Deutsche Macht (Krüöer „Hillier Zeitung"). «chNR, tt*u tinnbi .,» C.nnlif ■•rfial »I f»#ft «Mi Bit >», H»„ mtiutlM 9. -.54. «ieitciiHrig st. 1J0, d-I»l»dr,z fl. S.-. f. *Ht P,I»«,>«»d»»a »«rt«l|»»rtst (. LH, st. UO, st. Ut. DU Ctntd« Nummer 1 fr. Saftratc a»ch Xarif; bei eftrrr* fBittobolniUtn «»ll>ircchi»» »at tilUsM ml IktaclUa H«rre»g. u. ■kBlatftranfa t. Hprechlkllid«« M RefticUttr* lazll». Bit B«»n«S«i« *tt S«»n- »»» IJnrrUje. #•» »—t» >h» 8»«* u* >—G Iti RoAnUtM*- — dKliwIiiui Hcttftfi. — nanalcritlc »erde» »>»! iai*tf*t in sachlicher Hin-sicht bestellt ist und daß dieselben nur ausge-worsen werden, um daS slovenische Volk zu bethören unv gegen alles, was deutsch ist auf-zuHetzen, dieß geht bis zur Zweifellosigkeit aus dem eigentlichen Gegenstande seiner Ecörterun-gen über die Organisation der slovenischen Mittelschulen hervor, die er vor allem in jene „Kategorie unverstandener und vernachlässigter Fragen" reih«. Das Haupthino rniß zur Ver-wirklichung aller pervakischen Wünsche erblickt der Selbstbekenner in dem Umstände, daß die Slovenen, „wenig, armselig wenig an wissen-schaftlichen Werken haben, und selbst aus diesen wenigen weht der unangenehm riechende Dunst des Petroleumlichtes entgegen, bei dem sich der arme Schreiber plagte, um der harten Mundart den Gebrauch der Terminologie zu ermöglichen". Mit einem Worte, der Verfasser fühlt selbst die Unzulänglichkeit seiner Sprache, um wissenschaftliche Fragen zu erörtern, die schon der Sache nach so viel Schwierigkeiten bieten, daß eine Unsicherheit im Ausdruck volle Verwirrung dringen muß. Aber alle Einsicht ist nur vorübergehend. Obwohl eS den sonstigen Darlegungen des Verfassers direct widerspricht, so sordert doch auch er die Slovenisirüng der Ober-Gymnasien, setzt aber sogleich die ver-fängliche Frage hinzu: „Wird die slovenische Nation, wenn eine gerechte (!) Regierung ihren gerechten (?) Wünschen entspricht und ihr Ober-Gymnasien mit slovenischer Unterrichts-spräche gibt, nicht gerade so viel, oder noch mehr in geistiger Beziehung verlieren, als sie in nationaler gewonnen? Daß die vollkommene Kenntniß des Deutschen in Wort und Schrif unausweichlich (neizogibno) nothwendig ist jedem gebildeten Slovenen, das ist ein Factum, wel-che« die leidenschaftlichen Deklamationen der fanatischen Schreier nicht umstoßen." Wir sind ferner ganz einverstanden, wenn und da wirft er einen Blick auf die Boulevards, lächelt vergnügt vor sich hin und läßt sich zur Abwechslung auch einiges Gebäck geben. Er ißt, trinkt und ist guter Ding,; nun hat er auch alle 12 Seiten des Tagblattes aus-gelesen, er greift in den Sack um zu zahlen — er hat sein Portemonnaie zu Hause gelassen, nicht einen Sous, nicht einen Centime hatte er bei sich. „Das ist fatal," denkt sich Herr Aidut und läßt sich deshalb noch weiteres Gebäck geben. „Jetzt wirft Du der Buffetmamsel sagen müssen, daß Du kein Geld hast; ah bah! sie kennt mich ja, sie wird mir creditiren. Aber ich kann doch nicht jetzt mich ihr anvertrauen, da sitzen zwei Damen und werden mit ihrer Chokolade gar nicht fertig ; was werden sie von mir denken, wenn sie hören, daß ich kein Geld habe!" Er hatte Recht. Gleich in der Nähe des Büffets saßen zwei hochelegant gekleidete Da-men. die plaudernd und lachend ihre Chocolade vertilgten; vor denen durfte mein Freund sich nicht blamiren. Unterdessen begann es draußen — an einem dieses im Vorhinein zugegebene „Factum" aus folgenden» Umstände gefolgert wird: „Wer sich mit Wissenschaft befaßt, der ist gebunden an die ausgebreitete Kentniß der Literatur feines Faches. Was er in einem slovenischen oder sonstigen slavischen Werke findet, ist sür seinen Bedarf zu wenig, er ist daher gezwungen sich neben dem slovenischen Sprach-Schatze auch eine ausgebreitete Kultursprache anzueignen. Sollen wir vielleicht zum Italienischen greisen, wenn vor dem Thore die unverhältnismäßig reichere deutsche Nachbarin steht?" — Wir sollten sast meinen, unser slovenischer Gewährsmann wird versohnunzslustig, so muthet un« dieser letzte Satz an. Ja noch mehr, man höre und staune; sogar die Nothwendigkeit einer deutschen Staats» spräche, die auch für ihn besonders im Amts-verkehre unentbehrlich ist, wird anerkannt: „Von dem, daß auch daS Reichsganze in seinem Interesse von den slovenischen Verständigen (wo sind sie?), welche ihre Kraft dem Staats-dienst« widmen wollen, die volle Kenntniß jener Sprache verlangt, die heutigentags das Binde-glied unter den verschiedenen Mitgliedern des viel-sprachigen KaiserthumS ist, von dem werden wir gar nicht weiter sprechen. Wohl aber müssen wir unseren Stammesgenossen jene besonderen Vorzüge vor Augen halten, welche der Slovene dann hat, wenn er neben seiner Muttersprache auch des Deutschen vollkommen mächtig ist. Offen sind ihm die Thore des Beamlenstandes, nicht nur in der engeren Heimat, sondern weit umher im ganzen Reiche. Heute sind so viele Slovenen in Staatsdiensten in deutschen Gegen-den, besonders in Wien, (leider!) daß man sür sie nicht einmal Raum hätte in allen heimischen Aemtern, wenn man auch die letzten Teutschen vertreiben würde (I) von der Erde zwischen Drau und Adria. — (Warum nicht gleich zwischen Donau und Adna!) — Unser Land ist arm. es muß einen großen Theil seiner Intelligenz (razuminsliva ! !) exportiren. Die Bedingung dieses Exportes ist es aber, daß unsere Studenten sich die Kenntniß des Deutschen hübschen Märztage nicht« Bemerkenswerthes — plötzlich zu regnen. Auf ja und nein war die ganze Conditorei überfüllt von Herren, Damen und Kindern, die hier vor dem Regen Schutz suchten und fanden. Für meinen Freund war dies erst recht unan-genehm, aber er konnte sich nicht helfen; er nahm ein zweites ZeitungSblatt zur Hand und begann scheinbar eifrig zu lesen; in Wirklichkeit dachte er nach über das Geschick eines zum Tod« Verurtheilten. Er verglich sich mit einem solchen, der arme, gepeinigte Aidut! Eine halbe Stunde vergeh', dreiviertel Stun- den vergehen--Aidut dünkt sich bereits in der Hölle! Und zudem beginnt sein Magen redel-lisch zu werden; mein armer Freund verspürte ein eigenthümliches Gefühl, das dem des Hun-gers nicht unähnlich sein soll. Der Regen hatte bereit« gänzlich nach ge-lassen; wie vordem schien wieder die Sonne in erfrischender Frühlingspracht, kein Wölkchen trübte mehr den azurblauen Himmel, wie ihn nur Italien sieht, und wie vordem waren die I Boulevards belebt von bestrickenden Weiberschön-heiten, lachenden Kindern und modernen Fla-neurS, eleganten Pflastertretern. 2 vollkommen aneignen. Wir behaupten also offen, daß es unserer Meinung nach ein unberechen-darer Verlust in geistiger und materieller Be-ziehung für unsere Nation wäre, wenn man unserer Uovcnischi'n Jugend in unseren Mittel» schulen den Weg zur völligen Erlernung des ' Deutschen verschließen würde. Die unabwend» bare Folge einer Slovenisirüng der Ober-gymnasien, sagen wir eS ganz offen — würde eine solche Concession zu einem Danaergeschenke machen und wir warnen unsern Stamm vor solchen Forderungen." Gleich daraus aber wird »bei diese For-derung dennoch von neuem gestellt. — Daß sich der Selbstbekenner die Sache in seiner eigenen Weise zurechtlegt, ändert durchaus nichls an der Forderung selbst und man möchte eben darum da» ganze Selbstbekenniniß für eine großartige Mystifikation der eigenen slovenischen Leser des Bekenners halten. D-nnoch ist diese Mystifikation — di? man eben nur einem slo-venischen Lest - Publikum bieten kann — für uns höchst werthvoll. Sie zeigt, daß die Per« vaken selbst gleichsam in lichten Momenten der Triftigkeit der Argumente, die wir ihren Forderungen entgegenstellen, sich vollauf bewußt sind; nur wäre eS höchst unklug darum auch schon eine praktische Bethätigung dieser spora-dischen Einsicht von Seiten unserer Gegner jemals erwarten zu wollen. Aeutschthum und verfassungstreue. II. Während das deutsche Volk der gemischt-sprachigen Länder, voran der sächsisch-mittel-deutsche Volksstamm in Nordböhmen, sich immer mehr, immer entschiedener und ausschließlicher auf den rein nationalen Standpunkt stellt, von dessen Programm das deutsche Volk der Ost» mark allein eine ersprießlichere Gestaltung seiner Zukunft erwarten kann, ist die Reichshaupt-stadt, ist Wien, — wie dies« Stadt denn über-Haupt im Großen und Ganzen die politische und nationale Halbheit vertritt, — noch immer eine Hochburg der auchd»utschen VersassungS-treue und des Altliberalismus. Die Wiener sind gewiß ein gutmüthiges Volk, dessen Mehrzahl auch heute, sechs Jahre nach 1879, noch nicht die blasse Ahnung davon hat, wie sich unser Vaterland seit 186 l eigentlich veränderte. Ihr Deutschthum ist natürlich auch ganz wienerisch. Aber trotzdem. wenn die Einzelnhciten slavischer, vornehmlich tschechischer Uebergriffe, die durch die deutsch-nationalen Provinzblätter seit langem kund wurden, wäh« rend der letzten 24 Jahre in den großen Wener Blättern überhaupt oder an entsprechender Stelle mit dem gehörigen Nachdruck« bespro-chen wor'en wären, so hätte sich doch auch das gemüthlichste Wiener Blut erwärmen müssen. Durch die Erkenntniß deS offenbaren Unrechtes, Ach, wie beneidete diese meln Freund! Sie sind frei, ganz frei — und er Armer muß da-sitzen, wie lange? DaS weiß Gott! Er blickt aus'S Büffet — himmlischer V t» ter, mein Freund war einer Ohnmacht nahe; die Buffetmamsel war verschwunden, wahrschein-lich um daS zweite Frühstück einzunehmen, und an ihrer Stelle saß eine ältere Dame, die In-haberin der Conditoru, die er nicht kannte, die er heute zum erstenmale sah! „DaS ist gräßlich," beginnt mein bedauerns-werther Freund zu monologisiren, „ich bin nun total vernichtet! Ist das je dagewesen, daß ein Mensch wegen ein paar lumpiger Sous in einer Conditorei gefangen sitzt — und dabei Hunger leiden muß?" setzt er mit einer Jammerstimme hinzu, die der beste Beweis für seinen Hunger war. „Ich bin verloren," fuhr er in seinen Be-trachtungen fon, „ich bin hingerichtet! Ich werde meinen Hut da lassen müssen." (Eine Uhr besaß mein