w.»»«): IXW»«. .w«ö«»»1.4. «s« IG. N^vi »WU ?kr K/Iont»y. c^vn 29 ^sp^Omk«!' 1930 v>WHI»pf»t»s: ^dKotW,. m«wv. « »«wtt« 2« «G. 6»ch ^ W0W< » v^ M? s« Dww» MAWM. H> vtU kwPchMW» ß W R tt» Aaridorer seitMa FM'Hi '!"i"»lWW ........ Nendvng in 0t«ttteich Auf df« ^ sin« Parteidittatur. uns«r«m ständig. Wkner Wtavböitar.) V! e 1^, 27. September. /lllipÄhsich enhüyt fich dep Sinn des Regierungswechsels. In dem Nebel der l^reig« Nisse werden die sioz^turen einer neuen Politik in Oesterreich sichchar, Por genau ei' nem Jahr hatten die Heimmehren mit dir Pittasur gedroht, ftber «s ist dqi^n freilich yichtß daraus geworden, wejl noch etliche Leute eiflen i^est von Berantmortlichkeit ihr yigefl nannten und den pnljberlegten Heiß-spornen in die Arme fielen. Jetzt mill man pine ipnrteidiktatur ausrichte^, ufll mit dem gesamten Machtapparat des Staates auch den Staat selbst in die Hqnd zu bekommen. Pie Wahley stehen vor der Tür, und ihr tNg mub das Schicksal Oesterreichs auf ein^ Reihe von fahren hinaus bestimn^en. Vahley ßnj» tszmer fin Va'hflnque-Splel. Vielleicht lÄht sich ist diesem Faye das Glück ein bißchey korpigierey lznd man kany nach-yölfen. wenn ipqn ay d«v obersten Stelle sitzt, «lserding«, die christllchsozi?le Partei wagt hier den höchsten Einsatz, um ihre Txi* ltenz zu rettey. Dr. Johann Schqher war sinmal die gro« ke Hafsnllnq der Heimwe^ren flewesen. Er sollte der ^rsührer in d^m Kampf defl Austropiarxismus sein, aber er blieb yuf dem pqrsameytarij^tte uO sp ^flnste er A-lf-gaben lö^en muhje^ deren Lösung einem anderen niemals geglückt wäre. Aber da.in wurden hi« Angriffe immer schärfer und cheper. biß Schober zum Keyenschlaa flus. holtf. Mit der Ausweisung des geistigen FührWß d^r Hsimwehren. d«S früheren reichsdeusschßn Mqjy^s WW er die xuze Bewegung stn ihre, Mpfindlichstcn Stelle treffen, und iq, gewissen Ginne be-hielt er auch recht. Di» Graft der Heimweb-ren Asrbröselte an ih«r inneren Uneinigkeit und Streit her übrig gebliebenen Füh-rer zermstrbte sse poftny?. Dep sri^)ere Vlind^skanzser hqtte verges-Hsimlwshven auch w Bestand seiner grüßten Rsgierunqspar-tei hedvohen nmstte. Und da diese Gefahr nun ein^l bestand, ^wang sie die christlich, soziale Partei zur Abwehr. Ohne die .'^im-wehttn können die l!hristlichsozialen nicht 'n di^ Wqhl gehen und j^de Soni>erkandj. datur. h!^ diosen Reihen ersteht, nimmt christlichsozialen Partei Wähler und Mandate weg. Die Heinuivhren noch ein« mal vegierungsfromm zu macl^n und sie für «unveSkanzles Schober zu begeistern, war unmöglich. To blie>b nur der umaekehrLe Aeg ü^rig. Die Christlichsozialen muhten Montags-Ausgabe M Rekonftmktion der Negierung MlktrM Dr. Koroiee' ^ Lina. Sernec fein Nachfolger ^ Dr. pirkmajer Leiter des Dranbanats LW. V e p g r a d, 23. September. ve, gestrige Tag brachte nichtige «eriin-in der Regierung. In den letzte« Tagen fanden in Beograd zwischen dem Forst- und Bergbauminister Dr. Kpr o-See, dem gewesenen Abgeordneten der sei-nerzeitigen Glowenischen Bolkspartel und Minister a. D. Prof. Su 8 nik sowie hßM Banus des Draubanats Jng. Sernse Wiedephalt liinyexs vesprechv«. gen statt, «ach diesen Konferenzxn seifte Wnistex Dr. stqroSec nach NiZfa Banja, wo Seine Majestät mit dem Mlnisterpriisiden-t«n General i v k o v i ö, dem Minister pzunovi 6 und Hosminister Iesti 6 weilt. Dßr ftönig empfing Pr. Koroiiee, welcher Geiner Majestät fein « üAtrittSge-f u ch unterbreitete. Der Minister motivierte seinen Rticktritt diunit, dah ihn seine siraUkhIit zwinge, einey liingersn S?hol«ngS«rlq^b anzutreten, wadnrch er autz«rstand« wäre, feine Agenden als Forst-nnd Vergbanminister zu versehen. Da je-hoch die Fiiste der Arbeit, die er zu verse^ he» habe, dringeiu» erheifche, dah der Mi« flister aktiv in der Sjegierung mitarbeite, ersuche er Seine Majestät, ihn seines Postens zu entheben und ihn seiner Verant-Wartung zu entbinden. Dr. ttoroSec versicherte bei dieser Gelegenheit den König sei-ner Unwandelbaren Treue und E r g e b e n h e i t. Cr wtshe, sobald «r wieder feine volle Gesundheit erlangt haben werde, seine Kräste gerne dem König und Vaterland leihen. Schließlich dankte der zprtickgetretene Minister Seiner Majestät für das bewiefene Vertrauen und erklürte, er werde auch in Hinkunft in vollster Eintracht mit den iibrigen Patrioten im Geiste des Manifestes Seiner Majestät ;tNd der Deklaration der Regierung fiir die Bertiesling des jugoslawischen Rational- und Staatsgedan-kens wirken. Der König nahm das R ii ck t r i t ts« ge such Dr. Korozec an. Dieser reiste sofort nach Tcograd zuriilk, um die Ernennung seines Nachfolgers abzuwarten und ihm seine Agenden zu übergeben. LM. B e o g r a d, 38. September. Nach der Demission des Ministers Po?, tor Koroiiec