prällumrranoar-prcise: Für Laibach: »au,jährig . . . s st. 40 Ir. Halbjährig . . . 4 . zu. «irrteljährig. . . L . 10 . M-natlich ... — 7<> , id ücker Mit der Post: «-2,jährig . . . ^ rr Halbjährig . . . 5 , zg . 8i-rteljährig. . . 2 , 75 . i?L- Zustellung ins Haus viertel- ^->g L5 kr., risnaliiid tz k. ^Nietne Äummern tz fr. LcLaktiokl Bahnbcsgasse Nr. IS. Lkxedi>i->« und Znskratko Lurcau: ü-ngretzvlay Nr. St (BuShandluo, vvn I. v.KleinmanrLF. Bamberg), Liiscrüonsiirkisc: bei zweimaliger Einschallung L 5kr dreimal a 7 Ir. ^il!cr!ion^ncnirel jedesmal 30 kr. Bei größeren Zni'eralen und öfterer SinsSallung enllprechender Rabatt. Nr. 103 Anonimc Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Montag, 6. Mal 1872. — Morgen: Stanislaus. 5. Jahrgang. Spanische Kronprätendenten. Die Bourbonen, welche noch in unserem Jahr« Hunderte vier Throne innegehabt, die Königreiche Frankreich, Spanien, Neapel und Sicilien und das Herzogtum Parma, sind ein entartetes, wahnwitziges, M-sMich feiges, grausames, wollüstiges und dabei bigottes Geschlecht, das kein bedenken trägt, feiner Herrschsucht, seinem vermeintlichen Gottes-gnadentum Hekatomben von Menschenleben zu opfern, em Geschlecht, gebrandmarkt in der Geschichte als der erbittertste Feind der Volksfreiheit, dagegen wol uus innerer Wahlverwandschaft der eifrigste Gönner der Inquisition, der Mönche und des finstersten Pfaffentums. Vor dem Weltgericht der Geschichte, w den Jahrbüchern des Völkerelends, der Verfolgungen uud des allgemeinen Rückgang«, überall dort, gesetzt, steht dies Geschlecht !-i^i zweites da. Oftmals verjagt, und ^ Verschwörungen mit Banditen die unter ihrein^»??' Unabhängigkeit der Völker, wenig die Mord m und scheuen eben,o-krieaes »ss - Greuelthateu eines Bürger- ker im^ ^esolduug vou Räubern, um Völ-s^i» Reiche lu die alte Knechtschaft zurückzu-Illliendern und sie als Erbgut eines Menschen oder einer Familie zu behandeln. Wenn wir den blntgedüngten Spuren der jüngsten Thronkaudidatur in Spanien nachgehen, so kommen wir zu ganz sonderbaren Helden und Trägern dieser Ansprüche. Der gegenwärtige Prätendent, der "ch den „rechtmäßigen König Don Carlos VII." "e>wt, ist bereits der dritte, welcher die Fackel des Bürgerkrieges über dem unglücklichen Lande schwingt und die Keime des hoffnungsvoll ausblüheudeu Ver-^ssungslebenS daselbst zu zerstören trachtet. Der ^ „Carlos, der wirklich auf dem spanischen Throne Hessen, war Karl IV , 1788—1808, ein Schwach- kapf und willenloses Werkzeug in den Händen des Liebhabers seiner Frau, der berüchtigten Marie Luise, einer modernen Messaline. Dieser verschacherte sein Volk an Napoleon I. gegen ein Jahrgehalt von 30 Millionen Realen und verbrachte seine Tage im Schloße zu Compiögne, während seine Söhne, die Jnsan-ten Ferdinand und Don Carlos, in Valenxay bewacht wurden. Aber unter dieser unerhörten Schmach erwachte die bisher gebundene Kraft des Volkes. Edle und unedle Elemente, Nationalstolz und wilder Fremdenhaß,'kühner Freiheitssinn und mönchisch-feudaler Fanatismus, alles wirkte gleichmäßig zusammen, eine beispiellose Kraft des Widerstandes gegen die Napoleoniden zu erwecken. Die Belagerung von Saragossa bewies, welche Energie des Widerstandes selbst das schwache Frauengeschlecht zu entfalten vermag, wenn es sich um die Unabhängigkeit des Vaterlandes handelt. Der Krieg gegen die Franzosen hatte den Charakter des furchtbarsten Volkskampfes angenommen, und die Regeln und kolossalen Mittel der napoleonischen Kriegführung hatten hier keinen Erfolg. Mitten unter den hitzigsten Kämpfen für die Befreiung hatten die Cortes (1812) Spanien eine neue Verfassung gegeben, die vou der Regentschaft und unter dem Schutze Großbritanicns sanktionirt uud verkündet ward. Diese enthält die Bestimmung: „Das spanische Volk kann nicht das Erbgut einer Familie oder eines Menschen sein. Der König hat die ausübende Gewalt, die Cortes bestimmen die Thronfolge." Die Cortes luden 1814 Ferdinand VII., als ihn Napoleon nach seinen Niederlagen freigelassen, nach Madrid ein, um den Eid auf diese . Verfassung zu leisten. Dieser erklärte aber von Valencia aus die Verfassung für uull und nichtig, stellte die Inquisition wieder her, ließ Mönche, Klöster und Jesuiteu wieder anfleben uud begann eine grausame Verfolgung nicht blos der wenigen Anhänger Josefs, sondern auch gegen die der Cortes und der Regentschaft. Bald war das Ausland mit taufenden von spanischen Flüchtlingen und Verbannten erfüllt, zum größten Theil solchen, die den größten Patriotismus zur Zeit des Befreiungskampfes bewährt hatten. Ein finsterer Despotismus, mit allen Mitteln rechtloser Gewalthat durchgeführt, bezeichnte die neue Regierung, die ohne Fähigkeit und staatsmännischen Geist von den gemeinsten Hof-iutriguen und Priestereinflüssen beherrscht war. Jede freie geistige Regung ward schonungslos niederge-treten, das materielle Wol des Volkes sank immer tiefer, Spanien, ehemals das reichste Land der Erde, wo zur Zeit der Mauren ayßer den christlichen Reichen ein momohamedanisches Reich mit 30 Mill. Einwohnern blühte, wohin noch im