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April einrichtungen in den Ländern, soweit sich diese al8 notwendig darstellt. Die Regierung wird diese An-gelegenheiten in ihrem Zusammenhange mit Nach« druck unverzüglich verfolgen. Bezüglich der Angelegenheiten, die in den Wir-kungskreiS de« ReichSrateS fallen, wird die Regie-rung mit den Parteien und Gruppen des Reichs« rates über die Grundlagen der weiteren Behandlunz Fühlung nehmen und lommenden^allS Vorlagen dem Reichsrate unterbreiten. Wa» jene Angelegenheiten anbelangt, die sich ans die Ordnung im Königreiche Böhmen beziehen, hat daS Allerhöchste Handschrei den vom 26. Juli 191.'! in Aussicht genommen, daß die Regierung sich zur Sicherung der Grundlagen dieser Ordnung deS ReichSrateS unter Mitwirkung erprobter und bewanderter Männer bedienen werde, um darnach die notwendigen Maßnahmen treffen zu können. Die gegenwärtige Regierung, die nach wie vor solche Maßregeln al» ein dringendes unauf« schiebbares Bedürfnis unseres staatlichen Lebens an-sieht, wird den Intentionen des kaiserlichen Hand-schreiben? gemäß vorgehen. Für die Verwirklichung des Handschreibens vom 4. November 1916, be-treffcnd da« Königreich Galizien. wird sich die Re-gierung mit vollem Ernste einsetzen und dabei selbst-verständlich bemüht sein, die Annäherung der beiden, daS Land bewohnenden Völker zu erzielen. Bezüglich der Sonderstellung GalizienS ist zwi-schen der Regierung und dem Polenklub eine Eini» gung zustande gekommen nnd eS dürsten die Vor-schlüge deS PolenklubS im allgemeinen zur Annahme gelangen. Danach wird der galizische Landtag eine Erweiterung seine» Wirkungskreises erfahren und in jene Körperschaft, die die gemeinsamen Angelegen-heiten deS ganzen Kaisertum« Oesterreichs zu regeln haben wirb, Vertreter entsenden. Der Landtag selbst lich ins Gesicht sah, daß man die Treuherzigkeit und Offenheit auS denfelben lesen konnte. Er war der älteste Auskultant des KreiSgerich-teS, diente schon im fünften Jahre und hatte noch immer keine dritte Staatsprüfung abgelegt, wiewohl von Seite des Präsidiums mündliche und schriftliche Ermahnungen an ihn erlasfen wurden; einige An-läufe dazu hatte er mehrmals genommen, auch schon zwei diesfallS erteilt« Urlaube waren erfolglos ver-strichen und e» wurde ihm ein letztesmal nahe ge-legt, entweder Ernst zu machen, oder den Justizdienst zu verlassen. Unter den Tennisjüngern, die nur auf ihr schmales Adjutum monatlicher 4 l Gulden 33 Kreuzer angewiesen waren, befand auch ich mich. Da eS haushalten hieß, waren wir auf billige Kost aage-wiesen. In einem bescheidenen WirtShause .zur Rebe" fanden wir unS mittags und abends ein. —Lacher-liehe Preise, wenn man die Parallele mit den jetzi« gen ziehen wollte. Mittagskost: Suppe, Fleisch und zwei Gemüse 24 Kreuzer, abends: kleiner Braten mit Salat 20 Kreuzer, und dabei war derselbe dop-pelt so groß, als eine ganze Portion zur Jetztzeit. Freund Albert wohnt« bei feinen Eltern; sei» Bater war Kanzlist und mit zahlreicher Familie ge-segnet, daher Albert die Versorgung mit »em Nachtessen sich selbst leisten y,ußte. H"> "ar er, wie auch sonst des öftere» „zur , ommen; galt es ja mit mir bnü>'lich >. . aatSprüfunx, die wir gerncu., allzeit Lallten, Aussprache zu 42. Jahrgang. wird aus einer Abgeordnetenkammer und einem Ober-Hause, Senat genannt, bestehen. Die Verwaltung deS Landes wird »ereinheillicht, an ihre Spitze eine vom Kaiser ernannte Regierung gestellt, deren Vorsitz der Kanzler übernimmt. Das ganze Land wird in zwölf Landschaften (Kreisen) eingeteilt, in den doppel« sprachigen Landschaften werden die LandschaftSrate aus einer polnischen und ruthenischen Kurie bestehen. Die Regierung GalizienS übernimmt die ge« samten staatlichen Einnahmsquellen deS Landes in die eigene Verwaltung. An den Lasten Oesterreichs wird sich Galizien nach bestimmten 100 Teilen beteiligen. Die Verfassung sür Galizien soll spätestens ein Jahr nach Friedensschluß in Kraft trtksn, biShin beteiligen sich die Abgeordneten GalizienS an allen Arbeiten des ReichSrateS, während die Vertretung der Landes-intereffen einer Körperschaft anvertraut wird, die in zwei Kammern auS den Abgeordneten und den Herrenhausmitglieder« bestehen wird. Diese provi« sorische galizische Repräsentanz soll in Wien tage». Die Tschechen und Südslawen verfolgen die Politik, daß sie einen Teil der Staatsnotwendigkeilen, die eine geordnete Arbeit des ReichSrateS sicherstellen sollen, als nationale Bevorrechtung der Deutschen erklären und deren Bekämpfung in Aussicht sielen. Für un« Deutsche wird die Haltung der fit-gierung bestimmend sein. ES ist ein« Sch'cksalSstunde sür unser Volk, eine Schicksalsstunde mit ungeheure,» Ausgaben und auch mit ungeheurer Verantwortung. ES soll sich entscheiden, ob dem deutschen Volke in Oesterreich der Staat so ausgebaut wird, daß ein« gesicherte völkische Zukunft und Geltung unserem Volke dauernd gewährleistet wird. Das ist für u>« die Grundsrage, hinter der alle anderen Fragen zu« rücktreten müssen. halten. Zwei Monate hatten «ir hiefür fchon zu« sammen studierte Alber war schwer »o» Begriffe«; theoretisch k(-herrschte er so ziemlich den Stoff, wie ich aber i» eine praktische Erörterung deSselbe» einging, worauf bei Prüfungen daS Hauptgewicht gelegt wurde, war er „erschossen". Seitenlang konnt« er AuSweudiggelerntts zi-lieren, aber da« Anwenden auf den praktischen Kai, ging ihm nicht «iu. Mit den Worten: .Ich glaubt« schon b«i» Präsidenten übernachten zu müssen" — trat n em und kam sogleich aufS PrüfungSthema zu spreche». Er hätte damit gerne noch eiuen Monat hinauSz«» schoben, aber der Präsident dringe aufS Fertig-werden; vor keiner Prüsung habe er noch solch« Angst gehabt al« vor dieser, für die er so gar kein Verständui« ausbringen könne. Ich tröstete ihn damit, daß wir in den vierzehn Tagen den ganzen Stoff noch einmal gründlich durch« arbeiten werden und daß die Professoren mit eine« bemoosten Haupte Rücksicht haben; es weroe und eS müsse geh.n. Wir kamen jetzt iäglich scheu morgens zusam-men und studierten im Freien; hiebei siel mir aus, daß Freund Albert jedesmal vor- und nachmittags nach Beendigung de» Studiums in ein ziemlich ab« fkurcS Wirtshaus, das unweit seiner Wohnung stand, hineinging. Ueber meine Frage, was ihn da lvS«, gab er zur Antwort: „Weiter nichts als der Durst nach vielem Reden." Da wir beide die Gewohnheit V Seite 2 Fricdrnslirstrrbungen und Krirgshrke. Ja dem Maße, in dem die Bemühungen der Alutelmächte, die Grundlage für die Herbeiführung einei dauernden Friedens zu sichern, erfolgreicher gestalten, erfolgreicher insoscrne, als unsere ehrliche FriedenSdereitschaft nicht nur in neutralen Kreisen, sondern sogar auch hier und dort im feindlichen La« ger Anerkennung findet, steigert sich die Tätigkeit der Kriegshetzer zu einer förmlich fiederhaften. Wenn eS »och eines Beweises bedürfen würde, wer den Frieden gebrochen hat, wer den Krieg wollte und feine Fortsetzung inS Usirlofe wünscht — die Erscheinungen, die seit der Umwälzung in Ruhland zu verzeichnen sind, würden jeden Zweifel darüber be-feitigt haben, daß nicht Oesterreich-Ungarn. Deutsch-land unv sein« Verbündeten eS sind, die die Verantwortung für die Fortdauer deS unerhörten Komp-fcS zu tragen haben. Schon die Ablehnung unseres JriedenSanbote» im Dezember mußte jedermann, der eines selbständige« Urteiles fähig ist, davon über, zeugen, daß wir an den Strömen Blutes, die feit-U serer Monarchie und die bis an die äußersten Ären-zcn gehende Schwächung Deutschlands. Und auch jetzt sind, abgesehen von jenen Stimmen auS dem feindlichen Lager, die einer vernünftigeren und ruhi-geren Auffassung Ausdruck verleiht, zumeist wieder wild« Susbrüche des Hasses und deS Chauvinismus zu vernehmen, die eS auszuschließen scheinen, daß »an mit unseren Gegnern jemals zu einem Emver-nehmen über die Wiederherstellung deS Friedens wird gelangen können. Gerade diese blindwütigen Anstrengungen, jeden Versuch zur Anbahnung von FriedenSverhandlungen im Keime zu ersticken, zeigen aber, daß sür die Ausstreuung de« Samens zur Er-weckuug der FriedenSgeneigtheit in den seindlichen Staaten der Boden vorhanden sei« muß. Ganz besonders find England und Frankreich, d gessen. Er war nicht da. WaS soll da« bedeuten? Ich trat allein zum grünen Tisch. Viele der z» Prüfenden wäre» alS Zuhörer erschienen. „Ob nicht einer oder der andere der Herr»« ergänzend eintreten wolle", fragt« der Vorsitzende. Der Kolege, welcher mich prüfte, nahm neben mir Platz. Und wie e» oft so merkwürdig geht bei Prü-fangen — ich verlor meine Aengsten nach einzelne» guten Antworten, dem Kollegen, der gerade in leich« teren Fragen einige Male versagte, sank der Mut. Einstimmig wurde ich für befähigt erklärt, der Kollege nur mit knapper Stimmenmehrheit. Wo war Albert geblieben? Mit vor Freude geschwellier Brust kam ich abends „zum Stern". Albert war da; er hatte über den Durst getrunken, war heiterer Laune, wollte aber über fein Ausbleiben k.tne Auskunft gebe»; er werde mir morgen, falls ich auch heimfahre, alle* erzählen. ES kamen verabredeter«aßen «och mehrere So!