■FESTPROGRAMM- DES K. K. STAATS-GYM NASI U MS ■ in MARBURG a. D. ■ VERÙFFENTLICHT VON DER DIREKTION AM - - SCHLUSSE DES SCHUUAHRES - - ■ 1908. ■ IM VERLAGE DES K. K. STAATS-GYMNASIUMS. ■ DRUCK VON L. KRAUK. MARBURG. ■ © . a u MJ \ \ Festprogramm des l k. Staats-Qymnasiums = Marburg a. D. == Zar firinnerung an die Feier des liundertfiiiifzigjaiirigen Bestandes der Aiutali —•>©<• — Veròffentlicht von der Direktion am Schlusse des Studienjahres 1908. Im Veniale des k. k. Staats-Symnasiuins. Druck von li. Kralik, lylapbuFé Inhalt : 1. Carmen sollemne. Von Professor Georg Mair. 2. Das k. k. Staatsgymnasium in Marburg von 1858 bis 1908. Von Professor Dr. Max Hoffer. 3. Nekoliko potopisnih spominov iz Plejstovske soteske. Von Professor Fr. Jerovšek. 4. Die Moosflora des Bachergebirges. Von Julius Glowacki. 5. Schulnachrichlen. Vom Direktor Julius Glowacki. Carmen sollemne. Composuit Georgius Mair. Dic mi, Camena, quid potius die Sollemni dicam ? quid ego muneris Ferens accedam aris, iuventus Quas patriae instituit amori ? Magna Imperatrix ac decus Austriae Scholam fundarat, lumina mentibus Latura, quae lustris triginta Ingeniis iuvenum hic fulsere. Triginta lustris hic numerus frequens Doctorum, amore cum imbuit Austriae, et Doctrina et disciplina morum Excoluit puerorum mentes. Neque ergo alumnus illius immemor Grates acturus, sospitet ut Deus Domum Habsburgensem omnes in annos Nunc memori precor Illi amore. Sed et recordor, qui beneficiis Nos adfecere et nunc quoque dividunt Victum fratres ut invitantes Pauperiorum opulenti prolem. Remuneretur haud vice simplici Mentem benignam et amplificet novos Creando sensu liberali Munificos Deus inmortalis. * At cui rependens munere maximo Grates persolvam* ? cuinam ego sanguinem Vitamque devovens amice PFimitraš iTuvenum dicabo ? 4 Est Imperator, est pater optimus Et Rex suorum, cultor et artium Nec non et litterarum fautor, Est patriae pater atque rector. Unde Ille rerum est optimus arbiter, Iuste ac prudenter tot populos regens, Quantum aucta vis est excultorumque Imminuit rudiumque molem! Pro tantis ac tot Illius obsecro Laudem perennem rebus et, ut duit Numen divinum sempiternam Caesareae Domui Salutem! Das k. k. Staatsgymnasium in Marburg von 1858 bis 1908. Von Dr. Max Hoffer. „Es sind die vorliegenden Blàtter gewidmet der Erinnerung an eine erst in fernen Zeiten wiederkehrende Jubelfeier, an der fròhlichen Anteil zu nchmen, spaten Enkeln dieser Stadt beschieden sein wird .... Mógen diese Blatter, aufbewahrt durch die Sorglichkeit der Frennde unserer Lebranstalt, hinùber-tragen in ferne Zeiten der Zukunft die frohe Kunde von dem hoffnungsvollen Aufschwunge der Schnle in unseren Tagen! . .. .“ So schrieb im SchluBworte des Jahresberichtes 1857/8 Direktor Adolf Lang. Die da angedeutete Jubelfeier ist nun gekommen. Es sind nunmehr*150 Jahre seit den ersten Anfangen unserer Anstalt ins Land gezogen und ist damit ein AnlaB gegeben, einmal innezuhalten und den zurùckgelegten Weg zu ùberschauen.1) DaB bei dieser Gelegenheit den derzeitigen Schùlern und Freunden der Anstalt deren Geschichte, auBere und innere Schicksale, erzahlt werde, ist naheliegend und diese Auf-gabe zu erfullen der Zweck nachstehender Seiten. — Vor funfzig Jahren hat der damalige Lehrer der Anstalt Georg Mathiaschitsch das erste Sakulum der Marburger humanistischen Schule mit Benutzung der Akten. die am Orte selbst und in Graz vorhanden sind, geschildert und es wàre muBig, diesen Zeitabschnitt noch einmal ausfùhrlich darzustellen. Nur das Wichtigste daraus wird des Zu-sammenhanges halber angefùhrt, den Hauptinhalt vorliegenden Aufsatzes bildet die Geschichte von 1858 bis 1908. Es werden zunachst die àuBeren Angelegenheiten der Schule besprochen, dann die Lehrverfassung und ihre Organisation, einzelne Kapitel sind den Hilfsmitteln fùr Lehrer und Schùler gewidmet, der Besuch, sowie das Lehrpersonal sind aus Tabellen und Ver-zeichnissen ersichtlich. :— Als Quellen dienten dem Verfasser in erster Linie die von der Direktion herausgegebenen Jahresberichte, die besonders in den alteren Jahrgàngen recht ausfùhrlich waren, fùr Einzelheiten die Kataloge und sonstigen Akten der Anstalt, sodann auch Jahresberichte anderer Anstalten, das alljahrlich erscheinende »Jahrbuch des hóheren Unterrichtswesens“, endlich auch persónliche Mitteilungen einzelner ehemaliger oder noch tatiger Mitglieder des Lehrkórpers, denen auch an dieser Stelle verbindlichst gedankt sei. ’) Auch diesmal, wie vor 50 Jahren, bewilligte das k. k. Ministerium fur Kultus und Unterrieht die nòtigen Mittel, um den alljahrlich erscheinenden Jahresberieht umfangreicher und in lestlichem Gevvande lierausgeben zu kònnen. I. Chronik des Marburger Gymnasiums. A. ÀuBeres. Adalbert Graf Purgstall, Mitglied der Gesellschaft, Jesu, vermaclite sein nicht unbedeutendes Vermogen dem Orden mit der Absicht, „daB selbes zar Errichtung eines Domicilii Societatis Jesu an einem in Untersteiermarkt liegenden Ort, wo es zur Befòrderung der Ehre Gottes und deren Seelenheil am meisten anscheinete, verwendet werden móchte“. Nach langwierigen Verhandlungen — Pater Adalbert war 1744 gestorben, — die sich sowohl um die Verwendung der 45.000 fi. als um den Ort einer zu erriclitenden Niederlassung des Ordens drehten, kam es am 1. Juli 1758 zur Eròffnung der lateinischen Schule des Ordens in Marburg, die, ursprunglich vierklassig, noch im selben Jahre zu einer sechsklassigen erweitert wurde und als Privat- und Hauslehranstalt der Jesuiten bis zur 1778 erfolgten Aufhebung dieses Ordens fortbestand.1) Nach einer zweijahrigen Unterbrechung erfolgte am 3. November 1775 die Wiedereróffnung der Klassen, die nebst denWohnungen der Lehrer — Exjesuiten und Piaristen — in dem mit der Aloisikirche verbundenen Gebaude untergebracht waren. Letztgenannte K'irche wurde ebenfalls von den Jesuiten mit Hilfe einer be-deutenden frommen Schenkung der Frau Anna Herrin von Stubenberg in der Zeit von 1767—1769 erbaut, 1783 wegen Geldmangels gescblossen und diente bis 1831 als Militarmagazin. Das Gymnasialgebàude wurde 1780 durch einen Zubau, zu dessen Kosten die Gemeinde beitrug, vergròBert und 6 Jahre darauf vom Hofrate Graf von Sauer besichtigt. Vorubergehend waren die Klassen ini Hauptschulgebàude untergebracht, 1807 besuchte der damalige Gouverneur von Steiermark, Graf Saurau, die Anstalt. Am Heldenkampfe Ósterreichs 1809 beteiligten sich 59 Studenten als Freiwillige der steirischen Landwehr, 1810 besichtigte Kaiser Franz I. das Gymnasium, das damals den Benediktinern von St. Paul im Lavandaie ùbergeben werden solite; doch kam es nicht dazu-Teils auf Kosten des Religionsfondes, teils durch Beitrage der Burgerschaft wurde die Aloisikirche wieder in stand gesetzt und am 24. Oktober 1831 durch den Fùrstbischof von Seckau Roman Seb. Zangerle neu eingeweiht. Die Erweiterung der Anstalt brachte es mit sich, daB im Sommer 1850 von der Stadtgemeinde auf dem Seitenfliigel ain zweites Stockwerk aufgesetzt wurde, aucli gròBere Geldmittel zur Anschaffung der notwendigen Lelirmittel bewilligt wurden, worauf endlich im Schuljahre 1850/1 der vollstandige Ausbau mit Errichtung der Vili. Klasse eintrat. Von da an erschienen die Programme und am 9. und 10. September 1851 wurde die erste Maturitàtsprufung ab-gehalten. 1856 erfolgten einige bauliche Veranderungen, die in erster Linie neue Klassenzimmer schaffen sollten; 1857 wurde die erste Klasse geteilt. Am 30. Jiinner 1858 wurde in der Gymnasialkirche ein Trauergottesdienst fiir Feldmarschall Graf Radetzky abgehalten, am 28. Aprii desselben Jahres ein solcher fiir den langjahrigen Professor der Anstalt, Georg Mally. Am 2. August 1858 wurde der SchluB des Schuljahres sowie der lOOjahrige Bestand der Anstalt in wurdiger Weise im groBen Saale der graflich Brandis’schen Burg gefeiert. •) •) Infolgedessen ging die altehrwurdige in Maria-Rast seit dem Mittelalter bestehende, einst berubmte Lateinscliule ein. 1760 wird der letzte Zdgling genannt. In den nun folgenden 50 Jahren war das àuGere Leben der Anstalt. ein ruhiges, gleichfórmig daliinflieBendes. DaG die Eroffnung des Schuljahres, der 4. Oktober als Namensfest. Seiner Majestàt des Kaisers, der 19. November ais das Ihrer Majestàt der Kaiserin, endlich SchulschluB durch festlichen Gottes-dienst in der Gymnasialkirche gefeiert werden, ist an allen Anstalten seitjeher gcbrauchlich und braucht daher nicht eigens hervorgehoben zu werden. Da-neben sind noch einzelne Anlasse zu kirchlichen Feiern fur die Schuljugend oder sonstiger Anteilnahme an freudigen und traurigen Ereignissen im Herrscher-hause, im Staate oder der Stadt. Die mógen hier kurz und zwar chronologisch erwàhnt werden. Am 14. November 1858 beteiligte sich die Anstalt an der feierlichen Ubeitragung des Hochwiirdigsten aus der vorùbergehend fùr den Pfarrgottesdienst in Anspruch genommenen Gymnasialkirche in die zur Kathe-drale umgestaltete Stadtpfarrkirche. Am 23. Februar 1859 Trauergottesdienst und Beteiligung der Anstalt an dem Leichenbegàngnisse des Herrn Josef Pichler, Kreisdechanten zu Marburg, f.-b. geistlichen Rates und Ordinariats-kommissàrs des Gymnasiums. Im Laufe des Schuljahres 1858/9 wurden bauliche Verbesserungen an der Anstalt vorgenommen und konnte ein einladender Turnplatz im Hofraume gewonnen werden. Als der unglùckliche Krieg mit Sardinien ausbrach, wurden als Ergebnis einer Sammlung unter Lehrern und Schùlern 137 fl. 30 kr. an den Statthalter von Steiermark, Grafen Strassoldo, ùbersendet. um zur Ausrùstung des steirischen Freiwilligen-Korps beizutragen und am 22. Mai beteiligte sich die Anstalt an einem feierlichen Bittgang zur Abwendung der drohenden Gefahr. Am 27. Mai 1859 Trauergottesdienst fur den warmen Fórderer steirischer Interessen, dem auch im Marburger Stadt-park ein Denkmal geselzt wurde, Erzherzog Johann, (f 11. Mai desselben Jahres in Graz.) G. Juli Anteilnahme am Leichenbegàngnisse des Kreisdechanten Franz Cvetko, seinerzeitigen f.-b. Kommissars der Anstalt. Am Ende des Schuljahres wurde regelmaBig eine sogenannte Konzertprufung aus der steirischen Geschichte abgehalten, nach der die vom Land bewilligten zwei silbernen Medaillen verteilt wurden; lue und da war damit eine Preispriifung aus dem Griechischen fur die Abiturienten verbunden. Entweder gleich im AnschluG an diese PrOfungen oder einige Tage spàter war nebst dem Dankamt ein feierlicher SchluBakt mit Pràmienverteilung in dem vom Grafen Brandis jederzeit liebens-wùrdig ùberlassenen Saale der Burg. 1859 wurde auch der Ankauf des groGen Altarbildes der Aloisikirche, gemalt vom Direktor der standischen Gemàlde-galerie in Graz, J. E. Tunner, durch Spenden der Behorden und Privatpersonen ermòglicht. Am 10. November 1859 wurde im groGen Burgsaale der hundert-jahrige Geburtstag Schillers wurdig gefeiert. Professor Dr. Rudolf Puff verfaGte den Festprolog und Professor Dr. Adalbert Svoboda hielt die Festrede. Gleichzeitig wurden der Anstalt von einem ungenannt bleiben wollenden Kunst-freunde 2 Staatsscliuldverschreibungen zu je 100 fl. Nominahvert als Schiller-stiftung gespendet und zwar mit der Bestimmung, daG mit den Zinsen alljahrlich zwei Schiller fùr gelungqne poetische Versuche beteilt werden. Die Stiftungs-urkunde besagt noch ausdrùcklich, „daG diese Stiftung nur so lange gilt. als die griechischen, ròmischen und deutschen Klassiker, erstere der unerschòpfliche Urquell aller wahren hóheren Bildung, letztere die Veredler nicht nur des Geistes, sondern auch des Herzens, an der Anstalt gelesen und gelehrt werden, mindestens in gelungenen Ubersetzungen." Solite diese Bedingung nicht mehr erfùllt werden. verfallt das Kapital einem wohltatigen Zwecke. Am 10. Juli 1861 Trauergottesdienst fur Dr. Josef Wartinger, f am 15. Juni d. J. in Graz (Naheres siehe unten). 11. Janner 1862 Besichtigung der fùr die Londoner Weltausstellung von Lehrern und Schulern angefertigten Objekte — Anstalts-programme, Schularbeiten, tabellarische Ùbersichten, Zeichnungen etc. — aus dem Gebiete des Unterrichtes. Am 31. Juli 1862 wurde die SchluBfeier bc-sonders festlich abgehalten, der damalige Furstbischof Anton Martin Slomšek verteilte dabei die Pramien zum letztenmal, am 24. September d. J. starb er, am 27. beteiligte sich die Anstalt an der Leichenfeier, am 3. Oktober war findas Gymnasium ein eigener Trauergottesdienst zur Erinnerung an den Kirchen-fùrsten. Am 2. Februar 1863 trat sein Nachfolger Dr. Jakob Maximilian Stepischnegg, auch von der Anstalt bcgrùBt, in feierlicher Weise sein Amt an. Das Gymnasium wurde damals in die zweite Klasse erhoben, was fùr die Lebrer eine Gehaltsaufbesserung bedeutete, gegen Ende des Schuljahres wurde die Kundmachung bekannt, welcbe das Schulgeld erhòhte, dafur aber die Be-zuge der Lehrpersonen wesentlich aufbesserte. Am 6. Juli 1863 wurde eine kirchliche Feier zu Ehren der Slavenapostel Gyrill und Metliodius abgehalten. 11. November Gottesdienst zur Feier des 40jahrigen Dienstjubilaums des Schul-rates und Gymnasialinspektors Edlen von Rigler, dem eine Abordnung des Lehrkórpers in Graz die Glùckwunsche der Anstalt aussprach; bald darauf trat er in den Ruhestand und wurde ihm eine Adresse uberreicht. An der Sammlung fùr die Verwundeten oder Hinterbliebenen der im Dànenkriege Gefallenen beteiligte sich auch die Anstalt mit einem kleinen Betrage. 22. Juni 1865 Leichenbegangnis des Professors Dr. Rudolf Puff. Im Sornmer 1865 wurden bedeutende Umbauten am Anstaltsgebaude vorgenommen ; es erhielt so geschlossene, lichtreiche Giinge an Stelle der frùheren sogenannten fliegenden, 3 Lehrzimmer wurden vergròffert. Infolge dieser Bauten wurde das Schuljahr 1865/6 erst am 15. Oktober eróffnet, wàhrend sonst August und September Ferien waren. Der damalige Statthalter des Landes, Karl Freiherr Mecsery von Tsoor, besuchte die Anstalt am 30. September 1865. Die mùndliche Maturitats-prùfung des Jahres 1866 wurde ausnahmsweise schonEnde Juni abgehalten, zwei Abiturienten und mehrere andere Scinder traten freiwillig in den Heeresdienst ein, am 19. Juli wurde das Schuljahr geschlossen. dann war durch 10 Tage iu der Anstalt die Marine-Sektion des Kriegsministeriums untergebracht und hatte so Gelegenheit, am 23. Juli den Sieger von Lissa in seiner Vaterstadt durch eine Feier zu ehren. Die SchluGfeier des 28. Juli 1867 war denkwùrdig, weil der eben durchreisende Statthalter persònlich die Pramienverteilung vor-nahm. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich freilich auch der Mangel eines groBeren Raumes in unliebsamer Weise, indem der Statthalter alle neun Lehrzimmer abgehen muBte. Am 22. Oktober 1867 war Trauergottesdienct fùr den in Graz am 24. September d. J. verstorbenen Schulrat Friedrich Edlen von Rigler. Er war von 1823—45 Lehrer, von 1845—51 Prafekt, endlich Direktor des Gymnasiums gewesen. Am 17. Janner 1868 beteiligte sich die Anstalt an dem Leichenbegangnisse des zwei Tage vorher verstorbenen ehemaligen Bùrger- meisters der Stadt, Otmar Reiser, der sich auch um misere Schule Verdienste erworben hat. Am 2. Màrz desselben Jahres erwiesen Lehrkòrper und Jugend dem am 29. Februar verstorbenen Burgermeister Andreas Tappeiner die letzte Ehre. Am 22. Aprii 1868 feierliches Te Deum in der Anstaltskirche aus An-latì der Geburt der Tochter des Kaisers, Erzherzogin Marie Valerie. Am 17. Mai 1869 Beteiligung von Schulern an einem vom Turnvereine veranstalteten Schauturnen, 23. Mai Auffuhrung einer vom Lehrer der Realschule, Johann Miklošič, komponierten Messe in der Aloisikirche durch Sànger der Anstalt. Bei der Schlufifeier des 31. Juli 1869 fehlte zum erstenmal die Pràmienver-teilung, um nicht mehr zu erscheinen. Im Schuljahre 1869/70 zeigten die Schuler ihre gesangliche Tuchtigkeit durch die Auffuhrung verschiedener Messen: der steiermarkischen Preisprùfung am 8. Juli 1870 wohnte auch der damalige Landtagsabgeordnete Bartholomàus Ritter von Carneri bei, am 21. Juli desselben Jahres besuchte der neue Statthalter des Landes, Guido Freiherr von Kubeck, das Gymnasium. 13. Februar 1871 Beteiligung der Anstalt an dem Leichenbegangnisse des fruheren Bùrgermeisters von Marburg, Josef Bancalari. 19. Aprii desselben Jahres Trauergottesdienst in der Domkirche fur den ehemaligen Schuler der Anstalt, den am 7. Aprii verstorbenen Vize-Admiral Wilhelm von Tegetthoff. Am 3. Juli 1873 besuchte Kronprinz Rudolf die Anstalt und richtete an alle Mitglieder des Lehrkorpers, sowie an einzelne Schuler jeder Klasse einige Fragen. Am 26. Juli desselben Jahres spendete Bartholomàus Ritter von Carneri der Lehranstalt ein Bildnis des Wohltaters der Jugend, des einstigen Stadtpfarrers und Kreisdechanten Andreas Kautschitsch. Die SchluBfeier im Burgsaale blieb weg, es fand nur mehr das feierliche Dankamt und die Zeugnisverteiluug statt. Am 2. Oktober 1873 besuchten der damalige Minister fur Kultus und Unterricht, Karl Edler von Stremayr, der Statthalter von Steiermark, Freiher von Kubeck, und der Landes-Schulinspektor, Dr. Matthias Wretschko, die zur feierlichen Eròffnung des Realscbulgebàudes nach Marburg gekommen waren, das Gymnasium. Am 2. Dezember desselben Jahres wurde nach einem Festgottesdienste den Schulern, die aus Mangel an einem genùgend grofien Saal in zwei Lehrzimmern versammelt waren, die hohe Bedeutung dieses Tages — 25jahriges Regi erungsj ubila um des Kaisers — vom Direktor, resp. Professor Schaller auseinandergesetzt. 21. Aprii 1874 Leichenbegàngnis des ehemaligen Professors der Anstalt, dann Direktors der Oberrealschule in Marburg, Josef Essi. Ende Juni 1874 wohnten der Direktor und vier Mitglieder des Lehrkorpers der Jubelfeier des 300jàhrigen Bestandes der altesten Mittelscliule Steiermarks, des I. Staatsgymnasiums in Graz, bei. Am 7. Juli 1875 war feierlicher Trauergottesdienst fur die beiden Mittelsehulen und die Lehrerbildungsanstalt anlaBlich des am 29. Juni erfolgten Todes des Kaisers Ferdinand 1. Nach der Preisprùfung aus der steiermarkischen Geschichte am 10. Juli 1875, der auch der Fùrstbischof von Lavant beiwohnte, wurden mehrere Lieder vom Sàngerchor der Anstalt vorgetragen. Das Schuljahr wurde damals zum erstenmal am 15. Juli geschlossen, das folgende, 1875/6, infolge einer Versammlung des Lehrerbundes erst am 22. September eròffnet. Die Verordnung des Unterrichtsministeriums vom 21. Dezember 1875 regelte die Unterrichtszeit und Ferienordnung fur einige Jahrzehnte. Das Schuljahr 1876/7 wurde aus Aula Lì des in Marburg tagenden òsterreichischen Weinbaukongresses erst am 27. September ero fine t. Im folgenden Schuljahre trat eine neue Dis-ziplinarordnung in Kraft, auBerdem erhielten samtliche Lehrzimmer Bildnisse des Monarchen. Am 14. Marz 1878 Trauergottesdienst fur den Erzherzog Franz Karl, Vater des Kaisers. Am 23. Màrz 1878 veranstalteten das Gymnasium und die Lehrerbildungsanstalt eine musikalisch-deklamatorische Akademie, um die sich besonders der Gesangslehrer Verdienste erwarb, zu Gunsten der Unterstutzungsfonde beider Anstalten. Im AnschluB an die Preisprùfung aus der steiermàrkischen Geschichte in diesem Schuljahre wurde auch eine solclie fur Stenographie abgehalten. Als im folgenden Schuljahre die erste Klasse geteilt wurde, muBte ein Lehrzimmer auBerhalb des Schulhauses, im ehe-maligen Kreisamtsgebaude, eingerichtet werden. Am 2. und 3. Dezember 1878 wirkte der Sangerchor des Gymnasiums bei einem Konzerte mit, das von einem Frauen-Komitee fur die im Okkupationsfeldzuge verwundeten Krieger veranstaltet wurde. Die Feier der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares wurde einfach und wurdig in der Gymnasialkirche abgehalten. Im Schuljahre 1879/80 wurden die beiden unteren Klassen geteilt, daher muBten auch zwei Lehrzimmer auBeihalb des Gebaudes gemietet werden. Am 17. Janner 1880 be-suchte Statthalter Freiherr von Kùbeck die Anstalt, am 6. Juni desselben Jahres uberreichte der Direktor in Gegenwart des Lehrkòrpers dem Schul-diener Drexler das ihm vom Kaiser verliehene silberne Verdienstkreuz, am 12. Juni wirkten die Sànger der Anstalt bei einer im groBen Kasinosaale veranstalteten Akademie mit. Der von Jahr zu Jahr sich steigernde Besuch der Anstalt und die damit zusammenhangende Errichtung von Parallelen zeigte immer mehr, wie notwendig ein Neubau sei, doch war schon 1875 in einem MinisterialerlaB erklart worden, daB die Finanzen einen solchen Kostenaufwand nicht zulieBen. Daher muBten auswàrtige Ràumlichkeiten gemietet werden. Am 9. Janner 1881 erhielt die Anstalt fur ihre Beteiligung an der 1880 in Graz stattgefundenen Landesausstellung das Ehrendiplom. Am 10. Mai 1881, als am Tage der Vermàhlung des Kronprinzen wurde ein Festgottesdienst abgehalten, auBerdem brachte der Lehrkórper seine Gluckwùnsche dar. Der Antrag der Sparkasse, das Gymnasium in einem von ihr zu erbauenden Fiause unterzubringen, wurde nicht angenommen, wie ein Ministerial-ErlaB des Jahres 1881 erklàrte. Am 2. Juli 1883 beging die Anstalt die Feier des vor 000 Jahren erfolgten Anfalles des Herzogtumes Steiermark an das Haus Habsburg. Nach dem Festgottes-dienste in der Aloisikirche versammelten sich Lehrkórper und Schùler im Rittersaale der Burg. Der Direktor hielt die deutsche Festrede, Professor Dr. Pajek die slowenische und nebst anderen Deklamationen trug der da-malige Schùler der VI. Klasse und jetzige Lehrer der Anstalt Anton Medved ein von ihm verfaBtes Gedicht, ^Kaiser Karl VI. in Marburg', vor. Bald daraul erschien Kaiser Franz Josef I. selbst in der Stadt, um der Enthùllung des Tegetthoff-Denkmales beizuwohnen, empting die Direktoren der verschiedenen Schulen Marburgs und besichtigte auch einige Ràumlichkeiten der Anstalt. Am 13. Mai 1884 Trauergottesdienst fur die Kaiserin Maria Anna, Witwe Ferdinands I., am 23. Mai abermaliger Besuch des Statthalters Baron Kùbeck, der am 7. Mai 1887 wieder in fast samtlichen Klassen dem Unterrichfe bei- wohnte und hierauf die Vorstellung des Lelirkòrpers entgegennahm. Am 27. Oktober 1887 beteiligte sich die Anstalt an dem feierlichen Empfange des Kronprinzen und der Kronprinzessin, die dann den Direktor empfingen und mit Ansprachen auszeichneten. Die liebenswurdige, leutselige Personlichkeit des Kronprinzen war also nodi alien frisch im Gedàchtnis, als die Kunde von dem jàhen Tod desselben ani 30. Janner 1889 alle Gemùter tief erschùtterte. Am Begrabnistage, 5. Februar, war schulfrei und den folgenden Tag ein feierliches Requiem fùr die Anstalt. Am 28. Juni 1889 starb der Furstbischof von Lavant, Dr. Jakob Maximilian Stepischnegg, ein warmer Freund der stndierenden Jugend. Das Requiem wurde am 1. Juli abgehalten und die Schuljugend folgte dem Leichenzuge des Kirchenfursten. Von einschneidender Bedeutung fùr die Entwicklung der Anstalt ist der Ministerial-ErlaB vom 30. Juni 1889, mit welchem die utraquistische Parallelabteilung zur I. Klasse ange-ordnet wurde: naturgemàfi folgte nun die Einrichtung solcher Parallelen zur IL, III. und IV. Klasse und an das bisher der Unterrichtssprache nach bis auf den slowenischen Sprachunterricht rein deutsche Gymnasium wurden somit vier, eventuell funf utraquistische Parallelklassen angegliedert, die in einzelnen Gegenstanden slowenische Unterrichtssprache aufweisen. Die Notwendigkeit eines Neubaues erwies sich nunmehr iminer dringender und der ErlaB des k. k. Statthalterei-Prasidiums vom 21. Mai 1891 besagte, daB fùr ein neues Anstaltsgebàude der Betrag von 220.000 K bewilligt wurde, wahrend der Ministerial-ErlaB vom 1. Februar 1892 fùr die innere Einrichtung 10.600 K und fùr die Ùbersiedlung in den Neubau 550 K gewahrte. Am 1. Juli 1891 tat der Statthaltereirat Viktor Freiherr von Hein den ersten Spatenstich zum Bau des neuen Gymnasialgebaudes mit einer kurzen Ansprache, die in ein Hocli auf Se. Majestàt den Kaiser ausklang; die symbolische Handlung wurde von den ùbrigen Mitgliedern des Baukomitees — Direktor Dr. Artur Stein-wenter, k. k. Oberingenieur Leopold Bitter von Neupauer, k. k. Ingenieur Jakob Steinko, Bauinspizient Anton Ritter von Spinler, endlich Bauuntcrnehmer Andreas Tschernitschek — fortgesetzt.1) In der ersten Hàlfte des Septembers 1892 fand die Ùbersiedlung in das neue Schulhaus statt und am 18. September 1892 war die Eróffnungsfeier. Es war ein Sonntag und nach dem Festgottesdienste in der Anstaltskirche versammelten sich die Schùler imFest-saale. Zunachst nahm Fùrstbischof Dr. Michael Napotnik die kirchliche Ein-weihung vor, dann ùbergab in Vertretung des Statthalters Statthaltereirat August Edler von Tauberberg das neue Haus der Obhut des Direktors, nach dessen kurzen Dankesworten Professor Karl Kirchlechner die Festrede hielt. An den Umstand, daB gerade 700 Jahre seit der Vereinigung Òsterreichs mit Steiermark vergangen waren, anknùpfend, schilderte der Redner in groBen Zùgen die Entwicklung des Habsburgerreiches vom Begrùnder, Graf Rudolf, angefangen, bis auf unsere Tage und verband damit einen Hinweis auf die Anfange des Marburger Gymnasiums und den Besuch Josefs IL am 20. Juni 1786. Landes-Schulinspektor Dr. Johann Zindler ermahnte die studierende Jugend zu nationaler Vertraglichkeit und mit der Absingung der Volkshymne schloB die Feier, die einen Markstein in der auBeren Geschichte der Anstalt l) Am 15. Oktober 1891 war das Gleichenfest beim Neugebaude. bedeutet. Wenn auch die modernen Anforderungen an Schulràume nicht durchwegs erfullt waren, so bedeutete docb das Neugebaude gegenùber dem alten einen ganz auBerordentlichen Fortschritt und die Anstalt erhebt sich wùrdig inmitten ihres Parkes. Des Zusammenhanges halber wurden diese beiden wichtigsten Ereignisse der letzten 50 Jahre, Ulraquisierung und Neu-bau, bis zur Vollendung erzàhlt und mussen einige nebensàchlichere nachge-holt werden. Am 1. Juli 1890 ùbersandte der Lehrkòrper aus AnlaB der Vermàhlung der Erzherzogin Marie Valerie mit Erzherzog Franz Salvator eine Gluckwunschadresse und versaumte auch fernerhin nicht, seiner Anteilnahme an den freudigen Familienereignissen in diesem Ehebunde àuBeren Ausdruck zu verleihen Dem Statthalter Baron Kubeck wurde anlàBlich der Verleihung des Ordens der eisernen Krone I. Klasse (21. Juli 1890) der Gluckwunsch ausgesprochen, ebenso dem Landes-Schulinspektor Dr. Johann Zindler anlàBlich der Verleihung des Ordens der eisernen Krone III. Klasse. Am 16. November 1890 begab sich zu diesem Zwecke eine Deputation nach Graz. Am 17. Jànner 1891 Feier anlàBlich der 100. Wiederkehr des Geburtstages Franz Grillparzers fur die Schùler der oberen Klassen; die Festrede liielt Professor Karl Kirchlechner. 23. Janner 1892 Beileidsadresse des Lehrkórpers anlàBlich des Todes des Erzherzogs Karl Salvator. 13. Juli 1892 Abschiedsfeier fùr Direktor Steinwenter, zunàchst fùr die Schùler, wobei Hohnjec Josef der VII. Klasse dem scheidenden Direktor den Dank der Schuler aussprach; am Abend war im Rasino zu Ehren des Scheidenden eine Festtafel. 25. Mai 1893 Besuch des Statthalters Baron Kubeck im Neugebaude. 8. Mai 1894 Fest-gottesdienst anlàBlich des 40jàhrigen Jubilaums der Vermàhlung des Herrscher-paares, die Festrede hielt Professor Dr. Medved. 3. August 1894 Trauer-gottesdienst in der Domkirche anlàBlich des Todes des Erzherzogs Wilhelm (f 29. Juli). 26. Februar 1895 Requiem fùr den am 18. Februar verstorbenen Erzherzog Albrecht. Sieger von Custozza; die Ansprache hielt Professor Dr. Medved. 10. Juni 1895 Adresse des Lehrkórpers anlàBlich der 25jahrigen Statthaltcrschaft Kùbecks, der dann in den Ruhestand trat. Sein Nachfolger Olivier Marquis Bacquehem besuchte am 30. Aprii 1896 die Anstalt. 29. Mai 1896 Traueramt fùr den am 19. d. M. verstorbenen Erzherzog Karl Ludwig, Bruders des Kaisers. 26. Mai 1898 Beileidsadresse anlàBlich des Hinscheidens des Erzherzogs Leopold. Das Aloisifest des Jahres 1898 wurde feierlicher als sonst begangen, uni so die Festlichkeiten des Jubilàumsjahres wùrdig einzu-leiten. Abei mais hielt Professor Dr. Medved die Festrede, in der er den Schutzpatron der studierenden Jugend charakterisierte und insbesonders seine Vaterlandsliebe pries, die den Schùlern als nachabmenswerte Tugend vorschweben moge. Es ist ja noch in frischer Erinnerung, wie wàhrend der Vorbereitungen zur Jubiiàumsfeier die Ermordung der Kaiserin Elisabeth alle Herzen er-schùtterte; am 23. September 1898 war der Trauergottesdienst fùr die Anstalt. Am 2. Dezember 1898 zogen der Lehrkòrper und die Schùler mit der neuen Jubilàumsfahne in die Domkirche zdm Jubilàums-Festgottesdienste. Fùrstbischof Dr. Michael Napotnik sprach ausfùhrlich ùber die Bedeutung des Tages, indem er an die Paline anknùpfte, deren Kosten — 315 11. — durch freiwillige Bei-tràge der Studierenden aufgebracht wurden. Sie soli ein Symbol dafùr sein. dall die Studierenden treue Sòhne des Vaterlandes und der Kirche sind und bleiben werden. Nach seiner Rede weihte der Furstbischof die Fahne und zelebrierte das Hochamt. Dann zog die Jugend in die Anstalt, versammelte sich im Festsaale, zum Teii (1. B und li. B) in einem Lehrzimmer, und es wurde ihnen vom Direktor, resp. dem Professor Jakob Kavčič die Wichtigkeit des Tages und der 50jàhrigen Regierung des Kaisers auseinandergesetzt. 18. Februar 1899 Beileidsadresse anlaBlich des Hinscheidens der Frau Erz-herzogin Maria Immakulata. Tags darauf Dekorierung des àltesten Professors der Anstalt. Johann Majciger, mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone durch den Statthaltereirat Franz Kankowsky in Gegenwart des Lehrkórpers. Am 21. Aprii 1899 ùbernahm Majciger die Leitung der Anstalt fur den Rest des Schuljahres, da Direktor Stornik sein Amt in Graz aìs Nachfolger des Hofrates Dr. Johann Zindler ùbernahm. Am 10. Mai 1899 Beteiligung der Anstalt an der Feier der Enthullung des Kaiser Franz Josef-Jubilàums-Denk-males vor der Kadettenschule. 4. Oktober 1900 Nachfeier des 70. Geburtstages des Kaisers im Festsaale, wobei nach einer kurzen Ansprache deš Direktors Professor Julius Miklau die Festrede hielt. Mit Ministerial-ErlaB vom 9. Dezember 1901 wurde fur die Anstalt die Herstellung einer neuen Heizanlage ange-ordnet. Am 5. Februar 1905 wurde dem Schuler der IV. B-Klasse Johann Zorko, der am 9. Juli 1904 einen Schuler der Anstalt mit eigener Lebens-gefahr vom Tode des Ertrinkens gerettet hatte, die ihm von der Statthalterei zuerkannte Lebensrettungstaglia feierlich uberreicht. 9. Mai 1905 Schillerfeier in der Turnhalle; die Festrede hielt Dr. Edmund Wiessner. Im Schuljahr 1905/6 war zum erstenmal die V. Klasse geteilt; beide Parallelen hatten selbstverstàndlich bis auf Slowenisch fur Slowenen deutsche Unterrichtssprache. B. Lehrverfassung und Organisation. Die Jesuitenschule besafi 3 „Magistros docentes*, ebenso’die 1775 neu eróffnete. Von 1777—1820 gab es 5 Klassen: Princip, Grammatik, Syntax, Rhetorik und Poesie, von denen jede einen eigenen Lehrer hatte ; die Direktion hatte der jeweilige Stadtpfarrer inne, und zwar von 1775—1786 Josef Otitsch, dann Andreas Kautschitsch bis 1794, von da an der jeweilige Kreishauptmann, zunachst Josef von Brandenau. Die groBen Ferien waren bald September— Oktober, bald wieder Juli—August. 1790 wurde der erste weltliche Lehrer angestellt, 1798 die SchluBprufung mit den Prinzipisten besonders feierlich auf dem Rathause abgehalten, mit Beginn des Studienjahres 1804/5 eine neue Studien- und Gottesdienstordnung eingefuhrt. Seither bestand die tagliche Schulmesse fur Lehrer und Schuler. 1807 wurde das Fachlehrersystem ein-gerichtet, aber 1809 wieder durch das Klassensystem verdrangt, gleichzeitig das Gymnasium auf 6 Klassen erweitert. Von 1840—48 war der jeweilige Kreisdechant und Stadtpfarrer Vizedirektor des Gymnasiums, eine charakteristische Einrichtung der vormarzlichen Zeit. Daneben gab es meist dem geistlichen Stande entnommene Pràfekten. DaB die Anteilnahme der Studierenden an religiósen tìbungen in dieser Zeit eine sehr rege war, liiBt sich denken; der Lehrplan \var schon im 18. Jahrhundert nicht ausschlieBlich philologisch, sondern umfaBte auch Geschichte, Geographie, Arithmetik, Algebra, Geometrie und Naturgeschichte. Die weitaus bedeutendsten Veranderungen brachte das Jahr 1848, respektive der Organisationsentwurf des folgenden Jahres. Als erster selbstàndiger Direktor ubernahm Friedrich Rigler die Leitung der Anstalt. das Fachlehrersystem wurde neuerdings und zwar dauernd eingefuhrt, Slo-wenisch, Kirchengesang, Zeicbnen und Stenographie konnten unterrichtet werden; die Zahl der Lehrkrafte wurde durch solche fùr Slowenisch und Religion ver-mehrt. Als Rigler Inšpektor der Gymnasien Innerosterreichs wurde, kam nach einigen Provisorien Emanuel Herbek an seine Stelle, die er vom 1. Mai 1854 bis Anfang August 1857 innehatte (f in Brùnn im Mai 1859). Im allgemeinen galt fur das Marburger Gymnasium so wie tur andere Anstalten dieser Art der im Organisationsentwurfe enthaltene Lehrplan, der im wesentlichen bis heute bestehen blieb. Kleine Abweichungen erfolgten fùr alle Gymnasien, spezielle Verschiedenheiten weist unsere Anstalt nur im Unterricht der zweiten Landessprache auf, der gewissen Schwankungen unterworfen war. Ein Ver-gleicli des Lehrplanes vor 50 Jahren mit dem heutigen lehrt folgendes: Der Religion waren in der Vili. Klasse 3 Stunden wóchentlich zu-gewiesen, in den ùbrigen 2, seit dem Schuljahre 1873/4 in samtlichen Klassen 2 Stunden. In Latein blieb die Stundenanzahl gleich, nur in dei Lekture frnden sich Ànderungen. Cornelius Nepos erscheint erst im Schuljahre 1884/5, wahrend vorher „Hoffmanns Historiae antiquae" gelesen wurden. In der VII. tritt Cicero an Stelle des „bellum civile" des Julius Caesar. Griechisch erlebte keine Ànderungen, abgesehen von der Anzahl der Arbeiten, die sehr vermindert wurde, was ubrigens auch in den anderen Fàchern der Fall war. Der Lehrplan des Deutschen erfuhr manche Verschiebungen; vor 50 Jahren hatte der Gegenstand in der V. nur 2 Stunden, in der I. und IL waren ur-sprùnglich 4 Stunden, von 1861/2—1883/4 nur 3, von da an endgiltig wieder 4 Wochenstunden, die V. erhielt 1873 die seither bestehenden 3 Stunden zugewiesen. Mittelhochdeutsch wurde ursprùnglich in der VII. gelehrt, dann gab es einen Fréikurs dieses Gegenstandes fùr Schùler der beiden obersten Klassen 1864—66, die endgiltige Regelung erfolgte 1890, indem damals Mittel-bochdeutsch wieder eingefùhrt und zwar der VI. Klasse zugewiesen, die Lek-tùre von Klopstocks Messias und Wielands Oberon in die V. verlegt wurde. Bemerkenswert ist auch, daB bis 1886 im Deutschunterricht der IV. Klasse die Lelire von den Geschaftsaufsàtzen behandelt wurde. Geographie-Gescliichte verfùgte zu Beginn des uns beschaftigenden Zeitabschnittes in jeder Klasse ùber 3 Stunden. Die Verteilung war von der heutigen wesentlich verschieden. In der V. kam man bis zum Jahre 147 v. Chr., in der VI. bis Gregor VII., in der VII. bis zum westphàlischen Frieden, mit dem Wiener KongreB wurde abgeschlossen, 1871 erhielt die II. und V. Klasse je eine Stunde dazu, 1874 die IV. Klasse die vierte Stunde und damit das Untergymnasium die bis jetzt bestehende Anordnung, wahrend an vielen anderen Gymnasien auch der III. Klasse 4 Stunden zugewiesen sind. Von 1876 an wird auch die neueste Geschichte aufgenommen, 1884 verliert die V. Klasse die vierte Stunde, dafùr hat von 1885 an die VI. Klasse 4 Stunden und ist im wesentlichen auch fùr das Obergymnasium die jetzige Anordnung geschaffen, abgesehen davon, daB seit 1900 in der VI. Klasse auch die Neuzeit bis zum dreiBigjàhrigen Krieg genommen wird. M a t h e m a t i k : im Untergymnasium vor 50 Jahren dieselbe Stundenanzahl und auch so ziemlich dieselbe Verteilung des Stoffes; kleine Abànderungen geschahen 1884 und 1892. Anch im Obergymnasium war im allgemeinen dieselbe Einteilung, die Vili, verfùgte nur ùber 1 Stunde, erst vom zweiten Semester des Schuljabres 1871/2 an uber 2. Von 1884—86 hatte die VI. 4 Wochenstunden, dann wieder 3. Naturwissenschaften. I.—VI. und Vili, hatten die ganze Zeit die heute noch bestehende Stundenanzahl, die VII. ursprùnglich 3, seit dem zweiten Semester des Schuljahres 1906/7 4 Stunden.1) Die Stoffanordnung erlitt Abànderungen. In der I. war ursprùnglich ausschlieBlich Zoologie, dafur das ganze zweite Semester der II. Botanik, in der III. das erste Semester Mineralogie, das zweite Physik, die Wellenlehre und Akustik war der VII., dafur die Wàrmelehre der VIII. zugewiesen. Von 1871/2 an erscheint die Akustik in der Vili., die Wàrmelehre von 1874 an in der VIL, im AnschluB daran die Chemie, der hauptsàchlich die vierte Stunde zu gute kommen soli. Fur das Untergymnasium wurde die jetzt geltende Einteilung 1892 geschaffen. In der philosophischen Propadeutik hat sicli nichts geandert. Turnen war lange Zeit nur Freigegenstand, und zwar mit wechselnder Stundenzahl, bald 4 Stunden, bald nur 2, dann wieder 3, 2 Kurse zu 3 Stunden u. s. f. Auch hatten ursprùnglich fùr diesen Unterricht die bemittelten Schùler Honorar zu zahlen. Seit 1902/3 ist der Gegenstand mit 2 Stunden fùr jede Klasse obligat. Viele Wandlungen erlebte die Anschauung bezùglich des Unter-richtes in der zweiten Landessprache sowohl fùr die, denen sie Muttersprache ist, ais aucli fùr deutsche Schùler. Des Zusammenhanges halber seien der obligate und der nichtobligateslow enise heUnterricht an dieser Stelle besprochen. Anfanglich wùnschte man den gemeinsamen Besuch des Slowenisch-Unterrichtes durch Slowenen und Deutsche. Da man damit jedoch schlechte Erfahrungen machte, wurde 1858 die Errichtung eines Separatkurses der slowenischen Sprache fùr Deutsche mit 2 Wochenstunden genehmigt, wàhrend dem Slowenisch-Unterricht fùr Slowenen — er war fùr alle obligat und durfteu dieselben an dem Kurse nicht teilnehmen — in jeder Klasse zunàchst 2 Lehr-stunden zugewiesen waren, 1862 wurde die Zahl der Slowenischstunden in der I. und II. auf je 3 erhóht, 1880 3 Kurse fùr Deutsche, 1896 4 solehe zu je 2 Stunden eingerichtet. Die Note aus Slowenisch ais Freigegenstand hat nur nach der gùnstigen Seite hin Einflutl, die des obligaten ist selbstverstàndlich den ùbrigen Gegenstanden gleichwertig. Die Zahl der Arbeiten wurde fùr die I. und II. Klasse 1893, fùr das Obergymnasium 1905 auf das heutige MaB herabgesetzt. Da die slowenischen Schùler aus den groBeren Orten friiher Deutsch besser kannten, ais ihre Muttersprache, wurde nicht gleich in slo-wenischer Unterrichtssprache gelehrt. Erst allmahlich kam der moderne Grund-satz, eine lebende Sprache nicht mit Hilfe einer anderen zu unterrichten, zur Geltung, so daB in Slowenisch fùr Slowenen und in den Kursen fùr die fort- l) Infolge des Ausfalles der Maturit&tspriifung aus Physik sind diesem Gegenstande nun-mehr 4 Stunden im zweiten Semester der VIII. zugewiesen. geschrittenen deutschen Schùler slowenische Unterrichtssprache bestelit, Seit der an anderer Stelle eròrterten Errichtung utraquistischer Parali elklassen ist auch in Religion, Latein und Mathematik in den B-Klassen des Untergym-nasiums slowenische Unterrichtssprache. Zum erstenmal wird es ausdriicklich hervorgehoben im Jahresberichte des Schuljahres 1894/5. AuBer den bereits genannten Freigegenstanden — Turnen und Slo-wenisch fùr Deutsche — gab es schon vor 50 Jahren folgende : steiermarkische Landesgeschichte mit 3 Wochenstunden, aber nur im zweiten Semester, Steno-graphie mit 2 Stunden, Zeichnen 3, Gesang 3, Kalligraphie 2. Einmal wird Zeichnen in zwei Abteilungen zu 3 Stunden, dann wieder in 4 zu 2 Wochenstunden gelehrt, die jetzt geltende Anordnung besteht mit Unterbrechungen seit 1881. 2 Abteilungen mit 2 Stunden besitzt Stenographie seit 1871, der Gesang ist seit 1897 so organisiert, wie er jetzt betrieben wird. Franzósische Sprache erscheint 1860 zum erstenmal, verschwindet aber im nachsten Jahre, kommt wieder, um abermals zu verschwinden, bis es endgiltig den Platz be-hauptet. Daneben wurde frùher auch italienische Sprache, ja eine Zeit lang sogar tschechische Sprache gelehrt. Letztere erscheint zum letztenmale im Schul-jahre 1865/6, erstere in dem darauffolgenden im Lehrplan. Erst vor kurzem kam darstellende Geometrie als Freigegenstand dazu. Als wesentliches Mittel der Erziehung galten die religiósen Ubungen. Ursprùnglich waren aufier den besonders wichtigen der Osterzeit noch vier-mal im Jahre solche Ubungen und wurde auch der SchluB des burgerlichen Jahres durch Gottesdienst gefeiert; weiters wurde in der milderen Jahreszeit auch an Werktagen eine obligate Schulmesse gelesen. 1869 wurde zum letzten-mal der JahresschluB kirchlich gefeiert, 1870 wurden die noch jetzt bestehenden religiósen Ubungen auf Grund eines Ministerial-Erlasses durch BeschluB des Lehrkórpers festgesetzt. Das Verzeichnis der Deutsch-Arbeiten des Obergymnasiums ist bereits im ersten Programme 1850/1 enthalten, 1859/60 zum erstenmal das fùr die slowenischen, 1865/6 erschienen die freien Vortràge im Deutschunterrichte der VII. und Vili., 1870/1 solche des slowenischen Unterrichtes. Privatlekture in den klassischen Sprachen wird an der Anstalt seit 189*5/6 gepflegt und ins Programm aufgenommen. Aber auch der kórperlichen Ausbildung der Jugend schenkt man seit neuerem mehr Aufmerksamkeit und mit dem Schuljahre 1890/1 erscheint im Programm ein eigenes Kapitel ùber diesen Punkt der Erziehung, entsprechen dem diesbezùglichenMinisterial-ErlaB.Leiderverabsùumten es dieSchulbehórden,recht-zeitig Jugendspielplatze kàuflich oder pachtweise zu erwerben und so wartrotz der gùnstigen Lage des neuen Schulgebaudes kein sehr geeigneter Platz zur standigen Benùtzung zu gewinnen. Ebenso ungunstig waren die Ortsverhaltnisse bezfiglich eines leicht zuganglichen Bades. Man mnBte daher froh sein, daB von 1891 an die Bade- und Schwimmanstalt in der Kadettenschule, damals Franz Josefskaserne, sowie der vom Stadtverschònerungsvereine bald im Volksgarten, bald am Stadt-teiche angelegte Eislaufplatz der studierenden Jugend teils zu erm&Bigten Preisen, teils umsonst zur Verfugung standen. Von 1893 an stand der Exerzier-platz auf der Thesen, der leider sehr weit entfernt ist, zur Verfugung. Von 1894 an wurde auch der sogenannte Ideine Exerzierplatz in der Karntnervor-stadt benùtzt, einige Jahre konnte auch der Gymnasiaigarten dazu herangezogen werden. Die Leitung liatten verschiedene Mitglieder des Lehrkórpers inne; seit 1902 der Turnlehrer und ein Professor. Die Kosten werden durch Bei-tràge der Scinder aufgebracht, die schon im LandesschulratserlaB des Jahres 1891 erwàhnt, durch den Ministerial-ErlaB vom 15. Oktober 1895 genehmigt wurden.1) Da die laufenden Kosten nicht. groB sind, ist eine bescheidene Summe vorhanden, mit deren Hilfe es gelingen durfte, einen eigenen Platz zu pachten. Im Zusaminenhang mit diesen Bestrebungen steht auch der Wechsel in der Unterrichtszeit. Ursprùnglich waren nur der Mittwoch- und Samstag-Nach-mittag sciiulfrei, dafùr eine kilrzere Unterrichtszeit am Vormittag. Der oben envahnte ErlaB des Jahres 1891 gestattete die Konzentrierung des Unterrichtes, um einen Nachmittag fùr die Jugendspiele freizuhalten. So wurde denn der obligate Nachmittagsunterricht auf Montag nnd Donnerstag beschrankt. Die wachsende Grólle der Stadt und die damit verbundene Zunahme des von den Schulern zuruckzulegenden Weges, der Zug der Zeit nach Vereinfachung der Tagesordnung usw. brachten es dazu, dafi die Lehrkórper der beiden Mittelschulen Marburgs nachdem Vorbilde solcher Anstaltenin anderen Stàdten sichfùr den un-geteilten Vomiittagsunterricht aussprachen. Dieser wurde im Schuijahre 1907/8 zum erstenmale durchgefùhrt und zwar so, daB von 8—1 Uhr, in den Sommer-monaten von 7—12 Uhr unterrichtet wird. Auch eine neuerliche Ànderung der Hauptferien ist geplant: im Schuljahr 1906/7 schloB der Unterricht am 6. Juli, fùr das laufende Schuljahr wurde der SchluB am 4. Juli angesetzt. AuBer dem Jugendspielbeitrag bestehen noch folgende Geld-leistungen der Schuler: a) Schulgeld. Im Schuijahre 1784/5 wurde es eingefuhrt und zwar 12 fi.; aus dem Ertrag wurden Stipendien fùr arme, wurdige Studenten errichtet. So blieb es durch einige Jahrzehnte. Im Schuijahre 1857/8 zahlten 292 Schuler den Betrag von 1168 fi. Im Jahre 1863 kam es zu einer Erhóhung des Unterrichtsgeldes, es betrug nunmehr 8 fi. fùr ein Semester, auBerdem hatten die bemittelten Schùler fùr den Besuch der Frei-gegenstande einen Betrag zu entrichten. 1884 erschien eine Ministerial-Ver-ordnung, die eine bedeutende Erhóhung des Unterrichtsgeldes anordnete und zwar 20 fi. jahrlich fùr das Unter-, 24 fi. fùr das Obergymnasium. 1886 wurde der nunmehr geltende Betrag von 15 fi. fùr das Halbjahr festgesetzt. b) Auf-nahmstaxen der neueintretenden Schùler. Solche bestanden schon lange. Im Programm des Jahres 1861/2 werden sie zum erstenmal genannt und zwar in der Hóhe von 199 fi. 50 kr. Die „Kundmachung fùr das folgende Schuljahr" erscheint zuniichst im Programm des Jahres 1875/6 und es wird da eine Aufnahmstaxe von 2 fi. 10 kr. genannt; so blieb es auch bis heute. c) Lehrmittelbeitrage. Ursprùnglich bestanden freiwillige Beitrage der Schùler fùr verschiedene Zwecke, z. B. ergab im Schuljahr 1860/1 eine Sammlung den Betrag von 39 fi. 74 kr. fùr die Anschaffung von Musikalien, oder 1870/1 eine solche zur Vermehrung der Bibliotliek 46 fi. 51 kr. usw. * Von dem letztgenannten Jahre an erscheint regelmaflig diese Sammlung, bis ') 00 Heller fur jeden Schuler. 18 durch Landesschulrats-Erlafi vom 15. Janner 1871 die Einhebung eines Betrages von 50 kr. von jedem Schùler angeordnet wurde; nur einzelne konnten durch don Lehrkórper von dieser Zahlung befreit werden. So flossen damals gleich 106 fi. ein. Der Landesschulrats-ErlaB vom 5. September 1878 bestimmte, dati jeder Schuler des Marburger Gymnasiums 1 fi. Lehrmittelbei-trag zu leisten babe; Befreiungen sind ausgescblossen, dabei blieb es bis beute. C. Unterstutzungswesen. Die Anfànge reichen ins XVIII. Jabrbundert zuruck. Zunacbst wurde, vvie fruher erwahnt, das Schulgeld dazu verwendet. 1794 wurden zwanzig Stipendien zu 15 fi. aus dem Religionsfonde fiir Schuler, die sicli dei* Seel-sorge widmen wollten, gestiftet und zwar sollten sie besonderen FleiC auf das Studium der slowenischen Sprache verwenden. Nach 10 Jabren gingen diese Stipendien ein, da die Grazer Theologen sie erhielten. Der am 25. Juni 1806 verstorbene Prafekt der Anstalt, Exjesuit P. Johann Bapt. Ringauf, vermachte sein Vermógen dem Bùrgerspital mit der Bestimmung, daC arme kranke Stu-denten dort unentgeltlich aufgenommen und verpflegt wùrden. Bald erfolgte die Abanderung, daf3 Medikamente von den Zinsen der Stiftung bezahlt und an wurdige Schuler gegeben werden; so gescbah es noch 1904/5, und zwar mit der Summe von 101 K 58 h, seither ist wieder die ursprùngliche Bestimmung erfùllt. 