unterzeichnete Sein? Majestät einen U k a s, womit der Banus deS Drau» banats und ehemaliger Minister Ingenieur DuZan Sernee zum Minister fiir Forst« wcsen und Bergbau ernannt wird. Da der scheidende vanus ehensalls in Mka Banja anwesend war wurde er vom st^nig unverzüglich in Audienz empfangen. Softrt nach der Andienz b?im König wurde Jng. Sernec vom Ministerpräsidenten General Z^ivkovi«; beeidigt. Minister Jng. Sernee wird in hen näch> sten Tagen seinen neuen Posten antreten, sobald er seine Agenden als Va-nus des Draubanats seinem «achfolge? iibergeben haben wird. LM. B e o g r a d, S8. September. Wegen der Ernennung Jng. Sernee' zum Z^orst und Bergbauminister bleibt der Po» sten des Banns des Draubanats zu bee setzen. Die endqiltige Entscheidung hierüber ist bisher noch nicht gesallen. Bis zur Ernennung des neuen Banus wurde Vize« banus Dr. Othmar Pirkmajer mit der L e i t u u g der B a n q l v e r-waltung des Draubanats betraut. Rund um die Abrüstung Uxdett der Döikerbandaussfhttsse ^ Erlolge in >rei wichtigen AbriiZiuAgssraqe^ Der AvSschuß für das Studium der politischen Fragen zog den Antrag der engl!-st^n Delegation, wonach im Schosse des Völkerbundes ein stänt>!ger Ansschusi siir has Studium der SIlavensrage einzusetzen f^i. in lkrörternng. Der vierte Ausschuk lehnte den Antrag des italienischen Delegierten, wonach beim Generalsekretariat des Völkerbundes nach Pedarf mehrere Pasten von General-Vize« sekreiären zu schassen seien, ab. Die Vizese« ftetqre hatten hje Hauptarbeit des Bölker-bundqMteö zn versehen, da die Autorität des Generalsekretärs unberührt bleiben Wsse. Pie Debatte im dritten Ausschuß endete mit der Annahme des Berichtes der Delegierten Matos iiber die Tätigkeit des Ausschusses sür das Studium der U b r ü- gleichfalls Stellung nehmen gegen den Nun» deskmzler. Ob jetzs die ganze Belegung auch noch einen neuen Auftrieb erkicilten wird, der sie beschwingt und die Bielen, die ihr längst untreu geworden sind, wied?r zu den Fahnen zurückrufen kann, ist schwer vorauszusagen. Manches spricht daKr, und dann wird es ja leichter möglich scin, dort nach-zu'helseii, wo dies früher nicht möglich gewesen ist. Die Wehrmacht hnt Zii.'^ekanzler Valls'.oin in seiner (^Ii^enschaft als .^cer?s-minister in ein paar Jahren zu einer Parteigarde umwandeln können. ^^erfassungsmäs'.iq sollen die Wahlen erst im April stattfiild^'il Aber es wäre inimer-hin denkbar, daf, die Auflösung des National rates schon zu einem früheren Zeitpunkt er- RO. Genf, 28. September. stu n g bzw. die lleberwachung der Erzeugung von tiriegsgcrät sowie des Wasfen-uud LZunitionshaudels. Um Schlusz seiner Aub illjrnngen der gricchisch« Delegierte P o l i t i s zur Feststellung, der Äus-schnsj l)nbe im vollen Masje seine Pflicht erfüllt und habe in drei wichtigen Fragen schöne (Erfolge zu verzeichnen, (ßs sei dies erstens die Frage der finanziellen ilnter-stü^ung der Mitgliedstaaten sür den Fall eines Angrisscs anderer Staaten. Die zwei le Frage beziehe fich auf die Berkel)li»mittel des Püllcrbundos in kritischen Lltigsnblicken, während die dritte Frach'.'i' dung gerufen werden. Für diese (Entscheidung wollten die l5hristlich'ozialen gerüstet sein. Der Versuch einer christlichs^vzialen Partei diktatur, der jetzt in Oesterreich unternon?" nlen wird, entspricht einer kühnen Konzeption. Wer einigermaszen Einblick in die V.'r l?ä ltnisse dieses Staates hat, wird auch den (.^genspieler Schobers unschu>er erkennen. Es ist Dr. Jgnaz Seipel, der wieder einmal hinter den Kulissen die Drähte zieht und dabei doch unsichtbar bleibt, wie er dies inlwer tut, nvnn sich seine Ideen verwirklichen lol-len. Er will sich vor d^'r OefseaUlick^it nie Aranireich - BeMüstriN b?« Frieden« NO. P a r i s, 28. September. Ministerpräsident Tardieu hielt iN Allencon anläszlich der Schließung der dortigen wirtschaftlichen Veranstaltung eine bedeutungsvolle Nede über die Maß« nahnu'n der Regierung, die den Zweck verfolgen, das rasche Änken der Preise der eiil^zelnen landwirtschaftlichen Erzengnisse zu verhindern. Ter Ministerpräsident betonte, innerer und äußerer Friede sei dringend nötig, um eine weise landwirtschaftliche Politik betreiben zn könneil. Die answätige Politik müsse aiisjerhalb der Parteistreitigkejten geführt werden. Frankreich führe die Entwassnnng gewissenhaft dnrch. Der Regierung sei eS durch Anspannung aller ^träste gelungen, die Friedensverträge zu bewahren dadurch den Frieden zn festigen^ mit dem Odiiiin belasten, uiit dabei gewesen zn sein, wenn sich große politiscs)? Ereignisse vorbereiten. Als vor einem Jahr Oesterreich vor der Katastrophe des Bürgerkrieges stand nnd nur die Berufung des Wiener Polizei« Präsidenten an die Spihe einer neuen Regierung noch Rettung versprach, fnhr Dr Jgnaz ?e!