lEchnftlkitung: N«tha»«qove Mr. ' uAlit. »>»•«««•»-«!" mamti mn Initii na* Bnutltti -»»:»« ®»fR)oiciif1ca-ftect» IM.MO. Verwaltung: Vtat«au«gass. Nr. J «t,vq»dkd!nqvi«ei>: v»«ch dt» v«? >«,»»«»! VIertelltdrtg ..ist. I« Hald^dna . . . (I. t-M ««Mlütrig . . . I. «-« All« UKII mit $l« sagen. Schon 1348. 1859 und 1866 haben die mchtdeutschen Nationalitäten durch Fahnenflucht im großen Maßstab bewiesen, wie wenig Sinn sie für den Bestand dc« österreichischen Staate« haben, «nd heuie ist infolge der Ueberhandnahme der amideuls«chen Strömungen in Oesterreich auf die unbedingte Zuverlässigkeil der nichideutschen Truppen noch wemiger zu rechnen al« früher. Ter nationalt Sond«rg«ist hat auch die Einheit der Heere«sprache nicht umberührt gelassen. Daher >ft nicht mehr jeder M«ann außerhalb seine« Truppenteile« zum Melde- und Ordonnanzdienst verwendbar. Schon die Kaissermanöver von 1885 litten unter dieser Sprach v»erwirrung. Seitdem ist e« viel schlimmer geworden». Infolge dessen nehmen die großen Herbsiüb'ungen sehr üblen Verlauf, da der Melde-dienst am Mangel an Kenntnis der deutschen Sprache bi« zum Stab«ofsizier hinaus versagt, wie die« bei den Kaisermanövern bei Tvti« (Ungarn) so auffäillig war. Im Kriege würde die Heere«-leitung imsolge unmöglicher gegenseitiger Veiständi-gung nwch viel ratloser sein, und dies fällt umso «ehr im« Gewicht, al« Oesterreich« Unglück im Krieg« sprichwörtlich ist. Beide« setzt den Wert der östeerreichischen Bunde«genofseaschast bedeutend herab. Dazukäme der Hemmschuh aller Operationen von Verkündeten, allerlei lähmende Rücksichtnahme oder gar politische Quertreiber«!. Den Erfolg sichert nur Einheitlichkeit, so 1866, 1870/71. Dagegen wurden im ersten Koalition«-krieg gegen Frankreich die Unternehmungen der Verbündeten durch Thugui« preußenfeindliche Poli-tit, durch politische Rücksichten und diplomatisch« Künste brstänvig g«lähmt und durchkreuzt. Und wie war e« 1803—1815! Wie drängte nach der Schlacht bei Leipzig Preußen zum Einrücken in Frankreich und wie wenig sagte die« der österreichischen Poli-tit zu. die mit Napoleon unterhandeln wollte. Welcher Gegensatz auch später, Blücher« ungestüme Offensive, gefährdet durch Schwarzenberg« Zurück-weichen und Waffenstillstandtanträge bei Napoleon. In der Tat, der Sieg über Napoleon war nicht Oesterreich« Verdienst. Ueber alle Beschreibung ist dagegen, wa« Preußen leistete. Ucberall voran, durch keine Gefahr zu schrecken, selbst geschlagen schnell und kühn zu neuem Kamps bereit, so hat Preußen gekämpft. Aber wie übel ist ihm gerade von seinen Bundesgenossen gelohnt worden. Schlossen doch Oesterreich und England mit dem Feinde, mit Frankreich, «in Bündnis, um Prtußen um die Früchte seiner Siege zu bringen. Welche Bürgschaft l ;ibt «S heute für Deutschland, daß ein so un-deutsches StaatSwesen wie Oesterreich in Zukunft ein besserer Bundesgenosse sei? Fragte sich doch auch Fürst BiSmarck (Gedanken und Erinnerungen II, 255). als er da« deutsch-österreichische Bündni« chloß, mit großer Sorge: ob sich nicht die Politik wiederholen könne, die uns 1792—1795, während wir mit Oesterreich im Felde standen, Verlegen-Seiten bereitete und im Stiche ließ, um un« gegen-iber in den polnischen Händeln stark genug zu bleiben, die bi« dicht an den Erfolg bemüht war, un« einen russischen Krieg auf den Hal« zu liehen, während wir als nominelle Verbündete für )aS Deutsche Reich gegen Frankreich fochten, die sich auf dem Wiener Kongreß bi« nahe zum Kriege gegen Rußland und Preußen geltend machtet Daran sei zwar, erklärte er, bei Lebzeiten deS Sein eigener Wörder. Di«e ganze kleine Stadt war in größter Auf-regung. Einige hundert Schritte außerhalb des Stadttovrei hatte man die Leiche eine» Mannes in «ittlerenn Jahren, mit einer klaffenden Wunde auf dem Söchädel. erschlagen ausgesunden. In den Kleidern» de« Toten war kein Dokument aufzufinden, da« dar.rauf hätte schließen lassen, wa« er zu Leb-zeiten gewesen und wie er geheißen. ?tur ein vor Alter gqauz schwarz gewordene« Medaillon mit dem verblaßlzien Bildni« einer Frau trug er in der Westentasche al« einzigen Besitz, sonst nicht einen Heller aan Geld odrr sonstig«« W«rtsach«n. E«:4 konnt« kein Zweifel bestehen, daß an dem UnglückMichen ein Raubmord verübt worden sei. De)« Bürgermeister ordnete die öffentlich« Au« sttllung g der Leiche an und ließ auch da« Medaillon «it dem« Bilde jedem Befucher de« Totenhaufe« vor-weisen, , weil vielleicht doch ein Bewohner der Stadt den Errrmordeten gekannt haben mochte. Unlnd richtig wurde durch diese weise Verfügung eine Spipur gefunden. Gegen Abend war die Porten schlag f ftathi, ein alte« Weibchen, da« seit undenk licher Z Zeit ganz einsam für sich dahinlebte und al« Sonder lnling galt, vor den Toten hingetreten. sah die vermznrten Züge lange forschend an und ver« langte fc dann da« Bild zu sehen. GlSleich darauf brach sie in ein laute« Weinen au« unllnd schrie, während sie an dem Totenbett halb zusammimensank: „Hier liegt «ein Neffe, der Franz Steinerner, von frevelhafter Hand erschlagen. Da« Bild in ii seine« Besitz ist da« meiner Schwester Anna, vkreheluelichten Steiner, die schon seit vielen Jahren der kühtihle Rasen deckt. O, mein armer, kleiner Kaiser« Franz Josef nicht zu denken, aber die Element«, die die Trägrr einer rivalisierenden Politik gewesen seien, könnten zu neuem Einfluß gelangen. E« ist bekannt, daß alle deutschfeindlichen, namentlich die legitimistisch-klerikalen Elemente ihre Hoffnungen auf den Nachfolger setzen. Die Ausgabe Oesterreich-Ungarn«. da« bei dem Bündnisse mit der deutschen Militärmacht weit mehr der empfangende, al« der gebende Teil ist, bleibt e« demgegenüber, zu zeigen, daß e« den Willen und die Kraft hat. die deutschfeindlichen Elemente in seinen Grenzen niederzuhalten. Da« ist bisher nicht der Fall gewesen, so daß wir uns darauf einrichten müssen, eine« Tage« ganz allein „auf die eigene Kraft gestellt" zu sein. Franz! Al« Bub' mit sechzehn Jahren bist du in die w.iie Welt hinaus und al« Opfer eine« ver-ruchten Mörder« sehe ich dich wieder." Man brachte die laut jammernde Frau zum Amte, wo sie der schnell herbeigeholte Stadtschreiber beruhigt« und ihre Angaben zu Protokoll nahm. Sie erzählte ganz zusammenhängend, nur über die Zeit befand sie sich manchmal im Irrtum, wa« aber in Anbetracht ihre« Alter«, sie mußte weit über siebzig Jahre zählen, erklärlich war. Ihre Schwester habe in jungen Jahren ge-heiratet, brachte sie vor, und starb zu gleicher Zeit mit ihrem Mann an einer bö«artigen Krankheit, al« ihr Kind, der Franzl, eben vier Jahre alt war. Sie, die Schwester und einzige Verwandte, nahm sich de« verlassenen Knaben an und zog ihn auf, bi« den Burschen in seinem sechzehnten Lebensjahre «in« unbrzähmbare Wanderlust in die Welt hinaus» trieb. Seit dieser Zeit habe sie nicht» mehr von ihrem Neffen gehört, bi« sie heut«, nach nah«zu vierzig Jahren, den Schmerz erleben mußte, ihn al« Leiche wiederzusehen. Noch am selben Abend wußie e« jede« Kind im Orte, der Franz Steiner, der vor einem Menschen-alter al« junger Bursche in die Weite gegangen war, um fremde Erdteile und Länder zu sehen, se von einem gottvergessenen Mörder erschlagen und {einer ganzen Hab« beraubt worden. Jetzt wollten sich auch zahlreiche L«ut« d«S immer lustigen, etwas romantisch veranlagten Burschen noch erinnern, die Wallfahrt zu der Leiche nahm immer mehr zu und manch ein Graukop nickte beim Verlassen der Kammer mit dem Kopfe und sagte «it Bestimmtheit: »Ja, ja. das ist der Steiner Franzl, ich hab' ihn ja zu gut gekannt. Aus Stadt und Land. ßillier Hemeinderat. Freitag nachmittags fand unter dem Vorsitze des Herrn VizebürgermeisterS ZuliuS Rakusch «in« ordentlich« öffentlich« Sitzung d»« Cillier Ge-meinderateS stat». Unter den Einläufen befand sich in erster Linie eine Zuschrift der evangelischen Gemeinde Eilli, welche den Gemeinderat zu der am 5. Juli statt» indenden Einweihung deS neuen Pfarrhause« einlud. Der Vorsitzende ersuchte die Mitglieder de« Gemeindeau«schusse«. der Einladung in möglichst großer Zahl zu folgen. Die Statthalterei teilt mit, daß da« Mini-sterium sür da« Augmentation«magazin einen MielzinS von 4772 X und für die Fuhrwerks-remife einen folchen von 900 X zugestanden habe, wa« einer 5^igen Verzinsung de« Kapitale« von 113.000 K entsprich». Wurde mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Der Stadtverschönerung«verein hat da» Ansuchen eingebracht, daß die große Ga«-laterne, welche während de« Stadtparlseste« in der Hauptallee beim Sannstege ausgestellt worden war, Noch in den verwitterten, vom Tod veränderten Zügen kann man da« Bubengesicht von einst er-kennen." Am nächsten Morgen betrat ein stattlicher Mann, eine Reisetasche am Riemen über die Schulter, durch da« Tor die Stadt. Er trug »inen grauen, bequemen Anzug, nicht elegant aber sauber und von gutem Stoffe. Die ganze Haltung de« Wan-derer« zeigte, daß er viel in der Welt umherge-kommen sei und sich zu benehmen wußte. Der Fremde schritt ohne zu fragen auf den Gasthof .zum roten Adler" zu und ließ sich von dem dienstbeflissenen Kellner ein Zimmer anweisen. Nach altem Braucht wurde dem Gaste gleich nach eine« Eintreffen da« Fremdenbuch zum Eintragt» eine« Namen« vorgtltgt und tr kam der Auf-ordtrung ohn« Widerrede sofort nach. Doch al« der Wirt Nachschau hielt, welchen Zugvogel e» nach dem wenig von Fremden be-suchten Städtchen getragen, da nahmen seine Züge plötzlich den Ausdruck de« höchsten Erstaunen« an^ dann rief er in sichtbarer Erregung den Kellner herbei, gab ihm den Auftrag, strenge darüber zu wachen, daß der Gast da« Hau« nicht verlasse, und begab sich schnurstrak« zum Gemeindeamt?. Unter dem Arme trug er da« Fremdenbuch, in da« der neue Gast mit großen, verschnörkelten