EINZELPREIS: wochrala^ If li|)f ^ ^nittlag-SfMiJilag Ii Hpl marburgtr gtUuno Amtliches Organ des Stelrlschen Heimatbundes ßadgasse Nr. 6, Fernruf: 25-67 Erscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der Sonn- unU M« 1 1 Ir dl« bchriftlehung nur auf Fernrnf Nr. 28-67 Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einschl. Postge- ;»♦ Unyerjangte Zuschriften werdtn nicht rflckgesandt. — I3ei bühr; bei Lieferung im Streifband zuzü^l. Porto; bei Abholen in der Ueschäftsstelle fragen ist das Rückporto beizulegen. PostBcheckkonto Wien Nr. 54.608. I^l 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 ziizligl. 3ö Hpl. Zustellgebüljr Otr. 39/60_JRor&uro o. 6. g)rou, 0ani0tao/@onntao, 28.9e6ruar/i. !31löri 1942 82. ^aOrgang Der Kriegsbrand nähert sich ständig Amerilia D«Mtlch« und Japanisch« U-Boote zaratörton trügerische Illusionen T 0 k f 0 , 27. Februar. Die gcsaitito iapanische Presse würdigt aip PoiMerstAg In ausfühfllcbeti Betrach-tuii|in die psychologisclie und praktische BedMtttng des vom Hauptquartier inzwischen bestätigten Angriffs der Japanischen U-Boot-Waffe gegen ttijlitftrtsche Einrichtungen an der kalifornischen Küste Im Augenblick der Kaminrede Roosevelts. Amerikas agressive Außenpolitik, %o schreibt »Tokio Asahi Schimbun«, resultierte aus einer Oberschätzung seiner bewaffneten Macht. Dieses Vertrauen in seine eigene Stärke schuf die Illusion, daß ausschließlich Amerikas Willen das Weit-gesehenen bestimme. Die Votstellung, daß die USA den Weltpolizisten spielen und überall ihre Richtlinien für gutes Beneh-^ nien aufstellen können, geht aus allen Reden Roosevelts und seiner engeren Mitarbeiter hervor. Die Anti-Achsentänder gaben sich der fromen Ittuslon hin, daß die küint)inierte Flottenstärke Amerikas, Englands und Hollands dreimal größer als die japanische Flotte sei nnd daß Japan lu Kreuze kriechen müsse, wenn Amerika mit seiner angeblichen MititUr-gswatt einen Doiitischeii Druck auf ja* pan ausQbe. ^It Kriegsausbrucb wurden die Amenl^aner jedoch zu Wasser und zu Lande geschlagen und der Kriegsbrand nähert skh stetig Amerikas Gestaden. Nicht weniger aufsehenerregend ist die Maseenversenkung amerikanischer Schiffe durch deutsche U-Boote In d«a Atlantik-Oowlssern Amerikas als die Attsdehnung der Japanischen U-Boot-Ope/atk)nen bis i^ar ^erikantschen Pazifik-Ktlsttt. Das USA-Volk ist aoe dem Tranm seiner bewaffneten Überlegenheit aufgeweckt wo*, den. Amerika wlrtscbaftllch blockiert Die In Washington durch den Angriff verursachte Aufregung ist leicht vorsteli-bar, schreibt »Kokuhfn Schlmbun«. Amerika werde von der japanischen Marine jetat wirtschaftlich blockiert und Hawaii, Midway. Johnston und andere vorgerückte Stutzpunkte seien vom Hauptland isoliert. Die Bombardierung werde di?r arroganten Dollarnation zum Bewußtsein bringen, daß die Zukunft fhr noch schwere Schläge bescheren werde. Das Vertrauen zu den USA erschüttert »TokioNitschi Nitschi« stcHt fest, von einer USA-Beschützung des gesamten amerikanischen Kontinents könne angesichts der erfolgreichen Gegenaktion der Achsenmächte nicht mehr die Rede sein, denn Amerika sei kaum imstande, seine eigene Küste zu schützen. Dae Vertrauen der ibero-amerikanlschen Länder in die USA sei erschüttert und eine einheitliche Gesamtpolitik kairm noch durchführbar. Aneh BSA-msImscMIfalirt nicM BWiirtlclNr Berlin, 27. Februar Unter dem Etoidruck der stflndig steigenden Versenkungsz'.ffefn an der ame-rikuifdchen Külte sah sich der amerikanische Marlneminister Knox genötigt, xu-zuget>en, daß bis jetzt 114 amerlkanieche Scniffe an den Küsten der USA angegriffen worden seien. knox kann also nicht mehr löncer seine alte Taktik befolgen, die Erfolge der deutschen Unterseebootwaffe zu verkleinern und davon zu sprechen, daß sich unsere U-Boote durch ihre Einsätze im Atlantik und im Miitelmeer »verausgabt« hätten. Das Geständnis von Knox ist der beslo Beweis fUr die Tataacbe, üaA auch die amerikanische Küstenschiffahrt nicht [ einmal im angeblich so sicheren ameri- ■ kanischen »Mittelmeer«, dem Karibischen Meer, von unseren U-Booten sicher ist. Die ölzufuhr aus den kariblschen Pro-1 duktionsgebicten ist schon jetzt durch die Tätigkeit unserer U-Boote in einem ; solchcn Maße gefährdet, daß Venezuela, I das wichtigste Öl-Produktionsland Südamerikas, bereits schwere Bedenken hat, seine Sciiiffe weiter ausfahren zu lassen, da die Verlustgefahr zu groß sei. Knox wird die Erfahrung machen, daß sich die planmäßige Zusammenarbeit der Achsenmächte auch auf See für die USA noch weiter sehr unliebsam auswirken wird. Heftige Rample aal der Krim Hohe feindliche Verluste Führerhauptquartier, 27. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: , Auf der Krim wiesen deutsche und rumänische Verbände feindliche Angriffe gegen die Front vor Sewastopol und auf der Halbinsel Kertsch unter hohen Verlusten für den Gegner ab. Auch auf den übrigen Fronten im Osten scheiterten zahlreiche Angriffe der Sowjets an der Widerstandskraft unserer von starken Luftstreitkräften unterstützten Truppen. In Norddfrika lebhafe Tätigkeit deutscher und italienischer Aufitlärungs-kräfte an der Cyrenaika-Front. Trotz ungünstigen Wetters wurden die Hafenanlagen von Tobruk bombardiert und motorisierte britische Kolonnen mit Bomben und Bordwaffen angegriffen. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen britische Flugplätze der Insel Malta. Der Feind griff in der vergangenen Nacht einige Orte des norddeutschen Küstengebietes an. Zwei britisch^ Bdimber wurden abgeschossen. Deulsdie Lultwalle an der ganzen Ostfront sehr aktiv Berlin, 27. Februar. Starke Verbände deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge fügten den Sowjets am 2t). Februar wieder außerordentlich hohe Verluste zu. Besonders im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront, wo auch starke Jagdverbände eingesetzt waren, hatten die Angriffe große Wirkung. Dies beweisen die schweren Materialverluste des "^eindos, der niirh bisher vorliegenden Meldungen in diesen beiden Räumen 1.3 Geschütze, 18 Panzer und 335 motorisierte und bespannte Fahrzeuge durch Bombenwürfe und Tiefnngriffe verlor. lapaner In den Vororten von Rangnn Burmas Hauptstadt von den tugländem bereits als »wertlos« ürklltrt Tokio, 27. Februar! Der Hundiaiik von Saigon berichtete am Freitag morgen, wie Domei meMet, dal Japanische Truppen In die Vororte von Ran«un elnsednuiKen seien. Nach MeWunge« aus Mandalay sden die Ver-blndufigen der eogUsclien Truppen mit Rangun uitterbro€lie0 worden. Her Londoner NachricliiemlieHsf baut vor Dieser neuen Lage trägt der Londoner Nachrichtendienst dadurcli Reclinung, daß er verkündet, die burmesische Hauptstadt hätte ihren Wert eingebüUt 0)i seitdem zwischen Indien und China eine Ersatzroute für die Burmastraße gefunden sei. Eine Route allerdings, die britischen Sachverständigen gemäß vorerst auf dem Papier steht. Tagszuvor hlefi es allerdings im gleichen Nachrichtendienst noch, daß Ran-gun ein zu kostbarer Preis sei, als daß man diese Stadt den Japanern kampfkis überlassen könnte. GroOsorecherisch hieß es f>srner vor einigen Tagen, daß »Rangun niemals in der Oeschichte wich- tiger gewesen sei als jetzt«. Das ganze Gebiet werde von »chinesischen, amerikanischen und britischen Streitkräften verteidigt werden, denn die Verbündeten seien sich der Gefahr bewußt und handelten dementsprechend einmütig«. Et» ist das alte Lied. Solange eine Stadt oder §onst ein wichtiges Gebiet nocli weit vom Schuß entfernt ist, kann man in England nicht groß genug damit tun, wie wichtig und bedeutungsvoll gerade diese Stadt oder dieses Gebiet sind, und mit welcher Zähigkeit und schwer über-windlichen Stärke man sich gerade dort zu verteidigen gedenkt. Man spridit von umfassenden Vorbereitungen und vom Kampf bis zum letzten. Sobald die Briten dann aber merken, daß es ernst wird und daß sie ihre Stellungen nicht halten können, sind die vorher so überaus wichtigen und bedeutungsvollen Städte und Gebiete plötzlich völlig wertlos. So ist es jetzt auch mit Rangun. Nach-d'i^m sich die Japaner auch durch den erbitterten britischen Widerstand am Skittangfiuß nicht haben aufhalten lassen, hat Rangun über Nacht seinen Wert eingebüßt. Saeichlacht auf der Höhe von Bali Vier feindliche Zerstörer versenkt, zwei Kreuzer, ein Zerstörer schwer beschödlgt Das kaiserliche Hauptquartier gab am Freitag bekannt, daß im Verlaufe ehier Seeschlacht auf der Höhe der Insei BaP japanische Seestreitkräfte zwei nord-umerikanische und zwei holländische Zerstörer versenkten, sowie zwei Kreuzer und einen Zerstörer schwer bfeschä-dlgten. Brfoloe der iapanisclien LullwaflR Die Erfolge der japanischen Kuftwaff' reihen sich denen zur See und zu Lande würdig an. So griffen japanieclie Annte- flugzeuge, wie amtlich bekanntgegeben wird, am 25. Februar den Flugplatz Min-galandofi in Burma an. Dabei wurden in Luftkämpfen und am Boden 34 feindliche Flugzeuge vernichtet. Drei japanische Flugzeuge sind bisher von diesen Operationen nicht zurückgekehrt. Das kaiserliche l^auntquartier gab heute ferner bekannt, daß im Raum von Neu Guinea und Nicderländlsch-Ostln-dien operierende japanische Marieflug-zeugne zwischen dem 18. und 25. Februar IH) Flugzeuge abschössen oder am Boden aereiöften. Tag der deutschen Inllwalle DI). Berlin, Februar Als der Führwr dem Reichsmarschall am I. März 1935 ccn Befehl gab, eine deutsche Luftwaffe als selbständigen dritten Wehrniachtteil aufzustellen, war dies keineswegs etwas Selbstverständliches, denn bei l^ehier Großmacht war die Luft^'affe in der äußeren Form eines wirklich alle Milte! des l.uflkriegos umfassenden selbständigen Wehrmachtteiles organisiert. Vielmehr bestanden c'.ie ver-soh'edensten Unterstellungen unter Heer und Marine mit einzelnen Teilen oder Waffengattungen, wobei wied'Oruni andere bestimmte Tcüe ein mehr oder weniger selbständiges. Ddscin führlen. Die besondere Organisation in Deutschland entsprang der F.rkenntn's, daß uie Luit-waffe berufen erscheint, ein Hauptmittfl dazu zu werden, die Erstarrung des Krieges im Schützengraben zu überwinden. Der Führer, der als einfacher Soldat den Schlitzengrabenkrieg voll ausgekostet hatte, hatte mit genialem Weitblick im Motor, und zwar besonders im Panzer und' im Flugzeug, das Mittel erkannt, das der 'Kriegführung ein vOlllg neues Gc-« präge geben scHHe. F-ilhrer und Pcivhs niarschall erkannten ferner, tiaß die Luftwaffe in der Lage ist, — gleichmäßig über Land und Meer — entscheidend in den Kannif einzugreifen; untl sie erkann-» ten auch, daß c.le Luftwaffe mit ihrer, den Raum überwiiidenden Schnelligkeit blitzartige Verlagerungen des Schwer-pimktes erlaubt. Entscheidungen, die dk Luftwaffe errang. Zu dicHcn Erkenntniiiscn haben sicli im Verlaufe dieses Krieges weitere gc-SflH, die erst >"o recht die rir(>ßc /.f'S Entschlus^ies und den Wctti)lick der Führung erkennet] laevsen, die die LuUwaffti nicht nur als selbständigen \V ehrmaehticil, sondern aueh als einen Faktor angesehen hat, der Schlachten und Feldzuge mit m entscheicen vermag. Damit wurde der Luftwaffe jener Geist in die Wiege gelegt, der sfie durch jahrelange Erziehung und Erprobung zu größten Taten und Siegen befähigte. Als Holen- und Westfeldzug vorüber waren, hatte sich schon gezeigt, daß die Luftwaffe nicht nur Schlachten, sondern auch Feldzüge entscheidenc' zu beein-flußen vermat»', wenn es ihr gelungen ist, die Luftherrschaft zu erringen und dann nodi mit starken Schlägen in den Erdkampf einzugreifen. Eine Umfassung aus der Luft konnte ein Im schweren Erd-kampf stehender Gegner nicht durchstehen, wenn die eigene Abwehr in öt-r Luft zerschlagen war. Mit Bcg'nn des jahres 1941 ergaben &ich durdi das Eingreifen der deutschen Luftwaffe in die Mittelmeer-Kämpfe erstmalig neue Gesichtspunkte. Die Luftwaffe war in der Lage, trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der britischen Flotte, den 'I rans-port der deutschen Afrika-Kämpfer in dem S'nn sicherzustellen^, dafi sie auch die Fliegertruppe des Gegners an emer Gefährdung des Transportweges verhinderte hidem sie seine Stützpunkte, vor allem' Malta, für die krlttsche Zeit weitgehend außer Gefecht setzte. Darüber hinaus konnte die Luftwaffe in den wegearmen Weiten der Wüste den Feind i" seinem empfindlichsten Punkt, im Nachschub, so treffen, daß der Kampf der Erdtruppen sehr erleichtert wurde. Hier sieht man zum ersten Mal die Luftwaffe in einer neuen, doppelten Fimktion: Übergreifen aus cem engen, örtlichen Krieg in größere Räume und Kampf gegen ^ine unserer zahlenmäßig überlegene See-niachl. In die.ser Hinsiclit hatte Narvik ein eindrucksvol'es Vorspiel giSiefort. Der Halkan-Feldzug brachte zunächst auf dem Festland neben der schon gf--wolinten bUtzartigeii Niedcrkäiiipfung Seite 2 Marburger Zeitutig»/ 38. Februar/1. März 1942 Nummer 59/60 der feindlichen Luftwaffe und der damit errungenen Luftherrschaft das nachfolgende wirkun^isvoile Eingreifen zur mittelbaren und unmittelbaren Unterstützung i'e.s Heeres. Die Luftwaffe erv^'ies sich ■ luch in dem unwe^'sanien 0<'lünde des Balkans, in deu unübersichtlichen Schluchten und Tälern und auf primitivsten Flu^-l'lüt/en in schwierijjcr flie.t{crischcr Lage, durchaus fähig, ihre Krafie zu entfalten. fnd dann Höhepunkt Kreta l.inen Hüheptinkt der Leistungen unse-ler Liiitvvatle bildete das Unternehmen gegen Kreta. Neben Flieger-, Flakartillerie- und Nachrichtentruppe waren Fallschirm- um! Luftlandedivisionen, Oebirgs-jäger und Verbände der Kriegsmarine un-ler einheitlichen Oberbefehl eines Generals uer Luftwaffe zusammengefafit. Galt es doch gegen eine weit überlegene feind-I che Seemacht, eine vom Gegner bis zum äußersten verteidigte Inse'stellung im wahrsten Sintie des Wortes von der Luft .lu-^ xu nehmen und zu erobern. Die Luft-uatfe erhärtete hier neuerlich den Satz, i'aß eine feindliche Flotte sich im vollen Wirkungsbereich einer iHDerlegenoti Ijuft-waffe nicht halten kann tnid erbrachte erstmalig uen Beweis, daß Eroberungen .'US der Luft im größeren Stile dtirchführ-l>ar sind. Unter dem Schulz der deutschen Liiftgesehwader konnten später auch über See Verstärkungen für tiie Kreta-Kämpfer (.iitsandt werden. Voraussetzung aber war die errungene Luftherrschalt, die Vertreibung der feindlichen Flotte ur>d das Überbrücken des Raumes. Erstmalige Aufgaben auch im Osten Das Moment der überbrückung des Raumes ist während des Ostkrieges na-inrgemäß besontlers deutlich in Erscheinung getreten Dieser Feldzug hat tlie l.uftwafte, wie die gesamte deutsche Wehrniaclii, vor erstmalige Aufgaben ge-stelll. Für den deutschen SoldattMi haben sich kontinentale f-fäume und Weiten auf-getan. Was in Norwegen und im Mittel-ineer vereinzelte Aufnahmen waren, wurde im Sowjet-Feldzug erstmalig zur It'ege!. Der l.uilwal'fe oblag neben den gewohnten Aufgaben in dringenden • und wichtigen Fällen die Verbindung zwischen lien obersten Kommandostellen, sie über-i^lun Schuf/, und Unterstützung der Pan-/cfspit/en, .vie konnte m Fällen der Gefahr Verstärkungen aul weiteste Entfernungen heranbringen. D.e gerade im Osten wegen (ier Dünnmaschigkeit der Verkehrswege so w'chtige Aulklärung gegnerischer Absichten, die Störung der Bewegungen des I eiiides waren oft von entscheldeuucr l'»edeuiimg. I)ie iMihrung der Luftwaffe wurde vor die Aufgabe gestellt, in Angriff und Verte'digung mit Sorgialt unter den Llber:ui> /.ahlreiclien Mög.ichkeiten /u wätilen; denn .sie konnte nicht, wie itw.i über i.en Schlachtfeldern des We-^lens, ein schützender. Dach oder eine Wolke der Zerstörung über fast alle in l-rage kMimnenden Räume spannen. Dali der üstkrieg mit i>einen ungeheuren Räumen für die Luitwaffe neben neuen Ij'ialirungen äiich Siege n'e gekannten .