^ I»« Mliwoch den 6. Oktover 188V. IlX. Jahrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — sür Marburg ganzjährig L fl., halbjährig S fl., vierteljährig 1 fl. bv kr.; fiir Zustellung ins HuuS monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Jnsertionsgebiihr 3 kr. per Zeile. „Zu alttn Awilliguligtll bmit!" Marbttrg, 4. Oktober. Die ^Politik" ist weiüg erbaut vou der Absicht de» Ministerium« Taaffe, den Schwer» Punkt sttr die Bildung einer Mitlelpartei in da» Herrenhaus zu verlegen und empsiehlt dagegen, jede Bildung einer Mittelpartei bei Seite zu laffen und Hilfe einzig bei den Auto« nomisten zu suchen, die bereit wären, alle Mehrkosten für da» Heer zu bewilligen. Da» ist doch laut genug hineingesprochen in alle Paläste und au» allen Bürgerhäusern und Bauernhütten wird eS klingen, wenn die Mehrkosten gezahlt werden müssen. Jeden bedauern wir. den e» trifft und drückt — und es soll deren viel», viele Millionen geben: der jetzigen Autonomistenpartei gegenüber können wir jedoch unsere Schadenfreude nicht verhehlen. Die Rechte wird dem Schicksal nicht entrinnen, welche» noch über jede Partei hereingebrochen, die ihr verpfändete» Wort im Stiche läßt, die berechtigten wirthschaftlichen Forderungen der Wähler nicht blo» nicht erfüllt, sondern das gerade Gegen-theil schafft. Bei der Autonomistenpartei wird der Zusammenkrach um so eher stattfinden, je schwächer die Schultern unserer Lastenträger geworden. Der jähe Sturz tritt von selber ein — durch» Verschulden der herrschenden Partei herbeigeführt, durch da» unerbittliche Gesetz der innern Nothwendigkeit. Je verblendeter die Rechte daraus lo» bewilligt, desto gewisser und näher steht für ste der tarpejische Fel» neben dem Kapitol. Möge die freistnnige Partei die Lehren der Grsahrung beherzigen, wenn ste stch wieder an» Staat»ruder bringt durch Selbsterkenntniß, durch Besserung au» eigener Kraft und durch die Verlotterung ihrer Gegner. Franz Wiesthaler. Nochrsort übcr Nvlcigno. H. Nochesort schreibt in seinem Blatte über die Duleignofrage unter Anderem: „Dulcigno bombardiren ist eine Feighett. Vor den Duleignoten davonlaufen ist ebenfall» eine Feigheit. In diese Lage hat unsere Diplomatie den alten Ruf unserer Tapferkeit gebracht. Die fa^ Mose Theilung der Türkei, deren Trümmer die europäischen Mächte schon unter stch vergeben, gleicht, was die Rechtmäßigkeit betrifft, der Theilung Polens aus ein Haar und wird wahr» scheinlich ganz ebenso bittere Früchte tragen. Frankreich wird, nachdetn e» stch an diesem Gastmahle von Menschenfressern niedergelassen, wie immer, die Schüsseln sich unter der Nafe vorbeitragen sehen und mit leerem Magen davongehen. Ginge es übrigens selbst mit vollem Magen davon, so wäre die Operatton, wenn auch weniger einfältig, doch nicht weniger strafbar. Die Zerstücklung Albaniens gehört nur zum ersten Gange, aber ste läßt schon den schrecklichen Nachtisch errathen, welcher dieses Festmahl ^ »licht von Stein, sondern von Bomben — beschließen wird. Wenn gleichwohl ein Volk ein Recht aus unsere Ehrfurcht hätte, so wäre es diese« alba-nestfche Volk, welche» unter dm Namen ^Epi-ru»" einst das letzte Bollwerk gegen die römische Jnvaston gewesen. Der König Persen» kämpft« damal» gegen Aemiliu» Paulu» für die Unabhängigkeit und Antonomie seiner Staaten, wie dt» Duleignoten stch heute gegen den Ad-miral Seymour vertheidigen, der, ein zu guter Engländer, um e», wie der römische General, mit dem Feinde allein aufzunehmen, die Flotten von fünf oder sech» Nationen zur Hilfe ruft und stch in ihre Mitte stellt, um nach allen Setten geschützt zu sein. Diese Sühne de» alten Epiru» reprä« sentiren heute fast allein im Orient die Intelli- genz, den Muth und die Vaterlandsliebe, so zwar, daß bei den Türken fast alle Aerzte und Gelehrten Albanesen sind. In Albanien mußte der Sultan noch kürzlich feinen Großvezier suchen. Vielleicht gereichten dieser trefflichen Race gerade ihre Vorzüge zum Verderben. Mit welchem Recht erlauben ste sich, ihre Stadt zu vertheidigen, da e» doch heutzutage zum guten Ton gehört, stch zu ergeben? Ihre Energie tst der bitterste Hohn auf Duerot von Montretout, und nicht kapttuliren zu wollen, nachdem man erklärt hat, daß man nicht kapituliren werde, ist ein Schimpf aus da» Andenken Vinoy's, welchen alle Wasser der Adria nicht rein waschen werden. Was UN» nur tröstet, ist die Hoffnung, welche wir noch nie vergeblich aus die geographische Unwissenheit gesetzt habe»:, die seit 1370 die Befehlshaber aller unserer Expeditionen zur See und zu Lande für immer berühmt gemacht hat. Schon hat man im Ministerium der Marine angezeigt, daß Dulcigno die einzige Stadt wäre, welche beschossen werden könnte. Bei näherer Untersuchung stellte sich nun herau», daß diese muthige Stadt die einzige der ganzen Küste isi, welche zu bombardiren materiell unmöglich ist. Wie ich dich da wieder