^____________________Dienstag, 2«. Mai 1901.____________ Jahrgang 120. kailmcher Zeitung. ff ^' ^>>>N' ^u Pllfiversfnbung: aanzjährlg »u «, hlllbMr!« 1» li. Im lomptoll! ganz. Ä^^^^I^ ' ^" ^' °"^" ^" ü'"' lll »»! b«< oitrren M»bei!,°Iungen per getlr S b. Dll «Lalbachcr ^fllu»«» ,rsche!»t «üblich, mit ?lu«„ahmt der soi»i» unb sstlertage. l>le Utzmlualil>,Gnssf Nr, U. Eprechftul'bln orr Redaclw» von » bl« »U Ul>l vormtttug«. Unsrantlsrlf Brllle werdt» nlcht anzrnommtn, Maimicrlpte nicht zurüchefttllt. ^gi,,,^ Ntit 1. Juni °ln Neues Abonnement auf die l^Mil'acher Zeitung. '^»deV!" " ^ " tiolls - Vediugungeu bleiben 5i!p^ ^ und betragen: »iw ^"du»g: für Kaillllch: V» '. ' ?" ^ - l, ganzjährig . . »» X - l» »>8 ^ ^ ' halbjährig ..«!.-. l 3ii^.' ' 2 » NO » monatlich. . . I » 8ll « ^tn//,,^ "st ellun 8 ins Haus für hiesige ^l^ ''' per Jahr 2 Kronen. ^'< ,^', '^^nnlttterations - Beträge Uwllen ^.^^u. ßleinmayr ^ Fed. Annberg. Amtlicher Eheiü s^I'^^ l. Apostolische Majestät haben mit .„ ^'"tschlichung von, 12. Ä'iai d. I. über ,^^uust^- ^.., kaiserlichen und königlichen ^t^ ^'^ "l"li>>rn erstatteten allerunterthänig- ' ,^f5 ^' °"l n,it den, Titel eines Legations- l^Nt>9, "^ten Viceconsnl Erwin Freiherrn kM zu '^ ^"'" Gesandtschafts- Attach«? aller- ^ dm-, ".'"ennen und huldreichst zn gestatten ^^ ""'selbe den Titel eines Legations. 5 ""1 weiterhin führen dürfe. V^''t^'cs"^ ^ Apostolische Majestät haben mit »h °tn ^'"!^lichnng vom lä. Mai d. I. über »>^ ^nd ^u,st^. ^^ lais^M)^ ^„h töuiglichen >l ^^n? 'äußern erstatteten allernntertbänig^ ^°lj^"^en Cunceptsaspiranten Z-eodor Baron '^achs/' ^ ^ " n zuin nnbesoldeten Gesmldt-'^. ^?,,. "^"'gnädigst zn ernennen gernht. ^i!^c>2 Tit^s ^^^ wurde in der k. l. Hof- lind Staats-'''! ?t l.,,..."t. das chronologische uud alphabetische Re-^'^i ,' das M'lchen Ausgabe des Reichsgesetzblattes vom ^/rs H-.^l'. ^V11. und XXI. Stück der rumäuischeu >^>be^ ^Gesetzblattes vom Jahre 1l^01 ausgegeben Nach dem AmtSblatte zur «Wiener Zeitung» vom 24. Mai 1901 (Nr. 119) wurde die Weiterverbreitmig folgender Press« erzeugnlsse verboten: Nr, 38 .Nationale Zeitung» vom 16. Mai 1901. Nr, 20 «I.0nu«lcl- I1ln»v» vom 18. Mai 1901. Nr. 20 «Obnovu, vom 17. Mai 1901. Die im Verlage des Karl Vraxn in Leipzig erschienene Druckschrift l «Ein Traum. Von Nemo, aus dem Französischen überseht von ?l. Kuhlendahl.» Nr. 20 «Der Vorwärts» vom 19. Mai 1901. Nichtamtlicher Theil. Die Delegationen. ! Wien, 24. Mai. Ter Vudgetausschnso der österreichischen Delegation verhandelte das Budget des Ministeriums dev Ai!5wärtia.en. Del. 5i r a m a r billigt im allgemeinen die Cyina-Politit Oeslerreich'Ungarn5 nnd ertlärt, die Czechen hättei: nichts gegen den Dreibund, wenn die Monarchie fest und Vertrauen50oll auf das Ein» vcrständnio mit Rußland bei aller Loyalität zu den abgeschlosseneil Verträgen eine jelbstbewusste nnd ge° rechte Friedonopolitit' nmche. Nedner bezweifelt, dafo die von Deutschland in Constantinopel gespielte Nolle einer Protectionsmacht im Interesse sei es Ooster-reicho, sei eo Nnsolands, liege. Redner billigt die wohl-wollende Valtanpolitir im Verein mit Russland, in deren beiderseitigem Interesse die Verhindernng einer bulgarischen Occupation Makedoniens liege. Redner hofft, der Minister werde die von der deutschen Presse verdunkelte Sitnation, betreffend die angebliche Trü-hling deo österreichisch-russischen Einvernehmens, anf« hellen nlid dessen fortbestand feststellen. Rednern Partei wolle teine feindliche Stellnng zu Deutschland und halte auch das freundschaftliche Verhältnw zn Deutschland als eine Friedensgarantie, er wolle aber ein loyales, gleichwertiges' Verhältnis. Redner tadelt die Auoweisnng österreichischer Unterthanen au5 Deutschland und die Unterstützung der entschieden politischen, für Oesterreich gefährlichen „Los von Rom"-Aewegung seitens der officiellen evangelischen Nreiso Deutschlands und erklärt, dass die Partei des Redners der änßern Politik kein Vertranen votieren könne, da die österreichische Politil keine selbstbewußte und der Unabhängigkei des Reiches würdige sei. Tel. Graf TZieduszycti tritt für die tolerante China-Politit ein und spricht namens semer engsten Parteigenossen dem Minister des Aeußern die Anerkennung für die alls die Erhaltung des ssriedeno gerichteten Bestrebungen aus. Redner wirst Deutsch» land vor, dass ec> in Crsülluug einer falschen Nationalitätenpolitik auf die Vertilgung der Polen in seinen Grenzen ausgehe, weshalb die Polen der Tri« pelallianz nur aus Rücksicht alls die ^riedmsbedürf' tigleit der Machtstellung der Monarchie Zustimmen. Trotz des Wertes des Einvernehmens mit Rusüland müsse die Monarchie für alle ssälle diplomatisch und militärisch gerüstet sein. Die Tripelallianz sei eine solche Rüstung, aber bei dem ötonomischen Kampfe verliert die Allianz an ^stigkeit. Redner fragt, welche Mittel die Regierung ergreifen werde, um den Aus» Weisungen slavischer Arbeiter aus Deutschland ein Ende zn machen: auch bezüglich der für Oesterreich schädlichen Interpretation der Veterinär-Convention müsse Oesterreich bei Erneuerung der Handels» Verträge Vorsorgen. Redner drückt sein Vertrauen in die auswärtige Politik aus. Del. Dr. P o m in e r erklärt, die von Anbeginne an allerdings national gewesene „Los von Nom"» Aewegnng, sei weder von den officiellen Kreisen Dentschlands, noch von den officiellen Kreisen der evangelischen Kirche in Oesterreich unterstützt worden: diese Kreise hätten sich vielmehr gegen die Vewegunn ausgesprochen. Redner fragt den Minister, ob die Zeitungsmeldung richtig sei, wornach eine Erkaltung der Beziehungen Italiens zu Oesterreich sowie eine Erschütterung des Dreibnndes eingetreten sel. Das Bündnis mit Teutschland sei den Deutschnationalen selbstverständlich eine Herzenssache. Redner wirft der Regierung Liebedienerei gegenEngland vor und frägt, ob das Einvernehmen mit Russland in den Balkan» angelegenheiten einen greifbaren Nntzen gegenüber Feuilleton. ^ Die stille Anke. '^ll, ol? ^llette von M. v. Menfteen. "^n l,i^""."" Westküste Norwegens, wo der seine feuchten Grütze von den ' !'^5 tr,^ > ^' ^ biV' knrze Sommorwärme ^Pia^'"^ ^'^ "i b"' flüchtigen Sonnen» ' ,^' di""..'unter Blumenflor, und lichtgrün ^^'n^>,, ^^'"^une in der dunstigen, schnell , ^!>ti^ ^"mmersonnen-Atmosphäre. In, l» h^.' ^U'U'n Winter aber, wenn die Nord- "^ ^lleii ^arbenspiele über das ^^ordcap ''scher !n.^''l"l, schneebedeckten ^elsenhänge , di^, ."'"N'ch^pracht. ^''^,,»ntle Winternacht des Waldes am 'i ^ichu', <^' 'lt 'Ante, des Schiffers Dirk halb° "'^ll'j,!, "' schwarz ist ihr Haar, nnd aus '^'^F"l Antlitze leuchten grosse dunkle ^ ! ' iUuh^"a^' der Polarnacht; still ist ihr trän- ^" ?" sio s/'^' ^^"l. Aber niemand kehrt sich X ^^,. . l mniwr fo gelvesen. ^remd wie ilir ^^^^'m, ""^'" ''lorden ist auch ihr El)^ 3^^cht 1. < ^'"'" <^U'"te i>rau, halte sie in ^ »ich/,.'^ "' duldete das erheiratete .ttind, » ^1 t... ^' wie ^rigga, die hoch gewach- , "b^> .