ER. aj&A 4 Ä «KOlPM Mhoanni-itmc M*300. ____ ^nwaftttng: «alkkauSgasse Nr. 5 ($ummtt'((!irt vcziqtdtdwzaogeii: Snt(k Me t'oft h|3jn (Hmtiimtt) ...11« Salbjttrig . . , I *'M amiäii-.g . . . H. t'40 Für jiilt Bit A»Aell»a« (MI Dtosotlt# ,...*. —-SS »UttcIMrij . . . «. l'M ....*. S-— wenud^tla ; , . (I. *•— ju'l »»«>»»» K|ik« tttnci SiZlzeleiM« Btettarairntl jeluii M« }ai HMfftfSana. 24. Zayrgang. Ar. 50. Aög. Sommer üöer die Lage. ReichSrathSabgeordneterDr.J.Pommer \u an den ZluSschus» deS Teutschen Vereine« in Sen folgende« Schreiben gerichtet: .Geehrte Herren! Ihrer freundlichen Einladung zu der am 22. )»i (. I. in den „Drei Engel"-Sälen auf der Wen stattfindenden allgemein zugänglichen Wäh-wersammlung Folg« zu leisten, bin ich durch eine tyon früher gegebene Zusage leider verhindert. Der Protestkundgebung gegen da» sogenannte KtgleichScompromisS Thun-Szell'S schließe ich «h selbstverständlich an. Nach meiner Ansicht ji die Stellungnahme aller deutschen Parteien, adche von der Schädlichkeit diese» schlechtesten aller gleiche überzeugt sind, von selbst gegeben. Dieser, den Völkern Oesterreich» »irch verfassungswidrige Anwendung itl § 14 widerrechtlich ausgezwungene «»»gleich darf die Zustimmung der Solkioertretung nicht erhalten. Die »geehrte Majorität" de» Hause», bestehend Kl Polen, Tschechen, Südslaven, Feudalen und Hmcalen ist durch die Sprachenverordnungen und KLutstcht auf weiter» Fortdauer de» herrschenden, to, Deutschthume und der Freiheit seindlichen ^me» für die Gutheißung desselben gewonnen «d wird zweifellos bis auf den letzten Mann tafsc stimmen. ES ist überdies vorauszusehen, die Regierung kein Mittel unversucht lassen «l>, auch gewiss», nicht zur ossiciellen Mehrheit hörige Abgeordnete mindesten» zum Fernbleiben m der Abstimmung zu bewegen. DieHoffnung, die Au«gleich»verordnungen auf pirlamentacisch em Wege abgelehnt ■etbeit könnten, erweist sich somit al» rilltg aussichtslos. Kommt e« zur Ab- Zm Halißof „zum Kiesen." bztbling aus der Resormationszeit von Wilhelm Zieth«. (Schluß.) I» solchen Gedanken und mit solchen Plänen nr der Gras durch das Thor geritten, welches kr Rath der Stadt Miltenberg zur Feier des Uze« hatte festlich beleuchten lassen. In großen inchstaben leuchtete über der Wölbung deS Thore» kt Spruch: Gottes Wort und Luther's Lehr' Vergehen nun und nimmermehr. In der Stadt herrschte ein rege» und sröh-btyl Leben. Taufende von Menschen standen auf tn Markte und wogten durch die Straßen. Sie 4e redeten nur von dem Manne, den sie heute Psehe» und gehört hatten, und von der gewaltiaen Jwbiflt, womit er ihr Herz bewegt hatte. Mit pnn«lgm Mienen hatte Graf Eberhard die In» tyritt über dem Thore gelesen. Mit Zorn und lunllen sah er auf die Schaaren hernieder, welche m weit und breit her hier zusammengeströmt wrat. So kam er vor den Gasthos „zum Riesen", i dessen Nähe Luther seine Wohnung genommen täte» sollte. Der Gastwirt. Nikol Übrig, kam dem «miehmm und geachteten Manne mit tiefen Bücklinge» entgegen. .Ei, ei, mein Herr Gras", rief 5 scherzend, «ich hätte nimmer gedacht, das» der !ilhn auch Euer Gnaden auf di« Beine bringen Lmite." Aber der Scherz fand bei seinem Gaste fallt fröhlichen Wiederhall. Der Graf sprang (smm von seinem Rosse und erklärte dem Wirte KM, Donnerstag, 22. Juni 1899. stimmung, so erhalten diese verderblichen Ausgleich»-vorlagen die Mehrheit der Stimmen und werden Gesetz! E» ist die Pflicht aller wahrhaften Volk»-Parteien, bei dem Zustandekommen diese» durchaus verwerflichen Ausgleiche» nicht einmal passive Assistenz zu leisten, das heißt: ES darf zu einer Abstimmung überhaupt nicht kommen. Die Verderblichkeit dieses Ausgleiches für die österreichische ReichShälste, welche durch denselben dem Dictate Ungarn» aus Gnade und Ungnade ausgeliefert wird, steht sest und brauch» nicht erst durch neuerliche parlamentarische Erörterung er-härtet zu werden. Die Berathungen im Ausgleichs-auSschusfe und Hunderte von Zeitungsartikeln und VersammlungSreden haben volle Klarheit darüber geschaffen. Man würde e» uns mit Recht nicht verzeihen, wenn wir durch eine parlamentarische Behandlung der AuSgleichSvorlagen ihrer sicheren unveränderten Annahme den Weg bahnen würden. Im Parla-mente gegen den Ausgleich zu sprechen und zu stimmen, genügt nicht, da daS Endergebnis dadurch nicht geändert werden kann. Mag man uns den Ausgleich octroyieren — durch unsere Mitwirkung Gesetz werden, darf er nicht! Die ganze Verantwortung für all' daS Unheil, das dieser Ausgleich über Oesterreich bringt, soll allein von Demjenigen getragen werden der ihn un« aufzwingen wird. Die deutschen Parteien der Minderheit sollen keinen Antheil daran haben! AuS dem Gesagten folgt, das« eS gegen diesen § 14-AuSgleich von Seite der geeinten Opposition nur eine Taktik geben kann, und die lautet: Obstruktion! — Da» ist meine Meinung. Mit deutschem Gruße Z>r. Z. Sommer, Wien. 20. Juni 1899. ReichSralhSabgeordneter. nur mit wenigen und mürrischen Worten, das» er heute mit seinen Leuten in seinem Hause übernach-ten wolle. Er blieb auch seruer still und schweig-sam, obgleich der redselige Wirt sich mit aller Kraft bemühte, ihn in ein Gespräch hineinzuziehen. End-ließ er sich von ihm sein Zimmer anweisen, nahm sein Abendessen zu sich und wars sich dann auf sein Lager. Der Gras von Erbach lag schon eine geraume Zeit. Er war von seinem eligen Ritt ziemlich müde geworden. Dennoch aber wollte der ersehnte Schlaf nicht kommen. Da vernimmt er plötzlich durch die dünne Bretterwand, die ihn von dem be-nachbarten Erkerzimmer trennt, eine tiefe, schöne Männerstimme, die ein geistliche» Abendlied an-stimmt. Er versteht jede» Wort deS Gesanges. DaS Lied und die schöne Melodie machen einen tiefen Eindruck auf sein Herz. Er bekreuzigt sich, faltet seine Hände und hön andächtig zu. Der Gesang ist zu Ende. Da spricht dieselbe Stimme laut und kräftig die Worte: »DaS walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen." Und dann folgt ein Gebet, welche» mit den Worten be-ginnt: „Auf Dich. Herr, traue ich, mein Gott. Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich, das» sie nicht wie die Löwen meine Seele erhäschen und zerreißen, weil kein Erretter da ist." E« war der 7. Psalm, welchen der edle Graf frei-lich nicht kannte. In diesem Gebete kamen auch die Worte vor: „Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft. Gott ist ein rechter Richter, und ein Gott, der täglich droht. Will man sich nicht bekehren, so hat er ein Schwert gewetzt und politische Hl und schau. Kaiser Irauz Josef ist an einem Hexenschus» leicht erkrankt und mus» da» Bett hüten. Die für den 23. und 24. d. M. angesetzte Truppeninspection in Brück a. d. Leitha wurde abgesagt, ebenso die sür Donner»tag angesetzten Audienzen. Der Zustand de» Kaiser« hat sich so wett gebessert, das» er in einigen Tagen da» Zimmer wird verlassen können, und beabsichtigt Kaiser Franz Joses schon am 27. d. M. dem neuen Cardinal Missia. früherem Fürst» bifchos von Laibach, da» Cardinalbarett zu über» reichen. Ztasere Staatsschulden. Soeben ist in Form einer umfangreichen Extrabeilage der officiellen »Wiener Zeitung" eine Zusammenstellung der öfter-reichischen Staatsschulden in die Welt hinauSgegan-gen. Angst und bange mus» einem k. k. österreichi-schen Staatsbürger und Steuerträger dabei werden, wenn ihm solche Riesenziffern vor die Augen ge-führt werden! Laut dem Ausweise betrugen näm-lich Ende December 1898 die österreichischen Staats-schulden — schwebende, rückzahlbar, nicht rückzahl-bare, gemeinsame u. s. w., wie ihre Titel alle heißen, zusammengenommen — nicht weniger al» die hör-rende Summe von 4390 Millionen Gulden oder genauer 4.364,741.486 fl. und — 4 kr. Da» wird doch genau sein! Aus den Kreuzer ist'» au»gerech-net. Jetzt soll sich aber gleich ein Mathematicu« darüber hermachen und genauest feststellen, wie lange ein normaloeranlagter Mensch braucht, um besagte 4399 Millionen Gulden in Silber, in „Fünfer" u. f. w. Stück sür Stück abzuzählen! Wie alt müsste der Unglückselige werden, bis er mit dieser HerculeSarbeit fertig wird? Uebrigen« Schulden haben, da» wäre noch lange nicht da» Aergste. Schulden haben alle Staaten, größere oft al» wir. Leider aber find für die Schulden Zinsen zu zahlen, und zwar jährlich rund so etwa 179 Millionen Gulden. Da» Beängstigende dabei ist, das» diese Zinsen zum guten Theil in da» Au»-land hinau»spazieren, weil unser« StaatSpapiere mehr al» zur Hälft« in ausländischen Händen »pla» cirt" find. DaS ist daS Bitterste an drr Sache, dass auf solche Art unser gutes Steuergeld abfließt. seinen Bogen gespannt und gezielt und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse; seine Pfeile hat er zuge-richtet zu verderben, siehe, der hat BöseS im Sinn, mit Unglück ist er schwanger; er wird aber einen Fehl gebären. Er hat eine Grube gegraben und auSgesührt, und ist in die Grube gesallen, die er gemacht hat." Dann betete der Mann noch weiter kurz und kräftig, innig und eindringlich. Und da er endlich schloß, faltet« d«r Gras mit