Nl.282. Samstag, 9. December 1899. Jahrgang 118. Mtmcher Leitung. ^nn»«««,«»pre«: VN» Po five «lend» n°l «»n,j«hr<» fl. lli. halbMH ,l. 7 bo. Im «°mp»°u»n»hm« der S«nn< »nd F«n»m "l dem Oberlandesgerichte daselbst allergnädigst zu "Nennen geruht. Kindinger w. p. x,. ^en 6. December 1839 wurde ln der l. l. Hof- und Staat«. bl«A?! b" X^VII. und das XcVM. Stück des steichsgeietz-"" W deutsch« Ausgabe ausgegeben und versendet. Tt°«.A" 6. December 1««!) wurde in der l. l. Hof- und H"brucke«i das l.XXlX. Stück der ruthenischen, das bti!^ ^l"cl der polnischen und kroatischen, das l^XXXlll. dolnil!." lulhellischen und kroatischen, das LXXXlV. Stück der das >v v "'^ ruthenischen, das 1.XXXV. Stück der ruthemschen, ^XXxiv ^^ ^lück der slovcuischen und polnischen, das kr » ^"ck der polnischen und slovenischen, das Xcill. Stück b«l, ',°"enlschen und rumänischen und das Xl^lll. Stück der »t!e^> "' polnischen und rumänischen «usgabe deS Reichs« »«uule« »uHegebeu und verlendet. cembe^?? ^" Amtsblatte zur .Wiener Zeitung» vom «. De. Vrel«.« ^ lvir. ü78) wurde die Weiterveibrettung folgender "ltslerzeuanisse verboten: "r. 64 «Per ltisenbahner» vom 1. December 1899. N Nn, - ^ '3«»e deutsche Schule» vom 1. Iulmont, 2012 ""la (December 1899). «r. Ub .Urllxer «olls-Zeitung. vom 29. November 1699. 'Nvvue cle» avu» lnou^ell» vom Ib. November 1899. Ar. 4 «UlirUn» Uclu ö»»^o»1c>v^n»ll^k(i». «r. 63 «Xil,H» vom 30. November 1899. «r. 101 «ttumory»l». vom 1. December 1899. ^«r.83 «Uocl«», vom I.December 1899. Nichtamtlicher Cheil. Das Efposs des Grafen Goluchowsti. tiaen ^ Rom ^ird berichtet, dass man an den dor-des m Abenden Stellen das Exposi des Ministers ^"kuhern Grafen Goluchowsli, als eine sehr Ku^ r und in vielen Beziehungen gehaltvolle ^Mbuna würdige. Speciell von den Ausführungen des Ministers über die Rolle und den Charakter des Dreibundes wird betont, dass man sie als die ent. schiedensten Erklärungen anerkennen müsse, die feit dem Bestände dieses Bündnisses aus dem Munde lei« tender Staatsmänner der alliierten Mächte vernommen wurden. Besonders warmes Interesse bringe man ferner den auf die Marine und die Auswanderungsfrage bezüglichen Stellen im Exposi des Grafen Goluchowsti entgegen, da ja Italien in diefen beiden Richtungen vor noch schwierigeren und umfassenderen Aufgaben stehe als Oesterreich-Ungarn. In einer der «Pol. Corr.» von russischer Seite zugehenden Mittheilung wird betont, dafs die Erklärungen des Grafen Goluchowsli über die zwischen Rufsland und Oesterrcich'Ungarn nahezu seit drei Jahren bestehende und an Consistenz immer gewinnende Entente in den politischen Kreisen Peters» burgs nur das beifälligste Echo wecken tonnten. Man nehme dort die vom Grafen Goluchowski dargelegten Ansichten über den Wert des Uebereinkommens vom April 1897 für die dauernde Pflege eines freuno-fchaftlichen gegenseitigen Verhältnisses zwischen den beiden Mächten und für die Sicherung des Friedens im Orient mit vorbehaltlofer Zustimmung auf, und man hege die Ueberzeugung, dass der moralifche Einfluss des Einvernehmens zwischen den Cabinetlen von Petersburg und Wien anf die Balkanstaaten durch die autoritativen und unzweideutigen Aeußerungen des Leiters der auswärtigen Politik Oesterreich- Ungarns eine weitere Kräftigung erfahren werde. Unsere Mittheilung hebt schließlich hervor, dafs die Kundgebung des Grafen Goluchowski, auch abgesehen von dem eben berührten Punkte, in ihrer Gesammtheit in Petersburg lebhafte Anerkennung finde. Aon ferbifcher Seite wird mitgetheilt, oafs die Constatierung des gutnachbarlichen Verhältnisses zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien seitens des Grasen Goluchowsli, sowie die Betonung seiner wahren Freundschaft und Sympathie für Serbien und defsen Dynastie, in Belgrad fehr angenehm berührt habe. Auch in der Verweigerung der dem Minister von einem Delegierten zugemutheten Einflufsnahme in Angelegenheit der im ferbifchen Hochverrathsprocesse Verurthcilten bekunde sich, abgesehen von der völkerrechtlichen Correcthcit dieses Verhaltens, die freund-schaftlichc Gesinnung des Wiener Cabinets gegenüber Serbien. Politische Uebersicht. Laibach, ?. December. Utber die am 6. d. M. abgehaltene Sitzung de» Budgetausschusses der österreichischen Delegation wird gemeldet: Der Nusschuss begann die Specialdebatte über das Budget des Ministeriums de» Aeuhern. Delegierter Kr a mar kam auf die Erklärungen des Ministers des Aeuhern, Serbien betreffend, zurück und erklärte, der Miuister des Aeuhern solle sich für die Amnestierung der unschuldig Verurtheilten verwenden, nicht um eine Partei zu unterstützen, sondern ausschließlich im Interesse der Humanität und Civilisation. Redner bespricht die Pressvorsälle mit Montenegro und erklärt, die ganze damalige Press« campagne gegen den Fürsten von Montenegro hätte nicht so scharf geführt werden sollen, weil man gänzlich im Unrechte war. Die officiöse Presse des Mim-steriums des Aeußern sollte auch bezüglich der innerösterreichischen Fragen Objectivität bewahren. — Delegierter Geh mann beklagt sich über angeblichen Mangel an Förderung der österreichischen Unterthanen seitens der österreichischen Vertretungen im Auslande und hob hervor, dass österreichische Unternehmer gezwungen gewesen wären, sich um die Unterstützung der Vertreter des deutschen Reiches zu bewerben. — Graf Goluchowsli weist die Behauptung Kramar, zurück, dass der «Pester Lloyd» ein Organ des äußeren Amtes sei, es komme allerdings zuweilen vor, dass dieses Blatt gewisse Enunciationen des äußeren NmteS enthalte, wie die« auch bei dem «Fremdenblatt, der Fall sei, für die Leitartikel und Coriespondenz de« «Pester Lloyd» übernehme das Ministerium keinerlei Verantwortung. Der Minister wiederholt die vorgestern abgegebenen Erklärungen betreffs des montenegrinischen Zwi-schenfallesj bezüglich des Prefsbureaus des äußeren Amtes fagt der Minister, dessen Zweck bestehe darin, Redacteuren und Correspondent«!,, soweit dies zulässig, über Fragen der auswärtigen Politik authentische Auskünfte zu ertheilen, über Fragen der inneren Politik sich auszusprechen, sei den Beamten des Pressbureaus untersagt. Betreffs des von Geßmann vorgebrachten Falles in Cetinje wird der Minister Erhebungen pflegen, es sei aber nicht wahrscheinlich, dass unser Ministerresident, der dort auch das deutsche Reich vertritt, einem deutschen Verein entgegenkommender sich verhalten habe, als emem österreichischen. Der Voranschlag des Ministeriums des Aeußern wird sammt dem Nachtragscredit unverändert angenommen, des- Feuilleton. Bei Storch & Comp. Von «udolf Helling. aal, ^l" arohen Kinder.Weltversandt- H Exportgeschäft """ es wieder einen recht heißen Tag. Bestellungen lieb"" c°"2 allen Weltgegenden eingelaufen, und dle dem >- grille rannten geschäftig ab und zu, um zutti ^"chenzug, der in der nächsten Stunde ab-wuV" h""e, die bestellte Ware gutbesorgt und N ""'^entsprechend übergeben zu können. Endlich lagen Mr zwei Karten auf dem Expeditionstifche. ein?