llummrr 40. Pcltfltt, beu s jtcmket 1899. X. Iahrga«^. PettauerZeitung^ Erscheint jeden Honntag. P>e>» kür Petiau mit Zustellung in» Haus: vierteljährig fl. 1.20, halbjährig fl. 2.40, ganzjährig fl. 4.SO. mit Postversendung im Inland«: Vierteljährig fl. 1.40, halbjährig •/ v fl. 2.80. ganzjährig fl. 6.60. - «snjrfnt Hummern 10 U. // ver»«li»i>g aal verl«i W. H««»tpl,tz Nr fl. '• Handschriften rocctxn nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beitrüge find erwünscht und wollen längsten« bi« Freilag jeder Woche eingesandt iverden. Völkische Oobrmbrr-stimmung. W'e es eigentlich zn erwarte» flattb und daher niemand sonderlich ausraste nnd überraschte, verkündet Murren au« den Tschechenkreisen. das» nun sie sich auch in Obflnictioii versnchei, wollen. Die Aushebung der Sprachenverordnungen. welche alS Bedingung eine« arbeitsfähigen Parlamente« inib der Verständigung mit den Deutschen uner-läßlich vorangehen mußte, betrachten die verzöge-n,n Tschechen al« ein an ihnen begangen,» grohr« Unrecht und al« eine Schädigung der Gleichde-rechtigung der Rationalitäten. Roch zu kurze Zeit hat die Arbeitsunfähigkeit nach ihrer Ansicht ltdenfall» gedauert, und rasch vergesse« sind die schmerzliche» Striemen am volttwirtschastlichen Körper, mit ivelchen die Geißel de« berüchtigten Paragraphen in unverhüllt absölutistischer Weise seine Wirksamkeit bezeichnete. Wie sehr die Deutschen davon entfernt sind, die Tschechen drücken zu wollen, zeigen jene Punkte de« Pfingstprogramme«. die ihnen für bi, unbestritten rein tschechischen ftmbttttol« bi* ausschließlich tschechische Amtssprache für den inneren und Süßeren Dienst räch Recht und Billigkeit zugestehen. Die« in der Hoffnung ans gerechte Anerkennung der begehrlichen Tschechen und trotz der ungeheuren Überlegenheit der deut-scheu Cultur, in deren Gebiet und Umtret« der großtlein, Slavenstaat sich wie eine verwunderliche Insel au«oimmt. E« ist ja leider Thatsach,, und die Deutschen geben e« rffen und schmerzlich be-w,gt zu, das« ibre Sprach, auf ,in,m jahrhuu-dkitklaiig beherrschten Territorium nun zu einer bloß geduldet,» in den böhmischen Randbezirke» erklärt werden soll. Wen» nun trotz allem und allem doch »och bedeutende Überrest, Vorhand,« sind, wenn auch planmäßig dnrchi.kt mit tsche-chische» Elementen, die sich rasch und rücksicht«-lo« wie eine Pilzcolonie erweitern nnd v,r-«ehren — wirb niemand die D,utsch,n der Über- Der lange Pelzrock. (•«Ins«) .Fünfuuddreißig Gulden hat der Mensch verehrt", berichtete der Wirt seinen Stamm-gästkn, .so viel ist die Hose allerding» nicht wertI Aber ich habe so eine dunkle Ahnung, al« ob der Mann morgen wiederkommen und dieselbe einlösen wirb." .Vielleicht handelt e» sich um eine Wette", meinte einer der Stammgäste: dieser Ansicht pflichteten die Übrigen bei und Alle lachten herz-lich über da« gelungene Intermezzo. Nur aus Heinrich« Zahlkellnerstirn lagerten sich die Wolken de« Unwucht« und de« Arger». Der Fremdling hatte unterdessen bie Restauration verlassen »ob schlug wohlgemuth, ein l»sti„es Liebchen pf,if,nd. den W,g zu einnn in der Nähe gelegenen Hoel, einem der elegantesten in ganz W„n. ein. Hier verlangte er »in gute« Zimmer und dem destinguieN,» Frrmdling, der seinen Namen al« Freiherr vou Malzau in da» Hebung und unbilliger Ansprüche zeihe» dürfen, wenn sie in ihrem geschlossenen deutschen Sprachgebiete. in ihrem .Hanse von tschechischem Sprachen-zlvange bei Amt und Gericht verschont bleibe» woll,». Dikse Berechtigung m*ß jeder zugeben, dem der Sinn für nationale Gerechtigkeit noch nicht ganz abhanden gelomme» ist. Solch' friedliche, reinliche Schcidnug steht nun den tschechischen Wortführer», die sich au» der Entfesselung der wildesten nationale» Leiden-schastcn eben nicht viel machen, durchaus nicht zu Gesichte. An« Eigennutz, weil bei ruhigere» Zuständen der Windschlauch rasch zusammen» sollen wurde unb e» mit ihr,m Ansehen und ihrer Geltung bei ber aufgehetzt,», irr,geführt,u Btvölkkrung r,ißenb bergab gienge. Aber gerabe nach diesem Mittel einer fixen Abgrenzung müßten bie Tschechen mit beiden Händen greisen, wenn e« ihren Vorkämpfern mit ihren wiederholte» Versicherungen wirklich ernst um die nationale Gleichberechtigiivg zu thun wär,. Denn gerade eine sehe Abgrenzung müßte ihnen eine Eindämmung gegen die behaupteten deutschen Einflüsse nnd Gemanifatioiitbestrcdlinge» sichern, von denen sie so rührend »nd doch so erheiternd zu erzählen wissen. Freilich, ein Über-greifen lüsterner tschechischer Hände nach deutschem Landesgebiete wäre dann ebenso ausgeschlossen und darum die Bestimmtheit über die harmlosen V.rsnche der Regierung, bie Deutschen mit einigen unschuldigen Mitteln für einige Zeit zn beruhigen, daruni der Haß gegen reinliche Scheidungen, die endlich dem un-fruchtbare» Hader den Boden entzögen. Jede»-fall« aber ist ba« muthwillige wüste Gezänke über angeblich« Schädigungen eine willkommene Mah-nnng sür jeden österreichischen Ministerpräsidenten, der ja als Nachfolger in einer bewährten Praxi« keine so große Überwindung, Scham und Scheu nöthig hat. den § 14 handgerecht bereit zu halten, um damit wieder einmal da» Parlament zu v,rsiegcl». Wenn darum zwei dasselbe thun nnd Ob- Fremdenbuch eingetragen hatt,, wurde eine« der besten Zimmer im Hotel angewiesen. .Wecken Sie mich nicht, ich gedenke einen lang,» Schlaf z» thun!" rief er dem Seltner »ach. der ihn auf sein Zimmer geleitete.-- .Jean. Nr. 17 hat geschellt; da schon wieder; der scheint'« eilig zn haben, geschwind!" Jean flog die breite Trepp, hinaus, kam ab,r nach wenig,» Augenblicken wieder herunter geflogen; mit schlotternden Knieen nnd leichenblaß berichtete er. das« der Herr Nr. 17 be-stöhlen worden sei und dS einem ga»z anderen Ton nnd wie ti der AnSsall der Grazer Gemeinde-wählen symptomatisch anzeigt, dürfte der griechische «aal am FranzenSriug noch öfter« solche starke Äußerungen hören und mancher Sturm brausend und fegend die gähreude Entwicklung ui»ere« StaatSleben» bezeichnen. Wohl dem Staatischiffe, wenn eine trene klüftige Hand ei au» dem Ans» rühr der Elemente in den festgesügten Hafen ruhiger Staatsraisou führt! Petwner Wochellbericht. (Er»run»ngrn.) Der Leiter de« Finanz-Ministerium» hat den k k. Steuer'Oberinspektor in Petiau. Herr» Karl Lewin « kh zum Finanzs.kreiär und den Finanzsekretär Herin Dr. Juli»» Wei» R v. O st b o r » zum Finanzrathe ernannt. — Weiter» wurde vom Leiter der Stallhalteeei der Gendarmeriewachtincister Herr Joses P o 2 11 n zum Bezirlssekrnär ernannt. (Uhierärjllichri.) Am 24. November langte der von den, hohen LandeaauSichusse ernannte tandschastliche Bezirksthierarzt der Stadt Pettau, Herr Ednard S e l l > n g e r. hier ein. Derselbe wurde zugleich mit den Funktionen eine» städ-tiichen AintStl,ie>arztea betraut und hat bereit» seine Amtsthätigkeit begonnen. (And) rin Jubiläum.) Bor genau dreißig Jahre» unternahm Herr Buchhalter Binzenz P a l e s e mit Herrn Lehrer Seb Krainz eine Ferienpartie in da» benachbarte Ungarn und Siebenbürgen. Zu der Nähe von MSroS-Baezar-höly hatten sich beide Freunde getrennt in der Dämmerung, »m eine wohnliche Tauyo auszu-suchen, al» Herr Krai »z aus weiter Entscr» nnng die £>ilfc des bekannten fUaibmauur» und Schützen Palese anrief, der muthig vordrang und mit einer Kugel zwei Bären erlegte. In trauter Ruude wurde am Freitag im Gasthau» „zur Sandgrube" der dreißigsten Wuderkehr be» verhängnisvolle» Abend» gedacht und ivar Herr P a l«s c Gegenstand mannigfacher Ehrung und Anerkennung ob solchen Schützenglückes. Da lagen Rock, Weste, Pelzmütze und Mantel, aber keine Spur vo» einer Hoie! sprach-und rathlo» stand der Wirt da, gegen da» Faktum ließ sich nicht» einwende», eine Hose hatte der Man» jedenfalls angehabt — also doch ein Dieb-stahl! „In der That — aber ich begreife —" „Was ist da z» begreifen? Meine Hose ist fort, mein Geld ist fort und um 12 Uhr fährt der Zug »ach Petersburg ob »nd ich muß mit dem Zuge fahre»: eine so jche»ißUche Geschichte ist mir »och nicht vorgekommen und das in diesem Hotel!" „Ich bedauere »»endlich. Hm Graf, aber —" „Schicken Sie sofort zur Polizei, aber auf der Stelle!" „Um GotteSwille». Herr Graf — die Polizei — mein Renommö —" „Geht mich gar nicht» a» — zur Polizei, sage ich!" „Herr Gras, nehmen Sie Rücksichten ans mich — ich will Ihnen alles erseven, aber nur nicht die Polizei —" (va» nur be» dem auffallend niedrigen Wasserstande möglich, auf dein Stromgrnnde ein solch«S k »i. k. Wehrstück sammt Scheide entdeckt und geborgen. Selbe» dürste über Jahr und Tag im Wasser gelegen und seiner Zeit einem Unter-ossizirr während ber Pontonübungen abhanden gekommen