lieber Freund damals gerade nicht.) Jetzt wirft er einen Blick um sich — und sein Auge trifft eine junge, reizende Dame, die hinter ihm, seitwärts, sitzt. Vor ihr steht ein leerer Teller, in der Hand hält sie eine Zeitung, lipft iificr nisfil — fnnhern_ .Deutsche Wacht " das die andern Deutschen Oesterreichs zu erlei-den hatten, märe endlich doch ein Funke von deutsch-m Stammesbewußtsein auch in der Mehrzahl der Wiener aufgedämmert und der Mahnruf, der erst 1836 bei Gründung des deutschen Schulvereiae» aus wenigen national-fühlenden Herzen erscholl, wäre vielleicht schon früher erklungen. Die große Wiener Presse aber überhörte zu lange den Hülferuf der Deutschen, die in Böhmen, Krain und Südsteiermark einen un-gleichen Kampf allein zu führen hatten, Höchstens, daß hie und da ein diplomatischer Leit-artikel die Frage deS sich entspinnenden nationalen Kampfes kühl erörterte. Wenn aber wirk-lich einmal irgend «in besonders empörender Vorfall, der nicht übergangen werden konnte, zur Sprache kam. so geschah es meist in witzeln-der Weise mit der deutlichen Absicht, die Lach-muskeln des LeserS zu erregen und damit die wahre, hochernste Bedeutung des Falles mög-lichst abzuschwächen. In Folge dieses Vorgehens wußten daher die Wiener und auch alle Deut-schen der ungemischt deutschen Länder Oester» reichs bis 1879 so gut wie nichts von den ein-schneidenden Veränderungen, die sich in den gemischtsprachigen Bezirken in aller Stille voll-zogen. Erst als die deutschen Verfassungstreuen, in Folge der durch sie selbst geänderten Sach-läge, ihrer, für die Deutschenseinde so ersprießlichen parlamentarischen Oberherrschaft entkleidet waren, also erst nach 1879, da erfuhr die Well urplötzlich, daß die Staatseinheit, die Ver-fassung selbst — das Palladium der Altlibe-ralen, gefährdet sei. Aber erst als auch dieser Nothschrei keine Rettung brachte, erst als man sich selbst gar nicht mehr zu helfen wußte, da erst erinnerte man sich des deutschen Volts-thumes. welches an den Sprachgrenzen schon lange den Kampf ums Dasein führte. Dieselben Zeitungen, die fast zwei Jahrzehnte lang sür die Hilferufe aus Deutschböhmen, aus Krain, aus Südtirol ein taubes Ohr gehabt, denen die fortschreitende, von der altliberalen Ver-saffungSpartei allein verschuldete Tschechifirung PrayS, die Slovenisirüng LaibachS bloß als Stoff zu den bekannten ZeitungSwitzen galt, sie übernahmen nun geschäftig die Rolle der Ver-tretung deS schon längst schwer bedrohten Deutschthumes. Was dabei herauskommen konnte, wir alle haben eS erlebt, denn wie kann von einer aufrichtigen Vertretung nationaler Jnter-effeu die Rede fein, wo die innere, aus dem Herzen empordringende nationale Ueberzeugung fehlt. — Wir haben seither immer erwartet, daß die officiöse Presse der sogenannten „deutschen" Opposition einmal vorhalten werde: „Ihr habt den Staat seit 1861 dahin gebracht, wo er heute ist. Ihr habt durch Eure Gesetze die jetzigen slavischen Ansprüche erst ermöglicht. Nur bei Eurem gänzlichen Vergessen auf Feststellung reund mit einer Aufmerksamkeit, die ihm das lut in die Wangen jagte. .Mille tonnerre!' Soll sie bemerkt haben, daß ich kein Geld habe? Aber vornehm ist sie, — rnoi, ein hübsches Kind, höchstens 20 Jahr; bei Gott, sie ist hübsch, sehr, sehr schön . . . . aber wie sie mich ansieht! H£las .... weiß sie von meinem Geheimniß? sie hält mich für einen Schwindler, der durchgehen will; sie macht sich in Gedanken lustig über mich! Ich werde noch wahnsinnig......und dieser Hunger, dieser Hunger.....ach. dieser Hunger! — Richtig, sie beobachtet mich noch immer. Schade, sie ist zu schön, ich muß mich in sie verlieben --aber so ohne Geld und mit diesem kannl- basischen Hunger — das halte der Teufel aus. nicht ich! Voilä! wenn ich schon schuldig blei-ben muß. was liegt da an zwei, drei SouS mehr" — und mit einer Stimme, die halb wüthend, halb schüchtern klang, rief er — um weitere« Gebäck. ES wurde ihm gereicht — und mit wildem Vergnügen begann er das Ge-schäst des Kauens .... „Hm, sie beobachtet mich noch immer; mir scheint, sie weiß, daß ich kein Geld habe . . . sie bewundert meine Frechheit, mit der ich noch 1885 einer deutschen Staatssprache war es überhaupt möglich, Staatsmittelschulen mit nicht deutscher Unterrichtssprache zu gründen, die dann die Brutstätten antideutscher Beamten wurden. Ihr habt die Bedingungen von reinslavischen Hoch-schulen selbst geschaffen. Die heutige Regierung hat mit allen ihren Gesetzen seit 1879 nur auf der, von Euch durch volle achtzehn Jahre vor» bereiteten Grundlage weiter gearbeitet, a I!e Regierungshandlungen waren die nothgedrungen« Folge Eurer einstigen Herrschaft. Ihr habt also durchaus keinen triftigen Grund, Euch heute gegen diejenigen aufzulehnen, die nichts als die weiterbauenden Erden Eurer eigcnen Maßnah-men sind. Für die Zurückdrängung des Deutsch-thums, für die nach und nacd sich vollziehende Lockerung der Staatsgewalt, die Ihr nun so eindringlich beklagt, seit nur Ihr allein verant-wortlich, denn ohne Euer langjähriges Groß-ziehen aller der centrifugalen Bestrebungen, Die heute zur vollen Wirkung kommen, wir« der Zustand, den Ihr heule der Aera Taasfe allein aufhalsen mochtet, ganz unmöglich gewesen. Schon die eine Thatsache beweist dieß, daß eine tschechische Hochschule ohne die erst von Euch geschaffenen tschechischen Mittelschulen ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre." In der That wäre eine solche Sprache den altlideralen Verfassungstreuen gegenüber, die noch heul« hartnäckig auf ihrem nunmehr sä absurdurn geführten antinationalen Standpunkte beharren nollen, vollkommen berechtigt, denn sie würde einfach der historischen Wahrheit entsprechen. Dies« Wahrheit aber ist thatsächlich der großen Masse des deutschen Publikums noch nicht be-kannt geworden, und dafür hat in erster Linie die große Tagespreff« getreulich gesorgt, weil sie wohl weiß, daß sie die Hauptschuldige dabei ist, denn ihre erste Pflicht wäre es gewesen, das deutsche Vol^vor den Gefahren rechtzeitig zu warnen, in die es seine einstigen Führer ge-stürzt haben. Die wahren Deutschen Oesterreichs aber, die nicht von der national abgestumpften Ton-art jener Reichsraths-Abgeordneten sind, die theils in Gemeinschaft mit der erwähnten Tages-presse unser« heutigen Zustände herbeigeführt haben, theils noch heute nicht schlüssig sind, ob ein deutscher, rein nationaler Club überhaupt zu gründen, ob die „schärfere Tonart" schon „opportun" sei oder nicht, die wirklich natio-nal?n Deutschen haben dennoch, wie vor allein die letzten Wahlen in Norddöhmen, in Steter» mark zeigten, bereits eine Ahnung von dem oben gekennzeichneten historischen Sachverhalte. Immer fester werden sich diese „Nurdeutschen" iusammenschließen, immer einmüthiger werden ie den rein nationalen Gedanken betonen, bis derselbe über die Köpfe der noch heute angst» lich Zagenden hinwe deutsche Volksbewußtsein aus nahezu nzigjährigem Schlummer aufgerüttelt zu Im. in den eS nun nie und nimmermehr plen wird.______ Kundschau. [Sie deutsche Partei imAbge-ld n e t e n h a u j «.] Die Verhandlungen, Hl bisher ununterbrochen zwischen den «in-in Vertreter» der verschiedenen deutschen I ivchdeutschen Richtungen gepflogen wurd> n. t zwar noch nicht einmal zu einem vor-jigen Resultat« gekommen, doch liegen bereits oige vor, von denen sich annehmen läßt, j fit seinerzeit im Fünfundzwanzig-r - AuS-jji die Unterstützung einer größeren Gruppe Gesinnungsgenossen haben werden. Da eS ldi wahrscheinlich ist, daß die deutsche Oppo« » ra ihrer Gesammtheit den Namen „Deutscher 6* nicht annimmt — und es wäre dieß i nationalen Standpunkt aus nicht einmal ilIchenSw»rt, — so werden allem Anscheine t diejenigen Abgeordneten aus Böhmen, jlesien. Niederösterreich, Steiermark und ftärn» »dcht auf Grund deS deutichnationalen pammeS gewählt wurden, zu einem Wändigen „Deutschnationalen Club" zusam-«rettn, der zwar nicht, wie Einige 'vollen, ! Unterverband der Vereinigten Linken in bisherigen engen Grenzen verbleiben, p aber mit den übrigen Mitgliedern der Position durch ein Vertrauensmänner-ComitS, üch dem Executiv - Comitö der Rechten, steter Fühlung sein dürste. Die Ver-Mngen haben bisher gezeigt, daß nicht i jene Abgrordneten, die in der Con-w! der Linken seinerzeit für den gemein« m Namen „Deutscher Club", als einer ochnuiig für die gesammte deutsch« Oppo« gestimmt haben, auch in den engeren ntand der Männer rein nationaler Tonart «relen werden. So wird vor allem bestätigt, tl wir schon in unserer letzten Sonntags-«ver vorausgesehen haben, daß nämlich lr. Weitlcs nunmehr ausdrücklich erklärt habe, t einem solchen selbstständigen Verbände der jikseren Tonart nicht anschließen zu können, > er eS noch immer für möglich und wün-ojwcrth halte, daß die gesammte Opposition >4 in Bezug auf den Namen den deutsch-«malen Standtpunkt einnehme. Selbst wenn fct auch das Unmögliche geschehen sollte, selbst Kim die Herren von der Farbe Chlumetzky-haist eS nicht für zu gefährlich hielten, sich & Aidut sah, wie die Conditorei-Jnhaberin pn flüsternd di« Rechnung Aidut's und die Nt Dame übergab; dann entfernte sie sich. Aidut athmete auf — dann packte er den kMerhut vom Nagel und eilte auf die Bus« mamiell zu: „Mein Fräulein, ich — ich bin - Iper — oen Hut — Geld —" „Herr, waS toben Sie da," unterbrach ihn eine kräftige r«stimme, „was wollen Sie mit meinem . . ." Aidut hat in der Eile den Hut eines >a kaum eingetretenen Herren erwischt. Be» tau übergab «r den Hut . . irrte, an Leib uft Eeele gebrochen, durch den Saal und ließ endlich auf einen Fauteuil nieder. Ein eigen-himlicheS Krachen unter ihm ließ ihn wieder ichpringen. „Herr! sind Sie des Teufels ?" schrie aber-nli der hinzuspringende Herr von früher, „zuerst Mtlen Sie meinen Hut versetzen und jetzt setzen di! sich auf mein« Angströhr«! Ich habe ihn ffjt heute gekauft. Sie werden ihn mir bezahlen ■jsen !