VSWKViWSVZSkKW N A Nr. 200. Marlbor. Donnerstag, den 23. August jS2S v« leme?>>»;«... Geplante Verhaftung sämtlicher FMrer der Bäuerlich demokratischen Koalition ÄN svannender Erwartung der morgigen Tagung der Koalltlon in Ljubljana (Siede zunächst Seite 2) L??'. B e 0 g r a d, 22. Aul^uft. S'r ck.t). Die Nachricht von der Abreise der Äaue'npartelllchen Abgeordneten Dr. ^lr-n j e v i 6 und Dr. P e r n a r nach Berti», i^och mehr aber die Nachriä^i über dle T e p e f ch e Dr. M a L e e s an den Reichstagspräfidenten L 0 e b e hat nicht nur in Beograd und Zagreb, sondern auch in allen anderen Zentren Jugosla,viens gröktes Aufsehen erreqt. Ueberall herrschte die Aussafsung vor, dah man es mit einem Sonderschritt der kroatischen Bauernpartei zu tun habe, an dem die selbständigen De« mokraten nicht beteiligt seien. Diese An« nah ne bestätigte der selbständige demolro-kritische Abgeordnete Dr. Svelislav P o-V 0 y i 6, welcher in seiner temperamettt-vollM^kk'ünd Weise seiner Verwunderung liber die Depcsche Ausdruck verlieh und von Pribiöeviö lelegraphisch die lZinberufung einer Klubsidung verlangte. Diese Erkla-rung Dr. Popoviö' machte in Beograd gröh teS Aussehen und in serbischen Kreisen be« gann man bereits zu frohlocken, weil sich ein Symptom des Zerfalles der Bäuerlich-demokratischen Koalition eingestellt hatte. Die Negierung lieb durch die Nachrichten» agenLur „Avala" die Kunde vom Zerfall der ^toalition in alle Weltteile berichten. Aler bereits in den Nachmittagsstllnden stellte sich in Reglerungskreisen die Tnttäv schung ein, da die nachträglichen Erklärun» gen der Abgeordneten Dr. M a L e k und Vilder jede Annahme von einem Zerfall der BD'Koalition grundlos erscheinen lie« hen. AttS diesen Erklärungen ging eins hervor: daß die Meinungen liber die tattische Richtigkeit des Sonderschrittes der Bauern« Partei wohl verschieden sein können, doch könne dies in keiner Weise die politische Solidarität der in der Bäuerlich-demokrati-sche« Koalition vereinigten Parteien gesälzr den. Im Gegenteil, wie Ihr Berichterst«itler erfährt, wird der Vollzugsausschuß der BD-Koalition morgen in Ljubljana den sogenannten „Sonderschritt" der Kroatischen Bauernpartei bez. die Depesche Dr. MaSeks genelimige n und diese Aktion als g e-m e in sa me Sache unterstreichen. Die ansiteinrnde Unstimmigkeit innerhalb der ?D'5loalition war in gewisser Hinsicht von Borteil, da fie die Pläne der Regierung verraten half. Ministerpräfkdent Dr. Koro-See gab, chne die Wirkung der Aktion Dr. Maöüks abzuwarten, eine Erklärung ab, die wir an anderer Stelle wiedergeben und in der die schärfsten Massnahmen zum Schutze des Staates angektindigt werden. Anderseits bildet d?r Zerfall der BD-Koalition noch die ei,,'ige f>»isfnnng des Regimes, sich ober Wasser zu h'^sten. Die hauptstädtiscke Presse, die noch gestern versäl?nliche Töne anzuschla qen begann, si^rdert heute in der BorauS-seftnng des ^erkalles der BD-Koalition die fchärssten Ma'«n>chmen gegen die Kroatiföie Bauernpartei. Ministerpräsident Dr. Koro-5ec und Pnkiöevi^ hatten gestern nachmittag^ eine längere Unterredung darüber, was jeftt zu t;?« wnre. Dr. KoroKec hat ans diesem Grunde scj.ie Abreise nach Bled auf- geschoben und werden im Innenministerium! i^reits fieberhast die Instruktionen für die untergeordneten politischen Behörden ausgearbeitet. Bor allem sollen die Abgeordneten Dr. K r n j e v i und Dr. Pernar gleich nach ihrer Rlickkehr nach Jugoslawien an der Grenze verhaftet werden. Ans dem Jnde!^ befinden sich alle prominenten Führer der Bäuerlich-demokratischen Koalition. Borläufig find sich die Regie-rnngskreifs noch nicht im Klaren, ob sämtliche 85 Abgeordneten der BD-Lloalition oder nur die eigentlichen Führer verhastet werden sollen. Dr. Maäek soll nach Meinung der Regierungskreife als erster verhaftet werden, während man ssch betreffs Pribi-öeviö' noch nicht einig ist. Während ein Teil der maßgebenden Kreife für die Verhaftung Pribiöevi«!' eintritt, will ihn der andere Teil gegen die kroatische Bauernpartei ausspielen. Mit größter Spannung wird die morgige Sitzung der BD-Koalition in Ljubljana erwartet, von der in Negie« rungskreisen noch immer gehosft wird, eci werde die letzte gemeinsame Sitzung der Kroatischen Banernpartei und der selbständigen Demokraten sein. Sollte sich dies morgen bestätigen, dann würde die Regierung sofort daran gehen, ihre Mafznahmen zum Schutze des Staates ergreifen. SchnMeltmig, vervalr«ag 0«0»dr«ke?e1» Maeidor» «tw» « leteph«» Sti vezugspreise: ttdymen. moaalltch . . 0m ZuNelien . . . . ?l'» vurch poN . ... 20 ttustand. m»r.atNa> . . . zo-. einzelnumme, vm l'— d»» 2'-vei veslellunq der Zettung lst d«e t^donn«men!»detro^ kür Llovenlen lür mindestens elnen Monat, ouher. halb kur mindeltens drel Monate ein. zusenden. Zu beantwortende vrtes»> ot^ue Marke «erden nicht derücksich« tigt. ln'ieratenannahme in Maridoe dei der Administration der ZeUunq, jovie dci alicii, grStzeren ttnnance«» d« I,». vm» SS. Äahrg. Lord Haidane 1' V Aiil l'.). '^'liic^ust mnb nach tlll'^zer !>tlnilkh.'it im »'llter ui.'n 7s ^ahre». Haldliiic, der ^irieti-?iliinlstev, 1912 luiird.', hnt stet>5 eine deutsch-sreultdlich.' Politik uerfolsit und verschiedentlich eine dentsch-enl^lische ^Annäherung herbeiznfiihren versuclit. Zsglls CilslllelltlllM LM. Rom, 22. August. Amtlich wird aus Tirana berichtet: Da sich die albanifche Bevölkerung anläßlich der letzten Manifestationen ansdrücklich sür die monarchistische Gtaatsform entfchieden hat, wird am Ä. d. M. der Präsident der Republik Achmed Beg Zoqu von d«r albanifchen Konstituante feierlichst zum König proklamiert werden. Zo-gu wird sich als König Skanderbeg der Drit te nennen. Die Konstituante tritt am 25. d. M. um 1l) Uhr zusammen. Nach erfolgter Wahl des Präsidenten wird dieser feierlichst den Antrag unterbreiten, man möge die Wahl Achmed Zoglts znm Kiinig von Albanien vornehtnen. Die Wahl wird per accla-Motionen erfolgen. Daraufhin wird die Sitzung unterbrochen werden, woraus sich eine festliche Deputation in die Villa des Präsidenten begeben wird, um ihm das Ergebnis der Wahl mitzuteilen. Sodann wird König Skanderbeg der Dritte feierlichst in die iilonstituante einziehen, wo die Prokla-miernng erfolgen wird. Tie Krönung wird einige Wochen fpäter erfolgen. Anläßlich der Umwandlung Albaniens in ein Königreich ist auch eine Aenderung der albanisch«-« Staatsflagge notwendig. Der fchwarze ^?ld-ler auf rotem Felde wird nun noch eine Krone erhalten. Die neue Königshlimne wird bereits in allen Schulen eingeübt und wird am Tage der Proklamierung zum ersten Male gefungen werden. der Hörer der ?