1850 erging ein Aufruf zur Unterstùtzung dùrftiger Studierenden von Seite des Lehrkòrpers und es konnten bis 1858 rund 1500 fi. fùr diesen edlen Zweck verwendet werden. Ein am 23. Dezember 1855 von Prof. Dr. Svoboda veranstaltetes Konzert ergab die Summe von 218 fi. 23 kr., wovon fùr 28 arme Studenten Kleidungsstucke gekauft wurden. Mit Beginn des Schuljahres 1851 trat ein Verein zur Unterstùtzung dùrftiger Gymnasialschùler ins Leben, doch gieng er bald wieder, 1855 ein und erst die Jubelfeier des Jahres 1858 gab AnlaB, diesen Verein neuerlich zu begrùnden. Ein Statthalterei-ErlaC vom 7. Juli dieses Jahres genehmigte die Satzungen und am 9. August 1859 zahlte der Verein 196 Mitglieder, sein Vermógen bestand aus 1396 fi. 50 kr. in Kredit-papieren, 516 fi. 43y2 kr. in Barem. Seitdem bestand der Verein ununter-brochen, seine Mitglieder waren weltliche und geistliche Wùrdentrager, Freunde der studierenden Jugend, die Mitglieder des Lehrkòrpers usw. Das Stammkapital betràgt jetzt 10.400 K in Papieren, dazu kommen die Interessen der Kassa-reste, Mitgliederbeitrage usw. Die Auslagen bestehen in der Anschafifung von Bùchern und Allanten, Beistellung von Kleidungsstùcken und Freitischen, endlich aucli in Geldunterstùtzungen. Es wurde fùr diesen Zweck vom Beginn des Schuljahres 1858/9 bis Ende des Schuljahres 1906/7 die Summe von rund 40.000 K ausgegeben. Im Jahresbericht der Anstalt von 1854/5 erscheinen zum erstenmal folgende Stiftungen: 1. Der Marburger Humanitatsprofessor Matthias Humer (auch Anton Ilummer genannt), stiftete am 13. Jànner 1813 ein kleines Kapital, dessen Zinsen, frùher 5 fi., jetzt 10 K 50 h, alljùbrlich am Ende des Schuljahres einem vom Lehrkórper auszuwahlenden Schùler verliehen werden. 2, Die Martin Kautschitsch’sche Stiftung zur Anschaffung von Schreib-geraten im Betrage von 5 fi. 16 kr. K.-M., jetzt 12 K. Ursprùnglich wurde sie bestimmten Schulern zugewendet, spàter im allgemeinen verbraucht. — 1856/7 erscheint 3. Die Martin Kautschitsch’sche Stiftung, bestehend in Naturalwohnung und Verptlegung, gereicht vom jeweiligen Kreisdechanten. In diesem Jalire werden zum erstenmal Stipendisten genannt, und zwar 8 ; spàter werden es mehr. — Der am 21. Februar 1859 verstorbene Kreisdechant Josef Picbler (siehe oben) stiftete 2 Stipendien fur Schùler der Anstalt, der am 4. Juli desselben Jahres verstorbene Kreisdechant Franz Cvetko sogar deren 7. — Im Programm von 1861/2 werden zum erstenmal „Zóglinge des Viktorinums, d. i. des Seminars der fùrstbischòfl. Lavanter Diozese" angefuhrt. Daneben hatten seit jeher zablreicbe Schuler bei Marburger Familien Freitische genossen. Die Zahl der Stipendisten und Seminaristen vergròBerte sich bestandig. Sie werden in den spateren Jahresbericbten nicht mehr namentlich angefuhrt. Im Schuljahre 1906/7 hatten 75 Schuler die Summe von 8666 K in Stipendien erhalten. Vom Jahre 1889/90 angefangen kamen auch die Zinsen der „Mar-burger Sparkasse-Jubilàums-Stiftung* an wurdige deutsche Schùler der Anstalt zur Verteilung. Anhangsweise seien auch die Lehrern der Anstalt gewahrten Reise-stipendien u. dgl. erwàhnt: 1897 Franz Jerovšek 2000 K fur eine Studienreise nach Italien und Griechenland. 1901 Julius Miklau fur eine Reise nach Dal-matien, Montenegro und den Okkupationslandern. 1902 Dr. Leopold Poljanec fur eine Reise und Benutzung eines Arbeitsplatzes an der zoolog. Station in Neapel. 1904 Direktor Julius Glowacki fur seine Studien im Okkupations-gebiet und Dalmatien. Im selben Jahre Franz Jerovšek und Johann Košan fùr Reisen nach Griechenland und Italien. 1905 Georg Mair sechswòchentlicher Urlaub zum Zwecke der Teilnahme an dem intemationalen Archaologen-KongreB in Atlien. D. Lehrmittel. Frùhzeitig erwies sich vor allem eine Bibliothek als notwendig, da ja im Schulort zum Untersclned von den Universitàts- odor Landeshauptstàdten keino gròBere óffentliche Buchersammlung vorhanden war. Der 1806 verstorbene Prafekt Ringaufvermachte der Anstalt seine Bucherschatze, Josef Wartinger spendete noch als Lelirer der Anstalt zahlreiche Werke und so konnte 1807/8 in einem eigenen Raum die Gymnasialbibliothek aufgestellt werden. AnlaBlich der Er-weiterung des Gymnasiums gewahrte die Gemeinde 3000 fi. fùr Anschaffung von Lehrmitteln, besonders fùr das physikalische Kaljinet, und 50 fi. jahrlich erhielt die Anstalt aus dem Studienfonde fùr VergróBerung der Bibliothek. AuBerdem wurde viel geschenkt und zwar unter andern: vom Unterrichts-ministerium, von der k. k. Akademie der Wissenschaften, der geologischen Reichs-anstalt, dem obgenannten Domherrn Kautschitscli . . . Auch die Naturalien-sammlung und das physikalische Kabinet erhielten Schenkungen, wahrend die Mùnzensammlung ùberhaupt nur aus Schenkungen besteht. Eine Trennung der Bibliothek in eine Abteilung fùr Lehrer und eine fùr Sclmler hatte noch 2* nicht stattgefunden. Der Stand sàmtlicher Lehrmittel am Schlusse des Schul-jahres 1858 war folgender: Bibliothek: 1414 Work e in 8512 Bàndoli ; Pliysik: 845 gròBere und kleinere Apparate; Ch ernie: 12 Apparate und 64 Stoffe und Reagentien; Naturgeschichte: 3 Bilderwerke, 243 einzelne Tafeln, 680 Spezies dcr Zoologie in 1950 Exemplaren, 1375 Pflanzenspezies, 1440 Naturstucke der Mineralogie, 155 Krystallmodelle; Geographie: 39 Wandkarten, 8 Atlanten, 2 Erd-, 1 Himmelglobus, 1 Tellurium; 80 stereomctrisehe Figuren fùr den | Matli em atik-Unterricht, endlich 416 Slùcke der Miinz ensammlung. j Audi weiterhin kamen vide Spenden, insbesonders auch von dem Buchhàndler ; Leyrer, sowie auswartigen Buchhandlungen. Daneben konnten von den frùher erwàhnten Beitragen der Schiller Ankaufe fùr die Bibliothek gemacht werden, das Naturalienkabinet muBtc sicli jahrelang mit der Erweiterung durch Sclienkungen begniigen. 1868/9 begann man mit einer Neukatalogisierung der literarisclien Werke, damit im Zusammenhange Trennung von Lehrer- und Schùlerbibliothek. Im selben Jahre wurden auch zuerst die Verwalter der Sammlungen genannt und erscheinen Lesestunden fùr die Schiller der oberen Klassen. Im nàchsten Jalire wurde die Einteilung fortgesetzt, die Lesestunden vermehrt und zum erstenmal die Programmsammlung erwahnt. Deren Ord-nung wie die der Professoren-Bibliothek batte der Direktor inne. Die geo-graphischen Lehrmittel erscheinen noch im Vereine mit der Bibliothek, das Knstodiat fur die physikalischen und naturhistorischen Lehrmittel liatten immcr die jcweiligcn Vcrtreter des Faclies. 1874/5 begegnet uns zum erstenmal die Lehrmiltelsammlung fur den Zeichenunterricht. 1875/6 erhielt die Anstalt Dotationen aus dem Studienfonde, u. zw. : ICO fi. fùr die Bibliothek, 600 li. fùr das physikalische und 100 fi. fùr das naturliistorische Kabinet; 1877 85 II. zur Anschaffung von Lehrmitteln fùr den Zeichenunterricht. Endlich erschien der MinisterialerlaB vom 14. Juni 1878, welcher besagte, daB nur fùr den Fall, als die eigenen Einnahmen einer Anstalt, — d. s. Aufnalnns-taxen, Lehrmittelbeitrage und Zeugnisduplikattaxen -- die Hólie von 440 fi. nicht erreichen, die Ergiinzung aus dem Staats"or.de zu erfolgen habe. Da infoi ge des starken Besuclies die eigenen Einnahmen nicht gering waren, unterblieben von nun an diese Doiationen in der Regel. Die Summe der Einnahmen wird nach einem beslimmten Schlùssel geteilt, so zwar, daB die physikalische Sammlung einen recht ansehnlichen — ùber Y3 — Bruclitcil erhalt, die naturhistorische und Zeichenunterrichts-Sammlung kleinere Anteile, wfihrend der Rest, es sind 45-46%, auf Scinder- und Lehrerbibliothek, geo-graphisch-historische und Musikaliensammlung verteilt werden. Daraus ergibt sicli die ungleiche Ausstattung der einzelnen Lehrfàcher. Das physikalische Kabinet unter der Obhut der Professoren Jettmar. Biberie, Hirschler, seit 1897 Zahlbruckner, ist infolge der reichen Geldmittel und der mùhevollcn, geschickten Tatigkeit der Kustoden, insbesonders des letztgenannten, eines der bestausgestatteten unter denen der steirischen Anstalten und entspricht so ziemlich den heutzutage gestelllen Ansprùchen. Viele der alten Apparate wurden durch neue ersetzt, Kustos Zahlbruckner venvertete seine reichen Kenntnisse als Maschinenbauer zu Gunsten der Lehrmittelsammlung, so daB sic dcrzeit (Neujahr 1908) einen Stand von rund 750 Nummern im Werte von r. 18.000 Kronen aufweist. Schlechter bestellt ist das n a t ur h is t o ri s c h e Kabinet. Der an Gymnasien etwas stiefmutterlich bedaehten Stellung dieses Faches entsprechend waren die zur Verfugung stehenden Mittel nicht sebr be-deutend und ist die Sammlung eine besclieidene zu nennen. In der alterai Zeit erfolgte der Zuwachs uberbaupt fast nur durch Schenkungen und die Kusloden Riek, Standfest, Ilromada und Anibrusch bemuhten sicli, Schiller und Schulfreunde zu solchen Schenkungen anzueifern. Ais dann endlich eine be-stimmte Summe verwendet werden konnte, verstanden es die Kustoden Lech-leitner, Schmierer, Schwaighofer, endlich seit 1901 Poljanec, durch kluge Ver-teilung doch im Ganzen eine Sammlung zu errichten, die derzeit init fiber 19.000 Stucken einen Wert von r. 7700 Kronen darstellt. Eine willkommene Ergfuizung erfolgte durch die Anlage eines botanisclien Schulgartens, fur den bedeutende Mittel — 1200 K— bewilligt wurden (1900/1). Die historisch-geograph ische Lehrmittelsammlung erscheint getrennt verwaltet vom Jahre 1883/4 an, u. zw. unter der Obhut des Pr of. Franz Horàk, der nun uber 20 Jahre die Vervvaltung des Kabinets innehatte. Die Ausgestaltung der Sammlung ging langsam vor sich und der Berichterstatter fand, ais er das Kustodiat iiber-nahtn, einen mangelhaften Stand derselben vor. Durch eine 1907 gewahrte auBerordentliche Dotation von 200 Kronen konnten wenigstens die argsten Lflcken ausgefiillt werden und es ist zu hoffen, daB bei stàrkerer Inanspruch-nahme der alljahrlich zu vergebenden Mittel in absehbarer Zeit ein halbwegs geniigender Lehrmittelapparat zu stande kommt. Derzeit besteht er aus fast 300 Nummern, wovon allerdings dte Hàlfte veraltet ist, im Werte von tiber -500 Kronen. Eine Erganzung dazu bildet die Mflnzensammlung, 1874/5 zurn erstenmal im Jahresbericht genannt, u. zw. unter der Obhut des Direktors, dei- durch 9 Jahre die Verwaltung innehatte; — ihm folgt Lang bis 1886, — von da an in Verbindung mit dem geographischen Kabinet unter dem Kustos rioràk. AusschlieBlich durch Spenden der verschiedensten Gónner der Anstalt vermehrt, erlangte sie einen Stand von 1443 Nummern im Werte von 250 Kronen. Fur die Freigegenstande Z e i c h n e n und G es an g wurden auch eigene Sammlungen eingerichtet, die immer unter der Obhut der betreffenden Lehrer slanden. Die Lehrmittel fur den Zeichenunterricht konnen durch Ankauf alljahrlich vergroBert werden, erreichen jetzt eine Hòhe von fast 700 Stucken im Werte von 2500 Kronen. Die Musikaliensammlung wurde seinerzeit durch Abschreiben vergroBert, .jetzt werden oft kleine Beitrtlge dafur verwendet, so daB sie fast 5000 Stiicke im Werte von fast 1000 Kronen zahlt. Am umfangreichsten ist die Bibliothek. Sie erlialt auch regelmaBig Spenden, u. zw. sowohl von Behorden, wie Unterrichtsministerium, Landes-schulrat, Zentralkomrnission fur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und List. Denkmale, f.-b. Lavanter Konsistorium usw., oder Korporationen, wie Akademie der Wissenschaften u. s. f., ais auch von Privaten, von denen neben Wartinger besonders genannt zu werden verdienen: viole Professoren, wie Dr. Josef Pajek, Lang u. a., Baron Rast, Hofrichter, Orožen u. s. f., daneben die jahrliche VergróBerung durch Ankauf von Zeitschriften, Lieferungswerken, und Einzelerscheinungen. Die einzelnen Facher sind ungleich verlreten, die philologischen, auch Deutsch recht gut, Geschichte-Geographie nur tur die altere Zeit, wahrend in den spàteren Jahrzehnten in diesem Fache wenig an-geschafft wurde. tm ganzen ist die Lehrerbibliothek als eine der besser aus-gestatteten zu bezeichnen, 1881/2 ist. im Programm zum erstenmal die Schulerbibliothek von ihr getrennt; beide stehen zunachst unter der Obhut des Direktors. Von 1883/4 an Gbernehmen das Kustodiat Mitglieder des Lehrkórpers, meist Philologen. Von 1887/8 an wird die Schulerbibliothek in zwei Abteilungen, fur Ober- und Untergymnasium, getrennt. Jahrelang hatte Prof. Mcisel des Kustodiat der Lehrer- und der Schulerbibliothek fur das Ober-gymnasium. Von 1895 an war Tertnik Vervvalter der Lehrerbibliothek und er stellte auch in Befolgung des Min.-Erlasses von 1896 den Katalog zusammen, der in den Programmen der Jahre 1898—1900 abgedruckt ist, doch sind der II. und III. Teil vom Nachfolger Te'rtniks, Holzer, erganzt. Als Holzer 1903 nach Graz kam, ubernahm die Vervvaltung der Lehrerbibliothek der nunmehrige Kustos, Prof. Dr. Karl Verstovšek und heute zahlt sie uber 7000 Nummern im Werte von r. 33.000 Kronen. Dazu konunen noch bei 24.000 Programme ósterreichischer und reichsdeutscher Mittelschulen. Die Verwaltung derSchiiler-bibliolhek wechselte oft, seit 1904/5 ist sie in der Fland der jetzigen Kustoden, auch sie wird systematisch vergróBert, besitzt schon ziemlich viele wertvolle Stùcke, im ganzen bei 1900 im Werte von r. 3000 Kronen. Endlich verdient noch Erwahnung eine kleine archàologische Sammlung, die seit 1899/1900 besteht, zunachst von Holzer, dann von Jerovšek verwaltet. Alles zusamm m gerechnet besitzen die wissenschaftlichen undUnterrichts-hilfsmittel der Anstalt einen Wert von rund 70.000 Kronen. II. Verzeichnis der in den Jahresberichten veroffentlichten Abhandlungen. 1851 Georg Mally: „Warum studiert der Jiingling Naturgeschichte?" 14 S. 1852 Dr. Rudolf Puff: „Ùber die Notwendigkeit des Verstehens der alteren deutschen Sprache und Literatur tur die studierende Jugend Ósterreichs." 10 S. 1853 J. G. Streinz: „Ùber Logarithmen-Berechnung." 24 S. 1854 Dr. Dominikus Buswald: „Uber das formell Bildende des Sprach- unterrichtes. * 12. S. 1855 Dr. Rud. Puff: „Ùber die Notwendigkeit der genauen Geschichtskenntnis der einzelnen Erblander Ósterreichs." 5 S. 1856 Dr. Rud. Puff: »Beitràge zur Geschichte des ritterlichen steirischen Siingers Ulrich v. Lichtenstein." 9 S. 1857 Karl Rieck: „Uber die hydrostalischen und àerostatischen Apparate im Tierreiche." 9 S. 1858 Festprogramm : Dr. Adalb. Svvoboda: »Die Beziehungen der religiósen Weltanschauung zur Kunst." 50 S. Josef Steger: »Platonis de beatitudine humana doctrina." 14 S. 1858 Wilh. Biehl : „De eadem re Aristotelis doctrina." 12 S. Martin Terstenjak: „0 božanstvih ognja pri starih Slovanih." 12 S. (Ùber die Feuergótter bei den alten Slaven.) Georg Mathiaschitsch : »Geschichte des k. k. Marburger Gymnasiums." 25 S. 1859 Dr. Rud. Puff: »Geburts-, Trauungs- und Sterbeorte landesfurstlicher Familienglieder in Steiermark." 22 S. 1860 Josef Essi: „Beitrag zur Charakteristik der klimatischen Verhaltnisse von Marburg." 11 S. 1861 Otto Gehlen: »Einiges aus Sallusts de bello Jugurthino." 13 S. 1862 Adolf Lang: »Homer und die Gabe des Dionysos." 33 S. 1863 Josef Šuman: »Obsežek, delitev in vodilne misli Demostenovega govora olintskega drugega s odlomkom poskušenega prevoda." (In-halt, Gliederung und Grundgedanken der 2. Olyntischen Rede des Demosthenes mit dem Bruchstuck des Versuches einer Ùbersetzung.) 12 S. Karl Rieck: »Skizzen aus der Natur." 10 S. 1864 Joh. Gutscher: „lst Platon der Verfasser des Dialoges Menexenos?" 52 S. 1865 Josef Schaffer: »Die Bedeutung des ager publicus in der romischen Ge- schichte vor der Zeit der Gracchen." 34 S. 1866 Dr. Leop. Konvalina: „Die Prophetie in Platons Phaedrus und Isokrates Rede gegen die Sophisten." 26 S. 1867 Joh. Majciger; »Nekoliko sklepov na predzgodovinsko omiko slovanskih narodov v obče in slovenskega naroda posebej povzetih iz primerjanja jihovih jezikov". (Einige Schlusse auf die vor-geschichtliche Kultur der slavischen Stararne im allgemeinen und des slovenischen Volkes im besonderen, geschópft aus der Vergleichung ihrer Sprachen.) 10 S. 1867 Rud. Reichel: »Die deutschen Geschlechtsnamen mit besonderer Riick- sicht auf Marburger Namen." 26 S. 1868 Joh. Gutscher: »Systematisch geordnetes Verzeichnis des wissenschaft- lichen Inhaltes der von den ósterreichischen Gymnasien und Realgymnasien in den Jahren 1850—67 veròffentlichten Pro-grannne." I. T. XX-(-70 S. 1869 Joh. Gutscher: Dasselbe, II. Teii, XIV + 42 S. Rud. Reichel: »Germanistische Kleinigkeiten." 6 S. 1870 Rud. Reichel: »Marburger Namenbflchlein." 22 S. Dr. Joh. Pajk: »Stari rokopis Kranjskega mesta." (Eine alte Hand-schrift der Stadt Krainburg.) 19 S. 1871 Alois Siess: »Die dramatische Kunst des Sophokles nachgewiesen am »Konig Odipus" und im Verhaltnis zu Aischylos und Euripides beleuchtet." 18 S. Dr. Joh. Pajk: »Primetki k lanskemu sestavku: »Stari rokopis Kranjskega mesta." (Nachtragliche Bemerkungen zum vorjahrigen Aufsatze: »Eine alte Handschrift der Stadt Krainburg") 3 S. Dr. Joh. Pajk: »Primer iz latinsko-slovenskega slovarja, ki se izdeluje." (Probe aus einem in der Ausarbeitung begriffenen lateiuisch-slovenischen Wórterbuche.) 3 S. 1872 Franz Voregger: »Philipp IL, Kònig von Makedonien, wird Ilerr der Griechen." 30 S. Jos. Šuman: »Etymologische Tafel, nach Curtius und Miklosich." 22 S. Jos. Šuman: »Tabellarische Ubersicht der regehnaGigen Tempusbildung im Griechischen." 2 S. 1873 Dr. Andr. Wretschko: »Ableitung und einige Anwendungen des Begriffes »Rest einer diskontinuirlichen Funktion.'1 16 S. 1874 Jakob Purgaj: »Die Reihenfolge der olynthischen Reden des De- mosthenes.” 23 S. Fr. Wiesthaler: »Jovan Vesel Koseski i njegova dela." Kritično estetična razprava. (Ivan Vesel Koseski und scine Werke. Kritisch àsthetische Abhandlung.) 12 S. 1875 Dr. A. Steinwenter: »Versuch einer zusammenhàngenden Darstellung des Stromsystems des oberen Nil." 40 S. Dr. A. Nitsche: »Zur Lehre vom Urteile “ 8 S. 1876 Franz Lang: »Uber Schillers Verhaltnis zu Christian Gottfried Komer." 29 S. 1877 Dr. Ad. Nitsche: »Untersuchung uber die Echtheit der Doloneia." 30 S. 1878 M. Valenčak: »Primož Trubar, der Begrunder der neuslovenischen Literatur." 37 S. 1879 Dr. H. R. v. Jettmar: »Bestimmungen der Bildorte und Wellenform der an ebenen Flachen reflektierten und gebrochenen Lichtstrahlen auf dementarem Wege.“ 26 S. 1880 Engelbert Neubauer: »Uber die Anwendung der fPaWi Ttapavópwv bei den Athenern zur Abschaffung von Gesetzen." 9 S. 1881 Fr. Ilonik: »Das Bachergebirge." Monographie. (I. T.) 20 S. 1882 Fr. Horàk: „Das Bachergebirge." Monographie. (II. T.) 21. S. 1883 Heinr. R. v. Jettmar: »Studimi ùber die Strahlenbrechung im Prisma." 37 S. 1884 Dr. Arth. Steinwenter: »Aus dem Leben des steirischen Landeshaupt- mannes Hans III. Ungnad-Weiiienwolf, Freiherrn von Sonneck." 42 S. 1885 Dr. G. Heigl: »Die Quellen des Plinius im NI. Buche seiner Natur- geschichte.» 1. T. 45 S. 1886 Dr. Heigl: Dasselbe, li. Teil, 56 S. 1887 Dr. A. Steinwenter: »Suleiman II. vor Marburg 1532." 26 S. Dr. A. Steinwenter: »Direktor Gutscher. Ein Nachruf." 6 S. 1888 Ludw. Mayr: »Die Tradition ùber die Heimatstàtten der lykurgischen Verfassung." 29 S. 1889 Dr. A. Steinwenter: „Zur Erinnerung an das vierzigjahrige Regierungs- jubìlaum Sr. Majestiit des Kaisers Franz Josef I." 8 S. Dr. A. Steinwenter: »Eine Episode aus dem Leben des Grafen Niklas von Zriny." 30 S. 1890 Job. Košan: »Slovenischer ABC-Streit mit besonderer Berucksichtigung des Danjnko’schen Alphabetes." 29 S. 1891 J. Hirschler: »Methoden zur Bestimmung von Naherungswerten der Mo- leculgroLìe." 19 S. 1892 Dr. Job. Tertnik: »O jeziku Prešernovem/ (»Uber die Sprache Prešerns".) 32 S. 1893 Dr. Jos. Murr: „Die beschreibenden Epitheta der Pflanzen bei den rò- miscben Dicbtern. I. Holzgewachse". 41 S. 1894 Dr. Jos. Murr: »Die beschreibenden Epitheta der Blumen bei den grie- chischen und r orniseli en Dichtern/ 28 S. 1895 Dr. Ant. Schwaighofer: »Die mitteleuropaischen Libellen/ 28 S. 189G Fr. Jerovšek: „Kako dokazuje John Locke v I. knjigi (cap. II. et III.) svojega spisa „an essay on the human understanding“, dani prirojenih idej". 25 S. (»Wie zeigt John Locke im I. Buche (c. II. u. III.) seiner Schrift.........da!3 es keine ange- borenen Ideen gibt.“) 1897 Georg Polzi: „Die Beweise der Unsterblichkeit der Seele in Platons Phàdon." 29 S. 1898 Dr. J. Tertnik: „Briarej v Prešernu". 4 S. Dr. J. Tertnik: »Katalog der Lehrerbibliothek." 43 S. 1899 J. Holzer: »Die Entwicklung des ósterreichischen Schulvvesens, ins- besondere des Mittelschulwesens unter der Regierung Kaiser Franz Josefs I." 19 S. Beilage: Dr. Tertnik und J. Holzer: »Kalalog der Lehrerbibliothek." (Forts.) 20 S. 1900 Dr. Tertnik und J. Holzer: »Katalog der Lehrerbibliothek." (SchluB.) 44 S. Dr. Ant. Medved: »De philosophia stoica eiusque relatione ad christianismum." 17 S. 1901 Jul. Miklau: »P. Maurus Lindemayr, ein ósterreichischer Dichter des XVIII. Jahrhunderts/ 26 S. 1902 Jul. Glowacki: »Beitrag zur Laubmoosllora der ósterreichischen Kiisten- lander/ 13 S. Jak. Kavčič: »O značaju in njegovih lastnostih". (»Uber den Charakter und seine Eigenschaften.") 52 S. 1903 Jul. Miklau: »Streifzuge durch Asien." 24 S. 1904 Georg Mair: »Pytheas von Massilien und dio mathematische Geographie." L Teih 32 S. 1905 Dr. Karl Verstovšek: »Simonidovi jambi »nspi yuvatxwv". (Die Jambon des Simonides . . .) 33 S. »Bericht ùber die Schillerfeier und die von Dr. Edm. Wiessner gehaltene Festrede/ 6 S. 1906 Georg Mair: »Pytheas von Massilien und die mathematische Geographie. II. T/ 94 S. 1907 Dr. Max Boiler: »Die Verteilung deš bauerlichen Grundbesitzes in der Umgebung von Marburg zu Beginn des XIX. Jahrhunderts/ 27 S. III. Besuch der Anstalt. Am Ende des Schuljahres Schùlerzahl fùr reif erklart Am Ende des Schuljahres Schiilerzahl fùr reif erklart 1857/8 280 14 1883 298 10 1859 318 6 1884 294 11 1860 319 15 1885 300 18 1861 352 27 1886 305 9 1862 355 29 1887 304 19 1863 368 19 1888 272 12 1864 371 21 1889 264 15 1865 342 26 1890 285 16 1866 336 27 1891 304 10 1867 314 28 1892 297 10 1868 305 22 1893 336 19 1869 319 22 1894 374 15 1870 276 20 1895 430 20 1871 270 22 1896 421 17 1872 245 11 1897 451 40 1873 235 15 1898 494 20 1874 238 20 1899 493 39 1875 220 20 1900 476 27 1876 218 19 1901 469 39 1877 243 18 1902 469 33 1878 259 17 1903 473 29 1879 294 9 1904 482 35 1880 307 14 1905 502 39 1881 322 9 1906 504 34 1882 340 11 1907 483 46 Summe der fùr reif Erkliirten: 1043. Zur Erlauterung dieser Tabelle diene folgendes: Die Schiilerzahl ist immer die des Schuljahres-Schlusses, und zwar einschlieClich der Privatisten. Bei der Zahl der fùr reif Erklarten wurden die im Sommer zu eincr Wieder-holungsprùfung Zugelassenen, die dann im Herbst bestanden, dazugerechnet. — Auch Externisten, die hie und da an der Anstalt die Reifeprufung ab-legten, wurden mit eingerechnet. — Was nun den Besuch betrifft, $p war cr nie schwach, wohl aber sehr ungleich. In den 60er Jahren sind es durch-schnittlich bei 300, von 1870 an wird der Besuch immer schwàcher, bis 1876 die geringste Anzalil Sehuler fur die ganzen 50 Jahre, 218, erreicht wird. Der Hauptgrund diirfte darin zu suchen sein, daC 1870 die Erweiterung der bisherigen unselbstandigen Unterrealschule in eine vollstàndige Oberrealschule angeordnet wurde und infolgedessen der Besuch dieser zweiton Mittelschule Marburgs von 89 im Schuljahre 1869/70 auf 211 im Jahre 1873/4 slieg. 27 Dann schwankt die Zalil der Schiller zwischen 264 und 340, bis die weit-gehende Erleichterung, die den slovenischen Kindern durch Einfuhrung der slovenischen Unterrichtssprache in den schwierigsten Gegenstànden gewalirt wurde, einen sich stetig steìgenden Besuch der Anstalt zur Folge hatte, der im Jahre 1906 seinen Hòhepunkt erreichte. In den letzten Jahren ist wieder ein Nachlassen des Andràngens zu bemerken, eine Erscheinung, die keines-wegs als bedenklich angesehen werden mufl. Bei der Zahl der Maturanten fallt vor alleni auf, daB sie in den fruheren Jahrzehnten auch bei nicht ge-ringer Gesamtzahl der Studierenden oft sehr klein war, so 1859 bei 318 Schùlern 6 Maturanten! Das durfte wohl daher kommen, daB friiher bei vielen Àmtern und sonstigen Stellen im Berufsleben keine Matura, oft nur Beendigung des Untergymnasiums verlangt wurde, wàhrend heutzutage infolge der Ùberproduktion an Studierenden das Angebot die Nachfrage ubertriflt und ohne Matura ein Fortkommen in der Beamtenlaufbahn kaum mehr mòglich ist. Fur die àlteste Zeit durfte auch der Umstand von Bedeutung gewesen sein, daB es noch keinen Einjiihrig-Freiwilligendienst gab. Noch einige Punkle, die tabellarisch darzustellen nicht erforderlich er-schien, mógen kurz erwàhnt werden. In k o n f es s i on eli e r Hinsicht gibt die Schule ein treues Abbild der Bevólkerung der Stadt und ilirer Umgebung. Das rómisch-katholische Glaubensbekenntnis war immer weitaus vorherrschend. Jahre hindurch gab es uberhaupt keinen Schiller, der sich zu einer anderen Konfession bekannte, insbesondere in den fruheren Zeiten. Spàter erschienen vereinzelt Angehórige anderer Konfessionen u. z. meistens Evangelische des Augsburger Bekenntnisses, daneben solche des helvetischen, aber auch Bekenner des griechisch-katholischen und griechisch-orientalischen Glaubens. Sehr selten sind Israeliten an der Anstalt. Der erste erscheint im Schuljahre 1881/2, ver-schwindet aber wieder und erst 1892/3 fìnden wir nochmals Israeliten, die min làngere Zeit an der Anstalt bleiben. Seit 1899/1900 ist wieder kein Schiller der mosaischen Religion an der Anstalt. Der Muttersprache nach gab es seit jeher an der Anstalt deutsche und slovenische Schiller1), wàhrend Angehórige anderer Nationen nur vereinzelt auftreten, u. z. Italiener, Magyaren, Òechen, Serben, Kroaten. Auch zu jener Zeit, als die Unterrichtssprache an der Anstalt ausschlieBlich die deutsche war, besuchten die Soline der slovenischen Bauern fast nur das Gymnasium, wàhrend die deutschen Burger und Beamten der Stadt ihre Kinder zum Teil an die Realschule schicktcn, besonders seit sie zur Ober-realschule erweitert war. Ebenso wie der deutsche ist auch der slovenische Bauer des Unterlandes meist konservativ, die „Lateinschule“ ist ihm ver-trauter als die neugegrundete Realschule, und gar oft ist es sein Ilaupt-wunsch, daB der Solin einst dem Priesterstande angehóre. Tatsàchlich widmen sich alljàhrlich Absolventen der Anstalt, u. z. meist slovenische, der Theologie, besonders seit in Marburg selbst die f.-b. Diózesanlehranstalt besteht. — DaB nht der Utraquisierung der Parallelabteilungen des Untergymnasiums der Prozentsatz der slovenischen Schuler gewaltig stieg, ist selbstverstàndlich. Das oben bezuglich der Muttersprache Gesagte wird dadurch bestàtigt, daB *) *) 111 deli friilieren Jahren erscheinen daneben nodi ulraquislische Sdiiiler, d. h. solche, die Deutsch und Slovenisch gleichzcitig erlernten. Von 1870 an verschwindet dieso Gattung. die Heimat dei- Mehrheit der Scliuler Steiermark auBer Marburg ist, und daB die Zahl der Ortsangehorigen, das sind die, deren Eltern in Marburg oder deren unmittelbarer Umgebung wohnen, immer weitaus geringer ist als die der Auswàrtigen. Das vor 50 Jahren erschienene Festprogramm brachte ein Verzeichnis von 100 gewesenen Schulern der Anstalt, die spàter hervorragende Stellen ini óffentl. Leben bekleideten. Von einer solchen Liste wurde diesmal Abstand genommen; es sei nur kurz darauf hingewiesen, daB manche ehemalige Schùler der Anstalt an derselben spàter als Lehrer wirkten ; daB ein GroBteil jener Mànner, die bedeutende Stellen im óffentlichen Leben Marburgs inne-hatten oder noch innehaben, misere Anstalt besuchten; daB endlich auch auswàrts mancher zu Rullili und Eliren gelangte, der einst die Grundlage seiner Bildung hier erworben hatte. Einige mógen genannt werden: Der àltcren Zeit gehòren zwei Namen an, deren Tràger die ósterreichischen Waffen zum Siege fùhrten : Oberst Johann v. Illeschitz, Fulirer des steir. Reginients ,Konig der Belgier“ im Danenkriege, und Wilhelm v. Tegetthoff, der Sieger von Lissa. Als Vorkampfer der Wissenschaft reihen sich vvurdig an der groBe Slavist Miklosich und der Germanist Matthias von Lexer, ersterer 1813 zu Luttenberg, letzterer 1830 zu Liesing in Kàrnten geboren. Spàter studierten hier: Hugo Wolf, der berùhmte Lieder-Komponist, 1860 in Windischgraz geboren, in den Jahren 1873—75 die dritte und vierte Klasse; der bedeutende Germanist Rich. Heinzel, 1838 geboren, ini Jahre 1849/50 die zweite Klasse; die Professoren der Grazer Universitàt Dr. Jul. Kratter (1864—68) und Dr. Matth. Murko (1876—80); die Direktoren: Heinr. Schreiner, Lehrerbildungs-anstalt in Marburg (1863-71), Josef Frank, I. St.-R.-Sch. in Graz (1875—77) und Dr. Job. Gutscher, St.-Gyrnn. in Leoben (1869—77), endlich viele Mit-glieder der Marburger Burgerfamilien, von denen nur der jetzige Burger-meister, Dr. Johann Schmiderer, genannt sei. (1858—66). IV. Lehrkorper. 1. Direktoren. Adolf Lang, 1852/3 bereits an der Anstalt als Lehrer làtig, kam dami nach Prefiburg, von dort an die Theresianische Akademie nach Wien, trat sein Amt als Direktor der Anstalt am 19. September 1857 an und blieb in dieser Stellung bis zum Schlusse des Sclndjahres 1868/9, wurde dann Professor in Wien, spàter Landesschulinspektor und starb als Hofrat im Ruhestande in Wien ani 4. Jànner 1897. Johann Gutscher, als Lehrer an der Anstalt seit September 1857 tàtig, erhielt 30. September 1869 die interimistische Leilung und wurde mit allerhóchster EntscblieBung vom 24. Februar 1870 zum Direktor ernannt. Mit Min.-ErlaB vom 17. IX. 1883 wurde er dem 1. Staatsgymnasiuni in Graz zur Dienstleistung zugewiesen, 2 Jahre darauf trat er in den Ruhestand iiber, am 14. Jànner 1887 starb er in Graz. Dr. Artur Steinwenter, in den Schuljahren 1873/4 und 74/5 an der Anstalt als Lehrer wirkend, wurde Professor am k. k. I. Staats-gymnasium in Graz, mit allerhóchster EntschlieBung vom 14. September 1883 zum provisorischen, vom 15. September 1885 zum wirklichen Direktor ernannt, blieb als Leiter der Anstalt bis zum Ende des Schuljahres 1891/2, worauf er die Direktion des k. k. I. Staatsgymnasiurns in Graz ubernabm; in dieser Stellung befindet er sich noch heute. Dr. Peter Stornik, fruher Professor am Staatsgymnasium im li Ge-meindebezirk in Wien, wurde mit allerhòchster EntschlieBung vom 20. Juni 1892 zum Direktor des Marburger Gymnasiums ernannt und leitete die Anstalt bis zum 11. Aprii 1899, wo-rauf er sein neues Amt als k. k. Landesschulinspektor, — als Nachfolgcr des Plofrats Dr. Johann Zindler dazu ernannt mit A. E. vom 2G. III. 1899 — ubernabm. Bis Ende des Schuljahres fùhrte Professor Johann Majciger die Direktions-geschàfte. Landesschulinspektor Stornik verblieb in seiner Stellung bis zu seinem im Plerbst 1905 erfolgten Ùbertritt in den Ruhestand, worauf er sich nach Villaeh zuruckzog. Mit A. E. vom 19. XII. 1905 wurde ihm der Orden der eisernen Krone III. Klasse verliehen. Der Lehrkórper der Anstalt zeigte durch die Ùberreichung einer kùnstlerisch ausgefuhrten Adresse, dati er dem ehemaligen Direktor eine dankbare Erinnerung bewahrt. Julius G I o w a c k i, einst Professor am Gymnasium in Pettau, spàter inLeoben, zuletzt Leiter der selbstandigen deutsch-slovenischen Gymnasialklassen in Gilli, wurde mit A. E. vom IS.August 1899 zum Direktor der Anstalt ernannt und bekleidet seither diese Stellung. — Die beiden erstgenannten, Lang und Gutscher, waren Altphilologen, Dr. Steinwenter ist Historiker, wahrend die zwei letzten realistische Facher vertraten, und zwar Dr. Stornik Mathematik und Physik, Glowacki Natur-geschichte. Die stetig anwachsende Zahl der Schùler, sowie auch sonstige mit der VergróBerung der Anstalt zusammenhangende Kanzleiarbeiten hatten zur Folge, daB der Direktion eine Hilfskraft fùr die Verwaltungsgeschafte, die aus dem Lehrkórper gewahlt wird, zugewiesen wurde, u. z. bekleidete diese Stelle zu-nàchst Professor Holzer von 1899—1903, dann Professor Mair im Schuljahre 1903/4, Professor Fink 1904/5, wahrend sie seit September 1905 Professor Hoffcr innehat. 2. Lehrer der Pflichtgegenstànde. Name 1 Schuljahre 1 Venvendung Weiterer Lebenslauf Dr. Rudolf Puff 1831—62 Deutsch, Geschichte, Geographie f im Ruhestand am 20. Juni 1865 zu Marburg (Nekrolog im Jahres-bericht 1861/65, S. 79 ff.) Franz Sperka 1842—64 Philologie beurlaubt, f 24. November 186-1 in Marburg, (Nekrolog im Jahres-bericht 1864/65, S. 76 ff.) Georg Mathiaschitsch*) 1842—61 Religion, Slowenisch wurde Dechant in Jaring, spater Dompropst, f 11. Mai 1892. Martin Tcrstenjak 1850—60 Religion, Slowenisch wurde Pfarrer in St. Georgen bei Reichenegg, dann in Altenmarkt, f am 2. Februar 1890. Dr. Adalbert Svoboda 1855-62 Deutsch, Geographie, Geschichte wurde Schriftleiter der Grazer „Tagespost“, f. Josef Essi 1856—70 Physik, Mathematik wurde Professor und Direktor der Staats-Oberrealschule i. Marburg, t 19. Aprii 1874. Johann Gutscher 1857—69 Philologie wurde Direktor der Anstalt. (Siehe oben !) Josef Steger 1857—60 Philologie kam ans Staatsgymnasium in Salzburg, dann 1883 daselhst Direktor, f im Ruhestand 22. Dez. 1886. Wilhelm Biehl 1857—60 Philologie kam an das Staatsgymnasium in Salzburg, zuletzt Dir. a. St..-G. im IV. Wien.B., f 3.Nov. 1898 i. Graz. Karl Rieck 1856—71 Naturgeschichte kam ans Kommunal-Realgymn. zu Mariahilf in Wien, lebt seit 1893 im Ruhestand in Wien. Johann Majciger 1857-99 Philologie lebt seither ais Schulrat i. R. in Marburg. Matthias Reich 1853—60 Slowenisch, Geographie, Geschichte widmete sich der Seelsorge, f als Pfarrer von St. Barbara in der Kolos am 6. Juni 1886. Viktor Lipež 1858—60 Slowenisch, Geographie, Geschichte unbekannt. Franz Podrazek 1856- 59 Philologie f am 21. Okt. 1859 in Grafenberg. Anton Schnidaritsch 1859—65 Mathematik f am 10. Okt. 1865 in Marburg. Josef Šuman*) 1859-72 Slowen., Philologie kam ans k. k. akad. Gymn. in Wien, spater Direktor, dann L.-S.-I. in Laibach, lebt als Hofrat i. P. in Laibach. Otto Gehlen 1860—63 Philologie kam. ans k. k. St.-Gym. in Triest, war 1864—78 am Mariahilfer-Gymn. in Wien, nachher dort im Ruhestande lehend, f 11. Janner 1900 in Neapel. Philipp Klimscha 1860—63 Philologie kam ans St.-Gymn. in Salzburg, spater L.-S.-I. in Schlesien, starb als solcher 1891. Thomas Lempl 1861—63 Religion lebt als Spiritual des Jesuitenor-dens in Laibach. Josef Tschutschek*) 1861—63 Religion widmete sich der Seelsorge, f als Dechant v. Jaring 22. Juni 1886. Dr. Franz Messmer 1862-64 Geschichte, Geographie, Deutsch kam ans St.-Gymn. in Linz, f als Direktor d. Gymn. in Freistadt i. O.-Ò. am 30. Mai 1870. Blasius Slavinetz 1862—70 Religion wiederholt beurlaubt, f am 12. De-zember 1870 in Marburg. Die mit *) Bezeichneten waren Schiller der Anstalt. Name Schuljahre Venvendung W eiterer' Lebenslauf Johann Ritschl 1862—63 Philologie f als Professor des deutschen St,- Gymn.i. Kremsieram 8. Juni 1896. Hippolyt Tauschinski 1862—63 Deutsch, Geschichte, trat spater aus dem Lehrstande Geographie aus. Dr. Franz Žager*) 1863—86 Religion beurlaubt, 1887 pensioniert, starb am 23. Nov. 1891 in Marburg. Josef Schaller 1863—75 Geschichte, Geogra- kam an die St.-Ob.-Realschule in phie, Deutsch Innsbruck, 1892 pensioniert, starb am 10. Marž 1895 in Wilten. Dr. Leopold Konvalina 1863—68 Philologie kam ans k. k. akad. Gymn. in Wien, spater L.-S.-I. in Schlesien, nach-her Mitglied d. n.-òst. L.-S.-R., lebt im Ruhestande in Wien. Maxim. Pleterschnik 1863—64 Philologie, Slowen. kam ans St.-Gymn. in Cilli, spater ans I. St.-Gymn. in Laibach, seit 1900 i. R. als Regierungsrat dortselbst. Rudolf Reichel 1863-73 Geographie, Gesch., kam ans II. St.-Gymn. in Graz, f Deutsch als Direktor der I. St.Realsch. in Graz im Dezember 1894. Franz Zona 1863—64 Philologie f als Professor des k. k. akadem. Gymn. in Prag am 27. Sept. 1897. Franz Voregger 1864—73 Philologie, Deutsch kam ans St.-Gymn. a. d. Land- strafie in Wien, lebt dort seit 1891 im Ruhestand. Leopold Koprivšek*) 1865-71 1902—04 Philologie lebt als Professor i. R. in Marburg. Matthaus Vodušek 1865—69 Slowen., Philologie kam ans St.-Gymn. in Krainburg, spater ans I. St.-Gymn. i. Laibach. lebt seit 1900 im Ruhestand. Josef Fleck*) 1863—67 Religion Stadtpfarrer in Pettau, Jubel- priester etc. Dr. Johann Pajk*) 1867—72 Philologie spater Professor am k. k. Franz Josef-Gymn. in Wien (1887—99), f i. R. 7. Nov. 1899 zu Laibach. Lothar Wahrmuth 1869—70 Philologie kam ans St.-Gymn. in Gorz, trat spater aus dem Lehrstande aus. Johann Polanec 1869-72 Slowenisch kam ans St.-Gymn. i Rudolfswert, f dort am Ì0. November 1899. Dr. Josef Pajek*) 1869—93 Religion wurde Kanonikus u. Professor d. theolog. Diozesan-Lehranstalt in Marburg, f 25. Juli 1901. Alois SieC 1870—71 Philologie kam ans St.-Gymn. in Linz, jetzt am II. St.-Gymn. in Graz. Anton Šantel*) 1870—71 Mathematik, Physik zuletzt (1906/7) am St.-Gymn. in Gorz, lebt dort im Ruhestande. Martin Valenčak 1871—78 Slowenisch krankheitshalber in den Ruhestand getreten, f Dr. Andreas Wratschko 1871—73 Mathematik, Physik kam ans St.-Gymn. in Rriinn, zu- letzt St.-Gymn. in Krems, 1903 in den Ruhestand getreten, lebt in Ung.-Rrod. Dr. Franz Standfest 1871—73 Naturgeschichte kam ans I. St.-Gymn. in Graz, lebt dort im Ruhestande. Anton Tauss 1871—73 Philologie lebt als Privatlehrer in Wien. Josef Pravdič*) 1871—73 1878—83 Philologie seither am Gymn. in Sarajevo. Georg Margesin 1872—73 Philologie kam ans St.-Gymn. Znaim, lebte im Ruhestand bei Božen, f 3 2 Name Schuljahre 1 Venvendung Weiterer Lebenslauf Dr. Ad. Nitsche 1872—78 Pliilologie derzeit L.-S.-I. in Innsbruck. Anton Kasprett 1872—73 Slowen., Geograpliie, Geschichte derzeit am 1. St.-Gymn. in Graz. Heinrich R. v. Jettmar 1873—83 Mathematik. Physik seitheram.St.-Gymn.im Vili. Wiener Gemeindebczirk. Dr. Artur Steimventer 1873—75 Geograpliie, Gesch. Siehe oben! Dr. Jakob Purgay*) 1873—79 Pliilologie kam ans 1. St.-Gymn. in Graz, lebt dort im Ruhestande. Med. u. phil. Dr. Adolf Hromada 1873—75 Naiurgeschichte kam an die II. deutsche St.-Realsch. in Prag, dann ans St.-Gymn. mit deutscher Unterrichtssprache, Prag-Neustadt Graben, starb am 1. Juli 1905. Johann Moser 1873—76 Pliilologie t 3. Marž 1877 in Munderfingen, Oberosterreich. Franz Wiesthaler*) 1873—74 Pliilologie derzeit Direktor des II. St.-Gymn. in Laibach. Karl Zelger 1873—82 Pliilologie kam ans II. St.-Gymn. in Graz, lebt dort im Ruhestand. Johann Lipp 1873—74 1877—83 Pliilologie kam ans St.-Gymn. in Arnau, zu-letzt St.-Gymn. in Mies, lebt seit 1905 i. R. in Innsbruck. Johann Hagen 1874—75 Pliilologie trat aus dem Lehrstande aus. Franz Lang 1875-86 Geographie, Ge ch. kam ans II. St.-Gymn. Graz, spiiter Direktor des St.-Gymn. Leoben, nunmehr im Ruhestand. Franz Horàk 1875-1906 Geograpliie, Gesch. lebt jetzt im Ruhestand in Graz. Valentin Ambrusch 1875—83 Naturgeschiclite kam ans St.-Gymn. Gottschee, dann Rudolfswert, f dort am 26. April 1892. Raimund Nachtigall 1875-76 Pliilologie kam ans St.-Gymn. Rudolfswert, f dort am 9. Juli 1889. Alexander Straubinger 1876—77 1878—81 Pliilologie kam ans St.-Gymn. in Nikolsburg, zuletzt ans St.-Gymn. im VIII. Wiener Gemeindebezirk, starb 20. Juli 1904. Engelbert Neubauer 1878—91 Pliilologie seither am akad. Gymn. in Wien und Direktor d. Privat-Madchen-Gymn. in der Hegelgasse. Franz Orešec*) 1878—80 Pliilologie Lehrer d. Vorbereitungsklasse am St.-Gymn. Gòrz. Albert v. Eerger 1879—85 Pliilologie krankheitshalber pensioniert. Dr. Gustav Heigl 1879—91 Pliilologie kam ans St.-Gymn. Innsbruck, zuletzt Direktor d. St.-Gymn. Triest, lebt derzeit in Graz. Jakob Hirschler 1880—97 Mathematik, Physik seither an der St.-Realsch. im VI. Wiener Gemeindebezirk. Martin Bedjanič*) 1880—81 Pliilologie wurde Direktor des Gymnasiums in Sarajevo. Josef Mayr 1881—84 Deutsch seither am St.-Gymn. in Nikolsburg. Rudolf Gašper 1882—87 Pliilologie seither am II. St.-Gymn. in Graz. Julius Biberie 1883—85 Mathematik, Physik kam ans II. St.-Gymn. in Graz, wurde 1897 Direktor d. St.-Ii. in Leitmeritz, starb dort am 4. Milrz 1900. Josef Meisel 1883—95 Pliilologie seither am St.-Gymn. i. IX. Wiener Bezirk. Name Lorenz Krištof Dr. Job. Lechleitner Joliann GeCler Johann Košan Johann Schmierer Hugo Schwendenwein*) Hr. Leopold Pótsch Franz Jerovšek Schuljahre | Venvendung 1883—85 1883— 85 1884- 87 von1884an Weiterer Lebenslauf hatte an der Anstalt nie unter-lichtet, seither Direktor des stadi. Madchen-Lyzeums in Graz, derzeit an der k. k. Lehrerbildungs-Anstalt in Linz. derzeit am k. k. St.-Gymn. in Klagenfurt. an der Anstalt. Naturgeschichte Naturgeschichte Philologie Philologie 1885—92 1885— 88 1886— 87 von1886 an Naturgeschichte Mathematik, Physik Deutsch, Geographie Geschichte Pliilologie krankheitshalber pensioniert, starli am 18. Mai 1894. kam ans k.k. St- Gymn. in Teschen, derzeit Direktor der St.-Realsch. in Kligenfurt. derzeit an der St.-Real. in Linz und Leiter des dort. Madchen-Lyzeums. an der Anstalt. Ludwig Mayr 1887—91 Anton Lantschner 1887—97 Karl Kirclilechner 1887—99 Romuald Rinesch 1889—91 Dr. Johann Bezjak*) 1889—90 Dr. Johann Tertnik 1890—99 (1901) Dr. Caj. Lippitsch 1890—92 Jakob Kavčič*) von1890 an Georg Polzi 1891-1902 Ignaz Pokorn 1891-1904 von 1905 an Blasius Matek von 1891 an Dr. Josef Murr 1891—94 Dr. Anton Schwaighofer 1892-1901 Otto Toifel 1892-94 Dr. Anton Medved*) von 1893 an Alois Stockmair 1894—98 Dr. August Hofer 1894—96 Alfred Krob 1894—96 Franz Metzler 1896-1903 Josef Holzer 1895-1903 Hr. Alois Schmitzberger 1896—99 Philologie Philologie Deutsch, Geographie, Geschichte Mathematik, Phxsik Philologie Philologie Naturgeschichte Religion Philologie Philologie kam ans I. St.-Gymn. in Graz, lebt jetzt i. R. in Bozen. seither am I. St.-Gymn. in Graz. seither an der k. k. Lehrerinnen-bildungs-Anstalt in Innsbruck, kam ans St.-Gymn. Cilli, jetzt am II. deutsch. St.-Gymn. in Brunn. kam an die k. k. Lehrerbildungs-Anstalt in Marburg, derzeit am II. St-Gymn. in Laibach. den selbstandigen deutsch-slowen. Parallelklassen i. Cilli zugewiesen, derz. am li. St.-Gymn. in Laibach. derzeit am III. St.-Gymn. in Graz, an der Anstalt. lebt seither im Ruhestand in Marburg. f 20. Mai 1908. Mathematik, Physik Philologie Naturgeschichte Deutsch Religion Philologie Deutsch Philologie Deutsch Philologie Philologie an der Anstalt. kam ans St.-Gymn. Linz, jetzt am St.-Gymn. in Feldkirch. kam ans II. St.-Gymn. in Graz, jetzt Direktor der 11. St.-R. daselbst. kam an die St.-R. in Salzburg, jetzt am St.-Gymn. in Ried. an der Anstalt. seither am k. k. St.-Gymn. in Gorz kam ans St.-Gymn. in Ung.-Hra-disch, jetzt am St.-Gymn. im XXI. Wiener Gemeindebezirk. kam ans St.-Gymn. in Villach, starb dort am 7. Jiinner 1897. kam an die St.-Realsch. in Triest, lebt jetzt dort im Ruhestand. kam ans I. St.Gymn. in Graz, jetzt Direktor des St.-Gymn. in Pola. derzeit am k. k. Franz Josef-Gymn. in Wien. Name Schuljahre 1 Venvendung Weiterer Lebenslauf Rudolf Straubinger 1897-1902 Philologie seither am k. k. St.-Gymn. in Klagenfui t. Karl Zalilbruckner Richard Ritter von von1897 an Mathematik, Physik an der Anstalt. Schubert-Soldern 1898—99 Geographie, Gesch. seither am St.-Gymn. in Gorz. Dr. Karl Verstovšek von 1898 an Pliilologie an der Anstalt. Johann Zmolnig 1898-1901 Philologie zuletzt (1906/7) am li. St.-Gvmn. in Graz. Dr. Friedrich Vogl 1899-1903 Pliilologie trat aus dem Lehrstande aus. Leopold Pettauer 1899-1900 Geographie, Gesch. kam an die k. k. Lehrerbildungs- Anstalt in Graz, jetzt am St.-G. in Rudolfswert. Julius Miklau 1900-05 Geographie, Gesch. seither am II. St.-Gymn. in Graz. Dr. Leopold Poljanec*) von 1901 an Naturgescliichte an der Anstalt. Dr. Anton Dolar 1901—02 Philologie seither den k. k. selbst. Gymn.-Kl. in Cilli zur Dienstleistung zu-gewiesen. Viktor Lówenthal 1901-02 Philologie derzeit am St.-G. in Czernowitz, Dr. Edmund Wiessner 1902-05 Deutsch seither am k. k. Sophien-St.-Gymn. in \Vien. Lukas Brolich 1902—03 Geographie, Gesch. seither am St.-G. in Mitterburg. Franz Weisl 1902—03 Deutsch derzeit an der 11. St.-Realsch. im 111. Wiener Rezirk. Max Halfter von 1902 an Turnen an der Anstalt. Alfred Fink von 1903 an Philologie an der Anstalt. Georg Mair von1903an Philologie an der Anstalt. Dr. Ernst Baum 1903-04 Deutsch derzeit am St.-Gymn. in Friedeck. Michael Petschar 1903-05 Philologie lebt als Professor i. R. in Graz. 190G Johann Sepperer 1903—04 Geographie, Gesch. derzeit an der Landes-Lehrerinnen- bildungs-Anstalt in Marburg. Dr. Max Haid von 1904 a n Philologie an der Anstalt. Nikolaus Žagar von1904an Philologie an der Anstalt. Dr. Ludwig Kohn 1904—05 Deutsch derzeit am Miidchen-Lyzeum in Milhr.-Ostrau. Dr. Johann Lokar 1904—05 Philologie derzeit am 11. St.-G. in Laibach. Dr. Viktor Tiller*) 1904—0G Geographie, Gesch. derzeit am II. St.-G. in Laibach. Dr. Max Hoffer von1905 an Geographie, Gesch. an der Anstalt. Dr. Hans Mòrti von 1905 an Deutsch an der Anstalt. Friedrich Knapp Johann Masten*) von 1905 an Deutsch an der Anstalt. 1905—06 Philologie seither am St.-G. in Krainburg. Dr. Vinzenz Šarabon 1906—07 Philologie derzeit an der St.-R. in Laibach. Dr. Ludwig Pivko*) von 190G an Deutsch, Slowenisch an der Anstalt. Dr. Josef Rožmann*) Karl Fichter von 1906 an Mathematik, Physik an der Anstalt. 1906—07 Geographie, Gesch. derzeit an der St.