Amtliches Organ des Veritg nnd SchriftleituDK: Marbars >• d. Dran, Badsasse Nr. 6, Fernruf: 25-67, 35-69. Ab 18.30 Uhr Ist die Schriftleitung nnr auf Fernruf Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rQckgesandt. — Bei Anfraceo ist das Rückporto beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr, 54.608 UNZELFIHS: Ii Ipl SaiotUg-So^tag IS Stefrisch\\o atbundes lirscheiiit wöclientlich sechsnX j^tzeltunir linu Ausnalune der Sonn- und i'eiertiige). Bezugspreis (im v<\ ^^^ilbar) monatlich RM 2.10 einschl. PostRC-iiülir; bei Ijeferunir im Streifban^^ÜKl. Porto; bei Abholen in der Qe.sciiäftsstelic RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzüpcl. 36 Rpf. ZustellKebülir 9tr. 32 7n:ar6ure-S>rau, (Montag, i. $el>ruar 1943 S3.3of)rflonp Deutschland gibt alles für den Sieg Die Proklamation des Führers zum 10. Jahrestag der Machtübernahme Berlin, 30. Januar Im Berliner Sportpalast, an der historlBchen SUItte des Innorpolltlictaen Machtkampfes dar NSDAPf sprach Setchsmlnister Dr. Goebbels am Samstag zur gegenwärtigen Lage. Dar Minister Terlas dabei eine Proklamation des Fftlurera ans dem Hauptquartier. Oft von logw BaUallsstürmen unterbrochen, Qbergab Dr, Qoebbeli folgende AusfQhrungen Adolf Hitlers dem deutschen Volk and der Weltöffentlichkeit: „Zum zehnten Male jährt sich heute der Tag, an dem mir der Reichspräsident Geaerai-feldmarschall ▼on Hindenburg die Verantwortung für die Führung des Reiches übergab. Das UjShrige Ringen der nationalsozialistischen Bewegung um die Macht, die selbst ans kleinsten Anfängen entstand, nunmehr ala weitaus stärkste Partei des Reichcs das legaJa Recht der Regierungsbildung besaß, erhielt damit seinen erfolgreichen Abschluß. Diese Übernahme der Verantwortung fand * allerdings erst statt, nachdem sämtliche Partelen In mehr oder weniger jüngerer Dauer thre Unfähigkeit, Deutschland wieder em-porzuführen, erwiesen hatten. Das Reich litt immer mehr unter den Folgen der Niederlage nach einem Krieg, den es nicht gewollt und für den es deshalb auch in keiner Weise vorbereitet war. Nach elnom heldenhaften Widerstand, der über vier Jahre durch krine Feiadgewait gebrochen werden konnte, war es den von innen und außen her geförderten defaitischen Elementen gelungen, endlich /.ur offenen Revolution zu schreiten. Der amerikanische Präsident Wilson halte mit der Auistellimg von vierzehn Punkten der Well die Vision eines künftigen Friedens vorgegaukelt, die um so begieriger vom deutschen Volk für wahr gehalten wurde, als es sowohl im Wollen seiner breiten Masse, wie auch in den Gedankengängen seiner leitenden Männer keinerlei positive Kriegsziele besaß. Die Nation führte den Kampf für ihre Selbsterhaltung und war deshalb in manchen Schichten fast dankbar, einen Frieden der Versöhnung und Verständigung angeboten zu erhalten. Sofort nach der dadurch vorn deutschen Volk herausgelockten Ubergabe seiner Waffen erfolgte der historische Betrug. Ein Wortbruch, wie ihn die Weltgeschichte bisher noch nicht erlebt hatte. An Stelle des Friedens, der Versöhnung un(f Verständigung kam jenes Versailler Diktat, das die deutsche Nation und die mit ihr verbündeten Völker TO Sklaven erniedrigte, militärisch wehrlos machte, politisch entrechtete nnd wirtsrhaft-lirh auf unabsehbare Zeiten vernichtete. Das Erbe des 1. Weltkrieges Alles das aber, was seit dem Jahre tnt9 bis 1933 dem deutschen Volk an Unrecht, an Unterdrückung, wirtschaftlicher Ausplünderung uöd politischer Diskriminierung /.nge-fflgt wurde, traf kein nationalsozialistisches, sondern das durch und durch demokratisch-marxistische Deutschland. Jeder Versuch der demokratischen, zentrümlerischen und mar-xlstischen Machthaber, die andere Welt durch einen Appell an die dort scheinbar vermutete gleiche Geistesrichtung zu besänftigen oder gar zur Einsicht in die Vernunft-loaigkelt dieser Diktatur der sinnlosen Gewalt zu bringen, schlug fehl. Mit zäher Beharrlichkeit versuchte das internationale Judentum die Nation erst kapitalistisch nus-ruplündern, um sie so wirtschaftlich und damit stimmnngsmäßig für den jüdischen Bolschewismus reif zu machen. Der Wahnwitz des sorjenannten Versailler Friedensvertrages führte aber nicht nur zur Zerstörung der deutschen Wirtschaft, sondern in der Folqe zu einer nicht minder großen Verwüstunn des wirtschaftlichen llebens auch in den anderen Ländern einschließlich dem in dei sorjenannten Siegerstaaten. Als das Jahr 1W2 zur Neige ging, war die Welt im Zustand einer dauernden, sich ununterbrochen lerscbärfenden wirtschaftlichen Krise, Die Arbeitslosigkeit bedrückte nicht nur das deitsche Volk, sondern aurh die reichen Länier dos Westen und in Amerika besonders diF» Verefninten Staaten Im Winter auf 1933 war im Reich die Zahl der Frwerbslosei a\if sieben Millionen und die der Kiirrarb^ifer auf etwa die gleiche Zahl angestiegen Das englische Mutterland, das über ein Viertel der Erdoberfläche beherrschte, besaß zweieinhalb Millionen Hr-werbsloee. Die nordamerikanische Union mit ihren gigantischen Reichtümern des Bodens und einer unbegrenzten Fruchtbarkeit, zahlte rund 13 Milionen. In Deutschland selbst entsprach den wirtschaftlichen Verhältnissen der Zustand des allgemeinen Lebens. In zahllose Parteien zerrissen, gehemmt durch die egoistische Verbohrtheit der Vertreter der Länder sowie der Interessenten der verschiedenen Berufsstände und Parteien erschien es für jede Regierung von vornherein aussichtslos, auch nur den dringlichsten Aufgaben zur Erhaltung des Lebens unseres Volkes mit den bisherigen Methoden und den vorhandenen Kräften gerecht werden zu können. Die innere Zersetzung des Volkskörpers hatte solche Fortschritte gemacht, daß nur noch der Übergang zum Chaos als einziger Ausweg für eine mögliche Lösung übrig zu bleiben schier. Während die jüdischen Parteiführer und Wirtschaftshyänen auf der einen Seite die Grundlagen des politischen und wirtschaftlichen Lehens immer mehr vernichteten, predigten die gleichen jüdischen Agitatoren die Notwendigkeit der bolschewistischen Revolution. Es war dabei klar, daß, wenn es 14 Jahre Marxismus, Demokratie und Parlamentarismus fertig gebracht hatten, Deutschland zu ruinieren, ein Jahr Bolschewismus genügen mußte, um das Reich restlos zu vernichten. Deutschland stand vor dem Chaos So stand das deutsche Volk, innerlich un-eins und zerfallen, in seinen Staats- uiid Landesfinanzen verschuldet und zerrüttet, vor dem völligen Bankerott. 14 Millionen arbeitende Menschen hatten zur einen Hälfte ungenügende, zur anderen überhaupt keine Arbeit, die Wirtschaft kam immer mehr zum Erliegen, der Handel erlosch, Schiffahrt und Verkehr schrumpften immer mehr zusammen, der Bauer verlor Haus und Hof, die Freude am Loben begann zu schwinden, die sinkende Zahl der Geburten aber lioR das Ende unseres Volkes fast mathemat'srh voraussehen und berechnen. Dies also war das Erbe, das mir am 30. Januar 10.1.1 verantwortlich übergeben wurde. t935 — die grosse Wende In der ersten.Proklamation an das deutsche Volk verkündete ich als Kanzler namens der damaligen Reich-^regierung den Kntschluß, die Nation als Voraussetzung jedes Rnipor-stiegs zu einigen, ihre Rechte nach tiestem WissenundGewispen von jetzt ab wieder wahrzunehmen, sowohl die wahnsinnigen Leidenschaften im Innern, als auch gegenüber den Erpressungen der Umwelt, Vor allem aber versprach ich, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen und den deutschen Bauer vor dem Vertreiben von Haus und Hof in Zukunft zu bewahren. Ich bat damals das deutsche Volk, mir vier Jahre Zeit zu schenken, um das wieder gutzumachen, was in 14jährigera Verfall vernichtet oder zerstört worden war. Ich habe nun, unterstützt dyrch meine Mitkämpfer, In ruhe- und rastloser Tätigkeit Jahi nra J.ihr an der Wiederanfrichtimg dws Doiitiicben Reiches im fntiern und nach außen hin geailieitet. Noch ehö die von mir erbetene Frist verstrichen war, befand sich schon der letzte Eiweiblose wieder in Arbeit. Der jiuHsrbc Angriff gegen i^en Giund und Roden des deutschen Bauerntunis war abgeschlagen worden, die Erhaltung der Höfe sichergestellt, das Gewerbe und die übrige Wirlschaft begannen wieder anfzublühen, die Reichs-, Landes- und Kommunalfinanzen waren in Ordnung gebracht, es gelang, das Verkehrswesen neu 7u beleben, Straßen und Eisenbahnen wurden verbessert, neue Kanäle gebaut, der Reif-hsautobahnbau begonnen. Mit der Gesundung des wirtschaftlichen Lebens ging Hand in Hand die Entwicklung des kulturellen. Baukunst, Theater, Musik, der Heldenkampf im GPU-Gebäude Gegenangriffe zwischen Kaukasus und unteren? Don — Deutsche U-Boote versenkten 45 000 brt l'ührerhauptguartier, .'11. Januar Das Oberkommandn rlnr Wehrmacht gibt bekannt: An den hartumkämpften Abschnitten der Ostfront behaupteten sich unsere Truppen in entschlossener Abwehr. Frisch herangefUhrle Reserven griffen In die KHmple ein und festigten die f^age. In Stalingrad schob sich der Feind zunächst von allen Seiten näher an die Ab-wehrslellungen heran und griff dann kon/en-trisch an. Die unter persönlicher Führung des Generalfeldmarschalls Paulus heldenhaft kämpfende südliche Kampfgruppe wurde auf engstem Raum rusammengedrängt und leistete den letzten Widerstand Im (iPU-Ge-bäude. Im Nordteil der Stadt wehrten die Verteidiger unter Führung des XI. Armeekorps die Angriffe des Feindes gegen die Westfront des Traktorenwerkes hI». Im Raum zwischen Kaukasus und detn unteren Don führten deutsche Panzerverbände wiederum Gegenangriffe imd vernichteten eingeschlossene oder abgescbnürle Kräfte des Feindes. Eine Panzerdivision brachte hierbei über 1000 Gefangene eit». Arn Dono/ brachen wiederum feindliche Angriffe und ümfasfiungsversiiche unter hoben Verlusten zusammen. Westlich von Woronesch wurde dem Feind eine heißumkämpfte Ortschaft im Gegenangriff entrissen. Die Schlacht dauert mil zunehmender Heftigkeit an. Die Luftwaffe führte starke Schläge gegen marschierende Kolonnen rabrienganslaiumnen und rrtstruHp T ruppen. Am Lddona-See wurden aut b gestern Massenangriffe, die der Feind mit starker Artillerie- nnd Panzerunterstiil/tiiin lührlo, unter hohen Verlusten für den Angreifer abgewiesen oder schon in der Rrrpitstellunq zerschlagen. Dnr Feind Ifnlerstflt/ung starker Artillerie- uiid PanTerverbandf die Stellung unserer Trupp^'n in Wr>?l-Tripolitanien an. Er wurde unter si beeren Veihisten an Menschen, r.ihrzeugen und Waffen abgewiesen In Tutiosien stheileilm feindliche Gegen-angiilfe gegen unsere in flon let/ten Tagen neu gewcHiiieuen S'.elUingsn Deutsche .laner scbosst*n in Luftkampfen ■II bt feindlu ll" Flu'(7euge ah Wahrend dfs Tages fiihtl" eine nnriiirip Zahl leiclitor hriliscbcr Ronilmr SintHuge mit veroin/elto'i wi i k unnsloseii Hnrnbenwürfen über Norddeutscbland bis zur R.eirhshi»upt-stadt durch. Hierbei verlor der f^e'nd fünf Fliig'euqe. 7,\vei weitere wuif'en auf bober See ^^bgoschossen In fler Nacht f»riffeti feindliche Rftnipffbener Wevtfipntfchland imd nordwpptdeutscb'^s Kii«;'engphiet an. Wnhn-vierlpt und nftentliche Gpbäude wurden ge-tioffen, Dir f^evölkeruTiq halle Verlusf" Niifhtjfiner mifl FUik'irfitlerir" d^t l.uM>vaffe scbosspn fünf nnrnbet '"»h Schnelle d'^ntscbe Kamnffliiazeiiqe bonibar-dinrten am Taae eine ttafenstadt der brili-srlmn Kan^lkliste Oeutst he ITnIersertioote vers"nUton Im Vordatlf^ntl^f Im ^'^1te1meer nnH ini nrSrr'lirhen Fismeer neun feindliche Ffiindel"*!chnie mit Tusn^'men noo hrt Zum GeiH'eralfpJdi"arschall Ordert Füluei uiuiplgtia; Her, 31. Januar Der Fiiluer hat Generaloberst Paultis, den Obersten befebl. hahei der luhnueiclien H Ar-mei^. ilon hpidenhrii^'n Verteidiger von Sla-Mnnidd, zum riotieralleUlin.nsrhdll betöuleit. Gleich/eiliv hr'öideili» der Fiilirei General lier Artitlorio Hoit,' Ht»ri KouiinanditMenden ('ien*^ral einet; ir der restunn Sialingrad kämpfenden Arm^ ^korp«, zum Generaloberst. Film, der Rundfunk, sie erlebten einen Aufschwung wie nie zuvor. Dabei stand über allem ein Gebot: Immer mehr das breite Volk teilnehmen zu lassen, nicht nur an den materiellen, sondern auch an den kulturellen Gütern und Schöpfungen der Nation. Dem entsprachen die Grundsätze der neuen Erziehung. Ohne Rücks.icht aut Herkunft, Stand oder Beruf der Eltern sollle jedem fähigen Kinde unseres Volkes auf Kosten der Volksgemeinschaft das Studium und damit der soziale Aufstieg ermöglicht werden. Was auf den Gebieten der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Entwicklung seit dem Jahre 1931 im Deutschen Reich unter der neuen Fuhrung geleistet wurde, Ist so einmalig, daß besonders in den demokratischen Ländern dem nichts Ebenbürtiges zur Seite gestellt werden kann. Nur das faschistische Italien hat durch seinen Dnce in seiner inneren Aufbauarbeit vergleichbare Taten vollbracht. Ein neues Deutschland Dies alles konnte nur gelingen durch ein© Zusammenfassung aller Kräfte der Nation und ihre einheitliche Ausrichtung aut die als notwendig erkannten Ziele. So sind in wenigen Jahren zahllose Erscheinungen unseres inneren Verfalls beseitigt worden. An Stella des in Konfp^'^ionpn^ Paiteien und Klassen zerrissenen und daher in Ohnmacht vegetie-renden Weimarer Reiches war das Deiitsrh-land der Konzentration der nationalen Kraft getreten, An Stelle des allgemeinen Parteiunfugs eine einzige volksverbundene Bewegung, die Länderparlamente wurden aulgelöst durch eine gemeinsame Vertretung des deutschen Volkes im Reichstag, Arbeitnehmer- und Arheltgeber-verbände zusammengefaßt in der Deulschen Arbeitsfront, Presse, Film und Rundfunk hörten auf, Elemente der Zersetzung unseres Volkskörpers zu sein und wurden stattdessen in den Dienst der nationalen Einigung gestellt. Ein gewaltiges Werk der Gesetzgebung schuf die Grundlagen für ein neues Deutsches Reich, wie es in dieser Form in der Geschichte bisher noch nicht bestanden hat. Aus der damit gewonnenen inneren Kraft unseres Volkes ergab sich erst die Möglichkeit der Lösung der äußeren Aufgaben, b h habe in diesen langen Jahren der Welt immer wieder praktische Angebote für eine vernünftige Begrenzung der Rüstungen, für eine loyale Zusammenarbeit gemacht. Später« Geschichtsforscher werden einst fer.t«;'elkn, daß aber noch niemals den friedürhpn Vorschlagen eines ^tHn^es mit mphr Haß bp-qennet wiitdo als den meinen Die InlerefBPPji-ten der kapitalistischen ruid bolscbew!