^>el ein Paar Tage vorher a>ls «-i» ne gleichgültige Verjammlungstonrnee nach Deutschland, denn er hatte alles bis aufS kleinste vorbereitet gehabt und er wußte, daß alles i>l seiueni Sinne geschehen wird. Dieslnal hält er in Norwec^en ein paar Vorträge und seine Abreise aus Wien er-folgte in den Vormitta^!!l.^ uni» «s ist dann auch alles so eingetroffen. Auch nicht das kleinste Rädchen hat ve^agt und da Seipel jetzt zurückgekehrt ist, sin« d«t er in Oesterreich die Situation vor, die er gewünscht hat. Me christlichsoziale Par-teidiktatur, die jetzt in Oesterreich versucht wird, ist Vie Diktatur Seipels, auch dann, wenn er selbst nicht zu oberst steht. Vorl»w-fig ist es doch ein Experinient, und auf Ex« perimente läht er sich nicht ein. Dazu ist er zu klug und zu vorsichtig. Er wartet, bis seine Stund« kommt. R. V. P. « I IV v keute Reue Niederlage des Faschismus Prpzeii gege« te» Ml««lSI«r aas öe« »«»»nilch«» Hir»»?ri«z«» "*"RVS0lrtzttl7«k»M« uivna«vvae TIiBloi,: «ur noch heute Montag, den 29. Sept. 1)25 srolZe ^onumentalxverk: ^KIsr»Rik Lln kerrlieker film, äen jedermann 8eden 80ll. j^ritZ! Kortner. Vorztelluneen an VVerktiiizen um l7. 19 unä ?1 l^lir Sonn- unä k^elestsiren um 15. 17. IS unä 21 Ukr. Vvrverksut tSirllek von llZ--12 Uiir i«n äsr Kinnlrasse. Die Hand durchschoZfen Spielet nicht mit Schttßwaffen! M a r i b o r, 28. September, «chußwafscn sind schon so manchem Un-erfohrencn zum Verhängnis geworden. Ein derartiger Fall ereignete sich heute in den Vormittagsstunden. Der 16jährige Hairdels lehrling Joses S t c f a n e i e hantierte auf einem Spazierwege unweit der Drei Teiche so unvorsichtig mit einem Revolver, den er irgendwo gesunden haben will, daß dieser Plötzlich losging und dem Burschen die Handfläche durchbohrte. Der unvorsichtige Bur^'che suchte Hilfe osi der Rettungsabteilung, die ihn sodann ins Krankenhaus überführte. Herbstreinemachen Man brancht zu allem Müh' und Zeit, — Zum Beispiel auch zur Reinlichkeit. — Nicht Seife, Wasser, Schwannn und Leiter, — Nicht Tuch und Bürste und so iveitcr, — Tun es! — Es ist die kluge Hand, — Ter alles ordnende Berstnnd. — Wie traurig seufzt der Ehemann, — Das Herbstrein« lnachen rückt heran, — Indes die Hausfrau fl'ink hantiert — Und wie ein Feld^rr kcmmandiert. — Naht dann das Kalnpf-heer auserlesen — Mit Leiter, Schrulker, Mop und Besen, — Dann ist's am besten, sich zu drücken — Vor Wassergrimm und Seifenstücken. — Indessen tobt mit Mnt und Macht — Jul trauten Heim die Rein« mach'-Schlacht. — sicin Fl^'ckchen läßt man dort am Leb.?n, — Kein Stäubchen auf dem Boden kleben, - Kein' Spinnweb' kann sich dort verstecken: — Das Feldherrnauge wird's entdecken! — Und Wasser oben, Wasser unten, — Die Röcke kurz herausge-bunden, — Die Füße ohne Spur vcu Strümpfen, — So sieht nian' sie, fast wie die Nvmphen; - .Hielt alle Poesie nur Stand — Vor Wasser, Seife, Scheuersand! ^ O weh! ruft der Herr E^'i^emahl, — Das Essen kalt, die Wände ?al)l, — Der Boden naß, die Treppe nasser. — Und nichts als Wasser, Wasser, Wasser — Un!> nirgends rings ein trock'ner Flecken, — Niii sich zu retten, zu verstecken, — .Hier ist eö RO. B r ü s s e l, 28. September. Im Mittelpunkt der gesamten veffentlich' keit stand der mehrere Tage dauernde Pro-zeb gegen den Hochschüler De Rosa, der vor einigen Monaten auf den i t a l i e« nischen Kronprinzen Hum» bert in Brüffel ein Attentats-versuch unternommen hatte. Es han« delte sich nicht so sehr um den Anschlag als solchen oder um die Person des Ang^lagten, sondern um die Hintergriinde, die den jun» gen Akademiker dazu getrieben hatten. Als Zeugen war eine ganze Reihe von angesehenen italienischen Emigranten einvernommen, darunter der Sozialistenstihrer T u r a t i, der bekannte «eschichtssorscher Salvemini und der ehemalige Ministerpräsident R i t t i. Sie alle wurden vom Gericht vorgeladen, um ein richtiges Bild von den Motiven, 5le den Angeklagten zu seiner Tat verleitet hatttn, zu gewinnen. Die Zeugen sagten übereinstimmend aus, daß das Leben im saschistischen Italien unerträglich sei. Sine andere Meinung als die saschistische sei unter dem Druck der Ver Hältnisse in Italien gegenwärtig undenkbar. Geschichte könne iiberhaupt nicht geschrieben Werlte«, solange der Faschismus am Ruber sei. viele Gegner des Faschismns hätte» freiwillig Jtnlien verl«»sien, da sie sonst das gleiche tun würden wie der Angeklagte De Rosa. Der Kronprinz galt ansänglich als Faschistengegner, ^äter sei er jedoch dazu gezwungen worden, mit den ^warzhem-den zu halten. Von diesem Gesichtspunkt aus sei die Tat Rosas zu beurteile«. GrotzeS Aussehe» erregten die lkrklärun» gen des gewesenen belgischen Ministers D e B r o u q u i