Buchstaben den Namen „Franz Steiner« geschrieben hatte. ^ t Bald darauf fand sich eine Kommission bestehend au« dem Bürgermeister, zwei Räten der Gemeinde und dem Stadtschreiber beim „roten Adler" ein und li«ß sich in da« Zimmtr de« Fremden führen. Drr Bürgrr«tist«r, dem die Ort«pol»zn unter- Seite 2 .Deutsche Wacht' Nummer 54 auch Heuer wieder aufgestellt werden möge. Da dies« Angelegenheit dringlicher Natur ist, wird sie sofort in Verhandlung genommen und der Obmann de» GaSwerkS-VerwaltungSauSschusseS, Herr Ge« meinderat Markus Trattnik, macht folgende Vorschläge: Da die erwähnte große Doppelbrenner» lampe zu teuer zu stehen komme, empfiehlt das GaSkomitee, daß fünf einfache Lampen zum Preise von je 17 X 50 h, und zwar von der Stadtge» meinde angekauft werden mögen, wogegen sich daS Gaswerk bereiterklären würde, die Rohrleitung, die einen Kostenaufwand von rund 200 K erfordere, unentgeltlich beizustellen. Diese fünf Lampen würden in der Haupiallee so ausgestellt werden, daß sich eine beim Sannsteg und je zwei rechts und link« in der Haupiallee befinden würden. Die bisher in Verwendung stehenden GaSöllampen werden dadurch entbehrlich gemacht und können wo anders ver» wendet werden. Die Vorschläge des GaSver-waltung« - Ausschusses wurden einstimmig ange» nommen. Der Obmann de« Eislaufvereine« teilt mit, daß durch den Verkauf der Guggenmoß« Realität „R t o t e n H o f" der EiSlaufverein um den bisherigen Eislaufplatz gekommen fei und stellt an die Gemeindevertretung das Ansuchen, einen der Gemeinde gehörigen Platz für die Pflege de« so gefunden Ei«sporte« anzuweisen. Hierzu teilt Herr G.-R. Rauscher mit, daß der Eislauf« verein an den Deutschen Sportverein die Einladung gerichtet habe, sich mit ihm zu ver» einigen. Der Sportverein ist nun bereit, diesem Ansinnen Folge zu leisten, wenn die Stadtgemeinde auf der Festwiese einen abgeplankten Platz auf ihre Kosten herrichten läßt, welcher im Winter al« Eislaufplatz und im Sommer als Fußballspielplatz verwendet werden kann. Wenn die Stadtgemeinde aus diesen Vorschlag einginge, so würde sich der Deutsche Sportverein verpflichten, für eine 4Hige Verzinsung der Anlagelosten aufzukommen. Die Angelegenheit wird der Finanz- und der Bau-sektion zur Beratung und Berichterstattung zuge-wiesen. Der Vorsitzende bemerkt hiezu, daß diese Platzbeistellung wohl nur so gedacht werden könne, daß den beiden Vereinen nicht das ausschließliche B.'nützungSrecht zustünde, sondern, daß die Stadt« gemeinde über den Platz sür öffentliche Veranstal« tungen auch fernerhin frei verfügen dürfte. Bei Uebergang zur Tagesordnung berichtet der Obmann der Rechtssektion über zwei HeimatS-rechiSgesuche. Dem Ansuchen deS August EgerS-dorfer um Zusicherung der Ausnahme in den HeimatSverband und des Anton K a p l a um Zu« erkennung des HeimaiSrechte« wird Folge gegeben, da die gesetzlichen Bedingungen vorhanden sind. Für die Bausektion berichtet Herr G.-R. Dr. Kovatschijsch über ein Baugesuch de« Joses T a b o r, welcher in der Spitalgasse eine Betrieb«« werkstätte für Beton- und Kunststeinerzeugung erbauen will. Der Bauplatz liegt im Zuge der ge« stand, trat würdevoll auf den verwundert drein« schauenden Gast zu und erklärte ihn für verhaftet. »Was habe ich verbrochen, um meiner Frei« heil beraubt zu werden?" fragte der Gast mit ruhiger Stimme. „Ich bin ein Kind der Stadt, das nach langjähriger Abwesenheit die Sehnsucht nach der Heimat getrieben habe." Wie er heiße? inqairierte nun der Stadt» schreibe? den Verdächtigen. „Franz Steiner', lautete die Antwort. Hier seien seine Dokumente, die man ihm vor vierzig Jahren in die Fremde nachgesendet hatte. Wo er sich die ganze Zeit über ausgehalten? Da« könne er so schnell gar nicht auszählen. In den Niederlanden, in Frankreich, in England, zuletzt habe e« ihn gar nach Afrika verschlagen. Er habe sich nach dem Verlassen der Heimat zum Steinmetz au«gebildet und al« tüchtiger Arbeiter überall Verdienst gesunden. Längst könnte er irgendwo als Meister seßhaft sein, wenn ihn seine unüber« windliche Wanderlust nach kurzer Rast nicht immer wieder fortgetrieben hätte. DaS feiste Gesicht des Bürgermeister» wurde bei dieser Erzählung immer strenger, bi» der alte Herr nicht länger mehr an sich hallen konnte und mit eisiger Ruhe sagte: „E» wird iim nicht ge» lingen, sich herauszulügen. Der Franz Steiner wurde gestern erschlagen vor den Toren unserer Stadt gesunden und er ist der Mörder. Kann er uns vielleicht da» Bild seiner alten Muhme, der Katharina Portenschlag, vorweisen, die heute noch al» hochgeachtete Mairone in unserer Stadt lebt?" „Da» Bild habe ich die ganzen Jahre als einen Schatz bewahrt," lautete die Antwort, „vor einigen Tagen hat es mir im Nachbardorfe ein planten Verlängerung der Seilergafse zum Kirch-platze; der Vorbesitzer Johann Wagner hatte sich ,chon seinerzeit verpflichtet, sür den Fill diese« Straßendurchbruche« den nötigen Grund beizustellen. Auch Herr Tabor ist bereit, eine solche Erklärung auszustellen, jedoch mit dem Vorbehalte, daß die Gemeinde innerhalb der nächsten fünf Jahre ihm gegenüber davon keinen Gebrauch mache. Herr Tabor ist verpflichtet, den Grundstreifen zu dem gewöhnlichen Grundwerte abzugeben. Da vom fani» tären und bautechnischen Standpunkte keine Bedenken vorliegen, beantragt die Bausektion, dem Ansuchen Folge zu geben. Angenommen. Die Erledigung eines Ansuchens des »Vereine« für Tierschutz und Tierzucht" in Eilli um Neber. lassung eine« Platze« für feine Geflügelzuchtanstalt wird vertagt. Für die Gewerbesektion berichtet Herr G.-R. Fritz Rasch. Die Denkschrift der Genossenschaft der Gast- und Schankgewerbe in Eilli, sowie die Erklärung des Herrn Franz Dirnberger bezüg-lich seiner Gasthaus-Konzession, werden von der Tagesordnung abgesetzt. Herr Franz Vollgruber hat ein neuerliche« Gesuch um Erteilung einer Gasthaus-Konzession, verbunden mit Fremdenbeherbergung, eingebracht; sein erste« Gesuch wurde bekanntlich vom Stadt-amte zurückgewiesen, ebenso auch der dagegen an die Statthalterei eingebrachte Rekurs. In der Be-gründung der letzten Erledigung heißt e«. daß die Errichtung eine« Gasthauses i i der Grabengafse keinem Bedürfnisse entspricht und auch der Ort nicht geeignet erscheint, zumal gegenüber einer Schule errichtet werden soll. Auch daS neuerliche Gesuch Voll gruberS wird abgewiesen u. zw. mit der Begründung, daß der Lokaldedars für die Errich-tung eines neuen Gasthauses und insbesondere eines EinkehrgasthauseS in keiner Weise vorhanden ist, wa« schon daraus hervorgeht, daß die Wirte über den schlechten Geschäftsgang seit Jahren klagen. Der Würsteloerkäufer Franz Turin bittet um Zuweisung ei»eS Standplatzes beim Bahnhofe. Die Erledigung dieses Gesuches ist Sache des Siadt« amtes, welches übrigens schon einmal entschieden hat, daß für Würstelverkäufer die Zuweisung eine« festen Standplatze» nach der Gewerbeordnung nicht zulässig sei. Herr Dr. S ch u r b i spricht »och über-die» seine Bedenken dagegen au», daß eine so leicht verderbliche Ware, wie die Würstel sind, von einem festen Standplatze aus verkaust werden. Der öffentlichen Sitzung folgt eine vertrauliche. Kvangeli/che Gemeinde. SamStag, den 5. d. M., abend« '/,7 Uhr findet — wie schon gemeldet wurde — in oer Gartengasse die Einweihung des evangelischen Pfarrhauses statt. Abends um >/,9 Uhr evange!ischer Familien« abend im Hotel Terschek, wobei ein Vortrag über „LutherS reformatorifche Bedeutung sür da» deut-sche Hans" gehalten wird. — Sonntag vormittag» Strauchdieb, mit dem ich da» Nachtlager teilen mußte, gestohlen. Der Kerl hat wohl gesehen, daß die Kapsel von Gold ist und da er mein Geld nicht stehlen konnte, weil ich e» dem Wirt zur Aus-bewahrung übergeben, hat er sich mit dem Bilde begnügt." .Nun hat er un» genug Lügen aufgetischt, unterbrach ihn der Bürgermeister strenge, „fort mit ihm in den Kerker.' Ehe er sich» versah, hatten ihm zwei handfeste Siadtwächter Handschellen angelegt und führten ihn, umringt von einer johlenden, den Mörder ver-wünschenden Menge, nach dem Rathause und brachten ihn in einem kellerartigen Gewölbe, dem au»bruch-sichersten de« ganzen Hause«, unter. Um noch vor Eintreffen der GerichtSkomniission au« der nächsten größeren Stadt die Schuld de« Verbrecher« festzustellen, ließ der Bürgermeister die Portenschlag Kathi in den Kerker führen, ooch die alte Frau nannte den Gefangenen einen Schwindler, der sich sür den Franz Sleiner ausgibt, um feinen Hal» zu retten. Umsonst rief er ihr hundert Ec» innerungen aus der Jugendzeit in» Gedächtni», sie hatte immer nur die eine Erwiderung: „Die Ge-schichte hat er meinem Neffen abgelauscht, um uns alle zu täuschen." Somit schien daS Schicksal de» armen Teufel» besiegelt. Die Gattin des Bürgermeisters, eine stille, träumerische Frau, hatte sich in Gedanken viel mit dem Gefangenen beschäftig«. Sie hatte als zwölf« jähriges Mädchen mit dem um zwei Jahre älteren Steiner Franz in dem großen Garten ihre» VaterS oft gespielt und mit ihm gut« Freundschaft ge» halten, wie es sich für Nachbar»kinder geziemt. um 10 Uyr findet, wie gewöhnlich, evangeli« scher GolteSdienst im Andrea»kirchlein stau Deutsche gifte? auf nach Honoöitz! 