Cchriftlritung: »UtthauSqaflc Nr. 5. Rr. 21, tatoartis. G»,ech?»»»»i ri»lich k«tt ' »«» «»im- i». Keier-Hl XI—II llhr form. H»„»schrrid«« ncttoi nUit IttMjcgrtai. nunenlojt ®tt-fntngni mchi dciiickfichtigt. IillltlfiKia ünt du Pfraalluiu ((MB eatdmuia tn KtdUrn »«»tthrni artgrara. 80 Kit.'ntclanjtn Prä». MtftUf. t« »lkllllch« S«tt* Rjnltunz»-Sititlirnu einjflritfte StmiuainU* QcUrn di» iur «dtkstcll»»» Hlr. 54 Mi, Samstag, den 8. Juli 1911. 36. Jahrgang. Die Eröffnung des Reichsrates. Am 17. d. M. werden die beiden Häuser »des ZinchSrates sich versammeln, um sich zunächst zu konstituieren, die Thronrede und die Erklärungen des Ministerpräsidenten zu hören, darüber wahr-scheinlich auch eine Debatte zu führen und endlich einige mehr formale Geschäfte zu erledigen, auf die sich das sommerliche Arbeitsprogramm beschränken wird. Schon daraus geht hervor, daß an die Bildung einer sesten Mehrheit vorläufig nicht gedacht wird. Erst im Herbst werden die daraus abzielenden versuche unternommen werden und ihr Schicksal wird im wesentlichen davon abhängen, ob nur eine einfache oder eine Zweidrittelmehrheit geschaffen wer-den soll, ob es möglich ist, in Böhmen zu einer den nationalen Besitzstand der Deutschen sichernden Verständigung zu gelangen und wie das Verhältnis der beiden großen deutschen Gruppen zu einander sich gestalten wird. DaS neue Wehrgesetz soll bekanntlich nicht nur für ein Jahr, sondern für zwölf Jahre in Kraft gesetzt werden, eine Bestimmung, die bekanntlich die Zustimmung einer parlamentarischen Zweidrittelmehr-heit erfordert. — Sehr glücklich war dieser Ge-danke nicht, denn einerseits nötigt er die österreichische Regierung zur Beschaffung einer Zweidrittel-«ehrheil. zu einer Tat also, gegen die die zwöls Arbeiten des Herkules das reine Kinderspiel sind, anderseits aber bietet er in seiner Durchführung nicht den geringsten Borteil, da hiedurch die all jähr-lichen militärischen Debatten keinesfalls ausgeschaltet werden würden. Eine Zweidrittelmehrheit ohne die Tschechen ist aber undenkbar, für die Tschechen ist aber in der Mehrheit neben den Deutschen nur Platz, wenn vorher wenigstens über die wichtigsten Streitpunkte in Böhmen eine Verständigung erzielt und auch gesetzlich gesichert worden ist. Also: rd dann, da sich die Muskeln des Schlundes un« willkürlich schließen, mit ziemlich starker Gewalt nach oben gepreßt zum Munde und manchmal auch zur Nase hiuaus. Aus solche Weise wird das ganze Schlundrohr gewissermaßen ausgequetscht und gereinigt. Die Schleimhäute der Nase stärkt man durch Aufziehen von kaltem Wasser in die Nasenlöcher. Die Augenlider badet man häufiger in Wasser, in dem man etwas Borax ausgelöst hat, etwa zwei Prozent. Ist trotz der Prophylaxis, der Vorbeugung oder weil sie gefehlt hat. die Krankheit ausgebrochen, so muß man ärztliche Hilfe iu Anspruch nehmen, denn die Mittel gegen dieses Leiden können nur gegen ärztliches Rezept verabfolgt werden. Innerlich wendet man Chinin und Jodkalium an und zu Be« pinfelungen der Nasen- und Rachenschleimhäute eine einprozentige Atropinlösung. Innerlich genommen ist Atropin eines der stärksten Gifte. Die höchste Dosis, welche der Arzt innerlich verordnen darf ist 0,001, eine Menge, die kaum zu wiegen und zu sehen ist. Da die Saisonkrankheit Heufieber oft lange andauert und die Patienten sehr quält, hat man sogar ein Heilserum dagegen hergestellt, welches von geimpften Pferden erhalten und mit 0,25 Prozent Karbolsäure gemischt wird. Jedes andere Heilserum, wie das Diphtherie«, Pastcur-Hundswilt-Serum, Kochs Tuberkulin wirkt sofort und stark bei subta-nen Injektionen, Hauteinspritzungen. Merkwürdiger« weise versagt das Heufieber-Serum bei Hantein« spritzungen vollständig, dagegen wirkt es vorzüglich bei Pinselungen und aiS Schnupfpulver. Um dieses zu erhalten, wird das Serum vorsichtig aus dem Dampfbad« eingedampft und dann mit Milchzucker vermischt. Das beste, angenehmste und sicher wirkende HeilmiNtel gegen Hensieber ist der Aufenthalt in reiner Seeluft, also nicht in einem Küsten-Badeort wie Swinemünde oder HeringSdors, sondern auf einer kleinen Insel wie etwa Helgoland, wo stets nur der reine Seewind herrscht. Die Ursache der sicheren Heilwirkung des Seeklimas liegt aus der Hand. Gerade die Reinheit, die Bakterienfreiheit und der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Seeluft sind geeig-net, auf die gesamte Atmuugswege. also die Nase, des SacheuS, dcS Kehlkopfes, der Luftröhre und der Bronchien eine heilende Wirkung auszuüben. Die Luftfeuchtigkeit wird eine erhöhte Sekretion und durch Lösung der Schleimmassen eine Erleichterung der Expektoratiou herbeiführen und der nun freien Schleimhaut, die sonst immer von Pollen. Staub und Bazillen gereizt wurde, wird nnn reine Lust zugeführt, in der sie sich erholt, kräftigt und völlig gesund wird. Es werden jetzt zwar manche Geheim-Mittel gegen das Heufieber angepriesen, doch achte man nicht daraus und gehe, wenn cS eben möglich ist, in ein echtes Seebad. (Dr. med. G. Schütte.) Cilli stattfinden wird. Der Zuschrift des Landes« Verbandes für Fremdenverkehr auf Abhaltung eineS FremdenverkehrStageS in Cilli wird zugestimmt. — Für den RechtSausfchuß berichtete dessen Obmann Dr. Cchurbi über die Kaufsanbote aus das städtische HauS Nr 6 in der Schmiedgasse und zwar dcS Peter Majdic, Joses Kürbisch und Jakob Pahole. Nach einer längeren Wechselnde, an der sich die GemeindeausschüsseGounschek, Mörtl, Eichler, Robert Zangger, Dr. Jesenko und Dr. Schurbi beteiligten, wird der Antrag auf Vertagung diefes Gegenstandes angenommen. Gemäß dem Antrage desselben Bericht-erstatters wurde dem Ferdinand Makoutz das Hei-matsrecht in der Stadt Cilli zuerkannt, während das bezügliche Ansuchen des Anton Filatsch abgewiesen wurde — Hinsichtlich des Ansuchens des Bruno Rotier um Verleihung einer Konzession zur Erteilunz des Tanzunterrichtes wurde ausgesprochen, daß ein Lokalbedarf nicht vorhanden sei. (Berichterstatter Dr. . Jescnko). Der Obmann deS Kinan^auSschnfsei, Bürgermeister-Slellvertreler Max Rauscher, berichtete über ein Grundkaufsandot der „Gemeinnützigen Bau-und Wohnungsgenossenschaft in Cilli". Ueber diesen Gegenstand entspann sich eine längere Wechselnde. ES wurde dann folgender Antrag angenommen: Die Gemeinde erklärt sich bereit vom ehemals Baron Bruck'fchen Grunde ein Stück im Ausmaße von 17240 Quadralmeter um den Belrag von 22000 Kronen der Ban« und WohnungSgenossenschaft zu verkaufen. Sie ist aber auch bereit, nur einzelne Bauparzellen gegen vorheriges Ansuchen um einen bestimmten Preis abzugeben; für den Rest deS GrundkomplexeS bleibt der Genossenschast das Vorkaufsrecht gewahrt. Die Genossenschaft ist verpflichtet, die Straße auf eigene Kosten herzustellen uiid den zu StraßenherstellungSzweckeii nolwendi^en Grund kostenlos der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Bei Erteilung der Baubewilligungen ist Rücksicht zu nehmen auf die Bestimmungen, die für Baudewilli-gungen in der Stadt gelten. (Angenommen.) Die Eingabe der Landesbürgerfchule in Cilli wegen Ler-Wendung deS LehrmitteldeitrageS von 600 Kronen ür das Schuljahr 1911/12 wird zur Kenntnis ge-nommen. — DaS Ansuchen des Jakob Srebotichan um Bewilligung eines Standplatzes für den Lud-srüchtenhandel wird gemäß dem Antrage deS Berichterstatters G. A. Gorinfcheg abgewiesen. G A. Go-rinscheg interpelliert den Herrn Bürgermeister de-züglich der Mißstände aus den Verkaufsständen. Der Bürgermeister verspricht, den bezüglichen Unfug ab-zuschössen Das Ansuchen des städtischen Fischerei-aussehers Auto» Winkelhofer um Wicdergestatlunz dcs Fischen» wird abgewiesen und der Antrag, samt-lichen Ausschern daS Fischen zu verbieten, die Preise für die Fifcherkarte» in der bisherigen Höhe zu be-lassen, nach längerer Wechselnde angenommen. — Dem Ansuchen der Kamilla Preutz um Verlegung ihrer Kasseeschänke in die Herrengasse wird Folge gegeben. (Berichterstatter Karl Mörtl.) Für den MauihaufsichtSausfchuß berichtete G.