall des so braven Komikers Herrn Arnold Iuhn, dcr die Figur eines Lakaien mimte. Der ausgezeichnete Vonuivcmt Horr Hans Stolfa wußte nach unserem Geschmack aus seinem Herzog gar nichts zu machen, schon weil ihm seine Hoskleibcr nicht recht saßen. Von den fünf Gebrüdern Rothschild war dcr Salomon des Herrn Eduard 3 o i b-ner der glaubhafteste. Sie waren ja alle brav, alle fünf, aber die zwingende Lebenswahrheit zu erzielen, ist in diesem Stück mit seinen Dialettschwieric;keiten und bei diesen Gestalten, die seltsam aus Parvenus, kühnen Großspetulantcn und weltbeherrschenden Geldfursten zusammengesetzt sind, ungeheuer schwer. Der ehrliche Wille, dieser Schwierigkeiten Herr zu werden, war vorhanden und mehr kann von einer klemm Vühne nicht verlangt werden. Der Theaterbesuch war wieder überraschend gut; es war ein überwiegend hier nur vorübergehend anwesendes Publikum, für das in so ernster Zeit eine guto Bühne eine hocherfreuliche Ablenkung und Zerstreu» ung bildet. H. — iNns der deutschen Theaterlanzlei.) Heute gelangt, um cincm vielseitig s,cauß^cn Wunsche zu entsprechen, der vortreffliche Schwank „Herrschaftlicher Die-ncr gesucht" zum zweiten Male zur Aufführung. Stuck mid Darstellung fanden bei der Erstausführung im hiesi-gln Kaiser Franz Ioscph-Iubiläumstheatcr bei Publikum und Presse ungeteilten Beifall und die größte An? crkennung. Da sich eine große Nachfrage nach Sitzen und Logen kundgibt, scheint es geboten, sich bei Zeiten mit Karten zu versehen. — Samstag den 27. d. M. findet die Aufführung eines Stückes von großem literarischen Werte statt; es wird Gerhard Haufttmanns Diebslomö-die „Der Biberpelz" neu einstudiert in Szene gehen. Di« Hauptrollen sind mit den besten Kräften besetzt, um dieses satirische Meisterwerk des großen Dichters würdiy zu verkörpern. — (Erstes (Yesellschaftslonzort der Philhnrmom-schen (Gesellschaft.) Das gestrige Eröffnungskonzert ev-freute sich eines glänzenden Besuches. Im Mittelpunkt stand die Uraufführung des Sextetts für Streichinstrumente, Op. A9, des greisen Laibacher Meisteis Josef Zöhrer. Das drei Viertelstunden Aufsührungsdauer beanspruchende gehaltvolle Werk ist voll des edelsten Me-lodicnHcmbers und darf gewiß dem Besten angereiht werden, was auf diesem Gebiete geschaffen lvurde. 11 liter .Herrn Julius Vargas feinfühliger Begleitung brachte Hurr Adolf Fuchs aus Graz in trefflicher Weise Lle-dn für Bariton zu Gehör. Am Schlüsse stand Schumanns Quintett Op. 44. Ein näherer Bericht folgt. Außer vielen Honoratioren beehrte Herr Vizepräsident Schober aus Trieft das Konzert mit seinem Besuche. H. — (Die Philharmonische Gesellschaft in Laibachj veranstaltet am 1. Dezember im großen Kasinosialc zur Vorfeier des Rcgierungsjubilämns Seiner Majestät des Kaisers eine künstlerische Feier als außerordentliches Gesellschaftslonzert. Hicfür wurde, oie schon gestern berichtet, das Künstlerftaar Deimel gewonnen; dieses bringt sein „Alt.Wien in Dichtung md Lied", eine Per anslalwng. mit welcher es schon in ganz Deutscht.md die größten Erfolge erzielte. Das Podium Wird in ein Mu-sitzimmer aus Schuberts Zeit umgewandelt sein, i'nd in Kostümen der Zeit ersteht das Bild eines literarisch» musikalischen Familienabcnds im alten Wien. Dichtungen, Gesänge — klassische und Volkslieder, Tonslücke jener Zeit, darunter verschollene Weisen, werden erllin^ gen. Für den Laibacher Festabend ist nun die Grundnote auf das Jahr 1848 gestimmt; so sehen und l'ören wir das künstlerische Wien der Zeit, als unser Kaiser den Thron bestieg. Mitwirkend sind Koiizcrtsängrrin ssröu-lein HUde Mahr, Herr Pianist Julius Varga sowie die Herren Konzertmeister Prof. Gerst ner, Paulus, Seifert und Wett ach. Letzterer hat auch die szenische Einrichtung übernommen. Der Festabend findet zu Gunsten des österreichisch-ungarischen, deutschen und bulgarischen Roten Kreuzes sowie des ottomanischen Halbmondes statt; dm Ehrenschutz der Veranstaltung haben Ihre Exzellenzen Herr Landcspräsidcnt Baron Schwarz und Frau Gemahlin übernommen. Künstlerisch und patriotisch sowie gesellschaftlich verspricht das Konzert der Höhepunkt der diesjährigen Saison zu werden. Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegraphen Korrespondenz-Knreaus. Osterreich-Nngarn. Vo» den Kriegsschauplätzen. ^ »"' ^- November. Amtlich wird verllmtbart: Hl„t, Member. Russischer Kriegsschauplatz: NichtS ^^' "" NaUenischoc Kriegsschauplatz: Der Görzer lh«h. "^s stand zwar auch gestern unier lebhaftem Ge-^ t^ "7 Wn eine Pause ein, da die Italiener nicht nn«rif. > h«l« "bwrrter wurde beiderseits des Monte San ""irnisck?"""