(Krüöer „Hissier Zettung"). W«ct»> <>»«» Sttttrtoi ul (iiiik ■•rfc«4 ,a» fttt tttU »tt ^ufltaanj ut H»»« msnotlut ». —.58, »fTtditfcnj st. 1.50, fl. II. . Mi« Mcutl|«|ri# l IM, »llditdrt, %. i.10, •uilütii« ». (.4A. Bw «->,-!»« Riowr T X. zu»»» M lauf; »et »fterta ®lrt«>o!anji» c«tlptrAttib»»»«-!« ,eh»et> Ottfntlt fdt »»w 8UII «Bf te»nt<*»«a •ana«c|»tintiin M 3m- ut lilUmto* H. ftctacti*« t>mraj. I>. MatitlMtlUi £mcitf. (. E»iech?»»»«» ><• Hcbncttur# Iligli», »l> bet e«»». so» ftttma««, M« I—11 B*t 8k- »» »—I Ut Ra4BUt«a4. — Nsclll»aN«»<» wtutrri- — DRnnskrlstt ttrtfctn tiiAt — AI««»»» Z»I«»dtui«»» nicht »-rlGichlt««». '.tt. 63. Cilli, Donnerstag den 5. August 18^6. XI. Jahrgang. Entweder — oder! Sin« politische Idyll», wie wir sie in un-jll» Zeiten des SturmrS und Dranges kaum tu eileben hofften oder fürchteten, hat sich am tzv.Juli in RadkerSburg abgespielt. R luvg des Deutschen N ationalve r» iinSinRadkerSburg geivordenist, irgend wie abträglich erscheine» I»u:- Geradezu großartig! Wie geschickt weiß um doch in RadkerSburg männliche Entschlos» ieaheit und nationale Entschiedenheit mit dim Gefühl der Ehrfurcht und Dankbar« tut einem Manne gegenüber zu vereinigen, dir mit solcber Festigkeit und pädagogischer Un- Das große franMsche Auell. Das Duell Boulanger-Lareinty erinnert in seiner ganzen bodenlosen Lächerlichkeit an ein endete«, ähnliche» Er»igniß aus dem Jahre W?. Damals kam es zwischen dem Minister M4 Innern, dem heißblütigen de Fourtou und Si»betta zu einem Duell, daS den vollständig sleichen Perlauf nahm, wie das gegenwärtige. PieseS Duell Gambetta'S hat aber einen seiner mirdigea Schilderer gefunden. Der geistreiche M boshafte amerikanische Humorist, M a r c Twain, hat e» in seinem „Tramp abroad" Ma „Bummler im Ausland", ein Reisewerk-chen über Europa) mit der köstlichsten Laune »nsisiirt und unsterblich lächerlich gemacht. Wir »ollen unseren Lesern diese prächtige Satire hur mittheilen: wenn sie für die Namen Gam-bettn und Fourtou — Boulanger und Lareinty setzen, so wird die Skizze die vollste Aktualität besitzen. Geben wir nun Marc Twain das Wort. Sobald ich von dem letzten erhitzten Wort-»echsel zwischen Herrn Gambetta und Fourtou üi der französischen Kammer gehör» hatte, «ußte ich. daß »in Unglück bevorstehe. Ich »artete daher seinen Besuch gar nicht ab, so»- beugsamkeit bei seiner Meinung verharrt, wenn seine Wähler, verhetzt und verblendet, vom allein» seligmachenden Wege de» verjudeten Manchester-liberalismus abirrend auf den Pfad nationalen Strebend gerathen sind! Nun ist sreilich die Frage schwer zu entscheiden: ist der Ausdruck des Dankes nicht besonders ernst zu nehmen und etwa nur dem sentimentalen Bedenken ent-sprungen, über welches seinerzeit die Wähler von T'tschen sich in rühmlicher nutionaler Ge-sinnungStüchtigkeit hinwegsetzten, als der Führer der einstiflen VerfafsungSpartei in hofräthlichem Befchwtchtigungseifer dem erwachenden National-gefühl, der schärferen Tonart sich entgegenstellen wollte? Habe» die RadkerSburger nur nicht den Muth gehabt, offen dem Borkämpfer des deutsch-österreichischen Clubs zu verstehen zu geben, daß das Abgeordnetenmandat kein Mittel sei, Dankbarkeit für einstige Dienste zu bezeigen, daß das Abgeordnetenhaus keine BersorgungS-anstatt für politisch Abgethane, für Leute sei. denen es nicht möglich ist. den Geist einer neuen Zeit, die nationalen Ideen eines aus langem Schlafe erwachten Volkes zu begreifen und zu vertreten. Beinahe möchte man diesen Schluß daraus ziehen, daß eine deutschösterreichische Cor-respondenz die gering.' Betheiligung der Wählerschaft zu constatiren sich gedrungen fühlt und außerdem noch mitanerkennenSwerthcrWahrheitS» liebe hinzufügt, daß während der Abstimmung noch mehrere Wähler sich entfernten und schließ-lich die Annahme der merkwürdige» Resolution, deren Kopf und Rumpf so schlecht zu einander passen auch nur seitens der Mehrheit, nicht der Gesammtheit der Zurückgebliebenen erfolgte. Also fühlt« ersten» einmal ein großer Theil der Wähler gar keine Sehnsucht, die ihren Ansichten und nationalen Wünschen wider» sprechenden AuSsührungen des Vorstandsmitgliedes des Deutschösterreichischen « sich freisinnig und reichstreu nennt, auf deren ReichZtreue aber das deutsche Reich um HimmelSwillen niemals angewiesen sein soll! Ihr semitensreund'icher, zersetzender „Liberalismus", waS als Bezeich-nung eines volkSwirthschaftlichen Systems mit „Freisinn" höchst heuchUrisch und unrichtig übersetzt ist. bringt diese Partei den österreichischen Deutschliberalen ebenso nahe, als er sie von unS D«utschnational«n entfernt. Die „Deutsche Zeitung" begleitet den Be-richt über di« Radkersburger politische Naivi-tät mit Worten, wie wir sie von d«m Partei-blatt de« Deutschen Clubs nun und nimmer erwartet hätten. Statt frank und fr«i die Un-eatschiedenheit, Leisetreterki und Haldh«it der Raokersburger Resolutionshelden zu tadeln und zu brandmarken, ergeht si« sich in folgen-der salbungsvoller Lobhudelei: Die Resolution ist durch ihren politischen Tact bezeichnend und ehrenvoll (Bezeichnend wohl, aber ehren-voll?) für die Wählrr d«s Abgeordneten Dr. Magg. Ohne diesen verdienten Abgeordneten zu verletzen, drückt di«s«lbe doch mit Klarheit und Bestioimtheit (?) di« abweichende politische Anschauung der Wähler auS. Sie sind dabei mit d«rs«lb«n überlegenen Ruhe vorgegangen, mit welcher sich die Wortführer des Deutschen Clubs in den letzten Wochen über dis Verhält-niß ihres politischen Verbandes zum Deutsch-?sterreichis1jen Club ausgesprochen. So das Wiener Parieiblatt! Wir aber rufen den Rad-kersburger» und ihrem Abgeordneten zu: Wer in dieser schweren Zeit nicht ganz und voll auf Seiten der deutschnattonalen Partei steht, von dem gelt« das Wort: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!" In der Halbheit, im La-vieren und Schwanken liegt ein größerer Krebs-schaden als in der offenen Gegnerschaft; unsere Achtung kann nur der erwerben, der vor dem Entweder — oder zwischen dem Deutsche» und denselben jedoch in Betracht der <Ä«fahr. wel-chic undetheiligte vorübergehende Spaziergänger ausgesetzt würden, ablehnen müsse. Darauf entgegnete ich: „Ich bin mit meiner WeiShki« zu Ende. Vielleicht werden Sie di« Güt« haben. Un« Waffe vorzuschlagen. Seine Miene klärte sich auf und entgegnete heiter: „O gewiß, ohne Zweifel mein Herr!" Und nun fing er an, fein« Taschen durchzu-wühlen. Tasche für Tasche und er hatte deren eine große Meng«, indem «r dabei