Rummer 6. Estinn, den 10. Februar 1901. XII. gnhrgnng. Pettauer Zeitung. Erscheint jeden Sonntag. Prei« für Petlau mit Zustellung in« Hau«: Monatlich 00 h, vierteljäbrig K 2.4'), halbjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—, mit Postverscndung im Inland«: WonatliA 85 h vierteljährig K 2 60, haldjithrig K B.—, ganzjährig K 9.60. — Einzelne Nummern 20 h. Handjchristen tteideit nicht zurackgestellt, An»ndigung«n billigst berechnete — Beitrag« stnd erwünscht und wolle» lüngften« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Die ersten Kämpfe. Der Präsident ist gewählt I I» der Person bei Strafen Moriz Better von der Lilie, Mitglied de» mährischen Großgrundbesitzes, wurde endlich jener Mann gesunden, welchem sämmtliche Parteien bet Hauses kein direktes Mißtrauen entgegenbringen. Weiter» wurde als I. Vice-Präsident Abg. P r a d e und al» II. der Tscheche Zaczek gewählt. Diese Wahlergebnisse zeigen, oas» ein Compromiß geschlossen wurde, welche« die na' ^ einstimmige Wohl deS Präsidenten ermöglichte, während bei der Wahl der Bice-Präsidenten die Deutschen bei der Wahl Zaczek'S und die Tschechen bei der Prade'S leere Stimmzettel abgaben. Das Wahlergebnis, in'» Ziffermäßige über-fetzt, zeigt, dass keine Partei über die Mehrheit im Haufe verfügt, dass jedoch die deutschen Seim-men den national-slavischen etwa um 20 über-legen sind. ES ist dadurch der erfreuliche Beweis erbracht, dass in diesem Haufe weder gegen, noch ohne die Deutschen Beschlüsse gefasst werden könne». ES war selbstverständlich keine leichte Arbeit, sämmtliche Parteien u»ter einen Hut z» bringen, eS gab die heftigsten Kämpfe hinter den Coulissen, wobei sich natürlich die Tschechen besonder« her-vorthäte». Bon slavischer Seite wurde nämlich der versuch gemacht, die deutsche Volkspartei in eine Falle zu locken und gründlich zu blamiere». Solange sich Abgeordneter Prade weigerte, die Präsidenten-stelle zu übernehme», so lange gaben sich die Tschechen. Pole» und klerikalen den Anschein, al» wäre» sie geradezu aus feine Wahl erpicht, aber in dem Augenblicke, wo sich die dentsche Volkspartei geiieigt zeigte, eine» der Ihre» auf de» Präsidenteustiihl zu erheben, schloß sich sofort die alte Rechte wieder zusammen, um den deutsch-nationale» Candidateu zu Falle zu bringen. €m Wchen Nomamik! (Schluss.) Und Graf Trottelburg spielte dem Mädchen gegenüber seine Rolle als heimlicher Entführer, wie er sich einbildete, mit virtuoser Geschicklich-keit. Dolly war unterweg» von einer so unbändi-gen Höflichkeit, daß er ganz gerührt wurde. So hat sich also das gute Kind auf ihn gefreut! Da» hatte er vorher gar nicht geahnt. Aber trotzdem wie» sie jeden Versuch zu einer Zärtlich-keit strengsten» zurück. Wenn sie einmal verhei- rathet sei» würden.....dann. ja. aber vorher nicht! O, er bewunderte sie! Jeder Zoll eine Dame! I» London sing Dolly an, nachdenklich zu werden. Sie spüre doch, so behauptete sie, je näher der entscheidende Augenblick heranrücke, daß ihr der Segen der Eltern fehle. Seine Versiehe-rungtn beruhigten sie nicht; sie wollte keinen Schritt mehr weiter gehen. „Ich muß erst meine Eltern versöhnen und ihre» Segen habe»; da»» werde ich nach Gietna Green gehen," sagte sie. Wa« war da zu lhiin? Dolly fand einen Ausweg. Sie brachte ihrem Lediglich der Klugheit der deutsche» Führer ist e« zu danken, das» den Deuschen eine Niederlage erspart blieb in einer Frage, wo der Sieg keinen Vortheil geboten, sondern im Gegentheile eine Lähmung der BewegunqSfrejheit bedeutet hätte. Im Eifer de» Gefechte» und in der Stunde der Gefahr fanden sich sämmtliche deutschen Par teien zusammen, so das« Abgeordneter Wol' sogar in die schlechte Gesellschaft der Herren Dr. L n e g e r nnd Fürst L i e ch t e n st e i n ge-rirth. Wols'» Parteigenossen erfuhren mit Eut-setzen, das« ihr Führer zivei Stunden mit de» Ehristlichsocialen beifammeiisaß, ohne auch nur mit den Erbfeinden in Streit zu gerathen. Eine derartige Missethat verlangt Sühne und so mußte Abgeordneter Wolf die Erklärung ver-öffentlichen, dass er ohne Erlaubnis feine» Elubt auf eigene Gefahr und Verantwortung an den Berathungen theilgenommen habe. Alles in allem, die verrostete Maschine setzt sich schneller in Bewegung, als man erwartet hatte. Wenn es der Regierung thatsächlich Ernst ist, daö Hau» dauernd arbeitsfähig zu machen, so kaun ihr die» gelingen, trotz der Ausgleich»-vorlagen nnd anderer Hindernisse. Sie muß nur noch deutlicher al« in der Thronrede den sla-vifchen Abgeordneleu begreiflich machen, dass jeder Versuch, das Parlament zu sprengen und die Verfassung illusorisch zu machen, eine Fchä-digung und keinen Vortheil für die Slaven be» deute. So hitzig die .Herren sind, wenn sie glauben durch Brutalität zu siegen, so bescheiden und zahm werden sie. wenn sie bemerken, dass ihre Gewaltthaten nur Schaden bringen. ln Herr Dr. kokoschinegg Vettau. Mittwoch den 6. d. M. erschien Herr Lan-deSauSfchußbeisitzer Dr. Kokoschiuegg in unserer Stadt um angesichts gewisser Angriffe al» Vertreter de» Wahlbezirkes im Landtage,' in persön» licher Rücksprache mit der Wählerschaft die gegen fein Verhalten in der Weinbaufrage erhobenen Beschwerden zn zerstreuen. Zu diesem Zwecke wurde für 8 Uhr abends eine Besprechung in da« „deutsche VereinShauS" einberufen, zu wel-W o l'f^cher' sämmtliche Gemeinderäthe geladen waren und überdies da« Recht erhielte», auch andere Theilnehmer mitzubringen. Es waren etwa 30 Herren anwesend, al« Herr Bürgermeister Ornig da» Wort ergriff und seine Genngthuung auS» sprach, nach sehr langer Zeit wieder einmal Herrn Dr. Kokoschiuegg in Pettau begrüßen zu können. Derselbe venmeS weiter» auf die beson-deren Verdienste, welche sich der Herr Landtag»-abgeordnete in vielen Fragen, insbesondere aber gelegentlich der Errichtung de» LandeSobergym-nasiumS um unsere Stadt erwarb und brachte dem Gaste sein „Heil", in welches sämmtliche Anwesende einstimmten. In seiner Erwiederung gab Herr Dr. Kokoschiuegg zu, daß er seine Pflichten al« Vertreter in dem Punkte der Wählerverfaininlun-gen uud Rechenschaftsberichte allerdings stark vernachläßigt habe, er sei jedvch durch feine Stellung als LandeSauSfchuß, al« RechiSanwalt und endlich al» Landwirth derartig in Anspruch genommen, das» es ihm ost schwer falle, auch nur Stunden, viel weniger Tage opfern zu können. Redner gesteht daß er »euerding» einen Fehler gemacht habe, iiidem er nur eine gemüthliche Besprechung und keine Wahlerversammlung einberief; aber er sei nicht mehr jung, stehe bereit« an der Grenze seiner Betheiligung am öffentlichen Leben und sei dalier nicht geneigt, sich in öffentlichen Versaminlungen gegen Angriffe zu rechtfertigen. Der Abgeordnete kommt nun auf die Thätigkeit deö Landtage» zu sprechen und verweist auf die außerordentlichen Schwierigkeiten, welcbe über-wunden werden mußte», um die Errichtung de» Entführer ein versiegelte» Schreiben. .An meine lieben Eltern," stand darauf. „Hierin habe ich meinen undankbaren Schritt abqebeten, aber ich schreibe ihnen auch, daß ich nicht» bereue. Mein kindliche« Herz sehnt sich nach ihrer Verzeihung und nach ihrem Segen zn dem LebenSbunde mit einen, über alle» gelieb-ten Manne. Lassen Sie mich hier in diesem Hotel aus Sie warten, mein lieber Graf; nehme» Sie Flügel nnd bringen Sie meinen Eltern diese» Brief. Rasten Sie keine Stunde, wenn Sie die Verzeihung und den Segen meiner Eltern haben. Ewig werde ich Ihnen danken, wenn Sie mir beide» erwirken!" Überglücklich küßte Gras Egon die Hände Dolly» und flog dann davon. Zwei Tage später stand Graf Trottelburg vor den beiden Goldstein». „Alle» gut, Mama und Papa!" Dolly bittet Euch zuvor um Euren Segen!" „Da» gute Kind!, flötete die wohlgenährte Mama und zerdrückte im Augenwinkel eine Thräne, deren Größe zur Gestalt der Dame in keinem Verhältnis stand. Dann nahm sie den Brief und la» ihn. Aber was war denn da«! Wie sah den» plötzlich Mama Goldstein» Gesicht au»? Das sah ja auS wie ein furchtbar dräuende« Unwetter: Plötzlich ließ sie den Brief sinken. „Das ist ui-erhört! Das ist »och nicht da» gewesen! Sie sind ein ungeheurer Esel. Gras Trottelburg. nehme» Sie mirs nicht