Ar. 70. Sonntag, den 29. Augull 1880." V. Jahrgang. Cillier Zeitung. prZnumerstions-keöingungen. Für «illi: Mit Post. «»»•fM ...—.m Versendung i (•iimi 5wD(luii| Einzelne Nummern 7 fr. Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag Mvrgens Inserate werden angenommen in «cr «m»lti»n itt „(llttiet Zeit»»,". Hrr. 111. » ton 3»t«n»«»»«« atSrntti 3«(tt«lc (llt »i« ..«ilier .•CIH114" ait: R. llloM« in &:>n. in» *Btu l»dr«ltndt» d. , aoMHKdV ^»1.«»». >» <#'«1. *■ Ouvcllt int Mutn fc Juinii. 111 i>. UiJn;.. - fl^estut in] tu »dach. I •_ —» Zum ?lationatitätsstreite. Die in Wiener Blättern an die Adresse de« Landespräsidenten Winkler in «nun gerichteten Correspondenzen scheinen nicht ohne alle Wirkung geblieben zu sein. Wir können heute mit Bcr-gnügen constatiren. daß „SlovenSki Narob" seit einer vollen Woche keine besonderen Unarten losließ. Diese Siesta zu einer Zeit, wo die Zu-stünde in Krain fast den Gipfelpunkt zuläßiger Erbitterung erreichten, ist wohl ebenso eigenthümlich als die heftigsten Ausfälle zu ruhigerer Zeit. Wir glauben kaum daß die nationalen VolkSbeglücker des lamen Haders müde in fried« lich harmloser Weise für ihre eingebildete Mission Propaganda zu machen gewillt sind. Der Ge-danke, daß Herr Landespräsident durch die nid« ficht« lose Kritik seines bisherigen Auftretens seitens der liberalen Blätter veranlaßt wurde dem „Sloo. Narod" freundliche Winke zu geben, liegt uns viel naher, zumal die gegenseitigen Bezieh-ungen zu offen zur Schau getragen wurden und selbst der gewandteste OssiciosuS sie zu demen-tiren nicht in der Sage wäre. »Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Ge-schenke dringen", lautet eine alte Warnung im Virgil. Wir fürchte» zwar unsern Freund .Narod" ob er höflich oder ungezogen ist nicht, aber wir wollen uns durch Schcinyeiligkcit auch nicht läuschen lassen. Der Haß wider alle» Deutschthum, der seit sechzehn Jahren von verunglückten nationalen Talenten gesät wurde, hat bereit« zu tiefe Wurzel gefaßt, als daß er über Nacht ausgerodet werden könnte. Einzelne BerufSzweiqe sind von demselben fast ohne Ausnahmen angekränkelt. Wir Oeutsche haben dem ganzen Getriebe mit zu großer Harmlosigkeit zugesehen. Wir waren zu sehr überzeugt, daß die ganze Bewegung früher oder später im Sande vtrlaufen müsse. Erst die Maßlosigkeit der Ansprüche, die unlauteren Kampfmittel und die verblendete Selbst» Überschätzung erregten größere Aufmerksamkeit. Und als für Oesterreich die CoalitionSära an» brach, als man auf Kosten des Liberalismus na-tionale Aspirationen hätschelte und begünstigte, da endlich ersah man, welche Gesahien das Deutschthum in Oesterreich bedrohen. Nun man aber zur Einsicht dessen gelangt ist, nun gilt eS auch den Kampf gegen die Deutschfeinde mit allen erlaubten Mitteln auSzu-kämpfen. Unsere Gegner kennen keine Müßigung, wir sind daher auch jeder Reserve entbunden. In jedem Entgegenkommen müssen wir. so lange problematische Größen die Führerschaft sich usurpiren, eine neue Finte, ein neues Manöver er-blicken. Ein Pactiren ist vorläufig rein unmöglich. Nicht gegen da» Slovenische Volk, das leider Gott fast willenlose Gefolgt aft seinen politischen Tyrannen leistet, kämpfen wir, sondern gegen letztere selbst. Mit dem Volke, sobald eS von seinen gegenwärtigen falschen Propheten befreit ist, werden wir leicht Frieden schließen. Tausende gemeinsame Berührungspunkte zwingen ja zur Einigkeit. Die Deutschen kannten keine Feindschaft gegen die übrigen Nationen Oesterreichs. Sie waren keine Störenfriede. Wären sie es je gewesen, hätten sie von ihrer Stärke rücksichtslosen Ge- brauch gemacht, dann gäbe es heute keine na«' tionalen Zwistigkgiteiten und die deutsche Sprache herrschte vom Riesengebirge bis zur Adria. Gerade der Deutsche ehrt bei anderen Natio-nalitäien die Liebe zur Muttersprache. Aber nie und nimmer wird er es dulden, daß in gemischtspra» äugen Ländern seine Sprache durch rückschrittliche Neuerungen verdrängt