aaesöote M Mnter^eiermar^ Pränum»»ati»»spr«»< fA? M,»n«tlich.....- ß. 7O k». Viirt»ljah?ig .... » „ »» „ jzustekunt «»n«tlich 4 ?e. l0»sa« de» Vwstei. Eefchetut titDltch «tt H»O«Ah»e der So«» »«d Feßert«»Ae. M«m»seripte wach« nicht zuiTck ßchmtzet. ^ RS» Marburg, Freitag SS. Sto»e«b«r ^ die Stefanskrone für seinen Gphn geboten, Hobe keine Ursache mit seiner Loyalität Staal zu machen und gegen die böhmische staatsrecht liche Opposition de» Borivurf zu erheben, daß sie aus illegalen Grüaden für die Befriedigung der Wünsche Rußlands eintrete. Böhmens Stimme sei ebenso »vichtig, als Ungarns; das mögen sich die leitenden Staatsmänner in Pest gesogt sein lasten. Die „Presse" erklärt, ein Ministerin« Schmerling, »veiches möglicherweise die Staats geschäste nach Potocky zu leiten berufen werden önnte. »väre sür Oesterreich ein Unglück, weil ein Kabinet Schmerling durch Repreffivmaßreaeln »ie nichtdeutschen Elemente zum äußersten Wider-tande reizen, durch den Gcheinkonstitutionalismus die Deutschen nicht befriedigen ivürde ; freudig vürdeu ein solches nur die Absolutisten bearu-»en, die darin den Anfang vom Ende, das Herannahen ihrer Zeit der Wirksamkeit erblicken ivürden. Die „Neue freie Presse" be^richt die lleußerungen des Grafen Bismarck in Bezng anf Oesterreich; „Beust möge sich anstatt um die Einizmng Deutschlands um jene Oesterreichs küm-mern". ferner die folgende: „Hinsichtlich nnferer Beziehungen können wir es mit Oesterreich nicht anders als mit einem fremden. Gfaate halten." So berechtigt sei die erste, so »»el^tzend fei »ie zweite; sie tröstet sich «it dem Gedanke», daß in nicht zu langer Zeit Deutschlaiiids Volk und Regierungen den Werth eines freundschaftlichen Verhältnisses zu würdigen wissen und hier-über anders denken »Verden als Graf Bismarck. Der „Wanderer" billigt die den Süd-siaaten im Vertrage von Versailles ^machten Angeständniffe, durch ivelche die formelle Einigung Deutschlands vollendet »vurde. Möge, so schließt ganz treffend der „Wanderer", der nengegründete !^nheit»staat in freiheitlichem Sinne weiterentwickelt und ausgebildet werden, denn nur in der Areiheit ruht die Macht! Das „NeueWienerTagblatt" glaubt, daß Graf Beust in den Delegationen wegen der Haltnng feiner Politik harte Kämpfe z« bchehen habe»» wird, denn soivohl die Ungarn als Polen »»erstehen nnter österreichischer Politik eine von der Beust scheu grundverschiedene. An den Kriegs' minister hingegen wird die gerechtfertigte Frnß^ ßf-richtet werden, warum trotz des ungeheure» Krisßs-budgets »och immer größere Summe» gefortzeet »Verden, um die Armee a»f ei»en angebliij^ Ariedensstand" zu briugen. Das „N. W. T." empfiehlt den Delegirteä das eindringende Stndium dieser Arc^e deßhalb, weil uuser euveutuelles jährliches Defizit mindestens öv Millionen beträgt. Volttsfche Ueberficht. Znlnnd. (Wien.) Nachdem unser Schwerpunkt dermalen in Pest-Ofen liegt, ist es ^gre»ftich, daß von dort aus die si»r unsere inuere Sitnation einschneidende Nachricht ausgeht, das Ministerin« Potocky habe seine Entlassung nunmehr doch gegeben und Graf Potocky suche ein Koalitionsministerium zu bilden, in »velches Graf Hartig aus dem Herrenhause und Dr. R'echbaner nnd Hlumetzky aus dem Abgeordnetenhanse eintreten sollen. Den Steuerträgern steht eine nicht sehr er« fleuliche Ueberraschung bevor, falls sich die Nach« richten des gremdenblaltes bewahrheiten sollten; pro 1871 soll das Ordiuarium des Kriegsbudgets 80 Millionen, das Extraordi-narinm 45 Millionen betragen. Fürwahr eine mehr als respektable Summe, »velche dem Moloch des Militärismus geopfert werden soll. Der Untrrrichisminister hat zwei Zirkulare an die Länderchefs erlassen, welche registrirt zn »Verden verdienen. 