Lmllllcher Nr. 8U. Piänumcratlonsprei«: Im Comptoir ganzj. N. 11, halbj. fl. 5.5N. ssili die Zustellung ws Hau« halbj. 20 lr. Mit der Post ganzj. st. 15, halbi. fi. 7.L0. Montag, 8. Nplil Insert« «nsglbühr bi« 10 Zeilen: imal sa tr., lm. 80lr., 3m. I fl.; sonst pr. Zeile im.«kr., »m. 8 lr., 3m. 10 lr. u. s. w. Insertionsstcmpel jcdeöm. 20 li. 1867. Amtlicher Theil. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allcr< höchster Entschließung vom 4. April d. I. den gchci-Nlcn Nath, Kämmerer und Gntsbcsitzcr Edmund Grafen Hartig zum Obcrstlandmarschall des Königreiches Böhmen und den Advoeatcn in Prag Dr. Johann Nit» ter v. Limbeck zn dessen Stellvertreter allcrgnädigst zn ernennen geruht. (Wegen unrichtigen Abdruckes in der »Wiener Ztg." wiederholt). Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung ddo. Ofcn 2!). März d. I. den Eectionsrath im Finanzministerium Gustav Grafen von Wilczck znm Vorstände der Direction dcr Staats-schuld mit dem Titel nnd Charakter eines Ministerial-rathcs nnd den systemmäßigcn Bezügen zu ernennen üeruht. ____ Sc. k. f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Eutschlicßuug vom s>. März d. I. die von dcr Diener Universität vollzogene Nomination des Professors der Dogmatik an dcr genannten Hochschule Dr. Joseph Kisser zum Eanonicns des Wiener Metropo-lltancapitcls allcrgnädigst.zn genehmigen geruht. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 8. April. Die auswärtigen politischen Fragen scheinen augenblicklich ;„ eine Phase des Stillstandes getreten zu cin. In Bezug auf den lurcmburger Handel smigm sich'die Blätter beider Parteien in der Anschau» kttss.'ldaß die neueste Phase mit einem Fallenlassen des-»clbcn nicht zn verwechseln ist. Die ministerielle „Nordd. Alla. Ztg." bemerkt (in dem telegraphisch signalisirtcn Artikel) zu der Nachricht ans dcm 5daag, wonach die Abtretlina Luxemburgs auf« gegeben sein sollte und der dortige französische Gesandte bereits officicll davon unterrichtet sei: Allerdings darf ans dieser Nachricht noch nicht gc-folgert werden, daß hiermit die Luxemburger Frage völlig erledigt sei. Auch die „Krcuzzeitung" bemerkt zn obiger Nachricht: Erledigt ist die Angelegenheit allerdings, aber damit noch nicht ganz, denu darüber, wie Frankreich das Zurückziehen Hollands aufgenommen, liegt nichts vor. In Frankreich scheint nach dem Artikel des „Eou< stitntiouucl" ciuigc Gereiztheit über die Zurückweisnng des luxemburgischen Arrangements zurückgcblicbcu zn sein. So läßt sich wenigstens jene Stelle deuten,, wclchc'lautet: „Es würde unbillig sein, wenn Prcußcu nach seinen lN'oßcn Erobcruugcu eifersüchtig die kleinen Vcrgrößc» Nlngen überwachte, welche scin ?lachbar nicht im Interesse seines Ehrgeizes, sondern seiner Wohlfahrt wüu. scheu könne. Frankreich werde dann nicht mit Gleich-ssiltigfcit Prenßen seine legitimen Grenzen übcrschrcitcu oder andere bedrohliche strategische Puuktc fcsthaltcn sehen." Nach einer Correspondenz dcr „Köln. Ztg." ans Luxemburg vom 3. d. M. unterliegt cs gar keinem Zweifel, daß dcr König von Holland das Land verkaufen will. Die lN'oßc Mehrzahl dcr Vcvöltcruug ist, so weit sich die Sache übersehen läßt, für Bcibehaltnng des ^tu8 quo Mit Eiuräumnng des Aesatznngsrechtcs an Preußen mit Müiwr-Eoiwcntion nnd Zollverein. Dcr Anschluß an dcu norddeutschen Bund >t wcnigcr Anhängcr. Die franzoiisch'n^genlen ihrerseits bearbeiten die einflnßrei-chen Leute ^ie versprechen Ac.ntcr ^ industrielle Vor^ thc.e. Man Mt h.er wohl, daß P«ußcu weqcn Luxemburg ke.ncn Krieg uut Frankreich zu führen Willens ijt; aber man sag nch auch, daß Kaiser Napoleon, wenn er wegen des Äcsttzcs von Luxemburg selbst ciueu Krieg nicht scheucu sollte, um aus inneren Verlegenheiten zn kommen, mit dieser Erwerbung die Ncigim'g des französischen Volkes nicht zu befriedigen im Stande fein Würde. Die Forderung des Kohlenbeckens vonSaarbrn« ^n und anderer Districtc würde vermuthlich folgen. -^ diesem Jahre wird Frankreich keinen Krieg nntcr-!'chmcu, aber wenn derselbe folgt nnd Luxemburg ist '"l frauzösischcn Vcsitzc, so hat dcr Kaiser einen Stütz' Punkt mehr zum Angriff auf Preußen. Iu der candiotischc n Frage nehmen die vcr- ultelndeu Mächte augenblicklich eine abwartende Stcl» h ''6 cin, welche vielleicht hauptsächlich durch die Ent« ^"ung Englands veranlaßt ist. Man will sehen, ob die Pforte dnrch endliche Ausführung dcr im Hat-Hn» mayum dcr christlichen Vcuölkernng gemachten Vcrsprc-chnngcn den Beschwerden Eandicns gründlich abhelfen wird, man behält sich aber frck Hand für den Fall, daß die vielleicht ernsten Absichten dcr türkischen Ncgic-ruug dcm Fanatismus der Muselmänner gegenüber nicht dnrchdringen sollten, und in dieser Vczichuug ist uach. stehcudc Aeußerung der ministeriellen „Nordd. Allg. Z." von Bedeutung: „Die Pforte würde, nnscrcr Ansicht nach, dnrch eine solche Hartnäckigkeit, wenn dieselbe sich bestätigen sollte, ihren eigenen Interessen lanm cincn gnten Dienst erwicscn haben. Wenn alle curopäischcu Großmächte mit ciucr ciuzigcu Ausnahme, statt dcrcu jedoch Italicu in das Eonecrt eingetreten, sich zn einem gemeinschaftlichen Schritte einigen, so kann es kcincm Zweifel nntcrlicgcn, daß dies gemeinsame Vorgehen eine Folge sehr ernster Erwägungen ist lind kein anderes Mittel zur Verhütung einer bedauerlichen Krisis ermittelt werden konnte. Sobald aber die Pforte sich dagegen sträubt, den Weg zn betreten, dcr ihr von den europäischen Eabinctcn als der geeignetste Answcg ans einer gefahrvollen Situation bezeichnet worden, übernimmt sie die nngethciltc Verantwortlichkeit für Ereignisse, deren Abwendung angcnschcinlich in den Wünschen dcr Rath. gebenden gelegen." Da5 67er Elaborat vor dcm Merhausc. «Pest, Z.April. Bei Eröffnnng der Sitzung überbringt dcr Sendbote des Abgeordnetenhauses Graf L. Naday die Negicrnugsvorlagc in Nelrutirnugsangc-lcgcuhciten und den hierauf bezüglichen Protokollauszug. Hierauf folgt die Authentication des Protokolles und dcr Ucbcrgaug zur Tagcsordunug. Als Ocncralrcducr eröffnete Baron Nicolaus Vay, Obcrgcspan des Vorsodcr Eomitatcs, die Debatte. Ncdncr schildert am Eiugangc seiner Ncdc, wie innig vertraut bereits die Ocffcnllichkeit mit dcm auf dcr Tagesordnung befindlichen Gegenstände sei. Dics sci das Verdienst dcr Verfasser des Elaborates gewesen, die dasselbe noch vor nnd während