LaAchn TliMatt. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. „ Pränumeration«preise: ^ . Nr. 86. Montaa, 15. Apnl 1878. — Morgen: Turlbms. Mit dcr Post I GanzjLhr. fl. IS. " SnserlionSpreise: Lin- ^ Ivaltige Petitzeile i> « k.. bei 1 1 »E Wiederholungen » Z k. An- x zeigen bi» 5 Zeilen iv lr. " ° ^ . Eine Emeute in Petersburg. Wir meldeten seinerzeit das von einer jungen Russin, Fräulein Vera Sassulitsch, an dem Polizeichef von Petersburg, dem Liebling des Kaisers, begangene Attentat. Dieser bald vergessene Vorfall hat nachträglich unerwartete Dimensionen angenommen. Die Angeklagte ist, wie dem „Neuen Wr. Tgbl." telegrafiert wird, von den Geschwor-nen freigesprochen worden, weil die angebliche Attentäterin, wie es sich im Laufe der Verhandlung herausstellte, nur ihre Ehre gegen die Angriffe des Polizeichefs vertheidigte. Nach erfolgter Freisprechung der Angeklagten versammelten sich eine große Anzahl Studenten der Universität, des Polytechnicnms, der chirurgischen Akademie und anderer Bildungsanstalten, sowie große Haufen Volkes auf dem Platze vor dem Senate und bereiteten der Freigesprochenen, die an der Hand der Mutter erschien, eine große Ovation. Es erschollen tausendstimmige Rufe: „Es lebe die Unschuld! Es lebe die Volksgerechtigkeit! Es lebe die Wahrheit u nd Freiheit!" Die Volksmenge drängte sich heran und wollte die Freigesprochene auf Händen tragen. Die mittlerweile bedeutend verstärkte Gendarmerie forderte die Volksmassen auf, sich zu zerstreuen, und als diese den Polizisten kein Gehör schenkten, feuerten die Gendarmen in die Menge. Zwölf Personen wurden getroffen, und das freigesprochene Fräulein Sassulitsch erhielt eine nicht ungefährliche Wunde. Es entstand eine ungeheure Erbitterung, und die vorderen Reihen der Menge begannen mit Steinen auf die Gendarmen zu werfen; es drohte ein blutiger Kampf loszubrechen. Dank den im Sturmschritt herangerückten Garden unter General Bistrom wurde dem Tumulte ein Ende gemacht. Der Platz wurde mit gefälltem Bajonett gesäubert, wobei abermals viele Verwundungen vorgefallen sein sollen. Trepoff ist des Dienstes entlassen und aus Petersburg ausgewiesen worden. Die offizielle Depesche der „Agence Russe" sucht den Vorfall allerdings in ein anderes Licht zu stellen. Nach derselben hätte die Freisprechung das Erstaunen des Publikums erregt, da doch die Angeklagte gestanden habe, den Polizeichef mit Vorbedacht tödten gewollt zu haben, auch leugnet sie, daß die Polizei-Agenten auf das Volk geschossen hätten, es seien nur zwei Schüsse gefallen, und wahrscheinlich von den Studenten selbst abgefeuert. Vera Sassulitsch, welche gesund und wohlbehalten in ihre Wohnung eintrat, sei am verflossenen Samstag morgens verschwunden (eine Erholungsreise nach Sibirien?). Aus der ganzen Depesche geht hervor, daß der Vorfall der russischen Regierung höchst unangenehm und ganz geeignet ist, die Bitterkeit der den Mächten gegenüber erlittenen diplomatischen Niederlagen zu verschärfen. Unhaltbare Zustände im Innern und ein auswärtiger Krieg vor der Thür, das sind die Folgen des Absolutismus nach innen und der Eroberungspolitik nach außen! Parlamentarisches. Das Abgeordnetenhaus hat den ß 42 des "des Rechtes der zur Steuer zu nebst sämmtlichen diesbezüglichen Anträgen mit 113 gegen 72 Stimmen an den Ausschuß zurückaewiesen. Das Haus wurde sodann über die Osterfeiertage vertagt. Der Ersparungsausschuß hat seine Arbeiten noch nicht beginnen können, weil das von der Regierung geforderte statistische Material noch nicht vorliegt. Es wurden Referenten für die einzelnen Etats gewählt und ein Ausschußmitglied mit der Aufgabe betraut, eine allgemein gehaltene Darstellung der gegenwärtigen Finanzlage auszuarbeiten. Russische Rüstungen. Im russischen Hauptquartier hat man sich auf alle Eventualitäten bereits vorgesehen. Man schreibt der „Pol. Korr." aus San Stefano vom 5. d. M.: „Vor mehreren Tagen fand unter Vorsitz des Großfürsten Nikolaus ein mehrstündiger Kriegs-rath hier statt, zu welchem sich 27 Generale eingesunken hatten. Es kamen die Fragen wegen Besetzung von Konstantinopel, Bujukdere und Gallipoli zur Sprache. Viele Stimmen erhoben sich für die sofortige Besetzung der beiden letztgenannten Punkte nnd bezeichneten es als einen großen Fehler, daß dies nicht längst schon geschehen sei. Selbstverständlich kam auch die eventuelle Haltung der Türkei zur Sprache, wobei von mehreren Seiten die Frage gestellt wurde, ob zu erwarten sei, daß die türkischen Truppen die