^erc^akadenne in Oedenburg, Josef Lassnnt, i inl Dienste der jugoslawischen l^'^esieiinorqanisation c^estanden haben soll, ^eine spezielle Aufqnbe bestand angeblich darin, die aus Jugoslawien konnnen den >)ieisendeil i^enan zn beobachten. Man wurde auf ^'aisanni erst dann anfnlerksaln, als er des öfteren nach Wien fnhr und dort ein kostspielilies ^'eben fi'ihrte. Einer von den von ibiu dennn'ierleu snsioslawischcnUngarn wurde vom Militärgericht in Beograd zum Tode verurteilt, viele andere zu schweren erkerstrafen. Lananni machte gerade Borkehrungen fl'lr eine Flucht nach As''ifa, wurde aber rechtzeitig ergriffen. Requiems wr Radic in allen Zagreber Kirchen LM. Zagreb,??. August, .^ute um 10 Uhr vormittags fanden in allen Kirchen der kroatischen .'^'^anvtstadt Requiems für den verstorbenen Führer Stefan Radi<^ statt. Bi'sonders feierlich gestaltete sich die kirchliche Trauerfeier in der St. Stefans-Kathe-drale, wo Weihbischof Baron S a l i s-S e e w i e s unter großer Assistenz den Gotttesdienst verrichtete. Unter den Anwesenden sah man aufier der ??amilie Radiü' alle Abgeordneten der BD-Koalition mit den Abgeordneten Dr. Maöek, Pribik!evi6 und Dr. Tnlinbit^ an der Spitze, serner das gesamte jdonsnlarkorps und eine tnehrere tausende von Menschen zähle>lde Menge, die trot^ des strölnenden Regens auch den Plap vor dein Dom dicht besetzte. Sämtliche Geschäftsläden und öffentlichen Lokale ivaren von 10 bis 12 Uhr gesperrt. Um 10 Uhr erschollen alle ^irchenglocken von Zagreb. In allen Betrieben Wierde,die Arbeit auf die Dauer von zehn Minuten unterbrochen. Kurze Nachrichten LM. S 0 f i a, S2. August. Wegen der Un-stpmntigkeiten mit dem Außlinminister B u -r 0 v, die sich auf die Demarche des englischen und franzöii>ck)-'n Gesandteil beziel^en, hat tt-riegSminister Äcileral B l t 0 v d«m Zaren seine Demission unterbreitet. Zar Boris hat die Demifsi'),: genehmigt. LM. B e 0 g r a d, Z? August. Heute überreichte der stellver!ret^t>de Aiis^enlnini-ster Dr. Li u m e n t 0 0 i ü dea» lttüicnijchen Geschäftsträger die Antwort der jugoslawischen Regierllng mt^ di'.' ttalienische 'Lcotl.st-«wte betreffend die Demenstrationen in 'Tal-lnation. Inhalt der Antlvortnote ist noch nicht bekanntgegeben worden. Atissedenerregende Spionage-ossäre in Ungarn TU. Budapest, lZZ. August. „Uj Rvm- ze^ ek" verliffentlicht die ^ielduug von einer aufiel)enerregellden Spioilagenisäre, woitaäi Böi'fenberichte Z il r i ch 22. August. Devisen: BeS-grad 9.1275), Pario 20..';0, London 2.'».2s>.°i, 'Zicwyork 5,1Mailand 27.17,Prag I5i.'^5), Wien 7Z.20, Berlin I2ij.7ü. » Z a g r e b, 22. Auguit. ? ? v 1 i n? Wien ^2.20, Perlin 1.'^5>,'>.7.^», .Mailand 297.l»0, London 27i).20, Newtiork Paris 222.17, Prag 1s»8.l;k, ZiUich w!1d. » Ljubljana, 2?. ^?!u!ll:'t. 1!^ e v i s 0 Amsterdam 22^>1-7.'), 'Znda- ^vst 092..'i1, Vrl-lssel 7.i)! 1.'., Zsirich 1095.60, Wien .^'<0?.2s1, London 2'ii'>.20. ^^Minork 5>0.91, Pari^ 222.17, Triest 297.siN. --Effekten lGeld): Celjska I.V^, Laibacher .''i^redit .^red!tans!alt 105), Ru^e 25». Baugesellschait Ke!, 70 Nim. franko Wagffon (^^renze 5,30, 1 'A^a^^^n Bretter, konisch, 2-l nun, Monte, franko Waggon Grm ze 5>I.'). — Land w. P r 0 d n k t e: Tendenz unix'rändert. Keine Abschlüsse. !> vm in üner Vollcocjunx dei 8's'. DOKX.! I. s)«ueivellcr Zlovenlens ^aribyt-, Oo5p08l«a uUcs Verschärfung der GtaatSMse Sine auffeftmerregende Depesche der Kroatischen Bauernpartei an den ReichstagsprSsidenten Loebe Da< Telegramm d. Kroatischen Bauernpartei an die Änter-parlamentarische Konserenz in Beriin Der Vorstand des Abgeordneteliklubs der Kroatischen Bauernpartei hat am 20. d. M. folgendes Telegramm abgeschickt: .^rrn Paul L 5 b e, Präsident der Konferenz der Interparlamentarischen Union u. Reichstagspräsidcnt in B e r l i n : Am 2V. Juni 1S28 wurden durch Nevol« verschüsse im Belgrader Parlament die kro» atischen Volksvertreter Dr. Gjuro B a s a» rieek und Paul Radi 6 ernwrdet, die Abgeordneten Ivan G r a n d j a und Dr. Ivan Pernar schlver verletzt, während der Führer des kroatischen Volkes und gewählte Delegierte fiir die Konferenz der Interparlamentarischen Union, Stefan N a-d i 6, tödliS) verwundet wurde und am 8. d. M. feiner Verletzung erlegen ist. Durch diese an kroatischen Abgeordneten als Vertretern des kroatischen Volkes Se» gangen« Bluttat ist der kroatischen Polksver tretung die weitere Mitarbeit im Belgra^r Parlament sowie in der Delegation dit'scs Parlaments auf der Konferenz der Jilter« parlamentarifchen Union verwehrt. Nach diefem Verbrechen, welches in der Geschichte des Parlamentarismus einzig da-p«ht, hat die Belgrader Sknpfchtina kein wie immer geartetes Reckjt, dns 5rontt«chc Volk zu vertreten, sie hat auch nicht !>ie (Ermächtigung, an ^nterparlamontmischen Konferenzen teilzunehmen, deren .