-A. Stiger. Er stellte den Antrag, bei der Statthalter« um Verlängerung deS MauthprivitegiumS auf weitere sechs Jahre anzusuchen und gleichzeitig das Ansuchen zu stellen, ob die Statthalterei nicht geneigt wäre, die Verhandlungen bezüglich Ablösung der Mauthea wieder aufzunehmen. (Angenommen.) — Für den Theaterausschuß berichtete dessen Obmann G 41. Rasch bezüglich der Vergebung deS Stadltheateri für die Spielzeit 1911/12. E« wurde beschlossen, daS Stadttheater aus drei Jahre an Herrn Dr. Schließ, man-Brand zu vergeben und beim Vertrage einige Abänderungen vorzunehmen. DaS Theater wird aas drei Jahre vergebe» und eS kann eine Kündigung nur während deS ersten Jahres bis 15. Jänner er-folgen. Als Spieltage werden festgesetzt Montag und Freitag sowie jeder dritte Sonntag. Ferner wird der GaSmeister von der Stadtgemeinve bezahlt. Die übrigen Bestimmungen des Theatervertrages haben wie bisher zu gelten. Die Feuerpolizei-Ordnung wird in der Weise abgeändert, daß auch den Feuerwehr-männern daS Recht eingeräumt wird, nicht auf die Bühne gehörige Personen in geeigneter Weife von der Bühne abzuschaffen. — Das Ansuchen der Ge-meinde Umgebung Cilli um Abgabe deS WafserS um 20 Heller für den Kubikmeter wird über Antraz des Bürgermeisters Dr. v. Jabornegg als Bericht-erstatter deS WafserleitungSauSfchufseS alS zu niedrig abgewiesen. — Ueber Ansuchen deS Hausbesitzers Rudolf Volloufcheg wird der Wafferzin» ftir fein HauS am Nikolaiberg mit 24 Kronen pro Jahr und bei Benützung für Gartenzwecke mit 36 Kronen pr» Jahr bestimmt. (Angenommen.) Nach Zuerkennunz der Dringlichkeit wurde die Genehmigung zur Auf-nähme eines Darlehens von 42.000 Kronen zur Deckung des Kausschillings für die Erwerbung deS i" Numm.r 54 Grunde« in Tschrett zwecks Erweiterung deS Fried« hoscS genehmigt. Ebenso wurde die Genehmigung zur Aufnahme eines Darlehens im Betrage von 128.000 Kronen zum Rückersatze aus der außerordentlichen Gebahrung in die ordentliche Gebahrung erteilt (Berichterstatter Dr. Jabornegg.) Angenommen wurde der DringlichkeitSantrag des G.«A. Dr. Kovatschitsch tun Auswechslung des hölzernen Fußbodens in der Waschküche des Studentenheims duich einen Beton« todcn. Zu den Kosten, die sich aus 700 Kronen belaufen, trägt der Verein Deutsches Studentenheim kit Hälfte bei. G. A. Mörtl ersucht den Herrn Bür-genneister, die Reinigung des Straßengrabens längst der Reichsstraße bei der Stadlmühle, der gänzlich verunreinigt ist und sür den Fall des AusbrucheS einer Epidemie äußerst gefährlich wäre, zu veran-lassen. Der Bürgermeister verspricht, den Graben durch eine Kommission besichtigen zu lassen und zu dieser Kommission auch Vertreter der Behörden zu« zuziehen, da sich dieser verunreinigte Graben auch in das Gebiet der Gemeinde Umgebung Cilli erstrecke. — An die öffentliche Sitzung schloß sich eine ver-trauliche. Der Wechsel im Cillier Kreisgerichts-Präsidium. Herrn Hostat Anton Edlen von Wurmser wurde auS Anlaß der von ihm erbetene» Versetzung in den dauernden Ruhestand die kaiserliche Anerkennung für seine vieljährige, stets pflichtgetreue und hingebungsvolle Dienstleistung bekannt gegeben. Der scheidende Präsident unseres KrciSgerichteS er« freute sich im ganzen Unterlande nicht nur in lichter« lichen Kreisen, sondern auch bei der übrigen Bevöl« kerung des größten Ansehens. Seine edle Gesinnung, seine strengt Objektivität sicherten ihm das Vertrauen aller Parteien. Er war ein bereitwilliger Berater «id gütiger Helser für jedermann, ein echt deutscher Beamte, der in den Pflichten des Berufes aufgehend, auch immer eingedenk war der Pflichten gegenüber seinem angestammten VolkSt^me. Hosrat v, Wurmser trat im Jahre 1871 in Graz zur Justiz ein, kam 1874 nach Pettau und wurde 1875 Adjunkt in Windisch-Feistritz, von wo aus er bei mehreren Be-zirksgerichten in Untersteiermark teils aushilfsweise zur Dienstleistung, teils zur Amtsleitung herange-zogen wurde. Im Jahre 1879 wurde er zum Be-zirkSrichtcr in Schönste!» ernannt, von dort im Jahre 1882 nach St. Leonhard W.-B. versetzt und Ende 1885 als RatSsekrelär nach Cilli berufen. Hier wurde er 1891 LandeSgerichtsrat, dann im März 18S9 Rat beim ObcrlandeSgerichte in Graz und im November >899 KreisgerichtSpräsident in Cilli. — Wie wir schon gemeldet haben, wurde als Nach-svlger des Herrn Hosrates Wurmser der Oberlandes-gerichtsrat deS Oberlandes Gerichtes in Graz Herr tr. Max Bouvier zum Hofrat und Kreisgerichls-Präsidenten in Cilli ernannt. Der neuernannte Kreis-Gerichtspräsident wurde 1854 geboren, war anfangs der Neunzigerjahre Gerichtsadjunkt beim LandeS-gerichte in Klagenfnrt, später Staalsanwalt-Substitut m Leoben, wurde dann als Etaatsanwalt nach Llagensurt berufen, in welcher Stelle er durch eine Reihe von Jahren wirkte und wo er auch zum er-sttn EtaatSanwalt vorrückte. Im vorigen Jahre er-folgte seine Ernennung zum Rate beim Grazer Oberlandesgerichte. Ernennungen im Iustizdienste. Der Kaiser hat den KreiSgerichtSpräsidenten Ludwig Perko in Marburg zum Hofrate unter Belasfung an seinem Dienste«« ernannt und dem Oberlandesgerichtsrate deS OberlandeSgerichtes in Graz Dr. August Nemanic taxfrei den Titel und Charakter eines Hosrates ver-liehen. Der Kaiser hat dem mit dem Titel und Charakter eines HofrateS bekleideten Landesgerichts-Vizepräsidenten Maximilian Morocutti in Graz auS Anlaß der von ihm erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand das Komturkreuz des Franz Joses-OrdenS und den OberlandesgerichtSräten JuliuS Polec und Franz Andolsek in Laibach aus demselben Anlasse taxfrei den Titel eines Hosrates verliehen. Der Kaiser hat den OberlandeSgerichtSrat Dr. Karl Pucher deS LandeSgerichteS in Graz zum Vizepräsi-kitten deS LandeSgerichteS in Graz ernannt. Der Kaiser hat gestattet, daß dem mit dem Titel und Charakter eines OberlandesgerichtsrateS bekleideten LandesgerichlSrate Albin Smola in RudolsSwert an-läßlich der von ihm erbetenen Versetzung in den dau-ernden Ruhestand die kaiserliche Anerkennung sür seine vieljährige, treue und ersprießliche Dienstleistung bekanntgegeben werde. — Der Justizminister hat ver-setzt: den Bezirkslichter Oskar Dev in Bischoslack nach Krainburg, die Richter Dr. Guido Schöner in Ober-Radkersburg nach Villach, Dr. Franz Bicek in Luttenberg nach Marburg, Dr. Heinrich Grafen«uer in Brück a. d. Mur nach Klagenfurt und Joses Lenart in Kronau nach Bischoslack; verliehen: Rich- Lettische Wacht «erstellen den Richter des Grazer OberlandeSgerichls-sprengels Max Fontano in Luttenberg und Anton Ritter Ohm-JanuschoSky v. Visehrad in Kronau, und ernannt: zu Richtern für den Grazer Ober-landeSgerichtSsprengel die Auskultanten Friedrich Mur« mayr, Dr. Ernst Kolleritsch und Georg Kullern. Ernennungen im Finanzdienste. Das Präsidium der Finanz-Landesdireltion in Graz er« nannte die Rechnungsoffiziale Karl Dunkl und Jo-ses Withalm zu Rechuungs-Revidenten in der 9. Rangsklasse, den RechnungS-Assistenten Franz Pol« janec zum Rechnungsoffizial in der 10. Rangsklasse die Steuer-Assistenten Balthasar Schaffler, Karl Lebitsch, Franz Kieslinger, Franz Schuscha, Lorcnz Kuharic und Karl Mraz zu Steucroffizialen in der 10. RangSklasse. Volksratsversammlung in Cilli. Der Deutsche Volksrat für Untersteiermark hält seine diesjährige Vertrauensmännerversammlung am 16. d. M. 4 Uhr nachmittags im Deutschen Hause in Cilli ab. K. fc. Staatsgymnasium in (Cilli. Der Jahresbericht über das Schuljahr 1910/11 ist mit einer wissenschaftliche» Abhandlung; „Ueber die Syntax bei Otto von Botenlauben- von Dr. Franz Eisner eingeleitet. Außer den Schulnachrichten, Er-lassen, Personalien des Lehrkörpers enthält der Iah. reSbericht auch den Bericht deS SchülerunterstützungS« Vereines, die Schülerstatistik und eine kurze Jahres-rückschau. D«m Jahresberichte entnehmen wir »ach-stehendes: Die Anstalt wurde von 320 Schülern besucht. Zur deutschen Muttersprache bekannten sich 238, zur slowenischen 78, italienischen I, tschechischen 2 und portugiesischen 1 Schüler. Dem Religionsbekenntnisse nach waren 267 Katholiken und 23 Evan-gelische. Zum Ausstetgen waren vorzüglich geeignet 48, geeignet 248, im allgemeinen geeignet 13, ntcht geeignet 21. Die Bewilligung zu einer Wiederho-lungsprüsung erhielten 9. nicht klasiisiziert wurde 1 Schüler. Die Zahl der Privatisten betrug 6, darun« ter zwei Fräulein als Hospitantinen. Stipendien er-hielten 35 Schüler im Gesamtbetrage von 8476.65 Kr. Zur Reifeprüfung, die vom 11. bis 15. Juli abgehalten wird, meldeten sich 36 öffentliche Schüler und 2 Privatisten. Deutsches Studentenheim. Wir haben uns schon seit Jahren daran gewöhnt, über die Stu-dienersolge der Zöglinge immer nur das Allerbeste zu hören. Der heurige Schuljahrsschluß hat aber für die Zöglinge des deutschen Studentenheims geradezu großartig abgeschnitten, denn eS sind sämtliche Zöglinge durchgekommen, darunter 15 mit Vorzug und zwar: Hellmer Edmund, Weiß Hermann (1. Kl.), Bela Franz, Kadletz Max, Savagen Edl. v., Johann (2. Kl. a), Helmreich Franz, Zmavc Johann (3. Kl.), Lang Otto (4. Kl.), Lang Karl, Lotz Hans (6. Kl.), Geiger Ludwig, Lorger Viktor (7. Kl. s), Gattringer Friedrich. Geiger Richard (7. Kl. d), Bartl Günter (8. Kl.). Dieses glänzende Resultat haben wir zum großen Teile unserem Direktor deS Deutschen Studentenheims, Herrn Professor Karl Duffek zu verdanken, der als erfahrener Schulmann und Pädagoge, Milde mit Strenge paarend, zielbewußt die Zöglinge aus jenen Weg leitet, aus welchem selbst die schwächsten Schüler ihr Lehrziel erreichen können. Seit der Errichtung des Deutschen Studen-tenheimes im Jahre 1895,, also seit 15 Jahren mit der Leitung des Studentenheimes betraut, ist er un« ausgesetzt bestrebt, seine ihm anvertrauten Zöglinge zu offene», ehrlichen deutschen Charakteren zu erzie-he», damit sie seinerzeit brauchbare und wertvolle Mitglieder der menschlichen Gesellschaft werden. Durch diese glänzenden Studienerfolge