Nr. 146. Donntlstllg, 28. Juni 1834. Jahrgang. 113. LMcher Zeitung. Priinu«er°tl°n«„rtl«: M!t P °s! ^r,e»d ,. „s,: M'M''«« st- 'ü' h"lbMrlg st-?°0 Im Comptoirs llcinr I»,crll,c die zu 4 Zeile» 25 lr,, giMre Pcr Wie « li.; bei ö!!cren Wudl>riiol>,»!,cn per ^,ie » ir. Die »Laib. 8c halbjährig . . ^ ' A ' viertehährig . » » 75 » vierteljährig . lt » 7» » monatlich... I » »» » monatlich. . . -^ » ^" ' Filr die Zustellung insHaus für hiesige Abonnenten per Jahr 1 Gulden. zM" Die Pränumrratwns > Beträge Uwllen portofrei zugesendet werden. Jg. v. Kleinmayr k Fed. Kamberg. Umtlicher Theil. Der Minister des Innern hat im Stande der Wiener Polizeidirection die Polizeicommissäre Dr. Siegfried Wilhelm Robitschek, Josef Amberger, Ferdinand Lebzelter. Dr. Adolf Rosenbaum, Eduard Rohaöek und Otto Vtarinovlch zu Polizei-Obercommissären ernannt. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen mit den betheiligten Ministern der kais. königl. privilegierten österreichischen Ländrrbant in Wien die Bewil-liquua zur Errichtung einer Actiengesellschaft unter der Firma: Actiengesellschaft der Ka tenleut. aebener Kalk- uud Cementfabrll mtt dem Sitze in Kaltenleutgeben ertheilt und deren Statnten genehmigt. __________ Der Finanzminister hat den Adjuncten der k. t. Staatscenttalcasse Karl A ch l e i t h n e r und den Offtc l erster Classe der l. und t. Relchscentralcasse Leopold Steinitz zu Hauptcassieren im Personalstande der t. t. Staatscentralcasse ernannt. Der Minister sür Cultus «nd Unterricht hat die Professoren an der Commnnal-Realschule nn IV. Wiener Gemeiudebezirke Ignaz Pölzl, Karl Veiling, Richard Trampler, Friedrich Haßlwander, Johann Steyrer, Franz Schromm, Karl Hoch, Franz Daurer, Anton Keller sowie den wirklichen Lehrer an derselben Anstalt August Schubert zu wirklichen Lehrern und den Religionsprofessor der ob-erwähnten Lehranstalt Josef Albl zum Religions-lchrer an der Staatsrealschule im IV. Wiener Gemeindebezirke ernannt. Der Handelsminister hat die Commissärsadjunctm Hans Zhuber von Okrog und Emil Vartuska von Vartavär zu Commissären der Generalinspection der österreichischen Eisenbahnen ernannt. Agioznfchlag zu den Fahr- und Frachtengebüren auf den österreichischen Eisenbahnen. Vom 1. Juli 1894 ab wird bis auf weiteres ein Agiozuschlag für die in Silber ausgedrückten Ge« büren von Seite der Eisenbahnen nicht eingehoben. Die bisher allmonatlich erfolgte Verlautbarung der Nichteinhebung eines Agiozuschlages wird hiemit eingestellt. Wien am 24. Juni 1894. Nichtamtlicher Weil. Präsident Carnot f Die Todtenklage um den Präsidenten Carnot, welcher so plötzlich durch ein grauenhaftes Verbrechen seinem Wirkungskreise entrissen wurde, ertönt nicht nur in ganz Frankreich, sondern findet auch ihren Wiederhall in der ganzen Welt. Die Monarchen, die Regierungen, die tagenden Landesvertretungen, die Diplomatie haben sich überall beeilt, der Witwe, beziehungsweise der französischen Regierung, ihre Theilnahme au dem schweren Verluste, welchen Frankreich in seinem trefflichm Staatsoberhaupte erlitten, kundzugeben. Die telegraphische Berichterstattung vermag kaum diese allseitigen Kundgebungen zu registrieren. Schon bei den letzten anarchistischen Attentaten, die gegen die französische Abgeordneten-Kammer, ferner in Versammlungslocalm und Polizei-Bureaux verübt wurden, hatten angesehene Pressorgane, wie z. B. das «Journal des De'bats», auf die Gefahren, die aus der anarchistischen Propaganda drohen, hingewiesen und energischere Maßregeln gegen diese Propaganda angeregt. Angesichts der jüngsten Schreckenstat mehren sich nun diese Kundgebungen in der Pariser Presse. In den conservatioen Organen wird durchwegs der Anarchismus für die That verantwortlich gemacht. Das fluchwürdige Attentat beschäftigt selbstverständlich auch die gesummte Wiener Presse, welche einmüthig dem Wunsche Ausdruck verleiht, dass dafür gesorgt werden möge, dass der Propaganda der Anarchisten möglichst enge Grenzen gezogen und ihre Anschläge vereitelt werden können. Dieses Verlangen, schreibt das «Fremdenblatt», wird jetzt auch in Frankreich erhoben werden. Ein kräftiger Mann steht an der Spitze der Regierung, Dupuy, derselbe, der sich als Kammerpräsident durch die furchtbare Explosion, welche der Anarchist Vaillant herbeiführte, nicht aus der Fassung bringen ließ und dessen Geistesgegenwart damals den Enthusiasmus des Hauses hervorrief. Diese Regierung wird vor voller Anwendung ihrer Macht nicht zurückschrecken, sie wird vor drn Anarchisten nicht capitulicren, sich von ihnen nicht einschüchtern lassen. Die Ermordung Carnots hat den entschlossensten Kampf gegen diese Secte zu einer wichtigen Aufgabe für jedes französische Ministerium gemacht, und die herrschende Stimmung zeigt, dass es dabei der Unterstützung der großen Mehrheit der Nation sicher sein kann. «An der Leiche Carnots — sagt die «Neue freie Presse» — erhebt sich dringender und drohender als jemals zuvor das grauenhafte Problem der Nothwehr gegen die menschliche Verkommenheit, die in den anarchistischen Gewaltthaten hervortritt. Die französische Polizei habe wieder einmal gezeigt, dass sie ihrer Aufgabe nicht gewachsen ist; die ganze französische Ver» waltung habe in Lyon eine Niederlage erlitten, welche vielleicht durch den Mangel an Stetigkeit in der obersten Leitung zu erklären sei. Die Leiche des ermordeten Präsidenten muss daher als eine dringende Mahnung an alle Parteien sein, sich im Momente der Noth fest zusammenzuschließen, damit endlich die parlamentarische Anarchie verschwinde, welche die öffentliche Gewalt schwächt und so zum Nährboden der socialen Anarchie wird. Was soll sich noch ereignen, um die französische Kammer laut und dringend an ihre Pflicht zu erinnern, dem Volle eine Regierung zu geben, die nicht täglich den Sturz fürchten und ihre ganze Kraft in der ewigen Sorge vor den politischen Intriguen verbrauchen muss.» Iiemsseton. Valvasor und die Freifrau von Seisenegg. Von P. v. Nadlcs. Johann Weilhard Freiherr von Valvasor ließ seine «Ehre des Herzogthums Crain» durch den furMcy Hohenlohe'schen Rath Erasmus Francisci in Nürnberg «in reines Teutsch, bringen,' denn Nürnberg nahm zur Zeit den Ruhm für sich iu Anspruch, unter allen deutschen Idiomen das vorzüglichste zu reden , und es wandte sich in eben jenen Tagen aus diesem Grmwe an den noch heute daselbst bestehenden und am 27. o. N. sein 250. Jubelfest feiernden «Pegnesischen Vlumen-orden» (1671) die «Royal Society, in London, mtt der Aufforderung, die Abfassung eines deutscheu Wörterbuches zu veranlassen! . . ^,. Valvasor ließ aber auch sein Hauptwerk m Nürnberg in Druck legen, von wo dann die 1689 voUenoei