OlliblllwMMiliT Nr. 1. halbj. Hi> lr. Mt der Post Z°n,j, ft. ,ü, h/lbj, fi. 7>^. "^ HN^^^^V^ ' ^)Ullllrt. Inslllionlglbüll- Für Nlint ?i lliatt b>< zu » geile» « t» . 8l«ßt« Pt. Zsill « fl,^ bt< eNnn, wlebnholungtn pl. Feile » l» 1875 Amtlicher Tkeil. Verordnung des Ministeriums des Innern vom I«. Tezember 1874 im Nachhange zur Verordnung vom 2!. März 187s), Z. 229, betreffend die Arznciverschreibungen auf Rechnung des Staatsschatzes oder eines vom Staate verwalteten Fonds. Mit Rücksicht auf die durch daS Gesetz vom 23sten Juli 1871. R. G. B. vom Jahre 1872, Nr. 10. fest. gesetzte neue Maß« und Oewichtsordnung wird im Nach» hange zum § 14 der Verordnung des Ministeriums des Innern vom 21. März 1870. Z. 22!). angeordnet, wie folgt - Vei Anwendung dcs metrischen Gewichtes in cincr Küchen Verschreibung (Recept) auf Rcchnung des Staatsschatzes oder elneö vom Staate vcrwnUelen Fonds sind: ») alle in einem Recepte vorkommenden Gewichts^ mengen in Grammen, das heißt mittclst des Grammes als Gewichtseinheit auszudrücken und b) alle in einem Recepte vorkommenden Gewichts« mengen mit arabischen Ziffern im decadischcm System zu bezeichnen. Dabei ist gestattet, unmittelbar unter der eben be» zeichneten Verschrcibwnsc einzelne oder alle Gewichts' mengen überdies innerhalb Klammern mit Buchstaben und mittclst anderer gesetzlicher Gewichtseinheiten lkilo^ gramm, Dekagramm, Decigramm. Ccntigramm) auszudrücken, wo immer der Arzt Vorsicht halber diesen Bor-gang für zweckmäßig erachtet. Hierauf sind in einem Recepte bcispielslveisc ein halbes Kilogramm . als z^ru si<^). zwei Dekagramme . . als ßiu. 20, drei Decigramme . , . als ß«u. 0,3 oder 0.30, fünf Centigramme . . als gni. 0,05 zu verschreiben und können beispielsweise fünf Zentigramme auch in folgender Weise ausgedrückt werden: 5fM. 0,0!) (09l»t.lj5IAlUM»tH ) vorgczeichneten Frachllirief-Formu lare (Anlage li und (^ zu ^ 50, Nr. 7) haben sich Schwierigkeiten ergeben, indem Abändcrnngsanträgc gc^ stellt wurden, über welchc weitere Verhandlungen einze» leitet werden mußten. Es wird daher die Zulassung dcr bisher giltigcn Frachtbrief Iormularien. welche nach dcr Einführung-Verordnung zum erwähnten Vetrtebs'Rcglement nur noch bis Ende Dezember 1874 zur Verwendung gelangen sollten, in Abänderung dieser Verordnung bi« Ende März 1875 erstreckt. Van Hans m. p. Kundmachung des Handelsminifterinms dom 2tt. «ovember 1ij74 betreffend die Zulassung von Nagen zur Aichung und Stempclung. Auf Grund der Verordnung des handeleministe» riums vom 17. Februar 1872 (R. G. V. Nr. 17) hat die l. k. Normal. Aichungscommission die nachstehend bezeichneten Wagen: 1. die Pfanzcder'schc obcrschalige Wage mit 12 Schnei» den; 2. die Pfanzcder'schc oberschalige Wage mit 16 Schnei» den; 3. die verbesserte Beranger'sche oberschalige Wage; 4. die Pfihcr'schc Dccimal.Tischwage; 5). die Pfitzcr'sche Decimal-Brückenwage, zur tlichung und Stempclung zugelassen. Dir nähere Beschreibung dicser Wagen ist in dem Berordnungsblattc für das Aichwesen. Nr. 3. vom Jahre 1874 enthalten. Ban Hans m. p. Dcr Minister des Innern hat die Ingenieure Sig» mund Ransburg. Karl Watzla und Gcorg Dorf« mcister zu Oberingenicuren und die Vauadjunctcn Ignaz Schrcy, Gustav Hausenbichler. i!orenz Bauer, Moriz Prinz. Wilhelm Hallada. Ädal bert Friedrich, Moriz El linger und EandiduS Thal mann zu Ingenieure»» für den Slaalsbaudicnsl in Slcicrlnarl erl»a»»nt. Der Minister des Ilmrr,» hat die ^naemcure Anton Wittmann und Martin Martin zu Obcriilgcmr»«,, nnd dic Äanadjnnclcn Pcler Grebi tschi lscher, Karl l^hlubna und Michael Bayer zu Ingenieuren für den Slaatsbandienst in Kärntrn ernannt. Der Juslizminifter hat den Bezirksrichtcr Philipp Ab ram in Tolmein auf sein Ansnchrn in gleicher Eigenschaft zum Bezirksgerichte Monfalconc versetzt und dc» Gcrichtsadjunctcn des Krcisgcrichls Görz Vcopold Budau zu»n Vezirlsrichtcr in Tolmcin ernannt. >n> 30. December 1674 wurde in der l, t. Hos »nb S «t»- »tntterti «n Wir» da» l.!l. VlUck de» Reich^gessyblatte«. ,oll»ufig blc>» in 5« dlulschcn ilusg^bl, ausgegebm und oerlende«, b-gung mehre» er Posiäm er >n Prag und dessen Umgebunz zur UlNtN'guilg vln Pc,1ssndunyen im n«!»nd oh»e Iut«»e«i»» von Ge< sülleorganrn; Nr. 149 die Verordnanq de« Finanzministerium« vo» ts >i» «embes l«74, betlssi'nb die Eoiltllilpfilchligltll de» Kaffee'« im Grenzbezirf« Vorurlberg« u id des Fürstenchu«» i?,ech< lelisiein; str. 150 die Kundmachung be« Hc»,!de<««ln,ft«rmm« vom ?V. ßio oelttber 1^74, betrrstsud die Zulassung oon Vag^u zul urs ^u dem Kp«»gtl 0e« V zirlsgenchle« ka»q^»loi« in NiedelVNelreich; slr. l5s d,e lUerurdnuna b,» Vlinifterieu de« Innern oom l6, De« Finder 1«74 im slachbanqe ^ur Verordnung vom l! Vtäsj >670. Z. 8L>. bell ffsnd d,e »r»ncivlsschseihunl>tn ain ^sch-nung de« Vl zeinbel Is74. vetrsfiend d e 2'Nr?clung b r Z»I»ssuuz d»r b,«herigen Glllch:bl,ef ^^rmuloi, (Nr Ztg. Ni. ^6 vom 30, Dezembtl , Nichtamtlicher Theil. Die hochwürbigen Hcrren Simon Wilfan. Probst in Rudolfewerlh. und Johann Kooalii. Dechant von Treffen, haben die unentgellliche veifrach« tung des für die Nolhleidenden in Ullterlrain geiam^ melten Getreides