vorigen Jahrhunderte die Silbrrflotten der neuen Welt mit ihrem Tribute segelten, war ökonomisch zerrüttet und verlor alle seine überseeischen Kolonien. Nun war endlich die Geduld des Volkes zn ende. Die spanischen Patrioten, alte Offiziere des Befreiungskrieges, stellten sich au die Spitze. Am 1. Jänner 1820 verkündete den Oberstlieutenant Riego an der Spitze von 4 Bataillonen die Verfassung der Cortes. Mehrere Truppencorps folgten dem Beispiele, und Qniroga trat an die Spitze. In wenigen Wochen flammte durch ganz Spanien der Anfstand gegen die bour-bonische Tyrannei mit dem Feldgeschrei: Fluch der Inquisition, hoch die Verfassung! Von wachsender Angst bedrängt, beschwor Ferdinand endlich selbst die Verfassung, öffnete die Kerker der Inquisition uud verkündete eine Amnestie. Die eingctrctene Ruhe benützte der treubrüchige König, um durch allzeit willige Priester und Mönche den schlimmsten Pöbel für die Gegenrevolution zn werben, bis der Kongreß zu Verona den Einmarsch von 100.000 Franzosen zur Wiederherstellung der blutigsten Schreckensherrschaft, „im Namen des Thrones uud des Altares" Feuilleton. dn Kapitel über Nonncuschulen. (Schlich.) steu »"chtitte Ansichten über die wichtig-man i, s *'"!"chs>e„ Gesetze der Natnrlehre findet selten ^"".".^ch auch bei weltliche» Lehrerinnen schicken ">->« «^5 °sse»bart sich eine der ärgsten Schwä-biae ^ Leibes. Nun aber soll die wnndcrgläu- dern ^ Vorgänge in der Natur den Kin- kelck?""' ^^igen Verständnis bringen! Die Nonne, Mauer» vou der Natur ebenso ab-soll von dem warmeu Menschenleben, cinkliis? pudern Interesse und Liebe für die Natnr und ii," « -^ Verständnis der heimischen Natur der M^??""^Mtes cinführeu und den Gebrauch das " Orper im Menschenleben lehren! Heißt Mutbl-»m armen Nonnen übermenschliches zu-Maiiri,,»' < ' ^nucu sind in ihrer Art in der Schnle kan»? ?. """6 und fleißig. Aber es ist be- ' °av die Schulerziehung, in Fraucnhände ge. ' "nmcr in Gefahr ist, ganz veräußerlicht zu werde». In Nonnenschuleu tritt dies noch auffallender hervor; das ausweudiglernen uud herunter-recitiren verstehen die Kinder dort prächtig, das Verständnis aber ist ein halbes, und Zöglinge solcher Schulen vergessen darum das „gelernte" noch rascher als andere Kinder, weil sie eben nichts gründliches gelernt haben. Nnii sollen aber die Mädchen iu der Nonnen-schnle auch zeichnen, singen und turne» lernen! Die guten Nonnen fassen ja in der Regel gar nicht auf, was das turueu für Mädchen bedeutet, und bekreuzen sich oft bei dem bloßen Worte turnen. Man sehe doch den Lehrplan einer achtklassigen oder überhaupt einer mehrklassigen guten Stadtschule an uud vergleiche mit dem Lehrziele eiuer solchen Anstalt oder gar einer Bürgerschule für Mädchen das an einer Nonnenschule erlernte, und man wird de» Unterschied so groß finden, daß mau sich selbst die Frage beantworte» kann, ob Nonnenschuleu im stande siud, die Aufgabe der Volköerziehung im Sinuc des neuen Schulgesetzes zu lösen. Was die Mädchen in Nonnenschuleu am besten lernen, das sind die weiblichen Handarbeiten. Aber schon der Unterricht in der mit diesem Gegenstände so innig zusammenhängenden HanshaltnngSkunst muß ein sehr mangelhafter sein, weil die dein Leben und der Familie entrückte Nonne nicht die geeignetste Persönlichkeit ist, die Bedürfnisse des Hauses und der Familie zu erfassen. Aus dieser der Wirklichkeit entnommenen Darstellung wird jedermann ersehen können, was er von der heuchlerischen Phrase zn halten hat, mit welcher die Ultramontancu den Eltcru die Kinder für die Klosterschnle abschwatzen. Wir sind aber in dieser Darstellung bisher immer von der Voraussetzung ausgegangen, daß die Nonnnen mit den Kinder» gut umgehen und gerne iu der Schule siud. Daß aber Nouneu endlich auch alte Jungfern werden und moros sind, wenn sie etwa von einer beschränkten, launenhaften oder herben Oberin scharf regiert werden, ist nicht unbekannt; daß Nonnen manchmal Kinder auch auf unverantwortliche Weise in ihren Privatschulen behandeln, ist längst ein öffentliches Geheimnis. Wer aber etwa glauben sollte, daß hinter den „heiligen Mauern" immer ein heiliger Gottesfriede walte, der muß uoch sehr unschuldig seiu. Nicht immer ist es die weibliche Sanftmut, welche in den beschlossen hatte (1823). Nun unter dem Schutze der französischen Bayouette befand sich der edle Ferdinand in seinem Elemente, tausende von Patrioten wanderteu auf das Schaffst, in die Kerker oder in die Verbannung, der edle Riego ward iu einen Sack gesteckt und zum Galgen geschleift. „Feste und Prozessionen, Mönche und Klöster überall, Räuber auf den Heerstraßen, Verfolgungen in jedem Augenblick, Elend und allgemeiner Rückgang," so schildert Garrido in seinen: Geschichtswerke: „das heutige Spanien", die letzten zehn Regierungsjahre des Bourbonen Ferdinand VII. „Weil jeder gebildete Mauu seine Regierung verabscheuen mußte, wollte Ferdinand VII. den öffentlichen Unterricht vernichten;^er schloß die Hochschulen und stiftete dafür eine Schule — der Stierkampfe!" heißt es an einer ander» Stelle. (Schluß folqr.) Politische NundschlM. Laibach. 