^ IS? Ulitwoch den l«. Jovember 1S8t. Aahfgasg. «mcr Mm, _ Vte ^Marburgks Zeiwng" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Areitag. Preise — süi Marburg ganzjährig S fl., halbjährig S si., vierteljährig 1 fl. ö0 kr.: für Zustellung in» Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig S fl.. halbjährig 4 N., vierteljährig Z fl. Insertionßgebühr 3 kr. per Seile. Alt Küstttgtschühr für Pola und das Atvilliglmgsttcht der Ktitgatlont«. Marburg, ib. November. 3m gemeinsamen Kiiegsvoranschlage finden wir auch »ine Forderung von 642 762 fl. slir schwere Küftengeschahe in Pola. Diese Geschütze waren schon bestellt, ehe noch die Vertretung ihre Genehmigung ertheilt hatte und war der Kriegiminister zum Rücktritt entschlossen, sall« man die betreffende Post gestrichen. Dem versassungsmäbigen Bewilligung», rechit widerspricht eine solche Bestellung; daß aber der Kriegsminister glaubte, stch wegen der nachträglichen Genehmigung ängstigen und zum äubersten Schritt vorbereiten zu müssen, war höchst überfltlfftg; er hätte doch seine Delegationen deffer kennen sollen. Ist denn jemals, seit e« parlamentarische Verhandlungen über Kriegßvoranschläge gibt, ein Beschluß gefaßt worden, der eine derartige Verweigerung besürchten läßt? Wußte der Krieg»-minister denn nicht, daß die Mehrheit der Sster. reichischen Delegation sich nur glücklich fühlt, wenn ste einem Antrage der Regierung zustimmen kann und daß die ungarische nicht die geringste Anwandlung spürt. Nein zu sagen den von ihrer eigenen Vertretung im Stiche gelassenen stebzigperzentigen Brüdern zu Liebe und dem ritterlich-kriegerischen Ruhme der Ma« gyaren zum Schaden? Die Regierung zur Verantwortung ziehen, die Genehmigung verweigern und die Absetzung de» Minister» verlangen, da» wären allerding» wirksame Mittel gegen die Wiederkehr solcher Bestellungen und ähnlicher Au»gaben. Da» wäre aber doch auch gegen alle Ruhe, gegen die bt»heriqe ivrdnung in parlamentarischen Dingen. Und diese Mittel werden darum auch niemal» zur Anwendung kommen, so lange die jetzige Vertretung über die Staatskasse verfügt. Hinge die Geldbewilligung schlieblich un« mittelbar von Jenen ab, welche die Steuern zahlen und die Vertreter wählen: die fragliche Post würde nicht bewilligt ... ja, e» käme gar nie zu einer solchen Entscheidung, weil der Minister gewiß wäre, nicht der nachträglichen Zustimmung, sotldern der Verweigerung. Die Geldbewilligung wäre aber bei dieser Verfassung, wa« kle nach Volksrecht und Wirthschastspolitit fein soll — die vollste Wahrheit. Franz Wie»thaler. Zur Geschichte des Tages. Für die Regierung, wie für ihre Gegner im llieichsrath ist beim Zusammentritte desselben wohl die brennendste Frage; wird der deutsche Klub srch bilden, oder nicht? Die übergroße Mehrzahl der deutsch'freiflnnigen Abgeordneten wird ohne Zweifel stch für diese Organisation erklären. Versöhnungsmaier gibt e» aus dieser Seite gewiß keine mehr; die Halben und die Lauen bleiben außerhalb de» nationalen Kreise», so lange der Kampf währt und erhalten Ver» stärkung durch Jene, die stch der Bewegung anschließen, wenn e» gilt, die Früchte de» Siege» einzuheimsen. Der Statthalter von Dalmatien — FZM. Baron von Rodich — tritt in den wohlverdienten Ruhestand, nachdem er die letzte Forderung, die an ihn gestellt worden die Rekrutirung im Süden jene» Lande» — durchgeführt und zum Zeichen die Straße von Risano nach Montenegro für den Verkehr abgesperrt. Die Stelluag»flachtlinge werden nach dem Gesetze behandelt; doch gilt auch dort unten noch da» alte Recht der Nürnberger, die keinen hän-gen, „sie hätten ihn denn zuvor". Der politisch-national-militärische Statthalter geht und sein militärisch-national'politischer Nachfolger FML. Freiherr von Zovanovich kommt. Ein Abgang beim Zoligefälle — ist da» neueste unter der gemeinsamen Sonne. Wer besitzt nun da» Recht, über die Bedeckung diese» Au»falliS zu beschließen: die Delegationen, oder die beiden Parlamente? Offenbar letztere, da nur die Bewilligung der gemeinsamen Au»-gaben Sache der Delegationen ist. Will Bismarck mit dem Zentrum gehen, so muß er die Verhandlungen mit der Kurie wieder ausnehmen. Ein diplomatischer Vertreter des Deutschen Reich» beim Vatikan wäre günstigen Fall» der bezeichnendste Ausdruck der neuen Beziehungen, aber die Kurie verlangt auch einen Nuntiu» in Berlin und dieser ist e», mit welchem der>Hohenzoller, der'» ehrlicher meint, al» fein Kanzler, sich noch nicht befreunden will- Vermijchte Nachrichten. (Telegrafenleitung in Sudan.) Als vor Jahren die Nachricht mitgetheilt wurde, daß der Sudan durch den Telegraphen mit Egypten verbunden sei, staunte Mancher über die großartige Neuerung. Wohl ist diese» Werk großartig zu nennen, wenn wan bedenkt, welche ausgedehnte Länderstrecken der Draht durchschneidet