^iel die Befestigung des Pnrlamentnri'Zmlis c?lZ des Ausdruckes wirklicher Demokratie und derung dauernden Friedens und der Brti-derlichkeit nnter den Völkern ist. Wir kegrii-hen die auf der Berliner Konferenz der In« terparlamentarischen Union versammelt.» Vertreter der Zivilisaticnsoölker und ?iof' fen, dah die Konferenz,in diesem furchtbaren Attentat auf die Institution de^ Plirlanun-tarismus Stellung nehmen wird. Wir hoffen unerschlitterlich, dag das kroatisch? Volk schon in Bälde an der gemeintaincn ?lrbclt freier Völker fiir das erhabene Ziel /»es all- gemeinen Friedens wird teilnehmen können, denn derselbe kann nur unter freien Völkern bestehen. Z a g r e b, 20. August 1928. Der Vorstand des Abgeordnetenklubs der Kroatischen Bauernpartei in Bertretiinz des Kroatischen Volkes. Dr. Vladko M a L e k, Borsitzender. Dr. Juraj K r n j e v l Generalsekretär. No»»t»al»ooneloeot ^ ^ »»mt Sine VroNamatlon des nmen kroatischen Bauernfilvrers Dr. Maeek Z a g r e b, 28. Aug.ist. Dcr heutige „Hrvat" und der „?!arodni verüssentlichen die nachstehende Proklamation des Vorsitzenden der .Kroatischen Bauernpartei Dr. Vladko M a Lek : „Morgen, am 21. d. tritt m Berlin die 25. Konferenz der Interparlamentarischen Uilion zusammen, die sich die Festignug des Parlamentarismus und die Förderung der Brüderlichkeit und des Friedens unter den Vitlkern zum Ziele gesetzt hat. Um an den Arbeiten in der Konserenz der Union teilzunehmen, ist aus Beograd ek'^ ne Delegation der Slupschtina abgereist, und zwar als Delegation, die dort auch das kroatische Volk vertreten will. Aus diesem Anlah sieht sich der Vorst md des Abgeordnetenklubs der Kroatischem Bauernpartei verpflichtet, die Jnterparla» mentarische Union aus die Äluttat in der Skupschtiua vom 20. Juni sowie auf den Charakter und die Folgen dieses grauenhasten Verbrechens aufmerksam zu machen, wobei der' oben angeführten Delegation nicht nur das Recht abgesprochen wird, in Berlin das kroatisch Volk zu vertreten, son dcrn auch die moralische Ermächtigung iil)erhc>upt, sich in einer Versammlung von zivilisierten Völkern blicken zu lassen, die den internationalen Frieden anstreben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand des Abaeordnetenklnbs der Kroatischen Bauernpartei heute an den Präsidenten der Konferenz der Interparlamentarischen Union eine Depesche gerichtet, in welcher der Standpunkt der kroatischen VolkSvertretuug der Delegation des Beograder Rumpfparlaments sowie der Interparlamentarischen Union gegenüber festgelegt wird. Das Präsidium hat serner den Abgeordneten Dr. Juraj K r n j e v i Mitglied der ^rnterparlamentarischen Union» und den Abgeordneten Dr. Ivan P e r n a r, einen von jenen beiden Abgeordneten, die ihre Verletzung vom 2l). Juni überdauert haben, nach Berlin entsandt. Dr. Krnjevit, Mitglied der Interparlamentarischen Union, wird an der Konferenz selbstverständ lich als Mitglied der Beograder Delegation nicht teUnehmen, er wird vielmehr gemeinsam mit Dr. ^rnar den Stan^unkt des kroatischen Volkes vor der öffentlichen Meinung der Kulturwelt vertreten. Anherdem wird der Geschäftsführende Ausschuß der Bäuerlich-demokratisi^n Koalition, der am 2Z. d. M. in Ljubljana zusammentritt, gemeinfame Beschlüsse fassen, in denen sl^rsstens und energisch dagegen Protest erhoben werden wird, dah die Delegation eines Rumpfparlamentes das Staats ganze vor einem internationalen Forum vertreten will, mn de« Beograder Lügen-parlamentariSmnS vor Suropa als echten hinzustellen und das Ausland über die wirkliche Lage der Dinge im GHE-Gtaate zu maskieren. Z a g r e b, 20. August 1928. Dr. Vlado Maeek, Olkmann deS Abge, ordnetenUludS der Kroatischen Bauernpartei Dr. KoroSec droht den Kroaten mit dem Ausnadmsgesed zum Schübe de» Staate« o g r a d, 21. August. Ministerpräsident und Jnnenminilster Dr. Koro 8 ec hatte im Laufe des heutigeil Tages längere Besprechungen mit alle.l iN B<'ograd weileniden Ministern und >m Obmann des Radikalcnklubs V uki 6 » -v i 6. Nachmittags verweilte Dr. Koro^ec längere Zeit mit denn Hofminister Dcai.io-mir I a n k o v i ü im Gespräche. Abends onlpifing er den Berichterstatter des „Slo« venec". Auf die Frage, was er zur Erklärung Dr. Maöeks zu sagen habe, erwi-« derie der Regierungschef: „Räch dieser Erklärung sowohl wie auch nach den bereits srüher erfolgten ErNärun-gen von feiten der Kroatischen Bauernpartei und der selbständigen Demokraten wird die Annahme immer mehr begründet, dah hier auf Umwegen in der Absicht, der Verantwortung zn entgehen, etne systematisch« Kampagne inszeniert wird, die gegen das Gtaatsganze gerichtet ist und die Autorität des Staates nach anßenhin abschwächen will. Diese Tätigkeit wird und kann nicht ohne gesetzliche Folgen bleiben. Es versteht sich von selbst, dasi die Beauftragten der Kroatischen Ba»»ernpartei für jedes Wort und jed Tat im Ausland Rechenschaft ablegen werden. (Damit meinte Dr. KoroSec die Abgeordneten Dr. Krnjeviä und Dr. Per-nar, die nach Berlin abgereist sind.) Darüber '.oll sich niemand irgendwelchen Illusio- nen hingeben. Ich mnsl noch erklären, daß ich es bedauere, daß die Härs^ verbreitet wird, daß etwas fürS lkroatentum oder irgendeinen anderen Volksteil getan wird, wenn gegen die Macht nnd das Ansehen deS Gtaa» tes gearbeitet wird." Dr. Krnsevit in Berlin, Dr. Vernar in einem Vfterrel« chischen Bad Wie aus Wien berichtet wird, ist Dr. P e r n Q r nicht mit Dr. Krn jev iü nach Berlin abgereiste er blieb vielmehr in Wien, um sich über Anraten der Aerzte iw ein'Bun,derz«r ?»xred. 5t«reevieevt»-18 Die Berliner Nachtigall Familienroman von Elisabeth N e i». Copyright by Mart^ ?^euchtwanger Hulle (Saale) HA lNachdrucl verbolen.) Helmar lies; sich auf einen Tessel nied>:r« fallen, und hielt noch inuner das 'Besicht verdeckt. Frau Paulscn berichtete von Miriam Wahrens Leidenszeit. .helmar von Jngshein, stijhnte 'aut auf. und als Frau Paulseu geendet hatte, stiir.^te er auf sie zu und ki'lfzte ihr inlmer und lni-mer wieder die feinen, alten Hände. „Dank, tausend Dank dafür, dajz Miriam eine so treue Beschützerin gewesen find", rief er niit schwankender „helfen Sie mir auch lueiter, ich w?js; leinen Weg mehr, ich will, ich mnf; Miriam endlich wiederfinden!" Eine Stunde war verstrichen. Jetzt erhol, sich Jngöheim, nnd sagt-: mit tonloser Stimme: „Ich musi ins Krankenhaus >^urnck, um drei Uhr beginnen die O;.