Mgesbote str Anlerßeiermark. '.U PranumerationsPrtts für Marbmß. «!»i«>tiich.....- fl. 7, »r «i«r»»lsa»ri» .... » l0 .. ««natlich . . ^ ^ Gi«zel«e N»«« . 8 fl — kr. »aldjShng . 4 fl. — kr. »ierteljAhrig . . Z fl. — kr. Da» Nßttzhich dritte Abtheiluitg dis Rothbuch«s de« h»»deit die römische Frage; das klarste Bild über de« Stakdpunkt der österreichischtn Regitruns^ «ge««ber der römischen Kurie gewährt jedoch die Ei«lettu«g zu den bezüglichen Depeschen selbst, weshalb wir ste im Worllaute anführen zu mitsstn gla«bev. Z» ihre« Biziehungen zur papstlichen Kurie die t. «nd k. Regierung in der abgelaufenen Epoche zu einer wichtigen Entscheidung gelnngt. In Folge der Beschlüsse deS Vatifanischen Konzils hat sie ekklärt, daß sie da« unter anderen Voraussetzungen abgeschlossene Konkordat nicht mehr als für sie verpflichtend anzuerkeWen vermöge. Die Äklenstücke, welche sich aus dirsen Entschluß beziehen, sind zum Theile bereits bekannt, doch dürfen sle der Boll stand igkeit wegen auch in der vorlie^nden Sammluug nicht skhlkn. DasMmisterium deSAeußern halben dlirin dargelegten Motiven keine weitcren AttSkin.mder-jetzu«geu hinzuzufügen^ Die Nothtveudigkeit der Reviudikatian der vollen Frecheit der inneren Gesedgebung ist seit Langem in so entschiedener Weise hervowetretkN und hat sich insbesondere gege» über den Borgängen im Konzil mit solcher Dringlichkeit geltend gemacht, daß ein Bedürfniß irneuter Rechtfertigung der Hinfälligkeits-Etklärung deS Konkordates nicht vorliegen kann. Dem gemeinsamen Ministerium, welches diesen bedeutsl^men Schritt volljogen hat, eS jedoch gezicmen, der festen Ueberzeugung a» dikser Ätelle Ausdruck zu leihen, daß nichtSdesto-weniger die religiöjcn Äuterejsen der Völker der Monarchie im vollsten Maße geachtet, gesichert und geschützt sein werden. Ein. anderes, unlängst einHetretenes folgen« reiches Ereigniß hat die hlsiorijche Stellung deS Papstthums Vera ackert. Die weltliche Herrschast ditS Papstes in Rom und lm römischen Territorium ist nach dem Ali-zuge der französischen Garnisonen den vom Köirit^e Viktor Emanuel im Namen der nationalen Wiin-sche Italiens gesi»i)rte« Waffen erlege«. Die hohen Delegationen haben vollen Vrund/ zu fragen, welche Haltung die Regierung Oesterreich Ungarns gegenüber dieser so lvichtige Inter» essen berührenden und »n ihren Aolgen so lvenig zu übersehenden Katastrophe beobachtet hat. Die nachfolgenden Dokumente geivähren hier, über vollständigen Aufschluß, und das gemein same Ministerium, indem es aus dieselben Bezug nimmt, besch'änkt sich darauf, die Gesichtspunkte, nach ivelchen sein Thun und Lassen sich bestimmt t»at, hier noch einmal kurz zusammen zu fassen. Die k. und k. Slegirrung hat mit allen an-dern Mächten, sowie mit den Gemüßigten aller Parteien den Wunsch getheilt, daß d,m Konflikte ztvischcn der weltlichen Papstgeivalt und den t»a-ttvnalen Bestrebungen Ätaliens durch den Einfluß der Zeit und durch friedliche Mittel eine versöhnende Lösung vorbehalten sein möge. So oft sie geglaubt hat, daß die Keime ei« ner solchen Versöhnung gelegt iverden können, ist »s ihr als Pflicht erschienen, sich für diesen Ztvcck angeligentltch zu interessiren. Bie hat dies noch in dem Augenblicke ge-than, als sich herausstellte, dah die von Italien