^r^_______ _______Dienstag, 1«. Februar 1890. W9. Jahrgang. Zeitung. «°nzNa"n"°i",^!^' Mit Poslverlendung: „»nzjlhrig fl. Ib. halbjährig fl, 7 50, Im lomxtoli: lleine ->..l : yalbMrig sl, ü b<>. Für die Zuslelluuss in« Hau« gaiiziährig fl. 1, - InsertionSyebÜr: Für ^'»trate bl« zu 4 Zeile» ü5 tr,, grühere per Zeile L lr, ^ bei öfteren Wiederholungen per Zeile l» lr. Pie »Laibachcr Zeitim„> erscheint »Hgllch m!t «lulnahme ber Vonn' und Feiertage, Pie Ndmlnisira««, befindet sich Conssressplah L, die Mebaction Vahnhosgasie 24, Sprechstunden ber Nebaction tänlich von l« bit l» Uhr vormittag«, — Uiisranlicrte Uriefc werden nicht angenomme» und Manuscriptc nicht »uruckaestellt. Umtlicher Hheil. Nn ^^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit AUMchster Entschließung vom 10. Februar d. I. dem ^"director in Trieft, hofrathe Karl Pichler «oen von De eben. das Cointhurkreuz des Franz. >lo,tt.Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. M ^^.^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit """höchster Entschließung vom 12. Februar d. I. dem mnanzwthe der niederösterreichischeu Finauzprocuratur "r.wlgust Ritter Grimus von Grimburq das "lltertreuz des Franz-Josef-Ordens allergnädigst zu ""«lyen geruht. »ss ^ ^ ""^ l. Apostolische Majestät haben mit «"erhöchster Entschließung vom 12. Februar d. I. den «manzrath Dr. Karl I o r b a n z.,m Oberfinanzrathe llNll^ tt ""derösterreichischen FmanMocuratur aller-" uvlg,t zu ernennen und dem Finanzrathe dieser ^"Mocuratur Dr. Alan Thomas den Titel und w ^ , , ""es Oberfwanzrathes taxfrei allergnädigst Dunajewskim.p Nichtamtlicher Mil. Arbeiterlchutz-Confcrenz. Deui3^ DlM. wie sich gegenüber der Einladung keb^'A "bb zur Theilnahme an der in Anregung Nrbeiterschutz-Conferenz ^^ dersel!" dächte, wie sich insbesondere Frankreich zu lver'b. >. ""halten werde, ist sofort nach dem Bekannt-tvutk ».' kaiserlichen Erlässe aufgetaucht, beantwortet lein?/ ^-'^ jedoch in autoritatiner Weise noch von blinds ^ ^"^ b'e beiden Deutschland eng ver-galt m Maaten im Principe einverstanden seien, jenen N""^"'"" "^ ausgemacht, weil dieselben unter lliiK, ""bern. mit denen belreffs der Eonferenz Füh-Eakino?!"^""' "klden sollte, in der kaiserl.chen wor^n °^" °" den Reichskanzler nicht angeführt ""en waren. 9nd„s?" ander Ding ist es jedoch mit den beiden lenn.n ! ^" England und Frankreich. Aus ersterem die si^, - ""mg^ns aus zahlreichen Iournalstimmen. ^!,^ ,^'^lbolt ,mfi s.s^ eingeh.nd mit den Kaiser Erlässen und der von ihnen eröffn eten Perspective auf eine internationale Socialgesetzgebung befasst haben, die öffentliche Meinung. Diese gab ihr Verdict in einer durchaus sympathischen Weise ab. wenn auch viele und gewichtige Zweifel und Bedenken an dem Gelingen des Planes, auch Großbritannien zu ge> winnen, laut wurden. Hiebei machte man weit mehr handelspolitische als andere, den Kern der Sache berührende principielle Bedenken geltend und kritisierte die Erlässe und deren Motive beinahe ausschließlich vom Standpunkte der Handelspolitik. In Frankreich wurden nicht einmal publizistische Stimmen laut, einige wenige, kaum in Betracht kommende Auslassungen von Blättern dritten Ranges abgerechnet. Was die leitenden Partei-Organe zu sogen wussten, berührte die Sache selbst, den Vorschlag zu ber inter« nalionalen Confcrenz und die Haltung, welche Frank» reich derselbe», gegenüber zu beobachten habe. kaum im Vorbeigehen. Um doch etwas über die sensationelle Tagesfrage sagen und den Pelz waschen zu können, ohne ihn nass zu machen, warf man sich mit wahrem Heißhunger auf die Nrbenumstände. auf die mangelnde Gegenzeichnung der Erläsfe und den angeblichen Conflict zwischen Kaiser und Kanzler. Auch seit durch ein ufficiöscs Communique' der Agence Havas den Fran» zoscn kund und zu wissen gethan worden, dass der deutsche Botschafter Graf Münster dem Minister des Auswärtigen Herrn Spuller die Einladung zur Theilnahme Frankreichs überreicht habe. wird dieses zurückhaltende Schweigen nicht gebrochen. Souller zog sich vorläufig auf leichte Weise aus der Affaire, indem er die Einladung zur Kenntnis nahm und weitere Auf-käruuqen erbat, ehe die französijche Regierung emen Entschluss fasse. Diese Antwort war an und für sich geschäftlich richtig und ganz sachgemäß; sie brachte ihn auch nichl in die Gefuhr. entweder durch Zustimmung den Zorn nller Revanchards und derjenigen, die um ihrer Pupu-larität willen als solche erscheinen wollen, auf sich zu laden oder durch eine Ablehnung schlankweg die mit den Socialisten kokettierenden Parteigruppen im Par. lamente oder außerhalb desselben wider sich zu entfesseln. SpuUers Stellung ist ohnehin eine viel an» gefeindete, und er hat alle Ursache, auf der Hut zu sein, ganz abgesehen davon, dass es wohl begreiflich itt. wenn mau auf französischer Seite einer von Deutsch« land ausgehenden und dabei an sich so sehr überraschenden Action gegenüber sich reserviert hält. Aber die großen leitenden Blätter, die öffentliche Meinung, die Parteien im Parlamente? Diese alle haben es doch nicht nothwendig, den Athem anzuhalten einer Frage gegenüber, die im Vordergründe der Tagesereignisse strht und in der Welt noch gewaltig Staub aufwirbeln wird, ehe sie zur Ruhe gelangt. Nur innerhalb der socialistischen Gruppe des Parlaments interessiert man sich lebhaft für das Schicksal des von Deutschland angelegten Planes und nimmt für und wider denselben Stellung. Die «Indipendunce Belge» brachte diesertage einen bemerkenswerten Bericht über Gespräche, welche einer ihrer Pariser Corre-spondenten m>t zwei Deputierten hierüber hatte. Der Pariser Abgeordnete Dumay. der mit Ioffrin die pos-sibilistisch^ socialistische Gruppe vertritt, erklärte sich fur die Theilnahme Frankreichs an der Conferenz. «So oft — sagte er — eine socialistische Kundgebung von irgend einer Seite erfolgt, hat Frankreich nicht das R>cht. den Gleichgilligen zu spielen. Aus solchen Berathungen über die Arbeiterfrage kann möglicherweise ein interessanter Vorschlag hervorgehen, vou drin Frankreich Nutzen zu ziehen in der Lage ist.» Dumay will, dass die von Deutschland angeregte Eonserenz ebenso beschickt werde, wie die von der e,dqenössischen R'gie« ruug vorbereitete in Bern; nur möchte er, dass Frankreich auf diesen Couftrenzen von — Delegi-rten der Arbeiterbölse, die von ihren Arbeitsgenossen gewählt sind, vertreten werde. Anderer Meinunq ist der De-piltierte F?rroul, der als Führer der Urbeiteranippe in dcr