>erationen. Lelen Gie wohl, Fran Paulsen. und ."z^siün Sie nochmals tausend Dank für alle (»iltz." „Ich habe Miriam Wahren sehr lieb, lieber Graf und tat nnr .'neiue Pslicht. Gehen Sie und überlassen Si.' «cht c-.lles mir. Ich will noch eine Stunde ivirten. ist fie dann noch nicht heiulgcr^'!)rt, so ich wieder nach Hmise. VieNeicht findet Mi-rimn den Weg doch noch zu mir ln ihrer Not." „Dank, Dank", stieß .Helmar von Ings« Hein: erschüttert hervor. „Ich komml: noch heute abend zu Ihnen, Frau '(»elbig soll uns sofort bena6)richtigen, falls Miriam doch noch konlinen sollte." Mit di-^ien Worten eilte der junge Arzt aus denl Zimmer Traurig sah ihin die alte Dame nach, und eine innere Stimme sagte ihr, das; sie alle umsonst auf Miriam Wahren warten lvürden. Eine Stunde später stand .^>elmar still und bleich im Operationssaal. Professor Bromme »varf ab und zn einen besorgt.'n Blick nuf den jungen Assistenten, und er ahnte, dak dieser auf seinen; schlve. ren Gange kein <^lück gehadt hatte. Der Nachmittag verging, und der Abend kam. Gegen acht Uhr fuhr Heluiar schweren Herzens zu Frau Paulsen Das bekümmerte Gesicht der alten Dame sagte ihm alles; Miriam war nicht heimgekehrt. „Fran Helbig hat vor e'ner Stunde ihren Sohn zu mir geschickt. Miriam ist noch nicht gckonimen, .Herr lyraf. ?^i,n ich fi'ir Sie keinen Trost mehr, Gott mi,?^ weiter, yclnn", sagte Frau Paulsen traurig. Still sas'.en sich die be:')cn geqeniibcr, kei-n»'r svracb ein Wort Endlich erhob sich Jnzsheim, nnd sagte ea-nst: „Ich fahre noch einmal nach Miriams Wehnung, obwohl ich nun selbst ke:n2 -Hoss-n'ing lnehr habe. Gute Nacht, gnädige Frau, Nett gebe, daß wir morgen endlich Gewißheit baben." Frau Paulsen nickte, und Tränen traten dsb:» ihn ihre lieben Auq?:?. Sie begleitete ihn bis zur Tür. nach zehn Uhr leh.:^ Helmar von Ingöheim nnverrichteter Sache ins Kran-f^'nlivus zurilck. l5:ne Schivester übergab ihm, gerade als cr slin Zimmer betreten wollte, ein Eil.-t^li^qiamm. Hostig rieß er es auf. ..Komme noch in di^-er ??acht. Mama sckwer erkrankt, verlangt nach dir, Doktor Straube befücchtt^t Schlimnistes Ma.-e Luise". .^i.lmar schwankte, und mnszte sich am Türrabmen festhalten, so l^atte ihn dieser nene Schlag getroffen. Seine Mutter lag im St.'rben, cr mnstte sofort reisen, und konnte sich nickt nm Miriam kümmern. Wie grania'n, wie furch'.-bar! Aber die sterbende Mutter '-i-'f '^ach dem einzigen Sohn. Da galt ^oin ^Ygern, er mnf^te dem Rufe folgen, so entsehlich es anch nxir, sich nicht um Miriam küunnern All könncr Bleich trat er wenige Minuten «pater in Professor BrommeS Zimmer, und legte ihm, ohne ein Wort zu sagen, das Telegramm vor. Der alte Professor las es und erhob sich. „Sie armer Kerl", sagte er erschüttert, „das Schicksal meint es nicht gut mit Ihnen. Reisen Sie sofort, Urlaub ist selbstverständlich. Doktor Schmidt ist soweit wieder gesund. Alles Gute, lieber Kollege. Miriam Wahren lag wild phantasierend, mit hohem Fieber, auf ihrem Lager. Matt brannte die kleine Nachtlampe, und warf einen düsteren Schein auf ihr heißes, glühendes Gesicht. Schivester Elise' saß bei der Kranken, und erneuerte unablässig die Eisumschläge. Mitternacht mar vorüber. Leise öffnete sich die Tür, und Professor Wallner trat besorgt inS Zimmer. Borsichtig zog er sich einen Stuhl an die andere Seite des Bettes nnd sah ernst in das erregte Gesicht der Fiebernden. „Helmar, mein .Helmar!" rief Miriam settt ängstlich, nnd richtete sich in ihrem Bett auf. Sanft drückte sie die Schwester nieder. „Ich mus^ noch eine Einspritzung geben, Schwester", sagte der alte Professor aufstehend. „Wie hoch war vorhin die ?en»pe- rotn,»?- (Fortsetzung folgt.) .MarHikrg^ NuMmer SM. ^a«R!«> Vooovttt»«. zz. ^nxust. :V»0ill (Qra?). 18.15 vkr: >Voeken-lioric^ kür Körporsport. — 21.10: LU^er «« 6om Orleat. -^prssZburx. 19 30: SedsLptsttelllcov^vrt. ^ 22.20: Srünner Hvackmx. — ^axreb, 20L5: ^U8 äeut-zinken Opern. — prax. 18: veutseke Z^ämix. — 19.15: l^lrterkslwnxZmusUc. -^A): Konzert: — 22^0: vrünner. Seockmx. Vavvmtrv» 2V: Kam-mormoÄlc. — 22.50: l'an^muZilc. —' A^tvttxart, 1845: ^erzütevortrax. — 19.15: ^kackwnk. — 20.15: Konzert-üdertrs^llns. — k'rsnkfurt, 18.46:. Ksssvtor Lenälme: Lwncle 6er I^näivirt-, »ekatt8kammk)r KaZsel. — 19.45: Ltunäe cier »frankfurter ^eiwns». — 20.15: Konzert. — örünn. 18.10: veutscke 8encZlme. — 19: kalalaiks »Konzert. — 20: Kammermu8jl(— 22.20: ^usstellunxs kon?ert. ^ LerIjn, 19: k^ran^äZi.'sek. — 20.30: X6am8 kl)ml8eke Oper »Die Mrndereer Puppe». — ^n8elilie85en6: »Die OefÄlirtjn«. 8ekau8p1el von ^rtur Lel^tZllvr. — Xb 20 30: .l'an^musik. — j^ÄÜanä. 20.50: Opernüdvrtraxune. — Vuc!ape5t, 1745: Z^Mer - K<>n:?ert. !l9.45: I^nterkaltunx8abencl. — 22.50: Lchsllplattenkonziert. — ^ar8ekau, 20.15: Konzert. — 22.30: ^ün^musitc. — k'srls - Likkel, 20 30: Konzert. — vvsrssi cttv ciisr Sc:t^ick^twäsc:kS /^dsncis i^n S SIO d mit s I (D k-11' Die Schliffe von Mayerling Die TrogSdie des KronpÜnzen Rudolf von Oesterreich Nach »eitgenvflischen Quellen, Briefen, Llrkunven und Dokumenten vsn 7 . Mi>chl»ruil «rbite«. All« Rechte, insbejisyd tre das der Ueberfttzung »«behalte» ) 2 Kvnigsttnder Glück ist ein seltener Gast an Fürsten-' ' höfen^- Es fügt sich nichh gerne dem 'Zwang, " der bort herrscht und es hält nur Tinzug ' Menschen, die Herz und Seele haben. ^ 'nicht heißen, daß jenen, die — wie stigt^ Man doch nur in der Zeit — „auf der Menschheit Höhen" aufwuchsen, dieses Herz und diese Seele immer gefehlt haben. Sie trugen beide sicherlich einmal in sich. Nur dqß man sie ihnen dann früher oder später gemordet hat. Ganz langsam oft, daß sie es selbst kaum^ wußten. ^ Prinzen des habsöurgischen Kniserhauses haben eigentlich niemals ihre Eltern gekannt oder doch erst immer zu einer Zeit kennen gelernt, wo fie ihnen schon fremd geworden waren. Das war Hofzeremoniell. Sie hattm nicht die Kindheit, die in ein Netz von Liebe eingesponnon wird, nicht die Freundschaft der Jugend, nicht einmal das Beisammensein mit Menschen von gleicher ' Art. Man muß das immer festhalten, wenn ' man . die letzten Zusammenhänge begreifen will, lkronprinz Rudolf hatte die ersten paar Monate uTld Jahre-seine slonxikische Amme und seine Aja. ^ war noch nicht vierund-. AwanZzig Ja^e alt, als ihn sein kaiserlicher Bater zum Oberstinhaber des Neunzehnten Infanterieregimentes ernannte, das sich aus dem ungarischen ErgänzungSbezirk .'lizab .zBammenlsetzte. „Ich will", so hieß es in dem Armee!