Deutsche Macht (Arüher „Mier Zeitung"). |t»ca SmiitM >1» tiuU| »,!,<»< u«b teilet fit «>ll> mit F-st-ll--, >»« H°o« «.»llich st. -.56, MciuiMti« (l. 1.50. (I. «aaiUtrif «. «.—. TOlt V- l teldttdrt, ß. ut, «. ».44. t*t dni«I« Minatt T h. I»ltr». RrWrttf* Hert»>. X. MatitttntlM Htta|nt a>ck> t*rUOTJeit btl Friedens. Wer den Bestand dieses Bündnisses nicht wünscht, läßt sich von nationalen Sonderbestrebungeu leiten, ist verblendet oder ein Feind de» Sesamuitvaterlandes. Traurige Thatsache ist. daß unserer Landwirtschaft durch das russische und überseeische Getreide große Gefahren drohen. Die Getreide-tot) HoUzölle versperren unseren wichtigsten land- und forstwirtschaftlichen Produkten das deutsche Absatzgebiet; die Beseitigung der deutschen Zollschranken bedeutet daher eine« großartige« Vortheil für vnsere La«d»irthschatt; leider kann dieser nicht sogleich eingeheimst werden, weil manche österreichische Industrie darunter leiden würde und noch andere Hindernisse bestehen. Allmihlig Zustände anzubahnen, in welchen die «irthlchattlich gebotene Zollvereinigung mit Deutschland bei voller Selbstständigkeit beider Staaten durchgeführt werden kann, haben sich die Teutsch«Liberalen zur Aufgabe gestellt, sie haben dabei n«r das Interesse des Süerreichische« Materlaades im Auge und »vr nationaler Hgois-»»5 Sann dem Skerreichische« ^andwirtß zumutben. auf seine« Vortheil für immerwährende Zeiten zu verzichte«. Thatsache ist, daß die Deutschen Oesterreich gegründet und erhalten haben. Nun sollen sie für die Polen nicht nur zahlen sondern sich von diesen auch Gesetze vorschreiben lassen; den polnischen Einfluß zu beseitigen, ohne den Staatsverband zu zerreißen, ist ^Cicht jedes für das cheteihe« des Helammtäaates besorgte« Patrioten. Thatsache ist endlich, daß alle Söhne des Steirerlande» seit sechshundert Jahren treu zum Reich und zu ihrer engeren Heimat standen; wer daS Her; hat, an diesem uralten Verband zu rütteln, hat kei« Her; für die Keimat und darf nicht mit den Gefühlen für dieselbe flunkern. Mitbürger! Rechnet nur mit Thatsachen und laßt Euch nicht von gleißnerischen Versprechungen blenden. Bäötet einen Wann von deutscher Hefinnung, der immerdar für Iortlchritt und Gerechtigkeit, für die Wohlfahrt und Euttur seiner Keimatgeuossen, gegen Lüge unb Korruption, für ein einheitliches, mächtiges Helammt-Hesterreich und für die nngetkeitte Steiermark eingetreten ist. Wählet einen ganzen Mann! Wüßtet den Sohn der Keimat, unserm bewährten Dr. Richard Mregger! Das Wabkomits. 2 Kor dem Wahttage. Zu keiner Zeit noch boten die Wahlen in Oesterreich ein Bild wie die jetzigen es j-igen; in grellen Farben steht eS vor unS, neben den, hellen Lichte unvermittelt der tiefste Schatten; Zukunft und Vergangenheit, Ausklärung und Finsterniß ringen mit verzweifelter Krastan-strengung, leben wir doch in einer Epoche, in welcher sich dir Mächie der Vergangenheit drohend erheben, um der Zukunft das bereits gewonnene Terrain gewaltsam wieder zu ent-reihen. Sie alle schaaren sich zusammen: der seudale Adel, welcher um die verlorenen Pri--vilegien weint, reicht auf den Trümmern der-selben die Hand der unduldsamen Clerisei, welcher ein aufgeklärteres Volk nur mehr wider-willig Gefolgschaft leistet, in ihrem Dienste beugt sich als fügsamer Knecht der nationale Fanatiker, ist doch der Träger der Freiheit und Aufklärung, der Deutsche, zugleich sein best-gehaßter Feind, dem er niemals verzeihen wird, daß er ihm Alles danken muß. was ihn zur Höhe der Menschenwürde hebt. Und mit allen Mitteln der List und Gewalt wird dieser ge-meinsame Gegner bekämpft; der Deutsche aber, er steht allein, keine Regierungsaewalt steht ibm hilfreich zur Seite, der deutsche Adel, die deutsche Prielterschaft sind in der vordersten Reihe seiner Gegner, und was daS schlimmste ist, aus seinem eigenen Lager brechen Ueber-läufer auS. denen entweder ein unzeitgemäßer Idealismus das Auge geblendet hat oder welche im Feindeslager höheren Sold »u finden hoffen. Nur selten und sehr vereinzelt findet sich sür die Deutschen ein Bundesgenosse, der aufgeklärt genug ist, um zu erkennen, welchen Gefahren das Vaterland in der jetzigen Strömung ent-Akgentreibl und wie cS die heilige Pflicht jedes Patrioten erfordert, sich Denjenigen anzureihen, welche sür ein einheitliches, starkes Reich, sür Moral und Wahrheit, für Freiheit, Volksbil-dung und Wohlfahrt, für die Zukunft Oesterreich» kämpfen. Was Wunder, daß sich endlich auch der deutsche Michel aufrafft, um für sein« gute Na-tionalität und in ihr für die höchsten Güter der Menschheit einzustehen. Da werden nun freilich die Leidenschaften entfesselt und eS ent-steht jenes furchtbare Ringen, welches zur Stunde im ganzen Reiche lobt. Mag es auch oft den Anschein gewinnen, als ob der Deutsche in sei-nem eigenem Fleische wühlte, wie in den Wie-uer Wahlschlachren, aus welchen hyperbolische Bulletins sogar vierzig Verwundete tragen lie-ßen. so erblicken wir in der Leidenschaftlichkeit der Wahlbewegung doch einen erfreulichen Fort-schritt. DaS Volk kommt zum Bewußtsein sei-ner Kraft und seiner Aufgabe im constitutio- I t o n a. Weithin dehnt sich die Steppe auS; soweit das Auge reicht, hebt sich kein Baum, kein Strauch vom perlgrauen Gewölk, vom tief-blauen Himmel ad; aber stellenweise leuchten im feurigen Hauche der sinkenden Sonne die gelben Blüthenkolben der Königskerze oder die rothen Kronen de» Klatschmohns hoch über den nickenden Gräsern empor, und dort, hart am Wege, lieg« ein niedriges Häuschen, die Schenke, und daneben ragte oer Balken des Brunnens in die Luft, der höchste Gegenstand auf Meilen in der Runde. Vor der Schenke ist ein Pferd angebunden, der Reiter sitzt in der Stube beim Wirth, mit dem er sich über den Preis des Borstenviehs unterhält. In der Seitenthür der Schenke lehnt ein schlankes schwarzäugiges Mädchen, das kaum sechzehnjährig« Töchterlein des Wirthes; sinnend blickt «S hinaus in die Steppe, als erwarte eS Jemand. Schon steht der gluthroth« Flammen-ball im Westen nahe dem Horizonte, da lockt von einer nahe» Gruppe Ködigtkerzen her leise ein Steppenhuhn 5 ein freudiges Lächeln gleitet über das lieblich« Gesicht d«s Mädchens, wieder ruft der Vogel und dann zum dritten Male; da streicht sich die Lauschen» daS üppige goldig« Haar von der Stirn, wirft einen schnellen Blick nach links und rechts und eilt den breit- „pt»tsche Wacht." nellea StaatSleben, eS verlangt seinen Theil an der ZtaatSregierung und durch seine Abgeord-neten regirt eS; mit seinem richtigen Jnstinct kehrt «S sich gegen die Feinde des Volkswohles, gegen Bedrückung und Korruption. In diesem Sinne vtrmögrn wir auch di« demokratischen und antisemitischen Wahlen in Niederösterreich nicht als Niederlagen des deutschen Gedan-kens aufzufassen; im einzelnen Falle kann viel-leicht der Wähler irregeleitet durch blendende Schlagworte den würdigeren Mann dem schlech-teren geopfert haben, die leitende Idee war eine richtige, sie wirkt fort, die Gährung hält an, sie wird endlich alle fremden, fanlen Theile ausstoßen, bis sich auch der richtige Mann des Vertrauens gefunden ha«, der echte deutsche Volksvertreter, welcher selbstlos nur dem Wohl des Volkes lebt. Wohl zeigt sich nicht allerorten derselbe gesunde Voltsinstinkt, in Kärnten haben die ZukunstSbahnen de« Herrn von Pino die bisher geschlossene Phalanx der deutsch-liberalen Ab-geordneten durchbrochen und in Böhmen fand sich ein Wahlbezirk, welcher den blanken Schild DentschböhmenS durch die Entsendung eines Gesellen der Schneiderpartei besudelte, eine? Häufleins jener Ueberläuf«r d«r schlimmsten Sorte, welche sich mit den Czechen verbanden, um deutsche Sitte und deutsches Wort zu ver-tilgen, um ganz Böhmen den Czechen auszu-liefern. Die gründliche Verachtung des ganzen deutschsühlenden Volkes in Oesterreich wird ihr Lohn sein, denn was sie thaten, steht auf glei-cher Stufe mit jenem Verrath an Volksthum und Cultur, welchen jjein Deutscher verüben würde, wenn er etwa hier sich von den Schwärmern für ein Königreich Slovenien wählen ließe. Wir haben dafür ein Verständ-niß, war doch vor sechs Iahren so wie heule das Bestreben unserer nationalen Gegner dahin gerichtet, einen strebenden Charakter ans unse-ren Reihen hervorzulocken, der immerhin ein schillerndes Bersöhnungsprogramm mit schönen Versprechungen entwickeln durste, wenn er nur heimlich die slovenischen Fundamenlalartikel unterzeichnete. Sein persönlicher Anhang unter den Deut-schen, Verleumdung unseres Candidaten, bös-willige Entstellung seines Programmes, und ein leiser Druck von oben auf die schwachen Ge-müther, alles wirkt zusammen, um uns eine Anzahl von Stimmen zu entreißen oder Wahl-enthaltnngen zu erzielen; dazu das Gros der echtfärbigen Nationaler. in den entfernteren Wahl-orten, welch« ja auf Commando — um mit dem „Bauernfreund" zu reden — Jedem die Stimm« geben, mag er nun Baron Gödel oder Loisa von Cilli heißen, wie gestern die Land-gemeindewahlen zeigten, — und es würde unS blättrigen Stauden zu, von denen her die Stimme des Vogels erklang. Das Köpfchen spähend vor-gebeugt, umgeht sie dieselben und im nächsten Augenblick legten sich zwei Arme um ihren schlanken 'Nacken, schüchtern schmiegt sie sich an die breite Brust eines Mannes, und ein glühen-der Küß brennt auf ihren Lippen. „Schon zweimal war ich hier," flüsterte der Mann ihr inS Ohr. „schon zweimal: Du hast lange auf Dich warten lassen. Ilona!" Sie antwortete nicht gleich, sondern blickie er-röthend zu il,m auf, dann sagte sie leise: „Herr, es kamen Gäste, von denen einer sogar noch in der Schenke beim Vater sitzt, und da mußte ich helfen." „Nenne mich doch nicht immer wieder Herr, fuge doch einfach Istvan," bat er, „siey', weit eher müßte ich Dich Herrin nennen, denn die bist Du mir in der That, Du wundersames Wesen; jeder Schlag meines Herzens gehört Dir!" Lächelnd machte sie sich aus seinen Ar-men frei und die schmalen Hände in den seinen lassend, sagte sie: „Verzeihe, Jstvan, ich kann cs nicht