der Commissionsbc« rathungcn ohne alle Ansschmücknng veröffentlichten nnd das große Publicum znm Richter cinsctztcu, damit das Urtheil dcr öffentlichen Mcinuug während dcr reichs« täglichen Vchandlung dirscs hochwichtigcn Gegenstandes bestimmend und maßgebend einwirken könne. In allen gebildeten Schichten der Gesellschaft discutirt, wnrdc über dasselbe das günstigste Urtheil gefällt. Ncdncr ist dcr Ansicht, daß das Abgcordnctcnhans mit dcm Elaborate dcr öffentlichen Meinung einen Ans. druck verleihen wollte. Noch erschwerter sei die Dis-cnssion, weil der Nahmen dcrselbeu durch die au die Au« uahme des Elaborates gcknüftftcu Äediuguugen noch vcr» cugert werde. Die litMwtio in inw^rum ist erfolgt; was uoch übrig ist, braucht blos ergänzt zn werden uud liegt iu dcu Händen des Ministerinms - bedarf es da noch viel des Wählcns? rollen wir die Aiänner der Ncgicrung in eine Krisis versetzen, damit sie ihr crhabe« ncs Zicl nicht crrcichcn können? Gewiß nicht. Hier gibt cs keine Alternative. Unter den gegenwärtigen Umständen würde eine Znrückweisnng des Elaborates so viele Vcrantwortnng ans nns laden, daß wir dieselbe nicht anf nns nehmen können. Doch ist dies nicht der Fall. Einen positiven Vorzug habe das Elaborat, nnd dieser bestehe darin, daß cr uus aus dcr Ungewißheit reißt nnd dem Provisorinm ciu Ende macht. Nedner bespricht mm im allgemeinen einige Theile des Elaborates nnd liefert dcn Nachweis, daß dasselbe in keiner Weise, selbst nicht durch das Institut dcr D» lcgationen, die Unabhängigkeit uud Selbständigkeit dcs Landes gefährde. Was auf dcr cincn Scilc geopfert wird, gcwinnc man anf dcr andcrcn Seite verdoppelt wieder. Ncdncr ncnnt dicfcs Elaborat cinc neue pragmatische Sanction; cr schrickt hicrvor nicht zurück, da cr dcr erste gcwcscu, dcr dic Behauptung aufgestellt, daß cinc solche erfolgen müsse. Wird daS Elaborat auch jenseits dcr Leitha nicht angenommen, so werde dies nns gleichwohl von dcr Er-füllnng unserer im Elaborate enthaltenen Verpflichtungen nicht zurückhalten. Doch vertraut Redner anf die Einsicht dcr Trcmslcithancr nnd die Nothwendigkeit, das Band dcr Einigung auf die im Elaborate enthaltene Weise zn knüpfen. All' dein Gesagten zufolge nimmt Ncdncr das Ela. borat an nnd erkennt in Jedem cincn Feind dcs Wohles und Glückes dcö Vaterlandes, dcr gegen dasselbe ist. Szögycnyi spricht in gleichem Sinne. Bei reger Aufmerksamkeit des Hanfes ergreift nun dcr Fürstprimas Iohaun von Simor das Wort. Der Ansicht des Redners zufolge ist die pragmatische Sanction lein wichtigerer Gegenstand, als der auf der Ta« ge^ordnung befindliche. Datz Elaborat ist die Hauptaxe, um welches sich das Hauptziel des gegenwärtigen Nnchstages, das von uns allen sehnlichst herbeigewünschte Ausgleichs» werk> dreht. Es waltet die Frage ob, wie man die in der pragmatischen Sanction entwickelten Principiell conslitutionell durch« fuhren könne. Ties ist der Ansicht Redners zufolge nur auf Grund des Dualismus möglich, welcher weder die Macht, noch die Einheit dcr Monarchie gefährdet, wel> cker der Central-Negicrung einen mächtigen Einflus; sichert, ohne die Autonomie des Landes zu gefährden. Vei so vielen anscheinend contradictorischen Interessen sei es nun Aufgabe der Magnatentafcl, zu entscheiden, ob das Elaborat zweckentsprechend sei oder nicht. Die Details seien bekannt, und obgleich Rebner gt» wllnscht hätte, daß in der Commission des Abgeordneten» Hauses fNr gemeinsame Angelegenheiten auch Mitglieder der Magnatcntafcl, wie bei Gelegenheit der croatischen Frage, vertreten gewesen wären (Zustimmung), so sehe er hicuon gleichwohl in Anbetracht der Dringlichkeit des Gegenstandes und dem Umstände zufolge ab, weil das Abgeordnetenhaus die Sache zur Genüge erhellte und discutirte und man auch ohne Prüfung zur Sache sprechen ttnne. Das Elaborat sei überdies das Wert dcs „gewissenhaftesten und erfahrensten Mannes, auf dessen Weisheit und Patriotismus wir bauen können." Als rothen Faden des Elaborats erkennt Redner im Elaborat zwei Principien, auf welchen der Ausgleich beruht, damit er ciu daurru^er sn. Das erste ist die pragma« tische Sanction! das zweite der Dualismus. Veide bilden das Etaalsrecht der Monarchie und Ungarns. Sämmtliche Ansprüche beider Principien sind im Elaborat parallel vertreten. Und so ist cs gut' denn nur beim Dualismus ist eö möglich, die Unabhängigkeit der ungarischen Krone, die Integrität und Einheit der .ttronc Stephan des Heiligen und die gesetzliche Autonomie Ungarns zu sichern. Auf Grund demselben tann das Voll der Monarchie nie von den Gefahren der Nalionalitätspolilil bedroht werden, welche vor einigen Jahren als Vrand unter die Völker gcschlcu.« dert wurde und welcher erst kürzlich Luxemburg zum Opfer sicl, waches dcn inlernalionalen Verücigcll cntg^gou annec» tirt wurde. Nedner spricht sich nun über die Verbindung mit dcr icnseitigen R^ichchalste auö und scdlieht seine Rrde mit der Annahme des Elaborates, welche» die pragmatische Sano lion bestätigt und rechtschaffen und glwisseohajt oie Pflicdlen beachtet, wclcke aus derselben ent>v>ichen — uatüllich mit Vchcizignng der ins ungarische Fleisch uud Vlul «bergan» genen Devise: ,,IXiI !»!5 «in».' nobi8> Somit blnbt mir nichts übrig — schlicht Ncduer — als für da? Werk den Sogen Gottes zu eifleheu u»d es sciuem ganzen Umfange nach auzunebnun, (L7 verfügten Einbcrnfnng eines außer-ordentlichen Neichsrathes abkommen zu lassen und den nerfassungsmäßigcn Ncichsrath znr Verhandlung über die ;nm Abschlüsse zu bringcudcn slaatslcchtlichcn Fragen zn bcrnfen. Dic Aufforderung Nicincr Regierung, die Wahl dcr Abgeorductcu zum Rcichsrathc vorzunehmen,"ist von dem Landtage Meines Herzogthnmö Krain in einer Weise beantwortet worden, welche Mich veranlaßt hat, Mich mit Mcincin Patente vom 1. März d. I. nochmals an die getreue Bevöllernng dieses Landes zn wenden. Ich beanftragc Sic mm, an den aus Neuwahlen hcrvorgcgangcnen Landtag sofort die neuerliche Aufforderung zur Beschickung des Neichsrathes zn richten, in« dcm Ich zn dcr patriotischen Einsicht und dcm loyalen Sinne dcs Landtages das Vcrtraucu hcgc, daß derselbe dicsrr Aufforderung bereitwillig entsprechen werde. Dcm Landtage ist hiebci dic ansdrückliche Znsichc-rung zn wiederholen, daß Mcincr Ncgicrnng Nichts ferner lirgt, als dcr Gedanke einer Einschränlnng dcr