übel; aber ich kann nicht dafür! Haben Sie sich doch rich-tig kalt stelle» lassen . . . „Aber verehrte Schwiegermama . . . ." „Hat sich was mit Ihrer Schwiegermama! Der Teufel ist Ihre SchwiegenMUtler!" Gras Egon wagte nicht zu widersprechen. „Wissen Sie den» nicht, was in diesem Briefe steht?" „Was ich Ihnen sagte, gnädige Frau. Ich habe keine Ahnung." „Rein, die haben Sie ja nie gehabt! Da. lesen Sie!" Und Gras Egon von Trottelburg laS: „Liebste, beste Eltern!" „Seid mir nichl böse; aber das werdet Ihr doch nicht wollen, mich ernstlich zwingen, diesem Trottel von Grasen die Hand zu reichen. Ihr werdet mir auch nicht böse sein, weil» ich Eurer Komödie eine selbst erfundene gegenüberstelle. Wenn Ihr diesen Brief erhaltet, hat mich mein Erich abgeholt, und in vieruudzwanzig Stnnben bin ich ObergymuasiumS durchzusetzen. Da» Land sei in letzter Zeit bereit« gezwungen gewesen, seine Umlage zu erhöhen und auch für die Zukunft drohe eine Umlageerhöhung. da die Lande«, baiinen einen geringen Ertrag abwerfen und die Ansprache, besonder» die für da« Schulwesen, stet» wachsen. So koste die Regulierung der Leh-rergehalte eine Million, und trotzdem seien die Lehrer »och nicht zufriedengestellt. E« wäre aller-ding» den, Landtage nach dem Vorbilde anderer Länder möglich, Schulden zu machen, aber eine derartige Wirthschaft wäre gewiss noch schädlicher, al» Umlagenerhöhnng und weise Enthaltsamkeit. Unter solche» Verhältnissen fei e» dem Landtage schwer, große Summe» für Neuanpflanzungen zu bewilligen, sondern man müsse sich begnügen, de» allerbedürstigsten Weinbauern Rkben nnd »n-verzinsliche Borschüsse zukommen zu lasse». Red-ner gibt eine Reihe von Da e» über die Vetthei-lung von Reben in Untersteiermark und führt den Nachweis, dass die Menge der abgebbare» Reben von Jahr zu Jahr wächst, iiiüii möge nur etwa« Geduld haben und nicht alles-auf einmal verlange». Der Abgeordnete kommt auch auf die gegen ihn gerichteten Angrifft zu sprechen, erklärt die-selben für einen AnSflnjS persönlicher Animosi-tät und schließt seine Ausführungen mit der wiederholten Versicherung, das» er jederzeit da» Interesse seiner Wähler im Auge habe und stet« bereit sei. alle berechtigte» Wünsche energifch zu vertretein Herr Perko. welcher hierauf das Wort ergreift, weist, foweit e» die Mehrheit der Theil-nehiner jener Versammlung der Weinbauer betrifft, den Vorwnrf einer persönliche» Animosität zurück. ES seien allerdings scharfe Worte gefalle», aber dieselben entsprangen nicht eiuer Antipathie gegen uusereu Vertreter, sondern sie waren ein Noth-schrei der immer schwerer »m ihre Existenz ringenden Weinbautreibtiide». Redner meint, fall« der Landtag in der Lage war, viele Millionen für Waldan-käufe und unproductiv« Eisenbahnbauten zu ver-ausgaben, so sollte er auch die Miitel besitzen, die WeinbaumijSre zn beende», welche nicht nur schwer aus unserer Laudwirtschaft lastet, sondern auch den geschäftlichen Verkehr in Untersteiermark lahm legt. Redner schließt seine Ausführungen mit der wiederholten Versicherung, das« in der besprochene» Versammlung kein beleidigende« Wort gegen Herr» LandeSauSschußbeisitzer Kokofchi-n e g g gesallen sei. Zu seiner Erwiederung erklärt Herr Dr. Kokofchi »egg. das» solche MifSgriffe wie gewisse Bahnbauten dem neuen LandeSauS» fchufse* nicht zur Last gelegt werde» könne» u»d das» derselbe auch keine Wälder auzukanfe» ge-sonne» ist. Der Landtag müsse ebe» jetzt sparen, um die Fehler früherer Zeiten gut zu mache». Trotzdem sei er für die Petlauer Weinbauer nicht ohne in Gretna Green mit ihm vermählt. Ander» rvar's ja nicht möglich, und ich bin deui Grafen für fei» bereitwilliges Eingehe» auf meine Pläne sehr verbünde». Im übrigen müßt Ihr auch einsehen, daß mein Maler ei» ganz anderer Kerl ist. Ich bitt' Euch, seid gut! Schickt eiu Telegramm hieher. uud wir werde» beide in Eure Arme eilen und nachträglich um Euren Sege» bitte». Eure Tochter Dolly." Der Graf warf das Blatt hin. stürzte au» den« Haufe nnd ward nie mehr gesehen. Frau Goldstein ra»^ die Hände. „Also darum ein bische» Romantik!' — Es ist unerhört!" .Das ist ein gelnngener Streich!" bemerkte Herr Goldslein, aber scheinbar weit weniger e»t-rüstet als seine wohlgenährte Hälfte. U»d nach einer Pause fragte er harmlos: „Ja, da werde ich doch wohl telegraphiren müssen! WaS meinst Du?" „Man muß ja! Man muss ju! O, e» ist ensetzlich!" Uud Papa Goldstein telegraphierte: „Kommet zurück! ES ist alle» i» Ordnung! Erfolg thätig gewesen und habe z. B in aller-letzerer Zeit durchgesetzt, das« von n»n an bei Gesuche» um unverzinslich« Darlehen nicht mehr die Gemeinde, in welcher der Weingatten liegt, sondern die Stadtgemeind« über die Bedürftigkeit ihrer Bewohner zu entscheiden hat. (Lebhafter Beifall.) Nun erhob sich Herr Direktor G u b o, um die besonderen Verdienste de» Herrn Abgeordneten um die Errichtung deS Pettauer Obergymnasiiim« hervorzuheben. Der anwesende Lehrkörper der Anstalt fühle sich besonder« geschmeichelt durch die anerkennenden Wotte deS Herrn LandeSauS-schiißbeisitzer« und werde »ach Kräfte» Sorge trage», dass das Pettauer Obergymnasium seine Auf-gäbe voll und ganz Erfülle al» deutsche Unterricht»-anstatt und als alma maier zur Verbreitung klafsifcher Bildung ^und allgemeinen Wissen». Der Herr Direktor schließt mit einem „Heil" aus den Herrn LandeSauSschußbeisitzer, in welche» sämmt-liche Anwesende eiitsiimmeu. ES folgt nun noch eine Reihe iveiterer Toaste unter welchen besonder» jener de« Herrn Oberlehrer S t e r i n g hervor-zuheben ist. Derselbe verweist aus die Thatsache, dass die Pettauer LHrer nicht zu den „Undankbaren" gezählt werden dürfen, da sie anläßlich ihrer Erhebung in die ' I. Gehallsclasse sowohl dem LandeSauSfchusse, älS auch Herrn Dr. Kok o-fchinegg chrerf' Dank auSsprache». Redner freue sich besonder«, diese DankeSworte persönlich wiederholen zu dürfen. Die Pettauer Lehrerschaft fei sich ihrer verantwortlichen Stellung bewusSt in dem Sinne, das» sie bemüht sei. alljährlich dem Pettauer Gpmnasium eine möglichst große Zahl wohlvorbereiteter deutscher Schüler zuzu-führen und dadprch die Lebensfähigkeit der Anstalt zu sichern^ Es sei nur noch zu wü»scheu, dass aiich der MSdcheuuntericht durch Errichtung einer Mädcheiibürgerfchule gehoben werde. Herr Dr. Kokofchinegg möge auch noch diese« große Werk zu Ende führen und in diesem Sinne bringe er ihm feiü „Heil". Nach längerem ge-gemüthlichen Beisammensein, wobei noch manche» ernste Wort gesprochen iviirde, trennte» sich die Theiliiehmer in bester Stimmung zu ziemlich vor-gerückter Stunde. Localnachrichten. (Kaiser Jranj ^ofrf-<5qtnnastum.) Heute findet um 11 Uhr vormittags im Eonferenzzimmer der Anstalt eine außerordentliche Hauptverfamm-lung behufs Erneuerung der Satzungen des Stu-denten-UnterstützungSvereiue« statt, zu der die p. t. Mitglieder des Vereine» geziemend eingeladen werden. (Her DctrranenbslU) Am 2. Februar ver-an staltete der hiesige Militär-Veteranen-Berein wie alljährlich ein Tanz-Kränzchen u. zw. in de» Casinolokalitaten. welches sich eine« ausgezeichneten Besuches erfreute. Anwesend ivaren Herr k. k. BezirkShauptmanu, Herr Bürgermeister Ornig. das OfficierScorpS de« Pionnier-Bao». Pettau. die Feuerwehr mit ihrem Hauplmanne I. Steudte und eine Abordnung von 6 Mitgliedern des Brudervereines au« Marburg sammt ihren Frauen. Die Unterhaltung dauerte b>« 7 Uhr. ein Zeichen, das« alle« in bester Stimmung war und das« die Nacht den meisten Auivesenden viel zu Früh verstrichen ist. (Eeneralversammluna des Zweigverrineg prttau der Hauirlsaiigcftelltrn.) Für Sonntag den 3. d. M. hatte der obgenanute Verein feine Generalversammlung in die Restauration zur Stadt Wie» eiuberusen und einige Herren anS Graz, darunter der Führer der Haudelsangestellten Herr L a ck » e r, hatte» ihr Erscheine» zugesagt, versäumte» jedoch de» Zug. Der Vorsitzende Hirr Kusem. begrüß'? die versammelten M tglieder und Gäste nnd erstattete den Thätigkeitsbericht iber d«S VereinSjahr 1900. Besonder« hervorzuheben sei die Errichtung deS BuchbaltuugScurse«. welcher mit 18 Theilnehmern i»S Leben ge-rufen wurde. Redner dankt dem Stadtschulrathe