-R. in Klagenfurt. Franz Otto von1907 an Geographie, Gesch. an der Anstalt. Zu diesem Verzeichnis sei folgendes bemerkt: Es wurden nur jene Lehrpersonen aufgenommen, die mindestens ein Jalir lang an der Anstalt dienten ; Supplenten, die niclit einmal ein ganzes Schul-jahr dem Lehrkòrper angehórten, \vie es hie und da vorkam, sind nicht ver-zeiclinet. Die Jahreszalden sind im allgemeinen so aufzufassen, daG die erste den Herbst, die zweite das Sommerende eines Schuljahres bedeutet, also z. B. 1863—73 heiGt vom Anfang des Schuljahres 18G3/4 bis Ende des Schuljahres 1872/73; bei einigen bedeutet die zweite Zahl nicht das Schuljahrsende, sondern einen fruheren Termin, ohne dal.i der Verfassei’ es fur notwendig hielt, dies eigens anzumerken. Ebensowenig wurdc, wie es in manchen ahnlichen Arbeiten geschehen ist, ein Unterschied gemacht zwischen Professoren, wirk-lichen Lehrern und supplierenden Lehrkràften. Fùr den Freund oder ehe-maligen Schiller der Anstalt — und fur solche ist diese Zusammenstellung ja in erster Linie gemacht — ist es gleichgiltig, in welcher Eigenschaft dieser oder jener seiner Lehrer an der Anstalt tàtig war. Mehr durfte es ihn inter-essieren und seine Erinnerung auffrischen, zu horen, was er lehrte ; daher die Rubrik: Verwendung. Bei der Ausfullung derselben wurde mehr auf die tat-sachliche Beschaftigung des betreffenden Lehrers ais auf seine Approbation gesehen. Es kam besonders bei Supplenten sehr hauflg vor, daG sie in den verschiedensten Gegenstanden unterrichteten, da wurden dann die wichtigsten genannt. Auffallend durfte es erscheinen, daC in den alteren Jahrgangen we-nige speziell fur Deutsch genannt werden. Das rulirt daher, daG fruher die deutsche Sprache in den unteren Klassen, wie auchjetzt, meist von Philologen, in den oberen von den Historikern unterrichtet wurde. Erst spàt erscheinen die fur Deutsch hauptsachlich beschaftigten Lehrer. DaG unter Philologie immer klassische Philologie gemeint ist und dieses Fach weitaus am starksten ver-treten ist, ist ja selbstverstandlich, doch ist zu bedenken, daG diese Lehrer meist auch in den beiden Landessprachen unterrichteten. Die Dienstzeit der Mit-glieder des Lehrkorpers am Ort ist ungleichmàGig. Zu Anfang und am Ende der letzten 50 Jahre haben wir eine Reihe von Lehrern, die Jahrzehnte der Anstalt an-gehóren, dazwischen Zeiten starken Wechsels. Abgesehen von den Supplenten, die anderweitig definitive Stellen erhalten, findet ein Abgang der Lehrer meist nach Graz statt, wo noch jetzt viele wirken, dann nach Wien, Tiroler strebten nach Innsbruck, einige zogen Linz, Salzburg und ahnliche Orte der freund-lichen Draustadt vor. Besonders erwahnt zu werden verdienen wegen ihrer langen Tàtigkeit an der Anstalt: Johann Majciger, volle 42 Jahre wirkend, so ein Bindcglied zwischen der alten und neuen Generation, Dr. Puff, ais Vertreter der ersteren 31 Jahre tàtig, Essi, Mathiaschitsch, Gutscher, Žager, Dr. Pajek, Horàk, an Dienstzeit Puff gleichzusetzen, wahrend von den noch jetzt an der Anstalt tàtigen Košan und Jerovšek schon mehr als 20 Jahre liier unter-richten. Probekandidaten waren hin und wieder der Anstalt zugewiesen, wurden aber nur dann erwàhnt, wenn sie mindestens 1 Jahr lang selbstàndig lehrten. Der Unterricht in den Freigegenstànden wurde teilweise von Lehrern der Obligatfacher erteilt. u. zw. steiermàrkische Geschichte und slowenische Sprache fùr Deutsche immer, italienische Sprache, bohmische Sprache — beide 3* einst Freigegenstànde, — sowie franzčsische Sprache, Stenographie und Kalli-graphie oft von solchen. Fùr Zeichnen und Gesang wurden meist Lehrer anderer Anstalten herangezogen, von denen einige erwàhnt werden mógen. Als im Schuljahre 1851/2 der Zeichenunterricht am Staatsgymnasium in Marburg eingefùhrt wurde. ubernahm denselben der akademische Maler Josef Reitter und erteilte ihn bis ins zweite Semester des Schuljahres 1874/5, bis er durch Krankheit genotigt war, ihn aufzugeben. Er starb am 5. Aprii 1875. Spàter unterrichteten diesen Gegenstand die Zeichenprofessoren der k. k. Staatsrealscliule, zunàchst Schnabl, dann Jonasch, Knobloch, spater Direktor der obgenannten Anstalt, jetzt im Ruhestande in Graz lebend, endlich seit 1891 cfer nodi jetzt an der Anstalt tatige Artur Hesse, neben ihm der Burger-sdiullehrer Friedrich Schuster von 1883 bis 10. Mai 1900 (f 11. Juli 1900). Audi der Unterriclit in der franzósischen Sprache wurde meist von Lehrern der Realscliule erteilt, u. zw. begegnen uns da Mayer, Bittner, der jetzige Direktor dieser Anstalt, Wehner, Krassnig, Dr. Dutz. Dal3 den jungst eingefiihrten Unterriclit in der darstellenden Geometrie ein Lehrer der Realschule ubernahm, sei nur nodi der Vollstàndigkeit halber erwàhnt. Als Lehrer des Gesanges treffen wir den Domchoralisten Johann Joha vom Schuljahre 1860/1 bis gegen Ende des Schuljahres 1872/3 (f 11. Juli 1873), dann den Cbungsscliullehrer Johann Miklosich von 1873—1880, Oberlehrer i. P. Josef Schmidinger, Dom-choralisten August Satter (f 25. September 1894), endlich seit 1897 Doni- und Stadtpfarrorganisten Rudolf Wagner, neben ihm in den letzten Jahren der Musik-lebrer an der Lehrerbilduiigsanstalt Heinrich Druzovič. Der Turnunterricht wurde von 1861 — 1902 vom ,Turnlehrer Rudolf Marki erteilt, der seither im Ruhestande in Marburg lebte. Er starb am 15. Februar 1908. Vom Schuljahre 1902/3 an ist dieser Gegenstand obligat. Als treue Diener der Anstalt durfen aucli die Schuldiener nicht un-genannt bleiben. Da liaben wir zuerst den „Patental-Invaliden-Feldwebel“ Franz Drexler, von 1856—1880, ausgezeiclmet durch das silberne Verdienst-kreuz, f 24. Juli 1880. Ihm folgte der Feldwebel und ProfoB beim k. k. Re-servekommando Nr. 49 Ferdinand Staudinger von Neujahr 1881 —1889, endlich seit Beginn des Schuljahres 1889/90 der fnihere Gendarmerie-Postenfflhrer in Bystra (Galizien), Johann Laupal. SchluBwort. „Der nimmer ruhende Geist des Fortschrittes, dem in keiner Zeit das Erreichte geniigen wird, der oftmals freilich nur von Tauschung befangen, in der Umgestaltung des Alten, Neues und Besseres schafifen will, er wird, wenn Marburgs Schule noch einmal hundert Jahre ihres Bestehens zàhlen wird, unser Wissen, unser Kònnen vielleicht in jetzt noch ungeahntem Malie iiberflugelt liaben.“ Diese vor 50 Jahren von Direktor Adolf Lang niedergeschriebenen Worte liaben schon beute, nacb Vollendung der ersten Hàlfte des Jahrhunderts teilweise ihre Erfullung gefunden. War auch durch den fast 50 Jahre alten Organisationsentwurf die feste Grundlage der Entwicklung des Gymnasiums ge-geben, so almte man damals dodi keineswegs die groBartigen Veranderungen auf alien Gebieten des menschlichen Lebens, wie sie die „moderne Zeit“ von 1848 an kennzeichnen, in Ósterreich vor allem machtig gefòrdert durch die Staatsgrundgesetze der GOer Jahre, die Freiheit der Forschung und Wissenschaft sicherten. Gerade jetzt ist die Versuchung, auf das Vergangene zuruckzublicken, miichtiger als je, da immer beftiger das Geschrei des Tages wider das im Organisationsentwurf wurzelnde Gymnasium erschallt. Das Jubilàumsjahr un-serer Anstalt falli auch zusammen mit dem 60jahrigen Regierungsjubilaum Sr. Majestat des Kaisers Franz Josef I., und im nàchsten Jahre kònnte die erste grolle Umgestaltungsàra unserer Mittelschulen GOjàhrigen Bestand feiern. Welche Veranderungen mulite der greise Monarch, der als Jùngling das fùr Europa unerwartete kraftvolle Wiedererstehen des Donaustaates erlebte, im Laufe dieser GO Jahre mitmachen ! Wieviel des heutigen Zustandes erinnert noch an die Jesuitenschule der Zeit Maria Theresias! Wie viel wird in 50 weiteren Jahren von dem Gymnasium des franziszeischen Zeitalters ubrig ge-blieben sein? In den verflossenen 50 Jahren haben 5 Direktoren die Anstalt geleitet, bei 150 Professoren und Lehrer — die der Freigegenstande mit ein-gerechnet, — waren redlich bestrebt, der ihr anvertrauten Jugend der Stadt und des Landes Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, ùber 1000 junge Leute erreichten das hòchste Ziel, die Reifeprufung, und konnten von hier ans den Weg zu den Quellen echter Wissenschaft, die an den Universitàten Ósterreichs geboten wird, fmden, einige hundert mògen es gewesen sein, die auf Grund der im Untergymnasium erworbenen Kenntnisse Fachschulen aufsuchten oder sich einem Berufe zuwendeten, gar manche endlich muliten vorzeitig das Studium aufgeben oder gar ihr junges Leben lassen. Umen alien, Lehrern und Sclmlern, bewahrt die Anstalt treue Erinnerung in der Uberzeugung, daB die einen spàter im Leben erst recht erkannt haben, was ihnen einst geboten wurde, daB die andern ihr Bestes dahingaben, ihren hohen Beruf zu erfiillen. Mag sein, daB gar bald weitgehende Reformen im Lehrplan und der Or-ganisation eintreten, die Anfange sind ja bereits zur Zeit der Abfassung dieser Zeilen gemacht, — Reformen, neben denen die frùher angefùhrten der letzten 50 Jahre bescheiden erscheinen dùrften, — cine vollstandige Abwendung von dem bisher als Grundlage der humanistischen Bildung geltenden Studium der Klassiker ware tief bedauerlich und nicht mit Unrecht verlangt der Stiller des Schillerpreises, dall die antiken und deutschen Klassiker, „teils der Urquell allei- wahren hòheren Bildung, teils Veredler des Geistes und Herzens, an der Anstalt gelesen und gelehrt werden, mindestens in gelungenen Ubersetzungen.“ Nekoliko potopisnih spominov iz Plejstovske soteske. Napisal profes. Fr. Jerovšek. Z jedno podobo : Pogled na Nastri in okolico, kakor se vidita z vrha Kirfiške gore. XaXertòv oOxw uorijaai, fieres |XT]Sèv dpapxelv, /alznl't 5s xai avajiapr/jXwv xi TxoiVjaavxa pr) dcyvwpovi xptxr, xu/sìv. Ko seni počival pred nekimi leti o poludnevni vročini nenavadno gorkega malosrpanskega dne (52° C) po napornem pregledavanju ostankov slaro-slavnih Delt v senci veličastne platane, ki rase ob cesti pod Hiampejo ne daleč od sloveče Kastalije, in poslušajoč zvonko kakor bron doneče brenčanje južnih čvrčkov nad seboj in okoli sebe gledal sanjavo za Kastaljinimi valčki, ki žubore po divje razriti strugi ter skakljaje kakor razposajena deca drvijo čez mogočne skalnate pragove, dokler ne prispejo v naročje svojemu krepke-jemu bratu Plejstu, ki teče v globoki strugi pod njimi: mi vzbudi čarobna lepota te divne okolice spomine na ove predzgodovinske čase, ko je todi gospodaril ljut zmaj, potomec razžaljene Fiere, in davil drobnico in prebivalstvo, dokler ni prišel v Delfe Apolon, ustrelil pošasti, si pozidal svetišča, pripeljal z morja preplašenih Krečanov, da bi mu služili in ga čestili po svoji domači šegi, ustanovil proročišča, kjer bi razodeval svojim vernikom Zenovo voljo in osrečeval vse človeštvo. Apolonu pa je poklonila kakor godovnico svestišče delfsko Fojba, ki ga je dobila od Temide, koji je prepustila preročišče mati Gaja, prva prerokovalka v Delfih. Po drugih bajeslovnih sporočilih pa je bil prvi lastnik delfskega proročišča zemljetresec Posejdon, ki je za-menil pozneje to svojo last za svetišči ob morju v Kalavriji in Taj nani. V ovi starodavni dobi pa je užival v Delfih posebno čast tudi Dionisij, povzročitelj in zaščitnik bujnega življenja v prirodi, kojega svečenice Tijade ga niso česiile samo v Delfih, temveč o določenih časih tudi vrh Parnasa. K tem slavljeni so zahajale ženske tudi v zgodovinski dobi iz sosednih krajin, celo iz Atike. Atena Pronaja je imela častno mesto med božanstvi, ki so se čestila v Delfih, Ninfe so im. le pod Apolonovim svetiščem svoje posebno svetišče. V grški junaški dobi so v te kraje prišli tudi razni junaki. Homer nam poroča, da je na lovu po parnaškem gorovju Odiseja ranil divji merjasce, Delfljani pa so pozneje celo vedeli, da seje to zgodilo na parnaškem pobočju med Plejstoin in Kastalijo, torej na strmini, nad kateioj sedečemu so mi rojili po glavi ti spomini. Tudi Agamemnon je baje prišel v Delfe, ko se je odpravljal na trojansko vojsko, ter posadil ob Kastaliji platano, ki so jo občudovali Grki še v zgodovinski dobi mnogo stoletij. Plutarh, ki je živel v prvem in drugem stoletju po Kr. r., pišoč o slavi delfskega Apolona trdi, da se je začela pred tritisočletjern, bi torej segala v predmikensko dobo ali vsaj v njen začetek. Plutarhovim besedam daje poseben pomen dejstvo, da so mu bile razmere in nazori Deltljanov dobro znani, ker je bil sam svečenik delfskega Apolona in ga poznamo kot vestnega slovstvenika. Kdor pa bi vendar slutil, da govori Apolonov svečenik tako svojemu bogu v prilog, ne iz prepričanja, la se naj spomni, da so izkopali francozki učenjaki med ostanki iz raznih dob tudi kamenito orodje v obilem številu. Iz tega dejstva se sme in mora sklepati, da so živeli po delfskem pobočju, izlasti tam, kjer je pozneje bil Apolonu posvečen ograd, ljudje že v kameninski dobi, ali vsaj neposredno po njej, ko se je smelo rabiti pri svetih obredih le staro kamenito orodje. Ali pa je imel Apolon že tedaj svetišče v Delfih, ko je bilo v navadi samo kamenito orodje, se ne da trditi in je seveda neverjetno. Pavsanija nam res pripoveda o različnih svetiščih, ki jih je imel Apolon v Delfih; ali med temi so taka, da se ne more o njih govoriti resno, ker so očitni plodovi bujne domišljavosti. Ko premišljam o zgodovinski dobi, o amfiktionski zavezi, o ulogi, ki jo je igral Apolon po Grškem in čez grško ozemlje, kako različen je bil Apolonov vpliv do peloponeške vojske in po njej, dokler ni omagal popolnoma, mi vzplava oko brez posebnega namena čez globoko preseko, po kateri se vije Plejstova struga, na pobočje tik za strugo strmo pod nebo kipeče zeleno porasle Kirfiške gore in doteknivši se temnomodrega neba krene proti jugozahodu, odkoder se obrne sledeč Plejstovf globelji in Kirfiškemu pobočju, po kojcm vede navkreber strma kamenita steza, pot v Desiino na Kirfiško visoko planoto, proti vzhodu. Pogled ne sega daleč, kajti že malo korakov niže zapira razgled stena. Okoli te se vije cesta, ki je bila Grkom severnih in vzhodnih krajin, ki so hodili v Delfe po Apolonov svet, že v starodavnih časih jedino prometno sredstvo. Pod cesto nad Plejstovo strugo, kjer so stala svoje dni svetišča in pa vežbališče s kopeliščem delfske mladeži, rasejo sedaj bledozelene oljikc; nad cesto pa se dviga skoro navpik nedogledna Hiampejina stena pod temnomodro nebo in zapira razgled proti severu. Vso pokrajino pa krije nekaj nepopisno veličastnega: bliščeča solnčna svetloba daje zraku, pečevju, drevju, vsemu, česar se dotekne pogled, nekaj divnega, da človeku ne pride na misel, kako borna je ta lepa pokrajina. Vkljub silni vročini ne čutiš po severnih krajih o gorkih dneh tako znane pobitosti, ampak zrak je, dasi gorek, čvrst, prepojen blagovonjav, duh je čil, srce srečno, da si kar nič ne želiš zapustiti te gorske puščave. Kakor divna in veličastna pa je ta pokrajina o vedrem poletnem vremenu, lako divja in silovita je za zimskih burij, jesenskih in pomladanslih nalivov. Domačin mi je pravil, da narase o takih prilikah Plejst, ki o poletni suši niti vode ne bi imel v strugi (domačini mu pravijo z ozirom na to dejstvo SepoTOvaju, po naše Suhi potok), da ne izliva v njo svoje vode nekoliko krepkih vrelcev, v deroč hudournik, ki vali svoje kalne valove mogočno bobneč po svoji ne ravno tesni strugi, kakor da bi hotel izpodkopati temelj Kirfi in Parnasu. Divje burje metejo sneg in pišejo z orjaško silo iz vseh globelij in presek. Te burje pa niso le zimski pojavi Plejstovske soteske, celo o poletnih večerih se spuščajo ledenomrzle sape z gorovja kakor pojavi tajnih bitij. Ali se je torej čuditi, da ti nenavadni naravni pojavi že v starodavnih časih niso izostali brez primernih učinkov na preprosto neuko gorjansko ljudstvo! Saj se še omikanec denešnje dobe ne more popolnoma izviti takemu učinkovanju! 4-0 Zato se razume, da je zaslovel ta kraj že v starodavnih časih ined grškimi plemeni, češ da so si ga izbrali sami bogovi v svoje posebno priljubljeno bivališče. Svet je bil torej ta kraj po ljudskem prepričanju že ne-kedaj in nekaj te svetosti veje na tem kraju tudi okoli tebe, če se mu približaš z vernim srcem, dovzetnim duhom pustivši doma vsakdanje predsodke. Takemu čustvovanju se tudi jaz nisem mogel ubraniti popolnoma, ko sem ogledaval s telesnimi očmi kraje, odkoder so toliko časa dobivale grške in celo tuje države vodilna načela v sreči in nesreči, kjer je posameznikom bilo mogoče najti duševno tolažbo in pomiriti razdraženo vest. Toda prej ko govorim o teh stvareh, se mi zdi stvari primerno, da seznanim naklonjenega čitatelja s toriščem teh dogodkov. Plejstova preseka ali soteska. Kdor si ogledava potujoč ob Plejstu Kirflno severno in Parnasovo južno pobočje in pri tem obrača svojo pozornost izlasti na obliko in kamenine, ki sestavljajo pobočji, bo zasledil presenetljivo skladnost med njima v obojem oziru. Ta skladnost je tolika, da se ne bo kazalo upirati trditvi učenjakov strokovnjakov, ki menijo, da je razklal v davni preteklosti silovit potres skupno gorovje Parnaškokirfiško na sedaj znani Parnas in pa Kirfiško goro, med ko-jima teče Plejst. Temu naziranju je ugodno poleg strokovnjaških razlogov tudi dejstvo, da veljajo Delfi do denešnjega dne za jedno izmed glavnih potresnih središč. Potresi so po vsem Grškem zelo znana prikazen, verjetno je, da so bili v starih časih še bolj razširjeni in še huji ko so v naši dobi. Starim Grkom pa je povzročitelj potresov, kakor čitamo v Homerjevih pesnitvah, Posejdon. To božanstvo pa so seveda častili po znanem načelu izlasti tam, kjer se jim ga je bilo treba najbolj bati, da si pridobijo njegovo milost. Ker pa je užival Posejdon v Delfih toliko čast, da je Pitija, kolikor-krat se je podala v svetišče, molila tudi k njemu, dasi je od Delt' do morja skoro tri ure hoda, moramo ali vsaj smemo sklepati, da so morali imeti delfski prebivalci iz tiste dobe, ko so si izbirali med božanstvi pokrovitelje, posebno tehtne razloge, da so si izbrali tudi Posejdona. Delfljani Posejdona pač niso častili kakor pomorsko božanstvo, nego kakor povzročitelja strašnih potresov, kojih velikanske učinke so imeli pred očmi vsak dan. To dejstvo torej nekako potrjuje, da je res izredno silen potres razklal veliko fokiško gorovje na Parnaško in Kirfiško goro. Deževnica in snežnica zlezeta v zemljo in prihajata nižje izpod nje kakor vrelci na dan. Jesenski in pomladanski nalivi pa so po južnih krajih tako silni, da more odtekati na opisani način le malo padavin. Večji del vlage pa mora odtekati po strmem pobočju, koje razdere in obrusi, da izgubi in iz-premeni svojo prvotno obliko. Prst pa, ki jo jemlje voda na pobočju, se zbira na dnu velikanske preseke, ki tako dobi obliko rodovitne gorske dolinice. Takov utegne biti 'začetek Plejstovske doline, ki je tako tesna, da jo primerno imenujemo sotesko. Oglejmo si jo nekoliko točneje! Njena glavna voda je Plejst (IIXeurcóg), ki izvira za vesjo Anihovo izpod Parnasovega vrha Ljàkura (svoje dni Auxwpeia), ki je visok 2450 m, in pa izpod Suhe gore (Zepò Bouvč 1563 m), 4L ki spenja Kirfiško goro s Parnasom na vzhodu. Glavna mer njegovemu toku je do vesi Hrisó, ki stoji ne daleč od selišča starega mesta Krise (Kpiaaa), od vzhoda protu zahodu. Teče najprej po tesni dolinici med Kirfo ,koje boki se dvigajo kakor orjaške stene pod nebo, in pa parnaškimi brdi na severni strani. Pod vesjo Hrisó krene proti jugu, teče kakor miren potočič skozi prijazno dolinico, zasajeno z vinsko trto in oljiko, ki uspeva tukaj lepše ko kje drugod, in se izliva blizu salonskega pristana v krisajski zaliv, ki je del korintskega. Ta dolinica, ki je bila večkrat povod krvavih bojev, je dolga kakih 13 km, leži med visokim gorovjem, kojega vrhi so deloma golo skalovje. Pogled na to okolico je zelo slikovit. Povrnimo se od tukaj ob Plejstu nazaj pod Parnas! Na najvišjem brdu Plejstovsko soteske je pozidana ves Aràhova (’ApaxwjBa 924 m) ; že iz daljave ugledaš zvonik njene cerkve, ki je posvečena sv. Jurju. Njena lega nam priča še očitneje ko izkopanine, da je stala na tem mestu v starogrški dobi ’Avspwpeia. Do todi je segala vzhodnja meja delfskega ozemlja, ko so 1. 448 pred Kr. r. Lakedajmonci iztrgali sveto mesto Apolonovo fočanski zavezi in mu prisodili lastno ozemlje. Lega našedobne vesi tudi ustreza sholiastovim besedam, ki pojasnujoč Hom. JI. II. 521 pravi o Anemoreji, da je stala sep’ ótjujXoO xÓTiou. Stoji pa na hrbtu, kjer se stikate dve pobočji, in veter tam navadno silno piše. Ti okolnosti ste morda tudi vplivali, da je kraj dobil ime 'Avs|i.c!)peca, kar utegne pomeniti „vetrovna straža". Imenovala pa se je tudi 'AvsjjuW.aa morebiti po rastlini àvsjuo/ia vetrnica, ali parrò//; «vquri/ia vetrovno mesto. Delfski romarji so imeli dolžnost, v tem mestu darovati triletno prasico. Kaj posebnega v Arahovi ni, kakor najbrž tudi v stari Anemoreji ni bilo, če smemo sklepati iz dejstva, da Pavsanija, ki je na svojem potovanju iz Boiotije v Delfe po sveti cesti moral priti skozi to mesto, ne omenja niti imena ne. Zapustivši Arahovo potuješ precej visoko nad Plejstovo strugo ob robu južnega Parnasovega pobočja pod strmimi stenami, ki so se zvale v stari dobi KaTOTtmixf/ptoc; ali bolje KaxoTmjptog, danes pa se zovejo llsxpixrjg. Ves ta del pokrivajo vinogradi ; zemlja in lega ste vinski trti tukaj tako ugodni, da so bili todi vinogradi že tudi v starih časih. Morebiti se je ustanovilo v Delfih češčenje Dionisija ravna zaradi tega dejstva, kakor morebiti tudi mnogoštevilni oljikini gozdi te dolinice niso bili brez pomena, da se je pridružilo Apolonovemu in Dionisijeveinu češčenju tudi Atenino. Ko si prehodil blizu pol pota, ki je od Arahove do Delf, ugledaš na levi strani ceste sredi vinogradov starodaven zid, TOXaaytxòv xef/og, o kojem sluti M. P. Foucart, da je morda ostanek prastarega mesta, koje imenuje Homer KuTiapicjaog. Četrt ure hoda pred Delfi je ob levi strani ceste ostanek stare zgradbe s kvadratnim tlorisom, ki jo domačini zovejo rajpyog, po naše stolp. Zidovje je še tri metre visoko in debelo 75 cm. Vse posebnosti pričajo, da imamo pred seboj ostanek neke stavbe iz helenske dobe. Kakov pa je bil njen namen, se ne da določiti. Da pa ni imela namena, služiti obrambi, kakor se je že slutilo, je očitno. Morebiti stojimo pred ostankom nagrobnega spomenika kakega imenitnega Delfljana. Na nasprotni strani ceste stoji kapelica, posvečena sv. Atanasiju. Domačini trdijo, daje služil kakor oltar star Dionisov žrtvenik. Kamen je res iz helenske dobe, je li pa dotična vest resnična, ali zmota, se ne da niti dokazati, niti ovreči. Krenimo pravokotno na cesto v stran proti Plejstovi strugi! V nekih minotah dospemo do kapelice sv. Basilija Ivana. Stoji na sredi ploščddi, ki jo obdaja in zakriva strmo pečevje. Že ta lega priča, da je ta kapelica namestnica starega poganskega svetišča. Fouca t je videl vzidano v steno voluto ionskega stebra in sklepa iz tega dejstva, da je bilo staro svetišče pozidano v ionskem slogu, ki je bil posebno prikladen za manjše zgradbe. Isti učenjak misli, da je bilo posvečeno to svetišče sosednemu vrelcu, ki tudi o vročem poletji} ne preneha obilo teči! Pod vplivom krščanske vere pa se je izpremenila blagodejna nimfa tega vrelca v zlo bitje, ki je ljudem nevarno; zato so postavili tjekaj kapelico in jo posvetili sv. Ivanu, da varuje svoje vernike zle čarovnice. Ta vrelec imenujejo domačini xscpaXojlpuai, kakor imenujejo sedanji Grk: vsak naravni vrelec. Njegova voda je tako obila, da žene več mlinov, ki so se postavili ob njegovi strugi. Ti mlini leže ne daleč od ceste, ki posreduje promet med Arahovo in Salono čez Kastrl-Delfe. Ne daleč od tega sela je še več takih kapelic ali cerkvic, da pride na selo, ki šteje sedem hiš, sedem kapelic. V njih se čestijo Ilavayc'a, "Ay:o<; TcoavvTjs Kuv7}yó$, Ayta Ilapaaxeu^, "Ayio? Tewpyto;, "Ayoo? Sw7ir;p in "Ayio? ’Avapyopo;. Ni misliti, da so se postavile te cerkvice iz duševne potrebe okoličanov, ki jih ni dosti nad trideset duš; zato je prav verjetno, da so namestnice helenskih poganskih svetišč. Že Panagijina kapelica, ki ima v steno vzidano ploščo z vsekanim napisom Ueiaiazpoczoc, BoóXtovog ’AcppoSrca, na videz priča, da stoji na mestu Afroditinega svetišča. Rekli smo „na videz1*, ker je mogoče, da so pripeljali ovi kamen z napisom od drugod. Kdor pa pomisli, da je kamen zelo težek, da za vožjo ni cest pa tudi ne vozov, ker Grki še den-denešnji blago le prenašajo, bo raje verjel, da je bil kamen na mestu že izza helenskih časov. Bidoni so živeli v Delfdi v drugem stoletju pred Kr. r. Ni si lahko izmisliti, kaj bi bilo koga pripravilo, da bi bil pozidal v samoti svetišča, da niso stala paganska že tam. Češčenje Afrodite se je bilo lahko udomačilo v Delfdi že v stari dobi. Katero pogansko božanstvo se je čestilo združeno z Afrodito, ne vemo; ali ker je pridružen sedaj Panagiji Ivan, se mora sklepati, da staro svetišče ni bilo pesvečeno Afroditi sami. Ivan ima priimek Kovrjyós(lovec), temu bi po svojem bistvu ustrezal med poganskimi božanstvi ’'A8oms, ki je tudi bil sloveč lovec in ki je celo poginil pod čekani divjega merjasca, povrh pa pojo grški pesniki, da je bil Afroditin ljubljenec; tudi "Apr)? seje smel ponašati z Afroditino naklonjenostjo. Katera božanstva pa so se v helenski dobi čestila v svetiščih, ki jih nadomeščajo ostale kapelice, se ne da dognati; le glede na kapelico, posvečeno sv. Anargiru, se sme izreči slutnja, da se je čestil na overn mestu v poganski dobi Asklepij. ’Avapyupoc; pomeni Brezdenarnik; znano pa je, da sta krščanska zdravnika sv. Kosma in sv. Damjan zdravila brez plače. To ime in navedeno dejstvo ter bližnji studenec upravičujejo slutnjo, da je stalo v helenski dobi na mestu kapelice sv. Anagira svetišče poganskega boga zdravnika Asklepija. Nedaleč od te kapelice je star vodnjak, ki je sicer dendenešnji brez vode, ki pa je utegnil imeti v paganski dobi kako nam zdaj neznano čudotvorno zdravilno moč, kakršna se je pripisovalo marsikateremu drugemu vrelcu po stari Grški. Med mastikovim grmovjem (Pistacia lentiscus raaxaxiov ali cptorbu, drevesce pa tpiamia), ki rase okoli, leži še mnogo ostankov stare zgradbe, iz kojih se da sklepati, da je bila stavba zgrajena ali v ionskem, ali pa v korintskem slogu. Ostale kapelice imajo vzidanih dovolj starih plošč, v koje so morebiti vsekani napisi, ki bi nam utegnili kaj razodeti o prejšnjih stavbah; ali razdirati kristjanske stavbe, če so tudi v razvalinah, je na Grškem nemogoče početje. Imena svetnikov sama pa ne pripuščajo določbe, kaka božanstva so se Ceftila ondi v poganski dobi. Da pa so tam stala poslopja, kjer stoje sedaj ove kapelice, priznavajo najstarejši prebivalci, ki se še spominjajo grajenja, ali pa so slišali govoriti o njih svoje prednike. Krščanstvo je nastopalo uspešno proti veri v stare poganske bogove in si pridobilo pristašev ; ali strahu zatreti novim vernikom pred tistimi bitji, ki so pripomogla njihovim prednikom do tolike slave, do tolikega sijaja, tega pa niso mogli ob jednem. Stari spomini, stare čestitljive šege se ne odpravljajo tako lahko kakor vera. Stari bogovi tudi niso izginili, ampak izprcmenili so se v zle duhove, Salpove?, in njihove jeze se je bilo še bati, dasi kake pomoči niso pričakovali več od njih. Ker pa krščansko duhovništvo ni moglo preprečiti, da ne’ bi hodili novi kristjani več v svetišča poganskih bogov, je očistilo in posvetilo svetišča starih poganskih bogov službi krščanskega Boga in njih postavilo pod varstvo Device Marije in svetnikov božjih. Ti bi naj varovali nove vernike proti maščevanju božanstev, ki so se jim izneverili. Tako je stopila Devica Marija na mesto Afrodite; boginji posvetnega veselja in spolne ljubezni so postavili nasproti čisto mater Vzveličarjevo. Geščenje takega božanstva se je moralo zatreti brez ovinkov. Vselej in povsocli pa se ni dalo nastopati naravnost, dostikrat je bilo treta prizanašati navadam prejšnjega bogočastja. Kapelice ali rekše poganska svetišča so se posvetila svetnikom, kojih ime ali značaj seje posebno strinjal z božanstvom, kojega svetišče je bilo izpremeniti v krščansko cerkev. Tako je dobil prorok Elija (’HXt'a? izgovori Ilias) mesto Helijevo (TDao? izgovori Ilios) po gorskih vrhih in morskih obalih, sv. Anargir je prevzel mesto Asklepijevo tako glede na posel, kakor na časti. Preobrnjenci so torej hodili na ista mesta prosit istih milostij, koje so dobivali njihovi predniki od poganskih bogov, krščanske svetnike, ki so stopili na njihovo mesto; ali so se pa ti prošnjiki vselej zavedali, da prosijo posredovalca pred Bogom milosti, ne pa Boga samega, kakor so mislili prej? Ta ustop je res pridobil narod za krščansko vero, olajšal paganstvu prehod v krščanstvo, a je brez dvombe ob jednem zmedel spomine in pojme obeh bogočastij in je torej kriv, da je ostalo grškemu kristjanstvu primešanega nekaj poganskega. Iz tega dejstva izvira zunanja točnost v izvrševanju obredov, ki uživajo več spoštovanja ko Verska načela in prava nravstvenost. Zato je tudi po Grškem toliko majhnih cerkvic, ki niso nikakor v pravem razmerju proti prebivalstvu; nastale so iz zunanje potrebe, ker je bilo treba odvrniti prebivalstvo od starodavnih poganskih svetišč. Mnogo drugače se tudi ob Plejstovem pobrežju pred Delfi ni godilo. Mičnost ne daleč od skalovitih čez navadno mero strmih Delf, kjer skoro ni bilo rastlin, ležečega kraja je privabila prebivalstvo, daje zasadilo pred mestom sveti gaj in kakor nakit med drevje in grmovje pozidalo okusna svetišča svojih božanstev. Lege si ne moremo izlahka izmisliti primerneje. Koliko veselja je morala dajati hoja iz strmega, tesnega mesta med velikanskim skalovjem v hladen gaj ob strmem Plejstovem bregovju! Misli si krepke oljike, ne tistih krevljastih, sključenih sirot, ki jih vidimo ob obalih zgornjega Jadranskega ali Tirenskega morja; visoke in košate platane s svojim širokim perjem, svetlozelene granate z rmenordečim kakor plamen se bliščečim cvetjem med snegobelim oljikovim cvetjem, pokvečene figovce, bujne kite temnozelenega bršlana, ki prepleta drevje in kamenje, temnoperesi resni lavor in vse polno rdečecvetočega oleandra, šumljajoče valove, ki jih lije Kefalovrisi v kaskadah proti Plejstu, in povej, ali ni to mično pribežališče o gorkih poletnik dneh! Zemeljsko površje se ni izdatno izpremenilo od nekdaj ; Delfe so imenovali že v starih časih k amen it e, primernejega priimka jim tudi dendenešnji ni lahko izmisliti. Ta kraj pred mestom pa je svežila studenčnica v staro-helenski dobi, kakor napaja polje kastritskim mlinarjem, ki so se naselili ob njeni strugi, še do denešnjega dne; narava je storila za ta kraj vse, človeku je bilo stroriti le malokaj. To nasprotje med skalovitim mestom in pa svežim gajem je privabilo že stare Delfljane, da so postavili v tem gaju svetiščica božanstvom, ki v Apolonu posvečenem ogiadu niso našla prostora. Izmed teh svetiščic je bilo jedno posvečeno Afroditi, ki ni le boginja spolne ljubezni, ampak tudi pokroviteljica bujne rastlinske rasti; tej je prijal brez dvombe bujni gaj. Drugo svetišče pa je morebiti bilo posvečeno Kefalovrisini nimfi ali najadi, saj bi bila brez njene vode nižava ob Plejstovem pobrežju ravno tako pusta, kakor je strmo pobočje nad njim. Ex silentio popotnika Pavsanije sklepati, da v njega dobi tam še ni bilo teh svetiščic, kaže ravno tako malo, kakor trditi, da so že bila; njega je premogočno vleklo v Delfe, da bi bil po stranskih potih iskal neznatnih svetišč. Niti našedobni popotniki se ne zmenijo za te ostanke in, da jih ni zasledil Foucart, morebiti bi še zdaj ne vedeli o njih. Komur se tako mudi, kakor navadnim obiskovalcem romantiških Delf, ta nima časa, da bi se mudil ob Kastriških mlinih. Tudi za nas je že čas, da se povrnemo na cesto, po koji smo prišli iz Arahove. Prostor med više omenjenim stolpom in pa v skalo vsekanimi durmi se imenujejo zdaj Xapoxaig (Harites); to ime se morebiti sme spraviti v kako zvezo z imenom Xapwv, ki je Novogrkom smrtni demon. Za stolpom je majhna višavica, kjer so stari Delfljani pokapali svoje mrtvece. Ta kraj so že večkrat prekapali in vsakikrat se je pokazalo, da je bilo tukaj v starodavnih časih pokopališče. Našli so med drugimi predmeti tudi sarkofag iz belega mramorja, na kojein je bil uprizorjen v pridvižni ploskorezbi Meleagrov in Atalantin lov na Kalidonskega merjasca. Na pokrovu je bila izklesana ležeča na komolc opirajoča se ženska, koji pa je bila glava že odbita, ko so izkopali sarkofag. Ker pa se ta spominek ni spravil v varnost, so ga mimo hodeči Grki razbili, da nam ne preostaja od njega mimo tega poročila ničesar; kajti Novogrki so z ozirom na starine pravi divjaki. Foucart in Pom-tow naglašata večkrat v svojih poročilih, da ne le morebiti otročaji, nego tudi vzrasli ljudje brez milosti razbijejo, karkoli se kje najde, če se jim ne spravi skrbno izpod rok. Tej njihovi divjaški strasti ne zapadejo samo nepopisane plošče, ampak ravno tako tudi tiste, na kojih so vsekane včasih velevažne vesti in umetnine. Jedino sredstvo, preprečiti take surove čine, je bilo, da so se najdeni predmeti iz starih časov na novo zakopali v zemljo; tako seje rešilo že marsikaj. Na desni strani ceste je vsekanih v skalo precej dolblin, ki so bile deloma namenjene mrtvim truplom v počivališče, deloma darovom, ki so se posvetili bogovom. Pokopališče starih Delfljanov je bilo dovolj prostorno. Segalo je notri do mesta, kjer vidiš v skalo vsekane dveri, ki jim domačini pravijo Aoyapc. Te dveri sestavlja dvoje vratnic z glavami velikih žrebljev in stoje na mestu, kjer se križata cesti, ki vodite v Arahovo in Destino na Kirfi. Potres je 'morebiti razklal dveri, v razpoki pa se je naselila divja figa, kar daje dverim čuden pogled. Ulrichs pripoveda v svoji knjigi „Reisen und Forschungen in Griechenland I.“ legendo iz zadnjih časov umirajočega poganstva o teh dverih, kakor jo je našel med okoličani. Poganski svečenik je zbral ljudstvo pred temi dvermi. V svojem govoru je žalil mater božjo. Na mah se odpre nebo in prikaže se Marija z otrokom na roki v nebeškem sijaju. Ob jednem trešči v svečenika strela in razbije dveri, ob kojih je slonel; v spomin na brezbožni svečenikov govor (lóyos) se imenujejo dveri do denešnjega dne Aoydpi. Ali pa je legenda nastala, da si pojasni ljudstvo staro ime, ali izvira ime temu kraju še le iz legende, se ne da dognati. Morebiti bi bile te dveri naj spominjale prebivalstvo na podzemeljsko bivališče mrtvecev, saj leže ob vhodu na pokopališče, ki je bilo ob cesti zunaj mesta, kakor se vidi tudi drugod, n. pr. v Atenah in Pompejih. Prišli smo do vhoda v delfsko mesto. Prej pa ko vstopimo, si oglejmo še točneje severno mejo Plejstove dolinice, ki jo morebiti pravilneje imenujemo sotesko. Ta meja je južno pobočje Parnaškega gorovja. Začne se tam, kjer je bila v starih časih znana 6865 (Razpotje), kjer je med Parnasom in Kirfo komaj toliko prostora, da se pelje voz. Orjaška stena, ki so jo razjedle pomladanske in jesenske bistrice v globoke hudournike, zastira svet proti severu. Tu se bliža Plejstovi strugi, tam zopet se umika; ponekodi je visoka le okoli 300 m, podrugodi pa se dviga do 500 m; tako se vijoč naprej in nazaj, gor in dol pride do delfskega mesta. Temu delu Parnaškega gorovja je zdaj ime IlexpixTjs (Pečevnik), v helenski dobi pa so mu rekah Kaxo7ix£uxrjpco; ali Ka?ioTcx7jpio£ (razgledišče). Ime svoje je zaslužila ta stena, ker je njen vrh bil 1550 m nad morjem; torej se lepo vidi čez Kirfiško goro ki je visoka le 1275 m, na Korintski zaliv in poloponeško gorovje. Južna meja Plejstovski dolinici pa je ravo tako strmo pobočje Kirfiške gore. Pred delfskim mestom se približa Petrites Kirfi tako, da preostaja le še ozka preseka, skozi kojo si je izdolbel gorski sin Plejst svojo strugo, in preide v navpično steno, ki je presekana na zahodu. Tej steni je bilo v starogrški 4fi dobi ime Hiampeja, zdaj pa jo zovejo «bXspTtoOxog. Izpod znožja zgoraj piramidaste Hiampeje izvira krepki vrelec Kastalija. Presekala pa je steno na tem mestu bistrica, ki teče ob deževnem vremenu in ko se tali sneg po Par-naških strminah v mogočnih slapih proti Plejstovi strugi. To bistrico imenujejo zdaj 'PoSivt. Ta je izbrusila v teku tisočletij orjaško temno globelj, kamer posije le redkokedaj solnčni žarek ; zato se ni čuditi, da je pravljica Spremendo ta predor v bivališče zemeljskega zmaja (IPjtho), ki ga je ustrelil Apolon. Preduh, skozi kojega gre Rodinina struga, se vleče tik ob Hiatnpcji in Kastaliji, ki izliva svojo vodo v njeno strugo, se pogrezne precej čez 30 m globoko in teče v strugi, ki je vrezana v pobočje čez G3 m globoko, skozi skalnate dveri v Plejstovo strugo. Na drugi strani te preseke pa se ne vlečejo Parnasove stene v isto mer naprej, nego Hiampejino čelo je prosto; še le nekoliko zadi se vleče stena v severnozahdno mer proti Saloni (’'A|itptaaa v stari dobi). Ta kos je za tretjino nižji ko Hiampeja. Iz te stene sega proti jugovzhodu kamonit hrbet ali brdo 750 m od imenovanega preduha. Na tem rebru je videti na zgornji strani ostanke Filomelove trdnjave, nižje na sedlu pa sloji cerkev sv. Elije. Temu brdu in Hiampeji je ista mer, toda brdo sega dosti dalje proti jugu in ima ob znožju zelo strmo pobočje, ki preide v še bolj strm Plejstov breg. Tej steni, ki je med Hiampejo in opisanim brdoin, je bilo svoje dni ime Fajdriade (Bele stene), dendenešnji pa ji pravijo Rodininska skala. Trivoglati prostor med tem pečevjem se je imenoval v helenski dobi Ilapvdaaca vdroj, a primerneje ime bi mu bilo IIapvaaafa xXixti?. Meje so bile temu trikotniku na vzhodu Hiampeja, na severu Fajdriade na zapadu pa že opisano kamenito brdo ali hrbet, ki sega do Plejstove struge. Vse pobočje se torej primerno razdeli na trikotnik zgoraj med skalovjem in na spodnjo strmino, ki visi proti Plejstovi strugi; tako razpade vse pobočje med Plejstom in skalovjem na dve polovici, med katerima pelje v novejih časih vozna cesta. V /.notranjem kotu so pod skalnato steno ostanki delfskega stadija, jugov-zhodnje pod stadijem pa je skoro kvadratni sveti ograd (xépevos), ki je zavzemal malodane vso širino in segal do južnega roba. Južni del tega ozemlja je dosti strmeji ko severni in vkljub svoji strmini natlačen ploščadij, na kojih so bile zgrajene delfske hiše. Proti vzhodu je segala ta strmina do globelji, skozi kojo teče z Rodinino vodo združena Kastalija, proti zahodu pa do neznatne stružice, ki se vleče izpod stadija ob vzhodnjem pobočju kamenitega hrbta ali brda proti Plejstu. Ko prekorači novo vozno cesto, krene proti jugovzhodu, nekoliko nižje pa proti vzhodu v brazdo, ki jo tvorite pobočje pod cerkvico sv. Elije in pa pobočje pod svetim ogradom. Pičlo vodo te stružice razpeljavajo Kastriti po svojem oljičnjaku, ki zazvema prostor, koder je v starih časih stalo delfsko mesto. Izpreminjal se je ta kraj ravno tako, kakor se izpreminja zemeljsko površje vselej in povsodi ; ali ker je tako nenavadno skalovit, se ni mogel od stalili helenskih časov izpremeniti tako izdatno, da bi ne bilo mogoče spoznati, kodi se je moglo priti v Delfe. 1 otov ali stez je bilo v Delfe kakor dendenešnji le troje: od zahoda som sta bila dva, od vzhoda pa le jeden. Vzhodnji predilli je mogoče prekoračiti le tam, kjer pride izmed sten južno pod Kastalijo gorska globelj. Nekoliko prej, ko dospeš do te, se približa Hiampejina stena preduhu nad Plejstom tako, da ostane med obema le prostor za sveto cesto; tukaj je našel Anglež Dodwell po svojem mnenju še sledi vzhodnjih mestnih dverij. Ko prekorači cesta Rodinino strugo med zgornjo in spodnje globeljo, krene proti zahodu. Od todi je vedla sveta cesta naravnost proti vzhodnjim dverim svetega ograda (repevo;), tista panoga pa, ki je vodila v delfsko mesto, se je vila nižje v jugovzhodnjo mer. Od zahoda sem pa se je hodilo v Delfe po dveh cestah. Na že omenjenem kamenitem brdu ali hrbtu, ki je Delfom zahodnja meja, stoji skoro na sredi sedla cerkva svetega Elije. Nad njo vodi proti severovzhodu cesta Ilrisó-Kastri-Aràhova in pada od ondi proti svetišču Apolonovemu, koder so bili naseljeni Kastriti, dokler se niso morali umekniti Francozom, ki so prekopali ves sveti ograd. Po tej cesti so prihajali prej vsi tujci v Kastri-Delfe, ki so obiskali ta kraj po bojih za grško svobodo proti Turkom. Do teh bojev je šla črez pobočje pod sv. Elijo še druga cesta, ki pa je prenehala kmalu potem. Nekaterim učenjakom popotnikom je znana samo zgornja, nekaterim pa samo spodnja cesta. Ker pa je bila zgornja cesta za vožnjo neprikladna, je grška država zgradila novo cesto (ipa^rri] 68òg, àpa^wxi; Spópo?), da bi bilo mogoče v Delfe tudi voziti, ne le jezditi ali pa hoditi. Ob tej cesti so se našli ostanki grobov in grobovnic iz helenske dobe, ki zavzemajo 700 m dolgo progo. Vsi ti ostanki so obrnjeni v isto mer, namreč proti sedanji vozni cesti. Iz tega dejstva se sme sklepati, da je tekla ondi ob pobočju že večkrat omenjenega skalovitega brda ali hrbta starodavna cesta, torej ravno po tej progi, po koji se je nadelala nova vozna cesta. Ker višje omenjena cesta, ki vodi nad sv. Elijo v prejšnjo ves Kastri, in v spodaj ležečo ves Hrisó, seče novo cesto ali se druži z njo, nam potrjuje tudi to dejstvo, da nova cesta teče po starodavni zahodnji sveti cesti. Skrajno neverjetno je, da bi bila vodila po zahodnjem pobočju skalovitega rebra vkreber in precej potem na vzhodnjem pobočju navzdol, ampak vlekla se je od kamenitega voglja ob pobočju skalovitega hrbta proti severu, je prekoračila zahodnjo stružico, ki se vleče izpod stadija proti Plejstu, krenila za njoj proti vzhodu in vodila naravnost proti Kastaliji med gornjim večinoma Apolonu posvečenim in spodnjim bolj strmim pobočjem, po kojem je stalo pozidano delfske mesto. Okoli trivoglatega prostora so povsod ostanki starodavnih navadno v živo skalo vsekanih grobišč, ki se nahajajo na vzhodu in na zahodu v tolikem številu, da smemo govoriti o vzhodnji in zahodnji nekropoli. Delfski nekropoli. O vzhodnji, ki je ležala med IBpyos, Parnasom, Aoyapt in Plejstovim severnim pobrežjem, smo že govorili; oglejmo si torej še zahodnjo! To pokopališče se začne okoli poldrugi kilometer od Apolonovega svetišča ob dveh prosto stoječih skalah, v koje so vsekane grobnice druga ob drugi. Ti skali stojite ob severni strani nove vozne ceste okoli 580 m za skalnatim vogljem in ste obtesani vzporedno s cestno merjo. Iz Delf ju ni mogoče videti zaradi skalnatega voglja, ali izpod nju se odpira pogled na vso krisajsko ali kirajsko dolino, na morje pri Jteji in Galaksidi in daleč za morjem se dvigajo pod nebo sinje peloponeške višave. Za njima pa se odpira divji kamnolomu po- doben polukrog, južno pobočje skalnatega brda, ki je meja delfski kotlini na zahodu. Tudi v te stene je vsekanih mnogo deloma razbitih grobovnic. Tu se je našla množica nagrobnih spomenikov. Preiskati in preučiti ves ta prostor pa še ni bilo mogoče, ker imajo na njem Kastriti svoja polja. Kar pa je prišlo na dan za grajenja nove vozne ceste, se je ali razbilo, ali pa razprodalo. Več razlogov, o kojih govoriti pa tu ne kaže, priča, da je to pokopališče stareje ko vzhodnje, kjer so jeli Delfljani pokapati svoje mrliče še le, ko je primanjkavalo prostora na zahodu. Vse severno obcestje je polno grobišč, še le ko kreneš okoli skalnatega voglja, se odpre pogled na svetišče. Na desni pod seboj pa imaš na južni strani strmo pobočje, ki pada v Plej-stovo strugo. 'Grobišča pa segajo čez omenjeni skalnati vogelj na vzhodnje pobočje skalovitega hrbta. Zadnji takov spomenik je eksedra, od koje se vidi daleč v kirfiško gorovje; do svetega ograda je od ondi še kakih 250 m ali 333 korakov. Delfski predmestji, Kastaljino in Pilajsko. Stari narodi so pokapali svoje mrtvece ob cestah pred mesti, torej se je začelo pokopališče za Logarijem proti zahodu mesto. Ker pa Pavsanija govori o mestu še le, ko je prekoračil strugo ob Kastalji, je moralo biti vse, kar je bilo poslopij med sveto cesto pod Hiampejo, Plejstovim tokom, Kastaljino strugo (zdaj ToStvt), predmestje, ki mu morebiti smemo dati ime Kastaljino ali Kastalsko. Iz stare dobe se nam ni ohranilo posebno ime. Pravo mesto se je začelo še le za globeljo pod Apolonu posvečenim ogradom. Prostora za za-sebniška poslopja skoro ni; zato je verjetno, da mimo svetišč, ki jih našteva Pavsanija, in vežbališča s kopeljo tu ni bilo poslopij. Ni posebno verjetno, da bi se bil kdo hotel naseliti tik ob pokopališču. Tu so stala majhna mična svetiščica: Atene Ergane, dvema ne vemo imena, Atene Pronaje in junaka Filaka, ki je baje prišel Defljanom na pomoč proti Peržanom 1. 480. in proti Galcem 1. 