* „Mit Vergnügen, aber zuerst bezahlen Sie »kik Zeche und die «iner Dame!" „Tante?! Donnerwetter; hübsch, jung, Und so kam daS Ganze zur Sprache. ,.Deutsch« Wacht." einmal offen als deutsch zu bekennen, selbst wenn die ganze Linke sich deutscher Club nennen sollte, das deutsche Bolk, die eigentlichen Na-tionalen täuschen sich keinen Augenblick darü-ber, daß ein solcher Weitlos'schec Club, deutsch zwar den Namen nach ist. in Hinsicht, auf die zu erwartenden Thaten ab-r niemals national fein wird. Wie wir übrigens nachträglich ver-nehmen, wird daS Fünfundzwanzigercomitö der Abgeorbnetenconferenz vom 21. Juni b. I. binnen Kurzem in Wien zusammentreten. Die Einladungsschreiben an die Mitglieder desselben dürften schon in den nächsten Tagen versendet werden. Wir sprechen die zuversichtliche Hoff-nung aus, daß die Vertreter deS nationalen Gedankens bei dieser Gelegenheit entschlossen und unentwegt an den Forderungen festhalten werden, die sie selbst im Interesse der natio-nalen Politik gestellt haben und daß sie endlich zur Bildung eines deutschen, auf ausschließlich nationaler Grundlage fußenden Club» schreiten werden. sZum Sauerbrunner Verbote.^ Die in Mebsord in den Vereinigten Staaten von Nordamerika erscheinende „Deutsche Zeitung", Organ für die Interessen der Deutschen im oberen Wisconsin, nimmt in ihrer letzten Num-mer von den nationalen Vorgängen in Oester-reich eingehend Notiz. Besonders beachtenswerth und für unser engeres Heimatland uon Interesse sind die Betrachtungen, die daS Blatt an die Nachricht von dem bekannten, gegen die Ab« singung des deutschen Li-deS gerichteten „Sauer-brunner-Verbote" knüpft. Es schreibt wörtlich: „Frei und stolz wie deutsche Männer haben sich der Landeshauptstadt deutsche Sänger die« sem Verbote auch gefügt und „das deutsche Lied" verleugnet, so ungestüm es auch vom Publicum gefordert wurde. Wie diese tapfere Särgerthat da« große Publikum erregte, so na im auch der in Graz bestehende „Deutsche Verein" Veranlassung einen Beschluß zu fassen, daß dem Ursprünge des Singverbotes nachzu-forschen und um Ausklärung zu ersuchen sei. Ob dieses frevelhaften Beginnens wurde der „Deutsche Verein" in Graz von der k. k. Statt-halterei aufgelöst. Ist daS nicht ein hübsches Seitenstück zu dem neulichen UkaS von Komotau, womit den Officieren und deren Familien die Theilnahme an der Enthüllungsfeier des Denk-males Kaiser Joses's II. verboten wurde? Wie lange wird eS wohl noch dauern, b i S der Gebrauch der deutschen Sprache in Oesterreich ganz und gar verboten wird?" In der That, in dem Lande der freien Meinungsäußerung müssen Nachrichten von Vorgängen, wie die oben be-rüh'fn e» sind, geradezu unverständlich und unbegreiflich erscheinen. Siebenbürgen. sKulturverein.s ES ist geradezu ein widerliches Schauspiel, welches sich am letzten August in Klausenburg in der Der Fremde lachte — und zahlte; dann verließen sie die Conditorei und der nächste Hut-macher hatte den Schaden gleich gut gemacht. Jetzt nahm der Fremde einen Wagen, bat mei-nen Freund zu sich und rief: „Und nun zu Ihrer Dame — ihre Adresse ?!" Mein Freund Aidut reichte ihm stumm die Karte. „Donnerwetter, das ist ja meine Schwe« ster!" — WaS soll ich weitet erzählen? Neulich saß Aidut mit dieser Schwester des fremden Bezahlers in derselben Coditorei — beide als Mann und Frau; ich, der Dritte, war ihr Hausfreund. „Heut' ein Jahr." meinte er lächelnd. „Möge jedem, der sein Geld zu Hause ver-gißt, solch ein Glück erblühen, wie uns Bei-den!" erwiderte sie. „Amen," sagte ich dazu, ohne eigentlich zu wissen, warum. Als mir aber endlich Aidut erzählte, wie er zu seiner lieben, hübschen Gattin gekommen, habe ich mir vorgenommen, dieses „wie" in die weite Welt auszuposaunen — und nun habe ich's gethan! 3 constituirenden General-Versammlung des un« garischen sogenannten „K u l t u r v e r e i n « 9," für Siebenbürgen abspielte. Da wurde maß-volle Zurückhaltung, Achtung und Schonung des Bestandes der nicht magyarischen Nationa« litäten Siebenbürgens geheuchelt, während in Wirklichkeit nur die maßloseste MagyarisirungS-wuth Ziel und Tendenz des Vereines ist. ES war offenbar darauf angelegt, einige Gimpel zu fangen, die verblendet genug gewesen als VersöhnungSmarionetten mitzuspielen. Und wie schlau war alles vorher berechnet, jedes Wort, das gesprochen wurde, genau einstudirt und kühl überlegt, was doch sonst nicht die Sache der Herren Magyaren ist. Ja eS ist wobl nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet, daß kaum jemals bei einem derartigen feierlichen Anlasse in Ungarn, wo daS Ueberschäumen der magyarischen Großmannssucht doch so nahe lag, den« noch so wenig, so kühl und knapp, so schlau berechnend und scheinbar so nüchtern gesprochen wurde, al« in dieser wichtigen General-Ver-sammlung. Einstimmig und fast ohne jede De« baue wurde oie von der Vorversammlung auf-gestellte Cardidatenliste genehmigt. Es sollte eben nach außen hin möglichst viel Vertrauen«-seligkeit erweckt werden, und das ist nur mög-lich, wenn man vorläufig die Krallen etwas einzieht, den Gegner durch geheuchelte Sanft« muth an sich lockt, um ihn dann desto tiefer ins Fleisch treffen zu können. Trotz aller Vorsicht aber konnte sich der Bürgermeister Haller von Klausenburg nicht enthalten, einige versteckt« Hiebe gegen die Sachsen zu führen, jenen „schwankenden Theil hervorragender Männer und reicher Bürger des Landes", die sich noch immer nicht entschlossen haben, dem Vereine ihre Unterstützung zu leihen. Dana kam. um den Gegnern Sand in die Augen zu streuen, daS famose Beschwichtigungsschlagwort, „daß eS zwar nur eine politische Nation im Lande geben könne, daß aber dieß den Bestand ver« schieden» Nationalitäten nicht ausschließe, und daß der Verein die Vaterlandsliebe nicht al« sein Privilegium betrachte". Die Sachsen aber, an deren Adresse diese Sirenenklänge gerichtet sind, werden sich nicht berücken lassen. Sie wissen ohne Zweifel. waS sie von dem Vereine zu halten haben, finden sich doch in der Ausschußliste die Namen der beiden wüthendsten magyarischen Zeloten N. Bartha und BlasiuS Orban! Deutsches Peich. [Innere Coloni-sa t i o n.J Anläßlich der fortschreitenden AuS-Weisungen, besonders fremder slavischer Elemente, auS den östli 1 en Provinzen Preußens, die den, für die innere Ausgestaltung dieses Königreiches nothwendigen Germanisirungsproceß wesentlich beeinträchtigt und theilweise sogar rückgängig gemacht haben, wird nunmehr eine innere deutsche Colonisation gefordert. Dieselbe besteht darin, daß in den besagten Ländern möglichst viele Deutsch« in die Lücken eintreten, welche durch die Auswanderung der Fremden entstanden sind. Um aber die hiemit erst begonnene Ger-manifirung zu vervollständigen und zu consoli« diren wird ferner gefordert, daß der Staat in den gemischten Landestheilen die Vermehrung der Zahl der deutschen Bauern in die Hand nimmt. Die Staatsdomänen müssen dort par-zellirt, und unter günstigen Bedingungen, welche Ansiedler aus übervölkerten oder unter dem Latifundien > Besitz leidenden Theilen Deutschlands herbeiziehen in kleine Befitzun-gen verwandelt werden. ES wäre sogar gerechtfertigt, große Güter, welche in den pol-nischen Gegenden zum Verkauf kommen, seitens dc« Staates anzukaufen und in derselben Weise zu parzelliren ; denn es ist eine Selbsttäuschung, wenn man eine erhebliche gennanisirende Wir-kung davon erwartet, wenn in Posen oder Westpreußen hie und da ein großes Gut nur aus der Hand eines polnischen in die eines i deutschen Besitzers übergeht. __ Korrespondenzen. Aus dem Sannthale. 4. August. (O.-C.) ! Die Hopfenlese ist nahezu vorüber. daS Product ! befriedigt sowohl hinsichtlich der Güte, als auch der Menge, nur ist — wie allgemein be-kannt — der Preis sehr beträchtlich hinter den be- 4 scheidensten Erwartungen zurückgeblieben. Der Hopfen kostet heute „Nicht«". E« ist wohl na-türlich, daß der Ausfall von Hunderttausenden von Gulden für da« Sannthal ein recht trauriges Er-eigniß ist, welches namentlich von jenen Be-sitzern von Hopfenfeldern empfunden wird, die trotz aller Ermahnungen und Vorträge viel zu große Theile ihres Besitzes mit der Spiel-pflanz« bestockten. Viele wollen zu den Brod-gräsern wieder zurückkehren, damit es nach der Ernte wenigstens nicht an Brod im Hause fehlt. Sie versallen mit dem gänzlichen Au»-reiffen der Handelspflanze wohl in einen zweiten Fehler. Der Hopfen hat schern viel weniger gekostet, als eS heute der Fall ist, und doch zeigte jede Beobachtungsepoche von 10 Jahren einen sehr guten Ertrag. Doch nicht an allen Punkten deS SannihaleS wirft die Situation ihre Schatten. Da sind die Praß-berger Normal-Slovenen, welche in ihren slo-v«nischen Bestrebung«» sür irdisches Weh k?ine Empfindung mehr besitzen. Praßberg, der son-nige Markt hat einen ziemlich ruhigen Sommer gehabt; mit den „Pionniren des DeutschthumS," wie die merkwürdige Persönlichkeit deS Herrn GmoanschreiberS die deutschen Sommerfrischler zu nennen beliebte, sind auch die Kroaten seltener geworden. Die sonderbare Lust, sich zu Nutz und Fromme» einer Gemeinde, die den Werth eine« Baumes nur in der Form von Brettern zu begreifen scheint, den Som-mer über braten zu lassen, hat ohnehin länger angehalten als begreiflich ist. Die sieden politischen Strumpfstricker Praßbergs. — darunter dre« slovenisirte Schwaben — hatten den Hochsommer über wenig zu thun. Mit den Sokol-Turnübungen ist eS bei den. der slo-venischen Welt vorher bekannt gemachten Pro-jecten geblieben, eine Fahnenweihe entfiel, weil der Sokol bekanntlich schon eine Fahne hat, und auf daS Versprechen heuer sür den Laibacher Narodni Tom ein Fest veranstalten zu wollen, haben die Herren mit Bescheidenheit und Rück-ficht auf den Ruf, den ihre Feste haben, ver-gessen. Die slovenischen Kinder im Sannthale kennen die Pappenheimer in Praßberg, und nennen ihre Feste: Foppereien. — Gerade gestern schwur ungeachtet meiner Gegenwart in Fraß-lau ein sonst gutgesinnter Slovene hoch und theuer, sich „nach Praßberg um keinen Preis mehr foppen zu lassen," und das ganze Audi-torium nickte Beifall. Trotzdem aber halten sich die Praßberger sieden Mann start für Leute, die sehr ernst genommen werden wollen, waS die komisch« Wirkung ihres Daseins nicht unwe-sentlich erhöht. Das Ende deS thatenlosen SommerS sollte übrigens wenigstens einen wir-kungsvollen Abschluß finten. und dies durch ein Paar Streiche, die die duftige Erinnerung an den Markt mit den merkwürdigen slovenischen Namen, wieder auffrischen sollten. In Wippach waren aus allen Theilen der künftigen südslavischen Avant - Garde« Provinz Gymnasiasten zusammengekommen, um daselbst im Vereine mit dem Ortsbewohnern (e« waren vier Mann erschienen) ein nationales Fest zu veranstalten. 