« legen, mit denen ich auf der Universität ;us»«««»-getroffen war und eS gab eine.r heiteren Abend; da ich beinah« die ganz« vorig« Nacht bei den Bücher, gesessen war, übermannte mich der Schlaf und all erster verließ ich die Gesellschaft. Tiummer 34 Deutsche Wacht ©nie 5 wirkungsvoller Vorbereitung unsere Sturmtrupps in die jcinklidje Stellung und brachten 21 Franzosen gelangen, 4 Maschinengewehre als Beute zurück. Am 23. unk 24. d. kam es im Vorfeld unserer Kamps« linu nordwestlich »du St. Cuentin zu mehreren Gefechten, bei denen der Gegner neben blutigen Ver-lüften auch Gefangene einbüßte. Heeresgruppe des Kronprinzen. In einigen Abschnitten derRiSne- und Champagnefront verstärkte sich der Feuer kämpf wieder. Französische Vorstöße bei Hurtebise Je., am Brimont und westlich der Suippe blieben erfolglos. Hinter den feindlichen Linien wurde reger Verkehr beobachtet und von uns wirksam be-schössen. Am 23. d. verloren Englander und Franzosen durch Luftangriff 20 Flugzeuge und einen Fessel-ballon; der 24. April kostete sie 19 Flugzeuge, von denen 16 in Luftkämpfen, 3 durch Abwehrseuer von der Erde zum Absturz gebracht wurden. Leutnant Bernert schoß seinen 20., 21., 22. Gegner ab. Bei eine« unserer Gegenstöße bei Gavrelle flog Haupt-mann Zorer, Führer einer Schntzstaffel, der stürmen-den Infanterie in 150 Meter Höhe voran und be» schoß auS feinem Flugzeug die englischen Linien mit dem Maschinengewehr. 26. April. Heeresgruppe des Kronprinzen R»p-precht. Gestern raffte sich der Feind bei ArraS nur noch zuTeilangriffeu ans. Südlich der Scarpe stürmten seine Angriffswellen dreimal gegen unsere Linien, dreimal fluteten sie zurück. Der Artilleriekamps hielt in einigen Abschnitten in beträchtlicher Stärke an. Bei Bavrelle liegt unsere Stellung am östlichen Dorfrande. HeereSgrnpve des deutschen Kronprinz'«. Die gesamte Lage ist unverändert. Der Feuerkampf be-schränkt sich aus begrenzte Frontstrecken. Bei Hurte-bife-Ferme und östlich wurde durch Vorstöße, bei denen wir 3 Offiziere und mehr als 160 Franzosen zu Gefangenen machten, unfere Stellung auf dem Chemin des Dames-Rücken verbessert. Am Abend griff der Feind nach heftiger Feuersteigerung beiderseits von Braye in drei Kilometer Breite an; er wurde blntig abgewiesen. In der Champagne kam eS nur zu Handgranatenkämpfen. Gestern verlor der Feind sechs Flugzeuge, von denen Leutnant Schäfer zwei, feinen 22. und 23. Gegner, abschoß. 27. April. Heeresgruppe des Kronprinzen Rup-»recht. Auf dem Schlachtfeld? von ArraS hat die Bekämpfung der Artillerie sich in breiter Front ge-stern abends wieder gesteigert; dabei wirkte die unsere »estlich von LenS auch gegen erkannte Bereitstellung feindlicher Infanterie. Südlich der Scarpe griffen die Engländer rittlings der Straße ArraS—Cambrai an; sie wurde» durch Feuer und im Nahkampfe verlustreich abgewiesen. Heeresgruppe des Krvnprinze». Allmählich nimmt läng» der AiSne und in ber Champagne der Artil» ler»kampf wieder größere Heftigkeit an. Die In-iauterirkämpsc a» Chemin de« DameS brachten uns Gewinn an Boden und Gesangenm. Tags daraus, als ich an der Personenkassa stand, ka» Albert; über sein Ersuchen löste ich auch sür ih» die Karte. Wir gwgen die ganze Zngreihe ab, überall in di« Waggons sehend, u» womöglich ein Abteil »Sein zu bekommen, was uns bei« vorletzten Wagen glidti. Albert war übernächtig, sah blaß aus und hü-stelle fortwährend; er machte auch kein Hehl daraus, d«ß er bis morgens in »erschiedenen Gasthäusern »nd Kaffee» sich herumgetrieben hab«. „Ich tat eS ans Verzweiflung", fing er «US fr«ie« Stück«» zu erzählen an. „Wie Du weißt, bin ich nach dem Studium immer in das kleine WirtS-ha»« gegangen; es war nicht der gute Wein, der war vielmehr miserabel, sondern die Anna, die Kell-»erin, die mich lockte, jene« Mädel, da« Du bei mir im .Stern" getroffen hast. Wie man sich in ei» Mädchen verlieben kann, das weißt Du selbst und ich erspare mir. Dir von meiner immer mehr über-Hand nehmende» Liebe zu erzählen; ich trug mich auch ernstlich mit Heiratsgedanken. Hat schon man-cher hohe Herr eine Kellnerin geheiratet. Warum auch nicht? Das Mädel ist hübsch, arbeitsam, aus eine»« gute» Bauernhaufe, hat auch nach den Eltern ttwais zu erwarten, und wenn ich nur erst die dritte StawtSprüfung hinter mir habe, backte ich mir, vor der Richteramtsprüfung hätte ich bei meiner sünf-jShriigen Praxis keine Furcht gehabt. Da habe ;i aber vorgestern etwas erleben müssen, " e, -Hoffnungen zunichte Buchte. E? " ' c wty; '"\M wo iich stet« studierte, nicht im !>. .>>ge >chen Gaacn; 1 Der verschärfte U Bootkrieg. DaS Wolfsbureau meldet: Seit den am l9. April bekanntgegebenen U.vooterfolgen sind nach b« zum 24. d eingegangenen Sammelmeldunzen weiterhin insgesamt l43.500 Registertonnen seindliche und neu-trale Handelsboote durch unser« Unterseeboote im englischen Kanal, im Atlantischen O ean und in der Nordsee versenkt worden. Der Chef de» Admiralstabes der Marine. Der Seekrieg. Torpedoboote deS MarinekoipS unter dem Be-fehle deS KapitänleutnaniS Aßmann griffen in der Nacht vom 24. zum 25. die Festung und Reede von Dünkirchen auf 3000 Meter Entfernung an. ES wurden 350Sprenggronaien gegen dieHafenanlagen gefeuert, die durch Leuchtgeschosse erhellt wurden. Die Erwiderung des FeindeS durch die seindlichen Küsten» batterien blieb wirkn-gSloS. Nach der Beschießung wurde daS Fahrwasser nach fe.ndlichen Bewachung»-streitkräflen abgesucht. Hietei kam es zu einem kurzen Gefecht« mit zwei anscheinend sranzösischen Torpedo-booten, von denen eine« durch Torpedotreffer versenkt wurde. Ein gleich daraus angetroffenes anderes Vor-postenfahrzeug wurde durch Artilleriefener vernichtet. Die Versuche, die Ueberleb.nden der beiden versenkten seindlichen Fahrzeuge zu retten, mußten ausgegeben werden, da vom Land auS heftiges Geschützfeuer ein-setzte. Alle eigenen Boote sind ohne Beschädigungen oder Verluste zurückgekehrt. Flottenkommando. Der Krieg in den Lüften. Das Wolssbureau meldet unter eem 24. April: An den Haupikampffronten herrschte am 23. April rege Fliegertäligkeil. Der Gegner büßte im Lust-kämpfe 20 Flugzeuge ein; von diesen wurden nicht weniger als 17 jenseit« der feindlichen Linien ab-geschossen. Außerdem wurde ein feindlicher Feffelballon südlich von Verdun brennend zum Absturz gebracht. Rittmeister Freiherr von Richlhofen blieb zum 47, Male, sein Bruder Leutnant Freiherr v. Richihosen zum 10. Mal« Sieger im Luftkampfe. Bericht der Obersten Deutschen Heeresleitung. 27. April. Im Westen verloren die Gegner 11 Flugzeuge, davon nenn in Luftkämpfen, und zwei Fesselballone. Leutnant Wolfs blieb zum 21. Mal Sieger im Luftkampse. Am 25. April wurden zwi-schen Warbar und Doiransee von einem unserer Ge-schwader zwei englische Flugzeuge zum Abstürze ge-bracht. Der Umsturz in Rußland. KerenSky erklärte dem Petersburger Bericht-erstatter des „Daily Expreß", daß Rußland nunmehr einen Verteidigungskrieg sllhre und keine Offensive mehr unternehmen werde. ES wolle nicht zum Scha-de» anderer Länder Gebietsteile erobern. ich sah eine» Soldaten wit einem Mädchen Arm in Arm gegen mich herkommen; eS schien mir, al» ob letztere« den Weg nicht fortsetzen, sondern in einem Seitenweg einbiegen wolle, er jedoch behielt die ein-geschlagen« Richtung bei und als da« Paar in Sehweile kam, erkannte ich meine — Anna; sie stellt« mir ganz unbefangen den Feldwebel als Better so und so vor und mich als Bekannten avS X. Der Soldat musterte mich etwas von oben herab, fragte mich, waS ich da lese, und als ich ihm« sagte, meinte er, davon verstehe er nichts, er wolle weiter nicht stören und ließ mich stehen. Abends hoffte ich Dich beim „Stern" zu treffen und ging hi». Die Kellnerin fragte «ich um mei-nen Namen, dann nah« sie ein Briefchen aus einer Lad« und gab eS mir. Ich dachte eine Nachricht von Dir zu erhalten und war wie vom Schlage gerührt, als ich da las, daß Anna mich ersuche, morgrn nicht aus den Schloßberg zu kommen, da sie ein Stell-dichein mit dcm Feldwebel, ihrem Bräutigam habe, ich möge mich nicht grämen, daß eS unter solchen Verhältnissen mit uns zwei aus fei, ich werde schon eine andere finden. Ich fiel in meine leidige Gewohnheit, wenn mich etwas erschüttert — ich fing z» trinken an; eSwar früher Morgen, als ich ins Hotel kam. Angezogen legte ich mich nieder und — wies im Rausche schon so geht — ich schlief ein und erwachte erst nach neun mit wüstem Kops. Sollte ich schnell noch auf 1 die Universität? AlS ich mein Geld nachzählte, sah >ch zu meinem Erstaunen, daß es sür die Prüsungs-i taxe nicht mehr reiche, und da mich daS Unglück Der Krieg gegen Italien. 