Pr-numeratt-uS- Preise KLrLaibach: Gan-jShrig . . ri fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 10 „ Monatlich... — » 70 „ Mit der Post: Ganzjährig . . ... 12 fl. halbjährig........ 6 „ vierteljährig..... 3 * Eaibacher Für Zustellung in« Hau» viertelt. 26 kr., mono«. 9 kr. «inzelne Stummem 6 kr. Tj lagblntt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manulkripte nicht zurückgesendet. Netzactt««: Bahnhofgaffe Nr. 15. Er»rditi«n»-ck Jnserat««-Bureau: Longreßplay Nr. 2 «Buchhandlung von Jg. v. Klein, mayr & Fed. Samberg.) JusertionSpreife: gflt die einspaltige Petit,eile & 4 Ir, bei »iederbolter Einschaltung ä 3 kr. Anzeigen bi», 5 Zeilen 20 h Lei größeren Inseraten tzt, öfterer Einschaltung entsi chenber ÄaSett. Kür complicierten Satz besi bete Vergütung. Nr. 78. Freitag, 6. April 1877. — Morgen: Hermann. 10. Jahrgang. Der Landtag in Krain wurde gestern vom LandeShauptmanne Dr. R. von Kaltenegger in GegenwaU von 30 Landtags-Mitgliedern und de» LandeSpräsidenten R. v. Wid-m on n, als Vertreter der Regierung, eröffnet. Der Landeshauptmann begrüßte die Versammlung, konstatierte die Beschlußfähigkeit de» Hausis und richtete an die Mitglieder desselben den Mahnruf, in Rücksicht der zur Erledigung der dringenden Landtagöberathungen kurz bemessenen Frist mit allem Eifer und patriotischer Hingebung an die Arbeit gehen zu «ollen. Der Landeshauptmann betonte, daß in erster Linie jene Vorlagen in Behandlung gezogen werden muffen, welche den Haushalt de- Landes für das Jahr 1878 regeln und frststellen; andere Gesetzesvorlagen dürsten heuer nur wenige auf den Tisch des Hauses gelegt werden, und vlS brennende Frage werde heuer nur die Irren-hau»frage vor das Haus treten. Der Landeshauptmann begrüßte den RrgierungSvertreter mit dem Ersuchen, den Ber-Handlungen des Landtage« die erforderliche wesentliche Unterstützung der Regierung zutheil werden zu laffrn. „. Der Landespräsident R. v.Widmann sagte die Mitwirkung und Unterstützung der Regierung, wenn.eine solche in Anspruch genommen wird, freundlichst zu. Nach vorgenommenen Wahlen der Ordner des Hauses und der Beristcatoren der Landtags-Sitzungs-protokolle machte der Vorsitzende Landeshaupt- mann dem Hause Mittheilungen über die landes» kenliche Einberufung des Krainer Landtages, über die MandatSniederlegung des Abg. Dr. Razlag, über die bisher in Druck gelegten Landtagsvorlagen (21 an der Zahl), über die dem Landesmuseum im Jahre 1876 zugekommenen Spenden, über die Pfahl» bautenfunde am Laibacher Moore und über eine Serie von Petitionen, betreffend die Bewilligung und Erfolgtaffunq von Geldunterstützungen und Gnadengaben an Landesbedienstete, deren Familienglieder und an Studierende an den Hochschulen in Graz und Wien. Der vorfitzende Landeshauptmann beantragte sofort die Vornahme der verschiedenen Ausschußwahlen. Das Haus nahm den Antrag des Abg. Dr. v. S ch r e y: in den volkswirthfchaft-lichen Ausschuß seien anstatt 7 — 9, und in den RechenschaflSberichtS-AuSschuß anstatt 5 — 7 Mitglieder zu wählen, an, und vollzog sofort die bereits gestern mitgetheilten Wahlen in den Finanz-, volle» wirthschaftlichen, Petition«- und RechenschaftSberichtS-Ausfchuß des hohen Hauses. Der Landtag beschäftigte sich über Antrag des Vorsitzenden sofort mit der Zuweisung der auf den Tisch de« Hauses gelegten Landes»Ausschuß« Vorlagen. Dem volkSwirthschaftlichen Ausschüsse wurden zur Berathung und Antragstellung zugewiefen: 1.) der Bericht betreffend die Bernau« thung der Rekastraße; 2.) der Bericht betreffend die Bewilligung von Umlagen auf die direkten Steuern zur Bestreitung der BarauSlagen für die Herstellung und Erhaltung der Straßen in den Bezirken Gott« fchee, Ralschach, Radmannsdorf und Jdria; 3.) der Bericht betreffend die Ausscheidung der OrtSgemeinde Zirkniz aus dem Gerichtsbezirke Loitsch und Zuweisung in jenen von LaaS. Dem Finanzausschüsse wurden zugr-wiesen : 1.) der Bericht betreffend den Gesetzentwurf wegen Aufhebung des § 82, Z. 2, des Landesgesetze» vom29. April 1873, Rr. 22 des L. G. Bl.; 2.) der Bericht mit den Voranschlägen für den Kranken-, Gebär-, Findel- und JrrenhauSfond pro 1878; 3.) der Bericht mit dem Voranschlag des krainischen GrundentlastungSsondeS pro 1878; 4.) der Bericht mit dem Rechnungsabschluffe des krainischen Grund-entlastungSfondeS pro 1876; 5.) der Bericht betreffend die Ertheilung von Gnadengaben au« dem LehrerpensionSfvnde; 6.) der Bericht mit dem Voranschläge dkS Landrskulturfondes pro 1878; 7.) der Bericht mit dem Voranschlage des Zwangsarbeit»» hausfondes pro 1878; 8.) der Bericht mit dem Voranschlage für die Obst- und Wrinbauschule in Slap pro 1878 und dem betreffenden Rechnung» * abschlusse pro 1876; 9.) der Bericht betreffend den Ankauf dt# Glashauses im hiesigen Zivilspitals-garten; 10.) der Bericht betreffend den Ankauf de» Dedek'schen Hause» in der unteren Polana zum Zwecke der Errichtung einer Krankenhaussillale; 11.) der Bericht mit dem Voranschlage de» Theater-FondeS pro 1878; 12.) der Bericht mit den Vor-anschlägen der krainischen StiftungSfonde pro 1878; 13.) der Bericht mit dem Voranschlage de» kraini» schm NormalschulfondeS pro 1878; 14.) der Be- Feuilleton. Gestorben — und vergessen. Novelle von F. B r u n o l b. 3u 8«Jbach war», in Krain. Einsam, auf f*™tr stand rin Soldat vom Regiment L, . k,$?an8enburg. Derselbe war hoch und schlank gewachsen, fein Gang war leicht, wenn fAmnr» « Zwei runde, rasch