«;! i-^chrn VöncerauspHindor)ing tiegannen dru neue Deutschland in eben dem Maß 7u hassen, in dem es anfing, ein Vorbild zu woi-den fiir die friedliche T ösung vnrhnndfT^r Gegensätze, sozialer Probleme oder wlrt-scbiiftlicber "-'ch'viorirtVoitpn. ppsopr'fjrs d^s internalionalr luHenturn steiger'p se^n»" gegen das neue I^euts'bland, das wn-x'rr qf*-wilU war, sich vor internationalen Interessen zu verbeugen noch von boler wist'schen Rr-drobungpn pinsrhiirbteiTi ru tassr^n. Trotz dieser Feindschaft getang es .l-ihr fiir Jahr, immer größere Fortschritte ru erzielen, auch auf dem Wege der friedlichen Revision des VftrSfifllet Dlktals und der WSederher-stelfung der deutschen Lebensrerhle. Fr«t nach Ablehnung aller meiner VorHchlä^e lür eine Temln^aTne RÜstungshosctiränknng bah« Ich den Aufhau der neuen deutschon Wehrmacht befohlen und durchneführt. Der Retter Europas Heute, dtn Ii). Jahrestage nach der Ma( bl-ubernahmc, erkennen wir aber erst ganz, was aus Deutschland und aus IZuropa geworden wäre, wenn am 30. Januar 1933 die Vorsehung durch den Reichcpräsldenten General-leldmarschall von Hindenburg dem Nationalsozialismus die Macht nicht übertragen haben würde. Denn das Deutschland der System-/eit wäre nicht geblieben, wie es war sondern seine polnische und wirfsch»iftlicbo Verelendung und militärisrhe H'lfslosiqkeit hätten zwaugsläulig zu einer immer qrößp-,en Ohntuacbl dei Umw^U gegenüber nefi'ihrt. In diesem selben Zeitraum hat aliei ?chnn seil Jahre?« vorbei der Rolsrhewiimus zum Überfall auf Europa eine planmäßige Aui« Seite 2 »Marburger Zeitung« 1. Februar 1943 ?»fummef 32 rüstunfT roa wahrhaft giqantlsrbesn Ausmaß betrieben. Was wäre aus dem dentsclien Volk und 4US Europa geworden, wenn am 22. Juni 194] nirht in letzter Minute die neue deutsche Wehrmacht ihren Schild vor den Kontipent gehalten hätte! Wer will glauben, daß die Icicherlichen Garantien oder ebenso belanglosen papierenen Erklärungen angelsächsischer Staatsmänner die Welt gerettet hatten vor dem Überfall durch eine Macht, die, wie es heute amerikanische Korrespondenten ruhir? aussprechen, seit rwanzig Jahren nur ein Ziel hatte, so wie einst zur Zeit der Völkerwanderung oder der Mongolenstürme, Europa zu überfallen, seine Kultur z\i vernichten, vor allem aber seine Menschen auszurotten, um Sklavenarbeit für die sibirischen Tundren zu gewinnen? Welcher Staat hätte außer Deutschland dieser Gefahr entnegenzutreten vermocht? Wenn sich seit dem Jahre 1941 der grüßte Teil Europas tim Deutschland Im Kampf gegen die Gefahren des Ostens schart, dann kann das nur geschehen, weil dieses Deutschland im Jahre 1933 die polltischen, moralischen und materiellen Vorausselzungen erhielt *ur Führung eines Kampfes, der heute das Schicksal der Welt entscheidet. So wie damals iiu Innern nur zwei Möglichkeiten bestanden: entweder der Sieg der nationalsozialistischen Revolution und damit ein planmtißiger sozialer Neuaufbau des Reiches oder der bolschewistische Umsturz und damit die Zerstörung und Versklavung dller, so gibt es auch heute nur diese beiden Alternativen: entweder es siegen Deutschland, die deutsche Wehrmacht und die mit uns verbündeten Länder und domit Europa oder es bricht von Osten her die innerasia-lisch-bolsrhewiftlische Welle über den ältesten Kuüurkontinent herein, genau so zerstörend und vernichtend, wie dies in Rußland seihst schon der Fall wa.r. Nur %veltfihge-Wfindte Phantasien können dem jüdischen Geflunker ernstlich glauben, daß irgend eine brifische oder amerikanische papierene Erklärung einer t^olchen Völkerkatastrophe Dinh.ilt 7ti ftebieten vermöchte. Die bedeutendste Auseinandersetzung der Geschichtc Als im Jiiluo F'rankri'irh tind tnc|lan(l ohnf jerir.ti (iuirid an Unwtsrhlaiul den Krieq rtklarren und damit den zweiten Weltkrirri anch vernichtet hat. Da* internationale .Tudentum ist das ,.Ferment der Dekomposi-tion der Völker und Staaten", heute noch q«-neu so wie im Altertum und wird es solange Doenllz Oberbefehlshaber der Marine Raeder zum Admiral-Inspektor der Kriegsmarine ernannt Fülirerhauptquartier, 30. Januar Der Führer empfing heute In seinem Haupt-tiuarticr den Ot^rbefehlshaher der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, und ernannte ihn in Ancrkennunjr und WürdigunK seiner geschichtliclien Verdienste um den .Aufbau der neuen Kriegsmarine und um deren Führung im ffroßdeutschen Freilieit.'cren Kämpfen, ^um Teil Mann gegen .Mann, wurden alle Angriiie blutig abgewiesen und allein gestern 4J F'anzer abgeschossen. In den Kiüiipfen am mittleren Don zeiclmelcn sich Truppen des deutlichen J4. I"'a!izerkorps und des italieni.".chcn Alpinikorps aus, [labei varen landeseigene Frei-willigenverbiiude erfrdgreicli hcteiligl. In Nordafrik.'j schlu.grn die Nacbhuteji der drnlsch-it.'iHciiischen Panzerarmee starke feindliche l'an?crangrirfe blutig ah. Aus "lu-litsien sind nur Kaninihrnidlungen örtlicher Bedeutung zu melden. Die l.uftv.'aife bonil>ar-diertc! abeniial.s den Haien Algier, wobei ein ^^ai1des^chi^f in Brand r.;criel. hin Verband deurscher Kampfflugzeuge griff an) gestrigen .Miend in den Gewässern von Bougic einen feindlichen Geleitzug an und versenkte drei Transportschiffe mit zusammen 14 00U brt sowie zwei Zerstörer. Flin weiterer Zerstörer und ein Handelsschiff mittlerer Größe wurden schwer beschädigt. Bei einem Angriff auf den Flugplatz -Bone wurden sieben nielirmo-torige fehidliche Flugzeuge am Boden zerstört. in Lnftkämpfen und durch Flakartillerie der Luftwaffe und Bordflak der Krieg.smarine iFn .Mittelmeerraum zwölf britische und ame-rikanisclit Fingzeuge abgeschossen. Der Feind bombardierte am Tage und in den .\betidstunden ohne militärischen Krfolg ZM'ei Hafetistädte an der französisclien Atlan-tikküsto. Die Opfer unter der Bevölkerung sind groß. Acht der angreifenden Flugzeuge vurden zinii Absturz geliracht. Ein U-Boot und zwei Zerstörer versenkt f Rotn, Cil. Jdnudr Dttr italienische Webrmflchtbericht gibt bf'kunnt: Starke feindliche, vou Panzern und bei tigern Artillerieteuer unterstützte Verbände griffen unsere Stellungen im westlichen Tripolitdnien an, wurden dbe.r zurückgeschlagen und erlitte» stdvkc Verluste dti Maun-srhrjflen, Tankabwehrgeschützen und Kralt-w eigen. An der tunesisrlmn Front p.ntwic.kfIten sich die Unternehmungen der StoÖtrupps der Afhso günstig. Feindliche Gegenfingrifle auf dii^ besetztr>n Stellungen wtuden rjbgewiesen. Die deutschen .lagor schössen acht, eng-lisibe Flugzeuge db. tines ddvon gehörte einem Verband dn, dnr einen Verwnmdeten-transjjoit mit MG-Feuer belegt hätte- Unsere Bombei griffen La Valetta und den Halen von Bone an, wo heftige Hrande verursacht wxirdeo. Ein Flugie.ug von Glenn-Martin-Typ wurde von unseren Jägern in der Nahe der tunesifchen Küste abgeschossen. Gestern überflogen viermotorige Lfberator-Bomber am späten Nachmittag erneut die Stadt Messina. Es wurden Spreng- und Brandbomben geworfen, die betrichtlirhe Schäden verursachten. Die Zahl der Opfer der Luftangriffe des Tages stieg auf 51 Tote und 105 Verletzte, Unsere Jagdflugzeuge, die den Verband angriffen, schössen zwei der angreifenden Flugzeuge ab. Im Mittelmeer versenkte ein Torpedobcjot unter dem Befehl von Kapitänleutnant Filippo Ferrari-Aggrandi ein feindliches U-Boot. In der Nacht zum 30. Jajiuar griff ein längs der algerischen Küste unter dem Befehl von Kapitän leutnant Vittorio Pctrelli Capagnono operierendes U-Boot einen großen feindlichen, stark gesicherten Geleitzug an, der In westlicher Richtung fuhr. Das U-Boot torpedierte zwei große feindliche Zerstörer, die beide sanken, und traf eine dritte, nicht näher bestimmte Einheit. Nach kaum sechs Minuten griff das U-Boot den Verband erneut an und versenkte eine vierte groNe Einheit. Die ErgeV)nisse wurden von unserem U-Boot festgestellt. das sich unbeschädigt in Sicherheit bringen konnte. Ein weiteres U-Boot unter dem Befehl v^tn Kapitanleutnant Alberto Longhl griff einen gesicherten Geleitzug vor Boiigfe an und zielte auf mindestens zwei nicht naher bC' stimmten Einheiten Torpedotreffer. Es konnl'^ wegen der feindlichen Gegenwehr nochnirh' festgestellt werden, ob die Einhellen gesn-ken sind. Briteozerstörer versenkt Der italienische Wehrmachtsbericht vc 30. Jauuar meldet u. a.; In den Gewässern zwischen Algier unn Bone wurde ein stnrk geschfltzter Geleitzuo von Verbänden unserer Torpedoflugzeuge unter dem Befehl von Hauptmann Giulio Gra-ziani, Hauptmann Urbano Mancini und Oberleutnant Giuseppe Cimicchi angegriffen. Trotz der starken Feuer- und Luftabwehr wurden ein mittelgroßer und ein großer Handelsdampfer versenkt im<1 ein dritter Dam7)fer schwer beschädigt. Ein britischer Zerstörer von der Jervis-Klasse erhielt Tor-pedotreffer und ging unter. Gegen den gleii-cben Geleitzug richteten sich wenig später die Angriffe deutscher Flugzeuge, die drei Schiffe'mit insgesamt 14 000 brt sowie zwei Zerstörer versenkten. Ein weiterer Zerstörer sowie ein 4000-brt-Dampfer wurden ernstlich beschädigt. Generalsiabschef der italienischen Wehrmacht Amtlich wird bfdianntgegcben: Der Gcne-ralstabscbef der italienischen Wehrmacht, Marschall Graf Ugo Cavallero, wurde auf eigenen Wunsch von seinem Posten enthoben. Auf seinejn Posten wurde Armeegeneral Vittorio Ambrosio, zur Zfüt General-sUbschf^f de.s italienischen Heeres, berufen. Anstelle von General Ambrosio wurde der fieneral der 6. Armee Enzio Rossi, zum (jf^-neralslabschef des italicnisch«^n Heere» ei-nannt. riiiickwunsch^chfcibcn des Reichsmarschalls Der Reichsmarschall des Oroßdeutscheu Reiches und r)berbefe.hl.sbahcr der Luftwaffe sandte zur Verleihung des Eichenlaubes zu'" Rittcrkreur des Eisernen Kreuzes au Major PrcDler, Kommandeur einer Sturzkampf-gnjppe. ein Glückwimschscbreihen. bleiben, als nicht die Völker die Kraft linden, sich des Krankheilscrrecjers zu entledigen. In diesem gewaltigsten Kampf aller Zeiten dürfen wir nicht erwarten, daß die Vor-Rchung den Sieg verschenkt. Es wird jeder ein/elnc und jedes Volk gewogen, und was zu leicht befanden wird, muß fallen. Ich habe daher schon am 1. September 1939 erklärt, daß, ganz gleich was aucji kommen möge, weder Zeit noch Waffengewalt die doutsche Nation bezwingen werden. Die hinter uns liegenden zehn Jahre sind deshalb nicht nur erfüllt von gewaltigen Leistungen auf allen Gebieten friedlicher Arbeit, der kulturellen Fortschritte und der sozialen Genesung, sondern auch durch militärische Taten einmaliger Größe. Don Siegen, die die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten in diesem Kriege erfochten haben, steht bisher geschichtlich nichts Ebenbürtiges zur Seite. Sieg oder Untergang Angesichts der Erkenntnis, daß es in diesem Krieg nicht Sieger und Besiegte, sondern nur Überlebende oder Vernichtete geben kann, wird daher der nationalsozialistische Staat den Kampf mit jenem Fanatismus weiterführen, den die Bewegung vom ersten Augenblick an besaß, als sie begann, die Macht in Deutschland zu erobern. Ich habe es deshalb bereits am 30. Januar 1942 ausgesprochen, daß Siege jeder Schwächling zu ertragen vermag, während sich das Schicksal mit seinen Schlägen erst an dem Starken erprobt Schon im vergangenen Winter jubelten in den Plutokratien die jüdischen Führer über den in ihren Augen unvermeidlichen Zusammenbruch der deutschen Wehrmacht. Es ist anders gekommen. Sie mögen in diesem Winter wieder das gleiche erhoffen. Sie werden aber erleben, daß die Kraft der nationalsozialistischen Idee stärker ist als ihre Sehnsucht. Sie wird dieses Volk, 7e länger der Krieg dauert, umso mehr zusammenfassen, mit ihrem Glauben erfüllen und dadurch seine Leistungen steig'^rn, Sie wird jeden anhalten zur Erfüllung seiner Pflicht, iind sie wird jeden vernichten, der es versucht, sich seinen Pflichten zu entziehen, Sic wird diesen Kampf solange führen, bis als klares Ergebnis ein neuer 30. Januar kommt, nämlich der unzweideutige Siegl ^ Unvergeßliche Leistungen Wenn ich am heuligeu Tage rurück-blirkcnd d.io Ergebnisse der Leistungen des Friedens in den hinter uns liegenden zehn Jahren bedenke, dann erfaßt mich das Gefühl I tiefster Dankbarkeit all denen gegenüber, die ' als Mitkämpfer und Mitgestalter in dieser 1 Arbeit so reichen und entscheidenden Anteil I haben. Nicht weniger aber auch muß ich den Millionen unbekannter deutscher Männer und Frauen daiiken, die in den Fabriken und Kontoren, auf den Bauernhöfen, an all den unzähligen Einrichtungen unseres staatlichen und privaten Lebens ihren Fleiß und ihre Fähigkeit zur Verfügung stellen. Seit dem l. September 1939 gebührt dieser Dank aber in erster Linio unseren Soldaten, den Marschällen, Admiralen, Generalen und Offizieren, besonders aber den Hunderttausenden und Millionen unbekannter Unterführer und Soldaten. Was unser Heer, unsere Marine und unsere Luftwaffe an stolzen Ruhmestaten vollbrach' haben, wird vom Lorbeer des Unvergänglichen umkränzt in die Geschichte eingehen. Was der unbekannte Grenadier erdulden muß, können Gegenwart und Zukunft wohl kaum ermessen. Angefangen vom hohen Nordon bis zur afrikanischen Wüste, vom Atlantischen Ozean bis in die Weilen des Ostens, von der Ägäis bis nach Stalingrad, erklingt ein Heldenlied, das Jahrtausende überdauern wird. Daß diesen einmaligen und gerade in den jetzigen Tagen so schweren Taten die fleimat ebenbürtig bleibe, ist etn Gebot ihrer Ehre. Wenn sie bisher in Stadt und Land ihren gewaltigen Beitrag leistete zur Durchführung dieses Kampfes, dann muß die Gesamtarbeit der Nation nun noch gesteigert werden. Der Heldenkampf unserer Soldaten an der Wolga soll für jeden eine Mahnung sein, das Äußerste zu tun für den Kamnf nm Deutschlands Freiheit und Tinseres Volke« Ankunft und dam't im weiteren Sinn für die Erhaltung unseres ganzen Kontinents. Die Nationalsozialistisch© Partei aber hat die Pflicht, so wie ihre Angehörigen in allen Waffenteilen unserer Wehrmacht in vorbildlicher Tapferkeit miteinander wetteifern, auch die Führerin der Heimat zu sein. Es war der Wille unserer Feinde, friedlichste Städte und Dörfar mit den Mitteln der grausamen Vernichtung zu bedrohen. Es ist aber schon heute erwiesen, daß sie nur Häuser oder Menschen vernichten, aber den Geist ni.:bt brechen, sondern nur sn stärken vermögen. Was bei Beginn dieses Krieges vielen deutschen Mäimern und Frauen noch unbekannt war, ist ihnen nunmehr klar geworden: Der Kamph den uns die gleichen Feinde wie einst im Jahre 1914 aufgezwungen haben, entscheidet über das Sein oder die Vernichtung unseres Volkes. Das große Ziel Der Allmächtige wird der gerechte Richtei sein. Unsere Aufgabe aber ist, unsere Pflicht so zu erfüllen, daß wir vor ihm, als dem Schöpfer aller Welten, nach dem von ihra gegebenen Gesetz des Kampfes um das Dasein zu bestehen vermögen, daß wir, ohne jemals zu verzagen, keine Leben schone« und keine Arbeit scheuen, um das Leben unseres Volkes für die Zukunft zu erhalten. Dann wird in diesem Kampf einst die große Stunde schlagen, in der unser Volk befreit sein wird vom äußeren Feind. Aus den Opfern der Toten und den Ruinen unserer Städte und Dörfer wird dann ein neues Leben erblühen um den Staat weiter zu gestalten, an den wir glauben, für den wir kämpfen und arbeiten; Den germanischen Staat der deutschen Mation, als ewige und gleiche Heimat aller Manner und Frauen unseres Volkes: Das nationalsozialistische GroBdeutsche Reich. In ihm aber wird dann für alle Zeiten jenu Kraft vorhanden sein, die notwendig ist, um auch in der Zukunft die europäische Völkerfamilie gegenüber den Gefahren des Ostens zu beschützen. Das Großdeutsch^ Reich und die mit ihm verbündeten Nationen werden sich darüber hinaus aber auch noch jene Lebensräume gemeinsam sichern müssen, die für