279. Vsa svetiščica so stala za Logarijem pod sveto cesto. Zaradi obilih mramornatih ostankov imenujejo domačini ta kraj Marmarjà. Tik pod Hiampejo na desni strani svete ceste je stalo svetišče, posvečeno junaku Avtonoju, o kojem so Delfljani govorili kakor o Filaku, poleg njega pa Kastalija s svojim vodnjakom (Se^apevfj) in globoko v skalo vsekanimi zavitnimi rovi. Morda nam izdaja "Ayiog Twavvrjs mestece, kjer je svoje dni stalo Avtonojevo svetišče. Prestavimo se v duhu na zahodnjo stran pod skalnato brdo, kjer stoje ostanki Filomelovih utrdb. Plutarh govoreč o drugi cvetni dobi delfskega mesta za Hadriana (117 — 138) je povzročil mnenje, da je bila Pilaja delfsko predmestje, ki je zavzemalo ves prostor med Apolonovim ogradom, sedanjo vozno cesto, cerkvijo sv. Elije in prostorom, kjer Kastriti mlatijo pod milim nebom svoje žito ('Aktima), in da je to predmestje dobilo svoje ime po zborovanjih amfiktionov v tem predmestju. Ker pa Ajshin tega imena ne pozna, bi človek sklepal, da je vsaj ime Dukata iz dobe rimskih cesarjev. Ali nek napis iz srede III, stl. pred Kr. r. priča, da je bilo v rabi to krajevno ime že tedaj in pomenilo amfiktionsko zbornico in okolico. Pravi se iv Dukata xod iv Ask^ots, kakor da sta bila to različna kraja; ali resnica je, da niti Kastal- jino, niti Pilajsko predmestje nista imeli svoje lastne uprave, da torej tudi niste bili predmestji v točnem pomenu te besede. Kastaljino predmestje je stalo v ožji zvezi z Apolonovim svetiščem, Pilajsko pa z amfiktioni. Zasebnih hiš, trgov in cest pa ni bilo ne tam, ne tukaj. Troje imenitnih stavb je dičilo tako zvano Pilajsko predmestje: amfik-tionska zbornica (ouvsSptov), zborniška knjižnica (^hod-rpaj), svetišče in pa vodovod (xóapos óSaxwv). Gledé na aovéSptov se je sklepalo iz Ajshinovega govora proti Ktesifontu 118, da amfiktioni niso zborovali v kakem poslopju, češ da ni poslopja, odkoder bi se videlo na Krisajsko ravnino, kaj se tam godi proti amfiktionskim zakonom. Kdor pa pomisli, kedaj so zborovali amfiktioni v Delfih, bo spoznal, da je bilo treba zavarovati odbornike proti vremenu. Ge pa je Ajshin kazal svojim tovarišem v resnici, ne le v duhu, kako se tepta zakon v krisajski ravnini, je morala stati zbornica kakih sto korakov od cerkve sv. Elije proti zahodu, kjer so dendenešnji Kastritska mlališča. Iz Plutarha je dalje znano, da je sam pomagal zgraditi novo zbornico. Ta pa gotovo ni stala daleč od stare, ki je potem nehala služiti svojemu namenu. Ta nova zbornica amfik-tionska pa je stala, kjer stoji sedaj cerkev sv. Elije in leži novo pokopališče. Tukaj se je našla Plutarhova herma z napisom: AsXcpoì XaopwvsOaiv ójxou If),o'jtap/_ov ethjy.av — xot$ ’Aptpixxoóviov Sóypaat rat9-ópsvot. Plutarh pa je bil Apolonov svečenik in za Hadrijana amfiktionski upravitelj (èropeXrjx^s) in se imenuje v zvezi z drugimi soustanovitelja nove pilaje in izreka večkrat svoje veselje nad tem uspehom. Zato se razume, da so mu postavili spomenik iz dolžne hvaležnosti v njegovi zgradbi, kjer je deloval kakor amfiktion. To dejstvo torej priča posredno, da je na tem mestu stala nova amfiktionska zbornica. Drug napis pa, ki se je našel blizu sv. Elije, nam sporoča, da je stala istotam amfiktionska knjižnica, ki se je postavila v isti dobi kakor zbornica. Verjetno je, daje stala na isti ploščadi, ki seje bila podzidala za grajenje zbornice. V Pilaji pa je moralo stati po Plutarhovih besedah tudi svetišče. Primernih prostorov za tako poslopje pa je le dvoje, ali na Kastritskih mlatiščih, ali pa na pobočju, ki se vleče od cerkve sv. Elije proti stružici, koja prihaja izpod stadija proti Plejstovi strugi. Mlatišča nam ne pravijo ničesar, ker jih ni mogoče razkopati; ali drugi prostor, ki je med stružico in zgornjo cesto, odlikuje od okolice mogočno podzidana ploččad. Ta leži 45 m pod cesto, nosi 34’5 m dolg okoli 4—5 m visok zid iz urezanega kamenja. Ploščad podpira 12 kamenitih podpor. Takih podpornih zidov v Delfih razun te ploščadi in pa sv. Elijaške ni nikjer. Ti zgradbi torej morata biti iz rimske dobe. Zato ni izključeno, da je na tej ploščadi stalo svetišče, o kojem govori Plutarh. Sedaj rase todi žito, zato je točneje določanje nemogoče. Vodovodnih priprav v Pilaji ni več na površju. Zbornična cesta (Apépo? xo0 auvsSptou). Severovzhodno od cerkve sv. Elije je vsekan v živo skalo polukrog, odkoder je lep razgled po Kirfiškem gorovju. Važno na njefn je, da nam razodeva, kje je vodila mimo njega cesta. Gleda proti jugovzhodu, kakor je gledala ploščad s zbornicoj proti severozahodu ; med obema je torej vodila cesta čez že večkrat omenjeni skalnati hrbet naravnost proti Apolonovemu svetičču. Ker je pobočje zelo strmo, jo je bilo treba podzidati; nad njo pa je bila treba zida, da je ne bi razdirale vode in zasipavale s kamenjem. In res so se našli vzporedni zidi, med kojima je vodila cesta od amfiktionske zbornice do Apolonovega svetišča. Tudi zahodno od cerkve sv. Elije je prišla zopet na dan, kjer je vsekana v živo skalo. Široka je na tem mestu T9 m. Ta širokost in pa na nekaterih krajih v živo skalo vsekane stopnjice pričajo, da se po njej ni vozilo. Torej tudi ni bila to stara glavna cesta, po koji se je vozilo; proti taki misli je že silna njena strmina najkrepkeji ugovor. Prvotno ta cesta ni imela drugega namena, ko da se skrajša in olajša pot med Apolonovim svetiščem in zbornico amfiktionsko ; pozneje pa so hoteli popotnikom, ki so prihajali čez Kriso, okrajšati pot do Pilaje; zato so združili podaljšano zbornično cesto do velike ali vozne ceste, s kojoj se je stikal tudi pot iz Krise. Vozna cesta v helenski dobi. Na ravno opisani cesti med amfiktionsko zbornico in Apolonu posvečenim ogradom smo našli na različnih mestih vsekane stopnjice. Iz tega dejstva kakor tudi iz neznatne širine smemo sklepati, da se po tej cesti ni vozilo kakor tudi ne po svetem ogradu. Sploh je bila strmina nad novo vozno cesto kakor tudi pod njo za vožnjo presilna. Ker pa se je v stare Delfe zvozilo toliko dragocenega gradiva za Apolonovo svetišče in za toliko zelo velikih spomenikov, je morala bit; v Delfih tudi vozna cesta. Mimo že večkrat omenjene amfiktionske zbornice ta cesta ni mogla teči iz tehtnih razlogov, ki jih zaradi pičlo odmerjenega prostora tukaj ne smem razlagati; torej preostaja le ta možnost, daje vodila okoli voglja skalnatega hrbta pod sinedrijem, koder je nadelana nova vozna cesta v Delfe. To mnenje potrjuje zahodnja nekropola, koje grobišča so seveda bila obrnjena proti cesti. Ostanki starega zida, ki je imel nalogo varovati cesto, da ne pada na njo kamenje in je ne razdira voda, se vlečejo tik nad cesto notri do Kastalje. Zahodnjo stružico prekorači cesta 535 m nad morsko gladino. Tukaj tvori cesta koleno, ki meri kakih 120°. Nižje ni sledi o kaki premostitvi in bi tudi ne bila mogoča, ker je pobočje povsodi prestrmo; torej je bil most v starih časih tam, kjer je še zdaj. Stari zid, o kojega ostankih smo že izpregovorili, je po načinu svojega grajenja podoben zidu, ki obdaja sveti ograd, loči pa se od njega po manjših mnogovogeljnikih, iz kojih je zgrajen. Špehi med kameni pa so izdelani ravno tako skrbno kakor povsodi po svetem ogradu. Temu dejstvu se tudi ni čuditi, saj mu je bila odmerjena prevažna naloga, da varuje jedino cesto, po koji se je moglo v starih Delfih voziti. Zdaj tega starega zida ni več mnogo najti, ker so ga delavci, ki so gradili novo vozno cesto, razdrli in razbili, kosce pa porabili na grajenje nove ceste; kako visok je bil svoje dni, se torej ne da določiti. Zasledovati ga je mogoče samo pod jugovzhodnji vogelj svetega ograda, vendar pa ni dvomiti, da je segal do Kastalije. Zadnji konec je imel poleg svoje prvotne naloge najbrž tudi namen, da podpira sveto cesto, ki je tekla nad vozno. Verjetno je, da je tudi na spodnji (južni) strani podpiral to cesto podoben zid; ali grajenje nove ceste je tako izpremenilo vse pobočje, da ni mogoče dognati zdaj ničesar. Le ne daleč od Rodininske globelji je majhen kos velikanskih urezanih skal, ki jih smemo morebiti spravljati v zvezo s tem vzporednim spodnjim zidom. Delfsko mesto (IIóXis AeX^wv). Delfsko mesto je bilo zgrajeno med vzhodnjim in zahodnjim vodotokom, med vozno cesto in Plejstovo strugo. Vendar pa ni moglo segati do Plejsto-vega pobrežja, ker je pobočje pretrgano tako, da je pobrežje dosti bolj strmo ko pobočje nad njim. Razdalja med južnim zidom Apolonovega ograda in Plejstovo strugo meri 435 m, oljičje pa rase od imenovanega zida proti Plejstovi strugi le 165 m daleč, 270 m široko pobrežje nad Plejstom pa je tako strmo, da kakor dendenešnji tam ne more rasti drevje, svoje dni tudi ni bilo mogoče graditi poslopij. Ker leži Plejstova struga naravnost pod svetim ogradom 115 m nad morjem, cesta skozi zahodnjo nekropolo 560 m, vogelj ploščadi, na koji stoji cerkev sv. Elije 586 m, južni del ograda 550 m nad morsko gladino, je očitno, da znaša strmina delfskega pobočja okoli 50°. Izkušnja uči, da se prst kakega pobočja ne drži, če znaša strmec ali naklonski kot nad 45°. Tudi v Delfih se drži le zato, ker je skalovit. Koder rasejo zdaj oljike, ondi so stale v starih časih hiše delfskega mesta ; nad vozno cesto pa je bil nekoliko menj strmi Apolonu posvečeni ograd. Kdor gleda na ta kraj s Kirfiške gore, mora priznati, da je Strabon točno označil Delfe rekoč TESXpwSec; ywplov, ttEaxposiSe; in da so prikladne Justinove besede, ki pravi rupes in theatri formam recessit. Odprtemu grškemu gledišču primerjata po pravici to kotline, ki jo objemajo od treh stranij skoro navpične stene, ploščadi pa so druga nad drugo orjaške stopnjice ali sedeži, ki jih je razstavila priroda sama, Kirfiška gora pa zapira kakor zaodrska stena kotlino na četrti strani. Z ozirom na strmo pobočje pravi tudi Pavsanija: ÀEXrpoìs 8è -tj tcóXi? (žvavtss Ò'.x TicbTjs -apÉ/Exai cryrjpa xaxà aòxà 8è xfj ~óXe’ àllri v.oà a iepò? rep^oXo? xoù ’AtoXXcovo?. Takov je svet, kjer je stalo svoje dni delfsko mesto, še dendenešnji. Ali kje pa so ostanki tega mesta, ki ga imenuje Pavsanija (X. 24. 1) največje v celi Fokidi? Pogled na stavbišče nam podaja točen odgovor nato vprašanje. Prostor v resnici ni velik, Pavsanijeva trditva je le relativne veljave; saj je dognana resnica, da delfsko prebivalstvo v dobi svojega sijaja ni štelo mnogo nad 900—1000 svobodnih mož. Stavbišče leži na silno strmem pobočju nad Plejstom, ki ni dopuščalo graditi velikih poslopij. Majhna poslopja pa so izginila, ko so jela razpadati, v kratkem času v Plejstovi strugi, kjer so pozimske in pomladanske vode razbile in odnesle rušo. Zato pričajo po vsem pobočju, koder je stalo v nekdanjih časih delfsko mesto, le še v živo skalo vsekane zareze, da so bila kedaj tam poslopja, li tlorisi pa nas učijo, da so hišice bile prav skromne po obsegu; da so pa zato bile tembolj imenitne po svoji visokosti, ni verjetno, ker vemo, da so v Delfdi bili in so še na dnevnem redu silni potresi. Smemo torej sklepati, da so bile delfske hišice poprečno tolike, kolikršne vidimo v Pompejih, ki po naših denešnjih pojmih niso velike. Razmere so precej podobne tistim, ki jih najdemo po južnem 4* pobočju južnega atenskega bregovja. V Atenah pač ni manjkalo prostora, a vendar kažejo tlorisi starih stavbišč tudi tu, da so bila poslopja prav skromne velikosti. Morebiti nam pojasni to prikazen dejstvo, da ljudje na jugu prebijejo po hišah le noč, da pa po dne žive pod milim nebom. Demosten govoreč o zasebnem življenju atenskega meščanstva in primerjajoč staro dobo svoji tudi krepko naglasa sijaj javnih poslopij in neznatnost in skromnost zasebniških (Olint. III. 25. sl. in 29, sl.) Kar pa je smel trditi Demosten o starih Atenah, je bilo brez dvombe veljavno tem bolj v Delfih, kjer je manjkalo, prostora na velike zasebne zgradbe. Sploh je veljal v stari dobi zasebnik le toliko, kolikor je bil vesoljnosti, to je državi: zato je delal na javni sijaj, zasebno stanovanje mu ni bilo posebnega pomena Še le razširjajoča se omika je izpremenila stare nazore in jela se je pripisovati zasebniku večja, državi pa vedno manjša veljava, dokler ni narasla samopašna sebičnst tako, da je ugonobila državno neodvisnost. Tedaj so polagoma slačile zasebniške stavbe svojo skromno obleko in se jele preodevati v lepšo, ki jo poznamo iz poznejih časov. V Delfih pa tudi ta doba razcvitajočega se individualizma ni mogla mnogokraj predrugačiti, ker prostor takim težnjam ni bil ugoden. Morebiti je tudi bilo konservativno življenje v tem mestu takim izpremembam menj ugodno ko kje drugod. Skratka vsi činitelji so ovirali prenavljanje starega mesta po novodobnih načelih, zato menda tudi ni ostankov, kaker so se našli po drugih krajih klasiških zemelj. Nekoliko teh ostankov pa si hočemo ogledati. Kakih devetdeset metrov ali 133 korakov od zahodnje stružice se vidijo ostanki kapelice svetega Jurja, ki se je pozidala na umetno zgrajeni ploščadi. Ker je precej daleč od Kastriške naselbine, ki je imela cerkvo v selu, se sme sklepati, da nadomešča svetišče poganskega božanstva. Ploščad je zgrajena iz skrbno spehnjenih mnogovogelj-nikov, mora torej biti iz tiste dobe, ko je bilo takovo grajenje v navadi. Povrh pa je vzidanih v steno nekoliko mramornatih ostankov dorskega sloga. Oboje dejstvo torej priča, da je tukaj bilo v stari delfski dobi poslopje javnega pomena. Povsodi okoli je vsekanih mnogo tlorisov v skalo, ki pričajo, da je bil ves ta kraj gosto zaseljen. Dvesto šestnajst metrov ali 288 korakov od Rodinine globelji proti zahodu pod novo vozno cesto je temelj starogrškega poslopja iz rezanega kamenja, v kojem leže plošče in neobdelano kamenito kladovje. Namena temu poslopju doselej ni bilo mogoče določiti. Med tema ostankoma iz starih časov omenja Foucart še druge, ki jih pa ni več najti; morda so jih razbili delavci, ko so gradili novo cesto, in z drobom posipali cesto. Ostalo pobočje delfske dolinice, gradišče starega delfskega mesta, prepleta dendenešnji staro in novo zidovje. Novo ima namen, da se fie melje pobočje, ki nosi Kastriotom oljičje. To oljičje je zadržalo mnogo ostankov, ki so padali iz Apolonovega ograda, da ni zdrčalo v Plejstovo strugo; zato najdemo mnogo takih ostankov zazidanih v novo podporno zidovje ali pa še leže napol zasuti pod rjavkasto zemljo, razkrojevino ondišnjega kamenja. Kako daleč je segalo delfsko mesto proti jugu, se ne da določiti zanesljivo; a)i najbrž ni segalo čez oljičje, ker je potem pobočje tako strmo, da zemlja ne obleži. Samo jedna steza vodi skozi to pusto ruševino, ki ji pravijo domačini kozja steza; domačinom služi le, kedar hočejo priti v Plejstovo strugo; navkreber po tej stezi mimo koz in pastirjev ne hodi nihče. Segalo je mesto proti zapadu do že omenjene kamnate stružice, ob k oj i se vlečejo ostanki helenskega zida izpod vozne ceste vzporedno s stružico proti Plejstu. Mesto in svetišče Apolonovo sta torej bili od južne strani nepristopni; na vzhodu ste branili prehod navpična Hiampejina stena in pa že opisana globelj, bilo je le še treba zapreti ozko cesto okoli karnenitega voglja skalnatega hrbta s Filomelovimi utrdbami, da je bilo mesto varno proti vsakemu zvunanjemu sovražniku. Ta kameniti vogelj je zgodovinsko znamenit. Pod njim je prepad, ker se je pobočje usedlo že v starih časih. To mesto so si izbrali poverjeniki Perseja, kralja makedonskega, da tam umore pergamenskega kralja Evmena (Livij XLII. 15). Ker je bilo mogoče Delfe napasti le od zahodnje strani, zato je Filomel zgradil na kamenitem hrbtu trdnjavo, ko se je polastil Delf 1. 355., da bi bil varen proti Aitolom, ki so tedaj bili Fočanom sovražni. V srednjem veku so prenavljali Benečani in Turki te utrdbe in stavili nove. Ostanki teh trojnih trdnjav so povzročili, da je pozneje selo dobilo ime Kacrcpt (Stari gradovi). Vse te velikanske zgradbe si Grki razlagajo po svoje. O njihovem na-ziranju poroča Foucart v svoji knjigi „Mémoire sur les ruines et 1’histoire de Delphes" str. 111. takole: „V starih časih so bili Delfi last bogate in lepe kraljičine. Dva kraljeviča sta jo snubila. Da bi ne bilo med njima spora, se dogovorita, kako si hočeta pridobiti nevestino naklonjenost. Drugi naj napelja z gore vodo v mesto, drugi pa obzida mesto. Kdor izvrši svojo nalogo pred drugim, dobi kraljičino za ženo. Prvi se loti dela z vso vnemo, seka skale, da je čudo; še nekoliko dnij in voda bi bila pritekla z gore v mesto. Tedaj priteče njegov tekmec in pravi: „Poglej, moja naloga je rešena!* In res! Ko pogleda razburjeni tekmec s Parnaške gore, se mu je zdelo, da so Delfe obzidane. S svojega stališča namreč ni mogel videti, da severna stran niti začeta ni, kaj še le dozidana. Nesrečni kraljevič v svoji razdraženosti na zvijačo ni zmislil in je pobegnil ves obupan, da ne bi bil priča, kako praznuje njegov tekmec svojo zmago. Navidezni zmagovalec se poroči in gospodari v Delfih kakor lastnik vsega bogastva. Tako je zvijača premagala poštenost." V Odisejevi domovini take rešitve niso kaj posebno nenavadnega! Apolonu posvečeni ograd z okolico. V trikotniku, ki ga tvore skaloviti hrbet na zahodu, Faidriade in Hiampeja na severu ter nova vozna cesta na jugu, je prostor, kjer je ležal svoje dni Apolonu posvečeni ograd, v novejši dobi pa revno gorsko selo Kaaxpi. Severna stran meri do Kastalije okoli 800 m ali 1077 korakov, zaliodnja med severnim vogljem cerkvice sv. Elije in Belo pečjo kakih 370 m ali 493 korakov, južna pa med cerkvico in Kastalijo je dolga 760 m ali 1013 korakov. Te razdalje sem meril po zraku, v resnici so večje, če bi jih kdo premeril po dejanskih tleh, ker je pobočje razlomljeno na več ploskev, ki tvore med seboj tope kote. Vzhodnje pobočje skalnatega brda do stružice, ki se vleče izpod stadija proti Plejstu vzporedno z brdom, tvori jedno ploskev, prostor med stružice, Fai-drijadami in vozno cesto pa drugo ploskev, ki je izdatno večja ko prejšnja. Ali niti ta nima jednotne strmine, temveč razpada na več ploščadij. Najbolj strmo je pobočje med skalovitim hrbtom in Faidrijadmi, najmenj pa tam, kjer je stalo svoje dni svetišče Apolonovo in ograd okoli njega. V severno zapadnjem kotu tega prostora tik pod Faidrijadami so ostanki nekedanjega delfskegn tekališča (axdSiov), koje je dal bogati retor Herod Atičan olepšati z mramorjem, dočirn je bilo do njegove dobe zgrajeno iz parnaškega rjavega apnenca. Od todi imaš najlepši pogled proti jugu. Nekoliko nižje proti vzhodu je ležal Apolonu posvečeni ograd. Pavsanija pravi o njem: Ouxog os [xeyéttei piyag xai àvwxdxco xoO daxeóg èax:v. Vzglavje mu leži tik pod Faidrijadami, ki se dvigajo malodane navpik pod nebo. Med steno in severnim ogradovim ozidjem (rapcpokog) izvira izpod skale krepek vrelec, ki mu domačini pravija Kepvd. Njegova voda je tekla po ceveh pod zidom in pritekala na dan malo metrov nad Aplonovim svetiščem. Temu vrelcu je bilo že v helenski dobi ime Kaaaoxtg. Ogradni zid tvori na prvi pogled pravokotnik, še le točneje merjenje pokaže, da je v resnici trapezoid. Glavna os mu teče od severozahoda na jugovzhod, postranska os od jugozahoda proti severovzhodu; pobočje pa pada od severozahoda proti juhovzhodu. Pmzdaljamed južnozahodnjim in južnovzhodnjim vogljem meri 125 m — 169-33 korakov, med severozahodnjim in severo-vzhodnjim pa 136 m = 181-33 korakov, zahodnja stranica je dolga 15P5 m = 202 koraka, vzhodnja pa 194-5 m — 259-33 korakov. Južni zid, ki si ga smemo misliti osnovnico, pa ni prem, nego izpremeni svojo mer trikrat; dvakrat krene proti severu, jedenkrat pa proti jugu; zato je seveda zid nekoliko daljši ko razdalja med vogljema. Ta razlika pa znaša samo kake tri metre. Popolnoma prem je le zahodnji zid, vzhodnji je izbočen na sredi proti vzhodu, severni pa se vleče od severnovzhodnjega ogradovega voglja premo, krene potem nekoliko proti jugu; ko pa je tekel nekoliko časa v to mer. se izboči dvakrat zaporedoma proti severu. Zadnji teh lokov obdaja kakor zvunanja stena delfsko gledišče, ki leži v severnozahodnjem kotu Apolonu posvečenega ograda tako, da ga oklepata severni in zapadni zid. Polumer delfskega gledišča meri 40 m = 53-33 korakov, tetiva skrajnega zvunanjega loka 44 m = 58-66 korakov, prejšnega pa 27 m. Ta izboklost pa ni pravilen lok. Južni zid nad vozno cesto, ki je stal nad zemljo, ko so še todi bivali Kastriti, so imenovali 'EXXyjvixó (sc. osìyoq). ker se loči po načinu grajenja na prvi pogled od našedobnega zidovja. Zgrajen pa je iz debelega mnogovoglastega kamenja; spehi so vijugasti, ali izdelani tako skrbno, da nadomestijo spone, brez kojih na četiii voglje urezano kamenje ne ostane nepremeknjeno. Za oko pa je ta-kov zid prijetneji ko iz četirivogeljnikov zgrajen. Nad sedanjo vozno cesto leži vzhodnji vogelj južnega ogradovega zida 26 m = 34-56 korakov, zahodnji vogelj pa leži nekoliko višje. Glavni vhod v ta obzidani Apolonu posvečeni del delfskega pobočja, ki ga naprej hočem preprosto imenovati ograd (xépevo?), je bil skozi vzhodnji zid» 12 metrov nad jugovzhodnjim ogradovim vogljem. Širok je bil 4 5 m = 6 korakov. Skozi ta vhod so prihajali verni Apolonovi čestilci po sveti cesti skozi Plejstovsko sotesko v ograd. Ker pa bi bilo prav mudno za koga, ki je bil v zgornjem delu ograda, ki pa je morebiti imel kaj opraviti zvunaj ograda na isti višini, hoditi najprej navzdol, potem znova vkreber, je bilo v ozidju (icepipoXog) če več dverij, kakor poroča Pavsanija X. 9. 1 : xéTp.rjvxat 8è xa: sčoSoi Si aòtoO (sc. xoO neptpóXou) aovexefs in potrjujejo izkopavanja francozke šole v Atenah. Pred kopanjem je bilo preporno, kaj pomeni besedica ouve/el?, dasi ji je Pomtow določil pomen, ki ga je potrdilo kopanje. Takih izhodov v severni in južni ogradovi steni ni, v zahodnjem zidu pa jih je v primernih razdaljah petero, v vzhodnjem zidu nad vhodom še čvetero, ki so si skoro točno nasproti. Kakov je bil ograd od znotraj. Ta strmi ograd je bil razdeljen poprek na tri ploščadi: severno, srednjo in južno. Severna je zavzemala prostor nad Apolonovim svetiščem, južna pa pobočje pod njim. Ker je stalo Apolonovo svetišče na srednji, imenujemo stvari primerno severno nadsvetiščno, južno podsvetiščno, srednjo pa svetiščno ploščad. Svetiščna ploščad je bila po prostornini sicer najmanjša, ali najvažneja; zato so zgradili Delfljani ogromen podporni zid, ki sega skoro od zahodnjega do vzhodnjega ogradovega zida čez strmo pobočje, da bi se tla ne udirala. Tako mogočen je bil vtis, ki ga je delal ta zid na Helene, da pripisuje pesnik himna na Apolona pitiškega to delo Apolonu samemu pojoč: 'T2; sfowv ciéìhf/.e b-epei/ca (PoT.po; ’AnaXXwv eùpéa xaì paXa paxpà òirjvexÉ?- aùxàp aùioìg Xaivov oùSòv è&tjxe Tpocpwvw? f;8’ ’Ayap^Srj? .... Ua pomeni bepetXtx na tem mestu naš podporni zid iz mnogovogeljnikov, ne pa svetiščni temelj, uči pesnik, ki tega imenuje XdiVov oùà6v; ta pa je bil delo človeških rok. Ta zid ni izginil do denešnjega dne. Nalivi in potresi ter sebični ljudje so si pošteno prizadevali, da uničijo to pričo starodavne zidarske umetnosti; ali vse te sovražne sile so dosegle samo toliko, da ni več prem, kakor je bil svoje dni brez dvombe, ampak v sredi nekoliko proti jugu izbočen. To pa je učinek orjaškega pritiska, ki je deloval na ta zid morebiti tri tisočletja. Svoje prvotne višine seveda nima več, ker so porabili pozneji prebivalci gornje sklade kamenja na grajenje svojih revnih kočic; vendar pa še meri ponekod 4 m, na najnižjih krajih pa dva metra. Svetiščna ploščad, ki jo podpira ta zid, je široka poprek 46 m — 6133 korakov in sega od zahodnjega do vzhodnjega zida, ali podporni iz mnogovogeljnikov zgrajeni zid ni segal tako daleč, ker je pred svetiščem in za njim pritisk bil manjši. Zgrajen je ta zid iz skrbno obdelanih mnogovogeljnikov. Špehi so obdelani tako vestno, da drže vodo. Ker so lica tistih mnogovogeljnikov, ki leže pod zemljo, neobdelana, so sklepali starinoslovci, da so se pri grajenju obdelali samo spehi, lica pa še le pozneje, ko so kamnoseki potrebovali gladkih ploskev, da vsekajo napise. Celo steno namreč pokriva nebroj napisov iz različnih časov, ki so važen pripomoček za zgodopisce. Kedaj so zgradili ta zid, se ne da povedati točno; da pa brez njega m bilo prostora za Apolonovo svetišče, je očitno vsakemu. Jedina planota po vsem delfskem pobočju je ploščad, ki jo podpiia ta zid. Zgradil se je torej tedaj ko se je vpeljalo ali razširilo Apolonovo češčenje tako, da je bilo treba postaviti svetišče. To pa se je menda zgodilo v prvi četrtini prvega tisočletja pred Kristovim rojstvom (1000—725). Na vzhodnji in na zahodnji strani je bil privihan ta zid proti severu. Kako dolg je bil ta privihani konec na zahodu, ne vemo; na vzhodu pa je meril 25 m. Ker je pobočje, po kojem vodi sveta cesta, zelo strmo, je bil zid na vzhodnjem koncu najvišji, proti zahodu pa se je hitro znižaval. Ves ta zid je pokrivalo zgoraj troje ali čvetero skladov lehnjakovih plošč (raapivo? Xftì-o?) iste višine. Spodnji sklad je ležal na mnogovogeljnikih tako, da je tvoril gladko steno, sledeči skladi pa so moleli neznatno pred steno. Posamezne plošče teh skladov so spenjale stare spone, ki so imele I obliko. Povrh pa je stala najbrž stena, ploščadi ograja, ki je imela na vrhu venček (axecpdvwpa ali frpiyxój). Zgrajen je ta zid iz rjavega parnaškega apnenca, ki se lomi precej na mestu; skladi iz lehnjaka pa so iz pozneje dobe. Vezila med posameznimi kameni ni; kar vse priča o starosti te važne zgradbe. Nadsvetiščna ploščad. Tako imenujem tisti del ogradovega pobočja, ki leži nad svetiščem tik pod Faidrijadami. Ker leži ta prostor pod pečevjem, koje mraz in vlaga drobita na površju, in ker so v Delfih potresi zelo gosti, je bilo neobhodno potrebno, da se zaščiti svetiščna ploščad proti padajočim skalam in melju. Zato so res zgradili vzporedno s spodnjim zidom zgornji, nadsvetiščni zid, ki bi lovil in zadržaval po pobočju kotajoče se kamenje in varoval svetišče resne poškodbe. Francozka šola je spravila na dan ta zid. Če ga primerjamo spodnjemu, se kaže na prvi pogled, da je iz mlajše dobe. Seveda si ne smemo misliti, da ga v stari dobi ni bilo treba; ali zaradi manjše važnosti so ga morda zgradili slabejega. Zato se ni vzdržal, ampak treba ga je bilo obnavljati. V taki prenovljeni obliki se je torej našel zid. ki deli nadsvetiščno ploščad od svetiščne. Podsvetiščna ploščad. To ime nosi vse pobočje Apolonu posvečenega ograda, ki leži pod svetiščno ploščadjo, med južnim ('EXXr/Vtxó), vzhodnjim in zahodnjim kosom ogradovega zida. Gledé na velikost je nekoliko manjša ko nadsvetiščna, ali večja ko svetiščna. Ta prostor je imeniten po množici Apolonu posvečenih spomenikov, ki so bili ob obeh straneh svete ceste. Sveta cesta v ogradu. Sveta cesta je vodila od Shiste sem skozi Plejstovo sotesko. V sveti ograd je prestopila skozi glavni vhod v južnem delu vzhodnjega ogradovega zida. Velika strmina podsvetiščne ploščadi ni dopuščala, da bi vodila cesta naravnost navzgor po pobočju pred Apolonovo svetišče, ampak je bila razdeljen na dve veliki ridi. Od vhoda se vzdiga v skoro premi progi proti zahodu, krene na kratko proti severu, a kmalu zavije v severnovzhodno mer, ob voglju iz mnogo- vogeljnikov zgrajenega zida pa se povrne v severnozahodno mer, dokler se ne privije do ploščadi, ki je bila pred svetiščem. Daljši progi tvorite 32 m = 42-6 korakov pred zahodnjim ozidjem kot 52°. Južna proga, ki sega do tega kolena, meri 98 m — 130-6 korakov, proti severu tekoči kos 11 m = 14-6 korakov, do poligonalnega voglja meri 80 m = 106-6 korakov, proti severu do ploščadi pred svetiščem pa je še 24 m = 32 korakov. Kdor je torej stopil v ograd, je moral še prehoditi 213 m = 283-8 korakov po sveti cesti, prej ko je prišel pred Apolonovo svetišče, dasi razdalja po zraku ni znašala dosti čez 107 m ali pa 142-6 korakov. Ker leži vhod 539-33 m, ploščad pred svetiščem pa 517-48 m nad morsko gladino, si lahko preračuniš, kako strmo je to pobočje. Široka je bila ta cesta na raznih mestih različno, le med spomeniškimi ostanki se da določiti, da je bila njena najmanjša širina 4 m = 5-3 korakov, največa pa menda ni presezala 7 m = 9-3 korakov. O spomenikih v svetem ogradu. Ves Apolonu posvečeni ograd je bil svoje dni poln različnih spomenikov. Nenavadni dogodki so bili vernikom povod, da so posvetili v delfskem ogradu kamenit steber z napisom, ali kip, zakladnico, kamer so spravjali v varnost dragocena Apolonu posvečena darila, ali kaj drugega, da izkažejo svojemu pokrovitelju hvaležnost in čast, sebi pa ohranijo spomin na imenitne dogodke. Tako se je ustrezalo pobožnosti in ničemernosti ob jednem tudi na tem svetem kraju! Ti spomeniki so se postavili v teku mnogo stoletij. Kdo je pač mislil v začetku, da bi se določil kak načrt, po kojem bi še stavili ti spomeniki po ogradu? Kdor je prišel prej, si je izbral prikladneje stavbišče; kdor slej, je moral gledati, da izkoristi, kar je še bilo prostora. Dostikrat so bili merodajni pri izbiranju gradišča tudi politiški razlogi, morebiti tu in tam tudi rodbinski in še drugi. Zato si vsakdo lahko domisli, kako pisano lice je moral imeti delfski ograd. Da pa pogled na to lice ni bil neprijeten, da med spomeniki vkljub vsej mnogoličnosti ni bilo ničesar, kar bi bilo resno žalilo umetniško čutečemu ogledovalcu oko, zato gre zahvala v prvi vrsti grškemu okusu, ki je vedel in znal izkoristite tudi najneugodneje razmere v svoj namen tako spretno, da se človek kar čudi. S časom je narasla množica Apolonu posvečenih in po ogradu razstavljenih umetnin, da je bil prostor podoben umetninski zbirki, urejeni po umetniški svojeglavosti. Nam se zdi tolika obilica neprimerna, toda v starih časih je bila navadna. Ge čitamo, kaj je stalo na ploščadi atenskega grada, kaj v Zenovem ogradu v Olimpiji, koliko spomenikov je dičilo Forum Romanum v Rimu, Forum triangulare v Pompejih, se moramo udati prepričanju, da so imeli klasiški narodi o teh stvareh druge nazore ko mi. Karkoli pa se je posvetilo Apolonu, je stalo na vrhuncu tedanje umetnosti. Razume se, da je hotel prekositi vsakdo svoje prednike in sodobnike in zato ni gledal na denar. Izkazujoč Apolonu svojo udanost in pobožnost si je pridobival med ljudmi občudovanje in ugled. Taki ogradi so bili s svojimi umetninami prava učilišča izbranega okusa in umetniške vrline helenskega plemena. Ker pa so ti spomeniki bili priče imenitnih zgodovinskih činov, so hranili v živem spominu slavo preteklih časov in povzdigovali narodni ponos. Kako blagodejno so torej vplivala na narod ta svetišča s svojimi obredi in posvečeninami, moremo dendenešnji ležje čutiti, ko točno dopovedati. Koliko je stalo v tem kraju bronastih kipov, si lahko domisli, komur povemo, da je Neron dal prepeljati izmed njih petsto najlepših v Rim in drugam, kjer je imel letovišča, ne da bi se bilo kaj posebno pogrešalo. Da si more stvoriti tudi naklonjeni čitatelj neko sliko o teh posvečeninah, hočem opisati tiste spomenike, ki so stali ob sveti cesti precej za vhodom; ostalo gradivo pa utegne priti na vrsto drugikrat, ko mi bo mogoče dobiti več prostora. Spomeniki na podsvetiščnem pobočju. Sveta cesta v Apolonovem ogradu je gosto obrob'jena z različnimi posvečeninami tako na desni kakor na levi strani. Na desni ali severni strani so stali kerkirajski bik, arkadski junaki, Lisander se svojimi sozmagovalci pri Aigospotamih in argivski kralji; na levi ali južni strani ceste pa Krotoniat Fail, Miltiad z atiškimi eponimi, argivski konj. Sedmerica proti Tebam, Am- fiarajev voz, argivski epigoni. Ti spomeniki stoje ob 46 m = 61‘3 korakov dolgem kosu svete ceste. Daši Pavsanija X. 9. 2 pravi : EEaeXWvxi 8è et? xò xépevo? yaXxoÙQ xaùpo? x£/vvr( pèv 0eo7xpÓ7iou èaxtv Atjxvrjxou, Kopxupattov S’àvathjpa in dasi je pri kopanju francozke šole v ALenah prišla na svitlo velika podstava na desni strani ceste, je vendar dokazoval Théophile Homolle, ravnatelj francozke šole, da je stal na tej podstavi drug spomenik, ki ga Pavsanija ne omenja, dokler niso dokazali H. Bulle, Wiegand in Pomtow, da je stal na tej podstavi kerkirajski bik. Ti učenjaki so si pridobili s tem činom veliko zaslugo za starinoslovje v Delfih, ker so dokazali, kako je razumevati sicer zanesljivo Pavsanijevo poročanje. Dolga je ta podstava 5 91 m, globoka 2 6 m in visoka 176 m ter izgine proti zahodu kmalu pod zemljo, ker gre cesta navkreber. Na tem temelju lež* prava podstava, ki jo tvore trije skladi četirivoglato oklesanih plošč tako, da je umeknjen vsak sklad proti spodnjemu in tvore stopnjice. Še le na tej podstavi je ležala podnožnica, na koji je stal orjaški iz brona ulit bik, ki je bil nadnaravne velikosti, ker je bil dolg 45 m, visok pa 2'5 m. Zgrajen je temelj iz navadnega rjavega apnenca, ki ga daje Parnas povsodi, tristopični pdD-pov pa in zgornja napisna plošča sta iz sivkastobelega trdega apnenca, ki so ga lomili v starih časih blizu Amfise, kjer leži zdaj samostan sv. Elije. Pomtow pravi, da je to najstareji njemu znan spomenik, na kojem služi sv. Elije apnenec namestu dražjega kamenja. Posvečevalni napis je vsekan v podnožnico tik pod zgornjim robom v dveh vrstah. Po značaju teh črk sta dognala H. Bulle in Wiegand, da se je postavil ta spomenik na koncu VI. stl, ali najsleje v začetku V. stl. pr. K. Odpeljati je dal tega bronastega bika poleg še drugih bronastih posvečenin iz Apolonovega ograda Konstantin Veliki. V sredi južne strani je meril spomenik dobre 3 m višine. Pogled na njega je moral biti mogočen, kajti videti ga je bilo čez ozidje, morebiti še celo podnožno ploščo. Zaradi te visokosti je bil posvečevalni napis vsekan na zahodnji strani, kjer je do nje cesta višja za 1 m. Na podlagi zanesljivih razlogov je dokazal H. Bulle, da je imel bik glavo obrnjeno proti cesti, rep privzdignjen in zavihan na levo lačno; opiral seje vso težo na desno sprednjo nogo, levo pa je držal privzdignjeno skoro do prs. Podoba takega živinčeta res vzbuja človeku misel na divjaka, ki je pobegnil od čede in mukaje ob morski obali privabil Kerkirajce, ki so ugledali na morju ogromno množico tuncev. Iz desetine bogatega lova so postavili Korkirajci v Olimpijo in Delfe bronasta bika kot priči svoje hvaležnosti. Sledeči spomenik na isti strani sv. ceste je po Pavsanijevih besedah (X. 9. 3) Teyeat&v, ali v resnici ga je postavila Arkadija (tò ’ApxàSwv xoivóvì 1. pr. K. 369., ko so premagali Arkadi v zvezi z Epaminondo Lakone, opu-stošili in oplenili njihovo zemljo in obnovili arkadskotrifilsko zavezo. Že 1. 1887 je izkopal Pomtow desno vogeljno ploščo temnosivega apnenca, v kojo je bilo vsekanih pet distihov, ki so podlaga Pavsanijevemu poročilu o arkad-skem spomeniku. Isti učenjak je dokazal, kako je prišel Pavsanija do krivega mnenja o spomeniku, na kojem je čital sam : "Ap-zaSe; Savrjaav pvfjjP iiuyivo-pevotg. Pomtov je torej spoznal precej, da so stali ob cesti arkadski eponimi; Homolle pa se je dal zapeljati Pavsanijevim besedam in potresom, ki so pod-nožne plošče premaknili pod cesto, da se je resnici upiral, dokler mu nista dokazala Bulle in Wiegand, kar je vedel Pomtov že davno. Temelj temu spomeniku je neobsekano kamenje. Na tem ležita dva sklada lepih velikih četverovogeljnikov. Zgornji sklad je umeknjen proti spodnjemu za 7 cm. Na tem skladu leži zopet 7 cm umeknjen prag iz skrbno uglajenih četverovogeljnikov iz šentelijaškega apnenca. Spodnji trije skladi izginjajo polagoma pod zemljo, ker se vzdiga cesta proti zahodu; šele zgornji rob četrtega sklada je z zemljo na zahodu istoraven. To je iotbvxrjpóa, na kojo so nanosili še le v naši dobi razvlečene podnožne plošče iz temnosivega apnenca. Dolga je podstava 9-64 m, globoka 0.855 m, le na vzhodnjem voglju meri 1T85 m. Zadi se dotika podstava prostorne sobane tako, da je spodnji sklad vdelan pod steno, dočim so višji skladi prosti. Tako je hotel umetnik preprečiti, da ne bi lezla deževnica med spomenika in izpodkapala temeljev. H. Bulle je premeril ostanke podnožnih plošč, jih razvrstil, kakor so ležale v starih časih in posnel tudi sledi stopal nekedaj na njih stoječih kipov. Iz tega preučavanje je posneti, da je stal na vzhodnji podnožnici, kije za 1/3 večja ko vse ostale, Apolonov kip nadčloveške velikosti. Stal je tako, da mu je telo bilo krenjeno proti zahodu, za njim pa je sedel grip s privzdignjeno sprednjo desno šapo. Na sosednem kamenu je stal Kalistin kip, krenjen proti Apolonu, kakor da bi bila pribežala v njegovo varstvo. Pred njo je sedela neka žival, menda medvedica. Ta kipa obrnjena drugi proti drugemu tvorita, dasi po velikosti različna, znolranjo celoto in zunanjo skupino. Na tretjem kamenu je stala mirno obrnjena naravnost proti cesti Nika. Ta kip je delil celoto na dve nejednaki skupini in razodeval ogledovalcu na prvi pogled, kaj pomeni celi anatem. Sosed je bil Niki na četrtem kamenu Arkad, Kalistin in Ženov sin, prvi kralj arkadske dežele in njen zastopnik; opravljen je bil v bojno orožje, na levi strani mu je stal na zemlji ščit, ob kojega rob se mu je opirala levica. Na petem podnožniku je stal Afejdant, na sosednjem pa Elat. Ovi je bil odmeknjen od Arkada, a primeknjem k Elalu, ki je imel na levi strani najbrž psa. Ker so opira prvi na levo, drugi pa na desno nogo, se kreneta telesi naravno na znotranjo stran, da nastane za oko zopet skupina. Na sedmem kamenu je stal Azanov kip, ki je bil obrnjen naravnost proti cesti. Na levi strani mu je stalo nekaj, kar pa se ne da določiti; morebiti je bilo drevo, na kojem je sedela ptica. Tako bi vezalo vse tri dejstvo, da so bili lovci. Na osmi plošči je stal Trifil. Kip ga je uprizarjal opirajočega se na desno nogo, leva pa je morebiti slonela na lovskem plenu. Na deveti pod-nožnici je stal Erasov kip. Ge smemo soditi po stopalih tudi o njegovem stanju, moramo reči, da je gledal pred se na cesto; ali mogoče je tudi, daje imel glavo obrnjeno proti Apolonu. Tako še le je cela vrsta kipov združena tudi zunanje v povoljno celoto. Daši je delo bilo razdeljeno med četiri umetnike iz raznih krajev, se je vendar izvršilo tako, da kipi niso stali kakor jednolični zastopniki drugi ob drugem, nego da je vejalo življenje skozi celoto. Razburjena skupina na voglju je precej potegnila na se prinajalčevo pozornost ; sledeča kipa pa mu razodevata, da se tu slavi zmagovita Arkadska. To misel mu pojasnujejo sledeči kipi na drobno, ki predstavljajo prednike sedanjega rodu kakor imenitne lovce; prva združena v celoto, zadnje tri pa mirne vsakega za se-Ogledovalec, ki sta ga razburila prva kipa, pomirijo sledeči, da lahko pomisli, kaj zakrivi človeška prevzetnost in kako se izpreminja usoda. Take misli pa sb primerne za tistega, ki prehaja k sledečemu spomeniku. Pavsanija pravi II. x. 'E. X. 9. 4. : AaxrjSaipovtcov à-avv.'/pò xouxwv (’ApxaScov, ne Teyeaxwv Pomtow) ctvafWjpaxa è era v a-’ ’Atbjvcacov. Ce bi beseda ficramtxpu ne bila pokvarjena v tem poročilu, bi morali iskati ta spomenik ob levi strani svete ceste; ali Potntow je dokazal, da je na njeno mesto postaviti dvavxtxpó ali pa dvavxa. V tem slučaju pa najdemo za ravnokar opisanim Arkadskim spomenikom, točneje za in nad njim ostanke velike dvorane iz urezanega kamena, v koji so stali nekedaj Lisander in ostali ladjevodje, ki so premagali atensko ladjevje pri Aigospotamih 1. pr. Kr. r. 405., v bron uliti. Od podstave kerkirajskega bika je do te stavbe 2 m razdalje. Na zahodu leži stavba na živi skali, na severni strani je vdelana globoko v breg, le na južni in vzhodnji strani ji je bilo treba podzidati temelj. Ta je zgrajen iz čelverovogeljno obsekanega sprimka, ki se lomi med llrisó in pa že mnogokrat omenjenim skalnatim hrbtom po Faidrijadami. Šest skladov takih čelvero-vogeljnikov je bilo treba položiti drugega na drugega, da je dosegel vrhovni sklad naravna tla na zahodu; nižji skladi pa izginjajo proti zahodu v zemljo. Posamezne četverovogeljnike spenjajo spone, ki imajo podobo j“| (mlajša oblika !)• Tako nastali prostor se je zasul, kar ni bila skala. Na ta temelj so postavili zidc proti jugu (sv. cesti) odprte nepokrite dvorane iz 4 skladov četverovogeljnikov. Stene so visoke okoli 4 m. Vzhodnja in zahodnjni zid sta zgrajena iz pokonci postavljenih plošč (òpftoaxaxat), ker ju je videti; zahodnji zid se neha 2-3 m pred južnim robom. Zgoraj so nosili vsi zidi svoje dni primerno profilirane krajnike. Potlakana je bila ta dvorana s ploščami iz šenlelijaškega apnenca. Tloris temu tlaku ni pravilen četverokotnik, ker krajša zida ne stojita na daljših pravokotno, nego tako, da je severuozahodnji vogelj oster, severno-vzhodnji pa top kot. Razdalja med krajšima zidoma meri 19’6 m, med daljšima pa 6 m. Na tem tlaku je bilo ob zahodnjem, severnem in vzhodnjem zidu ter po sredi dvorane vdelanih 37 (38) podnožnih plošč, na kojih so stali iz brona uliti kipi bogov, Lisandra in ladjevodij, ki so se udeležili bitke pri Aigospo-tamih. Teh podnožnih plošč se je našlo bolj ali menj poškodovanih 12, na kojih so vsekani še napisi. Ti kameni so ležali vsi pod sv. cesto, razvlečeni notri do ogradovega zida in vhoda. Ker so bile te podnožne plošče urezane tako, da višje omenjena kota med severno dolgo in vzhodno ta zahodno steno preideta v prava, je mogoče ohranjenim določiti mesto, kjer so nekedaj ležale ob stenah. Lisandrov in Arakov podnožna kamena imata vsekana po dva distiha, ki jih je spesnil Ion, dopolnila pa Pomtovv in Rčhl. Ker na ostalih nam ohranjenih podnožnih ploščah razun imena ne stoji ničesar, se je sklepalo, da se je skazala ta posebna čast le admiralu eponimu Araku in dejanskemu poveljniku Lisandru. Lisander si je dal napraviti svoj napis sam, Araku pa, kakor pravi napis sam, so ga dali napraviti Lakedajmonci. Razstavljeni so bili ti kipi tako, da je stalo v sredi dvorane 9 kipov, ob zahodnji steni 4, ob keverni 18 (morebiti 19), ob vzhodnji pa 6. V sredi sobane so stali od vzhoda proti zahoda Dioskura, Zen, Apolon, Artemida, Posejdon, Lisander, Agija, Hermon; ostali navarhi pa so bili razpostavljeni tako, da sla siala na zahodnjem in vzhodnjem koncu Lakona, med njima pa kakor bitja menjše veljave ostali zavezniki. Kdor je torej vstopil v dvorano, da si ogleda to mnogobrojno družbo atenskih zmagovalcev, je stopil na desni konec v sredi dvorane stoječih kipov, si ogledal bogove in glavne vodnike, potem pa je prestopil ob zahodnji zid, kjer so stali kakor živ okvir okoli ovih poveljniki njihovih zaveznikov. Merodajna je bila pri razstavljanju teh podpoveljnikov lega njihove domovine. Prvi stoje vsi tisti, ki jim je bila domovina na vzhodu, njim sledijo prebivalci Grške. Devetorici umetnikov iz raznih mest je bilo poverjeno to delo. Vhod je bil na zapadni strani. Pred njim je bil 2 m dolg in 2 m globok prostor, ki ga smemo primerjati veži. V to vežo ste vodili s cesto dve stopnjici. Iz iste veže se je prišlo skozi zid na zahodu na nekoliko višje ležečo polukrogu podobno dvorano, v koji so stali kipi argivskih kraljev. Ta dvorana ima podobo v breg vrezanega polukroga, kojega premer znaša 13'74 m. Premer teče vzporedno s sv. cesto. Obodova višina brez venca okrajnikov meri 3-17 m. Tlak leži P25 m nad ploščadjo, ki smo jo imenovali vežo ; sestavljen je iz lepih četverovogljatih plošč iz šentelijaškega apnenca. Ob obodovem zidu leži od vzhodnjega do zahodnjega konca P25 širok, 0T2 nad tlak vzdignjen prag, na kojega so položene 0'82 m globoke, 0'32 m visoke podnožne plošče tako, da je prostega prostora do oboda 0‘31 m. Teh podnožnic je bilo 16, našlo pa se jih je do zdaj samo 11. Obod tega spomenika je dvojen. Zunanji je zgrajen iz neobdelanega kamenja, ker ga prikriva očesu severno pobočje, znotranji pa je sestavljen iz 7 skladov četverovogelnikov nejednake višine. Skladi leže vodoravno, ali pokončni spehi niso vsi navpični, da tvore vsi spehi vkljub svoji pravilnosti Vendar nedolgočasno mrežo, primerno ozadje pred ta obod postavljenim kipom. Zgoraj robi obod sklad po koncu stoječih plošč (òpU-oavavac pokončnice)? ki jih spenjajo zgoraj mlajše spone, da ima stavba primemo krajevico. S to vred meri obod od tlaka do zgornjega roba 3*93 m visokosti. Posamezni kosi višje omenjenega praga ob obodu imajo obliko platišč, ker gledajo vse postranske ploskve na središče cele zgradbe. Ravno tako so prikrojene tudi na ta prag vdelane podnožne plošče. Večina teh podnožnic nam je ohranjena, med njimi tudi take, da na njih ni napisov, niti sledij. Iz tega dejstva sklepa Pomtow po pravici, da so kipi stali razvrščeni na skupine in da so med skupinami bile prazne vrzeli. Kamenov pa, na kojih sta stala Hipermncstra in njen oče, ni več najti. Na sprednji strani so pod-nožnice popisane. Imena oseb, kojih kipi so stali na ploščah, pa so vsekana tako, da se čitajo od desne proti levi, da ogledovalcu ni bilo treba hoditi ob napisih semtertje. Da je umetnik res hotel ustreči obiskovalcu, priča njegov podpis, ki je vsekan v navadnih črkah, ki se čitajo od levice proti desnici. Na obeh koncih je stala po jedna pokončnica, proti sredi pa ste ležali dve podnožnici prazni, tako da so stali kipi v treh skupinah. Vzhodnja je bila Danajeva, srednja Akrisijeva, zahodnja pa Herakljeva. V prvi sta stala Danaj s hčerjo Ilipermnestro, v drugi Linkej, Abant, Akrisij, Danaa, Persej, v tretji pa Alektrion, Alkmena in Heraklej. To pa ni preprosta vrsta argiv-skih kraljev, nego to je rodopis Heraklejev, v kojem nastopa Zen sam kakor oče. Po tem rodosledju bi bil Heraklej čisto argivskega rodu. Tako je stal argejski spomenik po prostoru in vsebini nad Lisandrovim kakor politiški ugovor Argivov proti Spartanom. »Posvetili so te kipe Argeji, ker so se udeležili s Tebljani in Epaminondo ustanovitve Mesene14, pravi Pavsania II. x. 'E. X. 10. 5 in mi nimamo tehtnih ralogov, da bi mu ne verjeli. Torej se je ta lep spomenik izdelal med 369—367. Slava za ta umotvor pa gre Argivu Antifaneju (’Avrv.pavrjs). Na konec bi bilo treba še govoriti o posameznih kipih in o skupinah, kako čustvovanje so vzbujali ogledovalcu; ali ker nimam prostora, omenim le toliko, da Antifanej nikakor ni stremil po kaki shetnatiški simetriji, nego da so vse posameznosti služile izrazu skupne misli v vsej čistosti. Umetniška misel tega kraljevskega daru pa nima očitne politiške osti. Tu si imel pred seboj visoko pesen na starodavno argivsko slavo iz tistih časov, ko so še bogovi zahajali med svoje ljubljence, ko sta se porodila najdrzneji in naj-krepkeji vseh junakov, Persej in Heraklej. Ta kraljevi spomenik neče poveli-čavati hitro ginoče slave, ki jo daje kak srečen dogodek, kakor je storil Lisander, ampak namen mu je uteleševanje misli, da se česti najlepše, kdor spoštuje svoje prednike. Spomeniki ob levi strani svete ceste. Kdorčita Pavsanijeve II. t. 'E. X. 9. 2. in 3., izve, daje ob vhodu v Apolonov ograd, stal spomenik, ki so ga postavili Krotoniati po bitki pri Salaminu svojemu krajanu v Delfe; ali polasti se ga dvom, je li stal kip zunaj, ali znotraj ogradovega ozidja. Ker pa je znano, da se pred rimsko dobo v Delfih spomeniki, ki so bili posvečeni Apolonu, niso stavili pred ozidje posvečenega mu ograda in ker so našli Francozi pri kopanju največji kos podstave tega spomenika na levi strani svete ceste tik ob ozidju, smemo verjeti, da je stal Failov spomenik kakor prvi ob levem robu sv. ceste. Mimo omenjenega kosa nekedanje podstave so se našli še trije kosi, iz kojih sklepa H. Bulle, da je okrogla podstava merila v premeru 2'37 m. Iz ostankov vsekanega napisa, ki pa ni ohranjen cel, sklepa Hauvette, da se je postavil spomenik 460 ali 450 pr. Kr. — Fail je bil po Herodotovih besedah xpij rcuthovtxTjs; ali zato mu Krotoniati pač niso postavili spomenika, ampak da bi proslavili Failovo rodoljubje, ki mu je velelo priskočiti Grški na pomoč proti Peržanom. Z lastnim denarjem je opravil ladjo in se udeležil bitke pri Salamini, on je bil s svojimi ljudmi jedini zahodnji Grk, ki je storil 1.480. svojo narodno dolžnost. Ravno to rodoljubje je pripravilo Pavsanijo, da omenja spomenik tega moža, dasi pravi sam, da zmagovalcev pri narodnih igrah ne bo našteval: Pavsanija skazuje spoštovanje rodoljubu, ne atletu. V prepir o prašanju, ali je stal Miltiadov spomenik na desni ali levi strani sv. ceste, se zdaj ni treba vtikati nikomur, ker je rešil H. Pomtow vse prepire, ki so se vneli glede na ta spomenik. Zasledil je na levi strani ceste 16'4 m od vzhodnjega ogradovega zida temelj starodavnega spomenika, ki leži na svojem prvotnem mestu. Ohranjeni kos tega temelja je dolg P3 m, oddaljen od nasproti ležečega arkadskega spomenika 6-4 m, od južnega ozidja ('EXXrjvtxó) do njegovega prednjega lica pa je 8 m. Ta ostanek tvorita dva sklada šentelijaškega apnenca. Opirajoč se na Pavsanijevo poročilo in na podrobno poznavanje krajevnih razmer je dokazal Pomtow neovrgljivo, da je ta kos temelja ostanek velikega temelja, na kojem so stali atiški eponimi z Miltiadom. Podstava temu spomeniku je bila dolga 14’5—16 m, globoka morebiti 2 m, visoka pa na vzhodnjem koncu 2-5 m. Ležala je vzporedno s cestoj, odmeknjena od nje proti juga za 2’5 m. Vzhodnja stena je bila od ozidja odmeknjena kake 4 m. Zgrajena je bila ta podstava iz 6—7 skladov četverovogeljnikov, ki so proti zahodu, kjer je pobočje višje, izginjali pod zemljo ali pa prenehavali. V vrhovne temeljne plošče je plitvo vdelana ravnica (e&kivnjpfa), ki je umeknjena proti robu za 0T7 m in izginja na zahodnji strani v zemljo. Na ravnici je ležal podnožnik, ki sta ga sestavljala dva sklada, morebiti samo jeden, tako, da so nastale stopnice. Vse plošče, ki so se dvigale nad ravnico, je bilo videti od vseh stranij. Zahodnji konec je ležal vštric konca arkadskega spomenika 20 m od vhoda; temelj je seveda gledal na obeh straneh izpod ravnice. Na tej podstavi so bili razpostavljeni iz brona ultiti kipi Atene, Apolona, Miliada, sedem*) eponimov staroatiških okrajev (Erehtej, Kekrop, Pandion, Leont, Antioh, Ajgaj, Akamant) kraljev Kodra, Teseja in Filaja. Kje so stali kipi v pozneji dobi nastalih novih okrajev, ki so dobili imena po Antigonu, Demetriju in Ptolemaju, nam Pavsanija ne pove. To molčanje razume, kdor pomisli, da je pisal potopisec knjige potovalcem, ki so na mestu sami videli, kje stoje, ker jih je bilo spoznati po zunanjosti. Da nam ne imenuje Pavsanija »Aianta, Oineja, Hipotoonta", si menda moramo pojasniti tako, da so morali prepustiti svoja mesta novim eponimom; nekateri starinoslovci pa trdijo, da so starim eponimom izpremenili imena v nove; kar pa je nekoliko neverjetno. Teh šestnajst kipov je bilo lahko izdelati in postaviti tako, da niso stali kakor dolgočasna vrsta jednako opravljenih in jednako kretajočih se vojakov *z naše dobe. Dve atiškodelfski božanstvi z zmagonosnim vojvodo so se dali *) Toliko jih je stalo tam, ko je Pavsanija obiskal Delfe. kaj primerno združiti v skupino, ki jo je ugledal prvo, kdor je prestopivši vhod pogledal na levo stran sv. ceste. Kakor zastopniki domače vojske so stali eponimi združeni v drugo skupino, v kojo je spravil umetnik življenje in mnogoličnost podelivši posameznikom razno opravo, različno orožje in primemo mnogolične kretnje. Tu so stali združeni junaki, koje je bil ukazal Apolon sam postaviti novo ustvorjenim filam za zaščitnike pred kakimi deset leti. Kakor pa je stalo na vzhodnjem voglju troje imenitnih kipov uprizarjajočih zmagovalca pii Maratonu in njegova božja pomočnika združenih v izrazito skupino, tako so stali na zahodnjem koncu vsega spomenika začetnik Miltiadovega rodu in pa dva najslavnejili atenskih kraljev združeni v umetniško lepo skupino. Pogled na ta spomemenik torej nikakor ni vzbujal dologčasnosti, četudi ogledovalec ni ravno mislil na velevažni pomen dejstva, ki ga proslavlja spomenik. Seveda bi se misel na dolgočasno vrsto ne smela poroditi, da bi bilo resničo, kar pravi Pavsanija II. t. 