6. Mai. Inland. Der Jubel der Oefterreicher, womit sie einen alten Kampfesgenoffen aus dem Jahre 1848 begrüßt haben, ist durch einen argen Miston gestört worden. Wie wir telegrafisch gemeldet, hat der Gemeinderat von Wien den gefeierten Hans Kudlich zum Ehrenbürger der Reichshauptstadt ernannt; die niederösterreichische Statthalterei hat aber diesen Beschluß aus dem Grunde sistirt, weil Hans Kudlich nicht mehr österreichischer, sondern amerikanischer Staatsbürger sein soll, mithin das Ehrenbürgerrecht einem Ausländer verliehen wurde. Das Statut gibt nuu der Stadt Wien das Recht, ausgezeichneten Männern, welche um den Staat oder um die Gemeinde sich besonders verdient gemacht haben, das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Daß sich Hans Kudlich nicht blos um eine einzelne Gemeinde in Oesterreich, sondern wahrhaftig und wirklich um den Staat verdient gemacht habe, darüber hat der begeisterte Empfang entschieden, der ihm bei seinem wiedererscheinen auf österreichischem Boden bereitet ward. Daß er nicht nach Oesterreich gekommen, um für republikanische oder gar Umsturzideen Propaganda zu machen, sondern daß jedes seiner Worte den reinsten Patriotismus athmete, wenn auch einen etwas anders gestalteten, als unsere feudal-klerikalen und bureau-kratischen Zöpfe für zünftig exklären wolle», beweist seine linzer Rede. Zum mmdesten ist der Schritt der Sistirnng des Gemeindebeschlufses, wenn dessen Urheberschaft höher hinaufreichen sollte, ein arger politischer Misgriff, schon deshalb, weil wir von unserem gegenwärtigen Ministerium kleinliche politische Nergeleien und Bosheiten a lg. Hohenwart nicht vermuten. Daß die czechischen Blätter, um das czechischc Volk von seiner Großmacht-Stellung zu überreden und um sich zu gleicher Zeit bei allen Nationen „Bräuten des Himmels" wohnt. Unfriede, Neid, Unverträglichkeit, Klatschsucht, Spionage, Angeberei, Knechtung durch die Oberin nnü Duckmäuserei — diese und aiidere sittliche Fehler sind in den Nonnenklöstern keine seltenen Gäste. Nur eine fri>chc, klare, offene, selbstbewußte Menschenseele kann wieder heilsam anf jnnge Men-schenseelc» wirken. Der Mensch ist nicht geboren, um lebendig hinter Manern vergraben zu werden ; er ist für das ('eben, für den Wechseivcrkchr seinesgleichen geboren. Wer diese Bestimmung aus frommem Wahn, aus geistiger Bcichränkthcit, aus momentaner Verzweiflung, dnrch den despotischen Willen der Verwandtschaft oder sonst ans irgend einem traurigen Grunde verfehlt hat nnd das Opscr eines lange nicht mehr zeitgemäßen Institutes geworden ist; wer — wir wiederholen cs — weder glücklich »och natürlich ist, dx„ ka„„ bedanern, bemitleide»; man k/nm ihn in seiner Weise achten »nd schätzen, aber ihn als Jugendbildner, und zwar als den besten zu empfehlen, das können nur Lcntc, die nicht wissen, was sie Ihn», odrr »ltramoMane Priester — die sehr gut wissen, was sie thuu. (D. Z.) lächerlich zn machen, mitunter selbständige äußere Politik treiben, ist bekannt. Neuerdings hat ihnen der Ausfall der Landtagswahlen wieder Veranlassung zu folgender „Note" an das deutsche Reich gegeben: „Jeder der weiter sieht, betrachtet alles, was jetzt in unserem Vaterlande vorgeht, als ein unvermeidliches Uebel, welches die deutschen Siege auf den französischen Schlachtfeldern uns gebracht haben. Lasset aber Frankreich nur einige Jahre sich erholen, lasset Rußland und Serbien nur noch einige Jahre an der Vervollständigung ihrer Kommuuika-tionsmittel uud militärische» Bedürfnisse arbeiten, und jenes unvermeidliche Uebel wird nicht mehr exi-stiren. Dafür bürgen wir euch, ihr Herren, mit unserer Ehre, daß auch wir in diesen einigen Jahren die Hände nicht in den Schoß legen, sondern fleißig und unablässig an der Vervollständigung unserer nationalen Organisation uud an der Verbesserung unserer materiellen und geistigen Interessen arbeiten werden." Und dann? Wollen die Ezeche» etwa mobil machen? Wo nur verwandte Seelen zu finden waren, da hat die kroatische Nationalpartei ihren Aktendiebstahl triumphirend in die Welt Hinausposaunen lassen. Außer den beiden wiener Reactions-Organen uud den prager Czechenblättern hat auch das Organ der Kossnth Partei, die „Magyar Ujsag" in Pest, die angeblich von dem Bauus-Stellvertreter Vaka-novic an die Pester Regierung geseudete» Berichte veröffentlicht, und es dürfte schließlich nicht wundernehmen, wenn ein moskauer oder belgrader Hetzblatt unter demselben Datum die Aktenstücke veröffentlicht hätte. Wir begnügen uus, auf die Thatsache hinzuweisen, daß auf Kommando an demselben Tage das Kossuthblatt iu Pest, die feudalen Organe in Wien und die Ezechenblätter in Prag die gestohlenen Aktenstücke pnblizirt haben. Die Solidarität zwischen Feudalen, Kossuthianern, Kroaten und Ezechen erhält dadurch einen frappanten Ausdruck. Der Ueber-eifer, mit welchem die Herren Voncina und Genossen in allen der Monarchie feindlichen Lagern die gestohlene Aktenbeute ablieferten, vereitelt gerade den Zweck des Manövers, de» gravirerden Inhalt jener Akten als lauter Anschwärzung und Verleumdung