sein. („Vu ttünbrr" jn Gunften Öra „veatschrn Stnörntrohrima" in pettau.) Wie bereit» be-richtet, beabsichtigt die Giazer Studentenschast seit Wochen, ans der hiesigen Biihne Schiller'» „Räuber" zu Gunsten ttnscre» Studentenheim» Ers'tze»? leicht gesagt; ich muß mit dem MittagSzuge abreisen und vorher noch im an»> wärtigen Amt absteigen — »nd mein« Koffer sind bereit« nach Petersburg — verzweifelte Situation — keine Hose — e« ist zn lächerlich!" „Dem läßt sich ja abhelfen — ganz in der Nähe ist ein Herren Garderobe-Magazin, ich schicke sofort hinüber." „Und meine Billet», mein Reisegeld?" „Meine Börlc steht Ihnen zur Disposition. Herr Graf, verfügen Sie über mich. Ich »veiß e« ja. ich bin für Ihre» Beilust verantwortlich und ich bin bereit, Ihnen Alles zu ersetzen; Sie könne» sich denken, Herr Traf, »vie peinlich es mir fein würd«, wen» die Angelegenheit in die Öffentlichkeit käme, deshalb bitte ich Sie »och-mal», nehmen Sie Rücksicht." Endlich erweichte er da« Herz deS hosenlosen Herrn Barons; an» dem Herren Garderobe-Ma-gazin wurde ein Mann herbeicitiert, der nahm dem Herr» Baron Maß nnd wenige Minuten später befand er sich »nieder im Besitze eine» elegante», „wie angegossen" sitzende» Beinkleid?». | zur Aufführung zu bringen und hat unter Leitn»,i ei»>» Mitglied«» der Grazer Bühn« fll.M, Probe» gehalten. Die Rolle der Ainalia hg» eine den we te« deutschen Kreise« wegen ihr» wacker«, Eintreten» für die'beulsch« Sache vor bildliche und rühmlich bekannte Dam«,. di« Ärdji. tifttttiattiii Frou Ellh Stärk m Graz. über-iioinmeii. Der Aufsührmig, welch« am 12. d M siattfinden wird, lieht man allgmiein mit großer Spannung entgegen; daher erscheint e« ratljlief). bei rwr voraussichtlich regen Nachfrage nach Plätzen sich rechtzeitig mit Karten zu versehe». (Großrr Lraud.) In der Nacht vom 30. Nov aus den 1. d. M. kam im Wirtschaftsgebäude de-> Gastgeber» Josef Zoler in St. Urbani Feuer zum Äusbruche, welche» da» Han» biS aus den Wein-keller nnd die Fleischbank vollkomme» vernichtete Milverbiannt sind bei 80 Halben Zwetschken sammt Fässer, da» ganze Heu, die Weil,pr, sie, daS vorhandene Brennholz :c. Der Schßden >» bedkutend. Asstruriert war "nur da» Gebäude. Nach großer Anstrengung konnte der Weinkeller, i» ivelchem viel Wein eingelagert ist, gerettet werden. Der Brand wurde vermuthlich gelegt. (Her fiatljarinamarht) war zwar vom Welter sehr begünstigt, da» einen regen Zuzug von außen veranlasst«, aber allgemein beklaite man sich über die matte Kauflust. Die Obsternte mijSrathe». monatelang der Seuche wegen die Gehöfte und Gemeinden abgesperrt, seit 22. Sep tember die kroatische Schweiueeiusuhr. welche die Preise für Borstenvieh erheblich herabdrückte, nachdem endlich ber Verkehr freigegeben ivär«, — woher soll ber Landmann bie Kauflust und das Geld nehme»? Begreiflicher Weise war der Bieh-markt lebhaft bezogen. E» wurde» aus de» Mark: gestellt! 278 Pferde. 30» Ochse», 36« «Ühe u»0 20b Stück Jungvieh; wie viel davon auch an den Mn»n gebracht würbe, lässt sich bei einer solchen Gelegenheit schwer angeben, da bi« Bee> Täufer» meist bort unb ba beim WirtHkische zu»» Abschlüsse kommen. Zu einer nützlich«, Markt-statist'k wäre e» eigentlich sehr wünschenswert. wei'N bie abgeschlossene» Käufe erhoben würben oder gemeldet werben müssten, beim nicht der Austrieb. fonb:rn die Zahl u»d P,eishöhe der Abschlüsse fesseln de» Händler. — Lebhast ge-staltete sich fidstlid) der Holzmarkt au der Lände; schon au den Bortagen konnte man bemerken, da!« die Schniltholzstapel bereit» ausgekauft wann Mit besonderem Interesse besichtigten die Holz-Händler, unter denen sich viel« Sägenbesitzer be-finde», nnser städtische» Sägewerk, dessen knapper Ranmansprnch und Lei«! Unfähigkeit alle Auer-keiiiiung faud. — Wie gcwöhlich hatte» die Sicherheitsorgaue auch diesmal einig« Mal Bei-aiilaffnng gegen Marktdiebstähle einzuschreiten Natürlid) war e« wieder beim Kaufnianu S a d-ii i k. wo ei» diebische» Dreigestirn, die Winzer»-leute A r n u s ch mit der 8 m i g o c drei Reste im Werte von 60 fl. mitgehe» lassen »vollten. Ei» Eroale SagorSky hatte e» wieder aus Während de« Frühstücks berechnete er mit dem Wirte die Höhe' seine« Verluste« und mit etwaS schwerem Herze» bezahlte derselbe lechs-hundert Gulden an den allmählich wieder in gut« Lau»« koinmei'de» Herrn Barvn, der dann auch bald daraus Abschied nahm, nachdem er dem Hotelier feierlich versprochen hatte, die sa-tale Geschichte nid)t zu verratlM. Der Herr Baron gieng aber nicht in» ans-wärtige Amt nrb reiste auch iiicfjt nach St. Petersburg, sondern saß eine halbe Stunbe spater seelenvergnügt in der Restauration an b>r Ste-phamebrücke und schluckte Mit vielem Behagen pikante englische Auster» unb trank dazu 65er Nirni'teiner. Der Zahlkellner Heinrid) erhielt bie zum Pfand zurückgelassene Hose, bie, wie er sid> über-zeugt hatte, noch so gut wie neu ivar, als Trink-gelb. Trotzdem ließ sich Heinrich nicht ausreden, das« der Kerl ein Schwindler sei. Und er hatte Recht. reinliche» neueS Kochgeschirr abgesehe». welche Neigung der Smdirm ^s,hr nu^iderlich färb Itzi i^geusatz« zu mvhlhabnidri» Gegenden. >« der Martttinbel in den Wirtshäusern seine Fortsetzn,^ findet, eile» ukseft Canbliitti mit den lang irjtljtttfii Ältliche» nach Hause. Zn Hanse wart« ruie Stenermahnung, ein ©rufe vom Gläubiger. (FriirrdenitschapSrr striwilligen Jtan-uirljr.) Für die lnttfrwlrc Woche hält der L Zu<\ und die II. Rotte Feuerbereitschast. — Zug«-fiitjrer Laurentschitsch. Rottführer Frank nnd s Mai'». Feuernielduugen sind aus der Eentral-station in der Sicherhestiw.ichstnbe im Rath^ause zu melden . _ Vermischte Nachrichten. lSüdmark Veujahrskarlen.) «nl Anregung deS Mit»lied'^ der Hanptleitiing de« Vereine« Südmark, Herrn Heinrich W a st i a n d. I., be-schloss der Verein, eine von Künstlerhand entworfene NrujahrS-Postkarte auszugeben. Der in München lebende siemsche Künstler Arpard Schmied-Hammer erklärte sich ««f die Einladung det Pereine« hin mit Vergnügen bereit, eine solche Karte zu entwerfen, und e« liegt diele nunmehr bei der bekannte» Münchener Anstalt Ton s 6 e zur Ausführung. Die Karte zeigt einen geharnischte« Jüngling, der in der Rechten da« deutsche Banner liält nnd mit der Linken die anfgehende goldene Sonne de« neuen Jahre« b#grüßt. Wir mache« die Freunde und Mitglieder de« Vereine« auf diese wahrhaft kSnstlerische Neujahrs-Postkarte aiifmerkfam. die in kürzester Zeit zur Au«gabe gelaugt und hofieu für dies« tiatu lebhasten Absatz. (Die I«ckrrstr«er.) Infolge der erhöhten Zucketslrüer ist der Zuckeroerbrauch von A«gust bi« End« Oktober «m 7«Lgv Mekerrentner ^e» juukeu» wa« eine» SUuer^ntgaug von fast ändert' hold ttiflio« n MtBcfuffr. (Semisscul 'f Ä»»w«niervngsagtote».> Da« bereit« j.itsam erkannte Trechei^deS Au«waudc-nl"g«-Agenten Silv' Nodari in Udine. der mit besonderem Eifer darauf ausgeht. österreichi-sche und ungarische Staatsangehörige durch trü» gerische Zusichernngen znr Auswanderung nach Amerika zn verleiten, erfährt eine neuerliche Jl» luftrierung durch zwei in einem Berichte de« k. u. k. Biteeonlulatk« in Eurityba vom 7 Sep-tcmber d. I. besprochene Fälle. Der Bericht siihrt an, das« 26 Auswanderer an« Galizien, welche die Vermittlung de« S. Nodari in An» lprnch genommen hatten. >»» sich nach dem Hafen von Paranagua in Brasilien zu begeben, auf det Fahrt nach jenem Hafen bei ihrer Ankunft in Santo« darüber in Kennt»!« gesetzt wurden, das« die von Rodari ihnen zugesendeten Reisekarten nur für die Fahrk bi« nach obigem Zwischen» Hafen giltig seien und das« daher die in Rede stehenden ÄuSwaiiderer mehrere Tage in Santo« verwe.len mußten, nm sich an Bord eine« bra-stlianischen Dampfer« auf ihre Kosten nach Paranagua begeben zu können. Die Koste» für den nnfteiwilligen Aufenthalt der 26 Auswanderer in Santo« nnd für die Fahrt von dort nach Pana'agna repräsentieren die Summe von rund 1700 fl. In dem erwähnten Eonsulot«i>erichtt ivird ferner mitgetheilt, das» 4 Auswanderer au« Galizien auf Empfehlung de« S. Nodari ihre Effecten unter feinem Namen nach Udine expe-diert hatten, von wo au» Nodari die Weiterbe-förderuug dieser Eolli nach Brasilien zu besorgen versprach und sich auch von ersteren den von ilim hiefür berechneten Frachtbetrag bezahlen ließ. Obwohl aber seither nahe an b Monate ver-flössen sind, ist e« den Eigenthümern dieser Cotli trotz wiederholt a» Nodari gerichteten Schreibe» nicht gelungen, in den Besitz ihrer Effekten zu gelangen. Es wird daher vor dem Au«wanderung«agenten Silvio Nodari drin-gendst gewarnt. (Wirtschaftliche N«thwehr.) Die .Grazer Tagespost meldet von einem parlamentarischen Versuche, eine solche anzuwenden: Der Thier- seucheu- Ausschuß des Abgeordnetenhausc« nahm einstimmig folgenden Antrag de» Äbge-ordneten Freiherr» v. Skrbentkv an: 1. Da« Verbot der Enisuhr von Schweinen unter 120 Kilogramm an» Ungarn wieder herzustellen! 