« ""e bat um gefällige umgehende Uebersendung zni,,7, gesunden Knäbleins, in der zweiten wünschte eme '"«er e,n braunhaariges Mägdlein zu haben. H l? as Hauptgebäude des Warenhauses Storch Nn3°mv- ist eil, unabsehbarer Bau aus Schilf und ZH ?" bis zur halben Höhe im Wafser liegt. Merlllien und -Rosen, aber auch hässliche Sumpf-Nin,"< hecken das Dach; in einem kleinen sonmgen die ll lp"lst brennende Liebe, und dort unten sollen ^ icyonsten Kinderchen liegen. Ueber dem eigentlichen ^urenlager befinden sich knapp unter dem Dache dle ' »enünnten Trockenkammern. Dorthin kommen dle "moer auf 24 Stunden, sowie man sie aus den Teich« mV" 2^lcht und vom Schlamme gereinigt hat; dann M werden sie dem Warenlager einverleibt. Dieses ""Mt viele Stockwerke, und da« Merkwürdigste daran ist dass, trotzdem tausend und tausend Kinder in den Stellagen liegen, in den Lagerräumen doch Todtenstille herrscht. Die Kinder zeigen noch lein Leben, und das kommt daher, dass sie noch kein Herz in ihrer Brust baden Ohne Herz fühlt man aber weder Schmerz noch Freude; deshalb fchrcien die Kleinen noch nicht und rufen noch nicht «Mama». Dafs die lagernden Kinder «ohne Herz» stno, verhält sich folgendermaßen: Es wurde bemerkt, dass viele der kleinen Geschöpfe mit halbverfaulten Herzchen aus dem Teiche gezogen wurden, well dle Feuchttgleit diefem zartesten Theile des menschlichen Körpers Äls nun der liebe Herr von den vielen Be-schwerden hörte, beschloss er, dem Uebelstande ab-Melfen Er setzte sich mit Storch & Comp. m Ver-bindung und verpflichtete sich contractlich, die Klnder-beuchen von nun an «extra» zu liefern. Seitdem kamen die Herzen, in Holzkistchen und Baumwolle verpackt, direct an Storch. Das war in Bezug auf die Tadellosigkeit der berzen gewifs ein bedeutender Vortheil; anderseits aber erwuchs daraus für die Leiterin des Etablissements eine große Arbeit und Sorge, denn sie musste, gemäß der im Deckel jedes Kistchens befindlichen «Gebrauchs, anweisung», fünf Minuten vor Abgang der Storch-post jedem bestellten Kinde ein Herz in die Brust Heute war die Pirectrice gerade übelster Laune; sie ließ ihre Brille ties aus den Storchenjchnabel hinuntergleiten, und das war bei ihr stets ein Zeichen von Missmuth. Es hatte sehr viel zu thun gegeben, und die würdige Dame wollte daS versäumte Zehnuhrbrot möglichst bald beim Mittagstische im Teichrestaurant nachholen. Hastig machte sie sich an die Effectuierung der beiden letzten Bestellungen. Der Knabe und das Mädchen wurden von geschäftigen Dienern herbeigebracht und auf den Ladentisch gelegt. Darauf schritt die Directrice zu dem großen feuerfesten Schranke, der die ganze Rückwand des Raumes bedeckte, und entnahm demselben zwei allerliebste kleine Herzen. Das eine hatte sie gerade in die Brust des Knaben gesteckt, da kam eilends ein Botenstörchlein gerannt und bat um Austausch eines Kindleins, das über den Anblick einer großen Kröte einen Fraisenanfall bekommen hatte. Nachdem der Austausch vor sich gegangen und der lärmende Balg in die «Slart'Kiste» geworfen worden war, wandte sich die vielgeplagte Störchin wieder ihrer Arbeit zu. Da stand sie aber in nicht geringer Verlegenheit, denn sie hatte vergessen, welchem der Kinder sie schon ein Herz gegeben hatte. Aufmerksam prüfte sie die Züge der beiden Kleinen. Des Knaben Gesicht verrieth noch keinerlei Regung, während die Lippe des Mädchens sich leise zu bewegen schien. Da steckte die resolute Storchfrau, rasch entschlossen, das zweite Herz m die Brust des Knaben. Dann übergab sie die Uinoer dem Boten, schrieb die drei letzten Posten unter AuHgang, Laibach« Zeitung Nr. 282. 2242 9. December 1899. gleichen die Schlussrechnung für 1897. — Nächste Sitzung Dienstag. DerPressausschuss des österreichischen Abgeordnetenhauses beschäftigte sich am 6ten d. M. mit der Aufhebung des Colportageverbotes sowie mit dem Antrage, betreffend die Reform des Press-gesehes. Im Laufe der Debatte erklärte Miuisterialrath Freiherr vou Schwarhenau, er glaube, dass es gerade angesichts der Frage, ob die Debatte über die Anträge Pacak, Resel und Lewicli, betreffend die Re« form des Pressgesetzes, zu eröffnen oder zu vertagen sei, angemessen erscheine, die Absichten der Regierung in Bezug auf die gesetzliche Regelung dieser Fragen zu kennzeichnen. Er erklärt sich ermächtigt, dem Aus« schusse zur Kenntnis zu bringen, dass sich die Regierung eben jetzt mit der Frage der gesetzlichen Re« gelung des Colportagewesens befafse und die Be« rathung hierüber im Schoße der betheiligten Mini« sterien im Zuge sei. Die Regierung glaube daher, sie werde in absehbarer Zeit in der Lage sein, mit der bezüglichen Vorlage vor das Haus zu treten. Der PressauSschuss nahm mit 9 gegen 8 Stimmen den Antrag des Abg. Ruß auf Vertagung der VerHand« lung an, bis das Herrenhaus das Gesetz über die Aufhebung des Zeitungsstempels angenommen haben wird. Das ungarischeAbgeordnetenhaus setzte am 6. d. M. die Berathung über das Quotengesetz fort. Komjathy sprach contra und brachte einen Beschluss-antrag ein, wonach das Gesetz neuerdings an den Finanzausschuss zurückzuweisen sei, damit derselbe auf Grund vom Redner vorgeschlagener Daten neue Be« rechnungen anstelle. — Die Interpellation Barthas, ob die Regierung mit der österreichischen Regierung über eventuelle Aufschiebung des Termines für das Inslebentreten des Ueberweisungsverfahrens verhandle oder einen solchen Termin bereits bewilligt habe. welche Vorsorge die Regierung gegen die Verletzung der Re» ciprocität getroffen habe, beantwortend, erklärte der Ministerpräsident, er verneine die erste Frage, somit auch die zweite. Er sei überzeugt, dass das Ueber« weisungsverfahren am 1. Jänner 1900 ins Leben treten werde. Ob dies in Oesterreich, was er sicherlich wünschen würde, auf parlamentarischem Wege oder mit dem in der österreichischen Verfassung vorgesehenen Mittel, nämlich mit dcm § 14, ermöglicht wird, sei gleichgiltig, da es nie Bedingung des Ueberweisungs-gesetzes war, dass es auf parlamentarischem Wege zu« stände kommen müsse. Jedenfalls würde im Falle einer Verletzung der Reciprocität von Ungarn Retorsion geübt werden, die darin bestünde, dass das Ueber« weisungsverfahren am 1. Jänner 1900 in Ungarn unbedingt durchgeführt würde, dass jeder Tropfen Bier und Wein, jedes Kilo Zucker aus Oesterreich nur mit dem Ueberweisungsverfahren nach Ungarn kommen könnte. Dadurch würde das Gesetz nicht nur durch« geführt, sondern auch Retorsion geübt. Das Gesetz, auf welchem das Verhältnis mit Oesterreich auf Grund des Selbstverfügungsrechtes bis 1907 geregelt wurde, besagt durchaus nicht, dass im Falle der Reci« procitätöverletzung augenblicklich ein selbständiges Zoll« geblet errichtet werden muss, sondern bestimmt, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Interessen der Länder »ach jeder Richtung hin gewahrt werden. Die Legislative wird sich also für die Errichtung eines selbständigen Zollgebietes zwar entscheiden können, aber nicht müssen. Hartha nahm den ersten Theil der Er« tlärung Szells, dass leine Verhandlungen inbetreff Aufschubes des Inkrafttretens des Ueberweisungsverfahrens mit der üsterr. Regierung gepflogen wurden, mit Beruhigung zur Kenntnis. Die übrigen Aus« führungen lafsen an Klarheit alles zu wünschen übrig. Szell erwiederte, er könne nicht dafür, dass er im Interesse des Landes sich für eine andere Art der Re« torsion entschließen würde, als die Unabhängigkeit«» partei, welche die sofortige Trennung wünsche. Die Antwort wurde zur Kenntnis genommen. Tagesneuigleiten. — (Wie liegen wir im Schlafe?) Es ist eine längst bekannte Thatsache, dass viele Personen im Schlafe eine ganz bestimmte Lage einnehmen, die sich vor allem auf die Lage des Kopfes im Verhältnis zum Körper bezieht. Diese Körperlage während des Schlafes ist bei den einzelnen Personen leine zufällige und durch die Gewohnheit allein bedingte, sondern, wie William Browning, praktischer Arzt in Brooklyn, in der «Zeitschrift für Krankenpflege» nachweist, hängt gerade die Lage des Kopfes von den Vlutverhältnissen im Gehirn ab. Die meisten Menschen schlafen mit dem Kopfe auf einem gewöhnlichen oder dünn gepolsterten Kiffen. Vei einer anderen Classe genügt dieses Normalmaß nicht, der Kopf liegt auf einem Polster mit einem oder zwei Kissen oder auf einem aufgerollten Kissen, über dem Arm «. Diese Lage muss naturgemäß die Blutzufuhr zum Gehirn erschweren, den Blutabfluss dagegen erleichtern. Sie wird deshalb von solchen Personen eingenommen, die an Vlutfülle des Gehirns, z. B. durch geistige Arbeit, Gehiinkrankheiten ic. leiden. Leut?, die vor dem Schlafengehen geistig beschäftigt ge« wesen sind, schlafen meist in dieser Lage ein, während im Verlaufe der Nacht der Kopf tiefer gleitet und schließlich normal liegt. Dieser Classe gegenüber umfasst die dritte Kategorie solche Personen, die mit dem Kopfe niedriger als im Mittelmaß schlafen. Manche schlafen mit dem Körper in ganz stacher Stellung, ohne Kissen und Polster. Von derselben Bedeutung ist auch die bisweilen beobachtete Gewohnheit, auf dem Bauche zu schlafen, mit dem Gesichte nach der Seite gewendet. Es ist klar, dass alle diese Lagen das Blut reichlicher zum Gehirn fließen lassen. Zu dieser Classe gehören Personen mit nervöser Verstimmung, ferner vor allem Blutarme und Bleichsüchtige. Cin charakteristischer Zug dieser Personen ist, dass sie weniger