Macher ' Zeitung. Nr. 193. Pl«num«lntlon«pre<«: Im «omptoit »an,l. fl, 1', halbz. fi. 5 «1. yür b!e ^»steUun« in» Hou« balbj, bo lr. H!ti< der Post gnnzs. f .,!"' v- Mannen treu und dcn Statt- Äcncdiet Grafen v. Giovannclli zn iutsyauptmännern im Küstenlands ernannt. z^l ^ ^'Minister hat die Bczirksgerichtsadjuucten der n? „?" den, Bezirksgerichte Marbllrg rechts H^""' Dr. Joseph Schenchenstuel bei dem Aen?Ä^ Maiburg liliks der Dran nnd Anton GeMz^ "^'"'s^' "l Pcttan auf ihr Ansuchen zn nannt l"""m bei dem Kreisgerichtc in Cilli er- gcricht/I^^'^iuister hat den llachbeuaunten Vezirls-dc»l?^Mlttl:u die angesuchte Versetzung bewilligt: !lcricln/V?""schcl von Gonobiz zn dein Bezirks, bn-qc, " 3 links der Dran. dem Victor Pram-znlsl.>, i.4,? A- Leonhardt in Stcierlnark zu dem Vc-^e^^ Marburg rechts der Dräu und dem Karl >^^wn St. Marein nach Pettau. Wchtallltllcher Theil. ^emckid ^'«"'^ ^ ?lpostolijchc Majestät ^habcn der Untenti,^ ^"blraj zum Baue ihrer schule cine höchst vung von dreiyundertGulden aus Aller' -^^prwattüsse allerguädigst zu spenden geruht. "le Erstürmung von Serajewo. ^r r a /.. > ^"^"cht von der E r st ü r ni ung von Kreist ! " ^^uch nnsere Truppen wnrdc in alleil ^^ühle,, ! ""^ltcrung unserer Monarchie ulit dcu "Miwm, 3l"lde und patriotischen Besriediguug "lsHm i' ?' überall wird die Besetzung der bus-eNlpf^^"l>eKhauptstadt ats ein historisches Ereignis HlUtil,^ ^ ""ü ber bravolireusen und opfersreudlgen Truppe,, das höchste Lob bcn h^,' ^"t besonderer Spannung sieht alles noch tigen St ? ^^"chrichten über die Details des bln< dcr eri,., ^"'taulpfes in Serajewo, über die Menge Heu H,?l^" Trophäen und ine Zahl der bedauer. . Der ^' uujcrer Truppeu entgegen. Me bei,, 1"str"phe vom 1<^. d. M. gingen die Ge-M ^sr^ ?"" ^elatovae und Katanj am X,. uud "' lckt,?, "" Visola voraus, von denen die bei-Mthofs ^" von der 0. Trnppendwision FML. Te- ^cht be, !'"^ "ltschiedcn wurden. Während das nur anderthalb Stunden dauerte, gestaltete sich jeues bei Visoka zu einem sehr hartnäckigen, vielleicht zu dem hartnäckigsten, das bis zur Erstürmuug von Serajewo im Bosuathale geschlagen wnrdc. Insurgenten und regulate türkische Truppen hatten die dominierenden Positionen vor Visola etagenartig auf einer langen Linie besetzt nnd unsere Truppen bei Beginn des Kampfes mit einem mörderischen Feuer empfangen. Abermals gelang es durch die besondere Gcschicklichkeit der taktischen Dispositionen nnscres General staves und der Truppcnführcr, den Feind alls seinen Positionen zu delogiere». Dank der tüchtigen Fencrdisciplln und ansgezeschneten Schnlnng unserer hcldenmüthigen und unermüdlichen Soldaten, waren bei Visota wie in den vorhergegangenen Gefechten im Vosnathale die Verluste der Truppen nicht sehr bedeutend. Am Abend des 17. August waren das Gros des Corps und die Division Tegetthosf am obersten Laufe der Äosna, vier Meilen vor .Serajewo, eingetroffen und muhten ob der Ermüdung der Truppen am 18tcn d. M. vor Blazuj und Han Semmovac Rasttag halten. Nur FZM. Barou Philippuvich unternahm am Nachmittag des ltt. auf der Hauptstraße gegeu dcn linken Flügel der feindlichen Aufstellung eine Rc-cognoscieruug, welche ergab, daß die Vertheidiger von Serajewo westlich der Sladt Aufstellungen bezogen und dieselben durch Befestigungen uud Gcschützpositioucn verstärkt hatten. Am frühen Morgen des 19. setzten sich die Trup pen in drei Eolounen in Bewegung. Dcn linken Flügel bildete mit der Vurrücknng auf der Landstraße von Wogoschiza und Han Kobilja - Glava die 0. Division FML. Tegetthoff. Auf dem reckten Flügel war die ^. Infautcricbrigade Kaiffel auf eiuem beschwerlichen Nebenwege von Ilidsche über Kotor gegen die westlichen Abfälle des Iahorina»Gebirges vor« gerückt. Das Centrum, mn der 14. Infantenebrigadc Oberst Villecz voran, schlug die Hauptstraße von Blazuj über Fratiu läugs des Mitjacta-Baches gegen Scrajewo ein. Das Gefecht wurde am linken Flügel durch die Division Tegetlhoff um halb 7 Uhr früh durch eine Kanonade aus den Höhen des Pasanberges gegen das Kastell von Scrajewo eröffnet. Eine Stunde später erdröhnten im Centrum die schweren Batterien der Brigade Villecz bei Bufalic und richteten ihre vcrdcr« benbringenoen Geschosse ebenfalls gegen das Kastell, die sogenannte Festung von Serajewo. Der rechte Flügel unter General Kaisfel tonnte des beschwerlichen Saumwegcs wegen nur sehr laugsam gcge» Mcdschioie vorrücken, wo er auch erst um halb 11 Uhr eintraf und auf den dominierenden Höhen des Dcbelobrdo mit seinen Gebirgsgeschützen ebenfalls gegen das Kastell von Scrajewo eine wirksame Kanonade eröffnete. Dieses von allen drei Seilen gegen die Festung, das Centrum der feindlichen Aufstellung, gerichtete concen-trischc Geschühfeuer brachte endlich die feindlichen Kanonen im Kastell zum Schweigen, uno nun rückte die Infanterie, in Schwärmen aufgelöst, zum Angriffe gegen die Stadt selbst vor. Der Bericht des Fcldzeugmeisters gibt in wenigen Worten ein ebenso lebhaftes als grauenhaftes Bild von dem Strahentampfe, der nun folgte und endlich zur siegreichen Erstürmung der bosnischen Hauptstadt führte. Jedes Haus war zu einem kleinen Blockhause gewordeu, und aus jeder Oeffuuug sendeten die muha-mcdamschen Insurgruten und regulären türkischen Truppen das tödtliche Blei gegen unsere anrückenden Soldaten. Weiber, Kranke und Verwundete betheilig^ ten sich an dem blutigen Kampfe und Handgemenge, das nach dein offiziellen Berichte mindestens volle zwei Stunden gewährt haben muß. Dem Fanatismus und der Barbarei der Vertheidiger stellt FZM. Baron Philippovich in seinem Berichte die Gulmüthigleit uild bewunderungswürdige Disciplin unserer Soldaten entgegen, die es vermieden, der Stadt jenen Schaden zuzufügen, den ihr jede europäische Armee, keine ausgenommen, im Augeublicke der erbitterten Erstürmung zugefügt hätte. So endete — bemerkt hiezu die „Presse" — ein welthistorischer Tag ruhmreich m«d ehreiwoll für die österreichische Armee, welche, dem Rufe ihres erhabene« Kriegsherrn folgend, die fchwarzgclbe Fahne mit dem Doppelaar an die Stelle trug, wo jchon vor Ittl Jahren Oesterreichs größter Feldherr, Prinz Eugeuius von Savoyen, den Keim zu jener Saat legte, die heute in vollen Aehren prangt — zur Ehre und zum Ruhme der ehrwürdige« habiburgischen Monarchie, zum Heil und bleibenden Segen für ein Voll, das ein halbes Jahrtausend lang durch die Herrschaft des Halbmondes der europäischen Gemein-schaft und Gesittung entrissen war. Möge es unserer Armee vergönnt sein, das begounene schwierige Werl mit dem bisherigen Erfolge zu eiuem baldigen und siegreichen Abschlüsse zu bringen. Das siegreiche Gefecht bei Üi5elat,vac. Am 16. d. M. fand bekanntlich bei Belatovac ein heftiges Gefecht statt, das für unsere Truppen vom glücklichsten Erfolge begleitet war, indem die Insurgenten mit Hinterlassung ihrer Lagcrvolrälhe in wilde Flucht gcschlageu wurden. Aus Fojnizla-Tschupria vom 17. d. M. geht der „Presse" hierüber, in Ergänzung der bereits mitgetheilten Details, noch folgender tele-grafischer Bericht zu: „Freitag morgens, etwa eine Stunde nach dem Abmärsche aus Buzovata stieß die Hauptcolonne, bestehend aus sechs Bataillonen und vier Batterien, aus die Insurgenten, welche in ihrer Front und von den Zimilleton. Die ^^" "us Montenegro. stritt w^nesische Küste mit ihren historischen Fel-M" de""ere 2 Meilen zurück; nur no^ emZne 3d ""s ^? Verge si,?d am' Horizonte sichtbar. H,is bes l«^, -^" n^ri-u prumo^", sagte im 3?gier. ein ?''"A2 der in Durazzo eiugestiegeue ^?"