LMllcherWMtung. Nr. 123. Prän» mcralionsprcis: Im Comvtoir ganzj. si. ll, b'Nl'j. fl. 5.5,0. ssiir diü ZuslcXunss in« Hau« balbj. 5>u lr, Mit dcr Poft nauzj. fl. I5>, halbj. si. ?.s>(>. Mittwoch, I.Iuni Inscltionsgcbühr bi« w Zeilen: Imaleulr.. 2m. »oll., »m. l fl.; sonst pl. Zeile im. . 20 und 21 dcr Landtagswahlordnung neue allgemeine Wahlen ansgefchricben und zu deren Vornahme folgende Tage festgesetzt: I. Für die Wahlen dcr Abgeordneten der Landgemeinden in den durch die tztz 7 und 6 der Landtags-wahlordnung bestimmten Wahlorten der 2V. Juni «»7V; II. für die Wahlen dcr Abgeordneten der Städte und Märitc in den durch die ßH 3 und 4 der Landtags-wahlordunng bestimmten Wahlorten, dann für die Wahlcn dcr Abgeordneten dcr Handels- und Gewerbe» lammcr in Laibach der Hv. Juni »»7»; III. für die Wahlen der Abgeordneten dcS großen Grundbesitzes in Laibach der ». Juli »87V. Die näheren Bestimmungen über die Stunde des Beginnes der Wahlhandlung und die dazu bestimmte Localität werden die den Wählern zu erfolgenden Legiti-mationSkcntcn enthalten. Laib ach, am 30. Mai 1870. Der k. l. ?llndeSpräsidcnt im Hcrzogthume Kran, Siegmuud Freiherr Conrad v. Eybesfcld m. i». .Kundmachung. Mit Bezug auf die in Vollziehung des Allerhöchsten Patentes vom 21. Mai 1870 gleichzeitig erfolgende Ausschreibung neuer Landtagswahlen für daS Hcrzoglhum Krain wird nachfolgend die Wählerliste des großen Oi nnd besitzeS nach § ^! der Landtagswahlordnung mit dem Beisätze kundgemacht, daß Reclamationen bezüglich treser Wühlerliste binnen 14 Tagen bei mir einzubringen sind. Laibach, am 30. Mai 1870. Der l. t. Landespräsidcnt im Herzogthume Krain: Sigmund Freiherr Conrad von Eybcsfeld in. p. Wähler-Liste für den Wahltörper des großen Grundbesitzes im Herzog-thnme Kram. Ahacic, Dr. Karl — Gairau. Aftsaltern, Otto Fieihcrr n. — Kreuz, Oberstein, Mülilendolf. Apf altern, Rudolf Flciherr v. — Freithurn, Oslln- hof und Krupp. AttcmS, Anlouia Gräfin v., gcb. Frciin n. Erbera — Lustlhal. AttcmS, Friedrich Graf o. — Gut Rann. Aucrspcla, Anlo» Alexander Graf v. — Thurn- amhart, Slrassoldo.Gilt, Gnllfcld. NucrSperg, Alexander Graf u. — Gillichgratz. AuerSperg, Giafc» v., Aleraxdcr, Hclinaun und Alfoi'S — Alicnthal und Radclslcin. ^lucl spcra, Karl Wilhelm Fürst — Ainöd, Goltschcc. Pülland, Roßcgg, Vornschloß, Seisenberg und Weixcl- dura. Auerspcrg, Gustav Graf v. — Mokritz. Auersper«, Josef Maria Graf v. — AucrSpcrg mit iucoiporiilcn Gütern Soncag und Nadlischca. Barbo « Waj, c n ft ein. Josef Emanuel Graf v. — ll'oiscnliach „nd Watzciibcia,. Aauma arten, Iohaim, Erbcn — Wiloeneuc,. ^crq, Gustav Freihelr u, und Louise gcb. Flciin v. Mandel — Nasscl'fuß mit dem incoiporuten Gute Sciqoiitzhof, Thuiu unter Nassenfuß. ^lagay. Ludwi« Graf Uisim v. — Wcißenstcin. Dorsch. Vors chod, Friedrich Freiherr v. -- Gall« Hof, Pletlerjlich. "°hinz, Andreas, Pfarrer in Zirklach — Pfarrhof Hi'llach. . " Durch ciil (5xpcd!tio!!t» °" Lcstrigcn Nummer imjercr Zeitung llullgeliliebcu. C odclli, Fahn c nfcl d, Anton Fi-cihci r u. - Thui n an dcr Laibach, Wcßxitz, C o» o n i n i - C r o n b c rg, Carl Graf v. — Hopfenbach. Con den hove, Max Graf v. - D.-R.-O. Com- mendll Laibach. Dctella, Johann Erben — Warlcnbcig. Dollenz, Ludwig — Nxßdoif. Dollcnz, Anton Piäwald. Dompro listci Laib ach — Capilelgilten St. Gar- lhclmä und Scha>fenber^, dann mehrere incosporiitc Pfarren. Ehren reich, Moriz v. - Ponovitsch mit dem in- corporirtcn Gute Fischern, Fichten an, Adolf Ritter v. -- Strugg. Fichten au, Eugen Ritter v. — Preißcl. Fichten au, Tonssaint Ritter v. — Volautschc. Floriau, Karl — Florian'sche Spitals' und Pega» nischc Realgilt. Fried au, Franz Ritler v. — Oradatz, Sastava, Weinitz. Fuchs, Dr. Anton, Erben — Obergörtschach. Galle. Karl -^ Freudcnthal. Oariboldi, Anton Ritter u. — Pcpensfeld. G ar zaro l l i.Th n rn lack, Andreas Edler v. — Adlcrshosen. G c r m , Karl - Wcinhos. Gozzani, Ferdinand Marquis v. — Wolfsbilchel. Grcßel, Viaria — Treffen. Gut mannsthal - Bcnvenulti, Ritter o. — Sa- venstein, Wcixel- und Scharfenstein. Hart, Wenzel (frühere Besitzer Portmann und Weiß) — Obererlenstein. Hcß. Antonia — Möttlin«. Homatfch, Anton — Tschcrnemblhof. Höffern, Johanna v. — Egg ob Podpetsch. Hohcnwart.Gcrlachstein, Karl Graf v. — Raunach. Icrman, Pillor — Viaaun. Ion: bart, Julius — Klingcnfels und Swur. Iuvanz, Franz — Gnmdelhof. Koschir. Alois Pfarrer. — St. Ruprecht Pfarrgilt. Koslcr, Johann — Ortcncgg. Kosler, Peter, Dr. Joseph und Johann, und Maria Obrcsa — Leopoldsrnh, Glcinitz. Kuralt, Thcrcse - Thurn bei Scmitsch. Langer v. Podgoro, Franz — Poganitz. Breitenau. Langer von Podgoro, Ida gebornc von Fichtcnau — Lucgg. Lanthieri, Karl Graf v, ^ Wippach, Slapp. Lazzarini, Baronin (Erben) — Iablaniy. Lazzarini, Heinrich Freiherr v. —- Flödnig. Lichtend erg, Johann Nev. Graf v. (Erben) — Hallerstcin. Lichte nbcrg. Leopold Freiherr v. (Erben) — Habbach, Lichtcnbcrg, Scifricd Graf v., und Anna geb. Grä» fin von Auerspcrg — Lichtenberg, Praprctsche. Lippiza, - Hofgestüt. Löwcnfeld. Moriz -Ratschach, Scharfcnbcrg. Schar- fenstein. Mach, Johann — Großslattencl Machortschitsch. Franz. und Moser. Johann — AliramSpcrg'schc Gilt. Malli, Ignaz — Podwcin. Marghcri, Albin Graf v., und Josephine gcb. Gräfin Coreth — Wördl. Marghcri, Albin Graf v.. und Silvine Frciin von Apf altern gcb. Gräfin Marghcri — Altenbur^. Marchhard. Joseph, und Carl Hirsch in Wien - Zobclsbcrg. Mayer, Joseph — Leutcnburg. Player-L ewi, Hermann — Neustem. Mühleiscn. Johann Nep. — Gcrlachsttin. Nugent, Arthur Graf v. - Kostcl. Pclilan. Wilhelm — Rolhenbüchcl. Pirkovitsch, Fianz — UiUerfolowrat. Piruat, Ma^iinilian — Tufstcin. Porta, Josephine — Slcinbüchcl. Porcia, Alfons Scraphin Fürst v. - Prcm, Scno- sctsch. Prcstrancgg — k. f. Hofgestnt. Pr obstei RndolfSwcrlh — Rudolfswerth Kap,- telgilt. Rastern, Nilomcd Freiherr v. — Schercnbüchcl. Rech l'ach. Barbara Frciiu v., geb. Grafm Thurn- Valsassina - Kreulderg. Reya-Eastellcto, Felix v., und Frau Isabella v. - Moosthal. Ronner, Alois Freiherr v. — Arch, Unterradelftein Rou ist nahe. die Stunde