^fehl. FranH JosefS, „daß der durch Gottes Gnade Mir geschenkte Sohn von seinem Eintritt in dieser Welt an Meiner braven Armee angehöre." ^ tzGralf! Gondreeourt war dann s^n erster Erzieher, der den schwächlichen Anaben mit der eisernen Strenge des ver-biflenen Mlitärs anpackte und ihn so üiier« triebenen Abhärtungsmaßnahmen unterwarf, daß die Nerven des Kindes sür immer darunter litten. Als später General Latour die Rolle des Hofmeisters l^bei-nlchm, änderte sich vielleicht manches zum besseren. Ader die Erziehung blieb doch immer Drill und es hat im Grunde ^snomu'.en wenig zu bedeut nachten, zlinschen Champagner und bezahl, ten Freundtn überkam den nun ,^wanzig' jäl'.rigsn auck die Ernüchterung >^e^> ^'cbenc. Da war er der Einsame und mit sich selbst Zerfalltne Mit seinem Vater Itand er nie gut, dn-n d,eser hatte für ihn ja .i ich nie viel Zeit v!,rig gehabt. Die Mutter alier war n.ch^ nlir ihm, sondern auch dein '.'wiener .Hkf überhaupt längst entfrem-dt-'s. Der tiefe Zwlezpalt in der Ehe seiner Elte'.n trieb ihn l it zu zynischem Sport. Nudolf war sicherlich kein Grübler und Träuiner. llnd wenn ihn manchmal solche Anwandlungen überliefen, verstand er eS, sie rasch zu verdrängen und zn vergessen. Die Geschichte einer .Heirat rnit Stephanie ist oft Erzählt ^vorden. Er traf diese Wahl mit jener Frivolität, die seiner ganzen Auffassung vom Leben entsprach. man ihin die Bilder von einem halben Dutzelld Fürstentöchter vorlegte, die anS den Grlinden einer höheren Staatsraison in Betracht kamen, schrieb er auf jedes eine Ziff'?r, bezeichnete alif die gleich Art etliche V^ipier-zettel und zog dann daS LoS. Es traf ein zweite«.' ^önigskind, die Tochter Leooo'.ds des Ziveiten von Belgien. Man hat in dieser »ngliicklscheii Elie, die eigentlich kaum zwei ''«'i'^anert V.iUe — noch vor der Gebilrt der lleiilen Elisa- beth im Herbst 1888 war sie hoffnungslos zerbrochen — oft den Schlüssel zur Tra-gl)die von Mayerling sehen wollen. Die Annahme ist in der allgennni?en Form sicherlich unrichtig. Die Verbindung mit der belgischen Wnigstochter war höchstens eine der vielen Koinponenten, die dann zu jener furchtbaren Resultante geführt haben. Wahr ist, daß die beiden jungen Menschen keine geineinsaine Freude, keine gemeinsame Gei-stigkeit, ja nicht eininal die Einheit irgend eines noch so nebensächlichen Interesses verband. Und wenn die Kronprinzessin spä- ter keine Gelegenheit versäumte, ihren Tat-! ten vor aller Oeffentlichkeit bloßzuftell«»' und mit kleinlicher Feindschaft zu «fuälen»; so war diese Art ihrer Eifersucht besttntmt nicht in einer gekränkten Liebe begriwdet^ Sie war nur .Haß und Verbitterung etaeS enttäuschten Lebens. Eine Verbitterung, fRr-die man einen Schuldigen sucht, nM'm«« für sich selbst alle Schuld vern^. Der Zwang dieser Ehe ist später SM« Teilen gleich unerträglich geworden. Hm Frühling 1^ versuchte Rudolf zum elfte» Male die Einwilligung der Kirche'M ei«' Scheidung zu erlangen. Kardinal Gerast»^! Vannutell i, der einmal Kaiser M«xk! milian nach Me^ko begleitet hatte imd damals Nuntms in Wien war, sollte sei» Fürsprecher beim Papste sotn. le^te die Aufgabe ebenso ab wie zwei Iah« davaaß Luigi Galimbert i, der sein NachfoiA» in der Wiener Nuntiatur war. Der^Al»-wand Rudolfs, daß dieser Ehe niematt d« Erbe entspringen werde, den die Monarchie braucht, fand in Rom kein Verständnis. Die b^den KönigSttnder lebten wstte» nebeneinander . .. (Mmcts, Die traglfche Geschichte etner Mmiite In der Nacht vom 1. zuin 2. Juli lk66 irmrdt! in eineiu Bauernhause der Vogesen die „reiche Meriot" ermordet. Es war dies eine bejahrte Rentnerin, die gegen Entgelt von der Fainilie Adalu verpflegt wurde. Die untersuchende Polizei entdeckte nohl noch ein paar Blutspuren, aber die Leiche selber blieb unauffindbar. Der Verdacht lenkte sich naturgineäß auf die drei Mitglieder der Faulilie Adain: das Ehepaar und dessen Sohn Justin. Haliptzeuge war ein Landstreicher, der uuter Eid folgende Aussage inachte: Er habe in jener Nacht im Hause Adain Licht beiuerkt, und drei Personeil um einen leblosen Kör;^»er hockend; er dachte sich dabei, sie zerstückeln die Leiche der „reichen Meriot", deren Erbe sie cin sich reisM ivollten! Ein anderer Zeuge, naher Verivandter der Erinordeten, behauptete, dein Manne Adam begegnet zil sein, wie er einen gedeckten Karren dem nahen Walde zilfilhrte; er verinutete darin die Leiche der alten Frau. Viele Monate lang blieben alle Nachforschungen vergebens; erst zu Beginn des Jahres 1891 entdeckten Holzarbeiter linter den Wurzeln einer inächtigen Tanne den gänzlich vermiesten Körper der Meriot. Obschon inzwischen außer den beiden nicht gailz einn>andfreien Zeugnissen keine weiteren Verdachtsgründe gegen die Familie Adain ermittelt werden konnten, erhob doch der Staatsanwalt gegen deren drei Mitglieder Klage auf vorsätzlichen M-irdd. Die Untersuchiing inurde, wie schon dainals her« voil^el)"ben ivurde, init u'"i's'.tk'licher !Dber-fli!ch'ich!eit g^'fl'lbrt'. das »^l^e ll!i»?