zum Träumen geneigt sind. Ihr Schlaf ist gewöhnlich sehr tief; ja sie bedürfen sogar besonders viel Schlaf. Sie neigen dazu, schläfrig, ermüdet und erschöpft aufzuwachen; je tiefer der Schlaf war, desto schlafsüchtiger sind sie beim Erwachen. ES könnte zunächst gewagt erscheinen, auS dem Verhalten während des Schlafes Schlüsse auf den Körperzustand während des Wachens zu ziehen. Jedoch, wenn man die einzelnen Fälle auf Jahre verfolgt, zeigt sich die Richtigkeit der Beobachtung. Noch wichtiger als beim Gesunden ist natürlich die Lage des Kopfes beim Kranken, indem sie einen deutlichen Fingerzeig gibt, um den allgemeinen Zustand des Gehirns zu beurtheilen. — (Ein Drama auf dem Meere.) Nach dem Berichte eines Edinburger Blattes sanl unlängst an der Osttüste Schottlands ein Fischerboot, wobei vier Menschen ertranken. Vei diesem Unglücke spielte sich nach Aussage des einzigen Ueberlebenden ein höchst bewegter Auftritt ab. Die Bemannung des Bootes bildete ein alter Fischer mit seinen vier erwachsenen Söhnen. Die Männer wurden von einem heftigen Sturme überrascht und vermochten trotz aller Anstrengungen die Küste nicht mehr zu erreichen. DaS kleine Fahrzeug, daS die auf-geregten Wogen verschiedenemale gegen die Klippen schle»' derten, musste wohl ein Leck erhalten haben, denn es füllte sich plötzlich mit Wasser und sanl. Der alte Fischer, dem es gelang, sich aus dem Strudel zu retten, musste es zu seinem Entsetzen mit ansehen, wie drei seiner Söhne in der Tiefe verschwanden, um nicht wieder zum Vorschein zu lommen. Er selbst hatte daS Glück, eln Ruder zu erfassen. Nach wenigen Secunden tauchte sein jüngster Sohn, ein 17jähriger Jüngling, neben ihm aus und hielt sich eine Weile schwimmend an der Oberfläche. Schließlich verließen den jungen Mann die Kräfte, und da er wusste, dass das Ruder nur eine Person ilber Wasser zu halten vermochte, rief er seinem Vater ew Lebewohl zu und versank. Der unglückliche Alle wurde eine halbe Stunde später in bewusstlosem Zustande aus den tobenden Fluten gefischt. — (Das Liebesoralel der Wucher-blume.) Die Verwendung der Wucherblumen, auch Gänseblümchen genannt, deutet darauf hin, dass das Volt die Zahl der Zungenblüte dieser Composite als eine ganz regellos schwankende betrachtet. Dass dem nicht so ist, lesen wir in einer eingehenden mathematisch" botanischen Abhandlung von Prosessor Dr. Ludwig in Spe-manns Wochenschrift «Mutter Erde». Als SchlussergebM dieser Untersuchung ist zu constatieren, dass die Pflanzenorgane bei leiner Art in Unzahl, sondern stetS in bestimmter Anzahl auftreten, fo dass sich auch bei Vana-tion in weiten Grenzen eine constante Mittelzahl auffinden lässt; die Abweichungen von dieser MttelM folgen den mathematischen Gesehen der Wahrscheinlichleits-lehre. Bei einer großen Zahl pflanzlicher Organe treten in der Variation bestimmte Haupt- und Nebenzahlen besonders hervor. Es sind dies die Zahlen der Reihe des goldenen Schnittes und ihrer Unterzahlen. Diese Zahle" stehen in enger Beziehung zur Anordnung der Organe an der Achse, wenn eine solche vorhanden ist, und t" treten auch in der Variation der Kürperdimensionen >lN Pflanzen- und Thierreiche auf. Dieses Vorkommen fordert zu einer gemeinsamen Erklärung der Erscheinung heraus, die Professor Dr. Ludwig durch die Annahme eines bestimmten, von thatsächlichen Vorkommnissen in der Natur ausgehenden Wachsthums« oder Vermehrungsgesetzes der organischen Materie zu geben sucht. — (Eine «pfiffige. Zeitung.) «1?ds (^ I'imo»», die vornehmste Zeitung der Capcolonie, hat ^ ihren großen Geschäftsräumen eine Dampspfeife anbringen lassen, die jedesmal, wenn wichtige Telegramme eingelaufen sind, die Capstadt durch einen marlerschütterN" den Pfiff davon benachrichtigt. Dann eilen die Bewohnet herbei, um die Specialausgaben zu laufen. Local- und Prouinzial-Nachiichten. — (OrdentlicheSitzung deS t.t.Landes-schulrathes für Krain am 30. November Nach Eröffnung der Sitzung durch Se. Excellenz den Herrn Vorsitzenden theilte der Schriftführer die feit der letzten ordentlichen Sitzung im currentcn Wege erledigte Geschäftsstücke mit, welche genehmigend zur Kenntnis gt' nomlnen wurden. In Erledigung der Tagesordnung wurv« beschlossen, den definitiven Lehrer und Leiter der e n-classigen Volksschule in Kerschdorf, Franz Delcott, " Competenzwege in gleicher Eigenschaft an die einclaM Volksschule in Ostroznobrdo zu übersehen. Ferner werden mehrere Recurse tn Angelegenheit der Zuerlennung vo Dienstalterszulagen an Vollsschullehrer erledigt. Die ^ Weiterung der einclassigen Volksschule in Ratschach im»^ putzte ihre Brillengläser und schloss für heute das Geschäft. — Der Knabe mit den zwei Herzen ward ein weicher, süßer Junge, der am liebsten zu den Füßen seines Mütterchens saß, um ihren Märchen zu lauschen. Und wenn er hörte, wie der Prinz zu spät kam zur Er« lösung, und wie die Prinzessin mit dem Ungeheuer weiter hausen musste, dann flössen dicke Thränen Über seine Wangen. Ein Hüne an Gestalt, blieb er doch zart und scheu wie ein Mädchen; eine ständige schmerz« Uche Sehnsucht beherrschte ihn. Thatendrang und Wissensdurst, diese besten Freunde der Jugend, sie wurden von ihm kaum beachtet. Verspottet und ver-höhnt von seinen Gefährten, zog er eines Tages in die wette Welt, um das Glück zu suchen, das er ersehnte und erträumte. Einmal, mitten im Walde, stand der Jüngling dem Mädchen gegenüber, dessen Herz in seinem Busen klopfte. Das war ein unglückliches Wesen, das theil-namklos an Glück und Leid vorübergieng. Ohne Herz in der Brust, blieb ihr der Gebrauch der höheren Sinne verschlossen. Sie sah nicht die Wunder des Waldes, sie hörte nicht das Lied der Vögel, sie fühlte Nlcht die Nähe des warmen Jünglings. Große, kalte Augen richtete sie auf ihn; dann machte sie eine Bewegung zum Fortgehen. «Bleib hier!» bat der Jüngling, den ein unerklärlicher Zauber zu dem Mädchen zwang; dabei ergnff er ihre Hand und sah ihr bittend m die Augen. N« eine wohMtige Wärme durchschauert« e» sie vom Scheitel bis zur Sohle, und obgleich sie fortfuhr, ihn aus erstaunten Augen anzusehen, so blieb sie dennoch da. Der Jüngling geleitete die Jungfrau von Blume zu Blume, ihr mit warmen Worten die Herrlichkeiten der Natur schildernd: er erklärte ihr die Sprache der Vögel und zeigte lhr das tausendfache Leben und Weben an allen Enden. Darüber kam die Sonne zum Sinken, und die beiden schönen Menschenkinder merkten nicht, dass die Mondscheibe schon blutroth am Himmel stand. Immer wärmer sprach der Jüngling, immer aufmerksamer horchte das Mädchen. Sie hatte sich, müde vom langen Wandern, auf einen Baumstrunt gesetzt; ihr Auge hieng begierig an der Lippe des jungen Mannes, der sich zu ihren Füßen ins Riedgras gestreckt hatte. Er sprach von der Heimat, von der Mutter und ihren Märchen, von Waldeszauber und Märchenduft, die ihn überall umschwebten, wohin er auch kam. Der Mond folgte neugierig dem Treiben der beiden; dann warf er gelegentlich einen feiner Unheil stiftenden Strahlen in das Mädchengesicht, irrlichterte dort umher nnd zauberte solche Schelmenlichter in die sonst ruhigen, ernsten Augen, dass der Jüngling aufsprang, um sich das Verwandlungswunder zu besehen. Aber husch, war der Mondstrahl davon, so wie der Knabe sich gegen das Gesicht des Mädchens vor-neigte. Da traf ihn ihr Athem, und es durchflutete ihn heiß. Er schlang srinen Arm um des Mädchens Nacken und drückte einen langen, heißen Kus» auf die blichendenLippen. In dem Augenblicke geschah aber etwas M^ würdiges mit den zwei Herzen in der Brust l>e» Jünglings. Das eigene Herz stand lodtenstill, wie v°' einem heiligen Schrecken befangen, das Ma'dchenY"« aber sprang hoch auf vor überseliger Freude und ^Ui, dabei gerieth es in die Kehle des Knaben, und " dieser gleich darauf die Worte «Ich hab' dich llev° stammelte, da lag es auch schon auf seiner ii'M^, schlüpfte während des zweiten Kusses durch den MadO" mund auf seinen eigentlichen Platz in der leeren ÄlUI' Weil die beiden Herzen solange beisammen gew^y hatten, so sehnten sie sich fortan so sehr nach eina«^ ' dass die beiden jungen Menschenkinder sich entschl'ep mussten, für den Rest ihres Lebens beisammen « bleiben. — .