MARBIIRGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES VtrUfl and Scdrirtlallung Marbarg ■ d [>r«tt. BadgasM Ni. •. Parnroli Ni. 15-«?, M-68. 15-fl» Ab tl üki aaBw Sannftag) .at dl« »chrtftl^ng out auf FamniJ Nr M-67 «rralrbbai Unverlangt» Zu»chr1ftan wardan ficht r1tckgaa«Ddl Bai aantllchan ^^ugaa tat daa Itckporto baliulagaa Poatacbarkkonto Wlan Nr 54.60& QMchirtaaUUai« CUU. Marfctplati Nr 12. Parvot Ni 1. «ad in Pattaa UngartorgaHa Nr t.. Pararaf Nr STEIRISCHEN HEIMATBUNDES 'Fft Marburg-Drau, Samstag/Sonntag, 25./26. Marz 1944 Einzelpreis 15 Rp! Zauberer und Rechenkünstler Wasem>KriegsberichtdesOberkominandos der Partisanenabteilungen« aus der Vernichtung der 14. ßandendivision gemaelit hat h1<7en and mOhflam halten. bei d«r Stanqe xn Marburg, 24. Min üb«r «Inan In der Sowjetunion ftehan-dM Kurrw«llen«and«r werden von einem loflenannten »Oberkonunando der Parti' laneoabteilunfien« reqelmäBiq »KrleQsbe-rlcbte« Über die »Erfolge« der auf dem Gebiete dei ehemaliqen Jugoelawlen Ihr Unweeen treibenden Banden aoeqeaeben. El iit ansonsten nicht untere Art, une mit eolchen Lüqenm&rchen auseinander-tuMtxen, umeoweniqer als fa in dar ge-lamten Untersteiennark kaum lemand dieee Auslaeeungen Oberhaupt hört. Im Zueammenhang aber mit der Berlchter-itattung übox ^e »Befreiung« der Unter* Steiermark durch die 14. Bandendivition im Februar dieses Jahree hat eich diese« »Oberkommando« Zahlenangaben und Feststellungen geleistet, die eo stümperhaft erlogen sind, daB wir «le der unter-•telrischen Bevölkerung nicht vorenthalten wollen. Es besteht in diesem konkreten Fall auch wieder einmal die Möglichkeit — da la ein groitor Teil der Bevölkerung Augenzeuge der Begebenhelten wer — XU xeigen, wie Tatsachen la der kommunietiechen Darstellung DBch alter LOgentaktik verdreht werden. Diese einwandfrei überprüfbaren LQgen cind wieder ein Beweis dafür, was man von den Auslassungen der Bolschewisten zu halten hat. Wir wollen die In einer zueammenfas* »enden Darstellung von Bundesführer Steindl an dieser Stelle am 7. März ver-Affentlichten TalMchen, di« |a von lausenden Unteratelrem miterlebt wurden, kun ins Ged&chtni« rufen. Wtt etch stttrug In der Nacht vom 9. auf 7. Februar brach die aus drei Brigaden bestehende 14, Bandendlvieion aus dem kroatischen Grenzraum in die Untersteiermark ein. Am 26. Februar war die Division vernichtet. Die Banditen verloren in diesem Zeitraum 612 Tote, 182 Gefangene, 150 Tragtiere, zwei schwere und 30^ leichte Maschinengewehre, vier Granatwerfer, hunderte Gewehre sowie zahlreiche Munition und Sprengstoff. Knappe 150 Mann der Division sind über die Grenze entkommen. Dafl dieses Ergebnis dem »Oberkommando der Partisanenabteilungen« einen schweren Schock versetzt hat, können wir uns recht gut vorstellen. Es bat uns daher auch gar nicht gewundert, daß Uber dleee »Erfolge« der 14. Division eb-•olutee Stillschweigen bewahrt wurde und die »Kriegeberichte« die sonst so arofi herausgestellten Taten ihrer Banden diesmal vornehm übergingen. Ohne unsere Veröffentlichurvg wAre es sicherlich auch dabei geblieben. Da aber durch unsere Feststellungen die breite tllffentlichkelt — auch über die Untersteiermark hinaus — Kenntnis von dem Ende der 14. Division erhielt, sah man i!ch gerwunqen, durch eine vollkommen aus der Luft gegriffene, bewufit gefAIsch-ta Darstellung aus der katastrophalen Niederlage einen Erfolg zu machen. Was darauswurde So entschloß sich also die bolschewistische Agitation einen Kriegsbericht herzustellen, der am 19. M&rz — also erst spchs Wochen nach dem Beginn der KAmpfe über den eingangs erwähnten Sender bekanntgegeben wurde. Um diese kommunistischen Rechenkunststücke und Lügenmärchen der Lächerlichkeit prels-«uqeben, lassen wir den Wortlaut dieses »Krlegsberichtee« nachstehend folgen: »Ende Februar und Anfang März ve> suchten starke deutsche Kräfte die Einheiten, welche In der Steiermark auf dem Bachem und Im Sanntal kämpfen, zu umzingeln. Bei diesen Operationen waren 20 000 deutsche Soldaten und Offi* ziere und über 200 Panzer eingesetzt. Doch auch dieser Versuch scheiterte wie auch Viele andere auf verschiedenen Ab-»chnltten im Lande, Unsere Kämpfer haben im Laufe von 14 Tagen trotz Schnee und Kälte die feindliche Offensive zerschlagen und beendeten den Kampf mit einer wuchtigen Gegenoffensive. Im Laufe dieser Kämpfe haben die Deutschen 1900 Soldaten und Offiziere verloren sowie eine Menqe von Waffen und Kriegsmaterial. Bei dieser Gelegenheit ^aben sich die Kämpfer, Kommandeure lind Politischen Kommissare der 14. Division wieder ausqezelchnet und erhielten von Marschall Tito ein Dankschrelben für Ihren heldenhaften Kampf bei der Zerschlagung der deutschen Offensive. Diese Erfolqe haben qroße Begel-6lerunq bei der Bevölkerunq hervorgerufen, welche «ich nach den letzten Nachrichten trotz des Schnees und der Kälte, welche die Führung de« Kampfes behindern, in Massen gegen die Deutschen erhebt.« Bei soviel blühendem Unsinn wundert «• uns nur, daß nicht auch OIU un4 Von In^. Siegfrltd Treml Marburg oder vielleicht aar Graz bereits als eingenommen gemeldet werden. Schon die Zeitangabe ist geJogen. Denn am 26. Februar sind unsere eingesetzt gewesenen Einheiten in ihre Heimatorte entlassen worden, da die Zerschlagung der 14. Division ja bereits vollendete Tatsache war. Im Banditen-Kriegsbericht aber beginnen zu diesem Zeitpunkt erst die Kämpfe. All« dem Bandeneinbrurh in die Untersteiermark, der aus dem kroatischen Grenzraum mit dem ausdrücklichen Ziel unternommen wurde, sich hier festzusetzen, wird, nur um leichter einen Erfolg konstruieren zu können, eine deutsche Offensive erfundfti. Doch die Bevölkerung der betroffenen Gebiete, die den Bandeneinbruch miterlebt hat, ist Zeuge für die Unrichtigkeit der bolschewistischen Behauptung. Dumm gelogen Die kommunistischen Zahlenangaben sind so lächerlich, daß eine Stellungnahme hiezu nur erfolgt, um die Lügen-taktik der Banditen gänzlich zu entlarven. Die mit 1900 angebenenen deutschen Verluste übersteigen weltai^ die von uns überhaupt eingesetzt gewesenen Kräfte. Unsere tntsächlichen Verluste hat man kurzerhand mit 50 multipliziert, um eine schöne runde Summe zu erhalten. In einer Parte in der »Marburger Zeitung« vom 1. März sind 'untere Gefallenen aus den Reihen dar Wehrmannschaft namentlich genannt. Da die Gefallenenanzeigen — wie allgemein üblich — jewelk in den Heimatorten erscheinen, Ist eine Sammelparte unserer gefallenen Kameraden von der Wehrmacht und Polizei imterblieben. Die von den Bolschewisten erfundene Angahe, daß unsere Kräfte 20 000 Mann und 200 Panzer betragen hätten, sind gleichfalls derart Obertrieben, daß dieses Rechetikunstfitück zu herzhaftem Lachen reizt. Die Lüge, dafl die unterstel-rieche Bevölkerung sich »mit Begeisterung in Massen gegen die Deutschen erhebt«, werden die Bewohner jener Gebiete, in denen die Kämpfe stattfanden, als besonders tolle Verdrehung der Tatsachen empört zurückweisen. Ee wurde la schoni durch den Bundesführer fes'qe-stellt, daß die unterstelrische Bevölke-mng In einrnallaor Weise jede Beoharh-tunn meldete und «ich Oberhaupt völlig eindeutig geqen diese landfremden bolschewistischen Banditen stellte. Daß die kommunistischen Kommandeure und Politischen Kommissare für die Zerschlagung Ihrer 14. Division ein Dankschreiben de« »Marschall Tito« erhielten, wirft ein bezeichnendes Liebt auf die watiren Verhältnisse im Bandl-fsnlager. Mit Zahlenfälschunqen und Tatfiachenverdrehunqen müssen sie aus nicht wegzuleugnenden, offensichtlichen Niederlagen »Erfolge« konstruieren, um damit ihre verführten Mitläufer tu beru- Sl« kommen alle dran Wie Torauszueehen war, haben sich Inzwischen die Verlustzahlen der 14. Bandendlvlsion weltar erhöht. So wurda beispielsweise ein von den Banditen auf der Flucht vergrabenes Infanterieqe-schütz italienischer Herkunft aufgefunden, das zur Zeit in Cilli steht. Ebenso sind eine ganze Anzahl versprengter Banditen, die In den Wäldern umherirrten, gefangen worden, wie beispielsweise am 0. März in der Gegend von Rietz, der aus Italien stammende Anton Rassi un uns Tom Führ«! gestellt l«i, kommt nicht Ton lelber lu uns, wir müssen den Weg n ihm gehen al« Menschen von täglich IMIMT Bew&hrung. In der Erfüllung des Pfllchteokreiees an Führer und Volk Hegt unsere Lehensaufgabe. Darin ruht 41« Zukunft unseres Volkes. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz dnb Führerhauptquartier, 24. Marz Der Führer verlieh am 20. März das Eichenlaub zum Ritterkretiz des Eisernen Kreuzes an Cenerulleutnant Frierl- rlch Schuh, Pflhrer eine« Armeekorp«, als 428. Soldaten dei deutschen Wehrmacht. Gegenwärtig führt Generalleutnant Schulz ein Armeekorps,'das hervorragend an den schweren Kämpfen südlich Sche-petowka beteiligt i«t. Wiederholt wurden die von ihm geführten Verbände von stärkeren feindlichen Kräften an-gegriffen, umfaßt und durch Unterbrechung der rückwärtigen Verbindungen in schwierige Lage gebracht Zeitweilig drohte sogar die völlige Einschließung des Korps. Generalleutnant Schulz befand sich persönlich Im Brennpunkt der Kämpfe, er hat das Armeekorps sicher durch alle Schwierigkelten geführt und Jede Krisenlage gemeistert. Die Erfolge, die das Korps Schulz in beweglicher Kampfführung gegen die Sowjets erzielte, waren von höchster Bedeutung für den gesamten Frontabschnitt einer Armrp — Generalleutnant Schul/ wurde am l."). Okiober 1897 in Folnlsch-Nettkow geboren. Kampf von Felsenloch zu Felsenloch Deutscher Bericht und Feindstimmen über Cassino Brennpunkte der grossen Schlacht Dnjestr, Proskurow, Tamopol, Kowel und Brody dnb Berlin, 24. Märi Ritterkreuzträger Oberst von Behr iprach am Donnerstag vor Vertretern der deutschen Pre«$e über die Kampfe hl und um Cassino. Im Vorgebirge Die Kämpf« eind seit Mitte Januar in «in Stadium getreten, das eie zu den echwersten Kämpfen auf dem Italioni-•Gh«n Kriege«chauplatz überhaupt stem-»«>it Der Feind suche nach Mögllchkei-iHi, ftlae VerbliKluoa mit dem Brücken-▼on N«ttuDO hexTuttellen. Bx woll« dai rAmkohe Beckec Torttoßem und •dUMllM nach Norden vordringen, als fin das bleher mAgUch war. Caeeino wie eine Nase in iwel große Fluß-tAler hinein. Eine« dieser Täler läuft von Sflden nach Norden, das andere von We-•tm nach Osten. Das Ostwesttdl hcit eich der Gegner zum Ziel cienommen. Bb war ihm jedoch nicht möglich, in dus Tel eelbit vorzustoßen. Darum wählte 0t )*tit den Weg durch dos Vorgebirge Md TVTBUcht Immer wieder, CaA&lno zu ftid« Janoef wer ea den Anqlo-Anarflcanem gelungen, einen Einbruch b«l Caadno zu erringen. Mit aller Gewalt wollte er damals in die Ebene von Caaelno vorstoßen und den Ort Cassino Mlbet abschneiden. Durch den holden-mfitlgec Einsatz einer deutschen Division Ut ihm dieser Einbruch verwehrt woi-4«n. Seit dieser Zeit versucht der Feind inoMT wieder auf« neue, zum Erfolge 7U koauneo. Aber die heMenmfltlne Ab-wHir, bei der die verschiedensten Grenadier-, Panzergrenadier- und Fatl-•chlnnjÄger-Regimenter beteiliqt sind, ' versagte dem Feind den Erfoicj seiner Offensiven. Dlekflmpferische Leistunri Diese Abwehr fordere von unseren Truppen ein außerordentlich hoheis Miiß an kämpferischer Leistunq und selbständigem Kiimpfertiim. Meislpn5 sei es so gewesen, daß der Gecfner auf den Höhen saß und unsere Soldaten vom Zutiführer bis zum Regimentskommandeur n\ir selten die Möqlichkeit hatten, eine cliickte Verbindung mit dem einzelnen Miinn an seinem Posten aufrechtzuerhalten. He-eonders in den frühen Mornenstun(l''n und am Abend in der Dämmerunn war jeder Mann auf sich selbst nestfllt. Trotz stundenlangen Feuers von Granat- In Galizien, im März Sagt nicht, das sei kein Haus, was sich Wdul nun in knapp vier Wochen gebaut hat! Wdsil ist ein ukrainischer Bauer, der mit der deutschen Front zurückgegangen ist. Er hat damals seine Habe auf einen Panjewagen qeladeni ein paar Töpfe aus Ton und Eisen, die überall einzubaut!tule Herdplatte, die Decken, Kissen und Kleider, nebst den Säcken mit Korn, Mais imd Zwiebeln. Dann hat seine Frau, die Dosja. die Kinder obenauf geladen und das Kälbchen hinten angebunden. — Mit dem struppiqen Gaul sind sie in die Well hinausgetahien. Sie wußten, aus ihrem Haus würde bald eine leurige Lohe steigen. — Unterwefjs leqten sie sich gegen die Unbilden der Witterung noch einige Bleche im Bogen über den Waqen. So war er — ein Waqen, zeitlos wie vor Jahrtausenden — im Rund geschützt vor Regen und Schneetreiben. Dm Kindern behagte es sehr in dem schaukelnden warmen Inneren, das mit Heu ausgepolstert war. In einem gewaltigen Treck vieler Dörfer sind die Heimatlosen so mehr als zweihundert Kilometer nach Westen gefahren — eine der vielen kleinen Völkerwanderungen, die dieser Krieg mit •ich bringt — bis sie in einem abgelegenen. kleinen Dorf Quartier erhielten. Einem Mann wie Wasll liegt es nicht, ■Ich lange auf die Hilfe anderer Leute zu verlassen, sein eigenes Dach möchte er Werfern aller Kaliber, von Artillerie und schweren Bombardements der feindlichen Flieger hielt aber jeder dieser auf sich selbst angewiesenen deutschen Kämpfer stand. Von Felsenloch zu Felsenloch spielt sich in Cassino selbst der Kampf ab, denn der Ort ist bekanntlich nur noch ein Trümmerfeld, das aus lauter Mauerresten besteht. Außerhalb Casslnos wird ein reiner Gebirgskrieg geführt, ein Umstand, dar für viel« unserer Soldaten, die au« dem Flachland kommen, «rschwe-rand gewesen Ist. Umso hdlier lat dl« kämpferische Leistung su bewerten, die diese Soldaten vollbracht haben. Was der Feind tagt Der nordamerikanische Kriegsminister Stimson erklärte am Donnerstag auf einer Pressekonfejenz, daß die Stellungen der Amerikaner in Cassino imme-noch bedenklich seien Er fügte hinzu: »Die Ursache hierfür ist das Einsickern deutscher Truppen, nachdem die vorausgehende Bombardierung die Stadt praktisch vom Erdboden w«gg«feyt hatte. Die Art, wie die Deutschen «ich hier vÄrteidlg«n, soll uns wied«r elnms] nüchtern beurteilen la&sen, wl» stark der Gegner noch Ist.« Die Zeitung »Glasgow Herald« schreibt u. a.: »Kurz gesagt, die Bombenabwürfe haben nicht die In sie gesetzten Hoffnungen erfüllt, obwohl diese Luftangriffe nicht periodisch, sondern konzentriert waren, Man ist nicht nur einmal, sondern wiederholt geflogen. Trotzdem haben die Verteidiger diese Angriffe überstanden. Wenn diese Schlul^folgerunq I überhaupt einen Sinn hat, dann ist sie weittragender als von nur lokaler Be-cleutuTig. Sie liefen darauf hinaus, daf^ Luftangriffe, selbst wenti sie nicht durch Flök oder Jäger sofort gestört würden, nicht notwendige/weise entscheidend wirkten.« »Wir sind sehr enttäuscht von den Vorgängen an der Cassino-Front, denn wir versprachen uns zuviel von der Luftofffensive auf diese Stadt. Unsere Flipger waren üheroptimistisch«, so kennzeichiiPt der militärische Kommentator des Londoner Uberseedienstes die bittere rinttäuschung der englischen t JfJentlichkeit über den Verlauf der mit ungeheuren Oplern durchgeführten anglo-amerikanischen Ollensive an der Cassino-Front. über dem Kapf habenl Er Ist deshalb nach zwei Wochen zum deutschen Kommissar gegangen und ließ sich vor dem Ort ein Stück Land anweisen, dazu einige Fuhren Holz und Stroh. Wenn eine kräftige Frau hilft und wenn man ein Pferd und einen Wagen besitzt, kann man es dort schon wagen, ein Haus zu bauen! Als die dicken Eckpfosten gerade und festgestampft in der Erde standen, konn-It Dosja, die noch ein Kleines stillt, ohne jede Anleitung an ihre Arbeit gegen. Sie setzte kleinere Stäbe, mit denen das Flechtwerk zwischen den Balken den rechten Halt bekommt. Dazu sammelte sie an verfallenen Häusern Steine, auf die sich die Lehmmauern gründen sollen, damit sie nicht in der aufweichenden Nässe des Frühjahrs stehen. Wasil mähte an einem Gewässer Binsen für das Dach und brachte sie heran, eine Mordsarbeit, denn man braucht eine Menge davon für ein dickes, dichtes und warmes Dach. — Dir wendige Dosja wurde indessen mit den Flechtwänden fertig — Sie sind die Seele eines ukrainischen Hauses. Der mit Iloksel vermischte Lehm hält wunderbar, wenn man ihn kräftig dagegen wirft. Gewiß Ist es viel solider, wenn innen vor-die Flechtwand Lehmsteine gesetzt werden, die an der Sonne getrocknet und vorher einen Tag von kräftigen Füßen durchgeknetet wurden. Unter Zusatz von Stroh und Kuhmist, bis sie Haltbaikeit dnb Berlin, 24. Märi Im Süden der Ostfront zeichneten sich am Donnerstag] als Schwerpunkte der anhaltend harten Kämpfe der Abschnitt am Dnjestr, di« Fronten iwischen Proskurow imd Tamopol so'Vfl« die Räume von Kowel und Brody ab. Im fiinbruchsiaum zwischen mit^ilerem Bug und Dnjestr könnt« der Feind, obwohl unsere Truppen an verschiedenen Stellen starke Angriffe abschlugen, weiter Boden gewinnen. Ihre Hauptstöße führten die Bolschewisten gecjen die südlich des Dnjestr verlaufenden Bahnen, ohne sie jedoch bisher erreichen zu können, und von Shmeri>ka atis nach Westen, wo unsere Verbände ihre Sperriegel beiderseits der von Shmerlnka nach Westen führenden Bahn erfolgreich verteidigten. Das von Regengüssen aufgeweichte Gelände zwang den Feind, zum Heranführen von Reserven und Nachschub einige wenige feste Straßen zu benützen, die unsere Pioniere ebenso wie alle Brücken und Unterkünfte oft auf mehrere Kilometer Länge zerstört hatten. An den Sprenqstellen und den vernichteten Flußüberqäncien stauten sich immer wieder die bolschewistischen Truppen und Kolonnen, Nur nach zeitraubend'ti, durch Kampf- und Schlachtflieqerangriffe fortgesetzt gestörten Aufibes«;erungsarbel. ten vermochte der Feind seine Kräfte vorzuführen. Die Kämpfe blieben daher örtlich beqrenzt, Auf breiterer Front griffen die Bolschewisten dagegen wieder im Raum Proskurow—Tamopol an. Di« hier beldersadts des Zbrucz am Mittwoch In rwel «tarken Kellen nach Süden gegen die Bahnlinie JarmoUnzy—Trembowla vorgestoßenen Bolschewisten suchten Ihren Einbnich zu vertiefen und nach den Flanken zu verbreitern. Der östlich angesetze Kell wurde von unseren Truppen abqetr/iob«n daß da» deutscht Volk, würde »a d«;,' Krieg verlieren, lur Zwangsarbeit sämtlichen verbündeten Ländern herangezogen werden müßte. Bin britischer Zeichner erlaubte »ich den Spaß, einen Puma in eine Dipiooia-tenuniiörm zu Stecker). Er hvitete llijj, noch einen Bath-Orden an die ßruii, doch hätte es dieser allerhöchsten Dt koration nicht bedurit, um Vansitlaf zu kennzeichnen, .dessen Außeres In frappanter Weise seiner Persönlichkeit entspricht. In den Jeudalen Cluhs und literarischen Zirkeln gibt sich d/e.ser Lord zwar mit liebenswürdige^ Zähne Helschen den Anschein eines Gcnlk man allen Schlages, aber wer tieicr ii. dies verwiftorle Gesicht sieht, ahnt hin ter dem Lächcin das Raubtier und gib dem Zeichner Recht. Wenn man bedenkt, daß dieser sinn sinnigste aller britischen Hasser chn diplomatischen Nachwuchs drillte unn namentlich von den Jüngeren Kollegen angehimmelt und äliisch kopiert wurde läßt sich der Geist leicht ausmalen, der in den Korridoren des englischen Aw^-wärtigen Amtes herrscht und Immer geherrscht hat. Im hintergründigen Dun kel seiner Amtsstube hat er konspiriert, die großen Weltintrigen gesponnen und seine Wahnslnnstheorie ausgebrütet, die unter dem Begriff Vansiltarlismus seil Jahren die Runde macht — ein an krankhaiter Gemülsverdunkelung leidender alter Mann, der den Irranartl lntere»aleren könnt», aber »» wäre ver-Ae/irt, »eine Haßauabräch», die imm»! wieder In der »ngllachtn Pratau Ihren Niederschlag finden, mit lelchttr Hand bewegunff abzulun. Vanaittart Ist der Vertreter der unversöhnlichen Hc.