gegenüber dem französischen Kaiserreiche eingegangenen Berbindlichkeiten ihren Werth nach jeder Richtung hin verloren hatten. Sie hat die von ihrem Willen völlig unabhängigen Umstände tief beklagt, tvelche zuletzt dea noch eine getvaltfame Lösung des größten moralischen Problems der Gegenivart herbeigeführt haben. Aber ste hat unter den Verhältnissen unserer Zeit niemals daran denken können, zu thun. was Pivs IX. selbst nicht von ihr verlangte, die sran-zöstschen Bataillone durch österreichisch-ungarische zu ersetzen, um durch Geivalt aufrecht zu erhalten, tvas sie lieber nicht durch Gewalt zrrstört gesehen hätte. Die päpstliche Regierung hat ihr nur den Wunsch ausgesprochen, die Regierung Seiner Majestät des Kaisers und KönigS möge kundgeben, daß sie die Invasion dcS römischen GelneteS miß billige. Auch diesen Wunsch hat sie jedoch sich ver sagt, weil sie sich nicht für berufen gelialten hat. eine fremde Regierung, die den Nothlvendigkciten ihrer Lage gehorcht zu haben glaubt, zu tadeln und durch einen voraussichtlich erfolglosen Schritt zugl ich ihr eigenes Ansehen u»id die erfreuliche Gestaltung ihrer Bezikhungen zu Italien zu ge-fahrd.n. Die Besitznahme Roms hat die Fragen nicht abgeschlossen, ivelche Staaten und Gesellschaft in Europa bezüglich der künftigen Stellung des heiligen BaterS, bezüglich der internationalen For mulirung seiner Souveränitats-Rechte beivegen. Diese Fr.^gen harren der Ordnung und der östeireichisch-nngarischen Monorchie wird dabei, kraft des allgemeinen Gewichtes ihrer Stimme, kraft ihrer speziellen Beziehnngen zu der Entwick- der katholischen Kirche, und nicht in letzter Linie kraft der ungetrübt bewahiten freundschaftlichen Beziehungen zur italienischen Regierung eine hervorragende moralische Theilnahme nicht versagt sein. Die k. und k. Regierung hofft in den hohen Delegationen Billigung der politischen Richtungen zu finden, die sie in der Frage der Okkupation Rom» festhielt. Sie ist sich bewußt, d.^s Interesse der Mo-narchie nicht einen Augenblick lana aus dem Auge verloren und eS nach Möglichkeit im Einklänge auch mit dem konfeMnellen Interesse der katholischen Bevölkerung Oesterreich-UngarnS vertreten zu l)aben. Mit aUer Sorgfalt »vird ste auch künftig diesen Einklang zu wahreu suchen, und sie glaubt auf die Zustimmung Aller rechnen zu können, wnin ste der politischen Bedeutung Oesterreich-UitgarliS dabei das volle, ihr gebührende Ansehen zu sichern entschlossen ist. Aeitungsfchau Das „Vaterland" bespricht den ersten Lheil des RothbncheS und koni'tatirt. daß die Politik des Grafen Beust auf der ganzen Linie nur Mißerfolge aufzuweisen hat. Er habe sich zur Aufgabe gestellt mit Rußland und Preußen freund, schastiiche Beziehungen herzustellen und diese Mächte haben sich in unsere inner,, die galiziauiiche A». gelegenheit, gemengt, er wünschte den europäischen Frieden und tvnrde von einem der größten Kriege der Neuzeit überrascht, er suchte allerorten zu vermitteln und erfuhr üi>erall die schraffste Abweisung; das „Vaterland" kann somit von seinem llrtheile nicht abgehen, daß die Politik Beust s nicht znin Heile, sondern zum Verderben gereiche, ein Urtheil über welches die verschiedensten Parteien in Oesterreich selbstverständlich aber aus den iierschiedensten