Mbllcher Leitung. Nr. 243. Prän ,! üll! iationiPiei« : Im Comptoir ganzj. 0 lr. Mit der Post «auzj. ft. ,5, halbj. si. 7.5N. Smnstag, 24. October Inserti onsgebilhr bis ly feilen' nnal K0 lr., ÄM.»«tl., 3m. i st.; sonst pr.Zelle Im. «lr., xm. »lr, »ul. lUli. u.s.w. Illlürtiunöstlmpcl iebcom. »Ul». 1868. Aintlicher Theil. Der Miüistcr des Innern hat den mit dem Titel und Character eines ^anralhcs bekleideten n. ö. Ober-ingenicnr Anton Beycr zum Baurathe im Ministerinm des Innern ernannt, Ä»! !82. Octobrr 18«!^ winde in der I. t. Hof- und Stants-dvuclrrci dc>s I.X. Sliict dl's ^''ich^gssctzblat^i! clnssscgrbsn mid Daöscllü,' cuthält uulcr Nr, 144 dn' V!>i^vl»iii!ici dl'ö Ministers drs Iniicru vom !9. Oc-tol.'l>r I> Ors^rgüiic; von Statthalterrigrsckmsl«'!! tin ^l'nti^ü drt« Statihnlln's durch mrhrerr Be^ilt^hauptüiäinicr in OlUijim betirffeiid. (Wr. Zig. Nr, 250 vom '^. Ocwlin.) Nichtamtlicher Theil. Polnische Manöver. Wien, 20. October. Die „Debatte" brachte gc» ster», cine ^i'cihc vun Äiillheilnugeu über die Haltung, »uelchc dic galizischcn i)tcicholalhe!abgeordnelen hier ein» ^lnchinen gcdlnkcn. Off^l bar haben wir cS bci dieser Meldung mchr mit einen, publicist>schcn Fühler, als cincr factisch volh^ndcucu 3lrömung zu lyun, da der llalizischc Clubb heute Abends erst zn eiuer Sitzung zu-sammentrilt nnd in dieser wohl eist sciuc Haltung dem ^'eichöratlic s.egcuübcr präcisircn dürfte. Nichlsdcsto-wcuigcr siüd die Mlttheiluli.cn dcs genannten Blattcö geeignet, le^'haftcS Interesse zn errege», zumeist schon piiltci selbst zli ocr, irklichc» snchcn. Und in der That scheint das letztere, wcnn anders dic Mitlhcilnn-l>cn der „Debatte" richtig sind, ins Auge gefaßt zu sc>n. Es heißt dort nämlich u. a., daß die gallischen Dcpulirlcn tcine formellen Anträge auf VcifassungS-ü^dcrling i>n iiieichSralhe cinzlldringcn gsdcnl'en, son-bcrn es dcr Regierung anheimstelln wollen, auf Grund-^gc der ihr zu unterbreitenden Resolution des galizi-!chen Landtages selbst mit Anträgen auf Vcrfassungs-""dcrnng o^cr mit Aüträgcn betreffs dcr Resolution vor "is Haus zu treten. Wie cs scheint, ist man sich in dcn galizischcn Ab-3cordnctcnkrciscn übcr das Ncscn dcr Resolution an sich nicht ganz klar geworden, da man sonst unmöglich da« von sprechen könnte, diese dcr Rcgicrnng zu unterbreiten, geschweige denn sie zum Gegenstand eigener Anträge zu machen; die Resolution ist cbcu cm Dictum des Landtages und unterscheidet sich schon ihrer Form nc,ch von dcm zur Vorlage an irgend eine legislative Instanz bestimmten Antrage oder formnlirtcn Beschlusse dcs Landtages. Die Resolution kann demgemäß von dcr Regierung nnr insoweit zur Kenntniß gcuommcu werden, als sich diese im allgemeinen von ihrem Standpuucte ans um die Vorgänge im Landtage zu liimmcrn hat. Ebensowenig aber als die Resolution an sich znr Vorlage an die Regierung geeignet ist, kann sie auch den Gegenstand cincr besondern Vcrhandluug oder gar Antragslcllnng von Seite dcr Regierung im Rcichsrathc bilden; die Regierung könnte, falls man ihr die Resolution unterbreiten würde, selbe höchstens ucncr^ lich zur Kcuntniß nchmcn, müßlc cS dcn galizischcn Dcpn-tirtcn, als den Mandataren dcs Landtages, überlassen, selbst im Hanse die geeigneten Schritte zu thun, um dicscs zu bestimmen, sich mit der erwähnten Resolution zu beschäftigen. Auch die weitere Mclduug dcs citirten Vlattcö, daß die galizischc Vandtagsadrcsse sich bcrcits seit 7 Tagen in dcu Händen Sr. Maj. dcs Kaisers befinde, dürfte mit großer Vorsicht aufzunehmen sein. Unseres Wissens lautete der scincrzcitige Beschluß des galizischcu Landtages dahin, es seien Sr. Maj. dcm Kaiser anläßlich seiner Ankunft in Galizicn in cincr Adresse dic Wünsche dcs Bandes zu uutcrbrcitcn. Conform diesem Gcschlussc war anch dcr Tenor dcr Adresse selbst gchaltcn, währcud ihr Inhalt im Znsammcnhange mit dcr bckauutcn Rc-solntioil das Unterbleiben dcr Kaiserrcisc herbeiführte. Ein weiterer Beschluß des galizischcn Landtages in die ser Angelegenheit wurdc nicht gefaßt, nnd gibt dicscr Uinstand fast dcr Vermuthung Ranm, daß der Landtag selbst im Hinblicke anf das Unterbleiben der staiscrrcisc seine ursprüngliche Absicht, die Adresse zu unterbreiten, fallen ließ. Zn einem speciellen Zwcckc bestimmt, ist dicscS Actcnstück dnrch das mangelnde Eintreten der VoranSsctznngcn für dcsscn Ueberrcichnng hcnte gcgcn^ standlos geworden und kann höchstcnS anf historischen Werth Ansprnch machen.. Ob sich nach dem Gesagten dcr galizischc ^and° marschall dennoch das Mandat vindiciit, r>ic Adresse nach Wien zn senden, wissen wir nicht, glanbcn co al?cr sehr bezweifeln zu sollen, daß dieselbe bereits hici eingelangt ist odcr auch einlangen wird. Möglich, dc,ß irgend cinc dcr galizischcn Arislotratic ungehörige Per-sönlich^it in den jüngsten Tagen Veranlassung nalzm, c>»c Eopic dicscr Adresse in die Hände Sr. Majestät dcs Kaisers gelangen zu lassen und daß sich die cilirtc Meldung anf diesen Umstand bezicht; jedenfalls war dic Mühe, die man sich von dieser Seite nahm, ein-zum mindesten überflüssige, da Sr. Maj. dcm Kaiser die galizischc öandtagSadlessc ohnehin genugsam bce kannt war, indem dieselbe die alleinige Ursache dcs Un-tcrblcibcns dcr Kaiserlrisc bildete. (Tr. Ztg.) Die Chiitigktit ies k. k. Ackerbau-Mm-stcrium in Wien. Die „Wissenschaftliche Beilage dcr Leipziger Zci-tnng" bringt folgenden interessanten Aufsatz über die Thätigkeit des k. k. Ackerbanministerinms.- Die Regierung dcs österreichischen Kaiscrstaates macht feit einigen Jahren die großartigsten Anstrengungen, um dcm Betriebe dcr Landwirthschaft allc Bahnen ;nr Vcrvollkommnuug nnd zur Einträglichkeit zu off« ncn. War früher dic Vertretung dcr Landwirthschaft dcm Ministcrinm für Handel und Volkswirthschaft zugetheilt , so scheu wir im Laufe dicscs IahrcS ein be-sondcrcs Ackcrbaumiuistcrilim unter dcm Grafen Potocki errichtet und finden überall die Merkmale ciucr aurc-gcndcn Wirksamkeit dicscr Stelle. Noch scheint es dcm ncnen Ackcrbanministcrinm an cincm bestimmten Organ zu fehlen, iu welchem alle sciuc Mittheilungen, Erlasse, Vcrfüguugeu :c. veröffentlicht werden. Dafür aber begegnen wir cincr Masse von Flugblättern in jedem For mat, worauf von feiten dieses Ministeriums die für zweckmäßig und unerläßlich nothwendig erachteten Mit-thcilnngcn veröffentlicht wcrdcu, daß dadnrch cin Ersatz für cin besonderes Organ — cine Zeitschrift, ein Amtsblatt :c. wie es anderwärts gehalten wird, gebotcu erscheint. Unter dcn einzelnen Zweigen landbaulicher Thätigkeit ist es vor allen dic Scidcnzncht, welcher man cinc ganz besondere Aufmerksamkeit widmet. Wie weit dicö dringend geboten, ja überhaupt zweckmäßig sei, mag hier nncrörtcrt bleiben, und nur dcr Thatsache gedacht