empfiehlt sich das Deutsche Studentenheim von selbst. Ohne viel Lärm zu schlagen, sühn es jährlich dem deutschen Staats-gymnasium 80 Zöglinge zu, wodurch der deutsche Charakter dieser Bildungsstätte gewahrt wird. Der Ausschuß des Vereines, stets bestrebt das Haus möglichst gut und praktisch auszugestalten und eS auf der Höhe moderner Anforderungen zu erhalten, hat in richtiger Würdigung der Verhältnisse schon seit 10 Jahren einen LehrkurS für slowenische Sprache im Hause errichtet, welchen die Zöglinge kostenlos besuchen. Den Unterricht erteilt der Oberlehrer an der deutschen Volksschule in Store, Zmerescheg in zwei Abteilungen mit wöchentlich 4 Stunden. Die Erfolge der Zöglinge von denen sich der Obmann, welcher die Unterrichtsstunden öfter zu besuchen pflegt, sesbst überzeugte, sind auch da recht zufriedenstellende. Die Zöglinge lernen ohne viel grammatikalischen Zusatz wirklich sprechen, was besonders hoch bewer-tet werden muß. Der Unterricht in der slowenischen Sprache wird in sehr ersprießlicher Weise erteilt. Wir Cillier sind stolz auf unser Deutsches Studen-tenheim und können den Verein beim Abschluß« sei- S<'i!e 3 ner 15jährigen ehrenvollen Tätigkeit und seinen Ob-mann zu diesen schönen Erfolgen bestens beglückwünschen. Jahresbericht der städtischen Mäd-chen - Bürgerschule, der Handels- und Hausfrauen Schule. Dem Jahresberichte, der mit einem Aufsatze: „Die Notwendigkeit einer praktischen Berufsbildung sür die Frau" vom Han-delsschullehrer Ernst Mühlbauer eingeleitet ist, ent-nehmen wir, daß die drei Anstalten zu Ende deS Schuljahres 178 Schülerinnen zählten. Davon ent-sielen aus die dreiklassige Bürgerschule 122, aus die zweiklassige Handelsschule 40 und aus die HauS-frauenschule 16. Von den 178 Schülerinnen bekann-ten sich zur deutschen Muttersprache 143, ,ur slowe« nischen 25, zur kroatischen 7, zur italienischen 2 Schü« lerinnen und zur ungarischen 1 Schülerin. Dem Glaubensbekenntnisse nach waren 157 katholisch, 13 evangelisch, 7 israelitisch und l altkatholisch. DaS Lehrziel erreichten l65, zum Aufsteigen sür nicht ge-eignet erklärt wurden 6, und 7 blieben »»geprüft. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag vorm. 10 Uhr findet in der Christuskirche ein öffentlicher Gottesdienst statt. Der Schulschlußgottes» dienst findet am 15. d. statt. Montag abends treffen sich Glaubensgenossen im Sonderzimmer des Hotels „Erzherzog Johann'. Aus dem slowenischen Lager. Der Laibacher klerikale „Slovenec" verzeichnet eS als eine ausfällige Tatsache, daß die Cillier Posojilnica ihr Haus an der Ecke der Rathausgasse und Grazerstraße an den Kaufmann Stermccki verkavft habe. Weiter entnehmen wir dem genannten Blatte, daß die Bau-genossenschast .Lastni dom" die ausgegebenen Dar-lehen aufkündige, was offenbar daraus zurückzuführen ist, daß die Genossenschaft an Barmitteln leidet, welche sie zur Auszahlung der bei ihr hinterlegten Einlagen, die sie sowie die Glavna Posojilnica in Laibach mit 5 Prozent verzinst, benötigt ES zeigt sich, daß der Zusammenbruch der Glavna posojilnica in Laibach in den slowenisch-liberalen Kreditinstituten eine sehr üble Wirkung hervorgerufen hat und eS ist nicht ausgeschlossen, daß auch im Unterlande nun ein Zusammenbruch nach dem anderen bevorsteht. Die Fleischhauergenossenschaft in Cilli hielt ihre Jahreshauptversammlung am 29. Juni 1911 ab. Der Vorsteher Joses Rebeuschegg eröffnet nach Begrüßung der Erschienenen die Versammlung und es wird die VerhandlungSschrist über die letzte Hauptversammlung verlesen und zur Kenntnis ge« nommen. Ebenso wird der erstattete Kassabericht sür 1910 zur Kenntnis genommen und dem Vorstande sür die Gebahrung die Entlastung erteilt und der Dank ausgesprochen, wozu bemerkt wird, daß die Ge-bahrung einen sehr erfreulichen Aufschwung genommen hat. Die hierauf durchgeführten Neuwahlen der GenoffenschastS - Funktionäre hatten solgendeS ein-stimmige Ergebnis: Genossenschaftsvorsteher: Josef Rebeuschegg, dessen Stellvertreter: Franz Sellak. Ausschüsse: Johann Suppan, Ludwig Junger, Franz Planinz, Jakob Bukschek, Heinrich Rattej, Franz Hodnik, Rudolf Umegg, HanS Swettl. Stefan Fillipitsch, Josef Franzl, Johann Forte, Josef Stelzer, Franz Plevtfchak und Andreas Fließ. Nach-dem noch den Angestellten der Genossenschaften wie alljährlich besondere Entlohnungen bewilligt wurden, ergreist der Obmann der Gehilfen Franz Rebeuschegg das Wort zur Besprechung des LehrlingswesenS der Fleischhauer und der Selcher und unterzieht die oft sehr mangelhaste Ausbildung der Lehrlinge einer schärfen Kritik, wobei er sich insbesondere gegen die Verwendung von Lehrlingen zu anderen Beschästi-gungen als zum Berufe wendet. Da sich zum Punkte Allsälliges niemand zum Worte meldet schließt der Vorsteher die Versammlung und es werden die Frei-sprechungen und die Ausdingung von Lehrlingen vor-genommen. Eine soziale und wirtschaftliche Wohlfahrtseinrichtung im schönsten Sinne des Wortes hat eine neugegründete Obstverwertungs-Gesellschaft in Kärnten geschaffen, indem sie armen erholungSbedürstigen Volksgenossen gegen einen si« chercn Verdienst von 2 bis 3 Krone» täglich, Ge-legenheit zu Arbeit in frischer, gesunder Lust bietet. Durch Sammeln von Obst, Beeren, Pflanzen u. dgl. könne» sich mithin arme Volksgenossen (auch Kinder in Begleitung der Mutter bezw. Eltern) leicht einen mehrmonatlichen Landaufenthalt verschaffen. Nähere Auskünfte erteilt gerne an arme deutsche Frauen (mit größeren Kindern bevorzugt) der Ver-ein Südmark, Graz, Joanneumring 11. Bis heute ist es Dank der Bemühungen des Bereines gelungen, bereits 13 ärmeren Volksgenossen, — meist Frauen und Kindern — einen solchen gesundheitsördernden C ;Ui 4 Kolchche Wacht Nr.n.2^ 54 Sommeraufenthalt zu sichern. Gewiß auch ein schönes Stück wirtschaftlicher Hilfe aus dem Gebiete sozialer Wohlfahrtspflege! gur Tabakpreiserhöhung. Aus allen Teilen des Reiches, insbesondere aus den großen Städten, wird mitgeteilt, daß der letzte Tag der „billigen" Zigarren, Zigaretten und Tabake, der 30. Juni, von den Rauchern eifrig beniitzt wurde, um noch größere Vorräte einzuschaffen, damit wenig-stenS die erste Zeit der Teuerung leichter verschmerzt wird. Auch in unserer Stadt war an diesem Tage in den Tabaktrafiken großer Ausverkauf. Fast in allen großen Städten wurden hauptsächlich auch „Sport"«Zigaretten in Massen gekauft, da diese be-liebte billige Zigarette aus 3 Heller gestiegen ist, also um 50 Prozent. Geradezu unverantwortlich ist aber die Preissteigerung bei den sogenannten „Kur-zen" und den „Drama"«Zigaretten, die ohnedies nicht zu den „hohen Genüssen" gehörten und zu-meist die Rauchbedürfnisse der breiten Massen be« friedigen mußten. Die „Drama" ist von 1 auf 2 Heller gestiegen, was unerhört ist. Der Arbeiter, der Soldat, der von seiner kärglichen Löhnung ein paar Heller täglich aus seine „Drama" anlegte, muß sich nun mit der Hälfte dieser Zigarettensorte be-gnügen. Der gerechtsertige Aerger der Raucher rieh» tet sich heftig gegen den Generaldirektor Dr. W. v. Scheuchen stuel, der bisher nur gezeigt hat, daß er lediglich im Reklamemachen groß ist. Die geduldige Presse hat öfter seinen Anpreisungen von der „Verbesserung der Qualität" der Tabaksabrikate in ihren Spalten Raum gegeben; aber die Ranchprodukte wurden immer erbärmlicher und nun hat der Herr Generaldirektor, nachdem er siir einige Zigarren-und Zigarettensorten „neue Packungen" mit lächae-lichen Bildchen usw. in Verkehr fetzen ließ, sich leichten Sinnes zu einem horrenden PreiSaufschlag entschlossen. Das Geschäft der Tabakregie ging von Jahr zu Jahr besser; der rechte »aufmann hätte daraus seinen Schluß gezogen. Der Herr General-derektor aber, der doch ein hoher RegierungSbeamter ist, ließ in dem Zeitpunkte, in welchem die Regie-rung allerlei „Maßnahmen" gegen die Teuerung versprach, zu, daß die Tabakpreise unverhältmS-mäßig hoch gesteigert wurden! — Die deutschen Abgeordneten werden gut tun, den Herrn Dr. W. v. Scheuchenstuel etwas unter die kritische Lupe zu nehmen, um in Zukunft zu verhindern, daß unter der Ungeschicklichkeit eines Einzelnen die weitesten Kreis« der Bevölkerung zu leiden haben. Gedächtnisspende für den Deutschen Schulverein. Die Hinterbliebenen des verstor-denen Herrn Karl W. Müller in Reichenberg haben dem Deutschen Schulvereine eine Spende von 200 Kr. gewidmet Sommerliedertafel. Wir machen noch ein-mal auf die heule Samstag abends im Deutschen Hause stattfindende Sommerliedertasel der beiden Cillier Gesangvereine aufmerksam. Bei zu kühler Witterung wird die Liedertafel im großen Saale stattfinden. Fuhball. Morgen Sonntag um ft Uhr findet ein UebungSfpiel der ersten Mannschaft statt. Auf nach Tüffer. Die beiden Cillier Ge-sangvereine unternehmen morgen Sonntag einen Ausflug nach Tüffer. Wer nicht zu Fuß geht, be-nützt den Zug um dreiviertel 7 Uhr abends. In Tüffer trefft sich alleS bei Horiak (Henke). Lustige Lieder uud die Klänge des HausorchesterS des Cillier MäunergesangvereineS werde» die Stunden in Tüffer angenehm gestalten. Die Rückkehr erfolgt mit dem Nachteilzug. Sommerfest im Waldhaus. Am 16. d. M. veranstaltet der Cillier Athletiksportklub im Waldhause ein Sommersest, das, nach den Borberei» tungen zu schließen, einen reizenden Verlauf nehmen dürfte. Näheres in der nächsten Blattfolge. 