französischen Kammer gilt und sich zum Marx-scheu Collectioismus bekennt. Ferroul ist Mlsstramsch gegen den Vorschlag des deutschen Kaisers; er sieht in demselben nur rinrn etwas neuait'g sich ausnehmeooen Versuch, die Sinen Interp^llalionssturm zu entfesseln, falls die Regierung widel Erwarten die deutsche Einladung annehmen sollte. Dies sind vollständig voneinander abweichende Ansichten innerhalb der socialistischen Gruppe, die sich doch, wie dies in der Natur der Sache liegt, etwas eingehender mit der Angelegenheit befasst haben muss. Dass in den andersn parlamentarischen Fractionen, Jeuisseton. Faschillgslrapfen. ab rük c' e)" Viertelpfund Schmalz, wibe es gut Lo'lb - !. ' D°"er. zwei ganze Eier und anderthalb es etm.» -, ^"lch aufgelöste Germ dazu. salze catblüt/ ^! ^' Loth Zucker dazu. etwas Mus-Nabln ""derthalb Seidel gut gemessenen lauwarmen Teia ',!" V "^ s""s Seidel Mehl dazu. schlage den lasse A ^'<^ 'h" gehen, mache die Krausen und Qullnll."^ bem Backen nochmals gehen. Von dieser salzig b's sechzig Krapfen wöglckst w ^ -?"" b°"ptsache 'ft. dass der Teig lässt ^v ^ '^' so dass er sich eben noch walken in men^ rc> " ^1 man bei Krapfen nicht sparen; Mulst »?. E'er machen die Krapfen fett. Zum Backen Krav en ^'""'" l°viel Schmalz nehmen, dass die glatt ,,,^^"'"' lömien. sonst werden sie nicht schön 'N da« k b'lummen keine Räuder. Gibst du die Krapfen «ehöriae 3^ ?^lz. lo decke sie zu; wenn sie die decke ss. F>. ^ haben, kehre sie mit der Gabel um. n ledoch n.cht mehr zu.» Iaschina Feenhafter Feuilletonist darf auch im denken un^ ""l °" allerlei Spässe und Allotria Muss a.,^ ?l ^ Unterhaltung sorgen, sondern er sftrechill,<^ .""Wn'a'bes in den Kreis seiner Be-°" ' beute ist nun Fasching DieuLtag; ^ auch di.l.« <>"^^6slrapfen zeitgemäß, und sohin ^ Mit ei» e» ^"'"^" ^'tgnnäß. Eingeleitet habe ich Nute Kravspn ^"pfenrecepte. und da Sie jedenfalls ^ecevt aus k " "°^"' ^ "^'" '^ °"ch ei» ^sessorinnen l-^" ""en Zeit, wo die Kochbuch. "' Nch ihrem Elevenlreife gegenüber noch des palriarchalifchen «Du» bedienten. Ich kenne die moderne Kochkunst-Literatur nicht, aber ich vermuthe, dass man jetzt artiger schreibt, etwa so: «Wenn Sie. mein verehrtes Fräulein (verehrte gnädige Frau). Faschingötrapfeu haben und solche vielleicht des Soass's halber eigcnhäudig erzeugen wollen, so bitte ich. lasfeu Sie sich so und so viel Schmalz. Eier, Mehl ic. bringen, lassen Sie den Teig gut abschlagen und gestatten sie ihm gütigst zu gehen u. s. w » Höflichkeit kann niemals schaden, auch nicht im Kochbuche. Ich muss es selbstverständlich der in der Krapfo-logie erfahreneren Damenwelt überlassen, vorstehendes Recept auf seine Richtigkeit zu prüfen, aber da ich es einem gedruckten Buche enlnommen habe, so dürfte es mit deu Angaben wohl feine Richtigkeit haben, denn man wird doch nicht etwas Unwahres drucken lassen; so etwas kommt denn doch nicht vor. Wer sich nun genau nach diesen Angaben hält. der muss brauchbare Krapfen erzeugen können, und hätte er sich vorher auch nie mit derlei abgegeben. Nicht wahr? Kiapfen-Dilettantinnen. welche schou einige Versuche in diesem Fache bestanden haben, werden die Richtigkeit des Receptes zugeben, aber doch schüchtern hinzufügen: «Das Krapfenbacken ist eiue Glückssache.. Bewährte Damen dagegen sagen, die Phrase vom «Glück» sei nur dazu erfunden worden, um etwaigrs Misiglücken zu decken; das Krapfenerzeugen sei eine Erfahrungssache und lasse sich nicht aus Büchern lernen ; dabei wird auf Guethc hingewiesen, der in seinem «Faust» an vielen Stellen die Äuchweisheit und die Theorie so scharf persifliert hat. Also zum Krapfenbacken braucht man noch mehr als mein Recept? Ja. sagen mit aller Entschiedenheit die kundigen Damen. Man braucht dazu auch eiu femc Haud, ein?n sicheren Blick. Uebung, Muth, Selbstvertrauen, Ruh', Geduld u. s. w. Sohin wären also gelungene Krapfen culinarlfche Kunstwerke? Ja; sie sind es. Wie nicht jeder mulen kann, dem ich Pinsel, Farben und Leinwand, dazu auch ein gutes Originalbild zur Verfügung stelle, so kann auch jene keine Krapfen ins Leben rufen, der ich le-diglich die im Recepte angebencnen Stoffe ausliefere, wenn ihr zum großen Werke Muth, Glück. Geschick und Erfahrung fehlen. Es ist aber ein großer Unter« fchied zwifchen Krapfen und Krapfen. Unfcre feinsinnige Welt stellt an den Faschingslrapfen große An-forderungen und begnügt sich nicht mit dem umfang, reichen, fettriefenden Bauernkrapfen einer ländlichen Hochzeit. Der gesellschaftsfähige Krapfen muss etwas vom feinen Lustspiele, vom Emwersationstone an sich haben. Bescheiden in seiner Erscheinung, darf er nicht durch Größe, Nährstoffgehalt und Vanilleparfüm imponieren wollen. Er foll eine Speise sein, die nicht sättigt, geradeso, wie ja auch die leichte, gefällige Conversation nichts Belehrendes an sich haben darf und weder die Thränendrüsen noch das Zwerchfell in Action setzen soll. Einfach in seiner Form. sei er ein richtig eingehaltene« Sphäruid; die volle Kugelform wird von chm so wemg verlangt, wie eine gedrückte Erscheinung; der feme Ooldton darf nicht hell glänzen, und der lichte Reifen soll gleichmäßig als Aequator um das duftige Gebilde ziehen; er muss oben und unten mit Staubzucker gepudert sein, damit man ihn mit Glacehandschuhen an» fassen kann. ohne diese fett zu mach?n; er soll innerhalb der nsten fünf Stunden seines Lebens genossen werden, jedenfalls aber erst eme Swnde nach ^nmr Geburt; besonders rigorose Leute verlangen von einem 9mnam-r ileitmm Nr. 40. 