von Pösrndorf nach RudolfSwerlh be» werlslclii^et. Für diesen MildlhllligleitSact »iro dea genannte" Her en der gebühreude Danl ausgesprochen. ^aibach, am 2«. Dezember 1874. ü. k. Landeblegierullg süi Hrain. Der jungczechijche Parteitag beschäftigt die öffentlichen Blatter in erster ^inie. Di< vcrfassungefreundlichtu Joulnale sind durchwegs unzu frieden mlt deul iiraebmS, welche» zu leine« enlichil' denen Resultate in Richtung der schaut. Es war ihr mibearcifllH,, duß die Fiau da vor Hr. nclche sie so irm g geliebt, slerb n soUle. aber sie halle es ihr gesagt und «v.e sie jetzt da lag. so starr, >o still, da übeiwültigle sie «ine unythtuere Ungst und «urcht. ^ Doch jetzt! Plötzlich richtete sich die «ranke wieder »uf, und zwar mit einer Leichtigkeit, die jeden Hwrifel än ihre noch vorhandenen «raste ausschloß. lir»chrcckl »arrte das junge Mädchen in da« verzerrte Antlitz der Leidenden. „Sylvia, wenn er nicht kommen sollte!" stieß sie mit wachsender Angst hervor. „Ich kann nicht sterben, wenn ich ihn nicht mil meinem Willen bekannt gemacht, denn ich versprach seiner Mutter, für ihn zu sorgen. Ich wollte e5 thun, nach besten Kräften, mit Geld allein war ihm n'cht geholfen, denn er ift ebenso leichtsinnig al« gutmüthig. 6r hätte ein Vermögen in ein paar Izhren verschleiert und dann, wcnn ich todt war, konnte ihm von keiner Seite mchr Hilfe kommen. Und nun wenn er nicht käme. Sylvia! Ich habe dich zu» Unioer. salerbln eingesetzt, aber du wirst großmüthig an ihm handeln, du hast ein edle« Herz und weiht, was mein Wunsch war." .Nein, nein. lch weiß es nicht!" rief das juuge Mädchen angstvoll „Du hast mit mir nie davon aespro chen — ich ahne nur, an wen du denkst." „Wahr! wahr!" murmelt« dk Kranke tonlo«, .du warst so jung und so schuldlos. Ich wollte deine ,5reu> den nicht stören und dich nutzlos beunruhigen. Ich dachte nicht daran, daß ich schon stelben könnte. Und nun ist dcr Tod da er slehl an mei em Velle und lauert den Momen ab, wo er seine Knochenhand nach meinem Heizen ausstrecken kann. N>m ist e« zu spat. »ch habe leine Kraft mehr, dich mit allem, was mich bewegt. oe> kannl zu malten." Sie ,anl ochsend zurück. Da plötzlich j^gle ein Windstoß daher, so scharj und al,dauer«'d, wtc nicht z.ivor; in demselben «ugen blick wurde die Thür weit aufgerissen und im Gemache war tiefe Finsternis, während da« Fenster klirrend auf-und nicderllapple ..Tyloia! Sylvia! mein Gott. wa« ist die«?" rief die alte Frau. während da« Mädchen fich beeilte, da« Fenster zu schließen. ,.(t« ist nichts, Tante." enlaegnete Sylvia « glockenreine, beruhigende Stimme. „I'a. die Thür und lx»s Fenster! Ich will einmal nachsehen, der Sturm »uß sich au« irgend eine Weise Zutritt verschafft haben." Sie hatte das Fenster geschlossen und steckte mit einem Spähn da« ^'ichl wieder an. Dann schickte sie sich wieder an da« Gemach zu verlasse». In demselben Au» geublick aber ttal sie erschrocken einen Schritt zurück — sie suh plötzlich dicht vor sich einen Mann stehen. ..Outen Abend l" sagte eine tiefe, klangvolle Stimme. ..Mein Voll, Frederic!" rief die Kr«nte au«, sich aufrichlelld, als hindere nicht tue mindeste Kch»äche ihre Vewlgmlgen. >.iD, wie yul. daß du kommst — nuu llmn ich ruhig sterben." ,.Wa« sprechen Sie oom Sterben. Tante", sagtt Fredlric. sich jeine« ulvhe»» Maulel« entledigen», nihrend Lylvia ihn mit einem Gemisch von Ncugieroe und Er« staunen oelrachlele ..Sie weroen nicht in dem Auge«' blicke sterben, wo fte mir zum «rsten male in Ihre» 5i«« bcn einen Vcweis Ihrer Glvhmuch geben »ollen." Die alte Dame seufzte lief »uf. ,O Frederic, du solltest mindesten« jetzt deinen nn. v'rantworllichcn Leiülsinn beijeile lassen , flüsterte fte. Ich we,de den Morgen nichl erllben uno e« ift voch viel. was ich zu ordnen habe." ..Ich hoffe. Sie si o im Illlhume. Tame, doch — wenn S»e l« du»H»au« wul,,ch n ltr lirh sich am Bet e der allen Da»« niec»«, wahrend kyioia »n billelsler Birltgenheu oaftanb 2 „Fremd enblatt" sieht nur Confusion und Wieder« sprüche in den jungczechischen Resolutionen. Dieses Matt sowie die „Vorstadt-Zeitung" und „N. Frem» denblatt" erwarten nur von der Einsicht des czechischen Volkes selber, unter dem constanten Wirleu der Ver« fassung den endlichen Durchbruch einer gesünderen Wen» dung zum Bessern. Die ,.N. fr. Pr" will jedoch aus dem zur Hauptsache bedeutungslosen Parteit g wenigstens die eine lichte Seile htroorgehoben wissen, daß die principielle Verwerfung des Reichsrathes nach dem Programm ein- für allemal bcseiiigt und seine Beschickung als eine Frage der Zelt, der Agitatation, der politischen Tactik und des Lonsenses, des überstimmenden Willens der Vertreter des czechischen Volles erklärt ist Die „Tagespresse" und das „N. W. Blatt" sehen wenigstens in der voll« zogenen Organisation der jungczechischen Partei cine constante Grundlage für die Fortbildung des Actions gedankens geschaffen. D<« „Vaterland" begnügt sich, die Thatsache zu constatiereu, daß sich di^ Iungczechen nicht für die Beschickung des Reichsrathes unter den gegenwärtigen Verhältnissen erklären und daß dher die Verfassung«» treuen ln dem wichtigsten Punkte sich in