! hat d'^ Kaufmann; aber. fenfzte er, tHe nach' ^M"ß die Türken hier bewsse,'^ statt "o<< '5"st in k^' r äu "erdrängen? so laiige ihre trH>'2Neich<^ herrlichen Gegenden dauert, kann stcl.d.""d H"'? ""Produkten, als: Oliven, Ge-v»n ^ kommen ^l" doch "" etwas Ersprießliches zu We Anwohner,, Ä^"'."") ^ dünn bevölkert und TiH^tlahel, " 's" schlecht bearbeitet. Verkehrsadern, TH^it th' Misere Administration uud größere «?^ noth, und viele, viele "och em leichtes, be- YenH d,c daliliM, c/ «"'.' ^ Der Dampfer bringt "! ^ ^lngc d?^^'' ""d "nter Wohlbehaaen "bgew, ^stelluiw ^ ' ^s größeren Fleißes Küstenfelsen oft mühfam ha«' f der "m ". ?" österreichischen Forts am M >t^ einen leb- l'lcheil Hd'nH,°" fechten oder qar nicht unter. " Wüste, ha " "^'^"llene.. Fesluugen der tür- "ach dem Eiugauge in die Äocche di Cattaro taucht gleich links die Sutomm auf, wohlbekannt als der Ort. wo die Ereignisse, die in den lchten zwei Jahren Enropa in Unruhe versetzten, ihren Anfang nahmen. Dann kommt eine freundlich und malerisch gelegene Stadt neben der anderen; Land» Häuser und Kirchen in Menge verbinden anf Stunden weit längs der beiden Ufer die Städte. Enger und enger werden die Bassins, welche mit ihrer knappen Durchfahrt die „Boche" bilden; höher und höher thürmen sich die Berge, und als endlich Eattaro auftaucht, fcheint es, als liehen die hohen Felswände keinen anderen Ausweg, als dahin zurück, von wo wir gekommen. Das sind die „Schwarzen Berge", sie sehen aber jetzt bei unserer Ankunft nicht fchwarz aus; die eben aufgegangene Sonne beleuchtet sie schön und freundlich und gestattet dem Auge, den Schlangenweg, der uns auf ihre Gipfel führen soll, theilweisc zu verfolgen, bis er hoch oben zwischen zwei Aergspitzen verschwindet, um sich weiter rückwärts wieder nach oben fortzusetzen. Eattaro ist ein äußerst freuudliches Städtchen, reinlich uild gnt gehalten, mit einer mäßigen österreichischen Garnison. Bald sind Pferde und Führer bereit, die uns nach oben bringen sollen. Das Gepäck sowie überhaupt fast alles wird von Menschen getra« gen, und zwar fällt diefc Rolle meist den Fraueu zu, welche sich während des Gehens auch uoch mit Stricken von Strümpfen beschäftigen. Eine schöne, kräftig ge> bante Montenegrinerin übernimmt das Gepäck, das sie sich auf dem Rücken befestigt, und rüstig schreitet sie mit der nicht unbedeutenden Last voran; sie kürzt dir Wege ab, da sie nicht wie die Pferde die Schlangenwege verfolgt, sundern gerade aus, von Felsen zu Felsen kletternd, aussteigt. Wir haben kaum ein Drittel des Aufstieges hinter Cattaro erreicht, alz ein Rege« beginnt, wie er eben nur im Gebirge niederfaüen tann; da hilft weder Schirm uoch Mantel, dm uns unser Führer anbietet; geduldig muß der Reisende diese» Ungemach über sich ergehen lassen, indem er seinen Weg ohne Aufenthalt fortsetzt; bald sind wir durch die Regenwolken hindurch, ein fröhlicher warmer Sonnenschein erquickt und erfreut un« wieder, und als sich die Wolken theilen, sehen wir schon auf die hoch übrr Eattaro gelegene, seinerzeit von den Venezianern an-gelegte Festung hernieder. Cattaro mit feinen Häusern und Kirchen sieht aus wie eine Schachtel Spiriwaren. Die Höhe, die Steile der Abhänge, auf die unserr Führer mit bewunderungswürdiger Kaltblütigkeit und Sicherheit hinaustreten, macht uns an gewissen Stellen erbeben, die Pferde gehen aber ruhig und sicher, trotz des nun in Strömen ablaufenden Regenwafsers. Bis oben auf dcn Gipfeln, wo die Grenze zwi-fchen Montenegro und Oesterreich liegt, ist der Weg ziemlich gut, besonders aus der often eichifchcn Seite, später wird er steiniger und schmäler. Nach circa 2'/,stündigem Ritte fällt der Weg, wir kommen m "ne kleine Ebene, wo da2 Oertchen Niegufch l,egt. !«acy knrzem Aufenthalte und gestärkt dmch emen ^runr montenegrinischen Weines durchkreuze« "" "^,.,,/ in circa 20 Minuten. IedeS Stückchen Humus M. 159« linksseitigen Höhen aus ein Überalls lebhaftes Klein-aewehrfeuer unterhielten. Der Artillericchef, Oberst Frank, führte selbst eine 8-Centimeter-Batterie anf eine günstige Position, von wo aus nach mehreren Schüssen der Feind, welcher indessen in der Front auch von unserer Infanterie beschossen wurde, stark derou-tiert in den Wald flüchtete. Oberst Frank nahn: nunmehr die am höchsten gelegene Position ein, wo er durch etwa 30 nach dem Walde gerichtete Geschosse auf die Insurgenten eine große moralische Wirkung erzielte. Nach einiger Zeit zog sich der Feind außer Schußbereich auf der Straße zurück, nachdem er zuuor noch in das Feuer der von den Anhöhen herabsteigenden linken Seitencolonne der Brigade Müller gerathen war. „Der grüßte Widerstand wurde bei Han Ovilija-luka geleistet. Unter den Aufständischen, welche aus dem Fenster des Han schössen, befanden sich vier Wei» ber, wovon eines zwei Soldaten verwundete. Als die Aufständischen sich nach ihrem früheren Lagerplätze, dem jetzigen Bivouac des Hauptquartiers, zurückzogen, kam gerade die Brigade Oberst v. Villecz von den rechtseitigen Höhen herab, faßte sie in linker Flanke, machte an 190 Gefangene und zwang die einige tausend zahlende Insurgentenschar zu wilder Flucht. Die Brigade Villeez hatte durch ihr entscheidendes Eingreifen den Ausschlag gegeben. Das ganze feindliche Lager mit 25 Zelten und 2 Fahnen siel in unsere Hände. Unsere Verluste sind unbedeutend. „Als das Hauptquartier abends nach 7 Uhr ins Bivouac einrückte, war von der Avantgarde her noch starkes Kleingewehrfeuer vernehmbar, worüber nähere Nachrichten derzeit noch fehlen. Hente erfolgt bei schönem, heißem Wetter der Weitermarsch. — Ein Sanitätslieutenant wurde nach der vollständigen Beendigung des Gefechtes von einem im Busche versteckten Türken auf der Landstraße angefallen. Doch streckte der Lieutenant in dem Augenblicke, als der Türke auf ihn anlegte, diesen mit großer Geistesgegenwart durch zwei wuhlgezielte Revolucrschüsse