erkenne, Margueritel (ein beliebte» Zitat au» dem Volk»stück des ättern Duma«: tour äs Durch Unebenheiten des Bodens verborgen und gegen die Seeseite durch einen ungeheuren Berg geschützt, wird die Stadt die Kugeln, die stch zu ihren Füßen in die Erde bohren werden, nicht einmal gewahr werden und sich einbilden, daß die vereinigten Flotten nur zur Feier der Geburt der neuen Jnfantin von Spanien ihre Salven löfen. Die Lächerlichkeit, welcher die Beschießer durch die Lage dieser Hauptstadt, die beschossen würde, ohne es zu merken, verfallen könnten, ist den Großmächten nicht entgangen, und da A c u i l l e t o u. Zwti Sünder an rinm Strikit. Von O. Milller. (Kortsej^ung.) Der arme Bürger und Bauer seuszte unter einer entsetzlichen Steuerlast, die von den betreffenden Unterbediensteten mit unerbittlicher Strenge eingetrieben wurde; und wehe auch hier dem Säumigen, der nicht bei Heller und Pfennig zur angesetzten Frist seine Schuldigkeit an den Staat entrichtete! — Das harte Bett wurd« dem Kranken unter'm siechen Leibe, die letzte Geis der armen Witwe aus dem Stalle gezogen; ost brachte der darau« gewonnene Erlös nicht einmal die Exekutionskosten ein, geschweige denn die Steuerschuld, aber regiert wurde demungeachtet sort und sort und der Amtmann zu O. hatte gute Tage nach wie vor und freute stch seines Lebens bei westphälischem Schinken und trefflichem Bordeaux! — Daß ganze Familien, ja ganze Gemeinden über dieser heillosen Wirthlchaft zu Grunde yiitgen und mtt dem Bettelstab in der Hand den Weg nach dem fernen Amerika aufsuchten, kümmerte ihn wenig; denn „Rußland ist groß und der Ezar weit", und die hohe Landesregierung in der Residenz hatts viel wichtigere Dinge zu thun, als einen einzelnen gewissen Justiz- und Verwaltungsbeamten, noch dazu in einem so entfernten Bezirke zu kontroliren. Daß unter einer solchen Justiz Lüge und Unrecht häufig genug über Recht und Wahrheit triumphiren mußten, bedarf keiner näheren Begründung. Der Amtmann hatte daher so gut seine treuergebenen Anhänger in Stadt und Land, wie jeder andere große oder kleine Tz/rann; und diese vornehmlich waren es jetzt, welchen nach seinem Tode im Gefühle ihrer Mitschuld an gewissen schwer zu leugnenden detrügerischen Uebervortheilungen Einzelner und ganzer Korporationen, vor dem neuen Justizchef nicht wenig bangte. Die Nachricht, daß endlich der Regierung die Augen über diese heillose Wirth-schast aufgegangen seien und sie deshalb den sähigsten Justiz- und Verwaltungsbeainten de» Landes auSerwählt habe, um dem so gewissenlos mißhandelten, fast ruinirten Bezirke wieder aufzuhelfen, verursachte manchem bösen Gewissen fchlaflose Nächte und Niemand zweifelte daran, daß es zu einer strengen Untersuchung der seil Jahren ungestraft verübten Gesetzwidrigkeiten kommen werde. Eine Sorte von ^Bösewichten, und zwar die allerschlimmsie. die der verstorbene Amtmann — freilich ohne seinen Willen — gleichfalls großgezogen hatte, klammerte sich jedoch weder um den todten, noch um den lebenden Justitiarius. Dies waren die Mitglieder einer schon seit längerer Zeit bestehenden „anonymen Gesellschast", einer förmlich organisirten Diebsund Hehlerbande, die ihren Herd und ihren Schlupfwinkel aus den rauhen Höhen uno in den einsam gelegenen Dörfern und Höfen de« Vogelsbergs hatte, und von hier aus nicht bloß die unmittelbare Nachbarschaft, sondern auch, und in noch höherem Grade, die nach dem Main und Taunus zu gelegeue reich gesegnete Ebene der Wetterau unsicher machte; herren-und heimatloses Gesindel, das an der Armuth und sittlichen Verkommenheit der Landbevölkerung, wie an der Fahrlässigkeit der zum Schutz von Person und Eigenthuin bestellten öffentlichen Wächter des Gesetzes seine natürlichen Bundesgenossen hatte und ilber dessen Gesährlichkeit und Gemeinschädlichkeit einerjeits eben so viel gesprochen und verhandelt wurde, als es andererseits an einem energischen Willen fehlte, um das Land von diesem Krebsschaden »u besreien und den „Kochemern" ihr gesähiltches Handwerk zu legen. — Der Landjäger nnd der Dorf-Voigt schindeten lieber den armen Bauer, als daß ste mit den verwegenen, ihnen an Muth, List und sonstigen Hilfsmitteln weit überlegenen ^fteien Leuten" angebunden hätten, die bald als Händler mit irdenem Geschirr, bald als es unmöglich ist, zu schieben, beschloffen sie, daß man auf Mozura schießen sollte, welche» etwas mehr vorn liegt. Der Leser begreift, das ist den Großmächten ganz gleich. Sie haben Kanoniere da hinunter geschickt mit dem Auftrage, zu schieben, folglich müsien sie schießen. Wenn du es nicht gewesen liist, so ist es dein Bruder gewesen, und wenn es nicht Dulcigno ist, so ist es Mozura. Wird es denn aber wenigsten» Mozura sein? Wie es scheint, ist dieser verschanzte Ort wegen seiner Höhe el^enso schwer zu erreichen wie Dulcigno." Zur ^Zcschichl« de»; Tages. Die Regierung hat der Deutschen