die Erhaltung der materiellen Existenz dieser Völker unentbehrlich sind." femmcr 32 »Marburg*er Zeitung« 1. Februar 1943 SHte 3 Wir müssen diesen Kampf gewinnen Die Rede des Reichsministers Dr. Goebbels Im Berliner Sportpalast Berlin, 30. Januar R*de des ReichAminyters Dr. Goebbels ,uJii aehnLen Jahrestag der Maehtübemuhme am 30. Januar 1943 Im Berliner Sportpalast hat folgenden Wortlaut: Meine deutschen VolkBgenossen und Volka-fenoaslmien! ' Parteigenossen und Parteigenoasimien! Seit der Machtergreifung am 30. Januar 1933 hat der Führer Jedes Jahr persönlich meistens vom Sportpalast aus, Kum deutschen Volk gesprochen und ihm die Parole für das konimende Kampfjahr gegeben. Der Führer hat mich beauftragt, Ihnen mitzuteilen, daß es sein herzlichster WuiLsch gewesen Ist, auch heute Eur Nation zu sprechen. Er bedauert el>enäo wie wir, die uns allen zu einem inneren Bedürfnis gewordene Tradition der Begehiuig dieses Gedenktages dieses Jahr unterbrechen bu müssen. Aber die harten Notwendigkeiten der Kriegführung gestatten ihm augenblicklich nicht, sein Hauptquartieir, von dem aus er die großen Abwehrschlachten im Osten führt, eu verlassen, Er wendet sich deshalb statt in einer Rede in einer Proklamation an das deutsch« Volk. Ich werde diese Proklamation Im Auftrage de« Führers im Verlauf meiner Ansprache cur Verlesung bringen. Lassen Sie mich diese durch einige Gedanken über gegenwfijrtige L^ge einleiten: Alle Krisen haben wir überwunden • Ea ist nicht das erstemal, daß ich in einer schwierigen Stunde unseres nationalen Le-befta von dieser Stelle aus vor dem ganzen deutschen Volke das Wort ergreife. Im Berliner Sportpalast erlebten wir in den vergangenen 15 Jahren alle Höhen und Tiefen der deutschen politischen und im Kriege militärischen Entwicklung. Die Gefahren, die In diesen bewegten eineinhalb Jahrzehnten das Reich umdrohten, erfuhren von dieser Stelle aus vor dem deutschen Volke ihre Klarstellung, aber hier wurden auch vor dem ganfcen Volk die entscheidenden Ent-schlÜMe SU ihrer Behebung proklamiert. Niemals sah dieser Saal eine Gefolgschaft, die entmutigt oder ohne Hoffnung gewesen wäre. Viele Schläge haben wir in diesen 13 Jahren von unseren Feinden empfangen; aber Jedesmal noch haben wir Schlag mit Gegenschlag beantwortet Wer erinnert sich nicht der ungezählten Gelegenheiten, da die Partei oder der nationalsozialistische Staat In eine mehr oder weniger große Krise hineingeraten waren und ihre Feinde glaubten, mm endgültig über sie triuraphieren zu können! Sie haben immer noch zu früh triumphiert. Feindliche Männer und Kräfte, die heute schon vollkommen aus unnerem rJedächtnia entschwunden, sind, deren Namen und Bezeichnungen man sich kaum noch erinnert, sind uns in diesen 15 Jahren entgepengetre-ten. Die Zeit Ist über sie hinweggeschrltten. Wir aber sind geblieben. Wir sind mit allen Gefahren und Krisen fertig geworden. Und so, wie, das in der Vergangenheit war, so wird es auch in der Öegenwart und In aller 55ukunft sein. Wir haben uns nie dazu hergegeben, auftauchende Schwierigkeiten vor dem Volke zu verkleinem oder gar zu verleugnen. Im Gegenteil, es war immer e^n Zeichen unseres ungebrochenen KraftgefüMa, jede Gefahr vor unserer Anhängerschaft und vor dem ganzen deutschen Volke klar aufzuzeichnen, damit die Partei und un?ier Volk sich dagegen wappne und bereltütelle. Es Ist Immer eine Frage der inneren Selbstslcherhelt und der kämpferischen Entschlossenheit, ob eine Bewegung oder ein Volk mit manchmal auch Übermächtig scheinenden Schwierigkeiten fertig werden. S'nd sie bereit und fest gewillt, dagegen ihre ganze innere und äußere Kraft zur Anwendung zu bringeh, dann werden sie sie auch Immer Uberwinden. Nur wenn ale vor den Gefahren kapitulieren, konnmen sie darin um. Für uns Aber war es seit Jeher feststehender und unumstößlicher Gnindant?;, dnR das Wort Kapitulation in unnercm Sprarh-prhatz nicht existierte. Dabei verbleiben wir und werden wir Immer verbleiben! Die alten Feinde Wenn ich in dieser bewegenden Stund« am rehnten Jahrestag der Machtllbernabme durch den Führer von der Tribüne des Berliner Sportpalastes aus zu Ilinen und Uber die Ätnerwellen zum ganzen deutschen Volke spreche, so erfUllt mich da.«» gerade heute mit tiefer Ergriffenheit. Ich stehe wiederum auf dieseltl Podium, auf dem Geschichte gemacht worden Ist. Als wir zum ersten Male In diese weite, geräumige Halle Einrug nlelten, wurde damit eine politische Kampfarena eröffnet, in der in der Folgezeit die entscheidenden Auaeinander-netzungeTi um die Macht in Deutschlarid atisgetragen wurden. Ich welB nl^ht, wieviele hunderte Male der Führer und wir, seine nächsten Mitarbeiter von d'eser Stelle aufi In hellen uld in dunklen RtuUflen zu ThnTi, zur nal'onnlsfrziallsliRchen BewegunFr In Berlin und mit einer Tiefenwirkung weit in da« Beleb blneti Tium gnnj^en deutschen Volk pesprbeben haben. Hier fand da« Ringen tmi'd'r Ma(!it in der Relchflbfluptfltadt «einen nrfifmaitesten Ausdnick; hier erlebten wir die hIniHRenden Stunden nationalsozla-lifiHarhpr TCunnfbegeisterunt^'. aber aueh el-w'ldpn tnt?ehlnssenbeit. wenn sich Gefahren und Pebwierlgkeiten berghoch vor uns nuftUrme'n. ( Hier versammelten wir uns In Stunden stärkster Belastimg und härtester Willenskraft, in denen wir uns gegen unsere Gegner behaupten mußten, wenn sie uns Nak-kenachläge versetzt oder auch empfindliche Niederlagen beigebracht hatten. Wie es damals war, so lat es heute. Von diesem Po-I dlum aus gingen und gehen die zündenden , polltischen Parolen ins Volk hinein, die die j Nation zu einem fanatischen Kampfeswillen jsusammenschloersen und zusammenschließen. Wieder befindet sich das deutsche Volk mitten im schwersten Ringen um sein Schltfksal. Seine traditionellen Feinde, mit denen wir uns bis zum Jahre 1933 so oft. manchmal unter den aussichtslosesten Bedingungen, aber am Ende doch immer siegreich, auseinandersetzen mußten, haben sich wieder gegen uns zusammengefunden. Die alte, uns wohlbekannte Feindkoalition ist aufs neue erstanden, nur, daß dieses gigantische Ringen um unser Leben mmmehr Uberkontinentale Formen angenommen hat. Kampf war damals die Parole der nationalsozialistischen Bewegung von Anfang an, und Kampf Ist unsere Parole big zum heutigen Tage geblieben. Wie uns damals nichts geschenkt wurde, so wird uns auch heute nichts geschenkt. Wir niUs.sen uns alles selbst erobern und erarbeiten. Totale Kampfbereitschaft In der Stunde der augenblicklichen schwersten Kämpfe im Osten glaubt der Gegner wieder einmal, Uber uns triumphieren zu können. Die englischen und USA-Blätter wiegen sich In diesen Tagen In einer selbstgefälligen Sicherheit, als ständen Plutokra-tie imd Bolschewismus kurz vor Erreichung ihreis Zieles. Daa Internationale Judentum frohlockL Die feindlichen Zeltungen lügen das Blaue vom Himmel herunter, in Deutachland sei der Ausnahmezustand proklamiert worden, die Nation falle auseinander u. ä. Ich kann dagegen feststehende Tataachen konstatieren: es herrscht in Deutschland nur der Zustand einer totalen Bereltschaft unseres Volkes zur Konzentration seiner Kräfte auf den Krieg und auf die Erringung des Sieges. In'dieser festen und fanatlachrn Entschlossenheit Ist «ich das ganze deutsche Volk einig. Aus den Breiten und Tiefen unserer Nation dringt der Schrei nach totalster Kriegsanstrengung im weitesten Sinne des Wortes an unser Ohr. Wie wir vor dem 30. Januar 1933 alle Kraft der Erringung der Macht widmeten und damit auch an die Macht kamen, so ist es heute unser harter Entschluß, alle Kraft der Nation der Erringung des Sieges zu weihen. Und wir sind fest davon überzeugt, daß wir Ihn damU auch, schneller, als manche denken mögen, erringen werden. Wir wollen von nun an nichts mehr ver- säumen und alles nur Erdenkbare tun, um den Sieg zu beschleunigen. Es ist uns dabei vollkommen gleichgültig, wenn unsere Feinde uns in unserer Entschlossenheit nicht ernst nehmen. Vom Feind unterschätzt zu werden ist Immer eine gute Hilfe Im Kriege. Man wird die Ergebnisse unserer fanatischen Arbelt auf der FeinJseite, schneller als man denkt, schon im weiteren Kriegsverlauf keiuienlcrnen. In englischen Blättern war in diesen Tagen zu lesen, die deutsche Fühlung beriefe sich in ihrer gegenwärtigen Not und Belastung auf die Widerstandskraft dos eufillschen Volkes nach der Katastrophe von Dünkirchen, um dem deutschen Voiiie Mut zuzuspreeller.. Ich erVlare darauf in aller Form: Kein deutJächer Staatsmann und keine deutsche Zeitung haben sich zu dieser Entwürdigung hergegeben. Icli wiilUe auch keinen Grund, warum das deutßche Volk sich ausgerechnet auf das englische Volk berufen müßte, um mit den riesigen Schwierigkeiten diese zweiten Winter kneges im Osten fertig zu werden. Ein Volk, dessen Geschichte einen Friedrich den Großen verzeichnet, braucht nicht in der englischen Geschichte nach Vorbildern suchen zu gehen. Eine Nation, d.e von Adolf Hitler geführt wird, braucht sich nicht einen Trinker wie Churchill zum Beispiel zu nehmen. TJnd was den Kampf gegen den Bolschewismus anlangt: wir haben gegen diese terroristische, Der Heldenkampf In Stalmgrsd Erfolgreiche Abwehr durch Luftwaffen- und Hecresverbände zwischen Kuban und Don Berlin, 31. Januar I Der Kampf der 6. Armee In Stalingrad nimmt unter persönlicher Fühnmg ihres Oberbefehlshabers Generalfeldmarschall Paulus seinen von Stunde zu Stunde aufwühlenderen, dramatischen Fortgang. In zwei voneinander getrennten Kampfgruppen erwehren sich unsere Soldaten mit unvorateübarer Härte und Todesverachtung der konzentrisch geführten bolschewistischen Angriffe, Von allen Seiten schoben sich feindliche Panzer j über das Trümmerfeld der Stadt heran, nachdem die sowjetische Artillerie, die zam Teil offen aufgefahren war, voiher stundenlang in die von unseren Männern verbissen und zähe gehaltenen Ruinen gefeuert hatte. Trotzdem blieb Welle um Welle der bolschewistischen Infanteristen im Abwehrfeuer liegen. Erst als Teile der südlichen Kampfgruppe ihre letzte Munition verschossen hat-[ ten, wurden sie nach heldenhafter Gcgen-welir im Kampf Mann gegen Mann von den feindlichen Maasen Uberrant und gerieten In Gefangenschaft. Die Reste dieser Gruppen ^ wurden, wie dor Wehrmachtbericht vom 31. I Januar mitteilt, auf engstem Raum zusammengedrängt und leisten letzten Widerstand. Erfolgreich« Gegenangriffe Zwiachen Kuban und dem unteren I>»n setzten die Bol.i^ohewiRten ihre vergeblichen Versuche, die deutschen Linien zu durchbrechen, auch am 30. Januar fort. In verschiedenen Abschnitten, vor allem in der Steppe f5Üd1ich des Manytsch, rannten starke feindliche Kräfte wiederholt gegen die deutschen Stellungen an. Alle Angriffe bl'eben im zusammengefaßten Abwehrfeuer der Artillerie und der schweren Infanteriewaffen Hegen. An verschiedenen Stellen gingen unserp Truppen zum Genrenangrlff über und warfen die Bolnchewisten, die dabei empfindliche Verluste hatten. In ihre Ausgang.^iatellungen zurück. Eine deutsche Panzerdivision vernichtete In diesen Kämpfen mehrere feindliche Kräftegnippen und machte über 1000 Gefangene. Im benachl>arten Abschnitt wurden ebenfalls größere Abteilungen der Bol-achowlslen zersprengt und mehrere Sowiet-panzer abgcschassen. Der Feind verlor In 'Ue.«»em Gefecht Uber 600 Tote. Hunderte von Flugzeugen greifen ein Hunderte deutscher Kaninf- und S'urz-kampfflugzpuge unterstützten zusammen mit Zerstörer- und RchlHcbtfliegnrverbfinden wirkungsvoll d'e Operationen des und führten schwero Schläge gegen Kolonnen und ninrachierende Verbfinde der Br>l-■■•clieWi.ilen. In den frühen Morg'^n«<'undrn startet'^n die Tii-S^^-Geschwarler und fingen von Jngflslnffeln umgeben die ersten An griffe gegen feindliche Artlllf^rle, gegen Ktüts'mmkte und Truppeninger. VolUrof^'pr zerstörten fünf Gesrhütze. Dl" Kamnffl"^-zeuge waren noch Im Abdrehen, als si*^ schon von Verbänden der Ju 87 abgelöst ] wurilen, die sich auf Punktxiele wie Panzer-I verbände, Fahrzeugansammlungcn, Munl-1 tionsdefKits und Treibslofflager stiitzlen. In nlclit abreil^ender Folge setzten die deutschen Flieger ihre Angriffe den ganzen Tag über fort. Ein besonders lohnendem Ziel bil-1 deten große Ansanunlungen bolschewisti-1 scher Infanterie im Bereich des unteren Don. Mit feindlichen Schützen vollbeaelzte Fahr-zougkolonnen wurden auf offpuein Gelände 1 von den Bcmibenrelhen unserer Flieger erfaßt. Schlachtflieger bekämpften im Tiefangriff bol3chc\\Mstische Flakartillerie, die mit heftigem Abwehifeuer die deut'chen Stukas von Ihren Zielen zu verdrängen suchte. 28 Sowjetflugzenge abge.scbossen Uber dem Kcimnfraum weslürh Woronesch kam es zu umfcingreichen Luftgefechten. Deutsche Jäger, die starke eigene Kampfund Sturzkdmpfverbände bei ihren unablässigen Angriffen gegen bolschewistische Panzerstreitkrätte und Kolonnen begleiteten, stießen stnifelweise über das feindliche Gebiet vor imd stellten bolschewistische Ndli-kainpffliegejkrdfte vor Erreichen der Kampffront. Sie scliossen bei zwei e-'genen Ver-hirden feindürUe Flngzeiuie flb. Driniutpr waren 12 nepan/erte SchKirhtfhin^euge un/1 eirip große Zahl zwcimnloriger Tiefnipqcr des Musters ,,Pe 2". Hine Welle dieser Tiefflieger wiirrie von unseien .lagern übenasrhenrl ein-gekieist. Ihr rinfhtversiirh niif^Iang, tind narh einem I.uftgeferht von nur vier Minuten Dauer waren alle acht „Pe 2" aligescbnKsen. Wahrend die df^utscheii .lärjer so den l.uft-riim sicherten, fiihrteii Kanipffliegerverbände mit Bomben und Bordwaffen schwere Angriffe gegen mrirschierende fpindlicbe Kolonnen. Zusammen mit Schlachtfliegerverb^in-den, die als Panzetjäger spezialisiert sind, wurden in Tiefangriffen acht bolschewistische Panzer vernichtet und in Brand geschossen sowie eine weitere Anzahl schwer beschri-digt. Außerdem blieben über IBO Lastkraft-w»igen zerstört liegen. Die faschistische Abordnung beim Führer PiihrcrliHuptquarticr. .^1. .fniuiar fJer Piihrcr eiiipf'ntl ntn Sniitit;ia:;d)cnJ die AiiiHf.i de.s Ht. .[ülirest.iRC!? der tMtiotial-so7i;ilifülge in d esem W n-ter beruft, so können wir darauf nur zur Antwort geben, daß gerade die uns au? letzten Behaglichkeit und Bequenil'chkp't aufgerüttelt haben. Jetzt geht das deutsche Volk in se ner umfassenden Gesamtheit In Stellung. Es will von dieser Stunde ab nur noch }.fnt man, daß wir keine Reserven mehr zur Verfügung hfttten. Man wird die®e Reserven eher, als man denkt und wünscht, kennenlernen. Auch Im vergangenen Jahr hat d e Feindselte ihre Hoffnungen auf eine n'dii'fi-rische Niederlage der Achgenm^cliLC irii Winter gesetzt. Auch da haben wir RiUk-schlage ernster Art erlitten. Abei- kaum kam der Fiüh'ing und nahte der R:)miirr, da hat die deutsche Wehrmacht unsere Einbußen wieder wettgemacht und den Fcin-n eiiT^ g -"flnl'^che AuRcinanr'ersetTung um das zu-i-fi'-'.rfi<^e Seji'rk.^al Enropps, ja, dc'^ gnrr'en rlvillTierten AbenrUand"«. In dics?m -lebt der Jrin"nr 1P4n, der .