^tr. 7. Freitag, 10. Jänner 1»9tt. 109. Jahrgang. MbackerMMma. ?°«.^^" «"""^"'^ ' Mit Postver! e „ dung : ganzjährig fl, lü. halbjährig fl, 7 5»<>, ssm ü». ,^ür die «ustcllung clllü lr,, grüßcre pcr Zeile « lr.,- bei «Ücrci, Wiederholuiigci! per Zc,Ir !j li. ^ Die »Laibllchcr Zeitung» erlchcint tüglich mit Ausnahme der Tonn' und Feisilaze, Die Nbmlniftratlp» X bcflnbel sich (longressplnh li, die Redaction Vahnhofgnsl/ «4, Sprechstunden der Redaction täglich von V 1U l>i« l2 Uhr vormittag». — Unfranlierte Vrirle werben nicht angenommen und Manuscript« nicht zurückgestellt, Amtlicher Mil. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben aus Grund eines vom Minister des kaiserlichen Hauses und des Aeuhern erstatteten allerunterthänigsten Vorttaa.es m,t Allerhöchster Entschließung vom 27. December v. I. dem Bestallnngsdiplome des zum Range eines General, consuls beförderten großherzoglich luxemburgischen Con-Ms m Wien W'lhelm Schneider das Allerhöchste Exequatur huldreichst z„ ertheilen geruht. f.. ^^ Iustizminister hat den Stadtpfarr-Cooperator f" ^. Jakob in Laibach Anton Zlogar zum Seel-Mger der k. k. Männer - Strafanstalt in Laibach ernannt. Nichtamtlicher Mil. Beherzigenswerte Worte. . , F"! Samstag fand in Triest die feierliche Sitzung des Stadtrathes statt, in welcher die Installation des l"ug,t wieder gewählten Podesia (Nürgermeister) Dr. ^azzonl durch den Statthalter Ritter von Rinaldini vorgenommen wurde. Nachdem der Podeste, den Eid w .5 . "^ ^" ^" Statthalter folgende An« ,.. ^'^ beglückwünsche Sie. geehrter Herr Podestä Kr.,,. ""uerlichen Berufung auf diese hervorragende sir.« .?^" allergnädigsten Bestätigung seitens u-> leres eryabenen Monarchen, von All.rhöchstdesseu guti. ger Fürsorge für das Gedeihen Triests wir auch in den letzten Tagen neuerliche Beweise erhielten. Die Liebe und Treue zum Kaiser und zur kaiserlichen Familie waren immer und sind fortan der Stolz der Bevölkerung Triests, und seine Vertretung kann daher mcht anders als von diesen Gefühlen' beseelt sein. Flenn auch neu in dem mir allergnädigst verliehenen "mte emee Statthalters, bin ich doch einer der ältesten unter Ihnen, was die Arbeit in diesem Saale betrifft, und wollen Sie mir daher gestalten, dass ich Ih.ien, «eehrte Herren, bezüglich Ihrer künftigen Thätigkeit "nen Math ertheile " ^ " ' " " " l«l.l' ^ Stadtoertretung hat in den letzten Jahren in wvllcher Weise vieles für den intellectuellen Fortschritt "'efts vollbracht. Ohne diesen wichtigen Theil der ^Mlichcn Verwaltuna zu vernachlässigen, sollte sie in dem gegenwärtigen Triennium nach meiner Ansicht ihre Bemühungen in erster Linie jenen materiellen und ins' bejondere hygienischen Vorkehrungen zuwenden, welche den Aufenthalt in Triest gesünder und angenehmer zu gestalten und so das Aufblühen dieser Stadt zu fördern geeignet sind. Wir alle wissen wohl. dass es auch in dieser Beziehung den früherm Stadtvertretun-gen nicht an gutem Willen gef.hlt hat. doch bliebe es ein Sieg für d»'n gegenwärtigen Stadirath, wenn er auf praktischem. mit den städtischen Finanzen im Ein» klänge stehenden Wege wenigstens zum Theile realisiert würde, was die Bevölkerung mit gutem Rechte reclamiert. Eine andere schwierige Aufgabe für den neuen Stadtrath ist die. im Einvernehmen mit der Handels tammer die Vorbereitung und Einleitung der neuen wirtfchaftlichen Ordnung, der wir entgegengehen, fort. zusetzen. Wenn der geehrte Stadtrath will, dass seine Stimme dort, wo die Geschick.'Trieft« gelenkt werden. Gewicht habe, muss es seine bc,ondere Fürsorge sein, die besten Beziehungen der Sympathie zwischen dem Oe sammtreiche und dessen Emporium zu pflegen und gegnerische oder zweideutige Strömungen zu bekämpfen, welche außerhalb der städtischen Vertre-tllug etwa auftauchen jullt»u. Diese Strömungen siud ja das Wert der Feinde Triests. und wir alle haben die Pflicht, denselben zum Schutze unserer Stadt entgegenzutreten. Der geehrte Stadtrath zählt so intelli« gente und eiflige, selbstlose und patriotische Kräfte — unter welchen überdies die Verschiedenheit der Meinungen keine solche ist, die eine gemeinsame nützliche Arbeit ausschließt — dass es gestattet ist, das Beste von seiner Thätigkeit zu erhoffen. Ich we,de diese Thätigkeit mit reger Aufmerksam-leit verfolgen und, wo ich kann, mit Wärme unter» stützen. Die Erjüllung dieser meiner Pflicht wird mir leichter und angenehmer in Anbetracht der mich ehren« den ausgezeichneten persönlichen Beziehungen z>» vi'leu der geehrten Herren, insbesondere auch zu den Herren, welche das Präsidium bilden. Speciell Ihnen, hoch« geehrter Herr Podcsia, bezeige ich auch meinerseits jene hohe Achluug und Sympathie, deren Sie sich ob Ihres edlen Sinnes verdienterweise bei der Bürgerschaft er' freuen. Ich hege den Wunsch, dass Sie den Triester Stadtrath zu jener Höhe führen mögen, welche der Bedeutung des österreichischen Emporiums entspricht. Es fr?ut mich. Herr Podestü, Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche erneuern zu können.» Diese Ansprache wurde mit enthusiastischem Bei-falle fowohl feitens der Veisammlung als auch seitens der dichtbefehten Elallerie aufgenommen. Krankenversicherung. Die amtlichen Nachrichten be« Ministeriums des Innern veröffentlichen eine wichtige Entscheidung über die Regelung der Beziehungen zwischen den Vezirls-Krankencassen und den Krankenanstalten. Nach derselben wirb, insofern es sich um die Verpflegung eines Ver-sicherten in einer öffentlichen Krankenanstalt handelt, gleichviel, ob die Unterbringung des Versicherten in derselben mit oder ohne Willen der Vezirls-Kranlencassen erfolgt ist, die letztere — falls sie nicht freiwillig durch einen allgemeinen Vertrag oder durch fallweise abgeschlossenes Uebereinkommen weitergehende Verpflichtungen übernommen hat — der Krankenanstalt nur für vier Wochen die für Cur und Verpflegung nach der letzten Classe ent-fallenden Kosten zu ersehen und, wenn der im Kranken-hause Untergebrachte Angehörige hat, deren Unterhalt er bisher aus seinem Arbeitsverdienste beftritten hat, für jene Zeit, während welcher die Cur und Verpfl-gung im Krankenhause aus Kosten der Krankencasse erfolql, mindestens die Hälfte des Krankengelde« zu leisten haben. Ist die Unterbringung des Versicherten im öffent-lichen Krankenhause mit Willen der Kranlenrass? erfolgt, so wird letztere auch jedenfalls die Kosten der Neförde-rung in das Krankenhaus zu gewähren haben. Nach Ablauf der vier Wochen oder, falls die Kranlencasse der öffentlichen Krankenanstalt gegenüber freiwillig die Verpflichtung zur Tragung der Kosten für die Cur und Ver« vflegunq für einen längeren Zeitraum übernommen hätte, nach Ablauf diese« Zeitraumes, welcher sich selbftoerstänb-lich über die