ßpo-lltlk Englands, der immer rur /u Deutsch-lond die Geiaht für England sieht, ganz gleich, wie die Zukunft für das. enijlt-sehe Volk aussehen wird, ob es 'in die-som Krieg slegl oder besiegt wird. Neue Ritterkreuzträger dnb Fühterhauplguartier, 24. MArx Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisemen Kreuzes an Major Robert Ber-ger, Bataillonskommandeur in einen Aliensteiner Grenadierregiment (geboren Im Jahre 1914 In Batow, Kreis Soldln, als Sohn eines Offiziers), Hauptmann d. R, Friedrich Allmacher, Bataillons-kommandeur In einem rheinisch-wpst-fälischon Grenadierregiment (geboren Im Jabre 1^14 in Kalserlautern als Sohn eines Ingerdeurs, im Zivilberuf Zollbe-amter), Oberleutnant d. R. Walter Kirsch, Kompaniechef In einem schleslschen Grenndlerreglment (geboren Im Jahrs ÜM.5 in Dresden als Sohn eines Straßen-bnbnscliaffner"?), Oberfeldwebel Paul Hoffmann, Zugführer In einem nleder-söchsischen Grouadiorregiment, und Unteroffizier Waller Knorr, Gruppenführer in einem sächsischen Panzergrenadier-reginicnt (geboren im .fahre 1915 in Gö-ritzhiiin, Sachsen, als Sohn eines ReicV.sbahners). Die verunglückte Reportage Stockholm, 24. Mär/ In einor Rundfunksendung Londons für Nouvo'k am 24. März wollte ein gewisser Jr>han Mcvane den deutschen Luft-antrrjff während der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag auf London beschreiben. Fr sagte: Ich spreche von einem Dach irgendwo In London. Der Fliegerangriff hat gerade begonnen und ich werde versuchen, etwas von den f!e-räuschen wi'^derzuqeben, damit sie selhor hören, was bei einem deutschen Angr-.lf auf London vor sich geht. In der Ferne höre ich Geräusche, aber es passiert nicht viel. Das Geräusch wird jetzt lauter... Mit diesem Worten brach Mcvane seinen Kommentar ab und verschwand. IJn ^t'TP Kvrzmp 1 rhm^pv f^le türkische Volksparlei billigte dia Reqieningspolitik mit 2.51:.57 Stimmen. Sfiraroqlu hatte die Vertrauensfrage qe-stellt. Hie Streiks tn England. Der britische Minister lür die Flugzeugproduktion, Statford Ciipps, erklärte, in den Industriegebieten Belfasts streikten zur Z allein 12 000 Arbeiter. Von den Streik betroffen seien nicht nur die Schiffs werften, sondern auch die Flugzeugwerke Das Morden In Algler. Sergeant-Ma1"'r Filidori und drei andere In Algler zifn Tode verurteilte sind nach einer n(>r'l-amerikanlschen Agenturmeldunq Im Gi" fangenenlager Hejeret (IMordafrikil durch Erschieflen hingerichtet worden. Sie wollen den Raub holen Eine so wjetische Abordnung von Marineoffizieren ist in Haifa eingetroffen Ihr Eintreffen werde in Zusammenhang mit der Frage der Überführung Italienische' Flotteneinheiten in die sowjetische Ma rine gebracht. Der ktlrzUch aus Frankreich gcflllch tete General De Lattre de Tassigny qe riet in einer Bar In Alrjeciras mit einigen USA-Soldaten in Streit, -die ihn und seinen Adjutanten ohrfeigten und ver-prügelten. Sultnnssohn als Terroropier. TTnter den Opfern des letzten TerrorangriffF auf Sofia befindet sich Prinz Abdul Kadir Hamid, der Sohn de« Sultan« Abdul Hamid, der gerade an seinem Geburtstag starb Er Ist .57 Jahre alt geworden. Ein Jahr Hungertod. Der britiscne li^ dienminister Arnery gab Im Unterhaus die urkundlich belegten Todesfälle des HungeHahres 1943 In Bengalen bekannt und berechnete dabei die Zahl der Opfer der Hungersnot auf fiOß 846. Druck u Verlöfl M.irbur^ei Verlngs- u Drutkctol Gei in b — Vfirlagsloilunn Gyon Bimmgailnoi' Hnii|)t«rhTlfil'»ltung AoUin Gererhnrli, hfUI» In Mnrhiira ^ rt Drflii H(irto«n*p ^_ Zur Zelt 'üi An7«>H|rD rtic i'veisliste Ni S vom 10 April l")43 qültlg. AusIbH drr Li«lerung de« Plattes bei hfthViur 'lewflll odor nelrlph^sianing gibt kaln«D Anipru^ mit Rilrkiahlung dei Boxugi- {tnlrff« Tamu vor dem Fall Die 20. britisch-indische Division eingekesselt dnb Tokio, 24, März wahrend die japanischen und indischen Armeen jetzt über die indisch-burmesische Grenze an mehreren Stellen in da« Manipur-Hecken eindringen, hat die 20. britisch-indische Division, die ihr Hauptguartier in lamu hat, nunmehr mit einem großen Rückzug in südlicher Richtung längs des Kabau-Tale«? begonnen Nach Frontherichtcii sind die Aiis-»tchlen des Gegners auf ein Entkommen «US dam Kabau-Tal oder auf Neunrria-nisierung (ür einen wirksamen Gegenschlag angesichts des Druckes der vor- stürmenden Japaner und Inder sehr gering. Andere japanische Truppen sind nach Überschreitung der Grenze weit in feind-li( he Ciebiet vorgestoßen und haben seine lückwärtigen Verbindungen abgeschnitten, Wuhrend weitere japanische und frel-lndlsche Truppen, die in den Tschin-Borgen die 17. biitisch-indische Division vernichtend schlugen, jetzt das Kabau-Td] aufwärts nach Norden vordringen. Der Fall Tanius, wo das feindliche Hauptquartier untergebracht Ist, steht unmittelbar bevor, Wie gemeldet wird, Gedemöfigte Marokkaner Entwürdigende Szenen in der gaullistischen Generalresidenz dnb Gt>nf, 24 März Die Städte Rabat und Sale, wo die blutig niedergeschlagenen Unruhen der marokkanischen Pcitiioten ihren Aufgang nahmen, sind jetzt zur Zahlung riesiger Geldsummen gezwungen worden. Die Presse Französisch .Marokkos schildert die crniedrigonde Zeremonie der Bußzahlung, zu der sich eint Delegation käuflicher 'Muselmanen mit ilein nouer-nannten Pascha von Rabat, Si Hrfnunadi Kebbaj, an der Spit/e in die französische Generalresidonz begab. Die vom Pascha aus der marokkanischen Bevölkerung Rabat« herausgepreßte Buße beträgt etwa 1,6 Millionen Franken, deren Übergabe er mit unterwüifiqcn Eiitschiil-digungsworten begleitete. Der Pascha Wasil und sein Haus Von Hans Jürgen Weineck Es gilt die Verteidigung Europas SGdoststimmen zur Entwicklung In Ungarn Von Luttenberg bis Hohlenstein Eine Künstlertournee durch den Kreis Marburg-Land Wenn slrh die Künstler auf der Bühne mit freundlichem Lächeln verbeugen, dann ahnl man kaum, wieviel Arbeit und »ehr oft große persönliche Entsaqunq dahinter steht Künstler zu uein, i6t aicht ■o einfach. Schon der Weq dahin ist mei-itene lang und dorniq. Und letzthin, die vorhandenen Mittel und die erlernbare Technik machen es nicht allein, der Künstler ist ein Mensch, der sich selbst überv^inden muß und trotzdem, sein Bettes, da« Eiqene, nicht verlieren darf. Dm gilt schon Im Allqemeinen, aber im Besonderen in der heutigen Zeit, wo krieqAbedingt« Verhältnisse alle« ungemein «chwierlger machen. Da l>t zum Beispiel die auqenbllckllcti« Künstlertournee durch den Kreil Mar-burq-Land. Sorgfältig ist sie von dem Ajnt für Volkbildunq durch Kreisamtsleiter Pq. Altenburg vorbereitet worden. Station reiht sich an Station, wo die Truppe spielen «oll. Alles ist mit viel Müllen sorgftiltiq arrangiert worden, die Zeiten sind festgelegt, die Unterkünfte b«sorqt und alles drum und dran sorgfältig qere(relt. Schon beginnt alles wie ten auf der Kleinbahn aicht einmal in ein geheiztes Abte.l hereinkommen, sondern mußten auf der Plattform in eiskaltem Winde die Fahrt machen. Dazu ktim da» längere Warten auf den übergangsstatio-nen. Horr Altenburg umsorgte die Gesellschaft zwar in rührender Weise, achtete auf das ziemlich umfangreiche Gepäck und wußte zu trösten, wie es nur ginqi aber, was er nicht verhindern konnte, da« war, daß der Sängerin die Nase wie •in Bdch zu rinnen begann, was auf «inen bösen Schnupfen deutete, daß bei der Soubrette eine Halsentzündung im Anzu-qe war, und daB der Komiker eän Ub«r da« andere Mal «eufzte, weil er glaubte, daß die eisiq» Kälte ihm auch den letzten Witz aus ilpin Gehirn herausgefroren habe. Von den Musikern war qarnlcht mehr zu reden, sie waren nur noch ein Htiufchen Unglück und schnatterten, wie die anfangs noch so aufqeräumte Tänzerin. der sämtliche Glieder »steifgefroren« waren.. Und ich Iruq mich selbst: was würdest du tun? Nein, dachte ich. nicht für noch so viel könntest du jetzt tanzen, singen oder lustig seinl Als wir lan- AuinthintD! (ur., Miirbar| Gespannt folgen die Schaffenden aus Hohlenstein den Darbietungen der Künstler •in Uhrwerk abzulaufen, da platzt die •rste Absage hinein. Aue Irgend einem Griinde kann die Vorstellung an dem verabredeten Tage nicht ctattfinden und schon qerSt das qanz« »o kunstvoll errichtet« Gebäude in Unordnung. Ein Te-lefonqespräch |aqt dai andere, aber der Rest ist, daß e< statt in der schönen Reibe in wechselvollem Hin und Her geht — Buf Kocten der Nerven, der Bequemlichkeit, Boweit man be4 dem Herumfahren noch TOD Bequemlichkeit sprechen kann, und auch manchmal auf Kosten d*r Gesundheit der auftretenden Kflnstler, die aber trotzdem während der Vorstellung sich freundlich lächelnd vemeiqen, sei es zur Begrüßunq oder zum Dank. Kürzlich trat in einem Variete ein Zauberer auf. Er beqeiatert wie immer mit seinen Darbietunqen das Publikum, doch als der Vorhang tich zum letzten Male senkte, beendete ein Herzschlag sein Leben. Er war mit einem Lächeln abgetreten von der qroßen Bühne des Lehms. Unter den Besuchern hatte man kaum etwas gemerkt. Nur hinter der Bühne hatte man mit besorgten Blicken die Arbeit des Künstlers verfolgt, von dessen schlechtem Befinden man wußte. — Aber so Ist es. Kiinstlertum ist eine Art Besessenheit. Sie vollbrinqt häufiq die erstaunlichen Resultate, für die wir mit rauschendpm Beifall danken. Sie läßt das eigne trh verqessen. Sie überwindet auch die SchwlerlqkPiten. die für nicht kunst-begabte Menschen oft unüberwindlich •ind. Als ich vor wenigen Tagen In Marburg den übervollen Zug bestieg, der mich über Pöltschach nach Hohlenstein bringen sollte, da stieq auf irgend einer Station auch das Künstlervölkchen zu, das in Hohlenstein eine lustige Vorstellung mit Musik, Gesang und Tanz bestreiten wollte, und, um dies mitzuerleben, ich die Fahrt unternommen hatte. Soweit es das Gedränge im Zuge möglich machte, wurde ich mit der ganzen Gesellschafl bekannt. Aber mein Gott, wie schaute sie aus! Na, dachte ich im Stillen, das wird t« ein »lustige« Vorstellung werden! — Nach einer Übernachtung In eiskalten Zimmern waren die Mitglieder morgens fünf Uhr aus den Federn gekrochen, hatten nun bis mittags zu fahren und konn- deten, da fruq ich besorgt di« Soubrette; Verehrtes Fräulein, was werden Sie nun tun? Und die Antwort war: »Ach, wenn man erst auf der Bühne steht, ist alles wie weqqeblasen, ganz vergessenlt Ja, das ist auch die Beseesejiheitl Und wirklich, wie war es? Ein Blick In den Saal genügte (Jen Künstlern! Mein Gott, so hieß es, der Saal ist Ja zum Platzen voll! Und die Leute warten schon auf un«l Schnell wurde ein« heiß« Suppe gelöffelt und los q!ng es. Zum Umziehen hatten die Musiker keine Zeit. Kaum, daß ihre Instrumente sich temperiert hatten und di« Finger ein wenig warm geworden waren, da schmetterte schon «in echtes Wiener Lied mit Geschmiß vom Podium und diese Kapelle Bischoff, das erwies sich im Verlaufe , hatte ein respektables Künstler-tum. Wie konnte die Geige solo singen! Welche hohe Virtuosität besaß Thilde Bristol mit der Konzertharmonika. Und dann der Humorist Willi Clauienl In fünf Minuten war er aufgetaut! Wer merkte ihm noch etwas an? Im Nu hatt« er Verbindung mit seinen Zuhörern, «in Witz jagte den anderen in nimmermüder Laune und im Handumdrehen hatte er die Menschen soweit, daß er nur eine Grimasse 7u ziehen brauchte um Lachstürme hervorzurufen! Und dann erst als Groteskkomiker! Da blieb kein Auge trocken und die Menschen johlten vor Vergnügen. So ging es welter. Jede Nummer wurde ein Schlager, Als CKiu-sen die Sängerin ansagte, Berti Staar, da wurde mir doch etwas angst. Mit dem Schnupfen? Und wie war es? Brillant! Sie sang V\/iPner Lieder und trällerte wie eine Nachtigall! Nun glaubte ich, dnß, wie es ihr Erinnerungsbuch besagte, daß sie auch die Strapazen der Front besiegt hatte, als sie wiederholt unsere Landser auch ganz vom mit ihrem Gesang erfreute. Ja, das ist Können, ist Tcchnik, wenn die Stimme noch so klangvoll die bösartige Erkältung überwindet. Unter Beifaltstürmen schied sie als Siegerin vom PodiumI Zugaben mußte sie geben und sie tat es freudig tiotz alldem! Siegreich ichied auch die kecke Soubrette Franja Rlkart. Wie hatte iie gesagt? Wenn man erit auf der Bühne steht! Sie stand da, zuerst als kesies Schulmädchen und dann als Tirolerin, vollendet Im Vortrag und reizend anzusehen, Ja seltsam schön mit dem brandroten Haar! Da Jubelte selbst die Jugend! Sie, die Erkältete, brachte Licht und Wärme, wie die temperamentvolle Tänzerin Franziska Werne, die in wundervollen Kostümen spanische Volkstänze vorführte und wie ein Wirbelwind über die Bühne fegte, Ach, wi« waren ihre erstarrten Glieder schmiegsam geworden und alles angesichts des gioßen Publikums das sich an ihren Darbietungen begeisterte. Ich habe noch die Freude im Ohr, die die Zuschauenden empfanden und höre noch das laute Lachen über die Witze und Anekdoten, die nur so vom Podium prasselten. Ja, das war ilchtbar den Hohlensteinem •In großes Vergnügen, das Ihnen von den vorher halberfrorenen bereitet worden war. Ich glaube, das Vergnügen wird in Hohenmauthen am 25^ nicht minder groß sein! Jutim JVitU Zur Verpflicfitung der fugend: Gtäußigefi Herzens und starben Sinnes soll diese 'Jugend einst ein besseres Ghed der Gescfilecfuer-Ivette unseres Volkes sein, als rvir selbst es rvuren und fieute vielleicfit es seui /iönnen. Adolf Hitler Ordensschloss Grossonntag und seine Arbeitsmaiden Bs gibt Tlel« schöne Lager d«8 Relch«-arbeitsdicnstes der weiblichen Jugend in der Untersteiermark. Den kl&agvoll-st«n Namen bat wohl Groflsonntag, dai zu Ehren des Sieges über dl« Ungarn um 1200 dem Deutschen Ritterorden gestiftet wurde und den Eingang des Rei^ ches im Südosten bewacht. Groflsonntag ist seiner Überlieferung als Burg des Deutschtums im Lande treu geblieben. Zwar sind die streitbaren Kitter längst fortgezogen. Aber an ihrer Stelle wirken heute die Arbeilsmaiden aus Steiermark, Kärnten, Tirol und anderen Gauen des Reiches mit Frohsinn und junger Kraft. Schon über zwei Jahre verbindet La-gerführerin und Arbeitsmaiden mit der einheimischen Bevölkerung der feste Wille zum Aufbau, zur Leistung, zur Daseinsfreude. Da gehen täglich etwa dreißig Arbeitsmaiden hinaus zum Bauern. Sie greifen nicht nur zu in Küche und Stall, in Gürten und Feld, sondern sie nehmen liebevoll teil an den Freuden und Sorgen ihrer Däuenn. Andere haben sich als Schulhellerin oder Kindergärtnerin die Herzen der Kinder gewonnen. Wie es aber im Lager an Feierabenden zugeht, das wollen die Arbeitsmai-den nun auch einmal der Öffentlichkeit In Marburg zeigen. Sl« treffen sich mit ihren Kameradinnen aus den anderen Lagern am kommenden Preltagnachmit- Arbeltsmald vom Lager GroAsonntag tag, 17 Uhr, im Heimatbundsaal, bringen •in Laienspiel, Lieder und Tänze und laden herzlich dazu «In. Avfakkman: H. B«rlia-Chmrlol<«BKar( Das alt« Ordensschlofi — heute Stltte der Jugend Hinter uns die goldene Kinderzeit... . . . vor uns das Leben der Pflichten Der Wind weht über Felder — ja, er wehte wirklich. — Ein eisiget Märzwind drang uns durch alle Knochen, aber wir Jungen ließen una von unserem Vorhaben nicht abbrinqen. Mit Gesanq zogen Freudig und pflichtbewußt wird trolz des Alters der Arbeitsplatz ausgefüllt. Ein harter, sportgestählter KOrper wir von unserem Heim durch die Straßen dem Walde zu, um in einer dichten, windgoschützten Tannenschonung unser Lager aufzuschlagen und kurze Pläne zu schmieden für die angesagte große Schaitzelidgd. Bald zog auch mit einem Rucksack voller Papierschnitzel die Aus-reilWjrabtellung los Ihr Wrq führte über Gräben Schnelsen und Walle, ül)er zahlreiche Höhen und weite Waldwiesen Endlich hotten sie ein Versteck in einer Sf hnei«e gefunden. Ein paai Baum^täm-nie lagen über einem breiten, tiefen Bach und waren mit Tannenzweigen gedeckt. Dort htnübei ging es, halb kletternd, halb hängend Doch das Werk war geglückt, nun konnten die Jdqet Ihi Glück veisuchen, die zur bestimmten Zeit auf-brirhirrt und mit ihr die große K.imeijdsrhdft, dieses gewaltige Erleben, das die Junqen und Mädels in ihre Reihen zwingt. Es hat Zeiten gegeben, in dpnen m-n 'ibfr die weniqen Besp»-«f^nen, wie m.tn sie damals nännto. lc>cht'"( junae Venschen selbst waren ri;p am Straßonr-and in verwahrloster Kleidung, den mdrs( hie enden Einheiten nachspurkten und über jenes Ideal, dcis Zusarnmengohörigkeifsgefühl. Ihre Spaße trieben. Und eines Tages waren auch sie mitten darunter, stand auch das MSdel, das sich früher gwchÄmt hatte, daboi zu •ein. In Reih und Glied und horchte auf die Worte de« Führen vor Ihr, Da begann In Jedem leis« die Ahnung vor dem Geheimnis zu däm-wem, dai auch junge Herzen erfüllen kann. Das Geheimnis, da« sie zusammenhalten heißt das den Jungen den festen t)id sicheren Weg in die Zukunft zeigt, drts dem Mfid.hen das Streben zur Srhftnhftit zur Pflicht macht. In der f- Kenntnis, daß mir der, der rvA'ip ein Ziel vor «einen Augen sieht, das er mit allen Mitteln zu erreichen such', immer jung bleibt, schreitet heule unsere Jugend in die Zukunft, getragen von dem Willen, ein deutsrher Mann, etne deutsche Frau zu worden, ewig hoffend, ewig jung, ew'g stark in ihrem IW'izen, so wie es \mserp Ahnen immer gewesen sind Wenn nun heute und innrnen wieder cre Kolonnen durch dio Straften ziehen wenn w'eder die Lieder von .IiifT^^nd, Freutie und Kampf in die l.iilte klingen, ddnn soll in jedem das Bev'ußlseiri der großen Kameradfichaft, des gewaltigen Strebens der Jugend nach I>eierhlinung in dieser Zeit der Not und Gefahr lebendig werden Denn in dem S'ngcn und Klingen, in den strahlenden Augen, in den offenen Gesichtern unterer Jungen und M^idel, die die ganze Welt in «ich aufnehmen wollen, liegt der Glaube an d'e Zukunft, schlfigt das He'r der ew'g-jungen neuen Welt. —tfich Die Verpflichtung der Jugend Meine Jungtn und Mtldel Am Tage der Verpflichtung übernehmt ihr eine große, weittragende Verantwortung. Um sie zu erfüllen, müßt ihr stündig an euch arbeiten. In den vergangenen Jahren eures jungen Lebens haben eure Eltern und Lehrer euren Charakter geformt und euch die wissensmäßige GrundUge gegeben, die ihr zum Lebenskampf braucht. In dor Jugendbewegung hobt ihr gelernt, euch in die Gemeinschaft einzuordnen und die Kraft gespürt, die von der Gemeinschaft ausströmt. Die Kindheit liegt nun hinter eurh arbeit unseres Volkes hat Außerdem kann nach den Grundsätzen des Füiirers jeder, der befähigt und fleißig ist, in seinem Beruf aufsteigen. Uber euren Wert entscheidet künftig nur noch euer Könne') und eure 1 oistung. Ihr dürft es euch nicht leicht maciien wollen und sollt an euch Holhsl die höchsten Anlorderungen stellen. Dazu seid ihr umsomeht ver-pllichtel, als ihr in eurer Jugend schon oft an Arbeitsplätze kommt, die vor dem Krieg von älteren und erfahreneren Ar-beitskamernden bnsetzt waren und die jetzt an der Front stehen. Der Steg der Waffen wird nur ein Abschnitt des gro- und auf euch warten größere und weite | ßpn Kampfes um unsere Freiheit sein Aufgaben. Füllt euren Arbeitsplatz, an den ihr gestellt werdet, nach bestem Wissen und Gewissen aus. Denkt daran, daß jede Arbeit, mag sie für sich allein betrachtet noch »o unwichtig erscheinen, ihre Bedeutung für die Gesamt- und der Friede wird sich nur dann auswirken, wenn wir ihn durch unsere Arbeit sichern. Unser Reich ist durch Kampf gestaltet worden und kann nur durch diese Eigen- schaft erhalten bleiben. Bin Kampf Ut aber ohne persönlichen Einiati nicht denkbar, deshalb seid bereit, Opfer auf euch zu nehmen. Seid euren Führern und Vorgesetzten gehorsam und treu. Lernt eure Schwächen überwinden und übt Selbstbeherrschung. Schwierigkelten werden sich euch in den Weg stellen, beweist eure Tatkraft, indem Ihr ein Ziel beharrlich verfolgt. Bleibt bescheiden, denn die Bewährung des Lebens liegt noch vor euch. Neigt euch voller Ehrfurcht vor unseren gefallenen Helden, denn ihnen danken wir das Leben. All euer Handeln aber soll von dena Gedanken an den Führer bestimmt sein, der felsenfest an seine Jugend glaubt und dem ihr euch heute und damit für euer ganze» Leben verpflichtet habt. Dr. Zelter, Bann/ührer Vertreter des Bundesjugendführera Feierstunde in der Familie Wir sammeln Altpapier Ein wertvoller Rohstoff kommt zur Sammelstelle Altpapier wird Neupapier für Zeitungen, Brlefpripier, Tüten, Packpapier, Pappe für Koffer und Verpackungen und Dachpappe. Also alles Dinge, die auch sie täglich und immer wieder brauchen. Ferner wird au« Altpapier Isoliermaterial hergestellt und Verpackungsmaterial für Munition und Lebensmittel für d f* Front. Zur Sicherung der Rohstoffversorgung fiir d e Erzeiiaunq wichtiger Artikel der Kriegs- und Zivilwirtsrhaft ibt die Siinrn-Inng v»>ischifdpiier .Mtslofle unerläßlich. In der Woche vom 27. Marz b'« 1. April 1944 werden .\nf|i'hörige der D;''ut-sfhen Jugend in iillen .Amiern und Be-tr;pt?en vorsprechen, um Meldungen von nliholbereitein Altpapier entgegenzunehmen. Es ist die« für den Jungen oder da« Miidel eine freiwillige, unbezahlte und iiüilievolle Arbeit. Jedei empfange Uahor den Angehörigen der Deutschen Jugend fipiiiidl.f h. Kleinere Mengen werden d^tnii im Ltinfo der S.innnelwoche von de;r Deutschen Jun^nd abgeholt und in Snmmelräume qehracht. Größere Mengen worden durch den Mittelhändler im April direkt abgeholt. Auch kleinste Mengen helfen und erflehen in der Gesamtheit n?inz beachtlich'^ Mengen. \l<;o' rvor .Altstoffe .abgibt, «'chert die Rnhctofle für den krieqs- und leben»- I w rhtigen Bedarf, hauptsächlich aber fiir «ich selbst Pcttau f?roß im Spenden Wir berichteten «chon von dem Erfolg, mit dem die Soldaten in Pettau am vrrgangeni'n Sonntag Siimmellen Nun l.e(jen die Ergehn ewe vor: Im Bereich der Stadt Pettau iillein wurden .'57 000 M.irk gii7ielt, un g-inzen Kreis 100 000, geoen'32 i'>On f)/,w 73OÜ0 Mark im Vorjahr. Mit dieser Gebefreudigkeit bewiesen uneere Volksgenossen wieder e'nmal klar und «indeiitig ihre Innige Verbundenheit mit unseren Soldaten. Einen kle'nen Aiifischnitt aus dnn Veranstaltungen dieses Tage« bringen luiserc L chlbilder. Der kommende Sonntag Ist für unsere vierzehnjährigen Jungen und M4del ein ereignisreicher Tag, treten «ie doch zu der Verpflichtungsfeier an, mit der die Kindheit ihren Abschluß findft. Ein großer Teil dieser Jugend wird noch in diesem Jahr einen Beruf ergreifen und das Lehen in «einer Mannigfaltigkeit kennen lernen. Diesen Tag unserer Jugend wollen wir auch in diesem Jahre würd'g begehen, er soll ein Festtag für den Jungen und das Mädel und ein Feiertag der ganzen Familie werden. Die Verpflichtungsfeier unserer Vierzehnjährigen gliedert sich in zwei Teile: a) in die Verpflichtungsfeier selbst, in deren Mittelpunkt die Verpflichtung der Juntien und Mädel steht, mit der Ansprache des Hoheitsträgers und b) in d'e Familienfeipr, Die Verpflichtung auf den Führer soll auch im Elternhaus als ein bedeutender Tag im Leben unserer Jungen und Mädel empfunden und gefeiert werden. Der Verpflichfungstag kann damit ne-g-nnen, daß der Jugendliche von clert Geschwistern mit einem frischen Morgenlied geweckt wird. Am Kaffeetisch soll der Platz des Kindes mit Grün (Tanne oder Buxbaum) oder einem Früh-lingsblumenstrauB geschmückt sein. Daß es im Rahmen der Lebensmittelzuteilun-gen Kuchen oder Festgebäck gibt, ist selbstverständlich. Die eigentliche Feier In der FamMie findet erst nach der Verpflichtung statt. Trotzdem wäre e'n Morgenspaziergang der Eltern oder des Va- ters mit seinem »großen Kind« eine gute EinsLimmung für den Tag. Wo ei möglich ist, sollte dieser Gang zum Friedhof führen, wo am Grabe der Ahnen und S'ppenangehörigen ein Kranz oder Blu-menstrauli niede.