vor sich hinsprach: „Na wo kann ich sie denn nur hin-gebracht haben ?" Endlich kam er zum Ziele; er fischte aus seiner Westentasche ein paar kleine Dinger, die er ans Licht trug und als Pistolen erkannte. Sie waren einläufig, mit 'Silber verziert und überaus zierlich und nett. Ich war vor Erregung nicht im Stande zu spreche», hing stillschweigend eine davon an meine Uhrkette und gab ihm die andere zurück. Mein Mordkamerad rollte jetzt eine Briesmark« auf, di« einige Patronen enthielt, und gab mir eine derselben. Ich fragte ihn, ob er damit sagen wolle, daß von unseren Gegnern jeder nur einmal schießen dürfte. Er erwiderte, daß der französische Code nicht mehr «rlaube. Dann bat ich ihn weiter, die Distanz vorzuschlagen, denn mein Kopf war schwach und verworren geworden von all den Dingen, die aus ihm 1886 Deutsch-österreichischen Club nicht schwanke und unentschieden steht, wie Buridans urtheilt-loses Grauthier! Zur Keidelötrger Aniverfttätsfeitr. Wien, Z. Auzch. DtutschösttrrtichZ hohe Schulen nehmen oon ganzem HerztnTheil an d«r Jud«lf«ier vtrHeidtl. berger Universität. Delegirte auS Wien. $ru sind zusammen gekommen, ein Leben zu stören, nicht es bis in die Ewigkeit zu vn-längern." Aber all« uieine U«berr«bungen, alle mtva Gründe waren nicht im Stand«, ihn zu beut-gen, die Distanz aus mehr als 35 Dards,, verringern und selbst di«s«s Zugeständnis machie er nur mit Widerstreben, indem er seufz »d ausrief: „Ich wasche meine Hände in lloschnld, das Blut komme auf Ihr Haupt!" Da war nun allerdings für mich irchü mehr zu machen, als nach Hause zu gehen im» »leisem alten „Löwenherz" meine Ried erlag« mitzutheilen. AIS ich eintr.it, legt« Herr flk»-bettet grade seine letzte Haarlocke aui den Ältar nieder. Er eilte mir «ntgtgen mit dem flu* rufe: „Sie haben die v«rhängnißvollen Alran-g«ments getroffen? — Ich s-h« e« an Ihre» Auge!" — „Ja!" — Er «rblaßt« etwas u»l lehnte sich gegen den Tisch, um sich zu Üugea; er athmete ein od«r zwei Augenblicke tief ui» schwer, so stürmisch und aufgeregt waren sei!?« Entpsi'iduugen, dann flü'tert« er leiser: »Die Warn«, die Waffen? Schnell! Welches fmd die Waffen ?" „Diese!" und ich zeigte ihm das 1886 Ajirksvertretung durchaus nicht entsprechen und »mnuthen lassen, daß in ihrer Gebahrung eine ansehnliche Menge schmutziger Wäsche vorhanden iii. Schon glaubte man allgemein, daß die Folgen dieses Streite» von weittragender Be-deutung sein werden, indem sich die beiden Exaliado» jeder mit einem tüchtigen Anwälte deduss gegenseitiger Klageführung bewaffnet hatten, und auch schon die diessällige Tag« iatzung auf den 3V. Juni 1886 beim k. k. Bezirksgerichte in Windisch - Graz anberaumt »»den war. als man mit Rücksicht aus den Nachtheil, welcher sür die slovenische Partei erwachsen könnte, die Streitenden versöhnte und sie zur Zurückziehung ihrer Klagen bewog. — Ganz ohne Folgen dürste aber dieser Streitsall taiiwch nicht ablausen, die k. k. StaatSanwaU-ichast dürfte aus diesem Anlasse im Sinne des " 34 der St.-P.-O. Gelegenheit zur Amts-axdlung finden. Bekanntlich war am 3. Sep» innber I881vom k. k. KreiSgerichteCilli J.H. we« bndrechenS des Betruges zu einer fünfmonat-lichtn schweren Kerkerstrase verurtheilt, nach er-langte Bewilligung zur Wiederausnahme des dittsalligen Strasoerfahrens aber merkwürdiger Leise au» besonderer Rücksicht nicht wieder in ben Anklagezustand versetzt worden. Herr Dr. Sch.. welchem der H. nicht allein die Befreiung iemr wohlverdienten Strafe, sondern auch seine Mnwärlige gesellschaftliche Stellung zu ver-Sinken hat, hat sich nun gegenüber mehreren Kmen geäußert. H. sei deS VerbrecheuS deS Truges thatsächlich schuldig und nannte mehrere Belastungszeugen. — Da sich der Mann seiner Zeit ersrecht hat. das k. k. KreiSgericht Cilli in der „Südst. Post" des Justizmordes zu ikihen, so wäre eS au der Zeit, dem Gesetze Seliunq zu verschaffen und die diesbezüglichen Hebungen durch die k. k. Staatsanwaltschaft kslegen zu lassen. Loii der Trau, am 1. Aug. sP e t t a u e r bezirkSlehrerconferenz.s Di«„Südst. Post" bringt in ihrer letzten Nummer vom 31. )u!i d. I. einen Bericht über die Pettauer Nezirlelehrerconferenz, welcher seinem ganzen sehali« nach auf Unwahrheit beruht, weshalb ch mir als Freund der Wahrheit hiemit erlaube, dortigen absichtlichen Verdrehungen und Entstellungen im Nachstehenden zu berichtigen. Die Behauptung, daß sich der Herr Vorsitzende it seinen Mittheilungen „über Gebühr Weih-rauch streute," ist nicht richtig. Derselbe er-«ähnle nur, daß im Voltsschulwesen unseres Bezirkes von Jahr zu Jahr auch rücksichtlich t« besseren Unterbringung und Erweiteruig der Schulen erfreuliche Fortschritte aufzuweisen faß und daß auch in diesem Schuljahre neu« Erweiterungen von 4 Schulen zu constatiren icmmen, so daß im letzten Decennium zusammen »e«»z 20 neu errichtete Classen und die Er» silberbeschlagene Ding. Er warf nnr «inen ein->izen Blick darauf, dann stürzte er wuchtig auf de» Fußboden nieder. Als er wieder zu sich kam. sagte er schwer-«iuhig: „Die unnatürliche Ruhe, zu der ich «ch gezwungen hatte, hat sich auf meine N«r-ven geworfen; — aber hinweg mit der Schwäche! Ich will meinem Geschicke entgegen gehen wie nn M^on, wie ein Franzose!" Er richtete sich tuf und nahm eine Stellung an, deren Er-dodmheit bis jetzt kein Sterblicher erreicht hat. - Tann sprach er in seinem tiefsten Baßtone: „$im wohlan, ich bin bereit, theilen Sie mir die Distanz mit." „35 HardS I"---- Ich vermochte nicht, ihn aufzuheben, wahr-daft nicht, aber ich rollte ihn auf die andere sei» und goß ihm kaltes Wasser den Nacken hinab. Er kam sofort wieder zu sich und fagU: M Aards! — ohne Rest? Aber was frage ch; seitdem eS die Absicht jenes ManneS ist, «ich zu ermorden, warum sollte er dabei mit üimlichfn Details die Zeit verschwenden ? Aber «akeit Sie sich eins, mein Freund, an meinem Falle soll die Welt sehen, wie Frankreichs Mnlichkeit dem Tode entgegen geht." Gambetta versank darauf in ein tiefes Nachsinnen von einigen Minuten, worauf er dai Zchweigen brach mit den Worten: „Die Stund« — welche Stunde ist zur Begegnung 'i sich hiebet große Verdienste erworben. Letzter.» be-rief sich auf die windische Männerwürde und sprach der deutschen Sprache jede Berechtigung tn der windischen Schule ab. Nun! Dießbezüg« lich ließe sich Manches sagen, wir weisen jedoch auf den vielfach ausgesprochenen Wunsch der slovenische» Landbevölkerung hin. deutsch zu lernen; sie sieht eben «in, daß sie