'E. x. 10. 1 (xoùg piv Sr/ xamXEypévous OsiSta? £7iob]ae). To pa zaradi Feidijeve mladosti ni verjetno, dasi ne bomo trdili, da bi ne bilo mogoče. Da je bil Pavsanija o resničnosti svoje trditve prepričan, se ne da dvomiti; pač pa se sme dvomiti, je li pravilno čital umetnikov podpis na spomeniku. Pomislimo, da je preteklo med dobama, ko se je postavil ta spomenik in ko je Pavsanija ga ogledaval in o njem pisal, okoli šeststo let! Ali je izključeno, da je delovanje podnebnin obrusilo kamen tako, da ni bilo več točno čitati morebiti le plitvo vsekanega podpisa? Vrh tega je bila stara pisava dovolj različna od mlajše in taka, da je bilo precej lahko zameniti imeni, v kojili je bilo več podobnik črk. Ti razlogi so pripravili za Delfe vrlo zasluženega učenjaka Pomtowa do prepričanje, da je izdelal Miltiado v spomenik za maratonsko zmago ne Feidija, nego učitelj njegov Hegija ('Hyla?). O še ostalih spomenikih spodnjega konca svete ceste govoriti, mi letos ni mogoče; kajti hic, nollem, longae finis chartaeque viaeque est. wmm ti h .'£* ¥]-'WBk ■ '■>}?' m n £%m « -g .§ s ’tì5 o ■§ o-S S M 'S > 5 O S p. .5, g f I 11 12 ^ rt tì £ ^ .S 3 « “ 3* TT-I Tj +-» O 03 rt p, <3 N ^ -> d j '5? 3 : g- 3 g » , Sij oM 3*1 * > i B 3 si c g ' « .* ■Ef r) P «■S &H .5 ~> o ^ P »S t> T3 Die Moosflora des Bachergebirges. Von Julius Glowacki. Vorwort. Die bryophytische Flora des Bachergebirges, des óstlichsten Auslàufers der sudlichen Alpen, der auf seinem Rùcken nodi Bestande der Krummholzkiefer tragt, ist lange nidit so bekannt, wie jene der Sudeten, die seit Anfang des 19. Jahrhundertes (K. Ludwig, J. Ghr. Starke, J. Seliger) in ununterbrochener Reihenfolge bis zur Gegenwart von tùchtigen Mooskennern. insbesondere von Breslau aus (L. v. Flotow, Chr. G. Nees von Esenbeck, J. Milde, G. Limpridit и. a. m.), begangen und durdiforscht wurden. Wenn wir bedenken, daB insbesondere das Riesengebirge die einzige Erhebungsmasse der Sudetenlander darstellt, die einen ausgesprochenen Hocbgebirgscharakter tragt, so werden wir uns nicbt wundern, daB alle Botaniker Bòhmens, Màhrens und Schlesiens daliin stròmen, um dort zu sammeln. Zudem war Breslau stets ein Sammel-punkt hervorragender Pflanzenforscher, die das Riesengebirge zu einer Schule fùr das Studium der kryptogamischen Gewachse machten. Dessenungeachtet gehórt das Bachergebirge mit Ausnahme vielleicht einiger Landstriche in Niederósterreich zu den in dieser Hinsicht am besten be-kannten Landscliaften der ósterreichischen Alpen. Der erste Bryologe, der das Gebirge beging, war mein unvergeBlicher Lehrer, der Kustos am botanischen Hofmuseum und botanischen Garten, spiiter Professor an der Universitat in Wien, H. W. Reicbardt, der die Resultate seiner Forschungen auf dem Bachergebirge in der Abhandlung „Beitrag zur Moosflora Steiermarks“ in den Verhandlungen der k. k. zool. bot. Gesellschaft in Wien, 1864, S. 137—146, publizierte. Spater wurde das Gebiet von dem bervorragenden, gegenwartig hochbetagten Bryologen, dem Freunde, dem icb die Einfùhrung in die bryo-logische Forschung zu danken babe, dem Architekten Johann B rei dl e r tnehrmals sehr eingebend und mit groBem Erfolge durchforscht. Audi der к. k. Obergeometer i. R. Friedrich Krupička, seither bereits gestorben, beteiligte sicli an der bryologischen Bekanntmachung des Gebietes. Endlich sind noch meine eigenen Kreuz- und Querfahrten durch das Gebirge zu er-withnen, die als bryologische Ausflùge bis zum Jahre 1884 zuruckreiclien und durch mandi seltenen Fund belohnt wurden. Die Resultate dieser bis zum Jahre 1891 fùr die Laubmoose und bis zum Jahre 1894 fùr die Lebermoose fortgefùhrten Arbeiten wurden von Job. Breidler in seine mustergiltigen Werke „Die Laubmoose Steiermarks und ilire Verbreitung“, Graz, 1891, und »Die Lebermoose Steiermarks”, Graz, 1894, eingefùgt. DaB idi es trotzdem unternehme, die Moosflora des Bachergebirges einer neuen Bearbeitung zu unterziehen, dafùr bestimmten mieli die nachfolgenden Grónde. Erstlich fanden die Mooee dieses Gebietes nodi niemals eine zu- GG sammenhangende Darstellung und auch in den bestehenden Monographien des Bachergebirges fehlt ganz und gar jede wissenschaftliche Erwahnung der-selben. Ferner wurde das Gebiet dieses Gebirges von mir seit dem Jahre 1896 oft begnngen, neue Standorte seltener Pflanzen entdeckt, die noch nirgends eine Veròffentlichung fanden, ja auch Arten nachgewiesen, die niemals zuvor im Gebiete angetroffen wurden, so daB meine Arbeit nicht alleiti als eine Zu-sammenfassung, sondern auch als eine Erganzung des Breidler’schen Werkes zu betrachten sein wird. SchlieBlich erschien es mir angemessen, fur die zur Feier des 150jabrigen Bestehens des Marburger Gymnasiums veròffentlichte Festschrift einen Beitrag zu liefern, welcher einer monograpbischen Bearbeitung eines Landstriches gilt, der in dem landschaftlichen Rahmen der Stadt Marburg einen hervorragenden Anteil einnimmt. Nicht zuletzt wollte ich auch meinen Fachgenossen im Mittelschullehramte eine Anregung geben, siclt an der krypto-gamischen Erforschung unseres schónen Vaterlandes zu beteiligen, da auf diesem Gebiete der botanischen Wissenschaft bei uns noch vieles zu leisten ubrig bleibt, bis wir uns in dieser Hinsicht mit den ubrigen Làndern Mittel- und Westeuropas werden messeti kònnen. Dem eigentlichen bryologischen Teile, der Darstellung der Moosvegetation des Bachergebirges, schickte ich eine sehr knapp gehaltene physiographische Beschreibung des Gebirges nach seiner geographischen Lage und Begrenzung, naclt seiner tektonischen Zusammensetzung und nach seiner oro- und hydro-graphischen Gliederung voraus, um auch dem Fernstehenden das Verstandnis fur die Beschatfenheit der heutigen Moosflora des Gebirges zu erschlieBen. Auch die allgemeinen phytographischen und die Siedelungsverhiiltnisse des Ge-bietes wurden kurz gestreift, so weit es zu dem angegebenen Zwecke dienlich schien. Dann folgt eine systematische Aufzahlung aller im Gebiete beobachteten Arten und wichtigsten Varietaten nach den Hòhenregionen ihres Vorkommens, endlich ein Verzeichnis der selteneren Arten nach ihren speziellen Standorten. Bei der Aufzahlung der Arten befolgte ich u. z. bei den Lebermoosen das von V. Schiffner und bei den Laubmoosen das von V. F. Brotherus in A. Engler und K. Prantl, Die Naturlichen Pflanzenfamilien. I. T. 3. Abt. ange-wandte System. Nachdem jedoch die Bearbeitung der Laubmoose von Brotherus noch nicht abgeschlossen vorliegt, so kònnte gefragl werden, warum ich mich dabei nicht lieber an eines der gegenwàrtig in Mitteleuropa, Frankreich und Italien allgemein ùblichen Werke gehalten habe, in denen das von W. Ph. Schimper in der Bryologia europaea von Bruch, Schimper und Gùmbel, Stgt. 1836—56 entwickelte und spiiter in W. Ph. Schimpers Synopsis Muscorum europaeorum, ed. 2., Stgt. 1876 verbesserte System zur Anwendung kommt. Dieses System liegt der Bearbeitung der Laubmoose fur die 2. Auflage der Rabenhorst’schen Kryptogamenflora von Deutschland, Òsterreich und der Schweiz von K. G. Limpricht (Leipz. 1890—1904), N. Boulay, Muscinées de la France. I. Mousses. Paris 1884, und erst neuestens wieder G. Roths Die Europàischen Laubmoose, Leipzig 1904 und 1905 zu Grande. Idi kann hier nicht umhin, mein Bedauern auszusprechen, daB noch immer àngstlicb an den systematischen Grundsatzen Schimpers festgehalten wird, obwohl unser-ósterreichischer, nicht hoch genug zu schàtzender Bryologe JakobJuratzkain seinem allerdings erst nach seinem Tode erschienenen, leider unvollstàndig gebliebenen Werke Die Laubmoosflora von Ósterreich-Ungarn, handschrifticher NachlaB Jakob Juratzkas, zusammen-gestellt von J. Breidler und J. B. Forster, Wien, 1882, offenkundig den rich-tigen Weg zar Aufstelluug eines natùrlichen Moossystems gewiesen hat. Es soli hier den groBen Verdiensten, die sich Schimper um die Systematik der Laubmoose erworben, nicht nahegetreten werden. Es gibt jedoch einen Fort-schritt in der Wissenschaft, dem man auf alien Gebieten derselben Rechnung tragen muB. Schimper war nodi der Ansicht, daB die sog. Moosblute und die sog. Moosfrucht den Blùten und Frùchten der Phanerogamen entsprechen, und glaubte, wie sich die natùrliche Verwandschaft bei diesen in erster Linie in den Blùten und Fruchten ausspreche, mùsse auch das natùrliche System der Moose hauptsàchlich auf Blùte und Frucht begrùndet werden. Nachdem W. Hofmeister (1851 — 1868) den Generationswechsel in der Pflanzenwelt entdeckte und in einer bis daliin ungekannten und ungeahnten Weise die Ein-sicht in die natùrliche Verwandtschaft der Gewachse erschlossen hatte, ware die Irrigkeit der Schimperschen Voraussetzung sofort zu erkennen gewesen, die wahre Erkenntnis schlug jedoch bei den bryologischen Systematikern nicht durch. DaB die Verwandtschaft der hòheren Phanerogamen hauptsachlich in den Blùten und den daraus hervorgehenden Frùchten iliren Ausdruck finden mùsse, wird jedem klar, der weiB, daB sich die Manigfaltigkeit dieser Gewachse parallel mit der Differenzierung der Gattungen und Arten der fliegenden Insekten durch die vielseitige Anpassung dieser an die Blùtenteile jener und umgekehrt seit dem Beginne der Tertiàrzeit her vollzogen habe. Jeder, der etwas Botanik gelernt, fragt, wenn er eine ihm unbekannte phanerogame Pflanze der Angiospermen-Reihe vor sich hat, zuerst nach den Blùten und Frùchten und bedauert haufig, ihre Zugehórigkeit nicht bestimmen zu kónnen, weil diese Organe fehlen. Ganz anders bei den Moosen. Da prùft man zuerst Wachstum und Verzweigung des Stengels, den Bau der Blàtter und sucht nach dem Orte, wo die Antheridien und Archegonien zur Entwicklung kommen, weil sich bei dieser Pflanzengruppe die Verwandtschaft in erster Linie am Gameten, an der geschlechtlichen Generation, ausspricht, womit nicht geleugnet werden soli, daB auch der Sporophyt, die Mooskapsel, schàtzenswerte Merk-male aufweist. Indessen verbirgt sich der Gametophyt bei den Phanerogamen ganz in die Gewebe seiner Mutterpflanze, des Sporophyten, und tritt in seiner Entwicklung, insbesondere bei den Angiospermen, ganz zurùck, so daB ihm nur eine hóchst untergeordnete Bedeutung in systematischer Hinsicht zukommen kann. Das Aufsuchen von weiteren Homologien mit dem Gameten der Moose ware demnach in systematischer Hinsicht von keinem Erfolge begleitet. Wollen wir ein natùrliches System der Laubmoose, so mussen wir alle Merkmale in gleicher Weise abwàgen, ein Vorziehen des Sporogons muB notwendiger-weise zu einem kùnstlichen System fùhren. In erster Linie ist die Schimper’sche Grappe der kleistokarpischen Moose als eine ausgesprochene kùnstliche Vereinigung ganz aufzulassen. Es ist ein Naturgesetz, daB sich nur die Angehórigen sehr nalie verwandter Spezies mit Erfolg kreuzen. Ebenso laBt umgekehrt die Entstehung von Blendlingen auf 5* die nahe Verwandschaft der Eltern schlieBen. Es gibt. nun tatsachlich Blendlinge von kleistokarpischen undstegokarpischen Moosen (Pleuridium subulatum X Ditrichum pallidum= Ditrichum astornoides Limpr., Bruchia palustris X Ditrichum pallidum = Ditrichum Breidleri Limpr., Physcomitrella patens X Physcomitrium sphaericum = Physcomitrella Hampei Limpr.). Es kónnte allerdings behauptet werden, dies seien keine Blendlinge. Ich bin auf Grund meiner Beobachtungen fest uberzeugt, daB die angefùhrten Moose Bastarde sind, daB es noch andere Blendlinge auBer den erwahnten gibt, die man bisher ais Ùbergangsformen hei Seite gestellt liat, und daB man bei aufmerksamer Beobachtung noch verschiedene weitere ent-decken wird. Das eine werden aber die Zweifler doch zugestehen mussen, daB es mit Rùcksicht auf die oben angefùhrten Moosformen gelegentlich alie IJbergiinge zwischen kleistokarpen und stegokarpen Gattungen gebe, wodurch ja die nahe Verwandtschaft beider ebenfalls zur Genuge dokumentiert erscheint. Wie nahe verwandt sind ferner das kleistokarpische Hymenostomum rostellatum einerseits zu den ubrigen stegokarpen Hymenostomum-Arten und anderseits zu Astomum crispum, Phascum (Mildeella) bryoides einerseits zu den Pbas-cum-Arten, anderseits zu Pottia! Derlei Beispiele lieBen sich bei verscbiedenen Familien der Laubmoose noch weiter vermehren. Im Angesichte solcher Tat-sachen wird man das Beibehalten der Kleistokarpen-Gruppe doch durch nichts Stichhaltiges verteidigen kònnen. Das Festhalten eines konservativen Stand-punktes aus Bequemlichkeit und aus praktischen Interessen mit Rucksicht auf die leichtere Bestimmung der Moose durch An fùnger ist dort, wo es gilt, ein naturliches System zu schaffen, welches alleili auf VVissenschaftlichkeit Anspruch erheben kann, ganz und gar unstatthaft. Man mag ja in Be-stimmungsschlùsseln von dem Merkmal der Kleistokarpie Gebrauch machen, wie auch das Linne’sche Pflanzensystem zu diesem Zwecke noch lange in Gebrauch war und es teilweise noch ist, wahrend es zur wissenschaftlichen Anordnung des Gewachsreiches schon langst auBer Gebrauch steht. Auch die Weisiaceen Schimpers sind eine kdnstliclie Grappe, basiert auf ein recht hinfalliges Merkmal des Peristoms ihrer Kapsel, und mussen bei der offenkundigen Verwandtschaft zu Trichostomum mit den Pottiacen ver-einigt werden. Nach Juratzka erkannte S. 0. Lindberg die Unzulanglichkeit des Schim-per’schen Systems und legte d>e Grundzuge eines neuen Systems in seinem Werke: Musci scandinavici in Systemate novo naturali dispositi, Upsaliae 1879*) nieder. Er bezeichnete dieses System ausdrucklich ais ein naturliches, wobl hauptsachlich in Bezug auf die Auflassung der Kleistorkarpen-Grappe und mit Recht. Allerdings haben weder Juratzka noch meines Wissens wenigstens Lindberg eine Begrundung ihrer Einteilung gegeben, jedenfalls weil sie glaubten, es sei selbstverstandlich, daB sie damit eine Verbesserung erzielten und es bedùrfe bei den Fachkundigen keiner weiteren Beweisfùhrung. Die Folge lelirte freilich, daB sie sich in dieser Annahme irrten, da sie nicht gehort wurden. Aus den bryologischen Werken wanderten die Grundzuge des Schimper’-schen Systems auf Treu und Glauben in die neuesten wissenschaftlichen Hand-bucher der Botanik und von hier wieder auf dem gewohnten Wege kritikloser *) J. Juratzka starb 1878. Entlehnung in die Lehrbùcher hinuber. Hier standen sie dann und stehen noch jetzt neben einem hochentwiekelten, den neuesten Eorschungen auf dem Gebiete der Morphologie und Phytopalaeontologie angepaBten naturlichen Systeme der Phanerogamen, um von hunderten von Schiilern gelernt zu werden. — Moge dem Systeme Brotherus, der in die FuBstapfen der Schópfer des naturlichen Laubmoossystems getreten ist, ein besserer Erfolg beschieden sein! E i n 1 e i t u n g. In jenem Teile der Alpen, der sich óstlich von der Eisack-Etsch-Furche und sudlich von der Rienz-Drau-Linie nach Osten hin ausdehnt, gehóren die Aufbrùche krystallinischer Schiefergesteine zu den untergeordneten Gesteins-vorkommnissen und sind dieselben durch weite Zwischenràume von einander getrennt, die von jùngeren Gebirgsgliedern ausgefullt werden. Hauptsàchlich walten da die Kalksteine der mesozoischen Formationen vor, so daB sich dieses Gebiet im Aufbau von der zentralen Zone der Alpen wesentlich unter-scheidet und den sudlichen Kalkalpen zugezahlt wird. Solche altkrystallinische Gehirgsteile in dem gedachten Gebiete sind der Horst der Cima d’Asta nord-òstlich von Trient, das Schiefergebirge, das óstlich von Brixen und sudlich von Bruneck das Knie zwischen den Tàlern des Eisack und der Rienz aus-fullt, die Aufbrùche des kristallinischen Grundgebirges in der Gailfurche, der von West nach Ost ausgedehnte St rei ferì von GneiBen, Glimmerschiefern und Phylliten bei Eisenkappel und Schwarzenbach in Karaten, das Bachergebirge und endlich zahlreiche untergeordnete Vorkommnisse im kroatisch-slawonischen Berglande, die daselbst wie Inseln aus dem tertiaren Hugel- und jungen Schwemmlande emportauchen. Bemerkenswert ist es nodi, daB dieses Vor-kommen fast an alien genannten Òrtlichkeiten von vulkanischen Intrusionen granitisch-tonalitischer Gesteine begleitet wird. Je gròBer der Zwischenraum zwischen diesen Aufbruchen der àltesten Gesteine und der Zentralzone der Alpen ist, desto auffallender gestaltet sich dieses Vorkommen sowohl in geo-logischer und landschaftlicher als aneli in botanischer Hinsicht durch das Auftreten einer kieselholden Vegetatìon, die hier mitten im Kalkgebirge festen EuB gefaBt hat. Das Bachergebirge hàngt mittels zweier schmalen Streifen krystallinischer Schiefer, welche aufgeschlossen ùber das Draubett auf dessen Sudseite heruber-setzen, mit der kompakten Masse der Karntner Zentralalpen, u. zw. mit dem Koralpenzuge zusammen und wird darum von den neueren Geographen*) zu den Zentralalpen gerechnet, wàhrend es nach der Einteilung von Sonklar der sudlichen Zone zufiel. In der vorliegenden Arbeit soli mehr aus praktischen als aus theore-tischen Grflnden die Grenze des Bacher-Gebietes langs einer Linie angenommen Werden, die von Marburg an der Drau aufwarts bis zur Einmundung der MiB bei Unterdrauburg, von hier langs des Mifilingbaches bis St. Leonhard, dann langs der BezirksstraBe bei Ober- und Unter-DoliC voruber nach Weitenstein, Stranitzen und Gonobitz an die Drann, langs dieser bis Pòltschach zieht und *) C. Diener, Bau und Bild der Ostalpen und des Karstgeliirges, Wien 1903. von hier làngs der Sudbahn bis Marburg zurùckkehrt. Diese Umrahmung schlieBt demnach aufier dem Gebirge noch einen Teii der angrenzenden Ebene ein, die man faglieli als den FuB des Gebirges ansehen kann. Die grófite Lange dieses Gebietes zwischen der Mundung der MiB in die Drau und der Drann bei Pòltschach miBt 52-5 Km, die gròBte Breite von diesem zuletzt genannten Punkte bis an die Drau bei Lembach 28 Km. Das Gebirge, dessen Achse von West nach Ost gerichtet ist, zeigt auf der Hòhe plateauartige breite Rucken oline bedeutende Einschnitte, nimmt von West nach Ost an Hòhe ab und verflacht sich hier allmàhlich ins Pettauer Feld. Nach den iibrigen Weltgegenden, insbesondere nach Norden sind die Abhànge steiler. Tiefe Tàler, die sich nach aufwàrts haufig zu Schluchten verengen, schneiden allenthalben in die Erhebungsmasse ein: von ihnen sind als die wichtigsten das des Trofiner Baches, des Kirchenbaches bei Salden-hofen. des Wucherer Baches, der Velka, des Radelbaches, der Lobnitz und des Feistritzbaches ini Norden, das des Frauheimer, Pulsgauer, des Devina-, Feistritzer und Oplotnitzer Baches im Osten und Sùdosten, das der Drann, des Hudina- und MiBlingbaches im Sùden und das des Barbara-Baches im Westen anzusehen. Im Westen hàlt das Gebirge auf eine ziemlich weite Strecke eine mittlere Hòhe von 1500 m ein. Hier ragen auch die hòchsten Erhebungen der Črni vrh mit 1548 m und die Velka Kapa mit 1542 m als Kuppen aus dem abgerundeten Rucken ernpor. Dichte Walder, meist gemischte aus Buchen, Tannen und Fichten zusammengesetzte Bestànde, bedecken Oberali die Ab-hiinge des Gebirges. Die menschlichen Siedlungen sind meist zerstreute Gehòfte, die niemals liber eine Hòhe von 1000 m hinausgehen. Geschlossene Ort-schaften sind innerhalb des Gebirges selten. Solche sind Reifnig (715 m), St. Lorenzen (440 m), Ròtscbach (380 m), Tainach (667 m), St. Martin (780 m) ; u. a. Der Rucken des Bachers ist in der Regel bewaldet; ausgedehnte Berg-wiesen bekleiden ihn hauptsiichlich im westlichen Teile, so auf der Mala und Velka Kapa, auf dem Črni vrh, ferner flnden sich solche auf dem Kasjak bei St. Lorenzen und auf der Rogla bei Ròtschach, der einzigen Ortlicheit, wo beute noch eine regelrechte Almwirtschaft betrieben vvird (Gonobitzer Schwaig-berg). Auf der Hòhe des Bachergebirges flnden sich auch ziemlich ausgedehnte Moorgrùnde, die mehr oder weniger dicht mit der Krummholzkiefer (Pinus Mughus) bestanden sind. Auf einigen von ihnen findet man mitten in den Legfohrenbestanden tiefe Moortumpel (sog. Seen). Auf der geologischen Uber-sichtskarte des Herzogtums Steiermark von Dionys Stur, Graz 1863 und 1864, sind die Hochmoore auf dem Klopni vrh und am Kamenitec, die auf der Planinka (St. Lorenzer Seen) und jene bei den Reifniger Seen ausgeschieden. AuBerdem wàren noch die Moorgriinde um den sog. Teich in den Wald-revieren der Herrschaft Gonobitz oberhalb Oplotnitz und ein kleines Moor mit einem offenen Tumpel in der Nahe des vorderen Bacherkogels (Žigertov vrh 1345 m) zu nennen. Das Bachergebirge besleht aus einem zentralen Intrusionskern von Granit, den ein Mantel von kristallinischen Schieferu, Gneis, Glimmerschiefer und Phyllit, umgibt. Innerhalb dieser krislallinischen Hfllle trelen da und dort in untergeordneter Ausdehnung nodi kristallinischer Kalk (Marmor), Amphibol- schiefer und Serpentin auf. Andere Gesteine wie Eklogit und Granulit er-scheinen nodi seltener und komrnen hier nicht weiter in Betracht. Ausge-dehntere Nester des weiBen Marmors finden sich in der Getneinde Planica oberhalb Frauheirn, bei Oberneudorf oberhalb Windischfeistritz und bei St. Kunigund nachst Rotschach, wo das Gestein auch aufgeschlossen ist und seit undenklichen Zeiten in Steinbrùchen gewonnen wird. Bernerkenswert ist in dem oben begrenzten Gebiete des Bachergebirges eine breite Zone miozaner Gesteine, Mergelschiefer, Schiefertone, Konglomerate und Sandsteine, insbesondere der sog. Solzka-Schichten, die sich von Salden-hofen an der Drau iiber St. Anton, Reifnig, St. Lorenzen hinzieht und bei Faal wieder an die Drau herantritt. Auf diese Weise wird ein Streifen ar-chaischer Schiefergesteine vom Massiv des eigentlichen Bachergebirges ab-geschnitten, der sich an der Drau von Wuchern an iiber Maria in der Wùste bis nach Faal hinzieht und tektonisch eigentlich zum Posruckgebirge gehòrt, das auf dem jenseitigen Ufer der Drau in westóstlioher Richtung das FluBtal begleitet. Sotzkaschichten berainen auch den SudfuB des Bachergebirges von Unter-Dolič iiber Weitenstein nach Gonobitz, sowie den Nordabhang des Gebirges bei Lembach und Maria-Rast, wàhrend pliozane Sande, Schotter (Belvedereschotter) und Lebm dem Ost- und SudostfuBe des Gebirges an-gelagert sind. Heben wir nodi hervor, daB im Kirchengraben bei Saldenhofen und im Trofinergraben Werfner Schiefer ein ziemlich ausgedehntes Gebiet einnehmen, erwàhnen wir ferner das Vorkominen von obertriasischen Kalken und Dolomiten bei Ober-Dolič nachst Weitenstein und Rotschach nachst Gonobitz, so haben wir die tur unsere Zwecke wichtigsten Gesteinsglieder des Bachergebirges erschópft. Kretazeische Ablagerungen (Rudistenkalke), wie solche bei Pameč nachst Windischgraz, Rotschach und Oplotnitz auftreten, spielen im Gebirgsbaue des Gebietes nur eine sdir untergeordnete Rolle und komrnen hier kaum in Betracht. Dasselbe gilt auch fur das Vorkommen des Leitakalkes bei Gattersdorf. Auf der Ilohe des Bachergebirges findet man nur hcichst selten an-stehendes Gestein, fast liberali ist dasselbe teils mit einer starken Schichte von Wald- oder Moorboden, teils mit Rasen bedeckt. Ausgesprochene Fels-partien bidet die Ortlichkeit Jagerske peči bei Lokanja nachst Oplotnitz, die Kepa und der Plešič-Berg bei Sl. Lorenzen. Dagegen weisen die engen Bach-schluchten des Gebirges haufig entbloBtes Gestein auf, sei es in anstehenden Felswànden, sei es in Blòcken, die in den Bachbetten verstreut liegen, z. B. am Hirschensprung und im sog. Šumik am Wasserfalle des Lobnitzbaches, im Windischfeistritzer Graben u. dgl. in. Ini Gebiete des Hallstàdler Kalkes bei Ober-Dolič und Rotschach findet man dagegen haufig anstehendes Gestein auch auf den Hòhen. Dank den reichlichen Schneefiillen, deren Niederschlage auf dem Rùcken des Gebirges bis tief in den Monat Mai hinein nicht vollends abschmelzen, den hàufigen Regen und Nebeln in der warmeren Jahreszeit sind die Wàlder des Gebirges sehr feucht, die Hange desselben reich an Quellen und erfreueu sich die Schluchten selbst im Sommer einer nie versiegenden Fùlle von Wasser. Die Phanerogamenflora zeigt entsprechend den oben beschriebenen geolo-gischenVerhàltnissen eine groBe Einfórmigkeit. Bernerkenswert ist die Flora der Hoclimoore, auf denenneben der sehon ei wShnten PinusMughus, Vaccinium uliginosum, Oxycoccos, Drosera rotundifolia vorkommen. Merkwùrdig ist auch das Auftreten der Gentiana pannonica und des Rhododendron ferrugineum auf diesen Moorgrunden. Von einem besonderen Interesse ist noch das Vorkommen der Zahlbrucknera paradoxa, die ic’n im Jahre 1900 ini Hudina-graben bei Weitenstein an àhnlichen Òrttichkeiten entdeckte, wie an solchen diese seltene Pflanze im Koralpengebiete vorkommt und far dieses lange Zeit als eine besondere Charakterpflanze galt. Erwàhnenswert sind noch die aus-gesprochenen Serpentinpflanzen Asplenium Serpentini Tausch und adulterinum Milde im Windischfeistritzer Graben. Vor 30—40 Jahren gab es auf dem Bachergebirge noch Unvald. Dórr-linge uralter Fichten und Tannen ragten in die Luffe. Stellenweise, ivo frùher einmal der Borkenkàfer gehaust hatte, bildeten sie ganze geschlossene Bestande. Mit ihren weithin auslangenden diirren Àsten glichen sie im dichten Nebel, der auf der Hóhe des Gebirges besonders im Herbste liaufig einfàllt, riesigen Gespenstern, die ihre langen weiBen Arme ausstreckten. Wenn ein starker Wind i'iber die Hdhe streifte, sttìhnten sie aus dem innersten Marke heraus und unheimlich krachte es im beinharten Holze ihrer Aste. Gelegentlich warf der Sturm einen hin, dall der Wald weithin erdròhnte. Dem elnsamen Wanderer aber wurde es dabei bang ums Herz. Hier wurde es ihm klar, wie in vergangenen Jahrhunderten krassen Aberglaubens eine geangstigte Phan-tasie diese verlassenen Orte mit machtigen Berggeistern bevòikerte. Riesige Baumleichen hemmten den FuB des vonvàrts Eilenden. Auf ilinen selbt sproBten junge Waldgenerationen Qppig hervor. Damals sah man auf den Rinden uberstandiger Tannen und Buchen nicht zu selten die breiten Fladen der Sticta amplissima, die schorfige Sticta scrobiculata, die schuppigen Lager des Telotrema lepadinum und ganze groBe Rasen des Sphaerophorus coralloi-des. Dem letzteren begegnete ich seither auf dem Bachergebirge nie mehr wieder, wàhrend die zuerst erwàhnten schon sehr selten geworden sind. Auf dem òstlichen Kamme des Gebirges fand sich auf alten knorrigen Buchen die Usnea longissima Ag , die echte dieses Namens. Ich fand sie bis-her nur auf Buchen und betone dies, weil man unter diesem Namen in vielen Sammlungen sehr lange Formen der Usnea barbata (L.), der gemeinen Bart-tlechte, antrifft, die ja zuweilen meterlang von dem Geàste alter Tannen, Fichten und Làrchen herabhàngt. In diesem VValdgebirge hauste noch vor 70 bis 80 Jahren der Bar als erb-gesessenes Standwild und im Spatherbste erschallte spi'iter noch von mancher BloBc her der machtige Ruf des Brunsthirsches. Heute ist alle diese Wald-berrlichkeit liingst voruber. So iindert sich, wie gezeigt wurde, in einer verhaltnismaBig kurzen Zeit mit der fortschreitenden Kultur der Gharakler einer Landschaft. Wenn spater einmal unternehmende Herrschaftsbesitzer von Gonobilz, MiBling, Faal oder Windischfeistritz auf den Einfall kommen werden, die Moorgrunde auf der flóhe des Gebirges zu entwassern, um auf den gegenwàrtig unprodukliven weiten Fliichen fruchtbaren Waldboden zu gewinnen und ihn mit wertvollen Fichtenpflanzungen aufzuforsten, dami wird auch die Hochmoorflora auf dem Bachergebirge verschwindcn und kunftige Botaniker werden umsonst nach den Stàtten suclien, wo jetzt noch der pannonische Enzian und das Sonnen-taublùmchen wachst odet' nach den Moortùmpeln, die die seltene var. gigantea der Cephalozia fluitans beherbergen. Die Verteilung der Moose ini Gebiete. Zutn Verstàndnisse des Folgendan inóge es gestattet sein, einige VVorte ùber die Geschichte der Flora unseres Gebirges vorauszuschicken. — Wàhrend das Klima von Mitteleuropa ini pliozànen Abschnitt der kànozoischen Zeit nach und nach eine Verschlechterung erfuhr, zog sich die Nordgrenze seiner miozànen Flora und Fauna in derselben Weise schrittweise gegen Suden zuruck und machte diese allmàhlich den Vertretern eines gemàBigten Kiimas Platz, die von den hòheren Gebirgen herab in die Niederungen einwanderten. So wurde die reiche Pflanzen- und Tierwelt, die in der mittleren Tertiàrzeit unsere damals mit einem fortwàhrenden Friihling gesegneten Landstriche bevòlkerte, nach und nach verdràngt. Die immergrùnen Gewachse, deren Reste in den Mergeln der aquitanischen Schichten des nahen Sotzka bei Weitenstein begraben liegen*) und uns ein sprechendes Zeugnis ablegen fùr die Tatsachen, die wir hier vorbringen, verschwanden damals aus unseren Gegenden und es traten màhlig Geholze mit sommergrùnen Blàttern an ihre Stelle. Als jcdoch im weiteren Verlaute der geologischen Entwicklung unseres Erdballes die mittlere Jahrestemperatur unserer Gegenden eine weitere Er-niedrigung erfuhr und die Schneegrenze in den mitteleuropàischen Gebirgen betrachtlich herabsank, konnte sich auf dem Bachergebirge auch diese Fauna und Flora nicht mehr behaupten. Sie tlel der Ungunst des Kiimas zum Opfer und wurde von einer arktischen Pflanzen- und Tierwelt abgelóst, die zur Eiszeit hier einwanderte. In dieser Periode haben wir uns den Bac'ner als eine rauhe Gebirgslandschaft zu denken, deren Klima durch die Nahe des niàchtigen Draugletschers, der fast ganz Karnten bedeckte, und durch die un-mittelbare Nachbarschaft der groBen Gletscher der Sanntaler Alpen und des Koralpenzuges sehr beeintrachtigt wurde. Wenn auch selbst nicht vergletschert, so trug es gewifi auch im Somnier nicht ganz abschmelzende Firnfelder auf seinen hóchsten Erhebungen, wàhrend die aperen Stellen auf der Hòhe des Gebirges eine Flora beherbergten, die der heutigen Alpenflora der Zentral-zone unseres Hochgebirges entspricht. Dabei waren viele Stellen des breilen Ruckens versumpft und ausgedehnte Krummholzbestànde bedecktcn den Kamm und die Flanken der Erhebungsmasse. Nur in den lieferen Lagen haben wir uns derzeit einen geschlossenen Hochwald zu denken. Als die Glazialperiode in unseren Breiten ein Ende nalnn und einem gùnstigeren Klima Platz machte, verschob sich in unserem Gebirge nach und nach wieder das landschaflliche Bild. Der Wald ruckte geschlossen zum Kamm des Gebirges empor, erstickte nach und nach das zwergige Krummholz unter sich und verdrangte es so allmàhlig von den breiten Flachen, von denen es friiher Besitz ergriffen batte. Es konnte einen erfolgreichen Kampf gegen den *) DaB Palmen in der Mioz&nzeit auch innerhalb unseres Rac! ergebietes wuchsen, be-zeugen uns die Blattreste von Sabal major (Ung.) und Phoenix spectabilis (Ung.), die im Hangenden des Kohlenfldtzes von Radeldorf bei Ròtschach gefunden wurden (v. et det. ipse). 74- vordringenden Hochwald nur noch auf deh Moorgrùnden aufnehmen, auf die sich nur die Fichte und Birke hinauswagen, um dort ein kummerliches und kurzes Dasein zu fristen. Audi die tìbrige arktische Flora des Gebirges konnte sicli unter den geanderten Lebensbedingungen nicht halten und ging vor dem Andràngen neuer Einwanderer aus den Niederungen, soweit sie sich nicht den neuen Verhàltnissen anzupassen vermochte, ein. Nur ein kleiner Teil erhielt sich an besonders gùnstigen Órtlichkeiten ohne Ànderung seiner Or-ganisation und erregen beute diese versprengten Biirger einer echten Alpen-flora auf dem Bachergebirge mit Becht unsere Verwunderung. Dahin gehórt das schon erwàhnle Rhododendron ferrugineum und die Gentiana pannonica, die im dicht geschlossenen Walde sich sicher nicht hàtten behaupten kónnen. Ersteres hat auBer den Hochmooren noch auf den Granitwanden im Šumik des Lobnitzgrabens eine schùtzende Staffe gefunden. Aufier der bereits oben erwàhnten, der Oligozànzeit angehòrigen Órt-lichkeit von Sotzka bei Weitenstein, haben wir in der Nàlie des Bacher-gebirges noch eine reiche Fundstatte miozàner Pflanzen der Mediterranstufe unserer Tertiarformation in Schónegg bei Eibiswald. Die Kenntnis der Flora der spateren Miozànzeit, der sog. sarmatischen Stufe derselben, verdanken wir in unseren Gegenden den Ablagerungen von Sused bei Agram und Ra-doboj bei Krapina in Kroatien. Aus der Pliozanzeit haben wir in der Nàhe wold keine pflanzenfuhrenden Schichten und sind genótigt, zur Orientierung fur unsere Gegenden die Fundstàtten von anderen Orten Mitteleuropas heran-zuziehen. Allerdings finden wir an alien den gedachten Stellen meistens nur Reste, Blàtter, Frùchte, Bliiten, seltener beblatterte Zweige, von Holzpflanzen, die sich zufolge ihrer derberen Beschaffenheit leichter erhalten konnten, als die zarteren Tede von krautigen Pflanzen. Ebenso eignen sich auch die Moose nur wenig zur Konservierung im versteinerten Zustande und sind darum ihre Reste an den Fundstàtten fossiler Pflanzen verhàltnismàBig selten und da oft nur von einem ungcnugenden Erhaltungszustande. Dessenungeachtet làBt die Zusammensetzung der Flora der hòheren Gewàchse in den verschiedenen Epochen der in Rede stehenden Erdgeschichte aus den vorhandenen Resten nach den Analogien der Jetztwelt auch einen SchluB auf die Beschaffenheit der niederen Pflanzenwelt in jenen entlegenen Zeitaltern zu, obwohl uns von dieser viel weniger Reste erhalten wurden als von jener, so daB wir auch fur die Moose einen ahnlichen Wechsel in den verschiedenen geologischen Zeitraumen annehmen kónnen, wie fur die Phanerogamen und Pteridophyten, fur die uns dafur der unmittelbare Nachweis erbracht ist. Wir sind genótigt, auch fur die Bryophyten die Annahme zu machen, daB die tropischen und subtropischen Formen derselben in der Oligozàn- und Miozànzeit allmàli-lich durch die Pliozanzeit hindurch den Arten eines gemaBigten Klimas Platz maehten, worauf in der Eiszeit ein Vorherrschen einer arktischen Moos-flora folgle, die auf dem Bachergebirge spàter wieder von einer solchen gemaBigter Himmelsstriche abgelóst wurde. Dementsprechend werden wir im Bachergebiete drei Florenelemente anzunehmen haben, die Uberbleibsel der einstigen pliozanen Flora, die heutige allgemeine mitteleuropaische und cndlich noch die Reste der eiszeitlichen Moosflora. Begreiflicherweise wird es im einzelnen schwer oder unmóglich sein, die Zugehórigkeit jeder einzelnen Art zu eineni dieser Floreneleniente festzustellen. Immerhin begegnen wir auf den hóchsten Erhebungen des Bachergebirges noch ausgesprochenen Burgern der gtazialen Epoche, wàhrend sich am FuBe und Abhange des Gebirges noch einige Vertreter siidlicher Klimate erhalten haben, gleich der Edelkastanie, die von der Oligozanzeit her, in Steiermark alle Unbilden der vvechselnden Klimate bei einer nur geringfiigigen Formanderung uberstanden hat. I Die Moosflora des Ruckens und der Kuppen des Gebirges. In diesem Abschnitte sollen jene Arten der Moose zusammengestellt werden, die die Hòhen des Gebirges von 1000 m Seehòhe an und dariiber hinaus bewolmen und nur ausnahmsweise in tieferen Lagen anzutreffen sind. 1. Die Flora der Hochmoore. Als charakteristische Arten der Moorgrunde auf dem Rucken des Bachergebirges sind anzusehen : Lophozia inflata, Mylia Taylori, anomala, Lophozia lycopodioides, Harpanthus Flotowianus, Cepha-lozia connivens, fluitans var. gigantea (in denMoortùmpeln) Sphagnum medium, compactum, cuspidatum, Russowii, fuscum, subnitens, obesum, rufescens. Dicranella cerviculata, Dicranum Bergeri, scoparium var. paludosum, Dicra-nodotium longirostre var. alpinum, Pohlia nutans var. longiseta, Meesea triquetra, Polytrichum gracile, strictum, commune, Hypnum vernicosum, exan-nulatum, fluitans mit den Varietàten falcatum und submersum, stramineum. 2. Die Vertreter der Alpenflora auf dem Bachergebirge als Uberreste der eiszeitlichen Flora : Gymnomitrium concinnatum, coralloides, Marsupella emarginata, neglecta mit der var. ustulata, Aplozia lurida, Lophozia quadri-loba, Floerkei, Stephanina Lindbergiana. Andreaea petrophila, Grimmia Do-niana Rhacomitrium sudeticum, microcarpum, Bryum Duvalii, Oligotrichum incurvum, Polytrichum alpinum, Lescuraea striata, Brachythecium reflexum, Starkei, Hypnum dilatatum und noch andere Arten, die auch in tiefere Re-gionen hinabsteigen. II. Die Moosflora des Waldgùrtels. In diesem Abschnitte soli die Flora der Abhange des Bachers bis auf die Hòhen hinauf eine Darstellung fìnden, insoweit die Gesteinsunterlage durch die Kieselgesteine des Gebirges, Granit, Gneis, Gliinmerschiefer u. s. w., gebildet wird. Der Flora des Kalksteines wird ein besonderes Kapitel gewidmet werden. Hier sowie auch im Folgenden sollen nur die besonders charakteristi-schen Arten aufgezàhlt we.den. 1. Die Moosflora des Waldbodens; Pellia epiphylla, Neesiana, endiviaefolia, Nardia haematosticta, scalaris, Aplozia autumnalis, lanceolata, pumila, Lophozia incisa, minuta, ventricosa, gracilis, lycopodioides, barbata, quinquedentata,PIagio-chila asplenioides, Lophocolea minor, bidentata, cuspidata, Ghiloscyphus po-lyanthus, Cephaloziella myriantha, Kantia trichomanis, Bazzania trilobata, Lepi-dozia reptans, Trichocolea toinentella, Diplophyllum obtusifolium, Scapania umbrosa, rosacea, curta, nemorosa, Lejeunia serpyllifolia. Sphagnum Girgen-sohnii, quinquefarium, aeutifolium, squarrosum. Trichodon cylindricus, Ditri-churn homomallum, tortile, pallidum, Dicranella subulata, heteromalla, rufescens, Leucobryum glaucum, Fissidens bryoides, taxifolius, adiantoides, Tortula subulala, Encalypta contorta, Funaria hygrometrica (auf Kohlslatten), 7(3 Schistostega osmundacea (in Hòhlungen), Leptobryum pyriforme (auf Kohl-siatten), Pohlia elongata, cruda, nutans, lutescens, annolina, proligera, Bryum caespiticium, argenteum (auf Kohlstatten) capillare mit der var. flaccidum, Mnium stellare, Webera sessilis, Buxbaumia aphylla, Gatharinaea Hausknechtii, undulata, angustata, Pogonatum aloides, urnigerum, Polytrichum attenuatum, juniperinum, commune, perigoniale, Glimatium dendroides, Isothecium viviparum, Heterocladium squarrosulum, Anomodon attenuatus, Thuidium tama-riscinum, recognitum, delicatulum, Brachythecium salebrosum, populeum, velutinum, rutabulum, glareosum, Eurhynehium strigosum, striatum, praelongum, Schleicheri, Plagiothecium undulatum, silvaticum, Roeseanum, denticulatum, elegans, Amblystegium serpens, Hypnum Sommerfeltii, uncinatum, molluscum, crista castrensis, cupressiforme, Hylocotnium splendens, brevirostrum, Schreberi, squarrosum, loreum und rugosum. 2. An quelligen und sumpfigen Orten im Schatten des Waldes : Gono-cephalus conicus, Marchantia polymorpha, Riccardia multifida, Blasia pusilla, Plagiochila asplenioides. Sphagnum recurvum. Dicranella squarrosa, Mniobryum albicans, Bryum ventricosum, Mnium hornum, marginatum, rostratum, undulatum, affine, punctatum. Hookeria lucens, Brachythecium rivulare, Eurhyn-chium piliferum, Amblystegium filicinum, Hypnum stellatum, commutatum, falcatum. 3. An Felsen im Schatten des Waldes: Metzgeria conjugata, pubescens, Marsupella emarginata, Nardia subelliptica, Aplozia pumila, riparia, Lophozia alpestris, minuta, Bazzania triangularis, Diplophyllum albicans, Scapania verrucosa, Bellincinia laevigala, platyphylla, Lejeunia serpyllilolia, Frullània Jackii, tamarisci. Distichium capillaceum, Brachyodonlium trichodes (an kleineren Steinen), Rhabdoweisia fugax, denticulata, Cynodontiutn fallax, torquescens, polycarpum, strumiferum, Dicranovveisia crispula, L icranum fulvum, longifolium, Dicranodontium longirostre, Fissidens c.istalus, Gymnosto-mum rupestre, Didymodon rubellus, alpigenus, Trhhostomum cylindricum, Grimmia Muhlenbeckii, trichophylla, Hartmanni, Rhacomitrium heterostichum, Amphidium Mougeotii, Orthotrichum rupestre, Sturmii, Bartramia norvcgica, ithyphylla, pomiformis var. crispa, Tetrodontium Brownianum (in Felsklulften), Leucodon sciuroides, Antitricha curtipendula, Neckera crispa, complanata, Thamnium alopecurum, Isothecium viviparum, myosuroides, Orthothecium intricatum, Pterygynandrum filiforme, Heterocladium heteropterum, Anomodon apiculatus (auf Hornblendegestein), viticulosus, attenuatus, Homalothecium sericeum, Eurhynehium velutinoides, Plagiothecium depressum, Hypnum molluscum, incurvatum, cupressiforme. 4. An den Stammen und Àsten lebender Bau me, besonders an den Buchen: Metzgeria fincata, Ptilidium ciliare, pulcherrimum, Stephanina complanata, Bellincinia platyphylla, Lejeunia serpyllifoha, Frullania dilatata, fra-gilifolia (bes. an Tanncn) Dicranum viride, Sauteri, longifolium, Zygodon viridissimus, Orthotrichum leucomitrium, pallens, stramineum, patens, pumilum, fastigiatum, affine, speciosum, leiocarpum, Lyellii, obtusi folium, Uloia Ludwigii, Bruchii, ulophylla, crispula, Leucodon sciuroides, Antitrichia curtipendula, Neckera pennata, pumila, complanata, crispa, Isothecium viviparum, Pterygy-nandrum filiforme, Anacamptodo i splachnoides (in den feuchten Astwunden der Bucheri), Anomodon viticulosus. attenuatus, Leskeella nervosa, Homalo-thecium sericeum, Brachythecium populeum, Amblystegium subtile, Hypnum incurvatum, cupressiforme. 5. An Stòcken und Baumleicben: Riccardia palmata, latifrons, Lophozia ventricosa, porphyroleuca, incisa, Michauxii, exsecta, Lophocolea heterophylla, Cepbalozia leucantha, reclusa, bicuspidata, media, Nowellia curvifolia, Odon-toscbisma denudatum, Lepidozia reptans, Blepharostorna trichophyllum, Pti-lidium pulcherrimum, Scapania umbrosa. Dicranum congestum, montanum, flagellare, strictum, Buxbaumia indusiata, Georgia pellucida, Brachythecium velutinum, salebrosum, Slarkii, rutabulum, Plagiothecium denticulatum, sile-siacum, Hypnum uncinatum, fertile, cupressiforme. G. Auf BlòGen (Holzschlagen, Heideplatzen, Bergwiesen, Àckern) : Riccia glauca (auf Àckern), Blasia pusilla, Fossombronia pusilla, Marsupella Funckii, (auf Heideplatzen und Wegràndern), Nardia hyalina, crenulata, Aplozia sphaerocarpa, Lophozia bicrenala, excisa, Gephaloziella myriantha, bifida, Cepbalozia bicuspidata, Anlhoceros laevis, punctatus. Ditrichum homomallum, vaginans, pallidum, Saelania glaucescens, Geratodon purpureus. Dicranella varia, Dicranum spurium, undulatum, scoparium, Mflhlenbeckii, Gampylopus subulatus, Barbula fallax, vinealis var. cylindrica, unguiculata, convoluta, Pottia truncatula, intermedia, Encalypta ciliata, Rhacomitrium canescens, Bryum affine, pallescens, caespiticium, argenteum, erythrocarpum, Rhodo-hryum roseum, Mnium cuspidatum, affine, Pogonotum subrotundum, Polytri-clmm piliferum, juniperium, Endoton orthocarpus, Thuidium abietinum, recognitum, delicatulum, Brachythecium campestre, albicans, Scleropodium purum, Hypnum chrysophyllum, Sommerfeltii, Hylocomium Schreberi, triquetrum, squarrosum, rugosum. a) Auf feuchten oder sumpfigen Wiesen: Riccardia pinguis, Pellia Nee-siana var. undulata (in kleinen Rinnsalen). Sphagnum cymbifolium, subbicolor, recurvum, contorlum, suhsecundum. Dicranum Bonjeanii, Bryum pallens, ven-tricosum, bimum, Mnium Seli geri, Philonotis marchica, fontana mit der var. falcata, seriata var. falcata, Fontinalis antipyretica (in Wassertiimpeln und Biichen), Climatium dendroides, Amblystegium filicinum, varium, Hypnum stellatum, vernicosum, intermedium, exannulatum, aduncum, tluitans, commutatum, Hylocomium squarrosum. P) AufexponiertenFelsen : Ghomiocarponquadratus. Dicranoweisia crispula, Dicranum longifolium, Didymodon rubellus, rigidulus, Barbula fallax, unguiculata, Tortula muralis, subulaia, ruralis, Grimmia apocarpa, gracilis, conferta, campestris, commutata, ovata, pulvinata, Muhlenbeckii, elatior, Hartmanni, Rhacomitrium heterostichum, canescens, Orthotrichum anomalum, Ulota americana, Bryum alpinum, Mildeanum, elegans var. Ferchelii, capillare, Hed-wigia albicans, Leucodon sciuroides, Pseudoleskea atrovirens, Homalothecium sericeum, Hypnum Vaucheri, cupressiforme. 