14 Telegramme begrüßten, auS allen Theilen „SlovenienS" die Träger der slo-venischen Staalsidee, und darunter — Bum! Bum ! waren fünf auS — Praßberg. Als einige Tage später „Slovenski Narod" den unsreiwil-ligen Witz machte, Praßberg ob seiner national-politischen Reife zu loben, stiegen die sieben Schwaben wie der Hahn (Petelin£ek) am Praßberger Trottoir umher. Es waren natürlich immer dieselbe» Leute, von welchen das Tele-grafiren ausging, denn ob's Leseverein oder Falke, oder sonstwie heißt, da« bleibt sich in Praßberg ziemlich glei5, eS gibt nur ein Publi-cum. ob eS nun in rothen oder weißen Hemd-ärmeln im Wirthshaus« sitzt. Auch an der Pil-gerfahrt nach Prag betheiligte sich ein Praß-berger. waS der Welt durch „Narod" — natürlich telegraphisch mitgetheilt wurde: —„DerSanntha-ler Sokol wird durch eine Deputation vertreten." Uebrigens will ich den Zorn meiner Praßber» ger Freunde (vielleicht nützt er ihnen doch ein wenig) auf mich etwas mildern und ich meine dies durch die Anführung einer Thatsache thun zu können, über die es keinem Menschen ,,z>mtsch« Macht." einfallen wird zu spotten. Di« Wirthschaft in der hiesigen Posojilnica ist eine recht gute. Wie mit Allem, stehen die Praßberger jetzt auch mit ihrer Posojilnica auf einem idealen Standpunkte und nützen damit. Unsere gewissen Sachsenfelder könnten da ein wenig in die Schule gehen, und ihrer Posojilnica könnte ver gute Ruf der Praßberger Anstalt vielleicht sogar noch auf die Beine helfen. Hier wird jetzt viel vom Pferderennen gesprochen und man erwartet eine ziemliche Betheiligung. Im Uebrigen ist Sachsenfeld vom Hopsenpreise stark mitgenommen, und wird die Lage namentlich da empfun-den. wo es bisher Gepflogenheit war, die „Differenzen" in die Tasche zu schieben. Die am letzten Sonntage erfolge Weihe der neuen Fraßlauer Brücke war ein kleines Fest: in der That wurde durch die Herstellung derselben einem dringenden Bedürfnisse Rechnung getra-gen. Herr Dechant Bohinz von Fraßlau be-nahm sich gemäß dem Schliffe, den er nun einmal hat. Übrigens wurde viel 2ivio gerufen, und neben 'der Tricolore wehten auch weiß-grüne Fähnlein. Die Brücke verdankt Herstel-lung und überraschende Billigkeit Herrn In-genieur Butta. _. __ Kleine Hhronik. [Ein Gedenktag.] Letzten Sonntag feierte die Stadt A issig die Erinnerung an die Heldenthat eines österreichischen Soldaten, wel-cher die Stadt vom Verderben errettete. Es war am 30. August 1813, als die Franzosen die freundliche Stadt besetzten. Oberbefehlshaber war der bekannte General Vandamme, welcher die Plünderung und Verbrennung Aussigs an-ordnete, weil die dortige Bürgerschaft ihre fran-zosenfeindliche Gesinnung ohne Scheu an den Tag legte. Die Franzosen machten eben Anstalt, dem Befehl ihres Chef« Folge zu leisten, als eine Schaar österreichischer Soldaten verschiedener Waffengattungen, an ihrer Spitze der Dragoner Friedrich Jordan, in die Stadt drang und die vielhundertfache Uebermacht der Franzosen mit solcher Erbitterung attaqnirte. daß dief-lben Reißaus nahmen und die Stadt Aussig gerettet war. Der tapfere Jordan war jedoch, von vie-len Kugeln getroffen, todt geblieben. An der Stelle, wo der tapfere Reiter gefallen ist, wurde an dem betreffenden Hause eine diesbezügliche Inschrift angebracht, we'che auch heuer mit präch-tigen Schleifen geschmückt war. Auf dem Marien-berge wurde ein Feuerwerk abgebrannt, Salven wurden gelöst und in der Hauptkirche wurde ein Dankamt abgehalten. sDie o st afrikanische Gesell» schast] hat gegenwärtig noch fünf Expeditio» ncn der Gesellschaft in Afrika unterwegs, nach-dem di« erste Expedition bereits ein Terrain von etwa 2500 deutschen Quadrat-Meilen unter deutsche Flagge gebracht. Die Bedeutung der Erwerbungen ist vor Allem eine Handels-politische. Die Gesellschaft heherrscht mehrere der wichtigsten Karawanenstraßen zu dem Inner» von Eentral-Asrika und damit den Handel von Ostafrika überhaupt. Die Gesellschaft geht in diesem Augenblick bereits sowohl mit land-wirthschaftlichen Versuchen, als auch mit der Einrichtung von Militärstationen vor. [E i n neuer Vulkan.] Ungefähr 50 Kilometer von Corleone bei der Gemeinde Bosco Ficuzza (Sicilien) steht der Berg Bu-sambra, welcher zur Ueberraschung und zum Schrecken der umliegende« Bewohner seit emi-gen Tagen einen Krater bildete und bald in schnellerem, bald langsamerem Tempo dichte Rauchwolken ausströmen läßt und dazwischen glühende Lava auswirft. Einheimische und Fremde nähern sich neugierig dem Berge, auf deut sich oft Feuerbrände zeigen, wenn die auf dem Berge wachsenden dürren Gräser und Bäume durch die ausströmende Feuermasse in Bnnd gerathen. [FurchtbareFeuerSbrunst.] Nach Berichten aus Teheran ist zu Anfang dieses MonatS in der persischen Hafen- und Handel«-stadt Refcht am kaspischen Meere Feuer ansge-brechen, welches zwei Tage und zwei Nächte andauerte und drei Viertel der Stadt in Asche und Trümmer legte. Zerstört wurden achtzehn« 1885 hundert Läden, Eontors und Magazine, zwei Moscheen, neunzehn Karawansereien, drei Bäder und an siebenhundert Wohnhäuser. Die Euro» päer, welche in Rescht ein besonderes Viertel bewohnen, haben durch diesen Brand keinen Scha-den genommen. [©in Fraue n-D u e l L| Aus Veitti« miglia wird vom 22. v. M. berichtet: Gestern früh fand hier hinter der Villa d<« Engländers Hambury ein Duell zwischen zwe' Frauen statt. Die Waffen waren dicke — Spauerstöcke. Man hält die beiden Damen, die sich hier in de« Wortes vollster Bedeutung „schlugen" und in deren Begleitung die Secundan »innen und ein Arzt sich befanden, für Befucherinnen dcr Spiel« Hölle von Monte Carlo. Die Begegnung der beiden Duellantinnen war eine äußerst ledhaste, aber — der Wirkung ihrer „Waffen" entsprechend — zum Glück von keinen schwere« Folgen be« gleitet." Die streitlustigen Damen halten ohne Zweifel einen kräftigen Anfall von Spleen. [Wiedergesunden.] „Sie. Ruderer, meinen Sie nicht, daß wir umkehren sollen? Der See scheint mir heut« für ein fo kleine« Boot zu bewegt!" rief unlängst aus etnem der Kärntner Seen ein ängstlicher Reifender zu seinem Schiffer. Dieser aber versicherte, daß gar kein Grund zu irgend welcher Befürchtung vorliege. — Ist Ihnen noch nie das Unglück passirt, einen Fahrgast zu verlieren ?" frazte der Furchtsame nach einer Weil« wieder. — „Niemals, mein Herr", erwiderte der Schiffer beruhigend. „Ein Ausländer, den ich hinaus» ruderte, ist zwar im vorig«n Jahre in den See gestürzt, wir haben ihn aber am folgenden Tage wiedergefunden. [Woher kommt der Ausdruck Strohwitwer?] Nach uralter deutscher Sitte, die noch in einigen Gegenden herrscht, gilt da« Stroh al« Sinnbild für etwa« nicht Wirkliches. Bei Frühlingsfesten wurde ein« Strohpuppe als sinnbildliche Darstellung de« Winter« im Triumph umhergeführt und dann elweder geprügelt oder ins Wasser geworfen, ein Brauch, der in Franken noch heute besteht. So wurden einmal bei einer Belagerung von Mühlhaufen in Thüringen Strohmänner, mit Waffen bewehrt, auf die Mauer gestellt, um die Zahl der Vertheidiger größer erscheinen zu lassen; die hiedurch getäuschten Hessen erhielte» damals den Namen der blinden. Bald bürgette sich der Name Strohmann für etwas nicht Wirkliches (namentlich beim Kartenspiel) ein und führte allmälig zu der Ausdehnung des Begriffes „Strohwitwer", der also nicht von Stroh fein muß, wie jene Vertheidiger von Mühl-hausen, der aber auch kein wirklicher Witwer ist. [Panique in der Budapester Ausstellung.] Neulich war der Ausstellungs-Rayon in Budapest d:r Schauplatz iner unge-mein aufregenden Scene. Die zur Mastvieh-Ausstellung hieher beförderten Thiere wurden auswaggonirt und hiebei geschah es. daß ein riesiger Stier sich losriß und in Carriere den halben Ausstellungs-Rayon durchmaß, Schreck und Entsetzen verbreitend, wo man deS wüthenden Thieres ansichtig wur^e. In den Restau-ratione« entstand eine unbeschreibliche Paniqae. Die Gäste sprangen von den Sitzen auf. warfen Tische und Stühle im wilden Haufen über«tn-ander und daS Entsetzen erreichte seinen Höhe« punkt, als der Stier an dem Springbrunnen vorbei seinen Lauf nach der Dreher'schen Re« stauration nahm, aber mit einem Ruck umkeh« rend mit gesenktem Haupte schnaubend auf die Restauration der Actien-Brauerei zustürzte, ivo sich die oben erwähnten aufregenden Scenen wiederholten. Da nahte der Toreador in Ge» sta't eines Constablers, der resolut den Säbel aus der Scheide riß und «inen wuchtigen Streich nach dem Kopse des Stiere« führte. Das Thier blieb betäubt stehen und folgte wenige S«cuy« den später sanft und willig den ihn nach einem wenig«c belebten Orte entfernenden Leuten. [Ein? Felsensprengung.] E,n St«imetzm«ister in St. Veit in Kärnten hat die-ser Tage in seinem Steinbruche für seine Werke eine große Felsensprengung vornehmen lassen. Ein halbe« Jahr lang wurde an der Herstellung des 26 Meter langen Bohrkaaal« 1885 (^arbeitet; das Innere desselben wurde der lanjen Länge nach mit einem wasserdichten Sacke ausgekleidet und mit 22 Metercentner Kprengpulver gefüllt. Die Seitenstollen wurden Wam mit Cement sorgfältig vermauert. Die Ktzündung geschah auf elektrischem Wege, fluch bevor der Knall des Sprengschusses ver-ummen wurde, begann die kolosale Felswand jti wanken, dann hörte man das dumpfe, don-«krühnliche Grollen deS Schusses, der Boden Zibririe und die Wand stürzte nieder. Ueber he loderte die sreigewordene Pulvermasse