Stellungen von Bulair und Bujukdere ohne Widerstand räumen und den Russen überlassen werden. Es wurde das Verlangen von mehreren Generalen gestellt, selbst auf die Gefahr eines Widerstandes hin diese äußerst wichtigen strategischen Punkte sofort zu occupieren, da dies besonders bei Gallipoli im entscheidenden Augenblicke den russischen Truppen leicht unmöglich werden könnte. Großfürst Nikolaus äußerte, daß alle Anstrengungen gemacht werden, um eine Verständigung mit der Türkei zu erzielen und diese für eine freiwillige Ueberlassung der benannten Objekte zu gewinnen. Es wurde endlich beschlossen, sofort eine starke Truppenmacht auf Gallipoli marschieren zu lassen, mit der Bestimmung, die Stellung von Bulair um jeden Preis zu besetzen. Thatsächlich wurde auch der Befehl hiezu ertheilt und General Dandeville mit der Ausführung desselben betraut. Kaum, daß dies geschah, so wurde diese Operation infolge telegrafischen Befehls aus Petersburg sistiert, dafür aber Großfürst Nikolaus angewiesen, seine Aufstellung derart zu nehmen, JeuiLelon. Die deutsche Stadt im Mittelalter. Von Johannes Scherr. (Fortsetzung.) Man ist versucht, zu meinen und zu sagen, die deutschen Städte hätten das Bedürfnis gefühlt, die schauderhaften Barbareien, deren Schauplätze sie zur Zeit des Schwarzen Todes, der Geißlerfahrten und Judenschlachten gewesen, mittels einer verdoppelt emsigen Kulturarbeit zu sühnen und gutzumachen. Denn auf allen Gebieten intellektueller und materieller Eivilisation regte es sich in den Städten frischkräftig und erfolgreich. Zwar der Goldfaden der Dichtung, welchen die Bürger aus der Hand des verwilderten Adels übernahmen, gewann keinen neuen Glanz, sondern verschimmerte und verblaßte in der Form des bürgerlichen „Meistergesanges" mehr und mehr. Es war ja recht löblich, weil immerhin von Theil-Nahme an der idealischen Seite des Lebens zeugend, daß sich die ehrsamen Handwerksmeister zu Reim- und Singschulen zusammenthaten, wie solche namentlich zu Nürnberg, Ravensburg, Augsburg, Ulm, Frankfurt und Straßburg blühten, nachdem der Sage zufolge die erste zu Mainz durch Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob, gestiftet worden und Kaiser Karl IV. diese Genossenschaften mit förmlichen Zunftrechten begabt hatte (1378). Der Vorstand so einer Reimer- und Singerzunft hieß das „Gemerk", und seine Mitglieder (der „Buchsenmeister", „Schlüsselmeister", „Merkmeister" und „Kronenmeister") leiteten die dichterischen und musikalischen Uebungen und Wettkämpfe, welche in Gegenwart der Frauen und Töchter der Zunftgenossen in der Kirche oder im Rathaussaale an den Sonntagsnachmittagen stattfanden. Das hieß man „Schule singen", und nach dem Ausspruche des Merkmeisters wurden den wetteifernden Singern durch den Kronenmeister bescheidene Preise zugetheilt, welche aus Kränzchen von Goldoder Silberdraht bestanden. Das meistersängerliche Regelnbuch hieß die „Tabulatur", das Lied „Bar", die Strophen hießen „Gesätze", die Versarten „Gebäude", die Melodien „Töne" oder „Weiseis." Wem die Tabulatur noch nicht völlig geläufig war, hieß ein „Schüler", wer sie inne hatte, „Schulfreund", wer nach einem gegebenen Ton ein Lied zu fertigen verstand, „Dichter", wer eine neue Weise zu finden wußte, „Meister." Vier Jahrhunderte hindurch hat des Meistergesangs „holdselige Kunst" gedauert: erst im Jahre 1770 ist in Nürnberg, der Heimat des einzigen wirklichen „Meistersängers" Hanns Sachs, zum letzten male feierlich Schule gesungen worden. Aber die Form des Meistergesanges ist von Anfang an eine schnörkelhafte gewesen, und der Inhalt dieser wunderlich gezierten Spruchpoesie verwässerte sich bald zur ödesten Langweiligkeit. Die Verdienste der deutschen Städte um die Weiterführung der civilisatorischen Arbeit lagen nach einer ändern Seite hin, nach der realistischen. Mußte sich doch schon frühzeitig die Nothwendig» keit fühlbar machen, dem Gewerbetrieb und der Handelsthätigkeit gewisse realistische Kenntnisse und Fertigkeiten zur Grundlage zu geben. DaS rief die mittelalterlichen „Stadtschulen" hervor, deren älteste eingerichtet wurden in Leipzig, Köln, Hamburg, Lübeck, Rostock, Stettin und Wien. DaS war ein erster, allerdings sehr schüchterner Versuch, die deutsche Schulbildung aus hierarchischen -r-sl-s,, Lesen, Schreiben, Rechnen, viel fesseln zu lösen. . kirchliche Dogmatik und in den höheren Klaffen um im gegebenen Augenblicke vorrücken zu können. Die russischen Borposten stehen tatsächlich heute kaum 1'/, Stunden vor Bulair." In