^"' Redlich des Verges drangen starte tltlsch ^"sle nachmittags in unsere Stellungen ein. >r<» , Infanterie und Honved schritt zum Megen-^Hab» """^ den Feind nach wechselvollen wntcn- > H^, "p/" vottftändig zurück. Mehrere Angriffe auf ^iA» Michrlr selbst und im Naume von San ^ "««^"d" »mter schwersten Verlusten der Italie-^ «u", > 'en. AnyrMversuche geyrn unsere Steüun ?l"t» ' °"" Monte dei sei Vusi wmden sofort durch ^ ^«n«"^a.en hie Straßensperre bei Zagora warf >l5^? 'Lwere Minrnwerferbomben., die giftige ft'ase A »n»d d^. . b" Tiroler Südfront wurde der Bahn»-d "" ,,»<„ °"° Stadtteil von Riva wieder beschossen. 5? *l, ^ m ""er belegte Baracken und Magazine !5> °b^ ^"ben. - Südöstlicher Kriegsschauplatz: ^56>u»? D"na verlief der Tag ruhig. Vei Priboj ""«ere Truppen den Übergang auf das Endufer d«s Lim erkämpft. Südwärts von Novi Pazar dringen l. und l. Streitträftc gegen die montenegrinische Grenze vor. Die durch das Ibar. eingctroffcno montenessrinische Bericht lautet: Unsere Saudschak-Armce, wurde am 20. November auf der ganzen Linie, am kräftigsten an der Drina und am Lim, angegriffen. Sie schlug den Gegners überall zurück und befestigte ihre neuen. Stellungen. Gnqland Die Verlustlisten. London, ^3. November. Tic gestrige Verlustliste zählt 49 Offiziere und 1759 Ma-nn auf. London, 23. November. Die letzte Verlustliste enthält die Namen von 28 Offizieren und 923 Mann. Schlechtes Ergebnis der Rekrutiern««. London, 23. November. Das Mitglied der Arbeiterpartei Thomas sagte in einer Rede, datz das Ergebnis der Rekrutierung in der letzten Woche sehr schlecht sei. Teilnahmslosigteit gegenüber der .Kriegsanleihe. London, 23. November. In der gestrigen Sitzung des Unterhauses erklärte Schatzkanzlcr Mac Kenna», dah die Einzahlungen der kleinen Sparer auf die letzte Kriegsanleihe, die bis 1. Dezember fortdauern soll, bisher insgesamt den Betrag von nur fünf Millionen Pfund Sterling erreicht haben. Das sei angesichts der hohen Löhne, von denen viel gespart werden könnte, keineswegs so viel, ols man erwartet hätte. Die Erfahrung lehre, datz die Arbeiterschaft Wertpapiere, deren Bewertung Schwankungen unterworfen sei, ablveise u:ro das Geld lieber in Sparkassen nage. Es fehle aber auch an einer organisierten Beeinflussung des Volkes, die gebotenen Vorteile auszunützen. Mac Kenna teilte weiters mil, dah die Ausgabe von fünfprozentigen Einpfundbons geplant sei. Das englische Nationalvermögen. London, 23. November. Im Unterhause erklärte Schatz« kanzler Mac Kcnna bei Beantwortung einer Anfrage des Mitgliedes der Arbeiterpartei Thurne, dah das Nationalvermögen Englands auf 20 Milliarden, das jährliche Einkommen auf 4 Milliarden Pfund Sterling geschätzt wird. Der französische Munitionsminister in London. London, 23. Novcml'er. Den Blättern zufolge ist der französische Munitionsmimstcr Thomas in London eingetroffen. Churchill im Schützengraben. Amsterdam, 24. November. Einem hiesigen Alatte zufolge teilte der Korrespondent der „Times" beim englischen Hauptquartier mit, daß Churchill den Gardegrenadieren als Major zugeteilt sei und bereits im Schützengraben Dienst getan habe. Die Munitionsfrage. London, 23. November. Der Munitionsminister beriet gestern den ganzen Tag mit den Vertretern der französischen, italienischen und russischen Regierung. Wie verlautet, wurde neuerdings die einheitliche Versorgung der Alliierten mit Munition besprochen. Explosionen in den kanadischen Explosivstoffwcrkcn. London, 2A. November. Aus Parry Sound und Darrie wird berichtet: Explosionen zerstörten fünf Gebäude der tanadijchen Explosiustoffwerte. Da die Explosionen gleichzeitig stattfanden, glaubt man, daß sie sich nicht zufäülgerwelse ereignet haben. Nutzland. Vergewaltigung polnischer Flüchtlinge. Berlin, 24. November. Einer Stockholmer Depesche des „Lokalanzeigers" zufolge herrscht in den russophilen polnischen Kreisen Petersburgs eine große Enttäuschung über die russische Treulosigkeit. Das Po» lentomitee reichte bei der Regierung eine Denkschrift ein über die Vergewaltigung polnijcher Flüchtlmge durch russische Behörden und beschloß, beim Ministerium vorstellig zu werden über den niederschmetternden Eindruck, den das völlige Schweigen der Regierungsbehörden über die polnische Frage gebracht hat. Die Petersburger Studentenschaft — eine graue Masse. Berlin, 24. September. Die „Vossische Zeitung" meldet mis Stockholm: Die Petersburger Studenten« schaft faßte eine Entschließung, in der es in wörtlicher Übersetzung heißt: Das Leben der Petersburger Studentenschaft bietet das traurige Bild des Ideen-oerfalles und der sittlichen Verarmung. Die Studentenschaft ist zu einer grauen Masse geworden, die modernen geistigen Lebens fremd uud unfähig ist, den sozialen Wert ihrer Kraft einzuschätzen oder zu realisieren. Bulgarien. Bericht des Hauptquartier». Sofia, 23. November. (Agence täl. bulg.) Amtliche Mitteilung über die Operationen vom 22. November. In der Kosovo-Ebene dauern die Kämpfe fort. Wir erbeuteten sechs Schnellfeucra.eschützc, zwei Schnellfeuer scldlanonen, eine Mcnssc Munition sowie Kri?ssHmaterial und machten einc große Zahl Gefangene. Auf den «bristen Frontcu lcme Veränderung. Am l9. November zwangen unsere Truppen von drei feindliäM Wasser« flugzcuncn, dic Fcred5.it Fcrc, eine Bahnstation an der Linie TedenM - Tinwtila, überflogen, einco zum Niedergehen. Dcr Apparat fiel zwischen den Armen der unteren Marica zu Boden und verbrannte. Tendenziöse russische Meldungen über Vulnarien. Sofia, 23. November. Die „Aacnce töl. bulgare" meldet: Die St. Petersburger Telcqraphen-Agentur verbreitet fortgesetzt Meldungen über die Lage ln Bulgarien, von denen eine tendenziöser ist als die andere. Nach den Erfindungen dieser Agentur soll in Bulgarien finsterer Schrck» len herrschen. Die Armee hätte leine Fühlung mit der Zivilbevöllerung. Jeder Verkehr der an die Frout ncsaudlen Soldaten mit ihren Familien soll verboten sein. Gewisse Regimenter sollen drei Viertel ihrer Bestände verloren haben. Die Zahl der Verwundeten erreiche einc außer, ordentliche Höhe und das Lapd Ware darüber in Schrecken geraten. König Ferdinand und Ministerpräsident Rado-slavov betrachteten die Nage mit Beklemmung, da der Krieg langwierig sein würde und die Nation einen langen Krieg nicht aushalten könne. Me genannte Agentur geht in ihren Vcrleuindunncn noch weiter. Sie beschuldigt die Mitglieder der Regierung sowie deren Chef Nadoslavov. diesen Krieg aus eigennütziger Berechnung begonnen zu haben, um unreine Geschäfte zu besorgen. Alle diese Albern» heiten regen niemanden in Bulgarien auf, wo jedermann von dcm Gange der militärischen Operationen a-ufrichlig und innig befriedigt ist und dcr Zutunft mlt festem Vcr, trauen entgegensieht, ohne sich um das unsinnige ttkschwätz der seindlichen Presse zu lümmern, die sich durch vollstän. dige Unkenntnis der Dinge in Bulgarien auszeichnet. Anzeichen einer allgemeinen Krise in den Enlenteliindern. Sofia, 24. November. (Aa.encc t/,l. bulg.) Das sozialistische Organ „Narod" weist in Besprechung der Lage der beiden gegnerischen Parteien auf die in der Stim-»mna, dcr Ncssicrunqcn und Staatsmänner ocr Ententemächte eingetretene Änderung hin, dle bcroils ihren Glauben an einen siegreichen Ausgank des Krieges verlieren, in den sie mit dcr festen Übcrzcussuna. eingetreten waren, daß ihre Feinde infolqe dcr geographischen ^ayc, m der sie sick) insbesondere nach dem Eingreifen Ita- liens, das sie vollständig von dcr iibrigm Wclt abschH befinden, notgedrungen dazu gebracht würden, ^„, ^ fcn niederzulegen. Nun, dic unmittelbare Zukunft Y dcr Entente bittere Enttäuschungen vorbohrten: ^ enge Vllnd Osterrcich-Unssarns und Deutschland», " einiq vorgehen in allen ihren Unternehmungen, die wu derbare Organisation ihres inneren Lebens, m? i" Weisheit, dank welcher man die unvermeidlichen u jedes Krieges beseitigen tonnte, cnolich die voluomm" Ordnung und unerschütterliche Disziplin, wertvolle ^ aenschaftcn der Voller Ostcrrcich-Unairns und ""^ lands, und insbesondere der unerschöpfliche VMM " Kriegsmaterial, dcr unerläßlich ist, um den ^">l Truppen zu erhalten, der schließlich dm Sieg «mW den wird. Was übrigens die Iosierunss bewftt, roni" jcht Österreich Ungarn und Deutschland, dic sich "" großen Teil der ihnen fehlenden Rohstoffe "ersch'w^ ohne dnh dic englische Flotte in der ^aac laar, »^ .„ zu hindern, die englischen Besitzungen damil deoroy -nachdem sie sich den Weg nach Meinasicn eröffne,«! " ihre Feinde entzweit haben, deren IntnessciiaeMiau Orient tlar zutage trete. Das erklärt N^"^ ^den? ch bruch der Unzufriedenheit, der wir nun in <5l/m ^ und in England begegnen, sowie dic Anzeichen ""^ rl-gcmeincn Krise, dic sich in den Entcnteländnn o«" bar machen. Serbien. Die Negierunss auf dcr Flucht nach Salonühl ^ London, 23. November. Das Reuter-Vuro.m "< ^ aus Athen: Wie von diplomatischer Seite v^Nzrcn sich die serbische Regierung von Milrovica ""A> zWe-bcaebou. Serbische Abgesandte sind in SalonM ^ troffen und haben erllärt, daß die, Regierung val» Dibra und Monastir eintreffen werde. Die serbische Armee vom Hunger bed"?'' London, 23. November. Im Unterhaus tellk ^, mit, es werde alk's mögliche getan, nm dlt ^, vor Hunger zn schützen. Die britische RegleruW 5 snchte im Vereine mit ihren Verbündeten, >? ' ^p wie möglich genügende Mengen NahrnngsM'« beizuschaffen. Schreckliche Zustände auf dem Kosovo t"^' London, 24. November. „Daily Telc. d. vom Amselfcld hier "Hchel^" einc schreckliche Schilderung von den dort.