Bewegung gegenüber schon ihre Ruhe verloren, sonst wären nicht am 2. d. M. sämmtltche Abendblätter Wien» in Beschlag genommen worden, weil sie die Resolutionen mitgetheilt, welche am Sonntag dem deutsch-böhmischen Parteitag in Karlsbad vorgelegt werden sollten. Die Unruhe der Regierung muß wachsen, je näher die Bewegung ihrem Sammelpunkte rückt — dem allgemeinen deutsch-österreichischen Parteitage in Wien. Dem Finanzminister werden von den Halbamtlichen verschiedene Reformpläne angedichtet. Dieser Poesie stellen wir nur die eine, nackte Thatsache entgegen die Entfernung Cherteks von den Arbeiten der Grundsteuer-Regulirung, die Entfernung desselben au» dem ganzen Finanzministerium. Hätte Dunajewski auch nur formell die entfernteste Absicht, die ihm nachgerühmt wird, so wär' es unliegreiflich, warum er den technisch besähigtsten aller höheren Finanzbeamten — Freiherrn von Chertet — nach Prag versetzt. In der Hauptstadt Ungarns gibt es keine deutsche Schaubühne mehr — nach Tißa's hocheigener Entscheidung selbst. Dieser letzte Schlag, welchen die Magyaren durch ihren ersten Minister gegen das Deutschthum geführt, wird auch den Deutschen in Oesterreich unvergeblich bleiben. Die Magyaren aber dürf^ ten stch einst, wenn die nationale Flut auch gegen sie anstürmt, vergebens jener Zeit erinnern, da es noch <^Deutjche Brüder" gegeben. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und dem Vatikan sollen abgebrochen werden und wäre es diesmal nicht der Staat, welcher droht, sondern die Kirche. Der päpstliche Nuntius in Paris ist nämlich beauftragt, abzureisen, wenn die Dekrete gegen die Kongregationen durchgeführt werden. Vermischte Nachrichten. (Ruffische Verbannte.) Nach Mel- dungen der Blätter ^Strana" und „Russische Zeitung" aus Archangel und Kostroma, ist dic Lage der politischen Verbannten sehr traurig. Der Korrespondent der ^Strana" schreibt gelegentlich einer Besprechung de» Schicksals der auf dem Verwaltungswege Verbannten au» Archangel Folgende»: „Der Einfluß, den die Verbannung auf den Menschen ausübt, ist leider oft genug ein ganz entsetzlicher. Heimweh, das ungestillte Verlangen nach Arbeit, die Strenge der polizeilichen Aufsicht, alle« dies zuftmmen läßt nicht selten den Verbannten zum Selbstmörder werden, oder bringt ihn um den Verstand, oder macht endlich einen Säufer aus ihm. Eine ganze Anzahl der Verbannten ließe sich auszählen, die das Laster de» Trunkes bi» zum Säuferwahnsinn getrieben hat, aber doch kann wohl kaum Jemand seine Hand erheben, um aus sie einen Stein zu werfen. Fälle von Selbstmord und Geistesverwirrung zählen gleichfalls nicht zu den Seltenheiten; so erstach sich in diesem Jahre in Eholmogory ein gewisser Pessotschinski mit einem Schustermeffer, in Pi-nega ertränkte sich ein gewisser Roboleff und in Schenkursk wurden zwei andere Verliannte verrückt. AehnlicheS kam auch in den andern Gouvernements vor." Ueber dasselbe Thema schreibt man der „Ruffischen Zeitung" aus Ko^ stroma; ^Die Zahl der politlschen Verbannten im hiesigen Gouvernement ist sehr bedenkend; unter ihnen gibt es viele verheiratete Leute, darunter Manche mit starken Familien; man begegnet sogar verheirateten Frauen, die aus ihrem Familienkreise herausgeriffen wurden. Die Hauptursache der schlimmen Lage der Verbannten ist die sür sie bestehende Unmöglichkeit irgend eines Erwerbes; der Arzt hat nicht mehr das Recht, seinen Berus auszuüben, der Advo-kat ist der Berechtigung, Praxis zu treiben, verlustig gegangen, dem Lehrer ist jede Beschäftigung, die einen pädagogischen Charakter trägt, aufs strengste untersagt u. f. w. Manche Verbannte, die im Besitze einer guten Bildung und hinreichender Kenntniffe sind, hatten sich der Schriststellerei zuzuwenden versucht; ihnen stellten stch jedoch auch nicht selten unüberwindliche Hindernisse in den Weg. Alles, was ein solcher Mann geschrieben hat, auch jede wiffenschastliche Leistung desselben, erscheint dem Jsprawnik aus irgendwelchem Grunde gleichsinnig" oder „gesährlich" und er gibt sie dem Autor entweder zurück oder legt einfach Beschlag darauf." (Die Armenkrankheit inJtalien.) Eine traurige Statistik, welche eben ausgegeben worden, ist die der Pellagra. Sie zeigt einen bedeutenden Fortschritt der schrecklichen Krankheit und in einzelnen Provinzen ganz furchtbare Zustände. Von 6 Millionen ackerbautreibenden Norditalienern waren zu Ende 1S79 nahe an 96.000 krank, etwas über IS Perzent. In Venetien sind 30.000, in der Lombardei 41.000 Kranke verzeichnet; in der Provinz Brescia geht der Bestand der Kranken auf 80 Perzent der ländlichen Bevölkerung l In Latium existiren nur 73 Fälle, weiter südlich, wo der Mai» sicher reift inid verdorbenes Maismehl nicht gegeffen wird, kommt die Pellagra nicht vor. Die Zahlen schreien nach obrigkeitlicher Kontrole der Nahrungsmittel. (Zur schweizerischen Grenzbesesti-gung.) Oberst Rothpletz