27. April. Bericht deS Flottenkommandos. A«t« lich wird verlamdart - Den unschädlichen Angriff eine« feindlichen LuftschisseS auf die Umgebung TriestS in der Nacht vom 25. auf den 26. d. sofort deant-wortend, belegten einige unserer Seeflugzeuge militärische Objekte von S. Canziano und eine Batterie an der Sdobba-Mündung mit Bomben und beob» achteten mehrere Treffer und Brände. Alle Flugzeuge sind trotz heftigen Abwehrfeuers »»beschädigt ein-gerückt. Am südlichen Balkan. Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. 25. April. Der seit Tagen gegen unsere Siel, lungen zwischen Wardar und Doiransee starken Wirkung englischer Artillerie folgten gestern Angriffe, die von den bulgarischen Truppen sämtlich abgewiesen wurden. 26. April. Aussagen von Gefangenen auS dem Kampf am Doiransee am 24. d, ergeben, daß dort die Engländer wit starken Kräften auf schmaler Front einen in seinen Ziele» weilgesteckten Angriff geführt haben. Die wackere bulgarische Infamer»« hat einen schönen Erfolg davongetragen, alle ihre Stellungen behauptet und den Feind im Vereine mit deutschen und bulgarischen Maschinengewehren und Batterien schwere Verluste zugesügt. Der Bericht des bulgarischen Generalstabes. 25. April. Mazedonisch- Front. Zwischen be« Wardar und dem Doiransee äußerst heftiges Artil-leriefeuer, daS den ganzen Tag über anhielt. Di« Engländer griffen mit beträchtlichen Kräften a», worauf sich im ganzen Abschnitt ein Kamps von größter Erbitterung entwickelte. Ueberall würd« der Feind zurückgeschlagen, hauptsächlich im Hanbgrana-tenkamps und im blutigen Ringen Mann an Mann. Nur rings um Dolzeli dauert der Kampf noch fort. Bei Seidel! wurde ein feindliches Flugzeug durch Artilleriefeuer heruntergeholt. Auf der übrige» Front schwaches Artilleriefeuer. Rumänische Froat. Bei Mahmudie spärliches Artilleriefeuer. Oestlich Tulcea schwache« Gewehr-jeuer, bei Jsaccea vereinzelte Kanonenfchüsfe. Der Krieg der Türkei. Die Bericht« de» türkischen Haupt-q » artierS. 25. April. Sinaiftont. Am 19. d. vollbrachte» Flieger eine kühne Tat. Nachdem sie die feindliche» Linien überflogen hatten, landeten fi« weit hinter der feindlichen Front in der Wüste nnd zerstörten da»» in geschickter Weise die von den Engländern zur Versorgung ihrer Truppen gebaute Wasserleitung gründlich. einmal heimgesucht hatte, würd« ich nun g«g«n AO*i apathisch. Um 11 Uhr schlich ich zur Univrrfität, um Dir, wa» ich vorauSfrtzte, zur glücklich überstanden« Prüfung zu gratulieren, kehrt« aber gleich wieder um, da mich da« Gewissen peinigte. — Und nun bin ich ein ruinierter Mensch! WaS sol ich meine» Eltern sagen. Die schon durch fünf Jahre zusehe», wie ich sie immer nur mit leeren Versprechung?« hinhalte, während meine Kollegen schon Richt«? find, uud denen ich mit der Versorgung zur Last fall«." Tränen tropfte» dem Armen aus di« Hand. Ich begütigte ihn, er könne j« eine andere Beamte»-lausbahn einschi.igen, Finanz, Adv-katur. Nicht mit Unrecht war sein Einwand, ob er dir der Finanz ohne Adjutum wieder von vorne an-sangen oder bei der Advokatur noch drei Rigorose» bewältigen soll, wo eS schon mit der jetzigen Prst-sung nicht ging. Wir schwiegen lange ?eit. Um daS Peinliche dieser Situation zu beende» und da e« gegen Mittag ging, zog ich eine zu «ir gesteckte Mortadella hervor und bot davon dem i» der Ecke zusammengekauerten Freunde an. Da ihn wieder der Husten reizte und mit Hin» blick auf die Pfefferkörner, lehnte er ad, er habe sich Kandiszucker gekauft; er wickelte ein Stück au« der Papierhülle und führte eS in den Mund. Bald darauf kamen wir in X. an und ginge» in die un« gemeinsame Gaffe; an einer Ecke, wo sich unsere Wege trennten, sagte er, ihn plage der Durst, er wolle sich hier — eS war ein Gasthoi — octte 4 Jlrutrdir Wackt ViumiBfr 34 Aus Stadt und Zank». Todesfall Am Dienstag starb in Graz der Besitzer des Schlosse« SaHadj bei Eilli der k. u. k. Fregatlenleulnant a. D. Herr Karl Freiherr von Pulhon im 7ä. Lebensjahre. Der Verstorbene war ein strammer, deutschfreiheitlich gesinnter Mann, der sich wegen seine« biederen und ehrenfesten Charak-»er« allgemeiner Wertschätzung erfreute. Die Leiche wurde zur Bestallung in der Familiengruft nach Cilli überführt. Aus dem politischen Dienste. Der Statthalter hat de» Slatthallereikonzipisten Maximilian Stefsan in Petlau zur Dienstleistung bei der Statlhalterei einberufen und den Statthaltereikonzl-pisten Dr. Franz Stdlmaqr der Bezirkshauptmann-schasl Peltau zugeteilt. Für das Rote Kreuz Spital in Tilli svendeten Frau Dr. Diey 5» Gläjer Marmelade, 4 Flaschen Himbeersast und 10X) Zigaretten; Frau Braun »i Glaser Marmelade; Herr Georg Herbold in Neuchsiel. Schweiz > durch Herrn Pachiaffo» 10 Kronen. Den edlen Spendern besten Dank. Spen-den werden im Rolen Kreuz-Spital, Hotel Mohr, entgegengenommen. Auszeichnung von ..Helden der Ar> beit". Der Kaiser hal da» Kriegskreuz für Zwil-Verdienste 4. Klasse verliehen: bei der Berg- und Hültenverwallung Cilli: den Arbeitern Michael Art-stovnik, Franz Belak, Jakob Dlaziz, Florian Bo-roonik, Michael Borovsek, Andreas Centrich. Jakob Ehromq. Johann Delakorva, Jakob Drag», Alois Florian. Andrea« Florian. Franz Germadmk, Da-lenlin Glazer. Joses Goriznik, Georg Gorsek, Mar. kuS Grebeniek, Bariolomius Grobelnik, Johann Harlicka, Martin Haspinger, Anton Herzog I, Franz Hladin, Aiiton Holobar. Georg Hribersek, Joses Hülch. Michael Jablansek, Michael Jamnikar I, Josef Jan, Anton Javornik. Fr«nz Kalander, Jo-dann KallSnik, Matthias Kaßnik und Franz Kon-can. dem Unierbeamten Franz Koroschetz, den Arbeitern Ludwig Krajnc. Anton Kristian. Johann Lapnikar und Martin Lecnek, dem Diener Karl Ledmk, den Arbeitern Michael LeSnik, Joh. Levec, Johann Loznik, Friedrich Mali«. Franz Mariinc, Martin Martinfek, Johaun Mernik, BlasiuS '•Mix nif, Rudolf Moskoil. Lorenz Rapotnik, vallhasar Ograjensek, Franz Ostiv I. Franz Paier, Rudols PaSzek. Franz Pilih, Aloi, Podgorsek, Philipp Po sedu. A»lon Prasier, Johrnn Praznik. Martin Pri-stovsek. Johann Pnrger, Michael PuSnik, Paul Ramsak, Anlon Romih, Johann Sedar, Alois Sprager, Joses Surc I, Michael llllrich I, Fervi-uand 35aW»caf, Ferdinand Valc«tinic, Michael Volk, Matthias Brabic, Andreas Zagoricink und Michael Zekar. Soldatendegräbnisfe. In den letzten Ta. zen wurden nachfolgende Soldaten, welche in den hiesigen Spitälern gestorben sind, am städtischen Heldensriedhole zur letzten Ruhe bestattet: am 26. April be« Katzenjammer vertreiben, bevor er sich nach Hause wage. Um 1 Uhr, «>e ich später ersuhr, kam er in sem Hei«; er torkelte em wenig. Aus die Frage deS ValerS. wie e« ihm ge-ganzen fei, gab er die lakonische Antwort: „Alle« überstanden! Ich brauche nur mehr Ruhe." Damit ging er in sein Zimmer und legte sich nieder. „ißa« hat er nur?" fragte die Mutter. „Mein Gott", antwortete der Gatte, „alle« überstanden — was wird er denn anders haben, al« de» obligaten Freudenrausch, den gönnen wir ihm gerne-, e« waren Jahre der Prüsung für u»S, endlich wird« wohl vorwärt« gehen." Zm Nebenzimmer hörte nun ei» Würgen nnd leise« Wimmern. Die Eltern sahen nach. ,,Wa« ist Dir Albert?" Unter Stöhnen ver-langte er nach Wasser; Erbrechen stellte sich ein. DaS Wasser konnle er nur mit Mühe hinunter-schlucken. — Da« waren nun aber doch nicht mehr die Erscheinungen der Trunkenheit. Es wurde nach dem Arzt geschickt. Bevor er kam, verging eine halbe Stunde. Die Haut be« sich in Schmerzen Windenden rötete sich «ussaüend und er atmele schwer. Der Arzt kam, fühlte de» Pul« und könn,« ihn kaum wahrnehmen. Die Füße uuv Hände waren kalt, es stellten sich Kränipse ein. Die Frage, was der Patient gegessen habe, konnte niemand beantworte». Da man wußte, daß er mit mir die Prüfung abzulezen halle, und daß sei» und mein Urlaub z« Ende sei und ich «Sg'.ichcrweise die Heimsahrt mit Jakob Kovacic, Infanterist de« IR. 87; am 27. April Johann Skof, Kanonier; am 28. April Kanonier Hasan