den Weichsel-Provinzen concentriert Rußland sehr ansehnliche Truppenmassen. Es heißt, die Aufstellung einer Armee von 200,000 Mann sei beabsichtigt. Ein päpstliches Schrriben. Als den „Wortlaut des Briefes, in welchem der Papst dem deutschen Kaiser seine Thronbesteigung angezeigt hat," bringt der in Antwerpen erscheinende „Precnrseur" mit der Bemerkung: „aus dem Italienischen übersetzt," folgendes Schriftstück: „Papst Leo XIll. entbietet dem allerdurchlauchtigsten und mächtigsten Kaiser und König seinen Grnß. Durch die unersorschlichen Wege des Herrn und ohne irgend ein Verdienst von unserer Seite sind wir auf den Stuhl des Apostelfürstei: erhoben worden, und wir legen uns die angenehme Pflicht auf, Ew. kaiserliche und königliche Majestät, unter deren mächtigem und ruhmreichem Szepter eine so große Anzahl von Anhängern unserer heiligsten Religion lebt, von dieser That-sache unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Da wir zu unserem Bedauern die Beziehungen, welche in früherer Zeit so glücklich zwischen dem Hl. Stuhl und Ew. Majestät bestanden, nicht mehr vorfinden, so wenden wir uns an Ihre Hochherzigkeit, um zu erlangen, daß der Friede und die Ruhe des Gewissens diesem beträchtlichen Theil Ihrer Unter-tbanen wiedergegeben werde. Und die katholischen Unterthanen Ew. Majestät werden nicht verfehlen, wie es ihnen ja auch der Glaube vorschreibt, zu dem sie sich bekennen, sich mit der gewissenhaftesten Ergebenheit achtungsvoll und treu gegen Ew. Majestät zu zeigen. In vollster Ueberzeugung von der Gerechtigkeit Ew. Majestät rufen wir Gott den Herrn an, daß er Ihnen die Fülle seiner himmlischen Gaben verleihe, und flehen ihn an, er wolle Ew. Majestät mit uns durch die Bande der vollkommensten christlichen Liebe vereinigen. Gegeben zu Rom, in der Basilika von St. Peter, den 20. Februar 1878, im ersten Jahr unserer Regierung. (Gezeichnet:) Papst Leo XIII." Der „N. fr. Presse" wird aus Paris den 13. d. M. telegrafiert, daß die Aussöhnung des Papstes mit der deutschen Regierung unter Vermittlung des Kardinals Hohenlohe fortschreitet. Tagesneuigkeiten. — Verschiedene Berichte melden den Ausbruch eines neuen, bisher unbekannten Vulkans in der Nähe der Magellcmsstraße. Kapitän Paget vom das Latein — darauf ging der Unterricht in diesen städtischen Schulen. Aus das Schreiben wurde bis zur Einführung des Bücherdruckes fortwährend viel Zeit und Mühe gewendet. Schönschreibung und Miniaturmalerei haben bekanntlich wahre Prachtstücke von Handschriften zuwege gebracht, welche in den „Büchereien" der Fürsten, Prälaten und reichen Bürger prangten. Prachtstücke von Urkunden u. dgl. m. wurden aus Purpurperaa-ment mit Gold- und Silbertinte geschrieben. Mit dem Auskommen des Pergaments war die Rollenform der Papyrushandschriften der Buchform gewichen. Die Buchbinderei, frühestens in den Klöstern geübt, wurde erst im spätere« Alter ein zünftiges Gewerbe. Die aus China stammende und durch die Araber nach dem Abendlande gebrachte Erfindung des Baumwolle- und Linnenpapiers machte die Herstellung von Handschriften allgemeiner und wohlfeiler. Die Errichtung von Papiermühlen ist daher auch für Deutschland — die ältesten wurden nm 1320 am Rheine zwischen Mainz und Köln erbaut — ein kulturgeschichtlich wichtiger Vorgang gewesen. Die Ansänge des Buchhandels und des Bibliothekwesens in unserem Lande sind allerdings schon in den Klöstern zu finden, doch englischen Kriegsschiff „Jeuguiu" sah am 10. Jänner beim Passieren von Messiers Kanal einen Vulkan in activem Ansbrnch in der Richtung Ost Süd (magnetisch) auf dem Südende der mittleren Insel in den Euglish Narrows. Der Befehlshaber des amerikanischen Flaggenschiffs „Omaha" berichtet aus Port Grapplor, Patagonien, am 18. Jänner: „Heute morgens um halb 5 Uhr, während im Kanal zwischen Wellington-Insel und Festland, stieg eine ungeheure Rauchsäule iu östlicher Richtung mit großer Geschwindigkeit zur Höhe von mehreren tausend Fuß empor. Dies wiederholte sich um 9 Uhr 20 Miu, uud als wir um halb 12 Uhr gegenüber Libertad Bay (48° 56' 30" siidl. Br.) lagen, sahen wir durch eine Oeffuung im hohen Küstenland in der Richtung Ost, ein wenig Nord, nnd 30 bis 40 Meilen entfernt, deutlich eine hohe, theilweise schneebedeckte Spitze, aus welcher Rauch und Dampf aufstiegen." Auch auf der chileuischeu Corvette „Magellanes" wurden bereits im vergangenen Dezember in der Nähe von Santa-Cruz-Bay unterirdische Geräusche gehört. — Schriftsteller-Honorare. Der englische Dichter Tennyson bekommt jeden seiner Verse mit einer Guinee (21 Mark) von seinem Verleger honoriert. Nun lesen wir in einem transatlantischen Blatte, daß die Gebrüder Harper zu Newyork dem amerikanischen Dichter Longfellow jede Zeile seiner nenen Dichtung „Keramos" mit lO Dollar bezahlen! Daneben erscheinen die 16,000 Pfd. Sterling, welche die englische Schriftstellerin George Elliot aus ihrem Roman „Daniel Deronda" erlöste, fast als ein Lumpengeld, denn die Zeile brachte da — wenn wir die Tanchnitz'sche Ausgabe zu Grunde legen — nur circa 5 Gulden ein. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Geineinderaths - Ergänzungs-Wahlen.) Bei der heute vorgenommcnen Ergänzungswahl aus dem ersten Wahlkörper sind 195 Wähler erschienen. Gewählt wurden die Herren : Franz Doberlet mit 114, Dr. Anton Pfefferer mit 111 nnd Dr. Josef Snppan mit l lO Stimmen. Weitere Stimmen entfielen auf die Herren: Michael Pakitfch 83, Josef Strzelba 82, Franz Wutscher 81 Stimmen. — (Ansdem nationalenLager.) Während „Slov. Nar." für Einführung der russischen Sprache an den Unterrichtsanstalten in Krain in die Schranken tritt, die Fahne des panslavistischen Pro-feten hochhält und die deutsche Sprache gar so gerne aus Amt und Schule, Salon und Stube mit Pulver und Blei ausrotteu möchte, ist im Lande der „Koruna ceska" bereits eiue erfreuliche Ernüchterung gewannen sie erst durch die Stiftung der Hoch-chnlen an Umfang und Bedeutung. Mit dem tädtischen Schulwesen uud dem vielgestaltigen Wüschen Geschäftsbetrieb hing auch die mälige Ausbildung einer deutschen Prosa zum Geschäfts-, Kanzlei-, Gerichts-, Predigt- und Chromkstll zusammen. Vom Ende des 13. Jahrhunderts an veranstalteten alle größeren deutschen Städte Auszeichnungen ihrer Rechtssatzungen und der Wahrsprüche ihrer Gerichte, und so entstanden die „Standrechte" und die „Weisthümer", welchen unsere Rechts- und Sittengeschichte zu so warmem Danke verpflichtet sind. Noch wichtiger für die deutsche Rechtsgeschichte aber sind bekanntlich die beiden berühmten, zwischen l215 und 1276 veranstalteten Sammlungen von nord- und süddeutschen Gesetzen und Rechtsbräuchen, der „Sachsenspiegel" und der „Schwabenspi'gel." Mochte man doch beim Hereinbrechen einer gesetzlosen Zeit das Bedürfnis eines schriftlich fixierten Rechtes nur um so lebhafter fühlen. - Nicht minder lebhaft regte sich, und zwar vorab in den Städten, das Gefühl, es müßte gegen die einreißende Frevellust und Verwilderung alles Gute aufgeboteu werden, was im Menschen vom Taumel des Nationalitätenschwindels eingetreten, der „deutsche Verein zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnis in Prag" zählt bereits 7391 Mitglieder, entfaltet nach Bericht der „Deutschen Volkszeitnng" eine ausgebreitete, recht lobenswerthe Thätigkeit, gründete im vorigen Jahre 3 Volks- und 18 Schulbibliotheken, und die Zahl der von diesem Vereine gegründeten Schulbibliothekeu beträgt bereits 569 mit 34,467 Bänden. Die deutsche Sprache erfährt derzeit ganz besondere Pflege, uud als beach-tungswerthe Momente mögen angesehen werden, daß die ersten ultraczechischeu Parteiführer und Feudalherren, wie Pan Nieger, Fürst M. Lobkowiz n. a, ihre Söhne auf deutsche» Universitäten uud ihre Töchter in Instituten Deutschlands und in der Schweiz erziehen lassen. Weiter ist bemerkenswerth, daß die hervorragendsten galizischeu, national gesinnten Großgrundbesitzer ihre polnischen Oekonomie-beamten entlassen und deutsche Wirthschaftsbeamte aus Preußen uud Sachsen aufnehmen. — (Berichtigung zur Notiz „Post-dieust" in Nr. 84 dieses Blattes.) Der Körper der k. k. Oberpostverwaltung iu Laibach besteht aus: 1.) dem k. k Oberpostkommissär für Krain i 2.) dem k. k. Oberpostverwalter und 26 Beamten, 3 Praktieanten, 1 Postamtsexpedienten, 7 Postcon-ducteureu, 10 Briefträger», 11 Amtsdieuern, 1 Poststallhalter und 3 Postillonen; 3.) 