sciu. daß man die Seidcnzncht mit allen Mittcln und auf ullcn Wegen zn fördern sucht, obgleich von aller in Oesterreich crzeugteu Seide nur cin ganz kleiner Theil auf der Nordscitc dcr Alpen gewonnen wird. Im Herbste dcS vorigen IahrcS wnrdc cin besonderer Seidenbau-Eongreß auf Anlaß dcr Regierung uutcr oereu Betyci. lung abgehalten, wobei es sich denn crgab, daß die Seidcnzüchtcr fast uicht wußten, was sie vou dcr vor« sorglichen Bchörde für die Interessen dieses Cultur-zwcigcS erbittcu, wozu sie dic demselben zugedachten rei^ chcn Mittel verwanden solltcu. Es ist aber dcr Cou-grcß gchaltcn wordcn uud hat scinc Beschlüsse gefaßt, wie sic bci Berathung dcr ziemlich reichen Tagesordnung sich crgebcn habcn, und heute sehen wir das Acker-banmiuistcrium iu Wien mit vcrschicdcucu Einrichtuu« gcn nach Maßgabe dicscr Beschlüsse vorgcheu. So wurdc übcr dcn Pnnkt I dcr Tagesordnung, die Zucht ^in Höl)lcne»culs in Krain im S'ommrr 1864/' ^Fortsr^miss.) Von Maunitz gelaugte ich über ciucu Bergrücken, , !^r dem ucucu Schlosse HaaSbcrg vorbei uach Pla-,, '"> Durch cinc Brcttmühlc, dcrcn Besitzer so gütig s"!'' mir cillcu erfahrenen Arbcitcr als Führer zum Bc-s'"! bcr Planinagroltc mitzngcbcn, gelangt man iu cinc '"wuc wicsengrime Schlucht, dcrcn Hintergrund dcr ^uuic Wasserspiegel cincö Teiches so sehr crfüllt, daß .' ?"l ihn begrenzenden schroffen Felswänden kaum . " lußureitcr Ranm zu cincm Wcge übrig blcibt. Eine ^^"'ttc, fast schließt dcn Hin^ ^ «rund. An ihrcm Fuß ösfnct sich l;0 Fu« hoch und bril-i t ^ ^'"l ""c Höhlc, aus welcher dcr Fluß hcruor-lins, "'" bm oorcrwähnlcn Teich zu bilden, Nnr am u,^" Ufer tonnte man zu Fnß zur Höhle gelangen h " ln ihrer Mündnng übcr Gerölle links weiter vor-sch^'"-. Die Höhle erweitert sich alsbald zu einem Mml !l "' "" dchm gelblich grauen, stellenweise mit 6mi s ^''^"' übertünchten Wändcu ich einigc "icht l "" ^'^" ^ ^'v^Iülim lüülnm und einer bisher noch ^tiinmtcu Species sannncltc. Das Wasser fließt * Vngl. Nr. 510 ,mo ^I^, ruhig und wir stiegen in einen zur Fahrt bereit stehen-dcu Kahn. Von links ertönt Rauschen aus dem Dunkel. Dcr Dom biegt nach ciucm Verlaufe von 70 Klaf-tcru in grader Richtuug nach links, um noch W Klafter weiter sich zu erstrecken. Die Höhle schließt sich jetzt bis anf ein 5) Klafter hohcö Thor, ans welchem dcr Fluß hervorbrauot uud durch welches wir mit Mühe dcr Strömung entgegen weiter vordrangen. Wir stiegen aus dcm Kahn, klommen über einen Trümmerhaufen und standen vor cincm von undurchdringlichem Dunkel erfüllten sehr großcu Raum (Ehorinsly-Dom), anö dcs-scn Grunde das Toscn deS Flusses hcraufbraustc. Mit Mühe lamcu wir rechts längS der Lehne cincS Trum-mcrbergcS weiter gcgcn das Ende des Doms und stiegen znm Flusse hinab, an welchem cin gewaltiger FclS-block lag, wo ich cinigc Earychicn fand. Wir stiegen iu einen daselbst befindlichen Kahn, um stromaufwärts weiter vorzudringen. Diese unterirdische, Wasscrfahrt erforderte große Vorsicht. Man mußte oft mit Kraft dcr Strömuug cntgcgcnarbeitcu und doch sich hüten, an die seitlich odcr unter Wasser befindlichen Fclscn anzu-prallcn. Ein schmalcS, 8 Klafter hohes Thor öffnctc sich jetzt im Hintergründe dcs EhorinSky ^ Doms, ans welchem dcr Flnß herausströmt. Nach inucu zu erweitert uud erhöht sich dasselbe. An der liukcn Waud tritt dann eine Sintcrmassc aus einer Kluft hcrauS, weiterhin erscheinen uoch mehvcrc solcher Sintcrmasscn und mau kommt dcm Donnern eines Wasscrsalleö immcr uühcr; die Wäudc dcS Thores treten cndliä) ganz auö-einander und wir befanden nns mit Erstaunen auf einem See von 240 Fuß Länge uud 150 Fuß Breite. Daö war nun freilich ciu Sec größerer Dimcusioneu als iu der Krcuzbcrghühlc. Dcr Eindruck war auch schou des-halb viel mächtiger, als wir uus nicht am Rande, son^ dcru anf demselben in cincm Fahrzcugc befanden. Es war cinc überaus crhabcnc und lief ernste Scene, deren Bild nie in mir erlöschen wird. Unwillkürlich trat dic Vorstellung der Alten vom Styx, vou dcm Nachcu und dem Fährmlliiu mir vor die Seele. So mächtig war dcr Eindruck, daß ich au's Sammeln vergaß. Die Wände des See's nacktcö Gestein — steigen überall schroff auS dem Wasser empor. Durch dic nächtliche Einsamkeit tönte duö Donnern des WasscrfallS um so schauriger, je uähcr wir demselben kamen. Dcr See wird aus dem Znsammcuströmcn von zwei Flüssen gebildet, einem zur Rcchtcn nnd einem zur Linken (Poit). In letztcrem befindet sich der Wasserfall. Dcr Canal zur Rcchtcn ist Anfangs breit, verengt sich aber immer mchr. Znr Seile bnntc Sintcrmasscu und eiu weißer länglicher Stalagmit (Isissäulc.) Wir stiegen bci cincm Trum. mcrbcrge aus und legten dcu wcitereu Wcg zu Fuß zurück, bis zu einer Stelle, wo man nur zu Wasser weitcr kommen taun. Iu mehreren tlciucu Bassins sam-mcltc ich 1j)>,m'!i!lwu 1.nm-<>n!ii I'. Nach der Aussage meines Begleiters gelaugt mau auf weiterer Fahrt zu cincm ctwaS größeren Bassin, in welchem es von Protzen wimmelt und außerdem zu ciucm Scitcngaug, der die schönsten und reinsten Tropsstcingebildc in ganz Krain enthält. Wir lehrten zum großen See zurück, um dcu Wasscrfall im linken Arm (Poik) zu besuchen, und hielten uns jetzt an dcr linken Höhlelnuand. AuS dcm See kamen wir in einc anfänglich brcitt -ö'M, die bald zum Wasserfall führte, dcr sicher U> ouk yocy über Felsen in milchweißem Scha,,mc herabstürzt. >5er 1808 der Manlbecrbänmc betreffend. für gut befunden. daß dic Regierung dnrch ihre amtlichen und halbamtlichen Orgaue (die Vereine) in jeder Weise fur dic Vermehrung der Maulbeeren sorgen, Gcmeindcballmschulcn zu gründen, Eiscnbahndämmc mit Maulbeeren zu bepflanzen veranlassen, namentlich auch dcu Großgrundbesitz für diese Cultur sich zu intcressircn anregen u.