7. Besonders in den Tfilern und Schluchten des Gebirges kommen vor: a) an flberfluteten oder wenigstens zeitvveise berieselten Felsen und Steinen: Chiloscyphus polyanthus var. rivularis, Scapania undulata, dentata, Bellincinia rivularis. Dichodonlium pellucidum, flavescens, Didymodon spadi-ceus, Rhacomitrium aciculare, protensum, Brachythecium rivulare, Rhynchoste- gium rusciforme, Ambystegium fallax, irriguum, Hypnum palustre, dilatatum, Mackayi, ochraceum. p) An trockenen odor feuchton Felsen : Hypenantron pilosum (in tieferen Lagen), Mylia Tavlori, Scapania verrucosa. Rlindia acuta mit der var. Seligeri, Gymnostoinum rupestre, Trichostomum cylindricum, Mnium riparium. III. Die Moosflora des Kalksteines und Dolomites. In diesem Absclmitte werden die fur die Kalkstein- und Dolomitunter-lage charakteristischen Moose zusammengestellt Averden, da die Flora dieser Gesteinsarten der \rerschiedensten geologischen Formationen der Ilauptsache nach iibereinstimmt und sich deshalb eine Trennung nicht wohl rechtfertigen lieCe. Es verhalt.en sich in bryologischer Hinsicht die krystallinischen Kalke ganz ahnlich aaùo die der Trias und Kreide, soAvie die des mioziinen Leita-kalkes. Dagegen macht sich in dieser Hinsicht die chemische Zusammensetzung des Kalksteines geltend, so daB gewisse Spezies von Moosen auf die cliemisch ziemlich reinen Triaskalke und Dolomite beschrfinkt erscheinen, wàhrend fur andere ein kleiner Kieselgehalt des Gesteines kein Hindernis zur Ansiedlung und kraftigen Entwicklung bildet, ja einige sogar die Beimischung dieses chemischen Bestandteiles bevorzugen. Ais charakteristische Species fur die kalkige Unterlage, die sich fast stets durch das Auftreten von Fraxinus ornus und Ostrya carpinifolia verrat, kònnen gelten : Reboulia hemisphaerica, Aplozia riparia, Lophozia Muelleri, heterocolpos, Pedinophyllum pyrenaicum var. interruptum, Scapania aspera, aequiloba. Hymenostomum tortile, Weisia Wimmeriaua var. muralis (an Mauern), crispata, Gymnostomum calcareum, Gyroweisia tenuis, Hymenostylium curvirostre, Eucladium verticillatum (auf Kalktufl), Trichostomum crispulum, brachydontium, Tortella Bambergeri, inclinata, Pleurochaete squarrosa, Didymodon tophaceus (auf Kalktuff), Barbula reflexa, Tortula muralis, aestiva (an Mauern), canescens, montana, Grimmia apocarpa, pulvinata, Orthotrichum saxatile, cupulatuin, Funaria dentata, Plagiobryum Zierii, Plagiopus Oederi, Philonotis calcarea, Entodon ortlio-carpus, Myurella julacea (auf Konglomeratfelsen), Pseudoleskeella catenulata, Pseudoleskea atrovirens, Camptothecium lutescens, Brachythecium glareosum, Eurhynchium striatulum, crassinervium, Tommasinii, Rhynchostegiella tenella (auf Mauern), Hypnum falcatum var. gracilescens (an quelligen Orten), Vaucheri. AusschlieBlich auf dem Dolomit der Triasformation bei Ober-Dolič wurden bisher gefunden : Noesiella rupestris, Didymodon validus, Barbula paludosa, flavipes, BryumFunckii, und Orthothecium rufescens. IV. Die Moosflora am FuBe des Gebirges und der unmittelbar angrenzenden Ebene. Fur den aus verschiedenalterigen Tertiarschichten und diluvialen Ab-lagerungen bestehenden Futi des Bacbergebirges und die angrenzenden Teile des Pettauer Feldes Averden die folgenden Moosarten als charakteristisch hervorgehoben. Die Unterlage in diesem Gebiete besteht aus Mergeln, Konglomeraten, Sandsteinen, lockeren Kalksteinen, Schotter, Sand, Ton und Lehm. Riccia fluitans (in Wassergraben), Riccardia pinguis (an sumpfigen Orten), Fossombronia pusilla (auf lehmigem Bodcn), Lophozia bicrenata, Gephalozia elachista, Cephaloziella divaricata, bifida. Sphagnum platyphyllum, auriculatum. Archidium alternifolium, Bruchia palustris, trobasiana, Trematodon ambiguus, Pleuridium nitidum, alternifolium, subulatum, Ditrichum pallidum, Breidleri, astomoides, Dicranella Schreberi, Dicranum Bonjeanii (auf Sumpfwiesen), Fissidens pusillus var. irrignus, osmundoides, Astomum crispum, Hymeno-stomum rostellatum, microstomum, Weisia rutilans, viridula, Trichostomum crispulum, Didymodon rigidulus var. propagulifera, Acaulon muticum, Phas-cum acaulon, Pottia truncatula, intermedia, lanceolata, Tortula latifolia (an Pappelstàmmen), papillosa (ebenso), pulvinata (desgleichen), Ortliotrichum diaphanum, Braunii, Schimperi (alie drei auf verschiedenen Baumstammen, insb. Pappeln), Splachnum ampullaceum (auf Rinderkot in Siimpfen), Eplie-rum serratum, Physcomitrium pyriforme, Funaria fascicularis, obtusa, Mnio-bryum carneum, Bryum turbinatum, bicolor, murale, erythrocarpum, Aula-comnium palustre, Philonotis caespitosa, Gatbarinaea tenella, Pogonatum subrotundum, Platygyrium repens (an Baumstammen), Pylaisea polyantha (desgleichen), Thuidium delicatulum, abietinum, Gamptothecium nitens (auf Sumpfwiesen), Brachythecium Mildeanum, campestre, Scleropodium purum, Eurhynchium praelongum, Amblystegium trichopodium, Juratzkanum, Kochii, riparium, Hypnum hygrophyllum, pseudofluitans, cordifolium. Fur das FluBbett der Drau und die Ufer derselben sind folgende Arten erwahnenswert : Trichostomum viridulum, Tortella inclinata, Ginclidotus fon-tinaloides und riparius (beide Arten an vom Wasser bespulten Felsen im FluBbette), Bryum badium, versicolor*. Im nachfolgfenden Verzeichnisse aller im Bachergebirge bisher beob-achteten Moosarten und wichtigeren Varietàten werden vier Hòhenregionen des Vorkommens angenommen. Die unterste von ihnen begreift den FuB des Gebirges und den daran grenzenden Teii der Ebene. Die drei ùbrigen gehòren dem eigentlichen Gebirge an und reicht die erste davon bis 500 m, die zweite bis 1000 m und die dritte bis zu den hóchsten Erhebungen, die 1500 m ùbersteigen. Die Arten werden mit fortlaufenden Zahlen versehen, woraus zu ersehen ist, daB im Bachergebiete bisher 109 Arten Lebermoose, 384 Arten Laubmoose nachgewiesen wurden. *) Eingehenderes Uber die Standorte der eimielnen Arten in Job. Breidler, Lebermoose. Oraz 1894. Laubmoose. Graz 1891. Verzeichnis der Arten nach den verschiedenen Hohenregionen des Gebietes. 3 I 1' orkommui in der 3 1 llorkommwiin der ~ 1 Name llolienregion 2 | Name UoBMregion -c =2 [ 1. fl. j 111. IV- =£ ; iJl 1. III. IV A. Hepaticae. 1 43 44 Lophozia bicrenata Dum. excisa Dum. i i 1 Fatti. Ricciaceae. 45 incisa Dum. i i i 1 2 liiccia glauca L. fluitans L. 1 1 1 1 1 40 47 48 Michauxii (Web.) minula Schifin. exsecta Dum. i i l Ì 1 1 Fam. Marchantiaceae. 49 polita (Nees) i 3 4 Reboulia hemisphaerica Radili Neesiella lupestris Schiftn. 1 1 1 1 50 51 gracilis (Schleich.) quadriloba (Lindb.) ! i i 5 6 Hypenantron pilosum O. Kitze Conocephalus conicus Corda 1 53 54 lycopodioides Gogn. i i i i i 7 Chomiocarpon quadratus Lindb. 1 1 55 quinquedendata i i i i i i i i i i 8 Marchantia polymorpha L. 1 1 56 (Web.) Plagiochila asplenioides Dum. i i i i i i i 9 10 11 12 13 14 15 Fam. Metzgeriaceae. Riccardia palmata Cray latifrons Cray multifida Gray pinguis Gray Metzgeria furcata Dum. conjugata Lindb. pubescens Raddi 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 57 58 59 60 61 var. humilis Nees var. major Nees Pedinophyllum pyrenaicum Lindb. var. interruptum Schifiti. Mylia Taylori Gray anomala Gray Lophocolea minor Nees bidentata Dum. i i Fam. Codoniaceae. 62 cuspidata Limpr. i i i i i i i i i i i 10 17 18 19 Pellia epipbylla Corda Neesiana Limpr. var. undulata Jack endiviaefolia Dum. Blasia pusilla L. 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 63 64 05 heterophylla Dum. Chiloscyphus polyanthus Corda var. pallescens Limpr. var. rivularis Nees Harpanthus Flotowianus Nees 20 Fossombronia pusilla Dum. 1 1 66 Fatti. Trigonanthaceae. Eucepbalozia reclusa (Tayl.) i i Fam. Epigonianthaceae. 67 bicuspidata Schifiti. i i i i 21 Gymnomitrium concinnatum 1 var. setulosa Spruce i i i Corda 68 media Schifili. i 22 coralloides 1 69 connivens Schifin. i Nees 70 fluitans Schifin. var. gi- i 23 Marsupella neglecta Dum. 1 gantea (Lindb.) i var u- tulata Spruce 1 1 1 71 Nowellia curvifolia Mitt. i i 24 Funckii Dum. 1 1 72 Cephaloziellamyriantha (Ldb.) i 25 emarginata Dum. 1 1 1 73 Jackii Spruce i i 26 Nardia haematosticta Lindb. 1 1 74 leucantha Spruce 27 scalaris Lindb. 1 1 1 75 elachista Spiuce i i 28 subelliptica Lindb. 1 1 1 1 1 76 divaricata Schifin. i 29 hyalina Lindb. 1 1 1 77 bifida Schifin. i i 30 crenulala Lindb. 1 1 1 78 Odontoschisma denudatum D i i var. gracillima (Sm.) 1 1 1 79 Kantia trichomanis Gray 1 i i 31 Aplozia autumnalis Heeg 1 1 8( Bazzania trilobata Gray i i i 32 sphaerocarpa Dum. 1 1 1 1 SI triangularis Lindb. i i i 33 pumila Dum. 1 1 82 Lepidozia reptans Dum. i i 3< lurida Dum. 1 1 83 Blepharostoma Irichophyllum i i i i 35 riparia Dum. 1 1 Dum. 3( lanceolata Dum. 1 1 var. prolifera Breidl 1 1 Fam. Ptilidiaceae. i 37 Lophozia inflata (Huds.) 81 Ptilidium ciliare Hampe i 38 Muelleri Dum. 8-r pulcherrimum Hampe i i i 35 heterocolpos 8( Trichocolea Tomentella Dum. i i (Theden.) 1 Fam. Scapaniaceae. 4< alpestris (Sclileicb.] 1 1 4 ventricosa Dum. 1 1 1 8*3 Diplophyllum albicans Dum. i i 45 porphyroleuca(Nees 1 1 8f obtusifolium Dum. i i Forti. Zahl Name Vorkommen ir Hòhonrrgi i. n. ; ni iler n IV. Forti. Zalil Name Vorkommen in dtr Hóhenregion nn m-i it. 89 Scapania umbrosa Dum. i i 1 128 Sphagnum auriculatum Schimp. i 90 rosacea Dum. i i 129 rufescens Br. germ. i 91 curta Dum. i i i 1 92 undulata Dum. i 1 Fam. Andreaeaceae. 93 dentata Dum. i 1 130 Andreaea petrophila Ehrh. i 94- nemorosa Dum. i i i 1 95 verrucosa Heeg i Fam. Archidiaceae. 9G aspera Bernet i 131 Archidium alternifolium Seh. i i 97 aequiloba Dum. i i Fam. Dicranaceae. Fam. Stephaninaceae. 132 Bruchia palustris Hampe i i 98 Slephanina complanata 0. 133 trobasiana D. Not. i Kuntze i i i 1 134 Trematodon ambiguusHornsch i i 99 Lindbergiana (Gott.) 1 135 Pleuridium niti Ium Rabh. i 136 alternifolium Rbh. i i i Fam. Bellinciniaceae. 137 subulatum Rbh. i i i 100 Bellincinia laevigala O. Kunlze i i 138 Trichodon cylindricus Schimp i i i 101 platyphylla 0. Kuntze i i i 1 139 Ditrichum flexicaule Hampe i i i 102 rivularis 0. Kuntze i 1 140 homomallum Hampe i i i 141 vaginans Hampe i i i Fam. Jubulaceae. 142 tortile Lindb. i i i 103 Lejeunia serpyllifolia Lib. i 143 pallidum Hampe i i i var. planiuscula Lindb. i 144 Breidleri l.impr. i 104 Frullania dilatata Dum. i i i 145 astomoides Limpr. i i var. microphylla Nees i i 146 Saelania glaucescens Brotb. i i 105 Jackii Gottsche i 1 147 Ceratodon purpureus Bi id. i i i i ioti fragilifolia Tayl. i i var. flavisetus Limpr. i 107 tamarisci Dum. i 1 14ts Distichium capillaceum Br. eur. i i i 149 Brachyodontium trichodes Fam. Anthocerotaceae. Bruch i i 108 Anlhocerrs laevis L. i i i 150 Blindia acuta Br. eur. i i 109 punctatus L. i var. Sei geri Limpr. i 151 Dicranella subulata Schpr. i i 152 cervic.ulata Schpr. i B. Musci. 153 beteromalla Schpr. i i i i var, sericea H. Milii. i Fam. Sphagnaceae. 154 squarrosa Schp:. i i 110 Sphagnum cymbifolium Elirh. 155 Schrebeii Schpr. i W. i 1 var. lenta Limpr i 111 subbicolor Rampe i 156 rufescens Schpr. i i i 112 medium Limpr. i 1 157 varia Schpr. i i var. congestumSthiepb. 158 Rhabdoweisia fugax Br. eur. i et W. 1 159 denticulata Br. eur. i 113 compactum D. C. 1 160 Cynodontium fallax Limpr. i 114 squarrosum Pers. i i 1 161 torquescens Limpr. i 115 ri curvum P B 1 162 polycarpum Scbmp. i i i var. amblyphyllum W. 1 163 strumiferum De Not. i var mucronatum W. 1 164 Dichodontium pellucidum 116 parvifolium W. 1 Schmp. i i 117 cuspidatum Ehrh. W. 1 var.fagimontanum Brid. i var. falcatum Russ. 1 165 flavescens Lindb. i var. plumosum Br. gemi. 1 166 Dicranoweisia crispula Scbmp. i i 118 Girgensohnii Russ. i i i 1 167 Dicranum spurium Hedvv. i var. strictum Russ. i 168 undulatum Ehih. i i i i var. squarrosulum Russ. 1 169 Bergeri Bland. i var. coryphaeum Russ. i i 1 170 Bonjeanii De Not. i i 119 Russowii Warnst. 1 var.polycladum Br. eur. i 120 fuscum Klingg. 1 171 scoparium Hedvv. i i i i 121 ! 'E 1 ! i i 1 var. orthophyllum Brid. i i i 122 subnitens R. u. VV. 1 var. paludosum Schimp. i 123 acutitolium Et ili. W. i i i 1 172 Muhlenbeckii Br. eur. i i i 124 obesum VVils. 1 173 congestum Brid. i 125 contortum Schultz i i i var. longiroslrumBr.eur. i 126 platyphyllum Sull. i 174 montanum Hedvv. i i i i 127 subsecundum Nees i i i 1 var. truncicolum Breidl. i i 1 Vorkommen in der a Vorkommea in der ■2 O Name Hohenreginn Name llóhenrgion 1. II. Ill.| IV. I- 11. 111. IV- 1175 Dicranum flagellare Hedw. 1 1 1 1 21S Didymodon rigidulus Hedw 1 1 1 1 17« strictum Schleicl). 1 var. propagulifera Milde 1 1 1 177 (ulvum Hook. 1 -219 Barbula acuta Brid. 178 viride Lindi). 1 220 fallax Hedw. 1 1 1 179 longifolium Ehrh. 1 1 1 221 reflexa Brid. 1 var. hamatum Jur. 1 1 1 222 vinealis Brid. var. cy- 1 var. subalpinum Milde 1 lindrica Boul. 1 ISO Saulcri Schmp. 1 223 unguiculata Hedw. 1 1 181 Campylopus subulalus Schmp. 1 1 t 224 convoluta Hedw. 1 1 182 Dieranodontium longiroslre 225 flavipes Br. eur. 1 1 Schpr. 1 1 1 22« paludosa Schleich. var. alpinum Milde 1 227 Cinclidotus fon inaloides P. B 1 228 riparius Arn. 1 Fam. Leucobryaceae. 229 Acaulon muticum G. Muli. 1 183 Leucobryum glaucum Schpr. 1 1 1 230 231 Phascum acaulon L. Pottia truncatula Lindb. 1 1 1 1 1 1 Fam. Fissidentaceae. 232 intermedia Furni'. 1 1 1 184 Fissidens bryoides Hedw. 1 1 1 233 lanceolata G. Muli. 1 1 1 1 var. gymnandrus Ruthe 1 1 231 Tortula muralis Hedw. 1 1 185 impar Milt. 1 1 235 aestiva P. B. 1 1 1 1 186 tamarindifolius Brid. 1 23« canescens Mont. 1 1S7 pusillusWils. var irriguus 237 subulata Hedw. 1 1 1 1 Limpr. 1 var. angustata Limpr. 188 adiantoides Hedw. 1 1 238 latifolia Bruch 1 189 cristatus Wils. 1 1 239 papillosa Wils. 1 1 1 1 190 taxifolius' Hedw. 1 240 mralis Ehrh. 1 191 osmundoides Hedw. 1 241 pulvinata Limpr. 1 212 montana Lindb. 1 1 Fam Pottiaceae. 243 Encalypta ciliata Hoffm. 1 1 1 192 Astomum crispum Hampo 1 1 211 vulgaris Hoffm. 1 1 193 Hymenostomum roslellatum 245 contorta Lindb. 1 I 1 1 194 Schpr. microslomum R Br. 1 1 1 Fam. Grimmiaceae. var.brachycarpum Hiih. 1 24« Grimmia apocarpa Hedw. 1 1 1 1 195 tortile Br. eur. 1 247 gracilis Schleich. 1 1 19« VVeisia rutilans Lindb. 1 1 1 248 conferta Funck 1 1 1 197 Wimmeriana Br. eur. 219 alpicola Sw. var. rivu- Var. muralis Breidl. 1 1 laris Brid. 1 198 crispata Jur. 1 1 250 Poniana Sm. 1 199 vii idui a Hedw. 1 1 1 251 campestris Bruch 1 1 var. amblyodon Br. eur. 1 252 commutata Htih. 1 1 200 Gymnostomum rupestre 253 ovata W. M. 1 1 1 Schleicb. 1 1 1 var. cylindrica Br. eur. 1 1 201 calcareum Br. gemi. 1 254 pulvinata Sm. 1 1 202 Gyroweisia tenuis Schpr. 1 235 Mtihlenbeckii Schmp. 1 1 1 203 Hymenoslylium curvirostre 25« trichophilla Grev. I 1 Lindi). 1 1 257 elatior Brucli 1 1 204 Eucladium verticillatum Br.eur. 1 258 Hartmanni Hampe 1 1 1 205 Tricbostomum cylindricum 259 Rhacomitrium aciculare Brid. 1 1 1 G. Midi. 1 1 2«o protensum A. Br. 1 1 20« crispulum Brucli 1 201 sudeticum Br. var.brevifoliumScbimp. 1 eur. 1 var. anguslifolium 202 heterostichum Brid. 1 1 1 Schimp. 1 203 microcarpum Brid. 1 1 207 viriduluru Brucli 1 204 canescens Brid. 1 1 1 208 bracbydontium Bruch 1 1 var. ericoides Sch. 1 1 209 210 Tortella Bambergeri Brotli. inclinata Limpr. 1 1 1 1 1 Fam. Orthotrichaceae. 211 tortuosa Limpr. 1 1 203 Amphidium Mougeotii Schpr. 1 1 var. fragilifolia Jur. 1 20« Zygodon viridissimus B. Br. 1 212 Pleurochaete squarrosa Lindb. 1 1 207 Orthotriehum anomalum 213 Didvmodon rubellus Br. eur 1 1 1 Hedw. 1 1 214 alpige .us Vent. 1 208 saxatile Schmp. 1 1 215 tophaceus Jur. i 209 cupulatum Hoffm. 1 1 21« spadiceus Limpr. 1 1 270 diaphanum Schrad. 1 217 validus Limpr. 1 271 leucomitrium Br. eur. 1 1 1 -g Vorkommen in der =1 Vorkonraien in der 5=3 Name Hóhenregion 1 Name Hóhenregion 1. II. 111. IV. 1. II. III. IV. 272 Orthotriehum pallens Bruch 1 1 1 1 327 Bryum Mildeanum Jur. 1 1 1 273 stramineum Hornsch 1 1 1 1 328 elegans Nees var. Fer- 1 1 var. vexabile Limpr. 1 chelii Breidl. 274 patens Bruch 1 1 1 329 capillare L 1 1 1 275 Braunii Br. eur. 1 var.macrocarpumHiiben 1 1 276 pumilum Sw. 1 1 1 var. flaccidum Br. eur. 1 277 Schimperi Haram. 1 1 330 Rhodobryum roseum Limpr. 1 1 278 fastigiatum Bruch 1 1 279 affine Schrad. 1 Fam. Mniaceae. 280 rupestre Schleieli. 1 1 1 331 Mnium hornum L. 1 281 Sturimi Hornsch 1 1 332 riparium Mitt. 1 1 1 1 282 speciosum Nees 1 1 1 1 333 marginatum P. B. 1 283 leiocarpum Br. eur. 1 1 1 1 331 rostratum Schrad. 1 1 284 Lyellii Hook u. Tayl. 1 1 1 335 undulatum Weis. 1 1 1 285 obtusifolium Schrad. 1 1 336 cuspidatum Leyss. Seligeri Jur. 1 1 1 286 dota americana Limpr. 1 1 337 1 1 1 287 intermedia Schinp. 1 1 338 affine Bland. 1 1 288 Ludvvigii Brid. 1 1 339 stellare Reich. 1 1 1 289 Bruchii Hornsch 1 1 1 1 340 punctatum Hedw. 1 1 290 uiopbylla Broth. 1 1 1 1 291 292 crispula Bruch Fam. Splachnaceae. 1 1 1 1 341 Fam. Aulacomniaceae. Aulacomnium palustre Schwgr. var. polycephalum Br.eur. 1 1 Spl.icbnum ampullaceum L. 1 Fam. Meeseaceae. 293 Fam. Funariaceae. 342 Meesea triquelra Aongstr. 1 Ephemerum serratum Hampe 1 294 Physcomitrium pyriforme Brid. 1 Fam. Bartramiaceae. 1 1 295 Funaria fascicularis Schpr. 1 1 343 Plagiopus Oederi Limpr. 1 1 296 obtusa Lindb. 344 Bartramia norvegica Lindb. 1 1 297 dentata Crome 1 1 345 pomiformis Hedw. 1 1 1 1 298 hygrometrica Sibth. 1 1 1 var. crispa Br. eur. 1 1 1 Fam. Schistostegaceae. 3 46 347 ithyphylla Brid. Philonotis marchica Brid. 1 1 1 299 Schistostega ornundaceaMohr. 1 1 348 capillaris Lindb. 1 1 1 Fam. Bryaceae. 349 Arnellii Husn. 300 350 caespitosa Wils. alpicola Jur. var. ro- 1 Leptobryum pyriforn e Wils. 1 1 351 1 301 Pohlia elongata Hedvv. 1 1 busta Loe 1 1 1 302 cruda Lindb 1 1 352 calcarea Schmpr. 1 1 303 nutans Lindb. 1 1 1 1 353 fontana Brid. 1 var. subdenticulataBrid. 1 var. falcata Loe. 1 var. longiseta Br. eur. 1 354 seriata Mitt. var. falcata 1 304 lutescens Lindb. fll. 1 1 Loe. 305 annotina Lindb. 1 1 306 proligera Lindb. 1 Fam. Weberaceae. 1 1 307 Mniobryum carneum Limpr. 1 355 Webera sessilis Lindb. 308 albicans Limpr. 1 1 1 1 309 Plagiobryum Zierii Lindb. 1 Fam. Buxbaumiaceae. 1 1 1 1 310 Bryum pendulum Schp. 1 356 Buxbaumia aphylla L. 1 311 pallens Sw. 1 1 1 1 357 indusiata Brid. 312 turbinatum Schwàgr. 1 313 Duvalii Voit 1 Fam. Georgiaceae. 1 314 ventricosum Bicks. 1 1 1 358 Georgia pellucida Rabh. 1 315 bimum Schreb. 1 1 3.39 Tetrodontium Brownianum 316 affine Lindb. 1 Schwagr. 1 317 pallescens Sch'eich. 1 1 318 caespiticium L 1 1 1 1 Fam. Polytrichaceae. 319 badium Bruch 1 360 Catharinaea Hausknechtii 1 320 Funckii Schwàgr. 1 Broth. 1 1 321 argenteum L. 1 1 1 361 undulata W. M. 1 322 versicolor A Br. 1 362 tenella ROhl 1 1 1 323 bicolor Dicks. 1 363 angustata Brid. 324 murale Wils. 1 1 364 Oligotrichum incurvum Lam 1 325 erythi ocarpum Schwàgr. 1 1 u. DC. 1 1 326 alpinum Huds. 1 1 365 Pogonatum subrotundum Ldb. o* 3 Vorkomiwn in ile a Viirkoinmen in der Name Hóhcnregion -= Name | llolicnregion =2 1 ! i- 1 H-1 l|l.|IV jl. I ii. ! ii. | iv. 36( Pogonalum aloides P. B. i i i fot Anomodon viticulosus Hook 367 u nigerum P. B. i i 401 u. Tayl. 1 i 1 3(1!- Polytrichum alpinum L. i i attenuatus Hiib. 1 i i 36t gracile Dicks. i 40i longifolius Bruch i 37< attenuatum Menz. i i i to: Leskea polycaipa Ebrh. 1 i 371 piliferum Schreb. i 404 Leskeella nervosa Loeske i i i 372 juniperinuin Willd. i i i io: Pseudoleskella catenulata 373 strictum Banks i Kindb. i 374 commune L. i i i i 401 Lescuraea striata Br. eur. i 375 perigoniale Miclix. i i t(i7 Pseudoleskea atrovirensBr.eur i 408 Tbuidium tamariscinum Hedw. i i i Fani. Hedwigiaceae. 40! recognitum Hedw. i 37( Hedwigia albicans Lindb. i i 41( delicalulum L. 1 i var viridis Br. eur. i 411 abietinum L. 1 i Fam. Fontinalaceae. Fam. Hypnaceae. 377 Fontinalis antipyretica L. i i M 412 Homalotbecium sericeum 1 i var. montana Limpr. i 413 Br. eur. 1 Cauiptothecium lutescens Br. Fam. Climatiaceae. eur. i i 378 Climatium dendroides W. M. i i i 41 4 nitens Schpr. 1 413 Brachvthecium Mildeanum Fam Leucodontaceae. Milde 1 379 Leucodon sciuroides Schwiigr. i i i 416 salebrosum Br. eur. i i 380 Antiti ichia curtipendula Brid. i i i 417 campestre Br. eur. 1 i i Fam. Neckeraceae. 418 plumosum Br. eur. i i 419 populeum Br. eur. 1 t l i 3S1 Neckera pennata Hedw. i i 42i i velutinum Br. eur. 1 i i 1 382 pumila Hedw. i i 1-0 rutabulum Br. eur. i i i i var. Philippeana Milde. i 422 reflexum Br. eur. 383 crispa Hedw. i i i 42:: Starkei Lindb. var. falcata Boul. i 424 albicans Br. eur. t i i 384 complanata Hilb. i i i 4-25 rivulare Br. eur. 1 i i var. tenella Schpr. i 4-26 Scleropodium purum Limpr. 1 i 385 Thamnium alopecurum Br.eur. i i 427 Eurhyncbium strigosum Br. 1 i i i Fam. Lembophyllaceae. eur. var. praecox Limpr. 1 i 386 Isothecium, viviparum Lindb. i i i 428 striatum Br. eur. i i var. robustum Br. eur. i 429 striatulum Br. eur. i i 387 rnyosuroides Brid. i 430 velutinoides Br. eur. i i var. cavernarum Mol. i 431 c assinervium Br. eur. i i Fam. Entodontaceae. 432 Tommasinii Ruthe i 433 piliferum Br. tur. l i 388 Orlbolbeciuin intricatum Br. 434 praelongum Br. eur. 1 i i eur. i i 435 Scbleicheri Hartm. i 389 rufescens Br. eur. i 436 Rbynchoslegiella tenella 390 Entodon orlhocarpus Lindb. i Limpr. i 391 Platygyrium repens Br. eur. i 437 Rliynchosti gium confertum 392 Pylaisea polyanlha Br. eur. i i Br. eur. i 393 Pterygynandrum filiforme Hedw. i i i 438 rotundifoliuin Br. eur. i var. decipiens Limpr. i 439 ruseiforme Br. eur. 1 i i Fam. Fabroniaceae. var. lutescens Br. eur. var. complanatum Br. i i 394 Anacan ptodon sphlachnoides eur. i Brid. i var. inundatum Br. eur. i i Fam. Hookeriaceae. 440 441 Plagiolhocium undulatum Br. silvaticum Br. eur. 1 i i i 395 Hookeria lucens Sm. i i 442 Roeseanum Br. eui. i i i Fam. Leskeaceae. vai', gracile Breidl. i var. orthocladum Limpr. i i 396 Heterocladium squarrosulum 443 denticulatum Br. eur. i i Lindb. i i var. tenellum Br. eur. i 397 beti ropterum Br. eur. i i 444 elegans Schpr. i i i 398 Myurella julacea Br. eur. i var. nanum Limpr. i 399 Anomodon a picula lus Br eur. i 445 depressum Dixon i i I I 3 Vorkommen in der 1 Vorkommen in dir Name Holicnrcgion Name Ròlienregicu £ i. ! li. m. IV. =2 I. |ll. III. IV. 446 Plagìothecium silesiacum Br. 470 Hypnum fa'catum Brid. 1 1 eur. i i i i var. gracilescens Schpr. 1 1 1 1 1 547 548 Amblystegium Sprucei Br. eur. subtile Br. tur. i i i i 471 172 molluscum Hedw. crista castrensis L. 1 1 549 filicinum De Not. i i i 473 incurvatum S dira d 1 1 1 550 lallax Milde. i 474 fertile Sendtn. 1 551 irriguum Schpr. i i 475 Vaucheri Lesq. 1 1 1 552 serpens Br. eur. i i i 476 cupressiforme L. 1 1 1 var. tenue Br. eur. i var. elatum Br. eur. 553 varium Lindb. i i i var. subjulaceum Mol. 1 1 1 1 1 554 trichopodium G. Hartm. i var. filiforme Br. eur. 555 Juratzkanum Schpr. i 477 Lindbergh Mitt. 1 1 1 456 Kochii Br. eur. i 478 pratense Koch 1 1 157 riparium Br. eur. i 479 palustre Huds. 1 458 Hypnum Sommerfeltii Myrin i i i 480 dilatatum WMs. 1 1 459 chrysopbyllum Brid. i i 481 Mackayi Breidl. 460 stellatum Schreb. i i 482 ochraceum Turn. 1 461 hygrophi'uin Jur. vcrnicosum Lindb. i 483 cordifolium Hedw. 1 i 1 462 i i i 484 giganteuin Schpr. 1 i 463 intermedium Lindb. i i 485 stramineum Dicks. 1 464 uncinatum Hedw. i i i 486 Àeroehidium cuspidatum Lindb. 1 1 1 465 exaunulatum Gumb. i i i i 487 Hylocomium splendens Br. eur. 1 1 1 466 aduncum Hedw. i i i i 488 brevirostrum Br eur. 1 1 467 fluitans L. i i i 489 Sehreberi De Not. 1 1 1 1 var. falcatum Schpr. i 490 triquetrum Br. eur. 1 1 j 1 1 var. submersum Schimp. i 491 squarrosum Br. eur. 1 1 1 1 468 pseudofluitans Klinggr. i var. calvescens Hobkirk . I 469 commutatum Hedw. i i 492 loreum Br. eur. 1 1 j 493 rugosum De Noi. 1 ‘ | Verzeichnis der mehr oder weniger seltenen Arten des Gebietes. I. L e b e rm o o s e. Riccia fluitans L. — In Wassergi aben bei Pragerhof 220 m, st. (Raion Rast v, i.) Neesiella rupestris Schiffn. — Aut' Kalkfelsen bei Unter-Dolič, (350—700 m), B.*); AufDolo-miterde bei Ober-Dolič, 550 m, G. Oberali fr. Hypenantron pilosum O. Kuntze. — Im Lobnitzgraben (500 m) und Maria in der Wuste (320 m), fr, B. Riccardia latifrons Gray. — Bei St. Lorenzen 800—1300 m, B.; Rottenbacher Wald bei Windischgraz. 500 m, B. multifida Gray. — Rotwein bei Marburg (300 m), B. G.; an den Abhàngen des Gebirges bei Marburg, St. Lorenzen und Wuchern (600—800 m) und auf dem Kickelberg bei der Eisenbahnstation St. Lorenzen (400 m), B. Pellia epiphylla Corda. — Bei St. Lorenzen bis 1200 m, B. Fossombronia pusilla L. — Auf feuchter Erde bei Rotwein (300—400 m) B., Golek bei Gonobitz, 500 m, B. Gymnomitrium concinnatum Corda. — Im Pleschitzgraben b.SLLorenzen, 1000—1200m,B. coralloides Nees. — Ebendaselbst bei 1100 m, B. Marsupella neglecta Dum. — Oberhalb Reifnig, 1000—1200 m, B; im Lobnitzgraben bei Maria-Rast, im Feistritzgraben bei Windisch-Feistritz und Jagerske peči im Oplotnitzgraben (1000—1200 m) G. var. ustulata Spruce. — Pleschitzgraben und Steg bei St. Lorenzen (1000—1300 m)> oberhalb Josefstal und Reifnig (1000—1200 m), B. *) Der der Standortsangabe beigesetzte Buchstabe bedeutet die Gewàhrleistung fiir die Sicherheit der Angabe und Richtigkeit der Bestimmung durch den Finder, u. z. ist B. die Abkurzung fur Breidler, R. lur Reichardt. Seltener vorkommende Namen sind ausgesclirieben. Die Standorte mit beigesetztem G. beziehen sicli auf meine eigenen Funde. SC) Nardia haematosticta Lindb. — Bei Weitenstèin, Oplotnitz, Marburg und Maria-Rast, 400—1100 m, B. u. G. subelliptica Lindb. — Am Fufi des Kasjakberges und im Pleschitzgraben bei St. Lorenzen, 450 und 1250 m, B.; im oberen Lobnitzgraben bei Maria Rast, 1000—1200 m, G.; oberhalb von Josefstal und Reifnig, 800- 900 m, B. Aplozia autumnalis Heeg. — Abhang gegen Marburg, 800m; Buschaberg bei St. Lorenzen, 1100—1200 m; B. lurida Dum. — Pleschitzgraben bei St. Lorenzen, 1000 m, B. pumila Dum- — Kiekelherg bei St. Lorenzen, 400 m, B; Abhang bei Wuchern, 600 m, B; oberhalb Josefstal, 1000 m, B. G.; an der Drau oberhalb Salden-hofen, 350 m. G. riparia Dum. — An kalkhaltigem Gestein stellemveise, so bei St. Lorenzen, im Feistritzgraben b. Windisch-Feistritz, im Frauheimergraben, 400—1000 m, B., Krupička, G. Lophozia inflata (Huds.). — Moorgriinde. 1300—1530 m, R. B. heterocolpos (Theden.). — Lobnikkogel bei der Eisenbahnstation St. Lorenzen, 500 m, B. alpestris (Schleich.). — Stellemveise zwischen 800 und 1500 m, B. bicrenata Dum. — Bei Rofiwein und Rotwein, 300—400 m, B., G., Abhang gegen Weitenstein, 1000 m, B. excisa Dum. — Abhang gegen Weitenstein und Windisch-Feistritz, B. (600—1000 m) Michauxii (Web.). — Rakowetzer Wald in Weitenstein, 1000—1200 m, B.; bei Lembach, 600—700 m, G. polita (Nees). — Rakowelz bei Weitenstein, 1200 m, G. gracilis (Schleich.). — Rakowetz bei Weitenstein, 1200 m, G. quardriloba (Lindb.). — Auf den Moorgriinden bei den St. Lorenzer Seen, 1500 m, G. lycopodioides Cogn. — Nordabhang bei St. Lorenzen und Reifnig, 800—1400 m, B. ; bei den St. Lorenzer Seen, 1500 m, G. Pedinophyllum pyrenaicum Lindb. var. interruptum Scbiffn. — Pollner Graben bei Wuchern, 500—600 m, B. Mylia Taylori Gray. — All feuchten Felsen. morschen Baumen und Moorgriinden zwischen 800 und 1500 m, R. B. G. anomala Gray. — Auf Moorgriinden, 1300—1530 m, R. B. G. Lophocolea cuspidata Limpr. — Rakowetzer Wald bei Weitenstein, 1000 m, fr., B. Harpanthus Flotovvianus Nees. — Oplotnitzgraben bei Gonobitz 1000—1200 m, G; auf dem Reit'niger Moor, 1500 m, B. CephaloziabicuspidataDum. var. setulosa Spruce. — Golek bei Gonobitz, 500 m, B. connivens Schiffn. - Auf dem St. Lorenzer Moor, 1530 m, B. fluitans Spruce var. gigantea Lindb. — In tiefen Tiimpeln des Lorenzer und Reifniger Moores, 1500 m, R. B. G. Gephaloziella Jackii Spruce. — Golekberg bei Gonobitz, 600 m. B. myriantha (Lindb.). — Schmiedsberg bei Windisch-Feislritz, 500 m, B. leucantha Spruce. — Abhang gegen Reifnig und Steg bei St. Lorenzen, 1000—1300 m, B. elachista Spruce. — Frauheimergraben, 800 m, G.; an der Drau oberhalb Salden-hofen, 350 m, G. Scapania rosacea Dum. — Mehrfach bei Marburg, St. Lorenzen und Wuchern zwischen 400 und 1000 m, Dranngraben bei Gonobitz, 800 - 900 m, B. verrucosa Heeg. — Im Lobnitzgraben bei Maria-Rast 600—900 m, B. aspera Bernet. — All Kalkfelsen Agnesberg bei Gonobitz, 500—600 m, B. aequiloba Dum. — An Kalkfelsen hie und da 320 — 1000 m, B. G. Stephanina Lindbergiana (Gottsche). — Kepa bei St. Lorenzen, 1500 m, G Bellincinia rivularis O. Kuntze. — Da und dort zvvischen 800 und 1100 m, B. G. Lejeunia serpyllifolia Lib. var. planiuscula Lindb. — Bei St. Lorenzen 700—800m, B. Frullania Jackii Gottsche. — Bosenwinkel bei Reifnig, 1000—1200 m, B.; Velkagraben bei Reifnig und Feistritzgraben bei Windisch-Feistritz, 800 - 1000 m, G. fragilifolia Tayl. — An Tannen und Buchen bei Reifnig, St, Lorenzen, Maria Rast und Windisch-Feistritz 500—1000 m, B. G. Anlhoceros laevis L. — Rei Wuchern, Reifnig und Marburg, 300—900 m, B. G. punctatus L. — Bei Unterdrauburg (Melling); im Trofiner Graben bei Saldenhofen* 400—500 m, G. II. L a u b m o o s e. Sphagnum subbicolor Hampe. — Lampreehtkogel bei Faal, 1200 m, G. medium Limpr. — Auf Moorgriinden 1000—1500 m, B. G. compactum D. G. — An den oberen Zuflussen des Lobnitzbaches und am Teich oberhalb Tainach, fr., 1100—1200 m, G. recurvum P. B. var. amblyphyllum B. W. — Klopni vrh, 1200—1300 m, G. cuspidatum Ehrh. W. — Auf den Moorgriinden, 1200 1500 m, R. B. G. var. falcatum Russ. — Mit der Hauptform. var. plumosum Br. germ. — St. Lorenzer Seen und Klopni vrh, 1300—1500 m, B. G. Girgensohnii Russ. var. squarrosulum R. — Rei den Reifniger und Lorenzer Seen, 1500 m, B. G. var. coryphaeum R. — Gallenhoffner Wald bei Windischgraz, 480 m, B.; Ra-kowetzgraben bei Weitenstein, 600 m, B.; Klopni vrh bei St. Lorenzen, 1200 1300 m, G. Russowii Warnst. — Auf den Moorgriinden, 1300—1500 m, B. G. luscum Klingg. — Lorenzer Seen, 1500 m, G. subnitens R. U. W. — Klopni vrh bei St. Lorenzen, 1200—1300 m, G. obesum Wils. — Moorgrùnde am Teich, 1200 m, G. contortum Schultz. — Stibocher Wald bei Windischgraz, 450 m, B.; H. Geist bei Gonobitz, 350 m, Rotwein bei Marburg, 300 m, GroJlkogel bei Gonobitz, 1100 m, G. platyphyllum Sull. — Am Teich hinter Weidisch bei Windisch-Feistritz, 293 m,B. auriculatum Schpr. — Bei Rotwein nachst Marburg und an den Turmteichen bei Kranichsfeld, 250—300 m, G. rufescens Br. germ. — Moorgriinde am Kamenitec bei St. Lorenzen, 1300 m, G. Andreaea petrophila Ehrh. — Am Abhang oberhalb Reifnig, Kamenitec bei St. Lorenzen und Jagerske peči bei Oplotnitz, 1200 -1300 m, G. Archidium alternifolium Sch. — Retschacher Wald und Golek bei Gonobitz, 400—600 m. Futi und Abhang des Gebirges bei Windisch-Feistritz, 400— 700 m, bei Rofiwein, Rotwein und Lembach nachst Marburg, B. G. Bruchia palustris Hampe. — Stibocher Wald, Lechen und Gallenhofner Wald bei Windischgraz bei 130—480 m, B.; Rotwein bei Marburg, 300 m, B. G.; Ziegel-statt bei Windisch-Feistritz, 300 m, G.; bei Kranichsfeld, 260 m, G. trobasiana De Not. — Auf Erdblòssen und nassen Wiesen bei Rotwein, 290 - 300 m, B. G. Trematodon ambiguus Hornsch. — Stiboch und Lechen bei Windischgraz ,450 m, B.; Rotwein bei Marburg, 300 m, B. G. Pleuridium nitidum Rabh. — Bei Kranichsfeld, 260 m, G. subulatum Rabh. — Am Fulle und unteien Abhang bei Windischgraz, Weitenstein, Gonobitz, Windisch-Feistritz und Marburg bis 800 m, B. G. Trichodon cylindricus Schmpr. — Dranngraben bei GonobiU, 600—-800 m, B; Ziegelstatt bei Windisch-Feistritz, st., 300 m, Lobnitzgraben bei Maria Rast, st., 600—800 m. G. Ditrichurn vaginans Hampe. — Stibocher Wald bei Windisehgraz, 450 m, B.; Abhang gegen Weitenstein, 100 m, B.; Rotschacher Wald bei Gonobitz, 400 m, B.; Fufi des Gebirges bei Marburg, 300 m, B. G. und Maria-Rast 400 m, G. pallidum Hampe. — Am FuG und Abhang des Gebirges bei Windisch-Feistritz und Marburg, 280—700 m, B. G. Breidleri Limpr. — Am FuGe des Gebirges bei Rotwein zwischen Bruchia palustris und Ditrichurn pallidum, 300 m, B. G. astomoides Limpr. — Unter Pleuridium subulatum und Ditrichurn pallidum bei Rotwein, 300—350 m. B. G. Saelania glaucescens Broth. — Pack bei Weitenstein, 700—800 m, G. Ceratodon purpureus Brid. var. flavisetus Limpr. .— Bei Windisch-Feistritz, 360 m, B.; im Oplotnitzgraben, 600—700 m, G. Brachyodontium trichodes Bruch. — Am Nordabhang bei Josefstal, Reifnig und Bosen-winkel, 800—1300 m, B. G.; Lokanja im Oplotnitzer Graben, 800—900 m, G. Blindia acuta Br. eur. — Im Lobnitzgraben bei Maria-Rast, B. G.; Radlgraben bei St. Lo-renzen (Krupička) und oberhalb Reifnig, 800—1200 m, B. var. Seligeri Limpr. — Radlgraben bei St. Lorenzen (Krupička); im Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 800 m, B. G. Dicranella subulata Schmpr. — FuG und Abhang bei Marburg und Wuehern, 350—1000 m, R. cerviculata Schpr. — Moorgrunde, 1200—1500 m, R. B. G. homomalla Schpr. var. sericea H. Muli. — Lobnitzgraben bei Maria-Rast 800—900 m, G. Schreberi Schpr. — HI. Geist bei Gonobitz, 350 m, Rotwein bei Marburg, 290 m, B. var, lenta Limpr. — Rotwein bei Marburg, 290 m, G. Bhabdoweisia fugax Br. eur. — Hudinagraben und Rakowetzwald hei Weitenstein, 600—1000 m, B. G.; Dranngraben bei Gonobitz, 600—800 m, B.; Jagerske peči bei Oplotnitz, 1000—1200 m, G. denticulata Br. eur. — Rakowetz bei Weitenstein, 1000 m, G. Cynodontinm fallax Limpr. — Am Wege von Weitenstein gegen Rakowetz, 900 m, B. torquescens Limpr. — Rakowetz bei Weitenstein, 1000 m, G. Dichodontium flavescens Lindb. — Am Radlbach bei St. Lorenzen, 500 m (Krupička); Rakowetz bei Weitenstein, 1000 m, G. Dicranum spurium Hedw. — Rottenbacher Wald bei Windisehgraz, 500 m, B. Bergeri Bland. — Auf den Moorgrùnden, 1200—1500 m, R. B. G. scoparium Hedw. var. paludosum Limpr. — Auf den Moorgrùnden, 1200 bis 1500 m, G. Mùhlenbeckii Br. eur. — Kremscher HShe bei Windisehgraz, 1000 m, B.; Velika Kapa, 1500—J540 m, G; an den Abhangen gegen Gonobitz und Windisch- Feistritz, 500—700 m, B. congestum Brid. var. longirostrum Br. eur. — Bei Reifnig, 1000 m, B. flagellare Hedw. — stibocher Wald bei Windisehgraz, 450 m, B.; Velkagraben bei Reifnig, 400—500 m, G.; am Steg bei St. Lorenzen, 1250 m, G. strictum Schleich. — Auf morschen Baumstocken in der Gemeinde Smolnik bei Maria Rast, ca. 1000 m, st., G. fulvum Hook. — Feistritzgraben bei Wind.-Feistritz, 400— 500 m, B. G. viridis Lindb. — Bei Windisch-Feistritz, 600 m, B. longifolium Ehrli. var. subalpinum Milde. — im Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 1000 m, G. Sauteri Br. eur. - Im Obeigang zu D. longifolium am Bachern bei St. Wolfgang nachst Marburg, 1050 m, G. — Audi das typische D. longifolium wìichst im Bereiche des Bachergebirges auf Buchenstammen. Campylopus subulatus Schmp. — An den Abhangen bei Windisch-Feistritz und Marburg, 300 —700 m, B. G. Dicranodontium longirosire Schpr. var. alpinum Milde. — Auf den Moorgrflnden des Gebirges von 1200—1520 m, B. G. Leucobryum glaucum Schmpr. — Steril haufig bis iiber 1500 m, mit Friichten im R6t-schacher Wald bei Gonobitz und Stibocher Wald bei Windischgraz, 400—500 m, B. Fissidens bryoides Hedw. var. gymnandrus Ruthe. — Rakowetz bei Weitenstein, 1000 m, G.; Kebel bei Oplotnitz, ca. 700 m, G. impar Mitt. — Agnesberg bei Gonobitz, fi., 550—600 m, G. tamarindifolius Brid. — Lechen bei Reifnig, 500 m. G. pusillus Wils. var. irriguus Limpr. — Felberinsel bei Marburg, 250 m, G. adiantoides Hedw. — Mifllinggraben bei Windischgraz, R.; Lobnitzgraben bel Maria-Rast, 800 m, G. osmundoides Hedw. — Am FuBe des Gebirges liei Marburg, 300 m, B. Astomum crispum Hampe. — AmFuBe des Gebirges bei Windischgraz, Windisch-Feistritz, WindenaU, Rotwein (B.), und Lembach (G.), 250 - 500 m. Hymenostomum rostellatum Schpr. — An Wassergraben bei Rotwein, 290 m, G. microstomum R. Br. var. brachycarpum Hùb. — Bei Windisch-Feistritz, 350 600 m; bei Windenau und Lembach nachst Marburg, 300 m, B. tortile Br. eur. — Im Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 700 m, G. Weisia rutilans Lindb. — Agnesberg 550 m. G. und Golek bei Gonobitz, 600 - 800 m, B.; am Abhange bei Windisch-Feistritz, 500—600 m, B.; bei Rotwein nachst Marburg, 300 m, B. Wimmeriana Br. eur. var. muralis Breidl. — Ober-Dolič bei MiBling, 350 m, G ; Golek bei Rotschach, 600 m; bei Frauheim, 400—450 m, G. crispata Jur. - Ober-Dolió bei MiBling, 350 m, G. ; Agnesberg bei Gonobitz, 5' 0m, G- viridula Hedw. var. amblyodon Br. eur. — Am Fufi des Gebirges hei Windisch-Feistritz, 400—C00 m, B.; im Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 400 m, G. Gymuostomum calcareum Br. germ. — Velkagraben bei Reifnig, 350 m, G. Gyroweisia tenuis Schpr. — An einem Brunnenrande, aus Leitakalk hergestellt, bei Rotwein, 300 m, G.; an Mauern in Dreikònig bei Wind.-Feistritz, 1190 m, G. Hymenostylium curvirostre Lindb. — An Kalkfelsen im Feistritzgraben bei Windisch-Feistritz, 500 m, G. Eucladium verticillatum Br. eur. — im Velkagraben bei Reifnig, 350 m, G. Trichostomum crispulum Bruch. - Lembacher Wald bei Marburg, 250 m, G. var. brevifolium Schmpr. — Bei St. Lorenzen, 300 m, G. var. angustifolium Schmpr. — Ebendaselbst: auch im Velkagraben bei Reifnig, 350 m, G. viridulum Bruch. — Felberinsel bei Marburg, 250 m, st., G. brachydontium Bruch. — Agnesberg bei Gonobitz, 600 m, G.; Velkagraben bei Reifnig, 350 m, G. liberali st. Tort ella Bambergeri Broth. — Agnesberg und Brinjeva gora bei Gonobitz 400—600 m, B. G. ; Feistritzgraben bei Windisch-Feistritz, 500 m, G. inclinata Limpr. — Ober-Dolič bei MiBling, 500 m, G.; Agnesberg bei Gonobitz, 600 m, G.; an der Drau bei Marburg, 250 m, B. Pleurochaete squarrosa Lindb. — Agnesberg bei Gonobitz, 400—600 m, B. Didytnodon alpigenus Vent. — Velkagraben hei Reifnig, 400 m, G. tophaceus Jur. - Velkagraben bei Reifnig, 350 m, st., G. spadiceus Limpr. — Bergental bei Marburg, 350—400 m, st., G. validus Limpr. - Auf Dolomit bei Ober-Dolič nachst MiBling, 500 m. st., G. Didymodon rigidulus Hedw. var. propagulifera Limpr. — im Lembacher VVald bei Marburg, 250 m, G. Barbula acuta Brid. — Agnesberg bei Gonobitz, 550 m, st., G. reflexa Brid. - An der Drau bei St. Lorenzen, 300 m, G.; Ober-Dolič bei Mil3-ling, 500 m, G. vinealis Brid. var. cylindrica Boul. — Am Wege von Windisch-Feistritz nach Oberneudorf, 500 —600 m. B. flavipes Br. eur. — Auf Dolomitsand in Ober-Dolič bei MiBling, 550 m, fr., G. paludosa Schleich. — MiBlingraben bei Windischgraz, R.; Ober-Dolič bei MiBlingi 350 m. fr., G. Ginclidotus fontinaloides P. B. — In der Drau bei St. Lorenzen, 300 m, G. riparius Arn. — Ebendaselbst, G. Acaulon muticum C. Muli. — Futi des Gebirges bei Windisch-Feistritz, 400 m, B. Tortula aestiva P. B. — Pragerhof 250 m, G. ; an der Drau bei St. Lorenzen, 300 m, G. canescens Mont. — Agnesberg bei Gonobitz, 600 m, G. subulata Hedw. var. angustata Limpr. — Bei Oplotnitz, 300 —400 m, G. latifolia Bruch. — An der Drann hei Poltschach, 255 m, B. papillosa Wils. — An Pappelbaumen bei Windenau niichst Marburg, 300 m, G. pulvinata Limpr. — An Pappelbaumen bei Rotwein, 290 m, G. montana Lindb. — Brinjeva gora bei Gonobitz, 600 m; an der Drau bei St. Lorenzen, 300 m, G. Grimmia gracilis Schleich. — Rakowetz bei Weitenstein, Jagerske peči bei Oplotnitz, Lob-nitzgraben bei Maria-Rast und Kepa bei St. Lorenzen 800—1300 m, G. conferta Funck. — Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 500—600 m, B.; Maria in der Wuste, 300- 350 m, G.; Jagerske peči bei Oplotnitz, 1300 m, G. alpicola Sm. var. rivularis Limpr. — Velkagraben bei Reifnig, 800 m, G. Uoniana Sm. — Jagerke peči bei Oplotnitz, 1300 m, G. campestris Burch. — Abhange bei Frauheim und Tainach, 600—700 m, G.; Jagerske peči bei Oplotnitz, 1200—1300 m, G. commutata Hub. — Bei Windisch-Feistritz und im Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 500—600 m, fr., B-; Jagerske peči bei Oplotnitz, 1200 m, st., G.1 trichophylla Grev. — Tainach bei Windisch-Feistritz, 600—700 m, Kepa bei St. Lorenzen 1300 m, G. elatior Bruch. — Tainach bei Windisch-Feistritz, 600—700 m, Jagerske peči bei Oplotnitz, 1200—1300 m, G. Rhacomitrium aciculare Brid. — MiBlinggraben, R.; Rakowetz bei Weitenstein, Lokanja bei Oplotnitz, Feistritzgraben bei Windisch-Feistritz, G.; Lobnitzgraben bei Maria-Rast, B. G.; Maria in der Wuste, Burggrafgraben bei Reifnig, G.; 400—1200 m. protensum A. Br. — MiBlinggraben, R.; Rakowetz bei Weitenstein, Jagerske peči bei Oplotnitz, G. ; Lobnitzgraben bei Maria-Rast, B. G. ; Kepa bei St. Lorenzen, 700 -1300, G. sudeticum Br. eur. — Mifilinger (Komisija-) Sattel bei Weitenstein, 1450 m, G. microcarpum Brid. — Im Bachergebirge (R.); Abhang oberhalb Windisch-Feistritz und Jagerske peči bei Oplotnitz, 1200—1300 m, G. Zygodon viridissimus B. Br. — An Buchen im Oplotnitzer Graben, 800 m, st., G. Orthotrichum saxatile Schmpr. — An Kalkfelsen auf der Brinjeva gora bei Gonobitz und im Frauheimergraben, 400—600 m, G. cupulatum Hoffm. — An Kalkfelsen auf der Brinjeva gora bei Gonobitz 500 — 600 m, B. G. diaphanum Sclirad. — An Pappelbaumen bei Frauheim, 350 m, G. leucomitrium Schrad. — Windenau bei Marburg, 280 m, B. ; Schmiedsberg bei Wind.-Feistritz, 400- 450m, B.; Jagerske peči bei Oplotnitz 1200—1300 m, G. Orthotrichlim pallens Bruch. — Bei Gattersdorf nachstGonobitz, Windisch-Feistritz, Franici is-feld uri d Marburg, 260 -500 m, B. G.; St. Wolfgang bei Marburg, 1040 m, G. stramineum Hornsch. var. vexabile Limpr. — st. Wolfgang bei Marburg, 1040 m, G. patens Bruch. — Gattersdorf bei Gonobitz, 280 m. G.; Schmiedsberg bei Windisch-feistritz, 400—600 m, B.; Josefstal bei Reifnig, 650 m, G. Braunii Br. eur. — Gattersdorf bei Gonobitz, 280 m, G. Schimperi Hamm. — Bei Ziegelstatt nachst Windiscbfeistritz, 260—280 m, G. ; Windenau bei Marburg. 280 m, B. G.; Bergental bei Lembach, 310m, G. Sturmii Hornsch. — Oplotnitzergraben bei Gonobitz, 800—900 m, G.; Rakowetz-Wald bei Weitenstein, 1000 m, B. Lyellii Hook. & Tayl. — Ahhang und FuB bei Marburg, 300—1000 m, B. G. Jagerske peči bei Oplotnitz, 1200 m, G.; Langerswald bei St. Lorenzen 1300—1400 m, G. Ulota americana Limpr. - Im Windischfeistritzer Graben, 500—600 m, B. intermedia Schmpr. — Ir) Wàldern bei Weitenstein, Marburg, Maria-Rast und Wuehern, 400—1000 m, B. G. Brucllii Hornsch. — Stibocher Wald bei Windischgraz, 450 m, B.; Gattersdorf bei Gonobitz, 280 m, G.; St Wolfgang bei Marburg, 1040 m, G.; Smolnik bei Maria-Rasi, 800 m, G.; Abhang bei Reifnig, 700 m, B. Splachnum ampulaceum L. — Stibocher Wald bei Windischgraz, 450 m, B. Ephemerum serratum Hampe. — Bei Pragerhof, 250 m, B.; bei Windenau und Rotwein nachst Marburg, 280 m, B. G. Funaria fascicularis Schpr. — Am Fu tic des Gebirges bei Windischfeistritz (B.) und Marburg (B. G), 240—300 m. obtusa Lindb. ■— Ròtschacher Wald bei Gonobitz, 400 m, B. dentala Crome. — Agnesberg bei Gonobitz, 500—600 m, B. Schistostega osmundacea Mohr. — Abhang des Gebirges bei Reifnig, Windischgraz (B.) und Weitenstein (B. G.), 60C—900 m; bei Wuehern, 400 m, B. Pohlia nutans Lindb. var. subdenticulata (Brid.). — Am Futi e des Gebirges bei Kranichsfeld und Lembach, 250—300 m, G. var. longiseta (Br. eur.). — Auf den Moorgrunden des Klopni vrh, 1300 bis 1400 m, G. lutescens Lindb. fìl. — Im Dranngraben bei Gonobitz und auf dem Wege von Windischfeistritz gegen Oberneudorf, 500—800 m, B.; Ziegelstatt bei Windischfeistritz, 300 m, G. annotina Lindb. — Dranngraben bei Gonobitz, 500 - 600 m, B.; St. Veit (B.) u. Rakovetz bei Weitenstein, 800- 10C0 m; Kranichsfeld und Rotwein, 250 bis 300 m; Kebel bei Gonobitz, fr., 500 600 m, G. proligera Lindb. — Hudina bei Weitenstein, 800 m; Frauheimergraben 500 bis 600 m; Lamprechtkogel bei Faal, 1100—1200 m. G. Mniobryum carneum Limpr. — Bei Windischgraz, B.; am FuBe des Gebirges b. Marburg (B. G.) und bei Gonobitz (G.), 300 m.. Plagiobryum Zierii Lindb. — im MiBlinggraben, R. Bryum pendulum Hornsch. — Ober-Dolič bei MiBling, fr., 350 m, G. turbinatum Schwagr. — Am FuBe des Gebirges bei Marburg, 300— 400 m, B. G. bimum Schreb. — Bei Pragerhof, 250 m, G ; im Velkagraben bei Reifnig, 500 bis 600 m, G. pallescens Schleich. — An der Drau bei St. Lorenzen (G.) und Hohenmauten (B.), 300—500 m; Oplotnitzergraben. 500 - 800 m, G. badium Bruch. — An der Drau bei Marburg, 250 m, B. Fltnckii Schwagr. — Dolomit b. Ober-Dolič nachst MiBling, st., 550 m, G. versicolor A. Br. _ All dei Drau bei Marburg, 250 m, B. Bryum bicolor Dicks. — Ziegelstatt bei Windisch-Feistritz, 270 m, (}.; Rotwein bei Marburg, 300 m, R. murale Wils. — Bei Kranichsfeld und im Frauheimergraben, 250—350 m, st., G. erythrocarpum Schwagr. — Rotwein und in den Lembacher Weingarten bei Marburg, 280—400 m, B. G.; Maria in der W uste, 320 m, G. elegans Nees var. Ferchelii Breidl. — Lokanja bei Oplotnitz, 8C0— 900 m; Kepa bei St. Lorenzen, 1300 m, G. capillare L. var flaccidum Br. eur. — Oplotnitzer Graben bei Gonobitz und Frauheimer Graben, 400—800 m; Maria in der Wiiste, 330 m, G. Mnium hornum L. — Obeihalb Oplotnitz, fr., 1100 m. G.; bei Fiauheim, Kiupička; Lob-nitzgraben bei Maria-Rast, 700—800 m, B. riparium Mitt. — Im Feistritzer Graben bei Windischfeistritz, 5—600 m, st., B. G. Meesea triquetra Aongstr. — Bei den St. Lorenzer Seen, st., 1520 m, G. Philonotis marcllica Brid. — Stibocher Wald bei Windischgraz, 430 m, B.; Rotwein bei Marburg, 300 m, G.; Oplotnitzer Graben, 600 — 700m, G.; Trofiner Graben bei Saldenhofen, 400—500 m, G.; allenthalben st. capillaris Lindb. — Rotwein bei Marbnrg, 300 m, st., B. G. Amellii Ilusn. — Frauheimer Graben bei Marburg, 350 m, st., G. (t. Loeske). caespitosa Wils. — Rotwein bei Marburg, 300 m, G.; Teich oberhalb Oplotnitz, 1170 m, G. Stets steril. var. laxiretis Loeske. — Bei Rotwein und Pragerhof, 250—300 m, st. G. (t. Loeske). alpicola Jur. var. robusta Loeske i. litt. — Lokanja im Oplotnitzgraben, 800 bis 900 m, st., G. (t. Loeske). calcarea Br. eur. — HI. Geist bei Gonobitz, 300 m; Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 800 m, fr. G. fontana Brid. var. falcata Loeske. — Rotwein und Frauheim bei Marburg, 300—360 m; Grašinski marof oberhalb Oplotnitz, 1100 m; an den Quell-b&chen der Lobnitz, 1200 m, st., G. var. aristinervis Mónkem. — Lokanja im Oplotnitzgraben, 800—900 m, st., G. (t. Loeske). seriata Mitt. var. falcata Loe. - Oberhalb Reifnig, st., 12—1300m, G. (t.Loeske» Buxbaumia aphylla L. — Am Fufie des Gebirges bei Marburg und Windischfeistritz, 300 bis400m, B. G.; Abhang gegen St. Wolfgang, 700— 900m, G.; Rakowetz-Wald bei Weitenstein, 900 1000 m, B. Tetrodontium Brownianum Schwagr. — Rakowetz-Wald bei Weitenstein, 1000 m, G. Gatharinaea Hausknechtii Broth. — Abhang gegen Pickern bei Marburg, 800 - 900 m; Lobnitzgrabeir bei Maria-Rast, 1050 m*); Abhang gegen Bòsenwinkel bei Reifnig, 1000-1100 m, G. tenella Rolli. — Rotwein bei Marburg, 300 m, st, G. angustata Bl'id. — Oberneudorf bei Windischfeistritz, 600 m, B.; Lamprechtkogel bei Faat, 800 m, G.; Velkagraben bei Reifnig, 400— 500 m, G. Oligotrichum incurvum Lam. D. C. — Auf der Hohe des Gebirges zwischen 1200 und 1500 m, z. B. auf dem Mifilinger Sattel. B. G. Pogonatum subrotundum Lindb. — Stibocher Wald bei Windischgraz, 450 m, B.; Fufi und AbhSnge des Gebirges bei Marburg und Windischfeistritz, ù2l0 bis 500 m, B. G. Polytrichum alpinum L. — Grofikogel bei Oplotnitz, 1300—1350 m, G. gracile Dicks. — Moorgriinde bei den St. Lorenzer Seen, 1520 m, G. strictum Banks. _ Auf den Moorgriinden,1300-1530 m, R. B. G. *) Der mir bekannte Standort durch Auswiegen des Felsblockes, an dem sie wuchs, vernichtet. Neckera crispa Hedw. var. falcata Breidl. — Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 600 bis 900 m, B. Isothecium viviparum Lindb. var. robustum Sch. — Rakowetz bei Weitenstein, 1000 m, st., G. myosuroides Brid. — Rakowetz-Wald bei Weitenstein, 1000 m, B.; Lobnitzgraben und Zmolnik bei Maria-Bast, 700—900 m, st., G- var. cavernarum Mol. — Am Wege von Weitenstein gegen Rakowetz, 700 m, st., B. Ortliothecium intricatum Br. eur. — Am Fufie des Gebirges bei Wuchern. 