316 18. Februar 18!)l). auch wenn ihre Mitglieder, ohne alle Rücksicht auf ih»e Popularität, ehrlich von der Leber weg ihre aufrichtige Meinung sagen sollten, ebenfalls ähnliche Widersprüche laut werden würden, darf man ohneweiters voraussetzen. Herr Spilller hat in solcher Lage in der That keinen leichten Stand, will er die öffentlichen Interessen wahren und Frankreich von einer so gemeinnützigen internationalen Action nicht von vornherein ausschließen und anderseits den allezeit bereiten Gegnern nicht eine willkommene Handhabe zu der ihre Wirkung niemals verfehlenden Anklage geben, er sei zum Schleppträger der Prussicns geworden. Misshandlung weiblicher politischer Gefangener in Sibirien. Neue Nachrichten sind in London eingelangt über Greuelthaten, verübt an russischen weiblichen Gefangenen in Sibirien. Die Mittheilungen, die bisher eingelaufen, sind, wie man der «Presse» aus London berichtet, noch unvollständig, aber sie zeigen doch, welch schrecklichen Miss» Handlungen politische Gefangene in Russland ausgesetzt sind. Vor einiger Zeit wurde die Lehrerin an einer höheren Töchterschule, Frau Nadeida Sihida, zu schwerer Arbeit verurtheilt, weil einige Exemplare der «Naroonaja Volja», des bekannten revolutionären Organs, bei ihr gefunden worden waren und weil sie von ihr anderen sollen mitgetheilt worden sein. Die Dame, hochgebildet und von bester Erziehung, wurde zuerst im Kara-Gefängnis angehalten, woselbst jüngst viele zu schwerer Arbeit ver-urtheilte politische Gefangene untergebracht wurden. Ende November vorigen Jahres wurde Frau Si-hida vom Gefängnis-Director provociert. Welcher Art diese Provocation war, ist noch nicht bekannt, es scheint jedoch, dass sie ernster Natur war, da Frau Sihida, die ernsten Folgen, die unausbleiblich waren, nicht achtend, dem Director einen Schlag ins Gesicht versetzte. Hiedurch in Wuth geseht, befahl der Director, dass Frau Sihida entkleidet und gepeitscht werden soll. Die Erniedrigung, die in der barbarischen Strafform lag, versetzte die un« glückliche Frau in solche Aufregung, dass sie deshalb und aus Furcht, es werden ihr später noch ärgere Torturen angethan werden, Gist nahm. Was sonst geschah, ist in Geheimnis gehüllt. Gewiss ist, dass die weiblichen poll« tischen Gefangenen, insbesondere jene, welche infolge ihrer früheren Stellung und Erziehung empfindlicher sind für alles, was ihre Ehre und Selbstachtung berührt, nun in Furcht verseht wurden, dass sie nicht mehr sicher sind vor den Insulten der Vorgesetzten; denn unmittelbar nachdem sich Frau Sihida getödtet hatte, nahm auch Frau Marie Kovalevslaja, Gattin des Professors Kovalesli, Gift, und es gehen Gerüchte um, dass noch mehrere Frauen sich vergifteten, nachdem sie gesehen, dass eine ihrer Leidensgefährtinnen gepeitscht worden war, doch liegen hiefür keine bestimmten Nachrichten vor. Einige Meilen von dem Frauengefängnis in Kara entfernt, liegt das Gefängnis für männliche politische Gefangene, doch bestand zwischen beiden Häusern eine geheime ununterbrochene Verbindung. Als man nun hier von der abscheulichen Bestrafung der Frau Sihida und von deren Selbstmord Kenntnis erhielt, bemächtigte sich eine große Aufregung der Gefangenen, und die Folge war eine gewaltsame, rohe Unterdrückung. Der Staatsanwalt, der Gendarmerie«Oberst und der Chirurg von Khita wurden eiligst nach Kara berufen. Anfänglich wollte sich der in Khita residierende Gouverneur, der an die Be-deutung des Vorfalls nicht glauben mochte, in seiner Ruhe nicht stören lassen. Aber zwei Tage später verließ er selbst plötzlich Khita und eilte nach Kara. Es scheint also, dass dort sehr ernste Dinge vorgefallen sind, und ängstlich wartet man auf das Bekanntwerden der Einzelheiten, die freilich erst dann zur öffentlichen Kenntnis kommen werden, wenn die geheimen Wege der Verbannten, durch die sie Mittheilungen laut werden lassen, nicht unterbrochen werden. Ein am 28. December aus Sibirien datierter, mit aller Hast geschriebener Brief gibt folgende Nachrichten: «Jeden Tag wird die Lage der Verbannten in Sibirien schwieriger. Heute ist sie so kritisch, dass wir nicht wissen, ob nicht morgen ein Zwischenfall eintritt, der zur Folge hat, dass wir den Tod in den Spitzen der Bajonnette finden. Im November ist Schreckliches in Kara geschehen. Ich weiß noch nicht alle Details, aber der Anfang ge« nügt, damit wir daraus auf das Ende schließen. Frau Sihida, eine politische Gefangene, ohrfeigte den Com« Mandanten in Kara. Sie wurde durch Auspeitschen bestraft, worauf sie sich vergiftete, ebenso hat sich Frau Kovalevskaja vergiftet. Diese Thatsachen sind officiell bekannt, aber es circulieren Gerüchte, dass sich noch mehrere gefangene Frauen vergiftet haben. Der Gendarmerie» Oberst, der Staatsanwalt und der Doctor fuhren nach Kara. Der Gouverneur wollte zuerst nicht mitgehen, aber zwei Tage später eilte er plötzlich nach Kara. Aus alle« dem schließen wir, dass etwas Schreckliches sich ereignet haben muss.» Politische Uebersicht. (Parlamentarisches.) Der Budgetausschnss des Abgeordnetenhauses erledigte Samstag einige Capitel des Budgets. Ueber mehrere Anfragen erklärt Sectiouschef Baumgaitner betreffs der Verhandlungen mit Ungarn bezüglich des Viehsalzes, dass sich die ungarische Regierung früher ablehnend verhielt, jetzt geschah wieder ein diesbezüglicher Schritt, dessen Erfolg noch abzuwarten sei. Veim Capitel Lotto erklärt Mini« sterialrath Ellinger betreffs der Aufhebung des Lotto, dass mit dem ungarischen Finanzministerium verhandelt wurde, ohne über die Präliminarien hinauszukommen, weil beiderseits die durch das Lotto erzielten Einnahmen dringend nothwendig seien. — Der Spiritussteurr-Aus-schilss nahm unverändert den Entwurf des Abg, Schaup über die Nielsteuer-Restitutionen an. (Vom Obersten Gerichtshofe.) Die Wiener Advocatenkammer hatte sich in einer Eingabe beschwert, d^ss die Entscheidungen des Obersten Gerichts- und Cassationshofes in Fällen einer Freisprechung den unteren Gerichtshäfen zu spät mita/tyeilt werden. Dem gegenüber hat nun der Oberste Gerichts» Hof angeordnet, dass in solchen Fällen die Verständigung auf dem raschesten Wege, in Wien per Express, böte, in der Provinz telegraphisch erfolgen solle, damit der Betreffende sofort aus der Haft entlassen werde; zugleich aber wurde darauf hingewiesen, dass die Er« ledigunq der Acten in vielen Fällen durch die Bestimmung ung»>mein verzögert werde, dass die Erkenntnisse in zw i Sprachen abzufassen und daher zweimal zu redigieren sind. (Arbeiterkammern.) Nach einer Meldung der «Politik» wird der Ausschuss zur Berathung de« Antrages auf Errichtung von Arbeiterkammeru denl' nächst wieder einberufen werden, weil man erwartn, dass die Regierung anlässlich der von der deutM Regierung gegebenen Anregung zur Lösung der social« Frage sich dem genannten Antrage gegenüber wmlgtt ablehnend verhalten werde als bisher. (Steierische Loca lbuhn en.) Das vom steierischen Land'age beschlossene Gesetz, betreffend dl Förderung des Localbahnwesens in Steiermart, Hai d>e Allerhöchste Sanction erlangt und wird demnächst ossl' ciell kundgemacht werden. Ferner sind die vom 2an^ tage zur Durchführung dieses Gesetzes gefassten ^ schlüsse wegen Aufnahme eines Landes - Eisenbahn-M' lehens bis zur höhe von zehr, Millionen Gulden genehmigt worden. Wir haben zu wiederholteumalen > unserem Blatte diesen Gesetzentwurf besprochen, ott seiner Anlage nach berufen erscheint, das steieW Localbahnwesen mächtig zu fördern. . . (Arbeiter-Krankenversicherung.)