so leicht vergessen. w,e Du so hoch über mir stehst; Du, der vornehme Edelherr, ich, die Tochler des armen SchantwirtheS!" Er zog ihren Arm unter den seinen und ging mit ihr aus und ab. „Höre, Ilona," begann er nach einer Weile, „diese verzehrende Sehnsucht er-trage ich nicht länger, Du mußt Dich endlich entschließen. Glaube mir. Dein Vater wird sich 1885 daS brennende Mahl aufgedrückt, daß da» südlichst« Bollwerk deutsch«? Cultur in di« Hast« der Feinde derselben gefallen ist. Die Gefahr ist auch heute noch nicht be-seitigt. Sie haben lange gesucht, an manche Thüre geklopft, von der sie abgewiesen wurden, sie haben auch endlich einen Iamm ermann gefunden. Wer weiß, ob dieser ihr letzter Trumpf ist. wer weiß, ob sie in letzter Stunde nicht ein«n andern Mann auf daS Schild heb«», wir müssen auf jede Ueberraschung gefaßt sei», zeigen doch die jetzigen Wahlen, wie so mancher sicher geglaubte Sitz durch einen tückisch«, Ueberfall geraubt wurde und belehrten rnis doch die Landgemeindewahlen über die Knifft, welch« noch in letzter Stunde angewendet wur-den. um den Erfolg zu sichern. Seien wir darum auf d«r Hut und erfüllen wir All« nnse« Bürgerpflicht! Mit voller Ueberzeugung köi-nen wir Alle zur Urne treten, um unseren chi-raktersesten, durch zwöls Jahre treu bewähne, Candidaten, einen ehrlichen, deutschen Mannin wählen. Lass«» wir uns nicht von den Jan»-lhalern beschämen, weiche gegen i hre 11 «bet-zeugung nur aus ParteidiSciplin sür eine» Miha Vosnjak stimmten. Zeigen wirim Unterlande abermals unser« alte Einigkeit an der Urne. Lässigkeit wäre eine Sünde, kein Katzenjammer brächte mehr Hilfe, wir selbst hätten das Heimatland geopfert. Nur so lange unser Vertreter im Namen seiner Wähler laut Protest erheben kann gegen die Lostrennung des Unterlandes vom deutschen Oberlande bleibt die Steiermart ungetheilt. Er-heben wir durch unsere Wahl abermals Protest. Tarum auf zur Uruc allrsammt! Zur gegenwärtigen Situation. Bon W vL W«nn man die innere Lage Oesterreichs ins Auge faßt, so muß man zugeben, daß sich Dieselbe von Tag zu Tag verschlimmert, und «S entsteht die Frag«: Was soll geschehen Könnte man di« alt« österreichische Staat»-maxime anwenden, die sich in dem Setze ciu»> drücken läßt: „es könnte halt immer noch schlech-ter sein", so würde vielleicht daS ruhige Abwarten noch eine Weile Trost gewähren. Ällem diese Maxime ist nicht mehr anwendbar und das ist ein Glück. Die den Völkern Oesterreichs in einem gewissen Maße zugestandene Freiheit hat doch wichtige Folgen gehabt. ES find da-durch eine Menge Kräfte entfesselt worden, von denen ein Theil sich gegen den Einheit-^it gewendet hat. Dafür wurden auch andere Kräfte frei, die sür den Einheitsstaat Anstehen und ml je»«» den Kampf ausgenommen haben. Tie bald darein finden. d»ß Tu auf dem Edelhof» wohnst; zürnt «r auch wohl anfänglich, so wird ihn doch der Gedanke bald besänftigen, das; Tu in höchstens einem Jahr«, so bald ich auS de« Honveddienst getreten bin, mein Weid und Edle von Dessenji sein wirst." „Ein Jahr," flüsterte sie, „fliegt schnell vorüber, mein Istoan: uß uns die kurze Zeit noch warten. Was Da verlangst, ist Sünde, und würde mich entehren." Er blieb stehen und küßte si«. „Aber Mädchen," sagte er, „in dem Jahre verzehre ich mich: sieh', für Dich nur lebe ich, und wie selten sehe ich Dich und dann immer nur aus Minute». Wie im Fieder vergeht mir der Tag und di« Nacht und nur deshalb, weil Du Dich über «in albernes Lorurtheil nicht hinweg zu setze» vermagst. Wer hat ein Recht, unS vorzuschr-i-b«n, wir sollen ein Jahr unseres Lebens entsage», um de» leeren Bräuchen der Well ge-recht zu werden! Sieh' Deinetwegen breche ich mit allen mir anerzogenen Vorurlheilen, lege Dir meinen Namen, meinen Adel zu Füüen und verlang« dafür nur, daß auch Tu mit einem anerzogenen Vorurlheil brichst, daß I11 dem Verschmachtenden einen Trunk reichst, ohne den er nicht mehr zu leben vermag!" „Istvaa," sagte si- schüchtern. „Du. ein Mann, solltest nicht dies eine Jahr noch warten könnend' „Nein," entgegnete er, „ich kann nicht warten, wenn ich nicht zu Grunde gehen soll!" Dann 1885 Hauptsache aber ist. daß sich jetzt in Oesterreich wegen der freieren Bewegung der Geister die Logik der Thalsachen viel rascher als einst voll-zieht. Darin liegt eine Beruhigung, wenn man den StaatSwagen auf richtigen, aber auch eine Beängstigung, wenn man ihn auf falschem Geleise sich fortbewegen sieht. Die im Innern Oesterreichs thätigen Kräfte zerfallen in zwei Classen: In solche, die den Etaat zusammenhalten und in solche, die ihn zu l ü h m e n oder gar zu zerstören suchen. Zur ersteren Classe gehören fast ohne Ausnahme die D e u t s ch e n ; zur letztgenannten Classe gehören die meisten der übrigen Na-tionalitäten. namentlich die Tschechen. Polen. Slaven,» ,c. :c. Zu derselben Classe gehören auch die Clericalen. sowie die Feudalen. Die Regierung selbst stützt sich gegenwärtig auf Elemente, welchen der EinheitS-st a a l gleichgültig ist. oder die ihn positiv vernichten wollen; d a g e-yen wird dem Element, daS den Staat zusammenhält und zusam-menhaltenwill, mit allen Mitteln Krieg gemacht. Dies alles rührt von einem leicht erklärlichen und am Ende leicht verzeihlichen Irrthum. Man nimm» das Ge-schrei um Selbständigkeit und relative Abhän-gigkeit d r uncivilisinen Nationalitäten, die weder Macht noch Geschichte besitzen, für echt » nd für einen Appell an die wirk-liche Freiheit. Je wüthender dieses Ge-schrei ist, desto mehr glaubt man an seine Be> rechtigung. Dagegen wird die kluge, verständige und loyale Opposition der Deutschen für un-versöhnliche Herrschsucht und mangelndes Ver-ständnis des StaatSinteresses angesehen. Die Bestrebungen der Tschechen, Polen, Elovenen jc. :c. beweisen unwiderl'glich folgen-toeS: Allen diesen Nationalitäten liegt nichts am Sesammlstaal. ja, sie halten denselben für eine Art Uebel. Die Absicht ihm zu entziehen, waS irgend möglich ist, geht turch Hunderte »on Handlungen. Man sieht deutlich, daß der Ge-sammiflaat in schwierigen äußeren Lagen von diesen Nationalitäten nicht mehr bekommen wird. al£ sie ihm eben nicht verweigern können, ja daß sie seine Noth zu neuen Erpressungen ver-«enden möchten. Bon einer lebendigen Borstel-lang des SlaatSbegriffeS, von einem Gefühl, die kleine NationalitätS-Jndioidualität der gro-ßen SlaatS-Jndividualität aus Nothwendigkeit freiwillig unterzuordnen, ist bei allen die-seuNationalitäten keinelvpur zu finden. Es ist ganz gleichgültig, ob diese Er-scheinung auf größerer Beschränktheit, oder auf Hintergedanken beruht. Sie ist da. und man kann sie, wenn man die Erhaltung deS Ge-siamlstoaltSwill, nicht leicht nehmen. 2. Sammt- «ach einer Pause fuhr er bilter fort: „Oh, Ilona, fast will eS mir scheinen, alS wenn Deine Liebe zu mir doch sehr viel geringer ist. al« die meine zu Dir, da Du ein Jahr unse» rem Leben geraubt für so wenig erachtest!" Eine tiefe Verstimmung sprach auS seinen Wor-un, und zog wie ein dunkler Schatten über sein jugendlich schömS Gesicht. Da begannen ihre Lugen zu leuchten, leidenschaftlich warf sie sich o» seine Brust und stammelte weinend: „Oh, Jstvan — nimm mich — ich folge Dir — wohin Du mich führst, folge ich willig — aber jetzt gleich führe mich fort — später könnte der Muth mir fehlen." Ein Laut deS Entzückens glitt über seine Lippen, und mit den starken Armen die Geliebte umschlingend, hob er sie a»s, preßte sie wie ein Kind an sich und schritt schnell mit ihr durch die Königskerzen dahin. Die Dämmerung begann der Dunkelheit zu wei-chen, aber er kannle den Pfad genau, und stand dald neben einem grasenden Pferde, daS den Kops hebend, ihn wiehernd begrüßte. Wenige Augenblicke später saß er im Sattel, daS Mäd-chen vor sich, dann klopfte er leise auf den Hals des PserdeS und flüsterte: „Vorwärts, Nizek, vorwärts!" und wie ein Pfeil flog daS edle Thier über die Sieppe dahin. Hoch stand der Vollmond am Himmel, als Jflva» endlich den Edelhof erreichie und durch das Thor einritt. Diener mit Fackeln kalimc „putsche Dacht," liche nichtdeutsche Nationalitäten verstehen un-ter „Freiheit" immer nurRassenfreiheit, und zwar nicht etiva „die allgemeine" sondern ohn« Ausnahme die specielle. Die Vor» kämpfer für diese Art Freiheit sind die Ma-gyaren. und darum hat der „Ausgleich" mit Ungarn nicht etwa die ungarische Freiheit ge» schaffen, sondern nur die Rassenfreiheit der 5 Millionen Magyaren. DaS Traurige dabei ist, daß die fünf Millionen Magyaren sich unfrei fühlen würden, hätte ihnen nicht derselbe „Ausgleich" daS Recht gegeben, di« neun Millionen Slaven, Deutsche :c. :c. der ungarischen Kronländer zu b e h e r r-s ch e n, d. h. ihre Schulen zu magyarisire«, ihnen magyarische Beamte aufzudrängen, ihnen magyarische Gesetze zu geben. Ganz dieselbe Freiheit erstreben die drei Millionen Tschechen in Böhmen, die zwei Mil-lionen Polen in Galizien. und auch den Slove-nen schwebt dieselbe Freiheit vor und sie wür-den ihr gewiß Raum machen, wenn die Deutschen in Untersteiermark nicht dafür sorgen würden, daß die slovenischen Bäume nicht in den Him-mel wachsen. Die slavisch« Freiheit ist nichts anderes als Raisenfreiheit, die nur Herren und Diener kennt. — Wenn in einem öffenl-lichen Locale. in welchem sich eine sehr gemischte Gesellschaft befindet, bei großer Ueberzahl der Ungebildeten und Rohen, letztere freigemacht werden, so sind die Gebildeten dadurch auf der Stelle unfrei. Sie werden das Local zu verlas-sen suchen; können sie daS nicht, so werden sie sich möglichst ruhig verhalten. Aber sie fühlen den Alp deS Pöbel-TerroriSmuS um so stärker und segnen den Augenblick wo die Polizei er-schein»! DaS ist die heulige Lage der Deutschen gegenüber den andern Nationalitäten. Die Deutschen in Oesterreich sind als Ge« sammtheit di« Einzigen, die politische Bildung besitzen; die nichtdeutschen Nationalitäten de« trachte« den Staat als einen Strick, an dem sie mit aller Kraft und nach Herzenslust ziehen können; allein sie kennen di« absolut« ^«» st i gleit des Materials des Stricke? nicht. Sie werden so lange ziehen, bi» er reißt. So wie er zerrissen sein wird, werden sich die Hau-sen anglotzen, als wäre ein Wunder geschehen, und werden am Boden liegen. Die Deutschen kennen die Heftigkeit deS Materials, d. h. den Staat. Sie fürchten da« Zerreißen, ehe es ein-tritt, daher ihre Zurückhaltung, ihre Vorsicht! Sie sind eben die weitüberlegene, höherstehende Race! — Korrespondenzen. Umgebung Cilli, 2. Juni (O.