ohne di« deutsche Sprache nicht über die Grenzen Slo-veniens hinauskommen kann. Die gebildeten Slovenen freilich empfinden kein Bedürfnis nach der deutschen Sprache, weil sie dieselben ohne» dieß kennen ntüffen, sonst hätten st« sich eben eine Lebensstellung nicht verschaffen können. Wenn nun diesen oderwähnten Antrag ein Lehrer der windischen Schule gestellt hätte, wäre es begreiflicher gewesen; aber «in Mensch, wie dieser Romich, welchen seine Stelle als Lehrer an einer dentschen Schule ernähit! ES frägt sich nun, kann dieser Fanatiker seine Stelle wohl ausfüllen? Wäre es nicht besser, ihn in eine windische Dorfschule zu versetzen? Wäre eS nicht überhaupt zweckmäßiger für ihn gewesen, »inen onoern Beruf zu wählen, zumal auch seine Aus» spräche seine „wissenschaftlichen" Vortrage nicht zur Gellung kommen läßt. Romich weiß, wie mißliebig er in Folge seines nationalen Fana-tiSutus der gesammie» deutschen Bevölkerung hier ist; jedenfalls hält ihn nur die zweite Ge» Haltsclasse ab, um seine Versetzung einzuschreiten. Utbngens betrachl-t er seinei. Berus anscheinend nur als Nebensache, indem seine Hauptthätigkeit in der Bekleidung windischer Ehrenämter be-steht; er ist nämlich Häuptling der Tschilalnitza, Vorstand des windischen Gesangvereines. Secre» tär der Posojiliiiza :c. Wie konnte er da noch Zeit haben, sich mit Hingebung seinem Berufe als Lehrer einer deutschen Schule zu widmen ? Mag dem nun sein, wie es wolle, genützt hat Herr Romich weder der windischen „Sacht", noch sich selbst; vielleicht wird einmal eine Zeit kommen, wo sein kühner windischer Muth, resp. Müthchen, »twaS gekühlt werden wird. arrangiren. Ich habe die Ehre, Ihnen guten Tag zu wünschen!" Ich kehrte jetzt zu meinem Clienten zurück, welcher sagte: „Nun? um wie viel Uhr wird die Begegnung stattfinden ?" — „Um halb z«hu!" — „Sehr gut in der That! Haben Si« die Benachrichtigung in die Zeitungen ge-sandt?" — „Mein Herr! Wenn Sie nach einer so langen und intimen Freundschaft mich nur einen A.igenblick eines so niedrigen Ver- raths sähig halten können"--„Ach, bah! WaS sind das für Worte, mein theurer Freund ? Habe ich Sie beleidigt? Ah. verzeihen Sie, ich war im Begriffe Sie mit Arbeit zu überladen. Um sicher zu sein, ich will selbst meinem jour-nalistischen Freunde Herrn Noir ein p>'ar Zei-l«n schr«iben." — „Oh, gut. daß ich daran denke! Sie können sich diefe Mühe sparen, der andere Secundant hat Herrn Noir b«r«iis b«-nachrichtigt." — „Ja, das hätte ich wissen können, das sieht diesem Fourtou ganz ähnlich, der immer Lärm schlagen muß." Um halb zehn Uhr deS folgeuden Mor-gens nahte sich der Zug dem Felde von PlessiS« Piquet in folgender Ordnung. Zuerst kam unser Wagen, Niemand darin außer Gambetta und ich; dann ein Wagen mit Fourton- und seinem Secundanten; dann ein Wagen mit zwei L«ich«nrednern, die nicht an Gott glaubten und 4 H o ru in Nicderöstcrrtich. Ende Juli. >LandeSlehrertag. — Verein zur nati 0 nal« n Erziehung.j Am 17. Juli wurde in unserem Städtchen der diksjährig« n. ö. Landeslehrertag abgehalten. Die Versammlung war von über 400 Lehrern be-sucht. Außer den geschäftlichen Berichterstattern sprachen Professor Tomberger aus Wiener-Neustadt über daSLehrerbildungsweseu in Oester-reich und Bürgerschullehrer Ernst aus Wien über die Stellung und Aufgabe deS Lehrers in Schule und Haus ; Professor Polzer aus Horn sortene die Lehrer auf. im Kampfe s ü r die Reinigung unserer Mutter-spräche sich in's erste Treffe» zu stellen, wo ihnen durch ihren Beruf d r Platz angewiesen sti. — Die Satzungen unseres Deutschen Turnvereine? sind genehmigt, so daß beim Beginn des nächsten Schuljahres, wenn die Turmr ihre Uebungen wieder aufnehmen werden, die Gründung des Vereins erfolgen kann. — Für unsere Ortsgruppe des „Allgemeinen deutschenSprachvereines" haben sich bisher 12 Mitglieder gemeldet. ES ist sehr zu wünschen, daß sür diese überauswichtige na« tionale Sache, welcher auch P. St. Rosegger seine Unterstützung zuwendet, allerorten eine rege Thätigkeit sich entfalte, damit wir uns nicht länger von Fremden wegen unseres «ver-h u n z t e n Französisch" verspotten lassen müssen. — Eine Ortsgruppe Hont des Schulvereines für D e u t s che ist in der Bil-düng begriffen. Die Satzungen werden dieser Tage eingereicht werden; die Mitgliederzahl beträgt bereits 20. Auch in den umliegenden Dörfern bilden sich Ortsgruppe» dieses Vereines. Mine Kyronik. [Franz Liszt +] In der Rächt vom 31. Juli aus den l. Auguit um '/,12 Uhr ist Franz LiSzt. der geniale Claviervirtuvs, Com-ponist und Orchesterdirigent zu Beyreuth gestor-den. Es ist ein rührendes Zusammentreffen, daß er den als Menschen und Künstler so vielfache Band« mit Wagner verbanden, gerade in Baqrruth die Augen für immer schloß und zur Zeit, da festlich gestimmte Menschen dorthin von Überall her zuströmen, um in der ernsten Kunst Wagner'S ihre Seelen zu läutern. Er verschied sanft und leicht in den Armen seiner Tochter, der Witwe Wagner's. Schon seit mehrere» Tagen suhlte sich Liszt überaus schwach und seine Freunde täuschten sich nicht über das Besorgntßerregende sein.« Zustandes. In der Nacht vom 25. auf den 26. Juli befiel ihn große Unruhe und man sah sich genöthigt ärztliche Hilfe herbe>zurufe». Die Diagnose des ArzteS ließ sofort daS Bedenkliche der Statu ition erkennen: der rechte Lungenflügel befand sich die Manuscripte ihrer Leiche,» eden in ihren Brusttaschen bei sich führten; dann ein Wagen mit din Haupiärzlen und ihren Instrumenten-etuis; dann acht Privatwagen mit den consul-tirenden Aerzten; dann eine Droschke mit einem Leichenbeschauer; dann zwei Bahren, dann ein Wagen mit den Hauptleichenbesorgern, dann ein Zug von Hilfspersonal und Dienern zu Fuß und nach diesen kam langsam durch den Nedel eine lange Reihe von Spaziergängern, Neugierigen, Polizei und Bürgern. Es war ein großartiger Zug. Unterhaltung fand nicht statt. Ich redete mehrmals meinen Clienten an, aber ich glaube, er war zerstreut, den» er schaute fortwährend in sein Notizbuch und murmelte gedankenlos: „Ich sterbe, damit Frankreich lebe!" Auf dem Felde angekommen maßen ich und mein College die 35 flard« ab und losten dann um die Stellung. Nachdem diese Barbe-reitungen beendigt waren, ging ich zu meinem Freunde und fragte ihn, ob er fertig wäre. Er spreizte sich aus in seiner völligen Weite und sagte mit ernster Stimme: „Fertig! Lassen Sie die Batterien laden!" Das Laden geschah in Gegenwart der dazu bestimmten Zeugen. Dann stellten wir unsere Gegner aus. Nachdem die Polizei an« geordnet hatte, daß die beiden Zuschauermassen ihre Plätze hinter den Duellanten einnehmen Deutsche Macht." in starker Entzündung und ein heftiges Fieber zehrte an den Kräften des Kranken. Die Ent-zündung schritt immer weitn »nd hatte am Sa» stag den Höhegrad erreich»: der Kranke lag in starkem Dilirium. Gegen 8 Uhr Abends stellten sich die ersten Anzeichen von CollapsuS ein und rasch verminderte sich die Herzthätig-reit. DaS Leben LiSzt'S zählte nur noch nach Minuten. Die kräftigste» Reizmittel vermochten nicht uiehr irgend welche Wirkung hervorzurufen, allein länger, als man gedacht, währte eS. bis die letzten Spuren des Leber.