500 m. st., B rufescens Br. eur. — MiBlinggraben bei Windiscbgraz, R. Entodon orthocarpus Lindb. - Am Abhang gegen Windischfeistritz, 400 - 700 m. B. Platygyrium repens Br. eur. — Nicht selten am FuBe und unteren Abliang des Gebirges, doch meist st., fr. bei Windisehfeislritz, 350 m, B. Pterygynandrum fdiforme Hedw. var. decipiens Limpr. _ Jagerske peci bei Oplot-nitz und Kepa bei St. Lorenzen, 12—1300 m, st., G. Anacamptodon splachnoides Brid. - Abhang bei Marburg, 500 800 m, B. G. Hookeria lucens Sm. — Rakowetz-Wald bei Weitenstein, B. G-; Quellgebiet d. Windisch-feistritzer Baches, G., un d oberer Lobnitzgraben, B. G„ fr., 700 - 1100 m. Heterocladium heteropterum Br. eur. - Hudinagraben, 700 - 800 m, B. G., und Rakowetz-Wald, 1100 m, R, B., bei Weitenstein; Oplotnitzgraben bei Gonobitz,700 800 m, G.; oberhalb Rotwein und Wuchern, 500—700 m, B. Stets steni. Myurella julacea Br. eur. — An der Drau bei St- Lorenzen, 300 m, st., G. Anomodon apiculatus Br. eur. — Auf Amphibolschiefer am Nordabhang des Gebirges bei Marburg, 500—700 m, fr., B., und im Frauheimer Graben, 500—600 m. st., G. longifolus Bruch. — Brinjeva gora bei Gonobitz, 600 m, st., G. Pseudoleskeella catenulata Kindb. - Agnesberg und Brinjeva gora bei Gonobitz, 500 bis 600 m, G. Brachytheciurn Mildeanum Milde. — Bei Pragerhof, Kranichsfeld, Rotwein u. Marburg, 250 300 m, st., B. G. campestre Br. eur. — Bei St. Lorenzen, 450 m, Krupička; bei Frauheim, Pragerhof und HI. Geist nachst Gonobitz, 250—350 m, fr., B.G. Eurhynchium striatulum Br. eur. Auf Kalkstein im Feistritzgraben bei Windischfeistritz, 400 - 500 m, st., G. velutinoides Br. eur. — Abhange gegen Windischfeistritz und Marburg, 300 bis 700 m, fr., B. crassinervium Br. eur. - Windiscbfeistritzer Graben (B. G.) und Abhang gegen Marburg, (B.), 400 - 700 m, st. Tommasinii Buthe. — Abhang bei Marburg, 500 - 700 m, st., B. piliferum Br. eur. - Rei Pragerhof, 250 m, B.; auf dem Gebirge bis 1000 m nicht selten, B. G. Schleicheri Hartm. — Kebel bei Gonobitz, fr., 600 m, G. Rbyncliostegiella tenella Limpr. — An Mauern in Rakowetz bei Weitenstein, 1000 m, fr., G. Rhyncliostegium confertum Br. eur. — Ebendaselbst, fr., G. rotundifolium Br. eur. — Stiitzmauern auf dem SchloBberge von Windischgraz, 500 m, fr., B. Plagiotherium silvaticum Br. eur. — Kranichsfeld, 250 m, G.; bei Rakowetz nachst Weitenstein, 1000 m, st., G. Roeseanum Br. eur. var. gracile Breidl. — Rakowetz bei Weitenstein und Oplotnitzergraben bei Gonobitz, 800—1000 m, st., G. var. orthocladum Limpr. _ Smolnik bei Maria Rast, 800 m, st., G. Plagiotherium elegans Schpr. var. nanum Schpr. Hudinagraben bei Weitenstein 600 bis 700 m, st., G. depressum Dixon. — Ara Fu 11 e des Gebirges bei Wuchern, 500 m, fr., B. Amblystegium Sprucei Br. eur. - Rakowetz bei Weitenstein, 1000 m. st., G. subtile Br. eur. — Rotwein ('50 300 m) und St Wolfgang (1000 m) bei Mar-burg, G.; bei Reifnig, 900 m, B. Stets tr. fallax Milde. — Rakowetz liei Weitenstein, 1000 m, st., G. irriguum Schpr. — Am FuBe des Gebirges bei Wuchern, 400 m, B. ; im Feistritzer-graben bei Windischfeislritz, 400 m, st., G. serpens Br. eur. var. tenue. _ An den Quellbaehen d. Lobnitz, 1200 m, G. varium Lindb. — Bei Pragerhof (B.) und Kranichsfeld (G.), 250 m, fr., Rakowetz bei Weitenstein, 900 m, st., G. trichopodium C. Hartm. — Pragerhof, ‘.50 m, fr., G. Juratzkanum Schpr. — Frauheimergraben bei Marburg, 350 m, fr., G. Koehii Br. eur. — Bei Kranichsfeld, 2"0 m, fr., G. riparium Br. eur. — Bei Pragerhof (B.) utid Kranichsfeld (G.) 250 m., fr. Hypnum hygrophilum Jur. — Bei Rotwein nachst Marburg, 300 m, fr., B. vemicosum Lindh. — Stibocher Wald bei Windischgraz, 450 m : bei Windisch-feistritz, 290 m, B.; Lobnitzgraben bei Maria-Rast, 800 m; Grofikogel bei Gonobitz, 1100 m, G. intermedium Lindb. — stibocher Wald bei Windischgraz, 450 m, B.; auf dem Gebirge bis 1500 m, B. G. exannulatum Gumb. — Stibocher Wald hei Windischgraz, 450m, B.; Pickern-dorf bei Marburg, 300 m, B.: Kranichsfeld, 250 m, G.; vielfach auf dem, Gebirge bis 1530 m, B. G. pseudofluitans Klinggr. — Pragerhof 250 m, st., G. falcatum Brid. var, gracilescens Limpr. — Velkagraben hei Reifnig, 400 m, G. fertile Sendtn. — Abhang des Gebirges bei Wuchern und Reifnig, 500—1000 m, fr., B. G. Vaucheri Lesq. — Kepa bei St. Lorenzen, 1300 m: Oplotnitzergraben u. Brinjeva gora bei Gonobitz, 600—900 m, st., G. cupressiforme L. var. subjulaceum Mol. — Abhang bei Frauheim. 1200 bis 1300 m, st., G. pratense Koch. — Im Feistritzer Graben bei Windischfeistritz, 800—900 m, st., G. dilatatum Wils. Rakowetz bei Weitenstein, B. G.; Oplotnitzergraben b. Gonobitz G. ; Lobnitzergraben bei Maria-Rast, B. G., 900—1000 m, da und dort fr’ Mackayi Breidl. — lm Oplotnitzgraben bei Gonobitz, 600—800 m, fr., G. ochraceum Turn. — Bei St. Lorenzen, 500 m,. Krupička; Lobnitzgraben bei Maria-Rast und Oplotnitzgraben bei Gonobitz. 600—800 m, st., G. cordifoliumHedw. — Stibocher Wald bei Windischgraz, 450 m, fr., B.; am FuBe des Gebirges bei Oplotnitz, Pragerhof, Kranichsfeld und Rotwein, 250 bis 41)0 m. B. G.; bei Frauheim, Krupička. giganteum Schpr. — Am FuBe des Gebirges bei Čadram, Windischfeistritz, Pragerhof und Rotwein bei Marburg, 250—350 m, B. G.; im Gebirge bis 1200 m, B. stramineum Dicks. — Auf den Moorgrunden, 1100—1500 m, B. G. Hylocomium brevirostum Br. eur. — Im Hudinagraben bei Weitenstein, im Feistritzer-graben bei Windischfeistritz, hier fr., 600—700 m, B. G.; Pollner Graben und an der Reifniger Strali e bei Wuchern, 400—500 m, oberlialb Reifnig und Josefstal, 800—900 m, B. squarrorum Br. eur. var. calvescens Hobkirk. -- Am FuBe des Gebirges bei Wuchern, 500 m, B. Feier des ISOjahrigen Bestandes der Anstalt. Mittwoch, den 3. Juni 1908, versammelten sich die katholischen Schiller aller Klassen um 8 Uhr friih in der festlich geschmùckten Aloisikirche, wol sich auch der Direktor, die Mitglieder des Lehrkórpers und mehrere Festgaste eingefunden hatten. Seine Exzellenz der Herr Furstbischof Dr. Michae, Napotnik zelebrierte ein feierliches Hochamt, an dessen Schlusse er auch eine Ansprache an die sludierende Jugend hielt ; an der Hand zahlreicher Stellen der heiligen Schrift, griechischer und rómischer Klassiker, endlich deutscher Dichler ermunterte er sie zu eifrigem Streben nach mčglichster Voll-kommenheit in Charakter, Wissen und Bildung. Dann zogen die Schuler in die festlich geschmuckte Turnhalle, deren Wande mit Reisiggewinden geziert waren. In einer Gruppe von Blattpflanzen stand die Kaiserbùste, darùber hing eine Tafel mit den Zahlen „1758—1908.“ Die Schuler der Anstalt, besonders der oberen Klassen hatten die Ausschmùckung der Turnhalle tagsvorher be-sorgt. Als Festgaste erschienen: in Vertretung Seiner Exzellenz des Herrn Statthalters Herr Statthalterei-Vizepràsident Dr. Eugen Netoliczka, Seine Exzellenz der Herr Furstbischof von Lavant Dr. Michael Napotnik, die Landesschulinspektoren Leopold Lampel und Dr. Karl Rosenberg, Domprobst Pridat Karl Hribovšek, Mitglied des steierm. Landesschulrates Statthaltereirat Marius Graf Attems, Burgermeister Dr. Johann Schmiderer, Kreisgerichtsprasident Perko mit Staatsanwalt Verderber, Oberlìnanzrat und Finanzbezirksdirektor Graf F e r r a r i s-0 eh i ep p o, Kom-mandant der k. u. k. hiesigen Kadettenschule, k. u. k. Oberstleutnant Mayr-hofer von Grùnbùhel, die Direktoren: Heinrich Schreiner von der k.k. Lehrerbildungsanstalt, Robert Bittner von der k. k. Staatsrealschule, Franz F r i s c h von der Landes-Lehrerinnenbildungsanstalt, F. Z w e i f 1 e r der Landes-Obst- und Weinbauschule, Strafanstaltsoberdirektor J. Reiseh Kanonikus J. Majcen, Kanonikus Dr. J. Mlakar und Dom- und Stadtpfarrer Morawec, k. k. Bezirkskommissar Dr. Eugen Netoliczka, ferner viele ehemalige Schuler, darunter D r. G 1 a s e r, D r. Turner, endlich zahlreiche Angehórige der jetzigen Schiller. Das Programmi der Festfeier lautete: 1. Begrufiung der Anwesenden durch den Direktor. 2. „Ballade“, Orchester mit Klavierbegleitung, komponiert und dirigiert von dem Schuler der Vili. Klasse Hermann Frisch, ausgefùhrt von Schidern der Anstalt. 3. „Carmen solemne“, gedichtet von Professor Georg Mair, vorgetragen von dem Schuler der Vili. Klasse Adolf Wantur. 4. „Òsterreich, mein Vaterland", gemischter Chor, gesungen von Schulern der Anstalt, dirigiert vom Gesangslehrer Rudolf Wagner. 5. Festrede, gehalten von Professor Friedrich Knapp. 6. „Austrija moja“, Mannerchor unter Leitung des Gesangslehrers Rudolf Wagner, gesungen von Schfllern des Obergyninasiums. 7. Adolf Jensen „Festzug“ aus der Hochzeitsmusik fur Orchester und Klavier, ausgefùhrt von Schùlern des Gymhasiums unter Leitung des Hermann Frisch. 8. Volkshynine. Nach der BegruCung durch den Direktor begluckwùnschte Herr Vize-prasident Dr. Eugen Netoliczka im Namen Seiner Exzellenz des Herrn Statthalters und im eigenen den Lehrkórper zur seltenen Feier, wahrend Landes-schulinspektor Leopold Lampel als Vertreter des steierm. Landesschul-rates das pflichteifrige Wirken der fruheren und jetzigen Lehrer der Anstalt in warmen Worten bervorhob und ihr ein ferneres kraftiges Bluhen und Gedeiben wunschte. Nach einstùndiger Dauer war diese Feier zu Ende. Darauf folgte eine Festtafel, zu der Seine Exzellenz der Herr Furstbischof die Festgaste und den ganzen Lehrkórper in gewohnter Munifizenz geladen hatte. Nachmittag um 5 Uhr wurde im Volksgarten ein Schauturnen unter der Leitung des Turnlehrers der Anstalt, Herrn Max Halfter, abgehalten, dem auBer vielen Eltern der Schuler auch einige der vormittags erscbienonen illustren Festgaste, darunter Herr Vizepràsident Dr. Eugen Netoliczka und Seine Exzellenz der Herr Furstbischof, beiwohnten. Beicher Beifall wurde den tur-nerischen Leistungen der Schuler und ihrem Lehrer, der sich fur das Gelingen dieser Veranstaltung sehr vi el Miihe gegeben hatte, zuteil. Fur die des Lateinischen nieht hinreichend màchtigen Festgaste und Schuler gab Professor Georg Mair folgende Bearbeitung seines „ Carmen solemne“ : Festgrufi. Von Prof. Georg Mair. (Freie Cbertragung des lateinisclien Festgedichtes.) O lehre mieli, du Muse, was ich am heutigen Tag Als FestgruB an die Gàste am besten bieten mag? Was ich fur Opfergaben wohl beut mit frommer Hand Hintrage zum Altar, erbaut fttrs Vaterland? Die Ju gen d hat Altare errichtet ihrem Gott — Die Herzen sind Altare, darauf das Feuer loht; Das Feuer ist die Liebe zum Reich, zum eigenen Stamm, Der Opfermut ftlr beide — das ist das Opferlamm. Seit hundertfttnfzig Jahren hat eine groBe Schar Von Lehrern hier gebildet die Jugend Jahr um Jalir ; Seit hundertftinfzig Jahren sprang hier ein Wissensquell, Ein Born reiner Wahrheit, ein Bronnen klar und hell. Am Tage des Gedenkens — wes sei zuerst gedacht? — Der Frauen, die geebnet die Balin des Wissens Maclit; Der Frauen, die gegrtlndet mit ih em weisen Sinn Hier eine Bildungsstatte — der groBen Kaiser in. Ein ZOgling dieser Anstalt, erfttllt von Dankbarkeit, Fleh’ ich zum gtttigen Gotte, daB er fttr alle Zeit Beschirme und betreue ihr Haus und ihr Geschlecht, Das treu stets eingestanden fttr Wahrheit und fttr Recht. Doch dank ich auch den GOnnern, im Herzen tief gerfihrt, Die manchen armen Schiller zu seinem Ziel geftihrt; Die mancher armer Eltern so hoffnungsvollen Sohn GefOrdert — ihnen werde der reichste Gotteslohn! _ Doch wem soli ich nun weihen das allerhòchste Gut? Wem schenk’ ich unser Leben, die Freiheit und das Blut? Der Jugend Erstlingsopfer — wem bring ich dieses dar? VVem leg ich unser Leben und Blut auf den Altar? Es ist der gute Kaiser, des hier mein Herz gedenkt, Der klug, gerecht und weise des Beiches Schicksal lenkt ; Es ist der edle Gonner von Kunst und Wissenschaft, Der freien Sinn zu einen versteht mit Glaubenskraft. Seitdem Franz Josef herrschet, sind Wissenschaft und Kunst Gar herrlich aufgebluhet durch unseres Herrschers Gunst; Es steht des Volkes Masse im schOnen Osterreich An Bildung und an Wissen den ersten Staaten gleich. Fur solche Edeltaten, fur solchen Herrscherglanz Wird ihm die Nachwelt flechten den schfinsten Buhmeskranz; Wird auch der Himmel segnen den Herrscher und sein Haus An ruhigen, sonnigeir Tagen, in Wetter und Stu rrngebraus. Die Festrede des Fachlehrers fur die deutsche Sprache, Friedrich K n app, wird im folgenden wórtlich wiedergegeben. Festrede. Hochansehnliche Versammlung! Das Marburger Staatsgymnasium begeht am heutigen Tage das Fest seines hundertundfùnfzigjàhrigen Bestehens. Wie der einzelne Mensch am SchluB einer Lebensepoche mit prùfendem Blick auf seine bisherige Existenz zumckschaut, so driingt sicb naturgemaB auch heute ein Ruckblick auf diese hundertfùnfzig Jahre auf. Es wurde jedoch zu weit fùhren, an dieser Stelle ein eingehendes Bild der Anstaltsgeschichte zu entwerfen; nur einige der allerwichtigsten Daten mógen erwahnt werden: Adalbert Graf von Purgstall, Mitglied der Gesellschaft Jesu, vermachte sein nicht unbedeutendes Vermogen dem Orden und aus diesen Mitteln wurde am 7. Juli 1758 vom Orden in Marburg eine Lateinschule gegrùndet, die als Privat- und Hauslehranstalt der Jesuiten bis zu der im Jahre 1773 erfolgten Aufhebung dieses Ordens bestand. Nach zweijàhriger Unterbrechung wurde die Lateinschule wieder eróffnet. Als Lehrer wirkten nunmehr Exjesuiten und Piaristen, deren Wohnungen — ebenso wie die Schule selbst — in dem mit der Aloisikirche verbundenen Gebaude untergebracht waren. Spater kamen an die Anstalt weltliche Lehrer in immer gróBerer Zahl. Der stetig wachsende Besuch erforderte in den folgenden Jahrzehnten mehrmals Erweiterungen, bezw. Zubauten zum Gymnasialgebàude. Immer deutlicher zeigte sich die Notwendigkeit eines Neubaues, zu dem endlich am 1. Juli 1891 der erste Spatenstich er-folgte. Anfang September 1892 geschah die Dbersiedlung und seit dieser Zeit ist das Gymnasium in diesen Raumen untergebracht. — Das a u B e r e Leben der Anstalt floB ruhig dahin. Es ware verlockend, einzelne wichtige Ereignisse, Feste, Besuche u. dgl. anzufuhren, die das stille Schulleben unterbrachen, doch gescbieht dies ja an anderer Stelle. Wenn wir die innere Organisation und die Lebrverfassung be-rùcksichtigen, so liefert die Geschichte unserer Anstalt auch einen interessanten Beitrag zur Geschichte des òsterreichischen Gymnasiums ùberhaupt. Was fur ein wesentlicher Unterschied besteht doch zwischen dem Gymnasium von beute und der Lateinschule vor 150 Jahren! Die Marburger Jesuitenschule besaC drei magistros docentes, die 1773 neu eróffnete Lateinschule deren fùnf, von denen ein jeder samtliche Gegenstande einer Klasse vortrug, und bei diesem K1 a s s e n lehrersystem blieb es durch nahezu ein Jahrhundert. Bis 1820 bestanden funf Klassen: Princip, Gr animati k, Syntax, Rhetori k, Poesie. Der jeweilige Kreishauptmann war (seit 1775) Direktor der Anstalt, der jeweilige Stadtpfarrer Vicedirektor. Neben diesen und den Pro-fessoren wirkten Prafekten als Aufsichtsorgane. Einen machtigen, kaum geahnten Aufschwung nahmen die òsterreichischen Mittelschulen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Diese neue Ara ihrer Geschichte beginnt mit dem Regierungsantritt unseres allgeliebten und verehrten Monarchen, Sr. Majestat des Kaisers Franz Josef I. Es ist ein auBerst gluckliches Zusammentreffen, da!3 unser Gymnasium das Fest seines hundert-funfzigjahrigen Bestehens in demselben Jahre feiert, in dem unser Kaiser auf sechzig Jahre ruhmvoller, allseits begluckender Regierungstàtigkeit mit zu-friedenem Blicke zuruckschauen kann. Unser edelsinniger Herrscher zeigte sich, seitdem er als Jungling den Thron bestieg, nunmehr bereits durch zwei Menschenalter stets als hochherziger Freund von Kunst und Wissenschaft, als unermudlicher Fòrderer allei' kulturellen Bestrebungen. Und so widmete er im besonderen auch dem Gedeihen und der Ausgestaltung der Mittelschulen seine Fursorge. Kaum batte er die Zugel der Regierung mit fester Hand er-griffen, so wurde eine tiefgreifende Reform der òsterreichischen Mittelschulen durchgefuhrt, wohl die einschneidendste seit ihrem Bestande. Der Organ isationsentwurf von 1849 mit seinen umfassenden Reformen, so z. B. der Schaffung selbstandiger Direktorenposten, der endgùltigen Ein-fùhrung des Fachlehrersystems, der Aufstellung eines ganz neuen Lehrplanes, ist fur die innere Einrichtung und Lebrverfassung der Gymnasien und Real-schulen — wenn auch spater einzelne Ànderungen daran vorgenommen wurden — im wesentlichen bis zum heutigen Tage maBgebend. So ist denn die Geschichte der òsterreichischen Mittelschule fur immerwahrende Zeiten mit dem Namen Kaiser Franz Josefs verbunden, der auch unsere Anstalt ein-mal durch seinen Besuch auszeichnete, als er nàmlich im Jahre 1883 an-laBlich der Entbullung des Tegetthoffdenkmals in Marburg weilte. Wàhrend der Regierungszeit unseres Kaisers vollzog sich auch noch in anderer Hinsicht eine Umgestaltung der Mittelschule. Gerade an unserer Anstalt kònnen wir diese an der Hand der seit mehr denn eìnem halben Jahrhundert erscheinenden Jahresberichte gut verfolgen: wàhrend die alte Schule die kòrperliche Ausbildung der Jugend fast gar nicht berùcksichtigte und dem Anschauungsunterricht einen hòchst beschrankten Spielraum gònnte, ersehen wir aus den an und fur sich ja scheinbar recht trockenen Verzeichnissen der alljahrlichen Anschaffungon von Lehr- und Anschauungs-mitteln aller Art, aus den Berichten uber Turnunterricht, Jugendspiele u. dergl., wie man immer eifriger bedacht \var, den Schulern mehr zu bieten als bloB abstraktes Wissen. Der seit einem halben Jahrbundert bestehende, mit Preis-verteilungen verbundene Unterricht in der steirischen Geschichte trug und tragt dazu bei, Interesse und Liebe fùr die Heimat zu wecken. Die Beschaftigung mit der Sprache und Literatur der Alte n beherrscht gegenwartig den Lehrplan des Gymnasiums durchaus nicht, mehr so ausschlieBlich wie ehedem — hieBen ja doch die alten Gymnasien ge-radezu Lateinschulen! — aber noch immer verleihen die humanistischen Studien dem Gymnasium sein charakteristisches Gepràge. Sie wurden in den Mittelpunkt des Unterrichts zu einer Zeit gestellt, da man voli Begeisterung auf die Antike zuruckgriff, und sie haben ihre lebendige, bildende Kraft bis zum heutigen Tage nicht eingebuBt. Sie vermitteln Einblick in eine Kultur-welt, die in solcher Schòne und Geschlossenheit nicht wieder erstehn durfte, in eine Welt des Schónen, Wahren und Guten zugleich. Und solite bei einer Bildungsanstalt nur auf rein praktiscbe Gesichtspunkte Rucksicht genommen werden, darauf, ob wohl jeder einzelne diese Studien im Leben praktisch verwerten kann? Ihr idealer Gehalt, ihre Bedeutung fùr die Hinleitung des jugendlichen Geistes zum Idealismus, zur Begeisterung fur alles Schone, Edle, Wahre ist doch unberechenbar grofi, ganz abgesehen von ihrer unlaugbaren Bedeutung fur die Schàrfung des Verstandes. Und die Mittelschule hat ja doch eine weit umfassendere Aufgabe, als nur ein bestimmtes MaB von Wissen, von Kenntnissen und Fertigkeiten zu lehren. In die Mittelschule treten Kinder ein, mit zarten, bildsamen Seelen, die sich von der Hand des warmherzigen, fur seinen Erzieherberuf begeisterten Lehrers formen lassen wie weiches Wachs; und sie verlassen die Mittelschule ; als junge Manner. So fallen also gerade die Jahre der entscheidendsten kórper-lichen und geistigen Entwicklung in die Mittelschulzeit und die Schule muB darauf sorgsam Bedacht nehmen. Sie soli ihren Zóglingen Kenntnisse vermitteln, sie selbstandig denken lehren und ihren Verstand I scharfen. Sie darf sich aber, wenn sie ihre hohe Aufgabe voli und ganz er-fùllen will, damit nicht begnugen, sondern sie muB ihnen noch viel mehr bieten, immlich Gefuhlswerte, die Anleitung zu echter Herzens- und Charakterbildung. Ernste, unverdrossene A r b e i t soli sie ihre Schùler lehren, treue P f 1 i c h t e r fu 11 u n g, wahre Liebe zu Heimat und Vaterland, Idealismus, Begeisterungsfahigkeit. Wer die Mittelschule verlaBt, soli die geistige Reife zum wissenschaftlichen Studium besitzen, aber auch das ganze geistige Rùstzeug, um den harten Kampf des Lebens als Mann und Charakter zu bestehen. Wenn nun eine Mittelschule diese stille, wenig in die Augen springende Tàtigkeit, die doch fùr jeden einzelnen der Schùler von so Oberaus grofier Bedeutung ist, bereits durch anderthalb Jahrhunderte ausubt, so hat sie wohl das Recht, ein solches Jubiliium festlich zu begehen. Mehr als ! tausend Jùnglinge haben an unserem Gymnasium seit der ersten Ma-turitàtsprùfung im September 1851 bereits ein Zeugnis der Reife zum Besuch einer Hochschule erlangt. Zahlreiche bedeutendeMànner sind aus der 7* Schar der Schuler des Marburger Gymnasiurns hervorgegangen, zum Teil Manner in fuhrenden Stellungen in Slaat oder Kirche, Leuchten der Kunst und Wissenschaft, tuclitige Vertreter der verschiedensten Berufsarten. Um nur ein Beispiel anzufiihren, sei der Name Tegetthoffs genannt! Daher darf man wohl behaupten, daB sich unser Gymnasium in der langen Zeit seines Bestehens geradezu als ein wichtiger Kulturfaktor erwiesen hat. Und richten wir nun unseren Blick auf die Zukunt't, so erscheint uns der Umstand, daI3 die Jubeifeier des Marburger Staatsgymnasiums in dasselbe Jahr fàllt, in dem ganz Òsterreich in heller Begeisterung das sechzig-jàhrige Regierungsjubilàum unseres erhabenen Kaisers festlich begeht, als ein gluckverheiBendes O m e n. Moge sich unsere Anstalt auch fernerhin der wohlwollenden Fursorge der leitenden Kreise erfreuen; móge sie wie bisher ErsprieBliches leisten zum Wohle der Jugend, zum Wohle des Vaterlandes! Moge das Marburger Gymnasium stets eine Bildungs-stiitte im besten Sinn des Wortes sein, moge es auch in Zukunft wahre Lebenswerte schatfen und fur und fùr jene stille, wertvolie Arbeit leisten, von der Schiller sagt : „Beschàftigung, die nie ermattet, Die langsam schafft, doch nie zerstórt, Die zu dem Bau der Ewigkeiten Zwar Sandkorn nur tur Sandkorn reicht, Doch von der groBen Schuld der Zeiten Minuten, Tage, Jahre streich!." Jahresbericht. I. Personalstand, Fàcher- und Stundenverteilung. A. Lehrkorper. 1. Julius Glowacki, Direktor der VI. Rangsklasse, Mitglied des k. k. Landesschulrates, Mitglied der k. k. zool.-bot. Gesellschaft, lehrte Mathematik in IV. A und philosophische Propadeutik in VIII., 5 Stunden. 2. Anton Dolar, Doktor der Philosophie, Professor, dem k. k. Staatsgymnasium in Gilli zur Dienstleistung zugewiesen. 3. Alfred Fink, Professor, Kustos der I. Abteilung der Schulerbibliothek, Ordinarius der II. A-Klasse, lehrte Latein in II. A und VIL, Deutsch in II. A, 17 Stunden. AuBerdem vom 20. Mai an Griechisch in V. mit 5 Stunden 4. Max Haid, Doktor der Philosophie, Professor, Kustos der II. Abteilung der Schuler-bibliothek, Oidinarius der IV. A-Klasse, lehrte Latein in IV. A und VIII,, Griechisch in III. B und philosophische Propadeutik in VIL, 18 Stunden. Im zvveiten Semester auch Latein in V. mit 6 Slunden. 5. Max Halfter, Turnlehrer, Kustos der Turnapparate und Spielgerate, Jugendspielleiter, lehrte das Turnen in allen Klassen, 24 Stunden. 0. Max H offer, Doktor der Philosophie, Professor, Hilfskraft des Direktors, Kustos der geographisch-historischen und der numismatischen Sammlung, Ordinarius der VI. Klasse, lefnte Deutsch in IV. B. Geographie in I. A, Geographie und Geschichte in III. A und B, VI. und Vlil., steiermarkische Geschichte in IV. A und B, 21 Stunden. 7. Franz J erovšek, Professor der VIL Rangsklasse, Kustos der archaologischen Sammlung, Ordinarius der II. B-Klasse, lehrte Latein in IL B, Griechisch in VIL, Slowenisch in IL, 15 Stunden. AuBerdem vom 20. Mai an Latein in III. B mit 6 Stunden. 8. Jakob Kavčič, Professor, Exhortator, lehrte Religionslehre in I. B, II B, III. B und IV. B, 8 Stunden. 9. Friedrich Knapp, wirklicher Lehrer, Kustos der Programmsammlung, Ordinarius der lil. A-Klasse, lehrte Latein in III. A, Deutsch in III. A, V. und VI., 15 Stunden. Im zweiten Semester auch Griechisch in lil. A mit 5 Stunden. 10. Johann Koša n, Professor der VIL Rangsklasse, Besitzer der Kriegsmedaille, Kustos der Unterstutzungsvereins-Bibliothek, Ordinarius der Vili. Klasse, lehrte Griechisch in der IV. A und Vili., Slowenisch in Vili, umi im 4. Kurse fiir Deutsche, 15 Stunden. 11. Georg Mai r, Professor der VIL Rangsklasse, lehrte Latein in der V., Griechisch in der III. A und IV. B, 15 Stunden. Im zweiten Semester beurlaubt. 12. Blasius Matek, Professor der Vili. Rangsklasse, im ersten Semester beurlaubt, lehrte irn zweiten Semester Mathematik in I. B und VIL, Physik in VIL, 10 Stunden. 13. Anton Medved, Doktor der Theologie und Philosophie, Professor der VIII. Rangsklasse, Exhortator, Kustos des Paramenten-Bestandes, lehrte Religionslehre in I. A bis IV. A, V. bis Vlil., 16 Stunden. AuBerdem vom 20. Mai an Deutsch in I. B mit 4 Stunden. 14. Hans Molti, Doktor der Philosophie, Professor, Ordinarius der I. A-Klasse, lehrte Latein in I. A, Deutsch in I. A und Vlil.. Geographie und Geschichte in II. A, 19 Stunden. 15. Franz Otto, Professor, Ordinarium der VIL Klasse, lehrte DèutsCh in III. B, Geographie und Geschichte in II. B., IV. A.und B, V. und VIL, 21 Stunden. 16. Ignaz Pokorn, Professor der VII. Rangsklasse, Ordinarius der*111, B-Klasse, lehrte Latein in 111. B, Griechisch in V., Deutsch in 1 B., 15 Stunden. f'am 20. Mai 1908. 17. Leopold Poljanec, Doktor der Philosophie, P-rpfessor, Kustos des naturhistorischen Kabinettes, lehrte Naturgeschichte in I. A ynd B,"T1. A und B, III. A und B, V. und VI., Physik in III. A und B und IV. B, 19 Stutjden. 18. Karl Verstovšek, Doktor der Philosophie, Professor, Kustos der Lehrerbibliotbek, Jugendspielleiter, Ordinarius der I. B-Klasse, lehrte Latein in I. B, Griechisch in VI., Slowenisch in I. und im 3. Kurse far Deutsche, 18 Stunden. Im zweiten Semester auch Griechisch in IV. B. mit 4 Stunden. 19. Karl Z ahlbruck ne r, Professor der Vlil. Rangsklasse, Kustos des physikalischen Kabinettes, lehrte Mathematik in L A, IL A, III. A, VI. und VIII., Physik in IV. A und VIII., 20 Stunden. Im zweiten Semester Physik in Vlil. mit 4 Stunden, daher 21. 20. Nikolaus Žagar, Professor der Vlil. Rangsklasse, Ordinarius der IV. B-Klasse, lehrte Latein in IV. B und VI., Slowenisch in IV. und im 2. Kurse fur Deutsche. 16 Stunden. 21. Ludwig Pivko, Doktor der Philosophie, supplierender Lehrer, vom 20. Mai an Ordinarius der 111. B-Klasse, lehrte Deutsch in II. B, IV. A und VI., Slowenisch in III., VI., VIL und im 1. Kurse fUr Deutsche, 18 Stunden. 22. Rožman Josef, Doktor der Philosophie, supplierender Lehrer, Ordinarius der V. Klasse, lehrte im 1. Semester Geographie in I. B, Mathematik in I. B, II. B, III. B, IV. B, V. u. VIL, Physik in VIL, 26 Stunden, im 2. Semester Geographie in I. B., Mathematik in IL B, III. B, IV. B und V., 16 Stunden. 23. Josef Dorfmeister, Lehrer an der MadchenbUrgerschule in Marhurg, Nebenlehrer, lehrte SchOnschreiben fur die L und II. Klasse, 2 Stunden. « .J*- m ' /Maček Michael/L/ •/Marinčič Johann Menhart Max -Molan Franz Muhič Anton /Hren Wilhelm/C_ ■Kaučič Alois ,r- jjfì ' 5 /Kaučič Johann /K. Košan Leo Kovačič Johann -Koželj Johann f ',fi »Kožuh Josef /Križ Otmar Majcen Alois /Ma ' ' ~ ' Marčinko Karl VMedved Martin /Mesarič Anton yMirt Josef ' .Mn /Rak Johann SRehar Josef ^Reisel Josef f /jiRungaldier Randolf 6&n\ch Max /jbparl August / Sternad Friedrich »Svetina Stanko /Stamberger Franz Zadravec Matthias Éthrat Franz Žmavc Josef. Jdiius Kasimir ,/yoIcman Paul /Jlolcman Vinzenz /o[vanšek Franz Slager Johann Jager Alois Jager Heinrich J#anžek Leo /Korošak Roma /Koser Johann Koser Ludwig »Leskošek Karl / L / Munda Vinzenz Pirš Alois ' Ploj Adolf Podjed Josef '/Muhič Franz /Muster Josef Novak Johann Novak Josef Igrisek Karl tOrtan Johann TI. Klasse (45). Lobnik Franz jLOschnig Franz OLif /0 fra />< ^/lljerenreither Johann OLukman Franz /Ma /Prapotnik Johann)// /-Rajšp Emil ^Rančigaj Johann /Robič Franz ^1-Rudolt Wladimir /Stiper Stephan /Tovornik Franz /Vauhnik Michael ' Jfetek Anton /Pl< Plesnik Johann «/’redikaka Johann ' Ra Rakun Franz fRemic Johann ^kRobič Max /Rojko Max Rudolf Ivo >Satler Franz ■Verbajnšak Johann V /^,ve ‘na Fr“z. , „ Volavšek Franz ^ AR,1cllard Vodušek Anion Žolgar Anton. V. Klasse (50). >Arlič Karl Armbruster Ludwig 1 Alni«? JtVergles Max ■ n.. i..... tu », /Zadravec Matthias 37. mi cw. (19). ^.Zmazek Franz j^cZiVko Felix V /Zuran Josef. IV. Klasse A / Bix Karl / Czech Robert XDobaj Franz / Engelhart Erwin Gugel Friedrich Kieser Karl Kramer Ernst Edl.v. Drauberg V Leonarde Richard / R. v. yLiebiscb Jlobert /»Lorenz Josef /Majer Franz Mravlag Walter wPickel Walter / Reidinger Karl Rietzler Peter Soltys Roland /Uberbacher Adolf Belšak Alois Berger Ludwig Brodtragei Ferdinand Caf Franz Codelli Heinrich /UBerstovšek Leo / Bratuša Franz Jfiremošnik Gregor /Eckrieder Aìois Firbas Stanko Gerber Josef Gomzi Alois Goričan Alois Gseiman Adolf Karl / Jantschitsch Anton /Klemenčič Jakob '/Klobasa Andreas / Knappek Josef »Korošec Karl Tih. . /iKozar Martin ' /ituk Josef / Kurent Julius Lemež Milan Majcen Gabriel Mayer Karl ann »Oštir Karl / Peršuh Anton Pliberšek Rudolf »Plohl Peter / Postrak Markuš ' Rak Ferdinand Ala ^iHeric Alois Jager Eugen /Marin Willibald /Ala Rezman Alois Rihtarič Peter ^Schautz Franz / Scheibel Karl XToplak Franz / Turnšek Franz Veble Franz LVerderber Othmar /Verstovšek Johann Vesenjak Paul Vielberth Wilhelm /fuga Josef - — ^IVresnig Franz -Vfcajc Josef /Želenko Franz / Zollnerič Franz. Zorko Johann. sCrepinko Ferdinand / D Dernjač Othmar JDernovšek Julius /Fe Ferrari-Occhieppo Norbert Graf v. AHaas Heinrich / H Ojlarinič Franz yyVloser Friedrich /Pirkmaier Gabriel ^Jftegoršek Karl ^»Sandermann Josef /Ofjch mising-Kerssen-/ bi brock Emerich Graf Habjantschek Josef Heller Eduard Jarh Konrad Jug Richard /e /s Slavič Johann Somrek Anton Jptossier Franz /3t: Strižič Franz XKaiser Karl /K /vVerdeiher Hermann A Vernitznigg Otto. (43). IV. Klasse B Amon Josef yAmon Leopold /jpiezjak Franz '/»Bratina Franz oUečko Franz OOembsher Gtinther / bolinšek Rafael Gaberc Alois -.Reč Franz ^/Habermut August Koschell Karl xKosi Alois / Kovačič Max Krajnc Alois AKrevh Matthias /s^Lorger Eugen /Maroh Peter Matek Franz Mayer Hans ^Messner Johann K(Mohar Anton /Morocutti Kamillo /Mravljak Josef Neubauer Karl Nottes Viktor Ogorelc Johann Perme Friedrich Petrovič Josef Planinšek Josef ASupanič Johann •/»Cvetina Anton /^Éerbec Josef i s/1 yv * lik Alois Thalmann Walter riebnik Max istarini Bruno Vrečko Josef Weber Franz iVresnig Ferdinand "weifler August. VII. Klasse ;(46). Augustinčič Karl Jfeadl Otto G Attinger. (Koser Johann.) 6. Der Einflufi des siebenjahrigen Krieges auf die deutsche Literatur. (Verstovšek). 7. Herders „Cid“. (Lukman.) 8. Gòtz in der Geschichte und bei Goethe. (Jager Alois.) 9. Egmont in der Geschichte und in Goethes Trauerspiel. (Baš.) 10. Goethes „Tasso“. (Lobnik.) 11. Shakespeares »Romeo und Julie". (Turnšek.) 12. Shakespeares „Hamlet“. (Zorko.) 13. Schillers »Fiesko" (Scheibel.) 14. Shakespeares „Macbeth.“ (Toplak.) 15. Don Karlos in der Geschichte und in Schillers Drama. (Jager Heinrich.) 16. Schillers „Braut von Messina". (Jager Alois.) Vili. Klasse: 1. Wie bringt Schiller Wallenstein unserem Herzen naher? 2. Die aufbauenden und zerstorenden Machte in der menschlichen Gesellschalt nach Schillers „Lied von der Glocke". 3. Die Vorzuge der gemafiigten Zone. 4. Das Stadtchen in Goethes „Hermann und Dorothea11. 5. „Mein Erbteil wie herrlich, weit und breit! Die Zeit ist mein Besitz, mein Acker ist die Zeit.“ (Goethe im ,west-ostlichen Divan“.) 6. Welche Vorteile gewahrt fiir philo-sophische Erorterungen die Form des Dialoges? 7. Die drei Prologe zu Goethes »Faust1' und ihre Absicht. 8. Wie erkennt man in Goethes „Faust“ den Dichter und seine Entwickelung wieder? 9. Der romantische Gedanke von der Grùndung einer Weltliteratur und seine Bedeutung. 10. „Es siegt immer und notwendig die Begeisterung ùber den, der nicht begeistert ist.“ (Fichte.) 11. Welche Umstànde haben Europa zum HaupttrSger der Zivilisation gemacht? 12. Wodurch erreicht, Grillparzer in seiner „Ahnfrau“ eine geheimnisvoll diistere Stimmung? 13. (Maturitatsarbeit.) a) Was ist das Entscheidende im Ringen der Volker? b) Worinliegt es begrundet, dafi nach — Jakob GrimmsAusspruche — »Schiller zum hirireifienden Lieblingsdichter des Volkes wurde und ihm iiber alle anderen geht“? c) Das Mittelmeer — das Weltmeer des Altertums, der atlantische Ozean — das Mittelmeer der Heuzeit (Zur Auswahl.) Redeiibungen: 1. Die Anfànge des Humanismus. (Blumer.) 2. Wernher des Gartners „Meier Helmbreht“. (Potočnik.) 3. Die homerischen Gedichte und der epische Volksgesang. (Jazbinšek.) 4. Vossens „Luise“ (Trinkaus.) 5. Korners „Zriny“ (Sagadin.) 6. Schillers Abhandlung „t)ber naive und sentimentalische Dichtung11. (Frisch.) 7. Dantes ,.Divina Commedia11. (Žepič.) 8. Goethes »Novelle11. (Šmajdek.) b) Fiir die slowenischen Aufsàtze. V. Klasse: 1. Pravljica ali pripovedka iz mojega domačega kraja. 2. Kakšne koristi nam nudi bivanje v velikem mestu? 3. Alteri vivas oportet, si tibi vis vivere (Seneca). 4. Oče Horacijev prosi milosti za svojega sina. (Govor po Liviju.) 5. O čarobnosti božičnega časa. 6. Viteško življenje in narodovo mišljenje v zlati dobi slovenskega narodnega epskega pesništva. (Po narodnih baladah). 7. Krištof Lambergar v narodni pesni in Martin Krpan v Levstikovi povesti. 8. Kuga v grškem ostrogu pred Trojo (Po I. spevu Homerjeve Iliade). 9. Kakšen užitek imam od pešpotovanja? (Pismo prijatelju). 10. Al’ jezero, ki na njega po-kraj’ni — stojiš, ni, Črtomir, podoba tvoja? (Prešeren, Krst pri Savici). VI. Klasse: Kako ceni Prešeren v sonetih svoje in svojega naroda življenje? 2. Grk in Rimljan, krasna tipa in človeška ideala. 3. Travici rose, a narodu pesmi. 4. Zakaj ljubimo svojo domovino? 5. Vsebina povesti ali drame iz domačega čtiva. 6. Le ta slab, ki nima v sebe vere, a majhen ta, ki ima le majhen cilj. (Svat. Čech). 7. Denar je dober slu- Ili žabnik, toda slab gospodar. 8. Što su zvijezde nebeskoj pučini, svijetla lica to su domovini (P. Preradovič). 9. Katere prednosti imajo na videz živali pred Človekom? 10. a) Postanek Jurčičevega „Tugomerja“. b) Le to je trajno, lepo, vzvišeno in koristno za sveta stremljenja človeštva, kar se opira na pravičnost, ne pa to, kar vstvarja sila. (Strossmayer.) VII. Klasse: 1. Kaj je človek, Ge jed sta in pijača mu bogastvo Največje in njegovih ur dobiček? Žival, nič drugega! (Hamlet IV. 4-.) 2. V borbi se kaže velikost človeštva, 3. Tudi vojska ima svoje dobrote. 4. Vzroki kulturnega razcvita pri starih narodih. 5. Tiha vedra noč. 5. Solnce in senca v zgodovini francoskega državnega prevrata. 7. Zakaj ima zgodovina tako malo poročil o Slovanih? 8. a) Najplemenitejša naloga vsake vlade je ta, da dvigne ljudsko samozavest; b) Najbolj škoduje narodovemu življenju, če varajo ljudje sami sebe in precenjujejo svoje moči. (Strossmayer.) 9. Lepota Slovenskih goric (Savinjskili . planin). 10. a) Kako misli Prešeren o življenju, b) Delitev dela. •Redeubungen. 1. Ob dvajsetletnici svetovnega jezika Esperanto (Ljud. Kosér). 2. Simon Gregorčič, naš lirik (Lukman). 3. Samoizobrazba (Baš). 4. Osnova slovenskega slovstva (Bratina). 5. Lord Byron (Plohl). 6. Čechov, Momenti, Utva (Zelenko). 7. Jurčičev Tugomer in Jiràskov Geron (Vuga). 8. Haloze in Haložani (Vesenjak). 9. Proč z alkoholom (Janko Kosér). 10. „Moč teme“ (Poštrak). 11 „Jakob Ruda“ (Čelan in Gnus). 12. Divji lovec (Lukman). 13. Sad greha (Zajc). 14. Češko slovstvo (Vuga). 15. Kralj na Betajnovi (Baš). 16. Beneški trgovec (Zorko). VIII. K1 a s s e : 1. Prešernov Sonetni venec. 2. Virum laude dignum Musa vetat mori (Horacij). 3. Prešeren^ kot satirik. 4. Ktere temeljne nravne resnice zagovarja Sokrat v Platonovi Apologiji? 5. Človek je sin, pa tudi gospod svojega časa. 6. Vpliv vida in sluha na duševni razvoj človeka. 7. Zakaj začenjamo najnovejšo dobo v. slovenski literaturi z letom 1848? 8. Notranja moč naroda je odvisna od njegove izobraženosti, delavnosti in njegovega uravnega življenja. 9. Korak v življenje (Abiturientov govor tovarišem v slovo). Redeubungen. 1. Slovensko koledarstvo do Bleiweisa (Blumer) 2. Kmetski upori na Slovenskem od 1. 1573 (Stegenšek). F. Privatlektiire. V. Klasse. a) Latein. Arlič : Liv. XXI. 31 ff. Caf: Caes. de bell. Gali. II. Črepinko: Caes. de bell. Gali. II. Ferrari: Ovid, Metam. VI. 313—381,; Vil. 159—203, X. 1-77. Habjantschek: Liv. XXI. 31 ff. Heller: Liv XXI. 35 ff. Koschell : Liv. XXII. 1-20. Kovačič: Caes., de bell. Gali. VIL Krainz: Liv. XXII. 1-40. Lorger: Liv. XXII. 1—40. Messner: Liv. XXI. 35 ff. Mohar: Liv. II, 1—45. Permé : Rungaldier: Spari : Sternad: Liv. XXII. 1-40. b) Griechisch. Arlič: Xen.An. III, 3; IV, 3.,— 7.„; Hell. I, 1-5. Armbruster: Xen. An. IV, 4.,—ó.2I; IV, 3, 3“~*4’ ^*1 14* Rerger: Xen. An. IV, 7.t—IV, 8.9—2g. Brodtrager: Xen. An. IV, 5.21— 6.„7. Caf: Xen. Hell. I. 1-4. Črepinko: Xen. An. IV, 3 3 — 6.27. Dernjač: Xen. An. IV, 4.,—5.,,. Dernovšek: Xen. An. IV, 4.,—627. Ferrari: Xen. An. IV, 3.3—34. Haas: Xen. An. IV. 4.,—22. Heller: Xen. An. III, 3.,—410.; IV, 3.3—5J9. Koschell: Xen. An. IV, 3.s— 34; IV, 8.9—21; IV, 7.,- IV, 4.J-6.J,. Kosi: Xen. An. IV, 7.4—8,. Kovačič: Xen. Kyrup. I, 5 u. 6; IV, 6; V, 2; VII, 2, 4 u. 5. Krainz Johann: Xen. Hell. I, 1—5. Lorger : Xen. Hell. I. Mayer: Xen. An. III, 3.4—4.10. Maroh: Xen. An. Ili, 3.,—29. Messner: Xen. Hell. I, II. Mohar: Xen. Hell. I. Morocutti: Xen. An. III, 3.t—!0; IV, 3.4—6.27. Mravljak: Xen. An. III, 4.13—5.18. Nottes: Xen. An. IV. 4.4—7.14. Ogorelc: Xen. An. IV, 1.5—2.28. Petrovič: Xen. An. IV, 3.3—6.27. Planinšek: Xen. An. III, 3 4—4.12 ; IV, 7.4—,4. Rak: Xen. An. IV, 4.,—6.27. Rehar: Xen. An. Ili, 3.,—4.10; IV, 3.3—34. Rungaldier: Xen. An. IV, 3.3—4.22; VII,5.,—33. Spari: Xen. Hell. I. Sternad: Xen. Hell. I, 1—6. Svetina: Xen.An. IV, 4.,—7.14; Hell, 1,1—6. Štamberger: Hom. II. XII. 1—200. Zadravec: Xen. An. IV, 3.s—s4. Žmavc: Xen. An. IV, 3 3—34. VI. Klasse. a) Latein. Berenreither : Cie. or. in Cat. 3. 4. Berstovšek : Ovid. (ed Sedlmayer) Nr. 21,22,23. Jager: Cie. or. in Cat. IV. Jantschitsch : Ovid Nr. 14. 16. Kozar : Sallust. bell. Cat. Cie. or. in Cat. II. Pirkmaier : Cie. in Cat. II. Regoršek: Cicero in Cat. II. Sandermann: Ovid Nr. 13, 16, 18. Stossier : Cie. in Cat. II. Svetina: Cie. in Cat. IV. Šerbec: Cie. in Cat. IV. Triebnik : Liv. XXI. 33-63. b) Griechisch. Berenreither : X. H. II. Čremošnik : H. II. X. Eckrieder: H. II. III. GoriCan : H. II. X. Hanss : X. H. II. Klemenčič : H. II. X. Klobasa : H. II. VIII. Kozar: H. II. III, Kurent H. II. III. Leinež : H. II. IV. Majcen : H. II. III. MaiiniC : X. H. II. Moser: H. II. VII. Pirkmaier : H. II. III. Regoršek : X. H. II. Slavic: H. II. III. Somrek: X. H. II. Slik: H. II. IV. Svetina : H. II. Vil. Stossier : X. H. II. SupaniC : H. II. III. Triebnik ; X. H. II. Thalmann : X. H. I. Vrečko : H. II. X. Weber : H. II. X. VII. Klasse. a) Latein. Baš: Cie. pro Mil. Door : Verg. Aen. V. Koser Ludwig : Verg. Aen. V. Lobnik : Cie. pro. Arch. Lukman : Verg. Aen. V. Peršuh : Cie. Cato m. Rezman : Cie. de off. I. j RihtariC: Verg. Aen. V. Scheibel : Cie. pro Mil. Verderher: Verg. Aen. V. Wresnig : Verg. Aen. V. Zollnerič: Cie. in Catii. II—IV. b) Griechisch. Baš: Arjfiocjillvous ne pi xoO axe^avoo. Leskošek : Hom. II. XVIII. Lukman: Hom. II. XIX. Plohl : Hom. II. XIX. Vesenjak : Demosth. I. u. II. olvnlh. Rede. Wresnig: Hom. II. XXIII. Vlil. Klasse. a) Latein. Cilenšek: Tac. Hist. IV. 1—9,37—42,57-59, XV. 60-65. Jazbinšek: Horaz, Od. 1. IV., Epp. Carin, saeculare. Majcen : Verg. Aen. VII. und VIII. Wantur: Terenz, Adelphoe. b) Griechisch. Cilenšek: Plat., Laches. Ivanc: Odyss. XXIV. Jazbinšek: Dem., 1. ol. R., u. Plat., Laches. Majcen: Soph., Antigone. Potočnik: Odyss. XXIV. Stegenšek : Odyss. XII. ; Plat, Lymposion, I. Wallner: Odyss. XII. und XIII. Wantur: Thukyd, Gesch. despeloponnesischen Krieges bis zum archidamischen Krieg. Zepiò: Odyss. X. IV. Vermehrung der Lehrmittel. A. Bibliothek. I. Lehrerbibliothek. (Bibliothekar: Prof. Dr. Verstovšek.) a) Geschenke. 1. Des k. k. Ministeriums f. Kultus u. Unterricht: a) Zeitschr. f. dsterr.Volkskunde; b) Osterr. bot. Zeitschr., Jahrg. LVI1I. 2. Der kaiserl. Akademie d. Wis s en sc h aften in Wien: a) Anzeiger der math.-naturwissensch. Kl. 1907; b) Denkschriften d. kaiserl. Akademie d. Wissensch. B. 151. 3. Der k. k. Zentr.■ Kommiss. zur Erforschung u. Erhaltung d. Kunst- u. hist. Denkmale: Mitteil. v. 1907. 4. Des fiirstb. Lavanter Konsistoriums: Personalstand des Bistums Lavant im Jahre 1908. 5. Vom Verlag des „Lit. Zentralbl.“: Wóchentl. Verzeichnis d. Neuigkeiten des deutsch. Buchhandels. 6. Des k. k. steierm. Lan desschulrates: a) Vierteljahrsschr. fiir korperl. Erziehung etc. Wien 1907, b) Anton Auerspergs politische Reden und Schriften von St. Hock, Wien 1906, c) Grillparzers Gespràche etc. v. Aug. Sauer III. Wien 1906, d) Friedrich Schlegels Briefe an Frau Christine v. Stransky etc. v. M. Rottmanner, I. B. Wien 1907 7. Der Gymnasial-Direktion: Schiilerbriefe iiber die Mittelschule v. Dr. R. Scheu, J. T. 8. des Autors H. Heidenwolf : Die Entfiihrung der ung. Krone im Jahre 1440 und ihre Folgen, Wien 1906. 9. des Oberlehrers Thomas Wernitznigg : Das Gailtal mit dem Gitsch- und Lessachtale in Karnten von H. Mors, Hermagor 1894. b) Ankauf. 1. Zeitschrift ftir Osterr. Gymnasien, 58. Jahrg. 1907. 2. Liter. Zentralbl. fiir Deutschland-58. Jahrg. 1907. 3. Roscher. ausi. Lexikon, der griech. u. rOm. Mythologie, 54., 55., 56.. Liefg. 4. Mitteilungen und Abhandlungen der geographisChen Gesellschalt in Wien, 1907. 5. Verhand. lungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschalt in Wien 1907. 6. Osterr ung. Revue, 34. Bd. 7. Diviš, Jahrbuch des hoheren Unterrichtsvvesens, 21. Jahrg. 1908. 8. Bibliotheca philol. class. 1907. 9. JagiC, Archiv fiir slavische Philologie, 1907. 10. Ljubljanski Zvon, Jahrg. 1907. 11. Nagi und Seidler, deutsch-Osterr. Literaturgesch., 30. Liefg. 12. Osterr. Mittelschule, 1907. 13. Poske, Zeitschrift fiir den physik- und chem. Unterr. Jahrg. 1907. 14. Grimrn, Deutsches Wiirterbuch, X. B„ li. A., 4, 5. Liefg., IV. B., I. A., HI. T„ 8. Lief. ; XIII. B , 7 Lief. 15. Letopis slovenske Malice za leto 1907. 16. D. Sklarek, Naturwissenschaftl. Rundschau 1907. 17. Časopis za zgodovino in narodopisje, Jahrg. 1907. 18. Beitràge zur Erforschung steirischer Geschichte, 26. Jahrg. 19. Zeitschrift des histor. Vereines fur Steiermark 1907. 20. Dr. F. Kos: gradivo za zgodovino Slovencev, Ljubljana 1906,11. d. 21. Konnecke : Bilderatlas zur Geschichte der deutschen Nationalliteratur, 2. Aufl. 1895. 22. Ghrist. Harder : Homer, ein Wegweiser zur ersten Einfuhrung in die Ilias und Odyssee, Wien 1904. 23. Uberweg-Heinze : GrundriB der Geschichte der Philosophie, IV. T., Berlin 1906. 24. Thomé, Fiora, 4. u. 5. T.— Gegenwàrtiger Bestand 7234 Stlicke in Bànden und Heften, 24641 Programme. 2. Schulerbibliothek. (Kustoden: Prof. Alfr. Fink und Dr. Max Haid.) Ankauf: Eckstein. Die Klaudier; Cervantes, Don Quixote (Gesamtausgabe von Heine); Fricker, Antarktis (Bibliothek der Lànderkunde, I. B.); Riel, Kant. Sein Leben und seine Philosophie. Schlossar, Kulturleben in Steiermark. Schónbach, (Jber Lesen und Bildung. Stanek, Der Burgvogt von Landskron. Strzygowsky, Die bildende Kunst der Gegenwart. B. Voti, Wenn Gbtter lieben. Gaudeamus (Aprii 1908 bis Màrz 1909) in dulpo ; Deutsches Knabenbuch, 15. und 18. B. Don Quixote (Moritz). Jugendblicherschatz Nr. 4 und 5 (Karnickels Abenteuér, Beineke Fuchs). Christoph Kolumbus (Christian). Friedrich, der Streitbare (Redlich). Kyros, der Weltherrscher (Wilchelm). Knjižnica za mladino (Gangi), knjiga 27—30 in dulpo (1902— 1905). Roza Jelodvorska (Schmid). Nove pravljice iz 1001 noč. — Gegenwàrtiger Stand : 1963. B. Historiscli-geograpliisehe Sammlung. (Kustos: Prof. Dr. M. Hoffer.) Stand der Sammlung zu Beginn des Sehuljahres 1907/8 : 108 Wand- und Handkarten, 20 Atlanten, 61 geographische und 88 historische Bilder, 2 Globen, 1 Tellurium, Terrain-modelle, 1 Stereoskop mit 95 Bildern. Z u w a c h s. a) Geschenke: 1. Von der k. k. Gymnasialdirektion : Osterreieh’s Land und Leute in Wort und Bild, vaterlàndisches Prachtwerk, herausg. von Dr Friedrich Umlauft. 1 Band, enthaltend : Nieder- und Oberósterreich, Salzburg, Tirol und Okkupationsgebiet. 2. Karte des Bergbaues und der Industrie Steiermarks im M. 1:400.000, gez. u. gesch. vom Schiller Ver-derber Hermann (IV. A). 3.£Steiermark in der Babenbergerzeit. Karte im M. 1 : 400.000. gez. u, gescb. vom Schiller Gugel Friedrich (IV. A). 4. Entwicklung des Eisenbahnwesens in Steiermark. Karte im M. 1: 400.000, gez. u. gesch. vom Schiller Kožuh Josef (IV. B). b) Ankauf: 1. Von der vom k. k. Ministerium ftlr Kultus und Ùnterricht bewilligten aufierordentlichen Dotation im B drage von 200 Kronen : 1. Rothaug-Dmlauft, Physikalische Karten von Afrika und Europa. 2. Schober, Schulvvandkarten von Bóhmen, Mahren, — Schlesien, Oberósterreich — Salzburg. 3. Topographisches eidgenòsisches Bureau, Schulwandkarte der Schweiz. 4. Haardt, Alpenkarte. 5. Kiepert, Alt-Griechenland und Alt-Italien. 6. Umlauft, Karte zum Studium der Geschichte Osterreich-Fngarns. — 2. Von der Normaldotation : 1. Schober, Schulwandkarte von Niederósterreich. 2. Rothaug-Umlauft, Schulwandkarte der Karstlànder. 3. Weber-Baldamus, Karte zum Sludium der deutschen Geschichte des XVIII. Jahrhunderts. Stand der Sammlung am Ende des Sehuljahres 1907/8: 124 Wand- und Handkarten, 20 Atlanten, 61 geographische und 88 historische Bilder, 2 Globen, 1 Tellurium, Terrain-modelle, 1 Stereoskop mit 95 Bildern, 1 Band „0sterreich in W. u. B.“ C. Phvsikalisdies Kabinett. (Kustos: Prof. K. Zahlbruckner.) a) Angekauft wurde ein Wasserzersetzungsapparat, 2 Strohalmelektroskope nach Fischer samt Nebenapparaten, eine Demonstrations-Zeigerwage nach Hartel mit Neben apparaten, ein Universal-Bussoleninstrument mit Stativ (kleines Theodolit), 1 MeBband in Lederti ornine , MeB- u. Signallatten, ferner chemische’Glasware u. Materialien fOr den chemischen Unternc . b) Durch den Kustos wurde ein Entladungseleklrometer angefertigt. Stand am Ende des Sehuljahres nach dem neuen Inventar : 76o Stiicke. D. Naturhistorisclies Kabinett- (Kustos: Prof Dr. L. Poljanec.) Durch Ankauf wurden erworben : 4 Schnitte durch das menschliche Gehirn, Wandtafeln von Prof. Dr. Fraas: Die Entwicklung der Erde und ihrer Bewohner, Apparat tur Atmungs- VerSUCDuS GetZnken:CAnnutiaCSfolia, SaarbrQcken von Dir J. Glowacki, Braunkohle und Phoenicites spectabilis von Radeldorf bei Gonobitz, Geschenk des Schichtmeisters S. os. Die Sammlung umfaBt am Ende des Sehuljahres 1907/8 19.250 Stticke. E. Lelirmittel fiir den Zeichenunterricht. (Kustos: Prof, A. Hesse.) giacerle Tópferwaren. 3 Kupfergegenstànde. 2 exotische Schmetterhnge. Stand der Sammlung : 6 persp, Apparate. 20 elem. Drahtmodelle. 51 elem. Holzmodelle. 10 archiì. Elermntarformen. 10 archit. Formen. 5 GefaBformen. 61 ornam. u. kunstgew. Gips-modelle. 22 figurale Reliefmodelle. 18 Kòpfe u. Blisten, 326 Stiick Varia. 21 Vorlagenwerke. 