als trächtig? Feuersäule hoch über dem Berge, tat einem Vulkan ähnlich sah. Nachdem sich die hilverwolken verzogen, bot sich dcnZuschauern da« ßprengungsresultat. Felsblöcke, bei 60u0 Cubik-»ler, darunter Blöcke von 400 Kubikmetern Hasse, waren niedergestürzt. Das Material ll zu Monumentalbauten verarbeitet werden, ti« Sprengung hatte einen Kostenaufwand von «hr alS 3000 fl. erfordert. Das seltene und illeressante Schauspiel hatte ein zahlreiches fyiMifum auS der Stadt und Umgebung her-gelockt. [Infolge einer frivolenWettes -ti handelte sich um einen Leiter Nordhäuser -Halle kürzlich ein Schifserdcckergeselle in See-Hirsen in der Altmarkt folgendes Wagestück «ernominen: Er stieg, mit der Reparatur des kchisierdaches einer der Kirchthurmspitzen deschäs-agt, von dem Thurmknopfe aus an dem Blitz-Meiler und der die Wetterfahne tragenden eiscr-«ii Stange in die Höhe, setzte sich auf die letztere mb gab sich einen Schwung, wobei sich die Zahne zweimal um sich selbst drehte. Ohne Un-Ä gelangte der tollkühne Mensch dann wieder u; seinem Fahrstuhl an. [Ein blutiges Drama] spielte dem .Hol. Mosk." zufolge sich am 15. August im M'e der Philanthropischen Gesellschaft, am kmopopowski Pereulok, in der Wohnung der Lilwr M. Roschdestwenski ab. Zu dieser Frau kr ihre Tochter Jewgenia Ssuschtschinski mit i/m zwei Söhnen im Aller von 7 Monaten wd 3 Jahren zu Besuch gekommen und zwar, «il sie von den ewigen Onälereie» ihres un-fang eifersüchtigen Mannes, des Titularralhes S. Ssuschtschinski, etwas ausruhen wollte. Am ich-nden Tage kam auch der Mann dorthin bö speiste mit den Seinigen. Um vier Uhr ver-Achudete er sich, dabei hielt er den kleinen £cha aus den Armen und fragte den größeren, id er mit ihm fahren wolle. Als dieser mit ^a" antwortete, faßte Sschuschtschinski plötzlich den Säugling an den Beinen, schwang ihn % der Lust und schlug mit dem Kopf des Kin-W mit solcher Kraft gegen den Kopf des Trei» jihchen. daß dieser zu Boden stürzte. Mutter -«d Tochter sprangen herzu und entrissen ihm )a Kleinen, der Wütherich ergriff den am Boten liegenden Sohn und schlug mit seinem Kopf «s den Boden. Bevor man das Kind befreien kmllk, hatte es schon so furchtbare Verletzungen nlitteit, daß es nach wenigen Minuten veren-btte. Ter Säugling ist zwar noch am Leben, «ta in hoffnungslosem Zustande. Ssuschtschinski i* geständig und giebt als Motiv an. daß er iüwiijelt habe, ob er der Vater der Kin->n sei. [DerKronprinzvon Bayern und dlrWanderbursche.j Zum Kronprinzen iuDicig, später als König von Bayern seines Kamen? der Erste, trat an einem Abend ein Vmderturche mit der Bitte um Unterstützung. Hoho", bemerkte der Prinz, „Sie sind nicht I» hier." — „Nein, ich bin aus Sachsen." — „Sie kommt es, daß Sie betteln?" — „Ja slhlua'S, gutes Herrchen, daran ist eigentich die Lolizei schuld. Ich bin bereits ausgeschlagene 'Ins Dage in München und de Polizei viesiert m mein Wanderbuch zur Weiterreise nicht. ii bestellt mei immer us den folgenden Tag rrd wird grob, wenn ich Vorstellungen mache." - Der Kronprinz schüttelte den Kopf, reichte tan Sachsen einen Gulden und bestellte ihn zum ichwden Tag pünktlich um II Uhr aus di« tolija Als der Handwerker in das Bureau entwttn will, klopft ihm sein Bekannter vom vorigen Tage aus die Schulter, nimmt ihm das Lavdnbuch ab und sagt, sich daS Taschentuch ..Ke»t,ch« Wacht. vor das Gesicht haltend, zu dem visirenden Be-amten: „Mein Herr, ich will visiert sein, ich warte schon fünf Tage darauf, habe keine Ar-beit und kann nicht auS München fort." Ohne aufzusehen, schreit der Beamte ihn an: „Halt Er'S Maul, sonst wird Er —" — „Gemach!" unterbricht ihn der Kronprinz. „Sehen Sie, wen Sie vor sich haben?" Der Schreck des Beamten war groß, als er nun Ludwig er-kannte. Tags darauf wurde er trotz aller Bitten mit zehn Collegen fuspendirt. sE inSchiff. daS zurBekundung der Trauer heult,] ist jedenfalls eine Neuigkeit. Als jüngst die Leiche deS russischen DampffchissS-EigenthümerS Kurbatow auf einem seiner Dampfer nach Ssarapul gebracht wurde, begann der Dampser, um seinem Kummer Aus-druck zu geben, auf da« Entsetzlichst« zu heulen. Im Verlaufe von vollen fünf Stunden ertönte das Klagegeschrei des anhänglichen Dampfers über den Verlust seines Herrn. An der Dampf-pfeife war eine besondere Borrichtung zur Er-zeugung dieses klagenden Tones angebracht worden. Wie verlautet, sollen in Nishnij-Now-gorod sogar zwölf Dampfer die Rolle von Kla-geweibern übernommen haben. [Eine hübsche Briefgeschichte], die zum Ueberfluß noch den Vorzug hat, voll-kommen wahr zu sein, wird der „Cöln.V.-Ztg" aus Cöln mitgetheilt. Vor einigen Wochen ver-reiste ein in weiteren Kreisen bekanntes Ehepaar, er nach B., sie nach S.; da aber B im Aus-lande liegt, gab er der Cöln-r Post Austrag, alle an seine Adresse in Cöln ankommenden Briefe nach S. an seine bessere Hälfte zu schicken. Die brave Post that dies getreulich, um so mehr, als sie es schriftlich von ihm hatte, und fuhr damit, wie sich von selbst versteht, pflichtgemäß fort, als er wieder längst in Cöln war. Und nun wurde di« Sache pikant: sie schreibt nach Cöln an ihn Briefe auf Briefe, die brave Post schickt sie schleunigst an sie nach S. zurück, und er kann sich nicht genug wun-dern, daß sie ihn so schrecklich vernachlässigt. „Eine unerhörte Rücksichllosigkeit," soll er ge-sagt haben, bis ihm plötzlich einfiel, er habe vergessen, sich bei der Post wieder anzumelden! Seit dem geht der Briefverkehr mit erfreulich-ster Pünktlichkeit, und das Verhältniß ist unge-trübt. [Die To urnüre als Spitzbube.] Einen neuen Beitrag zu den ebenso zahlreichen als erbaulichen Geschichten von der Tournüre entnehmen wir der „Köln. Ztg." Da heißt es: Gestern Nachmittag fuhr ein Pferdebahnwagen durch die Komödienstraße. Der Controleur steigt aus den Hinterperron auf, vor ihm steht der Conducteur, derselbe schaut fortwährend auf den Boden, bald links, bald rechts, dann guckt «r in leine Geldtasche und schüttelt bedenklich den Kopf. Plötzlich springt er mit einem Satze vom Wagen herunter und eilt einer Dame nach, welche soeben vom Wagen gestiegen ist. Dies« hat — auf ihrer gewaltigen Tournüre den Blechkasten mit den Fahrbillets hängen; sie hat denselben beim Absteigen, ohne es zu mer-ken, mit ihrem Aufsatz von der Ledertasche des ConducteurS aufgehoben und schreitet nun, den Apparat mit den Fahrscheinen aus der Rück-seit« tragend, stolz davon. Nach kurzem Dauer-lauf hat der Wagenbegleiter sie erreicht und feine theueren Billets abgehoben. Die Dame war nicht wenig erstaunt, als sie bemerkte, welchen Diebstahl aus Fahrlässigkeit ihr An-hängsel begangen hatte. [Eine H i n d u g«s ch i ch t«.] Ein armer Hindu, den der Tod vom Leben und von einem zänkischen Weibe erlöst hatte, erschien an der Pforte von Brahmas Paradies und forderte Einlaß. „Bist Du Denn schon im Fegefeuer ge-wefen?" fragte der Gott. — „Nein, aber ich war verheirathet". antwortete der Hindu. — „Dann nur herein, das ist ganz dasselbe." — In diesem Augenblick erschien ein zweiter Hindu und verlangte ebenfalls Einlaß. — „Nur nicht so geschwind. Bist du schon im Fegefeuer ge-wesen ?" lautet« wiederum die Frage. — „Nein, Brahma, aber Du hast ja eben einen einge-lassen, der auch nicht darin gewesen ist." — „Jo, aber der Mann war verheirathet." — 5 „Das war ich ja auch", schrie der Hindu, „so-gar zweimal!" — „Dann mache erst recht, daß Du fortkommst, daS Paradies ist nicht für Narren", meinte Brahma und schlug ihm die Thüre vor der Nase zu. — WaS sagen zu dieser indischen Galanterie unsere Damen? [Pimpleville in V 11 m o n t] ist ein schlimmer Play für eine unabhängige, frei von der Leber sprechende Zeitung. Die dortige „Post" brachte kürzlich folgende Notiz: Die Leute, welche in den letzten Wochen dem Stehlen von Scha-fen obgelegen haben, thäten besser, davon ab- iustehen. Wir wissen, von wem wir sprechen." )ie Folge dieser kurzen Notiz war, daß im Laufe von einer Woche 80 Abonnenten, welche sich getroffen fühlten, das Blatt abbestellten. [Unnützer Respect.] Bürgermeister: „Und jetzt mein Kleiner, sag' mir das siebente Gebot" — Schüler zögernd : „Euer Gnaden sollen nicht stehlen." [Nur standesgemäß.] Canzlist: „Der Herr geheime Ober-Re^ierungSrath beab-sichtigen nach Italien zu reiien! Werben der Herr Geheime Rath Unteritalien oder Ober-italien bereisen?" — Geheimer Ober-Regie-rungSrath: „Selbstverständlich Oberitalien!" ßillier HemeinderatV. Unter dem Vorsitze des kaiserl. Rathes Dr. Neckermann fand am 4. d. M. eine Gemeinderathsitzung statt. Nach Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 7. August wurde zur Erledigung folgender Einlaufe geschritten: ES gelangt die Zuschrift der steiermärki-schen Sparkasse zur Verlesung, mit welcher diese die Flüssigmachung eines zinsensreien Darlehens im Betrage von 8000 fl. zum Behufe der Vervollständigung des Theaterbaues in Theilbeträgen gegen Bons gewährt und die Schenkung der besagten Summe ausrecht er-hält, falls die k. k. statthalterei das neuerliche Ansuchen der Stadtgemeinde um Genehmigung dieser Schenkung nicht abermals abschlägig be-scheidet. Die Stadtgemeinde Wien hat eine Pe-tition in Sachen der Militär-Taxe gesendet. Wien hat zum Behufe der EinHebung und Be-Messung der Militartaxe ein eigenes Bureau errtchten müssen, was 40.000 fl. gekostet hat, während die Taxe selbst wenig mehr einbrachte. Die Ursache hiesür liegt in der unzureichenden Gestaltung unsere« Militärtaxgesetzes. Die Stadt Wien wünscht nun. daß die Taxklassen 13 und 14 ganz entfallen, die erste Klasse aber erhöht werde, daß die Bemessung ferner nur «'lle drei Jahre erfolgen möge, jedoch der Weg des Re-curseS auch innerhalb dieser Frist offen stehe. Die Petition wird der RechtSsection zur Be-gutachtung zugewiesen. Die Leitung der Mädchenschule stellt das Ansuchen zur Besserung der Erhellung deS In-dustrie-Schul-Zimmers eine Vergrößerung der Fenster anzubringen. Herr Julius Rakusch be-tont die Dringlichkeit de« Antrages, der dem-gemäß einstimmig angenommen wird. Das Ge-su