3. Bachmeiers Kinematograph ist ein-getroffen und gibt morgen feine Eröffnungsvorstellung. Bon den durchwegs neuen Bildern feien besonders erwähnt Die führerlose Lokomotive, Die Berschwö« rung unter Heinrich dem Dritten von Frankreich. Trojas Fall. Bonoparte und Pichegru. Die Vorsüh. rung der Bilder ist eine vorzügliche, ruhig und flim« merfrei. Stellungnahme der Handels- und Gewerbekammer Graz gegen den sieben-prozentigen Gütertarifzuschlug der Süd-bahngesellschaft. Die bevorstehenden entscheiden^ den Verhandlungen zwischen der Regierung und der Südbahngesellschaft zur Sanierung dieses Unterneh-mens haben die Handels - und Gewerbekammer Graz veranlaßt, beim Eisenbahnministerium zum wiederholtenmal entschiedenste Verwahrung gegen eine allsällige dauernde Bewilligung des siebenprozenti. gen TariszuschlageS der Südbahngesellschaft einzulegen und mit allem Nachdrucke der Erwartung Ausdruck zu geben, daß sich das Eisenbahnministe-rium bei diesen Verhandlungen in erster Reihe von den tarifarischen Jntensfen von Industrie, Handel und Gewerbe im alpenländischen Verkehrsgebiete der Südbahngesellschaft leiten laffen werde. Gründung des deutsch - alpenländi-schen Fußballverbandes. Im Hotel .Goldene Birn" in Graz fand Dienstag vormittags die gründende Versammlung des deutsch-alpeuländischeu Fußballverbandes statt, die von den Vertretern der meisten alpenländischen Fußballvereine beschickt war. Außer den beide» Grazer Fußballvereine» waren der Cillier Athletiksportklub „Eiche", der Marburger Sportverein, der Kuittelselder Sportverein, der Juden-burger Fußballklub „Schwarze Els" und der Fuß-ballklnb Luftenau vertreten. Nach ersolgter Gründung wurden die Wahlen in den Verbandsvorstand vor» genommen, die folgendes Ergebnis hatten: Landrat Dr. Eduard Krodemansch, Obmann des Grazer Athletikfportklubs, Obmann; Jug. Anton Blafchek, Obmann der Grazer Sportvereinigung, Obmann-stellvertreter: 1. Schriftführer: Max Pfeiffer (Grazer Athletilsportllub); 2. Schriftführer: Jur. Sepp Wegerer (Knittelselder Sportverein); Kassier: De-meter Duma (Marburger Sportverein); Spielbe-richterstatter: Ingenieur Rudolf Lange (Knittelselder Sportverein); Beisitzer: Jur. Adolf Hirfchal (Cillier deutscher Athletiksportklub „Eiche") und je ein Herr des Linzer Sportklubs, Tiroler Sportklubs und Klagenfurter Fußballklubs. Zu Kaffereviforeu wurden die Herren Bruno Voith (Judenburger Sportverein) und PrimuS (Marburger Sportverein) gewählt. AIs Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Brück a. M. bestimmt. Nationale Spende der Reichenberger Ausstellung. Laut sclnerzciligen B«schlusseS der Schlußsitzung des HauptauSschusses der deutschböhmi-schen Ausstellung in Reichenberg wurde aus dem Reste des Garantiefondes dem Deutschen schulver-eine eine Spende von 4500 Kr. gewidmet, welcher hohe Betrag nunmehr dem Deutschen Schulvereine zur Auszahlung überwiesen wurde. Die Sprachgrenz-bewohner werden solche bedeutsame Hilfe zu schätzen wissen und den wackeren Reichenbergern sür solche nationale Taten aus tiefstem Herzen dankbar sein. Evangelischer Gottesdienst in Lichten-wald wird morgen Sonntag nachmittags halb 5 Uhr im Saale des „Reuheim" am Bahnhof, zugänzlich für jedermann, abgehalten. Verhaftung eines Transmisfionsrie-mendiebes. In der letzten Zeit kamen bei ver-schiedenen Fabriken im Bereiche der Bezirkshaupt» Mannschaft Cilli zahlreiche Diebstähle von Trans-missionSriemen vor, welche auf eine gewisse Vertraut heit des Diebes mit den betreffenden Fabriksverhält» niffen tchließen ließen. Der Schaden, der dadurch verursacht wurde, ist bereits sehr hoch. Die Gendar-merie sorschte daher eifrig nach dem Täter. Es ge-lang ihr nun, in der Nähe von St. Marein bei Erlachsteiu den Langfinger zu verhaften, doch ver-weigeit er hartnäckig, sein Inkognito zu lüften. Unfall oder Verbrechen? Aus Rohitsch berichtet man unS: Am 1. d. wurde der Knecht Martin Azmann am Rande eines Baches am ^uße eiuer 5 Meter hoheu Böschung mit schwere» Ver-letzungen bewußtlos gesunden Man brachte ihn zu Bette. Da er nicht zu Besinnung kam, konnte man nicht erfahren, ob ein Unfall oder ein Verbrechen vorliegt. Trotz der Gefährlichkeit der Verletzungen unterließ man es, einen Arzt zu holen und so starb der Knecht ohne ärztlichen Beistand am 2. d. Die gerichlSärztliche Leichenöffnung wurde angeordnet. Mit Ketten gefesselt. Aus Ponigl teilt man unS mit: Der hier wohnhafte Schuhmacher und Musiker Bariholomäus Zupaucik ging am 1. Juli gegen 10 Uhr nachts mit einigen Musikern in daS Gasthaus des Franz Sitter um anläßlich deS Na-menslages der Ganwirtin Maria Sitter zu spielen. Dafür bekamen sie einige Liter Bier. Zupaniii, der schon ziemlich betrunken war. zerbrach beim Anstoßen ein LiterglaS, dessen Bezahlung der Wirt verlangte. Als sich ZupaiM, der kein Geld mit hatte, entfernte, lief ihm Sitter nach, erfaßte ihn und warf ihn zu Boden, wobei ihm das Baßflügelhorn arg beschädigt wurde. Zupanöik wurde dann von Sitter ins Gast-zimmcr zurückgezogen uud als er seinen Namen nicht angeben und nicht bezahlen wollte, mißhandelt. Schließlich wurde er von Sitter mit einer Kette an den Händen gefesselt und in diesem Zustande solange zurückbehalten, bis er bezahlte. Dies dauerte gegen eine halbe Stunde. Gegen Sitter wurde wegen Ein-schränkung der persönlichen Freiheit und Körperbe-schädigung die Anzeige erstattet. Die Geliebte erschossen. Der Bergwerks auffeher Josef Feit in Trifail unterhielt mit der ebenfalls dort befindlichen Handlungsgehilfin Maria Nik ein Liebesverhältnis durch längere Zeit. Als Feit in letzter Zeit bemerkte, daß Maria Nik feine« Worten nicht mehr viel Gehör schenkte und er ver-meinte, daß sich Nik in einen anderen Mann ver-liebt habe, schwor er im stillen blutige Rache. Als am 4. Juni d. I. Feit nicht wie fönst zur gewohnten Stunde zum Mittagessen kam, ging Maria Nik in die Wohnung deS Feit, und zwar um zirka 2 Uhr nachmittags, nnd sand Feit in seiner Wohnung. Nach kurzen Fragen, warum er nicht effen gehe, zog Feit blitzschnell einen geladenen Revolver und gab einen Schuß auf Nik ab und traf sie mitten in das Herz hinein, so daß sie lautlos zu Bodea sank. Nach raschem Eintreffen des Arztes Dr. Zijek konnte dieser nur mehr den eingetretenen Tod der Nik feststellen. Feit ergriff durch daS Wohuunzs-fenster die Flucht, wurde jedoch noch am selben Tage verhaftet und, wie schon gemeldet, dem Kreisgerichte Cilli eingeliefert. Er wurde in St. Ulrich in Kram verhaftet. Verunglückte Bergarbeiter. Dem Berg-arbeiter Franz Radic in Trifail wurde durch einen umstürzenden Hunt der linke Arm gebrochen. — Seinem Arbeitsgenosfen Michael Hribfek durchtrennte ein Hunt die rechte große Zehe. Raufende Fabriksarbeiter. Vor einigen Tagen stand der Gasfabrikäarbeiter Frau; Ropoiar auf der Straße vor feiner Wohnung in Gaberje und unterhielt sich mit der in demselben Hause be-diensteten Magd Katharina Paimann. Der vorübergehende Fabriksardeiter Johann Belak stänkerte die Beiden an uud warf, da er eine freche Antwort be> kam den Ropotar zu Boden, wodurch dieser leicht verletzt wurde. Kaum hatte sich jedoch Ropctar erhoben, begann er mit Belak zu ringen und brachte ihm mit dem Taschenmesser am Rücken einige Ver-letzungen bei. Die Anzöge wurde bereits erstattet. Festnahme eines entsprungenen Häftlings. Ein gewisser Johann Fatur aus Sa-gor gebürtig, gegenwärtig 36 Jahre alt, wurde sei-uerzeit wegen verschiedener von ihm begangener Ver-brechen zu 12 Jahren Kerkers verurteilt, die er in der Strafanstalt zu Laibach abzubüßen hatte. ES gelang ihm aber zu entspringen und nach Amerika zu ent-kommen. Bor kurzem kehrte er nach Sagor zurück, wo er die Einberufung znr Waffenübuug nach Trust erhielt. Hier wurde er sofort als der entsprungene Zuchthäusler erkannt uud von der Militärbehörde der Polizei übergeben, welche ihn der Strafanstalt Laibach einliefern wird. Windischgraz. (Schulfchluß' eie t.; Der Lehrkörper der Deutschen schule veranstaltet an} Anlaß des 10jährigen Bestehens der Anstalt ant Samstag den 15. Juli eine Schulfchlußseier mll der Aufführung des Liederspieles: „Ein Schultag" von I. Petz, im Hotel „zur Post". Die Feier be-ginnt um 9 Uhr vormittag. Nachmittag um 3 Uhr findet im Garten deS Hotel Lobe ein Schulfest statt. Gleichzeitig werden am Samstag und Sonntag 15. und 16. Juli) im Schulhause die Hausarbeiten u»> Zeichnungen der Schüler ausgestellt. Jetzt ist es aber höchste Zeit, d-g wir uns mit Karten uns Führern sür Urlaub und so«-mersrische »ersehen. Da kommt der hübsch illustrierte „Wegweiser für Alpentouren und So»-m e r r e i f e u", der in sehr übersichtlicher Anordnung ein« gediegene Auswahl von Karten und Führern für Fuß., Rad-, und Auto Touristik enthält, geiaW zurecht. Die k. u. k. Hof Kartogr. Anstalt G. Freylag u. Berndt, Wien 7,, Schottenfeldgaffe 52. von de-ren Buch- und Landkartenhandlung der „Äeg-weiser" auf Verlangen kostenlos und portofrei >»-gesandt wird, gibt in demselben in übersichtlicher A» ordnung, die alleS für ein Gebiet Zusammengehörige stets in Gruppe» zusammenfaßt, neben genauen?a-teil über Titel, Preis, Erscheinungsjahr usiv. verfchie-dener Führer, auch Uebersichtsblätter und genaue In hültSverzeichnisse ihrer als vorzüglich bekannt» Freytagscheu Touristen-Wanderkarten 1:100. 