beweg. !l)Htiae?h^! iti?nU9M rul)ten unter einer hervor-mtAnSt war ^ "5? glänzend schwarzem Haar umschattet war. Der Soldat schritt auf und ab, wie cs einem Wachtposten zukommt, die Blicke bald hier« bald dorthin bis dieselben wie fragend sinnend an der °°m./bendsonnengolt>e umleuchteten Kuppe der majestätischen Alpen hasten blieben. Und während er so stand, stiegen Gedanken in ihm auf, geheimnisvoll dunkel wie das Landfchastsgemälde! das sich feinen Blicken darthat. Er f^te das Gewehr nieder, er lehnte sich auf dasselbe — und gab endlich dem inneren Gefühl Worte. Er sprach; ,ES muß sich ändern! — Augenblicke werden kommen, wo das Lichte aus mir herauSbricht, wo die finsteren Schatten um mich her schwinden werden." Beneidet nicht den Mann, beklaget ihn, Den in der Wiege schon geweiht die Musen, Dem in der Brust die Himmelsflammen glühn, Lr muß, ein armer Fremdling hier, am Busen Den Nimmersatten (Seiet Sehnsucht nähren, Und wie ein Fluch muß Segen an ihm zehren. Aber still! still! rief er abbrechend aus; schul-terte das Gewehr und schritt düster brütend wieder auf und ab. Voll Bitterkeit sprach er: Was wollt ihr Musen? Was willst du Götterhauch Poesie in der Brust des niederen Soldaten; der nichts hat, nichts ist, nichts werden kann, als wa» er ist — ein verachteter, gemeiner Militärzögling? Mein Herz möchte brechen, wenn fte kommen, die Hoch-gestellten, die kleinlichen Seelen, um mich, unter vier Augen, wegen meine» dichterischen Talentes, wegen meiner Kenntnisse zu loben, und die dann, an die Oeffentlichkeit tretend, mich nicht zu kennen vergeben. — Sie haben nicht» für mich — nur Worte! Worte! Ihr nennt mich kalt. Ich bin es, ja! und kalt, Wie Gletschereis, an dem umsonst der Strahl Der Sonne übt die schmelzende Gewalt, Die Laub und Blüten sich erschafft im Thal. Und ungesellig — Ja, ich bin es! gleich Dem Aar, der, horstend in dem Steingeklüst, Nicht wohnen mag im niedrigen Gesträuch Und finster, einsam nur die Saft durchschifft. Und bin ich so, so bin ich es mit Recht, Denn ihr seid wie die Wüste, aber kühl, Mißkennend, was in mir ist wahr und echt, Habt ihr gehört, gemißbraucht mein Gefühl. Ihr habt die Blüten meiner Brust zerstört Und Dornen mit ins öde Herz gesäet. Zu arger Wallung mit das Blut empört. Und Wolken mir ins Angesicht geweht. Drum laßt mich kalt und ungesellig fein, . WaS fromm», mit euch zu leben im Verkehr? Ich habe nichts mit eurer Art gemein, Ich bin für euch, ihr seid für mich zu leer. Die letzteren Worte sprach er in schneidender Bitterkeit. Dann ging er stumm brütend hin und her, bis die Stunde schlug — und die Ablösung imhete. Und er, der vor kurzem noch Poesie im Munde und im Herzen trug, er schritt dahin kalt, gefühllos; betrachtet von den spöttischen Blicken seiner Kameraden. Hin und wieder wurde ein roher Witz laut, der den scheinbar Gefühllosen reizen und auf-rütteln sollte. Er aber, dem die« alles galt, er schwieg, er hatte heute keine beißenden SarkaSrnen zur Erwiderung; er brütete dumpf, stumpf vor ft* hin. richt mit dem Veranschlage de» JrrenhauSbaufonde-pro 1878 und mit dem Rechnungsabschlüsse pro 1876; 15.) der Bericht mit dem Voranschlage de-LandeSfondes pro 1878; 16.) die Anträge über die vorliegeudm Petitionen. Dem RechenschaftSb ericht-. Au-schusse wurde der Bericht de» Lande-au-schusse- über die Ernennung des Dr. I. Mrhal zum Mitgliede de« LandeSschulrathe» zur Berathung und Bericht-erstattung zugewiesen. Der Landeshauptmann wurde vom Hause ermächtigt» nach erfolgter Jndrucklegung nachstehende Berichte des LandeSauSschuffe» dem Finanzausschüsse zur Berathung zuzutheilen: 1.) betreffend die Rechnungsabschlüsse der krainischen Stiftung--fände pro 1876; 2.) betreffend die Gebarung und den Bermögen-stand de» Landesfondes und seiner Subfonde; 3.) betreffend dir Aufbesserung der Be-züge des Musealdieners Schulz. Der jkrainer Landtag schritt sofort zur Konstituierung der ausgestellten Ausschüsse und findet hinreichende- Material zur Behandlung vor. Der krainische Landtag wird, wie die gestern mitgetheilten Ausschußwahlen bezeugen, seine bisherige national-klerikale Färbung auch Heuer beibehalten. Im Jntereffe der Wolfahrt des Landes Krain wird dem lautgewordenen Wunsche Ausdruck gegeben, daß in dem zur Prüfung des Rechenschaftsberichtes über die Gebarung des Landesausschusses aufgestellten stebengliederigen Ausschüsse das libe rale Element stärkere Vertretung hätte finden sollen. Die liberale Fraction des krainischen Landtages besitzt Arbeitskräfte, deren Fähigkeiten und Eifer, deren Sorge für einen geregelten und sparsamen Haushalt de- Landes mit besonder-günstigem Erfolge in diesem Au-schuffe zu verwenden gewesen wären. Die nalional.klerikale Land tag-majorität hat die Mitwirkung solch' vorhandener tüchtiger, arbeitsfähiger Kräfte au« liberalen -reisen abgelehnt; sie hat durch diese Ablehnung sich selbst und die Interessen de» Lande- Ärain schwer geschädigt. Die Regierungen Oesterreich«Ungarn» hoffen j'Trzbischofs von Paris stehende und von dem legitirnistische« n der Lage zu sein, den noch im Laufe dieses Monats Charcutier und päpstlichen Grafen LheSnelong präsidierte ufammentretenden Volksvertretungen die bezüglichen Versammlung scheint sich jedoch etwas übernommen zu lu-gleich-* Gesetzentwürfe vorzulegen, bi- haben, denn die französische Regierung sah sich veranlaßt, auf den Zolltarif, welcher vor Abschlnß de- Zoll- den Kongreß «mszuheben, woraus sich derselbe