vorgelegenen vier Foliobände in die be""at rucl en "it der Schlussangabe auf dem Titelblatte des ersteu Bandes: «Laybach IWN.XXXIX zu fmden be, Wolfgang Moritz Endter Buchhändlern in Nürnberg.. Erasmus Francisci ein bei seinen Mg Hn außerordentlich beliebter und "ielgelcsener Polyh.stor 'der erste deutsche Büchermacher vou Professwn. , oeu ^^Siche' Titelblatt der -Ehre des Herzogthums Crain- ^Ti.t.nann, «Die Nürnberger Dichterschule., GMinaeu deutsche Biographie., Band V.I.. P. 207. wegen des guten Abganges seiner Werke die Nürnberger «Vuchführer» (Buchhändler), die Endter'sche Verlagshandlung voran, festzuhalten gewusst, ein geborener Lübecker' aus dem adeligen Geschlechte der Herren von Finx (den Zunamen Francisci erhielt er von dem Taufnamen seines Vaters, des Rechtsgelehrten Franciscus von Finx) stand zu den Schriftstellern und Schön« geistern der altberühmten Reichsstadt Nürnberg in innigen Beziehungen, was, wie wir gleich sehen werben, auch dem von ihm «in reines Teutsch, gebrachten Werke nnseres heimatlichen Schriftstellers zugute kam. Der Sitte und dem Geschmacke der Zeit entsprechend wurde nämlich auch Valvasors «Ehre des Herzogthums Crain> zur Empfehlung für die weiteren Leserkreise mit einer Reihe von Widmungs- und Begleit-gedichten für den Verfasser und sein Buch versehen, und da sind es nun die Namen derjenigen, welche, ihren Pegasus besteigend, in die Leier greifend und Lob« und Preisgesänge auf uusern edlen Freiherrn anstimmend, dadurch unser lebhaftes Interesse in Anspruch zu nehmen, wahrlich voll und ganz geeignet erscheinen. Hervorragende Namen stud es, die ihrerzeit von bestem Klänge waren, denen wir in der Rolle von Lobreduern auf Valvasor und sein Werk begegnen, wie dies quellenmäßiger Nachweis uns lehrt. Zunächst sei hervorgehoben, dass die also der «Ehre des Herzoqthums Craiu» vorangestellten Gedichte 21 Folioseiten fülleu und dass die verschiedensprachigen Poeme: deutsch, slovenisch, kroatisch, lateinisch, in nächstehender Folge geordnet sind: I.) ein deutsches, 2.) ein lateinisches, 3.) ein slovemschcs und ins Lateinische frei übersetztes, 4.) und 5.) je ein kroatisches ins Lateim che übersetztes, 6.) ein lateinisches, 7.) ein deutsches, 8.) und 9.) je ein lateinisches. 10.) ein deutsches und 11.) wieder ein lateinisches. Den Reigen dieser mehr minder umfangreichen Gedichte eröffnet das deutsche Gedicht, «einer der vornehmsten europäischen Frauen ihrer Zeit»*, der Frau Katharina Regina vonGreiffenberg, Freiherrin von Seisenegg, Vorsteherin * der Lilien« zunft» in dem eingangs genannten «Pegnesischen Vlumenorden» zu Nürnberg. Bei dieser ausgezeichneten Frau und hervorragenden Dichterin und bei ihrem dem Ruhme nnseres Freiherrn von Valvasor gewidmeten herrlichen Poeme wollen wir zunächst des weiteren verweilen. Vor allem aber einige Worte über die Dichterin selbst. Die Freifrau von Greiffenberg-Seisenegg (geboren 1633, gestorben 1694) stammte aus dem ob» derensischen Ndelsgeschlechte der Storch von Clauß" Ihr Gemahl Johann Rudolf Freiherr vou Greiffenberg auf Seisenegg und Weinzierl (in Niederösternich), 1642 geboren, war nur mehr der einzige im Mannes-stamme. Er zog mit seiner Gemahlin 1675 dcs «lutherischen Bekenntnisses wegen» auf das Schloss Steinbühel bei Nürnberg, wo er um 167U sciu Leben und sein Geschlecht beschloss, während Katharina Regina 1 Wisgrill, «Schauplatz des landsässigen n. v. Adels», Wien " Claus;, ein ziemlich frstrs Schloss und enger Pas« in Oberösterreich an der steirischrn Grenze. Es war ehemals ein l. f. Kammrryut, jcht rin Fideicommiss der nräfl, Slllburgijchen Familie. Hübners StaatsZeiluugs. und Conversatwns-Lefilon. Leipzig, 17!)5, p. 49tt. Laibacher Zeitung Nr. 146. 1252 28. Juni 1894. Die «Presse» findet, die verschiedenen Concentrations - Ministerien hätten nicht den Muth und auch nicht den nöthigen Rückhalt in der Kammer gefunden, um dem Treiben der Umsturzelemente mit dem nöthigen Nachdrucke entgegenzutreten. Einige Jahre lang hatte man die Propaganda der That theoretisch in zahllosen Flugschriften und kleinen Zeitungen, in kleinen und großen Versammlungen predigen lassen, ohne auch nur den Finger drohend gegen solche Umtriebe zu erheben. Als dann die Propaganda wirklich zur That wurde, als die anarchistischen Bombenattente Staat und Gesellschaft aus ihrem fahrlässigen Gehen- und Ge-währenlasfen aufschreckten, waren die angewendeten Präventivmaßregeln ungenügend, das Uebel an der Wurzel auszurotten, dem nun der allzu nachsichtige Präsident der Republik selbst zum Opfer gefallen ist. Politische Uebersicht. Laibach, 27. Juni. Es steht officiell fest, dass die Delegationen für den 15. September nach Budapest einberufen wet den. Im Finanzministerium begannen vorgestern die Berathungen mit den Vertretern des Reichs« Finanzministeriums und jenen des ungarischen Finanzministeriums, die aus Budapest in Wien eingetroffen sind. Die Eonferenzen betreffen die Feststellung der Durchführungsverordnung zum Gesetze bezüglich der Ein» ziehung der Staatsnoten. Die kaiserliche Sanction für das Gesetz ist in den nächsten Tagen zu gewärtigen. Ministerpräsident Fürst NlfredM indisch - Grätz wurde vorgestern nachmittags um halb 2 Uhr und der Militärattache der deutschen Botschaft, Oberst Deines, nachmittags um 1 Uhr von Sr. Majestät dem Kaiser in besonderer Audienz empfangen. Wie das «Vaterland» meldet, begab sich am letzten Samstag eine Deputation der Leitung des Katholischen Lehrerbundes für Oesterreich zu dem Minister für Eultus und Unterricht Dr. Ritter v. Madeyski behufs Ueberreichung der Statuten. Der Herr Minister emftfieng die Deputation in der freundlichsten Weise, nahm die Erklärung, dass der Katholische Lehrerbund der Politik statutengemäß sich fernhalte, mit Befriedigung zur Kenntnis, informierte sich eingehend über die Organisation und die Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes, billigte die dargelegten Grundsätze sowie die im Katholischen Lehrerbunde zutage tretende Vereinigung von Lehrkräften aller Schullategorien auf gemeinsamer Basis und entließ hierauf die Deputation auf das huldvollste. Im ungarischen Abgeordnetenhause ergiff gestern nach Erledigung des Einlaufes Präsident Baron Banffy das Wort, um Mittheilung zu machen von dem Hinscheiden des Präsidenten der französischen Republik, Sadi Carnot, der einem tückischen Meuchelmorde zum Opfer fiel. Das ungarische Abgeordnetenhaus könne argchchts dieses wahnwitzigen Attentates nicht unter« lassen, seiner Entrüstung und tiefen Theilnahme Ausdruck zu geben. (Allgemeine Zustimmung.) Der Präsident bittet, den Gefühlen des Hauses und dem tiefen Schmerze, den die ungarische Nation, mitfühlend mit