^^ O", Zuständen. Dic Bevölkerung Altserbiens, d" .^ fc'"' flucht gesucht habe, leide furchtbare Not. Die ^ d'N obdachlos und ohne entsprechende Kleid»«« ^felv rcmhc Winlcrwcttcr. Hunderte von Ochsen "^ M^ seien infolge dcs herrschenden ssnttenncnM!^ ^ v, ,^. gen und ihre verwesenden Kadaver lägen "U> ^ 0 dcrn umher. Dor Weg nach Albanien k"""' M" Flüchtlinge lanm noch in Aetracht. Die 5"" >lS 2", sei durch dic Menschen, die früher durchlawe«' s^a" rate entblößt. Auch dcr Rückzug :iach Mont"" ^M °' geschnitteu. denn dort sind infolge dcr AlM' ^ M Hafens von Anlivari Lcbonsmittcl sehr lnapp.^ M" der serbischen Truppen, welche die Z»gänste" ^faü' fclde verteidige,:,, sci hauptsächlich infolge ^,^ den Bewegung der Vulgären äußerst sscs^ --------- . s,alta^ Der Vierverband und dte "" staaten. ^.^" Entgenenlominen der griechischen Ncll»en'"" dem Viervcrliandc. ) M Athen, 22. November. (Verspätet cilH^, ist zt der Berichterstatter dc6 WMVurca« "' ^he I^^» ^iechischc Regierung geneigt, dem V>"^ ^ b" entgegenzukommen, wie es mit der ^"l traUtät des Landes vereinbar ist. Ein gemeinsamer Schritt des 25»er w Athen. M Athen, 21. November. Einer anu ^s ^,. lung zufolge unternahmen d,c ^mau .^ oe^ ^ Verbandes heute einen gemeinsamen „."edoN'" .^' Fraae der Truppen der Alliierten m ^^hschas" Gegenstände hatte. Der Schritt trug ' Charakter. chische Hrcsse nehmen eine schändliche Haltung gegen uns '^- (Wörtlich: Vous ötes des infames.) Das einzige, was .'u Wo^.^^ ^^ ^.^ Friede. Ihr wollt uns in den Krieg ."'einziehe,, und wollt uns verhungern lassen. Dcr Mini-'" zeiyt« t>cm Vertreter des «Daily Mail" eine Abbildung " b" Zriisch^^ ,.L'Illustration" aus dem griechisa>bul-'^lschcn Bantx'ntrng nnd sagte: Ihr wollt, datz wir daS-' " wictx-r aushalten und wollt, daft wir zu Hilfe kom-^ ^N' Während lein englischer Soldat in Serbien sein Blut ^ryosse» hat „„h z^^m ein cnnIisnM Mwchr abgefeuert ^urden ist. Die englische Regierung will, nachdenl sie Feh-ri^^ fehler. Verzug auf Verzug gehäuft hat, dah wir Irrten und sterben, während ihr nur ein paar tausend ^"« Truppen habt. um uns zu unterstützen. Wir wollen i^itcs Bei^je,, oder Serbien werden. Me Türkei Bericht des Hauptquartier«. ^ Konstantinopel, 22. November. (Meldung der Vr?""' ^' Milli.") Das Hauplmiartier teilt mit: ^^Froui: Nichw Wesentliches, abgesehen von bcdeu-fri ^"^ Echarmiweln zwischen unseren Vorposten und glichen Truppen in dcr l^enrno nördlich uon jforna ^ ° ^w Tisslis. Am 21. November erbeuteten wir cin fy? ^ ^'luMUss, dao durch unser Feuer hcrnbgeschos-ly ^"rdc. Der Flunzcuqfichrcr, dcr Major^rana hat, H ^ leicht verwundet und nefansscn ncnmmnen. — uulasus-Fronl: Scharmül,cl zwischen Patrouillen. — ^/.z "cllen-Froitt: Bei Anaforta und Ari Burn», zcit-ve! ^"bsehcndcs Ärtillcriedncll und Bmubrntampf. ^»lf?^'lbahr versuchte dcr Feind nach einem 'Angriffe >l^ ^ Zentrum am 21. d. sich in unseren uorncschob«. lllls ^^"^"Nlnbrn zu behaupten. Wir vertriebe» ihn >>n z ^" Schühcnnräbcn durch einen Anariff und wie-"l, «, ^"klli ihn vcrsllchten Gegeilangriff uollftändin 'flü ^" ^- l,cftissct» '^ ^'n^ die dcr Feind auf dem lintcn Flügel '-Mosiun brachte, riciltrtc leinen Schaden an. "lleblich bevorstehende Einnahme von Bagdad. ^ ^°''stautiuopel, 2:l. November. (Agence tc'l. Milli.) iisfe,,^"Ubrltannische Regierung veröffentlicht, nm die in d_.^ Vieii.uug abzulenki'u und die Mißerfolge die an„. -'?"M" 3" vrrschlcicru. die Nachricht über land snn"H bevorstehende Einnahme Bagdads. Eng-Nnter,,"/ "'^l vergessen, daß jeder von ihm be, dlcscr "über.