in Aarau hat eine Schrist über diese Frage veröffentlicht und geht der bekannte Fachmann bei seinen Vorschlägen von nachstehenden Erwägungen au»: „a) Der Krieg, welcher die schweizerische Neutralttät verletzt. gilt nicht unmittelbar der Schweiz. Die Schweizer werden von demselben berührt, weil durch ihr Land wichtige Operation»'Linien sühren. d) Der Staat, welcher die schweizerische Neutralität bricht, würde lieber die Schweizer zum Freunde als zum Feinde haben. Aber der Besitz der Schweiz oder eines Theiles derselben als Basis der Operation oder als Schutz gegen dieselben erscheint den kriegführenden Staaten so werthvoll, dab das Bedenken, die Schweizer zum Feinde zu bekommen, als das geringere Uebel dahinsällt. e) Die Schweizer wollen womöglich neutral bleiben und jeden Krieg von ihrem Lande abwenden. Dies geschieht am einfachsten und am wohlseilsten, wenn sie den Anreiz zum Einmärsche der fremden Heere beseitigen. Sie beseitigen den Anreiz, wenn sie die strategisch wichtigen Heerstraßen, welche, so lange ste offen liegen, zum Einbrüche in ihr Land auffordern, durch Besestigungen quer durch die Hochebene schließen. Sind die Heerstraßen geschloffen, so hat kein Staat ein Jntereffe, in die Schweiz einzufallen, denn er kann das Ziel, das er mit diesem Einsalle erstrebt, nicht erreichen. Durch die schweizerischen Befestigungen, durch den Querriegel, den die Schweizer vorschieben, werden die Verkehrsadern unterbunden. Ein Durch« «larsch ist unmöglich geworden; ein Durchbruch nimmt lange Zeit in Anspruch, hat aber keinen Sinn, da der eigentliche Gegner dann Zeit genug hat, die nöthigen Gegenmaßregeln zu treffen." Nach diesen Erwägungen besürwortet der Versasser gegenüber dem bis jetzt empfohlenen peripherischen System, das in einem der Grenze nach gezogenen Kordon von Sperrsort» besteht, ein sogenanntes Radialsystem, Schließung der offenen Marschftraßen im Inneren der Schweiz. (Kennzeichen der Bernhardinerhunde.) Man darf nicht vergessen, daß die schönen Hunde ursprünglich aus dem Hofpiz de» St. Bernhard zu einem ganz bestimmten Zweck gezogen und gehalten wurden, und daß man mehr Werth auf den Scharfsinn und die blinkt, und treten zuerst durch eine Thüre, die nur den unteren Theil des Eingangs verschließt, in einen dunkeln Raum mit lehmgestampstem unebenen Boven, welcher zugleich al» Vorplatz und al» Küche dient. Denn der Stubenthüre gegenüber befindet sich ein niederer, au» Feldsteinen gemauerter Herd mit einem einzigen Feuerloch, worin noch ein Rest von angebrannten, halb trockenem Reistgholz knistert und uns beim zeitweiligen Ausflackern der Flamme die ganze Armseligkeit dieser Wohnung menschlichen Elend» erkennen läßt, so weit dies der scharfe Rauch erlaubt, welcher den Raum erft^llt und nur mühsam durch den oberen offenstehenden Theil der Thüre den Weg in's Freie findet. Denn einen Nauchfang oder Schornstein gibt es nicht, und der Rauch des Herdfeuers, der nicht durch die Hausthüre abzieht, dringt entweder durch die Spalten der Thüre in die anstoßende Stube und vermählt sich hier mit dem Qualm der Oellampe und des Kinnspahns zu einem erstickenden Dunste, oder er steigt die schmale steile Holzstiege ganz hinten im Winkel des Oehren» unter's Dach hinaus und sucht hier durch die schadhaste Strohdecke einen Ausweg ins Freie. In der rauchgeschwärzten Stube saß an diesem Aliend eine emsame hagere Frauengestalt und spann beim trüben Lichte einer irdenen schachernde Juden, bald als Bettler oder arbeitsuchende Handwerksburschen einzeln das Land durchzogen, unter diesen verschiedenen Masken Orte und Gelegenheit auskundschasteten und sich erst als Glieder elner wohlorganisirten Diebsbande erwiesen, wenn der verbrecherische Anschlag ausgeführt war und das Gericht erfchien, um an Ort und Stelle den Thatbestand eines neuen Diebseinbruches protokollarisch aufzunehmen. Die Verbrechen gegen das Eigenthum wurden so zahlreich, die gewaltsamen nächtlichen Einbrüche, bald in einsam gelegenen Höfen und Mühlen, bald mitten in bevölkerten Ortschaften, nahmen derart überhand, daß die Kunde davon endlich bis in den Sitzungssaal der obersten Regierungsbehörde drang, was diese zu dem Beschluß veranlagte, einen eigenen Kommissär mit ausgedehnten Vollmachten abzusenden, um an Ort und Stelle den Grund oder Ungrund der über die gewissenlose und willkürliche Amtsführung des dortigen Amtmannes laut gewordenen Klagen zu ersorschen und über den Ausgang der Untersuchung einem hohen Landes-kollegio ausführlichen Bericht zu erstatten. Granelius bekam unter der Hand von Einem und dem Anderen seiner Residenzgönner Wind von dem gegen ihn heranziehenden Un-gewitter, und seine Wuth gegen seine unbekannten Ankläger und seigen Blasphemisten kannte keine Grenzen; er schnaubte wie ein angeschossene» Nashorn und hätte am liebsten den ganzen Amtsbezirk mit einem Fußtritt zermalmt. Dann goß er vom