ür die Beistellung deS SchulzimmerS, sowie dem Pettauer Ha»del«gremium für die Eulver tion von 30 K, Die Berei»«leitung hielt im abgelaufenen Jahr 5 AuSschußsitzungen ab und Herr Steine r nahm al» Vertreter de« Vereine» an den VerbandSsitzungen in Graz theil. Zur geselligen Bereinigung der Mitglieder werden Wochen-abende eingeführt, welch« jeden DvnnerStag stattfinden. Run erstattet Herr Wertfchko den Eassenbericht. Nachdem die Herren S a i k o und Kweder zu Eassarevisore» gewählt wurden, die Rechnungen prüften und richtig befanden, wird dem Cafsier da» Abfolutorium ertheilt und der Dank für seine Mühewaltung ausgesprochen. Nun erfolgt die Neuwahl der Functionäre: E» wurden gewählt al« Obmann: Herr Kuiem, al» Stellvertreter: Herr Steiner, als Cassier: Herr Wertschko, al» Schriftführer: Herr Matzl, als Stellve«treter: Herr Brinjcheg. als Ausschuß-Mitglieder die Herren: Gaifcheg Wregg. Slawitsch, Saiko. Als Ersatzmänner die Herren: Scheligo »nd Machalka. AIS Umlage für 1901 wird eine Krone festgesetzt. Die Erhöhung erfolgt wegen Ausgabe für das VereinSorgan. Weiter« bean-tragt der Obmann ein VergnÜgungScomitö einzusetzen u. z. bestehend au» den Herren: Kive-der als Obmanu, Tollazzi und Bohic. Wird angenommen. (^aschiagsk»eipr) Samstag den 16. d. M. veranstaltet der „deutsche Turnverein" in den oberen Räumlichkeiten deS „Deutscheu Heim" eine gemüthliche FaschingSkneipe, zu welcher die deutsche Bürgerschaft Pettau'S freundlichst eingeladen wird. Bei derselbe» gelange» einige FastnachiSscherze zur Aufführung, u. a. der Eiermensch, das größte Unikum de« 20. Jahrhunderte«. Fatihuti, der Wasferinensch mit seinen großartigen Productiouen, der Burentronipeter u. s. w., die hoffentlich die Zuhörerschaft vollauf befriedigen dürste». Außer-d«m ist e« dem rührigen Kneipau«!chuß mit vieler Mühe gelungen, für diesen Abend ein« Anzahl durchreisender höchst origineller Antipo-de» zu gewinnen, welche für andere Sterbliche Unmögliche« zu leiste» versprechen. Mit einem Wott«, ,s steht den ves>»cheru ei» .g«n»tßreicher Abend bevor und es möge kein Turnfreund den kurzen Weg ins deutsche Heim scheuen. Einladungen werden nicht ausgeschickt. Beginn Punkt 8 Uhr abends. Eintritt für die deutsche Bürger-schast frei. Gut Heill (Aus Moschqanjeu) erhalte» wir folgende Zuschrift: „Löbliche Redaction! Kürzlich sagte man mir, dass ich der „Putauer Zeitung" den Bericht eingesendet habe, der de» Statio»Sb,amten in Moschganzen uud das BSuerlein V a u p o t i t s ch au» Meretinzen betrifft. Ich bitte. Herr Redacteur, wollen die Güte haben und mir die Bestätigung einsenden, dass ich »ich» der Berichterstatter jener Notiz in der „Pettauer Zeitung" bin, welche den jungen Stationsbeamteu und da« Bäuerlein be-trifft. Ich brauche diese Bestätigung für eine Klage an die General Direktion in Wien. Hochachtungsvollst ergebenster Theodor W e i » h a r ) t, Oberlehrer. Dornau, den 5. Februar 1901." Diese Zuschrift bezieht sich aus ei»en Bericht der „Pettauer Zeituug" vom Monate December, in welchem ei» Bahnbeamter in Moschgan,en be-anstündet wurde, weil er einem Bauern Vorwürfe machte, dai» sie sich Wanpotitich und »>cht Bau-potiü unterschrieb. Wir konstatieren »un nochmals, das» der von u»S gerügte Borgang sich genau so zugetragen hat, wie wir denselben schilderte» und das« wir jederzeit bereit sind, der Süd bahn-d i r e c t > o u unseren Gewährsmann zu nennen. Herr Theodor Weiuhardt, Ober-lehrer in Dornau, steht der ganzen Angelegenheit vollkommen ferne. (Scheue Pferde.) Ein arges Verkehrshindernis bildet bei V>ehmärkteu der Bahnichranken, welcher gerade Vormittag wegen ZugSverschiebunge» alle Augenblicke geschlossen wird. Soiort staut sich dann die Masse von Menschen uud Vieh und entsteht die Gefahr, dass die Thiere sch>» werden. Mittwoch grriehi der städtische Exhaustorwagen. welch r mit 3 Pierde» bespannt war, in diese» Hedränge und als ein Zug heranbraufte, scheute» die Pferde, warft» 4 Ochsen zu Boden und rannttn in den Hof de« GasthoseS Wratschko. E« ist geradezu als ein Wunder zu bezeichnen, das» bei der allgemeinen Panik und den heftige» Zu« sammenstößen zwischen Ochsen und Pferden keine ernsteren Verletzungen vorkamen, Vielleicht wäre eS doch von der Stationivorstehung zu erreiche», das« an Markttagen die ZugSverschiebungeu früher stattfinden. (Gosplö vesclii.) E« ist unwahr, das« man wiederholt den Herrn Bezirksrichter mit dem Austräger (sc. mir) im Gasthause beisammen fitzen und Karten spielen sehen konnte, wahr ist dagegen, dos« ich mit Herrn Bezirktrichter bisher weder im Gasthause, noch sonst wo Karte» ge-spielt habe. Groß-Sonntag, am 1. Feber 1901. Ivan Beslliö. ' (Ein lieber Herr.) E» ist unwahr, das« ich, al» mir jüngst aus der Friedauer Straße einige Großsonntager Schulkinder begegneten und mich mit „Guten Tag' grüßten, denselben drohte, den Kops einzuschlagen, wenn sie mich noch einmal deutsch grüße». Groß-Sonntag, am 1. Februar 1901. Ivan Beseliö. (vrnnnciatioueu.) E« ist unwahr, das» Peter Zadravec, Mühlenbesttzer und Land-Wirt bei Frieda», von mir und Dr. O m u l e c. Advokat in Friedau, beim KreiSgerichle in Mar-bürg wegen einer MajestätSbeleidigung angezeigt wurde, ivelche er iu einer Rede gelegentlich der Versammlung in Großsonntag begange» haben sollte. Unwahr ist daher auch, das« c« sich den edlen Seelen in Großsonntag und Friedau darum handelte, Herrn Zadravec über die Wahlperiode in die Untersuchungshaft zu bringen, um den schueidigen Redner unschädlich zu machein Groß-Sonntag, am 1. Feber 1901. Ivan Bejeliö. (Herr Veseliö) Hot uns mit obigen drei Be« richtiglingen gesegnet. Berichtigen kann man selbstverständlich alles und die Presse ist ver-pflichtet, jede derartige Zuschrift aufzunehmen, auch wenn sie offenkundige Unwahrheiten eut-hält. Wir nehmen auch kein Wort von dem zu-rück, was wir über H«rni Besttiü berichtet»», im Gegentheile, wir hoffen in allernächster Zeit »och ganz andere Heldenthaten diese» Herrn berichte» zu können. (Ekceß.) Am 20. Jänner um 9 Uhr abends wurde der Müllergehilfr Joh. B r a u d st ä t t e r in der Bürgergaffe wegen Straßenexceß von der Wache beanständet, worauf er sich sofort an einem Wachmanne vergriff nnd die Wache auf nicht wiederzugebende Weise beschimpfte. Nur mit größter Anstrengung gelang e« drei Wachleuten, veii Rasenden zum Amte zu stelle». Johann Brandstätte: wurde bereit« dem KreiSgerichte in Marburg eingeliefert. (Hingliicksfal.) An, 23. Jäiine? luden mehrere Angefüllte deS Herrn Goriupp ein Faß Kalk auf einen Wagen. Der Lehrjunge M. S t r e l e tz rutschte hiebei au« und fiel mit solcher Wucht auf die Stirne, das« er sich die Hirnschale zertrümmerte. Streletz erlag am nächsten Tage feinen Verletzungen. (pettauer Martit-Lericht.) Der Auftrieb am 6. Februar bestand in: 175 Stück Pferde, 217 Ochsen, 280 Kühe, 360 Jungvieh, 216 Schweine. Dem Ursprünge nach waren die Thiere zumeist auS der Marbu'ger und Pettauer Gegend und waren darunter recht prächtige Stücke. Abge-rollt wurden: Räch Deutsch>Land«berg, VoitSberg, Stainz, Leoben, Graz, Wie». Der Verkehr war »in recht reger. Nächster Schweinemarkt am 13., nächster Großvieh- und Schweinemarkt am 20. Februar 1901. Bei dem am 1. Febr. d. I. statt-gefundenen Fleisch, und Speckmarkte wurde gehan-delt: Speck (ohne Schwarte) 48—50, Schirni 62-64, Schinken 42—46, Schulter 38-40, Netzbratkii (Fisch) 60 —62, Wurstfleisch 48 bis 60 Kreuzer pr. Kilo. Da diese volksthüm-liche», nur während der Faschingszeit dauernden Märkte ihren Höhepunkt bereits erreicht haben, so machte sich tiue schwache Abnahme der Zufuhr bemerkbar und wurde infolgedessen, da genügend Kauflustige am Platze waren, der Markt rasch — 8 — geräumt. Größere Mengen giengen ab: Stach Tüffer, Wie». Cilli. Graz, Reuberg, Amftetten, Mureck, Gleichenberg, Laibach. Unt.-Drauburg, Abbozia. Da sich die Saison dieser Märkte bald ihrem Ende zuneigt, so wird da« P. T. kaufende Publikum eingeladen, noch rechtzeitig seine» Be-darf am hiesigen Platze zu decke». Fleisch und Sp'ckmärkte jeden Freitag. Auskünfte ertheilt da« städt. Markt-Eommiffariat. (Feurrbtreilschast.) Vom 10. Februar bi« 17. Februar. 