statutenmäßig festgesetzte Maximaldauer der Kranlenunterstützung nicht erstrecken kann, hört jede weitere Beziehung der Kranlencafse zur öffentlichen Kranken« anstatt auf und erstere hat nur mehr dem Versicherten die statutenmäßigen Kranlenunterstühungen zu leisten. Handelt es sich um die Verpflegung eine« Versicherten in einer nicht öffentlichen Krankenanstalt, so wird zu unterscheide» sein. ob die Unterbringung des Versicherten mit Zustimmung ober ohne Zustimmung der ssranlencafse erfolgt ist. Im ersteren Falle hat die Kran-lencasse die Kosten der Beförderung des Versicherten in Jemsseton. R. Falbs kritische Tage. Ein Büchlein von 118 Seilen lieat vor mir. ^''/"wesentlicher Inhalt aus einem Vorworte, den, «ulendarium und einer Zusammenstellung der kritischen "ge des Jahres 1890 nebst Wittrrungsgeschichte be >'^- AnWiehend daran folgen auf 73 Seiten zahl-re,He Zeitungsauszüge aus dem Jahre 1889 über vor-Mommene Unwetter. Wolkenbrüche, Stürme, Erdbeben ""o andere atmosphärische Allotria mehr. >. Interessanter ist die nun folgende Betrachtung des ^"rn Falb über «Kritische Tage und Gänge», die "lt einer elegischen Klage über die bösen Gelehrten Mm. welche nach seinem Allsspruche, «wie über» Mlftl allem Fortschritt der Naturerlenntnisse sich e»t-Wenstellen». somit sich auch den Forschungen und ^uphezriuugen des Herrn Verfassers nicht günstig ^'6t tiaben, wobei Professor Dr. Hornes wgen deS v^" H""' 3alb gebrauchten Ausdruckes «willkürlich "«Pariert, schiecht wegkommt. das. ""rde der Schlagwetter in drin Kalender bis lib?!" t""l nebenbei erwähnt, so war ich freundigst ^trascht, auf Seite 100 einen Artikel unter dem ch/m 'Schlagwetter und Beweis,'» vorzufinden, in wel-u»^ IÜ2" '"einer Wenigkeit Erwähnung geschieht eil.^ ^"sührung der am 15. April v. I., also an au?"! Falb'schen kritischen Tage erster Ordnung — Viäb"" ?!" unterstehenden Kohlengrube Tiefbau bei bei ^. ,!3 ^" vorgekommenen Schlagwette so gewaltsam herbeiziehen, die, was die Schlagwetter an-belangt, jeder wissenschaftlichen Basis entbehrt und daher' geeignet ist, das fachmännisch gebildete Publicum zu beirren. «, . ^ . Wenn Herr Falb auf Seite 112 des Kalender« sogar behauptet, dass. falls es sich zeigen sollte, das« Mehlstaub-Explosionen sich oorzugswe.s- zu solchen He,-ten ereignen, er nicht anstehen würde, °"ch d'ese Ex-plosione?, auf die kritischen Tage zurückzuführen so möchte man fast nicht mehr bloß an eme Wissenschaft-liche Verirrung glauben. , , « , Ob Herr Falb je eme Schlagwettergrube befahren hat oder nicht, itt mir unbekannt, allein mit Bestimmt-hcit kann ich sagen, dass er in einer absoluten Un-lennlni« über die Entwicklung, das Austreten und das Verhalten dcr Schlagwetter bei verschiedenen Umständen sich befindet, denn sollst könnte er nicht so voreilig über Schlagwetter berichten, wie ei es in seinem Kalender thut. Hätte sich Herr Falb die Mühe genommen, bei ^aibacher Zeitung Nr, 7._______________________________________52__________________ 10. Jänner 1890. die Krankenanstalt, ferner die Kosten der Eur und Ver« pflegung im Krankenhause nach Maßgabe des betreffenden Vertrages oder des Uebereinkommens im speciellen Falle für den darin festgesetzten Zeitraum, welcher sich über die statutenmäßige Maximaldauer der Krankenunterstützung nicht erstrecken darf, endlich im Falle des letzteren Ab« sahes de« 8 8 des Krankenversicherungs-Gesehes die Hälfte des Krankengeldes zu leisten. Ist hingegen die Unterbringung des Versicherten in einer nicht öffentlichen Krankenanstalt ohne die Zustim« mung der Kranlencasse erfolgt, so beschränkt sich die Verpflichtung der letzteren — vorbehaltlich der eventuellen Anwendung der Bestimmungen des § 64 de« Kranken-bersicheruugs.Gesetzes — auf die Leistungen der statuten» mühigen Kranlenunterstühung an den Versicherten. Politische Uebersicht. (Die Ausgleich« » Eonferenzen.) Wie leicht erklärlich, wendet sich im gegenwärtigen Augenblicke die öffentliche Aufmerksamkeit in erstrr Reihe de» Conferenzen zu, welche unter dem Vorsiye des Herrn Ministerpräsidenten Grafen Taaffe in, Ministerraths' Präsidium stattfinden. Da die Berathungen einen streng vertraulichen Charakter tragen, so ist es nur natürlich, dass hierüber aus den rein formellen Vorgängen nichts Verlässliches in die Ocffentlichleit dringt. Eonstatieren lasst sich jedoch schon heute, dass die große Majorität der Bevölkerung den Verlauf der Cunferenzen mit auf» richtiger Sympathie und den besten Wünschen begleitet und in dem Umstände, dass die Berathungen ihren uu. unterbrochenen Fortgang nehmen, ein hoffuungsvcr-heißendes Symptom dafür erblickt, dass der eingeleitete Gedankenaustausch zwischen den Vertrauensmännern der beiden Volksstämme in Böhmen in keinem Falle ohne günstige Nachwirkung für dai künftige Verhältnis dieser beiden Stämme bleiben werde. Galt es doch feit jeher als eine feststehende Ueberzeugung, dass, solald nur einmal die berufenen Vertreter von beiden Seiten in persönliche Berührung treten werden, der sogenannte todte Punkt überwunden sein werde, und au dieser Ueberzeugung hält auch heute jedermann fest. der den Ereignissen in Böhmm mit vorurtheilsfreiem Blicke folgt und die Stimmung der dortigen Bevölkerung ohne Unterschied der Nationalität kennt. (Aufhebung desTriester Freihafens.) Der Ministerialrath Freiherr von Kalchbcrg ist vor-gestern nach Trieft gereist, um mit der Seebehörd.' sowie mit den Localbehörden inbetteff der Maßregeln, welche die Aufhebung des Triester Freihafens zur Folge haben wird, zu conferieren. (DieGrgänzungswahl für den Reichs« rath) an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Doctor Tomaszc^uk wurde m dem Städtebezirke Radauh-Suczawa-Sereth für den 31. d. M. ausgeschrieben. Sollte der von den Rumänen aufgestellte Eandidat Freiherr v. Hormu» zaki gewählt werden, so verliert die deutsch «liberale Partei im Reichsralhe eine Stimme. (Aus Lemberg) wird telegraphiert! Die AmU-zeitung meldet, dass infolge der Intervention des Hau« delsministers die österreichischen Eisenbahnen eine bis 30 Juni giltige namhafte Tarifermäßigung für Futter» lransporte nach Galizien und der Vukouina bewilligt haben. (Vor demReichsgerichte) werden in diesem Monate folgende öffentliche Verhandluna.cn stattfinden: am 13. d. M. über zwei Beschwerden wegen Verletzung des durch die Verfassung (Artikel 12 des Staalsgrund. gesetzes vom 21. December 1867, R. G. Bl. Nr. 142) gewährleisteten Rechtes, Vereine zu bilden; am 14. d. M. eine Beschwerde wegen Verletzung der durch die Verfassung (Artikel 2 und 3 des Slaatsgrundgesetzes vom 21. December 1867, R. G. Bl. Nr. 142) gewähr, leisteten Rechte der Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetze und der gleichen Zugänglichkeit der