^ah- i*e»:tag der nat'onalsozialistlschen Ma^ lUliber-nahme. Der Schicksalskamipf Vor zwanz'g Jahren, am P. November 1P23, erlitt die Partei ihre furchtbarste Katasfio-phe. Wer spricht heute noch von Ihren Folgen? Sie hat sie durch den glänzenden S'ei^ ims^rer inneren Geschichte wieHor wetf-zr-macht. Heute stehen w'r im 7j"'ch'^'n 'ie=i tchwersten Sehicksrl.''knmpfeT iin'-?rr.i V ri-ke." auf »len .Sehlachlfe'dern. E.«( ipt ge.ndf '.n von Symboli.=!cher Berlentung, d.Tß rtpp Jumkc nationa!."»oziRliHtische Staat am in. .T^hves lag seines inneren Siegen der ge^enw.H'-t f,nii scliworen Helnrtnng unterworfen wird. Es irt klar, warum unsere I'V nde von a1 len Seiten wie verzweifelt gegen d»«? neur Reich anrennen, sie wollen in r>eutfirhla rt keinen Volk-'sstaat dulden. Das ist dei en zige Grund, warum Phitok^atie unO P^l-flchewlamus ims zu d'e'jem Krie^p gezwungen haben. Die demokrati.iche P.enuhllk, die aus dem Friedensvertrag von Veir,.iines hervorging, v/urde von den ewigen Fein lm de* Reiches nicht ange.^riffen, wei'. 3'r nur von ihren T.,akaien geführt vnirde, Sie w-k schwach und ebrloa. Wir waren ein ffoliten-volk geworden, ohne Innere WiderstMud."?-kraft, wehrlos den A.usplündeninrraver'jueh'^'i unserer Fe'nde preisgegeben. Der Nat'-onal-soz'al'smus hat hier Wandel gesehafen Wia er lnnernnliti.<"ch begiündete, mu!^ er nun heute außenpolitisch und mili'lirisch verio'-flisfen Tn diesem Kampf um Sein «ler N'i'bt-sr'n geht es nicht um eine .son- dern tun un«?pt natlonairpi Treben. Wr biboM nnr noch die Wahl zw1scb<»n ehT^m S'-'a^-^n-dasein und flem Dasp'n eine.i fre'en oq im n«riaM*t?pvhen Geme'nS''hHft.q*^taat. P'eT^r Krieg stellt una alno v^r die griseb'f'Vi'Ui.ii« Aufgabe, dos nuf^enpnlM isch und «rh zu be.stHt'gen, wh« wir vor zehn .lahren in-nerpnlltiseh erkfimpft haben. Um die Existenz Europas I( h brfinche kein Wort ru verlieren üV^r unsere fflnaliprhe P.ntsrhiosR'»nheit, nunmehr alle Kräfte des deutschen Vo'Vps zum Ver-nichlungskt'mpf gegen den Rnlsf hewismus auszuschöpfeti und anrusetzen, Di*» gigantische zweite Wintersclilncht im O'sfen ist für die deutftcbe Nation das Pansl rum tots-len Krierj. 2'i Jahre hat die .Snv.*jetnnion rüstet, um diese» Ringen mililÄrlRch vorzubereiten. Der BoIschewKmu« mnrble nns Menschen Roboter des Kriege!*. Wenn wir IP^^B die Parole anngahen; „l^rsf Kanonen, dann Rutterl", dann hat der PnUrhewlf*T"'n ^ie *eit 7.5 Jähren üborsteinert du»-rh die Parole; ,,Soziale« Plcnd, Tlnngrr nnd Ma«*cli(ick (r 7. In t?rliiiM - Slfllvcrtrpteiidrt Mnuptsctirlttletter Rohpri Kratrrrt Al^f In Mwfhmg a d Praii. Bmitmsc fl Zur Zeit IDr AnielRcn die Preisliste Nr. i vom 1. Juli 19« Kllltic. Auslall der Ltcferunir de» Plaues hwl tiflherfr üevalt oder BetriebiBtArunc fibt keinen Antpructt mit ROckublanc de« B*Euu«id«i Sefte 4 *MÄtt)!irg*T Zefhnngc 1. Fft>njaT 1043 Ifinnnier 32 unsere Freiheit iird utiber ndtionaJes Leben verliprcn wollen. Nlitteo in deo Riesejidui-«Jidrsch Stalins fulir das deutsche Schwort hinein. Heute kdinpfen unsere Truppen Lief in Feindesland. Ein ganzer Erdteil liogt drohend vor uns. Wir haben ihn in den triumphdien Siegen zweier Sommer zu einem bedeutenden Teil in unsere Hand gebracht. Wie ira vergangenen Kriegswinter im Osten, so müssen wir das Eroberte In diesem zweiten Kriegswinter im Osten elastisch und unter übermenschlichen Prüfungen verteidigen. Ein zivcites Mal also liegt das deutsche Soldalentum in seiner \^'iderslandskrdft und in seinem Heroismus auf der Waago der SrhicksalKqöttin, Unser Vertrauen zu unsejen Soldaten ist unbegrenzt. Sie waren und sind dem bolsrho-wistischen Gegner überlegen, Sie verfechten die bessere Sache mit dem tieleren Glauben. Sie haben schon im vergangenen Winter ihre Überlegenheit in überzeugendster Weise unter Beweis gestellt. In diesem Winter stehen sie in einem neuen Ab-wehrkampf von unvorstellbarer Härte. Die übermenschlichen Belastungen und Gefahren, denen sie aus-qesetzt sind, haben die Heimat zu letztem Entschluß reif werden lassen. Es gibt niemandem mehr zu Hause, der nicht von dem fanatischen Willen beseelt wäre, durch seine Arbeit und durch seinen Siegesglauben dieser kämpfenden Heldenfront würdig tu sein. Die deutsche Führung hat die Härte und Schwere dieses Kampfes in aller Offenheit vor dem Volke und vor der Welt dargelegt. Die Heimat antwortet darauf mit dem festen Willen 7.um höchsten Krafteinsatz. Jeder tu Hause fragt sich nur noch, was er tun kann, um unseren Soldaten zu helfen, das Reich zu beschützen und den Sieg zu erkclmpfen. In ungrrählten Briefen ans allen Schichten unseres Volkes dringt der Srhrei nach der lotalsfen Kriegsanstrengung an unper Ohr. Millionen noch unausgeschöpfter oder nicht ganz ausgeschöpfter Energien stehen bereit, um sich in den riesigen Krieg«prozeß unseres zivilrn Lebens ednzuschalten. Sie mobil zu machen ist das Gebot der Stunde. Signal zum totalen Krieg Wonn der Feind glaubto, uns durch einige Schläge entmufigen zu können, so irrt er sehr. Diese Schläge waren und sind für uns nur ein Alarmsignal zum totalen Krieg, zu dem wir nunmehr fest entschlossen sind. Es wird in Dfntschland nicht mehr geredet werden von der verlorengegangenen Beguemlichkeit, die wir uns wenigstens in letzten Resten aus dem Frieden erhallen wollten. Unser Volk npfp.rt sie freudigen Herzens, Tun die bisher darauf verwandte Kraft in Panzer, Waffen, Munition und nationalen Wirterstand umzusetzen. Wir sind mehr noch als bisher eine kämpfende und arbeitende Gemeinschaft, die sich mit fanatischer Entschlossenheit für den Krieg und seine Erfordernises einsetzt und mit Sehnsucht auf die Stunde wartet, da der Führer seinen Truppen wieder den Befehl zum Angriff geben kann. Wenn wir bisher nur vom Volkskrieg redeten, so sind wir jetzt entschlossen, ihn in der Tat zu führen. Der totale Kriegseinsatz heiBt Aufgabe aller ber^eraen bürgerlichen Gepflogenheiten. Eine restlose Cinsatzberoitschaft dazu erfüllt unser ganzes Volk. Es wird nicht geduldet werden, daß auch nur einer den Versuch zur Drückebergerei macht. Wir antworten den frechen und überheblichen Siegesdrohungcn des Bolschewismus und der Plutokratie mit einem Volksaufstand der rationalen Kraftanstren-gung. Das international« Judentum, das wie so oft schon ^vieder einmal glaubt, über uns triumphieren iu können, hat seine Rechnung ohne uns gemacht Die Bluffpropaganda unserer angelsächsischen Gegner imponiert uns nicht. Was sollte uns auch veranlassen, auch nur mit dem leisesten Gedanken an Nachgiebigkeit zu denken, angesichts der Tatsache, daß die glänzenden Siege unserer Soldaten uns und unseren Achsenpartnern fast den ganzen europäischen Erdteil zu Füßen gelegt habenl Wir sind entschlossen, diese Siege auszunutzen. Partei und Staat werden in der Vorbereitung des totalen Krieges beispielhaft vorangehen. Es sind Maßnahmen getroffen worden und es werden solche in den nächsten Tagen getroffen worden, die den totalen Kriegs-cinsatz organisieren und praktisch durchführen sollen. Die Lage gebietet, daß wir schnell und rücksichtslos handeln. Unsere nationalsozialistische Parteigeschichte ist ein einziger Beweis dafür, daß wir National-sozalisten das können imd immar, wenn es nötig ist, auch die Kraft dazu aufbringen. Die Partei wird, wie stets in großen nationalen Schicksalsstunden, der Motor dieser grandiosen Umstellung des Lebens und der Arbeit unserer Heimat sein. Ihr revolutionärer Elan wird das Tempo dieses umwälzenden Prozesses bestimmen. Die Führung I Wir b*?fin'''»m (Trußi Adolf Hitler — SiegHei'' Der Reichsmarschall spricht Kundgebung im Luftfahrtministerium — Hermann Göring appelliert an Front und Heimat Berlin, 30. Januar Irn Rahmen einer würdigen Feier richtete K'eichsniarscball üiiriiig in den Mittagsstun-dcn dts 3Ü. Januar, zur gleichen Tajres/cit also, da ein Jahrzehnt zuvor Reichspräsident V. tfindenburg die Geschichte des Reiches in die Hand Adolf Hitlers gciezt liatte, im Ehrensaal de.s Kciclisluftfahrtmlnistcriunis einen Appell an Heer, Marine und Luftwaffe und damit glelchzcitiz an die Nation selbst und niaclite sich mit seiner Rede zum Sprecher des uiibeuftsamen Kampfeswillens aller Deutschen. Den weiten Raum füllend, waren, mit den Vertretern der Generalität und der Admiralität an der Spitze, Offixier.sabordnungen des Oberkommandos der Wehrmacht, der drei Wchrmaclitteile, der Waffen-;? sowie eine zwanzisköpfiKC Abordnung von Mobeits-trägern der NSDAP nm den Reichsmarschal! versammelt. Mit front zum Rednerpult hatten je eine Kompanie des Heeres, der Kriegs-marine, der Luftwaffe und der Waffen-77 mit insgesamt 22 Truppenfahneti auf den Martnorstufen an der Stirnseite des Saales Aufstellung genommen. Die Rede des Reichs^ murschalls wurde von der Nation mit stärkster Spannung durch den Rundfunk vernommen und durch Gcmeinschaflsempfänge auch den Soldaten der Truppe und in den Wehr-machtstandonen vermittelt. Zu Beginn seiner Rede wifes der Reichs-marscliali darauf hin, daß dieser Krieg, der nicht über Teiibelange der Nation entscheide, sondern über das Leben des Volkes überhaupt, von den alten h'eindcii des deutschen Volkes angezettelt wurde, die den vergeblichen Versuch vorangegangener Kämpfe wieder aufnahmen, um das deutsche Volk zu verrichten. Alle Deutschen wissen, daß die r-'einde des deutschen Volkes diesmal im Osten einen Verbündeten haben, der eine farchtbare Kraft entwickelt, zu der die West- rnächte selbst nie fähig gewesen wären; sie wissen aber auch, daß sich die Kräfte der deutschen Nation durch die zehnjährige Arbeit des Führers heute vervielfacht haben, so daß selbst diese mächtige Gruppierung von Feinden nie imstande sein kann, das Reich auf die Knie zu zwingen. Dieses Bewußtsein wurzelt heute so tief in den deutschen Herzen, daß allein schon darin ein wichtiges Unterpfand für den Fndsieg gege-lien ist. Denn wie damals nach dem ersten Weltkriege der Gefreite Adolf Hitler gegenüber mächtigen Feinden den Kampf aufnahm und den Sieg errang, so ist heute das gesamte deutsche Volk unter demselben Adolf Hitler gegen die Weltfeiiide zu hartem Kampi und dem gleichen Siegesbe^^"llßtsein angetreten, das die kleine Schar der Treuen des [""ührers seinerzeit erfüllte. Heute hat die deutsche Nation, so führte der Reichsmarschall weiter aus, für den kommenden schweren Kampf ein neues großes Symbol, das voranlenchtet, verpflichtet und Garant des Sieges ist: Stalingrad. Der Redner stellte den Heldenkampf unserer Soldaten in dieser Ruinenstadt in den .Mittelpunkt seines Appells an das deutsche Volk. Ks ist sa als ob der ganze Kampfgeist, der das Geschehen der letzten zehn Jahre be-stinnnte und der sich auf allen Schlachtfeldern dieses Krieges rulnureich bewährt hat, nunmehr in den härtesten Stunden des Krieges seine leuchtende Erfüllung fände und so zum Fanal für die Zukunft würde. Denn dieser Heldengeist von Stalingrad ist zum Maßstab der künftigen Opfer jedes Deutscher! geworden, ob er nun als Soldat an der Front steht oder in der Heimat für den Sieg arbeitet. Durch diesen Finsatz wird, wie der Relch.'jmarschall versicherte, ancli der boi-schewistisclie Gegner bc/-uimgen werden. Zum Willen der Deutschen Nation kommt die stärkende und erhebende Erkenntnis, daß es in erster Linie das deutsche Volk sein wird, daß das gesamte Abendland vor der Vernichtung zu retten bestimmt ist. Stärkend ist aber auch die Erkenntnis, daß unsere Gegner im Verlaufe dieses Krieges Niederlagen um Niederlagen erlitten haben, so daß der deutsche Soldat heute vom Nordkap bis zur afrikanischen Küste und bis in den Osten hinein den Kontinent beschirmt. Hermann Göring erinnerte sodann daran, daß zur selben Stunde vor ^ehn JaJircn der Führer vom Reichspräsidenten von Hinden-burg den Auftrag zur Übernahme der Macht erhalten habe und erklärte, daß er, Göring, nun heute nach zehn Jahren dem Führer den Auftrag des gesamten deutschen Volkes überbringen könne, die in einem stahlharten Willen, in einer unübertrefflichen Opferbereit-schaft geeinte und entschrossene deutsche Nation in den Kampf und zum Siege zu führen, gleichgültig, welcher Art immer die Opfer sein werden, die für das Leben des Volkes gebracht werden müssen. Es gibt heute niemanden mehr In den Gauen des Deutschen Reiches, der nicht bereit wäre, dieses Gelöbnis zu erfüllen. Mit eindringlichen Worten rief Hermann Göring die jungen Soldaten der Deutschen Wehrmacht auf, mutig und freudig das Bewußtsein der Zugehörigkeit zu einem Volk und einer Wehrmacht in sich zu tragen, die der große Garant dafür seien, daß Deutschland und Europa bestehen werden. An das gesamte deutsche Volk richtete er dan Aufruf zum Einsatz, der nicht nur Pflicht des Soldaten, sondern des ganzeu Volkes sei. Der Führer aber kami, so schloß der Reichsinarschall, an diesem Jahrestage seines größten Kampfes für das deutsche Volk mehr denn je In innerstem Glauben den Wahlspruch vernehmen: »FüJirar befiehl wir folgen Dirtcf Der nationale Verteidigungskrieg ' Ntumner Si >Mart)urger Zeftonefc 1. P«ft>mar IWS Scfte 5 Mit ganzer Kraft für den Sieg Knndgebungen in allen Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes anläßlich des 10. Jahrestages der Machtergreifung — In Marburg sprach Ehrenzeichen träger Pg. Knaus Aus Stadt und £and Ol« Axt im Haus ... kann recht teuer werden Auch Sprichwörter können irren. Und die flache mit der Axt ist eine zweiechneidlge. Efl iflt wohl löblich, daß der Mensch zur Selbständigkeit strebt, daß er Herr im Hause und nicht abhängig von zahllosen sushäußigen Kräften sein wilL Alles schön und gut, und in seinen Grenzen ist dies Bestreben sehr lebenßwert. Doch da gab es einen Mann, der weigerte sich, einen Fachmann vom Gaswerk holen zu lassen, und dann wundeilc er sich, daß die Gasrechnung höher und höher wurde, gerade so als ob seine Reparaturen an den schadhaften Röhren mit Leukoplast nicht grenügten. Dann kam ein Krach mit der Hausfrau, es kam der Mann von der' Gasanstalt und der Herr des Ha\ases war tief beleidigt, als Jener ihm erklärte, das Leukoplast keineswegs das richtige Mittel zur Reparatur schadliafter Röhren wäre. Dieser Mann hat zahlreiche Verwandte, die vielleicht nicht gerade mit Leukoplast an schadhaften Gasrohren aber mit anderen unzureichenden Mitteln sich anderweitig betätigen imd nur Schaden stiften. Es soll auch hYauen geben, die gleiche Neigungen haben. Zahlreich sind !uleitung mit Zwimfäden und empören sich, wenn sie einen elektrischen Schlag bekommen. Sie klopfen und hämmern an dem bok-kigen FiUlhalter herum und wundem sich, wenn ihre Tasche nacWier von Tinte über-»chwemmt ist. Ja, solche seltsamen Sachen tun und treiben sie, anstatt Geduld zu lia-hpn, es abzuwarten, bis der Fachmann Zeit für sie und das beschädigte Gerät hat. Lieber wagen sie es, »ich in die Luft zu spren-pen, »Ich elektrisch hinzurichten, das Gerät fränzlich zu zerstören oder sonstwie Schaden anzurichten. Sie sehejn nur schwer ein, daß man wohl bei unwichtigen und kleineren Anlässen selbst zugreifen soll und muß, daß man aber dann, wenn es auf Wesentliches iiiikoramt, zu dem die fachliche Ausbildung fehlt, nicht leichtainnig liandeln darf. Sie M^heinen anzunehmen, daß solche Einsicht ilas Zugeständnis von Unfähigkeit sei, sie (glauben offenbar, daß sie alles ebensogut oder besser wissen ala der Fachmann. Diesen Glauben auszurotten, der die mci» .sten Märtyrer zählt, ist allerdings unendlich schwer... m. 