« entschwanden. Erst um V*12 Uhr Nacht« hörte die Athmungsund Herzthätigkeit vollständig aus und i» sanftem Tode schloß da« reiche und reichdewegte Leben deS großen Virtuosen. Seine Tochter drückte ihm die Augen zu. sZumUnglückamGroßglocknerj Der Alpenclubspräsident Julius Meurer. ein Freund des verunglückten Markgrafen Palla-vicini, mit welchem zusammen er manche kühne Bergbesteigung ansgeführt hat, bespricht in der „N. Freien Presse" die Catastrophe an der Glocknerwaud und weist nach, daß die Tour, auf welcher die vier Männer ihr Leben ver-loren haben, keii e an sich gefährliche war, daß aber die Außerachtlassung der unbedingt ge-botenen Vorsicht die directe Ursache der Catastrophe ist. Die Möglichkeit eincS UnglückssalleS ist. fährt der Verfasser fort, „nie absolut zu vermeiden, so lange Berge überhaupt bestiegen werden, denn eine geringfügige Außerachtlassung der gebotenen Vorsicht kann überall — selbst auf der harmlosesten Tour — verhäugnißvoll werden. Nicht eindringlich genug kaun man I daher rufen: „Vorsicht bei jeder, selbst der be-scheidensteu Bergtour!" Nur wenn dies befolgt ir ird. werden UnglückSsälle sich aus ein Minimum beschränken. Auch in dem vorliegenden Falle wurde die nöthige Vorsicht einen Augenblick außer Acht gelassen. Dem erprobten Hochtouristen. nicht minder aber auch dem bewährten Führer diene der traurige Fall als erneuter Mahnruf, selbst da die höchste Vorficht, die größte Sorgfalt und AufmerksamkeitZnie auch nur sür einen Augenblick außer Acht zu lassen, wo scheinbar äußerlich keine Gefahr droht oder wo daö Terrain seine besonderen Schwierigkeiten ausweist. Wenn schon ein so viel erfahrener Alpinist wie Pallavicini, wenn so erprobte Führer wie Rangetiner und Rubesoier an dieser Stelle verunglücken lonnten. so wollen sich alle Diejenigen, welche wähnen, daß es genügt, einen Bergstock oder einen Pickel in die Hand zu nehmen und genagelte Schuhe anzuziehen, um dem ersten besten Hochgipfel die zweifelhafte Ehre ihre« Besuche« anzuthun, in Zukunft wohl vergegenwärtigen, daß eine jede Bergfahrt^ die über Firn und Eis, über brüchige, scharfe Fels-grate führt, eine Sache ist, die wobl bedacht sollten, waren wir zum zweiten Male fertig. Da das Wetter noch nebeliger wurde, so war zwischen mir und dem anderen Secundanten verabrede» worden, daß ein jeder von uns vor dem verhängnißvollen Signal ein lautes Halloh von sich geben sollte, damit die Gegner zu er-kennen vermöchten, wo der andere ungefähr stehe. Nun kehrte ich zu meinem Freunde zurück und bemerkt» mit Bedauern, daß er einen großen Theil seines Muthe« verloren hatte. Ich ver-suchte mein Beste«, ihn wieder aufzurichten. „Wahrhaftig!" sagte ich. mein Freund, die Sache steht nicht so schlimm, wie sie aussieht. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß Sie Beide den Kampf überleben, deshalb munter! Seien Sie nicht niedergeschlagen!" — Diese Rede machte einen so guten Eindruck, daß er sofort seine Hand ausstreckte und sagte: „Ich bin wieder ich selbst, geben Sie mir die Waffe!" — Ich legte sie ganz einsam und verlassen in die Mitte der ungeheueren Einöde seiner Hand-fläche und half ihm dann, seine Pistole nach der Gegend zu richten, wo, wie ich vermuthete, sein Gegner stand. Dann lehnte ich mich gegen Herrn Gambetta'« Rücken und erhob ein lau-teS „Hollah—ho !" Au« weiter nebeliger Ferne erschallte Antwort und ich rief unmittelbar darauf: „EinS — zwei — drei — Feuer!" 18»-: sein muß, wenn sie gut durchgeführt werd» will ; es ist eben kein Kinderspiel, welch«? nun leichtfertig nehmen darf, denn wie wir hier m erschreckender Weise wieder erfahren (joben. wird oft ein einziger falscher. unüberlegter Schritt mit dem Leben bezahlt." [Vom Z«i t u n g $ w «s ?ji.) 3tt(itti Cäsar, der römische Feldherr, dessen „beüinn Gailienni* so manchem Gymnasiasten »ox-!?r-brechen verursacht, ist. wie wohl den rockt. in die Jpinre der Leser. — Als Gutenberg die Buchdrucka-kunst erfand, da nahm bekanntlich die Literaw: und das ZeitungSwisen einen ungeheueren Älii-schwang; man denke nur an die große Anjad' I der Journale, von denen ein« der bcD«uK«ö» sten die Londoner „Times" ist. Sie wurde in Jahre 1785 gegründet; ihre Bedeutung in5 Auflage stieg von Tag zu Tag, was man am besten an der große» Zahl der Annoncen n-sehen kann, deren sie täglich ungefähr süilff-dn hundert enthält. Eine enorme Summe am schon eine einzige Spalte ab, da der £r«4 der Anzeigen ein sehr hoher ist. Verschiede-»-male hatten Töchter des Besitzers der Z>v!im; an St«ll« der Mitgift «ine solch« Anzeic.n-Spalt« erhalten. — Ueber Einnahmen unü Ausgaben einer Zeitung macht man sich einen falschen Begriff. In einem Jahre ballt die New-Dorker „Tribüne" eine Einnahme M V09.417 Dollars, denen eine Ausgabe m 885.158 Dollars gegenüberstand. Mithin hat» die Gesellschaft »ach Abzug aller Unkosten eine» reinen Gewinn von 24.250 Joöatl. welche unter die Actionäle vetheil» wurde?. Vor Kurzem erschien in einem kleinen Stä5!dj(i Amerikas ein« Zeitung, welche einen eigemdliin-lichen Namen führt«. Nämlich da« Nidlchi» hieß Homer und di? Zeitung hatte den classi-scheu Name» „Homer'S JltaS" erhalten. So.:;: die Cafehäufer in Paris hatten sich ein J»»i- Zwei schwache Knalle, ungefähr wie ,-v»! Spit!" trafen mein Ohr und in demseld>:n Augenblick« wurde ich unter einem Berge con Fleisch zu Boden gedrückt. Zerquetscht wie war, vermochte ich doch noch folgende schwache Laute von oben zu vernehmen: „Ich sterbe riii — für — den Teufel auch, sür was sterbe ich? — ach so — ja Frankreich! Ich sterbe, damit Frankreich leb«!" Di« Aerzte eilten nun von allen Sei:» herbei, ihre Instrumente m der Hand und 'rettn ihre Mikroskope auf den ganzen llmkrnt von Herrn Gambetta'« Person mit dem glü& lichen Erfolge» nichts zu finden, was nur Wunde nur entfernt ähnlich war. Dann folg» eine Scene, die in jeder Beziehung erheiniS und begeisternd war. Die beioen Gegner sieln sich einander um den Hal« mit Fluten ?oa stolz«» und glücklichen Thränen; der andm Secundant umarmt« mich: di« Aerzte, bieähb» tt«r, die Leichenbesorger. bi« Polizei, jedermann umarmte, jedermann beglückwünschte, jedetmami schrie und di« ganz« Atmosphäre war mit Lob. pceisungen und unaussprechlicher Fr«und« erfüQt. Nachdem sich die Aufregung einigerm-? i gelegt hatte, hielt die Versammlung der Aerzu «in« Berathung und nach langen Tedaitt» kamen sie zu dem Resultate, daß ich bei rich> I tiger Behandlung und sorgfältiger Pflege «n» I . 