2. bi» dahin die kaiserliche Verordnung, betreff« nö die Schweinepest, zu sistireu nnd 3. die dauernde Schädigung der inländischen Vieh- und Schweine-zucht durch die geplante Errichtung einer Groß-schlächterei in Preßburg möglichst zu paralysieren. tcrner wurde aus Antrag der Abgeordneten reiherr v. SkrbenSki und Dr. Dvorzak ein* stimmig beschlossen, für den Fall, .das» diesen billigen Wünsch«» von Seile der Regierung nicht Rechnung getragen würde, mit einem bezüglichen Dringlichkeltsantrag vor das Abgeordnetenhaus zu treten." Dazu sei bemerkt, das» au» dein niederöstrrreichische» Waldviertel Nachrichten kom-nie», die Aufmerksamkeit verdienen. Dort gibt e« viele Schweinehändler, welche Schweine in Ungar» kausei! und in Niederösterreich und Ober-Österreich mit ihnen Handel treiben. Neuesten« wird nun an« dem Waldmertel gemeldet, das» dort durch au« Ungarn eingeführte» Vieh dir Schiveinekrankheit auffällig stark eingeschleppt wird. (Womit man sündigt, damit wird man brkr«ft.> Seit Jahren fehlt e» nicht a» entschiedenen Entschließung,», Gutachten uud Aufforderungen an die Regierung, der silndhatten vertilaung der durchziehenden Singvögel von Seite der Italiener endlich durch entschiedene Einsprache Halt zu gebieten. Da» war alle« gul gemeint, ober ge-halfen hat e« auch nicht«. In der Angelegenheit die Kanonen ein Machtwort sprechen zu lassen, wäre doch zu unerhört. Nun kommt die Insekten-plage, welche un« die Herren Italiener von Jahr zu Jahr durch Absangen der Wandervögel ver-schlimmern, auch über sie selber. E» schreibt Pros. M. I. Dadan in der .Wiener Landwirtschaft« lichen Zeitung", das« jetzt iu Italien die Oliven-ernte bedroht ist. welche einen wesentlichen Theil der Einkünfte de« italienischen Landwirte» liefert und knüpft daran nachstehende Bemerkungen: Reben den Witter»ng«einslüssen sind e« vor allem die Singvögel, die hauptsächlich berufen sind, der allzngewaltigen Vermehrung der Pflanzenseinde au« der Jnsectenwelt Schranke» zu setzen. Ihren Nutzen weiß man jedoch erst dort recht zn schätzen, wo sie jährlich mehr und mehr «u«gerottet werden, wie in Italien. Dort vertilgt man mit allen Mitteln, gerade jetzt im Herbste. Millionen von kleinen Singvögeln und größeren, dem Landwirte nützlichen Vögeln. Mit dem Verschwinde» der nützlichen Vögel werden aber in Italien besonder« die Obstbäume, Rebstöcke und Olivenbäume von den Insectenschädlingen arg befallen. I» diesem Jahre ist beispielsweise in ganz Italien in Folge de« außerordentlich massenhaften Vorkommen» der Olivenfliege (Nosca olearia) die Olivenernte in Frage gestellt, ja fast ans Null gesunken. Ich reiste kürzlich durch ganz Apulien, durch« neapolitanische römische und toSeanische Gebiet, wo sich die Hanptmenge der Olivenwälder befindet und sah auf den Bäumen gar keine oder sehr wenig Früchte, die »och jetzt, wo binnen wenigen Tagen die Ernte stattfinden sollte, sehr znrückge-blieben, ja verkümmert anSsehen. Die Meinung der Fachkundigen gehe dahin, das« diese Oliven-Mißernte iu erster Reihe der Olivenfliege zuzuschreiben ist, bezw. ihrer kolossale» Vermehrung, die eben eine Folge davon ist. das» eS an Vögeln fehlt, die allein imstande sind, die Vermehrung dieser Fliege einzuschränken. Macht man, besonder« an Feiertage», in Apulien. im Neapolitanischen und Römischen, iu To«ea»a uud ganz Lombardo-Venetien eine Eisenbahnfahrt, so findet man die Coupe« ohne Unterschied der Classe gefüllt mit Vogetjägern, die mit allerhand Lockmitteln mit dem Falken (Adler), ja selbst mit Flinten. nn> barmherzig an die, man kann sagen Vernichtung dieser so nützlichen Singvögel gehen. Unter diesen Jägern findet man nicht etwa mir rohe Gesellen, sondern meisten« sogar gebildete Leute, wie Ad< voeaten. Ärzte, Ingenieure. Beamte aller Kategorien ic., welche sich diesem Sport widmen und aus die Bemerkung, das» sie der Landwirtschaft Schaden thu», mit Achselzucken oder mit dummen Witzf» antworten ! Speziell im Benetianifchen werden die Vögel mit Logelmtzen und andere» Fangmittrln getödtet. Das» die Jtäliei'er in ihrem Reiche solche Bar-barren ungehindert ausüben können, ist eine traurige Thatsache, welche aber doch endlich be-seitigt »oerden muss. Die Wandervögel, besonder» aber die der Landwirtschaft nützlichen, wie die Singvögel, sind unter internationale» Schutz zu füllen. Doch meinte ich. das« ma» sich nicht länger auf platonische Voten bei internationalen Vogelschutzcongresse» beschränken darf, sondern es müssen die in Betracht kommenden europäischen Staate», besonders die Greuzstaate» Österreich-Ungarn, Frankreich uud die Schweiz iu energische diplomatische Verhandlung mit Jtalie» eintreten. Wird die« nicht noch zur rechten Zeit geschehe», so wir sich die Natur selbst rächen, wie die ge. sährdete Oliv.'iiernte in Italien zeigt. Dann wird e« aber zu spät sein. ?'« Interesse unsere« Wein-. Obst, Gemüse- und abak>' die wahrlich schon genug an Jnseci 'chä ' leide», sollte unsere Regiern' mit oer ...tung der betreffenden Schii i Rom uii länger f' leu. Landwirtschaftliches. Über das Kalke« des Ackers. Von Ing. Carl W i t 1 m o n n, Assistent. Im Lauft der Thätigkeit der landwirtschast-lieh chemischen Lande«-Versuch«statiou (Groz, Heilirichstraße 89) wurden daselbst zahlreiche Erd-probe» auf de» Kalkgehalt untersucht und dabei die überraschende Thatsache festgestellt, das» die Halste davon so arm an kohlensaurem Kalke war. das« ein Gedeihen der Pflanzen nicht denkbar ist. Der Zweck dieser kurzen Mittheilung soll der sein, dem Leser die Wichtigkeit de« Kalkes im Boden zu veranschaulichen uud die Landwirte aufzumuntern, zu kalken, wenn die» durch die chemische Untersuchung al» nothwendig erscheint. Eine jede an die Station eingesendete Erd-probe wird dort kostenfrei ans de» Gehalt a» kolilensaurem Kalk untersucht und ei bleibt dem Landmanne nur die Mühe, die Probe zu nehmen nnd einzuschicken. Bei der Probenahme werden an verschiedenen Stelle» de» Felde« Löcher auSgehoben, die Erde herauSgeschanfelt, auf einen Haufen zusammengetragen, dort gut durchmischt »nd ein kleiner Theil davon (mindesten« »/« Kilo) al« Muster ohne Wert an die Anstalt eingesendet. Gar Mancher wird dann vielleicht die Ursache seiner geminderten Erträge finden und die Hand zur Abhilfe wird ihm mittelbar geboten durch die v o l l st ä n d i g kostenlose Untersuchung, ivelche die Anstalt im Interesse der Landwirtichast übernommen hat. Gelingt e« mir, da« Interesse für die Kalknug wachzurufen, da« Nachdenken darüber attzuregeu, so soll e» mir volle Befriedigung gewähren. Anbei folge» statistisch, Zahle» über den Gehalt einiger untersuchter Böden an kohlen-sanrem Kalk: Von 96 Proben ergaben: 46 Proben einen Gehalt bi« zn 0.05»/,. 6.....0.1 •/„ 7 . n I» I, » O.b'U, 5 . tf „ ff ff * /•# 7 . . » » » 6'/,, 7 . n ff M K 11 . ff ff » X SO'/#» 4 . ff „ i, „ 60'/,. 3 „ « » » » 90*/«-Da die Stallmistwirtschaft für einen ein-trägliche» Betrieb nicht mehr ausreichend ist, so findet die Anwendung der Kunstdünger, welche die betreffenden den, Boden zuzuführenden Nährstoffe enthalten, immer größere Verbreitung. Hauptsächlich greift ma» zu Stickstoff«, Phosphor-säure- und Kalidüngung. Aber wie schon ein-gang» erwähnt, macht sich der Mangel an Kalk bei vielen Böden sehr bemerkbar und Kalk ist — 4 — ja ein ebenso wichtiger Nährstoff, zum Leben und Gedeihen der Pflanze unbedingt nöthig. Wenn man z. Ö. Pflanzen in Rahrlvsungen zieht — et sind die« Löiuugen von chemischen Ber bin« dünge», welche olle im Boden vorkommenden Nährstoffe enthalte» — und Kalk vollständig UKgläftt, to werde» sich wohl Blätter nnd Stengel entwickeln, aber sehr kümmerlich. Vom Ansähe einer Blüte oder gar einer Frncht ist nicht die Rede und allmählich muß da« Pflanztei» zugrunde gehen. Kalkreichthnm de« Boden« hingegen ver-anlaßt eine reichliche tölatt« un'» SUngeldildung, die Fmchtanjäye sind bei weitem besser »nd nicht zu ilberfchen ist auch der Umstand, das« die auf kaltreichen Feldern wachsenden Futterpflanzen dem Jungvieh eine viel kalkreichere Nahrung bieten werde», wa« auf eine filtriere Knochenbildung von Einfluß ist. Richt alle Pflanzen haben gleiche« Bedürfnis, gleiche Ansnahin«fähigkeit für K.ilk; den ge. 