Thränen in den Augen seine beiden Hände und sprach: „Amen, Amen! eS geschehe, Gott, wie die-ser Dein srommer Knecht gesagt hat!" Darauf schlief er ruhig und fröhlich ein. Am andern Morgen weckte ihn wieder der Gesang seines Nachbars. Der Gras wurde aber-malS durch daS Lied und Gebet de» Fremden tief ergriffen. Al» der Wirt auf sein Zimmer kam. war darum seine erste Frage: »Wer ist der Mann drüben in dem Erkerzimmer, der mich gestern und heute durch seinen Gesang und seine Gebete so hoch erfreut hat?" Der Wirt lächelte schmunzelnd, sagte aber weiter nicht» al»: „Es ist ein geistlicher Herr, ein gar trefflicher Mann." „Gehet zu ihm," sprach der Gras, „und bittet ihn, mir wenigstens eine Viertelstunde zu schenken. Ich eile mit der Abreise. Aber ich mus» zuvor dem Manne die Hand drücken und ihm in da» Auge sehen." Der Wirt eilte von bannen, um den Auftrag feine» Gaste» auszurichten. Der Graf folgte ihm auf dem Fuße. Als er guten Bescheid empfangen, trat er sogleich in die Erkerstube und begrüßte den 2 wie» Wasser in der Rohrleitung, ohne den eigenen heimatlichen Boden zu bewässern und zu befruchten. Bemerkt sei noch, das» in dem officiellen Ausweis al» letzte Schuldenpost jene 10 Millionen brilliren, welche Gras Thun im Juni d. I. aus Grund de» § 14 aufzunehmen geruhte. Ueber die Verwendung dieser 10 Millionen erfährt man au» dem Au»-weise allerding« nicht». Klerikale Revolvern. Die Clericalen scheuen in ihrem Bemühen, der „Lo» von Rom"-Bewe» Qung Einhalt zu thun, selbst vor den verwerflichsten Mitteln nicht zurück und nehmen sogar zu Er-Pressungen ihre Zuflucht, um jene, welche der rö« mischen Kirche den Rücken zu kehren gesonnen sind, von dem Uebertritte abzuschrecken. So richtet der Brünner Pfarrer zu Sanct Johann an die bereit« „Uebergetretenen" gedruckt« Rundschrerben. in wel-chen er sie zum Widerrufe ihre« Uebertritte« auffordert. „Sollte die»', heißt e« in dieser pfarrämt-lichtn Epistel weiter, „innerhalb der Frist von vierzehn Tagen, vom Tage der Zustellung dieser Aufforderung gerechnet, nicht geschehen, so müsse dieser Umstand al» Beweis Ihrer strafwürdigen Absicht (!) angesehen werden, aus dem betretenen Irrwege vorsätzlich zu beharren, und würde daS unterzeichnete Pfarramt bestimmen, Ihren Abfall vom heiligen katholischen Glauben den Gläubigen von der Kanzel zu vermelden." Und da findet sich natürlich niemand, der die Bevölkerung gegen der-artige Erpressungen schützen würde. Der „Lo» von Rom'-Bewegung wird aber durch derartige psäffi-sche Niedertracht erst recht Wasser aus die Mühle getrieben werden. Hiner Maßregelung au« politischen oder ei-gentlich literarischen Gründen ist Herr Hugo Greinz, bisher ConceptSpractikant bei der k. k. Post- und Telegraphendirection in Linz, ausgewichen. Die ganze geistige Knebelung der österreichischen Staat«-beamten zeigt sich bei diesem Falle im schönsten Lich». Hugo Greinz veröffentlicht im soeben erschie-nenen zweiten Hefte de« nun von ihm herau«ge-gebenen und geleiteten „Kyffhäuser" folgende Noitz: „Mit dem vorliegenden Hefte erscheint meine Per-son al« Herausgeber und verantwortlicher Schrift-Iei»er deS „Kyffhäuser". Diese Aenderung, von der wir hiemit unsere Abnehmer und Leser in Kenntnis setzen, hat niemand anderer al« wie da« hohe k. k. Handelsministerium veranlas«», dem ich sei» ändert« halb Jahren al« ConceptSbeamter unterstand. Die zwei Aufsätze, die ich im ersten Heft« deS „flyff-Häuser" veröffentlichte, der eine war da« Gelen-wort und der andere, besonder« „hochverrätherische" warm meine Ausführungen über Provinzliteratur — schienen das hohe k. t. Handelsministerium von der außerordentlichen EtaatSgefährlichkei« meiner Person so sehr zu überzeugen, dass meine Ent-Hebung vom Staatsdienste, den ich durch meine literarisch» Bethätigung anscheinend in seinen Grund-festen zu »rfchütttrn drohte, bereits »ine beschlossene Sache war. Um dem Herrn Staat Müh' und Ar-beit zu ersparen, verzichtete ich jedoch aus die in unseren Zeitläusen gewiss nicht geringe Ehre einer Fremden. Dieser war ein Mann in der ersten Hälfte der dreißiger Jahre, von mittlerer Größe und gedrungenem Körperbau. Sein Gesicht ver-kündete Kraft und Milde, Eifer und Liebe. Er sah mit Verwunderung den Grasen an, der in voller Rüstung, daS Schwert an der Seite, vor ihm stand. „Ich komme", sagte der Ritter, „um Euch, ehrwürdiger Vater, meinen Dank abzustatten sür die Erbauung, die Ihr mir gestern und heute bereitet habt. Zugleich möchte ich Euch herzlich bitten, mir noch ein schönes Lied zu singen, damit ich mich daran erquicken kann." Der Fremde ließ sich nicht lange bitten, sang, und der Graf hörte wieder mit bewegtem Herzen zu. Als da« Lied zu Ende war, streckte der Ritter dem geistlichen Manne dankend feine Hände ent-gegen. Beide Männer sahen sich herzlich in da« Auge. Dann fuhr der Gras fort: .Euer herrliche« Lied legt mir eine Frage in den Mund. Wa« haltet Ihr von der neuen Lehr«, die jetzt allent-halben gepredigt wird? Ihr feid ein frommer und gewif« auch ein verständiger Mann. Ich möchte gern Rath und Belehrung von Euch haben." Der Fremde war sogleich bereit, den Wunsch de« Grasen zu erfüllen. Er sieng an, die Schrift auszulegen und zu lehren. Der Ritter hörte mit gespannter Aufmerksamkeit zu. Nur dass er zu-weilen einen Einwand machte oder eine Frage that, durch welche da» Gespräch wieder belebt wurde. So vergieng Stunde aus Stunde. Endlich trat der Wirt herein und meldete, das» die Knechte de» Grafen schon ungeduldig wären und den Aufbruch ihre» Herrn erwarteten. ..Ke«tfch» MAcht" Entlassung au» solchen Gründen und erklär»«, dadurch zu der Ueberzeugung gezwungen, das» in Oesterreich »ine Die Bureauardeit überschreitende geistige Thätigkeit mit der Würd« und dem An-stand« eine» Staatsbeamten eben unvereinbar wäre, in liebenswürdiger Zuvorkommenheit meine Ver-zichtleistung auf die mir vom hohen k. k. Handels-Ministerium verliehene Stelle. Ich werde nicht ver-fehlen, in diesen Heften aus die beaeidenSwerthen Institutionen de« österreichischen Staatsbeamten-thumS noch ausführlich zurückzukommen. Linz, im Juni 1899. Hugo Greinz. Belästigung des Nnchhaudels. Bei uns herrschen heule unter der „glänzenden" Regierung de« Grafen Thun und de« hochehrrnwerten Schützer« der österreichischen Gerechtigkeit, dem Justizminister Ruber, geradezu asiatische Zustände. Knebelung der deutschradicalen Presse, Verletzung de« Brief-gehtimnissr«, Maßregelung von Beamten, die einem deutschnationalen Vereine angehören, Verbote von Wähleroersammlungen deuischradicaler Adgeord-neten und dergleichen sind die Kennzeichen de« Heu-tigen System«. In'« Aschgraue geht es aber auch, waS man mit dem Buchhandel treibt. Durchstöbe-rung der Büchersendungen, Hausdurchsuchungen, Beschlagnahme von oft harmlosen Büchern sind auf der Tagesordnung. Ein Buchhändler muss feine Fachblätter mit größter Aufmerksamkeit durchlesen und die umfangreichen Spalten über verbotene und beschlagnahmt« Bücher «iner genauen Beachtung unterziehen, damit er sich ja nicht eines VergthenS siegen daS Pressgesetz schuldig mache. In erster Linie sind eS alle Bücher und Schriften, die sich mit der „Los von Rom* »Bewegung befassen, dann die „staatSgefährlichen" deutschradicalen Flugfchrif-ten und Bücher, die dem Staate gefährlich sind, und nicht selten sogar harmlose Witzblätter und Schriften. So wurde jüngst ein Büchlein „Ab-rüstungS-Bilderbuch' benannt, verboten. Da« Büch« lein enthält nicht« andere«, als Wiedergaben von Bildern und kleineren Aufsätzen, die bereits in an-deren, auch österreichischen Witzblättern erschienen sind. Selbst bei ganz genauer Durchsicht ist man nicht imstande, etwas Anstößiges, viel weniger StaatSgesährliche» in dem Büchlein zu erblicken. ES wurde dennoch verboten, und die Buchhändler, welche da» Büchlein unverlangt zugesendet erhielten, werden nicht nur geschädigt, sondern setzen sich der Gefahr au», empfindlich bestraft zu werden, wenn man ein solche» harmlose» Büchlein bei ihnen sin-det. Wir werden e», fall» wir noch lange von dem „deutschen" (??) Grafen Thun regiert werden, noch bi» zum „schwarzen Eabinet" und zur russischen Censur, die bekanntlich alle» mi» Druckerschwärze überstreicht, wa» da« Volk nicht lesen soll, bringen. NismarckZ>enkmal-A«frnf. Der demnächst zur Veröffentlichung gelangende Aufruf zur Errich-tung eine« Bi«marck-Tenkmal» wurde auch an alle deutschen Landtag»- und Reich»rath«abgeordneten (mit Ausnahme der rothen und schwarzen) zur Unterschrist versendet; bisher haben den Ausruf unterschrieben die Abgeordneten deS ReichSratheS: Der Graf stand eilig aus. „Vergebt mir, ehr-würdiger Herr", sprach er, „wenn ich jetzt von bannen eile. Aber ich habe ein fromme» und gotkgefällige« Werk vor, da» gewif» Euren Beifall haben wird." „Darf ich erfahren-, sprach der Fremde, „wa« Ihr auszuführen gedenket?" „Gewiss1* antwortete der Ritter; Ihr sollt mir sogar Euren Segen dazu geben, damit eS zur Ehre Gölte« und zum Nutzen der heiligen Kirche wohlgelinge.