>e Ministe-riuln schieu von der HchuU» der Nnsovoigteu überzeugt, die Verhandlungm warben VßsH» stäblich durchgepeitscht, und die Geschwa», neu, durch die starke Selbstsicherheit deS Staatsanwaltes offenkundig beeinstußt, be^ jahten die Mordfraye; zur Beruhigung ihrer Getvissen billigten sie jedoch mildernde Am«, stände zu, waS nach Lage der Dinge eke» vollendeten Widersinn darstellte. Diese» Wahrspruch ziifolge wurden sämtliche Angv» klagten zu fünfzehn Jahren B a-g n o verurteilt. Frml Josefine Adam NMvde Wer dem Anhören des EntfcheitiS plötzlich i r v« sinnig und mußte ins Asyl von er die Beweise reichten nicht hin, um eine Wiederaufnahme deS Bersich» rens zu bewirken. Da ereignete sich vor eiiiem Ja^e das Unglaubliche: Bier Pe»-sonen meldeten der Polizei, dah sie AWAiw-zeugen der schaurigen Mmckdat gewesen, ilnd das; die wirklick^ Täter, angesehe« Beivohner des VogesendorfeS, inMischäi ge» storlvn sind! Sie mchnien ihre AuSsayM i'nter Eid, und eine genmle RekoTrftruNAm des Verbrechens zerstimit? die letzten ^^)w>ei-spl. Die «iche Qbeviot »vM i« jilNU Kqcht VonaerSktiff. N. Äuffuft. aus t>em Hause gelockt unk zwei Kilometer entfernt durch Dolchstiche uingebracht wl>r-den: cin alter Familienzwist bildete das Notlv der TauS-besitzer Herr t^ranz P c t t e k mit seiner Gattin Aloifie das Fesr der silbernen Hochzeit und gleichzeitig das ?5jährige (^schäftsjubiläum. ^m Jubelpaare unsere herzlichsten Glück-»oünfche! V. Todesfall. Na6i einer schiveren Opera tion ist gestern im Spital der Barmherzige« Brüder in Gra^ der Straffer Oberwaffenmeister Herr Friedrich T k a s a, der ein zrge Tohn des in Maribor im Ruhestände lebenden Kanzleidirektors Herrn Alois S k a s a, im Alter von 4t Jahren gestorben. Der Perslorbt'ne, der sich in hiesigen Bekanntenkreisen allgemeiner Wertschäkung er^re^te, wird morgen, Donnerstag um halb 17 Uhr vom Epitale der Barmherzigen Brüder in l^r:ktor des „Divan" fand dort in einer Flut von nichtssagenden Papieren begraben das Manu-strikt zu einem bisher unbekannten R^man von B e .y l e, .von des Dichters .Hand sK^hrikben; die Form ist vor der ^ Hand fragmentarisch uitd trägt den x:chi stendhal-schen Titel: "Le Rose et le Bert". Es scheint sich nicht um ein Seitenstiick zu dem berühinten „Rot und Schwarz" zu handeln,-ebensowenig ist bis jetzt ersichtlich, in wel- KommRll Lie zur II^lVsßrn^ss« 2«. dl, 1. z«o,«md« 19Z» lies 8un5liK»t«n eli,Ic,«f»xßlezende!t c!er Veit! ewe>-mtltct,e Vektl«ter stis den kerirk /^rlbor: ve. ca« ScdlLdanhDUOr. (.veinircNe» l.>dc»r»tollum iur tt-ntlel. Inctu,tsje na«! l.«nc!vikt»ed«tt. «»rldor. 7r> Z. lelepbon 108. oit«r K,IIl«n.cZescs,«N«telle. keojxrlllj. Vellkoe 17. 96l3 chem Berhältnis der Titel zu denl Inhalt steht. Das Thema: Ein junges, reiches, schönes Mädc^n, das um seiner selbst geliebt werden will. Leidenschaftlich und gefühlvoll wirst es Alles von sich, waS den MaRn außer ihrer Person fesseln könnte, zerstört sogar ihre Schönheit durch cm phar-mcizeutisches Prohukt. Die Stolze führt das Experiment bis zu Ende durck) — und er. liegt nach kurzem Triumph. Der Stoff diente bereits zu einer kurzen Novelle, die den Titel trägt: „Minna von Wangel",'Mit leiser Anspielung an L^jsing. Die gedrungene Form erschien dem Dichter osfenkundio U!i^2nügond, die Eharakterzeich-nung nicht breit genüge die PsycholoM zu o bei sächlich.. Die Heldin'heißt nach wie vc>r Minna, ihr Geschlecht jedoch „v. Wanghen", »md der Bater ist «icht^ein preußischer General, sctndern ein reicher Banlicr-, ihre Heimat bleibt Deutschlcind, denn Neben der leidenschaftlichen Jtcilienerin sprach Stend«, hal nur der d^eu t^ch e n Frau die Fähige ^it zu, tief und nac!^ltig zu empfinde» und ein ganzes Lebt^ durch Richtlinien de» Herzen»'zu gestalten. Minna reift mit ihrer Mütter nach dem glänzenden Pari», wo allein sie vas ÄüÄ zu finden hofft; aber der Dicht«, der seink eigenen LandÄeute nur mittelinäßig liebt, läßt sie dort von Ent täuschung zu Enttäuschung eilen, und sie ist im Begriff, ihr Kerz'gänzlich' zu verschließen,' als ihr der junge Herzog von MonMotte entgegey tritt. Es ist dteS eine der großen Stendhalschen A^ren, dem Lucien Leu«, wen oder Julien Ä>rel gleicht, lebenswahr und zeittypisch; ein romantischer Held und Tatenn^sch, dem das eng und s^c^ig gewordene s^Meich unter dem Bstrzerkönig LouiS-PhiliPhe wie sine Kette um den Leib liegt; eine ungeduldige Kraft, der es an Be« tätigüng gefehlt, und die nun auf die leiden«! fchaftliche, gefühlWolze Minna von Wang«! hm stößt. Die unvern:eidlich erfolgende Ver Wicklung, der Konflikt der Charaktere wird von dem Dichter auf die ihnl eigene Weise gelöst: durch die Dazwischenkunft deS Intriganten Abb^ de Miofsince, der es sich zur Ausgäbe gesetzt hat, das Leben des jungen Herzogs zu „revalorisieren", .lyis.Zdir heute sagen würden. Es erfolgt nun ein Spazierritt in Bois, der in Zukunft:wohl ebenso klassisch sein wird wie die Droschkrwfahrt der Frau Bavary: aus anderen Gründen natürlich. Durch eine jener psychologisch und dramatisch äuH^t'zugespitzten Unterhaltungen, die StendhÄs unnachahinliche Kunst ausmachen, führt der Geistliche seinen Freund dachin, ^baß er den Pakt eingeht: ^s Abb^ Hilfe^ zür Gewinnung der stolzen Deutschen gegen das Bersptechen, die protestantische Norddeiitscho in den Schoß der ka-thobischen Kirche zu führen . . . Bis zu diesem .^hepunkte ist der Ronmn im Einzelnen au^eführt; die »veitere Entwicklung dwtm'nul: einige 9iotiz'en dürftig an.'MMa ist durch ' die Lc^idenfchast des Herzogs innerlich ciu^gerüttelt; aber Stück um Stück zieht sie ihren moralischen wie physischen Menschen' föxmlich aiis, geht schließlich sowerh den glauben zu tun, sie habe e^ iWhÄiches Kind, dessen Vater ihr Z^anzmeif^ ist v . . Den Tod im .Herzen heiratet der .Herzog eine andere: da deckt Minna i^r^ Nitrüg allf, sinkt dem Geliebten in 6ie?lrme_doch der Macchia- avMsmus ihrer GesWe treibt zu einer weiteren Intrige^ Ünt Moiiteniztte gänzlich von sÄner jzmge'n Fttu" loszulösen, fädelt sie eine ktjnMch?' Liebesgeschichte ein zwischen ^einem ihrk»t'^et-ehrer uvd^ der Herzogin; jetzt dürfen sich'dieLiebenden rückhaltlos gehören. . . ^^'Ende l^nn nur mit annähernder Rl'chti^^'it vermutet werden: Minna wird von Gewissensvortvürsetl gepeinigt, gesteht il^ren Betrug, den letzten, ein, nimmt sich'daä'L'.^'en. - ' Es läßt manchss ^rauf schließen, daß der Dichter selber ' Mit der überkomplizierten Minna nichts Rechtes mehr. ^ anzufangen wußte. „Rosa und Grün" bildet.ein Torso von großem Wurf, den zu vollenden Stend-hals Kräfte v^hrscheinlich ilberstieg- u. als solcher ist er doppelt interessant. «»k«t in, ?