^' Reichs-Kriegslninisterium hat verfügt, dass die H^l^ Anstalten oder Behörden, bei welchen Arbeiter 0" Civilstandes beschäftigt sind, welche unfalls- oder krallig versicherungspflichtig erscheinen, soweit nicht die Einfluß nähme der vorgesetzte» Militärbehörde nothwendig >>' in directcn Verkehr mit den betreffenden AssecurM gesellschaften zu treten haben. Eine Ausnahme nM nur das Artillerie-Arsenal, wo die bezüglichen Age^" im Wege des Arsenaldirectors zu expedieren sind. > (Der Nusschuss für Armeelieferunge"/ hat von der Militärintendanz die Mittheilung ery" ten, dass der bis 27. Februar festgesetzte Termin z^ Offerteinreichung nicht erstreckt werden könne, dass l doch. wenn diese Off.'rtausschreibung ein ungünW Resultat haben sollte, alsogleich eine neuerliche mit zwc monatlicher Frist erfolgen werde, und zwar unter w sentlich zu Gunsten der Kleingewerbetreibenden ge» derten Bedingungen. .) (Das ungarische Abgeordnetenhaus nahm den von der Regierung eingebrachten «"^V eutwurf, betreffend die Erweiterung des ^^^, Bahnhofes und die Errichtung einer WerlMte o selbst, an. In Erwiderung auf die AuifuhnW' mehrerer Redner bedauerte Minister Baroh, dass Frage mit angeblichen südslavischen BestretmnFN Verbindung gebracht worden sei. Die ungarische«" gierilng handelt am zweckmäßigsten, wenn sie Kroa ^ materielle Miwl zur Hebung des Wohlstandes ge"^ Die Vorlage sei die Befriedigung eines billige» ^ lana/ns der kroatischen Hauptstadt und entspreche ^ verkehrspolitischen Interessen Ungarns. Der ^^ w'ist die Insinuation zurück, als ob die ^ läge der Ausfluss einer geheimen Concession an " tien sei. z, (Vertragsverhandlunqen mit R""' .^ nien.) Wie auö Budapest gemeldet wird, habe",^ der letzten Zeit behufs Feststellung des StaudP""" der ungarischen Regierung bei den bevorstehenden ^ haudlungeu, betreffend den Abschluss eines ha"^,, politischen Uebereinkommens zwischen Oesterreich»^^ und Rumänien, eingehende Berathungen im Schoß^c-Handelimimsteriums und Ackerbanministeriums ^. seits und unter den a/Mnntel« Ressortministern ^^ Zungen Krapfen auch noch die Elasticität emes Gummiballes. Aus dem Wenigen nun, was hier mehr flüchtig angedeutet, als erschöpfend beschrieben weiden konnte, geht zur Genüge hervor: 2) das« es eine Kunst ist. tadellose Krapfen zu erzeugen; b) dass solche als Kunstwerte zu schätzen sind. und c) dass vollkommene Krapfen zu den grohen Seltenheiten gehören, die gewürdigt und mit Verständnis genossen werden sollen. Die heikle Natur des Krapfen verlangt auch be« sondere Votsicht bei seiner Erzeugung. Frauen und Mädchen, welche dieses lüchenchemische Product herzustellen vorhaben, wissen es, dass sie da nicht so sorg« los darauf losarbeiten können, wie bei Griesknödeln oder Erdäpfelnudeln. Beim Krapfen verlangt schon das Mchl einen bestimmten Grad der Vorerwärmung, die «Germ» muss auf ihre Triebsühigkeü geprüft werden, und sowohl der «gehende Trig» als die ausgestochenen Krapfen sind ungeniein empfindlich gegen Zug und Verkühlung; das Schmalz muss den richtigen Siedegrad haben, zeitweise durch Hinzugäbe frischer Quantitäten gleichsam neu belebt werden, und selbst der bereits fertige Krapfen will drlicat behandelt werden, sonst büßt er sofort, wenn auch nicht an seiner Güte, so doch an seiner Schönheit ein. Bei der Wichtigkeit und Schwierigkei der Krapfen-fabrication darf es nicht wundernehmen, wenn auch der Aberglaube ein Wort mitzufprechen hat. So heißt es. dass die Krapfen nicht gelingen, wenn eine fremde Perfon bei deren Erzeugung anwefend ist, und wenn der Teig noch so schön «geht», man soll dies beileibe nicht loben, denn sonst sinkt er wieder zusammen. Sie haben gewiss vom «bösen Blick» gehört und «Verschreien» dcr Kinder? Nun, sehen Sie, so gut man Kinder und Kalber veychre,en tan», so kann es auch den Krapfen passieren. Man soll den schönsten Teig nicht vor dem Abende loben und d»>n Krapfen nicht, bevor er fertig gebacken ist. Selbstverständlich sind nicht alle Krapfen gleich empfindlich. Das Voll unter den Krapfen hält schon einen Puff aus. D>e Wissenschaft, insoweit sie sich mit Krapfen, einem vorzugsweise österreichischen Product?, befasst, konnte natürlich nichts anderes thun, als solche sofort zu classificieren, und so kennen wir denn folgende am häufigsten vorkommende Krapfen: (>as>riu« nobi!i5, der früher erwähnte gesellschafts» fähige Salontrapfen; Oaplius kls^an« minor, der Krapfen des Zuckerbäckers. Oapku» ä0M68ticu3, der Hauskrapfen, kommt gefüllt und ungefüllt vor; er besitzt Nährwert und erscheint gewöhnlich in größerem Formate, ohne sich strenge an die vollständig/ Rundform zu binden; auch gibt es bedeutende Abstufungen in Bezug auf die Qualität. Oapkus lorsn»^, der Markt-krapfen, er ist der Proletarier unter den Krapfen und tritt in der Faschingszeit in Massen auf. Endlich Oapku» rustiou«, ein derber Riese, der sich zum Salonkrapfen verhält wie die Gans zur Libelle. Er verträgt Kälte, Zug. Stöße und allerlei Ungemach, und an einem einzigen Stücke könnte sich eine zart veranlagte Familie satt essen. Iu seiner Heimat, im bäuerlichen Gehöfte, kommt er auch außer der Carnevals-zeit vor. Prügel«. Indianer- und andere Kunstkrapfen gehören nicht hierher; sie haben mit dem eigentlichen Faschingskrapfen nichts gemein als den Namen. Näheres ünerKrapfenproduction sieh Prato's «Süddeutsche Küche», Marbler :c. ? «Nachdruck vt'°°' Verschlungene Zsäden. Roma» aus dem Englischen von Hermlne Kraule"' l138. Fortsetzung.) ...,, Joyce nahm die Nachricht von ihrer Strafe^" gung mit derselben stumpfen Gleichgilligkeit e^s'^ mit der sie die Verkündigung des Todesll"y^ angehört hatte, aber sie war doch geruhst, ^ sie von Natalie's Bemühungen hörte, und s" > l"le: . «. d^ «Ja. sie besitzt ein gutes Herz, und ich M' sie glücklich sein wird.» . ^ Die Hoffnung sollte sich erfüllen; denn '" ^el England hätte kein Mädchen schöner und ylua'^ aussehen können, als Natalie, während sie >A .. ^ lichen Schmuck vor dem Altar stand, um dem Oe" mit leuchtenden Augen ewige Treue zu geloben^ ^ Ulld Cleveland schwor' es sich mit heilig" .h. zu, dass er sie nie mit einem Wort oder Blicl u.^Z wie kränken wollte, im Gegentheil, dass es sein " "^ Streben sein sollte, sie ebenso zu beglücken, w'e > bcMckte. . gMl Niemand hatte es versucht, auch nur en ^< gegen ihre Verbiudimg einzuwenden. Mr. E^?