verfas-snngölnäßigcn Antonomic des Landes, nnd daß es im Gegentheile Mein Wille ist, diese Autonomie nicht nnr in jcncn Richtungen zn erweitern, wo dies dic Rücksicht ans dic Sicherheit nnd dic Machtstellung dcs Gesammt-reichcs gestattet, sondern dieselbe anch dnrch die dancrnde Befestigung des constitntioncllen Organisinns dcr Gc» sammtmonarchic nnd die fortschreitende Entwicklung entsprechender Institutionen mit ncncn Bürgschaften zn umgeben. Ofen, am 3. April 1867. Franz Joseph in. z). Dcr Hcrr Statthalter fügt bei, daß er mit der Mittagspost anch dic slovcnischc ÖriginalanSfertigung dieses allcrh. Handschreibens erwarte nnd dicsc sofort in dcr nächsten Sitznng dem Landtage übergeben werde. Nach Ucbcrnahinc dieses allerhöchsten Handschreibens erklärte dcr Hcrr Landeshauptmann, daß der Inhalt desselben ehrerbietigst zur Kenntnis; gcnomiücn werde nnd! fügte bei, daß er bereits für Montag dic Vornahme dcr> Rcichsrathswahb'n an die Tagesordnung gesetzt habe. Hicranf stcltc Dr. Älciwcis dcn Dringlichkeit^ antrag, es mög.'n die Wahlen in dln Rcichsrath, wie anch jcne in dcr Landcsansschnß noc) hcntc vorgcnom- ^ men, nnd da kcinc anderen Arbeiten vorliegen, noch hcntc ^ dcr Landtag geschlossen wcrdcn. Hierüber nicichtc Baron Apfallcr n geltend, cö sci doch cinigc Zcit nöthig, nm sich übcc die Hlänncr dcr Wahl zn verständigen, cs sci anch dic'cWahl hcntc nicht! an dcr Tagesordnung, darum sci cr für die Vertagung dcr Wahlen ans dcn nächsten Montag. Die Abgcord« nctcn Deschmann und Kromcr' änßertcn sich in dcmscllxn Sinne. V^i dcr Abstimmung wnrde dcr An« trag dcs Dr. Blciwcis mit Vl'ajoritat angcuonimcn nnd znglcich beschlossen, die Wahlen crst vor Schluß der Sitzung vorzunehmen. Hierauf folgte nach dcr Tagesordnung der Bericht des Landcsanöschusscs über dic Landtagswahlcn. Die Wahlactc ans der Wählcrclassc dcs großen Grundbesitzes, nämlich jene dcr Abgeordneten: Graf Eo-ronini, Graf Thurn, Graf Marghcri, Freiherr v. Apfnl' lern, Freiherr v. Rastern, v. Langer, Savinschcg, Rn< dcsch, Kromcr und Dcschmann wnrdcn genehmigt. Ebenso dic Wahlactc aus dcr Gruppe dcr Laudgcmciudcu, näm- lich jene dcr Abgeordneten: Tcrpinz, Vlciwcis, Pintar, Dechant Toman, Santo Trco, Graf Aarbo, Tauccr, Kramaric, Zagorcc, Korcn, Dr. Eosta, Suctcc, Peter Koslcr, Dechant Grabrijan, Baron Zois nnd Domprobst Koß. Gleichfalls die Wahlacte ans dcr Handels- nnd Gcwcrbctammcr, nänllich jene der Abgeordneten Dr. To« man nnd Dr. Kluu. Von dcn Wahlen aus dcr Gruppe dcr Städte und Märkte wurden jene dcr Abgeordneten: Karl v. Wurz-bach, Ritter v. Kaltcncgger, Johann Koslcr ebenfalls genehmigt. Ueber dcn Wnhlact von Rndolfswcrth erhärte dcr Landcsausschuß ihu noch nicht begutachten zu könucn, weil noch mehrere Anskünfte uud Erhebungen über denselben ausständig sind. Ueber dcn Wahlact von Aoclsbcrg, Laas nnd Obcrlaibach erhebt dcr Landcsausschuß dcn Anstand, daß die Ortschaft Hrib mit 35 Wäh< lcrn bei dcr Marktgeincindc Obcrlaibach niitgestimmt habe, obwohl sie in dcm ofsicicllcn Ortschaftsrcgistcr als eigene Ortschaft ansgewicscn wcrdc, nnd daher zn dcn Landgemeinden gehört. Zugleich uutcrstützt cr dcn von dcr Marktgemcinoc Adclsberg bci dcr Wahl abgcgcbcncn Protest, daß die Wählerliste für Aoclsbcrg zu ihrem Nachtheile gegenüber dem nichtrccurrircnoen, ans 2 Wahl> lörpcrn bcstchcndcn Markte Obcrlaibach nach dcn für dic politifchc Gemeinde Adclsberg, welche aus drei Wahl« körpcrn besteht, verfaßten Wählerlisten nnd nicht nach der bci der letzten Landtagswahl znr Richtschnur gcnom-mcncn Wählerliste für die Marttvcrlnögensvcrwallnng abgefaßt worden sci. Dcr Landcsausschuß beantragt die Bestellung eines Ansschnsscs von 7 Mitglicdcrn znr Vc-rathuug über diescu Wahlact. Abg. Dcschmaun niacht geltend, daß der Markt Oberlaidach cigcullich aus 3 Ortschaften bestehe, »äm« lich ans Hrib, Vas nnd Breg, in Hrib liege dic Pfarrkirche von Obcrlaibach. In dieser Zusammensetzung habe dcr Markt Obcrlaibach stets für dcn Landtag gewählt. Bei der obgedachten Abfassung der Wählerlisten sci sich nach dein Gesetze benommen worden, nämlich nach tz 13 dcr Landtagswahlordnung. Er beantragt die Giltigcrkla« rung dcs Wahlaetcs. Hiugegcn stellt Abg. Svctcc dcn Antrag ans die Annnllirnng dcs Wahlactes. Hicranf ergreift der Hcrr Statth alt cr das Wort, nm auf den klaren Iuhalt'dcs Gesetzes hinznweiscn. Nach i? 13 dcr Landtagöwahlordnung sind znr Landtagswahl für Städte uud Märkte jcue zur Wahl dcr Gemeinde-rcpr äsen tanz berechtigten Gcmeindcglicdcr bcruscn, welche u) in Gemeinden mit drei Wahlkorvcrn in dem ersten nnd zweiten Wahlkörper sich befinden oder iin dritten mindestens 10 fl. Stencr entrichten; d) in Gemeinden mit zwei Wahlkörpcrn dic crstcn zwci Dritt» theile aller nach dcr Höhc ihrcr Iahrcsfchuldigkcit gc-wähltcu Gemcindcwählcr ansmachcn. Bci dcr ncncn Gc-mcindcbildnng wurdeu in dcr Gemeinde Adelsbcrg znr Wahl der Gcmcindcrcpräscntanz drei Wahlkörpcr gebildet nnd hicnach anch die Wählerliste verfaßt. Hicnach ist mit Bczng ans die obige gcsctzlichc Bestimmung klar, daß von den Adclsbcrger Gcmcindcwählcrn nnr jene das Land« tagswnhlrccht besitzen, wclchc sich iin ersten nnd zweiten Wahltörpcr bcsindcn oder im dritten mindestens 10 fl. Stcncr zahlcn. Bci der letzten Landtngswahl habe dcr Äiartt Adclsbcrg einen Ntodns imftrovisirt, nämlich dic Interessenten dcr Marllvcrmögcnsvcrwaltnng als Land' tagswählcr anscrschen. Dieser ungesetzliche Vorgang sei, sobald man ihn in Erfahrung brachte, gerügt lind bci dcr Ausschreibung dcr Neuwahl sci dcm Gcmcindevor« stände in Adelsbcrg ausdrücklich angeordnet worden, sich bci dcr Abfassnng' dcr Landtagswählcrlistcn gcnan nach dcm Gcsctzc zn nehmen. In dieser Weise sei es anch geschchcn, nnd dics sci mit Aczug auf obigc Vcanstän. dignng dcr Standpnnlt dcr Gesetzlichkeit, wclchcr dcr ernsten Bcrücksichtignng dcs Landtages empfohlen wcrdc. Dcr Berichterstatter Dr. Costa legt t cn Schwerpunkt dcr Frage über dic Giltigkcit des Wahlactes in den oben angcführtcn Umstand, woruach die Ortschaft Hrib nnd die 35) Wähler derselben unbefugt sich bcim Wahlactc bcthciliget haben, und stellt es als wün-schcnswcrth dar, daß durch Einwirkung dcr Regicrnng künftig anch dcr Markt Obcrlaibach nach 3 Wahllörpcrn gebildet wcrdc, nm daö Mißvcrhältniß auszugleichen, daß gegenwärtig Wähler ms dcm lctztcn Ortc mit 3 si. 0 kr. z ir