^ Das vorlaute Störchlein, das mir diese GeschO erzählt hatte, vertraute mir auch an, dass es lN" .^ vielbesprochenen «Unfehlbarkeit, der Frau Disponew bei Storch «K Comp. seinen Haken habe und dal» . solcher Verstöße seit jeher gegeben hätte. Ein G"' hätten sie aber immer im Gefolge gehabt: die troffenen seien stets glücklich geworden! ., ^il Und wenn man im Leben auf jene selle ^. Menschenpaare stoße, die einander bis an ihr 2e" z ende jene treue und wahre Liebe bewahren, d>e den Durchschnittssterblichen mit dem Lebensmal "^ blüht, so könne man sicher sein. dass .man es H einem — «Schnitzer» der Frau Disponentin bel «?l 6. Eomp. zu thun habe. ^aibacher Zeitung Nr. 262.________________________________________2243_______________________________________________9. December 1899. Me Rabmannsdors auf zwei Classen wirb bewilligt. Alters wird der dem k. l. Ministerium für Cultus und Unterricht zu erstattende Besehungsvorschlag für eine er« "We Lehrstelle am Staatsgymnasium in Rudolfswert "ld der dlejem Ministerium zu erstattende Bericht über 3? ^"^°2 einer Mittelschuldirection auf allgemeine Aus-Mehung eines Schülers beschlossen. Schließlich werden Asuche von Schülern der ersten Classe der hierländischen Mittelschulen um Stundung des Schulgeldes der Erledigung , "^ (Militärisches.) Ernannt wird zum "Wactiven Landwehrlaplan 2. Cl. der Ersahreserve-Infanterist Johann ttubinel (Aufenthaltsort Laibach), fester des Deutschen Ritterordens, in der Standes-^ldenz des Landwehr-Infanterieregiments Brunn Nr. 14. "ansferien werden der Oberlieutenant Wilibald Posselt vom Landwehr.Infanterieregiment Tropftau Nr. 1b zum "ndwehr.Infanterieregiment Aagenfurt Nr. 4, der nicht« «ctlhe Lieutenant Karl Hajek vom Landwehr-Infanterie-"egiment Klagenfurt Nr. 4 zum Landwehr-Infanterie-MmentEger Nr. 6, die Landwehr. Evidenz - Assistenten >l°yann Zupanöii des Landwehr-Infanterieregiments ""z Nr. 3 und Andreas Modrinj al des Landwehr-Manterieregiments Klagenfurt Nr. 4 hinsichtlich ihrer "lenstelntheilung gegenseitig auf eigene Kosten. . ^(Patrociniumfeft.) Morgen findet in ^ hiesigen Domlirche um 10 Uhr vormittags das Atrociniumfest des heil. Nikolaus statt, wobei der hoch-Erdigste Herr Fürstbischof das Hochamt celebrieren ^ ^ (Die Laibach) weist einen Wasserstand von "^ iu unter dem Normale auf. f. ^ "" (Straßenbeleuchtung.) Die bisher mit süÜe" Beleuchtung versehene Kuhn-Strahe erhält inbälde '""> elektrische Glühlampen. f. H ^- (Zum Vaue der Pfarrkirche in "ttschee) hat der Kirchenbauoerein bereits eine ««milch hohe Summe gesammelt, jedoch soll, wie wir H^hmen, mit der Demolierung der alten und dem "'baue der neuen Pfarrkirche erst nach Ablösung zweier Vel!» ä" Bauzwecken und nach Erziclung weiterer «. Alltel begonnen werden. Die Kirche soll einen ent-'^echend größeren Raum erhalten. f. beul "" ^ ^ LaibacherCitalnica) veranstaltet Wn ^"^ » Uhr unter Mitwirkung des slovenischen laus-^nnnlschen Gesangvereines, einiger Mitglieder der Lital- a und einer Abtheilung der Militärkapelle im großen reli!^ ^ «Narodni dom» einen Unterhaltungsabend mit num ^^ Programme. Außer verschiedenen Gesangs-PoN "" ""^ orchestralen Piecen wird eine einaclige vu.«Meben und ^„ ^^^ Damen ein japanesischer Tanz "geführt werden. da 7- (Vortragsabend.) Wir werden ersucht, lk ^'aufmerksam ö« machen, dass der angekündigte «arische Vortrag des Herrn Professors Dr. Franz Deml!/ ^ ^^s^en Zweigvereine des Allgemeinen st^Hen Sprachvereiltes heuteim Casino (Iahnzimmer) ^"lftndet. Per Vortrag, zu dem auch Gäste freundlichst ""omtnen sind, beginnt um 9 Uhr. vom 7"(Sanitäts-Wochenbericht.) 3« der Zeit l8 Vl Member bis 2. December kamen in Laibach zw°r " öur Welt, dagegen starben 1? Personen, und culol ?" Wochenbettfieber 1. Diphtheritis 1, Tuber-heilen ^"^e Schlagflusses 2 und an sonstigen Kranl-sich k i? Personen. Unter den Verstorbenen befanden H" Ortsfremde und 9 Personen aus Anstalten. Von K/^nskrantheiten wurden gemeldet: Wochenbettfieber I, """ach i. Typhus 5 und Diphtheritis 1 Fall. Äln ^" (Schwurgerichts - Verhandlungen.) Lank« b' M. fand unter dem Vorsitze des Herrn Han?2"^ls-Präsibenten Ulbert Levii nil die Ver-besik. "^ ^2" den 25 Jahre alten ledigen Grund-y>»ersehn und Zimmermannsgehilfen Josef Pelloj aus Wackp ^ ^egen den 30 Jahre alten lebigen Schuh-Nl^" Michael Dobravec aus Zasp, Gerichtsbezlrl Rad-l«icl>. ^' "egen Todtschlages fowie wegen schwerer und ^.körperlicher VeMdigung statt. Als AnNäger ^ Werte ^rr Staatsanwalt - Substitut Dr. Gustav ten,.^e j. Pews und Dobravec haben sich am 4. Sep-zw?" lrüh in Reiic nach getroffener Verabredung hinter M-. '^""auern versteckt, zuerst die Burschen Johann Ha ^""b Johann Valant und sodann noch die Burschen "thcius Pavlit, Simon Pavlit und Thomas Majer l einem Dreschflegel und einer Mistgabel überfallen leickt Matthäus Pavlit erschlagen, zwei andere Burschen Ue?..c einen schwer verletzt. Veranlassung zu diesem ta "' gab eine am 3. September in Rttii bei einer zu?c""h°ltung stattgefunden Rauferei. Petloi wurde »erl. ^"n, Dobravec zu fünfeinhalb Jahren schwerem lNit? "" ""em Fasttage monatlich in dunkler Zelle und "them " ^" am 4. September jeden Jahre« ver- der ^ (^klneindevorstands-Wahlen.)Bei vors<^ ^ v- M. stattgefundenen Neuwahl des Gemeinde-be«'^"es für die Gemeinde Stranje wurden der Grund-vorü! ^°"'°s Gradisel in Unterstranje zum Gemeinde-H^. fern« Josef Krivec in Stolnik und Flormn ^ »c »n Oberstrunje zu Gemeinderäthen gewählt. --"" der am 33. v. M. stattsehabtt« Gemeindevorstanos- Wahl in der Ortsgemeinbe Moräutsch wurden als Gemeindevorsteher der Oberlehrer Ianko Toman in Moräutsch und z« Gemeinderäthen die Grundbesitzer Franz Grilj in Kerschdorf, Johann Rokavc in Kerschborf. Josef Smrekar in Pogled, Jakob Kruljc in Kerschdorf, Franz Burja in Prikrnca und Johann Peterc in Dole gewählt. — (Ans Abelsberg)wird uns berichtet: Wie alljährlich, veranstaltete auch heuer die Eitalnica in Adelsberg einen recht gelungenen Nicolo-Abend. Der Zu-drang zu demselben war ein der«rtiger, dass der Sawn im Hotel «Zur ungarischen Krone» nur ewen Gruchtheil der Erschienenen fassen konnte. Das reichhaltige, aus neunzehn Gesangs- und Declamationspiecen bestehende Programm wurde von den Schullindern mit großer Freude und ohne Befangenheit absolviert. Einzelne Nummern mussten wiederholt werden. Den kleinen Vortragenden wurde rauschender Beifall gespendet. Den Schluss des Abends bildete das Erscheinen des Nicolo und dessen himmlischen und höllischen Gefolges. Der Nicolo war ein sehr splendider Herr, der es an Geschenken, bestehend aus süßen und praktischen Artikeln, nicht fehlen ließ. Seine Wohlthätigkeit fand freudige Anerkennung. Um das Zustande» kommen des höchst gemüthlichen Festes gebürt der Leiterin des Arrangements, Frau Doctor Treo, aufrichtiger Dank. oll. — (Explosion eines AcetylengaS-apparates.) Nm 5. d. M. um halb 6 Uhr abends explodierte der in der Ecke der Wagenremise des Herrn Josef Zurc (Stambur), Gastwirtes in Kanbia bei Ru-dolfswert, untergebrachte Apparat, womit unter Anwendung von Calcium - Carbid das Acetylenlicht zur Beleuchtung der Restaurationsräume erzeugt wird. Die Entzündung der Gase erfolgte dadurch, dass der mit der Bedienung des Apparates betraute zwanzigjährige Knecht des Herrn Zurc mit offenem Lichte dem Kessel zu nahe kam. Die Explosion war eine wider jede Erwartung heftige. Obwohl zwischen Kanbia und Rudolfswert die verhältnismäßig breite und tiefe Gurk stießt, verspürte man die Detonation und die Erschütterung selbst in den entferntesten Gebäuden von Rudolfswert sehr stark. Dem beim Apparate hantierenden Knechte wurden die Hände, die Arme und Gesichtstheile arg verbrannt, so dass er sofort ins benachbarte Spital der barmherzigen Brüder gebracht werden musste. Einem im Augenblicke der Explosion vorüberfahrenden Marktbesucher wurde der Bart von den hervorgebrochenen Flammen gänzlich versengt. Das Holzdach des Apparathäuschens wurde durch den Luftdruck hinabgeworfen, die Fensterscheiben des angrenzenden Stallgebäudes etwa acht Meter weit hinausgeschleudert und der Apparat selbst gänzlich zertrümmert. Da an diesem Tage einer der besuchtesten Jahrmärkte in Rudolfswert abgehalten