-gelegt wird. Sinnvoll ist e« auch, am Heidenhain die Gedenk-bretter der Gefallenen der Familie zu schmücken. Vater und Mutler und die älteren Geschwister begleiten dun zu Verpflichtenden zur Fe erstatte und nehmen auch an der Feier teil. Findet die Verpflichtungsfeier im Nachbarort statt, so wird der Verpflichtende selbstverständlich mit Pferd und Wagen, d'e br'de geschmückt sind, gefahren. Zum Verpflichtungsfeiertag sind vorher die näheren Verwandten und Freunde des Hauses einzuladen. Die Paten des Kinde« sollten auf jeden Fall zur Ver-pflichtungsfe^er eingeladen werden oder zumindest gebeten werden, dem Jungen oder Mädel ein paar Worte mit auf den Lebensweg zu geben. Wenn die Ver-pflichtungsfcier beendet ist, eollte für d'e Heimkehrenden die Haustür festlich geschmückt se'n. Dalür gibt es verschiedenste Möglichkeiten; Vom Strätißchon an der Hausglocke oder nm Namensschild bis zu einer gewundenen Buxbaum- oder Tannenranke. Hier könnten sich die Nachbarn helfend einschalten. Beim Mittagsmahl, das mit einem Tischspruch eingeleitet wird, mag auf dem Platz des Feiernden eine Kerze brennen, D'e '^Hauptperson'< bekommt zuerst gereicht und natürlich gibt es ein Leib-cierichtl Im Rahmen de« möglichen kanB In entsprechenden Geschenken der Uber-gang von der Kindheit zur Jugendzelt zum Ausdruck kommeni Der Junge er-hält die Uniform der Deutschen Jugend, das Mädchen ein Feetkleid. Di« eret« Uhr, entweder vererbt oder In schlichter Ausführung, da« Erbschmuckstück fftr dis Mädchen. In Familien, wo die Hausmusik gepflegt wird, kann die Feier durch Musizieren oder durch Lieder ausgestaltet werden. Selbetverctindlich werden dabei nur Lieder gesungen, die der Würde des Tage« enteprechen; Heimatlieder, Volkslieder usw. Es kann auch etwas aus einem guten Buch vorgeIe«en werden. Auf dem Bauernhof schenkt der Vater seinem Sohn oder «einer Tochter e'n Kalb, ein Fohlen, ein Lamm oder sonstige« Jungvieh, für deren Aufzucht und Wohlergehen sie nun verantwortlich sind. Dem fungen Bauerncohn kann auch ein bestimmtes Stück Ackerland überantwortet werden, dessen Bestellung und Ernte ihm über]a«sen bleibt. Handwerker können dem Jungen In der Werkstatt ein eigenes Handwerksgerät übergeben. Der Abend wdrd im Familienkreis fröhlich begangen. Wer so «einem Kinde auch im Elt«m-hf)i)s die Verpflichtungefeier zu «ineni Erlrbni« werdsn läßt, der trägt dazu bei, Ihm das Bild eines guten, unvergeßlichen nitemhause« für da# ganze Leben zu erhalten, das wieder einer künftigen Fa-m'lie zugute kommen wird. So rundet sich immer wieder der Ring de« Leben«. In Pettau geht es weiter aufwärts Fleifl und Tapferkeit stellte Krelcfüh-rer Bauer den Ortsgruppenführern und Bürgermeistern des Kreise« Pettau anläßlich des Appells am 21. März als Forderung der Zeit vor Augen. Außer den Leitern der Führungsämter sprach noch Kre'pbniiernführer Straschill über die landwiftsrhaftlichen Umlagen und andere vordringliche Fragen. Der Kreisfühl er brachte In «einen wetteren Ausführungen den .Anwesenden den Dank für ihre treue Mitarbeit zum Ausdruck und gab abschließend einen ausführlichen ütjerblick über die gegenwärtige militärische und politische Lage. »Mehr denn je sehen wir Nationalsozialisten sich die große Wende in der Welt vollziehen«, schloß der Kreisführer, »und wir sind vom Endsiege Deutschlands unter der Führung Adolf HMlers felsen- fest überzeugt.« Einem Gelöbnis gleich vorzeitige« Losgehon rlio c,iKrArnkr>.^ dTflng dom 1? Jnhrc alten 1 beschloß die Führerehrung drucksvollen Appell. sehen sein Für Wehrmachtdienstsendun-gen und für Zeitungssendungen der Verleger besteht dagegen keine Beschränkung. Nachrichten aus Gairach. Am 12. März wurde auch hier der Heldengedenktag durchgeführt. — Die Freiwillige Feuerwehr zeigte sich kürzlich in den neuen schmucken Uniformen. — Die Geräteschuppen der Dorfmaschinengemeinschaft in Feld und Grochau wurden endgültfg festqestclU. Die stattliche Anzahl von Maschinen, die diesen Ortschaften zugewiesen wurden, sind dort bereits seit dem Herbst untergebracht. Verunglückt. Der zwölfjährige Schorn-steinfegersohn Olhmar Gaier aus der Un-terrotweinerstraße 42 bei Marburg fand beim Spielen eine Patrone, welche In den Händen des Knaben explodierte und ihm schwere Verletzungen nn der rechten Hand -/.iifüate. Schwerer Unfall beim BöHerschleflen. eines Böllers Keine FeldpostpSckchen Uber 100 Gramm. Von sofort ab tritt eine vor-ühergehende Einschränkung des Päckchenverkehrs nach dem Felde ein, Pri- i vate Feldpostsenflungen an Emplänger mit Feldpostnummer werden nur noch bis zum Gewicht von lOO Gramm angenommen und befördert. Hierbei müssen alle Sendungen über 20 Gramm Gewicht mit einer Päckchenzulassungsmarke ver- Landwirtssohn Johimn Baumgartner in Gossendorf bei Feldbach ein Teil der Ladung in das Gesicht. Dadurch erlitt Baumgartner schwere Verletzungen, voj; allem an den Augen Außerdem verlor er mehrere Zähn« Die Bereitschaft Gleich-^nberg dos Deut-Roten Kreu-'e'S brachte den Schwerverletzten in die Augenklinik des Grazer Gaukrankenhau«es. Wir verdunl(eln vom 2ß. III. bis 1. IV. von 19.30 bis 5 Uhr! Um Kinder froh zu machen... Rüstzeug für Pettaus Kindergnippenlciterinnen >Venn Kiodergruppenleiterinnen zu einet Ausrichtung bereit sind, da ertönt fjiticber Gesang, da finden sich die Teilnehmerinnen zu Singspielen Im Freien zusammen oder zu fröhlichem Basteln im Schulungsraum Man könnte über dem Treiben fast vergessen daß hier wirkliche Arbelt geleistet wird, nicht als Selbstzweck zu eigener Freude, sondern um Kinder froh zu machen, sie die Die Frau im grossen Schicksalskampf Vorbildlicher Einsatz im Kreis Trifail Au' Atiri'fiiing der So/itilwallerin des Aflieitspnlitisrher) Amtes hat die loite-rin d'^s Amte-^ Fiaiien der Kreisfülirung Trifail, bdiingt-n und Eichtal-West drei fiioHe Versammlungen einberufen, in tle-n'>n die im Arbeitseinscil? stehenden Tranen über die .Aufgaben der Gegenwart und (iiier flen Wert ihrer Mitarbeit ans benifetiem Munde Aufschluß erhielten. In den auReriirdentlich gut besuchten Versamrjilunqcn sprach in Trifail l'reisführer Pg. libfrhardt (n Edlingen OMsgruppenführer Pu Holzner und in I irbtiil-WoBf Krt'isdtntsleiter Pg Schvjitz. Dabei führten die Redner aus, daß der dem Weltfeind .Juda «ufgezwunnene Isauinf auf ' eben und Tod auch die aktive Teilnahme der Frau in vollem Umfang erfordert, Ehe und Familio, die sonst den Mciuptinhalt des fraulichen Lebens ausmachen, sind heule in ihrem (irundbestande gefährdet und können nur auf ihre Erhaltung und Weiterentwicklung reclinen, wenn die deutsche Frau im Sthicksalskampf dem Manne zur Seile steht. Die l-Mitersteirerinnen liaben den Ruf des Führers verstanden und sich überall in den Betrieben bestens bewährt. Das gih auch für die Frauen im Grenzkreis Trifail. Hier und da bestehen aber doch Mißverständnisse und Unklarheiten über dir Notwendigkeit dei Mithilfe aller ein-sat/fählgen Frauen bis zum Siege Man-chi'rlei ,,Frauliches allzu Frauliches" wiirde dabei die so hohe Gesamtleistung abschwächen. Dies wurde von den Rednern an allerlei aus dem Leben gegrif-ffnen drastischen Beispielen ausgeführt. So folgten auch die Fmien in allen drei Versammlungen mit großer Aufmerksamkeit und vielfach spontanem Beifall dem nn ihre tätige Mitarbeit gerichteten Appell, durch restlosen Einsatz in Mcn ihnen zugänglichen bzw. zugewiesenen Arbeitsbereichen ihr Bekenntnis zum Führer durch die Tat zu bezeugen und damit einen wesentlichen Beilrag /um Sipge zu leisten. Welt des Märchens und fies Spiels In niütterlicher Betreuung erleben zu lassen, ehe sie zu strafferem Tun in der Deutschen Jugend erfaßt werden. Es spricht für das Geschick der Leiterin de» Arbeitsgebietes Kindergruppe in der Rundesführung, Pgn, M. Lantschegg, dfe jüngst erfolgte Ausrichtung der Kin-dergruppenletterinnen im Kreis Pettau in diesem Geisle durcligeführt zu haben. Die Leiterinnen aus den Ortsgruppen bekamen in diesen eineinhalb Tagen wirklich all das Rüstzeug mit, was ihre Arbeit in den nächsten Monaten füi die sechs- bis zehnjährigen Kinder wesentlich und erfolgreich machen kinn. Die Ausrichtung gibt die Gewähr dafür, daß auch im entferntesten Ort unseres Kreises die Kinder spielerisch dahin geführt werden wo sie einst stoben sollen Den Höhepunkt des Treffens bildete oIijO Morgenfeier bei der den Leiterinnen aus den Ortsgruppen in Anerkennung ihrer Arbeit die Wolfsangel verliehen wurde. Kreisführer Pg Fritz Bauer fand hei dieser Gelegenheit anerkennende Worte für das stille oft unauffällige Wirken auf diesem Gebiet, das aber doch von ganz entscheidender Bedeutung im Leben und Erleben der Kinder und damit des Volkes ist und seine Krönung durch dio Dankbarkeit erfährt, mit der dereinst unsere heranwachsende Jugend an die Heimstunden im Amt Frauen denken wird Die Mahnung des Kreisführers zum höchsten persönlichen Einsatz wurde den anwesenden Frauen zur Verpflichtung, In Zukunft noch bedingungsloser Ihrer schönen Auf-gi^he zu dienen. Todesfall«. In Gutendorf bei Marburg starb der elfjährige Schüler Hermann Priborschek. — In Erlenbüchel l«t der 67jährige Private Josef Lackner gestorben. — In ClHi verschied Im Alter von 63 Jahren der Kaufmann Alol« Fabian. Krlegslrauunfi In Wuchara. Künllch wurde am hiesigen Standesamte der hier geborene Obergefreite und Träger de« Eisemen Kreuzes I. und II. Klasse August Mertschnik mit Frl. Anni Skof aus Feistritz bei Marburg feierlich getraut. Der feierliche Trauungsakt wurde durch Harmoniumspiel eingeleitet, worauf Sturmführer Koren mit einem markanten Führerspruch folgte. Darauf sangen die Jungmädel »Zwei Sterne«, dann folgte die gut gewählte Anepradie des Standesbeamten Paul Minarik. Vor der feierlichen WilleneerklArung sangen die Jungm&del »Haltet euer Herzen Feuer«. Beim Ringwechsel spielt H. Widmoser am Harmonium leise da« Dachsteinlied, sodann folgte ein passender Spruch der Jungmädelfiihrerin Hilde Minarik. Es folgten dann die Gratulationen des Standesbeamten, Bürgermeieter« und Vertreter de« Ortsgruppenffihrer«, de« Sturmführers der Wehrmannechaft und der Jungm&del. 50. Musiktaq des Steirlschen Musik-schulwerkes. Zum 50. Male fuhr das Ge-meinschaftsorchester de« Steirlschen Musikschulwerkes unter Leitung von Professor Oberborbeck Ins eteirische Land, diesmal in den Krel« Hartberg, ura der Bevölkerung mueikalische Schätze unserer großen Meister bu vermitteln. — Die Musiktage sind in ihrer Planung und Durchführung zu einem festen Begriff Im kulturellen Leben der etelrischen Stfldte geworden. Jugendmuslzierelunden. Werkpausen- und Orchesterkonzerte, gemeinsam durchgeführt durch die NS-Kraft-durch-Freude geben den Musiktagen ein besonderes Gesicht. Die heimlechen Kräfte tragen durch Vorspielstunden der Kreismueikschulen, durch Turmblasen und eicrene Veranstaltungen zum Programm des großen Tages bei. iS( TAPFERE UNTERSTEIRER Soldat Franz Kokole aus Kappel, Ortsgruppe Oppendorf, Kreis Cilli wur ie für seine besondere Tapferkeit vor d( m Feind mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Die Gefreiten Friedrich Padeschihk und Anton Seibert aus der Ortsgrupj^e Wlndischfeistritz und Gefreiter Franz Schiletz aus der Ortsgruppe Wachsen-berg, Kreis Marburg-Land, erhielten das Eiserne Kreuz IL Klasse. Gefreiter Johann Kraschowetz aus d'^r Ortsgruppe Rotwein, Kreis Marburq-Ste it wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz II Klasse mit Schwert<>n ausgezeichnet Gauleiter-Glückwunsch an Viktor Geramb Anläßlich der Vollendung des 60. Le-benejahres hat der Gauleiter dem Professor Viktor von Geramb In Erinnerung an die Verdienste, die er sich einmal In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg erworben hat, seine Glückwünsch« entboten. Weitere Landvolkkundgebun^en Die Landvolk-Kundgebungen, die im Rahmen der Frühjahresversammlungs aktion de« Steirlschen Heimatbundes am vergangenen Samstag und Sonntag Ihren Auftakt nahmen, fanden bei der unter-«telrischen Landbevölkerung zustimmende Aufnahme. Die überaus starke Teil nähme ist der beste Beweis für die Aufgeschlossenheit der Untersteirer, die auch diese Gelegenheit mit Freude wahrnehmen, sich über die Probleme der Ernährungswirtschaft aufklären und die dazu nötige politische Ausrichtung entgegenzunehmen. Auch heute und morgen und den folgenden Tag finden In den Kreisen Cilli, Luttenberg und Pettau weit&re solche Landvolk-Kundgebungen statt, und zwar: Im Kreis Cllli, am 25. März, Cilli, Deut«ches Haus, 10 Uhri 26. März, Schlei-nitz, Jakob«dorf, Salobir, 14 Uhrj 28. März, Amdorf, Jeloschek, 10 Uhrj 2ö. März, Hofrain, Schule, 14 Uhr» 29. März, Heilenetein, Ortsgruppenheim, 10 Uhrj 29. März, Packenstein, Ortsgruppenheim, 14 Uhri 30. März, Bärental, Sibika, Schule, 10 Uhr» 30, März, Anderburg, Tren-nenberg, Jutienriheim, 14 Uht. Kreis Luttenberg, am 25. März, Bad Radeln, 15 Uhr. Kreis Pettau, am 26. März, Bergneustift, 11 Uhri 26. März, Kranichsfeld, 14 Uhr. Tropfsteinhöhle in Graz entdeckt Bei Arbelten am Grazer Schioftberg wurde vor einigen Tagen eine Höhle auf-geschloAsea Im ersten größeren Raum, von etwa zwei Meter Höhe und ebensolcher Bredte, auf den man zunächst stieß, befanden sich Topfscherben eines anscheinend weitbauchigen Tongefässes. Dies erwies »Ich als ein aus dem Mittelalter stammender Fund. Dadurch wurde die erste Hoffnung, hier vielleicht auf die Überreste einer vorgeschichtlichen Höh-lenansledlung innerhalb der Grazer Altstadt gestoßen zu sein, zunichte. Aber allein dfts Vorhandensein von natürlichen Höhlen innerhalb des Massivs des Schloßbergdolomits ist bemerkenswert. Bis heute war nämlich außer einigen unbedeutenden Klüften an den Südhängen des Berges keinerlei Hohlraum bekannt. Die nähere Untersuchung ergab, d.iQ eine ursprünglich viel umfangreicheie, durch das Wasser ausgewaschene Höhle jetzt zum größten Teil von Gesteinstrüm-mern von oft mehreren Zentnern Gewicht erfüllt ist, sodaB nur ein mehr breiter al« hoher Durchlaß übrigblieb. — Dieser «telgt in mehreren Windungen zum Ti;ll steil an und iftt etwa 26 bis 28 Meter gangbar. Erwähnenswert sind schöru, kristallisierte wasserhelle bis mikhwM- ße Tropfsteine in den oberen Partien. * 10 000 Seichsmark beim Wunschkonzert In Dobl, Am 18. März veranstaltete die kleine Ortsgruppe Dobl, Kreis Graz-Land, zugunsten des Kriegs-WHW ein Wun«chkonzert mit einem Ergebni«, das mehr als doppelt so hoch als 1942 und über ein Viertel höher als 1943 war. Im Reichsarbeitsdienst-Lager Dobl konzertierte die Reichsbahnmusikkapelle unter Leitung von Rudolf Kager, Di« Ma.iden des Reichsarbeitsdienstlagers Dobl brach ten Chöre zum Vortrag, dazu kamen aus gezelcnnete Darbietungen der ort«zuge hörigen Solisten. Zum Schluß brachter Versteigerungen noch ein zusätzliche? Ergebnis, so daß insgesamt 19 000 Reich« mark dem Krlegs-WHW zugeführt werden konnten. Heimatabend in Leibnitz: Feierobnd isl Bereits zum vierten Male in verhältnismäßig kurzer Zeit haben die Lelbnit-zer zu einem Heimatabend eingeladen. Es ist nicht leicht zu sagen, worin dor Reiz dieser Veranstaltungen Hegt und weshalb sie solchen Anklang bei der Bevölkerung der Stadt und des Kreises Leibnitz finden. Es ist wohl die wunder-iiare heimatliche Wärme, die schon nach der freundlichen Begrüßung duich don Schulrat Sepp Grünberger den ganzen Saal mit all den Hunderten von Zuhörern und Teilnehmern erfüllt. Und freudig erregend wirkt, daß diese Abende eine Gemelnschaftslelstung sind, an der unter der behutsamen Führung durch die Kreiskulturpflegerin Peperl Widmann alle teilnehmen: die Bannmädelslngschar von Leibnitz singt, es singt aber aitrh die Frauenschaft, ein Kinder-Sechsgesang tritt auf, ein Frauen-Drei- und ein Frauen-Sechsgesang singt allerschönste deutsche Volks- und stelrische Heimatweisen und schließlich lernen alle, die da zusammengekommen sind ein schönes Lied gemeinsam zu singen. Dann tanzen die Pimpfe und die Jungmädel, zwei Zlthersplelerinnon zeigen, was sie können, aus Gamlltz kommen die Jodlerinnen und den männlich-kräftigen Grundton bringt die Bläaeijruppe des Bann-musikzugea Leibnitz. Schulrat Grünber gor liest eine Geschichte von Hans Kloepfer und Frau Stündl bringt Gedichte und heitere Prosa Auch die Laienspielschat tritt auf und sorgt für kräftige Heiterkeit, Das alles wird zusammengehalten von vorbereitenden und verbindenden Versen, die von Peperl Widmann stammen und von Srhulrnt Othmar Frledl gesprochen werden. Mit diesen Angaben ist aber nur berichtet, was «s zu hören und zu sehen gegeben hat. Nicht aber Ist wiederzugehen die wunderbare Stimmung an diesem Heimatabend das unbedingt frische und herzhafte Jasagen zum Leben und die Zuversicht, die jeder Teilnehmer an diesem Feierabend für den nächsten Arbeitstag mitgenommen hat. Es war nicht ein Zerstreuen und ein Verführen in eine unwahre Kulissenwelt, sondern es war ein inniges Erleben gesunder, froher WirkUchk«i|. - Petiot organisierte Menschenraub Eine neue Variante zum Fali des Pariser Masienmörders Dr. PeÜot wird nun bekannt, wo man plötzlich von einem KReitebüro Petiot" spricht Dieiei soge-aannt« Reiiebüro variprach die Möglichkalt dar Reiia ini Autland Bolchen Personen, dla aua irgendwelchen Gründen rarmalden wollten, mit den Behörden ordnungsmüßig in Verbindung zu treten. AUardingi scheint et sich bei diesen Auslandsreisen vielfach um „Reisen ohne Rückkehr" gehandelt zu haben. Dia Kriminalpolizei hat aus guten Gründen bisher verschwiegen, daß die bei Petiot aufgefundene Korrespondenz auf Helfer des verbrecherischen \tztes schließen ließ. So gelang es, drei dieser Helfer festzunehmen. Sie wurden am Montag zum erstenmal verhört, und es stellte sich heraus, daß sie Dr. Petiot insgesamt 13 Personen in die Hände spielten. Es steht noch nicht fest, oh es sich bei diesen 13 Pursonen ausschließlich um jene handelt, von denen in der Rue Lesueur Leichenreste aufgefunden wurden. Bei dem Verhör erklärten Pe-tiots Zutreiber, daß sie die Namen ihrer „Kunden" nicht gekannt hätten. Immer* hin ist die Pariser Polizei nunmehr dabei, nach und nach den Personenkreis zu erfassen, der einst mit Petiot in Verbindung stand. Ein Ehepaar, das durch die Vermittlung von Petiot nach Argentinien reisen wollte, aber im letzten Augenblick davon Abstand nahm, wurde bereits festgestellt. Aus dem Verhör der Helfershelfer Pe-tiots — es handelt sich teilweise um Zu-hültar — ergab sich, wie das „Reisebüro Patlot" «ibaltat«. IntarMtantan, dla lila-gal flb«r dla Qrani« galangan woUtan, wurden lunAchat In «Inan PriMursaloo bMtallt Dort bracht« man sla mit Dr. Patlot luaamman. Wann «r mit salnan Opfam alnlg wurda, machta ar mit ihnen ain waltaret Treffen In der Rua Lesueur aus, wo Ihnen die notwendigen falschen Papiere gegen Zahlung bestimmter Bß-träge ausgehändigt werden sollten. Im Laufe des Verhörs wurde klargestellt, daß diese Zutreiber Petiots wegen Beteiligung an Diebsttthlen von der Kriminal-polliel dem Untersuchungsrichter übergeben werden sollen. Flacht Tor dem Layattrofii Nach den neueaten Maldungen ergibt dch ein Bikl vom Ausbruch dea Veauvi, der am Nachmittag dea 21. März begann und an Stärke den Auabruch von 1906 übertrifft, wie das Veauv-Observatorium meldet, ala der atärkste Ausbruch in den letzten 70 Jahren. Die Lava fließt in einer Menge von rund einer Million cbm in der Stunde in drea von einander getrennten Strömen den Berg mit einer Ge-achwlndlflkeit von vier Meter in der Minute herab. Die nordwestlich des Ve-•uve gelegenen Ortachaften San Sebastian und Masea di Somma waren bereite am 21. März unter den Lavamas-aen verschwunden, Man ninwbt an, dtiß bisher rund 40 000 Personen ihre Wohn-atätten verlaaaen haben, um vor dem Lavastrom zu fliehen. Die anqlo-amerikaniachen Behörden stehen den Auswirkungen der Naturkatastrophe völlig hilflo« gegenüber und haben bisher keinerlei Maßnahmen zur Unterbringung und Versorgung der vtelon tjuisend Obdachlosen getroffen, die die an sich schon äußerst kritische Ernäh-rungslage von Neapel noch weiter vorschärfen. Wie ferner berichtet, fanden bei e!nem Besuch de« Exköniqf im bedrohten Gebiet Demonstrationen der Ba- völkerung gegen den König statt. ★ Die Schatzklste eines Devisenschiebers. Bin riesiger Schatz im Werte von eineinhalb Millionen türkischen Pfund ■wurde zur allgemeinen Überraschung in der Kiste des vor längerer Zelt spurlos verschwundenen polnischen Emigranten Mikizynsky gefunden, die kürzlich in Gegenwart des stellvertretenden Gouverneurs vom Istanbuler Gericht geöffnet wurde. ^Man stellt fest, daß die schwere Kiste Dollar und Pfund Sterling-Noten sowie Goldmünzen in reicher Menge enthielt. Allein die Zählunq des Schatzes dauerte über 8 Stunden. Mlki-zynsl^s Schatzkisle wird vom Istanbuler dericht in Verwahrung genommen werden, bis die rechtmflßigen Erben ermittelt worden «Ind. ApfelslnengroBe HagelkArner. Die türkische Stadt Tarsus in Anatolien Ist durch einen Haqelsturm betroffen worden, bei dem apfelslnengroDe Hagelkörner von 400 Gramm Gewicht und mehr niedergingen. Uber 100 Personen liegf^n schwerverletzt im Krankenhaus, die verursachten Schäden belaufen eich auf mehr als eine Million Türkenpfund. WIRTSCHAXFT UND SOZIALPOLITIK Die Kriegsschädenvergütung Der Zeitpunkt richtet sich nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten Für KrieqsschädeiD wird Entschädigung entweder in Geld oder durch Ersatzleistung in Natur gewährt. Entschädigung wird grundsätzlich nur auf Antrag gewährt, doch kann eine Ersatzleistung in Nalur auch von Amts wegen angeordnet werden. Der Geschädigte hat keinen Rechtsanspruch auf di« Art der Entschä-digiinni sie wird vielmehr ausschließlich durch die Feststellunqsbehörde bestimmt, die trotz eines auf Geldentschädigung gerichteten Antrages Ersatzleistung in Natur und umgekehrt anordnen kann. Für Ersdtzleistunq in Natur gelten vor allem die Anordnunqen des GBBau über Sofortmaßiiahmen bei Bomben- und Brandschäden; ÄufTäumunqsarbeiten sowie die Beseitigung von Fenster- und Dachschaden werden in der Regel im Wege der Ersatzleistung in Natur durchgeführt. Der Zeitpunkt der Entschädigung richtet sich grundsätzlich nach den wirtschaftlichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten. Es besteht demnach keineswegs ein Anspruch auf sofortige Entschädigung. Alsbald wind die Entschädigung in Geld insbesondere dann gewährt, wenn der Geschädigte sl« zur Instandsetzung oder Ersatzbeschaffung oder zur Bestreitung von Aufwendungen verwenden will, die aue dem VerAußeningserlös der Sacba vermutlich bestritten worden wären, Torausq«s««st, daA die Verwendung SU den beabeichtigtaii Zwecken möglich und volkswirtschaftlich gerechtfertigt ist Ferner wird sofortige Entschädigung gewährt, wenn der Geschädigte sie zum Aufbau, zur Aufrechterhaltung oder Leistungisteigening eines Betriebes verwenden will und dies volkswirtschaftlich erwünscht ist, femer zur Abdeckung fälliger Schuldverbindlichkeiten, für weiche die zerstörte oder verlorene Sache als Pfand gehaftet hat — sofern die Abdeckung notwendi<| und volkswirtschaftlich gerechtfertigt ist — sowie zur Sicherung des Lebensbedarfes des Geschädigten bzw. zur Abwendung eines Konkurses oder Ausgleichsverfahrens. Aber auch wenn diese Voraussetzungen nicht vorliegen, wird die Entschädiqung grundsätzlich sofort gewährt, wenn der Schaden lOOO RM nicht übersteigt; bis zum Betrag von .3000 RM kann sie nach Ermessen der Feststellungsbehörde Tsofort gewährt werden Ebenso wird ohne Rücksicht auf den Verwendungszweck alsbald Enlschädigung gew&hrt für Aufwendungen zur Schadensminderung oder Scha-densabwendimg sowie für einen Minderwert. der trotz erfolgter Instandsetzung verblieben ist. Ist die Voraussetzung für eine sofortige Entschädigung in Geld nicht gegeben und wird auch keine Ersatzleistung in Natur angeordnet, eo bleibt der Zeltpunkt der Entschädigung einstweilen rorbelMl-ten. Besteht kein Anspruch auf sofortige Bntsclildlg\m<|, eo kann der BntschSdl- Grund und Jedoch mit gungeanspruch wohl nach Höhe festgestellt werden, dem Zusatz: »Der Zeitpunkt der Entschädigung bleibt vorbehalten.