der Befreiung wlrd schlagen." Worauf der Offizier zu antworten hat: „Es lebe d>e große allgemeine rcvublllanische Allianz!" Vom Concil verlautet, daß gegenwärtig noch 72 Redner zur Unfehlbarleilsfrage eingeschrieben sind. so daß. da in jeder Sitzung nur vier Redner zu Worte kommen, noi volle achtzehn Sitzungen nothwendig sind, ehe die Me erschöpft sein wird. Es haben bis jetzt ;wei ui'ddreißig Väter über das Schema „vs Romano?on-Mce" gesprochen, und dabei ist noch zu bemerken, daß es sich zunächst nur um das Schema als Ganges handelt, ohne daß sich die Discussion über Detailfragen erstreckt. Die Special-Oebatte kann eben erst nach Schluß der General.Discussion beginnen. Der Papst zeigte sich in den letzten Tagen unschlüssiger als früher, ob das Concil zu vertagen sei oder nicht. Es ist bekannt, daß er bisher keinen lieberen Wunsch hatte, als die Berathungen über die Infllllibi-lität vor dem Peter'Paulstage abgeschlossen zu sehen: allein dieser Wunsch ist nicht mehr ersüllbar. Die Dränger denken träumend und wachend fortwährend nur an den großen Augenblick der Proclamation der päpstlichen Unfehlbarkeit. So rief der Bischof Pie von Poitiers ein- über das anderemal in die Versammlung hinein, der Papst sei auf dieser Erde über alles, in ihm sei alles und für ihn; wie er allein das Menschengeschlecht zu erlösen habe. so müsse auch Jeder ste s bereit sein, Margarethe. Kraimsche Novelle von 3l 2ch. I. Schloß HleinlMsl. Unweit Planlna * erblickt man auf einem kleinen Hügel, dessen Fuß cin heimlich Lindenwäldchen schmückt, des Schlosses Kleinhäusl einsame Ruine, auö deren verwittertem Gestein cin grauer Thurm sein düst'res Haupt erhebt; weiches Moos grünt rings auf dem Gemäuer und durch die verfallenen Fensterhöhlen blickt freundlich deS Himmels wonniges Blau. — — Zieh' nicht theilnahmsloS vorüber, Wanderer, der du diefe Stätte siehst, denn der Mühe lohnt sich's wohl, den kleinen Hügel zu besteigen; mit wenigen Schritten hast du durcheilt das duftige Gehölze und entzückt schwelgst du, bei der Ruine angelangt, in dem herrlichen Anblicke, den die Natur hier deinem Auge beut. Im grünen Kessel der bergigen Landschaft liegt Planina, rings umschlossen von mächtigen Fclsenhöhen, weithin umsäumt von düsteren Wäldern. Nahe der Ruine stürzt aus einer dunklen Grotte die reißende Unz; dem Hügel sich nähernd, grüßt sie das alte Gemäuer mit traulichem Rauschen und verschwindet, nachdem sie den Markt mit ihren blitzenden Fluthen bespühlt, alsbald im Dunkel tines unheimlichen Waldes. — In früheren Zeiten stand auf dieser Stätte, wo du, Wanderer, jetzt nur öde Mauern siehst, ein freundliches Schioßlein^ Lange Jahre gehörte cS dem berühmten Ge- * Bis v°r einem Jahrhundert i« den meisten Urkunden „Alben" — von den Rümern „Albia" genannt. für ihn zu leben und zu sterben. — Die Fiebersllison hat sich nach und nach in Rom herangeschlichen, so daß Gesundheit und Leben vieler an dieses Klima nicht Gewöhnter der offensten Gefahr ausgefetzt sind. Wie aus Washington vom 25. d. M. telegraphisch berichtet wird, ist die Bill behufs zwan^s-weiser Durchführung des Verfasfungszusatzes betreffs politischer Gleichberechtigung aller Raccn vom Congresse cndssiltig angenommen worden. Hohe Geldbußen und Gefängnißstrafen stehen auf Verletzung der Bcstimmun> gen des AmcndementS und der Präsident kann über Heer und Flotte für Erzwingung dieser Bestimmungen verfügen. Das „Prager Abendblatt" über tic Pragcr Verhandlungen. Wie telegraphisch bereits mitgetheilt worden, brachte das „Präger Abendblatt" dieftr Ta^c einen Artikel, in welchem es den Grafen Potocki gegen den Vorwurf der czechischcn Blätter, daß er bei den Ausgleichsvcrhand« lungen in Prag „illoyal" vorgegangen wä>c, in Schutz nimmt. Die markanten Stellen des Artikels sind fol-gende: „Als der Miüister'Präsidenl an die Führer der nationalen Opposition in Böhmen und Mähren die Aufforderung ergehen ließ, sich behufs Auseinandersetzung über die nationalen Wünsche der böhmischen Oppusilion nach Wien zu begeben und die angcsehcnstcn Mäimer dieser Parlci diesem Nufe zur nicht acrina.en Beflicdi-qung aller wahren Vatcila,,^freunde Foü,c leisteten, da ließ Graf Polocki die Herren Vcrtrcuienemänncr aus Böhmen auch nicht einen Moment daiülnr im Untlaien, daß er bei aller Geneigtheit, die nationalen Wünsche 5er böhmischen Opposition zu bcfriedia.cn, hiefür mir Einen Weg kenne, u»d zwar den ueifassllu^Smäßigcn; der Eintritt in den N^chsiath muide als Vorbedingung für jede wcilere Concession an die autonomist,scheu Wunsche hlnacstl'llt. T>oh dirsci gewiß unzweideutigen Erllä>nnqcn des Herrn Mmister-Prasidentcn wurde von Seite der böhmischen Vertrauensmänner selbst der Wunsch aue>c>espro« chen, es mögen die Verhandlungen — welche sich hur allzusehr in die Länge zogen — in Prag eine Foüsez-;ung erhalten und >n keinem Falle als abgebrochen oe-trachtet werden. Seiner Zxsage gemäß beaab sich Graf Polocti nach Prag. Die Situation, die er hier fand. war inzwischen eine wesentlich veränderte geworden. Ob' gleich die böhmischen Vertrauensmänner schon bei den Wiener Pourparlers mit ihren Wünschen an den Neichs-lüth gewiesen worden waren und Grus Potocti ihnen gan; peremptorisch erklärt hatte, daß er bei allem Streben nach Verständigung in eine Aenderung der staatsrechtlichen Gestaltung der Monarchie nie und nimmer willigen wcroc, wurde bei den Conferenzcn in Prag die Beschickung des Reichsralhs nicht nur rundweg verweigert, sondern auch der Ausgleich mit Ungarn als offene, noch discutirbare Frage hingestellt. Dadurch hatte man von Seite der böhmischen Opposition dem Ge-sammtreiche die staatsrechtliche Frage gestellt und mußte nach diesen Prämissen der Schluß auf die eigentliche Bedeutung der Concession, in den Landtag einzutreten, mit Leichtigkeit gezogen werden. Es galt eben nichts Geringcrem, als durch die voraussichtliche Verweigerung der Reichsraths-Beschickung nicht blos diese Körperschaft zu fprengen, sondern auch gleichzeitig an der kaum beendeten Gestaltung des GesammtreicheS auf neuer Basis schlechte der Rauber. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts aber blieb es unbewohnt. — Im Jahre 1518 saß der damalige Besitzer Klein» häusls, Erasmus Rauber, versunken in tiefe Gedanken, im Saale seiner Ahnen. Die scheidende Sonne verschwand eben hinter den felsigen Höhen des dunklen Thales, immer länger wurden die düsteren Schatten der Wälder und das Glöcklein von St. Maria hallte weh« mülhig durch die Lüfte, den müden Bewohnern Albcnö die achte Abendstunde verkündend. Bald flimmerten ourch'S nächtliche Dunkel die Lichtlein des Marktes, am Himmel zog der bleiche Schäfer auf mit feiner leuchtenden Heerde; tiefe Stille herrschte rings in der schlummernden Natur, nur hin und wieder drang der warnende Ruf deS Nachtwächters an's Ohr des sinnenden Ritters. Stunde auf Stunde verrann und noch immer starrte Erasmus Rauber, auf's Fenster deö Erlers gelehnt, hinaus in's düstere Thal. Doch nicht auf den nahen Markt hielt er sein Auge geheftet, — weiter, weiter schweifte sciu sehnender Blick! Dort, wo die felsigen Zacken der wilden Höhen in's tiefe Blau deS stcrn-besäeten Himmels ragten, dort, wo der Abendwind mächtig die finstern Wälder durchbrauste, dort weilten seine Gedanken und sein Herz erbebte in glühender Sehnsucht. --------- Da erscholl der eilige Huftritt eincS Rosses — ängstlich horchte der Ritter. «Das ist er! ob er wohl frohe Kunde bringt?" murmelte er. Der Reiter näherte sich dem Schlößlein. Am Thore hielt er an, die schweren Flügel öffneten sich und nach wenigen Augenblicken stand der Lcibdiener des Gutsherrn vor den Augen seines Gebieters. zu rütteln. Einer solchen Situation gegenüber hatte Minister-Präsident Graf Potocki leine andere Wahl, als zu den bekannten Maßnahmen der Auflösung der Landtage, mit Ausnahme des böhmischen, zu greifen." Die Ermordung des PrinM Ludwig Arenbcrg. St. Petersburg, l2. (24.) Mai. Der Anklage-Act gegen die Mörder Arenbcrg's, den Bauer Gjury Schischloff, aus dem Bezirke Moskau, 27 Jahre all, und deu Kaufmannösohn Peter Grabennikoff, Bezirk Tula, A2 Jahre alt, ist den Hauptmomcnten nach der „N. Fr. Pr." folgenden Inhalts: Am 25. April I«70, Morgens, wurde dem Unter suchungsrichtcr des elften Stadtlhcilcs von Petersburg die Nachricht gebracht, daß der österreichische Kriegsaa.cnt Fürst Ludwig Arcnberg in seiner Wohnung, Große Mil-lionstraßc, Haus Golizin. todt und mit Anzeichen von gewaltsamer Tödtung gefunden worden ist. Die gerichtliche Untersuchung, welche sofort vorgenommen wurde, erhob Folgendes: Das Quartier liegt im unteren Stockwerke, hat zwei Eingänge — Parade-Eingang von der Millionstraßc und Hinterthür vom Hof, welcher am Moitll'Canale gelegen — über der Wohnung des Fürsten, im zweiten und letzten Stockwerke, befindet sich cin verschlossenes, leeres Quartier; beide Quartiere, jenes deS Fürsten und das leere haben einen gemeinsamen Eingang. Die Wohnung des Fürsten betritt man unmittelbar aus dem Vorplätze; hinauf führt eine Treppe, welche in der Mitte eine Biegung nimmt, derart, daß weder die Thür der leeren Wohnung, noch der Treppen Vorplatz der Thür von unten zu sehen sind. Die Wohnung dcs Fürsten Arcnberg besteht aus vier Gemächern: Vorzimmer, Gast- oder Speisezimmer, Cabinet und Schlafzimmer. Ins letztere lrttt man gerade aus dem Vorzimmer. Die Leiche des Fürsten Arenbcrg ward im Bette gefunden. Sie lag in schräger Richtung über dasselbe. Kopf und oberer Brustlheil waren mit einem Kissen bedeckt. Bei Beseitigung desselben erwies sich, daß it>m Kopf nnd Gesicht mit einem alten Foulardtuchc verbunden waren; die Hände waren, in dcn Ellbogen ein» geknickt und auf dem Leibe zusammengelegt, mit Gar-dincnschnüren gebunden; der linke Fuß war ausgestreckt, der rechte im Kniegelenke ein wenig gebogen; beide Füße waren in der Schentela.ea,end mit Hemdärmeln in doppellen Knoten aclnlnden. Untcr dem Nückcn dcS Ermordeten ward eine Mütze auS dunkelblauem Tricot mit Lcdersckirm gefunden. Bettwäsche und Decke hingen auf die Diele hinunter; dichl neben dem Gelte lagen Plaid und Morgenan^ug deS Fürsten, ein Wolfsfell, zwei Strick-Enden und ein verbogener Leuchter. Unter dem Bette fand sich unter anderen Gegenständen ein Riemen. Auf einigen der oben genannten Gegenstände fanden sich kleine Blutflecken und andere, die nach Carofsin rochen. Der Nachttisch war zur Hälfte umgeworfen, das Schub fach herausgenommen und auf die entgegengesetzte Seite deS Tcklafgemackcs gebracht. Auf einem Fenster deß Schlafzimmers befanden sich eine Kosuschka (Brannt' Weinflasche) mit einigem Schnaps und cin kleines Slück finnischer Butter in Schreibpapier gewickelt. Vom Ron» lcau dieses Fensters waren die Schnüre abgerissen. Im Cabinet war keine besondere Unordnung wahrzunehmen; nur der eiserne Geldtasten, der sonst immer in einer verschlossenen Chiffonniere stand, befand sich auf der „Sprich, Georg! frug stürmisch Erasmus Räuber, sprich, hast Du sie gesehen? — Du bliebst gar lange aus?" „Verzeihet Herr, entgegnete der Jüngling, daß ich so lang' Euch meiner harren ließ, allein ich selbst mußt' eine volle Stund' auf Margarethen warten. Als ich zur Mühle kam, da war der Alte nur zu Hause. — Ihr kennt ihn wohl, den Müller Benedict? —" ^ „Nur weiter, weiter!" M „Das Mägdlein war in den Markt zu ihrer Muhm' gegangen; doch hoffte ich. daß sie wohl bald nach Sonnenuntergang nach Hause lehren werde. Ich band mein Roß an einen Eichenast und wartete. — Schon glühte hinter'm Wald das dunkle Abendrolh, schon ruhten längst der Mühle Räder, da kam sie end' lich dcn engen Waldweg hinangeschriltcn. Ich winkle ihr, sich heimlich mir zu nähern und gab ihr Euren Brief. Sie sträubte sich, ihn anzunehmen; da trat der Vater auf die Schwelle, zitternd verbarg sie das Schreiben im Busen und verschwand im Innern der Mühle. Ihr folgte der Altc. — Schnell war es Nacht geworden. Als ich im Wald. wie Ihr befohlen, auf Margarethens Antwort lauerte, da kam's mir vor, als hörte ich dcs Müllers schellende Stimme nnd cs verging geraume Zeit, bis sich die Thür der Mühle wieder öffnete. Margarethe trat zagend in's Freie. — „Hier ist. was Euer Herr verlangt." sprach sie schluchzend und übergab nur dieses