-C.) [Ein W a h l m o n st r u m. j Bekanntlich hat der ihm «ntgegen. Er sprang vom Pferde, obn Ilona herab und führte sie i»S HauS, unbe-kümmert um die deutlich erheuchelte Gleichgül-tigkeit der Blicke, die auf ihn und die Gefahr-tin gerichtet waren. Frostklar war die Winternacht gekommen, ein- tiefe Schneedecke hüllte das Land ein und lastete auf den Aesten der Pappeln und Espen, die den Edelhof umstanden und auf den Dächern und Fensterbrüstungen seiner Gebäude. In einem reich ausgestalteten Zimmer im oberen Stock des Herrenhauses saß Ilona vor dem Kamin und blickte träumerisch in die lodernde Gluth, die ihre anmuthige Gestalt, ihr liebliche» Gesicht mit rosigem Hauch übergoß. Ernste Gedanken schienen die Sinnende zu beschäftigen, denn zu-weilen wurden ihre Augen feucht, als wollten sich Thränen in ihnen sammeln, und dann nestelten ihr« schlank«» Finger erregt mit der goldenen Kette, die sich um ihren Hals wand, und die ein mit Rubinen überkrustetes Kreuz trug. Dann und wann, wenn von unten, vom Speisejaal her, wirre Stimmen zu ihr herauf-klangen, fuhr sie erschreckt zusammen, denn dort tafelte Jstvan mit einigen Gutsbesitzern aus der Nachbarschaft, und sie hatte längst die Er-fahrung gemacht, daß ihr Geliebter ihr nicht die Rücksicht zollte, sobald der Champagner seine Sinne entflammt hatte. Schwere Schritte 3 frühere Abgeordnet« der Landgemeinden des Wahlkreises Cilli Dr. Josip Vosnjak seinen Bruder Michael Voönjak zu seinem Nachfolger ernannt, und eS wurde dieser vom slovenisch-politischen Vereine zum Candidaten für ge-nannten Wahlbezirk aufgestellt. Allein nur höchst widerwillig wurde dies« Candidatur von der Landbevölkerung acceptirt, und im oberen Sann-thale wollte man vom Hopfenmiha überhaupt nichts wissen. ES wurde daher von den Wahl-uiännern des oberen Sannthales Herr Lipold in Praßberg zur Candidatur aufgefordert, wel-cher dieselbe auch annahm und noch am Abende vor der Wahl galt es als eine ausgemachte Sache, daß Herr Lipold gewählt werde. Allein die Wähler vom Sannthale denken und die Posojilnica-Pervaken Michel und Josip len» ken. — Herr Lipold wurde so lange bear-beitet die Candidatur zurückzulegen, bis er nach-gab. Einflußreiche Männer, welche ultranational sind, aber reine Hände lieben und reine Hände haben, üußerten offen und unumwunden, daß sie zu Michel VoZnjak kein Vertrauen haben, daß sie ihn nur aus ParteidiScipl'n wählen werden. Und so kam eS auch. Die Wähler deS oberen Sannthales gaben im Wahllokale ihre Stimme dem Michel mit den Worten: „Ich wähle d«n Herrn Michael Vosnjak nur auS Partei-disciplin" und so hat der Candidat des „Slo-vensko druSlvo" von seinen eigenen Wählern im Wahllokale selbst und bei der Wahl ein Mißtrauensvotum erhalten. Ein Mann von poli-tischem Ehrgefühl würde in einem solchen F >lle sofort von der Candidatur zurückgetreten fein, und die Wähler »einer Partei aufgefordert haben, Herrn Lipold die Stimmen zu geben; allein wer den Hopfenmiha kennt, weiß, daß er sein Mandat nicht zurücklegen wird, wenn ihm auch alle Wähler einstimmig ihr Mißtrauen bezeugen; und so haben wir in Untersteiermark den monströsen Fall, daß der Abgeordnete der Landgemeinden deS Wahlkreises Cilli mit einem «clatanten Mißtrauensvotum seiner Wäh-In daS ReichSrathSgedäude ketteten wird. Ein Kenner unserer Landbevölkerung sagte vor 14 Tagen, unsere Bauern wählen auch den Stadt-Trotiel Loisa, wenn die Geistlichkeit für ihn eintritt, der gestrige Wahlthag hat gezeigt, daß in dieser Richtung noch mehr an ParteidiSciplin geleistet wurde. ES war aber auch ein rühren-der Anb ick. die Schäflein unter der Leitung der schwarzen Führer das Wahllocale betreten zu sehen; die Geistlichkeit behandelte die Wähler wahrlich nicht als Männer, sondern als Stimm-vieh. Daß eine Menge Uncorrectheiten bei einer Wahl vorkommen mußte», bei welcher Dr. Gregorec als Obmann der Wahlcommission sungirte, versteht sich von selbst. So hatte der-selbe die Frechheit vor Beginn der Wahl sich wurde aufgerissen, und Jstvan trat ein. Haftiz näherte er sich dem Mädchen, da« zitternd auf-gesprungen war. „Ilona, Mädel" sagte er. „Du mußt zu unS herunterkouimen; Kajeta r Nadaffy will Deine Bekanntschaft machen. Er ist ein Kenner und will sehen, ob Du seiner Irma an Schönheit gleichkommst." Die funkeln-den Au^en Ilona« hafteten auf dem Angetrua» kenen; sie hatte ihrer Liebe willen schon manche Kränkung geduldig hingenommen, so aber Halle er noch nie mit ihr gesprochen. „Komm Mä-del, vorwärts!" rief er, und wollte sie am Arme fassen, aber sie trat zurück und hauchle mit bebenden Lippen: „Jstvan, daß Du mich nicht mehr liebst, oh. Gott, das weiß ich; aber was habe ich Dir gethan, daß Du mich der Verachtung Anderer preisgeben willst?" „Ach waS." entgegnete er, „ziere Dich nicht!" „Ist-van", flehte sie, „Du weißt nicht, was Du willst; ich bin die letzte Deiner Mägde, aber zwinge mich nicht zur Erniedrigung vor Frem-den." Er starrte sie spöttisch an, dann sagt« er: „ich gebe Dir eine Halde Stunde Zeit, um große Toilette zu machen, denn wohl nur Dein einfache« Abendkostüm ist an Deiner Ziererei Schuld, bist Du nach einer halben Stunde nicht im Saal, Schätzchen, so bringe ich Nabass? und die anderen herauf; gilt es doch eine Wette, ob Du schöner bist als ^rma." Lflül ,u weigern die Gesetzesparagraphen in deutscher Sprache vorzulesen, während der Wahl rief er nach der Stimmenabgabe den Namen Michael Voönjal demonstrativ auS, während er sich voll-kommen still verhielt, wenn der Name Johann Stadler genannt wurde. Bei Constatirung des Wählresultates sagte er: unser Gegner erhielt so und so viel Stimmen." Damit bewies er, daß er der Ausgabe eines unparteiischen Wahl-obmanne« nicht gewachsen sei. Ueberhaupt war die Wahlcommission höchst originell zusammen, gestellt. Am schönsten repräsentirte sich jedenfalls Dr. Gregorec, welcher von seiner jüngsten Pil« gerschast nach Rom (?noch die Spuren an seinen Kleidern trug, und sich m der kurzen Zeit von drei Wochen völlig die Manieren ,ener Männer angeeignet hat, welche mit ihm in stiller Beschaulichkeit den Segen deS heiligen VaterS erflehten. Lichteawald, 30 Mai (Orig.-Cor.) fNeue Perfid ien.j BiSher haben wir stets dem Grundsätze gehuldigt, die perfiden Anwürfe und Anschuldigungen der national-klerikalen Per-vakeavereinigung vollständig unberücksichtigt zu lassen und es vorzuziehen „unS nicht unter d«e Kleie zu mischen". um nicht einem bekannten Schicksale zu versallen. In Nr. 41 v. 2:1. d. M. bringt aber das südsteirisch.' „Ehrenblattl" wieder soviel Original-Lügen aus Lichienwald. daß wir es als unsere Pflicht betrachten müssen, der Wahrheit die Ehre zu geben. Der Lügen-correepondent deS genannten —blatteS hat mit gewohnter BiberichSmanier mit der Geschichte vom „Hinauswerfen der deutschen Partei" auS einem Gasthause d-m Publicum eine ebenso ge-meine als freche Lüge vorgesetzt. Wir haben über die Angelegenheit geschwiegen, da wir daS Benehmen eines Einzelnen trotz mehrfacher Er-fahrungen nicht auf die ganze slovenisch« Meng« beziehen wollen. Wie so oft schon, haben wir uns auch diesmal g.täuscht: eS ist «in Private, wie d«r ander« und darum berichten wir und können eS jederzeit und überall (!) erhärten, daß der nationale Bruder des CorreSpondenten, der Gurkfelder WirthShäuSler JaneS. vor ungefähr 2 Monaten in einer deutschen Gefell-schaft in seiner totalen Besoffenheit sich höchst gemein aufführte, von dem auf dem Tische stehenden Sammelschützen des deutschen schul-Vereines die Fahne herabschlug und nach einer ihm gewordenen Zurechtweisung herumschlagen wollte. Infolge dieser unzweifelhaft echt per-vakischen Berufsausübung, wurde er gar rasch hinter „Zimmermannns Loch" in daS Dunkel eines Vorhauses versetzt — wo Heulen und Zähneknirschen . . . Der in seiner Trunken-heit Unzurechnungsfähige hatte noch die Frechheit, gleich ins Lokal zurückzukehren, sich neuer- „pmtsche ZS«ht^ dingS zu s«tz«n und mit denjenigen. die er beschimpft, anzustoßen und ihnen Handschlag an-zubieten. Man wandte ihm die richtig« Seite. So verhielt sich die Sache und nicht anv«rS. Der Eorr«Spond«nt drr „Südfteirischen" aber würd« «selgeohrt oder er hat schändlich gelogen. Eine noch auffallendere und — getrost können wir eS sagen — absichtlicher« Lüge ist die Be-hauptung, eS sei irgend ein der deutschen Partei Angehöriger mit „diversen Verbänden" herum-gegange». Der Passus bezüglich einer amtlichen Untersuchung in derselben Eorrespondenz ist so gegeben, daß er absolut als eine beabsichtigte Irreführung des LesepublicumS betrachtet werden muß; und wenn wir Neigung und Lust hätten, das bedauernswerthe und ohnedies sehr begrenzte Publicum «iner „Südsteirischen" aufzuklären, würden wir uns schon hier genauer über die Niederlage, die damals unsere wend»-schen Alpenkroaten erlitten, ergehen. So aber begnügen wir uns mit der Constatirung der Thatsache, daß «in« durch unseren Gemeinde, pascha und dem tänzelnden „Hopfendauer" gegen eine» Lehrer unserer deutschen Schule dem Minister (war'S Tasse od«r Tonrad'?) überreichte Denunciation «ingel«itete Untersuchung ein Gewebe inhaltsloser Unwahrheiten ergab und di« vorwitzig „schmunz«lnd«n" Angeber an den Pranger stellte. Das Denuncieren ist »n Untersteiermark bereits so Sitte, daß auch das ziemlich südöstlich liegende windische Cultur-leben LichienwaldS davon «griffen werden mußte. Der beanstände-« Lehrer aber, deffen Entfernung unter den Pervacen eine schon be-schlössen? Sache war. sitzt ruhig fest und sicher in der angenehmen Hoffnung