nieder." Die Unterredung mit Hasiz Pascha. Hasiz Pafcha hat sich am 18. d. M. im Bivouac von BlaZuj gestellt und wurde einstweilen nach Brod geschickt. Einige Tage früher hat die Pforte nach einem telegrafischen Berichte offiziellen Charakters aus Koustantinopel von Hasiz Pascha Aufklärung über die an FZM. Baron Philippovich entsendete Deputation aus Serajewo verlangt. Gleichzeitig hat sie die Befehle erneuert, jeden Widerstand einzustellen und die österreichischen Truppen als Freunde zu empfangen. Bedauerlicherweise lauten aber die der Pforte aus Serajewo zugehenden Nachrichten ungünstig und beweisen, daß ihre Autorität von dem provisorischen Comite nach keiner Richtung hin mehr anerkannt wird. Kein Telegramm der Pforte darf ohne Bewilligung eines der sechzig Insurgentenchefs veröffentlicht und der Bevölkerung kundgegeben werden. Hadschi Loja, der sich durch Zufall selbst verwundet hat, hat den Befehl ertheilt, jeden österreichischen Kommandanten, der in die Hände der Insurgenten fällt, aufzuknüpfen. All zwei Türken und zwei Christen, welche die Zahlung der Contribution verweigerten, wurde die Execution durch Henken vollzogen. Gleichzeitig wird das tendentiöse Gerücht verbreitet, daß die kroatischen Trup-)eu der österreichischen Occupationsarmce den Gehör-am verweigern und massenhaft desertieren. Die In-urgeutenchefs sollen sich mit der Absicht getragen ! jaden, Scrajewo, ehe sie es den österreichischen Truppen übergeben, ill Brand zu stecken. Auf der Pforte scheu den Felsen ist ausgeuützt und fleißig angebaut. Mais, Gerste, Hafer, besonders Kartoffeln find gepflanzt auf jedem Plätzchen, wo immer nur die Möglichkeit ist, dem Boden etwas abzuringen. ^ »DaZ Jahr ist gut", sagen die Montenegriner mit großer Freude. Wieder geht es auf felsigen, steilen Wegen bergan; der Reiter ist nun öfters genöthigt, abzusteigeil und zu Fuße zu gehen, während sich die Pferde ihren Weg selbst suchen. Endlich nach weiteren 1'/, Stunden öffuen sich die Felsen, wir sehen am Horizonte den See von Skutari, beleuchtet von der untergehenden Sonne; zu unseren Füßen liegt im schönen Grün die Ebene mit der Hauptstadt Cetinje. Die Sonne verschwindet hinter dem hier höchsten Berge, dem Lovileu (circa 5500 Fuß), und vergoldet im Scheiden noch die auf seiner obersten Spitze erbaute Kapelle, worm der letzte Wladika (Bischof) Peter II. begraben liegt. Welch' sinniger, poetischer Gedanke der Montenegriner, ihren letzten Wladika hoch über sich zu begraben und seine Ruhestätte weithin dem ganzen Volke sichtbar zu machen; ihm gewissermaßen auch im Tode noch die Aufsicht über ihr Land zu übertragen und es felnem Schutze zu empfehlen. In diesem, von politischem Partechasse oft und unrecht geschmähten Verg-volke liegt noch viel Poesie. Einfachheit und Biederkeit haben hier zwischen den Felsen sich aufrecht erhalten. Ihr Patriotismus ist zu bekannt als daß es nöthig wäre, davon zu reden — einzig aber ist die Anhänglichkeit an ihren Fürsten und sein Haus. (Fortsetzung folgt.) elbst werden dem österreichisch-ungarischen Votfchafter Zweifel ausgedrückt, ob ihre Befehle den geeigneten Eindruck hervorbringen werden. Ueber die bekannte Unterredung Hafiz Paschas mit dem FZM. Freiherrn von Philippovich bringt nunmehr die „Pol. Korr." aus dem Bivonac von Senica vom 13. d. M. folgenden, wie es scheint, authentischen Bericht: „Gestern um 4'/, Uhr nachmittags traf Hafiz Pascha mit auffallend großem Geleite hier ein. Von der Pforte zum Militärkommandanten von Bosnien ernannt, wurde er vor kurzem von der revolutionären Regierung in Serajewo auch zum Zivilgouverneur proclamiert. In dieser Zwitterstelluug fand sich Hasiz Pascha gestern um 7 Uhr abends im Lager beim Oberkommandicrenden, FZM.PHilippuvich, ein. Gleichzeitig mit ihm erschien eine aus zwei Mnhamedancrn, zwei Christen und zwei Juden bestehende Deputation. Hafiz Pascha stellte sich dem FZM. Philippovich mit den Worten vor, daß er als General ohne Armee, als Gouverueur ohne Autorität komme. Im übrigen bat er, der Oberkommandierende möge der von der revolutionären Regierung in Serajewo entsendeten Deputation Gehör schenken. Ihr Anliegen sei, daß FZM. Philiftpovich das Vorrücken der l. k. Truppen vorläufig einstellen möge, da die Negierung in Sera-jcwo die Intervention der Königin von England nach-gesucht habe. Der Oberkommandicrende schnitt dem Sprecher der Deputation jedes weitere Wort mit einer geharnischten Erwiderung ab. FZM. Philippovich bemerkte vor allem, daß er Soldat sei nnd wisse, was seine Pflicht ihm gebiete. Mit Leuten vom Schlage der Regierungsmänner in Serajewo wolle er weder verhandeln noch Conventionen schließen, noch überhaupt etwas zu thun haben. Sie mögen nach Serajewo zurückkehren und jenen, von denen sie gesendet waren, ausrichten, daß die k. k. Truppen ruhig weiter vorrücken und alles zermalmen werden, was sich ihnen in den Weg stellt. Serajewo werde befetzt werden, und es werde ihn freuen, 'wenn es auf friedlichem Wege werde geschehen können. Sollte es aber den Bewohnern von Scrajewo in den Sinn kommen, sich zu widersetzen, so sollen noch ihre Enkclscnkel davon erzählen, auf welche schreckliche Art diejenigen gezüchtigt werden, die es wagen, sich den k. t. Truppen entgegenzustellen. Damit war die Deputation entlassen. „Hafiz Pascha verweilte bei dem FZM. Philip, povich eine ganze Stunde. Während dieser Zeit theilte er dem Obertomlnandiercnden mit, daß er selbst schon vor acht Tagen den Auftrag von der Pforte aus Konstantinopel erhalten habe, sich in das Hauptquartier des österreichisch-ungarischen Occupationscurps zu begeben und die vorläufige Einstellung des Vormarsches zu verlangen. Damals hätte ihn jedoch die revolutionäre Regierung in Serajcwo verhindert, sich in das Hauptquartier zu begeben. Nach der Niederlage der aufständischen Streitlräfte bei Zcpce und Iajce hätte aber die revolutionäre Regierung selbst Hafiz Pafcha beauftragt, sich zum Obertommandanten des österreichisch-ungarischen Occnpationscorps zu begeben und die Einstellung des Vormarsches zu erwirken. FZM. Philippovich schlug hierauf Hafiz Pascha vor, da von einer Einstellung des Vormarsches keine Rede sein dürfe, sich entweder seinem Hauptquartier anzuschließen, bis die kais. tön. Truppen in Serajewu die Ordlluug hergestellt hätten, oder aber, da er in seinen Functionen lahmgelegt sei, mit Sauvegarde über Oesterreich - Ungarn 'nach Konstantinopel abzureisen. Hasiz Pascha hatte jedoch vor seiner Abreise von Serajcwo als Bürgschaft seiner Rückkehr seine Verwandten als Geiseln stellen müssen. Hellte um l i Uhr vormittags kehrte Hafiz Pascha sammt Gefolge auch wirtlich uach Serajewo zurück. „Gleichzeitig »lit dein Einlreffen Hafiz Paschas