Länder, die kaum oder gar nicht bekannt und der Tummelplatz wilder, zügelloser Horden stnd. Von Sauakin und Massaua nach Kassala, von hier nach Ehartum, von Lauakin über Berber nach Ehartum und von Berber über Dorgolah und Affuan nach Kairo spielt jetzt, wenn die Verhältnisse günstig, der elek-tristhe Funke. Leider ist da» Telegrafen-Ma-terial da» Schlechteste und Unpraktischeste. Aus europäischen Tannenholzstangen, die mit ungeheuren Kosten herbeigeschafft werden mußten, befindet sich der Isolator. An ihm ist ein ka-rabinerartiger Ring angebracht, durch den der Droht frei läust. In Folge dessen berührt dieser in der Mitte zweier Stangen fast den Boden, da er durch sein eigene» Gewicht niedergezogen wird. Von Büschen und Dorndickicht wttd die Elektrizität aufgefangen und e» isi daher kein Wunder, wenn eine Depesche oft zehnmal wiederholt werden muß, ehe sis auf A e u i l l e t o n. Mt falsche Eine Kriminalgeschichte. (Sortsetzuog.) Sagen Sie mir nun, wa» Ihre Seele mit solcher Furcht und solchem Grauen süllte, daß e» Ihre Stärke so vollständig über den Haufen warf. E» war nicht Todesfurcht, da» weiß ich; denn selbst Kinder gehen dem Tode unerschrocken entgegen. Wa» war e» also? S» wird Ihnen Erleichterung gewähren, e» mir zu gtstehen". „Sie beurtheilen mich richtig", sagte Su» doro, indem ste stch, durch das Morphium beruhigt, mit vollkommener Selbstbeherrschung aus den gesürchteten Gegenstand einließ. „Es war nicht Todesfurcht, denn ich wäre glückUch, wenn ich ruhig hier in meinem Bette sterben lönnte. Es war die Art des Todes, die tiefe Schande, uud die geheimnißvolle, unbekannte, entsetzliche Agonie jenes blinden, erstickenden, hilslosen Kampfe» mit einem gewaltsamen Tode!" ^Mit einem Worte, Ste sürchteten übermäßige», körperliche» Leiden^'. ja". .»Mein Kind, e» wird gar kein solche» Leiden stattfinden. Der Tod, den Sie so selir fürchten wird der allerleichteste Tod sein". ^ ' Sie blickte ihn mit ruhiger, ungläubiger Verwunderung an. „Eudora, ich spreche die Worte der Wahrheit und de» Ernste», sowie der Wissenschaft und Erfahrung", sagte der Doktor ernst. ^Ah, wie wiffen Sie da»? Wie kann e» Jemand wiffen? Ich selbst kann nur hierau» schließen". Hier brachte ste ihren Daumen und ihren Finger an ihren Hals, aber der Doktor hielt ihre Hand fest, während er sagte: „Sie müffen da» nicht thun — Sie erschrecken stch nur mit falschem Schrecken. Ein unvollständiger Druck, wie dieser, ist sehr schmerz. Haft, ein vollständiger ist ganz da» Gegentheil". „Ab, wie können wir da» gewiß wiffen?" „Durch da» Licht der Wiffenfchaft, welche» UN» zeigt, daß die augenblickliche Kongestion de» Gehirn», welche einem solchen Druck folgt, jedes Leiden verhindert. Alfo mein Kind, laffen Sie alle Furcht vor Schmerz fahren, Sie werden keinen solchen zu erdulden haben". .»Ich weiß nicht. Es ist nie Jemand von jenem furchtbaren Geheimniß zurückgekommen, uln uns zu sagen, wa» es wal". „Doch, da» war allerdings der Fall. Man berichtet un» von mehreren beglaubigten Fällen von Personen, welche nach der Hinrichtung in'» Leben zurückgerufen wurden, und welche allle in der Erklärung übereinstimmten, daß die Tode»-art eine leichte war, und fo ist die Richtigkeit der Theorie der W'ffenschaft in dieser Beziehung erwiesen. Aber wenn Sie noch weitere Bestätigung verlangen, Eudora, so können Sie sie in meiner eigenen Berusserfahrung erhalten". »In der Ihrigen!" rief Eudora mit ruhi-ger Ungläubigkeit. .»Ja; ich rief einen Menschen in'» Leben zurück, welcher in einem Anfall von Verzweiflung versucht hatte, gerade auf diese Weise Hand an sich selbst zu legen. Er wurde von seinen Freun-den im Gehölze an einem Baume hängend gesunden, und als er abgenommen wurde, war er bewußtlo» und dem Anscheine nach todt. Aber der Leben»funken war noch nicht entflohen, denn als ich zu ihm gerufen ward und die geeigneten Mittel ergriff, ihn wieder zum Be» wußtfein zu bringen, gelang e» mir wirklich. Er war sehr zerknirscht darüber, daß er, in einem A«fall von Verzagti,ett, versucht hatte, ungeheißen in die Gegenwart seines Gottes zu eilen. Aber was mir als Arzt feinen Fall höchst intereffant machte, war die Beschreibung seiner Empfindungen während jene» Vorgange». Er erklärte, sie seien ohs^e den geringsten Grad von Leiden gewesen und ähnlich den Wirkungen, die der gewöhnlich zwölf b!