Blatt; Ihr sehet, Herr, es ist noch feucht von ihren Thränen." D Hastig entriß der Ritter Margarethens Brief deli^ Händen seines Vettrauten; — er las. — Plötzlich bedeckte Todtcnblllsse sein düst'rcs Antlitz, das bedeutungsvolle Schreiben entfiel feinen Händen und vernichtet stürzte er aus dem Gemache. » 887 Diele in einiger Entfernung von dem Kasten. Dieser war nicht erbrochen, nur die kleine Mctallplatte am Schlüssel-loche war abgebrochen; hie und da auf dem Kasten waren Blutflecken zu sehen. Die gerichtliche Obduction des Vcichnams erwies, daß der Fürst Arcnberg eines gewaltsamen Todes gestorben und daß dcr Tod durch Erdrosselung erfolgte. Weitere gerichtliche Untersuchungen erwiesen, daß der Mord vom Dicbstahl gefolgt war. Aus dcm Quartier des Fürsten verschwanden viele Werthsachcn, Toilette-Gegenstände und einiges Geld. Der Verdacht dieses Verbrechens fiel auf den Bauer Gjnry Schischloff und den KaufmannSfohn Peter Gra-bcnniloff; auf ersteren, weil er den 21. April aus der GefängniMaft entlassen war nnd vor der Hast beim Fürstcn als Küchcnknccht gedient hatte; den 22. April lain er in die Wohnung des Fürsten, vorgebend, er habe noch einigen Lohn zu erhalten; er bekam nichts und sagte, cr wolle dcu Ta^, darauf wiederkommen, kam aber nicht A»f den Zweiten, weil cr, früher (den 8tc>i April) als Schischtoff aus der Haft entlassen, diesen im Gefängnisse öfter besuchte. Am selben Tage, d. h. den 25). April, wurde der Bauer Schischkoff von der geheimen Polizei in der Wohnung seines Onkels, des Bauers Wassily Fcdoroff. arrelirt. Man fand dci lhin 21 Rubel Silber in Papier^ scheinen, auf einem von dcn Scheinen fand sich ein Flecken wie von Blut. Sogleich verhört, gestand Schischtoff nichts ein und sagte aus, die Nacht auf dcn 25. April habe er beim Ontcl zugebracht und das Geld von demselben bekommen. Als aber sein Onkel und mehrere Zeugen seine Aussagen widerlegten, da gestand cr, daß cr dcn 24. April Abends seinen Bekannten Grabcnuikoss inö Quartier de« Fürsten einführte, am Dicbstahlc sich jedoch nicht selbst bclhciligtc, sondern draußen blieb, um Acht zu geben. Vom Morde wollte cr nichts wissen und erklärte, von Grabcnniloff nur die 21 Nndcl Silber, die ihm bei der Verhaftung abgenommen worden, bekommen zu haben. Endlich, den 27. April, sagte Gjury Schischloff au«, daß feine frühere Aussage nicht ganz wahr sci, und daß cr die Absicht habc, aus reinem Herzen Alles so zu berichten, wie es in Wahrheit geschehen. Diese letzte Aussage lautet: Er wurde mit Grabcnnitoff im Thurme bekannt, dort, in Folge seiner Erzählungen von dem Fürsten Arcnbcrg, kam jenem der Gedanke, dcn Fürsten zu bcstchlen; damit war auch cr. Schischkoff, einverstanden. Er wußte, daß der Parade-Eingang des Fürsten am Tage nie verschlossen würde. Dcii 2.iten April um tt Mir AlicndS ging cr mit Oralicuililoff von dcm Traitcnr „U/dMiIcl." (die Hnllc) zur Wohnung dcö Fürsten, und da cr die Thür unverschlossen fand, so trat cr ein und stieg die Treppe, die in den zweiten Stock führte, hinauf. Kaum war das geschehen, so trat der Fürst auS seiner Wohnung hcrans uud hinter ihm ward die Thür verschlossen, so, daß Grabennikoff nicht eintreten konnte. Obgleich Schiichloff wußte, daß der Schlüssel zur Hausthür gewöhnlich auf dcn Tisch im Voraus gelegt wurde, wagte cr dennoch nicht, die Thür zu öffnen und Grabcnnikoff hineinzulassen. Nachdem Alles in der Wohnung ocS Fürsten still geworden, trat Schischkoff in dieselbe ein. Er durchschritt alle Zimmer, nahm aber nur eine Goldmünze, auf deren ciner Seite ein Porträt und auf der anderen die Ziffer 20 war, auS dem unvcrfchlossencn Kasten des Nacht-Entsetzt blickte ihm Georg nach; da fill das Blatt, baa dort zcrknittcit am Bodcu l>,, in seine Augen. Er hob es auf, — die Worte lauteten: „Nie und nimmer kann ich Euer unziemliches Vc-hehren erfüllen, denn ich vermag es nicht, Euch zu lie-^li. Verschont mich fernerhin mit Euren schnöden Bit-^>i, dcnn sie verwunden mcin armcS Herz." Unnennbare Lust durchwogtc die Orusl dcs Iüug° Ungs — immer wieder und wieder durchstoß cr das kliere Blatt und bedeckte es mit tausend Küssen. — II. Die Mühle. Den Markt bei Seite lassend, durchströmt die Uuz ?'" lachmd Wttscnlhal. Jedoch nicht lang cificucn sich !^c bl,tzcndcu Wellen des goldenen Sonnenscheins, denn b"ld tchrt sie, als scheue sie deß hellen Tu^cs ^icht, ^l'ück in dcn finsteren Erdenschoß. Immcr wüster wird ^r die romantische Landschaft, drohender winlcn von dcn blwlUdcicn Höhcn die mächtigen Felsen nnd tiefe Ab-Münde gähn"cn dcm Wanderer entgegen. Hier entspringt w'cdcr die U"z dcm Erdreich, iu schaurigen Klüstcn !°sen ih,e schäumcndcu Wasser; da und dort stürzt sic ." tin dunkles Fclscnloch und nur ihr donnerndes Brau-'"' liiüdct dem Menschen ihr Dascin. < Mitten in einem dichten Walde strömt sie zum ^>en!nalc aus einer düsteren Fclscngrottc, und hier stand , °l Zeiten, gelehnt an eine zackige Felswand, abqcschic-°°" vou der übrigen Menschheit, eine einsame Mühle. ?"° jctzt des Forstlncchts Axt erschallt, hallte damals °°s Kluppe,» des Mühlrads. . Vcrirllc sich ein Sterblicher iu dicsc wilde Ein- ^wteit, dann t>örte cr ein wunderbares Lied ertönen ud mächtig ergriff cS seine Seele, Gebannt dlicb cr '"l)cn und verwundert blickte er zur Mühle. Manch- tlschcs, welcher beim Bette des Fürsten stand. Sodann' stieg er wieder in dcn zweiten Stock, wo er den Mo» gen abwartete, zu wclchcr Zcit die Hausthür geöffnet ward und cr unbemerkt auf die Straße schleichen tonnte. Er suchte sodann den Grabcnnitoff in der Trai-teuric auf; Jener sagte ihm, er habe die ganze Nacht auf dcr Millionstraßc gelauert. Sie tranken Thee und schieden dann, nachdem sie sich verabredet hatten, um <> Uhr Abends wieder zus.immcl!