0, Wiener AuSflugSkarten 1 :100.000, Automobil- und Radfahrerkarien 1:300.000, der Alpenvereins karte», der Spezialkarten 1: 75.000 usw. Touristen aller Art (Ipitzenstürmer, Jochbummler und Talwandercr', Automodiliste» und Radler, aber auch Sommersrisch-ler werden den „Wegweiser" mit Vorteil ge brauchen können und seien daher auf ihn aufm erksm gemacht. MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Ho»»tag»betlage der «peatschen Macht" ta killt. Rr. 27 »Die Süd mark" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser bet „Deutsche» Wacht". — Einzeln ist «Die Südmark" nicht käuflich. 1911 Aus welchem Grunde soll man die Tierquälerei verdammen? Von Dr. 2t. E. Nordwall. Man unterscheidet mehrere und wesentlich ver-schietene Arten von Tierfreunden. So gibt eS viele Menschen, welche sür bestimmt: Tiere eine besondere Zuneigung gefaßt haben und welche diesen eine außer-ordentliche Zärtlichkeit widmen, aber dessen ungeachtet gegen ander« sehr gleichgillig, sogar grausam sein kön-ncn. ES leuchtet ein, daß eine solche Tiersreundlichkeit ganz und gar vom Zufall oder Laune abhängt und somit nicht von der rcchten Alt sein kann. Es gibt weiter recht viele Menschen, weläe den Grundsatz verfechten, daß jeder seine Haustiere gut be-handeln und verpflegen müsse, weil die Tiere dann ihre Kräfte um so länger behalten und mehr nützen. AuS diesem Grunde Pflegt mancher Landmann seine Pferde, seine Ochsen, seine «ühe uiw. auf das Sorg-faltigste; aber nicht» destoweniger betrachtet er sie nur als Maschinen;, die Mhe sind Maschinen, welche Milch liefern, die Pferde und Ochs'» sind Maschinen, welche den Wagen oder Pflug ziehen. Er pflegt sie wie ein anderes Gerät; wenn sie aber verbraucht und nicht länger verwendbar sind, so hat e« auch mit der Pflege und Zärtlichkeit sein Ende. Da verkauft er sein altes abgetriebene« Pferd ohne Bedenke» an einen, der ihm die letzte» Kräfte noch ausquetschen wird; nnd wenn die Ochsen oder Kühe zum Schlächter geführt werden sollen, so bekümmert er sich nicht darum, ob sie beim Transport frieren, Hunger», dursten, geschlagen werden und auf welche Weise sie beim Schlachten sterben. DaS ist der Tierschutz, welcher nur soweit reicht, wie der menschlich« Eigennutz reicht. Daß damit d«n Tieren in ihren Nöl«n nicht geholfen wird, leuchtet ei». ES gibt serner eine große Zahl von Menschen, die besonders gewisse Arten von Tierquälereien erblik-ken, welche ihre Gefühl verletzt. Sie verlangen deshalb saß solche Roheiten von den öffentlichen Straßen ver> schwinden. Was sonst im Verborgenen geschieht, darum kümmern sie sich nicht. Tierquältrei ist nach ihrer Auf-sassung etwas Häßliches, das den Anstand verletzt. Auch diese Anffaffung, obwohl ein WahrheitSkern darin steckt, ist halb. Schließlich gibt eS viele Menschen, welche einen ausrichten Abscheu vor aller Tierquälerei haben, inso-fern diese unnötig ist. Sie betrachten eS dessen ungeachtet als unbestreitbar, daß die Tiere zu nicht» ande-rem als zum Nutzen der Menschen vorhanden seien und daß folglich der Mensch daS volle Recht habe, sie allen erdenklichen Leiden auszusetzen, wenn er sich daraus einen Vorteil ziehen könne. Bei diese» Tierfreunden regt sich daS Mitleid; aber dasselbe ist in so falscher Bahn, daß die geringste Aussicht anf Gewinn und Vorteil eS zu unterdrücken vermag. Kaum bedarf eS der Erwähnung, W' alle diejenigen, welche auS den vorhin angeführten Gründen gegen die Tierquälerei sprechen, nicht von dem höchsten und allein umfassenden Standpunkte ausgehen oder sich selbst über ihre wirklichen Beweggründe täuschen. ES ist voUkommen richtig, daß e» klug und in ökonomischer Hinsicht vollkommen vorteilhaft sei, seine Haustiere sorgfältig zu pflegen; aber eS aus solchen Gründen zu tun, kann man doch offenbar nicht Tierschutz nen- / nen. Auch ist es wahr, daß die Tierquälerei eine Aeu-ßerung von Roheit sei, die dazu angetan ist, eine Mißbilligung auch vom ästhetischen Standpunkt hervor-zurufen; aber schon bei dem geringste» Nachdenken muß es klar sein, daß eS nicht daS ästhetische Gefühl oder das Mißfallen an etwas Unschönem allein ist, wa» un« in Auflegung versetzt, wenn wir jemanden ein Tier mißhandeln sehen, z. B. einen Hund, der, soweit er eS vermag und versteht, seinem Herrn alles zu Gefallen tun sich bemüht; oder wenn wir jemanden ein ausgehungertes Pferd, welches seiner Bürde unter-liegt, mit Hieben und Schlägen unbarmherzig antreiben sehen; oder wenn wir sonst eine Grausamkeit gegen ein Tier, welches sich nicht verteidigen kann, verüben sehen. Im Grunde genonrmen regt sich bei den Men-schen, ohne daß sie oft sich dessen bewußt sind, diese« Mißfallen über die Tierquälerei deshalb, weil ihr mo» 2 talifche« Gefühl verletzt wird. D«r wahre Tierschutz betrachtet die Tierquälerei al» ein sittliche» Verbrechen. Und in der Tat, da« Recht der Tiere, al« fühlende Welen behandelt zu werden, diese« ungeschriebene Recht kann allein der Standpunkt und die Triebfeder de« wahren Tierfreunde» sein. Nachdruck verboten ) Auserwäytt. Von A. Werge. Kommerzienrat» gingen an die See. Der Diener hatte e» erzählt. Eben fuhr eine Droschke, mit Koffern au? dem Bock, vom Hause fort. Sie brachte die Frau Kommerzienrat und Fräulein Inga an die Bahn. Sehnsüchtig schaute da» kleine Schreibmaschinen-fräulein, da« im dritten Stock desselben Hause» wohnte, und eben heraustrat, der Droschke nach. Die Sommer-sonne brannte auf dem Pflaster und lag mit grellem Glanz auf den hohen Häufermauern. Wer irgend die Mittel dazu besaß, der war hinausgezogen, im Gebirge, an der See oder im Wald« Lungen und Geist zu er-flischcu. Käthe Jllinger dachte an ihren Platz im Bureau, hinter der herabgelassenen Jalousie, und an daS gleich-förmige Klapp klapp klapp der Schreibmaschine und ein Seufzer hob ihre Brust. Eintönig und ermüdend, wie da» Klappen der Maschine schlich ihr Leben — ihre Jugend dabin. Niemals «in Sonnenblick in dem öden und doch so bitteren Kampf um« Dasein, nicht daheim in der ärmlichen elterlichen Häuslichkeit und nicht in Zukunft. Denn kein Mann würde sich finden, der sie einst hinführte in den Sonnenschein des Glücke». E» gab hübschere Mädchen, als sie war, und lustiger waren sie auch. Nun, e» ging auch ohnedem; die Ehe ist nicht immer eine Belohnung für gute Mädchen. Ganz anderem auch galt ihre Sehnsucht. Wenn sie einmal heraus könnte au» der Enge, fortfliegen wie der Vogel in den Lüften, oder wie jene, denen ein glückliches LoS beschieden war. An die See, wie Kom-mer'zienratS, oder in den Wald! Ein paar Wochen in großer freier Natur! Von morgens acht bis abcndS acht, wie sonst an der Schreibmaschine, sorglose« Ge-nießen voll Luft und Sonne! Ach, wer da» könnte! GlückShungrig und versonnen schauten die braunen Mädchenaugen über die Dächer der Häuser hinweg in« HimmelSblaue. Käthe Jllinger träumte offenen Auge» von prächtigen Laubwäldern, von blumigen Wiesen und nickenden Aehrenfeldern. Im Geiste atmete sie den Sommerduft ein au« Wald und Feld. Und weiter ver- stieg sich ihre Phantast«. Si« malt« sich da« Meer au», daS sie nie gesehen. Azurblau, mit schaumgekrönten Wellen und geheimnisvollem Rausche». Da« lockte und lockte. Sie meinte sogar den stärkenden Ozon zu spüren, und ein befreiende« Jauchzen kam au» ihrer Brust, gerade al» sei da» Traumbild Wirklichkeit. Sie schrak daher zusammen, «l» plötzlich eine Stimme sagte: „Guten Morgen, Fräulein Jllinger! Gewiß haben Sie clwc» recht Frohe» erlebt, denn so schauen Sie au«." E» war der junge Korrespondent, der seit wenigen Wochen in dem gleichen Bureau arbeitete, an dem sie angestellt war. „Guten Morgen, Herr Walter!" gab sie zurück und mußte lachen über seine Worte. „Freilich babe ich etwa» Frohe» erlebt, etwa» »zanz Wundervolle«, aber nur im Geiste!" gestand sie, und «S kam ihr in den Sinn, daß Erich Walter, wie man sich erzählte, auch einer von den mühselig Beladen«» war und erst nach hartem Daseinskampfe diese leidlich einkömmliche Stelle gesunden hatte. „Ich veranschaulichte mir da« Meer, den Wald und blühende Wiesen und wie herrlich e» sein muß, wer all dies genießen kann." „Da haben Sie mir aus der Seele gesprochen!" sagt« er eifrig und seine Augen, die schon so ernst und glanzlos blickten, leuchteten auf. »Den nämlichen Träumen hänge auch ich gern