\ijsmaßes gebracht hat, kann man allem ;;U> der Ziffer von über 17.000 vernich-kten sowjetisclien Flugzeugen ermessen, Moderne Technik und höchstes Aten- Schentum Die deutsche Luftwalle, ideale Verei-iii^ung moderner Leclinik und böchsien .WenschentuiiK, ktjiinle dank ihrer reichen l.ri'alirung aus den vergangenen Feldzügen t^nd der dann erworbenen Siegeszuversicht vor allem aber dank dem Bewußtsein, das ihr von Anfang an diurch eie oberste l'ührung eingeimpft wurde, Schlacht- und siegeiUscheidend sein. Iis ist kein ZutaM, sondern das Ergebnis reifer Erkenntnis mul zweckbewußter Arbeit, wenn Stukas und Torpedoflug-/viige gerade auf der Seite der jungen Naliojien /u einem Begriff für Freund und l'eind geworden sind. Rebellion australischer Truppen in Syrien d a n a, 27. Februar Über die Rebellion einer kleinen austr.i-lisclien Garnison iti Nnrdsyrien, an der Strecke iles Taurusexpreß unweit des an tler türkischen Grenze gelegenen Dorf^.'S Radscho wird aus Aleppo berichtet. Die australischen St>ldaten, deren wiederholte Forderung auf Rückbeförderung in die bedrohte Heimat nicht Folge geleistet wurde, machten plötzlich einen Angriff gegen das Bahnhofgebäude von L'adscho kurz vor Ankunft des Tauru«!-e.xpreß. Sic nahmen das Bahnhofgebäude unter MG-Feuer. Dem Bahnhofvorsteher und seinem Personal gelang es, sich auf dem Stellwerk zu verschanzen, von wo aus sie telefonisch Einsatz aus Aleppo herbeiriefen. Englands fürchterliche Tonnagenot Churchill kann das Geraune um die Schiffsverluste nicht mehr xum Verstummen bringen Berlin, 27. Februar. | Seit Churchill in seiner letzten Rede das Wort vom ;>sehr ernsthaften Anwachsen der Schiffsverluste« ausgesprochen hat, ist es in der englischen öffentlichkeit nicht mehr still geworden um das Tonnageproblem. Bis zum Kriegseintritt der Vereinigten Staaten und unmittelbar danach wiegten sich die Engländer in dem Gebhl des Vertrauens auf die Stärke und Standfestigkeit des größeren Bruders. Der Verlauf des Krieges im Pazifik und das erfolgreiche Auftreten deutscher U-Boote unmittelbar vor den Küsten Amerikas haben nun gezeigt, daß die englische Hoffnung auf Entlastung getrogen hat. Der Ernst der I.age ist der Inselbevölkerung mit brutaler Deutlichkeit wieder vor Augen getreten. j Muß England den Riemen noch enger i schnallen? | Die schmerzliche Wahrscheinlichkeit,' daß England den Riemen enger schnallen muß, der »Evening News« gestern Ausdruck gab, bestätigt heute Landwirtschaftsminister Hudson in einer Rede in' Exeter vor Bauern nus Devon. | »Was immer sich jetzt auch ereignen mag, welche Erfolge unsere sowjetischen Verbündeten auch erringen mögen, nichts kann die Aussichten für unsere Ernäh-i rungslage im nächsten Winter irgendwie! besser gestalten, als sie in diesem Winter waren«, sagte er in seinem Appell, der dazu veranlassen soll, mehr aus Englands eigener Scholle herauszuholen. Eine fUnf-prozenlige Erhöhung der landwirtschaftlichen l:.rzeugung würde mehr als Iji-.Willioiieii Tonnen Schiffsraum einsparen, meinte er. Das genügt aber nicht! -/Heute, wo mir die Schiffsverluste und die zunehmenden Einfuhrschwierigkeiten bekannt sind, sage ich Ihnen, daß wir sogar nochj höhere Ansprüche stellen müssen, jede, weitere halbe Million Tonnen Schiffsraum kann einen beträchtlichen Unterschied der Ernährung herbeiführen,« Die Unterhäusler meckern Im Anschluß an dic'Rede des Ersten Lurds der Admiralität Alexander über die Kriegsschiffverlusle Englands kam auch im Unterhaus die Sorge um die weitere] Versorgung beredt zum Ausdruck. Die Sicherung der Geleitzüge erscheint den Abgeordneten nach den letzten Erfolgen der deutschen U-Boote im Mittel- und Westatlantik keineswegs ausreichend, und^ mannigfache Kritik an den Maßnahmen ^ der Marineleitung wurde lauL So erklärte der Labourmann Ammon, es sei Zelt, »aus den erteilten Lektionen wirklich die Lehre zu ziehen.« Die fehlende Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe wurde allgemein bemängelt. Auch wurde behauptet, das Arbeitstempo auf den britischen Werften sei viel zu langsam. Ironie erntete Churchills kürzliche Äußerung, der Marsch der deutschen Schlachtschiffe durch den Kanal sei ein »Vorteil« für England gewesen.* Ein Parlamentarier fand diese Behauptung »sehr überraschend« und »rticht am Platze«. Das englische Volk habe darauf auch sehr schlecht reagiert. Ein aufschlußreicher Jahresbericht Nun erscheint auch der Jahresbericht der englischen Schiffahrtskammer. Selbstverständlich vermeidet er Einzelangaben, aber er stellt klar und mit dürren Worten fest: »Im Augenbhck herrscht ein bedenklicher Tonnagcmangel. Er wird durch den V^erlust der Durchfahrt durch das Mittelmeer für England noch verschärft. Gerade dieser Faktor bedeutet eine Verminderung der Effektivität auf den Empireverbindüngen utn 30 V. H. Die Reise um das Kap nitnmt vier Monate in .Anspruch. Jedes Schiff kann deshalb nur drei Rewen jährlich nach dem Nahen Osten durchführen. Zahlreiche Schiffe sind außerdem beschädigt und müssen länger oder kürzer Tlau-ernden Instandsetzungsarbeiten unterworfen werden.v; In einem anderen Abschnitt behandelt der Bericht das -Ansteigen der britischen Schiffsraumnöte durch den Krieg im Pazifik; »Der Eintritt Japiius in den Krieg bedeutete eine erhebliche V'erschlechte-rung der Lage. Die Verluste im ostindischen Raum waren groß, besonders bei Hongkong und Singapur. Außerdem wurde es notwendig, das Geleitzugsystem einzuführen, was eine schlechtere Atis- nützung der Tonnage in Gewässern bedeutete, die bisher als sicher galten. Durch den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg hat auch die Zurückhaltung der feindlichen U-Boote aufgehört, die bisher in Anbetracht der Neutralität der amerikanischen Gewässer noch festzustellen war, und die Versenkungen an der amerikanischen Ostküste und in der letzten Zeit im Karibischen Meer waren erheblich.« Wenn wir nur 20 Millionen brt hätten! Auf der Jahresversammlung der Schifffahrtskammer, auf der dieser Bericht erstattet wurde, schnitt der Vorsitzende Philip Runciman in seiner Rede auch die heikle Frage an, wieviel Schiffsraum deti Engländern und Nordamerikanern eigentlich noch zur Verfügung steht. Es ist eine Frage, die angesichts der Churchill' sehen Methode, den größten Teil der Schiffsversenkungen einfach in seiner noch aus dein Weltkrieg bekaniiten Schreibtischschublade verschwinden zu lassen, alle Kreise des englischen Volkes ständig in Aufregung hält und daher zu den verschiedensten, sich oft diametral gegenüberstehenden Wortmeldungen mehr oder weniger koitipetetiten Persönlichkeiten Anlaß gab. Runciman sagte hier vor einem Kreis Wissender: »Mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln müssen wir auf eine Handelsmarine von wenigsrtens 20 Millionen tfrt hinausarbei-ten Dies ist unsere erste wirkliche Tat für die Zukunft, ohne welche alle militärischen Vorbereitungen wertlos bleiben.« 20 Millionen brt Schiffsraum zu erreichen, das ist also das Ziel der seit einigen Tagen zusammengeschlossenen englischen und USA-Handelsflottel Merken wir uns, daß ein wirklicher Sachverständiger es aufgestellt hat. Neae Aprordnung Im besetzten Osten Die von den Sow.iets versklavten Hauern werden frei Berlin 27. l^'bruar. Der Reichsminister für die besetzten Ostj^ebiete, Alfred Kosenberg, liat im Einvernehmen mit dem Beauftragten für den Vierjahresplan, Reichsmarschall Göring, eine neue Agrarordnung für die bereits von der Zivilverwallung übernommenen Gebiete der früheren Sowjetunion in den Grenzen von 1039 erlassen. Die neue Agrarordnung beseitigt die Kollektivverfassung und das zu ihrer Durchführung bestimmte sogenannte »Musterstatut des landwirtschaftlichen Karteis«. An die Stelle des bolschewistischen Kolchosensystems tritt eine neue Ordnung, die in verschiedenen ineinanderfließenden und sich ergänzenden Formen die LandbeviHkerung des Ostens zur individuellen Bodenbe-w irtschaftung zurückführt. Aus verständlichen Gründen ist es nicht möglich, die seit zwei Jahrzehnten mit allen Mitteln der Gewalt befestigten bolschewistischen Methoden zur praktischen Versklavung des Bauern nun von heute auf morgen umzustellen. Die aufgelösten Kollektivwirtschaften werden daher zunächst in Gemeinwirtschaflen umgewandelt. Aus diesen Gemein wirtschaften entwickelt sich die individuelle Wirtschafts-fonm in Gestalt der genossenschaftlichen Latidbauweise und des Einzelhofes. In der Landbau-Genossenschaft wird das bisher gemeinschaftlich bewirtschaftete Land den Alitgliedern zur selbständigen Bearbeitung und Nutzung zugeteilt und nach einem festgesetzten Plan einheitlich bebaut. Unabhängig von der endgültigen Gestaltung wird das bisherige Hofland zum Privatbesitz erklärt, von Steuern befreit und kann auf Antrag vergrößert werden. Die Viehhaltung unterliegt in Zukunft keinen einschränkenden Bestimmungen. Im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht gilt die neue Agrarordnung auch in den von den deutschen Truppen besetzten Gebieten, die noch nicht von der Zivilverwaltung llber-nommen worden sind. PK.-Aiifnaliine; Krlcubbcriclitcr WiiiKlshaniintr, Jnworsky, Grosse (Wb.) Zum Tag der Luftwaffe Oben: Die fliegeiulen Maitischp (Z''rstö'er) sind schon länjjst dbr Schrecken aller feind-hchen PlieKcr. — Unteti: Der Beobachter einer He. 111 feuert am MO. auf einen feind-ticheu Uas Gesiebt des deutscheo Plieeers. }li untdäßH iiÜßk Unterhaus —- hisUos. Wie „Daily Telegraph" mU biUerer Beschwea-de xnitlbeiltl, werden die ßcratung^en des britischen Parlaments im allgemeinen von kaum niifjhi* als einem Zehnlei der Abgeordneten besucht. Selbst bei der Beratuiig wichtij^er Heeres vorlagen seien kürzlich iiicht mehr als 6ü Abgeordnete erschienen. Von diesen verschwanden sehr bald mohr als die Ilälfle. 62 engUa>chi^ l'^hrejnvorle ({ebroehpiu .Egypten hat bisher 62 englische Gcntle-nian-Ehrenwoi'te und ein Versprechen einer englist'.iien Königin erhalten, dalJ die britischen Truppen dos Nillal räumen würden, stellt oine Erklärung de*' Organisation der äj^yptischeji Auslands-Studenten, fi'sl, Ueion Leilungs^uisschuß in Genf zusani-niengeireten Ist. In der gleichen Erklärung sprechen die ägyptiselien StudiMiten ihr Vertrauen yuf den Sieg der deutschen, italienischen und japanischen Wallen aus. USA-Gpfanyom inarh«n ia Jaiion Oedlantl urbar. Wie aus Tokio gemeldet wird, win'-den USA-^lefangene aus Guani und von der Insel Wake zur Urbarmachung von Ödland eingesulzL Der japanische Lagcrkom-niandant gab l)ekannl, daß nach aji-derthalbmonatiger Einfiewohnunj^ die Gefangenen jetzt für ihren Uulerhnlt arboiton niül5len. vudo aus dem Zurhthuus. ,„\e\y York Herald Tribum^'* ti'ilt mit, dat5 die Verbreelhrkolonie des Zuchthauses von .\flioa bereits für KXM) Dollar lleilrags-niarkeii für die anierikanisehe Verteidigung gekauft habe und daß die in Alliea unlei-gebraehti'n Raubmörder und Gangster be. gi'istert auf wrschiedem». Vorteile Aei'zich-len. um nur die heilige Sache des l^ilsche-wisnius und der Oeinokratie zu verteidigen. Neger iwwaeheii Wellie, Das USA-Kriegs-(lepai'tement^ stimnile der Bildung einer rteilie von Xegerbatailiom'ii zu. Diese werden eine .Vrt militärischer Polizeiy»nvalt Ijesilzen und dazu dienen, Fabriken, NVohiiliäuser, Brücken und älniliehe Einrichtungen zu bewachen. Dijj; t\Kdru-let also, daß künftig die Neger in USA auf die Weißen anfp>assen. Jüdlsehp Spekiilationshyäne hi I-rank-reitA verhMft«!. Der französische fnnrn-niinisler l'uchcu hat die Verhal'tung des berüehtiglen .luden Haffnel Worms, eines der Teilhaber des Bankhauses Worms, angeordnet. IMe Festnahme erfolgte wegen imifangreieher Spekulationen. Worms kontrollierte vor und während des Krief»es einen großen Teil der französischen Sehuh-induslrie. Außerdem war er Besitzer dvr Helzblätler „fx; Pelit Bleu" und „f.e Oi de Paris" die inzwischen ihr Erscheinen einstellen mußten. Druck and Verlac; MarburKer VcrlaRS- und Druckerci-nos. mb. H. - VerlatcsIeUunff: tRon BnumKortnerr Hauptschriftleiler; Anton Qerschack; alle lu Ma-burr __. Drau. Bndg.isse 6.__ Zur Zeit für AnzeJftcn die Preisliste Nr. I vom 1. Juni >941 jrnitfg. Ausfall der LIeferonK de« Blattei bei höherer Qevalt oder BeirlebsstArniiK elbt keinen Ansumcb »at BftrlrTahlug lUs BentictldM. Zfofliflttcr ?!9/TSD »Watflurtcr Zc!fwi?