ögc n. a. m. — Ferner solle in den Baumschulen Unterricht in der Behandlung der Manlbccrbäumc ertheilt werden und der Staat durch hohe Prämien oder Subuentionen die Ausdehnung der Maulbccrftsianzung zu fördern fuchen. Dann hat man die Gründung einer Seidenbau-Versuchs' station auf Staatskosten für gut befunden, und die Regierung kommt diesem Wunsche nach, indem sie vor kurzem die Acamtcnstcllcn der Scidenban-Versuchs- und Forschungsstation zu Görz znr öffentlichen Bewerbung ausgeschrieben hat. In Beziehung aber anf einen weiteren Gegenstand der TagcSordnnug jcucö Congresses hat mau von Seiten der t. t. Laudwirthschaftsgcsellschaft beantragt, die oft-asiatische Expedition zu instruircn, daß uon derselben --ihren bez. Viitglicdcrn für dicscn Spccialzwcck - in Japan die genaueste Erkundigung über alles die Seiden-zucht Bctrcjstndc eingezogen werde. Bezüglich der Krankheit der Seidenraupen empfiehlt der Congrcß der Regierung, die Vereine znr Gründung kleiner Zuchten zur Erzeugung von Grains zu veranlassen. Seitens der Regierung ist dem Congreß zu erkennen gegeben worden, daß man für die Verallgemeinerung der Kenntniß der Seidenzucht alles Mögliche thun, Unterricht in den Fortbildungsschulen ertheilten lassen und Wanderlehrer anstellen werde. Den Hauptthcil der Beschlüsse dcö Congresses muß man jedenfalls in der materiellen Unterstützung des Seidenbaues suchen, nnd es handelt sich hicr um ganz wesentliche Summen. Man hat 25.00(1 fl. für die Unterstützung 'der Scidcnbanvcreine postulirt und der Reichstag diese Summe genehmigt. Mit dicscn Geldern sollen die bereits bestehenden nnd noch zu gründen-den Vereine, welche vielleicht in einem allgemeinen Scidclibauvcreil! einen Sammelpunkt zu bilden haben, 1) die Vermehrung der Maulbccrpflanzuna.cn erstreben; 2) Grainszuchtcu und SamcnprüfnngSanstallen errichten ; 3) Wanderlehrer bestellen ; 4) Cocons ankaufe,.; 5) Prämien zur Förderung des Seidenbaues nach jeder Richtung gewähren; 6) Ausstellungen veranstalten; 7) die Kosten für Sammlnng dcS Materials zu einer Sciden-baustatistik bcstrcitcu. Im Ministerium des Ackerbaues soll eine besondere Con'mission uon Fachmännern gebildet werden, welche über die besonderen Arbeiten und Wünsche der Seidenbauvereinc sich gutachtlich zu än-ßen> hat. Diese Commission ist gebildet worden ans den Herren- Professor Habcrlandt, Hillcr, Dr. Hlubck, Kürschner, Professor Molin, u. Ritter nnd u. Scati. Sie hat während dieses Sommers ihre organisatorische Thätigkeit begonnen und Vorschläge gemacht über die Vertheilung der für dieses Jahr nur 15.000 fl. betragenden Vcrcinssubvcntion. Sechzehn Kronländcr werden mit Unterstützungen in verschiedener Höhe bedacht, Böt> men z. B. mit der höchsten von 2800 fl., Salzburg dagegen mit der niedrigsten von 150 fl. Die Commission hat außerdem den Plan entworfen, nach welchem die in Görz zu grüudcndc Vcrsuchstation — mit l!000 ft. do-tirt — ihre Thätigkeit regeln foll. Sie hat auch über den von dem Congrcß in Anregung gebrachten Ehrenpreis für Regeneration der Scidenranpeu durch Mittel zur Verhütung uud Tilgung der Fleckcnkrnnkhcit berathen und die Grundzügc fcslgcstcllt, für die Ertheilung des Unterrichtes im Eeidenban - zunächst an den Lch-rcrbildnngsanslaltcn, dann in dcu Volksschulen, welcher da, wo dic Scidcnzucht guten Fortgang hat, für die Schuljugeud obligatorisch sein soll. Lctztcrc Bedingung ist vom Unterrichtsministerium zurückgewiesen, dagegen angenommen worden, daß alle Lchramtscandidatcn der Naturgeschichte an den Mittelschulen über Kenntniß nnd Fertigkeit im Seidenbau sich auszuweisen haben sollen. Seitdem ist denn auch das Prcisausschreibcu für den Seidenbau - 5000 fl., 1572 zahlbar - nntcr dem 5. August d. I. vom l. t. Ackcrbaunnnistcr ergangen, wic denn auch die Stellen an der Vcrsnchstation nnd Forschungöanstalt zu Görz — Director und Ad^ jnntt — ausgeschrieben worden sind, wie oben erwähnt. Der Preis von 5000 st. gilt der Erfindung eines Mittels zur Verhinderung der sogenannten Flcckentraut-heit der Seidenraupen. Daß neben dem eigentlichen Seidenspinner Iloml'vv <»<»>!. in dcn verschiedensten Abarten auch ähnliche Thiere, oder andere Raccu - wie z. B. lioml.vx Vüllii, m:>, . der Eichcnspinncr - bei der Ranpcnzucht versucht werden, ist selbstverständlich, und die ostasiatischc CMdition hat dcn ganz besonderen Anftrag. 10.000 Cartons echt beste Grains ans Japan »ach Oesterreich zn senden. Denn leider sind in dcm Handel mit Wurmsamcn im Laufe d. I. arge Betrügereien vorgekommen und mai: hat namentlich in Italien dort gewonnene Grains cuif iiuitir Das ncuc Wchrgejlk. Im Nachsteheiidcn lassen wir die von dcr Rcg/c-ru!,g eingebrachte Vorlage, bclrcsscnd das Gesetz, womit fik die im Rcichörathc ucrtretenel, Königreiche und Länder die Art nnd Weise dcr Erfüllung dcr Wehrpflicht uc-rc^cll wird, u»d speciell daS Gcsctz übcr die Landwehr ui.d dc>S Ges,tz für den Landsturm folgen. Was dci, Gesctzculwurf üler die allacmcinc Wehrpflicht betrifft, so ist derselbe mt unwesentlichen Aeüderungeu jcnem im nngarischcn Neichsralhe vorgelegten gleichlautend: G e s e tz, vom December 180«, wumit filr dic ilti Rcichbrathc vcvtrelciiru .ssmiiqrcichc und Viin- dcr die Alt uud Weise der Erfüllung der Wehrpflicht gcrc- gclt »l'ird. Mit Zustimmung der beiren Hänser des Reichs-tathcs finde Ich zn verordnen wic folgt: Art. 1. Die Ari und Weise dcr Ersi'ilümg der Wehrpflicht wird durch das nachfolgende Gesetz be-stimmt. Alt. ll. Dieses Gcsctz tritt mit dcn, Tage seiner Kundmachung in Wirksamkeit und hat auch cmf die gegenwärtig im Hccrc u»d iu dcr Klicgsunniiic Dienenden, jedoch mit dcr Bes.i'rälilimg Auw^ndllng, daß in Anbetracht dcr Schwierigleilcn des Ucbcrgangcs bci einigen Waffengattungen die Uebcisetzui'g dcr 1865 Assc»tiltcn in die Reserve, dort wo cs dcr Reichölriegs-ministcr für unbedingt nothwendig erachtet, erst im Jahre 1870 statlznfindcn hat, Arl. !II. Dic für dic Stadt Tricsl ui>d deren Territorium iu Beziehung cmf die Erfüllliug der Wrhr> Pflicht bestehenden Ausnahmen nnd Gegüiistigungen werden hiemit ünsgchobcn. Die bisher vom Militärdienstü gänzlich befreit gewesenen Wehrpflichtigen de: chcmlüi^cu Kreise Ragufa und Cattaro dcS Köniarcichcs Dalmaticn haben der Wehrpflicht nur i„ der Landwehr zu geliügen. Ueber die Organisirung uud Verwendung dcr in Tirol u»d Vorarlberg iu Gcmäßhcit des gegenwärtigen Gcsetzcs wehi Pflichtigen Mannschaft, welche zur Crgün-zm«g des Iägerregiiuenleö nicht benöthigt wird, sowie über die Erfüllung der Wehrpflicht in dcr Landwehr daselbst, werdcn die näheren Acslimmuugcu im Wege der Landcsgcsetza.edu ug erfolgen. Art. lV. Diejenigen Personen, für lvclche vor dcr Wirksamkeit dieses Gesetzes in Gemäßl)cit der Verord »ung uoiu 21. Februar 185(i die Befrciungstafc erlegi und nngenomilicn wurde, blcibln uo» jedem Militär« dicnste ganz und für immcr enthoben. Art. V. Bei drohender Kriegsgefahr, wcnu dcr uorgcschricbcnc Kricgkstand dco Hecrcs, dcr Kriegs lueirinc nnd der Landwehr nicht vollzählig wäre, können alle jene, welche nach den bisherigen Heciesergänznugs' gesehen .dienstpflichtig waren und ihrcr Slclluligspfticht ^var nach^ctoiluncn sind, jedoch in daa Hecr (Kricgs-marine) nicht cingeieiht wurden und das A2, LcoeuSjahr „och nicht vollendet haben, nach Maßgabe iyres Allcrs für die Daucr dcs Klicges zum Linieurescive' oder Land^ wchldickste herclugczogen werden. Arl. VI. Mein Landesucrlhcidi^ling.'iuinistcr Hut im Eilwernehincu mit dcm Reichotricgemiuister dic zur Ausführung dicfes GcfetzeS e>forderlichen Velsügunaen zu ei lassen. Laudwehrgesetz filr dic ilu Neich«?ralhc ucrtrcteiieu Kouigrcichc und ^ä»dcr. 8 1. Die Landwehr dcr im Rcichsrathc ocrtrctcncn Köuigrcichc nud Länder bildet einen Theil dcr bcwafft