weiterer gegnerischer Blamagen. Daß die Einladung zur Wähler-Versammlung über Veranlassung irgend eines oder mehrer Pervaken so kunstgerecht — wahr scheinlich mit dem Wappen des slov. ZukunstS reiches — behandelt wurde. >st zweifelsohne, da uns ja die Borliebe der national-clerikalen Partei für deutsche Wahlplakate in guter Er-inncrung ist Und darum ist die „Annahme", die That sri au» d«m „deutschliberale» Lager" selbst besorgt worden, um sie den Gegnern nach-zuwerfen, eine umso größer« Gemeinheit, die desto greller i«S Auge springt. alS wir heute abermals bekannt machen können, daß in verflos-s«n«r Nacht ein deutscher Wahlaufruf durch Ueber-klebung eineS Ausschnittes aus dem „Ehren-blattl" wieder verunstaltet wurde. Es geht eben nicht« über Unverschämtheit und wir dür-sen mit Recht annehmen, daß der Kaffee, bei welchem die hier ins richtige Licht gesetzte „jour-nalistische Perle" besprochen und berathe» wurde, den Betheiligten bedeutend zu Kopf gestiegen sei. Oder kneipten sie damals nur „Sud oder Satz"? Wir sind einstweilen fertig und wünschen nur, Eine fahle Blässe lag aus JlonaS Gesicht, zitternd hob sie die Hände und bedeckte ihre Augen, dann aber riß sie sich plötzlich die Kette mit dem Kreuz vom Halse und warf sie von sich, streifte die glitzernden Ring« von den Fing«rn und wars auch si« auf den Fußboden. Dann eilte sie in das angrenzende Gemach, und wenige Augenblicke «rschi«n sie wieder mit dem rothen Mieder, dem weißen Busentuch, dem kurzen, schwar-zen Röckchen bekleidet, die sie an jenen, Abend getragen, al» Jstvan sie nach dem Edelhof ge-bracht hatte. Eine stille Ergebung lag auf ihren Zügen, als sie einen letzten Blick auf das Ge-mach wars, in dem sie so viel gelitten; aber dieser Blick blieb an «inem Portrait JstvanS hängen, langsam näherte sie sich demselben uns küßte eS, dann «in« Thräne im Auge z«rdrü-ckend, eilte sie zur Thür hinaus. Unten aus dem Corridor traf sie mehrere Diener. Die Leute wichen scheu vor ihr wie von einem Gespenst zurück; sie sahen, daß sie an die Hausthür lief» dieselbe öffnete, dann den Hof kreuzte, den schweren Riegel des Hosthor« aufhob und hin-auSstürzt« in die eisige Winternacht. Der Hausmeister in seinem warmen Stub« chen schüttelte das würdige Haupt, als einer der Diener ihm den Vorfall meldete. Dann strich er sich den Schnurrbart glatt und ging in den Speisesaal. Nach einiger Mühe gelang 1885 der CorreSpondent der „Südsteirischen" entwickelte ebenso viel Muth als Lüg« um lein« und seines Blattes bloSgelegte und offene viel-lung zu decken. Doch dieS bleibt uns wohl nur — frommer Wunsch! DaS „deutsche Lager" ist eben zu gut befestigt, sein innerer Kern — die Wahrheit — macht eS uneinnehmbar. Lichteuwald. (O.-C.) [Beiträgt zum Capitel „Denunciation!"] Kor nicht langn Zeit haben unsere Obeipervaien Vers« und Lencek den Beschluß gefaßt, den Lehrer der deutschen Schule, Herrn Wermuth. hier unmoz-lich zu machen. Bei dem großen Scharfsinn ge-nanntcr Herren war das Richtige bald gefun« den. ES wurde also beschlossen, direkt nach Wien zu fahren um dort beim Herrn Minister-Präsidenten Taaffe oder vielleicht bei Herrn Con> rad eine Audienz zu erlangen, und,» die ganze Angelegenheit gleich an erster Stelle vorvnn-gen zu können. Die genannten Oberpervalea zeigten nun an. daß Herr Wermuth mchlS wi-niger als ein Patriot sei. daß er sich sogar unterfange, dem Versec ein pereat zuzurufen, die „slovenische Nation" hafse^ und überhaupt viel Streit in dem ruhigen Orte Lichtenwald veranlasse, «S also im Interesse der friedliche» Bevölkerung liege, Herrn Wermuth von hier wegzubringen. Ob die zwei Oberpervaken nun die Herrn Minister zu Hause trafen ist un» gleichgiltig. Aber kurz gesagt. daS osterreichnche Ministerium nahm die Ausführungen d«r Gernnd-t«n SlovenienS an und üb«rgab daS «christ-stück dem hohen k. k. steiermüctischei, Lan»e«' schulrathe zur weiteren Amtshandlung. Fleier wieder beauftragte den BezirSschmrath Richten* wald (genannte Oberpervaken sitze» in Semiel-den) in dieser Angelegenheit weitere Erhebu». gen zu pflegen. Der Herr BezirkShauptmann ent-ledigte sich deS Auftrages dadurch, saß er nicht Erhebungen pflog, sondern eine Verhandlung a »beraumte und die angegebenen Zeugen vor-lud. Es wurden dabei weitläufige Protokolle ausgenommen. Da jedoch die Denunci U>on vo» allen slovenischen Mitglieder» deS hiesigen Ü?e-zirksschulrathes unterzeichnet ist, so wurdtnaach alle dies« befragt. VerSec. Lencek. und der vor-weltliche Oderlehrer der slovenischen -chule. Herr Dernjac, wußten jedoch aus daS Äefra? gen von Seite des Herrn Bezirks-Haupnnannes nichls sonst zu sagen, als daß sie Alle» :iut vom „Hörensagen" wüßten. Herr LerSec 'agte nebst vielen anderem Unsinn auch folgende»: „Daß aber Herr Wermuth die slovenische Na-non haßt, beweist er dadurch, daß er mir e» percat gebracht hat." Herr Vers« ist also der oberste aller Slovenen, wer ih» beleidigt, dein-digt die Nation. Trotz aller Anstrengungen M unS nicht gelungen zu erfahr«n. in welchem i! der aber rief ihm als Autwort auf seine ge-heimnißvollen Winke zu: „Heraus mit der Sprache. Kerl, und laß das Gesichterschneiden, was willst Du eigentlich?" „Gnädiger Herr." antwortete der Gemaßregelte, „das Fräulein Ilona habe soeben ohne Begleitung und^ zu Fuß den Edelhof verlassen." Eine tiefe Stille folgte diesen Worten; es war, als ob die weinerhitzten Zecher di« Botschaft nicht gleich verstanden. „Warum hast Du Esel diesen Wahnsinn nicht verhindert i" brauste endlich Jstvan aus. Doch ehe der Hausmeister antworten konnte, rief Nadaffy: „Jstvan, Freundchen, halte Dich doch nicht mit dergleichen Fragen auf, sondern laß dem Mädel nachsetzen, denn es wird kein« tausend Schritt weit kommen, bevor die Wölfe auf seiner Spur sind." „Beim Himmel, das ist wahr, Jstvan!" rief ein Anderer der Gäste, „die Bestien jagten gestern Abend bis dicht an Dein Hosthor hinter meinem Schlitten her!" Jstvan sprang auf, seine Trunkenheit war plötz-l»ch verflogen. „Ihr habt Recht." stieß er hastig hervor, „aber ich selbst will dem Mädchen foi< gen." „Wir gehen mit, wir gehen mit!" riefe» die Gäste. „Drei Schlitten und die Gewehre, und spute Dich!" donnerte Jstvan dem Haus-meister an, der schleunigst den Saal verließ. Kaum ein« halb« Stund« später fuhren di« ^ . - ----- _ah_Liä_lllill_km Mondschein, und Ilonas >spur im frischgcfal> lenen Schnee war deutlich sichtbar, sie streifte die Hosmauer und verlief dann dem freien Fett* zu. Zwei der Schlitten nahmen nach ottoani Anordnung die Spur zwischen sich, und folgte» ihr im scharfen Trabe, mit dem dritten, ceit er selbst lenkte, und in den auch Cajctan Sia« daffy eingestiegen war. fuhr Jstvan im Haloz? querfeldein, denn die Richtung, die ^angenommen , deutet« darauf hin» daß |i* der Steppe und wahrscheinlich dem tutet-liche» Hause zustrebe. War dies rotiuiq der Fall, so konnte er. auf dem eingefchlagenm Richtwege, noch vor ihr eine schmale bodca-senkung. die sie passiren mußte, erreichen und sie dort aufhalten. Kein Laut kam über die Lippen der beide» Männer, nur daS «n.i.iea der Peitsche, daS Stampf'en und Schnauben der Rosse, das Sausen der Schlittenkufen »m schnee tönte durch die Stille der Winternacht. VM' lich aber legte Nadaffy die Hand aus >)vaiit Arm. „Horch." sagte er. „horch, die Jagd de-ginnt, die Bestien haben die Spur des Münchens gesunden!" Er hatte Recht, e.n heifere» langgezogenes Geheul schall« ihnen von verschiedenen Seiten aus der ^erne entgegen. vans Peitschenschnur pfiff um die «opfe di« Dreigespanns, wie ei» Pfeil flog der vchlinei vorwärts. Cajetan Nadaffy aber na!iui eine Doppelflinte in den Arm und leb nie 1885 „Ke«tjch« Atacht.' pierkorb sie den irdischen Schlaf vollendet. Die Herren Oberpervaken haben also eine große Blamage z » feiern. Wenn sie bei dieser Feier ein gewisser Unmuth beschleichen sollte, so sollen sie sich nur den Knittelvers gut einprägen, wel> cher lautet: „Durch nichts ermüden, nur immer frech, denn selbst der Teufel hat oft Pech." Kleine Hhronik. [Der verhungerte Goethe.! Das Tschechenthum beginnt nun auch in Deutschland sich mausig zu machen. In der alten Hanse« stobt Bremen erscheint seit kurzem ein tschechisch-geschriebenes „Centtalorgan der Tschechen in Temschland", betitelt „Blast" (Heimat) mit der Bestimmung, die Anklagen der rcichSdeut-scheu Journalistik gegen das tschechische Volk zu entkräften und Propaganda für die tschechisch-nationale Idee zu m ichen. Selbstredend vergißt man in echt tschechischer Bescheidenheit, daß man im Grunde doch nur die Gastfreundschaft des Deutschen Reiches genieße und wo es irgend angeht, sucht das Bremer Centtalorgan der Tschechen in Deutschland die Ehre und das Ansehen der deutschen Nation zu verunglimpfen. Ta wird in einer Nummer den Tschechen in Deutschland die Ehrenpflicht nahe gelegt, den tschechischen Schulverein in Prag gegen die „deutschen Unterdrücker" zu unterstützen! Das Poffirlichste aber paffirte dem Centtalorgan der „reichsdeutschen Tschechen" in seiner letzten Nun»-mer. ES wird darin gegen die Verlogenheit der rnchsdeutlchen Journalisten gewettert, welche die Erhabenheit der tschechischen Nation durch-au» nicht zu würdigen wi>sen. Wie viel bessere Menschen die wilden Menschen seien, als die hochcioilisirten Deutschen, wird daraus gefol-gen, wie jämmerlich die „ehrenvolle deutsche Culturnation" ihre großen Männer behandle, eine Nation, welche ihren Goethe halb verhun-gern ließ! (So zu lesen im Bremer „Blast".) Wie hingegen ehre die tschechische Nation ihre Größen! Sie habe c» erst jüngst bei den glän-zenden Fest-n in Prag zu Ehren deS Dichters To-«aschik bewicsen. — Freut unS für Herrn To-maschik. Im übrigen feiern die Tschechen meist ihre Feste indem sie — natürlich unter der Bedingung, daß sie in der Uebermacht sind — die deutschen Studenten durchprügeln. [V o m falsche»! Propheten! Ära-bische Blätter bringen die Nachricht, daß Mo-hamed Ahmet ungeachtet der großen Bedräng-mß, welche die Engländer ihm andichten, guter Tinge