^ ei^ langte jetzt nicht mehr darnach, dass seine ^"^ta^ glänzende Partie machen sollte. Ueberdies war ^ jetzt selbst eine reiche Erbin, denn die H"lfle he^" Lionel in dem unterirdischen Gewölbe «MW M Schätze fiel ihr zu. Es war also keine 9»^ z" keit mehr für sie vorhanden, einen reichen ^ heiraten. Kcktv^ Lionel wartete nur die Hochzeit seiner ^" po" ab; gleich nach derselben verabschiedete er > ______________________________________317__________________________________ 18. Februar 1890. Al^ s " ' "^"' welche Berathungen nnnmehr znm mnV'^ Z^"'9t sind. Ein formeller Schritt der ru-ttfolat ^'^^^?'^ '" dieser Frage ist bisher nicht /m 7 jedoch demnächst unternommen werden, ren, ^li"""gsrath ^^ U^bei terd iffe« in ,<,! o?" London hat sich mit Rücksicht auf die t°mme,^. Ü.«^" ^"^ zum empfindlichen Ausbrnche Alb^ .Dlfferenzru zwischen dc» Arbeitgebern uno 3,^,' "" "n Versöhnlingsrath gbiloet. in welchem die den n ^ ^""ten sind durch Cardinal Manning, l,'.""mayor Sir Henry Isaacs. Sir James Whitens ^wesenen Lordmayor. Sir John Lubbock. Prä-Vi« «! ^" Handelskammer. Sir Albert Rollit. Sir S°m. l ^""ett.Narringtou. Mr, P. K. Causton. Mr. n°? ^ M°ntaqne. Mr. S. A, Vowlton. Mr.H. O.Ar. IW M ^!' ^'' E. H. Earbut und Kenrie V. M.r-b'it'pr ?^?" ^^b zusammentritt, so sollen die Ar« sein «3? '3 durch zwölf ihrer Genossen vertreten ausül, c 5 soll keine schiedsrichterlichen Functions trnd.n m'°"^nl die Aufgabe haben, die beiden streik ^,l^ , ^"""' zu einer gütlichen Verständiqung ein-dabin ^ "^ ^'' d'rselben mitzuwirken. Der Rath wird comi / - /"' d°ss jeder Gen.erkvcrein ein Versöhnunqs. abb«, "?'^ Diese Institution köunte bei voller Un-°M'Wke,t recht segensreich wirken, del'^lblen und Bulgarien.) Die «Corr. Nmp? behauptet, der Abbruch der diplomatischen voll'^'"gkn Mschen Serbien und Bulgarien sei eine brschXn ^"^/' Die serbische Regie-nng habe Äa^fp ' ^^'" eines serbischen diplomatischen lH '"' u»t) Generalconsuls in Sofia unbesetzt zu «nr' ^" d'es ein Erfolg des russisch.« Gesandten llmi^ -" Wen Bulgarien in Belgrad ebenso 7^ ^ H'trovu von Bukarest aus. der i).)? "tin) scheint man Ernst mit Einhaltung Vtiisi... ^ ^"^^" au wollen, dass die Staatsfabriken der '^""'"w" bezüglich der Sorge für die Wohlfahrt NnMfr " ^"den solle.'. Vorgestern hat der Kriegs-dun a« '" c^^ Spandaucr Munitionsfabrik, begleitet Devutaii Departement«,Ehess. mit einer Arbeiter berathen "^" Errichtuug von Arbeiterwohnungen schilder?^m°"d) Ein Lubliner Bericht des «Czas» '"hoiil^, ^"'ulgungen. denen Belenner der griechisch, sind ?". ?'^' (Unierte) in Russland ausgesetzt ""t. w ü >."' ^"h'l'lngen sind Gendarmen rinquar^ b"rch ,^?.?^ Z'lsammenwohnen von Eheleilten. die ^en ?^l,sche Geistliche getraut wurden, nicht zu-Malz '^'" l°nge sie sich nicht von einem Pop.n aber-li'cher ^""'.l°ss"l Zahlreiche Kinder griechifch-katho» Eitert, '"en bleiben infolge dieses Verfahrens ohne tag un^"ä«l'schel Gctreidezoll.)DerSams. wretnip ^^^^^^ des Ackerbauministers zusammrn-^Usake ^<^ «lgricultlurath in Paris hat folg«ndc ««f H^Wossen: Auf Mais in Körnern 3 Francs, ""g'scha t. ^ .""d Maismehlfabrikale 5 Francs, auf ^chälw, w ^^ ^ Francs nnd anf gebrochenen und ' 'I Nels Wie Reismehl 8 Francs, ^che Kr^« ^!^'s «us Serbien.) Der fer. stellen S^""^r "^licte eine Musterung aller be-?U' N.m. ?^"-^"^n und dritten Aufgebots an. ^kklb ", ^^'5"ug der serbischen Armee mit ^>nmf,n,. . . .^"^cken. graue,, Pantalons uud (A n?^c l?l beschossen sein. Aschen m«./^^''l'l') "ird von einer Schlacht !D^ "las Alulu, dem rebellischen Häuptling von ^rikarri^ "'^ Woss sich einer Expedition von /"Mich., ?a °"' ^'""^. in dem gefahrvollen, abm-^'"es^' n. " des Forscher« das heiße S.hnen i'llämvfen ^ "^ """" unerreichbaren Glück nicder-°"dau^no'e «"^ """ ^" ^hre fort gewesen, als ^^zutchren n.^ 3^'^ '^' ^^' "ach Europa ^» so «'^' '"° da er nun einmal dem heimatlichen ^>i ein«, m ."' ^'"'s er nach Kings-Dene, wo versah ' ^"er auch Natalie und deren Gatten 3'b dr?^n??" ""d acht Mon!te sind dahingegangen. ?"wood . ^'^ Sonnenschein eines Maitages liegt auf ^"gendcn az . dessen im vollsten Blütenschmuck ^ Naln»i^ ' " beglänzt auch den vollen Wipfel °" die ' b?'s. unter welchem auf einer Garten- '^lähnaen " ^""" ^°" Lynwood - Hall sitzt, ihren Sohn Ralph bewachend, der zu ^deruna ^"^V^angenen Jahre haben keine Ver-'^N und l.f.. ' . "^ hervorgebracht. Hold und ^ er t, ^'^.'^ lie noch immer; aber eme .^ Gesicht ,i V^de ^t sich daznqesellt; auf fremd war.^ '^ "n Ausdruck, der demselben soosi y' ""er d?m Q^' "" den Adrienne dachle. als 3'^"' bewacks^"""' des Nnssbanmes sitzend, ihren gew^ugttomme'. s^' ""sste. dass er in Kings-gewesen. "en set. aber er war noch nicht bei ihr Plötzlich f 5 " l"l)l ^ h^a. von ihrem Sitz anf/denn Tigr^. und dem Seyum des Kaisers Menelik berichtet. Ras Alnla soll geschlagen und schwer verwundet wor» den sein. Tagesnemgleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol und Vorarlberg» meldet, der Ge-meinde Morter zur Restaurierung d^r St..Virgilius< Kapelle 100 fl. zu spenden geruht. — (Lehrplan für Gymnasien.) Diebehufs der Reform des Lehrplanes an den Gymnasien nach Wien einberufene Enquete hat ihre Arbeiten beendet. Der bisherige Lehrplan wird unwesentlich abgeändert. Die Chemie soll als selbständiger Gegenstand tradiert werden. Das Lehrmaterial der Naturwissenschaften soll ander« ein. getheilt und die mathematische Geographie in Verbindung mit der Physik vorgetragen werden. Die Dispens von der Physik und Geschichte bei der Maturitätsprüfung soll in Hinkunft beschränkt werben. — (Ein amerikanischerZeitungspalast.) Die Newyorler Zeitung «The World» erbaut sich, wie von dort berichtet wird. einen Palast, dessen Kuppel die Höhe eines respectablen Thurmes erreichen soll. Das Gebäude, dessen Herstellungskosten sich auf etwa fünfzehn Millionen Mark belaufen, enthält sechs Doppelstockwerle. ferner im Kuppelbau noch sechs weitere Etagen, so dass das Ganze als ein achtzehnstöckiges Gebäude ausgehen wird. dessen Herstellung die Schwierigkeiten des Pariser Eiffelthurmes überbietet. Die Gesammträume sollen von der Redaction. Expedition und Druckerei in Anspruch genommen werden, und selbst in dem Kuppelbau sollen Maschinen zur Aufstellung gelangen. In den höchsten Räumen wird eine von sechs Astronomen zu leitende Sternwarte eingerichtet werden. — (Hilfs verein «Austria» in Fra n lfurt.) Der bekannte Komiler Herr ll. V. Grün, Sohn des hiesigen k. l. Professors i. R. Herrn Grünwald. wirkt seit acht Jahren als Komiler am