« fünfzehn Ta^ereifen entfernten Station verstanden wird. In der Negel ist die Leitung nur zwifchen Sauakin, Kasiala und Cyartum im Gebrauche. Da» Terrain zwischen diesen Orten ist Wltstensand und daher sehr trocken, die Stangen bleiben dadurch länger widerstandsfähig. Anders ist e« dagegen aus der Route Massaua-Kasfala tlber Senhit im Bogosland. Als wir im Frllhjahr 1830 ^ schreibt ein Reisender — da« bewaldete und sehr feuchte Lelkathal aufwärt« zogen, waren wir erstaunt über die Menge von Telegraphen, slangen, die gestürzt und abgebrochen im Gebüsche lagen. Bei näherer Lestchtigung ergab sich dann, daß die Termiten, die entsetzlichen Feinde der Kultur in tropischen Ländern, auch hier ihr Zerstörungswerk gründlich besorgt hatten. Mehreremal im Tage kreuzte der Weg die Leitung, der Draht hing dann so weit herunter, daß man regelmähig vom Pferde steigen mubte, um nicht abgestreist zu werden, und die Ladung ernstlich Gefahr lief, abzufallen und aus dem Boden zu zerschellen. Nur die höchst seltene Benützung de« Telegrafen macht solche Zustände erklärlich. Den größten Theil des Jahre« liegt er unbenlltzt; der Telegraphist in Massaua und Senhit lebt außerdem mit den Geheimnissen der Tclegraphie aus derartig gespanntem Fube, daß er lieber einen reitenden Voten zwischen beiden Orten hin und herschickt, der in ö bi« e Tagen ebensall« die Nachricht über« Mitteln kann. Von Tagreise zu Tagreise findet man die Hlltte eines Wärter«. Gr hat die Pflicht, die Leitung in Stand zu halten und geslürzte Stangen dnrch neue zu ersetzen. Wie vollkommen diese Braven ihr Amt erfüllen, hatten wir oftmal« Gelegenheit, zu beobachten. Näherten wir uns einer dieser Hütten, so schlief entweder der Jnfasse oder war in den Bergen auf der Jagd nach Agafeenen, jenen afrikani« schen Hirschen mit fpirolförmigem Geweih, ein Hauptschmuck der afrikanischen Fauna. Im Barakkathale ist die Erhaltung der Leitung doppelt schwierig. Der Slephant ist hier häufig, und kommt er mit dem Draht in Konflikt, so macht er nur kurzen Prozeß. Daß daher unter solchen Umständen ein geregelter telegraphischer Verkehr niemal« zu Stande kommen kann, ist natürlich. Die Regierung hat ihn auberdem zum Monopol gemacht. Die Grl^nde dieser schwarzen That stnd leicht zu errathen. (Amerikanische Jndusirie und eingewanderte Fachleute.) Einer Zuschrift de« preußischen Handel«mintflerium« an die Berliner Kaufmannschaft entnehmen wir folgende Bemerkungen über den Export au« Deutschland nach Amerika, welche auch für die öfterreichischen Exporteure Geltung haben; „Der Idee, welche in Deutschland früher wohl ziemlich allgemein existirte, daß man die unmodern gewordenen, unvollkommenen oder sonst bei un« nicht mehr recht verkäuflichen Waaren Immer noch mit Profit nach Amerika fenden könne, sollten stch die deutschen Exporteure nachgerade entschlagen. Die Verhältnisse haben sich dort so rafch geändert, die amerikanische Industrie hat vorzug«weile mit Hilfe der von Europa eingewanderten Fachleute einen fo ungeheuren Aufschwung erfahren, daß deutfche Fabrikanten und Exporteure nicht mehr das Schlechteste, sondern da« Beste nach Amerika schicken müssen, wenn fie mit den dortigen Manufakturen kon-kurriren wollen. Englische und französtsche Fa-brikanten lassen e« in dieser Beziehung an nicht« fehlen. Der durchschnittliche Wohlstand der Bevölkerung bringt e« mit sich, daß man nur die bessern Waaren kaust. Bei dem großen Bedarf und der Kaufkraft de« Landes wird von allen Seiten das Beste und Theuerste angeboten. E« kann stch somit, wenn man außerdem die enorme Entfernung und den hohen Eingang«zoll in Betracht zieht, unter keinen Umständen lohnen, billige Artikel nach Amerika zu importiren oder an Aufmachung und Verpackung zu sparen. Wo die kleinste Scheidemünze '/k Mark Reich«währung gleichkommt, ist man nicht gewohnt, um Pfennige zu handeln, fondern man zahlt für eine Waare, die gefällt, wa« verlangt wird.- (Maiereischule in Kärnten.) Die Kärntner Landwirthschast«'Gesellschast beab» stchtigt, eine Maiereischule zu errichten. Die Kosten werden auf »5.000 fl. berechnet und soll da« Programm folgende Punkte umfassen: 1. Die Zucht und Pflege de« Rindvieh«, der Schweine und de« Geflügel«; 2. da« gefammte Molkerei-Wesen; 3. den ländlichen Obst- und Gemüse« bau; 4. da» gesammte Klichenwesen nebst allen einschlägigen Verrichtungen, einschließlich der Most- Beerenwein- und Mostbranntweinbereitung; 6. Behandlung der groben und feinen Wäfche; 6. Spinnen, Hand- und Mafchinennähen; endlich 7. hauewirthschaftliche Buchführung. Die Lehrzeit ist auf ein Jahr bemessen, und betragen die Gefammtkosten für eine Schülerin während diefer Zeit 180 fi. Zllarburger Berichte. (Spende.) Zur Unterkützung der Grundbesitzer in Felddorf bei Rann, welche durch Feuer geschädigt worden, hat der Kaiser 200 Gulden gespendet. (Gewerbe.) Im verflossenen Monat wurden bei der Bezirkehauptmannschaft Marburg folgende Gewerbe angemeldet: Sattlerei in Schleinitz, Johann Spendel — Lederhandel in Windifch-Feistritz, Theresta Bau mann — Schusterei in Lembach, Anton Hude — Fleischerei in Et. Egydi, Franz Zelzer Bäckerei in St. Benedikten, Binzenz Kermeg. Gasthäufer wurden eröffnet in Wtndisch-Feistritz, Karl Fifolitfch — Schittanzen, Simon Kurnik — Tainach, Mathia» Pliberfchek — St. Egz/di, Franz Holzer — Wranga, Franz Murschetz — Kremderg, Jofef Seifried. — Die Bewilligung zum Brannt-weinschank erhielten: Michael Kreitner in Lendorf, Blastu« Klepp in St. Margarethen a. d. P., Georg Pivetz in Selzaberg, August Ehum in Brunn dorf, Maria Kellner in Windisch-Feistritz, Anton Westak in Tschermlenschek, Aloi« Svali in St. Egydi, Rudolf Probst in Zellnitz a. d. D., Franz Stuber, Veit Duch in Wintersbach, Jakob Sollag in St. Ruprecht, Franz Tscherweg in Jahring, Ernst Wenedikter in St. Lorenzen, Maria Jakopp in Maria Rast, Franz Weingerl in St. Jokab, Franz Kummer, Franz Kossär in Unter-Täubling. (Falsche Staat«note.) DerGemeinde« Vorsteher von Zinsath übergab der Gen«darmerie eine gefälfchte Staat«note (Einser), welche er im dortigen Tafthau« einem Jnfassen der Gemeinde abgenommen. (Ueberfüllung der Gefängniffe.) Im Gefangenhause zu Marburg wurden fünfzehn Sträflinge untergebracht, die man wegen Ueberfüllung der Cillier Gefängnisse an da«Ielbe abgeliefert. (Ein Kind verhungert.) Zu Till-mitfch, Gericht«bezirk Leibnitz, wurde von einem Grundbesttzer da« elf Tage alte Knäblein de« Stubenmädchen E. Schassernak in Pflege übernommen; da«felbe ftarb aber nach dreizehn Tagen — au« Mangel an Nahrung. Die ge-richt«ärztliche Untersuchung de« Leichnam« fand am IS. November statt. (Erdrutfch) Am Annabergs bei Cilli werden Vorkehrungen gegen einen drohenden Erdrutsch getroffen. (Kohlendampf.) In der Fabrik zu Hrastnit ist ein Arbeiter, welcher den Ofen der Schlafkammer zu früh abgeschlossen, an Kohlendampf erstickt; seine drei Kameraden, die man bewußtlo« aufgefunden, stnd bereit« außer Gefahr. (Au« der Gemeindestube.) Morgen 3 Uhr Nachmittag findet eine Sitzung de« Ge-meinderathe« statt und kommen zur Verhandlung; Zuschrift der k. k. Ober-Staat«anwaltlchaft Graz vom 1. November lö3l und Bericht de« Bürgermeister« über den Antauf der Villa Rast in der Magdalena-Vorstadt — Gefuch de« Auf-stcht«rathe« der gewerblichen Fortbildung«schule um Gewährung von 60 fl. sür Lern- u. Lehrmittel — Kommisslon«protokoll über da« Bau-Gesuch, de« Herrn Zofes Schwab, betreffend die Bestimmung der Baulinie. (Theater.) Samstag den 19. Novbr. findet zum Benefize de« Herrn Westen, der ftch al« Regisseur und Komiker gleich verdient ge- Montrofe ängstlich erwartet worden war, welcher au« dem Wartezimmer ihm entgegeneilte und eifrig fragte: Mie befindet stch Ihre Patientin, Doktor, darf Ich ste setzen ,»Sie ist besser und legt stch eben zum Schlafen nieder, aber sehen können Sie ste nicht, da ste heute nicht gekört werden darf-, antwortete der Arzt freundlich. „E« wird nur noch eine Zusammenkunft zwischen nn« stattfinden die Abschjed«unter. redung von morgen", rief Malcolm im Ueber-maß geistigen Schmerze«, indem er da« Gefäng-niß verließ. Er wurde von einer brennenden Begierde ergriffen, Annella Wilder zu sehen, aber er wußte nicht, wie er da« excentrifche Mädchen finden oder mit ihr in Verbmdung treten sollte. Er brachte de«halb den übrigen Theil de« Tage« damit zu, die versprochenen Anstalten zu der fast unbegreiflichen Möglichkeit von Eudora'« Flucht zu treffen. Neunundzwanzigste« Kapitel. Eudora fchlief lange und ruhig und erwachte früh am Dienstag Morgen, dem letzten Tage der ihr noch zugestandenen Leben«zeit. Dank der barmherzigen Sorgfalt de« guten durch die ersten Einathmungen de« Eholoform« entstehen, bi» er, wie Jemand unter dem vollen Einflüsse diese« Mittel«, in Bewußtlostgkeit verfiel und bis zu feiner Wiederbelebung nicht« mehr wußte; und nun werden Sie mir hoffentlich glauben, und Ihre Furcht vor etwaigen Leiden fahren lassen". ja; ich muß wohl ein arger Feigling gewesen sein, den Schmerz fo fehr zu fürchten-. „Das lhun alle Frauen, Sudora. E« ist ihre Natur; ihre zarte, feine, empfindfame Organifation bebt vor dem Schmerze zurück. Aber nun, welcher andere Zug ist in diefem Schicksal, der Sie so sehr marterte, denn die Furcht vor körperlichem Schmerz war e« nicht allein?" „O nein, das Gefühl der tiefen Schande". „Und doch fagen Sie, Sie seien unschuldig?" „Ich bin es müde, da« ungläubigen Ohren zu wteverholen, und doch weiß Gott, daß ich unschuldig bin". „Dann vertrauen Sie auf Gott, daß er Ihren Namen von jedem dauernden Vorwurf defreien wird, wie Ihr christlicher lSlaube Sie zu glauben lehrt; und bedenken Sie auch, liebe» Kind, wenn Ste in einigen Stunden in der Gegenwart de» göttlichen Richters stehen werden, der Ihre Unschuld kennt, daß die Meinung der Welt, die Ste zurückgelassen haben, Ihrem be- freiten und glücklichen Geiste für nicht« gelten wird. Sollten nicht solche Gedanken Sie trösten?" „O ja, da« sollten ste in der That. O mein Herr. Sie haben mir Trost verschafft — solchen Trost, an den ich nicht hätte glauben können, ehe Sie zu mir kamen. Ich hätte mir nicht vorstellen können, daß irgend eine irdische Macht mich au« der Tiefe schwarzer Verzweiflung heben könnte, in welche ich gefallen zu sein schien. Der Himmel segne Sie, Doktor, für die Hilfe, die Sie mir gebracht haben", fagte Eudora, dem freundlichen Arzte die Hand reichend, welcher ste drückte und wieder lo«lieb, indem er sagte: „Nun müssen Sie noch eine Pastille nehmen, damit Sie Schlaf bekommen. Nehmen Sie diese kleine und legen Sie stch zur Ruhe, und wenn Sie erwachen, will ich Sie wieder sehen". Nachdem er so sür die geistigen und körperlichen Bedürfnisse der Leidenden geforgt hatte, nahm diefer gute Arzt der Seele und des Körpers Abschied von der Kranken.