ist und in Kürze sich eine neue Gattin anfhgeln will. Der Prophet trifft alle Vorbe» nitungen, um die Nacht vom 25. Schadar, in welcher ihm die Braut zugeführt werden wird, 1 ureile neben sich gegen den Schlittenrand. Unterdessen hatte sich Jstvan von seinem Sitze er-hoben und spähte hinaus auf die weiße glitzernde Flache, während er mit lautem Zuruf die Pferde anfeuerte. „Sieh' doch den großen wo-aende» schwarzen Fleck dort links vor uns, jstvan," sagte Nadassy, „mir scheint es, als ständen dort die Bestien." Jstvan blickt hin, riß mit einem wilden Fluch die Pferde herum und rief dem Freunde zu : „Beim Himmel sie sind'S ; schieße, schieße, wenn auch nur um sie zu s chre-cke«. sie haben doch irgend Etwas gestellt!" Raddassy's Doppelschuß dröhnte über die Schnee-fläche dahin, unmittelbar darauf krachten inch enseits deS wogenden Fleckes mehrere Schüsse. Hallten laute Rufe und verriethen die Nähe der «eiden anderen Schlitten. Hin und her wogte der schwarze Fleck aus der weißen Fläche, näher und näher sausten von beide» Seiten die Schlit-ten. wieder krachten von dieSseitS und jenseits die Schüsse, da ballte sich der Fleck einen Augen-blick wie regungslos zusammen, dehnte sich dann jvr langen Linie aus und stob enlich in einzel-nrn Punkten, die schnell in der Ferne entschwan-de«. auseinader. Die Schlitten hatten bald di« Stelle erreicht, wo die dunkle Masse noch eben gewogt; Jstvan war der Erste, der auf eine Lregungslose Gestalt zustürzte, die auf dem blut-geratheten zusammengetretenen Schnee lag. Neben [niete >r hin iinh md hia mit größtem Glänze zu begehen; die Vorneh-men vom ganzen Sudan sind zu dieser Feier-lichkeit eingeladen. Auch der Emir von Berber und Osman Digm sollen dem Feste beiwohnen. Letzterer jedoch müßte sich beeilen, denn die Engländer wollen demnächst ein Streiscorps aussenden, um ihn »odt oder lebend zu sangen. — Die Engländer halten bekanntlich Wort. (Einig? recht ungalante Zah-I e ns veröffentlicht der Pariser „Hilblas" : DaS Alter von einigen bekannten Damen. Wir ent-nehmen diesem Register folgende Ziffern: Ma-dame Adam (Juliette Lamben) ist 49 Jahre alt; Sarah Bernhardt 41: Jenny Lind 49; Paulin« Lucca 45; Helene Modjeska 41; Christine Nilsson 42; Adelina Patti 42. Die großen Künstlerinnen sind also alle auS dem Schwa-benalter heraus und doch halten ihre Verehrer sie für — ewig jung. [Die Zunahme der Armuth in E n g l a n d.] Der Armenausweis vom Januar »eigt Woche für Woche eine Zunahme der Per-sonen, welche Unterstützungsbeiträge in Anspruch nehmen. Am letzten Tage jeder Woche belief sich die Zahl der Armen und die Zunahme ge-gen voriges Jahr wie folgt: Januar Unterstützung Zunahme 1885 erhielten gegen 1884 1. Woche 726.103 11.144 2. „ 729.601 12.245 3. „ 737.195 16.556 4. „ 740.736 17.557 5. „ 744.245 17.987 Daraus erhellt, daß der Zustand unserer arbeitenden Classen, schreibt der „Econoimst", in letzter Zeit sich verschlechtert hat. Die Noth be-schränkt sich nicht mehr aus die Distrikte, wo Mineralien und Schifffahrt die Hauptsache bil« den, sondern verbreitet sich nach allen Seiten hin. Doch ist dabei nicht zu übersehen, dan selbst gegenwärtig die Zahl der Armen an sich und im Verhältniß zu der Gesammtbevölkerung viel geringer ist als in den letzten Jahren, wo der Handel blühte. [EinRiese n-L uftballonfür m i-l i t ä r i s ch e Z w e ck e] soll in den Vereinigten Staaten angefertigt werden. General Russell Thayer in Philadelphia wurde seitens der Ge-schützwesen-Commission angewiesen, mit der Her-stellung eines solchen Ballons, welcher der größte jemals angefertigte zu werden verspricht, da er 185 Fuß lang bei einem Durchmesser von 60 Fuß werden soll, zu beginnen. Die Kosten sind auf 10.000 Doll. veranschlagt worden. [Milch wirth s 1) aft.j Welch' große Bedeutung Milchwirthschaft und Käsereibetrieb in der Schweiz haben, mag ein einziieS Beispiel darthun. Im Canton Bern allein reprä-sentirt das jährlich in die Käsereien gelieferte marmo»bleichen Gesichte sortzuwiichen. „Ilona, Ilona." ri«f er, „Du bist gerettet!" Unterdessen waren auch die übrigen Herren den Schlitten entstiegen und herangetreten. Nadasfy faßte Ilona's Hand. „Sie lieg» in tiefer Ohnmacht," sagte er, „aber sie lebt noch. — C Himmel," setzte er gleich darauf hinzu, „wie ist sie zuge-richtet!" Ein Seufzer entklang jetzt den Lippen der Sterbenden, wimmernd steckte sie die zer-fleischten blutenden Glieder, dann erkannte sie Jstvan, und ein Lächeln des DankeS leuchtete in ihren brechenden Augen. Sie raffte die letzte Kraft zusammen, erfaßte seine Hand und drückte sie an die kalten Lippen. Dann lies's wie ein Zittern über ihren Körper und leblos sank sie zurück in Jstvans Arme. Unweit des Edelhofes Deffenji erhebt sich im freien Felde, nach der Steppe zu. ein Stern-kreuz; eS bezeichnet die Stelle, wo Ilona starb. In stillen Sommernächten, wenn der Bollmond sein silbernes Licht über Flur und Steppe aus-gießt, erscheint zuweilen, wie da» Landvolk er-zählt, unter dem Kreuz die nebelhafte Gestalt eines Mädchens. Gegen Mitternacht erhebt sich die Erscheinung, gleitet langsam durch die mondbestrahlte Landschaft dem Edelhose zu. weilt eine kurze Zeit am Thore desselben, kehrt dann zum Kreuze zurück und verschwindet. Milchquantum einen Geldwerth von 18,126.349 Frc, wovon die in denselben verkaufte Milch 1,042.845 FrcS. und die verarbeitete 17,083.504 FrcS. ausmacht. Diesen Werthsummen ist der durchschnittliche MilchpreiS der einzelnen AmtS-bezirke zu Grunde gelegt. Der Geldwerth deS in den Handel gelangenden KäseS belauft sich auf 16,»86.191 FrcS. [Ein gräßlicher UnglückSfallj trug sich dieser Tage in Madrid in der Caserne des 2. spanischen Regiments. Divisivns-Artillerie, zu. Die Unterofficiere waren zum Unterricht in dem Saale der ReqimentSschule versammelt, als plötzlich eine Granate krepirte. Einer der Un-terofficiere wurde auf der Stelle getödtet. Einer schwer, zwei Andere leicht verwundet. Nach dem Bericht der „Epoca" hatte die Granate schon lange unter dem Sitz des getödteten Mi-litärs gelegen und galt, da sie nicht geladen »var, als ungefährlich. Auf welche Weise auf das Geschoß Pulver gekommen ist, ist nicht auf-geklärt. Die Laoung war auck nur eine theil-weise, da der Boden ,der Granate auf der Diele stehen blieb und nur einige Sprengstücke herum-flogen. Auch wurie das Gebäude selbst in kei-ner Weise beschädigt. Dem Umstand, daß nur eine partielle Pulverladung in das Projectil gethan worden war, ist eS zu danken, daß ein größeres Unglück verhütet wurde. [Theure H u n d «.] Auf der internationalen Hunde-AuSstellung in Brüssel hat die deutsche Hundezucht große Triumphe gefeiert. Die deutschen Jagdhunde, Schweiß- und Dachs-Hunde fanden einmüthige Bewunderung. Prinz SolmS forderte für einen»seiner Hunde 20.000 Franc» ; auch die übrigen Aussteller forderten ganz ansehnliche Preise zwischen 6000—15000 Francs! Die englischen Hunde fanden nicht ge-ringere Anerkennung. Waren die Jagdhunae dvs Entzücken der Männer, so erregte die AuS-stellung der Schoßhündchen und Zwerghündchen die Bewunderung der Frauenwelt. Und wie rei-zend »varen die kleinen Thiere gelagert! Auf Sammet- und Seidenkissen, mit echten reichen Spitzen verzier», lagen sie d«! Ja. zwei sogar in Glasbehältern mit Lusttüchern! Die Brüs-seler Damenwelt konnte daS Liebkosen und Füttern mit Zuckerwerk gar nicht satt bekommen. Und nun gar die Preise! Es wurden colossale Summen gefordert und oft willig be--zahlt. [Nach achtzehn Jahren.^ Der ehe« malige Tuchcommissionär Haas, welcher lange Jahre verschollen war, ist kürzlich — wie es heißt als Millionär — aus Amerika nach seiner Heimath Lundenburg zurückgekehrt, dort verhaf-tet und dem Brünner Landesgerichte eingeli«-fert worden. Seine Verhaftung erfolgte auf Grund eines Steckbriefes, den das BezirkSge« richt Auspitz vor achtzehn Jahren wegen Betru-geS gegen »hu erlassen h^tte. [Ein theurer Bisse n.s Ein Schlächter netster in Berlin besitzt eine prächtige Ul« mer-Dogge. Als et jüngst beim Frühstück sitzend dieselbe fütterte, wollt« er einem eincassierenden jungen Manne einen 500 Markschein reichen, als in dem Glauben, es handle sich hier um einen Leckerbissen, die Dogge zusprang, und den werthvollen Schein verschlang. Herr M.. der den Hund groß gezogen hat. war nicht zu beweg«»,, das werthvolle Thier zu opser». [„D « n Dank. Dam «. beg «hr ich n i ch t."] Aus Paris schreibt man : Am 26. v. fand im Wald« von Cyantilly das Wettrennen um den großen Diana-Preis statt. Zu dieser Gelegenheit »var aus Bentnor ein« jung« schön« Engländerin. Namens Lilli« Pekok. die Braut des Jockeys Princeps, gekommen. Die Verlo-bung des Paares währte schon sechs Jahre, allein das schöne Mädchen erklärte, den Hoch-zeitStag erst dann zu feiern, wenn ihr Bräutigam einen Preis errungen. Immer gab es Hin-dernifse, die den Armen um den Sieg brachten, doch heuer errang er diesen in beivundernSwer-ther W«is«. Die Braut saß auf einem bevorzug-ten Platze auf der Tribün« und als Mr. Prin-cepS das Band eingehändigt bekam, eilt« er so schnell wie snn «dleS Roß aus sie zu — und warf ihr d.m VerlobungSring in den Schoß. 