Murgic. Dafnis Lieder Abend. Wir machen neuer-lich auf den Dafni« Lieder-Abend Heim-Decsey aus-merksam, welcher am 3. Mai um halb 8 Uhr abends im hiesigen Stadttheater stattfinden wird. Die Das-»i«lieder haben ein geradezu ungeheure« Aussehen erregt. In Graz allein wurde das Ksnzert sünsmal vor auSverkauflem Saale wiederholt. Einstimmig lautet daS Urteil dahin, daß Heim ein unüberlreff-sicher Jnlerprelt dieser ebenso schönen wie neuen Kunst ist «nd daß dieser große Künstler in Dr. Decsey einen ebenbürtige« Genossen gesunden hat. Jedermann, dem e« daran lieg«, wieder einmal echte Kunst zu genießen, sichere sich den Eintritt. Der Kartevvor-verkauf findet in der Kanzlei be» Herrn Dr. Fritz Zaigger, Bahnhosgasse l, ersten Stock, statt. Errichtung der Preisprüfungsstellen. Turch die neue kaiserliche Verordnung über die Versorgung der Bevölkerung mit Bcdarssgegenstän» den wird die Errichtung einer Zentral PreiSprüsungs-kommission beim VolksernährungSamte in Wien so-wie die Ausstellung örtlicher Pre-sprüsungSstcllen im Sitze jedes Gerichtshofes erster Instanz angeordnet. Demgemäß hat die steiermärkifche Statthalter« die Errichtung je einer PreiSprüfungSstelle am Sitze des LandeSgerichleS in Graz und der KreiSgerichte in Marburg, Eilli und Leoben angeordnet und nach Einholung von Dorschlägen der Handels- nnd Ge< werbekammeru in Graz und Leoben, dcS Zentral« auSschusfeS der Landwirtschistsgefellschasl in Graz und der Konsumentenorganisalionen zu Vorsitzenden, deren Stellvertretern und zu Mitglieder» die nachstehenden Herren bestellt: Für die PreiSprüfungSstelle in Eilli: Zum Vorsitzenden den Forstrat i. R. Franz Donner; zu dessen Stellvertretern: den Professor am Staatszymnasinm in Eilli Otto Eichler und den Steuerverwalter Wilhelm Klementschitsch; zu Mitgliedern : den Holz industriellen Karl Teppey, Kaiismann Gustav Etiger, Schloisermeifter und Installateur Gottsried Gradt, Gutsbesitzer Joses Lenko in St. Peter im Sanntale, Direkior der Lande«-Ackerbauschule Johann Belle in Lt. Georgen an der Südbahn. Realitätenbefitzer Franz Roblek in Sach-senseld, GerichlSkanzleiodervorstcher Jakob Mesaretz beim Kreisgericht Eilli, Kerkermeister Marti» Med veschek beim Kreisgericht Eilli, Postoffizial Karl Strauß, Portier der Süddahn Joses Marn, Rech-nungSsühr der Allgem. Arbeilerkrankenkasse Franz Preatz, Direktor deS Konsumvereines in Trifail Jgnaz Sitter. Städtische Lichtspielbühne Der prächtige Film „Kaiser Nero ' wird auch heute SamStag und morgen Sonntag vorgeführt. Die Spieldauer beträgt zwei Stunden, weshalb die zweite Vorstellung erst um 9 Uhr beginnt. — Die Spielordnung für Mo»-tag und Dienstag ist folgende: «Siegreich durch Rumänien", das GesellschaftSbild „Der drille Akt' und „Der Schirm mit dem Schwan", mit der bee rühmten Künstlerin Henny Porten in der Hauptroll-. ihm gemacht habe, schickte man nach mir. Der Arzt erklärte, daß alle Symptome einer Vergiftung vor» liegen. Als ich erschien, war das treue Auge gebrochen, allgemeine Lähmung w«r eingetreten und bald er-löste den guten Albert der Tod von seinen Leiden. Ich berichtete, was ich aus dcssen Munde er-fahren halte. Während meiner Abwesenheit hatte die Schwur-gzrichttperiode begonnen. Als letzter Fall konnte der Giftmord, an den Freund Aldert gearbeitet hatte, noch zur Verhandlung kommen. Statt seiner wurde ich als Lchiiftsührer bestellt. Als e« dazu kam, den Geschworenen die Epro»-vetlen vorzuweisen, in denen die Arsenspiegel, die von den GerichlSchemikcrn aus deu enlleerten Speise-reste« und dem Magc« selbst genommen wurden, erglänzten, st.llie der SlaaiSanwalt den Antrag, das den Aklen beigelegene Stück Arsenik, von welchem der Angeklagte seinem Opfer in die Speisen einen Teil gerieben halte, ebensalls vorzuweisen, woraus der Präsident bedauernd bemerkte, daß dasselbe aus rälielhafle Weise verschwunden sei. Wer Gemüse baut, schützt das Vaterland. Schonet den Stadtpark! Die Leitung des VerschönerungsvereineS der Stadt Eilli macht die den Stadtpark und feine Anlagen besuchende Be-völkerunz höflichst und mich dringendst aufmerksam, daß beim Betreten deS Stadtparkes die Hunde an der Leine genommen werden müssen, da sonst gegen die Dawiderhandelnden ausnahmslos die Anzeige beim Stadiamte erfolgen müßte. Ebenso wird ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, daß da» Fahren, Nadsahren und Reiten in den Alleen bei Strafe verboten ist. Der Berschönerungsve'-cin hat ohnedies schon seit längerer Zeit mit den größten Schwierigkeilen zu kämpsen, um seine gesamten An-lagen nur halbwegs in Stand zu halten, nachdem einerseits fast keine ArbeilSkrüste zu haben sind nnd anderseilS die Arbeitslöhne ungemein hohe sind und die Preise der verschiedenen Sämereien eine sabel-haste Höhe erreicht haben. E« wird dieses im allge-meinen Interesse, «uch an die Besucher des Stadt« parkes und seiner Anlagen, das Ansuchen gestellt, alle boshaften Beschädigungen in den Kulturen und Blumenbeeten unverweilt den Aufsichisorganen im Stadlparke zur Kenntnis zu bri»gen (Parkwächter, Parkgärtner). Nicht unerwähnt dars gelassen werden, daß der Sladlparksteg wegen sortwäbrender Benüt-znng von Militärwagen sehr stark gelitten hat und einseitig verschoben wurde, nunmehr insolgedessen auch daS Fahren und Radsahren über den Sleg bei Strafe verboten ist. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in 0er Christuskirche um 10 Uhr vor-mitlag; ein öffenllicher Gemeindegottesdienst st>'tt, in welchem Herr Psarrer May predigen wirb über „DaS göttliche Muß". Um 11 Uhr vormittags fin-det ein Kindergottesdienst statt. Besitzwechsel. Herr von Baccho hat das Haus des Herrn Karl Cölestin in der RalhauSgasfe, i» welche», sich daS Gasthaus ..zur Bieiquelle" besindek, käuflich erworben. H^rr von Baccho wird das Gast-gewerbe selbst betreiben und wird demselben besondere Ausmerksamkeit widmen. Er hat zu diesem Zwecke bereits mehrere bemerkenswerte Neuerungen vorze-nommen. Regelung des Fleischbezugss. Eine heut: verlautbarte Verordnung des Amtes für Volks-ernährung beschränkt den Fleischverbrauch jener Kreise, sür die der Warenpreis kein Hindernis des deS Bezuges ist. Der übermäßige Fleischbezug wird ! verboten. Die politischen LandcSbehörden haben sest-zusetzen, wie viel jede Person sür Tag und W»che beziehen dars. Den Landesbehörden werben als nicht überfchreilbare Grenze lä Dekagramm Fleisch in rohem Zustande ohne Zuwage oder ohne eingewach-sene Knochen, ober 13 Dekagramm mit Zuwage und j mit eingewachsenen Knochen sür «ops und Fleischt-g vorgeschrieben^ Von der Einführung einer Fleisch-karte wird gegenwärtig noch abgesehen. Beschränkung des Postoerkehres Für die Beschränkung des Postoerkehres im Ver-botsraume, der sich in Steiermark aus die dienstkreuz am Baiide der TapferkeilSmedaille; saut-liehe des Ldst.-JA. 26, zugeteilt dcm Genesend«»« Haus in Gonobitz. I Stummst 'H 1 Wohltätigkeitsabend in Tüffer. Da» dortige Offizierskorps veranstaltete am 14. d. im Saale de» Gasthof.'« Henke einen Unterhaltung?-abend zugunsten de» Witwen« und Waisenfonds, der dank der regen Beteiligung und der reichen Spen-den der Heimischen, der Offiziere und Militärzte «nd der Chargen durchaus gelungen ist. Der Abend wurde mit Klaviervorträgen der Zräulein Adolfine Weber und Ella Lufcher eingeleitet, die tüchtiges musikalische» «innen »eiglen. Oberlehrer Herr Matthias Hötzl halte aus Unteroffizieren ein Doppcl-qnartett zusammengestellt, da« einige Lieder glänzend zu« Vortrage brachte. Lehrer Herr Wamlek aus tilli erntete durch feine Lieder zur Laute stürmischen Bnsall. Einen Sondmrfolg erzielte Herr Wagner am* Cilli mit seinen Schlagern und humoristischen Vorführungen. Besonder» wirkungsvoll waren die vom Zugsführer Pelluch vorgetragenen Gedichte. Die Liederoorträze des Herrn Harbich fanden viel Beifall. Ein mit reichen Besten ausgestatteter GlilckS-Haien brachte viel ein, während die SchönheilSkon-kurrenz natürlich viel Anziehungskraft übte. Den Veranstaltern diese? gelungenen Feste» gebührt der beste Dank. Der Reingewinn belief sich aus 1100 Sronen. Die Küche und der Keller der Gastwirtin Krau Henke boten ihr Best «. Ablieferungspflicht von Rohfett von Rindern und Schafen. Bekanntlich find durch eine Mini'ierialverordnung die gesamten bei Tchlach-tuug von Rindern und Schafen aufkommenden Roh-settmengen sür den Kriegsvcrband der Oel» nnd Fettindustric in Anspruch genommen. Dieser »st fügt über da« Rohseil derart, dasj die Unternehmt!», zen. welche sich gewerbsmäßig mit der Schlachtung von Rindern und Schafen befassen, verpflichtet wer-den. da» Rohfett an bestimmte Talgschmelzereien abzuliefern. Durch die Kundmachung der Statthal-terei vom 13. Jänner 1917 wurde diese Abliefe-rungspfiicht für die Mittel- und untersteirischen Be-zirke bereits organisiert, vom 25. April an werden nun auch die obersteirischen Bezirke einbezogen. waS durch eine neuerliche Kundmachung der Siatthalterei verlautdart wird. Gleichzeitig tritt eine Erhöhung de» UebernahmSpreiseS der Talgschmelzereten für die zweite QualttätSstoffel (Gesamtgewicht deS Innen» fett.S per Rind unter 10 Kilogramm) von 200 auf :M)<> St sür den Meterzentner ein. Die übrigen Uebernahm»- und Abgabepreise bleiben in der bis-her gen Höhe bestehen. Kochanleitung für Speisen aus Hafer-Reis. Die Sveisen sind für 4—5 Personen berech > net. 1. Eingekochte echte Hafersuppe. (FinpschlcnS-weiter Ersatz für harte Reissuppe.) 