ihren auf den jungczeischen Pirteitag gesetzten Hoffnungen wieder gründlich getäuscht haben. Die „N arodnl L i st y" reproducieren die einhellig angenommene Resolution des Parteitages, in welcher als Programm der liberalen Partei folgende Punkte aufgestellt wurden: Nationale Olcichbcrcchtigung, vollständige Glaubens- und Gewissensfreiheit, Erweiterung der Auto« nomie, Kampf gegen die Reaction, allgemeines Stimm-recht. Aufhebung deS Schulgeldes, Errichtung einer czechi. schen Universität, weitere Theilnahme am böhmischen Landtage, Bezüglich des Reichsrathes wurde die Beschickung nur dan» für möglich erklärt, wenn mindestens zwei Drittel sämmtlicher czechischen Abgeordneten dafür stimmen. Angesicht« dessen betont da« „Prager Abendblatt", daß der durch den Parteitag angestrebte Zweck erreicht wurde, indem ein ausführliches Programm entworfen un> angenommen würd-, in welchem jedoch auch nicht eines der ScblaWorte vermißt wird, mit dem die jungczechischen Blätter >eit Jahren zu glänzen pflegten. In dieser Hinsicht habe der Parteitag nichts neues geboten. Aufsehen erregmd dürfte dagegen sein, daß die Beschickung des Reichsrathes principiell nicht negiert werde. Die prager .Nation" cocha.iert, daß die cr Parteitag sich zu einem hochwich denn diese schleppen sich noch mit Husal und dergleichen > herum, während Fur und Genossen das „schwarze Ge- ! fieder" schon längst gespießt haben. „ConfessionSloS" sind ! sie bis zum Exceß, und am „StaatSrechte" (dem ihrigen) ! halten sie consequent fest. Nun, das find doch reine Brüder unserer Convictsjungen, nur etwa« edleres, be« reits destillierte«« Blut. Die ganze Welt lacht zu dieser „Freisinnigkeil" und den übrigen Tugenden, ein Beweis, wie Phrasen stets nur Phrasen bleiben und der Gedanke der Freiheit nur dort greifbar ist, wo er indie reale Politik übergeht." Die „Bohemia" hebt hervor, daß den stärksten Eindruck die Mittheilungen TladlowSky'S über die Altczechen gemacht haben. „Durch welche Macht sagte SladtowSly von den Mczechen — sind diese Herren emporgekommen? Durch welche Macht wurden sie oben erhalten? Sie stehen nur durch die Feudalen; diese halten sie noch. Drängen sie sich nicht mit aller Gewalt den Kle:icalen auf, damit sie unter der Decke des schwarzen Gewandes ihre Macht erhalten können? Ohne diese wären sie längst machtlos; oavon sind sie übcrzeugt. Die Mcze° chen sind einfach Pharisäer. Am ungeziemendsten betru- gen sie sich in Wien, als sie die ganze staaterechtliche Opposition zur Ergebung auf Gnade und Ungnade zwingen wollten, während doch die Mehrheit ihre «n» schauung nicht theilte. Damals spukte die Rechtspartei und er (Dr. Sladlowsty) äußerte damals zu Dr. Ri«. ger und Herrn Palacly, daß er nicht die Ehre habe, der sogenannten Rechtspartei anzugehören, sondern der nationalen. Damals zeigte es sich am besten, was das fiir Führer der Nation sind, di^ stets Ausflüchte iuchen. um sich nur nicht offen zur Rechtspartei bekennen zu müssen, der sie doch angehörten. Die Rechtepartei wolle die staatsrechtliche Opposition cls Fußschemel benutzen, die Iungczechen spannten aber aus, als man die Eze- chen vorspannen wollte. (Lange andauerndes „Slavo/,) Die Vorgänge vor dem Eintritte in den Landtag und das damit verbundene Austreten aus dem Klub schildert der Redner mit gehobener Stimme. Tr. Ricger habe im Klub dictalorisch kundgegeben, daß in der Versammlung von tincr Lanotagabeichickung nicht mehr gesprochen wer> den oürfc. Gleichzeitig sei oon verschiedenen Kamm«!' junqscrn von einem Ausgleiche gefaselt worcen (anhat« lendce Gelächter), und deshalb habe man austreten müssen. Redner sagt, er habe nie als Dictator gehan' delt, sondern als Mandatar. Wir werden, so ruft er, nicht mehr tanzen, wie man uns vorgeigt. Der „Tagesbotc" erkennt die Bedeutung des Parteitages in der nunmehr erwiesenen Thatsache, daß es wirklich eine jungezechische Partei im Volle gibt und daß diese — die Partei der Action im Wachsen begriffen sei. Die Reoen, die gehalten wurden, haben nichts neues gebracht, Die Vorwürfe, die gegen Palacly und Rieger mit Recht erhoben wurden, sind schon früher oft genug erhob«, wol den, merkwürdig bleibt es nur, daß solche Vorwürfe in einer Persammlung von 700 Czechen erHoden werden konnten, ohne irgend den minbesten Widerspruch zu erfahren Was in der Resolution fehlt, ist wichtiger als alles, was in ihr enthalten ist. Das „cze< chische Staatsrecht" ist in keinem der beschlossenen acht Punkte auch nur mit einem Worte erwähnt. Dreizehn ..Sylvia geh auf dein Himmer", sagte die alte Frau, ..ich »erde dich rufen lasse", wenn ich deiner bedarf" Sylvia verneigte sich araM und verließ dann das Oemach. Sie sah reizend au« in ihrer Verwirrung. «Alle Wetter. Tante! — wenn ich gewußt hätte daß Sie eine solche Prinzessin hinter diesen alten Mauern verwahrten, ich würde wahrlich nicht so lange mich ge weigert haben, Ihnen meinen pfl'chlmäßiyen Besuch ab' Matten." .Gefüllt sie dir, Frederic?" „Sonderbare Frage, verehrte Tante. Sle sollten wissen, daß ich ein Kenner von Frauenschönheit bin. Ihre Frage könnte mich beleidigen!" versetzte Credent. Die alte Dame stieß einen jchweren Seufzer