öffentlichen Aemter für alle Staatsbürger; ferner über eine Beschwerde wegen Verletzung dcs durch die Verfassung (Artikel 4, Absatz 3, des Staatsqrundges tzes uom 21. December 1867. R.G. Bl. Nr. 142) gewährleistete., Rechtes der Freiheit der Auswanderung; 'am 15. d. M. über eine Beschwerde wegen Verletzung des durch die Verfassung (Artikel 12 des Staatsgrunda/setzes vo», 21. December 1867. R G. Bl. Nr. 142) gewährleisteten Rechtes. Vereine zu bilden. (Genehmigte Landtagsbeschlüsse.) Die vom Kärntner Landtage gefassteu Beschlüsse bezüglich der für das Jahr 1890 zu bewilligenden Einhebmig von Austagen auf den Verbrauch von gebrannten qeisti« gen Flüssigkeiten mit 3 st. per Hektoliter in der Orts. gemeinde Oberoellach im Möllthale und Kremsbrücke im Lieserthale haben die kaiserliche Genehmigung er« halten. (Genossenschaftliche Krankencasse n.) Ministerpräsident Graf Taaffe empfieng vorgestern eine Deputation des Verbandes der genossenschaftlichen Kranlencassen und versprach, eine staatliche Hilfsaktion für die nothleidenden Casfen einzuleiten. (ZurSituation.) Die «Times» und «Standard» unterziehen das russische Rundschreiben bezüglich drr bulgarischen Anleihe einer überaus scharfen Kritik und bezeichnen dasselbe als völlig ungerechtfertigt. Eine eigentliche Verletzung des Berliner Vertrages bulga» rischerseits liege überhaupt nicht vor. Die «Times» bemerken, es stände Ruseland nicht an, gegen die Unterstützung der bulgarischen Anleihe in Wien zu prote. stieren, nachdem es tm in Paris abgeschlossene serbische Anleihe nicht nur unterstützte, sondern auch förmlich garantierte. «Standard» meiut, es wäre Russlands-mäßig, Bulgarien oder die lauen Freunde Bulgariens vor das Tribunal der europäischen Meinung zu ziehen. In den Augen dlej Servus unter die falschen Propheten gegangen. indeM er haarscharf beweist, dass die tosmische Elektricität es ist, welche den Auftrieb der Grubeugase bewirkt; auch er bestimmt 29 kritische Tage. die sich natürlich mit jenen des Herrn Falb nur in wenigen Fällen drckeN, sonst wäre es nichts Neues, doch acceptiert er die klug« Idee Falbs der sechstägigen Verfrühung ober Verspätung ebenfalls und erhält im Jahre sogar 348 kritische Tage! ' Er wird sonach im laufenden Jahre, ebenso wie Falb. mit einer Menge von Beweisen und Treffern seiner Prophezeiungen dienen können, weil bei so vielen kritischen Tagen ebenfalls alle Ereignifse in irgend eine der kritischen Zeitperioden von 13 Tagen fallen müssen» Lllibllcher Zeitung Nr. 7. _______________^3______________________________w. Jänner 1890. der Kriegswaffen zu rangieren findet, sowie auch be-zUgllch jener Drucksorten und bildlichen Darstellungen, welche seitens der Censurbehörde, vornehmlich wegen Be-sprechung der politischen oder religiösen Verhältnisse in der Türlei, beanständet werden. —- (Der Roman eines Mädchens.) Vor ungefähr zwei Jahren verliebte sich ein junges Mädchen aus emer sehr angesehenen Familie in Vrescia, Isabella Arrivabene, sterblich in einen bescheidenen Beamten der dortigen Priitur. Ernst Fenili. Die Ungleichheit der Stellung des reichen Mädchens und des unbedeutenden «anzlisien war jedoch zu groß, als dass die Familie des -Mochens eine solche Liebe hätte gutheißen lönnen. Ts entspann sich nun ein Kampf zwischen dem Mädchen und dtssen Eltern, der ununterbrochen fortdauerte, ein Kampf von Thränen und Listen, von entschlossen« Weigerung, energischem Protest. Endlich siegte die Ausdauer des lungen Mädchens über alle Hindernisse und die Urriva. benes willigten schließlich in die Verbindung ihrer Tochter nnt Fenili. Die Hochzeit wurde mit größtem Prunl ge> feiert, jedoch auf einmal, als da« Glück der jungen Frau zuzulächeln schien, wurde das Hochzeitsfest durch eine unerwartete Tragödie graufam unterbrochen. In Ohm macht fallend hauchte Ernst Fenili unversehens in den «rmen seiner Braut seinen Neist aus. Der Schlag war zu furchtbar sür die Arme — sie fiel in Wahnsinn und musste in einem Irrenhause untergebracht werden. Aber nach drei Monaten, als die Wissenschaft den Fall schon sür verzweifelt erklärt halte, b.wirlte die Jugend der «ranken ein Wunder. Das Mädchen erlangte wieder den webrauch ihrer Vernunft. Seit wenigen Monaten ist sie wajorenn geworden und ihr durch den Tod so grausam unterbrochener Liebesroman erhält einen sanft melan-cholilchcn Schlufs. Das edle Mädchen verzichtet auf alle Freuden der Welt und schließt sich für immer in ein «losler ein. Im nächsten Monat nimmt sie den Schleier »n Turin, um durch das ganze übrige Leben die ver. lorene Liebe zu bellagen. — (Deutschlands Hochschulen.) Im lau-senden Wintersemester sind die 21 deutschen Universitäten, nut Emrechnung der Akademie in Münster, von 29.007 Studierenden besucht. Von diesen entfallen auf Berlin 5731, München 3473. Leipzig 3453, Halle 1657. Würz. bürg 1610, Vreslau 1307, Tübingen 1224, Bonn 1223. Ve'delberg 952, Erlange., 948. Slrahburg 936, Frei. ?A ^' Vöttingen 854. Marburg 783. Kö.'igsberg 'U". Greifswald 766. Gießen 566, Jena 560. Kirl 502, Münster 405 und Rostock 346. <5 «^ ^°b «größte Theater der Welt».) ^n «ylcago ist diesertage ein Gebäude vollendet worden, das slch nach seinen Dimensionen füglich das «größte Thealer der Welt» nennen darf. Dasselbe bedeckt fast zwei Acker. Sein Wert beträgt einschließlich des Grund« stückes vier Millionen Dollars. Was den Theatersaal be-Wders bemerkenswert macht, ist die große Anzahl seiner Slhe (4500). Da« Vestibule sasSt 500 Personen. Auf der Bühne, welche bei Versammlungen u. s. w. als Platt, lorm dient, können 900 Personen sitzen. Der Theater, "um bietet vom Vallone einen wunderbaren Anblick; das fast verschwenderisch angebrachte Gold im ganze», hause, aus der Decke, an den Säulen, Logenbrüstungcn « wird durch den hellen Strahl der Tausende von 2'chtern überraschend effectvoll hervorgehoben. 