y des Frl. Ranner. Besitzerin des HauseS in der Postgasse um baldige Behebung des Uebel-standes. der für ihr Haus aus der Pflasterer-höhung entstanden ist, wird der Bausection zu-gewiesen. Die Hausbesitzerin in der Herrengasse Frau EndreS bittet um Uebernahme der Aus-besserung des Trottoir« vor ihrem Httuse gegen eine monatliche Ratenzahlung von 3 fl. Herr Friedrich Mathes stellt hiefür oen Dringlichkeits-antrag. weil der Zustand diese« Trottoirs eine sofortige Ausbesserung nöthig macht. Herr Josef Rakusch unterstützt den Antrag, welcher angenom-men wird. Ein Antrag des Bezirksgerichtes auf Aende-rung des Miethscontractes für seine, der Ge-meinde gehörigen Localitäten wird der Rechts-section überwiesen. Das Protocoll über die Licitation, bei der Herr Juras die MährungS-Räumung und die Abfuhr der Föcalien erstanden hat, gelangt zur Verlesung und wird genehmigt. Den Schluß der Einläuft bildet der PreiS-Catalog der Firma Juhatfch in Graz. der der Bausection zur all-fälligen Benützung überwiesen wird. Den ersten Punkt der Tagesordnung bil« det das Referat der ersten Sektion über das 6 Legat, welches Herr Forstner zur Deckung einer Schuld an die Gemeinde cediren will. Die Section beantragt durch ihren Obmann Dr. Sajovitz, daß erst Erhebungen über die Art des Legates gepflogen werden. Hinsichtlich der Trottoirlegung in der Theatergasse wird vorerst erhoben werden, ob der BauconsenS zur Errichtung der Häuser in der Theatergasse seinerzeit unter der Verpflichtung der Trottoir» legung erfolgt ist, in welchem Falle die be-treffenden Besitzer einfach dazu verhalten werden können. Die Beschlußfassung über die Diäten deS politischen Beamten, der den Versamm-lungen der Genossenschaften beizuwohnen hat wird vertagt, weil die Zahl der Genossenschafts» Versammlungen noch nicht festgestellt werden kann. ES folgt der B-richt der zweiten Section. Herr Tisch beantragt das Gesuch des Grazer MusealveremeS um Ueberlassung der Gegen« stände des Cillier Lokal-Museums abzuweisen weil diese Gegenstände größtentheilS unter der ausdrücklichen Bedingung, daß dieselben im hiesigen Museum zu verbleiben haben. geschenkt wurden;—wird angenommen. Frau Anna Lenko sucht neuerdings um eine Commission an, welche erheben soll, wie sie die, bei ihrem Hause befindliche Senkgrube am leichtesten in einen Fasset Apparat umgestalten könnte. Da ihr der Auftrag hiezu bereits zum zweiten Male geworden und ihr eine Com-Mission zu diesem Behufe bereits gesendet wurde, soll ihr neuerliches Ansuchen nicht mehr an die Bausection geleitet werden, sondern gleich auf Grund des seinerzeitigen Gutachtens des Herrn Eladtingenieurs aus Ausführung gedrungen werben. Der Antrag wird allgemein ange-nommen. Einem ähnlichen Gesuche der Frau Sla-tinschek wird start gegeben und von der Section zugleich beantragt, daß alle jene Hausbesitzer, weiche dem Austrage zur Herstellung deS Fasselsystems noch nicht nachgekommen sind, dieses binnen längstens vier Wochen einzuführen haben, was angenommen wird. Das Gesuch der Wasenmeisterswitwe Per-moser um Gewährung einer JahreS-Remune-ration von 200 fl. wird abgewiesen. Dasselbe geschieht mit dem Gesuche des Theateragenten Wild um seinerzeitige Ueberlassung des Theaters an den Director Schiller, welcher dermalen in Trieft Vorstellungen giebt. Herr Ingenieur Prei« secier stellt ferner im Namen der Bausection den Antrag zum Behufe der Anschüttung Be-schotterung und Verlegung deS der evangelischen Kirche zunächst gelegenen Theiles der Garten-gaffe 45 fl. zu bewilligen und dazu daS, aus der Herrstellung der Theatergasse gewonnene Material zu verwenden. Der Antrag wird an-genommen. Herr Julius Rakusch referirt im Namen der Finazsectivn über das besuch des städtischen Waloausseher« Kummer um Erhöhung seines GehalteS. Wird vertagt. ES wird beschlossen den heurigen Zuschuß zur sannregulirung in der, im Vorjahre ge-pflogenen Weise zu leisten. Dem Krankenhause werden die Gememdeumlageu im Betrage von 52 fl. 8 kr. abgeschrieben. Dasselbe geschieht mit dem Steuerrückstande deS Verwalters Haupt-mann Vukotinovitsch per 13 fi. 21 kr. Der Antrag, den Rest des KaufschillingS der Reuter'schen Realität aus dem Ertrage der, im Besitze der Gemeinde befindlichen 3000 fl. Notenrente durch Veräußerung derselben zu decken, wird ange-nommen. Die, von der österreichischen Gesellschaft vom rothen Kreuze zum Kaufe angebotenen vier Bilder werden nicht angeschafft, weil kein angemessener Raum für dieselben vorhanden ist. Das Gesuch des Militär-VeteranenvereineS um Ermäßigung des Betrages für Begräbnisse von Mitgliedern wird auS sinanciellen Rück-sichten abgewiesen. Dem Gesuche um Herstellung deS Saunsteges in Polule wird nicht stattge-geben. Di« Rechnung von Schmidl & Coinp. über Lieferung von Uniformstosfen der städti-scheu Sicherheitswache im Betrage von 360 fl. 85 kr. wird genehmigt. Ebenso die Rechnung der Brüder Grein in Graz welche Pflastersteine im Betrage von 9290 fi. 87 geliefert haben. Heuer sind davon 2147 fl. zu bezahlen. Die ,.Z>et»lsche Macht" erste Hälfte des Restbetrages wird im August 1886, die zweite im Augusi 1887 zu begleichen sein. Die Rechnung des Hopfenhallen-ComitvS pro 1885 wird genehmigt, und dem Obmann desselben, Herrn Gustav Stiger der Dank für sein aufopferndes Wirken votirt. Herr Schmidl beantragt schließlich als Be-richterstatter der fünften Section auf die, von der k. k. Statthalterei vorgeschlagene Errichtung von Hopsenmärkten zu verzichten, da sich die großen Hopfenproducenten voraussichtlich selbst zur Errichtung einer Hopfenhalle vereinigen wer-den. Der Antrag wird angenommen und die öffentliche Sitzung geschlossen. Die Gemeinde-räthe blieben noch in kurzer vertraulicher Sitzung versammelt. ^__ Locates und Arovinciates. Cilli, S. September. [Der st tiermärkische Sängerbund und s«in „AundtÄ-chrgan^.j ES war bei Veranlassung eines großen Processes, als ein berühmter Wiener Staatsanwalt es auS-sprach, daß man die politisch« Anschauung rineS Menschen nach seinem Leib-Blatte beurtheilen könne. Wie viel mehr, muß man nicht bei der Wahl eines Blattes, welches von einer großen Körperschaft als fei » Organ, als die Stimme, durch die ts mit seinen Bundesmitgliedern spricht, erwählt wird, darauf gesehen werden, daß dieses Blatt auch den G e i st und C h a r a k-ter dieser Körperschaft an sich trage oder ihm doch ziemlich entspreche. Die Deutschen von Graz haben sich den schönen Ruf erworben, daß sie sich als National-Deutsche fühlen, und jener Wiener Redner, der mit Beschämung auf feine Vaterstadt blickte, erlabte sein Herz an der echtdeutschen Steiermark. Der steiermärkische Sän-gerbvnd aber hat seit Jahren ein „Bundes-Organ" die „Ouafi- deutsche Kunst- und Musik-zeitung" in Wien, die j e d e s echt deutsch-national«» Charakters bar ist. die im Lauf« der letzten Jahre, besonders bei ihrer Stellungnahme zu dem neuzugründenden „deutsch-österreichischen Sängerbund" eine gera-dezu feindliche Haltung gegen den großen allgem. deutschen Sängerbund, dem alle deutschen Sängerbünde Oesterreichs ange-hören, an den Tag legie, und in der aggresiv-sten denunciatorischen Weise von jenen deutschen Vereinen sprach, welche sich aus wohlerwogenen national-politischen Gründen, gegen diesen neuen österr. Bund, der gerade durchdieArt, wieseineGründungvon diesem Blatte interpretirt wurde, als eine reaktionäre und zwit-terhaft deutsche Verbindung sich auszubilden be-strebt war und deshalb auch so starten Wider-stand fand und noch findet. Sehen wir aber von der schwankenden Haltung jener Kiebeck'schen „Kunstzeitung" ob, und besprechen wir euch gar nicht die Nichtigkeit ihres Werthes als „Kunst-b l a t t" — das das Vereinsleben mehr scha». digt als heb t, so ist schon der Charakter seines Eigenthümers und Herausgebers eine sehr selt-same Empfehlung des Blaites. Wir reprobuciren zum Beweise dessen eine Notiz aus dem Abend-blatt der „Neuen freien Press:" vom 12. Jänner 1885, welche uns diesen Mann in seinem Privatcharakter zeigt. „Die Wiener Niederlassung der Firma Leitenberger. Seit einigen Tagen cursiren verschiedene Gerüchte über die Wiener Zweigniederlassung der Firma Leiten-berger. Wir erfahren über den Sachverhalt von authentischer Seite daS Folgende: In der Gon-zaga-Gaffe besteht ein CommissionS-Geschäst, I. Schenk, in welchem ausschließlich Waaren der weltbekannten Kattunsabriken zu KoSmanos verkauft werden. Dieses Commissionsgeschäft ist Eigenthum der Firma Franz Leitenberger. wurde aber unter berFirma I. Schenk geführt, so daßHerr Schenk in Wahrheit nur der Vertreter der Firma Leitenberger war. Herr Schenk war von der Finna Leitenberger in der Person des Herrn Johann Kiebeck ein Vertrauensmann bei gegeben. Letzterer hatte Kassengeschäfte zu führen und die Firma Leitenberger von allen w i ch-tigeren geschäftlichen Vorgängen zu unterrichten. Vor einiger Zeit wurde die Firma Leitenberger davon in Kenntniß ge-setzt, daß Herr Schenk sich in financielle Trans- 1885 actionen eingelassen habe, welche mit dem CommissionS-Geschäft in gar keinem Zusammen-hang standen. Herr Leitenberger kündigte aui diesem Grunde den Vertrag mit Herrn Schenk. Aus Bitten des Herrn Schenk sollte jedoch ein neuer Vertrag zwischen ihm und dem Hause Leitenberger geschlossen werden; derselbe kam aber nicht zu Stande, da dieFirmr Franz Lei-tenberg«r sich vor einigen Tagen überzeug», daß für die Firma eingelaufene Gelder nicht in vertragsmäßiger Weise abgeführt wurden. Bei der Revision der Bücher ergab sich, daß die Höhe Dieser Gelder nahezn vier-hunderttaufend Gulden erreicht hatte. Der Vertrag wurde nu« endgiltig ge-löst. H e r r K i e b e ck e n t l a s s e n und mit Herrn I. Schenk ein Ausgleich dahin getroffen, daß die Firma Leitenberger daS Commifsions-Geschäft in eigene Führung übernahm und baß sämmtliche Activen und Forderungen deS Com> missionS-GefchäfteS schenk auf die Firma Lei-tenberger übertrage» wurden. Durch den ge« schlössen«» Ausgleich verringert sich die ode» angeführte Ziss«r und der Fall stellt sich