Gründen eikijg seien. Die „Politik" unterzieht das Programm Potockys, das Dezembermemorandum der Ministerminorität einer Kritik; den Grund tvarum Po-tocky nur Mißerfolge damit erzielte, findet die „Politik" darin, daß dieses Programm trotz seinem Wohlwollen aegenüber der staatsrechtlichen Opposition für österreichische Verhältnisse nicht paßt und überhaupt unaussührbar ist. Gras Potocky, dem nunmehr die Ausgabe einer neuerlichen Ka-binetsbUdung zlwefallen, habe dieses Programm modifizirt, den Ausgleich mit der staatsrechtlichen Opposition in Böhmen aufgegeben und den Ausgleich mit den Polen allein zum Regiernngspro« gramme erhoben ; gelingt dieser, «verde man sukzessive denselben zu verallgemeinen suchen. Die „Politik" erblickt auch in diesem Programme keinen AuStvkg auS unst^rn Berfassungswirren u«d profezeit dem Grafen Potocky ein neuerliches Mißlingen. Die „Neue Freie Presse" bespricht die vom Krikgsminister an die Delegationen ge-stelltett Geldforderungen, hinsichtlich deren nach ihrer Ansicht der Beweis der Nothtvendigkeit noch nicht erbracht; es sei überhaupt unbegreiflich, daß trotz eines Rormal-KriegSbndget von 80 Millto-nen. unsere Armee bei jeder Gelegenheit als un-zulänglich hingestellt werde. Die „R. Fr. Presse" empfiehlt daher den Drlegationen daS Studium diestr Frage aufS eindringllchste. jedoch ohne Hoffnung zu Hegel», daß diese sich zu einer Politik der Sparsamkeit bekrnnen werden, nachdem die Polen und Ungarn die Majorität bilden, die ersteren dnrch einen Kriea eine Verbessernng ihrer Lage, letztere R'iche süi Bili^goS erhoffen. Die „Pr es s e" erörtert die orientalische Frage, und plaidirt fitr die Erhaltung deS Friedens. Ocherreich^ könne Rußland ein Paroli dadurch biegen, daß es seinen Einfluß im Oriente para-lifltt un^ ivßbesoudertz fich die Freundschaft Ger-bims, der Donaufürstenthümer und der serbischen Razahs erwirbt; dadurch gekräftigt könne dann Oesterreich in kommenden Zeite»» unter giinstigeren Auspnien den Kampf mit dem nordischen Kolosse aufnehmen. ^ Den ^Wanderer", welcher die Eröffnungsrede, mit welcher dir Kaiser die Detegalionen be-^ grüßße. ln den Kreis der Besprechung zieht, be-' unluhjgt der Ernst, mit welcher deS russischen Zwischenfalles darin gedacht »vird; dadurch werde Rußland das Zurüktweichen um so schwieriger gemacht. Der „Wanderer" findet Trost darin, daß die Gefahr doch vielleicht etwas zu grell geschil-dert wurde, um die Delegationen den Anforde-ruitaen des Kriegsministers gegenüber williger zu machen. l Das „Reue Wiener Tagblatt" beschäftigt fich mit dcm gleichen Thema, dasselbe hebt besonders hervor, daß die Ansprache an die ungarische Delegation den Ernst der Situation noch mehr betont als jene an die österreichische Delegation gerichtete Rede des Monarchen das „R. W. T " filrchtet, der Krieg werde ollerdtngs nicht M, sonder« im griihjahre nach Bolleaduag der russischen Rüstungen unvermeidlich sein. Bv« p«« Delegationen. (Pest.) Am 26. d. Mts. saud der feier-liche Empfang der Delegationen von Teite des Kaisers statt. Prafident v. Hopfen richtete folgende Ansprache an Se. Mazestüt: Die Del^ation des österreichischen Reichs-rathes, von Eurer Majestät zur Ausübung der ihr verfassungsmäßig zustehenden Rechte berufen, ist sich der hohen Wichtigkeit