3n Folge des erstercn soll den wissenschaftlichen Bereinen eine größere Anfmerksan»keit als bisher geschenkt werden, um von dem Fortschritte der Biffenschaft und den Bewegungen, welche fich auf diesem Gebiete außerhalb der Kreise der Schule vollziehen, in fortlaufender Kenntniß zu bleiben. Der zweite Erlast de» Unterrichtsministers, dessen Ziele mit denen deS eben erwähnten in einem inneren Zusammenhange stehen dürften. l,e-zweckt, die bei anderen Ministerien schon besteheu-oe Einrichtung der Erstattung von Jahresberichten auch auf daS Unterrichtsministerium auszudehnen. Diese Jahresberichte, in welchen ein möglichst vollständiges Bild der Gesammtthätigkeit ünf dem Gebiete deS UnterrichtSwesenS entworfen werden soll, sind bestimmt, Sr. Majestät unterbreitet und auch dem ReichSrathe wie der Oeffentlichkeit mit-getheilt zu werden. Der erste Bericht dieser Art soll schon im Beginne des JahreS 1871 erscheinen, und deßhalb find die Chefs der Kronlänver bereits um schleunigste Einsendung der hiezu erforderlichen Daten über das Gchultvesen ersucht worden. Ein besonderes Gewicht wird hiebei darauf aelegt. daß im ersten Verchte eine lünderweise Alsammenstellung der legislativen und administrativen Leistungen der LeaiSlatur und Verwaltung in Sachen deS BoltSschulunterrichteS seit de« Erlaffe der StaatSgrundgesetze gegeben werde. (Pra^ Wie die „Bohemia"meldet,fanden seitens der Polizei'Direttion Polizei-Recherchen in der Redaktion der Korrespondance Slove statt wegen der Versuche, Freiwillige für Frankreich anzuwerben. Die hiesigen Behörden haben die höyere Weisung allen ähnlichen Verletzungen der österreichischen Neutralität enwegenzutreten. UebrigenS soll fich die Redaktion Slave alS förmliches französisches Werbebureau entpuppt haben, in Wien selbst >oll ein von der franzöfi-schen Gesandtschoft svbventionirteS Zentralburenu existiren. (Pest. UnterhauSfitzung.) Heute wurde die Debatte über die Anträge Zsedenyi's und Wahr-manll's über das 16 Millionen-Anlehen beendigt. Morgen findet die namentliche Abstimmung staU. Es sprachen von Geite der Majorität in jehr bei-fSllia aufgenommener Rede Franz Deak, ferner Graf Julius Andraffy, der in einer kurzen, aber glänzenden improvifirten Rede unter donnerndem Jubel der Majorität besonders den Bortrag Ko-loman Tisza's widerlegte, und endlich Max Uer-menyi. * Bon Seite der Opposition sprachen Koloman Ghiezy, Alois Degre. Janaz Ditrich, Cme-rich Ivanka, Jgn^ Helffy, Joseph und Eugen MadaraSz, Aristid MatyuS und SabbaS Bukovich. (Agram.) In RegierungSkreisen versichert man. daß die Reuwahlen für den kroatischen Landtag am 14. Jänner anSgeschri^en werden sollen. Plakate der Stadtpolizei in Agram verbieten daS Tragen der MiletieS Medaillons als staatS-gesährliche Demonstration. (Berlin.) Der BundeSrath nahm am 23. die Anschlußverträge