dem französichen Volke, empfindet, im Protokoll der Sitzung Ausdruck geben zu dürfen. (Lebhafte, allgemeine Zustimmung.) Sodann wurde die Specialdebatte über den Gesetzentwurf betreffend die freie Religionsübung fortgesetzt und derselbe ohne wesentliche Modifikationen angenommen. Ebenso wurde der vom Magnatenhause angenommene neue Paragraph zum Ehegesetzentwurfe genehmigt. Hierauf folgte die Verhandlung des Gesetz« entwurfes betreffend die Reception der israelitischen Religion. Heute findet die dritte Lesung des Gesetzentwurfes über die freie Religionsübung statt. Der d e u t s ch e Botschafter, Philipp Graf Eulenburg, ist vorgestern nachmittags von Wien nach Berlin gereist. Er wird den Kaiser Wilhelm auf seiner Nordlandfahrt begleiten und tritt dann einen Urlaub an, von dem er erst nach mehreren Monaten nach Wien zurückkehrt. Während seiner Abwesenheit führt Botschaftsrath Graf Ratibor die Geschäfte der Mission. Die Affaire Kotze beschäftigt begreiflicherweise die Berliner Blätter noch immer. Es stellt sich jetzt heraus, dass die in den ersten Tagen nach der Verhaftung des Hof-Ceremonienmeisters von den Berliner Localblättern verbreiteten Gerüchte manche Uebertreibung enthielten. Die «Kreuzzeitung» bestätigt, dass inzwischen anonyme Briefe, trotz der Abschließung Kotze's, thatsächlich weiter geschrieben und versendet worden sind. Wie aus Rom berichtet wird, hat dort vorgestern ein Ministerrath stattgefunden, in welchem die in der Kammer eingebrachten Gegenanträge zur Couponsteuer den Gegenstand der Discussion bildeten. Der Ministerrath beschloss, diese Anträge abzulehnen. Die Schreckensthat in Lyon nimmt so ausschließlich das allgemeine Interesse in Anspruch, dass die Berichte über anderweitige Vorgänge des Tages einen nur sehr bescheidenen Theil der Iournalspalten füllen. Die Finanzdebatte in Italien, der Herrscherwechsel in Marokko, der Congostreit lc. sind vollständig in den Hintergrund getreten. Man hat bloß Aufmerksamkeit für die Meldungen aus Frankreich, die allerdings in sehr großer Zahl einlaufen und theils das ruchlose Verbrechen, dem der Präsident Carnot zum Opfer fiel, theils die heutige Wahl seines Nachfolgers zum Gegenstande haben. In der spanischen Kammer hielt Minister-Präsident Sagasta dem verstorbenen Präsidenten Carnot einen Nachruf; alle Deputierten betheiligten sich an der Trauerkundgebung der Kammer. Das englische Unterhaus und das Oberhaus richteten eine Adresse an die Königin, worin sie ihrem Abscheu an dem Verbrechen und die Theilnahme für das französische Volk ausdrücken. In London herrscht große Freude über die Geburt eines Sohnes des Herzogs von Uork, weil jetzt die unmittelbare Erbfolge gesichert ist, während bei Kinderlosigkeit des Herzogs von Hort die Krone später an seine Nichte, die 1891 geborne Alexandra Victoria Duff, Tochter des Herzogs von Fife und der Prinzessin Louise von Wales, übergegangen wäre. Sämmtliche russischen Blätter weisen darauf, dass der Kaiser von Russland die Verdienste Carnots durch die Verleihung des St. Andreas-Ordens gewürdigt habe. — Einen sehr sympathischen Nachruf widmet das «Journal de St. Psttrsbourg». Sämmtliche Zeitungen drücken das Entsetzen und die tiefste Trauer über dic Ermordung des illustren und hochherzigen Staatsoberhauptes aus und betonen, dass während der Präsidentschaft Carnots sich die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Frankreich gefestigt haben. Nach einer Reuter-Meldung aus Sansibar hat sich die Freiland-Expeditiou am 25. d. M. aufgelöst. Ein Theil der Mitglieder tritt mit dem nächsten Dampfer die Rückreise an. Der Rest soll nach Kinkyn fahren, sobald Geldmittel eingetroffen sind. Der Khed ive ist am 26. d. M um halb 7 Uhr abends in Constantinopel angekommmen und von einigen Hofwürdenträgern empfangen worden. Eine besondere Aufwartung hat nicht stattgefunden. Gerüchtweise verlautet, dass der Norden von Peru in der Gewalt der Revolutionäre sich befinde. Im Senate in Washington wurde die Ermordung Caruots mitgetheilt und die Sitzung zum Zeichen der Trauer aufgehoben. — Die Repräsentanten« Kammer beschloss eine Sympathie-Kundgebung für Frankreich. Stone beantragte eine Bill, welch? anarchistische Verbrechen, die den Tod von Menschen verursachen, mit Todesstrafe bedroht. Tagesueuigleiten. — (In der Sitzung des Wiener Gemeinderathes) vom 26. d. M. theilte Vilra/rmeister T>r. Grübl mit, dass er dem französischen Botschafter Loz^ namens der Wiener Bevölkerung das Beileid ausgesprochen habe. Gemeinderath Latschka stellte den Antrag, infolge der bei der Rettungsgesellschaft zutage getretenen Erscheinungen die Frag? der Verstabllichung des Institutes ins Auge zu fassen. Gemeinderath Strohbach regte den Gedanken an, anlässlich des fünfzigjährigen Regierungs-Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers Logierhäuser für die ärmere Nevöllerung zu errichten. In der Sitzung des fortschrittlichen Clubs wurde über das anlässlich des Re-gierungs - Jubiläums dcs Kaisers zu errichtende Museum sowie über die aus demselben Anlasse zu veranstaltende Ausstellung berathen. Ein definitiver Beschluss wurde jedoch noch nicht gefasst. — (Demonstrationen an der Wiener Universität.) Anlässlich der Vorkommnisse auf der Klinik Nolhnagels wird das medicinische Professoren-collegium demnächst eine außerordentliche Vollversammlung abhalten, um über die Demonstrationen sowie über die Cautelen zur Hintanhaltung solcher Vorgänge, namentlich zur Verhütung des Eindringens unberufener Elemente in Hörsäle, zu berathen. Vorgestern vormittags erschien beim Rector Hosrath Czermak eine Abordnung der farbentragenden Verbindungen, welche vom Rector auf die nach" theiligen Folgen der Fortsetzung der Demonstrationen auf-merlfam gemacht und aufgefordert wurde, sich weiterer Demonstrationen zu enthalten. Die Studenten erklärten, Garantien für eine ruhige Haltung ihrer College» nicht abgeben zu können. Die liberalen Verbindungen versprachen die Hintanhaltung von Ruhestörungen. Es verlautet, dass die die Garantien für Ruhe verweigernden deutsch' nationalen Verbindungen behördlich aufgelöst werden sollen. Die klinischen Vorlesungen werden wahrscheinlich übermorgen wieder aufgenommen werden. — (Beeidigung des Bürgermeisters von Linz.) Am 26. d. M. vormittags fand in Gegenwart aller Gemeinderäthe und Gemeindc-Veamten btt feierliche Beeidigung des neugewählten Bürgermeisters Franz Poche durch den Statthalter Freiherr« v. Putho« statt. Der Herr Statthalter beglückwünschte in einer längeren Rede den Bürgermeister zu seiner Wahl und zur Allerhöchsten Bestätigung derselben, versicherte ihn des Vertrauens der Regierung und besprach ferner die der Gemeinde obliegenden Aufgaben, wobei er insbesonder die Nothwendigkeit der Erbauung eines öffentlichen Schlachthauses hervorhob. Der Bürgermeister erwiderte, e bitte den Statthalter, seinen Dank an die Stufen des Thrones leiten zu wollen und ihm seine weitere Fürsorg ana/deihen zu lassen. Ferner erbat er sich die Unter-stlltzung des Gemeinderathes und der Gemeinde-Beamte^ chn, wie schon angedeutet, um nahezu ein paar Jahrzehnte überlebte und erst 1694, ein Jahr nach Val» vasors Tode, das Zeitliche segnete." Katharina Regina, die gelehrte Frau, die in der «LiUenzunft» den Beinamen «Die Tapfere» geführt, dle der lateinischen, griechischen und hebräischen Sprache lundig gewesen und sich durch größere poetische Schriften, eme Liedersammlung: «Die deutsche Urania. — wie sie stlbst dann auch symbolisch genannt worden — und durch ^» s?in. -Du glaubst nicht, welche Wohlthat mir das Em^ ..thmen der erquickend?