2* Teilnehmer an dem Veteranenfeste in Gonob-s, welche diesen herrlichen Ort nicht schon in dei ersten Abendstunden verlassen wollen, werden gemj gerne davon Kenntnis nehmen, daß von Gonobq nach Pöltschach um halb 1 Uhr nachiS ein Sonder-zug abgeht, welcher in Pöltschach sehr günstige 8* schlöffe hat. Gonobitz bietet alles auf. um irim Gäste würdig zu empfangen und ihnen schöne Zvi» den zu bereiten. Aus deutsche Eilli«! Aus ooch Gonobitz! gUTier Stadtverschöneruugsvereiu. Miltimxj abends fand im Waldhause die diesjährige Hut», Versammlung deS Eillier StadtoerschönnungSoerei«! statt. Die recht gut besuchte Versammlung rornfc vom Obmann de» Vereine», Herrn Fritz RasH geleitet, welcher einen allgemeinen Täiigkei-Sberch über da« Vereinsjahr 1901 erstattete. Zu Beginn de« Jahre« 1901 betrug die Mitglied« zahl 34} im Lause de« Jahre« traten 55 neue Mitglieder ein, während 28 au«getreten bezw. gestorben fmb, so daß der Mitgliederstand am Ende de« Jahni auf 3(39 gestiegen war. Herr Rasch gedachte «4 namentlich der verstorbenen Mitglieder: Ferja, Hau«mann, Higersperger. Jaky. Kolatschek, Levizhm^ Popiel, Schöninger, Stupka und v. Zamboni. Zi> Zeichen der Pietät «Heden sich die Anwesenden von den Sitzen. Der Ausschuß mußte sich daraus ic-schränken, das Geschaffene zu erhalten. Die Hoch« Wasserschäden haben die Mittel deS Vereines so ii Anspruch genommen, daß an Neuanschaffungen nicht zu denken war. Die Wirkungen deS Hochwass«! waren im Stadtparke derartige, daß zum Telle ei« Umgestaltung und Neuanlage de« Parte« notwendig wurde. Die anderen Anlagen, am Josefibnge in) am Wokaunplatze wurden ebenfalls neu hergerichtet. Der Bericht gedachte ferner der Zerstörung de« Wetterhäuschen«, wr,für sich der Verein bei de, Täter allerdings fchadlo» halten konnte. Die öe> richt« d«r mtieorologifchen Zentralanstalt werSir auch Heuer wieder öffentlich auSgehäng«. Da» grc* Parksest im vorigen Jahr ist glänzend gelunze» und hat einen bedeutenden Reinertrag von 3383 K 88 b abgeworfen. Nur dadurch war es möglich, die riesigen Aufgaben, welche an den Verein Hera«« getreten sind, zu bewältigen. Herr Rasch s?rch allen, die durch ihre Mitwirkung zum Gelingen »et Festes beigetragen haben, den wärmsten Dank ari Eine stete Sorge erheischt sür den Verein die Ä> Haltung deS WaldhauseS. Diese« wurde auch hl»« wieder vermietet und e» ist anzunehmen» daß der Win entsprechen wird. Für da» Waldhau» haftet noch ein restliche» Sparkassendarleihen im Bettle von 11.640 X auS. Die Subvention der Spzc-fasse wird zur Zinsenabschreibung verwendet, llim den Spendern hebt der Berichterstatter nimenM die Sparkasse hervor, welche dem Vereine eine jäir-liche Subvention von 1000 K zuwendet. T« Lebendig stand der Abend noch vor ihr, al» ctt wilde Junge von ihr Abschied nahm, weil er n nächsten Morgen in die Weite zog. Mit trän» überströmtem Gesichte war sie ihm um den Halt gefallen; eS war der erste Schmerz, d« ihr junzit Herz durchzittert hatte. Sie war denn auch die einzige Person m Orte, die an die Schuld des Angeklagten nicht ii» bedingt glaubte und nach langem Sinnen Grübeln hatte sie einen Weg gefunden, um da eines furchtbaren Verbrechens beschuldigten Mm aus eine Probe zu stellen. Ihr achtzehnjährige« Töchterlein, da« gaqi Ebenbild der Mutter aus jungen Jahren, sollte dabei behilflich sein. Auch der gestrenge Bürzel» meist« und die Räte der Gemeinde wurden m Geheimnis eingeweiht, machten aber eine saun Miene zu dem Spiel und brachten immer wieder die Einwendung vor: „Der Mann ist schuldig, S«» kann nicht gezweifelt werden." .Nun, wenn er wirklich schuldig ist,' ant-wortete daraus die kluge Frau mit einem bedeuwngt-vollen Lächeln, „so werden wie in einigen Slunde» klar darüber sein." Die letzte Nacht vor der Auslieferung an tü Gericht war angebrochen, — vor der Zelle Cd Gefangenen hielt ein Stadtsoldat mit arimmizn Miene Wacht. Der Beschuldigte wandelte ruhelos von nnc Wand de» Raumes zur anderen, manchmal ließ tt das leicht ergraute Haupt sinken und sprach hall laute Worte vor sich hin; „Ein schönes Ende. Jahrzehnten hat mich die Sehnsucht nicht nchi» lassen, die Heimat wieder einmal zu sehen, bi» ich da und nun werden sie mich aushänge». glätter zur Unterhaltung und Velrl/rnng für Hans und Familie. Ho««tag»vettage der „Peutscheu Wacht" i» KtlN. Vr. 27 „Die SflbmatI" erschein! jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser der «Deutschen Wacht". - Ei»,ein ist »Die Südmart" nicht tätlich. Ii i( >2 Lea. Roman von E. G. Sand er söhn. — Autorifierte Uebersetzung aus dem Englischen von A. Braun». (3Z. Fortsetzung). „Sie hat doch gewiß Tollernache's Aussage im Verhöre gelesen und sollte, selbst zu Ihnen, nichts davon erwähnt haben?" „Näheres, Einzelheiten des Falles, weiß sie gar nicht; sie weiß nur, daß ich mich in Untersuchungshaft befinde. Ich habe nämlich dem Haushofmeister gemessenen Befehl zugehe» lassen, daß ihr alle Zeitungeu vorent-halten werden sollen, weil in einigen Andeutungen auf unsern verstorbenen Vater standen", fügte Barchester erklärend hinzu, „die sie nicht lesen sollte." „ES ist gewiß nicht zuviel behauptet, wenn ich sage, daß von Miß Barchester'S Mitteilung Ihre Ehre, Ihr guter Name, ja selbst Ihr Leben abhängt. Heute noch werde ich wegen Ergründung dieses hochwichtigen Punktes zu dem gnädigen Fräulein gehen. Daß Sie zu keinem Besucher etwas von dem erwähnen werden, was ich Ihrer Lordschast in Bezug auf Tollemache an-vertraut habe, brauche ich wohl nicht besonders zu be-tonen", meinte der Detektive, indem er mit einer tiefen Verbeugung sich von dem Gefangenen verabschiedete. Kaum war die Tür hinter dein Geheimpolizisten geschloffen und die schweren Eisenriegel wieder vorye-schoben worden, als Barchester sich wie ein verzweifeln-der auf den Stuhl fallen ließ. Laut aufschluchzend warf er die Arme aus den Tisch und verbarg sein Antlitz. Die Spannkraft und hoffnungsvolle Zuversichtlichkeit seiner Natur hatten in letzter ^Zeit ihn gänzlich verlassen. Sein Gemüt war zerrissen von herbem Weh, denn niemand schien mit ihm zu fühlen oder über seine ent-setzliche Lage sich Kummer zu machen. Seine Mutter hatte ihm noch nicht eine Zeile geschrieben und Lva hatte ihn, trotz ihrer heißen Liebesbeteuerungen, auch nicht wieder besucht. Dick war ebensowenig gekommen, und selbst sein alter Freund, der gute Pastor Lister, hatte sich seit jenem Tage, an welchem er Elfe begleitet hatte, nicht wieder sehen lassen. Es war ein bitteres Gefühl, sich wie einen Ausgestoßenen betrachten zu W«4> 3 dkMOL müssen, vergessen selbst von den wenigen Freunden, die er besaß. Und große Tränen quollen jetzt aus seinen Augen und strömten unbehindert herab auf seine bleichen Wangen. Vierundzwanzigstes Kapitel. Der Geheimpolizist ließ bei feiner Ankunft auf dem Schlöffe Miß Barchester sogleich um eine Unter-redung ersuchen, Brookes führte ihn zu ihr inS Bibliothek, zimmer. „Mr. Knowles", rief Lallie ihm mit leuchtenden Augen entgegen, „was ist der Zweck Ihre« Besuches? Zft mein guter Bruder frei? Wird er nach Hause kommen? Ich erwarte zuversichtlich, gute Nachrichten von Ihnen zu vernehmen!" Mit einer Handbewegung wehrte der Detektive dem Strome ihrer Fragen. „Ehe ich aus eine Frage Antwort gebe, wollen Sie mir erlauben, gnädiges Fräulein, selbst zuvor einige an Sie richten zu dürfen. Doch möchte ich Sie bitten, erst ganz ruhig zu werden, sich zu beherrschen und zu be. streben, mit voller Ueberlegung und.Klarheit die Fragen, welche ich Ihnen vorlegen werde, zu beantworten," Lallie setzte sich schweigend nieder und faltete die Hände wie zum Gebet. .Allen ihren Wünschen will ich auf» Gewissen-Hasteste gerecht werden," versicherte sie in ernster Unter« würfigkeit, die das gute Herz deS Mannes tief bewegte. „Ich will nur an das denken, was Sie zu wissen wünschen, und nicht eher selbst etwa« fragen, als bis ich Ihnen auf alles Antwort gegeben habe." „Ganz recht, gnädiges Fräulein, jetzt verstehen wir einander. Ihr armer Herr Bruder erzählte mir," fuhr er nun im Geschäftstone fort, „er habe Sie an jenem Abend, an welchem Mr. Morris ermordet wurde, am Parkpsörtchen, das am Fuße von Coombe-Hill auf die Felder mündet, getroffen." „Ja,- bcstitigte Lallie eifrig, „daS ist auch so. Ich war nach dem Diner in den Park gegangen und bis dorthin geraten." „ES muß ungefähr zehn Minuten nach neun Uhr gewesen sein, als Lord Barchester Sie dort fand. Wie lange hatten Sie denn schon dort gestanden?" „Ich denke, so gegen zehn Minuten mögen es gewesen sein," erwiderte sie nach kurzem Besinnen, „länger gewiß nicht." „Haben Sie während ZhreS Dortseins Jemand vorübergehen sehen?" „Jawohl." „Wirklich?" rief der Detektive, fast unfähig, feine Erregung zu bemeistern. „Jawohl," wiederholte Lallie mit Nachdruck. — „Warum wünschen Sie das zu wissen?" „Den Grund lassen Sie sich nicht kümmern, sondern sagen Sie mir lieber, nach welcher Richtung die Person gieng." „Nach dem Gottesacker zu, und sie kam von Coombe-Hill." „Ging sie rasch?" „Ja; er schien in großer Eile zu sein, das ist mir deutlich erinnerlich." „War es ein Fremder oder Jemand, den Sie kennen?" „Jemand, denn ich kenne." „Sind Sie dessen ganz sicher, gnädiges Fräulein? Kann auch kein Zweifel darüber obwalten?" „Nicht der leiseste. Es war ein ganz heller Abend, und er ging so nahe an mir vorüber, daß ich so deutlich sah wie Sie jetzt; mich aber hat er nicht bemerkt." „Wirklich? Und könnten Sie, wenn'S sein müßte, auf seine Identität einen Eid ablegen? Ich drücke mich etwas stark aus. weil die Sache von schwerwiegender Bedeutung ist, fehen Sie." „Jawohl! Ich könnte darauf schwören!" rief Lallie und stand in der sie jäh packenden Erregung vom Stuhle auf. „Und nun fagen Sie mir nur noch, wer der Herr war!" „Mr. Tollemache, ein Freund meines zweiten BruderS, den ich aber gar n'cht leiden kann." - » • • « Lea faß allein daheim in ihrer Küche. Es war schon spät und die Frau, welche des Nachts bei ihr blieb, war bereits schlafen gegangen. Eine Reihe von Tagen war seit dem zweiten Besuche des Detektive aus Coombe-Hall verflossen. Auf dem Rückwege von dort dort hatte er in der Eottage-Farm vorgesprochen und Lea von der wichtigen Mitteilung, die er von Miß Bar- chester erhalten, unterrichtet und ihr auch gleichzeitig ge- sagt, daß er auf unbestimmte Zeit, möglicherweise lange, von Coombe abwesend sein werde; bei