gestern ill Scuica war auch die Verbindung mit der 7. Truppen-Iilfanteriedivision des FML^ Herzogs von Württemberg hergestellt, indem Hafiz Pascha von einer Kavallerie-Abtheilung jener Division hieherbeglei-tet worden war. Oberlieutenant Paraga mit einem Zuge vou WallmodeU'Uhlancn wurde voll Traonil bis auf den halben Weg nach Vitcz gegen Vuzovac'a vorgeschickt, um Hafiz Pascha zu empfangen. Bei Vitez vereinigen sich nämlich die von Banjaluka und Brod nach Serajewo führenden Straßen. So sind durch Oberlieutenant Paraga die ersten authentischen Nachritten über den Vormarsch der 7. Division hic-her gelangt. Dieselbe hatte an demselben Tage, an welchem die l>. Division das Gefecht bei Hcpce bestand, ein neunstündiges Treffen bei Iajce mit 7 Bataillonen, 2 Gebirgsbattcrien unter Kommando Sr. kaiserlichen Hoheit des Erzherzogs Johann lind uutcr der Oberleitung des Herzogs vou Württemberg gegen 4- bis 5000 Aufständische mit 5 Geschützen geliefert. Das Refultat war der glänzendste Sieg. Der Gegner war in die Flucht gejagt, 300 Aufständische sielen, 300 wurden gefangen und ihnen 4 Geschütze abgenom« men. Die k. k. Truppen hatten einen Verlust von !0 todten und verwundeten Offizieren, 300 todten und verwuudcten Soldaten." Die Haltung Serbiens und Montenegros Ueber die in letzterer Zeit vielfach und belang lich sehr verschieden beurtheilte Haltung Serlne" und Montenegro's gegenüber der bos'Mcy Insurrection wird der „Audapestcr Korr. Wien aus geschrieben: ^-^ni „Vielseitig und namentlich in Pester M"c wnrde behauptet, daß Serbien und Montenegro " bosnischen Aufstand unterstützen, (^j douo ^^"° done (locnt,. Es ist gewiß, daß serbische und MM negrinischc Freischärler sich auf der Balkan-oalwH überall dort einsindcn, wo gerauft und geraum n> ' nnd ebenso gewiß ist, daß Regierungen, wie M , j Belgrad und Cetinje, eine solche Theimahme " solchen Völkerschaften, wie es Serben und Wn , griner sind, selbst beim besten Willen nicht h" zuhalten vermögen. Die Frage ist, welche PU"" diese beiden Regierungen als solche ^^'^^.W Ungarn gegenüber beobachten, ob Gefahr "»ry" . ist, daß sie irgend etwas unternehmen könnten, ^ geeignet wäre, uns zu provocieren? Diese Frage'§ nun hier in den bcstuutcrrichtcten Krelseu ""l ^ entschiedenste verneint, und diese Auffassung '^ durch eine Reihe von Thatsachen untcrstM, ,^, welchen manche schwerwiegende auch zu allgM Kenntnis gelangt sind. ^, „Serbien und Montenegro sind mit ihre>" .^ liner Paragraphen offenbar ebcnfo wcnig "»1,^^ gebettet, wie wir. Montenegro gegenüber sp^ ^ Pforte ebenso falfch wie uus gegenüber, ""^, dürfen uus nicht wundern, wenn wir nächstens y daß bei Podgoriza der Krieg zwischen MonteM"^ und Türken wieder losgebrochen ist. (Vorstehe!!^ inerkmlg scheiut rasch ihre Bestätigung zu H ^,§ Wie nämlich gestern ein Telegramm unseres ^ ^ meldete, haben in der That bereits am 20. ^ ,„ neue Kämpfe zwischen Türken und Montcncgn'^ bei Podgoriza begonnen. — Anm. der ^M^cii Was Serbien anbelangt, so weiß man, daß "w! ^ Pirot gegen den Willen Nußlands und eiuM .„< allein über österreichisch - ungarische Protect" ^ gcsprocheu worden ist. Dic Bulgaren, ^"'U'^ voli Rußland ermuthigt, scheinen nun dieser ^ l ^ mung dcs Berliner Vertrages die Sanction ^^ gern zu wollen, um welche Europa sie allcrdM ^ angegangen hat. Ans diesem Punkte bereiten M ^ Schwierigkeiten für Serbien vor, welche b^ M, Aufmerksamkeit dieses Ländchens beanspruchen V^-Man sollte wol meinen, es bedürfe dei dieser^ läge keines weiteren Beweises dafür, daß Scr^ P,, Montenegro ein gebieterisches Interesse dara» V ^ sich das Wohlwollen Oesterreich - Ungarns '"" F halten. In der That kann ich Ihncn wicdery" ^ auf das bestimmteste versichern, daß unser "^ ^ tigcs Amt, welches nach dieser Seite hin gel"'p dc>> Auge zudrücken würde, bis zur Stuude auch '^„ißc germgstcn Anhaltspunkt besitzt, welcher "'Ntigt bezüglich Serbiens und Montenegro's ge"'H ^ erscheinen ließe." Hagesneuigkeiten. ^ — (Michael Horvath f.) Dic '"'s'^ feinen eigenen lleberzcugnngen und in l^"'" ^ cl!' Weise tolerant gegen fremde Ansichten. <^' ' ^„ts 10 Jahre alt -Horvath ist im Jahre lM> '";,>> geboren, — als er zn Waitzen ins geistliche 6""^ ^l' Ihn so wcnig wic die meisten seiner ^c»"» i>" innere Uel>crzcngnng, nnwiderstehlicher ^" ^li^" Kloster. Es war die Armuth, wclche ihn de>n i^ ^st^ Stande zuführte. Schon früh wendete er sich ^ sci'^ rischen Studien zu, ohne die Theologie, ba"^'^M, Ärodwisscnschaft. zn vernachlässigen. H"'""^ h>^, nach Vullendung seiner theologischen Studien 3'^, ^ stcr geweiht, auch als praktischer Seelsorger ^ U scheint er sich nicht auf den, seinen Ansichte" D" strebnngcn gemäßen Felde, bchmden zn l)" A,F' Alitze der Iulireoulnlion hatten, wie in a"> ä ^. ^. so auch ill unserem Vaterlande das Dlmlel ^^ erhellt und die Menschen aus decennienlnngc ^, vc' aufgerüttelt. Anch Horvath nahm die nein'" ^ ^!» geistert anf und fand sich bald im Gegens^' ^.hte "' Vorgesetzten. Er gab seine Pfarrei a,ls ""° . M' Erzieher in der Familie der Grafen ErdödY ^„^ vich. Das Jahr l«48 uon denl Morgengraue» einer neuen ^ s, ..hc» I,,l Domhcrm in der Hauptstadt, wo scin ^^Zstcllc ^ gerichtet war, durch Erlangnng einer ^'.„-M? " , Museum die Laufbahn der prattischc" S"^ sF^ ständig aufgeben nnd sich mit ganzer ^. Ocsch'^i, Lielilingsstudium, der Geschichtsforschung'"" ^>,l schreilmng, widmen zn konuen. Er sMe "^,. da'"" y. als er zu hoffen wagte, denn Muös, »" Osa" Cultusministcr, ernannte ihu zum Visch"! 1597 m^'! ."'^" vorwärtsstürmende Bewegung erfaßte ^ «" ^^^' huchstchrnden Kirchcnfürstcn. Michael 1849 n')^?"" ^"bwig Kossnths, ging im Jahre rttnM ^ ^"zin und wurde in dem kurzlebigen U?/^'^" Ministerium des schrcckeuvollcn Jahres "^Ztslmn.ster. Bald hatte die Bewegung ihr trau-Tod! ». ' ""'Hi. Hurvath, verfugt, geächtet, zu». t°dc verurthe.lt, sich ins Ausland und lew still und ilb2?" " ^ ^^""^ '" Velgieu. in Paris -t>üwp.°l nunmehrigen Hauptaufgabe femes Lebens mid?"/ « forschte in den Archiven uud Bibliotheken Voltp^ ^^)cr vollständigste Geschichte feines des ^ ?- " "llch"! Zeiten bis auf die Katastrophe bun,^l r "'"plcs. Im Jahre 1867 lehrte Michael herll? ^^" ""^ betheiligle sich. jedoch in keinesfalls 3 ""5"^ ^"se, am politischen Leben des Tages. louaen !? ^" ^^" ^" "'"^^'a "" ""b be- im,?^.n!. ^ ^ z"^ Icit der Antonomicbewegung triebe?. o" katholischen Kirche. - in das laute Ge-Mrdiae. m?c!^'""szutreteu. Zuletzt vertrat er, ein bezirl ^ ^"^hf^gcr des großen ManneS, den Wahl-«cu Kitt ^^"^' burvaths Bedeutung liegt in fei. M^'""'chen Werlcn. befoudcrs in feiner großen "Sememen Geschichte des ungarische., Volkes." wird vm» ^!!