Nr. 81. Mittwoch, 10. April 1907. 12«. Iahraana. MbacherW Zeitung 22 8 ?!i5^ ! ^"!5- I^'t Postuerjendll»!,: 8N!,zjäl,rig 30 K, hlllbjälüist 15 «, Im Kontor: gaiizjähril, ^ Nie «Laibacher ZeitM'8» erscheint täglich, mit Äubüahme der Sum,- lind Feieitaae. Dir NdminiNration beNndtt > lawialirlg li K, Fl>r die ZusteN»»l, ins Haus nanzjährin 2 X. — Insertiunsgcbühr: Für »leine Inserate ^ sich Nongreßplatz Nr. 2. die Mtdaltion Nalmalingasic Nr. IU. Sprechstunben der Medaltion von «bis iu Ubr vol. "'° ä» 4 Zeilen i>0 li, größere per Zeile ili i>; l>ei «steren Wiedeihulungen per Zeile 8 l>, V mittags. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen, Manuflriptc nicht zurückgestellt Nichtamtlicher Geil. Österreich und Ungarn. . . Die „Neue Freie Presse" erblickt in den prin-s'Plellcn Erklärungelt, welche etwa beide Rcgierun-3^n miteinander dahin tauschen würden, das; nach ,"" / beide Staaten sich in wirtschaftlichen Dingen cule Vorzugostelluug eiuräumeu werden, nichts ,? ^^"lemalische „Trostsprüchleil,"; denn was in ^1)n Jahren geschehen soll, hängt in parlamenta-^Ichen Bändern uicht von den Regierungen, sondern von den nnter dem Drucke der EuNvickluug "' ^eihältnisse stehenden Parlameuten ab. Das „Neue wiener Tagblatt" lvarnt vor Un a>'ould iu der Ausgleichsfrage. Lärm und Nervo-NUN kuininon von jenseits der Leitha; im öster-reichischeu ^ager lvären sie schlechte Ratgeber. (5s lst auch kein Grund dafür vorhauden, denn es M stltzcr, daß Österreich nicht einen Fnßbreit vor Ungarn zurücklveicheu wird. Das erscheint schon wegeu des aus allgemeinen Wahlen hervor-goheuden Parlaments in Österreich ganz aus-g^ichlosseli. Ebenso unmöglich ist ein Ausgleich hin-ror dem Rücken des Parlaments. Es ist nicht anzunehmen, daß die verantwortlichen Politiker Nn-glirns diese Tatsachen übersehen werden, nnd loohl anch jene nicht, die nicht direkt mit den Verdank luugen zn tun haben. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" bemerkt zu der bevorstehenden Fortsetzung der Ausgleichs-Verhandlungen, daß die Richtlinie für das Verhalten der österreichischen Negierung gezogen werde einerseits durch die Interessen Österreichs, anderseits durch die Stimmung der Bevölkerung, welche w den letzten Wochen so deutlich gesprochen hat, ,^as; unsere Regierung sie nicht übersehen nnd überhören konnte und auch in Zukunft nicht überhören kann. Was auch die ungarischen Herren bringen mögen, sjc werden in Wien eine Zwar zum Frieden Feuilleton. Ein Tag in Tunis. Von Dr. G,nil' Mc»ck. (Fortsetzung.) Mohaninmd führte nnv zuerst in den Dar el Bey, w da» Haus des Herrn von Tunis, der hier all-wöäxiülich zu Gericht sitzt nnd Empfänge abhält, um-gebe,! von seinen Ministern, die alle Franzosen sind, wit Ausnahtne des Ministerpräsidenten, den er sich aus dem Kreise vornehmer Tnneseu wählt. Das Innere des ebenso weitläufigen wie an Wiukelgänaen reick>en Gebäudes ist kaum der Besichtigung wert; großartig ist nur die entzückende Aussicht von den Zillnen dieser Burg,: ganz Tunis liegt zu unseren 3-ützen, die weißen Dächer der Häuser gehen ununterbrochen ineinander über und bilden einc endlose Fläche, die nur hie und da mit kleinen Gärtche'i durchwoben ist: nach links ein anmutiger Übergang bcr Häuser in reiche Vaumgruppen, in der Ferne das blaue Meer und die grauen Vera.? von Karthago. Hier sieht man so recht, wie groß Tunis ist; es zählt heute 17<>.000 Einwohner, davon IM.lXX) Araber, Mauren und Verber, 50.000 eingeborene Juden, und das übrige Europäer, aui meisten Italiener und Franzosen, denen sich in der neuesten Zeit anch Deutsche — darunter manche ans Österreich — angeschlossen haben. Bezüglich der Aus' oreiruug und Kenntnis der deutschen Sprache habcn sich im Süden oie Verhältnisse ganz gewaltig gl> ändert. Vor zehn Jahren fand man allerdings südlich don, Neapel, wenn man es sich angelegen sein lieh, deutsä^ Bedienstete, so, daß man znr Not auch ohne Italienisch oder Englisch fortkommen konnte, man lvcrr aber culch in großen Städten gezwungen, sich emer fremden Sprache zu bedienen, wollte man seinen Wünschen gehörigen Ausdruck verleibn. Heute bereite, aber auch zur 'Abwehr gerüstete Stimmung finden. Die Banernbcwcguug in Rumänien. Die königlich rumänische Gesandtschaft teilt der „Pol. >iorr." mehrere ihr aus Bukarest zugegangene amtliche Meldungen mit, welchen folgendes zu entnehmen ist: Die durch die Bauerubeweguug verursachten Schäden sind nicht so bedeutend, wie manchen auswärtigen Blättern berichtet wird. Obgleich die genanen Schadensziffern noch nicht festgestellt sind, kann man doch schon jetzt behaupteu, daß sie weit niedriger sein werden, als man angenommen hatte. Nichts berechtigt zu der Voraussetzung, daß die Gutsbesitzer und Pächter überhaupt nicht im-staude sein werden, ihre Verpflichtungen einzuhalten. Zweifellos wird es nur eine schwache Minderheit sein, bei denen diese Lage eintreten wird. Die nächste Ackerbankampagne erscheint in keiner Weise geschädigt. Die Bauernerhebuug hat bisher uicht die geringste Verzögerung der Feldarbeiten verursacht, welche, man infolge der längeren Dauer des Winters, nicht vor dieser Woche hätte aufnehmen können. Die Verständigung zwischen Gutsbesitzern, bezw. Pächtern nnd Vaueru, schreitet immer fort nnd die Feldarbeiten haben begonnen. Die landwirtschaftliche .Campagne des Frühjahrs erscheint somit trotz der ernsten Ereignisse, die sich soeben abgespielt haben, unter günstigen Auspizien. Es ist durchaus nicht erwiesen, daß in Zukunft eine permanente Abnahme des Einkommens der Gutsbesitzer und der Pächter unvermeidlich sei. Viele Gutsbesitzer schließen mit den Bauern nicht drückende landwirtschaftliche Verträge ab nnd wenden dieselben mit Redlichkeit uud im Geiste großer Billigkeit an. Sie zählen, insbesondere auf die Vervollkommnungen, die sie in der Art der Be- sind die Dampfer, welche den Verkehr in der Umgebung von Neapel vermitteln, in den Händen einer deutschen Gesellschaft - - nicht zum Nachteile der früher recht eiufacheu Schiffe. Auf allm großen Dampfern der südlichen Linien findet mau immer eiueu oder den anderen dentschsprochenden Bedien-steten, in den Gasthöfen aller, auch der kleineren Städte Siziliens Teutsche, in der Mgel die soM nannten Geschäftsleitcr, nicht nur Schweizer, sondern anch besonders Teutfche ans Österreich. In Tunis beherrscht nahezu vollkommen den Fremdenverkehr eine deutsche Gesellschaft, lvelche, von höflich entgegen» kommenden Männern geführt, den Fremden freund lich an die Hand geht. Bei dieser Gesellschaft war auch unser Mohammed bcdienstet. In der Amtsstube Spatz kann man alles erhalten und erfahren, sei es Geld oder Briefmarken, oder Fahrscheine, oder Jäger, um im Innern des Landes dem Wilde in Afrikas Bergen oder Sumpfniederungen nachzujagen. Wir hatten es diesmal ohne Mühe niemals notwendig, italienisch, englisch oder frauzösifch zu sprechen; wenn wir es taten, so geschah cs nur, weil wir nicht selten von den hergebrachten Pfaden der Reisenden al> wichen, um auch im Innern des Landes seine Schönheiten aufzusuchen. Doch die Zeit, welche wir d«r Aussicht von Tunis widmen konnte»:, wa>r gemessen, denn Mohammed drängte zur Eile, wollten wir noch das volle Loden in dem Basar mitmachen. Dieser liegt in unmiUİ barer Nähe nnd besteht aus einem ulm zwei Mo scheen gelegenen Gvwirre von Gäßchcn, Souks ge> l)eißen. Iu beiden Seiten dieser befinden sich kleine, nicdriae Häuser, in dcn«n die Verkaufsladen und Hanölverksstuben nnteraebracht sind; außerdem nur woniae Lcbensinittclhandlungen, meist Barbier» stubcn unit» KnfsVeliauser. Da üie Gassen gut gepfla» stert, rcin gehalten nnd mtt