* „So sagt an!" mahnte der Priester. „Ich bin mit meinen Knechten ausgezogen", erzählte Graf Eberhard, „und will «inen guten Fang thun. Ich laure auf «inen schlimmen Ketzer, der, wie ich sicher weiß, heule in meine Hände fallen wird.* „Wen meint Ihr?" fragt« dir Fremde ge-spannt. „Den srechen Augustinermönch au» Wittenberg, der im vergangenen Herbst seine kirchenschänderisch« Hand gegen den Statthalter de» Herrn Christus und gegen seine Mutter, die heilige Kirche, erhoben hat. Er will von hier nach Heidelberg reisen, wie ich in Erfahrung gebracht habe." „Ihr meint den Dr. Martin Luther?' „W«n sonst, als diesen Kcher und Jrrl«hrer der im ganzen Deutschen Reiche so großen Anstoß und AergerniS gegeben hat !" „Und was wollt Ihr mit dem Wittenberger Mönche machen, wenn Ihr ihn gefangen habt?" „Ich will ihn in meinen festen Thurm oder in ein sicheres Kloster sperren und ihm von mei- 1899 > Schönerer, Jro, Kittel, Hofer, Türk. Wolf, Ba» reulher, Fochler, Hueber, Sylvester. Prade, Kaiser, j Pessler, Nowack, Größl. Josef Böheim. Weiler» die Landlag»abgeordaelen: Dötz. Hoser, KoliSko, ' Dr. Beurle, Aigner, Schmidl, Heinrich Pfeifer d. I.. Dr. Reininger, Fürst, Sahner. Zöllner. Zur Zteöertrittsbewegnug. Nach Erhebungen beim Culni»minifterium sollen die Au»lrilte au» der katholischen Consesfion die Zahl 10.000 bereit» j übersteigen. Am 11. d. M. ist wieder ein katho-lischer Priester, der deutsche Pfarrer von Wie» j (Steiermark). namen» Marku» Bayer, zum Pro-testanti»mu» übergetreten, doch hat die römisch« j Kirche dafür «in«n reichen Ersatz bekommen, indem sich der Jude Dr. Ed. Lazan»ky. DlstrictSarzt i» ' Lechwitz in Mähren, laufen und katholisch trauen ließ, i Zum Z>reyfus.)uvel. Ei« wahre» Wort ist ! beachtenswert, auch wen» e» in der „ReichSpost* steht. DaS Blatt schreibt u. a: „Eine« steh» sest — und daS ist der nsrvus rerum. der Kern der ganzen Sache. Wäre DreyfuS ein armer, christlicher Offtcier und nicht eineS reichen, jüdischen Hause» SprösSling gewesen, so hätte sich um sein Schicksal kein einziger Jude gekümmert; so aber hat sich jeder Jude und Judenknecht um die Affaire Drey« su« interessiert e« hat sich di« ganze reich« Familie d«S Dreyfu« mit ihrem gesammten Anhange und ihren weit reichenden Verbindungen ... sür ihn verwendet, e« hat sich ein ganze« Syndicat für ihn gebildet, e« ha« sich die gefammt« Großpresse Eu« ropa«, die von jüdischem Geist und Geld geleitet ist, seiner angenommen, und bald drehte sich die ganze öffentliche Meinung, ja di« ganze innere Po« litik Frankreich« um — Dreyfu«! ... Die Frage, ob Dreyfu» schuldig oder unschuldig, ist eine ganz secundäre. Die Hauptfrage ist: Wie können die Völker und Staaten sich gegen die Gefahren de» international-solidarisch verbundenen, über die Masse» de» Gelde» und damit über den mächtigsten Ein« flus» gebietenden Judenthum» schützen, der zu Gun« sten jede» bedrohten jüdischen Interesse» zum Aus» geböte gelangt und der niemal» eclatanter zur Erscheinung gelang» ist al» in dieser Affaire — 1 Dreyfu»!" Aus Stadt und Land. Auf, zur Sonnwendfeier! Z»ie deutschen vereine ßilli's t> et austaste» morgen Irei-tag abends im Walshanse eine Sonnwendfeier nnter Mitwirkung des KUlier Mäanergesang-Vereines, des Gesangvereines „^iederkranz" und der M«sik»ereinsc«Pelle. Die Festrede wird Kerr Z>r. Kdwin Ambrositsch halten. Zl» den Aeginn des Festabends nicht zu sehr hinauszuschieben, wurde hener von einer Ieier am Aerge bei Köhensener und Kenersprnch Abgang genommen. Fach ist dafür Sorge getragen, dass am Keiterberge und« auf d« neu Priestern zusetzen lassen, bis er seine verVerb» lichen Irrthümer widerrufen hat und ail» ein reu» müthiger Sünder sich erfinden läs»»." „Und wenn er nun Euer löbliche» Verlangen nicht erfüllte, sondern bei seiner Ueberzeugung be» harren sollt», — wa» dann?" „Meint Ihr. ich habe e» mir mmsonst ei» tüchtige» Stück Geld kosten lassen, um seine Reise nach Heidelberg genau zu erfahren? Er soll nicht vergeben» in mein« Händ« fallen. Wem» er hal»» starrig bleibt, so werde ich ihn nach Ro>m schaffen, ich selbst mit meinen Knechten und ihn ttem heiligen Vater au»lieseru. Der mag ihn. wenn ea bei seine» Irrthümern verbleibt, auf dem Scheiterchaufen ster« den lassen und ihm thun, wie e« einen: Ketzer ge» bürt. Ich mus» fort, um mein Werk muszuführen. Aber ich kann nicht, ohne Euren Sesgen gehe», ehrwürdiger Vater. Auch bitte ich Euch, mir Eure» Namen zu nennen, damit ich ihn in -meinem Ge» dächlni« und in meinem Herzen lebenSlaing behalte. Ihr feid der frömmste und gelehrteste Wriester. der mir auf allen meinen Wegen begegnet ißst." Der Fremde war eine Weile ganzz still. Er sprach vor sich hin die Worte: „Sie »werden euch in den Bann thun. E» kommt aber die Zeit. das», wer euch tödtet. wird meinen, er thue Gott einen Dienst daran." (Joh. 16, 2). Dann wandte er sich fest entschlossen zu dem Grafen u»nd sprach: „Ihr dürft Euch nicht weiter bemühen. ZDer Mann, den Ihr fangen wollet, stehe» vor Euch^. Ich bin Martin Luther.' Wie vom Donner gerührt, siel derr Graf vor dem ehrwürdigen Manne auf seine Kniee und ries-. 1R99 Wngruiue Sonnwendseucr angezündet werde». Kesgleichen ergeht an alle deutsche« Wein-ßirtcu- und chrnndbesitzer des N«terla«des die dri»geude Aitte, avf de« Köhe» Jeuer a»zu> jillöca. Per Aeginn des Kekabends, zu dem lleiae Ki»trittsgev»hr eingehoben wird, ist avf S Ihr festgesetzt. Z>as Waldhaus wird festlich lelmchtet and auf der gegenüöerliegevden Miese iaf der ,Z«sel" ein Seuerwerk abgebrannt. Deutsche Kolksgevolle«! Wie kaum ein anderer ««ltheiligcr germanischer Arauch, ist die Zkeier »er Sonnenwende berufe«, unsere« jpoflisftos} {■ heben, unser nationales Empfinden zu wecke« »d zu «euer, Segeisteruugsdurchglühter That-traft zu belebe«. Kei«er bleibe z« Ka«se, wen« «f de« Aergeu die heiligeu Wahrzeichen All-»eitschlands aufflammen, und am Kestplatze Vereinige sich z« hehrem Kre«schw«r der de«tsche Aeerbauu des ganzen Auterlandes. Wo aber i»«er in unseren Mororten die Hetegenheit fcfotm ist, eine eigene Keier zu »eranstalte», »« mögen sich die Volksgenosse« in e«ger, treuer ?»»de zu Aaldnrs Weihefest vereinige«. ?erso«al«achricht. Montag weilte Herr kiperintendent Pfarrer Otto Schack au« Wien «I der Rückkehr von der Superintendentialver-sammlung in Trieft zum Besuche der hiesigen eoan-Mschen Gemeinde in Cilli. Kodessall. DienStag ist in Gonobitz Herr Lincenz I. Seidel, Privatier, im Alter von 77 Men nach langem, schwerem Leiden gestorben. !>e Leiche wird Donnerstag den 22. Juni nach altkatholischem Ritu« zur ewigen Ruhe bestattet «erde». Der Verschiedene war ein strammer deutscher EgnlSnder und lebte seit längeren Jahren zurück-zezogen in Gonobitz. Das Schlachthaus schreitet unter rastloser Ridett der beteiligten Factoren seiner Vollendung «gegen und macht schon heute auf den Beschauer kmen netten, wir möchten fast sagen appetitreizenden Eindruck. Nachdem schon vor einiger Zeit, wie gemeldet, die gewerbehördliche Genehmigung der SchlachthauSanlage erfolgt war, ist dieselbe nun «ch von der steirischen Statthalterei ausgesprochen »orden. Diese hat auch mit Rücksicht auf die be-imi vollgezogene Bestellung eines diplomierten Uierarztes — de« Herrn Franz Zach — zum KchlachthauSverwalter ausgesprochen, das« vom Ieitpunkle der Eröffnung der Anlagt angefangen, i« Gebiete der Stadt Cilli di« bestehenden ßrivatschlachthäuser fernerhin nicht mehr tenützt und neue Privatschlachthäuser nicht mehr »richtet werden dürfen. Ferner wurde auch der D»is sür die einzuhebenden Gebüren genehmigt. Sie Bestimmungen der Schlachthausordnung wer-tat wir demnächst veröffentlichen. Stadtlehrerc»nfere«z. Unter dem Vorsitze de« Hhr seid besser denn ich. Gott vergebe mir in Giaden. das« ich e» böse mit Euch zu machen Itdachle." L Luther aber sprach lächelnd: „Stehet auf, Herr Graf. und ziehet Eure« WegeS in Friedtn! In in Euch angefangen hat da« gut« Werk, der «nd e« auch vollführen bi« an den Tag Jefu ihriili. Ihr sollt, so Gott will, noch mehr Wunder s^aui», denn das« er Bogen zerbricht und Spieße zuschlägt. Sein Wort können sie nicht dämpfen, tarn de« Herrn Wort bleibet in Ewigkeit!" .Ehrwürdiger Herr", sprach der Graf von E-bach, »ich habe noch eine Bitte, die ich Euch »nagend an da« Herz legen möchte. Ihr habt »ich durch Eure Gebete und Gesänge so tief er-bau« «nd durch Eure klare, verständige und herz-imige Rede mein Herz erleuchtet. Kommt mit mir wch meinem Schlöffe Erbach! Gott hat e« so »«terbar geführt, das« ich, der ich Euch al« Ge-jmgenen dorthin führen wollte, nun von Euch al« toi« Gefangener in mein festes Haus geführt werde. Ich bin begierig. Euch noch weiter zu hören, so ml Eure Zeit eS gestatten will. Kommt mit mir, dmil meine Ehegattin gleiches Segens von Euch theilhast werd«! Martin Luther war nicht der Mann, solchen vimsch abzuschlagen oder sich lange bitten zu lissm. Er hatte noch genug Zeit, um an dem bestimmten Tage nach Heidelberg zu kommen. Tariim willigte er sosort ein, daS Verlangen de« Grasen zu ersüllen. D«r glücklich« Mann nahm nra seinen Gast fröhlich an der Hand, führte Stadtschulinspector« Herrn Professor Anton Nagele fand Freitag. 