« Friihlings uft gewahrt,- sp ach sie zitternd. «Wie sollte sie da m,r schaden onnen^. -Hanna, warnm zwingst d" "uch, d" ' «r "no immer "wieder die ärztlichen Ws pruche wieder^ holen?, fragte Frau Anny nut "M'n san ten ^or Wurf in dem Ton ihrer Stimme. «^ dass ein einziger Luftzug dich m Lebensgefahr onngen kann!» «Ich glaube nicht daran!» kam es in einem ungewöhnlich ungeduldigen Tone über die Lippen des jungen Mädchens. «Was man als eine Wohlthat empfindet, ist auch eine solche.» «Hanna!» rief die Tante erschreckt. «Tante Anny, gebt mir mehr Freiheit!» stieß Hanna mit liebender Stimme hervor. «Wenn dieser elende Körper einmal dem Tode verfallen ist, fo mag dieser sein Werk schnell vollführen! Es ist mehr als Qual, ihm seine Beute um eine kurze Spanne Zeit vorzuenthalten zu wollen.. «Hanna!« wiederholte d,e Commerz,enrath»n. «Mem Gott was ist geschehen? O, hatte der Onkel doch nicht die unglückselige Schwäche gehabt, dir den Ballbesuch zu gestatten! Mehr denn je hatte ich gerade heute den sehnlichsten Wnnsch, dich wohler zu finden!» Und sichtlich besorgt, hob Frail Anny das von der Lehne des Sessels herabgeglittene Tuch Hanna's auf und machte eine Bewegung, es um deren Schultern zu legen. Aber fast heftig wich das junge Mädchen vor der Berührung der Commerzienräthin zurück. «O, Hanna, wie undankar bist du für all unfer Bemühen,» brach die Dame aus. «Wie namenlos ei schwerst du uns die Erfüllung verwandtschaftlicher Pflichten!» «Tante Anny, dn glaubst nicht, wie gern ich euch von der Erfüllung dieser verwandtschaftlichen Pflichten entbinden möchte,» rief Hanna schmerzlich. «Dieses Schuldbewnsstsein erdrückt mich förmlich! Ich fühle, dafs ich euch eine große Last bin und dass ich euch niemals vergelten kann, was ihr für mich thut. O, warum weist ihr mir nicht einen Platz im Hause an, den ich ausfüllen und auf welchem ich euch zeigen kann, dass ich nicht so undankbar bin, wie ich ench jetzt erscheine?» sFo?tsktz,'Ng folg!.) Am 26. b. M. abends wurde Eesaric» einem bis in die Nacht fortgesetzten Verhöre über den Aufenthalt in Cette und die Abreife von dort unterzogen. Es ist festgestellt, dass Cesario in Montpellier und in Vienne mit mehreren Personen verlehrt hat. Caserio bekennt sich offen als Anarchist und als Anhänger der Propaganda der That. Er erklärt, aus eigenem Antriebe gehandelt zu haben. Er gehöre leiner Verbindung an, von welcher er den Auftrag erhalten konnte. Der Untersuchungsrichter scheint jedoch im Gegentheil an die Möglichkeit einer Verschwörung zu glauben und seht die Nachforschungen in diesem Sinne fort. Einem Budapest« Berichte der «Pol. Corr» zufolge gewinnt der Gedanke einer internationalen Vereinigung gegenüber der der europäischen Gesellschaft stündlich drohender und immer unheimlicher werdender anarchistischen Gefahr in politifchen ungarischen Kreisen immer größeren Anhang. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Allerhöchste Auszeichnung.) Se. Majestät der Kaiser hat dem Rathssecretär des Handels- und Seegerichtes in Trieft Dr. Eduard Vognolo und dem Rathssecretär des Oberlandesgerichtes in Trieft Dr. Franz Bognolo und dem Rathssecretär des Oberlandes-gerichtes in Trieft Dr. Franz Piccoli Edlen von Vestre taxfrei den Titel und Charakter eines Landes-gerichtsrathes allergnädigst zu verleihen geruht. — (Trauer-Gottesdienst.) Für weiland Seine Majestät Kaiser Ferdinand I. findet heute um 10 Uhr vormittags in der Domlirche ein feierlicher Trauer-Gottesdienst statt, dem die Spitzen der Civil« und Militärbehörden beiwohnen werben. — (Inspect! onsreise des Herrn Landeshauptmannes.) Der Herr Landeshauptmann Olto Petela hat eine mehrtägige Inspectionsreise nach Unterlrain angetreten, um zunächst im B'zirle Rudolfswert einige Bezirks- und Landesftraßm zu besichtigen. — (Ernennung.) Seine Excellenz der Herr Iustizminister hat den Chorvicar an der Domlirche in Laibach Ignaz Zitnil zum Seelsorger der Männer-Strafanstalt in Laibach ernannt. — (Aenderung des Hauszinsfteuer-Termines.) Ueber Bitte des Laibacher Magistrates hat das l. k. Finanzministerium den Termin für die Einzahlung der Hauszinsfteuer, sür welche bisher der 1. Februar, 1. Mai, 1. Juli und 1. October festgesetzt war, mit Rücksicht auf die gegenwärtige Ausziehordnung dahin geändert, dass die Hauszinsfteuer vierteljährig im vorhinein am I.Februar, 1. Mai, 1. August und I. November jedes Jahres eingezahlt werbe. Dieser Termin gilt auch für die öproc. Steuer von jenen Gebäuden, welche gänzlich ober theilweife von der genannten Steuer befreit sind. — (Das Vollsschulwesen in K r a i n.) Von den 325 öffentlichen Volksschulen in Kram haben 280 Schulen die slovenische Unterrichtssprache, 16 Schulen sind utraquistisch eingerichtet, und 29 Schulen haben deutsche Unterrichtssprache. Deutsche Schulen sind größlentheils im Schulbezirle Gotlschee, allwo sich 19 Schulen mit deutscher und 1b mit slovenischer Unterrichtssprache befinden. Deutsche Schulen befinden sich noch: im Schulbezirke Rudolfswert 5, im Bezirke Tschernembl 1, im Schulbezirle Gurkfeld 1, im Bezirke Radmannsdorf 1 und in der Stadt Laibach 2. Utraquistische Schulen sind überwiegend in Laibach, dann in den Schulbezirlen Gotischer, Krain-burg und Gurkfeld. — Die meisten Schulen in Krain haben Halbtagsunterricht. In dieser Beziehung nimmt Kram nebst Bukowina die erste Stelle in Oesterreich ein. V. — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der Zeit vom 17. bis 23. Juni kamen zur Welt 15 Kinder, da-gegen starben 20 Personen, und zwar an Scharlach 1, Diphtheritis 1, Tuberculose 3, Entzündung der Athmungs-organe 2, Magenkatarrh 2, Schlagstuss 2, Altersschwäche 2 und an sonstigen Krankheiten 7. Unter den Verstorbenen befanden sich 3 Ortsfremde und 6 Perfonen aus