^' ^' ^)ln sein erstes Weib geboren ' >Ü t>^" ')"' ''''Gutter Tod geränschlos nnd '>'. ^in,, ''""t des Hanfes that und Neue -^l^^teringsuni. ' '^ "in ^^ l""gr Winternacht ist Anke, nnr ^' ^5^. ^Ul u'ber ihre starren Züge, dann ^hl >. ds,^^"'". ^Nordlichter im herrlichsten ^^blw^''^^ 6eit der schwülen Sommer-'swarms dunstet in dm Thälern, die Mitternachtssonne ergießt ihr flüssiges Gold über izelsenblöcke und Sandbänke, sie spielt in glitzernden Strahlen über den Seetang, und in gurgelnden Wellen rollt das Polarmeer znr Küste hin. Eidergänse und Möven flattern nm ein Nordlandsboot, das mit vollen Segeln zwischen den Scheren steht, und Anke, auf der niederen Bauk vor der Hütte sitzend, schaut nach dem Voote und lässt die Arbeit rnhen. Ohne die Augen zn beschatten, Iilickt sie über das hüpfende Wellengold des Wasserspiegels nach dem Boote, wo ein Mann die Spitzmühe schwingt, während sein linker Arm den Mast nmschlungen hält. Doch -nicht ihr gilt der Gruß! Westwärts eilt des Mannes Blick, wo ans einem ^elsblocke ^rigga steht, die herab-hängenden üppigen blonden Flechten mit bunten Tü-cl.ern umwickelt, ^rystallperlen um den Nacken, den flatternden rothen Rock hochgeschürzt. Immer ferner zieht das Boot; ^rigga läfst ihr bnnte» Kopftuch flattern, dann springt sie leichtfüßig hinab und eilt der Hütte zu, wo Anke sitzt in der sonnenhellen strahlenden Nacht; sie hat den Kopf über die Arbeit gesenkt, mid ihre Hände stricken ill fieberhafter Hast. „Dn, Anke! Ter Gotho ist fort!" ruft schon von st',,, die blonde ^rigga. Aule hebt den Kops; es ist, als sei sie noch bleicher als gewöhnlich und ihre Angen noch stiller und düsterer. Mit leiser, klangloser Stimme forschte sie: „Ist's ernst damit? Hat er wirklich eine Heuer gesucht?" , , .,. ^ . ^ „ Ja, morgen geht s über See! ^chcm nnr, Anke, was'er mir zum Abschied gegeben hat!" Nnd ?lrigga yält der Stiefschwester ein Perlengeschnür mit einen, silbernen Xtreuze daran entgegen. Anke lässt prüfend den Echmnck dnrch ihre Dinger gleiten nnd fragt, ohne nnfzublicken: '„Wohin geht seine Jährt?" „Vist du neidisch auf das Schmuckstück, dass du stiMd^usaM" „Nein 3rigga! Tu weißt, dass ich dich lieb hab'' wie sollt' ich neidisch sein? Was braucht es da der Worte! Nichts kann deine und seine Lieb' wohl besser in der Trennung schützen, als das Bild des Erlösers!" Sie reicht dabei der Schwester die Perlenschnur hin und fragt ein zweitesmal: „Wohin will er?" „Hinaus aus den Scheren, übers weite, weite Meer!" „Wie lang gedenkt er zn bleiben?" „Er meint, so an drei Jahre, und wenn er heimkommt, feiern wir Hochzeit!" Anke dentet über das Wasser hin: „Sich, der Kutter ist uur mehr ein Punkt am Himmel." Aliggn beschattet mit der Hand die Augen; einen Augenblick sieht sie hinaus, dann tritt sie in die Hütte und sagt leichthin: „Er sieht mich ja doch nicht mehr, ich will dem Vater die Perlenschnur zeigen." Autos Hände ruhen müßig im Schoße; sie sieht gedankenverloren übers Meer; längst ist der dunkle Punkt verschwunden, und ihre Augen schimmern faucht vom langen Schauen; durch ihre Seele aber geht der Gedanke: „Frigga hat keine Thräne ne« weint, wie tapfer ist ihr Herz! Dass Gott sie schützen möge uud ihre Lieb' und Treu'!" — Anke bäckt an: flammenden Hordfener Fische; da sngk Frigga, die grüne Gartcnträuter znr Würze gnpft: „Sagt' ich dir's schon? Gotho ließ dich zum Ab° schied grüßen und -- du sollst das Lachen lernen, bis er heimkehrt." „Dante dir!" Frigga lachte „Wie dir die NeisiMnt die Wan» gen färbt!" Anke schweigt; nnch einer kleinen Pause fragt sie: „Hast du ihm gesagt, dass du nach Tromsö in Dienst willst? Mie nchw er cö aus?" Laibacher Zeitung Nr. 120._________________________1010 _________________________________26^M>^ der offenkundig feindseligen Haltung Montenegros, Serbiens und theilweise auch Bulgariens gehabt habe. Del. A x mann erklärt, zweifellos sei die „Los von Rom"-Bewegung politisch und dazu bestimmt, die Teutschen in Oesterreich zu präparieren, dass Hre Religion bei etwaigen» Heimfalle an das deutsche Reich keine Schwierigkeiten biete. Redners Partei könne zum auswärtigen Amte nur dann Vertrauen haben, wenn sie bei Erneuerung der Zoll« und Handelsverträge unsere Interessen zielbewusst wahrt. Del. Kramar findet ein Missverhältnis zwischen der energischen Zurückweisung, welche die französische Presse durch die „Wiener Abendpost" er» fuhr und dem Mangel an Zurückweisung der reichs» deutschen Blätter, die so irredententiös gegen ein Mitglied des Kaiserhauses sprechen. Del. P o m m e r erklärt weiters, die deutsche Vollspartci habe die „Los von Rom"'Newegung, die sich aus einer politischen immer mehr zu einer religiösen entwickelte, nicht zur eigenen Parteisache ge-macht. Minister Goluchowsli erklärt, er müsse sich verwunden», einer Zustimmung Kramars zur Richtung der auswärtigen Politik nicht zu begegnen, da die Ausführungen Kramars wenig vom Inhalte des Exposes des Ministers des Aeußern abweichen. Einen Widerspruch seiner Ausführungen hinsichtlich der Verknüpfung der politischen mit den Handels» politischen Beziehungen könne der Minister nicht zugeben. Gute politische Beziehungen vertragen sich taunt mit gespannten, und gewiss wird überall das gleiche Bestreben vorhanden sein, in den gegenseiti-Regierung nicht; diese würde durch die äußerst cor-Interesse der Erhaltung der für den Frieden fo noth» wendigen politischen Bündnisse. — Der Ermahnung des Del. Kramar zur Selbständigkeit und zum Selbst« bewusstsein Deutschland gegenüber bedürfe es fiir die Negierung nicht' diese wirli durch die äußerst cor° recte Haltung der deutschen Regierung äußerst leicht gemacht; nach Zeitungsartiteln dürfe man nicht urlheilen, keine Regierung fei für die El^empores der Presse verantwortlich. In den französischen Zeitungsurtiteln, gegen die sich die „Wiener Abendpost" lehrte, waren geradezu unflätige Angriffe gegen Mit» glieder des Kaiserhauses enthalten und alte, des that» sächlichen Hintergrundes entbehrende Legenden neu» aufgetischt. Die Frage bezüglich des Wertes der Ver» ständigung mit Russland beantwortet der Minister mit dem Hinweise auf den Zustand des Balkans vor der Verständigung. Damals schien ein fortwährender Koncurrenztampf zwischen uns und Rufsland zu bestehen; die kleinen Baltanstaaten suchten beide gegen-einander auszuspielen, und dies war dem Frieden nicht zuträglich. Das Jahr 1«07 brachte keinen Ver> trag, leine Convention, wohl aber eine offene, loyale Aussprache und die beiderseitige Ueberzeugung, dass die Balkanprobleme keineswegs eine Lösung in beiderseitigem Einvernehmen ausschließen. Dies sei eine wertvolle Garantie die nicht zurückzuweisen ist. Diesen Gesichtspunkt halten wir auch hellte fest und haben allen Grund anzunehmen, auch Nussland halte ihn fest. Bei der jüngsten Bewegung in Macedonian ließen die Signatarmächte mit ihren ernsten Mahnun-gell leinen Zweifel aufkommen, dass man die Leute im Falle eines Conflictes ihrem Schicksale überlassen werde. Der Gedanke wäre aber unrichtig, dass das Einvernehmen mit Nussland Gewähr gegen den Ein» tritt localer Unruhen für alle Zukunft biete. Die Be» unruhigung des Del. Kramar über die Balkanlage fcheint dem Minister nicht gerechtfertigt. Die Beziehungen zu Serbien seien ganz freundschaftlich und werden es bleiben, folange kein Grund zum Gegen« theile vorliege. — Gegenüber dem Vorwurfe k!ra-mars, dass wir nnsere Ballnnpolitik immer an einzelne Personen knüpfen, versichert der Minister, er sei stets bemüht, sich mit allen Parteien auf guten Fuß zu stellen. Bezüglich Albaniens sind wir mit Italien im reinen. Weder loir noch Italien haben Ep pansionsgeluste. Wir wünschen nichts als den »wtuu yuo. Wie bei uns über italienische Fortschritte in M banien, klagt man in Italien über österreichische. Bezüglich der Handelsverträge bestehen hier und in Italien die besten Absichten. Der Minister zweifelt uicht an der Erzielung eines Kompromisses, geeignet zur Befestigung unserer guten Beziehungen. Den Ausdruck „Liebedienerei" gegenüber England könne der Minister nicht gelten lassen. Auf den Vorwurf der Neutralitätsverletzung werde er bei Beantwortung der bezüglichen Interpellation erwidern. Die Zahl der Ausweisungen in Preußen habe sich vermindert. Im letzten Jahre erfuhr das Ministerium nur von 5l) Fällen. Es wurden Vorstellnngen erhoben, die vielfach einen günstigen Erfolg hatten. Die Ausweisungen sind nicht immer auf nationale Gründe, fondern öfters auf Eoncurrenzrücksichten zurückzuführen, wie bei der Ausweisung italienischer Arbeiter aus Frankreich. Die