« Der Reichsminister des Innern wird bestimmen, wann und unter welchen Voraussetzungen sodann Entschädigung In Geld gewährt wird. Diese Regelung wird vermutlich durch eine allgemeine Anordnung qetroffen werden, mit deren Erlaß (edoch vor Beendigung des Krieges kaum zu rechnen ist. Das Hinausschieben der Entschädi-gungsleistunq auf einen späteren Zeitpunkt ist In der Überlegung begründet, daß es nicht zweckmäßig wäre, Entschädigungszahlungen in einer Zelt zu leisten, in der es dem Geschädigten nicht möglich ist, sie zur Wiederbeschaffung (Instandsetzung) zu verwenden. Es würde die Gefahr entstehen, daß die Entschädigungssumme de;n Geschädigten gerade dann nicht zur Verfügung steht, wenn er sie tatsächlich zu den volkswirtschaftlich erwünschten Zwecken benötigt. — Auch wäre es möglich, daß infolge eir»er inzwischen eingetretenen Preiseteigerung die Entschädigungaeumme später nicht ausreichen würde. Ee liegt daher durchaus nicht ijn Interesse des Gesrhjdigten, daß die Entschädigung bereits jetzt geleistet wird. In einem weltervn Aufutz werden wir über die Höhe der Bntechldlgung unsere Leeer unterrichten. Ziel der deutschen Preispolitik Strengste Ordnung und Disziplin das Fundament der Währung , Kürzlich sprach der Reichskommissar für die Preisbildung über das Ziel der deutschen Preispolitik. Er betonte, daß das Ziel unverändert die Stabilhaltung des Prelsniveaue tel. Er unterstrich die Notwendigkeit der Totellttt der Prele-polltik, die eile Qflter und Leistungen nach gleichen Grundsitzen erfassen müsse und verwies auf die Verhältnisse in manchen ausländischen Staaten, wo der Schwarze Markt oft einen so beträchtlichen Umfang erreiche, daß er das Wirtschaftsleben tatsächlich beherrscht. Domgegenüber müsse die bewährte Disziplin des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft zur Abwehr einer mor]]ichen Ansteckungsgefahr eingesetzt werden. „Es ist genau so gefährlich und strafbar, wenn ein Deutscher die Preisgesetze oder Bewirtschaftungsvorschrif-ten in den besetzten Gebieten übertritt, wie wenn er den inländischen Vorschriften zuwider handelt. Golegfntlichi voi"kommendeh Mißbräudhen auf diesem Gebiet werde nunmehr mit Hilfe der Reichskriminalpolizei mit harten Gegenmaßnahmen begegnet werden. Trotz der im Ausland eingetretenen Preissteigerungen auch am regulären Markt darf es in Deutschland eine Verteuerung oder auch nur eine Brhdhung der Gestehungskosten durch eingeführte Waren nicht geben. Die von den zustlndlgen Reichsstellen getroffenen Maßnahmen reichen völlig aus, um den Einführer die Einhaltung des deutschen Preisniveaus auch für Auslandswaren zu ermöglichen. Von diesen Möglichkeiten Gebrauch zu machen, sei der Einführer nach der Kriegswirtschaftsverordnung verpflichtet. Der Redner schloß mit dem Hinweis darauf, daß es im Kriege nicht so sehr darauf ankomme, irgendwelche vermeintlichen oder wirklichen Unebenhelten in gewissen Preisrelationen zu verbessern, sondern durch strengste Ordnung und Disziplin das Fundament der deutschen Währung auch vQn der Preisselte her zu sichern. Der Lohnausgleich bei Fliegerschäden-beseitigung durch Selbsländ.ge. Der Generalbevollmächtigte hat in einer Er-gänzunqsanordnunq neue Vorschriften für die Fälle getroffen, In denen selbständige Gewerbetreibende eliischliefl-lieh der selbständigen Handwerker und Landwirte sowie Angehörige freier Be-rulo außerhalb ihres eiqenen Betricbi'S zur Fliegerschädenbeseitigunq herangezogen worden sind Diesen Selbständigen wird für die dadurch eintretenden Arbeitsausfälle ein Ausgleich durch das Arbeitsamt nach einem gestaffelten Stundensatz gewährt. Der Stundensatz richtet sich nach dem letzten Elnkom-monsteuerbescheid. Er beträgt beispielsweise bei Einkontmen bis zu 1200 RM .10 Rpf. und steigt bis zu 2.50 RM, die bei Einkünften über 5400 RM gewährt werden. Eine zweite Ergänzungsanord-nung regelt den Ausgleich in den Fallen, in denen selbständige Gewerbetreibende und Angehör'fie freier Ber\ife zum kurzfristigen Notdlfn«» heranqeroqin werden, .\iich hier richtet sich der vom Arbeitsamt gewährte Lohnausgleich na^h dem letzten Einkoanmensteuerbescheid und staffelt sich nach der Höhe des Einkommens ehenlallfi von 50 Rpf. bis 2.50 RM je Stunde. Versetzung und Abordnung von Ge-fnlgschaflsmllgHedern In außerdeiitsche Gebiele, Der GenernlbevollmSchtigte für den Arbeltseinsatz hat in Ergänzung seiner Anordnung zur Regelung der Arbeitsbedingungen bei anderweitigem Einsatz des Gefolgschnftsmitglietles vom 1. Januar 1^43 bestimmt, daß der Betriebsfüh-rer zur E'^füllung unaufschiebbarer Aufgaben von besonderer staatspolitischer Kein luckertes Bratpfandl mehr Zu den originellen Wiener Straßenly-pen der Vergangenheit, die erst in den letzten Jahrzehnten nacheinander das Zeitliche gesegnet haben, gehörte auch der »Rastelbinder«, der vereinzelt noch bis in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg hinein sein kümmerliche« Dasein fristete, indem er von Haus zu Haus zog, um überall die Patienten der Küchenkredenzen In Behandlung zu nehmen. Nun ist der Träger dieses ausgefallenen Berufe» zwar verschwunden, der Bedarf nach einem Relndl- und Heferldoktot aber, der den Hausfrauen hier ein Lückerl Im Blechkübel verlötet, dort einen losgegangenen Henkel wieder festmacht oder einem Topf einen neuen Boden einsetzt, ist in der Kriegszeit eher größer als kleiner geworden. Diesem dringenden Bedürfnis wenig-ßtens in ihrem Viertel abzuhelfen, haben «Ich vor kurzem ein Elektrotechniker, ein Schlo^er, ein Tischler und ein Buchhalter, die zur Zeit genau die Hälfte eines Hietzifler NSKK-Motorsturmes ausmachen, zusammengetan. In eine von ihnen •ui die Beine gestellte »Reparaturwerk- stätte« können die Hausfrauen der näheren und weiteren Umgebung die Sorgenkinder ihres Küchen- und Hauerdtes bringen. um sie wieder inslandsetzen zu lassen. Der Elektrotechniker nimmt sich der streikenden Staubsauger und elektrischen Bügeleisen an, der Schlosser mit seinem Sauerstoffqebläse hat sich bereits den Ruf eines erstklassigen HeferlfHckers erworben, dorn kein rinnendi^ Wasser-kandl und kein luckertes Bratpfandl widerstehen kann, während ihr Kamerad von der Hobelbank aus einem gebrochenen Sessel Im Nu wieder einen gebrauchsfähigen macht oder ein ausein-andergelaltenes Wasserschaflel neu er-stohen läßt. Der vierte im Bunde aber, der Buchhalter, führt das »Lager« und das Register, ohne daß nicht jede der täglich 100 bis 1.50 Kundschaften im Handumdrehen Ihr Stück zurückbekommen könnte. Das bemerkenswerteste an dieser »Aktion« aber ist: alle diese »Hellungen« und Kuren werdeg in der Freizeit, also erst nach der beruflichen Arbeit und bis spät In die Nacht hinein ausgeübt, der Relnertag aber fließt zur Gänze dem WHW zu. Bedeutung, insbesondere aber bei Be-Iriebsverlagerungen, nicht nur berechtigt ist, Gefolgschaftsmltglleder innerhalb des Reicht'S zu versetzen oder abzuordnen, sondern den Gefolgschaftsmitglledern aiuh Arbeitsplätze im Gebieten außerhalb der Röichsgronze sowie im Protektorat und Generalgouvernement zuzuweisen. Das Gefolgschaftsmitglied muß einer, solchen Weisung des Betriebsführers Folge leisten. Betriebsbegehungen im Einzelhandel. Von einigen Fachgruppen der Vyirt-schaftsgruppe Einyelhandel werden seit eniger Zeit Betriebsbegehungen durchgeführt. Dabei werden z. B. die Eisenwaren- und Hausratgeschäfle des einen Ortes von einigen Kaufleuten desselben Fachs aus einem anderen Orte besucht, um nach dem Rechten zu sehen. Es werden dabei die Preisfragen ebenso be sprochen wie die Warenlagerung und insbesondere die Auslagerung. Die Betriebsbegehungen sind für den Einzelhandel noch neu. Daher ist es zunächst verständlich daß sich diese Art der kameradschaftlichen Hilfe und Berauing nur sehr langsam durchzusetzen begmnt. Viele Einzelhändler sehen in den Fach-kc'meraden, die die Betriebsbegehungen durchlühren, noch die Wettbewerber, denen man nicht gern Einblick in Bücher und Lager gewährt. Aus diesem Grunde sind die Kaufleute für Betriebsbegehungen sorvjfäitig ausgewählt und sie führen ihre Begehungen nicht am eigenen Orte, sondern stets am Nach-bardrte aus, wo ein Wettbewerb nicht gegeben ist. Wenn die kameradschaftliche Hilfe auch der vornehmlichste Zweck der Betriebsbegehungen ist, so dienen sie doch auch der Kontrolle Diejenigen Kaufleute, die aus Unkenntnis oder aus Nachlässigkeit gegen Preisvorsrhriften und Bewirt-sfhaftungsanordnungen voistoßen, werden belehrt und zur ordentlichen Geschäftsführung angehaltejj. Diejenigen aber, die bewußt sich den Aufgaben, die heute dem Einzelhandelskaufmann als Treuhänder einer gerechten Warenverteilung gestellt sind, zu entziehen versuchen werden hart angefaßt Mit Hilfe dieser Betriebsbegehungen sorgt der Einzelhandel selbst für die Ordnung in seinem Fach. Anglelchunq der Preise für Schlacht-rlntler. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat Im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen und dem Reichskommissar für Preisbildung der Hauptvereinigung der Deutschen Viehwjrtschaft al« dem zuständigen Zusammenschluß innerhalb des Reichsnährstandes die Genehmigung zum Erlaß der Anordnung Nr. I erteilt, durch die die Grundpreise für Schlachtrinder und die Ausstichzuschläqe mit Wirkunq vom 6. März 1944 erhöht werden. Die Erhö-hunq beträgt an der oberen Preisqrenze der Schlachwertklasse a 15 RM, der Schlachwertklaase b 13 RM, der Schlachtwertklasse c II RM und der Schlachtwertklasse d 9 RM je 50 kg Lebendge- wicht. Der Auastlchzuidtlag für Tiere Von Spitzenqualität wurde um 1 RM erhöht, sodaß er jetzt bei Ochsen und Färsen 6 RM (bisher 5 RM). bei Bullen 7 (bisher 6) RM und hei Kühen 4 (bisher 3) RM beträgt. Diese Erhöhung der Grundpreise für Schlachtrinder wird durchgeführt, ohne die Kleinverkaufspreise für Rindfleiach lu indam. Die Fleisch be-und vararbaitenden Betriebe erhalten dahar für die erhöhten Vlehprelae, die sie anzulegen haben, einen Auegleichs-betrag. Aus Kroatien Die Postsparkasse des Unabhängigen Staates Kroatien schließt das Geschäftsjahr 1943 mit einem Reingewinn von I2R,8 Mill gegenüber 65,4 Mill, Kuna 1. V. ab. Die Einlagen stiegen im gleichen Zeitraum von 3654 auf 8322,8 Mill Kuna. Wir hören im kundtunk SamtUH, 3S, Min Helchsproftranni 8- B.ISs Namenskunde zum Hören und BehaUen, II!.: Di« Ortsnamen 9.10 bi» 9.30: .VX-ir «inßnn vor. und itir mtcht mit«, SingtcitunÄ: Willi Trädcr. 11,30-12; tiber I.and und Meer (nur Rcriin, LcipiiiJ, PMarchen der Urüder Grimm. 15.30—16: SoUsleomusik. 16—18: Waa lieb Soldaten wtintchen. 18—19. Unsterbliche ^\u»lk deut* acher Meiitcr, Haydn-Variationen und S.nfunie Nr. 4 in c-moll von Johannes Brahma. Es spielen die [berliner Philharmoniker unter I.citunjt M>n W'ilhalm Furtwäntlier. 19—20; Der Zeilspie£vi am Sonntait. 20.15—22: Musikalische» KuIcidüsUop, Unterhaltuni2saenduni! mit Solisten, dem Köni^s-ber^tr Rundfunkorchester und der Kapelle Erich Börschel. Daulachlandtenderi 8.30—9 Alpenklänite, Volkslieder und -tüiite. 9—10: Unser Schatikastleln mit Musik von Beethuven (tum Todetlai! des Mei-alcrs), Sprccher Lilo Barth und Karl Uiiitenha-jcn. 10.30—Iii Aus zellöenftasischer Unterhaltung. 11.40—13.30: Sch&na Konxertmusik zum Sonntag. 20.15—21! Strcilquartett cis-molt (V('er^ 131) von Bctlhoven (Schneiderhan-Uuartttt). 7 22' Szt-nan aus Verdi* >La Travfata« mit Maria Cebo-Uri, Halga RoawAngt, Heinrich Schlusnua. Sport inicl Turnen Trifailer und Leibnitzer Fußballer In Marburg Slelnsche Gaukiasse aktiv Im Marburger Rapidstadion werden am Sonntag zwei wichtige Punktetpl«]« zur »teirischen Fußballmeisterschaft lur Entscheidung gebracht, mit denen gleichzeitig die zweite Hälfte der Spielfolge eröffnet wird. Um 14.45 Uhr marschieren Rapid Marburg I und BSG Trifall I zum großen Kräftemossen auf, das alle Anzeichen eines sportlithen Ereignisse» besitzt. Sowohl Rapid j!s auch di« Trifailer erheben Arispruch auf den Endsieg, der gerade an d.esem ersten Kampftag der Frühiahrssaisoa seiner Entscheidung naher gebracht wird. Rapid hat sich für diese groRe untersteirische Kraftprobe l)e6onders gut vorbereitet, und da auch der Herbstmrister mit seiner kampferprobten Meisterelf am Start erscheint, wird schon düs Eröffnuntrsspiel den ersten Vorgeschmack für die kommenden Geschehnisse am griinen Rasen geben. Gleich anschließend um 16.30 Uhr werden Reichsbahn Vinrburg I und TuS Leibnitz l als Gönner des zweiten Punktespieles zur Gaukiasse zeigen, inwieweit sich ihr Kidtieverhältnis seit dem Vorjahr qeändcrt hat. Auch diese beiden Mannschaften bereiten sich mit allem Emst auf den Gewinn der beiden Zähler vor, so daß der Ablauf dieses Treffern im Zeichen einer spannunn^vollen Aus-einandersetzunq stnhen wird, Dreimal um Punkte 'n der unlerstelri-sthen FuRballklasse Das Splelprogramm der z^veiten Früh-Jahrsrunde der unterste'rischen Puflball-melsterBchaft bringt drei Spiel«, von 6^ nen zwei auf Marburger Boden und elnw In Clin vor sich geht. Im Marburger Reichsbahnstadion stehen sich am Sonntag um 10.10 Uhr Re'ch?bahn Marburg II und Elchta! I gegenüb' r. wäh^'end um 13 TJhr im Rapidst.idion Rapid Nf nburg II und BI^G Trifail II aufeiiuindprtreffen. Das dritte Spiel zwischen der BSG Westen Tillj I lind der SG Edl'ngen I wurde von Edlingen nach Cilli verlegt, wo ei Sonntag um 13.1.5 Uhr auf der Fest-wies« zum Austrag kommt. Das Leichtathletikjahr 1944 Deutsche Meisterschaften am 12. nod 13. August Mit der Veröffentlichung der Leicht-athietik-Tcrmine 1944 hal das kommende Wettkampfjiihr unserer Leichtathleten seine gewohnte fluf^oie Ges'alt erhalten. Einen besonderen Rang nehmen wieder die Deutschen Meisterschaften am 12. und 13. August und der wieder eingeführte Entscheidungsgang zur Deutschon Kriegsvereinsmeisterschaft am 24, September ein. Der Kalender hat folaendes Aussehen. 23, April. Tug der Langstreckler Im Walde, 14. Mai. Eröffnung der Bahn-wettkamn'7e:t. 29. Mai Khibkämpfe für die DKWM, 4,, 11, und 13. Juni. Stra-ßen-S'affelUiufe, 25. Juni, Kreismels'er-Schäften 1. Juli VoH:«!-Moh'kampftage und Bcrgsporif stp 1.®!. 16. Jnli und 22./ 23 Juli Mfislcscbafon ''er naue und Beroirhe 10 Jnlj 1. Tf-ujptrundp zur DKVNf 12. 13. .^u^u«t. Dcut'^rh'^ Fin7ol-und Stiiffrlmei-terpcbaftpn. 27 .\ugust. 2. flnupl'unde zur DKVM. 10 Septrm-ber Tag der Lapqstrecklcr und Gfher, 17 September 3 naiipl und > 7ur DKVM, 24 September Entschoidunnskcimpfe zur Deutschen Kriegsv. reinsme sierschaft. ★ Rapid-Marburg stellt für d e sonntägigen Piinktespiele gecien Tiifail folgende Mannschaften: Um 12.30 Uhr; Seiker, Janschek, Sternad, Me;"en. Di Muro, Schorn, Kokot, Zoizini, Krischanz. Seu-nik, Barl, Sinkowitsrh Hard nka, Plew-nik; um 14 Uhr; Marqu'sch, Kram, Ko-nitsch, Schf'iicherko, Unferrciter Knopp, Kreiner, Klotfichn:k, Bosina, Fekter, Fasching und Heller. Aus der Abteilung Reichsbahn der SG Marburg, l'm 10 Uhr h iben am Re'ch«^-bahnstarlion spielbfre;! zu sein: Macheinz, Papesch Kcuschler, Fischmger, Frangesch Ernst, Selinschek, Zilk, Gro-schel, Golinar, Krinrad, Peweiz. Um 1.S.30 Uhr trellen sich im Rapidstad'on: Pli-bersrhrk, Smoch, Krschan, Eflerl, Prach Hernaann. Re nincier, Paulin, Ladinek, Habit und Ffrin-.' Frdnnf'sch. Abgesagte ilandbalNpielo. Das Punktesniel im Fraucnhandball Rapid Mar-fiurq fiegen HC Graz wurde se'tens der Grazeri'inen ahne«..igt Auch Zeltweg sagte dcs G.jstspiel der Rapidelf an d e-scm Simntag ab Die Wiener Fuflballauswahl trun ein Übungsspiel gegen den LSV M nkersdorf ans, das sie mit 2:1 (10) gewann. 7. N'di »Tag des Kanusports«. Das Reichsfachamt Kanu hat den 7 Mai zum »Tag des Kanuspo'ts bestimmt Im Gegensatz zu früheren Gepflogenheiten, wo Kanu.sportlei und Ruderer gemeln-s im anruderten ero''nen die Kanusportler ihr neues Wottkampfjähr selbständig, Das Vorjahr*iprogramm wird dabei auth heuer bebehalten. Entgeltliche Milteilungen: Ärztlicher Sonntafsdienst Marburg Dienstdauw; Von Simstag mittag bii, Montag früh fi Uhr. Diensthabend^ Arzte; Dr. \'in,en7 Krasser, Goethe-Straße 1R, (Tel 21-.')0) für das linke Drau-ufer, Dr. Josef Iwcinsthck, Taurisker-straße 26, (TlI. 2B-29) lür das reihte Drauufer. Für Zahnkranke Pentist Schwab, Schillerstraße 14 H ^ nstd^iuer: Samstag von 14 —Ifi Uhr, Scmntag vou B 10 l'hr. Diensthabende Apolhi ke; Magdalenen-apotheke Mag, .Savuht, Frlcdi ich-Lud-wig-Jahn-Platz 3. Cllll: Dauer: Samstag mittag bis Montag B Uhr früh, Diensth.ibendei Arzt: Fischer Alfred, Cllli, Woktiunplatz ti Diensthabende Apotheke; Kiouz-Apotheke, Cilli Prinii-Li'yen-Sliaü®. 2513 A V ' "J -1 ^ ' '''< ^ S >' ' '"'4 • ■V '■•s^"v tWS:: * rf» >> •■C ^ Aelbert Cuijp (1620—1691); Der Knabe mit dem Falken In der Sammlung Backer zu Amsterdam Dai blühaad» HoUasd det 17. Jahrhundert! bat uni «in« «o raich« Püll« ktatlidMr Tflnrtaihllttnlm Unlvli__,__ M uuB ia b«tond«r«m Sinn* alt «in Land dar Kind«r •rschvlnan will. Di« «lau« Mitchvaa ^mk ZlerUdüUtt mtd Behi-biflk^lt, dia den Holl&nder und dls HollSnderin der groBen Zeit achm^ckt, tritt one auch bei diesen Klndeni anttupaii — Ee iet nicht die Meisterschaft der Malerei allein, die hier gelangen nimmt,e« ist der epArbare Atem des L«ben>, den alle diese kleinen Wesen aushauchen, was jene Bilder uneterbtich macht. Wie reisend b«w«gt let, lum Bekplel, das Bildnis dleees kleinen dunkellocki^en Knaben, der wi^ lur Jaqd qerUatet scheint — mit dem Pelken ttif der Lln-ken, einem kurzen Schwert zur Seite und mit dem Jagdh^d, dem die kindlich runde Hand den Weg luf Beute n deuten scheinti Vor unserem Kinde Wie tief wir una mit dir verbunden wd/inen, du biat tuia dennoch wundersam entrückl, und manchmal stehen wir mit unsrem Sehnen ganz klein vor dir, beladen und bedrückt. Du brauchtt dich — i^oHnaA — wfe wtr mi ngtß, du achwingsl Im Ru/in du/cJl dl» l/nendiicUe/l; * Dein Schlot, ein Schöp/ungaakt voll Kra/t und Segen, baut ichon am Schickaal deiner apälren Zeltl Im Vratrom dieser achatfenden Oewalte^ biat du. Ich lOhl ea, unveraehrbar rein, und schwelgend muß Ich meine Hände falten und trete In den Dom der Andacht ein » Theodor Herb»! Echtes Jungbleiben Ddß die Frauen heute länqer junq biet* ben als frühei, w&iß jeder Mensch. Aber qerade letzt im Krieqe, m den qroQen Autqaben der Gegenwart, sehen wir dieses »Junqbleiben« in einem anderen und besonder« positiven Licht. Deiui es bedeutet, nicht abseit« stehen zu müssen, sondern hmeinqeetellt zu sein in die qe-Wdltiqen Forderunqen, die jeder Taq an uns stellt und mit aller Tatkraft und aN lern starken Willen einen Platz im Leben aufzufüllen, auf dem in anderen Zeiten vielleicht viel Jünqere stehen würden. So hat Sich auch für die deutsche Prau dds Streben, junq zu bleiben, qewandelt. Es konzentriert sich heute in dem Wdn-sche, alle Kräfte einzu6etzen und auch in vorqerückten Jahren noch Taq für Taq wertvolle Arbeit zu leisten, qanz qleich, ob im Kreise der eiqenen Familie oder im praktischen Berufsleben. Dieses Hineinqestelltsein in einen umfangreichen Aufqdbenkreis iet qerade für die etwas Ältere Frau durchaus nicht immer leicht. Man braucht dabei nur an die Hausfrauen zu denken, di« einen qro-ßen Haushalt zu versorqen haben und sich vielleicht im Geqensatz zu früher qanz ohne Hilfe durchschlaqen müssen, oder an manche ältere Frau, die tapfer noch eine vielstündiqe Berufsarbeit leistet und Ihren Haushalt trotzdem noch nebenher versieht. Unter dem Gesichtspunkt dieser Auf-qaben ist die Fraqe de« anderen »Jung-bleibens« für uns alle bedeutunqelo« qe-■worden. Das rein Äußerliche tritt in den Hinterqrund. Die Frau, die früh am Mor-qen ihre Arbeit in der Fabrik oder an ein^m anderen Arbeitsplatz beqinnt, be-qnüqt sich damit, daß sie einfach und zweckmäßig anqezoqen ist. Sie ist bemüht, trotz aller Arbeit sauber und nett auszusehen, auch ohne viel Zelt darauf zu verwenden. Und wenn eie nach einem Nachtalarm, der sie Schlaf und Nervenkraft qeko«tet hat, morqens mit elli-qen Schritten ihrer ArbeitsetÄtte zustrebt, dann fraqt sie nicht danach, ob sie vielleicht übemflchtiq und abqe-spannt aussieht, aber sie freut sich, daß sie mit ihren Kräften den Aufqaben qe-warhsen ist, die die Geqenwart an jede einrelne deutsche Prau «teilt und die den qanzen Einsatz de« Menschen ver-lanqen. Daß mit diesem tatkrHftiqen KrAfteein-satz qanz von selbst auch die Außere Haltung der deutschen Frau Hand in Hand geht, sehen und erleben wir jeden Taq. So wie die Zielrichtung unserer Arbeit einzig auf den deutschen Sieg gerichtet ist, so drückt auch die Äußere Erschednung der schaffenden deutschen Frau heute da« Gleiche au«: sie ist schlicht, zurückhaltend und rweckent-ac>rech«nd. . In Ihr rerkArpert sich schlechthin die Äußere und Innere Haltung der Helmflt, die mitkämpfend und m-ftsrhaffend hinter den deutschen Waffen steht. ^Anna Maria Lemberg Frauen als Erfinderinnen Kürzlich fand In Wien eine Ehrunpen in Sicherheit lu bringen suchen. A. S. che der Lichtschein gefallen wer. Bvs erhob sich vsrwiudert und trat hinter sie. Die Vsrt&felung wsr dort etwas abgegriffen, wd« wenn an der Stelle öfters gataetet wlre. Fremde leuchtete sorg-filtlg und eah genau hin, dann drückte aie plötzlich auf «Inen Punkt, und da sprang ein vieirsckiges StOck der Vertl-falung zur Seit« in die Wand hdneln. »Die abgegriffene Stelle war mir auch aufgefallen, aber die Feder habe ich nicht gefunden«, rief erstaxint Eva. In dem kleinen Raum, der offen vor ihnen war, lagen viele Papiere, ein ganz großer Stofi. Die Fremde gab Eva die Lampe zum Haltern sie griff mit beiden Händen hinein und erfaßte die Papieret sie sah Mch, ob noch etwas in dem Raum lag, und {Hng mit dem Stoß zum Tlech. Bva folgte zdt-temd. Auf dem Tiech fiel der Stoß auseinander. Die Mädchen machten «ich begierig an die Durcheicht. »Rechnung des Dachdek-kermeister Schnlel...« las die Fremde »Das Ist «s nicht. Dein Taufschein. Da« ist es auch nicht. Hier hat dein Vater alle eeifie Papiere aufbewahrt. Sein Trauschein. Ist es auch nicht. Hier: .Lehnbrief für Christ Johann Koch. Au«-gefertigt im Jahre 1647, Der Junkerhof in Gittelde. Mit dem Zubehör. Da« Kirchenlehen, Der Meierhof, bezeichnet mit der Nummer C 23 auf der Flurkarte von Gittelde.' Das ist der Lehnsbrief,« Eva war halb ohnmächtig In ihren Stuhl gesunken. »Dae ist der Lehnsbrief«, sagte «ie leise. Da «trömten ihr die Tränen aus den Augen, die Tränen strömten wie ein Bach, sie legte den Kopf auf die Tischplatte und schluchzte und weinte. »Ja, was hast du denn, weshalb weinst du denn?