als Privat, und Handelsvertrages mit dem deutschen Reiche nicht | Versammlung konstituierte. — Aus dem Lande der Knute. In Rußland wurden Broschüren, welche Freiheit für Polen fordern, konfisziert. Auch mehrfache Verhaftungen wurden vorgenvmmen. veröffentlicht werden kann Gestern haben zwölf Landtage ihre verfass ung». mäßige Thätigkeit begonnen. ES sind die- die Landtage von Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Kärnten, Krain, Mähren, Schlesien, Vorarlberg, Istrien, Görz und Triest. Die Landtage zweier Länder — jene von Böhmen und Tirol I - (Personalnachrichten.) Den Herren Josef treten erst am 9. d. zusammen und jener der Pichler und Johann Hafner, Doktoranden der Medizin, Bukowina wird am 11. d. eröffnet werden. Es ist wurden Sekundararztenüellen im hiesigen Landes»Zivil- Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. ein kurzes Zeitauomaß, welche« den Landesvertre tungen diesmal zur Erledigung ihrer Arbeiten ein I fpitale verliehen. talvasors Chronik.) Soeben ist die siebente Politische Rundschau. Laibach, 6. April. J«la»>. Der Kaiser hat mit Entschließung yom 28. v. M. den Landtagsabgeordneten Dr. Franz Vidulich zum Landeshauptmann in Istrien und den LandtagSabgeordneten Dr. Andreas Amoroso zu dessen Stellvertreter, ferner den Landtagsabgeordneten Dr. Alois Pajer zum Landeshauptmann in Gürz und Gradiska und den Landtagsabgeordneten Hofrath Andreas Winkler zu dessen Stellvertreter ernannt. geräumt worden ist, und sie werden jedenfalls die Lieferung der Wiederausgabe dieses äußerst interessanten höchste parlamentarische Oekonomie beobachten müssen, Werkes erschienen, mit welcher das erste Buch abgeschlossen wenn unliebsame Verzögerungen vermieden werden erscheint, gleichzeitig aber auch rie Herausgabe des zweiten sollen. Buche- beginnt. Wir wachen besonders aufmerksam auf fhtdlUttfe» Der rumänische Senat ist nicht mehr btt biefem Hefte beiliegenden, aus der bekannten geübten beschlußfähig. Di-Kammer vertagte die Verhandlung Hand des V. N o v a k herrührenden zwei Karten: «rem über die Petition der Domänenpächter bis zur nächsten mit ter «indischen Mark, dann Oberkrain, und aus die Session, welche wahrscheinlich im Mai zusammen- gelungene Kopie einer Harpse, wie solche in Krain zur tritt. Mittelst fürstlicher Botschaft wurde der Se- Trocknung verschiedener Feldfrüchte dient, not aufgelöst und die Session der Deputierten- _ (Studenten.Stiftung.) Anton Alexander kummtr geschloffen. @tof Auersperg (Anastasius Grün) testierte zur Errichtung Ueber die Verhandlungen der Hohen Pforte einer Studenten-Stistung ein Kapital im Nominalbetrage mit Montenegro wird der „Köln. Ztg." ge- von 30,000 fl. Nach den Bestimmungen des Testamente» schrieben: „Der General Jgnalieff hat in seinen I sollen zwei dieser Stipendien vorzugsweise an studierende Besprechungen mit dem türkischen Botschafter in Jü„glinge aus K r a i n, wobei die Nachkommen ehemaliger Wien diesem gesagt, daß das Petersburg« Kabinett Untertanen auf den ®iltern des Stifters thunlichst zu der Pforte die Abtretung einer fo wichtigen Festung, berücksichtigen sind, die beiden ändern aber an studierende wie NiksiL es fei, nicht zumuthen könne, und daß Jünglinge ans Steiermark, vorzüglich aus der LandeShanpt-die Ueberloffimg des Distrikt- von Kuii an Mon- Labt (Brcz, verliehen «erden. Der Genuß dieser Stipendien tenegto für diese- kleine Bergland genügen würde, ist weder an eine bestimmte Studienanstalt noch an ein be» Al» Entschädigung für diese „russische" Nachgiebig- stimmte« Studienfach gebunden. Aus einem eventuellen teil gewissermaßen aber möge die Pforte einen be- weiter« Kapitalienzuwachs sollen abermals Stipendien gesendeten Bevollmächtigten nach Petersburg schicken bildet werten. Diese Stiftung ist nun unter dem «amt" und der Sultan durch diesen dem Kaiser Alexander „Anton Alexander Graf Auersperg. (HnafURus eciin.) seine freundschaftlichen Gesinnungen aussprechen Studenten-Stistung" aktiviert worden, und zwar in der lassen; zu gleicher Zeit könne dieser Bevollmächtigte Weise, daß vom Monat Mai 1878 an vier Stipendien im dann in Petersburg direkt mit Rußland über die JahreSbetrage von je 360 fl. zur Verleihung kommen. Demobilisierungsfrage unterhandeln." | —(gilt das A. Grün-Denkmal) haben-die ~ (j, j. , in Marburg domizilierenden Verehrer 183 fl. gespendet. Zur LÄgeSgeMkyle. - (Aus dem Schwurgerichtssaale.) «m Kasseneinbruch. Vor kurzem drangen im- 4. d. M. stand Johanna Velik aus Klenik, 36 Jahre alt, bekannte Diebe in das Postamt in Pola und versuchten die angeklagt des Verbrechens deS KindesmordeS, vor den Schran-daselbst befindliche Wertheim'sche Kaff», in welcher bedeutende ken des hiesigen Schwurgerichtshofes. Am 25. Jänner d. I. Beträge ausbewahrt waren, zu erbrechen, mußten jedoch wurde von einem Jagdhunde in der Gemeinde Watsch ein unverrichteter Dinge den Rückzug antreten, da die Haffe neugebornes todtes Kind aufgefunden. Die Sachverständigen allen ihren Bemühungen Widerstand leistete. haben sich dahin ausgesprochen, baß das obCucicrte Kind am — Klerikale Posse. In dieser Woche tagt der Hiknschlagflusse, herbeigesührt durch Abschluß der Lust za katholische Kongreß in Pari». Die unter Protection des | den Hthmungeorganm, gestorben sei, da die Gesäße der Hirnhaut ausgedehnt und strotzend mit Blut gefüllt waren. Und als das Wachtlokale erreicht war, als die Kameraden auf der Pritsche lagen, schlechter Tabak da» Zimmer