'l'odesMHlc. In Lendorf bei Marburg verschied die öljähriRe Besitzerin Maria Petek, yeb. Wicher. — In Unterrotwein 17 ist. im hlühendien Alter von 17 Jahren die Private Maria Plainschek gestorben. — Ferner star. kn in Marburg: hi der Custozzagasse 14 der s; jährige Genieindepensjonist Urban Ros-mrinn, in der Kapschstraße 7 die 73jährige Private Theresie Papst, peb. Marant, in der (laußgasAe 4 die 76jährige Reichsbahnpen. sionistenswltwe Antonie Wusscr. geb. SkoM. und in der Koloniestraße in Rruimdorf die 'liijährige Hausbesitzerin Theresie Rosina. j^eh. Ronn'ch. m. Betörderungsspcrre für Fetdpostpäck-chen üb^r 100 Gramm. Der schwere Ab. Mehrkampf im Osten macht es zur höchsten Piicht aller militärischen und sonstigen hieiiststelien, die Versorgung der Truppe vornehmlich mit den Gütern durchzuführen, die für den Kampf am notwendigsten ge. braucht werden. Die Feldpostpäckclien (Iber 100 Gramm haben bisher einen großen Transportraum benötigt. Um diesen Trans, portraum für Versorgungsgüter der Truppe /nsätzlich freizubekommen, werden Feld-pnstpäckchen über 100 Gramm, auch wenn sie mit Zulassungsmarken versehen sind, bis ;i|. Mär/ 1943 nicht mehr angenommen und l'^fördert. Wenn [ P?'"" ttOlN GEISLER | die 7le$e£ faSim ijriichcr-kc'cluüchutz: Drei Qaeltea-Verlai;, KooiicsbfQck (3t. Fortsetzung) 12. itaatMnwalt Dr. LdutenschlSyer blättert vichdenklich in den Akten des Falles Dro-J!e. Die etwas kurzsichtigen Aug^n sind tief Uber die Protokolle geneigt, sem von ein paar kräftigen Schmissen durchzogenes, kluges Gesicht hat einen grübelnden Ausdruck. Ab und zu streicht sich der Staatsanwalt mit der schmaloD, nervösen Hand durch das (jrduinelierte, spärliche Haar. Dr. Ambergs Vorgesetzter ist im Dienst nicht eben bequem zu ertragen. Nur eine absolut korrekte, ehrgeizige Natur wie der junge Assessor kann auf die Dauer ohne Reibungen mit diesem Vorgesetzten auskommen. Dr. Amberg ist das bisher gelungen, aber seit er Familiensorgen bat, versagen seine Nerven öfter, als gut für sein dienstliches Portkommen ist. Einmdl, als er am Postplatz so unerwartet mit seinem Bruder zusammentraf und ahnte, (Iciß ihm Konflikte bevorstanden, die er nie für möglich gehalten, ist er um eine Viertelstunde zu spät im Amt erschienen. Er hat l'ech gehabt an jenem Morgen. Sein Vorge-sotzter hat ihn wiederholt am Apparat verlangt und durch den Diensthabenden zu sich beordert — vergebens, der Herr Assessor ist noch nicht erschienen, ein unerhörter Zustand — der Merr Staatsanwalt Dr. Lautcnschlarjcr Aus Anlaß der zehnjährigen Wiederkehr der Machtübernahme durch Adolf Hitler fanden Sonntag. 31. Januar, in allen Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes Kundgebungen statt, bei denen führende Männer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zu den untersteirischeu Volksgenossen und Volksgenossinnen über die Bedeutung des t;eschichtlichcn 3(1. Januar 19.33 sprachen. Diese Kundgebungen gestalteten sich zu über-\^'älti2e^den Manifestationen für Führer und Reich. Die überaus zahlreich erschienenen Männer nnd Frauen, die mit sichtlichem Interesse den Ausführunj^en der Redner folg ten. bekundeten durch den Massenbesuch ihren unheugsaineii und freien Willen, gerade an diesem Tage der Rückschau und des dank baren Gedenkens, als auch am Tage und in den Stunden der größten Bewährungsprobe, die je dem deutschen Volke auferlegt wurde, ihre ganze Kraft und den unbeirrbaren Glauben an und für die ürringung des fndsieges der Führung zur Verfügung zu stellen. Sic bewiesen damit aber auch das große Ver trauen, daß sie zu Adolf Hitler und seinen MitarbeUern In ihrem Herzen tragen. Die Mnrburger Stadtort'^grunpen des Stei-r-sche tiHe'niatbundes hatten sich an diesem Tage im Tleiinatbundsaal versammelt, um hier eine Stunde stärkender und sinnvoller Rückschau zu halten, über die hinter uns liegenden zehn Jahre des neuen, jungen und ewigen Deutschlands, dem nun auch d'c wieder freie Unter Steiermark angehört. war ein überwältigender Anblick, die vielen Mün-ner nnd Frauen, als auch die Deutsche Ju- haßt Unpünktlichkoit. Das q^nze Ressort kennt diese Einstellung. Außer den siebna Todsünden registriert der Staatsanwalt Dr. Lautenschläger noch diese achte; die Unpünktlichkeit. Er haßt sie wie die Sünde, sein Leben ist ein peinlich geregeltes Uhrwerk. Er hat viele passenden und unpassenden Geschichten aus seiner langjährigen Praxis an der Hand, die beweisen, daß ein Unpünktlicher den eisten Schritt auf dem Wege zurücklegt, der zum Schcut.schland von heute zu schaffen. Gerade heute, an Jem Tag dei zehnten Wiederkehr der Machtübernahme, ist es unsere F^flicht, an jene Zeil des Kampfes, des tidßes, der Verspottung und de» Verfolgimgen zurückzudenken, die Adolf Hitler mit seinen wenigen Getreuen durciizul» ben hatte, bevor es Ihm gelang, am 30 Januar 1^33 den Sieg zu erringen, jenen Sie^, der die Voraussetzung für das neue Deutsch-land bildete, f'r bewies mit dieser KrüMun? seines Kampfes, daß das deutsche Vnik durch den schmählichen Friedensvertrag von Versailles nicht tot war und die Ihm geboten» (iclegenhelt mit tausendfacher Entschlossen hell und Begeisterung aufnahm, unter d«; Fiilirung Adolf Hitlers das Reich wieder aufzubauen, Den Feinden 1 )eutschlatids freilich war diese Erscheinung der Beweis ihres Irrtums und sie trachteten mit allen MUtehi, das deutsche Volk von neuem, und diesmal endgültig, zu vernichten. Die Haupttrcibcr waren auch diesmal, wie Immer, die -luden jene Verräter zwischen den Fronten. Rassen und Völkern. So steht heute das deutsche Volk und mit ihm fast ganz Fuiopa in einem schicksals-vollem Kampf um Sein oder Nichtsein. Die Front der Soldaten als auch die Front dei Heimat geben alles, was sie geben kömien. Auch die IJtiter.steiermark Ist bereit —- fuhi Pg. Knaus fort — alle ihre verfügbaren Kräfte zur Erringung des Endsieges, der unser gewiß Ist, beizutragen. Gerade in dieser Stunde des Rückblickes ist e.s die Pflicht jedes deutschen Mannes und jeder deutschen Frau, neue Kräfte zu sammeln und neue Kräfte-quellen zu suchen, die dem Kampfe um unsere Freiheit zugute kommen können. »Männer und Frauen Marburgs« — rief Pg. Knaus abschließend aus — »die Toten der täewo-ginig. die Toten des ersten und des heutigen Weltkrieges rufen Euch! Schließet die Reilien fester um so in eine schöne Zukunft des ewi gen Friedens zu niar.schieren!c — Wie ein Gelöbnis aus Tausenden von Kehlen erklangen die Führerehrung und die Lieder der Nution durch den Saal, die der Kundgebung einen würdevollen Abschluß gaben. So be^fnq Cilli Die Sannstadt im Zeichen des zehn Der zehnte Jahrestag der Machterpreifunß durch Adolf Hitler und seine Bewejiuns s^and im Kreise Cilli Irn Zeichen der kämpfenden Front und der kommenden grofien Aufgaben der Heimat. Schon tags zuvur wiesen die zahlreichen Schaukästen In den Orts, pruppen auf die Fiedentune des Tages hin. Die Verleihung von 74 Mutterkreuzen an kinderreiche Mütter und ein Appell, an dem 726 Parteigenossen teihiahmen. waren der Auftakt zu den schlichlen Kundgebungen. Am Samstag vormittags legten Kreisfüh. rer Dorfmeister und Oberstleutnant Schwarz als Vertreter des Standortältesten Kränze an den Gräbern der Gefallenen auf dem Cillier "Heldenfriedhof nieder, wo ein Ehrenposten aufgezogen war. Die Deutsche Jugend hatte sich In großer Anzahl im Deutschen Haus eingefunden, um dem Gemein, schaftsempfang der Ansprache des Reichs, jugendführers beizuwohnen. Der Samstagnachmittag war den vei^vim-deten Soldaten im Lazarett Neu-Cilli gewidmet, Kreisführer Dorfmeister und seine Mitarbeiter besuchten die Kameraden Im Laza. rett und überreichten ihnen kleine Gesehen ke. Untersteirische Mädel sangen frohe Lieder und stelrische Jodler, die die Verbindung zwischen ihnen und den verwundeten Soldaten schnell Iierstellten. Dann sprach der Kreisführer vom Führer, von seinem Wollen und seinem Ziel, vom Dank des deutschen Volkes an alle Kameraden, die Europa vor der bolschewistischen Pest schützen. Wieder sangen die Mädel. Niemand merkte ihnen mehr an, daß sie noch vor zwei Jahren kanni Deutsch sprechen konnten. Sie sind bereits heute in die Gemeinschaft hineingewachsen und fühlen sich eins mit den Kameraden aus allen Gauen des Reiches. Musikstücke, ge. spielt von der Kapelle der Panzerjäger wechselten mit den Liedern der Mädel ab. Hierauf verteilte der Kreisfiihrer die Ge. ------------------------TT—t-------------------- T " - den 30. Januar en Jahnstages der Machtergreifung schenke: Wein von der Wehrmannschaft. Bücher und Untersteirische Kalender vom Steirischen Heimatbund, und Backwerk und Zigaretten von der F'rauenschaft. Innner i.'ohlicher wurde es im Lazarett. Kraft, .Wut lind zukunftsfrohe Hoffnung umgaben alle beim Abschiednehnien. Am Sonntagvormittag eilten in allen Ortsgruppen viele lausende Volksgenosssen zu den Appellen des Steirischen Heimatbundes, wo berufene Redner, ausgehend vom 30. ja-nnar UM3, über das große Gest:hehen unserer Zeit sprachen. Im großen Saal des Deutschen Hauses in Cilli sprach Kreisführer Dorfnie'ster in Anwesenlieit vieler Mitarbei. ter des Steirischen Heimatbundes und zahlreicher Vertreter des Staates und der Wehrmacht. Alle Appelle endeten In dem klaren Bekenntnis der Ifeimat zur Front. Am Nachmittag fanden die Sonderfilmvorführungen des Steirischen Heimatbundes in den Lichtspielhäusern größten Zuspruch. Im Feslsaal der Cillier Grafel versammelte sicii um 17 Uhr eine andächtige Zuhörerschaft, um dem Konzert des beliebten Cillier Quartetts beizuwohnen. Die Veranstaltung trug den Titel »F'estliche A^usikr. In Köttiiig spielte die Musikkapelle der Wehrmann. Schaft vor einer fast tausendköpfigen Menge. Das Steirische l.andestheater gab vor der Gefolgschaft eines großen Cillier Betriebes Anzengrubers »Oewissenswurmr, der am Abend für die öffentlichkeit wiederholt wurde. Der Dank der Untersteirer galt an die.sem Tage in erhöhtem Maße der Front, die auch das Linterland vor der unerträglichen Knechtschaft des Bolschcwisnujs beschützt. Wo waren heute Europa und auch das Unterland, wenn sich der deutsche Soldat nicht rechtzeitig den Horden Stalins entgegenge. stemmt hätte. Dieses Bewußtsein aber verpflichtet /u höchster Leistung. manchen Seufzer entlockt, ganz im geheimen natürlich. Dr. Lautenschläyer denkt an nll das und wird zusehends milder. Er weiß auch, daß der von seinem Untergebenen genannte Grund keine Ausrede ist, denn er kennt die unbedingte Wahrheitsliebe des Assessors. So beschliefit er, milde Seiten aufzuziebiin und abzuwarten, ob der neue, Dr. Amberg zugewiesene Fall mit gewohnter, dller Gründlieh-kelt betirbcilet wird oder ob (ier Assessor wenigstens ottensichtlich den guten Willen dafür zeigt. Der Staatsanwalt hat ein Prinzip in der dienstlichen Behandlung seiner Mitarbeiter. In schwebende Verfahren, die er einem von ihnen überträgt, greift er nur in den zwin,-gendsten Fallen ein, ,,Die letzte Reite kann ein Jurist nicht durch Schulung, sondern nur durch Erfahrung erringen", pHegt er zu Gagen. ,,lJnd Erfahrungen muß man selbst sammeln, nicht theoretisch eingetrichtert bekommen!" So hat er schweigend die Erörierungen und Maßnahmen Dr. Ambergs im Falle Droste beobachtet. Es erscheint ihm zwar gegen alle Grundsätze der Jurisprudenz, in einem schwebenden Ve fahren den flauplbnsrhuldigten nicht sofort zu vri nehmen, nachdem genügend Verdächtsgründe vorliegen, aber er weiß, sein Mitaibeiter hat gewisse, tdcht abzustreitende Erfolge in seiner kuryen Laufbahn auf/iiwe.isen - so schweigt er zu der Taktik des Assessors bei der Beaibeiinng des Falles Drösle üb'^rrlK's Is' der Bostim-inunrj Cienüge getan, daß ein Verhafteter hinnen 24 Stunden dem veinohmendr>n R'ch Irr vorgeführt werden muß — Pr. Lantpn-srhlätjcr hat bei der ersten Vernehmung des Untersuchungsgefangenen Droste die UIk'i-Zeugung gewinnen müssen, hiei einen gmiz ausgekochten Jungen vor sich zu haben, der nicht leicht zu verblüffen ist. Seine eigene Arbeitsüberlastung macht die Abgabe der Untersuchung crtoideilirh, um so mehr Kl er gesparujt, was der junge Kollege nun er zielt. Der Beschuldigt" Droste Ist in mehrfachen Vernf^hmungen duuh die Kriminalpolizei gründlich vorgenommnn worden, man kann sich auf diese Protokolle bis zu einem ae-wissen Grade stützenj aber Dr. Lautensrhlä-gej gibt mehr auf den persönlichen Eindruck, den die Vernehmung seiner unfreTwilligen Klienten aut ihn mach», ehe er ein Verfahren einstellt oder die Anklage erhebt. Er hat deshalb mit besonderem Interesse das Protokoll seines Assessors über die Vernehmung des Beschuldigten Droste gelesen, sowie die Aktennotizen, aus denen hervorgeht, daß zwar nach wie vor erhebliche Verdachtsmomente gegen den Untersuchungsge-fangenen Droste spiechen, daß ihm aber sein Vorbringen nicht zu widerlegen sei, persönliche Gründe für seine überraschende Abmusterung von Bord der „Beryll* gehabt zu haben. Die Familienverhältnisse des Beschul-rligten bestünden tatsächlich in der angegebenen, unklaren Weise, Nachdem Hauäsu-ehunrien und Gepäckbescblciguahme in jeder llinsichl ohne Erfolg geblieben seien und ein Geständnis völlig unwahrscheinlich erwartet 'A'e.rden könne empfehle sich, so schlägt der untetsut hende Beamte der Slaatsanwall-scbaft. Dl, ,\mberg, iij seinem Bericht vor tlie l/.instellung des Ermitllungsverfahrens, da. eine Verurteilimg auf Grund des hisherigpn Mateiials kaum zu eiwarteu sei. Settf 6 >Marburger Zeitung« 1. Februar 1943 Pflichtappell der NSDAP in Marburg Im Marburger Helm&tbundsaal vereinten »Ich Freitag^, den 29. Januar, zum ersten Mal« aUe Partelgecowen, die In den beiden iahr ewel wichtige "neue Abteilunktii des Mu- Marburger Kreisen de« Steiri«chen Heimat- eums eröffnet werden, so bedeutet das nicht bundcs wohnhaft ®'nd, zu einem Pflicht- „yj. gjpg anerkennenswerte Kulturtat, die sich appell, der aus Anlaß de» zehnten Jahrea- auf die ganze Untersteiermark auswirken wird, tages der Machtübernahme zur Durchfüh- sondern es ist auch zugleich eine Verpflich- Ein hohes Erbe ist uns Verpflichtung nie arcIlioloKlscb« and Y(»lkskHndllche AbtellatiR dw Mirburgcr Museums wurde eröffnet Wenn in Marburg heute im vierten Kriegs- Bruchstücke mittelalterlicher Keratnik, die rung gelangte. Nach einer musikalischen Einleitung der Spielschar der Deutschen Jugend unter Lei- tung, angesichts dieser Zeugen eines hohen Erbe.