werde. Politische Rundschau. EM. 28. August. Der Sprachenkrieg in Oesterreich beginnt auch in Deutschland, wo man ursprünglich dem Ministerium Taaffe eine wohlwollende Neutralität beobachtete, mit größerer Aufmerksamkeit verfolgt zu werden. So schreibt die „National Zeitung': in einem „Die Cprachensrage inOesterreich" überschrie denen Artikel, in welchem dem Ministerium Taaffe und seinen tschechischen Freunden viele unangenehme Wahrheiten gesagt werden. „Die Tschechen", schließt das hervorragende national-liberale Blatt, „haben sich von der Ansicht leiten lassen, daß die Sprache nicht eigentlich dazu ist, damit die Menschen sich mittelst derselben ver-ständigen, und daß bei Processen der erste Ge-sichispankt nicht der fei, daß sie zu einem fachge» mäßen Ende geführt werden, sondern es kommt ihnen darauf an, von dem Glanz und der Macht der tschechischen Nation dadurch Zeugniß zu geben, daß möglichst viel Actenpapier mit tschechischen Vocabeln beschrieben wird." Das hier über die „Sprachenfreiheit" g^ällte Urtheil ist zwar für die Tschechen wenig schmeichelhaft, aber jedenfalls zutreffend. Feuilleton. Jie Gouvernante. Roman von <5. Meinem (17. Fsrtfesung.) O, wie gern, wie freudig hätte sie ihn hin-gegeben für die Elementarkenntnisse der zehnjährigen Dai'y? Wenn sie wenigstens mit dem Kinde allein zu v-rkehren gehabt hätte, dann wäre es vielleicht möglich gewesen, mit unermüd-licher Anstrengung selbst lernend und sich für j de Stunde vorbereitend, nach und nach die nöthigen Fähigkeiten zu gewinnen, odne daß Jemand der Wahrheit auf den Grund gekommen wäre. Aber diese schreckliche MrS. Boxton! Sie mußte Bianca ja gleich ihre Unwissenheit vom Gesicht gelesen und darum das beleidigende Examen mit ihr angestellt haben. Wie beneidete Bianca sie um ihre Kenntnisse, um die sichere Art, wie sie die-selben auszubreiten verstand. Warum Mi». Boxton sie haßte, konntc sie sich freilich nicht erklären, allein daß sie eS that, war unzweifelhaft, und Bianca fürchtete mit Recht, daß die böse, kluge Frau ihr schaden, sie ängsti-gen und quälen würde, so viel sie konnte. Dürfte sie sich weigern, Daisy bei ihre» Ausgaben zu helfen? Würde sie nicht dadurch das Mißtrauen der Lady erwecken und MrS. Boxion ihre, schon von derselben angedeutete Unfähigkeit eingesteden? Nein, das ging nicht. Aber wenn sie nun Daisy» Exempel nachsah und richtig fand, und MrS. Boxion sagte morgen mit ihrem hämischen Lächeln: „Sie scheinen nicht rechnen zu können. Miß" . . . würde nicht MrS. Boxton nnver-züglich zu Lady Lake gehen und ihr erklären, die neue Gouvernannte sei durchaus unwissend und unfähig, ein so ungewöhnlich kluge», begabtes Kind wie Daisy zu unterrichtcn? Ohne jeden Zweifel. Und was dann? Bianca wußte eS nicht. Sie Halle nur noch eine schwache Hoffnung, an die sie sich in ihrer Seelenangst klammerte : ihre Sprachfertigkeit und ihr musikalisches Talent. Vielleicht, wenn sie darin ihre Befähigung bewies, daß Lady Lake dies als Hauptsache betrachtete und ihr Zeit ließ, sich daS Fehlende anzueignen, wenn sie wohl auch die anderen Zweige des Unterrichtes für zu selbstverständlich gehalten, um derselben in ihrem „Gouvernantengesucht" zu erwähnen. Ia. sie wollte sogleich mit dem Musik-unterricht beginnen, um sich neuen Muth zu ge-winnen. Aber auch diese Hoffnung erwies sich als trügerisch, wie ein Strohhalm zerreißend bei dem ersten Versuche, sich daran zu halten und emporzurichten. Hatte sie auch tarin ihre Fähig-keit überschätzt? Nein, das nicht. Aber sie hatte > bisher nur gelernt, nicht gelehrt. Sie sah zu ihrem Schrecken, daß e« zum letzteren noch nicht genügt, zu wissen: warum man Etwas so oder nicht so macht, sondern, daß man auch das Talent, oder die durch lange Uebung zur Gewohnheit ge-wordene Fähigkeit besitzen muß. dieses „Warum" den Lernenden leicht verständlich «klären und an-schaulich machen zu können. Es zeigte sich, daß Daisy erst ganz kurze Zeit Musikunterricht, und noch dazu recht schlechten gehabt