nctcn Macht (i> 2 W. G.) Sic ist im Kriege znr Unterstützung des Hccrcs und znr inneren Vertheidigung, im Frieden ausnahmsweise anch znr Aufrcchthaltuug der inneren Ordnung uud Sicherheit berufen, (tz 8W. G) tz 2. Bci drohender Kriegsgefahr kanu die Ein bcrufnng uud Mobilmachung dcr gcsammten Landwehr oder eines Theiles derselben nur ans Befehl des Kaisers unter Gegenzeichnung dcs verantwortlichen Landcsvcr-theidignngsministcrs — erfolgen. (§ 10 W. G.) ^ ,i. Die Landwehr kann ausnahmsweise auch außerhalb dcs GcsammtumfangcS dcr im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder verwendet werden, wozu jedoch ciu besonderes Rcichsgesctz erforderlich ist. Bci Gcfahr im Verzüge kann jedoch, wenn dcr Reichs rath nicht versammelt ist, unter Beobachtung der Bc stimmungcu dcs tz 14 des St. G. G. vom 21. Dec. 1807, Nr. 141 N. G. Bl., die Verwendung der Land-wehr außerhalb dcs Umfanges dcr besagten Königreiche und Länder angeordnet werden. § 4. Die Landwehr wird ergänzt: l>) durch die Cinrcihnng der Rcscrvcmänncr nach vollendeter Hccrcsdicnstpflicht; l>) durch unttiitlelbarc Eiulhcilung Wehrpflichtiger; c) durch Freiwillige, welche ihrcr Hccrcödicnstpflicht Genüge geleistet habcu uud nicht ohnehin in die Land wehr eingereiht werden müssen, dann ll) durch solche Freiwillige, welche nicht mehr land-wehrpflichtig, nbcr noch diensttauglich sind (Z15. W. O.) i? 5. Zum Eiutritt in die Landwehr ist crfor< dcrlich: «) die Staatsbürgerfchaft in dcr betreffenden Reict,^ Hälfte; l>) körperliche und geistige Eignung, dann Körper-größc wic für das Hcrr (tz. 10. W. G.) und c) cin Alter von wenigstens 17 Jahren. tz. 6. Die Dienstpflicht in der Landwehr daucrl- ll) zwei Jahre für jene, welcher nach vollstreckt^' fernere Theil dieses linken Armes (Poik-Canal), dcn man nach Ucvcrsteigung eines Trümmcrhügcls wieder nur zu Wasser besichtigen kann, soll noch großartiger als der rechte sein. An dem Trümmcrhügel kamen unter Steinen 'l'imx'-llll.^ l,lli. 5cl>., ^nur<>i>llmu« >!i!Iic:!<1i! >il!l., ^!!<>l'l>ll!ul iliu8 ml-lll« >,!., an einer Wand Mull,»!!« >ii(IcU' ^. mehrfach zum Vorschein. Die Temperatur der Luft war Abends 9 Uhr '.1° R.. das Wasser 7", die Luft im Planina 14" R., des Teiches vor der Grotte l(i" R. Die Rückkehr aus der Höhle erfolgte, Dank dcr Vorsicht meines Begleiters, ohne jeglichen Unfall. Die Nacht war vcreits hereingebrochen, als wir die Oberwelt erreichten. Ich übernachtete in Obcrplanina in einem fehr guten Gasthausc (zum schwarzen Adler?), um an dem herrlichen Morgen des 27. Juli nach Adelsberg zu fahren. Ueber Adelsberg hatte sich am vorhergehenden Tage eln schwärm von Thcilnehmern am Stangcn'schcn Extra^ znge, welche von Venedig zurückgekehrt waren, ergossen nnd rch fand stc bci meinem Eintreffen vor dcm Vnrcau der Grottcn-Vcrwaltnng in großer Schaar aufgestellt, wo lhr Führer Stangen wegen des Plei'cs dcr söge-nannten großen Kcrzenbclcnchtung dcr Grotte verhandelte Obgleich mein Inneres noch übervoll von den mächtig ergreifend»,'»: Bildern dcr vorangegangenen Tage. die AilSsicht auf zoologische Ausbeute m 0, die Grotte überdies mir von früher bekannt war, so wollte ich mir doch dic Gelegenheit nicht entgehen lassen, zu dcm billigen Preise von - wenn ich nicht irre - iz Gulden den großen Dom, den Borhang nnd den Calvarienberg bei „großer Beleuchtung" zu scheu, und nahm deshalb an dem Besuche dcr Grotte Theil. Schon nach zwei Stunden war derselbe beendet, uud ich hatte hinlänglich Zeit, noch am Vormittage mit einem Führer zur Magda-lencugrottc zu wandern. Obgleich dcr Weg dahin über dcn Szowiczhügcl, über öde Stciuwüften, durch dichtes Buschwerk, Wald und Rasenplätze, also übcr höchst mannigfaltige, zum Sammclu gceignctc Localitäten führte, so war doch — einige unbedeutende, auch anderwärts häufige Species abgerechnet — z. B. (I„)«(„!ln» l»r<'!i<>5l!x auf ( vüliix'!»»!» Vmc< loxiolli», ('!llv.>c>!l!ill! <^>I'<>I>Il5 V!!!'. lüivlil, so wie l'i!!i>!>!l>, l,'i>!l'!!!,!l!,-< Dli.nu^ ter Steinen, abgeflogene ^pülllriu' l,i.^ und llii' an dcr Landstraße nach Plauina, die wir eine Strecke weit gingen, nichts Bemerkenswerthcs zu finden. Die Heit zu einen, erfolgreichen Sammeln war offenbar längst hicr vorüber. Es war alles welk und dürr. Von einem kleinen Rasenplätze, wo l'icm<1<'!<» <><>> m-mioi» häufig war und in einigen fchwarzen und blaueu Varietäten gefangen wnrde, wandten wir uns links dnrch Bnfchwcrk nnd Nadelwald in eine Dolina abwärts steigend und sahe» nns plötzlich vor cincr hohen blanschwarzcn Felswand, die dcn Hintergrund dcs Kessels bildete uud an deren Fllßc der breite, aber niedrige schwarze Schlnnd dcr Magdalcncngrottc cntgcgengähnte. Das ganze Bild hat etwas Schauriges und Düsteres. Unter dic Wölbnng getreten, befanden wir nn6 auf cincr Art von Terrasse, die mäßig steil in die Höhle hinabstürzt. An dcn Sei' tcmua'ndcn Schuarcn von pliulln^oi'^ l>!»vi<:<,I^. Grade hinab gelangten wir auf sehr schlüpfrigem Buden iu eine große Halle mit riesigen Tropfstcmsänlen, an deren Füßen zahllose Trümmer zerbrochener Stalaktiten lagen. Wir kamen später zu einem Wassertümpcl, in welche"' sich Protcen aufhalten sollen, ich aber keine cntdccte" tonnte. Unter Steinen an, Rande Aii>I>; 5lv5'"/ ^, an trockncrcu Stellen ^i,<)i.,I,!l!l!limi,>>: ^'Imiilüii sowie ^>!<»!iu8 >>(!l>!''üi<'l-,>l!»'5 üllm^ >,'. und ^lmx'^ !,!ll>il,> xli!l!l'!m^ rcrc Stunden früher besuchten Adelsbcrgcr Grotte, näü'. lich an dem erwähnten Wasser tt" R. während dort c» Calvaricnbergc 7.5". ., ^ Wir besuchten noch dcn cinc halbc Stunde ndr lich von der Magdalcncngrottc gelegenen Abgrund. "^ welchen: das Rauschen der ihn durchströmenden p herausdringt und an dessen Boden sich dic höchst "i!" ! santc Poikhöhlc (l'üikü,!-"'>-') öffnet. An dcm lms")' , chen Rande desselben fand ich unter Steinen "/^.„> INllülO,- tt,l!V., lj»tl'!!'l!,'i soi-mil»»,-,'!^, ^olvll,'^ !^'" ,,ll .''I'lili., 0!l<» llivin!,. l)«m<>n5i« lillM. und ^'"" .^f, l'!'i,!,'!,5!5. Auf dcm Rückwege nach Adclsbcrg fl'^^r) bci Sonnenuntcryaug ciuc Anzahl (noch unbeftnn Cryptophagen im Fluge. (Fortsetzung folgt) 1809 Dienstpflicht im Hccrc in die Landwehr übersetzt werden (§. 