e r e S, der, als Zeuge einvernommen erklärte, der J^schiSmuS bedeute eine st ä n d i g e G e sa h r sür de« W e l t < r i e d e n. Der FaschisumS bedrohe Jugoslawien und sut^ gleichzeitig durch unaufhörliche Heraussorderungen Frankreichs die chauvinistische« Leidenschas-te« zu entsessel« und so Gtimm««g für sich zu machen. Liebäugeln mit den Ratw-nalsozialiste» in Deutschland bedeute eine «eitere i^sahr sür den Frieden in Europa. Der Attentäter De Rrosa wurde schlief^» lichzusüns Jahre« Kerkers v e r» urteilt. Inventur des mssMm Iuwelmschatzes W»Ile« die Sowset» wieder Ar»«s»welei« verkause«? Einer Meldung clus Moskau zufolge hat der Juwelenschatz der Sowjetunion einen neuen ausführlichen Katalog der Kronju-welen und der Jnwelensammlung des Zaren herausgegeben. Ueber die russischen Kronjuwelen wird meist viel unzutreffendes berichtet. Immer wieder tauchen Nachrichten auf, daß der Schatz längst in alle Winde zerstreut sei. Von jedem größeren Edelstein, der aus dem Juwelenmarkt angeboten wird, erzählt man sich, daß er aus dem Schatz der Romanows stanime. In Wirklichkeit ist der ganze Juwelenschatz nur wenig berührt. Kraft einer Verfügung Lenins dürfen die Edelsteine nur im ganM verkauft werden. Der Gesamtwert der Edel steinsammlnng ist aber so hoch, daß ein solcher Verkauf kaum mi^glich sein wird. Die ganKe Sammlung enthält 406 einzelne Nunlmern. Das Gesamtgewicht der Brillanten allein belauft sich auf 35.300 Karat, während das Gewicht der anderen Edelsteine 14.000 Karat beträgt. Der Kronjuwelenschatz ist mit der Privat-junielensanrmlnng des Zaren nicht identisch. Diese Sammlung hatte gleichsalls einen ungeheuren Wert. Bei Kriegsausbruch wurde der Bestand der Schatzkanrmer des Zaren, die sich im Winterpalais besand, in gri^ßter Eile nach Moskau transportiert, da man einen Angriff der deutschen Flotte, sowie eine Landung der deutschen Truppen in Petersburg befürchtete. Die .Kronjuwelen allein wurden in acht große Kisten verpackt nnd in einenl unterirdischen Gewölbe des Moskauer Krenil untergebracht. Beim Ausbruch der Revolution wußte lange Zelt niemand, wo sich die Juwelen befanden. Durch einen Zufall wurde die wertvolle Sammlung von einem Soldaten der Roten Armee in einem unterirdischen Gewölbe des Moskauer Kremls entdeckt. Dort wurden sie bis 1920 aufbewahrt und dann in den Safes der Staatsbank untergebracht. Juwelen im Werte von mehr als 100 ?)?illionen Dinar wurden vor einigen Jahren in Amerika u. England veräußert, was zu den Gerüchten über die Verschleuderung des russischen Kronsuirelenschatzes Anlaß gab. Der berühmte russische Geologe Professor F e r s m a n n, ein führendes Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften, berichtet über die Wunder der Schatzkammer des Zaren, an deren Abschätzung er teilgenommen hat. Die bemerkenswertesten Edelsteine der <Ähatzkan:mer sind die D i a-m a n t e n. Die Schatzkammer versügt über viel 10.000 Karat von kleinsten Ma-mMtenröschen, von denen mehrere Hunderte kaum einen Karat ausmachen, bis zu gigantischen Solitärs von 200 Karat. Alle Farben und Schattierungen sind voichanden — kalte, weiße Steine, bläuliche, grünliche, ganz dunkle, gelbe Diiamanten, rosa Steine in allm möglichen Schattiemngen, hellblaue Steine reinsten Wassers. Man findet auch alle Arten des Schliffs ^ natürliche Steine, nur schwach geschliffen. Steine in achtkantiger ^rm, kompliziert facettierte Steine orientalischer Arbeit, Brillanten der verschiedenartigsten Formen, sogenannte Taselrosen von ganz flachen bis zu hohen brabantischen Steinen, Porträtbrillanten, W d«l ^ Lo«m 5omm«»prott«n »purlo» LllUR )««»«, > > V07S > nimmer gut zu Hausen! — Und er entflieht mit stillem Grausen. — Ist aber alles dann schön l'Iank, — Der Stuhl, das Sofa und der Schrank, — Der Spiegel, Kcchherd und so lveiter, — Dann blickt die .Hausfrau sie« geSheiter — Und ruft: „Na, Manne — du kannst lachen!" — Gepriesen sei das Reine-nlnchen! rein und flach wie das schönste Kristall. Sämtliche Diamantenlager der Welt sind hier vertreten. Altbvafilien mit seinen bunten Steinen, Südafrika mit Steinen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sowie zwei riesenhafte Diamanten, die man in den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts inl Ural gefunden hat. Die große Zarentrone allein zählt beinahe 3000 Karat Brillanten. Die Fachliteratur der Edelsteine kennt den rosa Brillanten hellroten S<^ins, den Zar Paul für 100.000 Rubel erworben hat. Auch dieser märchenhafte Stein tst in der Juwelenisammlung vorhanden. Er schmückt ein Diadem mit Anhängern aus Brillanten. Nicht weniger schön als die Diamanten sind die herrlichen Sniaragden. Die Griechen bezeichnen den Smaragd als de,: Stein, dessen Schönheit mehr wert sei als alle irdischen Freuden, und dessen Pracht wunderbarer erscheine als der Dust der Blumen. Der Kronjuwelenschatz des Zaren besitzt 3b00 Karat der wunderbarsten Smaragden. Man findet in der Smaragdensammlung zwei erstklassige Solitärs, zn 41 und 42 Karat, sowie Steine, die zusammen 174 Karat wiegen. Diese Steine sind nach ^«r Entdeckung Amerikas in Tempeln gefunden und njcht nur nach Europa, sondern anch nach Indien ausgeführt worden, wo sie die Tempel Buddhas sowie Turbans unsagbar reicher Maharadschas schmückten, bis sie eines Tages wieder den Weg nach Europa fanden. Als dritter bemerkenslnerter Stein der .