-""Ü gemachte Schritt es dem Mgruudo " "r,ngrn wird. ^ l Tie Vereinigten Ttaateu von Amerika Gegen die Beeinflussung beö amerilanischen Handels. London, ^3. November. „Morningpost" meldet aus Washington: Der Führer dcr Oopposition im Nepreäsen-tantenhause. Mann, tündigte einen Angriff auf England a», sodald der Kongreß versammelt sein wird. Er erklärte in einem Interview, Amerila gehe es gut. aber es würde ihm besser gehen, wenn es Handel treiben tonnte, lvo und mit loem es wolle. Jetzt ist sein Hmidel von der Erlaubnis Englands abhängig. Das ameritanische Staatsdepartement wird von London regiert. Wenn Amerila wirtlichen Wohlsland erreichen will. muh es England sagen, dah es aufhöre, den Welthandel auszuteilen, wie es der, britischen Flotte gefällt. Newyort, 28. November. Muter.) Die National City Vanl meldet die Bildung einer Gesellschaft mit einem Na. pital von 50 Millionen Dollar, hinter der leitelrde Finanz, lcute stehen. Die Gesellschaft wird die Aufgabe haben, den Vereinigten Staaten einen Platz unter den ersten Nationen dcr Welt nuf dem Gebiete des Handels und der Finanzen zu sichern. Die Gesellschaft wird Unternehmungen in allen Teilen der Welt finanzieren und kontrollieren. Uach Zchluß de« Klattes eingelangt. Paris, 24. November. Em Mitglied der scilnscheu Regierung crtlärlc dem Vrrichierstailer des „Pttit Iour-uc>!" m Salunichl, daß die Serben beabsichtigen, demnächst dic Ofsonsiuc wieder aufzunehmen, sobald mc ftan-Zösisch^euglischen Truppen in Mazedonien starl henug jcin winden, Premierminister Asquith teilte der scrbi-Ichcu Regierung telegraphisch dcn seslcu (5ntschlutz (,^l!g-lands mit, dic Expedition fortzusetzen. Frankreich und Ellgscmd bereiteten auf dem Balta,, Übcrraschuugcu r,cr. ,Man werde dies baldigst bestäUgl. scheu. - Minister-! Präsident Sluludis ertlärle dem Ätheucr zlorrespouden-lcn des „Petit Parisicu", baß Griechenland trotz allen Druckes, woher eir auch lommcu möge, ucutr.^l bleiben werde. Ticsc Ncutralitnl würde dcn Alliieren lesondcrs Fraiilreich gegenüber einen wohlwollcnoeu Hhar ikler lc-N'nhrcn. London, 24. November. Dcr Tondcrberlchtcrstattcr des Rellter Bureaus mcldcl aus Athen: Mch de»n Mi^ niftessral teilten die Gcsanotcn mit, die iiagc habe sich sirliärt uud entwickle sick) normal. Die Forderung der ^Üliicricn wäre viel weniger drohend, als allgemein an-s.cuommcu würde. London, 2^l. November. Das Neuler»Vureau meldet aus AtlM! Amtlich wird mitgeteilt: Die vier Gesandten der Ententemächte unternahmen einen gemeinsamen Schritt bezüglich dcr Frage der Truppen der Alliierten in Ma>-zcdonien. Dcr Tchritt trug frenndsäMIichen Charakter. Wie vcrlautbart, versuchten die Gesandten Griechenland zu bewegen, eine Erklärung über seine Haltung zu geben. Sofort nach dem Besuche der Gesandten fand ein Ministerrat statt. Aihen, 24. November. (Meldung dcr «Agence ,schc Antwort. Man glaubt hier <,n eine völlige Zustimmung der grie. chischen Regierung zu den Forderungen der Alliierten. ^ (Aufgegriffene Zigeunrrbande.) In der Nähe ?on Winllcrn wurde vor einigen Tagen eine Zigeuner banoc, bestehend aus zwei Weibern und zwei Männcni, ausgenriffcu, die die dortige Bevölkerung mit zudringlichem Betteln belästisit halte, und außerdem mehrerer in der letzten Zeit verübter Geflügeldiebstählc kerdächüg ist. Die Zigcunerbanoe wurde dem Bezirksgerichte in Krainburg eingeliefert, — (Ein verscheuchter Geflüaeldieb.j In einer dcr lehtcu Nächte hörte die Grundbcstherin Maria Milac in Luxe, Gemeinde St. Georgen, im Wirtschaftsgebäude ein verdächtiges Gcpolter. Sic weckte ihre drei. Sohne, dic sofort Nachschau hielten und einen unbekannten Mann bemerkten, der sich bei ihrem Erscheinen in eiligen Schritten vom Hause entfernte. Bei näherer Besichtigung bemerkte sie auch, daß der Fremde den Hühncrftall aufgebrochen und daraus vier große Hühner gestohlen hatte. Der Dieb warf auf der Flucht im Nachbarsgarten einen Sack mit fünf erwürgten Hühnern weg, dio er in derselben Nacht aus dem Hühncrstall der Besitzerin Johanna i>lristcm in Mitterdorf entwendet hatte. Im Sacke besän-dcn sich Weilers zwei Fraucnschürzen, fünf Kopftücher, vicr Löffel, zwei Gabeln, ein Küchenmesser und zwei Vßschason. — (Eisenbahnunfall.) Freitag früh stieß bei dichtem Nebel in Salloch cin Güterzug in einen schweren, zum Einschieben bestimmten Holzballen, wobei zwei Arbeiter zur Seile geschleudert und schwer verletzt wurden. — (Verstorbene in Laibach.) Maria Maschle, Fa. brifsbramtmtochtor, 5» Monate; Ludwig Per^e, gewesener Glaser, 75 Jahre; Maria Pajni^, Kanzleidieners-wilwc, 56 Jahre; Georg Hus, Apotheker, 43 Jahre; Johann Petrus Armer, 31 Jahre; Primus IerNa, Siecher, 45 Iahrc; Franz Holzinger, Leutnant; Johann Stciinqlauber, Johann Weber, Johann Humar, Iovo Ncvcsu-, Janos Toth, Sime Cogelja, Josef Nerecz, Io-hmm ttalc, Franz Pälös, Georg Milsa, Nilola Kunje-vi<-, Leopold Vonoforte, Johann Gali6, Soldaten; Anton Grum, Besitzer, 65 Jahre; Franz Pobrh, Pfleyesohn, 18 Icchrc; Inlob Vela, Infanterist, 19 Jahre; Iohunn S6)wach, Josef Szpunar, Johann Guo, Johann