stärksten und ältesten Franzwein seines Kellers so lange eine Bouteille nach der anderen in sein kochendes, schäumendes Blut, bis er vom Schlage gerührt, leblo» niedersank, der einzige Gerechtigteit»att während seiner ganzen AmtSsührung, womit alle Wohlgesinnten des Bezirk» einverstanden waren. Nur ein treues, schuldlose» Herz zitterte vor dem neuen Amtmann, dem doch der Ruf der strengsten Gerechtigkeit und Menschenliebe voranging, fast noch mehr al« früher vor dem Verstorbenen; und dieses arme vielgeprüste Herz in seiner stillen Roth, in seinen, schwarzen Vorahnungen von einem nahenden furchtbaren Unglück zu belauschen, wandeln wir durch die schon halbdunkle Gasse des oberen, höher gelegenen Stadttheils den Berg hinan, an dessen steinigem Abhang die letzten Häuser der alten Amtsstadt zerstreut umherstehen; armselige, aus Lehm erbaute Hütten mit kleinen niederen Fenstern, deren zerbrochene Scheiben hier und da mit Werg ausgestopst oder mit einem Fetzen Zei-tungöpapier gegen den rauhen Nord verklebt sind. Hier solgen wir dem trüben Schimmer, der aus den beiden Fenstern im Erdgeschosse Spurkraft des Thiere» legte, als aus seine Gestalt. Demzufolge fand man dort auch im Laufe der Zeit seljr gemischte Typen vollständige Mischlinge. Die Neisenden kauften diese Hunde de» verschiedensten Typen an Ort und Stelle sür sehr hohe Preise und brachten die unzweifelhaft echten Bernhardiner mit nach Hause. Hierin ist der Hauptgrund für die so sehr von einander abweichenden Ansichten über Gestalt und Farbe und die der Nace eigenen Point« zu suchen. Später machten einige intelligente Schweizer ein Geschast aus der Zucht solcher Hunde, die in großer Zahl nach Baiern, Württemberg und Baden verfällst wurden. 1878 wurde in Berlin ein Komite au» den besten deutschen Hundekennern gebildet, um auf Grund historischer Berichte und nach den im Kloster gezüchteten Hunden die sür diese Race entscheidenden Points sestzustellen. Der Name Bernhardiner wurde als nicht mehr korrekt an' gesehen und in die passendere und dem Zwecke mehr entsprechende Bezeichnung Alpenhunde umgeändert. Von diesen gibt es zwei Gattungen, lang« und kurzhaarige. Die Hunve der letzteren haben keine den Doggen ähnliche Decke, sondern ein immerhin etwa 4 Centimeter langes Haar, welches zwar weich und glatt ist, aber nicht wie bei diesen fest anliegt. Die Farben find sehr verschieden, die meisten Hunde stnd jedoch dunkelgrau mit helleren Beinen; serner gibt es lohfarbene in allen Schattirungen, auch weiße mit gelben Flecken oder umgekehrt. Schwarz darf aber nur am Kopf und an den Spitzen der Haare vorkommen, die felbst bei den langhaarigen Hunden niemals gelockt sein dürfen; wellensörmiges Haar ist in dieser Hinstcht die äußersie Grenze, glattes ist jedoch vorzuziehen. Am längsten ist das Haar an den Behängen, am Halse und a»n Schweif, auch an der Hinteren Seite der Vorder- und Hinterbeine. (Strafrechts-Pflege. Schlafende Ge-schworne.) Das Reichsgericht in Leipzig hat entschieden, daß das Einschlafen von Geschwornen kein Revistonsgrund ist. Bei einer Sitzung des Schwurgerichtes in Tilsit hatte ein Gejchworner zeitweise so fest geschlafen, dab er der VerHand-lung Nicht ununterbrochen hatte folgen können; der Verurtheilte glaubte nun, daß aus diesem Grunde der Wahrspruch, zu welchem Jener mitgewirkt, als nichtig anzusehen sei. Diese Behauptung, sagt das Kreisgericht, ist nicht geeignet, die Reviston zu begründen, da das Gesetz nur die ununterbrochene phystsche Gegenwart der gesetzlich ersorderlichen Zahl von Geschwornen in der Weise fordert und fordern kann, daß durch diefelbe die Rechtsbeständigkeit des Verfahrens bedingt ist, wogegen es der Gewissenhaftigkeit der Geschwornen anheimgestellt ist, daß sie die Pflichten der Geschwornen, wie es der von ihnen geleistete Eid (Z 288 der Straf- Oellaoipe, die an einer Messtngkette von der niederen Decke des Zimmers herabhing, rauhe Wolle, wovon noch ein beträchtlicher Vorrath neben ihr auf dem lehmgestampsten Fußboden lag, während viele volle Spulen auf dem Wandbrett den unermüdlichen Fleiß der armen Spin« nerin bezeugten, die sich getraute, noch einige Pfennige mehr, als da« Oel in der kleinen Lampe kostete, durch diese kllmlnerlichste aller Hanl>arbeiten zu verdienen. Das Bild der leibhasten blassen Sorge, die den Faden des armen Menschendaseins mit ihren Tyränen netzt, so sab sie auf dem niederen Schemel, und das einförmige Klappern des Brettes, womit ihr Fuß das Spinnrad in Bewegung setzte, sowie das ebenso monotone Schnurren der Spule unterbrachen allein die Stille de« Zimmers. Und der Baarverdiensl hört gerade um die Zeit der Jahreswende fast gänzlich auf; der „Sinnkreuzer" wtrd immer feltener, vorausgesetzt, daß dcr Weber oder Strumpfwirker nicht felbst in Bedrängniß gerÄth und feine Arbeit gänzlich einstellen muß; dagegen geht der geringe Wintervorrath an Mehl, Hafergrütze