'ften Anspruch erheben Lupinen, ja man kann das« sie in kalkreiche» Böden schlecht, oft gar nicht gedeihen, den» für sie genügt eine Menge von 0.05*/,, Kartoffel und Roggen brauchen mindesten« 0.07«/,. noch mehr Gerste und Hafer; Hülsenfrüchte könne» unter 0.1»/, und Äothklee untir 0.15»/, nicht gedeihe» unb am ansprilchvollste« ist die Luzerne, für sie ist ein «alkvorroth vo» 02»/, nöthig. Wenn wir uu« im» frage», intvirferne der Kalk nothwendig erscheint, so müssen wir sage», das« seine Wirksamkeit doppelter Art ist, p h y-j i k a l i s ch und ch e »i i s ch. In sehr bündigem, strengem Thon« «nd Lehmboden äußert sich die physikalische Wirkung de« Kalke« derart, das« sich bei Eintritt einer Durchuässnng de« Boden« die Kalkiheilchen zusammenziehe», während die sie umhüllende» Thontheilchen sich ausdehne», e« werde» zwei einander entgegengesetzten Kräfte wirksam und die Folge ist du Lösung de« Zusammenhange« der einzelnen Partitelchen und so-mit auch eine Auflockerung de« Boden«; dadurch wird aber auch der Eintritt der Lust, Wärme und Wasser viel leichter ermöglicht, der Boden wird durchlässiger, die chemische» Borgänge in demselben könne» sich viel rascher und besser ab-spielen, mit einem Wort, die physikalische Beschaffenheit der Krumme wird gebesselt. Auch auf leichte», sandigen Böden äußert der Kalk seine günstige Wirkung, er macht sie bindiger, für Wasser weniger durchlässig, sie werdkN weniger leicht «»«trocknen, die Nährsalze werden nicht so leicht in den Untergrund ge-schwemmt uud die Berweiung«vorgänge könne» ihre» regelmäßigen Beilauf nehmen. Biel schwerer ist e«, die chemische n Ber-Änderungen, welche der Kalk im Boden bewirkt, zu erkläre». Haben wir e« z. B. mit einem Bo-den z» thun, der viel Humu«säure» enthält, welche direct al« Pflanzengift wirken, so wird eine Zugabe vo» Kalk, sei e« in welcher Form immer, die Säure» binden, dadurch diese unschädlich mache», wodurch der Bode» ertragreicher wird. 3» eisenschüssige» Böden wird der giftige Eisenvitriol in eine unschädliche Verbindung über-geführt. I» jedem Boden finde» sich Gesteine, im Wasser schioer lösliche Mineralien, deren Nährstoffe für die Pflanzen schwer zugänglich sind. Der Kalk jedoch erweist sich auch hier al« Hilfskraft, er schließt die unlöslichen Berbiu-düngen aus und dadurch werden höchst wichtige Nährstoffe in wasserlöslicher Form in Freiheit gesetzt, z. B. da« Kali. Erst in neuerer Zeit wurde festgestellt, das« iie Umwandlung eine« wertvollen Bestandtheile« de« Stallmistes, nämlich das Ammoniak in Sal-petersäure, also in eine Form, welche für die Pflanze» aufnahmSfähig ist, durch kleine Lebewesen bewirkt wird. Diese Organismen erfahren nun in kalkreicher Umgebung eine viel erhöhte» Lebensthätigkeit. ja. man kann sagen, das« ihre umwandelnde Kraft von der Anwesenheit de« Kalke« abhängt. Viele Düngermitkel, z. B. schwe» felfaure« Ammoniak, wirken nur bei Gegenwart von Kalk nnd bei Düngung mit Kainit werden die schädlichen Ehlorsalze durch den Kalk in den Untergrund geführt. Häufig wird durch Anwen-dung vo» künstlichen Düngermittel der Boden hart und krustig und dieser Übelstand wird durch die zertheilende »nd sprengende Wirkung de« Kalke« behoben. Verwenden wir z. B. Super-phoSphat auf leichten Sandböden, so wird durch da« Regenwasser sehr bald ei» Theil der Pho«-phorsäiire, die doch in wasserlöslicher Form zn» geführt wurde, weggeschwemmt, wenn nicht durch Zugebe» vo» Kalk der Bode» minder d»rchläfsig gemacht wird. An« dem Gesagte» geht hervor, das« sowohl in physikalischer, wie chemischer Beziehxug ein Vorhandensein von Kalk unbedingt nöthig er-scheint; man könnte sogar behaupten, das» ein rationelle«, erfolgreich Arbeiten mit künstlichen Düngermitteln wegen Mangel an Kalk oft in Frage gestellt wird. Bei Ausführung der Kalkdüngung bringt ma» am besten zuerst den Kalk unter, streut dann die andere» Düngermittel au«, mit Au«-nähme von Thomasschlacke und Knochenmehl, «velche gleich mit Kalk gemischt und ausgestreut werde» können. Mi« schwefelsaurem Ammoniak, SuperphoSphat, Kainit, Vlutmehle darf der Kalk nicht gemischt werden. _imm _ Theater. E« that einem ordentlich wohl, sich am Abend der ,Flkdermau«"-A»fführung zu seinem Side durchdrücke» zn müsse», den» ma» muß doch an den Direktor denken, sür den das Unternehmen in Pettau eben kein Spaß ist. Eine Bor-stellnng koste« dem guten Manne seine 70 bi« 100 fl Dazu komme» die Reifebeschwelden für die Gesellschaft, die nach einer durchwachte» Nacht wieder in Eilli in Ehren bestehe» können soll. Richt »» vergesse,« den Mangel jener »»wägbaren Einflüsse, die sonst bestehe». «renn die Trnppe im Orte ansässig ist und Gelegenheit hat. zu den «veitesten Kreise» der Bevölkerung iu Beziehung zn treten. Unter solchen Umständen kann sich aber keine befangene Elague herausbilden und die Bühneiileistungen werden angenommen und von der Allgemeinheit beuttheilt, wie sie eben geboten werden. Wenn darum die Aufführung allgemein befriedigte, war die« ebenso drrch den siegreiche«, Ruf der Strauß'chen Operette be-gründet, al« das allbekannte Stück und festgebannte Erinnerungen zn Vergleichs, drängten. Nachdem der Darsteller de« elastischen Privatier« Eisenstein (Herr Fr. P i st o l) eine anfängliche Indisposition glücklich überwunden hatte, «var er quecksilberig und eine wirtsame Figur bi« an« Ende. Frau Rosalinde Eisenstein (Frl. M a tz n e r) hielt sich in Lied und Spiel tapfer, haben wir den Prinzen AlofSky auch schon temperamentvoller spiele» gesehen, so «var dock« Frl. Gnsti Knirsch noch immer eine packende exotische Er-scheinung. Ganz besonder« wirksame Figuren boten die Herren N a st o r und Holzer, welche «viederholt mit Beifall abgiengen. Eine hervor« ragende gesangliche Leistung bot fjrl. Reval al« Stubenmädchen. An Stelle unsere« heimischen Theaterorchefter» von sieben Mann, wirkten acht Man» de« Eillier Theaterorchesler« mit; wo waren denn damals unsere 40 Mann der städtischen Eapelle? Am Dienstag bringt Dir. Knirsch einneneSZug-und Cassenstück zur Aufführung: .Der S « a b »-t r o m p e t e r", Wiener Origiualposse mit Gesang in 4 Akten, «vobei auch Herr Friedrich P i st o"l wieder al« Gast austrtten wird. So steht »n« wieder ein vergnügter Abend bevor. ->Das Buch über die Ehe^, von Or. O. Rttau (3? Abbildungen) gegen s Einsendung M. 1,60 iu Briefmarken franko j 0. € n 0«l, Berlin, im ^___PotSdamerstraße 131. V. Schulfink, PETTAU empfiehlt für zx NICOLO 5« Maat Salon Dessert, Cristal Confect, Fondant Confect, Schaum Confect, Gelöe Confect. Chocolada Creme, Conserven-Arabesken. Cbocolade Crystall, C«ns., Ghocolade Fondant Gonf. Thiere. Marzipan. Gelöe Arabesken, FUraten-Daaaert, Waffel-Stangen. Pralines. Cig-arren etc. Keine Hausfrau wird einen Versuch mit Schicht's neuer Bl«lehttife bereuen. Sie ist ein vollkommenes, keiner Zusätze bedürfendes Wasch- u. Bleich mittel; ver-einigt ausserordentliche Beini-Schutt- ' ' mark*, gungskraf« mit grössterAusgie-bigkeit und ist vollkommen unschädlich für W Asche und Hände. Iktim cm. witktr»»g l Wasser-Temprr. Gelalusj 2« /ll. 31 trüb. 1 1 20 27/11. 30 Heiter und Frost. 54 28/11. 30 Leicht bewölkt, heiter. 10 j 29/11. 29 Heiter. 18 | 30/11. 29 20 t/12 29 Tagsüber Rebel. 23 2./I2. 1 28 Nebel. 22 Stampiglien ane Kautschuk oder Metall liefert in unter Ausführung billigst die Bocbd ruckerei W. Blanke in Pettau. V. Schulfink PETTAU. Empfehle Feinste Canditen: Fourr6's Glückauf. Fourrö's Erdbeeren. Fourre's Mandeln. Fourri's Pfirsichkerne. FMrri'M Schotten. Fourrö's Muscheln. Fourre's Espag. Mocca. Fourrö'8 Espagnola. Fosrrt's TsaneHMpseii. Fou rrö's Coqu i 1 les. Fourri's Bl.ttter. Fourre's Caramellen schw Fourrö's Bohnen. Fourrö's Wa 11 n üsse. Fourrö's Ananas. Fourrö's Datteln. Kotm'n Himbeeren, Feinste Malz, gefüllt. Gelatin Drops. Drops Melange. Drops Malaie. Drops Felice. Hirschkräuter-Zelteln. Chodolade Suchard. Caoao Suchard, van Houtten, Jordan & Timäus, Rügen und Stollwerk. ^ IIII u u c c II ir süan >-eHimrn un>'i' .bichtr ei.. ämkiI rni I »»»,! >">. /« *in vumIi-i h»n»»l«n lt« ............... AnniMMm-Kei*-»'«-« >!>>>»» MMW. OmmII'I' «Ivseli h«»!>!it.in» !>!»«>-. Knfwiirt» I4r /•» .-i:\iiil» «i« -mJ Anu*.-«i>. »>"»>» >»» rHoi^ Tarife kneten sral. lES-ULcLolf Zfc/Cosse Wien I.. ?. Prag, Graben 14. Ml«, irMu, OrMM*. MlMNrl »- MM*«»», IM, ■aieekvj, ■*>«*•»• KKKKMKKG Ich Anna Csillag Alles Zerbrochene 4tos Gla». Porasllaa, Steingut, Marmor, AI»» bastar, Elfenbein, Horn, Meerschaum, Gip«, Leder, Holi, sowie «He Metalle etc. etc. kittet dauerhaft Ruf» ■■■ffUDfctf Ual versalkitt da» beste Klebemittel der Welt In GUsern k 80 nnd 90 kr. bei W. Blaal* PatUa. _ ntl »einem IM ll>wt »«(»nun, int Sidit««« br< $*«rtvkni« «atTftnai iootJth. fU krUtkrrt krt Heeren tlnru Volle» teil" tiflea •artn«« ««» oerWtt Ich»« uach tue irrn Brtrauitr |cts>oM Kni »ms., «II «am Banbaarr lunüilkttn »Uiij »>» galt Ml« bttMkrt tSrttlktu vor Itfik utliäm »((räum »I« w da» höchste «I"». Prell «In«* Tiefet« I Z ». , a. Po*tv«r«endt tHjtich bei Vor«ln eetiduiif du Betragt« od. mittalat Po.tnachnahme dir gameo Walt aus dar Fabrik, wohin all« Auf-Ulf« tu richten aind. Anna Csillag, Wies. I.. Seiiergasse 5. Letztir Monat. 