Landtagswahl zugelassen wcrdcn, während für jcnc aus Adclöbcrg 10 fl. Stcncr gcfordcrt Wirt. Bci dcr Abstimmung wird dcr Antrag dcs Abg. Svctcc auf Annnllirni g dcS Wahlattcs uoi Adelsbcrg, Laas nnd Obcrlaibach angenommen. An dcr Tagcsortnnng ist ferner dcr Bericht dcs Landcsausfchusfcs übcr das Ausinnen der Laudeöcoinmis-sion für die Grnnolcstcn^Ablosnng nnd Rcgulirung, dahin gerichtet, es möge dcn bci dcr Landcöcommission nud bci dcu Locnlcomnissioncn bestellten Fnnctionärcn, nämlich: dem Regieruugsralhc Dr. Schöppl, dcn Rcgic-rnngscommissärcn Dr.Viditz.Hiahkot undDralka die ihnen uach ihrcr gcgcuwürtigcu Rang- nnd Gehaltserhöhung gebührenden Bezüge, .'bcnso wic die bisherigen Bezüge, aus dem Grundcntlast'nngsfondc flüssig erhalten wcrdcn. Dcr Landcsausschuß beantragt zwar die vorläufige Berathung dicscr Augclcgcuhcit durch einen Ausschuß, ist aber mit Rücksicht anf dcn Acschlnß, daß dic Landtags-scsston heute beendiget wcrdc, dcr Ansicht, es möge, da ohnchln dcr Anspruch dcr Landcscommission bezüglich dcr crhohctcn Gehalte keinem Auslande unterliege uud nnr bezüglich dcr Beibehaltung der bisherigen Functions-zulagcu eine allfälligc Äcschränknng zulasse, dcr Landes« ansschnß znr wcitcrcn Vcschließnng nnd Antragstcllnng für die nächste Landtagsscssion crinächtigct wcrdcn. Dicscr Antrag wird znm Beschlnssc crhobcu. Hicrauf erfolgt Schluß dcr Sitzung nm 2^ Uhr. Nächste Sitzung Nachmittags 5 Uhr. 2. Sitzung dcs krmnischcn Landtages. Vorsitzender: Hcrr Landeshauptmann v. W n rzba ch. Seitens dcr Regierung anwesend: Sc. Excellenz dcr Herr ! Statthalter Frech. v. Bach und der Hcrr Ncgicrnngsrath Roth. Der Hcrr Statthalter macht bekannt, daß er mit dcr Mittagspost die slovcnischc Originalansscrtignng dcs allerhöchsten Handschreibens vom 4. April erhalten habe, dic cr hicmit dcm Landtag vorlese nnd übergebe. Dasselbe lautet: L j u b i baron B e u s t! Dne 18. februarja 1.1. odprtiin zborom dežolnim Mojih kraljostev in dežel, ki no spadajo pod ogersko krono, bili so po Mojoj vladi dani na znanje razlogi, sprioo kterih se Mi je vzvidolo zaukazati, naj so no sklicuje veè izreden zbor državni, kakor jo veleval Moj patent od 2. ja-nuarja 1807, tomuc naj so poklièo nstavni državni zbor za obravnovanje državnopravnih vprašanj, ktera se imajo dognati. IMa povabilo Mojo vlade, naj izvoli poslanco v državni zbor, odgovoril je deželni zbor Mojoga voj-vodstva Kranjskega tako, da seni spoznal za dobro, se Svojim patentom od 1. marca 1.1. obrniti so še enkrat na zvesto ljudstvo to dežole. Narocam Vam sedaj, da prccej novoizvoljeni zbor dežolni vnoviè opomnite, naj izbore poslanco za državni zbor, tor so zanaSam na domoljubno spre-viduost in lojalnost omonjenoga zbora, da bodo dra-govoljno izpolnil ta vponiiu. Doželnoniu zbora naj so pri tern so onkrat izreono zagotovi, da vlada Moja nikakor no nainerja, kratiti doželi ustavne avtono-mijo, marveè da Mo je volja, ta avtonomijo ne samo razsiriti kjerkoli to dopušèa ozir na varnost in moö skupnega cosarstva, ampak nakloniti jej tudi nova poroštva s torn, da so konstitucijonalni organizom skupne državo stanovitno utrdi in tomu prhnerno naprave èedalje bolj razvijojo. V Uudimu 3. due aprila meseca 18G7. F r a n c Jo ž o f m. ]>. Nach Verlesung dieses allerhöchsten Handschreibens, welches von dcr Versammlung mit lebhaftem Slc-.uaruf vernonnncn wnroc, erklärt Herr Landeöhaliptniann Na-mcns der Bcrsauimlnng, daß dieses allerhöchste Hand" schreiben in seinen beiden Ansfertignngcn im Landes archive werde aufbewahrt wcrdcu. Hierauf theilt der Hcrr Land esha nft tm ann mit, daß es künftig von dcr Bestellung eines verstärkten LanocSansschnßes. wic cr bisher bestand, ab-znkommen habe, weil nach einer Mittheilung des Herrn Statthalters vom 3. April l. I. znfolgc allerhöchster Entfchlicßnng von, 29. März l. I. dic von dc>n Land-tage anf Grund dcrParagraphc 5 und 20 dcr Dienstes-Pragmatik lind Dicnstcsinstructiou für dic landschaftlichen Beamten llnd Diener vollzogene Wahl cincr Vlrstär-knng des Lanocsausschusses lingiltig sci nnd sofort anßcr Wirksainkcit zn trctcn hat, weil in dcr Instruction des verstärkten VandcsauSschusscs eine Acndcrnng dcr LandcS-ordnung gelegen nnd diese bisher vcrfassnngsmäßig nicht zu Stande gekommen sei. Abg. Dr. Costa will es der nächsten Session anheimstellen, zu bestimmen, ob die Angelegenheiten dcs verstärkten Lanoesansschusscs künftig dnrch dcu Laudtag oder durch deu Landcsausschuß besorgt werdcu sollcu, in dcr Zwischenzeit möge sic dcr Letztere besorgen. Wird zum Beschlusse erhoben. An dcr Tagesordnung sind ferner die Wahlen für dcu Rcichorath nnd dcn Landcsanoschnß. Die Wahlcn dcr scchs Rcichsraths - Abgeordneten wcrdcn von dcm Landtage aus dcu einzelnen Enricn vor-« genommen, und erscheinen dnrch Stimmenmehrheit gewählt: 1. Ans dcr Euric dcr Großgrundbesitzer Earl Graf Eorouini; 2. aus dcr Euric dcr Städte uud Märkte, dann dcr Handelskammer: Dr. To nan nnd Dr. Klnn ; 3. ans dcr Enric dcr Landgemeinden: Graf Barbo, Evctcc nnd Pfarrer Pintar. Sämmtliche gewählte Rcichsraths-Abgcordnctc nch-men dic Wahl an. Hicrauf erfolgt dic Wa1,l dcr vier Landcsausschüssc nnd dcr vier Ersatzmänner. Durch Stimmenmehrheit erscheinen gewählt: 1. Dnrch die Enric dcr Großgrnndbcsitzcr: Kromer als Ausschuß, Rudcsch als Ersatzmann; 2. durch dic Eurie dcr Städte und Märkte und dcr Handelskammer: Dr.Tmuau als Ausschuß und Domprobst itoß als Ersatzmann; 3. dnrch die Enric dcr Landgemeinden Dr. Blei-weis als Ausschuß, Svctcc als Ersatzmann; 4. dnrch dcn Landtag Dr. Costa als AnSsclM, Pctcr Koslcr als Ersatzmann. Sämmtliche Gewählte nehmen dic Wahl an. Hicranf wird mit einem AdschicdSworte des Landes' haufttmanns nnd lebhaften Hochrufen anf Sc. Majestät dcn Kaiser dcr Landtag geschlossen. 