Anstalten. Infektionskrankheiten wurden gemeldet: Scharlach 1, Typhus 1 und Diphlheritis 1. — (Brandlegung.) Johann Zenlo, Schuh, machergehilfe in Podraga, Gerichtsbezirk Wippach, stellte sich am 26. d. M. um 7 Uhr früh in der Gendarmerie-kaserne in Adelsberg mit der Selbftanzeige, dass er kurz vorher an der Reichsstraße von Präwald ein Haus in Brand gesteckt habe. Ueber die Veranlassung der Brandlegung befragt, gab er an, er sei am Abende des 25. Juni gegen 9 Uhr zum Hause des Halbhüblers Michael Blaz?l in Hrusuje gekommen, habe mit Ein« willigung des Hauseigenthümers in einer beim Hause bl-findlichen Laubschupfe übernachtet und nachdem er nirgends ein Nachtessen erhalten, habe er am 20. Juni gegen 3 Uhr früh das Strohdach dieser Schupfe au« Rache mit einem Streichhölzchen in Brand geswlt. wo-rauf sich da« Feuer auch bald auf das Wohngebäude ausdehnte. Der Abbrändler erleibet einen Schaden von 500 fl. 1 Laibacher Zeitung Nr. 146 1254 28. Juni 1694. — (Delegiertentag der Abvocaten» Kammern.) Der Delegiertentag der österreichischen Advocate«»Kammern hat vorgestern die Frage des UUIU6I-U3 d»u«u8 in Berathung gezogen. Die Discussion nahm fünf Stunden in Anspruch. Als erster Redner sprach sich Dr. gucker aus Wien gegen jede Beschränkung der bisherigen Freiheiten aus und beantragte eine bezügliche Resolution. Dr. Blitzfeld (Brunn) verlangte die Einführung des nniukruil olausuz» aus ethischen Gründen. Das Ansehen des Standes fordere eine Beschränkung der bisherigen Freiheit. In ähnlichem Sinne sprachen Doctor Schlosser (Graz) u. a. Dr. Jäger (Linz) meinte, es wäre zu wünschen, dass die Erfordernisse zur Erlangung der Advocatur erschwert würden. Der uuinsrua dau^ würde die gewünschte Abhilfe nicht bringen, sondern nur ein Seniorat schaffen und jüngere Arbeitskräfte aus-schließln. Dr. Osner (Wien) folgerte aus einer statistifchen Tabelle, dafs die Ndvocaten »n Graz und Innsbruck in den letzten Jahren nahezu leine Vermehrung erfahren haben und daher leiner der beiden Kammern die Legitimation zukomme, nach der Polizei zu rufen. Der Adoocatentag habe ernstere Pflichten, als den nninsrug oIau3N3 zu suchen. Ls fprach noch eine Reihe von Rednern, darunter Dr. Hochenburger (Graz) und Doctor Mosche (Laibach), worauf unter allgemeiner Spannung die namentliche Abstimmung vorgenommen wurde. Der Antrag Dr. Zuckers, der sich gegen den liurnsrus ckni^uÄ ausspricht, wurde mit 19 gegen 13 Stimmen angenommen. — (Evangelische Kirche.) Sonntag den 1. Juli wird Herr Oberkirchenrath Dr. Witz« Stöber aus Wien den Gottesdienst in der hiesigen evangelischen Kirche um halb 10 Uhr vormittags abhalten. Am Abend desselben Tages findet im Casino eine gesellige Zusammen-lunst der Mitglieder und Freunde der Gemeinde statt, welcher voraussichtlich auch Herr Dr. Elze aus Venedig beiwohnen wird. * (Schadenfeuer.) Wie man uns aus Krain-bürg mittheilt, ist am 21. d. M. circa '/. 1t) Uhr nachts beim Besitzer Iofef Nizjal in Miltervellach ein Brand ausgebrochen. Das Feuer kam zuerst am Drefchboden zum Vorscheine, weshalb zu vermuthen ist, dafs es gelegt wurde. Das Feuer griff rafch um sich und äscherte das Haus, die Stallung und den Dreschboden, welche Objecte mit Stroh eingedeckt waren, in einer halben Stunde total ein. Der Schaden beziffert sich auf 1000 fl., und war Josef Bizjal bei der Versicherungsanstalt «Donau» auf 500 st. assecuriert. Den Brand gelegt zu haben, ist der 69jährige verheiratete Auszügler Nlci Bizjal, der Vater des Beschädigten, verdächtig, welcher sich schon vor lurzem zu seiner Schwiegertochter wegen häuslichen Zwistes ge° äußcrt haben soll, dafs das Haus bald abbrennen müsse und weil er der erste beim Ausbruche dcs Feuers voll« kommen angezogen aus dem Hause gieng. Derselbe leugnet die That. .r — (Promenade-Concert.) Das Programm des heute im Tivoli-Parke stattfindenden Prommade-Concertes lautet: 1.) «Royal de la Marina», Marsch von Lesebte. 2.) Ouvertüre zum Zaubermärchen «Mammons Palast, von E. Titl. 3.) «Du und du», Walzer aus der Operette «Die Fledermaus» von Ioh. Strauß. 4.) Chor der Piraten aus der Operette «Giroflc-Girofla» von Lecocque. b.) Fragmente aus der Oper «Gasparone» von MiUöcker. 6.) «Heinzelmännchen», Polka fran^aise von Nentwich. — (Das alte Lied.) Am 24.d.M.um H UHr vor-Mlttags hat der 4 Jahre alte Sohn der Theresia Mocivnilar m der Schupfe seiner Großmutter in Gmajna. Gemeinde Cernu«, im kindlichen Unverstände das Strohdach an« gezündet. Das Feuer sand rasche Nahrung, und es ver« brannten binnen einer halben Stunde die Schupfe sowie das Wohngebäude. Der Gesammtschaden beläuft sich an. geblich auf 600 fl. __I. — (Triester Lagerhäuser.) Die Triester «agerhauscommission hat, wie wir hören, das zwischen den Vertretern der Regierung und dem Lagerhauscomit<< verembarte Reglement für die vom Staate erworbenen ^loydhangars sowie die weiter festgesetzten Manipulations-^anfe in den Triester Lagerhäusern und Hangars angenommen und dieselben bedürfen nur mehr noch der Genehm.gung von Seite der zuständigen Ministerien. Die ^ctlvierung des Hangar-Reglements und der Manipulations« Tar.fe »st für den 1. August in Aussicht genommen. Musica sacra. Fre.tag den 29. Juni (Fest der heil. Apostel Peter und Paul) Pontisicalamt in der Dom-lirche um 10 Uhr: Instrumentalmesse in O-äur von Karl Greith, Graduate und Offertorium von Dr. Benz lanwm orßo von Heinrich Oberhoffer. In der Stadtpfarrlirche zu St.Iakob am 29. Juni Hochamt um 9 Uhr: Vierte Messe von Moriz Brosig, Gradual« von August Leimer. Offer, torium von Ioh. V. Tresch. In der Vorstadtpfarrlirche St. Peter am 29. Juni um halb 6 Uhr: Nig-n in koum-. «». ^nxoi. eustoä. von I. Singenberger, Graduate von Nikel, Ossertorium von Stchle, lanwin or^o von Hanisch ; um S Uhr: Sechste M.sse in 1>uw1I «il Orchester von W. C. Horäk, Graduate 'lu os I^tru» von Haller, Offertorium (^ouktiw 03 603 (achtstimmig), arrangiert nach Witt, I^nwui 01^0 von Fr. Schöpf (Orchester). Ein» lagen zum Opfergang unter andern: In oiunom toiimu (achtstimmig), Decora, lux, It^innus in i'ogto »anoti ?6tri et I^uli (sechsstimmig) von Ioh. Mich. Keller. Neueste Nachrichten. Die Präsidentenwahl in Versailles. (Sitzung der Nationalversammlung in Versailles am 27. Juni.) Die Abfahrt der Deputierten nach Versailles beginnt gegen 9 Uhr vormittags, in Versailles sind Truppen consigniert, der Bahnhof ist militärisch besetzt; in Lyon herrscht heute früh Ruhe. Eine vormittägige Vollversammlung der Linken unter Theilnahme von etwa hundert Mitgliedern, wobei das radicale Element vorherrschte, acclamierte einhellig Vrisson als Candidate« und bevollmächtigte ihr Bureau, bei eintretenden Zwischenfällen nach Umständen