aus. .,O, Frederic, wenn du doch anders wärest, wie »ürdc mich das in meiner Sterbestunde trösten und beruhigen!" flüsterte sie mit leiser Stimme. „Warum besserst du dich nicht?" ..Vermuthlich, weil cin sulcher Versuch sich als durchaus nutzlos erweisen würde", lautete die spöttische Antwort. „Frederic, du weißt, welches Versprechen ich deiner Mntter gegeben habe?!" „Allerdings, Tante. Sie wullten mich zum Universalerben Ihres sehr bedeutenden Vermögens einsetzen, wenn Sie das Zeitliche segnen sollten." Ein bitteres Lächeln umspielte die kippen der Kranken. Die Herzlosigkeit des Neffen verwundete sie anfs tiefste. „Nicht so ganz, mein Herr Neffc", versetzte sie in gereiztem Tone „Ich habe deiner verstorbenen Mutter gelobt, für dich nach besten Kräften zu sorgen, und dir, wenn du dich dessen würdig machtest, einen Theil meines Vermögens zn hinterlassen." „Ah!" rief Frederic gedehnt aus, indem er eifrigst bemüht war, seinen Schnurbart zu drehen. „Du wirst aber zugestehen müssen, Frederic, daß du dir eben nicht sonderlich Mühe gegeben hast, dir meine Zufriedenheit zu erwerben. Seit dem Tage. wo du zur Universität abgingst, habe ich dich nicht mehr gesehen, und was ich von dir hörte, war eben nicht sehr geeignet, meine Liebe und Achtung vor dir zu ver mehren." Frederic biß sich zornig auf seine kippen. In sei nem dunklen Auge blitzte es, aber er hielt es für angemessen, seine ungezügelten Leidenschaften zu mäßigen ein langes Leben war der Tante gewiß nicht mehr zu> zuschreiben. „Jugend Hal nicht Tugend, Tante", versetzte er gleichgiltig. „Ich huffe nicht, daß du mir alle began genen Thorheiten als Verbrechen anrechnest." „Thorheiten nicht, Frederic, aber andere " Die Anstrengung des Sprechens war der Kranken zu groß gewesen, sie sank in die Kissen zurück und lag leblos da. Frederic war nicht im mindesten erschrocken. Seine Gedanken beschäftigten ihn überdies so sehr, daß er kaum das eingetretene Schweigen bemerkte. Er hatte erwartet, von Lady Meruille zum Universalerben eingesetzt zn werden und darauf hin nicht unbedeutende Schulden cuntrahiert. Wie, wenn es nun nicht der Fall wäre? Sir Frederic fand es unangenehm, nnr bei diesem Gedanken zu verweilen, cr schüttelte ihn gewaltsam ab und »nachte jetzt einen Versuch, die Tante ins Leben zurückzurufen, indem er verschiedene Gläser und Buchs-chen, welche auf dem Tische standen, öffnete und den wohlriechenden Inhalt über sie ausschüttete. (Fortsetzung folgl.) Jahre lang haben die jungczechlschen Matadore mit Elfer und Begeisterung, um nicht nicht zu sagen mit Wuth, »ie sich gegen die Andersdenkenden lehrte, das Thema vom „czechischen SlaatSrecht", diesem unverletzlichen Pal« ladium der Nation, behandelt; dreizehn Jahre lang ha« den sie sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, wie sie denn auf dem Boden dieses verschollenen Staaterechte« demokratische Ideen aufbauen wollen, im vierzehnten Jahre bekennen sie- Wir sind consequent, wenn wir endlich über dieses Staat.S recht zurTages-drdnung übergehen. Daher kommt es, daß Slab-kowsly sich genöthigt sah, so ausführlich von seiner uob seiner Partei Consequenz zu sprechen und mit all« Ent-schiedenheit den Elnwurf der Inconsequenz abzuwehren. Die Lage in Ungarn. Im „Egyet6rtsS" erhebt sich eine Stimme, jene be« Ludwig Mocsäry, um die gegenwärtige Lage Ungarn« zu besprechen. Mocsäry weist darauf hin, daß es nunmehr Hauptaufgabe der Parteien sei, die Regelung der Finanzen durchzuführen, und findet, daß die Behauptung der bisherigen Standpunkte der beiden großen Parteien, insbesondere aber die von den Organen 5v>. D^l-partei aufgestellte Lehre, der 1807er Aus^i^ ,/st unverändert aufrechterhalten werben, zubedl:.! ^ ..Den Staatshaushalt in Ordnung bringen, d«m Staalsbankerolt ausweichen, für die Zukunft den wirth. schaftlichen Fortschritt sichern wollen, - heißt e« in deu» Artikel - dabei aber aussprechen, daß mail auf keiueu Fall an dem 1867er Ausgleiche rütteln darf, selbst wen« sich dessen Revision als unvermeidlich erweiftn sollte das hat keinen Sinn. Unseren Uebelständen muß um jeden Preis abgeholfen werden, und daß zu d,- Nus« gleich unberührt, unverändert aufrecht erh^l-, bleiben müsse, und wenn es sich als unerläßlich er otiSl, baß die Beschränkung der Htaatsausyaben sich auch auf die gemeinsamen I»siitutiol>en erstrecke, welche sie? im übrigen jede Anstrengung vergeblich erweist: dann mögen sie da» vor nicht zurückichrlcken, dieje Institutionen einer Reol-ston zu unterziehen und mögen Mittel und Wege suchen, wie eS möglich wäre, den gemeinsamen Angelegenhellen, beizulommen." „Es scheint, — heißt es zum Schlüsse -daß wir etwas in der Luft zu fühlen beginnen, was un« ahnen läßt, daß die Zeit nahe ist, in welcher »lr nicht Muße haben werden zu Slreltigieiten, sondern in einander die das gemeinsame Vaterland liebenden Patrio en erkennen werden. Und ich sehe, daß bereits jetzt da« ue« genseitige Verkleinern und das gegenseitig .Hernntet> reißen" nicht mehr vom Herzen kommt. Man möge ka< her weder auf der Rechten noch auf der Liim > auf jc.1' hören, welche das Publicum die langweilig« ewige Hetze nach rechts und links aufs neue