<* die deutsche unlersteirische Kultur zu pflegen und weiterzuentwickeln. Wer den tung von Pg. Romich sprach Pg. Strobl. Er , untersteirischen Menschen verstehen will, geilachte eingangs der lebenden und toten Helden von Stalingrad, der^ Opfer und Heldenmut die Anwesenden durch das Erheben von den Stühlen ehrten. Abschließend gab er einen Rückblick auf die Jahre hinter un» und behandelte eingehend die Zeit vom ersten Weltkrl^ bis heute. Er betont« dabei die Niederlage Deutschlands im Jahre 1918, die trotz des einzigen Heldentums der deutschen Soldaten an der Front nicht mehr abzuwenden war, weil das damals zerrissene deutsche Vollt, zerspalten und uneinig, die letzte entscheidende Kraft für den Sieg nicht mehr aufbringen konnte. Allein schon in den damaligen Schützengräben entstand das neue Deutschland, für dessen Freiheit und Entwicklung wir heute alle kämpfen. Der Redner ließ dann das Bild jenes Mannes vor den Augen der Zuhörer erstehen, der allein die Kraft und den unbeugsamen Willen aufbrachte^ das zerklüftete deutsche Volk wieder zu Peiner Ehre und zu seinem Recht zu bringen. tJbergehend auf die härteste Bewülirungs-probe des deutschen Volkes — den Kampf im Osten — sprach der Redner über die erhöhten Aufgaben und Pflichten, besonders der Parteigenossen in diesem Kriege und betonte dabei vor allem die Aufgaben der Vertreter der Partei in der wiederbefreiten Untersteiermark. Die erste Pflicht ist es, die Kräfte jedes deutschen Maiuies und jeder deutschen Frau für den Endkampf und den Sieg zu steigern und für dieses hohe Ziel eiru'.usetzen. Er rechjiete mit jenen Meckerern und Gerüchtemachern ab, die Feinde des deutschen Volkes sind und gleich den Banditen ausgemerzt werden müssen. Das deutsche Volk darf heute nur ein Gedanke beherrschen: »Krieg bis zum Sieg!« Pg. Strobl erörterte abschließend die Aufgaben des Steirischen Heimatbundes in der Mobilisierung aller verfügbaren Arboits-kräfte für die Erringung des Endsieges. Die FührerehiTing und die Lieder der Na- muB seine Kultur kennen, muß wissen, wie er seit je gelebt hat. Das betonte Oberbürgermeister Pg. Knaus bei seiner Ansprache anläCIich der feierlichen Eröffnung der neuen archäologischen und volkskundiichen Abteilung des Marburger Museunis in der Burg am Sonntagmorgen, nachdem der Leiter des Kulturamtes in der Bundesführung des Steirischen Heimatbundes, I^g. Petein, die zahlreicli erschienenen Ehrengäste be-griii3t hatte. Der Oberbürgermeister vermittelte Pg. Petein, Verlagsleiter Pg. Baumgartner, Baumeister Kontschnik und besonders dem Museumsleiter Prof. Bäsch seinen herzlichsten Dank für ihre verdienstvolle Arbeit und erklärte die beiden neuen Abteilungen für eröffnet. Die anschließenden Führungen unter der sachverständigen Leitung von Professor Bäsch und Verlagsleiter Baumgartner gaben einen Eindruck davon, welche Bereicherung des untersteirischen Kulturlebens diese Ausstellung in den ehemaligen Oesinderäurnen der Marburger Burg bedeutet. Die archäologische Abteilung weist reichhaltige Funde aus vorgeschichtlicher Zeit auf. Besonders eindrucksvoll sind die Urnengräberfuride aus Marburg und Umgebung, die einen Einblick in die untersteirische Kultur um 800 bis 900 vor der Zeitwende vermitteln. Die großen das Marburger Museum zeigt Gibt die archäologische Abteilung ein Bild üer Kultur des Landes in den frühesten Zeiten, so führt uns die vplkskundliche Abteilung die Kultur vor Augen, die sich seit Jahrhunderten bis in die heutige Zeit in der Lntersteiermark erhalten bRt. Farbenfrohe Kleidungsstücke und feingestickte Kopftücher sprechen von hoher Schneider- und Handarbeitskunst. Außerordentlich beachtenswert find die Wetterumhänge a^is Birkenbast, die die untersteirischen Hirten beute noch selbst anfertigen und tragen und die wohl einzig in ihrer Art in gan* Europa sind, Zahlreiche Töpfe, Feldflaschen und Trinkgefäße aus Ton zeigen den Hochstand der untersteirischen Schwarztöpferei, die sich durch reine klare Formen und gutabgestimmte Farben auszeichnet. Während die Gebrauchsgegenstände des Weingartenbauern zum großen Teil aus Ton gefertigt sind, bestehen die des Bachernbewohners fast durchweg aus Holz, das hier in großen Mengen zur Verfügung steht. Selbst Trinkgefäße und Teller wurden und werden hier aus Holz gearbeitet. Ein Rauchherd, ein uralter Holzpflug, Pressen und primitive Stampfer, alte Schneeschuhe und Wolfsketten geben Einblick in die Lebensweise der Bachernbauern. Zwei vollständig ausgestattete Zimmer veranschaulichen, wie der Weinbergbauer und der Bauer in der Ebene eingerichtet sind. Ein uralter Webstuhl wurde einem Bauern bei Unterdrauburg abgekauft, der noch bis heute sein Leinen auf diese primitive Art gewebt hatte. Buntbemalte Truhen weisen die für diese Gegend typische Form der Stollen- und Daclitruhen auf. Zierliche und farbenfrohe Malere'en an Kästen, ein reich verziertes tion beendeten den ersten Pflichtappell der i Untersteiermark eine Seltenheit. Umso be-untersteirischen Parteigenossen, I merkenswerter sind einige Münzbüchsen und KrelsfUhrer Strobl besuchte Verwundete Am 29. Januar besuchte Kreisführer Strobl anläßlich des zehnten Jahrestages der Machtübernahme in Begleitung zweier Offiziere und der Kreisfrau das Marburger Re-^ervelazarett. In einem Krankenzimmer hatte die Singschar des Bannes Marburg-l?t.adt unter Leitung des Gefolgschaftsführers Dr. Kreps vor einem grof^en Tisch mit reichen Gaben für jeden einzelnen Soldaten Aufstellung genommen. Nach dem Liede »Deutschland, heiliges Wort« sprach der Kreisfülu'er zu den verwundeten Soldaten von der Machtübernahme des Führers vor 7,ehn Jahren und davon, daß es heute Jedem Deutschen klar ist, daß der Tag,der Machtübernahme die eintscheldonde Stunde, den Wendepunkt der deutschen Geschlchtc bildet. Der Führer schuf die Voraussetzung für lien Aufbau der deutschen Wehrmacht, der es ausschließlich zu verdanken Ist, daß Deutschland und Europa nicht von den bolschewistischen Massen überschwemmt werden konnten. Unsere ganze Dankbarkelt gehört daher besonders an diesem Tage unserem Führer und dieser Dank soll darin ael- und kleinen Urnen zeichnen sich durch har- ßjgnenhaus, kunstvolle Gürtel. Weihgeschenke, moni^che und einfaclischöne^ Formen aus^ iHinterglasmalerelen und viele andere Schmuck-rx „ ... . _ .T' - Gebrauchsgegenstände vervollständigen das anschauliche Bild untersteirlscher Kultur in der Marburger Gegend. Ein kleiner Raum mit Gemälden zeigt die Stadt Marburg von einst. Die Porträts von Dr. Rudolf Puff. Artur Mally und dem ersten Obmann des Marburger Museumsvereines, Dr. Amand Rack, sind dem Gedenken dreier Männer gewidmet, die Anregung gaben eu einer Kulturstätte, wie sie im heutigen Marburger Museum ihre vollendete Erfüllung gefunden hat. Mögen die Besucher, die bewundernd vor all diesen bemerkenswerten Funden und Zeugnissen vergangener und heutiger untersteirlscher Kultur stehen, stets daran denken, wieviel mühevolle Kleinarbeit es gekostet hat, bis das Museum zu seiner heutigen Vollendung gelangen konnte. St. Die Ornamentierung der aus Ton gebrannten Feuerböcke weist immer wieder das Sonnenrad des Hakenkreuzes auf. Talismane und Idole sind besonders beachtliche Stücke der Sammlung. Beile, Lanzenspitzen und Messer geben ein Bild von der Arbelt der uralten Bronzeglcßerei am Bachern. Funde aus römischer Zelt sind eine schöne Ergänzung zu den Ausgrabungen, die in Pettau und Cillj aufbewahrt werden. Frühmittelalterliche Funde bedeuten in der nen sichbaren Ausdruck finden, daß den verwundeten Soldaten eine Freude bereitet wird, jenen Soldaten, die durch ihren ElAsatz ermöglichen, daß wir in der Heimat bestehen können. Der Kreisführer sprach den Verwundeten seinen Dank ans und wünschte ihnen baldige Genesung. Während der Kreisführer die Geschenke an die Verwundeten verteilte und sich mit jedem einzelnen längere Zeit unterhielt brachte die S'ngschar Steirerlieder zum Vortrag. Die Verwundeten, aus fast allen Gauen de« Riehes stammend, waren sichtlich erfreut. Diese Männer, .die hier in der Obhut unserer ausgezeichneten Ärzte und des pflichtbewußten Hilfspersonals stehen, haben entweder im Kampfe Ihr Blut für uns vergossen, oder sonst Irgendwie im Dienste des Vaterlandes Schaden an ihrem Körper genommen. Das kleine Geschenk der Heimat aus der Hand des Kreisführers soll ihnen sagen, daß die Heimat mit ganzem Herzen bei üinen ist, daß Front und Heimat immer eins sein sollen in Freud und Leid. Bunter Abend in Ponigl Im weitverstreuten Dörfchen Ponigl war der Bunte Abend für das KrieRS.Winterhilfs. werk angesagt und die Jugend freute sich der kommenden Lufitbarkeiten. Um 20 Uhr begann das Musik.Trio den Eröffnungsmarsch zu spielen. Um 21 Uhr war der Saal mit ca. 200 Leuten voll und die frohe Stimmung war Gast des Abends. Die ideenreichen Abweclis. hingen innerhalb der bunten Stunden fanden guten Zuspruch und als sich die Nacht vor dem ergrauenden Tag beulte, hatte der Abend von den paar einheimischen Leuten die stolze Summe von RM 2259.93 eingebracht. Wenn man bedenkt, daß acht Tage vorher bei der Agrarspende RM 2221.50 gestiftet wurd.;i imd acht Tage nach dem Fest bei der Gaustraßensammlung der Betrag von RM 803.49 zusammen kam, dann darf Ponigl auf sein Gesamtergebnis mit RM 5284.92 im Januar 1943 wohl die Opferfreudigkeit gezeigt haben. Eine Gruppe Grenadiere Von der Tapferkeit der Henen Im Frontalltag Im Osten, im Januar Auf Tlelen Straßen dieses klein qeworde-nen Knntinent.«v sind sie miteinander mar-»rhierl, in Staub und glühender Sonne, in eisiger Kälte. Ihre-Division war nicht von Anfang an im Osten, sie wachte zuletzt am Kanal, als der grollende Donner sie rief. In Eilmärschen kam sie, mitzuhelfen, die wilden Durchbruchsversuche der Bolschewiken um Woronesch aufzufangen, abzuwehren, zurückzuschlagen. Im Feuer ungezählter Panzer, Geschütze, Granatwerfer hlieb ihr nichts erspart. Die Batterien in offener Feuerstellung, die Grenadiere auf freiem Feld, gab mancher gute Kamerad seinen letzten Atem um eine SteJUing, ein Erdloch, einen Graben. Aber sie hielten stand, sie paßten sich von einem Tag mm anderen der schwarzen, krümeligen Erde an, gruben sich Löcher, weiteten sie zu Gräben und Bunkern, gingen immer tfefer in die Erde, immer verbissener wurde ihr Entschluß, keinen Schritt dieses Landes preiszugeben. Sie verloren viel, sie gewannen noch mehr: Kameradschaft, echte, tiefe, In der sich einer auf den anderen verlassen kann, im Leben und auch im Steilien. D e Gruppe ist die kleinste Einheit der Armee und doch hängt von ihr die Entscheidung über Sieg und Niederlage ab. In ihrem Zusammenstehen, ihrer stillschweigenden Kameradschaft, in Beharrlichkeit und stündli-rhej Pflichterfüllung formt sie das Gesicht Heß Kampfes, spiegelt sich in ihr der erste Schein des fernen Sieges, Eine von hundert-lau'end Gruppen ist die des Unteroffiziers K. P;ist alle Gaue des Reiches sind in ihr ver- treten, auch darin ist sie Spiegelbild der Division. Sie liegen in Erdhöhlen und Gräben, die Erde ist schwarz, die Ablösung selten, die Zivilisation fern, sehr fern und manchmal summt einer abends im Bunker grimmig, wehmütig und sehnsüchtig: „Weit ist der Weg zurück ins Heimatland, so weit, so weit..." Sonst ist ihre Rede kurz, rauh, herzhaft, aber wenn dann die winzige Kerze brennt, stützen sie doch manchmal den Kopf zwischen die Hrtnde, dann geht das leise GesprSch reihum. Die Feuerstöße der MGs verstummen, der peitschende, harte Schlag de» Granatwerfers dringt nicht bis in die Gedanken und Erinnerungen. Alle Stfidte haben In der Erinnerung goldene Türme, alTw Berge Spitzen aus Silber, die Flüsse funkeln und glitzern, die Bergwiese ist ein bunter, kostbarer Teppich, die Frauen sind stolz und so schön... Der schwarze, feuchte zeltbahnverhängte Bunker birgt das Herz der Heimat, man hört es in all den zärtlich lobenden und liebenden Worten und im langen Schweigen endloser Stunden pochen. Dann sieht einer «nf die Uhr und sagt: „Ablösung, fertlqmarhenl" Einer stapft hinaus in die klirrende Kälte, einer halb erstarrt zurück, immer kommt einer, geht einer, manchmal reißt sie der Alarmruf alle zusammen hinaus, einen Tag lang, eine Nacht. Eine Leuchtkugel steigt hoch, ein feindlicher Spähtrupp wird verlaot ein Anariff niriSrVge-schlagen Tagaus, tagein. Woche für Woche immer das oleiche; derselbe Draht, der aleiche Weg, derselbe Bunl^er. die nlelrben Gesichter in der Enge. Im stummen Verdämmern d^r Stunden. Davon wird man müde und manchmal nereizt enträh'-t o'nem ein lan'es. hit-riqes Wort. Fran? mit hayeri«'"h*'r .Iiipp mit rheinischer Elenanz. Gustav betont sächsische Mundart und Fietje stößt mit spitzer Zunge den Stein des Anstoßes weiter zu Paul, dem da» vokabfelreiche und zungengewandte Berliner Mundwerk zur Verfügung steht, dann grollen sie manchmal alle durcheinander, in allen Mundarten wird Götz von Berlichingen eindringlich beschworen, einer übertönt den anderen. Bis sich einer besinnt und ganz von weither in das Sprachengewirr knurrt „Nje ponimajul" Der Lärm verebbt, es war nicht alles so gemeint... Vielleicht kommt heute mit der Verpfle gung Post, einer weiß vom anderen: dat Mizzi am Sonntag allein auf den vertrauten Wegen in der Wachau war, daß Gustavs Junge jetzt seine ersten Worte stammelt, daß Karls junge Frau bei ihren Eltern im Geschäft hilft, alfe die kleinen Dinge, die das große und bewegte Leben ausmachen, besprechen sie miteinander und es erfüllt ihre Stunden. Alle» ist ihnen hier vom geraeinsam: die Kälte und die Eintönigkeit, das Stück Graben, der feuchte, dunkle Bunker, die Läuse, die Zigaretten, der Brief von zu Hause, die Erinnerung an die Heimat, die Wache, der Alarm, Angriff und Abwehr, da» Leben und manchmal auch der Tod. Am Sonntag, 5.30 IThr, begann der Angriff gegen die bolschewistischen SteUungen. Gleich im Anfang deckten uns die von drüben mit Granatwerfern, MG und Feuer von Scharfschützen zu. Wir lagen flach im Graben, Splitter und Zweige rieselten auf uns herab, aber dann war es so we't: Franz, der Grupoenführcr, erhob sich, unbekümmert um Einschläge, Schwirren und Zwitschern, kalt und gelassen: .,Auf gehtsl schob er die MPe. in die Hüfie, Paul aus Berlin hob das MG, Gustav aus Dresden und Jupp packten die Kä«5ton Hann tanpten sie los. stiegen durch d'e im Draht iind durch das Minen- feld, Söhne, Brüder, Erben der namenlosen Ntimmer 32 Kranzniederlegungen aui M«r-burger Friedhöfen Anläßlich dee 10. Jahrestag«» der Machtübernahme wurden auf allen Marliu.ger Friedhöfen sowie vor d-m Ehrenmal des ehemaligen Hausregimentes von Vertretern des Steirischen Heimatbunde» und von der Wehrmacht Kränse niedergelegt. Am Drtu-weller Fnednol war ein Ehren»turm der Wehrmann«chaft mit dem Musikau^^ angetreten. Eine Abordnung der Wehrmacht war erschienen. Die Krananiederlegung an den Gräbern der im Ein»at* Gefallenen nahm Kreisführer Michl Strobl unter den KlUng n de» Liedes vom guten Kameraden vor. Zur Kranmlederlegiing waren neben den Angehörigen der Gefallenen, Vertreter de» Stel-rlschen Helmatbundea und der Wehrmacht erschienen. Auch die Pollael legt® än den Gräbern ihrer Gefallenen Kameraden Kränze nieder. An der KranEn'ederlegung; am Kh-renmal der ehemaligen 47er, die von der Wehrmacht durchgeführt wurde, nahm auch eine Abordnung der Angrfiörlgen des ehemaligen Hausregimentes mit Pg. Pfrlmer an der Spitee teil. Auch a«f den Friedhöfen von Brunndorf und Rotwein wurden Kranan'e-derlegungen