Berechtigung zur Bemängelung der Handhabung der Veterinär-Convention seitens der preußischen Behörden gibt der Minister theilweise zu, die Er-nenerung der Handelsverträge werde Gelegenheit bieten, auf den Gegenstand zurückzukommen. Die me-ritorische Entfcheidung bezüglich der Handelsverträge falle in den Wirkungskreis der beiderfeitigen Handelsminister, denl Minister dos Aeußern komme nur die Führung der Verhandlnngen zu. Nach der Rede des Ministers und dem resumie renden Schlussworte des Berichterstatters wnrde das Eingehen in die Specialdebatte beschlossen. Im Verlaufe derselben erklärt Del. Dr. Per» gelt, es gehe nicht an, dass Kramar durch Eitierung von Artikeln aus winzigen deutschen Blättern, die keineswegs die öffentliche Meinung des deutfchen Reiches wiedergeben, Stimmung gegen die Deutfchen in Oesterreich hervorrufe und die »naßgebenden Kreise gegen die Deutschen irritiere, indem man ihre Loyali° tät verdächtigt. Gegenüber Kozlow 6 ki, welcher die sofortige Berichtigung der unrichtigen Angaben in den Blättern oder Parlamenten, namentlich im preußischen Landtage und im deutschen Reichstage, über die veterinärärztlichen Verhältnisse sowie Sanierung dieser Zustände noch vor Abschluss der Handelsverträge wünscht, erklärt Goluchowski, die Regierung bringe an maßgebender Stelle alle an sie gelangenden Reclamationen vor nnd werde alles mögliche thnn, nin Remedur zu schaffen. Politische Ueberficht Laiback.^' > M!°^ Das Abgeordnetenhaus ,^" ^ Titzungen: Mittwoch, den 29. Mci^° ^ Tagesordnung: Zweite Lesung ^^.F,^ Vorlage; abends: Fortsetzung dieser ^',.^M'' nerstag, ttl). Mai: Tagessitzung von ^ d^! ' der fortgesetzten Debatte über die ^. Vorlage; abends 7 Uhr: Zweite LchM ^,. Provisoriums. Freitag, ill. Mai: ^^''1^ 10 bis 5 Uhr mit der die Wasserstraßenvorlage; abends 7 ^>r,' ^ ^ der Debatte über das Blldget^ProvijoN" ^ ,' tag, 1. Juni: Tagessitzung von 1" b's ^ F setznng der Debatte über die Wasserstrw ^ 7 Uhr: Fortsetzung der Debatte "bor ^.^> Provisorium. — In Bezug auf die bnw' ^ I nvestitionsvorlage wurde ^"-,^ selbe habe nach der zweiten Lesung der '^', ^ vorlüge, eventuell Samstag, den 1- ^.,^ finden; sollte an diesem Tage leine ^ ^ stattfinden, dann erfolgt die dritte "ei" / vestitionen Freitag, den 61. Mai. A"tt""„f Vorlagen sollen in der Session noch ""l ^,^ Parlamentsferien erledigt werden: ^u'^ <) Vorlage (mit eventueller Zuhilfenahme ^ fltzungen); die Gesetzentwürfe, betreffen^ der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenim ^^ treffend die Zählung der gewerblichen ""! ,F fchaftlichen Betriebe, betreffend die -l^^ mehrere Gefetzentwürfe, betreffend bie ". ^ von Staatseigenthnm in einigen StMe' ^ rung der Paragraphs 5l1 und W der Gew" ^>, Im bulgarischen Sobranje w'^' ,,'. Zeit über die Erhebung von M inist er" ^ verhandelt werden. Die Budget-ConnuM"' ^ solche Anträge; der eine richtet sich gegen ^ Eabinet Ivanöev wegen Verletzung der ^^ und Schädigung des Staatsinteresses '"^/ heit der Lieferung alter, unbrauchbarer ^^, die Staatsbahneu feitens einer deutsch"' < ,^ zweite Anklage kehrt ihre Spitze geaen cm' ^ Minister Radoslavov und Tenev n'W''' F' Baue und den Einrichtungen der ""^N!^,, beim Naturalzehent begangenen MiM^ ^ Nach einer Meldung aus London h<,,^ dive uon Aegypten den ehrnmllg"^ ^ dortigen Nationalpartei A rabi P"!^' ^ ic^ 18 Jahren in der Verbannung auf ^"'l l>F, gnadigt und ihm die Heimkehr in sein . >^„ stattet. Vor zwei Jahrzehnten hatte Ar"' ,^, Interesse der ganzen politischen Welt am ' ^ Damals strebte der ehrgeizige Parte'M,/, Aegyvten den Aegyptern zu sichern un? ^ ^. schen Einfluss im Lande zu brechen. ^ ^'! des sein Ziel nicht zn erreichen, sein ln"9 ^." nationale Bewegung des ägyptischen ^ ,!., vielmehr zum Bombardement -lleral'^ ,^^ der Schlacht bei Tel el Kebir, die zur !"^^'.) setzung Englands in Aegypten führte- >M^ musste sich nach der Schlacht den^'w^ 3>c»s Geheimnis der schwarzen Oräfin. Woman von vrm«no» Gandor. (27. Fortsetzung.) Langsam schlenderte er durch den viereckigen Hitittelhof, ill dem eine Fontaine Kühlung spendete. Durch ein Thor von kunstreicher, vergoldeter Schmiedearbeit tretend, gelangte er in den schattigen, mit seltenen Blumen und Gewächsen geschmückten Garten, auf den die breite Veranda mit ihrem weit überhängenden Dache blickte. In einiger Entfernung hielt Weipert feine Schritte an, um — felbst ungesehen — die in der Veranda weilenden Personen zu beobachten. Die eilte Dame — eine junonische Schönheit mit üppigem röthlichem Haare, das durch zwei Brillant» Pfeile am Hinterkopfe zusammengehalten wurde — die, einen riesigeil Palmenfächer in der Hand wie« gend, bequem zurückgelehnt in einem Rockingchair lag, kannte er gut; es war die junge Herzogin White, die gegenwärtig bei ihrem Vater anf Besuch weilte. Sie hielt die Augen geschlossen nnd schien ein wenig gu schlummern. Etwa 20 Schritte von der Herzogin entfernt, schaukelte sich auch eine junge Dame in einem Nocking-chair, und diese erinnerte sich Weipert nicht, vordem gesehen zu haben. Aber wie er genauer beobachtete, erkannte er nach der Photographie, die Powell ihm einmal gezeigt hatte, in ihr die jüngste Tochter des Mroleumtonigs, Miss Alice Powell, die er im Bilde schon so bewundert hatte. In Wirklichkeit war sie aber NvH vivl schöner und UelMM. Hn oe« rcgelmäßMN. feinen Zügen lag so viel Herzensgüte nnd Anmuth, die schönen braunen Augen blickteil so klar und freund-lich, und ihre Stimme klang fo fanft und wohllautend, dass Weipert minutenlang auf feinem Platze verharrte, um den anmuthigen Anblick noch eine Weile ungestört genießen zn können. Noch eine dritte Person war in der Veranda an» wesend, ein schlanker Herr in elegantein, sommerlichem Anzüge aus weißer Bastseide. Er saß so, dass Weipert sein Gesicht nicht erkennen konnte, aber er unterhielt sich sehr eifrig mit Alice Powell. Ab und zu ertönte ein leifes, angenehmes Lachen von den Lippen der jungen Dame. Weipert wartete vergeblich, dafs der Herr fich einmal umdrehen und ihm das Gesicht zuwenden möchte. Erst als er endlich auf die Veranda zugieng und die Herrschaften dort auf ihn anfmerkfam wurden, erkannte er in dem Gesellschafter den ihm perfönlich bekannten Doctor Georg Iorl, den Sohn jener Frau Professor Iorl in Philadelphia, in der Nathaniel van der Hütten die Tochter seines Bruders vermuthete. Diese zufällige Begegnung fchien ihm ein Wink der Vorsehung. Mit ein paar raschen Schritten war er in der Veranda und begrüßte die dort Anwesenden. Georg Iork war ein sehr schöner junger Mcmn. Ein weicher, hellbrauner, leicht gewellter Bart nach Art des Christusbildes der Spätrenaissance umgab die untere Partie seines feinen, etwas bleichen Gesichtes. Seine schönen, dunklen Augen hatten etwas sehr Mildes, Ruhiges in ihrem Blicke; die ganze Person» lichkeit wirkte außerordentlich sympathisch. Die Herzogin streckte dom ihr als Hantzfrcu.no Hre8 Voters brlmuU'N Arzie mit cordjaler Peitrmy —------. der l'"''' lichkeit die Hand entgegen. Auch v^r», .^ dm war, schüttelte Weipert die Ha"d. ^„H „Das ist hübsch, W^ Mit einem gewissen Behagen ließ er^ ^ seines alten Freundes Idee könne >'^ ^ an sich vorüberziehen. Ein toller, V^" ,lül> ?. . zwar, aber war er wirklich so a"^.^^" , i War os von vornherein so ganz cM"! sich verwirklichen konnte? l,ci^'' Eine lebhafte Unterhaltung war^F^. ^ Die Herzogin betheiligte sich noch eu' jhl> Gespräche, dann lieh sie sich wieder ^unlcksmfl'tt nnd schloss die Aussen- , OMttzung solg' i ^ ____________ 1011__________________ 28. Mai 1901. .ch ^Micht derurtheilte ihn zum Tode, i!, zur Verbannung nach Ceylon be- 5 Tagesneuiglciten. ^lin?'