«»drk«?»»ndUro.p»wlk-l» >»rjd«r. o»,»« ZA! DsRnerOtag, SS. August. .Marburgef^ Zeitung* ??ummer 200. Serwoe Ausflchtm «tt Befsenmo der Ha«»»»-bNonz Iugoflawiens Einfuhr i« Juni. Nach den soeben veröffentlichten Tatm hvc Generalzokdirektion belief sich die E i n-fuhr Jug o s l a w i e n s imJuni auf 135.994 Tonnen im Werte von 590.3 Millionen Dinar. Die Haupteinf u h r-artikel waren: Maschinen, Geräte und Apparate (öS^ Millionen Dinars Vanm-wollH«webe (4Z.7>, Baumwollgarne <32.1), «senwaren (2«.7), Fahrbetriebsmittel 2Z.5), Ginnen, Eisenbahn Material ns». <21L), Aaffe« (18)^ Sohlen versch. Sorte» (17.2), Vollge»ebe (16.8), Rohbaumwolle (Ib), Wektrotechnische Apparate und Maschinen (11L), Häut« (11 Reis (11.2), Petroleum roh (llt.8), Eisen-Halbfabrikate vnv unver-ar^itet (9.4), Zucker (S S), Wollgarne (8.2), SnpservUriol Clorzink (7L)^ us«. Die wichtigsten Einfuhrortikiiln wurden aus folgenden L ^ nd c r n bezogen: Maschi« «n, Geräte «nb Apparate: Deutschl'.nd (16.4), Ungarn (1b.9), Tschechoslo^vakei ^^.7), Bammnollgewebe: Tschechoslo.vakei (15.l'), Italien (W.Ü), Oesterreich (5.9), Vaumwoll» gar«: Italien (12.1), TjchechoiloVake! l^.7), Oesterreich (4.9), I^rsi^ Vi-inn»area: Deutschland (9.2), Oesterreich (3.N, Fahrbe-triedSmittel: Deutschland (5.8), Frautrsich (5.3), Amerika (5.1), Echienen, Eisenbahn» «aterial: Polen (11), Ungarn (11), Tschechoslowakei (3.1), »ohiasfte: Zc.isilien (14.7), England f2.3), Italien (0.7). gohlen: England (4.S), Deutschland (4.3), Polen (3.1), Wolgewebe: Tschechoslowakei (5.9), Oesterreich (4.K), Frankreich (1.9); «oh. bammnÄb: Uinerika (8.8), Brit. Jlidien (S Mllionen Dinar). . Die (Einfuhr im Monat Juni ist gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres «m 18.038 Tonnen (15.M?i) im ^rte von b4.4 Millionen Dinar (10.I5Ae) gestiegen. - Dia^ u g o s l a w i s ch e H a 1? d e l s-bilanz weist sür daS erste Halbjahr bei einer Einfuhr von 3.822.3 Millionen Dinar nnd einer Ausfuhr von 2.687 Millionen Dinar eine Passiv itä t in der Höhe von 1.135.3 Millionen Dinar auf. Die große Passivität der HandelsbUanz findet ihre Begründung in der fast vollkommenen Stockung der Getreideausfuhr. In diesem Jahre konnte sogar beobachtet werden, daß die Einfuhr von Mahlprodukten die Aus-fuhr überstieg. Die Einfuhr belief fich auf 28^75 Tonnen im Werte von 91.9 Millionen Dinar, während die Ausfuhr nnr 7^294 Tonnen im Werte.von 12.2 Millionen Dinar betrug. Zudem hat fich die Einfuhr in diesem Halbjahr gegent^er dem gleichen Zeitraum des Vorjahres wesentlich geztei-gert. Die Aussichten auf eine Besserung der HandelUkManz im zweiten Halbjahr sind wenig günstig. Durch die große anhalt'nde Hitze ist die Maispflanze, das .HauptauSfuhr Produkt, nicht besonders gut geraten, sodaß auch von der guten Weizenernte ein Groß« teU als Ersatz für den Mangel an dem Jnlandkonsum wird zugeführt werden müssen. Eine Verminderung der Einfuhr ist faum in Betracht zu ziehen. Immerhin ist einige Hoffnung vorhanden, daß in dcn späteren Monaten der Weizenei^port in Fluß kommen wird un1> dadurch eine l?ichle Besserung der erschrecklich hohen'Passivziffer im ersten Halbjahr erzielt werden nird. Auf alle Fälle dürfte jedoch die dieSj-ihrlge Handelsbilanz Jugoslawiens wiederum ein ^ssivum aufweisen. U. ZS. An»enb«»g beS Salkstickftoff» xvr Winterfrucht «nd z»r DÜnßNNF her Viefen und Seiben. Bei der Anw«^dung des K^lkstickstoffs zur Düngung d^r Wnterfrucht, also zu Roggen und Weizen, ist zu beachten, daß zwischen dem Au-i^streuen des jralkstickstosss u. dem Tage der ^aat ein Zwischenraum von mehreren Tagen sein soll. Auf leichten Böden genügen 8—10, am schweren Mdei,. 3 bis 4 T«ge. — Handelt es sich um Böden, in schr guter Kultur, dann ist das Ausstreuen schon 2 bis 3 Toge vor der Aussaat zulässig. Ein darauf folgender Eggenstrich ist in allen Fällen zu empfehlen. Will man die StickftoffssN'be teilen, dann gibt man die «jte ÄÄste lje SV aus das Joch) vor der Saat, die andere'Hälfte wt zeitlichen Früh-johr als Kopfdüngung auf die trockenen Pflanzen zu einem Zeitpunkte, da das Wachst»«, noch nicht begonnen hat. Nach dem AuSft^en deS KalWckstoffs im Frühjahr ist d^r Acker zu eggen; Weizen mit eisernen, Roggen mit hölzernen leichten Eggen. Auf Wiesen Und Weiden kann man den Salkftickstoff («l>—IM kg auf das Joch) insgesamt im ^rbst geben. Nach den. Ausstreuen ist der Boden, wvnn er sich nicht schmiert, scharf zu eggen; auf Weiden wird der Kalkstickstosif eingeschleift. Durch das Eggen wird der Boden tätiger, das Kleinlebewesen des Bodens sehr gefördert. Kalk-stvckstaff ist gegenwärtig der billigste Stick-stofsldünger. X Nooisaber Produktenbörse :iom 2!. d.: Weizen: NaLkaer und ^l^berbai-kaer s79—80 kg.) 242.50—245; Baöka^r (79^80 kg.) 245-247.50; . Banaler ^79-80 kg.) 23.^247.50; Banater, Parität Vr.^ac. 237.5 —240; Syrmier.f79__Ll) kg.) ?.?7.50—240; Verkehr 41 Waj-^z^ »» S e r st e" unverändert— H a f e^r unverändert. Verkehr 1 Waggon. — Mais: Ba5kaer und Tyrniic'r 303—306; Banater 300-^5,; Verkv-Hr 27 Waggons. -- M e h l unverändert. Berkehr 9 WaggonS'. — Bohnen unverändert.'— Tendenz ruhig. Ewe Außl^?WMonfurrenz Das groke jgruHEtmnier der Böller. Die von^ der Fifa bi^chlosiene regelmäßige Durchführunss 'eiuer Fußball-Weltmeister schaft wird in'^rze Än dafür eingcsetztsn Ausschuh beschüstige«, In welcher Form fich diese Kämpfe -abfpiÄen werden, darüber herrscht im groHeM?^nb^ ganzen schon ziemlich Klarheit. Für die Durchführung einer Wvltmeisterschast werden zwei. Jahre benö. tigt werden: . Um die einzelnen Nationalverbände nicht allzusehr zu überlasten, ist außerdem immer eine Ruhe von einem Jahr nach jeder Weltmeisterschaft vorgesehen, so daß eine Entscherdlmg also alle drei Jahre fallen würde. Zur Vereinfachung des Spielsystems werden die teilnehmenden Länder in 8 Truppen wie folgt eingeteilt: Gruppe 1: Skandinavien und Finnland; Gruppe 2: Estland, Lettland, Litauen; k^rupp2 3: Spanien, Frankreich, Belgien, Holland; Gruppe 4: Deutschland,' Schweiz, Tschechoslowakei, Polen; Gruppe 5: Oesterreich, Ungarn, Jugoslawien, Italien; Gnippe V: Rumänien, Türlei, Griechenland, Bulgarien; Gruppe 7; Afrika; Gruppe 8: Amerika. Die Borspiele in den einzelnen Gruppen mit Hin- und RückspiÄ find innerhalb des ersten Jahres zu erledigen. Die Gruppen-fieger bestreiten dann die Endkämpfe. : Leyrer-Hitzel unterlagen im Pörtscha-cher internationalen Tennisturnier dem österreichischen Meisterkurnier A r t e n s-Matejka nach hartem Widerstand 1:6, 3 ' Die Gchwimmeisterfchaft von Maribor, »r«^lche Sonntag ausgetragen werden soll, wurde von den Veranstaltern wegen der s^lechten Witterung und zu kait;.n Wcilsers abgesagt. : „ilelezniöar" in VaraLbin. ?omniend?n Tonntag bestreiten unsere Eisenbahner in Varaidin gegen den dortigen Zvortllud ein Gastspiel. : Tenniskampf Zagreb—Wojwobina 6:5. Im Kurort Paliö bei Subotica untcrlngl'n die ausgezeichneten Tennisspieler dc? Vcj-wodina dcm Zagreber Team knapp 5:6. . : Uurmis Abschied von der Aschenbahn. 