mit Baden, Hessen und die Verfaffung deS deutschen BundtS. sowie die Kre-ditforderi^ von 10v Millionen Thaler an mit folgender Modifikation: „Schatzanweisungen können länger als ein Jahr »irkuliren, nach Anordnung des Kanzlers mit besonderen ZinSscheinen ver-sehen." Der Motivenbericht weist die Absorbirung des im Juli gewährten Kredits von ILÜ Millionen nach. Die Ausgaben sür die Militär-Verwaltung betrugen bis IV.Rov. 119.104,000Thaler, dazu kommen zwei Millionen Kriegsausgaben der Marine-Verwaltung. Der Anschlußvertrag mit Würtemberg soll ebenfalls unteruichnet sein. Die „Rordd. Allg Ztg. und die Provinzial Korrespondenz erhoffen vom Reichstage gefilgit^e Zustimmung zu den Borlageu. Die Norddeutsche theilt den Privat-brief eines englischen Staatsmannes (von der Tory-Partei) über die PontuS-gra^je mit der Erklärung Mit: Ein Vertragsbruch (LZagus belli) Rußlands liege nicht vor. sondern nur eine Drohung. Die Provinzial-Korrespondenz sagt über die PontuS-grage: „Was die Stellung der deutschen Politik betrifft, so dars man nicht außer Acht lassen, daß Preußen, welches während deS KrikgeS der West-mächte gegen Rußland eine neutrale Haltung beobachtet hatte, auch an den Vereinbarungen deS Pariser Friedens nicht in gleicher Ausdehnung, wie Oesterreich, England und Frankreich betheiligt ist. Diese drei Mächte haben durch einen Bertrag vqm 15. April ^öö6 eine besondere Bürgschaft sür alle Bestimmungen deS Friedensvertrags über« nommen yyd sich verabredet, jede Verletzung alS Kriegsfall zu betrachten, während Preußen lediglich dem allgem?itten Friedensverträge beigetreten ist, welcher in sielieu Artikeln die Theilnehmer bloS verpflichtet, die Unabhängigkeit und den Besitzstand des ottomanischen Reiches zu achten. Bon seilen Preußens ist also eine Bürgschast nur für diejenigen Grundsätze deS Vertrages übernommen, welche durch die jüngste Kundgebung Rußlands nicht in Frage gestellt, sondern vielmehr auSdrülklich bestätigt werden. Durch ihre Stellung zu den betheil^ten Par» teien ist augenscheinlich der preußischen Regierung Gelegenheit geboten, nach allen Seiten einen vcr-sönlichen, ausgleichenden Einfluß geltend zu machen, und um so berechtigter erscheint die Hoffnung, daß eS gelingen »verde, den AuStrag deS Streites aus dem Wege friedlichen Meinungsaustausches und ein Einverständniß herbeizuführen. (Florenz.) Nach der „Perseveranza" sind von den bisher bekannt gewordenen 482 Wahl-resultaten 130 definitiv, für 303 aber ist noch die Ballota^ erforderlich. DaS Resultat ist noch immer der Regierung günstig. BiSkonti'Benosta und der spanische Gesandte Montemar haben sich auS Anlaß der bevorstehenden Niederkunft der Herzogin von Aosta nach Turin begeben. Aus dem Haag meldet die „Jndependanee": Zahlreiche, der liberalen Partei angehörende Mitglieder der zweiten Kammer versammelten sich heute, um jtch angesichts der langen Dauer der ministeriellen KrinS über die politische Situation zu orienliren. Sie haben jedoch, da sie vom Könige benachrichtigt wurden, d^ß er Fock und Vroct mit der BilduNt^ eines nluen KabinetS betraut habe, keinen Beschluß gefaßt. (London.) Daily Telegraf erwähnt deS Gerüchtes, daß die Regierung die Absicht habe, die Ausfuhr von Waffen und MunitionS Gegen« ständen zu untersagen, weil