seiner Rückkehr werde er sie aber unverzüglich heimsuchen. Am heutigen Abend, hatte er sie brieflich benachrichtigt möchte sie ihn erwarten. Das Glück wäre ihm in seinen Nach-forfchungen wider Erwarten günstig gewesen, so daß er früher, als er gehofft zurückkommen könnte. Mit auf dem Schoße gefalteten Händen saß Lea regungslos in Gedanken versunken da. In drei Tagen wurden die Schwurgerichls-Titzungen eröffnet, und der Detektive hatte sich in einem Schreiben dahin ausge-sprachen, Lord Barchester werde sich, wenn Tollemache's Schuld schließlich auch anerkannt werden würde, doch der Schmach eines öffentlichem Verhörs unterwerfen müssen. — »Die Umstände", hatte er erklärt, „sind wirklich eigentümlich Ich besitze mehr als hinreichende Beweise, um einen VerhajtSbefehl gegen Tollemache erwirken zu können; bei dem gegenwärtigen Stande der Dinge muß ich jedoch im Stande sein, dem Staatsanwalt positive Beweise von seiner Schuld zu unterbreiten, ehe er darauf eingehen wird, das gerichtliche Versahren gegen Lord Barchester einzustellen. Gelänge es mir, zu beweisen, daß Lord Barchester völlig schuldlos an dem ihm zur Last gelegten Verbrechen ist, dann würde der Staats-anwalt bei der Eröffnung des Schwurgerichtes die Anklage zurückziehen und der arme Gefangene von der Anklagebank entlassen werden." Alles dieS fiel dem jungen Mädchen jetzt wieder ein. Würde es dem Detektive gelingen, vollgiltige Be> weise von Tollemache's Schuld herbeizuschaffen? In keinem anderen Falle konnte Barchester's Name wieder völlig fleckenrein werden. Selbst bei einem auf „Nicht schuldig" lautenden Verdikt würde dennoch der dunkle Schatten des Verdachtes auf ihm hasten bleiben. Knowles hatte ganz besonders die Notwendigkeit der Darlegung des Motives zu dem Verbrechen betont, und die Be-sorgniß, daß dieS dem Manne trotz seines Scharfblickes und seiner Schlauheit nicht gelingen würde, war eS eben, welche Lea jetzt beunruhigte. Sie stand auf und ging hinüber an daS Pult auf dem Seitentischchen und nahm daraus ein großes, amt-m«s Schreiben. Es war eine Vorladung, im Verhör« als Zeugin zu erscheinen, unter Straf-Androhung im Falle des Ausbleibens. Mit dem Schriftstücke in der Hand kehrte sie an ihren vorigen Platz zurück, breitete es auf dem Tische aus und fing an zu lesen. Sie kam damit jedoch nicht weit, vor ihrem inneren Auge stieg ein betrübendes Bild auf — Lord Barchester auf der — Anklagebank. Ungeduldig schob sie das Papier bei Seite und ließ den Kopf auf ihre ausgestreckten Arme 8 fallen. Ihr Herz war zerrissen von Liebe und Mitleid. In drei kurzen Tagen würde sie ihn wiedersehen, doch welches Wiedersehen! I Leidenschaftliche? Flehen zu Gott, ihm beizustehen in der Stunde bitterster Not, rang sich über ihre Lippen. Losgelöst von der irdischen Welt mit ihren Nichtigkeiten, stieg die Seele fort und fort in heißem Flehen empor zum Herrn des Himmels, den Mann ihrer Lieoe feiner Gnadenmacht empfehlend. Das laute Schlagen der Uhr drang wie ein Weck-ruf an ihr Ohr und rüttelte sie auf aus dem schwer-mulvollen seelischen Ringen. Jäh auffahrend von ihrem Stuhle, schritt sie nach der Tür und schaute be-sorgten Blickes hinaus. Es war zehn Uhr und der Detektive noch nicht da. Sie trat hinaus und ging nach dem Hofe zu. Der Himmel war klar und sternenhell; über dem Hofe aber lag tiefer, schwarzer Schatten. Sie blieb lauschend stehen, wollte jedoch, da kein Laut ver-nehmbar war, schon wieder umkehren, als sie plötzlich am fernsten Ende des Hofes einen dunklen Gegenstand sich bewegen zu sehen wähnte. Im nächsten Augenblicke hörte ihr Ohr das verstohlene Huschen eine« Fußtrittes. Wie angewurzelt blieb sie stehen, das Auge starr auf die Stelle genchtet. von welcher der Laut gekommen tvar. Ihr Atem kam und ging in kurzen, keuchenden Stößen. Jetzt war nichts mehr zu hören und nun, dem ersten Antriebe folgend, rannte Lea nach dem großen Tore, das sich »ach dem Rasenwege öffnete. Der Hund ä>ar für die Nacht '».ort angekettet worden. Warum aber hatte das sonst so treue, wachsame Tier beim Nahen deS Eindringlings nicht Lärm geschlagen? Die Erinnerung an Billy's Schicksal durchzuckte sie und machte sie mutlo?. Dem Hunde zuzurufen, wagte sie nicht, weil der Klang ihrer Stimme ihren Standort verraten würde. Sobald sie aber unhörbaren Schrittes am Tore angelangt war, erfaßte sie die Hundekette und ließ die Hand geräuschlos daran heruntergleiten; bald kamen ihre Finger mit dem zottigen Fell des Hundes in Berührung. Der Hund lag in seiner ganzen Länge ausgestreckt auf dem Erdboden und schlief entweder ganz fest oder war ganz tot. Sie kniete auf das Stroh vor der Hundehütte und beugte ihren jtops tief hinab. Kein Atemzug war mehr zu hören, und jeder Zweifel, daß das Tier verendet war, mußte schwinden. Mit zitternden Gliedern erhob sie sich, riß mit einem wilden Schrei um Hilfe das Tor weit auf und flog wie ein Pfeil hinaus auf den Weg. Plötzlich aber blieb sie stehen und warf zögernd einen Blick zuruck in den Hof. Der Gedanke, daß die Frau allein im Hause war, hatte sie innehalten lassen. Sie würde eine weite Strecke laufen müssen, ehe sie Beistand erhalten konnte, und mittler« weile möchte ein zweites, schreckliches Trauerspiel in ihrem Hause aufgeführt werden. In höchster Besorgnis und Unentschlofsenheit rang sie die HSnde. Zurückgehen in den Hof hieß vielleicht ihrem Schicksal entgegeneilen, vorwärtsschreiten, hieß ein Mitgeschöpf im Augenblicke der Gefahr verlassen. Diese letztere Vorstellung gab den AuSschlag. Sie mußte um jeden Preis umkehren. Die Angst, welche sich ihrer bemächtigt hatte, mit höchster Willenskraft überwindend, lenkte sie die Schritte nach dem Haufe zurück. Leichtfüßig fo rasch wie nur irgend möglich huschte sie durch den Hof und erreichte auch unbehelligt die Küchentür. Sie war noch angelehnt, wie sie sie verlassen hatte, und auf dem Tische brannte die Lampe. Von Neuem wurde sie von jähem Entsetzen gepackt, doch bezwäng sie sich und lugte durch den Türspalt. Der Raum war leer und die Tür am Fuße der Treppe noch geschloffen. Rasch hineinschlüpfend in die Küche, schlug die Tür sogleich hinter sich zu und schob den Riegel vor. Wie gebrochen sank sie auf einen Stuhl und trocknete all-mählich die großen Schweißperlen auf ihrer Stirn. Zum ersten Male seit jener Schreckensnacht, in welcher sie ihre Großmutter entseelt gefunden hatte, kam eS ihr zum Bewußtsein, wie sehr sie durch all das Schwere, das sie im Laufe der letzten Monate erlebt, gelitten hatte. In voller Lebendigkeit tauchte in ihrer Seele auch jene durchwachte Nacht auf, als sie schon das Abscheiden ihrer Großmutter infolge des starken Betäubungsmittels befürchtet hatte. Noch eine solche Nacht zu durchleben, würde sie die Kraft nicht mehr besitzen. Der bloße Ge-danke daran erfüllte ihre Seele mit an Wahnsinn gren-zendem Entsetzen. Jetzt fing sie an, mit hastigen, un-gleichen Schritten hin und her zu gehen, während sich von Zeit zu Zeit leises Stöhnen ihrer Brust entrang. Abergläubische Furcht hatte sie befallen, auf ihrem Hause lastete ein Fluch und gleich ihrer Großmutter sei auch sie dem Verderben geweiht. Ihre Erregung steigerte sich mit jeder neuen Minute, sodaß das Allein-sein ihr unerträglich ward. Sie rannte nach oben und weckte die Frau. Diese stand aus und kleidete sich halb an. Sobald sie aber erfahren hatte, was vorgefallen, geriet sie gauz außer sich vor Angst und Bangen, so daß Lea, die fröstelnd an ihrem Bette saß, keinen Trost bei ihr fand, sondern Mühe hatte, sie wieder zu beruhigen. Wie lange Lea dagesessen, hätte keine von beiden zu sagen vermocht. Plötzlich wurde unten an der ver« schlössen«, Küchentür lautes Klopfen vernehmbar. Die Frau schrie laut auf. Lea aber, überzeugt, daß eS ihr Freund KnowleS sein würde, eilte mit einem unbe-schreiblichtn Gefühl votr Erleichterung und Dankbarkeit die Treppe hinab. Nach kurzem Hin- und Herfragep durch die geschlossene Tür schob sie den Riegel zurück und ließ den Detektive eintreten. Sobald er den Fuß über die Schwelle gesetzt hatte, erfaßte Lea lebhaft seinen Arm. (Fortsetzung solgt). Belehrendes, Unterhaltendes, Heiteres etc , jacffgiü WflUnn) ''fcwJ kU»M»ll»»ü»»nI0NVII?jIIIfD0NV0I>SvüSatv««tttIV>ß»nI0ii00«S?iiSvüiIlSkSVnSarl Ferjen die Entlastung zu erteilen. Wird eimsiimmig angenommen. Au« einer stati» strichen Nachweisung, welche der Kassier vorlegt, ist »u «sehe«, daß der Verein im letzten Dezennium seine« Be'stande« an 90.000 X ausgegeben hat. Der Oekonom de« Vereine«, Herr Josef Pallo«, er» gänzte diie Au«führungen de« Herrn Rasch, na-«entlich bezüglich der Hochwasserangelegenheit. Die Reuherstt!llung«arbtiten fielen in diese« Jahr. E« war in «erster Linie der Stadtgemeinde zu danken, daß sie swsort die Dammanlage oberhalb de« Hau«-baum'schem Bade« herstellen ließ, wodurch überhaupt im StadWarke etwa« angelegt werden konnte. Die Kosten, du« heuer aufgewendet wurden, machen fast 3000 X au«. Die Sache ist nun fertiggestellt. Auch in den anderen Anlagen sind alle nötigen EchallunASarbiiten vorgenommen worden. Auch dieser Berrichl wurde mit lebhaftem Danke entgegen-genommein. Herr Vizebürgenneister R a k u s ch sprach unter allgemeinem Beifalle den Aemterwaltern de« Vereine«, die ihre opfersrohe Kraft demselben widmen, herzlichem Dank au« und hob insbesondere die ver-dienstvollte Tätigkeit der Herren Rasch und Pallo« hervor. Herr Lande«gericht«rat Schäftlein zollte »amentlidh dem unermüdlichen VereinSökonomen Herrn Piallo« wärmste Anerkennung. Diverse Anregung,en wurden lebhaft begrüßt. So beantragte Aerr Station«chef B r a t f ch i t s ch, den Fahrweg,, der unter der Villa .Agricola" in den --- ____ Hab' ja «eigentlich nicht viel zu verlieren am Leben, die Philisster sollen sehen, daß ein Mann ruhig zu Ekrben