verpestete, schmutzige, unsaubere Karten auf den Tisch geworfen wurden — schritt er hinaus, fetzte sich auf die Bank, die nicht fern der Wacht-ftube stand, holte ein Buch au« der Tasche — und begann, von hellem Monde-schein umleuchtet, Byrons Manfred in der Ursprache zu lesen. Welcher Kontrast I — Drinnen fangen die Kameraden schmutzige Lieber — und hier faß einer ihrer Genoffen, den Manfred lesend, den Mattfreb übersetzend in schönstes, fließendes Deutsch. Jetzt aber! welch' reizendes Bild! — Kinder nahen, zwei liebliche kleine Mädchen; — schüchtern kommen sie, leise, wie Elfengestalten. Sie sehen de» Lesenden, sie hören ihn reden. Wie Zauber formetn schallen seine Worte in ihre Ohren. Sie zaudern, sie schweigen, sie legen bedeutsam den Fin ger auf den Mund; sie horchen, sie vernehmen die Worte; jene Worte, die Manfred sprach, allein auf der Klippe flehend: Die Geister, die ich tief, verlassen mich — Die Zauber, die ich lernte, äffen mich, DaS Mittel, das ich ans fand, foltert mich — Nichts bau' ich mehr auf überitd’fche Hilfe. „Er ist wieder recht traurig," flüsterte eines und daß der Abschluß der Lust höchst wahrscheinlich durch der Mädchen; „wir wollen wieder heimgehen.“ Druck mit der Hand auf die Mundöffanng bewirkt wurde, „Nein! nein! da- wollen wir nicht," flüsterte da der Mund etwa« schief gestellt gesunden wurde. Auch )it andere. „Wir wollen zu ihm gehen, bei ihm sprachen sich die Sachverständigen dahin aus, daß die Tödtung bleiben — bi- die bösen Geister von ihm gewichen sofort nach der Geburt erfolgt sei. Der Verdacht der Thäter» sinb ; bi- der Himmel ihm wieder freundlich lächelt, schast fiel aus die Inwohnerin Johanna Velii, von der all bis er wieder gemein gesprochen wurde, daß sie schwanger sei. Die Ange- „Un- iieb hat," fiel freudig lachend die andere klagte gestand den KindeSmord ein, die Geschwornen sprachen Kleine ein. Und ehe noch ein Wort weiter ge- das Schuldig und der Gerichtshof fällte ein aus vier Jahre sprachen wurde, traten sie aus dem Schatten des I schweren Kerkers lautendes Urtheil. Hause» heran-, der sie bis bahin verborgen hatte — — (Nachruf.) Jnbezug der Versetzung de» steter- und riefen, dem Träumenden nahe tretend: „Guten märkischen LandesschuliuspeklorS Dr. M Wret4chk° nach Abend! — Da sind wir alle beide." Und ehe der Wien bemerkt der Grazer »orrespondent der „Presse": „In Aufschreckende noch wußte, wie ihm geschah, schlan-1 ihm verliert der steiermärkische Landesschulrath eines seiner gen die beiden Mädchen schon ihre Aermchen um tüchtigsten Mitglieder. Dr. Wretschko, zugleich Direktor der seinen Hat» und flüsterten: „Nicht böse sein! — Grazer Prüfungskommission für allgemeine Volks- und Husch! Husch! fort mit den alten häßlichen Geistern, Bürgerschulen und Mitglied des steiermärkischen Landtage«, die das Herz bedrücken. — Nicht wahr? — Wir ist ein in weiteren Kreisen bekannter, vielseitig gebildeter haben uns recht gefürchtet, als Sie vorhin sprachen, Pädagog, ein Mann von festen Grundsätzen und liberaler wir wissen nicht, mit wem!" (Fortsetzung folgt.) Gesummt,) und eine geschätzte Arbeitskraft. Durch seine I Energie hat er mancher guten Institution aus dem Gebiete I der Schule zum Siege verhelfen, und die steiermärkische Lehrerschaft und alle Freunde des Fortschritts haben Ursache, seinen Abgang zu bedauern. Als sein Nachfolger wird der I oberösterreichische Landesschulin'pektor Adam genannt, der durch mehrere Jahre olS Direktor der hiesigen Lehrer-BildungSanstalt verdienstvoll gewirkt hat und bei den Bto-gern in gutem Angedenken steht. Von anderer Seite macht man dagegen geltend, daß von dem künftigen LandeSschul-inspektor |lit Realschulen die Kenntnis der slovenischen Sprache gefordert werden möge, da derselbe auch die Mittel-schulen in K r a i n zu inspizieren habe. Eine conditio ■ine qua non ist jedoch die Kenntnis des Slovenischen nicht, da je die anderen zwei-steiermärkischen Landesschulmspektoren und jene von Htain und Kärnten slovenisch sprechen und sich die Agenden leicht ohne Schädigung der Interessen der Schule auf eine Weise vrrtheilen lassen, die einen deutschen Landesschulinspektor in Graz möglich machen. In den betheiligten Steifen ist man selbstverständlich auf die Ernennung des neuen LaiidesschulinspektorS gespannt." — (Die Haudc.l - - und Gewerbekammer für Rroin) hält heute nachmittag» um 3 llijc im Rathhause eine öffentliche Sitzung ab. Huf der Tagesordnung flehen die Wahl von Vertretern der Handels- und (Sirccibc» lummer für das hierländige Filiolcomitö für die Weltausstellung 1878 in PuriS, und btr Antrag betreffend eine Petition an da» hohe k. k. Handelsministerium um Bewilligung einer Subvention für die in Gvttfchee zu ei richtende Holzwebe-, Holzflechterei- und Holzschnitzereischule. — (Erdbeben.) In Tüfser fand vorgestern um 8 Uhr 55 Min. abends ein heftiges Erdbeben statt, der Stoß dauerte 12 Sekunden, viele Gebäude sind beschädigt; das Erdbeben wurde auch in Trifail verspürt. — Am 4 d. abends 8 Uhr 44 Mitt. verspürte man auch in Land» straß ein starkes Erdbeben; demselben ging ein starkes Getöse voraus, worauf sekundenlange Erdstöße erfolgten. Die Bewegung geschah in der Richtung von Nord-Ost nach West-Süd. Die Erschütterung war so stark, daß die Bilder von der Wand fielen und die Leute aus Furcht auf die Straße liefen. — Aus Sittich, 5. April, wird uns geschrieben: „Ich beeile mich, Ihnen hiermit bekannt zu geben, daß gestern