1886 r.al gegründet. Wöchentlich erschien daSs-lbe und sjhtte den Namen ,Cas6 concert". (93 o n Ole Vull,j dem b'rühmten Z!»>I»n-V>rtuv>en. wird solg'nde Anekdote er-zahlt: Als BuU im Jahre 18-16 in Paris »eiltt, kehrte er eines Abends spät aus dem C»nc«r» zurück und befahl, da eS in seinem Zimmer ziemlich frostig war. seinem Diener, den Kimin zu heizen. Der Diener schob eine OTO&e Miste an den Kami», auf welcher mit t«ls«tb« daS Wort „Brennholz" geschrieben i»ar. und aaln;Ottete auf die erstaunte tieSbe» gliche Frag» Ole Bull's, die Kiste fei am Äiitzg, wir er glaubte, auf Ordre seines Herrn ^»liefert worden. Ole Bull ließ die Kiste er» »kichcn — statt des Brennholzes aber fanden sich in derselben zweiundzwanzig Violinen und jolzender Brief: „Großer Meister! Die Unter-juchiieten. sämmtliche Mitglieder mehrerer pzil-humoinfchet Dilettantenvereine, erklären hier-dmch. daß sie von gegenwärtiger Stunde ab :tten Uebungen nuf beiliegenden Instrumenten nliagfn. Dasselbe Holz, dem ein Ole Bull Lide», Liebe, Schmerz, Leidenschaft und Ge-soiu entlockt, kann in den Hände» der Unter-^ichueten nur als — Brennholz angesehen wertn. Tie Untei zeichneten bitte» den Meister, die Ei lagen zu einem Autodafö zu benutzen M den aufsteigenden Rauch sür ein von reui-j.« Laien feinem Genie dargebrachtes Weih-»nchopser anzusehen." Unterschrieben war das niginelle Schreiben von zweiundzwanzig jungen L Mionäre steht t» onld, dessen Vermögen auf 13") Millionen Dollars geschätzt wird. Auf die-sin solgi Astor mit 125. Die beiden ältesten Llnverbilt's sollen jeder 106 haben. Großer li die Zahl verer. die zwischen 16 und 56 be-filjiM. Ein Vermögen des letztgenannten Bc-trag-S wird deu Herrn Sage, Huntington und Äiackay zugeschrieben. Herr AmeS hat 35, die Wittwe des verstorbein n Stewart verfügt über iW und Frau Green üler 25, während das l-nmogen Payne'S eine Höhe von 26 und das gen Panderbilt. R. Goclet und Tilden eine Äliisicht hätte, mein« Verletzungen zu überleben. iVtine innerlichen Verletzungen, so meinten si«. raren sehr ernst, da offenbar eine zerbrochene ftiypt meinen linken Lungenflügel durchdrungen bitte, und viele meiner Organe wären so weit von der einen oder anderen Seite, wohin sie «'vrünglich gehörten, weggedrückt, daß es zweifelhaft wäre, ob sie jemals wieder ihre Sektionen an so entfernten und ungewohnten Ltillen würden ausüben können. Dann richte-Mi sie m«in«n link«n Arm an zwei Stellen -neder ein, brachten mein rechtes Hüstbein in seini Psanne zurück und richteten meine Nase meder in die Höhe. Ich war ein Gegenstand wn großem Interesse, ja selbst Bewunderung, rnd viele ausrichtige und theilnehmend« Persön-Weiten ließen sich mir vorstellen und sagten, sie ivären stolz darauf, den Mann kennen zu >em»n. der allein in einem Zeiträume von 46 Jahren in einem französischen Duell verletzt wordeu wäre. Ich nahm in einer Ambulanc« an der Gpitze d?« Zuge« Platz und hielt so inner großem und gerechtem Aufsehen meiuen Einzug in Paris, als die hervorragendste Per-iönlichkeit in diesem großen Schauspiel« und wurde in'« Hospital gebracht. Das Kreuz der öhrenle'ion wurde mir verliehen; — bekanntlich gelingt es nur Wenigen, dieser Auszeichnung z» entrinnen. Das ist der wahr« Hergang d«S «ttknürdigsten Duells unterer Zeit. „Deutsche Wacht." Höhe von je 15 «rrticht. Garrett und Armour besitzen Jeder 14. Auf Ctocke» und Fräulein Wolfe kommen je 13. Diesen folgen Vandet-bill, Tombley und Drexel mit je 12. Auf je 11 beläuft sich daS Vermögen von Shepard, Frau Barrios und Webb. Bieben Personen be-sitzen jede zehr, Millionen, vier je 8 und vier je 7. fünf je 6. fij»f;«hn je 4, wahrend die Zahl der Dreirnillionenbeiitzer 26 beträgt. Ein Besitz von 2 Millionen wird 32 Personen zu» geschrieben, während die Zahl derer, di« ein Vermögen von je einer Million besitzen, allein in der Stadt NewAork auf 65 veranschlagt wird. sA m S p i e 11 i f ch.] Französische Zeitungen erzählen folgende interessante Geschichte: Im Jahre 1884 kam der reiche Chocoladenwaaren-fabrif.int Clande mit seiner einzigen zwanzig-jährigen Tochter zur Cur nach Nizza. Das Fräulein lernte im Cursaale einen a»S Algier zurückgekehrte« jungen Offizier kennen, in den sie sich lerdenschasil chverliebte. Trotz des Wider-strebens des Va'ers, der den vermögenslosen Schwiegersohn nicht wollte, bestand das Mäd« cheit auf ihrem Willen, und da sie erklärte, uaß ihr das Erbtheil ihrer Mutter genüge, wollte sie nach Bändigung der Cur in Paris ihr« Vermählung feiern. Drei Tage vor dent für die Abreise festgesetzten Tennin spielte der Offizier im Casino »tu einem Herrn Ecartv, seine Braut lehnte sich an seinen Stuhl, nebe» seinem Partner stand ein sremder Herr, der vor einigen Stunden in Ni;za angelangt war. Plötzlich wandte sich der Fremde an den Offizier und rief: „Sie sind ein Gauner, ich habe ge-sehe», daß Sie einen König aus Ihrem Aermel gezogen haben." Der Offizier er'iob sich todten-bleich. Fräulein Claude wurde ohnmächtig hin-auSgetragen; als sie sich erholt, bestürmte sie ihren Vater, noch in d.r Nacht abzureisen. Der Offizier erklärte kategorisch den Angriff für eine niedrige Verleumdung, deren Urheber er zur Rechenschaft ziehen wolle, allein der Fremde war zugleich mit Herr» und Fräulein Claude verschwände» uud es blieb dem Beleidigten ebensowenig der Trost, sich mündlich oder schriftlich bei Fräulein Clande rechtfertige» zu können, als je die Spur de» Mannes zu sii'den. Am 36. Juni dieses Jahres war ein ungeheurer Andrang an den Cassen der Nordbahn in Pari«; plötzlich sah man, wie ein Herr einen anderen wüthend am Halse packte und in« Wachzimmer schleppte. Der Osfizier hatte hier seinen Beleidiger wiedergefunden. Vor Gericht entpuppte sich riefer als ein In-dustrieritter schlimmste» Caliber«; er erzählte frech, er habe von Herrn Claude dazumal 16.660 Francs bekommen, um den Theaterconp auszuführen. Das Gericht verurtheilte ihn wegen öffentlicher Beschimpfung zu 3 Jahren schweren Kerkers. Der Offizier faßte mit stolzem Lächeln „Jetzt ist meine Ehr« reingewaschen und nun werd« ich wieder zu meinem Regiment nach Algier zurückkehren." [6 t» amüsanter Vorfall] wird au« Dover gemeldet. Tort kam m t dem Dampfer von Calais ein Herr mit feiner Fa-ntilie an, der auch ei» kleines Lamm, den Lieb« ling seiner Kinder, mit sich führt«. Die dorti-gen Zollamtsbehörden verweigerten aber di« Landung d«S Thiercheus. weil der Hafen nicht zur Landung von Vieh ?