« 2«. rtsfenrnr?!. Marz t*>ß S«We 3 BükuHü " däs d/udßii IksSiiiulis Di« Fls|i#noii# In lavat HaupttlMll — iFac^faltfti das Oouvaniaurt in Buiteniorg Bittgang lur »lialHgan Kanona« — Kulis ofina täglichen Reisnapf Wenn man nic^t getiau wüßte, daßlken wekicnder OSmhirschhcrdtta die die»2r (räs dahinrtnnfende, von alten Holz- und Steinbrüchen Übersprungene Kanal im Stadtplan Batavias als exotisch funkelnder »Kali Besar« eingezeictinet wäre, könnt© man meinen, an ekier der stillen Grachten Amsterdams zu stehen. Steinerne GfS>belhäu8er init kottenrasselnden Kränen spießcln sich im stagnierenden Sumpfwasser; hinter den halb-blinden Fenstern der Kontore kratzen die t'edern emsig addierender Bürogehllfen, bäuchige Schtitsn wnd feteerte Lastkähne liegen in Rudeln vertäut an den Bollen; es fehlt in dltsem niederländi-sehen Genrebild eigentlich nur noch ein alter Jan mit blauer SchiffermlKze und weißer Bartkrause, der in die Hände spuckt und »sinen Kahn gcmächUch durch das Wasser stakt. Aber dieser Jan bleibt uus; denn wir sind ja nicht in Anister-dam oder sonst irgendwo in Holland, sondern in der Hauptstadt von Java. Die Siedler des tatkräftigen Kotonisa-tors iPi(3terzoon, die sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit ihren Schiffen an die fieberbriitendt Küste Javas spülen ließen und an den R^nd sclinurferade gestochener Kanäle jene nicderlärKllsch-behäbigen l^enai'ssancehäuser Stein um Stein aufbauten, die sie vor Jalipsn in Amsterdam verlassen hatten, zahlten in diesen schlecht zu lüftenden Behausun-gen zweihundert Jahre lan^ der Malaria einen bitteren Tribut. Sobald der rt^te (ilutball der Srane allabendlich zwlscli'sn den sohlatiken Stämmen der Fahnen hing und «chiieölich über der weißen Braudun« Ins Meer fiel, schwirrten aus den Küstensünipfen die Schwärme der An(>-pheles, kleine, unbeachtete Insekten, die die Malaria ins Blut spritzten und weitaus mehr Siedler dahinrafften als unter dem geflammten Kris der sich gegen die weißen Eindringlinge wehrenden Java-nen fiekU' So ist der hOlUndiSülie Kaufmann aus der Fieberzone von Benedenst^d. wie Alt-Batavia genannt wird* nach Weltevreden geflohen. Tagsüber bindet ihn zwar die Berufspflicht an die Schreibtische der Kontorstadt, ab^r sot>aid die lanpen Schatten des Abends (Iber die draoliten fallen, klaippt er da^ Hauptbuch zu und eilt, im Ford oder per Fahrrad auf breiter Doppelstraßc nach dem höher gelegenen Weltevreden, wo zwischen Palmen und tropischen Blumen sein freundlicher Bungatow liegt. Hif^r liotit er, bei Chinin und Oenever den blut* rünstigen An<)t>heles ein Sehniippchen schlagen XU können. Benedenstad bleibt den Chinesen und Javanen überlassen, die allerdings gegen das Qift d^r Malariafliege auch nicht Immun sind, aber der Seuche eine größere physische Widerstandskraft entgegenbnngen. Weltevndden war ursprünglich eine vweiße Stadt« Seit sich fddoch die Mischlinge (Indos) immer mehr in die Verwaltung drängten und selbst in den Tramway-Abteils die Wand zwischen Weiß und Farbig gefa-llen ist, bat jeder zu Ansehen gekommene Indo oder Ja-vane ueben eiu^n europäischen Sakko auch den Wunsch, seine Reismalilzeit an | einetn europäisch gededcten Tisch in' Weltevreden einzunehmen, wie überhaupt die Sucht, den »Iniander« zu kopieren unt^r den sozial bessergestellten Javanen sehr groß ist. Wem der OeW-beutet noch größere Ausgaben gestattet, der aohlägt sein häusliches Paradies in Buitenborg auf, dessen Bergluft garantiert fieberfrei ist. Der Ck>uvenieur von Batavia hat dio-sen verträumten Winkel }avanischer Erde ausfindig gemacht, umrahmt von der bizarren Borte blauer Vuftcankegel und e^gebettet zwischen lianeiibehange-nen Riesenbäumen, grünen Palmenhai-i^en und schillernden Orchideenbeaten. Sler leuchten aucti Über dectn Spiegel , asklarer Teiche und den sanften !?uk- weißen Fronten des Oouvernöurs-Palais, das in seiner Prachtentfaltung «iner fürstlichen Residenz nichts nachsteht. Die weiten Qrasflächen des Parks laufen unmittelbar hi den bekannten botanischen Garten Buitenzorgs Über. Am aiten versandeten Hafen von Batavia, den noch Jan Pieterzoon projektierte und d»:r nun zum Fischmarkt degradiert ist, steht das alte Batavia-fCastell, gegen dessen el^^nbeschlagenes Tor die Javanen unter dem Kaiser von Mataram vor dreihundert und mehr Jahren vergebens anrannten. Im Schatten dieses Tore« reckt sich der Lauf eines fein zisilierten Geschützes, dem das Alter jegliche militärische Betätigung verbietet. Dafür lenkt es täglich den trippelnden Schritt sarongraschelnder, pfirsichfarbener Frauen auf sich, die sich demutsvoll vor der blumenüberladenen Kanone verneigen. Man könnte geneigt sein, diesen seltsamen Kult für eme pazifistische Demonstration ifu halten. In Wirklichkeit bitten die javanischen Evas darum, daß' ihr Heim baW vom bellen Geschrei eines Neugebo-renpn widerhalle. Für den unter dem alten Torbogen schlendernden Curofpäer erscheint der Glorienschein, mit dem die schwarzhaarigen hübschen Frauen aus den Vorstädten eine museale Kanone umgeben, auf den ersten Blick wie ein Buch mit sieben Siegeln, jedoch versteht man die Sprache der stumm bittenden Lippen, wenn man überlegt, daß die Einffs-tx)renen das bronzene Rohr als riesenhafte Darstellung der Zeugungskraft ansehen. Die Liebe zum Kind ist ein ausge-pr^ter Wesenszug des Javanen. Überall s^pfslen die kleinen, nur mit der Haut bekleideten Javanen vor den Kampongs, am auffälligsten wird man an ihre heitere Existenz in Meester Cornelis erinnert, der voWte an der nord-araerikanischen Küste 40 USA-Tanker verk)ren gegangen. — Sowjetarmee im mittleren Abschnitt der Ostfront eingeschlossen und vernichtet. Der Feind verlor dabei u. a. 5000 Gefangene, 27.000 Tote, 187 Panzer, 615 Geschütze. --Zwölfte Umbildung der Regierung Cliur-chill. Der Bolschewik Gripps wird Minister. Starkes Ansteigen der iKJlschewi-stischen Agitation in England. • Sanistas, den 21, Februar: Im neuen Jahr bisher an der Ostfront 56.806 Gefangene eingebracht, wobei die Sowjets ein Vielfaches dieser Zahl an Gefallenen einbüßten; ferner verlor der Gegner %0 Panzer, 1789 Gescliiitze, 1189 Flugzetige und mehr als 8000 Fahrzeuge aller Art. — lAn der nordairikanischen Küste ein britischer Zersiorer und zwei Danipftr torpediert. Sonntag, den 22. Februar: Im östlichen Mittelmoer britischer GeVitzug von deutschen Kampfflugzeugen verniclitet.---Japanische Truppen auf der ostwärts Java gelegenen Insel Bali gelandet. — Infolge erpresserischen britischen Druk-kes auf Saudi-Arabien ruft Italien s*"ine Vertretung aus diesem Lande ab. Montag, den 23. Februar: Deutsclie U-Boote versenkten im Atlantik und an der nordanierikanischen Küste 8 Schifte mit zusannnen 63.000 brt. — Japanisches U-Boot beschießt die Kalifornische Küste, — Erste Sitzung dos Parlaments im unabhängigen Kroatien. Dienstag, den 24. Februar: Botscliait des Fuhrers zum 10. Jahrestag der Verkündigung des Programms der NSDAP. — Rollende deutsche Luftangriffe auf Sewastop<>l verursachen ausgebreitete Brände, riombetitrefier auf Sow>otkreu-zer vor der Fest^nig.^— Deutsche Luftwaffe zersprengt brilisciien (leleltzug an der Ostküste Englands: zwei größere Handelsschiffe schwer getroffen. — oO Transporter mit aus Singapur geflüchie-t>2n Resten der ibritischen Armee wn den Japanern versenkt. — Mißgliiakter Mordanschlag auf Botschafter von Papen und seine Frau in Ankara. Mittwoch, den 25. Februar: hn .Mittel-atlanti'k versenkten deutsche U-Boote aus stark gesichertem Geleitzug 7 Schiffe mit 52.000 brt und beschädigten weitere 6 groOo Schiffe so schwer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. — Die Briten ziehen sich aus Rangun w^eiier zurück und stecken die Stadt in Brand. Donnerstag) den 26. Februar: nie deutsche Luftwaffe belegt Stadt und Hafen Kertich mit Bomben schwersten Kalibers ufid verursacht gewaltige Zer.stö-ningen. — Erfolgreiche Tiefangrifte deutscher Kampfflugzeuge auf den Hafen No-wH>rosisk. den Liegeplatz der sowjetischen Kriegsschiffe an der Ostküstc des Schwarzen Meeres. — Ehiführung der ZivÜdienstpflicht in Italien. AlltatC auf Java (Scherl-Bltderdienst-M.) Unser Bikl eine junge Eingeborctie beim Weben auf den alten prlmtth'en Web- st&hldn. Die Männer scliauen auch hier, wie bef vieleii frernden Völkern, tatenlos zu. Zeichnunc: UMk« NordamerUcaulsche IJeferun^en Abtjr alles nur nüt dem Maul dl» Zt. fikuüt Ukd h fllMtf „Je enttchlostener und ]e harter wir alle die Opfer euff uns nehmen, die dieser Krieg mit sieh bringen mag, um so sicherer werden wir den Frieden erringen, den unser Volk benötigt.** DER POHRII Seife 4 kMarbiirger Zeitune« ?S. Februar/l. März 1942 Nummer 59/60 AUS STADT UND LAND iiiiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiittiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiitiitiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiniiniiiiiiiiiiiminiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin leder Untersteirer ein Glied der VoHtsseineiasdiaft Hier zeige was du icannsl! Iruiit)on\virl oi-ht es allaU'iifllich laut tind bt'wo^'l zu. Da tri'flojt sich iiäin-lii'h cItT lli'rr >chrL'ior. der llci'i* Luulnor luifl <|tT Ht'i-r -NfiosniT n'gt-lniäl.Mjf nacli fitnt reichlichoit Alu-iulessi-n IkM fineni TrofilVii. lu-liii Slamintisi-h lu-rrschl ohtilii'h IvjIh^ Sliniinunf^. Hier wird die \\V1[ L'nu'iirrt. Nach di>ni läglichcii 1,'ult'ri fjisrlififl, das lluvii oiye(uM) In-U'rt';,si'M \v:ir. luiii auch ulwas liir ilic Volksj^i'mciiischafl gflaii wi'nifii, flamil ihi-iumikI sa;4i'n köimle, sie si'i kf'iiii' DimiIscIkmi. Daran karui iiiclif ^ci'ülU'lt worden. üi^soiidcrs (U'r Ili-rr .Sclircior tut ganz gl Wallis'. Wt'Mii i's iiai'lj ihm sti'inrlui (iic (loulschtMi SoUlahii schon läii{ist auf dem .Mars. Allo (läslo, die sicli im (laslzlni-mn* hcfindi'n, machen sicii TiLihinkcn dar-uIh'!', (hili liriT Schrt-'ii'r i-lj^i-nliich niiu-I'nhrci' ciin?r Armee, wenn nichl mehr, sein niüfiU'. IIoiT Lanimr hat «.-s nichl so sehr auf dit^ Kricfilnliriinji ahf,'eschcn, ihm licyt dit-Ivunsl der Diphjnialir vit.*! mein' auf dein Herzen. In der riuen Hand (las Dicrj^las, in der andert'n die dicke Zigarre, iulehiil tr sich ühiT den Tisch luid onlwickell -M'-in«! gewalligen Ideer». Zur einer garu anderen Sorle jiehörl Herl* Miesner. Im (iegenU'il zu siünen bei-( den Tischgenossen hat sein llorizinil die' üreJizon seines 1 F^^inudorles noch nicht rdiersclirilten. lü* findet hier so viel (»e-Ici^eriheit zum Kitifitreilen, dal?» seinem kri-kritischeji lliiek zum Wcllerwandern keine | 'A;it mehr ühriy hhühl. Schade, dali er durch (Ins elLjcni.' (ieschfd't so sehr in Anspruch m-nranmen wird, sonsl kOnnle er es denen einmal zeiy,en. Hi* hahe seiion Immer gi'sagl, «>nswandt'l von iVr.so-nri», die an vi-ranlW4>rtlichi'n Posten — andi're inloressieren ihn niclU —, erreyt immer wieder lias iürslauiien, be.v)nders über die I'"ülle von soffenannleii dunkh*n Punkten, die er ^rof.»!U'li<> herauszuschäl.'n N ennap. l'lrst vor einigen Ta;ien hatte man (u-io-f^enheit. diese drei Straleycn wieder /u t>elauschen. An ihrem Tiscli ^nnft es «ieradt^ oanz hoch her, wie wenn das Schicksal des Yalerlandrs von ihm ans i^elenkl wei'den mül.Me. Uocli ph")tzlicli lu-rrsciile, 'loli'U-slille, denn diireli dii' 'lür trat ein junfjer Man.n, einer Vini demxn, di-r l'in' ilerrn .Nfiesner schon nfl (iespi'ächslliema bildete. Just aitf diese besondere .\rt von Milnienschen zu, und hielt ihin-n eine rote Samnu'lbüelise hin. bat recht tVeinullich iiin ihre Spende .Merklich rückb">n sie. aul ihivn Stuhli'u hin und her, bis sich einei' \on ihnen <'inen Sinti ii^ab und verdrossen ^eine (feldborsi', IK'Ui iJrispiel nuilMen naliirlieh auch die beiden 'I Isehj^enosscn ! il^^en.. .Man merkte es ihnen an, nur sehwt-r urifleii sie in nicht, wo uns die slrahletide Jugeiui mit der Sammelbüchse enliTepnlritt. (relKMi wir den jnn-f^en Sammlern keine PfennifTe, spenden wir von Herzen und teilen wir uns mit der Jugend in der I-'reude, gefüllte Büchsen hei der Siunmelstelle uliliefeni aü können. IL K. Znfall rellef vor dem Lawinentod Der Zufall spielt im Leben oft eine wiohti^re Kolle, manchmal auch eine glückliche. Solch einem Zufall war am I)iensta.iC in Cilli der gute Aus'Sjaiin eines unvorher)^eseheiien Unfalls zu verdanken, dem beinahe ein junges Menschenleben zum Opfer gefallen wäre. Der zehnjährige Ii. P. wagte sich in allzu grolie Nähe des I3ergrückens am Laisberg, die große Lawinengefahr nicht ahnend, tihe sich der Junge richtig umschauen konnte, rollte ehie Lawine an. Noch wollte er schnell einen I3aum erklettern, um dadurch den Schneemassen zu entgehen, aber schon waren sie da und rissen ihn in die 'I,"iefe. Der Junge wehrte sich ungewöhnlich tapfer gegen die ihn einschließenden Schneemauerti. Ks gelang ihm nach ungeheurer Anstrengung die Spitzen der Hände freizube-konnnen, doch hatte er seine Rettung lediglich dem Umstand zu verdanken, daß sich in unmittelbarer Nähe ein Mann ain'hiclt. der den gati/en Vorgang verfolgte und sofort mehrere in der Nähe w.olinende Menschen alarmierte, die r. Jentl, erschienene ist. daß er heute als Arbeitsbeauftragter Pg. Ing. Frank. der Nation mitsamt seiner Ciefolgschaft 1 Nach einer nochmaligen kurzen .An-ini Dienste des deutschen Volkes stehe,' spräche des Hau-ptabteilungsleiters schloß Die Aufgabe des Betriebsfnln^ors bestellt jPg. Ing. Haubner mit einer Aufforderung nicht bloß ij) der sogenannten guten Be-j an die Wirtschafter, sich weiterhin für handluiig der Gefolgschaft oder im ge-i den Aufbau der Untersteiermark mit legentlichen Abhalten von Kamerad-1 ganzer Kraft einzusetzen und einem scliaftsabenden. sondern es geht um dasUsieg-Heil« auf den Führer die Tagung. DIE FRAU IM ANTILOPENMANTEL |nOM\\ von BRCNMIFLDI-: HOFMANX] Copjriglit bv Verlap Knorr & Hlrth Koniiiiaiidit-tcsctlscliuft. Miiiidten I93$» (26. h'ortsctzuiig) >l'm das hierv. vorsetzte Pölitz, w^ih-reml er in die Brusttasche griff, um einige [\apiere herauszunehmen. Er hatte eine trocken knarrende Stimme, die er rücksichtsvoll zu tlänipfen suchte. »Leider muli ich wohl sagen, um eine — hm — im \ugeblick — im besonderen Zusammenhang — auch mir selbst peinliche Sachc.<'' •Deutlicher, bitte«, forderte Gontard schon gereizt und streckte schon die Hand aus, das Papier, das ihm zögernd gereicht wurde, zu nehmen. Er sah sofort, war. für Papiere ee wac^n, n.'imlich Wechsel, vier Wechsel, und er betrachtete sie erstaunt. Sie lantelcn über den Gesamtbetrag von zehntausend .\^ark und waren seit drei Tagen fällig. Sein Blick fiel auf liie Querschrift, und er zuckte zusammen, beherrschte sich aber sofort. Lr schickte einen raschen Seitenblick zu Pölitz, der auf den Teppich niedersah, und den dünnen Mund wie es Gontard vorkam, zu einem hämischen Grinsen verzerrte. Julias Unterschrift! Wie kam sie dazu — Wechsel — in dieser Höhe? Hr drehte die Formulare um, eines nach dem ande- ren. Die Akzepte waren nichl weitergeleitet worden. AVas bedeutet das?« fragte (jontard mit er/:wnngener Rulle. vSind Sie •— ein Vcrtreti-r der BankV Um was fiir eine .\rt Schuld handelt es sich hier? •■Ich versti'he, Sie sind nicht unterrichtet, Herr Staatsanwalt! Nun, es kommt ja vor, selbst in der besten lühe, daß gewisse kleine— hm — Eigenheiten der betreffenden Persönlichkeiten —« » Ich wünsche zu wissen, in wessen Aultrage Sie hier sind«, unterbrach Gontard scharf, »und um was für eine Art Verpflichtung meiner Frau es sich hier handelt — ursprüngl'che Schuld, meine ich. Wollen Sie, also bitte unter Vermeidung abschweifender Bemerkungen darüber .Auskunft gel)en?''< Pölitz zwinkerte heftig mit den .Augen, lächelte deutlicher und bemerkte dann: »Ich versiehe sehr gut, daß S'e Näheres wissen wollen: ich empfand nur d'o vielleicht begreifliche Scheu, in einer etwas heiklen .Angelegenheit —« »Das interessiert mich nicht«, unterbrach Gontard grnb. Pölitz verstummte sofort, und jetzt bi'ckte er* Gontard an. jetzt! fühlte Gontard ganz, deut'ich. 1"> zielt' Jetzt gleich wird er seinen giftir^en Pfeil abschioRen. Und da fh.',': er schon: »^\ein Auftraggeber empfing diese Akzepte als Entschädigimg für einen Verlust, der ihm — wklerrechtlich zugefügt wurde.« In der hierauf entsN^hrndcn Paii-^e stierte der Mann auf Gontard, der re- gungslos und schwer atmenil dasaß. Nun zwinkerte Pölitz nicht im geringsten. Aber seine .Augen wirkten auf den Staatsanwalt leblos und gläsern. >AViderreclitlich — zugefügt — durch wen?