6 Ziehungen haben bi* Lose der Großen WohltMtigKeitF-Lotterie }u Gunsten des poliklinischen Vereines (Spital.) Proteclor: Protector-Stellvertretcr: Se. k. u. k. Hoheit Erzherzog Josef. Se. Eminenz Cardinal Or. Lorenz Schlauch. Haupttreffer 100.000 flroucit. 5 ä 120.000, 5000 Kronen etc. etc. wert. JUIr treffee werden sufvunsch mit 20°/« Akju , »wil«lki«ir ka.iet a, niaelm* eak Ha«« J«tJ» «inUnktan« kt« Oetkkrti«!t*. (Hr^ W» »«(tfkateafit «»et »•»•*»«UM#> ktiaamtiitl »nNli 1 Der Praktische L«mH»irttz. 3llll. laaM*. SritM« «l: --•MrUakit 1944. »tiqeini VI»»»«I li FtftbeBKaitt. »«njUktti l «. »Wt« UliWti| fl. t. ggfc »er »tkanms 3B«trlrtt I«»k» «,lt» .zelte»». •et.üikrt in frldemt Ka I «. I«. ickra «,»»>« in •t..ftptt».ff»t«it. •anjii(ti| fl I. InlMMMtl HllU »k ItlKI. Wochenmarkt.Preise Gattung Maß und > e w i ch t Mitleldurch« schniNSprei« in ö. W. *T fr. Weizen . Korn , . «erste . Hafer . Suwnih Hirse Jaiden rdävscl...... Fisvlen....... Linsen ....... Erbsen...... Hirsebrei...... Weizoigrie»..... Rei« ....... gacker....... Zwetschken..... Zwiebel....... Mlntmel..... Wachholderbeeren. . . Ktnn...... . Euppengrünet . . . , Aiundmehl . . . . Semuielaiehl . . . , Pvlentamehl..... «wdeschmaU . . . Tchioeinschnialz . . Sveck, frisch.... Speck, geräuchert. . Schmeer..... Kalz....... Butter. Irisch . . . Lüse. steirisch . . . Sier . ...... Rindsleiich . . . . «albfle.sch . . . . Schweiueflcisch jung laselSl...... RübSSl....... Urnen, Wla« . . . . Seife ord...... Brantwein .... Bier....... Weinessift..... Milch, frischt . . . „ a gerahmte . Hol) harl Meter lang „ weich .. „ Holzkohlen, hart . . weich . Steinkohlen .... Heu....... Stroh, Lager . . . Streu . . . 100 lkilogr. 50 Kilogramm Liier Kilogramm Kilogramm SS Stück Kilogramm Liter Meter Hektoliter 100 Jhlogr- 5 6 6 0 0 fi 7 S 6-8 — 28 88 12 IS 28 48 28 8 50 28 15 10 18 U 10 90 kt 60 70 60 12 ! 90 1 I — m I 65 66 48 40 44 2« 36 20 1« 7 0 50 90 80 90 20 24 60 — 6 - Beehre« uns, unseren verehrten Kunden und einem P. T. Publikum erge-benst anzuzeigen, dass wir eine mit 15. November eröffnet haben. — Indem wir für das uns durch eine Reihe von Jahren geschenkte Vertrauen bestens danken, bitten wir, selbes sowohl uns, als auch dem Leiter unserer Filiale, Herrn Hans Heller, der durch seine langjährige Thätigkeit am hiesigen Platze die nöthigen Kenntnisse sieh erworben hat, zu bewahren. Hochachtung.,,!! Brüder Slawitsch. KALENDER pro 1900. Hauern-Kalender, Neuer...........10 kr. Familie, Di« hl., gr. Ausg............40 kl. „ ...........90 „ Feierabend-Kalender.............4k» „ Fliegende-Blittter-Kalender (Münchner).....66 „ (ieschäfls-Vormerk-Kalender, geb........80 „ Grazer-Schreib-Kalender...........45 „ Haus- u. Familien-Kai., gr. Ausg., geb......50 „ kl. .........25 „ Hausfrauen-Kalender, Wiener.........60 „ Josess-Kalender, St., geb............40 „ Krakauer-Kalender, Neuer, gr. Ausg.......60 „ Marien-Kalender, gr. Ausgabe.........40 „ kl. ............30 V Neiyahrsbote, Christi............. 30 „ ?raUka, mala................13 ,, „ velika...............16 „ Prohaska's Familien-Kalender.........50 „ Sehukereins-Kalender, Deutscher........ 65 ,, Soldatensreund, geb..............50 „ „ brosch ............ 45 „ Südmark-Kalender.............. 50 Universal-Kalender. Illust I. Hd. geb......120 „ »« cMfilfe« ,» kiinni-n fllr k.rxe Zeit eed *ur bMchio» jMij auf jefücb.ii Notren »der Gewinn >u ttnkklen. für nur 7 II. 50 kr. -Ä® •Im km« d»r Hiirte ftM W. toi duMoMD HenteUonpkotlen ein Portrftt in Lebensgrfcse (Brustbild) in prachtvollem, elegiDteo, Sehvirc-Md-ßarocknlieD demn wirklicher W.r» ■Mulm 40 Suiten iil W»r ■ 1 .i 1»• r ia.tr.bt, el|euta, oJ»r Ja» Purtrtt .einer Frau, luear KM«, Illem. GewfcwbMr oder »Mor»r theuerer nM li«cit «eralo'b».«* MmmAn "<«r Frmud. machen tu laaatn, liat bto« .1 bolr> ffirtitl* Photographie, gleich«.>4 hl »Hoher ttellan, riniaernd.n unl«;r«p»»e. wdc.br mit de«n ferUf-n Portrlt unbeethi|lt|l <*-örnirt wfcd W+Jtn wUtur *l«(rttf iu obl(OT P ei« »,,«n Nacbnihmt Oiler »orStrlfer Esftacndung ilti Betraft. entge^enRenommen Ton der Porträt-Kunst-Anatali ..KOSMOS" , Wien, Mariahilferstrasse 116. 19* pr irlsMeiihaslr*** An*s(lhr>*»fj n*mL nmtwrvr- frrwrrtrr 4*hmtUAMeU «Irr iXttr+tS wird Uoran/l* yrUimUt. HW DU" MuwB»nfU Auerkeanuotf»- uod Dftnkiagung*«« hr*U>re Heran «ur ORmtflchtli Kioticht fflr Jedetmonn aas. MW Gratis versende an Interessenten meinen Welhnachts-K atalog, enthaltenddie neuesten Erscheinungenauf dem Büchermärkte, herrliche Kunst- und Prachlwerke, Jugendschristen, Bilder-bHöher för jedes Alter und jeden Stand etc. etc. W. BLANKE, Buchhandlung, Pettau. TSglich frische Thee-Butter per Kilo fl. 1.40. Zu haben Ferdinand PETTAU, Hauptplatz Nr. 14. e 1 k i, AM- Kein Holz Im Haushalte mehr nöthig! -*9m Kohlen-Anzünder, unentbehrlich für Zimmer- u. Küchenheizungen, verkauft per Packet nm 16 kr- v Jakob Matzun. gr 1 Packet genügt für 40, bez. 00 Unterzündungen. -M> (»|@|@|^©I<9I©I®I©I®I©I© Meischselcher Max Schlief, . i I. Wmst-Labrlti, NeunkircHen a. d. Aüd-BaH» liefert täglich frisch alle Gattungen Zeich- und Wurßwaren von 5 Kg. Postcolli aufwärt«. V«*rsandl seit Jahren von Mitte September an täglich nach Triest, Pola, Laibai h etc. Preisliste gratis nnd franco, prompte Bedienung. Telegrau;m-Adressc: Schlief, ittunkirchtu fl. I. SöttaHn ©|@|©|®|©l®l@l©l®l®l@l© Neijch-Preise. «»»» kt* Sleisch«r» Stiakl. S»l»ß«isch II Sch»«i«sieisch. Seich». wBti- tu 1 VergHaut Raiptt Kossär Cail üitttfnbstgtt Johann Ptlooar Kr«n» Prsserl Maria Rkicixr Franz Wrißrnsttin Hugo ,^>..'<0 100iii'i0>'i0 JOOW'fiOj ö6r.">6 66 66 56j&6j 100. 'SjöeaOU^^.lOü äfllMl Mi,60 100,60 ^;0O7O,|OO 8O| 80 HO 06 l(*iXl siß 100 5fi 6« r>10,70 100|70 70^0 70 100 .... ^ dO 100 ! j WM) 5o!&0 ÖO SO SO 56 100 ;J6 66 100 66;&6 |!«0 60, 60MO 60 60,80 90 62 si+öOöS'lOO&OSOl ||64 56 160 (50 60,60 90 ÄOSHIOP-O ■^0 60 lOjfüfi WhO 56 W IöO 66 100 66 I|«!ö2' 5.460 000000000000 Kauft Beyer-Tinten o nicht erhältlich, liefert birect Tiiitknfcibrik Seycr. Görkau. nur Beyer-Tinten. - 8 — J Beliebteste« Kaffeegetrink In Hunderttaueendee ven Familien. Bewährt seit Jahren alt verzttgliehiter Zusatz zum Bebneokaffee. Aerztllch empfehlen für Kinder, Bleichsüchtige, bei allen Nerven-, Herz- und Magenleldea ale einzig geeunder Ersatz für Bohnenkaffee. Für alle Hastende sind D ILaiser's I B r u s t-B o ii b o n sl auf« dringendste z» empfehlen. » 04ÄA "otoriest begkanbigke ZeitgniffM lirfern beu besten Beweis alsM tut fite rtrofTen bei tj.keu. Heiserkeit. «a-W torrh und Verschleimang. A Packct ä 10 und 20 fr. bei A. DolitorH Langen. und Halsleidende, Asthmatiker und Kehltspfleideade: Wer sein Lungen. oder #ff)lfopf[fit*n, selbst da« l^nniickigfte, wer sn» Afthnia. und wenn et »och so »er. ■Ifrt und schier unheilbar erscheint. ein sür allemal loi sein will, der trinke den Thee ftir chraaische La«,«». uk Mll(mit von A. Wslf*f» Tausende Dantsaaange» bieten eine Otareirti» fflr die große Heilkraft diese» Thee« Ein Kacket, sür 2 Tage reichend. 76 kr., Broschüre groti«. «ur echt w habe, bei A. Wolfcky, Beriii N. Weiße», burgstroße 7v. 100-300 fluldan monatlich können Personen jeden Standes ia alten Ort» aehaftM, »icher und ehrlich ohne Capital und Riaico verdienen, durch Verkauf geaetxlich erlaubter Staatapapiere und Lose. Antrffe an Lirdwlg Osterrelolter, VIII., Deutscheste Nr. 8, Buteput. 