wveiß. Hab' ja oft genug dem Tod in« mlitz geschaut, nur daß mir ein so erbärmliche» End« bescthieden ist, durch Henker«hand, da« ver» gällt mir die letzten Stunden." Tief aufseufzend läßt er sich aus dem Ruhe-bette niebeer und verfällt in finstere« Brüten. Plötztzlich fällt ihm ein Heller Schein in« Auge, in der Keerkerwand öffnet sich eine verborgene Tür >md aus dder Schwelle steht ein reizende« Mädchen, da« dlondde Haar in Zöpfen um da« feine Köpfchen gewunden.:. Wohhl eine Minute lang blickt der Gefangene wie verzaauben nach dem Bilde voll Jugend und Schönheit,», dann verklären sich feine Züge und leise, al« wollte:« «r, den süßen Traum nicht verscheuchen, sagte er: »LiSchen, wie kommst denn du hieher?" „Jchh habe gehört, daß du sehr unglücklich bist/ gibt die (Erscheinung mit silberheller Stimme ih« zur Lntwvort, „und da habe ich mir gedacht, viel-leicht kannn d«e Erinnerung an die vergangene Jugend ddich etwa? trösten." „Mirir ist zu Mute, al« wären vierzig Jahre au« meinaiem Leben weggewischt," entgegnete er, .und als n wäre ich wieder jung, so wie einst. Weißt du noch LLiSchen, wie wir einmal im Garten Eures Hause« da>a« Vogelnest mit der verlassenen Brüt ge-funden? I Voll Mitleid wollten wir die Jungen ausziehen. . Doch eines nach dem anderen ging zu» gründe, nuiur einen kleinen, dicken Kerl konnten wir am Leben n erhalten, der war dann unser Kind, bi« der Undamvkbare sich au» dem Staube machte. Wir haben melde Tränen geweint um den Undankbaren." „Undid al« du dann fortzogst, haben wir noch heftiger geyiweint," nimmt da« Mädchen nun wieder _ «Deutsch- Macht- Josefiwald führt, auszubessern und gangbar zu machen, welchem Wunsche Herr Pallo« Rechnung zu tragen zusagte. Ein Antrag deS Herrn Pallo«, den Weg durch daS Villenviertel herzustellen, wurde einstimmig angenommen. Auch wurde nach dem Antrage de«selben Redner« beschlossen, an die Ge-meinde heranzutreten, daß jene Uebelstände beseitigt werden mögen, die dadurch entstehen, daß sich im au«getrockneten Lahnbache schmutzige und übel« riechende Tümpel bilden. Nachdem noch manche wichtige Frage erörtert worden war, schloß der Vorsitzende die so anrec>ung»r«iche Versammlung. Km Wort an die Sommergäste. Die Sommer» gluten find ins Land gezogen. Wie laden da die kühlen schattigen Hallen in den Parkalleen und in den herrlichen Berganlagen! Und im Parke, an dem die Wellen der silberhellen Sann ein füßeS Locklied vorüberrauschen, vernimmst du in sorgenfreier Stunde frohe Musikklänge. Dem Sommerfrischler bietet unser Cilli ja unendlich viel und gewiß mehr al« mancher künstlich ausstaffierte Kurort, wo man für den Flitter noch eine Kur- und Musiktaxe bezahlen muß. Da ist e« doch eigentlich Ehrensache für unsere Fremden, sich nicht nur mit rühmendem Worte, sondern auch mit „klingender" Tat der Stadt, die ihnen so viel Schöne« uud Angenehme« bietet, freiwillig erkenntlich zu zeigen. Der Cillier Verschönerung»ver«in, in dessen Obhut die Erhaltung und Pflege deS Parke« und der Anlagen gegeben sind, nimmt Spenden gerne entgegen. Solche wollen in der Buchhandlung Fritz Rasch hinter» legt werden. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. per stovenische Sprachkurs im Deutschen Studentenheime. Freitag nachmittag fand im Deutschen Studentenheime eine Prüfung vorge» schritten«! Zöglinge au« der slovenischen Sprache statt. Der Ausschuß deS Vereines Deutsches Studentenheim war hiedei durch die Herren Vizebürger-meister Ratusch, Dr. Jesenko und Dr. ko» vatschitsch vertreten. Wir müssen offen gestehen, daß uns die Leistungen der Zöglinge angenehm überrascht haben. Herr Direktor Bobisut, wel» d, er den Kur» leitet, kann aus sehr schöne Erfolge seiner Tätigkeit zurückblicken. Die» ist nicht nur der autgezeichneten, anregenden Methode zu danken, sondern gewiß auch dem Umstände, vaß Herr Direktor Bobisut »s verstanden hat, in den Zöglin-gen da« lebendige Interesse für den slovenischen Sprachunterricht wachzurufen. Da« Bewußtsein, daß da» Studium de» an und für sich wohl keine»-weg« sympathischen Gegenstandes eine nationale Notwendigkeit, eine nationale Tat ist, hat die braven jungen Leute durchdrungen. Im besonderen konnten wir bemerken, daß den Zöglingen die spezifischen Eigentümlichkeiten der slovenischen Sprache mund-gerecht geworden sind, daß sie über einen geradezu erstaunlichen Wortschatz und über eine noch erstaun» lichere Fixheil in der Au«druck«weise verfügen. da« Wort. „Weißt du noch, am Abend im Garten war e«, al« wir Abschied nahmen." »Mir war so schwer umS Herz. Die Fremde lockte mich mit tausend Zungen und doch wäre ich gern hier geblieben," warf er dazwischen. „Und dann hast du mir so liebe Worte gesagt." »Ja, es war ein altes Lied, da« ich einmal gehört. Ich nahm deinen Kopf zwischen meine zit» ternden Hände und sagte dir leise in« Ohr: »Am weiten HimmelSrunde, Viel tausend Sternlein steh'», O schwere Abschiedsstunde, Muß in die Ferne geh'n. Doch wo ich künftig immer möge fein, Ich denke ewig dein." Da verschwand plötzlich die Erscheinung an der Wand und eine helle Frauenstimme rief trium» phierend: „Er ist'», ich habe mich doch nicht ge» täuscht." Gleich darauf trat der Bürgermeister in den Kerker und teilte dem Gefangenen mit, daß ein ge-wichtiger Zeuge für seine Unschuld erstanden sei und seine Sache auf da» Beste stehe. Sie haben den Steiner Franz nicht mehr an» geklagt, sondern ihm nach einigen Tagen die Frei-heit wieder gegeben. Mit dem Gelde, da» ihm seine alte Tante Portenschlag, die bald darauf starb, hinterließ, machte er sich im Städtchen al» Stein-metz ansässig und erreichte in Ehren ein hohe» Alter. Mit heimlichem Grauen und dankbarer Ver-ehrung für feine Retterin dachte er noch ost an sein letzte» Abenteuer, da ihn feine klugen Landsleute für seinen eigenen Mörder gehalten hatten. Gustav Hinterhuber. Seite 3 Hier erst konnte man sehen, welche Erfolge zu er« zielen find, wenn der Lehrer von gutem Willen durchdrungen ist und nicht von all-m Anfange darauf au»geht, den Schülern den slovenischen Sprachunterricht zu verekeln. Eyrill- und Methud - Skaudate. Die söge» genannte Cyrill- und Methud - Feier hat in der Nacht vom Freitag uuf SamStag mit unzweisel» hafter Klarheit gezeig«, wie e« in Cilli aussehen würde, wenn Dr. Sernec vom Balkon« de» Stadt» Hause» als Bürgermeister di- Fistgenossen begrüßen würde. Die bekannten Gestalten, die sich bei fest» lichen Anlässen mit Bier und W in für ihre natio» nale Fahnentreue entschädigen, haben unter den „Festgenoffen", die vom Schloßberge die ruhige Stadt mit maßlosem Gebrüll und Böllerfalven bombardierten, die Herrschaft geführt. Nach 10 Uhr abend» mag e» da oben wohl keinen Nüchternen mehr ge» geben haben, und wir zweifeln nicht, daß den beiden Heiligen der alkoholische Weihrauch ganz besonder» gnadenreich in die Nase gestiegen ist. Die k. k. Be» zirtthauptmannschaft hat den Gedanken, daß sie al» SichecheitSdehörde Existenzberechtigung besitzt, allge» mein gekräftigt. Dr. Deöko wird e» an dankbarer Anerkennung nicht fehlen lassen. Die Festgenossen sind in ihrem H iligenraufche auch in der Stadt nicht zur Ruhe gekommen. Im Garten de» Degen» schen Hau;e» wurden von panslaoistischen Buben eine Menge Kornblumen abgerissen und eine Sialue, die einen „anderen" Heiligen darstellt, be» sudelt. Die Sicherheit»wache ist den Tätern auf der Spur. Fod unter den Nidern. Freitag früh er» eignete sich in der Grazerstraße beim Gasthofe zur »Stadt Graz" ein gräßlicher Unglücktfall. Der beim Gastwirte und Kausmanne Rayer in Arzlin bedienstete Knecht Martin Kangler hatte im Schlachthause Ei» im Gewichte von ungefähr 700 Kilogramm aufgeladen und machte sich mit der Fuhr auf den Heimweg. In der Grazerstraße siel ein Block Ei» vom Wagen und den Pferden auf die Hinterfüße. Die Pferde scheuten und sprengten mit dem schweren Wagen in den Hof de» Gasthofe» zur Stadt Graz, durch einen Schuppen und in den Stall; hier blieb der Wagen in der Thür stecken. Kangler, welcher auf dem Wagen gestanden war. war gleich, al» die Pferde scharf angezogen hatten, nach vorn gestürzt, zunächst auf der Deichsel hängen geblieben und dann zu Boden gefallen. Da geriet er mit dem Kopfe unter ein Hinterrad, welche» ihm den Kopf gänzlich zer» quetschte, so daß die Gehirnmasse heraustrat. Der Verunglückte war erst 35 Jahre alt. Ein fremde» Verschulden liegt nicht vor. Die Sicherheitsbehörde griff sofort ein und über Anordnung de» Stadt» arzte» Dr. Eduard G o l l i t s ch wurde die Leiche in die Totenkammer de» Spilalfriedhofe» überführt. ßiMer Mäuncrgelangverein. Die Proben beginnen wieder Dienstag, den 8. Juli. Die Sänger werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. per gilter Iadfahrervereiu unternimmt heute Sonntag seine erste Verein»-Parti«. Al» Ziel derselben wurde, vielen Wünschen entsprechend, G o -n o b i tz gewählt, und ist bei dem Umstände, daß der beliebte Verein»hamster sein unbedingte» Er» scheinen mitsamt der KriegSkassa zugesagt hat, eine recht rege Beteiligung zu erwarten, umsomehr die erste Verein»-Partie alljährlich zu den gelungensten und humorvollsten Ausflügen zählt. Abfahrt vom Caf6 Mercur -/.2 Uhr. Hefunden wurde diefertage beim Geschäfte des Kaufmannes Johann Koß ein Geldtaschen mit 9 Kronen Inhalt. Der Verlustträger möge sich im genannten Geschäfte anmelden. SSdmark-KokKsvücherei. Ami.März 1901 wurde die hiesige Südmark-VolkSbücherei, welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umfaf»t, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamte (Kasse) untergebracht. Die Ausleih» stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehner hat monatlich den Betrag von 10 Hellern und außerdem für jede» entlehnte Buch einen Betrag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da» ausführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d