nach. Und sollten sie niemal» in Erfüllung gehen, so ist doch da» Erleben im Geiste auch ein Genuß.' Gemeinsam Ichritten sie durch den heißen Sommer-morgen dem Bureau zu. Sonst haften sie tagtäglich nur einen stummen Gruß getauscht; nun war es ihnen plötzlich, al» verbind« sie etwa» Gemeinsame«. Da» gleiche Jntereffe für die gleiche Sache war «S. Und damit bot sich ihnen ein unerschöpflicher Gesprächsstoff. Erich Walter ließ es sich angelegen sein, seiner Gefährtin die Schönheit von Gebirgen nnd Meer zu schildern, die er doch nur au» Büchern kannte. Doch auch d«m WaldeSzaubcr lieh er beredte Worte und schloß: „Wie wäre e», Fräulein Jllinger, wenn wir zwei Naturschwärmer am kommenden Sonntag gemeinsam einen schönen Feldspaziergang machten? Sagen Sie ja, es würde mich herzlich freuen." Da» brauchte h,r ehrliche Bittsteller nicht erst zu beteuern, denn da» la« man ihm ja vom Gesicht. Käthe war ein wenig rot geworden, aber sie lächelte glücklich. „Ich möchte schon gern, Herr Walter; aber wenn eS die Eltern nur erlauben! Vater ist über den Sor-gen etwas scharf geworden und Mutter wünscht, daß ich in meiner freien Zeit ihr in der Wirtschaft helfe." Ehrliche» Mitleid erfaßte ihn mit dem jungen Ding, dem man nach der Frohnarbeit nicht ein bißchen Freiheit ließ. Aber er unterdrückte den Tadel und eifertr: „Wer leid« Tage in d«r Woche arbeitet, der soll am siebenten ruhen. Damit rücken Sie nur zu Felde gegen Papa und Mama. Und wenn Ihre Ueber-redung«kunst nicht ausreicht, dann erscheine ich al« An-wall." Nun mußte sie lachen, und al« sie da« Bureau erreicht hatten, trennten sie sich wie zwei gute Käme raden und mit einem Hlick de« Einverständnisse« — sie hatten ein zweite« Gemeinsame«, an da« sie beide dachten und aus da« sie hofften. Wirklich erreichte e« Käthe bei den Eltern, daß sie ihre Einwilligung gaben. Sie hatten wohl einge« sehen, daß sie der jungen Tochter nicht jede Freude vorenthalten durften Und wenn die Käthe auf diese Weile einen Mann iand, so war e« ja auch gut. Daran dachten die beiden nun freilich nicht. Wie zwei fröhliche Kinder, die ihre Ferien genießen, durch streisten sie die sommerliche Natur und genossen die bescheidenen landschaftlichen Re-ze der engen Heimat. Ist e« doch überall schön, wo der Himmel blaut, wo über duftendem Klee Bienen surren und Falter gaukeln, wo Linden blühen im Sonnenschein und der Bach mit sanftem Murmeln vorübergleitet. Aus einen, ländlichen WirtSbeuS holte Erich Walter einen schmackhaften Im-biß nach der Stelle, no sie "sich gelagert hatten, denn unier die Menge wollten sie nicht gehen. Sein schmale« Gesicht war sroh gerötet, und wenn er da« Vergnügen sah, da« au« dem Antlitz seiner jungen Begleiterin strahlte, so wußte er nicht, wa« schöner war, ihre Freude an der Natur zu sihen, oder diese selbst. Mit einem nie gekannten Frohgefühl, meinte er, al« sie endlich heimwärts schritten, schöner könnte e« auch in der Sommerfrische nicht sein, als dieser Nachmittag gewesen. Und Käthe stimmte eifrig darin «in. „Fortsetzung folgt!' Damit trennten sie sich glück-lich lächelnd. Aber da» Schicksal wollte e« anders. Käthe Jllinger erkrankte bald danach ernstlich, — die frische Luft hab« dem sich entwickelnd«» Mädchen gefehlt, sagte der Aizt. Eine böse NerVenerschlaffung war eingetr«ten und fesselte die Kranke für Wochen an« Bett. Da« Leiden zu heb«», dazu aber gehörte Geld, und da« fehlte hier. Drücken schlich«» die Woche», während draußen die Natur in satter Pracht stand und ein,»laden schien: Genießt mich! Finsterer noch al« sonst blickte der Vater; die Mutter seufzte unter der erhöhten Arbeitskraft. Und alle quälte der Gedanke: Wann würde die Krauke wieder imstande fein, mitzuverd jenen? Zog dann durchs offene Fenstrr die weich« Luft in« Krankenzimmer und damit ei» Hauch von Sommer und Leben, dann ging e« wie «in aufreizend«! Strom durch die »lüden Sinn« der Kranke». Ein Zustand von Erregung, von Wünsche» und unmöglichem Könne», Ä der sie unsäglich quälte, so daß st« «einend den Kopf in d«n Kissen barg. Wa» in den Wochen de« Leiden« sie unbewußt begleitet, wa« ihr« dälnm«rnd«n Sinn« umfang«» wie «twa« unsäglich Liebe«, trat jetzt in leb-haftrr Erinnerung vor sie hin: der Feldspaziergang mit Erich Walter. Sie meinte wieder den Wteseoduft zu spür«», da« Vogelzwischer» zu hören und die freund-lich« Stimme ihre« Begleiter«, und Sehnsucht, heiße Sehnsucht erfaßte sie »ach der Stunde Glück, die da« Leben sür sie übrig gehabt. Warum hatte «r nicht «in einzige» Mal sich nach ihrem Ergrh«» erkundig«? Viel-leicht ging er jetzt mit einer ander«» über« Feld . . . Al« Käihe Jllinger zum erst«» Mal wieder in« Bureau ging, lachte die Herbstsonne auf dir hohen Häuscrmauern herab und d?r Ostwind kräuselte ei» paar welke Blätter, die sich in die Stadt v«rirrt, vor sich her. Kommerzienrat» waren längst zurückgekehrt — sie hatten ihr«» Zwrck «mich»; Fräulein Inga war richtig al« Braut vom Seebad htimzrkehrt. Ein« glän-zend« VerlobungSfeier hatte stattgefunden. Bis in den dritten Stock war der froh« Lärm grdrulig«» und hatt« dir Kranke fieberhaft erregt. Doch da» war jetzt ver-gangtn. Käthr Jllinger war leidlich wieder hergestellt: noch etwa» ernster al« foast blickten die braune» Augen au« dein schmalgewordenen Gesicht. In ihrrr Serie war der Freud«aschimmer längst erloschen. Da« Leben nahm wieder den alten Gang, von inorg«ns acht bi« abend« acht an der Schreibmaschine; «S nützte nichts, daß das Htrz sich dagegen auflehnt«, daß «» hungrrt« nach Glück, — nur AuSerwählten la»t e«. Erich Walter« Platz war l««r, al» sie in« Bureau trat und blieb e» auch heut«. Käthe wagte nicht nach der Ursache zu /fragen, um ihr Jntereffe an Walter nicht zu verraten; doch hört« sie den Prokuristen fa-gen: „Herr Walter hat geschrieben: er kehrt morgen zurück.' , Die übrigen tuschelte» darauf miteinander; man lächelt«. Käthe» Gestalt regte sich nicht. Eintönig klapper-t«n die Taste» unter ihren Fingern. Gleichzeitig, zuverlässig und mit staunenswerter Gewandtheit verrichtete sie ihre Arbeit; nur unter der Bluse pochte eS fchnel-ler. Unruhig irrten di« Gedanken der Schreiberin Kr kehrte zurück? Also war er verrreist geivesen. Vielleicht doch in eine Sommerfrische; vielleicht hatte er inzwi« sch«n «in« Gehaltsaufbesserung erhalten und hierzu be-nutzt. Aber weshalb lächelten sie so eigenkünrlich? Am anderen Tage kehrte er zurück. Sie war be« reit« dort, al« er eintrat. Sie sah nicht auf. Fast stür-misch wurde er bewillkommt. Alle Hä»d« stuckten sich ihm entgegen. »Gratuliere; Gratuliere!' ging e« von Mund zu Mund. 4 Mit einem Ruck hatte sie den Wagen bet Maschine zurückgeschoben, — sie wußte e« Plötzlich, weshalb Ihm gratuliert wurde, — er hatte sich au»wärt» verlobt. Vermutlich hatte er ein vermögenbe« Mäbchen gefunden, vielleicht konnte er nun künftig seinen Wunsch erfüllen und anS Meer oder in» Gebirge gehen — mit der anderen. Vielleicht war er ein Au» erwählter. Und fort und fort klapperte die Maschine. Al» Käthe noch Schluß durch den dunklen Herhstabend nach Hause schritt, vernahm sie, daß ihr jemand folgte. Run will er dir mitteilen, daß er st» verlobt hat. denn du warst doch einmal sein guter Kamerad, dachte sie. Und al» fliehe sie vor einer Gesahr, beschleunigte sie ihre Schritte. Doch er holte sie 'ein. „Fräulein Jllinger, sprechen wir un» endlich ein-mal wieder!' sagte er herzlich und streckte ihr seine Rechte hin. „Sie waren lange krank, wie ich mit auf-richtigem Bedauern hörte. Wa» haben Sie wohl von mir gedacht, daß ich mich garnicht nach dem Befinden mein?» guten Kameraden erkundigt habe! Verzeihen Sie, — doch — trat so Ungewöhnliche» ein — an mich heran," verbesserte er sich, „baß ich — baß — - .E« ist Ihnen gut ergangen?" kam sie ihm zu Hilfe, aber mit dem Gefühl, als sei bann alle» bunkel, wenn er geantwortet. „O ja,' lachte er; doch ravon später. »Ich habe aus biese Stunbe, wo ich Sie allein sprechen könnte, gewartet, Fräulein Käthe, — ich habe Ihnen etwal zu sagen." Sie nickte; kein Wort wollte über ihre Lippen. Sie meinte zu wissen, was kommen würde Er haschte nach ihrer Hanb und hielt bieielbe fest, al» sie sie ihm entziehen wollte. „Fräulein Käthe, ich habe oft an unseren Spaziergang damals zurückdenken müssen und an meine liebe Weggenossin. Und babei ist e» mir zum Bewußtsein gekommen, baß zwei bie sich so gut verstehen wie wir, zueinander passen sür den Weg burch» Leben. Käthe, liebeS, liebe» Mäbchen, willst Du ihn mit mir gehen in Treue?" Run war eS doch zu ihr gekommen, bas Glück, ba» große, märchenhafte. Er, ben sie lieb hatte, wie nichts auf ber Welt, er wollte sie vor allen anberen. Und wie damals, al« ihre Phantasie ihr See und Wald vorgaukelte, kam ein befreiende» Jauchzen au» ihrer Brust. Da« sagte ihm genug. Ob auch der Herbstwind sie umbrauste, sie spürten e« nicht, sie hielten sich um? sangen in junger warmer Liebe. Unb nun flüsterte er: .Bist Du garnicht neugierig, mein Lieb zu