« fragte das Fräulein ratioe. »Ee Fräulein Apotheker vertritt den Arzt Jeder Handgriff hilft „Fräulein, können Sie mir etwas ge gen Magenkrämpfe geben?" Ein« Uteri Frau steht in der Apotheke. Man sieh ihr an; sis ist krank. Die junge Apothe kerln im weißen Mantel weiß sofort Be scheid: „Wartsn Sie bitte «in paar Mi nuten. Ich warde Ihnen Tropfen mischen.' Eine anders Kundschaft beklagt sich übst Kreuzschmerzen und erhält sin Capsi cum-Pflaster. Die junge Prau, die dei eingerückten ApoUieker vertritt, ^reK auch in schwierigen Fällen Bescheid. SU verwandelt di« vielen einlangenden R» zepte in Salben und Medizinen. In dei „Rezeptur" herrscht peinliche Ordnung dee Apothsksriadens. Jeder Handgriff wie auf dar „Tara", dem VarkaufsUscl dar hier gstan wird, jede Entscheidung die man hisr trifft, gewinnt swischei Apothekerwaaga und Giftkammer, iwl sehen dam Annelkaller und der Offixii einen höheren Sinn: Kranke zu hallen Die Jungen Apothekerinnan mit deo roten Dlcnitabielchen am Arbaltsmante nahmen dls Aufgabe ernst, die Ihnen toi der Gemeinschaft Jetit Im Krieg gestelt wird. Sie haben nach der achtklasslgsi Mlttelschuls iwel Jahre lang praktliier und schließlich die nVorezamlnlerten Prüfung" bestanden. Nach dam vorge schrlebenen, sechs Semaster dauemdei Pharmazlastudlum an einer Unlverslti haben sie schon In sehr Jungen Jahr«i das Recht erworben, eine Apothek« allein su führen. Viele dar Jungen Aka demlkerinnen im welBen Mantel det Apotheker begnügen sich aber nicht ml diesem Erfolg, sie streben welter um wollen den Doktorhut der Chemie er ringen. „Wie geflllt Hmen Ihr Beruf?" habet wir ein „Frftuleln Apotheker" gefragt Die Antwort kam ohne Nachdenken: „Icl freue mich, dafi Ich Ihn gewählt habe -Ich stehe Ja wirklich mitten Im Leben wel0 immer genau, was meinen Stamm künden fehlt und »freue mich, wenn id Ihnen mit einem Medikament helfet kann. Ich habe auch Gelegenheit, ^t Scheidungen tu treffen, die im Friedet nur dem Arat vorbehalten sind. So bli ich berechtigt lu „substituieren", alai vom Ant angegebene Hellmittel, lUe ge rede nicht vorhanden sind, dureh Ihn liehe, gleich wirkende, tu arsetien. Id darf nur die Medikamente der Tabuli B un<} C, das sind reine Gifte, nicht sub stituleren." Der Krieg hat also das Lsban In da Apotheke sotusagen auf seinen Urxu stand turückgefOhri Bei unseren Vor fahren lag Ja die Zubereitung von Sal ben und Medikamenten Jahriianderte Uag te den Hlndaa der PraneiL Iii pflegten die ans dem Kampf lurftckkeh renden Mlimer and wurden erst ▼!« aptter, als es schon den Begriff „Anf gab, Ton lütter Stellung ala „Ur-Apolbs kerln" verdrlngt Heote stehen sie la Reich der Qlser und der Flaschen, de Büchsen und der Mörser, als wftre es nh enders gewesen. Sie bedletMn die fehv Apothekerwaage «>d mischsn die kom pliilertesten Reiepte Die „Tara" wtn lur Bühne ihres LebeiM — alnea Freuen lebens, das sich wirklich lohnt w. t. a Studentlimen und BDM löten erwerbititige Freuen ab Im Jahre 1043 stellten eich Im Qet Oatpreufian der AibellaplatMblAsnna in nerhalb dee Werkehrendlenstes tur Vm fügung: 210 Studentinnen, 200 Angehö rlge dee BDM und 22 Mltaibelter^ai des Frananamtes der Deutschen Aibelts front und der NS.-Fra«anschaft 641 werktltlge Frauen erhleltsn dadurd einen tusltsllohen baeahlten Urlaub. Im Gau München-Oberbayem stelU« sich In gleichen Jahre 206 Studenthinsi dem Weikshrendienst cur Verfügung um lösten 569 werktltlge Frauen für 716 tu sAtzIiche Urlaubawo^en von Ihren Ai beitaplfttien ab. Im Gau Wien wurden tat ehian Viertel Jahr 896 werktltlge Frauen durch Sti dentinnen und Frauen der natlonaleoels listischen Frsimorganleatlonen Im Werl ehrendlenst von Ihrem Arbeitsplats ab gelöst und erhielten dadurch 5856 n sltxllche Urlsubstage. Iet der Lehnsbrief, hier ist die Ihitei Schrift des Henogs und dse Siegel.# Eva sprang auf und Bei dem Frinleii um den Hals. »Nun iet allee gute, segt sie, »nun Ist alles gute Sie weinte an lachte und weinte, und die Trlnsn fiel« dem Frlulein auf den bloBen Haie um liefen ihr auf der Haut hinunter nnte das KMd. »Nun wird ja alles guts, sagt sie wieder, »Wenn nun der Vogt kommt dann zeige ich Ihm den Brief, und dann Hiiiauel Aber schnellI Hlnausl Dies hie Ist mein Hausl Hinaus!« Sie stand in der Mitte des Zimmer und zeigte mit der Hand nach der Tüi und es war, als ob eis den Vogt vor eld sehe. Die Fremde lachte und aagte; »Da bin ich ja, der Vogt Ist ja gar nicht hier. Da lachte Eva auch, sie lachte so heftli über sich selber, daß sie sich setzet snißte. »Nein, wie oft habe idh an der Stell in der Vertöfelung gesucht und nicht gefunden«, sagte Evai »und du, bloB ein mal siehst du hin, da findest du gleid dl« Feder.« Sie nahm den Lehnsbrief und las: »Via Hufen Land und drei Kothöfe zu Echti Ja, das ist es. Ein Hof und eine halb Hufe Land daselbst. Ja, ja. Drei und zw« Hufen zu Calefeld. Ja, |a. Ach, wie is denn das nur, nun gehört mir ]a mei Gut. Keiner kann es mir ja nehmenl« S1 lachte, sie beugte sich hintenüber vo Lachen. »Und ich habe mich so geän^ stigt«, sagte sie. »Und wie wird sie Thilo freuen«, sagte sie. »Der ist jeti eben In Langelsheim angekommen, Moi gen früh reiten wir gleich fort, das mti er gleich erfahren,« »Ich denke, ich sollte ihn heiralenl fragte das fremde Fräulein neckend. Noch qeht die Fahrt an des Reiche« Grenze dahin, durch weite, sonn-varglühte Ebenen, auf die däm-□Mtbehaucht«, fem« Gebirqe und langgezogene Bergrücken ni«derbUcken. Aber die rietlqe, grüne Tafel des Gurkfelde« will eich hier, nach Nordott aufgebogen und von den vorqefchobenen Bergzügen gedimmt, noch nicht ergeben. Inuner dringender, in wechselyoller Geetaltung, •pielt die Bergwelt mit Hügelzungen herein und gewaltiger scheinen die großen Rücken auf uns Anzudringen, da wir uns ihnen nähern. Rann, die Stadt an der Sa-we, in fernsten steirischen Süden, ist bald fn den Landfalten vereunkem das BUd der Stadtburg mit Turmklotz und wuchtigem Tor epielt uns noch in d«n Sinneni dae grüngraue, manchmal dunkel gestaute Wasser des Flusses, der hier die letzte iteirieche Stadt berührt, ehe er, d«m Neuen, übermütig entgegenschAu-mend, in dae Land Kroatien verfließt, haben wir verlaesen, und schon nicken die immer größer aufwachsenden Waldberge in die Fülle der Landschaftsgestaltung herein, Da und dort glaubt das Auge die Burq zu erap&hen, die m>an ferne in Walde weiß und die unser Ziel ist, aber die dunklen Fluchten der Waldwinde bergen k«lnen Turm, kein Giebel echeif'kt uns Weisung und Ziel. Wunderlich verborgen coli die alte Waldburg.liegen, so tief der brüderlichen Gemeinschaft der Natur anheimgegeben, daß lie mehr dem Porst und dem Berg, der Landechaft ••Ibst zugeeignet ortcheint, alt den Men-•ohen. Dann steht am Wegrand plötzlich «in Pfeiler mit Zeichen und Worti et let d«r Name den wir tucheo, er w^et auf •inen Seitenweg hin, uad eo geht ee denn im Handtandrelicn der breitem Brust ötr BergwAlder entgegen. Die HSuaer weaeahln und an den Hin-ffan, — dae Tal let eparsam genug beti»-doli — haben irgendwie dasselbe Bauge-■icht der Bauemhftueer, die wir in anderen Tllem tind in den dichten Siedlungen dar riesigen Ebenen iahen und doch let ee tedeamaJ ein neuer Blick und ein ümner anderer Grufl, denn unerhört iet hier die BllderfQIle im Bündnis zwiedhen Mensch, Haue und Natur, und nlrgende wirkt das Geheimnis solcher Entfaltung unmittelbarer und riteelvoller alt eben in ao lauborlach aufwacheender Binaam-k«iL Inmer «1111«* wird da« Tal. Neue Per-iien, die eich an lihen Wegwlndttngen lu erschließen tcholnen, werden rasch wieder vom Wald umschlungeni da und dort quillt die grüne Flut dee Weinlaubs im Stanqengewirr eine« Weingarten«, der einen Hang bedeckt. Wieder und vergeblich sucht dat Auge den Turm der uneer Ziel ist. Plötzlicti, nach einer t&hen Kehre, eehen wir vor stell aufbutchender Bergwand ein Dorfi eine Kirche hoch zu Hlupten der DIcher und die dichte Schar der Hiuter, den etellao Bergweg breit hinan elumend. Dittmanedorf let erreicht, der Wagen brauet hinauf, aber immer noch ist keine Spur von einer Burg ru ••bell. Wir halten «tili und fragen um den Wegt ]a, die Burg let nimmer fem, bergauf, an den Weinglrten vorbei. In den Wald hlnaeln führt der Steig. Da wandern wir gemichllch lu Puß. Geröll erschwert die Stelle dea JAh ansteigenden Pfadeti aber da« Weinlaub der GArten blickt «chon von oben herein und der betäubend blaue Himmel darüber, lAßt ungeheure Welten ahnen und gewAhrt der Mlßlaune im Herzen keinen Raum. Doch ale wir dann die GArten erreichen, let da« Land wieder von Hügelwellen abgeriegelt und ehe wir an Fernblick« oder Umachau denken können, treten wir In den kühlen Dom de« Bergwaldet Märchenhaft verevmkene Welt, die der breite, tteil anateigende Weg er«chlleßt; rletlge Buchen bauen «ich an den jähen Hängen der Grabeneeite auf und wölben den DAmraerdom urwaldtlefer Ver-sunkenheit über dem engen Graben. Der Weg, einet der sparsamen Enge mühevoll abgerungen, nimmt den stell ansteigenden GrabeneiiMchnitt in herrischem Vorstoß, Draußen Ist es Sommer, wohnt hier «chon der Herbst im Laube? Kühler Hauch weht an die Stirnen. Ein Bachquell murmelt In Moosbett. In Graben-tiefe wuchert hochbüschellger Farn, Ge-röliköpfe, grün bepelzt, beben «Ich aus Moderlaub. Kein Tierlaut, kein Mensch weltum und noch bnmer let von der Burg nicht« zu sehen, nur die sorglich gepflegten Wege laseen ein echöneret Ziel ahnen. Die BergwAlder. denen wir entgeqen-wandem, haben einen Zug ins Maßloee. Die rAtaelvolle Versunkenheit der endlosen Forste, die wir im Unterland und eben hier im Grenzraum ehedem schon sahen, kündet eich darin an, nichts von der lockeren, aonnedurchspielten Weichheit der mittelsteiriechen Waldungen lebt darin. Die riesigen Waldzüge auf breit wuchtenden Bergstufen, ariunem an die Urwaldvereunkenheit der Uskoken, die de unten, nicht mehr ferne. Im verblauenden Nachbarland liegen, und an die milde Eineamkeit des Ivanclcaqebirges zwischen dem Becken von Warasdin und Zagorien. Und doch lebt darin alle Blutschwere der deutechen Sagenwelt und die« auch ist es, was uns die Landschaft so leise entrückt erleben läßt. Bald meldet «ich durch duchengrün und Tanndickicht ein sonnübeipspielter Wiesenhangj der iteil aufwärt« führende Graben weitet sich zu einem kleinen Talbecken. Da und dort kündet sich im Landschaflsbild schon eine ordnende GArtnerhand an: oben am rechtsseitigen Hang hebt ein ungeheurer Tulpenbaum die Schalen «einer Blüten über da« Nadel-gespinnst der tiefer stehenden Wey-mouLhskieferi Edelkastanien, Blutbuchen, Tujen und Ziersträucher haben den Waldqraben verzaubert und erlöst. 'Die kleine sanft ansteigende, weitausschwin-qende Bucht let in einen Naturpark verwandelt und der Wald blickt von den Kämmen und hochrückigen Gipfeln düster auf den freien Flecken nieder, daraus er verdrängt wurde. Wir aber eehen die Burg. Ein Hauch von Monumentalität spricht aus dem Bilde, Auf einem breiten Feie- Paul Anton Keller: Dittmannsberg keqel, der sich aus dem geweiteten Waldgraben erhebt, steht die helle Front des Baues mit Rundturm und Uhrtürm-chen und darüberhln wie ein Blick über vorgesetzte MauerwAll«, die ungeheure Wucht dee Wohnturm«. EinsamJtelt mit GroHartiqkeit gepaart, «o möchte man das Bild mit Worten malen, nach einem ersten, unmittelbaren Eindruck vom Waldweg her. — Einsamkeit, denn kein MeiMchenwesen Ist weitum reqe und die Flechten Efeus, die drüben an dem fahlgelben Gemäuer hochklettern und kühn in die ersten Fenster tasten, sind «chon ein Zeichen der unsagbaren Stille, die diese« Waldschloß umspinnt. Großartig Ist der Zuflammenklanq von Mauerzug und Turmwucht, randnah vor den »ich maßlos auffallenden Fluchten riesiger I. Die Burg im Wa 1de Wälder und Waldgebirge, die da« uralte Haus umdrängen, und — nordseita — drohend darauf niederschauen. Rätselhaft und unverständlich erscheint, von unten gesehen, die Lage der Burg, denn dl« Musik, Farbe, Duft und GeataJt de« Waldes «cheinen die einzigen Gefährten dea Hauses zu sein und nie vorher waren wir so klösterlicher Einsamkeit, bedrük-kend und doch weltweit, begegnet Doch gestaltet sich dl« Begegnung anders und heller nach dar ersten Wegkehr« im Parki der Pfad springt die linde, letzte Höhe an, «tracks und unbeirrt der Linde zu, die großkroiüg an seinem Ende steht. Und dort, zu Seiten und darüberhln, bebt «ich in «inem blauen Keil Hinunel« zwischen W&lder-fluchten und den aus der Waldschlucht aufbuschenden Buchenkronpn, die Ahnung von freierer Weltj immerhin in einem karg gewährten Raum nur, aus adner Schiaßcharte In der Festung des Waldlandes, möchte man sagen. Da sind wir auch «chon bei der Und« auf der Mauerbastion der Schloßterasse, angelangt und vor un« wölbt sich das breite Rund des Tores. Noch ein Spähblick über die Wandflucht de« Gemäuers; kahl und mürrisch vprschloflsen spricht un« das Bild ani dl« sparsame Zier der Doppelfenstar alt einher Ruhepunkt in der Reihe der anderen, lädt nicht ein und alle HerzenswArme, dl« den Gast umfängt, acheint nur aus dem Zusammenklang von Landschaft und Bau zu kommen. Mehr noch von der Landschaft heri doch da treten wir in den Hof. Vorfrühling Aufuhati Vtideh Das Moosfräulein und die Sch ürze Nach einer alten Sdqe erzählt Von Hans Watzlik Hinter dem Berg Hohenetock hauste vor Zeiten der Hoiraann. Als dann die Glashütte dort gebaut wurdp und die Kicsstampfe pnrhtp, verscheuchte Ihn der Lärm. Der Hoimann — und jptzt erschreckt mir nuj nicht! — rler war ein uralter Riese mit hohlen Wanqen und einem zerzausten Mut und einem moofi-qrauen Gewand, und seine Haut war grau wie verwitterter Stein, und seine Augen glitzerten wie Katzensilber... Hinter dem Berg Hohenstock aber lebte auch das Moosfräutein und hütete dort Ihre drelunddreißlg Hummeln und nährte eich von derem süßen Honig. Der Hoimann aber mochte sie nicht leiden, und einmal in der Nacht jagte er sie, und sie suchte In ihrer Not Unterschlupf in der Scheuer beim Brunnbauer. Und dcut fing die Katze sie und trug sie wie eine Maus im Maul daher. Ei, freuten sich da die Brunnbauernkinder, wie «!e das winzige Weiblein sahenl E« hatte ein runkelrübenrotes Kittlein an und hatte zartfarbene Wangen und glüh-schwarze Augen und war kaum so hoch wie da« Krügleln womit die Kinder In den Holzschlaq um Himbeeren gingen. Und jetzt blieb sie lange Im Hau« als eine Magd, und sie war ein flinkes, gulr-llge« Ding, bald dort, bald da: sie half überall au«, kehrte Stuben und Kammer sauber, rieb da« Türstöckleln mit der Bürste ab und duldete keine einzige .Spinnwebe. Sie vollbrachte alle Arbnlt recht sorgfältig und nicht hudri fludrl wie die faulen Dirnen. Sie jätete dfls Gärtlein, drin der brennende Fuchs und die Herzglöckleln blühten, und begoß den Lilienstock am Fenster. Oder s'e spann ein Hemd aus eitel grünem Moos. Und wenn tle Kuchen buk und ihr einer in der Röhre anbrannte, rief sie immer! »Verflixt, jetzt Ist mir der Puch« über den Kuchen gerannt!« Wenn sie aber keine Arbeit hatte, «etzte «ie slrh auf den Türstock, das Kinn in der Hand, und war traurig vor lauter Heimweh nach dem Wald. Sie aß und trank nichts alt dann imd wann ein StflcV Rrot und jeden Abend ein SchOfllein Bimenmost. Wenn aber der Bauer sie fragte, was er Ihr für die Arbeit schuldig «ei, beutelte sie den Kopf und sagte gar eifrig; »N-nU Einmal schickte mwn «le zum Brunnen, Wasser zu holen. Der Brunn sprang aus einem Felsen. Da kam das Weihlein erst nach ein paar Stunden heim Die Bäuerin schalt, daß tl« so lanoe ausgeblieben war wegen des bißchen Wasser« Da •acte da« Moosfrluleln: »Ich hab am Felsen auf das gesunde Wasser warten müssen. Die Husten hab Ich erst vo* flberrlnnen lassen.c Und solange das Wedbleln im Hau« war, wurde dort niemand krank und huetet«. B« wurde Winter, da« Sclmeekönigleln «chrle am Zaun, und die rauhen Nächte kamen. Da schenkte die Bäuerin dem Weibleln, well es Ihr das ganze Jahr «o willig und treu geholfen, eine winzige blaue Schürz« und sagte; »Da nimm, du gutes KnöchleinI« Darauf aber weinte das Moosfräulein herzzerbrechlich; »Jetzt bin ich abq«lohnt wordenI Jetzt muß Ich davonIc Ehe «le wieder In den Wald zurückging, fragten «ie die Kinder, was wohl da« Beste auf der Welt eei »Dreierlei Dinget, antwortete sie. »Schwaa-brot für den Magen, Kienpech für die Zähne, kühles Wasser für die .^ugen!« Und das merkt euch, Ihr Kinder, und jetzt Ist die Geschichte aus. Wer aber wissen will, wa« mit dem langen Hoimann geschehen ist, der steige auf den Turmknopf von Trippstrill. Dort drin sitzt eine Kröte, die ist tausend Jahre alt und weiß alles. Die fragetl Warum? — DarumI Die Hochzeit der Jungfer Kordula Der gedruckte Katalog der Handschriften des Grazer Reichsgauarchivs verzeichnet unter Nr. 1318 ein Vormerkbuch des Pellauer Schusters und Badeis Georg Khramberger aus dem 17 Jahrhundert. Ich' hatte schon lange die Absicht, dieses Büchlein mir einmal auf Irgendwelche lokalgeschichtllche Notizen hin durchzusehen. Dieser Tage hatte Ich endlich Gelegenheit. Es Ist ein unscheinbares, nicht allzu starkes Heftchen vom Format 15,5X20 Zentimeter, das teine Erhaltung wohl nur dem Umstände verdankt, daß es in ein Pergamentblatt au« einer Handschrift religiösen Inhalts mit bunten Initialen gebunden ist. Ein Durchblättern der Handschrift brachte verschiedene Enttäuschungen. Zunächst fanden sich keinerlei Eintragungen von irgendwelchen geschichtlichen Ereignissen, wie wir sie sonst sooft In derartigen Vormerkbüchern finden. Dann stimmte auch die Angabe im gedruckten Katalog nicht. Georg Kramber-ger, Bader und Bürger zu Pettau. an den noch heute der Schlußstein eines Hauses in der oberen Draugasse oder, wie sie damals hieß, an der oberen Lend, erinnert, war nicht der Eigentümer und Schreiber unseres Vormerkbüchleins, sondern die erste Kundschaft eines zunächst unbekannten Meisters Aber zwei Eintragungen am Schlüsse des Heftes verraten uns den richtigen Namen. Die eine lautet; „1662, den 12. July haben wür mit ain ander ordentlich ver-raith (abgerechnet), daß ainer dem an- Aus dem Vormerkbuch eines Pettaucr Schusters Von UnJv0rsltät$pro/»tior Dr. Balduin Sar/a dem nichts schuldig verbleibt Martin Koler, Blasius Mally"i die andere Eintragung nennt gleichfalls Blasius Mally, und es geht daraus zweifelsfrei hervor, daß dieser unser Schustermeister ist. Obwohl es sich also um ein reines Geschäftsvormerkbuch handelt, verdient sein Inhalt doch, weiteren Kreisen bekannt gemacht zu werden. Gar manche Kundschaft taucht auf, die in der Geschichte der Stadt Pettau eine Rolle gespielt hat Blasius Mally hat anscheinend selber nicht gut schreiben können, denn die Aufzeichnungen stammen von verschiedenen Händen, aber er war ein genauer und gewissenhafter Meister, zu dessen Kundenkreis die „regierenden" Pettauer-Familien zählten, die die Stadtrichter stellten. Vermerkt sind natürlich nur die größeren Stammkunden, mit denen am Jahresende verrechnet wurde, daneben wird der Meister aber wohl noch zahlreiche laufende Kunden gehabt haben. Schon in der Art der Eintragung macht er Unterschiede in der sozialen Stellung seiner Kunden. Da ist „Ihro Gnaden Herr Pfliegl", der „Edle und gestrenge Herr Johann Carl von Esslgperg", ein „Verzaichnuss was Ich Ihio Gn. Frauen, Frauen Quallandrin Wittfrau In Srhuster-arbelt gemacht habe in diesem 1679. Jahr" usw. Die Qualandro waren eine sehr angesehene Familie. Woher sie stammten, wissen wir nicht. Seit 1654 waren sie Bürger von Pettau und um 16G0 war Markus Antonius Qualandro Stadtrichter. Si« besaßen in der Stadt das Freihaut Nr. 79 (Wlnkler-Sawernlk) und erwarben später die Herrschaft Saurltsch. In den Kreit der Stadtrichter gehört auch Alois Marenz, für den unser Schuster fleißig gearbeitet hat. Er war 1655 und seit 1665 wieder Stadt-richter. Am 9. Feber Heß Frau Marenz „aln par Schueh machen für dess Herrn Astlus Mathiasl." Sie kosteten 36 Kreuzer. Der kleine Mathiasl war wohl das Patenkind von Frau Marenz. Auch sein Vater war mehrfach Stadtrichter und löste 1656 Alois Marenz als solchen ab. Die Familie Astlus war adelig. Auch Herr Horatlo Caccia, für den unser Meister 1678 arbeitete, war 1669/70 Stadtrichter. Daneben kommen verschiedene andere Familien vor, die sich bis tief Ins 18. Jahrhundert hinein in Pettau verfolgen lassen, wie die Prantner, Pölzler (Wagmeister), Drasch, Lampertltsch, Michel Schwätzer (bürgerlicher Lederermeister) usw. Sehen wir uns einmal ein paar Elntra-g\mgen an. Da wurde 1660 für Alois Marenz vermerkt; Den 17. Feber dem Herrn ain par Pantoffel gemacht darfür fl 1. Mehr für den Heirn aln par Cardobo-nlsche schueh darfür fl 1 kr. 30 (das cor-dovanlsche Leder gält als das feinste). Item für den crabat. Knaben aln par preisslsche Schueh gemacht dafür 45 kr. Mehr dem Schaldenschnabel mit pfundt-tollen gedopelt darfür 21 kr. Item für die Jungfrau Bärbl aln par weisse schueh gem. darfür 36 kr. Item für die Maidl Kuehlmensch ain par von glad. cordo. abgesetzte Schueh gem. 54 kr. Blasius Mally muß eine Witwe geheiratet haben, die ihm eine Tochter aus erster * Ehe mitbrachte. Das Verhältnis zur Stieftochter dürfte nicht gerade sehr herzlich gewesen sein, denn der Stiefvater verzeichnete in seinem Vormerkbuch getreulich jede Ausgabe für die Stieftochter, um ihr einmal schwärt auf weiß nachweisen zu können, was tia ihm gekostet hatte; Verzaichnuss Waes Ich metner Stiefftochter Cordulla in einem \uidt anderen gegeben habe alss hernach volgt Erstlichen den 5 augusty 1671. Jahr Kaufte Ihro aln tuchenen Rock sambt aller Zurgehör p. R fl. 13 kr. Eodem die Leinboth (Leinwand) 37 kr. der Macherin Lohn 4 kr. Anno 1672 als Ihr Versprechen gewest ist in Wein undt Eseen ist aulgegangen 1 fl. Leinwand zum Brauthemd l fl. 30 kr. der Macherin Lohn 12 kr. Nim kommt wohl das Hochzeitsesseni denn es heißt da weiter; Mehr kaufte ich ein paar Kapauner 13 kr, Mehr Rindfleisch 25^ Pfund 51 kr. Mehr Kälbernes Fleisch 25 kr. Mehr ein Spensau (Spanlerkel) 13 kr. Roßmarla 6 kr. Sembl fSemmeln) 1 fl. 18 kr. Bi«r 9 kr. 4in Pürtthuoh khaufft 36 kr. Praithigamb schueh 1 fl. 18 kr. dtD Zeugen gegeben 1 fl. Oehl 7 kr. Lezelt R kr. SchindIz :i() kr. Mehr Heindicin (Hühner) 28 kr. '/4 Pfund oriilnary Zucker 9 kr. 1 Loth Püe (Muskatblüten) 15 kr. 1 Loth NSglein (Gewürznelken) 15 kr. H Loth Zijnbeth (Zimt) 6 kr. V« Pf. Pf «ff« 13 kr. H Pf. Rai« S kr. •in Paar Strümpf« 1 fl. 31 kr, T Bllan ■Pendlein« 16 kr. W«Jo aufgegangen 10 fl. 15 kr. (•kl Mlbit fZu wag gehört adn Briefbe«chw«rer?