16. d. M. die diesjährige Lehrer-conserenz der Lehrer und Lehrerinnen deS Stadt-schulbezirkeS Cilli in dem mit der Kaiserbüste festlich geschmückten Zeichensaale der gewerblichen Fort-bildungSschule statt. Nach der Wahl der Schrist-sührer und nachdem der Herr Vorsitzende zu seinem Stellvertreter Herrn Direktor Josef Bobisut ernannt, gedachte der Vorsitzende in warmen Worten der Anerkennung der verstorbenen Jndustrielehrerin Fräulein Antonie E i l i tz und forderte die An-wesenven ans, zum Zeichen der Trauer sich von den Sitzen zu erheben. Hieraus erinnerte der Herr Stadt-schulinspector an den 30jährigen Bestand de« freilich seither mehrfach beschnittenen, so segenS-reich wirkenden Reich« -VolkSschulgesetzeS, gab einen historischen Rückblick über dasselbe, schloss mit den erhabenen Kaiserworlen, dass mit dem neuen ReichS-VolkSschulgesetze die „Wehrpflicht de» GtisteS" begründet sei, und brachte darauf ein dreimalige» begeisterte» Hoch aus den Kaiser au», in welche» die Conserenzmitglieder stehend ein-stimmten. Der Herr Vorsitzende äußerte seine Be-sriedigung über den Zustand der städtischen Volk»-schulen und Kindergärten und verwies bezüglich seiner bei der Inspektion gemachten Wahrnehmungen auf seine diesbezüglichen, in den JnspectionS-Con-ferenzen gemachten Aeußerungen. Hierauf begann die Erledigung der auf der Tagesordnung stehenden Themen. Der Herr Stadtschulinspector eröffnete diese höchst wichtigen Besprechungen mit zwei interessanten und sehr instruktiven Abhandlungen über „die graphische Bezeichnung der Länge und Kürze der Stammsilben" und über die „Satzzeichen und ihre Bedeutung". Hierauf hielt Herr Lehrer F. Dom in ig mit einem Theile seiner Schüler (III. Classe) eine Lehrprobe über „das Zeichnen im heimatkundlichen Unterrichte" und bezeichnete der Herr Stadtschulinspector bei der nachfolgenden Recension die Durchführung derselben als muster-giltig, wie auch die Conserenzmitglieder ihre unge-theilte Anerkennung darüber auSsprachen. Daran schloss sich ein höchst fesselnder Vortrag deS Herrn Direktor« Joh. L. Weiß über .Thierschutz und Thierpfleg«" und beschloss die Reihe dieser Be-sprechungen ein lehrreicher Vortrag deS Herrn F. Wolf über „Kunstgriffe im Leseunterrichte der Elemtntarclasse." Nach dem Berichte der Bibliothek«-commission wurde mittelst Stimmzettel Herr Schul-director Joh. L.Weiß von den stimmberechtigten Mitgliedern der Conserenz als „Fachmann in den Stadtschulrath" wieder gewählt, in welcher Körper-schast er schon viele Jahre die Interessen der Cillier Lehrerschaft verdienstvoll vertritt. In den ständigen AuSschus« und in die BibliothekS-Commission wurden die früheren Mitglieder durch Zuruf wiedergewählt. Der Herr Vorsitzende dankte hierauf den Referenten für die sorgfältige Ausarbeitung der zur BeHand-lung gekommenen Themen und der Lehrerschaft seine» SchulbezirkeS für ihren regen Eifer und er-munterte sie zur weiteren ersprießlichen Thätigkeit, worauf Herr Director Bobisut im Namen der ihn hinab und hob ihn selbst auf da» Pferd. So zogen sie mit einander von bannen, während der Wirt lächelnd ihnen nachblickte und die Schaaren, die auf den Straßen von Miltenberg die Abreise de» Gotte»manne» erwarteten, ihnen fröhlich zu-jauchzten. So zogen sie miteinander durch das anmuihige Thal tn die grünen Berge deS Oden-waldeS hinein. So kamen sie. während sie im herzlichen und friedlichen Wechselgespräch mit einander verkehrten, endlich an die stattliche Burg Er-dach. Der Graf hatte unterwegs einen seiner Knechte mit einem heimlichen Auftrage vorauSge-schickt. AIS sie über die Grenze kamen, wo die Stadt Erbach an dem Flusse gleichen Namens sich ausbreitet, da ertönten plötzlich alle Glocken der Stadt, und der Schulmeister kau, ihnen mit den Schulkindern entgegen, und sie sangen liebliche Lie-der. Auch der Stadtpfeiser spielte mit seinen Ge-sellen manche» Stücklein zu Ehren de» Grasen und seine» Gaste». So kamen die beiden durch die Stadt hindurch und eilten nun hinauf zu dem Schlosse. Al» sie durch den Thorweg der Burg zogen, kam ihnen die Gräfin fröhlich entgegen. Sie umarmte den Gatten und verkündigte ihm gute Botschaft. Sein Töchterlein hatte «in« gute Nacht gehabt, hatt« ruhig und gesund geschlafen und saß jetzt, spielend und de» Vater» harrend, in seinem Bettchen. Der Graf faltete dankbar seine Hände und prie» den Herrn, der alles wohlgemacht hatte. Al» aber seine Gemahlin verwundert den fremden Mann er-blickte und ihren Galten mit ihren Augen um Auskunft fragte, sprach er: „DaS ist er, da« ist 3 Lehrerschaft dem Herrn Stadtschulinspector für sein« umsichtig« Ltilung, praktisch«» Wink« und Rath-schlägt und stin Wohlwollen den wärmsten Dank auSsprach. mit dem Bemerken, das» auch in Hin-kunst alle ihre besten Kräfte zum Gedeihen der Schule einsetzen wollen, womit die Conserenz schloss. Hpmnakat - N»terst»h»«gsverei«. Derselbe hält seine diesjährige Generalversammlung am Sonntag den 25. d.M. um II Uhr vormittag» im Conserenzzimmer de» StaatSobergymnasiumS ab. Ein zahlreiche» Erscheinen der VereinSmitglieder wäre um so erwünschter, alS die Neuwahl de» Ausschusses vorgenommen werden soll. Has lleiri.'che Wetterschießen macht, wie daS „Grazer Tagblait" berichtet, ,n Italien Schule. Wie wir schon einmal meldeten, wurden in allen Gegenden des Königreiches bezügliche Versuche ge« macht, besonder« aber in dem wohlhabenderen und deshalb mehr unternehmenden Norden, und zwar mit höchst befriedigendem Erfolge. Ein Beispiel wird auS verschiedenen Bezirken von Monferrato in Ober-Jtalien berichtet, wo ein heftiges, von Hagel begleitetes Gewitter eine Reihe von Pflanzungen zerstörte. Die Nachricht von dem Unwetter erregte die Bewohner von San Giorgio Monferrato, und diese verloren daher keine Zeit, den gefahrdrohen« den Wolken einen „warmen Empfang" zu bereiten. Sie hatten gerade eine Anzahl von den durch Sig-nor Ottavi empfohlenen Kanonen erworben und donnerten nun aus die anziehenden Gewitterwolken loS. Nach einem Kampfe von zwei Stunden erhielt die Wolke einen breiten RisS, durch den der blaue Himmel erschien, und zog dann vorüber, ohne das» ein einziger Regentropfen gefallen wäre. Nur ein mäßiger und nicht unwillkommener Thau gieng aus der Wolke zu Boden. Die Weinbauer der Ge-gend, die sich so in ihrem eigenen Interesse in Ar-tillensten verwandelt hatten, fanden diefe Befchäf» tigung nicht nur belustigend, fondern auch weniger kostspielig al« die Prämien der Hagel-Versicherung; sie geben übrigens der „Unger-Kanone" (Cilli) ge» genüber dem Mörser den Vorzug. Mitttlschulverhiltnilse i« Hraz. Graz braucht schon längst ein dritte« Gymnasium. Die beiden bestehenden Gymnasien sind überfüllt und weisen eine Unzahl von Parallelclassen auf. Der Staat beeilt sich aber nicht, feine Pflicht zu erfüllen. Ist doch Graz nur eine deutsche Stadt und noch dazu — Graz. Um daher den dringend nothwendigen Bau zu vermeiden, werden Privatgymnasien von zweifelhaftem Werte gefördert. Da« mit dem Grazer fürstbischöflichen Knabenseminar verbundene, mit dem OeffentlichkeitSrechte versehene Gymnasium wird mit Beginn deS nächsten Studienjahre» ein Ex-ternat für „gut gesittete Gymnasialschüler au» katholischen Häusern" errichten. So verbindet sich die Förderung clericaler Zwecke mit staatlichen Er-sparniffen aus Kosten de» Deutschthum» und der Freiheit, ütile curn dulci! Aeber eine« Slovenisicrungsversuch de» Kandelsmiaisteriums wird der „Ostdeutschen Rundschau" au» Graz geschrieben: DaS k. k. er! HerzenSweib, daS ist der Martin Luther. Aber, wir haben die Rollen mit einander vertauscht. Er ist der Fänger und ich bin der Gefangene gewor-den. AlS ein EauluS bin ich ausgezogen, ihm Heble« zu thun; al« ei» Paulus komme ich wieder. Dafür fei Gott gelobet in Ewigkeit I* Da begrüßte die Gräfin den Gast ihre« Manne« mit herzlicher Freude. Und sie hat von diesem Besuche auch ein gut Theil de« erwarteten Segen« empfangen. Al« der Gotte«mann da« Schlos« zu Erbach wieder verließ, um seine« We-ge« weiter gen Heidelberg zu ziehen, da hat ihn da« edle Paar mit viel Dankesworten und unter herzlichen Thränen verabschiedet und geleitet. Von nun an sorgte der Graf mit allem Ernst und Eifer dafür, das« seinen Unterthanen da« Evangelium von treuen Predigern lauter und rein verkündigt wurde. Unter den Fürsten und Rittern, die im Jahre 1521 auf dem Reichstage zu Worm» anwesend waren, findet sich auch der Name de» „Herrn Schenken und Grafen Eberhard von Er-dach." Der Mann hat sich aus jenem Reichstage al» ein Freund des Evangeliums bewiesen und ein gut Bekenntnis daselbst abgelegt. Das war die Frucht jener Stacht im Gasthost zum Riesen! Palmzweige.*) *) Unter diesem Titel hat der obgenannte Verfasser dieser Erzählung mehrere hundert Erzählungen in gleichem Umfange einzeln herausgeaeben, die sich sehr .zum Ver-theilen" eignen, zumal auch der Preis ein sehr billiger ist. Tie Schristleitung. 