hören, wa« mir Gutes begegnet ist?" .Und we«halb Dir dt« Kollegen gratulierten, noch bevor —-?' lachte sie. .Freilich I Unb nun höre Liebling; Du hast bie Prüfung bestand?», nun kommt bie Belohnung! Nicht ben armen Korrespondenten bekommst Du, sondern einen recht vermögenden Mann! Ein entfernter Ver-wandter von mir, eiu begüterter Junggeselle, der bei Lebzeiten stet« erzählte, er vermache sein Geld milden Stiftungen, hat schließlich jnich den armen Schlucker, zu seinem Erben eingesetzt. Die Erbschaft anzutreten galt meine Reise. Nun begreifst Du die Glückwünsche der Kollegen — „O, Erich,' stammelte ste, .wie ist da« alle» entzückend.' Seine Augen lachten. „Entzückend wird eZ sein, wen» die Rosen wieder blühen, und wir zwei hinausziehen an'» Meer und in die Berge!" „Wir sind Kinder de» Glückes — AuSerwählte," sagte sie au» dankerfülltem Herzen. Allerlei. Gebt den Tiere» zu trinken. Zeder Mensch weiß. waS eS heißt, bei der Hitze Durft zu leiden; darum geht unsere Bitte dahin: Gebt den Zugpferden und Hunden, die den ganzen Tag laufen oder schwer ziehe» müssen, Wasser zu trinken, und laßt sie nicht unnötig in der heißen Sonne stehen, denn es läßt sich wohl ein Plätzchen finden, aus das der Schatten von Häusern oder Bäume» fällt. Nichts ermattet so sehr, als heftiger Durst und heiße Sonnenstrahlen. Darum also, erbarmt euch der Tiere. Wenn die Fahrt sogleich nach der Tränkung weiter geht, schadet kaltes Wasser nicht. Nur eiskalt darf es nicht sei». Ziegen i m d u n k l e n S t a l l. Zn der Klein-wirtschaft, besonders in allen Orten, wo Gemeinde-wiesen nicht mehr existieren, sind die Ziegen meistens dazu verurteilt, den ganzen Winter und den ganzen Sommer im Stall eingesperrt zu bleiben, vielfach noch fest angebunden. Da stehe» »un die armen Tiere, die von Natur dazu geschaffen sind, zu springen und zu klettern, aus ihrer feuchte» Streu in ihrer dun-stigen, stintenden Gefängniszelle, als wären sie eine leblose Maschine, die nur zum Milchgeben da ist. Licht, Luft und Bewegung soll man aber jedem Tiere gönnen. Man glaube doch nicht, daß die Milch-Produktion bei diesem Gefä»gnissi)stem etwa besser sei. Menschen, die in steter Finsternis und in Keller-luft leben müssen, sind stetS bleich. Würden ste noch angekettet sein und ihren einzigen Raum als Klosett benutzen, so wären sie alle krank. Die Nutzanwendung auf die Unvernunft, den Ziegen die Bedin-gungen zu ihrer Gesundheit vorzuenthalten, liegt auf der Hand. Nummer 54 Deutsche Wacht Seite Vermischtes. Schießwerkzenge in der Hand von Knaben. Ein Leser schreibt uns: Ich habe unter vielen Kindern meine Zugend verlebt; wir haben auch Soldat gespielt und haben auch Flitzdogen und kleine Blechgewehre besessen. Aber ich kann mich keines einzigen Falles erinnern, wo wir selbst nur daran gedacht hätten, ein Tier zu beschädigen. Der« gleichen kam uns gar nicht in den Sinn; wir waren harmlos. Heute ist das leider vielfach anders ge-worden. Oft genug muß man sehen, daß die Zungen mit Schleudern, Blasröhren und Flitzbogen aus Vögel schießen; ja, törichte Eltern schenken ihren Buben zum GeburtStag wohl gar ein Tesching. damit sie auf .Sperlinge" schießen könne». Dergleichen Schieß-spielereien sind gefährlich, und man sollte ihnen schon wegen der dabei möglichen Unglücksfälle streng ent-gegenwirke». Sie sind auch verwerflich, denn sie mache» die Zugend mordlustig und roh. Daß eS den Eltern teuer zu stehen kommt, wenn durch die Hand ihres Buben ein anderes Kind angeschossen und viel-leicht lebenslang unglücklich wird, erwähnen wir nebenher. Für die Fericnreisenden. Ein gutes Wort findet oft einen guten Ort, so auch das nach-folgende deS alten Tierschutzvereins zn Dresden. Er richtet, da bekanntlich auf dem Lande aus Unkenntnis gegen viele Arten von Tieren gesündigt wird, an die Ferienreisenden die dringende Bitte, ein wach-sames Auge aus alle Tierquälereien zu haben, die sie wahrnehmen. Dann Mund aufgetan! Namentlich sei darauf zu achten, daß alle an der Kette liegen« den Hoi und Zughunde ein gutes Lager, Schutz vor heißen Sonnenstrahlen sowie frisches Trink-wafser haben. Auch bei Überlastung und Mißhandlungen von Zugtieren sollte niemand ohne Teilnahme und ohne ein Wort der Zurechtweisung vorübergehen. Hauptsächlich möchte» Eltern und Erzieher die Aiit des fröhlichen Beisammenseins benutzen, den Sinn der Kinder auf den Tierschutz zu richten. T e n T o nr i st e n, welche das Helvellyngebirge in Cnmberland alljährlich zu Hunderten besuchen, gibt ein Denkstein in der Nähe des höchsten Gipfels Kunde von seltener Treue eines TerrierS, der seinen Herrn, Charles Gongh, b.im Aufstieg begleitete, wobei dieser tötlich verunglückte und erst nach drei Mimten als zum Skelett gewordene Leiche, von feinem Hunde bewacht, in einer Schlucht gefunden wurde. Der Hund war menschenscheu geworden und so verwildert, daß er erst nach vieler Mühe gesan« gen werden konnte, wonach man ihn bis zu seinem Tode bestens verpflegte. Walter Scott und Words, wrth, die großen englischen Dichter, haben die rüh nnde Tal besungen, und die Schlußverse des Words worth'schen Gedichts „Treue" wurden in den Denk stein eingegraben. Miß Cobbe. die bekannte edle Tierfreundin, ließ den Stein in der Absicht setzen, «n gerechteres Urteil, wie es bezüglich der Hunde als Freunde der Menschen oft noch gefällt wird, zu bewirken, wozu die Kenntnisnahme dieser Tat mmgster Ergebenheit sicher beitragen wird. Die Den!malSmsck»rist lautet: „An dieser Stelle wurden du Uederreste von Charles Gough ausgesu«den, wel cher der. Tod durch einen Sturz vom Felsen fand. Sein Hund bewachte noch das Skelett." Der verräterische Schlußsatz. Als kürz liäj in einer süddeutschen Stadt die Gemeinde koll.l>iumssitzung zn Ende war, erhob sich ein älterer Herr n»d sagte: „Ich hätte wohl den Wunsch, daß die Presse, die uns immer in dankenswertester Weise ihre Aufmerksamkeit schenkt, künftig den Schlußsatz wegläßt. Unsere Versammlung ist schon um 9 Uhr zu Ende und da geht man noch ein Glas Bier trinken. Es werden auch manchmal zwei Glas, ein paar Herren spielen Schasskopf und man kiebitzt ei» Bicrtelstündchen, und so kommt man gegen l Uhr nach Hause. Am andern Tage sitzt man, nichts Böses ahnend, da und liest die Zeituug, und da hält einem dann die teure Gattin den Versammlungsbericht vor die Nase, wo in der letzten Zeile steht: „Schluß der Sitzung 9 Uhr". „Und du bist erst um 1 Uhr aus der Versammlung heimgekommen?" Natürlich gibt eS dann eine unangenehme Auseinandersetzung. Was liegt daran, „Schluß 9 Uhr" zu schreiben!" Der Antrag saud allgemeine Unterstützung Zum Zölibat. In Adols Kühnl kath. Li turgit, Lehrbuch sür Mittelschule» steht: „Der Zö liba: beruht auf der Lehre Ehristi, daß die nur des Hin.inelreicheS willen bewahrte Ehelosigkeit vollkom mener fei, als der eheliche Stand" — „der Zölibat wurde denn auch gleich seit Anbeginn von allen Geistlichen freiwillig bewahrt und später (ans der Synode von Clvira 305) allen Geistlichen awSdrück lich geboten." Hören wir, was der Apostel Paulus sagt. Im ersten Brief des Paulus an Thimoteus (1. T 3 — 2) „Gewiß ist daS Wort: Wer daS Amt eines Bischoss erstrebt, begehrt eine köstliche Wirksamkeit. Darum soll der Bischof tadellos fein, nur einmal heiraten ... Sein eigen HauS muß er recht verwalten, seine Kinder in Zucht und Ehren erziehen ... Die Pfleger (Pfarrer) müssen ebenso ehrwürdig fein, nicht doppelzüngig oder dem Weine ergeben. Ihre Frauen müssen ebenfalls ehrwürdig fein. Pfleger (Pfarrer) dürfen nur einmal heiraten, ihre Kinder und ihren Haushalt müssen sie recht leiten." AuS dieser Gegenüberstellung ergibt sich wohl zur Genüge, daß der Zölibat mit Christi Lehre nichts zu tun hat, eine Einführung der katholischen Kirche ist, um ihre Priester loszulösen von Familie, Volk und Staat nnd sie an das herrschsüchtige Rom zn ketten. Unschätzbare Güter fürs ewige Leben, leicht und sicher zu erwerben — für 35 Mark — Kein Witz! In der «Leipziger Meßzei-tuug" Nr 12 findet sich ein Inserat mit folgendem Wortlaut: „1000 Tage Ablaß. — Fritz Lücke. Ke-velar, Rheinland. — Zur Messe: Peterssttaße Nr. 17, l. rechts, — uud. Königshaus, 2, links Stand 321. hat Altäre (Jesus-Maria-Josef-Denkmäler) — ausgestellt mit kirchlich bestätigten Ablaßgebeten, je-desmal 1000 Tage, so oft man solche kniend, sitzend, stehend, liegend oder gehend in Andacht spricht. Weil sogar unerfahrene Katholiken über Ablässe, Kirchenschätze, Binde» und Lösegewalt deS heiligen BaterS oft zweifelhafte Rede» führen, den unfchStz-baren Wert dieser segensreiche» Denkmäler nicht er-kennen, werden Reisende nnd Wiederverkäufe?, auch stille Vermittler, welche meine Erfindung (!) von HauS zu HauS bei Katholiken einführe» wollen, ersucht, sich bei mir oder bei der hochwürdigen Geist-lichkeit vorher genügend zu informieren, wie die höchsten unschätzbare» Sütec fürs ewige Leben leicht uud sicher zu erwerben sind." Diese Hausaltäre ko-sten 35 Mark, ei» Spottpreis! Dazu