1'/, Liter Rind-suvve, 15 Dekagramm Hafer. Den Hafer gibt man in d e kochende, abgeseihte Suppe und labt ihn weich kochen. L. Eingekochte falsche Hafersuppe. (Vorzüglicher Ersatz für falsche harte Rei«suppe.) 10 Dekagramm nudelig geschnittenes Wurjelwerk, 1*/, Liter Wasser, Salz, 4 Pfefferkörner, 4 Gewürjkörner, 15 Dekagiamm Hafer. Wurzelwerk und Gewürze stellt man in kaltem Wasser zu und läßt es koche», gibt dann Salz und den Hafer dazu und läßt ihn weich kochen. Anmerkung: Verfügt man über ein Stückchen Butter oder gedün-stete Schwämme, fo kann man durch deren Beigabe den Geschn-ack der Suppe verbessern. 3. Haferschleim su»pe. (Sehr nahrhafte Suppe, vielfach verwendet in der Kranken- und Kinderküche.) 20 Dekagramm Haser, 1'/, Liter Wasser (oder Knochenbrühe), Salz. Hafer wnv in */t Liter kaltem Wasser zugesetzt. weich ge« kocht, durch ein Haarsieb gedrückt, mit Wasser oder Brühe »erdünnt und aufkochen gelassen. Anmerkung: Erhöhung »eS RähriverteS und Geschmackjverbesserung durch Legieren (binden) mit 1 Eidotter, Zuiatz von Milch «aufgelöste Trockenmilch) oder ein Stückchen Butter. 4. Gedünsteter HaseireiS. (Vorzüglicher Ersatz sür q'dünsteten ReiS.) 20 Dekagramm Hafer, Salz, Kert che Wacht Seite i . 2 Dekagramm Fett, Wasser. Der Hafer wird gewa-schen, mit der zweifachen Menge Wasser zugesetzt, ge-salzen und lanzsam weich gekocht. Wenn die Körner angequollen sind und das Wasser verdampft ist, gibt man sie in heihe» Fett und läßt sie noch ausdünsten. 5. Haferbrei (gezuckert). (Nahrhafter, wohlbekömmlicher Brei, bisher vielfach für Kranken- und Kinderernährung verwendet.) 20 Dekagramm Hafer, 1 Liter Milch (auch aufgelöste Trocken- und Kondenzmilch). Der Hafer wird in die kochende Milch gegeben und langsam weich gc-locht, etwa» gesalzen und nach Geschmack gezuckert. Vermischtes. Der Erntekreislauf. In der Erntearbeit der Welt herrscht v«m 1. Iinner bis zu Silvester keine Ruhepause. Argentinien und Neuseeland ernten im Jinner. Ostindien und Aegyplen im Aebruar und März. Im April ist die Reihe an Eypern, Klein« asien und Kuba, während im Mai in China und Japan die Ernleardeuen stattfinden. Die Türkei, Spanien, Griechenland, Südfrankceich und die Süd-staaten Amerikas bringen die reife Frucht im Hunt ein, die amerikanischen ylordstaaten. ebenf» wie Oester-reich, Deutschland und bestimmte Teile Rußlands im Juli, England widmet den Monat August der Ein-briuzung des Erntesegen». Schweden und Norwegen den September und Oktober. Im November und Dezember endlich beschäftigt man sich in Südafrika und Peru mit der Erntearbeit. Was man alles vom deutschen Reichs-tage wünscht. Dem Reichstag gehen dauert Ein-gaben aller Art zu. Es wimmelt von Bitlschriften, auch in der Kriegszeil. Im Laufe der KriegSjahre sind nicht weniger als 5000 Bittschriften der ver» schiebenden Art im Reichstag eingereicht worden. Einige auS der letzten Zeit verdienen besondere Er» wähnung. Es geschieht wohl zum erstenmale, daß der Reichstag gebeten wird, eine Patenschaft zu über-nehmen. Hrau Marcha P. au» einem Dorfe de» Kreises Ueckermünde bittet den Reichstag, die Palen-schaft für ihren ersten Sohn zu übernehmen. Hos-sentlich erfüllt da» hohe Hau» diese Bitte. Ein Ge-neralmajor in Wietbaden regt eine feierliche Dan-keSkundgebung des Reichstages sür das Heer an. Ein Oberst aus demselben Orte bittet den Reichs-tag, dem Kaiser den Beinamen „Der Treue" zu geben. An allerlei Porschlägen zur Beendigung de» «riege» fehlt es nicht. Verschiedene Erfinder haben ihre besonders wirksamen Kampsesmittel eingereicht, andere warten sogar mit sorgfältig ansgearbeiielen FriedenSvorfchlägen auf, fo daß das Auswärtige Amt nur zuzugreifen braucht. Ein Berliner macht Borschläge zur Hebung deS Kurse» der älteren ReichSanleihen, ein Frankfurter regt die Prägung von Einoiertelmarkstücken an, ein Münchener will eine einheitliche ReichSbriefmarke einführen, ein an» derer Erinnerangsbriefmarken herausgeben. Für die „Sommerzeit" zeigt sich lebhafte» Interesse, das in vielen Sondervorschlägen zum Ausdruck kommt. So wird vielfach vorgeschlagen, die Uhr nicht um «ine, sondern um zwei Stunden vorzustellen. Auch die Öfter- und Kalendcrfrage will man neu regeln. Ein Physiker macht besondere Vorschläge zur Nutzbar-machung der Wasserkräfte der Meere. Von verfchie-denen Seilen wird die Einführung des Gewerbe-registerS zur Bekämpfung des schädlichen Kredit-gebens vertreten, serner die Forderung der Bedürf-nisfrage sür die Errichtung von Lichtspieltheatern. Nach einem anderen Wunsche sollen Zwangsverstei-gerungStermine sür bewegliche Gegenstände in der Weihnacht»-, Oster- und Pfingstwoche untersagt werden. Ein Danziger empfiehlt die Ernennung deS Königs von Preußen zum König von Polen. Meh- rere Studentinnenvereine wollen in das Zivildienst« gesetz aufgenommen werden. Ein Fabrikant bittet um Einführung de» von ihm erfundenen Postbrief« bestellkastenS. Ein Rauchverbot sür Jugendliche wird mehrfach gefordert. Von einer Seite wird sogar das Verbot de» Tabakanbaues in Deutschland verlangt. Die Junggesellensteuer, eine Dividendensteuer, eine Wohnungssteuer finden mehrfache Befürworter. Ferner liegt ein Gesetzentwurf zur Besteuerung der sogenannten Steuernomaden vor, daS heißt derjenigen, die in keinem Bundesstaat einen Wohnsitz haben. Eine westpreußische Eingabe bittet :>m Erleichterung der Eheschließung und der Ehescheidung, während ein Elberselder Psarrer die Einführung einer Bier- oder Gerstenwarenkarte empfiehlt. Sammelt Kräuter Geistlichkeit, Lehrer und Bürgermeister werden gebeten, bei der j j Bevölkerung anregend im wirken. Die Firma BRÜDER KUNZ, WIEN, j . 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Nr. 12# und 121, wird kundgemacht: Zur gewerbemässigen Erzeugung *on Zuckerbäckerwaren aller Art, einschließlich tob Kuchen und Kakes, dürfen aus Getreide und Hftlsen-frOchten hergestellte Mahlprodukte sowit Ksrtoffeleraeugnisse nicht »erwendet werden. Als Getreide im Sinne dieser Verordnung gelten: Weizen, Spelz, Roggen (Korn), Halbfrucht, Gerste, Buchweizen, Hafer. Hirse. Mais uad Mengfrucht aller Art, als Hülsenfrüchte: Erbsen, Linsen und Bohnen cm-schliesslich Pferdebohnen. Als gewerbemässig gilt jede Erzeugung zum Zwecke der entgeltliebo Abgabe an Dritte. Die Erzeugung und der Verkauf von Zuckerbäckerwaren aller A:t ia gewerblichen Bäckereien ist verboten. Das Verbot des Verkaufes gilt auch für jene Bäcker, die den Verkauf ron Zuckerbäckerwaren auf Grund einer Gewerbeberechtigung kl: Handel betreiben könnten. Uebertretungen der Vorschriften dieser Verordnung werden »on der politischen Behörde I. Instanz mit Geldstrafen bis zu 5000 K oder mit Arrest bis zu 6 Monaten geahndet. Ausserdem kanu, soferne die Voraussetzungen des § 133 b, Absatz 1. lit. a), der Gewerbeordnung zutreffen, die Entziehung der Gewerbeberechtigung verfügt werden. Stadtamt CIlII, am 20. April 1917. Der Bürgermeister: Dr. y. Jaberaegg. MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. K»»«tast»beila«e »er „ Deutsch« Mucht" in gift. \ f* I Die ,üü6«atr erscheint leben vonnmq al« «nent^elttich« Beilage fflr die Xit|er ( J\l* H> | »tf ..Deuteten Wacht". — Sinzeln ift .Die Sad«art- ai-dt fctuHicb i 1917 18 Verirrt und find) gefunden. Griginal-Roman von «Lonstantin l>c»rro. lSchIub.i Jetzt war es überwunden! Und den glücklich Vereinten würde auch er. Anton, sein Glück zu ver-danken haben. Leinen Studien stand nichts mehr im Wege. Er würde ein großer Künstler werden I In München wollte er weiter studieren, wollte dann nach Paris, nach Rom gehen! O, endlich, endlich durste er seine Rnfefehnsucht besriedigen, endlich durste er sich seiner Genesung völlig freuen, weil ihm reiche Mittel die schöne, lockende Welt erst vSl-lig erschlossen. Er sah zu Hilda hinüber. Sie schluchzte noch vernehmlich, fassungslos. Und er, statt Trostesworle, Worte des Vertrauens und des Mitgefühls für sie zu finden, er konnte sich plötzlich einer mißtrauischen Regung nicht erwehren Er neigte zu Mißtrauen. Seine Erfahrungen mit der Stiefmutter und mit Alois Hnbel berechtigten ihu dazu, feine Nebcnmen-fchen mit einer gewissen Reserve zu beobachte». Hilda's leidenschasiliches Wunen befremdete ihn. Auch daß sie noch kein Wort zu ihm geredet hatte, fiel ihm unangenehm auf. Ah, ich bin ihr lästig! dachte er bei sich. Warum weint sie? Vielleicht will sie auch nur allein sein, und ich störe sie! Aber wenn sie sich der Erbschaft für Fred mitfreute, so würde sie auf« springen und mir sagen: »Hol« Fred her, ich kann mein Glück nicht allein tragen!