4. »); i>) zwölf Jahre für die unmittelbar in die Landwehr cingcrcihten Wehrpflichtige!, ) ; c) zwci Jahre, eventuell für die Zeit deS Krieges, bei Freiwilligen nach <' »nd ? der Artillerie, den technischen Trnppen, den EcmilätöcMipmii'icn, dcm Fuhrwesen, der Montnrs-und Vcrpflegsbranche in die Landwehr übergetretene Älannschafl ist abgesondert cvidcnt zu halten nnd cs hat un Falle einco Krieges die Landwchrmannschaft der Artillerie die Bestimmung zur Verstärkung der Fcstungs' artillcric, jene der tcchnifchcn Trnftftcn in die Festungen oder zur technischen Vorbercitnng dcs Kricgoschanplatzcs, dann jene der Sanität, des Fuhrwesens, der Monturs-Und Vcrpflcgsbranche für die Reserve und Nachschnbs-nnstnltcn im Vcrwcndnngobcrcichc dcr Landwehr. Znm Zwecke dcr Standes- nnd Evidcnzführung, bann znr Verwaltung der Magaziuövorrathc für die ^ndwchrbataillone uud Escadroucn besteht iu dem Hauplortc eines jeden Vataillonsbczirtcs eine Landwehr-kvidenzhaltung ans: 1 Hanptmann, 4 Feldwebel für die Eompagnicbczirlc, 4 Gemeinen, 1 Büchsenmacher. § 11. Die Montnrs-, Rüslungs-, Waffcu-, daun ^chciücn- und Ez-crcirmumtionsvorrälhc sind in den hauptortcu der Landwchrbatnillousbczirt'e (8 ^), ^vo ea d>c Umstände gestatten, gemeinschaftlich u.it jenen der ^rgänzungsb.zirksregimelitcr, dczichuugsweisc Eavaleric-^'gänzlnigsdcpotS zu verwahren. ^ 12. Der Kriegsstand dcr Landwchrbataillonc U"d Escadronen ist gleich jenem der Bataillone und Escadronen des Hccres. 8 I.'i. Im Frieden sind alle im Landwchrvcr-bandc' stehenden Personen mit Ansnahmc dcr bci dcn ^ldcnlhaltnngen (^ W) Angestellten bcnrlaubt nnd ^licn außer dcr Zcit dcr ftcriodifchcn Waffcnübnngcn ^ ^5) ihrer bürgcrl. Beschäftigung nachgehen. .. § 14. Die zur Landwehr eingetheilten Recrutcu ^ 4) werden im Frieden in dcr Regel bci den in der ^"station aufgestellten Hccrcskörvcrn dcs eigenen 'VttrcscvgänznngSbczirtes dnrch acht Wochen ausgcbil-^- Wo die Umstände ein anderes Verfahren bcdin-^". werden die entsprechenden Vcrfügnngen im Vcrord-"ungtzwrgc getroffen. . i; 15. Die Waffcnübuugcn dcr Vaudwchrin» lanleric finden iu der Regel nach dcr Ernte statt und "Mehrn: "> jedes zweite Jahr in BataillonSübungcu in der Dauer von 14 Tagen, während welcher die Bataillone abwechselnd an den größeren Waffcn-nlmngcn der HccrcSkörvcr Theil nehmen ' ''" jenen Jahren, in welchen die Bataillons-Übungen ansfallcn, in Ucbnugen dcr Eompa-lucn in dcr Dancr von 14 Tagen, zn welchen du unmittelbar in die Landwehr Eingereihten während der ersten <'. Jahre ihrer Dienstzeit "ebst den erforderlichen Chargen cinbcrnfeu werden können. Die Landwchrcavaleric. welche nur ans gedicnteil Htäuucru besteht, hält keine "iaffcnübnngcn. Wenn cS nothwendig ist, so können Instructions- ' officicrc des HecrcS zn dcn^Waffeuübungcn dcr Land' t wchr entsendet werden. § Kl. Jährlich nacl, dcr Ernte sind Eoutrolc- ' Versammlungen dcr Landwchr abzuhalten, welche jedoch für die zli dicscin Zwecke einberufenen Landwehr- l manner nicht mehr als einen Tag in Anspruch nch- < men dürfen. < ^Fortsetzung folgt.) > ----------------------------------------,----------------------------------- ^ Modus llwendi Mischen Italic« uud Nom. > Die officiöscu Florentiner Blätter „Natiouc" nud < „Eorrcspondancc" ucröffcntlichcu die nachstehenden Note : < „Seit mehreren Tagcn geht wieder die Rede von Verhandlungen, die bezüglich dcr römischen Frage , zwischen den Rcgicruugcn von Frankreich und Italien ; gepflogen würden. Die öffentlichen Blätter commcntiren l selbstverständlich diese Angaben von ihren Partcistand- -punkten ans und gclangcu auf dicscu zu Auschauungcn, die einander diametral entgegenstehen. Die Mcinuug. daß dcralcichen Verhandlungen zwischen Regierungen, die eine ernste nnd wohlerwogene Politik verfolgen, jeden < Augenblick abgebrochen nnd wieder aufgenommen werden < könnten, erscheint nns irrig, und so möchten wir nns ! vielmehr zn der Annahme bckcuucu, daß ucnc Pläne ! vcntilirt nnd nenc Verhandlungen eröffnet worden seien. ! Die am 25. Jänner im „Univcrs" veröffentlichte > nnd von keiner der dabei intercssirten Parteien offen in Abrede gestellte Depesche ist der letzte Act, dcr nnö w > züglich der über die römische Frage zwischen Paris und > Florenz gepflogenen Verhandlungen bekannt geworden ist. ! Unsere Leser crinucru sich, daß iu jener Depesche die ^ verschiedenen Punkte ciucs "xx!,,,^ vivünli zwischen Italien und Rom rcsumirt worden sind. Wer jenes diplo- > malischen Actcnstückcs eingedenk ist. wird ohne Schwic- ! rigteit begreifen, daß das Document die Frage von dcm hcitlichcn Terrain dcr Principien entfernen und cmf das ' wcgsamcrc Gebiet jener Partiellen Transactionen versetzen sollte, durch welche die Gefahren, die aus dcm gcgensci- ' tigcn Verhältniß zweier einander nicht anerkennenden l Nachbarstaaten hervorgehen, beseitigt werden konnten. Waren einmal dic Umrisse eines solches Planes vor-gczcichnct, so durftcu die beiden Staaten nur an dcr schrittweisen Ebuung dcr sich der Anfgabc entgegenstellenden Schwierigkeiten arbeiten. Es scheint nnn, daß sich die einzelnen Vcrwaltnngcu beiderseits au dieses Wert gemacht habe»,. Wenn wir den nns zukommenden Mcldnngcn Glauben schenken dürfen, so haben die beiden Staaten unerläßlichen Beziehungen bedeutende Erleichtere ungcu gefunden. Eine folchc, ohne vergimgigc formelle Eonventioncn uud uur aus beiderseitig getroffenen Verfügungen hcr-vurgegangeiic Modification in dcr gegenscitiaen Vage dcr beiden in Italien befindlichen Regierungen dürfte die wünschcnswcrthcstc Garantie bictcu, nm dic Anwesenheit fremder Trnppen in Rom überflüssig zu machcu. Es dürfte daher, wcuu auch die beiderseits gemachten Schritte noch nicht zur Vcrvollständignng dcs vorerwähnten m»i„ll, den die italicuischc Rcgicrnng auch von Rom adoptirt sehen möchte, geführt haben, die Hoffnung gestattet sciu, daß die Dinge bereits einer crwüuschtcu Lösuug nahe geführt seien. In diesem Sinne muffen auch die vom Abgeordneten Broglio an seine Wähler in Bcssano gerichteten Worte nach unserem Dafürhalten aufgefaßt werden. Er hat sich nicht vom Programm der Rcgicrnng cnt' fcrnt, die immer der Ansicht war, daß die römische Frage sich mit der Zcit von selbst lösen müsse, falls uur die Lösung nicht gewaltsam und mit Ucberstür-zung angestrebt, sondern mit jener Ruhe erwartet würde, welche die erste Tugend dcr Völker scin mnß, die, der Gegenwart sicher, dcr Zukuuft vcrtraucusvoll eut-gcgcnschcn. Nach unserer Ansicht mnß eine wahrhaft nationale Regierung unablässig bemüht sein, jene Ruhe dcr Gemüther zu sichern, ohne die eine dauerhafte Lösung dcr römischen Frage nicht erzielt werden kann. Von diesem patriotischen, liberalen nnd weisen Programm wird sich die Regierung sicherlich nicht entfernen. Sie hat, wir sind davon überzeugt, cs nicht uutcrlasscl:. iu dcn bcrcits erzielten Resultaten die nöthige Unterstützung zn suchrn, nm das aufgesteckte Ziel zu erreichen. Dieses Ziel muß vor allem die Zurückführung dcr Halbinsel in ihre natürlichen Verhältnisse scin, die durch die Octobcrcrcignissc dcS vorigen Jahres altcrirt worden sind." ______________ Oesterreich. Wien, 22. October. (In dcr heutigen Siz-znng dcsAbgcordnctcnhauses) wurde dcr vom confcfsioucllcu Ausschüsse vorgelegte Gesetzentwurf über Mischehen zwischen vcrschiedcue,, christlichen