beginnen lassen wollen, jetzt, wo mit der Inangriffnahme der Vorarbeiten da« Vorspiel für die Wahlen seinen «nfang genommen hat. Fassen wir die Sache ernster an, denn die Zelt ist sehr ernst geworden." Der ..Ungarische Lloyd" erklärt, daß der kurzHe Weg zur Parleienver söhnung in Ungarn— zuM Friedensschlüsse zwischen dem linken Centrum und den Deakisten - mitten durch den cisleilhanlschcn Gelosückl hüldurchfiihrt. DaS genannte Blatt sagt: „D S vom „llnlen Centrum" gepsiegte und Vtr-breitete Schlaawort von der absoluten Schädlichkeit und Gefährlichkeit des Ausgleiches mit Oesterreich erführt seitens der eigenen Partei heule schon cin ziemlich offe»« Desaveu; es findet dieses Wort auch beim Volle leinen re '? " der handelspolitische Theil jenes Ausgleich ein „noli ms tanßsry« sei, sondern m°, hier bereit, unter Festhaltung des staatsrech eine zweckentsprechende Revision respective A< ^ ^ .< ^ jenes anderen finanziellen Theils de« mit Oesterreich auf zehn Jahre geschlossn Vertrage« vornehmen zu wollen. Durch diese beide iW- 5?^ cessionen sind die beiden großen Parteien li , , ,' cHiell näher gerückt und es bedarf nur ^ l.«.iklkn Muthes, die rich'ige Theorie auch in di- Pcari« zo übertragen; d. h. diejenigen Männer, welche hüben un, drüben also denken, müssen auf der Basis oes ,l. .liachdeiu ein Vorschlag Englands dies in ciner Wcisc bezweckte, welche bei teinem der bethciligtcn ssabinclc Anklang fand und alsbald bei Seite geschoben wurde, ist neuerlich das Berliner Cabinet bestrebt, eine von ihm ausgehende Proposition der Pforte plausibel ;u machen. Dicier Borschlag, dem vorauosichlich auch Oesterreich Ungarn und Nußland beipflichten dnrftcn, empfiehlt der Pforte, sie möge, nachdem sic Kenntnis von dem Abschluß der Vorverhandlungen zwischen uusenr und der rumänischen Regierung erhalten, diesem Ueber cinkommcn durch einen besonderen Ferman ihre Ratification ertheilen. Der Unterschied zwischen diesem und früheren Vorschlägen läge also dariu, daft die letzteren gewissermaßen l-urt» l)ilo»e« liessslirlcn, indem dir-Pforte > im vorhinein den Fnrstcnthümern ihre Zustimmung zu den erst in Aussicht genommenen Uebereinlommen zu« sichern sollte, während es sich bei dem neuesten Vorschlage um eine nachträgliche Ratification zu hcmde.ln scheint. Daß diese Proposition der Empfindlichkeit der Pforte im weitesten Zugeständnisse machl. isl handgreiflich. Dir türkische Regirrung lann sich leine«sn»ls dnrilber bctlagcn. daß man sie brüslicrc und es kommt nur auf sie an, vb sie diesem (5ulgegcntommcn auch die richtige Würdigung augcdcihen läßt oder es vorzieht, sich in jene wclt-lchmerzlichc Resignation zu hüllen, wic sie die bctanntc Note Uarifi Paschas athmet." Politische Uebersicht. vaibach, l. Jänner. Die erste Nummir des neucn polnischen Blatte« ..Djczvzna" !.,Vaterland^) vcrspvichl für die Ver wirllichung polnischer Bestrebungen auf Gasts der der nationalen Entwicklung günstiaen österreichischen Verfassung cinzutrcten und sich von nllcn (^olcric Umtrieben, von religiösem unk nationalem ,^anatistmuS ser«e zu haltcu. Nm ^0. v. M. wurde in beiden Häusern des u n garischen Reichelages eine Anzahl Geschenlwiirfc pro rnulgicrt; das I nco mpat ib il itätss, c s eh war nicht darunter. Auf private Anfranc.i einzelner Ab^cord nelen soll der Ministerpräsident erklärt haben, das Gesetz sei ^och nicht der Allerhöchsten Sanction untervreiltl »norden, sonst ständen aber keine Schwierigkeiten im Wege. In der kroatischen 5' notagssitzung wurde am Al. v. M. über da« Budget debattiert. Der Antrag otS Nbg. Malanec auf Streichung de» Disposition« fonds wurde unter lebhaften Bertrauer.slundgcbungen für den BanuS verworfen und der Dispositionsfond in der Höhe von 10,000 fl. bewilligt. Der „Ungarische ^oyd" meldet, daß demnächst die üommissionSberathungen in Br.ody und Nowos,clica, belreffend die Zoll« und Eisenbahnsrageu zwi. schen Rußland und Oesterreich Ungarn, stall« finden werden. Dic rumänische Kammer hat auf Wunsch dcs Ministerpräsidenten dic minder wichtigen Bcrathungs gegenständc vorläufig von der Tagesordnung abgesetzt, um noch vor dem Wcihnachlsfestc der rumänischen Kirche das rectificicrtc Budget pro 1875 zu votieren. Das-sclbe wurde in Berathung genoinmen. - Der Senat hat die von der Regierung vorgeschlagenen Abäuderun-gen dcS Strafgerichts Verfahrens mit großer Majorität angenommen. In Paris nennt man schon die Rainen der neue n Minister: Laboulayc, Lambert. Saintc-Croix, Äc> rmgcr, Dufaure, Mettetal und andere. ,.