einer Überdachung, durch deren Luken sanft gedämpftes Tageslicht eindringt. arbeitnng des Bodens einführen, sowie auf daH neue Verfahren, welches sie zur Erhöhuug des Wertes ihrer Vesivuugen anwenden. Die Gutsbesitzer werden unter den von der liberalen Nea.i> rung geplanten Reformen uicht zu leiden haben und das gleiche gilt von einer Anzahl von Pächtern. Bloß diejenigen Gutsbesitzer nnd Pächter, lvelche statt die Vermehrung ihrer, Einnahmen durch Iutelligeuz, Geist der Initiative und rationelle ^andwirtfchaft anzustreben, sich daranf beschränken, anf die Arbeit der Bauern Zu spekulieren, und kein Bedeuten trageu, dieselben nach Belieben auszubeuten, werden sich über diese Reformen zu beklagen haben. Daraus folgt nicht, daß das wirtschaftliche Gedeihen Rumäniens dadurch beeinträchtigt werden müsse. Die nenen Gesetze, werden vielmehr eine soziale Organisation schaffen, die der heute bestehenden sehr überlegen sein wird. Es wird sich daraus sicherlich eine Erhöhung des allgemeinen Wohlstandes ergeben, die nnr znm Vorteile der sozialen, moralischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen wird. Die in allen Teilen des Landes, die von der Bauerubewegung Heiingesucht waren, wiederhergestellte Nnhe erweist sich'als anhaltend. Die Wiederaufnahme der Feldarbeiten ist nahezu überall er--folgt. Die Verftäudiguugeu zwischen den Guts-besitzeru, bezw. Michtern und den Bauern wickeln sich, dank der Besonnenheit auf beiden Seiten, ohne Schwierigkeiten ab und es ist zu erwarten, daß in kurzem nicht die geringsten Meimingsverschieden-heiten mehr bestehen werden. Die Gemeindebehörden von VIasca haben ein Inventar der durch die Revolte der Dorfbewohner verursachten Schäden aufgenommen und der Präfektur, übermittelt und in gleicher Weise wird in den anderen Bezirken vorgegangen. Die Znrückstellnng der während deK Äufstandes geraubten Gegenstände seitens der Bauern dauert allenthalben fort. Die behördlichen Untersuchungen bezüglich der Bewegung werden versehen sind, so empfängt den Besucher angenehme Kühle, welche desto behaglicher wird. da überall wohl» tuende Nuhe herrscht: Kein Schreien, kein den Reisenden belästigendes Anpreisen der Waren und Nnfen. Hier kann man alles kaufen, was das .Herz begehrt: vom einfachen Schuh nnd schmucklosen Kleide bis zum reich gestickten Pantoffel sowie gold-und edelsteingeschiuückten Gewände. Die einzelnem Zünfte sind in besonderen Gassen untergebracht. So sieht man in der einen den Zwirner seine Spule drehen und den Posamentierer ans vielfarbiger Seide bunte Onasten verfertigen. Hier nähen Schneider weiße Flancllröcke und verzieren farbige Tuchwesten mit Gold- und Silberschnüren. Der Schuhmacher klopft die Absätze und Sohlen zierlicher Pantoffel. Mit trockenen Disteln kratzt ein alter Araber rote Fez, der Drechsler steht hinter seiner Drehbank und vm> fertigt niedliche Figuren aus Holz und Elfenbein. Da klingt hell der Hammer des Goldarbeiters und ans offener Ladentür quillt uns der Duft echten Rosenöls und aller WohlgM'üche Arabiens betäubend entgegen. Iu einer aus mehreren Kaufläden bestchen-den kleinen Halle sind Teppiche von wunderbarer morgenländischer Farbenpracht aufgestapelt; dies rst auch das einzige Haus mit emem Stockwerk, worm ein znngenfertiaer Franzose Scideuroaren von b«-rückendem Glanz und Schimmer den Damen an-preist. Da er sieht, daß wir nicht abaeneiat sind, nirs mit seinen Warm etwas näher zu bofassen, schickt er seinen jungen Neger gleich schwarzen Kaffee holen, den er uns in niedlichen Täßchnn anbietet. In der Gasse der Lederarbeiter nud Sattler liecft mitten M der Pflasternna ein behanencr Stein — das Grab^ mal des Schützers dieser Zunft den zu berühren uns Mohammed warnt, locil dics für dw Gläubigen ein Schimpf wäre. Ich lveih mich nicht zu erinnern, irgendwo mlf kleinem Orte eine so große Menge van chönen jungen Männern gesehen zu haben wie hier Laibllcher Zeitung Nr. 81._____________________^^___________734________________ ,0. April l907. fortgesetzt und cs werden in den betreffenden Bezirken der Moldau und der Walachei noch immer neue Verhaftungen vorgenommen. Politische Uebersicht. Laib ach, 9. April. In einem Rückblicke auf die abgelaufene Landtags session verzeichnet daZ „Fremden-blatt" mit Befriedigung, daß sich überall uud bei jeder Partei der ehrliche Wille zur ruhigeu, ernsten, sachlichen Arbeit gezeigt habe. Man habe befürchtet, die Wahlbewegung werde die Landtagssession stören und uuu könne man die Behauptung wagen, daß sie sie gefördert habe. Tamit sei auch dem künftigen Neichsrat ein günstiges Horoskop gestellt. Die Liebe zum eigenen' Volkstum wird dorthin jeder Gewählte mitbringen. Dies wird ihn aber nicht hindern, an der Herstellung eines nationalen Friedenszustandes mitzuwirken, der Österreich erst befähigen wird, seine vollen Kräfte zu entfalten. In Belgrad ist die Kombination aufgetaucht, daß der nach seiner Heimat berufene serbische Gesandte in Paris, der altradikale Abgeordnete Dr. Milenko Vesniö, der in den letzten Tagen zum Präsidenten der Skupätiua gewählt wurde, ziw Bildung eines neuen Kabinetts aus-ersehen sein könnte. An kompetenten Stellen wird demgegenüber betont, daß die gegenwärtige politische Lage keine Grundlage für eine solche Annahme biete. Für das Kabinett Pasiö bestehe keine Ursache zum Rücktritte, da es nach wie vor das Vertrauen der Krone wie der SkuMinamajoritäl genieße. Nach einer Meldung aus Paris wird in den dortigen diplomatischen Kreisen die Annahme, daß die zweite Friedenskonferenz infolge des Charakters der zwischen den Kabinetten über gewisse Fragen entstandenen Diskussionen eine längere Verzögerung, ja vielleicht sogar eine Verschiebung bis zum nächsten Jahre erfahren könnte, als ungerechtfertigt angesehen. Man ist vielmehr überzeugt, daß der Znsammentritt der Konferenz im Laufe des Juni im Haag erfolgen wird. Es bestätigt sich, daß die Regierung Herrn Leon Bourgeois die Vertretuug Frankreichs in der zweiten Haager Konferenz anzubieten beabsichtigt. Er würde dort von den Herren Decrais, d'Estour-nelles de Constant und Renault, Professor des Völkerrechts au der Pariser jundischeu Fakultät, unterstützt werdeu. Man hält es für wahrscheinlich, daß Herr Bourgeois, der bekanntlich Frankreich auch in der ersten Haager Konferenz vertreten hat, diese Mission abermals annehmen wird. in den Werkstätten der Lederarbeiter; in ihren tadellos reinen Gewändern, mit ihren glattrasierten, nur von einem kleinen schwarzen Schnnrrbart gezierten Gesichtern und ihren tadellosen Zähnen inachen sie einen geradezu malerischen Eindruck, wie sie mit kunstfertigen Händen das feine Leder von Marokko zerschneiden und mit ebenso vornehmen wie zierlichen Seidenstickereien versehen. Die NuHe und Stille der Souks wird plötzlich durch lautes Lärmen und Schreien unterbrochen, Mohammed teilt uns mit, daß nun die Zeit der Ncomnenbörse gekommen sei. Die Beduinen aus der Umgebung von Tunis kommen in die Souks, um ihre Wolle entweder zu verkaufen oder umzutauschen. Wir ließsn uns dies natürlich auch nicht entgehen und unter dem warnenden Zu-rufe Mohammeds, wir mögen uns vor Taschendieben in acht nehmen, begaben wir uns in das volle Getümmel des Marktes, das sich an einer erweiterten Kreuzungsstelle mehrerer Gäßchen abspielte. Die Beduinen machen bei weitem keinen so vornehmen Eindruck als die Araber; ihre Weiber dagegen, welche» sie mit ihren Kindern an der Hand oder auf dem Rücken begleiten, zeichnen sich durch eine gewisse Anmut der Bewegung aus, welche nicht wenig da° durch gehoben wird, daß ihre blassen Gesichter einen sinnenden, fast traurigen Ansdrnck haben. Wir