^ukommen. Zur bestimmten Zeit gingen sie in die M,ilinn!lraße. Auf dcm Wege versetzte, da sie kein anderes Geld hatten, Grabcnniloff die von Schischtoff gestohlene Goldmünze. Abermals trat Schischkoff allein in die Wohnung des Fürsten und versteckte sich wieder im zweiten Stock. Unterdessen fuhr dcr Fürst aus und die Hausthür ward hinter ihm verschlossen. Bald darauf entfernte sich durch dieselbe Thür dcr Kammerdiener und Hauslatai des Fürsten; die Thür verschloß hinter ihnen dcr Küchen« knccht. Gcgcn 11 Uhr ließ cr dcn Orabcnnikoss ein, und Beide fingen an die Schlüssel zu suchen, welche dcr Fürst zuweilen zu Hause ließ, um einen Schrank zu öffnen, in dcm dcr eiserne Ocldtastcn verschlossen war. Sie fanden jedoch die Schlüssel nicht und entschlossen sich daher, die Rückkehr des Fürsten abzuwarten. Unterdessen tranken sic dcn mitgebrachten Schnaps aus, steckten ciuigc auf dem Toilcltcn-T'schcheu ücgcndc Ooldsachcn ein und ucrsttcklcu sich hinter dcn Gardinen eines der Fenster im Schlafgcmachc des Fürsten. Dieser lehrte gcgcn 2 Uhr Nachts nach Hause zurück, öffnctc die Hausthür mit einem zusammeulcgbarcn Schlüssel, dcn cr immcr bei sich trug, und trat ins Schlafgcmach mit einer ^ampc in dcr Hand, welche für ihn immcr im Vorhaus auf das Treppengeländer bereitgestellt wurde. Er entkleidete sich und legte sich ine Bclt, wo cr noch die Zeitung las; dann löschte er die ^ampc aus und schlief bald ein. Alsdann schob Schischkoff leise dcn Kasten dcs Nachttisches hervor, nahm aus demselben die Schlüssel, sowic goldene und silberne Gcldmünzcn; inzwischen bemächtigte sich Grabcuniloff dcr Sachen, die in und anf dcm Toilcttctifche lagen. Als die Beiden sich ins Cabinet begeben wollten, erwachte dcr Fürst und schrie leise auf. Da sie schon vordem verabredet hattcu, falls dcr Fürst erwache, ihn, dcn Muud zu verbinden und ihn fclbst zu kncbcln. so stürzten sie zum Bette, wo Grabcnniloff sich auf dcn Fürsten warf uud Schischtoff iu der Dunkelheit und in dcr Eile dcm Grabcnnitoss statt dcm Fürsten dcn Mund zupreßte und den Irrlhum erst gewahr ward, als Ic-ncr il>m sagtc: „Warum würgst du mich?" Grabcnni-toff bcfalil ihm, dcn Fürstcu an dcr Kehle festzuhalten, scllist abcr riß cr dic Schnur vom Rouleau und band mit ihr dcu Fürsttl«. Zueist wollten sic dcn Fürstcn mit einem Stricke binden, dcn Lchischkoff in dcr Tasche bei sich trug, doch dcr Fürst zcrriß dcn Strick. Wie hierauf dcr Grabcnnikoff mit dcm Fürstcn verfuhr, weiß cr. Schischkoff, uicht. da cr unlcrdcß ins Cabinet gegangen war und dort anfing, dcn eisernen Kasten zu öff ncn. Aber auch mit Hilfe GrabennikoffS vermochte er cs nicht. Darauf sputeten sie sich, das Haus zu vcr-lasscu, denn draußen war cs unlerdcsscn ganz hcll geworden. Grabcnuiloff verlor im Ningcn mit dem Fürsten die Mütze; daher setzte cr im Weggehen dcn Hut dcs Fürsteu auf. Die Mütze, das Foulardtuch und dcn Riemen, die in dcr Wohnung des Fürstcn gefunden worden, erkannte Schischkoff als dem Grabcnnikoff an gehörig; auch die Flasche uud die Butter sind dieselben. mal erschien dann am Fenster cin dunkles Lockcnhaupl uud culznckt bctiachlclc dcr Wanderer das liebliche Antlitz. Mauch' Bursche war l,icr vorbeigezogen und hatlc gelauscht der wundersamen Mclodci, — wehe dcmjeni. qen, dcr in das dnnllc Auqcnpaar geschaut, dcun lödt-lichc ^icbcsqual erfaßte frin jugendlich Herz und auf immcr verschwand seiucr Seele Frieden. — Dcr Morgen brach an. Auf den Bäumen dco Waldes glitzerte in tausend Farben der perlende Mol' gmthau und die blaue Himmclsdlckc blickte freundlich durch's a,ü»c Blällrrdach, in welchem die Vöglcin ih> heileres ^icdchen trillerten. Dcn cngcn Waldvfad hinan zog langsam cin jugendlicher Reiter. Die Zügel dcs Pferdes hingen lose auf dessen Rucken; oft mnßt' dcr Iünalmg schon auf dirscm Steg geritten sci», dcnn nuch dcm Rößlcin schien der Wcg nicht unbckannt. Es schreckte ihn nicht dcs Wild-bachS Bianscn, nicht Fels noch Klnfl, und sicher trug cö scincn Reiter durch'a waldige Dickicht. Immcr licscr ging's in dcn Wuld. Da scholl ein wohlbekanntes Geräusch dmch dic seifige Waldung, aufmcrlsam spitzle das Rößlcin die ^hrcn uud schneller eilte cs dem nahcn Ziclc zn. Immer näher tönte daS klappernde Mühlenrad. Da bogen Roß und Reiter um'S letzte Fclseneck und vor ihnen lag die friedliche Mühle. Welch' herrliches Bild bot sich dcn Nngen dcs Jünglings! Aus einem dunklen Fclscuriß strömten die icißcudcn Fluthcn der Unz; stc trieben das Mühlenrad nnd lauscndfuch brach sich ^s qoldcnc Sonnenlicht in dcn stürzenden Wassern. Daneben winkte einladend das einsame Häuschen. (Schllls, folg!,) die von Beiden ins Quartier des Fürsten gebracht worden waren. Sodann berichtete Schischloff, wie die Theilung dcs Gestohlenen von statten ging. Den 26. April wurde auf dcr Snamcnskajll Straße Grabcnniloff arretirt. In verschiedenen Taschen seiner Kleider wurden viele Gold- und Silbcrsachcn dt« Fürsten Arenbcrg gefunden. Auch fand man bci ihm Geld in Paftierschcincn, auf dcnen hie und da Blutflecken wahrgenommen werden können. Auf feiner Hose war ein Carossinflcck, und der Hosenriemen war ganz neu. Im Gesichte und auf der Hand hatte cr kleine Kratz-wnnden, die zwei oder drei Tage vor der Besichtigung erzengt worden waren. Anch Peter Grabenniiosf wollte znerst nichts ssestchen. Er bchanfttctc, die Nacht auf den 25). in dcr Ma-schtschomstllja Straße bci einem Mädchen verbracht und die bci ihm gefundenen Sachen dcn 25. bci einem Unbekannten für 20 SilberRnbcl gekauft zn haben. Aber schon dcn 27. April sprach cr dcn Wunsch aus, noch cinmnl verhört zu werden, und diesmal gestand er Alles cin. Sein Gestäudniß unterschied sich in dcn Hauptzüssen nicht von dcm des Schischtoff, nur behauptete er, von Schischkoff zum Dicbstahlc überredet worden zu sein. Es gelang ihm mir einige Kleinigkeiten von dcm Gestohlenen zu verkaufen; Vieles warf cr weg, da « nicht die Möglichkeit sah, cs anderweitig loszuwerden. Dcn Hnt dcs Fürstcn zerschnitt cr in kleine Stücke und warf dieselben iu einen Canal. DaS Gcständniß dcr Beiden wurde durch die Unter-suchnng vollkommen bekräftigt. Die bci dcn Mördern ge-fnndencn Wcrthsachcn wurden für die des Fürstcn anerkannt. Die Mütze, welche man unter dcr Leiche des Fürstcn fand, wnroe von einem Bauer, Namens Fedoross als die seine erkannt; er hatte sie dcm Grabcnnikoff am 21. April geliehen. Gjury Schischkoff und Peter lhrabcnnikoss erhielten bereits anf Grund von Urtheilssprnchen des