« fragte Gontard langsam. »Durch die Ausstellerin.^ Gontard richtete sich auf. >Lüge«, murmelte er zwischen den Zähnen. » Eine Erpressung?« »Eine Ent.schädigung«, erwiderte Pölitz. »Eine Abfindung, wenn Sie wollen. — Durch Beleidigungen werden diese Dinge nicht geordnet, Herr Staatsanwalt.« Gontards Faust schloß sich krampfhaft, so daß die Papiere darin zerknittert \viirden. »Werden Sic die^e Wechsel also einlösen?« fragte Pölitz gelassen. in diesem Falle hat mein .Auftraggeber mich bevollmächtif^t, Ihnen auch die von Ihrer Frau oder in deren Auftrag ihm entwendeten Papiere auszuhändigen. Sie gelangten inzwischen wieder in seinen Besitz.« »Von was für Papieren :, brachte Gon-' tard mühsam hervor, »ist hier die Rede?« »Von ~ gewissen Briefen _ Ihrer Frau — an nie'nen .Auftraggeber!« teilte Pölitz mit, und wieder zeigte sich das hr'inr'^.che Grinsen auf seinem trockenen Gesicht, diesmal war es ganz unvchülU. »Ach«, murmelte Gontard und hob die Brauen, er wandte keinen Blick von seinem Pein-^i^er, aber es war jetzt etwas anders in seiner Miene zu lesen, etw^is wie aufkeimende Drohung. Hatte er denn nicht jetzt eben den Faden in die Hand bekommen, das eine Ende jenes Fadens aus dem unlösbaren Knoten, das Ende des Fadens, der ihn zum Urheber der furchtbaren Verwicklung führen mußte? Denn jener noch Unbekannte, der ihm diesen Menschen auf den Hals go6chickt hatte, hielt sich wohl immer noch an das andere Ende jenes Fadens geklammert? Nun, ihm war es re^-ht, ihm war es eine grausame Wonne, jenen ganz langsam und überlegt heranzuziehen, hervorzn-locken. »Ach, was Sie nicht sagen?« wie-derhruar7l. März 1942 Seite 5 Winterfahrt durch neues Grenzland B#such bei dm Umsiedlem aus Gottschee und Bessarabien in der Untersteiennaric Als wir zur Besichtigung der Vorarbeiten zur Heimholung der Deutschen aus der Gottschee ins Unterland fuhren, war um uns ein Leuchten und Glühen der Wälder und Weinberge des herbstverfallenen Landes. Im flimmernden Sonnenschein lagen die Hügel voll köstlicher Trauen-last. Kaum drei Monate sind seither vergangen. Vor wenigen Tagen bereits konnte die Rückführung der Deutschen aus der Gottschee erfolgreich abgeschlossen werden. Ihnen gilt diesmal unser Besuch in den Städten und Dörfern, wo sie vorerst ihr Winterquartier bezogen haben. Es ist wie ein Märchen. Längst haben Haselstrauch, Bergahorn und Rotbuche die Farbenpracht ihrer Blätter abgestreift. Im eisigen Dunst liegen die Silhouetten der Berge und um uns ist ein Wunder von dunklem Wald und Milliarden glitzernden Gefrier. Die unruhigen »klapotece« stehen schweigend inmitten von tausenden frierender Reben und tragen kecke Schneehäubchen. In Schnee gebettet liegt das Land und auf den Wassern der Save treiben wie blaßgrünes Glas die Eisschollen. Längst liegen hinter uns die warmen Wasser von Römerbad und die Vereinigung von Sann und Save bei Steinbrück. ............ Begegnung mit Ansiedlern aus Bessarabien bei Wiselldorf Vom anderen Uier wtnkt das Schloli Lichtenwald und kurz nachher blickt troUi;^ die Burg von Keichenburg zu uns ins Tal. Im letzten Strahl der blaßen Winter-sonne erreichen wir da« Tage^sziul, lifu alten deutschen Markt üurkl'ekl. Am nächsten Morgen offenbaren uns beim Besuch im Heiniatmuseiiin, nach einem Aufstieg 2iim Schloli Turn am Hart, dem Stammsitz der Grafen Aiierspi'rg iind Besichtigung des Mausoleums von Ana-.stasius Grün (Graf Anton AuersperK) Zru-gen deutschen Schicksals der IJntorsicicr-mark. Besuche lici den Ansiedlern, die wir bei den Wlnterarlieilen antreffen iinil sprechen, zeigen uns, daß sie nicht nur gut untergebracht, sondern auch ziiiiei-^t von dem Auftrag erfüllt siiul, der ilnuii vom Führer gegeben wurde. Die Tage unseres Anjenthaltes in OnrK-felti, Lichtenwald und l^ann haben un^ tiefe liindriicke gebracht und um ilas Wissen bereichert, daß das Oebiet der Ran-ner Pforte und des Savetales Heimat eine^ Geschlechtes wird, ilali die Zoieben der Zeit verstanden hat. und durch seine Haltung und seiner Häntle Ariieit sich des .nf-scheiikten Vertrauens wfirdig erweisen Aufnahmen: Uricli Veit wird. (>rde 3(10 Jahre am warmen Ofen. Ansiedler aus der Gottschee im Altersheim InArchbei Gurkfeld Aasiedlerfainilte aus der (jottschee im Winterquartier in Hreuel (Kaniier-Pforle* Bill onlersteMscher Dichler Kürzlich führte die deutsoh-kroatische Mittelstelle der Deutschen Akademie in Agram eine sehr gut besuchte Morgenfeier durch, die von ei[]em großen äußeren Erfolg begleitet war. Professor Strozzi vom kroatischen Staatstheater und Schüler der staatlichen Schauspielschule trugen Gedichte des untersteirischen Dichters Alfred Freiherrn von Buttlar-Moscon vor, der mit seinem Großvater mütterlicherseits den letzten Moscon begrub, den letzten aus Jahrhunderte altem Stamm, der im uralten Gemäuer des waldversunkenen Schlosses Pischätz, etwa zwei Pferdestunden von Rann an der Save entfernt, wohnte. Jahraus, jahrein, bis vor drei Jahren, hat Alfred Buttlar-Moscon mutterseelenallein das Schloß seiner Ahnen bewohnt, tief drinnen im Schweigen der untersteirischen Waldeinsamkeit über dem Savetal, wo seine Vorfahren durch fast ein halbes Jahrtausend als Herren gesessen sind. In solcher Weltferne, am Saumpfad aus dem Savetal nach Rohitsch-Sau-erbrunn, wo schon zu Römerzeiten ein Wach türm gestanden ist, auf dessen Grundmauern Schloß Pischätz errichtet wurde, das auf Schritt und Tritt von bewegtester Geschichte zeugt, hat Alfred Buttlar-Moscon seine formschönen Gedichte geschrieben. Sie sind allesamt unmittelbar und ursprünglich aus jenem untersteirischen Bergland mit den Buchen-Urwäldern,' der Waldreben-Wildnis und den Weingärten zu seinen Rändern erwachsen und (im Kulturpolitischn Verlag zu Leipzig) als Buch »Im Kreis der Gestalten« erschienen sind. Das Land, die untersteirische Heimaterde beherrschen den Dichter in einem solchen Maße, daß in fast allen 'seinen Werken dieser Buchenwald, die Rebenhügel und der Wiesenbach hineinleuchten. Selbst in den Gedichten, in denen es um Gott und um den Tod geht, reihen sich die der Landschaft, dem Wald und dem Acker entnommenen Gleichnisse. Durch jedes Gedicht, wovon es auch handeln möge, klingt ein Hauch von Ewigem durch, und deshalb werden diese Blüten reifen Könnens durch den Wandel der Zeiten ein Stück deutschen Volksgutes bleiben. Sic sind ein wertvol- Untersteirische Erstaufführung Zum 1. Symphuniekonzert in Cilli Neben der großen Es-Dur Symphonie Mozarts und dem Concerto grosso in D-Dur von A. Corelli bringt das neugegründete Städtische Syniphonieorchester Cilli auf seinem l. großen Konzert am Donnerstag, den 5. März, auch das Werk eines modernen steirischen Komponisten, die »Ouvertüre im alten Stil« von Konrad Stekl. Der Tondichter ist als österreichischer Offizierssohn am 21. Juli 1901 in Ragusa geboren, doch die Steiermark ist seine Wahlheimat geworden. In Graz besuchte er das Konservatorium und Roderich von Mojsisovics, der bedeutende Vertreter des Regerstiles in Österreich, war sein Lehrer in Kompositionslehre. Früh wirkte er bereits als Kapellmeister, Chormeister und Dirigent. Er leitete das Orchester des Grazer Musikerringes und leitete es bei zahlreichen Aufführungen im Konzertsaal und im Rundfunk in Graz, Wien, München und anderen Orten. Frühzeitig begann er auch mit eigenem Tonschaffen: Vier Bühnenwerke, zwei große Orchesterzyklen, verschiedene Chorwerke und etwa 60 Lieder, dazu eine Reihe von kammermusikalischen Werken schuf Stekl bisher. Er Hebt die alten I'orinen, die er aber durchaus selbständig aus modernem Empfinden weiterbildet. Er ist von Grund auf, Kontrapunktiker, man ler Zuwachs nicht nur für den Erforscher des Anteils der Untersteiermark am deutschen Schrifttum, sondern gewiß auch für die deutsche Dichtung an sich. Helfried Patz Der Theaterspielplan in der ersten MSrzwocIie Das Prugramm des Stadttheaters iWar-burg bietet in der kommenden Woche wieder ein abwechslungsreiclies Programm. Für den Hing I des Amtes für Volkbilduug wird am Montag »Rigoletto« gegeben. Am Dienstag, den 3. März wird das entzückende Lustspiel von R()ßner »Karl III und Anna von Österreichs^ wie- nierkt es aus seiner Vorliebe für l\auo;is und Fugen. Das bedingt die herbe und strenge Form seiner Melodik und Harmonik. Nicht jedes seiner Werke spricht jeden Hörer das erste iWal an, erst beim wiederholten Anhören erschließen sich die mannigfaltigen verborgenen Schönheiten. — Die »Ouvertüre im alten Stil«, opus 25, ist aus einem bestimmten Anlaß 1936 entstanden und wurde wiederholt im Konzertsaal und Kundlunk aufgeführt. Es ist eine Tondichtung von stark ausgeprägtem Rhythmus. Durch ihre kraftvollen Gegensätze entwickelt sie eine geradezu dramatische Wirkung, Sie verarbeitet ein einziges Thema. Zwar tritt im lyrischen Mittelsatz, einem Andante, ein neuer Gedanke hinzu, aber auch dieser wird vom Ur-rhythmus des Ganzen getragen. — Konrad Stekls Werke sind bisher in der Untersteiermark unbekannt. Diese Veranstaltung bringt somit die erste Aufführung eines Werkes Stekls in der Untersteiermark. Dabei wollen wir besonders darauf hinweisen, daß Konrad Stekl, der seit 1930 die Kreismusikschule für Jugend und Volk in judenburg leitet, heute selbst in der Untersteiermark tätig ist, er leitet zugleich die Musikschulen in Trifail, Eich-i tal und H^dlingen und ist dabei noch immer unermüdlich kompositorisch tätig. derholt ,das unter tler Spielleitung von Berta Siege einen durchschlagenden Erfolg hatte. Die beiden einzigen Darsteller, Gerti Kaunnerzell und Otto ISIickenberg, Lieblinge der .Vlarbiirger Theatergäste, j verleihen durch ihr Spiel dem Stück einen besonderen Charme. Jeder, der eine vergnügte, unbeschwerte Stunde erleben will, möge sich den »Karl lll < und die »Anna« ansehen. In der ersten Miirzwoche gibt es auch zwei Erstauffühnmgen. Und zwar kommt am Donnerstag, den 5. jMärz unter der Regie des Oberspielleiters deri Oper Erich Matthias die Oper »Die lustigen Weiber von Windsor« v^.Meine Schwester und ich . Abendvorstellung um 20 Uhr »Das Land des Lächelns«, Montag: '.>Rigolett(K (l^ing I de> Amtes für Volkbildung. Kern Kartenverkauf). Dienstag; ^>Karl III und Anna von Österreich^:. .Mittwoch: Das Land de.s Lächelns^.-.. Donnerstag- >Dio iusiigen Weiber von Windsor^^ il^rstaufiiihrnng). Freitag: -.^Das stumpfe Sehwert (Ciasi-spiel des Steirischen l.andestliealen Samstag: »Das Land iles l.ächeinsi'. Sonntag, den 8, iWärz; Nachrnittagsvorstellung um 15 Uhr »Das Land des Lächelns. . Abendvorstellung um 20 Uhr »Rigoletio Das Stadtllieater Marburg in der Karihatur rk mx ZciclniUM);. Mi nbiTsinelleiier der (»pi-r f;rleli M mit kritisoiieni Blick , i MiirliiK.. •( 11 hl a s f Seite 6 »Mariwrger Zeitune« 28. Februar/l. März 1942 f Nummer 59/6C Cilli und seine Ahlioi: „Alles tfir die Leisiungsstelgerang'' f ür die vom I. bis 10. März im Kreis Cilli laufende Aktion »Leistimsssteige-ruiig« werdet! alle zur Verfügung stehenden Kräfte eingesetzt. Die Redner, die In den Betrieben zu den Gefolgschaften sprühen werden, erhalten in diesen Tagen in Scliulungsappellen der Ki*sis-führung genaue den örtlichen Verhältnissen der Betriebe entsprechende Weisungen und Richtlinien. Außerdem wurde der betriebliche Persoih^nkrels von 28 Betrieben von drei Mitarbeitern des Arbeitspolitischen Amtes in der Untersteiermark unter Führung des Leiters l^g. Hackel geschult. Bei einem Appell d-er Ortsgruppenführer imd Ortsamtslei-ler des Arbeitspolitischen Amtes In der Kreisführung war auch der Kreisführer zugegen. Belrenung der EelolgschaflsmlloUeder Betriebsappell fm Kreis Trifail liine durchgreifende Betreuung und Ausrichtung der Gefolgschaftsmitglieder der einzelnen Betriebe in der Untersteier-niarli ist eine der größten und wichtigsten Aufgaben des Arbeitspolitischen Amtes im Steirischen Heimatbund. Das Ge-fülgsohaftsmitglied ist im nationalsozialistischen Deutschland nicht nur »Arbelt-nehmer« und der Betriebsführer »Arbeitgeber«. Sie beide haben ihre besonderen Aufgaben auf wirtschaftlichem und auf politischem Gebiete. Diese schaffenden Menschen auszurichten, wie es die nationalsozialistische Volksgemeinschaft fordert, ist der Zweck der Betriebsappelle. Nach der vor kurzem durch Bundesführer Steindl in einem Marburger Großbetrieb eröffneten Ausrichtungsaktion der Gefolgschaften in den untersteirischen Betrieben, finden nun allerorts solche Appelle statt, um die Arbeitskameraden in die Großdeutsche Arbeitsfront einzugliedern. In diesem Rahmen wurde am 20. Februar in Trifail ein Großappell der Gastwirte im Kreis Trifail durchgeführt. Der Leiter der Fachabteilung für Gaststätten-und Fremdenverkehr, Pototschnik, sprach zu den Betriebsführern und der Gefolgschaft. Am 21. Februar fand eine Arbeitsbesprechung des Arbeitspolitischen Amtes, Abteilung Handwerk, statt, bei der Fachabteilungsleiter O r a t z e r Uber aktuelle Fragen Aufschluß gab. Desgleichen wurden atn 23. Februar in Trifail, liichtal und Edlingen Ausrichtungsappelle abgehalten. In Edlingen sprach Kreis-fniirer Eberharth. Der Kreis Pettau löst vorUlilHcli seine Aofgaben Auch weiterhin Uberschußkreis — Neuordnung der landwirtschaftlichen Betriebe — PlanmäUige FUhruns der Menschen auf den flöfen — Die neuen Räume des Emährunv: samtes wurden übersehen Entgeltliche Mitlellungen (AuCer Veraotwortuas dfr Scbrlftleltonc) * Ärztlicher Sonntagsdienst. Dauer: Von Samstag mittag 12 Uhr bis Montag früh 8 Uhr. Diensthabende Ärzte: Dr. Ludwig Nowak, Domgasse 1 (Tel. 20-62), für das linke Drauufer, Dr. Ludwig Sto-par, Lembacherstraüe 39, für das rechte Drauufer. Für Zahnkranke: Dr. Franz Kartin, Edmund-Schmidgasse 4 (Tel. 29-59, Dienstdauer von Samstag mittag bis Sonntag mittag). Diensthabende Apotheke: Mariahilf-Apotheke, Tegett-hoffstraße 1. In diesen Tagen übergab der Landrat des Kreises Pettan, Pg. Bauer, dem Cmährungsamt die neifsn Diensträume, die durch Umbauten und Erweiterungen ihren früheren düsteren Charakter verloren haben und nun helle und ordentliche Arbeitsräume bieten. Pg. S t r a s c h i 11 begrüßte hn Sitzungssaal des Crnäh rungsam tes den Landrat sowie die Vertreter des Steirischen Heimatbundes, des Staates und der Wehrmacht. Hierbei sprach Pg. Stra-schill dem Landrat seinen • herzlichen Dank für die Unterstützung und die Hilfe aus, die er dem Ernährungsamt und damit der gesamten Landwirtschaft des Kreises Pettau entgegengebracht hat. In einem Referat über den Aufbau imd die Aufgaben des Emährungsamtes berichtete Pg. Dr. Lattmann über die bisher geleistete Arbeit, die nach auBen-hin oft nur als Erfassung und Verteilung von Lebensmitteln hi Erscheinung tritt. Es konnten jedoch in Pettau seit April 1941 bereits große Aufgaben In Angriff genommen und zum Teil zum Abschluß gebracht werden. Wenn es nach der Rückkehr der Untersteiermark unter deutsche Verwaltung zunächst galt, den Lebsnsmittelbedarf der einheimischen BevöWcerung sicherzustellen, so war dies lange nicht so einfach, als oft angenommen wird. Auch der Kreis Pettau mußte weitgehendst die Hilfe des Reiches in Anspruch nehmen, um besonders bei Mehl und Brot den Bedarf decken zu können. Den Dank dafür konnte Pettau schon abstatten, indem es u. a. im Sommer bereits 80 Waggon Speisekartoffeln In die Steiemiarlt lieferte. Weitere 320 Waggons wurden durch straffe organisatorische Maßnahmen erfaßt und für and^^re Kreise der Untersteiermark zur Verfügung gestellt Wenn man oft außerhalb des Kreises meint, Pettau habe reichlich Überfluß, so konnte pr. Lattmann nicht rmr am Beispiel der Kartoffelerfassung und Lieferung nach außerhalb beweisen, daß gerade im Kreis Pettau von Anfang an eine straffe Bewirtschaftung der Lebensmittel durchgeführt wurde. Der \^r-sand von über 60 Waggon Zwiebeln im Herbst war ein bedeutender Beitrag. Die weitensn Ausführungen gaben einen Überblick über die landwirtschaftlichen Verhältnisse des Kreises Pettau, der rund 110.000 ha groß ist und von denen etwa ein Drittel Wald trägt. Mit rund 70.000 ha Nutzfläche ist der Kreis Pettau der wertvollste landwirtschaftliche Kreis, da dl»2 klimatischen Verhältnisse einen starken Obst- und Weinbau begünstigen, die Bodenverhältnisse eine starke Ausweitung des Gemüse- und Frühkartoffelanbaues ermöglichen. ^ wohl dtö bereits oben erwähnten organisatorischen Arbeiten als auch die Beratung muß mit einem Minimum von Fachkräften durchgeführt werden, was bei rund 17.000 landwirtschaftlichen Betrieben, wovon nur rund 400 Über 20 ha groß sind, erhebliche Schwierigkelten bereitet, zumal die Zahl der Betriebe unter 5 ha rund zwei Drittel aller Betriebe ausmacht. In über 60CÄ) ha Rebfläche besitzt der Kreis Pettau ein Weingebiet, das größer ist, als diejenigen aller anderen Kreise der Steiermark. Wenn auch die Weingärten durch die früheren ungünstigen Verhältnisse sehr veraltet sind, so ist die Durchschnittsernte im Kreis Pettau immer noch zufriedenstellend. Die Erneuerung der veralteten Rebflächen bereiten dem Ernährungsamt und dem Weinbauamt Pettau Sorgen, denn der Ertrag soll mehr als verdoppelt werden. 