darzustellen, und verrät ein unruhiges, schuldbewußtes Gewisse». Die kroatische Landesregierung wird hoffentlich bald mehr Licht in die Sache bringen. Ausland. Die auswärtige Presse belenchtet die nene Situation in Oesterreich in ausführlichen Artikeln. Die „Breslauer Zeitung" schreibt: „Daß der Sieg der Verfassungstreuen in Böhmen, der nnr durch den Großgrundbesitz herbeizuführen möglich war, dem Deutschtum keine rechte Freude bereite» kan», ist bei der Art der Kampfmittel leicht erklärlich. Wo Manncsmut, Intelligenz uud Priuzipieu-treue nicht den Auöschlag geben konnten, sondern nur Geldmanipnlatioueu, um die czechische» Feudalen am sicherste» mit de» gleiche» Waffen z» ichlagen, da finkt der nationale Kampf zum todten, geistlosen Rechenexempel herab. Nicht Menschen, sonder» Bo-denwerlc haben miteinander gerungen, uud die Börsen von Prag uud Wien wareu die Wahlbureau).-. ES ist dies übrigens nicht ne». Der Curie' des Großgr»ndbcsitzcs liegt überhaupt keiu gesunder Gedanke zn Grnnde; aber während des letzten Wahlkampfes in Böhmen trat das -ungesunde dieser Institution eben nur i» bcsoiiders greller Weise zu Tage, uud man möchte sich für die Dcntsche» Böhmens schämen, daß sich die seit vielen Jahrhunderten angesessene dcntsche Intelligenz in kcincr andere» würdigeren Weise den Sieg über die slaoisch-scudal-ultramontane Unuatur zu sichern wußte. ^ Indessen frenen wir uns der Thatsache, daß die Vertretnng Böhmens wieder eine dcntsche ist, daß hoffentlich während lcr nächsten Jahre kein czcchilch-fcndaler Landesansfchnß seine Orgien anssnhrcn, kein rcichs-vcrräterischer Landtag Fuudameutalarlikel schmieden wird." Der berliner „Börsen Courier" schreibt: Bezüglich der Ernennuug des Kardinals Prinzen Hohenlohe zum deutschen Botschafter in Rom ist festznhalten, daß, bevor die Abreise des Kardinals auf seinen neuen Posten erfolgen kann, die Rückäußerung des Papstes abzuwarteu ist, ob ihm die Person des Botschafters genehm erscheint. Sollte diese Anfrage, was kanin zn erwarte», ablehnend lauten, so würde voraussichtlich gar keine diplomatische Vertretung beim päpstlichen Stuhl eimreteu. Das jüngste Unwolsein Thier s' hat, wie ein pariser Korrespondent der „Kölnische» Zeitung" berichtet, so uubedeuteud es auch an und für sich gewesen, doch in verschiedenen Kreisen die Frage nach dem „lsuäsmktiü^ wachgerufen. Insbesondere soll der Kriegsminister, General Cissey, es für seine Pflicht gehalten haben, die hervorragendsten Generale der Armee von Paris und Versailles um sich zu versammeln, um ihre Ansichten für den immerhin möglichen Fall zn erfahren, daß in der Präsidentschaft der Republik eine Vacanz eintrete» sollte. Die Antwort soll nun in unerwarteter Einstimmigkeit dahin ausgefallen sein, daß alle erklärten, sich ohne bedenken den Beschlüssen der Natioualversammluug unterorduen zu wollen. Diese Anerkeminng der bestehenden Zustände von seite der Generale soll in Ehiselhurst besonders verstimmt haben. Gerechtes stannen muß eS hervorrufen, daß die imperialistische Clique, uach all der Schmach »nd Schande, welche ihr gebahren über die französische Armee gebracht hat, noch immer auf Sympathien in derselben hofft. Der cartistische Aufstand liegt trotz aller klerikalen Rodomontaden in den letzten Züge». Don Carlos selber scheint bereits Fersengeld genommen zu haben, wenn er überhaupt wirklich in Spanien war. Marschall Serrano operirt mit großer Energie. Aus seinem Hauptquartier Tudela erließ er unter dem 27. April eine Proklamation an die Einwohner der insurgirte» Provinze», in welcher er die Jrregeführte» auffordert, die Waffen niederzulegeu, alle guten Patrioten aber, sich um die Fahne» der Nation, des Königs und der Freiheit zu scharen; gegen diejenigen, welche feiner Aufforderung' ungeachtet an der Empörung thcil-nehmen, und namentlich gegen die Anstifter derselbe« droht er unerbittlich zu sei». „Mögen wir alle", schließt er, „uus unter der Acgide der Verfassung und der Gesetze vereinigen und nur in dcn Friedens-rus ausbrechen: Einigkeit und Brüderlichkeit zwischen dem Volke und der Armee!" — Der Name des Königs Amadeo wird in diesem Aktenstücke auffallcuder-weise nicht erwähnt. — Neuesten offiziösen Meldungen zufolge Hütte» die Truppe» Serraiw's bei T»dela die Jusurgeute» geschlagen; dreihundert Todte oder Verwundete wären anf dem Platze geblieben. Die französischen Behörden an der spani-scheu Grenze treffen Maßregeln, um die carlisti-fcheu Banden, welche sich auf der Flucht befinden uud dort erwartet werde», z» entwaffnen »nd zn l internire». Rada hat seine Bande bereits im stiche gelassen. ' ^ ' WtltanSsttllliiig in Wien 187:;. (Fortsetzung.) 