Ko-blously, Alois Ahac. Soldaten; Friedrich kakelt. Oym-nasinlproscssor und Schulrat i. N., 90 Jahre; Marianna Tomc, Inwohncrin, 70 Jahre; Maria Pan5ur, Stadt-annc, 84 Inbic. Die prächtigen Märchenbilder bei den Kindervorftel-lunnen im Kino „Central" im LandeStheater haben gestern nachmittags eine große kinderschar ansselockt. Die helle Freude der Kleinen an diesen Vorstellunaen ist die beste Empfehlung. Heute um ein viertel 5 Uhr nachmittags lehte 5nndervors4 und '^0 Uhr nachmittags sowie um 7 uud ^,9 ^^ abends. Verantwortlicher Redoklmr: Anton Funtek, lllliskl lilllllz 3llft!lb-WiliWsl!lllllel i« Älillch Hiedcntc Vorst. Heute Do«»erstag ft»en li5>. November llili» Herrschaftlicher Diener gesucht Schwanl in t>!?> Ällcu uou Eugcu Burg und Louis Taufftein. ?!nfl,ng um '/, 6 Nhr Ent>r nn, 10 Nhr Potrti globoke žalosti sporoèamo vsern sorodnikom, prijateljem in zuancem I prežalostno vest, da je iiaäa iskrenoljubljena, dobra ruati, gospa I Marija Cepuder I uèiteljica v Tunjicah I po kratki niuèni bolezni, previdena 8 tolažili svete rere, v lorek due 28. t. in. mirno I v Gospodu zaspala. ¦ Pogreb nepozabne rajnice bo v èetrtek due 25. t. m. ob 4. uri popoldne i/ ¦ deželno bolnice v Ljubljani ua pokopališèe v Štepaiijivasi. I Sv. mafie zftdušnice se bodo brale v veè cerkvah. I V Ljubljani, duo 24. novembra 1915. I Žalujoèi ostall. I Mentui pogrebiji zavod y Ljubljani. I Laibacher Zeitung Nr. 271_________ 1958 25 Novcmber^Nb^^. Amtsblatt. ,m., L. W. Slide! H Lohtt ,n Wien bezogen werden. ' Zur Feststellung des guten Gesamter« folne« wird den Klassifikationsnoten c,n Z.i.i'enwert beigelegt, und zwar zahlt: khr gut 4. gut 3. genügend 2 Einheiten. Die Summe der Klassifikationseinheiten .'vcr obligaten Unter, ichtsfächcr (ausschU'.KNch dcb Turnens und Singens) »st durch d,e Anzahl der Unltrrichtsgegenftände zu dwl» dieren. Beträgt der Quotient 2 4. so 'st lne Vinimallcistung des guten Gesamterfolg:S «^reickt. ' Pridatschüler haben sich. um gültige Zeugnisse zu erlangen, rechtzeitig der Prüfung an einer öffentlichen Schul« zu unterziehen. beziehungsweise 5 genannten Dokumente beizuschlichen. In den Gesuchen um Freiplähe ist die Dauer der Dienstzeit des Vaters des Bewerbers und sein Familienstand anzuführen. Die Angehörigen eines jeden aufgenommenen Aspiranten, ohne Unterschied der Platzkategorie, übernehmen die Verpflichtung, mit Beginn eines jeden Schuljahres 28 Kronen als Schulgeld an die Anftaltslassa zu erlegen. lt. Besondere Bestimmungen für: <> Frcipliihe. Auf Freiplätze haben die ehelichen oder legitimierten Söhne der in nachstehenden fünf Gruppen genannten Personen österreichischer Staatsbürgerschaft Anspruch: 1. der Offiziere des Soldatenstandes der gesamten bewaffneten Macht, welch« aktiv dienen oder dem Ruhe- oder Inva« lidenstand angehören; 2. der zur Verchelichung berechtigten Militärgeistlichen. Auditoren, Ärzte, Trup-pcnrechnungsführer und Militär (Land-wehr)beamten der gesamten bewaffneten Macht, welche aktiv dienen oder dem Ruhender Invalidenstand angehören; 3. der Offiziere aller Standesgruppen, aller zur Verehelichung berechtigten Mili» tärgeistlichcn und der Militär (Landwehr)» beamten in der Reserve, im Verhältnis „außer Dienst" der gesamten bewaffneten Macht, da-nn im Verhältnis der Evidenz der Landwehr, nach einer mindestens zehnjähri« gen aktiven Militärdicnstzeit; wenn die Väter von Aspiranten vor dem Feinde gefallen oder den Kricgsstrapazen erlegen sind. so wird von der angegebenen Mini-lnaldienstzeit abgesehen; 4. der in leine Rangklasse eingeteilten Gagiften, dann der Unteroffiziere des aktiven und des Invalidenstandes der gesamten bewaffneten Macht nach einer lvenig« ftcns zehnjährigen Präsenzdienftzeit und aus der während derselben geschlossenen Ehe; 5. der in eine Rangklasse eingeteilten aktiv dienenden oder pensionierten Hof. und Zivilstaatsbeamten, der Beamten der l. l. Staatsbahnen, der Ärzte und Beamten der Wiener t. k. Krankenanstalten, der Beamten des l. l. Versatz-, Vcrloahrungs- und Vcrfteigerungsamtes in Wien und der dc-kretmähig bestellten Postmeister nach einer Gefamtdicnstzeit von mindestens ^0 Jahren. In jeder Gruppe gehen Waisen nicht verwaisten Aspiranten im Anspruch voran. Söhnen anderer österreichischer Staats» burger als der in den vorstehenden fünf Gruppen genannten oder solcher, die den dort festgesetzten Bedingungen nicht voll entsprechen, können nur ausnahmsweise halbe", eventuell ganze Freiplätze nach Maßgabe der Verfügbarkeit verliehen werden, wenn die betreffenden Aspiranten sich mit Vorzugs, oder