°"bete Leiche.) Aus Esseg wird ^ h^ "n hlesigen Fracktenschiffe ist dem Sleuer- ''^ Un^ l^" alte Sohn Martin Frech in die '->bti>s spurlos verschwunden. Die Leiche des ^ bei «^^ ^^fan Olwitz aus Sarvas im Ried >^U!,a ^'^ gefunden und weigerte sich, dieselbe ^des r? ältern auszufolgen; der Unmensch ^Nnss ^' ^" einem Strict angebunden, am ^„. '^ al^ Pfand für den geforderten Finder- -.^"lers»^ ^ache wurde der Behörde angezeigt, ,Hii.'"Ml,g eingeleteit hat. l.) ^i H." " n e n.) Kürzlich fuhr nächst St. Lo-^Ü^sse '°" "" Blitzstrahl in das Wohnhaus ^>Hut,,l auf dem Lorenziberge. zerriss der ^ ^ 5>"^, das .Halstuch, versengte ihr das Haar. ^Ha^s^ und durchlöcherte Strümpfe und ^ bald «° brachte die betäubte Bäuerin ins Bett, ^lil!^ ^°'^; sie hatte leine nennenswerte Ver->id 'hm ^'^ ^^^ ^^'^ 2""6 unversehrt, obwohl Z> sich ;°" ^lih den Fußbuden aufriss. Drei >°hle... ?" ^ähe des Hauses befanden, wurden -^che,u i ^^ Damen) nach ihrem Äer- ,!'>t>, Lin m"^'^men. dürfte wohl ebenso originell ,M: T)j "'larbeiter des „Gil Blas" vertritt fol- ^isen Zungen Mädchen fangen erst beim Nach- ^z^Illsdeis' iungen Frauen hingegen werfen >-'>N Ne?"' ^u Pfeffergurten. Salat usw. Die ^^dcr?" ein Etücl Hühnerbrust, einen Reb- ^?" 3ti^ ?"/' ^ Vierzigjährigen halten sich an ^"e^a sch. Hammelfleisch und Wildbret. !>MI ihf" , "^ ls^, dann ist es besser, nicht mehr ','i, ionisch ,^"se zu forschen, denn sie steht schon ^, bie l' Dies möge allen denen zur Ve- ^ üerne über ihr wirtliches Alter täuschen ^ ^2 ^,^ p hische Definitionen.) Die ', die- ^"e« und des Subjectes hat den Philoso- '- 5Uen "si rbrechen verursacht. Zwei noch le- .I^ihlen^.^ gelungen, die Aufgabe glücklich zu ,' ">edet,us ^"^^" bie folgenden zutreffenden De- > ^ln d !."' "D"" Object ist die Projection " "icht, "" bes Daseins." Der andere Ge- ^>>on V "'Über gemeinverständlich: ..Das Object ^ Subjectes in den Hohlraum des Be- Ä'sche n ^„^ enspielerstücichen eines '^°'> boin^s l lings.) Der Marine-Artille- ^"thollst y7^lbuurger Hafencommando wurde '^?" gesif^ ^letzung deZ Gehorsams vor das ' ^ um, ^ ^^ Verhandlung benahm er sich ). b!he:., Beobachtung gestellt werden musste. Itt "Ng war Fauchon das Entzücken seiner 'i.!^' Ka^ ^ N"r" wusste allerlei Schnurren '!. 'tft^ 'cnlunste und sogar höchst complicierte .^auch«.. "? '"" t'lu. uki-ll als Hexen- ^^ "'«Hi Fl'bt - sozusagen als i,n^ ^,,''c- H,e Wärter sollten in der unbesetzten >!^'"d'e^'"°"e in die Hände llatschen und "ö ,^rri, ^"'"nwde liegen. Die Wärter waren ^li^l'dellan" ^'' ^achbarzelle des Signales. "'5's, U,i,dl!s,' ^"6 vernahmen die Unbesonnenen ^!?'e H""« ^ Schlüssels und begriffen zu ' h 3 ^ouclwn ""^ abgefeimten Simulanten ge- 'l'i bei in ^Mlam über die äußere Mauer und :„ ^Urdei, s ^""^ ^ Cents ein gutes Versteck. >,'l«!h. '^"^ ^enge bestraft, und das geschah ^'^" h!^,^.) Einen fesselnden Aufsatz über ^'<>?"strirl^"'c" ^'"estschen Mittagsgesellschaft ^>^- Äa,!. ""lsbibliothet" in ihrem tiirzlich ^ 3e ""l die. ^r Veröffentlichung. ..Zwischen . uhes zu erwarten; und der Tisch V' «n ber^s!^"^ Eintracht ) Restaurant. '!e °^ hen 3 °ftllchen Seite, gedeckt sein. Dein ! l,,^ 'hstir, l'-^ ^"'" So etwa lautet die Ein- 'c?'^ dcrs i!'^'^"'' ^then Couverte und auf ' b^"!le dorb,' '' ^''" ""° ^rbe geschrieben. tli "n ^ )" von dem Diener des Einladenden "^'°lhdi!s^ "U lurzen Tuchstiefeln und mit V> »»ich ""' H"te auf dem glattrasierten ''>»> >sek't s ! '"'^ s'eht es nun mit dem aus. ^>u^°3ateii7 °'"'nt? Der folgende Speisezettel '"c^en ^Vorspeisen: Gesalzene Schnecken, Malrele. marinierte ilrabben. ^s ' Msch,,^ ^"ppen: Vogelnestersuppe. Hai- ^b!> ^ca^"^^' Zwischengerichte: Fische ^>^>'. »I"^ Entenzungen, Austern mi< ^> ?ale. m^'/linen mit Champignons. Krab. ^X^lenb^ "en: Gebratenes Fertel. Haifisch- ^i?'N '"eisl,^ «'bralener Stör. Sühe Speisen: ^>t?' 3wck> ^ Namelbrot. gebactener Speck- ^' n'b"?^"iswi. Thee" '^il ^ f lanze n.) Der Engländer M. ' "!« e,ne vellehif Pflanze schneller athmet und eine höhere Temperatur aufweist als eine unverletzte, und sagt, dass man diese Erscheinung als Fieber bezeichnen tann. Die Versuche, welche mittelst eines thermo-eltltrischen Elementes gemacht wurden, ergaben, dass der Höhepunkt der Krantheil 24 Stunden nach der Verletzung eneicht war und dass die Temperaturzunahme Verhältnis" mäßig größer als bei Thieren ist. Bei Pflanzen mit dichtem Zellgewebe beschränkt sich das Fieber mehr auf einen bestimmten Theil der Pflanze als bei zarteren Geweben. — (Lords als K n e i pe n b ef i tze r.) England zählt mindestens zehn vornehme Edelleute, die in London und in anderen Städten des Landes Brantweinschänlen besitzen; es sind dies nach der „Voss. Ztg." der Marquis Salisbury, der Herzog von Devonshire, der Herzog von Bedford, dei Herzog von Rutland, der Herzog von Northumberland, Lord Dunraven, Lord Derby, Lord Hartington, Lord Dudley und Lord Eowper. Es ist ein vor einigen Tagen veröffentlichtes parlamentarisches Document, das diese interessante Neuigkeit mittheilt. Die „Habitues" von Westminister hatten nämlich — neugierig, wie sie nun einmal sind — vor kurzem den Antrag gestellt, dass man die genaue und vollständige Lifte aller edlen Herren der Kammer der Lords, die bei jiubü«' llou«tj8 als Eigenthümer oder „Geschäftsführer" Interessen hätten, veröffentlichen möge. Die Liste musste wohl ober übel aufgesetzt werden, und so erfuhr England eines schönen Tages, dass sein Ministerpräsident nicht weniger als 11 .Kneipen besitzt, während der Herzog von Devonshire, der nichts halb thut, ganz deren 47 sein eigen nennt. Die anderen Herren haben jeder so zwischen 30 und 40 Schänlen, nur der Lord Derby steht etwas abseits und hält mit 72 Nrantweinbuben den Record. — (E i n er finderischer Pa stor.) Einige beim Volle sehr beliebte Prediger in den Vereinigten Staaten ersinnen, so wird aus Newyorl berichtet, merkwürdige Listen, um die Leute in die Kirche zu locken. In Brooklyn zieht zum Vcispiel ein Pastor, der ein geschickter Künstler ist, große Gemeinden dadurch a». dass er Lichtbilder auf der Kanzel probuciert, oie einzelne Punkte in seiner Predigt illustrieren. Ein Geistlicher im Westen singt Solos und hält ergreifende Recitationen. In Cleveland lässt ein Prediger seine Kirche mit freien Schwimmbädern und Lesezimmern, die Tag und Nacht geöffnet sind, und mit einem gedeckten Garten für Concerte bauen. Der Reverend Charles Tyndall von der reformierten Kirche in Mount Vernon, einer Newyorler Vorstadt, hat nunmehr jedoch noch etwas Seltsameres erfunden. Er ist ein Kenner der Elektricität und beabsichtigt, am Sonntag cine Predigt über drahtlose Telegraphic und ihre geistlichen Parallelen zu halten. Zu dem Zwecke hat er in seiner Kirche einen vollständigen Apparat für drahtlose Telegraphic angebracht und um seine Kanzel eine kleine Eisenbahn gebaut, auf der zierliche Wagen mit drahtlosem Strom laufen werben, Tynball ist auch ein geschickter Telegraphist und wirb drahtlose Depeschen von einem Ueber-tragungsapparate in der Kanzel nach einer Empfangs-, station am entgegengesetzten Ende der Kirche senden. .Mein Zweck ist", sagte er. als man ihn über die Gründe zu seinem Vorgehen befragte, ..meine Predigt symbolisch zu erläutern und durch das Auge auf die Seele zu wirken. Um den Apparat für drahtlose Telegraphic erfolgreich zu Hand-! haben, muss die Empfangs- und Aufnahmestation elektrisch sein. Auch das menschliche Gemüth muss geistlich gestimmt sein. um geistlich aufnahmefähig zu sein. Ich vertraue darauf, dass man die Wissenschaft zu einem wichtigen Verbündeten der Predigt machen kann. Ich werde dieser Predigt andere folgen lassen, die nach ähnlichen Regeln gemacht sind." Die Idee ist ohne Zweifel gut, zumal auch für die bevor stehenden heißen Sommermonate. Wozu aber bei so in tenffanten physikalischen Experimenten die Zugabe einer Kanzelrebe? — (Merkwürdige Gesellschaften in