0. Wein- und Obstbau. Die Kultur der Weinrebe» uud Obstpslanze», ^ weitere Beraibeüung der ans ihnen ^civonneneu Hro-dnkie in verlanfliche Fori» ist jo sehr von dem eigens lichen landivnischastlichc» Betriebe nnd mehr vom Gartenbau verschieden, daß eine besondere Behandlung des Obst- und Weinbaues in einer entsprechenden Abtheilung, wem«- auch zum ersten mal bei einer Weltausstellung, angemessen erscheint. Die Weliauostellnng in Oesterreich wird dein Wein- iittd Obstbau eine der Wichtigkeit dieses Kultur- zweigeö, besonders in national ökonomischer Bez>eliu>-g, gebührende Stellung gewähren und vorzugsweise das sorgetragen, daß dcn Besuchern ein möglichst Bild von dem Fortschritte in der Kultur sowol, a ^ auch in Beziehung der Verarbeitung von Ob> Weintraube», gegeben werde. , . Indem wir spezialisiren, ist Handlung des Stoffes ermöglicht, daher ^ ^ auch m Beziehung des Obst- und Weinbaues als einen wesentlichen Fortschritt betrachten, wenn der nterrich, in diesen Kulturzweigen von demjenigen ^ Landwirtschaft getrennt wurde, und heule eine große Anzahl besonderer Lehranstalten sich ausschließlich w>t Obst- und Weinbau befaßt. Die Spezialisirung ^ ober nicht allein in betreff des Unterrichtes eine Endete Thalsache, sondern allenthalben bilden sich esondere ökonomische Versuchsstationen, denen ein rei-Feld der Thäligkeit geboten erscheint. Der großen Bedeutung des Wein- und Obstbaues entsprechend ist auch die Literatur, und nicht nur geben lausende von Werken — in allen Sprachen — Zeugnis Von dem regen Interesse, welches man diesen Kultur-zweigen zuwendet, sondern auch eine Menge von Zeit-ermöglichen den so notwendigen Verkehr zwilchen den einzelnen Produzenten, s. . ^bin- und Obstbau ist zur selbständigen Wissen-geworden, denn es ist nicht mehr allein die raxls, auf welche die Lehren begründet erscheinen, "n E ^ne Hilfswissenschaften werden zu rate Azogm, welche allein uns zur Aufklärung und zum erständnis führen können und deren Grundlagen das Weiterschreiten ermöglichen. Sowie wir in der Land-Wmschasl keine richtige Düngung, keine naturgemäße Mterung ohne Anwendung von chemischen, physiologischen Grundsätzen uns denken können, ebenso wird ^uch die Kultur der Weinrebe und des Obstbaumes ^"n mit Zuhilfenahme der exakten Wissenschaften sprechend in Ausführung gebracht werden können; ^ die Behandlung des Weines erscheint uns heule Chemie mehr als Rezeplenarbeit. Die Gegenstände, welche zur Ausstellung gelan-^nnen ihrer Natur nach nicht in einem gemein-^lafilichen Raume untergebracht werden, indem Wein, g anzen, Geräte rc. besondere Lokalitäten in Anspruch Weinbauausstellung wiro Ei.« 2 ^i-nige der Landwirtschaft, Die anschlieken müssen. folaend- sn"!, , ^ir Obst. und Weinbau wird PA" ' Ab,Heilungen en.halleu - - P>odukle aus Baum- und Rebschulcn. > ErziehungSarte» von Obstbäume» und Reben, 6) Werkzeuge und Maschinen, ä) frisches Obst und Trauben, 6) Produkte, welche aus Obst und Trauben gewonnen werden, Gegenstände, welche auf den Unterricht und die wistenschafiliche Enlwicklung ^es Obst- und Weinbaues bezug haben. (Fortsetzung folgt.' Zur TiMMichiÄie. Zwei steinreich: ungarisch: Depulirte standen Resultat geführt haben, daß gegenwärtig und in zu- ^ kunft in den Grenzfestungen des deutschen Reiches, Brieftaubenstalionen zu errichlen und zu erhalten seien. Vorläufig sind die Festungen Köln, Metz und Straß- ^ bürg an der westlichen Reichsgrenze zu solchen Sta- tionen ausersehen, und werden dort die Brieftauben einstweilen untergebracht werden, um aus ihnen an Ort und Stelle Nachzucht zu erzielen. Außer diesen Stationen wird seitens der Militärverwaltung in dem berliner zoologischen Garten eine Zentralstation errichtet werden. Der Zweck dieser Zentralisation ist der, der möglichst schnellen und zahlreichen Vermehrung dieser Tauben, deren militärischen Wert namentlich für eingeschlossene Plätze die Erfahrungen des letzten Krieges hinreichend dargethan haben. — Aus Rom wird dem „Dz. P." geschrieben: „Der römisch- Verein „zur Unterstützung katholischer Interessen" verehrte dem heiligen Vater ein Bilv, das man eine Illustration des Neukatholicismus zu nennen berechtigt ist. Auf einem herrlichen Throne sitzt Pius IX. in Gebet versunken. Rings um den Thron befinden sich fünf Weiber, in denen die Welt-theile p-rfonificirt sind, und welche ihre Arme nach ihm ausstrecken. Oberhalb des Papstes schweben Gott Vater und der heilige Geist. Christus fehlt und ist in der heiligen Dreifaltigkeit durch Se. Unfehlbarkeit ersetzt. Das Bild, welches in taufenden von Photographien vertheilt wurde, verdolmetscht offenbar die Lehre der Ultramontanen: „Statt des Kreuzes der Thron eines Herrschers, statt des Evangeliums der Syllabus und statt des Heilandes der Papst." Der polnische Korrespondent wundert sich nur, daß er bei diesem Bilde, das übrigens ein künstlerisches Prachistück ist, zur Seite des koutikgL Eximus den heiligen Ignatius Loyola vermißen muß. — Marschall Bazaine, der traurige Held von Metz, hat es nun doch sür nölig befunden, gegenüber den zahllosen Anklagen, die infolge der Verhandlungen der Kapitulationskommission gegen ihn erhoben werden, zu seiner Vertheidigung eine Schrift herauszugebcn. Diese ist nun in Paris erschienen und enthält viele neue, zum theil sehr interessante Akten« stUcke Vor allem ist aus derselben zu ersehen, daß der Marschall bereits ende September in Unterhand-lungen mit dem Prinzen Friedrich Karl getreten ist, die eine Restauration der bonapartischen Dynastie durch die metzer Armee bezweckten Die Erscheinung des berühmten Regnier, die Sendung des Generals Bourbaki nach England zur Kaiserin Eugenie hängen mit diesem Projekte Bazaine's zusammen. Der Kom-mondant der „Rheinarmee" sucht diese seine Schritte mit dem Hinweis auf den Eid, den er dem Kaiser geleistet, zu rechtfertigen, ja geradezu als von der militärischen Pflicht geboten darzustellem Vom Stand- einem neograder Wahlbezirk!