mach' tm nun rasch noch einen Gang durch die hervorragendsten Teile des Basars, dock) auch dieser märchenhafte Traum ging zu Ende, wir standen wieder auf der sonnenbcschienenen Place de la Kasba, zum elsässischen Kutscher schwang sich der berlinerisch redende Neger, und in flinkem Laufe eilte unser rasches Gefährte durch die Stadt unserer gastlichen Wohnstätte zu. Auf dem Wege dahin erblickten wir noch manches eigenartige Straßeubild; trotz der vor-gerückten Stunde sahen wir noch reges Marktleben, aus großen europäischen Vertaufslaoen strömte ununterbrochen eine große Menschenmenge, ein Zeichen der reichen Einfuhr europäischer Erzeugnisse. (Fortsetzung folgt.) Wie die „Petersburger Politische Korrespou denz" meldet, hat der Metropolit von Petersburg Äntonius au den Ministerpräsidenten S t o l y p i n folgendes Telegramm gerichtet: „Das erste Auftreten des Ministeriums in der Reichs duma war voller Würde, Autorität und Macht, ich beglückwünsche Sie herzlich und flehe Gottes Segen auf Ihre fernere Arbeit, herab. Atägc der Herr den Sinn der Abgeordneten auf friedliche Arbeit zum Wohle der Heimat richteu." Eine längere Adresse überreichte die Stadtverordneten-Versammlnng der Residenz dem Premier. In derselben, ist gesagt, daß am Tage der Negiernngs-Deklaration Nußland eine Stimme vernommen habe, die von Aufrichtigkeit und Liebe zur Heimat erfüllt war. Nun sei die feste Hoffnung erwacht, daß das große Werk der Nengestaltuug Rußlands mit Erfolg zu Ende gebracht werde. Nur eine feste Negierung, die den Grundlagen des Manifestes vom 17. Oktober treu bleibe, könne im Vereine mit deu Volksvertretern dem Lande Ruhe und Orduung wiedergebe». Die Petersburger Kommune begrüßt in P. A. Stolypin einen Staatsmann, der Nnßland mit sicherer Hand einer Zukunft entgegenführt, über der Gesetzlichkeit, Freiheit und Frieden lcnchten werden. — Das „Vaterland" bezeichnet es als großen Erfolg, daß der Präsident der Duma, unterstützt von den Kadetten, die Arbeitsfähigkeit, der Duma gegenüber der gefährlichen Kooperation der äußersten Linken und Rechten bisher zu erhalten verstanden hat. DaZ zeigt, daß im russischen Volke auch Disposition und Fähigkeit zur Selbstbeschränknng uud zu systematischem Vorgehen vorhanden sind, also Eigenschaften, welche die vom Kaiser eingeleitete, politische Erziehung möglich mache»:. Die wilde Aktion der Rechten zum Zwecke der 'Auflösung der Duma stellt den mit heroischer Festigkeit und Ausdauer ein arbeitsfähiges Parlament anstrebenden Ministerpräsidenten Stolypin vor eine n«ne, große Schwierigkeit. Das Blatt wünscht, die Abwendung dieser Gefahr, damit Rnßland endlich auf die Bahn friedlicher Forteutwicklung gelange. Tagesneuigteiten. - (Naum für alle hat die Erde.) Die Fnrcht, uns>e'r Planet könne keine größere Bevölkerung ernähren, ist entschieden grundlos. Es gibt in der Tat noch genügend fruchtbaren, vom Pflug und» Spaten nnderübrtcn Boden, um die gesamte, Mensch-heit auf viele Jahre hinaus zu erhalten. In erster Linie muß man dabei au Kanada denken, und namentlich die westlichen Teile versprechen als neu« entdecktes Ackerland die Kornkammern Englands n:id auderer Länder zu werden. Westlich von der Hndsondai lieg^i mchr als 1,500.000 Quadratmeilen Kinder der Finsternis. Roman von Anton von Perfall. (Zl). Fortsetzung.) (Nachdruck verholen,) Johannes zögerte mit der Antwort. Das glich ja einem höchst verdächtigen Ausforschen, das ihn nur von neuem in seinem Glauben bestärkte. So wich er ans. „Jedenfalls habe ich meines Wissens von diesem Glauben nie öffentlich Gebrauch gemacht, gegen niemand, das kann ich behaupten, Herr Rektor." „Dann behaupten Sie eben etwas Unrichtiges," brach jetzt der Geheimrat los. „Wenn ein Mann, der eiu Stipendium genießt, anstatt tüchtig zu arbeiten, wie ihm allein und vor alleu anderen zukommt, den großen Herrn spielt, Normnnncnsemor wird, sich wie ein reicher Kavalier gebärdet, so will er eben etwas anderes scheinen, als er ist — und oas wollen Si,c!" Doktor Magnus streckte die Hand anklagend gegen ihn aus. „Können Sie leugnen, daß Sie das wollen?" Johannes bestärkte die Art und Weise des Geheimrates immer mehr in seiner Idee, die seit einigen Tagen stark ins Wanken geraten war. Der Mann vor ihm hatte einfach den Auftrag herauszubekommen, wie weit dieser Ohnesorg von der Wahrheit unter-richtelt war. Jetzt wollte er den Stiel umdrehen, der Fall reizte ihn jetzt selbst. „Wisseu Sie auch bestimmt, Herr Gohcimrat, daß ich es nur scheinen will?" Die Wirkimg der Frage war eine Plötzliche.'. Der Geheimrat rückte nervös seine Brille auf die Stirne und trat dicht vor Johannes. „Ist das wirklich Ihr voller Ernst? Sie glauben wirklich? Sie glauben, daß die königliche Wohltat ctums anderes ist — ich will den Wahnsinn nicht einmal aussprechen — etwas anderes als eiue Wohltat?" Johannes ließ sich nicht irre machen, gerade d,ese schroffe Abweisung war in seinen Augen verdächtig. Die Möglichkeit war ja doch nicht zu bestrciten. So gebärdet sich nur die Angst und die rücksichtslose Gewalt Er lächelte^ nur skeptisch. Landes, die nnr der Arbeit des Landmanne? harren, um zur vollsten Ertragsfähigkeit entwickelt zu wer« den. Dieser Teil könnte 200,000.000 Menschen er-nähren. Weizen ist das Hauptprodnkt, und Klima und Vodenbeschaffenheit bringen es mit sich, daß die Ernte sehr ergiebig und von besonderer Güte ist. Ferner kommt al5 Land dn Zukunft Argentinien in Betracht. Hier liegeu augenblicklich 240,000.000 Acrez Landes brach da, die ohne künstliche Berieselung in einen Garten verwandelt werden könnten. Der Vodeu ist meistens weiches, mehrere Fuß tiefes Allnvialland. Weizen, Flachs, Mais und Zuckerrüben gedeihen vortrefflich. In den letzten fünfundzwanzig Jahren haben sich namentlich Italiener hiier angesiedelt, die bereits Land im Werte von 50,000.000 Dollar befitzen, und jährlich kommen noch 40.000 Einwohner dazu. Von anderen Nationalitäten sind Deutsche, Engländer und Amerikaner vertreten. In die Neihe differ Länder gehört aber anch Australieu. Auf jede feiner 3,000.000 Qundratmeilen entfällt uur eine Perfon. In West-Australien könnten nahezu zwei Millionen Families ans Landgütern von je 820 Acres ernährt werden. Allerdings müßte hier zunächst für eine künstliche Vo Wässerung gesorgt werden. Doch könnte das Problem sehr leicht und ohne Znhilfenahme der Flüsse gelöst werden, da der Bode», sehr qnellenreich ist. Endlich kann man den eben aufgezählten gewaltigen Länderstrecken noch die Mandschurei, das südliche Sibirien, Mesopotamien, Kleinasien, Syrien und Ägypten hin» znfügeu. Wie man also ans dein Gesagten ersieht, gibt es sehr große Länderstrecken, die noch der Bevölkerung entbehren und die, allerdings zum Teil erst nach schwerer Arbeit, die Mnl>e und den Schweiß des Ansiedlers belohnen würden. — (P o lizei f ra n en.) Mau schreibt aus Brüssel: Nur noch knrze Zeit, nnd die Belgier lver-den den Vorzug haben, von weiblichen Polizisten überwacht zu werden. Das Projekt des Genfer Poli^eichefs Van Wesemael, eine weibliche Polizeitruppe zu organisieren, nimmt allmählich feste Fornu'u a:,. Bereits im Oktober wird oie definitive Entscheidung fallen, und voraussichtlich werden im Jahre 1908 die Weib-lichen Diener der Hermaudad ihr Amt ausüben. Freilich, junge Mädchen sollen zu dem schwierigen Amte einstweilen nicht zngelassen werden' Damen im Alter von '10 bis zu 50 Jahren sind für den neuen Frauenberuf in Aussicht geuonmreu, Persönlichkeiten, die das Loben kennen und über Erfahrungen ver» fügen. Sie müssen unverehelicht oder kinderlose Witwen sein. Anfangs sollen sie übrigens keine besondere Uniformiernng