^ronjuwelensammlung erscheilu der S a, p h i r, der mit 1700 Kc'.r'it vertreten ist. Es find Steine auS der Himalaya-Gegend, aus Kaschmir und Slam, sowie kornblumenblaue Steine aus Ee^on. Man bewundert Saphire aller möglicj^n Schattierungen u. Grö^n don 24 bis 1Ä) Kara^ alte qua«drat« förnrige Steine antiken indifchen Schnittes von b0 bis 200 Karcrt. Ein Riesensaphir wiegt L49 Karat. russische Hof war noch mit Recht auf die Schönheit feiner Perlensammlung stolz. Tatsächlich findet sich nirgends in der Welt eine derartige kostbare Sammlung von Perlen, wie sie im russischen Juwelenschatz vorhanden sind. Er enthält Einzelperlen von unschätzbarem Werte, da. runter eine rosa Perle zu 7? Karat sowie mehrere Perlen von 38 bis über50 Aurat. Die, Sammlung besitzt auch weniger kostbare Edelsteine, die trotzdem überaus bemerkenswert sind — rosa Topase auS Brasilien, dunkelgrüne Alexandrite aus Ceylon, wunderbare Aquamari-n e und Beryllen, Chrysolithen von feigengrüner Farbe, die der Edelsteinmarkt von heute kaum nr>ch knnt. Sie sind von den Kreuzfahrern zum ersten Male auf Inseln des Roten Meeres gesunden worden. Ein großer Chrysolith der russischen Sammlung gilt als das schönste Exemplar dieses Steins in der ganzen Welt. Nicht weniger schön sind die Chrysoprase, Amethyste, Agate und A l m a n d i n e der Sammlung. Bedeutet der neue Katalog der Jnwelensammlung nicht immerhin einen Versuch der Sowjetregierung,, ausländische Juwe-lensammler sür die unermeßlichen Kostbarkeiten zu interessieren? Dies wird man wohl ba?^d erfahren. WeiuiMuffoUni dementiert Bor einiger Zelt verbreiteten sich in Italien und im Auslände Gerüchte, dtch Mussolinis Gesundheit viel zu wünschen Übrig lieq ße. Bor einigen Tagen hat Mussolini sämtliche Journalisten italienischer und ausländischer Zeitungen, die ihr Hauptquartier in Rom aufgeschlagen hcdben, zu sich eingeladen, angeblich um Bauairkeiten, die vom Duce angeordnet wurden, persönlich zu besichti-gen. Die Journalistenschar wurde von Mus« solinis persönlichem Pressechef F e r^re t t i im Hofe der Villa Torlonia, dem Wohnsitz des Diktators, empfangen. Kaum traten sie. ein, als sie Mufsolini auf einem feurigen Pferd reiten sahen. Der D t« ce sührte vor den erstaunten Journalisten die halsbrecherischsten Kunststücke aus, die mit ü:utem Hurra lfnittiert wurden. Als die Vorführung zu Ende war, sprang der Diktator vom Pferd, stürzte zu den Journalisten und sagte: „Jetzt können Sie Ihren Lesern mitteilen, daß Mussolini nichts fehlt." Dann setzte sich der Duce an das Steuer seines Autos und fuhr an der Spitze einer Reihe von Journaliste^utr>s ü^ber alle Arbeitsplätze, wo eine rege Tätigkeit herrschte. Es waren die Vorbereitungen zu der Feier des 28. Oktober, des Jahrestages des Faschistensieges, die die Journalisten zu sehen bekamen. Wäh rend der ganzen Tour forderte Mussolini die Pressephotographen auf,, ihn soviel wie mög«l lich aufzunÄmen. Augenscheinlich war es Mussolinis Absicht, auf ^ese Mise alle Gerüchte über seine schlechte Gesundheit zu dementieren. Zw Mch ck!»» LI» abse M>»« As tteöee «o» «5»? Li» tZuaMF/ Lk« »om ^ am Micks» cka» FS » 5i» veni»« cksean S^tag, den SS. September lS3S. Marköor^r ,^estuna^ ??ummer 5i»okt vom 5onntss 4. lXllnde der Stoatsmeisteilchast 2.S.K. Ich»«« ^Sas»«»- »tS — „g»s»>l«»ya" t» vstje» «»ö „Coneordla" l« Sarai«»» siegreich Mit drei Spielen wurde heute die vierte Runde der Fubball.Staatsme'.sterschaft zur Durchführung gebracht. Das Hauptinteresse wurde selbstverständ« lich dem Treffen B. S. K. — „Hajduk" ent« Aegengebracht. "Dem Kampfe, der in Beo-grad vor sich ging, wohnten gegen 12.lX)0 Zu schauer bei. Die Miter nahmen den Kvmpf gleich eingangs recht flott auf, doch ließen sie allzu bald nach, sodah die Beograder schließlich mit b:2 (3:2) die Oberhand behalten konnten. Schiedsrichter Fabr - s ouS ^greb war wieder ausgezeichnet. In Sarajevo standen sich die Zagreber „Toncordia" und die dortige „Zlavisa" gegenüber. Noch hartnäckiger Gegenwehr mußten sich !