4 Handelsministerium hat an die hiesige Handels-kammer die Frage gerichtet, ob nicht dem Texte der OrientierungStafel auf den Briefkasten eine „einfachere" Fassung zu geben wäre, um den Schwierigleiten zu begegnen, die sich der Anbrin-gung de» Textes in mehreren Landessprachen auf dem kleinen Raume entgegenstellen. Zu diesem Zwecke soll statt der Anführung aller Abholzeiten nur die Anzahl der täglichen Abholungen angege« ben werden. Die Handelskammer hat sich an da» Gremium der hiesigen Kaufmannschaft um ein Gutachten gewendet. Diese» lautet — zunächst au» Gründen de» Verkehres — entschieden ablehnend und schließt mit der eindringlichen Warnung, die geschäftlichen Interessen der Bevölkerung nicht au» zwecklosen nalionalpolitischen Rücksichten zu schädi-gen. Die Handelskammer wird sich diesem Gut-achten zweifellos vollinhaltlich anschließen. — So sieht die Thätigkeit unseres „deutschen" Handel»-Ministers aus. Schließlich fei bemerkt, dass, wenn diese Herausforderung des deutschen Graz wirklich vorgenommen werden sollte, die windischen Aus-fchriften sehr oft erneuert werden müssten. Windischgraz, den 13. Juni 1899. (Deut-scher Kindergarten.) Da» gestern zu Gun-sten unsere» deutschen Kindergarten» veranstaltete Concert nahm trotz der Ungunst der Witterung einen glänzenden Verlauf und warf ein schönes Erträgnis ab. Die liebenswürdigen Grazer Künst-ler Fräulein Agne» Krisch ey. di« Herren Rudolf P «r d a ch e r und Michael Weinkopf ernteten für ihre künstlerischen Leistungen wahre Beifall»-stürme. Nach Abwickelung der VortragSordnung er« götzten uns die Künstler beim gemüthlichen Bei-sammensein mit wahrhast bewunderungswürdiger Ausdauer immer wieder durch Vortrüge und boten unS einen hier noch nicht erlebten KunstgenusS, wofür wir den liebenswürdigen Künstlern wie auch dem wackeren Gesangvereine wärmsten, innigsten Dank sagen. Heil! Z>ie obligatorische Rechnung in Krone,»-Währung soll am I. EiSmond» 1900 ,n Kraft treten. Von diesem Tage an müssen die Banken, die öffentlichen Geld« und Creditinstitute, die Eisen« bahnen. DampsschiffahrtS-Gefellschaften, sowie alle zur öffentlichen Rechnungslegung verpflichteten Ge-sellschasten, ferner die Kaufleute ihre Bücher obliga-torisch in Kronenwährung führen. gleichenberg^ 18. Juni. Am 12. d. haben wir Herrn Gottfried Holzer der Mutter Erde über-geben und an ihm einen Mann von selten edlen, schönen Bürgerlugenden verloren. Wenn ein Glied aus der großen Kette de» Bürgerthum» durch Nim« mersatt „Tod' gesprengt wird, so hat gewiss jeder« mann, der sich al« ein Glied dieser Kette betrach« tet oder betrachten soll, das Gefühl tiefsten Schmer« zeS; um wie viel größer ist dieser Schmerz, wenn man von einem Dahingeschiedenen sagen k.nui: „Ich hab« ibn durch und durch als einen treuen Verfechter aller öffentlichen Interessen, als einen wackeren Kämpfer, als einen treuen, opferwilligen Freund gekannt." Und ein folcher Mann war Herr Gottfried Holzer. Wie sehr er sich der Hochschätzung und Verehrung in allen Kreisen der Bevölkerung erfreute, davon hatte man Gelegenheit, sich Ueber« Zeugung bei seinem Leichenbegängnisse zu verschaffen. ES war eine Trauerfeilichkeit, wie sie pietätvoller nicht leicht ander» gedacht werden kann. Schon die Aufbahrung selbst lieferte Bewei» von den Sympathien, mit welchen man diesem treudeutschen Manne begegnete. Er lag, umgeben von einem Rosen- und Blumenmeer«, friedlich, und neidlos blickte alles zu ihm, dem leuchtenden Beispiel« edler Menschlichkeit. Ueber 60 Blumengewinde zählten wir im Sterbegemache. Die Bezirks-Vertretung Feldbach sandte ihm einen Kranz mit Schleife, worauf zu lesen war: dem verdienstvollen Mitgliede und Obmann-Stellvertreter", der Ob« mann der Bezirksvertretung. „Letzter Gruß, Familie Ed. Thallrr". Kranzspenden waren unter anderem auch eingetroffen von: Gemeindevertretung Curort Gleichenberg, OrtSschulrath „seinem hochverdienten Obmann«", Ausschus» des Gleichenberger Johanni»« brunnen-Actienvereine«; Beamtenkörper deS Actien-vereineS; Familie Graf Wickenburg. Gräsin Spauer, Keffelstatt, Dr. Elar, Dr. ErSbrunner, Dr. Rauch, Dr. Max Wickenburg (Lioben), VorschusScassa Curort Gleichenberg, feinem Präsidenten; Lese« und GefelligkeitSverein, dem Ehrenmitglied«; Feuerwehr, Gesangverein, der Lehrkörper der Volksschule Curort Gleichenberg, in dankbarer Erinnerung; Bertha von Hauser, letzter Gruß; Familie Cur-director Bardel; Familie Mayr, dem unvergesSlichen Freunde; Familie Weiss, letzter Gruß; Johann Plas», dem einstigen Chef dcn letzten Gruß; Ihr dankbarer Franz Zollner; I. Perchinegg» Nach- „Dsntfck- M«cht" folger, I. N. Müller, dem hochverehrten Geschäft», freunde; Familie Grosich, Felzmann, Wellor. We« wera, Rauch, Streicherwein. Hötzl. Kirchengast, Kokron. Höflinger. Hermann, Tritsch, Wurqa, Meyer (Feldbach), Frl. Soini u. a. m. Aus den Schärpen der FamilienkrSnze stand gedruckt: dem lieben, guten Großpapa, die dankbaren Enkel; dem herzensguten Gatten, die trauernde Gattin; Als letzte Liebesgabe, die dankbaren Kinder; Letzter Gruß! Hedwig und Loui»; dem theuren Onkel. Robert, Mizi, Max. Die Handelsangestelten der Firma Gottfried Holzer. dem hochverehrten Chef, von seinen Handelsangestellten. Wir sahen ferner von dem Theaterdireclor Schmid und der Direcmce Frink« Kranzspenden u. f. w. Den imposanten Leichenzug eröffnete die Schuljugend mit Fahnen in Begleitung des Lehrkörpers; die Veteranen mit Fahnen un) die Feuerwehr waren korporativ ausgerückt. Dem mit den herrlichsten Kränzen tiberfüllten Sarge folgten die Verwandten und diesen die auswärtigen Korporationen, so die BezirkSoertretung, mit Herrn Obmann Ed. Thaller an der Spitze, de? BezirkSschulrath, darunter der Stadtpfarrer Kowatschitsch ic. Ihnen folgte die Gemeindevertretung de» EurorteS, der OrtSschulrath. Vertreter de» ActienvereineS, darunter Graf Ottokar v. Wickenburg und Graf Max v. Wicken-bürg als Präsidenten dieses Vereine», dann viele andere Abordnungen und eine unzählige Menge au» Bewohnerkreisen Gleichenberg» und der Umgebung. AlS der Sarg in das Grab gesenkt wurde, sendete die Sonne ihre letzten Strahlen unserem Lieblinge; tieferschüttert nahmen die Leidtragenden Abschied von dieser Perle menschlicher Gesellschaft; kein Auge blieb trocken; eS waren schwere, heiß« Thränen, die man dem Verschiedenen nachweinte. Bei Ab-singung eines Trauerliede» verließen wir die Stätt« ewigen Friedens, tiefgerührt über die ganz b«sond«rS außergewöhnliche Ehrungen, di« man Herrn Gott« fried Hölzer bracht«. Ausnahmslos betrauert wird dieser viel zu früh erfolgte Abgang, der Mann, welcher in der Vollkraft feiner Jahre abberufen wurde, der geliebt und geachtet von jedermann, der durch ein Menschenleben mit selbstloser Aufopferung sich dem Dienste der Oeffentlichkeit geweiht hat und nimmer Ruh« fand, bis ihm die Natur «in un-bezwingliche» Halt! geboten, dieser Man mög« un» ein leuchtende« Beispiel, ein Vorbild für immerdar sein. Möge ihm die Erde leicht sein. Kundmachung. Am 4. Juli l. I. findet beim Marburger Militär-VtrpflegSmagazin« «ine öffentliche Verhandlung behus» Sicherstellung der arrondierungSweisen Abgabe von Haser, Heu, Stroh, Brennholz und Steinkohlen in den Stationen Mar« bürg, Pettau, Cilli, Windisch-Feistritz und Straß statt. Die bezüglich« Kundmachung drr k. u. k. Jntrndanz de» 3. Corp» vom 16. Juni l. I. Nr. 4072, sowie die näheren Bedingnisse können bei jedem Militär-VerpflegSmagazine, dann bei den politischen Bezirksbehörden und landwirtfchafllichen LandeSvereinen während der Amtsstunden eingesehtn und über Verlangen gegen Bezahlung von vier Kreuzern per Druckbogen von jedem Militär« VerpfleaSmagazine bezogen werden. Wichtig für Landwirte. DaS k. k. Ackerbau« Minijlcrium hat an der k. k. landwirtschaftlichen Versuchsstation in Wien, II.. Trunnerstraße 3, eine besondere „Abtheilung sür Pflanzenschutz" errichte», deren Äu'gabe eS ist. den Landwirten unent« g e l t l i ch Auskunft über Pflanzenkrankheiten (Rost, Mehlthau, Fäule u. f. w.) und Pflanzenschädlinge (Heuschrecken, Rüsselkäfer, Läufe u. s. w.) zu er« theilen und ihnen die zur Bekämpfung dieser Uebel geeigneten Mittel zu bezeichnen. Eine möglichst aus« giebige Benützung dieser Einrichtung von Seite der Landwirte ist im hoh«n Maße wünschenswert. Wenn die Landwirte in ihren Gärten und Wäldern oder aus ihren Feldern und Wiesen irgendwelche unge» wohnliche Erscheinungen bemerken, die aus daS Vorhandensein einer Erkrankung der Pflanzen schließen laffen, mögen sie unvorzüglich solche er« krankten Pflanzen oder, sall» Thiere die äugen« scheinliche Ursache sind, di« beschädigten Pflanzen und die zerstörend auftretenden Thiere an die k. k. landwirtschaftlich chemische Versuchsstation (Ab« »Heilung für Pflanzenschutz) Wien, II., Trunner« straße 3, einsenden und in ein paar Zeilen ihre Adresse und ihre Wünsche bekannt geben. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass dem Einsender außer dem Postporto, welche» er auslegt, keiner« fei Unkosten erwachsen und das» die Abtheilung ausschließlich in der Absicht gegründet wurde, die Landwirte im Kampfe gegen die ihre Ernte be-drohende Schädlinge durch Rath und Belehrungen zu unterstützen. 