und Kartoffeln bei noch so ängstlicher Sparsamkeit immer sichtbarer zur Neige; in ganzen Schaaren durchzieht schon da« Bettlervolk aus den noch ärmeren Gebirgsgegenden Pas voe Land; die Amtsstadt ist das letzte prozeß'Ordnung) ihnen auserlegt, getreulich erfüllen, daß fonach auf die Behauptung, ein Geschworner habe seine Amtspflicht durch Mangel an Aufmerksamkeit oder zeitweises Schla» fen verletzt, die Revision nicht gestützt werden kann. (Eifenbahn. Neue Sicherheitübremse.) Die Frage, wie einem in der Fahrt begriffenen Eisenbahnzuge die größtmögliche Sicherheit gegeben werden könne, beschäftigt auch das ungarische Kolmnunikations-Mnisterium, und sollen Versuche mit eineln von den Technikern Apathy und Kozmata vorgelegten Projekte gemacht werden. Die erwähnte Erfilldung soll nicht nur bei Besürchtnng eines ZusamenstoßeS die willkürliche Vewerkstelligung einer gesahrlosen und möglichst schnellen Bremsung, sondern auch bei Entgleisung. Achsenbruch u. s. w. die selbst« thätige Bremsung des ganzen Zuges ermöglichen. Eine eigene Vorrichtung an der Lokomotive verhindert zugleich beim Entgleisen das Einbohren derselben, so daß die Lokomotive auch auf schienenlosem Terrain eine kurze Zeit ohne Gesahr sich weiterbewegt und auf diese Weise das Aufthürmen der Waggons verhindert wird. Auf den Linien der ungarischen Staatsbahnen dürften demnächst Versuche mit dieser Vorrichtung begonnen werden. (EinKommers von Studentinnen.) Vorige Woche hat zu Wien ein Studentinnen-Kommers stattgesunden. In einem Privathause versammelten sich eines Abends dreizehn Damen zu diesem solennen Kommers. Sie kamen zumeist aus der Schweiz und aus Deutl»chland. Von ihren Studienstätten aus der Reise in ihre Heimat begriffen, hatten sie, einem Rufe mehrerer in Wien lebender Mädchen folgend, welche sich dem Studium der Medizin und der mit ihr verwandten Zweige widmen, die an sie ergan-gene Einladung angenommen. Die Amazonen der Wissenschaft veranstalteten dann einen Fest-Kommer«, der sich nur in Wenigem von den kollegialen Zufammenkllnften der Musenföhne unterschied. D»e Vorsitzende, Bertha mit Namen, eröffnete die fröhliche Tafelrunde mit passenden Worten und brachte der Gefellschaft ein herzliches „Prosit". Die Viee-Präsidentin, Etelka, lieb sodann einen Rundgesang ^steigen" und Lieder meist heiterer Färbung solgten einander. Hieraus »wurden Fragen wissenschaftlicher Natur und solche, welche auf die Stellung der Frauen Bezug haben, befprochen. Die Toilette dieser Damen war eine sehr einsache, die Frisur ohne jeden Schmuck. An der linken Klappe des Leibchens trugen die Damen eine kleine rothblaue Kokarde. (Eine böse Mark tsü nde.) Es ist der schlimme Brauch Mode geworden, melkende Kühe und Ziegen, wenn man ste zu Markt sühren will, nicht vorher zu melken, damit sie Hoffnung«ziel aller diefer Unglücklichen, und meilenweit schleppen sie sich durch den hohen Schnee herbei, um hier, von Hunger, Kälte und Krankheit durchziltert, in den Häusern der Wohlhabenden nach einem Stück Brot zu wimmern, um welches sie noch obendrein der gleich-salls hungrige Stadtarme beneidet, sie Tagediebe schilt und Landstreicher; denn wahrlich, mit dem Stück Brod, welche« das Mitleid dem Fremden reicht, stiehlt dieser ihm ja selber den Tag, an dem er damit seine und der Seinen Existenz gesristet Hütte, und: „Jede Gemeinde soll ihre Armen selbst ernähren", wäre nur nicht gar zu häufig die ganze Gemeinde eben so arm wie ihre Armen! Acht „Wer nie sein Brot mit Thränen aß, wer nie in kummervollen Nächten auf seinem Lager weinend saß" der besuche einmal in einem strengen Winter die rauhen Höhen des Vogelsberg«, kehre in den halbverschneiten Dörfern, in den arinseligen Hütten ein, vor deren Thüren die halbverhungerlen Raben des Waldes nach Nahrung schreien; höre, wie die blinde fromme Ahne Hinterem Ofen in einem Gebete den Tod als den gemeinfamen Erlöser für sich und ihre hungernden Enkel herbeifieht, und er wird in welligen Tagen mehr Menfchenelend, aber auch mehr Menfchengeduld im Ertragen sy mit recht großen Eutern auf den Markt kommen. Erstens ist dies ein absichtlichcr Betrug! Zweitens eine arge Thierquälerei, die deln Thiere sehr viel Schmerzen verursacht! Drittens, durch das Nichtausmelken und besonders zur Solnlnerszeit, wird Euter und Milch krank! Dieser betrügerische Brauch sollte schwer bestrast werden und die Polizei sollte darauf ein strenges Auge haben. .ZUiirl»» iier Ueiichl,'. (Ernennung.) Herr Albert Zezulka, Bezirksgerichts-Adjunkt in Leibnitz, ist zum Bezirksrichter in St. Gallen ernannt worden. (Deutscher Schulpfennig.) Der Ge-meindeausfchuß von Weitenstein hat beschlossen, dem „Deutschen Schulverein" als gründendes Mitglied beizutreten. (Pöltschach-Nohitsch.) In Pöltschach haben Eisenbahn'JnteresselUen eine Versammlung abgehalten und beschlossen, die Mittel für die technischen Vorarbeiten zu