tragen; Van Wesemael glaubt, daß in ihrer gewöhnlichen Tracht es ihnen leichter sein wird, ihre Amtspflichten zu erfüllen. Sie sollen nur mit einer Legitimation ausgerüstet werdeu, die ihnen überall und zu jeder Zeit Eintritt sichert. „Bei Gott, Sie glauben es wirklich? Dann aller-dings -" dann —" Der Gcheimrat änderte plötzlich seinen Ton. „Dann wäre eigentlich mehr das Mitleid am Platze." Er trat an den Schreibtisch und nahm ein Schreiben. „Sie kennen Gundlach?" fragte er über die Briüe hinweg. Johannes rieselte es kalt über dm Nucken. Jetzt nahte es, das Gefurchtere, zugleich aber regte sich der alte Trotz iu ihm. Alle waren sie im Bunde gegen ihn. „Ja", erwiderte er fest. „Sie kennen Frau Doktor Marianne Casscm?" „Ja." „Also bitte." Er las: „Auf Ihre Anfrage teile ich Ihnen, mit der dringenden Bitte, nicht weiter Gebrauch zu machen, als es Ihre Amtspflicht verlangt, folgendes mit: Johannes Ohnesorg ist im März des Jahres 185 . . . auf ausdrücklichen Wunsch meines Gatten, dessen trauriges Ende Ihnen nicht unbekannt sein wird, als erster Zögling in die von ihm gegründete Kolonie für arme, vernachlässigte Kinder Mmdlach' aufgenommen worden. Seine Majestät der König hatte, bewegt von der hochherzigen Stiftung, die Gnade, dein ersten Zögling der Anstalt ein Stipen-dinni für seine weitere Ausbildung zuzuwenden. Dieser erste Zögling war Iohanues Ohnesorg. Dieser ist der Sohn armer Eltern, unter den ungünstigsten Verhältnissen aufgewachsen, welche die Aufnahme in. die Anstalt vollständig gerechtfertigt erschein«: ließen. Er hat sich zur allgemeinen Zufriedenheit aufgeführt und verließ Ostern 186 ... die Anstalt, um dem Seminar zu N . . . zur weiteren Ausbildung übergeben zu werden. Weitere Aufschlüsse über die Herkunft des jungen Mannes zu geben, sehe ich mich im Interesse der Anstalt, vor allem aber nach strenger Verfügung des edlon Gründers, außerstande. Wenn ich Sie noch um etwas bitten dürfte, so wäre es, sagen Sie dem jungen Manne: er mögn nw des Doktor Cafsans Laibachn Zeiwny Nr. 81,.__________________^»_________________________________________________^^p^ll 1W7. -^ (Ein fiboles «Gefängnis.) Iran Iohlan.de Dong, die wcgen Totschl,age^ zu 23 Jahren ^ Gefänanis ^vmurteilt ist und diese..Strafe w ,-einem Gefängins in Alabama verbüßt, ist nach vicle,n an-dcren VersiM ii, sich dir Langeweile zn vl^treiiben, auf twn Gedanken gekommen, in ihr^r Zelle ,e.inen Telephennnschluß einrichten M lassen. Da sie über retche'Mittel vvrsiigt nnd Verbindnnaer :nit eiiffluß-reichen Pcrsön'ichkoitcn besitzt, ,g,enießl sie — w be^ richten., mnecknnsclie.Zeitschriften oielc Privile-, gien; es ist ihi denii Num nnt ihren'W eundci! zu plaudern, daß die Vemnltin der Zuträte fortMietzt «int der Nenntivortnng der Anruft' und der Ausführn» ^ der Verbindungen b^eschäs' t'gt ist. — , (Der veTl^ebtr Ge r ich t Svo l l« zikhc!^) Eme verwUelte iSebeÄragöue hat M diesertage zwischen dorn GeriH>tslwllzicher Nwrge DoWon^i!l,d de,i ilunMickerin lEvelyne Roberts in! dein sonst so nW)terne,i V^anchchter zugetragen. Dod-sionwar ein eifriger und'pflichttreuer Vem^ter. Doch^ er lrxrr blutarm, da er noch fiir Me bediirftigc Eltern zu sorgen^hatte.'Nnd so t, hatte kein Geld, um ans seiner eigenen Tasche die Schuldsumme zn bezahlen. Er wurde vou seinen Vrennden, anogela.cht, ,als yr von ihnen Geld entleihen wollte. Da tmii scher ih,! die Verzweiflllng. Er MNg zwar, zur tü'nftistl'N Mätin, aber er nahm statt der roten Siegel ei3U)n geladkmeu Revolver, und mit-Hiesen: erschoß sich der verlebte G-zic,en Wohltäters Ihres wahren Vaters, die sil? schreibt." „Nein/ erklärte Johannes, sich mit der Hand die Stirne wischend Der Sturz war doch zu tief. „Dann bin ich von Ihnen überzeugt, 5as; Sie wissen, was Ihnen allein zukommt." Das Vertrauen, das aus diesen Worten sprach, während er nur Drohungen erwartete, entwaffnete Johannes völlig. „Ich gebe Ihnen mein Wort, Herr Gcheimrat. ich weiß es," erklärte er Zerknirscht. „Heute noch - " „Nicht heute noch," fiel der Geheimrat ihm rasch in dic Rede. „Das verlange ich nicht. Zu plötzliches AbrMcn aller Wurzeln taugt nichts, lvenn, es auch nur Advcntivwurzeln sind. Ich bitte Sie sogar, alles Aufsehen zu vermeiden, noch sind Sie ja Nooat, wo so teuere Zigaretten zn haben ^vären. - (Eün , er w.ün schier Rippenstoß.) 'ü'nläiitich dt'a' ^Elctti:^"'Au,fführuugen ,in der Co-illi^die i3ran^ise erzijhlt dt'r ..,,Gauloii5'" eine amü^ Mite.Reine Anekdote vou dem berühmten Gegner MacimZ, Pr^on, der. ebens au5' keine Begeisterung And schon, öie ersten.Tiraden des Dichters limrde.n init/ünent frischsröhliche.» Pfeif-korMrt, bi'antluortet. Prodon wa,r außer sich. Das hat^er„N»'ch se.u«r Meinung nicht perdient. Er verlor völlig die Fassung Md WHr. nahe daran, ohnmächtig zu N'erd,e:u (5iu Ireund rjittelte ihn auf, redete ihm M,uud gH^ ihm selbst den guten Rat, selbst mitzu,-pfeifen und so den Widerspruch des Schicksals her.ans-zufol^ern." Also Pradon begann selbst sein Werk ,>au5zlp.ifeif,m : er pfiff zwar Mündlich, er pfiff zwar lliut, »aber .nicht lange. Sein Nachbar zur Nocl)t«.n, ^iHi Mer Wusletiei' ,d« zkö^igs, schien mit diesen MißfMenöt'unbgcbmlgen nicht einverstanden. Er versetzte Wadon einen mcht fsehr zarten Rippenstoß nnd hervschte ihn nm't<.nd an: »Warum Pfeifen Sie, mein! Herr? Has.Muck ist seli^ schöt« und der Verfasser' leÄw;5lveu.s cM Dummkopf, ja, bei Hof ist er fogar ft"hlr anMehen . . ." Pradoüi, gan^ verängstigt, hörte, anf zn pfeifen; in feindn Innersten aber wQr er froh und gliicklich, wenigstens emen Newunden^r seiner Muse gesunden zu habegl. Ko hatte er denn wenigstens blicht.«umsonst gepfiffen. LslaI- und Provinzial-Nachrichten. - i s e r manöver in K ärnten.) Wie die,.,Neue Freie Presse" erfährt, finden die dies-sährigen itaiseH'niNinöver Ende Angust odvr Anfang Septeniber in .Unrnten statt. Das Hauptquartier der Manöveroberleitung ^wird sich in St. Veit a. d. Glmr tR'findcn. Mr die Wohnung Seiner Majestät des K'Hi s er s wird das Gebäude der VcZirkshauptmann-schift hergestellt lverdon, - (M ili täa'i fch es.) Ernawrt werden: Der Obtt'st Moritz Ghtzr Geheim rat l,wß eiven langen Vlick au^f Jochen nes ruhen, der bei öer Nennung des Titels sichtlich zusammenzuckte. So stand auf der Tafel.'! Er sah ordentlich die Buchstaben lenchten. Der Gcheimrat war veilchlonnden. Johannes wankte wie «betrunken aus dem Zimmer. Es schlug li Uhr. Was jcht? Er rang nach Luft. Der NeUor hatte es ihm ja gesagt: Noch sind Sie Normanne. Sie sollen in Ehren scheiden. Er wußte wohl von der Mmsur und gönnte ihm noch cine tiichtige Lektion. Ein dumpfer Groll Mg in Wn auf gegen das Schicksal, gegen sich selbst, gegen diese törichte Welt, die sich von ihm an der Nase hat herumführen lassen, dir, ihn verachten wicd, wenn sie die Wahrheit erfährt. ' Wenigstens Feigheit sollen sie ihm nicht vorwerfen, und dieser dickköpfige Märker soll ihm noch vor dw Klinge, das soll der Schluß sein. Er ging Vornemannshalle zu, die außerhalb der Stadt im Kiefernwald lag. Aber er war nicht mehr dn- Johannes von gestern, die Füs^ vnsngten ihm den Dienst. Keine Spur mehr von dem srischen Iu^ gendmut, wie er sonst zur Mensur ging, von den: Krastgefühl. das ihn ouMtromw, eher regte sich etwas wie Furcht, schlimme Ahnung. Als ob ihm die Wahrheit alle Stärke geraubt hätte. AIs er die glasbedeckte Halle betrat, focht bereits ein Normanne mit einem Thüringer. Die Schläger pfiffen, der Vodm war schon blutbespritzt, eine starke „Corona" umringte, die Mensur. Graf Soran hatte sich nicht enthalten können, Andeutungen zu machen, wnlche die Gegenpartei sicht-lich beunruhigten. Der starte