< »Man fragt; wozu, und nicht: lu was. — Ein Briefbeechwerer dient, wie der Name sagt, zum Beschwerej] von Briefen.« »Warum muß man Briefe beschweren?« »Ja — hm — damit sie nicht davonfliegen, wenn ein Wind weht.« »Aber im Zimmer weht doch sowieso kein Wind.« »Allfirding«, aber wenn Mutti mit dem Wischtuch kommt, richtet sie auf meinem Schreibtisch mehr Verwirrung an als ein Tornado « »Wae ist daa, edn DonadoT« »Tomado — »in Wirbeleturm, der In gawisMn Landttilch«n Amerika« weht.« »Amerika, wo l«t datf Welt wegf« »Sehr weite »Weiter al« bl« tum Onkel Brich?« »Tauaendmal «o weit.« »Uuuuh! — Hat OnJkel Brich auch einen Briefbeschwerer?« Gewiß, — aber nun lafi mich in Frieden, Papi hat zu tun.« Nach dreiflig Sekunden; »Papl —« »Was qibts schon wieder?« Nur Ruhe, Ruhe, ein Vater «oll seinen Kindern nicht nur strafende Autorität, sondern auch Freund und Berater »einl »Papi, haben die Leute in Abe —, Arne — —« »Amerika.« »— in Amerikci auch Biiefbt'schwerer?« »Jawohl, und ddiuit du nicht weitet fragen mußt, die Honolulu, auf Sumatra, die Mongolen, Feuerländer und Eskimo«, alle haben schon Briefbeschwerer oder werden doch bald welche bekommen. Wiliet du noch etwas Wimen?« »Sind ihre Briefbeschwere# eo schön wie deiner?« »Hm, ja, gewifi — aber jetit mufi Papi wirklich arbeiten, «piel schön allein wie alle braveo Kinder.« »Ja, mit dem Brlefbeechwerer, bitte, bittel« •Nun ja. In Gotlwi Namen, da hast du ihn, aber laß ihn nicht fallen.« »Papi, schenkst du mir den Briefbeschwerer, ja?« »Was willst du denn damit anfangen?« »Du wirst mir Räder dranmachen, dann Ist es ein schöner Wagen.« »Unemn, Räder an einem Bripfboschwe-/er,« brummt der Vciteri aber schon hat ihn dae Problem göpackt und er schreitet an die Lösung. Pepo, dem alten Elefanten, dem die Holzwolle aus dem löchrigen Bauch guckt, werden einfach die Räder samt den Achsen abmontiert und mit Bindfaden an der Unterseite de« Briefbeschwerers befestigt. In die öee, welche der aufgestützte Ann der Dame bildet, wird die Hundeleine eingehakt und nun geht es, rrr, rrr rund um den Schreibtisch. Struppj, der Drahthaarterrier, bellt wie verrückt dazu, er ist ganz verwirrt. Mutter steckt den Kopf zur Türe herein: »Was ist denn hier für ein Spektakel? Sei doch still! Papi will artroiten.« Doch der Bubi weiß es besser: »Papl will mit mir spielenl Er hat mir ein Auto gemacht!« Mitten im Lauf hält er inne und schreit bestürzt: »Aber ein Auto fährt ja allein, bitte Papi, mach, daß mein Auto allein fahrt!« Der Vater will den Kopf schütteln, die Mutter tut es schon, aber Bulii läuft Stuim; »Gelt Papi, du machst es, du kannst alleil« Kann man eo grausam aein, dieeen felsenfesten Glauben an die Allmacht des Vaters zu zerstören, der so zuversichtlich aus den stralilenden Kinderauqen lacht? Nein! Und eo geht Papi, dieser gute, goldige Papi, dar alle« kann, und bringt da« Bügelbrett. Legt «« mit dem geraden Ende auf den Boden- mit di«m runden auf einen Stuhl. Ha — die schiefe Ebene — lang Ists her — Physikstunde — jetzt «ollte ihn sein seliger Professor sehen! Der Briefbeschwerer, da« trägste aller trägen Dinge, gewissermaßen von Beruf schwer und faul, nun rast er die glatte Bahn hinab, ein lebendes Paradoxon, nimmt, am Tischfuß streifend, eine neue Richtung und überschlägt sich an der Türschwelle mit lautem Gepolter. Es ist nichts passiert, die Dame ruht noch immer mit etwas gelangweilteni Gesichls-ausdruck auf ihrem harten Lager. Bubi Ist furchtbar aufgeregt, Papl voll fachmännischen Ernste«, Muttl gerührt, Struppl rasend. Nach weiteren Versuchen wird die Rennstrecke wie folgt festgelegt: Tom Ofen Im Eßzimmer Ober da« Bügelbrett, dann rwlechen den Tischbeinen durch, mit Hilfe eines steifen Pappendeckels über die Schwelle ins Schlafzimmer, unter den Betten durrhi die Nähmaschine ist Endstation, Struppi mit heraushängender Zunge immer mit, laut bellend. Bubi jauchzt, Mutter seufzt, Papi schwitzt, der Mieter von unten klopft mit dem Besenstiel an die Decke. Rrrr rrrr, wau wau, juiiih fein, pum pum, — und so entstand also diese Kurzgeschichte. oeidl Lot und Pfennig / Sieiriscfi Mass, Gewicfit und GM im Lauf der Jaftrfunulerie h Btsdermerk herrschte bis weit h dl« Neuzadt hinein «ine verwirrende POU« Ton Maßen und Gewichten. Mit Durcheinander stand unser Hei-Wllsnd natfirlloh nicht vereinzelt da Dar Huf nach einheltUcher Regelung 4ir M«B« wer allaemeln. Schon 1298 heiilt •• Id einem Landrechtsentrwurf AI-bradHt L, Herxogt von öeterrelch nnd ftetormerki Wir seczen und gebieten, dM m«n Qberall In dem land haben so! aln« meczeo, aln elmer und ain gelot (Gewicht)«. Unter Friedrich IIL wurden 1445 für die ganze Steiermark die Wein-und LSngenmaße und das Gewicht nach den Grazer Maßen festgesetzt. Jedoch erst unter Maria Theresia kam es zu einer gewissen Vereinheitlichung. Aber noch die kaiserliche Verordnung vom 31. Januar 1857 erwähnt neun örtliche verschiedene stelrische Getreidemaße. Das Grazer Trockenmaß war bis ins 18, Jahrhundert nicht der später übliche Metzen, sondern das »Vierlel«. Mit der Zelt hatten sich nun In der Landeshauptstadt selbst arge Unstimmigkeiten «Angeschlichen, und so ließ der Magistrat 1638 ein neues Viertelmaß aus Stein herstellen und im Rathaus einmauern, wo es 130 Jahre verblieb. Es hatte rund 80 Liter. Wie verschieden das Gro-zer Viertel gerechnet wurde, geht daraus hervor, daß es zum Beispiel die Herrschaft Pettau mit 82 Liter, der Markt Mureck mit 92, die Herrschaft Spielfeld mit 69,17 fOr Hafer und mit 63,4 fftr Welzen, die Stadt Fürstenfeld gar nur mit 57,6 Liter annahm. Jede Stadt, Jeder Markt, Jede Herrschaft rechnete anders. Für daa Grazar WednmaB gibt Robert T. Baravelle in seinen gnindlegendea Arbeiten zur Qeachlcbte der ete4ilfchen MaAe folgende im 16. nnd 17, JehiiiaB-dert geltenden Werte ani 1 (altes) Tischkandl 1,04 Liter. 1 Grazer Emer (Eimer) 64 (alte) Tischkandl ~ 104,96 Liter. 1 Viertel = Emer =r 16 (alte) Tischkandl — 26,24 Liter. 1 Achtel — 1/16 Emer = 4 (alte( Tischkandl — 6,56 Liter. 5 Grazer Emor gaben einen steirl-sehen Startin zu 524,8 Liter in Grazer Emer waren ein Vaß ■= 1049,6 Liter. Der vierte Teil des (alten) Tischkandl wurde Mäßl oder Seid! genannt. Sein Inhalt Ist im Laufe der Zeit immer kleiner geworden und betrug zu Ende des 17. Jahrhunderts nur noch 0,328 Liter. Als Längenmaße gab es Elle und Span und Klaiter, ScRuh, Zoll und Linie. In der Steiermark hatte man auch verschiedene Ellen. Die Judenburger Elle wurde zu vier Span gerechnet und maß 0,80 Meter, die Marburger 0,90, die Cllller (zu sechs Span) 1,2, die auch In Unter-steler gebräuchliche zwölfspänige Kralner Elle 2,4 Meter. Nach Ellen wurde vor allem Tuch und Leinwand gemessen. Der Soldat mit dem Hut /Von Franz 'Bauer Sie sind beide damals im September 17 gleichzeitig eingerückt: mein Freund Fritz, ob «einer Schönheit »Adonia« genannt, und unser dreiundvierzigjahriger Biologieprofessor Pöppel, wegen seiner etwa« harten Stimme von uns »Knarrer« getauft. Eigentlich wäre ja »Pöppel« auch schon ein ganz schöner Spitzname gewesen, aber die Jugend begnügt sich bekanntlich nicht mit Vorhandenem. Sie will schöpferisch sein. Deshalb haban wir immer wieder versucht, uns den Knarrer als Soldaten in unserer Fantasie vorzustellen. Es war nicht schwer, «ich auszumalen, wie ihm der graue Rock paßte und wie er sich darinnen benahm, er, der typische Naturgeschlchtsprofes-sor, der In seiner Schreckenskammer neben dem Chemiesaal weiße Mäuse und gräßliche Axolotl züchtete und in ganz Deutschland unter den Filzlausforschern berühmt war. AI« nun Adonis während seines ersten Urlaubs zu uns ins Internat kam, bestürmten wir ihn gleich; »Was macht der Knarrer?« Da lachte Freund Fritz hell auf. »HaU «agte er, »dem ist eine Geschichte passiert, eine Geschichte, über !»Och«, sagten wir, »da« ist schade!« Damit wir uns aber das komische Bild recht deutlich vorstellen konnten, ndhm Adonis einen unserer Hüte vom Kleiderhaken und nfarschierte, ein zweiter Knarrer, zwischen den Betten unseres Schldfsaals bedächtig hin und her. Fritz ist eh und je ein Meister in der Kunst des Nachalimens gewesen. Als er nun so unsicher in die Ferne blinzelte, leise vor sich hinpfitf und hin und wieder auch einmal über die eigenen Beine stolperte, da war das anzusehen, als würde Pöppel persönlich unter uns wellen, oder als wären wir auf der Promenade in der kleinen Stadt und könnten Zeugen des selten komischen Auftritts sein. Wir saßen auf unseren Stühlen und Bf^tten, klatschten in die Hände, johlten, pfiffen und schrien nach Lausbubenart — bis die Schulglocke uns in den Studlar-saal rief. »Leb wohl, Adonis!« Wir rannten hinaus. Als wir nach zwei Stunden wieder zurückkehrten, saß Adonis tiefbetrübt auf d^TT) vordersten Bett. x»Was ist geschehen?« fragten wir, «hast du keine Zigadle man «ich heute noch in der Garni- ' retten? — oder Leibschmerzen? — oder son freut. Bei jeder Gelegrnheit wird sie aufgetischt und immer wieder haben wir unseren^paü daran. Denkt euch: an einem der letzten Sonntage, als dieses herrliche Wetter war und die halbe Stadt um den Ring spazierte, da ist plötzlich unter den Leuten ein Soldat aufgetaucht in voller Uniform mit dem Seitengewehr, — aber auf dem Kopfe trug er einen Filzhut. Ihr kennt ihn ja, den allen verschwitzten Deckel mit dem regenbogen-«chimmernden Band. Lange hat er sich ja nicht auf der Promenade aufhallen können, unser guter Knarrer; ein junger Leutnant hat ihn auf seine unmilitärl-«che Kopfbedeckung aufmerksam gemacht und hat ihn heimgeschickt. Mit dem Hut unterm Arm ist er abgeschoben und die Leute haben hinter ihm drelnge-lacht. Ohne Zweifel muß dieser Leutnant im Zivilberuf auch Fi^^^ajsforscher seim denn der Knarrar ist bhne Strafe davongekommen, ja, nicht einmal angepfiffen fst er worden.« fehlt dir sonst was?« Adonis schüttelt den Koi)f, dann kratzte er sich hinteim Ohr und schließlich erzählte er uns, daß er als wir ihn verlassen hatten, auch ans dem Schlafsaal gegangen war. Er wollte während unserer Studierzeit ein wenig durchs Städtchen schlendern und nach den Mädchen sehen. Aber kaum war er vor das Seminartor gekommen, da winkte ihm schon ein Feldwebel, der drüben auf dem Gehsteig bei der Laterne stand. Dieser Feld-wel)c!, sagte Adonis, habe ihn so angeschrieen, daß die Scheiben des Straßen-lirhffi droben geklirrt hätten. Außerdem wären ihm drei Tage Mlttelarrest in Aussicht gestellt worden. »Drei Tage Mittolarrest?« fragten wir erstaunt, «— aber warum denn?« »Achl« seufzte Adonis, »ich hab euch doch die Geschichte vom Knarrer erzählt und vorgespielt. Aber — leichtfertig, wie Ich nun mal bin, hatte ich vergeseer^, den Mut wiodr-r db7unfhmpn.« alle« übrige nach Klaftern. Die Grazer Klafterr war 1,78 Meter lang. Eine Klafter hatte 6 Schuh oder Fuß, der Fuß 12 Zoll, der Zoll 12 Linien. Erst 1871 wurde In der Steiermark die Wiener Klafter (ru 1,0 Meter) eingeführt. Auch nach »PAusten« wurde gemessen, «ine Paust war 10,53 Zentlmeiter hoch. Das Grazer Gewicht Ist detn tan flbrl-gen Österreich und In den anderen süddeutschen Ländern ziemlich gleich gewesen. Es wurde nach Pfunden gewogen, da^ Pfund zu 32 Loth, das Loth zu 4 Quentchen. Dos Münchener Pfund wog 561,5 Gramn^ das Wiener 560, dds Grazer 560,2. HuncEferl Pfund gaben einen Zentner. i>ie[ie ijfewächte wichen erst seit 1872 langsam dem metrischen Maß. Bis in das 17. Jahrhundert hinein war das Pfund bei uns auch Geldwert, und zwar das Pfund Pfennige. An seine Stelle trat dann der ihm gleichwertige Gulden, Ein Pfund Pfennige hatte acht Schillinge, der Schilling 8rt Pfennine der Gulden (fl) 60 Kreuzer (kr), so Haß »iIro ein Kreuzer, der zunächst aus Silber war, vier Pfennige galt. Der Wert des Geldes sank ständig. Da« merkt man vor allem beim Vergleichen der Lebensmittelpreise und Löhne. So stieg (nach Hans Plrchegger, Geschichte der Steiermark, II. Bd.) der Taglohn des Tegwerker« vom Jahre 1565 bis 1690 Ton 3 auf 12 Kreuzer, der Jahresgehalt des niederen Beamten von 100 auf 250 Gulden. In derselben Zedt verteuerte sich das Pfund Rindfleisch in Graz von einem auf drei Kreuzer. Der Liter Tischwerin kostete um das Jahr 1600 etwa 4 Kreuzer, hundert Jahre später ungefähr das Doppelte. Natürlich waren die Preise ortsweise sehr verschieden. Wein, Geflügel, Eier und Sperk werden in der Untersteiermark durch schnittlich mindestens um ein Drittel oder gar um die Hälfte billiger gewesen sein als etwa in Obersteier, So zahllp rn-in 1692 (nach einem von J, v. Zahn in seinen »Steirischen Miscellen« mitgeieüten Verzeichnis) in Lorenzen im Mürztal für ein Paar »Kapauner« einen Guiden, während man fast zur selben Zeit in Peftau dafür nur 13 Kreuzer auszugehen brauchte. A. Caschacl( lote auf 'Bestellung Es gibt kaum einen schöpferischen Künstler, der nicht einen schweren Daseinskampf auszufechten hätte, falls er nicht von Haus aus entsprecliend begütert ist. Besonders unter den Dichtern und Schriftstellern sind viele zu finden, und dies sind oft nicht die schlechtesten, die ein solches Mißgeschick ihr ganzes Lohen hindurch vorfolgte, nur selten durch den Lichtblick eines kleinen Eifolges unterbrochen, Da darf es daher nicht Wunder nehmen, daß einer miinchesmal auf die ausfifitallensten Ideen kommt, um dem Glück einen Stoß zu geben, daß es sich endlich auch ihm zuneige, Em solcher ewig Ringender war auch der französische Schriftsteller flenry Murger, der zeit seines Lebens mit Not und Entbehrungen zu kämpfen hatte. In seinen jiingen Jahren war er auf die Empfehlung eines anderen bekannten Schriftstellers hin durch den Verlag des »Corsaire« — einer damals besonders von Frauen viel gelesenen Wochenschrift aufgefordert worden, einen spannenden Fortsetzungsroman zu schreiben. Er entwarf eine ziemlich blutrünstige Handlung, in der es von Toten nur so wimmelte. Dem Verlag gefiel der Entwurf und er beauftragte den Dichter mit der Aiisarboitunq und zwar so, daß er jede Woche eine Fortsetzung zu liefern halte und dafür ein festes Honorar erhielt. Die Anieiltiahme der Leserinnen nn diesem Werke steigeite sich von Woche zu Woche und zwar, wie aus den Zuschriften an die Redaktion hervorging, wegen der nicht alltäglichen Todesarten, denen die einzelnen Personen bisher zum Opfer gefallen waren. Murger erhielt nun von dem Verlage das Angebot eines Sonderhonorars von zehn Franken für jeden außergewöhnlichen Toten, der noch neben den vorgesehenen Helden zugrunde gehen werde. Der stets in Geldnöten schwimmende Dichter ersann nun sogleich eine neue Episode, die er geschickt einflocht. Ein Ingenieur aus Madrid machte eine Aufsehen erregende Erfindung, d'e während einer Dampferfahrt auf der Seine ausprobiert werden sollte. In der nächsten Fort-set7ung ließ Murger den Dampfer jedoch in die Luft gehen, wobei es gennu hundert Tote gab. Die Vorldgsleitung murrte zwar ein wenig über diesen Massenmord, bezahlte nbor flem Dichter doch den Be-lrf>n v'Mi ( Fl 'iiVf-n nis. Einmal Blut geleckt und dahinter gekommen, wie leicht das Geld zu verdienen war, baute Murger diese Episode weiter aus, um noch mehr Tote heriuis-zuschlagen. Er ließ es zwischen der trdii-zösi^chen und der spanischen Regierung wegen des verffnglüfkten Ingenieurs z,u Meinungsverschiedenheiten kommen, die sich mimer schärfer zuspitzten. Als aber die spanische Regierung wegen eines Ultimatums an Frankreich zu beraten begann, roch man in der Verlagsleitung den Braten Gewitzigt durch die Dampfer Em willkommmes „Manuskript'* Ein bekannter dänischer Verlag, des^ «en vornehme« Verlagshaus, das noct aus dem siebzehnten Jahrhunden stammt, in einer Seitenstraße der Kob' magergade In Kopenhagen liegt, halte kürzlich eine Romankonkurrenz ausgeschrieben. Hunderte von Manuskriptßt liefen «in. Auch eine junge Dame am OdeuM auf Fünea hatte «ich «n d%i Konkurrenz beteiligt und ihren erste« Roman eingeschickt. Um den ge«trengen Zsneor von vornherein ein bißchen milder zu stimmen hatt« «le dem Manu«kri|»t tine Kitt« «chter — nicht auf Fünan gcwachsaaeri — Zigarren beigefügt. Nach Ablauf der Konkurrenz bekam die junge Dame das Manuskript mit folgendem Schreiben zurück: »Wir haben Ihr Manuskript und die Zigarren empfangen. Die Zigarren waren ausgezeichnet, deshalb haben wir sie angenommen Das Manuskript war hingegen nicht so gut) Sie erhalten es anliegend zurück. Wir bitten Sie, In Zukunft nur Zigarren zu senden!« Das nennt man T)an^6arkeii Ein dänischer Kapitän der »Ostasii-tl«chen Kompanie«, der großen Reederei, deren Schiffe vor dem Kriege auf den Routen nach Oetasien fuhren, wurde kürzlich in Kopenhagen Ln den »Club der Abenteurer« aufgenommen. Zur Aiifnah-mezerernonie gehörte aber, daß der Kapitän eine »wahre Geschichte« aus «einem Leben erzählen mußte. Kapitän Lnrsen lieferte folgenden »wahrheitsqe* treuen« Bericht ab: »Vor fünfzehn Jahren war ich In ßiam lind ging dort mit einem bekannten Großwildjäger auf die Jagd Mitten Im Dschungel hörte ich auf einmal i'invriier-liche Klagelaute. Ich ging den hertzw-reißenden Tönen nach und fand ein Ele-fantenjunges, daß «ich »inen großen Dorn in den Fuß getreten hatte. Ich half dem kleinen Elefant so gut Ich konnte, zog den Dom aus und verband die Wunde mit meinem Taschentuch. Vergnügt verschwand das Elefantenjung« Im Dickicht. Nun sagt man Immer, daß Blefooteii niemal« etwa« vrgoeeen. Zehn Jahrs sipäter sitze ich in Amerika In dem berühmten Zirkus Barley PlAtslich ms^ •chierten zehn Elefanten In die Manege und «teilten «ich im Krel« auf Gerad« wollten die mächtigen Tiere Ihre Kunststücke beginnen, als einer der Elefanten mit dem Rütisel ein Taschentuch aus seiner Satteltasche herauszieht und mir zuwinkt. Ja, das war der kleine Elefant — nun voll ausgewachsen, der sich an mif'i erinnerte und,mich wiedererkannt hattf^. Aber nicht genug damit — der Elefant ging an den Rand der Manege, reichte mit seinem Rüssel über die Reihen hinweg, griff mich sanft um die Taille und setzte mich von meinem billigen 1-Dol-larplat? auf einen 5-Dollarplatz In der Loge. Sehen sie — das nenne ich Dankbarkeit!« Nach dieser Erzählung bestand kein Zweifel mehr an der Aufnahme d°s dänischen Kapitäns in den »Club der Abenteurer«. / Von Franz Loser explosion stoppte der Verlag ab und schrieb an den Dichter: »Falls es in Ihrtun Roman zwischen Frankreich und Spanien zu einem Krie;j kommen sollte, werden wir jeden Toten mit nur zehn Centimes honorieren.« Worauf Murger es zu einem Vergleich zwischen den beiden Regieiungen kommen ließ. Dem Verlag schrieb|er jedoch: »Ich benötige zwar dringend Geld, doch um zehn Centimes kann ich weder einen Spanier, noch weniger aber einen Franzosen den Heldentod erleiden lus- i^cit einmal Mit dem Uhrzeiger liehe Sagengestalt und Frauenname, 11 Gewebe, 13. Begjdbnisstätte allägypl.-echer Könige, 14. Laubbaum, 15. Rdublier, 16. Eheschließung. Magisciws 'Quadrat 12, 1, 2, 4 altes Schriftzelciicn 3, 5, 8, 1, 4 Beständigkeit 6, 7, 8, 1, 4, 5 Öffentliche Abgabe 9, 10, 11 Inselbewohner 1 bis 12 Bewohner eines schönen Gebietes im Süden des Reichs Untersteirlsche Kreise Aus den 42 Silben ar, au, bell, ber, cho, de, del, e, o, ern, trank,furt, ger, grab, l, ig, il, in, jek, la, lau. le, leh, lei, ma, men, nen, nen, o, on, pha, ra, rn, rer, ro, sehe, sol, lau, ti, ti, trau, ung sind 16 Wörter zu bilden, deren Anlanqs-und Endbuchstaben von oben nach unten gelesen die Namen von fünf Kreisstädten der Untersteiermark ergeben. Die 16 Wörter bedeuten: 1. seuchen-hnfte Krankheit, 2. Stadt und Fluß in Thüringen, 3. Volksbildner, 4. kleine Kamelart, 5. Einspritzung, (5. Gruppe der Ostalpen, 7, Schlitten, 8. Stadt in Mähren, !1, .Stadt am Main und nn der Oder, 10. p' tifc tp " ■ -1 tt m •' • '--UoT. In jedes Feld kommt ein Buchstabe, die waagerechten und senkrechten Zeilen bedeuten: 1. männl. Vorname, 2. Arzneipflanze, 3. japan. Heerführer, 4. dicker Strick. Aullösungen der Rütscl vom vorigen Sonnlng; Das richtige Vorwort; Wiesbaden. Siibenkreiiz: Herberge, Leopard, Ober, Gepard, Leber, Berge, Leo iS'//brnrä/se/.- 1. Infanterist, 2. Miami, 3. Wespe, 4. Edinburgh, 5. Indianer, 6. Niagara, 7 Erpel, 8 Irak, 9 SommiT, 10. Traube, II. Wildgans, 12. Ananas, 13. Helga, 14. Romanow, l.