Stadttheater zu Frank» fürt am Main und ist außerdem Präsident des dortigen üsterreichisch.ungarischen Hilssvereines «Austria». Herr Grün war in den letzten Tagen in Wien, um geeignete Schritte zu unternehmen, damit dem humanitären Vereine, welchem er vorsteht und der sich zu wiederholtenmalen in rühmlicher Weise hervorgethan hat, eine Subvention von Seite des österreichischen Heimatsstaates zutheil werde. — (Eine leuchtende Kanonenkugel) ist von einem russischen Officier erfunden und von einer Commission dieserlage in Russland geprüft worden. Diese Kugel soll, wie die «Army and Navy Gazette» meldet, hauptsächlich zum Cclaireurdienst im Seekriege verwendet werden. Ein Probeschiehen hat ergeben, dass der Licht« effect des Geschosses, um eine feindliche Flotte bei Nacht beobachten und beschießen zu können, bedeutend intensiver ist, als die Leuchttraft der bisher angewandten elektrische» Lichtkegel. Verheerend wirkt die seurige Kugel, wenn sie selbst in ein feindliches Schiff einschlägt; beim Anprallen an einen festen Gegenstand zerplatzt das Geschoss, und die nach allen Richtungen auseinander fliegenden glühenden Melalllheile sind angeblich imstande, das ganze Schiff in Brand zu sehen. — (Auswandernde Glasarbeiter.) Nach den Erfahrungen zahlreicher Auswanderer, z. B. der Tril'stiner Slovenen unter ihnen, ist zwar Brasilien kein sehr verlockendes Land und dürfte nach den staatlichen Umwälzungen der letzten Zeit dem Lolonisten und sie sah ihn über die Wiese auf sie zulommen — ge^ wannt, noch etwas leidend mfolge der erst kürzlich übcrstandenen Krankheit, aber mit derselben vornehmen ritterlichen Haltung, demselben muthigen, stolzen und furchtlosen Gesichtsausdruck von einst, der, als sie ihn zum erstenmal gesehen hatte, auf sie einen so unauslöschlichen Eindruck gemacht hatte. Er trat auf sie zu. ergriff ihre Hand. und einen Augenblick lang standen sie sich beid^ stumm gegenüber, mit der mächtigen Erregung kämpfend, die das Wiedersehen nach so langer Trennung in ihnen hervorrief. «Sind Sie froh, mich wiederzusehen?» fragte er endlich. «Ja. sehr. sehr froh. ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich es bin!» erwiderte sie. Seine Blicke fielen auf den kleinen Knaben; er »ahm ihn auf deu Arm und küsste ihn. «Das ist Ihr kleiner Sohn?» .Ja. ist er nicht ein prächtiger Jung-'?» rief sie. das Kind mit dcm leuchtenden Blick stolzer Mutterliebe anschaueud. Lionel herzte das Kind eine Weile; dann kam seine Wärterin und trug deu kleiuen Erben fort. Lionel war mit Adrienne allein. «Sind Sie froh. wiednr in der alten Heimat zu sein?» fragte sie. in tnr ihm wohlbekannten Weise mit einer Blume spielend, die sie im Gürtel trug. «AuS mehrfachen Gründen bin ich sehr froh darüber.» versetzte er. «Ich habe mich innig gefreut, mei-nen Vater wiederzuschen. und Natalie —» (Schluss olgt.) ! fremden Arbeiter noch weniger Sicherheit und Freiheit versprechen. Aber was thut nicht der Hunger? Und die Glasarbeiter im Gablonzer Vezirle hungern bekanntlich; so werden denn siebzig meist dem Glasarbeilerstande angehörige Familien jener Gegend mit dem am 25sten d. M. von Vremen nach Brasilien abgehenden Schiffe auswandern. — (Billard . Turnier) In dem Billard« Turnier, welches am 12. d. M. zwischen den Herren Franz Et scher und Alois Kaufmann im Casi Parsifal in Wien begann und bis zu 2000 Points gespielt worden ist, hat Herr Etscher den Sieg davon« getragen. Der Sieger machte folgende Serien: 118, 138. 146, 193, 217 und 248. Der Durchschnitt per Stoß beträgt bei Etscher 47 Points, bei Herrn Kaufmann 46'/, Points. Der Sieger >hat Herrn Kaufmann eine Revanchepartie angeboten, welche von diesem angenommen wurde. Dieselbe wird im Monate März im kleinen Musik» Vereinssaale gespielt werden. — (Drehkrankheit der Hühner.) Eine neue Hühnerkrankheit ist aus Marokko in Siidfrankreich ein» geschleppt worden. Die Hühner^bekommen eine Art Dreh» kranlheit und bewegen sich immer im Kreise herum, bis sie zuletzt todt umfallen. Um die Weiterverbreitung dieser Seuche, welche ansteckend ist, zu verhindern, find auf den französischen Märkten strenge Maßregeln getroffen worden. In Marseille wurden, wie der «Praktische Landwirt» meldet, bei einem einzigen Händler 1400 Hühner konfisciert, getödtet, mit Petroleum begossen und verbrannt. — (Per Zar als Grundbesitzer.) Der Be-Herrscher des Russenreiches ist der größte Grundbesitzer der Welt. Der Umfang seiner Besitzungen beträgt über 50 Millionen Hektare, eine Ausdehnung ungefähr von der Größe Frankreichs. — (Schreckliche Lynchjustiz.) Newyorl, 14. Februar: Zu Erawforbsvilla wurde ein junges Mäd° chen in der unmittelbaren Nähe ihrer Wohnung von einem Attentäter überfallen und ermordet. Die Nachbarn verfolgten den Mörder, holten ihn ein und führten ihn zur Leiche des Opfers zurück, wo sie ihm mit einer Axt die Arme, Veine und den Kopf abhieben. — (Ein einfacher Name.) Der englischen officiellen «Gazette» zufolge hat die Königin von Eng» land zum Mitglied des gesehgebenden Körpers von Ceylon den nachfolgenden Herrn ernannt: «Panabolle Samafta» wilrama Karunatilale Abheyawardene Bnuwanaselera Iayasunbara Mudiyanselage Tiliri Vanda Ralemanat» meya.» — (Hinrichtung.) Zwei Individuen, welche im letzten Sommer die Witwe Sismanov und ihre Nichte in sehr grausamer Weise ermordet hatten, wurden Samstag früh im Hofe des Centralgefängnifses in Sofia in Gegenwart einer großen Menge Zuschauer hingerichtet. Ein dritter Mitschuldiger wurde zu fünfzehn Jahren Zwangsarbeit verurtheilt. — (Eine schöne Gegend.) Am Visse aiftiger Schlangen starben im Jahre 1889 in Indien 1165 Menschen und 81 Stück Vieh. Von Raublhieren wurden verschlungen 65 Menschen und 2252 Stück Vieh. Die indische Regierung zahlte 12.754 Pfund Sterling für Tödtung von 389.472 Schlangen und 961 Raubtieren. — (Selbstmord eines Defraudanten.) Aus Budapest, 14. d. M.. wird gemeldet: Der gewesene Secretär des Vudapester Nationaltheaters Csepreghy, der in der Defraudationsaffaire betreffs des Pensions-soi'ds des Theaters verwickelt war, hat sich heute mittags erschossen. — (Muthig.) A.: «Ich sagte ihm, er wäre ein Schurke.» — B.: «Das war muthig, er hätte Ihnen das Genick brechen können.» — U.: «Ich sagte es ihm durch's Telephon.