60.000 Duadratfuß sind mit Gold bedeckt, und um den Elfen» beinton an den Wänden hervorzubringen, wurden 27.000 Psund Weißblei verbraucht. Die Versehung der Btthnen-^lle u. s. w. geschieht mittelst hydraulischem Mecha-Ü^mus. Um denselben einzuführen, reiste «lrchitelt Adler, einer der Erbauer, nach Wien. Die Scenerien wurden vom Maler Kautsly in Wien hergestellt und nach Chicago geschickt. Die Apparate zur Herstellung der elel« trischen Effecte stammen aus Deutschland. — (Abgeordneter Dr. Herbst.) Einem aus Meran eingetroffenen Privattelegramme zufolge foll in dem Befinden des feit längerer Zeit dort weilenden Abgeordneten Dr. Herbst eine besorgniserregende Verschlimmerung eingetreten sein. Die nächsten Anverwandten des genannten Abgeordneten, welche hievon telegra« phisch verständigt wurden, haben sich bereits nach Meran begeben. — (Häuser aus Zucker.) Der grvhte Zucker» fabrilant der Vereinigten Staaten, der in Washington wohnt, hat vor kurzer Zeit ein Patent genommen auf raffinierten Zucker, welcher bei der Construction von Ge» bäuden und Monumenten den weißen Marmor ersetzen soll. Wie der «Cosmos» berichtet, soll dieser Industrielle daS Mittel gefunden haben, den Zucker viel härter und weißer darzustellen, als den besten Marmor, und die Widerstandsfähigkeit dieses comprimierten Zuckers gegen die Einflüsse der Luft foll größer sein, als diejenige aller Baumaterialien, die jetzt bekannt sind. Der Erfinder schlägt vor, aus eigene Kosten aus diesem weihen Zucker einen Zubau an das Weiße Haus in Washington aufzuführen. — (Verunglückte Bergleute.) Aus Trifall meldet man: Am 3. d. M. wurde der Förderer Franz Ajdic im Guidostollen infolge Entgleifung eines belade-nen Hundes an den Ulm geprefst und ihm der Brust, lasten gequetscht. Am folgenden Tage erlitt der Häuer Ignaz Roglic in der Grube zu Hrastnigg dadurch einen Bruch des rechten Schulterblattes, dass er von einem herniederbrechenden Slemprl getroffen ward. — (Hyp notische Experimente im —Löwen« käsig.) In Vessiöres ereignete sich ein merkwürdiger Un» fall. Der Hypnotiseur Tarfay hypnotisierte im Löwen-läfig ein Medium, Miss Sterling. Als sie im Schlafe lag, stürzte sich ein Löwe aus sie und bis» sie ins Bei». Der Bändiger stürzte sich auf die Bestie und es gelang ihm, die Frau, die schwere Verletzungen erlitten hatte, au« dem Käfige zu tragen. — (Telephon in Japan.) Der Mikado hat auf Staatskosten eine Tslephonvcrbindung zwischen Mlo» hama und Strignola anlegen lassen. Die Entfernung be» tlägt etwa 160 Kilometer. Diese Telephonleitung ist die erste in Japan, die der Oeffentlichleit übergeben worden ist. — (Zu guter Letzt.) Lehrer: «Also Ding,, welche durchsichtig sind, nennt man transparent. Emilis, führe mir ein Beispiel an.» — «Eine Glasscheibe!» — «Gut! — Ottilie, nenne du auch noch einen durch« sichtigen Gegenstand.» — «Ein — ein Schlüsselloch.» Local- und Proviuzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Herr Rudolf Ulle« pitsch Edler von Krainfels, Landesgerichtsrath beim Kreisgerichte in Rudolfswert, ist zum Oberlandesa/richte Graz zur Dienstleistung einberufen wurden. — (Kunst, und historische Denkmale.) Correspondent Vvaiz machte die llentralcommlfsion für Kunst« und historische Denkmale aufmerksam auf die in der Kirche zu Sele bei Votlfchee unter der Kalltünche aufgefundenen Wandmalereien aus dem 17. Jahrhunderte. Die k. l. Stallhalterei in Trieft sehte die Ventral-commission über den heutigen Stand der Restaurier ungs-Angelegenheit von St. Just in Trieft in eingehende , kenntnis, was die Centralcommission verni'lasSte, neü-ilich dem lebhaften Interesse Ausdruck zu geben, das die Eentralcommission dieser hochwichtigen Frage entgegenbringt und welch großen Wert dieselbe darauf legt, seiner-zeit in der Jury über das Restaurierungsproject vertreten zu sein. Sectionsrath Dr. Lind machte die Mittheilung, dass Se. Majestät der Kaiser vorbehaltlich der ver» fassungsmäßigen Genehmigung der erforderlichen Mittel die Fortsetzung der Restaurierung an den Mosaiken im Dome zu Parenzo allergnädigft zu genehmigen und den hiezu in vier Jahresraten anzusprechenden Betrag von 20.000 fl. aus Staatsmitteln zu bewilligen geruht haben. Hievon sowie auch davon, dass nunmehr der Versuch gemacht werden soll. den tüchtigen Mosaikiften Peter Vornio in Rom für diese Urbeit zu gewinnen, wurde mit lebhaftem Danke Kenntnis genommen. — (Laibacher Feuerwehr) Die Christbaumfeier unserer freiwilligen Feuerwehr warf für den Unter-stühungsfonb des Vereine« den Betrag von 300 fl. ab. Dieses günstige Ergebnis ist in erster Linie den Spenden der hiesigen Geschäftswelt zu danken, welche nicht müde wird, alljährlich zu Weihnachten der Feuerwehr ihre An« erkennung durch zahlreiche und oft wertvolle Geschenke auszudrücken. Derselben sei auf diesem Wege herzlich Dank gesagt. — (Wintertage am Quarnero) Vlan schreibt un« aus Nbbazia: Ein wahrer Frühling liegt über Land und Meer. Seit mehreren Tagen wird nirgends in den Villen mehr eingeheizt, und mit jedem Gange durch die Gartenanlagen oder an den Verghängen hin entdeckt man neue blühende Pflanzen. Es macht demjenigen, welcher sich in dieser milden, sonnigen Luft er» geht, in der That einen eigenthümlichen Eindruck, wenn er in der Zeitung eine Chronik der Influenza findet. So erklärt e« sich, dass die Unzahl der Gäste von Tag zu Tag zunimmt. Auch Lussin bekommt seinen Theil ab von dem Fremdenzuflusse ins Küstenland. Wenn e« mit der Bautätigkeit an der istrischen Riviera in gleicher Weise fortgeht, fo wird man nach einem Jahrzehnt von Vo-losca an bis gegen Ila hin eine förmliche Gtraßenzeile von neue» Nnsiedlung-n finden. Durch die Eröffnung des dritten Hotels der Sübbahn ist nunmehr auch bescheideneren Ansprüchen und Börsen Grnüge gethan worden. Man lebt derzeit in Abbazia nicht theurer, al« an irgend einem Orte von Tirol, Dieser Punlt verdient, um der Wahrheit zu ihrem Rechte zu verhelfen, endlich auch einmal hervorgehoben zu werden, da er für viele nicht minder erheblich ist, als der winterliche Blüten-Kalenhlr. — (Au« Krainburg) berichtet man un«: Auf die am verflossenen Samstag gezogenen Lottonum-mern gewann in lber hiesigen Lotlocollectur ein armer Schuster auf die Nummern 1, 17, 18 ein Terno von 4800 st. — Die am letzten Sonntag vom Vereine «Lrawo äruitvo» veranstaltete Tanzunterhallung war seitens der hiesigen Bevölkerung zahlreich besucht. Jung und alt huldigte wacker dem Tanze, welcher erst in den Morgenstunden sein Ende nahm. Wie verlautet, plant das Comites bei der am 2. Februar stattfindenden Vobnil-feier den Mitgliedern des Vereines eine Ueberraschung zu bereiten, und werden schon jetzt große Vorbereitungen hiezu getroffen. Auch wirb ausnahmsweise zu dieser Unter-Haltung Nichtmitgliebern der Tintritt gestattet werden. — (Frequenz der Gymnasien und Realschulen.) Nach dem Ausweise des Verordnungsblattes des Unterrichts. Ministerium« über die Frequenz der Gymnasien und Realschulen der diesseitigen Reichshälfte pro erstes Semester 1889/90 haben sämmtliche Gymnasien Addieren wir d,e Falo'scheu und Servub'schen Tage zusammen, so erhalten wir die stattliche Anzahl von "73 kritischen Tagen in einem Jahre, und da das Jahr nur 365 oder 366 Tage hat, so erhalten wir viele Tage mit doppelter Gefahr! Des alten Aberglaubens, dass der Freitag ein Unglückstag sei, sind wir los. und sieh, da erscheinen neue Männer in wissenschaftlicher Maske, um einen Neuen noch ärgeren Aberglauben über Unglückstage zu predigen und die leider viele Gläubige finden, die sich nicht die Mühe nehmen, diesem Aberglauben auf den Grund zu sehen. Kaun« der sechste Thil