als ein civilrechtlicher dar. „Besagter Herr Kiebeck ist trotz alledem noch immer Herausgeber der „Kunst und Musikzeitung" welche auch noch immer officielles BunbeS-Organ deS steiermär-kischen Sängerbundes ist. [CillierTheaterbau.f Unser prach-tiger Theatebau ist nun auch im Innern schon bis aus die Tapezirung der Logen, die Än-bringung der Draperien und die ornamentale Ausschmückung des Foyers im Großen und Ganzen fertig gestellt und fchreilet bei der un-ermüdlichen Rüstigkeit, mit der gearbeitet wird, einer baldigen Vollendung mit Riesenschritte» entgegen. Das Parterre hat 118 elegante Fcu-teuilsitze mit Sitzbrettern aus amerikanischem Fournierholze und gepolsterten dunkelrothm Rücken und Seitenlehneu; dieselben sind nach Zeichnungen des Architekten Herrn Waltn vom hiesigen Tischlermeister Urschko ausgcsühn worden. Die Gallerie hat in der ersten ci$-reihe 48 Sperrsitze, dann in der zweiten und dritten Reihe deS Mittel-BalkonS je 13 Zitze und zu beiden Seiten derselben zwei erhöh» Tribünen mit je 40 Stehplätzen. Anläßlich einer von der Cillier Musik-Bereinskapelle i« Theater veranstalteten Musikprore hat sich die akustische Einrichtung des Theaters als eine ganz vortreffliche gezeigt. Der Klang ist klar, ohne störenden Nachhall und wird durch du hohlen Uniergrund deS Orchesters, welches sich demgemäß auf einer Art von Resonanzboden befindet, derart verstärkt, daß der Hörer de« Eindruck erhält, als breit« sich d«r schall in einem b«i Weiten, größeren Raume aus. al« eS thatsächlich der Fall ist. Bei derselben Ge> legenheit zeigte eS sich auch, daß die dekorativ« Ausschniückung des JnnenraumeS dei Lamven-licht einen geradezu imposanten Eindruck macht. Ist der Anblick, den daS Innere des Theater-baues gewährt also «in durchaus günstiger uns den besten Erwartungen Raum gebender, so kann nicht ganz das gleiche von der äußer» Umgebung des Baue« gesagt werden. Woiil wurde der dem Theater zunächst gelegene Theil der Brunngaffe neugepflastert und dadurch der Zugang zum Hauptportale wesentlich verbessert. Wir sehen auch ab von der Beschaffenheit de» Platzes vor dem Theater, der ja nach vollen-deter Herstellung wesentlich anders aussehen wird, aber was schon jetzt vielfach stört, da« ist der ruinenhafte Zustand der unmittelbar neben dem Hauptportale weitvorragenden Mauer deS Nebengebäudes in der Theatergaffe. Im nachdem die Umzäumunq des Theaterv!atzej gefallen ist, springt der riesige Contrast zwischen der grschmackvollen, künstlerisch vollendeten Aa-cade deS Theaters und dieser unmittelbar daran stoßenden Mauer recht unangenehm in die Lugen uno wir können unS im Interesse der neuenen Zierde unserer Stadt der Frage nicht erwehren, wird diese Mauer auch nach der Vollendung des Theaterbaues fo bleiben, wie sie jetzt aussieht? [A l p e» g I ü h t».] Unter diesem Titel wird der Grillparzer - Verein im kommende» Spätherbste eine Sammlung von deutschester. 1885 Pnttsche Wacht ". hiichen Liedern in Wien herausgeben, tye unter andern auch „Deusche Klänge der g o 1 d > g-g r ü » e n S l e i e r m a r k" »lten. ES wird in der Sammlung eine tot sein, welche die Liebe deS letzten bet Grafen zu einer Wiener BürgerStochter !»d«lt. DaS Heft wird drei Oclav-Bogen lallen und werden di« Hefte, weil jedes « abgeschlossenen Inhalt hat, auch einzeln haben sein. [® o l f 3'i o m b o 1 3.] Am 20. d. M. kiein« große VolkStomdola zum Besten des »werfchonerungs-VereineS statt, welche mit ^ndeii Gewiunsteu ausgestattet ist; lOTerne ! Zilbergulden, 5 Qualerne ^ 5 Eilbergul-i. 3 Ouinlerne ä 10 Silbergulden, 2 Cen-k i 15 Sildergulden. L Tombula; 10 Stück üatcn. Eine rege Betheilung ist in Hinsicht i den schonen Zweck, dem der Reine,trag der »dola zufallt, äußerst wünschenswert. Zudem »er Preis der Karle mit nur 20 kr. so nie-$ angesetzt, daß jeder sein Glück versuchen ohne empfindliche Opfer zu bringen. Die mdola-Karten können gelöst werden in sammt-Im Tabak-Trafiken und Casvhäusern, bei mm G. Schmidl & Eomp., wo auch die nnste ausgestellt werden, und in den Lo-ilin, welche durch eine Avijokarle bezeich-sind; dann am 20. September von 9 strich bis 2 Uhr Nachmittags am Haupt-14 auf der Tribüne. [6 e ö (i n f e i e t.J Der denkwürdige Jah-«g ver Einnahme von Sedan versammelte Mitglieder der hiesigen Ferial-Verbindung lumania" zu einer solennen Festkneipe, velcher in zündenden Reden das Andenken deutschen Helden, der Begründer deutscher 4$i und Reichs-Einheit ge'eiert wurde. fFa h n « nschmuck.j Die prächtigen, weiß-penen Bänder, welche die Damen Ranns dem »MW Männergesanzverein anläßlich seines isiugeS spendeten, waren einige Tage hin» «ch in der Auslage von Schmidl & Comp. »tzefteUt. Die Bänder trugen in breiten Gold-wm die Widmung: Ten Sängern aus Eilli i» grauen von Rann. Die Schleifen zeigten Iii Anschrift: 29. Jun, 1685. [I' i a t a p pl i c a t i o.] D«S südsteirische ?l:n tut slovenische Volksbildung und Klingel-ialel-Inlertffen scheint an Königinhof und dem tzechischen Podel nicht wenig Gefallen zu sin-in. Zum mindesten klingt «S wie eine Auf-»nterung zur Nachahmung ähnlicher Vorgänge, «ll da« genannte Blatt an die Thatsache, iq zwei Deutsche von einer croatischen Bauern-$ur geprügelt wurden, die folgenden Reflexe» knüpft: „DaS scheint uns die richtige Methode zu sein, wie gewisse Herreu von der sin grassirenden Krankheit, ,1'uror teutonicus* {nannt, ai» schnellsten und sichersten geheilt vaden können, Fiat applicatio !" Das Blatt hätte littei gleich eine Annonce einrücken sollen, die a: diesen Wortlaut hätte: „Gesucht werden wzt vractische Königinhofer! Anfrage Redac» M der „Südsleirischen Post" in MarburgV Feier zur Eröffnung der He j. Illl t e i n e r S a n n b rü ck e.1 Zu der am v. M. stattgefundenen Eröffnungsfeier der in, Sanndrücke, die nunmehr die Verbin» Zcng zwischen Meilenstein und Fraßlau bUoet, •M»en sich trotz der ungünstigen Witterung Mmche Gäste ein. Der Obmann der Bezirks-sertremng von Franz, Dechant Bohinz eröffnete 3« Ziier mit einer slovenischen Anrede än die Mmch erschienene Landbevölkerung. ES folgten «ist« aus den Kaiser, die Beamtenschaft, die ömiregulirungScommission, den steiermärkischen !»»e«-AuSschuß, di« zahlreichen Förderer deS VnkeS, dcn Grafen Wurmbrand, den Frei-temi von Hackelberg, Dr. Oskar Pongratz, so» lie auf das ersprießliche Wirken, der Inge« -.eure Angerle und Butta und auf die Gemeinden, reicht den Bau wertthätig unterstützt haben, ülachdem der Obmann einen Auszug auS der ilwenischen Eröffnungsrede in deutscher Sprache gegeben, unternahm er die Einweihung der drücke m,t einem selbst verfaßten In» tkinifchen Weihespruche. Ein heiteres Fest »lld die Beivitthung der Arbeiter schloffen sich » die Eröffnung eineS Bauwerkes, welches einem wesentlichen VerkehrSbedürfniss« deS Sannthales abgeholfen hat. sT r a b w e l t f a h r« n.j In Sachsenfeld findet am Sonntag den 13. September ein Trabwettfahren statt, dessen Programm folgende Punkte enthält: I. EröffnungSrennen (Erst-fahren). Staatspreise. 2mal die Bahn — 2 Kilometer mit zwei- und vierrädrigen Wägen, Ein-satz 2 fl. Für Hengste und Stutten d«S V. ZuchtgebieteS des Sannthaler Schlages, d. h. dem Zuchlgebiele entsprechend, die hier noch in keinem Rennen gestartet haben. Alter nicht über 5 Jahre, Abstammung muß nachgewiesen werden. 1. StaatSpreiS 4 Dukaten. II. Staats-preis 2 Dukaten, IN. StaatSpreiS 1 Dukaten. II. Zuchtfahren. Staatspreise. 3mal die Bahn — 8 Kilometer mit zwei- und vierrädrigen Wägen. Einsatz 3 fl. Für Stutten und licen-zierte Hengste des V. ZuchlgebieteS. Sannthaler Schlag, im Aller von 3 bis 6 Jahren, bei Stutten muß der Nachweis geliefert werden, daß sie innerhalb der letzten drei Jahre zur Zucht verwendet wurden, ebenso üder deren Abstammung. I. StaatSpreiS 10 Dukaten. II. StaatSpreiS 4 Dukaten, III. StaatSpreiS 3 Dukaten. IV. StaatSpreiS 1 Dukaten. III. VereinSfabren. SubscriptionSpreife. Einsatz 2 fl. 2mal die Bahn — 2 Kilometer mit zwei- oder vieirädrigen Wägen. Für Pferde jeden AlterS und Abstammung, von Mitgliedern des Ver-eines zur Hebung der Pferdezucht in Steier-mark. I. Preis 6 Dukaten, II. Preis 4 Duca-ten. III. Preis 3 Ducaien, IV. Preis 2 Ducaten. V. Preis 1 Ducaten. Die Anmeldungen müffen am Tage vor dem Rennen bei Herrn Jakob Janitfch in Sachfenfeld eingereicht sein, wo bei dieser Gelegenheit von jeden Theilnehmer der Einsatz zu erlegen ist, und wohin auch alle auf daS Trabfahren bezüglichen Anfragen zu richt«» sind. — Als Bahnregeln gelten die des Grazer Rennvereines. Tribünenkarten sind bei dem Ordner Herrn Josef Schirza mit 50 und 20 kr. zu haben. Nach dem Trabfahren großes Bauernreiten. Imal die Bahn --- 1 Kilometer, auf ungefattelten Pferden des Sannthaler Schlages ohne Unterschied des Alters, kein Einsatz. Preise der Marklgemeind« Sachsenfeld : 1. Preis 5 Krcutz Thaler, II. Preis 5 Silber-Gulden, Itl. Preis 3 SUber-Gulben, IV. P,eis 1 Kreuy-Thaler. Am Tage vorher findet da-selbst auch die Pferdeprämiirung statt. sU n t e r st e i r i s ch e B ä d e r.s Im steier-märtischen Landes-E irorte Neuhaus sind bis zum 29. August l. I. aenau 1000 Personen zum Curgel rauche eingetroffen. sU n s a l l.J Donnerstag Abends ereignete sich in der Allee nächst der GaSfabrik ein Un-fall, der leicht schlimme Folgen haben konnte. Eine Lohnkutsche fuhr im Dunkel der Nacht so unglücklich über einen der am Straßenrand« befindlichen Steinhaus?», daß der Wagen um-stürzte und die Insassen, iZwei Damen, heraus-geworfen wurden. Die jüngere der beiden Damen mußte vom Platze gelragen werten, trug aber zum Glück keine bedenklicheren Verletzungen davon. sG e r i ch t S v e r h a n d l u n g.j Am 14 d. M. wird beim hiesigen KreiSgerichte die interes-fante Verhandlung gegen die, auS 0 Perso-nen — darunter mehrere Frauen — bestehende Famili« Juriisch geführt werden, welche «ine ganze, aus 3 Gendarmen bestehende Patrouille überfielen und mit Steinen und Knitteln arg zurichteten, um die Arretirung einer der Fa-milie befreundeten Person zu verhindern. [Ein GrazerBrief a n