517 Oesterreich. VZien. Dcm friihcrcl« Mariucmiuisler Frcihcrru v. Burger und dcm ^iccdircctor dcs Staatöarchiui« Negieruugsrath v. Aructh sind dic ^crhaudluugeu über-tragen worden, wclchc niit dcin itaticuischcn Senator Contc ^ibrario wcgcu thcilwciscr Zurückstellung dcr au<> Venedig wcggebrnchtcu altbcuc;ianischcu Documcntc und Kuustgcgcnstäudc gcpflogcu wcrdcu sollen. Wien, 6. April. Die mit dein veröffentlichten allerhöchsten Haudschreibeu vom 9. Fcbruar 1^i>? augc^ ordnete Vcrthciluug uon Unterstütznngilbciträgcn zur Ab« Hilfe gegen den in der Umgegend der böhmischen Schlacht» feldcr nm sich greifenden Nothsland ist anö Anlaß deö Dieustan^tritteel des Statthalters in Böhmen, (trafen Nothlirch, uiit Erlas; des StaatSministcriumö vom e Liquidirung der KriegSschädcu mit besonderer aller» höchster Genehmigung vou dcu Ccntralstcllen dcm Statt-Halter in Böhmen der Betrag von einer weiteren halben Million znr unmittelbaren Vcrtheilnng an die Bedürftigen außerhalb der erwähnten 1A Bezirke znr Verfügung gestellt worden. -^ Das „N. ssrdbl." schreibt: Wir vernehmen von authentischer Seite, daß sturst CarloS Auers» Pcrg zum Präsidenten des Herrenhauses, Dr. V. H a S» ncr zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses design uirt sind. Linz. Die amtliche „Winzer Zeitung" bringt nach» ltehendc Mitthciluug: Se. l. f. "apostolische Majestät haben zufolge allerhöchster ^nlschlicßnng voin ^6. Viärz o. I. die Verhandlungen in der ersten Session der zweiten Periode dcö obcrösterreichischcu Landtages allcrgnädigst zur Kenntniß zu nehmen gcrnht. «Pest. Die ..Pester Corr." vom 3. meldet: „Trotz des strömenden Ncgcns, welcher vermischt mit Schneeflocken den heutigen Morgen zu cincm dcr unfreundlich' stcn machte, unternahmen Se. Majestät heute Morgens halb acht Uhr ciucu zwciteu Iagdausflug in dic Umgc-bungcu Gödöllö'o. Dic Fahrt wurdc in vierspännige», Hofcguipagcu angetreten. In dcr a. h. Suite bcfandcn sich: Ministerpräsident Julius Andrassy, stiuauzmiuister Melchior v. Louyay, dic Gcucralc Waldstciu uud Graf Thun, dcr Abg. Emcrich Ivanka uud drei Flügeladj». tauten: dic Majore Fcycrvary, Gcrlich und Graf Pal. Dlc Jagd nahm im Walde von Kerepes ihren Anfang, überging von dort anf das Harasztcirer iltemer nnd endete iu Martonbercgh. Dic Rückfahrt wurdc von Martonbcregh um halb 4 Uhr angetreten, und um l>«/. Uhr langten Sc. Majestät wieder wohlbehalten in Ofen an. Zur Ccitc Sr. Majestät saß während der ganzen 6ahrt Ministerpräsident Graf Andrassy, in dein' zwei-ten Wagen bcfandcn sich Finanzminister von LoulM nnd Graf Thnn." — 5. April. „Lloyd" mcldct: Die vom Insti z-minister cinbcrnfcnc fachmännische Commis-I'on hiclt gestern nnter Vorsitz desselben cinc Sitzung, nnd theilte sich in drei Snbeomit^s znr Ansarbeituug von Vm-schlägcu für ciu Strafgesetz, dic Gerichtsorgani« 'ss^''."'^ ^" ^'"lproceß, wclche dcni gesetzgebenden Professoren 5ta»tz und ^ s.. ^ ^''" .^"ianer sind auf Vorschlag des ungm>,chen st'nanzminislcrs zm' Theilnalnnc ai der Spec alcounnission für das Nl^nzwch! ' we^an 10 d.M. 'n^„z..c,mmentritt,m.geladen worden. - 5 Apr.l. yeute war um 11 Uhr Sitzuug der Dtput.r cntascl, «n welcher die Abgeorducteu Graf Khun und Ludw.g Döza, Karl Toru.er, Paul Kubic^a Gras Naday und Io,cph ^zcll, welche kürzlich zu Obcr» gcsftäucu uud ähnlichen Aemtern ernannt wurdcu. ihre Mandatc niederlegten. Hicranf überbrachte Graf Gcdcon ^aday ^nn. dic jüugsleu zwei Beschlüsse dcr Magnaten« Nel. Dann beantwortete Minister Horvnth Tisza's Interpellation vom 2l',. März. Die Ncgicrnng werde C s, "sl dcr illcligionsangclcgcnhcitcn noch in dieser ession cincil Gcsctzautrag cinbringcn, dcr zugleich ciu "'lonlsationsgcsctz enthalten wird; bezüglich der Nr« 'Nalfragc werde die Regierung bemüht fein, deu Wüu» ^" des Landes so bald als möglich zu cntfprcchcu. Berzcviczy reicht bezüglich dcr CurialgrNude eine Gesetz« cntwurf ciu, dcr iu Druck gelegt und sciuerzcit auf die Tagesordnnng gesetzt wird. Monlag wird die croatischc strage verhandelt. — „Lloyd" meldet: Die (äruenunng des Hofrathes Cseh znm königlichen Counuissär für Fiumc ist eine vollendete Thatsache. Seiner Ankunft in Fiume darf biuueu acht Tagen entgegengesehen werden. Triesl, . April. (Norddeutscher Reichstag.) SpccialoiScnssi on übcr dicBuudcS» tricgsverfassllng; Artikel 53 und 5)4 wnrdcu in dcr Rcgicrungsfassnng augcuomincu. Artikel 5)5 wurde mit dem Amcndeincnt Forckcnbeck, welchem dcr Kriegsminister znstimmtc, angcuouuucn, wonach dic 12jährigc Dienstpflicht in .'ljährigcn Fahncndicnst, 4jährigcn ^Ilc-scruedienst uud 5jährigcn LandN'chrdieust speeialisirt wird. Zn Artikel 50 wurde cin Amcudcmcnt Forckcubcck'ö, wiewohl dcr Kricgsmiuistcr dasselbe uuzulassig erklärte, niit 1^7 gcgcu lüli? Stimmcu augcuommcu, wonach dic Fricdcnspräscnzstärkc des Bnndcshccrcs bis 31. Deccin. ber i!>?1 auf ciu Procent dcr Bcvöllernng von 18»'»7 uormirt, vou dn ab durch die Buudcsgcsetzgebuug fest' gestellt wird. Eiu Amcndcmcnt Moltkc's, bezüglich dcr in dcn Paragraphc:: 56 und 58 bcstimmtcn Fortdauer dcr Lcistlingen bis zur Publication ciucs ucucn Buudcs» gcsctzcs, wurde mit 1M> gcgcu 129 Stimmcn abgelehnt. Dic Abstimnulng übcr dcu gauzcn Artikel erfolgt mor< gcu. Kriegsminister u. Roon erklärt sich gcgcu allc Amcndcmcnts. In dcr von Scitc dcr Rcgicrnng vor-gcschlagcncn Friedensstärke sei kein Mann zn viel. Allcr» dings habc dic ?iation mchr Männer iu Waffen, als für cinc fricdlichc uud freiheitliche Entwicklung wünscheus' werth sei. Bei deu gcgcnwärtigcu Vcrhältnissen Eliropa's lönnc abcr an cinc Vcrringcrnng dcr Vollswcl)rhaftiglcit nicht gcdacht wcrdcn und schwerlich auch znlünftig, selbst wcnn sich dic Situation ändcrt. Dcr Kriegsminister crinucrt an dcn Vcrfassnngsconflict vor dcm östcr» reichischcu Kriege. Dic Stärke dcr prcußischcu Llrmcc sci dainals sclbsl iu Prcußcu uutcrschätzt worden. Ich schwieg, weil ich nicht prahlen wollte. Abcr noch in Rikolsbnrg, als ncuc Vcrwickluugcu drohte», würde ich, wcnn dic Politik cs gefordert hätte, haben sagen können: Ich bin vou Ncucm bcrcit. Für dcu Antrag Ahlcmanns, die Wehrpflicht in Nord-Schlcswig zu suspcudircn, stim. mcn nur beide dänische Dcpntirte. — Die „N. Allg. Ztg." glaubt, die in London colportirte angebliche An-sprachc'des Königs von Dänemark au cinc dänische Dc-pntation, in welcher er sich folgcndcrmnßen gcänßcrt habcn foil: Selbst in dem südlichsten, cntschicdcn dcnt' schcn Districtc Schlcswigs hcißc cs, „licbcr mit Däuc» mark stcrbcn, als mit Prcnßcn verderben", in das Gc« biet dcr dreisten ungeschickten Erfinduugcu verweisen zu müsscu. Dcr Telegraph hat das in Fluren; verbreitete Gerücht gemeldet, daß sämmtlichc Minister ihrc Denüs-sion gcgcbcn habcn. Dicsc Ätcldung kountc nicht über-raschen, denn cs hat sich bereits bei dcr Abstimmuug übcr dic Wahl dcs Präsidenten dcr Kammer gezeigt, daß die Liukc wcit fcslcr organifirt ist, als dic Rcgicruugs^ partei. Erispi