mindestens mit ..sehr guten"' Schulzeugnissen ausweisen können und ihre finanzielle und sonstige Rücksichtswürdigteit amtlich dargetan ist. Der Fortgenutz eines so verliehenen Platzes wird von dem Erreichen eines zu« mindeft „guten" Gesainterfolges abhängig gemacht. Bei minderem Gesamterfolg tritt die Aberkennung der zugestandenen Begünstigung ein. HH ^>>>'< ^ Zahlplähe. Es werden auch Iahlzöglinge aufgenom-men. Das Kostgeld für ein Jahr ist für die Militärakademie mit 16U0 Kronen festgesetzt. Dasselbe ist in zwei halbjährig un vorhinein fälligen Raten bei der betreffenden Anstalt zu entrichten. Eine bereits erlegte Rate des Kostgeldes wird bei vorzeitigem Austritt eines Zöglings grundsätzlich nicht rückerftattet. DaS Schulgeld von 28 Kronen wird mit Beginn eines jeden Schuljahres gleichzeitig mit der ersten Rate des Kostgeldes gezahlt. Außkrdcm ist für jeden Iahlzögling im höchsten Jahrgang der Militärakademie mit der letzten Rate des Kostgeldes der für die Ausstattung des Zöglings im Falle seines Austrittes als Offizier jeweilig festgesetzte Betrag zu erlegen. Auf Zahlplähc haben Söhne aller österreichischer Staatsbürger Anspruch, jedoch erhalten talentierte Jünglinge mit guten ' Das von den Angehörigen eines auf einem „halben Freiplatz" befindlichen Zög-lings zu entrichtende Kostgeld beträgt jährl. in der Militärakademie 800 Kronen und ist in zwei halbjährig im vorhinein fälligen Raten bei der betreffenden Anstalt zu er-«gen. Gleichzeitig mit der ersten Rate ist das Schulgeld van 28 Kronen für das ganze Jahr auf einmal zu entrichten. Ein« be< reitS erlegte Rate be« Kostgeldes wird bei b?rzea:gem Austritt eines Zöglings gründ, sahllch nicht rückerftattet. . .^.?" 'lehr ^tz« Gesamterfolg ent-spricht dem Zahlenwerte 3 4 im Sinn« ber Fuhnote dies« Konlursaueschreibung. Schulzeugnissen, insbesondere Söhne von Offizieren und von Militär sKriegsmarine-, Landwehr) beamten, dann von Hof-» und Zi« vilftaatsbeamten den Vorzug. Wien. im Oktober 1915. Vom l. l. Ministerium für Lanbeö» Verteidigung. «Beilage zur Bewerbungsausschreibung, Äbt. II. Nr. 650.7 dom Jahre 1915.) Skizze über den Umfang der Unfnahmsprnfungen. l. Vorbemerkung. Für die Aufnahme in die Militär» akademie ist nicht allein maßgebend, daß die Bewerber den Minimalfordcrungen der Aufnahmsprüfung entsprechen, sondern es wird auch der Gcsamleindruck der Netver-ber, ihre Altffassungsfühigteit, Lebhaftigkeit des Denkens und ihre Geschicklichleit in der Wiedergabe des Wissens entsprechende Berücksichtigung finden. In der l. t. Franz Iosefth.Militäratade« mie ist dcr Unterricht in dcn nachbezeichneten Nationalsprachen der Monarchie, und zwar in der böhmischen, polnischen, ruthenischen, slowenischen und italienischen Sprache obligat, so zwar, daß jeder Militäralademiter eine dieser Eprachen — namentlich eine ihm noch nicht geläufige - zu lernen hat. In der Technischen Militärakademie muß jchcr Akademiker eine der Sprachen: deutsch, polnisch, italienisch lernen. Im Freihandzeichnen, das keinen Gegenstand der Aufnahmsprüfung bildet, sind entsprechende Kenntnisse für die Aspiranten wünschenswert, weil sie deren Fortkommen begünstigen. II. Sprache, in der die Aufnahms-prnfnng abzulegen ist. , Die Bcrtoerber für die Militäralade-! mien Haben die AufnahmSprüsung in deut-scher Sprache abzulegen, der sie soweit mächtig sein müssen, daß die Möglichkeit eines Studicnerfolges gesichert erscheint. lll. Umfang der Aufnahmspriifungen. Für den I. Jahrgang" der Militärakademien. Deutsche Sprache. Aufsatz über ein Thema dcsallgemeinen Wissens bei Einhaltung einer eineinhalb. l,is zlveistündigcn Arbeitszeit. Aspiranten nichtdeutscher Zunge müssen die Grammatik in jenem Umfang beherrschen, der sie zum logischen Satzbau befähigt. Geographie. Kenntnis der physischen und politischen Geographie Europas, insbesondere der österrcichisch-unnarischen Monarchie und der Nachbarstaaten. Allgemeine Kenntnis der übrigen Erdteile, mit besonderer Berücksichtigung der europäischen Kolonien. Nichtige Begriffe mis der mathematischen und physikalischen (ideographic. (beschichte. Die .5tenntnis der Geschichte Österreichs und Ungarns in ihrer gesamten historischen Entwicklung. Die Kenntnis der wichtigen historischen Begebenheiten aus der allgemeinen Weltgeschichte (Altertum, Mitlelaller und Neuzeit). '>>i„>li M'iis' ',"r' ^^in der I. l. Franz Wien lk. u. l. Technischen Milüarala"^ mit dcr Widmung für die l. l. 2«"^« artilleric) und um Nctcilung desit^.Aül einem ganzen' (halben) F"'pl"H >M den Fall. als nur mehr halbe ^He«, ! oder nur Zahlplätzc verfügbar ^?H ^ bitte ich um Vetcilung meincS V0^>" einem solchen. ^ ..