Eoufcssioncu in dcu wichtigslcu Paragraphcu mit 03 gcgcu ^Stimmen abgelehnt. Beust wurde in dcn Wchrgcfctzansschnß mit großer Majorität, mit 111 Stimmen, gewählt. Dcr confcssioncllc Ausschuß nahm die Regierungsvorlage über die Vcrsöhnnngsvcrsuchc vor dcn gerichtlichen Ehescheidungen an. In dcr nächsten Sitzung desselben wird ciu vou Figuly ausgearbeitetes Ehcgcsctz besprochen. Der Wehrausschuß wählte dcu Abg. Franz Groß zum Ob- nann, Dr. Rcchbaucr zn dessen Stellvertreter. (Wir ragen dcu ausführlichen Sitzungsbericht nach.) Vemberss, 21. October. (Beschlüsse deS demokratischen Vereines.) In seiner gestrigen Gc> neral-Vcrsammlnng hat dcr hiesige demokratische Verein icschlosscn: Erstens: Die Wicftcrhelstcllmia Polens ist !luc Nothwendigkeit im Interesse Oesterreichs und des !uropälschcn Friedens. Zweitens: Galizien ist als Theil )cr ehemaligen polnischen Ncpnblik verpflichtet, dcn Na» tionalgcist zn pflca.cn nnd dic Verbindung mit dcn pol-nschcu Provinzen zu rrhaltcn. Drillens: Das Ver^ lällniß Galizicns zn dcn übrigen österreichischcn Pro' )inzcn soll nnf Grnndlcigc dcs Füderatiu^Princips l)cr< icstcllt werden. Viertens: Im Kampfe mit den pansla« ^lstischcn Tendenzen werden die Bestrebungen dcr Sla» )cu zur selbständigen nationalen Entmickülna unterstützt, fünftens: Im Sinne des föderalistischen Princips ver angen wir eine Antonomic wie Ungarn. Locales. — Kommcndeu Montag verläßt der Herr l. k. Icctionsrath Ka>l Foutliine v. Fclscnbrunn ülscrc Stadt, nachdem er seit dem 30. Mai 1864, als )cm Tage des Inslcbentrcttütz dcr hiesigen k.k. Finanz-üircetioü, dclscll'cn als Finanzdircctor vorgestanden nnd ich in dieser Stellung durch Hninailität gegen die ihm lntergcordnctcn Vcamtcn nnd gerechte nnd lonale Bc^ )andlnng der Pcrtcicu die allgemeinste Achtung erwor» len. Wir entsprachen gewiß einem allgemeinen Wunsche, vcnu wir auch im Namen aller gut ccmstitntioncll und ,ol)al gesinnten Bewohner Laibachö dem scheidenden ^crrn k. l. Sccliousrath für die der Sache dcs Fort» ichritts und dcr Verfassung mit so vieler Hingebung gc. Icistcteu Diexsle den innigsten Dank aussprechcn. DaS ^and Krciiu hat auch in seinen Landesangelcgenhciten wiederholt, wic so manchcr sich zu überzeugen in der ^age war an dcm Hcrrn Scctionsrath in seiner frühe« >en Stellung als Finanzdirector eincn einsichtsvollen Fürsprecher gefunden. Wir erinnern nnr an die vor Mligcn Jahren aus dcr Initiative des Herrn Finanz» dircclors heruorgcgangsnc Erwirkung einer bedeutenden Pcrcentualgcbilhrenabfchrciliung für dcn Bezirk Seno» setfch, durch welche uiclc Insassen vor dem Ruine gerettet wnrdcn Aber auch in den Kreisen dcr Gescll-schaft wird der Verlust einer dnich Geist uud Herz her-oorraaeudcn Persönlichkeit lebhaft bedauert. — (Der Vcroiu dcl Aerzte) ir> Kiain nimmt am Samtztag den 3l. October leine Sitzungen wieder aus. — (VerH n b c l u n q cn im C u r at clc r u s.) Dem Heiln Ioh. Deb elal, Coopcrator in St. Veit, wUlde oic Pfaire Höfltin veiliehen. — Hcri Johann Justin, Localist in Gültschach, begibt sich in dcn Ruhesland. — (Aus Oderlra > n) meldeten uns gestern glaub' würdige Nrliä'tc den ersten in Veldeö in der qcstngen Nacht riügetrclcnen EchnttfaU. Der einqctictl>ne stalle Tem-pclatuiwechsl'l, sine F^lgc des nnoaiil'rnden Regens, contra-slilt cilngermahen mit den Aussichten, welche wir noch vor kurzem auf cinen wannen Herbst und gelinden Winter zu Iiabcn glaubten. Wenigstens berichteten uns Kenner der Natur von Symvtomcn des Thierlcbens, welche darauf bin-Meuten schienen, langem Aufenthalt der Scknepfeu, wieder-holten Vlitten der Wachteln u. dgl. Auheldcm von allen Seiten Vitichtc über Pflanzen, welche sich bereilS in den Flllbllng träumten, welchen wir hier noch den im ständischen Vurggaltcn blühenden Flieder anzureihen haben, — (Feuersbrunst.) Am 18. d.M. zwischen 9 nnd 10 Uhr Abend« vllbrcinntc orm Kaischler Mcha.l Samsa .ms Herschete Nr. 37, Gemeinde Goia, Äez. Äeifniz. eine 15 Klafter vom Hause entfernte Stallung sammt 100 Clr. Heu und Stroh. Der Schade beläuft sich auf 400 fl. und auf eben soviel die Assecuranz. Lüschueisuche winden unter oer Leitung vtö Vur^elNleislers Stefan Knaus von Gora angestellt. — (Hebung der Viehzucht.) Das Ackerbauml' nistcrium hat der lülutnischcn LandwirthschaftSgesillschast die Staalssubvcntion von 5500 fl. silr das Jahr 1868 zur Hebung der Viehzucht mit dem Auftrage zugewiesen, dirse Summe noch heuer, und zwar auf die Alt zu verwenden, dllh Wenigsteno für 3000 fl. Stiere angekauft u»t> diese im Lande vertheilt, für den Nest aber Slaatspreife ausgeschrieben »erden. — (Schlußuerhandlungen) beim k. l. Lan-desgerichle Laibach: Am 26. October. Franz Nooal: ösfcllllicke Gewaltthüligteiti Vinccnz Ahlin: Picbstahl. — Am 29. October. Thomas Sust und Compl.: öffentliche Gewaltthätigkeit: Andreas Kosmac: schwere iörpelliche Ve< lchädigung: Franz Kolelj und Anton Iesenlo: schwere tölpelliche Beschädigung; Anton Korb>c: Rt'liqionsslorung; Paul Cerkvenil: Diebstabl: Barth. Milavc: Diebstahl. — Am 30. October. Josef Schuster: Diebstahl. Gingcseildet. in I>zvol. Diele wohlbekannte folibe Versicherungö - Gesellschaft hielt am 7. August d. I. ihre ordentliche General-Velsamm' lung ab, in welcher der Rechnungk-Abschluß für vaS I^hr 1807 vorgtlcgl winde. Die Resultate lami man wohl als glänzend betrachten, nnnn man bedenkt, dab >» der 3euel'-Branche troll der vielen V.ände, w.'lch.' '" demselben ^lahle 1810 stattgefunden habe», gegen eine Plämieu»Einnahml von Silber ft. 4,^95,5^0 an Schäden 2,02l.2ü0 udlr etwa 63 Procent zu uetgülcn ware». Nach Zahlung aller Schäden und Bestreitung der sonstigen Auölagcn clgibt diese Branche einen Reingewinn von Silber-Gulden 563.730 b. W. — In der Lebens'Versichcru»göbra»che sind weit günstigere Erfolge zu erwarten, nachdem der von dcr Direction neu> gefahle Äcschluß, den Gewinn-Antheil unter den Versicherten zu erhöhen, einen augenscheinlichen Einfluß aus das bereits ausgedehnte Geschüft ausgeübt hat. Der jährliche Durchschnitt des ncuen Leben5veisichcrn!,gs-Gcsch5fleö sül die letzten drei Jahre stellt sich scho» jetzt au, Pf. St. 801.000 gegen Pf. St. 668,000 in den vorhergehende» fünf Jahren, während noch zu bemcrtkn bllibt, das; jährlich durchschnittlich Pf. St. 213.000 Velsicherungscauilal sur una»' nehmbar gehaltene Niöttn von der Tirection abgelehnt wurden. Die Gcnslal-Vfrslnnmlung beschloß, nachdem sie dem vorzüglichen Gcbahren der Tirecliou und der untergeordneten lDrganc, hauvlsüchlick aber tes verdienstvollen Actuals und Directors der Gesellschaft Herrn Percy M. Dove ihre Anerlennung gezollt, troll dieser glänzenden Nesullale »ur die gewöhnliche Dividende von ? Ep. pr. Actie zu verthei' len, indem der beträchtliche Rest de« Gewinnes zur E,hö-hung ve6 schon bedeutenden Reiervefondes überwiesen wird. Lei^tl nur 14 Tage nach der GenerallVersammlurig sollte die llovu! In^uiixn <' l,'<»ll!s)ni,v einen herben Verlust durch das frühzeitige Hinscheiden eines in der Assecu' ranzwtlt sehr geachteten und vielverdienlen Mannes, de« Herrn Percy M. Dove eileiden, welcher vom Grilndui'gö. Comill« zur Leitung dieser Anstalt lxrufen, seiner Ausgabe durcd 24 Jahre mit solcher Energie und Facttenntniß nachkam, daß er dir llovi.l ll!