Friedens' richtcrs dcs vierten Richtcrkreiscs dcr Stadt Thnrmstrafen, Ersterer wegen Dicbstahls einer Decke, letzterer wegen Dicbstahlsocrsuchs. Auf Grund dicsrr Umstände erscheinen Tchischloff nnd Grabennikoff angeklagt, in das Haus des Prinzen Arcnberg in dcr Absicht, einen Diebstahl zu begehen, eingedrungen zu sein, sodann den Fürstcn ermordet und ihm gehörende Wcrthsachcn aus seiner Wohnung gestohlen zu haben. Dicsc Verbrechen sind in den tzß Il>27, 1634 und 145l» dcs Strafcodcr normirt. Dieser Antlage-Nct daiirt vom I. (13.) Mai dieses Jahres. Hagesneuigkeiten. Die bitter von Vlanik setzen da6 Präger Strafgericht abermals in Vewegunq. Seit dem .sserder'schcn Hochverrathsproccfse — meldet das officiöse „Präger Abendblatt" - waren in dcn Straßen Prags zu wiederholten malcn Placate revolutionären Inhaltes aufgefunden worden. In dcr ersten Zeit waren dieselben blos geschrieben, später zum Theile bereits gedruckt. Am 24. d. M. jedoch fand man bereits Placate, welche unverkennbar als Erzcucmiß einer geheimen Presse angesehen werden mußten. Es versteht sich von selbst, daß seitens der Sichcrhcitsbehörde die sorgfältigsten Nachforschungen eingeleitet wurden, um die Thcilnehmer an diesen verbrecherischen Umtrieben zu ermitteln. Zu diesem Ende wurden gewisse Persönlichkeiten, die früher mit Kerber und Cvnsvnen in intimem Berlchre standen und sich an politischen Manifestationen verschiedener Art belheiligt hatten, auf da« schärfste überwacht. Trotzdem sich gegen mehrere derselben VerdachlScMnde ergaben, daß sie einer geheimen Gesellschaft angehören, waren diese doch nicht ausreichend genug, um die strafgerichllichc Procedur gegen sie zu veranlassen. Alle Bemühungen der Sicherheitsbehörde, die Ausstreuer der Placate ans frischer That zu ertappen, waren Monate lang vergeblich. Ein glücklicher Zufall wollte es, daß am 24. zur Nachtzeit cin Sicherhcitsobcrwachmann den MNllers-sohn Franz Nowotny aus Prag am Bernstein in dem Augenblicke ertappte, als cr ein Placat in der Hand hielt. Da er dessen Herausgabe verweigerte, wurde er sofort in Haft genommen. Tic bei ihm vorgenommene Revision ergab fehr wesentliche Anhaltpunkte zu weiteren Nachforschungen. Noch am frühen Morgen dcs 2«. d. M. wurde über Auflraa von einem k. t. Polizeicommissä'r in dem Seminar-aäßchen der Allstadt bei dcm Pharmaceuten Friedrich Burg-hardt eine Hausdurchsuchung vorgenommen und daselbst in einer Schublade cine Handpresse mit ausgesetzten vettern, in 7 Ncihcn Petit, jede ein hochvcrräthcrisches Pronuncia-menlo enthaltend, weiter 0 bis 8 Packele mit an 2000 vettern verschiedener Schriften, ein Topf mit Drucker« schwärze, Gedichte und theils begonnene, theils ausgedruckte Placate compromitlircnben Inhaltes vorgefunden. Vurghardt wurde augenblicklich in Hast genommen. Terselbe ist etwa 22 Jahre alt, war noch im verflossenen Jahre einjähriger Freiwilliger und weilte in Prag, um hier seine Prüfung zu bestehen. — An demselben Tage wurden noch an mehreren anderen Orten in Prag durch das Eicherheits-Deparlcmcnt ocr l. l. Polizeidirection Hausdurchsuchunqen veranlaßt und mehrere Verhaftungen vorgenommen Es wurde sichergestellt, daß in Prag ein' Verein' unter dem Na. men ..Vlanit" bestehe, dessen Mitglieder die Placate ver, fertigten und verstreuten. Der Verein soll auch Verbindungen am 5?anoe gehabt und nichts weniger als eine offene lir- 888 Hebung beabsichtigt haben. Die Zahl der verhafteten Personen beträgt 8. Außer den Genannten befinden sich darunter der Lehramtscandidat Wylutil, Maschinist Kankowsky, Oberrealschüler I. Fiala, Wlczek und Rehak. Dieselben wurden bereits dem k. k. Landes- als Strafgerichte eingeliefert und ist die Untersuchung in vollstem Zuge. — (Pr o testantis ch - ok umenisches Concil.) In den Vereinigten Staaten soll demnächst, wie es scheint, ein „protestantisch-ökumenisches Concil" abgehalten werden und unter dem Vorsitze des Lord-Majors von London hat ein Meeting stattgefunden, „um cine Einladung von amerikanischen Protestanten zu einer Conferenz von Christen aller Nationen in New-Vort in Erwägung zu ziehen." Der Lord-Major erklärte, er habe das Meeting zusammen-berufen, weil er der Ansicht sei, daß eine solche Einladung nicht von einer einzelnen Körperschaft, fondern im Namen des englischen Voltes beantwortet werden solle. Den Schluß der Verhandlungen bildete Annahme einer vom Earl of Chichester eingebrachten Resolution, welche den Conferenz» Vorschlag billigte, ohne daß erwähnt worden wäre, wer denn eigentlich der Conferenz als Vertreter des „englischen Voltes" beiwohnen soll. — (Heerrauch.) Seit einigen Tagen hat sich, wie die „Schützen - Zeitung" schreibt, in und um Innsbruck wieder jener eigenthümliche Rauch eingestellt, welcher schon voriges Jahr die dortige Atmosphäre wie in einen Schleier einhüllte und über dessen Ursprung man sich vergeblich den Kopf zerbrach. Nun fckeint es aber außer Zweifel, daß es wirtlich der aus dem preußischen Norden kommende sogenannte Heerrauch ist, welcher durch das Verbrennen großer Moorslreclen entsteht und mit seinem Gestank ganz Deutschland überzieht, ja selbst bis in die Schweiz unt> nach Italien kommt. In Innsbruck weilende Norddeutsche erklärten mit vollster Bestimmtheit diesen Rauch als Heer- oder Moorrauch; auch ist der Moorbrandgeruch unverkennbar. Die „A. A. Ztg." vom 25. d. M. bestärkt diese Annahme durch die Nachricht, daß gegenwärtig der Heerrauch wieder einmal ganz Norddeulschlano verpeste. In Bremen wurde sogar beschlossen, einen Verein gegen das Moorbreunen ins Leben zu rufen. Und in Laibach? — (Erdbeben.) Im Piemontesischen, in der Lom-bardie, im Venezianischen und auch in Parma. Modena, Reggio wurden am 25. d. M. fast gleichzeitig Erderschütle-rungen verspürt. — (Elektrischer Humbug.) Wir lesen in der „Köln. Ztg." : „Auf der Insel Et. Pierre Miquelon befindet sich in nicht sehr großer Entfernung von einer Station des französischen transatlantischen Telegraphen die der englisch-amerikanischen ^inie. Die erstere ist mit sehr empfindlichen Instrumenten ausgestaltet und man fand diese häufig durch Erdströme afficirt, welche