Märker wurde von sei° nen Freunden sichtlich crrg in die Enge getrieben, und verteidigte sich mit zorngliilMidem Kopfe. (Fortsetzung folgt.) Infanterieregiments Nr. 87, MM Kommandanten der 29. Infmiteriebrigade! in Ungvar und der Oberst Othmar Panesch des Iufanterieregilnents Nr. 97 zum Kommandanten des Infanterieregiments Nr. 87; ^zu AssistciirzarZt-Stellvertrctern, anläßlich der Ab° l^iftung der zweiten Hälfte des Präsenzdienstes, die, .Einjahrig-Freiwilligen-Mediziner, Doktoren der ge-,smirden Heilkunde: Alfred P ach er des Infanteris ,r>,'gimoiibs Nr. ? beim Garnisonsspital Nr. 7 in Graz ,And AbralMn Barcsay des Feldiägerbataillons Nr. 1l) beün Garnisonsspital Nr. 9 in Trieft unter aleickM'itigcr Zuteilnng znlm Marinespital in Pola. — Transferiert norden: Die Rittmeister erster Klasse Qi kar Edler von Glaser der Militärabteilung des k. /. Staatshengstendepots in Prag (Posten Nr. 4 in..Taus) und 5wrl Lütt na der Militärabtcilnng des k. t. Staatshengstendepots in Graz (Posten Nr. :i w SÄo) gegenseitig, der Hauptmann erster .Klaffe Johann Sperl des Armeestandes vom Platz-5oum,ando in Laibach zum Garnisonsspital Nr. 8 in Laibach, als ö)konomieuffizier bei Eiureihung in die dritte Gruppe. - - In das Verhältnis „außer Dienst" wird ^versetzt der Leutnant in der Mserve Mario Hus,zat des Infanterieregiments Nr. 97, als zum Truppendienst i,n Heere untauglich, zn Lokaldiensten geeignet, unter Vormerkung snr die Verwendung bei Militärbehörden und MonturverwaitungsanstaltM im Mohilisiernngsfalle (Aufeuthnltsurt Trieft). — Dem Oberleutnant Walter von Stecher des In-fanterwrQNNients Nr. 97 wurde öie angesruhw Ul> legung der Offizierscharge bewilligt. (F a h n e n f I ü ch tig.) Der Infanterist der 5. Feldkompanie des üandwehrinfanteriereginrents Nr. 4 Ferdinand Sanride, welcher erst vor vier Wochen wegen Desertion eine Strafe im Garnisonsarreste in Graz verbüßt hatte, ist am 6. d. M. aus der Klagenfurter Garnison entwichen. Samide steht ouch im Verdachte, für einen Kameraden bei der Post angewiesene Beträge von zusammen 45 I( behoben und für sich verwendet zu haben. Vei der Vahntasse, wurde erhoben, daß in der Nacht vom 6. auf den 7. ,d. M. ein Landwehrinfanterist eine Fahrkarte nach Ahling löste; es ist nicht ausgeschlossen, daß dies Smuide war, da er aus Gottschee stammt. - (Di e V e h ö r d e n a m Wahl t a g e.) Das Ober-Landesgerichtspräsidium in Graz hat an alle Gerichte in Steiermark, Kärnten und Krain fol» genden Erlaß gerichtet: „Anläßlich der bevor-stehenden Neichsratswahlcn erscheint es geboten, daß sämtlichen Staathbediensteten durch eine den Verhältnissen des Dienstes entsprechende Einteilung die zur Ausübung des Wahlrechtes erforderliche Zeit ein» geräumt werde. Zufolge Iustizministerialerlasses vom ^. März 1907, Pr. 61/7, werden die Amtsvor. swhuuge:i ersucht, die erforderlichen Vorkehruugen zn treffen, wobei uicht nur auf Beamte uud Diener, son° dern auch auf die sonstigen in dauorndW oder zeitweiliger Verwendung stehenden Organe Rücksicht zu nehmen sein wird. Es wird sich nicht allein im Interesse der Gerichtsbediensteten, sondern anch in jenem der Parteien empfehlen, an den beiden für die Reichsratslvahl und für die allfällige Stichwahl fest< gesehten Tagen nach Tunlichkeit Verhandlungen un> Parteiei,Vernehmungen nicht anznordnen, mindestens aber die Vorladung von Parteien von auswärts zu vermeiden." — (Alpenwirtschaft und Viehzucht.) Das Ackerbauministerium hat zur Hebung der hei» mischen Viehzucht im Wege der Einführung eines rationellen Weidcbetriebes auf den ärarisclien und fondsherrschaftlichen Alpenwirtschaften mne Aktion eingeleitet. Nunmehr sind die k. k. Forst- und Domä« nen^Direttionen angewiesen worden, übersichtliche Nachweise sowie eine schätzunaKveise Zusammenstel« lnna der Iuvestitionskosten sür die sukzessive durä,-zuführenden Alpenmeliorationen nwglichst bald, je« denfalls aber noch vor Beginn der diesjährigen Weidekampngne, vorzulegen. — (W ob ltäti gteitsabend.) Ww man uns mitteilt, sind die Proben und Vorbereitungen zu dem Festabende, der- am 13. d. M. unter dem Protektorate der Frau Karla Schwarz, Gemahlin des Herrn Landespräsidenten, znm Besten der Laibacher Studenten- und Volkslüche im großen Saale des „Hotel Union" stattfindet, im vollen Gmige. Das reichhaltige, sehr abwechslungsreich zusammen" gestellte Programm des Konzertes, das den Abend er» öfsnen wird, und das durch die, gütigst gestattete Mit-Wirkung der l. und k. Musikkapelle des Infanterie, regiments Nr. 27 eine allgemein willkommene Be-i-eiäierung erfährt, »veist u. a. auch sehr interessante Damenvorträg? auf. Es wird Frau Migzi Meese zivei Opernar>lcn 7nit Orcliesterbegicitung singen mid Frail Julie. Steinhardt zlvei Deklamationen vortragen: ebenso wird als Emgangsnmnmer des Konzerts ein lebendes BUd mit Orchesterbegleitimg Laibacher Zeitung Nr. 81. 736 w, April 1907. dargestellt werdeli. Nach Schluß des Konzertes werden die Stühle ans dem Smile geschafft werden, mn dem Publiknm .Raum zn bieten, sich zwanglos im Saale zn belvegen, denn es sind zur ferneren Unterhaltung durä) Herrn f. k. Hoflieferanten I. M a,-thian jun. eine Anzahl reizend dekorierter Bnden aufgestellt Uwrdeu, worin von jungeu Damen dm-Vertanf von allerlei Cßlvaren nnd Getränken, Blumen, Ansichtstarten nsw. besorgt worden soll. Alle diese Bilden werden von den Vorstands- und den Komiteedamen anfs geschmackvollste adjustiert werden. Es wurdeii fire Preise bestimmt, so daß das Pnblitnm befriedigt sein nnd lange verbleiben wird — so hoffen die Veranstalter. Uni dann der tanzfreudigen Ingend zu ihreni Rechte zn verhelfen, soll ein flottes Tanzkränzchen das voraussichtlich gelungen ausfallende Fest beschließ«. Den Kartenvorveir-kanf hat ans Gefälligkeit Herr I. Giontini iiber-nomnien. Die Preise stellen sich überraschend niedrig. Näheres besagen die Anfchlagzette! sowie die Inserate in den drei letzten Tagen vor den« Feste. - (Sp i ta lsb eh a n d I n n g von geistes-kranken Dienstboten.) Anläßlich eines konkreten Falles hat das Ministerium des I.inern entschieden, daß nach der train ischen Dienstbotenord' nung bei Zutreffen der übrigen gesetzlichen Voraussetzungen, der Dienstgeber auch für die in der Heilanstalt nnerlaufenen Kosten fiir die Behandlung eines geisteskranken Dienstboten aufzukommen hat. — (V erlan tba rn n g der Wetter-progno sen.) Mit 1. Mai wird für die chiffrierten wirgraphischen Wetterprognosen ein neuer Schlüssel eingeführt. Die, Wetterprognosen werden, wie bisher, im Anschlüsse an die Knrstelegramme allen Telegraphenämtern mitgeteilt nnd von diesen, womöglich außerhalb der Amtsränme, znr allgemeinen Kenntnis gebracht. Ferner werden von nun ab die Wetterprognosen in den einzelnen Stationen der k. f. Etaatsbahnlinien bereits dechiffriert Verlautbart werden. Tclephonabonne-.iten werden die chiffrierten Wetterprognosen gegen Bestellnng für mindestens einmonatliche Dauer und Bezahlung der Vermittlungsgebühr für Monogramme telephonisch bekanntgegeben, Anch sind alle politischen Landesstellcn vom Ackerbanmiuislerinm anfgefordert worden, der Er-richtnng optischer Signalstationen fiir die Verbreitung der Wetterprognosen anch weiterhin ihre volle Anfmertsamkeit znznwenden nnd die Schaffnng sol-cher Stationen nach Tnnlichkeit zn fördern. (Fürst Anersperg in Gottschee.) Man schreibt uns aus Gottschce: Fürst Karl Aucrs-perg, der Kandidat des Gottscheer Wahlkreises, kani am 8. d. M. früh hier an und hielt schon am Nachmittag vor den, vom Bürgermeister Loy einberufenen Wahlansschuß eine läugere, ein nnd einhalb Stunden Währende Rede, die zwar nur einen vertrankchen