Nr. 94. . Dienstag, 27. April 1909. 128. Jahrgang. LaibacherMMum ^ ya!b,ai,fif, n K, ssiir dic ZustrNunn i»e Hn»s aai>zjäl,r!a 2 K. — Inserttonsnebü»»?: ssllr »Icixr ssiiftralc ! bis z» 4 Zellsi, 5>o l>, nlusirr«' pcr Znlr ill l>; bli oflrrsli WlfdrrhoNmgrn prr Zrilc 8 l,, ^ Dir >!,'«!lmchrr Zeitimg» erschfini »üsslicl!, m« ?li,«»lllin!s dll koxn- »nb ssslrltnyf, Tis Ädminiftlotion bsfinbei sich Vlilloöiiislraht Nr 20: dir Mlbaltion Milloöilslrnhc Nr. LN, E»>ltchft!,»dsn dsr »irdnllil», dm, »< ln» ,« uw vormittags, U»fra»lilr/llmid verdient gemacht haben, auch nach ihrem ^. oe dauernde Ehrung gesichert werde, und soll zu lmsl " ^)uecke ihren irdischen siberresten eine Pietä't- " ^'hütete Ruhestätte gewidinet fein. tin, 7 bestiiNlne hiefür den in Meinen« Eigen-i," m.'^ljeilden „H elde il b e r g" bei W e tz d o r f ^ feinen, Erzherzoglume Österreich unter der Und i ^ ^"'"^ Feldmarschall Graf Nadetzky v.^. !!,!'" ^"ladjne, die Feldzeugmeistcr Freiherr und Freiherr d'A s P r e bei- cio^^ übergebe somii den „Heldenberg" «»nkN'eise Meiner geliebten Armee, indem Ich z^M'lig ^^ ^^ ^.j^^. Erhallung erforderliche '"A aus Meinen Privatmitteln anweise, denk 5 Anträge bänglich der Wahl der am „Hel-un^I,^ 6u Bestaiteilden loerdeii Mir fallweise zu '""lireiten sein. ^>en, am >8. ^'lpril ^)09. Franz Joseph m. ^. C^s.^U'e l. und t. Hoheit die durchlauchtigste Frau höM '^"'" M aria Jose P h a haben mit den Vinr^ ^"WiesMlgen vom 19. Aftril d. I. der Taufsf' ^ "'"sul ^ l- andis, geborenen Gräsin I u '^^chen, der HedN'ig H a r m o s voll H iha ->^^ lN'borenen Gi-.'ifn, ^^ainoysla, und der An- tonia Gräfin Woracziczty von Pabicnitz, geborenen Gräfin Bissingen-Nippenburg, den Ttcrn-krcuz-Orden huldvollst zu verleihen geruht. Teine k. und l. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst anzuordnen: die Beurlaubung des Odilen ,iluooi> .1t ied -linger Edlen von K a st r e n b e r g , Commandanten des Landes-Gendarlnerielommandos Nr. 12 in Laibach, auf sein Ansuchen mil Wariegebnhr auf die Dauer von sechs Monaten, vom 1. Mai 1909 angefangen; dann zu ernennen: den Oberstleutnant Franz Kaschenreu-ther, des Landes-Gendarmerielomnlnndos ^'r.'i in Innsbruck, zum Kommandanten des Landes-Gendarmcrielommandos Nr. 12 in Laibach. Der Minister für öffentliche 'Arbeiten hat den Feldwebel des k. und k. Infanterieregiments Nr. 17 in Laibach Markus Ncif zum Kanzlistcn im Ttande der Bergbehörden ernannt. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. April d. I. dem Gerichtsinspettor in, Justizministerium Dr. Ludwig Ritter von >t u m P fm i l l e r-Pluschl und dem mit den Funktionen eines Ge^ richlsinspettors betrauten Rate des Oberlandes-gerichtcs in Graz Dr. Mar von I v i ch i ch tarfrei den Titel und Eharakter eines Hofrates aller-gilädigst zu verleihen geruht. Ho ch e n b u rg e r "l. i». Den 24. ?lpril 1W!1 wurde in der t. l. Hof. und Staats» dnlclrrci das XVII. Stück der lroatischcn, das XIX. Stück der italienischen, das XX und XXIV. Stück der lroatischru. das XXV. Stück der kroatischen und italienischen unk das XXVI. ötück der italienischen Auslade des Reich5a.eschl)lattes des Jahrganges 1R>!1 ausa.ra.ebrn und versendet. Den 2l;. April U»M> wurde m der l. l. Hos- und Staats» bruckerei das XVIII., XX. und XXI. Stück der polnischen und das XXVI. Stück der troatischcn Ausgabe des Rcichsa,esctzblattcs des Iahra.ana.rs ">«' ausgcsscben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 24. April 1909 1<'»U! I'r«.^«l5n.ll ^.l)i>. vom 17. April !i<09. Nr. !l1 «8vc)I)(,9. Nr. 44 «^»in0«wsit' vom 17, April 1909. Nr..') 'U<»rk6l,l> I'^^nuill. vom >«. April 19l)9. Nr.« «Ma<16 I'l<»i)». Nr. 3!i «Leitmeritzer Wochenblatt, vom ^!. April 1909' Nichtamtlicher Heil'. Dic Regelung der Eprachcnfragc in Dalmatien. Die friedliche Austragung des dalmatinischen Tprachenzwistes veranlagt das „Fremdenblatt", an iene Bänder, in denen bis heule der TpiochenlaniPf forllobt, die Mahnung zu richten, das Beispiel Dalmatiens als vorbildlich und aneifcrno auf sich Wirten zu lassen. Ein unbefangenes Eingehen in die Anforderungen der Gegenseite, eine fachliche Revision der eigenen Bestrebungen sei unerläßlich, wenn ein Ausweg alls den Tprachenwirrnisscn gefunden werden soll. Und er wird gefunden werden, wenn er nur gewollt wird. Die „Neue Freie Presse" rechnet es den Iia-liencrn Dalmatiens als einen Veloeis gros'.er Mäßigung an, daß sie dem Kompromisse zustimmten. Das lchtere habe aber ein arges formales Gebrechen. Der Inhalt der Vereinbarungen soll im Wege einer Verordnung in Wirksamkeit geseht werden. Dagegen mus; Einsprache erhoben werden. Über die Abgrenzung der italienischen und der kroatischen Tprachc gegeneinander haben die Ver-lreter beider Nationen allein das Wort. Über die Forin, in welcher das Übereinkommen allgemein verbindlich kundgemacht werden soll, Hal die Allgemeinheit mitzureden. Feuilleton. Berühmte Gastronomen. Ncn ^' Pariser Kochlunstausstellung, die vor cini-l'«m Abschlössen wurde, gibt Herrn d'Orsal, riih,,,s/"lm" Alllaß zn einer Plauderei über be-schn,^ ^slwnoiilen. „Das Pantheon der Fein-"Der s^'! "^ nicht gebant worden", schreibt er. lurrde,. V"' ^"' '^"'^ l"ll noch erst geschrieben 'b"s, >,l^ >!" ^"slrosoph definierte die Küche als det'.' ^,. be" Menschen von den Tieren unterscheid ^)afl'"n ,^ '" nannte sie einfacher: ,Freßwissen. stellt jedoch ill seinen Apho-l'satio, V' ^Ä b^' lißlunst ein Produkt der Nivi-""lnen s'. ." ^u're', so schreibt er, ,fressen ulld Nur der N' ^'^ M"l>ch NU, zu essen versteht aber Und d,>. I,"'Ul von Geist.' Die Geschichte der Küche Äicnsch,., ^kunst ist denn auch mit allen Taten des lvart, ,. > '"". bm ältesten feilen bis zur Gegen-^ben ^ s,.^'^uudell. Die großen Kriegshelden " Nwü'.^'!^ b'swriler gefunden: die Verdienste werden auch lioch ihren ^"eislwn'^'" ^''^l' Nlir einige Namen ans der ^ das .',."'.?" Entdecker lleuer Tafelfrellden ^"'st zu' ^v""!^^' ^uch der Menschheit küren: !"bN'lilch/l!,,s!' ">"o Königin von Eaba, jelie ver-l"'Nu nch,n F^'"'''' ^u' dcln weisen König Sa-"" ^old und den Perlen von Oph'ir die köstliche Vohne darbrachte, dell Mokka der Priester voll Karthago und der maurischen Könige, den Kasfce, den die Kreuzzüge und die Forschungsreisen der Marco Polo und der Tavernier später auch nach Europa brachteil. Karl der Große ferner war ein Freund der Gemüse und baute selbst Kopssalat, Endiviensalat, Rüben, Mohrrüben, Kresse, Kerbel, Tens und Grünkohl, aber eben nur Grünkohl. Agnes Torel erfand die Waldschnepsenragouls. „Was hat der Vlamlän-der Wilhelm Vakelds eigentlich getan?" hatte Karl V. gefragt. Ulld als man ihm antwortete, daß dieser große Mann das beste Verfahren. Heringe zn verpacken und zil marinieren erfunden habe, beschloß der Kaiser, den Geburtsort des preisenswerlen Erfinders zu besuchen und dem herrlichen Batelds ein großartiges Grabdenkmal zu errichten. Ludwig XIV. war lein erfinderisches Genie auf kulinarischem Gebiete: er könnte höchstens als großer Esser gefeiert werden. Er aß acht Stunden per Tag und kümmerte sich nur wenig um die weisen Ratschläge F^nclons, der immer nur Mäßigkeit predigte. Maria Theresia war es, die in Taint-Germain die erste Tasse Kaffee trank und den Kaffee in Mode brachte. Null zu Vatel, dem großeu Küchenchef des Prinzen voll Co,M, dessen heroischer Tod Frau voll T^vigll^ zu einem ihrer schönsten Briefe begeisterte. Es fehlte Vatel an Ersindungsgeist'. weil er für eine Galatafel nicht rechtzeitig die bestellten Fische bekommen konnte, sagte er sich seinen Stoß- degcn durch die Brust. Eine schöne Zeit für die feine Küche war in Frankreich die Zeit der Regentschaft. Alle „l-<»!><^" befasfen sich mit der Kochkunst; das Beispiel gab der Hof selbst: Nor«'' erfand Omelettes, die Parab<>re entpuppte sich als bedeutende Bratellköchin, der Herzog von Richelieu brirt Würste, und der Regent selbst Probierte in der Küche die Taucen. Dagegen dürste die Revolution im goldeneil Buch der Küche keinen hervorragenden Platz einnehmen: man schlägt nnd köpft sich, man locht nicht. Nach dem Sturme aber gehen die Köche wieder an ihre Töpfe: die Aristokraten sind verschwunden und man gründet daher Restaurants für das souveräne Volk. Napoleon liebte nur kaltes Huhn: seine Gala-diners dauerten nur eine Viertelstunde. Die Restauration brachte wieder die offiziellen Gastereien in Schwang. Ludwig XVin., d^ ein Feinschmecker war, erfand ein Rezept für das Braten von Koteletts. Karl X. „komponierte" die „Kalbsbröschen ü w <1 '.Vi'ioix". Um diese ^eit trat auch ein hochwichtiges Ereignis ein: Brillat-Tavarin gab 1tt2i: der erstaunten Welt seine „Physiologie des Geschmacks", die seitdem zu den klassischen Werken der französischen Literatur gehört. Das zweite Kaiserreich schließlich brachte die offiziellen Bankette in der Provinz. Die Präfekten sind „<<»nn,.i^ v".v„ k""'«" geworden, und wo sie auftauchen, gibt es unveränderlich dasselbe Menu: Lachs mit Kapcrn-fame und getrüffeltcn Truthahn ... Laibacher Zeitung Nr. 94. ' 834 27. April 1909. Das „Vaterland" sieht in dem glücklichen Ausgang der Verhandlungen den Beweis, daß die schrittweise Lösung der österreichischen Sprachenprobleme gelingen muß, sobald nur im geeigneten Momente das ehrliche Bestreben der Regierung mit aufrichtigen Dispositionen der Parteien für den Frieden zusammentrifft. Politische Uebersicht. Laibach. 