ihrer Aufgabe ge-rade in diesem Momente vollbewußt und wird dieselbe, geleitet vom wärmsten Patriotismus, von der pfiichtmäßigen Sorge für das Wohl des Baterlandes, zu lösen suchen. Bor allem aber wird dieselbe hiebei geleitet von jener Hingebung und Treue »u ihrem angestammten Herrscherhaus?, von welcher jeder Oesterreicher durchdrungen ist. Wollen Euer Majestät die Berstcherung dieser unwandelbaren Gestnnungen huldvollst entgegen-nehmen. Der Kaiser erwiderte darauf: Die Worte der Ergebenheit, welche Sie im Namen der Dele^tion des Reichsrathes an Mich gerichtet, geben Mir Anlaß, zunächst Mein Be« dauem über den verspäteten Zusammentritt der letzteren auszusprechen Ich reihe aber unmiltel-bar daran den Ausdruck freudiger Genugthuung, Mich in diesem Augenblicke von den Vertretern Meiner beiden Legislativen umgeben ^ sehen. Die wichtigen Borgä^e, ivelche in Mir den Wunsch hervorriefen. Mich des Rathes und d^r patriotischen Unterstützung der Delegation versichert zu sehen, haben ihre Bedeutung nicht vkr-loren. Es find sogar neue ernste Ereign'ffe hinzugetreten. Ich rechne mit Zuversicht darauf, oap Sie. meine Herren, unter allen Umständen das thuen werden, wt,s der echte Patriot smus. was l^ie unzertrennlichen Lebensinteressen der bei-den Reichshalften erheischen, und in diesem vollen Vertrauen erwidere Ich Ihre herzliche Begrüßung. Die Antwort des Kaisers an die ungarische Delegation war im Wesentlichen gleichlautend mit der ^eben erwähnten. Der Finanz-Ausschub der ReichsrathsDele« gatiou wühlte zu Referenten des Kriegsbudgets Banhans, Rechbauer, Demel, Figuly und beschloß, durch das Präsidium der Delegation den ginanzmincher Holzgethan nach Pest einzuladen behufs Bekanntgabe, wie dus Defizit zu decken fti, welches für Oesterreich durch die Erhöhung des Kriegsbudgtls erwächst. Die nächste Sitzung dürfte erst in zwei Wochen stattfinden. Die ungarische Delegation hat die Wabl des Subkomites für die Budgrtberathung vorge-nommen. Ueber die Reihenfolge, in welcher die ein-zelnen Gegenstände in Berathung geigen werden sollen, entspann fich eine längere Diskussion, welche zu dem Schluße siihrte. vor Allem die von der vorigen Delegation in Betreff der Armee ausgesprochenen Wünsche und Beschlüsse, sowie die vom gemeinsamen Kriegsminister diesbezüg. lich ertheilten Antwortu» in Berathung zu ziehen; nach Erledigung dieser Angelegenheiten wird zuerst das ordentl'che und dann das außerordert-ltche Ar?yee-Erfordtrniß in Behandlung genom« men werden. - Weiters wurde beschlossen, »die KeVe!nsam«n Minister für Krieg und . für ^auswärtig? Angele' genheiten, sowie d/n ungarischen Ministerpräfiden-ten vorzuladen, um in der nächsten Komitefitzün'g am 29. d. Mts.- über die politische und mil»tä. rische Lage Auskünfte zu geben. Die nächste Sitzung der ungarischen Delegation selbst ist un-bestlmmt. Potttifche Ueberftcht. Zulaud. (W i en.) Die Demission des Ministeriums Potocky wur!)e angenommen; darüber hegen sogar die Offiziösen nunmehr keinen Zweifel; anderseits steht fest, daß Graf Potocki mit der Neubildung des Kabinets von der Krone betraut wurde. Die Mitglieder desselben sollen der parlamentarischen Majorität insofern? entnommen werden, als diejelben geneigt sind, den vom Grafen Potocki mit den polntscheu