3 Beamten nnd 2 Amtsdienern bei dem k. k. Bahnhofpostamte, zusammen exclusive 1.) aus 68 Individuen. — (Ueber Aesthetik der Tonkunst.) hielt Herr P. Seydler gestern seinen zweiten Bortrag vor einem Publikum von 30 juugen Damen ab. Der deutliche, klare, leicht faßliche und unter Benützung von Maschinen mit Demonstrationen verbundene Vortrag behandelte in eingehender Weise das Thema „Ton und Klang", die Stärke, Höhe und Farben derselben. Donnerstag den 18. d., nachmittags um 5 Uhr, findet der dritte Vortrag statt. — ( Vaterländische Kuust.) Unser Landsmann Herr Ivan Franke, der sich in Italien in der Kunst ausbildete, hat für die Pfarrkirche in Cilli ein Marienbild mit dem heiligen DominicnS gemalt. — (Ranbanfall uudTodtschlag.) Aus S. Jobst bei Billichgraz wird dem „Slov. Narod" geschrieben: Am 8. d. war Markt iu Gereuth. Eiu Knecht aus S. Jobst trieb mit seiner Dienstsran Ochsen zu Markte. Mit dem gelösten Gelde begab sich zuerst die letztere auf den Weg, später der Knecht allein. Er hatte die Ochsenketten in der Hand. Im Wald von Smerekovec überfällt ihn ein Räuber und haut ihn mit einer Hacke über den Kopf. Der Knecht fällt mit gespaltenem Schädel zu Boden. Er weiß nicht anzngeben, wie es kam, daß er sich noch zu vorhanden. Daß dieses auf religiös-kirchlichem Wege geschah, lag im Geiste der Zeit. Daher sehen wir im 13. und 14. Jahrhundert eine ganze Reihe von eifrigen und weithin gehörten Predigern und Moralisten auftreten, einen Berchthold von Regensbnrg, von welchem ein Zeitgenosse gesagt hat: „Durch sinen munt rett (redet) got vom himelriche", — einen Bruder Eckart, einen Johannes Tanler, einen Heinrich von Nördlingen, einen Hermann von Fritzlar, einen Heinrich Seuse, welche allzumal mit hinreißender Beredtsamkeit gegen die sittliche Versunkenheit ihrer Zeitgenossen eiferten oder auch, angehaucht von einein Vorwehen deutscher Philosophie, das ja ein Wolfram von Eschenbach schon verspürt hatte, mit mystischem Forschungstriebe in die Mysterien des Christenthums sich versenkten, und also ihre Nichtbefriedigung durch das hierarchische Dogma verrathend, mit zu den Pfadsuchern resormatorischer Tendenzen sich stellten. Die städtische Zeitbücherschreibung hatte sich, wie die Kölner Chronik des Gottfried Hagen ausweist, anfangs noch auch der Reimform bedient, war aber dann zur passenderen Form der Prosa übergegangen» und m dieser hat das 14. Jahrhundert zwei «iner Hütte schleppen konnte; er kam erst langsam zu sich, aber über den Vorfall weiß er gar nichts anzugeben. Sein Aufkommen ist unsicher. Der Attentäter ist noch nicht erforscht. — (Aus der Bühnen Welt.) Der Frau Josefine Fritzsche-Wagner ist Vonseite des krai-nischen Landesausschusses ein Schreiben zugegangen, in welchem ihre vorzügliche Wirksamkeit als Sängerin des hierlandschaftlichen Theaters in Laibach durch zwei Saisonen in schmeichelhafter Weise gewürdigt und ihr hiefür die volle Anerkennung ausgesprochen wird. Wir begrüßen diese — unseres Eriunerns noch keinem Mitgliede der hiesigen landschaftlichen Bühne zutheil gewordene — Auszeichnung um so freudiger, als wirklich gerade die eifrige Mitwirkung unserer wackeren Primadonna die Aufführung von interessanten Novitäten ermöglichte, welche sich des allgemeinen Beifalls erfreuten. — Herr Schwabe, vor drei Jahren Theaterdirektor in Laibach, hat die Direction des Theaters in Temes-var übernommen. — (Ein Alpen forscher.) Zu den Männern, welche sich hervorragende Verdienste um die Durchforschung unserer Alpen erworben, gehörte auch der Großindustrielle und Gewerke Franz Ed. von Rosthorn, der am 17. Juni 1877 in Klagenfurt starb. Prof. Dr. v. Sueß nannte ihn den „alten Pionnier unserer Alpen." Nachdem Prof. Haquet seine mineralogisch-botanischen Entdeckungsreisen in Kärnten und Krain unternommen, war Franz von Rosthorn, wie Prof. Dr. Sueß sagt, der erste, von welchem man rühmen kann, daß er in lange fortgesetzten Wanderungen, welche vom dalmatinischen Karst bis über die Tauernkette nach Gastein sich ausdehuteu, zusammenhängende Kenntnisse von dem Bau dieses langen Gebirgslandes gesammelt hat. Roßhorn ist daher auch in unseren Alpen als Forscher thätig gewesen. Auf einer im Jahre 1827 unternommenen größeren geologischen Reise mit seinem Freunde, dem damals sehr gefeierten Geologen Hofrath von Keferstein, führte er mit dem General-stabshanptmann v. Maurer die Besteigung des Tri-glau aus, welche er in der „Wiener Zeitschrift" vom Jahre 1828 beschrieb. Im Jahre 1829 unternahm Rosthoru die erste Reise in das Gebiet des Krainer Karstes, im Jahre 1832 begleitete er den Geologen Ami Boue von Wolfsberg aus über Schönstein nach Neuhans und Cilli, von da über Ratschach nach Laibach, Kropp und über den Loibl zurück. Bei der in diesem Jahre in Wien abgehalte-nen deutschen Naturforscherversammlung legte Rosthorn unter anderen eine geognostische Karte der südöstlichen Alpen in Kärnten, Krain und Steier mark vor, sowie einen geognostischen Durchschnitt von der Drau bei Völkermarkt bis zur Save bei für ihre Zeit mustergiltige Chroniken geschaffen, die „Elsäßische und Straßburger Chronik" des Jakob Twinger von Königshofen und die „Lim-Purger Chronik", deren Anfänge dem Johannes Gensbein zugeschrieben werden. In alledem offenbarte sich eine thatkräftige Strebsamkeit der deutschen Städte, welche ja auch durch die Gründung von Siechenhäusern, Fremdenherbergen und Findelhäusern — Nürnberg hatte schon 1368, Ulm 1386 ein „sunden kindlin hus" — einen werk-thätig-erbarmungsvollen Sinn betbätigen und auch der Gesundheitspolizei im Mittelalter zuerst eine umfassendere und folgenrichtigere Aufmerksamkeit und Sorge widmeten. Schon in den ersten Dezennien des 15. Jahrhunderts finden wir städtische Aerzte und Apothekerordnungen. Die gesuchtesten Aerzte waren übrigens das ganze Mittelalter hindurch die jüdischen, und es mag als denkwürdig hier vermerkt werden, daß es schon dazumal weib-"che Arzneikünstler gab, jüdische Medizinfrauen. A'u Jahre 1419 erhielt die Jüdm Sarah von dem Aichos vov Würzburg einen Patentbrief als Aerztin, ^ Jahre 1428 war zu Frankfurt die Jüdin Zer-e als Augenärztin berühmt. (Schluß folgt.) Krainburg. Bei der Naturforscherversammlung in Freiburg 1838 legte Rosthoru Profile unserer Kalkalpen vor. Im Jahre 1842 bereiste Rosthorn vom Westen her über Jdria die Gegenden des Karstes und ging über die Wochein nach Kärnten zurück. Auf einer Reise im Jahre 1847 berührte er das Wippachthal. Noch im 70. Lebensjahre bestieg Rosthorn den Grintonz. Er hat die Ergebnisse meist in brieflichen Mitteilungen an andere Forscher, besonders Geheimrath Leonhard, der sie in seinen Jahrbüchern veröffentlichte, in der ersten Zeit auch an die „8oo>6t6 ^övlo^igue ^ruueü" nieder-gelegt. Dein Kärntner Landesmnseum übergab Rosthoru das von ihm aufgenommene Querprofil der österreichischen Alpen von Enns bis Triest. - (Der slovenische L i e de reo mponi st Josef Kocijaucic) ist am 10. d.M. in Görz gestorben. — (Zur Ein kommen sten erbe Messung.) Das österreichische Finanzministerium erließ an die Steuerbehörden eine Verordnung, betreffend die Veranlagung der üpcrz. Abgabe (Einkommensteuer) von den aus dem Titel der Bauführung ganz oder theilweise von der Hauszinsstener befreiten Gebäuden. Als Stenerobjekt werden die Gebäude bezeichnet, welche ans dem Titel der Bauführnng im ganzen oder theilweise von der Entrichtung der Hauszinssteuer befreit sind und einer Abgabe (Einkommensteuer) unterliegen, welche mit 5 Perzent von dem aus dem hausziussteuersreieu Gebäude, beziehungsweise Gebändetheile, erzielten Reinerträgnisse zu berechnen ist. Gegenstand dieser Abgabe sind auch diejenigen Gebäude, bei welchen gemäß Z 7 der Finanzministerialverordnnng vom 9. August 1850 die Hau zinssteuer, von deren Entrichtung der Besitzer befreit ist, wegen der Höhe der Hausklasseu-steuer nicht zur Vorschrcibung käme. Den Ausgangspunkt für die Bemessung bildet das nach den Hauszinssteuernormen für das letztabgelaufeue Zins-jahr festgestellte Brutto-Ziuserträgnis der von der Entrichtung der Hauszinssteuer befreiten Hans-bestandtheile. Besondere Ertragsbekenntnisse sind zum Zwecke der Bemessung der üperz. Abgabe von hausziussteuersreieu Gebäuden nicht abzuverlangen. — (Aus dem Sanitätsberichte) des Stadtphysikates in Laibach für den Monat Februar l. I. bringen wir nachstehende Thatsachen zur össent lichen Kenntnis: Der Krankenstand war im Vergleiche gegen den Vormonat in Zuuahme begriffen, vorherrschend traten Pneuiiivuieu, Pleuritiden uud Bronchitis auf. Auch die Sterblichkeit war bedeutender als im Jänner l. I, es starben 82 Personen, darunter 4b männlichen und 37 weiblichen Geschlechtes, 55 Erwachsene und 27 Kinder. Als häufigste Todesursachen wurden registriert: 14 an der Tuberkulose, 10 an Marasmus, 7 au Lungenentzündung und 6 an Schlagfluß. Es starben im Landes-Zivilspital 24, im Elisabeth-Kinderspital 2, im städtischen Armenhause 2, in der innern Stadt 23, in der Petersvorstadt 9, Polana 4, Krakau 3. Tirnau 3, Karlstädtervorstadt 1, Morgruud I Personen. Im Zivilspitale standen 742 Kranke in Behandlung, hievon starben 24 nnd wurden entlassen 289. In der Landes - Irrenanstalt befanden sich 123 Geisteskranke. Im Garnisonsspitale wurden 188 Kranke verpflegt, hievon starben 3 und genasen 81. — Diesem Berichte fügen wir einen Auszug aus der Mortalitätsstatistik der großen Städte an: In der ersten Hälfte des vorigen Monates sind als von je 1000 Einwohnern der Bevölkerung gestorben verzeichnet: In Wien 32 5, in Pest 44 1, in Prag 40'2, in Triest 40 7, in Krakau 42 5. Im Auslände kamen auf je 1000 Einwohner Verstorbene: In Petersburg 59 6, in Berlin 25 8, Paris 28 1, London 23 1, Rom 42'4, München 253, Brüssel 28 3, Odessa 304, New-York 22 6, Philadelphia 19 6, Boston 18 1 und in Chicago 133. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Zu Gaisbach in Oberösterreich, Stationsplatz der Kaiserin-Elisabeth-Bahn (Linz-Bndweis) hat sich in der Nacht zum 10. d. nach Bericht der Linzer „Tagespost" der dortige ledige 30jährige Stationsvorstand A. Mautner in seiner Wohnung erhängt. — Zur Errichtung des Walther-Denkmals in Botzen steht bereits ein Baufond von 11,432 fl. 97 kr. zur Verfügung. — Der Volksküchenverein in Klagenfurt empfing in den abgelaufenen drei Jahren an Geschenken den namhaften Werth von 3550 fl. — In den Staatsvoranschlag pro 1878 wurden für Regulierung der Mur 30,600 fl., der Sann 4000 fl. und der Save 2500 fl. eingestellt. — (Landschaftliches Theater.) Das Haus war zum Vortheile des Ehorperfonales vorgestern gut besucht. Vonseite vieler Theaterfreunde wurde das Theaterkasse-Reinerträgnis durch reichliche Spende von Geldbeträgen wesentlich erhöht. Gestern fand die letzte, aus Bruchstücken bestehende Operettenvorstellung statt, das gesammte Sängerpersonale nahm unter lebhaften Beifallsbezeugungen vom Publikum und Laibach Abschied; heute beginnt das dreitägige Gastspiel des k. k. Wiener Hofschau-spielers Herrn Meixner. Witterung. Laibach, 15. April. Morgens Nebel, nicht lange anhaltend, dann heiter, sehr warm, schwacher W. Wärme: morgens 7 Uhr-s-4 4°, nachmittags 2 Uhr -j- 19 8« 6. (1877 4- 8 2°; 1876 -j- 71° 0.) Barometer im Fallen, 739 50 mm. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -j- 102°, Zestti-e -l- 118', beziehungsweise um 11° und 2'7« über de« Normale; der vorgestrige Niederschlag 100 nun. Regen Verstorbene. Den 13. April. Karl Schlaffer, Handluna»com«t>, 35 I, Jakobsplatz Nr. 5, Herzlähmung. Den 14. April. Elisabeth Koricki, Anshilss-beamtensgattin, 20 I., Florianigasse Nr. 18, Pneumonie. — Rudolf Hauptmann, Fabriksarbeiterskind, 29 Gtun den, Kuhthal Nr. 15, Lebensschwäche. — Anna Dinter, Zimmermalerskind, 5 Tage, Rosengasse Nr. 37, Kinn backenkramps. — Joses Germ, Grundbesitzer von Gnten-feld, 49 I., Florianigasse Nr. 28, Gedärmlähmung. Den 15. April. Maria Saller, Hotelbesitzerstochter, 40 I , Wienerstraße Nr. 2, organischer Herzfehler. Im k. k. Garnisonsspitale: Deu 7. April. Jakob Zechner, Geselle III. Klasse der Militär-Berpflegsbranche, Bauchtyphus. — Stefan Buban, Unterkanonier des 12 Feldartillerie-Regiment?, Lungenentzündung. Den 8. April. Stefan Domitrovic, Infanterist des Infanterieregiments Erzherzog Leopold Nr. 53, Lungen tuberkulöse.___________ Telegramme. Wien, 14. April. Guten Informationen zufolge ist die Meldung deS Reuter'schen Bureaus aus Konstantinopel, wonach Graf Zichy die Zustimmung der Pforte zur eventuellen österreichischen Occupation Bosniens und der Herzegowina zu erlangen gesucht hätte, welche er für gewisse Eventualitäten als notwendig darstellte, unbegründet. Rom, 14. März. „Corriere Jtalia" will wissen, Bismarck habe die Verständigung in London und Wien übernommen, wenn folgende Grundlagen acceptiert werden: Abtretung Beßarabiens an Rußland gegen Compensierung Rumäniens mit der Dobrudscha, russische Gebietserweiterung in Asien einschließlich ErzerumS, Ausschließung der pecuniären Kriegsentschädigung von jeder Diskussion, wogegen die durch den Vertrag von San Stefano herbeigeführten Gebietsänderungen in der europäischen Türkei vom Kongresse modificiert werden können. Bukarest, 14. April. Nachdem Rußland Aufklärungen über das Einrücken zahlreicher russischer Strettkräste in Rumänien nicht ertheilte, beschloß die rumänische Regierung bei den Mächten zu protestieren. Täglich treffen mehr russische Truppen in Rumänien ein. Telegrafischer Äursdericht am 15. April. Papier-Rente 61'50. — Silber-Rente 65 40. — Gold-Rente 73 20. — 1860er Staats-Anlehni m.—. — Bans, actien 796. — Kreditactien 213 50. — London 121 75. — Silber 106.30. — K. k. Münzdukat«» b 73. — 20-Franc Stücke 9-74. — 100 Reichsmark 59-90. Lebensmittel-Preise in Laibach am 13. April. Weizen 9 fl. 43 kr., Korn 6 fl. 50 kr., Gerste 5 fl. 69 kr., Hafer 3 fl. 41 kr., Buchweizen 5 fl. 85 kr., Hirse 6 fl. 50 kr., Kukurutz 6 fl. 60 kr. per Hektoliter; Erdäpsel 2 fl. 85 kr. per 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. 50 kr. per Hektoliter; Rindschmalz 94 kr., Schweinfett 80 kr., Speck, frischer 70 kr., geselchter 74 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm ; Eier 2 kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 54 kr., Kalbfleisch 50 kr., Schweinfleifch 68 kr. per Kilogramm; Heu 1 fl. 95 kr., Stroh 1 fl. 78 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 50 kr., weiches Holz 4 fl 50 kr. per vier C.