- gegenüber und!p"ukie der starren Gefetzesbuchstaben wird man aller-ihren Wäh'ern wahrhaft lucullische Malzeike» bings dem Marschall nichl viel vorwersen können. Ob aber seine Haltung auch dem Lande gegenüber eine loya!e war, dies wird kaum jemand zu behaupten wagen. Aus der Schrift geht nl'rigenL noch hervor, in tifchlcn strebt: den »adern zu nberbtelcn. Eines Wahlbezirk und erkun-seine»! .Alleres, womit Herr V., sein MlwAstern:» Wahlei gestern traklirle. Die daß schon ende August ein Durchdr.ich der deulschea Antwort t-, '' Echwej„e „Herr, er ha, gestern zehn fette kiesiger,» lassen,, der Enthusiasmus war ein Nisch - »Nun gut," enviedrrte Herr B. lako- Und',»^ Die heul- zeh.' -'taswchjen schlechten!" 'o ge,ch.ih>§ B. <>»>;' il diia»' bega,' sich Herr ih„ leinsij ^ besuchte Franz Deal, dieser fragte „Nun lieber B., wie stehen Si° be- cv» ... ^ahlWoraus dieser ganz gemiitlich ' „Ich befinde mich im selbe» Verhältnisse Schwein." Deak widersprach diesem Wie erte: ^ Och« >°» Vergleich »ichi. aus Reichskanzler Fürsten Bisniarck wur- schenk eine Anzahl Brieftauben als u», zoologische» Garten ^^a»lassu„^^'^'.wurde». Dieses Geschenk hat ^>efta„be„ in Erwägung zu ziehen, ob diese Werden kö militärische,! Zwecken verwendet de"ze„ li"d zu d.ese,» behus Korrespon- Aschen Generalstabes der preu. ^°rdei, Kriegs,»!,listerili,u gepflogen ' -welche unter Zustimmung des Kaisers zu dem Zeruinungsliuie in einem vom MarschaU zu diesem Zwecke einberusenen Kriegsrale nr unmöglich erklärt wurde, da die Armee bereits zu >ehr demoralisirt war und es auch an Munition sehlie. Dadurch wäre allerdings der Hauptanklage gegen den Marschall, seiner Umhätigkeit nach den Schlachten um Metz, je»« Grundlage genommen. Lokal- uilö ProMzial-AMlegmtzettctt. 2okal-Ci)rmük. — (Tagesordnung) der morgen nachmittags um 5 Uhr stallfindenden G e »i e i n d e r a t s -sitzung: 1. Verifikation der Gemeinderatswahlen. 2. Konstitnirung der Secüone». 3. Wahl des Vize-bürgernieisterö. 4. Vortrag der NechtSsection wegen Absperrung und Grundablretuug des SchlupsgäßchenS. — Hieraus geheime Sitzung. ' — (Bezüglich der Annäherungsversuche der sloveuischen Depntirten), die durch ihre ganz nnverständ,ge und hirnlose Opposition die Interessen ihrer Heimat namentlich in den Eisen-bahnsragen so arg geschädigt, und ihr nunmehriges einlenken gegenüber der Regierung, von dem einige Blätter gemeldet, schreibt man aus Wien: Es weilen gegenwärtig mehrere Slavensührer aus Laibach hier, um den Bau der lacker Eisenbahnlinie bei der Regierung zu befürworten. Die Annäherung dieser Herren ist nicht ohne Bedeutung und hat schon zu den verschiedensten Gerüchten Veranlassung gegeben. Unter anderem heißt eS auch, die Herren Slovenen hätten in ihren Reden durchschimmern lasten, daß sie geneigt wären, die Wege der dalmatinischen Abgeordneten zu gehen, wenn man die Eisenbahnfrage in ihrem Sinne erledige. Ob es sich wirklich so verhält, weiß ich nicht, nur so viel ist gewiß, daß das Anbot der Slovenen um einen Posttag zu spät kommt; denn als das Ministerium mit den Dalmatinern unterhandelte, stand die Notwahlgesetznovelle noch in frage, jetzt aber, da durch den Ausfall der Wahlen in Böhmen die verfassungsmäßige Zweidrittelmajorität im Reichsrat gesichert ist, hat die Regierung nicht mehr nötig Konzessionen zu machen. Man braucht deshalb nicht besorgt zu sein, daß die Herren Costa und Konsorten den Bau der Predilbahn vereiteln werden. Wenn die Regierung sich nicht überzeugt, daß die lacker Linie vor-theilhaster ist, wird sie die Predillinie nicht fallen lasten. — (Die römischen Grabschriften des norisch-pan nonischen Gebietes.) Das 19. Heft der Mitteilungen des historischen Vereines für Steiermark enthält unter obigem Titel einen längeren Aufsatz von Professor Dr. F. Pichler, dem wir folgendes entnehmen: Von den fünf Ländern Kärnten, Salzburg, Oesterreich, Steiermark, Krain sind nur die zwei ersten voll und zu allen Zeiten an Noricum zugehörig, die beiden Oesterreich nur beiläufig zur Hälfte bis an die Donaugrenze, und sowol bei Unter-österreich, als bei Steiermark ist eine theil- und zeitweise pannonische Zugchörigkeit in anschlagzu bringen, wie denn eine solche überhaupt unsere Herbeiziehung von Krain motivirt. Wir haben in den vier ersten Ländern auf einem Flächeninhalte vou 1304 39 Quad.-Meilen 365 Fundorte von 1448 römischen Schrifisteinen, von dencu insgesammt 910 grabschrift-lichcr Natur sind; das stellt sich mit Krain auf 485 81 Quadrat-Meilen. 400 Fundorte und 1618 Schriftmaler, worun'er 994 Grabschriften. Wenn wir in anlchlag bringen, daß sür KärMen im Durchschnitte auf 2 Ouad.