durchgeführt. Historische Werke der bildenden Kunst Zwei Vortragsabende des Steirischen Heimatbundes in Marburg Die Marburger Volksbildungsstitte • im Steirischen Heimatbund kann Montag,-den 1. und Mittwoch, den 3. Februar, Dr. Ottmar Endrea vom Haus der Deutschen Kunst in München begrüßen. Dr. Ottmar Endres^ der der ReichsjuRendführiinp angehftrt und jn der Vorbereitung sämtlicher Ausatellun^fn im Haus der Deutschen Kunst mitgearbeitet hat, bringt einen Vortrag unter dem Titel »Vom Glück des Schauens«. Er führ ifl die. sen beiden Abenden die Zuhörer in die Kuii^t des deutschen Volkes ein. Der erst« Abend weist anhand von Lichtbildern auf die fiis'o. rischen Werke der bildenden Kunst hin, der zweite behandelt Werke unserer Zeit unter besonderer Beriicksirhtipunp von Werken im Haus der Deuschen Kunst. Die Vorträge finden im Festsaal der Oberschule, Tauriskcr-straße 9, statt. m. Vorbildliches Sammelergebnis In Ni. kolai, Kreis Pettau. Auch die kleine Ortschatt Nikolai im Kreise Pettau hat anläßlich der gaueigenen Straßensammlung für da« Kriegs, winterhilfswerk einen Betrag aufgebracht, der alle Spendenaufkommen der verj?angenen Krlegs-WHW-Sammlungen weit Übersteigt. Seitens der Gemeinde ^vu^de ein Betrag von 1658.32 RM dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt. Dieses überaus erfreuliche Er« gehnis ist neben der spendefreudigen Einwohnerschaft dem Ortsgruppenführer zu verdanken. der die Sammelaktion vorbildlicli leitete. — Zu dem gemeldeten Spendenauf-kommen im Kreis Cilll in der Ausgabe vom Samstag ist nachzutragen, daß Cilli 'bei di.". ser Sammlung einen Betrag von 375.000 RM erbrachte, gegenüber dem Voriahrsergebnii der »Qaueigenen« von 90.807 RM, was einot Steigerung von 3l2''/o entspricht. m. Mihrerappell im Bann Rann* Mittwoch, den 27. Januar, führte der Bann Rann den monatlichen Führerappell durch. Im Rähnif^' der Berufserklärung der 14jährigen sprach Fräulein Fischer vom Arbeitsamt zu den Führer» und Führerinnen über die Benifs-möglichkeiten der Jungen und Mädel. Sie wies besonders auf die Bedeutung der land-und bauswirtschafüichen Berufe hin. Nach Aussprachen über die vergangene und koni mende Arbeit wurde die Führertagung mit einer Singstunde beendet. » Feldgrauen aus den zertromraelten Stellungen des ersten Wellkrieges. Sie hämmerten mit dem MG gegen »in Bunkerloch, warfen Handgranaten, sprangen auf, stürzten vor und wieder zu Boden, ifn liefen Schnee ^kriechend, gleitend, kaltblütiq und entschlossen, wehrten sie die Gegenangriffe der Bolschewiken ab, machten Gefangene, erbeuteten Geräte. Am Abend dieses Tages waren drei bolschewistische Linien durchbrochen, 160 KampfstÄnde un'' Bunker vernichtet, dem Gegner schwere blutige Verluste beigebracht, die beherrschen'''' Höhenstellung genommen. Viele Gruppfit^ hatten in den erbitterten, blutigen Ringen zusammengewirkt, diesen Erfolg zu sichern. Eine der Gruppen war die des Unteroffiziers K. Gegen 18 Uhr hockten sie unter dem kalten, klaren Sternenhimmel nebeneinander In einem feindlichen Grabenstück. Viele tote Bolschewisten lagen herum. Franz lagte: „Karosch!" und nickte, er reichte Jedem der Kameraden eine Zigarette aus der guten Weihnachtsschachtel. Sie »chwiegen »ehr ar-schöpft, aber zufrieden; da» Ziel war »f-reirht. Keiner von ihnen verwundet. Es ist also nichts besonderes von dieser Gruppe zu berichten, keine Heldentat, ihr Kampf an diesem Sonntag war der von hundert anderen, ihr Leben Im Alltag, In KBits und Eintönigkeit In Graben und Bunker Ist das von hunderttausend anderen an der großen Front vom Bismeer bis rura Kaukasuri Später wird einer das Lied von der Tapferkeit der l^Ierzen im Frontalltng des Osten* schreiben, heule mögen diese nüchternen Zeilen daran erinnern, daß den Lorbeer de» letzten Silges nur erwirbt, wer auch im kleinen, im Alltag, beharrlich, ti^u und tapfer qewesen Ist. So tapfer und treu wie di^se rSnippn imhekannter Gren;>Hler*», Kriegsberichter Justus Ehrhardt (PK< ^ummtr 32 >Mart)urger Zeltung« 1. Februar 1943 Settc 7 Wir hör^n im Rundfunk Montag. 1. Febrtiar RtlchtproKranmt 1^16: Klassische Soli&tenmu<c. — 17.15:^16.30: Eine untertialtende Stunde. — Cinitie; 18 -i'lS.lfl: Das neue Buch. — 18.10—19; Pfir Zeltspiecel. — 19—19.15 WehrmschtvortraK: Unser Heer. — Ä»: Frontherlchte und politisch« Vortrac. — 20.15—23: »Für Jede» etwas». Oeutschlands«nder: 17.15—Ifi..*) Sinfonibche Musik ^■on Beetboven biii hjblsch. — 21; Fran? Scho- bert (Solistentnuslk). — 31—W: Bach, Brnckner: 1. Sinfonie (Leitutig; Schuli-Pornbure). Grundlagen der Vererbung Vortrag von Primarius Dr. Wessely im Pettauer Volltsbildunsawerk Wer bilden will, kann es seinen Hörern rieht immer Icicht machen, darf er sich doch cicht damit begnügen, ihnen nur die Ereig-tiisse wissenschaftlicher Forschung zu ver-Kilnden, muß es vielmehr unternehmen, ihnen die Qnindeleraente aufzuzeigen, auf denen sie beruhen, damit sie nicht nur hören, sondern aucli verstehen. So wählte Primarius Dr. Wessely zum Tliema seines letzten Vortrages nicht nur die Erkenntnisse der Verer-^ungslchre, sondern auch die wissenschaftlichen Grundlagen, auf denen sie aufgebaut ist. l'nd es gelang seiner schon vielfach bewährten Vortragskunst, seine Zuhörer aus iUen Bevölkerungsschichten, die den großen Vereinshaussaal bis auf den letzten Platz füllten, derart zu fesseln, daß er sie zwang, seinen außerordentlich präzis aufgebauten Gedankengängen zu folgen und mit ihm in dei oft recht spröden Stoff einzudringen. Er ei reichte damit, daß sie die im letzten Teil des Vortrages erläuterten, ffir die Zukunft unseres Volkes so ungeheuer wichtigen Lehren neuzeitlicher Vererbungswissenschaft nicht als zusammenhanglos vorgebrachte Thesen mit mehr oder weniger verständnis-la^em Staunen aufnehmen mußten« sondern Erkenntnisse verstehen lernten« die sich mit nicht zu überbietender Folgerichtigkeit :r.s den so überaus anschaulich vorgebrachten Qrundtatsachen ergeben. Zahlreiche, sehr plücklich gewählte Lichtbilder unterstützten den Vortragenden bei seinen erfolgreichen Bemühen. Die Zuhörer folgten mit Spannung und Aufmerksamkeit seinen Ausführungen, so daß der Abend ein voller Erfolg wurde. Wir wünschen nur, daß unsere Volksbildungsstätte bald weitere Vorträge von derselben geisti-ccn Höhe und demselben Bildungswert fol-prn lasset! möge. m. Kameradschaftaabend für das Kriegs-wmterliilfswerii {q Bnmndorf. Am 25. Januar f^nd in den Gemelnschaftsräumen der Orts-^ppe des Steirischen Heimatbundes ein Ka. meradschaftsabend statt, der allen Besuchern nnige unterhaltende Stiinden- brachte. Mit Umsicht und Tatkraft waren die Veranstalter am Werk und sicherten durch ein stimmungsvolles Programm den durchschlagen, rttd Erfolg. Die Darbietungen der heimischen KunstkrSfte, gesteuert von Kamerad MIaker, weugten eine gebefreudige Stimmung. Jede Pinzelne Darbietung fand ungeteilten Beifall. Sowohl die Weichheit und der Wohlklang der Madchenstimmen, der gute Chor der Wehrmannschaft und der herzfrohe Gemeinschaftü-f:t"5ang, geführt von der Kameradin Annerl Sfhaffer, vie die Einzeldarhietungen einzel. HCT Instrunientalkiinstler schlugen ein und «rügen viel zum Erfolg bei. Die Umrahmung f.ib das gut eingespielte Hausorchester un. lor der Leitung des Kameraden MatiaschJtz. Spori una Turnen Um den Tschammer-Pokal Im Tischtennis Die Tischtennrs-Länderspiele um den vom Reichssportffthrer gestifteten Donaupokal wurden in Preß^rg fortgesetzt mit der Begegnung Kroatien—Slowakei Die Kroaten siegten überlegen mit 5: I-Punkten. Im Turnier siegten Deutschlands Frauen rmt 3:0 über die Slowakei. Pritzi schlug Ser-govic mit 2:0 und war zusammen mit Schultz 2:0 über Adelsberger — Sergovic erfolgreich. Frau Eichter besiegte Adels-berger mit 2:0. Unsere Männer hinge- gen wurden von den Kroaten mit 5:^ ye-und Bednar über Crnic mit dem gleichen Ergebnis die Oberhand. In den Einzelspielen schieden nun auch Wunsch, Benthin und Bednar gegen Hurangosa 2, Soos bzw. Tiili (alle Ur^arn) aus. Bei den Frauen trifft Frau Richter auf die Ungarin Farkas. Die Siegerin hat es in der Vorschlußrunde mit Trude Pritzi zu tun. Im Doppel wiirden Pritzi—Schulz von den Ungarinnen Farkas—Koloszvary .1:2 geschlagen, und im gemischten Doppel schieden Schultz—Benthin'und Pritzi—Wunsch aus. Ringersieg in Nürnberg Italien mit 5:2 bezwungen Der deutsche Ringkampfsport, der schon von unseren Vorvätern als ein besonders geeignetes Mittel zur Ertüchtigung des Körpers und Schulung des Kampfgeistes angewandt wurde, kam im ausverkauften Nürnberger Apollo-Theater zu einem eindrucksvollen Frfolg. In ihrem 50. Länderkampf schlug die deutsche Nationalstaffe! die italienischen Kameraden sicher mit 5:2 Punkten. Sie errang damit ihren 33. Sieg, dem 17 Niederlagen gegenüberstehen, während Italien nach einem Gesamtergebnis von 3:2-Siegen für Deutsch- land nunmehr seine vierte Niederlage hin-nehmen muPte, Die deutschen Siegpunkte errangen der Bantainsewichtlcr Honifi-scher (Nürnberg) durch Schuitersies:e, während Block (Willielnishafen) im Feder-, Nettesheim (Köln) im Weiter- und Schäfer (Ludwigshafen) im MittelgewiciU Piinkt-erfolge erhielten. Italienische Siege sab es im Leichtgewicht durch liorsari über Wicke (Berlin) und im Halbschwergewicht durch Silvestri, der Liebern (IJerlin) entscheidend niederrang. Wer wird Eishockey-Jugendmeister? In den Ausscheidungskämpfen zur Eis. hockeymeisterschaft der Jugend ist am Wochenende eine weitere Entscheidung gefa!. len. In dem Gruppenturnier in Köln erwiesen sich die Mannschaften von Köln-Aachen und Hambilrt? als die stärksten und qualifi. zierten sich damit für die Endkämpfe. Diese werden in der Zeit vom 15. bis 21. Februar in Garmisch-Partenkirchen zur Ermittlung des deutschen Jugehdmeisters 1943 führeti. Teilnahmsberechtigt an den Endspielen in Garmiach.Partenkirchen sind bisher die Mannschaften der Gebiete ^aden, Berlin, Böhmen-Mähren, Düsseldorf, Hamburg, Hochland, Köln.Aachen, Kärnten, Sudeten, land und Schwaben. : Klagenlurter Niederlajge durch Prag. In Klagenfurt kam es zu emem Freundschaftsspiel zwischen NSTG Prag und dem Kla. genfiirter NC. Mit 4:3 (2:1, 0:0, 2:2) be-Iiielten die Prager Gäste die Oberhand. : Im Geräteturnen zwischen Hamburg und Mitte siegten die Mitte-Turner mit Altmei.'.ter Kröt^ch mit knapp 663,4 gegen 652 Punkte. : Bei den Vergleichskämpfen der Schiläu-ter in Oberaudorf gewann Demetz einen 17 km-Langlauf überlegen in 38:0-1 vor dem Münchener Silbernagel. Im Springen war Ostler (St. Johann) mit 40 und 48 Meter Bester. : Die Rigaer Basketballspieler schlugen in Berlin eine Mannschaft der Ordnungspoiizei mit 58:17. : Ute tranzöslsche Clsschneilaufineinlcr-schatt wurde in Chamonix in Angriff genoni. mcn. Die 500 m holte sich Than in 49,6. die 1500 m fielen an Laurent, während die 3000 Meter in der neuen französischen Rekordzeit von .5:33.8 Quagila siegreich sahen. ; Kitzi schnellster Schweizer. Mit einem überlegenen ^ Sieg Ritzis endeten die Eis. schnellaufmeisterschaften der Schwciz am Wochenende in Davos. ; In Abling siegte eine Agramer Eishok. keyauswahl über eine dort nenaufgestelltc Mannschaft mit 2:0 (1:0, 1:0, 0:0). : Schweiz—Ungarn 4:2. Die Eishockey-Nationalmannschaft der Schweiz schlug am Sonntag auf dem Züricher Dolder vor mehr als SOW Zuschauern Ungarn knapp mit 4:2 (3.0, 0:0, 1:2). ; Abermals verlegt wurden die für den 31, Januar angesetzten Kußliaiinieister. schaftsspiele des Sportbcreiches Donau-AI. penland. Die Spiele werden am 7. Februar nachgeholt. ; Livorno führt weiterhin die italienische Fußballmeisterschaft an. Die Sonntagsergebnisse waren: Venedig — Genua 4:1, Atalanta — Bergamo 2:5, Vicenza — Flo. renz 3:0, Liguria — Genua — Livorno 1:2, Lazio — Bari 0:0. Turin — Juventus 2:0, Triest 2:2, Mailand — Rom LI, Kasperle schlägt zu! Am 6. und 7. Februar Reiclwatraßensamm-für da« Kriega-Winterhilfswerk Zahlreich tritt im Februar für daa WHW Kasperl an mit bunter Schar, '".eißa und juchhe! rief er Ernst Im frohen Spiel hat schon oft bolehrt, und es ward zum neuen Ziel mancher Mensnh bekehrt. Wieder mahnt, mit weisom Rat der beliebte Heid: Immer sieg:! die gijtc Tat letzthin auf der Welt! Darum öffnen Jul^g und Alt weiter noch das Herx, und bei reichem Geben schallt dankerfüllter Scherz. KuÄperle, ermuntert, meint an dem Sammeltag: ■►Jede Spende gibt dem Feind den Vernichtung-sschlag!« Liselotte Hcnckel Bologna Aus aUee Wetl a. Intelllgcnzprüfuiig der TIctc. Zoologen haben die verschiedenen Tierarten auf ihre Intelligenz hin geprüft iiud sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dali der Schiuipansc das klügste unter den Tieren ist. Ihm folgt der Orang-Utan, an dritter Stelle steht der Elefant, au vierter der Gorilla. Der Hund r.innnt intelligenzniäBig den fünften Platz ein, der Biber den sechsten, das Pferd deu siebenten. Der Seelöwe steht an achter Stelle, der Bär an neunter und die Katze an zehnter. a. Bäume als Wasserspender. In einigen besonders wasserarmen Gegenden Austra-lien.s ist für die Bewohner die f'rage. wie sie ihren Dur.st löschen .sollen, olt ein scliwicri-ge.s Problem. Dabei ^ind die Einj^eborenen auf lol^icndes .Mittel verfallen. Sie fällen klei-nore Bäume und zünden dann die Krnne des Fiaiimes an. Dadurch wird an der Schnittfläche des Holzes der Saft herausgetrieben, der sorgfältig aufgefangen und getrunken wird. Sehnsucht nach Afrika Es gibt Wohl kaum einen deutschen Jungen, der nie die Sehnsucht in sich gespürt hat rmch jenem schwarzen Krdteil, tler noch immer voller Wunder und Rätsel ist. dem unsere Zugvögel im Herbst zufliegen: Afrika. Die wunderbaren ErlebnisbUcber de.i schwedischen Tierfreundes Dr. Bengt Berg schildern diesen Kontinent in seiner ganzen Schönheit und Natnrhaftigkeit. Deshalb ist e« kein Wunder, daß sechs Jungen, die als Auatauschschüler in Süd-schweden sind, eines Tage,s auf die Idee konxnien, Bengt Berg in seinem Heim z;u besuchen. Nach einigen Abenteuern mit dem gefleckten Axishirsch, mit Wildgänsen, Kranichen imd Bolettc und Jensemann, den Kindern des großen Schweden, gpiangen sie schließlich in Bengt Bergs Haus, dessen J'^ran Hie freundlich aufnimmt. Auf ihrr Bitten zeigt ihnen der Forscher sogar einige .scin'^r Filme. Da ersteht die gaiiÄC jiauberhafte Wunderwelt Afrikas vor ihren Augen, von den humorvollen und fesselnden Worten Benßt Bergs begleitet. Mit ihm geben sie üim Geiste anf Tigerjagd, folgen dem Flug der Zugvögel nach Süden, begegnen Nilpferden, Krokodilen, seltsamen Vögeln und sogar dem sagenhaften Riesenstorch »Abu Marküb-^. Er führt Uinen einen Film vom Leben der Elefanten vor und fesselt sie mit herrlichen Aufnahmen und seinen intere.fsanten Sehii-derungen so sehr, daß sie Zeit und Raum vergessen. Doch dureii fwino Hilfe gelangen sie dann doch nocli z.u Uireni Schiff, von des-sen Reeling sie dem Freund der deu Urb en Jugend noeh zurufen: ^Auf Wiedersehen Mi Afrika!