'Kurmi hat die feste Absicht, sich nach den Amsterdamer Olympischen Evielen mit V.'' endigung der diesjärigen Laufsaison von sei ner aktiven 5porttätigkeit endgüNkg zuritck-zuziehen. Tic Gründe für diese die Sportwelt zweifellos sehr üb?rraschv.'nde Nachricht sind in der übergroßen Beansprucs>ung zu suchen, die das harte und entbehnmgsreiche Training und die langivierige Bvrbcrei-tungsarbeit für die von Nurmi auch wi^^'r in Amsterdam gezei^Ne Hochform auf die Dauer selbst eine»n Nurmi zu viel ge^vcirden ist. Nurmi bak die grösitten olnmpisch.n i5r-folge erreicht, die ein Sport^^mann je er- ... sagt frSuIein Klug. .Von? ollen keverdern 6en ^ l^ann. c!er mir gekrackt liat. cter mit mir^ dereit ist, sick immer ^ I^den erleicktern. so vie es l^OlOk^ bei cker^Lscke stets tut. öei ibt es kein I^umpeln un6 eidea, e» vS»t allein.^ Die Boxerbraut verlobte des Weltmeisters Genne T u n n e y, die 2liährige Miß Mary Länder, ist die meistbeneidete Frau Amerikas. Ob sie allerdings mit der ausgiebigen Bummelfahrt durch Europa einverstanden ist, die ihr Verlobter nach seinen eigenen Worten zum Abschied vom Jungzesellenleben unternehmen will, entzieht sich der Kenntnis des Historikers. reicht hat und die aller Wahrscheinlichkeit nach auch so leicht kein zweiter nach ihm erlangen wird. : Der F. E. Barcelona in Südamerika. Aus Buenos Aires, 19. d., wird gem.:ldet, daß vor 30.000 -Zuschauern die arg^utiili-sche Nationalmannschaft mit 1:0 iiber den F. C. Barcelona siegreich blieb. : Reue Weltrekorde in Berlin. DaZ Meeting des T. Zp. C. und V. -p. brachte zwei hervorragende Leistung.n von Deutschen. Der Allensteiner Reich^^vehrsT»!" dasi r s ch f e l d stief; die Kugl^l Meter weit, also um einen halben Z 'utime-ter weiter als der Amerikaner Kuck I'ei 'einem Veltrekordstoß bei der ^m'teidamer Olympiade. Weiter erzielte die Lslbe^^erin H a r g u s im Speerwerfen mit o8 .'i9 M« -ter eine neue Weltbestleistung. : Die Veltmeisters'chaft im Nadüilir«'n der ^^ruf'.'^^hrer, die vor einigen ^^gen in Budapest über zwei 'X'uud.'n !!."'> Meter langen ^ahn zur Ent ''. i "l nlg.', n'^uln dcr Franz.''' ' ''' ' .l> a r o. — Sotbene Itegeln ^ ^ für Hausbewohner Aus dem reichen Schatz meiner Erfahrungen resultieren folgende Regeln, ..deren strikte Befolgung denen beitiunnt das Leben zum Paradies gestaltet, die gezwungen sind, in eineni .Hause, Tür an Tür, Mauer an Mauer zu wohnen: 1. Richte dich nie nach der .Hausordnung! Das Leben wird sonst zu eintönig. 2. Türen und Fenster wirs stets mit größter Kraft zu. Es ist für die anderen Hausbewohner immer angenehm, zu wissen, daß du daheim bist. 3. Teppiche, Polstermöbel und Kleider klopfe nur im Treppenhauke aus, und zwar ganz zeitig früh, wenn noch alles schläft. Tu schützt dadurch manche vor dem „Verschlafen". 4. Gießt du die Blumen an deinem Fenster^ so spare nicht mit Wasser. Ten. unter dir Wohnenden ist eine kalte Dusche sicher sehr erwünscht. 5. Stehen die „Damen'' des Hauses eilkrig konferierend auf Treppen, Gängen^ an der Haustür, so biere ihnen höflichst 'Stühle an. Man wird es dir danken. iZ. Gib Neugierigen bereitwilligst Aus» kunit, selbst über deine intimsten Familienangelegenheiten. Bedenke: Wi'lcn ist Macht! 7. Mische dich ausgiebig in jeden Haus-klatsch. Tie daraus en:springe<'.den Gerichtsverhandlungen gewinnen dadurch '^r dich nur an Interesse. * 3. Musiziere stets bei onenen Fenstern, möglichst zu nachtschla^'ender Zeit. „Musi? wind ost sehr schön gefunden", sa>gt schon Wilhelm Busch. 9. Laß alle .?>auöbcwc>hner bei dir ein und aus gehen. Die Neugier könnte fie sonit nmbrinqen. 10. Beschwere dich selbst beim Hauswirt und Poliz^'i über jede jileinigkeit. Beschwerden über dich aber beanNvorte sofoikt nrit Prozeß. Rechtsanwälte wollen auch leben. 11. 5ckiakfe dir auf alle Fälle einen Hund an. und laß ibn öfter allein. „Gelang er-il-eut des Menschen 1?. Richte dich unbedingt nach i>iesen Regeln; dann wird es eine Lust, zu wohnen. rr? I > juiUlLZ ln > > > > >»> > > > > la»v »ltTage abo« aieil werden. o l11 > I I „MMWr MM' NM»? ??.. Unqitfk. Kleiner /^nieiqer kttOvii Dinar qeqcn flute Nu-scn und volle Ääx'rstellllny auf tt Moilatc «stacht. Kefl. A'nträ« qe iint«r ^Acherer Vert»i«!nst" an dk' Berw. G«OGGO»WGOGOGO»»«ÄI Uhrenrrparatur«, werden in d. Werkstätten der Firma ^t.ijec billigst llnd liestenS mit 1-5« sühriqer Garantie .inS,iefus,rt. A. Ttojec, Maribor, ,'^uröi6eva ul. g. — V-n!>' und l?:and« uhrcn wer"'?!! abgeholt. p'^k'4 »OOO»O«OV»»«O»»O«» Photoapparate in allen For-maten. Optiken und Preislagen ailk Abzahlung. Platten u. Papier? >ilser Weltmarlm» in allen Z^ormaten. immer frisch. Photcmcycr. l^oiposka ulica. Hopfen- Mastkörb«? bekommen Sie nur beim '^elbstcrzeiilier Jos. 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August di« 1. s«pt»md«r 1S2S vi« grüStG ß »rUkvln. — /Auskunft cluroiH cl»» i.«ip-igsr IXIassamt, I.«ipTlg uuci mt»ok«n V«rtf«tGr 0r. t.. d»u«r, ek«m. l.«doi«torlum, I»il»rldor, l'fH ^ SuelTGitz I». ». M., ZpIrN, ZzrtGN UXÜrG, aGlHgor, Num. u. ». w., »u l»n»I»IsDn » « » ? a » Pss«I»viH NU? dv> etvr U » Mb fMvec. WriilÄ. liMliii nl. k v«» lvM»»artz«az»»Mn UN«I »Ie>»p «»«l iiir 6ie ksclaktion verant^or^ilek: .lournsli^t. — fftir 6vn imä 60a