Japan.) Japan ist ein originelles Land, das beweisen auch die Vereine mit höchst merkwürdigen Zwecken und Namen, die sich dort zahlreich gebildet haben. Soeben hat sich wieder einer mit dem Namen „Vereinigung für das Studium der Ursachen der Unzufriedenheit" gebildet, der sogar seinen besondern Moniteur herausgibt. Es wird nicht lxrichtet, ob dieses Organ sehr umfangreich ist; aber das ist höchst wahrscheinlich. In Natatsu hat sich ein anderer Verein gebildet, der sich ..Gesellschaft für das Lachen mit lauter Stimme" nennt. Jedes Mitglied muss sich verpflichten, bei jedem Anlasse kräftig loszulachen. Local- und Prouinzial-Nachrichten. " (Allerhöch st e SPende.) Seine t. und l. Apo-stolische Majestät haben sür die Abbrändler in Gorenjavas cine Unterstützung von 2000 Kronen aus allerhöchsten Vrivatinitteln allergnäbigst zu bewilligen geruht. — (StaatIiche H ' lfsactio n.) Das t. t. Mi-nilierium des Innern hat über diehfiiNigen Antrag des l l. Lundespräsidwms einvernehmlich mit dem l. l. Finanz- und l l Ackerbauministerium bcliufs Durchführung der erforderlichen Hilftaction zu Gunsten der Abbrändler in Gorenjavas eine Unterstützunc, von U),0tX) lv aus den Mitteln der lais. Vcrorbnung vom 15. September 1900. R. G. Bl. Nr. 15?, iur Verfügung gestellt. . ^, __ (Populäre Vortrage an den Mittelschulen) Seine Excellenz der Unterrichtsmimster hat an die unterstehenden Behörden einen Erlass gerichtet, in welchem er seiner Befriedigung über die Versuche Ausdruck gibt. di> an den Mittelschulen gemacht wurden, um durch all-cil-meine Vorträge die Eltern der Schüler heranzuziehen und so Schule und Haus einander zu nähern. Der Untcrrichts-minister fordert ferner die Schulbehörden auf. diese Vortrage zu begünstigen und sie zu überwachen. Ein Zwang auf die Lehrkörper zur Veranstaltung solcher Vorträge sei jedoch nickt auszuüben. — Wir veröffentlichen den Ellnss vv!l< inhaltlich w dev mvsgisttn Nmmnel, — (Ernennung im Iu stizdien ste.) Das Oberlandesgencht für Steiermarl, Körnten und Kram hat den Rechtsprattilanten beim Landesgenchte in Laibach, Franz Gor 8 iö, zum Auskultanten für den Oberlandes-gmchts-Eprengel Graz ernannt. — (DieAussichtenfü'rbieKarawanten-b a h n.) Die „Klagenfurter Zeitung" berichtet: Wie wir von bestunterrichleter Seite erfahren, ist die Annahme der Investitionsvorlage so gut wie gesichert. Die dritte Lesung der Vorlage im Abgeorbnetenhause dürfte am 31. Mai ober am 1. Juni vorgenommen werden, worauf sofort auch deren Erledigung im Heirenhause erfolgen soll. Die allerhöchste Sanction des Gesetzes sei noch für den Monat Juni zu erhoffen. Die Bauarbeiten werden dann sogleich in Angriff genommen werden. — (Prüfung.) Die nächste Prüfung aus der Ctaatsrechnungs - Wissenschaft wird bei der in Graz be< stehenden diesbezüglichen Commission am 5. Juli d. I. abgehalten werden. Die Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung müssen bis längstens 12. Juni bei dem Com« missions'Präses eingebracht werben. —o. — (Studienreise.) Wie wir vernehmen, beabsichtigt die Lehrkanzel für forstliche Productionslehre an der Hochschule für Nodencultur in Wien mit den Studierenden des II. Jahrganges eine Studienreise nach Krain zu unternehmen und bei dieser Gelegenheit die ärarischen Forstgärten, Karstaufforstungen ?c. zu besichtigen. Das Eintreffen in Laibach erfolgt in den nächsten Tagen. —o. — (Beförderung von nichtactiven Ca-detten und Einjährig-Freiwilligen.) Se. Excellenz der Landesoertheibigungs-Minister hat mit Cir-cular-Verordnung vom 23. b. M. verfügt, dass sämmtliche nichtactiven Cabetten, welche nicht Officiers-Stellvertreter oder wirkliche Feldwebel (Gleichgestellte) sind. mit 1. Juni d. I. in die letztere Charge zu befördern sind. In Hinkunft st die gleiche Charge allen Einjährig-Freiwilligen und sonstigen Officiers-Aspiranten des Soldatenstanbes, welche die Prüfung zum nichtactiven Qfficier bestanden haben und welchen auch die Eignung zum Officier in außerdienstlicher Beziehung zuerkannt wurde, nach der Beeidigung des Prä' senzjahres bei ihrer Uebersetzung in den nichtactiven Stand zuzuerkennen. — (Gefä' hrliches Fahren.) Man schreibt uns: Am unteren Ende der Bahnhofgasse in der Strecke von dem städtischen Badehause bis zur Petersstraße tann man täglich, besonders nach Ankunft der E'ftnl-ahnzüge, Wettfahrten der Fialer u. dgl. beobachten. Sie fahren mit außerordentlicher Schnelligkeit auf und ab und nehn.ea nicht Rücksicht auf die eigene und die Sicherheit der zu Fuße gehenden Menschen. Häufig fahren die Wagen aneinander, und meistens will leiner der Rosselenler der schuldige sein; nach heftigem Schreien und Fluchen gehen sie dann ihre Wege. Es geschehen aber auch ernstlichere Unfälle. Am letzten Samstag vormittags fuhr ein „Wippacher" mit rasender Schnelligkeit gegen die Petersstraße zu; dort fiel das Pferd vor dem Uhrmachergeschäfte des Herrn Somnih auf das Trottoir nieder und die Wagenstange stieß die Scheibe des Auslage-lastens ein. Zum Glücke befand sich aber lein Mensch an d,eser von Schulkindern und Erwachsenen viel frequentierten Stelle. — Am Pfingstsonntage nachmittags gegen 1 Uhr fichr der schwere Schubwagen mit großer Schnelligkeit vom Äadehause abwärts, bog um die Ecke des Hauses Nr. 13 der Peterssiraße, stieß auf einen ih'N entgegengelommenen Fialerwagen und beschädigte ihn. — Derartigen Unfällen könnte vorgebeugt werben, wenn die Fuhrleute an der er« wähnten, sehr breiten Stelle langsamer fahren würden. O. — (Die diesjährige Bezirlslehrer» Conferenz fürben SchulbezirlLitlai) wird, wie bereits mitgetheilt, am 3. Juli um 9 Uhr vormittags im Schulgebäude in Littai mit nachstehender Tagesordnung stattfinden: 1.) Eröffnung der Conferenz durch den Vor< sitzenden. 2.) Wahl zweier Schriftführer und zweier Veri-ficatoren. 3.) Bericht des Nezirlsschulinspectors über die anlässlich der Inspectioncn gemachten Wahrnehmungen. 4.) „Auf welche Art soll das Schönschreiben in der untersten, mittleren und höchsten Stufe gelehrt werden." (Den Ne-ferenten bestimmt am Conferenztage der Vezirlsschul-inspector.) 5.) Die Zahl 9. Auftritt mit den Schülern der l. Classe der zweiten Abtheilung der Littaier Vollsschule (Lehrerin Frl. Iosefa S ch o t t in Littai). 6.) Bestimmung der Lehrbücher für das Schuljahr 1901/1092. 7.) Bericht über den Stand der Nezirtslehrerbibliothel sowie Rechnungs« legung über dieselbe. Berathung über den Anlauf neuer Bücher. 8.) Wahl des Bibliothelsausschusses für das Schul, jähr 1901/1092. 9.) Wahl des ständigen Ausschusses für das Schuljahr 1901/1902. 10.) Selbständige Anträge, -ill. — (I mpfu n g.) Im Jahre 1900 wurden in Kram auf 433 Sammelplätzen 12.630 Kinder, sämmtlich mit flüssigem Stoffe, geimpft; hievon 10.729 mit gutem Erfolge, 245 ohne Erfolg, bei 1ti5<> blieb der Erfolg wegen Nichterscheinens zur Revision unbekannt. Von den in 218 Schul" grmeinden befindlichen 50.240 Schülern wurden 2432 erstund 8235 wiedergeimpft. __c,. — (Wanbervorträge.) Im politischen Nezirle Gililfeld werden die thierärztlichen Wandervorträge für das heurige Jahr in St. Barthelmä. in Lanbstrah. in'St. Margarethen und in St. Cantian abgehallen werden. — e b e n w a c t e.) Am 25. d. M. erfolgten zwei seismische Nodenbewegungen, die erste nahm ihren Anfang um 2 Uhr früh und dauerte bis 4 Uhr. Dem Bewegungscharatter nach sind dies Ausläufer eines Bebens von einem sehr fernen Ursprungsorte. — Bald darauf, um 5 Uhr früh, zeichnete sich auf den Instrumenten ein Erdbeben aus Italien ein. Padua notierte die gleichen Bewegungen. — Heute morgens um ^ Uhr 50 Min. wurde eine schwache, von einem verhältnismäßig nahen Herde ausgehende Bewegung verzeichnet. L. ^ (Ein rabiater Gast.) Der Spenglergehilfe Anton Kregar aus Hradetzlyborf vergriff sich Sonntags an dem Gastwirte Josef