vorzugehen. — Der Saal und die Tribünen sind überfüllt. Die Diplomaten-Tribüne ist vollständig besetzt. Graf Münster befindet sich unter den erschienenen Diplomaten. Der Ministerpräsident Dupuy hat auf der Ministerbank Platz genommen. Casimir Parier wohnt der Sitzung nicht bei. Die Parteien haben sich, soweit thunlich, gruppiert. Präsident Challemel-Lacourd eröffnet um 1 Uhr 10 Minuten die Sitzung mit folgenden Worten: «Sie kennen das schmerzliche Ereignis, welches den Zusammentritt des Congresses veranlasst hat, ein Ereignis, das Frankreich in Trauer stürzt und alle fremden Regierungen ohne Ausnahme tief berührt». Der Präsident verliest die auf die Wahl des Präsidenten der Republik bezugnehmenden Artikel der Verfassung und erklärt sodann die Nationalversammlung für constiwiert und lässt die Auslosung der Scruta-toren vornehmen. Deputierter Dejeante verlangt das Wort, um die Aufhebung der Präsidentschaft der Republik zu beantragen. Deputierter Michelin fordert gleichfalls das Wort, das ihm jedoch der Präsident verweigert. Deputierter Veaudry d' Asfon will sprechen. Zahlreiche Stimmenrufe: «Schweigen!» Es wird zum Namensaufruf der Mitglieder des Congresses geschritten. Der Vorbeimarsch vor der Tribüne vollzieht sich in regelmäßiger Weise. Viele Congressmitglieder verfügen sich, nachdem sie ihre Stimme abgegeben, in den Park. Von 845 giltigen Stimmen erhielten Casimir Parier 451, Brisson 195, Dupuy 97, Fev-rier 53 und Arag 0 27. Die übrigen Stimmen sind zersplittert. Casimir Pürier erscheint daher zum Präsidenten der Republik gewählt. Das Wahlresultat wird vom Centrum und linken Flügel stürmisch begrüßt, die Socialisten protestierten mit dem Rufe: «Es lebe die sociale Revolution!» Die Wahl Casimir Pe'riers wird in Paris auf das günstigste aufgenommen. Es heißt, Bürde au werde mit der Cabinetsbildung betraut und Dupuy soll Kammerpräsident werden. Morgen findet eine Kammersitzung statt. Paris, 27. Juni. Nach Schluss der Sitzung des Congresses begab sich Ministerpräsident Dupuy mit allen Ministern in das Zimmer des Vorsitzenden, um Casimir Pirier das Protokoll der Sitzung vorzulesen, in welcher er zum Präsidenten der Republik proclamiert wurde. Challemel-Lacour hielt bewegten Tones eine Ansprache an Casimir Parier, welche derselbe mit Thränen in den Augen beantwortete. Er sei — sagte Casimir Pörier — tief gerührt von dieser Ehre, welche ihm die schwerste moralische Verantwortung auftrlegt, die ein Mann tragen könne. Casimir Parier fügte bei, er werde der Republik und der Demokratie seinen ganzen Patriotismus, seine Energie und die Wärme seiner Ueberzeugung weihen, wie es derjenige gethan, den Frankreich beweint. «Ich werde trachten — schloss der Präsident — meine Pflichten ganz zu erfüllen.» Nach dem Acte der Uebergabe der Executivgewalt an Casimir Pe'rier nahm derselbe die Glückwünsche der Senatoren, der Deputierten und der Vertreter der Presse entgegen. — Es ist noch zweifelhaft, ob Dupuy im Amte bleiben wird. Es heißt, dass Vurdaue beauftragt wird, ein Cabinet zu bilden. Dupuy soll Präsident der Kammer werden, welche morgen zusammentreten wird. Felegranttne. Wien, 27. Juni. (Orig.-Tel.) Se. Majestät der Kaiser empfieng um 2 Uhr nachmittags den Botschafter Loz^ in Privataudienz. Der Botschafter sprach Seiner Majestät dcn Dank der französischen Regierung für die Nntheilnahme Sr. Majestät an dem traurigen Ereignisse aus, wovon Frankreich betroffen wurde. Vor der Audienz hatte Lozs eine Unterredung mit dem Minister des Aeußern, Grafen Kalnoky. Rom, 27. Juni. (Orig.-Tel.) — Kammer. — Der Mlnister des Aeuhern, Blanc, erklärte auf eine Anfrage, die französische Regierung habe gleichzeitig mit der Nachricht von der Ermordung Carnüts versprochen, die Fremden, insbesondere die Italiener, zu schützen. Dle französische Regierung habe das Versprechen voll gehalten, denn die öffentliche Gewalt sei auf das energischeste gegen die versuchte Misshandlung von'Ita-lienern eingetreten. Der Minister ist überzeugt, dass die italienische Bevölkerung die bisherige rnhige Haltung bewahren werde. Rom, 27. Juni. (Orig.-Tel.) Um 6 Uhr abends fand zwischen dem Major Tassoni und dem D Imbriani infolge des Zwischenfallks in der Kam»»!, vom 23. d. M. ein Säbelduell statt, bei welchem veioe Gegner, Tassoni schwer, verwundet wurden. Die Duellanten schieden versöhnt vom Kampfplatze. Turin, 27. Juni. (Orig.-Tel.) Gestern abends, im Laufe der Nacht und heute morgens sind aus Lyon und anderen Städten Frankreichs Hunderte von Italienern, die sich von dort geflüchtet hatten, hier eingetroffen. Weitere Sonoerzüqe mit Flüchtlingen werden erwartet. Bisher sind in Turin 3000 italienische Arbeiter aus Fsankreich angekommen. Petersburg, 27. In'ni. (Orig.-Tel.) Kaiser Alexander traf gestern abends auf der Eisenbahnstation Borki mit der aus dem Kaukasus zurückgekehrten Kaiserin zusammen. Die Majestäten wohnten der feierlichen Einsegnung der Gedächtniskirche bei und reisten dann von Borki ab. Tanger, 27. Juni. (Orig.-Tel.) Abdel'Aziz hat Rabat verlassen und begibt sich mit seiner Armee über Beni-Hassen nach Mequinez und Fez, woselbst er in acht Tagen eintreffen dürfte. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 27. Juni: Pipp, Ncalitätenbcsitzcr, Sapiane. - - : dovicz, Apotheker, Czernowij). — Bcick, Meran. — Ad^>>,^, Emma, Helene und Aline Wallcnbnrger, Moskau. — Hi-.'l!',^, Bauunternehmer, Stein. — Bellina, Kfm,, Linz. — Fri,d,l! und Julie Inst, Private, Asch. — Jaeger, Privatier; Th^nn", Frankl, Oesterreicher, Schweiger und Heilsam, Kfltc., Wien. — Knuftlcsch, Kfm., FcldNrchcn. — Koppstcin, Kaufm., Siofol. — Faber, Privatier, nnd Turri, Kfm., Trieft. — Obadclel, Pri» vatier, Treffen. — Kalmann, Directors-Gattin, f. Sohn nnd Tochter, Töplih. Hotel Elefant. Am 2?. Juni: Scaramanga; Iasbez, Privatier, Trieft. — Altmann, Ingenieur; Polla'l, Fischer. Me., Wien. — Ielocnik, Beamter, Littai, — Pirnat, t, l. Notar, Sittich. — Nmncl, Ingenieur, Meixelburg. — Neream, Kfm., Seisenberg. — Reck. Kfm,, Landskron. — Dr. Gräser. Privalier, Neapel. -^ Goll, Privatier, Paris. — Bock, Kfm., Troftpau. — Surhada, Kfm., Prag. — Ienlo, Belgrad. — Burger, Besitzer, Hrasc. -^ Seibert, Graz. Hotel SiWahnhof. Am 26. Juni. Omahna, Scssana. — Pavlin, Cilli. — Grill, Altlack. — Brunn, Albona. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Am 26. Juni. Nedved. Ratschach. — Katlic, Agram. — Martincic, Tarvis. — Valsclj, DolnjaTnzla. — Ornig, Pettau. — Suppan, Lengenfeld. _____ Verstorbene. Den 27. Juni. Barbara Maria Zganl, Tochter der christl. Liebe vom heil. Vincenz von Paul, 39 I., Kuhthal N, Lungcntnbcrcnlosc._______________________________ _ Wolkswirtschastllches. Lllibach, 27. Juni. Auf dem heutigen Markte siud er-schienen: 3 Magen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu und Stroh, 16 Wagen nnd 1 Schiff mit Hol',. Durchschnittspreise. Mlt.