e m Deutschen benützt werden. Infolge de» großen Zudrange» wird nun auch an jedem Freitag nach-mittag» zwischen 1 und 2 Uhr eine Au»leihstunde abgehallen. Zur Errichtung einer deutsche« Lehrerinnen-bilduugsansialt in Marburg. In der Mittwoch» sitzung de» fteiermärkischen Landtage» begründete Abg. Dr. Schmiderer seinen Antrag, betreffend die Errichtung einer deutschen Lehrerinnenbildung»anstalt Seite 4 .Kevtr»- W«chi" Nummer 54 Kühl bleibt die Küche beim Kochen mitGas aus Lande»mitteln in Marburg und führte au«, daß an der Errichtung dieser Schule ganz Unter-steiermark interessiert sei. Für die weibliche Fort-bildung sei in Marburg gar nicht vorgesorgt. ob-wohl die Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten sehr angewachsen sei. Wenn auch der Bedarf an Lehrern ein gröberer sei, al« an Lehrerinnen, so müsse doch darauf Rücksicht genommen werden, daß viele Lehrerstellen unbesetzt bleiben müssen, da sich keine Bewerber dasür melden. Ein Ersatz dasür werde durch Anstellung weiblicher Lehrkräfte ge-schaffen. Auch in sozialer Beziehung tmpfehle sich die Errichtung einen Lehrerinnenbildung»anstalt in Marburg. Wenn auch nicht jede Besucherin dieser Anstalt den Beruf al« Lehrerin tatsächlich auch au«-übe, so werde durch die Möglichkeit, im Wohnorte selbst eine solche Schule besuchen zu können, der Bildungsgrad beim weiblichen Geschlechte bedeutend erhöht. Deutsche» Sängerbundesfest. Bi« 25. Juni l. I. wurden folgende 59 Sängerbünde und Bereine zur Teilnahme am Sechsten allgemeinen deutschen Sänger-bundesfeste angemeldet: Anhaltischer Sängerbund, Badischer S »B., Bairischer S.-B., Berliner Sänger-fchaft, Deutscher S -B. in Böhmen, Juliu« Otto» Bund in Dre»den, S.-B. „Elbgau", S.-B. „Elb-Havel", Erzgebirgifcher S.-B., S.-B. Hamburg und Altona, Henneberger S.-B., Hessischer S.-B., Kärtner S.-B., S.-B. Kö»lin, S.-B. Leipziger Gau, Lieder« tatet de« deutschen Turnvereine« in London, Main-taler S.-B., Deutscher S.-B in Mähren, Deutscher S.-B. im südlichen Mähren, Mecklenburgischer S.-B., S.-B. de« Meißner Lande«, Mittel-Erzgebirgischer S.-B., Mittel-Muldentaler S.-B., Niederösterreichi-scher S.-B. (darunter der Wiener Männergesang-verein mit 202 und der Schubertbund mit 221 Mit« gliedern), Niedersächsischer S.-B., Niederschlesischer S.-B., Bereinigte Norddeutsche Liedertafeln, Ober« Erzgebirgifcher S.-B, Oberlausitzer S.-B., Ober« österreichischer S.-B., Oberfchlesifcher S.-B.. Ost« thüringer S.-B., Pfälzischer S.-B., Posener Pro« vinzial-S.-B., Preußischer Provinzial-S.-B., Pro-vinzial-Liedertafel von Dessau, Revaler Liedertafel, Rheinischer S.-B., Deutscher S.-B. in Rumänien, S.-B. a. d. Saale, Salzburger Sängergau, S.-B. „Saxonia", S.-B. Preußisch-Schlesien, Deutscher Sängerbund in Oesterreichifch-Schlesien, Schwäbischer S.-B., Schwäbisch-bairischer S.-B., Siebenbürgischer S.-B., Steirischer S.-B., S.-B. Siollberg, Süd« märkischer S.-B., Thüringer S.-B., Tiroler S.-B., Bogtländischer S.-B., Boralberger S.-B., West-fälischer S.-B. .Canon'. Wetlerausstchten für Auft und Angnst nach Vudolf Kalb. Im Juli find Gewitter während de« ganzen Monat« in Deutschland verhältni»mäßig selten, häufiger in Oesterreich. Sie zeigen sich meist in der Nähe der kritischen Termine. Die Tempe« ratur liegt fast während des ganzen Monat« tief unter der normalen. — 1. bis 15. Juli: Au«ge-breitete und namentlich in Deutschland sehr er« giebige Niederschlägt. Gewitter treten zumeist in den ersten Tagen ein. Die Temperatur, welche schon ansang« unter der normalen, da« ist der Jahreszeit entsprechenden, steht, nimmt allmählich noch mehr ab. Der 5. ist ein kritischer Tag erster Ordnung. — 16. bi« 25. Juli: Die Regen nehmen etwa« ab. ohne ganz zu verschwinden und werden namentlich in den letzten Tagen wieder recht er« giebig. In den Alpenländern sind die Gewitter zahlreich. Die Temperatur hält sich Verhältnis-mäßig tief. Der 20. ist ein kritischer Termin dritter Ordnung, der sich durch Gewitter bemerkbar machen dürfte. — 26. bi« 31. Juli: Nachdem da» Wetter einige Tage sehr trocken ist. treten in den letzten Tagen wieder stellenweise sehr ergiebige Regen ein, die meist von Gewittern stammen, so-wohl in Deutschland al» auch in Oesterreich und Frankreich. Die Temperatur steigt allmählich bi» zur normalen. — Der August zerfällt in Bezug auf die Niederschläge in nahezu drei gleiche Teile. Da» erste Drittel bringt namentlich gegen Ende Regen und Gewitter. Im zweiten Drittel wird e» sehr trocken, doch treten in der Nähe deS kritischen Ter« min» zahlreiche Gewitter ein. Da» dritte Drittel ist wieder regnerisch, doch nicht in dem Maße al» da» erste. Die Temperatur ist im ganzen Monate nahezu normal; in der ersten Hälfte vielleicht etwa» niedriger als in der zweiten. — 1. bis 10. August. Die erste Woche verläuft ziemlich trocken. Dann aber treten mit dem Ende derselben ausgebreitete und ergiebige Niederschläge ein, die meist von Ge-wittern stammen, in Deutschland, Oesterreich und Frankreich. Die Temperatur ist der Jahreszeit entsprechend. Der 3. ist ein kritischer Termin erster Ordnung, der jedoch wegen der TrockenheitStendenz nur fchwach zur Geltung kommen kann.— 11. bis 24. August. ES wird sehr trocken. Nur um den kritischen Termin de» 19. (zweiter Ordnung) treten zahlreiche Gewitter ein, die jedoch nur stellenweise von stärkeren Niederschlügen begleitet sind. Die Temperatur steigert sich zu dieser Zeit aus eine un-gewöhnliche Höhe, während sie an den übrigen Tagen normal ist. — 25. bi» 31. August. E» wird wieder regnerisch. Doch ist nur in den letzten Tagen eine größere Ausbreitung der Niederschlägt zu erwarten. Anfang» sind bei sehr hoher Tem-peratur die Gewitter zahlreich, später treten sie zurück und die Temperatur beginnt zu sinken. — Schöne Aussichten für den Sommer. Unglücklicher-weise pflegt Herr Falb in letzter Zeit richtig zu raten. Südmärkische SMsbank r. H. m. v. K.W Hra;. Stand am 30. Zum 1902. Einzahlungen sür Geschäftsanteile 139.290 X 65 h. Spareinlagen von 1180 Parteien 953.696 K 53 b, Einlagen auf laufende Rechnung 66 053 K 60 h, kurze Darlehen 356.903 K 69 b, Hypothekar-Darlehen 21.445 K 45 b, Wechsel und Devisen 507.313 X 27 b, eigene Einlagen 234 237 X 12 b, Wert-papiere 47.974 K 40 b, Geldverkehr im Juni 1,079.045 K 35 b. — Mitgliederzahl 2243. Lieferungen für das Keer. Wegen Sicher« stellung der arendierung«weisen Abgabe von Heu, Streu- und Bettenstroh finden folgende öffentliche Verhandlungen statt, u. zw. am 22. Juli l. I. beim Stadtamte in Pettau sür Pell au, am 23. Juli l. I. beim Militär-VerpflegSsilial-Magazin in Cilli für Cilli und am 25. Juli t. I. beim Militär-Ber-pflegS-Magazine in Marburg sür Marburg, Win« disch-Feistritz und Straß. Die bezüglich« Kund-machung der k. u. k. Intendanz de« 3. Korp» vom Juni l. I. Nr. 4165 sowie die näheren Bedingnisse können bei jedem Militär-Verpfleg«-Magazine. dann bei den politischen BezirkSbehörden und landwirt-schastlichen Lande«vereinen während der AmtSstunden eingesehen und über Verlangen gegen Bezahlung von 3 b per Druckbogen von jedem Militär Ver-pflegS-Magazine bezogen werden. Aintersteirische ZSäder. In Römerbad sind bis zum 30. Juni 111 Parteien mit 270 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. Aaßr- und Aiehmärkte in Steiermark. Am 9. Juli: Graz, Getreide-, Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze.— Weiz, V., Marburg, V. — Am 10. Juli: Graz, Hornviehmarkt nächst dem Schlachthaus«. — Rann, Bezirk Pettau, Schweinemarkt. — Pöltschach, Bez. Wind.« Feistritz, I. u. V. — Am II. Juli: Graz, Stech« viehmarkt nächst dem Schlachthaus?. — Am 12. Juli: Getreide-, Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Holz-markt am Dietrichsteinplatze. — Heiligen Geist bei Lotfche, Bez. Gonobitz, I. u. V. — MontpreiS, Bez. Drachenburg, V. — Rann, Schweinemarkt. — Rohitsch, I. u. V. — Schönstem, I. u. V. — Am 13. Juli: Klöch, Bez. RadkerSburg, I. — Am 14. Juli: St. Georgen an der Stiefing, Bez. Wildon, I. u. V. — RiegerSburg, Bez. Feldbach, I. u. V. — Am 15. Juli: Frieda», Schweine-markt. — ArnfelS, Kleinviehmarkt. — Dobova, Bez. Rann, V. — Pletterje, Rann, V. — Am 16. Juli: Graz, Getreide-, Heu- und Sirohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Pettau, Pferde« und Schlachtoiehmarkt. Deutscher Schulverein. In der Sitzung deS engeren Ausschusses vom 2. Juli 1902 wurde den Gemeinden: Schönbüchel, Marschowitz und der Sparkasse in Jschl sür ge-währt« Beiträge und Spenden; ferner der Ort» gruppe Alt-Habendorf sür d«n Ertrag d«r Ab.nd« Unterhaltung vom 23. März 1902, der Frauen-Ortsgruppe Mährisch-Weißkirchen für da» Erträg« nis eines um 1. Juni 1902 stattgehabten Gatten-feste»; ferner Johann Berka in Wien für da» Er« gebni» der Familien-Sammelbüchse der geziemende Dank abgestattet. Unterstützung»beiträge wurden bewilligt: da Kindergarten in Cilli Erhaltung»kosten, der Zchil in St. Egydi Remuneration sür den kaiholijte Religionsunterricht und für die deutsche Schulurß der Schule in Neu-RohoSna, Wegentschädigung 8 einen Lehrer, der Schule in Tanndorf-HimeririH die nötigen Beträge für Beheizung und Reinizi^ der Schule in Die«lawitz für HauSautbefferiu^ für die Volksbücherei in SeiberSdorf wurden $«$e auS dem Vorrat bewilligt. Angelegenheiten der Schulanstalten in Salb« hofen, Reifnig-Fresen, Polom, Schönstein und Hi betten wurden beraten und der Erledigung zugesid« Der Referent sür Niederöslerreich berichtet i,be seine Besuche in Hetzendorf, AtzgerSdorf und toldSdorf und die gemachten Wahrnehmungen. Das Lokalmuseum ist während der Sommermonate täglich in 9 Mr früh bis 1 Ahr nachmittags ges?