26. April. Derjenige Teil der englischen Presse, welcher die letzte Revolte in Äonstantinopel günstig beurteilte, hatte, wie man aus London schreibt, in den letzten Tagen eine Schwenkung vollzogen. So erklären jetzt die „Times", daß es für England gleichgültig »ei, wer in der Türkei die Macht in Händen habe, falls ein gerechtes, aufrichtige Reformen anstrebendes Regime walte. „Daily Telegraph" erklärt, daß auch die Entthronung des Sultans für England bedeutungslos wäre, denn das Interesse Englands für die Türkei beruhe auf der Erwägung, daß das europäische Gleichgewicht mit der Emanzipation der Türkei untrennbar verknüpft sei. „Daily News" drücken schärfsten Widerwillen gegen die nörgelnde Kritik aus, welche die Tory-presse in London in der letzten Zeit an den Iung-türken geübt hat, und erklärt, daß die jungtürkische Organisation der Menschheit große Dienste erwiesen habe. Ohne die Iungtürken wäre die Türkei die Beute des Despotismus und der Anarchie. — Man schreibt aus Paris: Die Urteile der französischen Blätter über die Zweckmäßigkeit der Entfernung des Sultans Abdul Hamid gehen auseinander. Der „Temps" sagt, es sei ein Paradoxon, ihn an der Spitze der Türkei in einer verfassungsmäßigen Ära zu sehen. Es sei nur zu wünschen, daß eine neue Palastkrise Konstantinopel nicht mit Blut besudle. Das „Journal des D6bats" bezeichnet es als begreiflich, daß selbst die gemäßigtesten Anhänger des konstitutionellen Regimes Bedenken tragen, mit Abdul Hamid gemeinschaftlich zu arbeiten. Der „Si^cle" hält die Absetzung Abduls für überflüssig. Es genüge, wenn man ihn streng überwacht und ihn: jedes Aktionsmittel entzieht. Es sei auch zu bedenken, daß seine Absetzung auswärtige Interventionen zur Folge haben könnte. Einer Note der „Agence Havas" zufolge haben die diplomatischen Vertreter Frankreichs und Englands in Sofia am 23. d. M. die Anerkennung der Unabhängigkeit Bulgariens seitens ihrer Regierungen offiziell bekannt gegeben. Aus Paris wird gemeldet: Der „Temps" führt in einem Leitartikel über den Besuch des deutschen Kronprinzen in Bukarest aus: Dieser Besuch bildet die Vesicgclung des deutschen Einflusses in Rumänien. Er entspringt der finanziellen Unterstützung, welche Deutschland dem rumänischen Königreiche gewährt, und befestigt sich von Tag zu Tag durch das handelspolitische Übergewicht Deutschlands auf dein rumänischen Markte, durch deutsche Erzeugnisse, die deutschen Kaufleute und deutschen Angestellten sowie durch die Bemühungen Deutschlands, die Rumänen von ihrer geistigen, wirtschaftlichen, politischen und militärischen Überlegenheit zu überzeugen. Bezüglich des Gerüchtes, daß der Ministcrrat über Antrag des Marineministcrs beschlossen habe, die Gesellschaft Cieuzot wegen fehlerhafter und minderer Lieferungen zuchtpolizeigcrichtlich zu verfolgen, meldet der „Matin", eine vom Marmeln inisterium eingeleitete Untersuchung habe in der Tat ergeben, daß die von Creuzot gelieferten Bestandteile von Geschütztürmcn schlecht gearbeitet seien und daß der Iustizministcr beauftragt worden sei, gegen die Gesellschaft strafgcrichtlich vorzugehen. Auch bezüglich anderer Lieferungen von Ereuzot, namentlich von Geschossen und Unterseebooten, seien ernste Beanstandungen erhoben und Untersuchungen eingeleitet worden. Im Marine-ministcrium werde betreffs dieser Gerüchte Stillschweigen beobachtet. Die Direktion der Ercuzot-Gcsellschaft erklärte gleichfalls von der angeblichen zuchtpolizeigerichtlichen Verfolgung keinerlei Kenntnis zu haben. Tagesnemgleiten. — lDie Nant in Monte Carlo gesprengt.) Aus London, 23. d. M., meldet man: Der Vauniwollindu-strielle Humley Walker aus Lancashire gewann vor» gestern beim Noulettespicl in Monte Carlo innerhalb zwei Stunden 3W.0W Franken und sprengte dadurch die Vank, die gezwungen war, bis zum Einlangen von neuein Geld das Spiel einzustellen. Tags vorher hatte Waller ebenfalls im Noulettespicl 150.000 Franken gewonnen. Die beiden Riesengewinste bilden in Monte Carlo das Tagesgespräch. Walter erklärt, daß er seit fünfzehn Jahren in Monte Carlo gespielt habe, ohne jedoch jemals einen nennenswerten Gewinn zu erzielen. Der glück» liche Gewinner hatte so viel Selbstüberwindung, Monte Carlo mit dem Gewinste von 450.000 Franken zu ver» lassen. — sDer Zeitungsjunge als Reichskanzler.) Aus Berlin wird gemeldet: Heiteres Aufsehen erregte gestern auf der Iournalistentribüne des Reichstagssaales die Ausweisung eines Vutcnjungcn einer hiesigen Zeitungs» Korrespondenz. Schon vor den Oslerferien war eines Tages die Feuerwehr vor dem Parlamentsgebäude an» gerückt, und die Mannschaft stürmte mit Hacke und Löschgeräten die Treppe hinauf. Von der Präsidenten, tribune aus war Feuer auf der Iournalislentribüne ge> meldet worden. Es stellte sich bald herans, daß es sich um den groben Unfug eines der vielen im Vorraum zur Iournalistcntribüne wartenden Volcnjungcn handeln muhte. Die Nachforschungen nach dem Täter blieben ohne Erfolg. In den letzten Tagen wurde die Feuer» wehr auch nach dem Abgeordnetenhaus alarmiert. Ier» ner wnrden dem Restaurant im Ncichstagsgebäudc 120 Flaschen Sekt und euic Unmasse Vlnmcn angeblich auf Bestellung zugeschickt. Kürzlicl) gelang es, nach einem heftigen Streit zweier Äotenjungen, des jugendlich?» Täters, der im Zorn von seinem Kollegen verraten wurde, habhast zu werden. Vevor er für ewige Zeiten aus dem Reichstage verbannt wnrde, gestand er noch folgenden Streich: Er hatte vor einigen Tagen als an» geblicher Reichskanzler Fürst Vülow den Öberbürger-mcister Kirschuer telephonisch angerufen, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen. Auf seineil Anruf ent» wickelte sich folgendes Gespräch: „Hier Rathaus, Sekre-tär des Oberbürgermeisters Kirschner!" — „Hier Fürst Vülow!" Der Sekretär stürzte nach seinem Herrn, und bald antwortete es zurück: „Hier Oberbürgermeister Kirschner!" — „Hier Fürst Vülow!" — „Durchlaucht,, ich stehe zu Diensten", antwortet der Oberbürgermeister. „Herr Oberbürgermeister, ich wollte mich mal nach Ihrem Befinden erkundigen", klang es leutselig durch das Telephon. Der Oberbürgermeister war vor Über» raschung so erregt, daß man es deutlich durch das Tele» Phon vernehmen konnte. Aus Mitleid, so erzählte der <)eitungsbote, habe er das Hörrohr wieder angehängt. Natürlich wird der jugendliche Held seine Großtat vor dem Gerichte zu verantworten haben, abgesehen von den Leiden, die ihm noch daheim winken. — Mie man richtig geht.) Nach dem französischen Professur Richard Rellegan gibt es eine Gehknnsl, eine Kunst, die nur wenige kennen^ und deren Regeln von schl wenigen beobachtet werden. Rellegan ist Lehrer der Geh' tunst, und darum verdient das, was er über das „Richliggehen" ausplaudert, weitercn Kreisen bekaniu gegeben zu werden. „In der Stadt," schreibt er, „wo der Voden eben ist, muß man beim Gehen die Vrust sozu^ sagen ausrichten, damit die Lungen und das Herz fre> funktionieren können; wenn man diese Gewohnheit cM-nimmt, wird man nicht die Schultern zu krümmen bra>!' chen. Die Schritte müssen kurz und langsam sein: s" wird selbst langen Spaziergängen leine Ermüdnütt folgen. Der militärische Schritt paßt für Menschen von mittlerer Statnr, nie alier für Lente, welche Eile habei'z Un^uträglichkciten bringt er auch für kleine oder sehr gro>;e Individuen mit stch. Einige Physiologen lehren, daß mail beim Marsch den Körper nach vorn gebeugt hallen soll; sie führen als Beispiel die Rothäute a>>» die ja bekanntlich außerordentlich marschlüchlig si""' Trotzdem sind diese Vorschriften zn verwerfen: beM man den Körper nach vorn, so w,rd die Widerstands-kl aft der Muskeln geschwächt, und die Folge ist eine große Ermattung. Gut gehen lernen müssen vor allew die Fraueu, die auf diesem Gebiete und über diese w'ch' lige Frage etwas anarchische Ansichten haben: die Frau, die vernünftig gehen kann, soll noch gefunden werden- — lNettorstöchter als Stiefclplchcriuncn.) Der l>r>' tische Botschafter in Washington Mr. Vryce war tin's' lich Logiergast des Rektors der Universität von Wis-cmisin Mr. van Hise. Nachdem er sich am Abend sci>u^ Anknnft in sein Schlafzimmer znrüctgezogen hatte, sleuu er nach europäischer Sitte seine Stiefel zum ReinG'N vor seine Zimmertür auf den Korridor. Nun gab ^ aber in dem Hause seines Gastgebers leinen männliche" Vedienten, und weibliche Dienstboten putzen in Amt' rika niemals Schnhzeng. Damit es jedoch dein geehr,^'' Gaste an nichts fehle, bemächtigten fich die beiden Toni' ter des Hauses, zwei bildhübsche, juuge Mädchen »" Alter von 20, bezw. I« Jahren, der Stiefel, nähme'' sie in die Küche und machten sie dort spiegelblank. T^ Vorgang lain beim Frühstück zur Kenntnis des Gaslc^ Am Franzosenstein. Original.Roman von Erich Ebeuftein. (4. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Er schlang lachend die Arme mn ihre dürftige Gestalt und küßte sie herzhaft auf die runzligen Wangen. „Wenn's weiter kein Unglück gibt, Tante, dann ist's schon gut. Und jetzt sage nur mal ,Grüß Gott' und Iah dich bei Licht besehen —" Er zog sie gegen das Fenster und riß dieses ein wenig unwirsch auf. „To — das verdammte bunte Modezcug macht's ja dunkel hier wie in einem seller —" ^Buh __ aber Bub! Wenn er das hörte! Er ist so stolz auf die altdeutschen Fenster — nicht einmal die Herzogs haben so was!" „Weil sie viel zu gescheit sind, um die liebe Sonne auszusperren. Und dir, Tante Barbara, gefällt das wirklich?" Sie tat als höre sie seine Worte nicht, blickte ilm still mit feuchten Augen an und strich dann scheu liebkosend an seinem blonden Bart herab. „Ja, aber Bub — du bist ja schier nimmer zu kennen — bist ein ganzer Mann geworden!" „Das hoffe ich!" Sein Blick forschte Plötzlich unruhig in dem guten, alten Gesicht Barbaras. „Wo ist der Vater?" Sie schrak zusammen und sagte dann rasch: „Mein Gott, wie wird er böse sein, daft du so unangemeldet kommst! Tu mußt nur wissen, daß er deine Heimkehr ganz großartig feiern wollte — mit Musik und Beleuchtung und Pöllerschießcn und weiß Gott womit sonst noch! Und nun ist er heute früh nach Graz gefahren und will erst übermorgen zurückkommen —" Hans tat einen tiefen Atemzug. „So — er ist fort —" „Ach ja leider! Und das wird was Schönes werden, wenn er zurückkommt — ach Gott, ach Gott —" „Mir scheint gar, du hast Angst vor ihm,?" Barbara senkte den Kopf. „Ja — ein bißchen schon. Jeder hat Angst vor ihm." „Unsinn — Vater war doch nie ein Tyrann! Immer so still und gemessen —" „Das schon. Aber seit er soviel Geld hat und gar die Herzogs vor ihm Respekt haben, weißt du, da hat er sich recht verändert — ja, ja, du kannst's schon glauben, und wenn jetzt aus all den Festlichleiten nichts werden soll, mit denen er den Herzogs hat imponieren wollen —" „Immer die Herzogs!" unterbrach sie Hans ungeduldig, „was gehen uns denn die an?" Barbara sah ihren Neffen betroffen an. „Ja, freilich — du bist so lange fort gewcfcn," sagte sie dann nickend, „erst in der Realschule und dann auf Reisen — da weißt du's freilich nicht — aber wirst's schon lernen — wirst's schon begreifen —" Plötzlich schlug sie erschrocken die Hände zusammen. „Aber Herrgott, da stehe ich und schwatze und denke gar nicht, daß du doch in dein Zimmer kommen mußt und was zu essen kriegst, komm, Hans — mach dir's nur bequem, das Zimmer ist gottlob ganz in Ordnung, das habe ich all die Zeit her so gehalten, daß du nur hineinzutrcten brauchst." Schweigend folgte ihr Hans durch eine Reihe elegant, aber steif eingerichteter Zimmer. „Aber wie denn?" fragte er plötzlich. „Da in der Villa habe ich ja noch gar kein Zimmer, die ist ja noch gar nicht dagewesen, als ich das letztemal in Winkel war?" „Freilich nicht," lächelte Barbara schelmisch, „aber die Wände tun's ja auch nicht, und all deinen Kram habe ich aufgestellt just so wie in der alten Stube — komm nur mit —" Halb neugierig, halb gerührt folgte er ihr ^ Treppe hinauf. Barbara stieß eine Tür auf. D" , ein mittelgroßer, hcllgemalter Raum mit schlin)lc> alten Möbeln vor ihnen, und es war Hans, ""' nickte ihm jedes einzelne Stück zu wie ein licl'l'l' alter Freund. Da stand sein Knabenbett mit ocn Bildern Schillers und Goethes und der Mutter o"^ über. Der alte geblümte Zizdivan, der Schn'ldN'^ mit dem Miniaturbcrgwert aus Pappe darauf u> mit den Büchern seiner Knabenzeit. Und über M'^ lag golden und warm die Abendsonne, welche oll durch beide Fenster fiel. , , Hans schloß die Alte stürmisch in die Au'" „Daß du mir das hier bereitet hast, werde w) " nie vergessen! Jetzt erst bin ich daheim!" Und u einen Augenblick halte er alles andere ^W! ^ Nieder war er der sorglos heitere Knabe, der ) ,^ sein eigenes heimliches Leben lebte, Zwiespracl) y,^ mit Mond und Sternen und nachts den n'"U>t , tlamicrtc. Er warf einen Blick durchs Fenster V' aus. Auch hier grüßten Berge herein und s^we'^c Wälder, über welchen nun die Abendsonne l"N- ^„ sie blickten ihn traurig an, und ihn: war, als l^-'^' sie stumm und vorwurfsvoll: „Wo hast .c>u ^ Ideale deiner Jugend gelassen? Und nncvie ^^ dem fröhlichen Knaben von damals hast "' wieder mitgebracht?" ^>ssc'N' Einige Stunden später, nach dem ''l"'"" ' ^ kam Tante Barbara mit ihrem Striclstru!^!^^ Hans' Stube. „Weißt du was, Hans, "!") .^., Licht aus — im Dunkeln plaudert sich's me> " ^, gelt? Damals, als du noch ein kleiner M" ^ erinnerst du dich noch? — da kam '6) ")'" ^ im Dunkeln zu dir und erzählte dir M" ßen. Von Amerika — willst du?" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 94. 835 27. April 1909. ?" sich die jungeu Damen durch Heiterkeit, mil der sie A Wert beschaute!,, verrieten. Mr. Bryee lauste s,ch I^furt neues Schnhzeug und Verschluß die von den beiden ^ameu gereinigten Stiefel in einen, Koffer, Er will sie nls Reliquie beluahren. , ^ lDcr Spielerin Ende.) Aus Newyurt wird be-ruhtet! Ein trauriges Ende hat die Spielleidenschasl ^n Vlrs. Anna Tralsord genommen, einer juilgei, an-Mullgen Witwe, die in amerikanischen Gesellschafts, neisen früher ein gern gesehener Gast lvar. Nach dem ^'de ihrcg ^lannes ergriff sie die Spielleidenschasl, fie "Ichieu auf alleu Rennplätzen, machte hohe Wetten m,d "» Lause von ei neu, Jahre hatte sie ihr ganzes Ver-"!?gcn von mehr als 3l»0. sie bei ihrer Vernehmung. „AIs ich erkannte, was '^ getan halle, nahm ich 5l)i, von den N10l» Kronen, "U' mir blieben, und trug sie zur Nanl. Aber die Spiel-Ml Übersie! mich wieder und ich verlor auch diesen Rest. ^'lldem leide ich Hnnger ni,d der Hnnger trieb mich °"zu, das Brot zu stehlen." Sie hat Niot und Milch ui, ^er ^,^. ^,^. Msl)barwoh!,linsi genominen. Die uNcilsverlündiqunq »vurde vertagt, s. , ^ '")t solq^ndes komische Geschichtchen, das übrigens nicht ^radr den Geist der „Humanität" atmet: Sandl) Mac ^vlsh hatte »ieinals seine Schwiegermutter geliebt, wohl ^'" scme ^,^ <^^^. l^ a„s ^„l Slerbedelle und ^Grdanke an die Abneigung zwischen ihrem Galten 'd,'hrer Mutter beunruhigte'sie. „Sandry", sagte sie, "»cine Stunden sind gezählt. Icl) bin dir immer eine ^'lle, Frau gelvefen nnd dn lvarst nur ein ganz guter leim, -— >>.,ii- s,„d ^„itt miteinander. Versprich mir, ^'"ei, letzten Wnnsch zu erfüllen . . ." „Ge»viß, liebes ^'>l', ich schwm'e cs dir", fchluchzt der ergriffene Ehe-st?!,"' ^'^' ^'"" h"lt lies Atem und fährt fort: „Ver-^ >N) mir, daß du am Tage meiner Beerdigung mit lviss!^ Mutter zusammeu im ersten Wagen fahren ^ ' - > ." Ein Augenblick Schweigen, dann sagt der mnn etwas gedrücki: „Ich habe geschworen und werde ^ Mlen - . . Aber dn verdirbst mir damit den ganzen Lola!- und Prouinzial-Nachrichten. c»,5 ^n) lCanMoniertes ^andcsgcsetz.j Wie man uns dl,. ''^ '"l'ldet, hat Seine Majestät der Kaiser !v!,^""' lrainischen Landtage beschlossenen Gesehnt-t,^>5 womit der tz 20 des Gesetzes vom 9. März 1879 ^and^t wurde, die Allerhöchste Sanktion erteilt. 14 1v" trainisclie Landtag hat in seiner Sitzung am f^/""ner >. I. den t< 2l> des zitierten Gesetzes in 1 ""'der Weise abgeändert: Der Landesschnlral besteht: C..ll^ ^'"' ^andeschef oder dem von ihm bestimmten drg "7'llN'ter als Vorsitzenden; 2.) ans vier Vertretern äug .- ^' Welche der Landesausschuß bestimmt; 3.) ütun ^'^'" .Referenten für die administrativen uild sclmil"!'^"' Schnlangelegenheiten; 4.) ans den Landes-z. "'M'elloren: 5.) aus'zwei kalholischen Geistlichen; Na ^'"" Mitgliedern des Lehrstandes; 7.) ans einen, ^urdnrtr,i der Gemeindeverlrelung von Laibach, d^, <,^7? !Dic heurigen Schlllsericn.j Seine Exzellenz dcw V '^"' l''r KÜllns und Unterricht hat angeordnet, ^hrer ^"'>"'i^ 19l»8/l9!'9 in jenen Mitlelschnlen, ll>„ .,,1.