^^"""^^^""a) ^"^ ^"'^z dlltim,^ August gemeldet: Bei dem auf dem Inuu-brücke? / ^" ^""ll stehenden Theil der Waag. Wrde l." "'^'"ich'schen Staatseifenbahll nächst Tornocz Üwhart' "" '" ^"""' ^rt bisher einzig dastehender nun. ^^ Wechsel der Arückcncoustructiou vorgenom-eiiieV,.^ I'lundationsbrückc hatte nämlich bisher blos bcsiüitili sc'^ Hvlzconstructiou. welche jetzt init einer mit 3tü^ ^""'chruction vertauscht werden soll. uud nnißte e , ^"""^' ^^ ^" Verkehr nicht gestört werde, beiden ss ^""dus gefunden werden, den Austausch der s°"e>,MrnV""'"""' 'u der Pause zwischen zwei Per->vnrdc?. Einführen. Eiu Dritthcil der Holzbrücke ^ar bin ^ ^^ "lorgcus abgetrageu; die Arbeit bullhvi^" brei Stnnden vollendet. Die neben der hohc ^ "wnticrt aufgestellte 0^ Meter lauge. 2... Meter ^ 5 «>"lscucoustruttion wurde hierauf die Strecke °"f den Ns " '" blos 11 Minute» von 10 Arbeitern W zu„ l ^^ Holzbrücke geschoben, uud zwar wurde lvendun "'^'" "'"lc das Weitum'sche Kugelsistcm in An-nietei H Fracht. Auf 120 Kugeln mit 117 Milli-Asenc "s"^""sscr ^'"dc die 04.83« Kilogram», fchwere Arbeit '"uttlon ^fchobe». Nach K'Uhr war die ganze ^"speltn ^"^' ^ anwesende Negicrungskonnnissär. "^nbab/ ^"^' die Kummissiousmitgliedcr der Staats-dcr h^'/ ""gcnieur Bcr»at und dir Directionsmitglie-Vie H "l stch auf zwei Maschinen aus die Brücke, lassen ^""" ^urdcu längere Zeit auf der Brücke Uni 12' Nl> ^l"g die Scntuug blos 13 Millimeter, stücke. ''^^^ ^er Eilzug bereits über die neue Hesuch'I^cquenz der Weltausstellung.) Der ^der /^^tausstclluug ist iu der vergangenen Woche Tagen ??^ gestiegeil. Er betrug iu den letzten vom i'/^lmäßig 7o ___ 8().(XX). an dem Feiertage ^ '"gar weit über 100.000 Personen, aus 3i^,,^' i' au. Feier.) Wie man der „Nat. Ztg." blrsnli ^ s ""theilt, wird die Säcularfeier Tizians in Etatuc d! !Ü' '"^ ""hr stattfinden, weil der Guß der "lal verun?^"^'^'lllichteit ^^ Erzgicßcrs noch cin-^cldh^l,.s? '^' wodurch das Fcstcomite einen neuen ^W von ii,y(x) F^s. erleidet. ?^p°loa^^ "Alogischer Kongreß.) Der ^bcitrn ,? ^ Kongreß in Paris hat am lN. d. seine "en ^,^ " "er dem Präsidium vo» Paul Broca begm,-^ssociati» l ^ '"^ während des Kongresses der uast c^. ". 'ran^isl-". also bis letzten August, fortsetzcu. len Eta^e, "^"'^"l W^knmgell s^^. hie Vcreinig-^t. 5) - " uun Nordamerika haben Delegierte cntsen« l "'> U,m ^ ^^ "l^^'U dnrch Dr. v, Luschau ans ^vrrtrtt ^'"H P^frssur v, Törük aus Klauscn-l5 "Ul ui,^"" Vizepräsidenten wurden gewählt: Henry Fellini A^v"^"s"gcs für Frankreich und Bogdauuw. , ^L' ^" l) Naraujo. Huchstcttcr. Schasfhauscn und N^' ItV""'^ l"r das Anslaud. respective für Ruß-^elgi^ "cn. Spanien. Oesterreich. Deutschland uud "««dem. ^^ales. ?"szug ' ^ VandeSsauttiitsrltthe für Krain. ^"dcss^ ,d«n Prowtollc der Sitzung des l. l. für Krain vom wlen N>srath,s" "" ?"" ^"sltzc des Herrn l. l. Nr- Enl" v. S t.'^. ^udesfanitätsreferenten Dr. Emil "ütkrütb, «?l. m ^nwrfenheit dcr Herrcu l. l. Erlitt ^' ^leiweis, Dr. A. Eisl. Dr. F. ^ ^') Ge^?" ""b Dr. A. Valmta. ^Ie. wl)lna1 ^c.I"^^^ pl'o '«77 zum ^ad^uunelpla^, ^'pfung von 45) Acrzleu auf klclin^"l>ach in ' "'^ z"ar mit AiiLuahmc der ge> Scheit Landez^"!""'ch"' ^"tc" aus ^osteu des °u>!'n Mondes mit seh/ gutem Erfolge vor- v)H^e eneu 3'."'d"n von 17^<»2 zur Impfung ^^teren i?bern l4.143 geuupft wurdeu, von Zur InU" m,t gutem Erfolge vacciniert " '^lung gar „icht vorgeführt wurden 2723 Kinder; die Ursache davon lag einerseits in einer gewissen Indolenz eines Theiles der Bevölkerung, andererseits iu Krauthciten dcr Mütter oder der Kinder selbst, in dcr großen Entfernung von den Impf» ammelplätzen u. dgl. Nach eingehender Debatte über die hervorragenden ^cistllngen einiger Aerzte beim Impsgeschäfte wird der Auttag' zur Verleihung der Impfprämien pro 1877 einhellig gestellt. 2.) Sodann gelangten zum Vortrage die Anträge wegen Besetzung erledigter Stellen von Bezirkswunt" ärzlen und Ae^irkshebaunnenposten in Krain. 3.) Iu dem Referate über die mit dem Erlasse des hohen k. t. Ministeriums des Innern vom 24. April 1878 u6 Nr. 5285 ai "eordncten Maßnahmen zur Verhütung der Einschlcppuug contagiöser Krankheiten ans dem orientalischen Kriegsschauplätze wird die fortbestehende Gefahr einer solchen betont und angesichts dieser Gefahr auch für die Stadt Laibach ernstliche Maßregeln beantragt, um derselben wirtsam zu begegnen. Der Landessanitiitsratt) beantragt: Die hohe t. k. Regierung geruhe im Vcrordnungswege den Stadt> Magistrat Laibach zu beauftragen, daß a) die Desinfektion aller Aborte, Kanäle. Senkgruben. Piffoirs und Fialerstände in regelmäßig wiederkehrenden tnrzen Zeilräumen durchgeführt werde; !>) daß die Abfuhr der Mehrung mit Berufung auf die krcisamtliche Verordnung vom 30. Juni 1839, Z. 748'.), nur in der Zeit von 11 Uhr nachts bis 4 Uhr früh gestattet werde; l>) das Schlachten von Klrinstechvieh sei nur mehr in einer eigens hierzu geeigneten Schlachtbaracke unter der Controlle des Fleischbeschauers, unter leiner Bedingung jedoch in den Privathäusern der Stadt und Vorstädte zu gestatten; (1) daß öffentliche und Hausbrunnen, deren Waffer eine offenbar gcsuudhcitsschäolichc Zusammensetznug erweisen, nicht zur Benützung zugelassen werden dürfen; 0) daß die Leichen von Kindern nicht mehr durch Fiaker und Comfortables auf den Friedhof befördert werden dürfen, da es Sache des Magistrates ist, für die Anschaffn»«, von hiezu ausschließlich bestimmten Leichenwagen zn sorgen. Außerdem habe dcr Stadtmagistrat zu veranlassen, daß die Hausfluren und Gewölbe der Stadt nicht ferner als Depot zur Ablagerung der fchmutzigen Wäfche benützt werde», und daß für den Fall emer auftretenden Epidemie rechtzeitig ciu durch isolierte Lage der Räum« lichteit geeignetes Lotale zur Aufnahme der Erkrankten ermittelt werde. Nach Mittheilung über den dermaligen Stand der Epidemien in Krain wird vom Vorsitzenden die Sitzung geschloffen. — (Kaiserliche Spende) Sc. Majestät dcr Kaiser haben der Gemeinde Podtraj zum Baue ihrer Schule eine Untcrstützuug von dreihundert Gulden aus Allcrhiichstihrcr Privatkassc allerguädigst zu spenden geruht. — (Patriotische Widmung für das Infanterieregiment Freiherr von Kühn Nr. 17.) Dcr l, k. Oberst des Rnhcstandes. Herr Johann Frei' Herr v. Velthcim. hat den Betrag von 100 st. ö, W. zugunsten einer Witwe oder Waife eines Soldaten des Infanterieregiment Freih. v. Kühn Nr. 17 gefpendct. welcher bei den Kämpfen iu Bosuien gefallen oder in^ folge von überkommener Krankheit gestorben ist. — Dcr Spender dieser Widmuug hat früher belauutlich durch längere Zeit im genannten Negimcntc gedient — (Verzeichnis der imLaibachcrGarni-fonsfpitale uutergebrachten Verwundeten.) Im hiesigen Garnisonsspitale Nr. 8 befinden sich gegenwärtig