*) Harem, Iß. tili, 17. Idealist, — Im Weine ist il |-Ti \A' „ *0 ^ , Attfnthm«: Schirl-BildcrdietuI Nachbarschaftshilfe einmal beim Kartot feipflanzen All« Schaffenden auf dem Lande treten mit dem beginnenden Frühjahr £ur Arbeit an. Wo sich Schwierigkeiten ergeben, wird durch Gemeinschaftshilfe und Gemeinschaftselnsatz dazu beigetragen, daß alle Acker rechtzeitig bestellt werden. Im Hinblick auf das große Pflicht- und Verantwortungsgefühl der Landbewohner wird in diesem Frühjahr erst recht alles getan werden, damit kein Fleckchen Erde im Feld oder im Garten unbestellt bleibt. Von größter Wichtigkeit ist aber auch di« sorgfältige Ausführung der Arbelten sowohl bei der Ackervorbereitung alt bei der Aussaat, wenn mit guten Erträgen gerechnet werden soll. Das trifft besonders auch für das Pflanzen der Kartoffeln und insbesondere der Spätkartoffeln zu, deren Anbaufläche eine Ausweitung erfährt und die in einen gut vorbereiteten Acker gelegt werden müssen. Die Kartoffel bevorzugt einen mit Stallmist gedüngten, lockeren, unkrautfreien Boden. Auf leichten Böden kann sie schon Im April gepflanzt werden. Ist der Boden schwer, to ist es vorteilhafter, tie Ende Mal in einen gut abgetrockneten und durchlüfteten Boden zu pflanzen, als Ende April In den zu nassen Acker. Auinkbinai Schtrl-Bjld^rdUiut Die gutenigerichteten Tierrettungsstelle Im Dorfe Immer wieder muß auf die Luftschutzbe-reitmachung Jedes einzelnen bäuerlichen Betriebes hingewiesen werden, zumal auch Landgemeinden vielfach mit Brandbomben angegriffen werden. In Jeder Gemeinde muß deshalb in gemeinsamer Arbelt behelfsmäßig Verbandmaterial hergestellt werden, das im Ernstfall« zum Verbinden verletzter Tiere In der Tier-rettungsstelle verwendet werden kann. Viereckig zugeschnittene Sacklelnentü-char aus g«waschenen Säcken mit langen f«it«n B&ndem an den vier Ecken können alt Schutxverbände verwendet werden. Große breit« Binden und Druck-T«rbänd« eignen tlch ebenfalls dazu. In der Tierrettungsstelle sind vor allem ausreichende Mengen Wasser, Luftschutz-handspritze und Gießkanne zum Abduschen der durch etwaige Phosphorver-brennungen oder Kampfstoff« vcrletstan Tiere bereitzustellen. Auf größeren Gütern werden hier und dort sogar ordentliche Sanitätsstellen eingerichtet, dl« sich bereits sehr gut bewährt haben. Außerdem ist es notwendig, daß Jed« Landfrau gerade in diesen Wochen d«n Inhalt ihrer Luftschutzhausapotheke öfters überprüft. Pferd mal mit Dir lost Zahlreiche Un-Pferd mal mit Dir losi Zahlreichhe Unfälle, darunter viele tödliche, geschehen alljährlich im Umgang mit Tieren. Wl« die Landwirtscheiftlicben Berufsgenossenschaften leider feststellen müssea, nehmen auch die Unfälle, die In der Landwirtschaft durch Pferde hervorgerufen werden, ständig tu. Die Ursache ist wohl vielfach im Leutemangel tu tuchen, da Hilfskräfte zum Hinsatz kommen, dl« mit der Wartung der Tiere viel zu wenig vertraut sind. Bauern und Landwirtel Unterlaßt et deshalb nicht, die Gefolgschaft immer wieder zu unterweisen: Niemals eigene Aufgeregtheit merken lassen, weil sieb die Nervosität auf dat Pferd Überträgtl Fluchen und Schlagen beruhigt nicht, dagegen bringt Klopfen und Abstreicheln auch aln aufgeregte« Tier tur Ruhe Bei scheuen Tieren g«bt entgegenkommenden Autofahrern Zeichen, daß sie langsam fahren und nicht hupenl Die Tiere müssen dabei stets am Zügel geführt werden. Beachtet auch sonst die UnfallverhQtungsvorschrirten sie sind zum Nutzen Eurer Gesundheit und zur Erhaltung der Lelstungskraft erfassen wordenI Gefahren für den Beerenobstbau Die Bekämpfung der Schädlinge und Krankheiten von Gau-Obstbauobarlnipsktor H. Flock Zweimal das eigene Gewicht gefressen Fliegende Hunde — schwer betrunken Daß sich Tiere dem Trunk ergeben kommt nicht alle Tage vor. Bei den »fliegenden Hunden' aber, die in den tropischen Gegenden mit Ausnahme Amtirikas zu Hause sind, ist es keine Si'ltenlieit, daß sie in schwer betrunkenem Zustande aufgefunt' i werde.i, Donn sie haben eine stillt- Leidenschaft für süfJon Palmwein, und überall wo zur Gewinnung dieses Weines Palmen angebohrt werden, machen sich sogleich die Flughunde über die Auffang-Geläße her, sehr zum Mißvergnügen der Eingeborenen, die den Wein lieber selber trinke.!. Die „fliegenden Hunde" sind äußerst merkwürdige Tiere. Sie standen früher in dem Rufe, gefährliche Riiuber und Vdmpyre zu sein, aber wer einmal den Kopf eines solchen Tieres genfiu betrachtet, der tatsächlich einem llunde-kopf mit ausgesprochenen treiien, etwris Bchwermütigen Aiigr?n ähnelt, der begreift, daß diese Hotiauptung auf einer Fabel beruht. Die Flughunde hängen an den Bäumen wie riesige Birnen, sie halten sich mit einer Pfote fest, der Kopf hängt nach unt( n, In dieser Stellung trinken sie auch. Sie wählen dann einen Zweig über dem Wasser oder über einem Pdlmweingefäß, ihr Kopf udhert sich von oben der Flüssigkeit, und wie ein Hund lecken sie mit der Zunge den Trank auf. In dieser hängenden Stellung wird sogar vom weiblichen Flughund das Junge zur Welt gebracht. Dabei hält sich allerdings die Mutter mit allen Vieren am Zweig fest und breitet die Flughäute weit aus, sodaß das Junge bei seinem Erscheinen aulgefangen wird und sich an der Mutter festklammern kann. Vier Monate lang trägt die Mutter das Junge ständig, auch auf allen Flügen bei sich. Übrigens zeichnen sich die Flughunde nicht nur durch ihre Liebe zum Palmwein, sondern durch eine ungewöhnliche Preßlust aus. Sie sind fast ausschließlich Pf!an7en- und Früchtefresser. Dabei hat man birobachtet, daß ein kleiner, nur 30 g wiegender Flughund innerhalb drei Stunden^eine geschälte Banane im Gewicht von 60 g verzehrte. Kein Wunder, daß sich die fliegenden Hunde bei den Pflanzern größter Unbeliebtheit erfreuen, weil sie nachts in den Plantagen oft ungeheuren Schaden anrichten sodaß sogar manchmal wertvolle Obstbäume zum Schutze mit großen Netzen umgeben werden müssec Im B««r«nob«tt>au muß bal (l«r Pfleg« der ainz'elnen Kulturen besonders auf dl« Schädling«- und Kr&nkheitsb«k&mpf\mg geachtet w«rden. Unser heuüg«r Bericht gibt über die verschiedensten Methoden wertvollen Aufschluß, dl« Gau-Obstbau-oberinsp«ktor H. Plock, unser bewährter Mitarbeiter, für die Marburger Zeltung geschrieben hat. FI«ckenkrankhe 11 der E r d b e e r Die Blätter sind bedeckt mit braunroten Flecken, deren Mitte abstirbt und dann weiß erscheint. Häufig reißt sie auch auf und fällt aus. Die Verteilung der Flecke ist eine unregelmäßige und treten sie zahlreicher auf, so vertrocknen die Blätter, wodurch di« Fruchtbildung be«inträchtigt wird) stark« Stick-stoffdünqung i«t deshalb zu unterlassen. Auch Feuchtigkeit fördert si«. Man vermeide ein zu enge« Pflanzen. Die vertrockneten Blätter sind zu sammeln und zu verbrennen. Durch vorbeugendes Bespritzen mit l?oigpr Kupferkalkbriihe oder Kupferspritzraittelbrühe kann das Auftreten de« Pilzes verhütet werden. Die Erdbeermilbe Die Pflanzen zeigen ein kümmerliches Wachstum. Ihre jungen Blättchen entfalten sich nicht und verkrüppeln daher. Die älteren sind gekräuivlf oder weisen zwischen den Rippen Auftreibungen auf Bekämpfung* Vernichten der befallenen Pflanzen durch Verbrennen. Vorsicht bei der Auswahl des Pflanzenmaterials. Von kranken Stücken dürfen keine Setzlinge genommen werden. Rutenkrankheit der Himbeere An den grünen Trieben entstehen von End« Juni an bläulichbraune Flecke, die alch meist um «in« Knoap« hsium lus-dehnen. Benachbart« können dabei ineinander übergehen. Beim Verholzen dar Triebe w«r(ten die Fleck« weißlichgrau, platzen d«r Länge nach auf und die tot« Oberhaut löst sich in Streifen los. Bis zum nächsten Jahr« sterben die Triebe ab oder sie treiben nur noch kümmerlich aus und gehen bald darnach ein. Es handelt sich um eine gefährliche Krankheit, die großen Schaden verursacht. — Ein Mittel gegen diese Krankheit ist noch nicht gefunden. Man schneide alle befallenen Triebe frühzeitig ab und verbrenne sie. Vermeide den Bezug des Pflanzenmaterials aus verseuchten Anlagen. Blattfleckenkrankhelt Die Blätter tragen meist zahlreiche große Flecke von rundlicher Gestalt. Sie gehen häufig ineinander über, wodurch größere Teil« von ihnen zum Absterben kommen. Bei stärkerem Auftreten der Krankheit fallen die Blätter vorzeitig ab, so daß die Sträucher schon im August blattlos dastehen. Sie wird deshalb auch Blattfallkrankheit genannt. Die Johtinnis-bee.ren haben starker darunter zu leiden als die Stachelbeeren. Bekämpfung: Vorbeugendes und wiederholtes Bespritzen dei Blätter auf beiden Seiten mit l'i^iger Kupferkalkbrühe oder Kupferßpritrmittelhrühe, dns erste Mal anfangs Mai, das zweite Mal H Tagp später, das dritte Mal 14 Tage nach der zweiten Rohandlung. Anpflanzung widerstandsfähiger Sorten. Der S t a c h e I b e e r m e h 11 a u Auf den Triebspitzen, df'n Blättern und Früchten ert^cheinen dichte, filzartiqe Überzüge, die ^undchst weiß sind, bald aber eine braune Farbe annehmen. Die Triehspitzen und Blätter verkümmorn darunter und vertrocknen, die befalleneu Früchte entwickeln sich nicht weiter, rei- fen nicht aus and gehen mgrund«. Dl« Uberzügs sind nicht giftig. Man lasse di« StrBucher nicht zu dicht werden. Die befallenen Triebspitzan sind während det Winters abzuschneiden und durch Feuer unschSdlich zu macJien. Alsdann Ist der Boden zu kalken und tiefet umzugraben. Hierauf werden die StrÄu eher entweder mit einer 20%iqen Schwe-felkalkhrühe bespritzt oder Kalk (gemahlener Branntkalk) bestäubt. Letz tere« ist nach Bedarf bis in den Sommei hinein zu wiederholen. Nach dem Aus trieb sind die Sträucher mit einer 2%igen Schwefelkalkbrühe zu behandeln. Da einige Sorten nach der Behandlung mit Schwefelkalkhrüh« ihre Blätter fallen lassen, wird in diesem Falle die Sommer-behandlunq mit 0,5—l'oiqer Kupferkalk-brühe cwler Kupfer^pritjnnittslbrühe durdh geführt. Sie ist vorzunehmen: zum ersten Male unmittelbar nach der Blüte, zum zweiten Male 14 Tage später, zum drit ten Male 14 Taqe nach der zweiten Behandlunq, Nur einige Sorten sind kupferempfindlich. Die Stachelbeerblattwesp' Diese Wespenart tritt jährlich in zwe und mehr Generationen auf. Sie leqt die Eier an die Unterseite der Blätter der Sidthelbeeren den Blattrippen entlang ab. Die ausschlüpfenden Larven sind «ehr ge-fräRiq. In qanz kurre' Zeit sind einzelne Sträucher, ja qanze Pflanzungen kahl qe-f'-essen. Die Früchte werden dann notreif und fallen ah. Die Stachelbeeren haben unter ihnen mehr zu leiden al« die Johannisbeeren. Bekämpfunq: Gründliches Bespritzen mit Quassiabrühe oder mit arsenhaltigen Mitteln. Kurz vor der Ernte der Beeren Vorsicht, da sie staik qiftiq sind Auch ein tüchtiges Bestäuben mit Kalkstaub, mit Asche, mit Tabakstaub oder Thomasmehl im tdufcuchten Zustand ist Erfolg, Aus dem Krc's /»tureclt Im M.tqlirder- und Schulunqsappell der OrUtfjruppe Mureck am 21. März »prÄfh KieisfCilner Peter Muchitsch zum Iheiud »Der Auflraq unserer Juqcnder-Tiphurjq«. O.'.äqruppealeiter Huhmdnn nahm nach Rfsprcchunq aller laufenden Aufq ben dit .^nqeiobunq der neuauf-qeno.nmenen Pcirleiqi nossen vor und 'ermahnte sip an die, an den Treueijchwiir gebundenen Verpflichluuqen. Kreisleiler Arnulf Lill nahm durch Tatsachenberich-t« über die lireiqnisse der letzten Zeit Jem WHW zu. Aufruf zum freiwilligen Ehrendienst Neben dem Mann soll jede deutsche Frau ihren Platz im Kriegseinsatz ausfüllen Der Aufruf des Generalbevollmächtiq-ten lüi deu Arbe tsuiiisaU zur Meldung für den freiwilliqrn Ehrendienst in der deutschen Krirgswirlbchaft wendet sich in erster Linie an einen bestimmten Kreis weiblicher Personen, Zu ihm gehören, wie schon gemeldet wurde, besonders die über 45 Jahre alten Frauen, die alleinfitehpnd oder verheiratet sind und nur für den Mann zu sorgen haben oder deren Kinder groß qenug sind, um sich selbst zu verfeorqRu. Aber auch umquartierte Frauen und von der Meldepflicht befreite unter 45 Jahren sowie alle nicht unentbehrlichen Hausgehilfinnen sind durch den Appell angesprochen. Der Einsatz der für den Ehrendienst gewonnenen Kräfte erfolqt auf freiwilliger Grundlage. Daher hat der Generalbevollmächtigte auch verfügt, daß von einer Dienstverpflichtunq abzusehen Ist. Wie zur Durchführung des Ehrendienstes im Reichsarbeitsblatt noch erklArt wird, soll auf die häuslichen Bindungen der sich zum Einsatz freiwillig Meldenden weitgehend Rücksicht qenommen werden. So müssen'z. B, die wegen des Luftkriege« abgewanderten Frauen vielfach die Versorgung ihrer Kinder oder de« zurückgebliebenen Mannes unter erschwerten Verhältnissen weiterführen. Die persönliche Lage kann durch Einsatz mit verkürrter Arbeitszeit oder nur während der Wintermonatc oder nur in der Nähe der Wohnung oder in Heimarbeit berück&irhtJat werden. Bei den im Ehrendienst eingesetzten Männern und Frauen wird ein Arbcllsverhältnii begründet, fflr das die all etwectisel uad (Uiral 13 Rp» drt* («ttqprirurkt« Wort 40 Rpl. ■!)( Ohrlgen WortaoTVigao 10 Rp) -Id» '« Wort Kbr nwortyuhflhi hei Abholung dot An(|pbo(e Jj Rpl b«i /usffi.diinq dutih Po«t Bulaa ?ii Rpt AuskunMiin«r> uo» 18 Uüi Kipinc ADitjigcD wer(*ao mit gagan VorainModuug dai Ba (aurh anilto' Brt«>(n>atkaii) auig^ntimraen MinaantqehQht fft« «iiif Kleina Antelqi I RM iGut erhaltener Tischherd um 200 RM zu verkaufen Adresse in der »M. Z.«. 2335-3 Realitäten I und Geschäftsverkehr Zu verkaufen ' August Karl Lustkandl, beh. konz. Realitäten, Hypotheken, Geschäftsverkehrs-, Gebäude- u. ; Giiterverwaltungs-Kanzlei, Mar-burg-Drau, Herrengasse 36. j________________2^-2 Bauparzelle im Ausmaße von 80U Meter in der Gegend der Weinbauschule, qeqen Einfamilienhaus in Zdhlunq qcqeben. Real.- 11. 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Ge-bäudeverwaltungskanzlef Lustkandl, Marburg-Dr., Herrenqasse^. 2354-2 lfder Betr'ebs- fOhrer soll das Vtropiiiiurgs-uiiii Imtsblati des Chets dei /-ivlIverwHltun' in der Unrcr strlrrmark tesen Bczuq» OSRAM-lampen pret8 monttrlicb »M I.A Be~ sfcllunvjen -»Ind an die Ge-•tch&ftsBrelU des Verord-nunOs- und \mfsblaitcs Marhurö Urai-;3ad^H8S(' ^ 'u »-irhtpp Kroatenl Wer «ein Haus in Cil-Ii mit entsprechend in Agram tauschen will, melde sich bei Pogoreutz, Bahnhof, Cilli. oder femmündl.: Reichsbahn. Cilli, Klappe 370. 887-2 Zu pachten gesucht Suche bis 4 ha Anbaufllche als Pächter. Möglichst in der Stadt nd. in der Nahe. Anzufr.: Gärtnerei, Kärntnerstraß« 63, Mnr-burq-Dr. 2373 2 Junge Pflriichbäiime verkauft Mikl, Drauweiler, Benzqasee 19 ♦ Marburg-Dr.___24^6 3 Bemhardlnerhund, Männrhen, fi Monate alt, zu verkflufen. — Adr. in der »M. Z.«. 2340-3 Zu kaufen i^esucht BUro-Schrelbtische zu kaufen gesucht. Anträge an die »M. Z.«, Vertrieb._______ -4 Guterhaltenes Plantno zu kaufen gesucht. R. Zmork, Mahren-berq. 2418-4 Gut erhaltener Kinder-Sportwagen zu kaufen gesucht. Otto Ehrlich, Marburg, Reitergatse 8. 904-4 Stellengesuche Geschäftsstellenlelter d. Schuhbranche sucht Stelle. Zuschr. unter »Fachmann« an die »M. Z..«^J_„.,911-5 Dipl.-Inq. TscherednllBchenko übernimmt die Ausführung der Entwürfe aus WasstM-, TieJei-senbeton- und Brückenbau. — Viktrinqhofqasse 20-1, Marburg (Drau).__2.'^6lj5 Suche sofort eine KOcbln und Küchenqehilfin für Windi«ch-landsberg bei guter Behandl. und Wohnung. Adr.: Wind'sch-landsberq, Stadeldorf 58 b. Sch. Rupret. 2364-.5 Deutsche Widder - Kaninchen (Rammler) zu kaufen gesucht. Antr. erb. an Franz Woditschar — Post Unterplath (Stmk.). 2410-4 Untergestell für eine Dürkopp-Hausnähmaschine zu kaufen gesucht. Antr. unter »Untergestell« an die »M. 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Z.« 2313-8 Fräulein sucht Wohnung samt ganzer Verpflegung in Nähe Brunndorfs. Zuschr an die »M Z.t, unter »Ehrlich 2323«. 2323-8 Zimmer von alleinstehender Frau (Strickeren) gesucht. Zuschriften an die *M Z.« unter »Strickerin«. "2424-8 Wohnuntilstauscb Tausche 2 H-Zimmerwohnunq mit Bad, Balkon, Küche, Speis II, Stock), B^bakgast^e, gegen gleichwertige oder größere, — Zuschr. unier »Baldigst 21B2« a die »M. Z.a. 2382-9 Tausche Zimmer und Küche, Speise, Gartenteil, gegen größere Wohnung. Adresse in der Veiw. der »M. Z.« 2423-9 tausche schöne Zweizimmerwohnung gegen schöne kleinere Zusrh-iften erbeten unter '»Hilf mir« an die »M. Z.« 2375-9 Heirat Witwer, 50''180, gesund, gebildet, angenehm AulJere, Freude zur Land-, Forst- und Obstwirtschaft, sprachenkundig, musikliebend, Nichttrlnker, nicht unvermögend, sucht Mädchen oder Frau, auch geschieden v 35—45 J., behufs Ehe - Einheirat. Zuschr. unter »Jetzt Klagenfurt« an die »M. Z.«, Mar-burq-Dr.___910-12 Wünsche Briefwechsel mit nettem Herren von 35—45 Jahren, zw. späterer Ehe. Witwer oder Geschiedene mit einem Kind kein Hiiidernis Zuschr untei »Treue Kameradschaft 2358« a. d »M Z.H. 2358-12 Fräulein, Unterstelrerln, 35/68. warmherriger Natur, mit Aus staltung, sucht auf diesem We qe (da Bräutigam verloren) ehrbare Ehebekanntschaft eines gebildeten und Intelligenten Herrn von gutem, zuver lässigem Charakter, 37 bis 45 der sich ein härm. Familienleben und gepflegte Häuslichkeit wünscht Geschiedene ausge schlössen, Witwer mit t-2 kleinen Kindern bevorzugt, dn trotz gehobener Bürostellunq u sicherer berufl. Existenz Vorliebe für Familie. Nur emstqe-mointe ausführliche Zuschrift, mit voller Adr. an die »M. Z.«, unter »Gute Hausfrau«. 2347-12 Betriebslührerln, 36/168, ledig, zwei Unternehmungen, Wien. Realbesitz Alpengßue, Woh nung, sucht ehestens passenden Bewerber. Bevorzugt Akaderai-kei, adequate Berufe, Dipl. Kaufmann etc.. da auch Ein hcirat vorgesehen. Unt, »Hoch wertig« an Publicitas, Wien L, Kärntnerring 2. 908-12 Fräulein, 20 J., groß, dunkel gute Erscheinung, mit Kind sucht liehen charaktervollen Lebenskameraden, 25—32 Jah re, zw Ehe kennenzulernen — Zuschriften unter »Ernste Ab sichten« an die »M. Z.«, Mar-burq-Dr.____219.5-12 Baronin Hilde Redwitz Wien IV.. Prlnz-Bugen-StraQ* Nr. 34/23. Eheanbahnung tüi Stadt- u Landkreise. Einheiro ten Tausende Vormerkungen 167-12 Ökonom, Gutsverwalter, 40 J.. Witwer, wünscht mit Besitzerin oder Schneiderin, auch qe schiedener, Bekanntschaft zw Ehe Zuschr unter »Ökonom 1^942^;^ an_die »M. Z.«. 2299-12 Fräulein m 20.000 RM, wünscht ehrenhafte Bekanntschaft mit nettem Herrn zw Ehe. Zuschr unter »Freude für Landwirtschaft« an die »M. Z.«. 2322-12 Wünsche Kriegerwilwe rnit einem Kinde kennenzulernen, dem Ich ein gulei Vater wäre, Zuschr. unter »Witwe 2352" an d. »M. Z.«. 2352-12 Heirat Schuldlos QMchiedene Frau, 45 Jahre alt, mit eingerichteter Wohnunq, sucht Bekanntschaft mit Herrn, der eicherea Einkommen hat, zw. Ehe. Witwer mit einem Kinde kein Hindernis. • Zuschr. an die »M. Z.«, unter »Geschiedene ausgeschlossen«. _2384-12 Gebildete Dame In leitender Stellunq, von angenehmer We-•eneart, t^iendliche, vol]«chl. Ertcheinunq, 175 cm, dunkelblond, vorzügliche Hausfrau, In der Landwirtschaft, Garten- u. Geflügelzucht befand., wünscht ehrenhaft« Bekanntechaft eines großen, a^P^Itgten Herrn bl« 55 J., von vornehmer Den-kungeart, Landwirt oder Weln-gartenbesitzer. Lichtbild erwünscht, wird ehrenwörtl. re-toumiert. Zuschr. unter »Treue Freundschaft 45« an die »M. Z.«, Marburg-Dr._^2350^1^ Nettes Mädchen, 23 Jahre alt, blond, mit schöner Landwirtschaft, sehnt «Ich nach einem gutmütigen Lebenskameraden aus dem Tischler- od. Maurergewerbe bla 42 J. zw. Ehe. -Lichtbild erwünscht, wird re-toumlert. Zuschr. unter »Frohe Oetem 2330« an dl* »M. Z.«, Marbnrq-Dr._2330-11 Gaatwlrte- «nd Beiltzentochter, SO Jahr« alt, wünacht tlch «!• nen gut«n Mann lur Ehe. Kaufmann od. Beamter in qeelcher-ter Stellung bevonuqt. Antr. an die »M, Z.«, unter »Frühjahr 2388«, Marburg-Dr. 2388-12 Funde - Verluste BelohnuBfll Am 21. Mlrz wurde aus dem Zuq« Klagenlurt-Mar-bürg II. Kl., «rater Waggon, roter Morgenmant«! und hereln-ffe8teckt«r brauner Herrenrock weggetragen. Auskünfte erbet.t Orthaber, Mar^urg-Dr„ Herren- qasse 56._2386-13 Schlferhund entlaufen, h6rt auf Puck, abzugeben gegen sehr gute Belohnung. Goethestraße 11. Tür 108. 2188-13 Einen ichwarzea 8yI-Cap«-Pelz Doonerataa vormittag verloren •ul dem Wege vom Bahnlwf bd« rar Adolf-HltI«r-Brück«. Flnterloha 90 RM. Aib«ug«b«at Bahnliofgaa«« 4»I« b«i Pe«r. _241S.13 Paket mit Akt«n und Briefen am 22. M&rx vom Kino Espla-nade bis Gamserstraße verloren. Abzugeben: Vinzetltach Aloisda, Gamserstraße 7. _2430-13 100 RM Belohnung! Eine kleine Hündin mit Halsband und Leine, hellbrauner Rücken, weißliches Bauchfell, kurzhaarig, dünne Beine, hört auf den Namen »Picki«, Ist samt Leine aus dem Gasthaus Bartol in Brük-kel. Untersteiermark, am 21 Februar 1944 abhanden gekommen. Wer mir den Hund wieder bringt oder sichere Anhaltspunkte geben kann, bekommt 100 RM Belohnung Alle Spesen werden beglichen Zuschriften erbeten an F Kurth, Brückel 28, Untersteiermark 659-13 Verschiedenes KK>vler oder Planino zu mieten geeurht Zuschriften an die M. Z.« üxM. »Gute Miete«. 2293-14 Tau«chb Kinderwagen gegen guterhalu'nen Herrenanzug. — Anzufr.; Marburg-Dr., Taurls- ke ra^a ße_6-_: I, _2337-14 Tausche schwarzen Damen-wlntermantel, mittelgroß, mit Pelzbesatz, schwarzes Stoffkleid, blauen Herrensommer-aportrock für Rundfunkgerät, ev auch Volksempfänger. Anschrift m der »M Z.« 2421-14 Tausche tadellose schwarze Herrenhalbschuhe mit Ledersohle Nr. 43, qeg. gleichwertige schwarze oder braune Nr. 40. 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Rundfunkempfänger u. Nähmaschine. Zuschriften unter »Gut erhalten« an die »M. Z.«, Cilli, 901-14 Hose, Taschenuhr, Schuhe, Zither tausche geg. Matratzen, Pendeluhr, Sparherd, Bettdecken. ,Rapid', Mellingerstraße 1, Marbiirg-Dr. 2374-14 Tausche gute« Damenkleid gegen Knicker-bocker und lange Hose. - Zuschr. unter »Damenkleid« a, d. »M. Z.«, 2163-14 Wagen-Öl-achser, 2-sitzig, tausche gegpn Heuwagen (Pariser) oder Damen- u. Kinder-fnhrrad. Schriftliche Angebote unter »1500« a. die »M. Z.«, __2338-14 Tausche Kinder-sportwaqen gegen elektr, Heizkissen od. elektr. Heizkörper. Adr. in d. »M. Z.«. Marburq-Dr. 2351-14 Tadelloser El-sennfen mit Kochplatte großer elektr. Kocher und elektr. Bügeleisen werden qeg. Rundfunk — event Volksempfänger od Herten- | fahrrad ge- , tauscht. • Dort- j selbst werden ' tadell, Frauen-1 berufsrhuho Nr. 41 getauscht. -Adr. In der »M. Z.«. 2389-14 Amtliche Bekanntmachungen Der Chef der Zivilverwaltung In der Untersteiermark Der Beauftragte für Ernährung und Landwirtschaft (CdZ.) LE-L 4/562—1944. Graz, den 22. März 1944. Bekanntmachung Ausgabe von Speck, Schwelnerohlett oder Schouli aflttelle von Speiseöl. Die Auegabe von Speiseöl entflllt In der 61. Zuiellungi-Periode. Die Inhaber der Redchsfettkarten Jgd für Jugendliche von 14—18 Jahren, der Relchafettkarten für Veraorgungi-berechtigta über 18 Jahren und der Reichsfettkarten für Selbstversorger SVl und SV5 erhalten auf die SpedieölbeetclUchain« der 61. Zuteilungsperlode anstell« von 50 g Speiseöl 62.5 g Spöck oder Schweinerohfett oder 50 q Schweineschmalz. Bei der Warenabgabe haben d.le Fleischer die Spelieölbestelltohelne abzutrennen und hierauf wie Schlachtfett-Bezugsabschnitte abzurechnen. . Die Bezugsabschnitte der 61. Zuteilungsperlode über Speiseöl sind ungültig und dürfen von den Karten nicht abgetrennt werden. 915 _ Im Auftrage: gez. Dr. Artner. Der Chef der Zivilverwaltung in ^er Untersteiermark P r e i s s t e 1 1 e Höchstpreise für untersteirisches Gemüse Auf Grund des 5 2 des Preisbildungsgesetzes vom 20, 10, 1936 (RGBl. I. S 922) und der mir erteilten Ermächtigung werden hiermit ob 27. März 1944 nachstehend« Höchstpreis« ffli untersteirische« Gemüie festgesetzt. Di« Höchstpreise enthalten alle Unkosten der Erzeugungsetufe und ver-steihen idch frei Verladestation d«s Erzeugers brw. der Bezirksabgabestelle waggonverladen. Sie gelten blt zur nächsten Veröffentlichung Für nicht genannte Waren gelten die fps'rrpsptzten Hörhstpreiee. Verbrauche-liAchilprclai n«l Abgabe d r Ware auf einem Markt üflieklaact crzeuuei >iöclittpreUf Üfitek tatst Dlllkraut, Bund 12 Stück . . . . Karotten ohne Fahne, te kg Knoblauch, |e kq . . Kohl (Wirsing), Winterfilrst, Krauskohl und Chinakohl, je kq . . . Kohlsprossen, je kg . , , , , , Kohlrabi, je kg........ Kraut (Weiß-), )e kg . 