^'^ ^ehrerinnenbildnngsaiistalten, kommerziel» drei w ""^'^'sch"' Schulen, in welchen die Hauplserien "Ut ^, '"^^' dauern nnd das Schuljahr normallnäßig schon '^' ^"l' U1<»9 zu enden hätte, ausnahmsweise Ccm,<^"' ^' ^l'li l9<>9 zu schließen ist, wogegen der su»!,^ " ^"" "nd der Dienstag nach dem' Psingst- "ll "ls Ferialtnge in Wegfall kommen. 5a b, "'" ^orstdienstc.j Der Nezirlsförfle r Joses Nber s ^ '""^' "on, Herrn l. l. Landespräsidenten !l'ri('s>li^,""!cht »vurden: Evidenz'haltnngseleve Johann kalter M ^"" Mottling nach Nudolsswerl; Steuerver-* <^u !?''' M n ,^ i <' voi, Egg nach Nndolsswert. ^-r. a„ft„^ "'.''^üfullss nl, der Privat-^ehrcrinncnbildnnq^. ^^l,r,., i ^" Ursulinerinncn in Laibach.j Wie wir Ahcllt. , ^ ^"' ^' ^- ^andesschulrat sür Krain für die bildii»,^ -<" ''ieiseprüsung an der Privat-Lehrerinnen-^chillinl. ^ ^'" ben Ursulinerinnen in Laibach im f'irdism, '.^'^^^^ folgende Termine festgesetzt: l.) vom i7 Mllung der schriftlichen Reifeprüfung die ,^eit "ahnl^,, ^.""schließlich 21. Mai; 2.) für die Vor-l'inschij s,, ""'"dllchen Neifevrüfnng die Zeit vom 9. bis ^s!"lc, < ^' ^'^'- ^ Das Schul jähr wird an der ^unci^' , ^"irrrinnenbildnngsaiislall solvie an der r ' V'."'" ^ >li ^'schlössen U'erden. -r. ftiilral !' s ?' NollÄschulbienste.j Der t. l. Bezirks-^lshall'^ ,'"") Un'gebung hat an Stelle des krank-5"r di/Vi/."^"'l'len Oberlehrers Herrn Anton Po-^cu'lein «1?,"?/^'^"^"'^ ^hrerin in Jauchen ^^tssch,,."' "" U «e n i s. n , l znr Snpplentin an der ?'!">'" ^ i<„ ," ?"bw^" bestellt und mit der proviso- ?" '^aroi ?.^ ^''le die definitive Lehreri.i ^rän-ftulrat i?' e.' '^ ? " " b'trant. ^ Der f. l. Bezirks-^ ^oltsscln s" '^l! b"< die bisherige Supplentin an !'' ^ äur V, sU'H°sl"'' Fräulein Karoline ^ n pan- "" DicnsU"'lch"' Lehrerin auf ihrem qegenwär- Erledigte Militärstiftungoplähe) gelangen znr Besetzung: Aus der Richard Ritter von R ö ct e n z a u n-Stiftung fechs Stiftungsvlätze ü, U)l) K mit einmaliger Veteilnng für hilfsbedürftige Witwen und Waisen nach Angehörigen der Mililärintendanlurbeamten und der der Militärintendantur zugeteilten Ossiziere uud Militärbeamten, serner Witwen nnd Waisen nach Militärbeamten anderer Branchen, deren Gatten sVäterj vorher Mililärintendanturbeamte waren. Gesuche siiw bis 15. Mai an die Evidenzbehörde einzusenden. — Aus der Johann Ritter von SchIoißuigg - Stiftung ein ^reiplatz vom vollendeten 7. Lebensjahr angefangen bis zur Beendigung der Ausbildung sür gänzlich taubstumme oder erblindete Söhne nnd Töchter von mittellosen k. u. l. Offizieren bis einschließlich der Majorscharge oder von mittellosen k. u. t. Mililärbeamten, welche leinen höheren Gehalt als 24l><) Kronen beziehen. Derlei Waisen haben den Vorzug. Die Aufnahme ins t. l. Tanbstnmmen-, bezw. Blmdenerziehnngsinstilut kann nur im Alter zwischen 7 nnd 14 Jahren erfolgen. Körperlich oder geistig abnormale Kinder werden nicht ansgenommen. Selbe muffen bildungsfähig sein. Die slempelpslichligen Gesuche sind bis 15. Inni an die Evidenzbehörde einzu>enden. — lGcschwoienenauSlosung beim k. l. Landes- gerichte in ttaibach.j Donnerstag am 29. d. M. findet die Auslosung der Geschworenen sür die heurige zweite Schwurgerichtsperiode statt, die am 1. Juni beginnen wird. _^,.— — Mcltrische Beleuchtung des Tchloslbergwesscs.j Der dnrch die Studentengasse ans den Schloßberg 'füh-rende Weg erhielt vor kurzem stall der früheren Petro-lenmlampen sünf elektrische Glühlampen, was den Cchloßbergbewohnern des Nachts sehr zustellen kommt. lÄufstellung der Schleusen am Wasserwehr im Grubcrlanal.j In den letzten Tagen wnrde nunmehr beim obgenannten Wehr die letzte Arbeit vollführt: die Anbringung der sechs Schleusen, die vorläufig ober dem Wasserspiegel aufgezogen sind. Die Länge der einzelnen Schleusen beträgt je zwei Meter, deren Höhe etwa ein Meter 8<» Zentimeter. Nach Beginn der Enlwässerungs-arbeiten im genannten Kanal werden die Schleusen je nach Velars den Wasserabfluß sperren. x. — lIugenbfpielpläjze.j Für die erwachsene Schul-jugend Millelschülerj besteht als erlaubter Spielplatz nur die Wiese gegenüber den Schanbuden und als Kin-derspiel- und Tummelplatz nur die Stelle unter dem Schweizerhanse. — In der abgelaufenen Woche elablier-ten sich aber plötzlich etliche jnnge Leute auch ans der Wiese längs der Maria Theresien.Straße und began-nen das Terrain für Ballspiele zu präparieren, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragei,. Es sei hiemit diesen jungen Graslrelern bedeutet, daß sie im Wiederholungs-falle polizeiliche Strafen zn gewärtigen haben. x. — sTouristenabenb.j Samstag abends um 6 Uhr veranstallele der Slovenische Alpenverein in den Re-staurationslolalilälen des „Narodui Dom" einen Ton-ristenabend, der von zahlreichen ^rennden nnd An-Hängern des Alpensporles besnchl war und als Haupt» punlt einen mit slioptischen Bildern erläuterten Vor-ttag des Herrn Rndolf Badiura zum Gegenstände halte. Der gesellige Abend wurde von, Präses des Slo-venischen Alpenvereines, Herr» Dr. Franz Tomin-«el, eröffnet, der einen erfreulichen Aufschwung in der Alpinistik und der Pflege der bergsplirtlichen Ama-tenrphotographie konstatieren konnte, ^m Anschlnsse an die von den Amalenrvhotogravhen des Alpenvereines arrangierte Ausstellung hielt nun Herr Badiura einen Vortrag, dessen erster Teil die sogenannle Krva-vec.Gruppe, das südliche, am rechten User des Feistritz. Flnsses sitnierle Vorgebirge der Steiner Alpen, behan-delle und in acht farbigen slioplischen Bildern herrliche Wintermolive aus dem Hochlandsgebiete des Krvavee nnd der Kri^la Planina zur Veranschanlichung brachte. Er demonstrierte hier „d oc^ic«. ein wie ideales nnd zugleich nahegelegenes Winlersporlterrain nnserer heimi-schen Touristenwelt hier ossenllege, daS zweifellos fcholl in der allernächsten Znlunst ein beslfreqnentiertes Be-täligungsfeld sür deu Rodel-, Ski- und Vergtonrenspurt abgeben wird und als Winlersportsort sozusagen ein helmisclies Lilienseld zu werden verspricht. Die An-nehmlichfeiten des Wintersportes hervorhebend, betonte er namentlich die gesundheitliche Seile einer sportlichen Betäligung „in Lust und Licht" und wies aus die Tal-fache der sogenannten Temperatnrnmtehr in den Hoch-landszone» hin, derznfolge die Winlertälte in diesen Gebieten eine verhältnismäßig geringere ist als in den Niederungen. Der Stadt- und der Talbewohner soll sich deshalb nicht abhalten lassen, kleinlicher Vornrteile wegen diesem gesunden Sporte fernzubleiben. Der zweite Teil des Vurlrages hatte die Alpentour: Taleuge „Feistritzschluß".Steiner Sattel-Brana-Olre^elj-Rinta-tor , mit einer Begrü-ßnng der Abgesandten der „Matiea Hrvatsla" (der Her-reu Pros. Otto N o ^ n j a l nnd Prof. Dr. Albert N a -z a l aj eröffnete, woraus er Dcmlesworte an Herrn Bürgermeister Hribar sür die unentgeltliche Über-lassnng des Neratungssaalcs sowie an alle Faktoren rich-lete, die im verflossenen Vereinsjahre die Vereinsbestre-bungen unterstützt und gefördert halten. Sodann sprach Herr Pros. Dr. Ile^n- in wohlgesetzter und von Liebe zum Gegenstände getragener Rede über das Thema „Opfer und Opserwilligleit", dessen Inhalt sich in sol» gende Hauptpunlte zusammenfassen läßt: 1.) Unsere Opfer sind immer nur passiv. Sie sind wohl Märtyrer, aber leine Helden. Daher ist unsere Geschichte mehr eine Elegie als eine Tragödie. 2.) Die Tätigkeit fürs Vaterland läßt sich nicht wesentlich von dem Tode fürs Vaterland scheiden. Der Tod ist der offenkundigste Be-weis sür die Opserwilligleit. 3.) Unsere Tätigkeit und nnser Leben muß der Adee dienen, wenn wir daurr-hafte Energie gewinnen wollen. Die alltäglichen Affekt-Ereignisse sind in die Reihe der Mittel znr Erreichung der Ideenzwecke, die Sinnlichkeit in den Dienst der Idee zn stellen. Dann werden wir Fauste sein. Der Vorlrag sand lebhaften Beifall. -- Nachdem Herr Pros. Vo — njal namens des erkrankten Präses der „Matiea Hrvatsla", Herrn Pros. Dr. Km-era . April 1909. Wir entnehmen dem Berichte folgende Hanptdate». Der Aus-schuß trat zu süns Sitzungen zusammen; überdies hielten die verschiedenen Sektionen mehrere Sitzungen ab. Die Editionen für das Jahr 19l>8 umfaßten 7 Bücher im Umfange voli 74 Drucibogen, überdies die von der „Slovenska Matica" und der „Matiea Hrvatsla" ge-meinsam herausgegebene Broschüre „Kultur« i« i»,,!,-!lk>,", zusammen in 37.8<>l» Exemplaren. Auch heuer weiden 7 Bücher erscheinen. Der Verein steht mit 48 Vereinen, bezw. Redaktionen in Niichertausch. Die Blbliolhel hat einen Zuwachs von 588 Büchern, Heften und Zeitschriften erfahren; aus dem alten Büchervor-rate wurden zusammen 2<»<>9 Exemvlare verlaust oder unentgeltlich abgegeben. Die Mitgliederzahl betrug 4379 <7 Ehrenmitglieder, 19l Gründer, 387? Iahresmit. glieder und 269 nachträglich beigetretene Mitglieder). Der Bericht erwähnte weiters der wichtigsten Vortomm-nisse im Rahmen der Vereinstätigleit, worüber wir im Verlaufe des Jahres lurrent berichtet hatten lOrgani-scitiun der wissenschaftlichen Arbeit, Murw!