Charakter trng - die eigentlichen Wählerversamm-lnngen finden erst vom ^2. April an statt — und mehr dazu diente, gegenseitig Fühlung zu nehmen, sich aber nichtsdestoweniger eingehend über die wichtigsten Fragen erging, die im künftigen Reichsrate voraussichtlich zuerst auf die Tagesordnung, kommen dürften. Der Fürst kennzeichnete seine Stellung m allen wirtschaftlichen, politischen nnd kulturellen Fragen, die Errungenschaften und Ziele der Agrarier, die in ihm schon jetzt einen ihrer hervorragendsten Förderer erblicken, seine Ansichten über das Volts-schnlwesen, über die zweijährige Militärdienstpfllcht, über die Notwendigkeit eines schlagfertigen Heere», über den Ausgleich mit Ungarn, den er als dringend wünschenswert hinstellte, nnd anderes. Seine Ausführungen wurden mit gespnnnter Aufmerksamtei verfolgt nnd fanden allgemeine, von hanflgem Beifall unterbrochene Anerkennung. Am 9. d. M begab sich Fürst Auersperg zu weitereu Wahlbesprcchnnge-., nach Mitterdorf, Malgern nnd Nieg, wo er überall begeisterte Aufnahme fand. — (Gehilfenkrankenrasse der Genossenschaft der Gastwirte, Kaffee, sieder !c in Laib ach.) Die ung der Gehilfenkrankenkasse dieser Genossenschaft fi^et Donnerstag, den li. d. M :mi 3 Uhr nachmittags im Hotel „Ilirija" mit folgender Tagesordnung statt: 1.) Wahl in den Gehllfenan.schuß. 2.) Wahl der Vertreter in die Genossenschaftsversannn-Inna 3) Wahl von Mitgliedern in das Schiedsgericht' 4 ) Wahl des Ausschnsses für die Krantentasse sowie die Wahl des übeM7achungsausschusse. u,nd b'^L^e, HerrIMLuckmannhat für das Elisabeth-K'n^erspital den Betrag von 1U0 ^ ^^^(Ve sitz Wechsel.) Der Fahbindermeister Herr Anglist Nepiä hat von der Frau Theresia Hm-diM da? Haus Nr. 31 an t>er Ämonastrahe unl den Norrag von »000 1< angekauft. ^-. * (Stellung.) Von Samstag bis gestern fand im „Mestni Dom" die Stellnng für die nach ^aibach anständigen Jünglinge statt. Von den 134 am Sanistag erschienenen Jünglingen wurden 37, vou den 1l!8 vorgestern vorgeführten 4l) niid von den 143 gestern erschienenen 32 als tauglich befunden. Heute begann die Stellung für die Umgebnng Laibach. * (Im polizeilichen Arreste vom Schlage gerührt.) Vor einigen Tagen wnrde der seit dem Jahre 1885 aus Laibach ausgewiesene' l>5jährige Bettler Alois Prezelj au?' Moräutsch wegen Betteins angehalten. Da er im Arreste vom Schlage gerührt wnrde, überführte man ihn ins Spital, wo er gestern starb. Der Verstorbene hatte einen Stelz-fnß, ivar aber trotzdem ein sehr gewalttätiger Bettler, der unzählige Strafen zu verbüßen hatte. — (Eröffn n ng des Bades Töplitz i ii K r a i n.) Das Bad Töplitz in Krain (Indifferente Thermalquelle von 38 Grad Celsius) wird mit 1. Mai eröffnet werden. — (Der Lehre r v e r e i n f ii r d e n ^1t n ° dolfswerter Schul bezirk) hält Samstag den 13. d. M. in der Mädchenschule iu Rudolfswert eine VersalNlnlung ab. Auf der Tagesordnung steht anßer den üblichen Punkten ein Vortrng des Herrn Professors Franz Snher ans Laibach über das Zeichnen in der Volksschule. 5. (Eiue E l t e r n k o n f e r e n z) wird die Direktion der Knaben-Bürgerschule in Adelsberg Sonntag, den 1L d. M., abhalten. Der Direktor der Anstalt, Herr Josef Vrinar, referiert über die Frage „Wie sollen die Elter,i und Onartiergeber die erziehliche Tätigkeit der Schule nnterstützeu?". — (Elternabend in T öp li tz - Sa g or.) Ans Sagor wird nns geschrieben: Über Initiative des k. k. Bezirksschnlinspettors, .H^'rrn Ludwig Ctiasliv. faud am 8. d. M. nachnlittags 5 llhr an der Volksschule iu Töplitz-Eagor ein Elternabend statt, der sich eines vorzüglichen Besuches zu erfreuen hatte, Mehr als 500 Personen ^ niiter denen wir anßer zahlreichen Arbeiterfamilien sehr viele Damen alls Sagor, die Werksbeamtenschaft mit Herrn Direktor Schüller an der Spitze, die Gemeindevertretung korporativ, die Lohrerfchaft der beiden Orts-schnlen sowie viele Honoratioren an,s Tagor und Umgebung bemerkten - füllten den Zeichensaal der erwähnten Volksschule bis aufs letzte Plätzchen nnd folgwn mit Interesse dem dem Elternabende zngrnnde liegenden Programme. Nach einer Begrüßnngs anspräche durch den Herrn Oberlehrer, .Herrn Franz Kozjak, erörterte dieser vorerst die notwendige Einfiihruug der Elternabende und besprach sohin in schwungvoller Rede die Wichtigkeit der Wechselbezie hungen, die zwischen Schnle nnd Hans namentlich in Industrieorteu, wo die Erziehung der Ingend sich viel schwieriger als anderwärts gestaltet, herrschen sollten. Er appellierte schließlich an die Eltern der schnlbesnchenden Kinder, stets daraus bedacht zu sein, die Harmonie zwischen Schule nnd Haus nicht nur zu erhalten, sondern auch mit allen Kräften zu för-deru. Die schönen Worte des Herrn Oberlehrers verfehlten ihre Wirkung nicht, wovon der lebhafte Beifall Zeugnis ablegte. An diesen Vortrng schloß sich die Schilderuug einer Neise nach Paris dnrch den Vezirisschnlinspektor Herrn Ludwig ^ t i a s n y. Die Reise, die auf Gruud von 50 schönen Lichtbildern veranschaulicht wurde und nicht nnr Tirol, die Schweiz nnd Paris, sondenr auch die interessante Niviera de Ponente berührte nnd in aliziehender nnd belehrender Weise gehalten war, verfehlte nicht ihre Wirkung auf die Versammelten. Dein Vortragenden wurde der wärmste Beifall zuteil. Wie wir vernehmen, sollen diesem Elternabende noch mehrere andere folgen, mit denen auch populär - belehrende Vorträge verbunden sein >verden, ^ik. — (Ei"i e G rc g or5i<:-F ei er in Kra in-b u r g) veranstalten am 14. d. M. mn 8 Uhr abends im Sokolsaale die Vereine: „Bralno dr»5tvo", „Na-rodna s'italnica", die Männer- und Frauenfiliale des Ciirill- und Methodveneines, die Filiale des Slovenischen Alpenvereines nnd der Turnverein „Sotol" mit Franenabteiln!:ig. Das Programm setzt sich ans folgenden Nummern znsammen: 1.) A. Ned^ ved: „N:,/^ v i'wniilsk! ,:».,", gemischter Chor. 2.) Festrede. 3. n) H. Volariö: „I'osswü v "l/il<» olio", l,) M. Adam'i'5: „I'ri />idpN", Sologesänge mit Klavierbegleitung, (vorgetragen vom Herrn Karl Mahkota). 4.) S. Gregors: „I>" innvwi" (deklamiert von Frau Hermine Valcn^ öiö). 5.) I. Aljai: „l^ni-i", Männerchor. t", Männerchor. 8.) S. Gregorüi^: „V<>1iks»uri". Sologesälige mit Klavierbegleitung (vorgetragen von Herrn Karl Mahkota). lN.) ','!. Nedved: „X:^:> xv<^" (deklaniiert von Herrn Johann Gra-«i^i). 12.) Pater H. Sattner: „55u l^oiu m«6 lx^ui ^i-oin", Männerchor. — Entree: Sitzplätze 1 l<; Stehplätze 50 1,: Studentenkarten 20 !>. - Der Neinertrag ist für das Gregon-n-oenlmal bestimnit, Niesloegen Überzahllingen dankbar entgegengekommen werden. — Nach den. Vorbereitungen zu ur teilen, dürfte sich die geplante Feier zn einer großartigen Manifestation Krainbnrgs zn Ehren des unvergeßlichen Lyrikers Gregors gestalten. * (Verloren) wurden drei Geldtäschchen mit l)5, 5 nnd 2l l<. Tlieater, Kunst und Literatur. — (Ei n de ntsches Li e d e r b u ch) liegt uns zur Vesprechuug vor, das soeben in der 25. Anflage zur Ausgabe gelangte, es ist dies das „Liederbuch für deutfche Studenten nnd Tnrner" von Fritz Hirth. (Verlag der L. V. Endersfchen Kuuftaustalt in Neutitfchcin.) Die 25. Ausgalie de« Liederbuches erschien soebeu als Iubelausgabe. Studeuten- nnd Turnerlieder find in ihr znm erstenmale zusammen' gezogen, wie es vom Heransgebcr nrspriiliglich geplant war, wodurch die Auzahl der Lieder anf 201 erhöht Wurde gegeu 116 der ersten Auflage. Dank des Kunstsinnes der Verlagsbuchhandlung erscheint die Iilbelansgabe in nenem, prächtigem Gewände, in vollständig neuer Schrift und bereichert dnrch einige Bilder nnd Buchschmuck von F. Vnrian ohne eine Erhohnng des früheren überaus billigen Preises. Tiefes Liederbuch ist zum Preise von 40 I> geheftet nnd znm Preise von 75 K in Künstlerbano zn haben. — (Nomuöe «6n^ji6?l>.) Inhalt der !'