650.000 Obstbäume werden zukünftig Jahr für Jahr die Obstversorgung des I^iches verbessern helfen. Für die Ertragsstelgerung atif den Ackerflächen ist auch bereits Erhebliches vom Ernährungsamt getan. Die Landwirte im Kreis Pettau sind für jede Aufklärung über die Möglichkeiten der Verbesserung ihrer Betriel>3 dankbar. Von ihnen wurde die Zuteilung von Saatgetreide im Herbst freudig begrüßt, wie auch Saatkartoffel zu Frühjahr zugesichert werden konnten. denn der Bauer des Kreises Pettau weiß, daß er mit seinem alten abgobau-ten Saatgut keine Ertragssteigerung erreichen kann. Mit über 1000 Anträpsn auf Lieferung einer Maschine oder eines Ackergerätes, zahlreichen Meldungen zum Bau eines Silo und Errichtung modemer Dungstätten bekundet, wie Dr. Lattmann ausführte, gerade der Bauer des Kreises Pettau seinen AufbauwÜlen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß man in Pettau im Jahre 1942 mit der gut durch* gearbeiteten Erfassungsorganisation mindestens 7 Millionen Eier «erfassen wird. Auf allen Gebieten fand die Arbeit des Ernährungsamtes die tatkräftige Hilfe des Landrates, so bei der Anschaffung von bisher 80 Vatertieren im Werte von RM 90.000, bei dem Kauf von Baum-apritzen im Werte von RM 22.000. Die enge Zusammenarbeit mit allen anderen Dienststellen ermöglicht es dem Ernäh- rungsamt, die landwirtschaftlichen Betriebe im Rahmen der Möglichkeiten ein«r Kriegswirtschaft zu fördern und die Menschen auf den liöfen zu betreuen. Nach den eingehenden Ausführungen von Dr. Lattmann berichtete Abteilungsleiter. Pg. Peter Bauer, über die Aufgaben. die im Ernährungsamt Abt. B im Rahmen der Lebensmittelkartenausgabe und der damit zusammenhängenden Kontrollarbeiten zu leisten sind. Die Ausführungen zeigten, daß diese Aufgaben vorbildlich nach den reichsgesetzlichen Bestimmungen erledigt werden, obgleich doch erst eine gute deutsche Verwaltung bis ins letzte Bürgermeisteramt aufgebaut werden mußte, Handel und Gewerbe aufzuklären und zu schulen waren. Pg. Peter Bauer konnte zeigen, daß nichts unversucht gelassen wird, um mit allen Mitteln Einsparung»3n zu erreichen, damit die Lieferungen an landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Kreis Pettau noch größer wenden, der Kreis Pettau damit noch mehr wie bisher Überschußkreis wird. Sodann sprach der Landrat den Männern des Emährungsamtes seinen Dank für vorbildlich geleistete Arbeit aus. Wenn auch der Kreis Pettau in Zukunft durch neue Industriebetriebe auf-gekickert wird, so könnte die Landwirtschaft versichert sein, daß er immer und zu jeder Zelt sie mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen würde. Das bereits Erreichte verdiene von allen Anwesenden die größte Anerkennung, viel sei noch zu tun, besonders bei der Führung der Menschen auf den Höfen, eine Aufgabe, die die führenden Männer des Emährungsamtes nunmehr nach Überwindung und Erledigung der vordringlichsten emährungswirtschaftli-chen Aufgaben sicherlich auch meistern würden. Er Übergab sodann die neuen Arbeitsräume mit dem Wunsche, daß weitere erfolgreiche Arbeit unter günstigeren Ar-beitsebdingungen geleistet wird. HeraHs mit de« RopleniOinnil Am 1. März verlieren bekanntlich die Kupferpfennige ihre Gültigkeit. Um Verluste zu vermeiden ist es erforderlich, daß die Kinder ihre Sparbüchsen einer Revision unterziehen und ihnen alle Kupferpfennige noch rechtzeitig entnehmen und umtauschen. Auch »große Kinder« soll es nicht vereinzelt geben, die Kleingeld zu Hause sammeln und mitunter zu recht ansehnlichen Beträgen zusammenkommen lassen. Dieser Unfug Ist auf das schärfste zu verurteilen; man kann sich damit so- §ar strafbar machen. Es ist höchste Zeit, aß diese »Sammlungen« aufgelöst werden, wozu die Außerkraftsetzung der Pfennige der Anlaß sein sollte. Heute verdunkeln wir Von 10.00 bis 7,30 Uhr Heute um 20 Uhr Im Helmmtbundsaal BUNTEN ABEND Jugend des Bannes Maiburg-Stadt. Dai Jangvolk slnjpt and spielt fürs Krlegs-Winterhflfiwerkl trifft sich alles beim der deutschen Der nächtliche Spuk Von Kurt Knaak Es war ein tolles Wetter in diesen Wintertagen. Juhuil tobte der Schneesturm im Föhrenwalde, daß die hundertjährigen Baumriesen ächzten und stöhnten, als wiegten sie den leibhaftigen Teufel in ihren hart gefrorenen Wipfeln. Hi-hil kicherte der Südost und sprang über den Schilfzaun in das Gehöft des alten Carsten. Da verstummte das Kreischen der Schrotsäge und dem Schlag der Äxte folgte ein Poltern nach. Der Heidebauer und seine Frau hatten ihr Werkzeug kurzentschlossen unter den Schuppen geworfen und rannten ins Haus. Sie hatten schon manches Wetter erlebt, aber vor soviel Ungestüm verging ihnen alle Lust zur Arbeit. Knirschend löste der Sturm ein Schalbrett von der Giebelseite der Hütte und ließ es in den Hausgarten fallen. Christine, die Bäuerin, lauschte und fühlte den Sog des Unwetters deutlich am eisernen Ofen. Ein Schauer des Unbehagens lief ihren Rücken herab. Schnell packte sie ihren Flickkorb zusammen und eilte in die enge Stube, wo der Bauer, ihr Mann, schon längst schlief. Lange lag sie im Bett wach, trotzdem sie sich bemühte, es schnell ihm gleichzutun. Bald hörte sie die Tür klinken, als käme jemand herein, manchmal war es ihr, als pfiffe jemand unter dem Fenster. Einmal glaubte sie sogar den Namen ih- res Mannes zu hören, und als es gar oben auf dem Trockenboden polterte, hatte Ihre Phantasie reichlich Nahrung, daß sie sich aufrichtete und fürchtete. Waren etwa Einbrecher am Werk, wußten sie, daß Christine das Geld für das verkaufte Schwein im Hause aufbewahrte? Es schien der Frau nicht geheuer. Dem Baummarderweibchen war es dagegen unter dem Schilfdache recht wohl. Nachdem es dem Halbdutzcnd Tauben die Köpfe verdreht und deren Blut geschlürft hatte, fühlte es sich so glücklich wie selten zuvor. Ein wenig lässig ruhte es sich nun unbekümmert um Frost und Sturm auf dem schräg liegenden Strebebalken aus, im Mondschein einem ge-knäulten Lappen ähnelnd. Der seidige Schein der feinen kastanienbraunen Grannenhaare verhieß jedoch daß Leben, zum mindesten aber etwas Besonderes um diesen Körper war. Mumps, das Weibchen, hauste schon drei Tage beim Heidebauern, ohne daß er es wußte. Vom Kiefernwalde her hatte es auf einem weit über das Rohrdach der Kate greifenden Ast den Eingang gefunden und in einer windstillen Ecke des Giebelgebälkes Quartier bezogen. Seine kurzen Gehöre standen aufrecht, und nun bewegten sie sich. Mumps hatte etwas wahrgenommen. Diesmal hatte nicht der Wind an der Hretfcrluke gekratzt. Es war etwas anderes. Mtimps richtete sich ein wenig auf und sah durch die Öffnung ein Wesen hereinschlüpfen, was ihr täuschend »'Ihnlich sah. Zwei grlmlich funkelnde Lichter blinkten sie an. Ein Rau- chen ließ sich hören. Dann war der Kobold auf dem Balken. Es war Mumps, der Edelmarder. Wie war er froh, die lang Gesuchte endlich hier zu finden. Den großen Hochwald hatte er schon auf ihrer Fährte durchholzt, sie unter dem Reisighaufen am Backofen zu haschen gehofft, wa> die Scheune von unten bis oben durcheilt und hatte sich zuletzt nur zweifelnd getraut, dem Hausboden einen Besuch abzustatten. Alle menschlichen Wohnungen waren ihm nämlich zuwider, war er doch ein Kind der ungebundenen Wildnis, heimlich, verschlagen, gierig und kühn. Ja kühn funkelten seine Lichter, seine blanken Schnurrhaare zitterten vor Erregung, sein buschiger Schweif zuckte voller Tollheit und keckernd stürmte er auf Mumps, das Weibchen abermals los, um es zu haschen. Gleichsam, als hätte dieses schon damit gerechnet, sprang es blitzschnell an einem senkrechten Pfeiler empor und rettete sich unter das Dach. Er folgte Ihr keckernd auf dem Fuße. Sie turnte behende das Balkenwerk entlang, lange Staubfahnen herunterreissend, kletterte dicht am Rauchfancr wieder herab und hi^pfte kreischend über altes Gerümpei nach links, nach rechts, daß es ordentlich rumorte. Frau Christine schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Sie rief ihren Mann. »Gustav, wach auf!« rüttelte Sie ihn wach und erzilhlte ihm. vor KMlte und in Ängsten am ganzen Leibe zitternd, daß Schreckliche der Nacht. Geschwinde fuhr der Bauer in die Hosen, vergewisserte sich noch, warf sich die dicke Lodenjoppe um, drängte den Türriegel zurück und schlich durch die Küche, vom Tische ein langes Schlächtermesser ergreifend. Entschlossen stand er schon angriffsbereit unten an der Bodentreppe. Christine hatte sich schnell ihre Kleider übergeworfen und gedachte mit einem dicken Kiefernast ihrem Manne Beistand zu leisten. Es kam aber nicht dazu; denn als der Bauer die Treppe emporgestiegen war, Christine hielt die Laterne in der Hand, brach er in ein lautes Fluchen aus. Er hatte die Alarder gesehen. Mit einem langen Rutenbesen, den er aus der Bodenkammer griff, rannte er spornstreichs über die Balken und das Gerümpei und schlug auf die verdutzten Tiere ein. Die Bauerns-frau war erst etwas enttäuscht, als sie es mit so kleinen Störenfrieden zu tun hatte. Dann aber feuerte sie den Gustav tapfer an. Die Edelmarder keckerten wild. Zuweilen war der Bauer Ihnen dicht am Balg, aber da sie munter durcheinandersprangen, verlor er leicht die Übersicht über ihre Bewegungen, und so entwischten sie ihm stets. Nun hockten sie beide auf dem Firstbalken und schöpften nach Atem. Ihre Lichter glühten erregt. Der Bauer wi:ßte sich keinen anderen Rat. er warf mit Holzpantinen nach ihnen. Da rief von draußen eine barsche Stimme herauf. Es war der Nach'v-achter. Die Bäuerin rief ihn näher und deutete Nummer 59/60 ^artrars«r Zettmcc 2S. fcAmmrA. Mflre l!99i Seite 7 OpiersonnlaD-BnilRii in 54 v.l. onMgnti Immer wieder beweisen die Straßen-sammiungen und Opfersonntage im Kriegs-Winterliilfswerk, daß die Opferbereitschaft der Heimat ungebrochen Ist. Der am 8. Februar 1942 durchgeführte 6. Üpfersonntag im Kriegs-Winterhilfswerk t041/42 erbrachte nach hier vorliegenden Meldungen das Ergebnis von 34,783.199.45 Reichsmark. Am 6. Opfersonntag des vergangenen Jahres wurde im Reich ein Ergebnis vun 22,644.773.19 Reichsmark erzielt. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr beträgt also 12,138.426.26 Reichsmark (53.6 v. H. Diese, vom deutschen Volk freiwillig aufgebrachten Mittel schaffen die Möglichkeit, neben anderen Betreuungsmaßnahmen unsere Mütter und Kinder trotz der Härte des Krieges gesund zu erhalten. In der gleichen Zeit, in der 10—14jährige englische Kinder unter schwersten Bedingungen in englischen Fabriken arbeiten müssen, wird für die Gesunderhaltung der (deutschen Kinder in Erholungsheimen, in der Landverschickung oder anderen Einrichtungen der NSV gesorgt. Kleine aronih in. Eheschließung. Vor dem Standesamt in Cilli schlössen Leopold" Merlak und Anna Gratschner, beide aus Cilli, den Bund fürs Leben. in. Tod€6fjUte. In Mad)urg, Ctzelgasse 4 verschied der 38-jährige Bauvorart>ei-ter Ferdinand Doyschaik- — In Cilli starb am 25. Februar im 52. Lebetisjahre der im ganzen Unterland bekannte und geachtete Fleischhauer Matthias ^sich aus Cilli. Der Verstorbene bekleidete lange Jahre hindurch die Stelle des Obmannes der Fleischerinnung Cllll. Gebürtig war er aus Unterpulsgau, machte den Weltkrieg im Infanterieregiment 87 mit und kam später nach Cilli, wo er sich durch t'Ieiß und Rechtschaffenheit bald einen ;,'ut klingenden Ruf erwarb. Essich war ein heimattreuer Untersteirer. Er hinterließ &2ine Frau mit drei Kindern. — Ferner starben In Cilli Johann Schnidar, Michael Kroschetz, Bartholomäus Wa-lentschak, Karl Pet5ch. Blasius Kositsch und Johann Tschernoga, alle aus Cilli, Anton Gusei, Pandorf bei Anderburg, Josef Jasbetz, Rawne bei Schönstein und Johann Otorepetz, Peilenstein. — In Bad Neuhaus starben in d^n setzten Tagen der 79 Jahre alte Josef Jurko aus Präl-ska und der 83-jährige Peter Pribitsch-nik aus Liipje. m. Baumwarte werden ausgebildet. Die Obst- und Weinbauschule Marburg bringt im Laufe des Jahres wieder einen acht-wöchigen Obstbaulehrgang zur Durchführung, der sich in drei Teile gliedert lind regem Interesse begegnen dürfte. Alles Nähere Ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich. m. Metdepfllcht Schulentlassener. Nach einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil wird die sofortige Meldepflicht der in der Zeit vom 1. Jänner 1935 bis zum 12. Februar 1942 aus Volks-, Haupt-und Höheren Schulen eingeführt, soweit sich diese nicht in einer ordnungsmäßigen Berufsausbildung befinden oder einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen Wie maciie icli meine Moiniiiensfeiereildliriiig? Voa Ob«nteatrlnp«lilor Sttibw, Murbnrc Den Steoerpfllchtleen ist In diesen Tagen mit den anderen Steuererkl&runsen aach die Cinkommensteuererkläning für das Kalenderjahr 1941 zngeKanKen. Hier seien nun die wichtiKsten Punkte kurz behandelt: »ZunSchst sei darauf hlnsewlesen, daB die Steuererklärungen spätestens am 31. März 1942 beim Finanzamt eingereicht werden müssen. Ist es dem Steueri>flichtiten z. B. wegen plötzlicher Erkrankung oder aus sonstigen zwingenden Gründen nicht möglich, die Erklärung rechtzeitig abzugeben, so mii3 er zur Vermeidung an Zuschlägen eine entsprechende Verlängerung der Frist beantragen. Die einzelnen Fragen za der Person und dem Familienstand des Steuerpflichtigen und seiner Ehefrau, zu den verschiedenen Einkunftsarten und zu den Sonderausgaben usw. sind erschöpfend zu beantworten Alle Einkünfte im verflossenen Jahr müssen an-geseben werden, gleichviel ob die El'ikunfts-art noch weiter besteht oder im Laufe des Jahres fortgefallen ist. Auch Einnahmen, die aus Irgend einem Grund für steuerfrei gehalten werden, sind gegebenenfalls mit entsprechender Erläuterung in der Steuererklärung oder auf einer besonderen Anlage zur Steuererklärung — anzugeben. Die Entscheidung über Steuerfreiheit steht dem Finanzamt, nicht dem Steuerpflichtigen zu. Steuererklärungen ohne Unterschrift gelten als nicht abgegeben. Einkünfte (Seite 2 des Vordrucks) sind bei Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit der Gewinn. Bei den anderen Einkunftsarten der Überschuß der Elnahnien über die Werbungsknsten. 