>mächtigt sei, und trotz aller Protest« d«s Eigenthümers des Lammes mußte dasselbe nach Calais zurückgeschickt wer-den. um demnächst in einem anderen englischen Hafen gelandet zu werden. [A u « d « m G « r i ch t f a a l e.) Präsident: „Sie werden also zu zehnjährigem schweren Kerker verurtheilt.....Haben Sie mich verstanden i" — Angeklagter (verbengt sich tief): „Gewiß, Herr Präsident, vergelt's Gott taufend Mal . , . . !" sSchilletmit'nemSchußGoethej könnte man ein Citat nennen, welches sich in der Wiesbadener „Nasia ischen VolkSzeitung". befindet und in einem „frei nach dem Ameri-säuischen" bearbeiteten Roman von Ernst von Treuenfels veröffentlicht wird. In demselben finden wir wörtlich, wa« folgt: 5 „Er dachte in seinem Liebesrausche nicht an die ernste Mahnung: „ES prüfe, wer sich ewig bindet. Ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Reu' ist schwer! Ruh' findest Du nie und nimmermehr!" Bei systematischer Durchführung dieser poly-poetischen Massencitate aus classisch?» Dichtern wird man bald ein: gemeinsame Ausgabe ihrer Werke in geeigneter Verquickung veranstalten können. >Z e n s o r «n w e i s h e i t.j In den dreißi-ger Jahren fungine in Köln a. Rh. ein alter Polizeirath Namens Dollschall als Zensor. Dieser strich eines Tages eine Ankündigung von Dante's „Göttlicher Comödie". weil man mit göttlichen Dingen nicht Comödie zu spielen habe." — Einst hatte et einen Verweis erhalten. weil er einem ZeitungS-Correspondenz-artikel „Von der Murg" das Druckrecht er-theilt hatte. In Folg« dessen strich er lange Zeit cons.quenl alle von einem kleinen Flusse in Deutschland datirten Artikel, si.' mochten nun „von der Leine" oder „von der Aller" oder von der Pleiße" überschrieben sein; — „der Henker soll die Schreibereien von deut kleinen Bachzeug holen", war dabei sein Wort. Locates und Arovinciates. [D a « k. k. Ministerium für L a it-desvertheidigung] hat wegen der im Küstenlande bestehenden sanitären Verhältnisse folgendes a geordnet: a) Bei den Landwehr-Bataillonen Nr. 72, 73, 74 hat Heuer die Hauptwaffenübung zu entfalle» ; b) von den ad a) genannten Bataillonen hat die Abgabe von Waffenübungs-Contingettten heuer ebenfalls zn unterbleiben, c) Die Landwehr-Bataillone Nr. 24 und 25 haben in Laibach. Nr. 26 und 27 in Klageniurt vereint je 1 Baon. für die Haupt-wasfenüdunj, ans dem eigenen Stande zn bilden. (Mannschaststand soweit als aus den Verpflichtete^ erreichbar). 6) Das Landwehr-Bataillon Cilli, Nr. 26, hat bei dem Abfalle von 126 Mann ans Trieft »nr 3 Compagnien zn formiren. e) Bei den Landwehr-Botailloncn Nr. 21, 22, 23 bleiben die WaffenübungS-Verfügungen nach Programm aufrecht, f) Die int öfterr. Küsten« lande und in Fiutne domicilirenden Officiere. Aerzte und Landwehrmänner sind nicht einju» verufen, beziehungsweise nicht an ihre Bataillone abzusenden, g) Dagegen unterliegt es keinem Austande, daß die in anderen Laudwehr-Baons-bezirken (außerhalb des Küstenlandes) domici-lirender Csficitr«, Aerzte und Landwehrmänner der küstenlandischen Landwehr - Bataillone bei dem ihren Aufenthalt zunächst gelegenen k. f. Landwehr Bataillon, die Waffenübung ableisten. [Umfang derGewerbeberechti-gung der Schwarz- und Weißbrot-Bäcker.) Anläßlich einer Anfrage hat die Statthaltern im Einvernehmen mit den beiden steiermärkischen Handels- und Gewerbekammern entschieden, daß den Schwarzbrot-Bäckern nur die Erzeugung von Schwarzbrot, den Weißbrot-Bäckern dagegen die Erzeugung aller Gattun-pen von Brot zusteht. Die Erzeugung von Nudeln. Maccaroni, Suppenfleckerln :c. ist al« ein selbstständige« Gewerbe anzusehen und müssen daher jene Schwarz- und Weißbrot-Bäcker, welche derlei Mehlspeisen erzeugen und verkaufen wollen, diese Gewerbe besonders an-melden. sUnsereGasbeleuchtungj befindet sich schon sei» geraumer Zeit in so jäm-merlichem Zustande, daß selbe eine reine Parodie auk diesen vielverheißenden Namen zu sein scheint. Wo sind die Zeiten, in denen Cilli durch sein schön « Gaslicht andern Städten als Vorbild dienen konnte! Ja damals gab der ohnehin »ach allen Seiten scheu gedrückte Con-su 'teilt nicht umsonst sein Geld aus. er hatte etwas dafür. Heute wenn man in ein Local tritt, scheint eS als ob ein dunkler Raum mit spärlichem rothen Fackelschein nothdürftig be-leucht,» roiire; (e« fehlt nur noch, bafj unsere Gasflamme» qualmten!) unsere Straßenbeleuchtung erinnert an die gute» alten Zeiten der Oellämpchen, und unter diesen Eindrücken darf 6 es Niemand Wunder nehme«, wenn man sich gedrungen fühlt, mit einem hier bekannten ..Schriftsteller" auszurufen: „M ehr Licht!" Die Gasanstalt, welche für die Beleuchtung der Stad: zu lorgen hat. gehört bekanntlich der hiesige» Sparkasse; nun sind wir weit entfernt davon, diesem, für daS Gedeihen der Stadt so wohlthätigen Institut« einen Vorwurf machen zu wollen, aber es fei un« von dieser Stell« «r-laubt, jene Herren, welche mit der specielenLeitnng und Berufsichtignng d«s Gaswerkes betraut sind, zu bitten, «inmal ernstlich zu versuchen, dem Uebel, an welchen« nnfere GaSbereitung schon seit Jähren, einmal mehr und einmal wieder weniger ladorirt. beizukomme». Mangel an Material, oder schlechtes Material, kann die Ursache nicht fein, den bei denn Mitteln der Sparkasse, welche hier zu Gebote stehen, ist dieS nicht denkbar. Es muß also irgend wo anders stecken. Ist es ein Fehler in den GasbereitungS-apparattn, welche durch längeren Gebrauch schlecht oder unbrauchbar geworden sind, fo wär« es höchst« Zrit, selbe auszuwechseln, und durch neue, brauchbar« zn ersetzen, bevor der Äinur kommt, der derlei Arbeiten oft zur Unmöglichkeit macht. Ist jedoch der Fehler in der Leitung deS Werkes, nun so müßte eben hier auch ein Austausch vorgenommen werden; jedensals wird eben Abhilfe getroffen werden müssen, in ein«r ober in der anderen Art, damit wir