Kastelic auf der Unteilrainerstrahe Nr. 6. warf ihn zu Boden und zerriss ihm den Rock. Kregar wollte ohne Bezahlung Kegel schieben; nls ihn der Wirt von drr Kegelbahn abschaffte, wurde Kregar mit ihm handgemein. * (Von der Militärpatrouille arretiert.) In der Nacht vom 26. auf den 27. b. M. wurde der Arbeiter Leopold Ienlo wegen Beschimpfung einer Militärpatrouille von dieser arretiert und der Sicherheitswache übergeben. — (Ein gefährlicher Dieb.) Am 23. b. M. lum der angebliche Heizer Josef Delleva aus Trieft zur Wirtin Maria f'esnil in Palöje. Gemeinde St. Peter, welche sich mit ihrer Tochter Francisca allein im Hause befand, und verlangte Wein und Käse. Beides wurde ihm gebracht. Als die Wirtin hierauf in die Küche gieng, bemerkte die im Hofe sich aufhaltende Tochter durchs Fenster, dafs der Fremde die obere Schublade eines Kastens herauszog und darin wühlte. Die hievon verständigte Mutter kam sofort ins Schanlzimmer, woselbst sie wahrnahm, dass ihr aus einer Schachtel 70 X fehlten. Sie packte alsogleich den Fremden mit der einen Hand an der Schulter, während sie mit der anderen aus dessen Hosenlasche eine silberne Taschenuhr, welche er von der Wand genommen hatte, bann 12 Stück Cigarren und eine Handvoll Kronen hervorzog. Da der Fremde die Drohung ausstieß, er werde sie mit dem Messer stechen, rief die Wirtin um Hilfe. Der Uebelthäter wurde von zwei handfesten Vauernburschen unschädlich gemacht und sodann von der mittlerweile verständigten Gendarmerie-Patrouille verhaftet und dem Bezirksgerichte in Adelsberg eingeliefert. —1. " (Diebstah l.) Der Kellnerin Marianne Petri? im Restaurant Fantini wurden in der Nacht vom 25. auf den 26. d. M. mehrere Kleidungsstücke im Werte von 80 X gestohlen. Der Dieb versteckte die gestohlenen Sachen in der Nonnengasse, wo sie von einem Sicherheitswachmanne später gefunden wurden. Der Wachmann lauerte dein Diebe auf, jedoch lam derselbe nicht sein gestohlenes Gut holen. — (Schadenfeuer.) Am 21. b. M. nachmittags brach beim Besitzer Anton Ur^ii- in Kleinlumpole. Orts-gemeinbe Mulcm. in der unter dem Dache befindlichen Harfe ein Feuer aus. welches die Harfe und die Dreschtenne sowie den Dachstuhl des Stalles und des Hauses sammt den darin aufbewahrten Fultervorräthen und Wirtschaftsgeräthen in drei Stunden vollkommen einäscherte, UrM «leidet einen Ochaden von 14Y0 N, war. yb« auf M 15 ms,ch«r<. Dem Brande fielen auch eine Kuh im Werte von 140 X und eine Kalbin im Werte von 100 X zum Opfer. Das Feuer soll durch den taubstummen 12jährigen Sohn des genannten Besitzers mittelst Zündhölzchen verursacht worden sein. —ik. — (Der projectierte Aufstieg auf die G o l i c a) musste in den Pfingstfeiertagen wegen zu hoher Schneedecke unterbleiben. Derselbe soll nun am 6. Juni stattfinden. x. " (Ein unvorsichtiger Radfahrer.) Der Schlosserlehrling Franz Veröiö. Ehröngasse Nr. 16, fuhr gestern nachmittags in der Schellenburggasse der Bäckermeistergattin Iosefa Ianka mit dem Fahrrade in den Rücken und warf sie um. Die Frau erlitt einen Bruch des rechten Armes und musste ins Landesspital überführt werden. * (Taschendlebstahl.) Während der Firmung in der Domlirche wurde am Sonntage der Hausbesitzerin Theresia Kandui aus Idlia ein Gelbtäschchen mit 12k und dem Besitzer Lorenz Stare aus St. Martin eine Brieftasche mit 30 k gestohlen. * (Verhaftete Cxcedenten) Im Gasthause des Franz Paternoster. MlllM'Gasse Nr. 24, excedierten am Sonntage nachmittags drei Männer und wurden sowohl gegen die Kellnerin als auch gegen den Gastwirt und dessen Frau aggressiv. Die Excedenten wurden ver-haftet. * (Von einem Hunde niedergeworfen.) Per Comptolrist F. P. wurde am 25. d. M. auf der Wienerstraße vor der Arlilleriekaserne von einem großen Hunde, als er aus dem Fahrrade vorbeifuhr, niedergeworfen. Der Radfahrer erlitt leichte Verletzungen. * (Verloren) wurde am Iurtiivlatz von einer Tabalfabrilsarbeiterin eine silberne Uhr. — (Curl iste.) In Krapina-Töplitz sind in der Zeit vom 16. bis 20. d. M. 194 Personen zum Cur-gebrauche eingetroffen. — In der Landes - Curanstalt Neuhaus bei Lilli sind in der Zelt vom 23. April bis 19. Mal 112 Personen zum Curgebrauche eingetroffen. Theater, Kunst und Literatur. — („A lt - Krai n".) Wie bereits gemeldet, wurden i!< den letzten Tagen drei neue Hefte (4., 5. und 6.) des unter dem Titel „Alt-Krain" (l>:ai-n lirnn^lcu) erscheinenden Sammelwerkes von Koiuad Grefe. akademischem Maler in Wien, herausgegeben. Dieselben enthalten nachstehende Illustrationen in Lichtdruck: Schloss Seisenberg, Schicss Ehrenau, Tob der heil. Maria, Seitenaltar in Hostitz, Kirche in Ehrengrub, Stadtlirche in Rubolfswert, Schloss Kroisen-egg, Ruine Kamen bei Vigaun, Grabstein des Georg Frei-herrn v. Khisl im Rudolfinum, Felfenschlofs Lueg, Becher des lrainischen Landschadenbundes, Chor der Pfarrkirche in Aischoflack. — Wir haben fchon anlässlich des Erscheinens der ersten Hefte don „Alt-Krain" auf die verdienstliche Seite dieses culturhistorischen Unternehmens hingewiesen und dasselbe der Förderung aller patriotischen Kreise in Krain anempfohlen. Das Sammelwert hält nun, was es versprochen hat: Die alten nicht nur für den Fachmann, sondern auch für den Laien interessanten Baudenkmäler Krains gelangen darin in prächtigen, nach der Natur gemalten Bildern zur Reproduction und spiegeln ein gutes Stück der altehrwiirdi-gen Kulturgeschichte unseres Heimatlandes wieder. Beim Unterrichte in der Heimatstunde leisten sie dem Lehrer unschätzbare Dienste und verdienen daher namentlich in allen unseren Unterrichtsanstalten die weiteste Verbreitung. Ein erläuternder Text, sowohl in deutscher als in slowenischer Ausgabe, vermittelt die historische Bedeutung der abgebildeten Objecte. — («8lovoni,ki ?l»vnill.') Inhalt der Mai-Nummer: Haftung für Aufruhrschäden. Vom Univerfitäts-docenlen Dr. Zolger. — Ueber die Exequierbarleit von nlchteingellagten Zinsen. Von Dr. Mohorik. — Allo< Holismus in rechtlicher Hinsicht. — Civllrechtsfälle: ») Iudicatenbuch Nr. 151: Ueber die Sicherung der Ansprüche des Zwangsverwalters auf Belohnung und Ersatz der von ihm bestrittenen Verwaltungsauslagen (88 109, 113 und 124 E. O.); d) zur Anwendung des Fischereigesetzes für Krain; c) Klagen auf Zahlung von Schadenersätzen in einem 500 fl. übersteigenden Netrage aus Vestandverträgen gehören nicht vor die Bezirks« gerichte. — Vom Verwaltungsgerichtshofe: Die Entscheidung in der Straßentaselfrage der Landeshauptstadt Laibach. — Der Conflict zwischen dem Advocatenstande und dem l. l. Justizministerium. — Miscellcn: Aus der Chronik des Vereines «Pravnil». Legalisierung von Unterschriften armer Parteien. In welcher Frist sind Beschwerden gegen die Kostenbemessung in Uebertretungs« fällen zu überreichen? Von K. W. — («Wiener Mode.») Das Wiener Frauen-und Modejournal «Wiener Mode» schließt sich mit dem Hefte vom 1. Juni den Saisonbebürfnisfen an. Ter Umschlag leuchtet uns mit einem duftigen Musselin-Sommerkleid in frischer Farbe entgegen; beim Durchblättern der übrigen Gelten finden wir die jetzt so sehr beliebten Blusen, Reisetoiletten, weiße Leinenllelder, Toiletten sür Curorte, viele aparte Hutmodelle, und für lustige, junge Mädchen zwei allerliebste Dirndlanzüge, die während des Landaufenthaltes gern getragen werden. Der Handarbells-theil bietet Mustervorlagen blühenden Stils, die Rubrik «Wiener Herren-Mode», Anzüge, Cravatten, Wäsche, der Unterhaltungstheil den Damen interessante Plaudereien. Man abonniert sür die Zeit vom 1 Juni bls 30. September zum Preise von 4 k. Telegramme > Ein Attentat? ^ PariS. 26. Mai. Die Agen" >,P aus Havre: Ministerpräsident Walde« "^ heute abends hier eingetroffen. In ?alM^ als er ans Land stieg, warf ein eN" ,^F l dividuum eine Orange nach dem MM M>! ohne ihn zu treffen. Der Thäter. ">' ^ Namens Ernst Parfait, welcher der ^ ^ Partei angehört, wurde verhaftet. Ms^ Havre, 27. Mai. Die von denH.