>U!'i>>!<:>' ('»»il!s»!«!>v zu einer dcr glößtcn Gcselllchaslen der Welt emporhob. Der cdlen Den-lungöart und weisen Voraussicht dieses Mannes verdanlt jedoch die Ii»>^»l ln^ui <>»<.<> ^oiüi»!«»^ eine Mlloerung ihres Verlustes dadurch, ratz Herr Percy M. Dove, für die Gescbicle dcr Anstalt stets besorgt, nocb bei Lebzeiten in der Person des Sub-Directors Herrn John H. Mc. Laren eine Capacität an seine Seite zu fesseln wußte, welche durch lcingjühlige Piari« in dem Veisicherungs-Westn und gestützt auf die weisen Rathschläge des Dahingeschiedenen, gewiß nickt verfehlen wird, die Leitung bcö Geschäftes der tt,^«l lil>ui':>M'c! l'müpullv ebenso würdig und erfolgreich weiter zu führen.. Diese renommirle Gesellschaft, welche fast in allen Wrlt> gegenben in angesehener Weise reprüsenlirt ist, beschloß im I. 1666 auf Ansuchen des Unterzeichneten, auch in Trieft einen Generalbevollmächtigten zu ernelmen, in der Absicht, sowohl im itaiserthume Oesterreich als im Königreiche Ita-li'N die Vorarbeiten zu eiiilm gesunden Geschäfte zu be-werlsteUigeu und die itnv:»! IlilMl'lMlX'('l'mi'lln^ zu vettre-len. Während dieser Zeit gewann dieselbe einen vollen Einblick in das üslerleicviscbv V^sicheruiigsgeschäst uno es wurden dem Publicum viele Gelegenheiten stebote», die Con^ lanz, Pünltlichleit und Genauigkeit dec Anslalt kennen zu lernen. In Folge dessen uno der immer mebr und mebr gewonnenen Gunst des Pudlicums beschloß die Direction der 1io><>I Il!>llll!iUl' l,'ml!sil!i!V auck tie erforderlichen Docu» mente für das Gefuch um Concessioniruüg im österreichischen Kliserstaate vorzubercilln, und übetschiclle dilselben dem Unterzeichneten mit der Vefugniß, im Namen dcr Gesellschaft die nöthigen Scdiilte beim l. l Hanoelsministelium einzuleiten. Beehrt mit diesem Austrag, hat der Unterzeichnete ohne Zeitvclsäumniß das Gesuch beim l. t. Ministerium eingereicht, und bofft, das, dcr zuversichtlich bald erfolgende Bescheid sich gunsttg herauöstellen wird, da es gewiß im Interesse des gesammten Publicums und dcs Staates selbst liegt, daß eine so bedeutende Anstalt mit so starten Capitalien auch hler in den gesetzlichen Formen vertreten sei, und zwar um so mehr, als rie Etatuten dcr Nov.»! l^u-l'imc«' l!u!i>i)l>!^' dem beabsichtigten neuen Gesetze über das Versicherungöwese», welches wahrscheinlich bald in Wirljam-lcit treten wird, ganz entsprechend zu sein scheinen. Der Unterzeichnete glaubt durch obige Mittheilungen einem vielseitig angeregten Wunsche dcü vnsicbelungilusti-gcn Publicums nachgekommen zu sein und bofst dadurch die Neigung und das Vertrauen zu dieser Anstalt in noch höherem Grade zu beleben, mbem er es sich zur ernsten Ausgabe gemacht hat, alle dic wennllichell Vorthiile, w.lche diese großartige Versicherungsgesellschaft bieten kann, auch unserem Kaiscrstaalc in cmsgiebigstcc Ueise zugänglich zu machen. Girolamo Äasevi, l'lMl»! i»«'(.'<»lti, Haus Padooa, Nr. 729, 2, Slock. Im Auftrage des General-Bevollmächtigten, Herrn Gilolamo Vascvi in Trieft De.r Inspector für Krain, >iül»len, sübsteiermarl, Görz, Gradiöla, IsllilN und Croalicu Äür einiger Zeit brachten wir an gleicher Stelle eine längere Besprechung Nbcr ein nenc»; hligieiiischec Präparat, welches man dein uns drin Vcterinä'r-Ocbirte rielseilig lietannteü Apolheler zu Korncubnrg, Herrn Franz Johann itnnzdd, uerdault. Wir mciiicii dessen Rest ilutiouö-Fluid sitr Pferde Die Erfolge dieses voilrefflicheu. binders i,, jetziger Iah^ reSzeit fast uncnlliehrlicheü Praseivatiu^ sind su niiszei ordentlich, die Anerlennmigi«b!iese. lvelchc imö zutomme» , su zahlreich, dasz wir nuö dadurch veraulaszt fühlen, uuchinali« darauf ziiructzutom-nieii; und zwar besliii'.üil imo hiezu gerade die gegeinuälllge Sai-sou, in welcher die Pferde auch a u f mcrtsam er c r Pflege beoürf eu. Daö Ncstiluliolis-Fluid für Pferde ueileht uuö elüein einfachen, nui! drii seiiisleu Pflalizeiisaften nach wissc-nschaftlichr» Principiell zubercilelcil Waschwasscr, ^iir ^erhilliilig von ^de», deneu gerade dat< Pferd wegen seines feurigen Blutes audge-fetzt ist. Das Fluid bewährt sich ebenso alö uiitrilglicheS Präselualiu c;es>cn da^ Stcifu'erde» , wie eö eiüen wunderbaren Einflnf; auf die Kräsiiguiil; der Pferde illil, >l'od»:ch sie die grumten Aüslren siuu^eü mit ^,'eichtigleit zu illiciwinden im Slande sxid, Ein Schreiben eine« Großfuhrmnüi,^, der >ttmica's RestilKtiolis-Fluid i>l gröhcrem Maßstabe amueildele, lrieif! nicht gcun^ dco ^'odec! liber deu ungenmlioüch schnellen Eriulg, den er mit diesem eilifnche», ebe»su leicht anwcildlmr, al<< schnell ivirkendeii »üd wenig tustspieligen Ätittel bei mehr al« hundert Pfcrdeu er;icll hat, und et« darf daher nicht Wu»der nehiilcii, daß die ^iachfragc nach dem vun Kwizda in Kornendurg erzeugten Ncstitnlious-Fluio fl!r Pferde eiue aliszerurdeiillichc ist, Iü Folge deö von Sr. Majestät dem Kaiser Franz Josef l. filr dieseö Fluid dem Herrn Franz Johann Ht'iui;da erst uach crfolgter Prlifnng durch eine t t. h o I) c Zani-tä!<<-Bch örde ertheilten ausschließlichen Prwilegiumö, sowie der öffentlichen Empsehlniigen dcö Herr» W, Meyer Oberst a l l in c i st e r Ihrer Majestät der Königin von England, des Herrn M. 5!augwirthy, Thierarzt I h r er M aj cstä t der Königiu uo u England, nnd dre Herrn Dr. Kuanert, O l> er - Ro ßarzt dcr gc-f a in in ten königlichen O b e r ma rst äl l e S r, Majestät oeö Äiinigö oon Preußen, hat sich das Restitutions-Flnid auch bereits zu einem nicht unbedenlenden Export - Artikel emporgeschwungen,_______________ ^ Neueste Post. Wien, 2/5. Oct. Dcr Wchransschuß nahm in seiner heutigen Abcndsitzung dic Negicrungöuurlagc dcs Wchrgcsctzes «,it 12 gegen lOStimuicn an. Die zwci Stimmen, welche im letzten Augenblicke die Annahme dcr RcgierllNfMoi'lugc entschieden HMn, rührten, lvic dcr „Dcb." nach Schluß dcS Mattes berichtet wird, von den Polen her. Wien, 23. October. Der Vcrfassnngsuus-schuß nahm daS RclrutcncContingcnt von 5)6.00(1 M. für 1868 un, nachdem die Regierung entschieden auf dieser Ziffer beharrtc. Prag, 22. October. Dcr Nedactcnr dcr Wochenschrift „HlaS", Ferdinand Wilsdorf, wnrdc wcgc» Verbrechens dcr Störung dcr öffentlichen Ruhe zu scchg« monatlichem schweren Kerker und 1000 