«a Presse" bestätigt, daß das französische Ministerium in seiner jetzigen Zusammensetzung der Hammer gegcnübertretcn werde. Das Ministerium wird demselben Blatte zufolge dic Priorität dcs Se natsgesetzes verlangen und ans dieser Forderung eine Eabinetsfrage machen, Gleichzeitig verlautet, daß wieder Anstrengungen gemacht werden, um dir Majorität vom ^4. Mai wieder herzustellen, und bringt man ncuestcns auch die Reise einigcr lcgilimistischen Deputierten nach Hrohsdorf mit diesen Bemühungen in Znsammcnhang. Dagegen glaubt die „France" versichern zu können, die Reise sei lediglich uutcruommcn wordcn, um von dem Grafen Chcmbord eine Erklärung zu erwirke», welche veröffentlicht und im Nothfälle von der Tribüne hcrab verlesen werden könnte. Durch diese Erklärung soll daß ablehnende Votum der äußersten Rechten bei der Ab ftimmung über die constitutionellen Gcsctzc motiviert werden. )'llox<'ru vuxtati-ix), enthält nachstehende Nestimmungcn: Die Besitzer von Wcinpflauzuugcu sind verpflichtet, bci Wahrnehmung von Anzeichen, welche nach den bc kannten Erfahrungen auf das Vorkommen der Reblaus in ihren Wcinpflanzungcn hinweisen, sofort dem Gc-mrindevorstaudc die Anzeige zu erstatten, welcher dicfclbc unverzüglich an die polilifchc Aezirl6bchol.de einzusenden und vorläufig, bis aus weitere Anordnung der politi schen Bezirlsbchördr, das Verbot der Ausfuhr von Re bcn, dann von Pflanzen, Pflanzenlhcilen und anderen Gegenständen, die als Träger des Insects bckannt sind, auö den lnlruffcuc» Pflanzungen z»> erlassen hat. Wenn die politische Bezirtsbehörde durch eine solche Anzeige oder aus anderem Wegc Kenntnis erlangt, daß in Wein Pflanzungen Auzcichen von dem Vorlommeu der Reblaus wahrgenommen wurden, hat sie die betreffenden Pflan zungen einer Durchforschung zu unterziehen Stellt es sich durch die behördliche Erhebung hnano, daß dic Reblaus iu bcn lmrchforschteu Weinpslanziliu^ü nicht vor lomml. ss hat dii polilischc Äezirlsbchördc dao von den» Gcmcindfvorstlmde vorläufig verfügte Ausfuhrverbot zu behebe». Wird hingegen das Vorhandensein der Reblaus sichergestellt, so ist die behördlich eingeleitete Durchfor schung auch auf dic be»achbarle» Pflauzuugen auszu-zudchnen uud siud zugleich die Besitzer entfcrntrrcr, der Ansteckung minder ausgeschtcr Weinpflanzungcn aufzu jorocrn, dicsc sclbsl zu ouichjlnschen und das Ergebnis der politischen BezirtKbclMdr anzuzeigeu. Gehlere hat das voui Gemcindrvm-standc vorläufig verfügte Ausfuhr^ vc^bot zu bestätigen, beziehungsweise weim dasselbe nicht verfügt wurdc, selbst zu erlassen uud auch auf jene be nachbartcu Pflanzungen auszudehnen, deren Ansteckung zwar nicht lonslaliert isl, die jedoch derselbe» verdächtig oder von ihr nahe bedroht sind. Das Verbot isl in den Weingegenden des Bezirkes in ortsüblicher Wcisc und durch dic ^'andeszeitung kundzumachen. Weitcrc Maß rcgcln, wclchc gccignrt sind, die Ansteckung zu beseitigen und die benachbarten Pflanzungen z» schuhen, tonnen vou der Vczi'.lsl'chlndc in dcm Falle augcnrdnct wcrdm, wcnn die voraucsichtlichen Nostrn dcn mit Wahrschcin lichlcil ;u crwarlrnds» Rutzen nicht übenviegeu. Untcr dirscr Vnnnlsslljunss kann die Blzirlsbchordc crfordcr «ichrnfall,» zun, Schutze aue^rt.l!)!,tsrcr Wli»pfta»zungrn auch solchc Mcißrcgcln anordne», wclchc dic Bcschiidi-gung odrr Zcrsldru?ig dcr Pstanzuugcn aus dru bctrof fencu Gründen und in dcr nächsten Umgebung mit sich bringen; sic kann wcilcr vcrfügcu, das; solchc Gründe ans eine bestimmte Zcit dcm Wciuuauc cnlzogci' und einer anderen Kullurart gewidmet werden. Die Aus> führuug dcr ciuzclncn Maßregel» kann culwcdrr drn Grundbcsitzcru übcrlragcn und vou ocr Bchöror über^ wacht odcr vo» dcr Vchördc sclbsl licsorgl wcrdcn. Gc> gcil Eulschcidilugcn und Verfügungcl, dcr politischen Bc hördcn, wclchc in Durchführung dieses Gcsctzes crlassrn werden, kann die Berufung an die höhere Behörde bin nen vierzehn Tagen »ach ttuudmachilng, beziehungsweise Zustellung dcr Enlschciduxg oder Verfügung, schriftlich odcr mündlich bei der polilischcn Bczirksbchördc cingc-bracht wcrdc». Vci «Gefahr in Verzug ka»u ungeachtet dcr erfolgten Berufung von der politischen Behssrdr die Vornahlnc dcr zur Beseitigung dcr Gefahr u»bringt nothwendigen Vorlchrungen augeovduct wrrdcn. Uebrr-lrclungcn dieses Gesetzes uud dcr zur Ausführung des selben erlassenen Verordnungen und Verfügungen sind mit Geldstrafen bis 100 fl, oder mit Arrest z» ahnden, ^n Fällcn drs Huwidcrhandclns gegen daS Verbot dcr Ausfuhr von Reben können Geldstrafen bis :i0<) st. verhängt werdcn. (Schluß sol»!) ßagesneuistkeiten. — ( V c, m ^l, h, H o s,. > Drr „V^mia" wnd auß Wien miigclhllll: ^Nach allen bi« heulc vollilyendtn Virlbungn» wirb es im hsliiigtn Wlilfcr der U. h. Hos stin, »»lchcr unsrrci Vc-scllschajt illbr,>lss auj Uslshlüig delselbe» mi! gulsm Veispillr vor aiifffhsn wird, Sci! cmcr Ncihs »on Iahrm walln es imms» in die Wilinc>m Wrgl ftsh», auch derails b,l- Kllüdc vli, gröhlten Hoftfften, die hill wir in Gndapeft flall' ftnds,, wlidsü. in dil Olfftnllichl,» geloügl Mit dsm 12, ^än-«s, l8?5> wt'de« Ihre Maicsttilln ihrrn >n'sli!haN in Niln Nfh ine» nnd bi<< in den Ffbrnar hinein hill vcrwtikn FNr ,i»i,ss Krlstolralis dttrslt dis« imoxr^ill drn Impuls zur Entfall«»« eintl nlli^srsn Mepräslutllliou billen. während man glslchzs» «mug dlfje auch »us den ersten Vlicl jedem geläufig »erben »»ß Und doch ifi es eine unbeftrsiN'Ml N'lchil'sil, d»ß tin solcher el< uuL ^l»d«uft hluei»» gelragen wird, im Verhältnisse ;u, ßroßen Muffe, ein noch io lleiner " - , ?l l l er h o chste Spen b e.) Se. Majestät der « » > s e r hoben sur dle freiwillige Feuenoehl de» Marlles Isffer eine Untcrfiiihuug vou 2lX) fi. zur Forderung »hrer Zwecke j,i spende» geiub«. - »« «nberlhalbsache. flir Nachtvisüen da» Doppelt^ zu entrichten P« Werth einer vom Arzte im Inlereffe de» Kranlen verbrachten stunde wird mit ü st. angenommen. Vei Lousilien ist del be« handelnde Nr^l mii dem Lonfilolm« nleichzuftellen. Flt^ H»»«-ordmalionen ist wenigsten« der halbe velrag einer einfachen Bifite zu enNlchteil. n . Ingenien, der Mudolstzbahn und Fräulein Julia H o f s n> a n n , Druckercibesitzerin, waren die Vrautleuie Den Äct der Trauung nahm üommissär Murmayer vor und hielt bei dieser welegsnlml eine gediegene die Wichtiglei» dei Eh, uno der eyllichen Pflicliteii belrefiende Anspracht an d»e Vronlleut,, ^rozes; Äiuim,,' Oegeu du» lirlhell lm Aluim'schen Prozesjt wurde uuch der beirlll! vorher elhobeuen st»at»<»ll»«ll-llchen Appellation am 2!