wurde, waren die gegen 1b Meter von der Explosionsstelle entfernten Restaurationsräume des Zurc mit Gästen dicht befeht. Im Momente der Explosion verlöschten selbstredend sämmtliche Acetylen-Lichter. wodurch die Panik nicht wenig gesteigert wurde. Niemand wusste im erstell Augenblick, ob ein Erdstoß erfolgt oder sonst ein größeres Unglück geschehen sei. Viele waren der Meinung, es sei der Zusammenstoß deS Planeten mit der Erde, obzwar den Prophezeiungen der Astronomen nach verspätet, nun dennoch eingetreten. Sämmtliche Gäste stürzten ins Freie. Jene, welche ihre Gespanne bei Zurc untergebracht hatten, zogen die Pferde aus den Stallungen und fuhren im größten Schrecken davon, um so rasch als möglich aus dem Bereiche der Häuser zu gelangen. — Da vor etwa zwei Monaten auch der Kaufmannsfohn Adolf Gustin in Rudolfswert beim Hantieren mit dem Calciumcarbid - Kessel nicht un-bedeutende Brandwunden im Gesichte erlitt, dürfte die Behandlung der Apparate weit größere Vorsicht erheischen, als man anscheinend beobachtet; anderseits ist wohl auch anzunehmen, dass die Reisenden einzelner Firmen, welche sich mit der Installation dieser Veleuchtungsart befassen, den Besteller nicht immer genügend belehren. —o— — (Schadenfeuer.) Am 26. v. M. gegen halb 7 Uhr früh brach in einer alleinstehenden, unbewohnten Kaische des Besitzers Franz Dolanc aus PadeZ, Gemeinde St. Georgen, auf eine bisher unbekannte Weise Feuer aus, welches dieselbe sammt den dazu gehörigen Wirtschaftsgebäuden total einäscherte. Der hiedurch entstandene Schaden wird auf 250 fl. geschäht, welchem Betrage eine Versicherungssumme von 200 st. gegenübersteht. — Am 1. d, M. brach im Stalle des Kaischlers Franz Smargut in Scharfenberg, Gemeinde St. CruciS, Feuer aus. welches den Stall und das Haus des Genannten sowie die nebenstehende Kaische der Agnes Simonttc einäscherte. Das Feuer war vom sechsjährigen Sohne des Smargut gelegt worden, indem derselbe mit Zündhölzchen gespielt hatte. Der Schaden wird auf etwa 320 fl. beziffert. —o. — (Aufgefundene Leiche.) Nm 6. d. M. wurde von dem Besitzer Anton Hitnik aus Schwarzdorf am Moraste bei Vabnagorica die Leiche eines unbekannten Mannes aufgefunden. Dieselbe hatte in der Halsgegend eine Wunde, jedoch ist es nicht ersichtlich, ob die Verletzung mit irgend einem Gegenstande zugefügt wurde oder durch Auffallen auf einen harten spitzigen Gegenstand entstanden ist. Aus der bei der Leiche vorgefundene« gemlindeümlllchen Bestätigung geht hervor, daft der Todt« Johann Nose heißt und nach Malavas, Gemeinde Pob-gora, zuständig ist. —l. — (Ertrunken aufgefunden.) Nm 6. d. M. nachmittags wurde von einigen auf dem Gurkflusse in einem Kahne fahrenden Gymnastalschülern ganz nahe am rechten Flussufer ein Leichnam im Wasser aufgefunden. Derselbe war in aufrechter Stellung, gegen das rechte Ufer zugelehrt, doch reichte das Wasser an dieser Stelle immerhin noch etwa einen halben Meter über den Scheitel des Ertrunkenen. Unter Mithilfe des in der Nähe befindlichen Herrn Dr. Milan Skerlj wurde die Leiche vom herbeigeeilten Tischler Fischer von Kandia mittelst eines um die Schultern geschlungenen Strickes an das linke Flussufer unterhalb Rudolfswert gezogen. Der sofort an Ort und Stelle eingetroffene Herr k. l. Gerichlssecretär Dr. Volkit ließ die Leiche, deren Identität niemand zu constatieren vermochte, in Bezug auf die Habseligleiten untersuchen. Es wurde vorgefunden: in der inneren Westentasche eine Brieftasche mit 2 Noten k 10 fl., ein Lotterie-Risconto vom Lottoamte in Seisen-berg, ein auf Damjanovik in Mottling lautendes und vom Poftamte in Sagraz aufgegebenes Postaufgabs' recepisse und ein Postcheck. In der linken Hosentasche fanden sich eine Geldbörse mit 2 fl., ein Zehnhellerstück und vier Iweihellerstücke. in der inneren Rocktasche ein Kranz Feigen. Allem Anscheine nach stammt der Verunglückte aus dem Gerichtsbezirke Seisenberg und dürste Vieh-sensal sein; darauf deutet das die Adresse des Damjanovic (eines Schweinehändlers aus der Gegend von Mottling) tragende Recepisse. Die Leiche hatte ßch nicht über 20 Stunden im Wasser befunden, da sie noch vollkommene Todesstarre trug und insbesondere die Ohrmuscheln noch ganz geröthet erschienen. Der Verunglückte dürfte auf der Wegkreuzung beim Spitale in Kandia, woselbst die Straße gegen Seisenberg abbiegt, den Weg verfehlt haben und in der Nacht auf der Suche nach dem richtigen Wege in die Gurk gerathen sein, aus welcher er sich infolge des schlammigen Grunde« und des steilen Ufers nicht mehr retten konnte. — Nachträglich wird uns unter dem 7. b. M. gemeldet: Der Tobte wurde heute durch dessen Gattin als Josef Koren von Kal, Gemeinde Nmbrus, Gerichtsbezirl Seisenberg, agnosciert. Koren stand im 32 Lebensjahre und hinterlässt die Witwe mit sechs unversorgten Kindern. Er kam auf den Jahrmarkt nach Rubolfswert, um Schweine anzulaufen, bezechte sich unterwegs, verfehlte sodann in der Nacht den Weg und gerieth in den Gurlfluss. —s— * (Ein unmenschlicher Vater.) Es wurtx in Erfahrung gebracht, dass der Besitzer Friedrich Fabtii aus Poogrit, Gemeinde St. Veit, politischer Bezirk Adelsberg, seine geisteskranke, 32 Jahre alte Tochter Fl-ancisca schon seit Jahren im Stalle eingesperrt hielt, was zur Folge hatte, dass sie, zumal sie auch schlechte Nahrung erhielt, auch körperlich verkümmerte. Der unmenschliche Vater rechtfertigte seine Handlungsweise dadurch, dass seine Tochter im Hause durch ihre Un-relnlichleit großen Schaden verursacht hätte. Dem com-petenten Gerichte wurde die Anzeige erstattet. -i-. — (Jahrmarkt in Rudolfswert.) Der am 5. d. M. in Rudolfswert abgehaltene Jahrmarkt war außerordentlich gut besucht und beschickt. Es wurden über 6000 Schweine, 550 Rinder und 42 Pferde aufgetrieben. Die Schweine erzielten, da nun einzelne kroatische Di-stricte wegen der Schweinepest wieder gesperrt sind, gegen die letzten Märkte bedeutend bessere Preise. Eine größere Anzahl davon wurde zur Verfrachtung nach Reifnitz, Niemes (Böhmen), Vregenz, Vludenz, Bozen, Borgo, Ellbogen und Salzburg noch am selben Nachmittage auf der Bahnstation in Rudolfswert verladen und expediert. — Auch der Handel mit landwirtschaftlichen Gerathen, dann mit Manufactur-, Schnitt- und Wirkwaren gieng recht gut. Die Lebzelter und die Händler mit Südfrüchten hatten natürlich des Nicolotages wegen ganz vorzügliche Einnahmen zu verzeichnen. —o— — (Deutsch-österreichischer Moorverein.) Beim dritten Moorcurs in Salzburg wurde der Beschluss gefasst, einen deutsch-österreichischen Moorverein zu gründen. Derselbe beginnt seine Thätigkeit im Jänner 1900 und gibt eine österreichische Moorzeitschrift heraus, die monatlich erfcheint und bezweckt, die Moorinteressenten in die Lage zu versehen, die bisher ertragslosen Moore in Cultur-boden umzuwandeln und den Torf einer zweckdienlichen Verwendung zuzuführen, wie dies durch den reichsdeutschen und den schwedischen Moorverein schon seit längerer Zelt mit Erfolg angestrebt wird. Anmeldungen zum Beitritt und Anfragen sind zu richten an Director Schreiber in Staab ober Pilsen. — (Viehverlehr auf der Bahnstation Videm pro November 1899.) Aus der Bahnstation Videm wurden im Monate November ausgeladen: ein Zuchtstier aus Kaftsenberg bei Brück a. d. M. für die Herrschast Arch; verladen wurden daselbst im ganzen 334 Hanbelsschweine, hievon 86 Stück nach Dornegg. 248 Stück nach Sapiane. In Veterinär-polizeilicher Hinsicht sind leine Anstünde vorgekommen. —e. — (Journalistisches.) Die Münchener «Neuesten Nachrichten» theilen mit, dass der Ehesredacteur dieses Blattes, Dr. Samass a, wegen Meinungsverschiedenheiten au» der Redaction schieden sei. Laibacher Zeitung Nr. 282. 