>j«" für das la» ende Jahr d,e Zilstmimunc, eileilt --Vor Erstatluna. des .^astaber.chtes konstatierte Herr Pros Dr ^le^lö, hinsichtlich des daraus er- Laibacher Zeitung Nr. 94. 836 27. April 1909. sichtlichen Abganges, daß dieser fünf Jahre zurück reiche und daß die Publikationen pro 1908 zum erstenmale positiv seien. — Der hierauf vom Vcreinskassicr, Herrn Regierungsrat Dr. Tetcla, vorgetragene Kassabericht für das 44. Vereinsjahr weist 22.155 X an Einnahmen und 25.918 X 16 I> an Ausgaben, also einen Abgang von 3763 X 16 K auf, der aber zum größten Teile durch Einnahmen aus dem laufenden Solarjahre provisorisch bedeckt wurde. Das Vcrcinsvermögen beträgt 108.876 X 48 k (um 497 X 97 b weniger als im Vorjahre). Der Voranschlag für das Jahr 1909 zeigt 26.109 X 82 l> an Einnahmen und ebensoviel an Ausgaben. Die Te» posita betragen 18.015 X 89 I, lEosta»De»kmal 5295 X 70 k, Bleiweis-Denkmal 10.611 X 68 I>, Gregors. Denkmal 1490 X 17 b sowie für die Landkarte 618 l< 34 k); die Antun Knez.Stiftung verzeichnete 2521 I< 53 l, an Einnahmen und 2519 X 28 l, an Ausgaben; die Nationalen Stiftungen, die sich in der Verwaltung des Ausschusses befinden, erreichten die Höhe von 75.462 X 3 l, (um 3222 X 46 li mehr als im Vorjahre). Dem Kassier wurde über Antrag des Revisors Herrn Krulec das Absolutorium erteilt, worauf zu Revi» soren für das laufende Jahr p<>i- in^I^in^tions'in die bisherigen Revisoren zeigte, das fruchtbringend angelegt ist. Diese von den gewählten Rechnungsrevisoren richtig befundene Rechnung wurde vou der Versammlung einhellig genehmigt; dem Rech» nungsleger wurde für seine aufopfernde Mühe der beson-dere Dank votiert. — Hierauf erfolgte die Wahl des Vereinsausschusseo. Dieser besteht nun aus folgenden Mitgliedern: Obmann Prälat Herr Kanonikus Andreas 5t alan; Stellvertreter Herr Anton (^ r n i v e e, Tiret-tor der k. k. Lehrerbildungsanstalt; Schriftführer und Kassier Kanonikus Herr Professor Anton Krxi5; Mit» glieder: die Herren Theologieprofefsor Monsignure Anton Z u p a n <> i >'-, Primararzt Dr. Vinz. G rego . ri «, Spiritual Alois Stroj, Ursulinerinneilbeicht» Vater Michael Kulovee; Schiedsrichter- die Herren Kanonikus Josef 5, i ^ k a, Nezirksschulinspcktor Anton Maier und Katechet Josef Potokar; Rechnungs-revisoren: die Herren Theologieprofesfor Dr. Johann Ianexi <"- und Übungoschullehrer i. 3t. Franz G e, r t» in a n n. <^. — sRotes .^reuz.) Der Zlveigverein Guttsch e e des Landes» und Frauenhilfsvereines vom Roten Kreuze für Krain hielt vor kurzem seine Generalversammlung ab, wobei in den Vereiiisausschuß gewählt lvlirden: die Frauen Elsa Loy, laiserl. Rats» und Bürgermeisters' gattin, und Ida von R e y a , Gendarmerie« Oberieul» »antsgatti»; ferner die Herrell Ernst Freiherr von Schön berger, k. l. Bezirtshauptmann, Ottotar Lern st ein, k. k. Gerichtsvorsteher, laiserl. Rat Alois Lot), Bürgermeister und Schulrat, Jos. Obergföll, k. t. Professor i. R. Der Zweigverein zählt gegenwärtig an ordentlichen Mitgliedern: 5 Frauen, 26 Herren und 20 Gemeinden, zusammen 5l, und hat ein Vermögen r.'n 342" X 52 !,. — In der konstituierenden Sitzung des neugewählten Ausschusses sand die Wahl der Ämter-sichrer statt und es erscheinen gewählt: Herr Ernst Frei» Herr von Schön berger als Präsident; Frau Ida vou Rcya als Vizepräsidentin; Herr ^ttokar Lern» stein als Vizepräsident; Herr taiserl. Rat Alois Loy als Kassier; Herr Schulrat Josef Obcrgföll als Schriftführer. — lDffcntlichcr Portrag.j Im großen Saale des Hotels „Union" lM heute' abends um halb 8 Uhr Herr Kanonikus Johann Su ^ nik einen Vortrag über die Entwicklung der Luftschiffahrt. Die Ausführungen sollen durch 60 skiovtische Bilder der ältesten und der neuesten Erscheinungen ans dem Gebiete der Luftschiff-fahrt erläutert werden. Eintrittsgebühr für Nichtmit» glieder des christlichsozialen Verbandes 10 l>. — sPersammlungen in Gottschee.» Man schreibt uns aus Gottschee: Der' Herr Reichsratsabgcordnete Fürst Karl Auersper g und der Herr Landtagsabgeordnete Dr. F. Eg er, denen sich der Herr Landesausschuß-beisitzer Graf Varbo anschloß, fanden sich Sonntag, den 25. d. M., in Gottschee zusammen, um über ihre Wirksamkeit im Reichsratc, bezw. im Landtage Bericht zu erstatten. Sie wohnten nachmittags einer Sitzung des Verständigungsausschusses bei, wo sie reichlich Gelegen-heit hatten, sich über die Bedürfnisse und Wünsche der Gottscheer Nählerschaft zu unterrichten. Alle wirtschaft-lichen Fragen, die die Bevölkerung berühren, Schulen, Straßen, Kommunitationswege, Eisenbahnen, Viehzucht, Futterbau und dergl. kamen znr Sprache und wurden eingehend erörtert. Es zeigte sich hiebei, daß es so viele gemeinsame Berührungspunkte beider Parteien, sowohl der liberalen, wie der christlichsozialen gibt, die ein ein» mutiges Handeln ermöglichen, daß es von Übel wäre, die Kräfte zu zersplittern und fruchtlosen Sonderbestre» bungcn zu huldigen. Die Sitzung nahm daher einen ebenso ruhigen wie sachlichen Verlauf und zerstreute alle Bedenken, die vielleicht noch mancher gegen das Eini-gungswerk hegte. Die Wählerversammlung abends bot eine hochwillkommene Forlsetzung jener von Nachmittag, war sehr gut besucht und erfreute sich an den Ausfüh» tnngen des Fürsten Aucrsverg und des Herrn Dr. Eger, die in ihren gehaltvollen Reden ein klares Bild der Verhältnisse im Reichsrate wie im Landtage liefer-ten. Sie erregten das höchste Interesse der Zuhörer und wnrden mit Spannung verfolgt. Nach Schluß der Reden wurde sowohl dem Fürsten Äuersperg wie dem Herrn Dr. Eger der wärmste Dank und das vollste Vertrauen ausgesprochen, ebenso wurde Graf Barbo, dessen Erschei-nen aufs angenehmste berührte, um seine freundliche befürwortende Mitwirkung bei Erledigung von Gott-scheer Angelegenheiten im Landesansschusse ersucht. — lPrcwcrmäßiguna zum Besuche der Adclsbersser Grotte.» Angesichts des Interesses, welches die Nesich-tigung der weltberühmten Adelsberger Grotte für die studierende Jugend hat und in Ansehung des Umstandes, daß dieser zu Erholungsreisen meist nnr beschränkte Mittel zur Verfügung stehen, hat die Groltcnkommission beschlossen, den Schülern der Mittel» und Volksschulen für den iil der Zeit vom 1. Mai bis 15. Oktober täglich vormittags um halb ll Uhr und am Pfingstmontage und am 15. August nachmittags nm 3 Uhr bei elektri-scher Beleuchtung stattfindenden Besuch der Grotte den Eintrittspreis zu ermäßigen, so daß also Studierenden der Mittel» und Volksschulen, wenn der Besuch i» der Zeit vom 1. Mai bis 15. Oktober vorm. V2N Uhr statt-findet, der Eintritt gegen Entrichtung der Gebühr von 2 X am Pfingstmontage, am l5. Ängust nachmittags 3 Uhr aber gegen Löfung einer Karte für 1 I< gestattet wird. Es wird diese Begünstigung jedoch nur jenen Stu» dierenden gewährt, welche sich als solche durch eine Be-stätigung der Schuldirektiun, Schulleitung oder durch Vorweisung eines Schulzeugnisses legitimieren. Für korporative Besuche, und zwar während des ganzen Jahres, ist dagegen die Grotteuverwaltung bereit, über besonderes Einschreiten der Schulleitungen noch weiter» gehende Preisermäßigungen fallweise zu gewähren. Die Grotlenverwaltung gewährt in der bereitwilligsten Weise auch Vereinen und größeren Gesellschaften, welche die Grotte korporativ zu besuchen beabsichtigen, besondere Begünstigungen. — sGcwcrbebewegultq in Laibach.» Im Laufe des Monates März haben inLaibach Gewerbebetriebe an» gemeldet, bezw. Konzessionen erhalten: Maria Sedej» Strnad, Pre^erengasse 3, Handel mit Damenhüten und Kränzen; Johann Senger, Hilschergasse 5, Tischlerge» werbe; Viktoria Panholzer, Svinnergasse 2, Handel mit Landesprodukten; Johann 5efie, Hradetztydorf 32, Cchuhmachergewerbe; Franz Pire, Üdmater Platz 4, Verkauf von Wein nnd Bier in verschlossenen Gesäße»; Franz Fuchs, Floriansgasse 24, Bäckergewerbe; Franz C^novar, Hradetzkydors l, Gemischtwarenhcmdel; An-ton Koucw, Vahnhufgasfe 27, Gast» und Schankgewerbe; Maria Iuvan5i6, St. Petersstraße 38, Ausloch; Anton Ipavic, Maria Theresia-Straße 11, Handel mit Wein und Bier in verschlossenen Gefäßen nnd Verkauf von Lebeusmitteln; Vlasius Stele, Poljanastraße 26, Fiatergewerbe; Johann Gr<"ar, Kaiser Joses-Platz 12, Verkanf von Milch und Milchprodukten; Franz Golob und Johann Volk, Rain 20, Erzeugung von Wichse zur Reinigung voll Fußböden, Schuhen und Metallen; Io« Hanna Hribar, Alter Markt 28, Handel mit Manu» faktur- und Kurzwaren; Lulas Jenko, Ehröngafse 21, Schuhmachergewerbe; Agnes