1899 Südmark. Spenden haben gesandt: Anton Freiherr von SefSler-Herzinger lOO Gulden, Heinrich Kielhauser (aus dem Verkaufe der Süsmark-Se,fe) 84.80, Franz Stampfel in Laidach (au» dem Ver-kaufe der Südmark-Zahustocher) 33.27, Freiherr von Temnitschka (Ergebnis einer Sammlung der Vertreter deS Grazer Deutschen akad. Gesang-vereineS bei dem 50. Stiftungsfeste» de» Arion in Leipzig) 32.40, Sparkasse zu. St. Veit a. d. Gl. 25.—, Dr. Victor R. v. Hochenburger (Ertraz einer Sammlung bei dem steiermärkischen Sänger« dundeSfeste) 10.03, Karl Maurer in Miustadt 6.—. Sippe auf der Weixelburg in Graz 5.—, Gesangverein Siahlklang zu Mosel in Kärnten 4.03, Tisch« Gesellschaft bei Manhardt in Obervellach 4.—. Hüttenmännischer Auszug 1.65, Dr. v. ^jahn in Graz 0.60; die Ortsgruppen: Klagenfar» (Sammelbüchsen) 41.81, Gmünd 25.— (davon 15.— au« den Sammelbüchsen), Bleiburg 16.45 (davon 3.19 au« den Sammelbüchsen), Murau (von der Tiich-gesellschast in Bühn« Gasthause) 7.—, Leob«n 12.70, Peggau-D. Feistritz 9.68 (davon aus den Sammel-büchsen 5.85). Der tirolisch« Landtag hat «ine Unterstützung verweigert. Gründer: Da» bergakad. Corp» Schacht in Leoben mit einem Beitrage von 50 Gulden, die Wagner-Sipp« in Gös», die nasse Sitzung in Leoben, da» Studentenheim Rapp in Klagenfur«. die Ortsgruppe Scheibb» mit dem Wahlfpruch«: Denkmal für Tannhäuser in Merkenstetten. Von denOrtSgruppen: Die gründende Versammlung hatte Dornbirn in Vorarlberg am 8. d. M. (der Wanderlehrer Dr. Sueti sprach im Auftrage der V«r«in»le Haupt» Versammlung dortselbst abgehalten werd«», möge. Diese Einladung wurde mit Freude aufgeknommen. Für die Hauptversammlung de» nächstem Jahre» hat di« Ortsgruppe Salzburg die Stadt Walzburg al» Sitz vorgeschlagen. VereinSabzeichen. Die in der rtühmlichst bekannten Anstalt von August Klein in Wien an« gefertigten Südmark-Abzeichen liegen nummehr vor. Sie sind kunstvoll ausgeführt und sehr g^eschmack-voll und zierlich. Der Preis eine» Stücket» ist mit 1 Gulden festgesetzt. Südmark-Aaßultocher. Unter dem Namen Südmark-Zahnstocher wurde in jüngster Zeeit aber-malS ein Gegenstand des täglichen Gebraucht» der völkischen Sache dienstbar gemacht. E« handelt sich hier um ein Erzeugnis der Gotjcheeer Haus« industrie, das sich durch ladellose Güt« undd Preis« Würdigkeit auszeichne! und dadurch geeignet«erscheint, unserem Schutzvereine Südmark ei» niiicht un-bedeutendes Reinerträgni» zu sichern. Es wurden vier Arten solcher Zahnstocher in den Haandel ge» 1899 ..Deutfch- Wach^ bracht, von denen die billigeren zum Preise von 10 und 16 Kreuzern für 1000 Slück, die besseren 11 Schachteln zu 38 und 43 Kreuzern verkauft «erden. Die Südmark-Zahnstocher sind vorder-ts«d in Graz bei AloiS Auer« Nachfolger, Anton Echnsarz, Herm. JochnerS Nachfolger und Ph. Zech zu haben; jedoch ist zu gewärtigen, das« vch andere deutsche Kaufleute sich diesem linier-tarnen anschließen werde», zu welchem Zwecke ft sich gefälligst an Franz Stampfe! in Laibach oeaben mögen. — Deutsche Hausfrauen, deutsche Äistwirt«, unterstützet unseren Schutz verein Süd-«rk, indem Ihr Südmark-Zahnstoch«r lauft und sÄ deren Weiterverbreitimg sorgt! Fhatkriftiges Z>eutfchth«m. Di« Leitung des LereineS Südmark erhielt von dem Herrn Anton xniherr o. Sessler-Herzinger aus AnlasS der „für !-Sen weltdeutjch und freigesinnten Mann höchst nsnulichen Thatsache, dass durch die Erwerbung i-r Inselgruppen in der Südsee der deutschen feuere und Sitte neue Gebiete erschlossen wurden", t!< bedeutende Spende von 100 Gulden. Die l!mii!«leiiu»g spricht dem hochherzigen Spender wrail den wärmsten Dank aus und hofft mit ihm, iai« dieser Vorgang, wie er am Schlüsse seiner Zuschrift sagt, Nachahmung finden werde. * ♦ ch PerKanfsgegenstände des Kereines Süd- uri Wir machen wieder einmal aus die Verkauft-stgmstände der Südmark aufmerksam und fordern M Vereine und jeden einzelnen auf. sich in Bedarf»-sLni ausschließlich dieser zu bedienen. Wie sehr sieimch die Sache diese» Schutzvereine» gesördert «erden kann. daS beweisen die Südmark-Zünd» Vljcheii. die in den letzten zwei Monaten de» wißt» Jahre» weil über 600 und in den erste» 6 Eechen diese» Jahre» über 500 Gulden abgeworfen toten. E» stehen die folgenden Gegenstände zum Sntause: öödmark-Po st karten, 1 Stück um 4 Kreuzer, LerschleißsteUen die VereinSkanzlei in Graz und «>e: Papierhandlung des Anton A. Schwarz, Ml«), Hofgasse 7. cütimark - Zündhölzchen: Größere Mengen liefe« die Zündwarensabrik von Fl. Po-jagt zu Deutsch-LandSberg in Steiermark; in Sraz sind sie bei dem Kaufmanne Heinrich Auer, Neulhorgaffe 24, und in vielen Tabakläden zu haben. Lüdinark-Seife. Eine schön ausgestattete Schachtel mit 3 Stück Seife kostet 45 Kreuzer. Arfchleißstelle: Franz Plentl'S Söhne in Graz, Herrengasf«; Apotheke Rauscher in Cilli. ?»I>mart-Wappen. I Slück (unaufgezogen) I 30 Kreuzer; Verschleißstelle: VereinSkanzlei. ch ch * Einer unserer wackersten Vorkämpfer für daS Tmlschlhum in Unlersteiermark, wird wegen seiner BSMoitoUn Hallung von unseren windischen Gegnern dm bedrängt. Derselbe besitz» größere Weingärten Mb lebte von deren Ertrag, indem er seine Weine « verschiedene größere Abnehmer verkaufte. Run wurden von seinen nalionalen Wider->:chmi böswillige und unwahre Gerüchte über di« bkjchaffenheit feiner Weine ausgestreut und den Ad-«en, di« Aufforderung ergehen zu lassen, dicS ungesäumt zu thun, sowie an daS große Publicum die Bitte gerichtet wird, diesem Aufruse Beachtung zu schenken und zu möglichster Verbreitung zu verhelfen. Die Besitzer von JnterimSfcheinen werden daher auf Grund des vorcitierten Erlasses der Regierung dieselben bei den Commanditen (im Grazer Bankhause Ezernadak) abzugeben haben und erhalten dafür Rentenscheine, welche die entsprechende» Dividenden abwerfe». Gleichzitig wird bekanntgegeben, dass infolge des an die Interessen der allgemeinen BersorgungSanstall versendeten CirculareS für den in selbem befürworteten Zweck bis nun der namhafte Betrag von 103 fl. ein-gegangen ist, die Liste der Widmungen über vielseitiges Verlangen nicht veröffentlicht wird, jedoch bei oban-gegebenem Eomitv eingesehen iverd«» kann. DaS Comitü fühlt sich verpflichtet, allen Spendern »amen» des wohl-thätigen Zweckes wärmsten Dank zu sagen. Ein weiterer Punkt, die Mitwirkung und Unter-stützung deS großen Publikums anziistrben, liegt für das Coinitö darin vor, dass, da es nach den der An-statt zur Verfügung stehenden Daten unmöglich ist, I über die Ende jeden Jahres, infolge dessen, dass die Betreffende» weder ihre Dividenden beheben, noch sonst «in Lebenszeichen geben, als „Tvdterachteten" Nähere» zu erfahren, d. h. ob selbe wirklich gestorben und wer ihre Erben seien oder ob selbe vielleicht doch noch lebe«. Dasselbe trachtet im Wege der Veröffentlichung dazu zu gelangen. DaS Vermögen der „Todterachleten" mus» nämlich nach den jetzigen Statuten 30 Jahre liege» bleiben, während, wenn deren Tod nachgewiesen werden kann, die Erbe i den HerauSrest erhalten, wenn noch ein solcher resultier«, daS Capital aber auf die über» lebenden Interessenten ausgetheilt werdtn kann. Da» Eomit6 stellt daher die Bitte, fallS über die nach» stehend Verzeichneten in den Jahren 1897 und 1898 als „Todterachteten" irgend welcher Ausschluss gegeben wtrden kann, dies demselben initzutheilen. Im Jahre 1897 wurden auS Steiermark mittelst Kundmachung in der „Wiener Zeitung" lodterachtet: Anna Raijer auS Steinach, JahreSgesellschast 1826; AloiS Eiterich aus Graz, JahreSgesellschast 1829; Anna W.chger auS Graz, JahreSgesellschast 1833; Ottilie Neuhold auS Graz, JahreSgesellschast 1844; Ludwig Kofler au» Pettau, JahreSgesellschast 1815; Anna Müller, geb. Rainer, au» Sraz. JahreSgesellschast 1845; August Hofkellner auS Graz, Jahre»-gesellschast 1846 ; Karl Wiefer aus Gusswerk (Maria-zell), JahreSgesellschast 1S48; Karl Sock au» Graj, JahreSgesellschast 1848; 1898 wurden „todterachtet" : Maria Krat auS G.az, JahreSgesellschast 1829; Jostf Streintz auS Graz, JahreSgesellschast 1835; Friedrich Haag auS Graz, JahreSgesellschast 1843; Sigmund Gras Braida von Ronseceo au» Graz, JahrcSgesell-schasl 1843; Joses Remele auS Graz, JahreSgesell-schast 1845. Vermischtes. Pas SonnwcndfestStatt de» in Innsbruck erscheinenden Tiroler Witzblatt«S *D«i Scherer" beweist, welcher neue stark« Geist üb«rz«uglen Deut ch-»humS daS junge Geschlecht befeuert. Da« Wesen alten Germanenlhum» hat darin in neuer Kunst-form lebendige Wiedererweckung gesunden. Drinnen im Tirol, wo uralte» Brauchthum nie ganz erlosch, flut«» aus'» neue der Flammenschein der Sonnwend von allen Schrosen, einer Geistersonnwend an der JahrhunderlSgrenze, der die besten Anwälte und Vorkämpfer unsere» Volke» Ausdruck verleihen. Dem jungen Tirol schließen sich in diesen Blättern an: K. H. Wolf, Felix Dahn, Karl Pröll, Adolf Pichler, HanS Kordon, Heinrich Waslian, Franz Lechleitner, A. A. Naaff, HanS Fraungruber u. o. a. Würdiger Bilderschmuck, launiger Spott und kampflustiger Angriff umranken die