in störender Weise die dem Perkehre dienenden elektrischen Ströme kreuzten. Nachdem man Maßregeln ergriffen halte, um denselben zu entgehen, zeigte es sich, daß ein großer Theil von ihnen der englisch-amerikanischen Station sein Dasein verdankte. Trotzdem die Etationen einige hundert Metres von einander entfernt sind, vermochte man auf der des französischen Kabels die Telegramme der englisch-amerikanischen mit Bequemlichkeit zu lesen, da sie durch das Medium der Erde sich mittheilten. Das kleine Eiland wirkt hier gleich einer Leydener Flasche, die durch die englisch-amerikanische Linie geladen und durch die Apparate der französischen Station theilweise entladen wird. Indem der amerikanische Beamte den Schlüssel niederdrückt, elektrisirt er die ganze Insel und theilt so gegen seinen Wlllen der französischen Station seine Telegramme mit." — (Eisenbahnunfall.) Ein schreckliches Unglück hat sich am 27. d. Früh auf der Orleansbahn ereignet. Der Postzug, welcher von Limoges nach Poitiers ging, war unweit des Tunnels von Saint-Benoist in Folge eines Achsenbruches aus den Schienen gerathen, und vier Waggons rollten von dem Eisenbahndamm in eine Tiefe von etwa zwanzig Metres hinab in die am Fuße dieses Abhanges aufgeschüttete Erde. Der Zugführer tonnte glück- ^ licherweife anhalten und fo wenigstens verhindern, daß der ganze Zug diesen entsetzlichen Sturz theilte. Die vier (nach anderen Angaben fünf) Waggons waren theilweise mit Reisenden, theilweise mit Kohlen gefüllt. Auf telegraphischen Ruf eilten zunächst einige barmherzige Schwestern aus Saint-Venoist, dann höhere Beamte und Militärs aus Poitiers herbei. Man zog aus den Trümmern des Waggons zwei Leichen, die eines 52jährigen ehemaligen Mai-res und eines 22jährigen Soldaten vom 86. Linien-Re-gimente, welch Letzterer sich auf Urlaub nach seiner Heimat begeben hatte, ferner mehrere schweruerwundete Personen hervor; von den Letzteren nennt man einen jungen Mann aus Poitiers, einen Pfarrer, einen Bau-Unternehmer und zwei andere Personen. Mehrere andere Reisende kamen mit leichteren Quetschungen davon. Auch der Gepäckwagen war vollkommen zertrümmert, und allerhand Kleidungsstücke und sonstige Objecte lagen auf dem Felde umher. Den letzten Meldungen zufolge ist auch der Pfarrer Vrouillard seinen Wunden erlegen. Locales. — (Anerkennung.) Dem Oberarzte, Dr. und Operateur Ludwig Ebner, vom Reservecommando des Inf.-Reg. Freiherr v. Kühn Nr. 17 wurde aus Anlaß der jüngsten militärischen Operationen in Süddalmatien in Anerkennung der besonders belobten und aufopfernden Bc-rufsdienstleistung die Allerhöchstbelobende Anerkennung ausgesprochen. — (Für die freiwillige Feuerwehr) spendete Herr M. Fleischmann, Bahnhofrestaurateur, 5 fl., ferner Herr I. Maußer 15 fl. — (Studienreise.) Zweiunddreißig Zöglinge der Ingenieur-Abtheilung des Wiener Polytechnikums bereisen gegenwärtig zum Zwecke wissenschaftlicher Studien unter Leitung der beiden Professoren Hochstetter und Winkler die südlichen Provinzen Eisleithaniens. Die größere Hälfte derselben trifft heute Mittags mit dem Postzug aus Trieft hier ein und wird morgen ihre Weiterreise nach Obertrain und Kcirnten fortsehen, wozu sich die übrigen Eollegen, welche sich mit Professor Hochstetter nach Idria begaben, in Krainburg anschließen werden. Die Vauunternehmung der Laibach-Tarvis-Bahn wird dem Vernehmen nach die Reisenden von ihrem Eintreffen in Laibach bis zu der Ankunft in Tarvis als ihre Gäste betrachten, und hat bereits in wahrhaft gastfreier Weise sür die Unterbringung und Weiterbeförderung derselben auf Wägen (da die Eisenbahn noch nicht fahrbar ist) Sorge getragen. — (Das Neue Blatt Nr. 24) ist soeben eingettof' fen und enthält: „Pygmäen." Ein Roman nach der Natnr. Von L. K, v. Kohlcnegg (Poln Henrion). — „Trost " Mit Illustration von A. Kindler. ^ „Die Leiden und Freuden unserer lieben Frauen in der Cultnrgeschichte." — „Beim Khedive," Angenehme Erimiciimgm von Alfred Weigel. - „Im Walde." Von H. O. Mit Illustration n°>i A. Keßler. — „Viola." Novelle von S. Iuughaus. — Malarts sogenannte „Sieben Todsünden." Von Nikolaus von Kerbel. Mit Portrait. „Lin Tchaifrichler-BestallungSbrilf von 1673" Mittheilt von E. Epielmann. — „Allerlei" : Noch ein deutsches Rcimlexikon. — „Coirespondcn;." Ncuelle Post. — Die „W. Ztg." bringt mehrfache Allerhöchste Auszeichnungen aus Anlaß der nachträglich zur Aller« höchsten Kenntniß gebrachten Leistungen bei den jüngsten militärischen Operationen in Süddalmatien. — ^'e. Majestät der Kaiser haben zur Gründung eines Marme-caswo'S in Pola einen Beitrag von 8000 fl. aus Allerhöchsten Privatmitteln allerguädigst zu spenden geruht. — Einc Fcuersbrunst in Lembcra. hat am Ah. Mai daS Bernhardiner-Kloster und 40 Wohnhäuser nclist ^ Nebengebäuden in Äsche gelegt. Man schätzt den Schaden des Kloster« und der Kirche auf 110.000 fl., der Privaten auf 28.000 fl. Der Ministerpräsident Graf Potockl hat den Polen bei der am Montag stattgefundenen letzte» Eonfcrcuz Ememniiia, cmes Ministers für G>üizicil, der allcl, Siz-zungen des Mmisl^rralhcg bei Verhandlung yalizischer ')1na.elea,el!hcitt!i mit berathender Stimme beiwohnen und alle dicölie^lichen Beschlüsse contrasiginren soll; vollständige Autonomie in Schulaugclrgeulieiten inclusive der Gesetzgebung; eine gewisse Summe aus den Staatseinnahmen für gewisse uuabweil'bare Landesbc-dürfmsse zu Schul- uud Verwallunggzweckcn; dedin-gungöwcise Sanclioimuna, der bisher nicht sauctionirten Lanotagsocschlüsse; endlich in Bezug auf Puult 3 der galizischei» Resolution (betreffend größlenlhcils Compctci'z des Landtages) im Großen und Ganzen dieselben Con-ccssioncu, welche ihnen das Nechbauer'schc Programm gewährt — in Aussicht gestellt, dagegen die Einsetzung einer verantwortliche!, Landesregierung und die Fest« sctzuug einer finanziellen VcilragSquote zu Ncichszwecken abgelehnt. Die „Presst" vernimmt, dasj Graf Lud' wig Wodzicki als eventueller Minister für Galizicn, Herr von Grocholsti als Statthalter von Galizieu designirt sei. — Palculy wurde gestern in Brunn erwartet, »vo er mit Prazak conferircu soll. n°m 31. Mai. liperc. MetalliqucS 60 10. — 5perc. MetalliqucS mit Mn<» und November-Zinsen 0^.10 5perc. Nationa!