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. per 100 Liter. Theater. Heute (gerader Tag): Gastspiel des k. k. Hofschanspielers Herrn Karl Meixner vom k. k. Hofburgtheater in Wien: Der Winkelfchreiber. Lustspiel in 3 Auszügen, nach einer Idee des Terenz, von Adolphi. Hieraus: Sekretär und Koch, oder : Kleine Mißverständnisse. Lustspiel in 1 Act von Scribe, bearbeitet von Meixner. Frische Ziegenmilch täglich zu haben in der Reitschulgasse Nr. 2. (184) 2-1 Karl S. Till, Lllä- s. A»li>iiusiikl>^ 21 o. Vnler ilcr Tranige 2. Reich sortiertes Lager aller Bureau- und Comptoir-Requi-fiten, Schreib- und Zeichnenmaterialien. Afficheu- und Packpapiere, Farbe», Bleistifte, Stahlfedern, Siegellack, Copier-, Notiz- und Geschäftsbücher, Briefpapierkaffetten sammt Monogrammen. <158) 8 Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stofs und zu möglichst billigem Preise empfiehlt k. .1. Urunann, Hauptplatz Nr. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch au-gesertigl und nur deslpaffende Hemvcn verabfolgt §23j 6 Künstliche (i72) 4 Zühnr und Gelüste werden nach der neuesten Kunstmcthode schmerzlos eingesetzt. Vollkommen schmerzlose ZahnOperationen unter Einfluß des sehr angenehm wirkenden Eu^tgo^8 (Kiieko^l!ulgtl8) vorgenommen vom ^alvlLvL an der Hradeczkhbrücke im 1. Stock. M». Muudwasseresseuz Flacon 1 fl. und Zahnpulver Schachtel 60 kr. sind außer im Ordinationslokale noch bei Herrn Karinger und den Herren Apothekern Maier und Svoboda am Preschernplatze zu bekommen. Danksagung. Wir sagen allen, welche unserem unvergeßlichen Bruder Johann Pollack das Geleite zur letzten Ruhestätte gaben, sowie den Freunden und Bekannten, die durch andere Beweise ihre Theilnahme anläßlich des Scheidens des uns so thenern Todten zu erkennen gaben, unsern herzlichsten Dank. Insbesondere sühlen wir uns verpflichtet, dem hiesigen Schützenvereine und der heimatlichen Feuerwehr, sowie auch den Spendern der zahlreichen Kränze nnsern tiefgefühltesten Dank auszusprechen. Rudolfswerth, 10. April 1878. Die trauernden Geschwister. Fracht-und Lilgntbmfe mit Süd- und Rudolfsbahnstempel stets vorräthig in I. v. Kkeinmaijr A F. Kamberg» Buchhandlung in Laibach. KresdiM" I-ödsLL-Vsrsicköriiii§s-8o8ö11sc1l3.tt in I-onäon. Male kür 068t6rr6i6d: Optzrurm^ Nr. 8. ksekensekafts-ösniekt vor» I. 5 ult 1875 dt» tllvta»tvs 30. 7ant 1876: XctivL ...................................................kr. 57.495,329 15 ^adreseiakowwen »us Prämien unä Zinsen ...» 12.255,664 80 Xosrabluoxell kür Vermoderung«- unä Renten vertrüge, küdlkLuke ete. seit 1848 ......................69.352,21210 In äer letzten rvölfmonatl. OesedLftsperioäe vuräen dei äer üessllsedaft kür................................., 43.996,275 — neue XntrLge eingereiobt, voäureb äer 6es»wmt-betr»g äer in Leo Istrien 22 ^adren singereiobten Anträge sieb »uk rnekr als ............................... 767.000,000'— stellt. von» r. ^lllt 187S dt» tsvlaLtv« 30. For»i 1877: kr. 59 919,663- ^ctivs. ^adreseinicowwen »us Prämien unä Ansen . . 12 761 159 80 ^usüLdlunxen kür Versiodernnxs- unä RentenvertrLee, " ' Rüeklritufe eto. seit 1848 ....................77.000 000 — lo äer letzten rvüIfwonLtl. 6eseliäft8i>erioäe vnräen bei äer Vesellsedakt kür ...............................56 783,769 -- vene Anträge einxereiobt, voäurck äer 6es»mmt-betrag äer in äen letrten 23 ^»bren eioxereiedten Anträge sied auf mekr Lls...................................... 823,000,000' — stellt. Die 6eseIIsobakt übernimmt rn festen Prämien Versiederunzeu auf äen loäesf»!! mit 80 perrent Levinnantdeil oäer aueb vbne .^ntbeil »m Oevinll, ferner xemiscbte unä auf verbunäene lieben; sckliesst Renten- unä ^usstattunxs-Verträge sd; xevädrt nsek ärei^Lbrixsm Sestelien äer kolirsn äen Rückkauf kür koliren Luk l'oäesfL» oäer xeinisekt, velobe dieru bereebtixt sinä, oäer stellt für koliren auk 1'oäeskaU nacb ärei^äd-rigem unä kür Aussteuer-Versieberunxen nscL künksLbrixem Lesteben reäucierte Policen aus, für velode äann Leine weiteren Xablnoxen ru leisten sinä. (66) S i krosxeote unä alle weiteren Xufsclilüsse veräen ertdeilt äureb äie Herren Agenten unä von äem Oeueral-^enttzn kür Lrain, Lärnten unä Küdsteierinarlr Valentin lesekko, l'riSS-dsrslir-s.sss 2 iri Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.