Bertrauensmännern vereinbarten Ausgleich zu akzeptirtn. Sollte auf dieser Bafis die Neubtloung d^es Ministeriums mißlingen, so würde blos Graf Taaffe und Petrino geopfert werden und durch Ressortminister ersetzt werden. Wie man der „N. Ar. P " telegrafirt, kon-ferirte Potocki mit Rechbauer und Grocholsky. Die russische Antwortsnote »eigt durchaus keine Nachgiebigkeit, ste sucht den Standpunkt der russischen Regierung in dieser Frage zu recht' fertigen. So viel steht fest, daß die Situation im allgemeinen friedlich aufgefaßt wird. Trotzdem einige Blätter von einer bevorstehenden russischen Grenzsperre gegen Galizien schreiben und die Rüstungen in Rußland in ver-ftärkter Weise fortgesetzt werden. Sehr beruhigend hat die Nachricht eingetvirkt, d.,ß Preußen eine Konferenz, welche in Konftan-tinopei tagen soll, besürwortet, welcher die Auf« gäbe zufallen tvürde, die pont«sche Frage auf fried« lichem Wege auszutragen. (Berlin.) Der Reichstrag hat die Berathung der Bertrage mit den Südstaate« insolange aufgeschoben, bis auch jener mitBaiern vorgelegt sein wird. 3m Reichslage kämm es zu sehr leb-haften Szenen; Bebel, der durch widersprechende Zwischenreden des Haufes und energische Ordnungsrufe des Präfidenten häufig unterbrochen wurde sprach gegen die Bewilligung der Kriegsanseihe, gegen die AnN'Lionen, gegen die Behauptung der Thronrede, daß das franzöfische Volt den Frieden nicht wolle tt. Anfangs erregte er Heiterkeit und Gelächter, dann tumultuarische Ausbrüche des Unwillens. Als der Redner zu einer völligen Schutzrede für Frankreich gege:» Deutschland gelangte und be-hauptete, daß für die Bewilligung der Kriegsan-irihe nur die besitzende Klaffe „der Perzente wegea" sei, erdröhnten von allen Plätzen anhaltende Hinausrufe. Der Präsident appeUirte an das Schamgefühl des Redners und drohte ihm mit Eat-zithung des Wortes. Schließlich verzichtete Bebel auf die Weiter-rede unter Zustimmungsrufen. Fast gleichen Sturm und gleiche Ordnungsrufe erzielte Liebknecht, indem er behtiuptete. Deutschland bekämpfte in Frankreich nur '^ne Republik. Lasker führte Bebel. Löwe-Calbe, Liebknecht mit schlagender Logik aä «.bsuräum. Schließlich wurde die Kreditvorlage fast ein-stimmig angenommen. Der Bertrag mit Württemberg, welcher am 25. d.M. und jener mitBaiern, welcher am 2^. vollzogen wurde, werden bis längstens den 30. dem Reichstage vorgelegt werden. (London.) Die »Times" schreibt: Die Antwort des Fürsten Gortschakoff traf am 25. bei Beginn des Ministerrathes ein. Dieselbe wird Montag erörtert werden. Gortschakoff hält die eingenommene Position fest, rechtfertigt diese Haltung. indem er auf die Verletzung des Vertrages durchs andere Mächte anspielt, und glaM «jcht, daß eine von.Riißland beantragte Konserenz AAs-ficht auf. Erfolg gehabt hätte. Mörillnj wideispricht der Rachetcht. daß die Kaiserin Eugenie und der kaiserliche Prinz England Verlaffen würden. uiSl stch nach Kassel zu begeben. , Die Königin Viktoria wird demnächst der Kaiserin einen Besuch abstatten. Der Observer bk»eichaet die ruffische Antwort all in sehr versöhnlichem Geiste gehalten; sei ihr Inhalt auch noch nicht ganz besried^end, sp sei das Ausgeben des früheren diktatoMtn ToNes ein ganz klarer Gewinn im Jntereffe des gritde»s. ^ Der König