«t pie Kiutrittsgcbür betrügt 20 Keiler. Weaterörief aus Hteicheuöerg. Gleiche ii berg, 30. Juni 1902. Der Theaterdirektor sitzt sinnend bei Tich mit dem Stiste in der Hand; er rechnet und kom> zu dem Ergebnisse: Ein Monat der Theaiersitti ist dahin und mit diesem auch etliche biiibet Kronen. WaS nun tun, um daS Defizit zu-e» ringern, um, absehend vom Verdienste, die iSqi« hereinzubringen? Nur ein Mittel gibt eS, diel!^ geschürzte Muse intensiver zu pflegen. So sich i mit der Kunst heutigen TageS im Kurorte jiiI Und fragen wir un«, wie denn da« eigenM möglich ist, daß in einem Kurorte, in der Hlch und dem weitverbreiteten Rufe wie Gleichend«! die echte und wahre Kunst so wenig geschätzt wirb! In Gleichenberg sind verschieden« stategowi Kranker, auch eingebildete, und jene wie dies« kl» sich im allgemeinen d«m Theater ferne; ft« ioba den Vorzug, da« tüchtige Kurorchester unter L. Zanolli» Leitung zu hören, dabei einen Gebaut» auStausch zu pflegen und die würzige Luft zil » nitßen. Vom Standpunkte des Kurwe>«n« ist Ml eigentlich auch billigen«wert, allein die MenIP^ keil erfordert es schon, da« Theaterunternehmeii p unterstützen. Und jedermann, der einmal unfem Musenttmpel besucht haue, wird der Gesellst» gewiß daS ehrend« Z«ugni« ausstellen, daß sie üh bestrebt, da» denkbar Nützlichste zu biet-n. Tit beginnen mit dem Lust- und KoncersatioiM Hier begegnen wir zunächst einem sehr flech Regifsrur, H«rrn Werner, dessen Bestreben d» geht, nur Gute« zu bieten. Man sieht, daß der Bühne noch etwa« fremde Leute unter der j fälligen Führung Fortschritte machen. Die schickten Bewegungen schwinden allmählich, Spracht und da« Spiel werden sicherer; M unstreitig (in Verdienst des Regisseur», de« der gute Wille und der Fleiß der Darstelln statten kommt. Die Herren Werner-Eigen, der, Lee, Viktor» u. a. m. bilden die Haupiß de» männlichen Ensemble» ; sie alle besitzen!^ blut und G«staltung»fähigk«it. Frl. Rühaau sieht ihren Platz vollkommen; Frl. Koppmai» in sich da» Regen, tüchtig zu arbeiten und zu bieten. Aber auch di« übrigen, nicht Äeia leisten ihr Möglichste». Routinierte» Bühne«! darf bei diesen freilich noch nicht vorausgesetzt i den. Alle betätigen sich aber rege mit sichili Eifer, und dürsten einige davon noch ihren! machen. Fleiß überwindet alle». Ja der Cp treffen wir Herrn Schönlhal. einen verlaß ichen i gisseur und ebenso tüchtigen Darsteller. tiige» Lächeln und große Liebenswürdigkeit Tugenden diese» Charakterdarsteller». Mit seln Pflichttreue versieht er feinen schweren Posten. Direktion Schmied ist zu dieser vortrefflichen zu beglückwünschen. In Herrn Berlin« besitze» i «inen schätzenswerten Tenor; seine Stimme rein und ausgeglichen. Frl. Scapa und Frl. i mann sind unsere Sängerinnen, die ebenfalls züg« auszuweisen haben. Die Stelle de» ~ buffo ist mit Herrn Steiner besetzt. Der Chn zumeist gut, und wird da» Zusammenspiel werden, dasür bürgt un» die Tüchtigkeit bet Numnmer 54 Kt«cht- Seite 5 und tbie Verwendbarkeit der Mitglieder, sehr tüchlliger Kapellmeister ist Herr Jaksch ; ^Mdurchh die lebhaften Tempi Leben in die DaS Kkurorchester wirkt bei der Operette jwd trägt zum Geling»» der Vorstellungen I« bei. Die zugkräftigen Operetten, al» .Fleder» „Vogellhändler", „Obersteiger", »Zigeuner-.Waldimeistel" ic.. bilden da» Repertoire Direktion im diesem Genre. Auch Gäste brinpt sbit Tdeate^rleitung. um Abwechslung auf die zu drin,gen. E» steht zu befürchten, daß iterbesu'ch bei dem Eintritle der Heiken Zeit schlechter wird; zumal da» Vergnügung»-D» bereiicheit wird durch Tombola«. Reuni» MUitärko nzerte, Zigeune» musiken. Volkssänger Die kapitalkräftigen Kurgaste sind beuer Anschein« nach nicht in der Majorität hier Bon den bekannten Badegigerl tauchen ad und j,u welche auf. Die Leute müssen P> j'd't Krone dem Vergnügen abzwicken. Wunen dem Gleichenbergern wenigsten« mit lLorwurs machen, sie bieten nicht«; sie können ^tber ^en Mangel an Vergnügungen nicht be-Man muß vielmehr zu eben, daß je "er dm Gästen ein Festtag bedeutet, wie dem Volte im Auerbach« Keller. Bei diesen Be» »gen muß man fragen, ob wohl jeder Unter» W seinem Gelde kommt? Je > achdem, wem nicht im Zorne schuf und über den er eine ^»Obhui sühn, der v-rdient etwa«; viele > aber nicht aus ihre Kassen. Mit dem Ba?e» hat e« sein eigene» Bewandtnis: Harpo-Gott de« Schweigen«, mahnt un«, nicht au« »le zu plaudern. 8. Volkswirtschaftliches. Htäi 1865 konnt« C. FraaS, der berühmte Histo-der Landwintschaft, sagen, daß da« europäische wesen ml» völlig abhängiger Schüler der Eng-»/»stehe unid da» Beste an ihm dl« vollkommene tt«ig sri. Wenn da» heut« nicht mehr zutrifft, wir auch tauf diesem Gebiete die englisch« Vor-it losgeworden sind, so gebührt da» Verdienst ewigen festländischen Fabriken, von denen wir «Niere Lester mit einer d«r überall bestrenom-vcaPh. Mctyfarth & Co. in Wien N/l Tabor-JRr. 71, Frankfurt a./M. und Berlin, etwa» bekannt machen «ollen. Sie fabriziert alle», Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau an Ma-und Geriäten brauchen. Eine Aufzählung im i ist ganz, unmöglich, wir müssen unsere Leser mit au«gezeichnettn Illustrationen auf» reichst« tm Kaitatog der Firma verweisen, der. ein Band,, für jeden Landwirt eine vorzügliche bildet, alber auch dem Laien viel Interessante« >S«hrcnd>!» bietet. Wir müssen un» darauf be» cken, einzelnu» beliebig herauszugreifen. Beginnen w.'ir mit den von PH. Mayfarth k Co. n Preis-!Pflüzen, welche infolge der reichlichen «g von Stahl und Schmiedeifen ganz befon-Verzüge haaben Mit gefälligem, ja elegantem verbintden sie die größte Leichtigkeit, Stärke Llwerhaftigkkeit und stellen dabei an die Zugkraft sten Anforderungen. Sehr geschickt ist die , foweiit irgend möglich, durch Schrauben er» so dah jed«er die Ersatzteile, die die Fabrik stet« liefert, selbbst einsetzen kann. Die Pflüge werden, fcfenbmn Zlwecken entsprechend, welchen sie dienen t» den mainnigfachsten Größen und Ausführungen ebeafo bi« Walzen und Eggen. Namentlich ist i von PH.. Mayfarth & Co. al» Spezialität er-Säemaschiine ,Agricola" besondere» Augenmerk B. Turchh dies« neue Schubrad-Säemaschine ist »ißllch gemaacht, alle Getreidearten. auch Hülsen-t und Säämereien ohne Auswechslung irgend K Räder ebbet anderer Teile, also nur durch eine einfache «Stellvorrichtung, in jeder beliebigen p ausstreuemi. beziehungsweise anbauen zu können, daß dabei »ein Korn beschädigt werden kann und daß Stopfrfungen eintreten. Die leichteste Hanb-lg bei einfaachstem Mechanismus unb außerorbent-leichter Gansz, gelungenste», nahezu bürstenartige» des Sc«atkornS gehören zu ben Hauptvorzügen al» unerreieicht basteheuben Säemafchine. I®fl» ein FFlegel ist, weiß jebermann, wa» aber tHlegel ursprünglich gewesen ist, baS verklingt immer i; man muß ß eS schon jetzt ordentlich auswendig und die nächste Gcnnation tuiifc den Drcsch-nur noch im Museum bewunbern können. Er W jetzt fasast ganz verbrängt durch bie preiSge-Drefchwererke, welche Ph. Mayfarth k Co. zu Preisen l liefern unb in der Größe allen Be-Bissen anzupasasie» gewußt haben. Vor bem Flegel bie Dreschlchweile große Vorzüge: Ersparn!» an »ab Ersparnrin« von fast 50°/, der Druschkosten, Mehrgewinn von über 10 °/0 an Körnern und die Möglichkeit, durch beliebig raschen Ausdrusch günstige Konjunkturen voll auszunutzen, endlich vollkommen reiner Ausdrusch aller Getreidearten unb Sämereien. In neuester Zeit liefern PH. Mayfarth & Co. die Dresch-werke mit ihren patentierten Stahlrollen-Ringfchmier-lagern; wodurch gegen früher eine Kraftersparnis von 30 % «rziclt wirb. Der Betrieb der Dreschwerke er-folgt meisten» durch Göpel. Göpel sind überhaupt zum Betrieb lanbwirtfchaftlicher Maschinen aller Art sehr geeignet, sie werben von PH. Mayfarth & So. in ge-biegenster Ausführung unb für jeben Zweck passend ge» liefert; auch diese werden jetzt mit Rollenringfchmier» lagern gebaut, so daß bereit» ein Pferd imstande ist, ein recht ansehnliche» Dreschwerk zu betreiben. Von PH. Mayfarth & Co.'« preisgekrönten Maschinen zur Obstweinbereitung und Weingewinnung wie Wein- unb Obstpressen, Trauben- und Obstmühle«, Trauben-Abbeer- unb Quetschmaschinen, Patent'Trocken-apparaten für Obst- und Gemüse brauchen wir nicht« anzuführen, al» daß sie in Deutschland vom preußischen Ministerium für Landwirtschaft durch erlafscne Spezial-Verfügung zur Einführung al« Lehrmittel an den land» wirtschaftlichen Unterricht»anstalten empsohlen, in Oester-reich.Ungarn -c. sast in jedem Orte vertreten sind. Auch an vielen privaten und staatlichen Lehranstalten sind sie eingeführt. Doch für heute genug der Einzelnheiten. Wir fügen nur noch einige statistische Angaben hinzu, die besser al» alle» andere zeigen, mit welcher Intelligenz die Fabrik von PH. Mayfarlh & Co. geleitet wird und welche Anerkennung ihre Leistungen sich erworben haben. Die Firma, die erst seit 1872 besteht, beschäftigt 850 Beamte und Arbeiter, sie besitzt über 490 Medaillen und höchste Preise unb ihre Probuktion beträgt seit der Begrünbung mehr al« 350.066 Maschinen unb Geräte. Nicht übermütig gemacht durch solche Erfolge, streben PH. Mayfarth & Co. rüstig weitcr und werden gewiß der Landwirtschaft zu dem Bisherigen noch mancherlei Neue» und Gute» bieten. Wir werden in einigen weiteren Artikeln besondere Spezialitäten der Firma besprechen und hoffen damit dem Interesse unserer Leser zu begegnen. verstorbene im Monate Juni 1902: Marie Poioknik, 42 I. alt. Bedienerin. Schlag. Marie Benefch, 5 M. alt. FeldwebelSlochter, Schwäche. Alson« Mayer, 48 I. alt, k. k. Gericht«-Oifizial, Lungentuberkulose. Blasiu« Kramarßek, 49 I. alt, Fabriktarbeiter, Lungentuberkulose. Aloi» N,uinann, 65 I. alt, k. t. Gymnasial» Professor i. P., Gehirnschlag. Rudolf Kre»nik, 7 I. alt. Schüler. Tuberkulose. Helena Romih. 