sie den Verdacht hegt, daß alle von Preußen in England bewerkstelligten Anschaffungen für Rußland gehören sollen. Die Antlvort des Fürsten Goitjchakos> tvird heute hier erwartet. Morning Post hat Grund zu glauben, daß Italien dieselbe Politik einschlagen werde, wie Oesterreich und England. Dasselbe Blatt demeN' tirt, daß die Türkei direkt mit Rußland verhandle. (Konstantin opel.) Nach der „Turquie" hat die Pforte an die Unterzeichner deS Pariser Vertrages eine Mittheilung folgenden Inhalts gerichtet; Mit peinlicher Ueberraschung habe die Hohe Pforte die rusiischen Eröffnungen in Bezug auf den Vertrag von 18ü6 empfangen. AuS diesem Anlüsse erkläre sie nun, daß sie ihrerseits bereit sei, Alle» aufzubieten, um daS Geschehenlaffen eines AkteS zu verhinoern. welcher sür die Zukunft Europas und für den allgemeinen Weltfrieden so gefahrbringend »väre. Die Hohe Pforte gibt sich der Hoffnung hin. daß ihre Anstrengungen bei den Unterzeichnern des Pariser Vertrages eine thatkrüftige und ersprießliche Unterstützung finden werden, und erklärt zugleich,, daß fie gegen die Erledigung der Angelegenheit durch einen etwaigen Kongreß im voraus Verwahrung einlege. Vom »ritgt. DaS Gefecht bei Ehatillon lieferte, wie bestätigt »vird, Ricciolti Garibaldi. Der Rückzug wurde in bester Ordnung unter verhältuißmäßig geringen Verlusten vollzogen. ES soll alSbald. ncchdem Verstärkungen herangezogen wurden, wie-der der Vormarsch gegen Rice otti stattfinden. Die Beschießung der FortS von Paris soll einem Gerüchte znfolge vorgestern begonnen haben. Es fehlen indessen noch irgend welche Anhaltspunkte dafür, um dieses Gerücht, daS dieSmal mit ungewöhnlicher Bestimmtheit auftritt, eingehend zu besprechen.' . Man kann eben nur annehmen, daß, nachdem in den letzten 14 Tagen u»» den Pariser Zerni-rnagSgürtel herum ein zweiter weiterer Gürtel durch die Armeen Manteuffel'S und Friedrich Karl'S gebildet worden ist, ein Gürtel, der mehr als 150.000 Mann zählt, nunmehr die innere eigentliche ZernirungSlinie vollkommen sichergestellt ist und sich mit aller Ruhe dem Angriff hingeben kann. Marburger- und Provinzial-Stachrtchten. Marburg. 25. November. (Glückliches Unglück.) Vor einigen Tagen ereignete stch auf dem hiesigen Bahnhofe ein merkwürdiger Fall. Ein Schloffer bezeichnete in der Nacht die zur Reparatur bestimmten Wä« gen zweier Lastenzüge; um schnell von einem Auge jum andern zu gelangen, ging er zwischen zwei Wägen eines dazwischen stehenden Lastenzuges durch; doch kaum besand er sich da, als sich der Zug in Bewegung setzte und ihn mitzog, 0a trotz seines GeschrereS der Zug nicht hielt; a>.S derselbe immer schneller fuhr, hatte der Mann die Geistesgegenwart sich platt auf den Boden zu werfen und unter schrecklicher Todesangst gingen mehr als zwanzig Wägen über ihn »veg, ohne daß er bedeutenden Schaden litt, nur eine BremSstange ritzte ihm den Rücken. Der so wunderbar durch seine Geistesgegenwart Gerettete ist schon ivieder arbeitsfähig. (Benesi ze.) Frl. v. Karlstcin, deren ficht-bares Fortschreiten wir schon einigemale lobend mit Freuden erwähnten, hat morgen ihr Benefize und hat „Hamlet" dazu gewühlt; wir wünschen ihr ein volles Haus. (Selbstmord.) Im „Kreuzhofe" in der Magdalena-Borstadt hat sich ein Unbekannter (man vermuthet in ihm einen Urlauber) mittelst eines Pistolenschusses gejiern Nachmittags entleibt. (Der Bas »erst and der Drau) hat eine für die gegenivärtige IahreSzeit ungewöhnliche Höhe (am 23. 