ft. ^autious-vcrfall und dcr Redacteur des „Narodni Polrok", ^'zcrny, wegen Vergehens dcr Aufwicgelnng zu dreiilioliatlichcm strengen Arreste und 300 si. CautionSversall ucrnrthcilt. Dcr Oberste Gerichtshof bestätigte das gegen dcn Ncchts-hörer Patzak wegen HochvcrrathcS in erster Instanz gefällte, auf fünfjährigen schweren Kerker lautende Urtheil. — Der Stadtrath änderte bereits auf Grundlage des uunmehr sanctiouirtcn neuen Gemcindegcsctzcö die Wahllisten für die November Wahlcu. Im zweiten Wahltörper erwachsen hieraus der VcrfassuugSftartei wesentliche Vortheile. Hier machte die Schnelligkeit, mit welcher die Sanctiouiruug erfolgte, dcn bestcu Eindruck. Prag 22. October. (N. Fr. Pr.) In Neichenberg 'and gestern dic Einweihung dcr evangelischen Kirche statt. An dem imposanten Fcstzugc nahmen gegen hundert protestantische Ocistlichc, zumeist aus Sachsen, dann viele Beamte und der Rabbiner Theil. Beim Festbankett wurden begeisterte Toaste ausgebracht Pest, 22. October. Der Antrag ans Einführung dcr Oesfentlichkeit des Gerichtsverfahrens wurde vun dcr mit Berathung dieser Frage beauftragten Commission angenommen. Nächstens wird dci'halb ein Antrag in der Stadtrcpräscnlanz eingebracht werden. Paris, 22. October. Dic ..France" eröffnet ans Anlaß dcs Artikels dcr ..Krcuz-Zcituug" über Nord-schlcswig cim' scharfe Polemik gcgcu das gcnanntc Älatt und saslt.' Es ist für dic dcntschcn Ioulnalc sehr schwer, der europäischen Prcssc zu verbieten, sich mit dcn Angelegenheiten Deutschlands ;n beschäftigen nnd eine Rcgclnng dcr schlcöwig'fchcn Frage zu wünschen. Dennoch wüüsän'n cincr Berliner Eorrcspondcnz dcs „Journals dcs Dcbaits" znfolgc dic vernünftigen Lcnte in Berlin eine Rcgcluug dieser Frage. Warum solltc man also dic dcutschc Empfindlichkeit verletzen, wenn man in Paris dasjenige sagt, was man von Berlin schreibt ? Madrid, 22. October. Die revolutionären Innten lösen sich allenthalben auf. Die amtliche „Gaccta" veröffentlicht das Gemeinde' gcsetz nnd die Organisation dcr Dcpartcmcntcs, wie selbe 18:')4 votilt worden sind mit AnSnahmc einiger geringer Abänderungen, dic von den gegenwärtigen Verhältnissen erheischt wcrdcn. Dnrch ein Dccrct dcs Untcrrichlsministers wird die Eröffnnng dcr Universitäten, Inslitnic nnd Mittelschulen für dcn 1. November anberaumt. Ein anderes Dccret führt dic Unterrichloflcihcit in allen Fächern ein nnd gestaltet icdem Spanier, Unterrichtsanstaltcn z» errichten. Telegraphische Wechfelcourse u?m 2^j. October. kprrc. Metalliaue« 57.40. — f.perc. Metalliquc« mi! Mai-, und '/iul'Mlber-Zinse,! 5>«.4(> -5prrc.i>illlii,!ial Änlrhen 62.50.— 1860er VtclatSc»i!l-l>e„ 8l.M. — Vanlaclinl 775. —Vred,!»ctien 212.!-«). -Laudou 115.40. - Siib?r N3 45. — K. t Ducateu 5.50. Verstorbene. Den 1 <» October, Herr Anton Iebacin, gewesener Duirnist. alt 58 Jahre, in der Stadt yir. 100, und dem Herrn ^ncns Dimnil, Lrderhändler, seine Gattin Maria, alt 40 Jahre, iü der Stadt yir. !l^, beide, am Zehrsieber. — Johann Prista», Knecht, alt 32 Jahre, im Ciuilspilcil an der Pinmie. Den 17. October. Helena Kikel, Iüwohneriu, a» 5!< Jahre, im Cwilspital an der Lungenlählnunss, — Iohnim Kose^-, Iusiilnlirstadt Nr. 82, an der ^niigcileiit^iiiduiig. — Geors, Vre.,o-oar, Iiiu'ulüicr, alt 7l> Jahre, im Cwilspital an Ältcr^schn>äch<'- D e n l!». Oct o li er Katharina Esilaner, Inwohners-N'iin'e, n!t ?1 Jahre; im Eiuilspital am Marasmus. Den 22, October. Herr Michael itistellitz, Pcns. k. t V>' bliothelar n»d Hausbesitzer, alt 73 Jahre, in der Polanauorstadt ^ir. 22, ai» Zehificber. — Dein Herrn Johann Novak, Grciß ler, seilic Oatlin Fran;i^la, alt '10 Jahre, in der Kapu;iuervor-stadt Nr. 1l, an der Eiitartnug der lliiterleiböorganc. — Herr John»,! Snpan, l, k. Veainter, alt 15 Jahre, in der Stadt Nr, 34, cin dcr Wassersucht, tforrespvnden; der Redaction. Hclrn Dr. N. v. St. Mit Da»l erhalten. In AllSsicht ge-stelller Arlikel sehr willkommen. Herrn M P. Verichtignug lomn't Montag. ^ ^ ^^, ß, 3!",^ !!N. Mc,. :i27.^l ->- 6 5 SO. schwach Irlib^ ^^ 2^. 2 „ N. 327.7!, -^ l! 7 SO.niäßig trübe Ncacn 10 „ Ab.! 327.„l I- 5.7 SO. schwach, triibe ! , Die Wollcnbcctc tagiibcr geschlossen. Trilber Tag. 3» °" Alpen Echncefall, Das Tagcömittcl dcr Wärme -j-6'3", nm 1'7" nntcr dem Normale. H>erau!worllicher Redacteur: Igliaz v. K l e l u m a Y r. Dürstnbcrichl. ÄÜien, 22. October, Dic Börse uertchrtc in matter Haltung und die Papicre stellten sich billiger, Devisen und Valnleu aber wnrdcn Häher bezahlt. Geld fltissig. Unisal) limilirt. Veffentliche Schuld. 5. des Staates (fiir 100 fl) Oeld Waare In s. W. zu 5p«ll. für 100 fi. 54.50 54.70 dctto v. 1,1««^ .... 59.— 59.10 delta rückzahlbar (>) . . . 5,5.— 95.50 Silber-Anleh?!, von Ü8»;4 . . 88 50 , Mit Verlos, v. 1.1839 . . , 172 - 172 5,« „ „ „ „ 1854 . . . 79.25 ?9'50 „ ,. „ 1860 zu 500 st. 84.20 84 30 .. „ „ 1860 „ 100 .. i'4.- '.,4.25 „ „ „ 1864 „100,, 97.20 97,40 Cüllio-Nentensch. zu 42 1^. «u»!. 23,50 24.— Dümainen 5pcrc, in Silber 107.75 108.- U der Äronländer (für 100 fl.) Gr.-Enll.-Oblig. Niederüsterreich . zu 5°/. A, 86,25 Oberüsierreicl, . .5',, W.- 88,.)0 Salzburg .... «"„ «?.- 0»" Geld Waare «ühmm .... zu5'/n 91.50 92.— Mähreu .... „ b „ 89.25 89.75 Schlesien .... „ 5 ,. 88.50 89.- Stelermarl ... „ 5 „ 86.50 87.50 Uugarn.....„ 5 „ 76.25 76.5s> Temcser-Vanat . . „ 5 „ 74. - 74.50 Eroatieu uud Slavonien „ 5 „ 76.-- 76.50 Galizien .... „ 5 „ 66.25 66.75 Siebenbürgen ... „ 5 „ 70.50 71.25 Bulovina .... „ 5 „ 66,— 66.50 Ung. m. d. V.-C. 1867 .. 5 „ 74.50 74.75 Tem. B. m. d. V.- verlosbar zu 5"/, 98 70 98.90 E. M. j Natiol!ulb.anf«.W.verloSb.5„ 94.— 94.25 Uug. Vod.-Crcb.-Anst. zu 5'/. „ 91.— 91.50 Allg. ost. Bodcu-Ercdit-'Anstall verlosbar ^,u 5°/^ iu Silber 102.25 102 50 dto.in33I.rückz.zu5pEt,inij.W. 84.20 84.40 Uvse (pr. Stitcl.) 138.75. Doil.-Dmpfsch.-G.z.100fl.CM. 9150 92 50 Stadtgcm. Ofen „ 40 „ ü. W. 31.— 31.50 Esterhazy zu 40 ft. LM. 150.— 155.— Salm ' ,. 40 „ ... 39.— 40.— l Geld Waare Plllffy zu 40 si EM. 29.50 30,50 Clary .. 40 « . . 24 50 35 A St. Genoiö „ 40 „ ., - 3150 32.5" Windischgräl., „ 20 „ ,. . 21.75 22" Waldstein „20..... 2150 22.A Keglevich „ 10..... 14.5^» 15H Rndolf-Stiflnng 10 ,. ,. . 13.50 N-^ Wechsel (3 Mon.) Augsburg für 100 st, sildd. W. 96.20 96^ Fraulfurl°.M.100fl. detlo 96.40 9^" Hamburg, f'tr 10» Mark Banlo 85,- b5.A London filr 10 Pf. Sterling . 115,50 I >"" Paris für 100 FranlS . . . 45.75 45.»'' <5l,»liH der (Heldsorten Oeld Waare K. Münz-Dncatei'. . 5 fl. 51 lr. 5 si. 5N lr-Napoleouöb'or . . 9 „ 22 „ l> " ^-' "^ Rnss. Imperiali? . „ — ,. "' " »s., " VereinSthalcr . . 1 ,. ?0 „ ' " "'' ' Silber . . 113 „ 50 ,. 113 ,, ^ " Krainische Orundeutlastuugs - Obligationcn. P"' datnotnung: 86.50 Geld. 90 W°°"