1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft. Hieher gehören Einkünfte aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau, Obstbau, Gemüsebau, Baumschule, Samenzucht, Hopfenbau usw, Einkünfte aus Tierzucht, Viehmästerei. Binnenfischerei, Fischzucht und Teichwirtschaft. Ferner Einkünfte aus land- und forstwirtschaftlichen Nebenbetrieben, sogenannten Verarbeitungsbetrieben oder Substanzbetrieben (z. B. Ziegelei, Zuckerfabrik. Molkerei). 2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Es kommen in Betracht: Einkünfte aus gewerblichen Unternehmungen, aus gewerblicher Boden-bewirtschaftung (z. B. Bergbauunternehmen, Betriebe zur Gewinnung von Torf, Steinen und Erden), Gewinnanteile der Gesellschafter einer Offenen Handelsgesellschaft, etner Kommanditgesellschaft oder einer anderen Gesellschaft, bei der der Gesellschafter als Unternehmer (Mitunternehmer) anzusehen ist. Gewinnanteile der persönlich haftenden Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft auf Aktien, die Vergütungen, die der persönlich haftende Gesellschafter von der Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft oder für die Hingabe von Darlehen oder für die Überlassung von Wirtschaftsgütern bezogen hat. Es ist der Gewinn anzugeben, der auf Grund einer ordnungsmäßigen Buchführung ermittelt worden ist (Vermögensverglcich). Bei doppelter Buchführung ist eine Hauptabschlußübersicht beizufügen. Gewerbetreibende, die keine ordnungsmäßige Buchführung besitzen, haben die Betriebseinnahmen und die Betriebsausgaben im Kalenderjahr 1941 zu ermitteln und anzugeben. Bei Steuerpflichtigen, die für 1941 keine Bücher geführt und auch die Betriebsausgaben nicht aufgezeichnet haben, muß der Gewinn im Wege der Schätzung ermittelt werden. 3. Einkünfte aus selbstindlger Arbeit Hieher gehören Einkünfte aus freien Berufen, besonders aus wissenscliaftlicher, künstlerischer, schriftstellerischer, unterrichtender oder erzieherischer Tätigkeit, aus der Berufstätigkeit der Arzte, der Rechtsanwälte und Notare, der Ingenieure, der Architekten, der Handelschemiker, der Heilpraktiker, der Dentisten, der Landmesser, der Wirtschaftsprüfer, der Steuerberater, der Buchsachverständigen usw. Ferner Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit (z.B. Testamentsvollstrecker, Vermögensverwalter, Aufslchts-fatmitglieder usw.). 4. Einkünfte aus oichtselbständiger Arbeit. Zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit gehören Gehälter, Löhne, Gratifikationen, Tantiemen und andere Bezüge und Vör-teile, die für eine Beschäftigung im öffentlichen und privaten Dienst gewährt werden. Es ist einerlei, ob die Einnahmen in Geld oder Geldeswert bestehen, ob es sich um einmalige oder laufende Einnahmen handelt ob ein Rechtsanspruch auf sie besteht oder nicht und unter welcher Bezeichnung oder Form sie gewährt werden. Zu den Einnahmen gehören auch die Sachbezüge, beson- JaipMtol-FilllMitMfskfik Gwladh k LeiyrigCl — Hodbk«« ders freie Kleidung, Wohnunc, Heizung, Beleuchtung, Kost, Deputate und sonstige Sach-bezüge, die aus einem Dienstverhältnis gewährt werden. 5. Eiakanfte ans KaiHtalvemögen. Was zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehört, ist zum großen Teil in dem Vordruck zur Steuererklärung (Seite 2 zu B 5) im einzelnen aufgeführt. Hierher gehören auch besondere Entgelte oder Vorteile, die neben den Bezügen oder an deren Stelle gewährt werden (z. B. Gratisaktien, Freianteile, Genusscheine, Sachleistungen, Bonus und Stückzlnsen). 6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Seite 3 des Vordrucks). Es kommen in Betracht Einkünfte aus Vermietung und Ver< Pachtung von unbeweglichem Vermögen (Grundstück, Gebäudeteil usw.), von beweglichem Betriebsvermögen (Sachinbegriffen), aus zeitlich begrenzter Überlassuns von Rechten, (Urheberrechten, gewerblichen Erfahrungen, von Gerechtigkeiten und Gefällen), Veräußerung von MIet- und Pachtzinsforderungen. Nutzungswert der eigenen Wohnung. 7. Sonstige Elnkünlte. Zu den sonstiger Einkünften gehören vor allem: Vererbliche und unvererbliche Renten (z. B. Leibrenten, Altersrenten, Zeitrenten, Renten aus der Invaliden-, Angestellten- und Knappschaftsversicherung, Zuschüße und sonstige Vorteile, die als wiederkehrende Bezüge gewährt werden), jegliche Spekulationsgewinne und Leistungseinkünfte (z. B. aus gelegentlichen Vermittlungen und der Vermietung beweglicher Gegenstände). 8. SonderausKaben. Diese stehen im allgemeinen mit keiner der Einkunftsarten im wirtschaftlichen Zusannnenhang. Hier sind also die zu Abschnitt C 1 bis 4 der Steuererklärung bezeichneten Ausgaben aufzuführen. Zur Ermittlung des Einkommens sind die Ergebnisse der einzelnen Einkunftsarten zusammenzurechnen und mit den Verlusten, die sich bei einzelnen Einkunftsarten etwa ergeben, auszugleichen. Von dem so ermittelten Betrag sind dann die Sonderausgaben in Abzug zu bringen. m. Dr. Georc Skoberne 60 Jahre ak. Dr. Georg Skobeme, einer der angesehensten deutschen Männer der Stadt Cilli, begeht am 1. März 1942 sehien 60. Geburtstag. Dr. Skoberne ist in Cilli geboren, wo er auch das Gymnasium absolvierte; seine Studien beschloß er an der Universität in Wien. Als Student gehörte er in Wien der Burschenschaft Olymipia an, wodurch er schon in seiner Jugendzeit seine großdeutsche Gesinnung offenbarte. Im Jahre 1906 absolvierte er sein Qerichtsjahr in Cilli und trat dann als Advokaturskonziplent beim Rechtsanwalt Dr. von Jaibornegg an, um nach dem Weltkriege dessen Kanzlei zu übernehmen bzw. sich als selbständiger Advokat in Cilli zu etablieren. Seit 1906 fungierte Dr. Skoberne als Obmann zweier Vereine, des Turn- und des Alpenvereines, Sektion Cilli. Als Leiter des Ciilier Spar- und Vorschuß-Vereines hat er sich hervorragende Dienste erworben, j ja, man kann sagen, er war die Seele dieses Unternehmens. In der Zeit der Fremdherrschaft hat sich Dr. Skobeme um das Deutschtum In anerkennendster Weise verdient gemacht, indem er als Mensch, als Advokat und als Stadtrat die Interessen und Belange der Deutschen mit großem Erfolge vertrat. Die Vorsehung möge ihm noch viele Jahre erfolgreicher Tätig*keit schenken! I ihm, er möchte helfen kommen. Er sollte auch gleich den Hund mitbringen, der Einbrecher wegen. Schnell lief sie ihm die Treppe hinunter entgegen. Dadurch gab sie die Luke in der Giebelverschalung frei. Der Mond schaute hindurch und lockte ins Freie. Der nächste Pantoffelwurf des Bauern jagte die Marder auseinander. Sie sprangen in langen Sätzen über die Bretter und seht... seht,.. waren sie hinaus un entschwunden. Der Bauer machte keifl kluges Gesicht, er schalt die Frau, und der Nachtwächter hielt das Ehepaar dafür, als hätten sie Ihn zum Narren gehabt. Als er aber nachher in dem Taubenstall die Bescherung entdeckte, da glaubte er ihnen. In ihrem Schmerze kochte Christine einen guten Kaffee, und als man mit dem Trünke zu Ende war, erhob sich der Tag verstohlen hinter der Heide. Die Marder blieben verschwunden ,., m. Vemnglückt. Der in einer Fabrik in Meiling beschäftigte 34-jährige Daniel Kosmus aus Drauweiler bei Marburg geriet bei Schleifarbeiten mit der rechten Hand in die Maschineric, wobei er am dritten und vierten Finger schwere Quetschungen davontrug. — In der Schillerstraße in Marburg glitt die 69-jährige Private Gertrude Maischler aus Marburg auf der glitschen Straße aus und verletzte sich beim Sturz mehrere Rippen. — Der die Marburger Oberschule besuchende zwölfjährige Ewald Koren kam im Schulzimmer zum Sturz und erlitt hiebei eine Verrenkung des rechten Fußgelenkes. m. Höchstpreise für untersteirisches Gemüse. Die Preise für untersteirisches Gemüse haben eine Neuregelung erfahren. Wir verweisen auf den heutigen Anzeigenteil. m. Nach Cilli. Bei der kürzlich veröffentlichten Nachricht über die Geburtstagsfeier Anton Greg! muß es heißen Schmiedemeister. Erlesene Kansi in Mariinrg Romantische und zeitgenössische Musik Mit dem Unlcrlitd „Romantische und zeilgL'nössischo Musik" gaben der weil ülior die fiaiiü soincr eigenen Heimat l>ti-kaniilc Komponist uiid Klaviervirtuosc Dr. l''Ron Kornau th mit Emni Hofmtinn (Violine) und Wolfgang G r u n s k y (Vlo-ionrollo) am Donncrstuß im groIVon Gölz-s.ial t'iiicn KainnK'rmnsikai>rnd, der den IJesucluTU zu einem uiivergelilicheii Erlebnis wurde. Der Alxind ln.'^anii mil dem Klavicrtrio op. 27 von Egon Koniautb. Es besteht ni^ aus einem Satz, der aber aus 5 lose miteinander verbundenen Teilen gebildet wird, die sich nicht nur im Rhythmus von einander uiiterscheidcu, sondern auch durch ihre eigene Thematik. Einem stfir. misch und ungestüm dahineilenden Al-legro modcralo folgt ein Ma energloo, diesem wieder ein Andante molto rubato, in dem sich die Instrumente das eigenwillige Thema graziös gegenseitig zuspielen und es dann wieder in gewandelter Form zurücknehmen um es welter auszuspinneii. Ein Allegretto scherzando mit einem leicht tändelnden, duftigen Rhythmus führt dann wieder ins Tempo I, in dem die Themen des ersten Teiles noch einmal zum Erklingen kommen. Das Werk wird von einer üppigen Melodik getragen, die in harmonisch reich gegliederten Akkorden einge-bellet ist. Oft entwickelt jedes Insti'umcnt für sich ein Thema, wahi-end sich die beiden anderen gleichsam einer schwelgerischen Improvisation liiiigel>en. In den ersten zwei Teilen ringen die musikalischen Gedanken mit fühlbarem Ungestüm um Ausdruck. Die Harmonik der klassischen Sonate vermag ihre Fülle nicht mehr zu fassen. Sie sprengen die Fesseln. in denen sie sich tradiiionsgebun-den bewegen müUlen und slrelKMi nach einer neuen Form, die ihnen bt^sser entspricht. Egon Kornauth würde, wenn er sonst nichts als dieses Trio geschrieben hätte, zu den Pionieren dieser neuen Form gehören, die wir auch bei Joseph Marx schon deutlich l>eobachlen können-Die Wiedergabe des Werkes war vol- lendet. Der Kom{x>nist als berufendster Interpret desselben wußte das musikalische Gedankengut, das in dies'LMn Trio mit unüberti^fflichem Geschick in Töne geformt wird, ohne Pathos imd große Aufmachung, sondern schlicht und einfach deai jCuhörern zu vermitteln. Seine gelassene Ruhe, die sein Spiel zur Schau trägt, erinnerte an die Willy BurineslerR, dieses vielleicht größteil Meisters im musikalischen Ausdruck. So unübertrefflich wie es Burmester koimte, läßt auch Kornauth schi Instrument zur Geltung kommen und stellt sich selbst bescheiden in deai Hintergrund, Die schwierigsten Partien erklingen unter »einen, die Tastatur gleichsam liebkosenden Händen, als kämen sie so ganz von selbst aus dem Kl»-vier. Wolfgimg Grunsky brachte, bi'gleitel von Dr. Koruaulli, 3 PhanLasietklücke für Violoncello und Klavier op. 73 von Robert Sehumaim zum Vortrag. Auch er ist cm Meisler auf si'inem Instrument, das er in technischer Beziehung ausgezeichnet beherrscht. Mit ruhiger Gelassenheit wurden von I>ciden die zarten, duftigen Blüten der Romajilik enthüllt. Wieder war es Dr. Kornauth, der die Zuhöixjr mit aller Macht in seinen Hann zog und der dem ruhigen, ausgeglichenen S]»icl des Ccllislon Leben und Farl»e gab. Ein Geiger ganz gixjften Formats ist Norbert Ilofmunn. Der Klang seines Instrumentes ist von ganz außerortlen!lieber Schönheit, die nicht nur auf das kostbare Instrument, sondern noch mehr auf die Kimstfertigkeit, die sich mit einer selten gut ausgeprägten Musikalität paart, zurückzuführen ist. Auf der D-Saite gleich der Ton malt schimmerndem Samt, in den obersten Lagen der E-Saile wird er tu einem freudetrunkenen Jubilieren. Frani Schuberts anspruchslose g-moll Sonate, op. 137, ließ das prachtvolle Spiel des Geigers so recht ziu- Geltung kommen. Die verti-aumte Kantilene des Audaule war von ganz besonderer Schönheit. Mit Anton Dvofaks großem Klaviertrio f-moil, op. 65, wurde der Abend beendet Es gehört zu den reifsten Werken dieses großen Meislers mid z*^igt so recht deutlich das Ringen um und mit der Form, Dvorak gehört zu den Modernen. Der Einfluß Brahms ist jedoch unverkennbar. Er ist die Ursache dieses Ringens, dem wir einige unserer wertvollsten und eben des», halb stilistisch interessantesten Kammer-musikwerkc zu verdanken haben. Der Rhythmus des Allegretto grazioso ist von bizarrer Eigenwilligkeit. Das Adagio gibt den Streichern viel Gelegenheit in schönen Kantilenen zu schwelgen, von welchen Norbert Hofmann und auch Wolfgang Grunsky ausgiebigst Gebrauch machten. Der Schlußsatz am sturmischen Allegro con brio bietet tochniseh besondenr Schwierijfkeilen. Er ermöglichst atHT auch eine grandiose Entfaltung des musikalischen Empfindens. Dr. Kornauth führte, wie der innner unsichtbare »egis^stMir, das Trio. Sehie Auffassung zwang auch die derniäßig viele Zuhörer. Alk; aber, die den Abend Seil* 0 tMaAmgcr Zcftang« 28. rcfentr/f. Mint Nammer ÄAn !!!. Unfille in CIW. In einem unachtsamen Augenblick stieß au! dem Bahnhof in CHI! der Bahnangcstellte Jakob Kant-schltsch mit seinem Kopf an eine fahrende Lokomotive und zog sich eine schwerc Kopfverletzung in der Stirngegend zu. In Oairach bei Ttiffer ist die 10 Jahre alte Franziska Ozwirk so unglücklich gestürzt, daß sie einen Oberschenkelbruch erlitt. In beiden Fällen wurde die Über-lührung in das Krankenhaus von Deutschen Roten Kreuz besorgt. m. Bevölkerungsbewegung in Rohitsch-Sauerbrunn. In der letzten Woche wurden beim Standesamt in Rohitsch-Sauer-brunn eine Geburt, eine