nachstehende, aus dem Occupationsschauplatze ver-wundetetc Soldaten, und zwar vom heimischen Infanterieregimente Freiherr v. Kühn Nr. 17 die Iufan-teristcu: Stefan Stola fchwcr. Josef Vidnil leicht. Mus Hribra und Äarthl Staniöca schwer. Barthl Tomsic leicht. Johann Knaiscl und Egidius Äitiütz schwer. Luro Sintic leicht. Valeutin Vidmar schwer; — vom Iusauterie-regimcntc Freiherr v. Maroicic Nr. 7 die Infanteristen: Peter Aucrnit. Mathias Weitzcr und Raimund Doial leicht, Thomas Ohwirk fchwer. Georg Nesar. Alois Elwaiuer und Josef Gradisnik leicht; — vom Infanterieregimente Ritter v. Härtung Nr. 47: Korporal Johann Selenko leicht; die Infanteristen: Thomas Rotier. Franz Pülzl, Anton Klcmencii und Gottfried Winter schwer. Josef Pritsch leicht. Paul Hounil und Johann Zamernet schwer. Franz Sclischnil und Mathias Predau leicht. Johann Kritznig schwer; Gefreiter Johann Novak leicht; die Infanteristen: Richard Rohbart leicht. Ignaz Leschnig und Josef Guula schwer. Jakob Lesnitar leicht. Michael Scxicar schwer. Martin Puönil leicht; Titular-Korpural Friedrich Baumgärtuer schwer; Korporal Martin Zorlo leicht; die Infanteristen: Joses Bernhard und Iatob Plibcrscheg schwer; Korporal Anton Wlrsol schwer ; die Infanteristen: Franz Krovat leicht. Stefan Koit fchwcr. Karl Krosscl leicht; — von, Infanterieregimente Erzherzog Leopold Nr. 53 die Infanteristen: Gyuro Posavit uud Jakob Zupetit schwer; Korporal Mijo Klcmcn leicht; die Infanteristen: Paul Lis schwer. Peter Vislopec und Stefan Pctriuec leicht. Mijo Vasa und Ivan Ozimct fchwcr. Gyuro Culil leicht. Iofes Valenöat chwer; Korporal Ivan Sintit schwer; endlich vom Feldjägerbataillon Nr. 27 die Jäger: Rupert Majer und Ferdinand Würger schwer; Unterjägcr Mathias Pacher leicht und Jäger Michael Krüuner fchwer. — (50 Jahre im — Kloster) Das Ursuli-uermnenkl oster in Laibach feierte am l2. d. M. ein gewiß fcltcnes Jubiläum. Am genannten Tage waren es nämlich, einer Mittheilung dcr „Danica" zufolge, fünfzig Jahre, daß das Conventsmitglicd Mater Ignatia sein klösterliches Gelübde abgelegt hatte. Die Jubilarin ist eine geborene Laibacherin und nennt sich mit ihrem Familienname« Edle von Engelshaus. Bei der ans diefem Aulaffe im Kloster veranstalteten stillen Festlichkeit elupfing die greise Jubilarin sowol von ihren Mitschwestern als auch von den Schülerinnen die herzlichsten Glückwünsche. — (Für die Verwundeten) hat der hiesige Militärveterauenvcrcin 50 Hemden und 50 Unterhosen dem Militärspitalskommando übersendet. — (Tombola.) Das Verschönerung Comite in Veldes veranstaltet zum Zwecke des Straßenbaufondes um den Veldescr-Sce Sonntags den 25. d. M., um 6 Uhr abends, im Hotel Mallner eine Tombola. Gewinste zu diesem Behufe werden erbeten und wollen im Louisen-blldc abgegeben werden. — (Aus dem Gerichtssaale.) Zwischen meh» rcrcn Baucrnburschen der Ortschaften Ieschza und Tschernutsch bei Laibach hatte sich in der Nacht vom 30. Iuui auf den 1. Juli d. I. eine Schlägerei entsponnen, in deren Verlaufe der Burfche Franz Stupar aus Tschernutsch mit einem schweren Holzprügel einen so wuchtigen Streich auf den Kopf erhielt, bah er besinnungslos zu Boden stürzte und an den Folgen der hiebei erlittenen, von den Gerichtsärzten Dr. Kapler und Gregoritfch für abfolut tödtlich erklärten Verletzungen am 3. Juli 0. I. verschied. Der Verdacht, den verhängnisvollen Schlag auf Stupar geführt zu haben, lenkte sich auf den ^jährigen ledigen Grundbesitzersfohn Franz Prcfetuil aus Ieschza, der sich nach dem Vorfalle wiederholt in prahlerischer Weise seiner That gerühmt hatte. Als er von scincr durch die Gendarmerie eingeleiteten Verfolgung Kunde erlangte, hielt er sich durch acht Tage verbürgen, wurde jedoch endlich eruiert und dem Gerichte eingeliefert. Vorgestern nun hatte sich derselbe vor dem Laibacher Schwurgerichtshofe der auf das Verbrechen des Tootfchlages lautenden Anklage gegenüber zu verantworten. Bei der Verhandluug gab Presetnil zwar zu, daß er den Stupar geschlagen habe. bemerkte jedoch, das vier Geuossen von ihm auf oeu Getödteten gleichfalls eingeschlagen hätten. Die ihm vorgehaltenen prah^ lcrischen Aeußerungen leugnete der Angeklagte, ob-wol dieselben von fünf Zeugen bekräftigt wurden. Im übrigen erklärten die Zeugen, wol gesehen zu haben, wie Stupar zu Boden geschlagen wurde, konnten jedoch nicht bestätigen, ob dcr erste entscheidende Schlag wirklich von Franz Presetnil herrührte. Infolge desfen wurde von den Geschwornen die erste an sie gerichtete, auf das Verbrechen des Tudtschlanes lautende Frage mit 7 (Nein) gegen 5 (Ja) verneint, dagegen die zweite, auf das Verbrechen dcr schweren körperlichen Beschädigung gerichtete Frage einstimmig bejaht. Der aus Grund dieses Spruches des letztgenannten Verbrechens schuldig erkannte Angeklagte wurde vom Gerichtshofe (Vorsitzender LGR. v. Zhuber) zu 2'/,jähriger fchwerer Kerlerftrase vcrurthcilt. Die Vertheidigung des Angeklagten hatte der Advokat OLGR. Brolich geführt. — (Bad Veldes.) Die uns zugekommene fünfte Kurliste vom »Hotel Mallner" in Veldes weift für die Zeit vom 1 bis 17. d. M. folgende neu angekommene Gäste aus: Valentin Plciweis fammt Familie aus Wien, Thcresc Gräfin Auersperg aus Laibach; Ernst Partl, Rentier, aus Graz; Josef Kuchviz. Getreioehändlrr, aus Laibach; Mathias Vodusek. Professor, ans Laibach; Victor Freiherr von Rolitansky. Professor am llonser-vaturium in Wien, sammt Gemalin; Alfons Pavich v. Pfaucnthal, l. k. Bezirlshauptmann. aus Liezen; Graf und Gräsin Nilko mit Dienerschaft aus Wien; Marie Kalmus, Kaufmcmnswitwe, aus Wien; Christian Klauser, l. l. Bezirksrichter, aus Stein; Raffello d'Osmo. Kauf, mann, aus Trieft; Dr. Friedrich Keesbacher aus Laibach; Rosa Sember. Private, aus Graz; Elise Schemerl. Bezirlshauptmaunsgattln, aus Tolmein ; A. V, Dotyaley. Rentier, aus Frankreich; Dr. Emil Hard fammt Gemalin aus Wien; W. Aigncr. Kaufmann, auS Vozen; Herrmann Dörfel, Kaufmann, fammt Familie aus Wien-Johann Köhmcr, Kaufmann, fammt Gattin aus Trieft' Josef Noch. Privatier, sammt Frau aus Wien; Dr, I^ Stöhr aus Wien; Kourao Scharrer, Apotheker, aus Wie»; Dr. Pernitza sammt Frau aus Wien; Moriz Umlauf. Kaufmaun, aus Prag; Julius Koch. Professor, aus Wien; Eugen Singer. Bergingenieur, aus Pola; Dr. Büchler aus Trieft. — (Verkehrsstörung auf der Kronprinz-Rudolf b a H n.) Von der Äctriebsdirection der Rudolf, bah» wird bekannt gegeben, das infolge einer durch Woltcnbruch vcrurfachtcu Dammunte^rechung zwischen Großramming uud Kastcurcith bei den PrrslMl-llzuac,, a» der Uutcrbrechuugsstellc bis längstens 24. ttu«ust e,n Umsteigen der Passagiere nöthig sein dürfte. Der we» Packs- und Eilgntverlehr ist "icht gcftört der Frachten, verkehr wird auf Hilfsrouten aufrecht erhalten. 