6hederMun|l «W« Allstoge, mit Äddilduugen. |iit«ni«| b«i»hee»d «nd »06 Seiten stark, Preit 30 kr., fir Porto 12 fr. extra, wofür Sendung al» geschlofsennTopPel» freies erfolgt. lvesten»mgae. starten werde» U Zahwng gesonuntn \ ].bn)< «eo..N«isri. Plüh-Staufer-Kitt, Beste zum Sitten zerbrochener Gegenstände, k 80 »nd öO Psg.. empfiehlt: Adels A e l I i»s ch e g S, pettas. Stadtbahn-Station Arsenal. Nengebaot, 300 Zimmer von 1 fl. ansvirts lnclus. Hebt und Serrice. ■fft 1* H Hl itlbst sür schwerste Fälle, liefert unker Uf v II U) vollster Garantie zu Fabrikpreisen: Dr. Artist, !vonda.ie»iabrif, Konstan? (Baden). Vadeordnung der pettauer Badeanstalt mit Gastwirtschaft, am linken Vranuscr. UllKlbidtr 911 Wochentagen von 11 Uhr vormittag« bi» 7 Uhr abend«, «n Sonntagen vo« 11 Uhr vormittag» di» 3 Uhr nachmittag». DöMCht* Nid DSHDfbädert Än Wochentagen von 11 bi» 12 Uhr mittag« ^ a w# 6 uhr nachmittag« «n Sonn. tagen von 11 bi« 12 Uhr Mittag« ^Slkt-Oa»pfdAdtr, Täglich w» 12 bi« 2 Uhr mittag«. Allsüllige Wünsche der geehrte» Badegäste sind schrisllich oder mündlich an Herrn Ios- K a j > in i r zu richten. Zu zahlreichem Besuche ladet achtungsvoll Beste Wichse der Welt! A A1 < i w, Wer Mine Bescliuhung schön glänzend und itauerhaft erhalten will, kaufe aar Fernolendt-Schuli wichse für lichtes Schuhwerk aar Femolendt'S Naturleder-CrSme. ■C* Ueberall vorrftthig -M> K. k, ■ # priv. Fabrik, Begründet 1832 in Wien. Fahrike-Kicdf rlage: WIEN, I.. Schulerstrasse Kr. 21. Wesen der vielen wartlosen Nacltahinungon acht« man genau auf meinen Namen St Farnolandt Die Vorstehung. Interessantes Blatt, Münchener Jngend, SUXEPUCISSIMUS im Einzelverkauf zu haben in W. BLANKE'S Buch" Handlung, PETTAU. Verantwortlich. Jgnaz Zpritzeq jun. Druck: W. Blanke, Pettan Weil'age zur Tß&tt&xx&v 25ettvtrir$ ««lUfl m. VUat« ta fritu. Die Stiefmutter. N»d»Ue Don IuI»« d < dl Ion Hfl Sl (ftortft»«"#-) #in heftige« Geräusch unterbrach den dicken Milcent. Ein von draußen geschleuderter Stein zerbrach eine Fenster-scheide. Milcent öffnete da« Fenster zornig »nd lehnte sich hinaus. .Willst $» wohl schnell herauskomme». Du ZJ Schlingel! Saft Dn diesen Stein geworfen?" Eine dünne Stimme erhob sich vom Garten her: .Papa, es war '»e Lerche; sie wollte sich auf dem Lebensbaum verstecken; ich wollte sie treffen, habe sie aber verfehlt. Leih' mir doch Dein Erwehr, ja?' Kurz darauf »richten da» Sind. Man hätte es höchstens fslv zkli» Jahre gehalten. E« fehlte ihm nicht a» der gehörigen Größe, doch es war kränklich, mager, mit dünner Brnst und in den Schul->m> eingesunkenem Halse. Sein Gesicht zeigte ein matte« Weiß, sei» Auge war klein nnd unstät, seine Lippe dick, seine Stirn niedrig, lir ging um den Tisch herum, hob die heruntergesallenen Soldaten auf und warf einen feindselige» Blick auf Fräulein Duval. .Zie komme» wohl z» Papa, damit ich bestraft werde ?" fragte er. Und in der Furcht, ma» könne ihm von der zerbrochenen Scheibe wrrchen, sing er an, ein leises Schluchzen auSzustoßen. Milcent war Witwer: er hatte seine Frau verloren, als der Äimbe in« sechste Lebensjahr trat, doch er betrauerte sie nur wenig, weil sie stets krank gewesen und sich deshalb nicht viel um da« «i»d hatte kümmern können. Er selbst hatte ziemlich viel mit dem Jungen zu thun. Die Erziehung war recht mühselig, eine Krankheit solgte der andern: dir körperliche Entwicklung ließ zu wünschen übrig »nd das Wachstum stockte, notwendigerweise hatte auch der Weist darunter zn leiden. Der Berstand blieb schläfrig, der Charakter wurde boS-hast. Um mit Eduard anszukommen. mußte man ihn verziehe». Nilcent, der genötigt war, ein wenig dir Rolle der Mutter zu ivielen, beugte seine Natur, und er, der andern gegenüber despotisch und schroff blieb, ward dem kränklichen Jungen gegenüber zärtlich >md Ichwach Doch die Männer haben nie in demselben Grade nk die Frauen den Takt der scharfsichtigen Zärtlichkeit. Er verfiel "> da« Uebermaß. ihn mit Medikamenten und Spielzeug vollzustopfen. Tiefer kräftige Mann schloß sich infolge des verhängnisvolle» «fetze» der Kontraste an dieses schwache Wesen an; mit «nbr fußter Leidenschaft stürzte er sich in diesen Kamps gegen die Na-iur: kurz, eS war sein Tranm, den direkten Erben zu retteu, da-mit sein Besitztum einem Milcent zufiele, ohne zerstückelt zn wer-den Ex gab als »och junger Mann sein Geschäft aus. um nur °>ner zu sein. Oft konsultierte er Aerzte. Man riet ihm, Eduard bei sich zu behalten, wenig Arbeit von ihm zu verlange», ih» durch ^'rverübungen zu kräftigen nnd ihm in erster Linie jede Auf-HflttiM zu ersparen. Die Kinder, die gar kluge Spione sind, bemächtigen sich bald d» Geheimnisse», das sie selbst betrifft; der Junge erkannte, daß ®fr Zügel ihm nur locker um den Öal» gelegt wurde, mißbrauchte w, suchte Scheltworten an» dem Wege zu gehen, indem er bei l'der Gelegenheit über Schmerze» klagte, lernte nichts, und als im Alter von zwölf Jahren gesund geworden war. zögerte er "icht, die Unruhe und Besorgnis seines Baters rege zu erhalte», jjw sich .weiter zu amüsieren' wie früher und sich in derselben «tise verhätscheln zu lassen. Milcent verhehlte der Erzieherin keineswegs, wie schwierig ihre ulisgabk sein würde; seine Prophezeiungen wurden weit nbertroffen. wit dreizehn Jahren konnte Eduard weder lesen noch schreibe». »r war nicht beschränkt. doch sanl Man erschöpfe sich in ver geblichen Bemühungen; er horte nicht einmal zu oder rief plötz-lich: .Ach, ich habe schreckliche Kopsschmerze»!" Dann entfloh er in den Garten, versteckte sich im Gebüsch, und man sah ihn den ganzen Tag nicht wieder. Zu andern Malen stellte er Betrachtungen an: „Ich brauche nicht so wie Sie zu arbeiten. Ich werde doch, wenn ich groß bin, nichts weiter thu», als spazieren gehen. Nanette sagt, ich bin ein Herr uud werde stet« die Taschen voll Geld haben." Er erklärte anch, daß die Papas sterben, und daß die kleinen Jungen dann sofort reich würden. Der unglückliche Milcent, den sein Temperament zur Bruta^ lität trieb, wurde pnrpurrot und preßte in solchen Momenten die Wänste zusammen; doch Eduard sah ihn von unten herauf au, schrie vor Furcht, und der Mann ging, die Worte vor sich hinmurinelnd, ans dem Zimmer. .Man kann ihn nicht schlagen; da« würde ihn krank machen!" Nach einer Woche sagte er zu der Erzieherin mit tiefer Mut-losigkeit: »Ich fürchte, eS wird Ihnen ebenso gehen wir den andern!" 5». Mit dem Mnte der Verzweiflung widmete sich Leontine Diwal ihrer Ausgabe. Die Macht ihrer Sanftmut, ihre Fraueninstinkte, ihre stoische Zähigkeit vollbrachten hier ebenso ein Wunder, wie bei Frau du PlautiS. Sie erweckte die Nengier de« Kindes durch eine verblüffende Hartnäckigkeit, interessierte es durch die Ber« schiedenartigkeit der Mittel, zu denen sie ihre Zuflucht nahm, und übte nach und nach auf diesen kleinen Tyrannen einen gewissen Einfluß ans. Sie spielte mit ihm vor den Unterrichtsstunden, ließ ihn Grimassen schneiden, hielt seine Dummheiten vor dem Bater geheim, schmeichelte ihm. fand es süß -- das arme Mädchen! — dieses kleine Wesen zn umarmen, da» sie zuerst mit Schimpfworten empfangen hatte. Maiichmal öffnete er sogar seiner Lehrerin die Thür und setzte seinen Stolz darin, ihr schon auf der Treppe zu-schreien zu könne»: »Ich weiß meine Fabel! Ich weiß meine Fabel!" Der Mann schlug dieses erste Resultat übermäßig hoch an; seine Frende streifte an Begeisterung, die Erzieherin flößte ihm eine Dankbarkeit ein, die an Bewunderung grenzte. .Ach." rief er, .ich hatte Sie richtig erkannt! Sie sind eine wahre Borsehnng. Dank Ihrer Methode ist mein Junge jetzt aus gutem Wege. Und dabei ist er kerngesnnd!" Er verehrte sie, dank ihrer Tüchtigkeit sah er schon, wie sein Sohn das Abiturientenexamen machte, und rief, sich die Hände reibend: .Ohne Sie wäre er nichts geworden; aber jetzt sind Sie aus dem Wege, einen hübschen Junge» und einen Advokaten aus ihm zu machen!" Leontine, die ihre anderen Schüler verloren hatte, brachte bei Milcent täglich mehrere Stunden z». Das Kind konnte nicht mehr ohne sie leben; sie war jetzt sein Spielzeug, seine Sklavin. Ost hielt er sie am Rocksanm zurück: .Sie müssen zum Diner bleiben. Es giebt ErSmetorte. Ich habe gesehen, wie Nanette sie gemacht hat Und dann werden wir auch Liqneur trinken; nicht wahr, Papa Manchmal versetzte er ihr Fußtritte unterm Tisch, wenn sie ihn ansschalt, er esie zn viel; doch Milcent sah nicht« davon, »nd sie fühlte sich glücklich. I). Plötzlich begann sich ein dumpfes Gerücht i» der Stadt zu verbreiten. Die Damen des vornehmen Viertels, die ihren, früheren Schützling zu gunsten ihrer neue» Protegöe den Krieg erklärt hatte«, nahmen plötzlich traurige Mienen an. .I» der habe» wir uns recht getäuscht!" seufzte die Frau eine« Rechnnngsrates. .Was mich anbetrifft, meine Liebe, mir gefiel ihr Gesicht von Anfang an nicht; sie sah immer so heimtückisch au»!" 