-Meil. ein Fundort refultirt, für Steiermark auf 3, für Salzburg und Krain auf 6 für Oesterreich erst auf 14, so entspräche dieses Zahlensystem allerdings in der Hauptsache dem Gange der römischen Reichsausbreilung, welche zuerst von Carmen heraus sich einleuet und den Donaulimes zu spätest gewinnt. Jndeß stellt sich die Zahl 14 für die beiden >Oesterieich jedenfalls zu hoch und erklärt sich nur § durch den Mangel an Nachrichten, wie denn auch eine ! Grosistadtbildung auf alten, kleinen Ansiedelungen in j der Fundsta.istik Ausfälle erzeugt. In betreff des Ver-! hällnisfes der Denkmälerzahl auf die Quadratmeile steht Karmen obenan mit 2.06, ihm folgt Steiermark mit 1.4, Kraiir-0'9, Salzburg 0,7, Oesterreich 0'61; die absolut größte Denkmäler^ahl hat Steiermark'614, ibm folgt Kärnten 338, Ö sterreich Z52, Krain 170, Salzburg 94. Diesen Zahlen entsprechend stellt sich jene der Grabschriften nnler diesen Denkmälern, ^ nämlich sür Stnermark 432 (7'02 auf je 10), Kärnten 303 (7 8), Oesterreich 144 (4), Krain 84 (4 9) und Salzburg 34 (3 6), woraus zu ersehen, daß Kärnten, gleichwie es alle übrigen genannten Gebiete in der Zahl der Fundorte und der Schrift, mäler aus die Quadrat-Meile übertrifft, so auch in dem Prozentualaiisatze der Grabschrislen die höchste Zahl erreicht. Diese Art von Schristmälern findet sich, § w>e überall so auch hier, theils an den Slätten alter Anstedlungen, die zu Slädtebildungen geführt, oder als solche verlassen worden siud, dichler zusammengedrängt oder auch ins eiiizelnste verstreut, von der Flußebeue bis ins einsame Hochgebiet, während Ehrenmäler und vorwiegend auch die Gerätschristen an die Städte, die Wegschnsten an den Haupistraßenzug meist des Breit-haleS gebunden sind. — (Eine arme Frau,) der vor ein paar Tagen der Mann gestorben, mit einem 20 Monate alten Kinde, in hochschwangerem Zustande ihrer Niederkunft entgegensehend, von allen Mitteln entblößt, ohne Verwandte in Laibach, da sie in Mantua geboren, ersucht uns, das Mitleid edler Menschenfreunde für ihren hilflosen und verlassenen Zustand an-znflehen. Dieselbe nennt sich Luigia Prohaska, wohnt Koliseum 2. Stock Nr. 85, wohin man mitdthäüge Gaben richten wolle. Auch werden solche in der Redaktion des „Laibacher Tagblatt" entgegengenommen. Wirtschaftliches. — Malzkeime als Pferdefutter. Herr G. Zöppritz-Ganterhof schreibt hierüber im „Wiirttem-berger Wochenblatte" : „Bei meinen Fohlen ersetzen die Malzkeime den Hafer vollständig, und ich habe nun nach zweijähriger Beobachtung an der Hand der Wage den Hafer bei der Fohlenzucht ganz weggelaffen und gebe dafür gleiches Gewicht Malzkeime. Die Entwicklung der Thiere ist dabei in jeder Richtung eine vorzügliche, der Gesundheitszustand läßt niäitS zu wünschen übrig, und habe ich namentlich die Bemerkung zu verzeichnen, daß mit Malzkeimen gefütterte Fohlen viel weniger von der Drüse zu leiden haben, als wenn sie Hafer erhalten. Dabei kommt ein Fohlen alljährlich auf mindestens 16 Thaler weniger zu stehen, als bei Haferfütterung, Weidegang oder Grünfütlerung im Sommer ohne Kraftfutterbeigabe angenommen. Meine Arbeitspferde verrichten, wenn nicht außergewöhnliche Leistungen Verlangt werden, bei einem Futter von vier Pfund Hafer und sechs Pfund Malzkeimen alle Arbeiten ebenso gut als bei reiner Haserfütterung und bleiben dabei stets in sehr gutem Zustande. Sicher kann bei Pferden, auch bei der schwersten Arbeit, mindestens ein Drittel der Hafer-Ration durch gleiches Gewicht Malzkeime ersetzt werden. So füttert z. B. ein mir bekannter Malzfabrikant auf meine Anregung seit zwei Jahren seine sehr schwer arbeitenden Pserde mit bestem Erfolge stets zur Hälfte der Ration Malzkime, wodurch für ihn bei sechs Pferden eine Ersparnis von nahe an 200 Thaler jährlich eintritt. «Pnc.Ncnle, öst.Pav. di». dto. öst.illSild. von 1S54 . . . !«ie von i»8o, ganz-Los; von i«8u, güutt Hjrämünlch. ». 1864 - Geld Ware 64.80 64.S0 7 2, SU 7L.4Ü !-S.7S Ü4. IV3.LL IV».3L 1L4.— 124 S0 140.75 147 25 Steiermarl zuSPÄ so.SO St.— «iirmen, Kram a. Küstenland S , ! 85.75 86 llULarv. . zu 5 . i 83.-» «t.— »rrat.u.Slav. S , 84.- 85.— «tid-llbürg. .bl 78.50 79.- Lktlsii. Rattonaldanl . . . Union-B»nl . . . Creditanstall . . -Si. i>. EScomple-Be!. ünglo-österr. Bank Oeft. Bodencred.-il Oest Hvpoch.-Banr «teier. Lscompl.-Bk Franko - Austria . Sais. Y-rd.-Nordb. «üdbahn-Belelllch. ikais.SIisabetb-Bah-'^ »-rl-vlldwig-Bahll Gl-b-nb. Sisendahn . StaatSbahn. . . -Kais.KranzIosefSd. FÜnfk.-Barcser Ulföld-Flum. Bahn Nation. S.W. verloSd. llug. Bod.-Ereditann Lug.öst.Bod.--Lredn. dto. tu ss ruckz. 837. 830. '313.75 314.25 335.— 335.50 >1000 1005 3i9.— 319.50 !L72.— 274.— ! 08.— 102 - -262. 263.- 140.25 140.75 j2332 2335 200.60 208.80 >25' .50 251. ->256.—,256.50 ! 185.50,186.-1368.— 36V so.-! SÜ.5«! 1103.25 IN4.25I I 8S.5vj S».— vom 4. Mai Geld Ware Oeft. Hhpoth.-rpau' V5.5(> 96.- rlor1tLr»-Qr»IlU Südd.-Ge^. zu 50V Kr. IIS.- 113. 0 dlo. Bonöspä;. §tc>rdb. (100 L. LM.) 102.75 103.25 Sieb..B.(8oi)ft.ö.W. 02.25 92.75 StaatSbahn pr. Stück 131. 131 50 StaatSb. vr. St. 186? 1L8. 129.— r)tudolsSb.<300fl.ö.W.) 95.40 95.60 Hranz-Ios.