empfing Kübeck und Braffier (den österreichischen und pritzßischeu Gesandten) ai^ 26, Bormittags. Dieselben Hraiu-lirten dem Könige zu der Wahl deS Herzogs vo» Aosta zum spanisch^ Könige. Dtti «ankette »Verden für die spanische veMtiön öercktfialtet: vom Hofe, von denManitipw vnd von der wa Nischen Gesandtschaft. . Der Florentiner Bürgermeister und die.Mu-nizpal. Assessoren begluckivunschten hin König wegen der Wahl bes H^^^ Könige öon Spanien. Die wä»i trieie. Die Nachrichten, welche vom Kriegsschauplatze eintreffen, zeigen, daß die preußische Ar«ee es auf einen Hauptschlag gegen die Aoirear»ee a bgesehen hat; es beweisen dies nicht Nur die zahlreichen kleinen Gefechte, sondern auch die Nachricht, daß Garibaldis Truppen a»geblich per Eisenbahn nach dem Westen jieschafft werden sollen, um General Anrelles zu verstärken. Die erste Armee nntee Manteuffel soll stch Amiens schon ji^tch genähert habe», während man über die Abstchten des Prinzen Friedrich Karl ganz im llntlaren »st. « Die Eisenbahnverbindung zwischen Havee. Amiens und Brüffel ist noch ungestört. Nordwestlich von Le Mans stehen deutsche Mr«ee-theile; dieselben b-raubeu Havre seit 40 Stunden aller Verbindung mit dem Süden. Wahrscheinlich wird schon in den nächsten Tagen eine reget» mäßwe Verbiadu^ zu L^ffee ü^r Eherbonrg im Gange sein. Ob Le Mans schon im Besttze der Preußen ist. weiß man nicht. Marburger t «»d Vrovt«tiGl« ?taehrtchte«. Marburg, 29. November. (VemeindeauSschußsltzuNg.> A« 1. Dezember findet eine ordentliche Sitzung des Gtmeindeausschusses. die erste unter de« Päsi-dium des neugewählten Bürgermeisters Dr. Reiser statt; die TageSordnu^: Beantwortung der Interpellation bezüglich Aenderung der Sparkasse-Statuten; hierauf folgen Referate der Sektionen und zwar reserirt die zweite Sektiou über einen Antrag betreff nothwendiger Aendernng von Ber tragsverhäitnissen zufolge der neugestalteten Schnl« Verhältnisse, über 5 Unterstützungsgesnche; die vierte Sektion über einen Antrag betreffend die Aufforderung d,S Landesausschusses zur Veitrags-leistung für die k. k. Oberrealschule; die fünfte Gekkio« Ober ei>e« U»trag veg,u Besorgung der Vettoleumbeleuchtvug in jeaen Theilen der Stadt «nd Borstädte Marburg«, iu welchcn die Gasbeleuchtung noch nicht eingeführt ist; endlich über l Gesuch um Verleihung der Gasthauskonzeffion. Aeu erwehr.) Das Gründungskomite einer freiwilligen Feuerwehr hielt gestern eine Sitzung, in welcher einige Paragrafe des lKrnnd-gesetzes, welche von der hohen Satthalterei bean-Pä!n«t «Orden waren, tüigeändert wurden. (Turn Vvo die Kon-ferrenz tagen soll; würd. die Oorte da< Aner-bieten nicht annehmen, darin dürfte wahrscheinlich Wien proponirt tverden. Lyndon. 29. Nov. ^DailyNews" melden aus Konstantin opel, daß der Sultan Zgnatieff empfangen habe und die Pforte kriegerische Vorbereitungen zu Land und zur See treffe. Die Pforte gedenkt auf de» Konferenzvor-schlag nicht einzugehen. Pest, 29. November. Es heißt, daß das Zustandekommen der Konferenz von der Äfnng einiger Borfragen abhängig gemacht wird; die wichtgfte dieser Vorftagen bezieht sich darauf, daß ausdrücklich konstatirt werde, wie durch dea Beitritt der Mächte zur Konferenz diese Mächte keineswegs die Berechtigung Rußlands zur Auf-»verfang der