* Das sagt sie nicht, sie weint. Vergießt si» vielleicht Tränen über ihre Liebe? E« wird ihr jetzt a» reichen und vornehmen freiern nicht fehlen. Vielleicht bereut si», Fred er-»»HI« zu haben, einen Mann, der nicht» ist, der nichts besitzt! Und der ihr noch die Sorge für einen klinklichen Bruder aus den HalS lad! Die Bewunderung, welche er der jungen Frau stets gezollt, ließ ihn zwar solche Gedankeuschlüsse verwerfen, jedoch sie kamen ihm nicht an« der Sinn, nnd sie gewannen an Wahrscheinlichkeit. „Sie wünschen sicherlich allein zu sein!" sprach er, indem er sich schwerfällig erhob. Er fühlte sich so bedrückt von dem sonderbaren, ihm unverständli-chen Gehabe Hilda's. Hilda horchte erst aus, als er die Frage wie-dtrholte. „Ach, ja, ja!" bat sie, die Hände von dem tränenüberströmlen Antlitz ziehend. „Lassen Sie mich, bitte, allein! Ich verstehe mich nicht recht! Ich möchte nur immer wein«», weinen." „Also doch! Sie bereute sicherlich, nach hier gekommen zu sein, bereute, den vom Unglück ver-folgten Hartenau's Anteilnahme gezeigt zu haben! Das verpflichtet. Weinen Sie sich nur ruhig auS!» meinte « ein bischen ironisch, indem er ihre ihm entgege»-gereichte Hand flüchtig umschloß. „Leben Sie »ohl I» Sie stand heftig aus und sah ihm bittend w das verfinsterte Gesicht. „Verzeihen Si» mir meine JafsungSI»sigleit," bat sie. .Und bitt», sagen Sie noch kein Wort da-von ... Ich muß erst selbst prüf»n! ES »»: viel-leicht nur ein köstlicher Traum!* „Es ist di« Wahrheit!" versttzte «r kühl. „K*d seien Si« unbksorgt, ich kann schweigen!" ES kam ihr in ihr»r Ergriff»nheit «ich, z>« Bewußtsein, daß er mit unfreundlichen Grffihta von ihr schied. Anton ging wi» »in Nach!»and!«r di» Stiaj»» heimwärts, tfr war «x Hilda wirklich in» g»lMx den. Und e« war ihm «in g,oß«r Schmerz, »taftk »lnes treu feiner gehegten Ideale begrabe« zu mßff»», Hilda gewinnsüchlig. egoistisch. ehrgeizig und berrch« «end! Wem, wenn sie sich so darstellte, war dann noch ju trauen? Er schritt im beginnenden Abenddunkel di» Straßen entlang. Schon flammte daS Gaslicht in den Laterne« und in den hohen Häusern ju beiden Seiten des Weges wurden die Fenstcr hell. Doch d.e milde, weiche Frühlingsluft hielt, obgleich sie em» süße Mattigkeit in die Glieder der Wandernden goß, noch viele Menschen im Freien sest. E» war lebhaft aus den Vorstadtstraßen, und eine Schar spielender Kinder schwärmte hierhin und dorthin. Anton empfand den Lärm und daS Vorüber« htften der srihlichen Menschenschar als etwa« Lästi» gcS, ihn geradezu Peinigendes. Die Menschen! WaS waren sie doch sür ein sonderbares Gelichter und wann machte man es ihnen ju Dank? Er hatte sich mitfreuen wollen an dem Glücke einer von ihm hoch Verehrten. E» war ihm ver-Wehrt worden. Und wieder kamen die Zweifel frühe« rer Zeiten nnd raunten ihm zu: „Die Armen und die Schwachen sind jiberflüssig. Sie sollen nur ruhig über Bord springen, daS LebenSichiff nimmt ohne sie ruhigeren KurSI" Er ging weiter, immer weiter! Was sollte er «'ich schon zu Hause? Fred zuerst begrüßen, ihm sagen: „Sieh, die du liebst, ijt dem nicht wert! V Nein, er wollte nicht! Und er hatte ja Hilda auch versprochen, zu schweigen. Konnte er eS denn, da ihm da< Herz so voll war? Konnte er dcm gelieb-teil Bruder Hilda'S Glück verheimlichen? Denn Glück bedeutete ihr nun einmal dieses Erb«. Wer im Besitze gewesen ist, der trägt nicht leicht an Be-sitzlosigkeit. Entbehren ist »in Wort »on hartem Klänge in dcm Ohr derer, die verwohnt sind, von den süßen Schmeichellaute«, mit denen daS leise Klirren deS Goldes sie immerwährend umtönt hat. Besitzen heißt genieße», Und die edclstcn Freuden, di« der Besitz gestattet, sind Genuß. Gebe?, ist Ge« w'nn, Wohltuen ist ein Säen für die Ernte der Zitkunft l A«ton «ar lange pla»lo« umh«rgewandert. Er hitt« auch gerastet. Aber Groll und Bitternis hat-te« ih» nicht »erlasse«. Und zuletzt packte ihn der Grimm auf sich selbst, «nd er zieh sich gemeinen Neides, der Unlauterkeit der Gesinnung, der hämi« sche« Mißgunst. Er begriff nicht, wie er eS s» al« lein «it seiien schwarze« Gedanken ausgehalten hatte. Zu de« Bruder wollte er, der fester in der Gesinnung, weltklng i« Handeln, die Zweifel alle löse« ko«nt«. die in der Seele de« von Hilvo« Schicksal seltsam Erregte» ihr Wesen trieben. Anlon wollte dem Bruder beichten, wa» er an diesem Nachmittage erlebt »nd erlitten. Er wollte reden trotz Hilda'» Verbot. Nun konnte er nicht schnell genug nach Hause gelangen. Er bestieg sofort die elektiische Bahn und tras nach einer Viertelstunde in seiner Behau« sung ein. Er sühlte sich totmüde, aber er war ruhiger geworden. Die alte Wirtschafterin a«S dcm elterlichen Hause öffnete ihm. „Aber spät, Herr Anton!• sagte sie vorwurfsvoll, doch mit strahlenden Mienen. „Und der Herr Bruder erwartet Sie fo sehnsüchtig!" Anton murmelte eine Entschuldigung, ging an de. Alten vorbei und Sfinete die Tür des Wohn-zimmers. Staunend blieb er stehen. In dem hellerlcncht«ten Gemache saß Hilda Trenkhoff im Lehnsessel und hinter ihr stand Fred, sich ties zu ihr herabneigeud, ihr zärtliche Worte ins Ohr flüsternd. Als Hilda ihn sah, sprang sie empor, eilte ihm entgegen und sagte, ihm mit fröhlichem Angesicht die Hand schüttelnd: „Wünschen Sie uns Glück, Anton! Freuen Sie sich mit uns! Wir sitzen an der Götter Tafel und nippen von Nektar und Ambrosia! Und haben Sie Dank, daß Sie mich Künderin einer srohen Botschaft sein ließen! Wissen Sie, warum Sie mich in Tränen verließen? O, seien Sie mir nicht böse! Es war mir schmerzlich, nicht Fred neben mir zu haben bei so viel Seligkeit. Er sollte zuerst wissen, daß Verlangen, Sehnen und Hoffen die Erfüllung gesunden. Und e« litt mich nicht länger zu Hause, als Sie gegangen waren. Ich mußte zu «hm! Ich mußte von ihm hören, daß er die wohlhabende Frau ebenso lieb haben will, als wie die arme Lehrerin!" „Sie lügt !" sprach Fred, der zu den beide» getreten war, mit bewegter Stimme. „Die Arge hat mich vollständig überrumpelt! Sie kam zu mir in Bedrängnis, arm, obdachlos, sorgenbcschwert . . . Und ich gelobte mich ihr skr Zeit und Ewigkeit." «Ich sprach die Wahrte!«!" sagte Hilda mi! leuchtenden Augen. „Ich war bedrängt von all' dem Neuen, Unverhofften, dai mir in den Schoß siel. Ich spürte die Armut in meinem Reichtum, den« mein Herz durste an keinem anderen Herzen klopfen. Ich war obdachlos, denn ich wollte fürder nnr un-ter dem Schutze meines Liebsten leben, und kann mit Recht über Sorgenlast klagen, denn der Reich« tum, der mir zufiel, war eine zn schwere Bürde für meine dcS TrogenS goldener Cchätzc ungewohnten emittiern. D«ri,m zog r< mich Dir. ^red. In deinen Hände» erst wird da« Geld für viele ein Segen werden. Zuerst aber für un»I O, wir sind gleich eine große. anspruchsvolle Familie, lieber Fred! Nicht zu mit allein kam der Goldregen. Wir habe» Kinder ja beschenken. Nicht war. Anton ist unser liebe«, große«, verwohntes Kind, und in der großen Stadt warten noch zwei kleine Mädchen daraus, daß wir ihnen die Eltern ersetzen, ihnen unsere Herzen und eine Heimat geben. Fred, morgen hole ich mir deine Stiesschwestern, um sie nie mehr von mir zu lassen. Dars ich?" 5jn demütiger Bitte legte sie die Arme um den H.:lZ de» Geliebten. „Ich möchte nur immer danken . . .