>ie Heimischen doch mit 1.3 (1:1) geschlagen bekennen. Das Spiel leitete Schiedsrichter Med oklan aus Split. ^.Iugoslavija" brauchte nicht allzu große Mühe um in Osijiek gegen die dortige „Sla-vifa" fertig zu werden. Das Ergebnis lautete 3:0 sS.-O). Schiedsrichter P o d g r a n-s k i aus Bel. Beökerel? war reichlich unsicher. Statt M Meisterschaft ,Marid»r" ferNs» „Soodeda" mU I4:l a» — „Aapld" »«» »geleMtk«" leile« ftch die Pankl« Nit einer Doppelveranstaltung setzte heute die Herbstserie der neuen Meisterschaft ein. Die Spiele die in Anbetwcht des frühen Zeitpunktes auf keiner besonderen Höhe standen, begeneten troßdem einem regen Interesse. ^ ^.Maribor" konnte sich mit einem Bom-bcnsiege über „Svoboda" die Führung si« chern, während „Mpid" und „Z^lezniilar" je einen Punkt des zweiten Spieles in Anspruch nahmen. ' Dem Eröffnungstreffen „M a r i b o r" ^„Svoboda" sah man ja mit einer gewissen Sicherheit entAegen, doch kam das ziffermäßig hohe Ergebnis allzu Überraschend, zumal die Weißschwarzen mit einer ersatzgeschwächten Mannsll^ft am Feld erschienen waren. „Svoboda" rackerte sich ehr-^ ' lich ab und wehrte sich nach Kräften. „Maribors" Sturm kom doch immer wieder vor und nahm das gegnerische Gehäuse stets arg in Mitleidenschaft. Das Resultat lautete 14:1 (7:0), wobei Bodeb (b), Verton-c elj (4), S e n i c a (4) und Kirbiö (I) die siegreichsten Schii^n waren. In Schiedsrichter Fischer hatte das Spiel einen umsichtigen Leiter. Das NachmittagSProgvmnim eröffneten die Reserven „R a p i d s" und M a r i b o r, 28. September. „2 elezniear s", die sich trotz des nicht gerade großen Einsatzes einen recht flotten Kampf lieferten. Die Schwarzblauen behielten nach gutem Spiel mit 2:1 (2:1) die Oberhand. Schiedsrichter Bergant ent sprach. Das Hauptinteresse wurde zweifellos dem Treffen „R a p i d" — „Z e l e z n i ö a r entgegengebracht, das dieses allerdings nicht ganz rechtfertigte. Man hatte vielleicht von dieser Begegnung zuviel erwartet und deshalb war die Enttäuschung größer. Den ganzen Kampf hindurch haben die beiderseitigen Verteidigunglinien und zeitweise auch die Deckerrechen den Ton angegeben, während die Leistungen der Stürmer beiderseits auf sehr bescheidener Höhe standen. In den Angriffsreihen fehlte d^r liötige Schwung, wobei auf beiden Seiten auch das Tenupo viel zu wünfchen übrig ließ. Die mit großer Mühe eingeleiteten Angriffsaktionen zerschellten prompt an dl:n beiderseitigen Ver-teibigungm, fodaß das Spiel 0:0 end?n mußte. Die Spielleitung lag in den Händen des Schiedsrichters Cimperman aus Ljubljana, der bis auf weniges eine recht gute Leistung bot. Mlttopacuv Sparta ^ Ambrofiana 2:2. M a i l a n d, 28. September. Heute ging in Mailand das erste Semifinale um den Mitteleuropäischen Pokal vor sich. Die Prager „Sparta" brachte es zuwege, gegen die stark favorisierte „A'M-brosiana" auf deren Boden ein heiß umstrittenes 2:2 (0:(>)-Unentschieden zu erringen. SußboNanderMmvke D-utjchland — Ungarn S:Z (0:S). Dr eS d e n, 28. September. Der mit größtem Interesse erwartete Landerkampf zwischen Deutschland und Ungarn endete mit einem überraschenden Sie^ ge Deutschlands. Das Resultat war 5:3 (0:3), wobei bemerkt werden muß, daß die Ungarn bereits mit 3:0 in Führung waren. Belgien — Schweden 2:2. L ü t t i ch, 28. September. ' ^er heute hier ausgetragene Lrindcr-kämpf zwischen Belgien und Schweden endete mit 2:2 (1:1) unentschieden. mit der Leist-ung den e r st e n Platz. Wei. ters qualifizierte sich der Zagreber B u r a-t o v : im Wüitsprung mit der Marke von 6.75 hinter dem Wiener Meister W e s-sely an zweiter Stelle. kür l'ennis und l'vuriZiik in tzsstkr ^UZsliliruntk unc! LllN8tji?8tef ?e nul- de! VkZZKX, 17 Jugoslawische Leichtathleten in Wien. Wien, 28. Septeinber. Im Rahmen des großen internationalen leichtathletischen Meetings in Wien gingen auch mehrere jugoslawische Athleten an den Start. Dr. NaranL iö gelang es hiebei im Kugelstoßen mit 14.11 Meter seinen bis-herigen jugoslawischen Neiord nin ,^w"i Zen timetcr zu überbieten. Dr. NaranLi«; l^zsetzte Radrennen Zagreb Ljubljana. Z a g r e b, 28. September. Unter unmöglichen Straßenverhältnissen gelangte heute auf der 3lX) Kilometer langen Strecke Zagreb _ Llubljana zu Ehren des Staatsmeisters B a n e k ein Radrennen statt, ivelcheS in der verhältnismäßig sehr guten Zeit von 12:5.48 vom Jubilar gewonnen werden konnte. Nur sechs Weltmeifier Die amerikanische National Boxing Asso-ciation ha't in ihrer letzten Sitzung festgestellt, daß der. Weltmeistertitel im Mittel^e-vicht und Bantamgewicht frei ist, daß es al-so nur sechs „amtliche" Weltmeister gil,t. Es sind dies: Schwergewicht Max S ch m e-li n g (Deutschland), Halsschivergewicht: Maxie Rosenbloom (Amerika), Wel-^rgeivicht: Tommti Stilman (Amerika), Leicht^oivicht: AI S i n g e r (Amerika). Federgewicht: Battling Battal in o (Amerika). Fliegengewicht: Frankie G e n-naro (Amerika) Ainvärfi" siir den nnch k^kfenen Titel im Ätnitalnae'.ric»)! ivurden d^'r srüki^re Weltmeister Al Brown und der Franzose Kid Francis bestimmt, während für den Ti-tel im Mittelgewicht Ausscheidungskämpfe zwischen Dave Shade und Harry Smith (Amerika), Rene Devos (Belgien) und Len Harvey (England) stattfinden sollen, und Harvey treffen ?um 8»i5on5ed1u»z 7L»I»II5avNKkl. sekl' »po«? aoou«, < Quottennts. ein neue< GpoMpitl welches von Amerika herüberkam, ist ein Wurfspiel mit einem hohlen, elastischen Gum miring von 16 cm. Durchmesser. Das Spielfeld ist 6 m. lang, 5 m. breit, das Netz 140 cm. über dem Boden üter ^er Mittellinie gespannt und kann auch durch eine Schnur ersetzt werden. Der Ring wird von der Grundlinie mit einer Hand dem Gegner zu-gechleudert, welcher ihn wiederum nur mit einer Hand fangen darf und sofort zurückschleudert. Nicht gefangene Würfe zählen wie beim Tennis 15—30—40, Einstanid usw. Gewandte Spieler verstehen eS, dem Ring ganz unwahrscheinliche Mschen zu geben, z. B. daß der Ring. „Tenikoit" genannt, das Netz streift und zu Boden füllt, so daß der Gegner, der den Ring auf seiner Grundlinie erwartet, zu ?pät kommt. Das Spiel kann im Freien und in: Zimmer gespielt werden, da der weiche Ring weder Verletzungen noch Sachschaden anrichten kann. Quoitennis ist ein beliebter Zeitvertreib auf den Amerikadampfern. AuswärNge Splele Celje: Athletiksportklub — Olymp 4:1. Ljubljana: Jlirija — Svoboda 11:1, Her mes — Grafika 3:3. Wien: Austria — Wacker 2:1, Rapid — Vienna 3:0, Sportklub F. A. C. 3:1. Gteinamanger: Sabaria Nicholson 1:0. Nürnberg: F. T. (5. — Würzburg 3:0. Prag: Slaivia — Klan>dno 4:2. Berlin: Städtespiel Berlin — München S:4. Serbftschnupfm ^ Herbftgrippe Kaum wehen die ersten frischen Hevbstlüfte schon ist er da: der Herbstschnupfen. Ein RUordverbrauch an Taschentüchern setzt ein. Tie Aerzte haben zu tun. In den Apotheken blüht das (^schäft in Aspirin und Pyra.mi-dou. Die Uebergangszeit bringt stets Gefahren für die Gesundh Das wäre nicht Verschwendung. So ein Kostüm, das trügt sich gut. Ist billig immerhin. Sie will auch keinen neuen Hut, .Sie will ja nur was anzuzieih'n. Frau Mückefett (wohnt nsbencm) Trägt ein Kostüm seit Tagen; Dies Argument, das ficht 'mal an!, Kannst einfach nichts mehr sagen. Und unter Seufzen, unter Quälen Hast du die Brieftasche gezückt: Tust kummervoll die Scheine zählen, Wozu die Frau sehr zärtlich blickt. Du seufzest und ringst die Hände Ob dieser Kleiderguote. Denn — ivenn der Herbst zu Ende — Dann kommt die Wintermode! E. W. Uebertrumpft. „Als ich aus Europa nach Amerika kan^. hatte ich keine hundert Dollar." „Das ist noch gar nichts. Als ich in Ame. rik? eintraf, hatte ich leinen (5cnt. Ich bin jnäiliiich hier geboren." vrvnmy, 'vr,s »V. <^^?mvrr 1!««»^ . "» ........ » F^ttr StcA, ^SSt.» Nn Roman von Benzin und Liebe von Aritz L O > ß «. Lopzsrlsv^ d> ?«uc!dtv»ll«er. N»Uo-8«»lch. 3l Selbstverständlich hatten die Jsuch iy seiner Inns brucker Billa. Mln geht es vorwürts!" Dabei faßte er die schmächtige Frau um die Hüsten und mirhel-te sje iy einem tollen Tanztempo durch das Sti^cZ^n. Die Witive Bach wqir ap^r Utem, als ^ sich auf dem Sofa wiederfand, Hans staiÄ» schon Use^r dri^bey vor ftsnem Schreibtisch, Sein Blick richtete sich a^ das Bilb eine» Hrallnen Mädchenkopfes. Sinnent» und sehn süchtig vuhte er dara!uf. ES war die Stille vor dem Sturm. Gleich nruhte das lylizck wie ein Orkan aus dem Beschauer hervorbrechen. „^ch lmlb zu ihr!" Die Tlir fiel hinter ihm ins Schloß. Drunten im Hof knatterte der Motor seines Kotorrades los. Dann Mr es wiet»er still, y V^ie ein Wirbelwind kam Hans Vach in die beschauliche Stille von „WeidmcMNsi:u)'^ Das .Horn 'ieiner Maschine schrie Alarm. ,.Um Gottes willen — was ist denn los?" Elsteth wurde von feiner Hast angesteckt. „Du sollst morgen mit mir nach Innsbruck fahren, Müdj!'^ Nre Augen wurden )veit und tief. Glanz überflutete sie. Dann folgte die Reaktion auf die jäh auf^Ioderde Freude. „Vater läßt mich nicht fort!" „Wo ist exf^" Bach war schon auf dem Wege in die Küche. Dort fand er den Obevsö^ter mit ^einer Mittqgspfeife am Fenster vor. „.Hallo, sunger MMn! Die halbe Stadt in Flammen?" Mn entwickelte Hans seinen Plan «in knappen mch doch ausführlichen Wor^m. Und beschließend, sagte er: „Ich möchte Els-beth gern teilnehmen lassen an meinem Er-solH. Sie hat von der Welt noch nicht viel gesehen; es würde eine große Freude sür sie werden. . ..Bitte, Herr Reimer, geben Sie ihr die ErlaiubniSl" Der Wirt von „WeidmannSruh" nxir davon nicht sonderlich erbaut; das konnte man ihm a:^ehen. Tr vergaß, an seiner Pfeife zu saugen und mußte sie daher