1. Rotte de« 2. Zuges, Zug»-sichrer Bella». Rottführer C. R e i s i » g e r. Feueranmeldungen sind in der SicherheitSwach-stube zu erstatten. Auswärtige Neuigkeiten. (Ein humanilätsact des Erzherzogs Eugen.) Erzherzog Eugen hat. wie die „Troppauer Zeitung" meldet, mit 1. Jänner 1901 in Würdigung langjähriger, treuer und ehrlicher Arbeit, für sämmtliche auf den mährisch-schlesischen Gütern des Hoch- nnd Deuschmeistnthum« iu ganz- und halbstündiger L.rrwendnng stehenden forst- und laiidwirihschaftlichen. sowie industriellen mänulichen und weiblichrn Arbeiter, dann für jene der Regie und für W'tweu nach ganzständigen Arbeitern die JnvaliditätSversorgung, insol^nge dieselbe nicht allgemein durch besonderes ReichSgesed geregelt ist, aus Kosten der hochmeisterliche» GutSreuten eingeführt. In weiterer Verbindung mit dieser Wohl-sahrtSeinrichtung wurden außer den vorerwähnten, den Anspruch auf JnvaliditätSversorgung genie-ßenden Arbeitern auch alle iu de» Meiereien beschäftigten Gesinde-Personen, sowie die für die Dauer der Anbau-, Cultur- uud Ernte- Arbeiten vorübergehend gedungenen fremden Arbeiter, gleich den nach dem Gesetze vom 28. December 1887 bereits versicherten gewerblichen Arbeitern. auS besonderer Gnade gegen Unsälle bei dem Vereine von Industriellen. Filiale für Böhinen in Prag, collectiv versichert und es erhalten somit die ohne Verschulden bei der Arbeit Verunglückten die nach der Lohniumme bedungene Entschädigung. (Das ougtbliche Attentat aas Irn König von Spanien.) Au« Madrid wird berichtet: Durch die einheimische und ausländische Presse liefen dieser Tage Gerüchte von einem mysteri-ösen Attentat, dass gegeu Alfonso XIII. in dem jenseit« des ManzanareS gelegenen königliche» Park „Casa de Campo", wo sich der junge König sehr häufig mit seinen Lehrern zu ergehen pflegt, ausgeübt worden sein soll. Diesem Gerüchte liegt solgendcr Vorfall zn Grunde: Vor etwa acht Tagen machte der lugendliche Fürst mit seinem Professor Loriga und mit seinem Reitlehrer Bellido einen Spazierritt durch den genannten Park, als plötzlich ein Schuß fiel, dessen Schrotladnng so-zusagen zwischen den Beinen der Pferde hindurch-gieng. so dass sie aufbäumten. Gleich darauf er-schien ein Parkwächter, der behauptete, auf ein Kaninchen geschossen zu haben. Die Begleiter de» König» qualificirteu das Vorkommnis als eine »»erhörte Unvorsichtigkeit, denn wäre e» etwa» höher gezielt worden, so wäre da» Schrot dem König in» Gesicht geflogen! Sie erstatteten die Anzeige, nnd e» stellte sich heran«, daß die Park-Wächter ermächtigt waren, die Kaninchen, die die junge» Bäume beschädigte», abzuschießen, daß sie aber von dieser Autorisatiou einen so weitgehen-den Gebrauch machten, daß trotz häufiger Anwe-senheit der {öniglihen Familie von früh bis spät dort geschossen wurde, und zwar nicht nur auf Kaninchen, sondern aus AlleS, „was da kreucht nnd fleucht". ES ergieug nun der Befehl, unter keinen Umständen mehr in der „Easa de Campn" von der Schußwaffe Gebrauch zu machen; als aber dir König einige Tage später mit denselben Personen dort promenirte, fiel in der Näh« ein neuer Sch»ß. wa» ih» zu dein AuSrufe verau-laßte: „Die Befehle ;werben hier ja vortrefflich ausgeführt!" ES sind daraufhi» verschiedene Be-strafungen nnd Entlassungen erfolgt, und eS bleibt abzuwarten, ob diese Maßregeln nun end-lich die gewünschte Wirkung haben werden. («tlkgra>»e über )rn Tod »er Königin viltsria.) Der Telegrammverkehr in Eowe» während der Krankheit und nach dem Tode der Königin Victoria ist ein ganz enormer gewesen. Mehr als 370.000 Worte wurden von ZeituugS» correspondeuten abtelegraphirt und mehrere Tau- Eid Telegramme von Privatpersonen ansgegeben. n großer Theil der Telegramme gieng nach Deutschland. Holland. Belgien, Frankreich und Amerika. Trotz diese« ungeheueren Anstürme» erlitt der telegraphische Verkehr keinerlei Störung. (Zur Reform des Äpothrlttuoese«».) Unter den zahlreichen Fragen, welche bei der Reform deS Apothekenwese»« in Betracht kommen, ist die Neuregelung der Verhältnisse der pharmaceutische» StandkSorgauisation (Gremialwesen) die wichtigste und schwierigste, weil bezüglich dieser Anqeleqen-heit nicht blos fachlechnische pharmaceutische, son-dern auch mannigfache rechtliche nnd administrativ« Gesichtspunkte in Betracht kommen. Um die Lösung dieser Frage in rascher und gedeihlicher Weise zu fördern, wurde im Ministerium de» Innern eine besondere Ministerial-Commifflon ein» gesetztt, welcher SectionSchef Ritter v. Kuiy al» Vorsitzender, die Vertreter de« pharmazeutischen Faches im obersten SanitätSrathe und je ei» Referent de« pharmaceutische», legislativen, gewerbliche» und für gewisse Berathungen auch des versicherungstechnischen Departement» a»ge-höre». Diese Commiflion wird nach Prüfung de» gesammelten ErhebuiigSmateriale» aus Grund der zum Abschlüsse gebrachten fachtechnischen Bor-arbeiten sich insbesondere mit der Feststellung der einschlägigen Gesetz, und BerordnungSentwürfe zu befassen haben. (König Milan erkrankt.) Wie gemeldet wird, ist König Milan schon feit mehreren Tagen an Influenza erkrankt und hütet da» Bett. Den Patienten behandeln Profeffor Hofrath Dr. Neiissrr uud Dr. Zerner. Heute ist in dem Befinden de« König» eine Besserung eingetreten. (Ein ObKgroßhäudlcr) au» Wien sucht zehn Waggon Tafeläpfel zu kausen. Bei dem Umstände, das» jetzt Obst nicht mehr in großen Mengen angeboten wird, machen wir die Obstbesitzer Steiermark« aus diese Nachfrage hiermit aufmerk-sam. Die Adresse der kaufenden Firma theilt die Obstverwaltungsstelle. Graz. Heinrichstraße 47, unentgeltlich mit. Handel, Gewerbe und Land-wirtschaft. Jur Weinbaufrage. An anderer Stelle berichten wir über den Ver-lauf der Besprechung, welche Herr LandeSauSschuß Dr. Kokoschiuegg in Pettau veranstaltete, um gewissen Angriffen gegen den LandeSauSschnß und gegen seine Person zu begegne» und wir haben uuS auch in diesem Falle, wie immer, lediglich daraus beschränkt, unparteiisch zn be-richten, ohne unserer Empfindung und Auschau-uug auch nur die geringste Concession zn machen. Aber, ebenso wie die Presse verpflichtet ist, unparteiisch zu berichte», fo ist eS auch ihr gute» Recht, in allen auftauchenden Fragen ihre eigene Meinung zu sagen und nötigenfalls ihr Vorgehen zu rechtfertigen. ES wurde uns in besagter Versammlung der Vorwurf gemacht, wir hätte» in dem Berichte über die Versammlung der Weinbautreibenden Herrn LeSkoschegg „Worte iu de» Mund gelegt", welche er nicht gesprochen habe. Wir gebe» gerne zu, eS ist schwer über Versammlungen zu berichte», wenn im Eifer der Debatten zwei, drei Herren zugleich reden und alle nahezu da» Gleiche sagen, nur mit verschiedene» Worten. Es ist unS aber gewiß ferne gelegen, gerade Herrn LeSkoschegg alle» auszuladen, wa» damals gesprochen wurde. Immerhin muß e» aber als schädlich bezeichnet werden, wenn, wie von Herr» P e r k o in seiner An-spräche au Herr» Dr. G Kokoschiuegg. die Presse einfach im Stiche gelassen wird. Wenn der Ausschuß der Weinbautreibende» der Meinung gewesen wäre, ball über ihre Versammlung nicht berichtet nxrben solle, bann wären wir biesem Wunsch, griviß entgegengekommen, obwohl wir da« Halten von Branbreben mit Ausschluß der Öeffentlichkeit. lediglich zu dem Zwecke, um seinem Unmnthe Luft zu machen, fitr ganz zwecklos holten; benn nur burch die Veröffentlichung erhalten die Beschwerbe» Gewicht unb nur burch »i« Presse ist e» mitglich, auf jene Kreise eine» Druck auszuüben, welch« sich bisher gegen bis Interessen der Weinbauer ablehnend verhielten. Soviel in eigener Sache, was ober die Miithei-lnngen be« Herr» LanbeSanSschuß Dr. Kokofchi-negg aiivelangt. fo waren dieselben gewiß theils erfreulich, theil« brachten sie wenigstens eine Begründung, warum so wenig vom Laube geleistet ivirb. Aber überzeugt hat uns Dr. Kokoschiuegg nicht l Da« Laub Steiermork hat für Zwecke, welche sich als wenig wertvoll erwiesen haben, viele Millionen Schulden gemocht, wir protestieren daher gegen eine .weise Sparsamkeit", welche erst in dem Momente zur Geltung kommen soll, wo unverschuldete« Elend tausenber ehrlicher Steuerzahler gelindert iverden soll. Aber ist ,S