6 chen et die Sache schon ftühet verabredet, war an seiner Seite; das Mädchen verließ todten-bleich den Turs. [Victor Hugo) wurde einst von einem naiven Besucher gefragt, ob eS schwer sei. schöne Gedichte zu schreiben. „Nein," erwiderte der Dichter in sanstein Tone, „eS ist entweder seht leicht odet unmöglich." [I n det Dorfschule.] Lehrer: Liebe Kinder, heute erzähle ich zuerst eine Geschichte. Der An.on war ein guter Knabe, det durchaus keine Unatt leiden konnte. Eines TageS sah er. daß böse Buben »inen Hund mit Steinen warfen. Da sptach er zu ihnen: O, wie böse seid Ihr! Auf der Stelle laßt mir das Werfen sein. Die bösen Knaben hielten inne. und nun talhet. waS sie weitet gethan haben? — Alle Schulet mit einet Stimme: Sie hoben den Anton mit Steinen bewotfen. [Eingegangen.) Student Miillet: ..Bitte mich »u photographiren, jedoch von rück-wärt«." — Photograph: „Warum denn von rückwärl« ?" — Müller: „Ich möchte mir einen Jux erlauben und meine» sämmtlichen Gläubigern vor meinet Abreise eine solche Photo-graphie zu übersenden." Nach acht Tagen: Photograh: „Teufel, schickt mir da der Stu-dent Müller seine Photographie, rückwärts auf-genommen! Da bin ich schön eingegangen !" [Gefährliche N t c t u t i t u n g.] In einem wüttembetgischen One machte dieser Tage der Ausrufer mit der Schelle bekannt: „Die Recruteu, welche zum Zuge muffen sind iift Rath Hause angenagelt." Deutscher Schutverein. Laibach, 2. Juni. Der deutsche Schulverein wird im kommenden Schuljaht« hier eine deutsche Schule errichten. Die heutige Genetal-versammlung det ktainischen Spatcasfe beschloß deshalb einstimmig dem genannten Veteine in dem iht gehörige« Realichuleebäude zwei Lehrzimmer einzuräumen und pro 1885/86 eine Subvention von 10.000 st. zu bewilligen. Die Wahlen in den handgemein-den Steiermarks. Der gestrige Wahltag der steirischen Land-gemeinden endete mit dem Siege der deutschli-beraten Partei, welche den Clericalen den Be-zirk Judenburg entriß. Bärenfeind, det nach clericaler Qualifikation intelligenteste bäuetliche Vertreter, unterlag dem liberalen Geg-ner S ladlob er. Letzterer wurde mit 144 Stimmen gewählt. Bärenfeld erhielt deren 136. Nur drei Wahlmänner waren dem Wahlacte fern geblieben. — Im Wahlkreise Bruck-Leoben wurde P o s ch mit 122 Stimmen ge-wädlt. Sein Gegner H e r k erhielt 04. Zwei Wahlmänner waren nicht erschien.'». — In det Umgebung Gtaz wurde der clericale Ea»didat Kaltenegger mit 205 Stimmen gewählt. 76 Stimmen erhiilt Friedl. Vier Wahlmän-ner waten abwesend. — In Weiz» Hartberg et-hielt Prinz AloiS Liechtenstein 240 Stim-men, sein Gegnet 49. Abwesend waten 4 Wahlmännet. — In Feldbach « Radketsburg wurde Prinz Alfred Liechtenstein mit 24 t gegen 82 Stimmen, welche auf G r o ß s ch ä d l sielen, gewählt. Nicht erschienen waten 3 Wahlmännet.—In Deutschlandsbetg wutde Katlon mit 180 Siimmen gewählt. Sein Gegnet Gut-saht erhielt 47 Stimmen. Abwesend waren 6 Wähler.—Im Landgemeinden Bezirke Marburg drang Baron Göde l-Lanoy gegen Josef Schmiderer durch. Ersterer erhielt 194, letzte-ter 113 Stimmen. Abwesend waren 12. In den EillierLandgemeinden erhielt Miha Vosnjak 272 Siimmen, 50 Stimmen fielen auf Johann S t a d l e r. Abwesend waren 6 Wahlmänner. Den leichtesten Sieg errang der ultranationale Pfarrer Bozidar Raic recte Reich; der-selbe hatte nämlich keinen Gegencandidaten und wurde von 353 erschienenen Wahlmännern einstimmig gewählt. Unser Heimatland darf auf den dies« ^in I-.int „Deutsche Wacht." schreckenden Agitation, trotzdem det EletuS die Religion ins Treffen schickte und die Kanzel mißbrauchte, wurde nicht nur von den Feinden deS Fortschrittes und der Aufklärung kein Man» dat erobert, sondern ihnen ein bisher scheinbar uneinnehmbares Bollwerk entrissen. Die Landgemeinden Steiermarks stellen also einen Mann mehr. Locates und Arovinciates. Cilli. 3. Juni. [P e t s o n a l n a ch t i ch t>1 Heute ist der berühmte Malet. Professor Canon mit Familie hier angekommen. Derselbe hat im „Erzherzog Johann" Absteigequartier genom« men und gedenkt sich einige Zeit hier aufzuhal-ten, um sich zu erholen un^ dem Vergnügen gen der Fischerei hinzugebe«. Unter den öfter-re'chischen Malern nimmt derselbe unstreitig den ersten Rang ein, kürzlich vollendete er das große Deckengemälde für das naturhistorische Mufeum in Wien, welches unter den Künstler» und Kritikern das größte Aufsehen erregte. [Ein moderner Capla ».] Aus Drachenburg wird uns uutelm Heutigen tele-grafirt: Gestern starb in Peilenstein der dortige hochwürdige Pfarrer Herr Andreas Lenarcic, ohne Empfang der heil. Sacramente, den» der Herr Capla», der fchöne Hinko Verk, hatte Wichtigeres zu thun. Er mußte sich zur Wahl nach Rann begeben, um dort für Hopfenmicha Stimmung zu machen. Ob dieser Herr wohl eine Vorlesung de officiis erhalten wird? [Spatcasse der Stadtgemeinde C i l l i.j Im Monate Mai wurden fl. 76.233 25'/, eingelegt und fl. 57.493 75'/, behoben; somit tefultirt ein Zuwachs von fl. 18.739 50. [Der st e i e r m ä r k i s ch e Landes-a u S f ch u jj] tat die am Landes-Untergymna-sium zu Petiau erledigten zwei Lehrerstelle» den Herren Franz Zelesinger und Josef Pogatschet verliehen. [,,D u h a st'S erreicht O c t a v i v"] Miha Vosnjak ist gewählt. Zwar bäumt« sich das nationale Ehrgefühl vieler Befitz-r aus dem Sannthale gegen die Wahl des Genannten, allein die Parteidisciplin siegte. Für den deutsch-sreundlichen Gegencandidaten, den Grundbesitzer Stadler wollten sie nicht stimmen, und so gu» den sie mit der lauten Erklärung, daß sie nur der Parteidisciplin gehorchen, ihre Stimme für Vosnjak ab. Am Abende vor det Wahl kam es in der Eil-liet Citalnica, woselbst sich die Wahlmänner eingesunden hatten, noch zu stürmischen Scenen. Man wollte Herrn Lipold aus Praßberg als Canditaten aufstellen. Als derselbe jedoch er-klärte, daß ihm Geschäfte und Gesundheit es ver-wehren, ein Mandat anzunehmen, biß man, um eine Stimmenzerjplitterung zu vermeiden, in den sauren Apfel. Die Sannthaler wären gewiß nicht au der Urne erschienen, wen» sie die Angst vor dem Gegencandidaten Stadler nicht dahinge-trieben hätte. Die vor der Wahlcommission gegebene Erklärung ist wohl der beste Grad-messet für die Beliebtheit, deren sich der Ho-pfenfelder-Speculant Miha Vosnjak erfreut. Sie beweist aber auch, wie verblendet selbst jene slovenischen Wähler sind, welche, trotzdem sie die Qualitäten ihres Candidaten erkannte» und dessen Strebereien durchschauten, sich unter das Joch des Parteidictat.s beugten. Nun Vosnjak Miha hat de» Gipse! seiner Speculationen erklommen. Daß er dabei auch ersuhr, was seine eigenen Wähler von ihm halten, wird ihn nicht sonderlich tränken; er wird sich verschmitzt ins Fäustchen lachen und sich dabei denken, „es be-ruht ja auf Gegenseitigkeit." [W a h I p r a c t i k e it.] AuS Pernitzen, Bezirk Mfchretiberg, wird unS geschrieben: Als ei« schwacher Beweis, wie „tüchtig" der Land-clerus für die Wahlen arbeitete, sei folgender Protest, der bei der Bezirkshauptmannschaft Windisch-Graz eingebracht wurde, veröffentlicht: „Erst heute sind die Gefertigten zur Kenntniß gelangt, daß in ihrer Gemeinde Pernitzen am 22. Mai die Wahlmännerwahlen stattgefunden _äfidÜttin nock mehrere Wal;- 1885 weil der Herr Pfarrer als Gemeindesecretär nur jene Wähler einzuladen beliebte, von welche» derselbe die Stimme an sich zu bringen hoffte. — so konnten wir auch nicht erscheinen. Da dieser ganz uncorrecte Vorgang eine Ungerech-tigkeit in sich birgt, so bitte» wir ergebenst die Wahl zu sistiren, eine Neuwahl anzuordnen und der Gemeindevertretung aufzutragen, daß sämmtliche Wähler wenigstens 24 Stunden vor-her von der Wahl verständigt werden. Permtzea. 26. Mai. Josef Groß, Paul Sortschnigg, ctn» ton Meßner." Sind derartige Manöver eiaeS Priesters würdig? [U » t e r st e i r i s ch e Bäder.] Im Kaiser Franz Josess'Bade zu Tüffer sind bis 3l.v Mai 119 Curgäste eingetroffen. Die Cur- und Fremdenliste von Rohitsch-^sauerdrunn weist bis 27. Mai 106 Curgäste auS. [Ehrenwerthe Bauer»!] Wer den Druck kennt, welcher bei der gestrigen Wahl der Landgemeinden hier seitens der Geistlichkeit aus-geübt wurde, wer die Zornesblicke und Geber-de» sah, mit welche» jeder Wähler, der de« Name» Stadler aussprach, bedacht wurde, der wird sicher auch voll Anerkennung sein, für die mannhaften Vertreter der Gemeinden llmge-bung Cilli, Tüchern, BischofSdorf n. s. w.. welche dem Bauernstand« wahrhaft Ehre mach« ten. Die Wahlmännet dieser Gemeinden haben durch ihre Wahl gegen die schmähliche Knecht-schaft protestirt, in welcher sich die anderen armen Teufel befanden, die wissentlich den Feind ihres Standes wählen mußten. Hoffentlich wird dieses männliche ehrenwerthe Auftrete» neben det all-gemeinen Anerkennung auch Nachahmung fei-tens jener Wähler finden, welchen diesmal die Stimme für Hopfenmiha abgepreßt wurde. [Eine Berichtigung.] Bekanntlich wurde die Broschüre dfs Herrn Dr. Glantschmgg »Miha Vosnjak v pravi posta?i* „Michael Vosnjak im wahren Lichte" von den Slovennt eifrigst gelesen. Michael VoSnjak hatte nun den Muth Herr» Dr. Glantfchnigg vorzuwerfen, daß er gelogen habe. Gestern aber äußerte sich Herr Lipold von Praßberg, dessen slovenischer Faaa-tiSmuS Jedermau ebenso bekannt ist, alS dessen lauterer Character. zu einen Belannten, er möge in der Druckerei des Rakusch sagen, daß Dr. Glantschniga sich verrechnet habe, denn die Pvsojilnica in Cilli verlange für Darlehen aus '/, Jahr nicht 8'/, sondern 13'/,. lind Herr Lipold hat Recht, den» i» der Broschüre wuroe angenommen, daß die 1'/»"/» für Schreiberei und Verlustconto pro Jahr berechnet iverdiü. während dies pro Quartal geschieht. Mit dem. daß Michael Vosnjak den Inhalt det Broschüre als unwahr bezeichnet, beweist er gar nichts. Er möge gegm Dr. Glanschnigg die Preßklaze überreiche», und die Geschwornen werden a» der Hand det Bew ise urtheilen, wer gelogen hat, der Michael Vosnjak oder Glantschnigg. [A u S Marburg] wird uns geschrieben : Die hie gen Gegner der Deutschen ver» suchen diesmal allerlei Kunststücke, um bei der Wahl am 5. d. eine Stimmenzersplilleriuig herbeizuführen. Nachdem di« Kandidaturen der Herren Dr. HirschHofer und E. Störk nicht zogen, fuchte man die von der slovenische« Presse über Dr. Äusserer erfundenen Luge» und Verleumdungen zu verbreiten, und nach-dem auch dies nichts fruchtete, colportiren bezahlte slovenische Agenten das Gerücht, Tr. Äusserer sei zu Gunsten Dr. Josef Schon-dettt's oder Rittet von Vesteneck'S von der Candidatur zurückgetreten. Es sind dies gauz plumpe Manöver, die zu durchsichtig sind, um nicht durchschaut zu werde«. Diese Manooer macht sich auch der Aichmeister Herr Stints za nutze. Derselbe, durch das Fiasco in der Wählerversammlung noch immer keines Bcsserea belehrt, läuft von HauS zu Haus und bettelt um Stimmen, während HirschHofer als Zähl-candidat der „National-Conservativeu" fatalistisch auf Zufälligkeiten baut. Wenn wir auch keinen Augenblick z oeifeln, daß der von Äar-bürg und de» mitwählende» Städten und Märkten auf den Schild gehobene Candidat Dr. Äusserer mit erdrückender Majvmäl gewählt werden wird, so erweckt eS Loch em • 1885 „Deutsche Machte latcicbe infcenirt werden tonnen. Man sieht k-, daß auch bei uns die im Trüben fischende -M- sich dreist bemerkbar macht. Marburg i-ird '»doch am 5. d. die Antwort nicht schul-tig bleiben, es wird mit seltener Einmüthig-di gegen solche, das politische Ansehen der -ladt schädigende Versuche, durch zahlreiches trslh»men an der Wahlurne protestiren. Und ne bei uns, so wird auch in den mitwählen- Städten und Markten die perfide Agitation z,gm Dr. Äusserer durch wo möglich noch iüngischer«s Eintreten der Parteimänner be--»mortet werden. [„Kein Feuer, keine Kohle kann »rennen so heiß, als heimliche tiede. von der Niemand nichts »eißs AuS Windischgra; wird uns geschriebn: Unser durch die Orgien des gewesenen «frei# M. Stergar zu so trauriger Berühmt» dkiz gekommene Nachbarort Podgorje war am k Mai der Schauplatz eines neuen Aerger-„sses. das eine zahlreiche Zuschauermenge an-fleckt hatte. Der Thaioit war diesmal der purhof, und die Heldin des Excesses die Kundin des Herrn PfarrerS, eine noch ziemlich Wittwe. Dieselbe hatte näml ch, von Eifer« tit nnrieben. und wohl auch aus anderen %Buin bekannten Gründen, Rache geübt. » zerschlug am gedachte» Tage sechzehn z,NtrscheibtN des Psarrhof-Mbäudes, ging !-»>>, trotzdem sie fich an Händen bedeutend« Eichungen zugezogen hatte in di« Küche, « sie ihr Zerstörungswerk mit der Zer-»immcrung des Kochgeschirres fortsetzte. Der Herr Pfarrer von Podgorje hätte die strafbare !pt in der Milde seines Herzens sehr gerne Ilchittsehen und auch den verursachten Schabn schweigend getrogen, wenn nicht das k. k. S-zirksgericht Windisch-Graz, welches durch die Sendauierie hievon in Kenntniß gesetzt worden M, rasch eingeschritten wäre. Was die Bewoh« m des Ortes, die noch d«e Stergarsche Af-W! in lebhafter Erinnerung haben, zu dieser «aeften höchst sonderbaren Scene sagen, brau-ch«! wir wohl nicht des weiteren anSzusühren. KIleichl fällt eS wieder Zeloten ei», zu sage», InS wir gegen die Religion schreiben, weil wir derartige Vorkommnisse der Oeffentlichkeit über-grttn. sv ch a d e n s e u e r.l Die große Möbel-fatnt des Herrn Josef Farsky i i Windisch-Kraz wurde vorgestern durch einen Brand ver-nistet. Der Schaden ist ein sehr bedeutender. O * { [Mit drei Kreuzers täglich kann man ™ gründlich? Reinigung seines Körpers her-tei'ühren, wozu sich das Frühjahr und die »irmere Jahreszeit au» besten eignet und hie-lud) einem Heer von Krankheiten vorbeugen, »eiche durch Störungen im Ernährungs- und Kerdauungsleben (Verstopfung. Magen-, Leber-»b Gallenleiden, Hämorrhoidalbefchw.rden, Ulltandrang. Appetitlosigkeit :c.) hervorgerufen »erden. Wir meinen die Anwendung der Apo-idekn N. Brandt's Schweizerplllen. erhältlich ^ --.achtel 7u kr. in den Apotheke». Da in Leilerreich verschiedene Nachahmungen von Apo-chtker R. Brandt's Schweizerpillen existiren. so »chtc man genau darauf, daß jede Schachtel di Eliquett ein weißes Kreuz in rothem Grund oft den Namenszug R. Brandt'S trägt. Eingesendet.*) ««Herrn Michael Vosnjak in Cilli. Ich sordere Sie hiemit öffentlich auf, die » Hrem „Eingesendet" an die „Südsteirische ß»st" und an den „SlovenSki Gospodar" mir »geworfenen Lügen in genannten Blättern zu «iderrufen, widrigens Sie sehr unangenehme Hllgen i» gewärtigen haben. Cilli. am 1. Juni 1885. Dr. Eduard Glantschnigg. Der Städte- und Märkte-Wahlbezirke Cilli geliebt seit jeher die Ehre, am heißesten um-Mten zu sein. Hier ist di« Gegenüberstellung dp Parteien eine derartige, daß nur ein ein- ttrithineA -tiiislnimiiifr^hcii h>-r TvimTfipu mih manden schwer fallen, am Entlcheidungstage zwischen unseren als treu und offen erprobten Candidaten Dr. Richard Foregger und dem von der national-clericalen Partei ausge-stellten Jer- oder Jammermann die Wahl zu treffen. Der Erste ist ein unentwegter, muthiger und rücksichtsloser Vertheidiger unserer Jnter-essen, der Andere ein Kostgänger des „Slovensko drusivo," ein Favorit Miha Vosnjaks und Con-sorten, deren Streben auf nichts Geringeres als die Trennung unseres schönen und geliebten Heimatlandes und die Verdrängung unserer deutschen Muttersprache gerichtet ist. Damit jedoch die Wahl unseres Vertrauensmannes ein energiicher Protest gegen nati"nal-clericale Ge-lüste werde, ist eine möglichst zahlreiche Bethei-ligung an derselben dringend geboten. Darum sei es mir erlaubt an meine Mitbürger zu ap-pelliren und sie zu bitten, vollzählig an d«r Wahlurne zu erscheinen. Keiner versäume es, seine politische Eirenpflicht auszuüben und den 5. Juni zu einem neuen und glänzenden Sie-geStag der deutschen Untersteirer zu machen. Ein alter Cillier. Q Wir machen hiednrch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kauf-mann & Simon in Hamburg besonders ausmerksam. Wer Neigung zu einem intereffan-ten und wenig kostspieligen Glücksversuche hat, dem kann die Betheiligung an der mit vielen und bedeutenden Gewinnen ausgestatteten staat-lich garantirten Geldverlosung nur bestens ein» pfohlen werden. 3mal täglich frisches Gebäck l 3mal täglich frisches Gebäck l Wir lenken die Aufmerksamkeit unserer verehrten Leser auf die Annonce der w.hlrenom-mirten Firma Valentin & C o, n H a m-bürg, die HamburgerGeldlotterie betreffend, welche zweifelsohne das Interesse des Publicums in Anspruch nehmen muß und Jedem Gelegenheit bietet, für eine geringe Aus-gäbe sein Glück zu versuchen. X Die Kohlen- und Brennholz-Handlung tob l'rnuz <|uuit vernachlässigt, über den aanzen Körper auS. ergreist Nieren, Leber, Brustdrüse, in d?r That, daS ganze Driisensystem, so daß der davon Betroffene eine traurige Existenz Hinschleppt, bis der Tod ihn von seinen Leiden erlöst. Die Krankheit wird häusig mit anderen Krankheiten verwechselt, wenn aber der Leser sich die fol-gende' Fragen vorlegt, so wird er im Stande sein, zu entscheiden, ob er an einer solchen Krankheit leide: Fühle ich nach dem Essen Beschwerden, Schmerzen, oder Schwierigkeit im Athmen? Ueberkommt mich ein dumpfes, drückendes Gefühl, begleitet von Schläirigkeit? Sind die Augen gelblich? Sammelt sich Morgens an Gaumen und Zähnen ein dicker, klebriger Schleim an, begleitet von einem schlechten Ge-schmack im Munde? Ist die Zunge belegt ? Jt die rechte Seite ausgedlasen, als wenn die Leber anschwölle ? Ist Verstopfung vorhanden? Werde ich schwindlig, wenn ich mich plötzlich aus liegender Lage erhebe? Sind die Nieren-absonderungen spärlich und dunkelgefärbt, und lassen sie, nachdem sie etwa« gestanden, einen Niederschlag zurück ? Gahrt daS Essen im Ma° gen bald nach dem Genuß, und entstehen Blähungen oder häusiges Aufstoßen? Ist häufiges Herzklopfen vorha den? — Diese verschiedenen Symptome treten zwar vielleicht nicht zusammen auf, der Kranke leidet aber an ihnen »achein-ander, je nachdem die schreckliche Krankheit fortschreitet. Ist das Leiden ein altes, so tritt ein kurzer, trockener Husten ein. der später von Auswürfen begleitet wird. Im stark sortge-schrittenen Stadium der Krankheit nimmt die Haut ein schmutziges, bräunliches Aussehen an, und Hände und Füße sind mit kaltem, klebri-gen Schweiß bedeckt. Mit dem Fortschritt der Erkrankung der Leber und Nieren stellen sich rheumatische Schmerzen ein. bei denen die ge-wohnliche Behandlung gänzlich erfolglos ist. Dieses Leiden entsteht aus Unverdaulichkeit öder Dyspepsie, die man durch das Einnehmen einer kleinen Dose einer geeigneten Arznei beseitigen kann, wenn man sie gleich beim ersten Erscheinen der Krankheit gebraucht. Es ist daher äußerst wichtig, daß die Krankheit sofort bei ihrem ersten Auftreten richtig behandelt wird, da eine kleine Arzneidose dann noch genügt, das Uebel zu heilen; selbst wenn die Krankhnt schon Wurzel gefaßt hat, sollte man mit dem Ge-brauch der richtigen Arznei so lange fortfahren, bis die letzte Spur des Uebels ausgerottet ist, der Appetit wieder zurückkehrt und die Ver« dauuugsorgane wieder gänzlich hergestellt sind. DaS sicherste und wirksamste Mittel gegen diese Krankheit ist unstreitig der „Shäker-Extract". ein vegetabilisches Präparat, welches bei allen untenstehend angegebenen Apothekern zu haben ist. Dieser Extract greift die Krankheit in der Wurzel an und entfernt sie mit Stumpf und Stiel auS dem Körper. Personen, welche an Verstopfung leiden, benöthigen „Seigel's Abfuhr-Pillen" in Verbindung mit dem „Shäker-Extract". Seigel's Abführ-Pi llen heilen Verstopfung, bannen Fieber und Erkältungen, befreien Kopsweh und unterdrücken Gallsucht. Sie sind die sichersten, angenehmsten und zu-gleich die vollkommensten Pillen, die bis jetzt angefertigt worden sind. Wer dieselben einmal versucht hat, wird gewiß mit deren Gebrauch fortfahren. Sie wirken allmälig und ohne Schmerzen zu verursachen. Preis 1 Flasche Shäker-Extract" fl. 1.25, 1 Schachtel „Seigel'S Abführ-Pillen" 50 kr. Eigenthümer des „Shäker-Extract A. I. W h i t e Limited in London, Neiv-Dork. Vertreter der Firma, sowie Eentral-Versandt: I. H a r n a, Apotheker in Kremsier, Mähren. Steiermark: Cilli: I. Kupserschmid, Adolf Marek. Graz: Apotheke „zur St. Anna", A. Stühlinger. Feld-bach: König. Leoben: Job. Pserschy. Marburg: W. König. Josef Roß. Pettau. Admont. Brück o. d. Mur. Fürstenseld. Gonobitz. Gleichenberg. H ntberg. Kindberg. Teutsch-LandSberg. Leibnitz. Praßberg. RadkerSburg. Rottenmann. Stainzund Mai». ___ Weinstein M ptrocMe Weinlese (Glepr) kauft zu sehr guten Preisen jedes Quantum gegen prompte Cassa Gustav Candolini in Pöltschach. 