Trauung und drei Todesfälle verzeichnet. Den Bund fürs Lüben schlössen Anton Zwetko, Tunzo-wctz und Klisabcth Gobetz, Stoinoselo. Es starben: Maria Ogriseg, Tschatschendorf, Joscfinc Iskra, Negaun und eine Totgeburt ir Tschatschendorf. m. Welche Lazarette dürfen Angehörige von Soldaten besuchen? Durch etne Verordnung des Oberkommandos der Wehrmacht sind jetzt alle Zweifelsfragen über Rcsuche bei verwundeten oder kranken Wehrmachtsangehörigen in Lazaretten ge-klJirt worden. Aus militärischen Gründen iileibcn Reisen zum Besuch Angehöriger in Lazaretten des Generalgouvernements, der besetzten und der Operationsgebiete verboten. Sie sind dagegen möglich im Reichsgebict, in den in das Reidi übernommenen Gebieten wie Südostpreußen, Gau Danzig-Westpreußen, Warthegau, Slidost-Oberschlesien, Eupen-Malmedy, -Moresnet. Luxemburg, Lothringen, Elsaß, Steiermark, Kärnten, Krain sowie im Protektorate Böhmen und Mähren. Die gleiche Regelung gilt für Reisen zur Teilnahme an der Beerdigung gestorbener Wehrmachtsangehöriger und bei Grabbe-siichen. in. Ein Abenteurer und Betrüger. Zu den Zeitgenossen, die auf Kosten ihrer Mitmenschen ;^ut I'^ben möchten, zahlt der im Jahre lOOl in St. Leonhard bei Cilli geborene Alois Novak, der sich in der Ostmark, zuletzt in Kärnten, aufhielt und dort seine Betrügereien verübte. Obwohl Novak nur VoFksschul-imterricht genoß, trat er jedoch gewöhnlich als Doktor der Medizin oder der Philosophie auf und verstand es, leicht-srläubigen Leuten beträchtliche Geldbeträge herauszulocken. Schon vor etwa zehn Jahren nistete er sich in einem ^^'örtllcr-Sce-Ort bei cinein Tischlermeister ein, den er um namhafte Geldbeträge schädigte. In Dellach am See lockte Novak einer Hotelangestellten damit, daß er ihr vT^ilen« verschaffen könne, um einen »F'eliltritt« zu beseitigen, rund 500 RM heraus. Weitere Betrügereien unter-uahni Novak, der als Arzt »Dr. Ritter von Vzornik.T und unter anderen falschen Namen auftrat, in St. Veit an der Glan, Hlasenit/en bei Vellach und in Haimburg. wo er drei Personen um insgesamt RM durch DarlelKnswerbung zu schädigen verstand. Außer diesen Schwindeleien fcrtjgte sich Novak falsche Urkunden wie Geburtsschein, Hcimatschein und sonstige Ausweise an. Der Strafsenat des Landgerichtes Klairenfurt verurteilt<; Novak wes:en dieser Betrügereien und Urkundenfälschungen zu fünf Jahren schweren Kerker. Obst- und Gemüsegarten Inn März Von Sepp BurgsliJlef, KraMwc s:imnlon, hab^Mi sich um cinfn ganz julier-ordoullichcn Kunstgenuß gebracht. Bcgei-sU-rlff üoifall dankte den Künstlern für die. kurzen Stunden seclischcr Erbauung, die sii' uns brachten. Dr, Eduard Uutschar AnakdoU Hclort Hin guter Reklaniolaeiunann ist nicht mit (?oUJ aufzuwio|fi'ji, erzählte Marius, ich hatte eine Villa l>ei Dresden und wollle sie eines J'agi's viTkautVn. Ich gab einem lU'klauu'fachmiuui d*Mi Auftrag, ein Inserat zu (■nl\\"crfen, das alle Vorteile und Sehönhciten des ItauNCs nannte. Das Inserat erschien auch. „l'nd hast du dio Villa sofort verkauft r Muj'is schüttcllo dvn Kopf; „Im Cic-gvnleil. Ich war utxrr die SchönhcitcJi meines Hauses im luscrat so begeistcr!^ daü ich das Haus behaltca luibc". Dw Monat März i!»t der wichtigste für die .\rbeitcn im Garten« Alle Entwicklung ist jetzt im Wcrdtni, und je pünktlicher wir eingrt'ifcn, umso besser >^i^d alles gejmgejL Eine alte liauemregel sagt: „Im März eine Woche versäumt, ist fast so schlecht, wie ein ganzes Jahr vers.iumt!" Kommt erst der April mit seinen Winden, die den jimgen Saaten mid den frischge. setzlea rÜIanzen zuweilen sehr vei-(lerblicli werden, dann ist es für diese Arbeiten schon zu spät Die Mürzensaat keimt besser aJs die Aprilsaat und die Pflanzungen im März wachsen besser als die Pflanzungen im .\i)rn. Wir sollten es auch nicht zur Regel werden lassen, auf besseres Wetter zu warten. Alles was jetzt gesät und gepflanzt wenlen kann, kommt jetzt in den IJodeii, mit Ausnahme der Pflanzen, die frostempfindlich und sein* wärmebe-dürftig sind. Der März ist auch die beste Zeit, iungie 01>sU>äunic zu pflanzen. Namentlich ni kalteji. nassem, windigen und rauhen Lagen bewährt sich die Märzpflanzung besser als die Oktoberpflanzung. Empfindliche Obstbäume, wie Pfirsicli, Aprikosen und Wein-reben, sollten wir nur in diesem Monat Pflanzen. Beim Pflanzen werden die Kronen imd die Wurzeln zurück-Roschnitten. Eine andere wichtige Arlieit ist das Umedoln. Wir hallen dalwi folgende Reihenfolge ein: Kirschen. Pflaumen, zuletzt JXpfel und Iiirnen. Wer hei vinen Hoehstämmchen von Stachel- mid Johan-neslx-^ren l»f:'nierkt, daß die Knosi>en von den Spatzen abgepickt werden, kann Abhilfe schaffen, indem er die Kronen iQ-euz und quer mit Zwirnläden bespatmt oder mit Stanniol Toi ien behängt. Die Vögel scheuen davor. Alle Obstlräume, die viel Blutenknospen hal>en und wenig Ueigung zum TreilxMi verraten, sind dankbar für eine gute Gal>e flüssigen Düngers. Wir stoßi^i mit dem Eisenslecken in der Gegend der Kronentraufe liO bis 40 Zentimeter tiefe T^öcher und füllen sie mit Jauche oder aufgelöstem Kunstdünger, flei stark-iriebigen Räumen mit gt^rbiger Knos|>en-zahl würde diese verspätete Düngung schaden. Die im Herbst mit Dung abgedeckUm I'j*dlMTrlxvle müssen jetzt gesäul>ert wer-eschädigt werden, Erdbeert^n lassen sieh noeh pflanzen; es müssen alx-r gut bewurzelte Setzlinge seiiL In diesem Monat müsst^n wir den Weinsehnitt txs-n-den, da ft»^r i geregelten Unterricht in der Kompositinn bricht das Studiuni aber sehr bald al nachdem sein Lehrer erklärt liatte, iiw das Schreiben von Opern reiche der ein fache Kontrapunkt aus. Und Bessin wollte Opern schreibenl So debütierte d iichtzehnjährige denn auch gleich erfolj; reich in Venedig, kam ein -halbes Jah später in Bologna mit einer -zweiten Oj»ei heraus» die ebenfalls Anerkcnnunji fand und erhielt nun von allen Seiten Aufträg Nach der ^Italienerin in Algier" galt er -eben erst zwanzigjährig — bereits als (Ij größte italienische Opemkomponist, Den stolzesten Triumph seines Leb« n aber feierte er mit seinem „Barbier vo» Sevilla*', der noch heute dem Nam Rossinis Glanz verleiht. Dreizen Jahr später, nach einem reichen und wfol gekrönten Schaffen, beschloß Rossini sein Laufbahn als Opemkomponist mit „Wil heim Teil* (1829) und schrieb bis vri seinem Tode im Jahre 1868 also ta<.i während der Hälfte seines Lebens nur noch das berühmt gewordene „Stabat nia ter", von einigen wenigen Gelegenheit kompositionea abgesehen. „Der Schwan von Pesaro", wie ilui d» Italicner stobs nennt, war auf der Höl)<> seines Ruhmes und in der Vollkraft sii nes Schaffens verstummt Lothar Bam) o.n Aus aiiet VhÜ a. Vollttreckttnf tines Todesnrteilei^ Am 27. Februar 1942 ist die am 3. Mäv, 1902 in Schwäblsch-Gmünd geboreni Anna Guttenberger hingerichtet worden die das Sondergerlcht in Feldkirch wegct Verbrechens gegen die Verordnung dt> Führers zum Schutz der Sammlung der Wintersachen zum Tode verurteilt hnt Die Guttenberger hat sich als Sammlerin der Winterspenden ausgegeben und sn Wollsachen för sich erschwindelt. a. Ehie wftMeflge Qesdiichte. Nicht jeder weiß, daß der menschliche Orga nismus zu einem wesentlichen Teil au Wasser besteht So hat man testgestelH. daß der Körper eines erwachsenen Men sehen durchschnittlich 66 Prozent Wass- r enthält Bei neugeborenen Kindern ha: man sogar einen Prozentsatz von 73 beobachtet Dabei muß allerdings berücksichtigt werden, daß es sich nicht um reines Wasser handelt, sondern daß diesem die verschiedensten chemischen Sub stanzen beigemischt sind. a. Da« Oift der Borgia. Die Giftmordt' der Borgia waren Jahrhunderte von dem Schleier des Geheimnisses umgeben gc wesen. Heute ist auch dieses Geheimiib entholt Besonders italienische Forscher hal)en festgestellt, mittels welcher Gifte eigentlich das berühmte Fürstengi*-schlecht seine Widersacher so rasch au;., dem Wege zu räumen pflegte. Man i>^t dabei zu überraschenden Ergebnissen ge kommen. Wie sich herausstellte, wurden raffinierte Mittel und Wege ersonnen, um die Wirkung dieses Giftes zu verstärken zu beschleunigen oder mit höllischen Qualen zu verbinden. Je nachdem dei 5»Fall« es erforderte. So wurde zum Beispiel irgend ein Bär vergiftet. Wenn sich das Tier in wütenden Zuckungen wand hängte man es an den Hinterpranken aui. sodaß ihm der Geifer aus dem Maule floß Dieser giftige Geifer wurde dann in einem Gefäß aufgefangen und dann im »Bedarfsfälle« lieben Tischgenossen angeboten. Länderbank Wien AKTIENGBSEllSCHAFT ANNAHME VON SPARGELDERN KREDITE UND DARLEHEN OHrclirOflrwug «ftor n>47 Ni«d«rlaMun9: MARBURG a. d. DRAU HERRENGASSE 24 • FERNRUF 23-17, 23-18 GIRO- UND SCHECKVERKEHR AN- U. VERKAUF VON WERTPAPIEREN BmnkgmM€hM99m! Nummer 59/60 »Marh'ur^er Zeitung« 28. Februar/l. März 1942 Seite 0 ^Um^detJOoc^ Ich klBoe an Wie das Leben nicht nur «us großen Ereignissen und Problemen bestellt, wird uucli der Film, als Spiegelbild meJischlicher Daseins, zum Träger der tausenderlei Inlwes-sen und Freuden, Schwächen und Widrigkeiten, die in ihrer Vielfalt den »Alltag« zusammensetzen. Umso erschütternder und nachhaltiger wirkt dann ein Filmwcrk, das, über nienscliliches Durchschiiittsnivoau hir»-ausragend, ein heute noch ungelöstes, in seiner Schwere aufrüttelndes Prol>lem zum Vorwurf nimmt und dieses durch bedeutende Ciiarakterdarsteller gestaltet. Der Inhalt des Films »ich klage ati<, der nach Motiven des Romans »Sendung und Gewissen'* von Hellmut Unger unter der Leitung von Uoifgang Liebeneiner geschaffen wurde, läßt sich — wiewohl in seiner üesamtwirkung kaum erschöpfend zu umreißen — kurz skizzieren: In eine Ehe. die durch seelisches Verstehen und glückliclie Ergänzung der Charaktere wahrhaft ideal genannt werden kann, bricht ein unerbittliches Schicksal, die junge Frau erkrankt an einer unheilbaren Krankl|eit. l>er Mann, Arzt und Forscher, gibt die Hoffnung nicht auf; Tag und Nacht sucht er mit seiner treuen Assistentin nach den» Krankheitserreger, um ein über alles geliebtes Wesen, entgegen allem wissenschaftlichem Ermessen Hilfe zu bringen. Erst als ihm völlige Gewiß-lieit der Aussichtslosigkeit seines Kampfes wird, als die Krankheit jenen Grad erreicht, der das Leben nur mehr zu unbeschreiblicher Oual werden läßt^ gibt er der verzweifelten Bitte seiner Frau nach. Als letzten Liebesdienst gewährt er ihr, wozu sich der Jugendfreund nicht bereit erklärte: den Tod. Paul Hartniann, der überzeugende Gestalter überragender, vor schwere Gewissenskonflikte gestellte Charaktere, gibt auch seinem Professor Heyt jene Züge bewundernswerter Größe, die zutiefst berühren, und erheben. — Mit der Gattin Hanna schaft Heidemarie Hatheyer eine ergreifende Gegenüberstellung der von Gesundheit und Lebenslust sprühenden jungen Frau und der bei aller Hilflosigkeit immer noch hoffenden Kranken, die schließlich den Tod als letzten Der Sportbetrieb geht weiter Der Reichssportiührer gibt folgende Anordnung bekannt: »Für die ElnschränkunR des Sportverkehrs gelten ab 2. März 1942 bis auf weiteres folgende Bestimmungen: 'Sportveranstaltungen einschtießücli der Meisterschaftsspiele des NSRL sowie Lehrgänge sind örtlich uneingeschränkt zulässig, überörtlich nur so weit, als sich der Sportverkehr auf dem ortsziiständigen Sportgau (Sportbereich) beschränkt. Sportveranstaltungen über die Grenzen eines Sportgaues (Sportbereiches) hinaus sind nur zultissig, wenn der Reiseweg nicht mehr al-s 50 Kilometer in einer Richtung betragt.« Klagenlurler AC bester Sctiwimm-verein Das Lrgwbnit» der Deutschen Vereinsmeisterschaft 1941 im Schwimmeil, die mit einer Beteiligung von 284 Mannschaften wieder ein schöner Erfolg war, liegt nunmehr vor. Aus der Ostmark erkämpfte sich der Klagenfurter AC in der Gruppe der W'reine ohne Winterbad bei den Männern mit 606,7 Punkten tlcn ersten und bei den Fraueii mit 624,5 Punkten den vierten Platz. Die Schwimmerinnen des EWASC Wien erreichten in der Hauptklasse der Frauen mit 928,5 Punkten den sechsten Rang, während in der Wertung auf 25-ni-Bahnen in Klasse II Danubra Erster, : Wieder Bestzeit in Wien. Im Wiener Jörgerbuld stellte eine EWASC-Staftel über 10 mal 50 M&te-r Kraul mit 5:04 eine neue Bestleistung auf. Damit nimmt der Liebesbeweis ihres Gatten fordert. — Eine ebenbürtige Schöpfung bedeutet der in treuer Anhänglichkeit ergebene Jugendfreund Dr. Lang des Matthias Wieniaun; besonders eindrucksvoll die Wandlung, die ihn nach dem elementaren Erlebnis mit einem dem körperlidien Leben zwar wiedergewonnenen, aber dem geistigen Tode verfallenem Kinde die Handlung Heyts begreifen lehrt. »Ich klage an« ist eines jener Filme, die man stumm, in sich gekehrt, von nachhaltigem Eindruck überwältigt, verläMt. (Marburg, Burg-Kino). Marianne von Vesteneck. In doppehieficnkelMr, kott- b«rer Schate 'liefien ticli im II, JahrhuiHlert die Damen dei Croien Well den neuen Zauber trank, den nCaffe", an ihr Bett bringen. Immer neue Zuber«!-tungtreiepte und Zusiue probierten die MundkOche, und voller Erwartung wurde dann der gebeimniavoll achliefende ' beckel gehohMl ■ Mm Ob nun der richtige Zusatz drin war ? Nach dem richtigen Zusatz suchten die Kaffeetrinker des 18. und beginnenden 19. Jahrhundert« immer wieder. Daß einer nötig sei, merkten sie, und sie hatten es auch von den Vätern und Meistern der Kaffeekochkunst erfahren, von den Türken. Aber was? Kolanuß, Muskatblüte oder gar Moschus? Wir« bei unserem feiner gewordenen Geschmack für den Kaffee, nehmen erst recht einen Zusatz. Wir bissen: zum mild-Aromatischen des Kaffeegrund< stolfes gehört das herb «Würzige eines Kaffeezusatzes. Und zwar nehmen wir einen guten. So einen wie den Karo'Franck Der gibt dem Kaffee Fülle, schöne goldbraune Farbe, appetitlich anregenden Duft. tut jedem Kaffee gut j EVASC in der Dreibestenlistc hinter der am 7. februar von Magdehurv: % mit 4;57.,3 aufgestellten Bestzeit den zweiten Platz vor dem Hamburger Turnerbund mit 5:10.2 ein : Wasa-Lauf in Rekordzeit. \ h\s längste Skirennen der Welt, der klassische scliwedisclie Wasa-Laui, wurde aui der 85 km langen Strecke von Selen nach Mora erneut veranstaltet. Olle VikUnid lej,'te den Weg iti der neuen Rekordzeit von 5:,}1 Stunden zurück und gewann mit neun Minuten Vorsprung gegen Ber-til iMalin (3:40:27), Oötu Andersson 15:4U:37) und Luts Back (5:43:20). Landerspiel mit Jnoarn verlegt Die Reidisttihrung des NSRL hat dem Unf»arisehcn Fußball-V^erband den Wunsch unterbreitet, daß für den 15, März nacli Budapest vereinbarte l'ußballänderspiel um einige Wochen zu verlegen. Als neuer Termin des 18. Zusammentreffens der beiderseitigen Nationalniannsi-liatten i^-t bereits der 3. .Mai in Vorschlag gebracht worden. : Im Berliner Sportpalast werden am Wochcnende die Endspiele um die Eis-liockeymeisterschaft der Reichshauplstadt ilurc'hgeführt. Am Samstag stehen sich Rot-Weil^ und »Brandenburg^^ am Sonntag Rot-Weil^ und der Berliner Si'hlitt-schuh-Chib gegenüber. : jMai-Len Helln wieder Meisterin. In Helsinki wurde die finnische Kunsilauf-meisterschaft der f'raueii ausgetragen. Sie endete wie im Vorjahre mit einem überlegenen Sickte der 'hlelverteidigeriii Maj-I.en Heiin. ^^fUJudnui^ 1711 VOR ERK)MTUN6EN UND ANSTECKUNGEN! UÜH CHEh UÜH ^IVILVERWALTUNO IN »HR UNTERSTEIEHMARK Höchstpreise für untersteirlsches Gemüse ab 2. März 1942 Auf Grund des § 1 der Anordnung über die Preisgestaltung im Handel mit Obst üenifi'^e unri Sndfriirhten in der Untersteermark vom 30. Mai 1041 (Verord-nungs- u. Amtsblatt No. 19, S. 130) werden hiermit ab 2. iVlärz 1942 nachstehende Höchütprei&e lür uniersteirisches Gemüse festgesetzt. Die Höchstpreise verstehen sich frei Verladestation des Erzeugers, bzw. der Bezirksabgabestelie, waggonverladen. Sie gelten bis zur nächsK'n Veröffentlichung. I'ür nicht genannte Waren gelten die zuletzt festgesetzten Höchstpreise. i'iu'kliisse JDtuklucisc U iUl.;kla5S0 Ultcklasse B RM RM KM RM Karotten ohne Grünes . . « • . je kg 0.14 0.11 0.1« O.M Karotten, gelb (Pferdemühren) • . je kg 3.08 O.Of) 0.09 0.08 Knoblauch....... » • . jt-' 0.8') —.