unserer festen Erdoorr» flächt ist wissenschaftlichen Beobachtungen zugänglich; da jedoch Cyklonen, Woltenbrüche. Gewitter. Erdbeben' auf dem ganzen Erdenrund? vorkommen müssen, so 9elai,geu wir nur zur Kenntnis von höchstens einem EcclMel aller dieser Erschmnmgen. Was fur ein Beweis-matenal hätte H u werden, bereits mehr ausgesöhnt war. Sie macht nun des Abends mit «hm einen Spaziergang ins Gchölz. kommt allein zurück, wenige Minuten uachdem ei" Schuss abgefeuert wurde, begegnet ihrem Vatr und Miss Farquhar und scheint sich in hest'ger Aufregung zu befinden. Sie weigert sich, die Rückkehr ihres Bräutigams abzuwarten, eilt vielmehr ins Haus und scheint jede Vermuthung, dass ihm ein Unglück widerfahren sein lönnte. zu verspotten, trotzdem er ihr versplvchen hat. sie am Gitterthor des Gehölzes zu erwarten. Da« alle» sieht sehr schlimm aus, und wenn wir auch noch die Entdeckung des Revolvers ins Auge fassen der sowohl von Mr. Egerton als Miss Farq>char als derselbe bezeichnet wirb, welchen der Ermordete seiner Verlobten geschenkt hat, so erscheint t»r Fall nur noch dunkler.» «Aber es gab ein Paar ganz gleicher solcher Revolver,» unterbrach ih:i Hugh. «Der Rechtsanwast, den Mr. Egerton lommm ließ. hat bei der Protokollaufnahme Miss Farqllhar ausgeforscht und diese Thatsache festgestellt.. «Ja, es ist aber auch festgestellt, das« Mr. Far-quhar, al» er nach Kings-Dene kam, nicht mehr im Besitz des zweiten Revolvers war.» Hugh musste die Richtigkeit dieses Einwürfe« zugeben. «Aber.» fuhr er fort. «Mis« Egerton erklärt auf das feierlichste, dass sie 'hren eigenen Revolver noch gesehen hat, nachdem sie aus dem Gehölz zurück- gelehrt war.» , , , « .Kann sie sich nicht getäuscht haben?» «Nein. Sie ist nicht die Person, sich solchen Tä'uschimg.n hinzugeben oder derartige Irrthümer zu begehen. Sie hat einen ungewöhnlich klaren, starken Geist, und ich schenke ihrer Aussage unbedingten Glauben.» «Wenn das der Fall wäre, dann müsste der Mörder sich der zweiten Pistole von dem Paar bedient haben. Aber wie erklären Sie sich dann da« Verschwinden derjenigen Nasse, die in Mis» Eaerlon» Besitz war?» Laibacher Zeitung Nr. 7.________________________________________54_____________________________________________10. Jänner 1890. 55.456 Schüler, die Realschulen 19.673; die höchste Frequenz hat das Staatsgymnasium in Laibach mit 887. die niedrigste die Staats-Unterrealschule in Iara mit 43 Schülern. — (Deutsches Theater.) Herr Lamborg, der Llavierhumorist aus Wien, hat gestern hier ent> schieden einen auherordentlichen Erfolg errungen. Seine musikalischen Scherze, seine Art und Weise, die moderne Elavierfexerei zu carrikieren, sowie seine Gesangsparodien unterhalten das Publicum auf das beste und entzücken den Musilliebhaber und Kenner. Man hat es hier mit einem echten Künstler zu thun, der in geradezu verblüh fender Reihenfolge die ihm aus dem Publicum dictierten Fragmente aus Opern, Operetten «. in sauberer und gefälliger Ausführung auf dem Piano zu Gehör bringt und durch eine seltene Modulation in der Stimme nicht nur jedwede männliche, sondern auch sämmtliche Lagen der weiblichen Stimme zu imitieren weiß. Heute gibt Herr Lamborg, der bereit« Samstag in Meran auftritt, seine letzte Production, und ist es nach seinem gestrigen Erfolge sicher, dass auch diese Abschiedsvorstellung vor gut besuchtem Saale stattfinden wird. Vor dem Concerte wird die Nestroy'sche Posse «Umsonst» mit Herrn Gott« leben als Pihl aufgeführt. Samstag und Sonntag bleibt die Vühne wegen anderweitiger, früher eingegangener Verpflichtungen des Pächters der Casino« Olashalle geschlossen. Es ist dies umsomehr zu beklagen, als Samstag und Sonntag die besten Theatertage sind und dies die einzige Ressource für die Casse der Theater» direction ist. In Vorbereitung sind «Per Stabstrompeter», das Lustspiel «Ein toller Einfall» und da« Coftetti'iche Schauspiel «Eine alltägliche Geschichte». — (Von derMiinner-Strafanstalt.) Das k. k. Justizministerium hat mit Erlass vom 1. Jänner d. I. dem Controlor der hiesigen Männer»Strafanstalt, Herrn Leopold Lufcher, für seine ersprießliche Dienst» leistung bei Organisierung der Sträflings»Abtheilungen zu Wildbachoerbauungen die belobende Anerkennung aus» gesprochen. — (Die hiesigen Schulen) wurden wegen der stets intensiver auftretenden Influenza«Epidemie über Anordnung des l. l. Landesfchulrathe« bis auf weiteres gefchlossen. — (An die Herren Philologen.) Vom lrai« Nischen Üandes'Feuerwehrverbande erhalten wir folgende Zuschrift: Auf dem zweiten lrainischen Feuerwehrtage wurde der Ausschuss des lrainischen Landes verbände« beauftragt, für eine einheitliche slovenische Be> zeichnung von «Freiwillige Feuerwehr» und für einen ge« eigneten Feuerwehrmanns-Gruß, wie solcher bei den deutschen freiwilligen Feuerwehren üblich ist, Sorge zu tragen. Der Verbandsausschus« wendet sich nun auf diesem Wege an die heimischen Herren Philologen mit der Vitte, ihm zur Lösung der gewordenen Aufgabe behilflich zu sein und zweckdienliche Vorschläge gütigst an den Obmann des Verbandes, Herrn Franz Doberlet in Laibach, gelangen lassen zu wollen. — («Solol»«Maslerade.) Das in der jung' sten Generalversammlung des Turnvereines «Solol» gewählte verstärkte Comits hielt unter dem Vorsitze des «Das kann ich mir ebensowenig erklären, als Mr. Tgerton selbst es vermag; es ist ein unergründliches Geheimnis.» «Ja, es ist ein Geheimnis,» sprach Healp. «Zu» gegeben, dass Miss Eqerton von leiner Täuschung befangen ist, so muss die Pistole genommen worden sein in der Ait, nachdem sie sie selbst noch gesehen hatte und ihre Kammerfrau hinaufgieng. um sie zu holen; das kann aber nur jemand im Hause gethan habe,,. Hat diese Kammerfrau letwa einen Groll gegen ihre Herrin?» «Dieselbe Frage habe ich auch an Natalie gerichtet. Sie verneinte jedoch und sagte, dass sie mit ihrer Kammerfrau auf einem ganz guten Fuße gestanden habe.» «Ist dann vielleicht jemand anders im Hause ver« dächtig, Miss Egerton ein Unheil zuzufügen?» «Nein.» sagte Hugh, doch in einem so zögernden Tone, dass der Detectiv ihn mit fragendem Blick scharf anschaute. «Ich hoffe, Sie verheimlichen mir nichts. Mr. Cleveland,» bemerkte er in ernstem Tone. «Vergrssen Sie nicht, dass ich so viel als möglich klar sehen muss. um erfolgreich arbeiten zu können.» «Nun denn, ich glaube. Miss Farquhar hasst Miss Egerton und würde sich nicht scheuen, ihr ein Leid zuzufügen, wenn sie nur eine Gelegenheit dazu hätte.» Der Detectiv rieb sich die Hände. «Wir haben hier alle Elemente zn einem Drama beifammei, — zwei Frauen, die miteinander rivalisieren.» murmelte er »n fast vergnügtem Tone. «Sie haben mir eine Spur gegeb»n. Ich glaube, ich werde vorläufig meinen Aufenthalt in