hat gcgcu die 192 Stimmcu scincs Ntit. bcwcrbcrs Mari die bcdcutcndc Zahl von 142 Etimmcn erhalten. N'nn war schon beim Zusammentritte dcr Kam-mcr bezweifelt wordcn, daß dic verschicdcucn Ruaucc» dcr gemäßigten Partei bei Mstimmuugcn über schwer- wiegende Angelegenheiten zusammenhalten werdcn. Rlcca-soli hatte dahcr dcn Versuch gciuacht, Ratazzi ins Ca^ biucl zu zicheu, »uu dadurch cinc Festigung aller Gemäßigteren in der Kammer zu erzielen. Die Eiuiguug ist aber nicht zu Staude gctommcn und dies mag der Grnnd sein, welcher das Cabinet zum Rücktritte bo stimmt hat. Paris, 5. April, Abends. Der „Etendard" sagt: Die Umgestaltung dcr Vcwaffuuug dcr Infanterie wird thätigst fortgesetzt. Demnächst wird cin großer Theil dcr Armcc mit Ehassepotgcwehrcn vcrsehcu scin. - „?a Prcssc" erfährt, die Eabinctc von London und Petersburg hätten in Beantwortung ciuer Anfrage Preußens erwiedert, daß, nachdem die Auflösung dcs deutschen Bundes den Verbindlichkeiten des Vertrages vom Jahre 1639 für dcu König von Holland cin Ende gemacht habe, sie sich uicht ermächtigt glaubten, dem Könige von Holland auf Gl'nnd dieses Vcrtragcs i'gcnd ciuc Be-mcrknüg über die Eutschließnugcn zn machcu. welchc er bezüglich Lurcmburgs fassen zu sollen glaubeu würde. Vondo» , 4. April. Im Parlament erfolgte die Budgetvorlage. Die Einnahmen übersteigen den Voranschlag nm 2,421.000 Pfd. St., während die Ausgaben eine Million hinter dcm Voranschlag zurück-bleibe» ; das diesjährige SuperpluS veranschlagt Disraeli anf 1,206.000 Pfd. St., wclchc er, ausgenommen cinc Reserve von 246.000 Pfd. St., zur Schnldcutilguug uud Hcrabsctzuug der Schiffsocrsicherungstafcn verwes dcu will. Haag, 4. April. Die uicdcrläudischc Rcgicrung eröffnete amtlich Prcußeu, der Vcrkaufsucrtrag L urem-vurgö au Frankreich sci uicht abgcschlosscn und solle anch ohnc dic Zustimnuiug Prcußeus uicht abgeschlossen wcrdcu. 9?ew'?jork, 4. April. (Kabcltelcgramm.) AuS Atcxico wird gcmcldct: Die Libcraleu bcganueu deu Augriff auf Querctaro, wo Kaiser Maximilian ein» gcslhlosscn ist. Hagesneuiglieiten. — ^Ncue M ilit ür > PrÄmien.) Mit hohem ssricgemmislcl!al°El-lassc wlirde den unterstehenden Tluppcn-lüipcrn a^czeordnct, daß Ulttcrossicitre, vom Feldwebel bis zum Gefreiten uud denselben gleichgestellten Chargen ab» wNrts, durcb die Emfilhrung des neuen Wehrsyslems nicht mehr rccn^agnt werben, sondern auf die neue Dauer von sechs Jahren mit einer jährlichen DieustplÄmie von 60 ft. und dcr täglichen Zulage vou 15 Kreuzern zu belhcilen sind. Den Anspruch hierauf haben hlos gut conduisirle und destverwcudbare Charge». Das Capital beträgt 300 fl., dclhi'r bei der früher bestandenen Neangagirung von 1200 fl. allciu bei cincm Mcnine die Ersparniß von 8^0 sl. erwächst. — (Weinerport aus Oesterreich „ach dem Zollverein.) Unlcr diesem Titel bringt die „Presse" cine Correspondcnz „vom Nhcin," in dcr eö u. a. heißt: Dic Producenten wünschen lcincöwegs cinc Ormähigung der Wcinzolle, wcil sie dadurch ihren Adscch in die Zollvereins s!aa!cn gefährdet glauben. Dic Ccnsumentcn dagegen stcben entschicdcn aus Ecilc derjenigen, die cinc Ncduclion der Ein» gcu,g.?abgahl-n auf österreichische Wcine wünseben. Dcr vor« iähiige Feldzug hat Tausenden die Gelegenheit geboten, ein« mal östeircichische, insbesouderö ungarische, Weine lennen zu lernen. Hier cnn Nhcine verlaufen die Apotheker dcn süßen Tolaier al^ Krankenwciu. Sclbst in Dclicatesseu-Handlungen, die doch alle möglichen französischen und sonstigen Weine silhr.n, wird Tokaier höchstens in einer oder zwei Sorten gereicht, während sonstige Ungar« oder Ocstcrrcicher Weine nicht z» hadcn sind. Uud doch producitt Ungnrn allein circa hundnt Sorten, wclche mit Erfolg mit ehenso vielen sran« zösischcn Weinen concurlircn könnlcn, darunter manche, wclche, eine gleich sorgfältige und verständige Ausbildung V0laus° gcscht, cdcnso viele dcr vorzüglicheren Wcinsorlen nach we« nigcu Iahvcn zu verdrüna/u im Slandc warcn. Ls ist abcr »icht mdglich, liner Waare Anerlenoung und Abneh« mer zu v^rj^asfen, so lange diejenigen, welche sie lausen sollen, leiuc Gelegenheit haben, sie leimen zu lernen, ja nickt liümal wisse», daß sie sjistirc. — (F instcr m ü u z st r a ß e.) Nach dcin Vilndncr Tag» blalt wird dic Nachricht, daß Oesterreich ciltschlosseu sei, Hand an daö Snaßenwerl bei Fiuslcrmünz zu lcgen, iu einem auö Wieu nach Chur gelaugten Bliese vom 24. Mürz he« sliiligt mit den Worten, das öslerrcichischc Ministerium habe aus Andringen dcS auswärtigen Amtrö deu Baulostenbttrag für die Llrahe Finstermünz.Marlinsbrucl für 18L8 positiv in das Vudget aufgenommen uud dem Stalthalter in Tirol den bezüglichen Auftrag dcrcits zukommen lassen. Die Straße welde parallel dcm Inu gebogen und berühre die Festung Fiuslermünz nicht. Das auswculige Amt sei dabei sehr thalig intcrcssirt. — (Zur Eröffnung« seier der Weitaus' slellung) bringt die „Presse" nach einige Einzel'chciten: Iu Hochlusen uud sonstigen Mainjestatiouen des Lnlhusias» muH zeichneten sich die EnMnocr, Schweden und Dänen, namentlich abcr die Nordamelilancr au?. Die Feucrmanner dcr lclUcrcn halten sich auf ihre Spuken gestellt und schrien aus vollen Luugen: „Hurrah! Hurrah! all rißlit!" uud mit herrlich schlechtem Acceut auch: „vivo I'ompormil und vivo I'im^mtrioo/' — Der Kaiser sprach mit dru Mitglieder,, dcr schweizerischen Commission einige Worte veulsch u»d die .ssaisflin wechselte mit den Spaniern einige Worte in ihrer Muttersprache; cin resp,llvc>Nrr Mandarin 508 des Königs von Siam legte sich glatt auf den Vauch und verlangte durch flehentliche Gelicrdcn und unverstanden ge» bliebene Ncdcn, daß das laiserlichc Paar über seinem Nüclen wegschreiten möge. Seinem Wnnsche lonnte indessen nicht willfahrt werden, und als der Nespectvolle sich durchaus nicht selbständig erheben wollte, wurde er von einigen jrlngern Mitgliedern der Commission gepackt und behutsam auf seine Veine gestellt, worauf die Majestäten lachend ihren Weg fortsetzten. Die dänische Commission war undelicat genug, sich eines Compliments zn demüchtigcn, welches eigentlich den ?lorwegern gehörte. Von den lrtztcrn ist nämlich cine prachluolle Sammlung von Gerathen zum Fischfänge ausge« slcNt, worüber der Baiser die dänischen Commissure beglück» wünschte. Der Verstand der letztere» erwiderte darauf, daß die Bewohner seineö