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Stock) mit dem Beifügen angeordrn worden, daß die Forderungen auch unter Ze» obige» Nennwerthe, jedoch ohne irgend wie g«> artete Haftung, dieselbe möge sich aus die Richtigkeit oder sonst einen Umstand bc)i5 wurde und sich in letzterer Zeit so steigert«, dass die Magengegend anschwoll und bei der laxesten Berührung schrecklich schmerzte, aueh hatte sich mein Appetit ganz verloren. Gegen diese schweren Leiden gebrauchte ich das Brr«liauer fnlveraum und mo» « dankbar anerkennen, dass mir dieses Mittel geholfen hat. Schon während de» Uebrauches der ersten Flasche spürte ich bedeutende Erleichterung und bin nun nach Gebrauch der zweiten Flasche von meinem Uebel befreit und ganz gesund. Auch meine ltMrige Tochter, welche gleichfalls an gänzlicher Appetitlosigkeit, Mattigkeit der Glieder, ausserdem noch aa einem Flecken-Ausschlage litt und mit mir von dem Universum gebrauchte, bekam durch den Gebrauch wieder gesunden Appetit und ihre frühere Munterkeit, der Ausschlag verlor sich, so da*s wir Beide nun durch das Hrealauer rniveraum unsere Gesundheit wieder erhalten haben. , Gefertigter fühlt sich daher verpflichtet, dem Herrn Oscar Silberstein in Breslau für dieses treffliche Mittel seinen wärmsten Dank hiemit auszudrücken und allen ähnlich Leidenden da* heilsame Hrenliauer Universum bestens anzuempfehlen j- j_o .Inrfreff* U wArrr in Trrtthrrg. Ilreslauer Universum das wirksamste und bewährteste Mittel zur crftndllelieii Reinigung de« Blute« und der Säftemaxse, hellt langwierige, veraltete, tief eingewurzelte Krankheiten aller Art «rituell und alelier. af Die veröffentlichten zahlreichen Dankmijfuiitrt'n von<*«?Hcllten bekunden die unübertreffliche überraschende Wirkung diese* Mittels. "WO Das Mtt't'fd littst' ist per Flasche zu 2 ö. zum Gebrauche auf O Wochen ausreichend, nebst Gebrauchs-Anweisung echt zu haben: In Cilli bei J. Mupferftrliinid. Apotheker, in Dentscb-Landuberg bei H. Müller, Apnth. inLelbnits bei Othmar kusshelm, Ap. Feldbach bei Jos, Konig, Äp. Friesarli bei A. Ruppert, Ap. Frohnleiten bei V. Blnmauer, Fürstenseld bei A. Schröckenfus Ap, Gonobitz bei J. Pospischll, Ap. Graz bei U. Stühlinger. Ap. Klagenfurt bei W. Tliurnwald, Ap. Marburg a. Dran bei W. A, König, Ap. Xeumarktl i. Steierm. bei Otto Malz, Ap. Pettau bei Hugo Eliasch, Ap. Rottenmann bei Franz Moro. Ap. Tarvia bei Joh. Siegel. Ap. , Villach bei Friedrich Scholz, Ap. , Weiz bei C. Mal; , Ap. „Der Anker," Gesellschaft für Lebens- & Renten-Versicherungen vertheilt Jahre IHM ans -eingereicht und 519 Poliwen für fl. 1,122.239-— ausgefertigt. Seit 1. Janner 1885 'M'äen ..38 Anträge per fl. 5.77H.787-— gezeichnet und 2565 Verträge per fl. 5^2.206— ausgestellt. Der Versicherungsstand war am 31. December 18-34: 73.914 Verträge mit fl. l.?!'.2e«tsche Nacht." Damenhüte, stets nur haute nouveaute. Ssrtenliöte. Coiffes de bain, reizende KinderbOte verfertigt und hS.lt reiche Auswahl TosefIn.e Herschman, Modistin aus Wien. Cilli. PoMtjfllHM«' ». VJ1I. Auoh wird modornisirt Hüte der vorjährigen Saison zn herabgesetzten Preisen. 224— Firmnngs-Geschenke empfiehlt xu erm&iaigten Preisen Gold- &: Nilborwaarcii, Mädchen- & Knaben-Uhren in Gold nnd Silber unter Garantie. (>linder>( hren von II. « aurnftrlt. 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StaalSrcgierung in Hamburg genehmigte und mit dem ganzen StaatSvermöqen garantirte Geldlotterie enthält 100,000 Lose, von denen 50.500 Lose, also mehr als die Halste, mit den hier nebenstehenden Gewinnen in sieden Classen successive ge-zogen werden: ha# zur Verlesung lammende Gesamml-Capital betrügt 9;55().450 Hart. Durch die Reichhaltigksit der in dieser groben Geldlotterie zur Verlosung kommenden (gewinne,' sowie durch die griiUinöklichste Garantie sür prompte Ge winnauSznhlnng, erfreut sich diese Lotterie überall der gröhlen Beliebtheit. Dieselbe wird den Bestimmungen deS Planes gemäß, von einer besonders hiefür einge-fetzten General Tirection geleitet und das ganze Unter-nehmen vom Staate überwacht. -Sin namentlicher ?»rzun tiefer Heidlstterie teiieijk in »er «SnKigen Einrichtung. da« all« 50,500 chewinne schon in »eniqen Äonsteii und zwar in Neben Elassen sicher zur ^nlschei>un« gelang». Der Hauptgewinn der ersten Classe beträgt Mari 50,000, steigert sich in der zweiten Classe auf 00,000, dritten 70.000, vierten 80,000, fünften 00.000, sechsten 100,000 und siebenten auf eventuell 500,000, speciell aber 300,000, 200.000 Mark ic. -c. Mit dem Verkauf der Originallose dieser Geld-lotterte ist das unterzeichnete Haudlungshaus betraut und belieben alle Diejenigen, welche sich durch Ankauf von Originallosen betheiligen wollen, die Be-stellungen an dasselbe direct zu richten. Die geehrten Besteller werden ersucht, die entsal-ienden Beträge in Oesterr. Banknoten oder Pvstmarkrn der Bestellung bei zuschließen. Auch kann die Einsendung b*r Gelder durch Postanweisung geschehen, auf Wunsch werden Ordres auch per Pistnachnahme auSge>ührt. Zu der Gewmnziehung erster Classe, welche den 10. Juni stattfindet, kostet Ein ganzes Originallos fl. 8*80 Ein Kalbes Originallos „ l 7» Ein viertel Originallos „ 0.90 Es erhält Jeder die mit dem Staatswappen ver sehenen Qriginallose in Händen und zu gleicher Zeit den amtlichen BerivsungSpia», aus welchem alle« Nähere, Gewinneintheilunq, Ziehungst>ata und Einlagen der verschiedenen Classen z» ersehen ist. Sofort nach Zie-hung erhält jede» Theilnehmer die amtliche, mit dem Staatswappen versehene Gewinnliste, welche deutlich die Gewinne und die resp, Nummern angiebt, die ge° wonnen haben D4t* Die Auszahlung der Gewinne ge-schiebt planmäßig prompt unter TtaatSgarantie. Sollte wider Erwarten einem Empfänger der Verlo-fungsplan nicht conveniren. so sind wir gerne bereit, die nicht convenirenden Lose vor Ziehung wieder zurückzu-nehmen und den dafür erhaltenen Betrag zurückzuer-statten. Auf Wunsch werden amtliche BenofungSpläne zur Einsichtnahme im Boraus gratis verfandt. Die Be-»Heiligung an dieser neuesten großen Geld'otterie wird voraussichtlich eine sehr rege sein und bitten wir daher, um alle Bedellungen mit Sorgsalt ausführen zu können, dieselben baldmöglichst, jedenfalls aber vor dem 10. Juni 1H&5 au da« unterzeichnete Hauptlotterielmreau direct zugeben zu lasse». V alentin & C- Hamburg. Köüipstr. 36-38. Dit GtTipnnfthiny I. riu<» ist aatliek *if <»i 10. Jmt i. J. f*3tjtese«t. Jeder genießt bei uns den Vortheil des directen Bezugs der Originallose ohne Vermittlung von Zwischen» Händlern und demzufolge erhält Jeder nicht allein die amtlichen Gewinnlisten in möglichst kürzester Zeit nach geschehener Ziehung unaufgefordert von uns zugs-jondt, sondern auch die C'riginallose stets zum planmäßig festgesetzten Preise ohne irgend wel-chen Aufschlag. 321—1' Die 8tellenvcrniittluii^s-Abtheilung de» 399—3 Vereines Mereur GBAZ. Sackstrasse 15, I. Stock, empfiehlt dun P. T. Herren Kaufleuten und Handel»-Angestellten ihre Dienste. Man biete dem Glücke die Hand! I »00,000 Mark Hauptgewinn im günstigsten Falle bietet die Hamburger grosse Geld-Verloosnng, welche Tom Staate genehmigt und garantirt ist. Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe von wenigen Mocaten durch 7 Classen von 100.000 Looscn 50.500 Ur-wlnne iur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell Mark 500,000 speciell aber (jew a Gew a Gew ä 1 Gew 1 Gew 2 Gew 1 Gew 2 Gew 1 Gew 5 Gew 3 Gew 7T M. M. M. M. M. M. M M. M. M. 300.000 26 Gew. 4 M. 10,000 200.000 56 Gew. ä M. 5000 JOO.OOO 106 Gew ii M. 3000 90,000 253 Gew. a M. 2000 80.000 512 Gew. ä M. 1000 70,000 818 Gew. ä M. 500 «0,000 31720 Gew. a M. 145 50,000 16.990 Gewinno ä M. 300, 30.000 200. 150. 124. 100. 94. 20.000 67, 40. 20. 15.000 Von diesen Gewinner, gelangen in erster Classe 2000 im Gesammtbetrage von M. 117.000 zur Ver-loosung. Der Haupttreffer lter Classe betragt M. 50 000 und steigert «ich in 2ter auf Mark 00.000. 3ter M. 70 000. 4ter M. 80.000. 5ter M. 90000, Otcr M. 100.000. in 7ter aber auf eventueü il 500.000. spoc. M. 300 000. 200 000 etc. Die nächste Gewinnziehung erster Classe dieser grossen vom Staat« garantirten Geldverloosung ist amtlich festgestellt und findet schon am 10. Juni d. J.statt und kostet hierzu 1 ganzes Original-Loos nnr II. 3.50 kr. ». W. 1 halbes „ * „ 1.75 „ „ 1 viertel „ „ . —.90 „ „ Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Postanweisung oder Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt und erhält Jedermann vou uns die mit dem Staatswappen versehenen Original-Loose selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Filme gratis beigefügt, ans welchen sowohl die Kintheilung der Gewinne auf die verschiedenen Classenziehnngen, als auch die betreffenden Einlagebeträge zu ersehen sind, und senden wir nach jeder Ziehung unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan franco im Voraus zur Einsichtnahme und erklären uns ferner bereit bei Nicht-Convenienz die Loose gegen Rückzahlung des Betrages vor der Ziehung zurückzunehmen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt plamnässig prompt unter SUuU»-Garanti«. Unsere Collecte war stets vom Glücke besonders begünstigt und haben wir unseren Interessenten oftmals die grössten Treffer ausbezahlt, n. A, solche von Mark 250,000. 100,000, 80,000, 60,000, 40,000 etc. 28«—12 Vj.Tin en, 3Ca.rl«"toa<ä.er 3^-ia.tilTorvi nn an, Klausner StaJaJ.-wa*eer» ^^etrien"'oad.er KievLzTsnn'noaa., Fianz Tos«pl».®-QvLeIle, ZWulcöczy - Q-j.ello. iTlsÄcroolt«!«, :E*xe"bla.\a.er, X3.otLitscli.ex TempolciMelle, empfiehlt billigst Eduard Faninger, Cilli, Hauptplatz Nr. 107. 77—52 Kärntner Römer-Quelle, AM" der alpin« Olesshübler, -MM ein rein alkalischer Alpensäuerünü, vollkommen frei von Schwefelverbimlungen, Jod-, Brom- und Borsal-zen, schwärzt den Wein nicht und repräsentirt ein hochfeines Tafelwasser. Best bewährter Gesundbrunnen bei Katarrhen, namentlich der Kinder (mit '/» gewärmter Milch oder mit Zucker zu rcichcn). bei Magen- & Blasenleiden. Zu b.Tiiehen durch Herrn Alai* ll«f/«nrf in (VW, 364— Freiwillige Iaicitation. Wegen Räumung und gänzlicher Auflösung des Geschäftes wird in meinem Geschäftslocalc im Rüpschl'schen Hause am 6., 10. und 13. 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