° M»z.- Ml»,- M»z> fl. > lr, fl, ! tri fl, li, ^ ^ Weizen pr.Meterctr. 7!30 8,50 Butter pr. Kilo . . — 72------' Korn . 5,50 6 40 Eier pr. Stiict . . — 2------- Gerste » 5 50 6,40 Milch pr. Liter . . - 10 — ^ Hafer » 6 50 7 — Rindfleisch pr. Kilo — 64 —>— Halbfrucht » ---------------Kalbfleisch » -60------- Heiden » 7— «25 Schweinefleisch » — 68------- Hirse » 5- 4«0 Schijpftustcisch » -..38-^ Kukuruz » b 70 5 70 Hähndcl pr. Stück — 35------' Erdapfel 100 Kilo 1 «0-------Tauben » 15 — ^ Uinsen pr. Heltolit. 12----------Heu pr. M.-Ctr. . 1 60 —" Erbsen » 10----------Stroh » . . I 96 — - Fisolen » 8 —-------Holz, hartes pr. Rindsschmalz 'Kilo — 76------- Klafter 6 ^20------' Schweineschmalz » — 68-------— weiches, » 4 80 — -^ Spccl, frisch » - 58-------Wein,roth.,100 Lit.------24 -^ — geräuchert » - ^64-------— weißer, » ------3l) — Meteorologische Beobachtungen iu Laibach. "" ?"Ü7MgI"?M4"I8^ ""winHU^" ^nMf^"^^ 27. 2« R. 734 >0 194 O. heftig theilw. heiter «'0s 9 « Ab. 738 0 14 6 O. schwach bcwllllt Vormittags wechselnd bewölkt, nachmittags 2 Uhr heftiger Ost. Gewitterwolken vorüberziehend, rasche Abnahme der Tem-pcratur, abends bcwüllt. — Das Lagesmittel der Tempos'^r 17-3", um 16" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Missehrad, Die i>. ^. ^^o!!«<5«^(5» der «Kaibacher Zeitung», bei welchen das Abonnement mit diesem Monate endet, werden höflichst ersucht, die weitere Prä-numeration b»!«!^«^ zu erneuern, um die Expedition ununterbrochen veranlassen zu können. Laibacher Zeitung Nr. 146 1255 26. I»ni 1894. Course an der Wiener Börse vom 27. Juni 1894. «a« be« 0^«. C^««««. ztaal°.Anl,h,n. «"" «°« 5"/^ Einheitliche Nente <» Nolen Nerz, Ma! ^lnvember ... 98 0!» 98üi' !n Note» verz. ssebruar «uau'l 97 «,' 98 l', „ «Lilbcr ve,,, Iäm>er Juli 98 05 9« l<5 ,, ,, ,, «pr!l October p» 15 9» 3b l«54er 4"/„ Siaastlose . ui»u st. 1^8 50 149 l«N0er 5"/n „ «anze 500 I. «4? ,4? !»<» l»nner ., „ Mnflel l<>0 l. 157 7l> ,58 75. l«N4«r Gtantilole . . 100 l. 197—I9K — dtl>, „ . . k»u fi. 1«? — 19» — 5«/„ Dom'^jsbbr. o. 180 fi. . . 1P1- 1S2 — 4"/„ 0e>, Volbrente, Neunfre« 181^0 18190 5°/„ Oesi Notenrcnte. sleuerjrei — - — — »"/« dto, Nente i» «roüeilwälis, ftellcrflelsttrLUUttrllneüNom. 97 90 9« n> »«/« bto. bto. bto. per Ultimo 97 90 VU'10 »«lendal,». Vtaat»s l83 40 124^0 ffranz-Joseph ^ Vahn /.°/,Nubolph V. i. S. (div. Vt.) fttr 1000 fi. Nom. . . — — — — »»/„ d»o.i.ttlonenw,fte»«f,(bl». Et. für 800 »r. Vlom. »« SN 9? «l) z°/ «orarlberger Vahn !« 25 liz,ttarl-Ludw.'U,»00fi «W. 815 50 81« 50 5N 185 75 ssraü,Io!eph V. Em, 1884 4"/„ ?8 2ft «ü -Valizische «arl - Lxdwig. Nah« 2l 40 dto. dto. dto. per Ultimo . , i«110 «21 2« dto. Rente «ronenniähr,, 4"/n, sleuerfrel für 800 Kronen Nom. 95 Ob U5 i<5 4^° dto. dto. dto. per Ultimo. 95 — »5 2', dto.Et./,°/» »27 5N I»„ - dto. dto. silo. 100 fi.. 4'/,°/<> 101 75 10i! 2s> dt». Gtaat» Oblig. (Un». c>ftb.> V. I. <87«, k>°/„ . . 124-50 l»5 5" dto.4'/,°/«Lch8„ dt«. Plüm.»«nl. K lUO fl.e. w, 14!» 5>? «5 »t>0 dt«. bto. 5 »a fl. ». W, »49 löl»' . Theiß'Rtss.liole 4«/, lOO fi. . l42 50 !4!1 5« Gsund»ntl.»Eblllatl«n»n (für 100 fi. llVl.). »"/« »»Nzllche...... --- --- 5°/„ nieoerostsirelchischs . . . 109 75 110-75 4°/„ lr°ll«scht »nb slavonische . 9L'üN 9V 25 4°/, unaarlsch« (100 fl, W.) . 85 20 »ß-— ßndtl» öffintl. Anl»h«n. Donau-Neg.'Uose b°/„ ... 12« ?5 l2/ .>5 bto, -Anleihe 1878 , . 107-85 !<»»'3z Vnlehen der Stadt Vörz , . —-— —-— »nlehen b. Ltadtgcmeinde Wien 108 LU l(7 iiN »lnleben d, Etadtgemeinde Wien (Silber oder Gold), , . . 180 25 18125 PrämienNnl. b. Stadtgin, Wien 174 25 175 — VölseblluMnlehen oerlosb. 5»/, 100^0 101 — 4»/, prainer 2»ndr»«Nnl. . . ? in »8 lO Veld ««e Psandbrleft (für lUO fl.). Vobcr. allg. »st. in 50 I. N.4»/». 183-75 I«4 7b dto. „ in 5« .. 100 4s» Oefierr. Norbwcfibahn ... 108 9N 109 90 LtaaUbahn....... »20 8« 2»2>40 Vüdbahn k 8°/„..... 15U 7ü 154 ?l, ,, 5 5gllliz. » st. - b4'— Wiüdischllräy Lose 20 st. /. 478 474-^ Lrbt.°«lnft.f. Hand. u. «.1«0fl. . - — — dto, dto. per Ulrimo Teptbr. ««50 l.5 3zi — llreditbanl, Ulla. unz., 800 fl.. 442 75 44« 25 Depositenbank, nllo.,. 800 st. . ?30 831- V»«MPte-Ves., Ndröst., 500 fi. ?/>» — 73.» — Vlro»u.Vassenv., Wiener, 800 fi. 8S0 — 8«8 — Hypothelenb.,eft.,800 fl.l»5°/„». 8«— 87-85 Länberbanl, »fi., 800 fl., . . 848 75 8472« Oesterr.'Unlllll. Vanl »00 st. . lyy» ion« Unionbanl 800 st...... lb8 b« «59 — »erlehi-lbanl, »ll«., l« fi. . «?<-L0 1?ü 50 Acll« »«« tzr»»»p«sl» (per Ltüll). Ulbrecht-Vahn 81X1 fi, silb« . — — — — «usftg'Tepl. «isenb. »00 fi. . . ,68» 1»48 V5H». Noibbahn l»0 fi. . . »«» bo 8N4 !H „ «eKblltzn A» «. . . S5» — 4«1 -«uschttthiabel «is. «is st. «Vl. ,«,4 ,»23 dto. (Ut. «) lwN st. . «8 .- «71 -Donau - Dampfschiffahrt , «es. Oefterr. 500 fl. IW. . . .438-437 — Diau»«.(Vatt.-Db.-tz,)8»0fl.E. — — — — Dui»VodenbachtlV.'V.8N0fi.V. b« — s»-. sseidrbb. 1000fi. «W. »i»o «i,y Ünnb. < ^ Els-ri.» Vesellsch. 800 fi. V. ... 877 60 87« -2l»yb, eflerr., lriest, »00 jl.«M, «95 — 49? -Oefte«. Noübveyb. 800 ». Oilb. »88 tv ULl 50 bto. (Itt. «) 200 st. L. . . ,ß/ — v«0 50 Vl»a»Durer«isenb. 150 fi. Silo. 88-— 8» — Vieoenbürger Eisenbahn, erste. — — —> — Stalllseisenbahn 2l>0 fi. T, . . 8«1 50 342 85 Eüdbahn 2<»U fi. Vllber . . . ion-Ai< 10? Vübnordb. l8eib.»V,»N0fl. «M, /0, — t03 -Tr««way'«es.,Wr.,170fl.b.W. ^97 - »99 — .. «M.il»7.»ft0 V»s. 74 H0 ?« — (pn Etü. 45 ?l. 46 95 Ltefw«« vrauirei «00 st. . , ,0« — in - ««tt<»»»efeMch., »«e?r.»»lpud..»es. 800 » ßil — «Kl — V4 — 80« ü. , Vtevreri».", Papier, n, «>« 1»8 — 154 - - Trifaller »ohlenw.<<»ts, 70 fi i«b — <«, — W»ffenf.»«.,0efi.iuWitN,10ft«. »Ü8 50»K0 — «a»»on0 fi. . . 133 li 134 t5 «lenllbtlaelljiesel'Mctlen-Sel. 310 — 312 — Amsterdam....... 103 »5 »N3 7>» Deutfche Plü»,..... »» 45 »1 (<<, London........ 1»530l»b70 ^lll«......... 49 8l 4990 Ht.'Pe!e:»zul,...... —— . — Valuten. Ducaten........ 595 V9? »N-Franc«.Vtück«..... »9!^ 999 Bilder....... - - >- Deutsche «eich«banln«ten . . «1 45 «1 ü^ Italienische Nanlnoten ... 44 8^ 44 9«» PlU,l«.