-?ln»beu 09 45. 1800,-s Bsaaw-i,'us.> 96,90. VaiilaMeu 71X. - Ercdii- Al'!i,'!i 254.80. — London 122.55. — Silber 120.25, — Napo-lcond'ors 9 75'/,. Handel und Wolkswirthschastliches. NlldolfSwertl,, 30. Mai. Die Durchschnitts - Preis? stellten sich ans dem heutigen Marltc, wie folgt: fl. ll. st. lr. Wchen per Metzcu 5 40 Gutter pr. Psnnd . — 50 Korn ,. 4'10 Eier pr. Stück . . - ll Gerste „ 3 «0 Milch pr Mas; . — , 1« Hafer „ 2 10 Rindfleisch pr. Pfd, - 24 Halbfrucht „ 4 50 Kalbfleisch „ —24 Heiden „ 3 20 Schweinefleisch „ — -- Hirse „ 3 ! 84 Schöpsenfleisch „ — — Knlunch „ 3 ^ 90 Hilhndel pr. Stillt — ^ 26 Erdäpfel „ 2 — Tauben „ — j 20 linsen „ 4 l «0 Hen pr, Centner . 2 ^ 30 Erbsen „ 4,80 Stroh „ . 1 ! 20 Fisolen „ 3! 84 Holz, hartes, pr. Klft, 6 50 Nindsschmalz Pr. Pfd. — 45 — weiche«. „ — ^ - Schwencschmalz „ 45 Wein, rother, pr. Eimer 8! — Kvect. frisch, — i ^ — weißer „ 7 .« Speck, geräuchert, Pfd. -- < 40 Angekommene Fremde. Äm 30. Mai. Hradt Wie». Die Herren: Orebner, Kaufni., von Wien. -^ Hcimann, Repräsentant des Auler. Edler v. Caunat, Guts' bescher, aus tarnten. - ssrau Wcinlä'ndcr, Private, von Kla< genfnrt. Olefant. Die Herren: Steinböck, technischer Versicherungs-In-sprctor, von Wien. Patrihi, Privatier, von Trieft. --Ülcrini, Handelsmann, von Mailand. Schwarzer, Handelsreisender, vun Wien, ^ Graf Lichtenberg, von Prapretschhof. ^-Wandter, kanfm., vun Olmlltz, Mohren. Herr Fichtel, Hcmdclsm, vou (^raz. Sternwarte. Die Herren; Fllrnlrati, von Graz. Praznil, von Nasica. - Zwctar, von St. Ruprecht. .M6l.6Uluwnlsslie HttlMM'ilMll ill ^llitlllch. , tt U, Mq. 326.^ ->- !),,! windstill halbhcilcr 3l.,2 „ N. 325.!« -j-2l.4 SW. mäßig halbhcitlr 0.«, ,10„ Ab. 325n5 ->-15.<, SO schwach ^rüßlh bcw, Tagüber wechselnde Vewültnua., ^lnch!nillagableu starlcu ViirdcrschlässlN in der Villichgratzer Gecimd, Das Taaes« mittcl der Wärme -j-15'3". um 18" ilber dem Normale. Viraulworllichcr ^tldlicteii! : ^gna; n. K l e < » >>, u u r. ^—I-----^------7^77-----^n«s,chle„ seiue Nächstliegende Vlir cnllrrlchl. "^m q ^ n d3i e.Di s7r Stand der Wechselkurse verhindert d.e Auofilhruug von Kanfsa.tträgen dos Alande« wahrend andererseits sich der heimische Marlt theils dnlck die vorln'rrschendc Gcsckäflslosm cit tbeils durä' Nachrichttn ilbcr eine den gehegten Erwartungen nicht entsprechende Dividende der Analo-Actmi afsicirt zeigte. Anglo Acüen verzeichneten uutel f ilen Schwan m^^ Dadurch wurdet andere^ Wcrtl,e,n MiNeidenschaft gezogen. Fest hielten siH Eredi.actim, welche von 250.00 bi.255>.,0 nnr etwas Über cmcn Guloen verloren «arl^udwigBahn 238.50-2^7. Lombarden 19;.10-U>5. Staalsbahn 402 not.rtcn sogar hoher als Samstag. AulagVpap.cre bchllnplcten sich, die U:ferc Notlrung del Sllderrente ertlärt sich aus dem^ckga.ig^s S^btta^Ma^^^^ ........________ >T, 'itUge»»e»ne HtaatH«)chulv. KUr 100 ft. lseld Waarp Einheitliche Staatsschuld zu 5 pEt.: in Noten verzinst. Mai-^iovcmber 60 20 00.25 „ „ „ Fcbruur-Äugnst «'^20 00.25^ „ Silber „ Jänner-Juli . 09.50 09,00 j .. „ „ Aprll-Oclober. 0i'.40 09 50 Steuerauleheu rUckzaylvar (^) . 98.75 99.— (') . 97.50 98.- Lose v I. 1839..... 23.>— 230 — „ „ 1854 (4'/«) zu 250 f!. 90.50 91.- ., .. 1800 zu 500 fl, . . 90.40 90.00. „ 1800 zu 100 sl. . . 100. - 100.50 .. „ 1804 zu 100 sl. . 117 75 118.- Etllats-Dolnanen-Pfandbriefe zu 120 ft. 0 W. in Suber . . 129- 130.— ». i^r,»l»Ventlastunst«-vbligationcn. Für 100 fl. Orlt Waare Bühmcn .... zu5p d. Actien von Vantinstituten. l Geld Waare Anglo.österr. Van! abgest. . . 316 - 3l7.— Auglo-ungar. Baut .... 94.— 90.— Bankverein.......231.50 232.50 Boden-Kreditanstalt . . . . 3«0 — 385.— > Crcdltanslalt s, Handel u. Gew. . 25.>50 255.70 Ercdilaustall, allgem. ungar. . . 84 — 84 50 , EScomvle-Geseltschaft, n, ü. . . 868. 870.- > Frauco-dsterr. Banl . . . .118.50 119.— ! Oemralbanl.......80,— 80.50 Natioiialbaul......718 — 719 — Äiieoenäüdische Banl ....------- -. - ! Verrinsvant.......108.75 109.25 Vertehrsbanl.......112.— 113.— Wiener BanI......74.50 75.— ! ZD. Actien vou TrauSportunterneh, ! munsten. Geld Waare Nlfold-Finmancr Bahn . . . 172.50 173. ~ Bdhm, Westbahn.....238.-240.- liarI-i!udwig-Bahn.....237.— 237.25 Donau-Dampfschifff. Gesellsch. . 588,— 590-. Üliwbeth-Wcstbahn.....207.25 207 75 FerdinllndS-Noldbllhn . . . .2247—2252.— ftiiilftlrcheli-Narcscr-Bllhn . . 171.50 172.50 l Lranz'I°sepl,«-«aI)i! .... 188.25 18875 <««I5 Wan, ? j Lember«-C,ern.rIllfsyer-Bahn . 205 — 205.50 Lloyd, iifterr........369.— 3?1 — Omnibus........127. - 130 - Rudolfs-Bahn......106,25 100.75 Siebcnbürger Nahn . , . .169 50 170,^ Slaatöbahll.......402.— 403.— Sltdbahu . ......194.70 195.— Sild-nordd, Verbind. Bahn . . 174 50 175.-- Theiß Bahn.......233- 234.- Tramway........213,— 213.50 " «. Pfandbriefe (für 100 fl) Mg. üst «oden-. Prioritätsobliqationen. !» 100 si. ü. W. Geld Waare Elis.-Wrstb. in S. verz. (I. Emifs.) l>3 75 94 25 ^ Ferdinands-Nocdb, in Silb, uerz. 107.50 108,-! Fianz-Ioscphö'Bahn .... ^5,90 9620i O.«llrl-l!ndw,B.i,G.v«rz.I.Vm. 103.— 104—, Ocsterr. Nordwestbahn .... 9690 97.1^ Gelb Waait ! Sirbenb. Nahn in Silber vcrz. . 92.30 92 50 Staatsb. G. 3"/« «i 5,00 Fr. „I. Cm. 144.75 115 25 Slldb.G.3^»500Frc. „ . .117.-117.50 Gildb.'Bons 0 "/„ (1870—74) ^ i. 500 Frc«......248.50 2>i9.W llng. Ostbahn......—.— —.^> «. Privatlose (per Stuck.) >M Eredilanstalt f.Handeln.Gew. Geld Wa«r^ zu 100 fl. ö W......1U1 5s) 102.- Nudlllf-Stistnng zu 10 fl. . . 1450 15«'" Wechsel (3 Mon,) Geld Waa" Augsburg fi!r 100 fl sildd. W. K»1.8<» 102.' Franlflirt a,M. 100 fl. detlo 101 9') 103 1<> Hamburg, für 100 Mari Banco 91.30 91 A l!ondon, für 10 Pfund Sterling 122 35 122-A Paris, für 100 Frauc« . . . ^840 4«« (^»oura der lHeldsvvten ^D Geld Wan" K. MUnz-Ducatcl, . 5 fl. 78 tr. 5 fl. «<> " Napoleousd'or . . 9 .. 73 „ N -' ^, ^ Vercinsthaler . . . 1 „ 80^ .. I >, "U W Silber , . 121 „ — ,. 121 .. 50 <« Kraiuische Grundcntlastungs - Obligationen, P"-vlltnoliruug: 80.- Gcld. 94 Waare- «