beschaffen und sollen diese bereits in der nächsten Woche beginnen. (KindeStnord.) Dem Untersuchungs-gerichte Oberburg hat man Josepha Wodusch. Bauerntochter von Tirosch eingeliefert, welche ihr neugebornes Kind getödtet. (Keine Reblaus in Luttenberg.) Auf dem Neusatze des Gutes Ober-Luttenberg hat sich nach der Erklärung der Untersuchungskommission die Reblaus nicht vorgesunden. (Verpflegung der Häftlinge und Sträflinge.) Am 14. Oktober findet in Eilli die Verhandlung statt, betreffend die Verpflegung der dortigen Sträflinge und Häftlinge. (Erhöhung der Hundesteuer.) Der Gemeinderath von Cilli hat beschlossen, um die Erhöhung der Hundesteuer von 2 fl. auf 4 fl. einzukommen. letzte Der deutsch böhmische Parteitag ist den Beschlüssen des mährischen und niederösterreichischen beigetreten. Die Regierung will jeder Agitation entgegentreten, welche ihr Tendenzen gegen Reichseinheit, Versassung und Deutschthum unterschiebt. Die Montenegriner sollen nicht geneigt sein, ohne aktive Unterstützung der Großmächte gegen Dulcigno vorzugehen. 3n Skutari sind zahlreiche Schaaren von Alessio und Prevesa zur Unterstützung von Dulcigno angekommen. Gladstone soll nur durch die Opposition Oesterreich-Ungarn«, Deutschland» und Frankreichs bestimmt worden sein, die Flottendemonstration vor Konstantinopel zu vertagen. grenzenloser Roth kennen lernen, als ihm je zuvor seine Phantaile vorgemalt hat! Doch wir haben ja in unserer armen Spinnerin selber ein unmittelbares Bild diese« grenzenlosen Elend« vor uns und ihr abgehärmte« blasses Gesicht mit den regelmäßigen, nur vom Griffel der Sorge allzu schars gezeichneten Zügen, ihr kummervoller Blick, so oft sie die dunkeln, einstmals gewiß seurigen Augen wie sorschend nach dem Grund so unsäglicher Roth von der sauern Arbeit ab gen Hlmmel richtet, sie sagen es uns auch ohne die dürstige Umgebung, daß auch vor ihrer Schwelle die Raben des Waldes vergebens nach Nahrung schreien; ja, daß sie vielleicht selber sür sich und die Ihrigen bei allem angestrengten Fleiße nicht das trockene Brot durch Wollspinnen verdient, geschweige denn den Mieihzin« sür die Hütte und den kleinen Acker drllben atn Berge, der im nächsten Monat dem hartherzigen Krämer unten in der Vorstadt entrichtet werden muß; — Du lieber Gott, was soll dann aus ihr und den Kindern werden! — Kortsejsung folgt.) Nr. S79S. (l07ö Kundmachung. Der Voranschlag deS (KemeindeliauShalteS sür das Jahr 1681 wird in dcr städtischen Amtö-kanzlti am Rathhause zu Jedermanns Einsicht vom 30. September bis 14. Ottober 1680 öffentlich ausgelegt. Was hiermlt zur allgemeinen Kenntnih gebracht lvird. Stadlrath Marburg, 28. September 1880. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. viUlll wlä " Der vrLvdvllst Oesoitigts «prieltd Itiemit siir elen l>i?deriLeu ßiitizen öesueli 6ss allsu vsretirtvn ?. 1'. (Zägtöii seinen verdinZIickLteu Oanlc ttus, unä msekt xlviokzisitig äis köüieks k/IittksiluvZ, class er nunmedr am Katdliausplatü üdernommen Imt. ^it 6vr Versiedsrunx, aueli in äivssm I^olcals ^lles auf^ukieten, um sied äis volle Zufriedenheit 6er Lesueder 2U erverben, ewpüedit er sein KaLeellaus s^u reetit 2ad1-rsieliem IZuspruvItS. Varl pvtiiÄr. Nr. 8797. (1077 Kuudmachung. Die Beleuchtung der städt. Petroleum-Laternen wird sür die nächsten 3 Jahre d. i. vom 1. Jänner 1881 bis Ende Dezember 1883 an den Konturrenten nach den Offertanträgen in folgenden Stadtgebieten überlassen: 1. In der Kaiser-, Biirger,, und Schillerstraße mit 6 Laternen „ „ Kärntnervorstadt mit 6 ^ llirM Kelir. 8eli«eller Der Ringkampf findet heute Mittwoch weiter statt. uiv Tinler Krautjchlleider empfiehlt sich bestens. Zu finden: Lendgasse Nr. 4, beim Lackirer Balaster. (1075 Aus den glltsherrlichen Burg Schleinitz llnd Frauheimer Gärten sind in diesem Herbste eine grobe Anzahl der verschiedeilsten exotischen und heimischen Bäume und Sträucher für Gartenanlagen, darunter auch 300 gleich hohe Kugel-Akazien (Kob. umdra eulisera), ferner Obstbällme in besten Tafel- und Wirthschafts-Sorten von Aepfel, Birnell, Kirfchen, Weichsel, Aprikosen und Pfirsichen in Hoch- und Nieder« stämmen verkäuflich l»nd wollen Anfragen und Bestelllmgen gerichtet werden an die Gutsverwaltllng Burg Schleinitz Kranichsfeld, Südbahn. (1056 Gegen monatliche Theilzahlnng ä 8 si. ö. W. gebe ich an solide Leute das bekannte großartige Prachtwerf: Hierer 8 Eonver^aiions-^zci^on 18 Mnde, ekegani gesunden, ?reis S4 ff. S. W. ganz neu comptet auf einmal av. Di^S nach den Urtheilen der Presse und hervorragender Männer der Wissenschaft beste Wert seiner Art ist soeben vollständig geworden, und bin ich so fest von der außerordentlichen Zufriedenheit der Empfänger über-^ugt, daß ich mich hier verpflichte, daS Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Srstattnng der tzrachtauslagen zurüSznnehmen, falls Jemand glaubt, Ausstellungen machen können. Die Zusendung der 18 Bünde erfolgt direkt perFrachtgut. Noch nie dürste eiu solches Werthobjekt unter so günstigen Bedingungen abgegeben worden sein. Abonnements werden in der Expedition diese» Blattes entgegengenommen. Krnst Ztolm, Auchhandtung 767 D ii f f e i d o r f. Zusammen mit 14 Laternen 2. In der Bad», Fabriks-, Au» und Blumengasse dann Wielandplcitz 8 Laternen 3. In Melltng mit ... . 