hatte. Bianca fühlte, daß sie, um sich und dem Kinde viel Mühe zu ersparen, ganz von vorn beginnen müsse . . . beginnen! Ja, wir, wo denn beginnen? Sie fand es unmöglich, sich in die Zeit zurück-zuversetzen, wo sie selbst angefangen, wußte nicht, was man ihr zuerst gesagt und gezeigt, mit welchen kleinen Uebungen man beginnen muß. um diesen oder jenen Zweck zu erreichen. Und weil sie das Rechte, nämlich: das Leichte nicht fand, griff sie natürlich zu dem Falschen, dem Schweren, sprach von Quarten und Septimen, kleinen und großen Terzen, von welchen das Kind noch nichts iltttßte, und hörte schließlich in stummer Ver» zweiflung aus. Aehnlich ging es in den Sprach» stunden. Daisy gehörte zu den aufgeweckten, lebhaften Kindern, die un-rmüblich frazen und nicht selten Große nm eine Antwort verlegen machen, indem sie erst „das Blaue vom Himmel herunter" Die Flottendemonftrotion erscheint wieder am politischen Horizont und vier Mächte — Frankreich, England, Rußland und Italien — scheinen thatsächlich bereit, ihre Panzerschiffe un« verzügllch nach der alvanesischei Küste zu ent» senden, um die Pforte zur Uebergabe von Dul-cigno an Montenegro zu zwingen. Oesterreich und Deulschland sollen dem Vernehmen nach geneigt sein eine neue zrhnt.igige Frist zu gewähren. Da» europäische Linverneh uen steht nach wie vor auf sehr schwachen Füssen. Die auSsjchlSlose Zerschlagung der Zollver-Handlungen mit Serbien stellen einen Zollkrieg desselben gegen Oesterreich-Ungarn in Aussicht, wodurch die von nationalen Führern mit den Großbulzarcn abgeschlossenen gemeinsamen Aclion«-plüne, welche Ostrumelieu und Bosnien in'» Auge fassen, an Bedeutung gewinnen. Die englische Regierung hat trotz d:r be-schwichligende» Erklärungen Förster's neuerdings drei Regimenter nach Irland «abgeschickt. Offen-bar traut man in London dem Landfrieden auf der grünen Insel viel weniger ol» man eS auf offener Parlamentsbühne zugestehen wollte. Kleine Chronik. Lilli, 28. August. (Deutscher Schul-Verein.) Der am 2. Juli mit einer Anzahl von 3151) Mitgliedern constituirle Deutsche Schul-Verein zählt heute (20. August) 13.000 Mitglieder. Von diesen sind bisher eingelaufen: an Jahresbeiträgen U760 fl. und für den Fonds 10.365 fl. und 50 fl. Rente. D«zu kommen crrea 4000 Anmeldungen, die noch unerledigt in der Centrole liegen und ungefähr 6000 Mitglieder, die sich bei den Vertrauens-männern de« Vereine« in allen Theilen des Landes gemeldet haben. Von diesen Letzter» laufen täglich durchschnittlich 306 Anmeldungen und Beitrüge in der Höhe von 500 fl. ein. Bedenkt man, dag die Monate Juli und August die »»günstigsten für jede Agitation sind, so wird man das Resultat ein sehr befriedigendes nennen dürfen. Die erste Aufgabe de« neugewählten Ausschusses war eS, die Principien für die innere Verwaltung festzu-stellen. (5« wurde dafür gesorgt, daß die Geldge« bahrung unter Einhaltung buchhalterischer Formen und Gewähr der strengsten Controle vor sich gehe. Bon wesentlicher Bedeutung in dieser Beziehung ist der dankcnswerth: Entschluß der Ereditanstalt, unentgeltlich die Aufbewahrung der Gelder und ihre Fructification zu übernehmen. Der Aufsicht«-rath wird zur Einsichtnahme in die Bücher einge» laden werden. Die BereinS-Statuten sind höchst allgemein gehalten. E« war vorauszusehen, daß jedes «leid im nächsten Augenblick zu enge werden würde und darum wurde eine definitive Oegani-sation aufgeschoben. Diese vorzubereiten, war die nächste Ausgabe de« Ausschusses. Ein detaillirtes fragen und dann auch noch wissen wollen, wie und warum es dorther kam. Dazu fühlte da« klug« Kin» instinctmäßig Bianca's Unsicherheit, und nahm diese prächtige Gelegenheit wahr, der strengen Gouvernante die Niederlage, welche die-selbe ihr am vorigen Abend bereitet, nach Kräften zu vergelten. Sobald Bianca Etwa« verbesserte, fragte sie wichtig: — Warum ist da« nicht recht ? Warum kann ich da« nicht so machen? . . . und weidete sich sichtlich an der Gouvernante