abends 10 Minuten vor 9 Uhr auch hier ein Erdbeben mit zwei aufeinander folgenden, sozusagen zusammenhängenden Stößen aus Südost beobachtet wurde, von denen der letztere die Fenster klirren und die Thüren knarren machte und an Gegenständen deutlich einen scheinbaren Stuck gegen Nordwest verspüren ließ. Ich gebe Ihne» dies au» dem (Stunde bekannt, weil ich überzeugt bin, daß da« Erdbeben anderortS mit größerer Intensität verspürt worden sein mußte, als es eben hier der Fall war, indem die Umgebung theils zerklüftetes Gestein und lehmigen Boden darbietet, wodurch die intensive Fortsetzung des Stoßes bedeutend gemildert wird; dasselbe hat auch nicht die mindeste Spur der vor sich gegangenen Erschütterung zurückgelassen." (Anmerkung der Red.: Zu unserer Meldung von dem in Laibach beobachteten Erdbeben vom 4. d. M. haben wir nachzutragen, daß auch hier um 8a/t Uhr ein Stoß beobachtet wurde, so daß wir auch in Laibach zwei Erdstöße, nämlich um 8*/* Uhr und um 8 Uhr 55 Minuten, zu verzeichnen haben.) — (Eine Tropssteingrotte) wurde in der Nähe von Breple am Karste an den Grenzen des Landes Krain entdeckt. Dieselbe enthält einen etwa 10 Meter hohen Dom. — (AuS den Nachbarprovinzen.) Am Ostermontag fand in Trifail die Dekorierung des bet der Steinbrück-Satastrofe sich ausgezeichneten Herrn Wenzel P i t t n e r, VerwaltungSraths-Adjunkt der dortigen Kohlen-gewerkfchaft, mit dem L°wenen Berdienstkreuze mit der Krone statt. Der Feierlichkeit wohnten Bezirkshauptmann HaaS, »ezitMIommiPr R, v. Gariboldi und mehr als 60 Gäste “U ' !' » o l ®r" c' Schrey, Vertreter der Gesellschaft aus La. achdie Tr.failer WerkSbeamten und Gerne nderepräfmtanten bet. -Der ärztliche Filialverein m 61111 6,ett ™ 28‘ «ine MonatSverfammlung ob. - Am 8. d. M. konzertiert in «illi die bestbekannte Sängerin Fräulein Gabriele Lichtenegger. — In L i l l a ch wird heuer ein großes Sludenten-Ferienfest abgehalten werden. — („Mariette), die Tochter des Galeerensklaven." Ein interessanter und spannend geschriebener Roman von G. v. v r ü h l, erscheint soeben unter obigem Titel in Liese-rungen i 20 kr. — Abonnements übernimmt und besorgt pünktlich die Buchhandlung v. Kleinmayr & Bamberg in Laibach, woselbst auch die zwei ersten Lieferungen vorräthig find, und bittet mau den Prospekt, der dem heutigen „Laibacher Tagblatt" beiliegt, zu beachten. Aus der Gememderathssitzung. Laibach, 6. April. Die SRR. Dr. Ritter v. Schöppl und Zhuber v. Okrog werden mit der Verisicierung des heutigen SitzungSprotokolles betraut. I. Referate derPersonal- und Re ch t Ss ec tion. GR. Dr. Pfefferet (Referent) referiert über die vorgenommeue« BemeindetathS-Ergänzungswahlen für den dritten Wahllörper und beantragt in ber Erwägung, als die Wahl ordnungsmäßig stattfand, die Bestätigung der Wahlen der Herren Dr. Ahazhizh und Regali. Der Antrag wird angenommen. BR. Dr. R. v. Schöppl (Referent) berichtet über das Wahlrefultat für den zweiten Wahllörper und beantragt die Bestätigung der Wahlen der Herren Dr. R. v. Kaltenegger, v. Zhuber, Bürger und Lafchan. Der Antrag wird angenommen. GR. Dr. v. Schrey referiert über bas Wahlergebnis für den ersten Wahllörper und beantragt die Bestätigung der Wahlen der Herren Drev, Defchmann, Laßnik und Dr. Schaffer. GR. Kinn bemerkt, daß die steueramtlichen (Magistrat-lichen) Steuerlisten mit den tatsächlichen Steuerleistungcn nicht übereinstimmten und nachträglich Rectisicierungen und TranSseriernngen vorgenommei, weiden mußten. Zur Beseitigung solcher Differenzen hätte der Magistrat in der Folge dem Gemeinderathe vor Entscheidung der Reklamationen neuaufgelegte, d. i. rectificierte Steuerlisten vorzulegen. BR. Dr. Suppen erwidert auf diesen Antrag, die vom Steueremte eusgesertigten SteuerauSweise (Wahllisten) feien authentische Schriftstücke. Den im Privatwege laut gewordenen Beschwerden sei kein Behör zu schenken, sondern eS sei Sache der einzelnen Wähler, gegen unrichtige Steuer-ansätze in den Wahllisten zu reklamieren. GR. Dr. v. Kaltenegger bemerkt, der Antrag des BR. Klun bedinge eine Aenderung der Geschäftsordnung. BR. Dr. v. Schrey räth, des richtige Mittel wäre, wenn sich die Reclemanten über die Steuerzahlung aus-weisen möchten. Der Vorsitzende Bürgermeister erblickt in dem Antrage KlunS einen zur heutigen BerisicierungSfrage nicht gehörigen, sondern einen selbständigen Antrag, welchen 09), Klun vor Beginn der nächsten Gemeinderathswahlen ein-bringen wird. II. Referete der Bausecti 0 n. 1. BR. Poioinik erstattet Bericht über das Besuch des Straßeneusschufses von Umgebung Laibach, betreffend die Beitragsleistung der Kommune Laibach zur Erhaltung der Konkurrenzstraße zwischen dem langen Braben und Podpetsch. Der Referent stellt dar. daß daS Projekt nicht klar vorliegt, die Opfer, welche die Kommune Laibach zu bringen hätte, nicht beziffert wurden, diese Angelegenheit nicht spruchreif, aber einer eingehenden Erörterung werth fei, jedoch weder eine Plauskizze, noch ein Kostenüberschlag vorliege. Referent stellt den Antrag, diese Eingabe sei behufs weiterer Erhebungen und Aufklärungen on den Bezirks* SttaßenauSfchuß von Umgebung Laibach'zurückzuleiten BR. Dr. Suppen: Die erforderlichen Erhebungen seien nicht von dem Bezirksstraßenausschuffe, sondern vom Laibacher Magistrate zu pflegen, in erster Linie über die Frage: welchen Nutzen die Stobt Laibe* von dieser Stieße hebe und mit welchem Betröge die Kommune Laibach zu konkurrieren