Kmgi-Lene nehmen.» «Gewiss; Mr. Egerton kann Ihre Ankunft kaum erwarten, und auch ich werde einstweilen hier bleiben.' (Fortsetzung f»lgt.) Starosta Herrn I. Hribar bereits eine Sitzung ab, welche das Arrangement der traditionellen Maskerade am Faschingsdienstag zum Gegenstande hatte. Es ist selbst» verständlich, dass sich die Details der Berathung vorerst noch der Oeffentlichkeit entziehen, weil dadurch manches Geheimnis verrathen werden würde, welches am Faschings-Dienstag die Besucher der Maskerade angenehm überraschen bürste, so viel kann jedoch gesagt werden, dass der «Solol» seine diesjährige Maskerade durch charalte» ristische Masken und zahlreiche Gruppen über das Niveau ähnlicher Carnevalsfeste der letzten Jahre zu erheben beabsichtigt, so dass der Besuch der Maskerade voraussichtlich einen schönen Genuss bieten wird. — (Die Influenza) gewinnt in unserer Stadt leider eine immer größere Ausdehnung. In allen Schich« ten der Bevölkerung gibt es zahlreiche Influenzafälle zu verzeichnen, und dürfte es derzeit in Laibach wohl nur wenige Familien gebcn, die von dieser Krankheit verschont geblieben wären. Auch unter der Schuljugend hat sich die Krankheit rasch verbreitet, weshalb der lrainische Landes« schulrath am gestrigen Tage angeordnet hat, dass der Unterricht an allen hiesigen Schulen bis auf weiteres zu sistieren sei. Auch aus Ober- und Innerlrain kommen uns Nachrichten zu, dass die Epidemie auch unter der bäuerlichen Bevölkerung sich rasch ausbreitet. — (Todesfälle.) Vorgestern abends ist hier Herr Josef Proßinagg, Vater des hochgeschätzten hiesigen Arztes Herrn Dr. Robert Prohinayg und der Besitzerin des «Hotels Elefant», Frau Gnesda, im hohen Alter von 84 Jahren gestorben. Der Verblichene war erst vor wenigen Tagen an der Influenza erkrankt, welche bei dem hohen Alter des Patienten leider einen letalen Aus-gang nahm. — In Tschernembl starb am 6. d. M. Frau Margarethe Kristof, die Mutter des kroatischen Lau« deSveterinärs und Sanitätsrathes Dr. Radoslao Kristof, im 92. Lebensjahre. — (Neue Zwangsarbeitsanstalt.) Wie der «Klagenfmter Zeitung» aus Steiermarl mitgetheilt wird, foll der dortige Landesausfchuss die Errichtung einer Zwangsarbeitsanstalt für männliche Zwänglinge beabsichtigen und hiebe, in Aussicht genommen haben, diese Unstalt nicht bloß für den Bedarf des eigenen Landes, sondern auch anderer Klonländer, in denen folche An« stalten noch nicht bestehen, zu errichten. (Aus Agram) kommt uns die betrübende Mittheilung zu, dass der auch in Laibach wohlbekannte Ope« rateur und Primarius im dortigen Landesspitale, Herr Dr. Josef Fon, wegen Irrsinns in die Irrenanstalt zu Stenjevec abgegeben werden musste. Dr. Fon. ein gebürtig r Cillier, steht im Alter von circa 45 Jahren und erfreute sich als Operateur eines ausgezeichneten Rufes. — (Militär.Durchzugsgebür in Krain.) Laut Erlasses vom 13. December 1889 hat das l. k. Mi< nisterium für Landesverteidigung im Einvernehmen mit dem k. und l. Reichs'Kriegsministerium die Vergütung, welche das Militär-Aerar in dem Zeitraume vom Isten Jänner bis 31. December 1890 für die der Mannschaft vom Ofsiciers - Stellvertreter abwärts auf dem Durchzuge vom Quartierträger gebürende Mittagskost zu leisten hat, in Krain, und zwar: für die Stadt Laibach mit 19 5 Kreuzern, für die übrigen Marschstationen mit 16 Kreuzern für jede Portion festgesetzt. — (Vom Eissport.) Da das endlich eingelre-tene Frostwetter wieder die Benützung der Eisbahn zu« lässt, wurde die Abhaltung des Nachtfestes auf den, Eife für nächsten Dienstag, den 14. d. M, in Aussicht genommen, worüber wir demnächst Nähere« bcingen werben. __ (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Gemeinbevorstandes der Ortsgemeinde Unterberg im politischen Bezirke Tschernembl wurden gewählt, und zwar zum Gemeindevorsteher Ioham, Kurre von Unter« wald, zu Gemeinderäthen Johann Weide titsch von Unterberg und Martin Maurin von Oberberg. — (In Gurkfeld) wird demnächst eine ge. »verbliche Fortbildungsschule eröffnet werden. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 9. Jänner. Die Erzherzoge Carl Ludwig mit Gemahlin und Leopold Ferdinand, dann der Prinz von Colmlg condolierten dem deutschen Botschafter Prinzen Reuß anlässlich des Ablebens der Kaiserin-Witwe Augusta persönlich. Erzherzog Earl Saloatm durch den Obelsthofmeister. Aus dem gleichen Anlasse wurden die Ballfeste bei den Erzherzogen Carl Ludwia. Ludwig Victor, dann beim Herzog von Eoburg forme auch andere aristokratische Vergimglmgen verschoben. — Der heutigen Ausgleichsconferenz.Sihunq wohnte auch Dr. Mattus bei. Nachdem in der gestrigen Sitzung die Frage des Landesculwrrathes vorerst noch einer Specialbelathung vorbehalten worden, wurde heute dir Berathung der Iustizangelegenheiten begonnen. Die nächste Sitzung findet morgen um 2 Uhr statt. Budapest, 9. Jänner. Die Schulen wurden Mgen Influenza bis 19. Jänner gefchlossen. Berlin, 9. Jänner. Eine kaiserliche Cabinetsordre ordnet eine sechswöchentliche Trauer für die Armee an. Während der ersten acht Tage rühren die Truppen kein Spiel. Zu der Trauerfeier trifft im Auftrage des Kaisers Franz Josef Erzherzog Franz Ferdinand d'Este von Oesterreich ein. Der König von Sachsen wird Samstag erwartet. London, 9. Jänner. Reuters Bureau erfährt aus Lissabon. Die Antwort Portnqals auf die letzte Depesche Salisbury's sei heute vormittags nach London abgegangen. In Lissabon hofft man. dass die darin enthal' teüen Versicherungen England befriedigen nxrden Madrid, 9. Jänner. Der beim Könige jeden Abend eiuttelende Fieberanfall flößt Beforgnisse ein. Das Fi sier hält bereits den siebenten Tag an. Rio de Janeiro, 9. Jänner. Ein Decret der pro uisorijchtu Regierung vom 7. Jänner verfügt die Tn'iiluma. der Kirche vom Staate und garantiert die r^li^öse Gleichstellung. Die vom Kaiserreiche bewilligten Pensionen sollen weiterbezahlt weiden. Newport, 9. Jänner. In den l.hlen, heute mittags abschließenden 24 Stunden sind hier 250 Todesfälle, eine bish r noch nie erreichte Zahl, vorgekommen. volkswirtschaftliches. tltudolfswert, ?. Jänner. Die Durchschnitts ^ Prche stalten „ch auf dem heutigen Markte wie folgt.- Weizen l^r Hektoliter 7- 30 Vutter pr. Kilo , , . ^"yä Korn » ü 36 Eier pr. Stück ' __ g Gerste » 4 88 Milch pr. Liter . ' ' - s Hafer . 2 82 Rindfleisch pr, Kilo . — 44 Halbfrncht » 5 36 Kalbfleisch » . ^ 4>j Heiden » A 57 Schweinefleisch . . — 44 h"'lz,Hartes, pr.Eubil. Lemsamen . — — M-lrr..... 2 ?0 stmdsschmalz pr, Kilo — 60 Holz, weiches, pr.Eubil« Schweineschmalz » — ?2 Meter..... — — Specl, frisch, . — 54 Nein, roth., pr.Hcltl. — - Speck, geräuchert, » — ?