11' über 0 am Kegel der Drau-bi^ücke) erreicht. In Folge dessen find anch meh» rere Unglücksfälle zu beklagen; bei Grafenstein scheiterte eine Plätte deS Herrn Stonner, wobei 2 Flößer nnd der Schaffer ertranken. deSaleichen hat unterhalt, Marburg eine Schiffmühle sich von den Ketten losgeriffen und gmg zu Grunde. Gegenwärtig ist der Nafferstand in fichtbarer Abnahme begrisfen. (Im Sprengel deS Obe r l a n heSg e» richteS G r a z) sind zwei GtaatanwaltS- und eine Rathsstelle erledigt, sür welche der Konkurs ausgeschrieben wurde. (Die Unsicherheit am Lande) nimmt jetzt in wahrhaft erschreckender Weise zu. AuS Pettau wird der „Tagespost" mitgetheilt. daß in den Ortschaften Gradisch und Pristova eine ganze Bande belvaffneter Individuen erschien und Raub-nnd Diebstähle ausführte. Ein Berghold wurde dabei derart beschädiat, daß er in Folge der Ver-letzungen gestorben ist. (Abnorme WitterungSverhält-Nisse.) Manschreibt der „Tagespost" auSOber-steier; Am 22. d.M. regnete es daselbst während eines lvarmen WindeS derart, daß der Schnee auf den Bergen schmolz und die Bäche anschwollen. Die Mur erreichte in Folge dessen die Höhe von 5'/, Schuh. (Diebstähle.) Die gestrige Nacht luar den Dieben geweiht; denn in der nächsten Nähe der Stadt wnrden mehrere Einbrüche verübt, so brach eine auS 10—IS Personen bestehende Bande beim Teichwirthe ein, stahl anS dem Keller ein Schaff Wein, wahrscheinlich um zum nächsten Einbrüche sich zu begeistern, welcher dem in nächster Nähe der Stadt gelegenen Weinaarthause deS Herrn Dr. Rupnik galt, woselbst Eßvestecke, Bettzeug, Jagdgewehre, kuri fast alles Transportable gestohlen wurde; die Winzer, welche zu Hilfe eilen wollten, kamen schlecht iveg, einer erhielt sogar einen gefährlichen Hieb über den Kopf. (Ein gefährlicher Gauner) wurde heute verhastet; derselbe ist aus telegraphischem Wege von Klagensurt her verfolgt worden und Hütt« auch hier durch eine Uhr und Geldhefitz sich verdächtig gemacht. (Theater.) Auch der dritte und letzte Gaftspieltag der Japanesen war sehr amüsant» und. weil die gewöhnlichen Eintrittspreise, daS Haus sehr voll. Bon Neuem war hiebei nur die Balanze einer grohen flachtn hölzernen Tonne auf den Füßen, in und auf welcher ein kleiner Ja« panese seine gewöhnlichen Uebungen machte. GerichtshäUe (Dameu vom Sperl.) Inm Beginn des preußisch-französischen Krieges wurde Berlin von einer Ärvaston französischer Dame», die aus Paris ausgewiesen wurden, lieimgesucht. Die yrauzösinnkn wußttN die Deutscheu ge-fanaen zu nehmen — was bekanntlich den französischen Kriegern nicht Ölungen ist — und die« erbgeskffeutn, deutschen „Damen" sahen sich auf' fällig vernachlüffigt. Diese ^egslauue war Ursache, daß die blondhaarige, blauäugige kleine »Berlinerin Anna Jung mit ihrer Freundin Elise Grünberg nach Wien kam. um auf dem schlilpfrigen Boden der GperlsSle als die „Berliner Anna" ein neues Leben zu beginnen. Anna Jung und Elise Erünberg waren ein ander immer freundlich gesinnt, bis die „Berliner Anna" sich von ihrer Freundin trennte, indem sie Ach eine eigene Wohnung nahm und