Dober^ek, Deutsche Gasse 7, Handel mit Brennmaterial, Bier und Sodawasser; Io» sef Rebolj, Kastellgafse 3, Marktfieranlie mit Stroh, hüten, Körben, Hänten nud gedörrten Zwetschken; Franz Krape^, Slom^ekgasse 27, Erzeugung von Sodawasser; Maria Oven, Nodnilplatz, Verkauf von Eieru nnd Ge» slügel; Maria Zrim^ek, Slom^ekgasse 13, Verlaus von Wein in verschlossenen Gesäßen; Maria Kare, Knaffl-gaffe 2, Tamenschneiderei; Franzista Zaplotnil, Vodnik» platz, Verlauf von Eiern und Geflügel; Maria VidoviV-, Poljanastraße 3l, Verkauf von Tongeschirr; Marin Kpenko, Kopitargasse 1, Greislerei; Philipp Eerar, Po» ljanastraße 26, Verkauf von Wagen; Georg Gardon, Poga<"arplatz, Verlauf von Paprika. - Anheimgesagl, bezw. faktisch aufgelassen wurden folgende Gewerbe» betriebe: Hermann O^novar, Unlerkrainer Straße 1, Gemischtwarenhandel; Johann Kterjane, Froschplatz 14, Tischlergewerbe; Johann Markex^, Herreilgasse 7, Weinhandel; Helena Hribar, Alter Markt 28, Gemischt. Warenhandel; Franz Än5i5, Hradetzlydorf 26, Wagner-gewerbe; Barbara Padar, St. Petersstraße 51, Greis-lerei; Georg Glolw<1»ik, Spinnergasse 10, Fiaker» gewerbe; Maria Vaggia, Anslraßc 18, Gemischlwaren» Handel; Johann Ierman, Kopitargasse 1, Mehlhandel; Anna Prelogar, Vodnitplcch, Verkauf von Lebens» mitleln. — lGcmcindcvorstandüwahl in Gotischer.» Am 22. d. M. wurde von der »eu gewähllen Gemeinde-Vertretung die Wahl des Bürgermeisters und der Ge» meinderäte vollzogen. Herr Florian Tomitsch als Alterspräsident nahm die Amtshandlung vor und konnte nach Schluß des Skrutiuinms unter allgemei» ncm Beifall verkünden, daß Herr Alois Loy abermals einstimmig zum Bürgermeister und die Herren Robert Braune, Georg Hönigmann, Daniel Nan» zinger, Josef'R ö t h e I, Josef Oswald u"d Florian Tomitsch zu Gemeindcrälen gewählt wur> den. .Hierauf richtete der kaiserl. Rat Herr Alois Loy folgende Ansprache an die Versammlung: durch I^' Vertrauen zum achtenmale an die Spitze der Vertre-tnng der Stadtgemeinde Gotlschee berufen, sei es nur gestattet, schon beim heutigen Anlasse ein paar Worle an Sie, geehrte Mitglieder der Gemeindevertretung zu richten. Nachdem ich nunmehr schon durch 20 Jahre das verantwortliche uud mitunter dornige Amt eines Vorstehers der Stadlgemeinde bekleidet habe, lag cs ursprünglich nicht in meiner Absicht, eine Wiederwahl cmzunehmen. Nnr mit Rücksicht aus den bestimmt aus» gesprochenen Wunsch sämtlicher nen» nnd wiedergewähl-ten Mitglieder der Stadtv'erlretuug und mehrerer Virilstimmeninhaber nahm ich Abstand voll diesem meinem gefaßten Entschlüsse nnd erkläre demnach, daß ich die Wahl annehme. Allen den geehrten Herreu, die mir neuerdings ihr Vertrauen geschenkt haben, svrechc ich meinen aufrichtigen Dank ans zugleich mit der Ver» sicherung, daß ich bestrebt sein werde, dieses Vertram'» jederzeit zu rechtfertigen. Ich darf wohl auch aus Ih"' ticue, eifrige Mitarbeiterschaft bauen, dies um so mchl in einer Zeit wo wichtige Allsgaben nnserer Stadt harren. Mit vereinten Kräften wollen wir trachte», Gultschee zu stets größerem Ausblühen und Gedeihen zu briugen! Auch die neuen Gemeinderäte mit Herr» Robert ' Braun e, als Biirgermeisterstellverlret^ dankten für die auf sie gefallene Wahl und gaben dic Versicheruug, stets nach Kräften und mit bestem WiW' und Gewissen für das Wohl der Stadt zu wirken. ^- Mn Unqlücköfall in dcr St. Kanziancr Grotte! Vor einigen Woche» ist in St. Kanzian bei Divci5a der 22jährige Nauernsoh» Gumba^ spurlos verschw»»' den. Gombctt- saß bis Mitternacht i» ei»em dortig» Gaslhanse, wo mehrere Burschen Karten spielten, »>ld entfernte fich dann aus dem Lokal »lit den Worte», daß ihm nicht wohl sei. Ma» sah ih» da»n an dc'' Mauer eines Grottenabgrundes lehnen. Seil jciu'l Nacht ward er nicht mehr gesehen. Alle Nachforschung'' bliebeil resultatlos. Wie man dem „Notranjee" millein, ist es nun zweifellos, daß Gomba?,, als er a» der U»>' sassimgsmauer lehnte, das Gleichgewicht verlor und >>' die Untiefe stürzte. Mehrere Burschen ließen sich nä'"'' lich an Stricken in den Abgrund nnd fanden an einc^ Felskante eineil Schuh des vermißte» Gomba?. ^^ Leiche selbst ko»»le »ichl aufgefunden werden. ^') unterirdische Relafluß war nämlich zur kritischen A'U hoch a»geschwollen u»d riß de» Vernnglücllen lim sich ill die geheimllisvolle» Karsthöhle». lErösfnung der Haltestelle „St. Peter bci l« Haltestelle".» Am'i. Mai l. I. wird die zluische» dc'» Stallone» Görz Stb. und VolV'jadraga der Linie Äßl>>^' Görz Stb.-Triest f. t. Stb. im kni !33'1 gelege»e H">u" stelle St. Peter bei Görz Haltestelle für 'de» Persons und Gepäcks-Verlehr eröffnet. Die Verkehrszeiteu ^ i» diefer Haltestelle Ausenthalt »ehme»de» Züge !!"/ in deii bezüglichen Fahrpläoe» bereits klmdgemachl. T)>< Fahrlarteliailsgabe ersolgt durch de» Haltestelle»»"«")' ler, die Gepäcksabserlignug il» Nachzahllillgsluege. ' lRadfnhrerPla.qe.» Diesertage »mirde auf dl'M Hauplwege zliul Schweizerhause die sechsjährige ^' ^ Kleinoschegg von einem »»bekcmnle» Radfahrer >>b^' fahre». Das Ki»d erlitt bei», Falle mehrere Vertt'^ zuligen an, Kopfe und a» de» Beinen. — Die knapp ^ de»> Krankenhause gestandene Arbeiterin Lud»m^ Avbelj wnrde Sonntag vormittags voll ei»eul Mdi") rer »iedergeraililt und an de» Arme» leicht verletz'- " sTod eines Älkol)olikcrs.» Gester» lliorgei's l"' de» die Ha,!Sbe>voh»er des Gasthauses M'lar c^ Kcnolinengrnllde den 36jährige» Taglöhller ^^'^.^ Prinlc aus Lipe, Geuieiude ^olni^elj, ans l'i»e>» 'V^,^ bode» tot vor. DaS Polizeldeparlen,e»l e»lsa»dle >o^. n» Ort uud Stelle eiue ,^ol»!»issio!l, die feststellte, ^ Prime infolge übermäßigeil Brc>»»l>oei»ge>u>ssl's Herzschlag gestorben war.' ,. ,. " lArbcitcrtranöporte.» Diesertage si»d »ach ^" ^ rila 5 Krainer und 21 Kroate» ausgewandert. ^, Mähre» fuhren 400 italienische Maurer und Tagl") liach Oberösterreich 100 Maurer ab, in Lcobach ^ ,^ bliebeil 100 Mann, die bei der Bausirma Töm'u" Arbeit treteil lverde». >>wliad " ^. Als sie diesertage aus dem Dienste trat, belM'N" ^. Gastwirtin den Abgang verschiedener Gege»1la!w(. ^,^ belnerkte, daß der Geliebte der e»llasse»e» ^"^de>' Laiidloehrsoldat, zwei goldene, ihrer Tochter cn') ^,^ gekommene Ringe an de» Fillgerii trug. Es w>n ^^^ vo» die Anzeige erstattet und die diensllose '"'?'),^>i»!i gestern morgens verhaftet. Bei der ^>besdu"Y! ^,„ faild nia» ein Fraueuhemd l>»d ei» Tischtuch, ^^5, Körper gelvickell, vor. Die Magd, die beschulo'!'^ ^^,j, ihrer früheren Dienftgeberin außer diese» ^^^,,^ »»^ zeh» Tischtücher, ser»er der Kellner,» "» "> ^.„^ <» wiederHolle» Eingriffe» Geld gestohle» z" wurde dem Landesgerichte eiugeliefert. >,!elwsl^' " lEine jugendliche Diebin.» Der G"'dc"'"l ^ .,^ i» Udinat verfolgte schon längere Zc't die ,.,,s,losl' GralVe bei Görjach in Obertrain geborem' "^^„ic'» Magd Theresia Ko/.elj, die sich unter s"lM'' ^hl^-heinmtrieb, wegen eines Kleider- und Ge!0>. Ach^'' Ende der verflossene!, Woche erkannte nn" ^, Dieb'l' heitswachluann die Dirne uud verhaftete s>c- ^ lourde dem Gerichte eiilgelieferl. Laibacher Zeitung Nr. 94. 837 27. April 1909. . Oin ungeratener Sohn.) (Kin 22jähriqcr Besitzers-sot)" aus der Tirnauer Vorstadt ist in der Trunlenhoit äußerst ruh und gcwalttäliq. Als er Sunntaa, abends "ach Hause taul, qinq er ,'ii seiner Trunkenheit dirclt M seine Mutter los nild bedrohte sie mit dem Erstecheil, um stch vur der Roheit ihres Sohnes zu schützen, eilte ^ Frau in das Haus und sperrte die Wohnnnq ab. ^»s ^uru darüber zerlriinlulerte der Bursche mer 'Mslersch^'iben. Mail lies; einell Sicherheitswachmann M'ii, der ihn verhaftete. Der nnqeratene Sohn wlirde w^ien gefährlicher Drohllnq dem Landesgerichte ein» * lVon cinc,» Nadfahrer nicdersserannt.) Tiesertaqe wurde in der Lattermannsallee ein lleines Mädchen Mch ciuen unbekannten Nadfahrer niedergerannt. Das ""^erlitt mehrere Verlehnngen. M,a Ni^f lautenden Papieren gefnnden. Dnä^ ^'lhtigc Zeit.! ^andhansuhr: —30 Sekunden. k! „. ^lUM'rl >uird qegenN'ärlig repariert, »veswcgen ^Uhr uicht schlägt. ^ ^ __________________^ Telegramme ^ l. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. besuch des deutschen Kaisers in Wien. Wien, 26. April. Infolge Emladnna. des Mon> yM'u trifft Baiser Wilhelm Mitte Mai zu kurzem ^'»enthalt, i,l Wien ein. Der deutsche Kronprinz in Wien. all.', 3'"'' "6- ^lpril. Der deutsche Kronprinz dinierte d^ l> ^" Erzherzog ^ranz Ferdinand in Anwesenheit -' .>taisl'rs suwie der Mitglieder des Kaiserhanses nnd h ' " um !<' Uhr abends^ nach Verlin ab. Er ivurde bcqle^?^^ ^'""'^ ^"dinand »lach den, Bahnhöfe Demission dcö nnssarischcn Kabinetts. l^,.