«ubel..... 13», 1 34,» Danksagung. Der k. k. Bezirksarzt Herr Dr. Herrn. Linhart In Gottsohee hat ineine Frau während ihrer langen, schweren Krankheit behandelt und in beinahe wunderbarer Weise wieder hergestellt. Ich fühle mich angenehm verpflichtet dem genannten Herrn für seine an den Tag gelegte seltene Umsicht und unermüdliche Aufopferung sowie für sein stets liebevolles Entgegenkommen hiemit meinen tiefgefühlten Dank öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Gottschee am 28. Juni 1894. A. ßastär (2740) 2—1 Forstamts-Rechnungsführer. D lenst-Vermlttlungg-Bureau O. Flux, Rain Nr. 6, sucht d r i n-g e n d Beltburaohen ausein Schloss. Lehrjungen in feines Gas»';, Herr-«ohafti- und OaathauB-Köohln für liier und Veldes, italienisches Kindsuiadohon in ein sehr feines Haus, Stubenmadohen für Pola, 12 fl. Lohn, Kindsmadohen fur Triest, Kellnerin für Veldes ^^f^- Agenten zmn Wiederverkaufe eines patentierten Apparate« zur Kühlung des Bieres gesucht. Für Brauereien und üastwirtscüalten unentbehrlich. Verdienst groß. 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Zemljifisie oddalo se bode le pri drugi dražbi pod cenitveno vred-nosljo. — Varftèine je 10 %• C. kr. okrajno sodisèe v lx>*i dne 5. junija 1894. Ein Lelii aus einem besseren Hause wird in ein Spezcreigeschäft am hiesigen Platze sofort ] aufgenommen. WoV sagt aus Gefälligkeit die Administration dieser Zeitung. (2721) 3-1 (273o) DiurnJst 21 beider Landessprachen mächtig, der jetzt noch in einer Advocaturs-Kanzlei thätig ist, sucht bis 15. Juli 1. J. dauernde Stelle. Gefällige Offerten erbittet Franz Wiederwohl, Floriansgasse Nr. 35, Laibaoh. ittStilt in einem großen Garnisonsorte Südösterreichs, welcher von Fremden und Einheimischen stark besucht wird, ist wegen Kränklichkeit der Frau sogleich abzulösen. Erforderliches Capital 4000 fl. Offerten an die Administration dieser Zeitung. (2731) 6—1 (2490) 3—2 St. 2777. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji na-znanja, da se je v izvršilni stvari Andreja Zupanèièa iz Kolovrata (po dr Ivanu Tavèarji) proti Luki Zajcu iz Sterme Njive peto. 134 gold. 10 kr. na 26. aprila t, 1. doloöena druga iz-vršilna dražba posestva Luke Zajca vlož. St. 32 kat. obö. Kolovrat presU- vila na 2 8. avgusta 1894, dopoldne ob 11. uri, pri tem sodišèi 7. dostavkom prejšnjega odloka. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji dne 24. maja 1894._______________ ~(2522)Y=3~ ŠU11.985. Razglas. C kr za m. del. okr. sodišèe v Ljub-ljani naznanja, da se je vsled tožbe Jožela Bošljancioa, poseatnika iz Kepö š( 11 proii Marjeti Valentinèiè iz Lesiöjega in Mariji Jerman iz Ljub-liane oziroma njunim nepoznanim pravnim naslednikom (po skrbniku na öin), zaradi pripoznanja zastaranja hipotekarnih terjatev de praes. 21ega maja 1894, št. 11.985, slednjim po-stavil gosp. Janez Bozja, posestnik iz Mal. Lipoglava, skrbnikom na (tin in da se je za skrajšano razpravo do-locil dän na 17. avgusta 1894, dopoldne ob 9. uri, pri tem sodišèi. G. kr. za m. del. okr. sodisöe v Ljub-ljani dne 31. maja 1894. (2547) 3—3 St. 2341. Razglas. Neznano kje v Ameriki nahaja-joèemu se Janezu Sternadu iz Hoöevja se naznanja, da je Janez Sternad iz Cest.e St. 29 proti njemu tožbo de praes. 6. junija 1894, st, 2341, zavoljo dolžnih 170 gld. s pr. pri tem sodišèu vložil, vsled katere tožbe se je doloèil dan v skrajšanem postopku na 13. julija 1894, dopoldne ob 8. uri, pri tem sodišèi. Tožencu imenoval se je kuratorjem na èin Franc Sternad iz Hoèevja, s katerim se bo stvar razpravljala, ako toženec ne imenuje druzega zastopnika. C. kr. okrajno sodišèe v Velkih Lašièah z dne 6. junija 1894. "(2524) 3—2 St. 12.019. Razglas. C. kr. za m. del. okr. sodišèe v Ljub-Ijani naznanja, da se je vsled tožbe Andreja Lampreta, posestnika na Vevèah, proti Jožetu Lamprechtu, oziroma njegovim neznanim pravnim naslednikom, zaradi pripoznanja pri-posestovanja lastninske pravice de praes. 22. maja 1894, št. 12.019, slednjim postavil gospod Luka Strah, posestnik v Zadobrovi, skrbnikom na èin in da se je za skrajšano razpravo doloèil dan na 14. avgusta 1894, dopoldne ob 9. uri, pri tem sodišèi. C. kr. za m. del. okr. sodišèe v Ljub-Ijani dne 30. maja 1894.__________ (2542)3-2 St. 2903. Oklic. Na prošnjo Jakoba Zigmunda iz Loža št. 6 radi 580 gold, s pr. ponovi se z odlokom z dne 30. novembra 1893, st. 7915, na dan 28. februvarja 1894 odrejena in potem z odlokom z dne 28. februvarja 1894, St. 1141, do ponovitve ustavljena druga izvr-šilna dražba Josipu Setina iz Nove Vasi lastnega in sodno na 770 gold, brez pritiklin cenjenega zemljišèa vl. št. 173 kat. obè. Lož na 13. avgusta 1894 ob 11. uri dopoldne s prejšnjim prislavkom. C. kr. okrajno sodišèe v Loži dne 5. junija 1894. (2646)3—3 Nr. 4254. Curatorsbestellunff. Für den verstorbenen Tabulargläu-biger Johann Kobe von Otok wird Stefan Zupancik von Tschernembl als Curator aä aelum bestellt und ihm der hiergerichtliche Realfeilbietungsbescheid ddto. 16. April 1894, Z. 2689. zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tscherncmbl am 15. Juni 1694. ! (2670) 3—1 Nr. 1898. Curatcls - VerhänMnn. Das hochlöbliche k. k. Kreisgericht in Rudolfswert hat mit Beschluss vom 15. Mai 1894, Z.644, wegen gerichtlich erhobenen Wahnsinnes über Francisca Lesjak von St. Veit die Curatel verhängt, nnd wurde derselben Josef Gorisek von Sittich zum Curator bestellt. K. l. Bezirksgericht Sittich am 25sten Mai 1894._________________________ ^2655) 3—1 Nr. 8191. Edict. Vom l. k. städt..deleg. Bezirksgerichte in Rndolfswert wird bekannt gemacht: Es habe Dr. Robert Goriany in Rupertshof behufs Erwirkung der Löschung des auf seinen Realitäten Einl. Nr. 38, 132 und 218 der Catastralgemeinde Tscher-moschnitz zufolge Bewilligung vom Ittten April 1843, Z. 1129. haftenden Erbtheilsforderungen der minderjähr. Maria und Johann Stalzer und rücksichtlich auch Ursula Stalzer ä 100 fl. CM. oder 105 fl. ö. W. die Einverleibung der Amortisierung der genannten Forderungen angesucht. Es werden daher diejenigen, welche auf die Hypothekarfordermigen Anfpruch erheben wollen, aufgefordert, dieselben bis 15. Juli 1895 Hiergerichts so gewiss anzumelden, als widri-gens nach fruchtlosem Verlanfe dieser Frist über neuerliches Ansuchen des Bittstellers die Amortisation der Einverleibung des für diese Forderung haftenden Pfandrechtes und dessen Löschung bewilligt werden würde. K. k. stadt.'deleg. Bezirksgericht Rudolfswert am 13. Juni 1894. (2582s 3^3 Nr. 13797 Curatels-Verhängung. Dem mit Beschluss des hochlöblichen k. k. Landesgerichtes Laibach vom 9. Juni 1894, Z. 5283, wegen Verschwendung nnter Curatel gesetzten Franz Tomazin, 49 Jahre alt, Taglöhner von Assling Nr. 58, wnrde Herr Josef Klinar, Gemeindevorsteher von Asslinq, znm Cnrator bestellt. K. k. Bezirksgericht Kronan am 15ten Juni 1894. (2440) 3—3 St. 1968. Razglas. Zapušèini dne 29. aprila 1894 zamrlemu Jarneju Cehovinu iz Cer-melice imenuje se kuratorjem «in Josip Cehovin iz Cermelice ter se mu dostavi lusodni izvr.šilni odlok 7. dne 1. junija 1894, st. 1986. C. kr. okrajno sodißöe v Senožeèah dne 1. junija 1894.