>. v. M. in später Ubent»nunb< «uch sfüen? t>s« Grasen Arnim die Verusung eingebracht Locales. (Nnlr! eununq und Spende.) Herr H««««ß««< ralh Piosrfslir Valruta ipendete au« Aulah de» Feuer» l« tz« Vljlveftiinach« fllr den llutllfiUhungffonb der freiwillig n Feuer wehr den Vellag von jliuf OnldtN ' l M i! i l ie:RcstlMs!»s und Nowan V » n » an n be« 4ssie« Iujanllrie Megimrn!» ^ der Offizier» Glellvcrtrele? Josef F, ller dr« 17. Zlijlllitsli^Ncglments. de!»lng»ooljchrif» siir da« Heer ,,«b b«, O». gaüisirrung dr« Oeneralstabee u,chl vor Npril publ>l>rrt und die »ulhwcndigsn PeljonulvelllndetUllglu gleichzeitig mit dem M«<> . Avancement zur Durchfilhruna gclllllge« weldeu - - lDel hic! ige O rm c > « d e» a lh ^ hosfl »i, «Ülll„geu br, sedeclung de« Oemeli,«»,. Eljotderuisse« pro IK75 zu sinbeu uud wird milleltt «»er Pell« tiou au den Vicichsruih das Ansuche« stellen, doß der 2o»mu«t i,'aibach für Vijcrglmg de« ci s s e « l l i ch e n Dienste« uub tzer i u d l v « d u c I l e n Sleullrinhebung eine entsprechende Dotation au« dcm Staa^ichatze bewillige» werde, ( Unlere freiwillize Feuerwehr) saßt, t»e« bereu« bclauiüen löblichen Veschluß . eine Vl u si ll» p , l l e >n« ^clicn »u rufen. Herr Karl Milel, ehemaliger Kapelle mcifier, wurde Uli! der Dulchfllhruug dirsl? Vl-schlufse« betraut; n cluffosls um I' Oflobrr v. I. eine Vlüsilschule, in welcher nahezu 5/» ocrschisdrnen Ocweiti«llelssti angehängt, sUr Musil Tlllelü und Lust zeigende jungs ^'enle u» Wochentagen von 7 bi« 10 Uhr avcnd«, an Sonntagen Vm- und Nachmittag Unterricht aus Holz und Vlechmusil»Instrumenten erhalten. Dieser Uni'iricht wild lpsttmmahig ertl-elll, Die b«hcr,gen ,n so lurzer Z,il er» zielten giinstigrn Nesultate berechtigen z» der Hoffnung, daß in kaibach in nichl allzu ferner Zeit eine tllchtig geschulte städtische Muslllapelle auftreten diirfle, Feuerwehrhauptmann Herr Do-b e i I s! u»d jiine musilfreunblichen Kameladen widmen diesem Plojecie vollste Uufmertsomleit unt» ein u>chl geringer Velraß ging bereit« fUr diesin ^well zu Handen de« Fei^rwehlcom-mando« ein - (V en esi z » n zei g r) Unfere deulfche viihne brmßt am Tiuetag den 5», b. zum Vortheile nnserer vorzügliche« Schaujpiclerm. de« Fiäulem Marie Klau», ein große» historische« SmsaNll««llang,eren N„ch d,e l, l. Unteroff,' ,z,e»t lmferrl Garnison beabsichtigen, im Verlaufe be« Fasching« in« Heuer zu gthrn und ein Tanzlrilnzchen zu velllnstalle» . (Fleischtari, pro Jänner) D»« Pfund »int,-fleisch bester Qualität von Mastochscn lostet 2'< lr., mittlere Sorle 25, lr., geringste Sorte iii lr,; von Kllhen uud Zugochse« lofts« b»e drei Vorlcn Fleisch !^0, 22 und resp i» lr< 4 — (Dir gestrige «usilalische Voirs«) im <5la«salon der Tasinoreftauration war sehr zahlreich besuch» »nd prognosticiert für da« Jahr 1875 ein recht gesellschaftliche«, sehr nmmierte« Zusammenleben. Die Musitprobuctionen der Regi» mentstapelle Herzog o. Sachfen-Vtemingen gaben dem ersten Ver» gnilgungsabende de« Neujahres tinen recht belebenden Anstrich. — (Thierschntzverein.) Der lrainer Filiale de« gra-zer Thierschutzvereine« sind im Dezember v. I. nochgenannte Her» ren al« Mitglieder bcigetreten: Calligarich Crnft. Lehrer an der Handelslehranstalt i» Laibach; Henlii Marku«. Gutsbesitzer in Lommenda St. Peter; Eunder Jakob, Nealitlltenbesiher und Vlir-zerweifter in Mannsburg; Drabel Wenzel. Gaftwirth in Mariafeld ; Debevc Johann, l. t. Postmeister in Stein: Delleva Iobann jnn., slealitätenbesitzer und Vürgermeifter in Vritof; Elfner 3o-hann, l. t. Vezirt«richter und Fröhlich Anton, «ealilätmbefiyer in Stein; Garzarolli Josef Edler v. Thurnlack. Gutsbesitzer in Genosetsch: Hammerl Johann, Verlehrs-Nssiftent der Sübbahn in Salloch; Iahn Adolf, Apotheker, Klaniic Stefan, t. l. Vezirt«-hauptmann, und Kecel Johann, Gutsbesitzer und Vurgermtifter in Stein; Millaviii Varthol., k. l. Eteuereinnehner, Modic Ore-gor, Berzehrungsfteueragent, und Olorn Ignaz, Pfarrer in Ge» nofetsch; Planinec Franz, Vertehrs-Assiftent der Giidbahn in S«l-loch; Praschniker »loi«. Gutsbesitzer in Stein; Pauliu Mbert, Foiftverwaller in Senosetsch; Schaschel Felir, l. l. Vezirt«c«m-missilr in Laibach; Star«- Iuliu«. Realililtenbefiher in Stein; Seseg Franz. t. t. Steutr»mt«-Colllcollor, und Strem Franz, l. l. Tteueramts-Adjunct in Senofetsch; Wolf ßr«iz, Privatier in Mannsburg und geleu Josef, Realitätenbefitzer in Senosetfch. Weitere Veitrittserklärungen nimmt