2244 9. December 1899. — (Subvention für die Erhaltung der Bürgerschule in Gurlfeld.) Der steier-märlische Landesschulrath hat dem l. l. Vezirlsschulrath in Hurlfeld mit Rücksicht darauf, dass die Bürgerschule in Gnrlfeld im Schuljahre 18W/99 neunzehn steierische Schüler besuchten, im Sinne des Beschlusses des steler-märkischen Landesausschusses vom 3. Mai 1893 eine Subvention von 220 st. z» den Erhaltungslosten für die vom politischen Bezirke Ourtfeld zu erhaltende Bürgerschule aus dem steierischen Landesschulfond angewiesen, -o. — (Winters Hinzug.) Während noch am vergangenen Mittwoch nachts der bewölkte Himmel sich aushciterte, trat Donnerstag ein schwacher Regen ein, und nachmittags gegen fünf Uhr begann es bei schwachem Nordwinde zu schneien. Die Höhe der Schneedecke ist bis heute früh auf 14 Centimeter angewachsen. Die Temperatur fiel von -j-3 ° auf —2 ° Re'aumur; vorherrschend ist Nordwind. Von Laibach aus wurden gest«n bereits einige Schlittenpartien unternommen. f. — (Schneesall auf dem Lande.) Heute eingelangten Nachrichten vom Lande zufolge schneite es in Oottschee sowie Inner« und Obertrain bereits Donnerstag nachmittags, w Nuterlrain Donnerstag nachts. Der Schneefall hält überall noch an. Am Karst, im Adelsberger und Loitscher Bezirke sind bereits kleine Schneeverwehungen zu verzeichnen. Der Schnee erreichte bereits eine Höhe von 1b Centimeter. f. — (Vertriebenes Wild.) Der eingetretene Schneefall vertrieb das Wild aus den Anhöhen und Wäldern in die Thäler; in Innerlrain zeigen sich die Hasen bereits in der Nähe der Häuser und Obstgärten. Im Gottscheer Bezirke soll man gestern sogar auf eine Bürenspur gekommen sein. f — (Weihe Fahne.) Vom Nmtsgebäude des l. l. Bezirksgerichtes Littai wehte in der Zeit vom 1. bis ?. d. M. die weiße Fahne zum Zeichen, dass die Arrest-localitäten in dieser Zelt leinen Sträfling beherbergten, iic. — (Sanitäres.) Von Insectionslranlheiten sind dermalen im Bezirke Littai herrschend: der Typhus, jedoch nur noch in einer Ortschaft, und die Diphtheritis in den Gemeinden Temcniz und Leslouc des Gerichts-bezirles Sittich. Hieran sind sechs Kinder und ein Weib erkrankt, drei Kinder sind gestorben; die übrigen befinden sich im Stadium der Genesung. — Die Typhusepidemie in den Gemeinden Weixelburg und Obergurl ist vollständig erloschen. —ill. * (Todt aufgefunden.) Nm ?. d. M. gegen halb 7 Uhr früh wurde der beim Anton Wester in Aurih, politischer Bczirl Radmannsdorf, als Hirt bedienstete Matthäus Gogola aus Wocheiner-Vellach vom Fuhrmann M. Prejelj aus Wocheiner-Feistritz neben der Eisenbahn-zufahrtsstrahe, etwa 40 Schritte vom Gasthause des Matthäus Dobida in Lees entfernt, todt aufgefunden. Matthäus Gogola war am 6. d. M. nachmittags, angeblich von Äresiach, etwas betrunken ins Gasthaus des Dobida gekommen, woselbst er Vi, Liter Brantwein und schwarzen Kaffee getrunken hatte. Gegen 6 Uhr abends hatte er das genannte Gasthaus verlassen und war nicht wiedergekommen. Die Leiche lag mit dem Gesichte zu Boden gewendet, weshalb die Nase wie eingedrückt aussieht. Es hat den Anschein, als ob Gogola einem Herzschlag erlegen wäre. —r. — (Vom Radfahrsport.) Der Oautag des Karstgaues findet Dienstag den 12. d. M. um 8 Uhr abends im Elubzimmer des Laibacher Vicyclislenclubs im Casino statt. Hiezu sind alle deutschen Nadfahrer von Kram und dem itüstenlande (Club- und Einzelfahrer) eingeladen. — (Volksversammlung in Ratschach.) Der Grundbesitzer Blasius Laharna in Natschach wird am Sonntag den 10. d. M. um 4 Uhr nachmittags im Gasthause des I. Gmajnar in Ratschach eine Volksversammlung abhalten. Tagesordnung: 1.) Der Bauernstand und seine Lage. 2.) Anträge und Anfragen zum obigen Punkte. —o. — (Nach Amerika.) Am 6. d. M. wurden am Südbahnhof in Laib ach die Burschen Franz Vrula aus Rozanc, Anton «Vipel aus Malo Mlaieoo, Karl Hegler aus Griarica und Paul Fabijan aus Pre-vole verhaftet, weil sie vor Erfüllung der Militärpflicht nach Amerika auswandern wollten. Franz Brula und Anton Oipel wollten über Nabrcsina nach Udine zum Auswanderungsagenten Silvio Nodari fahren, und fand man bei ihnen Reclamezettel dieses Agenten; Karl Hcgler und Paul Fabijan wählten ihre Route über Bremen. Die Verhafteten leugneten anfangs entschieden die Absicht der Auswanderung und gaben vor, ihre Verwandten in Trieft, beziehungsweise in Innsbruck, besuchen zu wollen. Als man jedoch bei der Durchsuchung der Effecten und der Melder bei jedem eine größere Summe Geldes fand, legten sic das Geständnis ab. Alle wurden dem l. l. Landesgericht in Laibach eingeliefert. Illu»io5 »»or». Sonntag den 10. December (Heiliger Nikolaus, übertragen vom 6. d. M.) Pontificalamtin derDomlircheum lOUHr: Instrumental-Messe in 1>äur von Karl Vreith; Gra< dual« von Unkn tznrst»; vstntorwm von Veora. Licll. In der Stadtpfarrlirche zu St. Jakob am 10. DecemberHochamt um 9 Uhr: Uis»» gtwLtao lÜasoiliae in <3 äur von Ad. Kaim; Graduale «Nx 8ion gpeoies» von Anton Foerster; Offertorlum «Oku» tu oouvsrwn»» von Dr. Fr. Witt. Alles wird vocal gesungen. Theater, Kunst und Literatur. * (Deutsche Bühne.) Shakespeares classische Tragödie der Eifersucht «Othello» gieng Samstag abends mit dem Gaste Herrn Morisson in der Titel rolle über die deutsche Bühne. Das Haus war sehr gut besucht, und mit beifallswilligen Händen anerkannte das dankbare Publicum die thatsächlich beifallswürdigen Darbietungen der Träger der Hauptrollen an. Den Löwenantheil an dem großen Erfolge trug selbstverständlich Herr Morisson mit seinem Mohren davon. Der Schau-spielervirtuose trat in der Gestaltung des Othello naturgemäß noch mehr in den Vordergrund als im Kean, wo der Künstler weniger die Rolle, als sich felbst gespielt hatte. Das Publicum wurde allerdings durch die Anwendung stetig stärkerer Mittel gesteigerten Effectes in immer größere Aufregung verfcht, und über die Seelen der Zufchauer flog in den gewaltigen Höhepunkten des Dramas jener tragische Schauer, über den nur bedeutende Künstler verfügen. Von der virtuofen Mätzchenfucht blieb auch diefer Othello nicht verschont, und wenn die Mätzchen selbst von einem geistvollen Kopfe redigiert werden und ihnen ein Virtuos den Feuerathem einbläst, das Wohlberechnete, Wohlvorbereitete merkt der gebildete Zuschauer doch. Hiezu zählen die wohlabgemessenen Kunstpausen, die sich oft durch ihre Länge dem Vorwültsdrängen der leidenschaftlich bewegten Vorgänge hemmend in den Weg stellen. Freilich kam dann wieder der große Wurf, der die Herzen erbebe» machte. Die künstlerische Bedeutendheit des Gastes zeigte sich jedoch am besten wieder darin, dass seine Leistung, wenn sie auch in manchem, so in Hinsicht auf Maske und Costüm, zum Widersprüche reizt, doch einen großen Zug der Einheitlichkeit und des Stiles aufwies und daher die Wandlung von der vertrauenden Liebe bis zur rasenden Wuth und Eiferfucht zu überzeugender und tief-erfchütternder Wirkung brachte. Die Ausbrüche elementarer Leidenfchaft hatten auch elementare AuSbrüche des Beifalles zur Folge; den Hervorrufen schien jedoch der Gast nur widerwillig Folge zu leisten. Dem «Othello» stand die Desdemona des Fräuleins Kleiber achtungswert gegenüber. Ihre vertrauensvolle Hingabe an den Mohren, ihre unbewusste Koketterie und kindliche Harmlosigkeit hatten etwas Rührendes und so Liebes, dass man dem bösen Iago, von Herrn Geyer, den wir bereits als tüchtigen Darsteller kennen, in charakteristischer Weise verkörpert, und seiner intriganten «Emilie», welche Rolle von Frl. Ramberg mit gutem Verständnis gegeben wurde, fast gram sein mufste, dass der misstrauische Mohr durch ihre Schliche und giftigen Einflüsterungen verblendet wurde. Herr Hubel fand als Cassio Töne des frohen Leichtsinnes und echten Schmerzes, und die übrigen Mitwirkenden fanden sich mit ihren Rollen gut ab. Die Regie zeigte sich ihrer Aufgabe gewachsen, das Scenische war geschickt angeordnet, besonders das Schlafgemach Desdemonas erschien recht stimmungsvoll. ^. — (Promenade - Concert.) Im «Solol»-Saale des «Narodni Dom» fand gestern nachmittags ein zahlreich besuchtes Concert der hiesigen Militärkapelle statt. Sämmtliche Nummern der interessanten Vortrags-ordnung erzielten unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters Christoph herzlichen Beifall und lebhafteste Anerkennung, so dass nach jeder Nummer eine Zugabe erfolgen musste. Unter den zum Vortrage gebrachten Compositionen nennen wir vorzugsweise die Ouvertüre zur Oper «Mignon», serner die Phantasie aus der Oper «Faust», den Entrieact aus der Oper «Dalibor», welche alle mit großer Präcision zu Gehör gebracht wurden. Außerordentlichen Beifalles hatten sich außerdem die beiden Concertnummern für drei Violinen von Helmesberger und — Ia»t not !