09 I. alt, Inwohnerin, Alter»-schwäche. Am allgemeinen Araukeuhausc: Marie Kolschek, 63 I. alt, Wäscherin, Herzmuskel» entartung. Elisabeth Adamic, 21 I. alt, Taglöhnerin, Herz» klappenfehler. Anna Vovopiuc, 52 I. alt, Au»zügleria, bösartige Neubildung. Agne« Kanciu«, 51 I. alt, Taglöhnerin, Herz- klappensehler. Martin Schlegel, 16 I. alt, Schusterlehrling, Nierenentzündung. Anton Smole, 12 I. alt, Schüler, Abzeß. Helena Lenii, 23 I. alt. Taglöhnerin. Lungen-tuberkulöse. Andrea« Terboz, 61 I. alt, Inwohner, Lungen» enlzündung. Johann DeZelak, 70 I. alt, Inwohner, Alter«-schwäche. Marie Tiesengraber, 66 I. alt, TaglöhnerSgattin, Lungenentzündung. Jakob Dovrajc, 72 I. alt, OrtSarmer, Herzmuskel» entartung. Amalia TopolovKek, 3 T. alt, MagdSkind, Lebens» schwäche. Emerich JaSlamitsch, 09 I. alt, Hutmacher, Lungen» tuberkulöse. Apolonia Hlatscher, 71 I. alt, Inwohnerin, Herz-klappenfehler. Ihotographische Apparate für Ailletaute«. Wir empfehlen allen, die für Photographie, diesem an-regendsten und von jebermann leicht zu erlernenben Sport, Interesse haben, baS seit 1854 bestehenden Spezialhau» photographischer BebarfSartikel der Firm» A. Moll, k. und k. Hof-Lieferant, Wien, Tuchlauben 9, und die Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, die auf Wunsch gratis verschickt wird. ' l-'einste • Franz fj |ilt IiIm milt m» Z- »» »» (»ir JctWt, ml> oll«' AXIl»»»« »ofsii» I l#t, itti JlaCrLl jm.li» toit Hokrneullnu: Bitt« nach * A laiche» rt.av Mirtbt Motik» In (®-ui!4Ia«b): *)lt bn J nf£( .l uiMrli" Dl» I« lehr unk da- (clti« Itwn '* ' ch.jst, CJInr zirhy. Sich, « »« ! ei« ,«»!>«» dlther n»ch S ilN» u« Ali«» 1 Ras»« .towriii* Inid«i> ftrau l.in« rwlldi. 4«<*»4 - Sa I» mit de» 5rloI«e d,» ,L«i»cria* mltictcn Mb, fi ult, alt l.-'a:iidi »»ch 1 Zlalche )* sinken. •Jraaiela l>!» Li.fr In »«k,»»«ch. iHitte mir »»ch 1 Alasch« ,L»t*erU* in ftKktn; d-k IlltUd k-wSk'I B.1I (<#t. __ 4. fkhillK In »Un »chtelbl: Ach kalt« langt Habt« «In«« flab fokf ««> kenann 9»t cn'ji» l'lonai« Jkt n|UKnbtn. Sa» ist si«(ne «eit|« Kokfbasi: kich, ml: Ha d-!> . bindet 3ki tuacv^i. .... fi«n K. X»«»»»». Jfnsif - Nlichdem IS »!«l, -nkete Mitte! -»«-»«»kel. I»„« 3dt .Lo»»crU' «aikeiii o-»«tli«t« «Bits«»», ötw (abU Si«ll«. totlch« Ich ledl lano« balt«, «Ii n«»cn Haaren leht Ich»» f>rn Joirf Khrllrh, (»Jkmi«): z« B.ltl« nach tlanKZ3Uf)ttt «teilt $cure verloren uub vad« nlVeiiStzunk vo« b Ktasch«» IhreG w eder meinen sruherea üppiaea erreicht. fftaa tt. SainÄHt, BmUn* J-hre»at-.a lttt ich a» fratouHall. 6«it* hem icb Jdr „Lafacriu* ^ebranch«. lotsten mir Ceim Haare oni M«d Qaart "„f# ttt«r»e,ln" oitben bie Haat»»e,ela In bS4B btfrleblatib« fflelst Bitbet anjerrtt. ta» junj« Ha^e eniBikl unk »ach# w eiftauiillche» »ch«i«llizielt. «In» f;«ln«e Mikch-N. k«i«n f»t| nnk an;«nli#«}nli4 fa# »!>»« UaMi «, B)«i;f;i t»iont«i» von b«n «cfiaunli4l«a TOitfumm mitl maskitkatta HRItttlt («MUfi I« >' ialtiKiik kal Orapat ki»u b.ttimmi I«. bei «»"* «ch»»»e H.i»-ca«n d«, fiiatt nn» n-tzlb?l> l» »<«». J$ «• wlchtl,. m wlfie,. bak (I «>» OIMit. gi»t. welch!» Ihre» Minen LI,kIW,e»,h«tNlch» Sljn'# (I (±,fl «,. » eilet stsS«« glas»« ..Loeatelm", m<»r«te «»MI« -n,t-lchm». t K, 3 glalch«» 1* h.. 8 z.a>ch-n SO K. iDctlaubi »«««» V-ftaachn»»»« »be» ostbe.li« »el»«ln1,»k>»l dutch ba» «>t»»tl>»e De»»t > M Wten, VII. Mariahilferstr. 33. $Usn Jnsit«! all» in m»l««l/trr Weife n«4(i«tai. »« • Ji|«rn ?nsir*l mit) t» nnranlrtet *k«1s« MMtun. W"!:.1-t"". tÄ-r&'.&r ■Ut «II«m XU' an» »...ich.»»- „Lövaorln" ~ S»k ,'fetzNch fs4Mt #»|etke«i «ß l«»« Jk an» ».»,» n>» (>r««s<4 t.r4Mt 4lljl».tft»«9' »»?.«<*. Nenwnclis der Haare! - Kein UM raeör! ein bemertienswerineo NitKl. welches Marm, freu und Kind pr«d>t-«oile» Kopfhaar verleih«. - Terhinder« da» Huafallen der Haare, macht daa ISaar dichi. hell« S«huppen, 84horf. Kopffinnen und macht ledea rvaap Ithwtr, Ung und seidenweich. — frühzeitig ergraute» Haar erhllt ohn» flrbung feine natOrUche färbe wieder, «arantirt ^cuwarfialhunn der Haare auf kahlen K$pfen, sowie Hugentrauen und Bllmpem. n»ICT bem Staaten „Lotarria" Ist In KatcrUa ein (Rlitcl J.'unktn wkrke», welch.» «Int» langen unbmunbnbnt Ikp!»«» Haitwnch» crieuat. Sa nl.««urla'* «In t«ln Mlanillchtk Vi«dail Id. lo btanch.n Ele «It b«?-» «»»«„»uiia nicht I» »er!ni»«it >» ligertt. da e» für kie »a»«i!« «»»!»»»! MÜMnfclg batmlo» ift. »» aldi r«tn«n Stunk, »«»kalb Ei« oder flbte Kindel {(tätlich«», arm.* Haai»»ch» babnt sollen, «stund.» tzaat II all Schutz sowohl ensintn a:» Winter uolhwenkl« anb »bn« «ilunb«» Haan»n»k fl-d tnikfrok.« StsiAfttt« Bd» it> (lltttnten unl.tmorf.*. »raakd.it ktt M»ilet »be« b«) Clnbti »ara.ig'tri o'l kl» Äaati»UT)ctn ttnk bie Vlata« ktaitchi gabt«, um blelen vlana.l «n «il.tzen. wer Uniil, oket an be» Sis.nfchafttn bltii» ttntnbctbartn Bltlttl» |»«ifclii bei b«» ran sende» k»n Blitfl.n. «.Ich. »tt M» Qnlon.n besitz«, bete» Slaud-t.'ditztet» übet alt» Sw.lsel «ttzabe» Ift Nummer 54 D-«tfch- Macht Snte 6 und Militär-Baubehörden, Eisenbahnen. Berg- und Hütte«-werke, Baugefellschaften, Baumeister und Unternehmer, Fabrik-und Realitütendesitzer. 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Wa« hat der Mann, der vom Schwurgerichte zum Verbrecher gestempelt ward, verbrochen? Seinen Landsleuten, den in Ungarn lebenden schwäbischen Bauern hatte er in einem Gedichte zugerufen „Gedenke, daß du ein Deutscher bist." Die Art und Weise, in der die Verurteilung zuwege kam, ist himmelschreiend! Die Geschworenen waren vom StaatSonwalte — Winkler ist der Name dieses UeberläuferS — aus den wütendsten Deutschenhassern zusammengeklaubt worden und diesen „auterlesenen' Männern «achte der Vertreter der Anklage durch die schändlichste Sophistik den Justizmord zur Pflicht. Und diese« Anwälte assistierten deutsche Renegaten (darunter natürlich deutschem Blute entsprossene Pfaffen); dem Angeklagten ward die Verteidigung zur Unmöglich-keil gemacht, die von ihm geführten Entlastung?-zeugen wurden nicht zugelassen und der Prozeß, der sich wie ein erschütterndes Drama liest, endete mit einem — Justizmorde. Und dar Fall Korn steht nicht vereinzelt da, überall im Reiche der „ritterlichen" Naiion — wie Gräfin Lonyay die Hunnennachkom«en zu benennen beliebt — wird an der Ausrottung des Deutschtums gearbeitet. Und diesen Deutschenschlächtern soll Oesterreich immer und immer wieder seine eigene wirtschaftliche Wohl-fahrt opfern! Nun daS deutsche Ostmarkvolk wird durch seine Vertreter bei« Abschlüsse de« AuS-gleiches seine Ansicht bekunden lassen und wehe den Abgeordneten, die ihre« Austragt nicht nachkommen. Z»ie Tscheche» als Atter des ? m«s. Der bekannte panflavistische Agitator Dr. Eemenoss hielt auf Veranlassung der bulgarischen slavischen Wohltätigkeitsgesellschaft in Sofia einen Bonrag über die „Evolution (Entwickelung) der slavischen Idee", welcher äußerst lehrreich und für die Auffassung gewisser slavischer Kreise höchst charakteristisch ist. Dr. Se«enoff stellte in seine« Vortrage zunächst fest, daß die panslavistische Idee erst i« 18. Jahrhundert aufgekommen sei und die Tschechen zu ihren Vätern gehabt habe, wofür alle slavischen Völker den Tschechen Dank wissen müssen, denn nur im PanslaviSmuS könne daS Heil deS Slaventum« gelegen sein. Die slavischen Völker, meinte Dr. Semenoff, müssen zur Ueberzeugung kommen, daß die slavische Idee nur dann glücklich gelöst werden kann, wenn sie sich alle auf föderalistischer Basis mit Rußland vereinigen. Oesterreich sei der größte Feind der Slaven. An dem Antagonismus zwischen Serbien und Bulgarien trage nur Oesterreich Schuld, welches den ganzen Balkan verschlingen möchte, um ihn dann gemeinschaftlich mit Deutschland der Germanisalion zuzuführen. Gegen diesen Feind müssen die slavischen Völker stets rüsten und auf der Wacht stehen, denn er lauert nur auf den Augenblick, um sich auf den Augenblick, um sich auf diese stürzen zu können. — Gut aebrüllt. Löwe! Wie «ir erfahren, hat die weltbekannte Par-fümeriefabrik „Kalodont" von F. A. SargS Sohn & <5o. In Wien, den au» Anlaß der Fernfahrt Pari»—Wien nach Wien gekommenen Automobilisten eine hübsche Ueberraschung bereitet. Jedem der ausländischen Gäste wurde ein reizend ausgestattete» Körbchen mit Glyzeri»-Toilette-Spezialitäten, sowie die bekannte Zahn-Crsme „Kalodont* überreicht, ein ebenso willkommene», al» praktische» Geschenk. Felegrapßischer Schiffsöericht der „Hted Star-Linie" Antwerpen. Der Postdampfer „Zeeland" ist laut Telegramm am 30. Juni wohl-behalten in New-Aork angekommen. FRITZ RASCH, CILLI. Eingesendet. „Henneberg-Teide" — nur echt, wenn direct von mir bezogen — für Blousen und Roben in schwart, weiß und farbig von «5 Kreuz, bis fl. 14.65 p. Met. An Jedermann frank« u. verzollt in» Hau». Muster umgekxnd Doppelte« Briefporto nach der Schweiz. G. Henneberg. Seiden-Fabrikant (ausl. t. u. t. Host.), Zürich. 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Die Sparcasso vermietet eiserne Schrankfächer (Safes) unter Verschluss des Miethers und unter Mitsperre der Sparcasse zur sicheren Aufbewahrung von Wert-Effecten; übernimmt aber auch offene Depots. 5. Zahlungen an die Cillier Gemeinde-Sparcasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse auf Conto Nr. S07.870 geleistet worden. Erlagscheine werden über Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Bank. 7. Der Credit- und Vorschuss-Verein der Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli ertheilt Wechsel-Darlehen gegen 5'/»% Verzinsung. 8. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf Widerruf festgesetzt. 5946 Die Direction. »«C Tk «K. • es* Vertreter gesucht Turbinen für alle Verhältnisse. Regulatore Patent Riisch-Sendtner. Kesselfeuerungen Patent Dörr, «v» kohlensparend und rauchverzehrend. < J. lg'. 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