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Kaiser haben der Gemeinde Unterlag für die dortigen Abbrändler eine Unterstützung von 500 Gulden aus der Allerhöchsten Privalcafse zu bewilligen geruht. — (Der Verein der Aerzte in Krain) hielt jüngst in Gegenwart von zwölf Mitgliedern eine Monatsversammlung ab. Nachdem das Protokoll der letzten Generalversammlung verlesen und dahin richtig« Mellt worden war. dass betreffs des Antrages des H^rrn Dr. Keesbacher pcbo. Löschner» Stiftung die Worte «als zanz selbstverständlich» wegzulassen seien und dass es bei der Erwähnung der Vereinsovationen des Jahres 1889 install «des fünfundzwanzigjährigen» richtig heißen müsse «des vierzigjährigen Dienstjubiläums des Collegen Saurau in Radmannsdorf». erhob sich Regierungrath Dr. Va-lenta dankte für feine Wieberwahl zum Obmanne u„d vidmet/ dem leider viel zu früh dahingeschiedenen Ver-'insmitgliede Stadtphysikus Dr. Avelin Roblel emen varmen Nachruf, während sich die ganze Versammlung .um Ausdrucke ihreS Beileides von den Sitzen erhob; veiters verlas er ein Danlschreiben des auswärtigen Mit->liede« Landesprotomedicui Dr. Joses Kallivoda von Hallen stein in Agram für das demselben anlüsSlich eines 70. Geburtsscstes dargebrachte Glückwunsch» Laibacher Zeitung Nr. 40.______________________________________318__________________ ____________________18. Februar 1890^ trlegramm. Nach Erledigung einiger interner Vereins-angelegenheiten leqte dl'r Vereinssecrctär Dr. Prossinasscz ein vom wirtlichen Mitgliede Dr, Vock übrrsandtcs Geschenk für die Vibliothck (zwei wertvolle medicinischc Werte und drei Scpar«tabdriicke eigener wissenschaftlicher Publicationen) der Versammlung vor. Hierauf hielt Primararzt Dr. Dornig seinen angekündigten Vurtraq über die Therapie der Syphilis mit paren« chymutösen Injectiouen von unlöslichen Quecksilber-Präparaten, insbesondere rtg. «lllis^licum, demonst ierte das von ihm unter streng antisepnjchi.'n Cautelen durchgeführte Verfahren und constaticrte die durchwegs befrie« digendcn Erfolge. Der Vortrag wurde mit großem Vci-fllUc aufgenommen, ebenso wie der nun folgende Vertrag des Professors Dr. Valcnta über das praktisch so hochwichtige Thema der Behandlung des Abortus in den ersten drei Monaten; auf Grund zahlreicher Veobach tungen constatierte letzterer vor allem andern die Häufigkeit des unbewussten, vun den Patientinnen gar nicht geahnten Abortus, auf die diesbezüglich ernsten Pflichten des Hausarztes in profthylactischer nnd curativer Richtung hinweisend, dabei zunächst ein allen Indications Rechnung tragendes, im allgemeinen exsftectatives Verfahren, schließlich speciell laut seiner Erfahrung zur endgiltigen Ausstoßung dcs gelösten Ovums die zweckmäßige Verwendung des prsium alxiomiilal« als vorzüglich ausgezeichnet wirkendes Mittel anempfehlend. Der ebenfo interessante als lehrreiche Vortrag wird in den «Memo-radilien» in ext>ou8o veröffentlicht erfcheinen. Alls Ein» leitung zu der nun auf der Tagesordnung stehenden Discussion über Influenza skizzierte Regierungsrath Dr. Keesbacher in großen Umrissen den bisherigen Gang der Pandemic, berührte kurz die wichtigsten Beobachtungen und bezeichnete schließlich als Ausgabe des Aerztevernnes die Erörterung nachstehender Fragen: 1.) Wie ist das Wesen der Influenza ? 2.) Wie verbreitet sie sich? 3.) Wie lange dauert die Incubation? 4.) Welche Therapie und Prophylaxis? 5.) Welche Complicatio«en wur« den in Laibach beobachtet? Die Discussion, an welcher sich außer Dr. Keesbacher noch die Doctoren Panß, Schuster, Nalenta, Thomitz, Vosl'jal, Prossinagg, Zupanc, Dornig und Koptioa betheiligten, bewegte sich hauptsächlich um die Frage, ob lediglich ein Miasma oder auch ein Eontagiu« als äthiologisches Moment anzunehmen sei, wobei die ganz interessanten Wahrnehmungen bei einzelnen Hausepidemien (Keetzbacher, Valenta, Prossinagg), im Zwangs« arbeitshause (Vosnjal), im Inquisitionshause (Schuster), im Wippacher Bezirke (Iupanc), auf der Südbahn» strecke (Thumih) die Annahme eines sich reproducieren« den Contag'ums neben dem intensiv und extensiv mächtigen Miasma nicht absolut auszuschließen ge« statteten. Vei der Fülle des theils vorgebrachten, theils noch angemeldcttl! Veobachtungsmateriales, insbesondere in Vezug auf die Eomplicationen, und wegen weil vorgerückter Stunde mufste sodann die Discussion abgebrochen werden mit dem allseitigen Wunsche, die Fortsetzung derselben auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung zu stellen. — (Philharmonische Gesellschaft.) Da« vierte MitgliederConcert der philharmonisch?« Gesellschaft in Laibach unter der Leitung ihres Musitdnectors Herrn Josef Zöhrer und solistischer Mitwirkung der Frau Theresina Schuster-Seydel, Violin-Virtuosin aus Wie», und des Herrn George Hladnig, Concertsänger aus Wien, findtt Freitag, den 21. Februar, im land« schaftlichcn Rcdoutensaale statt mit folgendem Programm: 1.) I.S.Bach: Concert l>.ruoll) für die Violine mit Begleitung von Streichinstrumenten. Cade'nz von Iofef Hellmesberger, vorgetragen von Frau Theresina Schuster« Seydel. a) Xllv^ro; b) ^näHnty; e) ^.Ilexro »ggai. 2. a) R.Wagner: Erster Gesang Wolfram« aus «Tan-häufer», b) H. Esser: «Die Reue», für eine Baritons» stimme mit Clavierbegleitung; gesungen von Herrn George Hladnig. 3. a) L. v. Beethoven: Romance (r-ckir), d) I. Brahms-Joachim: Ungarischer Tanz. für Violine mit Clavierbegleitung; vorgetragen von Frau Theresina Schuster-Seydel. 4. 2) C. Lewy: «Der letzte Gruß», d) Jg. Brüll: Arie aus dem «Goldenen Kreuz», für eine Baritonstimme mit Elavierbeglcit.mg; g?s'/:,gell von Herrn George Hladnig. 5.) C. Saint-Sa,"n6: Int,rolctlon ot Itouilo eavriceioso, für die Violine mit Clauierbegleitung; vorgetragen von Frau Theresina Schuster Frankreich im Jahr..' 1887 drchende Kriegs' gefahr alizulengmu. General Voulana/r selbst !M zmichaüden, anfangs 1887 und anläßlich drr Sch^ belc-Affaire den Krieg a/wollt zu haben; auch Goblel habe erklärt, dass ei zw imal den Krieg uerhiildeltt. Die französisch',! Staatsmänner haben sich an ?ie Thatsache gehalten, dass die Ne-chsta.Mlchcheit reatt-rnngsfeindlich war. Erst die Neuwahlen belehrten Frankreich vun der Stärü' des natiolialm GcdaMt" in Neutfchland. Das dmlsche Volk w^rdc dies bedenken. Paris, 17. Februar. Das «XIX. Siecle» meldet: Prinz Napoleon habe die pwj"ctl?rtt Orientreise »'^ ful^e des Zwischfalktz mit dein Herzog mm Ollla!