6 „ 4. In der Magdalena-Vorstadt mit 27 „ Die Bedingungen sind in dem Vertrags-Enlwurse bei dem Stadtrathe einzusehe«. Die Offerte können für einzelne oder mehrere Stadtgebiete formulirt werden, sind bis Ende Ottober 1880 hieramtS bei der städtilchen Kassa einzureichen. Sladtrath Marburg, 23. September 1880. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. Orjftntlichkr Dank. Für die mir von Seite edler Menschenfreunde gewordene Unterstützung danke ich Allen von ganzem Herzen; besonders aber den Herren Joh. Gaißer, Fr. Horak, E. Janschi^ und Jul. Pfrimer, welche die Sammlung angeregt und gefördert haben. 1092 Joh. Assowitsch. Das beste Ochsenfleisch, sowie feinste Schinken, Kaiserfleisch und Speck in größter Auswahl stets im Lokale am Burgplatz und im eigenell Hause, empfiehlt achtllngsvoll 1078) Fleischermeister. Fleischmsschrottung. Gefertigter zeigt einem ?. ?. Publikum an, daß er am Hauptplatz, im Ztummer'schen Hause, vsrmals GriUwitzer, ein Fleischaus' schrottungslokale eröffnet hat, und vitftet um zahlreiche Abnahme. (1090 Rindfleisch per Kilo 4S kr. Kalbfleisch „ S» kr. Schweinfleisch ^ SQ kr. Hochachtungsvoll ^oh. Ntkrtpp, Fleisch cr. Schöne Maschanzker und sonstige Winteräpfel kauft je nach Qualität mit fl. 17—20 pr. Startin (1037 Frw Lizitation Mit stadträthlicher Bewilligung werden Samstag den V. Ottober ISS« Vormittags 9 Uhr in dem Hause Nr. 14 Poberschstraße gegen Baarzahlung und sofortige Wegschaffung an den Meistbietenden hintangegeben werden: Tische, Bette«, Stühle, Sophas, Vilder, Spiegel eine einbruchfichere Caffa, ein Klavier und sonstige Hans-, Zimmer- und Wirthschasts« sahrniffe :c. (1048 Eine Jagd bei Marburg ist zu vergeben. (1038 Anzufragen im Comptoir dieses Blattes. Ei» miKglifirkr Thmuftii von Wudia in Graz, ganz neu, ist billig zu verkaufen bei Ad. Zwetler, Kärntnerstraße (vormals Langer'scheS HauS). (1109 Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D. U. wird bekannt gemacht: Es sei ilber Requisition des k. k. Landesgerichtes Graz zur Vornahme der in der Exekutionssache der Steiermärkischen Sparkasse durch Dr. Edl. v. Kaiserfeld gegen Alois Edl. v. Kriehuber pto. 21007 fl. b2.b kc. f. A. bewilligten Feilbietung der auf 57460 fl. geschätzten Ztealität low. XIV, k'ol. 4b0 der steierm. Landtafel, die Tagsatzungen auf den II. Dezember 1880, IS. Jänner I38i und ilp. Kebruar l88l, jedesmal Vonnittags von 11—12 Uhr, Amtszimmer 4 h. g. mit dem Anhange angeordnet worden, daß die zu versteigernde Realität bei der ersten und zweiten Tagsatzung nur um oder über den Schätzwerth, bei der dritten auch unter demselben Hintange-geben wird. Die zu versteigernde Realität ist das zwei Stock hohe Zinshaus C. Nr. 1 alt, 3 neli, am Sofienplatz in Marburg. Der Erlag eines l0"/o Vadium« wird gefordert. Der Meistbietende hat die auf dein Gute haftenden Schulden soweit der Meistbot reicht zu übernehmen, falls die Gläubiger sich nicht mit der Zahlung einverstehen wollen. Die Lizitationsbedingnisse, das Schätzungs-Protokoll und die Grundbuchsextrakte sind h. g. einzusehen. K. k. Bezirksgericht Atarbllrg l. D. U. am 16. August 1880. Cirea A Startin (1058 «kiMtiit Hall!kii-/ijsn gut erhalten, sind zu verkaufen. Anzufragen im C-omptoir d. Bl. UM 110 fl. zu verkaufen. Adresse im Lomptoir d. Bl. (1108 empfehlend in AIuriBlK*» Steinmetzgeschäft, Ecke dcr Kaiserstraße und Thealergasse in Marburg. (1052 Vf. ?aNi8on's lindert sosort und heilt schnell (1093 Gicht und Rheumatismen aller Art, alS: Gesichts-, Brust-, HalS- und Zahnschmerzen, Kopf-. Hand- und Kniegicht, Gliederreißen, Rücken- und Lendenweh. In Pocketen zu 70 tr. und halben zu 40 kr. bei .kvli. IVIrrlv. Postgasse 3. WZIu findet sogleich Aufnahme. (1084 Auskunft im Comptoir d. Bt. Gchnepfe, Schnee- ««d Haselhühner kauft jedes Quantum zum höchsten Preise HeMgethändter, 1 lll Triesterftraße Nr. b, Magdaleny-Vorstadt. k'aUsuedt, Krämpfe, aued MVURRVMMNIv (Uo Iiartväelci^steQ t'älls, Zieile ied in kür^est^r k'rist naek siner mir allem ei^even und 8tet8 ertolßreiedell ^letdollo auett drieiUed. Lpeeialar^d Dr. llvImivQ in Lvk'lin, ^>V., I^0M8ell-!!>trasse 32. Ledvn Ilullllerte gvl^eilt. (1091 Eine Wohnung im I.Stock, Hofseite, bestehend auS 2 Zimmern, ist mit 1. September zu vergeben. Anfrage bei Franz Pichler fen. Keller auf 30 Startin ist zu vermiethen in der Postgasse Rr 4. »n«ut»o,tttch« vr»« »«d »«lag vo» Tduard Sa»schtß w «arb»,g. »KSt» »n«ut»o,tttch« vr»« »«d »«lag vo» Tduard Sa»schtß w «arb»,g. »KSt»