Girard i.j Der beliebte Komiker deS Theaters an der Wien. Herr G i r a r d i, der sich in der ver-gangenen Woche in Graz aufhielt, wurde von einer Dame der dortigen Gesellschaft mit einem duftigen Schreibebriefchen überrascht, worin in launiger Weife, nach einem leisen Vorwürfe, daß er eines unliebsamen Zufalles w«g«n der letzten Einladung zum Diner nicht Folge leisten konnte, der Künstler gebeten wurde, sich in ihrem Stammduche zu verewigen. Die Dame schreibt: „Liedwerther Herr Girardi! Bei Ihrem letzten Aufenthalte in Graz hatten Sie mir zwar nichl „das Versprechen hinterm Herd" gegeben, daß Sie meine? Ein-ladung zum Diner Folge leisten werden, immer? hin aber antworteten Sie auf dieselbe: „Sie erlauben gnädige Frau!" „Mit Vergnügen." — Trotzdem hielten Sie nicht Wort, gingen lieber auf „galante Abenteuer", dachten sich, „einen Jux will er sich machen" und besuchten „die Jungfrau von Belleville". Ich aber kann mir dies ni 1 t anders erklären, als daß Sie etwa fürchteten, es residitre „Amor in der Küche" oder, daß Sie gar Angst hatte», eine „gebildete Köchin" könnte Ihnen den Appetit verderben und vielleicht „Kanonenfutter" \ setzen, während hinterlistige „Domestikenstrelche' Ihnen „den Wassermann" als Mundschenk hin-stellten. Ich versichere Sie aber, glauben Sie mir, der Dame, „auS der Gesellschaft", aufS Ehrenwort, nichts von all diese» Schrecknissen stand Ihnen bevor. Wären Sie doch wenigste«» „auf eine Tasse Thee" gekommen. Sie wissen ja. daß ich Faible für „hohe Gäste" habe. Wiewohl Sie mich fast als ..S'Nullerl" be-handelten, so will ich doch deswegen keine fade Nitza sein, will nicht die „Truyige" spielen und etwa mit „Eigensinn" coquettiren, sondern vielmehr mich Ihnen heule als „Bertelstudent" nähern. Ihnen beifolgend mein Slammbuch fenoen und Sie bitten, sich darin zu verewigen. Seien Sie aber nicht stolz, wie alle die „Hage-stolze", ziehen Sie sich ins Boudoir zurück, setzen Sie „Doctor Faust'S HauSkäppchen" aus, * ergreifen Sie die spitze Feder, seien Sie aber dabei nicht „Lumpacivagabundus" und zeigen Sie sich auch nichl blos als „Kreuzelschr-iber". Vergessen Sie „frühere Verhältnisse", bedenken Sie, das Stammbuch ist „der Probepfeil." ver in feiner Wirkung nie versagt, gedenke» Sie daher in freundlichen Worten „des Nächsten Hausfrau" und nehmen Si« es nicht übel, daß „sie hat ihr Herz entdeckt". Fragen Sie nicht „wem gehört die Frau", Sie wissen es ja ohnehin, sie ist und verbleibt Ihre Olga G......r. [Au« Räch «.] Am letzten August kam Vale»lin Schoster. GrundbesitzerSsohn ans K p-peldors bei Fraßlau zum Haufe der Grundbe-sitzerin Barbara Gruden, zerschlug daselbst 24 Fensterscheiben und sprach die Absicht aus. die Besitzerin zu erstechen, wenn er ihrer habhaft werbe. Die That war ein Racheact. weil der lange verstorbene Mann der Barbara Gruden seinerzeit gegen den Vater des Schoster Zeu« genschafl abgelegt hal. fV a t e r und S o h n.j Am 31. v. M. gerieth der GrundbesitzerSsohn Jacob Jeleu auS Kalle in der Gemeinde Groß-Pireschitz mit »einem Valer, der eben »ach Abbüssung einer längeren Kerkerstrase heimgekehrt war, wegen einer Kleinigkeit in Streit. Der Sohn ging alSbald zu Thätlichkeiten gegen den eigenen Vater über, warf denselben zu Boden und traklirle den hilflos daliegenden alle» Mann mit Faustschlä-ge» und Fußtritten auf Kopf und Brust derart, daß derselbe bei zehn mehr oder minder schwere Verwundungen erlitt. sK i n d e S m o r d.j Die ledige KeuschlerS-tochter Anna Schinkovitz in Faulsch im Bezirke Drachenburg Hot ihr neugeborenes Kind unmil» trlbar nach der Entbindung erwürgt und die Leiche in die Sotla geworfen. Der Leichnam wurde von Eroaien ausgefischt und der Gen-darmerie überbracht. IEnttäuscht.j Kürzlich wurde Martin Strascheg und dessen zwölfjähriger Sohn im Walde von Ponkoriza bei St. Veit von zwei Strolchen angehalten, die ihnen einen kleinen Handkoffer abnahmen, den si« sofort auf seinen Inhalt prüften. Alsbald aber stellten die ehr-lichen Strauchdiebe den Koffer enttäuscht an den rechtmäßigen Besitzer zurück, — sie hatten sich nämlich überzeugt, daß er ganz — leer war. Hingesendet. Die Vereinsleitung des Cillier Männerge» sangvereineS erNärt hiemit, daß sie dem in der „Deutschen Wacht" vom 3. September d. I. enthaltenen „Zwei Sänger" unlerferliglen Ein-gesendet vollkommen serneftehe und dasselbe aufs tiefste bedauere. „£>riuwc Kvaq,!.- Technikum Mittweida in •Sachsen, die älteste und 'leshalb besuchtste derartige Fachschule beginnt Mitte Octob«r den Winter-kur.i. Sie zerfallt a) in eine Maschineningenieur-Schnle. zirr Ausbildung Ton Ingenieuren und Konstrukteuren tür Maschinen- und Mühlenbau, von künftigen Fabrikanten aller Kraneben, zu deren Betrieb luasclnnen-technische Kenntnisse nOtig sind ; b) in «ine Werk-meister-Schnlo, zur Ausbildung von Werkmeistern, Zeichnern, Monteuren für Machinen- und Möhlenbau, sowie von künftigen Besitzern kleiner mechanischer Werkstätten, kleiner Mahlen. Bauschlossereien u. «. w. Die jährliche Frequenz beträgt Qber 400 Schüler au« allen Weltteilen. Programme erhält man jederzeit grati.« durch Direktor K. Weitsei in Mittweida in Sachsen. 611—5 Amerilm «ad bUllfttan Jkrnold Hots, WU«, L, P «i s t a 1 o x x 1 g a s s e 1, titerte Firma die«« Branche. — Auskunft and 'rospecte umsonst. 744—50 10 StBck grosse, in voller Blüthe stehende Oleander, nnd zwar 4 doppelte und 6 einfache, werden verkauft. Näheres in der Expedition. Philipp Haas & Söhne 279-37 GRAZ, Herrengasse. Landhaus, empfehlen ihr reichhaltig sortirt-et Lager neuester Tapeten nebst allen dazu gehörigem Deco-rations- Geqenständen für Wände und Flafonds, wie auch alle Sorten gemalter Fenster-Rouleaux zu streng reellen Fabrikspreisen. Tniietru-llwtlerknrten werden auf Wunsch gesandt. Kostenflber-sehläge nach Bekanntgabe der Dirnen- | sionen bereitwilligst. Eoste and billigste SezTa.grs-Q-a.elle 2 Kaffee — Thee E ETTLINGER & C° ■ Hamburg, Weltpost-Versand, empfehlen, Wie bekannt, nur in felmichinerke-ider Waare per Pont portofrei lBel. Verpackung. ge-cen Nachnahme oder Vorauszahlung in Säckchcn von = 5 Ki'o — fl. «. W. 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Knaben- und Mädchen»olks-schulen findet am 13., 14. und 15. September l. I.. jedesmal von 8 bis 12 Uhr Vormittag in den betreffenden Schulkanzlei'n statt. Neu eintretende Schüler und Schülerinnen haben den Tauf-beziehungsweise Geburtsschein mitzubringen. Die in die erste Schiilclasse neu Eintretenden haben, fall» sie früher Zöglinge des öffentlichen Kindergartens naren, bei der Einschreibung auch die bezüglichen Entlassungsscheine vorzuweisen. Unter Einem wir!> bekannt gemacht, daß am 15. September die Eröffnung des öffentlichen Kindergarten? der Stadtgemeinde Cilli erfolgt und am 16. September der mit der städt Mädchenichule in Verbindung stehende ForibildungS-CurS für Mädchen wieder beginnt. In letztere Anstalt werden nur solche Mädchen ausgenommen, welche die Erfüllung der gesetzlichen Schulpflicht durch ein EnllaffungSzeugniS nachweisen können. Nähere Auskünfte ertheilt die Schulleitung. Ttadtscbulratb Cilli. am 31. August 1885. Cbmann- ,0* ** 636_3 Dr. Ncekermann m. p. ❖ V «f 10 üopsen-Comniissioiis-GoHohiift. Ca,rl Wolf; Wien, Saaz, II. Pranzensbrttckengtrasse 3, E5h.men, empfiehlt sich zum Commissionellen Ein- und Verkauf aller Sorten Hopfen zu den coulant sten Bedingungen. ■ I* AI • a • 613—3 Ledige Arbeiterinnen finden Beschäftigung in der Papierfabrik Steiermark, Gs R I , Steiermark. Die Arbeit ist eine leichte. — Quartiere frei. \J0* lseitigste, amüsanteste, reichst,llustrierte, verbreitetste Monatsschrift! Dat^este Familien» blatt! Der «ahre Sorgenbrecher für Alle und für Jeden! Ein unerschöpflicher Born spannendster Unterhaltung, gediegenster Belehrung! Kostbare Kunstblätter: künstlerisch und der Zahl nach unübertroffene Textillustrieruna! Zahlreiche (zum Teil farbige) Beilagen: Spiele, Kalender. Statistische Tafeln, Musik ic. Praktische Mitteilungen für alle Fälle und Lagen. Abgeschlossene Erzählungen fast in jedem Hestl Das Beste aus allen Gebieten! sprudelnder Briefkasten! 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Classe sind in der deutschen Sprache und im Rechnen solche Kennntnisse, die in den ersten fünf Schuljahren einer Volksschule erworben werden können und das zurückgelegte 11. Lebensjahr erforderlich. Diese Kenntnisse sind durch eine Aufnahmsprüfung darzulegen. Arme und würdige Schüler werden vom Erläge des Schulgeldes befreit und mit Lehrbüchern und Zeichenrequisiten versehen, sowie auch in anderer Weise möglichst unterstützt. 6U—3 Carl Npondn, Director. KL 3s, Q-3rr^:nLa,si\^rn. In. Cilli- Die Aufnahme der Schüler für da« Schuljahr 1885/Ü erfolgt am 13., 14. und 15. September von 9 bis 12 Uhr Vormittags. Die Vormerkung der in den Vorbereitungscurs und in das Gymnasium neu eintretenden Schüler findet am 13., die Einschreibung der der Anstalt bereits angehörten Schüler des Inter-gvmnasiums am 14., jener des Obergymnasiums am 15. September statt. Diejenigen Knaben, welche in den Vorbereitungscurs aufgenommen werden wollen, haben »ich über das mit Erfolg zurückgelegte dritte Volksschuljahr auszuweisen; dieselben sind von der Entrichtung der Aufnahmstaxe und des Lehrmittel beitrage« diBpensirt, können aber die Schulgeldbefreiung erst im II. Semester erlangen. Alles Nähere besagt das letztjährige Programm und die Kundmachung auf dem .schwarzen Brette". K <> n « li i li. «15—2 Director. K. k. Gymnasial-Direction Cilli, am l. September 1885. Herrschaftskutscher der auch mit den Pflngarboiten gut umsehen kann, wird gegen fl. 10.— Mouatshonorar und freie Station sofortaufgenommen. Zeugnisse und sonstig-; Ausweise »iud in schicken an die Baron May ich® (»utHVerwaltung in Vinaria hei Gonobitz. 012-4 IjelirJ misse 628-? deutsch und slovenisch, rechnungskundig, wird in einem grösseren Cafe in Laibach ««gleich aufgenommen. Oflerte an Müller» Zeitungs-Agentnr in Laibach. 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