- Gr winkte Frau Barton vor die Thür und fchärfte ihr ein, innerhalb und außerhalb der Zelle Alle« ruhig zu halten, da die Vernunft und selbst das Leben der Gefangenen davon abhinge, daß ste eine ungestörte Ruhe genösse. Dann ging er hinunter nach der unteren Borhalle, wo fein Erscheinen von Maleolm macht und tn die Gunst de» Publikum« gefetzt hat, die Aufführung der melodienreichen und sehr unlerdaltenden Operette Morilla" statt. Da der Benestziant in dersell>en eine bedeutende und seiner Individualität entsprechende, wirksame Rolle hat und da e« ferner gilt, seinen gediegenen Leistungen, die vsn Fleib und Ver-ständniß getragen werden, verdienten Tribut zu zollen, so zweifeln wir keinen Augenblick, dab das theatersreundiiche Publikum an diesem Abend da» Hau» tn allen Räumen fallen wird. (Männergesang-Verein.) DieVer-ein»!eitung i»at, da da» Programm sür die gahre»unternehm»»,ngen im 36. Berein»jahre den Grundzagen nach festgestellt und für die im Dezember statifindende Mitglieder-Liedertafel spe-zialistrt ist. mit der Au»gabe der Jadre»karten sar die unterstavenden Mitglieder bereit» begonnen und e» steht zu erwarten, dab dem seit 35 Jahren bestehenden Vereine die Sympathien ungeschmälert erhalten bleiben. Da» in jeder Beziehung intereffante Programm für die nächste Produktion, welche» unter anderem auch den beim sanften steirischen Sängerbunde»feste mit glänzendem Erfolge gefungenen Chor: „Still ruht der See" von Heinrich Pfeil enthält, wird umfo anziehender sein, al» e» den Bemühungen der Berein»leitung gelungen ist, da« Soloquartett de» Grazer Männergesang-Vereine» sür diesen Abend zu gewinnen. (Verein zur Unterstützung armer Volk»schulkinder in Marburg.) Sonn-tag den 20. d. M. betheilt der Verein in Gö^' Salon S7V Schulkinder der hiestgen Volksschulen mit Kleidungsstücken und Schuhen, wozu alle Schulfreunde eingeladen werden. (Vom heimischen Regiment.) Die Berichte der Wiener Zeitungen über die An-tunst de» Jnsanterieregiment» Nr. 47 beruhen auf einem Irrthume, da un» au» verläßlicher Quelle mitgetheilt wird, daß die ^tapferen Steirer" in drei Kolonnen am 16., 17. und 18. d. M. von Trient abmarfchiren. (Konzession für theatralische Vorst e l l u n g e n.) Die Statthalterei hat dem Theaterdirektor Johann Reubauer die Bewilligung zu Vorstellungen in den Bezirken Weiz, Felddach. Radker»burg, Marburg, Leibnitz, Graz und Deutsch'Landsberg ertheilt. !vetzte Pvft Der Fortschritteklub und der Klub der Liberalen haben tn beinahe vollzählig besuchten Versammlungen stch bereit erklärt, einen parlamentarischen Parteiklub zu bilden und haben zur Vorberathung eingehender Vorschläge einen Vierzehner-Au»schub gewählt. Da» Vesammtergebnib, welche» der Finanzminister durch neue Steuergesetze aufzubringen hofft, beziffert er mit 17'/» Mill. Arzte», war die Raferei de» Schrecken» und die Finsternib der Verzweiflung auf gleiche Weise verfchwunden. Ihre Nerven waren wunderbar beruhigt, und ihr Geist war vollkommen klar. »E» ist feltsam, Frau Barton", sagte ste, al» d»e Wärterin ihr hilfreiche Hand beim An-kleiden leistete, ^wie wohl ich mich diefen Morgen, gerade an dem letzten Tage meine» Leben» sahle. E» kommt mir vor, wenn ich auf meine vergangenen Gefühle zurückblicke, al« wenn ich seit metner ersten Verhaftung sehr krank gewesen wäre und jetzt erst Gesundheit und Vernunft wieder erlangt hätte. Und dle» ist mein letzter Tag, und ich habe noch keine Tode»vorbereüungen getroffen; aber ich tonnte e» in der That nicht, und lch lehe jetzt klar, warum ich e« nicht konnte. Erst kam der Donnerschlag meiner Verhaftung; dann die Qual der Ungewibheit vor dem Verhör; dann die Schwärze der Verzweiflung nach der Berurtheilung; und dann der Schrecken«-«ahnstnn, welcher der Vorlefung de» Tode»-mtheil» folgte! Wa» konnte ich unter all'diesen mannigfaittgen Leiden thun? Aber da» Alle» ist jetzt vorüber; die Ungewißheit, die Verzweiflung und der Schrecken haben alle, wie böse Geister, die Flucht ergriffen und meinen Geisj in einem l»ebltchen, klaren, sonnigen sast erhobenen Zustande zurückgelassen, obgleich ich morgen frlth sterben muß. Ich hoffe, daß dies