den» überhaupt „weise Sparsamkeit", wa« uu« Dr. Kokoschiuegg predigt? Nein, da« ist Verschwendung de« VolksvermögeuSl Jede« Jahr, in welchem tansendt der wertvollsten Reben-gründe brach liegen, bedeutet einen Verlust von Millionen sür die Landwirtschaft, für Handel und Gewerbe und sür Staat u»b Land. Wir treten also der Auffassung be« LaubeSauischussr« direct entgegen und rufen dem stelermärkischen Landtage zu: Nur dann erfüllt daS Land feine Pflicht, wenn es basür sorgt, das« bie Weinbaukrise in 10 Jahren überstanbe» ist, alle kleine» Mittelchen schabe» nur unb die lächerlich kleineu „Vorschüsse" sind geradezu zwecklos. Da« Lanb gibt heule 10000 fl jährlich für Weinbauzwecke auS. Dieser Betrag genügt, um bie ganze Noth zu beseitigen, wenn solgender Weg eingeschlagen wird. DaS Laub entnimmt dein verfügbaren Reue seiner Eisenbahnauleihe 5 Millionen imb läßt mit biesem Gelbe bie verlausten Weingärten herstellen. Die Weinbauern erhalte» baS Geld zu 2% unb habe» ihre Schuld in längsten« 26 Jahren abzuzahlen. Auf diesem Wege könnte» sämmtliche Weingälten regenerirt werden und bie Kosten sür daS Lanb wären doch nur 100000 fl jährlich, also nicht mehr, als dermalen „ver-trantschelt" wirb. Curiose tvildschadenvergiitung. Welche Drangsalierungen ein Baner von Seite der Jagdberrschasten, resp, besten vertreten-ben Organen in puncto Wildschadenvergütung ausgesetzt ist, b«wei»t wieder ein Fall, ivelcher einem GebirgSbauer iit Körnten passierte nnd der so curios ist, dass er wohl veröffentlicht zu werde» verdient. Im Jahre 1899 meldete der betreffende Bauer dem zunächst befindlichen Revier-jäger, welcher zu Wildschadenerhebuiige» compe-tent »st. einen erlittenen Wildschaben an. Der wartete geduldig von einer Zeit aus die andere; es kam niemand, ben Schaben zu besichtigen, bis schließlich die beschädigten Culturen richtig wieder soweit gediehen, dass nicht viel mehr er-sichtlich war. Die dem Bauer gebührende Wild« schabenvergütung blieb ber Jagdleitung baburch erspart. Im Frühjahre 1900 wurden bis Staa-ten biS gleich?» Besitzers wieder von einer Herd« Hirsche als Tummelplatz auSerfeheu, und wieber würbe der gleiche Jäger behufs Schadenaufnahme davon Pfi ftänbißt. Diesmal, bachte ber Bauer, gel»e ich nicht mehr ans be» Leim, unb als am sechsten Tage nach ber Schabtiiaumelbung noch ktin Jagdorga» erschien, weiibete er sich mit seinem Anliegen an bie politische Behörbe. AI« die Jagd-leituug dann von dort Wind bekam, dass es zu t» (fairst «tführmittel sind b«t»»«tltch schtdlich. Man »«wendet daher da« ohne stSrend« Rebenwirlung unmerllich mild« absührrnde Mittel welche« auch die ver-dauung nicht alteriert, sondern dieselbe anregt und kräftigt, den Dr. Rosa« Balsam sür den Magen au« der «polh-kc de« B Fragn« in Prag. Erhältlich auch in den hiesige» Apotheken. Ich Anna Csillag mit ■rintni 185 gtnliiarttt lanatn Sirtrii'U-ettlfifAur. hol» stiert in ftslM «rtraudi* imian kltytrrfunbeiun Die- selbe K »*n brn bntlStatrftm tttitrn al* Ml tiii|l«c SKitirt grqrn >»«. faBrn d«r jur be« GUrfH'tmint brcltltrn, jut M ®«d güil« unb dkw-dri 6if1«!ben »et (rilj-Itiilgtm «tltourn MI In da« dtchstr *itn. Prall ein«« Tlagala I fl., » fl., j fl., j fl. Poetv«raafidi lifllch bei Vorein««-dimc d«i Betrage« ode, mktaUi Poitnachnahme der Ruaaa ^ eil aus dar Fatirik, wohin alle Auftrlgit iu richten lind. Anna Wien, I., Seilergaffe 5. — 5 — - 4 Saison lyoi. . . Saison 1901. ;f; ' Salon för vornehme Herren-Kleider naefa Mas« dfes Leopold Klein, Schneidermeister, k. k. 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Sin Lehrgang für Wein- und Gtftban für Wein, und Obstgärtenbefitzer und sonstige Freunde dieser Zweige der Land« wirtschaft. 2. Ein Lehrgang für Winzer, Saum- »»d Straßeuwärter. Im ersteren wird da« Wichtigste au» den genannten Ge-bieten, dem jetzigen Stande der Sache entsprechend, in Theorie und Praxis behandelt; der letztere hat die vorwiegend praktische Ausbildung von Winzern und Baumwärtern in den Frühjahr», arbeiten zum Zwecke. Die Zahl der Theilnehmer ist im Wein, und Obstbau-Eurse auf 40, im Winzer- oder Baumwärter.Eurse auf 30 festgesetzt. An dem betreffenden Lehrgange theilnehmende Winzer und Baumwärter, welche nicht von Besitzern und Gemeinden oder sonstigen Körperschaften geschickt werden und ihre Bedürftigkeit durch ein von der Gemeinde ausgestelltes Zeugnis nachweisen, erhalten Unterstützungen. Die Theilnehmer beider Lehrgänge müssen Rebscheere und Baummesser mitbringen. Sie können solche, sowie Baumsägen und Baumkratzer in guter Ausführung auch durch Vermittelung der Anstalt besorgt erhalten. Die Anmeldungen sind bis zum I. Mär) an die unter-zeichnete Direction zu richten. Marburg, am 1. Februar 1901. Direktion der keierm. Landes Obst- u. Weinbanschnle iu Marburg. GGGGGGGGGSGG Jiikob sollncf, Pettau, Fleischhauern und Selcherei Ungarthorgasse Nr. 4 'empfiehlt sich zur solidesten und freundlichsten Bedienuug und empfiehlt jederzeit vorzügliches Rindfleisch, sowie auch hoch-prima Selchwaren, alle Gattungen Schinken, Nollschnlrer, Aaiserfleisch, sowie auch alle Sorten Murste und kalten Aufschnitt zu billigsten Preisen zur gefälligen Abnahme. Mache auch besonders aufmerksam auf mein gut sortiertes Schweinschmalz-Rager. Hochachtungsvoll Jakob Sollack. Franz Xav. Zepuder, _PETTAU._ Ich empfehle bestens meine direct bezogenen Original-Südländer-Weine in folgenden anerkannt vorzüglichen Marken: Mal&ya ... .... Madeira....... 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Atllkloerkovfllna """ß""1»*« Folgen. wie Beklemmaal, , 7 I. „ 8 Kollkeobmerzea, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutstauungen in Leder, Mll« und TMbaVai hifli in (HlawrrtioMai-loldea) werden durch «räutenvein oft rasch beseitigt, »«vterwein »ebobt varerdanliokkolt und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe au« dem Magen imb ben Eebännen. Hageres, liieiches Aussehe«, Stut-Mangel, Entkrästuitg eine« krankhaften Zuftanbe« der Leber, «ei Appelltloelgkelt, unter a«r-vtfoer Abepainyag uud BemBtheverstlmmang, sowie häufigen Kopfschmerzes, schlaflosen Nlobtea, siechen oft solche Personen langsam dahin. -^ ----F —-— —— ....... •«>! »11 tUH||fUIII VUyiH. xräiitetwfin gibt ber geschwächten Leben«krast einen frischen Jmpul«. ' ikräuterwein fkigert den Appetit, befördert Verdauung und «i nähruna. regt ben Stoffwsch'kl an, beschleunigt die Blntbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft neue l.ebenelnat. Zahlreich« Anerkennungen und Dank- schreiben beweisen die«. 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Historische SrzShlung von Arthur Eugen Simson. lgor«ei,u»a.) \ ianetta, Gianetta!" rtift es laut. Sie atmet auf, die Stimme fennt sie: es ist die braunlockige Tochter der Hirte», die sie sucht. Gepriesen sei die Madonna, die sie sendet! ,Wo bist Du, Gianetta? TaS Abendessen wartet," ruft das Mädchen, dessen scharfe Annen die junge Frau endlich im Dunkel erkennen. .Es ist nicht gut. bei Nacht so weit von der Capaune wegzugehen, die Berggeister sind tückisch und locken de» Fremden auf Abwege." Schon war daS Mädchen an GianettaS Seite und reichte ihr die Land, die sie rasch ergriff — durch die Wendung ist ihr Kleid wieder frei geworden, aber surchtsam schaute sie doch »ach allen Seiten. Sie folgte der Kleinen znrück zur Eapanne, bei Nacht und Nebel konnte sie ja nicht zu Thal eilen und nie werden die Hirten sie ziehen lasien, sie muß heimlich gehen, »»bemerkt von allen. Sie teilte das Mahl der Hirten, die ihrem Gaste zu Ehren den süßen Broccio auftischten; besm Schein der kleinen Oellampe suchte sie dann mit ihnen das harte Lager auf in der höhlenartigen Wohnung, wo die Hirten und die Herde ihr gemeinsames Obdach fanden; am Eingange brannte das Feuer zum Schutze gegen die Füchse. Man hatte Gianetta die wärmste Stelle unter der Decke von Schafwolle, die allen diente. angewiesen, und nachdem der Abendgruß gewechselt und jeder sich und die andern dem Schutz-heiligen empfohlen, hörte man bald nur da» regelmäßige Atme» der Schläfer. Gianetta wachte allein. Sie konnte keine Ruhe finden. Wie ruhig schlief sie sonst auf dem harten Lager, oft unter freiem Himmel, wie manchesmal schon ganz allein, den Gatten fern wissend, den sie den Heiligen em> Pfahl. Und wenn die Sorge sie oft weckte, so war es doch nicht wie heute mit dieser peinliche» ll»ruhe. Die Stünden verstriche» »»d keine ^brachte den milden Schlaf. Der Schein des FenerS vor der Hiitte erlosch und graue Dämme» rnngen schimmerten durch die Fu-gen. Noch regten sich die Schlä-ser zu ihrer Leite nicht, als Gia-netla sich erhebend, vorsichtig zwi-scheu ihnen durch nach der Thür ging. Jetzt war e» Zeit zum Aufbruche, wollte sie ungehindert fort. Ihr Entschluß war gefaßt, durch Schrecknisse hatte er sich durch-gearbeitet und Gestalt angenommen: sie wollte nach der Heimat zurückkehren, Marianna und Marco versöhne», oder vielmehr sie noch einmal sehen, ehe sie in die Ferne zog — denn an Gelingen £«l neuerrichtete Hasendenkmal (■ Münster l W. (Dill !