diese» Winter nicht wieder noch vi«l traurigeres Licht haben als jetzt. Dieß, wie n>ic hoff«« zu Nutz u»d Frommen der Anstalt, und der Gasconfumente». So ist «s wenigstens gemeint! [Bad T ü f f e r. ] Im Kaiser Franz JosesSbad Tüffer sind bis zum 30. Juli 797 Gäste zum Curgebrauche eingetroffen. lConcert und Tanzkränzche n.] Samstag den 7. August d. I. findet im Cur-falon des Franz-Josef-Bades Tüffer ein Con-cert der Curcapelle zum Benefice des Capell-meisters Herrn Anton Kotally statt. Dem Con-certe, welches um 8 Uhr Abend« beginnt und ein sehr gewähltes Programm hat, soll sich ein Tanzkränzche« anschließen. [93 r a n d.j Verflossenen Samstag brannte der der B:sitzerm Antonia Woucha in Wier-stein gthörig« Schweinstall total nieder, wobei die darin besindUch gewesenen Schweine zu Grunde gingen. Die Eigenthümerin erlitt einen nicht ünbeträchtlichen Schaden. Das Feuer dürfte auS Rache gelegt worden und vermuthet man dem Thäter auf der Spur zu fein. [Angeschwemmte L e i ch «.] Kürzlich wurde rom Draufluße die Leiche einer 20 bis 26 Jahr« alten, augenscheinlich den besseren Ständen angehörigen Frauensperson ans Ufer geschwemmt; dieselbe dürft« wochinlang darin gelegen sein. Die Ankleidung b«stand in blauer Satinjacke, einem Faltenkleide, .»jugstifletten, mit Spitzen besetztem seinem Hemd; die Person hatte wunderschöne Zähne nnd war von sehr zirtem schönem Bau; man sand an der Leiche keine Spur einer Verletzung. [Ein würdiger Jubelpriester.j Der hochwürdige Herr Pfarrer und geistliche Rath Josef A l t m a n n, geboren am 15. August 1813 zu Kappel in Kärnten, am 31. Juli 1836 zum Priester geweiht, feierte ben 2. d. M. in seiner Seelsorgestatio» Studenitz bei Pöltschach das 50jährige Priesterjubiläum. Der Jubilar, ein echter und rechter Priester, wie er sein soll, erfreut sich nicht nur der allgemein-sten Hochachtung, fondern auch der innigsten Siebe und Verehrung feiner Pfarrkinder, welcher politischen Richtung oder Nationalität selbe immer angehören mögen. Sein ebles Priester-herz verstand eS von jeher, den christlichen Frieden unter feinen Pfarrkindern zu erhalten; u|i «mal« mengte sich dieser wür-d i g e P r i e st e r in Politik, am aller-wenig sten aber in den N a t i o n a l i-tätenstreit. Es wetteiferte aber auch Alles um diesem so seltenen, allgemein geliebten Priester seinen Ehrentag zu einem wahren Jubelfeste zu gestalt«». Am Vorabende brachte d.m hochgeehrten Jubilar die Bürgerschaft einen Fackel;ug mit Musik, während dessen fortwäh-reud Pöllerfalven erklangen und ein Feuerwerk ..Deutsche Wacht." abgebrannt wurde. Der Gemeindeorstand Herr Wenzel gedachte dann in ei ier deutschen An-spräche an den gefeierten Jubilar seiner Ver-dienste unb brachte demselben die aufrichtigsten Glückwünsche dar. mit einem Hoch schließend, in welches die Menge >ubelnd einstimmte. So-dann hielt der Gemeinderath Podpeischan eine slovenische Ansprache, mit einem iivio endend, daS in der massenhaft herbeigeströmlen lä»d-lichen Bevölkerung gleichfalls lauten Widerhall fand. Der eigentliche Festtag begann mit einer Tagreveil«. Pöllersalven; der Markt prangt« im Festschmucke. Fahnen wehten von allen Häusern, darunter auch schwarz-roth goldene. Sodann folgt« bii kirchliche Feier an der der Fürstbischof und «twa 30 andere Geistliche theilnahmen. Hätten wir doch viele gleichgesiniue Priester in unserem Unterland«! [Die deutsch« Sprache in den Landschule ».] Seitdem die bessere Pflege des deutsche» Unterrichtes in unsere» unter-steinschen Landschulen auf der Tagesordnung steht, ist die windische Presse eifrig bemüht, die von ein Paar Tscheche» mühsam erfundene» Einwendung'» gegen diesen Unterricht ans Tageslicht zu ziehen. Wie die Wendensührer und Pervaken ihre „gescheidten Ueberzeugungen" unb „Ansichten" überhaupt von den Tschechen «rfinden lassen, und Alles nach tschechischen Re-cepten behandeln, so führen sie auch in vor-liegendem Falle unbekümmert um den sehr wesentlichen Unterschied der Sachlage tschechische „Bedenke»" gegen be i deutschen Unterricht ius Treffen. Die «Südst. Post" thut in bekannter Schlauheit noch ein Uebrige«, und gibt eine vor zwanzig Jähren bestandene Anschauung Stremayr'S über untersteirische Verhältnisse zuut Besten, und läßt auch »och den verstorbenen Renegaten Hermann zu Worte kommen. WaS Ersteren anbelangt, so hat er nach gcreisterrr Erfahrung. vi«l später, mit feinet unseligen Sprachenverordnung bekundet, wie wenig er berufen ist. in Sprachangelegenheiten gemifcht-sprachiger Provinz«» das Wort zu führen. Herr Hermann ist kaum von irgend jemand — nicht einmal von den Slopene» als mehr betrachtet warben, als ein eitler Schwätzer. Dem ganzen Schwindel wird durch ein« Antwort au« sachkundigem Mund« an richtiger Stelle nächstens ein Ende gemacht, und den Pervaken „der pädagogische" Standpunkt, aus dem sie sich zu befinden vorgeben, weggeräumt werden. [R e b l a u s.j Die Reblaus-Eommission hat b*.S Vorkommen der Reblaus im Petzge-birge (OrlSgemeinde Weratsche) 1 Wegstuuve von Wind.-Landsderg entfernt, constatirt. Der Rebenschädling wurde in mehreren Weingärten und zwar in den bestbearbeiteten ziemlich zahl-reich vorgefunden. Wolkswirtyschasttiches. [D a s E i f e n b a h n n e tz d e r E r d «.] Das Eisknbahnnttz ber ganz«,, Erde hatte, »ach dem „Archiv für Eisenbahnwesen", am Schlüsse des Jahre» 1884 eine Ausdehnung von 468.108 Kilometer erlangt. Davon entfielen auf Europa 189.487 Kilometer, auf Amerika 239,468 Kilo-meter, aus Asien 20.539 Kilometer, auf Afrika 6561 Kilometer und auf Australien 12.053 Kilo-meter. WaS taS europäische Eisenbahnnetz be-trifft, so zeigen die stärkste Entwicklung im Ver-hältniß zur Flächengröße Sachsen und Belgien, wo auf je 106 Quadratkilometer 14.8 und 14.7 Kilometer Bahnlänge entfallen. In Bezug auf die Dichtigkeit d«S Eisenbahnnetze« folgen t ann England mit 9.6. Elfaß-Lothringen mit 9.0, Baden mit 8.8. Württemberg mit 8.0, die Ni«-verland« mit 7.5, die Schweiz mit 6.8, Baiern mit 6.7, Preußen mit 6.2 Kilometer ic. Bei der Vergleichung der Eisenbahnlängen mit der Volkszahl erscheinen natürlich die dünnbevöl-kerten Lander besser ausgestattet, als bie volk-reicheren. In Dieser Beziehung nimmt Schweden mit 14.5 Kilometer Eisenbahn für j« 10.000 Ein-wohner die erste Stelle ein. Es folgen dann die Schweiz mit 9.8, Baiern und Däntinark mit j« 9.6, England 8.6, Baden mit 8.5, Elsaß» Lothringen und Frankreich mit je 8.3, Nor-wegen mit 8.2. Preußen und Württemberg mit 1836 j« 