1 1 • 1 . Kraut (Rot-), Je kg , • • • 1 • Kren (Meerrettich) ]e kg . 1 t . Mohrrüben (qel^, t« kq . . , . Pastinake ohne Grün, ]« kg . Peteriiiiengrfln, Je Bund tu 12 dkg Mindeitgewlcht Peterillienwunel mit gesund. Laub, J® kg........... Porree. Je kg....... Radieschen, 1 Bund Je 10 Stück . Rettich ohne Grünes, je kg Rote Rüben, ohne F^ne. Ig kq Salat (Häuptel-) Treibware, je kq . Salat (Ropunze!-), je kq . ,. . . Salat (Schnitt-), je kg . . . , . Schnittlduch je Bund zu 12 dkg Mindestgewicht Sellerie Knollen mit Herzblatt, fe kq Spinat (Wurzel-i |e kg Spmat (BläMer-). je kg..... Schwarzwurzel (je kg)..... Suppenqrünes )e Biisrhel zu 4 dkg Wrucken (Steckrüben), je kg Zwiebel, einschl. Lagerkostenzu-schlag, je kg . ....... 0.80 Ü.20 0.80 0.24 0.70 U.'26 0.18 Ü.26 0,80 0.18 0.B4 0.40 0.84 0.48 0.14 0.07 0.18 3 — 1.-1,2U 0.40 0.4 t 0.4B 0,ö4 0,6 t 0.03 0.(18 t».27 0.16 0.64 0-17 0/21 0.14 0.91 0.60 0.18 0.27 0.87 0.B8 o!O6 U.14 2.40 0.71) 0.90 0 8ft (1.87 0.43 0 4H (».Ofi <1.2.' 0.40 0.37 1.06 '*.83 <1.92 U.8b 0.24 0.84 1.06 0.91 0.4A ojia 0.4A 0.64 0.19 0.0« 0.24 4.— 1,86 1.6 > 1.öS 0.58 0.62 0.72 O.W) 0.04 »12 <».36 0.31 0.86 0.26 o!'J8 0.19 0,27 0.68 0.17 0.86 0-86 0.60 0.08 0.19 3 20 0.1»5 1.1>H 0.46 ti,5o (►.58 0.64 0.10 0.29 Für Waren dei Güteklasse C dürfen höchstens 50% dei Preise füi Waren dei Güteklasse A gefordert werden Aufschläge auf den Erzeugerpreis dürfen nicht berechnet werden, wenn der Erzeuger die Ware unmittelbar an der Er teugungsstätte an dun Verbraucher abgibt Das Waschen der Ware Ist unzulässig, soweit dies nicht ausdrücklich in den Reichseinheitsvorschritten füi Obsr und Gemüse vorgesehen Ist Die Bruttohftrhstqpwinnspanne des Großhandels beträgt bei Gemüse und Beerenfrüchten lO»/©, bei Obst BVc des Einstandspreises Die Bruttohöchstgewinnspanne des Eintelhandels beträgt he) Gemüse 3.3V8% bei Obst und Beerentrflchten 2f>% des |e weiliqfin Einstandspreises Qo? Der Chef der Zivil Verwaltung in der Untersteiermark Petroleumbewirtschaftung Im Sfymmerhalbjahr 1944 (1. Apnl bis 30 Sept. 1944) werden auf Petroleum-Bezugsberechtigungsscheine nachstehend genannte Monatsmenqen ausgeqeben; L • LB K H im April 1944 1 1 31 61 m. Im Mal 1944 H 1 IH 1 61 im Juni 1944 H I 1 61 Im JuM 1044 H 1 IH 1 61 — im Auguit 1044 H 1 m I 61 Im Septumber 1044 11 31 61 012 . Im Auftrag: gex. Dr. Walten. Dfll OBBUBUlOItMEISTES DES STADT MAKfiUSG/DSAU Betrifft: Vsritirkter Gemfiseauban. Kundmachung Auf Grund der Verordnung des Chefs der*Zivllverwal-tung in der Untersteiermak vom 14 April 1941 ordne ich an: 1. Alle im Stadtgebiet Marburg brachliegenden Bodenflächen (auch Bauparzellen und dergleichen), die hiefür geeignet find, müssen in diesem Jahi mit Gemüse bebaut werden. 2. Besitzer und Verwalter solcher Bodenflächen müssen, wenn sie diese nicht selbst bebauen oder selbst zum Gemüseanbau verpachten können, sie bis spätestens 15. April 1944 aji das Gartenbauamt der Stadt Marburg, Kern- «stockgasse Nr. 6, mit Angabe der Größe und Lage des Grundstückea, mündlich oder schriftlich melden. Die Vergebung dieser Grundstücke wird dann einvernehmlich mit dem Besitzer durch das Garteobauamt ver-asLlafit S. GArten und «11« Anbauflächen von vorsorglich Umquar-tiertan fallen ebenfaJlt unter dies« Bestimmungen, falls •ie nicht oder nicht ordentlich bebaut oder gepflanzt werden. 4. Nach dem 15, April werde ich alle derartigen Grundstücke, deren ordentliche Bebauung mit Gemüse nicht gesichert Ist, zwangsweise an Interessenten vergeben. Dabei werden in erster Linie solche Interessenten be-rücktlchtigt, die das Brachllegen eines Grundstückes beim Gartenbauamt (Kemstockgasse Nr. 6) melden. Da* Gartenbauamt nimmt Anmeldungen von Interessenten für «twa verfügbar werdende Anbauflächen laufend •iitg«gen. 5. Grundatückb«altz«r oder -vArwaltar, di« die rechtzeitig« Meldung unt«rlastfla, werden nach der genannten Verordnung bestraft. Ich tetze bei der Marburger Bevölkerung das Verständ-mi für die Notwendigkeit eine» verstärkten Gemüsebaues und ihr« BareitwIJllgkeit zur Mitarbeit voraus und hoffe, daß ich von Strafen und Beschlagnahmen keinen Gebrauch machen muß. Martnirg, am II. Min 1944. 9M. K N A U S. |p£g' Geboren 10. TU. 1914, TT' gefallen 21. III. 1944. Mit stolzer Trauer gebe ich allen Freunden im Namen meiner Sippe bekannt, daß mein Mann, Vater meiner Kinder Rudolf Krall am 21. März 1944 gefallen ist. Wie groß seine Liebe zur neuen Heimat war, wie sehr er uns alle geliebt, können wir erst jetzt ermessen, da er nicht mehr unter uns ist. »Deine Kinder, die Deinen Namen tragen, werden Dein Vermächtnis erfüllenl« Im Namen der Sippe: MARIA KRALL. Unermeßlich hart traf uns die Nachricht, daß der Führer des Wehrmdniischaftssturmes Rudolf Krall vor dem Feinde geblieben ist, Kaum einer, wie unser Krall, hat sich mit seiner ganzen Person da eingesetzt, wo es der strenge Dienst in der Untersteiermark erforderte nnd wo es galt das Leben seiner Mitmenschen zu beschützen. Sein Opfer ist uns ein leuchtendes Beispiel. Rann, den 24, März 1944. SWOBODA, Kreisführer. BAMMER, Standartenführer. 924 LABdwtrtachaftMchnla Andarbiirg, Kreü ClUl Anderburg, d«n 11. Min 1944 ^ Bekanntmachung Es wird bekanntgegeben, daß an der Landwirtschaftsschule Anderburg ein Sommerlehrgang für ländl. Hauswirtschaft für Mädchen mit einem Mlndesialter von 17 Jahren, theoretisch und praktisch von 15. April bis 15. Oktober 1944 abgehalten wird. Als Vorkenntnisse werden eine abgeschlossene Volks Berufschulbildung und die erfolgreiche Äblegung der Haus arbeitsprüfung gefordert. Die Kosten des Sommeriehrganqes betragen: Schulgeld RM 20.— (einmalig) und Verpfleqskoslen RM 35.— monatlich. Bei Bedürftigkeit werden Beihilfen qe i^ährt. Bewerberinnen mögen ihre diesbezüglichen Aufnahnis gesuche mit Vorlage des Lebenslaufes und der Schulzeugnisse bis spätestens 5, April I. J der Leitung der Landwlrtschofls schule in Anderburg vorlegen Gleichzeitig v/ird vom 15. April bis 15. Oktober 1^44 eir Vorbereitungslehrgang für untersteirische Jungen und Marl chen. welche der deutschen Sprache nicht vollkommen machtici sind, zur Erweiterung Ihrer Kenntnisse abgehalten Diese lehrqanq ist kostenlos Mindestalter 16 Jahre. Don Srhülerr und Schülerinnen wird eine praktische landwirtschaftliche, be ziehungsweise gartenbauliche Ausbildung und ein täqlichei Unterricht In deutscher Sprache und in Rechnen, sowie nar'n Möglichkeit ein fachlicher Anschauungsunterricht geboten Die erfolgreiche Absolvierung dieses Lehrganges berechtigt die Schüler und Schülerinnen zum Besuch einer landwirt srhaftllchen Fachschule, Die Gesuche sind bis spätestens 5 April 1944 der Leitung der Landwirlsrhaftsschiile Anderburq vorzulegen. Die Leitung der Landjs'lrtschaltsschule Anderburg. fiodeo durcb die *Marhurgei Zetlung« weiteste VerbieJtuna Deutsche Rekhtlott«ri« über 100 Millionen RM 480.000 Gewinne und 3 Prämien 6 X 500.000 3X300.000 3X200.000 18X100,000 usw. Lospreise je Klasse für: '/a 3.-, 1/4 6.-, >4 12.- V, 24 RM. Ziehung der 1. KI. am 14. und 15. April, Bestellschein * für '/•, Vi, W, Vi Loa. NichlkcewUnschi«» bitte itreicbcn! Nam«! __________ , Wohnort I ____ - — L. äiuUich« U C O D Lott«rlt-Einnahm* LEIPZIG Nr. 22, Halllach»-straße 83. 006 WIR SUCHEN im fOdllchcD Tel! des Atpenlandes prompt zu kdufcn: seriöses Ualer. nehmen am liebsten Sägewerkibetneb nit Eigengrund und mit Kapazität von 5001 m.1 Sclinitthotz, mit Ver-größerungsmögllrlikeit In reirhpr Holz gegend Mitbetelliqung möglich. De taillierte Angebote erbeten unter ,,Garantiert rc^ntables Unternehmen Ni 84G7" an Annoncen-Expedition Weller & Co., Wien 1., Singerstraße 2 751 S^ffenHa^$diiden schützt di* HaQslversiclivnmg. Elbenso nolwondig iBt auch dar Schiüi gegen Crctrcide-kicukheüsD ui;d VoQAliiafi. Dieaan oewäiiil dl« Saal^ul-beirvm? mil Ceieian unlei Bellü^ung voo Morkil. So »r-tlelt dei ffMUOd«. roll« Ernlefn. eSoyd« I.O.»AIIBENINOOSTm| /TS. AÄtHNOtSSUSCMAM/^ J A Livm KUSI N B ET hlaHüntlose Kobei G R A I — KrefeldentriB« 19 (Nähe Hauptbahnhof) Beginn; 14. und 15. Aprlll Ein Achterloe 3 RM, ein Viertellos 6 RM, Nur wer ein Lo« hat, kann qe-winnenl 837 838 Familien - Anzeigen 11 'V ^ diant haute nur dar manidilid^at Ernährungl Daran inüttan alia GtHugalhaUar abanio dankan wia dar Varbrouct^ar von Eiarn, dar lieh immar arit Oba'iagfin mfichla, ob dia ihm lugateliten Elar nicht I lu ainam tpätsran Zaitpunkt noch baisar lu vao^andan tind. Oonn lagt man |ia arit mal lA QamitM - do'i holtan )ie »Ith Der Schiieilzeichner für die Jugend ist em Geschenk der 7- bis l2-jähiigen. Preis RM. 7.— 50 Autgaben Kunst-raaler R, \'ogt, Nenzing, Vorarlberg, 6? Hart und schwer traf uns die traurige Nachricht, daß unser innigstqeliebter Sohn und Bruder Gottfried Lobnik Grenadier Im Alter von 23 Jahren im Osten «einer schweren Verletzung erlegen ist. Wer unseren Fritzl gekannt hat, weiß, was wir verloren haben. Lieber Fritzl, du wirst in unseren Herzen weiterleben! Marburg-Drau, Rogeis, am 24. Marz 1944. 2383 In tiefer Trauer: Gottfried und Anna Lobnik, Eltemi RosI, Schwester, und alle übrigen Verwandten. Gut erhaltenes Kindersporiwa* gerl wird für gut erhaltenen Frauenmantel getauecht, Anzufr.: Theodor-Körner-Straße 55, Marburg-Dr. - nur nachmittags ab 14 Uhr. ' 2392-14 : Tausche Damen-Armbanduhr (Weit 200 RM) für Kinder-«portwagen. Adresse: Krainz Hans, Mozartstraße 48, Part. links.__2425-14 ProtJieficn jeder Art — Leder — Leichtmetall — Holz-orthupädi> sehe Apparate. Leibbinden, GunmiistrUmpfe erzeugt und liefert das führende Fachgeschäft F EGGER, Bandagen und Orthiipädle, Lieferant sämtlicher Krankenanstfltten und Sozialinstitute, Marlnirg-Drau, Mellingerstraße 3, 20-14 Deutscher Kleinempfänger für Netzanschluß, tadellos, wird geg. einen Batterie-Empfänger getauscht. Wertausgleich. Maria Schalamon, Gasthaus, Plan-kenstein bei Pöltschach. __2324-14 Sammelt Abfället Altpapier, Hadern, Schneiderabachnltte, Textllahfülle, Alteisen, Metalle, Glasscherben, Tierhaare u Schafwolle kauft laufend jede Menge Alois Arbeiter, tClar* bürg, Draugasso 5, Telefon 26-23. 10 3-14 Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger und herzlichster Anteilnahme an dem unersetzlichen Verluste unsere« Innigstgellebten Gatten, Papas, Schwieger- und Opapas, des Herrn Dr. VEIT rSCHERWINKA, Distriktsarzt 1. R., sowie für die zahlreiche Teilnahme am Leichenbegängnisse und die vielen schönen Kranz- und Blumenspenden, danken wir alle innigst. ARZNEIMimi 920 Die tleftrauernde Familie Tscherwlnka. Der Erfolg j^der Mehrleistung wird nocfi qe^teigert durch haushaltenden Verhrfluch der erreug>en Güter. Wenn deshalb menwnd rnehr keuM, als er bravichl, dann werden nicht wenige alles, sondern alle genug erhalten — Dies gilt ebonso für Darmol, dos auch heut« In steigenoem Mal>e hergestellt wird, DARMOL-WERK Di;A.&LJCHMIDC&U E'. N - UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MAKbüKO-DKAU I B U R G - L 1 C H T S PI E L ü Heute )S 17 10. 19 43 Uhr Parnrut 23tli Bi« einichliefilich Manlig, den 2?. Min Guttl Hubt-r, Stpglrl«d Breue< und Ew«ld Balaer In Gabriele Dambrone FQr Jugvadluatr auDl luguUiseoi Von 4}lt;nsUg, IS. bii einschl. Donnerilig, 30. Min: Mdrlka RSkk, Will QuadlLleg und Joi«! Sieber In der dbenleuerlirhf" Virieii> r;»^rh'rhte; KORA TERRY FQr Jag^ndllcbr olrni «ugeUMeal $onderverv«raott«lt Frauen — ain Eherndna kann nur ahn(>n, kommt »ie zu Worte, erkannt «r lieh klUg« daan je — FOr Jugendlich« nicht lugelatMttl Lichtspiele Bninndorf_ Samttag, iS. um 17 und 10.13 Uhr, Sonnlag, M. Min um 14.JO 17 und 19.15 Uhr Die Erbin von Rosenhof Hanal Knoteck Paul Klinger, Gu»t«v Waldaa nnd Miirla Mayerholer. Fb JagsadtlcA« alclil ngctaMMl Burg-Licbtspiele CUM S'.r"*"*' Wo 17 a IQ JO Uh. So 14.30. 17 u. lO.iO Uhi Sanitag, 25„ Sonnlag, !•. und Montag, XI. MIrt Glück im SchloB Cln Luitipla) mit Lulia Ullrich, Blchard KoBuswtky und Paol Berken. FQr Jugendlich« nicht nigelasMi. Kulturll]m-Sond«rv«rtlelliingent Samttag, V> um 14 30 Uhr, Sonntag, 26. um 10 Uhr, MmtiKT, 27. MÄri um 14^0 Uhr Mit Büchse und Lasso durch Afrika Em JagdexpcOitionsfilm durch Afrika. HOt Jugendliche fuyelataenl Metropol-Lichtspiele Cilli Splali«»! W 17.30 und 20 Uhn S Ii, 17.30 und 20 Uhr Bit Donnwttag, 30. Min Leichtes Blut Bin Tohli-Luittpieltilm mit tris«.hem Ton und flottan Bildern — mit Carola HOhn, Hant Nlelun, W«rn«r FuetlBrer, Roma Bahn, Gunther Luden und Hanal Wpndler. — Spielleitung! Carl Boet« FUt tu)|i'ndllrhe nirhl tugelaoeol__ Lichtspiele Edlingen Samitag, 25., Sonntag, 26. und Montag, 27. MIri Drunter und drüber mit P«ul HArbig« und Theu Lingen. FOr Jugendllf.he nlcbl tugvlaaacal Von Samttag bli Montag M4rrh«n¥orit«llvng „DEB GESTIEFELTE KATEB" Lichtspieltheater Friedau Samttag, 21. snd Sonntag, M. Min Liebe im Dreivierteltakt Bin Wieoer Pilm mit Leo Sltsaak u. a. Fttr Jugendlich« nlcbl iug«la«ienl Lichtspieltheater Gurkield Samitag, 25. und Sonntag, 20. MIrt EVA Nach Frani Lehara gl«ichDdmig«r Operette mit Magda Schneider u. a. — Fflr Jugendliche lugeltitan. Samttag um 16 30 und Sonntag um 9.30 Uhr MlrchenlllD „DornrOicba n". Lichtspiele Luttenberg iantiag, 2i. nnd Soontcf, M. Min Sophienlund Hauptdaratalleri Harry Lledtk«, Klth« Haaek, Hat* nelore Schroib und Robert Twimr. FUr Jugendliebe (ugelataenl Tonlichtspiele Deutsches Haus P e 11 a a Samtlag, 25. um 17.30 und 19.45 Uhr, Sonntag, 21. Min um 15, 17 10 und 19.45 Uhr Mädchenpensionat nach dem Tiiujiuriturk ,,PnuzesNin Dagfinar" mit AngrIa Sallocker und Attila H0rblg«r. Für Jugendliebe nlcbl lugelaiteal Ton-Lichtspiele Stadttheater P • 11 a a tplalMlti W If, 11.45, Ulu, I. 14.M, IT, lt.49 Uhi laaittag, 21., Bonntag, M. und Xf. Min Woll Alhaeh-Retty, Carola Htthn, Maria AadergatI UDd Hunt Moter In einer beltereo Llebesgatchlehle Abenteuer im Grandond«r« Unttpanniing In dai Werkpaua«. dl« durcb lor Thonet Siesta VH □ C Liege- und Entspannungsgerlt lyttem LurkhardI DRP ■rrltgebeod erreicht wird. Verordnung«- und Anitsblatt du Cheti da Zlvtlverwaltung lo dar Unl*rst«larmark (It. 5 *em 11. Hirz l§44 Iii arachlenen Aui den Inhali Verordnung Ober dan weiteren Autbao der Qertchta- organiMatlor und der Rerbtspflege in der Uoterttelermark. Blnielprala 16 Pfennig Grhiltlich beim Schaller 4at Marburger Verlags- u. Druckerei Ce.. k H. Narburg/Drau, Badgasse 6 bei des GeirblftattcUan d«i „Marburger Zeitung" IN CILLI, Mnrktplati 13 (Pemrul 7) IN PBTTAU IJngartorgatse. Hen Georg Plcbtar und bei den tonitigen Verkauftttellen Beaagaprelai Monatlich RM 1,25 (tteti Im ▼oraui tahlbat). Denken Sie daran — KLEINE ANZEIGEN haben in der MARBUKGER ZEITUNG GROSSEN ERFOLGl ilefer* )ar dzt. IUI an \nte, Spltülcr, Rüstung«- betrieb« Druckschrift Nr. 89 p durcb . fiebrüderThonGt e WiMUhphMis^lh«n«4hau9 Der Reichsmlnlster fflr Rüstung und Kriegsproduktion, Chef der Transporteinheiten, Berlin NW 40, Alsenetraße 4, Telephon; 11 6581, sucht; Juristen, Zahnärzte, Zahntechniker, Kraftfahrer, Fachkrlfte der Auto-branche aller Art« Vulkknlseu-re, Stellmacher, Maichlnen-bnchhBlter(lQnen), Adremaprl-ger(-lnnen), Abrecbner(-lnnen), Kontlngentbachhalter- n. Lohn-buchhalter(-innen), Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Landwirte mit Idw Schulbildung. -r Einsatz Im Reich und den besetzten Gebieten. 795 Amtliche 0 Bekanntmachungen Agrarbeilrksbehördt, Marburg-Dr., RelserstraBe 3. A k 11: D 6, Kreis Marburg Umlegung Draustufe Marburg. öffentliche Bekanntmachung In der Umiegung Draustufe Marburg ist eine Verhandlung zur Einleitung dec Verfahrens und Begründung der Teil-nehmeigemeinschaft auf Dlenatag, den 4. April 1944 mn 8.30 Uhr In Unterzellnlti, Gasthaus Konrad P e 11 anberaumt, zu welchem die Teilnehmer der Umiegung hie-durch geladen werc^en. Teilnehmer eind alle Grundeigentümer, die im Umlegungsgebiete Grundstücke haben oder andere Rechte geltend machen können. Alle zum Nachweis des Eigentum« geeignet erscheinenden Urkunden und sonstige amtliche Urkunden, wie Abschrii-ten von Katifverträgen, Grtmdbuchsauszüge, Grundbesitzbögen, Erb- oder sonstige Übereinkommen (Pereonalpapiere) sind zu dieser Verhandlung mitzubringen. 018 Marburg, den 24. März 1944. Der Amtevorstand der Agrarbezirksbehörde: qez, Dr. Bebte AGRARBEZIRKSBEHÜkDB MARBURG-Drau, RelserstraBe 3 Aktz.: Umiegung Draustufe Marburg -D6-, Krs. Marburg Beschlufi In der Umlegung Draustufe Marburg, Aktz.i D6, Krs. Marburg, ergeht hiermit folgender Beschluß; I. Auf Grund des I 1 der Verordntmg Aber die Umlegung von* ländlichem Grundbesitz in dtr Untereteiermark vom 21. November 1942 (VOxiABl. S. 695) wird die Umlegung der Grundstücke, wie sie unter II. nachstehend aufgeführt sind, angeordnet. n. Das Umlegungsgebiet wird to festgelegt, wie es auf der, einen Bestandteil dieses Beschlußes bildenden Übersichtskarte, dargestellt und mit einem orangegelben Streifen umrandet ist. Das Umlegungsgebiet umfaßt demnach folgende Katasterparzellen: 1. Katastralgemelnde Unterzellnlti (Gemeinde Zellnitz a. d. Drau). Parzellen: l, 2, 2, 3, 3, 4, 5, 5, 6, 7, 8, 8-1, 8-2, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 22-1, 22-2, 23, 24, 26, 27. 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 50, 52-1, 52-2, 33, 54, 55, 57, 59, 60, »l, 62, 63, 99, 390, 391, 393. 2. Katastralgenelnde Wlldhaus/Slemen (Gemeinde Scho» her). Parzellen: 1, 2, 2-1, 2-2, 3, 5, 21, 22, 23, 24, 25, 39, 40, 41. 42, 43, 44-1, 44-2, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109-1, 109-2- 110-1, 110-2, 140-1, 140-2, 140-3, 140-4, 141-1, 141-2, 141-3, 141-4, 141-5, 142-1, 142-2. 142-3, 143, 144, 146-1, 146-2, 147-1, 147-2, 147-3, 9-1, 9-2, 9-3, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 183-1, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192-1, 192-2, 193, 195, 196, 197, 198, 199-1, 199-2, 200, 201, 202, 203, 204, 13, 104, 236, 253, 254, 255-1, 255-2, 258, 259, 18, 260, 261, 262, 263, 264-1, 264-2, 265-2, 266, 267, 268, 269, 271, 274, 275, 276, 277, 278, 279, 20, 280, 281, 282, 283, 284, 285, 286, 287, 289, 21-1, 21-2, 364, 365, 366-1, 366-2, 367-1, 367-2, 368, 369, 370, 371, 373, 374-1, 374-2, 374-3, 374-4, 374-5, 375, 376, 377, 378. 379, 33, 380, 381, 382, 383-1, 383-2, 384, 385-1, 385-2, 386, 387, 388, 389-1, 390, 391-1, 391-2, 22-1, 392-1, 392-2, 393, 394, 396-1, 396-2, 397-1, 397-2, 397-3, 397-4, 397-5, 399, 401, 403, 4M-t. 404-2, 404-3, 404-4, 405, 406, 407-1, 407-2, 407-4, 407-5, 408, 409-1, 409-2, 409-3, 1123-1, 1233-1, 1233-2, 1233-3, 1233-4, 1248, 1255, 1256-1, 1256-2, 1256-3, 1256-4. S. KataBlralgeaielnde Mittelberg (Gemeinde Schober). Parzelle 309. 4. Katastralgemelnde Tannenberg/Jellowetz (Gemeinde Schober). Parzellen: 12-1, 14, 15, 16, 17-1, 17-2, 21, 24, 277-1, 77-2, 78, 79, 85, 86, 87, 89, 90, 91-1, 91-2, 91-3, 92-1, 92-2, 94-1, 94-2, 95, 96, 97-1, 97-2, 98, 99-1, 100-1, 100-2, 100-3, 100-4, 100-5, 102-1, 102-2, 102-3, 103, 104-1, 104-2, 105, 106, 107, 108, 110, 112, 113, 114, 115-2, 116, 117, 110, 120, 122, 124, 125, 126, 127, 103, 107, 198-1, 140, 141. 5. KatastralgaaBelnda Treilamlti (Stadt Marbwg-Dra«). Parzellen; 3-1, 3-2, 8-1, 8-2, 10, 11, 12, 13, 14-1, 14-2, 15. 16-1. 16-3, 18-1, 18-2, 18-3, 19, 20, 21, 22, 24, 25, 26, 25, 30, 30-1. 30-2, 31, 32, 33, 34, 34, 35, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44-1, 44-2, 46, 47-1, 47-2, 47-3, 47-4, 49-1, 49-2, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58-1, 58-2, 59, 60, 61, 62-1, 62-2, 63, 64-1, 64-2, 64-3, 65-1, 65-2, 65-3, 66. 67, 68. 69, 70, 71, 72, 73-1, 73-2, 74-1, 74-2, 75, 76, 77-1, 77-2, 78-1, 78-2, 79, 80, 81-1, 81-2, 82-1, 82-2, 83-1, 83-2, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104-1, 104-2, 105, 106, 107, 106, 109, 110, III, 112, 113, 114, 117, 118, 119, 123, 124, 125, 129, 130, 131-1, 131-2, 132-1, 132-2, 133, 134, 135-1, 135-2, 136, 1.18, m. 140, 141, 141-1, 141-2, 142, 142, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 149, 150, 151, 152, 153-1, 153-2, 1.53-3, 153-4, 154, 154, 155, 156, 157, 158, 159-1,159-2, 161,162-1,162-2,162-3,166-1,245,246-1, 246-2, 247, 248, 249, 250, 251-1, 251-2, 251-3, 253-1, 253-2, 254-1, 254-2, 254-4, 258-1, 258-2, 259, 262, 265-1, 265-2, 270, 271, 272, 273, 277, 281, 282-1, 284, 627-1, 627-2, 628, 630-1, 630-2, 631, 632-1, 632-2, 633, 1416, 1417, 1418, 1410, 1420, 1421-1, 1421-3, 1423, 1424, 1425-1, 1426, 1427, 1428, 1430-1, 1431, 1482-2, 1484. Die Übersichtskarte Hegt auf der Agrarbezirksbehörde Marburg zur Einsicht für die Teilnehmer aus. III. Die Umiegung hat den Zweck, für das Untemöhmen Draustufe Marburg, für das die Enteignung für zulässig erklärt und der Plan festVfestellt ist, das notwendige Land bereitzustellen und die dadurch gestörten ländlichen Besitzverhältnieee neu zu ordnen und eine bessere Bewirtschaftung zu ermöglichen. rv. Die Gemeiflschaft der Teilnehmer führt den Namen »Teil-ne!hmerqemeinschaft der Umiegung Draustufe Marburg (Körperschaft des öffentlichen Rechts), Silz Marburg-Drau«. Rechte, die aus den öffentlichen Büchern (Grundbuch und Kataster) nicht ersichtlich sind, aber zur Beteiligung am Um-lequngsverfflhren berechtigen könnten, sind innerhalb eines Monats vom Tage der Bekanntmachung diese« Beschlusses an gerechnet, bei der Agrarbezirksbehörde Marburg-Drau, Reiserstraße 3, anzumelden. Werden Rechte nach Ablauf der Frist angemeldet, so gehen die bisherigen Verhandlunqen und Fest-setntnqen. Von jetzt ab bi» zur Rechtskraft des Umlequngsplanes darf die Nutrunqsart der GnindAtflcke des Umlequnosqebletes nur mit Genehmirfunq der AgrarbeTirksbehörde qeändert werdeni die« gilt nicht für Änderungen, die zum ordnunnsmäßiqen Wirt-schaftsbetrieb gehören Ebenso dürfen Bauwerke, Brunnen, Gräben, Einfrledunnen und ähnlic'he Anlagen mir mit Cenehmlgung der Agrarbezirksbehörde neu errichtet, heraestellt oder wesentlich verändert werden Sind dernentgegen Änderungen vor-qeaiommen oder Anlagen heTgestellt worden, «o können sie im t'mleounnsverfahren unbprflrksichtlqt bleiben Die Agrar-berirksbehörde kann solche Ändeninnen oder Anlagen auf Kosten dessen, der sie veran^af^t hat, beseitigen lassen, wenn sie der Umiegung hinderlich sind V. Die Umiegung wird durch die Agrarbezirksbehörde Marburg-Drau als Umlegungsbehörde von amtswegen durchgeführt. G«fc|en diesen Beschluß ist ein Rechtsmittel nicht gegeben. Marburg-Drau, den 23 März 1944. 919 Dei Amtsvorsand der Agrarbezirksbehörde: gai. Dr. Böhla