reichen dichte-rischen Gaben. Diese» Festhest ist der weitesten Verbreitung in deutschen Landen wert. Mit becech» tigter Spannung darf man die ansang» Heumond erscheinende „Adolf Pichler-Feftnummer" erwarten, welche viele unveröffentlichte Bilder, Tagebuch« blätter und Gedichte be» Freiheitskämpfers und Sängers, sowie Festgaben unserer erste» Schrift» steller enthalten wird. 3. Perbandstag des Aentschnationale» V>tdfaHrer Verbandes. Am 11. Juni d. I. hiett der Deuischnationale Radsahrer-Verband im „Victoria-Bräu" zu Magdeburg leinen 3. BerbandStag ab. Nach-dem am Abend vorher eine herzliche Begrüßungsfeier jwischen der über 5l) Mitglieder starken Magdeburger Ortsgruppe und de» überaus zahlreich erschienenen auS» wänigen Mitgliedern stattgefunden hatt« und am Sonntag früh eine Dampferfahrt nach dem herrlich gelegenen „Herrenkrug" unternommen war, begannen um 11 Uhr die Verhandlungen, die mit Unterbrechung einer ein» stündigen Mittagspause bis abend» 6'/, Uhr dauerten. In von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten begrüßte der Vorsitzende de» Verbandes, Herr RechtSanwatt A. M. Jacobsen aus Hamburg, die Er-schienenen, wie» auf die Bedeutung deS TageS und die Bestrebungen deS Verbandes hin und ließ seine Rede mit einem begeistert ansgenommcnen dreifachen „Heil" auf seine Majestät den Deutschen Kaiser und König von Preußen auSklingen. Vertreten waren 45 Ort« mit 272 Stimmen; darunter Hamburg mit 38, Berlin 33, Magdeburg 34, Eharlotteaburg 26, Graz 18, Breslau 9, Surhasen II, Stuttgart II, Eisenach 10 Stimmen. — Der Magdeburger Antrag, auS den Satzungen unter „Zweck deS Verbandes" die Worte zu streichen: „für ein wahres, unverfälschtes DeMschihum einzutreten, die Liebe und die Begeisterung für Volk und Vaterland in den Kreisen der Radfahrer zu entflammen", wurde unter Stimmenthaltung der Magdeburger einstimmig abgelehnt. Der Beweggrund zur Stellung diese« An-traget war die Auffassung, dass die Magdeburger Polizeibehörde den Verband als einen politischen ansah. Sodann wurden die Satzungen uuler Berücksichtigung der Bestimmungen des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches 6 Setstr*« lUaitf»- 18G9 und in Anbetracht dessen, dass die alten Satzungen dem starken Amvachsen de» Verbandes nicht mehr Rechnung trage», einer gründlichen Durchbe, athung unterzogen. Der Antrag, alljährlich im Anschluß an die Verband«-tage .Allgemeine Deutsche Radfahrertage" einzub-rufen, wurde vorläufig zurückgestellt. Da« Eintrittsgeld wird auf 2 Mark ermäßigt und da« Geschäftsjahr vom 1. Januar b!» 31. December verlegt. Al« weiterer wichtiger Punkt wurde der Beschluß gefasst, das« der Verband sich mit dem Reunspvrt nicht besassen wolle, sondern nur da» Wanderfahrt» zu pflegen und zu fördern habe. Sämmtlich« Beschlüsse wurden einstimmig gefasst und waren die von großer Sachlichkeit getragene!! Verhandlungen von echt völkischem Geiste durchweht, wie e» sich von Männern geziemt, die sich eine der« artige schwere Aufgab« gestellt haben. Zahlreiche, fortwährend au» allen Th«il«n Deutschland» einlaufend« ZustimmungSdratbungeu erhöhten die feierliche Stimmung de» Tage«. Um 7 Uhr wurde da» Victoria-Theater besucht, da« an diesem Abend unter d«m Zeichen de« Radfahrerverkehr« stand, und an» Montag morgen» ein AuSflug zu Rad in die Umgebung Magdeburg» unter-nommen. So war auch die Erholung für die Mit-glieder etwa» zu ihrem Rechte gekommen und allmählig trennten die Theilnehmer sich wieder, nachdem sie sich gelobt hatten, die hoh«n Ziele de» Verbandes unbeirrt weiter zu verfolgen und mit neuer Kraft für Au«-breitung desselben Sorge zu tragen. Krinervngen an Aohann Strauß bringen die Wiener Blätter jetzt natürlich in großer Zahl. Wir geben hier einige der amüsanteren wieder: Strauß machie hie und da sehr ergötzliche Streiche, so kam ihm einmal von Südtirol von einem Dilettanten das Anerbieten, einen von diesem „komponierten" Marsch „herzurichten". Der Dilettant erkundigte sich — als schriebe er irgend einem Geschäftsmanne — wa« die Arbeit toste. Strauß, der gerade guter Laune war, schrieb zurück, er be« komme für derlei RedactionSarbeiten per Takt 5 Kreuzer und. wenn eine größere Reminiscenz aus-zumerzen fei, außerdem 50 Kreuzer. Er glaubte damit die Sache abgeschlossen. Bald kam aber der Marsch sammt einem Brief mit 5 Gulden 50 Kreu-zer. Der Marsch zählte 100 Takte; der „Autor* hatte also die Taxe richtig erlegt und auf eine zu beseitigende Reminiscenz gerechnet. Als Zusatz stand noch dabei: „Ich hoffe, das« nun etwa« Ordern-licheS d'rau« wird!* — Vor der ersten Aufführung der Oper „Die Rantzau" in der Hofoper kam Regisseur Eioll al« Abgesandter de« Director« Iahn zu Strauß mit der Bitte, der Meister möge ge-statten, das« zu der Novität das Ballet au« Strauß Oper „Ritter Pazman" gegeben werde. Strauß willfahrte diesem Wunsche nicht, obwohl man ihm die Artigkeit sagte, das« man da« Ballet al« Halt sür die etwa« schwach befundene Novität „Rantzau" brauche. Nachdem Regisseur Stoll sich entfernt hatte, meinte Strauß ganz zutreffend: »Wenn mein Ballet gut genug ist, eine andere Oper zu halten, dann ist «S ja auch gut genug, bei meiner Oper diesen Dienst zu versehen!' — Vom Alter hörte Strauß nicht gerne reden und vermied e«, diese« Thema zu berühren. Al« er einmal in einer Ge-fellschaft, in der von einem Künstler die Rede war, eine Dame nach dessen Alter fragte, erwiederte sie, da sie die Eigenthümlichkeit de« Meister« kannte: .Er ist noch ein junger Mann: 65 Jahre alt." Als die Zeitungen von seinem 73. Geburtstage Notiz nahmen, war er sehr verstimmt und äußerte zu eine« glückwünfchenden Besucher, der bei ihm erschien: .Man hat mir etwa« Furchtbare« ange-than. Al« ich heut« früh erwachte und die Zeitung zur Hand nahm, la« ich, das« ich 73 Jahre alt sei. Da« hat mir einen „Renner" gegeben; denn da« ganze Jahr denkt man nicht daran, wie alt man ist, und nun steht e« schrecklich wahr vor Einem gedruckt." — Al« Hofrath Nothnagel zum ersten-male am Krankenlager de« schon stark fiebernden Meister« erschien, fragte er ihn: „Kennen Sie mich?" Aber, aber", sagte der Strauß, »wie sollt' ich Sie denn nicht kennen. Welche Auszeichnung für mich, das« Sie bei mir erscheinen!" — Brahms, der, wie schon erwähnt wurde, den Meister herzlich verehrte, ärgerte sich darüber, dass beim Banket. da« au« Anlaß de« Strauß-Jubiläum« im Jahre 1894 veranstaltet wurde, kein officieller Vertreter de« Unterrichtsministerium« anwesend war. Auch gefiel ihm nicht, dass die Gemeinde Wien dem Meister da« gewöhnliche »Bürgerrecht" und nicht das „Ehrenbürgerrecht" verliehen hatte. „Nun hat er Anspruch aus'« Psründnerhau«1" sagte damals Brahms, »mit dem Ehrenbürgerrecht hätte er'« nicht . . . auch wa«!" — Wie bescheiden der ver-storbene Meister über den Wert feine« populärsten Walzer», jene« »An der schönen blauen Donau", gedacht ha«, geht au« einem Briefe hervor, den er im October 1889 an Oberlande«gericht«rath von Gernerth schrieb, al« ihm diefer mitgetheilt hatte, das« er für den „Donau"-Walzer einen neuen, der Stimmung der Komposition angepaßten Text ver-sas«> und ihn dem Wiener Männergesangvereine zur Aufführung übergeben habe. Auf diese Mit-«Heilung schrieb Strauß, »er sei über die beabsichtigte That entzückt, doch vtrdiene der alte, bereit« ver-schollen« Walzer nicht, von poetischer Feder ver-herrlicht zu werden, und er könne nicht umhin, zu gestehen, dass dieser Gedankt beschämend auf sein Innere« wirke." Ei« Scherzwort von Kelmhottz mag au» Anlaß der am t>. Juni in Berlin erfolgten Enthüllung seines Denkmal» ausgefnfcht werden: Der berühmte Gelehrte wurde in einer Gesellschaft einst einer Dame vorgestellt, die hocherfreut, ihn kennen zu lernen, sich bemühte, ihre Vertrautheit mit feinen Werken zu zeigen. Sie sprach von seiner jüngsten Schrift, in die sie wohl in Erwartung de» Zu-sammentreffen» einen flüchtigen Blick gethan hatte, und bemerkte: „O, Herr Geheimrath, ich habe alle» in dem Werke verstanden, nur der Unterschied zwischen concrect und concav ist mir nicht ganz klar geworden, vielleicht können Sie mir die beiden Begriffe erläutern." »Da» ist nicht ganz leicht", erwiderte Helmholtz mit feinem Lächeln, aber ich will Ihnen ein Beispiel geben. Sehen Sie, die beiden Begriffe sind etwa so verschieden von einander, wie Gasthos und Gustav" ... Wenn die Dame später Helmholtz begegnete, vermied sie e» ängstlich, dem Gelehrten ihre geistreiche Unterhaltung aufzudrängen. — Die „R. A. Z." erzählt: E» war am 28. Mai 1883, al» die beiden Humboldt-Denkmäler enihüllt wurden. Kaiser Wilhelm der I., von seiner Familie umgeben, hatte aus dem Balkon seine» Palai» der Feier beigewohnt. Al» die Uebernahme der Denk-mäler erfolgt war, verließ der Kaiser da« Palai» und begab sich zu der Festgesellschaft. Al» er sich im Kreise von Du Boi«-Reymond. Helmholtz, Vir-chow, Gneist, Zöller und anderer Universität»pro-fefforen mit diesem und jenem unterhielt, äußerte er unter anderem mit Bezug aus die soeben ent-hüllten Denkmäler: „So wird'» mit Ihnen auch 'mal