7.9, Belgien mit 7.8 Kilometer :c. 3« | Amerika entfielen von ber Gesammtlänge >(4 Eisenbahnnetze« per 239.468 Kilometer allein 201.735 Kilometer aus die Vereinigten Staat«. Der Rest vertheilt sich wie folgt: Britisch-Aor»-amerika 15.000. Mexiko 5200, Ctutral-Ammta. Antillen, Columbien und Venezuela 221", Brasilien 6115, Argentinisch« Republik 41'«', Paraguay 72, Uruguay 470. Chili Peru 2600, Bolivia 56, Ecuador 60. — 1 Asien mit insgesammt 20.539 Kilometer Eise», I bahnen steht natürlich Britisch-Jndien all 18.100 Kilometer in erster Reihe. Es folgn dann Niederländifch-Jndien mit 1150, Java, | mit 426, Kleinasien mit 372, Ceylon mit 260, das russische transkaspisch« Gebiet mit 231 Äi> I meter. — In Afrika mit »nsgefammt (5561 Kilometer entfielen aus Egypten 1500, Algier b'J", Tunis 246, die Cap-Colonie 1487, NatallS?, ' Mauritius uno sonstige afrikanische Länder 270 I Kilometer. — In Australien vertheilte ftch die , yesammte Bahnlängt von 12.053 Kilometer '.n folgender Weis«: Neuseeland 2527 Victoria 2'>^, I Neu-Südwa'eS 2660, Süd-Australien 1784. QueenSIand 1942, Tasmania 348,West Auitraliki, 190Kilometer. Die Anlagekosten für die Ende 1684 I in Europa vorhanden gewesenen Eisenbahn«» s-so auf 56.520,750.821 Mark ler«chn«t. Tavvi entfielen aus Deutschland, uud zwar für die Staatsbahne» 8.166,694.000, für die Privai-bahnen 1.064,142.000 Mark, auf Oefter-r «i ch - U n g a r n 5.371,995.000, auf GnalauJ 16.029,287.000. auf Frankreich 9.152,574 ! aus Rußland (aus'chl. Finnland) 4.972.405.'i'KI, I Finnland (StaatSbahnen) 64,218.000, Ita!lii> 2.300,051.000, Belgien ( Staats - Sahara i \ 973,770.000, Schweiz 760,842.000 Mark u. f. m. In den Vereinigten Staaten bezifferte sich das Anlagekapital aus 32.717,382.300 Mark, m Br tisch - Jdien auf 2.843.852.588 Mark, m Canada auf 1.619,593.000 Mark. Das Ge-fammtanlagekapital endlich für alle am Sijlufi« de« JahreS 1884 in Betrieb gewesenen Eisenbahnen der Erbe wir» aus eine Summe oai mehr als 100 Milliarden Mark veranschlagt. Literarisches. [Deutsch« W v ch e n f ch t i f t], Crqjo für die gemeinsamen nationalen Jniectisn Oesterreichs «nd Deutschlands. Inhalt aon Nr. 31, vom 1. August 1886: Die nächste Parlamentssession. Von H. Fr. — Der Hiia?-fleiß in Ungarn im Jahre 1884. Von Hnim-t ^ M a n d l. — Ein Verfaffiingskampf. L», Leopold K a t s ch « r. — Deutsch« ReichSchrrniit. Von Karl Pröll. — Feuilleton: .Ewig.' Von Gustav Schwarzk"pf. — Litt-ratur, Theater und Kunst: Tagebuch« blatter. Von Ludwig Richter. — Emmy oon Dincklage. Von M. Neckar. — Vor der Hochzei!. Von Figaro. — Nicht immer zu gescheht sei»! Von Karl Pröll. Eingesendet. [Falscher „G i e ß h ü b l «r."| Mai sollte kaum glauben, daß sogar Mineralwasi-r der Verfälschung anheimfallen, und doch i*ttf leider eine Tha fache, daß häufig .Gießhüd^' ausgeschänkt und verkauft wird, welch« keine«-wegs dieser erfrischenden, verdauungSsörderiieii Quell« entsprungen, sondern ein beliebige», in künstlich versetztes, werthloses Waffer ist. da« einfach in ausgekauft« Original- „Gießhubln" Flaschen gefüllt wurde, weil der kolossale Absatz und die große Popularität dieses sauer-drunnens ein besonders lohnendes Feld für du Fälscher zu bereiten scheint. Wir machen t>al Publicum aufmerksam, gegen ? erartig- U»:et fchiebungen auf der Hut zu fein. kür ein üemischtwurcn-GeschiU. in »orjflglichim Za- stände, bind billig ro verkaufen. Ansk. Eip 1886 .p-utsch- Wacht.' Local-Veränderung. Ich beehre mich hiemit zur Anzeige zu bringen, dass ich meine tll u. LEIHBIBLIOTHEK in mein eigenes Haus, Hauptplatz Nr. 104, verlegt habe. Indem ich für das mir bisher geschenkte Wohlwollen bestens danke, bitte ich um fernere gütige Unterstützung und zeichne CILLI, 5. August 1886. Hochachtungsvoll Johann Rakusch. Bei Sem der llliriaeheii Quecksilber -Werks- Genellsehuft in Wien gehörigen Bergbau i» St. Atmn W Nemnarkl in Oberkrain ist - Stelle eine» Steigers H besetzen. Bewerber, welche ihre Ilelihigung und Ctdie Verwendung beim Erzbergbau durch gute i«*e nachzuweisen in der I.age, der deutschen ir-l slovMlischen Sprache mächtig sind, wollen ihre fiwacbe bis längsten« 20. August 1. J. bei der Betriebs Dlrection obigen Bergbaues in Neumarktl fntiidxn. Belüge 45 fl. pro Monat nebst freier Wutaiig, ßeheizuug und Beleuchtung. 503—3 Dr. Kochs' Fleisch-Pepton. taiigioi: w.issx;;'«.. H-Vbste Auszeichnung, nur diesem Pepton zuerkannt. 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Der k. f. ?lotar als GerichtScommissär: 5V2—s Loienz Bas. Schöne gassenseitige Wohnung bestehend aus 3 Zimmer und Zubehör, mit 18. September 1. J. beziehbar, Anzufragen Graxer Vorstadt Nr. :U._.'»II—2 Ebenerdiges Haus in einem kleinen Städtchen Untersteieriuarks. in jedem Geschäfte geeignet, billig zu verkaufen. Anfrag«; Exp. des Blattes. 507— Eine Weinpresse dann Laubbuschen ca. 3—1000 .Stück billig zn verkaufen. Auskunft in der Exp. d. Bl. 500—3 Ein Commis der Gemisclitwareu - Branche , tüchtiger Verkäufer. V'3 Jahre alt, militärsrei, beider Landessprachen mächtig. wünscht seinen jetzigen Polten bis l. October 1. J. zu wechseln. Gefl. Anträge unter ..Kaufmann", poot« restante Markt Tüffer. -197—3 Edict. In Folge verlaßbehördlicher Bewilligung werden die zur Bcrlassenschaft deS verstor-denen Gutsbesitzers Herrn Hart Murgel gchörigen Fährnisse, als Pretiosen, Zimmer-und WirthschastS-Einrichtiingdstücke, Bettzeug u. f. w. am 9. August d. I. und an den folgenden Tagen jedesmal von 9 —12 Uhr Bormittags nnd von 3—0 Uhr Nachmittags zn Tüffer, Weixelbcrgerhof, jedoch nicht unter dem EchätzttngSwcrthe gegen fogleiche Baar Zahlung feilgeboten und wird am erstgenannten Tage um 9 Uhr Vormittags mit der Feil-bietung begonnen werden. Lüster, am 2. August 188«. Franz Ulrich t. l. Notar als Gerichis-Commissär. Kuiuliiuic]uin r. 317—1,1 Zu miethen sind L möblirte gassenseitige Zimmer im 1. Stute, eins so'nrt, das andere vom I. September. Herren-gasse Kr. 19. 31» Ginladung zu dem am 7. August im Cursaion des Kaiser Franz Joseph-Bades stattfindenden zum Beneflee des CapellmeUtt-r» der Car-OapcUe Htm ANTON KOTALLY. Entrre 1 fl. — .lnianc M I hr Abends. prigrnmm sehr gewählt. Um zaldreichen Besuch bittet hochacbt'JiiijsToUft j Anton Kotally 520-3 < 'a pell meist«.- r der CatrL^*|icUb| Warnung vor Fälschung! Statt wird nl»U' -V slkstlMbsr dem Publicum häufig anderes Wasser in Giesshübler- und sonstigen Flaschen oder auch in der Mischung mit Wein als echter Giesshübler verabreicht. brail