* Am liebsten würden wir dieses Wort mit ihnen zusammen rufen, denn dieser Film hat au<'.h in uns die Schn.sucht, nsch Afrika wachgerufen, wenn wir ein Herz haben für Tiere, für Abenteuer und für fem« Länder, (Marburg, Burgkino.) Gretel Stühler Heilsalbe Pasta Plumbi Dr. Reimer eehört la Jedes Haus. Patta PiufflbI Dr. Retmer Ist aazuweoden bei Vertetxunscn udd Wunden. bei CntzQndunEcn. Lymphdrüsen-. Venea-, BrusttdrüsenenUündunK, In^cktcnsticben. bei CrlrlerunscD und Verk^eiinungcn, bei JiiterunRen: furunkel. Karbunkel. Flngerwurm. UiuerliautüellKCwcbsr.ntzdndunjj. bei F'uUccschwQren, RöutEcnceschwUren, (Jcscliwürcn nach Wunden usw. — n^hrauchsanwcisunc bei ledern Tlcsrel. — 60 OrammpackuriK KM 2.J4. — Irhäliiich In den Apotheken. Wenn nicht, vcuden Sie »ich an die Fabrik: MLSWERKt. GRAZ. RIESSTRASSE I. 3787 Lehrling für eine Ciemischtwarenhandlung^ körperlich stark, von an. ständigen Eltern und guter Schulbildung (Bürgerschule), mächtig der deutschen Sprache wenigstens teilweise, wird ab 15. Februar 1043, im Hanse verpflegt aufgenommen. — An. träge an die Firma Johann Meschko, Kaag bei Polstrau. 267-k Danksagung Für die vielen Beweise inniger Anteilnahme, sowie zahlreichen Kranzspenden anläßlich des Todes unsorea Heben Vaters bzw. Gatten, Herrn •lOSEF OSÄU5TZ, sprechen wir allen unseren herzlichsten Dank aus. Ina besondere danken wir Herrn Dr. "Wessely für seine liebevolle Mühe, welche er für den Verstorbenen aufgebracht hat. Pettau, 27. I. 1943. Vlit«i OHmetK geb. Sadrawotz, Gattin; EUJ CHinetz, Tochter. 306-K DANKSAGUNO Allen Freunden und Bekannten^ die unserer lieben Aluller. Sclnvieger- und Cjrütinujtter f'iüu Marie Hepewnik, das letzte (leieite ga ben lind durch Blumen- und Kranzspenden üire Anteilnahme bewiesen, saj;en wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. A1arbiirg.L>rau, am 29. Januar iy43. 674 Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Ver^andlen und Bekannten geben wir die traurige Nachricht, daß uns unsere liebe A\utter. firoRrmitter, Schwiegermuttei lind SchwL'Ster, l-rtiu Tlieresie Papst rei Marant Im 73. Lebensjahre am 31. Januar 1943 hii immer verlassen hat. I>ns Begräbnis findet am Dienstag, den 2. I'ebruar 1943, um 15.30 Uhr, auf dem Drau, weiter.l-'riedhof statt. Marburg, Cilli, V'illach, den 31. Januar 1943- In liefcr Trauer: Christine Tnriak. geb. Papsl Tochter; Willibald Papst, Sohn: Alois Tunak. SchwieKersiiiin; Klli und Ria. Enkelinnen; Willy, f:nkel. und alle übrigen Verwandten. Unser tierzeiiagutes MuttcrJ, Groß- und Uhr-großmutter, Frau Antonia Wusser KeichsbahiibeamtenNwiiwe und Trägerin des Goldenen Mutterkreuze» hat uns nach kurzem, seiiweren Leiden, am 30. Januar 1943, für immer verlassen. Die Verabschiedung findet am Dienstag, den 2. Februai- 1943, um 15 Uhr, am Stadtfriedhof, In Drauweiler statt. 8 Marburg, Gim, Mureck, Agram, Zenta und Im Felde, am 30. Januar 1943. Familien; Wufwer, Ko(*t«in«chek, Langof, IVlikluii u. Spittau. Wir geben die traurige Nucht'lcht vom Ableben unseres treuen langjährigen Mitarbeiters, Herm Florian Kautschitsch Bnchhalter im Kohlenberglmu Wülluii welcher am Donnerstag, den 28. Januar 1943, verschieden ist. Wir werdeii ilnn stets ein ehrendes Andenken bewahien. 6-K Wöllan, am UO. Januar 1Ü4.'{. Knergievernormnig Süilsleiermark AktiengiNsellschaft. Betriebsl'ührer uttd («efolj;i i-hiift des KohleiiberglKHieis A^öllan. Energievennorgung SlulHteieriniirU Aktiojigesellschaft. .\btoilung RohlenlHTKluiu. In tiefer Trnner ^eben wir dti.' Nachricht, daß unsere vielgel.'cbte AAntter, Schwester, Scinvrigerin und Tante, Frau Theresia Rosina gel) Romicii Hausbesitzerin Sonntag, den 31, Januar 1943, um 7 L'hr, im •16. Lebensjahre unerwartet von uns geschieden ist. Das Begräbnis unserer teuren Toten findet am Dienstag, den 2. Februar 1943, um lt5 Uhr, von der Aufbatiruiigshalle des Ortsfried-hotes in Brunndorf aus statt. .Marburg, Trifail. Agram, 31. Januar 1943. in tiefer Trauer: Rudolf Kosina. Sohn; Alois hran/.. Anton, Cyrill, Leopold, lohann und Kar! Komich. Brüder; Berta. Theresie, Hilde und Grete Komich, Josefine Buschit?.. Anna Schubit/. und Mit/.i Renko, Schwägerinnen, und alle ülirigen Verwandten. ieite d «Marborn Miting« 1. Nuftimer Sl Amtliche ^ Bokanntmachungen Der Landrat des Kreises ClOj — Veterinüramt Zahl X 13 A.Schü.2/6-43 Olli, am 26. Januar IW3. Viehseuchenpolizeilich« Anordnung, In den Gemeinden Tüffer, Praßberg und Kietr ist dei Ausbruch der Schweinepest heute amtlich feetgeKtellt worden. Auf ürund der 18 ff. ViehseuchengcMtz vom 26. 6. 1909, KüBI. S. 519 und der §lj 259 ff. Ausfiihrungsvorschrif-ten zum Vieliseuchcngesetz — AVVü — in der Fassung vom 22. 4, 1940. RG151. 1, S. 724, ordne ich folgendes an; 1. Die in den Gemeinden Tüffer, Praßberg und Kiet? verseuchten Gehöfte werden unter Sperre mit den aus den 265 bis 269 AVVG. sich ergebenden Wirkungen gesetzt. 2. Die Gemeinde bildet ein Sperrgebiet, in welchem auf Grund der §5; 271 und 272 AVVG. verboten ist: a) die Abhaltung von Schweinemärkten, Schweineversteige-rungen Schwcmeschauen und Eberkörungen; b) der Auftrieb von Schweinen auf Wochen-, Jahr- oder Viehmärkten; c) die Ausfuhr und Einfuhr von Schweinen ohne polizeiliche Genehmigung; d) der Durchtrieb von Schweinen; e) der gemeinschaftliche Welde^ang von Schweincn aus den Beständen verschiedener Besitzer und die gemeinichaftli-che Benutzung von Schwemmen. 3. Zuwiderhandlungen gegen diese Vlehseuchcnpolizeili-the Anordnung werden nach ^ 74 ff. Viehseuchengesetz unter Anwendung des 5 -1- der Verordnung vom 25, 7. 1939 GBl. f. d. L. Ö.. Nr. IÖ20, S. 3789, gerichtlich geahndet- 3n-k In Vertretung: Der Regierungsveterinärrat. gez. Dr. Schmidt. Der Chef der Zivilverwaltung In der UDteriteiermark Der BeaulirtKte (ür dit Zivilrechtspflece - Dienstitellt Cilli HR A7-ClUi Eintragung der Firma eines fiiniel* kaufmannes Eiügetragen wurde in da« Handelsregiittr am 27 Januar 1943, Firma Wortlaut; J, H. TrinMcr. Sita: Cilli, Dr. Jeseoko-Nr. 3, BetriebsjjetJenstand: Holzgroßhandcl. lnhab«ri .lose! Trinkler, Kaufmann in Cilli, Dr. JesenkciJatse Nr. 3. Prokuristen; Maria Trinkler, KaufmanaB]{attin In Cilli, Dr. Je» icnkotfasbc Nr. 3, 4-K Der "het der Zivllverwaltuofl In der Unteriteiermark Oer Beauftragte für die Zivilteclitspflegc — Dienststelle Cillt HR A2-Trifail Aenderung bei einer Firma Im Handelsregister wurde am 28. Jajiu&r 1943 bei der ij'iniia: Viljem Abol-a deciifii v Hrastniku (Wilhelm Abela orben in i^ichtai) folgende Ancierung eingetragen: Füma-wortiaiit. GlaaJabriKen Wilhelm Abela Erben. Sitz: EichtaL (^genstand dea UnUmehmena; Eraeugung und Verkauf von Glas und Gl&swaren. Geaellachaitaiorni: Offene H&n-Uelge-seliechaft seit 5. Januar 1903. Geaellachafter: Ing. Wilhelm Abel, InduRtrleiler m EichtAl; Ing. Richard Abel, indiiÄtrieller in Eichtal. Ala weiterer Gesellschafler wird noch eingcLraficn: Ing. Adolf Kürbitz, Industrieller in Voita-borg. Proituriflteii: Wilhelnn Künzrl, Direktor In Wien, Opernring 1, Langogaws« Nr. 48; Oaka.r Vogel, Direktor In Agrarti, MlLnarska Nr. 57. Zeichnun,gsberecht gung: Jeder der drei GefielLscliafter ist zur selbständigen Vertretung und Zeichnung der Firma berechtigt und ebenao die beiden Prokuristen gemeinaam oder mit einein der Geaellachafter, <üo Prokuristen jedoch mit dem Beisatxe >pp«, wobei die Zeichnung in der Weise erfolgt, da|^ die Zeichnenden Ihre Namensunterachrift dem vorgedruckten oder vorgeschriebenen Firmawortlaut beiftlgen.€ 3-K Stadttiieater mthm an der Drau Mouiaf, üeu 1. Fe biliar 1M3: VLX MAI^. Volkatümlicba« Dmnm in teoha Bildern voci John KnittcL (Ring 1 4m Amtes für Volkbildung:.! Begmn: 20 Uhr. Ende: 23 Uhr. Kein Kartenverkauf! Dlenhtag, den 2. Februajr 11K3: SSCUWAÄZJüR PKTER. Ein« Oper m aecha Bildern für kl. u. fr. Leute von N. SchuiLae u. W, Lieck. OeachloBaene Vontellun^ für die Deutsche Jugend. Beginn: 20 Uhr. Ende: 23 Uhr. Kein Kartenverkauf! 2dl-K PROGRAMM der Volksblldunp i^äf te Marburg' Drau ffir Febrmar 1943 Monta|, den 1. Februar «od Mittwoch, den 3. Februar, Dr. Ottmar Endrcs, vom Haus der Deutschen Kunst m München, Vom Glfiek des Schauent. Lichtbildvortrag. Dieoatag, den 2. Februar. Dr. Karl Schalberger: Die deutsche Kflsle, daa Tor fai die Welti Geopoliti-acher Vortrag . Dlcnatag, den 9 Februar, Dr. Karl Sohalberger; Denttchlaads Blick nach Sfidosten. Donnerstag, den 11. Februar, Dr. Fril* Eadres: Wilhelm Schäfer, Dichtervorlesung Freitag, den Ii. Febnia^ Dr Egon Bertis Operaein» führung in die Oper »Tosca« Mittwoch, den 17, Februar, Willi Björneby: Mein« Flucht aus Englandf Lichtbildvortrag Heimatbund-saal, TegetthoHstraße 5, um 20 Uhr [Donnerstag, den 18. Februar, Mittwoch, den 24. Feb' mar und Donnerstag, den 4. März, Pg. Karl Hanak Hammerls Grundgedanken des Nationalsoclallsrnttt. Kein Kartenverkauf ficschloisene Veranstaltung fin» Appellsaal der Kreislührung Marhurg'Stadt, Schml-derergasse 6. Freitag, den 19, Februar, Freitag, den 26. Februar und Freitag, den 5 Marz, Kreisbildstellenleiter Richard Fersche: Fototfratieren !Är Anfänger, im Physilisaal der II. Hauptschule für Jungen, Narvik-straße 4. ' Montag, den 22. Februar und Montag, den 1. Mirr. Rektor Hermann Wcdlcr: Mussofloi« Mann und Werk. Donnerstag, den 25. Ffbruar, Dr. Hans Krieg: Mea-•chen, die Idi In der WUdn!« traf, Lichtblldvortraf. trag ._ Alle Veranstaltungen, wenn nicht besonders angegeben, finden im Fesfsaal der Obcrschule, Taurisker-strafl« 9, um 30 Uhr, statt. Karten in der Buchhandlung W. Hein«, Herrengasse, in der Geschfiftsstelle des Amtes Volkbildung, TegetthoffstraOe 10a, und an der Abendkasse. Beachten Sie unsere Plakate mit weiterem Testl Der Chef der Zivtlverwaltung ta dar Untarttelennarii Der Beauftragte fflr di« Zivllrectatttifleg« — Diaaiuttlle Marbuig/Drau 9 Gen I 51 Eintragung einer Qenottentchaft Eingetragen wurde in daj Genoaeeiyscbaftaregiater am 27. L 1943. Sitz der Genossenschaft: Mahrenberg, Wortlaut der Firma; Ralffenaenkaaao Mahrenberg eingetragene Ge-noaBenachait mit uiibeacliränkter Haftung. Gcgenätand des Unteniehmena ist der Betrieb einer Spar, und Darlehexia-kaase 1. zur Pflege dee Geld- und Kreditverkehrs und zur Förderung dos SparsinJia; 2. zur Pflege des Warenverkelurs (Beizug^ landwirtschaftlicher Bedarfsartikel und Absatz landwirtscnafUiclier Erzeußniaae); 3. zur Förderung der Xl&BChinenbenutziung. Genossenschaf tavertra^ (Statut) vom 25. September 1941. Dde Haftung ist eine unbeschränkte. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen BeKanntnmchungen erfolgen Im Wochenblatt der Landesbauemachaft Steiermark. Der Vorstand besteht aus dem Obmann, seinem Stellvertreter und weiteren 1—3 Mitgliedern. Vorstandsmitglieder sind: Aloia Langer, Besitzer, Mahrenberg, Obmarm; Friedrich Kramberger, Bäckermeister und Beadtzer, Hohenmauthen, Obmaruisstellvertreter; Franz Huber, Boeitzer, Mahrenberg, Vorstandsmitglied- Ver-tretungsbefugnls und Finnazeichnung: Zwei Vorstandsmitglieder, darunter der Obmann oder sein Stellvertreter, können rechtsverbindlich fllr die Genossenschaft zeichnen und Erklärungen abgeben. Die Zeichnung geschieht in der Welae, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genowen-Rchaft ihre Namensunterschrift beifügen. 2-K .^KRATIN.' I 4 Oblalankapseln ..•••• RM —.63 r=a 8 Oblafenkapseln ,••••• „ 1.19 24 Oblatenkapseln •••••• « 3.— == 6 Supposltorlen ••«•••• m 1.74 10 Neokratlnellen » —.53 ^ Neokratli, eine Hllfi Ist tohmemii virtcliliilttiBr Irt ^ ~ Nur In Apo'ha<<«n «rhalllicht Jeder Unters>eirer Siest Ute „Marburger Zeitung" ii K'e nerSnze per Jade* Won koattt Rr StellcflKafuche 6 Rpl dt» fettRedrnckie Wort 16 Rof ror Qtld- Reilttl lenvuktihr Brialwechsei lind Heirat 13 Rp1 das femedruckte Wort « Rpt W» alle OhriKce Wortanzeiiten 10 Pol da» fetteedrucklt Wort 5(1 Rnl Woriorel# eilt t)li t* \2 BHChsiaben 't Wort KesnwortaebOh» be( Ahholiint der ^tisebolf 3E Rpi bei Zusen-dun» durch Poet ode' Boten Rol AuskunJtaaebDIit töf AttzelÄfn mit letn Vermerk- »Aitskunfl •« der Verwaltung oder aeschflftssteile« 2r Rpf Anzeiaen AnashtneichluB- Am Tau# vor Prechelaen «m 16 Uhr K eine Anzeigen werden nur «eten Vorelntendnaa iei BetrtRet (auch eümje Brleftnarkcn) auleenommen MlndesteebOhr tPr eine Kleltie Antelge 1 "W 2ia Belfisclie RleMD-Hasan hit abzugeben Regiil, Haidin, bei der Bahnstation. _305-k-3 Schöner Qlasaufsati (Ladentisch) 1.20 X 60, 3-teilig, Spiegelglas. komplett RM 215.—, und verschiedene Käseattrappen, neu und gebraucht, für RM 55.— zu verkaufen. 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Zuschriften unter »Out erhalten« an die Verw. 5-4 SfeHek^suene Selbständiger Korrespondent, i^erslert in allen übrigen Kanzleiarheiten. vieljäljrlRe l^raxis. sucht entsprechende Stelle. Preisgabe sichcrKcstellt. Zuschriften erbeten unter »So-tort« an die Verw, l-."^ Intelligente Frau mit Kuten l'miifuiiKsforinen und schöner Handschrift sucht nis Schani« kassierin oder Hotelstuhc.' frau Stelle. Ansehtift in eingelangt. Atiigabe auf WeihnAchta-Bonder-miteilungakarten im LebenamittelgeachUft Jotef KBEMFl^. Marburg — Rotwein. mit Stenographlekenntnlwen und BUrohllfakräfte auoht Le-ben/imlttelgroBverteller in der Provln*. Wohnung vorhanden, Verpflegung im Hause. Offerte unter; »OROSSHAN-DEI.»i an die Verwaltung de» BJattea erbeten. -SlO-K Wir suchen für leitende Angestellte ab sofort und später möMierte Zimmer mit oder ohne Beköstigung. Stadtgebiete Thesen, Brunndorf, Marburg-Stadt werden bevorzugt. Eil angebote an die Marburger Allgemeine Sauge sellschaft m. b. H., Marburg-Thesen. _ Wichtig für all«! Soeben crtchiencn; Verordnnnis- und Anlshlati des Che!« der Zivilvcrwallung in der Unterstelermark Nr. 2 vom 26. Januar 194$ INHALT: Verordnung über die Errichtung von KreiMippenamtern ' der Untersteiermark vom 31 Dezember 19Ö; Verordnun« über di« baupolizeilichen Zuständigkeiten in der Untßr-steiennark vom 16. Januar 1943} Zweite Verordnung über die Einführung reichBtechtlicher Vorschriften über das Vp* icrinärwesen in der Unteriteiermark vom 31. Deeeml"'' 1942; Verordnung über die Ausländerpolizei in der tteiermark vom 6. Januar 1943; Erste Bekanntmachung Durchführung der Verordnung über die Ausländerpolizei der Untersteiermark vom 6 Januar 1943; Zweite Bekannt' maohung zu Durchführung der Verordnung über die Au*-länderpolizei in der Unterstsiermark vom 6. Januar 1943, Verordnung zur Schldlingsbekämpfung im Obstbau 10. Januar 1943; Anordnung über die Massen- und Frei-schurfgebühren vom 18. Januar 1943; Anordnung, belrel-fcnd Bewirtschaftung von Saatgetreide für die Früh|ahi"*-Äussaat 1943 vom 18. Januar 1943; Prelsstcllung für unf^r-steirische Braunhoklen der Gruben Trifail, Wöllan und P' schenberg vom 20. Januar 1943 Einaelpreij 15 Rpf Erhiiltlicb beim Schalter der Marfevrqer Merlags- u. Dtuekmtt Ges. m. b. H. ^trburo' Orau Badgasse ^ bei ileti «jfschättssiellen der »Marburjier Zeitung. IN CILLI, Marktplatz 12 (Fernrul 7) IN PETTAU. Ungarlorgasse, Heri ücorg Pichler und hei flen snnstinen Vf^rkaiiKsiellen Liazugspreis:'Monatlich KM 1.25 (stets im voraus zahlbai [lüzuKsbeslelltiiixen weiden hei den ' icschäfts^tellen dt" • MarburKer Zeitung* unrt im VerlaR Marbtirp-Druu Ka''