>' aiifgeqeben. Wie verlaut t, fei die jetomislisch-bonap^ stlsche Partei echchlosse», die Nuyalisteu Partei auf d" energischest,' zu bekämpfen. , Madrid, 17. Februar. In der K-.nnnur lmn^ cine Interpellation eulqebracht inbetteff dcö vui< ^'^ land projectierten Vaues eines Canalä bei Oibra^ und der Manöver dt>r eil^l,schen E^cadie bei tn» ^' narischen Inf^li,. Die Regierung antluorlet^, si,,' tvel° sich in ihrem Vorgehen energisch zeigen. Verstorbene. Den 16 Februar. Maria Lnlardi, Inwohnerin, ^H Thratcrqasfe 3. Tnbrrcnlose. — Ivan Touinc, Condlic»^ Sohn, 2 I., Maria.Therssien-Strasie Ul, Meninniti^-Am'"' Olep, Zimmermanns-Tochter. 10 I., Hasnerstei.i l2, TU"^ culose. — Sebastian Viichclr, Zwän^linss, u"X Den 1,'. ssebruar. Vlas Suster, Arbeiter, v^ ^ Lnngenlähmnng. MetcorolWsche VcollachtuuM lu ^ailiani^ 5 rZ ^Zd §Z _,,. «„sich! <^s >Z «?L ßZ^ 3" wind be« Himmel« Z^ 7 UlW "740 7^—7^, "n7in^still " halb heiter gg l?. 2 . N. 740 5! 2« NO. schwach heiter " 9 » A. 741 4 l—1« NW. schwach heiter ^. Heiterer Taa,, sternhelle Nacht. Das Tagesniittel der Te^ ratnr —2 1° um 18« unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naa,lic. ^-ü? Ein Vertreter ^ für den Laibacher Platz >mrd r>on einem bestrciwmN''^, Wiener Vanthausr gcsncht. Natrnlo^ Agenten an^grsch'^ Offerte unter «Verlreler 1000» an die Annoncen.EMdilA Heinrich Tchalel, Wicu. (?09) l>^ M Danksaqunq. D ^ Für die vielen Beileidsbezena. un^en ob des U^ M erschlichen Verlustrs der ünnMel irbttn, unuergess' ^ lichen Mntlcr und sur die allseiliqe, liberals a^ M und deshalb sehr trostspendende Theilnahme «"'>."' M Begräbnis derselben erlaubt sich Gesertisstcr w Wl seinen» nnd im Nam?n seiner Aua.ehmia.en nuc" M den herzlichsten Dank mit dem aujrichuqste" ^»^ W> rufe: «Verssclts Gott!» öffentlich zum Ausdr»"t M zu bringen. W Mitterdurfbei OoNschse am 12. ssebruar l^' > Ootthclrd Moth W (71l)) _________Viarrcc. M Bei dem plotzlichni, tiejschmerzlichen V^lm^ > HI Nüsl^cr innigstgcliebten Gattin, bezichuiui^!"''" M ^ Mnüer, Schwester und Tante, der Frau W W Antonie Somnitz geb. Wodil > ^ sind un^ so uiele Veweise aufrichtiger und h^l'^ W ^> Theilnahme zugelommeu, dass wir uns ^'^ , ,,.,i M M Pflichtet filhlcn/ hiefür wie fiir die uickn 1"i"^,, W Kranzspenden und die zahlreiche Aelheil'sslU'l!^ W ^ dem LeichcnlicBn<->n>ssc, insbesondere aber deu "' ^,, M ^ Sängern des «Laibacher deutschen Turm"»"" ^ M W> sowie allen werten Freunden und M'Iannk'ü, U> « UI aufrichtigsten, tiefgesiihltrsten Danl auc > Tic ttlNlMldcn Hiutcll>licbe>lc>l^> 319 Course an der Wiener Börse vom 17. Februar 1890. n«« dem oMen«, «»«r«^«« Veld Ware Etaats-Aulehcn. Ne"^^°'"°'e' «5c. st' .U"" '»«4« s.„«..r' ^""ltel 100 st. ,4» «k!i44'- . " ^tlllllOlosc . , l1 90 10» 10 ^5"«tler»e »lsenbahn-e«ulbvtrl««ibuun?«. °,°" ^''b'«lnl.,lt<>ft.»,W.V. 11St>., 117-- °'°, O^i,.,^"'"' ^''"' ' »"« "«l« ^<° ^' ?.'^"°ntul ft. 12? 7b 1Ü8 Lü Velo «iarc GrundenN.-Ol>liylltionrn sfür ION fi. «M.), 5"/„ „allzlsche...... 104 85 1N5 «z .v/„ mshrische...... 1UV5» 110 — 5"/o Kraln und Klistenlanb , . —'— —' — ö"/„ nisderüsleirelchNchc . . . 10« — l ia Lb 5"/„ steilische...... --— --- 5^/„ koatische und slavonische . lNb — —-— ü"/l, sicbcnbulllischt .... —'— —-— b"/n Temesrr Vana» .... — — — - ü'/n ui,ünriscl,s...... 88 L0 89 »> Andere össcntl. Aulchen. Donau Neg.-Lose 5°/« 1l»u fl. . lll — I»» — dlo. «l,.le »l» <<>6 — Plllm..»lnl. b. Gtadtaem, Wien ,44 — 144 l>" U»rIe„baU'«>ilel,en verlo«, !>" „ ',!«'— 9» !>s> Pfandbriefe (lül 1<>u fi.), «odeucr. all«, «st, 4°/„ . . »7 85 118- dto. » 4'/,",,,. . . 10!'- 101 50 bto. . 4°/„ . . . »88s> 987N bt«. Präm.-Vchuldoerschl. »°/o 108 »5 1»»75 Lest. Hl»polhelenbanl ioj. b<1°/, 101 8?> 10« »5 Oest.unn. Uaul Verl. 4'/,°/° - 101 «5 Kl 75 drlto » 4"/, , . 100'— 100 4<> bettn 5»jähr, . 4°/„ , , 1ü0'" 1»« 4« Prioritiits-Obligationen 1<»<> st,), stcrdina»^ «urdbahn oo 80 i»i'40 WalizOchf Karl ^Ludwig.Bad« , 18»! «00 st. O. 4'/,°/° . l0U »o lO0?N Geld Ware Oesterr. Norbwestbahn . . . l<»7'30 «07 90 Lllllllsbllbn....... 198 — 194 — Lüdbahn ll 8«/l,..... 148ü<» 14!« 2°> » ^ 5°/^ 11» «r» ,L0'4s> Una.^allliz. Vahn , , 101 90 108 50 Divrrfe Lofe spei Stilcl) «rebltlose »00 st...... 183^0 1 »4 5N Clarl,-«os, 40 ss...... z« _ 5g_. 4"/f Donau-Dampfsch. INN »l. . iz7__ izn — Lalbacher P:Hm.'«nIeti. A> »l. zz-_ 24 __ Osrnrr Lose 40 fl..... 5,^ »,.^. PalNv llose 40 fl...... ^?.^, ^.,. Nothn, llTeuz. «st. «es. v. i0fl. <» ^ ,, ." Ealm^olr 40 st...... '3 33 k3.^ Et..Ven°!».«ose 40 st. ... ^" ?°^ Waldstein-iiose iw ss..... A»'. ?/^ Müdisch-Hräh L°le 20 si, , . !l.1I 3!." «cw,°Sch, d,»^Präm,.Tchuld. versch b. VodencredltanNa» , ,7„ ,« _ Vllnl - Nctien (per Vtücl), ?Ingl°'Oest, Vanl»00 st, u,^ «. ,g« »u ,«7 3» Vanlverr!». Wiener 100 st. . . „5 4« 1«« — Vbncr..!Nnst, «st, 80« st, E. 40»/, «,?- !z,8 — /z 75 825 25 (5rrd!a»l, Äll«, li!,g, U00 fl. , 3i1 75 l<58 «5 Dsposiimbanl, «llg, i!0« fl. . z„5'?>0 ^«»6 — mptr-«es.,Nt>rösl. .',00 fi, . 5UU - 59» — Giro »ä.isscnu., Wirürrzuofi. »1«'—X1650 hhpotl^elrnb, ösl. »UN U. z»b°/,». 71 bO — — Velb Ware Löüderbllnl. «st. »00 fl. «. . . 88» 40 ü39 »0 vesterr, unaar. «an! 800 st. . »3l — ^z»-— Unionbc»,! »00 st...... »S<> Lü ll«0'5N Verlehrlbanl, «ll«. 140 fi. , . I«3 50 ,«4 50 Acticn von Transport' Unternehmungen. iper Gtü, «llbrechl-Vahn »W fl. Silber . 58 — 59 — NNöld-sswman, Nahn 2fl. 3. 808 — »<>» KU Vöhm. Nvldbahn 150 N. . . .814 — 815 — . «LeNbahn »00 st. . . . 38i'— 384 - Vuschttehraber Eis, 500 fl, IV». IU59 inß < dtv. M. U) »M fl. . 485 — 487'— Donau. Dampfschifffahn > «es., vefterr. ?><» 8»>55> Val.Carl-Uudn,..«. 200 ft, »M. 18» 85 I9U 85 Lemb.»Czernow.. Iassy»Eisen» b-8<9'5" Lüdbal,!! 20» fl, Silber . . , 184 ?b l»5 - Viib ^llrbd.iljslb,°V.»oufl,LM. 170 50 171' Iraniway Ves,.Wr.,170ss,e. W. — .- — — » neue Wr., Prioritüt». Llcrien 100 fl...... 99 50 9» 75 Un,..«allz. »isenb. »00 ss. Lilb« 1l»i — 195 t,^> Geld Ware Ung, «ordoNbahn 20«ss. Vllber !9l — 19» — Ung,WeNb.Mllab'»lllz)»0Ofi.V »«3 b0 194 i0 Illdustrit'Actlen lver Stück,, «auaes, «llla. Oess. 100 fl, . 8b'— «?'-Eaydier »tlen» ünd 3tahl»Ind. w Wien 10» N...... 9»- . 98 — Vtlenbllhnw.-litiha,, »rstr, »<>N. 98— 94 — ««lbemühl», Hjapierf u, V,'«, u, .. 59 — liiestnger Vraucrei 100 fl, . , htz-- 97 — Montan'Vesell., »fterr-alvine ll»« 40 1<»8 80 Praaer 415 - Slllao'larj. Steiillohlen »0 st. 478' - 48« — «Schlvalmühl», Papiers. 200 st. »07 — »09 — «3teyrermühl»,Pap«9 50 Irifailer »olilenw,°Ve!. 70 st. . 146- - 147' — i»afsens.>»..Otft,inWieni00fl, 45»— 4<>« -iLazgon.Ltihanst.. Ällg, in Vest 80 fl......... 85'— 87'— Vr. UauaeseMchalt 100 ft. . . 8^ 85 «» — islenerberaer Zlegel Nctten-Gtl. 174 — 174 bn Devisen. Deutsche Plätze..... > b« <»5 58 »0 lilmdon........ l!» »5 i»9 !,» <^8l0