Verlegenheit. Die» selbe wußte wohl zu sagen, wa« recht und falsch war. aber erklären warum? ... da« vermochte sie nicht. — Miß Orlandi, frcgte die Kleine, ihre Aermchen auf den Tisch stützend und Bianca schadenfroh ansehend, Sir haben eben gesagt: „Ich sehe ia da« Buch', und nun s»ll ich über-setzen: „Ich lese in dem Buch' . . . warum kann ich nicht auch sagen: „Ich lese in da» Buch?" — Weil e« falsch ist, Kind. — Ia, aber warum ist e« denn in dem ersten Satze nicht auch falsch? — Weil . . . Ia, weil! ... So unmöglich eS ihr ge-Wesen wäre, den Accusativ und Dativ zu ver-wechseln, so unmöglich war e« ihr. zu erklären, weshalb er nicht verwechselt werden darf. So Statut, nach dem Grundsätze von localen Ver- bänden mit Vertretung durch Delegirte. im Ein« vernehmen mit auf diesem Kebiete erfahrenen Männern ausgearbeitet, wiid demnächst den Ver-trauensmännern des Vereins zur Begutachtung vorgelegt und auf Grund dieser Arbeit in der nächsten Vollversammlung der Antrag auf Statuten-Aenderung gestellt werden. Die schwerwiegendste Thätigkeit de« Ausschusses ober betrifft die Er-richt,mg von Schulen, die Erfüllung des Verein»-zweckes. Ein Rundschreiben de» Ausschusses, ver» öffentlicht Ansang» August, benachrichtigte unsere Freunde, daß der Verein bereit sei. in Thätiakeit zu treten. - ie Bedingungen. unter welchen Schulen errichtet oder unterstützt werden sollen, wn-den dort festg,stellt. Der Erfolg bewies. wie tief da» Bedürfniß ist, dem der Deutsche Schul-Verein entsprechen soll. Täglich mehren sich die Gesuche. Die Erledigung kann natülich nur nach genauer Kenntnißnahme der Verhältnisse, nach Einholung des Rathes bewährter Schulmänner der betreffen-den Gegend geschehen. E» ist klar, daß. bevor die Verhandlungen nicht vollständig zum Abschluß ge< bracht sind, eine Veröffentlichung au« Gründen, die der Erörterung nicht bedürfen, unthunlich ist. Vorderhand mag gesagt werden, daß sowohl au der nördlichen Sprachgrenze in Böhmen. Mähren. Schlesien, al» auch im Süden in Steiermark Unterhandlungen im Zuge sind. Bezüglich einiger Schulen sind dieselben so weit gediehen, daß die erforderlichen Geldmittel bewilligt und die Eröff-nung am 15. September in Aussicht genommen werden konnte. (LedramtSeandidaten für Mittel-schulen) haben derzeit wenig Aussicht, rasch eine Anstellung oder doch eine provisorische Ver« Wendung zu finden, da sich in den letzten Iahren sehr viele Studirende dem Lehramte für Mittel-schulen gewidmet haben. Für einige Zeit scheint der Bedarf an solchen Lehrkräften vollständig ge-deckt, wa» für die Eaudidaten um so bedenklicher ist, al« sie nach drei Jahren, in denen sie keine Verwendung finden konnten, die Prüfung neuer-ding« abzulegen haben. Weitenstein, den 27. August. Im hiesigen Orte find dem deutschen Schulvereine ein-undzwanzig Mitglieder mit eincm Jahresbeiträge von je einem Gulden beigetreien. (Haustheater in Liboje.) Ein ange-u.'hmer Zufall führte mich am verflossenen Don-nerStag in die interessante Abzweigung unsere« lieblichen Sannthale« in einen Winkel desselben, wo reichhaltige Bergwerke, Gla«> und Thonwaaren« Industrie in erfreulicher Weise floriren. Hier er« hielt ich auf freundlichem Wege eine Einladung zu dem von Kunstfreunden im Hause de« weit de-kannten Gewerken Herrn I. Fridrich arrangirten Haustheater. Ich wurde auf das freundlichste auf« genommen, uno erfuhr, daß da« beliebte einoctige Lustspiel von Alex. Wilhelm „Einer muß hei« klein diese Kleinigkeiten an und für sich auch waren, sie gehörten alle zur Sache, zum Unter-richt nämlich; sie lieferten ihr immer von Neuem den Beweis, daß nicht nur vom Lernen zum Lehren, sondern auch noch vom Wissen zum Lehren ein weiter, mühevoller Weg liegt, der einen Aufwand von unablässiger geistiger Arbeit erfordert; ein Weg. dessen Schwierigkeiten nur der zu beurtheilen vermag, welcher ihn selbst zurück-gelegt und auf ihm sein Ziel erreicht hat. Arme Bianca! Wie klein, wie unbedeutend, wie unwissend