(> Wein, weißer, » — — t>ic Weinpreise variierten zwischen 10 und 12 fl. (neu) und zwischen 20 und 24 fl. (alt). Meteorologische Beobachtuunen in Laibach. ^ -" ^«t: KZ „a,^ Ansicht Z35Z « ^ ßs« Z3 , ^" ,desbimn...« ZeZ ^ 5 j s.-z z^___ ^ ^ KZ.« s.ÜMll.i 748 2! -7-2 ^^nMM I ^Nebel ^'" 9.>2 . N, 74U 6 -32 windstill Nebel 0-00 >9 . Ab.! 748 5 I -2 0 windstill Nebel Nebei.,, Da« Tagesmittel der Temperatur —41° um 15° unter dem Normale. ' Verantwortlicher Redacteur: I. N a g l i t. Vom tiefsten Schmerze erschüttert, neben die Gefertigten die betrübende Nachricht, dass ihr innigst, geliebter Vater, rücksichtlich Schwiegervater. Groh. Vater und Urgroßvater. Herr Josef Proßinagg Privatier am 9. Jänner 1690 um 2 Uhr morgens im 84. Lc» bensjahre nach kurzem Leiden, versehen mit den hci> ligen Sterbesacramenten. selig im Herrn entschla-sen ist. Die irdische Hüll- des theuren Verblichenen wird Freitag, den 10. d. M., Nachmittag 4 Uhr im Traucrhause Wlenerstraße Nr. 2 feierlich einaeseanet und sodann auf dem ssriebhofe zu St, Christoph in der Familiengruft zur ewigen Ruhe bestattet weiden. Die heiligen Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen. Uaiba ch am 9. Jänner 1890. Hermann Prohinagg. GlaS-Fabrilant; Georg Prokinaaa, Kaufmann; Dr. Med. «overt Prohinagg. Söhne. — Iosefine wnebda, Io« Hanna Prohinagg, Amalie Lavtar, Marie Hertl. Töchter — Leopoldine Proßinagg aeb «order, Emma Prohinagg lieb. Ttiger. Mar,e Prohinaag aeb. Echieftl, Schwiegertöchter. — Lucaö Lavtar, l, l. Professor, Schwiegersohn. ^ Karl, Irmaard, Magdalene, Marie, Arthur. Max, Fritz, «oja, Elisabeth und «rnft Prohinagg, Johanna Werstner geb Vnesda, Marie «udesch geb. VneOda. Her. mine. Max und «nton wnebda. Ludwig. Dtmar, Paul, Iosefine und Marie Lavtar; Marianne, Caroline und «osa Hertl, Enkel — Hans Verstner, Eoncertmrister; «lfreo «udesch, l. l. Notar. Schwiegerrnlel. - Nlsred «udesch, Urenkel, ! Ae«rd!gu»gs»»ftalt del pflanz l>ob«ll«l. Laibacher Zeitung Nr. 7._____________________ bb 10. Jänner 1890. Course an der Wiener Börse vom 9. Jänner 1890. «»«dem 0^«, «0^1°«« Veld Ware Veld Ware Staats -Nulehtn. Grundentl.-Obliaatwnen '"/„ ewhriUIche «enl« -^ "ührische...... 109^0 1,0 — ?««Ner5<>/<, »ganze b0N st. 141 »li 1417^ ^« Kraln und Küstenland . . — — — — ,8«Uer » . Flirstel IW st. li« 50 147 25 b°/„ niederssterrelchlsche , . . 109L5 110 - !8k4er SlaaMose , . lON K. ,?» ,».<)!l"4 " 5"/« steilische......------------- .»,'«. ^, - ^st. i?ll ko,74— b°/„ lroatlsche und slavonlsche . 105- — — z°/»»°m,.Pfbbl. il,20st, 149—,üo- ü"/o sitbenbüraische , , . , —>— — — --------- ü°/„ Temeser Van», , , , . —-. — — V«."kst. «uldrentc, stcuerfre, , ins 80 ,cw »<> ^^" ungarische......8» 30 88-70 ««uldvn-schrt/bunätn' Donau «eg.-llos, 5°/„ ,uu st. . iz, 50 1»2 b« ^»3 ^ - "^"'-- «°rarlb«°^^^^ '" 50 Hü zc. «nlehen d. Etabtaemeinbe Wien wk ^ ,l^ 8« tlilabN. > ^.m n ^"^" lo» ^" '" ^ V"'"'"'"' "' St°dt«em, Wien 14, bO 14« - de/w^l^^/^W^ ^I^H ^r!enbau.«nle„en »er.°«, 5°/, ««,75 — ^/<°,^'«b^lr°l 2Wfl. ü. w! z, ,... _,. Pfandbriefe ?etto ?3 M^"^°" ' '" " l" «° Mr ,»0 st, , 3«°,e^abn^ N7--1,7 uu «odenlr, allg. 0st. 4"/, G. , , „«75 1,7 40 «°niri«r«t^Vahn «mlss, 1884 yü- 9^.^ dt°. . 4°/» . . . »»,^ ?8 75 Una «old»"" 4°/ ^ ^° Plam..Kchulbuelscht. V>/, «y» ,5 lyg?.<> ' W0 80 ,UI.,. veft, «hp°lhcleniaul INj. b«°/. ,l>i.zo -- U'N «Nmb Nnl,«.1,«^ ^^ 59 1Ü O.st.-ung. V°»l Verl. 4'/.°/» . ,m 7Ü ,.»» «b dt° dt° 5,«>/l ^ 114 40 1,4 90 bctt° . 4«/» , . »z.'8O,00'».' °l° W^^'iyat ^I.,«7« ,« _ ligll Prioriläts.Obligationen b °' Vrü« ^.' . <^° V""' l""^ "" " lfiir ,00 ft"). d,° "".?° ^ ^"L ° ^^ «ü s.0i»b— Ferdlnaude.Noidbahn!tm, 188» l«io-iu0»!> tdeli..»«« i^,. «, ?"N.«. W, ,8b50,»S— «alizllche Karl-Ludwig.«ahn """« °">'e ^ ° l0U fl. „g7z ^7 « »«. 1««1 »/.°/. . 99-40 100 - Veld Ware Veld Ware Oesterr. Nordwestbahn . . . 10« »>> w? 40 Länderbanl, «st, ülX» fl. > z<» »3l-,<» slllllUbahn...... . ,»3—,»4- oesterr-ungar. Vanl 600 fl. . 9»8 — «l! - Eüdbllhn 5 »«/,..... ,46 »0 ,47 b0 Unionbanl i»0U st...... «47'75 «<8 . k 5°/n . , . . . I,e5!»<17— Verlehrlbanl. «ll». 140 fl, . ,59'bU 1»0 b0 Un,.^«llliz. Nahn..... 101 «» lu« — Diverse Lose Nctlen von Transport» Unternehmungen. Ireditlose 100 st...... l^l — 18» — ^^ ^" A«.««i. 91 — 191 bl> (per vtuil), ^ ^,^ ^ ^ ^, ^ ^ ,^ ^^ ,^ ^ »nglo.Oest. «ant «00 st. »(»"/,«. z^ ,0 1« S<» Pra«.Duler V Nudulph «ahn lioo st. Vlllier . — —------ Vtmcr..Al,sl. üst. Ü00fi. 8.400/a » — »18 — Elaatseilrnbahn !t0U fi. Nilbel ?34 b^ »35 — ltrbl.VInsl. f. Hand. u. «.1»ust. 8«4 5« »»!>-" Lüdliahn iiW st. Gilber . . . ,4»'?5 I4l 50 «lrcditbanl. «lla. ung. !i0N st, . z«—»4» 50 Lüb Nordd.«srb,.»«,z«>«fi,«Vl, l«!»0 ,«9 — DepoNtenbanl, «llg. »0U st. , ,^ ,_«,»!;__ TranUvay.Vts.Mi,I7<>ft«. W. —-— — — 00 st, . z«;- . ^9 — ' »eue Wr., Prlorit»». «iioullalsellv, Wiener »on st „^.—»,«.. «ctien 100 st...... .--— 9« bo Hypl»tbel»nb.,eft. ilouil. «5°/„i. 7,.». 7,5" Un».>«»!<». «stub. »00 st. «Ub«r 1» — 19« — 3e^ Ware Ung, Nordlistbadn ^91 — 191» Una.wettb.sl»2ab.«rll,1«00fl.3. 19« — 19» 7» Induftrte'Actlen sper Stü<). Vauaes.. «ll«. Oest. 100 st. .------—>.- «»Vdier «lüen. und Vtü lO0'— Eisenbahnw Ueihg, erste, «1st. 94— 95 — «ltlbemühl», Oaplers. u. «.<«, b9 25 59 7b iliefinger Vraoere! ,00 st. . . «7-. «7 50 Multtai,-Gesell., »sterr.«alpine l,z--113'bV Präger Eisen-Ind-Ves, »<»0 fl. ^3 — 4«4' - G»lg0'larj. Kteinlohlen »0 fl, 435^ 4^0 -- »Lchlbglmühl», Pllpissl, l»<»0 st. «,>, „ ^ >7 — «3teyrermühl».P»pier<.u.»,»<». 18? 5l» <« 5« Trliailn Kohlenw.'Ve!. 70 st. . 14? - I47bl» Waffen»..»..OeftinMen 100st. 4« - 44« — Wllggon-Utihan«.. «ll« in Pest 80 st......... »7 »0 8« 50 Wr, Vllu«e!ell!H»tt 10» st. . , »> z»> », üo Wienerber«er Zie«el.«ctien.»«!. ,7« — l7» — Devise«. Deutsch» Plü»e...... 57 5« b?'« London........ II? »1 ll» i?» Pari, 4» «. 4« »«» Valuten. Ducaten....... »5S »5» !»0°<5lanc»-VtÜ!le..... »31. 93» Deursch« «elch«b»nln«t»n . , »7»«» »7 ?U Papier'«ubtl...... 1«»,, ,»«« Italienisch, «»«knoten i!«») ! 4« li « »» Gegen Diphtheritis, ™l18t''ien Affectionen der Athmungs-def A« *ven wir in den Theer-Pa«tillen ein *pothek*™ Ploooll in Laibaoh seihenu"8Tej!«ioi"ieteB Mittel, um die-Pi"eV,u "ekämpsen uiid ihnen vorzubeugen. i^Blreieis-PillBiii (• haten *ich bei Stuhlverstopfungen, i> ,, „ K0Pf8chmerzen, Blutwallungen, <» Hchwere in den Gliedern, verdorbenem < > Jnagen, Appetitlosigkeit, Leber- und < > m e?nLeide11 etc" stet9 bewährt und (> ( i übertreffen durch sichere Wirkung alle i > i , "deren, durch die Reclame «o schwung-( , voll gepriesenen Mittel. Da dieses Prä-' > P,m ln der Apotheke selbst erzeugt wird *' ( ^ stell. S.ch der Preis einer Schachlei nu^ <» ( » «1 :r- einer Rolle m»t 6 Schachteln < > , j auf 1 sl. 5 kr. Zu haben in der < > ; Apotheke Trnkoczy ü 11 neben dem Rathhause in Laibach. <» (l16) Nr. 10.547. Firma-Eintragung. . Vom f. l. Landes, als Handelsgerichte ln Uaibach wurde die Eintragung der Lran Kogej zum Betriebe des Handels mit Spezerei« und Colouialwaren in Adelsberg und f"Znhabers dieser Firma, Fran Kogej !" Adelsberg. im Register für Einzel« ^wen vorgenommen. ^Laibach am 2. Jänner 1890. (^7) Nr. 10.441. Filma-Vintlligmlg. Vn dem l. l. Landes- ul« Handels ^Uchte in Laibach wurde bei der im "Mter für Gesellschastsfnmen proto. r°U'elten Äctienaesellschafts-Firma Krainische Zlnduftriegestllschast d'e Eintragung der von der General Sammlung am 3. Dumber 1889 er> U'gtkn Vestätiqung der von Seite des "erwaltunssslalhrz durch Eooption v^ U?