Die Rechttyartei i^ entschleffen, jede längere Debatte seiten» der Linken zu verhindern. In der Audienz, welche Bismarck beim Kaiser Igehabt, ist die vollste Uebereinsjlmmung beider erzielt worden. Gambetta hat sein Ministerium gebildet: er übernimmt da« Prüsidium und da» Ministerium de« Aeußern. Theater. (^S ) Samstzg den 12. November: „Die 73 Kreuzer de» Herrn von Stutzelberger^', Poffe in 1 Akt von H. Homburg, in welcher Herr Westen verdienstlich die Titelrolle spielte;„Mon. steur Herknle«", Poffe in 1 Akt von I. Belly, welche Herrn Januschke al» Gymnaftiker Cüsar Gelegenheit gab, auf dem schwebenden Trapez Proben seiner Kraft und lSelenkigkeit zu zeigen, welche ihm stlirmifchen Beifall einbrachten. Eine ausgezeichnete und charakteristische Ma»ke wühlte Herr Bayer al» Kandidat Mau«; ste sand nebst seinem Spiele die gehörige Würdigung. Ueber die einaktige Poffe mit Gesang „der Hasen-schrecker" von I. Brandl, welche dem Werthe nach nicht viel über dem „geschundenen Raub-ritter^' steht, wollen wir trotz de» Umftandes, dab.viel gelacht wurde, nicht« weiter sagen, denn e» widerstrebt uns, an solchem Unstnn zu ner-geln. Da» Beste waren die vorgetragenen Kouplets. (Herren Bayer und Westen.) — Die Sonntag den 13. November inszenirte Operette „Tiroflv-Giroflu" von E. Leeocq war sehr gut besucht und hatte einen guten Erfolg, obwohl der Chor für diese Operette entschieden zu schwach war und manche Szene alterirte. Vielen Beifall sanden die Gesangsleistungen de« Frln. Pitzo (Giroflv), welche das Trinklied im zweiten Akte wiederholen mußte, und des Herrn 3a. nuschke (Marasquin), der bis auf eine Stelle, wo ihm die Höhe versagte, stch wacker hielt und die Romanze „da» verstanden diese Alten" besonder» gut nuancirt und ansprechend vortrug. Zu dem so großen Lachersolge diese» Abend» trugen durch köstliche» Spiel und komische Ge-Wandung Frl. Mahr (Aurora) und Herr Westen (Don Bolero) in hervorragender Weise bei, wie denn überhaupt betont werden kann, daß da« Ensemdle an den beiden Genannten eine kräftige Stütze gesunden hat. Herr Nasch gab den Murzuk in ganz annehmbarer Weise, wenngleich da« Spiel viel über dem Gesänge stand. Wir bedauerten, daß durch eimge Striche manches Schöne verloren ging, so z. B. im 3. Akt Murzut's Abschied«gesang ^Ach schmerzlich ist's" ic. Beifällig wurde auch von Frl. lSrünner die Romanze von den Piraten gesungen. Mit großer Umsicht leitete Herr Kapellmeister Wagner das Orchester, wie er denn überhaupt neben der Regie sich um die gute Aufführung der Operette verdient gemacht hat. Vom Aüchertisch. „Die Heimat". Das dritte Heft dieser vortrefflich redi^irten Zeitschrift welche gegenüber den zahlreich austanchenden Konkurrenz-Er-scheinungen ehrenvoll seinen Ruf liehauptet, bietet im Text, wie hinsichtlich der Illustrationen viel Interessante«. In diesem Heste beginnt ein neuer spannender Roman von A. Dittrich: „Die Verlobte deö Junkers", dessen Handlung zur Zeit de« dreißigjährigen Krieges spielt; dann finden wir die Forlsetzung der «eisivollen Novelle „Sau Sebastian" von R. Voß ; eine schöne Novelle des Norweger« Boy:sen: „Wie sich Mr. Storm'« Schicksal erfüllte"; Gedichte von Ferdinand v. Saar und Alfred Friedmann; eine Schilderung der Aussiellung in Mailand von Hugo Warmholz; die literarhistorischen Gffay«: „Johannes Nordmann" von I. Emmer; und „Ioh. Bapt. Ritt, von Zahlha«" v. Haimer, eine Interessante Skizze „Auch ein Attentat" von E. van Bruyk und „Das Leben der Eskimos" von F. v. Thllmen, endlich weitere Reise-skizzen von der Weitumseglnng von Alois Kraus. An Illustrationen enthält das Hest: „Die zerbrochene Uhr" nach dem Gemälde von Krenn und „Partie bei Augsburg" nach dem Gemälde von Sundblag, das reizende Bildchen „Schwäne", die köstlichen Pendants: „Guten Morgen" und „Gute Nacht", die jedem Kinderfreunde Beifall entlocken werden; endlich die Porträts: Johannes Nordmann und Katharina Frank, deren Biographie Karl Weiß anziehend und intereffant schrieb. Taußig's Wiener HauSfrauen-Ka-lender pro 1882. (Verlag von Moritz Perles in Wien,Bauernmakt.) Der. Jahrgang des vom Redakteur der „Wiener Hausfrauen-Zeitung" herausgegebenen „Taußig's Wiener Hausftauen-Kalender" hat soeben die Presse verlassen und ist im Buchhandel erschienen. Wenn Frauen selbst, wie es bei diesem Kalender der Fall ist, in einem Buche die Interessen de» Hause» und der Familie zu verfechten fuchen, wenn sie ihre Erfahrungen über Erziehung und Schule au»-tauschen, dann muß man annehmen, daß ein solche» Buch stcher den Anforderungen der Frauen aller Stände entspricht, daß ein solcher Kalender praktisch eingerichtet und den Bedürsniffen der Walterin im Hause angepaßt sei. Wir erwähnen au» dem reichen Inhalte de» Kalender» die Artikel: „Die Dtenstbotenfrai;e in Wien" von Ottilie Bondy; „Wie foll man