«»,8t — der unmuthige Walzer «Luftschlösser» von Kapellmeister Christoph zu erfreuen. — (Benefiz.) Montag wird zum Benefiz des Schaufpielers und Regisseurs Herrn Max Werner das lleueste dramatische Werk von Gerhard Hauptmann «Fuhrmann Hentschel» aufgeführt. Ueber die ge-danlentiefe Dichtung, die bereits mit dem größten Erfolge über die bedeutendsten Bühnen gegangen ist, noch Worte zu verlieren, hieße Eulen nach Athen tragen. Sie wird auch hier dem größten Interesse unseres kunstverständigen Publicums begegnen. Herr Werner gehört als Darsteller und Regisseur zu den meistbeschästigten Mitgliedern der deutschen Bühne und hat sich jederzeit pflichtgetreu und unermüdet fleißig erwiesen. Er verdient daher Dank und Anerkennung. — (Liederabend.) Die ausgezeichnete Concertsängerin Lula Gmeiner veranstaltet morgen um halb 5 Uhr nachmittags unter Mitwirkung des Pianisten Franz Weiß in der Tonhalle einen Liederabend. Auf dem Programme stehen Lieder von Wolf, Brahms, Grieg, Behm, Loewe «. Karten bei Otto Fischel am Longressvlatz. — (Herr Maurice Morisson) ersucht uns mitzutheilen, dass er vor seiner Rückreise nach Wien in Laibach einen humoristisch-dramatisch-mufilalischen Abend veranstalten wird. Auf dem Programme befinden sich u. a.: Marcus Antonius an der Leiche Cäsars (M Rollen), König Richard III. (fünf Rollen) und einige humoristische Fabeln. Ferner wird an diesem Abende Herr Kapellmeister Wolf Compositionen von Liszt «n° Beethoven zum Vortrage bringen. (Darniolion.. — 1. Jänner 1800. Diese« Jahrhundert stellt sich uns mit einer unerhörten Kälte ein; seit 20. v. M, da sie begonnen hat, laufen aus ganz Krain ihretwegen klägliche Nachrichten ein. Selbst den aus Italien kommende« russischen Truppen, welche doch an die sibirische Alte gewohnt sind, ist der gegenwärtige Winter sehr empfindlich gefallen. Neueste Nachrichten. Parlamentarisches. (Oiiginal'Ttlegramm.) Wien. 8. December. Es wurde gestern von Seite des Czechen-Clubs im Reichsrathe folgende iM' lheilung ausgegeben: «Nach dem Misserfolge der Aus' gleichsconferenzen beschließt der Club, mit allen MtteM der Obstruction die Erledigung des Vudgetprovisormnl» zu verhindern.» Das Befinden des Papstes. tOrlglmll'Teltgramm.) Rom, 8. December. Ungeachtet des regnerischen Wetters und des Abrathens des ArzteS wollte der Papst heute abends das Bett verlassen und in few" Prioatkapelle eine Messe celebrieren. Der Krieg in Hiidafrika. (Or^mll'Telegramme) London, 8. December. Einer aus Bembridge (Insel Wight) bei Lloyds eingegangenen Meldung ZU" folge ist das englische Kriegsschiff «Tyne» auf einem Riff bei Bembridge gescheitert. Ein Rettungsboot »P dahin abgegangen. Das Wetter ist ruhig. Die «Tyne», welche Proviant führte, befand sich auf dem Wege nacy Malta. Sterlstrom. 5. December. (Reuter-Meldung. Zur Verstärkung des Generals Gatacre treffen fchleunw neue Truppenverstä'rlungen ein, unter denen sich auch die 77. und 74. Batterie befinden. In der Nähe vo" Portrecht stehen noch Burenabtheilungen. . Oueenstown, 5. December. (Reuter-Meldung) Ein hier angekommener Einwohner von Dortrecht erzählt, dass die Buren bei ihrem Einzüge in die Stavl von den Einwohnern mit offenen Armen empfange" wurden. London, 8. December. Wie «Reuters Office' cms Modder-River vom 4. M. meldet, feien viele Leichen des Feindes im Flusse gefunden worden, we^ halb das britische Lager eine Meile weiter nördlich verlegt wurde. Die Verbindung mit Kimberley wurve m der letzten Nacht hergestellt. Es wird ferner angegeben, dass reichlich Vorräthe vorhanden seien uno die Stadt seit dem 25. November nicht bombardlell worden sei. . , London, 6. December. Reuters Office melv" aus Malalabye vom 30. November: Alle Vor bereitungen sind getroffen, um morgen mit der gan/ hiesigen Truppenmacht vorzurücken, die Eisenbahnlul auszubessern und die Verbindung mit MafetlNv wieder herzustellen. Die Auren befinden sich in sta" Stellung hundert Meilen nördlich von Mafeling. Ve ^ rifche Officiersdeputation und die Hofchargen 'y.^ nahmen. Se. Majestät der Kaiser trug die ^^ uniform seines russischen Dragoner-Regiments, «>. z fürst Nikolaus Nltolajewitsch d,e Overftumform!«" österreichisch - ungarischen Dragoner-Regiments. Großfürst sah zur Rechten de« Kaiser». Laibacher Zeitung Nr. 282. ______________2245____________________.________________ 9. December 1899. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. m Am 4, December. Morisson, Hosschauspieler; Harlorl, ^°". Klein, Echnaitt, Schulz, Pilftel, Barbarics, Singer, 5°N"enen __ Stähler. Ksin., Nemscheid. — Skalicly, techn. Leiter; «?°^lö, ^°lar. Nudolfswett. — Golobiö. Pfarrer, Iirllach. ^ "Mwalda, s. Sohn u. Tochter, Rälhin, Krem«. — Bergmann, N'. Littai. — Otto. Beamter, s. Frau. Graz. — Amos, Sender. Stuttgart. — Mirt, s. Frau. Lavriö. Me.; Dr. Caine, ^ ""al-Verwalter, s. Schwester. Trieft. — Theodor Stein, Kfm.. ?' ^ittersburg. — Pisacic dc Hizanovec, l. u. l. Generalstab?" Mtmann. Prag. — Eisselt, Rcvierförster, Merlainsvauth. — ^'M. Beamter, s. Frau. Nillach. — Koth, Reisender, Pellau, ^°unig. Reisender, stiörz. Verstorbene. ^ Am ll. December. Johann Iuhn, pens. Bahnbeamler. ^!. Bleiweisstraße 13, Herzfehler. Volkswirtschaftliches. ttils. ^^Nll». 6. December, sluf dem heutigen Markte sind Wencn: 8 Wagen mit Heu und Stroh und 2» Wagen mit Holz. Durchschnitts»Preise. Marl« lMzü..» MarltWgzs7< «> > !l.,lr. ll,,l, fl^ lr. 'f>. lr />ien pi. 109 j,^ ^ _ ij ^ Butter pr. Kilo . . - 90 - - ü," ' — 7 20 Eier pr. 3 Stück .-11-- .'M , — - « «0 Milch pr. Liter . . - « - - bM ^ '------6 20 Nindsicisch pr. Kilo - 60 - - Nn"^' ' _^_,_ «aldsleisch . -5N-" ^°°n .------N^ Schweinefleisch » — 6i,-- ^>!^ ' --950 Schöpsenfleisch » -36-- kV' neu.------k> 70 Hähndcl pr. Stück - 50------ ^apsel . ^>._ 2^(, Lauben . -20------ H ' 12!- ^!" He" pr. «, . . 210 - -H" ' 10^----------Stroh . . . 2-- ^«schmalz Kilo -9b------ Klafter 710------ 3?^^")"°lz. - ßb - — weiches, » 4 60------ ^.frisch .—b8 - Wcin,ro. December T>er kleine Herzog » (I^e petit 6uc). ""Mische Operette in drei Acten von Henry Meilhac und ^, L. Halüoy. ^^Nhalb8 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. -»^ Eeehöhe 306-2 m. Miltl. Luftdruck 736 0 mm. 'z^U^/29b 0 6 ^Q. schwach Regen >,s—^ ^l)^^0 NO. mähig Schnee____ 8, z" ^l». 730-5 -5 0 OSO. mäßig Schnee 8 5 A ^^'7 -ü-3 NO. zml. stark Schnee b0 ^i^ ^2'2 -6 4 NO. zml start! Schnee___ "' ^ig., ?82 1,-58, SQ zml. starl, ' bewölkt , 1l 6 l>»b^^. Tagesmittel der Temperatur vom Donnerstag -01« ^"«n Meitag -5-6°, Normale: -06°, beziehungSweife -07°. 'üü^^lllntniorMchel Nedacieur: Anton ssuntcl. Ihre i,!^', Nnadige Frau, geben Sie daranf acht. dass auch ^brauck '"" ^" von frühester Jugend an,,««»min" ^terer ^ Denn bekanntlich sind dir meistrn Zahiileidc'i, xZahre zum großen Theil auf Unterlassungssünden. ^4.'j) bic im frühesten Kindes- alter begangen wurden, zuriiclzufilhren. — Tiig< lichc Mund' und Iahn» jpiilungen mit ^^^^^^ ^^>^^^^^ «ko»inii" lräftigen ^^^M ^«^^^^^^ baS Zahnfleifch, erjri- ^W^/^> B^^^^^M schen den Mund und conservicren die Zähne. V j^^W^ F!^^ st-' ^ ' l""»''""" rcichsich, srl,«IU!ch <» A^>u '^^^^^ »^^' ,,„h Palsünirr,!'!!, Vrncral' Wiri, lX, MilNürrnassc «, ^i^ wttrde zu Weihnachten viel weniger unnützer ^"Ur^/">lür die Kinder getauft werden, wenn die Eltern Mllus." k "Nt nehmen wollten, die hochinteressante und ,/>ba,," Preisliste nber die berühmten Nichter'fchen Nnlc» 2^°Uter <3 /" '^u lesen. Die darin abgedruckten Briefe huch< ,,^ es ,»i "" u»d angesehener Gelehrten bcsMigen einstimmig. ? Ves^^ediegeneres und zugleich hallbareres Spiel- «na A'l'Nungsmittcl gibt. als die Unler-Steinbaulasttn; ?7v ljanI"'^ lch'veizcr Pädagoge sagt wörtlich: «sie ersehe» /'nein ^ Sp'elwarenlagcr. und schließt mit den Worten: t^"en!. ^.lhncn in jedes Haus, in dem glückliche Eltern K.5 dlll^ ^"len. es lohnt sich schon, cine Corresponds ^le. n^u wenden, nm von der Firma ss. At>. Mch cr ° sran°^'l" l. Operngasse 16, die neueste illustrierte Pre.S- c °"sf,^^'landt zu erhalten. Da die neue «usgabe auch °ften'Z"lche Beschreibung der neuen, Mst vorthc.l. ?'ls ei»» ?