kau« sie sich vor! Sie Halle nicht den Muth, Daisy'« Unarten energisch zu wehren, und diese, dadurch ermuthigt, nahm ihren Vor-theil gründlich wahr. Bianca fand e« natürlich. Sie hatte dem Kinde ja keine Frage zu beant« worten vermocht, wie sollte e« da Respect vor ihr haben? Lady Lake war zum luuedoon nicht zu Hause. Bianca mußte also auch nachher Daisy be« ständig um sich haben, ihr helfen, Aufgaben zu lernen . . . eine neue Pein für ihr geängstigte« Herz . . . Endlich war die Theestunde da, endlich kam der Abend; endlich war sie allein. Sie überlegte, ob e« nicht besser sei, Mr«. Bcxton zuvorzukommen, Lady Lake offen zu ge« stehen, sie habe ihre Fähigkeiten überschätzt und vermöge nicht den übernommenen Verpflichtungen vachzukommen. Ihre Ehrlichkeit drängte, trieb sie rathen* zu? Aufführung gelangt. Ich hatte da«« selbe Stück vor zwei Jahren in einem benachbarten Schlosse de« Sannthale« edenfall« aufführe» ge-sehen, und war?e»h>ld um so mehr begierig einen Vergleich zwischen diesen beiden Darstellungen an» zustellen. E« gelang mir jedoch nicht den Au«spruch zu sollen, welcher derselben ich den Vorrang er» theilen soll, denn sowohl die eine, wie die andere lieferte den Beweis von der ausgezeichneten Be-gadung und Gewandtheit der betreffenden Dilet-tonten, und wenn ich speciell hervorheben muß, daß die ckaractertreue Darstellung der Tante Ger-trude vor zwei Jahren eine entzückende gewesen sei. so kann ich nicht umhin, auch der Tante von gestern die Palme zuzusprechen, und die Ueber-raschung über die vollendete Rundung des Ganzen von damals und jei>t auSzuZrücken. Wenn es wahr sein sollte, daß manchmal Mangel i» oer Auswahl von Kunstjüngern des einen wie des andern Theile» in der Stadt Eilli vorhanden sein soll, so mache ich darauf aufmerksam, daß unsere nächste Um-gebung so viele verborgene Talente birgt, und daß die bekannte Liebenswürdigkeit der betreffenden Herren und Damen gewiß keinen Anstand nehmen wird, dann mitzuwirken, wenn der Wohlthätig-keitssinn die Devise zu diesen Entschlüsse führt. Nach dem Theater folgte ein exquisites Busse ; die heitere und fröhliche Stimmung führte zum Tanz, und die zuvorkommende Liebenswürdigkeit des Hausherrn und der Hausfrau ließ die har-manisch gegliederte Gesellschaft sich erst in der frühen Morgenstunde trennen. (Rinderpest.) Mit Erlaß der steierm. Statthaltern vom 24. d. wurde neben der Ein» bruchSstation Rann gegen Croatie» auch die Ein« bruchsstation Friedau für den Verkehr eröffnet. Es können somit von nun an. aus Eioilcroatien alle im ß 1 deS RinderpestgesetzeS vom 29. Februar 1880 benannten Thiere. Producte und Gegenstände — jedoch nur auf der Eisenbahn und gegen Beibringung des ämtlichen Nachweise», daß dieselben aus feuchenfreier Gegend stammen, de-ziehungSweise in keinem verseuchten Orte lagerten, — eingeführt werden, ohne daß die Einfuhr einer weiteren speciellen Bewilligung unterliegen würde. Sendungen bei welchen diese Bevingungen nicht erfüllt sind, werden an der Grenze uirück-gewiesen, im Falle sie im Innern des Landes angetroffen werden unter Verhängung de» weiteren gesetzlichen Strafverfahrens in Verfall erklärt. In Friedau wurde eine Seuchencommission aclivirt. welche den bezüglichen Verkehr zu üoerwachen hat. Die Militärgrenze bleibt bis auf Weiteres vom Verkehre mit controlpflichtigen Thieren und Waaren aiisgeschlosse». (Eine humoristische Selbstmord« notiz) Imngt die „Biola Ztg.': Sie tautet: Ein recht liederliches Tuch war Earl Trum au» Liplitz. so zwar, daß sich dessen Ehehälfte am Sonntage genöthigt sah. den Herrn Gemahl für dazu ... und doch zauZerte sie. Wenn sie nicht Erzieherin sein konnte, blieb ihr nur die Stellung einer Gesellschafterin übrig. Ia, da! war wohl da« Einzige, was sie mit gutem Gewisse» über» nehmen konnte: einer vornehmen Dame helfen, sich vornehm zu langweilen! Hätte sie doch auf die Vorstellunqen der guten Gräfin gehört, die ihr fo liebevoll, so ver-ständig darzulegen versucht, e« sei