1598 — (Erdbeben.) Aus Bad Tüffer wird an die k. k. Centralanftalt für Meteorologie telegrafiert: „Heute (21. August) 7 Uhr 30 Mm. morgens Erdbeben mit zwei Stößen, muthmaßlich aus NNW., der letztere bc-deutender, Erschütterungsdaucr circa 4 Sekunden. Temperatur 17 tt" C., Luftdruck im Steigen, regnerisches Wetter." — (Valvasor.) Die Neuausgabe der Valvasor-fchen Chronik ist bereits bis zur 39. Lieferung gediehen, die diefertage zur Versendung gelangte. Dieselbe enthält den Schluß des 2. Heftes vom sechsten, sowie das erste Kapitel des siebenten Buches. Original - Korrespondenzen. Neumarktl, 20. August. — (V—u.) Zur Vorfeier des kaiserlichen Geburtsfesks fand Samstag abends in unfcrem Markte unter zahlreichen Pöllcrschüssen ein Zapfenstreich statt, welcher den ganzen Markt, begleitet von einer großen Volksmenge, durchzog und vor dem Hause des Bürgermeisters Herrn Schelesniker Halt machte, woselbst die Volkshymne intoniert wurde; hicbei erglänzte das Haus des Herrn Bürgermeisters, so wie der ganze Ort in abwechselnden Farben der bengalischen Beleuchtung. In ähnlicher Weise durchzog am Morgen des eigentlichen Festtages die Musikkapelle die Gassen, während zahlreiche Püllerschüsse ertönten. Bei dem vom Herrn Pfarrer Frank celebrierten Hochamte erschienen: die Gemeinderäthc, an der Spitze der Bürgermeister, der Herr Bezirksrichter, die Beamten des Steueramtes, der Post und die Schulleitung. Den Gesang besorgte die hiesige Liedertafel. — Die hervorragendsten Momente der hl. Messe bezeichneten Pöllcrschüsfc. Abends versammelte sich ein zahlreiches Publikum in dem aus diesem Anlasse reich decorierten Fcstlokalc des Herrn Loncar, welches mit dem Bildnisse Sr. Majestät, dessen Namcnszuge und dem aus Tanncnreisig kunstvoll verfertigten kaiserlichen Adler geziert war, zu dem Konzerte, welches die hiesige Liedertafel zur Verherrlichung des Allerhöchsten Geburtsfcstes und zum Besten der infolge der Mobilisierung hart betroffenen Familien veranstaltet hatte. Der Herr Bürgermeister Schclesnikar hielt an das versammelte Publikum eine auf die Feier bezugnehmende Ansprache und brachte auf das Wohlergehen Sr. Majestät ein dreifaches „Hoch" aus, welches mit Begeisterung erwidert wurde. Dabei erglänzte bei beugalifcher Beleuchtung das Bild der Austria, mit einem Lorbcerkranze das Bild Sr. Majestät krönend und umgeben vou sechs weißgekleideten Mädchen, welche Erzeugnisse der Landwirthschaft und Industrie darbrachten. Nun folgten die programmäßigcn Musik- und Ge-sangspiecen. Obschon mit vereinten Kräften das Möglichste geleistet wurde, den Festabend in würdiger Weise zu arrangieren und zur Unterhaltung beizutragen, müssen wir doch erwähnen, daß auch diesmal dem Lehrer Herrn Victor Schetma das Hauptverdienst um das so gelungene Arrangement gebürt. — Das zweite Bild war das sinnige und der Zeit anpassende „Der Abschied des Neservcmannes von seiner Familie". Dasselbe hatte einen tiefen Eindruck auf das Publikum ausgeübt. Die darauf folgenden komischen Bilder „Wallensteins Lager" und „Das wandernde Orchester" hatten das Publikum sehr erheitert. Auch das Bild „Der Todtschlag Abels" gewann allgemeinen Beifall wegen der eleganten Durchführung. Den Schluß der Tableaux bildete das allegorische Bild ..Die Occupation Bosniens". Dasselbe war in folgender Weise gestellt: Eine schutzsuchcnde Christin liegt zu den Füßen Austria's, welche die Bosniakm mit ihrem Schilde bedeckt und das Schwert in der rechten Hand gezogen hält, seitwärts steht eine Furie, die Christin verfolgend. Nach Beendigung der Vorstellung folgte ein gemüthliches Tanzkränzchen mit Glückshafcn in der Raststunde, welches bis in den nächsten Morgen Alt und Jung in fröhlichster Stimmung beisammenhielt. Laas, 20. August. — Auch in unserer Stadt wurde Sonntag den 18. d. M. das Gcburtsfcst Sr. Majestät des Kaisers festlich begangen. Am Vorabende durchzog die Musikkapelle die Stadt, heitere Stücke spielend. Sonntag früh um 5 Uhr verküudeteu Püllersalvcn vom alten Schlohbcrgc das hohe Fest, und eröffnete die Stadt-kapclle die Tagwache. Um 10 Uhr vormittags wurde in der Pfarrkirche zu Altcnmarkt ein solennes Hochamt celebriert, dem sämmtliche Herren Beamten des k. k, Bezirksgerichtes und Steueramtes, die Gemeindevertretung sowie die k. k. Gendarmerie und Finanzwache nebst einer großen Volksmenge beiwohnten. Die wichtigsten Momente der Messe wurden mit Pöllersalvcn signalisiert, uud bei Absinguug des ^« Doum Ilmäumu« wurde die Volkshymne gespielt. Abends wurde im Garten des Herrn Matthäus Tonic in Altcnmarkt ein Fest mit Beleuchtung, Musik, Tombola und Tanz veranstaltet, welches znr vollsten Zufriedenheit ausfiel. Neueste Post. (Original'Telegramme der „Laib.Zeitung.") Tcplitz, 22. August. Kronprinz Rudolf traf, enthusiastisch empfangen, um halb 12 Uhr ein. Er besuchte um 2 Uhr nachmittags den deutschen Kaiser, welcher ihm bis auf den Flnr entgegenging. Die Begrüßung war herzlichst. Der Kronprinz kehrte nach einstündigcm Aufenthalte in sein Absteigequartier znrück. Wien, 22. August. Das Militärverordnnngsblatt veröffentlicht die Ernennung des FZM. Philippouich zum Kommandanten der zweiten Armee unter Verleihung des Großkreuzes des Leopoldsordens mit der Kriegsdecoratiun; ferner des Herzogs von Württemberg zum Feldzeugmeister. Weiters werden ernannt: FZM. Herzog von Württemberg, FML. Namberg, Graf Szapary und Baron Vienerth zu Kommandanden des 13., 5., 3. und 4. Armeecorps. Fünf Generäle werden zu Truppen - Divisionskommandanten ernannt. Wien, 22. August. FML. Baron Iouanovic" meldet aus dem Lager bei Stolac, daß am 21. August die Stellungen der Insurgenten bei Stolac nach mehrstündigem heftigen Gefechte durch die dritte und einem Theil der zweiten Gebirgsbrigade genommen wurden, und daß die Verbindung mit der in Stolac eingeschlossen gewesenen Besatzung hergestellt wurde. Die bisher constatierten Verluste betragen 10 Todte und 32 Verwundete. Der Verlust des Gegners ist schr groß. Mehrere Insurgentenchefs, darunter Hassan Risman Vegoviö, sind gefallen. Nach aus Serajewo eingctroffenen Nachrichten sielen den kaiserlichen Truppen bei der Einnahme Serajewo's unter den erbeuteten Trophäen 27 Kanonen, darunter auch mehrere Krupp'sche Hinterlader, viele Waffen, Fahnen und große Quantitäten Munition in die Hände. Prag, 21. August. (Presse.) Während des Festschießens erhielt Se. k. und k. Hoheit der Kronprinz ein Telegramm, daß FZM. Philippuvich vom Corps-kummandanten zum Armeekommandanten avancierte und das Grohkreuz des Lco^oldorocns erhielt. Der Kronprinz gab den Inhalt des Telegramms den Anwesenden bekannt. Agram, 21. August. (N. fr. Pr.) Die Stadt prangt im Fahnenschmuck; es