^"ngs. Ordnung enthält, so sollten auch die, d.e eili.3" Steinbanlasten besitzen, wegen Zusendnng der Prel>> «" e»,e Corre,ftondln,^arle schreiben. (456«) Der Geschmack entscheidet. Von jenem Theile des Publicums, das die Geschmackoorzüge von Kalhreiners Kneipp. Malzlafsee noch nicht durch eine Erprobung lennen zu lernen in der Uage war, wird derselbe noch immer als einfach gerdstete Ocrste angesehen, wie sie namentlich am Lande und für Kinder in früheren Zeiten verwendet wurde. Es geschieht daher im all> gemeinen Interesse, wenn daraus hingewiesen wird. dass das Kathreiner'sche Fabrikat ein wirtlicher Malzlaffee ist, welcher diesen Namen allein und mit Necht verdient. Der Umstand, dass Kalhreiners Malzkaffes durch ein neu erfundenes Verfahren mittelst eines Extracles aus der Kaffeefrucht in intenfiver Weise Aroma und Geschmack deS Bohnenkaffees erhält, hat sicher ent» scheidend dazu beigetragen, dass dieses Fabritat heute bereits in allen Staaten eingeführt und beliebt, somit ein Weltartikel ersten Ranges geworden ist. Kathreiners Malzlaffee wird zumeist als Zusatz zum Bohnenkaffee verwendet. Er eignet sich hiezu voi» züglich, da er diefen im Geschmack verfeinert, wohliger macht, und zugleich dessen gesundheitsschädliche Wirlungen aufhebt. Nber auch ohne Bohnenkaffee, stark zubereitet und mit Mllch und Zucker versetzt, schmeckt KathreinerS Malzlaffec vorzüglich, und wird Kindern und Kranken bereits allgemein ärztlich empfohlen. Er vereinigt den beliebten Gcschmacksrciz des Bohnenkaffees mit den gesundheitlich so wichtigen Eigenschaften des heimischen Malz» Präparates, uud liegt hicriu der große Wert und unvergleichliche Vorzug des echten Kathreiner.ttllffeeS für jeden Kaffeelrmler und insbesondere für jede Familie. Derselbe ist überall zu haben, duch nur echt in den bclannten Originalpalelen mit dem Bildnis des Pfarrers Kneipp als Schutzmarke und dem Namen Laibach am 9. December 1899. « MlU^ Meilage. -WG Der heutigen ^^ Äi Steilibaulllsten !^ll/rll.^Ill^lN^lll/^7sl»l'»»W lind zum Preise 6 bis 10 Kronen und höljer in allen feineren Spielwarengeschäften der Welt zu'haben; man sehe jedoch nach der Anker.Marke und weise alle Stcinbaulasten ohne Nnler alb Nachahmung, daher als unecht, zurück. s456 t. f. Rechnungs-Officials im Nuheftande W sprechen ihren innigsten Danl aus W Wilhelmine «ordin geb Xhomschitz, «ntonie W ThomschiH, vlga Edle von Nüling.«üdingen M geb ThomschiH. M Laibach am 8. December 1899. W Danksagung. Für die herzliche Theilnahme wahrend der langen Krankheit und beim Tode unseres vielgeliebten Gatten, beziehungsweise Vaters, Großvaters, Onkels, Groß-onlels und Schwagers, des Herrn Johann Iuhn sowie für die ehrende Begleitung des theuren Ver« ewigten zur letzten Ruhestätte und für die schönen Kranzspenden sprechen wir hiemit unseren liesst» gefühlten, herzlichsten Danl aus. Laibach am 8. December 1899. Die trauernd Hinterbliebenen. ^aidactev >4eimlm '.'ic 282 2^46 9 December 1«W Bei Grièar t JVfcjaè, Laibach Prešerengasse 9 un9 Petersstrasse 4 wegen vorgerückter Saison reducierte preise bei sämmtlichen lagernden Confections-_______________stücken. (4""6-4 [(eine [jaosfraul wird einen Versuch mit Schichts neuer (3523) 17-14 Bleicli«eife bereuen. A Sic ist ein vollkommenes, i\ keiner Zusätze bedürfen- der—"79^^^^^ des Wasch- und Bleich-^^ssl^ß^s mittel; vereinigt ausier-J(l I0fci JjL ordentliche Reinigungs-j^&F^±S&b^S* kraft mit gröDter Aus-%^ff ^ giebigkeit und ist voll- Schutz- \B mark«, kommen unschädlich für ™ Wäsche und Hände. !!!!ll»l»ll!!l!!l!!!!!!l!l!!!!!!!!l!!!!^l!!!!!!l!l!!!!I!l!!!I!»!II!!!!!lsl!!!!!!!!!!!!l!l!!!!!^!!!l!I!l Flader-A bziehpapicre preiagelrönt aus der Weltausstellunq in Chung?. Sehr leicht verwendbar von jedermann zur Nachahmung aller Holza.altuna.en ans Möbeln, Thinen :c. Erhältlich bei «rüder Vberl, Laibach, Aranciscanergasse. Nach auswärts niit Nachnahme. 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Llnj'Vubwti» » »ll zn V»« Stoate zur Zahlung Uernomment llisenb. Prior.» Obligationen. «lisabethbahn «OU u. 8 «» 4"/„ °b l0"/„ «. st, . . . ll>z5»i»-7b «lisabethbahn, 400 ». «000 Vl. 200 M, 4«/,...... ll? «0 ll5-l0 Franz Joses-«., «m. 1554. 4«/» 98- - 93 «.' Oalizüche Karl - Ludwig - Nahn. diuerse Stücke 4°/, , . , . 9? ÜN . 98S« Ung, »olbrente 4»l, p«r (lasse ll« »<» ll« ?, dto. dto. per Ultimo . . , . ,«»50l^«'?o tzto, «ente in Kronenwahr.. 4«/„, steuerfrei fürliun Kronen Nom. 9l>'l»ü g-»-4»/, dto, bto, per Ultim, . . gz o» 95 «-dto St.«,«l.VoldlUUsl.,4'/,'/, 88ö<> »4l«i bto, dto, Vilber lO« sl,, 4'/,»/,. 99 oi) l«, « dto. Vtaat«°0bll«, (Un, ONl,.) », I. l87N, b"/«..... ,l8 »z l>« ?? dto.4'/,«/«Echanlrlgal-ÄbI >?b:, 98 »<> »9 70 dto. Pram-Anl, 5 woll, ö W «ü» »o i>i0 5 bto dto, 5 50fl. «, U ll» lheih.«««..Lole 4°/, 100 ft, l8? «<> l5» - Gnmdtnll.«Gbligationen (für l«) »l. «Vl.). 4»/, ungarische (100 ll, ö. W.) . 92 «0 9« «0 4»/, troatischt und slavonisch« . — - -»'- ßndt« össtntl. Anlthtn. Donau.Reg'Lose 5°,,. . . . l»9 «^ läa « dt«. «»leihe 1«?« . . l0ü l»u l0? b" «lnlehen d«r Studt Gor» . . — - — - «nlehen d. Otadtgemeinde W!en lO»-!'.» »^4 3<< Nnlrhen d, Otadtgcmeind« Wil'n ,HiII>er ober Vold) . , . . « - l«b - Prümlen «nl b, Stabtam.W!«, ,Sl 8« i»X s3 Vdt!»>Ualcheu . ^--. 9» «z Pfandbrief» (für inc fi.). «obcr. allg.zst.«nzoI,v«rl,4»/, W _. 97 — bto. Pra«,-Echldv, »"/«. l, . il7z»z l,5>-N'«sterr,Lande«'Hyp,'«.,st,4»/, g» .. 99.. lleN.-una, Nanl Verl. >"/^ . . 98 8, 99-85 dto. dto, 5«jähl „ 4"/, . . 9« »5 U9 8K «p«calst, l. öst„ »0 I, ü'/,»/» vl 99 85 ,00 z>> Prloritälz-Pbllgattonkn (fnr wo fl). fferdinand«^.'loldbahn . Ltaal«bal,i!3«/^ssic»5«/.k li!X»fl, P. lUU fl, N8 75NU i,< Una,°aaliz, Nah»..... 10<>4O !U« lc 4»/, Untnlrainer Vahnn, . . 99 »<, »o, zank'MtN (per Slücl). »nglo'Oest. Vanl2>- ,49^ «anlverein. Wiener, lcr,.«nsl,,Oes> T,40°/, 4^0- 4l>2-Cidt.Nnft.», Hand »,«, l!!0st —- - — bto. dto, per Ultimo Eeptbr, »?? 5k 3<8 . «rebilbanl, Nll« u»«,. 200jl. . »?9-»., »8U-!" Lepolltenbanl, «N«,, 2N0 sl, . i!«» !l«s, i,0 es,, ^tbröst,, 50« fl ??« - 7»?' Vll0'u,CasIci!v,, Wiener, 2l>nfl, «»-, 2ö5' Hypothelb,. Oest,, «00 slilb"/, » »9 .., »m»' Üänbeibanl, 0est., 2'i 2»i- Oesleil «n,ar. Vanl, U«) fl. . 9ll..!9,z Nnionbanl litt« > Anternehmungen > (per G««l). llillfiß'Iepl «kisnlb, «X) ss . l«50- l«0S «dm, «orbbahn lb« fl, . . »»»" 2»ü — Vllschtiehrader «is, ü«) sl, CM '«lli <«»!, dt». dto. fierr,, 5 fl, «M . . 84l - - »45 - Duz-Vodenbacher«. «,2<><>sl,A. »^«-— »74 ss«rb<>0 sl CM, 4«» 4l> - vesterr. «ordwestl» 2»n fl, Z, »»«40 »«» 4s> dt», bt», (lit, U) 20« sl. O. Ä4« N>) «l.« i><, Pr«a°D>ll« «tisenb, ,«» fl, K. . 9» «<» 9»-«u Etaalseisenbahn A» ft. E. 8»e» ko »»K Küdbahn 2« >9,,ü0 Tr»m»a,»es,.«l,i7Usl.»,W. - .. --— dt«, «1N, >»87, 20!» fl, . , . - —> — Tiam»«y »?!.. Neue Nr,, Prl». ritHt»'«c«en l00 sl, . . .ll»— — «l» Nn«'.Wtstb,(Na»b »raz)2» - «"» -««tzdier «isen. und Otahl Ind. w Wien ION fl..... 95-- l»8 — «ilenbal,«», Ueil»g,, «rste, «« fl, 174 5^, l<» 5t» „«lbemühl", Papiers, u, V. « »5 , 8i> ^0 Liefinger Brauerei llX) fl, ,?<,. ,71 . Vilmton Oesellsch , Orst-olpins »?r> Hs> z?K «,» Präger «isen I,id Oes, li«X» fl ,t«!i «2l9 valgu^Iarj. Steinlol»le>» L<> s! z<><,— zu — „Ochl»«l»!Hl". Pap«n1 !»'<»>,, ,4« .. lk0. Trifailer «ohlenw.We,. ?N fl. »"'-"»-^ "" Mtnerberger Ziegel.Nctien.V««. «9l - e" " Divers« Los, (pn Stück). Vudapest.Vllsilica (Dombau) . «-?o ^, «lreditlose ,00 fl...... «„»- - »'^^ Clary'Los, 4« "^ »"/„Lonan.Lampfsch, louslCM, »^ - <^^ ^lener Lose 4l» sl..... «,^b <^'° ^alffN.tiole 40 f>, CM. , . . „4'- «b^ üiulhei, «re»z. vlsl,Ges,»»,.ic>fI, "" '»»dolph iiose >» sl..... u?— ^^ Sain, iioie 40 wl!ist!ch, b, »"/„ Vr, Ccknldv, d, Bodencredilnnstalt, ! >i« «5'— ^ 'to, dto. ll,«m. 1»«l» . . »»- ^" ll«ibach« «,,«...... 2.». «5 ««" Devisen. ^, Amsterdam....... l«0l« «>''.' ^ntscht Platz«...... 5«".««»» ^ndon ....... l «<""";? «> bt, V»t«r»bur«...... -^ ^ Dalulen. ,,^ Ducaten........ 5 ss. ^.^« .ssr<,nc».Vtucle..... 9°« °,^ D,uts ^'anlnolen ... 45 l°> ^ ' ««pinNubel ...... lü?,'"l' : sä- und Treri:a.^f mTBf m 4D- ISMKdSÄ'V^ÄT i Piivat-Depöt« (Safe-Deposit») : (939) LoB-Versicherung. i.nlbnch, Sptuvltra^^»-. Virzlimi via Bir-Elili|ii In (UittCirrtft- ntf iif an**'*rr*~"'