Poutusfrage und zum Bruche des Pariser Vertrages anerkennen. Rnßland müsse ftrnee erklären, sich dem Beschlüsse der Konserenz zu füaen. Pest, 29. Nov. Heute findet ein Minister-rath statt, in >i>elchem der Bismarck'sche Borschlag wegen einer Konferenz in derPontusfrage inBe-rathuug gezogen werden wird. Der Reichskriegs, minister Freiherr v. Kuhn äußerte fich heute in Delegirtenkreisen. Oesterreich-Ungarn könne in 20 bis 25 Tagen 550.000 Mann stellen. »reBlnu, 29. Nov. Verläßlichen Nachrichten aus Warschau znsoige erwartet man dort in den nächsten Tagen einen Befehl des Czaren. der die Konzentrirung dreier Divisionen am Dniester anordnet. Zur Anfertigung von Patronen find acht Millionen Rubel Silber angewiesen worden. Pest. 28. Nov. Ali« Pola ist hier die telegraphische Meldung eirrgelaufen. daß dort der Besehl zur schleunigsten Instandsetzung der Panzer-flotte eingelangt ist. so dieselbe auf das erste Aviso in See gehen kann. ßVien, 28. November. (Tsurtbericht.) Vievörft verkehrte in guter Stimmung pnd alle Effekten fanden Käufer zur höhern Xotiz; Renten und Anlagepapiere besserten fich um Lose um 17., Aktien im Allgemeinen um 1 — ü fl., Angl0'. Rationalbank., Bankvernn«. und Dampffchiff-Attien um 6—3 fl., Nordbahn Aktien um 1'/,. Fremde' Wechsel und Comptanten um ca. 1°/, billiger. Tours-Ttltgra««. S9. November. Einheitliche Staatsschuld in Roten .... bü 80 oetto detto in Silber .... 6S 10 ISSoer Staa»».Anlehen«.Loose...... .......................72S - «redit-Attien ........... London.............^24 15 Älber.........'.....122 25 Rapoleond'or»........... K. s. Münz-Dukaten......... Stimmung: ziemlich fest. Stadt-Theät« in Marburg. SV. Rotzember: Ggla«»tt«e Schauspiel in 4 Akten von E. M autner. Gi«gesa«dt. Die delikate Heilnahrung kovalosoivro üu V»rr7. heilt alle Krankheiten, die der Me-diein widerstehen; nämlich: Magen-. Nerven-. Brust'. Lungen-. Leber-. Drüsen-. Schleimhaut-. Athem-. Blasen- und Nierenleiden. Tuberkulose. Schwindsucht. Astlima. Hustcn. Unverdaulichkeit. Berstopfung, Diarrhöen. Schlaflosigkeit, SchlvAche, Hämorrhoiden, Waffcrsucht. Fieber. Schwindel. Blutaussteigen, Ohrenbrauscn, Uebelkeit und Er-brechen selbst während der Schlvangerschast, Dia bete«. Melancholie. Abmagerung. Rheumatismus. Gicht. Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die allcr Medizin widerstanden, lvorunter ein Zeugniß Seiner Heiligkeit deS Papstes, des Hofmarschalt Grasen Pluötow. der Marquise de Brvhan. -Nahrhafter alS Fleisch, erspart die Revalescivre bei Erwachsenen und Kindern 50 il)ren Preis im Mediciniren. T«Vl« «ou». Alezandria. Egypten, 10. März l8SS. Die delikate RvvktKsoiero Du Barrh » hat mich »»« einer chronischen Leibesverstopsnng der hartnäckigsten Art, worunter ich neun Jahre laug ank's Schrecklichste gelitten und die aller ärztliche» Behandlung widerstandeii. »öllig geheilt, und.ich sende Ihnen hiemit memen tuf-«fühlten Dank al» Entdecker dieser köstlichen Vabe der Katur. Mö^en diejenigen, die da leiden, sich sreuen . »as aUe Medizin nicht vermag, leistet Du deren Gewicht, wenn in Sold bezahlt, n»cht zu theuer ftin würde. ^ ^ Mit aller Hochachtung C. Spadarv. Za VUchbuchstn von '/, M fl l 50^ I Psd> fl. Z.so. S Pfd^ fl.4.