Landcö und das Meer stets gute Frcnude gewesen seien, und es auch zu bleiben hofften. Die norwegischen Commissäre, an denen dcr Kaiser dann, ohne sie zn beachten, vorüberging, sind erbittert über das ihnen weggeschnappte Compliment. Äaron Nolhschilo, der zeilig eingetroffen, ging, auf den 3lrm des Ciscnbahn-IngcnieurZ Perdonnet gestützt, line Elrecle vor dem kaiserlichen Zuge her, wahrscheinlich um symbolisch anzudeuten, daß ohne Geld olle dicsc Herrlichkeiten nicbt hätten geschaffen werden tonne». An dli berühmten 10. Gruppe lieh sich der Kaiser die Milglieccr der delrcsfenden Ablheilung^Commission noch «inmal linzcln vo!stellen und nahm aus den Hündcn de? i)errn Conty ein geschrierencs Hest, eine Beschreibung dcr aufgestellten Gegenstände enthaltend, entgegen. Nach Beendigung seines Nnndgangls nahm das laiserliche Paar eine llcine Collation in seinem Pavillon ein. — Der „Moniteur" sncht noH das Pnbl'cnm üder das älusbleiben des laiserli-l)en Pliiizcn zn beruhigen, indem tl dessen Atsinden als lssiiedigend beznchi^t. Locales. — (Von dem L an d es aus schus s e.) Der lrai» , ,sHe Lanb.'sansschus; hat eine Scontrirung silmmtlichcr vo» i)M verwalteten Fonde und Cassen vorgenommen und überall Ordnung g! funden. 3Iuch das Zwangsarbcitshaus wurde liei diefer Gelegenheit inspicirt. Ferner wurde dcr Eollicila-lcr Lindner zum ?lmtsbicncr ernannt und zwei Amts' ticner in höhere Gehaltsstufen befördert. — (Mexican isches F r ciwilli g e n « C o r p s.) Der erste größere Transport von etwa 600 Mann dcr aus Merico znrüclgcllhrtcn österreichischen Freiwilligen, welche i» ihre Heimat abgcbcn, ist heute in der Früh hier angekommen, wahrend die in österreichische Dienste Urbertretendcn noch in Tries! vc>blieben sind. — (I n v al it> cu st ist u n g) Tie l. l. Landesregie» rung schräkt im Nmtöblalle den Concur« für die durch dcn biesigcn Franenocrein gegründete Invalidenstistung aus, welche ouö dcm Zinserträge'pr. 000 st. zwölf Unterstützungen zu je 50 fl. an Invalide (eventuell deren Witwen und Waisen) der vaterländischen Tnlppenllirper gewährt. — (Solol.) Der vorgestrige Eololabeüd war sehr start blsucht. Mehrere Abgeordneten, darunter Dr. Alei> weis, Toman, Klun, Costa, Grabrian und Kra ' m aric, waren als Gäste clschienen. Im Lause des Abends langte ein Vi'grühungstc'legramm der „Slcwcnija" aus Graz ein. Die Gesellschaft trennte sich crsl um die zwölfte Stunde. — (Line Lieferung von 24000 Stück Schaffelle») wird von b>m t. l. V.rgamte in Ioria ausgeschrieben, worüber das Nähere in der Kundmachung in unserem hcutigcn Aiutsblatte. — (Benefice.) Morgen sindct die Vcnesizvorslellnng unseres beliebten Komücrs Herrn Find eisen statt. (5s wiid in dieser Saison zum ersten mal die Offenbachsche Operette „Darhnis und Chloe," die Posse „Monsieur Hcr. lules" und das Lustspiel „Cin Sechszigel" gegeben. Wir wünschen rcm thätigen und sehr verwendbaren Veittficianten dcn besten C'rfolg. — (Concert.) Am verflossenen Freitag fand das S ch ulf o n d s - C on ce rt der philharmonischen Gesellschaft statt. Zur Aufführung gelangten: Ouvertüre zu Anatreon von Chernbini, „der Nose Pilgerfahrt" von Schu m a n n und das Fiüale aus der leider nnvollei detcn Oper Mendelsohns „Lorele.)." Die Ouvertüre zu „Anciireon," die wir fchon zu wieder» Hollen malen zu hören lulamen, würde diesmal mit ga„z besondrer Präcision vorgeführt, ^ie CinsÜhe der Holz« u,'0 Pllcbhalmo»ien wareu eütjchicdlN, sowie auch die gefäl' ligkn Geigciisiguren, an dc»en di«se Ouvertnre so reich ist, durch die Gleichheit und Reinheit, mit >'cr sie gespielt wurden, vollkommen zur Geltung lamcn, s» daß die Aufführung der Ouvertüre c>ls cinc gan,^ gelnngene bezeichnet werden kann. Tic nun folgende Tondichtung: „T'cr Nose Pilgerfahrt" überraschte un§ <,olj dir vielen Schwierigkeiten, welche dieses Werk namentlich einem aub so heterogenen Clemcnlcn zusammen-gescl,tcn Vereine bietet, durch die gelungcnstc Durchführung. Es ist dies dai erste gröbere Werk von Schumann, welches wir hier zu hören Gllegcnhlit halten. Schumann tiilt uns darin häufig mil jcncr Eigciilhümlichkeit entgegen, die ihn zum Gründe der ncuromanl>schcn Schule befähigte, mit jener liefen Innerlichkeit, dic einen so unendlichen Zauber auszuüben vcimag. Cs slcht die Ansicht f.-sl, das; „der Nose Pilgcrsahll" cinc schwächere Nepruduction d dieses Wertes anbelangt, so war dieselbe, wie schon er» wähnt, eine sehr gute. Die Solopartien befanden sich in den Händen der Damcn Clementine ilberhart, Püch^ ler und Anna Pehjat, dann der Herren Ander und MeÜuö. Wurden die Leistungen der eben Genannten nicht in verdienter Wcise vom Publicum gewürdigt, so ist dies wohl nur dem Umstände zuzuschreiben, daß dasselbe mit Schumann uoch nicht vertraut, folglich überhaupt noch nicht in dcr Lage ist, dcn vollen Werth des Gebotenen zu erkennen. Chor und Orchester hielten sich tapfer, und ihr Vcr» , dienst um das Gelingen des Ganzen ist nicht zu unterschätzen. Den Schluß des Concertes bildete das Finale aus Mendelssohns unvollendeter Oper „Lurclcn." Die Liebenswürdigkeit, die wir bei Mendelssohn in jedem Dinge wahrnehmen, ist auch hicr in vollstem Maße zu finden. Die Aufführung dieses Bruchstückes war geradezu eine vollkommene. Die Solopartie wurde von Fräulein Clemen» tine Cberhart, die uns mil ihrer sympathischen Stimme schon so ost entzückte, mit Vollendung gcsnngcn. Zum Schlüsse müssen wir noch eines Mannes gedenken, durch dessen C»ergie es möglich ist, solche Werke in so vor» züglichcr Wül^e ausgeführt zu hören. Es ist dies Herr 9tedved. Wir glauben im Sinne des gcfammlen Public ums zu hanteln, wenn wir ihm hier dcn wärmsten Tank sür seine große Mühe und sür sein redliches, nur der Kunst geweihtes Streben auödrücten. — (Schlußv e rhandlun gen) beim l. l. Landes-gerichtc in Laibach. Am 10. Apeil. Anna Ieric: Schwere körperliche Beschädigung. — Am 11. April. Franz Koroöic: Schwere körpelliche Beschädigung; Michael Mazi und Ge» nossen: Tiebslahl. Eiua.esrut»et. In der schon am 17. April stattfindenden Ziehung der Neumeyer'schen Loose in Wien lann eine Freifahrt nach Paris und außerdem in einer dortigen Ziehung nocd 3000 Francs gewonnen werden. .5<>. Berlin, 0. Apnl. (Norddeutscher Reichstag.) Dcr Reichstag nahm Art. 57 mit dcin Zusatz Forctcnbcck, wclchcv lxstimmt, daß die Porlcgling dcö MilitärgcsctzcS nach