Kinder strafen?" von der berühmten Pädagogin Therese Focking; „Die Poesie de» Stricken»^ von Karoline Bruch-Sina; „Unsere eiserne Freundin" v. P. Kabilka; „Muttersöhnchen" von Klara Felix; „Eman-eipation und Ehe" von E. Walheim u. s. w., nebst dem Anhange Vormerki^lätter sür Namen»- nicht unnatürlich ist; ich hoffe, daß ich bei Besinnung bin; denn e» ist eine sehr seltsame lLrsahrung". „E» ist die Güte Gottes und die lSeschick-lichkett de» Doktor» al» seine» Werkzeuge», mein armes, liebe» Kind. Sie sind unschuldig und eine Märtyrerin, und so werden Sie von Himmel und Erde getröstet", antwortete die Wärterin. „Ich fürchte mich nicht, meinem Schöpfer gegenüber zu treten. Ich habe mich nie davor gefürchtet, selbst in meinem schlimmsten Schrecken nicht. Ich brauche nicht zu dieser späten Stunde meinen Frieden mit dem Himmel zu machen, aber ich habe Viele» fllr die zu thun, die ich zurücklaffen werde, und ich muß sogleich an'« Werk gehen". „Liebe Heilige, denken Sie an sich selbst, beunruhigen Sie Ihr Herz nicht um Andere". „Ist Herr Montrose gestern hier gewesen?" „Ja, liebe« Kind, aber Sie waren zu krank, um Jemanden sehen zu können. Aber ich glaube, er wird heute Morgen wie gewöhnlich kommen". „Nein, er wird nicht kommen. Wir haben die Verabredung getroffen, da ihm nur ein Besuch täglich erlaubt ist, daß er an diesem letzten Tage erst Abend« kommt, so dab er mich so spät wie möglich vor meinem Tode sehen kann. Sie sehen, wie ruhig ich jetzt davon sprechen kann, Frau Barton". „Gott sei gelobt, mein Kind, obgleich e« mir da« Herz bricht, Sie anzuhören". Nach ihrem einfachen Frühstack bat Eadora um Feder, Vinte und Papier, und setzte sich, um ihre letzten Wlinsche niederzuschreiben, die ste Malcolm anvertrauen wollte. Inzwischen erhob sich der Gesängnißkaplan, welcher in der letzten Woche fehr schwer an einem Fieber danieder gelegen halte, von seinem Krankenbette, um dem verurtheilten Mädchen die letzten Tröstungen der Religion darzureichen. Er sand Eudora an dem kleinen Tische sitzend und mit Schreiben beschäftigt. Sie stand auf, als er eintrat, reichte ihm die Hand und sagte: „Es freut mich, daß Sie kommen, um mich an diesem letzten Tage noch einmal zu sehen, Herr Goodall — setzen Sie sich". „Ich wäre srüher gekommen, wenn ich hätte aus den Füßen stehen können", erwiderte der Geistliche ernst, indem er erschöpft ans den dargebotenen Stuhl sank. „Es thut mir leid, zu sehen, dab Sie noch so krank sind", sagte sie, mitleidig aus sein hageres Gesicht blickend. lFortsetzuig folgt.) und Geburtstage, Wäschebut mit Ausichnitten für die Wäscherin zc. Der Miener Haussrauen^ Kalender" Uetet somit reiche» und interessante» Materials, er ist kein Kalender, der nach Jahresfrist seinen Werth verliert, sondern ein Jahrbuch, da« seinem geistigen Inhalte noch stets eln willkommene« Nachschlagebuch sein wird und somit jeder Haussrau willkommen sein dürste, Der Preis ist billigst gestellt: kartonnirt 60 kr., gebunden 1 sl._ IZlnIaiinnK. Z)er Sendöote des yeit. Joseph, illilstrirte Monatsschrift. VlI. Jahrg. 18ö2, tostet für daS Jahr mit Postzusenduiig KS kr. Jeder Abonnent erhält auf Verlangen eine Hrattsprämie nach Wahl gegen Ein-sendung von 1b kr. für Emballage und Postporto. Abonnement» bei allen k. k. Postämtern', am bequemsten durch Postanweisung unter gettauer Angabe der Adresse im vertage des Sendbote«: Newyaus bei Wien 3. Aus demselben Berlage kann der pro 1382 gegen Einsendung von 30 kr. bezogen werden.__(1269 Sladt-Thtalrr ia Marl»>irg. Mittwoch den 16. November: Äschenbrödet. Schattspiel in 4 Aufzügen von Roderich Benediz. Eine Wertheim-Gktdltajst ist billig zu verkaufen auf Schloß Rothweiu. (1278 Tiigki.« ftisch« Mich von Schloß Kot hwtiu I Liter 8 re. Standort um V»? Ahr Krüh b»i« „rothen Z«kl«. (1S79 Hochparterre-Wohnung Schillcrstrahe 10, von 2 Gassen-, l Hofzimmer, Küche, Speise, Keller, Dachlioden und Holzlege mit 1. Jänner 1382 zu beziehnu_ 1276 Ein fast noch neuer, praktischer (127ö ist zu verkaufen: Schilletstraße 21, 1. Stock. Gin kleines Haus in der Blumengasse, bestehend aus 2 Zimmern, Kllche und Boden, ist zu vermiethen. (975 Anzufragen bei Gebrüder Sch iesinger. Eine alleinstehende Frau sucht einen Kostknaben oder Mädchen in Verpflegung zu nehmen. Auskunft in der Expedition dieses Blattes.__(I263 Ein möblirteS feparlrteS Zimmer zu vermiethen: Bürgerstraße Nr. 48, l. Stock rechts. (1259 (1) duo (D c/z (D co Sicht und Rheumatismus Ich erlaube mir bekannt zu geben, dass ich die Niederlage der weltberühmten Lairitz'sclieii Walilwollwaaren-Fabrikate rrSc?fe,wfcsg Qiob.'fe uad übernommen habe und untenstehende Artikel bei mir bezogen worden können. Oiese Fabrikate wurden bisher in Oesterreich nur in Imitation und nie in echter Waare verkauft, und erlaube ich mir daher, in diesem Genre Leidende darauf besonders aufmerksam zu machen. (1248 Kokoschinegg. Lairitz'sclic Waldwoll-Harz-PrSparate: 1. Flanell für Hemden etc, 5. Herren- & Damen-Strümpfe, Socken. 