«l») der Versöhnung dnrste sie nicht glauben. Sie wollte es thun, so lange Paolo fern, denn er wird nie seine Einwilligung zu dem Schritte gebe». Wenn der Himmel günstig, kann sie zurück sein, »och ehe er wieder in den Bergen ist. Noch war die Sonne nicht a»sgegangen, dichte Nebel verhüllte» alle», selbst der Bach verriet sich «ur durch sein Rauschen. Gia-netta eilte an» Wasser nnd sich niederbeugend, badete sie ihr Ge-sicht in der eiskalten Welle, die sie erqnickte und stärkte. Ein Truuk am Quell »md ein paar Kastanien, die an der Fenerstelle liegen geblieben waren, mußte» sie auf die Wanderschaft stärken. Noch einen Blick warf sie nach der gastlichen Hütte, flüsterte den Segenswunsch, dann trat sie den beschwerlichen Weg au durch die Nebel bergab. Die Furcht, die sie gestern beherrschte, war gewichen, rüstig schritt sie vorwärts, vorsichtig anf jeden Tritt achtend, immer dem Laufe des Baches nach. Es war ein mühseliges Wandeni in der unwegsamen GebirgSwelt, durch die Wolkennebel, die auf und nieder wogte», die Schlünde uud Klüste verbargen, die au de» Felswände» hinzog?» wie geister-haste, geflügelte Schatten, die jetzt schwindend den Blick freiließen und ihr die Tiese des Abgrunde» hier enthüllte», während sie dort deu Pfad, de» die Hirten ge-bahnt, und den Baumstamm, der über den Abgrund führte, ver-bargen. Nnr allmählich brach die Sonne sich Bahn, zerriß der Wind das Gewölk, der erste Strahl sieln»» nach mehrstündigem Wan-der» auf Gianetta. Noch war sie nicht weit gegangen, vorsichtig mnßte sie jeden Schritt erwäge»; obwohl sie nicht fremd war im Gebirge, so kannte sie ihre Rich* t»»g doch »nr ans Paolos und der Hirten Beschreibungen. Ost stand sie still, nm sich schauend, ob anch der Weg, den sie genom-me», der rechte, ub die Merkmale zutrafen, von denen sie die an-der» breche» hörte. Bis jetzt war sie nicht irre gegangen: dort unten in der Schlucht ragte der abgestumpfte Turm der kleinen Kirche empor — das Bergdorf m»ß es sein, von dem die Hirte» sagten. Sie kam näher; die Sonne war hoch genug gestiegen, nm mit ihrem goldenen Lichte die grane», düstern Häuser zn beleuchten. (So war auch schon lebendig im Dorse. GianettaS scharfes Auge sah Wei-ber und Männer in der engen Gasie gehen, Kinder vor den höhlenartigen Eingängen der Hütten herttmkriecheu. Einen Augenblick zögert sie, ob sie durch» Dorf gehe» »»d in einem der Häuschen um einen Tr»»k Milch bitte» soll, dann aber rasch entschlossen sich links wendend, ließ sie es zur Seite liegen; bald entzog der Wald, unter dessen Schattendach sie trat, es ihren Blicken u:id nur noch das Bellen der Hunde verriet die Nähe der Meuschenwohnungen. Rüstig schritt ste nun vorwärts; hier war ein begangener Psad, der zwischen riesigen Lärchen und Pinie» hinzog, oft überwachsen von wildem Gestrüpp des herbstlich gelben Buschwerkes, aber nicht gefahrvoll wie der erste Teil der Wanderung. Der Wald zog bergab ins offene Land. Doch verging noch manche Stunde, ehe das junge Weib sein Ende erreichte. Aber ste ruhte nicht länger, als nötig war, um sie Dich wieder freilassen? Sie werden Dich gefangen halten — und dann wehe mir und Dir!" Sei diesem Bilde durfte sse nicht weilen, wenn sse die schon matter werdenden Kräfte aufrecht halten wollte zum schönen Werke. Die Sonne stand schon gegen Mittag, als Gianetta aus dem Walde trat; einige Minuten gönnte ste sich Rnhe, und die Augen mit der Hand beschattend, überschaute ste das Thal, das sich jetzt vor ihren Blicken ausbreitete. Nicht mehr die wilde Ge-birgSregion war es, lachende Fluren zogen sich an den Ab-hangen hin, Dörfer und einzelne Häuser ragte« zwischen Kastanien- und Olivenhainen hervor, abgemähte Getreide» selber und Weingärten wechselten mit Wiesen uud Acker-land, eine breite Straße durchschnitt die Fluren und zog über den weit ausgestreckten Arm des Gebirge», der den Gesichtskreis begrenzte; hinter ihm lag das Meer, dorthin zog eS Gianetta, die nichts von der paradiesischen Schön« heit deS Thales sah, daS sie betrat, nur an ihr Ziel, an die lange Wanderung, welche ihr noch bevorstand, dachte und rastlos weiterstrebte. Jetzt brannte die Sonne scharf auf ihr Haupt — oben im » I Gebirge der Frost sie erstarrt, hier glühte der heiße Strahl. Unwillkürlich erlahmten ihr« Schritte, bleiern legte sich die Ermüdung auf ihre Glieder, sie sah den Augenblick nahen, wo die Kräfte sie verlassen würde», lange, ehe ste w am Ziele. Dort unter dem schattigen Dache des LelbanmeS, jenem großen Hanse, dessen weiße Mauern zwischen dem Grün freundlich leuchteten, mußte sie ruhen, wenn auch nur wenige Minuten, die Bewohner werden ihr den labenden ■ff Triink nicht weigern nnd ihr kurze Rast Gianetta irrte nicht. Die junge grau, welche auf de» Stufen der Haustreppe saß und mit ihren Kinder» koste, hatte sie nicht sobald bemerkt, als sie ansstand und sie zur Rnhe einlud. Gianetta folgte ihr in das Gemach, neugierig schauten ihr die Kleinen nach — wo mochte die Fremde her-kommen? Aber weder die Hausfrau noch die Kinder fragte» r— heilig ist da» Gastrecht in korsischen Landen uud jeder übt e» an jedem ohne Frage nach woher und wohin. * Die Frau brachte frische Schafmilch, heiße Kastanien und süße Weintrauben, die sie vom Stocke schnitt, der ihr Fenster mit grünen Ranken umschlang. o »Ruht uud stärkt Euch!' sagte sie und wehrte den Kin- der», die mit lüsternen Blicken der Fremden zuschauten, wäh-reud sie selbst stehen blieb, ihr zu dienen. Aber auch Gia-netta kannte den Gebrauch, und nachdem sie sich gelabt, be-g, I richtete sie über ihr Kommen und Gehen: ein Hirtenweib deS Niolo sei sie und auf dem Wege uach dem Dorfe an« Meere, ihre Freundschaft zu besuchen iu wichtige» Dinge». Die Hausfrau forschte nicht weiter, aber ihr entging nicht der kummervolle Ausdruck in GianettaS Antlitz, der sich nicht erhellen konnte in ihrem gastlichen Sause. Da siug sie an, teilnahmsvoll von den schweren Leiden der Hirten zu sprechen und dagegen ihr schöne» Thal zu preisen, wo der Oelbanni so herrlich gedeihe, Korn und ReiS, die Kastanie und Dattel reife und der Wein sie mit dem goldenen Tranke erauicke: und Gianetta empfand schmerzlicher, waS sie entbehrte, seit sie mit Paolo geflohen, und e» duldete sie nicht . ... länger unter den, gastlichen Dache, i? I .Die Madonna belohne Euch." sagte sie aufstehend, nnd j trat den Rest ihrer Wandernng Jetzt ging eS dnrch belaubte Fluren, der großen Straße nach, dem Meere zu; Menschen begegneten ihr, mit denen sie dann uud wann ei» Wort sprach, oder eine» Gntß wechselte, doch kein bekanntes Gesicht war darunter. Aber wie die Sonne sich dem Untergänge znneigte uud mit ihrem Gold die Schneegipfel überströmte, die Berge in lichtem Schein leuchten ließ, die Gianetta am Morgen verlasse», war anch der letzte Hügel erstiege», und vor ihrem sehnenden Auge lag die unendliche Flut der See. Ein Jubelruf, ein Heil der Heimat entrann ihren Lippen, mit vollen Zügen atmete sie den feuchten Hauch des Meeres ein, mit trunkenen Blicken suchte sie ihr Thal, ihr Paese und die Bäume, die ihr heimisches Dach beschatteten. Hier war sie nicht mehr fremd, hier kannte sie Weg und Steg, und als die Dämmerung hereingetreten war. da war sie schon nahe dem HeimatSorte. vorsichtig wich ste jetzt jeder Begegnung aus. hier war ste gekannt, und niemand sollte Kunde vo» ihrem Kom-men ins Dorf tragen; unter dem Schleier der Nacht hoffte ste ° »»gesehen da» Haus zu erreichen, denn am Fenster wollte ste Marco und Marianna belauschen, und dann, wenn ste ihren Na-men nennen, — denn ste weiß, sie sprechen von der Tochter, — zwischen ste trete», sich zu ihren Füßen werfen und Bersöhiinng, Frieden erflehen.