dcr Turchfühnnig dcr Arniccorga» uisirlmg erfolge, ferner uä 58, Armccammdcmcnt For» ckcnbccks betreffend cin 5jahrigcö Intcrimisticuin, an und lehnte das Amendcment Solinö (7jährige Ctatsfcslstcl' lung), ferner daö Amcndcmcnt Aiollkc'^ (Fortcrhcbnng dcr Arincelcistiingcn l'iö znni Erlaß cincs ncncn Ann. dcögcsclM) mit 13^ gcgcn 130 ^tinuncn ab llnd nahm sodann dcn Art. 59 iu dcr Fassnng Forckcubeck^ an. Berlin, 0. April. Eö steht dcreits fest, daß die Bnndcörcgicrnngcn dcn Acschlnß dcs Reichstages bctrcf-fcnd die D iätcndcwi ll igung ablehnen werden, fie erachten denselben dein allgemeinen Wahlrecht gegenüber fiir principiell;:iiznlässia.. PariS, tt. Apri!. Der' „Etendard" d'mcntirt dai< Gerächt dcr Wiener ^onrnalc iibcr die ai gcbliche Vc-rnfnngdcs Hcrzo^s v. Gra m on t nach Paris. Dasselbe Ionrnal sagt: Die französische Regicrni g habe bis , jetzt von Rnßland lcirc anf die Vertrage von 1839 bc-zngliche Acmcrknng erhalten. — Die „Patric" schreibt: , Gerüchte iibcr mililäiischc Maßnahmen Preußens sind vollkommen unrichtig; ans freien Stnckcn »rflossenc (ör» k'ärnngcn dcs Berlin:r Cabinctes haben in dieser Be-ziehnng das Tnilcricticabinct nnfgcklärt. — „Tcmfts" erwähnt ans Anlaß ccr Baisse an dcr hcntigcn Aörsc nntcr Vorbehalt dcs Gerüchtes, Marschall Mac Mahon sei telegraphisch llach Paris bcrnfen; nach einem anderen Gerüchte soll eine Nl>tc, bezüglich dcr Fcsuing Ln^cm-bnrg, gestern nach Vc^liu abgegangen sein. Flore,,;, 6. Mril. Nachdem General Mcna-brca wegen dcs Todes seines Sohncö anf die ihm übertragene Äiission, cin ncncs Cabinet ^n bilden, verzichtet hat, wnrde Rattazzi mit dcr CabinetSbildung bc< anftragt. Athen, 5. April, Abends. (Direct.) Ricciotti Garibaldi ist mit 150 Gefährten iibcr Korfn uach Italien znrückgckchrl; die Insurrection, erhält leine fremden Zuzüge mchr. c^onstautinopel, 0. April, Abends. (Direct.) Der Scrdar Omcr Pascha übcinimmi nicht in Thcs. fallen, sondern in Candien das Obcrcommando. — Der j hicr accrcditirte rnssische Gesandte, General Ignaticff' wnrde zn dem Range cincö außerordentlichen Botschafters erhoben. Lelegrttphische Wechselconrse vom 6. April. 5perc. MetalliqneS f>8.60.— f>perc. Vittalliqne« mit Mai» und November-Zinsen 61.60. — 5fter'c. Hlatioiial'Nlilchsii 69.30, — Vcml« actien 726. — Creditaclien 180.90 — 1860er StaatSanlehel, 85 50. — Silber 186.75. — London 129.40. — K.l. Ducaten «.10. Das Postdamvfschiff „Saxonia," Caftitän Haack, welches am 17. März von Hambnrg nnd am 20. März von Southampton abgegangen, ist am 31. März Abends wohlbehalten in Ncw-Zvrk angekommen. cheschästs-Zeitung. vaibac^», 6. April. Auf dcn, heutigen Marlte sind erschienen: 1'^ Wagen nnt Hcn und Struh (Hcli lüii Ctr. W Pfd., Stroh 26 Ctr. 58 Pfd.), 56 Wagen nnd 9 Schifft (28 Klafter) mit Holz. _____________Durchschnitt s - Preisr. Mlt., Mg,.. Mlt.. Mg,.. fi.lr.sl. kr. fi. li. fl. ll. Weizen pr. Metzen 6 50 7 54 Vntter pr. Pfund - 40 —^ — Korn „ 4 20 4 44 Eier pr, StNck — ii____ Gerste „ 3 60 3 74 Milch pr. Maß —10 — Hafer „ 1902- Rindfleisch pr, Pfd. ~ ,9------- Haldsrucht „ -------5 20 Kalbfleisch „ —1« —_ Heiden „ 3 60 ^48 Schweinefleisch,, 24- — Hirse „ 2 90 3 22 Schöpsenfleisch „ —14------- ssnlurnlj ,. — - 3 9.l Hähudcl pr. Stück —35------- Erdäpfel „ 2 20------- Tauben „ ... ^, ^ __ linsen „ 5 80— — Hrn pr, Zentner l 5i — Erliscn „ «'-------^ Slrol, „ _. 80 — — Fisulen „ 6------— Holz, hart,, pr.Klst.-------750 Nindi«schinalz Pfd, —45-------— weiches, „ —. .- 5 5,<) Schweineschmal; „ — 44------- Wein, rother, pr. ! Spcct, frisch, „—34-------^ Eimer - _ 14 _ — sseränchert „ —40------- — weißer „ —!— 15 __ Angekommene Fremde. Am 5. April. Stadt Wien. Die Herren: Graf Thnrn, Herrschaftsbts., von Radmcmiladm'f. — Dr. Echwcdcl, Ndvocat, von Wippach. — Graf Marghcri, Herrschaflsbes, von Wördl. — Uaroil Apfal-lcrn, Hcrischaftsbcs. von Gra,. — Savinscheg, Herrschafl«bcs., von Motllmg — Brüdnig, Fabricant, von Namiach. — Ilova?, Neischel Johann, Neischel Georg, Handcli'lt., ,ind Schleimer, von Gonschle. — Czernial, von Illyr.-Fcisiriz. - ssoelsir. Baronin Aichelbnrli, und Fran Salomon, Priuate, von Wien. — Frau Sorin, Private, von Erlach stein. — Frau Essig, Private, von Üilli. Elephant. Die Herren: Graf Coroniiu, f. k. LandcSches, von «Valzbnrli. — Koren, Nealitätendes., von Planina. — Zagorc, Ornndbes., anS llnterlrain. — Virinan, ssanfm., von' Trieft. — Mnrdaro, Fabricant, von Paris — Emich, Ingenieur, ven Hof. — Kcrosy, Privatier, von Graz. -- Icllcuz. ^WeHgärbel', von Cilli. — Tanöel, Stenograph, von Nann. — Knapp, von Wie». — Klander, Bräuer, von RadmannSdorf. — Fran i)cndo!f, Plioate, uon Koinorn. Ttoruwartc. Herr Santo Treo, Gut^bes., vc>n Kleindarf, Vaicvischcr Hof. Die Herren: Schifrer, von Tn:st -Wonnba, anö Vöhincn. Theater. Heute Vl 0 i! t a g den «. April: Die Hllftcnottcn. Große Oper in 4 Acten von Meyerbeer. Morgen Dienstag dcn 9. A p r i l: Zum Vortheile dcö Kuiniler« Hermann Fiiideiscn: Daphnie und e»l)lv<». Operette in 1 Act. Monsilnr >>erkulcs. Posse in 1 Act, (fill HechSzigcr. Dramnlet ui 1 Act. MUelirttwiMie ^eoljllchlml^ell ill Luiü^ch. " > 6 U. M^7"326,i7 -^"iTö windstill hälbhcitcr 6., 2 „ N. 32^o? -y- 9u W. mäßig größth. bew. 0,«a z:0 „ Ab. ^ 324,38 — 5,, , W. sch>.uach , haldheiler j ! 6 U. Mg. 325.o!i , -l- ,l.«' windstill größth. bcw^ 7. 2 „ N. 324.5U --12.< W. schwach größth. dew. 0....1 l!0 „ Ab.! 324.5S < -j- ?.^ W. schwach ^ heiter ! Dci 6. Morgens Neif. Ui tcrtags ivechsclnde Bewöllnng. — Den 7. Morgens Äceif. So» lenschein und Wollen. In beil »bereu Liftschichten schwache Strömung aus ^liord. Vei amuwrtlichel,' Uedaclrur: Ianaz v. K l e i n m a t> r. V Dankstiguna. W M Nachdem wir erst am Vegraliiiißlcige von dem WV 8» nnocrmnlhcten Todsall nnser.'ö vielgeliebten Vaters nn!) « N» respect. Groß- und Schwic W in Kenntniß gesetzt wurden, so drilclen unr den Vcr- ^ W >r>and»eu des Seligen, welche die Ansbahrnng und das « »^ solenne Begräbniß vcranstalMcu, hiermit den tiefgcfilhl- >D W ten Danl aus. ^ M Die feierlichen Ercquien werden Mittwoch am ^ W 8. Gcdächtnißtagc in der Pfarrkirche zn Sittich alige- » W halten werden. ^D W Sittich, am 6. April 1867. >> » Fraucisca Klahcr, W M l. l. Notari«gatl!!i, alö Tochter. M D Bcruliard Klccher » W alvj Schwiegclsohu. ^ W Eduard, Wilhclminc, Robert, Karl, Amalie » D als Enlcl. lN