entgegen der Filialvorsteher und aus Gefälligkeit da« Zeitungscomptoir > »in« z«i»r reiche /^uzv»^1 »u>r X^t«n üllvdel »an 6en elnl«<^»»l«n l>l« »u nt««<«« »m l>«!f«l l»»t»«n un-<. — v«nt,»ctim l(X)0. «ledil'Nctin, «35 7b. - London 110-45 - Silber 105-. «. l Viunz-Du. «»ten — N«pol«n«d'or 8 89 »len. 31. Dezember. «Uhr. GHlußcnrse: «reblt «575. «uaU» 141 50. Un»on 1>6—, Fr»ncob»nl bit «5. H«ndel«d«'l 70 60, V«rem«banl 18 —, Hypothetarrentenbanl l<) - , allaemei", Vaugesellschaft 29 , «iwer Vaubanl 41 85, Unionbanbanl W 50, W«ch«ltlbaubllnl l4 —. Vrigiltwauer 9 —. Staat«bahn Mj-, lombard«, 1»7 50. «ommunallose —. Still. Verstorbene. Ven ^8. Dezember Paula Kralar, l. l Postamtsdiener«-lwd. 1 I, N Vl., Tt. Petersvorstadt Nr. 55, LungeuvdeH. — Maria Dolinset. Inftilutllar«e. 8^> I.. Versorgungshau« Nr. 4, Altersschwäche. - Karl Kopp. t. l. ».'ielltelmntHrmb, 3 I.. Ttadt. Nr. 167, tuberculüse Hirnhautentzllnbung. — Gabriele H«mon. l. l. Poftoffizialölino, 4 I., ii W., Tlrnau« Vorstadt Nr. 14. «achenbräune. — Mathias Vuzelj, Inwohner, 48 I., Eioilspital. Fallsucht. » Maria Kosmatin, »rbeiterin, 70 I., Livilspital, AllerMwHcht. «loisia Fieiin t>. Sckmied, bürg, geb. ssrni» ». Schweiger, t. l Gtatthaltei ^ Vicepräftden-tensvitwe. 59 I. Stadt, Nr. I«7. Herzlähmung. Den 25. Dezember. Waria Ne,laj, Inwohnerin, 70 I, Stadt, Nr. 119. rungenpdyjcn. - Friedenla Perenit, Watte, 6'/, I., Stadt. Nr. lW. Halsbräune. — Martin Verhovc. «^ beiter, 58 I., Civilspital. Gehirnschlagfluß. — Maria IchiG, laildschaftl. PortierStochter. 17 I.. Stadt. Nr. 2l8, «achenbrünne Den ^i6. Dezember, Maria Iavornigg, Schmievgefellench» lind, I I., 3'/, M.. Ht. Petersvorftad». Nr. ^jil. «aHenbrilune — Franz Noval, »rbciler, KOI., Hralauvorftadt Nr. !iA, Schlag« ftuß. - Franz Lulel, Spiunsablikarbeitelsllnd, 3 W, Sl. Peters' Vorstadt Nr. 71, Fraisen - »lbina Hermon. l. t. Poftofftziatt' lind, li I.. 10 M. Stadt Nr. 18. häutige vräune. Den ii7. Dezember. Maria Sguarca, Uhrenreparateurs-gattill, 70 I., Tiruauvorstadt 5'i, Urustwasfersucht. — Anna «ernig, Seifensiederslind, :<", I.. Polanavorftadl, Wassers»^!. — 8, brightische Krankheit infolge des Gcharlall>s. - Maria Edle v. Ochsenheimer, l. l. Oberstlieutenantslind, ö Tag« 13 Stunden. Kapuziner-Vorstadt Nr. K<, Fraisen. - Iatob «on«. Tasslühner, 3« I., Livilspital. Kehivlltlschlllterullg. Den 30. Dezen, bei. Maria Iapel, FialelZNnd, » I., Kapuzinervorftadt Nr. W. Rachenbräune. - Agnes Nagode. »etllerm. «I I.. Civilspital, «ltnsschwäch«. — »nton «rU, Handelsmllnnslind. 14 Tage, St. Pctersvorftadt Nr. 140, Fraisen. K. t. Varnisonsspilal vom 13. bis inclusive 19. Dezember. August «anzel. «efteiter des l. l. 17. Infante«^ Kiegimentes, Lungentuberkulose, Angekommene fremde. A» 31. Dezkmbel. H«tel 2t«»>t Wien. Piaölliler. Priv.. Ztein. - «»uimei, Hauptmann, und Vrsag, steif,, Wien. — Mulley, Prio., Ober» lrain. — Erjen. k, l. Kteueramtsadjunct, ^»dmannsborj — Pribgelus, Ingeuieursaattin, Prag. h,tel E«el«»t. Haeiinlg, Iudenburg. Dr. 8. Ienl«, t t. «««physic««, Idria. — Olga d' Iewr^inoff, russische General«' witwe. Meutane. - Ierey. Arzt. Idn». Marlii. Krain« bnrg. — Nosenberger, Hfm, Wvn. v«l bewölkt Deu 31. Dezember anhaltend trübe, abwechselnd dünn« Schneesall. Den 1. Iilnner trUbe. kein Sonnenblick, etwa« Win« big. Da« Tage«m»ttel der Temperatur am 3l. v. M. — y 3« am l. d. M. 30'. bezlel,nug«w«lle u« 0s' über «nb 0 l" unter bnn Vsrmale. verautwortlicher slebacteur: Ott«m«r V,mber«. Nli^N^N^t ??tN'^'A^?b«' Die Sp. obwohl die «timmung namentlich ,egen Schluß etwa« gebessert schien, lebhaft war «« v«ltbr i« O^i-lrnvcn^z. »ctlen der M.l.lllrbangesellschaft. Spontan und »it ««her Intensität sprach sich Vorlitve fllr G»»at«l«se au«, »elch« beträchtlich stiegen " Mai. ) ^ (.....i.9 85 b9 95 Erebitanftalt........336 »5 Vtz-50 Oefterr. Norb—ftdahn . 150 50 151 - «iebenbllrger..... 77H5 77!« Februar) '"^" (.....^9 85, si»95 Üreditauftall. ungar.....2»4.'0,z5-- «ud°lf«-v«hn.......151— 15150 Slaal«b°hn..... 140.. ,4u3, Jänner-) Silh.mntt < ^" I?I3 Depositenbank.......--- . Staat«bahu........309 - 30950 TNdbahn ^3'/...... ,09zO z^.iz «pril. ) S'lberrtNtt ^ ^ !l«c«mp.<»nstalt......85s- 865' Sudbahu........128- 128 50 «57«.. 947^ 3.^ ^°se. 1839 268- 272 - fflanco-Vanl .......55, zg.zz. lh«ß.vah«........19!j75 19425 Sudbahn, von« . . , 22150 2l3 « ^854 104- 10450 Handelobaut........7075 71» Ungarische «orboftbahn , . . 12175 12225 Un«. Ostbahn .... V «? ^ «7.50 « 1860........111 - NI-50 Narionalbanl.......999- 1001' Ungalische Ostvahn.....b4 50 55- » ' " - ", «0 „, «1 , I8«0 zu 100 fi. 115— 116-- Oeskrr. Vanlgesellschast . . . --- tramwav-Gesellsch......1IY- . lm- ^ . , H»N»«tl<»e. . 18«4........136 - 136-25 Unionbant ........115 50 116 tredll-t.........16« _ 166 50 Domänen-Pfandbriefe . . !. . 124 .ib 12475 Vereinsbanl........17-50 17 75 v«Ubri«fe. z.mburg.........54 l0 5415 D°nan'»,nuli/n..n«« ?«s. ^7^1 «^ ^" """ «llg. °ft«r. «°l>enc«dil . . . 95 75 96»5 London .........110 60 110 85 «.ti.» ^» «.«».« <3lisabeth.Vahn(l!in,-«ub»eiftr Priv1t«te». »»vÄn.l.« n ^ ! ^ 3?.< ««........,«. ,T, M »^ ^ ^ ^3'^ «M" ^ ^ ^ ^« « «'"",^^.,^ :^