— 1.01 Kohl (Kraus)...... • . ie kg 0.11 :'..18 -,— Kohl (Wirsmg) . ^ , # t . je kg 0.15 0.12 0.20 0.16 Kohlrabi........ . je kg 0.23 0.10 0.26 0.21 Kraut (Weiß-)..... % . je kg 0.12 0.10 0.16 0.13 Kraut (Rot-)...... ft • . je kg Ü.18 0.14 0.23 U.l« Kren (Aleerretticli) . , • ^ • . je kg Ü.SO (j.r)0 1.04 0.61 ^eterslliengrün ..... • ie Büsche! O.Ol — o.ai Petersilienwurzel..... U . je kg 0.36 0.17 — ^orree ........ • . je rv.40 0.32 0..S3 0.42 Rottich ohne Grünes . . • . je O.l t o.lt 0.18 0.11 Rüben, rot, ohne Blätter . « . je kg 0.13 .MO 0.17 O.M Rüben, weiß ohne Blätter , » ff ■ • je kg 0.03 0.04 Salat (Cndivien) . , - , . ie kg 0.80 Oifil 1.04 0.83 Salat (Rapunzel)..... 0.75 t.23 0.97 Schnitttauch ...... je Büschel .).04 0.05 —• — Schnittlauch im lü cm Topf . • • v).38 4* 5 (Ttipf) 0.55 Sellerieknollen...... i 14 ^ je kg 0.30 0.24 0.39 0*.31 Spinat (Blätter-) . . , . » • fr » je kg 0.50 0,40 0.65 0.52 Spinat (Wurzel) • ■ « ■ • • . je kg 0.44 0.35 0.57 0.15 Zwiebel ....... • . je kg 0.1« 0.14 0.23 0.18 Suppengrimes .... je Büschel zn 5 dkg 0,03 0.O4 -. — CrzcuücrlidchstDrcIs ort ^bRabe der Ware r.a den Ha.iJcl VerbriLcIicrItöchstDrela bei Abgabe der Ware clurcli t'rzcuscr .in Vcr brauoll jr CrzcuücrlidchstDrcIs ort ^bRabe der Ware r.a den Ha.iJcl VerbriLcIicrItöchstDrela bei Abgabe der Ware clurcli t'rzcuscr .in Vcr brauoll jr 13ic Erzeugerliöchstpreise für Äpfel und Birnen simi in Nr. 35 des Verord-mmgs- und Amtsblattes veröffentlicht. Beim direkten Verltauf von Äpfeln und Birnen durch Erzeu^r an Verbraucher dürfen diese Preise bis zu 30% erhöht werden. Die Höchstpreise der Güteklasse A dürlen nur für Waren l>ester Beschaffenheit in Anspriicfi genommen werden. Für Waren geringerer GiUe dTirfen höchstens die Preise der Gflteklasse B gefordert werden. Der Verkaut von untersteiriscbem Gemüse darf nur nach Gewicht erfolgen, soweit nicht im Vorstehenden etwas anderes zugelassen ist. Belm Bezug von Rrzeutzem dar! der Kleinhandel den i^rzeugerhöchstpreisen bis auf weiteres nur einen Bruttohöchstgewinn von 30'*/o zuschlagen. Beim Bezug vom Großhandel darf der gleiche Brutt ohöchstgewinnmtfschlag zum Großhan-delsabgabepreiß zuzüglich der nachweisbar entstandenen Tranfiport130Cli()« an die A^rw, —2 1 kompl. Schweißapparat wegen Platzmangels um 200 RM zu verkaufen bei Fa. Slkro Hlndenburgstraße 10. 1734-4 Deotsche Dogge, 9 Monate alt, zu verkaufen. Wertnik Hans, Drauweilergasse 15. 1767-4 Haustausch. 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Zuschriften mit B?1d unter »Baufakultant 3(yc an die Verwaltung. 1722-10 KMnindnstrieBer, solid, sucht zwecks Eheschließung Bekanntschaft mit perfekter, auch in allen fibrigen Kanzleiarbeiten versicherter BncMial-terln. Antrige von Interessisn-tinnen, nicht unter 45 Jahren, mit Lichtbild, unter »Kleinin-dustrietler« an die Verw. 1988-10 ßcrufscrjiclmgswcif. Nachstehende Lehrgemeinschaften beginnen in aller-nftchster Zeit: Schriftverkehr Stufe I (Cufes Deutsch — nicht Kaufmannsdeutsch), Sctiriftverkelir Stufe n (Der neuzeitliche Korrespondent), Kaufmännisches Rechnen (Rechne schnell imd richtig), Buchffihrtmg für den Einzelhändler, Doppelte Buelifdhmng für Anfänger und Fortgesehnt, tene. Darchsctircn>ebnchffihrang, Schaufenstersclirfft and Plakatmalen, Heize richtig (für Bediener von Zentralheizungen und .Warmwasserbereitungsanlagen). Sofortige Anmeldungen können liierfQr noch entgegengenommen werden t)eim Berufserziehungswerk, Beethovenstraße 4. ' 1627 SDonoo? ' SDOonoi ^ 3000007 ü vs.2000007 Ocmfltlicher Steirer, Reichs, bahnangestellter, mit etwas (}rund, wflnscht ein cliarak* tervolles, wirtschaftliches Mfldchen oder Witwe aus der Stadt oder einem Bauern-hatts, 24—90 Jahre alt» zwscks baldiger Ehe kennen ztt lernen. Anträge unter >Edelwelß< an die Verw. 1721.10 Die geh ort in Im dm fmmUlm dmt üfitoriMCtos r IM. Scirh'ilnftpi'tc kaufe ,iel"zh bei: Hen staatlichen Lotterieeinoahmcn PAÜIMICHL. GRAZ Schtnwtdjyasjie 24 MHINA. GRAZ Herreng^asur 1 i"!!)! Ziehong l. Kl. 17. n. 18. April er Obst- und W^nbausdniie Marbiirg/Draii. Bekanntmachung Obstbaulehrgang zur AusMldutig von Baumwarten an der Obst- und Weinbaitschule in Marburg. In diesem Jahre wird ein Obstbaulehrgang von atW-wöehiger Dauer abgehalten. Er zerfällt in drei Teile. Sic dauern im Frühjahr 4 Wochen, im Sommer 2 Wochen und im Herbst 2 Wochen. Der Lehrgang beginnt am Montag, den 16. März 1942. Die Teilnehmerzahl ist aut höchstens 15 Personen beschränkt. Die für den Unterricht notwendigen Lehrbücher und Schreibmaterialien und die für die praktischen Arbeiten erforderlichen Geräte wie Baumsäge, Baumschere, Veredlungsmesser, Hippe, Abziehstein, Baumscharrc und Baumbürste werden gemeinsam an der Schule beschafft zu Kosten des Teilnehmers. Das Mindestalter für die Zulassung ist das 25., Möchstalter 50. Lebensjahr. Einigermassen Beherrschung der deutschen Sprache ist Vorbedingung. Gesuche um Zulassung sind spätestens bis 7. .März 1942 an den Direktor der Anstalt einzureichen. Dem Aufnahmsgesuch sind beizufügen: 1. geltaue Angabe des Geburtsdatums, 2. Leumundszeugnis, 3. Mitgliedschaft des Stejrischeii He'rmatbundes, Die Kreis- und Gemeindebehörden, sowie die Kreis- und Ortsbauernschaften werden auf diese Gelegenheit zur Heranbitdung von Gemeindebaumwarten besonders aufmerksam gemacht und zugleich ersucht, darauf hinzuwirken, daß sich in erster Linie solche Personen beteiligen, von denen anzunehmen ist, daß sie gewillt und in der Lage sein werden, an der Forderung des Obstbaues in der Gemeinde oder !ni Kreis mitzuarbeiten. 1708 Marburg, am 21. Februar 1942. Der Direktor: gez. A. Jentsch. Der Chef der ZivflverwaltuUg in der Untersteiermark l>er Beauftragte für Arbeitsfragen Bekanntmachung Der § 11 der 2. Verordnung über den Arbeitseinsatz in der Untersteiermark vom 12. Februar 1942 (VO. und Abi. 66, Seite 474), führt die sofortige Aleldepflkrht der in der Zeit vom 1. Jänner 1935 bis zum Inkrafttreten der genannten Verordnung aus Volks-, Haupt- und Höb^n Schulen Ent-lass:.ier ein soweit nicht diese sich in einer ordnungsmäßigen Benifsausbildung befinden oder einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen. Diese Schulentlassenen haben sich bis zum lv5. März 1942 bei den für ihren Wohnort zuständigen Arbeitsamt (Hauptamt oder Nebenstelle^ zu melden. Handelt es sich um jugendliche Schulentlassene unter 18 Jahren, ist für die Meldepflicht nach § 11 Absatz 1 der angeführten Verordnung dessen gesetzlicher Vertreter verantwortlich. Nichtbefolgung wird nach Nr. 9 der Verordnung vom 14. April 1941 bestraft/ Marburg a. d. Drau, den 26. Februar 1942. Dr. Henninger. Der Beauftragte des Reichskommissars für die Festigung Deutschen Volkstums, Dienststelle Marburg/Drau, Gerichts, hofgasse 9 — Hauptabteflung Wülschaft Marburg, 27. Februar 1942. Veriautbarung Betrifh: Wirtschaftertagung der Abteilung Gewerbe für dte Kreise Marburg-Stadt und -Land Am Dienstag, den 3. März 1942 tindct um 13.30 Uhr hn Muslksaal des fodroczy-Palal®, Marburg, Sclimiderer-gassc 6 eine Wirtschaft»rtagung d»f Abteilung G»wfb0 statt. An dieser Tagung haben sätntliclie Wirtschafter der Gewerbebetriebe und Gaststätten der Kreise Marburg-Stadt und -Land, welche vom BeauftragtL-n des ReicMskoininissars für die Festigung l>eutschen Volkstums beschlagnahmt sind teilzunehmen. — PünktUches Erschehien ist Pflicht. Der Leiter der Abteilung Gewerbe: gez. Nitzl. 17«l) Der Leiter der llauptab-teilung Wirtschaft: gez. Feichtinger. f>^ Oberbürgermeister der Stadt Marburg a. d. Urau Sparmassnahmen wegen Wassermangels Der Bevölkoriuig von Marburg a. d. Drau wird die Einhaltung der nni 4. und 5. d. M. veröffentlichten Sparmali* nahmen wegen Wassermangels neuerdings in Erinneriitig gebracht. Es wurde beobachtet, daß in verschiedenen Häusern mit eintretendem Tauwetter während der Nacht die Wasser-entnähme nicht gesperrt worden ist. Die Maßnahmen der Veröffentlichung sind ausdrücklich und bis auf Widerruf strengstens zu befolgen iind werden bei NicliteinlialUing Strafen verhangt. Der Wassermangel ist trotz des Tauwetters noch sehr empfindlich und er wird voraussichtlich weiter anhalten, weil es mehrere Woclicn dauert bis die Quellen der Wasserversorgung zunelmiCH werden. Die Hausbesitzer oder ihre Beauftragten haben jetzt die eingefrorenen Wasserleitungen besonders zu kontrollieren, weil bei eintretendem Tauwetter die schadhaft gewordenen Rohre durch Wasseraustritt erkannt werden. Nur bei strikter Einhaltung der SparmaBnahmen können die Schwierigkeiten in der Wasserversorgung überwunden werden, kh rechne auf volles Verständnis bei der Bcvßl-kenmg und auf ihren Gemeinsinn in der Einlialtnng von solchen Maßnahmen. Marburg a. d. Drau. 27. Februar 1942. Der Oberbürgenneister der Stadt Marburg a.d, Ürati 17R1 Knaus. Dor OberfandMqorichteprttsident 2326—123/42 Graz, den 20. Februar l'JI'J Bekanntmachung Die HeichHjustizvejwaituiiß stulll im laufenden Jaliie männliche Anwärter für den mittleren Justizdienst (Justizsissistenknanwärter) bei den Gerichten des Ober-landasgeridit^äbezirkeK Gftiz ein. Die Bewtjrber müssen das 21. Lebensjahr vollendet haben und sollen nicht älter als 31 Jahre sein, Sic linbcii durch Zeugnisse nachzuweisen, tlali sie 1. Mitglied des Steirischen Heimatbundes sind, 2. die deutsclk: Sprache in Wort und Schrift beherrschen und 3. gesund und ohne körperliche üebreciicn sind. Einstellungsgefiuchen ist ferner eine selbsiver-faßte Dfirstellung des Lebenslaufes nebst Lichtbild des Bewerbers anzuschließen. Nähere Auskunft erteilt das Rechnungsaint beim Oberlandesgericht in Graz, Nelkengasse 2. ,710 Graz, am iü. l'ebruar 1942. Der Ohe r 1 an de*geri chtsp räs iden t: gez. Dr. Meldt,« Umsiedler AchtHng! Umsiedler, die Sparbücher von üeldiustitutcu iri der I rovinz Laibach nodi itii Besitze haben, werden aufgefordert, diese u ui j; e Ii e n d unter AtiKabe Hires Namens, der genauen Anschrift und alifälllKeni Losungswort einzusenden an die Deutsche Unisicdluifxs-TrciUiand-Gesellschait m. h, IL, Niederlassutii; Marhuri; an der Drau. 1 Ion Verordnungsund Amtsblatt des Chefs der Zivilverwalttmg in der Untersteiermark 1^. supheii ei'scliieiieu. Erhältlich im Verlage der Marburger Druckerei Maröurg a. d. Drau. Badgasse 6 IN CILLI bei der Geschäftsstelle der >Marbur-ger Zeitung«, Adolf-I litler-Flatz 17, Buchhandlung der Cillier Druckerei IN PETTAU bei Georg Pichler. Aufnahme ständiger Bezieher bei beiden obangetülirten Vertretungen und bei der Geschüftsstelle in Marburg. Bezugspreis: RM 1.25 monatlich. Der Bezugspreis ist im vorhinem zahlbar. Wir bitten sofort nach Erhalt der Zahlkarten um die Überweisung der Bezugsgetnihr, damit die regelmäßige Zustellung nicht unterbrochen "werden muß. wvwwwww Graz Herren^assf 26 •116 r B A «RbRomaae sowie interessante Werke aus verschiedenen Wlesensgebieten Dte Nttw IM !■ MV miltflHI ImMM Die Bficherci wird den Wünschen der Leser e|it-.^reehend ausflt<>aiit. Uasere LeHibOcherei in Urax nit Obk^r 14.000 Bänden steht außerden zur Verllflung Monanchc Leihgebilhr ab RM 1.60 M tflgllcher UmtauschmogUcnkeli 1453 MARMIO, iURGGMti Ii - RUF Berich tloun0. In der Todesanni^ Mathilde FalKhmh ist imt«r den AaraMrwea der Vontorbenea der Nam« de« S<»nea ririis aachMtragca. Donkaagung für die vielen Beweise herzlicher und inntsrer Anteilnahme anläftlich des Ablebens unseres Gatten und Vaters, Herrn Michael Rumclelz SiwrkasModlrektor danken vir tiefempfonden allen Verwandten, rreuitden und Bekannten, ^wle für das letzte Gdcltc. die Kranz- und BlunietiHiendcn. Clin, den 21. Februar 1942. 1733 Familie Koroschet/. Tieferschüttert geben wir die traurige Nachricht, daß unser hinigstgeliebter Sohn, Gatte, Vater und Bruder, Gafraitar WIUI niipltach inj Alter von Si Jahren an der Ostfront fern von Bt^tner geliebten untersteiriachen Heimat den Heldentod für Führer und Großdeutsch- iand fand. (jooolMtz üeMHeMe, den 27. Feber 1!>42. In tiefster Trauer: Amalie und titephan Filpitach^ Eitern, Anny FiUpitsch Kcb. PIckert, Gattin, Horst, Sofin. Ida, Leopold, Stell, Hiiberl. Alda, Geschwister und sämtliche Verwandten. IT&4 I. S D E R TREIBRIEMEN FÜR MDUBTHE, HAIfDSL UND HANDWHK SATTLER- UND 8CHUHZUOEHÖR-OROSSHAN ÖLUNG spbzialobsciiJCpt FÜR SATTLER KIBMBR TASCHNER TAPEZIERER FACHMASCHINEN OUMMI ALLER ART GRAZ ÖRieSOASSE 22. RUF OMl Luftschutz - Verdunkelung! fifriin, mit Schaurzug, komplett nranlage' fertig, m jeder GrfBe uad Meng« nach ■■aHBUnunaai MaAangab« lieferbar dnrob Fa. k» Sclialflngar, Oroit Harrangatta 7 Ruf 0584. 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Bt|sa Aulioger Wieder gibt es ein großes Qelflchter um verliebte luMnd, widerspenstige Vhter und spekuta-Üve Dicluchldel, wieder freut man sich der hi-stfgen OMchehniese einea Bavar{a>Flhns, bei denen es diesmal nicht um ehi »Mndiges Dorf«, semfepi um einen alten Sflnder den »scheinheiligen Floriane geht! KuHvrfilm: Ufta-Woche Nr. 596 Soklateii van morgen. Pir Jugendliche nicht zugdasien! Ab Samstag Kartenvorverkauf fflr Sonntag Ino Brunndorf Premiere der liadane Ballerflv Daatache Wochaosohaal Für lugendliche untor 18 Jahren nicht augelassen! Vorstalhiotsa nur SaaalagJ« M uai Mt Montag an II, IS uad Uhr. Id04 PatrlU Dunkler StempeUabrik »Valfcaa* gegr. 18^ Stempel Qravleraogen Bfirowaran Graz« ladetskysirt 11*11, iuf CM« Ö876 ladar Untarstelrer Hast dia »Marburger ZaHung!" Wh* .fcaufan laufand •chnitfwara von den Dltnensiotien 12, 15 16, 1$. 20. 24, 26, 30. 35 ond 40 mm Stärke. AuBerdeai möchten wir ein Sägewerk kaufsa oder pachten. Josef Duaik, Holiwarcnfabrik, Wien 21.. 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