(800st.S. 100.30 100.50 Credit 100 fl. ö. W. 185.50 186.50 Dou.'Dampfsch.-Se« ,u 100 fl. EM. . 09.- 99.50 Lnester 100 st. EM. 120.50 121.50 dto. 50fl. ö.W. 58.- 59. Qfener . 40 fl. ö.W 31.50 33,- Salm . „ 40 „ 40 41.- Palssy . „ 40 ^ 28.50 29.- C»ary . „ 4V „ 36— 38.- St. GenoiS^ 40 » 29.— 30.- Windischgrätz 80 , 24.-- 25.- Waldflern . so » 22 50 23 Keglevich . 10 „ 16. 17. StudotfSstift. ivö.W 14.50 15 50 '>-ootr»«L<3M2U.- ^ug-b. lOOfi.Md.W 94.60 94.70 Krankf. 100 st. . ^ 94.75 94.85 ccado» 10 Pf. Eter» 112.55 112 65 Parrs 100 4l.40 41.50 K^r's. Mlrn;-Ducateu 5.37 5.38 roKrancsftuü . . . iBer^nSrhaler . , 8.r>7 8.98 1.67' 1.68 HUbei. 110.65 110.75 Der telegrafische Wechselkurs ist uns bis zum Schlüsse des Blattes nicht zugekvimnc». Lottoziehung vom 4. Mai. Wien: 07 90 2 57 21. Graz: 87 17 65 32 23. Witterung. Laibach, 6. Mai. Lrübe, abwechselnd Regen, Wolkenzug aus SW. Wärme: Morgens 6 Uhr -j- I U.0 , nachm. ^ u r -j- 17.«> 6. (1><71 ^.5.5", 1870 -s-13.5".) Barometer im fallen 734.55 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme ! 14.8", das gestrige -j- 13.2°, beziehungsweise um 3.1' und I.30 über dem Normale. Der gestrige NieLerscdlaq 1.80 Millimeter. Verstorbene. Den -l. Mai. Dcm Herrn Jakob Zobel, Schneider meister, seine Frau Alma, im 47 Lebensjahre, in der Polanavorstadt Nr. 5 jähe an Herzlähmuug. — Urban Puc, Taglöhner, alt 49 Jahre, im Ziyilspital an der Gchiriier-nmchung. Josef Bradnle, Diehlhändler, alt 68 Jahre, inderGradifchavorstadt Nr. 64 an der Entartung derBanch-eingeweide. Deu 5. Ma i. Johann Bene, Inwohner, alt 7t Jahre, im Zivilspital an der Brustwassersuchl. - Herr Anton Fleischmai,n, k. k. Steueramls-Koutrolor, alt 34 Jahre, in der Stadt Nr 139 an der Lungenlähmung. — Johann Schrott, Zwängling, alt t9 Jahre, im Zwangsarbeits-Hause Nr. 47 an der Tuberculose. »118 tmIN« wird nur noch bis 18.-.M. aus der Zahuheilknnde und Zahntechnik ordiniren. Wohnt im IIi„»8v, 8te>-»i»II«« HI»', :rr, im I. Stock. (262-3) Ein Schreiber für eine Adokatcnkanzlci i» Laibach wird aufgenommen. Näheres im Zeitungs-Comptoir. (275—1) Lorschriftgemäs; angemeldet nnd besteuert. Fabriksfirma: :i>L^ I , I i,i. welche sich auch in Wien, Gonzagagasse Nr. 10 befindet, empfiehlt ihre « « reich' haltig assortirtes Lager in 8«?i«>», 8»»»»»»«t, und wie auch AI»»»tiIl8 und IL«» sämmtlich neuester pariser und berliner Modelle. In der angenehmen Erwartung der gefälligen Ansprüche eines geehrten x. t. Publikums wird die obenbenannte Firma bemüht sein, mit solchen Preisen entgegenzukommen, deren Konkurrenz kein Kaufmann der hiesigen Stadt einzuhalten im stande sein wird. Hochachtungsvoll Julius Duneitz, Repräsentant der Firma. Das Berkanfslokal befindet sich im „Hotel LIel'ilnt," 1. Stvck, Thür-Nr. 20 links. (274—1) Ängekommene Fremde. Am 5. Mai. Ilolel Bai r, Graz. — Sametz, Klagen-surt. — Ritter v. Merkl, k. k. Ministerialral, Latzl, und FM, k. k. Oberst,,anz-rat, Wien. — Wakonigg, Liliai. — Podborscheg. — Jost, Handelöm., Bleiburg. — Sustersic. — Laßlader, k. k. Offizier. Ko^evar, itsm., Oblak. — Bergant, Pfarrer, Koschana. — Fleisch-mann, Biehhändlcr, Ungarn. - Kouean, . Blei-bnrg. — Gambsberg, k. l. Post - Sekretär, Tuest — — Lambrek, St. Petrr --Sonnenberg, Kfm., Czaka-thnrn. HoLevar, Grotz-laschitz. - Dollenz,-Besitzer, Wippach. — Kastelltz, Triest. — Maier, Postmeister, Wippach. — Pessi, Besitzer, Fiume. — Klei», Ksm, Triest. — MviseS, Ksm., und Steni, Weinhändler, Agram. — Malli, Den und Pollak, Bcsitzer, Neumarklt. — Pollak, Fabrikant, Billach. Pollak Mathias, Fabrikant und Pollak Vinzenz, Nenmarktl. Pollak, Ksm., Wien. — Schwarz und Piller, Kans-leute, Graz. — Brezniker, Fabrikant, Gonobitz. — Ritter v Kappus, Bürgermeister, Steiubllchl. Freiherr v. Roschlitz, Bö-seudcrf. — Gras Barbo, Kroifenbach — Clotilde MüUner, RadmannSdorf. »,»1> Gu lic, Ochfknhändler, Sesfana. — Jenko, Fleischer, Lepitfch, Pferdehändler, und Pavlic, Weinhändter, Triest. 8»>»ilt NB 1«i«. Raffinger, Privat, Triest. — Sertii, Kausm., Wien. Malli, Handclsm., Nenmarktl. --Scherz, Kausm., Graz. — Grlinbaum, Frankfmt. -KnanS Gefchäsism, Kärnten. — Malli und Pollak, Geschäft«!., Neumarktl. — Jaklii, GefchiiflSm., und Erker, Gotlschee. -- Nen-ma», Kanfm. Graz. V. k. cc»6L» XU,11 W L v ' ganz neu sorürtes Lager aller Orten Modtstoffe für Damen L Hn rell. i»>>« in allen Farben, von 3>> kr. an. », < ,« «,»» und glatt, gestreift und Pompadour. 8,-i,I,>»!»>i«1I«- schwarz uud farbig. in vcru und ändern moderiieii Farben. >»>« . I « »>»lt 8tlkl^«> »l. I , » , als Lachemir, Delain, Barege, Grenadiue, sowie Shawls nnd Tücher. >»»«, », 8»»»»»»«, 8vI,I» II« 1^»^« IIo»i» »»- «Er periilaneiltes Lager von M «I II«,»»«- Leinwanden, ri«, 8« rvlvttt >«, II,»„«I- ^7 K«n« ffl»,!,»,» I I,»«»,»»,*,, gedriickten II, ,„,I» » so wie auch Möbelstoffen, . 8t^l^It««»II»», weisien, färbige» nnd mit far >0 Rand II>»»»>-Ii,^I>,I,, sowie aller ander» Diode ^ nnd Diannfaktnrartikel. Muster auf Befehl prompt. (272-2^ tzrock vo« Jg«. v. «lrinmayr » grd. «ambrrg in Laibach. Verleger und für die Redaction verantwortlich: Ottomar Lamberg