gemacht, meine Herren; Sie werden hier herum auch noch Ihre Denkmäler bekommen!" Helmholtz ist der erste, an dem da» Wort des Kai-ser« sich erfüllt. Landwirtschaft. Mittheilungen üöer $a6afte*tr«ct. Der Tabakextract wird bei den k. k. Tabakfabriken durch Abdämpfen de« bei der Birginier-Eigarren-fabrikation beim Auslaugen der Rohstoffe erhaltenen Waffer« gewonnen. Derselbe wird auf 40—4 l Grad Beaum« eingedickt, an Landwirte und Gäriner ab-gegeben und enthält in diesem Zustande 0'8 bi« 9*4 Percent Nicotin. Mit gutem Erfolge wird der Extract in angemessener Verdünnung zur Vertilgung von auf Obstbäumen und Pflanzen der Garten-und Feldcultur lebenden, schädlichen Jnsecten (Spinnen, Raupen. Blattläuse :c.) verwendet. Die Anwendung de« Extracte» erfolgt am besten durch Befpritzen der Pflanzen. Hiebet soll eine Lösung mit weniger al« 5 Perceni Tabakextract gebraucht werden, weil sonst zarte Pflanzen leicht geschädigt werden können. Die Pflanzenschädlinge sind gegen den Tabakextract verschieden empfindlich, am empfind-lichsten die nackten oder dünnhäutigen, am wider-standfähigsten die mit Haaren, Chitinpanzer oder sonstigen Schutzdecken bewehrten Schädlinge, unter diesen namentlich die Käfer. Gegen die Raup« de« Kohlweißling» war jedoch eine 5 percentige Tabak-lauge ohne Erfolg, während für Blattläuse (Appiden) schon eine I percentige Tabaklauge, für Milben (Accariden) eine 2 percentige, für Spinnen (Arach-moiden) und dünnhäutige, schwächer bewehrte Jnsecten eine 3—5 percentige Lösung genügte. Durch einen Zusatz von Spiritu« und Amylalkohol wird der Exiract auch gegen solche Jnsecten wirksam, an welchen ohne diesen Znsatz keine Wirkung er-zielt wird. Der Tabakextract kann von den ärarifchen Tabaksabriken in Budwei«, Hainburg. Krakau, Laibach. Linz und Sacco, dann von den Tabak-Verfchleißmagazinen in Brünn. Graz. Lemberg, Prag und Trieft und endlich vom Tabak-Einlösung«-amte in Spalato gegen ordnungsmäßig ausgefüllte Tabakextract-Fassung«fcheine, welche in allen Tabak-fabriken bei den lanvwirtfchaftlichen Gesellschaften und bei den politischen BezirkSbehörden erhältlich sino, bezogen werden. Die Preise stellen sich loco Tabakfabrik oder Amt inclusioe Original-Emballage auf: 1 fl. per Blechbüchse mit 13 Klg. netto Tabak- extract; 3 fl. per Blechbüchse mit 5 Klg. nett» Tabakextract und 12 fl. per Fässchen mit 20 Klg. netto Tabakextract. Fremdenliste Kotel Stadt Wien. Karl Graf Thiw, Privat, Salzburg. August Frei-Herr v. Bucowic. Fregattencapitän, Pola. August Willich. k. k. Bergrath, Graz. AloiS Krall, k. k. Haupt» mann, Graz. Fritz v. Echatelch f. Gemahlin, Privat» Trieft. Simon TK, Beamter, Luadenburg. «nttW Lofer. Jng«ni«ur, Wien. I. «o^ibarti. Kaufmann, Siffek. G. Ledeonaan, K mfmann, Sissek. Karl Bußbergrr, k. k. G«richt»rath, Wien. Heinrich Bauoc, Karl Weiß, Josef Winkler. Jgnaz Schwartz, Josef Leda, Moritz Leidner, Richard Schick, Tavid Älick^ Heinrich Türk, Jgnaz Schlittner, Marti« M&fcer, Ludwig N«ÜW», Alexander Lichtcnster». Josef Schuhen. Reisende, Wien. Victor Beamter, Triest. Jgnaz. Kovstein, Reisender, Budapest. Josrf Müllner. Kaufmann, Wien. Franz MMr, Kaufmann. Graz. Wef Sambesis Kaufmann, Graz. Johann Ooll-.r, Kaufmann, Wien. Karl B^einberger, Holzhändler, Budapest. Karl Klinker, Director, Wien. Hermann Krall. Beamter, haibach. Josef Hirsch, Beamrer, Laibach. Sigmund SüLffiP, Kaufmann, Budapest. Müller, k. k. Oberlieutenaut, Graz. Scheuer, k. k. Oberlieutenant, Graz. Hermann, k. k. Öberlieutenant, Graz. Edna Zok, Techniker, Rustschuk. Heinrich Pollqk, Kaufmann. Pifchberz. Simon Di! Kaufmann, Karl Buchberger, k. k. G«richtS- rath, Olmütz. JuliuS Eckstein, Reisender, Fünfkirchen. Karl Orall, Professor, Graz. Otto Zapf. Professor^ Graz. HanS Vergnziich, Reisender, Graz. Alexander Delsch, Reisender, Graz. Wilhelm VManzisch. Reisender, Graz. Ferdinand Gretfeneder, Gastrvinh, Graz. August Konjchcy. k. k. Öberlieutenant, Graz. Josef.Hl Privat, Graz. Albeet Eulammer, Reisender, Tricst. Karl Halber!, Inspektor, Trieft. Maria ZÄchjp, Privat». Graz. Anna Schwel, Privat, Brünn. Antoni« Kcber^ Privat. Schrifttum. „Die Fackel", herausgegeben von Karl Krau», ein neu erscheinende«, in satirischem Tone und actuell gehaltene» Kampfblalt, da» sich die scharfe Kritik aller politischen, volkswirtschaftlichen, küaftl«rischen und socialen Vorkommnisse zur Aufgabt macht, enlhält in seiner siebenten Nummer (Anfang Juni): Johann Strauß. — DreyfuS und kein Ende. — Philippovich. — Zu Erportaction der österreichischen Regierung. — Univer tätSbummel. — Amtsärztinnen. — Wilhelms Geriu thuung. — Bahr über Robert. — Unfälle und Annoncen. — LapidareS auS der „Neuen Freien Presse." — Antworten deS Herausgebers. — „Di: Fackel" erscheint dreimal im Monat, im Umfange von 16—32 Seite» Octavformat. — Preis der einzelnen Nummer 10 Kreuzer. — Abonnement April bi» December fl. 2.25. — (Für Deutschland Mk. 4.50, für die Länder de» Weltpostvereine» Mk. 5.25). — Man abonniert bei der Geschäftsstelle der „Fackel": Verlagibuchdruckerei Moritz Frisch, Wien, I., Bauernmarkt 3. „yentsche Aolksllimme". Herausgeber: A. Damaschke. Organ der Deutschen Bodenreformer. Au» dem reichen Inhalte de» zweiten Maihefre« heben wir hervor: Damaschke, Ein Fehler Berlevsch'» ? — H. Freese, Zur Hebung de» Giroverkehr». — H. Kreckc. Sociale» Volksleben oder GesetzgebungSr-olitik? — Sidncy Webb, Londons unverdiente ,Zuiwach«>entt". — H. Borchardt, Wie »ehren wir un» gegen die uw» derne Wissenschaft. — Au» der Bewegung^ -schau. — Die „Deutsche Volksstimme' klostet viertel-jährlich nur l Mk. und ist durch jede Liuchhandlung, Postanstatt oder auch direct vom Verlag I. Harrwitz Nachfolger, Berlin L>V., Friedrichstrahe 16, zu beziehen. „Die Wagt." Herausgeber: Tr. Simdolf Lothar. Redaction und Administration: IV., Lchleisimühlgasse 25. Preis per Nummer IS k.r, Abonnement st.. 2.—, beziv. Ms. 4 — vierteljährlich. Die 23. Nummer diieser Wochenschrift rveiSl folgenden Inhalt auf: fl. Kitlina. Briefe an den Grafen Thun. — SinceruS. Die mahnen Ursachen der Krise. — E. W. Das neue Wiener Tiaiuut- — Tr. Heinrich Seidel. Chemische Rundschau. — Perofessor Huq» Blünrner. Ter neue „Büchmann". — Tr. Alfred Noisig. Der letzte Salon deS Jahrhunderts. — Rudoolph Lochar Emerich Robert f. — Ernst von WoUogen. DaS dniti Geschlecht. — Raimund Rapp. Amaleurphotoographie. — AngiaS. ginaozielle Unterhaltungen. — ÄugiUliim. Jim Keene, — Man abonniert bei allen Buchhandlunaern und Post anstalten oder direct bei der Administration, j-rrobenummer! gratis «nd franco. Die „Evangelische Kircheimzeitung für Oesterrei ch", herausgegeben room Pfar Dr. Arthur Schmidt in Bielitz (Oesterr. Sächlesie«), du gegenwärtig im 16. Jahrgange erscheint, vertritt mii Entschiedenheit deutsch-protestantische Znlcrcefsea. er. 1899 .K-Vtsch- W«cht' Lirchenzeilung bringt regelmäßig Aussäht anregenden ZabaUe«. zusammenfassende Berichte über die Ueber-tritttbewtgung. Nachrichten auS der evangelischen Kirche Oesterreichs und auS dem Auslande, verschiedene Mit-tteiluagen, Gedichte, Bücherbesprechungea, AnkÜndi-gingen u. dgl. Da« Blatt erscheint monatlich zweimal und kostet 3 ff. <»>>zj!hrig, I fl. bv kr. halbjährig. Bestellungen find «> die Schriftleitung zu richten, die auf Verlangen auch Prrtenummern kostenlos Versender. .Der österreichische Protestant- erscheint in Klagknsurt monatlich zweimal und kostet ganzjährig 3 st. Derselbe ist daö älteste Organ der Evangelischen bi Oesterreich und seit seinem Bestehen unabhängig und in freisinniger Weise geleitet. Eine modern« Zeitung. Die reichhaltigste und tedeultnd'le Revue in deutscher Sprache ist unstreuig die Wiener Wochenschrift „Die Zeit". Die besten pm brt §k und Au«land«s vihlen zu ihren Mitarbeitern und alle ««lleil Fragen in Politik. VoUSwirtdschaft, Wissenschaft onl Jtilnfic werden durch gediegene, anregende Artikel be-hvidcli. Sogeftaltet ist „Die Zeit" eine Fundgrnbe der Be-lchrung und Untechaltuna für diejenigen geworden, welche ite alle Zeitfragen in vollständig unadbängiger Weise onen-l»n sein wollen. Die Lectürc der ,.Zeil" können wir jeder »min auf das angelegentlichste empfehlen. Probenummer ist lurd] jede Buchhandlung und durch die Ätecwalmng der ^ir": Wien, IX/3, Giinchergasje 1, erhältlich. FRITZ RASCH, Buchhandlung, CILLI. Hingesendet. (Ein v o«»üglich er weißer Anstrich s»r Waschtischs jtz KeilS weiße Glasur. Der Mnch trocknet sofort, picht und ist vollkom-»in geruchlos. Dosen a 45 fr.- siod bei Traun t Eliger und bei Victor Wogg in TW 3699—22 «khältlich. Köhere Mische Hewerveschule inKoheilstadt. (Mechanisch'technische Abthlg.) Lefsenllichkeit«recht laut Zyinisterial-Erlaß 9. Februar 18?9, Z. 655. vom »9/1900 wird im I.. H. höheren deutschen Gewerbe-Mische Abtheilung) Unterricht I« Schuljahr« nd III. Jahrgange schilt (mechanisch-«theilt werden. Die Anmeldung«frist dauert bi« 10. Septem-der. Die Ausnahmsprüsungen werden am 20. Juli »nd 10. September vorgenommen. Der Lehrplan ist dem an den k. k. 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