hätte. BR. Laßnik bemerkt, zur Leistung von Beiträgen für Straßenherstellungen werden oft Gemeinden heran gezogen, die von der Straße gar keinen Nutzen ziehen; es fei en den ReichSrath, beziehungsweise Landtag, eine Petition zu richten, daß Straßenangelegenheiten als eine Reichs' angelegetcheit erklärt werden. GR. Dr. R. v. Kaltenegger wünscht nachträgliche Erhebungen durch den hiesigen Magistrat. SR. Defchmann: Diese» Projekt ist ein altes, die Stadtgemeinde konkurrierte bereits zu dieser Straße. Diese Straße ist für die en der Südseite des MoorgrundeS ge. legenen Gemeinden eine wichtige, tiefe Angelegenheit ver dient Beachtung. Der Magistrat hätte zu erheben, welche Verpflichtungen vonfeite der Kommune Laibach zu leiste« wären. Referent BR. Potoinik erklärt sich einverstanden, daß vonfeite des Magistrates im Wege einer Kommission und im Einvernehmen mit dem Straßeneusschuffe an Ort und Stell« Erhebungen gepflogen, Bericht, Situation und Kostenüberschlag dem Gemeinderethe vorgelegt werden. Der Antrag Suppan wird angenommen. 2. GG. P o t o £ n i k referiert über den Rekurs de-I- R. Podkraifchek gegen eine magistratliche Erledigung, betreffend den HauSbau desselben an der Stadtwaldstraße, und läßt unter einem die Bemerkung fallen, daß man bei Bauten armer Parteien rigoroS, bei jenen reicher — schonend vorgehe. Referent stellt folgende Anträge: a) Eine Abänderung des Podkraifchel'fchen Hausbaues sei, nachdem die Zimmerhöhe zureichend ist, im Hinblick auf die Bauordnung nicht nothwendig; b) im Verlaufe des Monates April fei ein neuerlicher Augenschein diese» HauseS in Bezug auf die Frage, ob dasselbe au« Gesundheitsrücksichten zu de-wohnen sei, vorzunehmen; c) der Bemeinderath sei zu Nach-ficht einer gerichtlicherseits verhängten Geldstrafe nicht kompetent. GR. Laßnik bemerkt, daß dieser Hausbau mit Straßen» kolh aufgeführt wurde, daß die Wohnungen in diesem ZinS-Haufe elend beschaffen und die Wohnparteien aus Gesundheitsrücksichten zu delogieren feien. BR. Regelt versucht es, die Angeben Laßmks zu entkräften, BR. Laßnik jedoch behauptet feinen Standpunkt. GR. Dr. v. Schrey bemerkt, daß in der «aufection von einem Ausfälle in Bezug auf die Bauten armer und reicher Parteien nicht die Rede war und dieser heutige AuS-fall lediglich alS eine persönliche Ansicht deS Referenten GR. Potoinit anzusehen fei. ®R. Dt. R. v. Kaltenegger beantragt eine Reeffu-mierung dieser Amtshandlung durch den Magistrat. GR. Dr. Suppen beantragt die Zurückweisung dieses Gegenstandes an die erste Sektion zur neuerlichen Erhebung, Beurtheilung und Antragstellung. Nach Schluß der Debatte wird der Antrag Suppan angenommen. 3. BR. Potoinik erstattet Bericht über deS Gesuch des I. S t r z e l b a um käufliche Überlassung deS Gärber-steiges (zwischen den Häusern Nr. 28 und 30 in der Peters-Vorstadt) behufs Uebctbauung betseiben. Referent schildert die Situation des BärbersteigeS als eine in sanitärer Beziehung zu beseitigende und berichtet, daß auch die Nachbarn mit der Berbauung dieses Steige» einverstanden wären. Referent stellt folgende Anträge: ») Der Bärbersteig fei dem Bittsteller Strzelba um den Betrag von 250 fl. käuflich zu überlaffen; b) dem Bittsteller sei die Ueberbau« ung dieses Steiges gegen dem zu überlaffen. daß er zwei Thüren herzustellen und je einen Schlüssel hiezu beim Magistrate zu deponieren habe; c) Strzelba habe den Konsens zur beantragten Umgestaltung beim Magistrate onzufuchen. BR. Deschmonn: Es gibt in der St. Petersftraße noch zwei andere Gäßchen (Steige), die viel ärger auSfehen als der Bärbersteig. Der Bärbersteig gewährt keinen un-angenehmen Ausblick. Durch die Abfchließung des Gärber-steiges würde der Zugang zur Laibach abgesperrt, und gerade der Bärbersteig sei der praktikobelste unter diesen dort befindlichen Steigen; der Giirbersteig sei im Jntereffe de» offenen Verkehres zur Laibach, namentlich im Falle einer Feuergefahr, dringend nothwendig. Redner ist gegen den Verkauf dieses Steiges. GR. Dr. von Schrey interpelliert den Referenten, »onn denn die Nechbern die zustimmende Erklärung zu dem engesuchten Verkaufe obgegeben haben; ihm fei ander SectionSsitzung hievon nichts bekannt. Der Referent theilt mit, daß diese Erklärung nach der SectionSsitzung abgegeben wurde. BR. Dr. R. v. Kaltenegger: Die Ueberbauung dieses Steiges sei nicht zulässig und wäre auch unschön. BR. Dr. Suppan stellt den «egenonttag: Strzelba sei mit seinem Besuche abzuweifen. Nach Schluß der Debatte wird der Antrag Suppan angenommen. III.Referate der Schul- und Finenzfection. BR. Dr. Suppan berichtet, daß die Lehrerin an der hiesigen Lehrerinnenbildungsanstalt, Frl. Fröhlich, bereit wäre, an der städtischen Excurrendofchule auf dem Karolinengrunde allwöchentlich on Donnerstagen nachmittags Unterricht in weiblichen Handarbeiten unentgeltlich zu er« theilen gegen dem, daß die Kommune pro Semester ein Tuhrenpauschale von 30 fl. und zu den anfänglichen Erfordernis-Anschaffungen einen Betrag von 20 ft. bewilligt. Referent beantragt die Annahme dieses Offerte» und dir Pasfierung der geforderten Gegenleistungen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. GR. AI u n zieht seinen selbständigen Antrag, betreffend die definitive Anstellung deS Religionslehrers Joh. Roz. m a n an den hierstädtischen BolkSschulen, zurück. Der vorfitzende Bürgermeister beantwortet zwei in der letzten Sitzung eingedrachte Interpellationen, u. z.: 1.) Zur