^ Parfait gegen den Ministerpräsidenten M" ^/ geschleuderte Orange traf dessen G"lM" und verursachte eine unbedeutende Cow"! Aus Südafrika. ^,^ Sandriverport (Transvaal), ^- ^ Wilson versuchte mit einem Theile v° ^ Jägern das Commando Beyers zwischen ^,^^ Sandriver zu umzingeln. Der VerM ^^ die in den Rücken des Feindes gesandt^ / spät angekommen waren. Es entspann ^« ein Gefecht mit der Nachhut. 18 ?"">' FH fangengenommen, 40 Wagen, Mun't'ol" M^ Vieh erbeutet. Der Feind bestand M' ^^'1 aus Unberittenen. Auf britischer Seite W" I gelobtet und sechs verwundet. «B^H London, 27. Mai. Nach einen» v" M datierten Telegramme Lord Kitcheners « ^A machten die Buren am 25 d. M «" -^ Streitkräften einen energischen Angriff a«! ^5» zwischen Ventersdorp und Potschefstrooin ^ wurde abgeschlagen. Auf britischer Ven ^ / Mann, 30 wurden verwundet. Der ^ ^ glücklich an seinen Bestimmungsort gev^F,. London, 27. Mai. Ein ?^A^« «Standard» aus Middelburg vom ^Mi>^ 16 Buren ergaben sich heute u,'d ^"Wl^ Stück Rindvieh. 12.000 Schafe, >^H ^ 12 Wagen mit, welche ihnen Command ^ heim anvertraut hatte, um sie über ^», hiuweg nach dem Norden zu schaffen- ,s,^ ^ London, 26. Mai. Bei ein" ",^^ Chamberlain zu Ehren Miluers vemn'« ^ ^ stück hielt ersterer eine Rede, in welch" FH, gouverneur für dessen Thätigkeit lebM^ ^M, zollte und ausführte, die Aufgabe. "/3,.h^/^ seiner Rückkehr nach Südafrika zu erlM" düi «^ noch wichtiger sein als bis j. baldige Versöhnung und gemeinscha«M> beider Rassen folgen werde, die haup>c,s') dingung für die Herstellung eines läge ruhenden und gleich den Schwest ^ hl« Canada und Australien einigen, sre M 5 loyalen Südafrika. In seiner E^On'M Milner zunächst für den ihm gieng dann auf die gegen ihn ge"^ ^. sei Die ihm erwiesenen Ehren — sag" "ger ^.j ^ die Nothwendigkeit zehen, dass das Land ftme Dlener ^ ^ Feindes nicht verlasse. Es sel lach ^ Ach / Milner-zu behaupten, dass derM'eg M^ Versöhnlichkeit zu vermeiden gewesen "^e ^, aber komme bald die Zeit, wo eine l"'' ^ sichtigere Politik in Südafrika werde den können. Die Pest. ,^ ,»'l^ L0nd0n, 27. Mai. Amtlich " ^i "./ dass hier am 19. d. M. aus O"ps2tM > Garnison von Mafeking stammende V" ^/ die an der Pest erkrankt waren. ., hcc „hl< Capstadt, 26. Mai. Die M^- M^/ hier vorgekommenen Erkrankungen "»^ ^ insgesammt 608. Hievon sind^« ^, Elementarschäden. ^ ^ Newy°rk,25.Mai. 3"^'^ Seen wüthete während der Sturm, wie ein solcher seit 15 U ges>">>. achtet wurde. Zahlreiche gestrandet oder wurden stark beschau Ms 'gM. an Menschenleben und die sonstig" " ^F noch nicht zu übersehen, da vorlag M ,, aus den Häfen und der unlnittelva ^ vorliegen. . ^schaftH^ Madrid, 25. Mai. Die ^'HeHe 3n ?' '"eldet, hat die China Merchants Company lH^'ung erhalten, mit der Verschiffung des Reis-Me^nach Tien.Tsin wieder zu beginnen. Dies kl la, ^^ krste sichere Anzeichen, dass die Rückkehr >^ilichell Hofes nach Peking bevorstehe. ^Mcher Zeitung», bei welchen das varment "l'l diesem Monate endet, Nun, !^^^)ft ersucht, die weitere Prä-dilation t>t^ Rundfragen wisfenschafllicher Heillunde, li 2 40. ^38 °^n C,, Das venetianifche Aollölied «Die Villotta», ^.'.."".^iebold V., Ziegelroybau, Tafchenouch fui Bau» !^lact/X ' ^ 8 40. — sierrlich P,, Ein Reformator i^ tjor!chev, lv —72. — Vosl ^»e^ "u d,r Biegnngs-, Zug., Druck- und Schubfestigkeit, H ^« ^ Hanifch A., ssrostversuche mit Bausteinen der 1 ?h l<'^°N"chie, l< 1 60. — Carneri B., Der moderne ^ü Ki,. N"- — MöbiuS, Dr. P. I., Ueber den physiolo« ^Nn^'N" des Weibes, li 1-80. - Krauß Ni.',^ kurzes Lehrbuch der Gynätologie, k 7 20. — < <^,^b'Militäilexilon. Lief. l,l^ 150. - Zell, i> ^.^ Myphem ein Gorilla, k 3. - Xniellt (5.. ^ ^slir^«"^" eclw. X 2 16. — Die Kritil, Monatö. ' l ' ltn,H»tliches Leben, XV!.. 200, li - 60. - Franken, ^ !>il ^. « "^ der Toilettenlunst und des guten Geschmacks, tMe» 7 " «el „I ann, D r. A,, Die heutigen Vehandlung«. jj ^^i^"kr Irauenlranlheiten, li. -90. - Fischer- ! '>i^«»e!,! ' ^^ A., Elllstehung, Verhütung und Heilung ^ ^^ ^ "ulheiten aller Altersstufen, k 1 - 20. — «Ui ich a. ^ !! ^jo ' ""dzüge einer allgemeinen Hygiene, k 1 80. ^ '^ll?^'s in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H ?.. ° krg in Laibach, CongrejSplah 2. Augelommene Fremde. Hotel Elefant. Am 2 6. Mai. Se. Eminenz Erzbischos Dvornll, Iara, — Emmert, l. u. l. Oberst, Klagenfurt. — Wutscher, f. Frau, Privat, Pola. — Herbuz, Commis. Udes. — Mayer, f. Frau, Richter, Volba, s. Frau, Tschech, Lehrer; Souna, l. l. Thierarzt; Seifert, Kapellmeister; Soal, Oberlehrer, s. Frau, RadlerSburg. — Bissial, Privat, Adelsberg, — Simonich, Ritta, Private; Ovina, Kfm,, s. Tochter, Fiume. — v. Moline, Pcivat, Neumarltl. — v. Maasbura, t. u. l. Oberst, s. Frau. Budapest. — Nelley, Beamter; Lustig, Hofferer, Kflte., Graz. — Feh«r, Kfm., Groß'Kanizsa. — Samida, Kfm., Gottschre. — Ulrich, Kfm., Berlin. — Lehmann, Kfm,, Prefsburg. — Abclles, Kfm., Trieft. — Hutting, Salman«, Kflte., Linz. — Selinger, Kfm., Sissel. — Pollal, Ksm., Prag. — Ruprecht, l. u. l. Major; Klein, f. Frau, V.Richter, f. Frau, Hansen, Private; Kontz, Pclarcl, Blau, Deutsch, Rossmaun. GelliS, Wünsche, Altmann, Schnürl, Iohnas, Lavedsly, Tust, f. Frau, Friinl, Geiger, Pacher. Kfm., Wien. Am 2 7. Mai. Kraupp, Ingenieur, s. Sohn, Iauer. bürg. — Dr. Srebre, Advocat; Oder, Buchhalter, s. Bruder, Rann. — Dr. Deugs, Budapest. — Dr. Mulley, Eilli. — Truntschnig, Gutsbesitzer, s. Familie, Feldlirchen. — Laveö. Gerichtsadjunct, s. Schwester, Gouobitz. — Bretel, Beamter; Gindra, Lehrerin, Villach. — Caleari, Holzhändler, Lees. — Islanel, Besitzer, s. Brüdern, Pontafel. — Heinrich, Ingenieur; Mallner, Privat, s. Frau, Veldeö. — Eugen, Privat, s. Fumilie, Trieft. - Wagner, Privat, s, Frau, Marburg. — Nellenfeld, Privat, s. Frau. Agram. — Marusiö, Privat, Paris. — Doctor Reiser, Advocat, Trieft. — Kraus, Wimmel, Kslte.. Agram. — Kotrii, Kf»i., s. Frau, Adelsberg. — Helling, Kfm., Budapest. — Ialil, Kfm., s. Frau, Franzdorf, — Carstenö, Geidl, Heizen» hann, Private; Schwab, Bussel, Hirsch, Verger, Blau, Kreutzer, Konh, Neumann, Sainet, Frohl, Kflte., Wien. Verstorbene. Am 24. Mai. Johann Cesen, Taglöhnerssohn, » M., Einddgasse 8, Lroncliiti» c2pill»ri3. Lottoziehung vom 25. Mai. Graz: 13 80 34 46 84. Wien: 2l 10 83 71 67. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 w. Mittl. Luftdruck 7^6 0 mm, ,.. 2 »3l. 736-2 19 0 'NTschwach bewöllt ^b. 9. Ah. 734 4 154 SW. mäßig bewöllt ?Ü.Mg. 734 1 14-d ViO. fchwach fast bewöllt 26. 2 U. N. ?33-9 17 - 0 NO. schwach Regen 4 6 9 . Nb. ?33'4 16 2 O. müßig fast bewöllt ?Ü.Mg. 7339 141 NO. schwach Regen 27. 2 . N. 732-3 218 SW. mäßig halb bewöllt 5 1 8 , Ab. 7342 150 NO. schwach bewöllt 28.l 7 U. F. ! 735 0 < 14 7, SÄ. schwach j theilw. bew. > 1-3 Das Tagesmlttel der Temperatur vom Samstag, Sonntaa und Montag 1b 6", 15 i)°und 17 0', Normale: 1b 2° 15 4« und 1b 5«. _______________________ Verantwortlich« Redacteur: Anton Funtel. Strohhntlacke in allen Farben, zum Selbstgebrauch, momentan trocknend, zu haben in der velfarbenhandlung der Vrüder Vberl, Laibach, Kranciscanergafse. Nach auswärts mit Nachnahme. (921) 11—3 förderndes JMiMes. ©rfjästsicf; in (JRpeijfjefocn. § In Laibach nur beim Apotheker t: Piccoli, päpstlicher Hoflieferant. Auswärtige Aufträge gegen Nachnahme. (Statt jeder besonderen Anzeige.) ! Wir geben allen Verwandten, Freunden und Bctaunten die betrübende Nachricht, dass rs Gott dem Allmächligcn in seinen, unerforschlichen Raly. schlusse gefallen hat, unseren innigstgeliebten, un« vergeblichen Vater, be,^i>. Bruder, Herrn Michael Konöar Danlenlleidermacher heute um '//> Uhr nachmittags nach llirzem, schwerem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesacramenten, im 7b. Jahre seines Lebens in ein besseres Jenseits abzuberufen. Die irdische Hülle des unvergefslichen Ner< blichencn wird Mittwoch, den 29. Mai, um 6 Uhr nachmittags vom Sterbehause Kralauerdamm Nr. 10 auf den Friedhof zu St. Christoph über. tragen und im eigenen Grabe beigesetzt werden. Die Seelenmessen werden in verschiedenen Kirchen gelesen werden. Der theure Verblichene wird dem frommen Andenlen empfohlen. Laibach am 27. Mai 1901. (2010) Wilhelm «onöar, Revident der österr.