bekommt man noch gratis „polychromierte Figuren und sämtliche Zutaten". Grossisten e> halte» noch bedeutenden Ra-batt! — Also heran! meine Herrschaften! Das Fegefeuer wird nur noch kurze Zeit bestehen, denn alle Gläubigen, die 35 Mark übrig habe», werden sofort ins Himmelreich erpediert durch Herrn Fritz Lücke, Kevelar, Rheinland, gegen den der Ablaßkrämer Tetzel ein armer Waisenknabe war. Das Sparkassabuch in der Brat« röhr e. In der Wischehrader Vorschnßkassa wurde ein junger Mann angehalten, der aus ein gesperrtes Sparkassabuch einen Betrag beheben wollte. Das Buch lautete auf den Namen einer vor kurzem ver-storbenen Frau Richter aus Smichow, die einen Betrag von 3400 Kronen in der Sparkassa einge-legt hatte. Der Angehaltene erklärte, das Bnch von einem Schueiderlehrliiig erhalten zu haben. Dieser, namens PribramSky, wurde ausgeforscht \tud erklärte, Frau Richard bewohne in Smichow das HauS Nr. 865, wo PribramSkyS Vater Hau» meister ist. Nach de»i Tode der Frau Richter wurde die Wohnung geräumt und die Schlüssel wurden dem Vater des Lehrlings übergeben. In der leer stehenden Wohnung aber verwahrte der Lehrling sein Fahrrad. Als er eines Tages sich in der Woh-nung zu schaffen machte, fand er in der Bratröhre daS Sparkassabuch. Er wurde wegen Fundver heimlichung dem Strafgerichte eingeliefert. Die Verpflichtung der Tabaktra-f i k e n zum V e r k a n f e von Post- n n d Stempelwertzeichen. (Ein Erlaß des Fi nanzministeriumö.) Es wurde wiederholt vom Publi kum und auch von sämtlichen BezirkSvertretmigen in einem Zirknlarantrag darüber Beschwerde ge sührt, daß man in zahlreichen Trafiken keine Post Wertzeichen bekommt, bezw. daß solche nur an Zi garrenkäufer abgegeben werden. DaS Finanzmini sterinm hat diesen Beschwerden Rechnung getragen nnd in soeben ergangenen Dnrchjührungsvorschriste» zur neuen „Trasikantenvvrschrift- die Bestimmung aufgenommen, daß der Trafikant zum Ve» schleiße von Post- und Stempelwertzeichen auch verpflichtet werden kann. Hierüber sowie über einige andcre Nebenbcsuguisse der Tabaktrasike» wurden folgende Versüguugen getroffen: „Der Trafikant ist zum Verschleiße der Wertzeichen des StempelgesätleS (Stempelmarken, Frachtbrief- und Wechselblankette nsw.) berechtigt. Ueber Anordnnug der Verschleiß behörde kann er zu diesem Verschleiße und zur au gemesseneu Bevorratung mit den Wertzeichen des Stempelgesälles auch verpflichtet werde». Der Traft« kam selbst ist berechtigt, über sein ausdrückliches Verlangen auch Wertzeichen des Postgesälles (Brief marken, Korrespondenzkarten n. dgl.) zu verschleißen An heissen Tagen eignen tick zur raschen Bereitung einer vorzRglichen Rindsuppe ganz besonders MAGEI' Würfel. 5 Nur nit kochenden Wasser übergössen, ergibt jeder Würfel augenblicklich I Tal ler fertige Rindsuppe. iwaraai Kreuzstern Schutzmarke Büchsen Hat er aber den Vertrieb von Postwertzeichen über-nommen, so ist er verpflichtet, diesen Verschleiß nach den hiefür bestehenden Vorschriften zu führen; deS« gleichen eine» entsprechenden Vorrat der ihm zur Führnng vorgeschriebenen Postwertkategorien auf Lager zu halten." Damit ist klar ausgesprochen, daß der Trasikaut, der die VerschleißbesugniS von Postwertzeichen besitzt, die Verpflichtung hat, die Postwertzeichen an jedermann, der sie kaufen will, auch abzugeben. Im Weiteren wird in der Verord-nung angeführt: Auf Verlangen der LottogesällS« direktionen in Wien und Budapest ist der Trasikant zum Verschleiße von Losen der von diesen Behörden veranstalteten StaatSwohltätigkeitSlotterieu sowie znr angelegentlichen Fördentng des Absatzes derselben verpflichtet. Auf den Geflügelhölen vergeßt in der heißen Jahreszeit nicht die mehrmalige Erneuerung deS Trinkwassers. Stellt eS aber nicht in die sonne. Haben die Tiere keinen freien Auslauf, fo schüttet ih»en zum Baae ein Häuflein Sand oder Asche hin. Schrifttum. Max Müller, Ofsord: Leben und Religion. Aus dem Englischen von Georgina Müller. Max Kielmann, Stuttgart. Dieses Buch verdient ein immerwährender Begleiter im Leben zu sein sür Menschen, denen ein innerlichstes Fühlen sagt: Mit dem Außenleben ist nicht alles zu Ende, wir können nicht glauben, daß ein so edel Ange-saugenes wie ein Menschenleben für immer hinwelken sollte. Unendlichen Trost vermag das Buch zu bieten und sausten Herzenszuspruch Leuten, die zuweilen von einer schlechterdings unerklärlichen Jnnenstim-mnng überkommen werden, die in stillen und leisen Worum und unsagbarer Wehmut andeutet: dein Außenleben stimmt nicht in allem mit deinen Innen-gesühlen überein. Solchen Menschen, die sich meist zn keiner bestimmten Konfession bekennen und etwas abseits stehen, die vielleicht nur zu allerinnerst den Glauben an ein „Höheres" bewahrt haben, bietet dieses Buch eine Fülle von Anregungen zur Jnnen-Veredlung, zur Alltagsabkehr und Feiertagsstimmung. Die kleinen nnd seinen Streislichterchen, die in dem Buch unter Zusammenfassungen wie: Christentum, Tod, Die Gottheit, Zweisel, Das Unendliche, Sprache, Liebe, Religion und Religionen, Wirken und Ar-beiten auf Innen- und Außenleben geworsen werden, geben eine Fülle Materials an innerlichste» Be-vbachtnngen nicht nur nach de» gereisten LebenS-ersahrnngen des Autors, der sich als vollends ab-geklärte Persönlichkeit darstellt, sondern auch von in wundersame Schlichtheit gebändigter Gelehrsamkeit. Forschungsergebnisse von Jahrzehnten auf dem Ge» biete vergleichender Religionswissenschaft sind hier niedergelegt und doch so einsach, so schlicht, wie auch der Heiland die tiefsten Wahrheiten einfältig seinen Zuhörern kundgab. Keine konfessionellen Streitig-leiten sind da auch nur etwa im Keim zu finden, in wenige» Worte» ist oft das Ureigenste einer ganzen Religion geschildert nnd immer merkt man Stile 6 Jiciltsdlf iWrtrfit Kummer 54 MTTONI / Die schönsten Ferkel ^ Mt lilftilHn CJafrr, »i« InUbitarfltn Z»ch1»»»>»,, Wt «Tgittipil«» W«!!>chi»»w» von ttfn DiialiUSI MM I* »tr«ße» I«U iirti mit billigt«« 11u|i o:,i)t als wich »«ch TOtftthtrung »»» ßaltlnjrr'» IsVtratytMa Sixihdte „LUCULLU8« «ftolltn. Bit tretrtrt 1000 (U«] gnrrlfilgH tr«M «m- ®ifkrSifcaflli* fcilgtRßl 1(1: i kg Saltl»Bn's .IV Inoühra 1 kg Lti>n-dg«ll,i»li»»«dme^ «Zu d«m glitch» 4» ocbnii sin» S kg Mol», ffict^t ett- trlcrttrll^.) 6#r!« ll.lliüb.rtt.1111* |tr8«*«l; «ort« III. Sa* , »«>!« nrb billigf!« Ärottfutlcr (fit Utat«t «■» J i W»I11chw«ink. — Prkii t*ltwr Öartm K 11.30 M \ fit X kg ob 3aMk M \ Tiisfutleilibrik Fittinair IU f tei.i.1., muiiv wHi X *i«g€»f«bBd «U300«ltai wieder mit Erstaunen, wie hoch das Christentum, d. h. die Religion, die Christus predigte, in der vergleichenden ReligionSsorschung einzuschätzen ist. MnllerS Ausführungen und Beweise, wie sich aus dem Endlichen daS Unendliche folgern läßt, sind so einfach, so unendlich liebenswürdig, möchte ich sage«, und überzeugend, daß ich nur an LessingS frei-sinnige Ausführungen über das Gottwesen usw. als an ein Ebenbürtiges denken kann. Manche aus Müllers Leben losgelöste Erfahrungen stehen in den, Buch, von denen ich kein Wort missen möchte und die einem erst über Lebensveredlnng die Augen öffnen. Ein Satz hat mir ans Herz gegriffen, weil er eine Jnnenwahrheit kündet, die heute wohl meist be-lächelt wird: „Wenn ich es wagen dürfte, von Gottes Absicht zu reden, so würde ich sagen, eS sei nicht GotteS Absicht, nur die Demütigen, die religiös Bedürstigen, die Barmherzigen, die Seele», die ihre eigene Unzulänglichkeit empfinden, dic sich willig selbst aufopfern, zu gewinnen — die sind schon sein Eigentum - sondern die zu gewinnen, welche geistig begabt sind, die Weisen, die Gebildeten, die Klugen — oder besser »och: sie beide zu gewinnen. DaS wäre ein böseS Ding sür das Christentum, wenn es die letztgenannten Klassen nicht mehr zu gewinnen vermöchte, und eS scheint mir die Pflicht aller derer zu sein, die wahrhast an Christum glaube», zu zeige», daß das Christentum, wenn eS recht erfaßt wird, stark, genug ist, sowohl dic Höchst- als die Niedrigstbegabten zu gewinnen. Kurz und gut, es ist ein Buch, das alle befriedigen wird, die inner« liche HerzenSreligion als etwas Natürliches in ihrem Innern als Altar aufgestellt haben. Häusliche Trinkkuren erfordern wenig Zeit und Geld I Professor Dr. Cantani, der weltbekannte Forscher aus dem Gebiete der Zuckerkrank« h e i t e n, hat folgendes festgestellt: Tas natürliche F r a n z I o s e f« Bitterwasser wirkt, nüchtern ge-nossen, nicht nur als ein leichtes Abführmittel, son-dern es reguliert auch nach und nach derart die Magentätigkeit. daß eS die Heilwässer von KarlS-bad vollständig ersetzt. * Vortreffliches Schutzmittel! DaS Lokal-Museum. Auser au Sriuneruugen an die Vömerzeit so überreiches Museum ist an Douuerstageu uud tonntagen vou 9—1 Mr geöffnet, an anderen ageu der Woche von IN—12 Mr. Pie Hin-trittsgevühr betrügt 20 Keller. Sott 1868 glänzend bewährt Bergers mediz. Teer-Seife von G. 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