nicht so leicht, wie sie denke, Erzieherin zu sein. Ader sie hatte einen solchen Widerwillen empfunden bei dem Ge» danken, Gesellschafterin zu werden . . . empfand ihn noch, mehr denn je, seit sie Lady Lake und ihre Art. den Tag zu verbringen, kannte. Und dann . . . sollte sie so ganz ohne Kampf da« Feld räumen, ohne mindesten« den Versuch gemacht zu haben, ob eS nicht möglich sei. e« dennoch ehrenvoll zu behaupten? Wa« würde Sir Henry, der ihr mit so viel Vertrauen entgegengekommen war, sagen, wenn er hörte, daß sie sich und Alle getäuscht, daß sie schon am tritt«» Tage sein Hau« wieder verlassen habe? Und wohin auch sollte sie sich wenden, bi« sie »ine andere Stellung gefunden, wo und wie sollte sie überhaupt eine solche finden, nachdem sie bei dem ersten Versuche so schlecht bestanden? Zu der Gräfin zurückkehren? Sie würde mit offenen Armen empfangen werden, da« wußte sie. Aber würde sie e« über sich gewinnen können, de» einige Zeit zu frintr Erhohlung — in den Schwtintstall zu sperren. Al« er am Montag früh seinrn Rausch ausgeschlafen hatte, wurde er wieder in Gnaden aufgenommen, und da ei Weib nicht ewig zürnen mag. gab sie ihm. bevor sie an die Arbeit ging, da» Frühstück, da« er fedoch wegen Mangel an Appetit verschmähte. Er mochte auf dem ihm zugewiesenen Vag kr etwa» durchnäßt worden sein, denn als da« Weid sich entfernt halte, hängte er sich auf. wahrscheinlich zum Trocknen, und al« er abgeschnitt n wurde, war er schon längst eine todte Leiche. — „Und die Moral von der beschicht? Sperr keinen Mann in'n Schwein« stall nicht. (Falsche Banknoten.) In Heiligen bei ?uttenberg erhielt die jirümerin vom Grund« besitz» Leschnik eine Zehner-Banknote, welche al« falsch erkannt und dem Gemeindevorsteher über-geben wurde. Leschnik versichert, diesen Zehner in RadkerSburg von einem ungarischen Viehhändler empfangen zu haben. (Schwärjerbande.) AuS Pölischach wird un« geschrieben, daß am 26. d. Nacht» mehrere Gendarmen, die wegen de» Raubmörder« Gusey patroulllirten. bei Vnxcndorf eine Schwärzerbande antrafen, welche sich im Besitze von 427 Kilo Tabak befand. Die Schwärzer warfen den Tabak weg rn» entflohen. (Rauk'Mvrdversuch.) Der Grundbe« sitzer Andrea« Kooaciö au» PriZlin (Pfarre St. Peter in Kroatien) wurde am 25. d. an der steirischen Grenze im sogenannten Pöltschacher» Graben von einem Unbekannten durch einen Schrotschuß lebensgefährlich verwundet und seiner Barschaft im Betrage von 3V fl. beraubt. * * * (Festdlatt „Graz".) Zur feierlichen Eröffnung der sieiermärkischen Landesausstellung in Graz am 1. September, ericheint daselbst als Erinnerung an diese Exposition »in Festblatt (ch»il>o«ij» im Genre der Vmdo-bon»), zu welchem Se. kais. Hoheit Erzherzog Karl Lud-wig — Prolettor der Ausstellung —, Ton Alfonso, Jnsant von Spanien, Franz Graf Meran, die Spitzen der Behörden, der Fürstbischof von Seciau und hervor-ragend« Dichter und Schriftsteller der Steiermark ihre Fac-SimileS geipendel haben. Außerdem enthüll die reich auegeüatiete, drei Foliobogen T»xt umfassend- Publication »in« R«ih« von nett ausgeführten Illustrationen (Porträts und Ansichten aus Grazj, ein ganz vorzllg-lich«» Weihegedichl von Robert Hamerling, ferner Ge-dicht« von Leitner, Siosegger, Schlosiar u. a., sowie Beiträge in Prosa diversen Inhalt» von namhaflen Ge-lehrten und SchrijtsteUern in Graz. Das auch als typo-graphisch« «unstardeit (AuSstellungsobject) sich präsen-tuend« Blatt (dessen Redaction Herr P. v> Radics besorgt«) ist ^au» der Grazer Buchdruckern Carl Huber hervorgegangen und erscheint d«r Preis mit 2» kr. per Exemplar, im Hinblicke auf da» hob« Interesse und die Mannigsalligteit des Inhalts als sehr mähig gestellt. Freundinnen ihre traurige Niederlage einzuge« stehen? Und selbst, wenn sie da» Gesühl der Be-fchämung überwinden wollt», würde sie nicht aber-mal» in Werner'S Bereich s»in? Würde »r nicht jeden Schritt der Gräfin verfolgen, in der Hoff» nung, si» dennoch zu finden, sie zu