«ungar. Nanl; Gabriel Konöar, Comptoirist, Söhne. — Iosefine Kischbach, geb. Konöar, Ingenieurs« Gattin in Constantinopel, Schwester. JS sij?l°iB0 »teinbttohel In Stein, B%,,j mehlere eingerlohtete -f* ' ^tft1 mit oder ohne Küche für JVn e*"aUon zu vermieten. I '•»» ^n • ^re'ses der Wohnungen H|OsSlch gefälligst bei der Verwaltung \^ Ses erkundigen. (2001J 2-1 L^A^fwtWMi«, feiner, |*|i(ge^ufrc8enben SBcftanb- ^Si?Kia^aE-«o#eceptc8tatiž. k fc Cl>- 2 ft?' einieI»« ^äcfc^en, SJJt,,^ btQn8en 93antöe, 24 h. V^J1» * »f cd>* mit «4u«mar(e l\\t^mln »ane, TOirf)aet Äojinec, "iÄh ^eter i°i?Äorbin, Mnton Striker, Wh1 1mo?0|S!iT' * «• VcaunfeiB, v\J lft; in ft ®toculf 8». «. ©upan, f^^ n «»Äinburg Bei 8f. »olenj. Qebe bekannt, dass Olavlere der bestrenom-V-« mjerten Farnen Kntschera etc. angekommen sind und gebe selbe zu niedrigsten Preisen ab. Empfehle mich auch bestens zum Ciavierstimmen und zur Auslünrung von Reparaturen. (2013] 3—1 Achtungsvollst JFoxrd. Dragatin, Floriansgasse 50. Jahrmarkt in Sagor a. d. Save. Die k. k. Landesregierung in Laibach hat mit Erlass vom 2ö. September 1898, Z 12598, die Bewilligung zur Abhaltung eines. 6. Jahr- und Viehmarktes in Sagor an der Save für den 29. August jeden Jahres bewilligt. Sollte dieser Tag auf einen Sonnoder Feiertag fallen, findet der Markt am nächstfolgenden Wochentage statt. Weiters hat obige Landesregierung mit dem Erlasse vorn 23. November 1900, Z 17372 bewilligt, dass der am 2. November jeden Jahres abzuhaltende Jahr- und Viehmarkt in Hinkunft stets am 3. November, und falls dieser Tag auf einen Sonntag fällt, am darauffolgenden Tage stattfindet. Gemeimleamt Sagor a. d. Save am 2S. Mai 1901. (2004) Der Gemeindevorsteher: Mlohelölö. (1945) ,/ ^/l Edict. Von dem l. k. Vezirlsgerichle Seno« setsch wird bekannt gemacht, es se, am ,8 Mai 1901 Anton Deljak zu Laje Nr 10 ohne Hinterlassung einer leht-wiliiaen Anordnung gestorben. Sem Sohn Franz erscheint als gesetzlicher ^ Da dem Gerichte der Ausenthalt des- selben unbekannt ist, so wird derselbe aufgefordert, sich binnen Einem Jahre vom unten gesetzten Tage an bei diesem Gerichte zu melden und die Erbs-etllärung anzubringen, widrigenfalls die Verlassenschaft mit den sich meldenden , Erben und dem für ihn aufgestellten Curator Franz Hello aus Laze Nr. 28 abgehandelt werden würde. K. k. Bezirksgericht Senosetsch am Anschluss an gebildeten Herrn (2011) sucht distinguierter (hier fremder) Herr. Zuschriften unter «Oe«ell«ohaft» an die Administration dieser Zeitung erbeten. P^* Wer lein Vermögen ~tP| in kürzester Zeit verdoppeln, vervielfachen will, benutze den derzeit ausserordentlich günstigen Zeitpunkt. GewissenJiasten Rathschlag ertheilt „Da« Goldland", Beiblatt der österr.*ung. Finanz-Rundschau aus Wien I., Graben 28. (2003) 6—i Probenummern gratis und franco. (1975) J-i^y-L.. Zadr. II. 103/37 Razglas. Objavlja se, da se je izvršil v tusodnem zadružnem registru pri tvrdki: Hranilnica in posojilnica v St. Juriji pri Kranju registrovana zadruga z neomejeno zavezo: 1.) izbris iz nafielatva izstopivših odbornikov: Primoža Žerovnika in Antona Daniöa; 2.) vpia v naöelstvo novoizvoljenih odbornikov: Martina ßerovnika, po-sestnika v Voklem st. 2, in Janeza Kurnika, posestnika v Srednii va<« ät. 34. C. kr. deželno kot trgovinsko so-dišèe v Ljubljani, odd. HI, dne 20. maja 1901. Laibacher Zeitung Nr. 120. ____ ____________ 2s. Maii^, Course an der Wiener Börse vom 25. Mai 1901. «»«d«»,«n,.«° ««° Di« »»Nertn» ««urf, v«rst«htn fich in Kl«nmwlhrung. Vie Notierung fümmtlicher Nctlen und d«i «Diversen Lose» versteht ftch per örüil. AllK»m«in» Slaalsschulb. "" ""' 5'nheitl. «enl« !l> lltol«n M»^ November p, dt°. „ »oft, . . »H9,buizul, D°m..Psaubbl, A «W fl, 5°/, . «95 b!i z»7 - lt«at»schuld d»r im Atich»« lnth» »»ltl»t»n»n A2niz< »ich» und zilndtr. Oesterr. »oldienle, stfr., »00 fl.< P« »asf».....«°/, 117 7» »»7 95 bt«. «ente in pronenwühr., stfr., P« «aff«.....4°/» 9? »» »,45 bto. dto. dt«. per Ultimo 4"/, 9? »5 97 4ü Olfterr.Ilw,ft!tlon»'«eut,,ftfi., hei «off» .... «>/,°/, »4 90 »ü 10 »if«»»»h,.«<««t«lch»l,»e^ «l- »e» ««» V»» it»n»«»»n»l <«l»»b »Vri«^ vili>»N«»e«. «lüabethbahn «<» u. »000 «l. 4°/,, llb 10°/»...... 1l4'8» 1lü-»H »lilabethbllhn, 400 u. »00a «». 4°/u......... 1«- 118 id Franz Io<»l'U., »». l»»4, (dlv. Gt!) Gilb., 4°/. . . . . 9«»0 S73U »alizllche »arl.üubwl« sUb, 4°/, . . . 95 4U »6 4U «orarlbera« V»hn, »l »ng»rlsch»n Krsn». 4»/<>ung. «oldrenle per ll»ss» . 117 4b «1? «b bU». dto. per Ult««» . . . . N7-« l»? Sb 4°/, bt«. «ente in lkionenwHhr., sttuelfre«, per »affa . . . 9» »0 9» — 4»/» bt«. dt«. dt«. per Ultimo . »-«, 9» - Ull«. Gt..«NI..«nl. <»°lb i00 fl. i«0'7b ,»17° bto. dt». silbei »0U fl. . . . 100 10 1011U dt«. «»««tsObll«. (Un«, 0»b.) ». I. 187«....... iiu>—1«e — dt«. 3ch»ntieg»l»«biel.»Oblill. . 99-« iu<» 45 bto. «r««'«. k 1fl.«-100»r. i74«5 1?^»z Theiß»«»« ,H«!e 4°/, .... 1« 25 14» «b 4«/, »n«»i. »rund»ntl.<0bli«. 9» 10 »ll - 4«/. ll««t. »nd sl«v,n. bett, U u, 94 60 e°/, T>«n»»««t,..»nltlhe »878 . !0«'«> »0? — «nlehen der stadt »»r, . . —>— —-— »nlehen b, Vt»bt Wien . . . 10»-«« 104 6« bt«, bt«. iVUbr^ »b. <»«ld) l«>50 —-- dt«. dt«. ,894 .... »4,5 9b»^ bt«. bto, (1898) .... 9»— 9b VU Vörstbau»«nllhen, v«rl«»t. »'/, i00'l0 »01 — 4«/. »rawer L«U»e«<»lult,tn . —>— —>— ««ld «are ßs«»dbrt,ft »v. «»dtl. alla.eft.w l0I.verl.4»/<, 94 25 95 »ü «.^st»rr.Lande»«hn^llolll«t«. Gbllg»tlon»n. Nerbinanb»«st«rbbahnu» 10 EtaatZoabn....... 433 - 4lü> > Eübbahn k »«/»verz, I»nn.«Iul! »4» 50 »4? - bt«. 5 5°/»..... iLg-z»-' ,li4 Ung.oaaUz. Vahn..... 105 «n 1U« u« 4»/, Unt»rlr«wer ««hnen . — — — »l,«s» «ss, (per stüit). V«z,«»l»ch« »oll. »«/» «obencredlt.L«Ie 49 »(, <"/« ,. ,. »«.»8»» i4»b0»44 5U 4«/<,Vonau.D»mpl»o. bto. U», U . . «>1—2l>3- — «08 - gtll»!n<>nd4'Nurdb. lUUNll.CM, «050 «070 2tml>.'llzernow.>Il!fs!l»«Dui» «tisenb. 100fl. abgst l8l'ü0 !8» — >5tll<,l«eaaliz, «tisenb. «>ufl. Oilbt, 418 50 4»ü «»0 Unz.W,ftb.(NallI>Graz)»00fl.3 4H» - 4»5 — Mener U«-!»l°l>h»en.— ->- «nzlo.otfl. Vanl 1»0 fl. . «81 75 »8il 75 «anlvereln. Wiener, »00 N. 48« 50 487 50 «°bcr..«nfl,, 0eft., »00 fl. E 925- 9»? -^ ««nd«lb»nl, vest., ,00 ft. . U, li" 0»fteir..unsar. Vanl, «00 sl .« ^^ Unlonbanl »00 N. ... °°^i>z« »«lehilbanl. M«. 1« ü »'" Zudullri»«zjnt»r' NlhMUNglN. .^'^^ »augts., «ll«. efl„ 10U fl. . " «aydlec ltisen- und Vtahl'Ind ,,^«>< in «Lien luu fl..... ,!,^»'' «i enblll,»w,.Äeil,g..«lste. «Ml- ^ . >^, ,. Prager lti,fi,.H,d.. ""!>,< s»l°°'5arj. «teinl°l,!t» lUU l "5 . „Echlbnlmühl", Paplelf, 200!' ... ».w,.«,!. ?a "^i<" «affenf.'«..0e».luW!enl00!l "' W»«a°n.Ueil,a!!ft..«2a,.inPt5 ... ,» 400 »r....... z»^°. «r. «auzeselllchaft 100 «. '?» ^ 1>' Mt»«bt'<„s t,ie«tl.«<>i!,« '«t' '" «»VlstN. »uize Nichten .,j« »mfte.ba«...... !l1»"i'!^ Deutjcht Plltz» , . . . ^ !«,'»>! 7l!' »ondou....... ft^i» . Kt. Ptle?«l»ur« ... ^ zalnt,». „> »U.FlllNli-Ltilcke . , . ,1,»«!^!' Deutsche Neichüdanrnoltn . «i">^. Italienische sanlnoten . > /l," ' «ubtl.st°ten. .... I T«a ¦¦¦—M. rraadfcrl««*«, PrlorlUM*«. *•!«•«, lAlkAOk, 8flt«Jf(MM. iMMmillHIIIWWWWIII......IIMIMUHHI......Ill........WIIWI fidiwtt rw tof-EWtm Ki 6«itt^ttftrt- mt m* **^L**S