üv. v W. I». IZ Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 3V. — Rvvalvsviörs vdo-vo1»t^s in Tablette» für 12 Tassen fl. l.ü0, 24 Tassen si. 2.50. 48 Tassen fl. 4.50; in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50. 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen fl. 4.50. 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20. 576 Tassen fl. 36 — An beziehen durch Barry du Barry ^ öo. in Wien, Gold schmiedgassc 8; in Marburg F. Kolletnig. 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(ZekortlKtsr billiß8t auf l'reL^er von »SV««V «SQQ« »so«« I««»« 8pielt, »o^ie gsniv uuck kalbv 8vl»v«nn, SI4 IIvrrenA»»»« 125. Nr. 4797. Kundmachung. (824 In Folge Gemeinderathsbeschlusses vom 17. d. M. findet anl Mittwoch den STß Mo» vember d. I. Vormittags von 10—ll Uhr beim Stadtamte Marburg die weitere Verpachtung, als: a) des städtischen Platzsammlungs, Stand rechts- und Abmaßgefälles, dann b) der Einhebung des Verzehr»ltlgssteuer-Gemeitldezuschlages fllr das von auswärts im Bereiche der Stodtgenreinde Marburg eingeführte Fleisch und Stechvieh im geschlachteten Zustande für die Zeit vom I.Jänner 1871 bis Ende Dezembee 1873 im Wege der öffentlichen Versteigerung statt. Hiezu werden Unternehmungslustige mit dem Beisiigen eingeladen, daß der gegenwärtige Pachtbetrag als Ausrufspreis angenommen wird und daß die Lizitationsbedingniffe während den Anltsstunden eingesehen werden können. Stadtamt Marburg am 18. Nov. 1870. Iavanesische fliegende Vöget. Dttses neue Spiel. wird gewiß bei allen Kindern die freundlichste Aufnahme finpen. Es ist dieß ein nettes Vögelchen, welches an einem Faden losgelassen in die Runde fliegt und das Geräusch des Flügelschlage» recht gut wiedergibt. Ein fliegender Vogel 10 kr. Hexrengasse Nr. 123. ^ine goldene Broche mit Rubinen besetzt ^wurde gestern Nachmittag voi» der Schillerstraße bis auf den Doniplatz verloren. — Der redliche Finder wolle selbe gegen gute Belohnung im Comptoir des Blattes oder in der Gemeindekanzlei abgeben, ^wei nett.eingerichtete Zimmer ftir 2 oder . D»ze«b«r h. I. stattfindenden 1. Slehung tosten: «ante Original-Vofe si. ^ ^all^e ,, » ^ Viertel « „ l — wobei wie ausdrücklich bemerken, daß von uns «ue die wirtlichen, mit dem amtlichen Wappen versehene» Lose versandt werden. Dat uuterzeichuete Großhandluvgßhaus wiid geneigte Auftrage gegen Einsendung des Veteageß in Banknotrn sofott ausführen nnd verlosungspUlne gratis beifilgen i auch werden wir wie bisher bestrebt sein, durch pünklichste Uebersendung der amtlichen Ziehungslisten, sowie dnrch sorgsamste Bedienung das Vertrauen unserer geehrten Znteresienten zu rechtfertigen. Da der größte Theil der Lose bereits pla-cirt ist nnd bei dem lebhaften Suspruch, ___ dcfseu sich uusere glückliche liollecte erbeut, 5!e noch vorrathigen Lose bald vergriffen sein dürf» ten, so beliebe man sich mit Bestellnngen baldigst direct zu wenden ai» u. >VvoU>vIxosol»äft in llamdNrI. Eisenbahlt-Fahrordnttng. Marburg. Personenzüge. Bon Trieft nach Wien: Untunst tt U. 1v M. Kriil» und v ll. lki Abends, «bfahvt U U. »1 M. Krüh und 7 U. 7 «. Abends. Bon Wien nach Triest: Ankunft L U. g M. Krüh und 8 U. 4t «. Abends. Abfahrt tz U. ZV M. Krüh und 8 U. l»S «. Abends. 2.». »t.«. Verantwortliche RedaNion, !^'ruck und Verlag von Eduard 3 an schiß in Marburg.