* sagte er leise und innig. „Küsse mich, du Lieber', meinte sie im herz« lichsten Neckl»!ie. „Küsse mich! Sonst glaubt e« An-ton richt, daß du mich um meiner selbst willen zur glücklichen Frau Härtens» machst!' »Ist sie nicht schlecht, ganz schlecht und böse?' fragte Anton den Bruder lachend. Der aber antwortete nicht. Er küßte Hilda, süßte sie wieder und wieder. Da stahl sich Anton mit leisem Lachen auS dem Gemach. Ende. öfö ier Fladlverlchönc-WifcMlUl ruiigsvereittes bei Spielen, Wetten und Vermächtnisse«. .Hedanken. Wir sind alle Könige und zwar ein jeder im Reiche seiner Gedanken. « Der Krieg ist wie da« Feuer, je länger er dauert, desto mehr greift er um sich. * Die Geschütze deS Weltkriege« brüllen der Menschheit zu: »Menschheit bessere dich oder du verfaulst." » Auferstanden, auferstanden ist der Herr und du cume, gequälte Menschheit wirst nie auferstehen? Doch, sei deine» Heiles gewiß, auch dir gelte» die Worte ver Engel au« Goethe» .Faust": „Wer im- «er strebend sich bemüht, den können wir erlösen.' * Gerechtigkeit mit Milde gepaart, sei deiner Handlungen ständige Art. Dr. Paul Musil Edler von Mollenbruck. Z?as yellige Mrttnn t. Mauerschult und SteingerSIle — Hingefäet am Pfade, Trat mein Fuß, al» ich die Stelle Nahm zum Ort der Gnade. * _ Sonnenstrahlen brannten nieder Aus mein Haupt — und müde Senkte ich die Augenlider. — Ringsumher lag Friede I * Weltverloren, einsam lieget DaS Kapellchen altersgrau. Da« de« Menschen Herz besieget, So es hält in sich Einschau. * An den feuchte« Mauern-Bilder, Blumeribüschel, — Kränze, Dieser Stätte hehre Schilder Au« dem holden Lenze. * Eingebaut am Felsenzrunde Liegt die kühle Quelle; Uebenn Spiegel in der Runde Jaget die Libelle * Mit der hohlen Hand zum Munde Schöpfte ich bedächtig Wasser — e» war Mittagstunde — Schlürfte eS andächtig. * Tief beschallet von drei Linden, Ruhte ich dann draußen Bor dem Tempel, — der von Sünden Frei, — ohn Schmuck nach Außen. # Bor mir auch drei Kreuze stehen, Kupferrot gestrichen; Doch schon morsch di« Balken Au« — mit Rissen. Brüchen. * Ring« zu ihren Füßen liege« BlScke au» Granit — die Schafe, Die — wie schütz nd sich anschmiegen An die Erd' im Schlafe. * Und ich fühlte mich so eigen. Einzig frei zu Mute. Mußie demutsvolle neigen '« Haupt — mir lag » im Blute. Zfi«. Deutsche, unterstützet eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen herau«-gegebenen Wirlschaftögegenstilnde. Vermischtes. Sin EhestandSausweiS. In einem nach Eperna») fofcrenben Zuge klagte kürzlich eine Dame ihren Reisegefährten ihr Leid. Sie fahre »um Be-such ihres im Lazarett liegenden Galten, besitze aber leider keinen ordnungsmäßigen militärischen Pas-sierschein. Ein Herr au« Epernay, der im Abteil saß, bot sofort seine Hilse an und riet ihr, nur im. mer ibm nachzugehen. In Epernay stiegen die Bei-den zusammen auS. Der Herr durchschritt al» Er-ster die Bahnsperre, nachdem er dem Gendarm seine völlig einwandfreien AusweiSpapiere gewiesen hatt«. Schüchtern trippelte die Dame hinterher und erging sich in wirren Eutfchuldigung«w»rten, au« denen der Gendarm beim besten Willen nicht klug werden konnte. Da drehte sich ihr Reisegefährte um und lief der Zurückgebliebenen im Tone höchsten Miß-inuts zu: „Du Gai>«. wie lange soll denn das Ge« schneller noch dauern? Ich habe es satt, hier noch länger herumzustehen!" Sogleich ließ der Gendarm, der a!s selbstverständlich annahm, daß ei» Mann nur seine Ehefrau sv behandeln könne, die ebenso glückliche, wie ob der unfreundlichen Zurechtweisung verdutzte Dame anstandslos passieren. Wie schlecht Sie aussehen! Inder Londoner „Da'Iy Mail" wird geschrieben: Der Ge-sellschastshunne ist dadurch charakterisiert, daß er jedermann aus seiner Bekanntschaft nnd Verwandt-schaft mit kummervollem Tone sagt: „Wie schlecht Sie aussehen, mein Lieber!" Da wir heute säst alle schlecht aussehen und hierunter genug zu leiden haben, ist der GeseUschastShunne, den man «schreckend hau-fig antrifft, als ei» Verbrecher zu betrachten, gegen den es (einen Schutz gibt, sozusagen als ein gcisti« ger Mörder, der straflos umhcrspazier!. Jeder Ar^t weiß, daß die Leute mit strahlendste' Gesundheit sich sofort schlecht fühlen, wenn mau ihnen sag», daß sie schlicht aussehen Darum ist der „Freund", der UNS wegen unseres schlechten Aussehens bemitleidet, ein moderner Straßenräuber, seine Freundschast ist eine Maske, ein Bedauern ist der Dolch, den er un« in die Brust stößt. Der Gesellschaslshunue ist zu jeder TageSzeit nnd an jedem Ort anzutreffen, er begrüßt un« feierlich, drückt uns herzlich die Hand und slü« Wert dann mit der Gebärde und dem Ton innigster Sympathie: „Sind Sie krank? Sie sehen so surcht-dar schlecht au«," Und wenn er fortgegangen ist, fragt man sich! Sehe ich gut au« 7 Nein, ich bin dünner geworden, ich fühle mich abgespannt, ich bin schlecht genährt, und schließlich begibt man sich als ein wirklich kranker Mann nach Hause, der Gesell-schastShunne hat sein Werk verrichtet. Und wenn die Nervosität, die man Kriegspsychose nennt, in letzter Zeit bei uns in England so mächtig zunahm, so ist unbedingt er als einer der Hauptschuldigen zu ver« urteilen. Teutsche unterstützet eure Schutzvereine! Praktische Mitteilungen. Bekämpfungsmittel gegen Peron»s-pora und Oidium. Die überaus stark auftreten, den verschiedenen Krankheiten im Weinbaue baten im "Vorjahre eine außerordentliche Schädigung herrorgeru» fen und ist eine auSgiebize Bekämpfung der Peronol-pora und des Oidium« im laufenden Jahre unbedin«t geboten. Hiezu eignet sich und zwar gegen die Percnrs-pora da« Kupfervitriol und nach den umfassenden fach» ttchen in Steiermark durchgeführten Versuchen in erster Linie auch die Kupferpasta „BoSna" und gegen da« Oidium da» Schweselpulver. Die Regierung ist bestrebt, trotz der vorhandenen Ersparnisse die nötige,» B.-sämp-ungömittel für Steiermark ju beschassen un» w„d, so« viel in Aussicht steht, durch Zuweisung von Kupfer« Vitriol und Kupferpasta .BoSna" den Bedarf a„ Be kämpfungSmitteln gegen Peronospora unter gewifen Vorbehalten annähernd gedeckt und beide Mittel in dem Verhältnisse der Bestellungen aufgeteilt. Ungünstiger ge» stalten sich die Verhältnisse bezüglich der Beschaffung deS Schwefelmehles und zwar insofern«, a!S die vorhandenen Echwefelmehlvorräte kanm ein Fünftel de» angemeldeten Bedarfes betragen und weiteres Schn-efel-mehl nicht beschasst werden kann. Ersreuliche» weise haben jedoch auch in dieser Hinsicht die sachlicherseilS im Vorjahre durchgeführten Versuche mit »Nalri.im-thiosulfat" ergeben, daß diese» Mittel mit Erfolg gegen daS Oidium angewendet werden kann und zwar da-durch, daß man der fertigen Kupferkalkbrüde l/t Kilogramm per 100 Liter zulegt, wodurch eine gleichseitige Bekämpfung der Peronospora und des LidiumS ersolgt. DaS Natriumthlosulfat wird in Aussig-hrrischau erzeugt und wird über Veranlassung deS k. k. Ackerbauministe« rium» nach erfotgter Bestellung nach Möglichkeit an Steiermark überwiesen. Der Beeband der landwin-schastlichen Genossenschaften in Steiermark, welcher als alleinige VerteilungSstelle für Vitriol, Kupferpasta „BoSna", Schwefelmehl und Natriumthiofulfat bestimmt wurde, hat sich an die Bezirksausschüsse iii Steiermark — welchen eS obliegt, die burch die Gemeinde:» ge» sammelten und an die Bezirksausschüsse vorgelegten Be-stellungen auf die gedachten BekämpfungSmittel an den Verband zu überweisen — mit dcm Ersuchen gewea. det, mit aller Beschleunigung auch die Bestellungen auf Natriumthiofulfat einzubringen, damit die rechizettigc Bestellung auf dieses für die Bekämpfung des Oidium« so wichtige Mittel durch den Verband weite, geleitet werden kann und dieSfallS kein die Weinbautreibente» schädigende» Versäumnis eintritt. S» lieg» sonach im Interesse der Weinbautreibenden, ihren Bedaif an Sia-triumthiosulsat sogleich bei ihren Gemeindevcrstehungen anzumelden, welche die Bestellungen an ihren zuständi. gen Bezirksausschuß zu leiten haben werden. Da der angemeldete Bedarf an Schwefelmeht kaum mit eine« Fünftel der Bestellungen «edeck! werden wird könne», erscheint die Deckung de» Abgänge» mittelst Natrium-thiosulfat ingezeigt. Vtommrr £4 s-stsch- Macht e«te 7 Die bei den Musterungen bis zu dem unten festgesetzten Einrückungs-termin zum Landsturmdienste mit der Waffe geeignet befundenen österreichischen und uu Karl «eh en Landsturmpflichf igen der Geburtsjahrgiinge 1891 bis einschliesslich 18T2 haben, sofern sie nicht schon zum Dienste mit der Waffe herangezogen oder von diesem Dienste aus Rücksichten des öffentlichen Dienstes oder Interesses auf bestimmte oder unbestimmte Dauer enthoben worden sind, ■acb Massgabe der unten angesetzten Termine einzurücken. Es haben sich bei dem in ihrem Landsturmlegitimationsblatte bezeichneten k. und k. Ergänzungsbezirkskommando, beziehungsweise k. k. Land-wehr-(Kai$erschützeu-)Ergänzungsbezirkskommando einzufinden: 1). die in den Jahren 1891,1890,1889,1888, 1887, 1886, 1885, 1884, 1883, 1882, 1881, 1880, 1879 