^"d"pcst, 2(). April. Miilislerpräsidenl Dr. We» KlM>m "l'' init Rücksicht auf die Ablehnnng des ri„ ""^llsprojeltes seitens der österreichischen Regie-Wch'r lllul die ungarische Regierung, nachdem sie nicht z,,,^, "llvernehiu'lich >>' ^^' Ban'kangelegenheit vor» Nca,/," ^"'""^' die Demission. Wleichzeilig ersnchl die ^laru, "^' ^"'' Abgeordnetenhaus möge sich bis znr tagt. ^" ^^!^' Verlagen. - Das.Hans hat sich ver- Der Umsturz in der Türkei. Eitz^°'^l"'ti!,opel, 26. April. Die heulige geheime dl'g >,>>,,s" ^iali^ulilversammlung, welcher der Minister ^Mali ." ^'''^'l)">l', dauerte eine Stunde. N'ach In-dil> w^""' ^'^" Tepuiierten nnd Senatoren, erörterte »v^ '"""lversammlung eine Mitteilnilg des (yroß. wissj '^'"""h das Gesämtministerium heule früh de-^lan,'. ^^' Die Demission werde in 24 Stnnden Aussen ?^^'"' »verden. Die Versammlung soll be-in, Al,lt> "' ^"" Ministerium nahe zu legen, noch Iluw .,j, '^' bleiben. Dann diskutierte die Versamm-^nh„,l!d ^ ,^'ltrilnng des Obertommandierenden ^'>»>ili <> . ^'l^'l, wonach die Overalionen znr Ve-Ti^/^,^'l!wl>linopels noch nicht abgeschlossen seien, ^ballo i, " "' ^'"^' "bends durchgeführt werden. Die ?"!«,»,,, ^u'se Mitteilnng wurde nicht beelldet. Die '-"""Minn "^ ^'llhlos;, vorläilsig »och als Nationalver-l '^'^ ^"l1"l. Die nächste S'inmg findet morgen NNlqru .^ ^"'^ '"'^"' lll'heini sein. ^ach den Erklä-^"lllil...i ^ Deputierten ist die Grnndlage sür die "'chl ,„? ,?/'^' "^"!>' dei Absei'.nng des Snltail^ noch .ä .z"'""^' I'stgestelll. wcltioi, ^'"''/.'''upel, ^'^- ^pril. Die gestrige Prolla- >nrt, dl./^ "'"'"l'ss'mxs Mahnlnd Scheslet Pascha er->c>, dl>„ ,.,V ""^l's .Hieherluinmens der Besetzungsarmee ^'l'hrl^ ?'!?'^"u Scl,eriat entsprechende Verfassung -'^ dann v "^ ^»nichte zn machen. Die Proklamation >M, das ^'-' ""'^'""' Pliaseil des Marsches dar und '"ußle sich, ohne Zeit znm l>s all^. ^ zu flndeil, ergeben. Da5 Palais Topkapo» 3 ^'ber /i, m l'bane und die Wacl)kafer»e Älalschla ^"b habe» 4 ^"?' >"'"U' die Kaserne Iplikaane in r ^iau» ,,V ""'1 U"d 'lach ergeben. Dagege.l haben ^ ""cl, >l '"«^^ "aserueil Taschkischla »,nd Ta^im ^'" alle v^> "l>,ch,ch!m^ kapituliert. Gegenloärlig ? /""bttl, VÄ!. '^"', -^liläranslallen nnd Hosten in Di'?u'Se.!i,?""a, SchiM „nd Nichantasch be-m ^ beidors,'.'""">''' "' Slntari >ei bereits beset'.l. m'"" !P l " ..^'^ "stc s'icn gro;. Die Prolla- "^ U'ld "s ^n "^7 b" Wachtaseruen an. Vos-'Mn Umgebung sowie über die Vefesti. gungen am Bospoius und in den Dardanellen. Die Proklamation erklärt weiter, daß die Ordnung wieder» hergestellt sei und das; alle Schntzmaßregcln crgrisfen worden seien. Die Bevölkerung möge ihren Geschäften nachgehen und die Staatsbeamten ihren Dienst ver-sehen, widrigenfalls gegen sie das Gesetz zur Anwcn» dnng gebracht würde. ktonstantinopel, 26. April. Alle Kasernen am Bos-PMN5, deren Trnppen zum Schlche des Sultans be» stimmt sind, sind verlassen. Es fehlen dort felbst alle Poften. Die Soldaten flüchteten gestern aus Barten. Viele haben sich aus Segelschiffen versteckt. Ein Torpedo-bootzerstörer kreuzt heute in den Gewässern, nm die flüchtenden festzunehmen. Der Wachtposten von Vcschit-tasch, dem ehemaligen Sihc des Sicherheitschcss des Iildis, wlirde heute von Salonichiern besetzt. Der Schiffsverkehr im Bosporus ist vollständig eingestellt. Die Landnngsstellen werden militärisch bewacht. j,ionstllnti„opcl, 26. April. U» Uhr vormittags. Die Stadt hat säst wieder ihr gewöhnliches Aussehen an-genommen. Die Geschäfte werden wieder geöffnet. Alle Verkehrswege sind wieder hergestellt. Überall herrscht gioße Bewegnng. Konstantinopel, 26. April. Die Besetzung des Iildiz mit einem Bataillon ist nur eine vorläufige Maßnahme nnd soll im ganzen mit vier Bataillonen durchgeführt werden. Die neuerdings anfgetanchten Gerüchte, daß der Sliltan nicht im Iildiz sei, sind falsch. Seine An-Wesenheit im Iildiz ist unzweifelhaft. Der Einmarsch russischer Truppen in Persicn. Teheran, 26. April. Die russische Truppenmacht, »relche in Eilmärschen nach Täbris marschiert, besteht cms vier Bataillonen, vier Eskadronen nnd zwöls Ge-schützen. Der Einmarsch ist durch die Gefahr veranlaßt worden, welche dein englischen nnd dem russischen ttonsnl droht, da diese vom Volke sür die Unterlassung des Waffenstillstandes durch den Schah verantwortlich ge-macht nnd iil ihren Konsulaten belagert werden. Täbris soll endgültig entsetzt werden, da sich der Schah ans >einr Trnppen, denen die Honnnng aus Beute jetzt genommen ist, nicht mehr Verlasjen kann. Das Erdbeben in Portugal. Lissabon, 25. April. Die Erdstöße nnd das unter-iidische Rollen habeil in, ganzen i^ande ausgehört. Das Observatorium von Coimbra erklärt, der .Herd deo Bebens sei im Meere in der Nähe der portugiesischen Küste gelegen. In Porlngal selbst wurden 89 Personell gltötet nnd lOl» verwundet. Die Städte Venavcnte und Samora sind zerstört, Salvalerra nnd St. Slesano stark beschädigt. Der Ministerrat beschloß, sür die vom Erd-beben Heimgesuchten eine .Hilfsaktion einzuleiten. In Benavenle, Samora de Corea nnd Albambuja wurden ncue Erdstöße verspürt. In Nenavcnte wurden sechs weitere Leichen geborgen. Der König ist nach Lissabon zurückgekehrt. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Gutachten des Herrn Dr. E. Schawcrda, Wien. Herru I. Serrcwallo Trieft. Ich habe schon von mrincm Lehrer, dem uerstor-benen Professor Freiherr uon Wiederhofer Ihren Serra» valloö China - Wein mit Eisen als blutbildendes und appetitanregendes Mittel für anämische, schwächliche und rekonvaleSzentc Kinder loben gehört nnd bin auch selbst in meiner eigenen Praxis überaus in diesen Fälleu mit dem Scrravcillos China-Wein mit Eisen zufrieden gc-Wesen. Wien, 11. Februar 1!107. /Z70) Dr. E. Schawcrda. Anssekommcnr Fremde. Hoicl Elefant. ?lm 2 4. ui:b 25. April. Szcrb, Direktor, Budapest. — Pollal, Xsl»., Praa- — Dr. Cantor, l. l. Staatsmiwalt, Tcplih.Schiinau. Aichcller. 5t'fm.; Stör. Piwat. Trieft. -FrnudelM Opcrusäussclin; Hllm,'ch>ill. Obtirchcr, Kflte., Graz. — Iacobi, t, u, l. Hauptmami, s. Frau; Scccelari, Iniprltor; .^tebat, <>rfm., l^örz, - Badovinac, Nsi»., Müttling, — Tasch. „er, Privat, Iäa,crudorf. — Markgraf, Privat. Stcyr. — Elicill,öh, l, l. Gsi^ariiirrie-^elltnant. f. Frau; Reha. l, l, Gendarmerie Obcilrulumit. s. Frau. Nlidolfswrrt. - Antichcvich, Zmwni. Ins,,. Mmlaud. - «rnn,, V'ralierwalter. Aszliilss. — Mllholicc, Privat, ^uro. — Tjcherm'ch. »nftlllmnstcr, s Frau; Mirko, Itlss.; Pl'Ual, Fabrilant; Eibufchih, .«Nnorr. <^rünbaum, Goldberger, Pisl ^iola. Zchncr, Hillinann, Ncumnm,, Klinqcr. Neubauer, Lander. Mautner, Putulschmn, Mieses. Pollal. 2tllils,er, Ncuseld, Mährische!, Vöhm, Tchneidrr, »site, Wien. Verstorbene. Äin 2 4. April. Richard v.Schiwizhossen, l,u.l Haupt, maim d N.. l>i I., kallstäotttstr.ikc 20. ('ili-cius-m». Am 2 5. April. Mariauna 5tostr,m, Inwohnerin, 7.« I., Nadehlystrahc I I, l'ttrcinom», "tori. Vitturia Lozar, Schnei» dcrmeifterstochtrr. 5 Taqe. Komrnslys,assc 12, 1>c>diliw8 vitÄ«, Nada svisselj, Stadtlommissiirstochter, 8 Mou,, Unter. lrai,,erstras,c 14, Llnuienenizündung. A m 2«. A pril. Johann Prime, Arbeiter, 36 I., Karolinen» gründ 42. Hrrzfchlag. Im Z,v,lsp,talc: A in 24, April. l5yril Prcstcrl, Hafucrssohn, 22 Mon.. Vronchitis. Meteorolossijche Beobachtungen in Laibach. _______SretMe A)s'> 2 m. Mittl, Luftdruck 7W0iuili.______ ^"L^TN. IT^T^Mzlj W. start heiter ! "' i>U. Ab. , 37 6 15 3' windstill ,_________ 2?.> 7 U. F. ! ii7 3i 14 b SW. schwach . ! 00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 17 b». Nor» male^I^____________________________________ Wettervoraussage für den 27. «lpril. Für Steier-marl, Körnten, Kram und das Küstenland: Schönes Netter, mäßige Winde, mäßig warm, anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (Ort: Gebäude der l, l. Staats-Voerleallchnle.) Lasse: Nvrdl.VreNe 4l!" 03': iöstl.Länsse von wreenwjch 14°31'. Die Vodenunruhe* hat seit gestern zusehends abge» nommen. Heute am 27. April morgens ist sie am 12.Sekunden« Pendel und am 7.2elundenpendel «sehr schwach», am 4>Se> lundenpendel «schwach». * Dit N odt I! l!!! ru >! s wird i» o>nsiids» 5!nrlsssic>bf>l llaislfizirr!: !?!ü«!ch!üsst bis zu ! Willimsisl »khr schwach., von 1 bi« ü MiNimelsl «schwach», von ü bi« 4 MNümslsr» »mäftiss slarl», »o» 4 bi« 7 MiNimrtsrn »slorl». vl)ü / bis 10 Millinisls!'