Interpellation Regali's: Das Waisen-h a u 8 « tt o m i t i hat sich im Jahre 1865 konstituiert, dessen Bericht wurde im Jahre 1866 in Druck gelegt und letzterer dem Landespräsidium vorgelegt. Das Landespräsidium leitete diesen Bericht an das Staatsministerium, welches mit Erlaß kundgab, daß die definitive Schlußsassung über die Waisenhausfrage jenem Zeitpunkte überlassen bleiben müsse, biS der Landtag hierüber Beschluß gefaßt haben wird. Im Jahre 1868 hat sich tiefes Somit* aufgelöst. Im Jahre 1869 «heilte der Gemeinderath dem Landesa»sschuffe mit, daß es weder an der Zeit noch er in der Lage sei, die Verwaltung des WaisensondeS ,u Übernehmen. Weitere Amtsakten liegen nicht vor. 2.) Zur Interpellation GorSii': Die Bebüren sür die neuen Hausnummer-Täfelchen können in zwei Jahresraten bei der Stadtkafle einbezahlt werden. ES wurde bereits mehr als die Hälfte der Cesammtgebür einbezahlt, und unter die mäßige Gebür von 2 fl. per Stück kann nicht herabgegangen werden. Nach Beantwortung dieser Interpellationen wollte ®R. Regelt das Wort ergreifen, GR. v. Schrey beantragte den Schluß der öffentlichen Sitzung, welcher Antrag mit großer Majorität angenommen wurde. GR. R e g a l i und seine treuen national-klerikalen Parteigenoffen ergriffen wieder einmal die Fahnenflucht, und der Gemeinderath er» öffnete die aus die Tagesordnung gesetzte geheime Sitzung. Zur Landesgesetzgebung in Krain. (Schluß.) Artikel VI. Bezüglich der MauthermSßigungen und Mauthbefreiungcn haben sämmtliche für die Aerarialstraßen jeweilig bestehenden gesetzlichen Bestimmungen Geltung. Weitere Ermäßigungen und Befreiungen kann der Landesausschuß, jedoch nur über Antrag deS Ausschusses eines der konkurrierenden Straßenbezirke, bewilligen. Artikel VII. Wer die Mautheinhebungsstelle umführt oder umlreibt, dieselbe ohne Zahlung der vollen entfallenden Mauthgebür mit einem Fuhrwerke überschreitet, oder sonst bei Betretung des MauthschrankenS die gebürende Zahlung nicht leistet, macht sich einer Mauthverkürzung schuldig und verfällt in eine Strafe von dem Fünf- bi« Zehnfachen der verkürzten Mauthgebür. Der Mautheinnehmer ist berechtigt, von demjenigen, den er auf einer Mauthübertrelung betritt, das Siebenundeinhalb« fache der verkürzten Gebür als Sicherstellung der Strafe in Barem gegen schriftliche Bestätigung ein-zuheben. Artikel VIII. Der Mautheinnehmer ist verbunden , die Parteien anständig zu behandeln, bei Tag und Nacht ohne Aufenthalt zu expedieren, die Gebüren außerhalb des Mauthauses auf der Elraße bei dem Mauthschranken abzunehmen und auf Verlangen den Parteien Bestätigungen über die bezahlte Mauth (Bolletten) einzuhändigen. Er ist verpflichtet, einen vom Bezirkssttaßenausschusse Senosetsch bestätigten leserlichen Mauthlarif an dem sichtbarsten und zugänglichsten Platze außer des Einhebungs-lvkales angeheftet zu halte« und den Platz am Schranken zur Nachtzeit ausreichend zu beleuchten. Bei Nichtbefolgung dieser Vorschriften verfällt derselbe in eine Strafe von ein bis zehn Gulden. Wird die Mauthgebür in einem Falle abgenommen, in welchem fie nicht gebürt, oder wird ein höherer als dtr tarifmäßig bestimmte Mauthbetrag ringehoben, so verfällt der Mautheinnehmer in eine Sirafe des zwanzipfachcn Betrags des zur Un- gebür bezogenen Mauthgeldrs, unabhängig von jenen Strafen, die ihn im Grunde de« Strafgesetze« noch treffen können. Artikel IX. Da« Strafrecht in den Fällen der Artikel VII und VIII steht dem Gemeindevor-stande des Mauiheinhebungspunkles zu, und haben rückstchtlich der Ausübung desselben die Bestimmungen der Gemeindeordnung Geltung. Die einfließen, den Strafgelder kommen in dem Falle des Art. VII den Bezirksstraßenfonden als Mauthinhaber oder dem Pächter der Mauth, sonst aber der Gemeinde-Armenkaffe zu. Bei Uneinbringlichkeit der Geldstrafe ist eine Arreststrafe bis zu 48 Stunden zu verhängen. Artikel X. Berufungen gegen Straserkenntnifse der Gemeindevorstände in Mauthangelegenheiten find an die politische Bezirksbehörde zu richten. Artikel XI. Die Entscheidung bei Streitigkeiten, welche stch bezüglich der Befreiung von Mauthgebüren beim Aufstellen oder Versetzen des MauthschrankenS ergeben, bleibt der Staatsverwaltung Vorbehalten. (§ 25 des Kandesgesetzes vom 5. März 1873, Nr. 8 L. G. Bl.) Witterung. Laibach, 6. April. Morgens trübe, dann Aufheiterung, windstill. Wärme: morgens 7 Uhr + 9 0«, nachmittags 2 Uhr + 17 4° C. (1876 + 16 1°; 1875 + 15 3° C.) Barometer im Fallen, 73V19 nun. DaS gestrige TageSmittel der Wärme + 141*, um 5 7» über dem Normale. Angekommene Fremde am 6. April. Hotel Stadt Wien. floievar, Auersperg. — Hins, Remscheid. — »tunet, NeuhauS und Bobatsch, ft fite., Wien. — Jvaniii Maria, Graz. — Baron Zois. GutSbes., Veldes. — Graf Thurn, Radmannsdors. — Wolf, Hausbesitzer, Brünn. Hotel Elefant. Frau Dolenz, Krainburg. — Brezovar, Lehrer, Lanische. — Friedmann, Kfm.. u. Winterte Anna, Wien. — Obreza, Landtagsabgeordneter, Ziikniz. — Uliar, Pfarrer, SDtichelfletten Hotel Eurovo. Deutsch, Sfm., Füllskirchen. — Berdais Theresia, Agram. Sternwarte. LanreiM, Landtagsabgeordneter, Berhpolje. — Kramaric, Landtagsabg., Unterkrain. — Pakij, Land« tagsabg., Zamasta. — Hlavka, Lehrer, Eroßlaschitsch. — Lapajne, Jurist, Wien. Mohren. Gump, Brnnek. — Kofler, Tirol. — Lonkar, Pola. — Ferich, Handelsm., Wien. — diiljati, Wirth, St. Gotthard. — Linker summt Frau, «gram. Verstorbene. Den 4. A p r i l. Ursula Demsar, verwitw. Inwohnerin, 70 I., Zivilspital, Magenkrebs. Den 5. April. AnnaWildiier,Südbahn-BeamtenS-kind, 1 I. 2 Mon., St. Petersstraße Nr. 6, und Maria Skofic, verwitw. Inwohnerin, 61 I., Zivilspital, beide an Lungenödem. Gedenktafel über die am 10. April 1877 stattfindenden Lici-tationen. 