zweimal wie der anbvennen. „Muß eS so ^apf über Hals sew? Und mit dom Motorrad?" Das hatte der jung» Dvinchgünger er-nxntet. „Der Geheimrat mich 'telegiraphisch bestellt; da kann ich ihn nW warten lassen — versteht fich! Und mit dem Motor-vqld möchte ich fahren, um einmal auf einer langen Strecke die BeWnersparn^s prattiich festzustellen." Pas C-l^cht des Oberförsters glättete sich. Pie Mse Äxt dieses jungen Stürmers ge-fiel ihm. So mvhte wohl die I-ugend von heute sein, wenn sie vorwärts fl>mmen und Erfolge erzielen wollte. Reime? nahm die Pfeife aus dem Munt^. Passen Sie mal auf, Herr Bach: M2i, netwegen nchmen Sie ws Mädel mit. Ich lhabe nichts da^sgen. Aber das eine sage ich Ihnen: wenn Sie Elsibeth nicht wohltc!)al-ten wieder Miesepn, konnnen Sie in Teufels Küchel" Da ivbelten die Mngen Leute quf. ,Jäter!" Elsbeth schmiegte sich an ihn. Der allt« Reimer aber schob seine Tochter verschämt Kupijck. Er konnte solc^ offenkundige Zqrtbichkeiten nicht leiden. Hans streckte ihm die Rechte hin. „Ich werde Elsbeth behüten wie mein Auge", versicherte er. Und seine Beteuerüns^ wurde ihm geglaubt. Reimer wußte, daß sein Mädel unter Bachs Obhut wedaren^ fich zu kewajhren. Hans schwang fich schon wieder auf sein Motorrad. „Also morgen früh «m ^ Uhie gAjt's loS! Ich ^le dkh ab, Mäki! Nimm einen Stock vom Vater mit! Bielleicht machen wir «ine Bergpartie — wir werden lieuer ahnedies nicht mehr ha^u kommen, uns Je« rivn zu nehmen." Am Nachmittag siel ein Gewitterregen. Di« Gäste blieben aus. Elsbeth benutzte die Zeit, ihren Ruckisack mit dem Erforderlichen AU tpacken. „Nimm fo wenig »>te möglich mit; dafür muß aber alles zaZeckmA-ßig sein!" riet iihr der Bater. Um Elsbedhs Mund spielte das Lächeln der Borfreude. Morioa PopeSeu sprengte einen Riß in die Triwieligkeit Ro!^rt Brauns. Wie «in Wirbelwind stürmte sie in sein Haus hinein. „Ich begrüße dich! — Du — denke dir — eine Nachricht nein — rate, was mein Vater soeben telegraphiert hat!?" Sie sah sein Mdes Gesicht und erschrak. „Hallo, Robert, was ist mit dir los?" Er geleitete sie in den Wintergarten, wo alle Fenster offen stflnhsn.'Draußen rauschte der Regen nieder, ohne Kühle zu spenden. Feuchte Schwüle entströmte der lZxde. ,.Es ist nichts von Bedeiltunlg, Draga!" wehrte Robert mit einer Handbewegung ab. Sie ließ sich iy einen KorViessel fallen, sah erwartungsvoll zu dem Apathischen auf. „Also, den?e dsr: mein Bater teilt mir soeben telegraphisch aus London mit, daß er sich dort mit einer gewissen Mia Warnecke vermählt 'hat! Hast du dastir Worte übrig?" Bvaun zeigte keinerlei Verwunderung. „Warum nicht? Dem Vater ist noch verhältnismäßig jung und dürfte eine Frau glücklich machen", sagte er ziemlich gleiche gültig. Florica lachte laut auf. „Du bist ^ut, Amic!" Und mehr für sich hinzufügend, faßte sie: „Natürlich, dir kann das gleichgültig sein!" Er zog sich einen Sesiel her^n, bemerkte dann niedergeschlagen: „Weny einem sellier das Wasser lbis an den Mund reicht, hat man kein Interesse für die Ereignisse im Leben der anderen . . ins Haus. 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I339S Für Sarajevo wivd eine perfekte Köchi« mit IahveSzeugnissen und ein Stubenmiidchen gesucht. Angebote an Frieda Hermann. Sarajevo, Njegoöeva 2. 13395 Die RumSnw, ^ute auhirochentlich ten» peramentvoS und erregt, neigte fich vor. ,,Nun sprich, Robert! Du machst ein Ge. sicht, gls ob dir das Wasser an der Kchle si^!" Er Nichte. „Ich bewundere deinen Scharfblick. Dra» gutza!" tzlorM verfiel vor u gehen, Hab« ich bei HanS Bach angerufen. Mch er hat ein Telegramm erhalten und fährt morgen fsüh Wch Plrol. S^n» flar: die Herren in Berlin oder der Geheimrat selber hat her-ausgofunt>en, daß da nicht alles stimmt. Wie ich ihn kenne, geht «r ^ ^che auf Grund." „Gib mir «ine Aigarstte, bitte!* Als der blaue Rauch in einem düm?en Faden zur Decke hochstieg und sich mit dem Duft der Blumen vermi,chte, lachte Flori:q un^rmittelt guf. „Es gähe noch eine Löf;^ng: den Prsin^ der unschädlich ^u machen, er die Rpisß nie antreten könnte. Aber das ist einf Hin« tertreppe. Du hättest früher handeln sollen Was hat t>eine ^ilnahme am Rerryen genutzt? Deinen eigenen lkopf hast ^u ris-üi.rt. pnd der Erfolg? Bach ist am Zielt Nnn ist es zu spä4, nnd die gett / mit 'ktefov / Vkwxzv protikier ^ Der läpk^txpu» Unserer Ä-tt. ., VlelieläRt «ws Sie e«? Oant aotjt »'»iez-Ltta»/« itn MM »» »« nnt I^llr8ekiiers lisoolexi««» '»«>« IlsrllenrLkrs Vsrlsneen Lio nock deute kostenlose prob»-Nummer von 6or__ ve« »K40!0vel.i«. ^ ^U8kUbrIict,ste I?säioproLramme. iiitereszsnte I.ek. tttrs. resc!,!ialt!«er teclinlscker l'ell. lZsusnIeitun-Len. I(urZ!S seilen, 8prsctil!^ vpraut' Msrttlek: 0jre1rtor Ltlmko öeläa Mokol:slt w !^»rldo^