ihrer Freundin „etliche Kleinigkeiten" entter HVerteprer. «on Emma Rtendorf. VUl. Wir brachten später, hauptsächlich mit Hilfe der Kreszenz und der Bekanntschift der Schivester Agathe mit den Hausleuten von Mademoiselle Angvlique. noch Einiges heraus. Man »vußte ganz bestimmt, daß diese Letztere noch den nämlichen Tag. an dem sie Morgens unser Mädchen bei der Noniie in der Pharmaeie traf. Nachmittags auf den Gottesacker hinausgegangen war und dort etwas in ein Gr«b ver« graben hatte — sie trug eine Schachtel mit aus ihrem Zimmer fort. Es ivar auf demselben Friedhof, iuo der Oberlehrer am grünen, die ganze Gegend überschauenden Hange nuter einem groß n mit Schnör-keln reich verzierten Messingkreuze lag, daö ich, so oft i-ch hinkam, niemals ohne Blumen oder Kränze fand. „M^hr als jeues unlängbare Faktum konnte nicht festgestellt werden, wie viel Mühe man sich auch gab, zuerst bei uns, dann auf allen Seiten. Denii, daß diese Ereignisse wie e«n Lauf-teuer durch das Städtchen flogen, zum äußersten Berdrlifse meines Schwagers, läßt sich denken. Hatte das Erscheinen des Oberlehrers schon genug MißHelligkeiten in unserer Familie verursacht, so erregte sein Ausbleiben, so sehr wir Frauen Gott dasür danken mußten, jetzt um so viel mehr Stürme, bei denen- uus wahrhastig, allerdings, ein wenig verdienterweise, die Vormlufe über »veib-liche Plaiidersucht nicht gespart wurden. Wir ertrugen diese Ausfälle aber leicht — tvaren doch unsere Stuben nun geheuer! Allgemein tferbreitete sich übrigens ein frei tich sehr untvalirscheinliches Gerücht: es sei der Schädel des Herrn Braun gewesen, den Made-»oisell« Angäilqne in der Schachtel hinaustrug und einscharrte. sl>ll srüher lvenigftent einen Todtenkopf in ihrem Gemache beherberat haben. " Hätte eS aber ivohl. allein nur in Anbetracht der Zeit, der wirkliche Schädel des noch nicht so lang verstorbenen Oberlehreis s,in können? Ich schäme mich. deigl?ichsn Abgeschmackt-heitcn zu wiederholen. (Schluß folgt.) Hriginat-Urivat-Hletegramme. München, 25. November. Die „Korresp. Hoffmann" meldet: Der Bertrag über den Ab-schluß eines Berfassungsbündnisses wurde gestern von den Staatsminiilern in Versailles, Vorbehalt-lich der Allerhöchsten Ratifikation des Königs, unterzeichnet. London. 25. November. Die „Times" sagt, die Antwort Gortschakoff's ist noch nicht eingetroffen; sie ivird ivahrscheinlich versöhnlich lauten, aber es ist wenig ivahrscheinlich, sie die Forderung der ersten Note zurückziehen werde. Wenn aber Rußland den Vertrag mit Gewalt annullirt. wird England ihm mit Gewalt ant« warten. „Standard" sagt, die Pforte habe an die Unterzeichner deS Pariser Vertrages appellirt und sei entschlossen, keine Konferenz aiizunehmen. London, 25. November. Trotz der fried-lichen Wendung, welche die orientlische Fnwe momentan genomliien zu haben scheint, irifft man hier Borkehrungen, um alle» Eventualitäten begegnen zu können. Än militärischen Kreisen hält man d n Krieg für unausweichlich. Auf fämmt-lichen Werften, in allen Arsenalen herrscht die regste Thätigkeit. Die Schießübungen werden mit allem Eiser betrieben. München, 25. November. In hiesigen RegierunAskreisen scheint man des nahen Falles von Paris ziemlich geir^iß zu sein. Von Versailles aus ist an die Direktion der Verkehrsan-stalten die Weisung ergangen. 