zwingen, ihm anzugehören ? Sie ftyauderte. Nein, nur Werner nicht wirdkrfeheo, all»« Andere ... nur da« Eine nicht. Wo abrr war »in Au«w»g, woher konnt« Rettung kommen? Daher, von wo alle« Gute, jeder Ausweg, jede Rettung kommt: von Gott. Erst thu' da» Deine, dann Gott da» Sein». Bianca's Gehirn arbeitete mit schnell»», fiebkrhafter Thätigkeit. Es schuf Bild aus Bild, drängte Gedanken an Gedanken bi« e« schmerzte. Da wandte sie sich unter heißen Thränen zum Gebet, und während sie betete, kehrte die Hoffnung in ihr Herz zurück, e« kam allmälig eine wunder-dare Ruhe und Zuversicht über sie . . . war »« doch, al« ständ» plötzlich der Vater neben ihr, legte sein» Hand auf ihren müden Kopf und sagt»: „Spiel» mir d»n Choral noch ein Mal, mtin Liebling, ich höre ihn so gern." (Sortsetzung folgt.) Die soeben erschienene Nummer 48 de« illustrirt»n FamilienblattcS „Dir Heimat". V. Jahrgang 1880 enthält: Neues L«b«n> MowO». Von B«ttina Wirth. — Illustration: Rast vor der Schänk«. Nach seinem Aqua-relle für die „Heimat" gezeichn«t von Th. RybloivSki — Zum neuhundertjährigen Jubiläum der Stadt Stey». Gtdicht. Bon W- Wenhart. — Au» den österreichischen Alpen. Skizzen. Von Friedrich v. Strobach. — Jenseit» der Voges»n. Von Dr. Fr. Müller. II. — Eisenbahn-sahrt mit Kunstbelrachtungen. Bon Dr. A. Jlg. — Im Htrjen der Liga. Von Epiridion Gop« Schalofzen. Josef Lipold, Rea« litätenbesitzer und Handelsmann au« Prahberg. Johann Anderluch, Realitätenbtsitzrr und Gast-wirth aus St. Mareiu. Martin Kramperger, Grundbesitzer aus Schillern. Franz VoiSk, Rea-litälenbesitzer aus Kartschovina. Dr. Aloi» Gre-goriö. Advokat au« Pcttau. Anton Rauter. Rea-litälenbesitzer und Gastwirtb au« Montprei«. Dr. Alexander Rossitsch, Arzt aus Luttenberg. Johann OSirald, Kaufmann au« Piscbätz. Josef Fuxhofer, Handelsmann au« Reifnig. Al« E r f a tz g e-fchworene wurden ausgelost die Herren: Gustav Schmidl, Kaufmann, Franz Janefch, Handelsmann, Franz KapuS, Hausbesitzer und Kaufmann, Wenzel Marek, k k. G^mnasialproseffor, Friedrich Mathe«, Hotelbesitzer und Christian Wolf, Hausbesitzer, sämmtlich in Cilli. August Friedrich, Fltischtr au« Tüffer. Johann Suppanz, Holzhändler u»d Rudolf Novak, Hafnrr, dtidt au» Gabrrj». Emgesendet. Markt Tüffer, den 26. August. Am Ostermontage diese» Jahres wurde unter großem Pomp in Markt Tüffer »ine neu« landwirtschaftlich« Filiale als Zweigverein der steierm. Landwitthschafts-G«s«tlschast gegründet. Der Präsident der L»tzt»rcn, Freiherr von Washington, der unermüdliche und verdienstvoll» Förderer der land-wirlhschafllichtn Interessen unseres engerm Heimatlande», hatte der jungen Gesellschast die Ehre erwiesen, dieselbe persönlich zu constituirrn und Dank s»in»r hinreißend»» Reden die edelste Begeisterung für da» junge hoffnungsvolle Institut wachgerufen, zugleich aber in seiner Apo-strophe an den neugewählten Filialvorftand aus die ernsten Pflichten hingewiesen, die bi» Filiale und namentlich deren Vorstand auf sich nehmen, die strengste und g«-nauest» Erfüllung d«r Vereinsstatuten dem Leytrren zur unverbrüchlichen Pflicht gemacht- Nun sind seit jener erhebenden GründungKfcier fünf Monat» in» Land gezogen und die Leitung der Filiale hat bisher — nichts gethan, ja sich nicht einmal die Mühe genommen, von den Mitgliedern der Filiale die Iahreslxiträge einzucassieren und z« sorge», daß ihnen da» VeremSblatt zugeschickt würde. Mit Rück-sicht aus die große öffentliche Bedeutung uns«r«r Filiale sür di« Landwirtschaft muß diese Jnertie öffentlich scharf getadelt werden. Es ist die» ein srevelhastes Spiel mit ernsten Angelegenheiten, da» entschieden zurückgewiesen werden muß. Ein« landwirthschastlich« Filiale ist kein Institut, das den Zweck hat, am GründungStage den Vorstand mit einer unverdienten Gloriole zu umgeben und der persönlichen Eitelkeit eines Mannes al» Folie zu dienen. Aus Ehre und Ansehen erwirbt man sich nur durch Arbeit und Verdienste ein Anrecht, nicht aber da-durch, daß man