!! md über 10 Willimrlsl "»«her ordro'lich slasl», «Ällnemri»«' Äodriittiilütif» blbfitti'l «lrich^füis, «»ftreleiib, »Nosle» Uiirültt an alls« Peiib«'!». SCHWÄCHE ob körperlich, oder nach Krankheit wird rasch behoben und die baldige Rückkehr zur Gesundheit und Kraft ist gesichert durch SCOTTS EMULSION. Für empfindliche f Gaumen und Magen, welche den Lebertran nicht vertragen, ist SCOTTS EMULSION das idealste Mittel. Sie hat zudem den Vorzug, daß sie dreimal nahrhafter ist als der gewöhnliche Lebertran. Auch im Sommer mit bestem Erfolge Echt nur mit dieser Marke-dem FiBcber zu nehmen. (1376) —als fiarantiezeichen <]eascoTTm>,enVer Preis der Originalflasche 2K50h. lahrens ! ¦, ,, , . . . .. ,,. , Jn allen Apotheken kaunich. RohitSCher erzengt Appetit id „Tempelquelle" m\ **"! ¦?, du«) n-4 ___________regelt den Stoffwechsel. Wohnung |§| bestehend aus drei Zimmern, Dienst- LMt(i botenzimmer und Zugehör, ist zum ^fuäfiß Maiteriniii zu vergeben. |ß WoV sagt die Administration ^l^*4 dieser Zeitung. (\h'A) 2 1 ^3fe->- 5: Ladenmödcben ^^^r der deutschen u. slowenischen Sprache ff^flff^^ mächtig, wird von der Konditorei *^r R. Kirbisch. Laibach ________________________________H550) 2-\ %jföjh Baderöifnunsr. ^mfß^L Dem P- T- Publikum bringe ich \5tf£fj zur gefl. Kenntnis, daß mit 1. Mai sS^Siiik w*e ^^j^rlich die Eröffnung des m Marißnöades VJ^Ptfy stattfiudct. Zu mblrt'.ichem Besuche *Jp*«3 (ifi62)3-i Friedrich Koschier. Lmbochn Zeitung Ni, «4, «38 27, April 190», Kurse an der Wiener Börje (nach dem offiziellen Knrsblatte) vom 26. April 1909. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung, Nie Notiernna sämtlicher Altien »nd der »Tiversen Lose» «ersteht sich per Stück, ! Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"/« lonuer, steuerfrei, Kronen < «Mai «ou ) per Kasse , . j 95 50 »5 70 detto «^Hnn, Juli) per Kasse 9bbu 95 ?n 42°/« ü. W, Noten (Febr. «ug.) per Kasse......»9 30 99 40 42°/, ü, W, Oilbcr (Äpiilvlt.) per Kasse......9» «5 99^5 1860er Olaatslose 500 fl, 4°/„ 155 - 159 — 1860er „ 100 /<"/„ 118 20 1,9 20 »«lizische >arl Ludwig-Nahn ! (div. Et, Nronen , 4«/„ 9570 9670 Rudolf Bahn, in Kronenwähr. steuerfrei, ,dw, 3t) , 4»/« 95 «0 96 S« Vorarlbersser Vahn, steuerfrei, ! 400 und 2000 Kronen 4"/„ 95 50 W 50 Zu NtalltSschuldvcrschrel» »nngen «dgestempelte Visen» bahn.Altlen. Elisabeth Nahn. 200 fl, K.-M. 5'/. °/n von 400 Kronen . 45450 458'5" detto Linz-Vudweis 200 fl.! ». W, in Silber. 5'/<°/n - -«23 — 424--detto Galzbur«, lirol 200 fl, ö, w, in Silber. 5"/,, , . §21 — 42850 Krrmstal-Äahn 200 '>»d 2000 Kronen, 4 "/<>......193—195 — Veld Ware Vom Elaatc zur Zahlung übernommene Eisenbahn» Priorität0>Qblissationtn. Vöhm, Westdah» ,2NN sl.L. 5«« 104 - lob — deitll 400 u, 500« li 3>/i"/n »»80 8S 30 Vurarlberaer ^Vahn ltm. 1884 (div. Et,), Hilber. 4"/„ . 9«-50 —- - Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/, ung. Voldrenle per Kasse . 112-55 112 75 4"/, detto per Ultimo!11L!,5 I12-7H 4°/,, ung, Rente in Klonenwähr,,! steuerfrei, per »asje , , 924b 9265 4"/„ detto per Ultimo 92-45 »26°, 3>/,"/n detto per «asse . 83 I«, 83 3« Ung. Prämienanleihe i» 100 fl. !l98 25 202 25 deltll H 50 fl. IS» 25 202-^5 Theiß,-Reg.-Luse 4»/« . . . . 142'50 14«'5U 4"/« ung, Grund' 'tl.-Oblig, . »3 25 9425 4"/n lroat. u. flau. Grunbentl, Obligationen .... 9350 94b«1 Andere öffentl. Nnlehen. Vosn. Landesaülehen (bid, 4°/« 92'50 93'50 Vos», hcrceg, liisenb-Landes» Änlchen (dw, 4>/,"/n , . 99 25 100-25 5"/„ Donau-Ueg-Anlehcn 1878 103 20 — — Wiener Verlehrsanlehe» 4°/„ , ! 9«05 97 l»5 detto 1900 4"/„ !>U-0ü! 97 05 Anlehen der Stadt Wien , . 1,»1-1«> 10210 betto (S. ober G,) 1874 12090 1219« detto (189i).....9415 9515 detto (Gas) u, I, 1898 . 95 20 96 20 detto (ltleltr.) v. I 1800 95 05 9S05, detto sInv, N.)v. 1.1902 96 10 97 10 bettll d. I, »908 , . . 95'— 96- Nürsenbau-Nnleheli verlosb. 4°/„ 9«— 97 — Russische Staatsanl. u, I. 180S f. 100 li per Kasse . 5°/<> »8 70 99 2« detto per Ultimo 5"/„ 9X 65 99 15 Vulg. Staati-Hypothelaraulehen 1892......«"/n 121 75 122 75 Veld jWare «ulg. Otaat«Goldanlelhe 190? s. 100 Kronen, , 4'/i"/n »»'<" 90 40 Pfandbriefe usw. Bodenlredit, alla,, österr,, in 50 Jahren verlosbar , 4°/« 94-40 95 40 UKHm, Hlipothelenb,, uerl. 4"/„ 97-70 9870 gen Landesb, d, Nönigr, Galizien u. Lobom,, 57>/2I,rii «, üstcrr,La»dcs.Hyp, A»st,4"/.. 97— 98- detto inll. 2"/«Ur, verl, 3'/,°/n 8»-25. 8!!2f> detto K,-Echuldsch,vcrl,3'/,"/n 88 25! 8« 25 delto veil.....4°/„ 96-75! N7-75 Oefterr-u»!,, Bnnl, 50 Jahre l verl,, 4°/^ », W, ... 98-25 99 2l> deüo 4"/n Kronen W, . . 9» 50 9» 50 Spllil,,/n 9S — 100- Eiscnbahn-Prioritäts-Obligationen. vested, Nurbwestbahn 200 sl. L. l0t- - 105 — Staatsbah» 500 Fr.....403-4»? - Südbahn ^ 3"/n Jänner Juli 50l» Fr, sper St., . . . 275 - li?7 — Sübbahn ll 5"/n 200 sl, So. O, 11«!»0 iill-9« Diverse Lose. (Per Stück,) Verzinsliche Lose. 3°/„ Vodcntrcbil Lose Lm, 1880 27ft — 284- bettll Ein, !W!>^71-s>0!2?7 s.o 5"/„ Dunau Regül-Lose 10U ,1, !i59- 2Si^-Serb,Präm,-Nn!,p,1<)0Fr,«°/,> 94 75 10075 Unverzinsliche Lose. i V»dap,«asilila (Dombau) 5fl. 20 50 2^50 Kreditlose 100 fl......468 — 47K-— illaryLose 40 4 5<> Roten Kreuz, »»„. Oes, v., 5 fl. 3»>-90 32 »u Niidolf-Losc 10 fl......65— 71-- E°lm-«ose 40 fl. K.-M. . . i!4»-— 258-Türl. detto per Meftiu , , . ,18430 l«5»0 > Gelb War» Wiener Komm,-Lose v. I. 1874 49550 50550 Gcw, Sch b, :<"/nPiäm, Schuld, d, Vobenlr..«ns:, «uschtlehraberEilb,5>00fl,K,-M, 27»N — 274'» — delto !>it, N, ^i00sl, perUlt. 978— 964-Donau T>ampsschi!fahrts-Ges..i., l, l, priv . 500 fl, K, M. . 902- 90? — Dui.-Vodenbllcher(tilenb,400Kr. 5»5— 59O-- Ferdinand« «orbb, ,000 sl, KM, 5890- 5418 — Kaschau Oderbcrner Eisenbahn 200 sl, L....... W0-— 3«2 - Lembllzern,-Iassv,-Eisenbahn- Oelellschaft, 200 si, S, . 557- 5!>» 5« Lloyd. österr,, 4<»n Kronen , . 4U15«' 484 - Ocsttrr.Nordwcstbal!»,20Nfl,L. 4,"9 - 4S1- detto !>>t, I!) 200 fl S,p Ult, 459- 4sil — PranTnxerliisenb,'«lslabnsl, 220— 222-- Ktaalseisenb, 200 fl, S, per Ult, 69« 50 «<»7 5,0 Eübbahn 200fl, S, per Ulümo 106 50 i<,?bu Sübnorddeutiche Verbindunsssb. 200 sl, K-M..... 402— 40» 50 Transportssesellschast, intcrnat,, A, W,, 200 Kronen , , . 79 — »I — U»„ar, Westbah» (Naab-Oraz, 200 sl, S....... 4«U — 411-.. Wiener L°lalb,-Nlt,.G«s, 200 fl, >«l — 220- Vanlen. «lnsslo Oesterr, Banl, 120 sl. . 29425 29525 Vanlverein, Wiener, per Kasse —-. —^. detlo per Ultimo 524 »5 52585 B°benlr,-?lnst,,all8,öst,.!,N0Kr, >U77 — 1083- - Zcntr, V°d, Kredbl..üst,,200fl, 532— b8S — Kreditanstalt fur Handel »nd Gew, 32« Nr, per Kasse . — - --- delto per Ultimo »>3s. 637 — Nieditbanl, un„, alll,., 200 Kr. 741 25 74225 Deposilenbanl, allss, ll0« fl, , 45ü- - 454 — lisloinpte - «lsrlllchaft, »icber- österrcichilch!>, 400 Kronen 599— «01 — wiru- >i «assciw., Wr,, 20<» sl, 456— 4«050 Hl!pull,elcnl,l, öst, 2U0Kr. 5"/„ «»?'— 290 — Kaiidrllianl.ost , 200 fl,,p, «asse -'— -- detlo per Ultimo 440 60 441 60 «Merlur,. Wechselstu^-Altien- Gelellschaft, 200 fl, . . . S"3-— 6W- Oesterr..»»g,Vanl, 1400Kronen 1775— 1785 - Unionbanl. 20« sl..... 54125 54225 Unionbanl. böhmische, 100 fl, . 244 50 24550 «crlchrobanl, allss,, 14« fl. . »^«-85 33-,>75 Held '"" Induftriennttlüthmunnrn. Vaulleiellschasl, allnein, ästerr., .^.., lU0 sl........ 16»- " ,, intern,, ^00 fl, . —— T'" Elellr, Alticn Oes,, uereinisste . 221'^ "«" Hiütcrbersser Palr-, ZNndh,- u. Me!, Faüril, 400 Kronen , 1!>5,4— ««« Liesinacr Brauerei 100 sl, , , L8L-- ^",. Monta» Wes,, i'st, alpine, 100 fl, 677'75 v'" " «Polbi-Hülle». Tie^lnilWahl- ss,.Mt,.Otlell!chaf!, 200 sl. 4l>7'- «' Prasser «tisenindilstiieaeiellschafl „.«. . 200 sl........ 2565- 2b/b- Rima -Murann-Salno Tarjaner .»„,,k itisenw 100 s!..... 57275 57»" Salao Tarj, Steinlohlen 100 sl. 584— »»» .Schlüsselmühl»,Papiers. iiOUsl. »U<>— ^" «Lchodnica», A.-Ä, siir Petrol,- Inbüslri«', l,»l> Kronen , 4L5'— '^ »Ltrvrermühl», Papiersabril u, ,^<.,!H Verlaasaeselllchast . . . 432— "^ Trisailrr Kohlenw, «es, 70 fl. »70^- 27« Türl, Tal'alressiencs, ^no Fr, per ^,^ betto'^ ' per Ultimo N»5- »»«'^ Wassens, Ges,. «sterr,. 100 fl. . 647 - «?» Wiener «auaesrllschast. '00 sl. 157— l5«°" Wicnerberner Ziesself-Vllt.-Ve!, ?»« ^ ^» Devisen. Kurze Cichten und Schecks. Amsterdam....... ,98-45 l»s^ Deutsche Banlvlähc , . , . N?-12^ll?»' Italienilchr Vanlplähe . . . «4 50 ! A A London........ 23!»'50 !23»»" Pari«......... !'5 l0 <«,'" Lt. Pelerilbur«...... 25,150 i!b"" Wrich und Vasel..... Us>-12' »b»" Valuten. Dulaten........ 1«'84 U^ 2«.ssra!,lcnSlücte..... 1901 "" 20 MarlElücle...... 2343 «»"^ Teutsche Ncichsbanlüolc» . , ,17 1«> '",'- Italienische «aulnulen . . . 94-50 «»' > Rubel-^oten....... 2-5," >2^ _______________________________^^^ Lvo« RcntenE,lnpfandbrlcteSrfPrlorltftten. Q J • C MaVCP n PHvat-DepotS (Safe-DepOSitj) Aktien, Losen etc., Devisen und Valut«». -O- Banlc- und Wechslerceschäft "X" untcr el«enem Verschluß der Part«l-__________L_os_^V^j|sj^Ji^rujig;______ l.nih»rh, StHtMri-.-^so, ______Verztwsuno von Birelnliie» Im KiMi-KarstM mid nf Gln-Ktiti. ,