°N"nenen Wahl der bereits reMner. lenVerwaltm,g«räthe: Friedrich Vogel. M der Firma Vogel -^^acham 4. Jänner 1890. (5392) 3-3 St. 8975. Razglas. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji na-uJ»nja, da je Jožef Cerin, 51 let star, ciielj jz Zngorja, h sklepom c. kr. de-*eijega sodišèa v Ljubljani z dne ^ aecembra 1889, St. 9790, za blaz- ega spoznan in da se mu je postavil Sakihrjem JaneZ Likar' Uèitelj na in I' kr* okrajno sodišèe v Litiji dne 10- aecembra 1889. Laibacher Deutscher Turnverein. Einladung zu der Freitag, den 17. Jänner 189©, abeod» H Uhr in der 1 tisiiio-«;ia*httlle stattfindenden Hauptversammlung. Tagesordnung. 1.) Jahresbericht, 2.) Neuwahl des Turnrathes, 3.) allfällige Anträge. (127) Der Turnrath. (118) 3—1 Nr. 10.492. Zweite executive Feilbietung. Mit Bezug auf das hiera/richtliche Edict vom 19. November 1889. Z. 9453. wird bekaunt gemacht, dafs bei frucht» lofcm Verlaufe des auf den 23. December 1889 angeordnet gewefenen ersten Termines zur executiven Feildietung der in der lrainifchen Landtafel «ub Einl. Nr. 1265 einkommenden Herrschaft Neudegg am 27. Jänner 1890 zur zweiten Feilbietung derselben werbe geschritten werden. Laibach am 24. December 1889. (5428) 3—1 Nr. 27.267. Einleitung znr Amoltisienmg. Von dem l. l. stiidt.«deleg. Bezirks-gerichte in Laibach wird bekannt gemacht: Ei sei die Einleitung der Amoltisie' rung der auf der Realität des Johann Kermec von Sostro Nr. 32. Einlage.Z. 65 »6 Eatastralgemeinde Sostro, Pfandrecht' lich haftenden Forderungen, und zwar der Helena Paucic in Sostro aus dem Hiiratsbriefe vom 24. Mai 1811 per 5 fl. und der Helena Boncar von Sostro aus demselben Vertrage per 100 fl. CM. des Franz Paucit und Maria Pautic und Johann Pautic von Sostro aus den Schuldscheinen vom 1. Februar 1837 Ä per 26 fl. 44 kr. und des Mathias Gostinkar von Oostince aus dem Schuld» scheine vom 19. April 1838 per 104 fl. 33 lr. bewiligt worden, und werden alle di» jenigen, wslche auf die Forderungen irgeüdwelche Ansprüche erheben zu können vermeinen, aufgefordert, ihre Rechte so gewiss bis 31. December 1890 anzumelden, als widrigens die Amorti» sation der Einverleibung sowie der sich hieraus beziehenden Eintsagnngen und zugleich deren Löschung bewilligt werden wilrde. K. k. siädt.-deleg. Bezirksgericht Lai-bach, am 20. November 1669. (33) 3—3 Nr. 10.421. Curatorsbestellung. Die diesgerichllichen Grundbuchs» bescheide. und zwar: 1.) Z. 7066 für Mijo Tamljanovic von Krivavrba. dann Martin Sneller von Gerdenschlag und M.iria Sterbenz von Gerdenschlaa.; 2.) Z. 6103 fiir Johann Lesar in Chicago; 3.) Zahl 6752 an Mathias Smrekar von Winkel Nr. 7 und Johann Golobit von Vrezje Nr. 3; 4.) Z. 5948 für Rosalia Witine. verehelichte Kocelj in Döbernik; 5.) Zahl 7168 für Peter Wolfert von Pantova werden dem bestellten Curator Stefan Zlipanlit von Tschernembl zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl, am 31. December 1889. (4920) 3—2 Nr. 5375. Erinnerung. Von dem l. k. Bezirksgerichte Wippach wird den Andreas Uröic'ichen Pupillen und Matthäus Kraöna hiermit erinnert: E» habe Herr Karl Graf v. Lanlhieri von Wippach wider dieselben die Klage auf Verjährt» und Erloschenerllärung von Sahposten «ub pr»6». 6. November 1883. Z, 5375. Hieramt« eingebracht, worüber zur summarischen Verhandlung die Tag» sahuug auf den 28. Jänner 1890, früh 9 Uhr. mit dem Anhange angeordnet und d^n Geklagten wegen 'hres unbekann» ten Alifcnlhalte« Herr Anton Perhaoc von Wippach als Curator »6 nclum auf ih,e G.fahr und Kosten bestellt wurde. Defsen werden dieselben zu dem Ende unständig,, dass sie allenfalls zu rechter Zeit selbst zu erscheinen oder sich einen aude,n Sachwalter zu bestellen und an-h?r namhaft zu machen haben, widrigen« die Rechtssache mit dem aufgestellten Curator verhandelt werden wird. K. l. Bezirksgericht Wippach, am U. November 1889. (5408) 3—2 Nr. 10 721. Erinnerung an den unbelannt wo in Amerika befindlichen Mathias Kump von Lichtenbach. Von dem l. l. Bezirksgerichte Gottschee wild dlm unbekannt wo in Amerika befindlichen Mathia» Kump von Lichten« bach hiemit erinnert: Es habe wider denselben bei diesem Gerichte Andreas Lakner von Tschernembl (dlirch den Advocalen Herrn Vrunner von Guttschec) das gerichtliche Verbot 6e pl-26«. 12ten December 1889, Z. 10.721, pcw. 150 st. eingebracht. Da der Aufenthaltsort de» Geklagten diesem Gerichte unbekannt und derselbe vielleicht aus den k. k. Erblanden abwesend ist. so hat man zu dessen Vertretung und auf seine Gefahr und Kosten den Herrn Florian Tomitsch von Goltsch« als Curator »6 act um bestellt. Der Geklagte wirb hievon zu dem Ende verständigt, damit derselbe allenfalls zur rechten Zeit selbst erscheint oder sich einen anderen Sachwalter bestrllt und diesem Gerichte namhaft macht, überhaupt im ordnungsmäßigen Wege ein« schreiten und die zu seiner Vertheidigung erforderlichen Schritte einleiten könne, widrigen« diefe Rechtssache mit dem aufgestellten Curator nach den Bestimmungen der Gerichtsordnung verhandelt werden, und der Geklagte, welchem es übrigen« freisteht, seine Rechtsbehelfe auch dem benannten Curator an die Hand zu geben, sich die aus einer Verabsäumung ent-stshrnden Folgen selbst beizumefsen haben wird. K. l, Bezirttgericht Gottschee, am 15. December 1889. (4987) 3-2 St. 6168. Oklic izvršilne zemijišèioe dražbe. C. kr. okrajno godisèe v Loži na-znanja: Na prošnjo g. Matilde Schweiger iz Starega Trga dovoljuje se izvrftilna dražba Janezu Kerzièu lasfnega, sodno na 2361 gold, cenjenega zemljiièa pod vložnimi št. 16, 98 in 145 katastralne obèine Nadlesk. Za to »e doloèujeta dva dražbena dneva, in sicer prvi na dan 2 7. januvarja in drugi na dan 2 8. sebruvarja 18 90. ]., vsakikrat od 9. do 12. ure dopoludne pri tem sodišèi s pristavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri dru-gem röku pa tudi pod to vrednoatjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10°/0 varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek Iež6 v regißtraturi na vpogled. C. kr. okrajno sodišèe v Loži dne 11. septembra 1889.