.. Nummer: 1.) F. M.: Ist die Besserimg entarteter Kinder möglich? 2.) Karl Wider: Alkohol und Tabak, 3.) Feuilleton (Ivo T ro«t: Und doch wnrde er gebessert). 4.) Zuschriften. 5.) Miszellen. Telegramme iles l. l. TeleMhtll-zlüllkftlilliiellz'Vllltlllls. Überschwemmungen Agram, 9. April. AuS der Provinz laufen Nachrichten über Hochwasser nnd Überschwemmungen ein. In Zagorien sind die meisteil Straßen über» schwemmt, die Brücken weggerissen oder beschädigt. Anch die Bahndämme sind stellenweise nnterwaschen, weshalb zahlreiche Zngsverspätungen vorkamen. Stellenweise ist das Wasser bereits abgeflossen. Der angerichtete Schaden ist bedeutend. Belgrad, 9. April. Nach Meldungen aus Ni5 nnd mehreren Städten ist die Morava an zahl« reichen Stellen ans den Ufern getreten uud hat weite Strecken fowie viele Dörfer überschwemmt. Sofia, 9. April. Infolge der großen Überschwemmungen bei Nik ift der Bahnverkehr mit Sc!r-bien unterbrochen. Seit 7. d. ist der Konventional-zug Wieu- Konstautinopel uicht eingetroffen. Aus mehrercu bnlgarisä)en Provinzstädten werden gleich-falls Überfchwemmugen gemeldet. Budapest, 9. April. Das nngarisckie Tele-graphe:i°>lorrespondenzbi!rean meldet: Einige Blätter melden, Minister des Innern Graf Inlins Andrassy habe demissioniert und den Ministerpräsidenten hiervon in 5lenntnis gesetzt. Diese vollkommen grundlose Nachricht entswmmt mit den damit verbundenen Kommeutaren und Kombinationen lediglich dem Umstände, daß der Minister des Innern Graf Andrassy infolge einer Inflnenza die Nückreife au.s Floreuz um einige Tage verschoben hat, Cetinje, 9. April. Die Opposition der Sknp-ötina verwahrte sich gegen ein vom Präsidenten der Skupktina in einem Blatte veröffentlichtes Gedicht, in den, die Opposition der Nationalpartei verblümt angegriffen wird. Die Opposition verlangte in der hentigen Sitzung der SkuiMina. den Nücktritt des Präsidenten. Da die Opposition dies nicht dnrchsehte, verließ sie den Saal. Die Lage ist eine ungeklärte. Vuka re st , 0. April. Das Amtsblatt veröffentlicht einen Aufruf der Regierung au die Bürger anläßlich der Wiedcrherstettuug der Ordnung im ganzen ^alide. Der Aufrnf stellt fest, daß das Land eine, gefährliche Krise durchgemacht hat. daß aber das Parlament, die Armee nnd die Behörden ihre Pflicht erfüllt haben nnd die Revolte rasch niedergeschlagen wnrde. Nachdem die Ordnuug wieder hergestellt wurde, ist es Pflicht der Negierung, darüber zu wachen, daß nicht eine, neue Gefahr eintrete, damit die Zntnnft gesichert sei. Die Aufwiegler werden ver< folgt nnd bestraft werden, aber gleichzeitig werde sich die Regierung das Los der Bauern angelegen sein lassen. Der Aufrnf fordert danu die Gruudbesitzer Laibad)er geitung 9k. 81. 737 10. «Ipril 1907. und Pächk'r auf, auf ihre Giitcr zurückzukehren und für da5 lnufeude Jahr landwirtschaftliche Vortrage abzuschlics^'u, denn die Vorstäudiguug zwischen den Vanern und deu GrnndbeM'rn werde durch die Distrittspräfektcu erleichtert werden. Haag. 9. April. Die Eröffnung der zweiten Friedenskonferenz ist auf deu 15. Juni, nachmittags 2 Uhr, im großen Rittersaal? des Binnenhofes fest-geseht. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 30. März bis 6. April 1W7. Es herrscht: die Notzlranlheit der Pferde im Bezirke Gurlfeld in der Gemeinde St. Crucis (1 Geh.); im Vezirle Laibach Um« gebung in der Gemeinde Oberlaibach (1 Geh.); die Räude bei Pferden im Bezirke Adelsberg in den Ge» memden Adclsberg (1 Geh.), Hrenovitz (2 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde IeZica (1 Geh.); der Notlauf der Schweine im Bezirke Rndolfswcrt in der Gemeinde Treffen (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Gottschee in den Gemeinden Farn (3 Geh.), Mitterdorf (1 Geh.), Nesseltal ll Geh.), Ossiunih (3 Geh.); im Bezirke Gurkfeld in den Gemeinden Catez (3 Geh.), Landstraß (3 Geh.); im Bezirke Nudolfswert in den Gemeinden Hönigstem (1 Geh.), St. Michael'Stoftic (1 Geh.), Preina (1 Geh); im Bezirke Tschernembl in den Gemeinden Suchor (^ Geh.), Weinitz (2 Geh.): Nläschenausschlag bei Pferden im Bezirke Laibach Um« gebung in den Gemeinden Igglack (1 Geh.), Tomiselj (1 Geh.), Vrbljene (1 Geh.); die Wutkranlheit im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde SlllUMll. Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Dorn« egg (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Gottschee in den Gemeinden Lienfeld (1 Gch.). Mosel (3 Geh.). fili r#|IKH ^mmvffcw AblüUrmittel. (47»fi) 150—64 3m Sibtlfpitale: «m 7. Slip til gofef EomŠid, fcaglityner, 36 3.» Gangraena dorm, alcob. 81 m 8. 31 ptil «Diaria fflaömfar, §etjeržgattin, 30 3., ^erafeljler. SJteteorologifdje 3$eo6ad)tutigen in %aibaü). Seeljölje 306-2 m. SKittl. Suftbrucf 7360 mm. f S«! |,s ff© 3 f *J iijj L — «'SB-ÜI "T~2TOTT73l-8[ 6-4 ©. f$wa$ I JReacn 1 11 _9_UL«BJ. 732>^__5^_^ö. fd^tüocf) beroölit 10 | 7 U. fr "|T3Ö"-8 | 4-2| "Ö. fdinjad)~| 7 [8-7 $>a§ Jogegmittel ber gestrigen lemperotur 4-8°, formale 8-5°. JBeranttoortlic^cr ölebaltcur: Anton guntcl. Lehrerin der französischen Sprache (geborene Französin) empfiehlt sich zur Erteilung von Unterricht in Grammatik und Konversation. Gefl. Anfragen werden Alter Markt Nr. «, II. Stock, linkt*, erbeten. (1292) 3-2 Mlthätigkeitsabend unter dem hohen Protektorate der Frau Karla Sohwarz, Gemahlin des P. T. Herrn Landespräsidenten für Krain, zum Besten der Laibaoher Studenten- und Volksküche anläßlich des 30jährigen Bestandes dieses humanitären Institutes Samstag den 13. April 1907 um 8 Uhr abends im grossen Saale des Hotel „Union" veranstaltet von der Vereinsvorßtehung, einem Komitee von Damen und Herren der hiesigen Gesellschaft und gefälligst gestatteter Mitwirkung der Musikkapelle des Infanterie-Regiments „König der Belgier" Nr. 27 unter persönlicher Leitung des Herrn Kapollmeisters Theodor Christoph. IP i*o ffi*a an mm : 1J Mein Heim,, Ouvertüre von Dvoiak, ausgeführt von der Musikkapelle. — 2.) Lebendes Bild: Das Rosenwunder der heil. Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, Por-sonon: Die Laudgräfin, Frl. Paula von Radics; der Landgraf, Btud. jur. Herr J. Poljanec; Gefolge. — 3.) Arie der Maria aus der Oper Die Folkunger, von Edm. Kretschtner, gesungen mit Orchester-Begleitung von Frau Miszi Meese. — I.) Kitica, von A. Foerster (für gemischtes Quartett). — 5.) Deklamation von Frau Julie Steinhardt: a) Unerkannte Schätze, von R. Kneisel; b) Lied vom Bürstenbinder, von Rudolf Baumbach. — 6.) Romanze: Der Mignon, aus der Oper Mignon von Ambroise Thomas, gesungen mit Orchesterbegleitung von Frau Miazi Meese. — 7.) Studentenchöre: a) Slovanski Brod, von Fr. Gerbiè, b) Utopljenka von P. Križkovski. — 8.) L' Arlesienne, zweite Orchestersuite von Biset, a) Pastorale, b) Intermezzo, c) Farandolce; ausgeführt von dor Musikkapelle. Hierauf: Budenverkauf Im groslen Saale. — Zum Schlüsse: Tanzkränzohen. (1369) 3—1 Preise ctea* Plätze = Im Saale Sitzplätze: Reihe: I bis III ä 4 K, IV bis IX ä 3 K, X. bis XII a 2 K, XIII bis XVII ä 1 K; Stehplatz 60 h, Balkonsitz 2 K, Galeriositz 1 K. — Kartenvor-kauf aus Gefälligkeit boi Herrn J. Giontini, Buchhändler, Rathausplatz und abends an der Kassa im Hotel Union. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aursblatte) vom 9. April 1907. Die notierten Kurie verstehen sich ln krom'nwäliriml?. Die "^^<"->n, sämtlicher «Mien und der „Diucrsei, Lo>e" versteht sich per Stück. weld Ware Nllgcmeinc Staats-schuld. Hmdeitliche giente: louv. >!t»er!rei, ftlonei, (M»,.