104 .Ja, aber das ist doch zn stark!' ..ES ist zu stark. Alle Herren sprechen im Klub davon! In was siir Zeiten leben wir! Dn lieber Gott!" „Ja, sie giebt sich öffentlich mit diesem ... Wie heißt er doch noch? ... Ach ja, Prosper Milcent." „Prosper bedeutet ans lateinisch: glücklich, so viel man mir gesagt hak! Er ist sehr glücklich, dieser Herr! Na, jeder wird eben ans seine Art glücklich!" .Scherzen Sie, so viel Sie wollen,' erklärte eine kleine Blon< dine, die mehrere Eonsins kompromittiert hatte; »aber ich finde diese Demoralisation im höchsten Grade t^anrig!" .Die Baronin hat sie mit Wohlthaten über» hänst, und nun giebt sie sich mit einem Milcent ab !" Bald erhielt Leontine Duval einen anonymen Brief, in dem die Verleumdungen deutlich ans Tageslicht traten. Sie verbrachte den Nachmittag mit Eduard, und sobald der Unterricht beendet war. sagte sie zu dem Jungen: .Gehen Sie in den Garten und spielen Sie!' Die Unglückliche hatte ihren ganzen Mut zu-sammengenommen. Lhne ihre Niedergeschlagen-hrit merken zu lasse», kündigte sie dem Vater ihren Entschluß, mit dem Unterricht ein Ende zu ma-(Heu, an. Unvorhergesehene Umstände zwängen sie, die Stadt am nächsten Tage zn verlassen. Milcent war wie niedergeschmettert. Der Egoismus entriß ihm zuerst die Bemer-kung: .Ich werde keinen Ersatz für Sie finden. M»»fred Gras tflan? »ud Aidri»««». Was soll aus meinem Sohne werden?" ..... »st,ml«. Prosper hatte keine Ahnung von der Verzweis- ,«« lnng. die in ihrer Seele wühlte. Nun drang er mit Fragen in sie; doch sie schwieg »nd verabschiedete sich; er hielt sie für undankbar nnd ging betäubt lange Zeit im Kose ans n»d ab. Als das Kind erfuhr, es würde .Fräulein' nicht mehr wieder sehen, begann eö laut zu schreien; der Zorn verursachte eine» Weiukramps. und er verbrachte eine böse Nacht. .Donnerwetter! ich werde sie nicht fortlassen!" brummte nu» der Vater. Uud anstatt ihr das Honorar in einem Eonvert zn schicke», wie er es beabsichtigt hatte, »ahm er seinen Hut und ging zu ihr. Es war ei« anderes möbliertes Zimmer, aber »och imnier die-selbe traurige Armseligkeit. Der verschnürte Koffer stand mitten im Zimmer. Leoutiue trank Milch aus ei« uemzerbrochenenTops, ihr zusammengelegter Mantel hing über der Lehne des alten Ses-iels. Man sah überall kleine Flecken, als wenn jemand längere Zeit geweint hätte. Mil-cent sah von alledem nichts; doch er lieb sich in den Sessel sinken und weitete mit ner-vöser Hand seine Kra-vatte. Er erstickte. Leine Lippen beweg-tcn sich wider seinen Wille», und er sagte: .So habe ich Sie auch beim erstenmal ge-sehen!" Sie sah ihn starr an, »nd er bemerkte, da» Leontines Auge» schön und saust wa-reu. „Mein kleiner Eduard ist sehr bekümmert. Nicht wahr, Sie werden bleiben?" „Nein, Gott weis;, wie leid es mir thut, aber ich muß ... ich milk sort!" Sie verbarg das Gesicht, nm ihr Schluchze» z» ersticken — and) ihre Hände waren schön. Ein langes Zittern erschütterte ihre» Körper. Das war zn viel für ihre Krittle „£, Herr Milcent," sprach sie. „sagen Sie mir, bevor ich gehe... sagen Sie inir, das; ich ein rechtschaffenem Mädchen bin .. „Sie sind toll oder Sie verberge» mir etwas. Was bedeutet das? Spreche» Sie z» mir wie zn einem Freunde!" Er hatte väterlich, ohne sich besse» bewußt zu werde». ei»e ihrer Hände ergriffe». Sie fühlte sich besiegt. Die Verzweifln»« ra»ble ihr alle Kaltblütigkeit. „Da. lese» Sie," se»fzte sie: „deshalb »,»« ich fort!" (Ucncrnltciituant Sir. RedverS Henri, BuIIcr, vberkominandan« 6fr nifll. Arme- In Sfibflfrif«. fHt Tn*-) Sie reichte ihm den anoichmen Brief und sank mit geschlosi. kl Augen auf einen Stuhl. Prosper las, wurde purpurrot, stieß schreckliche Verwünsch»' ., ans »nd begann im Zimmer auf- und abzugehen. Er prüf«, i< Unterschrift, de» Poststempel, roch an dem Papier und hätu je. niauden niederschlagen mögen. Zehn Minuten lang herrschte ein tiefes Schweigen. Endlich näherte sich der Ma»» Fräulein Duval, ergriff un nenem ihre Hand und küßte sie diesmal. Seine Stimme zitterte ei» wenig, klang aber ohne Härte. rade wie wenn er zu feinem Kinde sprach: „Hrtu Siel Sie werde» nicht abreisen, nnd ich wer?« Sie rächen. Mein Eduard bedarf Ihrer eb> no sehr, wie er der Luft bedarf; seinetwegen tun*« Sie bleiben, und die, die Sie verklatschen, stille« vor W»t umkommen. Sie bringen Glück ins Ha»«, und Ihre Art. die Leute zn liebe», wiegt tnm nnd Schätze anf." Milcent machte etwas verlegen eine Panie und fuhr baun fort: „Hören Sie weiter. Nu» den«, ja! Ich bin dreinndvierzig Jahre alt, doch Irin Haar fehlt ans meinem tlopfe; das Herz ist m und die Börse auch. Alles labt sich auf diese Wei» arrangieren: ich heirate Sie. Eduard wird « ebenso gut habe», wie diese alte Hexe, die du PlanliS: sehen Sie. Sie habe» mir gefehlt: e t brauche ich!" Und in der Größe feiner Paterli bc ausgehend erschien er schön. Leontine zitterte am ga»zen Körper; sie war blaß wir eine Tote. Er hörte nichts, ivaS sie stammelte, und in einer Bewegung rührender Heftigkeit schnitt er die Schnüre des Koffers dnrch; er lag aus den Knieen und warf Gegriistäude einen nach dem andern ans das Bett. Doch Leontine hielt plötzlich seinen Arm sest nnd rief: „N> i nein; ich will nicht, dann würden sie sagen, es wäre wahr. Il:il dann bin ich anch ein »»glückliches Geschöps. Ich bin gescha' u. nm mir mein Brot ganz allein zn verdienen. Mein Vater c>. wen» Sie wüßten! nein, das kann ich nie annehmen!" Wie eine Bombe stürzte Prosper Milcent hinaus, ohne i uii der armen, weinenden Person sich anch mir umzudrehen. Uu« Viertelstunde daraus kam er wieder; sie hatte sich nicht von r Stelle gerührt. El I,, Ir seinen Sohn bei der > d »nd rief: .Da! Der wird Sie wohl zum Bleiun veranlassen, wenn Sie »och ein Herz ha a. Eduard, fall' ihr u«> Hals und nenne sie ma". Ma» hat ihr 1 nrtwegen großen Mi n mer bereitet: uma t: sie tüchtig!" Einen Monat . waren sie verheirat» sich Da> der vor Acrger blutig lp " betäubte Leontine val. Einige Zeit gla «enerallrntnan« Sir F. F«r»fticr Walter, sie gar nicht daran ««.»nwÄrt. «ommondan« drr rn«I Trnvvc» In etltafrlfa. Schicksal hatte sie ' kühnsten Träume w> vo» einem solchen Glück so weit entfernt geblieben, daß «ic ' ans Augenblicke sür den Spielball einer Sinnestäuschung hielt ' sich »lanchmal ganz laut fragte: „Ist es denn wahr?" Die widerwärtige Sorge um das Fiinssrancsstück, das das der Tavsersten vergiftet, existierte nach so laugen Entbehr«! nicht mehr für sie; die Pächter nannten sie „Unsere Frau" brachten ihr Mürbe mit frisch gepflückten Kirschen. Sie hatte nichts bei der Aussetzung des Heiraisko»trakle<-genommen, doch Prosper kwtte die Aussteller bezahlt nnd ih> Taschengeld die Einnahme ihrer letzten Monate nnd das Geicl der dn Plantis gclaffen, im ganze» zwölshnndert Francs, di> ihrer Schublade ruhten: sie erhielt znr Bestreitung der laufr-Ansgaben eine bestimmte Summe monatlich; sie verwaltete cfehligte, kurz, sie war jemand Der Wohlstand nnd die ruhige Zicherlieit des Lebens gestatteten ihr jeht, etwas korpulent zu wer-i'ii: sie hatte Sommerkleider und Winterkleider, einen Schmuck ns Gold, Kvrallcnohrringe. mehrere Ringe, sie atmete tief auf, !s erwache sie ans einem böse» Traum nnd wiederholte sich, wäh-»d sie ilire Füße i» warme Pantoffeln steckte: .Wenn ich krank erde, wird man mich nicht ins.Hospital bringen!" Sie versenkte sich in die Betrachtung derjenige», denen sie ein i.'lches Glück verdankte, nnd die Dankbarkeit beherrschte alle an-'er» Gefühle; es stiegen ihr förmliche Hymnen vom Herzen auf >ie Lippe»: .Ich war elend und allein: Sie haben mich zu Ihrer Lebensgefährtin gemacht; ich starb daran, daß ich nicht» lieben Mirftc, und Sie haben mir Ihren Sohn gegeben: ich wußte nichts, »ls »u weine», »nd Sie haben mich das Lächeln gelehrt; ich war ei» Ztanbkvr». das vo» jedem Windhauch fortgeweht wurde, Sir Habe» mir gesagt: ,Sei Weib!' und ich bin es!" Die ehemalige Erzieherin wnßte nicht, wie sie danken, wie sie segnen sollte: sie widmete sich mit Eifer ihren neuen Pflichten, L> •!—♦- schön; er war der Ansicht, daß es »icht lohnte, sich ihr gegenüber Zwang anfznerlegen. nnd kelirte nun schnell zn seinen triviale» Gewohnheiten znriick. Unwillkürlich lnd er das Gewicht seiner kleinsten Unannehmlichkeiten ans Leontine ab nnd machte sie zn seiner gefiigigen Magd, ohne da« er aushörte, sie zu liebe», wurde er brummig. Aus der Selbstverleugnung de» eine» entstand die Gewaltherrschaft des a»der»; das ist immer so. Bei dem kleinen Jungen war die Wirkung eine andere. So lange Leontine Duval eine Fremde im Hanse gewesen war, mit der nnvernieidliche» Achtung vor der Unbekannten, hatte sich Eduard infolge einer nnklaren. ans schlecht befriedigter Neugier entstau-denen Furcht zurückgehalten. Die Person, die znm Unterricht kommt, erscheint feierlich, behält ihren Hut auf, bleibt eine Stunde und verschwindet, flößt stets das Gesiihl der Entfernung ein »nd bleibt fiir das Kind stets mehr oder weniger imponierend Die Lehrerin konnte sich wohl Gehör verschaffen, eine» verhältnismäßigen Einfluß ausiiben und beut »»gezähmten Füllen mehr oder weniger einen Zügel anlegen. Doch nach der Hochzeit wird sie zju .Mama". Schwieriger Iranspirt Räch dem Aemäldc von ? Wettet. (TOit Tcrt.) suchte unaufhörlich sich nützlich zn machen, und zitterte stets, nicht genug zu thun. Schon am Morgen untersuchte sie mit