eine Sache mit Pomp aufmischt und sie dann im Stiche läßt, wenn es sich darum handelt zu arbeiten, zu wirken. Wir sehen unS zu diesen geharnischten Worten durch den Umstand veranlaßt, al» es nicht da» erstemal ist, daß in gleicher Weise wichtige Airgelegenheiten von ihrem Urheber schließlich verrathen wurden: als speciell bei un» sich sür die landwirthschastlich» Filiale ein so reiches F»ld der Thätigkeit eröfsn»l. Denn man besehe sich nur einmal die volkswirrhschastlichen Verhältnisse hierzulande. Wie viel gäbe es da durch Wort, That und Beispiel zu verbessern! Mit welch regem Eise» würden die Mitglieder der Filiale nicht mitwirken! Mögen diese Worte nicht unbeachtet bleiben, sonst wird die Filiale die Leitung ihrrr Angelegenheiten an-deren Händen anvertrauen. F. V. Mitglied derFiliale in Namen zahlreicher Gesinnung»-genossen. Kourse der Wiener Jörie vom 28. August 18SO. Gold» «Ute...........88.25 Einhtitliche Staatsschuld in Noten . . 72.80 „ in Silber . 73.75 1860er Staa'.«-Anlthen«lose . . . .131.50 Bankactien ........... 837.— Ereditactitn . . . . ....... 290.90 London............117.90 Napoleond'or.......... 9.36'/» k. k. Münzducaten........ 5.58 100 Reichsmark.........57.85 Mit 1. Sept. 1880 beginnt ein neues Abo», nemenl auf dit wöchentlich zweimal erscheinende „Killier Zeitung". Der Aboninment«prei« betrügt: Für Cilli mit Zustellung in« Hau«: Monatlich ff. —.55 Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig „ 6.— Mit PostVersendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.60 Halbjährig , 3.20 Ganzjährig „ 6.40 Jen« P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 31. August d. I. zu Ende geht, ersuchen wir um sofortig« Erneuerung, damit in der Zusendung (eine Unterbrechung eintrete. Administration der „Cillier Zeitung." Dem liebetuwöriiigen Fräulein Roi» im Caitt K........ ein donnerndes HOCH zum Xamenaseste. Cilli, 30. Sept. 1880. 381 -1 A...... Zur Aufklärung! Die Unterzeichneten fahlen sich genöthigt bekannt zu geben, dass nicht sie, sondern hiesige Personen vor einigen Tagen als nächtliche Ruhestörer aufgetreten sind. Ueberhaupt ist es zu bedauern, dass ihnen solche Vorfälle aufgebürdet werden. Die hier auf Ferien weilenden 384—1 Leliramtscandidaten. Die berühmte 383—1 hellsehende isä vaksapiile Däne wohnt im Hötel ,,goldener Löwe" 1. Stock ThOr No. 5. 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Schon während des Gebrauches der ersten Flasche spürt«- ich bedeutende Erleichterung: und bin nun nach Gebrauch der zweiten Flasche von meinem Uebel befreit und ganz gesund- Auch meine llji'ihr. Toeltt«?i% welche gleichfalls an g&nxlicher Appetitlosigkeit. Mattigkeit der Glieder, ausserdem noch an einem Fleckenausschlage litt und mit mir von dem Unirerwom gebraucht«, bekam durch den Gebrauch wieder gesunden Appetit und ihre frühere Munterkeit, der Ausschlag verlor sich, so dass wir Beide nun durch das th-fmlnurf f'nirer*M*u unsere Gesundheit wieder erhalten haben. Gefertigter fühlt sich daher verpflichtet dem Herrn Okear SitbermtHi»• in Breslau für diese, treffliche Mittel seinen wärmsten Dank hiemlt auszudrücken und allen ähnlich Leidenden das heilsame „Bresl&uer Universum*' bestens anzuempfehlen. Iiirfrcn* II ührer in Ternbertr. Anmerknuir. Langwierige, veraltete, tief im Orgunismus eingewurzelte Krankheiten aller Art, insbesondere Gicht und Rheumatismus. Lähmungen, Brust-, Lungen- und Magrenleiden, Hämorrhoiden, Knoohenfrass, Flechten und sonstige Hautausschläge. Frauenkrankheiten u. s. w.. bei welchen bisher jede Behandlung ohne Erfolir geblieben ist. weraen durch den Gebrauch des Blut- und Bä-fterelnigungsmittels BRESLAUER UNIVERSUM für immer beseitigt. S >( Das Breslauer Universum ist per Flasche zu 2 fl., zum Gebranehe auf (J Wochen ausreichend, zu haben: in t'tlli bei J. 14u|»tVi*MCliiiii. 388—1 5 £ 9 5 S. Staunend billig. Pruci und Verlag von Jolmnn KaVustb in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Bt-stizzi.