gibt kaum ein Haus, von dessen Giebel nicht eine oder mehrere nationale oder schwarz-gelbe Fahnen wehen. Die Kommune vertagte die festliche Feier der Erstürmung Serajewo's wegen des schlechten Wetters. Brod, 2 l. August. (Deutsche Ztg.) Die gestern abends hier bekannt gewordene Besetzung von Sera-jewo hat allgemeine Freude hervorgerufen. Die Stadt ist beflaggt. — Der gewesene Militä'rgonvcrneur von Scrajew'o, Hasiz Pascha, wird in Begleitung einer berittenen Ehren- und Sicherheitsescorte honte abends oder längstens morgen vormittags hier erwartet, und wird von dem hiesigen FestunMommandanten " ! Malmarit mit allen Ehren empfangen werden, von seinem Adjutanten aus Zcpce im Hotel ,.z rothen Haus" bestellte Absteigequartier wird er '^ beziehen, da ihm das Festungskummando "^e pn" gemäße Wohnung im Festungsrayon vorbereltcil' p — Heute kamen die ersten Ban-Ingenicure der " Unternehmung Schwarz hier an. Der Bau der ^. wird an acht verschiedenen Stellen sofort M '^" genommen werden. >, ^ Kostajnica, 21. August. (Deutsche Ztg^" Occupation Serajewo's wurde in unserer «"^^ unter namenlosem Inbel der ganzen Bevölkerung ,^ der hiesigen Garnison gefeiert. Die Stadt R v<. hic morgens beflaggt. Der Gesangverein durchM ^ Straßen. Abends wird die Stadt beleuchtet. ,^, Eisenbahn.Bataillon, welches die bosnische ElscM^ strecke Dobrlin-Banjaluka in fahrbaren Z">t""^M fetzen soll, wird hier erwartet. — Die Muha"'?^ in dem benachbarten Türkisch. Kostajnica sind dlM ^ Nachricht von der Erstürmung Scrajewo's gM n>^ gedrückt und tief erschüttert! Sie meinen am, der Widerstand in anderen Landestheilen f"M" London, 22. August. (Tr. Ztg.) Das .Z< Neuter" meldet aus Konstantinupel: Derwisch FH, verständigte die Bewohner Batunis, das die ^. am 27. August einrücken. Die Mnnieipaliliü g'" ,,, kmml, daß Schiffe eintreffen, um die Personen, "" nicht bleiben wollen, wegzuführen. Tllcgraslscher Wechselkurs vom 22, August. >'U., Kredilactieu 25?'50. 1«60cr Lose 111 75, 1864er 5M 57,.-, österreichische Rente in Papier 62 32, Staatsbm)" ,^^ü Nurdbahn 199 . 20.Frcmlei,stnckc9'27'/.. unaar. «", ,M>> 225 25, österreichische Francobant -—. österreichiM-U'«^. 106 25. Lombarden 72 l>C, Uuiuubnnl 68' , Lloydac»"' ^ türkische Lose 25 W, Coimminal.Anlchcu 91 30. (WPl^ Goldrcnte 72 00. ungarische Goldrcutc —. H-lall-^^" Handel und VolliswilthschaB^ (Lose der Stadt Stanislau.) Bei der am 1'' ^ ^j ^ geuommcuen 25. Verlosung dieses LultericM» sl. auf Nr. 9667, ferner gcU O< 4»w fl. Nr. 17003 und 24055; je 30 fl. Nr. 2762 l><° 12936 15398 21113 und 22943. Angekommene Fremde. Aln 22. August. H< Hotel Stadt Wie». Pollak. Roller, Neis.; Pfant""' ^, M hcimer, Kfltc.; Walter, Disponent; Flectncr, V'" r>. Nadhcrm), Wien, - - IlM. Acrgdirellor, Hras'"'^^», Hotel Elefant. Nozza mit Nichte; Freiherr v, M.",,,, ^ und itaman, Pfarrer, Trieft, — Aranuvits, Lieilt.,« ^>,c»<^ Alchciden, Lient., Lailiach. — Lchncr, PlMütlicn>n<"' ^M, Ärtcl, Pfarrei, .krunan, — Matajc, Strasisch- "^ ^ Wl)..masilllo!rcllor, Warasdin. Micdh^' Kaiser von Oesterreich. Ärandstätter, t. l, Unterarzt, " HB' Mohren. Sittia., giaomannsdorf. - Troftmail« Kadetten, Wien. — Kosmac, Trifail. Meteorologische ^ "^ i^Z zZ : ts 5 ^ "« ^ I« ^ -^ K _^_ « ^ ^ ^____"^ < ' 7U.M9, '7^,i6 ^1^-0 SW, f. fchw. Nebel ^ 22, 2 „ N. 7'!6 08 4-21 0 SO, f. sch,v. he'te^ 9 „ Ab, 7lt7!!'; ^15 4 NO. s. schni, st"»"^"^ Vs' Morgens Nebel, tagsüber heiter, sternenhelle ^ol»^ Tagesmittcl der Wärme -j- 16 5«, um 19" unl« dem^>^ Verantwortlicher Redacteur: Otto mar NaM^^ Vl)^1^v(^^(l)l. Wien, 21. August. (1 Uhr.) Die Stimmung war sehr wesentlich gebessert, wurde aber dann durch interne Äorsmvorgäuge cinigermaszen gestört. V«lb Ware Papierrent«........62 45 62 55 EUberrente........6455 6465 Goldrente.........7270 7280 Los«. 1830........306— 308- . 1854........10775 108 — . 1860........11175 112- . I860 (Fünftel) .... 120 50 121 - . 1864........142- 142 25 Ung. Prämien.Unl.....80 50 80 70 Kredtt-Ü..........^2 ^. 162 50 ^udolfs'L........14.75 1525 Pramienanl. der Stadt Wien 92 90 93-Nonau-Negullerungs-Lose . . 104-50 105'-Domänen «Pfandbriefe . . 13975 140 25 Oesterreichischc Schatzfcheine . 98 50 99 -Ung. bperz Goldrcme . . . tzg.^ g^y Ung. ElsenbahN'Anl.....^.^ ^125 Ung. Schatzbons vom I. 1874 11250 11275 Unlebcn der Stadtgememde Wlen m B. V......9475 95 — OruudentlaftunsS-Dbligatlonen. »öhmen.........l02- 10? - «lliederästerreict, ......104 50 105 — «eld wait Galizien......... 8.'l?5 84 75 Siebcnbürqn,....... 75— 7550 Temescr Vanat...... 7« 25 76 75 Ungarn.......... 7830 79 — Actien von Vanlen. ' Velb W«e Anglo österr. Vauk..... 107 75 107 50 Kreditanstalt....... 259'50 259 75 Depositenbank....... 1(»1 - 1«:; — Kreditanstalt, uugar..... 22(i 75 22? — Natiunalban........ 812 - 814 — Unionbanl........ 68— 6850 Verlehrsbant....... —-- —-— Wiener Äanlvcrein..... 107 — 107 50 klctien von TransportUnterneh» muugen. Geld War« Alfäld.Bahn .......122 - 122 50 Donau-Dampfschiff..Gesellschaft 478 — 430 -- Elisabcth'Wcstbahn.....166— 16650 Ferdinands»Nordbahil . . 1980-1W5 — Trllnz-Ioscvh.Oahn .... 132 — 13250 V«ld Ware Galizische Karl'Ludwig. Nahn 234 75 235-Kaschau-Odcrbcrger Bahn . . 106 50 107 — Lemberg-Czcrnowiher Bahn . 129- - 12!» 50 Lloud . Gesellschaft.....523—526 — Oesterr. Nordwcstbahn . . . 114'— 11450 Rudolfs-Äahn.......121- 12150 Staatsbahn........256 25 256 50 Südbahn.........73— 7350 Theisl-Bahn........19i 50 1!)250 Uilgar.-galiz. Verbindungsbahn 90 50 91- Ungarische Nordoslbnhn . . . 120— 12L50 Wieuer Tramway-Gescllsch. . —— --— Pfandbriefe. Allg.öst.Vodentreditanst.(i.Gd.) 107 50 108- „ « „ (i.N.-V.) 94 75 95' - Nationalbanl.......9930 9940 Ung. Äodentrcdit-Iust. (V.--V.) 93 25 93 50 PrisrltätsDbligationen. Ellsabeth.B. 1. Em.....91 — 9150 Ferd.-Nordb. in Silber . . . 105-50 106 -Frlluz'Ioscph. Vahn .... 88- 8525. Gal. Karl-Ludwig^Ä., 1. Em. 100 25 100 75 Ocstcrr. Nordwcst-Vahn - - A^ ^,^ Sicbenbürgcr Nahn . - - ' <^« ^?b Staatsbcchn l. Em. ... - !?n2l> ^.5«) Südbahn » 3"/,..... - ^5.^ " ^ Südbahn, Nous...... Devise... 55A Auf deutsche Plä'l)c . . - - ' ,ii.ül1 l. London, lllrze Sicht . . - ' ^5 90 ^ London, lange Sicht . . - ' ^lb Paris........ - ' Veldssrten. ^^ ^ Velb ^. 5fl.^ , Dulaten .... 5 fl. 51 " 9 , 2d Napolconöd'or . 9 „ 2? " ^ , Deutsche Reichs» 5^ " aü ^ banlnotcu. . . 57 ^ 17 "M ^ Sllbergulden . . 100 „ ?" " -------------- ati""^. Kraiiuschc GrundentlastungS' ^^ ^^ Priuatnoticruna: Geld ^'^^ö bi^ Nachtrag: Um 1 Uhr 1b Minuten notieren: Papierrente 62 40 bis 62 50. Silberrente «4 50 bis 64 60, Goldrcnte 7275 bis 72 85 K>ed't 259- - bis 25925. Anglo 1" London 115 50 bi« 116 —. Napoleon« s'2? bi« 9 2« Bilber 100 75 bis 100 85