--- nach dem Stande der Sonne zn schauen, wenn je eine Lichtung den Blick freigab, im Gehen wilde Beere» pflücke»d, den Dnrst zn stille». Niemand begegnete ihr. sie war ganz allein im mäch-tigen UrWalde, allein mit den treibenden Gedanken: den Brnder, die Mntter zn sehe» — zu versöhne», wagte sie nicht zu beulen. Aber »»weilen wnrde ihr Schritt zögernder; dann sah sie ihren Gatten vor sich, der z» fragen schien: .Woz» das thörichte Beginnen? Hast Du Dich nickt losgesagt von ihnen und bist Du nicht mein allein? Glaubst Du, einmal in ihrer Gewalt, werden 23 Aus Umwegen gelangte sie bi» an» Dorf, da und dort hielt sie an und spnfue um sich, ob auch niemand ihr nahe, niemand ihr folge. Ihr Herz pochte stürmisch; den Bruder sollte sie end-ich wiederfehen, Marianna umarmen. — Und Paolo? Dachte sie i,icht an ihn? Doch, auch an ihn, jetzt stand er vor ihr. sie ver-meint ihn zu sehen, wie er warnend seine Sand erhebt und sie zurückweist. — Aber die Sehnsucht ist mächtiger, al» die Erinne-rnng an den Gatten. — Ein heller Stern blitzt zwischen den dunk-len, da» Dorf umgebenden Oelbäumen auf; das erste Licht ist es in einem der Sänser, der kleine Stern flimmert und leuchtet, er winkt so freundlich, al« rufe er ihr zu: willkom-men in der Stimat! — Fürchte Dich nicht! Vor Dir liegt die Bersöh-n»ng und der Friede mit dem Teuersten, hinter Dir nur Reue und Leid, die kein« Liebe mildern kann. — Und Gianetta folgt dem tröstenden, hoffnungsvollen Stern. ES ward immer dunk-ler: sie zögerte nicht mehr, sie kannte die Ge-wohnheiten der Paefe, sie Wichte, welche Gasie sie einsam finden werde schon um diese Stunde. Zwischen den kleinen Gärten und den Secken hindurch gelaugte sie ungesehen zn der Straße, die zu MariannaS Sau» führte. Schon lag die Ruhe der Nacht Über den Wohnungen, nur da und dort sah sie ein er-leuchtete» Fenster. Langsaw glitt ste an den Mauern entlang, aber doch konnte ste sich nicht enthalte», da und dort einen Blick in das Innere zu werfen. Wohnten doch ihre Freuttde da. Freunde? — Sat sie Freunde? Saben nicht alle ihre Sand aufgehoben gegen ste? Ist auch unr einer ausgestanden, ein Wort für ste einzulegen? Darf ste noch von Freunden sprechen? Keiner steht zu ihr, selbst Shilena, die Bertrauteste seit ihrer Kindheit, hat sich von ihr gewandt, ste, die doch etwa» über Marco vermöchte! Sie schlafe» alle und feiner denkt au die Verlassene. Doch, da steht das Sau«, von den dichten Aesten derRiesenkastanie halb verdeckt: die alte, bansällige Mauer umschließt den kleinen Sos-räum, wo einst Gia-netta so glücklich spielte. DaS Thor, von den zwei Oliven be-schattet, ist verschlossen, nnd der schwere Riegel weicht nicht nnter Gianetta« Druck. Sie schaut nach dem Fenster, ob sie wohl beim Scheine der Lampe, deren Licht einen breiten Strahl axswirst, die Teuren sehen möchte. Aber umsonst! Niemand zeigt stch; auch kann ste da« Zimmer vo» ihrem «iedrige» Sta»dp»nktc an» nicht Übersehen, das Fettster liegt zn hoch, nur der Schatten an der inneren Wand kann ihr die darin Weilenden andeuten. Doch lange steht ste. ehe stch auch nur einer zeigt. Wo möge» ste sei»?- Plötzlich wird die Lampe durch eine dunkle Gestalt verdeckt, die stch dem Fenster nähert. Marco ist e«, der Bruder. Er er-hebt die Sand, öffnet die kleine Scheibe und schaut hinaus. Sat Fir ih«! Räch dem »emöld« Phoiogeaplite und Bcrta» vo» ihn ein Geränsch gelockt, oder ahnt er die Nähe seiner Schwester') Er beugt stch weil vor. aber er kann die nicht sehe», die in der Thornische verborgen ist. Riefe er jetzt ihren Namen! — aber er ruft nicht, seine Lippe ist stnmm wie die ihre. Aber wo ist Marianna, die Mntter. Kein Schatten an der Wand zeigt ihre Gestalt, keine Bewegung im Zimmer ist bemerk-bar, trotzdem das geöffnete Fenster den leisesten Ton hinaustrüge. Wo mag sie sein? Sie kann sich noch nicht zur Ruhe gelegt habe,^ sie schläft ja nur den kurzen Schlaf de» Alter«. Gianetta wartet und lauscht. Wie aber Marco nun den Loden schließt nnd dann die Minute» vergehe», die Biertelstunde», eine »ach der a«der», und nichts im Sause mehrvernehm-bar ist, während der Schein der Lampe im-mer noch zwischen den Ladenöffnungen durchschimmert, da erfaßt sie ein Bangen nnd Granen. Ist diese Ruhe Todes-ruhe? Ist Marianna gestorben »nd bewacht Marco die Tote? — Nein! - Nein! Sie fabelt. — Warum sollte Marianna tot sein? Ihr Alter ist rüstig und kräs» tig. wie sonst die In-gend! Ja, aber Paolo hat gesagt, sie sei grauer geworden, gebeugter! — Wa» gäbe Gianetta darum, wenn sie eintre-ten dürste, sei'» nur für eine Minute! — Warum pocht sie nicht? Sie war doch fest entschlaf-sen, so mutig? Ihr Mut ist geschwunden und feige steht sie vor der verschlossenen Thür. Die Nacht rückte vor, in den Säusern brannte kein Licht mehr, nur die Lampe in der Stube Marianna» erlosch nicht und durch die Laden-ritzen sah Gianetta zu-weile» einen Schatten sich hin und her bewegen. Ist e» Marco? Geht er denn nicht zur Ruhe? Warum wacht er? Wenn dann der Schatten nach der Seite der Stube gleitet, wo MariannaS Bett in der Nische steht und mi> nutenlang dort zu wei-len scheint, dann ist Gianetta sicher, daß die Mutter auf dem Lager liegt. Schlafend? Wa-rum bewacht Marco den Schlaf? - Krank? -«Mit tot? — Rein, nicht tot! Wäre sie tot, fo wäre Marco nicht allein, die Nachbarn wachte» da»» mit ihm nnd sängen die Klagelieder. Tot ist sie nirfjt! Aber krank? Ja. sie ist krank, vielleicht dem Tode nahe, nnd die Enkeltochter pflegt sie nicht, sie steht auf der Schwelle und wagt nicht, nm Einlaß zu bitte». O, dürfte sie poche»! Ihr Flehe» müßte den Bruder erweiche», er würde ihr da» Recht nicht nehmen, die Kranke zn pflege». — Aber still, sie darf »icht rufen. — w«r wagt den Schlaf eine» Kranken zu stören in stiller Nacht? Sie kauerte nieder am Thllrsteine, der kalten Öerbsniacht nicht achtend, nicht des Taues nnd de« Windes, der frostig von der Se« her wehte. Ihre Gedanke» stnd bei der Mutter, beim Bruder, anch keinen einzigen hat ste mehr für den Gatten, der in derselben Stund« daS Gebirge durcheilt zu seinem Weibe. foi«t) ton 3 m II ste4. gr Önntftanfll In München. -*-4 24 * 5 i 0« ist lfm Gatte? Das Hafendenkmal ja Münster i. W. Da» eigenartige «ad der ganze» Umg»b«»g angepaßt» neue Hafendenkmal in Münster ist von dem Bildhauer Ant. »aller in Mänste» geschaffen worden, der e» verstanden hat, damit ei» i» jeder weise wirkung»volle» Monument »ur Erinnerung an die Eröffnung d«l Hafen» seiner Vaterstadt zu schaffe», Auf einem 6 Mete» breiten Unter ba» |f:l Stusen erhebt stch der 1,80 Meter hohe massive Sockel mit äußerst gefälligen Vexierbild. architektonische» Forme». Auf den beiden Gelten de» Sockel», auf der oberen Stufe de» Unterbaue» ruh-end, sind zwei mächtige Wasser-schalen ange-brach», in benen sich au» Delphi-neurachen iabrel-tem Strahl da» «affrr ergießt. Die Vorderseite be» Sockel» ziert auf «ine« halb-kreilsärmlgenAb-schlug in erhöbe-ner Schrift die Widmung: »Zum Gedächtni» an die Einweihung de» Stadthafen» Münster IS. Oktober ISSS. Gestiftet von Kaufleuten der Stadt," wohlugege» auf der Rückseite «In Lausbrunne« angebracht ist. «uf de» Sockel erhebt stch auf besonderer Bast» et» In seine» Formen einfach u»d schlicht gehaltener 4,65" Meter hoher Obelitk, best«« vb«re vordere Seite da« W^vpen der Stadt Münster. vo» «i»em Lorbeerkrau, ««geben, zeigt, vor d<« Obelilk, auf dem halbrunden Vorbau de» Sockel», steht die charakteristische Gewalt eine» Gchlffer» mit wetterhart«« typische» Zogen. Da» ganz« Denkmal ist in Stein au»ge-führt. Die Aigur de» Schiffer» ist au» besvnder» wld«rstand»fählg«m krhstalli-»Ischem Stelnmaterlal gefertigt. Einen wlrkung«dollen und imposant«« Ab-schluß erhält da» Denkmal durch den Im Hintergrunde sich weithin anldeh-ne»de» städtisch,» Hase» mit