^ «ß Als Aufnahmsdoknmente !. 1913/14 und 1912/1" Sohnes; .. ^^e^ 4. daS Militär (landwehr)arz"'"" achten, ^, hgß '7 " 15. die amtliche BestätigiH, j^ in der Lage bin. die Kosten dc5 ?"", Platzes' lZahlpIatzes) zu ^1treü^z.H Eö ist mir bekannt, daß d,e ^ ^^ eincS Platzes noch leincslveas ^' ^ 3" liche Aufnahme meines Sohnes ' ^ «i^ litärerziehung sichert, diese "'Wc'lA >ach erneuert konstatierter TauWsslpl" ^erfolgreicher Ablegung der Ml' fung erfolgen kann. «lul"X Ich verpflichte mich. «ach " zjeh"A meines Sohnes in di7 Mil'""7n' U das Schulgeld von jährlich 2» "", haUA wie im Falle der Verleihung ew »ja^ Frciplatzes oder eines Zahlplav" 5"^ liche halbe, bczichungslueise si""^ 5«^ regelmäßig zu den vorgcschrH" .sH neu, an die Nnstaltölassa "bz"!"" tW seinerzeit den erst fcstzusteac^" ß^ für die Ausstattung meines SHAalade"" seines Austrittes aus der !"M als Offizier zu erlegen. 1 n'U.^N» "Ich erkläre mich f"«" .^,gU'" vom Ministerium für Landes^.^s A eventuell verfügten Zuteilung " ^äta'U. ncs auf die Dauer sew"H^,ein « berpflichte mich nach Aufnahme ^ "« Sohnes in die Militärerziehung ^Klmahigen Bezahlung deS Kostgeldes ül^^rlich 160N Kronen an der Mililär-^""e. sowie zur seinerzeitigcn Erle^ ^a« Zutreffende zu schreiben. gung des erst festzustellenden Betrages für die Ausstalwng meines Sohnes im Falle seines Austrittes aus der Militärakademie als Offizier, dann zur Bezahlung des Schul» gcldcs von jährlich 28 Kronen zu dcn vorgeschriebenen Terminen an die Anstaltslassa. " 'Ich erkläre mich ferner mit einer vom Ministerium für Landesverteidigung even« tucll verfügten Zuteilung meines Sohnes ' auf die Dauer seiner militärakademischcn ! Studien zur l. u. l. Theresianischen Mili» täraladcmie in Wiener Neustadt bei Aufrechterhalten seiner Widmung für die l. l. Landwehr ausdrücklich einverstanden" (und bitte um diese Zuteilung), (bitte jedoch, ihn nach Tunlichleit in Wien zu belassen.) N., am .... 1915. Wilhelm N., Gutsbesitzer, wohnha-ft in N.,.....gasse Nr... Muster 4 im Sinne der Fuhnotc ' dieser Konkursausschreibung. ^ " Im Falle der Bewerbung um einen ganzen Freiplatz ist ein MittcllosiglcitS« zeugnis beizubringen. Dcn Gesuchen um einen halben Freiplatz ist die amtliche Be« stätigung anzuschließen, dah der Bewerber nur in der Lage ist, die Kosten eines sol« chcn zu bestreitcn. Ferner ist der Familienstand und gegebenenfalls die Dienstzeit-daucr des Gcsuchstellers anzuführen. erfolgreicher Ablcgung der Aufnahmlprü. fung erfolgen kann. Ich verpflichte mich nach Aufnahme meines Sohnes in die Militärerziehuna das Schulgeld von jährlich 28 Kronen an die Anftllltslassa abzuführen ^ sowie im Falle der Verleihung eine» halben Fiei-platzes das halbe Kostgeld von jährlich 800 Kronen regelmähia, zu den vorgeschriebenen Terminen zu erlegen.) Es ist mir ferner bekannt, dah meinem Sohne, falls er während seiner Militär« crziehung einen gerjngeren als den «guten" Gesamtersolg erzielen sollte, die ausnahms« weise zugestandene Begünstigung aberkannt werden wird. " Ich erkläre mich ferner mit einer vom Ministerium für Landesverteidigung even-lucll verfügten Zuteilung meines Sohne» auf die Dauer seiner militäralademischen Studien zur l. u. l. Theresianischen Mili-tarnladenne in Wiener Neustadt bei Auf-rcchterhalten seiner Widmung für die l l Landwehr ausdrücklich einverstanden (und bttte um diese Zuteilung), (bitte je-doch, chn nach Tunlichleit in Wien zu be. lassen.) N.. am .... 1915. Doktor Wilhelm N., praktischer Arzt, wohnhaft in N...... gaffe «r... " Nur in Gesuchen um Aufnahme m die l. l. Franz Ioseph-Militäralademie zu schreiben. Anmerkung: Die Stempelgebühren sind dieselben wie bei Muster 1. <"W^.2ll Peter Eozina & Co. Schuhfabrik in Neinktl (Oberkraiu) Verkauf ihrer Erzeugnisse ; en gros L & I en detail 1% LAIBACH, BREG aeqenüber der St. Jakobsbrücke. • Großes Lager von Militärschuhen für Offiziere und Mannschaft. Befffedern und Daunen *rosser j&uswahl und zu sehr billigen Preisen empfiehlt die Firma 309» 1 ^f» ^ tt 3070 2-2 | gegen Nachnahme zu beziehen durch ^s^^teur Engel, Wien I., Sonnenfelsgasse 8. InQprstpiD mm lm Frfnlnl lllüuiaiü haben den oröfiten LIIUIIJ. Saibadier fleitunq Mr. 271 1960 25. jRopcmber 19jj— Deutsche letain erteilt Stunden bei einem Mädchen oder Knaben. Adresse in der Administratiou dieser Zeitung. 3109 Beamten-Sparverein GRAZ 3003 i Vorschüsse auf die neueröffnete XVIII. 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