200 Wagen nebst dem nöthtgen Personale so bereit zu halten, daß sie auf gegebenen Befehl sofort nach Paris diri-,prt iverden können. Diese Wagen sollen die ausschließliche B-stimmung zur Einfuhr von Pro-viant habe«. Aus dieser Maßregel entziffert man besonders in Militärischen Kreisen eine dem FaKe von Paris vorangehende große Aktion. Der Umstand, daß Feldpostsendungen an Angehörige in der Armee, besonders an solche deS ersten Armeekorps (v d. Tanii). fast gar nicht bis auf iveitere Bekanntgabe angenommen iverden. lasten auf e.ne Zusammtnziehung der Streitkräfte zu einem bevorstehenden Hauptschlag schließen. Daß an große Häuser die vertrauliche Anfrage über, ihre Borräthe an Tabak, Zigarren, Getränke und Vittualien, soivie über ihre Geneigtheit, die-selben nach Paris zu dirigiren. gemacht wurde/ist positiv bekannt. Saarbrücken, 25. November. Berichte aus Versailles voin 22. melden; Ueber Paris schwebt jej^t fortivährend ein fixirter Ballon. Pariser PostballonS gehen jetzt immer NachtS über BeisailleS htniveg. LonriS», 24. Nov., Nachts. General Bour-baki ist hier a-gekommen. Die Preußen sind in Berneuil eint^etroffen; inin sagt, sie hätten No-gent-le-Rotrau besetzt. MontargiS wurde von ihnen am 21. d. besetzt. Der „Moniteur" schreibt, die Loire-Armee ist zu stark. alS daß sie von den Streitkräften, die ihre Flügel bedrolien eingeschloffen werden könnte. !>aS Bl^^tt fügt noch hinzu, der Feind könne ohne tirohe Waghalsigkeit nicht allzu rasch aus ManS oder Bendome vorrücken, da diese beiden Plätze ivohl vertheidigt iverden. Bezüglich des General Werder sagt der „Moniteur". daß es hinreichende Streitkräfle gebe, um ihm den Weg zu verlegen. Knxemvnrg. 24. Nov. DaS Bombardement von ThionviUe dauert fort. Während des i^estrigen TageS iind der Verflossenen Nacht tvurden tin Theil der Stadt und mehrere Ortschafte« der Umgebuilg in Brand gesteckt. Wie«, Z4. November. (COurtbericht.) Avf niedrigere außwärtiae Xotirungen stellten sich Renten, zum Theil auch die übrigen Anlagepapiere und Lose etwa» bil-liger. AMen gaben mit wenige« Ausnahmen Nationalbank-Aktien wichen um 4 fl., Bolttbank-Aktien um S si. Fremde Wechsel und Comptanten schlössen theilweise etwa» steifer. Toars-Celtgram«. S4. November. Einheitliche etaat»schuld in Noten .... üb 8!» detto detto in Silt>er .... 64 90 18S0»r Staat» Anlehen».Loose......91 25 »a»k.Attien............7Z2- »redit-Aktien ............245 ^0 London............. Silber..............l22 «5 Napoleond'or»...........10 0t, A. k. Münz-Dukaten .'........ Stimmung: nubelebt. 5, 96 S6. November, zum Bortheile de» Frl. v. Karlstein. Prinz von DSue«ark. Drama in 5 Auszügen von Shakespeare. Gingefandt. HtltdtM Seine Heiligkeit der Papst durch den Gebra«ch der delikaten kovslesoivro 6u Larr)^ glücklich wieder hergestellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirkung derselben anerkannt, wird Niemand mehr die Heilkraft dieser köstlichen Heil-nahrung bezweifeln und führen wir die folgenden Krankheiten an. die sie ohne Anwendung von Medicin und ohne Kosten heilt: Magen-, Nerven-. Vrust'. Lungen-. Leber«. Drüsen-. Schleimhaut-. Athem , .Blasen- und Nierenleiden. Tuberkulose. Schwindsucht. Asthma. Hust.n. Unverdaulichkeit. Verstopfung, Diarrhöen. Schlaflosigkeit, Schwache. Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schlvindel. Vlutauffteigen, Ohrenlirausen. Uebelkeit und Cr-brechen selbst während der Schwangerschaft. Diti-bete», Melancholie. Abmagerung. RheumatiSmuö. Gicht, Bleichfucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin »viderstanden. worunter ein Zeugniß Seiner Heiligkeit deS PapsteS. deS HosmarschaU Grafen Pluskotv. der Marquise de Brvhan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Aevalescisre bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal iliren Preis im Mediciniren. Tertif.-Rr. 73.416. Fasen in Steiermark, Post Pirkfeld, Rr. 19. Dec. 1869. Mit BeignÜgen und pstichtgemaß bestätige ich die Günstige wirwng der ksvslosoivre. Diese» vortreffliche Mittel hat mich von entsetzlichen Athemdeschwerden, l^e-sittlichem Husten, Blähhal»- und Magenkrämpfen, woran ich lange Jahre gelitten befreit. — Binzenz Steiner, Pens. Psarrer. In vlechbüchsen von '/« Psd fl 1 50.1 Pfd. si. 2.50, 2 Pfd. fl.4.50. 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. st. 2V, 24 Pfd. fi. 30. — kev»lvs Sotten« Z!ur 1864sr 1^086 »m I. v«»md«r 1. vericanst (IstsrtiKter l>illjß8t vomit w»n »uk I'rkiker v,»> »»«««« »S «««» >S««« I««««» spielt, «o>vie ganie unö Iisld« F«I». IIvrr«NU»»»O L2S. 814 Eilthtimistte «nd Fremde «liv llsrrsMsiÄsr- »«ämlits« V0Q i^lois !ki«6»r ln Ecke der Herren- und pöflgnjs«' (7SZ Nr. ll2. tvinter-palitot von . fl. tS bis „ Host« von . „ K Schwarze Hose« vo» . „ 7 Eilet von .... „3 Zagd-Nöcke von . . „ s Haoetok« von ... „ is Loden-Snb« von . . „IS Sal«> Ä«BSt von „ S4 Hauptnirderlage von Schlafröcken. Für Besttllnnfte« ist die reichste Aiiiwahl der neneften Ttoffe an« Lager, und werden selbe auch prompt ausgeftihrt. „ „ st. 50 IS 12 10 15 40 25 40 Tau sende Kirchenwein - Lizitation. Montag ain 28. November werden zu Lembach bei Marburg um 10 41hr Vormittags zehn Halbstartin Kirchenweitle heuriger Fechsutlg lizitando verkaust. 815 Die Kirchenvorstehung Lembach. eveulueu i 11.000 - werden oft au »weifelliaste llnternehmungen gewagt, während vielfach Gelegenheit geboten ist. mtt gerin-ger Einlage zu bedeutenden Kapitalien zu gelangen. Durch ihre vortheilhafte Einrichtnng ganz be-M sonder» zu einem soliden Tlücksversnche geeignet ist die vom Staate Hamburg genehmigte und garan-tirte große Teldverlosung. deren Ziehungen in aller Kürze ihren Anfang nehmen. 'I4 Milliiit« Mrt> eventuell als Hauptgewinn, iiberliattpt aber Gewinne von Mk. 150,000 — 100,000 — 50,000 40,000 — 25,000 — 2mal 20.000 — 8mal 15,000 — Smal 12,Voi»kt iu HUWidurU. «s a »>» ? SS rs «VS s - - I»» s s s ^ s 'L'L ZA?--?.- « Ich > ^ » f L R L L ^ 'S -s rs s iS. « K Eisenl'ahn^Fahrordnung. Marburg. Personenzüge. Bon Trieft nach Wien: Ankunst 6 U. !v M. ftrül, nnd v »l. k '. M. Abends. Abfahrt L U. 3l M. Krüh und 7 N. 7 M. Abends. Bon Wien nach Trieft: Ankunft 6 ll. 8 M. strül» nnd 8 ll. M. Abends. Abstchrt 8 U. 20 M. Früh nnd 8 ll. 56 M. Abends. Eilzüge. Bon Wien nach Trieft: Ankunft 1 llhr 59 Min. Rachmittag. Abfahrt 2 llhr 2 Min. Nachmittag. Bon Trieft nach Wien: Ankilttst 2 lll)r 37 Min. Rachmittag. Abfahrt 2 lllir 4» Min. Rachmittag. Verantwortliche Nedaktion, Druck «nd Verlag von Eduard Sanschitz in Marburg. II.«.«.