«uv,) per «lasse . , 9«üo W^O l!«llu ,Iün,.Iuli) per »asjc u» ö<» «« 7<^ 4ü "/„ 0. W. Noten (ssebi,»«»«,) per »äffe.....lU<> — ,«.) L»> 4^°/»ö. W. lZilber (Upril'O«, per «äffe......>co — 1N0'«> ^«60ei Staati!!o!>l 35 15U'35 l!M)er ,, lU0 sl. 4"/< 20» — <«N - l»»4er ,, WO f>. . ^5»- 284- 1864 er ,. bN sl. . .sb»-- 8S4 - O°m..Vwndbi, t> 1L0 ll, b°/,«89- 2«1 - stnatsschnld d. i. «eichS. rate vertretenen König» reiche und Länder. 6s«n. Gllldrenle, stfr.. Gült per Nasse .... 4°/, n? <0 ll? «>' t-fterr. Rente in Nrunenw, stfr., Nr, per Nasse , . , 4«/, V«'s5 «««5 ^ detto per Ultimo . . 4°/^ 9« «ü t<» t«k -st, Inuestiliuns.-Nente. slsr., Kr. per «asse . 2'/,°/^ ««,'?(, 86 9l, Glsenb»t,n>zl»»t,sch^li' vtllchllibuugen. 'tl isabethbahn in G., Muerfrei, zu iu.lM> sl. . . , 4°/„ —-— —-. 5ranz Josef «ahn in Silbe, (div. St.) . , b'/<°/. l23l« ,l>4-,< tal. »arl iiudwig-Ä»!,» (div Stücle) Kronen . . 4°/, 8«'6u 89 6<^ ''Udolfbahn in Kronenwährung. steuerst, (biv. St.) . 4«/, »8-5k> 9S l>„ ^orarlberger Äahn, steuerfrei, ttw lironc» , . 4°/>, 9U 50 89 ö0 Iu Hl»llt»schuldoelschllib«N!leu «bgeft,»ptltt llsn»blll>N'AKtitU tlijadeth'V. LWfl.ttM, 5'/<°/o Uon 400 Kronen , , . . tßii ^b 487 ^c> detto Linz.Vudweis 2M fl. °, W. S. ä'/<"/<> . . - , 43^- 486--l!« Salzburg-Tirol »0N . 0, W. E. »O/n . , . 43!'-- 43« !><> Geld Ware Do« Klaall zur Zahlung über» nowmtue Eisenbahn> Vllorll2t»> ßlmgntion«». «bhm. Nestbahn, Eni. l»95, 400 Kronen 4 «/„. . . . »u-g» iu«-8t> Elisabethbal,,, N«0 und 20<)0 M. 4 ab i0"/„......li»> 6d ll? ,!,>, Elisabethbahn 4«o und »on« M. 4°/„........!i« so il? «u Iranz Josef-Bahn Eu,. 1884 (div. St.) Silb. 4°/<> . . 98 8!, »9 Ud Galizische Karl Ludwig-Bahn tdiv, St.) Silb. 4»/„ . . 98 5!, 98 55 Ung.-galiz. Buhn 200 sl. L. b°/o UN 5U 1li'5< Vorarlberger Bahn Em. 1884 (div. St,) Sllb, 4°/. . . 98 6b 99-65 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/u ung. Ooldrcnte per Kasse . 112 8l) I1ü'.''0 4'/° detto per Ultimo 11» »5 11255 4°/» ung, Nente in Kronen- »ähr. slsrei per na«e . . 94 5« 94-7» 4°/„ detto per Ultimo 94 50 L4 7< 3>/,"/u detto per «llsse . «3- «3 2C Ung. Prämien.»«!, k 100 fl. , 198 — 20« -detto k 50 fl, . iü8 - 2 Äoön. - hercea,. Elsenb. -^andeö» «lnlehen /,»/„ . , 99 <», 10« 6» 5°/» Donau Reg,-Anleihe 1878 103 5» 104 b» Wiener Verlehrs-Anleihe 4°/« 98 kl »l! «t, detto 19UU 4°/u 99 15 ilU ib «nlehcn der Stadt Wien . . 1U2 - 1U5-detto (S, ob. G.) . . . 121'— ,22--detto (1894) , , . . 8«' 97/«,'!i2»'— 12!''«^ «eld Ware Pf«ndbriefe ic. Vodenlr,,alla,öst.i,i5oIu«.4''^ 988« 99'1(! s<öhm, Hhpothelenbanl Verl. 4°/„ 8t! 2« icio-^-, ^entral°Äod..Nrcb,-Vr., üsterr., 45 I. verl. 4 >/,"/<, , . . «0150 — — Ac»tral.«oo..Kred.°.Ul., üsterr., 65 I. Verl. 4 "Zu , , . 99 t« i«o 10 Nred,.I!ift.Merr.,f.Verl..Unl. u.öffe»ll,?lrb.Kat.^vl.4°/» 88 1» 88 — Landesb. d. ttün. Galizien und !^°dom. 57 Vi I. niclz. 4°/„ 87'2b 98 2d Mähr, Hypothelenb. veil. 4°/^ l»8-!!> L9 4<> N..üsterr.^llndeö» 10» «l! Sparl. l,üst.. 6U I. verl. 4°/« ,0l 75 102 - Eifeubahn.Prioritäts. Obligationen. ^cidi«andö.3iordbahn Em. 1886 — — —'- , detto Em, 1904 — — — — Osterr. Nordwcstb, i!Uu fl, S, . 104-30 10580 Llaatöbahn 5«o Fr..... 408— 412 - ^üdbahn il 3"/« IHnner.Iuli 500 Fr. (per St.) , . . 3«3 75 305 75 Vlidbllhn b 5"/u..... 12^-40 123 40 Diverse Lose 75 4? 75 !i!oten Kreuz, una, Ves, u., 5 fl. 27 10 28-10 üiudols.Llise iu sl...... «»— 7l — Zlllm.Uose 40 fl. K. M. . . 18«'— ,86 — Geld Ware Türl. G..«..Nnl. Pr2m..ObKg. 400 ssr. per Kasse , . , 18< 50 iu« ^« brtto per Vl. , , , ,81-2.°» 1^,225 Wiener Komm,.Lose v. I. 1874 482- 4!!2 -Gew.'Schd. 3°/„ Pram..Schuldn. d. Vodenlr,.«nst, Em. 18«8 <<0-- 86 - Aktien. zlan»pl>lt'zlntenlth»m>8»n. «ussiN'Tepl. Eisenb. 500 sl. . 24bN - 24bl» - Vohni, Äordbahn 15N sl, . . 35K-50 859 — Vuschliehraber Eijb, 500 fl. KM. 282') — 2860 — dctto (M, U.) 2«o fl, per Ult. mz-— 1,20 — Donau < Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l. l. prill., 5N0 f>. KM. INI!» — K-21- Duz'Ävdeiibacher Eisb. 400 Kr, 560— ^65-- sser'binanbü.Nordb.innufl.KM. 555»'— 55U0-Lemb,'Tzern,.Iassl,. Eisenbahn' Gesellschaft, 2<»u sl. E , b69 — 573- Llol,d, üsterr,,Trieft.,50l>fl.KM, 462'— 470-- vsterr. Nordwestliahn 200 fl. S. 43» - 433- detto(Iit, «,)25»-— 106«-— ge»tr,'B°b.'Kredb, t>sl., 200 sl. 551— 553-— Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, ,No fl,, per Kasse —-— - '- dctt» per Ultimo 6«4'bN »,6550 Krrditbaul allg. ung., 2(>!> fl, . ??<; - 777 — Depositenbank, allss., 200 fl. , 463-— 4lii> — Mlonl^te > Gesellschaft, nieder» üsterr., 40« Kronen . . . b?a - 58i — Giro» und ttassenverein, Wiener, 20» fl........4NN-- 4«5'- Hypothelenban!, österreichische, 200 fl. »a»/« E.....28?-— L89-zl> lländcrbanl, üstcrr,, 200 fl, per Kasse.......448 25 450 25, detto per Ultimo .... 44S'25 450-25 „Merlur". Wechselst,, «ltien. Gesellschaft, 20a fl. . . . 635— 638 — Geld Wa« Österr.'img. Nant 1400 Kronen 1774- - l?»4 — Uülonbanl 200 fl...... L68ll5 56» 25 Verlehrsbanl, alla,., 140 fl. . 340— 842 — Indnstrie.ssutemthnmngln. Aauges,, allss. «fterr., 1l>9 fl. . 128'— ,2» — Vriixer ükohlenberab, Ges.,00fl. 72«-— ?31>— ^se!lbah!lni,.Leihn,, erste,,Ou fl. 206— ^08-__ „Elbemiihl", Papiers, u, V.'G. 203— 204 — Eleltr,.Ges., aNg.esterr,,2ou fl. 4»?-— 440 __ detto internat.,2nofl. 620— uzi-by Hlrtenbersser Patr.», Zündh. ». Mct,.ssabrll 400 Kr. , . 1135 — li»g — Uiefingcr Brauerei 100 fl, , , 28«-— 286 — MontllN'Gcsellsch, üsterr,«alpine 601— 60»-— „Poldi.Hütte", Tlegelgukstahl. F..U..G. 200 fl, , . . 488— 49s'— Prasser Eifen»Ind. Salgo.Tarjaner Eisenw. luo fl..... 051— 55?-— Salgo.Tarj, Steinlohlen ,u« fl, 5??— 581-- ,,SchlonlmühI", Papiers,, 2«nfl, ?4l- 34b — „Schodnica", A,.», f. Petrol.» Ind., 5N0 Kr..... 540'— 220 — „Lteyrcrmühl", Papierfabrik « und N,»V...... 4525» 456'— Trifailer Kohlenw.»G. ?o fl. , 268- 272-— tttrl. Tobolregie.Ves. 2a0 Fr. per Kasse . —-— —-— detto per Ultimo 41?-— 41g — Wassnif..Ges,, österr.. in Wien. 100 fl........ 540 — Ü43 — Waanliü.tisihanstalt, allgem,, in Pest, 40 «41 95 Italienische Äanlplähe . , . 95 35 95» z» Pari«......... S5'5?» 9Ä7U Hürich und Äafel . , . . 85^!^ gz-hn Valuten. Dulatr»....... 11-36 114« !iN ssraülen-Vtücke..... 1814 I8»S ^«»Marl Stücke...... 2» 48 28 56 Deutsche »ieichsbanlnllten . . I,? 75 11? 95 .^lalieiiijche Vanlnuten . . . 9l»'42> 85'62» ^iubel!ituleu , , , , zi-52" 253 I von Kenten, SndbÄnTÄrä«B, Aktien, ,1 JF» C» ÄÄ^y^ÄT Privat - Depot» (Safe - Deposits) I I JLomeii etc., »evlmen himI Valuten. |l Bamic- TO.ll.c3. '^^7"ecll.slexg-escll.ä,ft > TTntar •lcan.emVersch.luaa dsi FaitaL I I (4)__________Los-Versicherung. Iatlbach, Strltaryawwe._________________________Verzinsung yon BaralHagan lm~KÖntoKarrent und auf Giro-Konto, I 'L asseOuapnp '0I0SV3 "J 1—08 (uei) ^pionduio uapuiqe{) pun ueqoBVU u| BiBsjcu pnn ou|joj, ip q^nom »DisiiAH mi eq.-q:o|3 Unmöbliertes Monatzimmer geräumig, mit separiertem Eingang, gelegen in der Richtung der Knafflgasse, Franz-Josefoder BleiweiB8trasHe wird von einem Herrn für 1. Mal zu mieten gesuoht. Atnrägo unter „Postfaoh 5" Laibach. (1367) 2-1 Am Alten Markt Nr. 13 ist zum Augusttormiu oino schöne bestehend aus fünf Zimmern samt Zugehör zu vermieten. Daselbst ist auch ein Zimmer, Kabinett und Küche sowie eine Dachwohnung bestellend aus zwei Zimmorn und Küche, per Augusttermin zu vergeben. Anzufragen Alter Markt Nr. 13, II. Stook. (1368) Ein gutgehendes Geschäft in Laibach wird vorkauft. Schriftliche An-trägo unter „Geschäft", sowie Auskünfte werden an^die Administration der «Laibacher Zeitung» erbeten. (1370) 4 — 1 *************