einer Bürste in der Hand die Kleider des Hausherrn; überzeugte sich, daß am Hemde keine Vitöpfe fehlten, sah nach dem Baronieter, um zu bestimmen, ob Prosper sein graues Beinkleid tragen dürse. Dann stndierte sie, bis der Kleine fertig war, die Rezepte für neue Gerichte in der .Vollkommenen Hausfrau". Sobald Eduard herunterkam, führte sie ihn spazieren, ließ ihn seine Lektionen hersagen nnd pflegte mit unerschütterlicher Geduld diese» störrigeu Verstand. Abends las sie vor. lernte Brettspiel und half, wenn man sie nicht mehr brauchte, Ranette in der Küche. Ihre demütige Natur wurde durch die Dankbarkeit noch demü-tiger; die Gattin hatte etwas von der Aufwärteriu nnd der «kla-vin des Orients au sich. Infolge ihres samten, duldsamen Aus' treten» verzog sie Milcent in derselben Weise, in der er Eduard verzogen hatte. Der Mann reckte sich wohlgefällig auf diesem ihm von einer schüchternen Znueiguug errichteten Thron: er fand das um so schöner, als seine erste Ehe freudenlos uud feine Witwer-fchaft nnnthig bewegt gewesen war. Madame fand alles an ihm Der Junge verglich sie in seiner strenge» Logik nur mit dem Papa, der immer nachgab. Er gewöhnte sich, sie Im Hanskleide zu sehen; er hörte, wie Milcent sie duzte, er benierkte, wie sie mit Ranette vertraulich iu der Küche arbeitete; mit Ranette, nach der er ungestraft mit Erde warf. Die beständige Intimität gefiel ihm, doch sie veranlaßte ihn, seine Erzieherin von einem neuen Gesichtspunkte zu betrachten. Der Zauber verschwand, und er hörte zu gleicher Zeit auf, sie zu fürchten und il>r zn gehorchen. In kurzer Zeit konnte die Stiefmutter ihre Machtlosigkeit kon-statieren. Sie verdoppelte ihre Bemühungen. Es war umsonst. Die Widersevlichkeit des Schülers ging bis zur Gereiztheit. Diese verursachte Anfälle; was thun? Leontine. die uur zu sehr zum Nachgeben geueigt war und übrigens »och immer von ihrem frühe-ich armseligen Leben erdrückt wurde, sand keine Krast, dagegen anzukämpfen, konnte nichts als lieben und wurde infolge ihrer Hingebung zur richtigen Nnll. Waren sie unglücklich? Nein! Milcent, desien Haus wunderbar in Ordnung gehalten wurde, hatte vor feiner Frau die größte Achtung. Er kannte ihren Wert, fühlte sich im Verkehr mit einer ungetrübten Zärtlichkeit wieder jung werden und empfand eine 196 +- »»endliche Befriedigung, sich sage» zu (affcit: .Tu hast recht," selbst wen» er »»recht hatte. Sie iiiachte sich stet» Illusionen »der ihre» Sohn »nd wiederholte fortwährend: .Jetzt fommt er eigentlich erst zu »rösten. Er ist in diesen, Jahre um zwei Centimeler ge-wachse». Die Gesundheit ist zurückgekehrt, das ist die Hauptsache. Viele Jungen entwickeln sich erst im sechzehnten Jahre, nach dem Wachstum, und holen das Verlorene dann wieder nach. Ma» nimmt in der polytechnischen Schule welche aus. die iu seinem Alter nicht mehr wußten als er." ifattf«»*.!«, foigi.» • Manfred Graf (klary und Aldringen, der neue Österreichische Minister-Präsident, wurde am .'10. Mai 18&2 alt jüngster Lohn de« verstorbe»»» Fürsten Edmund Llary, erblichen Herre»hau»mitgliebe». z» Wie» geboren. Poliliich ist «r bi»i»r nicht tiervorgetrete». Räch-dem er nu« seine Studien und sein Frei. wllllgensahr absolviert hatte, wurde er Sie-serve-, b«zw. Landwehrleutnant. Später trat er in deu Staat»bienst und wurde im Jahre >884 al» Bezlrktkommissar dem Mini. sterium de» Innern zur Dienlll«istu»g zu-getkilt. vier Jahre später wurde er zum Bezlrk»hauvtmann von Wiener-Neustadt er-nannt, aus welchem Posle» er s«ch« Jahre verblieb. Im Dezember I8VS erfolgte sein« Ernennung zum Lande»präsidea»en in Schle-sien. und am I Dezember 1898 wurde er all Nachfolger de Baequehem»Statthall«r von Steiermark. Letzterer Posten wird vorläufig nicht wieder besetzt, da man annimmt, das, da» Beamtenministerium nicht lange bestehen werbe und der Statthaltervosten dem Grafen Elary und Aldring«» reserviert bleiben soll. Ge»eralle«t»a»t Zir Re»v«rS Henry Buller. Zu« Oberkommanbanten der eng. tischen Armee ist GenrraII»utnaii« Sie Red-ver» Henry Bull»r ernannt worden. desien Bildn!« wir hier bringe». Im Jahre 1839 geboren, ha« vuller den größtrn Teil seiner Dienstzeit in Afrika zugebracht und wegen seiner Haltung in dem Kriege gegen die Zulu» >878/70 da» vittoriatroz erhalten. Im Jahre 1881 war er zu« G»nrralsiab»ch»s Sir Evelyn Wood» i» Krieg gegen die Bur«n au»ersehen. Während der ägyptisch«» lam« vagna ichncle er sich in der Schlacht bei I»l-»l-.' blr au» und wurb» I88S General-stulxckj«, ilotb Wols»l»y« Im Siidans»Id«ug. Al» Oberst Burnady iu einen Hinterhalt fiel »nd getötet wurde, übernahm Bulltr da» Kommando drrWüstknfolonne »nd führte diese von Gabat nach Gakbnl zurück, G»»»rall»ut»a»t wurde er >» Avril I8v> (ifeueralleulnani Sie F. Forestier Walter. Der gegenwärtige Kom- Mandant der englischen ?r»ppen In der Kavkatini» ist Generalleutnant Sir garestirr «alter. lieler ist I« Jahre 1844 geboren uud machte den Krieg gegen die »aifir« In Indien 1877/7« und >878 gegen bie Zulu» mit, während welcher Felbzüge er sich mehrmal» aulzeichnete. Infolge der Ernenn»»« Bul-Irr« zum Obrrtommanba»te» be» Op»rati»n«korv« in Südafrika nti) Walker, der bi»her selbst Obertommandant war. sich diesem unterordnen. Zchwierigee Iranbpart Wenn drunten im lhal dicker, fast greifbarer Nebel herrscht, ber alle» burchbrlngt »nd die Kleider sich vollsaugen laßt wie ein Schwamm, hüll» sich nur wenige hundert Meter höher auf dem Gebirge schon alle» in ben weiften Flaum de» ersten Schnee», freilich ha» er nur wenig Bestand und ist »och lang» nicht dazu angethan, eine brauchbare Schlitten-bahn abzugeben. I« Gegenteil macht er sich bei den MSdersuhrwerte» >.cht »nongenehm bemerlbar. Er hängt sich samt bem aufgeweichten Untergrund an die Wagenräder an »nd erschwert so die Fortbewegung. Wie viele Anstrengung e» die vier Käftig»» Pferde auf unserem Bild» kostet, ben Wage« mit dem gewichligen Eichenstamm fortzuschlepv»», hat der Maler Iu auschau-Iicher Weise wiedergegeben Zw»i Männer sind bei ben Pserden beschäftigt; ein dritter hilft an dem in den Kot gesunkenen Vorderrad« nach, während der vierte fein« voll« »rast anwendet, um die Fuhr« in Gang bringen z» helfen. WM* zu dem Zahiiaiz» Meyer, einem noch viel ärgeren Snauser, der Ihn al«bald von bem Uebel befreit». Nun sann B«rg bardber nach, »i« er sich um da« Honorar herumdrucken könne, und endlich kam ihm ein glücklicher Einfall Ikr füllte zwölf l««re Ehampagnerflaichen mit «asier, verschloß st« so sorgsam daß «» aussah, al« ob sie noch nie geöffnet gewesen wären, nnd sandte sie dann an Meyer. Brrg rechnete nämlich darauf, daß dieser Geizig« den ver-meintllchen Ehampagner weder selbst trinken, noch anberen vorsetzen werde Richtig fanden auch, al» der Zahnarzt nach m«hr«ren Jahr«» starb, erst dessen Erben in dem Dutz«»b unversehrter Ehampagnerstaschen da« Wasser vor. da« noch dazu inzwischen faul geworden war. gt. Sie kennt ihre Pappenheimer. Schwiegermutter (bie von einem Räuber autgevlünberl wurde!: .Hätt'» gar nicht geglaubt, daß e» noch so kouragierte Männer gi»bl " Woher stammt die Bezeichnung ,,««fsawr" ? Da» frühere Herzogtum Nassau besaß kein« Universität^ baher sahe» sich bie Studentin genötigt, eine fremde Hochschule zu besuch«», al« w«lch« ihn«» von staat«w«gen Göttinge,, bezeichnet wurde. So wurde auch in Göttingen ei» von der nassauischen Re-giernng unterhaltener freier «ittag«tisch für solche nassanische Studierende ei», gerichtet, denen di» Verhältnisse »ich« gestatteten, au» eigeue» Mitteln zu t«ben Diesen „,>r»l«ifch" benutzten j»doch auch Studi»r»»d«, da» heißt »ur hin und wieder, welche nicht au« Rasiau waren, »nd diese wuiden von ihren Kommilito»»» mit dem Namen .Nassauer" belegt, weil sie a» bem nasiauischen Freitisch .genafiauert" hatten emeinnühige» >»fu»<»V |W A H ° j f | o r s : i 1 Bj_. , r o | i : <1 ' A ! r I m O | B | 1 0 | II » | I e | ii b u ! r ' k j » t r o n kI j t h | o | e | u | n | r | 1 n Arithmogrivh. 10 2« H 1J & II II « * » 3 is • i t I 1 1 111 11. I i 17 » 3 II t t I) I I 1 I II 1 U II I» I« II » 4 I 7 • 11 13 II 11 » 3 11 5 I I II 4 3 li II II I X» *. Eine Blume. I. itine «Ilpenblunie Hin noidamer. Sloai. ?■ kiadt in England Ein »omponift. » II. itin »Snigrelch, 3 n chrozcherzogtum. ». nlang»b>ichstaden sowohl al» die End duchliaben von ode» nait, «««die In »ürttemberg. unlen gelesen zwei Paul »lein. Lagogriph. Mit « «» flirrn In deullihen Landen. Mit » den »orsen hielr« in Banden «usltsung folgt t» nächster Nummer Auflisiing »«» geographischen Bersteck Rätsel» in »»riger Rummer: Weiden («Saite»), «-gen l?aier»i. Lränge <^ra»treich> HU» «frtir »,ede»»lien. •Krrniitrwnil,l