3. Feilb, Sorz'sche Real., Slavina, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Smerdel'sche Real., Hal, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Schemrou'sche Real., Lome, BG. Jdria. — 3 Feilb., «uret'sche Real.. Narein, BG. Abelsberg. - 3. Feilb.. fto-kal'sche Real, Draga, BG. Lack. - 2. Feilb., Pctrie'sche Real., Wippach, BG. Wippe». — 2. Feilb., Berk!«'che Real., Untersemon, BW. Feistriz. — Reafs. 2. Feilb., Ben-kina'sche Real., Zoll, BG. Wippach. — 2. Feilb., Pintar'sche Real., Domjale, BG. Stein. — 2. Feilb., Lenariik' che Real., Nadajneselo, BG. »delsberg. — 2. Feilb.. Belle'sche Real., Slavina, BG. Adelsberg. — 2. Feilb., Ostanl'sche Real., Grobsche, BG. Adelsberg. — 2. Feilb., Merschnik'che Real., Smerje, BG. Feistriz. — 2. Feilb,, Logar'sche Real., Brbica, BG. Feistriz. Verlosung. 1854er Ltaatslose. B« der am 3. b. M. statigesun-denen Verlosung würben au« den bereits am 2. Jänner 1877 verlosten vitrunbbreißig Serien, und zwar: Nummer 105 275 297 403 405 447 999 1028 1328 1448 1457 1688 1962 1968 2041 2288 2327 2583 2609 2611 2718 2823 2854 2877 2935 3042 3131 3288 3328 3481 3498 3615 3844 und 3890 bie nachstehend ausgesührlen zwei Gewinn-Nummern mit btn nebenbezeichnelen Gewinsten in Tonven-tionemliNic gezogen, n. z.: der Haupttreffer mit 100,000 Gnldcn auf Serie-Nummer 2823, Gewinn-Nummer 25, und der zwei»? Treffer mit 20,000 Gn'b", nuf Seri-.»?,immer 105, Sewinn-Nummer 22. Auf alle übrigen in beu ob» angeführten verlosten Serien enthaltenen Gewinn-Nummeru |6Ut bet geringste Gewinst von je 300 fl. in Convention«^ münze. Telegramme. Wien, 6 April. Die heutige „Wiener Zei» tung" publiziert die Ernennung de« Landesgericht-. ralhes Ritter o. Gariboldi in La bach zum Ober» Landesgrrichtsralhe. Bukarest, 5. April. Die am Seffion^chlufse in der Kammer verlesene ffürsienbolschaft beglück« wünscht unter anderem die Deputierten für ihren durch Correctheir |n ihrer Haltung inmitten der orientalische» Bewicklungen bewähiten Patriotismus, wodurch das Ansehe» Rumäniens im Auslande erhöht und die Würae der Naiion gewahrt wurde. London, 5. April. Die „Morning Post" meldet, die Pforte werde die Bereitwilligkeit bekunden, die Reformen auszuführen unter Hervorhebung der Autorität des Sultans und der Anwendung der Reformen auf das Gesammtreich; die Pforte werde ferner einen Gesandten nach Petersburg senden, be-Hufs Vereinbarung des Modus einer gleichzeitigen Abrüstung. Die Pforte ist geneigt, den Forderungen Montenegro'« halbwegs entgegenzukommen, aber in Ukbereinstimmung mit den ursprüuglichen Bedingungen Mithads auf der Unverletzlichkeit des Artikels 9 des Pariser Vertrages bestehen; endlich werde die Pforte die Erwartung aussprechen, daß, wenn sie sich jetzt der von der Situation gebotenen Roth-wendigkeit füge, daraus nicht geschloffen werden könne, daß sie irgend welche Einmischung in die Prärogative des Sultans oder der Constiluiion gestatte. Petersburg, 5. April. Vonseite der Pforte sind hier Annäherungsversuche angebahnt worden. Die kriegerische Stimmung hat trotz der Protokolls-Unterzeichnung wieder das Uebergewicht. Konstantinopel, 5. April. Das Protokoll wurde gestern Savfet Pascha zugestellt. Savfet erklärte, er werde die Entschließung de- Sultan- ein* holen. Wer schone krebse in größerem Quantum konstant liefern kann, wolle seine Adresse einsenden an tlr. Wazels Fischhandlung en gros, Wien, I, SRoftngafft. (162)3-1 Wiener Börse Vom 5. April. Staatsfonds. ®ctb Sperz. Reute, öft.Pap. 64 30 dt», dt», »ft. in 6ttt. 68-16 äofe een 188* . . . . 106-75 lll eenÄÄ U"9, ®ob"<äteb,tan«- PrLmiensch. ». J864 . Orondent.-Obl. kiebevbürg. Ungarn Aotten. Hngle»8anl .... Ätebitanftatt . . . Depofitenbanl. . , «»compte-Anstalt, Eco • ®ant . . > etetant .... inetBant . . Oest. Baukgesells. Union - Bant ... Berkehrsbauk. . . . «Isold-Bahn . . , Ratl «udwigbahn , »all. Slis.-Bahn . Äai(. Fr, Äoseftb , 6taat«6abn .... Südbahn......... «Datei Pfandbriefe. 64-40. ÄUg. 6st. Bod.-Eredit. 68 86 dt», in 88 3...... 106—|«atten. ö. w. 118 75:llB 8c _ . 133-25 133-60 Prloritäts-Obl. Franz 9efef«»8a6n CcH. Nordwestbahn Siebeubürger EtaatSbahu ._____ EÄdbah» L 6 Per», dto. 8en« 71-76 78-86 76— 78-76 78— 168-60 168-76 675 - 818 — 88V- . 811-60 811-76 . 181— 181-86 . 180-50 181 — , 885—1885-60 79-60 80— Lose. Kredit» Lese . Rudolf» » Lese. Weohs. (3Mon.) Augsburg 100 Marl Franks. 100 Marl. Hamburg „ , Senden 10 Psd. ©teil. Pari« 100 Franc« Münzen. Äatf. Münz-Ducaten ro-grancSftülk ... Deutsche Reichsbank Silber . . «eld 106-60 89-86 86-80 89— *B«te 106 — 96-90 81-86 96— 89-80 60-50 168 86 93-80 90-86 80 — 60-76 168-50 88-60 168— 18— iE ! 59-40 68-60 188— 48-40 188-1» 48-60 573 9-74 60-- 107-60 6-74 8-74»* 60-06 107 76 Telegrafischer Kursbericht am 6. April. Papier-Rente 63 90. — Silber-Rente 67-80. — (Bold-Rente 77 15. — 1860er StaatS-Anlehen 110.50. — «ank-actien 817. — Kreditactien 150 50. — London 122 40. — Silber 107 40. - fl. k. Münzdukaten 5 74. - 20-FrancS Stücke » 78. - 100 Reickismark 60 10. $wiif von Ja. v. * 1 e i u rn a tu & D. na mb erg. ittfileget' : Citomar !ti a m berci. j>lir die Webaction oeraniwortlich: Franz iu< ü IIer-