und 1878 Geborenen am 16. April 1917 und 2). die in den Jahren 1877, 1876, 1875, 1874, 1873 und 1872 Geborenen am 2. Mai 1917. Die bei Nachmusterungen nach den für die einzelnen oberwähnten Geburtsjahrgänge geltenden EinrQckungsterminen geeignet Befundenen haben binnen 48 Stunden nach ihrer Musterung einzurücken. Ffir jene, die wegen vorübergehender Erkrankung erst zu einem späteren als dem nach den obigen Bestimmungen für sie geltenden Termin einzurücken haben, gilt der hiefür bestimmte, aus dem Landsturmlegitimationsblatt zu entnehmende Termin. Die im Wege des freiwilligen Eintrittes in das gemeinsame Heer, die Kriegsmarine oder in die Landwehr auf Grund des Wehrgesetzes Assentierten der obgenannten Geburtsjahrgänge haben ebenfalls, je nachdem ob sie in den oben unter 1). oder 2). aufgezählten Jahren geboren sind, am 16. April, beziehungsweise 2. Mai 1917 einzurücken. Die Einrückungspflichtigen haben sich an dem für sie bestimmten EinrQckungstage im allgemeinen bis spätestens 11 Uhr vormittag einzufinden. Etwaige kleinere Ueberschreitungen dieser Stunde sind nur dann zulässig, wenn sie durch die Verkehrsverhältnisse begründet werden können. Falls das im Landsturmlegitimationsblatte bezeichnete k. u. k. Er-g&uzungsbezirkskommando, beziehungsweise k.k. Landwehr-(Kaiserschützen)-Krginzungsbezirkskornmando inzwischen seinen Standort gewechselt haben sollte, können die an dieses gewiesenen Landsturmpflichtigen auch zu dem ihrem Aufenthaltsorte nächstgelegenen k. u. k. Ergänzungsbezirkskommando, beziehungsweise k. k. Landwehr-(Kaiserschützen-)Ergänzungsbezirkskem-raaudo einrücken. Es liegt im Interesse eines jeden einrückenden Landsturmpflichtigen, ein Paar fester seidbrauchbarer Schuhe, Woll Wäsche, nach Tunlich Keit ichafwollene Fusslappen, mindestens zwei brauchbare Wäschegarnituren (bestehend aus je einem Hemd, einer Unterhose, einem Paar Fusslappen oder Socken, einem Handtuch und einem Taschentuch), dann ein Esszeug und ein Essgefäss, sowie Putzzeug mitzubringen. Die mitgebrachten Schuhe, dann die Wäsche werden — falls diese Sorten für die militärischen Zwecke al» geeignet befunden werden — nach den ortsüblichen Preisen vergütet Die tob der Militärverwaltung gegen Entgelt übernommenen Sorten gehen in das Eigentum des Aerars Über. Auch empfiehlt es sich. Nahrungsmittel für den Tag des Eintreffens mitzubringen, wofür eine festgesetzte Vergütung geleistet wird. Das Landsturm'.egitimationsblatt berechtigt bei der Einrslckung zur freien Eisenbahnfahrt — Schnellzüge ausgenommen — und ist vor Antritt <ÜMer Fahrt bei der Personeokassa der Ausgangsstation abstempeln zu lassen. Die Nichtbefolgung dieses Einberufungsbefehles wird nach den bestehenden Gesetzen strenge bestraff. KUdtarnt Cilli, am 29. März 1917. Der Bürgermeister: I)r. v. Jabornegg. Zh 3734/1917. Kundmachung; betreffend die Festsetzung von Höchstpreisen für bestimmte Gattungen von Zuckerwaren (Zuckerln, Kandiszucker). Zufolge Verordnung des Amtes für Volksernährung vom 12. März 1917, R.-G.-Bl. Nr. 107, wird kundgemacht: Beim Verkaufe der nachfolgend bezeichneten Zuckerwaren (Zuckerl, Kandiszucker) durch den Erzeuger an Wiederverkäufer dürfen folgende Preise für 100 kg nicht überschritten werden: I. für Karamelldrops, Rocks und gleichwertige Sorten (Prominzen u. dgl.).................. K 280*— II. für Fondants (einfach), Dragees (einfach) und gleichwertige Sorten....................K 310*— III. für in Papier gewickelte Karamellen, ungefüllt . . K 320*— IV. für gefüllte Karamellbonbons, Seidenbonbons (Fourres) K 350*— V. für Gelee oder Agarartikel (einfache Sorte) .... K 350*— VI. für in Papier gewickelte Karamellen gefüllt ... K 390'— VII. für Kandiszucker.............. K 180*— Diese Höchstpreise verstehen sich für Barverkauf mit 2% Skonto ab Fabrik, bezw. Erzeugungsstätte für Nettogewicht ohne Verpackung. Beim Verkaufe von Zuckerwaren (Zuckerl, Bonbons, Kandiszucker) im Kleinverschleisse dürfen folgende Preise nicht überschritten werden: I. für Karamelldrops, Rocks und gleichwertige Sorten (Prominzen u. dgl.) für 1 kg K 4-—, für 10 dkg 40 h, für 1 dkg 4 h; II. für Fondants (einfach), Dragees (einfach) und gleichwertige Sorten für 1 kg K 4 50. für 10 dkg 45 h, für 1 dkg 5 h; III. für in Papier gewickelte Karamellen, ungefüllt, für 1 kg K 4 50, für 10 dkg 45 h, für 1 dkg 6 h; IV. für gefüllte Karamellbonbons, Seidenbonbons (Fourr^s) für 1 kg K 5—, für 10 dkg 50 h, für 1 dkg 5 h: V. für Gelee oder Agarartikel (einfache Sorte) für 1 kg K 5-— für 10 dkg 50 h, für l dkg 5 h; VI. für in Papier gewickelte Karamellen, gefüllt, für 1 kg K 5 50, für 10 dkg 55 h, für 1 dkg 6 h; VII. für Kandiszucker fflr 1 kg K 2 40. für 10 dkg 24 h, für 5 dkg 12 h. Die Preise verstehen sich für Nettogewicht. Bei Verkauf in Packungen (Kistchen, Kartons, Düten u. dgl.) kann der Selbstkostenwert der Packung dem Preise zugeschlagen werden. Der Verkauf der vorbezeichneten Zuckerwaren mit Einschluss der sogenannten Stückartikel darf nur nach Gewicht erfolgen. Beim Verkaufe der bezeichneten Zuckerwaren im Kleinverschleisse sind die Gewerbsinhaber verpflichtet, die Verkaufspreise nach Gewicht bei der Ware selbst an einer deutlich sichtbaren Stelle und in gut lesbaren Schrifizeichen ersichtlich zu machen. Uebertretungen dieser Verordnung werden, insoferne die Handlung nicht einer strengeren Strafe unterliegt, von der politischen Bezirksbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 2000 K oder mit Arrest bis zu drei Monaten, bei erschwerenden Umständen aber mit einer Geldstrafe bis zu 5000 K oder mit Arrest bis zn sechs Monaten geahndet. Bei einer Verurteilung kann auch auf den Verlust der Gewerbeberechtigung erkannt werden. Stadtamt Cilli, am 20. April 1917. Der Bürgermeister: Dr. v. Jabornegg. oooooooooooooooooooooooooo JOSEF MARTINZ, Marburg O (gegründet 1860) liefert: 9 Galanterie-, Spiel-, § Kurz- zu den mindesten Preisen. Q Aufträge und Anfragen werden prompt erledigt. OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. Sä"" legerraider, Pnchräder, WaflTenräder Fahrräder voll Alleinverkauf! Alleinverkauf! UND K aufwärts. Grosse Reparaturwerkstätte. Singer-Hihmascliinen von 65 K aufwärts. (Sfe Anton NcgQlTv Mechaniker, Cilli, Herrengasse 2 ~ sämtliche B®»tandt«ile, LnfUcblituche, Mäntel, Sättel, Pedale, Laternen, Ketten, Lager, Freilaufnaben, Ailte Fahrräder Pnmpen, Schlüssel, Ventilschl&ache, Griffe, Bremsgnnimi, Lenkstangen, Glocken. Wfrtien eingetauscht Gnwwil«i«nng, floaenhalter, Oel, Kugeln n. a w. Elektrische Taschenlampen nnd Batterien. 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Soweit Einrückungs-pflichtige, sei es, weil sie zu spät von der Verschiebung der Einrückung in Kenntnis gelangt sind, sei es, weil nie infolge Aufgebens ihrer Stellung oder dergleichen ohne Versorgung sind, obgleich sie nach den nunmehrigen Bestimmungen erst am 14. Mai 1917 einzurücken hätten, schon früher einrücken, sind sie über ihren Wunsch in der aktiven Dienstleistung zu belassen. Anderseits werden zu den ursprünglich verlautbarten Terminen Eingerückte der Geburtsjahrgänge 1886 bis einschliesslich 1872 über Ansuchen bis zum 14. Mai 1917 beurlaubt. Stadtamt Cilli, am 10. April 1917. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. |~)ruchsorten Itefwt iu Mäßigen Brette» Vereinsbuchdruckerei ..Cetejs" Cilli. «»airur.g, Tnick uno B-rlag: Lereinsbuchd.uae», in tetu;. — Verantwortlicher Leiter - Suid« Lchidl». Ludwig Freiherr von Puthon, k. u. k. Major im Ulanen-Regiment Nr. 12, gibt im eigenen wie im Namen seiner Geschwister Eleonore Freiin von Puthon» Norbert Freiherr von Puthon. k. k. Ministerial Sekretär im Handelsministerium und Dr. Carl Freiherr von Puthon, k. k. Oberleutnant, seiner Schwägerin Auguste Freifrau von Puthon geb. Freiin von Mittag- LenKheym. deren Kinder, serner der übrigen Verwandten tiejbetrübt Nachricht von de« Ableben,seines innigstgeliebten Bater», bezw. Schwieger- und Großvaters, des hochwohlgebornen Herrn Carl Freiherrn v. puthon Gutsbesitzer, k. u. k. Fregattenleutnant a. D. der Dienstag den 24. April 1917 um l l Uhr vormittag« nach langem, schweren Leiden und Empfang der heiligen Sterbesakramente im 78. Lebensjahre sanft verschieden ist. Die entseelte Hülle des teuren Verblichenen wird Donnerstag den 26. d. M. um 10 Uhr vor-mittags in der Kapelle des St. Anna Kinderspitales Mozartgasse) eingesegnet, hieraus zur Beisetzung in der Familiengruft nach Cilli überführt, wo auch die heiligen Seelenmessen gelesen werden. Graz, Sallach bei Cilli, am 24. April 1917.