2. Herren-Leibel & Unterhosen. 6. Kniewärmer. 3. Herren Leibel & Unterhosen f. Jagd, 7. Kiefernadel-Extrakt für Bäder. 4. Damen-Leibel & Beinkleider. 8. Waldwoll-Watte. Grosse Parthie sehr billige Kleider. cv nax Saima empfehle mein wolassortirtes Lager von Pelzwaare, Muffe, Kragen für Damen und Kinder, wie auch Mantel- und Herren-Rock- Besätze in folgenden Pelzsorten zu äusserst billigen Fabrikspreisen: Hasen, Bisam, Wildkatzen, Streichkatzen, Schuppen, Luchs, Skunks, Affen, Astrakan, Sealski n, Fehrücken, Silberhasen, Oppossum, Eisvogel uitd Angora. Gomplete Mantel-Besätze ä fl. 3.—. Ferner empfehle mein grosses Lager von Herren-WäfOhe, und erlaube mir besonders auf meine Separat-Anfertigung gut passender, eleganter Herrenhemden aufmerksam zu machen. Gleichzeitig beehre mich, einem P. T. Publikum meine bereits vor längerem annoncirten J)^"Lairit zachen Waldwoll-Fabrikate, als: Leibchen, Gattien, Socken etc. in Erinnerung zu bringen und warne vor Ankauf nachgeahmter Waare in gleichem Aussehen, jedoch undauerhafter leichter Qualität. Hochachtungvoll 1265) Leonhard Hetz. Al»n bioto ckom il 1074 Gewinne Ick 29,11 b Gewinne lä sto. vto. 5000, 3000, 2000, 1000, 500, 13^, Die Tewinnziehungen find planmäßig amtlich festgestellt. Sur väodstsv srstsn Gewinnziehung dieser großen vom Staate g»r»uUrtsQ Geldverlosung kostet 1 s»nLv« Original'Loo» nur Ick»rlc 6 oder 3S. »i 1 „ . . » . t'/..« ^ ^ ^ ^ Alle Aufträge werden sofort gegen Liusonällox, 1'o»tvill2»d1uvx oäsr N» Wlchselgtschist i« Homdut, Lill- llvd Vertraut »llvr ^t«u Ltkatsodligsktiovev, uud ^vlodvlisloois. P.S. Wir danken hierdurch für da» un» seither ge schenkte Vertrauen und indem wir bei Beginn der neuen Berloosnng zur Betheiligung einladen, wer-den wir UN» auch fernerhin bestreben, durch stet» prompte und reelle Bedienung die volle Aufrieden heit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. 1113^ o. v. Wohnungen I mit Zimmer, Küche und Zugehör, Gassenseite. 1. Stock, auch mödlirt. (l274 Gin Zimmer mit Sparherd. Mühlgasse Nr. 7. Vettau, 11. November. ^Wochenmarkt Sprei se.) 100 Kilo Weizen fl. 11.25. Korn st. 8.50. Gerste fi. 8.25, Hafer fl. 7.60, Kukurutz f!.7.—. Hme li. 11.—. Haiden fl. 3.20, Erdäpfel fl. 2.20, Aisolen weiße fl. 10.50. Verauttvortliche Redaktion, Druck uud Verlag von Eduard Janschiß in Marburg. WM? an den Gewinn-Chancen der vom Staate Hamburg garantirten großen Geldlotterie, in welcher 9 Mlivnvn 14V,Z4l) innerhalb weniger Monate ftcher gewonnen werden müssen. (1175 Der neue in 7 Klaffen eingetheilte Spielp!a'!k enthält unter IVO,000 Loosen 50,8VV Gewinne und» zwar ev. speziell aber all 250,000 3 6en. all 8000 1 ^ all 150,000 3 „all 6000 1 „ all 100,000 55 , all 5000 1 „ kll 60,000 5 „all 4000 1 .all 50,000 109 „ all 3000 2 „ all 40,000 212 „ all 2000 3 „ all 30,000 10 „ all 1500 1 «all 25,000 2 , all 1200 4 „ all 20,000 533 , all 1000 7 „ all 15,000 1074 „ all 500 1 , all 12,000 100 , all 300 23 » all 10,000 29115 , all 136 ?e. :e. Die Gewinnziehungen find planmäßig amtlich festgesetzt. Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser großen Geldverloosung kostet: daS ganze OrigmallooS nur 6 Mk. od. st. 3'/, ö. B.-N. daö Halde „ ^ IV4 " " daS viertel „ „ 1'/, ^ 90 kr. „ „ und werden diese vom Staate garantirten Hrigi» naltoofe gegen Sinsendnng oder Z?ok»Hinzahlnng des ZSetrages nach den entferntesten Gegenden von mir franko versandt. Kleine Betrage können auch in Postmarken eingesandt werden. DaS Sans Steindecker hat binnen kurzer Zeit grosse Hewinne von Mk. 12S,VVV, 8V,VW, mehrere von ZO,VVV u. s. w. an seine Interessenten ausbezahlt und dadurch viel zum Glücke zahlreicher Familien beigetragen. . Die Einlagen find im Verhältnis der großen 1 Chancen sehr unbedeutend und kann ein Tlückversuch nur empfohlen werden. Zeder Theilnehmer erhält bei Bestellung den amt-lichen Plan, aus welchem sowohl die Eintheilung dei Gewinne aus die refp. Klassen als auch die betreffen-den Einlagen zu ersehen find und nach der Ziehung die offiziellen Gewinnlisten. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter StaatSgarantie und kann durch direkte Zuwendungen oder auf Verlangen der Interessenten durch meine Verbindungen an allen größeren Plätzen Oesterreichs veranlaßt werden. Aufträge beliebe man umgehend und jedenfalls vor dem ZV. November d. I. vertrauensvoll zu richten an die bewährte alte Kirma Steilläeekei', vank- 6. Wseksol-kv8ekäft, ttamdurg. p. 8. Das Hans Aolef Steindecker — überall als fottd und reell bekannt — hat besondere Reklamen nicht nöthig; e» unterbleiben solche daher, woraus verehrliches Publikum aufmerksam gemacht wird._