seinem bunt«» Leben und Treiben, sei»«« Schiffen uud den am Ufer sich hinziehend«» Lagerhäusern uud Gebäude«. Die Lischwitzer Zchwedebahn. Der Iriuiuphzug de» moderne» Technik fährt nicht nur burch den Straße», und Fabriklär« der Großstädte, er berührt immer mehr auf seinen stegreich«» vahuen auch die stille» Thäler absei»» der breiten Heerstraße de» Weltverkehr», In der«» weltfremde Einsamkeit bi»lang dl« .gellenb«» Rufe de» Maschi»enz«iiali«r»" noch »icht g«dru«g«n war«» So wird die allgewaltige Technik nach vor Ablauf diese» Jahre» wieder ein Fleckchen Erd« «rob«rt habe», dessen romantisch« Raturschäuheit«» schon lange nicht mrhr In v«rsteckter Heimlichkeit «I» fr«udlos«» Dasei» fristen, sond«ni deren Erschließung nur die Endstation ei»«r seit Jahre« vor stch g«h««d«« Entwicklung bedeutet: die Loschwitze» Schweb«b»hu wird demnächst dem bff«»t-lichen Verkehr »bergeben werden. In erster Li»i« soll da» n«u« Verkehr«. Institut, da« ei» S»xenstück und «ine fr«udig begrüß!» Ergänzung der »«rett» mehrere Jahr« bestehenden Drahtsellbahn Ist, dazu dienen, da» Lvschwitz-roch-witzer Hochplateau zu erschließen, um dies«» Terrain «ach Möglichkeit ber vaulust und dem Verkehr nahezubringen, wa» ohne Frag« i« kürzester gelt gelingen wird, so daß die Koste« ber auch technisch nicht u,int«restant«n «n-läge stch bald belohnt machen dürfte«. Die ganze Bergbahn — ben« ba» Ist bi« neu« Loschwitzer Schwebebahn — zerfällt I» drei T«il«, In b!« beide« Vahngebäube, die sogen. ob«re und untere Station, und bi« eigentliche zwei-gleistge Bahnstrecke, die etwa 300 Meter lang Ist. Dies« ruht aus «ine« sesten und 32 lose», bi» etwa 13 Meter hohe« Joche» und hat auf SO Meter Hori-zoatallänge «In« Steigung von etwa S3 Meter zu überwinden! da« Gewicht d«r für den vau der Joch» verwendeten Elfenmasten beläust stch auf 330 Tonn««. D«r Weg der Bahnstrecke geht »on der unw«tt d«r Loschwitz»» Kirche gelegenen unteren Station üb«» bi» «ach b«m Rochwitz«» Plateau führende Blkioriaftraße, um dicht bei dem Restaurant LaschwitzHähe, neben dem sich die obere Station beft»det, ba» E»d« zu st«den. Richt ohne architektonischen Reiz sind die beid«n Stallon»gebäud«, von d«n«n da» u«t«r« Im vlämlsch«« Renaissancestil, da» ob«re mit ben vier koketten Türmch«n im modernen Stil aulgeführt ist. Die inneren Einrichtungen beider Station«gebä»be sind so praktisch wie nur «täglich Da» unter« enthält den Fahrkartenschalter, vo» dem link» und recht» Treppenaufgänge — der ein« sür d!« ankommenden, der andere sür die abfahrenben Fahrgäste — nach bem Perron führen, ber durch ei« große» Glaidach gegen bi« Ungunst der Witterung geschützt Ist. Selbst-v«rftändlich ist auch kein Mangel an Wartezimmern sür da» Publikum, Dienst» räumen sür da» Bahnpersonal «. s. w. Umfänglich«» Ist da» webäude de» oberen Station^ in der vor allem da» Maschinenhau» mit seinen zwei großen Dampfl»loa>»bilen eingebaut Ist. Unmittelbar »ebe» biesem Statioa»gebäud« liegt «in« gträumig« Au»sicht»terrasse, vo« der au» ma«, eb«nso wi« während bet Fahrt, eine herrlich« F«rnstcht über da» Elbpanorama genießt. Zur Per-Ioaenb«ftkrd«rung werden vorderhand die» Wagen in Betrieb gestellt, vo» den«» fefet vierzig Sitz- und zehn Stehplätze aufweist, »ad bi« sämtlich «it großem Geschmack u»b Komfort eingerichte« find. Für ih». Heute sind sie ei» Jahr verheiratct unb der dusteude Blume«, strauß, de» der junge Gatte zeitlich morgen» auf de« Frühstückttisch stelle» liej, liefert de« Bewei», daß er sich mit Lieb« jene» Tage» «rinnert. viel Sorge und Ku««er hat e» wohl gekostet, ehe sie ihr Ziel «rr»ichl«», den» st« war «in« arm« Wais« und er ist Lehrer an ei»«r Prlvaischul«, an d«r «J zwar vi«l zu thun, ab«r nur «I« sehr Nein»» Einkomme» giebt. Ihr Hau», stand ist noch recht bescheiden, und der jungen Frau fehlt »och mancherlei Hau»rat, doch lassen ste Li«b« und Zusrl«de«hett alle» geduldig ertragen. Der heutige Tag wird besonber« festlich begange» «nd demnach ber Mittagllisch in aaijergewöhnlicher Weise hergrrich!«»: der g«sp«»d«t» Blumenstrauß »nd eine Flasche Wein, de» die junge Frau au» ihren Küchenerfparnisten angeschafft, geben dem bescheidenen woharaum »In feierliche« G«pr»g«. Daß heule be» «atten L>ebli»g«gericht — ein San»braten mit Gurk««salat — nicht s«hle» bars, dafür hat die junge Sattin schon gesorgt «nd dem Braten Ihr» ganze Auf. m»rksamk«it und Kochkunst «»gedeihen laste». Bald schlägt bi» Stund», wo der Satt« heimkehrt, und mit klopfendem Herz«», gerade wi« vor einem Jahr«, wo «r sie zum Traiialtare führte, harrt fie heut» sei»«r. Während st« den Tisch mit weißen Lianen deck», durchkreuze» tausenderlei Gedanken Ihren Kopf. Ob wohl alle» so bleibe» wirb? Ob nicht Wolken den Sonnenschein ihre» jungen Liebe», glücke» ei«mal verdüstern künnen? Rein! ,DI« Liebe kann ja alle»!' «nd an di«s«m alt«» «ahrwort will fl» auch i« Zukunft festhalten. St. ffi«« dankbar« Seele. Bumml«r »«« Gendarme» aufgegriffen wirb): .Also koch endlich toiedet einer, der einem unter bi« Arm« greift.' Im Geschäfts-Eifer. Richter: .Und wie teuer schätzen Sl« denn din Ihnen vo« Angeklcgten gestohlenen Anzug, Herr Zeug«?' — Schnei» der ««Ist»»: .0, de» Ist sehr billig, aber fein. Sehen St« stch bloß d«n Angeklagten an. m«!«« Herren — toi« tadello» d«r Anzug fitzt — «i« vollend«»«« Sentleman Ist d»r Herr!' Richt kompetent. vaIer: .Findest Du «icht, daß da« «ast«r hier »inen sehr schlicht«» Geschmack hat?« — St«dent l»erleg«n>: .Ich w«!ß nicht r«cht, Vater ... ich bi» nicht Kenner!' «»genehm enttäusch». Ar,»: .Leider müffe« wir, wenn Ihr L»b«» ge-rettet w«rd«» soll, da» li«k« B«i» amputiere» ' — Krank«»: .Bin ich ab»r froh, H«rr Doktor, ich fürcht«t«, Sie kb«»t«» mir am E»b' ba» BI«r verbieten!" r^\ l i n nu rz.: i c L'-ia •W V ' uttrrtisch gehört I« jeden Ta»b«»schlag. benn da» vorwerfen auf de« Fußboden b«» Taubenschlage» begünstigt den Zuzug der Mäuse und Rat-t««: e« geht auch «I» Teil »«» Futter« burch v«r«»rein>Siung v«rlar«», Stimmrihenkrampf, Asthma »er Kinber. Die Krankhei» kommt fast nur im Kinde»alt«r, und zwar I» den «rsten Lebenljahren vor, am häufigsten zu» Zelt b»» ersten Zahndurchbruch». Der Krankheit«anfall geht meist In w««ig Sekunden oder Minuten vorüber, «nd«t aber auch manchmal mit bem plbtzlichen Tob der Kinder durch Erstickung, Sobald stch «I» Anfall einstellt, muß man da» Kind aufrichten, ihm Wasser i» ba» Gesicht spritze», kühle Luft zufächeln u»d be» Rücke» reiten. Auch ist e« gut, einen Sensteig vorrätig zu halten, um denfelb«», sobald der Anfall eintritt, I» dir Magengrube zu lege». In der freie» Zwischenzeit muß man alle Unregelmäßigkeiten I» der Verdauung beseitige» und für ein« «»glichst zweckmäßige Er«ähr»»g be» Ki»de« sorge» H»»»«y» «««gram« Den «indmühlenllü«,!» «wahre Ich Hai», I» g«>», im $■»(, Im Oatbnbtir «ermittle de« SRllhstave« jroJ« gki&alt. s}e« et» besonnte», Nein«» ~ werve vom Meere u»d Flufie a« ~ — i Ich <» ewige «l o« viele» begrub I AufHfnng. Tier. »««I voran, »en Kopf nach hinten, »m ist'» am ktetd, am «al» ,« finden. J 0 8 E F V 0 I N E L z T ■ B E I M fi B « 0 R B V Tchachlösuug: Mr. I«. v d r-d » K et s — o » i Ob >—e 3 t etc. «rithmogriph. »>»»>» 1» 7. «Ine Stadt I» Ungar». »»««!« I« 1» 1». «in Trauerspiel »in «hakespenre. II 1» * 4 1. «in« »eruhmte Sängerin. U 1» l « I« IS. «in Vogel. II It I It I i«. «ine wlaiMcngattiina. I I» l • it l t. «in deutscher Badeori. » >0 l» l» » » « Ttrkischer vor»»«». I I» I» » >1 I». «in rufillche» Gouvernement, • I t II II l ia Station auf ber Strecke Romanlhorn-Konstanz. 1 U 4 I 17. «Ine Stadt In »lgerten. Sin» »le Körtet richtig gefunden, so dezel«. nen die Nnfang«buchstabe» von ode» nach unten gelesen einen deutschen «stronome»! die «Ndduch. Itnben von unten nach oben gelesen, einen Iran» »»fische« Astronomen. Paul Klein. Auslosung folgt I» nächster Nummer. Auslösungen au» »origcr Rummer: De» Scherz.»atlel»! »er«, Tand. — «erstand- — De» Logogelpb»! Tiegel. Riegel, Siegel. De» «l nagram «-Homonym»! Ruhm. Rum, Stur. «ue «echte »»»«hatten. » «erantworitiaie ZIedaltton «o» «r»It Ptetffe», aedruitt und »eraudgegeden von «reine» « «>«isfe» t» Stuttgart.