22 besondere Vorlagen. F. Mtisikaliensammlung. (Kustos: Gesangslehrer Rud. Wagner.) Ar.kauf: 25 Notenhefte. Gegenwàrtiger Stand 6021 Musikalien, 12 Wandtafeln und 1 Stinungabel. G. Miinzensaminlung. (Kustos: Prof. Dr. M. Hoffer.) Geschenke : 1 Kupfermiinze (Viktor Emanuel, 5 Gent.) vom Schiller Žolgar Ant. (IV. B). Summe aller numerierten Gegenstande : 1444. Anhang: 1 ròmische Fibula, 1 Spinnwirtel, Bruchstiicke eines rbmischen Mosaikbodens, 7 Steingerate, 1 Hufeisen, Lachmanns Mtinzen-kunde, Hickmanns vergleichende Miiiiztabelle, 2 Tafeln mit 43 Kiirtchen, darstellend das Mlinz-wesen der Erde. H. Arehiiologisehe Sammlung. (Kustos: Prof. Fr. Jerovšek.) Gegenwàrtiger Stand: 11 Nummern. Fur alle den verschiedenen Lehrmittelsammlungen zugewendeten Geschenke wird den geehrten Spendern der warmste Dank ausgesprochen. V. Unterstiitzung der Schuier. A. Den ersten Platz der Andreas Kautschitsch’schen Stiftung hatte der Schiller Peter Rihtarič der VII., den zweiten Platz der Schiiler Rupert Lintner der III. B-Klasse inne. B. Die Zinsen der A. Kautschitsch’schen Stiftung im Betrage von 12 K wurden zum Ankauf von Schreib- und Zeichenrequisiten vervvendet. C. Die fur 1907 fàlligen Zinsen der A. Humer’schen Stiftung von 10 K 50 h wurden dem Schiller der V. Klasse Rungaldier Randolf zuerkannt. D. Von den aus der Marburger Sparkasse-Jubilauinsstiftung bis 31. Dezember 1907 fàlligen Zinsen wurden laut Stadtschulrats-Bescblusses vom 6. Aprii 1908, Z. 205, die Schiller Franz Schautz der VII., Karl Kaiser, Job. Krainz, Randolf Rungaldier, der V., Friedr. Gugel, Karl Reidinger der IV. A-. Karl Frommeyer, Emil Gugel, Hermann Worintz, Ernst Wresnig der III. A- und Josef Antensteiner der li. A-Klasse beteilt. F. In die Kasse des Vereines zur Unterstiitzung dilrftiger Schiller des Gymnasiums haben als Jahresbeitrage oder Wohltàtigkeitsspenden fiir 1907/08 eingezahlt: A) die vvirklichen Mitglieder. K h Herr Marius Graf Attems, k. k. Statthaltereirat........................................10 — „ Wilhelm Badi, Haus- und Realitatenbesitzer..........................................5 — „ Baron Richard Basso Gii del-Lannoy.................................................10 — „ Dr. Barlhol. Ritter von Carne ri, Schriftsteller und Hausbesitzer...................8 — „ Norbert Graf Ferrari-Occhieppo, k. k. Oberfinanzrat und Finanz-Bezirksdirektor 4 — „ Prof. Dr. F. Feuš ..................................................................4 — „ Prof. Alfred Fink...................................................................4 — „ Dr. Franz Firbas, k. k. Notar.......................................................4 — „ Gymnasialdirektor Jul. Glowacki....................................................10 — „ Dr. Heinrich Haas, Hof- und Gerichtsadvokat...................................... 10 — „ Alois Haubenreich, fiirstbischofl. Expeditor........................................4 — „ Wilhelm Heinz, Buchhandler..........................................................6 — „ Dr. Josef Hohnjec, Theologie-Professor..............................................4 — „ Prof. Franz Horàk...................................................................5 — „ Domdechant, Pralat Karl Hribovšek..................................................10 — „ Rud. Janežič, Spiritual.............................................................4 — „ Prof. Franz Jerovšek................................................................4 — „ Ed. Ritter v. Jettmar, k. k. Finanz-Oberkommissar ..................................4 — „ Med. Dr. V. K a c, prakt. Arzt 5 — „ Prof. Jakob Kavčič................................................................. 4 — , Dr. Anton Korošec, Weltpriester . . 4 — „ L. H. Koroschetz, Kaufmann..........................................................4 — „ Dr. Franz Kovačič, Theologieprofessor...............................................4 — Filrtrag 135 — tlbcrlrag 135 — Herr Prof. Johann Košan............................................................4 — , Heinrich Kramer Edler von Drauberg..................... .....................4 — „ Dr. Franz Kruljc, Kaplan.......................................................4 — ,, Ivan Kunec, Pfarrer in St. Georgen a. d. Stainz................................5 — „ Anton Liebisch, k. k. Landesgerichtsrat .......................................4 — „ Prof. Georg Mair...............................................................5 — „ Kanonikus Josef Majcen.........................................................4 — „ Prof. i. R. Johann Majciger, k. k. Schulrat....................................4 — „ Prof. Blasius Matek.......................................................... 5 —• „ Kanonikus Dr. Martin Matek.....................................................4 — „ Prof. Dr. Anton Medved........................................................10 — „ Kanonikus Dr. Johann Mlakar....................................................5 — „ Franz Moravec, Dom- und Stadtpfarrer ......................................... 5 — „ Anton Morocutti, k. k. Landesgerichtsrat.......................................4 — „ Dr. Ernst Mravlag, Rechtsanwalt......................................., . . 20 — Se. Exzellenz der Herr Ftirstbischof Dr. Michael Napotnik........................40 — Herr Franz Otto, k. k. Professor...................................................4 — „ KreisgerichtsprSsident Ludwig Perko............................................4 — „ Martin Petelinšek, Kaplan......................................................4 — „ Andreas Platzer, Kaufmann......................:.............................5—- „ Ignaz Pokorn, k. k. Professor....................................................4 — „ Med. Dr. Amand Rak...............................................................4 — „ K. k. Oberdirektor Josef Reisel..................................................5 — „ Dr. Franz Rosina, Advokat........................................................5 — „ Dr. J. Rudolf, Advokat in Gonobitz............................................. 10 — „ Josef Ritter v. Savinschegg, kgl. ung. Rittmeister i. R.........................10 — „ Karl Scheidbach, Buchbandler.................................................... 4 — ,, Dr. Hans Schmiderer, Btirgermeister von Marburg ...............................10 — Fràulein Marie Schmiderer, Hausbesitzerin............................................4 — Herr Dr. Joh. Sernec, Advokat........................................................4 — „ Franz Simonič, Dom- und Stadtpfarrvikar..........................................4 —• „ August Stegenšek, Prafekt im f.-b. Knabenseminare................................4 — „ Anton Stergar, Kaplan an der Vorstadtpfarre St. Magdalena........................4 — „ Karl SoB, Kaufmann...........................................................4 ______ „ Eduard Taborsky, Apotheker......................................................20 — „ Dr. Med. Philipp Te rè...........................................................4 — „ Dr. J. Tomažič, f.-b. Sekretar...................................................5 — „ Josef Tscheligi, Realitatenbesitzer ............................................10 — „ Dr. Paul Turner, Realitatenbesitzer..............................................5 — „ Viktor Verderber, k. k. Staatsanwalt......................................... . 4 — „ Kanonikus Barthol. Voli..........................................................4 — „ Dr. Franz Voušek, k. k. Ober-Landesgerichtsrat ..................................4 — „ Prof. Johann Vreže...............................................................4 — „ Anton Zhuber v. Okróg, k. k. Forstinspektions-Oberkommissar .....................4 — „ Prof. Josef Zidanšek, Dir. des f.-b. Knabenseminars..............................4 — „ Zolgar, Kaplan...................................................................4 — Lobi. Bezirksvertretung Marburg.....................................................10 — Lobi. Bezirksvertretung Windisch-Feistritz........................•..............10 — Geehrte Hranilnica in Posojilnica in St. Egydi, W. B................................10 — Geehrter Verein „Hranilno in posojilno društvo v Ptuji“.............................60 - Geehrte Posojilnica in Frauheim.....................................................lo — Geehrte Posojilnica in Marburg......................................................50 — Summe 568 — B) die Wonltater: Herr Alois Čižek, Biirgerschulkatechet...............................................2 — „ Franz Frisch, Direktor der Landes-Lehrerinnenbildungsanstalt.....................2 — , Simon Gaberc, Pfarrer............................................................1 — „ Max Halfter, k. k. Turnlehrer .... 2 — „ Prof. Dr. Max Hoffer.............................................................2 —. „ Dr. Anton Jerovšek, f.-b. Hof kaplan ........................................' 2 — „ Friedrich Knapp, wirkl. Gymnasiallehrer .........................................2 — „ J. E. Kociper, Katechet..........................................................2 — „ Rudolf LO bel, Apotheker in Maglaj.............................................. 2 60 „ Johann Markošek, Kaplan an der Dompfarre.........................................2 — „ Josef Martinz, Kaufmann..........................................................2 — „ Dr. Hans Morti, Professor...................................................... 2 — FOrtrag 23 — Herr Franz O eh m, Hausbesitzer............................. „ Johann Petrovič, k. k. Gerichtsadjunkt.................. „ Adolf Pfrimer, Weinhàndler in Marburg................... „ Dr. Ludwig Pivko, Gymnasiallehrer....................... „ Dr. Leopold Poljanec, Gymn.-Professor................... „ Alois Rakovec, Stidbahnbeamter.......................... „ Josef Rapoc, Hausbesitzer .............................. „ Dr. Josef Somrek, Direktor der St. Cyrillus-Buchdruckerei „ Franz Špindler, f.-b. Rechnungsrevident................. , Gustav Tauzher, k. k. Ober-Finanzrat.................... „ Franz Trop, Katechet an der stàdt. Knabenvolksschule I . „ Prof. Dr. Karl Verstovšek............................... „ Prof. Karl Zahlbruckner................................. „ Prof. Nikolaus Žagar.................................... Tangente des Reingewinnes einer Schulerauffuhrung........... Ergebnis einer Sammlung unter den Schtilern der Anstalt . . K h I. A-Klasse. Biirenreiter 50 Render 60 Dengg 1 — Jettmar 2 — Leinmiiller 1 — Lobel |i|j 1 — Mencin 60 K h Ubertrag 23 — .... 2 — .... 2 — .... 2 .... 2 .... 2 .... 2 .... 2 . . . . 2 .... 2 .... 3 .... 2 .... 2 .... 2 .... 2 .... SO .... 210 30 33 1 Mulej 60 Paar 1 — Podlipnik 60 Primus 1 — Rabitsch 1 — Sander 1 — Schimm 1 — Sterger 1 — Triebnik 1 — TschaB 1 - Wresounig 1 — Auflerdem 1 38 18 68 I. B-Klasse. Amon Arnečič Artič Blažič Bregant Cafuta Cvilak Eržen Ferk Hren Isek Jug Kaiser Kit Klemenčič Klobasa Kolarič Korošak Kramberger Kukuvičič Lorber Merčun Novak Pinterič Pipuš Slava Pipuš Boris 30 40 30 30 20 30 40 20 30 1 — 10 10 20 70 20 30 18 40 10 20 60 20 30 1 — 3 -2 — K h Polič • 50 Poley 40 Reich 20 Smole 20 Sturm 50 Tomažič 40 Tratnik 38 Unterlechner 20 Vauhnik 50 Verhjak 50 Viher 36 Vogrinec 20 Volaušek 30 Voušek 2 — Vreča 10 Aufierdem 1 30 21 32 II. A-Klasse. Antensteiner 40 Azzola 50 Bienenstein 60 Frisch 60 Glowacki 2 — Haas 2 — Hesse 1 — Huallenz 1 — Kleebinder 1 — Kordon 2 — Kostial 50 Modriniak 1 — Mravlag 2 - Neuwirth 1 - Ogriseg 2 — Presker 1 — Rotner 1 — Schager 80 Schlamberger 1 — Schmid 1 — Seignemartin 1 — Sinkovič 60 Stergar 40 Zentner 60 25 — Silil. B-Klasse. Barle 2 — Farkaš 1 02 Gajšek 1 01 Summe 341 83 K h K h Goršič n Robič i — Ilešič 40 Rudolf 2 — Korošak 50 Stiper 30 Kosi 38 Tovornik 30 Lemež 1 — Vauhnik 30 Rudolf Dušan 2 — Verbajnšak 40 Štuhec 20 Verčk ovnik 20 Trobej 1 11 Volavšek 40 Voušek 2 — Vuk 1 — 11 73 Wergles 20 Zadravec 40 III. A-Klasse. Živko 40 Exel 1 — Žuran 30 Ferrari 2 — 18 20 Frommeyer 1 — IV. A-Klasse. Heu 1 — Liebisch 2 — Hofmann 1 — Mravlag 3 - Hronovsky 2 - Pickel 3 - Kontschan 1 — Reidinger 1 — Korath 1 — Soltys 1 — Maierhofer 1 — 10 — Pfrimer 3 — Rosmus 1 — IV. B-Klasse. Sternberger 2 — Amon Josef 20 Worinz 60 Bezjak 50 17 60 Bratina 50 Dembsher 1 — lil. B-Klasse. Dolinšek 1 — Aušič 30 Gaberc 20 Floriančič 30 Geč 20 Glaser 60 Habermut 50 Gnufi 80 Hren 1 — Hren 1 — Kaučič Al. 20 Jagodič 20 Kaučič Joh. 20 Kampuš 30 Kolšek 40 Kirar 1 - Košan 2 — Lintner 40 Kovačič 20 Maček 30 Koželj 30 Marinčič 60 Kožuh 5 Menhart 1 — Križ 10 Molan 30 Majcen 20 Muhič 1 — Maičinko 20 Munda 30 Medved 20 Pirš 30 Mesarič 40 Ploj 40 Mirt 20 Podjed 1 - Muhič 22 Prapotnik 30 Muster 22 Rajšp 30 Novak Job. 20 Rančigaj 30 Novak Jos. 20 K h Ogrisek 1 20 Ortan 20 Petek 1 — Plesnik 20 Predikaka 30 Rakun 20 Remic 40 Robič 1 — Rojko 20 Rudolf 2 — Satler 21 Svetina 2 — Vodušek 30 Žolgar 20 20 01 V. Klasse Arlič 50 Armbruster 30 Belšak 2 — Codelli 1 — Grepinko 50 Dernovšek 40 Ferrari 2 - Haas 2 — Heller 20 Jug 40 Kaiser 60 K h Kovačič 50 Ki ainz 20 Krevh 10 Lorger 20 Matek 2 — Mayer 1 — Morocutli 1 — Nottes 2 — Permè 40 Presker 1 - Reisel 2 — Rungaldier 40 Svetina 1 Žibrat 10 Žmavc 20 22 — VI. Klasse. Eckriedei' 1 — Firbas 2 — Gselman 30 Hanss 1 — Jager 3 — Klobasa 30 Knappek 1 — Majcen 1 — Sandermann 1 — Schmising 5 — K 1 Supanič 40 Svetina 1 — Vistarini 1 — Wressnig 50 18 50 VII. Kla$8e. Augustinčič 40 Badi 80 Baš 20 Bratina 30 Door 1 — Gnus 1 — Jager 1 — Jager Alois 50 Jager Heinrich 30 Janžek 30 Korošak 50 Koser Ludvv. 40 Leskošek 40 Loscknig 40 Lukmann 30 Mayer 60 Peršuh 32 Rak 30 Rezman 50 Rihtarič 18 Scliautz 20 K h Scbeibl 40 Turnšek 1 - Veble 50 Verderber 20 Vesenjak 40 Vielberth 2 — Wresnig 1 — Zajc 20 Zelenko 40 16 — Vlil. Klasse. Frisch 1 — Gašper 50 Horvat 50 Ivanc 50 Jazbinšek 50 Koroschetz 2 - Langenmantel 2 — Majcen 1 — Petrovič 1 — Stegenšek 20 Wallner 1 — Wantur 50 Zagoršak- Žepič 40 20 11 30 Rechnungs-AbschluR Nr. 52**) vom 1. Juli 1908. Die Einnahmen des Vereines in der Zeit vom 1. Aus den Jahresbeitragen der Mitglieder 2. Aus den Spenden der Wohltater 3. Aus den Interessen des Stammkapitales . 4. Aus den Sparkasse-Zinsen . . 5. Kassarest vom Jahre 1906/7 .... 1. Juli 1907 bis 30. Juni 1908 bestehen: Summe 568 K 341 204 93 2656 11 95 . 3863 K 89 h Das Stammkapital betràgt 10.400 K in Papieren. Die Ausgaben tur Vereinszwecke in der Zeit vom 1. Juli 1907 bis 30. Juni 1908 betrugen 1. Ftir die Unterstiitzung wiirdiger und durftiger Schiller: a) durch Beistellung von Freitischen................................ b) durch Ankauf und Einband von Lehrbuchern und Atlanten, welche den Schiilern geliehen oder geschenkt wurden c) durch Verabfolgung von Kleidungsstiicken etc. d) durch Geldunterstutzungen . . • 2. Fiir Regieauslagen (Entlohnung ftir Schreibgeschafte etc.) Summe Es bleibt somit ein barer Kassarest von 846 K 08 h 247 „ 70 „ 25 „ ■ „ 79 „ 25 „ 20 „ — „ 1218 2645 03 h 86 h Zu besonderem Danke sind viele Schiller den Herren Arzten in Marburg fiir bereitwillige und unentgeltliche Hilfeleistung in Krankheitsfallen verpflicbtet. Freitische wurden mittellosen Schiilern von edelherzigen Wohltatern 306, vom Unterstiitzungsvereine 47, zusammen 353 in der Woche gespendet. Fiir alle den Schùlern des Gymnasiums gespendeten Wohltaten spricht der Berichterstatter im Namen der gutigst Bedachten liiemit den gebiihrenden innigsten Dank aus. ••) Der RechnungsabschluB Nr. 52 wnrde in der ordentliehen Generalversammlung vom 24. November 1907 ge-nrfift und fiir richtig befunden. Der AusschuR des laufenden Vereinsjahres bestelit aus den Herren : Julius GJowaeki, k k Gvmnasial-Direktor, Obmann : Dompropst und Pršlat Karl Hribovšek. Prof. Joh. Kosan, Landesgerichtsrat Anton Liebisch und Kanonikus und Direktor der theolog. Lehranstalt Dr. Joh. Mlakar; als Recbnungsrevisoren fungierten: Prof. BI. Matek und Prof. K. Zahlbruckner, als Veriflkator des Protokolles: Prof. Dr, Ant. Medved. VI. Fórderung der korperlichen Ausbildung der Schiller. In Befolgung des liohen Ministerial-Erlasses vom 15. September 1890, Z. 19.097, wurde ani 5. Jànner I. J. zum Zwecke der Beratung tiber die Malìnahmen zur Fórderung der korperlichen Ausbildung der Schiller eine besondere Konferenz abgehalten. Die Vorstehung des StadtverschOnerungsvereines erlaubte den Schulern die Benutzung des Eislaufplatzes auf dem oberen Stadtteiche zu ermiiSigten Preisen. Zur Abhaltung von Jugendspielen im Freien wurde vom h. k. u. k. Militar-Stations-Kom-mando ein Teil des groben Exerzierplatzes auf der Thesen jeden Dienstag, Donnerstag und Sams-tag nachmittags, ebenso vom Stadtrateder sogenannte kleine Exerzierplatz in der Kàrntnervorstadt jeden Montag, Mittwoch und Freitag nachmittags der Direktion in der bereitwilligsten Weise iiberlassen, wofiir hier elienfalls warmstens gedankt vvird. Daselbst veranstalteten die Spielleiter, der Professor Dr. Karl Verstovšek und der Turnlehrer Max Halfter, so oft das Welter es erlaubte, im Herbste 1907, Frilhlinge und Sommer des laufenden Jahres verschiedene Spiele, an denen sich die Jugend aller Klassen eifrig beteiligte. Es wurde im ganzen 40mal durch-schnittlich in der Dauer von zwei bis drei Stunden gespielt. Die Beteiligung war eine rege, da jedesmal durchschnittlich 60 Schiller teilnabmen. Die Untergymnasiasten spielten klassenweise, die Schiiler des Obergymnasiums dagegen bildeten eine Abteilung und ptlegten ausschlieClicb das FuCballspiel, wàhrend sich die ersteren mit dem Bastartln, Schwarzer Mann, Schleuderball, Turkenkopf, Rollball, Hahnenkampf, Barlaufen und Faustball vergnilgten. Auch wurden vom Turnlehrer wahrend des ganzen Jahres Bewegungsspiele in der Turnhalle und im Hofe des Anstaltsgebaudes getibt. VII. Erlàsse der vorgesetzten Behòrden. Erlafi des k. k. steierm. Landeschulrates vom 24. November 1907, Z. 3/7311/1, mit dem der Schutz und die Pflege der heimatlichen boden-standigen Bauweise empfohlen wird. 2. ErlaB des k. k. Ministeriums fur Kultus und Unterricht vom 28. November 1907, Z. 49.216, intim, mit dem Erlasse des k. k. Landesschulrates vom 4. Dezember 1907, Z. 3/8012/1, mit dem die diesjahrigen Weihnachts-ferien ausnahmsweise Samstag, den 21. Dezember mittags zu beginnen haben. 3. Erlafi desk. k. steierm. Landesschulrates vom 7. Februar 1908, Z. 3/1301/1, mit dem die Beachtung hygienischer Grundsàtze bei Erteilung des Turn-unterrichtes besonders eingescharft wird. 4. Verordnung des Ministers fur Kultus und Unterricht vom 29. Februar 1908, Z. 10.051, womit eine neue Vorschrift fur die Abhaltung der Reife-priifungen an den ósterreichischen Gymnasien erlassen wird. 5. Erlafi des k. k. Ministeriums fur Kultus und Unterricht vom 29. Februar 1908, Z. 10.053, intim, durch den Erlafi des k. k. Landesschulrates vom 11. Marz 1908, Z. 3/2127/1, mit dem die Einfflhrung einer 4. Lehrstunde beim Unterrichte in der Physik fur das II. Semester der Vili. Klasse zum Zwecke der Wiederholung angeordnet wird. 6. Erlafi des k. k. steierm. Landesschulrates vom 11. Marz 1908, Z. 3/1919/1, mit dem auf die Ferialfortbildungskurse fur Mittelschullehrer, die in Graz im September 1908 abgehalten werden, aufmerksam gemacht wird. 7. Erlafi des k. k. Ministeriums fur Kultus und Unterricht vom 10. Marz 1908, Z. 11.342, intim, durch den Erlafi des k. k. Landesschulrates vom 22. Marz 1908, Z. 3/2296/1, mit dem das diesjahrige Schuljahr ausnahmsweise ani 4. Juli zu schliefien sein wird. 8. Erlafi des k. k. Ministeriums fur Kultus und Unterricht vom 2. Aprii 1908, Z. 15.509, intim, durch den Erlafi des k. k. Landesschulrates vom 13. Aprii 1908, Z. 3/2126/4, enthaltend die DurchfQhrungsvorschriften fiir die Abhaltung der Reifeprufungen. 9. Erlafi des k. k. Landesschulrates vom 16. Mai 1908, Z. 3/1919/4, mit dem das Programm der diesjahrigen Fortbildungskurse fiir Mittelschullehrer mitgeteilt wird. t I Vili. Chronik. a) Veranderungen im Lehrkorper. Am 15. September 1906 wurden die vorjàhrigen supplierenden Lehrer, Alfred A u r i c h, Karl Fichter. Albert Sobotka und Dr. Vinzenz Šarabon von ihrem Dienste an der Anslalt enthoben. Die bereits im Vorjahre in Verwendung stehenden supplierenden Lehrer Dr. L u d w i g P i v k o und Dr. Josef Rožman wurden laut Erlasses des k. k. Landesschulrates vom 24. Oktober 1907, Z. 2/6911/1, neu bestellt, der erstere fur das ganze Schuljahr, der letztere auch tur das II. Sem. mit Eri. des k. k. Landesschulrates vom 13. Februar 1908, Z. 3/361/4. Infolge Erlasses Seiner Exzellenz des Herrn Ministers fur Kultus und Unterricht vom 11. Juni 1907, Z. 12.392, wurde dem Professor am Staats-gymnasium in Friedek Franz Otto eine an der Anstalt erledigte Lehrstelle verliehen. Der Nebenlehrer fur den franzòsischen Sprachunterricht, Professor D r. Johann Dutz, erkrankte zu Beginn des Schuljahres und an seine Stelle wurde laut Erlasses des k. k. steierm. Landesschulrates vom 19. Oktober 1907, Z. 2/244/4, der Professor der k. k. Staatsrealschule in Marburg, Josef Forster bestellt, als Nebenlehrer der Stenographie an Stelle des Professors Adam S c h u h wurde mit demselben Erlasse der Lehrer an der privaten Vblksschule der Sùdbahn, „Arbeiter-Kolonie“, Max Kovač, bestellt. Infolge Erlasses des k. k. steierm. Landesschulrates vom 14. Oktober 1907, Z. 3/6950/1, wurde der Lehramtskandidat Dr. Adolf Pečovnik der Anstalt z ur Ablegung der Probepraxis zugewiesen. Am 20. Mai 1908 starb nach kurzem Krankenlager Professor I g n a z Pokorn. b) Die wielitigsten sonstigen Vorkommnisse. Am 18. August wohnten die in Marburg anwesenden Mitglieder des Lehrkòrpers dem zur Feier des Geburtsfestes Seiner k. u. k. Aposto-lischen Majestàt des Kaisers veranstalteten solennen Hochamte bei. Die Schuleraufnahme fand am 7. und 8. Juli und am 16. und 17. September statt. Die Aufnahms-, Wiederholungs- und Nachtragsprùfungen zu Beginn des Schuljahres wurden am 16. und 17. September vorgenommen. Das Schuljahr wurde am 18. September mit einem heiligen Geistamte feierlich eróffnet, das vom Herrn Domprobst Pràlat Karl Hribovšek zelebriert wurde. Am 4. Oktober feierte die Anstalt das hohe Namensfest S ein er k. u. k. Apostolischen Majestàt mit einem Festgottesdienste. Am 19. November beteiligten sich der Lehrkórper und die Schiller an einem zum Andenken an weiland Ihre Majestàt die Kaiserin Elisabeth veranstalteten Trauergottesdienste. Am 11. Februar inspizierte Herr Landesschulinspektor Leopold L a m p e 1 an der Anstalt. Am 15. Februar wurde das I. Semester geschlossen und am 19. Februar das II. Semester begonnen. Am 2. und 3. Aprii wurde die an der Anstalt iibliche Osterandacht abgehalten. Zugleich empfingen die katholischen Schùler die heiligen Sa-kramente, gleichwie im Anfange und gegen Ende des Schuljahres. Am 9. Mai wurde die Prufung aus der steiermàrkischen Geschichte unter dem Vorsitze des Professors Johann Košan, der den verhinderten Direktor vertrat, abgehalten. Es unterzogen sich ihr 9 Schùler der beiden Pa-rallelen der IV. Klasse, die insgesamt wàhrend des Jahres sich eifrig an dem Unterrichte beteiligt hatten und daher, sowie infolge ihres Interesses fur die Geschichte und Geographie ihrer engeren Heimat, durchwegs tuchtige Lei-stungen aufwiesen. Die ersten Preise, zwei vom steiermàrkischen Landes- ausschusse gewidmete Preismedaillen, wurden den Schulern Gugel Friedrich und Kieser Karl zuerkannt. AuBerdem wurden noch in jugendfreundlicher Gesinnung zur Aufmunterung des Interesses Preise gestiftet u. zw. von Seiner Ex-zellenz dem Herrn Fùrstbischof von Lavant, Dr. Michael Napotnik 2 Zehnkronenstucke, vom Herrn Bùrgermeister Dr. Hans Schmiderer 1 Dukaten in Bórse, vom Herrn Statthaltereirat Marius Graf Attems 1 Zehnkronenstuck, vom Herrn Domprobst und Prillateli Karl Hribovšek 1 Dukaten, vom Herrn Kanonikus Josef Majcen und vom Herrn Professor Dr. Anton Medved je 1 Zehnkronenstuck, endlich von einem Ungenannten „F. M. Mayer, Geschichte der Steiermark". Mit diesen Preisen wurden von den ùbrigen Prùflingen der Beihe nach Bratina Franz, Bix Karl, Verderber Hermann, Ogriseg Karl, Haber-mut August, Dečko Franz und Kožuh Jqsef beteilt. Am 20. Mai starb Professor Ignaz Pokorn; der Lehrkórper und die Schuler gaben ihm das letzte Geleite am 23. Mai nachmittags vom Sterbehause zum Bahnhof, wahrend eine Deputation den Lehrkórper bei der Beerdigung in Laibach vertrat. Am 23. Mai wurde in der Aloisikirche das Requiem fur den Verstorbenen abgehalten. DerVerstor-bene wurde zu Laibach in Krain im Jahre 1855 ais der Sohn anner Tischlersleute geboren. Sein Vater starb ihm frùhzeitig und hinterlieB die Mutter in den dùrftigsten Verhàltnissen. Sie war genòtigt, als Be-dienerin in mehreren Familien einen kargen Lebensunterhalt fùr sich und ihre beiden Sóhne zu gewinnen, die sie mit groBer Sorgfalt behùtete. Ignaz zeigte schon in der Volksschule groBen FleiB und Be-gabung fùr das Lernen und wurde zum Studium bestimmt. Bereits im Untergymnasium korrepetierte er mit Knaben wohlhabender Eltern und half mit dem verdienten Gelde der Mutter im Haushalte. Beim Studium an der Hochschule war er mit Ausnahme weniger Unterstutzungen, die er genoB, zur Bestreitung seiner leiblichen Verpflegung hauptsàchlich auf seine eigene Tuchtigkeit angewiesen. So brachte er sich von klein auf durch Lektionen fort und unterstutzte dabei noch seine arme Mutter. Nach Vollendung seiner Studien trat er in das Gymnassiallehramt ein und setzte das, was er als Student begonnen, sein ganzes Leben unverdrossen fort, bis ihn der Tod mitten in der Arbeit abrief. — Ernst und Nuchternheit, Liebe zum Berufe und ein unbegrenzter Pflicht-eifer waren die Grundzùge seines Charakters. Die Schuler verloren an ihm einen wohlwollenden Lehrer, der Lehrkórper einen stillen und liebenswùrdigen Kollegen, der Staat einen treuen Diener. Ehre seinem Andenken! Am 26. Mai wurden von mehreren Klassen Ausfluge in die nàhere und weitere Umgebung der Stadt unter Fuhrung der betreffenden Ordinarien und anderer Lehrer unternommen. Am 3. Juni fand die Feier des hundertfunfzigjahrigen Beslandes der Anstalt statt. (S. S. 95.) Am 21. Juni wurde das Fest des hi. Aloisius, des Patrones der stu-dierenden Jugend, in der Aloisikirche durch einen feierlichen, vom Herrn Pralaten und Domprobst Karl Hribovšek zelebrierten Gottesdienste gefeiert. Am 26. Juni wohnten die dienstfreien Mitglieder des Lehrkórpers dem in der Dornkirche fùr weiland Seine Majestat den Kaiser Ferdinand abgehaltenen Gottesdienste bei. Vom 22. bis 27. Juni wurden die mùndlichen Versetzprùfungen, vom 27. bis 30. Juni die Klassifikation vorgenommen. Bei dieser erhielten die erste Klasse mit Vorzug folgende Schùler: Leinmùller Johann, Rabitsch Johann, Sander Wilhelm, Schim m Fritz, Triebnik Heinrich, Winter-h al ter Johann der I. A ; Klem enčič Anton, K lo basa Josef, Pip uš Slava, Tomažič Anton, Vauhnik Wladimir, Vernjak Alois der 1. B; Anten-steiner Josef, Černčič Franz, Haas Marie, KordonJosef, Slane Josef der II. A; G oršič Johann, Rudolf Josef, Žnidarič Karl der II. B ; E x el Karl, Frommeyer Karl, Gugel Emil, M a i e r h o t er Valentin, Stern-b erger Karl der III. A ; Aušič Martin, G la ser Johann, Marinčič Johann der III. B ; BixKarl, Gu gel Friedrich, K i e s er Karl, V er d erb er Hermann der IV. A ; Bratina Franz, Habermut August, Mirt Josef, Muster Josef, Svetina Franz der IV. B ; C o d e l 1 i Heinrich, Kovačič Max, Krainz Johann, R u n ga l d i er Randolf der V ; Gremošnik Gregor, Goričan Alois und Slik Alois derVI; D o or Max, K o ser Ludwig, Leskošek Karl und Lukman Franz der VII; Majcen Stanko, Stegenšek Franz, W ant ur Adolf der VIII. Klasse. Am 4. Juli wurde das feierliche Dankamt vom Herrn Pralaten und Dom-probst Karl Hribovšek unter Assistenz der Religionsprofessoren der Anstalt zelebriert, nach demselben ein Preis der Schillerstiftung dem Schiller der VIII. Klasse Hermann F rise h uberreicht und das Schuljahr mit der Zeug-nisverteilung geschlossen. XI. Statistik der Schiiler. K 1 a S s e I. I I. 1 III. IV. VI. VII. Zusammen 1 V. VII 1. Zahl. a 1 b ! c a b ! a 1 b 1 a 1 ‘> Za Ende 1906/907 . . . 39 27 27 33 51 21 45 24 35 56 51 25 49 483 Zu Anfang 1907/908 . . Wàhrend des Schuljahres 36 57 — 30 54 31 44 18 43 49 48 46 27 483 eingetreten .... — 1 — 1 — — — 1 — 1 — — 1 5 m ganicu also aufgenommen . . 36 58 — 31 54 31 44 19 43 50 48 46 28 488 Darunter : Neu aufgenommen u. zw.. aufgestiegen .... 32 54 — 1 5 5 4 1 2 4 1 1 — 110 Repetenten .... 1 — — — — — — 2 — 1 — — 1 5 Wieder aufge nommenu. zvv. aufgestiegen .... — _ 27 42 24 35 16 37 44 44 45 25 339 Repetenten .... 3 4 — 3 7 2 5 — 4 1 3 2 34 Wahrend des Schuljahres: ausgetreten .... 5 9 — 1 6 2 9 — — — 3 — — 35 Schiilerzahl zn Ernie 1907/908: Offentliche . , 31 47 29 48 29 35 19 43 50 45 46 27 449 Privatisten .... 1 1 3 Privatistinnen . . . — 2 — 1 — — — — — — — - 2. Geburtsort (Vaterland). Marburg .... 13 4 10 1 7 3 2 1 7 10 7 2 67 Steiermark (auBer Marburg) Niede rOsterreich . 10 41 — 12 2 43 1 1 8 t 4 31 7 38 36 1 2 30 36 1 20 312 6 Karnten . . 4 — i 4 _ 1 17 Krain .... Kfistenland .... Tirol . . . 2 1 — 3 1 1 2 1 1 2 1 2 3 1 2 1 tl 1 1 1 3 1 20 8 2 6 Bohmen . ... , 1 2 1 Mahren 1 1 Schlesien Galizien . . , 1 4 Ungarn .... 1 1 1 1 5 Kroatien. . , 1 9 2 Deutschland 1 1 2 1 Tttrkei . . Brasilien 1 Summe . . 31 49 — 30 48 29 35 19 43 50 45 46 28 ! 453 3. Muttersprache. Deutsch 29 — — 26 — 28 — 18 — 21 18 16 7 163 Slowenisch .... 2 49 — 4 48 1 35 1 43 29 27 30 21 290 Summe . . 31 49 — 30 48 29 35 19 43 50 45 46 28 453 4. Religionsbekenntnis. Romisch-katholisch . . . 30 49 26 48 28 35 18 43 ! 49 45 45 28 444 Evang., Augsb. Konfession l| — 4 r— 1 — 1 1 1 9 Surnme . . 31 40 I — 30 48 29 35 J 19 43 50 45 46 28 453 K a s s e I. II. III. IV. V. VI. VII. Zusammen 5. Lebensalter. Vili a b 6 a b a b a b 11 Jahre 6 1 7 12 „ 18 12 — 5 2 — — — — — — — — 37 13 „ 6 15 — 12 15 6 1 — — — — — — 55 14 n 1 10 — 9 21 15 11 3 4 — — — — 74 15 „ — 9 — 3 4 5 14 10 8 4 — — — 57 16 „ — — — 1 3 3 8 2 11 16 13 — — 47 17 „ — 2 — — 3 — 1 4 10 17 13 2 — 52 18 „ 7 12 16 11 2 48 19 n 2 1 7 15 3 28 20 „ — — — — — — — — 1 — 5 13 8 27 21 „ — 1 4 7 12 22 „ 1 5 6 23 n 24 „ 26 „ z I z 2 1 2 1 Summe . . 31 49 — 30 48 29 35 19 43 50 45 46 28 453 6. Nach dem Wohnorte der Eltern. Ortsangehòrige .... 25 12 24 3 20 10 9 10 18 18 14 6 169 Auswartige 6 37 — 6 45 9 25 10 33 32 27 32 22 284 Summe . . 31 49 - 30 48 29 35 19 43 50 45 46 28 453 7. Klassifìkation. a) zu Ende des Schuljahres 1907/908. I. Fortgangskl. mit Vorzug 6 6 — 5 3 5 3 4 5 4 3 4 3 51 I. Fortgangsklasse . . . Zu einer Wiederholungs- 18 28 — 20 32 13 25 12 24 33 29 35 25 294 priifung zugelassen . . 2 7 — 3 4 5 2 1 8 7 4 1 — 44 II. Fortgangsklasse . . . 4 6 — 1 8 4 5 2 5 5 7 4 — 51 III. Fortgangsklasse . . . Zu einer Nachtragsprilfung 1 2 — 1 1 1 — — — 1 1 — 8 zugelassen 1 — — i 1 2 — 5 Summe . . 31 49 — 30 48 29 35 19 43 50 45 46 28 453 b) Nachtrag zum Schuljahr 1906/907. Wiederholungsprtìfungen waren bewilligt . . . 4 4 1 5 1 6 9 2 2 5 6 2 — 47 Entsprochen haben . . . Nicht entsprochen haben 3 1 1 2 — 4 5 2 2 5 6 2 — 33 (od. nicht erschienen sind) Nachtragspriifungen waren 1 3 — 3 1 2 4 1 1 1 14 bewilligt — — — 1 — — — — 3 8 Entsprochen haben . . . — — — — 1 — — — 1 — 1 1 — 5 Nicht entsprochen haben . 1 1 1 Nicht erschienen sind . . Darnach ist das Endergebnis ~ 1 — " 1 1 2 tur 1906/07 : I. Fortgangsklasse m. Vorzug 6 5 1 6 4 3 6 3 1 2 — 2 7 45 I. „ .... 24 16 21 20 33 16 32 21 31 47 4F> 23 41 371 11. „ . . . . 2 5 4 7 13 2 6 — 3 5 3 — — 50 III. „ .... 7 1 1 1 1 — I — 2 1 — — 15 Ungeprtìft blieben.... 1 — 1 2 Surnme . . 39 27 27 33 51 21 45 24 35 56 51 25 49 483 8. Geldieistungen der Schiller. K 1 a S e I. II. III. IV. v. VI. VII. Vlil. Zuminoli Das Schulgeld haben gezahlt: a b a b a b a b im I. Semester 24 40 15 14 13 8 7 11 10 18 15 3 178 im II. Semester 13 14 13 18 14 13 6 13 18 22 17 11 172 Zur Hàlfte waren befreit im I. Semester im II. Semester Ganz befreit waren im I. Semester 7 16 15 39 18 32 11 32 40 28 31 25 294 im II. Semester 18 35 17 30 15 21 12 30 32 24 29 17 286 Das Schulgeld betrug im ganzen im I. Semester K 720 1200 450 420 390 240 210 330 300 550 450 90 5340 im II. Semester K 390 420 390 540 420 390 180 390 540 660 510 330 5160 Zusammen K 1110 11620 840 960 810 630 390 720 1 1 960 420 10500 Die Aufnahmstaxen betrugen ... K Die Lehrmittelbeitrage 138-6« 226-80 4.20 25-20 21-00 16-80 12-60 21 00 33-60 S-40 410 4-20 516-60 betrugen ... K 7200 116-00 62-00 108-00 62-00 88-00 38-00 86-00 100-00 96-00 92-00 54-00 974-00 Die Taxen l'iir Zeugnis- duplikate betrugen K — — — — — — 8-0« — 1 — 1200 — 20-00 Summe K 132060 1562-80 306-20 1093-20 893 00 134-80 44S-60 827-00 973-60 13I640 1056-20 178-20 j 12010-60 9. Besuch des Unter-richtes in den relat.-oblig. u. nichtobligaten Gegenstànden. Zweite Landessprache (Slowenisch) I. Kurs 12 — 2 14 li. Kurs — — 3 3 — 1 — 1 — 8 III. Kurs — — 3 — — — 3 IV. Kurs 2 2 Franz.Sprache, I.Kurs Darstellende Geometrie — — — — — -- 1 1 d 5 11 — 30 u.geometrisches Zeichnen I.Kurs 3 1 4 II. Kurs 3 3 6 Kalligraphie . 4 8 — 1 13 Freihandzeichnen I. Kurs 11 8 1 2 1 — — — — — — 23 II. Kurs — 6 5 7 2 1 2 — — — — 23 III. Kurs — 3 2 3 I 9 Gesang: I, Kurs 4 20 — 10 1 2 — — — — — — 37 II. Kurs 5 — 15 5 — — — 25 III. Kurs — 2 7 7 4 20 Stenographie: I. Kurs — — 9 15 33 4 — — 61 II. Kurs — 6 12 — 18 Steiermàrk. Geschichte — — — — — — 6 9 — — — — 14 IO. Stipendien. Anzahl der Stipendien ifn I. Semester — — — 2 — 3 1 3 5 1 8 5 28 im II. Semester 3 3 1 3 5 3 8 5 31 Gesamtbetrag im I. Semester K — — — 249 — 400 100 300 664 100 798 500 3111 im II. Semester K — - — 349 — 400 100 300 664 600 798 500 3711 Zusammen K — — — 598 — 800 200 600 1328 700 1596 1000 6822 125 X. Maturitatspriifung. Die ìr.iindliche Maturitatspriifung des Sommertermines 1907 wurde in der Zeit vom 15 bis 20. Juli unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landesschulinspektors Dr. Karl Rosenberg iibgehalten und unterzogen sich ihr samtliche 48 offentlichen Schiller der Vili. Klasse. Davon erhielten ein Zeugnis der Reife mit Auszeichnung 11, ein Zeugnis der einfachen Reife 34, 1 Kandidat erhielt die Erlaubnis zu einer Wiederholungspriifung aus Physik im Herbsttermine, 2 wurden auf 1 Jahr reprobiert. Folgende Kandidaten wurden im Sommertermine 1907 als reif erklart : 4 % Name Geburtsjahr Vaterland M g Iš J-S JJauer der Gymnasial-studien in Jahren Gewahlter Beruf i Boezio Leonhard GroC-Rodein bei Ro- hitsch-Sauerbrunn Steiermark 21 9 Jus 2 Cede Anton Greis bei Cilli 77 21 10 Theologie 3 Dobnik Anton Rakovlje b. Frafllau 77 20 8 n 4j Dobravc Ferdinand Olimje b. Drachenburg 77 18 8 Jus 51 Druskovič Andreas Laibach Krain 19 9 Konsulat 6 Fròhlich Gregor Freiwaldau Schlesien 21 8 Jus 7 Gorišek Johann Niederdorf Steiermark 21 8 Militar 8 Grobelnik Ludwig St. Nikolai b.Wind.-Graz 20 9 Theologie 9 Hobnjez Franz St. Peter bei Kčnigsberg 77 22 8 77 10 Hojnik Franz Ober-Pulsgau n 19 8 Militar 11 Hrovat Anton Pristova bei St. Marein bei Erlachstein 21 8 Medizin 12 Jonke Artur Gottschee Krain 19 8 Jus 13 Jurečko Johann Kočno Steiermark 23 8 Medizin 14 Kaučič Josef St. Reorgen a. d. S.-.B. 18 8 Bahndienst 15 Kostanjevec Franz Neudorf b. St. Marxen 22 9 Medizin 16 Kosz Josef GroB-Kanic.sa Ungarn 20 8 Bahndienst 17 Košan Johann Mirburg Steiermark 20 9 Jus 18 Kovačič Alois Herzogberg bei Rad- kersburg 22 9 Militar 19 Krajnc Markuš GroBwintersbach 19 8 Theologie 20 Kramer Edler v. Drau- berg Otto Marienbad Bohmen 18 8 Technik 21 Morie Max Wisell Steiermark 19 8 Medizin 22 Pirkmaier Otmar Frauheim 19 8 Jus 23 Pollak Josef Windischgraz 20 9 Medizin 24 Primus Josef Wartberg 18 8 Jus 25 Pucher Viktor Judenburg 77 19 8 Philosophie 26 Raunicher Albert Adelsberg Krain 20 9 Jus 27 Schmidi Karl Marburg Steiermark 18 8 Jus 28 Schreiner Otmar G raz 21 8 Medizin 29 Slana Franz Bolehnesi b.Luttenberg 77 21 9 Theologie 30 Sock Anton Moschganzen n 22 9 r> 31 Steinfelser Franz Kriechenberg b. Mureck „ 20 8 Medizin 32 Šlibar Franz Prekopa b. Franz 21 8 Philosophie 33 Šumenjak Alois Slomdorf b Pettau 22 9 Jus 34 Tašner Josef Drachorn 20 8 Theologie 35 Terstenjak Alois Puschendorf b. Fridau 20 8 36 Umek Michael Pirschenberg b. Rann n 21 8 n 37 Veranič Anton Zirkowetz 21 9 „ 38 Ve-’šič Alois Luttenberg 21 8 Konservat. 39 Visenjak Alois Salmansdorf 22 9 Bodenkultur 40 Volavšek Josef PischOtz 21 8 Medizin 41 Volčič Johann Marburg 77 21 9 42 Vrabl Nikolaus Polstrau 77 22 8 Philosophie 43 Weixl Bruno Ober St. Kunigund 20 8 Bahndienst 44 Zavodnik Albert St. Martin b Wind.-Graz 20 8 Jus 45 Zivortnik Karl Altenmarkt n 19 8 Theologie Bei der am 25. September 1907 unter dem Vorsitze des Herrn Landesschulinspektors Dr. Karl Rosenberg abgehaltenen Wiederholungspriifung wurde der Kandidat Sadu Cyrillus, gehoren zu HI. Dreifaltigkeit in Steiermark, 20 Jahre alt, nach 9jahrigem Gymnasialstudium tur reif belunden; er wahlte sich Jus als zukiinftigen Beruf. Im Schuljahre 1907/8 waren in der Vili. Klasse 28 Schiller, namlich 27 óffentliche und 1 Privatist eingeschrieben. Siimtliche óffentliche Schiller erschienen bei der bereits nach der neuen Verordnung durchgefiihrten scliriftlichen Priifung, die vom 11. bis 13. Juni dauerte und aus folgenden Arbeiten bestand : 1. Aus dem Deutschen : a) Was ist das Entscheidende im Ringen der Vólker? b) Worin liegt es begriindet, dafi — nach Jakob Grimms Ausspruche — Schiller „zum hinreifienden Lieblingsdichter des Volkes wurde und ihm iiber alle anderen geht ?“ c) Das Mittelmeer — das Weltmeer des Altertums, der atlantisclie Ozean — das Mittel-meer der Neuzeit. (Zur Ausvvahl.) Obersetzung aus dem Lateinischen ins Deutsche: Vergil’s Aeneis. X. 215—250. 3. Obersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche: Platons Menexenos, c. 10. Die miindliche Maturitktsprùfung des Sommertermines 1908 wird am 6. Juli 1. J. beginnen. XI. Aufnahme der Schiiler fiir das Schuljahr 1908/09. Das Schuljahr 1908/09 wird am 18. September 1. J. um '/28 Uhr morgens mit dem hi. Geistamte in der Aloisikirche eroffnet werden. Die Einschreibung der Aufnahmswerber in die erste Klasse wird am 4. Juli von 8—10 Uhr und am 16. September von 9—12 Uhr im Lehrzimmer der V. Klasse statt-fìnden. Die iibrigen, in die Anstalt neu eintretenden Schiller und diejenigen, welche bereits im Juli-Termine die Aufnahmspriifung in die erste Klasse mit gutem Erfolge bestanden haben, haben sich am 16. September um die gleiche Zeit und am gleichen Orte zur Aufnahme zu melden. Die Aufnahme der Schiiler, welche der Anstalt schon friiher angehòrt haben, erfolgt am 16. und 17. September von 9—12 Uhr in den Lehrzimmern der VI., VII. und Vili. Klasse. Das Nahere wird durch einen Anschlag auf dem schwarzen Brette bekannt gemacht werden. Spater findet keine Aufnahme statt. Schiiler, welche aus der Volksschule in die erste Klasse aufgenommen werden wollen, miissen das zehnte Lebensjahr noch im laufenden Kalenderjahre vollenden und sich einer Aufnahmspriifung unterziehen, bei der gefordert wird: a) Jenes Mafi des Wissens in der Religion, welches in den ersten vier Klassen der Volksschule erworben werden kann. b) In den Unterrichts-Sprachen: Fertigkeit im Lesen und Schreiben der deutschen und lateinischen Schrift; Kenntnis der Elemente der Formenlehre; Fertigkeit im Zergliedern einfach be-kleideter Satze ; Bekanntschaft mit den Regeln der Rechtschreibung und richtige Anwendung derselben im Diktandoschreiben. c) Im Rechnen: Ubung in den vier Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen. Nichtkatholische Schiiler haben bei der Einschreibung ein vom Religionslehrer ihrer Konfession ausgestelltes Zeugnis iiber ihre religióse Vorbildung beizubringen. Einer Aufnahmspriifung haben sich auch alle Schiiler zu unterziehen, welche von Gymnasien kommen, die a) nicht die deutsche Unterrichtssprache haben, b) nicht dem k. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht in Wien unterstehen oder c) nicht das Offentlichkeits-recht geniefien. Schiiler, welche von òffentlichen Gymnasien kommen, kónnen einer Aufnahmspriifung unterzogen werden. Alle neu eintretenden Schiiler sind von ihren Eltern oder vertra uens wiird igen Stelivertretern derselben vorzufiihren und haben sich mit ihrem Tauf- oder Geburtsschein und den Frequentationszeugnissen oder Nachrichten iiber das letzte Schuljahr auszuweisen. Die Aufnahmstaxe von 4 K 20 h, der Lehrmittel- und Jugendspielbeitrag von 2 K 60 li und das Tintengeld fiir das ganze Schuljahr im Betrage von 60 h sind von alien neu eintretenden Schtilern bei der Aufnahme zu entrichten. Die Aufnahmswerber in die erste Klasse bezahlen diese Betrage erst nach der mit Erfolg bestandenen Aufnahmspriifung u. zw. die vom Juli-Termine bei ihrer Einschreibung am 16. September, die vom September-Termine nach der Aufnahmspriifung am 17. September in der Direktionskanzlei. Die nicht neu eintretenden Schiiler entrichten biofi den Lehrmittel-und den Jugendspielbeitrag und das Tintengeld. Die Taxe fiir eine Privatisten- oder eine Aufnahmspriifung betragt 24 K ; fiir die Aufnahmspriifung in die erste Klasse ist jedoch keine Taxe zu entrichten. Schiiler, welche von einer anderen Mittelschule kommen, kónnen ohne schriftliche Be-stàtigung der an derselben gemachten Abmeldung nicht aufgenommen werden. Das Schulgeld betiàgt 30 K fiir jedes Semester und ist in den ersten sechs Wochen jedes Semesters in Form von Schulgeldmarken zu erlegen. Von der Zahlung des Schulgeldes kónnen nur solche wahrhaft diirftige*) Schiiler befreit werden, welche im letzten Semester einer Staats- oder anderen Òffentlichen Mittelschule angehòrt, in den Sitten die Note „lobens-wert“ oder „befriedigend“, im Fleifie die Note „ausdauernd“ oder „befriedigend“ und ini Fort-gange mindestens die erste allgemeine Zeugnisklasse erhalten haben. Die beziiglichen Gesuche sind innerhalb der ersten drei Tage des Schuljahres den Klassenvorstanden zu iiberreichen. Fiir das erste Semester der ersten Klasse gilt die hohe k. k. Ministerial-Verordnung vom 6. Mai 1890, deren wesentlichste Bestimmungen folgende sind : 1. Das Schulgeld ist von den Òffentlichen Schtilern der ersten Klasse im ersten Semester spatestens im Laufe der ersten 3 Monate nach Beginn des Schuljahres im vorhinein zu entrichten. *) Der Nachweis Ilio fiir ist durch ein genaues, nicht uber ein Jahr altes, vom Gemeinde* und vom Pfarra mt ausgestelltes Mittellosigkeitszeugnis zu erbringen. 2. Óffentlichen Schulern der ersten Klasse kann die Zahlung des Schulgeldes bis zum Schlusse des ersten Semesters gestundet werden : a) wenn ihnen in Bezug auf sittliches Betragen und FleiB eine der beiden ersten Noten der vorgeschriebenen Notenskala und in Bezug aut' den Fortgang in allen obligaten Lehrgegenstànden mindestens die Note „befriedigend“ zuerkannt wird, und b) wenn sie, beziehungsweise die zu ihrer Erhaltung Verpflichteten, wahrhaft durftig, das ist in den Vermogenverhaltnissen so beschrankt sind, dafi ihnen die Bestreitung des Schulgeldes nicht ohne empfmdliche Entbehrungen moglich sein wiirde. 3. Um die Stundung des Schulgeldes fur einen Schiller der ersten Klasse zu erlangen, ist binnen 8 Tagen nach erfolgter Aufnahme desselben bei der Direktion jener Mittelschule welche er besucht, ein Gesuch zu uberreichen, welches mit einem nicht vor mehr ais einem •Jahre ausgestellten behordlichen Zeugnisse iiber die VermOgensverhaltnisse belegt sein muS. Zwei Monate nach dem Beginn des Schuljahres zieht der Lehrkorper auf Grund der bis dahin vorliegenden Leistungen der betreffenden Schiller in Erwagung, ob bei denselben auch die unter Punkt 2, lit. a geforderten Bedingungen zutreffen. Gesuehe solcher Schiller, welche den zuletzt genannten Bedingungen nicht entsprechen, sind sogleich zurilckzuweisen. Die definitive Befreiung von der Zahlung des Schulgeldes filr das erste Semester wird unter der Bedingung ausgesprochen, dati das Zeugnis iiber das erste Semester in Beziehung aut sittliches Betragen und FleiB eine der beiden ersten Noten der vorgeschriebenen Notenskala aufweist und der Studienerfolg mindestens mit der ersten allgemeinen Fortgangsklasse bezeichnet ist. Trifft diese Bedingung am Schlusse des Semesters nicht zu, so hat der betreffende Schiller das Schulgeld noch vor Beginn des zweiten Semesters zu erlegen. 4. Jenen Schulern der ersten Klasse, welche im ersten Semester ein Zeugnis der ersten Klasse mit Vorzug erhalten haben, kann, wenn sie nicht Repetenten sind, auf ihr Ansuchen von der Landesschulbehòrde die Rilckzahlung des fiir das erste Semester entrichteten Schulgeldes bewilligt werden, wenn sie die Befreiung von der Zahlung des Schulgeldes filr das zweite Semester erlangen. Die VViederholungs- und Nachtragspriifungen werden am 16. und 17. September von 8 Uhr vormittags an abgehalten werden. Die betreffenden Schiller haben sicli hiezu am 16. September um 8 Uhr vormittags in ihren vorjàhrigen Klassenzimmern einzufinden. Mit Bezug auf den § 10 des O.-E. wird den auswartig befindlichen Eltern hiesiger Schiller die Pflicht ans Herz gelegt, dieselben unter eine verlaBliche Aufsicht zu stellen; allen Eltern und deren Stellvertretern aber wird auf das eindringlichste empfohlen, beziiglich ihrer der Lehranstalt anvertrauten Pfleglinge mit derselben in regen Verkehr zu treten, da nur durch das eintrachtige Zusammenwirken von Schule und Haus das Wohl der Jugend erreicht werden kann. Die Direktion. Oznanilo. Na c. k. gimnaziji v Mariboru se začne šolsko leto 1908/09 s slovesno mašo dne 18. septembra. Učenci, kateri zelé vstopiti na novo v prvi razred, se morajo oglasiti v premstvu svojih starišev ali njih namestnikov dne 4. julija ob 8. uri dopoldne ali začetkom novega šolskega leta dne 16. septembra dopoldne ob 9. uri pri ravnateljstvu s krstnim listom in z obisko-valnim spričevalom ter izjaviti, žolč li biti vsprejeti v slovenski ali nemški oddelek prvega razreda. Vsprejemne skušnja se prično 8. julija ob 10. uri dopoldne in 16. septembra ob 2. uri popoldne. V Mariboru, meseca julija 1908. Ravnateljstvo. Lehrbucherverzeichnis fur das Schuljahr 1908/09. Im allgemeinen gilt das auf Seite 108 abgedruckte Verzeichnis des verflossenen Schuljahres; folgende Ausnahmen sind zu beachten : I. Klasse. Deutsche Spraehe: Leop. Lampel „Deutsches Lesebuch f. d. I. Kl.“ 13. Aufl. m. AusschluB d. friiheren. — Dr. Karl Tumlirz .Deutsche Sprachlehre f. Mittelschulen“. 2. Aufl. statt Willomitzer. — Geographie : Franz Heiderich „0sterr. Schulgeographie“. I. T. f. d. I. KI. 3. u. 2. Aufl., AusschluB der 1. statt Supan. — Kozenns Schulatlas, 41. u. 40. Aufl., AusschluB der friiheren. III. Klasse. Latein, filr die deutsche Abteilung : Golling „Chrestomathie aus Cornelius Nepos und C. Curtius Rufus“. 2. Aufl., f. d. utraquist. : Košan „Latinska čitanka za tretji gimnazijski razred. Iz Kornelija Nepota in Kvinta Kurcija Rufa izbral in za šolski pouk“, l.Aufl., beide statt Weidner. Vili. Klasse. Geschichte-Geographie : Zeehe-Heiderich „0sterr. Vaterlandskunde f. d. VIII. Kl.“ 2. Aufl. m. AusschluB der 1. T . t '"k ✓*N ^ 0^7T ' • < ■ : Univerzitetna knjižnica Maribor /ta 9